$m£Tä;', . ISBcht ausleihbar ULB DüsseIdorf + 9100 514 01 Die Moiiogramiiiislcn und diejenigen bekannton und unbekannten Künstler aller Schulen, welche sich zur Bezeichnung ihrer Werke eines figürlichen Zeichens, der Initialen des Namens, der Abbreviatur desselben &c. bedient haben. Mit Berücksichtigung von Buchdruck crzeichcii, der Stempel von Kiinstsammlcrn, der Stempel der alten Gold- & Silberschmiede, der Jlajolicafabrikcn, Porcellan-ltlanufactiiren u. s. w. Nachrichten Über Haler,Zeichner,Bildhauer, Arohitokten, Kupferstecher, Formschncidcr, Brlefmaler, Sohrolbkünstler, Lithographen, Stompelsohneider, Emallleure, Goldschmiede, Nlello-, Motall- & Elfenboin-Arboiter, Graveure, Waffenschmiede u. s. w. Mit (Ion raisonnirenden Verzeichnissen der Werke anonymer Meister, deren Zeichen gegeben sind, und der Hinweisung auf die mitMonogrammcn oder Initialen bezeichneten Produkte bekannter Künstler. Ein für sich bestehendes Werk, abor zugleich mich ErglinzuiiK und Ahschluss des Neuen allgemeinen Kilnsllcr- Loxlcons, und Supplcmont zu den bekannten Werken von A. llartsch, Rolicrl-Dumesnil, C. le Diane, /•'. Jlrulliot, J. Heller u. 8. w. Bearbeitet von Dr. G. K. Naglcr, Verfasser des llcutii illl[',nlieineil küiisllrr-licvinnis Ar. I. Band. 1 CF. (Bogen 1—74 incl.) ,, , , , ,,. _ München. Georg Franz. 1858. Afo/V* et/ V\. W. W3L: US • 3. )/T. MOfyfo- |f^ *^ «-**&«-.*„ äiruotkekI CT Einleitung. Als ich im November des Jahres 1852 im Vorworte zum letzten Bande des „Neuen allgemeinen Ktlnstlcr-Lexicons" von dem verehrliehen Publikum Abschied nahm, bemerkte ich zugleich, dass seit langem die Mohogrammisten meine gleiche Aufmerksamkeit in Anspruch genommen, und dass ich im Verlaufe der Jahre ein reiches und interessantes Material zusammengebracht hätte. In der neuesten Zeit sind mir aber noch viele andere wichtige Beiträge zugeflossen, und ich gebe mich noch immer der angenehmen Hoffnung hin, dass von Seite der Künstler und Kunstforscher noch weitere Notizen an mich gelangen werden. Ja ich stelle hier zugleich die dringende Bitte an dieselben, mich mit der Einsendung von noch nicht edirten Monogrammen, Initialen und figürlichen Zeichen zu beehren, da auf diesem schwierigen Gebiete nur durch ein Zusammenwirken vereinzelter Kräfte ein vollkommen erfreuliches Resultat erzielt werden kann. Immerhin ist aber zu dem mehr oder weniger Bekannten fast eben so viel des bisher noch nicht Bekannten hinzugekommen, so dass dadurch die vorhandenen Werke über Monogrammenkunde an Vollständigkeit eben so sehr Überboten werden, als mein allgemeines Künstler-Lexicon die anderen Ilülfsbücher dieser Art in weitem Umfange ergänzt hat. Der Zweck, welchen ich zu erreichen Buche, ist ein doppelter. Einerseits soll durch das Monogrammenwerk das grosse Künstler-Lexicon nicht allein den möglichst vollständigen Ahschluss, sondern auch ein reiches Supplement erhalten, da eine grosse Anzahl von Künstlern nur unter gewissen Zeichen und Initialen eingeführt werden kann, und anderseits soll ein Monogrammeu-Lexicon mit raisonnirenden Verzeichnissen von Kunstprodukten unbekannter Meister hergestellt werden. Es ist also keine Rede von einem Monogrammenbache gewöhnlicher Art, in welchem der heigegebene Text nur kurz den Namen des bekannten Künstlers angiht, bei unbekannten Meistern allenfalls das Jahrhundert ihrer Thätigkcit bestimmt, und dann das Ucbrigc dem geneigten Leser ftberlässt, welcher bei der Benützung solcher Handbücher alles dasjenige findet, was er nicht sucht. Die einfache Nachbildung der Monogrammen und Initialen ist selbst in dem Falle, dass sie vollkommon Monogrammlstoii. 1 II Einleitung. genau gegeben werden, nicht hinreichend, und wenn auch die Lebenszeit und das Kunstfach bestimmt ist, bleibt zur sicheren Orientirung sehr oft gerade noch die Ilauntsache im Hintergründe. In Artikeln über anonyme, nur durch Chiffern oder Buchstaben bekannte Meister darf die möglich genaue Zeitbestimmung, die charakteristische Würdigung und das Yerzeichniss der Werke nicht fehlen; gesetzt auch, dass das Dunkel, welches den Namen einhüllt, nicht zertheilt werden kann. Die bisher zu wenig beachtete Bibliographie gibt aber nicht selten erfreuliche Aufschlüsse, und führt auch oft zur Entdeckung des Namens. Dosswegen kommen in diesem Werke Meister vor, von deren Existenz sich in anderen Schriften über Kunst und Künstler keine Nachricht findet. Bei bekannten Meistern, welche sich eines Monogrannnos oder der Initialen des Namens zur Bezeichnung bedienten, beschränkt sich der Text nur auf die Bestimmung der Lebenszeit, auf die Richtung der Schule und die kurze künstlerische Würdigung der Leistungen, wenn sich im Kttnstlcr-Lexicon bereits ausführliche Nachrichten, über das Leben und das Wirken eines Künstlers finden. In diesem Falle wird auch kein neues Verzeichuiss von Kupferstichen, Holzschnitten u. s. w gegeben, sondern immer nur so viel hervorgehoben, was zur Kenntniss der Werke mit Monogrammen und Initialen notbwendig ist. Dagegen richtete ich aber ein besonderes Augenmerk auf die verschiedenen Blätter älterer Maler, Kupferstecher, Goldschmiede, Formschneider u. s. w., welche in den bestehenden Werken über Kupferstich- und Holzschneidekunst nicht beschrieben sind. Das gebotene Werk enthält somit auch reiche Supplemente zu Bartsch, Robert-Dumcsnil, Heller. Ch. le Blanc etc.; vor allem aber ist auf das „Neue allgemeine Künstler* Lexicon" Rücksicht genommen, da gerade dieses Werk an Vollständigkeit und Richtigkeit gewinnen soll. Es wird jedoch bei ohnehin ausreichendem, theils berichtigendem, theils aus neuen Forschungen gewonnenem Texte, nicht wiederholt, was einmal im Küstlcr-Lexicon enthalten ist, nur die Werke mit Monogrammen und Initialen müssen Berücksichtigung finden, da es nicht gedient ist, nur kurzweg zu sagen, dass sich irgend ein Künstler eines zufälligen Werkzeichens statt des Namens bedient habe. Viele Monogrammen und Buchstaben ähneln sich, und somit könnte auch Verwechslung entstehen, wenn nicht die Gemälde, Blätter, Zeichnungen u. s. w. genauer beschrieben würden. Dem Kunstfreunde und Sammler liegt daran, damit ins Klare zu kommen, und jene Aufschlüsse zu erhalten, nach denen or verlangt. Mit der kurzen Verweisung auf irgend ein Werk, welches er vielleicht nicht besitzt, ist ihm wonig gedient, da gerade die bestehenden Bücher über Zeichenkunde theils ungenügend sind, theils auch nicht jene Vollständigkeit cnthalton, um zum sicheren Führer auf diesem räthselhaftcn und weitläufigen Gebiete der Kunstgeschichte zu dienen. Desswegen liegt es nicht in meiner Absicht, ein Monogrammen - Verzeichniss der bisherigen Art, ein zufälliges Ilülfsbuch zu irgend einem Künstler- Einleitung. III Wörterbuche zu geben; dieses Werk muss einem jeden Malerlexieon, einem jeden Handbuche für' Kupferstichsammler u. s. w. gegenüber seine volle Selbstständigkeit bewahren, wenn ich auch nicht selten auf das grosse Künstler-Lcxicon verweise, da dem kunstliebenden Publikum nicht zum zweiten Male geboten werden darf, was es schon besitzt. Dagegen findet die einschlägige ältere und neuere Literatur volle Berechtigung, ich nenne aber hier die Autoritäten nicht, da sie sich im Verlaufe des Werkes geltend machen müssen. Die Kunstlitcratur ist bereits sehr reich, und es hat fast jeder Hauptmeister seine eigene. Die Hinweisung auf dieselbe, und auf den entscheidenden Gewährsmann , ist daher streng geboten. Der Gebrauch der Handzeichen datirt aus den Bauhütten des Mittelalters, und wurde von den Steinmetzen und Architekten eingeführt. Der Schlüssel zu dieser Zeichenschrift lag damals in den Hütten, und Meister und Gehauen konnten sie lesen. Der wandernde Geselle legiti- mirte sich durch sein Handzeichen bei der Genossenschaft, indem er es in den zufällig gebotenen Stein meisseltc, woraus die Mannigfaltigkeit der Steinmetzzeichen zu erklären ist. Das Verständniss ging aber nach und nach verloren, und daher ist nur noch eine massige Anzahl von Werkzcichon der Baumeister und Steinmetzen zu deuten. Die Träger derselben lebten grosscntheils gegen Ende des Mittelalters. Die alten Maler bedienten sich nur selten einer für uns jetzt, rätselhaften Chiffre, und es steht dahin, ob die wenigen Malwerke der früheren Zeit des 15. Jahrhunderts, welche ligürliche Zeichen ohne Buchstaben aufweisen, eicht von Baumeistern und Steinmetzen herrühren, da nicht selten der Architekt auch Bildhauer und Maler war. Die Maler und Kupferstecher, sowie die Zeichner und Formschneider von Profession, bedienten sich erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts eines Buchstabenmonogramms oder der Initialen des Namens, doch noch nicht allgemein, indem nur der kleinere Theil der Werke aus jener Zeit auf solche Weise bezeichnet ist. Es galt damals der Grundsatz: zur Ehre Gottes und seiner Heiligen zu wirken, und damit nicht zu prahlen. Den alten Malern genügte der Beifall der Mitwelt, welche die Kunst und den Meister ehrte, wenn sie in ihm den Priester derselben erkannte. Bei grösseren Unternehmungen wurden bindende Contrakte geschlossen, da aber diese in den Archiven der Kirchen und Klöster aufbewahrt wurden, und durch die Unbill der Zeit grossen Theils zu Grunde gingen, so fehlt jetzt häutig der historische Anhaltspunkt, wenn nicht zufällig ein alter Chronist, oder der Maler selbst durch eine bescheidene Inschrift zu Hülfe gekommen ist. Doch nur wenige alte Künstler fügten ihren Werken den Namen bei, besonders in Deutschland und in den Niederlanden. Häufiger sind die Namensinschriften auf italienischen Mal- und Bildwerken des Mittelalters und der Renaissance-Periode, und nur einige Kupferstecher und Formschneider fingen gegen Ende des 15. Jahrhunderts an, ihrEigenthum durch Mono- 1 * IV Einleitung. grammen und Initialen des Namens zu bezeichnen. In Deutschland und in den Niederlanden ward dagegen vom Ende dos 15. Jahrhunderts ah dieser Gehrauch in weitem Kreise herrschend, indem nicht nur allein Kupferstecher und Formschncidor, sondern auch Maler und Zeichner demselben huldigten, sei es aus Bescheidenheit, oder um unter dem Deckmäntel der Anonymität Krfolg oder Tadel zu erwarten. Die Namen der Meister kommen auf Kunstprodukten der früheren Zeit nur selten vor, und auch in der Glanzperiode des 16. Jahrhunderts begegnen uns häufig nur Monogrammen und sinnlose Zeichen, worunter selbst ausgezeichnete Künstler ihre Namen verbargen, und somit sich selbst der Vergessenheit überlieferten. Minen Theil der Schuld trügt das alte Zunftwesen, welches das Herkommen beobachtete, und auch die kirchliche Gesinnung, der Hang zum Spott und zur Satyrc bewog später den einon und den anderen Künstler, Gemälden und Zeichnungen den Stempel des Namensgeheimnisses aufzudrücken. Im 17. Jahrhunderte kam das Monogrammenwesen in Abnahme, immerhin aber ist die Zahl der verschiedenen Kunsterzeugnisse mit Monogrammen und Initialen noch ziemlich bedeutend, obwohl im Ganzen die Bezeichnung mit dem Namen vorherrschend war. Es ist aber nicht anzunehmen, dass gerade die vorzüglichsten Werke mit der Adresse der Vorfertiger versehen seien, und die Monogrammenkunde es nur mit mittchnässiger Waarc zu thun halie. In jeder Periode lebten Meister, welche nicht selten ihre schönsten Bilder, Zeichnungen, Kupferstiche u. s. w. mit Monogrammen oder Initialen bezeichneten. Die Zeit des Verfalls der Kunst weiset aber meistens Künstlernamen auf, doch wiegen oft zehn kein altes Monogramm auf. Es lohnt sich daher im Allgemeinen keine grosso Mühe, welche man sich mit der Auflösung von Monogrammen auf Werken des 18. Jahrhunderts gibt. In den ersten Docennien unsers Jahrhunderts erwachte bekanntlich die Liehe zur mittelalterlichen Kunstrichtung in allen deutschen Gauen, und damit kam auch das Monogrammenwesen wieder in neuen Flor, so wie es denn auch durch den alten, aus einer ehrwürdigen Zeit stammenden Gebrauch gleichsam geheiliget ist. Erloschen ist er daher auch jetzt noch nicht, obgleich die Künstler grössere, und besonders gelungene Werke gewöhnlich mit dem Namen versehen. Immerhin aber kommen noch so viele Gemälde, Skizzen, Zeichnungen, Holzschnitte etc. mit Zeichen und Initialen vor, dass es keine geringe Aufgabe ist, letztere zu sammeln und nach ihrer Deutung den kommenden Generationen zu überliefern. Dosswegen ersuche ich die verehrlichen Künstler und Kunstfreunde dringend um gütige Mittheilung noch nicht edirter Namcnszoichnungen, damit nicht nach wenigen De- cennien, oder gar schon in unsern Tagen wieder von unbekannten neueren Meistern die Rede seyn kann. Bei dieser Bewandtniss musste die Monogrammcnkunde von jeher einen wichtigen Abschnitt der Kunstgeschichte bilden, da diejenigen, welche keines Ilülfsbuchcs bedürfen und aus sich seihst alles wissen, Einleitung. V gewiss die geringste Zahl ausmachen. Darunter zähle ich mich aher durchaus nicht, glaube im Gegonthoile, dass mir sehr vieles unerreichbar ist, und rechne daher auf allseitige Unterstützung. Die Väter der Kunstgeschichte bcfasstcn sich mit der Zeichendeutung wenig, und nie in dem Masse, dass man sich bei ihnen über Monogrammen und Initialen genügenden Kath erholen könnte. Vasari, welcher 1550 seine Vite de piü eccellenli PUtori etc. zuerst durch den Druck bekannt machte, geht darüber ganz leicht hin, und auch C. van Man der spricht in seinem Schilder-Book von 1603 nur zuweilen von Monogrammen, wenn er auf Kupferstiche und Holzschnitte (Prenten) der von ihm erwähnten Meister aufmerksam macht. Er gibt aber kein Zeichen (Merk) in Abbildung, und steht daher auf derselben Stufe, wie Vasari. Joachim von Sand- rart geht aber im zweiten Theilo seiner deutschen Akademie 1G75 etwas näher auf die Künstlerzeichen ein, indem er auf einigen Bildnissen, uml auch in Biographien Monogrammen bekannt machte. Sein Vorgänger, Mathias Guad von Kinkelbach, lieferte in seiner „deutscher Nation Herrlichkeit. Cöln 1609", wohl buchst schätzbare Beiträge zur deutschen Kunstgeschichte, für die Monogrammenkunde leistete er aber nichts. Man konnte zu seiner Zeit wohl nur mehr den kleineren Tbeil der Monogrammen alter Meister entziffern, und auch früher war es vielleicht nur in Künstlerkreisen und in Druckoffizinen bekannt, welchen Meistern die bildliche Ausschmückung der zahlreichen Werke mit Kupferstichen und Holzschnitten übertragen war. Das Publikum kümmerte sich weniger um die Namen derjenigen, welche die dargebotenen Werke lllustrirt hatten. Nur die berühmtesten Zeichner sind uns durch Titelblätter und Vorreden alter Bücher mit; Holzschnitten und Kupferstieben bekannt, um die Fonnschnelder und Stecher kümmerte man sich weniger, wenn die-Namen der Zeichner einen guten Klang hatten. Ein Gleiches verhält sich mit den Malwerken, welche theils in Kirchen und Klöstern, theils im Privatbesitze waren. Mit dem Erlöschen weniger Generationen waren auch die Namen der Meister vergessen, deren Monogrammen und Cbill'ern jetzt der Auslegungskunst spotten. Eben so erging es vielleicht schon Vasari, C. vanMander und Sandrart bei der Redaktion der Materialien zur Kunstgeschichte, leb bin indessen mit der Entzifferung der Monogrammen nicht immer unglücklich gewesen, und habe in anderer Hinsicht mit grosser Wahrscheinlichkeit auf Meister hingewiesen, deren Andenken kein bestehendes Künstlcrver- zeiebniss erhalten hat, .letzt lliesscn nämlich reichere Quellen, als zur Zeit der genannten Schriftsteller, deren Beiträge aber von unschätzbarem Wcrthc sind, da ohne diese der Aufbau der Kunstgeschichte der breiton Basis entbehren würde, auf welcher er jetzt ruht. Wenn nun auch die Väter der Geschichte unserer Kunst für die Monogrammenkunde wenig geleistet haben, so erwachte doch bei einigen Kunstfreunden des 17. Jahrhunderts das Bcdürfniss, Namen von solchen Meistern aufzuzeichnen, welche Gemälde, Kupferstiche, Holzschnitte VI Einleitung. U. s. w. mit Monogrammen oder Initialen versehen hatten. Einer der ersten ist der Nürnberger Patrizier Tau] Behaim, welcher in den beiden ersten Decemiicn des 17. Jahrhunderts eine reiche Sammlung anlegte, deren Schätze er verzeichnete, nebst Angabe der Meistor, von welchen er Kunstprodukte bewahrte. Er zeichnete auch die Monogrammen ein, seine Angaben sind aber im Ganzen nur mit Vorsicht zu gebrauchen. Das Manuscript hat den Titel: 1618. Orndlkhe verzeiclmuss vnnd Bcgi- stratur aller meiner I) geschnittenen Kupfer, 2) Jlolzkunsl , 3) vnnd gegossenen Bleistuck, so viel ich nach einander derosclben zuhanden gebracht — — Paulus Bchaitn. .Dieser Catalog ging aus der Ebiior'schen Bibliothek in den Besitz des bekannten Schriftstellers Joseph Hell er in Bamberg über, und befindet sich jetzt in der Bibliothek des k. Kupfer? stieh-Cabinets in Berlin, Auf andere handschriftliche Aufzeichnungen werde ich im 1 jaule des Werkes zurückkommen, Das erste' gedruckte "Werk, in welchem 103 Monogrammen von Malern und Kupferstechern vorkommen, ist der zweite, ^schr seltene ('atalog der Sammlung des M. de Marollcs, Abbe de Villeloin, unter dem Titel: Calulogue de livres d'estampes cl de fiyures en taillc-douce, avec un d'cnombrcment des piec.es qui y sonl conlenucs. Vau ä Paris — KU2, ■12. Der erste Catalog von llitift enthält keine Monogrammentafeln. M. de Marollcs gab Indessen die Künstlerzeichen nicht genau, was wohl zu bemerken ist, da sie später noch Süchtiger copirt wurden. Auch die Deutung Marollcs' ist theils unrichtig. Floront le Comte benützte diesen Catalog bei der Herausgabe seines Cabinet des singularitcz d'Architeclurc, Peinture, Sculpture et Gravüre etc. 3 Tonics. Paris iOOO—1700, l>. In zweiter Ausgabe: Bruxelles 1702, 18, Die Zahl der Monogrammen in diesem Cabinet der Sonderbarkeiten belauft sich auf 130, welche auf fünf Tafeln in Holz geschnitten sind. Ein Thcil derselben ist genauer, als bei M. de Marollcs, in der Auflösung ist aber F. le Comte noch weniger verlässig. Sein Werk ist überhaupt voll von [rrthümern. L. Ch. Sturm liess die Monogrammen desselben für den zweiten Band seines geöffneten Riiterschauplattes, Hamburg no% — 17Od Cppiren, brachte aber kein neues Licht in die Monogranimenkumlo, sondern vermehrte nur die Unrichtigkeiten des F. le Comte mit neuen. Nicht viel grösseres Verdienst erwarb sich Pellegrino Antonio Or- landi durch die Herausgabe des Abccedario pittorico. In Bologna 170b, 4, Die fünf gestochenen Monogrannnentafoln sind nach jenen des F. le Comte copirt, mit dem Unterschiede, dass die Zeichen etwas umgestellt wurden. Nur die letzte Tafel enthält einen Zuwachs, wodurch sich die Monogrammen und Initialen bei Orlandi auf 195 belaufen. Von Fac- similes ist keine Hede, da von jeher nur eine gewisse Aehnlichkeit der Monogrammen festgehalten wurde, und die Copien von den ohnehin ungenauen Copien immer schlechter und unrichtiger werden mussten, in Folge dessen Wiederholungen stattfanden, welche der theils falschen Auslegung neuen Stoff zu grundlosen Combinationcn gaben. Hierin ist Einleitung. VII eben P. le Comto Vorgänger, .und Orlandi schrieb ihm nach. Das Buch des letzteren erhielt jedoch im Verlaufe der Zeit mehrere Verbesserungen und Zusätze von Monogrammen, aber ohne dass dieselben hei den neueren Ausgaben nach den Originalen gezeichnet wurden. Eine solche hat den Titel: V abecedario pittorico dall' aulore rislampallo, corretto et ace.resciuto di moili prnfessori e di allro notizzie speltanti alla pittura. A. Mr. Pierre Crozat, etc. In Bologna MDCCXIX. Per Conslanlino Pisarri —,4. In weiterer vermehrter und verbesserter Ausgabe, aber ohne Angabe des Verfassers, erschien dieses Werk 1731 In Florenz, in welchem jetzt die Zeichen und Buchstaben gegen 320 sich belaufen. Niccolo Parrino gab 1733 in Neapel das Abecedario mit neuen Zusätzen heraus, die beste Ausgabe ist aber die Ve'netiauische von 1753, besonders mit den Supplementen von F. Fuga: Supphtnenlp alla serie de' elogi e ritratti degli uomini illustri in pittura elc. 2 Tomi. Firenze 1776, 4. Die englische Uebersctzung des Abecedario mit in den Text eingedruckten Monogrammen steht weit nach, da sie nach der Ausgabe von 1719 veranstaltet würde. Sic erschien unter dem Titel: Iteperlorium Sculpiile-Tgpticum : or ii complele Colleclion and Explanation of ihe several Marks and Cy- phers, Inj which the prinls of Ihe best engravers are dislinguished etc. Translated from Ihe Abecedario pittorico of P. A. Orlandi. London 1730, tl. Indem es sich hier nur um eine Ucbersetzung handelt, so gilt dasselbe, was oben über Orlandi's Werk gesagt ist, da auch die Zeichen nicht genauer gegeben sind. Thoils richtiger sind sie in einem deutschen weniger beachteten Buche: Anleitung wie man die Bildnisse berühmter Männer mit Nutzen sammeln, und denen dagegen gemachten Einwendungen begegnen soll, kürzlich entworfen von M. Sigmund Jacob Apin. Nürnberg 1728, (I. Der Verfasser sagt, er habe die Zeichen berühmter Künstler nach äusserster Möglichkeit gesammelt, und es dürften in seinem Werke wo nicht alle, doch die meisten und vornehmsten anzutreffen seyn. Er gibt aber nur ellf Kupfertafeln mit 16!) Monogrammen und Initialen. Die neue Ausgabe von 1778 beutete ein Ungenannter ohne Angabe der Quelle sammt der Vorrede in Chrlst's Monogrammenwerke ans. Er Hess die Tafeln nachstechon, und fügte auf einem zwölften Blatte nur IG bereits bekannte Monogrammen bei. Dieses Plagiat hat den Titel: Kurze Erklärung der Zeichen aller berühmter Künstler, welcher sie sich bei Verfertigung der Bildnisse berühmter Männer bedient haben. Wien 17OB, 8. In den genannten Werken sind die Monogrammen und Initialen nur Beigabe, endlich aber trat Johann Friedrich Christ in Leipzig mit einem selbstständigen Buche über Zeichenkunde unter folgendem Titel hervor: Anzeige und Auslegung der Monogrammalum, einzeln und verzogenen Anfangsbuchslaben der Namen, auch andere Züge und Zeichen, unter welchen berühmte Maler, Kupfersiecher und andere dergleichen Künstler, auf ihren Werken sich verborgen haben. Alles aus gutem Grunde, und aus den erster "Verkon selbst, jetzt von neuem genommen. Leipzig 174-7, 8. Die VIII Einleitung. Vorgänger, welche Christ hatte, sind oben genannt; er sagt aber in der Vorrede, dass seine Ausdeutungen nicht sowohl aus Büchern, als vielmehr aus einer grossen Anzahl einzelner Blätter, und aus Kunstwerken kommen. Christ urtheiltc also grossenthoils nach Autopsie, und über- diess bemerkt er noch, dass ihn auch werthe Freunde, welche Zutritt zu reichen Sammlungen fanden, in seinem „unschuldigen und gemeinnützlichen Nachforschen" unterstützt hatten. Er nahm aber auch die früheren Werke zur Hand, und verfuhr damit nicht ohne Critik. Dcss- wogen sagt er, er sei nicht der erste, der diese schwere, aber gering scheinende Sache unternommen, wohl aber hoffe er der erste zu soyn und zu bleiben, der dieser Ausdeutung endlich eine taugliche Form und rechte Ordnung gegeben habe. Im Vergleiche mit seinen Vorgängern hatte der gute Leipziger Professor vollkommen Hecht; seine Zeichen sind aber grossentheils eben so ungenau, als jene in früheren Handbüchern, und anderseits bei übertriebener Vergrösscrung nur von oberflächlicher /Ychnlichkeit. Sie sind in Holz geschnitten und als Marginalien behandelt. Das Werk fand indessen mit Hecht grossen Beifall, da er viel mehr geleistet hatte, als alle seine Vorgänger zusammen, Es fand auch eine französische Bearbeitung: Diclionnnire des Monogramme», Chiffre», Lettre» initiales, Logogryphes, Rebus etc. sous leqitels les plus celebres Peinlres, Graveurs et Dessinateurs onl desaine hur noms. Tra- duit de l'Allemand de M. Chritt, et augmente de plusieurs Supplements. Par iW** de Vaeademie Imp. et de la Soc. Boy. de Londres. Paris .17SO, 17G2. qr. It. Die IJcbcrsetzung besorgte Mr. Sei lins, und die Supplemente sind von Mr. d'Argens ville Als. Im Anhange sind auf sechs Tafeln die Monogrammen gegeben, welche bei Marolles, F. le Comte, Orlandi und im Cabinet de Mr. V** (Valois) vorkommen. Von dieser Zeit an häuften sich die Beiträge zum Monogrammen- Lexicon, indem in verschiedenen Werken über Kunst und Künstler Zeichen und Initialen beigefügt sind. Die Zahl derselben ist bis auf unsere Zeit stark herangewachsen, ich nenne aber hier nur die bedeutendsten, da ich im Verlaufe des Werkes oft Gelegenheit haben werde, auf Schriften aufmerksam zu machen, in welchen die Mononogranuticn- kundo nur nebenbei berücksichtiget wird. Nicht selten wurde aber früher die deutsche und französische Ausgabe des Werkes von Christ benützt, und sogar noch ungenauer, als er selbst mit seinen Copion von Monogrammen und Initialen verfuhr. Traite historiijue et pralique de la gravure cn bois. Par I. M. Pa- pillon. Ouvragc cnriclii des plus jolis morceaux de sa composilion et de sa gravure en bois, 2 Tome». Paris 170(1, II. Papillen copirte hinsichtlich der Monogrammen und Initialen weniger als andere, nahm es aber nicht, sehr genau mit der Zeichnung. Auch scheint er manchmal erfunden, oder nur auf gut Glück nachgebildet zu haben. Sein immerhin sehr schätzbares Werk ist aber auch ausserdem nur mit Vorsicht zu gebrauchen, indem er viele Irrthümcr in die Geschichte der Holzschneidekunst Einleitung. IX brachte. Der praktische Theil lag ihm jedoch näher, so wie denn Papille* selbst zu den tüchtigsten Forinschncidern seiner Zeit gezählt werden muss. Dictionnaire d'Archilecture civile, müilairc et nuvale, anlique, ancienne et moderne et de tous les arts et melicrs qui en dependenl — Knrichi de 101 planchcs, auquel on a Joint une nolice des Archit. Ingenieurs, Pein- tres, Sculpleurs, Graveurs etc. Par M. C. V. Roland de Virloys. 4 Tomes. Paris 1770—1771 , roy. 4. Der vierte Band oder Kupferatlas enthält die Monogrammen der Maler und Stecher, theils in Copien nach älteren Monogrammentafeln, theils nach späteren, meistens ungenauen Zeichnungen. Nachrichten von Künstlern und Kunstsachen. Von C. II. von Ileinecken. 2 Bände. Leipzig 17 Uli, IL Idee generale d'une collcction d'estampes. (Par M. de Ileinecken). Leipzig 1771, II. Dictionnaire des arlistes dont nous avons des cslampes, avec une rio- tice detaillec de leurs ouvrages gravis. Par C. H. de Ileinecken. Tomes 1—4. Leipzig 1771), 1700, IL Neue Nachrichten von Künstlern und Kunstsachen. (Von C. II. von Ileinecken). I. Theil. Leipzig 1700, 100b, II. In den kleineren Werken vonlleineckc kommen nur wenige Monogrammen vor, und auch im Dictionnaire des Artistes sind nur die Zeichen und Initialen derjenigen Künstler gegeben, deren Namen entweder fast ganz unbekannt sind, oder deren Monogramme nur sehr gelten vorkommen. Dein Herrn vonlleineckc stand die reiche Kupfer- stichsannnlung in Dresden offen, und man kann daher eine grössere Genauigkeit in der Zeichnung der Monogrammen und Initialen erwarten, als bei seinen Vorgängern. Allein auch He in ecke nahm es hierin ziemlich leicht. Sein Dictionnaire des Artistes ist auch nicht vollendet, und reicht nur von A — Diz. Das in 22 Foliobänden bestehende Ma- nuscript befindet sich aber auf der k. Bibliothek in Dresden. Notizie isloriche degl' intaglialori. Opera di Gio. Gori Gandellini Sanese. !i Tomi. Siena 1771, II. Die diesem Werke beigefügten Monogrammen sind meistens dem Werke von Orlandi entnommen, und im Allgemeinen ungenau. Etwas besser geschnitten sind die Zeichentafeln der neuen, von Luigi deAn- gelis fortgesetzten Auflage, in so ferne nämlich die Abbildungen in Hub er's Manuel des curieux et des amatcurs de l'art genügen, worüber unten gehandelt ist. 4 biographii.al Diclionary; containing an hislorical aecount ofallthe engravers, from the earlist period of the art of engraving lo the present Urne. — By Joseph Strutt. 2 Vols. London 17110, 00. gr. 4. Strutts Dictionary gehört zu den englischen Prachtwerken damaliger Zeit. Es enthält 20 Copien nach berühmten alten Kupferstichen und Xylographien, so wie Monogrammcntafcln, welche aber nur eine gewisse Aehnlichkeit der Zeichen festhalten. Auch die Copien nach Monogrammlslcn. 2 X Einleitung. alten Blättern sind nicht vollkommen getreu, und da überdiess auch der Text den Anforderungen nielit entspricht, so wird das Werk als anti- quirt zurückgestellt. Noticcs gendralcs des graveurs divises par Nation* , et des peintres ranges par ecoles. Par M. Jluber. Leipzig 1707, 0. Handbuch für Kunstliebhaber und Sammler über die vornehmsten Kupfersterlier und ihre Werke. — Von Hübet, Kost und Martini. 9 Bände. Zürich 1790—1004. 0. Manuel des eurieux et des amatcurs de Varl, contenant une notice abrege" e des Graveurs. — Par M- Iluber et Rost. 9 Tomes. Zürich 1797-1000, 0. Die den Werken von II u b e r und Rost beigegebenen Monogrammen sind einzeln in Holz geschnitten, genauer als viele andere in früheren Handbüchern, von eigentlichen Facsimiles ist aber in allen den bisher genannten Werken keine llcdc, gewöhnlich nur von Oopicn nach Co- pien. Selbst Hub er licss einen grossen Thcil der Monogrammen bei Christ nur verkleinern, ohne die Originalblätter gesehen zu haben. Luigi deAngelis bildete die Zeichen der französischen Ausgabe für die neue und fortgesetzte Auflage des Werkes von Gori Gandellini nach, und pflanzte daher die alte, willkürliche und ungenaue Monogrammen- Zeichnung bis 1816 fort. Nolices sur les Graveurs, ijui nous onl laisse des eslampes marquees de Monogramrnes, Rebus, heitres initiales etc., avec une description de leurs plus beawv ouvrages et des planches en laille-douce, contenant toules les marques, dont ils s'ont servis. 