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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Der Zucker zur Zeit clor Kreuzzüge.

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boldt, „Krit. Uni" I, 440), ebenso der von Bologna,- 1194(Hüllmann I, 75); in Treviso wurde 1214, nach Rolandino'sBeschreibung, gelegentlich der Abhaltung eines städtischen Festes,zum Scherze eine Burg gebaut und erstürmt, wobei als Angriffs-und Verteidigungsgeschosse die feinsten Spezereien, Gewürze undZuckerwaaren dienten (Romanin II, 199; Marin. I, 448). Genuabezog, seit seinen Handelsverträgen von 1271, 1274, und 1279,vielen Zucker aus Lajazzo, der Hauptstadt des christlichen König-reichs Armenien, und unterhielt, bis zu deren Zerstörung durchdie Türken (1374), dort, wie überhaupt in Kleinasien, regelmässigeVerbindungen, die auch den Zwischenhandel mit Syrien und Ägyptenbetrafen; 1289 z. B. brachte ein genuesisches Schiff Zucker undPfeffer aus Alexandria nach Candelore (Alaja), und im nämlichenJahre nahm der genuesische Kapitän Benedetto Zaccaria, alsRepressalie, ein mit Zucker beladenes ägyptisches Schiff weg(Heyd a. a. 0.).

In Venedig sind bereits im Jahre 1150 Zuckerbäcker nach-weisbar (Simonsfeld, „Der Fondaco dei Tedeschi in Venedig",• Sttgfc. 1887; II, 269). Die Verordnungen über die Seeschiffahrt„Capitulare nauticum pro emporio Veneto" von 1229 und 1255,sprechen über den Versandt von „Zuckermehl in Säcken", „Zuckerin Kisten", „Brotzucker ohne Kisten" (Hüllmann I, 76; RomaninII, 242), und das Handelsstatut des Andrea Dandolo von 1275schreibt vor, dass Brotzucker, Krystallzucker in Säcken, und Zuckerin Kisten, ausschliesslich in gedeckten Schiffsräumen unterzubringenseien (Marin V, 183 und 190); vermutlich geschah dies im Inter-esse der Waarenversicherung, welche in Venedig und Genua schon1281 als wohlbekannt erwähnt wird (Hüllmann III, 607). BeiFesten und Wahlen waren Geschenke, aus einigen Broten Zuckerbestehend, bei den Vornehmen sehr gebräuchlich (Romanin IX,47), so z. B. hören wir, dass beim Amtsantritte des Dogen LorenzoTiepolo (1268), dessen Gemahlin von allen Seiten mit Gaben vonallem nur erdenklichen Zuckerwerke bedacht wurde (ebd. II, 296).Selbstverständlich war indessen der nach Venedig gebrachte Zucker,keineswegs allein zum Konsum in dieser Stadt bestimmt, sonderngehörte auch zu den wichtigsten Handelswaaren, die von Venedigaus nach dem Inneren Italiens, sowie vor allem nach Deutschlandnnd den Niederlanden vertrieben wurden.

Für Deutschland galt Venedig schon in früher Zeit als Haupt-handelsplatz und Vermittlerin zwischen Morgen- und Abendland,worauf z. B. die Nachrichten der „Fuldaer Annalen" von 860, dieUrkunde betreff der Briefbeförderung nach Konstantinopel von 960,

L i p pmuiin , Geschichte des "Zuckern.

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