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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Sechster Abschnitt.

Gruben gegraben, jede von 12 Ellen Länge und in der Breite von5 Ellen. — [Verfahren beim Pflanzen der Wurzeln]: Es sagenHadji von Granada [und Andere]: Wenn man Wurzeln ver-wendet, so zieht man diese aus, gräbt ihrer Grösse entsprechendeLöcher in jenen Gruben, setzt sie hinein, indem man zwischenihnen je l 1 /. Ellen Raum lässt, und thut nochmals Erde und Mistdarauf, in der Dicke von drei Fingern. Dann tränkt man siejeden vierten Tag mit Wasser, und wenn die Sprösslinge eineSpanne hoch sind, behackt man sorgfältig, düngt mit reichlichemMiste, und zwar mit solchem von Kleinvieh, und setzt dann, alleacht Tage einmal, die Bewässerung fort, bis zum ersten Tage desOktobers; in diesem Monate, und nach Ablauf desselben, werdensie aber nicht mehr bewässert, weil das ihre Süssigkeit vermindert.— [Verfahren beim Pflanzen der Stengel |: Wenn man Stengelverwendet, so wählt man solche aus, deren Knoten nahe aneinandersitzen, und die von möglichster Dicke sind; denn wenn die Knotenzahlreich sind, so entstehen auch viele Sprossen, und wenn dieStengel recht dick sind, so bekommen sie auch viel Inhalt (d. h.sie werden saftreich). Diese Stengel also gräbt man, sobald siegeschnitten sind, oder gleich nachher, in die [feuchte] Erde, so dassnichts von ihnen sichtbar bleibt, und lässt sie bis zum 1. März darin,worauf man sie dann herausnimmt, und in Stücke von je zwei SpannenLänge zerschneidet; Andere sagen: man schneide die Stücke so, dassan jedem drei Knoten sind; noch Andere verlangen sechs Knoten.Man entfernt die Rinde mit der Hand, denn mit Eisen darf mandie Knoten nicht berühren (d. h. nicht verletzen), bringt die Stückean die erwähnten Gruben, und pflanzt sie so hinein, dass vierKnoten unter der Erde vergraben sind; dann breitet man Kuhmistdarüber, und lässt von Stück zu Stück einen Raum von einer Elle.Dies macht man im September und Oktober, wie Andere sagenauch im Januar; dann bewässert man von Zeit zu Zeit, damit dasWachsen beginnt. — [Über eine andere Art des Pflanzens] sagenHadji von Granada und Andere: Man macht in jenen Grubenviereckige Löcher, legt in jedes solche Loch vier Stücke ausein-andergebreitet hin, thut wieder vier Finger dick Erde darüber, undmacht dies so, dass das Gepflanzte unsichtbar wird [an diesemOrte]; und zwar muss dies nach der Sonnenseite, und an sonnigenOrten geschehen, im März, nach Anderen im Februar. Man tränktmit süssem Wasser, alle acht Tage einmal; gehackt wird nicht,bevor der [Monat] April nicht zu Ende ist, im Mai aber behacktman mit grösster Sorgfalt, und wiederholt das Hacken nach achtTagen; sobald sich zeigt, dass die grüne Farbe ins Fahle über-

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