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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Der Zucker am Hofe der Chalifen.

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einem Werke, welches hauptsächlich durch Erhaltung der ältestenbekannten Landkarten von Interesse ist: „Von Asker-Mokräm bisAhwäz bin ich am Flusse Meserkän hinabgefahren; . . . von seinemWasser geht nichts verloren, jeder Tropfen dient zur Bewässerungder Zuckerrohrfelder, . . . denn in diesen grossen Distrikten giebtes keinen Ort, wo nicht Zuckerrohr wächst, Zucker erzeugt, undnach Asker-Mokräm gebracht wird. Das Rohr dieser Stadt ent-hält nicht so viel Zucker wie das von Tuster und Sus, übertrifftaber immerhin das der übrigen Orte; die sämtlichen Einwohnerhaben ihren Erwerb aus dem Zuckerrohre, denn teils gebrauchensie es zur Speise, teils machen sie Zucker daraus; . . . auch in derfruchtbaren Gegend von Gondisapür, und in Dschobbi giebt esPalmen und viel Zuckerrohr. Die Leute reden dort persisch undarabisch, haben aber auch eine eigene Sprache, die chusische."Auch Jakut (1178—1229) meldet, nach Abu-Zeid, einem gegen920 lebenden Geographen („Dict." 58ff.; 218): „Der Zucker vonganz Ahwäz ist ausgezeichnet, am besten jedoch der von Asker-Mokräm; in Chusistan giebt es überall Zuckerrohr, das schönsteaber am Flusse oder Kanäle Meserkän oder Musrikän; das ge-erntete Rohr bringt man nach Asker-Mokräm, Tuster, oder Sus, weildiese drei Orte nur soviel Zuckerrohr produzieren können, als sieselbst verbrauchen, und nicht genug, um noch Zucker zum Ver-kauf zu fabrizieren." Bei Abulfeda (1273—1331), der durchausaus alten Quellen schöpfte, heisst es („Geogr." II, 73ff.): „Derkleine Tigris (Karun)*) nähert sich bei Ahwäz an Grösse demTigris selbst; er bespült herrliche Gegenden und weite Ebenen, be-deckt mit Zuckerrohr und anderen Pflanzen. Bei Asker-Mokrämbefindet sich eine Schiffbrücke; kein Teilchen des Wassers bleibtdort unbenutzt, man begiesst damit die Palmen und vor allem dieZuckerrohrfelder." Auch Edrisi (1154) rühmt die Menge desZuckerrohrs bei Suleimanan, Sus, Gondisapür, und am Musrikän(„Geographie" 1, 386, 381, 383), Thaalibi (um 1050) sagt,Asker-Mokräm habe nirgends seinesgleichen an Menge und Gütedes Zuckers („Encycl. Brit.", a. a. 0.) und im Dschihan-numawird mitgeteilt, dass namentlich der „Fanid von Asker" im ganzenReiche des besten Rufes genoss. „Kein anderer Zucker ward sodurch ganz Persia 'und Rum verführt, als der von Ahwäz, was denEinwohnern Ruhm und Reichtum verschaffte; Empörung gegen dieChalifen wurde aber ihr Verderben" (Ritter IX. 225).

*) Ein Arm desselben heisst noch jetzt Schakar-Ab. d. i. Zuckerstrom(Rittor IX, 176).