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Aus der Praxis des Staats- und Privatrechts
Entstehung
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162 Anwartungs- u. Mitbelehnschaftsbrief f. <i. Prinzen Friedrich Wilhelm etc.

kommender Könige in Bühaim schwerer Strafe und Ungnade; Das meynen wir ernst-lich; Jedoch wollen wir Uns, l'nsern Nachkommen und Erben, Königen der CronBöhaim unsere Dienste und Pflicht, so vor Alters darauf gewesen, wie auch andereLehns-Gerechtig- und Gefälligkeiten deutlich vorbehalten haben. Zu Urknnd diesesBriefes bekräftiget, mit unserm Kayser- und Königlichen grossem Insiegel, der ge-geben ist Wien, den 15. üecembris 1GJS.

III.

Anwartungs- und Mitbelehnschaftsbrief für den Prinzen Friedrich

Wilhelm von Braunschweig auf das Fürstenthum Oels in Schlesien

vom 7. Okt. 1785.

Wir Friedrich von Gottes Gnaden, König von Preussen etc.

totus titulus.

Uhrknndcn und bekennen hiermit, durch diesen offenen Brief, für Uns, UnsereErben und Nachfolger, und fügen hierdurch jedermänniglich zu wissen. NachdemUns, Unser freundlich vielgeliebter Neveu, der Durchlauchtige Fürst, FriedrichAugust, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, General-Lieutnant in UnsernKrieges-Diensten, Chef eines Regiments zu Fuss , Ritter unsers schwartzen Adler-Ordens, Gouverneur zu Cüstrin und Dohm-Probst zu Brandenburg etc. zu vernehmengegeben, wie er wünschte, dass, wenn er dareinst, ohne eheleibliche Nachkommen-schaft zu hinterlassen, mit Todte abgehen sollte, Ihm sein geliebter Neveu, derDurchlauchtige Printz, Friedrich Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg, jetzigervierter Sohn seines Herrn Bruders, des jetzt regierenden Herzogs Carl Wilhelm Ferdi-nand zu Braunschweig und Lüneburg, unter andern auch in dem von Uns als Sou-verainen und Obersten Herzoge in Schlesien zu I.ehngehenden Fürstenthums Oels,als worauf Wir Ihm dem Herzog Friedrich August, und seinen ehelichen Descenden-ten Mann- und Weiblichen Geschlechts unterm 20. Decbr. 1764 die Anwartschaftund Mitbelehnung zu ertheilen geruhen möchten, Wir auch, da Wir stets geneigtsind, sowohl Unserm gleichfalls freundlich vielgeliebten Neveu , dem Durchlauchtig-sten Fürsten Carl Wilhelm Ferdinand jetzt regierenden Herzoge von Braunschweigund Lüneburg und dessen Descendenten als auch Ihm dem Herzoge Friedrich August,Unsere für Sie liegende Königl. Liebe und Affection auf eine werkthätige Art zu er-kennen zu geben, diesem Gesuch in Gnaden stattgegeben.

Als haben Wir obgesagtem Durchlauchtigen Printz Friedrich Wilhelm zu Braun-schweig und Lüneburg die Anwartschaft und Mitbelehnung auf das FürstenthumOels, auf den Fall, wenn der Durchlauchtige Unser Oheim, Fürst und liebet Getreuer,Carl Christian Erdmann zu Würtemberg und Teck auch zu Oels und Bernstadt inSchlesien Herzog, Graf zu Mümpelgard , Herr zu Ileydeiiheim, Sternberg, Medziborund des Königl. Freyen Burglehns Au ras, Unser General-Lieutenant, und des Königl.Dänischen Elephanten-Ordens- Ritter, desgleichen dessen Printzesin Tochter dieDurchlauchtige Fürstin Friderica Sophia Charlotta Augusta jetzige Gemahlin Unsersfreundlich geliebten Neveu des llerznirs Friedrich August zu Braunschweig und Lüne-