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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Fünfter Abschnitt.

gelbst wieder einer häufig wechselnden, an mannigfache Vorurteilegeknüpften Beurteilung unterlagen. So trachtete auch El-Kind idarnach, die richtige Zusammensetzung der Arzneimittel auf Grundvon Proportionen zu berechnen, welche die, denselben hypothetischzugeschriebenen Grade der vier Elementar-Qualitäten, zum Ausdruckebringen sollten. Er stellt •/,. B. folgendes Rezept auf (Sprengel,„ Gesch. d. Arzneikunde" 11, 386):

Namen Gewicht Wann Kalt Feucht Trocken

II

Zucker t, ,jKardamom ^ ijIndigo 3 jMyrobalanen ^ ij

2

1

7.

i

1

7.

i

2

i

7«

7,l

2112

Summe: - vj

4>/ 2

H

8

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Diese Arznei hat, nach El-Kindi, bezüglich Wärme undKälte eine völlig gleichmässige Mischung, da sich aber Trocken-heit und Feuchtigkeit wie 2:1 verhalten, so ist sie im erstenGrade trocken, und wäre demnach da anzuwenden, wo „Säfte",welche überschüssige Feuchtigkeit im ersten Grade enthalten, eineKrankheit verursacht haben. — Die Qualitäten können aber auchbeim nämlichen Stoffe wechseln, wenn man ihn in verschiedenenZuständen anwendet, so z. B. ist Fanid trockener und hitziger alssuleimanischer Zucker, und dieser wieder trockener und heisserals Tabarzed. El-Kindi berechnete nach diesen Grundsätzen, diezum Teil bis in das 17. Jahrhundert massgebend blieben, dieFormeln einer grossen Anzahl von Arzneien; ganz besonderenRufes erfreuten sich die seinen Namen tragenden Magenpillen,deren Hauptbestandteil brauner Zucker war.

El-Basri und El-Scherif, die, nach Leclerc (1, 272) nuraus den Schriften des Räzi, als dessen Vorgänger bekannt sind,unterscheiden gleichfalls suleimanischen Zucker, Fanid und Tabarzed;letzteren müssen sie in sehr reinem Zustande in Händen gehabthaben, da sie dessen völlige Verbrennbar keit kennen (Ibn-Beithar II, 35 ff.). El-Scherif empfiehlt auch Zucker mitRosen-, Veilchen- und Lavendelsyrup (ebd. I, 34), sowie Zuckermit Tabaschir als Mittel gegen Trunkenheit (ebd. I, 382); letztereMischung rühmt auch Ibn-Jmrsui (gest. gegen 900) und stelltihr Zucker mit Tamarixfrüchten an die Seite (ebd. I, 14). SeinZeitgenosse Abu-Hanifa, der Verfasser eines in späterer Zeitsehr geschätzten „Buches der Pflanzen", schreibt die beste Heil-wirkung dem Zucker aus Zingis zu, der gelb wie Citronen sei;vom Zuckerrohre nennt er drei Arten, die schwarze, die weisse