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Dritter Abschnitt.
selben nur allzuoft an Voltaire's Satire „Le temple du goüt"erinnert wird, wo er von Saumaise und seinesgleichen sagt:
„. . . . Nous avons l'habitude
De rediger au long, de point en point,
Ce qu'on penaa; mais nous ne pensons point."*)
Salmasius nun (II, 715 ff.) kommt zur Ansicht, die antikenSchriftsteller hätten zunächst zweierlei fortwährend verwechselt:die Rohre, deren Wurzeln einen süssen Saft geben, und jene, derenStengel und Blätter einen Honig absondern, der nach dem Erhärtenwie ein Gummi gesammelt werden kann. (Er liest nämlich beiPlinius nicht „gummium modo candidum", sondern „collectumgummium modo", so dass es, infolge dieser Verschiebung desInterpunktionszeichens, nicht mehr heisst: der Honig sei „weiss wieGummi" sondern: „er werde gesammelt wie Gummi".) Das erstereRohr sei Zuckerrohr gewesen, dessen Stengel man für Wurzelngehalten habe; unter Rohrhonig, mel arundineum, mel concretum,sal indus, [teil y.aXdftivoy, und Sakcharon, sei jedoch nicht festerZucker zu verstehen, welcher damals noch unbekannt war, sonderndie steinigen Konkretionen des Bambusrohres, welche Tabaschirgenannt werden, in der That salz- oder aschenähnlich aussehen,und sich im Oriente eines grossen medizinischen Rufes erfreuen.
Der Tabaschir (vom indischen und persischen twak-schlrä =Rindenmilch) ist zuerst in deutlicher Weise von Garcia daOrta, zuweilen Garcia ab Horto genannt, beschrieben wor-den, welcher 1533 —1563 Leibarzt des portugiesischen Vizekönigsin Goa war; eine lateinische Übersetzung seiner Schrift über diein Indien wachsenden Gewürze findet sich in dem Werke „Aro-matum apud Indos nascentium historia" (Leyden 1605), dessenVerfasser Carolus Clusius (de l'Ecluse) ist, welcher sich alsBotaniker, sowie als Einführer des Kartoffelbaues in Westeuropa,während eines langen Lebens (1525—1609) um Theorie und Praxisder Pflanzenkunde gleich verdient gemacht hat. Garcia da Ortasagt daselbst („Arom. Hist." 164): „Tabaschir, d. i. Rindenmilchbei den Eingeborenen Sakkar-Mambu oder Bambusstein genannt,stammt aus dem Bambusrohre; zwischen den einzelnen Internodienwird ein süsser Saft ausgeschieden, der allmählich weiss und festwie Stärke wird; oft ist es viel, oft sehr wenig. Zuweilen ist eraschgrau, zuweilen bräunlich; er ist sehr teuer und wird von denArabern mit Gold aufgewogen." Rumph („Herb." IV, 10) bezeich-
Etwa: „Wir geben wieder, lang und breit, was andere gedacht,
Zum Solbordenken haben wir's bisher noch nicht gebracht. - '