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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
Entstehung
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Neunter Abschnitt.

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angemerkt, ferner ein Ragout aus Fisch, Kapaun, Butter, Eiernund Zucker, und feines Zuckerwerk (Le Grand d'Aussy II, 198ff.;II, 277; III, 267. Lacroix, „Moeurs, usages et costumes du moyenäge", Paris 1877, 178). Im „Menagier de Paris", einem um dieseZeit verfassten Kochbuche, ist von „suecre en pierre", Krystall-zucker, und Kandis, die Rede (Lacroix a. a. 0.; Littre II, 2,1067), auch werden Rezepte zur Darstellung des Veilchen- undRosenzuckers, sucre rosat, rosat vermeil, gegeben; der Roman„Baudouin de Sebourc" spricht von ,,Ingwer, Ziuimt und Zacker",und von einem Zucker-führenden Flusse des Paradieses, auf welchenauch Joinville anspielt, der an anderer Stelle noch bemerkt:..Das ist das Rohr, von dem der Zucker kommt" (Littre a. a. 0.;Francisque-Michel a. a. 0.). Dass der Zucker in NordenFrankreichs gleichfalls verbreitet war, beweist der Zolltarif derStadt Mezieres von 1350, in welchem es heisst: „le cent de sucredoit 4 deniers" (Laurent, „Statuts et coutumes de Mezieres" 1809,124), und auch in anderen Zolllisten derselben Zeit wird Zuckerin Broten, Zucker in Stücken, und cyprischer Krystallzucker auf-geführt (Bourquelot, ,.Mem. Acad. Inscr.", Paris 1865, V, 293).Ein Reskript des Königs Johann (1350—1364) von 1353,befiehlt den Apothekern, — und als solche werden auch diejenigenbezeichnet, die eingekochte und in Zucker eingemachte Früchteanfertigen —, zu beschwören, „sie würden stets guten Honig undZucker vorrätig halten, und nicht mit Honig versüssen, wenn Zuckervorgeschrieben ist", und verbietet ihnen besonders, „guten weissenCaffetinzucker durch Honig zu ersetzen" („Ordonnances" II, 535;Phillippe 20 und 111). Der Verfasser von „Modus et ratio" (1342)schilt auf den Zuckerluxus seiner Zeit, und beschreibt, zum Be-weise desselben, ein Festessen bei einem Erzbischofe, wobei sechsverschiedenfarbige Suppen aufgetragen wurden, alle mit Granat-körnern und Zucker bestreut (Le Grand dAussy II, 237); auchTaillevant, der Koch Karl VII. (1422 — 1461), giebt in seinemKochbuche von 1456 das Rezept zu einer solchen Suppe aus Fleisch-brühe, Eiern, Senf, Safran, Rosenwasser, gestossenem Ingwer undZucker (ebd. II, 232), und Platinus (um 1490) rühmt seine „Gold-suppe" aus gerösteten Brotschnitten mit Eigelb, Weisswein, Rosen-wasser, Safran und Zucker, welcher solche Kraft innewohnte, dassDuguesclin, „bevor er zum Kampfe gegen die Feinde zog, dreiPortionen derselben zu Ehren der h. Dreifaltigkeit aufass" (ebd.IL 230). Platinus bereitete auch verzuckerte Torten aus Rüben,Kürbissen, Hollunder, Maiblumen, Rosen, Kastanien, Kirschen undDatteln (ebd. II, 277), und Taillevant Reiscreme mit Mandelmilch,

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