22 JOHANNES BOLTE. FFC 39
In einem etwa 60 Jahre späteren Nürnberger Drucke(Berlin Na 4321) Bl. C 6b heißt es mit einigen Ver-änderungen:
Du solt fragn auff ein hohen Bergk,Da findest du sitzen ein Zwergk;Dienest du dem ein Jar on Ion,So mag dir glück nimmer zergon.
65a. Der Mysner erwähnt in seinem Gedicht aufden Junker Pfennig v. 107 (Zs. f. dt. Altertum 48, 35) einMärchen:
Der pfening ist krump und schlecht,
Er lonet als der tuffel sin knecht:
Do sin zil kommen was,
Do stieß er in in das fas
Und hing in in den rauch.
66. Über die Erziehung fürstlicher Kinder bemerktein im 15. Jahrh. am bayrischen Hofe lebender Schwabeim Cgm. 201, Bl. 134a (Anzeiger f. K. der dtsch. Vorzeit1865, 1O8): 'Och sol man den kindern etliche merlinsagen, Historien oder etlich ersame liedlin sol man insingen.' — Bl. 133a: 'in sagen etlich historien und märlin,mit welchen sy lust haben.'
67. Angelo Poliziano (1454—1494), Praelectio inpriora Aristotelis analytica (Opera, Basileae 1553 p. 451):'Fabulari paulisper lubet . . . Nam fabellae, etiam quaeaniles putantur, non rudimentum modo, sed et instrumen-tum quandoque philosophiae sunt. Audistisne unquamLamiae nomen? Mihi quidem etiam puerulo avia nar-rabat, esse aliquas in solitudinibus Lamias, quae plo-