Der Honig.
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Honigwein, mit Quitten und Trauben oder mit den Aromen desOrients gewürzt (ebd. V, 29ff. und 64ff). Dieselben Mittel führtauch Plinius an („Hist. Nat." XIV, 11—21), und preist insbeson-dere die Kraft des Metbs und des Sauerhonigs, der das Fiebervertreibt (ebd. XXII, 51 und XXIII, 29); Makrobius (um 400 n.Chr.) erklärt die Heilsamkeit des Honigweins daraus, dass diefeuchte Natur des alten Weines erwärmend, und gleichzeitig dietrockene des Honigs abkühlend auf die dessen bedürftigen Körper-teile einwirke (VII, 12); Plinius leitet sie aus der Eigenschaftdes Honigs ab, die Zersetzung und das Faulen der Körper zu ver-hüten („Hist. Nat." XXII, 50).
Die Sucht nach Tafelgenüssen führte auch zur fortschreiten-den Verfeinerung dieser süssen Tränke, die dann nicht mehr derHeil-, sondern der Kochkunst dienstbar wurden; zu Festen undGelagen bereitete man Würzweine, indem der Wein mit Honig,duftenden Kräutern, Veilchen, Rosen, und edlen Spezereien an-gesetzt, und dann, mittelst Filtration durch feine Tücher, von diesenwieder getrennt und geklärt wurde; auch pflegte man die Spe-zereien, in Säckchen gefüllt, in den Honigwein einzuhängen(Dioskorides V, 64; Plinius XIV, 19). Aus diesen Ge-bräuchen erklärt sich der Name „Vinum saccatum", den schonHoraz („Satiren" II, 4) und Martial (geb. 40 v. Chr.) kennt, undder in späteren Jahren die Sammelbezeichnung für eine Unzahlluxuriöser Getränke wurde, deren Benennungen zum Teil bei Isi-dorus Hispalensis (gest. 636 n. Chr.) erhalten sind: Oenomel,Apomel, Rhodomel, Melomel, Medum, Melikraton, u. s. f. („Ori-gines" 20, 3; ed. Lindemann, Lpzg. 1833, 621).
Ebenso wie im eigentlichen Kreise antiker Kultur, waren auchausserhalb desselben der Honig und seine Produkte wohl bekannt.Pytheas von Massilia, der im 4. Jahrhundert v. Chr. eine kühneEntdeckungsfahrt nach den nördlichsten Gestaden Europas unter-nahm, erzählt, dass jene Bewohner des Nordmeeres, die bereitsGetreide und Honig besitzen, sich daraus auch Getränke, Bier undMeth, zu bereiten wissen (Strabo IV, 5, 5). Von den Galliernberichtet zur Zeit Cäsars Diodor (V, 26, 31), dass sie Gersten-saft mit Honigscheiben anmachen; die Iberer besassen Honig insolcher Fülle, dass er ein Hauptgegenstand der spanischen Aus-fuhr war, und verstanden es, vorzüglichen Honigwein zu bereiten(ebd. V, 34; Strabo III, 2, 6); auch von den alten Etruskernwird gemeldet, dass sie grosse Freunde des Honigs gewesen seien(Klemm VHI, 321). Dem Herodot erzählten die Thraker, dassdie Gegenden jenseits der Donau wegen der Menge der Bienen
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