16(1 Kaysers und Königs Ferdinand! III an Herzog Sylvium Nimrod etc.
II.
Kaysers und Königs Ferdinandi III an Herzgog Sylvium Nimrod und
die Herzogin Elisabeth Marien, beide zu Würtemberg-Oels, über das
Fürstenthum Oels ertheilte Belehnung und Conflrmation, vom
15 Lee. 1648.
Wir Ferdinand der Dritte, von GOttes Gnaden, erwehlter Römischer Kayser, zuallen Zeiten Mehrer des Reichs, in Germanien, zu Hungarn Böhaim, Dalmatien,Croatien und Sclavonien König, Ertz-Hertzog zu Oesterreich, Marggral' zu Mähren,Hertzog zu Lutzenburg und in Schlesien, Marggraf zu Laussnitz etc. Bekennen undthnn kund gegen allermänniglich; Demnach Ins, als Könige zu Böhaim, durch denAnno 1G47 den letzten Maji erfolgten Todes-Fall des Hochgebohrnen Fürsten weyl.Carl Friedrichs, llertzogens zu Münsterberg und Oelss in Schlesien, in ErmangelungMännlicher Leibes-Lehens-Erben, und bey Abgang des Männlichen MünsterbergischenOelsse-Stammes, das Fürstenthum Oelss, sammt dessen Zugehörungen, als ein Fen-dilin Masculinum apert worden und heimgefallen, und wir dasselbe zu apprehendiren,und die Naturalem l'ossessionem cum t'ivili uniren zu lassen, wohl befugt gewesen,auch allbereit desswegen gemessene Befehlich und Verordnung haben ergehen lassen,dass wir dennoch in gnädigster Ansehung des Hochgebohrnen, unsers Oheims, Für-stens und lieben Getreuens Sylvii, Herlzogs zu Würtemberg und Teck, Grafens zuMömpelgard, Herins zu Heydenheimb, und seiner Gemahlin, der auch HochgebohrnenFürstin, unserer Muhm und lieben Andächtigen Elisabeth Maria, gebohrner Hertzoginzu Münsterberg und Oelss in Schlesien, an Uns unterschiedlich-gehorsamst und be-weglichst gethanen Bitte, und gegen Sie tragender gnädigster Zuneigung, von solcherwirklichen Apprehension gnädigst abweichen, und vermittelst Unserer hierzu depu-tirten Kayserl. Commissarien mit des Hertzogs Sylvii Liebd, vor sich und in Voll-macht, vorgedachter seiner Gemahlin Liebd. Uns in göttliche Tractatus ein-dieselbeauch würcklich schliessen lassen wollen, wie das Instrumentum mehrgedachter Tracta-ten de dato Bresslau den 30. Julii 1048 ausweiset.
Wann dann darauf mehrgedachtes Hertzogs Sylvii Liebd. bey Unserer Kayserl.und Königl. Hofstatt allhier persönlich erschienen, und wie vor sich, also auch anstattseiner Gemahlin Liebd. in habender und vorgezeigter ihrer Vollmacht, Uns um gnä-digste Verleihung und Belehnung mehlgedachten Fürstentums Oelss und dessen Ein-und Zugehörungen, alles gehorsamsten Fleises gebethen nnd angelanget; Und wirnun in gnädigster Ansehung ihrer fleissigen Bitte , auch der getreuen fleissigen undnützlichen Dienste, so Uns, der Cron Böhaim, und unserm löblichen Hauss Oester-reich vielgedachten Hertzogs Sylvii Liebd. erwiesen, und noch ferner zu thun er-böthigist, diesem seinem vor sich und seine Gemahlin geschehenen, gehorsamsten,fleissigsten Gesuch in Kayserl. und Königl. Gnaden statt gethan; als haben wir hier-auf solch Fürstenthum Oelss, sammt dessen Appertinentieu und Zugehörungen, seinerGemahlin, und derer ehelichen Descendenten, Mann- und W'eibl. Geschlechts, zumFürsten-Lehn verliehen; Verleihen aus angebohmer Königl. Milde, rechtem Wissenund zeitigem mit unsern Edlen Räihen vorgehabten Rath , aus Königl. BöhmischerMacht und Vollkommenheit, als regierender König zu Böhaim und Obrister Hertzog