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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
Entstehung
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Nun, alle Leute sind so furchtsam freylich auchnicht, und im Frühjahr, wenn man wieder ins Feldund ins Grüne geht, und überall in der manchfaltigssten Gestalt das frohe Leben hervorwimmelt und lautwird, bleibt auch wohl ein verständiger Mann einenAugenblick vor einer Eidere stehen, betrachtet ihrgrünes Gewand, wenn es schöner als Smaragd an.der Sonne schimmert, bewundert ihre unnachahili-che Geschwindigkeit, und sieht mit Vergnügen ihrenunschuldigen Spielen. Dann geht er mit gutenGedanken seines Weges weiter, riecht an seinem Frühlingsstraus, und fann sich nicht genug erschauen anden blühenden Bäumen und farbigen Matten umber.

Gott sorgt auch für diese Thiere. Sie haben nichtgenug Warme in sich, um den Winter über dem Bosden, auszubalten, auch würde es ihnen an Nahrungund Gebüsch zum verborgenen Aufenthalt fehlen. Sieverkriechen sich daher, und bringen den Winter imSchlaf zu. Obne Calender wissen sie ihren Monat.Aber wie im Frühjahr das Volk der kleinen Mückenlebendig wird, und alle Keime in Gras und alleKnospen in Laub aufgeben, ruft die tiefer dringendeFrühlingssonne auch dieses Geschöpf aus seinem Schlafund Winterquartier, und wenn es erwacht, ist schonfür alles gesorgt, was zu seines Lebens Nahrung undNothdurft gehört. Bekanntlich haben nicht allediese Thiere einerley Farbe; aber eine Art derselbenmuß um ihrer Nahrung willen sich am meisten ausdem dunkeln Gebüsch heraus ins Grüne wagen. Dareum ist auch ibre Farbe grün. In dieser Farbe wirdsie im Gras weder von den Thieren, welchen sie nachs

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