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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Der Honig.

Neuguinea, und den Salomo- und Fidschi-Inseln, welche zur Zeitihrer Entdeckung hochentwickelten Ackerbau besassen, und sichzum Teil in gartenartig kultiviertem Zustande befanden, zeigtesich Anbau und Genuss des Zuckerrohrs allgemein verbreitet(ebd. II, 162 und 254).

In Amerika stand die einheimische Getreideart, der Mais, inder ganzen nördlichen und südlichen Hälfte des Erdteiles in Ge-brauch, denn sowohl die „Mounds" des Missouri als die vorgeschicht-lichen Gräber Perus enthalten Maiskolben; die nomadischen In-dianer, welche nach Newberry („Das Ausland" 1888, 68) dierasch binnen 3 — 4 Monaten reifende Art bauten, sind als Freundedes wilden Honigs bekannt, und sollen auch zuerst die Saft-gewinnung aus dem Zuckerahorn entdeckt haben. RegelmässigeHonigerzeugung und Bienenzucht betrieben indessen allein dieackerbauenden Kulturvölker mit festen Wohnsitzen, vor allem dieMexikaner; aus Mais, ihrem Hauptnahrungsmittel, wussten sie mitHonig und allerlei Gewürzen achtzehn verschiedene Gerichte herzu-stellen, und der König empfing aus den südlichen Provinzen desReiches unter anderem jährlich 600 Schalen Honig als Abgabe(Klemm V, 11 und 71).

Völkerschaften hingegen, welche ausschliesslicher Fleisch-nahrung ergeben sind, kennen dieses Verlangen nach Süssigkeitennicht: hierher gehören die Waldnomaden Nordasiens (Ratzel, II,762), die tibetanischen Hirtenvölker (ebd. III, 383), gewisse Jäger-stämme Amerikas (Klemm I, 243 und II, 30), die Bewohner desNootkasundes (ebd. II, 347), die Lappen und Tungusen (ebd. III,18), die Kalmücken (ebd. III, 145), und die Polarvölker (ebd. II,255). Besonders auffällig ist auch in dieser Beziehung das Ver-halten einiger afrikanischer Völkerschaften (ebd. III, 223, 232 und238), z. B. der rein fieischessenden Hottentotten-Stämme, welchezwar Honig einsammeln, ihn jedoch nicht verzehren, sondern nurals Tauschmittel benutzen. Wenn also nach Lippert (I, 63 und621) der Honig bei allen kindlichen Völkern als das Ideal einesLeckerbissens gilt, sein Name dem auf einer bestimmten Kultur-stufe stehenden Naturmenschen den Begriff des höchsten Gaumen-genusses auslöst, und sein Gebrauch schon der Kindheit der Mensch-heit angehört, so ist diesen Sätzen wohl nur insofern rückhaltsloszuzustimmen; als unter jener Kulturstufe die beginnende Hinneigungzum Ackerbaue und zum regelmässigen Genüsse pflanzlicher Lebens-mittel verstanden wird.

Der Unentbehrlichkeit des Salzes und der Unersetzlichkeit desHonigs beim Würzen der vegetabilischen Speise mag es zuzuschreiben

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