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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
Entstehung
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SIEBENTER ABSCHNITT.

Die Verbreitung des Zuckerrohres nach Chinaund den Küsten des indischen Ozeans.

Dass die Chinesen, wie so viele andere Erfindungen, auch dieder Zuckerbereitung, Jahrtausende lang vor den Europäern ge-macht, und praktisch ausgenützt hätten, ist eine Anschauung, dievornehmlich durch Humboldt in Aufnahme gebracht, und da-durch begründet wurde, dass er in Lima uralte chinesische Vasensah, welche mit Abbildungen über Künste und Gewerbe geziert waren,darunter mit Zeichnungen von Presswalzen, Göpeln, Kochkesselnund Reinigungshäusern für Zuckerrohr und Zucker, „wie sie nochjetzt auf den Antillen üblich sind" („Nouv. Esp." III, 170ff.).Obwohl diese Angabe Humboldt's noch in neuerer und neuesterZeit Aufnahme in kulturgeschichtliche Werke gefunden hat (z. B.Volz 82; Scherzer, „Das wirtschaftliche Leben der Völker",Lpzg. 1885, 111), so ist sie doch unbedingt als irrtümlich zu be-zeichnen, und aus den gegenwärtig erschlossenen Quellen leichtals solche zu erweisen.

Das 6. Buch des vermutlich von Confucius, im 6. oder7. vorchristlichen Jahrhundert verfassten „Schuking", welches „Yü-kung' (= Tributrolle des Yü) heisst, und die Zeit von 2357 bis 720v. Chr. umfasst, enthält im ersten Teile, in 83 Absätzen, eine Be-schreibung der neun Provinzen, in die das Reich zur Zeit desKaisers Yau (2357—2256, nach der, jenseits 1100 v. Chr. ge-wöhnlich nicht ganz zuverlässigen chinesischen Chronologie) ge-teilt war, und giebt genaue politische und statistische Daten inbezug auf öffentliche Arbeiten, Verwaltung, Produktion, und Steuer-leistung. Nach den Angaben dieses, aus geographischen, stili-stischen, und inhaltlichen Gründen durchaus glaubwürdigen Buches,lag das Reich damals fast gänzlich im Norden des 30. Breite-grades, und ermangelte noch der Südprovinzeri; wenn demnach