FFC 39 Zeugnis sejui^Ges chichte der Märch en 1 ____53
liothek 20, 2, 5 86): Jedes Volk, ja jede Provinz hat gewisseMährgen oder Legenden, die sich durch viele Menschen-alter fortpflanzen und dem Enkel noch ebenso viel Kurz-weile machen, als vor Zeiten dem Großvater. Aber sieerhalten sich doch nur unter dem gemeinen Mann; zurfeineren Welt haben sie um deswillen keinen Zutritt, weilsie kein modisches Gewand haben; sobald sie dieses er-halten, sind sie in ihrem Vaterlande allenthalben wi 1-kommen; denn sie gehören zu dem Nationalgeschmack,der niemals ganz ausartet.
145 Herder, Alte Volkslieder 1773 (Werke hsg.von Suphan 25, 65): 'Volkssagen, Märchen und Mytho-logien . . . sind das Resultat des Volksglaubens, seinersinnlichen Vorstellungskräfte, wo man träumt, weil mannicht weiß, glaubt, weil man nicht siehet, und also wahr-lich ein grosser Gegenstand für den Geschichtschreiberder Menschheit, für den Poetiker und Philosophen. DerStrich von romantischer Denkart läuft über Europa, aberwie nun über Deutschland besonders? . . . Auch die Sagen,die sich über viel Länder und mit über Deutschland er-strecken, wo sind sie her? Der Feen-, Drachen-, Zwerge-glauben, der Zaubermantel und das Zauberhorn, die Wasser-jungfrau und alldergleichen woher? Wie sind die Märchenentsprungen, wie haben sie sich verbreitet, w.e andersgestaltet?' - Gekürzt im Teutschen Merkur i 7 77 2,4-4
(Werke o, 525). a ,
Adrastea 2, .56 (.80.) = Werke hsg. von Suphan23, 288 in dem Aufsatz über Märchen und Romane: Einereine Sammlung von Kindermärchen in richtiger Tendenzfür den Geist und das Herz der Kinder, mit allem Reichtumzauberischer Weltscenen sowie mit der ganzen Unschuldeiner Jugendseele begabt, wäre ein Weihnachtsgeschenkfür die junge Welt künftiger Generationen . . . (Das