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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
Entstehung
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ftan an, der fagte in der Angst: Mein Rock ist ehergelb als roth." Aber der Ehninger sagte: Nein,aber euer Gesicht ist eher blaß als gelb, und hat aufeinmal viel Schweißtropfen darauf geregnet. Gestehtsihr seyd nicht geritten." Doch er ist geritten," sagteder Wirth; ich hab ihm eben das Roß draußen an-gebunden. Es ist losgerissen im Hirsch, und sucht ihn.Hat nicht euce Normånder die Mähnen unten amHals; und gespaltene Hufe, und wenn er wichertsollte man schier nicht meynen, daß es ein Rosist?Zahlt euer Schöpplein und reitet ordentlich heim."Als er aber vor das Haus kam, und den Normandersah, den ihm der Wirth an die Thüre gebunden hat,wollte er nicht auffigen, sondern gieng zu Fuß zumFlecken heraus, und wurde von den Gästen entsch-lich verhöhnt.

Merke: Man muß nie mehr scheinen wollen, alsman ist, und als man sich zu bleiben getrauen kann,wegen der Zukunft.

Theures Spaßlein.

Man muß mit Wirthen keinen Spaß und Muth-willen treiben, sonst kommt man unversehens an denUnrechten. Einer in Basel will ein Glas Bier trinken, das Bier war sauer, zog ihm den Mund zusammen, daß ihm die Ohren bis auf die Backen bervorkamen. Um es auf eine wißige Art an den Tag zulegen und den Wirth vor den Gästen lächerlich zumachen, sagte er nicht, das Bier ist sauer," son-dern Frau Wirthin, sagte er, könnt ich nicht einwenig Salat und Oehl zu meinem Bier haben?"