2 Tomes. Resancon 1007 — 1000, gr. 0. Dieses schätzbare Werk erschien anonym, die Verfasser sind aber der Artilleric-Capitain Malpö und der Abbe .1. P. Bavorcl. Auf den fünf beigogebenen Kupfertafeln sind 413 Künstlerzoichcn sehr rein gestochen, aber nicht selten auf Kosten der Genauigkeit verschönert. Die französiche Ausgabe des Monogrammenbuches von Christ, und das Manuel des curieux par M. II über liegen hauptsächlich zu Grunde. Le Peinire-graveur. Par Adam Bartsch. Tomes 1 — 21. A Vienne 1002-1021, 0. Adam von Bartsch übertraf an Reichthnm und Gründlichkeit alle seine Vorgänger, so dass sein Werk klassisches Ansehen geniesst. Es enthält aber viele Lücken, deren Ausfüllung ihm theils nicht möglich war, theils nicht nöthig schien. Ungern vermisst man nicht selten das Raisonnemcnt über die Blätter alter Kupferstecher und Xylographen, und bei allem Rcichthum des Materials ist doch Vieles hinzuzusetzen. Dieses beweisen namentlich die Ergänzungen zu den fünf ersten Bänden über die holländische und flandrische Schule von Rudolph Wcigel: Suppliments au Peintre-graveur de Adam Bartsch. Leipzig 1043. Auch J. Heller gab 1844 ein Bändchen mit Zusätzen heraus. Ich machte es mir ebenfalls zur Aufgabe, Supplemente zu geben, da auch das Neue allgemeine Künstler-Lexicon ergänzt werden soll. Für die Monogrammen- Einleitung. XI kundo lieferte Bartsch einen sehr reichen und kritisch bearbeiteten Stoff, wer aber glauben wollte, dass die Zeichnung der beigefügten Monogrammcntafeln durchbin diplomatisch genau sei, würde dennoch irren. Es lagen ihm auch nicht alle Originalblätter vor, und somit musste er sich zuweilen mit fremden Copicn begnügen. Selbst die reichsten Oabinete vermissen den einen oder den andern Meister, und es ist daher nicht möglich, jedes Monogramm sra faesimiliren, da bekanntlich die Künstler selbst in Variationen sich gefielen. Seit Bartsch basiren aber alle weiteren Werke über Kupferstich- und Holzschnitt- kundc auf dem Pcintro-graveur. Dieser ist das schönste Denkmal des als Künstler und Schriftsteller hochverdienten Mannes. An Inquiry inlo the oritjin and early llislory of engraving upon copper and in wood, wilh an aecount of Kngravers and Iheir works. By \V. Young Ottley. 2 Vols. London III Kl, gr. *. Ottlcy erscheint in diesem Werke als selbstständigcr Forscher, zog aber auch die bis dahin erschienenen Abtheilungen des Pcintre-graveur par A. Bartsch zu Ratho, wio aus den Hinweisungen auf denselben zu ersehen ist. Ottley beschreibt auch bereits verschiedene Blätter, welche den Nachforschungen des A. v. Bartsch entgangen waren. Die grösste Anzahl der Künstlerzeichen in Ottloy's Inquiry war aber bereits durch Bartsch und seine Vorgängen- bekannt. Die anderen Werke dieses berühmten englischen Kenners und Schriftstellers sind für die Monogramincnkunde nur mittelbar von Wichtigkeit. Ich zähle sie aber hier nicht auf, weil der Verfasser als Dilettant im Künstler-Lexicon seine Stelle einnimmt, wo sie bezeichnet sind. Notizie dcgli intagliatori fmo ai noslri giorni. Con disserlazione su t'origine, progressi e varie moniere d'incidere. Per Gio. Gori Gandellini c Luigi de Angelis. 15 Voll. Siena 1000- IMG, 0. Die drei ersten Abtheilungen hatte Gori Gandcllini bearbeitet, und sie erschienen zuerst 1771 mit ungenau nachgebildeten Monogrammen. Die Fortsetzung verdankt mau dem L. dcAugclis, welcher aber seine grösste Ausbeute, dem Manuel des curieux von M. Hub er verdankt, wio bereits oben bemerkt wurde. Er Hess auch die Monogrammen desselben copiren, und gab somit die Zeichen in Christ's Werk grossenthoils in dritter Metamorphose. A biographical and crilical dirlionary ofPainters and Engravers from Ine revival of the art under Cimabue and the alledged discovery of engraving by Finiguera lo the presenl Urne. By Michael Bryan. 2 Vols. London Miß. />.. Bryan fassto zusammen, was seine Vorgänger gegeben hatten, fügte auch viele Notizen hinzu, welche aber dasjenige nicht aufwiegen, das er aus den Werken von Bartsch und Ottley hätte schöpfen können. Seine Monogrammcntafeln sind schön gestochen, er bringt aber die Zeichen grösstenteils nur in der in älteren Copicn hintcrlasscncu Form. Die neue vermehrte Ausgabe ist unten angezeigt, 2* XII Einleitung. da sie erst 1849 erschien, zu einer Zeit, in welcher dem Herausgeber bessere Quellen zu Gebot standen, als dem M. Bryan. Die bisher genannten Werke waren, mit Ausnahme einiger späteren Münde dos Pcintro-gravcur von A. Bartsch, die Quellen, welche F. Brulliot bei der Bearbeitung seines Monogranimen-Lexicon benutzen konnte. Fs erschien unter dem Titel: IHclionnaire des Monogrammen, Chifjres, heitres initiales et Marques figurees, sous lequels lesplus eclebres Pein- tres, Dessinaleurs e.l Graveurs ont designe leurs noms, lires de tous les ouvrages parus depuis quelques siecles cte. et augmenles de Quantitc de Marques ignores jusq'ä ee jour. Munic Hill, 4: Brulliot fügte jeder Abtheilung lithographirte Monogrammentafeln bei, er erkannte aber bald die Schwierigkeit beim Gebrauche des Werkes und dachte daher an eine neue, bessere Ordnung. Uoberdicss hatte er auch noch viele andere Monogrammen und Initialen ausfindig gemacht, welche er durch den inzwischen vollständig gewordenen l'eintre-graveur vermehrte. Dio erste Abtheilung der zweiten, nach einem neuen, aber complicirteren Systeme geordnete Ausgabe erschien unter dem Titel: Table generale des Mono- grammes, Cliiffres, Letlres initiales et Marques figurees ele. Munic 11120, ■*. Dieses Werk enthält sehr schätzbare Beiträge zur Kupferstich- und Holzschnittkunde, und zeichnet sich auch dureb eine grössere Genauigkeit in Zeichnung der Monogrammen aus; das System aber, in Folge dessen die Buchstabenzeichen nach der alphabetischen Rangordnung aufgefasst werden mussten, so dass z. B. ein in dem gebotenen Werke unter GASP stehendes Monogramm in der Table generale, und auch in Brulliot's neuem Dictionnaire des monogramines unter AGPS gesucht werden muss. Dieses System war vielen hinderlich, und es trug bei zur Unterbrechung der zweiten Auflage des Monogrammenwerkes, oder der Table g6n6ralo des Monogrammos etc. Sie geht nämlich nur bis zu dem Buchstaben P. Dizionario dei pitlori dal rinascimcnlo delle belle arti fino al IftOO. Di Stefano Ticozzi. 2 Voll. Milano llllfl, 8. Diesem früher über Verdienst belobten Bandbuche sind zwei gut gestochene Tafeln mit Monogrammen beigefügt, welche aber nur eine gewisse Achnlichkeit der Zeichen und Initialen geben, so wie sie auch in Ticozzi's neuem Künstlor- Lcxicon von 1830—33 wiederkehret, ohne die Monogrammenkunde gefördert zu haben. Manuel de l'Amateur d'estampes faisant suite au manuel du libraire etc. Par F. E. Joubert pire. U Tomes. Paris 1021, gr. II. Fines der gewöhnlichen Handbücher für Kupferstichliebhabor mit Preisangabe und Monogrammontafeln, letztere meistens in ungenauen Copicn nach früheren Werken. Geschichte der Ifohschneidekunst von den ältesten bis auf die neuesten Zeiten —, von Joseph Heller. Bamberg 1023, !>. Der Verfasser berücksichtigte die KünStlerzelchen in atisgedehntem Maase, und fügte denen, welche er bei Christ, Malpe, Papillon, Brulliot, Einleitung. XIII Bartsch u. A. vorfand, eine Anzahl hinzu. Nach Originalblättern • dpirte er die wenigsten, so dass die Form nur geringen Theils voll- immen genau ist. Das neue englische Werk über Formschneidekunst, welches ■>■ Jackson und W. A. Chatte herausgaben: A Trcalise on wood m- aving. — London 1040, gr. 0, übertrifft hinsichtlich der Ausstattung Ütd der Illustrationen, sowie in vielen anderen Dingen, jenes von Heller »feit, für Monogrammenkunde ist aber fast nichts geleistet Catalogo di una Itaccolla di Stampe anficht, compilato dallo stesso imssessore Murch. Malaspina di Sannazaro. ö Voll. Milano 1024, 0. Her Verfasser dieses berühmten üataloges fügte 19 gestochene Tafeln mit Monogrammen bei, nahm es aber damit nicht diplomatisch genau, ■gleich ihm die Durchzeichnung in seltener Ausdehnung gestattet war« Cebrigcns ist das Werk von Wichtigkeit, und theils unter der Autorität n A. von Bartsch entstanden. Die Sammlung ist in Padua noch vorhanden. ICnciclopedia mclodica crilico-ragionata dclle belle arli, dal Abbale P. Zani. 20 Voll. Parma 1017—1025, 0. Dieses reiche Werk enthält von Band 1 — 19 das Künstler- Loxioon, und von Band 20—28 Be Bibel in Bildern. Zani hätte für die Monogrammenkunde viel isten können, lieferte aber nur einen massigen, und nicht[deninteressantesten Beitrag. Es fehlen die Monogrammcntafeln, welche wohl gewinnen wären, da das Werk auf einen noch grosseren Umfang berechnet war. Das Leben und die Werke Albrechl Vürcr's. Zweiter Band in drei ibtheilungen. Von Joseph Heller. Bamberg 1027, 0. Dieses Buch enthält eine ziemliche Anzahl von Monogrammen auf Kupferstichen und Holzschnitten nach A. Dürer. W. Schorn In Berlin lieferte im Kunstblatt 1830 von Nr. 11 an viele Zusätze, und fügte ebenfalls Monogrammen bei. A Catalogue raisonnc of the select Colleclion of Engravings of an Amateur (Sir Thomas Wilson). London 102 0, 4. Dieser musterhafte ■»d interessante Catalog enthalt ausser den geistreichen Vignetten, Co- Pien und Imitationen von kostbaren Stichen und Radirungen auch Monogrammen, und liefert den Beweis, wie sehr die Kupferstich- und Zeichenkunde dadurch gefördert werden könnte. Von eben so grosser Bedeutung ist auch der Catalog der Samm- •ung des Sir Mark Mastermann Sykes: A Catalogue of the highly variable collection 0 f pnn <, etc . i onl jon 1024, gr. *. Monogrammen sind zwar nicht beigefügt,, man kann aber zum Bchufc der Deutung dersel- en viele Anhaltspunkte gewinnen. Monogrammen-LeMcon für dm Handgebrauch, herausgegeben von Dr. /. C. Slellwag. Frankfurt 1030, gr. fl. Der Verfasser bot nur einen 'invollkommenen Auszug aus den beiden ersten Ausgaben des Werkes von Brülliot, und vermehrte ihn mit orthographischen und anderen XIV Einleitung. Fehlern. Die sauber lithographirten Tafeln ersetzen die theils ungenaue Zeichnung der Monogrammen und Initialen nicht. Neues Maler Lexicon zur näheren Kenntnis* aller und neuerer guter Gemälde. Von Ludwig von Winhclmann, herausgegeben von Joseph Heller. Augsburg 1030, II. Dieses Buch enthält die Monogrammen, welche am Schlüsse der älteren Ausgabe von 1790 beigegeben sind. Mit der Zeichnung nahm es Winkel mann nicht genau, und somit hat die Aullage von 1830 hinsichtlich der Monogrammen keinen höhern Werth. Keichcr au eingedruckten Künstlerzeichen ist die von J. Heller 1840 besorgte dritte Ausgabe des Win kelmann'schen Künstlcr-Lexi- cons, zu welchem die Stöcke des folgenden Werkes benützt wurden. Monogrammen-Lexicon, enthaltend die bekannten, zweifelhaften und unbekannten Zeichen, sowie die Abkürzungen der Namen der Zeichner, Maler, l'ormschneider, Kupferstecher etc. von Joseph Heller. Bamberg If 131, (I. J. Heller benutzte bei der Bearbeitung dieses Werkes dieselben Quellen, welche dem Dr. St eil wag offen standen, in vielen Dingen aber mit grösserem Hechte, da er von jeher mit der Monogrammon- kunde sich beschäftiget, und selbst namhafte Beitrage geliefert hatte. Sein Werk ist daher corrocter, als jenes von Stell wag, wenn gleich die Mehrzahl seiner Monogrammen nur von gewisser Aehnlichke.it, nicht vollkommen genau ist. Der alte Christ mussto noch immer sein Contingent stellen, nur erhielten die Monogrammen in dem Buche desselbon einen feineren Zuschnitt. Der erklärende Text ist aber häufig vollkommen ungenügend, so dass er wohl ganz fehlen könnte, da mit einer solchen Anzeige nichts gedient ist. Die eigenen Forschungen übersteigen jene in den älteren Monogramuienwcrken von Brulliot nur in wenigen Fällen. Diclionnaire des Monogrammes, Marques ßgurees, Lettres initiales. Noms abreges etc. par h'rancois Brulliot. Nouvelle edilion revue, corrigee et augmentee etc. ■'! Voll. Munich llt:S'2 —34, r/r. 4. Brulliot rodi- girtc dieses Werk gewissenhaft und mit kritischem Blicke, und stellte damit die beiden früheren Ausgalion desselben eben so sehr in Schatten, als er seine Vorgänger weit hinter sich zurüeklioss. Doch wird es sich zeigen, dass das Gebiet der Monogrammenkunde mit ihm noch lange nicht erschöpft ist. Von seinen Hauptquellen nennt er die Werke von Orlandi, Christ, Strutt, Iluber und Host, Maine, Ottloy und Bryan. Was von den Monogrammentafeln, welche diese Schriftsteller beifügten, zu halten ist, habe ich an den betreffenden Stellen bemerkt, und auch Brulliot fühlte das Bodürfniss nach viel grösserer Genauigkeit der Zeichen, als bisher geschehen war. Er versichert dess- wegon in der Vorrede, alle ihm zu Gebot stehenden Monogrammen nach den Originalen gezeichnet zu haben; allein die Wahl seines Form- Schneiders war nicht glücklich. Ks ist nämlich ein grosser Thoil seiner Zeichen und Initialen verschnitten, daher ungenau, von oberfläch- Einleitung. XV licher Aohnlichkcit, und nur eine massige Anzahl der vielen Monogrammen hat das Ansehen von Kacsimiles. Brulliot äusserte sich darüber mit Bedauern'; konnte aber immerhin den Ruhm mit sich nehmen, bis dahin das Vorzüglichste und Umfassendste in diesem Zweige der Literatur geleistet zu haben. Sein Hauptzweck war die Mono- grammen-Erklärung, ich verbinde aber damit auch noch das Raisonne- ment über die Monogranuuisten, und gehe die Verzeichnisse ihrer Werke, so dass von einer Nachahmung keine Rede seyn kann. Brulliot's Dictionnaire des Monogrammcs gehört aber zu meinen Qtiellcnwcrkon, und ich werde angeben, wann ich aus demselben geschöpft habe. Das System in diesem Werke ist dasjenige, welches er für die Table gfi- ntralc des Monogrammcs gebildet hatte. Ich befolgte es aus Gründen nicht, obgleich man sich bei genauem Eingeben darin zurechtfinden kaiin. Neues Maler-hexicon, zum Handgebrauch für Kunstfreunde. Herausgegeben von F. Campe. Nürnberg H13Ü , lt. AVcnn es sich nicht um die Angabo der Monogrammcn-Literatur handelte, könnte ich Bücher dieser Art übergehen, da sie nichts Neues (Mithalten. Campe versichert uns zwar in der Vorrede einer ausgebreiteten Autopsie an Ort und Stelle, in Spanien hatte er aber nichts gesehen, denn es fehlen fast alle Meistor der Schulen jenes Landes. Hinsichtlich der beigefügten Monogrammen steht er auf der Basis Hellcr's und seiner Vorgänger. MAlara-Lexkon til begagnande stisom llandbok for Konslidkare och Tallcsatnlarc. Med 2!i Porträtier och 250 Monogrammer. Af Fredrik Boye. Stockholm in.i.i, it. Der Verfasser gibt ein Handbuch für Gemäldesammler, und berücksichtigte besonders die Werke von A. J.De- zallier d' Argensvillc und J. B. Doscamps, sowie die frühere Ausgabe des Dictionnaire des monogrammcs von E. Brulliot. Hinsichtlich der Monogrammen lieferte er daher nur Copien bereits bekannter Zeichen. Die bis dahin unbekannten sind sehr leicht zu zählen. Jiizionario.dcgli archilctti, scultori, pittori, inlagliatori etc. di Stefano Ticozzi. //. Voll. Milano tfl.SO—.i.S, II. Nach dem Rufe, welchen sich Ticozzi in Italien als Schriftsteller erworben hatte, sollte man glauben, dass ihm wenigstens die Kunstgeschichte seines Vaterlandes und die reichen (Quellen derselben vollkommen bekannt seien, allein es ist 'liesos nicht der Fall, indem er sich nicht über Lanzi, G. Gandel- •mi und Zani erhebt. Die beigefügten Monogrammcntafeln sind dem grössten Theile nach jenen von Gori Gandellini und L.deAngclis nachgebildet, und auch die ältere Ausgabe des Werkes von F. Brulliot hatte er ausgebeutet. Der klassische Pcintrc - graveur von A. Bartsch scheint für ihn nicht existirt zu haben. Kunstreise durch England und Belgien. Von .7. D. Passavant. Frankfurt a/M. 4033, g r , #, Diesem interessanten Buche eines unserer grössten Kuustgclchrtcn sind Abbildungen von Monogrammen alter Künstler und von Stempeln der Besitzer von Ilandzeichnungen beigegeben. XVI Einleitung. Geschichte der k. Kupferslichsammlung in Copenhaijen. Herausgegeben von C. F. von Rumohr und J. M. Thiele. Leipzig 1035, 0. Hans Holbein der Jüngere in seinem Verhältniss zum deutschen Formschnittivesen. Von C. F. von Rumohr. Leipzig 1113(1, 0. Baron von Rumohr ist in der Geschichte der Literatur zu bekannt, als dass es nöthig wäre, über seine Werke Lob zu erheben. Seine italienischen Forschungen. 3 Bände. Berlin 1826, 27, haben der Kunstkritik den Weg gebahnt, da aber keine Monogrammen beigefügt sind, so können sie hier nur zum geschichtlichen Zwecke dienen. In der Geschichte des k. Cabinets in Kopenhagen sind aber die Künstlerzeichen berücksichtiget, indem das Werk als ein Beitrag zu Bartsch und Brulliot geboten wird. Auch in dem Buche über Hans Hol- b e in ist auf die Monograminenkunde Rücksicht genommen, doch Weniger von Baron Rumohr, als von Rudolph Weigol, dem kunstliebenden und gelehrten Verleger beider Schriften. Letzterer fügte beiden Werken Bemerkungen bei. ie premier siccle de la Calcographie, ou Catalogue raisonne des estam- pes du cabinet de feu AI. le Comte Leopolde Cicognara. Ecole d'ltalie par Alexandre Xanelli. Jicoles ullemande, jlamande etc. pur C. A. (Ch. Albrizzi). Venise t387, (I. Dieser ausgezeichnete, unter dem Namen des Cabinet Cicognara bekannte Catalog enthält zwei Tafeln mit 125 Monogrammen und Initialen, welche zwar bis auf etliche schon bekannt sind, aber in der Form den Originalen grösstentheils näher kommen, als auf anderen Tafeln. Das Cabinet Cicognara ist überhaupt für die Geschichte der Calcographie von Wichtigkeit, und ich fand mich daher öfters bomüssiget, Artikel darnach zu bearbeiten. Beschreibung der k. liunslkammer in Berlin, von Dr. F. Kugler. Berlin 103(1, (I. Die Monogrammentafel dieses interessanten Buches enthält grösstentheils bis dahin unedirte Zeichen. Ucberhaupt enthalten die Werke dieses berühmten Kunstforschers verschiedene Beiträge zur Monogrammenkunde, obgleich er nie darauf ausging, das Gebiet derselben vorzugsweise zu bereichern. Histoire de la gravuro en maniere noire, par Leon de Laborde. Paris 1(130, gr.d. Graf L. de Laborde lieferte hiemit ein Werk von grosser Wichtigkeit, wie er überhaupt in der Geschichte der Kunstliteratur glänzt. Er fügte sechs Tafeln mit von ihm selbst in Holz geschnittenen Monogrammen und Initialen bei, welche aber auch einzeln in den Text eingedruckt sind. De Levens en Werken der hollandsche en vlaamsche Kunstschilders, Beeldhouwers, Graveurs en Bouwmecsters etc. door ./. en C. H. Immerzeel. 3 Voll. Amsterdam 1(14-2—43, gr. 0. Dieses schön ausgestattete und mit Bildnissen gezierte Werk enthält am Schlüsse 22 Tafeln mit Monogrammen und Initialen, in der überwiegenden Mehrzahl nur Copien nach jenen im Dictionnaire des Monogrammes von P. Brulliot, was aber Einleitung. XVII der Verfasser nur indirekt eingesteht; wenn er sagt, dass er „tot het byeenbrengeö van de merkteekenen hoofdzaakelyk is gevolgd het be- kende werk van Hrulliot" etc. Die Herren Immerzeil wollen also nur hauptsächlich (hoofdzaakelyk) dem Verfasser des bekannten Dic- tipnnaire des Monogrammes gefolgt seyn, während sie ihn vollständig copirteh; und nur ein paar Mal andere Deutungen versucht hatten. Die /eichen der neueren holländischen und vlämischen Meister sind aber von ihnen beigefügt. Sammlung der Kupferstiche und Ilandzeichnungen des Grafen Franz von Sternberg - Manderseheid. Von .7. G. A. Frenzel. S Bände. Dresden 1035—±045, fl. Einem jeden Bande dieses reichen Oatalogos sind Abbildungen von Monogrammen beigegeben , welche aber in der Regel so flüchtig gezeichnet und geschnitten sind, dass sie nicht'selten kaum die Aehnlichkeit beibehalten; was sehr zu bedauern ist, da diese Sammlung reiche Beiträge zur Monogrammenknnde hätte liefern können. l-e I'eintre-gravenr francais, ou catalogue raisonne des estampes gra- vees par les peintres et les dessinaleurs de l'ecole francaise. Ouvrage fais- anl suite au Peinlre-gravcur de M. Bartsch, l'ar A. V. F. liobcrt-Dumesnil. Tomes 1—ti. p ar j s i036- IIMö, II. Dieses Werk ist eben so klassisch, als jenes von A. Bartsch, und bietet auch hinsichtlich der Monogrammenknnde wichtige Beiträge; indem Tafeln mit h'acsimilcs beigegeben sind. Ornaments des anciens mailres (orfevriers-graveurs) des XV., XVI., XVII. et XVIll. sieeles, recucillis par O. Reynard. Paris iBUS— 47, fol. Keine Nation besitz! ein wichtigeres Werk'.über die Ornamentik der alten und neueren Meister, als dieses, es wurde aber leider durch den Tod des Zeichners Ovide Ilcynard unterbrochen. Dennoch sind in sechs Bänden (iOO Copicn nach Stichen und Zeichnungen alter Goldschmiede, und solcher Meister, welche sich ausschliesslich in diesem Fache beschäftiget hatten. Die Originalen sind äusserst selten und kostbar. Bartach, Heinecke, Brulliöt &c. geben daher nur spärliche Nachrichten über die alten Ornamentisten. Der Gatalog der Sammlung, welche 0. Reynard im Verlaufe der Jahre zusammengebracht hatte, wurde zur Auktion gedruckt: „Catalogue d'orncmcnts dessines et graves par les Maitres-------en Allcmagne , on Hollande, en Italic et en France, provenant du Gabinet de feu M. Reynard, Dessinateur et Graveur. 1-3 partics. Paris 1846—47, 8." Reynard wollte auch eine Geschichte der Goldschmiedekunst schreiben, welche aber nicht zu Stande kam. Somit ist der Gatalog seiner Sammlung und das erwähnte Kupferwerk die, Häuptquelle über diesen Kunstzweig. Die Monogrammen und Initialen auf den alten Blättern sind grossen- theils unedirt. Diclionnaire historico-arlistique du Portugal. Par Le Comle A. Rac- zynski. Paris MM, fl. Dieses Lexicon dient zur Fortsetzung des Werkes"! „Les arts en Portugal. Paris 1846, 8." Der erlauchto Graf, der Monogrammiston. 3 XVIII Einleitung. Verfasser der Geschichte der neueren deutschen Kunst, eines bekannten Prachtwerkes, fand nur wenig Gelegenheit, Beiträge zur Monogrammen- künde ZU liol'ern, obgleich er in Portugal die ausgedehntesten Forschungen unternommen hatte. Dictionnuiru historique des Peintres de toutes les ecoles depuis les temps les plus reculis jusi/u' ä nos jours. Ouvruge ridigt sur un plan enlieremcnl neuf. l'ar Adolphe, Sirel. Ilruxelles et Leipzig lll'ili. gr. 4. Der Verfasser gefällt, sich In chronologischen Tabellen mit kurzen kunsthistorischen Notizen, ob aber der von ihm als ganz neu angekündigte Plan durchbin dem Zwecke entspricht, will icli nicht untersuchen. M. Sir et gibt auch fünf Monogrammentafeln, und nennt diess auf dem Titel „Une Collection coinplete des Monogramines", aber ohne Angabc der Quelle, aus welcher er die Künstlerzeichen geschupft hatte. Er copirtc das „Dictionnaire des Monogramnies pär F. lirulliot", und fügte nicht ein einziges neues Zeichen hinzu. Uiess ist nun Siret's „Collection com- plete dos Monograinmcs — par F. lirulliot." Annais of llie Arlisls of Spain. Ily W. Slirliny. IS Vols wilh lllus- trations. London LIWI. II. Der Verfasser dieses Werkes konnte nur eine massige Anzahl von Monogrammen beifügen, da die spanischen Künstler dem Gebrauche derselben weniger huldigten, als die Meister anderer Länder. Es lässt sich aber das Verzcichniss doch noch vermehren, obgleich Stirling glaubt, alles erforscht zu haben. A biogruphieal and crilical Diclionury of Painlers and Kngraveurs, front the revlval of Ihe Art under Cimabue and the alledyed diseovery of onyruving by /''iniguerra, to the presenl Urne etc., by M. Vryan. A new lidition, revised, enlaryed and conlinued — by George Stanley. London ■1049, roy. II. Die erste Ausgabe des Werkes von M;Bryau erschien bekanntlich im Jahre 1816 mit Monogrammentafeln, welche sich nicht durch Genauigkeit empfehlen. Stanley Hess den grössten Theil derselben copireu, und fügte andere Zeichen und Initialen nach Bartsch und Brulliot hinzu. Die neueren Meister sind nicht sehr bedacht, sowie denn überhaupt dem Herausgeber die Monogranimenkunde nur Nebensache war. Praktisches Handbuch für Kupferslichsammler, oder Lexicon der vor- züylichstm Kupferstecher, Formschneider elc. von Joseph Heller. Zweite umgearbeitete Auflage. Leipzig iÖÖO, (i. Heller nahm von jeher besondere ltilcksicht auf die Monogrammen und Initialen, und daher sind allen seinen Schriften die nöthigen Zeichentafelu und einzelnen Monogrammen beigefügt. Die erste Ausgabe des Handbuches erschien zu Bamberg 1823-25, und zwei Jahre früher das Leben des Malers Lukas Cranach, welchem 1844 ebenfalls eine zweite umgearbeitete Ausgabe folgte, mit Copien der Zeichen des Meisters. An archivalischcn Forschungen hat ihn aber C. Schuchardt durch eine neuere Monographie über L. Cranach weit übertreffen. Hell er's Zusätze zum Pointro- Einleitung. XIX gravcur von A. Bartsch, welche 1844 erschienen, enthalten ebenfalls Monogrammen, aber nur In Copien nach Bartsch, sowie jene im ITnnd- buche für Itupferstiehsammlei;. Hell im' beschloss mit diesem schätzbaren Werke seine thätigo Tiiinfbaliu. Nachrichten von dem Leben und den Werken Kolnixeher Künstler. Von ,/. ,J, DTerlo. Mit II '4 UTonogrammenabbildungen. Cöln 1050. gr. II. Merlo fügte diesem schätzbaren Werke eine Reihe von bereits bekannten Zeichen bei, aber auch solche, welche er durch seine Bemühung entdeckte, und erwarb sich daher in doppelter Hinsicht den Dank der Kunstfreunde. Von besonderer Wichtigkeit sind seine späteren urkundlichen Mittheilungeni Die Meister der altkölnischon Malerschule. (Vfln 1852, 8. Dieses Werk enthält keine Monogrammen. Slownilc MalariÖU) Pohhich tudziez obryeh ui Polare osiadlyrh , Ivb czasowo w niej priebywajar.ych, przez ICdwarda Hastawieekie.yo. Tom. 1. u. II. Warsttuva tOBO, W, gr. II. firaf Eduard Rastaw ieck i (and in diesem polnischen KTinstler-Ijexioon wenig Gelegenheit, auf Künstler- /eichen einzugehen. Das Werk ist aber auch noch nicht vollendet, indem eine dritte Abtheilung zu erwarten steht. Kinigo Artikel konnte ich dennoch aus demselben schöpfen, wofür ich aber dem hohen Verfasser andere Notizen gebe, welche er nicht gekannt hat. Wenn er indessen mit meinem Künstler-Dexicon nicht immer zufrieden soyn konnte, SO möge man es der noch wenig erforschten Kunstgeschichte seines Vaterlandes zuschreiben. Die Eröffnung der Quellen machte ihm ja, selbst Schwierigkeiten, Manuel de V Amateur d'ICslampe.s. Par Gh. le lllane. Paris 1000—SO. gr. II. Dieses Werk erlitt eine längere Unterbrechung, und ist noch nicht vollendet. Es soll die Fortsetzung des Manuel du Libraire von •1. Oh. Brunet bilden, in diesem Falle hätte aber M. le Blanc die Bibliographie in weiterer Ausdehnung berücksichtigen sollen, als geschehen ist. Die in den Text eingedruckten Zeichen und Initialen sind der grössten Anzahl nach aus den Werken von Bartsch und Rrulliot entnommen, aber nicht immer genau nachgebildet, was indessen dem Verfasser dos Manuel de l'Amateur nicht durchbin zur Last fällt, da seine Vorbilder schon von Anfang an in der Zeichnung nicht selten ungenügend sind. M. le Blanc fügte aber auch eine Anzahl von neuen Monogrammen hinzu, so dass er die Zeichenkunde bereichert. Von eniem erschöpfenden Dietionnaire des Monogrammes kann nicht die tette seyn, da seine Aufgabe eine spezielle ist. Uebrigcns muss man ses Werk zu den vorzüglichsten Handbüchern für Kupferstichsammler zahlen und der Verfasser hätte sich gewiss noch grösseren Dank erworben, wenn die Nummern bei Bartsch, Robert Dumeshil&Q. beibehaltenwären. Herr Müller in Stuttgart wird wohl wieder Gelegenheit nehmen, die Bändozahl zu redueiren, sowie er sich unaufgefordert auch die löbliche Mühe genommen hat, mein grosses Künstlcr-Lexicon zum geringeren Preise zuzustutzen, 3* Uli XX Einleitung. Collection lowards a Ifislon/ of Polier]/ and Porcclain, wilh coloured platcs. Bg ./. Margal. London 1060, gr. II. Ans diesem Werke lassen sich verschiedene Anhaltspunkte für die Monogrammen.- und Stempel- künde gewinnen, und es erweitert das Gebiet derselben. Notice des Emaux , Dijoux et Objcts divers, par M. de Laborde. Paris 1052, 63, it. Graf L6on de Laborde behandelt hierin einen Zweig der Kunst, dessen Geschichte bisher nicht aus Documenton geschöpft war. Er fügt die Monogrammen, Initialen und Inschriften der Künstler in Kacsimiles bei, und macht zum ersten Male in weitem Kreise bekannt, was die Emailmalerei Kostbares geschaffei hat. Nur wenige-Monogrammen von Schmelzmalern sind in früheren Werken aufgenommen-. Ans einem anderen Werke desselben beben 'Verfassers: La Renaissance des Arts ä In Cour de France. Paris I DUO, lässt sich nur indirekt für die Monogrammenkunde Gewinn ziehen, da keine, Künstlerzeichen beigefügt sind. Ein Gleiches verhält sich mit dessen lissai d'un Catalogue des Artisten originaircs des I'ags-Bas. P,aris 1040, 0, Dieses Verzeichniss von alten Künstlern ist aus folgendem Werke gezogen: Des Ducs de Bourgogne, öludos sur les lettres, les arts et l'industrie au quincieme siede, et plus particulierement dans les Pays-Bas et le duche de Bourgogne. Paris 1849, 8. Jost Amman. Xeichner und, /''ormsclmeider etc. Von C. Becker. Nebst Zusätzen von It. Waigel. Leipzig 1064, kl. 4. Der Verfasser zahlt nicht nur die Werke dieses fruchtbaren Meisters auf, sondern berücksichtiget auch die Monogrammen und Initialen sowohl des Zeichners, als der Formschneider, welche den Bilderschmuck besorgten. Die k. k. Ambraser Sammlung. Beschrieben von Dr. E, Vreiherm von Sacken. 