3Q8 Geschichtliche Thatsachen.
mund, welcher im Mai 1870 zu Frankfurt a. M. von einem Schlag-anfalle betroffen worden war, erheblich verschlimmert. DieserUmstand, sowie der noch fortdauernde Krieg, veranlassten denGrafen Edmund, sich im Januar 1871 zu Düsseldorf, wo er be-reits früher in den Jahren 1867 und 1868 vorübergehend ein Quar-tier gehabt hatte, eine Wohnung zu miethen, um in der Nähe seinerVerwandten und seines Arztes zu sein. Nachdem Graf Edmundim Jahre 1871 einen längern Aufenthalt zu Schönstein genommenund in den Jahren 1872 und 1873 die Sommermonate nach derAnordnung der Aerzte zu Schlangenbad verbracht hatte, verschiedderselbe zu Düsseldorf am 14 Januar 1874.
§7-
Begulirung des Nachlasses des Grafen Edmund von Hatzfeldt.
Der am 14 Januar 1874 zu Düsseldorf verstorbene Graf Ed-mund von Hatzfeldt- Wil d e nburg hinterliess aus seiner Ehemit Frau Gräfin Sophie von Hatzfeldt, geb. Gräfin von Hatz-feldt - S c h ö n s t e i n drei Kinder:
1) den Fürsten A lfred von Hatzfeldt-Wildenburg;
2) den Grafen Paul von Hatzfeldt;
3) die Gräfin Melanie von Hatzfeldt, Gemahlin des GrafenMaximilian von Nessel rode-Ehreshoven.
Von diesen Nachkommen hatte Fürst Alfred auf den Nach-lass verzichtet. Ueber den Hestand des Nachlasses wurde einnotarielles Inventar aufgenommen und der offentliche Verkauf desMobiliars vorgenommen. Bei der Aufnahme des Inventars warendie Ehegatten Graf und Gräfin Nesselrode und Graf Paul vonHatzfeldt durch ihre Bevollmächtigten vertreten. Es wurde dieLiquidation der Masse vorgenommen und haben beide Erben dieauf sie kommenden, allerdings ziemlich geringen Summen durchihre Bevollmächtigten bereits in Empfang genommen.
§8.
Klageerkebnng des Grafen Maximilian von Nesselrode-Ehres-hoven gegen den Fürsten Alfred von Hatzfeldt.
Nachdem so die Nachlassregulirung vollzogen war, erhob am13 Januar 1875 der Graf von Nesselrode-Ehresho ven, die