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zu bereiten, dessen Ausfuhr alsbald in raschem Masse zunahm(Reed 7); 1661 konnte schon Karl IL dreizehn Besitzer, die ausBarbados eine Einnahme von 10000 Pfund Sterling bezogen, zuBaronen ernennen (Moseley a. a. 0.), und um 1676 war die Inselbereits im stände, jährlich 400 Schiffe mit je 150 Tons Rohzuckerzu beladen (Mac-Culloch a. a. O. II, 1049). Von Barbados ausführte 1664 Thomas Modyford die Zuckerfabrikation nachJamaika ein, das die Engländer 1656 den Spaniern endgültig ent-rissen hatten, und wurde für die Verdienste, die er sich hierdurch umdas Wohl des Landes erwarb, von Karl IL zum Generalgouverneurdesselben ernannt (Moseley a. a. 0.); während es 1656 nur dreikleine Siedereien gab, und auch der Zuckerrohrbau, zu dessenFörderung Crom well schon 1649 viele irische Gefangene alsArbeiter nach der Insel geschickt hatte (Weber, „Weltgescb." II,230) völlig im argen lag, waren 1670 schon 75 Mühlen im Be-triebe, deren manche 2000 Zentner Zucker erzeugten, und um 1700war Zucker bereits der Hauptartikel Jamaikas, und die Quelleseines Wohlstandes.
Wie in St. Christoph und Jamaika, so waren die Holländerauch in Guadeloupe und Martinique*) die Lehrmeister, durch derenEingreifen eine zweckentsprechende Zuckerrohrkultur, und dieFabrikation exportfähigen Rohzuckers, erst möglich wurde; Er-zeugung und Ausfuhr von Zucker nahmen seit 1660 stetig undrasch zu, und gegen Ende des 17. Jahrhunderts war Zucker daswichtigste und einträglichste Produkt der französischen KolonieenWestindiens (Le Grand d'Aussy II, 204), so dass ein Beschlussdes Pariser Handelsrates von 1701 sagt: „Frankreichs Schiffahrtverdankt ihren Glanz dem Handel seiner Zuckerinseln, und kannnur durch diese erhalten und erweitert werden." Diese Blüte derfranzösischen Inseln erregte bald auch die Aufmerksamkeit derenglischen Regierung, da die Zucker-Produktion der britischenKolonieen seit 1700 in merklichem Rückgänge begriffen war, unddie Preise des aus Guadeloupe und Martinique angebotenen Zuckers,1737 sich so billig stellten, dass die erzielte grosse Ernte von679 000 Zentnern hierfür keine genügende Erklärung zu bietenschien. Da „Zucker das bedeutendste Objekt der überseeischenSchiffahrt ist," befahl das Parlament eine genaue Untersuchungder Sachlage, und setzte hierzu eine eigene Kommission ein; als
*) In Martinique wurde die erste grosse Plantage und Siederei 1655von Benjamin Dacosta, einem ans Brasilien vertriebenen holländischenJuden angelegt, der sich daselbst mit 900 Glaubensgenossen und 1100 Sklavenniederliess.