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Aus der Praxis des Staats- und Privatrechts
Entstehung
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Die Wsgführung der Gallerie im Jahre 1805 etc. 21

ältesten Sohn des Königs Ludwig von Holland, Ludwig Napoleonab, wobei der Kaiser Napoleon sich jedoch die vormundschaftlicheRegierung des Landes vorbehielt. Uebrigcns blieb dasGrossherzogthum Berg immer ein Staat für sich, we 1-cher niemals dem französischen Kaiserreiche einver-leibt wurde.

VII. Uebergang des Grosslierzogtlnuns Berg auf Preussen

und weitere Schritte zur Wiedererlangung der

Düsseldorfer Gallerie.

Nach den Siegen der preussischen Waffen in den Jahren1813/14 nahmen Preussen und Nassau-Uranien diejenigen Theiledes durch Napoleon sehr vergrösserten Grossherzogthums Berg,welche ihnen früher gehört hatten, wieder in Besitz und der Best,das eigentliche alte Herzogthum Berg, wurde vorläufig der ober-sten deutschen Centralverwaltung des Freiherrn von Stein über-wiesen , ohne dass über das völkerrechtliche Eigenthum definitiventschieden worden wäre. Mit der Organisation und provisori-schen Leitung des Generalgouvernements »für das bisherigeGrossherzogthum Berg« wurde Justus Grüner beauftragt.

Nachdem Napoleon I durch seinen Abdikationsvertrag vom11. April 1814 auf alle von ihm wie von Gliedern seiner Familiebesessenen Lande, also auch auf das Grossherzogthum Berg ver-zichtet, und der erste Pariser Frieden vom 30. Mai 1814 Frank-reich auf seine alten Grenzen reducirt hatte, regelte die WienerKongressakte die europäischen Territorialverhältnisse definitiv undüberwies das Grossherzogthum Berg im Art. XXIV mitvielen andern rheinischen Besitzungen der Krone Preussen. Am5. April 1815 wurde das vormalige Grossherzogthum Berg vonPreussen in Besitz genommen und ist seitdem, als Bestand theilderRheinprovinz, ein i ntegrir ender Th eil des preus-sischen Staates geblieben. Im Jahre 1815 geschahen vonder nunmehr definitiv im Besitz des Grossherzogthums Berg be-findlichen preussischen Regierung keine Schritte zur Wiedererlan-gung der Düsseldorfer Gallerie; man vergass in officiellen Kreisenim Getriebe der grossen Weltereignisse ein Interesse, welches dochwesentlich nur von lokaler Bedeutung für Düsseldorf und dieRheinlandc war. Aus Privatkreisen erhoben sich jedoch bald