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und das ditmarsische Lügenlied (159) nicht verschmähten. '— Wir werden also am besten mit Aarne - die Märchenin die drei Gruppen der Tiermärchen, der eigentlichenMärchen und der Schwanke einteilen; die eigentlichen Mär-chen zerfallen wieder in Zauber-oder Wundermärchen, legen-denartige, novellenartige und vom dummen Teufel oderRiesen handelnde Märchen. Wie sich die Grimmsche Samm-lung unter diesem Gesichtspunkte darstellt, soll an spätererStelle gezeigt werden.
Wenn endlich die Brüder Grimm ihr Buch nicht wieMusäus und Frau Naubert Volksmärchen, sondern mitAventin und Rollenhagen Kinder- und Hausmärchen(englisch Household and nursery Tales) betitelten, so erläu-terten sie dies 1819 in der Einleitung S. XXI ( = Kl. Sehr.G 333) : Kindermärchen werden erzählt, damit in ihremreinen und milden Lichte die ersten Gedanken und Kräftedes Herzens aufwachen und wachsen; weil aber einen jedenihre einfache Poesie erfreuen und ihre Wahrheit belehrenkann, und weil sie beim Haus bleiben und forterben, wei-den sie auch Hausmärchen genannt.
1 Wenn «las Märchen bisweilen, sagt Benl'ey (Kl. Schritten3, 1.59), durch sinnige, gedankenvolle oder andere höhere Bezügeüber die Befriedigung des blossen Bedürfnisses der Unterhaltunghinausschreitet, so ist dies nicht Folge seines eigentlichen Cha-rakters, sondern der Stoffe, welche ihm mit der Sage, der Le-gende, der Poesie im engeren Sinn usw. gemeinsam sind; auchlässt es die Stimmungen, die dadurch geweckt werden, nicht zueiner geistigen Befriedigung, zu einem Abschluss, zu einem Resul-tat gelangen: es ist dann zwar sinnig, aber ohne bestimmte Gedan-ken, gläubig, aber ohne bestimmt hervortretendes Objekt desGlaubens: kurz, alle an und für sich stabilen Momente, welcheseinen Stoff bilden oder in ihn eingehen, werden von ihm ver-flüchtigt.
2 A. Aarne, Verzeichnis der Märchentypen 1910 (FF Com-munications 3).
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