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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Der Honig.

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saal" III, 399) erhalten ist, kommen z. B. Bienenkörbe als Mit-gift vor.

Die eigentlichen Grosslieferanten Westeuropas für die Erzeug-nisse der Waldbienenzucht, blieben aber im Mittelalter die Länderdes europäischen Ostens, namentlich Russland, Polen und Litauen.„Bei den Esthen", berichtet Wulfstan („Antiquites russes" II,469) „giebt es so viel Honig, dass der König und die Reichen denMeth den Armen und den Knechten überlassen, selbst aber Stuten-milch trinken", und auch Peter von Dusburg (III, 5) erzählt:„sie trinken einen Honigtrank oder Meth, und Stutenmilch, diesejedoch nur, wenn sie von den Priestern geweiht ist" (Hehn, 47).Doch opferten die Slawen ihren Göttern Honig und Meth, und daszu Arcona in Rügen errichtete hölzerne Standbild ihres höchstenGottes, des vierköpfigen Swantewit, hatte ein stets mit Meth ge-fülltes Trinkhorn in Händen (Weber, „Weltgeschichte" Lpzg.1888; I, 543). Für die Häfen der Ostsee, namentlich für Danzig,Stettin und Lübeck, zählten noch im 12. und 13. JahrhunderteHonig und Wachs zu den wichtigsten Stapelartikeln, und bildeteneinen Gegenstand regelmässiger Ausfuhr nach Mitteldeutschland,den Niederlanden und England (Falke, „Geschichte des deutschenHandels" Lpzg. 1859; I, 94 und 177ff.). Hierin trat erst eine Ver-änderung ein, als, infolge der Ausbreitung der Reformation, dieVerarbeitung des Wachses zu Kirchenkerzen eine rasche undwesentliche Einschränkung erlitt, und hierdurch der Handelswertdesselben erheblich beeinträchtigt wurde (ebd. II, 50 und 366).In Polen und Russland selbst blieb aber Meth das Nationalgetränk,und wurde erst im 18. Jahrhunderte durch den Thee aus dieserStellung verdrängt (Klemm, X, 35); dasselbe gilt für die skandi-navischen Reiche, Schottland, Irland und Island.

Die in Island zu Anfang des elften Jahrhundertes von Sämundgesammelten Sagen der „Edda" haben uns auch zahlreiche An-schauungen der altnordischen und deutschen Mythologie über Bienenund Honig erhalten. Im Abschnitte „Gylfaginning" erzählt dieEdda (Übersetzung von Simrock, Sttgt. 1871, 289), dass der Tau,der von der Weltesche Yggdrasil auf die Erde fällt, Honigfalloder Honigtau heisse, und die Nahrung der Bienen bilde; in Walhalltrinken Götter und Helden den süssen Meth der Ziege Heidrun,„von deren Euter soviel des Methes fliesst, dass er täglich ein Ge-fäss füllt, so gross, dass alle Himmlischen vollauf daran genughaben" (ebd. 304). Im „Bragarödur" (ebd. 331) heisst es: „DieZwerge Fialar und Galar töteten den vielwissenden Kwasir undmischten Honig in sein Blut, woraus ein so kräftiger Meth ent-