2 Bände. Wien 1066, it. Eine frühere Beschreibung der Am- hrascr Sammlung ist von A. Primisscr; das Werk des Duron von Sacken steht aber weit über jener. Es sind auch Monogrammen von Künstlern und andere /eichen beigefügt. Die Kupferslichsammlung der k. k. Bibliothek in Wien. Von V. Ritter von Bartsch. Wien 1068, lt. Der Verfasser dieses Buches, der Würdige Nachfolger des berühmten Adam von Bart seh, hat seine Aufgabe vollkommen gelöst, und sich den Dank jedes Kunstfreundes erworben. Die ziemlich vielen Abbildungen von Monogrammen und Initialen sind eine sehr willkommene Beigabe, da sie auch grossen Thcils genau gezeichnet sind. Damit schliessc ich vorläufig das Verzeichniss der Werke mit Abbildungen von Monogrammen und Initialen, welche mir unmittelbar als Quellen zur Bearbeitung des gebotenen Werkes über Monogrammen- künde dienern Doch werde ich im Verlaufe desselben häufig Gelegenheit haben, auch auf verschiedene andere, mehr oder weniger reiche Fundgruben aufmerksam zu machen, da hier ein solches Register zu weit führen, und ich dennoch auf selbe zurückkommen müsstc. Ich bc- ^Einleitung. XXI trachte das gegebene Verzeiofcniss aucli als nofhwendige Ueborsicht der Literatur über Monogrammcn-Frklärung. Unsere Periode ist jene der weitesten Ausdehnung des Gebiqtes der Kunstgeschichte, und man dürfte mir es wahrlich nicht zum grossen Vorwurfe machen, wenn ich zuweilen etwas übersehen, oder nicht recht gesehen habe. Wie weitläufig die einschlägige Literatur geworden, geht schon aus der Anzeige obiger Werke hervor, diese machen aber nur einen Thcil von dem aus, was kritisch durehgesucht und geordnet werden musste. Vieles war meinen Vorgängern entgangen, dessen ich mich für die Nachwelt versicherte, und massenhaft ist der neue Zuwachs, l.ch habe die bestehenden in- und ausländischen Galleriewerko, Kunstblätter, Journale und Archive, Zeitschriften der historischen Vereine, Künstler-Alb ums, hunderte von Catalogen und kleineren Schriften über Malerei, Chalcographie, Holzschnitt-, Münz- und Antiquitätonknnde u. s. w. durchgesucht, und daraus entnommen, was sonst zerstreut geblieben wäre. Nur muss ich mit Bedauern bemerken, dass es in den meisten Catalogen von Gemälden, Kupferstichen, Holzschnitten &c. unterhissen ist, die unedirten KünsUor- zeiphen durch ein Ilolzstöckchen zur Kegistrirung zu überliefern, und dadurch der Monogrammenkunde hülfreiche Hand zu reichen. Doch haben auch mehrere einsichtsvolle Verfasser von Catalogen diese wichtige Aufgabe glücklich erfasst, und sich den Dank der Kunstfreunde erworben. Diess ist namentlich auch mit einigen Verzeichnissen von Gemäldo-Gallcrion der Fall, wie mit Dr. Waage n's Oatalog der Gemälde des k. Museums in Berlin, mit dem Verzeichnisse der k. k. Gallone des Belvoderc in Wien von Albrecht Kr äfft, dem neuesten Verzeichnisse der k. Gemälde-Gallerte in Dresden von .Julius Hühner, dem Cataloguo du Musee d'Anvers (par Gustave Wapjers)", dem Cataloge der Sammlung des Friedensrichters F ah n e in Cöln auf Schloss Roland u. s. w. Das Bcdürfniss eines Monogrammenwerkes ist einmal vorhanden, da ein Theil des Schönsten und Wichtigsten, was die Kunst geleistet hat, unter thoils bekannten, thcils räthselhaften Zeichen die Urheberschaft verkündet, und man soll es daher nach Kräften pflegen und unterstützen. Vielen ist aber dieses Zeichenwesen leidig, sei es als Ausfluss der Bescheidenheit, oder als Künstlergrille zu betrachten. Allerdings liest sich der Name meistens bequemer, doch nicht seilen ist auch dieser so schlecht geschrieben, und so unbestimmt, dass er wieder zum Räthsel wird. Ucbrigens ist es auch unangenehm, die Deutung eines Monogrammcs vergebens zu suchen, oder dasselbe im Verzeichnisse gan z zu vermissen. Allein auch ich habe eine Menge von gedruckten und ungedruckten Schriften, ja selbst bandreiche Werke mit und ohne Illustration durehgesucht, um zu erfahren, ob zu meinem Zwecke in denselben etwas vorhanden sei oder nicht, Auch tansende von Kupferstichen und Holzschnitten lagen mir vor, deren Betrachtung aber fruchtbringender war, da ich thcils neue Monogrammen und Initialen fand, thcils ungenügend edirte genauer zeichnen, und somit Fac- XXII Einleitung! sinnlos geben könnte; Keiner ist aber wohl im Stande, Alles mit eigenen Augen zu solion, und desswegen mnssto ich mich in vielen anderen Dingen an ältere und notiere Copion halten, wobei ich deinjonigou Autor folgte, welcher muthmasslich die sichersten Zeichnungen bringen konnte. Immerhin aber halte ich es für einen erheblichen Vorzug dieses Werkes, duss nach Möglichkeit getreue Nachbildungen der Zeichen und Buchstaben gegeben sind, was der Augenschein lehren wird. Schliesslich erfülle ich noch die angenehme Pflicht, denjenigen Kunstfreunden den wärmsten Dank auszusprechen', welche mich bei dieser mühsamen und schwierigen Arbeit mit Beiträgen beehrt haben, Der eine oder der andere der unten genannten Herren wollte indessen ganz Unbekannt bleiben, man wird es mir aber nicht verargen, wenn ich aus freiem Antriebe meinem Gefühle Worte verleihe. Herr Johann Andreas liürner in Nürnberg, der unermüdliche Forscher, dessen Andenken jeder Kunstfreund und Sammler ehrt, theilte mir seine ans siebzehn kloin geschriebenen Quartheften bestehenden handschriftlichen Gollectaneen zur freien Benützung mit. Darunter enthalten neun Hände Supplemente zum Dictionnaire dos Monogramme« von F. Brulliot, mit genau eingezeichneten Monogrammen und Initialen. Acht andere Bände sind der Vervollständigung der Werke von Bartsch, Heller &c. gewidmet, und geben die Resultate eines vierjährigen For- schens. Wer die gewissenhafte Genauigkeit des (allen Mannes kennt, wird die Beiträge dieser Art oben so dankbar hinnehmen, als ich das Glück preise, welches mir dadurch geworden ist. Die geistreichen Radirungen Börner's gaben mir auch Gelegenheit, ihm eine würdige Stelle unter den Monogrammistcn einzuräumen. Herr Robert Brulliot, Oonscrvator des k. Kupferstich - Cahinets in München, der Sohn und Nachfolger dos berühmten Verfassers des Dictionnaire des Monogramme«, öffnete mir in freundlichster Weise die ihm anvertrauten reichen Kunstschätze, wodurch ich in den Stand gesetzt wurde, eine Masse von Monogrammen und Initialen zu faesimi- liren, um die in früheren Werken vorniissto Genauigkeit der Zeichen herzustellen. R. Brulliot hatte nach dem 1836 erfolgten Tode des Vaters die Sammlung durchbin geordnet und fortwährend vermehrt, so dass sie jetzt eine viel reichere Ausbeute gewährt, als zur Zeit des Inspektors Franz Brulliot. Auch die Beschreibung und Ordnung des k. HandzeichnungS-Gabi&etS lag ihm in loztercr Zeit ob, wodurch er sich um so grösseren Dank erwarb, als seit 1810 nur das lithographirte Imitationswerk von Strixner im weiteren Kreise darüber Auskunft geben konnte. Die Sammlung ist aber sehr reich an Zeichnungen von Meistern aller Schulen, und Conservator lt. Brulliot bot mir Gelegenheit, die Monogrammen und Initialen nachzubilden, deren sich die Zeichner bedient hatten. Auch erhielt ich durch die Güte desselben den Nachlass zum Dictionnaire des Monogrammen par Francois Brulliot, sowie den Nouveau Tcintre-gravcur desselben, an desson Vollendung ihn Einleitung. XXIII aber der Tod hinderte. Durch die Güte des Herrn Oonscrvator Robert Brnlliot flössen mir also reiche Beitrüge zu, und ich fühle mich daher zu um so wärmerem Danke verpflichtet, als ich mich übordicss noch seiner freundlichen Theilnahme zu erfreuen habe. Herr ./. I). Passavant, Direktor des Stiidel'schen Instituts zu Frankfurt a./M., der berühmte Biograph des Rafacl Santi von Urbino, über- liess mir, wie die Herren Börner und Brulliot, auf die uneigennützigste Weise eine grosse Anzahl von Monogrammen und Initialen alter Meister, wovon die wenigsten früher bekannt waren. Auch viele Berichtigungen und Zusätze zu den vorhandenen Werken über Monogrammenkunde verdanke ich Herrn Direktor Passavant, so dass dessen Güte nicht allein mich zum grössten Danke .verpflichtet, sondern dadurch auch den Kunstfreunden ein wesentlicher Dienst erwiesen wk - d. Herr Baron von Löffelhols, Direktor des fürstlichen Archivs und der Bibliothek in Wallerstein, begünstigte mit seltener Güte mein Unternehmen, Ich verdanke ihm nicht allein dasjenige, was aus den Schützen des Cabinets Seiner Durchlaucht des Fürsten von Wallerstein zum Be- hufe der Zciclicnkundc und der Vervollständigung des Peintre-gravcur gewonnen werden konnte, sondern auch noch eine Menge von Monogrammen und Initialen, Welche grösstenteils in diesem Werke zum ersteninalo edirt sind. Herr Baron von Löffelholz unternahm die unendliche Mühe, die in der reichen fürstlichen Bibliothek vorhandenen Druckwerke für die Geschichte der Kupferstecher- und Holzschneidekunst durchzugehen, und dem Cataloge des fürstlichen Kupferstich- CabinetS ein ausgedehntes Verzeichniss der durch die Bibliographie gewonnenen Blätter beizufügen. Was die Büoherbcsehrcibung, namentlich zur Kenntniss alter und neuerer Holzschnitte zu leisten vermag, wurde bisher nur angedeutet, aber ausser Rudolph Woigel noch wenig versucht. Herr Haren von Löffelholz berücksichtigte aber auch die Zeichner und Kupferstecher, welche zur Illustration von Druckwerken in allen Jahrhunderten beigetragen hatten. Der fürstliche Custos, Herr Maler Mayle, hatte die Güte, die auf einige hundert sich belaufenden Monogrammen und Initialen durchzuzeichnen, so dass auch im Holzschnitt die Form genau wieder gegeben wird. Herr C. Hocker, der Mitherausgeber des prächtigen Costümwerkes n .1. v. Hefner-Alteneck, und der Verfasser der obenerwähnten reichen Monographie über Jost Amman, beehrte mich ebenfalls mit lcichen Beiträgen, sowohl an Monogrammen und Initialen auf Kupferstichen und Holzschnitten, als an Künstlcrzcichen und Stempeln auf Lmaillcn und Werken in Porzellain. Herr Rudolph Weigel in Leipzig, seit Jahren bekannt als der eifrigste Beförderer der Kunst und Literatur, und ein unermüdlicher Forscher auf dem Gebiete der erstereu, theilte mir ausser mehreren sehr schätzbaren Notizen zur Monogrammcnkundo auch mehrere Bücher mit, XXIV Einleitung. welche nicht, Jedermann zur Benützung zu Gebot stehen, und mir eine wichtige Ausheilte gestatteten. Unschätzbar sind seine Knnstkatalogc, in welchen er gezeigt bat, von welcher Wichtigkeit die Bibliographie für die Kenntuiss alter Kupferstiche und Holzschnitte ist. Eine Masse von alten illustrirten Büchern wurde des Bildorsohmuekos beraubt, so dass es schwer, zum üftern unmöglich scheint, bei einzeln vorkommenden Blättern geradehin zu bestimmen, in welchem Werke sie Ursprung" lieh vorkommen. Diess hat namentlich auch Bartsch erfahren, weichet für den Pcintrc-gravcur die Verzeichnisse häufig nach einzeln vorliegenden Blättern machte, und desVortheils entbehrte, welchen die Bibliographie in Hinsicht der Bestimmung von Ort und Zeit gewährt. JIorrR. Weigel legte die Resultate seiner Vorsehungen auch in verschiedenen Schriften nieder, deren ich oben genannt habe. Hier mache ich nur noch auf zwei Werke aufmerksam, welche an Gehalt" und Ausstattung zu den glänzendsten Erscheinungen auf dem Gebiete der Kunst gehören. Das eine derselben, auf welches ich auch im Verlaufe des Textes zurückkommen werde, hat den Titel: Holzschnitte berühmter Meister. Eine Auswahl von schönen, charakteristischen und seltenen Original-h'orni- schnitten &c. Heft 1-12. Leipzig 1851 —1854. fol. Als Supplement erschien 1850 das erste Heft einer Folge von farbigon Holzschnitten. Das zweite Prachtwerk erschien von 1854 an unter dem Titel: Handzeichnungen berühmter Meister aus der Wcigol'schen Kunstsammlung, in treuen in Kupfer gestochenen Nachbildungen, herausgegeben vom Besitzer derselben Rudolph Weigel, gr. fol. Diese Zeichnungen sammelte der verstorbene Pröclamator Weigel, einer der grössten Kunstkenner seiner Zeit. Boschrieben sind sie in folgendem anonymen Werke: „Aehrenleso auf dem Gebiete der Kunst. 1 u. 2. Abtheil. Leipzig 1841" und „Fortsetzung der Achronlese. Leipzig 1845, gr. 8." Herr Geory Krncst Harzen in Hamburg, welcher auch als Künstler unter den Monogrninmisteu erscheint, hat mich mit zahlreichen Beiträgen beehrt, die um so willkommener seyn werden, da, Herr Harzen als einer der gründlichsten Kenner und Forscher auf dem Gebiete der Kunst bekannt, ist. Seine Mittheilungen üb, r Künstler und Kunstsachen im deutschen Kunstblatte von Dr. Kggors, in Dr. Naumann's Archiv für die zeichnenden Künste u. s. w. beruhen auf tiefen urkundlichen Studien. Herr von Vorycrlok in Berlin hatte die Güte, mir nach Blättern seiner grösstenteils auf Reisen in Italien und Deutschland zusammengebrachten Sammlung, und nach Gemälden eine bedeutende Anzahl von genau gezeichneten Monogrammen und Initialen mitzuthcilen, worunter sehr viele früher unbekannt waren. Er nimmt auch als Dilettant in der Malerei eine achtbare Stelle ein. Herr Julius von MueUer in Stettin Sammelte auf seinen B,eisen in Russland, Frankreich, Italien und Deutschland eine grosso Anzahl von Einleitung. XV Inschriften auf Gemälden alter und neuerer Meister, welche theils in öffentlichen Gallerlen', theils in Privatcahineten sich befinden. Solche Künstler-Inschriften sind von grosser Wichtigkeit, da sie" gewöhnlich auch Zeit und Ort der Entstehung eines Bildes festsetzen. Herr von Mu eller theiltc mir diese Art Corpus inscriptionum artiiieum zur Benützung gütigst mit, und die Inschriften werden eingereiht, wie es sich immer am bossten fügt. Herr Baron von Arctin, k. bayerischer geheimer Rath in München, unter dessen Leitung das von König Maximilian II. gegründete neue bayerische National-Museum in kurzer Zeit mit den interessantesten Kunstwerken sich füllte, theiltc mir eine seltene Sammlung von Blättern alter Goldschmiede und anderer Meister mit, welche im 16. und 17. Jahrhunderte zum Aufschwung der Kunst-Industrie beitrugen. Viele Künstler dieser Classe zeichneten mit Monogrammen und Initialen, welche ich formgetreu entnehmen konnte. Freiher von Aretin ist der Herausgeber eines Prachtwerkes über die Denkmäler des Hauses Witteisbach. Herr Dr. Goldschmid, Advokat in Frankfurt am Main, beehrte mich nicht nur mit Beiträgen zur Monogramnienkunde, sondern auch mit verschiedenen anderen Notizen über wenig bekannte Maler. Er ist der Besitzer einer bedeutenden Gemäldesammlung. Herr Heinrich Meili, Bildhauer in Binningcn bei Basel, unterzog sich mich Ermächtigung des Herrn Professors Wackernagel der Mühe, die städtische llandzeiehiiungssaniiulung in Basel zu meinem Zwecke zu durchforschen, und die vorkommenden Monogrammen durchzuzeichnen. Herr Professor Dr. Massmann in Berlin, eine Notabilität auf dem Gebiete der sprachlichen Forschung und der Kunstliteratur, beehrte mich mit bedeutenden Beiträgen zur Monogramnienkunde, und mit anderen kunstgeschichtlichcn Notizen, so wie sie ihm die Bibliographie dargeboten hatte. Herr Justizrath C. Vick in Copenhagen, ein eifriger Kunstfreund, hatte die Güte, mir Monogrammen von neueren dänischen Meistern mit- zutheilen. Die älteren Künstler Hessen ihre Werke gewöhnlich un- hozoiehnet, Ich verdanke aber auch noch anderen Kunstfreunden mehr oder weniger Beiträge zur Monogrammenkunde, und kunstgeschichtliche Notizen. Besonders verpflichteten mich die Herren Joseph Bergmann, k. k. Rath und Numismatiker in Wien, Graf F. von Pocci in München, Dr. Ernst Förster, Schriftsteller und Maler in München, It. von Rcttborg, Schriftsteller und Rentier in München, J. H. vonHefner- Altcneck, k. Conscrvator in München, J. von Eisenhardt, k. Ober- Appcll-Rath in München, IL von Amstetter, k. Stadtgerichtsrath in Breslau, Otto Mündlcr, Schriftsteller in Paris, M. von Reider, Monogrammlston. 4 XVI Einleitung. Professor in Bamberg, II. von Alton in Oldenburg, Coruil d'Orville in Frankfurt am Main, 0. A. Muffat, k. Archivs-Sekrotär in München, M. Du ring, k. Sekretär in Nürnberg |, J. Wieser, k. k. Statt- halterei- Sekretär in Innsbruck, Ambros Grabowski in Crakau, II.Maurer, Maler in Stuttgart, D.Lcnoir in München, JosophGrün- ling in Wien f, C. Heubel, Kunst- und Buchhändler in Hamburg, C. Spitzweg, Maler in München, Bordelle, Maler in München, Joseph Aumiller, L. von Montmorillon und J. Maillinger, Kunsthändler in München, Fidelis Butsch, Antiquar in Augsburg u. s. w. Ueber den Gebrauch dieses Werkes. Ein Monogrammon-Lexicon kann nie mit jener Sicherheit und Bequemlichkeit gehandhabt werden, wie ein Wörterbuch, da bei der Ordnung der Zeichen nicht selten Schwierigkeiten sich ergeben. Es muss daher ein System herrschen, welches auf die einfachste Weise dieselben so viel als möglich beseitiget. Ich gründete dieses System auf die rein alphabetische Reihenfolge, da man auch bei Wörterbüchern nach dieser Ordnung zu vorfahren gewohnt ist. Zuerst kommen die einzelnen Buchstaben, voran die grossen gothischen, dann die römischen in gerader Stellung, sofort die geneigten, und dann die modernen Cursiven. Nach diesen grossen Buchstabon reihen sich die kleinen in derselben Weise, und dioss durch das ganze Alphabet. Uarauf folgen die Monogrammen nach der angedeuteten Verschiedenheit der Charaktere, so dass ebenfalls die aus den gothischen Buchstaben bestehenden jenen mit römischen Capitalcn u. s. w. vorangehen. Die Initialen, oder Anfangsbuchstaben der Namen schlicsson sich jedesmal, von der älteren zur moderneren Form der Buchstaben ab, den Monogrammen an, und bilden somit eine eigene Abtheilung im Alphabote, um eine klare Uebersicht zu gewinnen. Beim Aufsuchen ist der links am entschiedensten hervortretende Buchstabe massgebend, und der rechts in waagrechter Stellung sich anschliessende gibt die alphabetische Einreihung an, sei es, dass beide einzeln stehen, oder dass sie verschlungen sind. Der dritte Buchstabe bestimmt die weitere Ordnung und somit ist das System im Allgemeinen klar, weil bei deutlichen Buchstaben Jedermann auf den ersten Blick dasselbe sich selbst bildet. Wie auf ADZ AE, AEB etc. folgt, so reiht sich ANS, ANT u. s. w. Wenn indessen zwei Buchstaben so in einander gestellt sind, dass es nur zufällig vom Auge abhängt, ob der eine, oder der andere Buchstabe zum Aufsuchen gewählt wird, wie bei den aus AV und AW gebildeten Monogrammen, dann hielt ich die streng alphabetische Ordnung fest, und reihte die Zeichen unter AV und AW ein, ogloich auch VA und WA gelesen werden könnte. Es gilt aber im Allgemeinen der Grundsatz: der links am weitesten hervorstehende Buchstabe, welcher einon zweiten einschlicsst, oder zur Bildung desselben den Schenkel reicht, Einleitung. XVII dann auch noch einen dritten aufnimmt, gibt den Anhaltspunkt zum Aufsuchen, weil er häufig die Buchstabcngruppo bildet oder sie umschlingt. Den ausgedehntesten' Kaum erfordert die Gliederung von A bis AZ, während in einem jeden Wörterbuche die Buchstaben R und S überwiegen. Der Buchstabe C kann in seiner Verbindung mit D, F, G, H, I, L, M, R, T etc., besonders in Cursiven, beim Aufsuchen Zweifel erregen, indem die Schweifung derselben häufig so weit gegen links geht, dass der Buchstabe C zurücktritt. Allein bei genauer Betrachtung zeigt es sich, dass die genannten Cursiven durch das C gehen, und somit letzteres nach dem angenommenen Systeme dennoch massgebend seyn müsse. Man wird daher ein aus CF, CH, CI etc. bestehendes Monogramm nicht unter FC, HC, IC etc., sondern unter CF, CG, CH, CI etc. suchen. Biese Ordnung geht aber durch das ganze Alphabet, indem immer jener Buchstabe als der erste genommen wird, welcher von links nach rechts den zweiten aufnimmt, und gleichsam anzieht. Nur in wenigen Fällen dürfte davon abgegangen seyn, und z. B. unter AC, BC gesucht werden, was unter CA, CB u. s. w. nicht vorkommt. Bieses gilt indessen nur von Monogrammen, welche auf wangrechter Basis stehen; man findet aber auch deren mit übereinander gestellten Buchstabon, so dass keiner derselben links entschieden hervortritt. Bei diesem senkrechten Aufbau geht die Ordnung vom unteren Buchstaben aufwärts in derselben Weise, wie bei den anderen Monogrammen. Bie Einreihung der Initialen und der Abbreviaturen findet keine Schwierigkeit, da sie sich der alphabetischen Ordnung vollkommen fügen. Es kommen aber auch Tauf-, Geschlechts- und Ortsnamen von Künstlern vor, thcils in Inschriften auf alten Gemälden. In diesem Falle geht alphabetisch immer der Taufnamo voran, und wenn vor diesem allenfalls das Wort OPVS gebraucht ist, so wird der Meister unter OPVS &c. seine Stelle finden. Der Index des Werkes mit den alphabetisch geordneten Gescblecbts- oder Ortsnamen gibt in dieser Hinsicht den weiteren Anhaltspunkt. Hier sei nur bemerkt, dass Namen und Inschriften ein kunstgeschichtliches Interesse haben müssen, wenn sie aufgenommen werden. Dio figürlichen Zeichen ohne Initialen oder Buchstabcnmonogrammen werden am Schlüsse in einem Anhange gegeben, da sie sich nicht in wic im BlnUl ' Aea nla ionoa Aae , ?''* nnbezoiehnete Blatt erklärt man nun vorzugsweise Dl. ir • Ji "'."'«'w-nuten Meisters mit der Heuschrecke, welche aber nicht ■US Kunstleizeichen zu nehmen ist. Dieselbe Darstellung, aber ohne Wo?« 7 ' a "° • SVll S von Mcckenen, und nach ein paar Decennien sogar maic Anton copirt Noch wichtiger ist aber ein Blatt, welches Bartsch ^ h Ä el l h n iSS ? & 5 Ku P f wstiche des Albreeht Dürer Nr. 44 mit Un- reem die heil. Jungtrau mit dem Schmetterlinge nennt, da das Insekt 2 ' Initialen. A. Nr. 2. eine Heuschrecke ist. Bartsch erklärt diesen Stich für eine Arbeit ans Dürcr's erster Zeit, und denkt an keine Copie eines älteren Vorbildes. Andere schreiben dieses nnserm Meister A zu, so dass also Dürer nur den Mönch und das Buch weggelassen hätte. Wieder andere, aber die Minorität, sprechen die Madonna mit der Heuschrecke dem A. Dürer ganz ah, und denken an einen französisiroudon Meister der späteren Zeit, da auch das Monogramm die gewöhnliche Form des Dürcr'schcn Zeichens nicht hat. Allein wer kennt die Leistungen dieses Meisters aus dem 16. Jahrhunderte so genau, dass ein sicheres Urtheil gefällt worden kann ? Wir glauben, dass Düror's Stich das Vorbild zu der Copic ohne Zeichen, sowie zu jener des Israel van Meckenen sei. Der Nachstich des letzteren beweiset jedenfalls, dass die Arbeit in das fünfzehnte Jahrhundert falle, da Israel zu Anfang des sechzehnten starb. A. Dürer hat aber das Watt des Meisters A. höchst wahrscheinlich vorgefunden , und selbes mit Weglassung des Mönches im Stiche copirt. Vielleicht ist dieser A. Albrecht Dürer der Vater, welcher nach dem Geständnisse des Sohnes ein „künstlicher reiner Mann" war. A. Dürer sen, arbeitete längere Zeit, in den Niederlanden, zog 1455 gen Nürnberg und gründete 1407 mit Barbara Ilaller, der Tochter des berühmten Goldschmiedes Ilieronymus einen eigenen Heerd. Der alte A. Dürer blieb von dem Einflüsse der niederdeutschen Kunstrichtung sicher nicht frei, und auch die heil. Familie mit, dem betenden Mönche trägt das Gepräge derselben. Die Bestellung der Platte ging wahrscheinlich von irgend einem Kloster aus, die Copisten Hessen aber den Mönch weg, so wie das Buch, welches der heil. Jungfrau zu Füssen gelegt, und wahrscheinlich als ein Geistesprodukt dos Mönches zu betrachten ist. Ausser der heil. Familie mit der Heuschrecke kennt Passavant auch noch eine Madonna mit dem Kinde, und ein paar Scenen des Todtcntanzcs von dem Meister A., wir können aber keine nähere Beschreibung davon geben. Dagegen ist im Cataloguede la süperbe collection d'cstampcs laissee par feu Mr. II. Weber. (Par F. II., i. c. F. Ileimsneth). Leipzig 1855, p. 1, auf ein sehr altes Blatt aufmerksam gemacht, welches den seeligen Tod des reuigen Sünders vorstellt, nach der Art der Darstellungen in den xylograpliischeu Ausgaben der Ars moriendi. Im unteren Theile liegt der Sterbende auf dem Bette, vor welchem ein Tisch mit Medicamenten steht. ZnHaupten ist ein Engel mit der üaudrolle, auf welcher man liest: hie hnmo peceavit , rnorims veniam, rogilavit. Zu seinen Füssen steht der Teufel und erfüllt, das Zimmer mit Geschrei. Aus der Fratze an seinem Hintern geht eine Bandrolle mit den Worten: hane animam posro, quam pl.cnam criminibus nosco. In der Mitte am Bette reicht ein Mönch dem Sterbenden die brennende Kerze, und gegenüber hält ein anderer mit der Brille auf der Nase ein Buch. Hinter dem Bette zählt man acht Personen aus der Familie des Scheidenden, und rechts füllt einer der Erben mit Beihülfe des Teufels bereits die Tasche. lieber ihm steht: raptor. In Mitte des Blattes sieht man Christus am Kreuze, an welchen der reuige Sünder die lctztcujjlorte richtet: in manus tuas domine commendo spirilum meum. Links^Biet die heil. Jungfrau und drückt mit der Rechten eine der Brüste mit den Worten: hane r/nia sueeisli fili veniam promernisti. Rechts spricht St. Bernhard mit dem Kreuze: o Aomo securum aecessum habes ante deurn, mater ostendit filio peclus, et vulnera filius ostendit palri , salve vulnera, ibi nulla potest esse repulsa. Der Heiland macht die Rechte vom Kreuze los, legt sie auf die Brustwundo, und richtet nach dem oben in Wolken erscheinenden Gott Vater die Worte: vulnera cerne paler, fae quae rogitat mea virtus. Auf dem von diesem ausgehenden Spruchband steht: fili petita dabo , quae vis, tibi nulla negabo. Unter 7^4 Initialen. A. Nr. 3—4. 3 dem Engel links vom Vater liest man: te deum laudamus, und unter jenem rechts: in te dominum confitemur. Die ganze Handlung geht unter einem grossen Baldachin vor. Die Inschriften stehen auf fliegenden Zotteln, welche in ihren gothischen Charakteren schwer zu lesen sind. Links unten in der Ecke ist ein grosses A, ähnlich dem obigen. H. 9 Z. 6 L. Br. 6 Z. 10 L. ' Diese Darstellung stimmt mit keiner derjenigen in den xylogra- phischen Werken der Ars moriendi. Hr. Heimsoeth erklärt sie als das Produkt eines der Brüder des gemeinsamen Lehens, ungefähr in der Weise jenes allegorischen Kupferstiches, welchen Hr. von Sotzmann im deutschen Kunstblatt 1850 Nr. 10 beschreibt. Der Künstler, ein Mönch, dürfte nach der Ansicht des letztgenannten gelehrten Kunstkenners den am 27. März 1482 erfolgten Tod der Maria von Burgund, Gemahlin Maximilians L, zu einer Allegorie gewählt haben. Auf dem im Kunstblatte beschriebenen Blatte ist nämlich eine in der Grube ausgestreckte Leiche zu sehen. Nach der Erklärung der Darstellung, welche Hr. Sotzmann gibt, kann aber das Jahr 1482 nicht als jenes der Entstehung des Blattes genommen werden, da er eine der vorkommenden Figuren für jene des 1493 verstorbenen Kaisers Eriedrich III. hält. 3. Andreas Gessner, Buchdrucker in Zürich, welcher um 1590 thätig war, soll nach Christ (Monogrammen-Erklärung S. 92) das erste Zeichen geführt haben, und zwar auf Vignetten und Titelblättern. Unsers Wissens kommt es aber nur in zweiter Eorm vor, und dann bleibt es dahin gestellt, ob diese Holzschnitte von Gessner selbst herrühren. Das Monogramm ist wohl nur sein Buchdruckcrzeichen. 4. Andreas Müller, Zeichner und Maler, wurde 1830 zu Stephans- Rottcnberg im Landgerichte Sonthofen geboren, und zu München unter Leitung des Professors Moriz von 'Schwind herangebildet. Er gehört zu den talentvollsten Künstlern der Münchener Schule, besonders in der historischen Composition. Mehrere seiner Zeichnungen sind durch den Formschnitt bekannt, namentlich durch die Familien-Chronik, welche 1852 bei Braun & Schneider, den Verlegern der fliegenden Blätter, erschien. In diesem Verlage erschienen auch viele schöne Bilderbögen, die nach Müller's Zeichnungen in Holz geschnitten sind. Die meisten tragen das kleinere der obigen Zeichen. Die grösseren findet man auf schönen Holzschnitten einer Eolge von zwölf Blättern mit Darstellungen aus dem Leben bayerischer Fürsten, welche 1852 bei Braun & Schneider erschienen: 1) Der Einzug des Churfürsten Maximilian Joseph IV., nachmaligen Königs, geschnitten von Blanz 1852, gr. Eol. 2) König Maximilian I. rettet aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses den Glaserlehrling Eraunhofer (den später berühmten Optiker), geschnitten von Blanz 1852, gr. Fol. Eine Folge von biblischen Darstellungen im ersten Hefte der christkatholischen Bilderbogen zur Belehrung und Erbauung. München, in der xylo- graphischen Anstalt von K. Braun & Schneider 1855, Fol. Auf jedem Blatte sind vier Darstellungen abgedruckt. Auf den meisten findet man das kleine Zeichen, weiss oder schattirt. A. Müller hat aber auch als Maler bereits Proben eines entschiedenen Talentes an den Tag gelegt. jMeistor in der Composition, und als Zeichner ohne Tadel entwickelt Kr einen ebenso glücklichen Farbensinn. Im Jahre 1850 begleitete er den Herzog von Meiningen nach Italien, und dieser Fürst übertrug ihm in Rom anch die Ausführung von Gemälden. Initialen. A. Nr. 5—7. Unbekannt (?). Nach Brulliot IL Nr. 1 findet sich dieses Zeichen auf einem Gemälde in der Liversbcrg'schen Sammlung zu Cöln. Es stellt eine Scene aus der Leidensgeschichte des Herrn dar, und gehört daher wohl zu dem berühmten Bilder-Cykius, welcher seit Jahren unter dem Namen der Liversherg'schen Passion bekannt ist. Brulliot bemerkt ferner, dass einige dieses Zeichen dem Albert Altdorfer ZUffchrcibcn, wogegen aber das Mild selbst streite, indem es in ganz anderer Weise gemalt sei. Brulliot seheint als Augenzeuge, zu berichten, und somit kann keine Verwechslung mit dem Meister A. Nr. 7 stattfinden, wenn der genannte Schriftsteller nach Appendix II. Nr. 1 nicht mit sich selbst im Zweifel ist. In einem alten handschriftlichen Verzeichnisse von Künstlern mit ihren Werk/eichen (um 1690) fanden wir ein ähnliches, aber schlechter gezeichnetes gothisches A. einem Adrianus von Herzogenbusch beigelegt. Dieser Meister soll mich der genannten Quelle um 1480 gearbeitet haben, und er könnte daher jener Adrian de lios lc Duc seyn, welcher nach L. de Laborde (Kssai d'un Cat. des Artistes &c. p. 32) 1468, wohl gesellenwcise, in Brügge arbeitete. Der Zeit nach könnte er der Bruder des Jcronymus Agnen von Herzogenbusoh seyn. Ferner sahen wir ein Gemälde auf Goldgrund mit Christus am Kreuze zwischen den Mördern in der Weise der alten schwäbischen Schule. Der Buchstabe A, fast in derselben Form, aber mit ausgefüllten Linien, war unten am Bande gegen rechts. In Ulm lebte eine alte Künstler- Familie Namens Acker, über welche Weyormann's Nachrichten von Künstlern und Gelehrten ülm's 1829 nachzusehen sind. In Augsburg starb 1505 der Maler Hans Abesmaister, und 1518 Jakob Alt. lieber die. Zelt des 1521 daselbst verstorbenen Ulrich Abt kann kein Gemälde dieser Art herabreichen. 