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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Dritter Abschnitt.

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zerstörte; der sehr zuverlässige Chronist Theophanes (gest. 818),und sein Abschreiber Kedrenos (um 1050) melden in ihren Ge-schichtswerken (1, 494; I, 732), dass hierbei grosse Mengen kost :barer indischer Waren ei-beutet wurden, darunter Blöcke Aloe-holz, Seide, Pfeffer, Baumwollkleider, Zucker, Ingwer, Seidenstoffe,gewirkte Tapeten, und Barren von Gold und Silber (Spiegel III,518 und 635; Lassen III, 56 und IV, 897; Ritter IX, 506). DieNennung des Zuckers unter den Schätzen des Perserkönigs be-weist aber auch andererseits wieder, dass Zucker damals noch eine«Crosse Seltenheit war, und dass seine Darstellung, durch Ein-kochen des Rohrsattes, nocli nicht seit langem erfunden gewesensein kann; dies bestätigt die Richtigkeit der oben aufgestelltenZeitgrenze, und spricht zugleich gegen die Annahme, — die sonstviel Wahrscheinliches für sich hätte —, dass der Rohrhonig derAlten der eingekochte Saft des Bambusrohres gewesen sei, welchernoch gegenwärtig in Indien als wirksames Arzneimittel gilt (Mae-Cullocb, „Handelslexikon", deutscb von Richter, Sttgt. 1834;I, 60); dass man aber diesen Saft viele Jahrhunderte früher ein-zudicken gestrebt, und wirklich eingedickt hätte, als den weit kost-bareren des Zuckerrohres, würde wohl nur auf Grund eingehenderund klarer Berichte glaubhaft erscheinen, und solche liegen, bisherwenigstens, nicht vor.