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Dritter Abschnitt.
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und Alkalien enthält, so ist das Stattfinden eines ähnlichen Vor-ganges innerhalb der Zelle leicht erklärbar.
Der von Poleck untersuchte Tabaschir bildete glasglänzende,rundliche Stücke von 3 bis 15 Gramm Gewicht, die teils grobemKies, teils arabischem Gummi glichen, mit vielen kleinen Brockengemischt, an den Kanten durchscheinend, mit den Zähnen zerreib-lich, geschmacklos, und milchweiss bis aschgrau, ja selbst schwarzwaren. In Bombay wird auch kalcinierter Tabaschir, durch Brennenausgesuchter Stücke, dargestellt; dieser klebt an der Zunge, isthart und spröde, erscheint milchweiss bis schwach bläulich, imdurchfallenden Lichte gelblich and halb durchsichtig, und siehtStücken gehackten Zuckers nicht unähnlich; wie schon 1819Brewster fand, ist Tabaschir höchst porös (sein spezifisches Ge-wicht beträgt nur 0,56), und fluoresziert, mit Flüssigkeit getränkt,orange und himmelblau (Colin a. a. 0.).
Dass die Lösung, aus der sich der Tabaschir ausscheidet, süsssei, ist jedenfalls ein Irrtum Garcia da Orta's, welcher zwar eingenauer, aber keineswegs ein unfehlbarer Beobachter war, und z. B.auch ein, aus unreinem Zinkoxyde bestehendes Mineral für dieAsche eines Gewächses erklärte. Humboldt bemerkt ausdrücklich(„De distrib." 210 und 211), dass jene Flüssigkeit salzig, obwohlnicht unangenehm schmecke, und dass er das Vorkommen einessüssen Saftes im erwachsenen Bambusrohre nie beobachtet habeund es für höchst unwahrscheinlich erklären müsse; Loureiro-äussert sich in ganz gleichem Sinne. Den frischen, noch feuchtenTabaschir, der eine weisse, zähe, milchige Masse bildete, fand Hum-boldt (ebd. 211) ebenfalls nicht süss; beim längeren Aufbewahrenwurde er steinhart und entwickelte einen unangenehmen Verwesungs-geruch, den schon Rüssel beobachtete, und der Zersetzung dereingeschlossenen organischen Substanz zuschrieb. Von älterenSchriftstellern bezeugen auch Vossius („Observationes ad Pomp.Melam", Haag 1658, 268) und Deusingius („Fascic. dissert.",.Groningen 1660, 479), dass Tabaschir nicht süss sei, und llumph(„Herbar." V, 186ff.) berichtet: „Der Tabaschir, den ich oft inAmboina fand und kostete, ist durchaus nicht süss, auch habe ichdies nirgendwo gehört oder gelesen."
Die Reinigung des Tabaschirs durch Kalcination, die vermut-lich auch geschieht, um den späteren Eintritt des erwähnten üblenGeruches zu verhindern, und bei welcher trockenes Rohr als Brenn-material gedient haben mag, dürfte die Veranlassung zu dem, be-sonders bei den arabischen Ärzten verbreiteten Glauben gewesensein, Tabaschir sei die Asche von Rohrwurzeln. Ibn-Haukal