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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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üie Heimat, des Zuckerrohres und der Rohzucker-Bereitung.

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umzuarbeiten oder gänzlich zu erneuern, sondern sie durch Ein-schiebung jüngerer Bestandteile stets weiter zu vermehren undins Ungemessene auszudehnen —, aus Bruchstücken zusammen-gesetzt, die den verschiedensten Zeitaltern angehören, und derenSonderung bisher nicht ermöglicht werden kann. Im „Mahäbhärata*(= der grosse Krieg) sind mindestens drei Viertel des Ganzeninterpoliert, aber auch am Ursprünglichen müssen Generationengearbeitet haben (Weber 204); es fanden mindestens drei Um-gestaltungen statt, deren zweite in das Jahr 400 oder 460 v. Chr.fallen dürfte (Lassen I, ö89; II, 499), während über die Zeit derjetzt vorliegenden Schlussredaktion nicht einmal eine annäherndeVermutung möglich ist (Weber 205). Nur soviel ist sicher,dass sie erst mehrere Jahrhunderte nach Beginn unserer Zeitrech-nung stattfand, nach M. Müller („India" 1884, 319) sogar erstim 6. oder 7. Jahrhundert n. Chr. Das erste Zeugnis vom Be-stehen des Gedichtes giebt der ßhetor Dio Chrysostomos inder zweiten Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts, undzwar anscheinend auf Grund ganz neuer Schifferberichte (Weber203); dass schon Megasthenes, der gegen 300 v. Chr. mehr-mals als Gesandter des Seleukos Nikator an Könisj Kandra-gupta von Palibrotha nach Indien kam (Arrian, „Anabasis" V,(i; Strabo XV, 1, 36), Kenntnis von den Epen hatte (wie LassenIII, 346 annahm), ist nach Weber irrtümlich. Nach einheimischenQuellen lässt sich vermuten, dass in der Zeit zwischen 140 v. Chr.und CO n. Chr., bereits eine geordnete poetische Bearbeitung des„Mahäbhärata" vorlag (Weber, „Ind. Stud." XIII, 479); die weiterenSchicksale derselben lassen sich nicht verfolgen, Albiruni („In-dia* I, 132) kannte jedoch das Werk schon in dem ungeheurenUmfange von 100 000 Sloken oder Doppelversen.

Die allegorische Einkleidung des „Ramayana", die auf einenVerfasser hinweisende einheitliche Anlage des grossen Epos(24 000 Sloken), sowie die Thatsache, dass es erst die EroberungSüdindiens darstellt, lassen vermuten, dass dieses Werk späterals der ..Mahäbhärata" abgefasst worden sei (Weber 210); Über-arbeitungen scheinen seltener vorgekommen zu sein, so dass sichdie jetzige Fassung der des Urbildes noch nähern dürfte (LassenI, 591; II, 505). In der Zeit zwischen 160 v. Chr. und 60 n.Chr. scheint eine poetische Bearbeitung dieser Sage noch nichtvorhanden gewesen zu sein; Albiruni kennt das Werk schon inseiner jetzigen Gestalt, die es, wie Weber aus gewissen Abände-rungen der ursprünglichen Legende sehliesst, in den Anfangszeiten derchristlichen Aera empfangen haben dürfte („Ind. Stud." II, 165 u. 408).