6. Stempel. Die englischen Gold- und Silberschmiede bedienten sieh -f ig __ w »___ vf 'ü früher Zeit her zur Bezeichnung ihrer Arbeiten eines j\ T/VT Stempels, sie wechselten aber von zwanzig zu zwanzig A \./4 v> Jähren mit den Buchstaben des Alphabets, so dass man daraus auf die Zeit der Entstehung eines Gcfässes oder (üselirwerkes Schliessen kann. Von 1518—1537 bedienten sie sich der gothischon Capital-linchstabcn, und das erste der oben gegebenen Zeichen bestimmt daher das .lahr 1518 als Kntstehuugszcit des Werkes. Die, Marken mit diesen Buchstaben laufen von A bis U, und von 1538 an kamen die römischen Capitalbuchstaben in Anwendung. Das rö- misclic A deutet daher auf 1538. Mit, dem Jahre 1558 bediente sich die Gilde der kleinen römischen Schrift/eichen mit dem schreitenden Löwen, und von 1578 an führte sie die römischen Capitalon in einem Wappen mit dem Löwen ein. Von 1598—1617 kamen wieder die lom- bardfsohen Buchstaben in Anwendung, und das oben gegebene zweite A deutet daher auf das .Ta,hr 1598. Heber diese Goldschmicdmarkon vgl. Art Journal 1855, S. 270. «. Unbekannt Dieses Zeichen gehört einem alten Maler an, von welchem in der Lyversbcrg'schon Sammlung zn Cöln vier Bilder waren, nämlich: 1) die hl. Jungfrau mit St. Bartolomäus, 2) der Erzengel Gabriel und St. Petrus, 3) die Anbetung der Könige, und 4) die Auferstehung Christi. IL 4 F. 4 Z., Hr. 2 F. 11»/« Z. Auf dem ersten befindet sich der Buchstabe, A am Kruge mit der Lilie, und Passavant {Kunstreise durch England und Belgien S. 397) möchte das Zeichen nur als Abkürzung des Wortes AVE nehmen. Der genannte Schriftsteller zählt das Gemälde zu den Erzeugnissen der alten Initialen. A. Nr. 8-9. 5 vlämisohen Schule, der Catalog der Lyvcrsbergisclien Sammlung Nr. 29—32 Will sie aber der Cölner Schule vindieiron, womit auch Merlo (Nachrichten von dem Lehen und den Werken cölnischer Künstler S. 544) übereinstimmen möchte. Den Charakter der altertümlichen Schule hat Passavant sicher erkannt, es kann aber auch ein Künstler aus Cöln in der alten vlftmi- Schen Schule seine Bildung erlangt haben. Merlo hat keinen Namen für denselben, wir machen aber auf l'eter Aide von Ahrweiler aufmerksam, dessen Merlo (die Meister der alteölnischon Malerschule. Cöln 1852 S. 140) in Urkunden von 1484—1512) erwähnt fand. Dieser Meister muss von Bedeutung gewesen soyn, da er schon 1484 so viel erworben hatte, um ein Haus zu kaufen. Kr starb 1504. Die erwähnten Gemälde stammen aus der Zeit Alde's. 8. Unbekannt. Brulliot App. 11. 2. erhielt die Mitthojlung, dass / — m __ mit diesem Buchstaben Statuen nach den Modellen des Albert / t ' Altdorfer bezeichnet seien, wir wissen aber nicht, wo sich J \ Werke dieser Art befinden. Es ist uns indessen bekannt, dass sich kleine Reliefs in Holz und in Blei erhalten haben, welchen Vorbilder von Altdorfer zu Grunde liegen, wenn sie nicht von ihm selbst herrühren. Die alten Maler waren gewöhnlich auch im Mo- dellircn geübt, und somit mag diess von Altdorfer nicht goläugnet Werden. Auch mit Altdorfer's Monogramm kommen Reliefs vor, und somit wird sich auch der Buchstabe A auf ihn beziehen. Die erwähnten Statuen sind von einem unbekannten Bildhauer N S ausgeführt. 9. Unbekannt. Der Maler, welcher unter diesem Zeichen seinen ,___ , Namen der Nachwelt verborgen hat , war zwischen 1470 Jptjij und 1490 in Westphalen thätig. Vielleicht ist er jener tra- ditionelle Albert von Westphalen, von welchem die Kunstgeschichte weiss, und der lauge Zeit mit Ileini'. Aldogrever verwechselt wurde. C. Becker (Kunstblatt 1843 Nr. 90) hält ihn für einen Schüler des sogenannten Licsborner Meisters vom Jahre 1465, da seine Werke mit jenen desselben Aohnlichkeit haben. Den Vergleich gestattet die Sammlung des Och. Ober-Rcgierungsrathos Krüger in Minden, welcher Gemälde aus der ehemaligen Abtei Liesbörn besitzt. Sie wurden bei der Aufhebung des Klosters als werthlose Waare um Spottpreise verkauft, von späteren Besitzern auch noch verstümmelt, und zum Theil gänzlich zerstört. Becker beschreibt diese Ueberreste, es geht aber ffittch PassaTaht in seiner Kunstreise S. 401 auf dieselben ein. Das Hauptgemftlde Stellte Christus am Kreuze vor, dessen Blut von Engeln in Kelche'aufgefangen wird, zu beiden Stuten waren je drei heinahe lobensgrosso Heilige, von welchen nur die Brustbilder übrig sind. Auch noch andere Bilder aus der Abtei Liesborn besitzt Herr Krüger, sowie solche einer verwandten Richtung, wozu jene nnsers Monogrammisten gehören. Sie waren bis 1835 in der evangelischen Kirche zu Lünne an der Lippe, und bildeten einen Altar, welcher aus Unverstand zerstört wurde. Er bestand aus zwei grossen Tafeln mit der Kreuzigung und Kreuzabnehmung Christi. Jeder der Flügel halte vier Abtheilungen, >n welchen links die A'crluindigung, die Gehurt Christi, die Anbetung der Hirten und die Darstellung im Tempel, rechts die Auferstehung, die Himmelfahrt, die Erscheinung dos heil. Geistes und das jüngste Gericht vorgestellt waren. An den äusseren Seiten sah man in halb' tebensgrossen Figuren die Heiligen Johannes-, Maria, Georg und Agnes. Die inneren Bilder sind alle auf Goldgrund gemalt, sowie die Veronica mit dem Schweisstuche im oberen Aufsatze. Dieser Altar ist nach Becker das Werk eines ausgezeichneten Künstlers, wenn er auch im Ausdrucke MoiiojjraniniisU'u, 5 n,T\ 6 Initialen. A. Nr. 10—13. und in der Reinheit der Charaktere unter dein Licsbornor Meister steht. Besonders grossartig ist der Christuskopf'. Die Verkündigung und die Darstellung im Tonipcl sind sorgfältige Copicn zweier Gemälde im Besitze des Ober-Begierungsrathes Krüger aus der Abtei von Liesborn. Auf dem Bilde der Erscheinung des heil, Geistes steht das gegebene Zeichen. Auf dem Gemälde der Verkündigung sieht man in den bunten Fensterscheiben die Wappen der Städte Cöln und Münster, dann jenes der Familie Kettler und ein unbekanntes Wappen. 10. Friedrich Hetzelsdorffer heisst nach Heller (Monogrammen- ^ y^ Lexicon S. 18G) der Träger dieses Zeichens, \J . 'V ^v (~\ -^l welches auf den ersten Blick nicht für FH, _^^S^\,«w^Meister A jedenfalls zu den frühesten französischen Künstlern, s(V für welchen wir aber keinen Namen haben. Sein Zeichen findet -/ V. man in einem interessanten und seltenen alt-französischen Werke mit einer Menge schöner Initialen nach Art der Sehrottblätter, und mit historischen Vorstellungen in Umrissen. Dieses Werk ist betitelt: La Mer des histoires. Paris par G. lo bret. Ohne Jahr. 2 Voll. fol. Eine andere Ausgabe ist datirt: Paris, Nicolas Couteau pour Galliot du Pro 1536. 2 Voll. fol. Das Werk ist aus dem Lateinischen übersetzt: Rudimentum Novitiorum, von Brochart, oder richtiger von J. Colonna. Kx Initialon. A. Nr. 17. 17. Antonio da Trento gehört mit Hugo da, (larpi zu den ersten Italienischen Meistern, welche den Holzschnitt in Clair-obscur geübt, und zur Vollkommenheit gebracht hatten. Wir haben nur spärliche Nachfichten über ihn, da die Identität mit Antonio Fantüzzi noch lange nicht erwiesen sagt nur, dass Antonio da Trento um 1530 nach Zeichnungen des Francesco Parmigianino in Bologna, in TIolz geschnitten, und Letzterer ihn auch die Kunst gelehrt habe, Abdrücke von drei Platten zu machen. Wirklich trägt das Blatt mit der Marter der Apostelfürston die Jahrzahl 1535, so dass die frühere Periode des Künstlers festgesetzt ist. Bartsch IV. 28 beschreibt dieses Blatt, hatte aber nur einen zweiten Abdruck ohne Jahrzahl vor sich, weil er des Datums nicht erwähnt. Die zweiten Abdrücke! scheinen auch nur von zwei Platten zu kommen , da man nur auf einem kleinen Theil des Vordergrundes die Höbungen bemerkt. Die Jahrzahl war daher auf der dritten Platte eingeschnitten. Die reinen Helldunkel von drei Platten haben rechts unten die Zahl DXX'XV und das Monogramm des Meisters, sie geboren aber zu den Seltenheiten. H. 10 Z. 8 L. Iir. 17 Z. 8 L. Das" Monogramm des Künstlers, in die Tiefe geschnitten und daher weiss, findet man ausserdem nur noch auf zwei Blättern des Meisters. Das eine, B. IV. 17, stellt den Täufer Johannes In der Wüste sitzend vor; das Zeichen steht aber nur in der 7 L. breiten Bordüre der späteren Abdrücke, nachdem die beiden lla.upfpla.llen bereits abgenutzt waren. In den schönsten Abdrücken ist das Bild von keiner Einfassung umgeben und daher fohlt das Monogramm. II. 3 Z. 11 L. Br. 3 Z. 10 L. Hin drittes Blatt mit dem Zeichen des A. da Trento stellt einen alten am Baume sitzenden La.utonspicler vor, wie die erwähnten Holzschnitte nach der Zeichnung Parmigianiuo's gefertiget, und mit drei Platten gedruckt. II. u. Br. 5 Z. 2L. Die beiden kleineren Zeichen werden dem Antonio Fantüzzi zugeschrieben, auf welchen wir unter AT und AFT zurückkommen. Man ündet sie auf Radifungen in der Weise der Meister der Schule von Fontainoblcau, zu welcher Fantüzzi gezählt wird", den wir aber von Antonio da Trento unterscheiden. Von der Hand des Letzteren erwähnt Vasari weder einen Stich, noch eine Badirung, sondern nur einige Holzschnitte in Helldunkel,, nach Zeichnungen, von Parmigia.nino. Vasari gibt dazu dem Künstler ein sehr ehrenrühriges Zeugniss mit in die Nachwelt, indem er behauptet, A. da Trento habe mittlerweile dem Meister zur Nachtszeit die Zeichnungen und andere Kunstsachen entwendet, und sei damit über alle Berge gegangen. Allein Parmigianiuo's Zeichnungen scheinen nicht aus Italien gekommen zu seyn, denn der berühmte A. M. Zanetti fand sie im vorigen Jahrhunderte zu Venedig auf, und fertigte darnach die bekannten Blätter in Helldunkel, gleichsam seihst ein zweiter Antonio da Trento und Hugo da Carpi. Neuere Schriftsteller nahinen indessen die Aussage des Vasari um so mehr für haare Wahrheit, als dieser Schriftsteller dem Antonio da Trento in der Zeit nicht sehr ferne stand. Man brachte Letzteren mit Antonio Fantüzzi, angeblich ebenfalls aus Trento, in Verbindung, und Hess somit den Dieb der Zeichnungen in Frankreich seinen Namen ändern. Antonio Fantüzzi trat; nämlich um 1540 zu Kontainebleau unter Primaticcio als Maler im Ornamentenfacho und als Kupferstecher auf, und da sowohl er, als Antonio da Trento nach Zeichnungen Pa.rmigiano's Blätter lieferten, so sprach sich Bartsch um. so entschiedener für die Identität heider aus, als man in dem gegebenen Monogramme AT lesen will, und auch in jenem dos A. Fantüzzi diese Buchstaben enthalten sind. Der Buchstabe T bedeutet nach, der Ansicht des berühmten Verfassers des Initialen. A. Nr. 17. 9 Pöintre gravour „Tridentino", allein die Sache ist noch nicht ausgemacht, da T öfters auch „Taglio" oder „Tagliatore" (Incidit, [nolsor) bedeutet, und Zani nachgewiesen hat. dass die Familie Fantuzzi in Bologna, nicht "i Trento ansässig war. Ein Francesco Fantuzzi bekleidete 1571 das Amt eines Podosta, und 1578 Hess Pasotto Fantuzzi die Gemälde in 8. Jacopo daselbst restauriren. Das T in A. Fantuzzl's Monogramm, welches wir unter AKT, AN KT und AT geben, bedeutet daher höchst Wahrscheinlich „Tagliatore", wie dasselbe auch auf dem Blatte mit der Verwandlung der Töchter des Mynias in Fledermäuse zu erklären ist. Auf diesem Kupferstiche liest man: Bologna InnVentoll. Antonio Fantuzzi T, fcoit. 1542. Unter „Bologna" ist hier der Maler l'rimaticcio z u verstehen, und der Buchstabe T kann nur „Tagliatore" bedeuten, da, wie kaum zu zweifeln ist, A. Fantuzzi aus Bologna, stammt. Kr jnusstc also dem l'rimaticcio von Haus aus bekannt, und -durch ihn Willen worden seyn. Der Meister würde sich auch wohl gehütet nahen, einen Dieb in die Dienste des Königs von Frankreich zu bringen, Fantuzzi hatte anfangs auch nur die untergeordnete Stelle eines Decorationsmalers, und dalier mag es wohl gekommen seyn, dass er mehr nls Kupferstecher (Intagliatore) gelten wollte. Wir können nicht Klauben, das8 Fantuzzi mit dein Antonio da Trento des Vasari Eine Person sei, wie wir auch die Geschichte mit der Kntwendung der Zeichnungen des l'iirmigianino dahin gestellt seyn lassen. Der Umstand, dass beide Künstler unter dem Einllusse des letzteren Meisters gestanden, ist nicht erheblich, da Parmigianino mehrere Schüler und Nachahmer "atte. Für die Trennung beider Künstler spricht auch noch eine Notiz des Abbate Zani, welcher in einer Handschrift des Bolognesers Fi Oretti gefunden hatte, dass die Familie dos Antonio da Trento den Namen Cavalli führte. Ein Antonio Cavalli, nach Zäni Schüler des.Parmigianino und Formschneider, erschlug den Sohn eines gewissen l'izzoli, und hatte daher wahrscheinlich die Flucht ergriffen. Vielleicht hängt diese (!o- Bchichte mit Vasari's Angabe zusammen, so dass er den Morder auch noch zum Diebe macht. Die Familie Cavalli erlosch 1585 in Trento, zählte aber schon 1427 einen Canonicus. "Wenn wir daher dem Oretti Glauben Schenken dürfen, oder vielmehr dem Abbate Zani, so ist es nicht zu gewagt, den Formschneider Antonio Cavalli mit dem Antonio da Trento des Vasari für Kino Person zu halten, gesetzt auch, dass Oretti seinen Formschneider A. Cavalli nicht in Trento, sondern in S. Pietro geboren werden lässt. Es reicht wohl hin, zu wissen, dass die Familie Cavalli schon im 15. Jahrhunderte zu Trento ansässig war, nnd so mag es Antonio vorgezogen haben, statt Cavalli sich da Trento z u nennen. Nach dem, was bisher bemerkt ist, hätte also Antonio Fantuzzi mit Antonio da, Trento nur den Taufnamen gemein, und dass "r nicht aus Trento, sondern aus Bologna stamme, scheint auch eines seiner radirten und gestochenen Blätter zu beweisen. Es stellt eine künstliche Grotte vor, und enthält in der Mitte folgende Inschrift: Ant. l>'antuz. I. De Bologna. Hechts steht: Fecit AI. D. M. 1). 4.5. Der Buchstabe I vor Do, Bologna bedeutet wohl luventor, nicht Intagliatoro. yor Inventur de Bologna ist Fantuzzi selbst, nicht Pn'nintiocio, da er 1,11 Fache der Grotteske beschäftiget war. Die Blätter mit Landschaften "nd Ornamenten sind wahrscheinlich durchgängig nach seiner Erfindung ''adirt, die, Figuren aber könnten von Primaticcio gezeichnet seyn. Bartsch P. gr. XII, p. 211 beschreibt die Holzschnitte des Antonio ( la Trento, und Tom. XVI, p. 234 ff. die Ba.dirungen des Antonio Fantuzzi , welchen er mit dem ersteren für Eine Person hält. Er scheint z ehn Holzschnitte in Clair-obscur für entschiedene Arbeiten des Antonio da Trento zu halten. Malpö und Brulliot fügen aber noch andere 10 Initialen. A. Nr. 18—19. Blätter dieser Art bei, so dass sieh die Zahl derselben gegen 24 belauft. Allein bei mehreren ist es zweifelhaft, ob sie von ihm oder Hugo da Carpi herrühren, und andere sind im Machwerke so verschieden, dass man auch noch einen dritten und vierten unbekannteil Künstler vermuthon könnte. Die Radirungen mit den beiden kleineren /eichen kennen wir nicht. Vasäri hatte kenne Kunde davon, nur Oretti bemerkt) dass jener Formschneider Antonio Cavalli für Beinen Geburtsort S. Pietro einen Kupferstich gefertiget habe. Der Inhalt des Blattes ist nicht bekannt, und somit weiss man auch nicht, ob es mit dem Namen, oder mit dem Zeichen versehen sei. Schliesslich bemerken wir noch, dass auch auf einigen Blättern des Antonio 'Tempesta ein ähnliches /eichen vorkomme. Unter Nr. 19 ist darüber gehandelt. 18. Jost Amman bezeichnete auf solche Weise eines der Blätter a seines Kartenspieles. Es stellt Humpen vor und einen Mann, der '/lO die I'rau schlägt. Das Monogramm ist „Jost Amman Tigiirinus" -'■^zu lesen. Das deutsche Kartenspiel des .1. Amman zählt vollständig 52 Blätter, welche äusserst selten vorkommen. Sie wurden als Buch ausgegeben unter dem Titel: TODOCl AMMAN- | NI Civis Noribergensis Charta Lvsoria, j Tetrastichis illustrata I per | Janum lleinricum Serotonin) etc. | Künstliche vii wol go-lrissonc Figuren in ein new Karten-j spiel, durch den Kunstreichen vnd weit- herum- | ten Jost Amman etc. Gedruckt zu Nürnberg durch I Leonhard Heüssler. | AnoM.D.LXXXVIlI. IL 3 /. 8 -9 L. Br. 2 /. 3—4 L. Die vier Farben, jede zu 13 Blätter, sind a) durch Druckerballen, b) Bücher, c) Becher, d) Humpen oder Wcinkriigo ohne Henkel angedeutet. Die Rückseiten sind leer, lieber dem Bilde der Stirnseite sind vierzeilige lateinische, unter demselben kürzere deutsche Gedichte gedruckt. Ein an Jost Amman gerichtetes lateinisches Lohgedicht auf zwei Blättern macht den Sohlnss, und am Ende steht: Noriborge, Kx- cudebat Lconhardus Heusslerus. Einige Exemplare wurden prächtig ausgemalt und mit Gold verziert. Ausser dem Blatte mit dem geprügelten Weibe ist nur noch eines mit den Initialen LA. versehen, Nr.!) mit den Beehern und dem Storche, welcher dem Wolfe den Knochen aus dem Halse zieht. Alle anderen Blätter sind ohne /eichen. In Singer's Researcb.es into the history of playing cards sind Abbildungen einiger Blätter. Die Nr. 4 mit den Bechern und dem Manne bei der Köchin am Brunnen ist bei 0. Becker (J. Amman etc. Mit Zusätzen von R. Weigel. Leipzig 1854 S. 137) abgebildet. 19. Antonio Tempesta bezeichnete auf solche Weise einige Radir- TT —, ungen, welche Unkundige dem Antonio Kantuzzi zuschreiben A., xx könnten. Tempesta fügte aber noch öfter die verbundenen Buchstaben TE mit F bei. Das zweite A , oder vielmehr AT, kommt auch in Verbindung mit dem Monogramme LP vor, und zwar auf Holzschnitten, welche Leonardo, Parasole nach. Tomposta's Zeichnungen ausgeführt hatte. Sie enthalten Vorstellungen aus dem Leben und Leiden des Heilandes, und gehören in eine lateinische und arabische Ausgabe des neuen Testamentes. Die Zahl der Blätter belauft sich auf 18, worunter jenes mit Christus am Teiche Bedestha das /eichen trägt. II. 3 Z. 9 L. Br. 4 Z. 7 L. Bartsch P. gr. XVII, p. 127 ff. beschreibt 1461 Blätter von A. Tempesta, und glaubt damit das Verzeiehniss geschlossen. Tm Künstler] Lexicon XVITl, S. 173 ff. ist das Verzeiehniss vermehrt. Initialen. A. Nr. 20—22. 11 20. Peter Auer, Bildhauer von Ulm, war um 1508—1535 thätig. ÄEr fertigte die Holzschnitzwerke an der Orgel im Dome der genannten Stadt, und zeichnete dieselben mit dem gegebenen »Buchstaben. Vgl. Kunstblatt 1833, S. 413. 21. Unbekannter Formschneider, warum 1520thätig, wahrschein- /Ov /—a lieh in Cöln. Morlo hatte indessen keine Kunde von ^J?' [_/\jj/ // ihm, wir können aber durch gütige Mittheilung des Hrn. ■* *■ / Vj^^crv .1. A. Börner Werke seiner Hand namhaft machen. 1) Die Kreuzigung Christi, Das Kreuz erhebt sich in der Mitte, 'nid ein Kriegsknocht reicht links dem Heilande den (Schwamm hinauf. Rechts vom Kreuze ist ebenfalls ein Soldat. Im Vorgrunde von dieser Seite her liegt Maria in Ohnmacht auf dem Boden von Johannes und einer Prau unterstützt. Gegen den Rand zu würfeln Soldaten um die Kleider des Heilandes, und der Schacher hängt am Kreuze. Links sieht man das erste Zeichen, und an der Vase neben dem Kreuze Christi stehen die Buchstaben MW, als jene des Zeichners. H. 6 Z. 1 L. Br. 13—14 Z. 2) Die Ansicht von Cöln in grossem Formate, aber verschieden von dem Prospecte des Anton Wocnsam aus Worms, welcher 1531 erschien und eine Länge von 10 P. 9 Z. 11 L. hat. Diese Ansicht von Cöln ist mit dem zweiten Zeichen versehen, und das beigefügte Mcsser- ehen gibt den Xylographou zu erkennen. Ucber den Zeichner MW. Werden wir an betreffender Stelle handeln. 22. Unbekannter Meister aus der zweiten Hälfte des 15. Jahr- _y hundert s. Er scheint nicht zur Zunft der Goldschmiede zu go- iJSc hören, sondern ist als origineller Maler zu betrachten, welcher ^ ^"seine eigenen Compositionen sehr fein und mit allem Ausdrucke auch in Kupfer zu geben wusste. In der Auffassung erinnert er an die Schule der van Eyck, und namentlich auch an die Bilder des sogenannten Israel van Meckenen in der kgl. Pinakothek zu München, welche höchst wahrscheinlich von dem jüngeren Uogicr van der Weyden herrühren. Brulliot II Nr. 2 macht ebenfalls auf diesen Meister aufmerksam, gibt aber das Zeichen in abweichender Form. Nach der Angabe dieses Schriftstellers hinterliess der Meister A eine Folge von 51 Blättern mit biblischen Vorstellungen. Im brittischen Museum sind deren 49, wir haben aber Kunde von 50 Blättern, von welchen nur zwei das obige Zeichen tragen. Ein Blatt ist mit SA bezeichnet, auf Welches wir zurückkommen. Die 50 erwähnten zart behandelten Blättchen , von welchen uns aber nur etliche vorlagen, besitzt jetzt Herr ff. Butsch in Augsburg, dessen Sammlung an alten und seltenen Blättern reich ist. Sie befanden sich in einein um 1470 in vlämischer Sprache geschriebenen Gebetbuche eingeklebt, und sind tbeils miniaturartig ausgemalt. Das Manuscript kam 1853 bei J. M. Haberle in Cöln zur Auktion. Wir gehen hier das Verzeichnis« der Blätter, so dass es unter SA nur des llückwcises bedarf. Eine genaue Beschreibung können wir nicht liefern. II. 2 Z. 6-7 L. Br. 1 Z. 9—10 L. 1) Adam und Eva am Baume der Erkenntniss. 2) Die Vertreibung der ersten Menschen aus dem Paradiese. 3) Die kleine Maria im Tempel. 4) Maria und der verkündende Kugel, dessen Gruss auf der Bandrolle steht. 5) Die Vermählung der hl. Jungfrau, ß) Der Besuch der Maria liei Elisabeth. 7) Die Geburt Christi. 8) Die Beschneidung des Jesuskindes. 9) Die Opferung der hl, drei Könige. 10) Die Flucht der hl. Familie in Aogypten. 11) Der Kindcrmord. 12) Jesus im Tempel Unter den Schriftlehrern. 13) Die Taufe Christi. 14) Christus in der Wüste vom Teufel versucht. 15) Die Hochzeit zu Cana. 16) Christus bei der Samariterin am Brunnen. 17) Magdalena wäscht dem Heilande 12 Initialen. A. Nr. 23. die Füsso. 18) Die Erweckung des Lazarus. Mit dem Buchstaben A. 19) Der Einzug des Heilandes in Jerusalem. 20) Die Vertreibung der Käufer und Verkäufer aus dem Tempel. 21) Das Abendmahl des Herrn. 22) Christus wäscht den Jüngern die Küsse. 23) Christus am Oclhergo. 24) Christus und die schlafenden Jünger. 26) Der Judaskuss, oder die Gclangonnohmung des Herrn. 2(S) Die Verspottung des Heilandes. 27 — 31) Christus vor Pilatus, in fünf verschiedenen Darstellungen/ 32) Die Qeisslung Christi. 38) Die DornenkrÖnung, 34) Die Ausstellung Christi. 35) Pilatus wäscht die Hände. 3(j) Die Krouztragung Christi. 37) Die Kreuzigung des Heilandes. 38) Der Leichnam des Herrn auf dem Schoosso der Maria. 39) Die Grablegung Christi. 40) Christus in der Vorholle. 41) Die Auferstehung des Herrn. Mit dem Buchstaben A. 42) Die drei Krauen am Grabe. Mit den Buchstaben SA. 43) Christus erscheint der Magdalena. 44) Der Heiland bei den Jüngern in Kmaus. 45) Christus erscheint den versammelten Aposteln. 4G) Christus und der ungläubige Thomas. 47) Die Himmelfahrt des Herrn. 48) Die Erscheinung des hl. Geistes. 49) Christus als Weltrichter. 50) Der Tod mit einer Bandrollo. Die zweizeilige Unterschrift dieses Blattes ist niederdeutsch, wir können sie aber nicht geben. Die Schrift soll schwer zu lesen seyn. 23. Jeronymus Agnen, genannt Bosche der Lustige, und noch _— bekannter unter dem Namen Hieronymus Dos oder Bosch] JL n wunuj um 1450 zu Herzogenbusch geboren, und starb da- '^ selbst 1518. Der Familienname dieses merkwürdigen Künstlers ist erst seit wenigen Jahren bekannt. Kr geht mit dem Todesjahre aus dem um 1840 aufgefundenen Register der „Illustre lieve Brocdershap te s' Hertogenbosch" hervor. Unter den 1518 verstorbenen Mitgliedern der Bruderschaft stellt nämlich auch „Hieronymus Agnen, alias Bosch, insignis pictor." Diese Notiz ging in Innnerzeel's Werk „De levens en werken des hollandscho — Kunstschilders etc.. I p. 78" über, und auch im neuen Catalogue du Musee d' Anvers 1851 ist sie aufgenommen. C. van Mander lässt den Künstler 1530 sterben, und andere Schriftsteller setzen die Iilüthezeit desselben zwischen 1450 und 1500. Der Artikel im Künstler-Lcxicon möge nach den gegebenen neueren Nachrichten geordnet werden. Jeronymus Agnen tonHertogenbosch verfuhr seinen noch streng kirchlich gesinnten Mitbewerbern gegenüber mit einer eigentümlichen Ironie. indem er nicht nur die Auffassung des gewöhnlichen Alltagslebens znrCar- ricatnr steigerte, sondern selbst Biblisches und Mythologisches, und besonders die Legende durch phantastische Kntstollung ins Niedrige zog. Mar- garetha von Oesterreicli erwarb mehrere Bilder von der Hand des drolligen Bosche, und aus ihrer Sammlung mag vielleicht ein Tbeil der Gemälde im Bclvederc zu Wien stammen, darunter zwei Darstellungen der Versuchung des hl. Antonius mit wunderlichem Toufolsspuck. Auch König Philipp 11. von Spanien hatte an den phantastischen Bildern des Bosche solchen Gefallen, dass er die Niederlande davon fast ganz entblösstn, und sich rühmen konnte, wenigstens siebzehn derselben zu besitzen. Doch ging ein grosser Theil der Bilder beim Brande der Residenz in Madrid zu Grunde, im Museum daselbst sind aber noch immer acht Gemälde von J. Agnen. Darunter gehören drei Milder der Versuchung des hl. Anto» mit Spuck- und Teufelsgestalten zu den Hauptwerken des Meisters. Sein Gehirn war aber immer voll von solchen wunderlichen Bilde™ Selbst auf einer Anbetung der Könige im real Museo fehlen sie nicht. In seinem ganzen Klemonte ist er aber in einer daselbst befindliche« Darstellung des Kngelsturzes, in welchen er auch die Erschaffung und den Sündenfall der ersten Menschen zieht. Eine ähnliche Vorstellung Initialen. A. Nr. 23. 13 ist im Museum zu Berlin. Die Allegorie auf den Triumph des Todes im spanischen Museum überbietet aber diese Bilder in noch höhcrem Grade. Dor Tod reitet durch die Masse der Menschen jeden Standes, Alters und Geschlechtes und wirft Alles vor sich nieder, während"auf dem von sieben halb inThiere verwandelten Menschen gezogenen Heuwagen die Eitelkeit, der Ruhm und ein Teufel mit der Posaune sitzen. Unerreicht Weiht auch eine andere. Allegorie des real Musco. Ein Engel zeigt einem Jünglinge die schaudervollen Qualen, welche das Laster in verschiedener Gestalt jenseits zu erwarten hat. Dieses Gemälde ist so voll der wunderlichsten Einfälle und von Teufclsspuck, dass die Erinnerung daran wie ein böser Traum nachzuwirken vermag. Erquicklicher ist eine Darstellung des Paradieses im Museum zu Madrid, in welchem der ewige Vater die ersten Menschen über die Erde und alle Tbiere setzt, doch mit der Andeutung, dass der Ungehorsam dem Teufel Macht verleiht. Ohne Spuckgestalten sind drei ovale Bilder im Museum zu Valencia, welche die Gefangennehmung, Dornenkrönung und Geisslung Christi vorstellen. Die Gemälde dieser Art sind jedenfalls sehr selten, und es dürften sich ausser den genannten nur noch wenige andere finden. Ueber die spanischen Bilder handelt Passavant im deutschen Kunstblatt IV, S. 221 und 223. Man findet auch eine bedeutende Anzahl von Kupferstichen und Holzschnitten, welche Compositionen des abenteuerlichen Meisters von HerzogonbuHch enthalten. Am seltensten, ja jetzt fast unauffindbar sind jene alten Stiche mit dem Monogramm Nr. 24, welche seit Bartsch dem Goldschmied Alaert du Ilameel zugeschrieben werden. Andere Zeichnungen wurden erst nach mehreren Pcoennien gestochen, und theils dem »< Agnen mit Unrecht zugeschrieben, wenn sie nicht vielmehr mit Veränderungen und Zusätzen in die Welt ausgingen. Um 1560 — 1580 fanden in den Niederlanden die Bilder des Itieronymus Bosche wieder zahlreiche Verehrer, und da die Gemälde fast alle verschwunden waren, So suchte man nach den alten Zeichnungen, und entwarf neue im Sinne des alten Spuckmeisters von Ilerzogcnbusch. Das Wohlgefallen an den Kompositionen ä la Bosche verbreitete sich sogar nach Italien, indem Jjomazzo (Trattato VI, 315) derlei phantastische Ergiessungen für einzig und wirklich göttlich erklärt. Peter Breughel war ebenfalls verwandten Geistes; in gewisser Hinsicht der zweite divino Bosco, und sein Sohn, der sogenannte Ilöllenbreughel, ist der dritte im Bunde. Doch sind die Phantastereien eines Breughel und David Tcniers gegen die Teufels- rovier eines .1. Agnen nur Kinderspiel. Die Kupferstiche nach Zeichnungen dieses Meisters sind ziemlich zahlreich, die meisten aber gehören zu den Seltenheiten. Mehrere erschienen im Verlage des'Hier- enymuB Cock, theils mit dessen Namen, theils mit der Adresse: Aux fluatre vents. Auch Peter Firens und C. Galle hatten Stiche dieser Art im Verlage. Ausser P. Miricenys nennt sich nur selten ein Stecher. Wir unterlassen es, ein Verzeichniss von solchen Kupferstichen zu geben, und begnügen uns mit den folgenden Blättern, welche in die Zeit des Meisters hinaufreichen, und theils von ihm selbst herrühren. Die ■ruberen Schriftsteller nahmen keinen Anstand, den Hieronymus Bos "neb unter die Formschneider und Kupferstecher zu zählen ; Zani widerspricht aber dieser Ansicht unbedingt, und andere folgten ihm nach. Wir müssen aber wenigstens auf jene Blätter eingehen, welche mit posser Wahrscheinlichkeit dem Jeronymus Agnen zugeschrieben werden Sonnten. Dann handelt es sich auch um das Monogramm auf denselben. Holzschnitte. 1) Die Versuchung des hl. Anton. Er kniet im Vorgrunde einerreichen Landschaft mit Ruinen vor dem Crucifixe gegen links gewendet. Der Satan MuDogrammlsten. G 14 Initialen. A. Nr. 23. als Krüppel führt ihm ein junges Weib zu, und rechts sieht man eine vermummte Frau mit verschiedenen Tcufolsgostalten. Oben links in der Luft wird der Heilige von Teufeln geplagt, denen er aber zu entfliehen sucht. Im Mittel- und im Hintergründe sind andere Sconcn aus dem Leben des hl. Antonius mit Spuckgestalten dargestellt. Weiter hin ist eine Burgruine mit einem vermauerten Fenster, in welchem eine Jahrzahl steht, anscheinlich 1522. II. 9 Z. 8'/ 2 L. Br. 14 Z. 2 L. Dieses geistreich behandelte Blatt wird von Einigen dem Hicrony- mus Bosch selbst zugeschrieben, wahrscheinlich auf das Ansehen des Carl van Mander hin, welcher einen Holzschnitt mit der Versuchung des hl. Anton von 1522 ausdrücklich als „Houtsnecprent" des Jorony- mus nennt. Die Auffassung stimmt auch vollkommen für ihn, und auch der Schnitt ist so eigenthümlich, dass man ihn keinem der gleichzeitigen Meister zuschreiben kann. Die Jahrzahl 1522 kann indessen die Hypothese von der Eigenhändigkeit des Blattes zerstören, wenn man nicht annimmt, dass die Blatte erst nach dem Tode des Meisters abgedruckt wurde. Es steht aber auch noch in Frage, ob 1522 als erstes Datum des Blattes zu nehmen ist, oder ob es sich überhaupt um eine Jahrzahl handelt, da die Ziffern nicht deutlich sind. Weigel (Kunstkatalog Nr. 20479) werthet ein Exemplar auf 30 Thlr. 2) St. Johannes aufPathmos. Er sitzt links im Voigrunde bei einer Baumgruppe, und blickt zur Madonna empor, welche ihm oben rechts in Wolken erscheint. Neben dem Evangelisten ist der Teufel im Begriffe, das Schreibzeug zu rauben. II. 9 Z. 10 L. B. 13 Z. 11 L. 3) St. Anton in der Wüste, wie er zu den um ihn versammelten 'filieren spricht. Unten links ist ein undeutliches Monogramm, welches einem gothischen A mit einem Schnörkel ähneln soll. Der Schnitt erinnert in Etwas an die Blätter des Jost Amman, er rührt aber von einem älteren Meister her, wenn nicht von II. Bos selbst. Kupferstiche. 