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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Der Zucker zur Zeit der Kreuzzüge.

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„Gepriesen sei das Gras und Feld„Wo dieser Liebhold liegt ersehlagen;„Dies Feld wohl sollte Zucker tragen„Im Umkreis einer Tagesreise,„Der schöne Hörische gäbe dar„Wohl allen Bienen ihre Speise."

Wolfram's grosser Zeitgenosse Gottfried von Strassburgnennt in „Tristan und Isolde" den Zucker nicht, wohl aber preister in seinem „Lobgesang"*) die h. Maria mit den Worten „süsseZuckerwabe" und „zuckersüsser Honigseim"; „Maria, zuckersüsserNam'" wird die Himmelskönigin auch in dem anonymen Gedichte„Erlösung" (ed. Bartsch 5, 207) angerufen, und Conrad vonWürzburg's „Herzmäre" (gedichtet 1287) sagt: „Maria, die sozuckermässig mir däuchte". In desselben Autors „Trojanerkrieg 1 'wird von „Zuckersamen", in seinem „Engelhard" von „vielem zu-gemischten Zucker" und von „zuckersüsser Minne" gesprochen. Indiesem Sinne heisst es auch bei Heinrich Frauen lob (um 1280):„der Minne zuckersüsser Duft", „die Minne zuckert süss die Luft";bei Hugo von Langenstein (um 1290): „die Süsse zuckermässigwar"; in Hugo von Trimberg's „Renner" (um 1290): „deinsüsser Zuckermund"; im „Lohengrin" (um 1290): „du süssen Zuckerträumen wirst", und bei Heinrich von Weissensee (um 1250):„mein Zucker-Trautchen" (Weber, „Minnesinger", Halle 1887). InReinbot's „Georg" (um 1290) finden wir die Stelle: „zeitig wardas Zuckerrohr", und in Albrecht's „Titurel" (um 1265) kommt„Zuckerbalsam" und „Zuckerhonig" vor: „Zuckerbalsam wird dieErde treiben, wo der Edle nahm sein Ende", „zuckermässig ister Weibes Augen", „der Wald, darinnen du gestorben, mit Zuckersei er übertaut". Aber auch in den Liedern der Minnesinger,deren Entstellungszeit jedoch nur selten ' genau festzustellen ist,spielt der Zucker eine nicht unbedeutende Rolle. In der Samm-lung der Minnesinger von v. d. Hagen (Leipzig 1838) finden wir:„ihr zuckersüsser Mund" (1, 9 a), „mein Zuckerkräutchen" (2, 25 a),„aus einem harten Steine Zucker bitten" (2, 239a), „Zucker kannwohl süssen" (2 t 240b), „wenn Zucker wird eines Juden Kot"(2, 384b), „gezuckertes Lob" (3, 169b), „die Zuckersüsse" (3, 370a),„du süsses Zuckerrohr, mein Herz und Leben" (3, 420b). Lass-berg's „Liedersaal" (Lpzg. 1846) führt noch an: „zuckerlinder Tau(I, 376, 65), „Zuckerrose" (111, 94, 403), und „ihr zuckersüsserMund" (111,101,107); Myller's Sammlung: „meiner süssen FreudenZuckerrohr"; Hagen's „Gesamtabenteuer": „Zu derselben Stunde,

*) Nach Pfeiffer wird ihm derselbe jedoch fälschlich zugeschrieben.