AA. Nr. 87. 41
2) St. Catharina, rechts am Fussc eines Baumes sitzend, wo untendas Monogramm sich zeigt, 12.
3) Die hl. Familie mit drei Engeln, um einen dreischaligcn Brunnensitzend. Dieses Blatt wird im deutschen Kunstblatt 1853 S. 215 alsim Cabinet zu Gotha vorhanden erwähnt.
4) Eine bekleidete Jungfrau mit dem Füllhorn auf dem Drachensitzend. Eine Darstellung dieser Art ist im Cabinet zu Gotha, undwird in dem oben genannten Kunstblatt erwähnt.
[ 5) Der Knabe Herkules mit den Schlangen. Er sitzt nach linksgerichtet, und um jeden Arm ist eine Schlange gewunden. Rechts oben>m horizontal überlegten Grunde ist das Zeichen. H. 1 Z. Br. 11 L.Dieses Blatt ist äusserst selten.
6) Das nackte Weib mit dem Leuchter, halbe Figur, deren rechteSchulter und der rechte Arm nicht sichtbar sind. Das lange, vomWinde bewegte Haar geht nach rechts über den Leuchter hin, welchensie mit ausgestrecktem Arme hält. Unter dem Leuchter ist das Mono-gramm. H. 1 Z. 4 L. Br. 1 Z. 1 L.
Von diesem äusserst seltenen Blättchen findet man in Börner'shandschriftlichen Collectaneen eine Durchzeichnung.
7) Eine fast von vorn gesehene, nach links gerichtete weiblicheHalbfigur, mit fünf grossen Federn auf dem Barette. Ohne Zeichen, aberin der Weise Altdorfcr's, wie das folgende Blatt. H. 1 Z. 5 L. Br. 2 Z. 5 L. ?
8) Die Frau und der Fahnenträger, Kniestück. Die erstere, linksgesehen, trägt ein Barett mit vier Federn, und auch der bärtige Fahnen-träger hat lange Federn auf dem Hute. Hechts oben ist das Zeichen.H. 1 Z. 8 L. Br. 2 Z. 10 L.
Dieses Blatt, so wie das obige, stammt aus der früheren Zeit desMeisters. Es gleicht jenem mit der Madonna von 1507, B. 15.
9) Ein kelchartiger Becher mit Deckel, auf welchem eine geflügelteKugel ist. In Mitte des verzierenden Frieses mit zwei in Laubwerkausgehenden Köpfen ist das Zeichen. II. ß Z. 10 L. Br. 4 Z. 2 L.
10) Ein Becher mit Deckel, auf welchem eine kleine Vase angebrachtist. Oben auf dem Knopfe bemerkt man drei Cherubimkopfe, und an derLeiste, wo der Deckel aufsitzt, ist das Zeichen. H. 9 Z. 3 L. Br. 4 Z. 3 L.
11) Ein Becher mit Deckel auf dunklem Grunde. Oben in der Mitte■st das Zeichen, 1 Z. 7 L. vom oberen Bande der Platte entfernt. Ra-dirtes Blatt. IL 6 Z. 6 L. Br. oben 3 Z. 5 L., unten 3 Z. 3 L.
Bartsch beschreibt von No. 75-96 eine Folge von 22 Blättern mitsolchen Gelassen, welche ebenfalls von ungleicher Grösse sind.
12) Ein verziertes Feld mit einer Art Candclaber, welcher obengut einem geflügelten Engelskopfe geziert ist. Rechts und links unterdiesem gehen Füllhörner aus, und zu den Seiten des Candelabcrs windetsich Laubwerk in Form eines S. Unten sind Delphinsköpfe mit Ara-besken. In der Mitte des Candelabcrs bemerkt man das Zeichen.H - 2 Z. 3 L. Br. 1 Z. 6'/i L.
v Vgl. Ottley Noticcs No. 70, Heinecke I. p. 187, und R. Weigel,Kunstkatalog No. 6931.
13) Ein ähnliches Feld mit breiten Blättern, welche sich von links"•Uten nach oben winden, so dass in der Mitte ein grosses dreizackigesWatt der Breite nach sich zeigt. Links oben das Zeichen. IL 2 Z. 3 L.B r. 1 Z. 6% L.
Ein solches Blatt findet sich im k. Kupfcrstich-Cabinet zu München.
14) Ein Ornament in Schellenform, vielleicht eine Balsambüchse,oben mit einem Ring, unten in eine Perle endend. Im Ringe ist dasWichen. H. 1 Z. 2 L. Br. 11 L.