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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Siebenter Abschnitt.

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aussen nach China eingeführt ist, so dass sich Humholdt's Hypo-these nicht aufrecht erhalten lässt; auch soweit sich dieselbe aufdas Alter der Porzellanfabrikation in China gründet, sind ihreStützen hinfällig, denn es ist, im Gegensatze zu früheren Anschau-ungen, sicher bewiesen, dass diese Kunst im Reiche der Mittekeineswegs uralt ist, sondern erst um 185 n. Chr. ihre Entwicke-lung begann, und in ihre Blütezeit erst im 5. und 6. Jahrhunderteintrat (Stan. Julien et Champion, „Industries anciennes etmodernes de l'empire chinois"; Paris 1870).

Was die Verbreitung des Zuckerrohres nach den indischenInseln und dem Archipelagus betrifft, so lässt sich hierfür bisherkeinerlei genauere Zeitangabe aufstellen, da es nicht möglich ist, dieVerbindungen mit Indien ins einzelne zu verfolgen. Sicher ist, dassdie Indier schon sehr frühe, und zwar ausschliesslich des dabeizu erzielenden Gewinnes wegen, weite Seefahrten unternahmen(Lassen I, 1026), und namentlich Java besuchten (ebd. I, 98),wo um 50 n. Chr. schon feste indische Ansiedlungen nachweisbarsind (ebd. III, 269), und sich noch eine Sage über die Einführungdes Reises erhalten hat (ebd. IV, 476). Die Andamanen warenihnen gleichfalls nicht fremd (ebd. IV, 915), und diese Inselndürften, ebenso wie die Nikobaren, auf welchen Soleiman(Reinaud, „Rel." I, 16) einen stummen Tauschhandel mit Zucker-rohr, Kokosnüssen, Bananen und Palmwein vorfand, gelegentlichjener zu Handelszwecken unternommenen Seereisen, schon früh-zeitig das Zuckerrohr empfangen haben; in den ersten nachchrist-lichen Jahrhunderten war die Verbindung zwischen Indien undChina über die Inseln bereits bekannt, und in den späteren soallgemein benutzt, dass selbst die chinesischen Pilger diesen Wegmit Vorliebe zur Rückreise wählten, wie z. B. Fahian, der hierbei424 die Insel Java passierte (Lassen IV, 711).

Im Sunda-Archipelagus, sowie bei den Malayen heisst dasZuckerrohr allgemein tabu oder tubo (= Rohr), während fürZucker ausschliesslich das indische Fremdwort guda oder gula imGebrauche steht (Lassen I, 317), oder wenigstens Zucker im All-gemeinen bezeichnet, während die Arten desselben noch besondersbenannt werden (Flückiger undlianbury a. a. 0.); es weist dieserUmstand darauf hin, dass die Kunst der Rohzuckerbereitung jenenInseln aus Bengalen zukam, und zwar zu einer Zeit, in welcherihnen das Zuckerrohr selbst schon seit langem bekannt war. InderThat berichtet Rumph („Herb, amb." V, 186 ff.) im 17. Jahr-hunderte, dass, den ihm gewordenen Nachrichten zufolge, die Kunst,Zucker aus dem Safte der Palmen und des Zuckerrohres zu kochen,