4) St. Christoph trägt das Jesuskind durch das Wasser, während ihn allerlei Teufels- und Truggestalten umgeben. Auf einer Bandrolle steht: Cristofore St" virtules. »üb tibi late. qui le. de mane videt. nocturna tempore ridet bosche. Oben über dem Bande in der Mitte des Blattes steht das erste Zeichen, und das zweite A auf dem Schwerte eines Dämon. II. 7 Z. 4 L. (?) Br. 12 Z. 4 L. Dieses höchst seltene Blatt ist sicher von Jcronymus Agnen, da es ausser dem Monogramme auch noch dessen Zunamen trägt. Wir entnahmen die Beschreibung und die Copic des Zeichens dem von Frenzel verfertigten ('atalog der Sternborg'sclicu Sammlung III. Nr. 19, und wollen glauben, dass die Form so ziemlich festgehalten sei. Hinsichtlich der technischen Behandlung bemerkt Frenzel, dass das Blatt in einigen Dingen, z. B. in den Floischpartion, an Israel van Meckencn erinnere, doch sei alles mit breitem, freierem Grabstichel überarbeitet. Bei der Auktion erreichte dieser Stich einen Preis von 99 Thlr. 5) Christus zwischen Maria und Johannes. Er steht vor einem Baldachine, dessen Vorhänge rechts ein Engel mit dem Schwerte, links ein solcher mit der Lilie zurückhalten. Der Heiland trägt einen Mantel, welcher den linken Arm frei lässt, womit er auf die Seitonwundc deutet. Das mit Dornen gekrönte Haupt umgibt in Krouzform ein strahlender Nimbus. Zu seinen Füssen liegt die Weltkugel. Maria steht links mit gefalteten Händen, und rechts nähert sich Johannes. Dieses höchst merkwürdige und seltene Blatt ist ziemlich in der Weise des obigen behandelt, hat aber kein Zeichen. Duchesne legt es in der Voyage d'un Iconophile dem J. Bos zu. Oben abgerundet fol. II. 390 m. Br. 2G4 m. Initialen. A. Nr. 24. 15 6) Die Versuchung des hl. Anton. Bor Heilige steht in der Mitte von Teufeln umgehen. Links oben hei seinem Kopie stösst eine Spuckgestalt mit dem Stocke in dessen Buch, und gegenüber erhebt ein Teufel die Keule. Links unten fachet ein/solcher mit dem Blasebalg Feuer an, nnd rechts nach unten stemmt sich ein Teufel mit den Krallen in das Untergewand St. Antons. Unter diesem Phantom ist das Schwein. Ohne Zeichen. Dieses Blatt ist in der Weise des hl. Christoph, oder noch mehr in jener des Apostels Petrus behandelt, welchen wir im Artikel des Alaert du Hameel den von Bartsch erwähnten Blättern beigefügt haben. Hein- ecke S. 335 Nr. 21 (i schreibt dieses Blatt einem anonymen Meister ZU, Las Exemplar, welches uns zur Einsicht vorlag, war beschnitten. H. 4 Z. 4 L. Br. 3 Z. 5 L. 24. Alaert du Hameel, Goldschmied von Herzogenbusen, gilt seit H Bartsch, P. gr. VI, p. 354, als der Träger dieses A? Ä jJC MonOgrammeS, wir erkennen aber darunter den 3T "<\ 7 •£ Maler Jcronymus Agnen, genannt Hicronymus I ' "*■ ' Bosche. Diesem Meister ist der vorhergehende T^T~><^<3> Artikel gewidmet, in welchem bereits erwähnt ist, . j \)\. jJ dass in neuester Zeit der Familienname des Künst- O/LmV lers entdeckt wurde, dass er nämlich J. Agnen heisse, woraus sich obiges Monogramm leicht erklären lässt. Es scheint aus den Buchstaben I Av zu bestehen und da auf einigen seiner Blätter auch noch das Wort „bosche" z 'i lesen ist, so kann man wohl ohne Scrupel Jeronymus Agnen van Bosche, d. h. van s'Ilertogenbosche, lesen. Die Zeichnung der Blätter mit diesem Monogramme wurde; von jeher dem Hicronymus Bos oder Bosche zugeschrieben, und Bartsch würde kaum Anstand genommen haben, das Zeichen auf diesen Künstler zu deuten, wenn er dessen Familiennamen gekannt, hätte. J. Agnen hat sicher einen Theil der Blätter, wenn nicht alle, selbst gestochen, und für A. du Hameel blichen demnach nur die Abbildungen des Iloliquariums und des Saeramont- häusohens, zu deren Entwurf er als Goldschmied und Ornamentist geeigneter seyn konnte, als .1. Agnen. Doch muss auch dieser Theil daran haben, da dessen Zeichen und der Name du Hameel's auf beiden Blättern vorkommt. Man möge auch glauben, dass der Stich von Letzterem herrühre, da dio alten Goldschmiede nicht selten auch in Kupfer stachen. Ihm aber fdlo Blätter zuzuschreiben, ist kein Grund vorhanden. Hätte du Hameel Theil an den übrigen Blättern, so würde er wohl auch seinen Namen beigefügt haben. Nur auf dem Blatte mit dem Elephanten Nr. 4 kommt, ftusser dem ersten Zeichen auch noch der Name HAMEEL vor, und dieses könnte wohl ebenfalls der Goldschmied gestochen haben, da die Figuren schlecht gerathen sind. Sein Verdienst besteht demnach in der Ornamentik. Bartsch beschreibt sechs Blätter, welche äusserst, selten, jetzt fast 'inauffindbar sind. Der Wichtigkeit wegen geben wir hier ein genaueres Vorzcichniss, als im Künstler-Lcxicon geschehen ist. Wir fügen auch "Wei Stiche bei, welche dem Verfasser des Peintre graveur entgangen sind, und als Supplement mögen auch die im vorhergehenden Artikel geschriebenen Blätter gelten. Hinsichtlich des Preises bemerken wir, dass R. Weigel im Kunstkatalog Nr. 18972 einen Bartsch unbekannten Abdruck des jüngsten Gerichtes auf 180 Thlr. werthet. 1) Die eherne Schlange, welche links auf dem Hügel erhöht ist. Rechts knieen die Israeliten in Verehrung, und in Mitte derselben hebt ein Priester die Arme. Im Vorgrunde liegen vier Männer auf der Erde von den Schlangen gebissen, und links bemerkt man einen Israeliten v om Rücken, welcher, mit dem einen Knie auf dem Boden, die Mütze 16 Initialen. A. Nr. 24. lüftet. In der Mitte oben steht das Wort bosche und das erste Zeichen. Die oberen Ecken sind mit Laubwerk ausgefüllt. II. 9 Z. 8 L. Br. ß Z. 11 L. 2) Das lezte Gericht. In der Mitte oben sitzt der Heiland auf dein Regenbogen, und stützt die Füsso auf die Weltkugel. In der Hechten lullt er die Palme, und neben seiner Linken schwebt das Schwert. Links in der Ferne führen Engel auf steilem Pfade die Auserwählten in den Himmel, noch aber kämpft ein Teufel mit dem Kugel um die Seele eines Erweckten. Heiter dem Berge schweben zwei Engel mit Posaunen, und auf der sie umgebenden Bandrolle steht: Ucc est dies quem fecit Dominus. Hechts gegen den Grund zu ist die Burg der Hölle, wo phantastische Tcufelsgostaltcn die Verdammten hineinziehen. Oben posaunen zwei andere Engel, und auf der Bandrolle steht: Surgile mortui. Venu« ad iudicium. Den Vorgrund nehmen zahlreiche Teufelsgestalten, phantastische Thiere und menschliche Ungeheuer ein. In der Mitte oben nach links steht: bosche und das Zeichen, wie oben Nr. 1. II. 9 /.Hr. 13 Z. 2 L. Weigcl kennt, wie oben erwähnt, einen äusserst seltenen und kostbaren ersten Abdruck vor der Ucbonirbeitung am Himmel rechts. Er stammt aus Durand's Sammlung. 3) Ein König zu Pferde mit ritterlichem Gefolge vor einer gothi- schen Kapelle. Von dem Balcon herab spricht ein Engel zu ihm, und am Eingänge der Capelle stehen vier Männer, welche in Ehrfurcht einen Greis mit cntblösstem Haupte betrachten. Dieser geht in das Gebäude, mit einem ornamentirten Stabe in beiden Händen. In der Mitte oben steht das Wort bosche und das erste Zeichen. IL 9 Z. 8 L. Br. 6 Z. 11 L. 4) Der Elephant mit einem Gebäude auf dem Rücken, in welchem Soldaten auf verschiedenen Seiten gegen angreifende Hotten kämpfen. In der Mitte vorn sitzt ein Soldat auf dem Ochsen, und ein anderer auf einem Löwen. Die Figuren sind alle sehr schlecht gezeichnet, wie man von J, Bos nicht erwarten sollte. Oben gegen rechts ist das erste Zeichen und der Name HAMEEL. An der Decke eines Thieres, auf welchem links vorn ein Bewaffneter sitzt, ist dieser Name wiederholt. Oben über der Fahne auf dem Schlosse, welches der Elephant trägt, steht: bosche. II. 7 Z. 4 L. Br. 12 Z. (?) 5) Die Abbildung eines Heliquienkasteus oder Sacramenthäuschcns im gothischeu Style mit Laubwerk verziert, ohne Figuren. Auf der Bandrolle des Fussgostelles steht: Deus est ex substancia patris ante seculo genilus et homo ex, substancia matris in seculo nalus. Links unten am gothischeu Pilastcr: Non desino. rechts : hameel. Oben ist der ganze Name des Alaert du Hameel mit dem zweiten Zeichen, und gegen unten liest man: shertoghenbosche. Das erste Monogramm steht ganz unten au der Basis des lloliquariums. Die Abbildung desselben besteht in drei Blättern, welche übereinander gelegt werden müssen, so dass das Ganze eine Höhe von c. 40ZI hat. Das untere Blatt ist 1GZ., das mittlere 12 Z. 3 L., und das obere mit der Spitze 12 Z. 3 L. hoch. Untere Breite 7 Z. 6 L., mittlere 7 Z. 6 L., obere 5 Z. 8 L. An der Basis ist das untere Blatt 9 Z. 6 L. breit, und zieht sich nach oben ein. 6) Zeichnung zu einem anderen gotbischen Sacramenthäuschen, wie sie von Goldschmieden gefertiget wurden. Rechts oben ist ein Theil desselben im Profil gegeben, und gegenüber steht der Name HAMEEL mit dem zweiten Zeichen. Die Form des Blattes ist das Hexagon, von einer Ecke zur anderen gemessen 14 Z. 2 L. hoch. Untere Br. 4 Z. 8 L., obere 3 Z. 4 L. Anhang zum Peintre graveur. 7) Der Apostel Petrus stehend auf einem Sänlenknauf mit Laubwerk. Er ist en face in den faltenreichen Mantel gehüllt, welcher die Initialen. A. Nr. 25—27. 17 rechte Hand des Heiligen nicht sehen lilsst. In der Linken hält er den Schlüssel, an welchem ein zweiter am Bande hängt. Rechts nach unten ftber dem Capitftle steht das dritte Zeichen. Dieses Blatt ist nirgends beschrieben, findet sich aber im k.' Caliinctc zu München vor. H. 9 Z. 6 'A L. Br. 3 Z. 8 L. 8) Kaiser Constautin an der Spitze seines Heeres. Der Zug geht nach rechts. In der' Mitte ist der Kaiser zu Word mit dem Zaume in der Rechten, wie er mit der Linien den Helm vom Kopfe nimmt. Sein Heer ist ebenfalls beritten und mit Lanzen versehen. Im Grunde links oben breitet sich die Stadt aus, und rechts am Himmel erscheint ein Engel mit dem Kreuze. In der Mitte unten sieht man einen Hund im Harnisch, der ein Pferd anbellt. Oben in der Mitte steht-der Name bosche und das vierte Monogramm. Dieses Blatt erwähnt schon F. Brulliot, Dict. de Monogr. I. 2, genauer beschrieben ist es aber im Catalögue des estampes anciennes de la Coli. Delbecq. Paris 1845, III. Nr. 19. II. 9 Z. Br. 7 Z. 2 L. «0. Unbekannt. Diese Zeichen findet man auf Oopien nach A. Dürer, und sie werden zuerst von Bartsch, P. gr. IX. t ,) p. 549, in Abbildung gegeben. Bartsch scheint X J^ yr JS^7o V- • ^ as nrst0 m ' t; ^ er Jahrzahl 1579 für jenes des ' ' Stechers zu nehmen, Brulliot I. 3 ist aber im T-3EJ1 Zweifel, ob es dem Kupferstecher oder dem Zeich- tJyiJ ner angehöre. Das A bedeutet sicher nur Afio, und das zweite Monogramm gehört dem unbekannten Copisten an. Dieser Meister hat die fünf Apostel nach A.Dürer von der Gegenseite copirt. B. Nr. 46 - 50. Doch trägt nur das Blatt mit St. Simon 56iuZeichen. Links ist das Monogramm IAB, und weiter unten A. 1579. H. nach dem mittleren Durchmesser 4 Z. 2 L. Br. 2 Z. 8 L. 26. Unbekannt. Heller, Monogr.-Lex. S. 2, legt dieses Zeichen j\ einem Kupferstecher bei, welcher nach A. Dürer gearbeitet hat. r£h\i In dem 1827 herausgegebenen Leben A. Dürer's weiss aber Heller jF\|| noch nichts von Blättern mit obigem Zeichen. Brulliot umgeht '■=5^ es, wir glauben aber nicht, dnss Heller das Zeichen erfunden hat. 27. Unbekannt. Diese Zeichen gehören einem deutschen ICupfer- -, Stecher an, welcher zu Anfang des 18. Jahrhunderts lebte. Jr\ ~P[ Sie erinnern an das zweite A, welches wir im Artikel des .Icronymus Agnen von Herzogenbusch Nr. 23 gegeben haben, die Darstellungsweise ist aber eine andere. Die seltenen Blätter, auf Welchen diese Initialen vorkommen, sind in der Manier des Allard Glftaszon behandelt, sie gehören aber diesem Meister wohl nicht an. Auch an A. Altdorfer ist nicht zu denken. 1) Julia Pratonier, junge Heldin in reich verzierter antiker Kleidung, nur Büste in Medaillon. Neben diesem sind zwei Krieger, und nnten links am Bande ist das erste Zeichen, qu. 12. Man findet diese Julia Pratonier auch in halber Figur dargestellt, ! >i derselben Kleidung mit verziertem Brustharnisch, und zwei Pfeile haltend. Dieses sehr fein gestochene Blatt erinnert an Etionne de Laulne, 8. 2) Ein altdeutscher Oavalier, sitzend an der Tafel, wo ihm eine junge Dame die Tasse reicht. lim ihn gehen Bandrollen, und oben sieht man undeutlich den Buchstaben A. Medaillon, Durchmesser 1 Z. 4L. Dieses Blättchen ist sehr selten, und gehört der frühesten Zeit des 16. Jahrhunderts an. 3) Ein junger reich gekleideter Mann mit Hut und Mantel am Tische, auf welchem Geld liegt. In seinem Mantel birgt er den Todtenkopf. Rechts und links ist eine Säule mit Genien und Ornamenten. 11. 3 Z. Br. 2 Z. 18 Initialen. A. Nr. 28-31. 4) Ein Kampf zweier Reiter und dreier nackten Kämpfer zu Fuss. Links haut der eine mit der Keule auf den Löwen ein. Medaillon. Durohm. 3 Z. Diese schönen Blätter sind ohne Zeichen, aber in der Weise der obigen' gefertiget. Sie könnten von Allart ('laaszen herrühren', besonders Nr. 3. Es finden sieh auch noch einige andere Stiche dieser Art. 28. Unbekannter deutscher Kupferstecher, welcher in der früheren HZeit des IG. Jahrhunderts arbeitete. Ob A. Altdorfer darunter zu verstehen ist, wagen wir nicht zu entscheiden. Im Oatalogtie des estampos. de la Coli. Delbecq. I, Nr. 224 wird ein Blatt beschrieben, welches den hl. Georg zu Pferd vorstellt, wie er, nach links bin reitend, den Drachen mit der Lanze durchbohrt. Im Grunde rechts kniet die Königstochter, und links unten ist ein Täfelchen mit dem gothisehen Buchstaben A, wie im genannten Catalogo angegeben ist, mit der Bemerkung, dass dieses Blatt nirgends beschrieben sei. IT. 120 m. Br. 78 m 29. Unbekannter deutscher Meister, welcher im 15. Jahrhunderte m lebte. Er gehört zur Glasse der Goldschmiede, bisher zeugt aber •* nur ein einziges Niollo von seinem Daseyn. Mau bat einige■ Abdrücke von der Blatte, welche Duchesno, Essai sur los nielles &c. Baris, 1826, beschreibt, wie folgt: Arabeske mit einem Kinde, welches unten auf der Säulenbase sitzt. Es hält mit beiden Bänden ein Ornament empor, und in der Mitte desselben zeigt sieh eine Art Urne. In der Mitte oben ist ein kleines Täfelehen mit dem gothisehen A. II. 1 Z. 6 L. Br. 5 L. Dieser anonyme Meister könnte mit dem vorhergehenden Künstler in Berührung kommen. 30. Unbekannt Dieses Zeichen gehört einem deutschen Kupferstecher an, welcher um 1560 gelebt hat. Bartsch, B. gr. IX. p. 239, beschreibt folgendes Blatt von ihm. Die Pattpertas, ein Weib mit dem leeren Topf in der linken, und einem Stock in der rechten Hand. Rechts am Steine steht: PATJPEBTAS, und unten das Zeichen. Gegenseitige Copie nach IT. Aldegrever, Nr. 113 bei Bartschi H. 2 Z. 7 L. Br. 2 Z. 1 L. Brulliot I. 580" glaubt, dass dieses Zeichen aus den Buchstaben AM bestehe, hi diesem Falle gehört unserm Meister auch das Monogramm an, welches deutlich ein M in A enthält, und auf einer Copie dos Blattes Nr. 29 vorkommt. Es stellt das TJrthcil des Salomon dar. S. an betreffender Stelle. 31. Andrea Marelli, Kupferstecher, angeblich Schüler des Giorgio MGhisi Mantuano, soll der Träger dieses Zeichens seyn. Nach ttf einer handschriftlichen Notiz des bekannten Marictte findet ' mau das erste Monogramm in einein Schriftbuche des Gio. FranceSCO Cresci da, Mila.no, und zwar in den Randvorziorungon. Brulliot I. Nr. 580" gibt das zweite Zeichen, und glaubt es ebenfalls dem Marelli beilegen zu dürfen. Es steht auf dem verzierten Titel folgenden Werkes: Tmagines et elogia virorum illustrium et eruditorum. Ex a.ntiquis lapi- dibus et numisniatilms — in bibliotheea Eulvi Vrsini. MDLXX. Komae, Ant. Lafreri formis, fol. Die Zeit passt allerdings auf A. Marelli, wir kennen aber nur Blätter mit dem Namen des Meisters, auf welche wir hier zur Prüfung aufmerksam machen, da sie zugleich zu den Seltenheiten gehören. 1) Das Schiff mit dem heil. Petrus, nach dem unter dem Namen „La Navicella," bekannten Mosaikgomäldc des Giotto von 1335 über dem Porticus des Vorhofes der St. Betcrskirche in Rom. Der Stich trägt ausser Marelli's Namen auch die Jahrzahl 1567, qu. fol. Initialen. A. Nr. 31-35. 19 Diess ist violleicht Copie nach N. Beatricet. 2) Erinnerungsblatt an den Besuch des Papstes in Venedig. Junxit cum Venotiis etc. A. Marelli sc. Rpmao 1572. H. 20'/, Z. Br. 14% 25. Auf diese beiden Blätter wird im Cabinct Sykes aufmerksam gemacht. 32. Unbekannt. Dieses Zeichen gehört einem holländischen Kunst- ,j£ r Verleger an, welcher wahrscheinlich auch Kupferstecher war. I~P- Man findet es mit dem Beisätze Exend, auf einem Blatte, welches «f? den Sommer vorstellt, und zu einer Folge von 4 Blättern mit den Jahreszeiten gehört. In kleinen Cartouchen unten stehen die Worte: VER, AESTAS, AUTUMNUS, IIIEMS, und oben sind die «eichen des Thierkreises. II. 1 Z. 9 L. Br. 3 Z. 3 L. 33. Unbekannter Medailleur, von welchem wir eine schöne Dcnk- if? münze mit dem Bildnisse des Albert Dürer haben. Oben steht: J- A. IMAGO, links \, rechts das gegebene Zeichen, und unten 1528. ™I Durchmesser 1 Z. 5 L. Man könnte das gothische A auf Albert Dürer beziehen, allein die darunter stehenden Zahlzeichen LV1 lassen sich nicht zusammenreimen. Es ist diess eine Sterbmedaille, welche in Kupfer ausgeprägt wurde. Sie erinnert an A. Abondio's Arbeiten. Mus. Mazzuchclli 41. 5, Doppel- mayr 14., Will I. 314. 3. 34. Unbekannt. (?) Das erste Buchstabenzeichen gibt Heller (Mo- ^ nogr.-Lex. S. 1), und legt es einem deutsehen Formschneider _^X jr hei, welcher um 1522 gearbeitet hat. Weiter unten erklärt ' er das zweite Zeichen ebenfalls als jenes eines deutschen Pormsehneiders des 16. Jahrhunderts. Wir glauben, dass von einem Und demselben Künstler die Rede sei, und zwar von jenem sächsischen Meister, von welchem sich nach Christ (Monograminen-Erklärung S. 16) sehr wohl gezeichnete Titelholzschnitte finden, nämlich in Leipziger Druckwerken uin 1519. Die Blätter sind nach seiner Ansicht im Style des Lukas Oranach behandelt, und auch Heller bemerkt in der Geschichte der Holzschneidekunst S. 112, dass der Meister mit dem ersten Zeichen loch 1521 in Sachsen gearbeitet haben könnte. Vielleicht handelt es sich um den Eormschneidcr Abraham Aller, welcher noch um 1536 für Buchdrucker Stöcke lieferte. Wir kennen aber auch einen Frankfurter ÜQrmschneider Namens Antony. Dieser Meister gehört ebenfalls der Schule des älteren Granach an. Seinen Namen verkündet ein Folioblatt, Welches den Kaiser Maximilian in der Kirche vorstellt. Der Priester t'elebrirt am Altare die hl. Messe, und links und rechts von demselben nimmt das Gefolge des Kaisers Platz. Unten ist Text aufgedruckt, und im Schlüsse steht: Anthony Formsehneider von Frankfurt 1518. 35. Unbekannt. Dieses Zeichen findet man auf einem Kupferstiche •TP in J. A. Zimrnermann's Seriös imaginum augustae domus Boicae. "^ • Monachii 1773 fol. Das Blatt enthält das Bildniss der Herzogin Barbara, der Tochter Albort III., welche 1474 als Nonne starb. Da in Joner Zeit nur selten ein Gemälde bezeichnet ist, und wir das Original- Semälde nicht gesehen haben, so bleibt es dahin gestellt, ob das Monogramm dem alten Meister angehöre. Die meisten Zeichen in dem genannten Werke gehören späteren Copistcn an. In diesem Falle könnte '"an unter dem gegebenen Monogramme den Alexander Abondio, angeblich Michel Angelo's Schüler, verstehen. Dieser Künstler wurde in München gewöhnlich Alexander genannt, und malte im Auftrage des Hofes Bildnisse. So mussto er 1582 zwei lebensgrosse Bildnisse älterer Worischor Herzoge malen, wobei ihm wohl gleichzeitige Bilder vorlagen, dieser Alexander Abondio war vermuthlich der Bruder des Medailleur 20 Initialen. A, Nr. 36—39. Antonio Abondio, welcher zu Prag und in Wien thätig war. Bin Herr von Delling bosass um 1750 die Bildnisse Alexanders und seiner Frau. 36. Andreas Trost, Kupferstecher, war in der zweiten Hälfte des i i ~jy 17. Jahrhunderts thiitig, und arbeitete meistens für JP^ ks\ , Büchhändler. Obige Zeichen findet man auf Blättern im Theatrum vitae humanae tripartitum, von Johann Weichard Valvasor 1680. Wir kommen unter dem Monogramm ATF auf ihn zurück. 37. Unbekannter Formschneider, welcher zu Anfang des 16. Jahrhunderts in Schwaben tbätig war. Er ist wahrscheinlich jener Monogrammist TA, von welchem Bartsch P. gr. VII. ]>. 487 eine Madonna mit St. Dorothea beschreibt. Dieses Blatt ist in Tübingen gedruckt. .Das folgende kennt Bartsch nicht. St. Johannes hält knicend den vom Kreuze abgenommenen Heiland in den Armen, während neben ihm Maria das Haupt des göttlichen Sohnes fasst, und ihre Tbränen trocknet. Zu den Füssen des Heilandes kniet Magdalena, und in der Landschaft des Grundes erhebt siel»-der Stamm des Kreuzes. Unten in der Mitte ist das Zeichen, und unter der Darstellung ein Gebet in vier Zeilen: 0 Maria ein gnadenreiche-------. Gedruckt zu Pfortzheim 1506. II. 11 Z. 5 L. Br. 8Z. 5 L. Der Abdruck, welchen wir gesellen haben, war an der Stelle des Monogrammes beschädiget, und somit könnte der erste Schenkel des A bis zum oberen Querstriche fortgeführt seyn. Wir kommen dosshalb unter dem Monogramme TA darauf zurück. 38. Giorgio Andreoll, Maler vonPavia, Hess sich 1408 in Gubbio nieder, und arbeitete da für die Majolica- Fabrik bis 1537. Mit dem Buchstaben A bezeichnete er aber nur seine frühesten Werke, später bediente er sich der Initialen MG, wobei er den letztöi) Buchstaben in abweichender liegender Form zeichnete. Fin ausführliches Werk über alte Mojolica- und PorzeUüu-Fnbrikate haben wir von J. Marryat, Collections towards a llis- tory of Pottery and Poreolain. Witb coloured plates. London 1850. Im Museum zu Frankfurt a. M. ist ein Altarwerk aus Gubbio, von Andreoli 1511 meisterhaft ausgeführt. Fs stellt die Madonna mit dem Kinde in Begleitung von mehr als hundert Figuren dar. 39. Unbekannter französischer Schmelzmaler, welcher in der t ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lebte. Man findet sein Zeichen auf einem Fmail im Mus6e de Cluny. Fs stellt den Leichnam des Heilandes auf dem Schoosse der Maria, eine sogenannte Pieta, vor. Zu den Seiten ist der Donator mit seiner Frau in landschaftlicher Umgebung. Graf L. de La- borde, Noticc des Fmaux. Paris 1852 p. 144, beschreibt dieses köstliche Email, und erklärt es entschieden für alt-französische Arbeit. Fs erinnert in der Auffassung der Figuren und im Machwerk an kleine Fmailbildor mit der Legende der hl. Valcria in der Oollectioii Germeau. Diese naiven Bilder sind wohl nach Miniaturen alter Handschriften gemalt. Die hl. Valeria war eine populäre Patronin von Li' moges, und daher haben wir unter obigem Zeichen einen der frühesten Meister von Limoges, welcher gleichzeitig mit dem alten Jean Pcnicaud seyn dürfte. Initialen. A. Nr. 40—44. 21 40. Hans Tegler, Steinmetz in Nürnberg, war um 1527 thätig. A^ Im germanischen Museum der genannten Stadt wird eine "* I Handschrift mit Zeichnungen aufbewahrt, worunter auch ►W • solche dieses IL Tegler sind, welcher sich des gogebe- -A. nen Handzeichens bediente. Vergl. Anzeiger für Kunde •^r^^^ y y^ rühren. Die Heimath dieses Meisters ist in Süd- I* ^^ HK deutschland zu suchen, bisher aber konnte der Name desselben nicht entdeckt werden. Ja man war sogar im Zweifel, oh das Monogramm ein A , oder vielmehr ein willkürliches Werkzeichen sei. Es kommt nämlich auch in Verbindung mit dein Buchstaben W u. s. w. yor, und bedeutet in dieser Beziehung einen Goldschmied, d. h. Aurifabcr. Französische Schriftsteller bezeichnen es öfters mit dem Worte Losange. Wir fanden eine alte Zeichnung eines Goldschmiedes, welcher in München gelebt haben muss. Dieses Blatt enthält einen 8 Zoll breiten Erics mit gothischem Laubwerk und Wappenschilden, welchen das alte herzoglich-bayerische Wappen zu Grunde liegt. Der Fries ist mit der Feder ausgeführt und kann verlängert werden, so dass er wahrscheinlich zur Verzierung eines Bechers oder eines anderen Gefässes benutzt Wurde. Diese Zeichnung trägt mit der Feder gezogen das erste Monogramm, und am Ilandc steht, anscheinlich von einer gleichzeitigen Hand geschrieben: Amhrosj. Aus alten Papieren der Künstlerzunft in Münzen kenneu'wir einen Goldschmied dieses Namens, welcher 1500 schon *1 den älteren Meistern gehörte. Er ist wahrscheinlich der Vater des Aftibros Gemlich von München, welcher 1530 den schönen Degen des Kaisers Carl V. in der Ambrascr Sammlung fertigte. Im Ladzettel v °n 1500 ist aber der Name des Goldschmiedos Amprossy geschrieben. Uonogrammlilon. 7 22 Initialen. A. Nr. 45. Bartsch, P. gr. VI. p. 53, zählt unsern Monogrammiston zu den Schülern des Meisters E. S. (gothisch), und auch Passavant, deutsches Kunstblatt I. S. 221, stimmt hierin hei. Der Meister mit dem gegehcnen /eichen, welchen wir Amhros ((iomlich) nennen möchten, copirte nach ihm die Blätter Nr. 1, 3 und 4, und die anderen sind ganz in dessen Weise ausgeführt. Auch hat er eine Platte desselben (Nr. 113) auf« gestochen, und dieser sein Zeichen beigefügt Ottlcy, Inquiry etc. IL 624 Drangt ihn mit dem Meister W, welcher dasselbe Zeichen beifügte, in Verbindung. Dieser Stecher arheiteto aber in anderer Weise. Bartsch beschreibt folgende Blätter: 1) Ein stehendes Weib in langem faltenreichen Gewände mit einem Banner in der Rechten, und mit der Linken einen Schild haltend (den herzoglich bayerischen), von vorne gesehen. In der Mitte unten das Zeichen. IL 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 5 L. 2) Eine stehende Königin, von vorne gesehen. Sie hat eine Krone auf dem Haupte, welches auch mit einer in zwei Spitzen sich endenden Haube bedeckt ist. In der linken Hand trägt sie das Scepter, und die andere ist an den Bauch gelegt. Links oben ist ein Wappenschild mit Itauten in einem Felde, wahrscheinlich die sogenannten bayerischen Wecken. Ohne Zeichen, aber nach Bartsch sicher von diesem Meister. IL 3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 6 L. 3) Der Löwe mit Schild und Eahne. Letztere erfasst er mit der rechten Tatze , und die linke legt er auf den Schild mit vier Feldern] Unten gegen rechts, zwischen dem Schilde und dem Schweife des Löwen, das Zeichen. Hl 3 Z. 7 L. Br. 2 Z. 6 L. 4) Das junge Einhorn, oder die Fabel von der Entstehung desselben , nach welcher es in der Wüste von einem wilden, mit Haaren bewachsenen Mädchen geboren wurde. Letztores sitzt auf einem Felsen, und schlingt den einen Arm um den Hals des Thieres, während dieses einen Fuss auf den Schooss der zärtlichen Mutter legt. Heber die alt- christliche Allegorie vom Einhorn s. eine andere Auslegung Frenze) in der Geschichte des k. Kupferstich - Cabinets in Dresden. Leipzig, R. Weigel 1854 S. 32. Links nach unten ist das Zeichen. IL 3 Z. 8 L. Br. 2 Z. 6 L. 5) Ein Hirsch, ein Spiesscr und ein Adler. Ersterer liegt mit dem Körper nach links, und hinter ihm steht der Spiesscr nach links gewendet. Der Adler schwebt oben in der Luft, fast in Mitte, des Blattes. Ohne Zeichen. Dieses Blatt scheint ein 'f heil einer Spielkarte zu seyn, und als III gedient zu haben. IL 3 Z. 5 L. Br. 2 Z. 4 L. 0) Das Blatt VI aus einer Spielkarte. Es stellt sechs verschiedene Tliicre vor. Oben fasst ein Affe den andern beim Ohre, und hält ihn am Stricke. Rechts ist ein Haasc, welcher den Affen am Kopfe kratzt. Unten greift ein Löwe den Bären an, indem beide auf den Hinterfüssen sich erheben. Links in halber Höhe frisst ein Eichhörnchen. Nach unten zwischen dem Löwen und dem Bären ist das Zeichen. IL 3 7j> 5 L. Br. 2 Z. 4 L. 45. Unbekannter Goldschmied, welcher gegen Ende des 15. Jahr- + hunderts in München geloht zu haben scheint, aber mit den 1 ■*»* vorhergehenden Meister nicht Eine Person seyn dürfte, da er ia einer andern Weise, arbeitete. Vielleicht ist das Monogramm auch kein A, sondern nur ein Werkzeichen. Man findet, doch nur selten, ein gestochenes Blatt mit obigem Zeichen, welches den hl. Georg vorstell'' Er steht gerüstet in der Mitte, und durchbohrt nach rechts gewende' mit dem Schwerte den Hals des Drachen. Letzterer liegt zu den Füssofl des Ritters, und erfasst mit der rechten Klaue das Schwert. Der Grund ist weiss. H. 7 Z. 6% L. Br. 6 Z. 4 L. Initialen. A. Nr. 46—48. . 23 i .Dieses Blatt hat das Ansehen einer mit dem Stiehel überarbeiteten yKhrimg, 'st aber ziemlich steif behandelt. Der Stecher gehört zu den Nachahmern uos Meisters E. S. (gothisoh.) von 1466. Das Blatt erinnert vrol l " i rtÖr S' e ftrbeitet6n Blätter des bekannten Figuren-Alphabets, fl. cicJics im k. Kupferstich-Oabinct zn München vorliegt. Die Darstellung stimmt mit der Beschreibung des St. Gcorgenbildes in der Oapolle des uoiiigcn welche in der alten Vestc zu München war, und beim Baue aar Kcsidenz unter Maximilian I. weichen musste. Dieselbe Darstellung ist auch in kleinem Formate gestochen, und wahrscheinlich nicht viel spater. 6 46. Unbekannt. Diese Zeichen legen Bartsch und Brulliot dem ""Ä" 51 ^/ Albert Altdorfer bei, sie weichen aber so sehr von *»> / Jr\- der gewöhnlichen Form seiner Monogrammen (Nr. 65) ab, dass man die Richtigkeit der Angabe bezweifeln mochte. Das erste Zeichen findet sich auf einer Landschaft, welche liartseh VIII. p . 