PFC 39 Zeugnisse zur Geschichte der Märchen. 41
den Kindern erzählet. Damit wollt man die Leute fröhlichmachen.' — S. 826: 'Die alte jüdische Weiber, welche ihrenKindern allerhand Mährlein erzehlen, als zum Exempel,wann ein Mensch sterbe, so komme er widerumb in dasParadis, darauß Adam und Eva vertrieben, da werde eslustig hergehen.' — Vgl. auch oben 1, 338. 3, 222. 239.262. Zeugnisse nr. 62.
109. H. J. C. von Grimmeishausen, Simplicissi-mus 5, c. 10 (1669 S. 530 = 1880 S. 406): 'Solche und der-gleichen mehr Historien, die mir alle als Märlein vor-kamen, damit man die Kinder aufhält (unterhält), hörteich an.' — Vgl. auch oben 1, 24. 150. 2,429. 3, 203. 287.
110. Leucoleon, Galamelite (Frankfurt a. M. 1671)S. 166: 'ein wahres Mährlein.'
111. R. Sacer, Reim dich (Nordhausen 1673) S. 74:'Artige sinnreiche Fabeln, die du behalten, wenn dich dieKindermuhme hat schweigen wollen.'
112. Der pedantische Irrthum des überwitzigenSchulfuchses 1673 S. 122: 'ein Mährchen erzählen.'
113. Alamodisch-technologisches Interim 1675 S. 483:'Für die lange Weile, da uns ja unsere Mütter wolMärchens erzehlen.'
114. Fr. R. von Canitz (Gedichte 1727 S. CXVII)erwähnt 1677 seine ehemalige Säugamme, die ihn durchmancherlei Märchen belustigt.