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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Der Zucker im Zeitalter der Entdeckungen.

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die Syrupe schrieb, sich als Freidenker die Feindschaft der Kirchezuzog, und zuletzt als Ketzer verbrannt wurde (Haeser II, 63und 66; Sprengel III, 167), Amatus Lusitanus von Ferrara,welcher die unbedingte Rückkehr zu den antiken Originalwerkenempfahl, Johannes Argentier aus Neapel, der scharfe Kritikerdes galenistischen Systems, und Lorenz Joubert von Montpellier,welcher den Gebrauch der Syrupe zwar ebenfalls verwirft, Zuckerund Süssigkeiten jedoch für unschädlich erklärt. Von grösstemEinflüsse war die Thätigkeit des Theophrastus Paracelsus ausEinsiedeln (1493 —1540), der in Basel zuerst medizinische Vor-lesungen in deutscher Sprache hielt und sie mit der Verbrennungvon Avicenna's Werken eröffnete, den Arzneischatz durch zahl-reiche wichtige Präparate bereicherte, und dadurch Ärzte undApotheker zwang, sich die zu deren Bereitung nötigen chemischenKenntnisse zu erwerben, der es zuerst versuchte, die eigentlichwirksamen Bestandteile der Pflanzen (deren „Quintessenz") auszu-ziehen, und der durch seine völlige Verwerfung der arabischen Grund-lehren, auch in theoretischer Beziehung nachhaltige Reformen an-bahnte (Meyer, „Bot." IV, 426; Haeser II, 72); nach seinereigenen Lehre enthalten alle Körper drei Grundstoffe: Sulphur(Schwefel), den brennbaren, durch das Feuer veränderlichen Be-standteil, Mercurius (Quecksilber), das Prinzip des Flüchtigseinsohne Veränderung beim Erhitzen, und Sal (Salz), das Prinzip desStetig- und Feuerbeständigseins (Kopp, „Alchemie" I; 35); unterHinzunahme der beiden Stoffe Wasser und Erde, die sich zuerstbei Willis (1621—1675) vorfinden, hat sich dieses System desParacelsus bis ins 18. Jahrhundert in fast allgemeiner Anerkennungerhalten (Kopp, „Beitr." III, 182ff.).

Leonhard Fuchs aus Zweibrücken (1501—1556), der Ver-fasser eines m;t über 500 guten Holzschnitten verzierten „NewKräuterbuch", bekämpfte gleichfalls die arabischen Irrtümer betreffdes Dioskorides, verlangt die Rückkehr zu den griechischenÄrzten, die Avicenna ohne Verständnis ausgeschrieben habe, undnennt die Araber unzurechnungsfähige Nachbeter, ihre Lehre vonden „Kochungen" Thorheit und Unsinn, und ihre Syrupe undKonfekte unnütz und verwerflich (Meyer, „Bot." IV, 309; SprengelIII, 45 und 151). Hieronymus Cardanus aus Pavia (1501—1576), dessen Werk „De plantis", trotz seines gesunden Grund-satzes: „man soll die Pflanzen in der Natur beobachten und nichtim Dioskorides", ein buntes Gemisch von richtig erkanntenWahrheiten und wunderbaren abergläubischen Vorstellungen ist,verwarf zwar auch das arabische System, empfahl aber den Ge-