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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Dor Zücker am Hot'o der Chalitbn.

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den Arragän und Dscheilan in vorzüglicher Qualität hervorbrachten(Ibn-Haukal 78 und 133; Istachri 74); in Kermän wird Zuckerals namhafter, in Mekrän als wichtigster Ausfuhrartikel erwähnt,doch besass auch Choräsän in Balch vieles Zuckerrohr. NebenZucker hatten diese Provinzen noch mancherlei andere Natural-abgaben zu bezahlen, die teils in den schon oben genannten Ar-tikeln bestanden, teils in Datteln, Kümmel, Aloeholz, Teppichen,Seidenstoffen, Metallen, Öl, Sklaven, Vieh, und dergl.; Rei undMossul mussten je 20000 Pfund Honig, Gilän 12 000 SchlauchHonig, Hamadän 12 000 Pfund Honig und 1000 Pfund Granat-konfitüren abliefern (Kremer I, 359). In späterer Zeit, gegen1050, hatte allein Asker-Mokräm jährlich 50 000 Pfund Zuckeraufzubringen (Thaalibi a. a. O.), und je mehr der Luxus unddie Verschwendungssucht am Hofe von Bagdad zunahm, destoweiter suchte man gerade Steuerleistungen dieser Art auszudebnenund mit desto grösserer Härte trieb man dieselben ein.

Die Schule von Gondisapür wurde durch die EroberungPersiens seitens der Araber in keiner Weise in ihrem Fortbestandegestört, sie nahm sogar unter mohammedanischer Herrschaft einenneuen bedeutenden Aufschwung, und die besten und berühmtestenÄrzte dieser Zeit gingen aus ihr hervor; geleitet und besuchtblieb sie von nestorianischen Christen', da die Araber selbst, vorBeginn des 10. Jalrrhunderts, sich mit seltenen Ausnahmen derMedizin fernhielten (Kremer II, 172 und 179). Der Geschichts-scbreiber Abulfaradj (gest. 1286) sagt: „Zu Anfang des Islamswandten die Araber ihren Pleiss nur auf die Kunde ihrer Spracheund der Gesetze, ausgenommen, dass einige Wenige unter ihnenmit der Medizin bekannt waren, weil diese dem Menschen einBedürfnis ist; so war der Zustand unter der Herrschaft der Oma-jjaden" (Meyer, „Bot." III, 91). Auch die Abbassiden, welcheWissenschaft und Industrie mit allen Mitteln unterstützten, be-günstigten Gondisapür, wo die gelehrte Schule einerseits diegriechischen medizinischen Traditionen erhielt und fortbildete,andererseits durch ihre chemisch-pharmaceutischen Studien dieFabrikation der wertvollen Luxusartikel, z. B. des Rosen-, Veilchen-und Levkojenöles, die ebensowohl zur Herstellung köstlicher Salbenund Pomaden, wie zur Bereitung kühlender Getränke dienten, aufdie höchste Stufe der Vollendung erhob (Kremer II, 317). Im-Jahre 869 ist die Schule noch in Gondisapür nachweisbar, nach-her scheint sie nach Bagdad verlegt und mit der dort begrün-deten medizinischen Akademie vereinigt worden zu sein (Meyer,»Bot.« III, 120).