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Viertor Abschnitt.
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schwarzen syruphaltigen Teig vorstellte, in späterer Zeit als gelb-lich, und sogar als weiss geschildert wird. Jedenfalls hat mansich denselben als amorphe Masse zu denken, indem der genügendkonzentrierte Saft, ähnlich wie dies heutzutage bei der, noch aufeiner so niedrigen Entwickelungsstufe stehenden Fabrikation desStärkezuckers geschieht, ohne weiteres ausgegossen und abkühlengelassen wurde; je nach der Reinheit des Rohmaterials entstandhierbei eine mehr oder weniger feste und gefärbte Pasta, derenunkrystallinischer Zustand auch aus der frühzeitig gemachtenBeobachtung hervorgeht, dass sich dieselbe, vor dem völligen Ab-kühlen, in Fäden oder Blätter ausziehen und breitwalzen Hess,so dass wir sie hiernach ungefähr mit dem Kochgut vergleichenkönnen, aus dem unsere Kanditen- und Bonbon - Fabriken ihreWaren geringerer Qualität herzustellen pflegen. Nach dem per-sischen Wörterbuche von Vullers kann „Fänid" oder „Pänid* inder That bezeichnen: den Zuckerrohrsaft, eingedickten Saft, einender Rohmasse ähnlichen, aber festeren und härteren Zucker, Zuckerin Blättern oder Fladen, und gereinigten weissen Zucker, kand-1-sefid.Aus der Reihenfolge dieser Begriffe lässt sich auch auf die all-mähliche Verbesserung der technischen Methoden schliessen, durchwelche aus dem rohen Rohrsafte endlich der weisse Kand hervor-ging; „Kand" ist der eigentlich persische Namen des Zuckers, undbezeichnet speziell den gereinigten Zucker, während das Wort„Scheker" oder „Schakar" dem Indischen entlehnt ist, und auchheute noch bloss für Rohzucker im Gegensatze zu Kand, worunterRaffinade verstanden wird, im Gebrauche steht (Schindler, „TheSugar-Cane" 1889; XXI, 415). Dieses Verhältnis ist für den Anteil,der beiden Ländern in der Geschichte des Zuckers zukommt,charakteristisch.
Aus einem persischen Original-Wörterbuche „Mustalahät-i-Behär-i c Agäm", welches zwar erst 178G gedruckt ist, sich jedochdurchaus auf sehr alte und zuverlässige Quellen stützt, führtVullers folgendes im Auszuge an: Zucker ist in der Sprache derArzte der Saft gewisser rohrartiger Pflanzen, welcher nach demKochen fest wird, und verschiedene Namen führt, je nachdemhierbei der Vorgang ist: ist er ungereinigt, so heisst er „roterZucker"; wird er nochmals gekocht, abgeschäumt, und in ein Gefässlaufen gelassen, so dass der Bodensatz sich absondert, so heisst er„solimanischer Zucker"; lässt man ihn abermals kochen und ineine hölzerne Form laufen, so heisst er „Fänid"; wenn man ihnein drittes Mal gründlich gekocht hat, so ist sein Name „lmüdsch"oder „Doppel-Kand", d. h. zweimal umgekochter Zucker, doch heisst