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Name und Merkmale des Märchens
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FFC36 Name und Merkmale des Märchens. 41

der faulen Spinnerin (128) oder dem Mädchen von Brake](139). Allerdings ist die Grenze zwischen diesen beidenseit alter Zeit in enger Verbindung stehenden Gattungenbisweilen schwer zu ziehen,, weil schwärrkhafte Züge je nachder Laune des Erzählers und der Beschaffenheit seinesHörerkreises in dem gleichen Stoff stärker oder schwächerhervortreten können. Auch Weber,' der sich eifrig bemüht,den Begriff des Märchens auf den des Zaubermärehens(conte merveilleux) einzuengen und im Anseht hl ss an einenGedanken von J, G. von Mahn die Frauen als die alleinigenSchöpferinnen und Verwalterinnen des Märchenschatzes zubetrachten, sieht sieh genötigt, eine Mischgattung derS c h w a n k m ä rc h e 11 anzusetzen, der er 40 Nummernder Grimmschen Sammlung und 25 Tiermärchen desselbenWerkes zuweist.

Wie wenig aber die Brüder Grimm daran dachten, denKreis ihrer Kinder- und Hausmärchen im Sinne dieserKritikers zu begrenzen, erkennt man daraus, dass sie auchverschiedene Erzählungen aufnahmen, die in nahen Bezie-hungen zu Heiligenlegenden stehen, wie das Marien-kind (Gr. 3), Bruder Lustig (8r), den Armen und denReichen (87), die heilige Kümmernis (1573), den MeisterPfriem (178), die himmlische Hochzeit (209), von denennur St. Kümmernis später unter die Sagen verwiesen wurde,und dass sie selbst ein episch ausgeweitetes Sprichwort(184), ein Rätsel (160) oder K i n de rliede r von märchen-haftem Gehalt wie den Jockei (72 ai, das Hausgesinde (140)

J 1,. F. Weber, Märchen und Schwank, eine stilkritischeStudie zur Volksdichtung, Diss. Kiel 1904; vgl. dazu Zs. Volkskunde16, 446. Die Behauptung, eigentliche Märchen würden von Frauen,Schwanke von Männern erzählt, widerlegt Wisser, PlattdeutscheVolksmärchen S. XXV aus reicher Erfahrung. Ganz allgemeinfasst Gunkel (Das Märchen im Alten Testament 1917 S. 2) denBegriff Märchen als poetische Erzählung. bEj W A?*"'

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