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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Die Heimat des Zuckerrohres und der Rohzucker-Bereitung.

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Usaibiah, einem gelehrten arabischen Schriftsteller (1203—1269),der eine höchst wertvolle und an wichtigen Nachrichten überausreichhaltige „Geschichte der Ärzte" verfasste, schrieb schon der be-rühmte indische Arzt Sandjahal ein Werk »über die Verschieden-heiten der indischen und griechischen Medizin", und auch Albi-runi sagt (I, 23), die Inder hätten früher, als sie noch wenigervom Grössenwahn erfüllt gewesen seien, die höhere Bedeutung dergriechischen Wissenschaft anerkannt.

Was nun das Werk des Susruta betrifft, so liegt dasselbein einer lateinischen Übersetzung von Hessler (3 Bde. Erlangen1844 — 52) vor, die anerkanntermassen höchst ungenau undmangelhaft ist, da es dem Verfasser an der nötigen gründlichenKenntnis des Sanskrit gebrach; man wird daher die Angaben der-selben mit doppelter Vorsicht aufzunehmen haben.

Vom Zuckerrohr führt Susruta zehn Arten auf (I, 126ff'.),denen er verschiedene pharmazeutische Eigenschaften zuschreibt;•er lässt es kauen oder aussaugen (II, 108), zu Pillen gestalten (I,110), in Wasser ausdrücken oder mit Wasser auskochen (I, 41),und zu Saft (I, 125; II, 150) oder eingedicktem Syrup verarbeiten{I, 114; II, 73). Aus braunem Zucker (I, 126) wird Zucker-wasser (I, 25; II, 53), Zuckersyrup (I, 155; II, 73) und eine Pillen-art angefertigt (I, 109); gereinigter Zucker, Saccharum purificatum,wird als reiner, süsser, und wenig alkalisch, d. i. aschenärmer, alsder vorige bezeichnet (I, 127; II, 105); weisser Zucker, Saccharumalbum, wurde, wie es scheint, als Pulver verwandt (I, 47; III, 136);von krystallisiertem Zucker, Saccharum candidum (1,110; II, 147),werden Lösungen in Zuckerrohrsaft (III, 127), Lösungen in Zucker-wasser aus Rohrzucker (III, 113), und Pulver empfohlen (I, 110).Auch erscheint Zucker als Bestandteil zahlreicher äusserlich anzu-wendender Mittel und wird besonders zur Reinhaltung und Heilungvon Wunden angeraten (I, 69).

Unter den Speisen für Kranke nennt Susruta, Fleisch, Fisch,Reis, Gemüse und Mehl mit Zucker (I, 50; II, 150; II [, 136), so-wie zahlreiche süsse Gerichte; man soll diese stets in steinernenoder thönernen Gefässen aufbewahren (I, 161), und das Mahl mitihnen beginnen, wobei man sie zur Linken des Speisenden setzenuiuss (II, 147). An Getränken werden Milch mit Zucker, oderZucker und Gewürzen empfohlen (I, 47), ferner gegohrenes Zucker-wasser und gegohrener Zuckersyrup (I, 47), sowie Lösungen vonMucker in solchen Flüssigkeiten (I, 47, 128, 129; II, 98).

Reis mit Milch und Zucker soll das Gedächtnis, das Lebenund die Gesundheit stärken, weshalb man Säuglinge mit einer