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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Der Zucker am Hofe der Chalifen.

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mit Rosen- oder Veilchen-Syrup empfohlen (I, 24; II, 294; 1, 171).— was allerdings der oben angeführten Nachricht vollkommenwiderspricht.

Auch Mainun liess zahlreiche Übersetzungen, besonders ausdem Griechischen, anfertigen, wobei sich namentlich Djordjis, einNachkomme des von Mansur nach Bagdad berufenen gleich-namigen Arztes, ausgezeichnet haben soll (Leclerc I, 124 und 128).Weit übertroffen wurden jedoch seine Leistungen von denen seinerbeiden Zeitgenossen und Nachfolger Honein-ben-Ishak undEl-Kindi. Der Erstere (809—873), Leibarzt des Kalifen Mota-wakkil (847—861), revidierte die, von Stephanos Sohn desBasilios angefertigte Übersetzung des Dioskorides, und über-setzte selbst die dem Aristoteles zugeschriebenen (in Wirklichkeitvon Nikolaos Damaskenos verfassten) Bücher über die Pflanzen,wodurch er die Grundlagen für die gesamte spätere Pflanzenkundeder Araber lieferte (Meyer, „Bot.' III, 139 und 144). El-Kindi (800—873 oder 880), „das Wunder seiner Zeit" genannt,war ein umfassender, in allen Wissenschaften und Sprachen be-wanderter Geist, Verfasser und Übersetzer zahlreicher philosophischer,physikalischer und medizinischer Werke, sowie einer der Ersten,die die künstliche Darstellung von Gold und Silber für unmöglicherklärten (Abulfeda 1, 54; Massudi VIII, 177). Um seine Ver-dienste auf dem Gebiete der Pharmazie würdigen zu können,muss man sich erinnern, dass diese Wissenschaft bei den Arabernausschliesslich auf der bei Galenus und Dioskorides herrschen-den Qualitäten-Theorie beruht; nach dieser, ursprünglich besondersvon Aristoteles und Theophrast ausgebildeten Lehre, giebt esvier Grundprinzipien, nämlich zwei aktive, Wärme und Kälte, undzwei passive, Trockenheit und Feuchte, aus deren Verbindung dievier Elemente, Feuer (warm-trocken), Luft (warm-feucht), Wasser(kalt-feucht) und Erde (kalt-trocken) hervorgehen (Meyer, „Bot." I,103; Kopp, „Beitr." III, 6); Theophrast führte alle Vorgängein der Pflanzenwelt, und alle Wirkungen beim Genüsse von Pflanzenund Pflanzensäften, auf die wechselnde Kombination dieser vierGrundprinzipien zurück, und schuf so eine Grundlage, die, obwohldurchaus unklar und schwankend, fast zwei Jahrtausende hierdurchden Wechsel der Zeiten überdauerte (Meyer, „Bot." I, 171). Dem<<alenos und Dioskorides folgend, klassifizierten auch diearabischen Ärzte alle Heilmittel nach den mehr oder minder aus-gesprochenen Gegensätzen heiss-kalt und feucht-trocken, und suchtensie den gleichen Qualitäten der, die Krankheiten verursachendea»Säfte" des menschlichen Körpers entgegenzustellen, die freilich

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