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Dritter Abschnitt.
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gepressten Saft der Rohre, und den verhärteten Rohrhonig, auchSakcharon, mel arundineum, mel concretum, sal indus etc. genannt,welches letztere aus dem Rohre in dickflüssigem Zustande aus-schwitze oder ausquelle, und an der Luft erhärte.
Leonhard Fuchs von Zweibrücken (1501—1566), in seinen„Paradoxa Medicinae" 1, 35 und „De compositione medicamentorum"I, 10, und Amatus Lusitanus von Ferrara („Enarratio in Dios-•coridem", Strassburg 1554; I, 227) schliessen sich diesen Meinungenvollständig an; aus einer Angabe des letzteren, dass zu seiner Zeitdie Portugiesen in Indien rohen, syruphaltigen, durch blosses Ein-dicken des ungereinigten Rohrsaftes gewonnenen Zucker, in Tier-häute eingenäht, transportiert hätten, glaubt indes Valerius Cor-dus (1515—1544), der Verfasser des Nürnberger Dispensatoriumsvon 1546 (der ersten gesetzlichen Pharmakopoe Deutschlands), folgernzu müssen, dass auch die Alten wirklichen Zucker gekannt hätten(„Commentarius in Dioscoridem", Frankfurt 1549; II, 104), undfindet sich dabei in Übereinstimmung mit Scaliger (1484—1558),der in seiner „Exercitatio 164 adversus Cardanum" das nämlicheanführt, und vermutet, dass jener Zucker damals als Gummi ausdem Rohre ausgeschwitzt sei (Salmasius II, 715 ff. und 245ff.).Die Meinung, dass das Zuckerrohr auf solche oder ähnliche Weisefesten Zucker abzusondern vermöge, war in dieser wie in derspäteren Zeit sehr verbreitet (s Beckmann a. a. 0.). Matthiolusvon Siena (1501—1577) sagt z.B. in seinem „Commentarius in Dios-coridem" (Venedig 1558, 244): „Durch viele Zeugnisse ist es be-kannt, dass auf den kanarischen Inseln und auf St. Thomas dieselbenZuckerrohre, aus deren Saft Zucker gewonnen wird, diesen auchvon selbst entstehen lassen, so dass er, wenn man die Rohre seit-lich aufschlitzt, wie ein heller, klarer Gummi herausquillt und er-starrt; dies bestätigen auch alle, die in Indien gewesen sind, wobeide Arten Zucker in der Stadt Bethecala verkauft werden." Lan-gius erzählt („Epist. medic", Hanau 1605; 320), er habe in SpanienZuckerrohre aus Madeira gesehen, an denen reiner Zucker an-gewachsen war, den man abgetrennt, und für sich allein teuer ver-kauft habe; Hernandez („Thesaurus novae Hispaniae", Rom 1651,111) spricht von Zuckerrohren Mexikos, die an ihrer Spitze StückeZucker „durch die Sonnenhitze ausgekocht" tragen sollen, undähnlich äussert sich, wie schon oben angeführt, Hennepin (1680)über das angebliche wilde Zuckerrohr des Mississippi; Bauhinuswieder („Theatrum botanicum", Basel 1658, 298) will erbsengrosse,„von der Sonne ausgekochte Zuckerstücke" an den Blattscheidengesehen haben.