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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Siebenter Abschnitt.

sischen Golf, wegen der Menge der dort nach dem Osten verkehren-den Schiffe, „das chinesische Meer", und die chinesischen Annalistengeben an, dass um diese Zeit alljährlich zahlreiche arabische Schiffein Kanton und Fukien gelandet seien, und Baumwollengewebe,Glaswaaren, Datteln, Kampher (der ein kaiserliches Monopol war,siehe Reinaud, „Rel." I, 35), Eisenwaaren, Rosenwasser, und „Po-sha-tang", d. i. weissen Sandzucker, dahin gebracht hätten (liret-schneider, a. a. 0., 11).

Man hat vielfach angenommen, dass die Chinesen zu solchenweiten Seereisen durch ihre frühzeitige Kenntnis der Magnetnadelbefähigt worden wären, und dass bei dieser Gegenheit die Araberden Gebrauch derselben kennen gelernt, und nach dem Westenverbreitet hätten. Nun stammt aber die erste chinesische Be-schreibung der Magnetnadel und ihrer Deklination erst aus dem12. Jahrhunderte (Abulfeda I, 203, 206ff.), und die älteste arabischeErwähnung rührt von Bailak her, der eine solche Nadel 1242auf der Fahrt von Tripolis (in Syrien) nach Alexandria verwendensah; dass die Chinesen schon 1100 v. Chr. die Südweisung desMagnetes gekannt, und daraufhin Magnet-Wagen erbaut, und siebei Landreisen, später auch bei Seefahrten benutzt hätten (Reinaud,„Rel." I, Vorr. 65), muss auf Grund neuester Forschungen alsFabel betrachtet werden (Götz 131); auch war den Arabern nichtnur im 9. Jahrhunderte (Abulfeda I, 205), sondern auch nochzur Zeit Marco Polo's, ja noch beim Erscheinen der Portugiesenim indischen Ozean, der Gebrauch der Magnetnadel unbekannt, sodass dieselben unmöglich als Verbreiter derselben gelten können(Peschel, „Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen", Stuttg.1858, 29; „Abhandlungen zur Erd- und Völkerkunde", Lpzg. 1877,169). Im Abendlande dagegen spricht bereits Alexander Neckam(1157—1217), der Milchbruder des Königs Richard Löwenherz,in der Schrift „De naturis rerum" von der Magnetnadel (Peschel,„Geschichte der Erdkunde", München 1865, 187), und Jacobusde Vitriaco sah sie 1218 in der Levante im Gebrauch (Hüll-mann I, 126ff.); Guyot de Provins erwähnt in seinen 1203 —1208 verfassten satirischen Gedichten, der Papst habe sich ihrerEinführung widersetzt, und fordert ihn auf, lieber selbst dem Po-larsterne zu gleichen, nach dem alle Nadeln zeigen (Schultz,„Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger", Lpzg. 1879; II,296). Auch dem Dichter Guinizelli (um 1220), Albert demGrossen (gest. 1280), Thomas von Cantiprato (gest. um 1280),und Brunetus Latinus von Florenz, dem Lehrer Dante's (gest.1295), war die Magnetnadel bekannt (Hüllmann I, 126ff.), und