Der Zucker im Zeitalter der Entdeckungen.
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erlangte" (Scherer, „Litg." 273) —: »Gegen Husten esset Zuckerund zerstossene Erbsen, mit zerriebenem Quendel und Knoblauchgemischt."
Die Schriftsteller dieses Zeitalters führen den Zucker sehrhäufig an: bei Luther (1483—1546) heisst es: »also wird derTag nicht schrecklich, sondern eitel Zucker werden" (Sanders„Wörterbuch" III, 1786). Murner (1475—1536) sagt im »Grossenlutherischen Narren" (ed. Scheible, Stuttg. 1847; II, 133und 136):
„Kein Honig ist so süss auf Erden,„Er mag kein Zuckor nimmer werden.''
„Er macht den Bundschuh so voll Schmeer„Ms ob er lauter Zucker war'."
Bei Hans Sachs (1495—1576) finden wir in der Beschreibungdes Lustgartens im „Lobspruch der Stadt Nürnberg" von 1530(„Ausgewählte poetische Werke", ed. Pannier; Lpzg. 1879, 95)die Stelle:
„Granat, Muskat und Pomeranzen„Und was Menschenhand mag pflanzen,„Zuckerrohr und Cyperreben„Waren im Ring im Garten daneben."
und in der „ Eigentlichen Beschreibung aller Stand' auf Erden" (1568,mit Holzschnitten von Jost Amman) heisst es vom Apotheker:
„loh hab in meiner Apotecken
„Viel Matory, die lieblich schmecken;
„Zucker mit Würzen ich konfizior',
„Mach auch Purgatzon und Iüystier,
„Und zu stärken den Kranken und Schwachen
„Kann ich mancherlei Labung machen."*)
1589), der kühne und originelle Sprachbildner,»Geschichtklitterung • und „Aller Praktik Gross-mutter" (ed. Scheible, Stuttg. 1847): „Ein Arzt muss mit Salbenund Kräutern, Tränken und Gewürz wohl ausgerüstet sein" (I,13); „Ihr feine verzuckerte Gallen und Pillulen, Ihr Zucker-Papa-goj" (I, 17); „das ist überzuckerter spanischer Pfeffer anstattZuckererbsen" (I, 22); „alle Zucker-Erbsenhagel!" (I, 168); „meinverzuckerter Wurmsamen, mein Zucker feiglein!" (I, 237 und 239);„Jungfrau'n von falschen Sinnen, Gleichen Zuckerlad' voll Spinnen"(I, 161); „stosset doch aus Steinen Zucker!" (I, 234); „Ihr Pulve-
*) Eine Kopie der Am man'sehen Zeichnung eines Apothekerladens,mit vielen Standgelassen und verschiedenen Hüten Zuckor, s. bei Peters(I, 30).
Fischart (gest.sagt in seiner