67, Nr. 71 unter den Blättern Altdorfer's beschreibt. , ° lst radirt, aber in der Art, dass die Nadel zum Schneiden gebraucht q. 1 y ?\ scheint, und die Dienste des Stichels versehen musste. Im Styl« aber erinnert diese Landschaft an Altdorfer, und hat ein etwas grosseres Gegenstück, welches wieder ein abweichendes Monogramm hat, f l 8 Monogramm findet man auf Zeichnungen und Gemälden, n*h .''"«liehe und militärische Sccnen vorstellen. Weitere Notizen taoen wir im Künstlor-Lexicon. 7 * 24 Initialen. A. Nr. 49—52. 49. Unbekannter italienischer Meister, welcher zu Anfang des «jl, 16. Jahrhunderts gelebt zu haben scheint, und zur Ciasso der ^^ Goldschmiede gehören dürfte. An Alessandro Botticclli ist nicht zu denken, und auch Altobello arbeitete in einer anderen Manier. Der Meister A Nr. 14 könnte eher mit ihm in Beziehung stehen. Man kennt von diesem Künstler eine gegenseitige Copie des Blattes von Peregrini da Cesena oder Cesio, welches Bartsch P. gr. XIII. p. 209 Nr. 7 beschreibt, und „L'aigle offort au sacrifico" betitelt. Links steht ein nackter Mann mit Helm vor dem Altäre, wo die gegenüber stehende Frau dem Adler auf demselben die Libation bringt. Im Originale steht unten in der Mitte der Buchstabe V, die Copie ist mit A bezeichnet. H. 2'/ e Z. Br. 2 Z. Das Original ist kleiner. Bei der Auktion des Cabinet Sykes erwarb W. Y. Ottley diese seltene Copie für 1 L. 1 Sh. 50. Christoph Amberger, Maler, einer der rühmlichsten Nach- MDXVII. folger des Hans Holbein, findet unter CA. einen ausführlichen A Artikel, und daher bemerken wir hier nur, dass man auf alten . Zeichnungen den Buchstaben A auf ihn deute. Sie stellen Bildnisse vor, und sind mit Farben lavirt. Amberger stand als Porträtmaler in hoher Achtung, und die Zeichnungen mögen daher als Jugendarbeiten des Künstlers gelten. Unter Nr. 47 haben wir aber auch auf die Meister der Familie Abt aufmerksam gemacht, welche in dem Falle Berücksichtigung verdienen, als die erwähnten Zeichnungen nicht für Oh. Amberger stimmen. 51. Unbekannt. ? Das erste dieser Zeichen erklärte Christ S. 63 auf Michel Angelo Anselmi von Sicna, und andere wollten darunter einen Maler Anton Holm erkennen. Allein beides ist unrichtig; denn Anselmi kann nicht der Verfertiger des Blattes seyn, auf welchem das Monogramm vorkommt, da dieses die Jahrzahl 1590 trägt, während Anselmi's Blüthezeit um 1545 fällt. Ein A. Helm ist in der Kunstgeschichte unbekannt, so wie auch das Zeichen nicht in der Form vorkommt, wie Christ, und nach ihm Heller es gibt. Brulliot II. Nr. 2799 zeichnete daher den Helm richtiger, doch weicht auch dieser von jenem ab, welchen Frenzcl im Catalog Sternberg III. Nr. 827 in Abbildung beifügt, und den wir in Parenthese geben. Der Helm (le Hauberg) müsste mm den Familiennamen des Künstlers andeuten, und somit wäre das fragliche Zeichen höchst wahrscheinlich jenes des Malers und Kupferstechers Abraham Hogenbcrg von Antwerpen, welcher sich später in Cöln niederliess. Das Blatt mit dem gegebenen Zeichen stellt den Herkules im Zelte sitzend dar, und Omphale steht vor ihm. An den Helm schliesst sich das Wort Fccit mit der Jahrzahl 1590 und der Adresse: Caimox exe. fol. Die Composition ist von B. Spranger. Wenn aber A. Hogenbcrg dieses Blatt 1590 gestochen hat, so muss er ein sehr hohes Alter erreicht haben; denn der Künstler lebte noch 1653. Vgl. Merlo, Nachrichten von Cölnischen Künstlern, S. 185. 52. Unbekannter italienischer Goldschmied, welcher gegen Ende des 15. Jahrhunderts thätig war, und vielleicht mit dem Meister A Nr. 14 oder 49 in Beziehung steht. Man findet von ~~7[ ihm eine in Kupfer gestochene allegorische Darstellung f jt^ ~(y auf den ewigen Frieden nach dem Siege. Rechts steht — ; ------ eine weibliche Figur mit langen Haaren und seltsamem Kopfputz neben zwei Altären. Sie löscht mit einer Vase das Feuer auf dem einen derselben, und schürt die Flamme, welche aus der Pfanne Initialen. A. Nr. 53. 25 ü- lf ™ e . m . andere n Altäre schlagt. Hintor diesem Altäre hängt am Baume ein latelchen mit der Schrift: VOT ISX. Rechts bemerkt man ein Ge- imude, und links in der bergigen Landschaft eine Stadt am Flusse. Lieber die Brücke zu derselben reitet ein Mann, und hinter ihm schreitet A£'m'™? utl ' ager - An cinfim der Altilrc stellt: SPES PVBLICA PAX AU,iMiNA VICTORIA AVGVTI. In einer architektonischen Verzierung zwischen dem Altare und dem Weibe bemerkt man das Zeichen. H. 7 Z. 9 L- Br. 5 Z. 6 L. Brulliot II. Nr. 2798 möchte dieses Blatt dem Nicoletto da Modena ^Jfflp- Dieser war Goldschmied, und jedenfalls ist das fragliche Blatt I rodukt eines solchen. Allein auf Nicolotto kann man nur durch oi'o' Zw eige geführt werden, weil nämlich Bartsch P. gr. XIII. ?.'«?• PJ* XIH. Nr. 13 die Rosenzweige als Anspielung auf den Familiennamen desselben (Rosex) nimmt. Allein Nicoletto da Modena hat seine Blätter mit NM und NU bezeichnet, und der Buchstabe Ä spricht in keiner Weise für ihn. An Altobello ist ebenfalls nicht zu denken, na, die technische Behandlung mit den Blättern desselben nicht stimmt. Bhtt W( ' isn könnte der Goldschmied Amadeo der Verfertiger dieses Ion 1 SCyn ' an w(ncnen man 1,ci der Betrachtung der beiden Medail- s denken möchte, welche im Tresor de Numismatiquo et Glyptiquo, med. coulöos en ltalie, pl 11 und 15, abgebildet sind. Dieser Medailleur ' cll01n t mit dem Bildhauer Amadeo da Mifano nicht Eine Person zu seyn. ""»■ Adam van Oort, oder Andreas Alciatus ? Das erste dieser A Zeichen deutet man auf Adam van Oort, welcher nk von 1557-1641 lebte, und zu Antwerpen als Maler , a, i. , ' ~ »■ im Rufe stand. Der Buchstabe A mit der Jahrzahl iSfjf " 1^4 findet sich auf Zeichnungen, es steht aber im y . 'J Zweifel, ob sie von A. van Oort herrühren. Der , ^''tiger ist; wahrscheinlich Eine Person mit jenem Künstler, welcher s Zeichner oder Formschneider zur Illustration folgenden Werkes bei» lu »g: Oninia Andreao Alciati V. C. Emblemata —. Edit. III locuplcta. |vntvorpiae, Christ. Plantin 1581. 8. Dieses Werk ist mit vielen guten _ioizsclinitten und zierlichen Randleisten verschon. Mehrere tragen den iBuchstaben A in kleinerer Form. Dieselben Holzschnitte findet man »nch in einer Ausgabe von 1648, welche ebenfalls in der Offieina Plan- tmiana (Balthasar! Moreti) erschien. . Ein Formschneider der Officin des Christoph Plantin ist Antonius Sylvius, welcher sich aber gewöhnlich eines anderen Zeichens ediente. Wenn er daher auf diesen Blättern keine Ausnahme gemacht at ) so ist unter dem Buchstabon A wohl der Zeichner zu vermuthen. *is diesen möchten wir den A. Alciatus selbst ansprechen. Man findet amiich ein von Johann Sadelcr gestochenes Blatt, welches im Hintcr- wel^ °' nc ^ tadt > lm d ^'iks vorn eine Gruppe von Männern vorstellt, ichc der Statue der Isis ihre Verehrung bezeugen. Diese Göttin ist L 0luen i Altärchen auf dem Rücken des Esels dargestellt, und der Esof v. v^ c ^ d ' fi Zunge gegen die verehrenden Bauern. Hinter dem I ini e c ^ )t der Treiber den Stock, um das Thier in die Stadt zu treiben, -nies unten im Bilde steht: A. Alciati Auetor. Dadurch gibt sich AI- «Mi wohl a l s Zeichner kund. eine % Bncnstal) o Ä mit rter Jahrzahl 1599 gehört nach Clirist S. 63 j Kupferstecher an, welcher für Ilondius' Verlag nach Franz Floris Wftlr.li n llat Dieser Künstler ist vielleicht identisch mit jenem Stecher, eiciier an das A einen Helm fügte, und mit Abraham Hogcnbcrg a "ie Person seyn dürfte. Der Buchstabe A, freistehend, oder auf einem Täfelchen, findet sich mit v Holzschnitten, welcho um 1750 gefertiget wurden, und daher 1 obigen nicht verwechselt werden können. 26 Initialen. A. Nr. 64—59. 54. AgOStlno Veneziano erscheint liier unter einem ungewöhn- j\ Hellen Zeichen', da er sich immer der Buchstaben JV bediente. 13 Man findet diesen Buchstaben auf einem Kupferstiche, welcher den Evangelisten Matthäus auf Wolken vorstellt, wie er mit def Linken die Feder in das Tintenfass eintaucht, welches der neben ihm knieendc Engel hält. Unten an der Spitze Ufer Wolke steht * # Dieses Blatt ist von Agostino Veneziano gestochen, und gehört in vollem Zustande zu der Folge der Evangelisten, welche Bartsch Nr. 92 —95 beschreibt. Die Platte wurde später an den vier Seiten abgenommen, und bei dieser Gelegenheit fiel die Hälfte der Bezeichnung $Ai weg. Auch ein Thcil des Mantels, der Aureole des Heiligen, und dos rechten Armes dos Engels fiel weg. Die Bandrolle, welche im Originale der Engel hält, und die Wolken sind ebenfalls beschnitten. Diese Verstümmelung scheint Gr. B. Itossi vorgenommen zu haben, da das Blatt dessen Adresse trägt. Die ursprüngliche Blatte ist 9 Z. hoch, und 6 Z. 7 D. breit. 55. P. Alcock ? In der Sammlung des Hofmalers J. E. Stoinkopf Azu Stuttgart befand sich bis 1856 das Gurtelbild einer jungen hol- • ländischen Dame mit Spitzen, Krause und Spitzenmütze, ein schönes und zartes Porträt auf einer ovalen Kupferplatte von 3 Z. Höhe. Es ist links oben mit A. bezeichnet, und in der Weise des J. Mircvelt gemalt. Bilder dieser Art, und auch grössere auf Kupfer, malte ein P. Alcock. Dieser Meister gehört der holländischen Schule des 17. Jahrhunderts an. Sein Name wurde im Vaterlande vergessen. 56. Unbekannter deutscher Meister, welcher gegen Ende des A15. Jahrhunderts lebte. Man kennt ein sehr seltenes Blatt, welches ihm entweder der Zeichnung, oder dem Stiche nach angehört Es stellt die heil. Maria, Magdalena vor, wie sie stehend eine Vase in beiden Händen hält, und gegen rechts sich wendet. Die Einfassung bilden zwei Säulen mit gothischen Ornamenten. In der Mitte unten steht das Zeichen, für dessen Genauigkeit wir nicht einstehen. Da Berichtgehor fand es undeutlich, und construirtc nur muthmasslich den Buchstaben A. II. 3 Z. (i L. Bf. 2 Z. 5 L. 57. E. AtzelodcrAzel, Landschaftsmaler, welcher um 1670 blühte. A findet sich bisher in keinem Kiinstler-Lexicon, verdien' i Crvr aber eine ehrenvolle Stelle. Wir kennen jedoch nur ein ' paar Gemälde von seiner Hand, wovon eines mit den 1 Namen bezeichnet ist. Eine andere, sehr schön in Ocl gemalte Landschaft ist mit A. 1668. bezeichnet, und wahrscheinlich von diesem Atzcl Unter dem Buchstaben A. ist wohl nicht Aüo angedeutet. 58. Unbekannter Goldschmied, welcher in der ersten Hälfte des AI 6. Jahrhunderts lebte. Im Cataldg Bcynard III. Nr. 22 wir» . ein radirtes Blatt beschrieben, welches eine Vase mit Deckel und Henkel vorstellt. Den Hals bildet eine geflügelte Ejgur und ein See - ungeheuer, und die Bauchung ist mit Akanthusblättorn geziert. 59. Unbekannter Zeichner, oder Maler, welcher für die bei J. Odi' AA -p euvre erschienene Europo illustre, Paris 1755, gearbeitet ,,/>.l. hat. Dieses Werk besteht in acht Bänden mit Bildnisse»' welche von verschiedenen Künstlern gestochen wurden. Nach Zeich' nungen unsers A. haben Tardieu Als, und ein L. F. Portraite g e ' stechen. Initialen. A. Nr. 60—66. 27 "0. Johann Azelt, Kupferstecher, war um 1G50 in Nürnberg thätig. _ Kr hintorliess mehrere Blätter, welche in der gegebenen *^Sf*-t£. Weise und theils mich so bezeichnet sind, dass der Punkt ., '■ über dem A das / andeutet. Wir kommen demnach unter AI auf ihn zurück. "*• Asselin, PÖrzeliainm'älet. arbeitete in der zweiten Hälfte des _/^_ m^^ 1^- Jahrhunderts für die Manufactur in Sovres. Er ' z> malte I'ortraite, geschichtliche und allegorische Darstellungen &c. Zur Bezeichnung seiner Werke bediente er sich der gegebenen Buchstaben'. A"2. Unbekannter Kupferstecher, welcher zu Anfang des 17. Jahrhunderts thätig war. Wir kennen ein radirtes Blatt in der Weise • dcsE. Quellinus, welchos den Merkur vorstellt, wie er den Wächter der lo einschläfert. Leztcror steht rechts neben der Kuh am Baume, und links sitzt Merkur mit der Flöte. Tn der Mitte unten ausser der ■liinfassungslinie ist das Zeichen , gr. 4. Diess ist wahrscheinlich jener unbekannte A-, welcher nach Heller mn 1599 in den Niederlanden arbeitete. Heller nennt aber kein Blatt mit dem Buchstaben A. 63. Unbekannt. Dieser Buchstabe steht auf radirten Blättern nach a Zeichnungen von A. Watteau. Sie stellen ländliche Scencn, Sol- A daten, Modeflgureh' und verschiedene Phantasiebildcr vor ; und gehören in folgendes Werk: Figuros de dift'cronts characteres, de paysages et d'etudes dessinees d'apres naturc par A. Watteau. — Paris chez Audran et F. Oheron, gr. fol. Für dieses interessante Werk arbeiteten verschiedene Künstler, darunter B. und J. Audran, Aliamet und Avelinc. Welcher von diesen Meistern auf den Buchstaben A Anspvwm machen kann, ist uns unbekannt, aber wahrscheinlich einer «vi j r *' tl ' Ueber das genannte Werk s. Künstler-Lexicon, den Ar- "KCl des Antoine Watteau XXI. S. 173. "?• Jakob Abraham, Medailleur von Strelitz, stand über 50 Jahre ^^ a in Diensten des k. preussichen Hofes, und starb zu Berlin . f» 1800. Fr fertigte eine grosse Anzahl von Denlnnünzen, besonders solche auf die ürosstbaten des Königs Friedrich IL von i «süssen. Auch Medaillen auf berühmte Männer finden sich von ihm. uno solche mit dem Bildnisse des Sigmund van der Heyde, des Ver- woidigors von Kolberg 1760, ist besonders zu nennen. Schön ist auch ui.e DpnkmÜnze mit dem Bildnisse des Johann Friedrich Burg, des Direktors des theologischen Seminars in Breslau 1763. Auf mehreren P*idieses Künstlers steht der Buchstabe A. Er. ist der Vater OS Medailleurs Abraham Abramson, welcher als Künstler einen noch klieren Ruf genoss, Di >- Thomas Armstrong, Formschneidcr, übte in der ersten Hälfte A ües 19. Jahrhunderts in London seine Kunst. Er arbeitete meistens a ., s m üaturhistorischen Fache; ohne jedoch die figürliche Darstellung iailo / i(!SS011, I)as obi S° Zeicnen n ' nflet man nuf Blättern in: The is (or Qnadrupeds), aTragcdy for warm wcathor. London 1836, 8. "• John Allen, oder ein unbekannter Maler. Man findet höchst geist- /\ 179, r > reich radirte Blätter, welche landschaftliche Gegenstände cnthal- ■n ton. Einige stellen das Innere von Meierhöfen mit Figuren, Hütten, B p Um 8ruppon und andere landschaftliche Partien vor. Die meisten umeiy welche sich gegen 30 belaufen, sind mit Figurengruppeii, auch ■"»« ihieren und ländlichen Gerätschaften staffirt, qu. 12, 8 & 4. 28 • Initialen. A. Nr. 67—71. In der Auffassung sind diese Blättchen den Rembrandt'schen Landschaften sehr verwandt. Der Meister gehört der englischen Schule an, und lobte wahrscheinlich in Schottland. Jedenfalls machte er in diesem Theilo der britischen Monarchie seine geistreichen Studien. Er ist vielleicht jener ,T. Allen, welchen Fiorillo unter den zu Anfang unsers Jahrhunderts lebenden englischen Meistern rühmt. Allen malte niedliche Kinderstücke, und verschiedene andere idyllische Bilder. Nur auf einem Blatte steht ein Monogramm, welches anscheinlich aus JAV. besteht, aber wohl nur für IA zu nehmen ist. Mehrere Radirungen sind aber mit A. 1795 bezeichnet. Der Buchstabe A ohne Jahrzahl ist auch der Stempel eines englischen Kunstsammlers, Namens Allen. Er bezeichnete damit die Kupferstiche seiner Sammlung. Ob er mit dem Maler J. Allen in Verwandschaft stehe, wissen wir nicht. 67. Lord Aylesford bediente sich zur Bezeichnung der in seiner Sammlung befindlichen Zeichnungen und Kupferstiche eines Stempels in der gegebenen Form. Der Inhalt dieser Sammlung ist jetzt zerstreut. 68. Stempel eines unbekannten Kunstsammlcrs, welcher damit JV seine Blätter bezeichnete. Er scheint in England gelebt zu haben, *&£ vielleicht gegen Ende des 17. Jahrhunderts. 69. Unbekannter Maler. Dieses Zeichen fand Bruilliot I. N. 183] A . auf Landschaften und Ansichten von Seehäfen, welche vo» \£,, 3C einem deutschen Künstler gegen Endo des 18. Jahrhunderts radirt sind. Der genannte Schriftsteller glaubt, das Monogramm bestehe aus A. C. 70. Jan Asselyn, genannt Crabbetjc, Landschaftsmaler, geb. 1610, m i ^~T\ gestorben zu Amsterdam 166b ^ j i r i J Schüler des Jan Miol und Esaia s JLJj Im f~T] van '1° Veldo, malte er eine he- tf^f^ St ßl deutende Anzahl von Bildern in ^-f 1 ^^r M . C/V • der Weise derselben, und bc- ^r ■*" / ^r zeichnete sie mit den gegebenen Monogrammen. Perelle hat mehrere italienische Landschaften nü ( Ruinen nach ihm gestochen. Eine schöne Marine mit Figuren: Reli' quiae Danaum, — hat Beauvarlet's Adresse, gr. Fol. Sehr interessant ist auch die grosse Radirung von Boissieux, welche den Durchbrucl' des St. Antonius - Dammes bei Amsterdam 1661 vorstellt. Von E. d'Alton haben wir eine schöne Copie desselben Bildes nach P. Nolpc radirt gr. qu. fol. Auch C. A. Ciaessens, W. v. Kobell, P. A. Wakkerdaki J. Bemme u. A. haben nach ihm gestochen. Bei dieser Gelegenheit machen wir auch auf eine geistreiche R*' dirung aufmerksam, welche B,. Weigcl, Kunstkatalog No. 16,634, de* Asselyn zuschreiben möchte. Die Platte scheint verätzt zu seyn, liij daher sind die Abdrücke sehr selten. Altes italienisches Thor mit Anbau, und mit von Gesträuch bjj wachsenen Ruinen. Links ist Aussicht auf Ruinen in der Ferne, und im Vordergründe sitzt ein Mann auf dem Esel. In der Mitte gewahr 1 man, aber undeutlich, einige Figuren. II. 2 Z. Br. 3 Z. 7 L. Weigel werthet dieses Blatt, welches ausserdem am ersten noc' an Breemberg erinnert, auf 6'/j Thlr. 71. unbekannter Bildschnitzer, welcher in der früheren Zeit de 1 16. Jahrhunderts thätig war. Er fertigte die schönen Chol" Stühle in der St. Martins-Kirchc zu Landshut in Bayern. Di' Kirche war bereits 1473 in der äusseren Gestalt vollendet, döjl verflossen noch mehr als vierzig Jahre, bis sie im Innern her' Initialen. A. Nr. 72—77. 29 gestellt war. Die mit Basreliefs gezierten Chorstühle wurden erst im ib. Jahrhunderte gefertiget. In Landshut lohte um 1520 kein Bildhauer von .Bedeutung, in München waren aber zu Anfang des Jahrhunderts, }i U -l- nan }r ntlich 8 fi 8° n uic Mittei mehrere tüchtige Maler und Bildhauer cnatig) Unter letzteren nennen wir den Ulrich Astlingcr oder Acsslinger, aui welchen sich das Monogramm beziehen könnte. '*• Anton Tenzel, Maler von Ulm, arbeitete in der zweiten Hälfte i_.i'i|r**^ des 16. Jahrhunderts. Er malte Bildnisse und histo- '"/ I rische Darstellungen. Auch Zeichnungen finden sich L\ ^p von ihm. Diese Blätter tragen die Jahrzahlen 1580 «- / TL / t/fe - 1590. Die Nachkommen dieses Meistors nannten sich Dcnzcl oder Dänzel. V» Antoine Bonzonnet Stella von Lyon soll nach R. de Vcrloys ^->y^ I. p. 241 der Träger dieses Zeichens soyn. Der Sohn /Ty^f ( l° s Goldschmiedes Antoine Bouzonnet nahm er den Na- Q_S~f mon seines Oheims Jakob Stella an, und machte sich als .jj . Historienmaler bekannt. Wir wissen indessen nicht, ob l (| as Monogramm auf Gemälden, Zeichnungen oder Kupferstichen nue l ■PÖ Künstler starb 1682 im 48. Jahre. Francois Juste Sieurac, Miniaturmaler, wurde 1781 zu Cadix von französischen Eltern geboren, und gründete zu Paris neben dem berühmten Augustin seinen Kuf. Er malte Bildnisse in Miniatur und Aquarell, und hintcrliess auch Lithographion. Auf mehreren Werken findet man obiges Monogramm, welches ans den Buchstaben SV besteht, aber einem "'scünörkclten A gleicht. Sieurac starb zu Paris um 1840. '"• Ferdinand Landerer, Maler und Radircr, geb. zu Stein in rf : /m ^L Oesterroich 1743, gest. zu Wien als Professor an der 0 r\ /^? k.k. Militär-Akademie 1796. Sein Monogramm möchte V~^ ' *W« man für ein verzogenes A nehmen, besonders das ste, von Brulliot I. No. 9 gegebene Zeichen. Das zweite findet sich de ^". zcl ' s Catnlog Sternberg IL No. 2463, in welchem Radirangen -s Meisters beschrieben sind, deren einige das Zeichen des Künstlers a Scn._ Es handelt sich zunächst um eine Folge von 16 schönen Blattei? 1 mit , Gll( «'«kterköpfen. Auf dem Titel ist die Büste eines Mannes ml) lf r i ^ al,aks l'feife, und rechts zur Seite steht: Touto sorte de totes cn cuivre par ?'" 1 S0,lt mvontees par Mr. Martin Schmidt et ebauchecs s„i •', andorcr 1769. Lcypold exe. 8. Ein Theil der Blätter ist ohne und ohne Mo nach dem Kr< _h besonders ■>. 76. Blftf? U1U ^ °' lne Monogramm. Landercr radirte auch noch andere Phil ? ac ' 1 ( * cm Kremser Schmidt, worunter der Zauberer und der »osoph besonders zu erwähnen sind. Armand, Schmelzmaler, war in der zweiten Hälfte des 18. __^'jT" '^''ri'underts an der Manufaktur in Sevres thätig. Er malte "^»«Vo naturhistorischc Gegenstände, und bediente sich des gege- ^T bo "en Zeichens. '• Unbekannt. Dieses Zeichen findet man auf dem Bildnisse der Herzogin Anna von Niffcn, Gemahlin des Herzogs Stephan m 't der Hafte, in J. A. Zimmermann^ Series imaginum augustae und m T" 8 ßoicae ' Monachii 1773, fol. Die Herzogin starb 1380, ginal^Tvn t ^ c ^ a ' 10r n > cnt denken, dass das Monogramm auf dem Ori- aus "ri . !l ls . se r s tchc. Es bezieht sich wahrscheinlich auf einen Copisten Blatt» ? r ii t ^ rmmermann ' s i wenn nicht das Bildniss den radirten erndes Jost Amman entnommen ist. Ein altes Bild liegt zu Grunde. J\d 30 Initialen. A. Nr. 78—79. 78. unbekannter Kupferstecher. Von ihm haben wir eine grosse satyrischo Darstellung auf (las Luthertimm in drei gut radirten Blättern, welche nach der Breite zusammengefügt werden müssen. Links sieht man den Rachen eines Ungeheuers, und in demselben ein grosses Buch, welches 'vier Mönche tragen. Auf dem Buche stellt: UONS1LIEN, DEOBETEN, DECBETALEEN, CLEMENTINE EXTRAVAGANTES. Ueber diesem Buche sind mehrere allego- ▼ rische und satyrische Gestalten, und an der von ihm aussehenden Kette Männer jeden Standes gefesselt. Hechts sitzt der Papst vor einem offenen Buche mit der Schrift: OONSILIUM VON TItlENT. Links oben sieht man vier bekleidete Tbiere mit einem Notenblatte, auf welchem folgender Text zu lesen ist: Martini Luthen fraudes dam- narunt Ohristiani — Lupus voravit oves — Rex catholicus regiiat vivus —-Missus Lux alva spes nostra. In der Mitte oben schwebt der Engel mit dem flammenden Schwerte, und rechts erscheint Gott Vater in Wolken. Unter den Blättern ist gedruckter Text, welcher die mit Nummern versehenen Figuren erklärt. ,."«', Diese Darstellung kommt selten vor. Wir entnahmen die Notiz aus Brulliot's Dictionnaire des monogrammes II. No. 5. Der Künstler lebte in Holland, wo zu jener Zeit viele satyrischo Darstellungen in's Publikum kamen. 79 Jost Amman, Maler, Badircr und Formschneider, geh. zu ( . Zürich 1539, gest. zu Nürnberg 1591. (\ c >v_^ "k A Y Reich an Ideen und handfertig wie wenige ^^v} \D ^V A- <Ä- andere Meister, nimmt er unter den deut- s~\ a r^ •>. sehen Künstlern des 16. Jahrhunderts V_>fD '3*2, >A^J A^ K- eine der ersten Stellen ein. Doch ist hier nicht der Ort, dem Jost Amman ein Elogium zu schreiben, oder die Werke desselben aufzuzählen. Diese Mühe hat in neuester Zeit C Becker übernommen, dessen Monographie unter folgendem Titel erschien- .Tobst Amman, Zeichner und Formschneider, Knpferätzer und Stecher. Nebst Zusätzen vonR.Weigel. Leipzig 1854. Bartsch P. gr. IX. n 351 ff hatte nur einen geringen Theil der Blätter dieses Meisters verzeichnet, und die ausserordentliche Fruchtbarkeit desselben kann man" daher nur aus Bccker's Werk ermessen. Obige Zeichen findet man auf den Bildnissen der alten bayerischen Herzoge und Fürsten, welche J Amman auf 80 Blättern radirt hatte. Bartsch 1. c. p. 357 No. 9 mächt auf dieses seltene Werk nur summarisch aufmerksam, ist aber im'lrrthum, wenn er sa.gt, dass die Fürsten im Kniestück gegeben seien Die Figuren sind ganz, und im Grunde ist irgend ein historisches Ereigniss dargestellt, Iconographischen Worth haben diese Bildnisse im Allgemeinen nicht, da von den älteren Fürsten kein getreues \iibild vorhanden ist. Sie erscheinen meistens in phantastischen Rüstungen mit Wappcnschilden derselben Art. Zuweilen sind auch die Frauen der Herzoge beigefügt, von welchen dasselbe gilt. Nur die Fürsten aus der späteren Zeit dürften annähernd Porträt-Aehnlichkcit haben Uebrigens aber sind alle diese Blatter sehr schön radirt. Die meisten sind mit dem Namenszeichen Amman's versehen , doch gelten obice Monogrammen nur als Repräsentanten. Mehrere Blätter sind ohne' Zeichen, und nur eines ist mit /. A. signirt. C. Becker verzeichnet diese Bildnisse S. 81 No. 83, und nennt jeden Tierzog mit Namen, in dem vollständigen Exemplare des k. Kupferstich-Cabinets m München ist aber der kurze historische Text mit den Namen und der Rcgierungs- Zcit nur handschriftlich beigefügt. Auch ist kein Titelblatt vorhanden. H. 7 Z. 3—4 L., Br. 5 Z. 4-5 L. Initialen. A. Nr. 80. 31 Das eino oder das andere der obigen Zeichen findet man auch auf einigen Bildnissen der französischen Könige in dem Werke: Effigics rogum Fraucorum omnium &c. Cadatoribus V. Solis et J. Ammano. Noriborgae 1576. Bartsch IX. p. 291 No. 408—427, Becker S. 175 No. 81. Dieses Werk enthält 64 Blätter, wovon 20 von V. Solls gestochen sind. Die Bildnisse der französischen Könige sind in Medaillons dargestellt, und unter jedem zeigt sich ein historisches Ereigniss in einer Car- touchc. II. 4 Z. 5 L., Br. 2 Z. 11 L. Die oben gegebene Musterkarte von Monogrammen schien, uns nicht Überflüssig zu seya, da sie in keinem anderen Werke genan abgebildet, sind. Unter den Initialen /. A., sowie unter dem Monogramme /. A., kommen wir auf J. Amman zurück. 80. Antonius Sylvius nennen wir den geschickten Formschneider, ■>i dessen Monogramm auf den ersten Blick für A genominen /t werden kann, welches aber demnach aus AS bestehen ^/t (^/y* muss. Der Träger desselben arbeitete in der zweiten * Hälfte des 16. Jahrhunderts für Buchhändler, besonders A sf. für Christoph Plantin. Aus irgend einem Druckwerke der x /\. latt enthält sechs corinthische Säulen, welche zwischen die Abtheilungen des Frieses gesetzt werden können, wenn nämlich die Blätter der Länge "ach zusammengefügt werden. Es reichen aber die sechs Säulen nicht aus, und somit wurde die Hälfte auf einem anderen Blatte wiederholt. Das Formschnittwerk enthält demnach im complctten Zustande 12 Blätter. Das letzte mit drei Säulen hat das Monogramm des A. Andreani und m horizontal überlegten Grunde ist das Zeichen. H. 1 Z. Br. 11 L. Dieses Blatt ist äusserst selten. 6) Das nackte Weib mit dem Leuchter, halbe Figur, deren rechte Schulter und der rechte Arm nicht sichtbar sind. Das lange, vom Winde bewegte Haar geht nach rechts über den Leuchter hin, welchen sie mit ausgestrecktem Arme hält. Unter dem Leuchter ist das Monogramm. H. 1 Z. 4 L. Br. 1 Z. 1 L. Von diesem äusserst seltenen Blättchen findet man in Börner's handschriftlichen Collectaneen eine Durchzeichnung. 7) Eine fast von vorn gesehene, nach links gerichtete weibliche Halbfigur, mit fünf grossen Federn auf dem Barette. Ohne Zeichen, aber in der Weise Altdorfcr's, wie das folgende Blatt. H. 1 Z. 5 L. Br. 2 Z. 5 L. ? 8) Die Frau und der Fahnenträger, Kniestück. Die erstere, links gesehen, trägt ein Barett mit vier Federn, und auch der bärtige Fahnenträger hat lange Federn auf dem Hute. Hechts oben ist das Zeichen. H. 1 Z. 8 L. Br. 2 Z. 10 L. Dieses Blatt, so wie das obige, stammt aus der früheren Zeit des Meisters. Es gleicht jenem mit der Madonna von 1507, B. 15. 9) Ein kelchartiger Becher mit Deckel, auf welchem eine geflügelte Kugel ist. In Mitte des verzierenden Frieses mit zwei in Laubwerk ausgehenden Köpfen ist das Zeichen. II. ß Z. 10 L. Br. 4 Z. 2 L. 10) Ein Becher mit Deckel, auf welchem eine kleine Vase angebracht ist. Oben auf dem Knopfe bemerkt man drei Cherubimkopfe, und an der Leiste, wo der Deckel aufsitzt, ist das Zeichen. H. 9 Z. 3 L. Br. 4 Z. 3 L. 11) Ein Becher mit Deckel auf dunklem Grunde. Oben in der Mitte ■st das Zeichen, 1 Z. 7 L. vom oberen Bande der Platte entfernt. Ra- dirtes Blatt. IL 6 Z. 6 L. Br. oben 3 Z. 5 L., unten 3 Z. 3 L. Bartsch beschreibt von No. 75-96 eine Folge von 22 Blättern mit solchen Gelassen, welche ebenfalls von ungleicher Grösse sind. 12) Ein verziertes Feld mit einer Art Candclaber, welcher oben gut einem geflügelten Engelskopfe geziert ist. Rechts und links unter diesem gehen Füllhörner aus, und zu den Seiten des Candelabcrs windet sich Laubwerk in Form eines S. Unten sind Delphinsköpfe mit Arabesken. In der Mitte des Candelabcrs bemerkt man das Zeichen. H - 2 Z. 3 L. Br. 1 Z. 6'/i L. v Vgl. Ottley Noticcs No. 70, Heinecke I. p. 187, und R. Weigel, Kunstkatalog No. 6931. 13) Ein ähnliches Feld mit breiten Blättern, welche sich von links "•Uten nach oben winden, so dass in der Mitte ein grosses dreizackiges Watt der Breite nach sich zeigt. Links oben das Zeichen. IL 2 Z. 3 L. B r. 1 Z. 6% L. Ein solches Blatt findet sich im k. Kupfcrstich-Cabinet zu München. 14) Ein Ornament in Schellenform, vielleicht eine Balsambüchse, oben mit einem Ring, unten in eine Perle endend. Im Ringe ist das Wichen. H. 1 Z. 2 L. Br. 11 L. 42 AA. Nr. 87. 15) Ein verschlungenes Laubwerk mit einer Frucht. Unten rechts das Zeichen. H. 1 Z. 1 L. Br. 1 Z. 4 L. Aeusserst seltenes Blatt. 16) Landschaft mit einer Stadt und mit fernen Bergen. Links gegen die Mitte zu erhöht sich ein Baum auf Felsen, welche nach vorne abdachen und da mit Gesträuch bewachsen sind. Im Mittelgründe breitet sich die Stadt aus, deren Häuser auch nach vorn gegen rechts reichen. Auf dieser Seite ziehen sich Bäume die Anhohe hinauf, und drei kahle Berge sieht man am Horizont. An dem mittleren ist eine Burg, und links oben in der Ecke das sechste Zeichen. II. 6 Z. 4 L. Br. 8 Z. 7 L. Dieses Blatt ist in der Weise desjenigen behandelt, welches wir oben No. 46 unter dem unserm Künstler zugeschriebenen Monogramm A erwähnt haben. Zu den von Bartsch beschriebenen Stichen bemerken wir auch noch, dass es von No. 15, 21 und 26 neue Abdrücke gebe, da die Platten noch existiren. Das Bildniss des Dr. M. Luther, B. 61, ist das erste, welches in Kupfer gestochen wurde. Holzschnitte. 