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Neunter Abschnitt.
werden, ist nach Sachau (Albiruni, „India", Vorr. I, 33), ur-sprünglich eine buddhistische Legende.
Die Dichter zu Ende des 15. Jahrhunderts sprechen öftervon Zucker; so z. B. heisst es in dem, 1494 gedichteten „Narren-schiff'' des Sebastian Brant (übers, von Junghans, Lpzg., 153)im Absätze „von Köchen und Kellnern":
„Mit Kochen, Sieden, Braten, Beizen,„Mit Rösten, Backen, Pfofferbrei,„Mit Zucker, Gewürz und Specorei,„Bereiten Trank wir und Gericht."
Auch von Süsstränken und Würzwein spricht der Dichter, undbeschwert sich im Absätze „von Falschheit und Betrug" (S. 196)barüber, dass
„Den Wein lässt man nicht rein mehr bleiben,„Thut viele Fälschung mit ihm treiben:„Salpeter, Schwefel, Todtenbein,„Pottasche, Senf, Milch, Kraut unrein,„Stösst man durch's Spundloch in das Fass."
Dass diese und ähnliche Klagen nicht unbegründet waren,bezeugen die Bemühungen der städtischen Behörden aller Länderaus dieser, und auch schon aus viel älterer Zeit, ihnen erfolgreichvorzubeugen. So z. B. besassen Augsburg, Regensburg, Ulm undMailand schon 1104 eine Lebensmittelpolizei (Haeser I, 810),Augsburg 1155 und Nürnberg 1290 eine Wein-und Bierkontrolle(Peters II, 199), und Nürnberg 1150, Regensburg 1306 eine Ge-würzrevision (Falke I, 268ff.; Peters II, 215). In Paris wurdeseit 1320 der Handel mit Gewürzen, Getränken, Butter, Fleisch,Mehl und Brot, amtlich überwacht (Hoefer I, 505), ebenso inBarcelona seit 1372 der Verkauf von Gewürz, Pfeffer, Indigo undSafran (Hüllmann IV, 80). In London bestand 1329, in Frank-furt 1360 eine Kommission „zur Verhinderung der Weinfälschungmit Alaun, gebranntem Kalk, und Branntwein" (ebd. IV, 51); mitbesonderer Strenge verfuhr die in Nürnberg 1441 eingesetzte Kon-trollbehörde: 1444 wurde Jobst Finkener, 1456 Hans Kölbele,Lienhart Frey, und eine mitschuldige Frau, samt ihren ge-fälschten Gewürzen verbrannt (Roth a. a. O. IV, 223).
Auch auf die Apotheken, deren im 14. Jahrhunderte viele er-richtet worden waren, z. B. 1318 in Hildesheim, 1324 in Berlin,1350 in Nürnberg, 1373 in Hamburg (Haeser I, 847; PetersI, 13ff.), wurde die amtliche Überwachung ausgedehnt; Ulm hatte1436 eine „Apothekenschau * (Klemm IX, 203), Nürnberg 1442und 1489 (Roth a. a. 0. IV, 111; Peters I, 132), Augsburg