Die Hoimiit des Zuckerrohres und der Rohzucker-Bereitung.
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alten Welt angehören; VVray beschreibt 15 Arten und sagt, inIndien kämen unzählige Gattungen vor („The pract." 3 und 10);nach Grierson endlich („Bihär Peasant Life", Calcutta 1885,?'32ff.) giebt es allein in der Provinz Bihär am Ganges, mehr alszwanzig mit eigenen Namen benannte Arten, mit zahllosen, nachFarbe, Saftgehalt, Reifezeit, Höhe und Dicke verschiedenen Unter-arten, so dass sich auch hierin wieder Bengalen als das echteVaterland des Zuckerrohres erweist. Hierfür spricht es auch, dassnach Wray („The pract." 145) die in Nordbengalen wachsende,und dort als älteste und ursprünglichste betrachtete Art des Zucker-rohres, das sog. Country-Cane, die geringste und unergiebigstealler Varietäten, zuckerarm, saftarm, und ohne Widerstandskraftgegen die Angriffe der Insekten ist, sowie dass die in Nordindieneinheimischen Arten, der feuchten Natur ihrer Ursprungsstätte ge-treu, nicht ohne stete Bewässerung gebaut werden können (ebd.240); zum mindesten sind die hierfür bekannten Methoden da-selbst weder überall anwendbar noch stets erfolgreich (Grierson),während sie für die Rohrarten anderer Länder, z. B. Westindiens,möglich, obwohl nicht immer vorteilhaft sind; durch Einführungder Bewässerung wird nämlich das bis dahin stets kümmerliche,und mit zahlreichen sehr nahe stehenden Zwischenknoten verseheneBohr kräftiger, die lnternodien rücken von 3—4 auf 12—18 cmauseinander, und der Saft wird reiner, konzentrierter und zucker-reicher (Wray 114; Basset 235), vorausgesetzt, dass nicht zuviel Feuchtigkeit zugeführt, und dass die Zuckerbildung, sowie dieAbkürzung der Reifezeit, durch freie sonnige Lage begünstigtwird (Macfadyen 103 und 111). Das Zuckerrohr kann übrigensebensogut mit süssem wie mit Meerwasser begossen werden, eineEigenschaft, die es nur mit wenigen Kulturpflanzen teilt (Hum-boldt, „Reise in die Aquinoctial-Gegenden", Sttgt. 1859; I, 400).Ebenso wie durch die angeführten botanischen Gründe wirdNordostindien, spezial Bengalen, auch durch Überlegungen, die derSprachwissenschaft und der Völkerkunde entlehnt sind, als Vater-land des Zuckerrohres bestätigt. Bereits oben wurde erwähnt, dassder Reichtum Bengalens an süssen Rohren, ihm schon in frühesterZeit den Namen Gaura (Gäudä, Goor, Gur), seiner Hauptstadt dieBenennung Gur — Zuckerstadt eingetragen hat (Ritter*) 319), worausgleichzeitig zu entnehmen ist, dass auch die Spuren der erstenBereitung des Rohzuckers nach Bengalen zurückweisen. NachLassen (1, 317) setzen die zahlreichen Namen, die für die Arten
*) Ritter, „Über die geographische Verbreitung des Zuckerrohres*,Rendite der Berliner Akademie 1839; auch „Erdkunde", Ber). 1840, IX, 230tf.