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Aus der Praxis des Staats- und Privatrechts
Entstehung
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Der Apanagialrecess vom 30. November 1803. ] 5

Charakter der Gallerie abgegeben, welche das Verhältnis* der-selben zwischen den beiden massgebenden Faktoren der Landes-verfassung, dem Landesherrn und den Landständen, vertrags-mässig feststellte. In dem kurfürstlichen Landtagsabschiedvom 8. Mai 1804 wurde die Galleric ausdrücklich als eine Lan-desanstalt charakterisirt, indem derselbe mit den Worten derständischen Bewilligungsrelation vom 29. April desselben Jahres:

zum Behufe «1er Gallerie, als einer ganz eigenen Landeszierde und

gleichfalls wie die Akademie dein Lande angehörig"die Ilebernahme der betreffenden Gehälter auf den Landesetatbeurkundete. Diesem Vertrage zufolge, sind von da ab bis zumJahre 1806 sämmtliche Gallcriekosten von den Landständen ge-tragen worden.

VI. Die Wegf'ührung der Gallerie im Jahre 1805 unddie dagegen erhobenen Reklamationen.

Kurfürst Maximilian Joseph stand in engster Verbindung mitFrankreich und in dem Kriege gegen Oesterreich im Jahre ISO.")fochten bereits die bayerischen Truppen auf Seiten der Franzosen.Von dorther war also für die Düsseldorfer Gallerie. nichts zu fürch-ten. Dagegen wurde das erwartete kriegerische Eintreten Preus-sens für Oesterreich, zu welchem es thatsächlich gar nicht kam,als Vorwand benutzt, um die Gallerie von Düsseldorf zu entfernen.Als sich im November 1805 das Gerücht im Lande verbreitete,dass die Gallerie verpackt und fortgeschafft werden sollte, geriethLand und Stadt in die grösste Aufregung aus Lesorgniss um diesestheure Landeskleinod und die Landstände, als die geborenen Ver-treter der Landesrechte, richteten am 19. November eine Rekla-mation an den Landesherrn, in welcher sie zunächst darauf hin-wiesen, dass selbst bei einem möglichen Kriege mit Preussen nichtsvon dessen Truppen für die Gallerie zu fürchten sei, da unter civili-sirten Völkern es nicht Sitte sei, Kunstschätze wegzuschleppenoder zu zerstören, dass vielmehr die eben erst neu geordnete undrestaurirte Gallerie »das Vorzüglichste, was unser Vater-land besitzt, die Zierde dar Hauptstadt Düsseldorf«durch einen neuen Transport viel grösseren Gefahren ausgesetztwerde, als durch die eventuellen kriegerischen Ereignisse. Hier-auf fuhren sie fort: