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Neunter Abschnitt.
und Pistazien gefüllt (ebd. I, 163), in der „Geschichte des Küchen-aufsehers u ein Gericht aus Knoblauch mit Zucker, Pistazien undSyrup (ebd. I, 170), und in der „Geschichte des sechsten Brudersdes Barbiers', Datteln und Trauben in Zucker und Moschus ein-gemacht, sowie Mandelkuchen (ebd. I, 209). In der Erzählung„Der arme Fischer und der Beherrscher der Gläubigen' gilt esals Zeichen der Unbildung, dass Chalid Zucker mit Rosenwasserfür einen Honigtrank hält (ebd. II, 58); Süssigkeiten, eingemachteFrüchte, Zucker, und Schüsseln mit fertig zubereiteten süssenSpeisen waren am Markte käuflich (ebd. II, 70 und 177), und inden Strassen traf man herumziehende Zuckerbäcker und Honig-kuchen-Verkäufer, welche Honig verarbeiteten „zwar nicht vonBienen, jedoch vom Zuckerrohre, der besser ist als Bienenhonig"(ebd. IV, 325 und 350). sowie Verkäufer von Zibebensaft mitZucker (ebd. III, 415). Vornehme Häuser besassen Zuckervorratauf ein ganzes Jahr (ebd. III, 420), und tischten bei festlichenGelegenheiten verzuckerte Torten und Marzipankuchen auf. „aberauch arme Leute, die einen Sohn bekommen, oder eine Tochter,laden ihre Verwandten wenigstens zu einer süssen Speise ein"(ebd. II. 310 und 312). In der „Geschichte Ali SehirV ist fürdie gewöhnlichen Leute Reis mit Honig bestimmt, und vom Reismit Zucker heisst es, „diese Speise ist nicht für Euresgleichen,die ist ein Gericht für Emire" (ebd. II, 385); auch gezuckerterWein wird erwähnt (ebd. II, 390), und Zuckerrohr wird häutigroh gekaut oder ausgesogen, und selbst auf Schiffen bundweisemitgeführt (ebd. II, 240).
Während in Syrien, Cypern und Ägypten die Zuckerfabrikationin allgemeinem und fortdauerndem Aufschwünge blieb, hatte siesich in Sizilien keiner gleich stätigen Entwicklung zu erfreuen,da die, der sizilianischen Vesper (1282), der Entthronung Karlvon Anjou's, und der Regierungsübernahme Peter's von Arra-gonien folgenden Kriege und inneren Zwistigkeiten, das ganzeLand verwüsteten und zerrütteten. Die Zuckerrohrkultur, dereneiu Reskript Karl von Anjou's gedenkt (Le Grand d'AussyII, 198), geriet in raschen Verfall, und obwohl der Zuckermarktvon Syrakus 1296 und 1309 noch erwähnt wird (Ritter 403),so nahm doch die Industrie derart an Bedeutung ab, dass 1393der gesammte Steuerertrag auf 100 Unzen (in jetzigem Geldwerteca. 3750 Mark) gesunken war, und der König Martin Steuernach-lässe gewähren musste, um die Pflanzungen vor völligem Unter-gange zu retten (Gregorio, „Opere scelte' ; , Palermo 1845, 753ö'.).Erst unter dem weisen König Alfonso V. (1410—1458), welchem