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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Fünftor Abschnitt.

Mit dem Beginne der Abbassiden-Dynastie traf auch dieBlütezeit des arabischen Handels zusammen, der sich in Bagdad,der Hauptstadt des Weltreiches, konzentrierte; mit staunenerregen-der Schnelligkeit wurden die Araber zur seefahrenden Nation, undgestalteten Bassora zur ersten Seehandelstadt des Reiches, Siräf ander Nordküste des persischen Golfes zum Emporium des indo-chinesischen Handels (Kremer II, 274ff.) Schon Belädhori (gest.892), dessen Werk die ersten Invasionskriege der Araber behandelt,erwähnt zu deren Zeit die Existenz indischer Kaufleute im HerzenPersiens und am persischen Golfe, — welche übrigens auchHiuen-Thsang für die Periode seiner Anwesenheit in Indien,628 — 645, bestätigt, — und nach Tabari gab es ganze Handels-kolonieen indischer Händler auf den persischen Märkten (Reinaud,„Mem." 169, 157); wohl hierdurch auf die Reichtümer Indiens auf-merksam gemacht, unternahm nach Belädhori, Othman schon 636einen Zug gegen Barygaza, die Insel Tana, und die Städte an der Indus-mündung (ebd. 169; Reinaud, ,Fragments" 182), denen in spätererZeit noch zahlreiche andere folgten und die Anknüpfung dauernderBeziehungen herbeiführten. Im 7. und 8. Jahrhunderte bedecktesich die Westküste Indiens allmählich mit arabischen Kolonieen,der Handel mit Indien, den indischen Inseln und China nahmeinen grossartigen Aufschwung, und Massudi berichtet 913, auchdas Industhal sei nur mehr eine einzige, von endlosen Karawanenbelebte Strasse zwischen dem Sind und Chorasan; dieser Verkehrblieb auch ungestört, als der Handel mit China vom 9. bis zum13. Jahrhunderte unterbrochen war (Kremer II, 274 ff.; Massudi I,233; Reinaud, „Mem." 199, 216). Den grössten Vorteil ausdemselben zogen Bassora und Siräf. Von der Bedeutung derersteren Stadt mag es eine Vorstellung geben, dass NassiriChosrau („Sefer Nameh", franz. Übers, von Schefer, Paris1881, 236) in den Jahren 1036—1042 daselbst einen ausgebildetenCheckverkehr antraf, da es unmöglich war, das Geld zu den dortzusammenfliessenden Zahlungen stets in Baarem zu beschaffen;Siräf wieder hatte seine Hauptwichtigkeit als grösster Hafen undZwischenhandelsplatz für den indo-chinesischen Verkehr, denndorthin kamen indische und chinesische Kauf leute, und dort wurdendie tiefgehenden chinesischen Schiffe umgeladen und die Warenauf kleineren Fahrzeugen nach Bassora verschifft (Reinaud,„Relation des voyages faits par les Arabes et les Persans danslinde et ä la Chine", Paris 1845; I, 13 und 152). Siräf waraber auch der Hauptort für den Export des wichtigsten Massen-artikels der persischen Südprovinzen, des Zuckers; vom Delta an-