17) Der hl. Hicronymus im Schreiben begriffen. Hinter ihm ruht der Löwe. Höchst seltener Originalformschnitt. II. 2 Z. 9 L. Br. 1 Z. HL. 18) Die Madonna mit dem Kinde in einem Gewände mit Fransen und gestickter Achselverzierung. Das Haupt ist mit einem Tuche bedeckt, oben mit eingestickter Sonne. Kniestück aus der frühesten Zeit des Meisters. H. 6 Z. 9 L. Br. 3 Z. 7 L. Vgl. Wcigcl's K.-Catalog No. 19,737. 19) Der Sündenfall und die Erlösung des Menschen durch das Leiden und den Tod des Heilandes, B. 1—40. II. 2 Z. 8L. Br. 1 Z. 9 L. Die alten Abdrücke dieses seltenen Werkes sind auf compaktes, aber ziemlich feines Papier gemacht, und von grosser Reinheit der Schwärze. Einen Text fanden wir nicht vor. Die Zahl der Blätter gibt Bartsch bekanntlich auf 40 an. Im Jahre 1604 vereinigte der Buchhändler Georg Ludwig Frobenius (G. L. F.) 38 Blätter zu einem Stammbuche, und gab sie mit lateinischen Uebcrschriftcn aus der Bibel, und mit bezüglichen Stellen der Kirchenväter unter folgendem Titel heraus: „Albcrti Dureri Noriberg. Gcrman. Iconos sacrae, in historiam salutis humanae, per redemptorem nostrum Jesum Christum &c. Nunc primum c tonebris in lucem editae 1604,4." Es ist auffallend, dass Frobenius diese Blätter für Düror's Arbeit hielt, da fast ein jedes das Zeichen Altdorfer's trägt, und weder Zeichnung noch Schnitt an Dürer erinnert. Die neuen Abdrücke, welche auf der Rückseite keinen Text haben, sind auf roheres Papier gemacht, als die alten. Es ist aber ebenfalls ziemlich fest, doch lue Schwärze nicht so glänzend, wie in den sehr seltenen guten alten Drucken. Weigel werthet die neuern auf 10 Thlr. 20) Die St. Cassianskirche in Itegcnsburg, mit einer Prozession zur Statue der hl. Jungfrau. IL 20 Z. 6 L. Br. 14 Z. 6 L. Bartsch scheint dieses Blatt nicht für Altdorfer's Arbeit gehalten zu haben, es liegt aber jedenfalls eine Zeichnung desselben zu Grunde. Auch der Schnitt ist so gelungen, dass man die unmittelbare Thcil- nahme des Künstlers vermuthen könnte. Man muss aber nach einem alten Abdrucke urtheilcn. Die gewöhnlichen Exemplare stammen aus neuerer Zeit. 21) Die Marienkirche in Regensburg, welche 1519 nach der Vertreibung der Juden auf der Stelle der demolirten Synagoge erbaut wurde, wie links in lateinischer, rechts in deutscher Sprache angegeben ist. AA. Nr. 88. 43 Oben in dor Mitte ist das Bild der schönen Maria von Regensburg mit dem Kinde in der Glorie. H. 23 Z. Br. 18 Z. 6 L. Dieser seltene, in drei Blättern bestehende Holzschnitt wird zuweilen dem Altdorfcr zugeschrieben, von ihm rührt .aber nur die Zeichnung her, da er zugleich auch der Erbauer der Kirche war. In dem länglichen Ovale mit der schönen Maria bemerkt man rechts ein aus MO bestehendes Monogramm, unter welchem M. Ostcndori'er seinen Namen andeutete. Dieser Meister war um 1540 - 1550 in Regensburg thätig, und scheint demnach die hinterlassene Zeichnung des A. Altdorfcr beim Schnitte' benutzt zu haben. Die alten Abdrücke dieses Blattes sind selten. Die späteren kommen zuweilen in drei einzelnen Blättern mit gedrucktem Text vor. Zu den Seltenheiten gehören die alten Exemplare ohne Text. Zu den Blättern bei Bartsch No. 41, 43, 44, 45, 50, 53, 54, 57 bemerken wir, dass neue Abdrücke in A. v. Derschau's Sammlung alter deutscher Meister sich befinden. 88. Unbekannte, wenn nicht erfundene Zeichen. Der alte Mono- graminen-Sammlcr J. F. Christ (Auslegung der Monogramma- tum 1747 S. 71) wusste nach Tradition, dass man das erste Zeichen bald der Agnes Frey, der Gattin dos Albrecht Dürer, bald dem Philipp Adler Paticina beilegte, konnte aber keinen Grund für diese Erklärung finden. Gandellini II. p. 43 vorfiel wohl desswegen auf den Mechaniker Johannes Frey, den Vater der Agnes, und er stempelte dadurch denselben auch zum Formschneider. Damit aber die Agnes Frey doch nicht leer ausgehe, fügte Gandcllini III. 417 — 423 für sie das zweite Zeichen bei, welchem dann das dritte folgte. Die Agnes Frey wollte auch Malpe (Notices sur les gravurcs. Besancon 1807 p. I. No. 1) nicht umgehen, er entschied aber mehr für Philipp Adler Pati- c '»a, da dieser auch im Cabinet dor Sonderbarkeiten von Florcnt le Comte eine Stelle erhalten hatte. Papillon I. p. 143 will das von Christ Begebene Zeichen auf einem Holzschnitte mit St. Christoph von 1518, und auch auf andern xylographischon Blättern gefunden haben. Dann Wicht man auch von mehreren kleinen Kupferstichen, welche Wunder dos Heilandes vorstellen, und wegen ihres Alterthums geschätzt werden Sollen. Allein wir fanden keine Beschreibung von solchen Blättern. Den hl. Christoph mit dem Jesuskinde nennt zwar ausser Papillon auch Gandellini, sagt aber, dass ihn Adler Paticina gestochen habe (da fiSBo intagliato). Indessen könnte man suppliren: in logno. Und wirklich existirt ein Holzschnitt mit dem durch das Wasser schreitenden St. Christoph. Am Baunistamme ist ein ähnliches Zeichen, welches aber dem Albert Altdorfcr angehöret, Das Blatt trägt die Jahrzahl 1513, und wird von Bartsch No. 53 beschrieben. Dieser Altdorfer'scho Holzschnitt erklärt wohl das Riithsel. Aus dem von Florcnt le Comto erwähnten Paticina wird ein Pa- tricius, sei es von Nürnberg, wie Malpe meint, oder von Augsburg. Der Patrizier Philipp Adler war wirklich Künstler, vermuthlich Bildhauer und Goldschmid. Heller (Geschichte der Formschneidekunst S. 107) 'st im Irrthum, wenn er angibt, dass D. Hopfer ein Altarblatt, welches Adler fertigen licss, in Kupfer gestochen habe. Der von D. Hopfer ^fertigte Stich stellt auf zwei Blättern ein Sakramenthäuschen vor, "ut dem Christusknaben unter Kindern mit ihren Erziehern. Unten steht: Hoc opus feeit Philippus Adler Patricius 1518. Bartsch besehreibt dieses Blatt No. 21 des Werkes von D. Hopfer, hat aber die 44 AA. Nr. 89 — 91. Inschrift übersehen, oder einen Abdruck ohne dieselhc vor sich gehabt. Unter No. 20 beschreibt er ebenfalls ein Blatt mit einem Sakramenthäuschen , und No. 17 einen Reliquienkastcn, wahrscheinlich nach Ph. Adler. Während nun Agnes Frey als Künstlerin vom Schauplätze für immer sich entfernen muss, so ist wenigstens Ph. Adler berechtiget, denselben zu behaupten. Eine andere Frage ist aber, ob er Kupferstiche und Formschnitte hinterlassen habe. Seulpturon könnte der Künstler allerdings mit einem gothischen A bezeichnet haben. 89. Andreas Achenbach, Landschafts- und Genremalcr, wurde 1814 in Casscl geboren. Auf der Akademie in Düsseldorf zum Künstler herangebildet, besuchte er später München, und begab sich von da aus nach Italien, um die Denkmale 1 8 NM 3 1 AA c * er Kunst jenes Landes, und die landschaft- ■ liehe Sccncric des südlichen Himmels zu schauen. Achenbach machte in Born und in X andern Gegenden Italiens reiche Studien, und führte auch viele Gemälde aus, welche zu den Hauptwerken der neueren deutschen Kunst gehören. Seit Jahren lebt der Künstler wieder in Düsseldorf, wo er noch gegenwärtig einen ungeschmälerten Huf behauptet. Seine Werke sind sehr zahlreich, und Zierden in öffentlichen und Privatsammlungen. In der früheren Zeit bediente sich dieser berühmte Meister häufig eines Monogramms, und auch auf späteren Gemälden, Skizzen und Zeichnungen steht zuweilen ein Namenszeichen in der gegebenen Form. Auf anderen Bildern und Zeichnungen steht der gothische Buchstabe A- Freunde von Original - Lithographien und Radirungen machen wir auf folgende geistreiche Blätter aufmerksam: 1) Seestück mit bewegter See und felsigem Ufer: Fantasie von Achenbach. Lith. 1840, gr. qu. fol. 2) Der Strand von Schoveningcn. Lith. in Tondruck, qu. fol. 3) Norwegische Landschaft mit Wasser und Hütten. Oben rechts: A. Achenbach 1839. Düsseldorf. Badirt. H. 4 Z. 10 L. Br. 7 Z. 8 L. 4) Scheveninger Fischweib; Badirt 1839; mit dem dritten Zeichen. H. 7 Z. 3 L. Br. 4 Z. 9 L. 5) Die Blätter in den Werken : Lieder eines Malers mit Bandzeichnungen seiner Freunde (von R. Reinick). Düsseldorf 1838, gr. 4, und: Album deutscher Künstler in Original - Radirungen. Düsseldorf, J. Buddeus 1839 fl'., qu. fol. 6) Zug der Düsseldorfer Künstler, karrikirtc Portrait« in ganzen Figuren, 1837. Vier Blätter in gr. qu. Fol. Sie bilden einen Fries. Das Werk ist von Achenbach selbst lithograpbirt, in Tondruck, und kommt sehr selten vor. 90. Unbekannt. Brulliot I. 14. sagt, dass man dieses Monogramm ^"^ auf historischen Zeichnungen finde, und dass es / ■ 1 / von einigen Schriftstellern dem Maler Archardta //\\ f'JU'J zugeschrieben werde. Einen Maler dieses Na- U **. ' / / mens kannte Brulliot nicht, und auch wir fanden kein Werk mit. diesem Namen, welcher corrumpirt zu seyn scheint. 91. Unbekannter Formschneider. Dieses Monogramm entnehmen __ » wir einem Verzeichnisse von Holzschnitten, Kupferstichen &c, f^y\ welche 1845 J. W. Hebel in Nürnberg zum Verkaufe ausbot. J. Z \. E3 g^jj,. au f e jügn] Holzschnitte, Welcher die 12Tafelgesctze vorstellen, und in der Compositum an die Kunstweise des Merian erinnern soll. Wir bemerken indessen, dass die Angaben in dem gc- AA. Nr. 92-94. 45 t nannten Cataloge öfters der Kichtigkeit ermangeln. Ein Blatt dieser Art kam uns nicht vor. »2. Antonio Fantuzzi da Trento soll nach Bartsch der Träger K-jj, dieses Zeichens seyn, so dass man nicht AA , sondern ANTF ^J^rk** lesen muss. Bartsch giht es auf der Monogrammentafel zu B. XVI. No. 2, und es ist wohl kein Zweifel, dass ein Blatt mit demselben vorkomme. Aus dem Verzeichnisse der Radirungen des A. Fantuzzi geht aber nicht hervor, wessen Inhalts das Blatt mit dem gegebenen Monogramme sei. Wir haben es nicht vorgefunden, obgleich im k. Cabinete zu München die Meister der Schule von Fontaincbloau stark vertreten sind. Uobrigens zweifeln wir nicht an der Richtigkeit des Peintre graveur. Bas gewöhnliche Monogramm Fantuzzi's besteht aber deutlich aus den Buchstaben ANT und ANFT, wie unten an der Betreffenden Stelle zu ersehen ist. Dass A. Fantuzzi nicht mit dem Formschneider Antonio da Trento v erwechselt werden dürfe, haben wir oben unter No. 17 nachzuweisen gesucht. 93. Maximin Weisshöck? Auf den ersten Blick sollte man glauben, dieses Zeichen bestehe aus den Buchstaben AA, und desswegen möchte es wohl Brulliot 1. 577. dem Albert Altdorfer zuschreiben, obgleich es in seinem Dietionnaire des Monogramme^ unter AM. zu suchen ist. Auch wir sind bemüssiget, das Monogramm unter «!i wieder einzuschalten, da es sicher aus diesen Buchstaben zusammengesetzt ist. Brulliot fand das erste der gegebenen Zeichen auf dem Bildnisse °ines jungen Mannes, welches ihm ganz in der Weise des A. Altdorfer Semalt schien. Das zweite Zeichen, welches sicher demselben Meister angehöret, fanden wir auf einem Gemälde, welches ebenfalls das Bild- n iss eines schönen jungen Mannes vorstellt. Kr hält einen Brief in der Hand, mit der Adresse : An Jfrant Iloppcnach. Anno Dno. 1530. Statt des Siegels hat das Couvcrt des Briefes das zweite Zeichen. Dieses Portrait ist auf Holz genialt. und zwar vollkommen in Ilolbein's Manier. Wir glauben, dass es jenes des Malers sei, und dass dieser mit dem «Taler Maximin oder Maxing in der k. Pinakothek zu München Eine Person seyn dürfte. Das Gemälde in der genannten Pinakothek stellt "'0 Schreibstube eines Verwalters dar, welchem die Bauern ihre Absahen entrichten. In der Malweise stimmt es mit dem Bildnisse des Jungen Mannes mit dem Briefe, welches im Besitze des Malers Löhr "i München ist. Man hat schon öfters bedauert, dass man den Maximin nur als Meister des Hans Rudolf Manuel Deutsch, und durch das Bild in «tünchen kenne, wir glauben aber, dass er auch unter den obigen Monogrammen verborgen sei. Ferner halten wir diesen Meister mit Maximin Weisshöck, welcher 1536 seinen Namen in das Buch der Zunft sum Himmel in Basel eintrug, für Eine Person. Dieser Weisshöck dürfte dann der Zeichner jenes Holzschnittes mit der Bekehrung des Paulus seyn, welchen Bartsch IX. p. 434 beschreibt. Dieses Formschnitt- *erk besteht in drei Blättern, deren jedes die Initialen MW trägt. Unter MW. werden wir noch einige andere Blätter von diesem Meister nennen. 94. Unbekannter Zeichner. (?) Wir reihen hier nach dem Vor- .5*/T S an 8 c yon Bartsch, Brulliot und Heller dieses Monogramm .jfVj" unter AA ein, da diese Buchstaben herausgefunden werden , können, glauben aber, dass es sich nur um den Buchstaben JW "andle, und dass der Querstrich ohne Bedeutung sei. Bartsch P. gr. XIII. 46 AA. Nr. 95-96. p. 249 fand es auf einem Holzschnitte mit St. Hieronymus, und Brul- Hot I. No. 46 auf einem zweiten Blatte, welches die drei Grazien vorstellt. Ausser dem gegebenen Monogramme tragen diese Holzschnitte aher auch noch die Initialen /. B. mit einem Vogel, und es fragt sich nun, welcher von beiden Meistern der Zeichner, und welcher der Formschneider sei. Brnlliot glaubt, dass der Meistor /. It. mit dem Vogel der Erfinder sei, wir halten aber den Monogrammisten M für denselben, welcher wahrscheinlich Benedctto Montagna ist. Wer HM lesen wollte, könnte auf Hieronymus Mocctto rathen, da es ausser Zweifel ist, dass auch dieser Meister in Holz geschnitten habe. Unter M. kommen wir auf die erwähnten Blätter zurück, da derjenige, welcher das Monogramm nicht in AA zerlegt, unter M vergebens suchen würde. 95. Luigi Acquisti, Bildhauer, geb. zu Forli 1744, gest. zu Bologna 1824. Ucbcr diesen Meister haben wir im Künstlcr- TiCxicon Nachricht gegeben, und dabei verschiedene Werke aufgezählt, welche sich in Kirchen und Palästen finden. Einige sind mit dem gegebenen Monogramme bezeichnet, ■ welches demnach Aloisius Acquisti zu lesen ist. 96. Andrea Appiani, von seinen Zeitgenossen Maler der Grazien » a genannt, stammt aus einer adeligen Familie, und wurde 1754 /V A zu Mailand geboren. Als armer Jüngling wählte er die Kunst / A \ zum Broderwerbe, sie sicherte ihm aber in kurzer Zeit auch ■*-**- ^-einen glänzenden Ruhm. In den Palästen Mailands sind viele schiine Frcscomalereicn von seiner Hand, wovon jene des ehemaligen Palais des Vicckönigs die Grossthaten des ersten Napoleon verherrlichen. Kaiser Napoleon I., und Prinz Eugen waren seine Gönner, und als sie vom italienischen Schauplatze abgetreten waren, rückte für Appiani die Zeit der Nahrungssorgen heran. Mehrcrc Frcskobildcr sind mit dem Monogramme des Künstlers bezeichnet. Man findet es auch auf Gemälden in Oel, deren Inhalt theils aus der biblischen Urkunde, thefls aus der Mythologie geschöpft ist. Unter dem Monogramme steht gewöhnlich die; .Jahrzahl. In den Oelbildern ist die Färbung weniger glänzend, sie haben aber einen eigenthümlichen Keiz, da auch die Schönheit der Form das Auge besticht. Diess ist auch mit den Bildnissen des Künstlers der Fall, mir entbehren sie der Ähnlichkeit, da Appiani idealisirtc, und darüber die strenge Charakteristik umging. Er gehört noch der alten akademischen Richtung an, und seine Werke können daher vom Standpunkte der neueren Kunst nicht beurtheilt werden. Wir haben im Künstler-Lcxicon I. S. 147 seine Hauptwerke aufgezählt. Die Fresken im k. Palaste zu Mailand hat F. Rosaspina von 1812 — 22 auf 32 Blättern gestochen. G. Garavaglia stach 1836 das berühmte Bild in Alzano, welches Jakob und Rachel vorstellt, gr. roy. fol. J. Bornardi brachte ebenfalls ein gepriesenes Bild in Kupfer, jenes der Jünger in Emaus, qu. imp. fol. M. Bisi stach eines jener Bilder, welche dem Appiani den Ruf des Malers der Grazien erwarben. Es stellt die Venus vor, wie sie den Amor umarmt, fol. Bisi wollte 1820 eine Gosammtausgabe der Werke dieses Meisters veranstalten, sie hatte aber keinen günstigen Fortgang. A. Appiani hat auch einige Blätter radirt und lithographirt. Auf einer Radirung mit Pallas und einem Genius steht: Appiani fcc., 8. Von zwei in Kreidemanier lithographirten, sehr seltenen Blättern stellt das eine den Kopf eines Kindes, das andere jenen eines Jünglings vor, 4. AA. Nr. 97 — 98. 47 "'• Hendrik van Avercamp, genannt de Stomme van Campen, soll \A . sich nach Brulliot I. No. 16 des ersten Zeichens /7C\ /yV bedient haben, was uns zweifelhaft scheint, da ■*-*- p -Z-A. V. • das gewöhnliche Monogramm dieses Meisters aus "• A. besteht, und das zweite Zeichen auf Malwcrken vorkommt, welche MGHer nicht von Avercamp herrühren. Dieser um 1640—1663 blühende Künstler malte Landschaften mit Figuren und Vieh. Man findet auch treffliche Zeichnungen von seiner Hand, welche theils mit der Feder, theils in schwarzer Kreide behandelt sind, und höher geschätzt wurden, a 's die Gemälde, da diese mit der Zeit in der Färbung sich verändert haben. . Alexander Adrtansen, auch Ädrianszen oder Adrieansscn genannt, Wdetc sein Monogramm ebenfalls aus zwei in einander gestellten A. Er behauptet unter den Meistern, welche das Fach des sogenannten Stilllebens bearbeitet haben, eine hervorragende Stelle. Er malte Blumen, Früchte, Fische, Vasen mit Basreliefs nach Art des Marmors u - dgl. Ädrianszen wurde um 1625 in Antwerpen geboren. Anton Andrlessen von Amsterdam, welcher von 1746 — 1813 lebte, bezeichnete in seiner früheren Periode einige Gemälde mit dem zweiten Monogramme. Er malte Landschaften mit historischer Staffage, und auch Scenen aus dem Volksleben. Zuweilen staflirtc er die Gemälde Seines Bruders Jurian mit Figuren, und deutete seine Mitwirkung durch das Monogramm, oder die Initialen A. A. an. Johann Adam Ackermann bediente sieh in seiner früheren Zeit !?ines ähnlichen Monogramms auf Landschaften in Oel und Aquarell, wi Jahre 1781 zu Frankfurt am Main geboren, war er daselbst längere *1»t thätig, und erhielt dann 1832 die Stolle eines Hofmalers des "fossherzogs von Hessen. 98. Albrecht Adam, Schlachten- und Genremaler, wurde 1786 zu AA A A Nördlingcn geboren, und mit entschiedenem Talente _//W /l\. begabt betrat er eine Bahn, welche ihn zum Ruhme . ' *- *■ t y/iV führte. Wir müssen uns aber hier kurz fassen, da er bereits im Neuen allgemeinen Künstlcr-Lcxicon I. S. 15 eine ausführ- ' lc ]ic Stelle behauptet. Dazu sei nur bemerkt, dass Adam in der neuesten ~Mt die Schlachten der Oestcrreichor unter Marsehai Radetzky in Itabon gemalt habe, bei welcher Gelegenheit er auf dem Felde der Kunst y r den erwarb. König Ludwig von Bayern wies den grossen Bildern der Schlachten von Custozza und von Novara in der neuen Pinakothek Zu München eine Stelle an, und in einem fernen Cabinct erscheint auch Graf Radetzky zu Pferd. Auch die von Adam gemalte Erstürmung der Düppler Schanzen wurde auf Befehl des Königs in der Pinakothek ^'gestellt. Die Gemälde dieses Meisters sind sehr zahlreich, doch nur einige der früheren Bilder sind mit den beiden ersten Zeichen, nnd auch mit den Initialen A. A. versehen. Sic bestehen in Jagd- und ^lerdestückcn, so wie in militärischen Scenen. Das dritte Monogramm findet man auch auf geistreichen Radirungen, Welche ebenfalls aus der früheren Zeit des Künstlers herrühren. An- jwro Blätter tragen ein aus AS gebildetes Zeichen, welches an der "treffenden Stelle vorkommt. ., 1) Fuhrleute, welche mit fünf Pferden auf der Strasse um den SMS herumfahren. Der Wagen ist rechts nicht sichtbar, und auch , as hintere Pferdepaar erscheint nur mit dem Vorderleibc. Das vor- ersto Pferd ist zu Boden gesunken, und wird von einem Manne aufgezogen. Das Zeichen bemerkt man rechts unten. IL der Platte d ^ 3 L. Br. 4 Z. 1 L. 48 AA. Nr. 99-102. 2) Ein Wagenpferd nach links hin ziehend. Es ist an einen Strick gespannt, den Wagen aher, welchen es zieht, sieht man nicht. In der Feme sind Bäume, und rechts ein Gebäude. Unten links steht das Monogramm. II. der Platte 3 Z. 5 L. Br. 4 Z. 1 L. Unter dem Monogramme AS zählen wir andere Blätter dieses Meisters auf, so dass sich beide Artikel ergänzen. Ein Vcrzcichniss der lladir- ungen des A. Adam fehlt bisher. 99. Abraham Aubry, Kupferstecher, Pctcr's Bruder, arbeitete um a a 1650 in Strassburg, 1G53 in Frankfurt am Main, und / X\ AA Hess sich dann in Cöln nieder, wo einige seiner nicht ... v *■ •""■ ■ sehr bedeutenden Blätter als interessante Seltenheiten geschätzt werden. Er soll noch 1682 in Cöln gelebt haben. Merlo, Kunst und Künstler in Cöln S. 25, beschreibt eine Anzahl seiner Blätter, deren einige mit dem Monogramme versehen sind. Wenige tragen die Initialen A. A. Folgende sehr seltene Werke kennt Merlo nicht. Sie enthalten die interessantesten Blätter von A. Aubry. 1) Neues Ziratonbuch den schreinern Tischlern oder Künstlern und Bildhauern sehr dienstlich. Durch M. Friedrich Unteutsch statt schreinern zu Frankfurt am mein —. Zu finden in Nürnberg Bey Paulus Fürsten, 4. Dieses Werk enthält 50 Blätter von A. Aubry. 2) Neues Zieratenbuch Ander Theil durch Meister Friedrich Unteutsch &c. Nürnberg bei P. Fürst. Abraham Aubry fecit, 4. Diesel" Theil enthält 25 Blätter. 100. Alessandro Alberti, Maler von Florenz, war um 1570 — 80 AA thätig. Er gehört zu den Nachahmern dos Parmegianino. Wir JJ\x haben ein radirtes Blatt nach seiner Zeichnung, welches die hl. Familie vorstellt, halbe Figuren. Das Jesuskind umarmt die Mutter, und rechts stützt sich Joseph auf den Stock. Hinter der Maria bemerkt man den Kopf einer anderen Figur. Rechts unten ist das obige Zeichen, und links ein aus GTM bestehendos Monogramm, welches wahrscheinlich Teodora Ghisi Mantuano bedeutet. Für den ersten Blick nimmt man aber dasselbe ii\r AGM. Der erste Buchstabe hat die Form des gothischen A. Dem Adamo Ghisi Mantuano scheint das Zeichen nicht anzugehören. II. 7 Z. 2 Z. Br. 5 Z. 6 L. 101. Unbekannter deutscher Meister, welcher in der ersten Hälfte aa des 16. Jahrhunderts lebte. Bartsch P. gr. VIII. p. 540, be- ^»•»■V schreibt ein Blatt von ihm, welches gut gestochen ist, aber doch keinen Kupferstecher von Profession verräth. Nach seinem Namen wird man sich wohl vergebens erkundigen. Das erwähnte Blatt stellt eine sitzende Frau mit dem Kinde an der Brust vor. Sie hat eine helmartige Kopfbedeckung, und wir glauben daher nicht, dass der Künstler eine Amme im Sinne gehabt habe, wie Heller meint. Unten gegen rechts steht das Zeichen. H. 2 Z. 7 I* Br. 1 Z. IO'/i L. 102. Unbekannter Meister (?). Unter diesen Zeichen wird man auf den ersten Blick zwei A vermuthen, welche zugleich auch das M bilden. Allein das Monogramm besteht aus den Buchstaben lUJf, und soll dem Goldschmied und Medailleur M. Hafner angehören, welcher um 1690 in Augsburg thätig war. Hafner radirte und stach eine Folge von sechs Blättern mit Laubwerk und Blumen als Muster für Goldschmiede. Sic dienten zur Verzierung von Uhrgehäusen, Schmuckkästchen &c. Auf dem ersten Blatte steht: M. Hafner sculp. D. Funck excu. II. 2 Z. 11 L. Br. 1 Z. 11 L. AA. Nr. 103-106. 49. > Brulliot I. No. 57 u. 2416 fand die obigen Monogrammen ebenfalls auf Blättern, welche Festons von Blumen und Früchten zum Gebrauche ™r Goldschmiede vorstellen, und im Gcschmacke Küsel's radirt sind. ü or genannte Schriftsteller setzt sie gegen Ende des 17. Jahrhunderts, gibt aber kein Maass an. Uebrigens arbeitete damals auch noch ein anderer Goldschmied, von welchem wir ein „Fruchtenbuchlein zum Weissen dienlich" haben. Dieses Büchlein enthält 12 sehr sicher gestochene Blätter mit Gruppen von Früchten und Blättern, qu. 12. 103. Alfred Ashley, Kupferstecher zu London, ein jetzt lebender M. Künstler. Er gab eine Anleitung zur Actzkunst heraus, ' • /5 * v unter dem Titel: The Art of Etchiug ou Copper —. London, :4a y^, J. et A. Darling 1850, qu. 4. In diesem Werke sind ra- ^ ' ' dirte Blätter von ihm, welche diese Zeichen mit den Jahrzahlen 1848 und 49 tragen. Sie lassen viel zu wünschen übrig. Die landschaftlichen Ansichten gehören zu den besseren Arbeiten. 104. Andreas Achenbach, der berühmte Landschaftsmaler, erscheint Mhier nachträglich, da man das gegebene Monogramm nicht unter den gewöhnlichen Zeichen des Meisters suchen wird. * Man findet es auf etlichen Gemälden und Zeichnungen aus dessen früherer Zeit. — Da Achenbach unter No. 89 eine ausführliche stelle gefunden hat, so enthalten wir uns liier der weiteren Bemerkung. 105. Amt van Aich, Buchdrucker in Cöln, der Zeitgenosso des xr Formschneiders Anton Wonsam von Worms, deutete in der gc- -Jl_ gebenon Weise seine Verlagswcrke an, und daher handelt es J\^ sich um kein Künstlerzcichen. Man findet es auf einer Titel- Einfassung in einem von zwei Genien gehaltenen Schildchen. Oben ist das kölnische Wappen zwischen Löwe und Greif, und in den ^oitenleiston sind Engel mit Posaunen. Diese Bordüre ist von Anton v °n Worms geschnitten, und dient zu folgendem Buche: Datt boechelgen W ewyger selicheit byn ich genant etc. Gedruckt zu Collen by S. Lupus. ßin anderes Werk aus Aich's Druckerei ist betitelt: Die passie vnses neren Jesu christi. Gedruckt zo Collen vur senl Lupus by myr Art van Aich. Anno MDXXVI, 8. Die Holzschnitte sind von A. v. Worms. 106. Alessandro Abondio von Florenz, Maler und Wachsbossirer, A A wird zu den Schülern des Michel Angclo gezählt, was /\ /\ a ' ,cr ni"' 1 * sevn kann, indem Abondio beim Tode jenes ~- *-/X • Meisters noch ein Knabe war. Er stand um 1575—1584 l n Diensten des Herzogs Wilhelm V. von Bayern. Gegen Ende seines Jüchens trat sein gleichnamiger Sohn in herzogliche Dienste. Dieser j^nnstler wurde aber dann an den Hof des Kaisers Rudolph II. nach * r ag berufen. Alessandro Abondio malte Fortreite, und bossirte solche 1,1 Wachs. Letztere wurden ebenfalls mit Farben bemalt, sie sind aber fast alle zu Grunde gegangen. Gemälde und Büsten bezeichnete der Künstler "W AA., theils mit grösseren, theils mit kleineren Initialen. Gleichartig m jt Alessandro lebte Antonio Abondio, welcher ebenfalls Bildnisse in Wachs fortigte, zuletzt aber als Medailleur seinen Ruf gründete. Man nmss daher unterscheiden, ob solche mit AA. bezeichnete J^achsbilder von den beiden Alessandro Abondio, oder von Antonio ^'ipiulio herrühren. Letzterer verlebte in München und Augsburg nur ct Uche Jahre, die grösste Zeit seines Lebens in Wien. Unter AN. AB. ''andelu wir ausführlich über ihn. . Alessandro Alberti, der Zoitgonosse, oder ;Brudcr des Oherubino ^"»erti, soll ebenfalls Zeichnungen und Gemälde mit den Initialen A. A. ■gnirt haben. Er gehört indessen zu den seltenen Meistern. Wir K enncn keine Zeichnung von seiner Hand, nur einen Kupferstich von 50 AA. Nr. 107 - 108. Ch. Albcrti. Dieses Blatt stellt die hl. Susanna vor, und ist bezeichnet: Alessandro Alberti 1578, fol. Im späteren Drucke mit der Adresse des Nicolaus van Aelst. Antonio Amoroso, welcher von 1736—1760 in London thätig war, soll Portraite und Genrebilder mit A.A. bezeichnet haben, theils auch in Cursiven. Andrea Appiani bediente sich ebenfalls dieser Initialen, noch öfter aber eines aus A. A. gebildeten Monogramme», welches wir oben No. 96 gegeben haben. Albrecht Adam signirte in seiner früheren Zeit auf gleiche Weise, wir verweisen aber auf No. 98, wo ausführlich über diesen Meister gehandelt ist. 107. Alessandro Artario, Historienmaler, arbeitete um 1780 in A\ Bergamo, war aber ein Schweizer von Geburt. Er malte . jT\ • religiöse Darstellungen, besonders Madonnen und andere weibliche Heilige. Auf einigen Bildern stehen die Initialen A. A. mit der Jahrzahl. 108. Amico Aspertini? Man findet einen alten Kupferstich, welcher A a zwei nackte, nach links hin gerichtete Männer vorstellt. Der äl- ^* ** terc steht rechts neben einem Piedestale, auf welchem zwei weibliche Maskon hervorragen. Hinter diesem Sockel, an dem oben die Buchstaben AA stehen, erhebt sich ein dürrer Baum, an welchem das fliegende Obergewand des älteren Mannes hängen bleibt. Dieser wird von einem jüngeren Manne am Arme geführt, welcher mit der rechten Hand den Weinstock erfasst, der links aus einem Kübel emporwächst, und bereits Trauben trägt. H. 6 Z. Br. 4 Z. 2 L. Bartsch beschreibt diese Composition im Artikel über Marc - Anton XV. p. 549 No. 294, und erkennt unter den Figuren einen alten und einen .jungen Bacchanten, letzteren mit dem Thyrsus. Das Blatt des Meisters AA. ist nach Bartsch gegenseitige Copie des Stiches von Marc- Anton, die Nachbildung erinnert aber mehr an die Stichweise des Ago- stino Vcneziano. Der Copist war sicher der Zeitgenosse des Marc- Anton , Bartsch spricht sich aber darüber nicht aus. Wir vermuthon unter dem Stecher A A den wunderlichen Amico Aspertini von Bologna, Weither von 1474—1552 lebte. Als Schüler des Francesco Francia, vielleicht gleichzeitig mit Marc-Anton, dürfte er den Grabstichel nicht vernachlässiget haben, obgleich er mehr als Maler bekannt ist. Im Cabinet Sykes wird ihm ebenfalls ein Blatt in der Weise des Marc-Anton oder dessen Schule zugeschrieben. Dieser Kupferstich stellt die Vertreibung der ersten Menschen aus dem Paradiese vor, und ist vielleicht jene Copie nach Marc-Anton, deren Bartsch XIV. No. 2 erwähnt. Michel Angelo hatte dieses Bild in der Sixtina gemalt, und Rafael dasselbe sehr schön mit der Feder nachgezeichnet. Diese Zeichnung lag nun dem Marc-Anton oder einem seiner Schüler beim Stiche vor. Die Copie ist von der Gegenseite genommen, indem die gefallenen Menschen nach links hin fliehen, während sie im Originale der Lichtstrahl der Gottheit nach rechts vorfolgt. Der Stecher scheint jedenfalls jener AA zu soyn^ welcher die sogenannten zwei Bacchanten copirt hat. Die Copie der Vertreibung ans dem Paradiese ist 7 Z. 2 L. hoch, und 5 Z. 5 L. breit, und eben so selten, als das Original. Bartsch XV. p. 8 No. 3 beschreibt ferner ein Blatt von seltsamer Composition, welches das Opfer des Cain vorstellt. Links im Vorgrunde sitzt Adam auf dem Boden mit einem Beile oder Hammer, und rechts spinnt Eva am Rocken. Zwischen ihnen sitzt Cain auf dem AA. Nr. 109 —110. 