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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Der Zucker zur Zeit der Kreuzzüge.

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(Haeser I, 847). Ob an deren Gründung, wie Phillippe angiebt(S. 394), Constantinus Africanus beteiligt war, mag dahingestellt bleiben; jedenfalls aber genoss dieselbe, — sie wurde„statio", der Verwalter „confeclionarius" genannt —, bedeutendesAnsehen, Friedrich II. erklärte sie 1241 zur Staatsanstalt, nach-dem er für Abhaltung strenger Prüfungen, für sorgfältige Bereitungder Arzneien, und für Aufstellung einer genauen Taxe, Vorsorgegetroffen hatte (Meyer, „Bot." III, 482; Haeser I, 847; Huil-lard-Breholles IV, 1, 151), und ihr Bestand trug vieles zumhohen Ruhme bei, dessen sich Salerno im 12. und 13. Jahrhun-derte bis in die fernsten Gegenden erfreute.*) In Deutschlandsollen die ersten Apotheken errichtet worden sein: 1233 in Wetz-lar, 1248 in Schweidnitz (Haeser I, 848), 1267 in Münster undin Leipzig (Phillippe 85), 1276 in Würzburg (Haeser a. a. 0.),1285 in Augsburg (ebd.), und 1294 in Freiburg (Klemm IX, 203);nach v. Stetten („Kunst-, Gewerbe- und Handels-Geschichte vonAugsburg", Augsburg 1779, 242) hatte Augsburg 1285 schon ein„altes Geschlecht", welches „die Apotheker" hiess. Bei dieser,wie bei allen obigen Angaben, ist jedoch zu beachten, dass manunter „Apotheke", bis ins 14. Jahrhundert hinein, häufig nur einenSpezerei- und Kramladen, sowie ein Zuckerbäcker-Geschäft verstand(Haeser I, 844; Klemm a. a. 0.).

In der ältesten deutschen Litteratur findet sich der Zuckernicht erwähnt. Hrabanus Maurus, dessen, um 803 verfasstesWerk „De universo" meist den Isidorus Hispalensis kopiert,spricht nur von den biblischen Gewächsen, den gewöhnlichen Gar-tenpflanzen, und einigen Gewürzen (Meyer, „Bot." III, 421);ebenso auch Walafrid Strabus, Abt von Reichenau (gest. 849)im Gedichte „Hortulus", und Macer Floridus (um 1100) in „Denatura herbarum" (ebd. III, 425 und 426). Eine versifiziertedeutsche Bearbeitung der Genesis, vermutlich aus dem 11. Jahr-hunderte, nennt bei der Beschreibung des Paradiesgartens, neben

*) „Er zog nach Salerne, Ob ihm dort der Ärzte Kunst, Schüfe neuenLehens Gunst", heisst es im „Armen Heinrich" des Hartmann vonAue. um 1200 (Ühersetzung von Simrock, Hoilbronn, S. 12). Als Tristannach Irland zieht, liisst er aussprengen, „ . . . dass er fern, Zu weison Meisternnach Salern, Um Heilung sei gefahren" („Tristan und Isolde", Übers, vonHertz, Sttgt. 1877, 159). S. auch die weise „Muhme von Salem" im „Liedevon den zwei Liebenden" der Marie de France, der Hauptvertreterinderin der höfischen Welt des 12. Jahrhunderts modernsten Erzählungskunst(Hertz, „Marie de France", Sttgt. 1862, 128; „Spielmannshuch" 309, undVorr. 55).