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Vierter Abschnitt..
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pleustes im 6., Ibn-Batuta im 14., und (Jadamosto sowieAlvarez im 15. Jahrhundert, erzählen dasselbe von Ostafrika Unddem Sudan; hier, wo das Salz so kostbar ist, dass, „er hat anSalz sich satt zu essen", gleichbedeutend ist mit „er ist reich",dauert dieser Gebrauch auch heute noch fort (Ratzel III, 264).Metallen, in flache Scheiben gegossen, begegnen wir schon aufägyptischen Denkmälern (Lepsius, „Ber. Berl. Akad." 1871, 40),und Darius I. Hess, nach Herodot (III, 96) Gold und Silber inirdene Gefässe giessen, die man nachher zerschlug, und dadurchKuchen von Edelmetall gewann; solche enthielt auch der trojanischeSchatz (Schliemann, „Ilios" 525 ff.; „Troja" 120, 346), wiedenn auch das biblische „Kikkär" (Talent) eigentlich „Scheibe"bedeutet, und die ipO-olöeg xqivov der Griechen wörtlich „Gold-scheiben", die aiXttvoq genannten Münzen der Spartaner „Kuchen"heissen (Schrader I, 123 ff.).*)
Eine zweite Form des Zuckers, die Kegelform, stebt gleich-falls bei so vielen Völkern der verschiedensten Kulturstufen zu somannigfaltigen Zwecken im Gebrauche, dass sich ihre Anwendungin zahlreichen Fällen gleichsam von selbst aufzudrängen scheint.In kegelförmig gerollten Düten aus Palmblättern bereiten dieIndianer Guyanas und die Völker der Orinoko-Niederung ihr Pfeil-gift (Humboldt, „Reise" IV, 82; Ratzel II, 581), und ebensogeformte Bastgeflechte benutzen die Neger Zentralafrikas, dieMalayen, und die Bewohner Ozeaniens, als Filter (Ratzel III, 141;II, 420; Klemm IV, 385), und die Neger Kordofans als Behält-nisse beim Salzhandel (Ratzel III, 143); die alten Ägypter be-reiteten ihr Brot unter anderem auch in Kegelform (Woenig177, mit Abbildung); die Römer besassen konische, bis einenMeter hohe Weinkrüge mit spitzigem Fusse (Klemm VIII, 321),die, ähnlich wie die im Orient gebräuchlichen Thonbütten (Low,186) und wie die uralten cyprischen Weinkrüge (Mariti, „Delvino di Cipro", Flor. 1772), allein nicht aufrecht stehen konnten,sondern in die Erde eingesetzt werden mussten; von der Mannaberichtet Athenäus („Ueipn." XI), dass man die anfangs flüssigeMasse in hölzernen Gelassen erstarren lasse, welche, umgekehrtaufgestellt, die Gestalt eines „Klibanos" haben (Salmasius II,715 ff), worunter eine, zum Brotbacken bestimmte konischeThonform zu verstehen ist, deren Gebrauch sich im Oriente bis
*) Auch an die mit geschmolzenem (iolde gefüllton Opf'erstiibe beiLivius (I, 56), und in der „Sage vom Amleth" bei Saxo (iniramaticusCSimrock, .Die Quollen dos Shakespeare", Bonn 1872; 1, 114), soi erinnert.