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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Siebenter Abschnitt.

mählich in das der gemässigten übergeht, als in diesen Land-strichen (Grisebach I, 494).

Nach Bretschneider (,0n the study and value of Chinesehotanical works", Foochow 1870, 46ff.) findet sich die erste Er-wähnung des Zuckerrohres um 200 v. Chr. bei dem Dichter Ssu-ma-siang-ju, welcher angiebt, dass dessen Saft die üblen Folgendes Rausches vertreibe; die erste Beschreibung enthält aber das,im 4. Jahrhunderte nach Chr. verfasste Buch „Nan-fang-tsao-mu-chuang" : „Cheche oder Kanche (= süsser Bambus) wächst inKiaochi, hat einige Zoll im Umfange, oft zehn Fuss Höhe, undähnelt dem Bambus; der Stengel, in Stücke geteilt, ist essbar undsehr süss; der daraus gepresste Saft wird in der Sonne getrocknet,und giebt dabei nach einigen Tagen Zucker, der im Munde zerschmilzt,und Shi-mi (Stein-Honig) genannt wird. Im Jahre 286 sandte dasKönigreich Funan, (in Indien, jenseits des Ganges), Zuckerrohr alsTribut". Im Jahre 400 war das Zuckerrohr in China bereits soverbreitet, dass der Pilger Fahian, wie oben angeführt, es alsallgemein bekannte Pflanze betrachtet; das, zur Zeit der DynastieLiang (502—5T>6) geschriebene Buch „Tao-hung-king* giebt einegenaue Schilderung desselben, und fügt hinzu: „Aus seinem Saftemacht man Shi-mi, der den Menschen sehr nützlich ist", — was aufeine medizinische Anwendung zu deuten scheint (Ritter 348).Wenn indes überhaupt als Produkt einer Fabrikation, so habenwir uns den Shi-mi jedenfalls als solches einer äusserst primitivenund im kleinsten Massstabe betriebenen zu denken, denn die Be-richte der Chinesen, eines sonst so eitlen, jede Kunst seiner eige-nen Erfindung zuschreibenden Volkes, stimmen mit seltener Ein-mütigkeit darin überein, dass die Bereitung des Rohzuckers dem Reicheder Mitte erst in späterer Zeit, und zwar von Indien aus, zugekommensei. Im „Kuang-kün-fang-pu" wird erzählt (Bretschneider a.a. O.), dass der Kaiser Taitsung (627—650) Leute nach Mokoto(Magadha, jetzt Binär) in Indien sandte, um die Kunst des Zucker-machens zu erlernen, und die chinesischen Annalen berichten, dassdieser Herrscher, dessen Regierungszeit einer der glanzvollstenZeiträume der chinesischen Geschichte, und von siegreichen Kriegengegen Indien, Persien und Korea erfüllt war, alle Massregeln zuergreifen pflegte, von denen er eine Förderung der Landwirtschaftund ihrer Gewerbe, sowie eine Vermehrung des Wohlstandes undder Steuerkraft erwartete (Pauthier, „La Chine" 297; KlemmVI, 504ff.). Li-schi-tschin, auch der „chinesische Plinius" ge-nannt, sagt in seinem grossen Sammelwerke „Pen-tsao-kang-mu",welches nach Decandolle (S. 321) im Jahre 1552 verfasst sein

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