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Achter Abschnitt.
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War in meinem Munde, Honig und auch Zuckermelil"; die Samm-lung der Haetzlerin, einer Dichterin des 15. Jahrhunderts: „obich je Speise genoss, die mich so zuckermässig dünkte, so rein".Auch die süssen gewürzten Getränke finden bei den Dichterndieser Zeit häufige Erwähnung; nur beispielsweise sei aus „Parzi-val", 16. Gesang (bei Simrock II, 406) angeführt:
„Mit Zucht man von dorn Grale nahm„Alle Speis' wild und zahm,„Hier den Meth und dort den Wein,„Wie es jeden mocht erfreu'n„Sinopel, Mörass, und Claret" . . .
sowie aus „Wilhelm von Orange" (bei San-Marte 154, 237, 383):
„Wohl gewürzt Claret, süss, milde,
„Wein und Meth und auch Mörass"......
„Mörass und auch Claret der frische,„Und Sinopel mit Gewürz".....
„Da gab's Getränke mannigfaltig,„Gar kostbar und wohl probehaltig,„Als Mörass, Wein und Sinopel".....
Eine bemerkenswerte Stelle ist noch die in Bodmer's „Minne-singern" (II, 130a): „Zucker, süsser Honig, Benit, Die werden nieso süsse", die in Hagen's „Minnesingern" (2, 197b; 3,169b), wovon „Honig-Benit" und „gehonigter Süsse von Benit" die Rede ist,ihre Parallelen findet; Benit ist nämlich nichts anderes alsPenidium,Fanid. Littre ist zwar geneigt, penide = sucre-tors, vom grie-chischen nr'jviov (Spule) abzuleiten, weil der „sucre-tors" durchZusammenwickeln je zweier, aus Zucker und Süssholzsaft, oder ausZucker allein bereiteter, kleiner Stäbchen dargestellt wurde (s.dessen „Wörterbuch", Artikel „Penide"), und nach dem „Thesauruslinguae graecae* des Stephanus (Spalte 1053, Zeile 10), sowienach Blümner's „Technologie und Terminologie der Gewerbeund Künste bei den Griechen und Römern" (Lpzg. 1875; I, 134)bedeutet jifyior in der That die Weberspule, sowie gewisse, diesergleichende, weisse Körperchen, die man in oder auf Kuchen zustecken pflegte. Dennoch erscheint die Ableitung jenes Ausdruckesvon Penidium (Fanid) wahrscheinlicher, nicht nur weil die Ver-treter der arabischen Medizin und ihre Nacheiferer diesem Worte«ine ausgedehnte, ja fast allgemeine Verbreitung verschafften, son-dern vor allem auch, weil es sehr häufig, mit dem arabischenArtikel al verbunden, als „Alfenid", „Alpenid" (französ. epenide),schliesslich auch in der verderbten und entstellten Form „Alphoenix"