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Vorrede.
nach Halle, zum Abschlüsse derselben gedrängt worden, sohätte ich zweifellos noch weitere jahrelange Arbeit daranwenden können sie zu ergänzen, umsomehr als ich auf dembehandelten Gebiete keinen eigentlichen Vorgänger fand: die"Werke, in denen man zunächst nach Belehrung suchen würde,wie die von Hehn („Kulturpflanzen und Haustiere in ihremÜbergange aus Asien nach Griechenland und Italien", Berlin1877), Hoffmann („Aus der Kulturgeschichte Europas; Pflanzenund Haustiere", Berlin 1880), und Seh rader („Tier- undPflanzen-Geographie im Lichte der Sprachforschung", Berlin1883), schweigen auffälligerweise über Zuckerrohr und Zuckervollständig, und die Abhandlungen von Beckmann, Moseley,Reed, Ritter, u. Anderen, enthalten zwar Vieles von Wichtig-keit und hohem Werte, entsprechen aber den allgemeinen An-forderungen, die ich zu erfüllen strebte, in keiner Weise, undgehen auch über Zeitabschnitte von grosser Bedeutung, z. B.über das ganze Mittelalter, nur flüchtig und mit wenigenWorten hinweg, — vermutlich weil zur Zeit ihrer Abfassungdie einschlägigen Quellen nur in spärlichem Maasse erschlossenwaren.
Während aber diesem Mangel 2iunmehr in genügenderWeise abgeholfen ist, und ich z. B. für das Mittelalter durch-aus dem bewunderungswürdig reichhaltigen und zuverlässigenhandelsgeschichtlichen Werke Heyd's und dessen Quellen-angaben folgen konnte, erhebt sich eine andere Schwierigkeitbezüglich jenes Teiles der Geschichte des Zuckers, welchersich auf orientalischem Boden abspielt. Hier fehlt vor allemnoch ein Werk, das, rein aus den fremden Originalquellen ge-schöpft, gleichsam ein Spiegelbild des Heyd'schen, d. h. dennämlichen Gegenstand vom Standpunkte des Morgenlandesaus beleuchtet, darböte, und nicht nur, wie jenes, allein denLevantehandol, sondern auch den Handel Arabiens, Persiens,und Indiens, in seinen frühesten Anfängen und seiner allmäh-lichen Entwicklung schilderte. Aber abgesehen von denCitaten, die Heyd selbst den Übersetzungen orientalischerQuellen entnommen hat, und die alles was ihm erreichbarwar umfassen, wird man nicht nur ein Werk wie das an-gedeutete, sondern auch die darauf hinzielenden Vorarbeiten,
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