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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Der Honig.

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Fassung, und das Alter der einzelnen Bestandteile nicht mehr be-urteilen lässt (ebd. III, 782 und 790). Für die Art der Darbrin-gung solcher Sömaopfer enthält das Avesta genaue Vorschriften;man gebraucht einen Mörser mit Stössel zum Zerstossen des Haöma,welche Pflanze auf den Höhen der Berge wächst (ebd. III, 572) reine mit neun Löchern versehene Schale zum Auspressen des Breies,Schalen zum Eingiessen des ausgepressten Saftes, und endlich eineFlasche mit Milch, Öl und Honig, deren Mischung während derSaftgewinnung auf die Erde gesprengt wird (ebd. III, 560, 571und 591; Strabo XV, 3, 14).

Eine ebenso wichtige Rolle wie im Avesta der Eränier spieltder süsse Trank des Söma in den „Veden" der Inder; zur Zeit derAbfassung des „Rigveda", des ältesten Teiles dieser heiligen Schriften,haben wir uns die Inder im Pendschab und an den Ufern des Indus,jedoch noch fern vom Meere, sesshaft zu denken, in viele kleineStämme geteilt, ein patriarchalisches Ackerbau- und Nomaden-Leben führend („Ind. Stud." X, 241; Lassen I, 883; Weber, „In-dische Literaturgeschichte", Berl. 1876, 40). Leider ist von diesenältesten Teilen, als deren Entstehungszeit Max Müller 1300 bis1500 v. Chr. annimmt, nur Weniges in ursprünglicher Gestalt er-halten, teils infolge des Wechsels der religiösen Ansichten, teilsinfolge der mangelhaften Überlieferung; diese konnte anfangsnur mündlich sein, weil die Schrift noch nicht oder nur selten an-gewandt wurde, sowie weil es im Norden an geeignetem Schreib-material fehlte*); später aber wurde sie von den Priestern, die denVerlust ihres Einflusses befürchteten, in jeder Hinsicht erschwert:Abschreiber, Verkäufer und Verächter der Veden wurden gleicher-weise als Söhne der Hölle erklärt (Weber 13; Lassen I, 1010).

Das Andenken an den Gott Söma war um diese Zeit nochsehr lebendig; im „Rigveda" I, 93, 1 wird er als die Gottheit an-gerufen, „unter deren Führung unsere mutigen Väter Schätze er-langten"; viele Hymnen sind an ihn allein gerichtet, oder gebenanthologieartig die Verse anderer, auf ihn und das Sömaopferbezüglicher Gesänge wieder (Weber 34 und 68); weitere Hymnenführen die Sprüche und Lieder auf, welche die Darbringung dieserOpfer zu begleiten haben (ebd. 9). Diese konnten 1—12 Tage,aber auch 100 Tage, und selbst mehrere Jahre andauern, und derreichliche Genuas des süssen Göttertrankes brachte dabei oft üble

*) Nearchos, der Feldherr Alexander dos Grossen, spricht vonBriefen, die auf dichtgeschlagenes Baumwollenzeug geschrieben wurden(Strabo XV, 1, 67), während der erheblich spätere Megasthenes behauptet,die Inder gebrauchten die Buchstabenschrift nicht (ebd. XV, 1, 53).