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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Der Zucker im Zeitalter der Entdeckungen.

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Gänserich, Geisblatt, Gerste, Hollunder, Ingwer, Kalmus, Ka-millen, Kubeben, Küchenschelle, Kümmel, Lavendel, Levkoyen,Löwenzahn, Maiblumen, Majoran, Mandeln, Meisterwurz, Melissen,Minzen, Myrte, Nelke, Osterluzei, Päonie, Petersilie, Pfirsichblüte,Pimpinell, Pomeranze, Primel, Quitte, Rapunzel, Rainfarrn, Raute,Rettig, Rittersporn, Rosen, Rosmarin, Salbey, Sauerampfer, Scabiose,Seerose, Taubenkropf, Tausendgüldenkraut, Thymian, Traubenkraut,Tormentill, Veilchen, Wegerich, Wermut, Ysop, Zichorie und Zimmt.Neben dem „ Kräuterbuch * des Tabernämontanus nimmtdie, gegen Ende des 16. Jahrhunderts verfasste „Medulla destilla-toria et medica" des KonradKhunrath, eine der hervorragendstenStellen unter den technisch-wissenschaftlichen Werken diesesZeitalters ein. Über Zucker heisst es darin (Ausgabe von Ham-burg 1605, 287 ff.): „Der Zucker ist ein fremdes Gewächse, eingar lieblicher, grosse Süssigkeit habender, anmutiger Saft, einereichliche Gabe Gottes, die er uns als ein hochnützbares Dingmildiglich mitgeteilt hat, dass wir ihn sollen zur Arznei undanderen Notdürftigkeit gebrauchen, und auch seiner göttlichenAllmacht für solchen Segen billigst aufs höchste zu danken haben.In Deutschland sind genugsam Leute, die der Orter, da der Zuckerwächst, gewesen Bein, die, wie er aus dem Rohre gepresst, inhölzerne Kisten eingemacht, und zu uns gebracht wird, genugsamwissen; die ihn also, roh und unbereitet, stracks nur von demGewächse kommend, zu uns bringen. So siehet man auchin Hamburg, Nürnberg, und anderen vielen Örtern deutscherNation mehr, wie solcher Zucker finieret und zurecht gesotten,auch in Hüte formieret, dessgleichen in Zuckerkandi, braun undweiss, gemacht werde. Der schöne, rein weisse Zucker, ist warmerund feuchter Natur, temperiert und mittelmässigen Wesens, jeälter er aber wird, desto mehr hitzt und trucknet er. Er heiltWunden und schützt sie vor dem Brand, auch giebt er köstlicheArzeney in vielerlei Gestalt; wie man den Zucker, gemeiner Weisenach, zu deren Bereitung, und für Syrupe und Konfekte gebrauchensoll, ist den Apothekern und Zuckermachern genugsam wissend.Die Quintessenz des Zuckers heilet aber und stärket mit besondererwundersamer Kraft, auch erhöhet man solche durch Beigabe vonGoldblättchen, und macht damit Wein, Rosen, Veilchen, Borrätsch,Endivien und Skabiosen, sowie auch Hühner- und Fleischbrühe fürKranke und Schwache zurecht, die davon eine grosse Kräftigunghaben. Solche Quintessenz verbleibt, so man Zucker mit Wein-geist kocht und abbrennen lässt, oder destilliert; da krystallisierenrote durchscheinende Stücke, die gleichen einem Rubin oder sonst

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