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Siebenter Abschnitt.
sondern erst durch die mongolischen Eroberer ins Land kam; diemongolische Dynastie, durch Kublai-Chan, den Bruder Hulagu-Chan's, des Zerstörers Bagdads, begründet, war überhaupt aufHebung des Wohlstandes und der Steuerkraft ihrer Staaten durch-aus bedacht, übte gegen Fremde und Andersgläubige die grössteToleranz, und suchte den Handel durch Ausgabe von Pässen undEinrichtung mittelst Wachposten geschützter Reiserouten, und denGewerbefleiss durch Heranziehung und gute Bezahlung geschickterKünstler aus dem Auslande, möglichst zu heben (lütter 368ff.;d'Ohsson, „Histoire des Mongols" 111, 77ff.; Sedillot, bei Le-dere II, 138ff.). Dies gelang auch betreff der Zuckerraffinationauf das vollkommenste, denn die Chinesen wurden seither, beson-ders in gewissen Zweigen derselben, z. B. in der Erzeugung desKandiszuckers, die grössten Meister, und führten solchen Zuckerspäter selbst nach Indien aus, wo er jedoch den Namen „Misri"behielt, dessen ursprüngliche Bedeutung (Zucker aus Ägypten) wohlschon in Vergessenheit geraten war (Phillipp, a. a. 0.).
Auch in den anderen südlichen Provinzen Chinas wurde, nachMarco Polo, Zucker in grossen Massen erzeugt, und wiederholtwerden die nach Millionen zählenden Steuerbeträge genannt, welchedem Gross-Chan hierdurch zufiiessen; mit Erstaunen berichtet Polo,dass alle diese Steuern, sowie überhaupt alle Zahlungen, mit Pa-piergeld*) beglichen wurden (II, 409ff.). Dasselbe bestand ausMaulbeerbast, für grosse Beträge auch aus Seide, war in roterund schwarzer Farbe bedruckt, mit dem Stempel des Gross-Chansversehen, besass Zwangskurs, und musste von jedermann bei Todes-strafe angenommen werden. Solches gedrucktes Papiergeld warschon seit 975 bekannt, und seit 1155 in regelmässigem Gebrauche,den auch bereits der Brabanter Mönch Wilhelm Ruisbroeck,genannt Rubruquis, erwähnt, welcher achtzehn Jahre vor Poloin Ostasien reiste; aber erst Kublai-Chan gab dasselbe in grossenMassen aus, — wie Pauthier aus chinesischen Quellen mitteilt,
*) Ein an sieb wertloses Zeichongeld besassen schon die Karthager(Mommsen 1, 506) und auch die Römer gaben im Jahre 91 silberplattiertesKupfergold mit Zwangskurs aus (ebd. II, 405). Während des ersten Kreuz-zugos Hess der venetianischo Doge Geld aus Leder schneiden (Romanin II,46), und bei der Belagerung von Faenza (1241) zahlte Friedrich 11. seinenTruppen den Sold in gestempelten Ledorstückon (Amari 111,816); auch dieAraber leisteten 1147 in Syrien ihre Zahlungen in gedrucktem Papiergelde(Papyrus Rainer). In Porsien wurde im 13., in Nordindien und Japan im14. Jahrhunderte der fruchtlose Versuch gemacht, vergoldetes Kupfer mitZwangskurs auszumünzen (Yule, „Polo" 1, 415).