51 Boden und beschaut sich in einer Art Spiegel. Im Mittelgründe brennt das Opferthier auf dem Altare, und über diesem schwebt ein Engel m « einem Täfelchen in der Rechten, während er mit der anderen Hand nach der Vertreibung aus dem Paradiese deutet, welche im munde Ergeht. Am Fussc des Altares ist der Baum des Lebens mit der Schlange. II. 8 Z. 9 L. Br. 12 Z. Die Composition dürfte jedenfalls von Aspcrtino seyn, da sie in der phantastischen Auffassung mit anderen Werken dieses Meisters stimmt. Den Anhaltspunkt geben zwei öemälde im k. Museum zu Berlin, wovon das eine mit „amicus bono- niensis" bezeichnet ist. Die Zeichnung zum Blatte mit den ersten Menschen ausserhalb des Paradieses wurde auch schon von Malvasia •Jem Aspertini beigelegt, den Stich aber schreibt dieser Schriftsteller dem Bonasono zu, mit der Bemerkung, dass einige den Aspertini selbst als Stecher erkennen wollen. In jeder Hinsicht findet sich im Machwerke Aehnlichkeit mit den beiden oben erwähnten Blättern, nur dass diese als Copien von Blättern des Marc-Anton zu betrachten sind, und daher die Manier vorgezeichnet war, während Aspertini im Stiche seiner ei genen Composition grössere Freiheit entwickeln konnte. Jedenfalls ls t das Blatt von einem Meister der Marc-Anton'schen Schule. Ottley will dem Aspertini auch jene Blätter zuschreiben, welche Bartsch XV. p. 461 dem Domenico Beccafumi vindicirt. Diese Ansicht können wir in keiner Hinsicht theilen. Das auf denselben vorkommende Monogramm HFE deutet weder den Beccafumi, noch den Aspertini, sondern einen Copiston an, welcher fremde Compositioncn zu seinen «misten benützt hat. Doch hat er weder eine von Beccafumi, noch eine von Aspertini nachgestochen. 109. Unbekannter Stecher, wenn nicht Antonio Abondio. Diese AA Initialen stehen auf einem zart gestochenen Blättchen in der Weise . ' des Agostino Veneziano, welches im runden Medaillon den Kopf ( >es Papstes Julius IL enthält. Er ist in Profil nach rechts gewendet, jmd unter der Calottc sieht man nur das Ohrläppchen. Den Grund oedecken wagrechtc, hie und da durch kleine Punkte unterbrochene ™''che. Im Bandstreifen steht: IVLIVS. SECVNDVS. PONTIFEX, MAXIMVS. 1512 (die 2 verkehrt). Auf einem Zettel stehen die Buchstaben AA. Durchmesser 1 Z. 9% L. . Ein Exemplar dieses bisher ganz unbekannten Medaillons befindet ich in der k. k. Sammlung zu Wien. Es war bis 1845 einer Hand- curift eingeklebt: Poemata satyrica in Pontifices romanos Sacculi XVI. ^eso satyrischen Gedichte sind von J. Alex. Brassicanus. Vgl. F. v. Bartsch, die Kupferstichsammlung der k. k. Bibliothek in Wien, S. 46. Il'l i •* e ^ > ' att0 könnte von einem Medailleur gestochen seyn, da das »uruss und die Form des Blattes dafür spricht. Wir wissen indessen iicht, wann Brassicanus gelebt hat, und ob das Medaillon 1512 ge- ■tochen wurde. Datirt es aus späterer Zeit, so könnte die Platte von ntonio Abondio herrühren, welcher in Wien arbeitete, aber erst 159 1 starb. HU. Antonio Abondio, einer der berühmtesten Stempelschnoider A.A. des Iß-Jahrhunderts, hintcrliess zahlreiche Werke, welche aber dies ' efiwö ' mlic h mlt AN. AB. bezeichnet sind, so dass wir erst unter so Abbreviatur ausführliche Nachricht über ihn geben, welche um jyr wwwnschtcr seyn wird, als man früher den Verfertiger der schönen Inir l mit der si S"atur A. A. und AN. AB. nicht gekannt hat. Die dornt?" stehcn al)Cr nur auf wenigen Medaillen, wie auf jener mit ist « u stWlde dos Kaiser s Ferdinand I. von 1575. Diese Denkmünze sehr schön und selten. Brulliot, App. II. No. 7, nennt eine Me- 52 AAE —AAM. Nr. 111-115. daille mit der Büste eines bärtigen Mannes und der Umschrift: MICHAEL VON S. ANNA AETA. SVAE XXXIX. Diese Medaille fertigte Abon- dio in Augsburg. 111. Abraham Abramson, Medailleur, stand in Diensten dos k. preus- a \ tischen Hofes, und starb zu Berlin 1811. Seine Werke sind • zahlreich, doch nur wenige dürften mit den Initialen des Namens bezeichnet seyn. Sie finden sich auf der Jubelmedaillc des Lübecker Rectors Johann Daniel Overbeck von 1793. 112. Anna Maria, Freifrau von Aretin, geborne B. von Strommer, zeichnete um 1820 schöne Landschaften, und radirte auch ' et/ ^ ) ( '' n 'S e Blätter nach üstade, Chodowiecki, und nach eigener — s Krliiidung. Man findet auf diesen Blättern das gegebene &-0 Zeichen. 113. Adam Elzheimer soll nach Christ, Monogrammen - Erklärung L -w^ S. 72, der Träger dieses Zeichens seyn. Der genannte ZX/Vi Schriftsteller hatte indessen kein Gemälde mit einem Mono- _/. » A^ gramme dieser Form gesehen, und er stellt daher die Richtigkeit der Erklärung dahin, indem auf Gemälden und Kupferstichen des Künstlers nur ein aus AE bestehendes Zeichen vorkommt. Indessen wird auch A. Aelsheimer geschrieben, so dass der Meister auch mit dem Monogramme gewechselt haben könnte. Wir zweifeln aber immerhin, ob der Künstler diese Orthographie beobachtet habe. 114. Unbekannter italienischer Zeichner, dessen Monogramm durch A4 T Brulliot I. No. 58 bekannt wurde. Man findet es auf einem - / '"i •■*•• alten Kupferstiche, welcher zwei Fechter vorstellt, deren Degenspitzen bis an den oberen Platten rund reichen. Jener zur Linken ist fast vom Bücken gesehen, der zur Reckten von vorn. Rechts unten sieht man das gegebene Monogramm. Brulliot bemerkt, dass derjenige, welcher es ihm mittheilte, mit wenig Grund auf Andrea Man- tegna gerathen habe, so dass man nach dieser Ansicht „Mantogna Invenit" lesen müssto. Ein Blatt mit diesem Zeichen ist indessen vorhanden, und wir wollen glauben, dass die Nachbildung genau sei. Wenn diess nicht der Fall ist, so soll vielleicht der Querstrich nur durch das A gehen, und dann würde es sich um ein Watt des Andrea Mel- dolla handeln, oder wenigstens um eine Compositum desselben. Kincs ähnlichen, aus AM bestehenden Monogramms bediente sich Moldollai nur reicht der Querstrich nicht durch. Doch ist auch das obige Zeichen eher AM als AA zu lesen. Ob aber das Blatt nach A. Mantegna oder nach A. Meldolla gestochen ist, möge ein Anderer bestimmen, da wir es nicht gesehen haben. Debet Meldolla ist unter AM. gehandelt, der folgende Artikel möchte aber ebenfalls Aufschluss geben, da er ein ähnliches Zeichen bringt. 115. Andrea Meldolla, dessen wir bereits im vorhergehenden Ar- / i tikel erwähnt haben, tritt hier mit einem Zeichen auf, welche! a A/l Bartsch P. gr. XVI. p. 29, und Urulliot 1. No. 60 für AAM * '"i- nahmen. Meldolla zeichnete in der Regel sein Monogrami« sehr flüchtig, und öfters der Art in das Strichwerk hinein, dass di« Form ganz undeutlich erscheint. Diess ist auch mit dem gegebene* dem Peintre gravour entnommenen Zeichen der Fall. Der erste, einen 1 kleinen J gleichende Buchstabe ist kein solcher, sondern nur ein will' kürlicher Nadelzug, so wie überhaupt die alten Meister nicht selten ein Häkchen vor und nachsetzten. Das zweite Zeichen diente vielleicht dem vorhergehendes zum Muster, nur geht bei diesem der Querstrich durch' Unter dem Monogramm AM in Cursiven werden wir über Andre» Meldolla handeln, und daher enthalten wir uns hier des Weiteren. AAMF—AAP. Nr. 1*6 —120. 53 HO. Herman Müller, Zeichner und Kupferstecher von Amsterdam, AA/C AJ/ Wllr Schüler vou "• ( >oltzius, schloss sich aber - C »V t! JriCi später in Italien an C. Cort an, and lieferte eine MT F \ÄT V bedeutende Anzahl von Blättern in der Weise des- -T; ■''f.JYSi, '^.selben. Ein grosser Tlieil ist nach M. Hoomskork, •'; Stradanus, M. de Vos , Th. Barontsen, II. Goltzius, 1!. Spranger, '«"•nelis van llarlem, (!. van den Broeck, 0. Kettcl, .T. Floris u. s. w. gestochen. Die froheren Blätter erschienen im Verlage des Hicronymus r°. c * i später gründete er eine eigene Verlagshandlung. Seine Thätig- * fi lt fällt, um 1560 — 1580. . H. .Muller bediente sieh verschiedener Zeichen, aus den obigen w ."'d man aber bei oberflächlicher Betrachtung die Initialen des Meisters Weht herausfinden. Das Monogramm scheint in dieser Form eher aus jjSD Buchstaben AAUVF zu bestehen, der Künstler wollte aber durch ( jen Querstrich das II andeuten, so dass IIMV zu lesen ist. Auf an- 1 [Wen Blättern ist an das V noch das I, gefügt, wodurch die erste Kylbe jfes Namens, nämlich MVL , ausgedrückt ist. Der Künstler nennt sich j*St immer Muller, sehr selten Müller. Unter MVFL wird zur sicheren wientkung der Stock wiederholt eingesetzt. «'. Unbekannter sächsischer Maler um 1654. Diese Buchstaben ^f / iiS entnahm Iirulliot II. No. 11 dem Monogrammen-Lexiciui *^ von Heller, und konnte, wie jener, keinen Bescheid Reben. Man findet sie mit dem Beisatze: pictor, auf einem von ''°h. Caspar Höcknor gestochenen Bildnisse des Churfürsten Johann «eorg von Sachsen von 1654. 118. A. Alex. del. \ zeichnete Alexander de Alessandris, oder A AI • 1 t\ 1 I *' Ubelesqui, welcher 1649 zu Paris ge- -«. A.ieX(M(l. UCl. | boren wurde, und 1717 als Professor der Akademie daselbst Starb. Wir haben im Künstler-Lexicon über ihn RSnandelt, und einigt' Kupferstiche nach seinen Zeichnungen und Gemälden aufgezählt. Auf solchen ist obige Abbreviatur. 119. A.. a lotlder. ex. liest man auf Blättern aus dem Ver- la ge des Assuerus van Londerseel, besonders auf jenen, welche Nicolaus •Je Brnyn gestochen hat. Dieser Meister bediente sich auch eines Monogramms, welches unter AI. vorkommt. 120. Dieses Zeichen gehört einem italienischen Meister an, wahrfit p scheinlich dem Andrea di Luigi (A. Aloisii), genannt 1 lngegno, £**■ 1 über welchen wir im folgenden Artikel ausführlicher handeln. x ' r - E, Förster (Kunstblatt 1837 S. 94) macht auf ein Gemälde in der «Ctunda von St. Spirito zu Florenz aufmerksam, wo eine ganze Roihen- jjlge von Bildern des D. Ghirlandajo und seiner Schule sich findet. as erwähnte, mit dem gegebenen Zeichen versehene Gemälde ist links, enn man dem Hochaltar zugeht, und von ausnehmender Schönheit. 5* Stellt die Madonna auf dem Throne dar, eine liebliche Gestalt mit "*m sanft und lebendig herausblickenden Kinde. Um den Thron sitzen die eihgen Laurontius, Stephanus, jugendliche nestalten von rafaelischer ndung, dmm Johannes Kvangolista und St. Bernhard. Zeichnung und cebnik des Malers sind ganz vollendet, Haare und Gewandung höchst geschmackvoll geordnet. Auch die Formen und Verhältnisse sind schön, , ll leisem Beigeschmäcke des Sinnlichheitern und Natürlichen. Am lr : o. 237 dem Ingegno arathmasslich zugeschrieben wird, nicht von diesem Meister seyn. Es hat trockene, plumpe Formen, rohe Malerei und, trotz der Bewegung des Kindes nirgend eine Seelenregung. Dr. Förster hat die thronende Madonna in S. Spirito gezeichnet, so wie ein Dilti des hl. Lorenz, welches vofl| demselben Meister gemalt ist. 121. Andrea di Luigi (Aloisii), genannt l'Ingegno d'Assisi, fand A* tt\ bereit! im vorhergehenden Artikel Erwähnung, da Ihn . _/\. i, höchst wahrscheinlich das daselbst gegebene Monogramm A —— angehöret. Diese Initialen werden ihm im Kunstblatt /\ lJ 1821 No. 37 zugeschrieben , und auch Baron von Rmn- . 1 V. J, . 0 j, r (r ta ]_ Forschungen II. 324 ff.) fand im Privatbesitze zu Florenz ein Gemälde mit dieser Bezeichnung, welches er dem Ingegno beilegen zu müssen glaubt. Man muss daher ,,Andreas Aloisii Pinxit" lesen, so wie auch das vorhergebende Monogramm auf solche Weise erklärt werden kann. Ein urkundlich beglaubigte! Werk des A. di Luigi ist indessen noch nicht ermittelt. Vasari übergebt in der ersten Auflage seiner Vite 1550 den Tngegno, und durch die zweite (1568) brachte er nur Verwirrung in die Kunstgeschichte, indem seine Nachrichten über diesen Meister grösstenthcils unhaltbar sind. Baron von Rumohr hat dieses mit grösstem Scharfsinn in's Licht gestellt, und bewiesen, dass Ingegno nicht Perugino's Schüler seyn konnte, sondern jener des Nicolo Alunno. Da man also früher nicht einmal die Schule kannte, und kein sicheres Werk bestimmen konnte, so fällt auch die Charakteristik des Meisters weg. Lanzi will nämlich aus einigen Werken desselben ersehen haben, dass Ingegno in Perugino's Schule der erste war, welcher einen grossartigeren Styl erstrebte, und dem Colorite Zartheit verlieh; allein Lanzi nennt beispieleweise nur die Propheten und Sibyllen im Dome zu Assisi, welche aber Adone l>nni erst um 1580 in der Weise der späteren Nachahmer des Buonarotti in Fresco malte. Zani vermehrte die Confusion noch in der Art, dass er den A. Doiii mit Andrea d'Assisi für Eine Person hält, und beide von 1476 — 1484 arbeiten lässt. Vasari macht den Andrea zum Gehülfen Perugino's im Sitzungssaal des Cambio zu Perugia, wo er nach der Behauptung dieses Schriftstellers im Wetteifer mit Rafael einige schöne Figuren gemalt haben soll. Vasari bezeichnet sie nicht näher, weil er überhaupt kein Werk des Ingegno kannte, moderne Schriftsteller schrieben aber dem Andrea unbedingt die Propheten und Sibyllen daselbst zu, doch aus keinem anderen Grunde, als weil sie die schönsten sind; Vasari macht dann den Andrea auch zum Geholfen l'erugino's bei dessen Arbeiten in Assisi, und in der Sixtina zu Rom, nennt aber wieder kein Gemälde von Ingegno's Hand, weil nämlich letzterer mit Perugia*, wahrscheinlich nie in Berührung gekommen ist. Zum Schlüsse lässt Vasari den Künstler in seiner Jugendblflthe plötzlich erblinden, und er will auch wissen, dass ihm desswegou Papst Sixtus in Assisi eifli Pension ausgesetzt habe, welche Andrea bis in sein 86. Jahr genossen haben soll. Vasari faselt hier offenbar. Der von ihm erwähnte Papst Sixtuä könnte nur Sixtus IV. seyn, welcher 1484 starb, zu einer Zeit, in welcher Andrea bereits Meister war. 0. Mündler (Essai d'une analyse critique de la notice des tableaux italiens du Mus6o national du LouvrC' AAP-AB. Nr. 122 — 124. 55 . ar,s 1^50 p. 29) ersah aus einer Quittung, welche ihm Cav. Frondini in Assisi mittheilte, diiss Magister Andrc-w Alöysii den 29. Oktober 1484 ; l 'ii Rathhause zu Assisi einige Wappen gemalt hatte , die einzigen bis .letzt doeuinentirten, aber verschwundenen Weifte, Welche ohnehin ohne grossen Belang wären. Andrea kann also nicht Perugino's Schüler gewesen seyn, er kann als solcher 1500 nicht im Camino gemalt haben, and war auch noch im Pontitieato Julius II. bei gutem Gesichte. Cav. Frondini ist im licsitze mehrerer Quittungen, welche Andrea auf Uech- n ""g seines liruders, eines Canonicus am Dome in Assisi unterzeichnet hatte. Die eine ist vom 5. Decembor 1509, unter welcher er sich »Iogegno di Maestro Allovisi" nennt. Unter anderen schreibt er In- pgno di Maestro Alivisse, Allovisii, Allevisi und Aloisi. Cav. Frondini besitzt auch Auszüge .-ms Gerichtsakten im Archivin delle riformaggioni "'Assisi. Ultimo nprilis 1510 kommt er als Sindicator I'otestatis vor, und Weh einen Documenta, im Archive des Domes zu Assisi war er auch Päpstlicher Cassier. Kin lirief des Sehatzmeisters Alphanus de Alphanis von Perugia d. d. 17. April 1511 hat folgende Adresse: „Sportnbili Vlr ° magistro Andrea-, dicto Ingcgno, Oamerarle apoatolieo in civitate Assisii." Diese Documenta widerlegen Vasari's Sage von der frühen Erblindung des Künstlers. Wenn dieser, wie wahrscheinlich, Alunno's Schüler war, so muss er 1511 ungefähr 70 .Fahre alt gewesen seyn. Alunno kam nämlich um 1460 nach Assisi, und Andrea könnte damals w °hl 20 Jahre gezählt haben. Nach Vasari's Zeitrechnung wäre er erst um 1556 im 80. Jahre gestorben. Die Unrichtigkeit dieser Angabc «nebtet ein. 122. Andrea Appiani, der berühmte 1 Maler, welcher unter dem A APD- TMV Monogramm A.A. No. 96 eine ausführliche Stelle . liN V . f an( j ( fertigte die Zeichnung zu einer schönen, von LF (A. Lavy) geschnittenen Medaille auf die Schlacht von Marengo. Auf dem Avers ist die Huste Napoleons mit der Umschrift: IJONA- PARTE PRIMVS CONSVL ANNO VIII. Der Revers zeigt den Hercules als Besieger der Feinde, und wie er die Italia aufrichtet. Die Victoria schreibt auf den Schild: TIOSTIISVS PROPE MARFNGVM ■'VSIS. Am I'ussboden steht die Abbreviatur des Namens. 123. Amt van Alen? Dieses Zeichen fanden wir auf einem schönen, A/y in Silber getriebenen und vergoldeten Hasrelief, welches die ■* Jv\- Himmelfahrt Maria vorstellt Sie schwebt mit langen, fliegenden ■ /-> . l Haaren über dem Grabe, um welches die Apostel versammelt ° ' •" sind. Die Köpfe nahen sehr viel Ausdruck, und die Extremisten sind sorgfältig behandelt. Der tüchtige Meister scheint eine Zeich- 'Hing von der Hand eines älteren holländischen Meisters benützt zu haben. Wir haben Kunde von einem Goldschmied Amt van Ahm, Wssen aber nicht, ob das Monogramm sich auf ihn beziehen kann. 1 24. A ntonio Badile, Maler von Verona, lebte von 1480—1560, ^ und wird von Land als derjenige Künstler bezeichnet, welcher in Verona die germanische Kunstweise verdrängle, und eine Weichheit und Freiheit der Behandlung zeigte, wie kein anderer Meister jener Zeit. Er _ irar der erste Lehrer des Paolo Veronesc, seines "*flen, so wie jener des Zelotti. In S. Nazaro zu Verona ist ein v °a Rldolfl gerühmtes Gemälde, welches die Madonna mit mehreren ''eiligen Bischöfen vorstellt, und nach Hrulliot I. 68 mit obigem Zeichen j^rse] ..... ist. Line thronende Madonna mit St. Augustin und St. Petrus ln S. Sprrito zu Verona ist von Zancon im Umriss gestochen. 56 AB. Nr. 125. 125. Barend van Orley, Maler von Brüssel, gehört zu den be- / « rilhmtesten Meistern, welche in der ) y 2_ TT . ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts blüh- / y ÜT "7 ten, und in Italien eine Umwandlung der älteren vaterländischen Kunstweise erstrebten, aber ohne die Anmuth derselben preiszugeben, da die ihnen in- wohneude lebendige Empfindung die Oberhand behielt. Barend fand sich vornehmlich von Kafael's Werken angezogen, nähert sich aber zuweilen auch in glücklicher Weise dem grossartigen Style des Michel Angelo. Der Schritt war indessen nicht zu gross; der Künstler hatte sich schon in der Heimath von der herkömmlichen Kunstweise abgewendet, und namentlich eine angemessene Bildung nackter Formen erstrebt, aber bei vorherrschender Liebe für ausdrucksvolle und anmutbige Köpfe. Auch die Lust an der altertümlichen Darstellung mannigfachen Geräthos, reicher Kleidung nnd Rüstungen verlor sich hei ihm nicht. Zu seinen Hauptwerken gehören aber die späteren Leistungen im italienisirenden Style, welche jedoch unter sich wieder ungleich, theils ohne tiefere geistige Bedeutung, theils nicht so entsprechend in der Compositum als andere Bilder sind. Wir haben im Künstler-Lexicon ausführlich über diesen Meister gehandelt, und auf viele Werke desselben aufmerksam gemacht. Als Hofmaler Carl V., der Statthalterin Margaretha von Parma, und des Prinzen Moriz von Nassau fand er glänzende Aufträge, theils für Car- tons, theils für Gemälde. Oelhilder findet man noch in Kirchen, und in allen bedeutenden Gallonen. Die beiden ersten Monogramme fanden wir auf vier grossen Zeichnungen aus seiner früheren Zeit, Darstellungen aus der Geschieht* dos Romulus im k. Kupferstich - Cabinete zu München. Sie sind mit der Feder umrissen, ausgetuscht und leicht colorirt. In diesem Cabinete sind noch vier andere Zeichnungen ohne Monogramm, welche wir für Arbeiten des B. van Orley halten. Jedes dieser Blätter stellt in reicher landschaftlicher Umgebung einen Fürsten und eine Fürstin aus dem Dause Nassau zu Pferd dar. Wir haben im Künstler-Lexicon X. S. 373 auf Cartons oder Zeichnungen dieser Art hingewiesen, und glauben, dass die Blätter in München Theile jener Folge sind, nach welchen Tapeten ausgeführt worden. Die Schrift oben in Cartouchcn, und die Bordüren deuten auf Vorbilder dieser Art. Früher wurden in München alle genannten Zeichnungen dem fl. Burgkmair zugeschrieben, mit welchem sie aber nur oberflächliche Aehnlichkeit haben. Das Monogramm führte wohl auf die l'h-klärung: ,,liurgkmair Augustanus", statt „Barend Orley". Dass das Zeichen dem li. van Orley angehöre, beweiset das dritte Monogramm, welches man mit dem Bellatee; Bernar- dus dorley bruxcllanus faciebat A".dm M° CCCCC 0 XXI. IUI* May, auf Gemälden mit der Geschichte des Job in der Sammlung des Königs im Haag findet. Wir wissen diess durch gefällige Mittheilung des Herrn Direktors Passavant. Auch im Kunstblatt 1847 S.220 ist darauf hingewiesen. Dann findet man auch Holzschnitte mit Darstellungen aus der Passion, und dem Leben der Apostel in grossen Figuren. Auf einigen Blättern ist das vierte Monogramm, welches sich wahrscheinlich auf Bernhard van Orley bezieht. Die Blätter verzeichnen wir der Ordnung wegen nicht hier, sondern unter 0 8 8, wo das Monogramm seine Stelle findet, und das Weitere erörtert wird. Hier sei nur noch bemerkt, dass in den bestehenden Werken über Kunst und Künstler die Lcbensgränzen des Barend van Orley nicht 7bT AB. Nr. 126—128. 57 Renan bestimmt sind. Diess gilt auch für .das Allgemeine Künstler- ^xicon, so wie überhaupt der ganze Artikel mit jenem des genannten Werkes verglichen werden möge. Nach der gewöhnlichen Annahme l,,( ihte B. van Orlcy von 1500—1550. Andere lassen ihn um 1490 KCboren werden, und um 1560 sterben. Der Künstler starb in Brüssel den 6. .lätiner 1541 in einem Alter von 70 Jahren. Kr wurde demnach 1471 geboren. 126. Barend van Orley, über welchen wir im vorigen Artikel ge- Tji -< 7HV handel thabcn, soll auch der Träger des ersten Zeichens ß\ J^\.. scyn. Wir verdanken es der gütigen Mittheilung des •/ \_ Herrn Direktor Passavant, welcher das Monogramm einem '^ciniilde in der k. Gallerie zu Dresden entnahm. Dieses Bild stellt die Geburt Christi vor, und gehört einem niederländischen, unter italienischem Kinlluss stehenden Meister des 16. Jahrhunderts an, als welchen ■"»ssavant den Barend van Orley erkennen möchte. Julius Hühner, der berühmte Direktor der k. Gallerie in Dresden, Welcher 1856 einen neuen Catalog anfertigte, schreibt das erwähnte «emälde dem Augustin Braun zu, welcher um 1600 -- 1630 in Cöln arbeitete, und dessen wir No. 132 erwähnen. Herr Hübner beschreibt v °n No. 1715 — 1719 fünf kleine Gemälde, und darunter ein solches l^t dem Besuche der hl. Maria bei Elisabeth, welches ebenfalls mit dem Monogramme versehen ist. In dem genannten trefflichen Cataloge 'st ein Facsimile desselben beigefügt, welches aber von dem ersten Zeichen abweicht, indem eine Querlinie durch das B reicht, und der rechte Schenkel des gothischen A breiter gehalten ist. Es fragt sich aber auch noch, ob die Bilder von Augustin Braun oder Bnin gemalt seien. Hübner äussert durch das beigefügte Fragezeichen selbst einen Zweifel, Welcher sich auf die Zeit der Entstehung der Gemälde beziehen könnte, ?b nämlich Braun um 1630 dieselben gemalt habe. Auf Kupferstichen "at Braun's Zeichen eine andere Form. Man könnte daher auch versucht ^yn, an Arnold Brun oder Bruyn zu denken, den älteren Sohn des Bartholomäus Bruyn sen. Dieser Meister war schon vor 1550 thätig, und starb zwischen 1577 und 1580. Er malte historische Darstellungen und Bildnisse, wovon letztere den Vergleich mit Holbein aushalten. 127. Abraham Breughel, genannt Rhyngraf oder der Neapolitaner, malte mit grosser Kunst Blumen und Früchte, welche noch in aller Frische prangen. Auf einigen Gemälden steht dieses Zeichen, dessen sich aber auch ein älterer Künstler dieses Namens bedient zu haben scheint. In der k. Gal- — lerie zu Neapel sind nämlich zwei (ieniälde mit diesem Monogramme, wovon das eine einen Mönch vorstellt, dem der Sack abgeschnitten wird, das andere sechs Blinde zeigt, welche nacheinander '■' den Fluss stürzen. Die Composition ist in der Weise des älteren ^reughol, welcher durch seine Spuckgeschichten bekannt ist. Nach jb'inecke soll dieser Künstler auch radirt und in Holz geschnitten baben, wir fanden aber kein Blatt dieser Art vor. Abraham Breughel starb zu Neapel 1690. Er war der Sohn des Jan Breughel, welcher unter dem Namen des Jungen bekannt war. JJ °n 28. November 1631 wurde er in Amsterdam geboren. 128. A. Bernard, Zeichner und Hadirer zu Paris, zeichnet sich im Fache der Ürnemontik aus. Man hat folgendes Werk von ihm: Hecueil d'Ornements de la Renaissance dessines et graves ä l'eau-forte. Folge von 30 Blättern V ' °- mit Ornamenten, und dem Monogramm des Meisters. ■Das Werk unternahm Letouz6, und sein Nachfolger Grimm setzte es fort. Ueber Bernard < haben wir keine nähere Nachricht. i6i. Abi i$?>3 58 AB. Nr. 129—132. 129. Abraham Bloemaert soll der Maler eines Bildnisses seyn, > l r^ welches sich in der Sammlung des Marquis A. Taccoli Ca- /___\ nacei befand. Der Catslog wurde 1706 in Parma gedruckt, / D \ und da wird bemerkt, dass das Portrait jenes eines Mannes in JL -D A. schwarzer Kleidung mit Harret von gleicher Färbt sei. Das Oostüm ist also das des 16. Jahrhunderts, Bloemnort trat aber zu einer Zeit auf, in welcher sich die Mode bereit« geändert hatte, und somit bezieht sich das Monogramm vielleicht um so weniger auf ihn, als auf den Kupferstichen nach diesem Meister ein anderes Zeichen vorkommt. Sollte das Bildnis« von einem niederländischen, unter italienischem Kintluss Stehenden Meister herrühren, so ist an Barend van Orley zu denken, welcher aber lö41 starb Sollte ferner in Bildnissen mit obigem Zeichen der Kintluss llolbein's unverkennbar seyn, so dürften sie von Arnold Urun oder Bruyn herrühren, über welchen wir unter No. 126 gehandelt haben. Auf späteren Bildnissen, welche von 1600— 1640 gemalt seyn könnten, dürfte an Abraham Brctschneider zu denken seyn, welcher unter No. 134 seine Stelle findet. 130. Unbekannter Meister, wenn nicht einer der Vorgänger der bekannten Breughel. Durch gütige Mittheilung des Hrn. Direktors Passavant haben wir von einem Kupferstiche Kunde, ~Z—\ welcher in italienischer Weise sehr derb behandelt ist, aber iBV einem deutschen oder holländischen Meister angehöret. Eine Marine. In der vorderen Galeere mit vielen Menschen ist man beschäftiget die Segel einzuziehen, und weiterhin zeigen sich sechs andere Galeeren, zwei Zweimaster und sechs Boote. Hechts im Vor- grunde schwimmt ein Vogel auf dem Wasser, und überdiess bemerkt mau sechs Delphine. Oben rechts ist das Zeichen. II.9Z.5L. Br.9Z.61). Das gegebene Monogramm können wir nicht deuten. Indessen sahen wir andere alte Blätter mit Schiffen, welche aber nicht so derb behandelt sind. Sie sind jedoch kräftig radirt, und mit der kalten Nadel übergangen. Auf einem derselben steht der Name: brueghel. Diesel Meister gehört wohl zur Familie der Broiighcl , es ist aber kein A. Breughel bekannt, welcher in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Marinemaler thätig war. Der erwähnte Brueghel arbeitete sicher um 1540. Seine Blätter bilden eine Folge. Graf Enzenberg besitzt deren vier. 131. Unbekannter Meister, welcher in der zweiten Hälfte des TT) t. r >. Jahrhunderts in Deutschland lebte. In der Sammlung des /D Peter Fischer in Basel war ein Blatt, welches die Madonna, oder eine Jungfrau vorstellt, und mit dem gegebenen Monogramme versehen ist, wie wir durch eine gefallige Mittheilung des Herrn Professor Muss- niann wissen, aber ohne die Clrösse angehen zu können. Der Zeichner, oder Kupferstecher gehört vielleicht der olsassisoh - schweizerischen Schule an, und sollte vielleicht nicht AB, sondern HU zu lesen seyn, so möchten wir auf Hans Baldus oder Baldolf aufmerksam machen, welcher 1471 als Maler der Zunft zum Himmel in Basel beitrat. 132. AugUStin Braun oder Brun, Maler und Kupferstecher von /"T> < oln, dürfte nach Merlo (die alt-kölnischen Meister 8.164) iBl , jD ins der Familie der Brun oder Bruyn stammen. Bartholomäus Brun sen. hatte schon 1533 eine Malerwerkstatt in Cöln. Seine Söhne Amt (Arnold) und Bartholomäus folgten ihm nach, und Augustin könnte der Sohn des letzteren gewesen seyn. Dieser Maler starb um 1607, und Augustin blühte um 1590—1622. Sandrart nennt ihn einen herrlichen Künstler, der in Cöln „fürnehme und gute Arbeit AB. Nr. 133 — 134. 59 von Contrafaten, Historien &c. hinterlassen, wormit er grosses und herr- iflics Lob verdient." In Cöln waren ehedem zahlreiche Werke von •iiesem Künstler, gegenwärtig! sind lie aber leicht zu zählen. Tn der nn'clie zur hl. Maria im Oanitol findet man sieben Bilder ans dem 'Oben des Id. Martin, und darunter ist eines mit dem Monogramme "ml der Jahrzahl LjBlC versehen. Johann Hogenberg und Johann Gelle dachen nach ihm vier liliittnr mit Darstellungen aus der Parabel vom verlornen Sohne, fol. Auf diesen Kupferstichen findet man das erste ■eichen mit dem Beisätze: inucut. Das zweite Monogramm steht auf rf® Titelblatte zu: Ycnerabilis Btdae Opera. Coloniae Agripplnae '""'XU, fol. Es ist von Peter Issolburg gestochen, stellt oben die Anbetung der Könige, und unten die Ankunft der hl. Ursula mit ihren •"mgfrauen vor. Dass das Zeichen jenes unsera Meisters ist, beweiset **Oh der beigefügte Name desselben : A. Braun figur. Ueberdiess Kennt man kein Werk mit den gegebenen Monogrammen. Ob die unter ■^0.126 erwähnten Gemälde von Aiitcnstin Braun herrühren, lassen wir Oaliin gestellt Merlo (Kunst und Künstler in Cüln S. 58) verzeichnet eine Anzahl vo fl Kupferstichen nach A. Brann, aber nur zwei eigenhändige Blatt- '-neu mit, dem Namen des Künstlers, llarzheim nennt in seiner Biblio- ""'ca ('(doniensi p. VMS ein Werkeben, auf dessen Stieben vielleicht das Monogramm vorkommen könnte: Vita B. M. Virginis elegn.ntissimis fign- ris aeneis oxpressa ab Augustino Brun Chalcngrapho. Coloniae 1592, 8. 133. Ambros Breughel, oder A. Begeyn? Das Monogramm, welches •ai m vielleicht keinem dieser Meister angehöret, findet man »6 yß\.oO 11u ' Blnmenstücken in Oel, deren zwei in der GaUerie y des Belvedere zu Wien aufbewahrt werden. Mcchel 'Chreibt sie Im Cataloge der Oallerie dem Ambros Breughel zu, und jüleh in dem neuen Cataloge von A. Krallt ist diese Deutung beibe- '«ilteu. Allein der Blumenmaler A. Breughel blühte von 1653 — 73, "nd somit müsste der Meister im Belvedere ein älterer Künstler dieses Namens seyn. Ein solcher ist indessen nicht bekannt. Wir kennen *ber einen Blumeinnaler A. Begevu , welcher in den beiden ersten De- ''['nniou des 17. Jahrhunderts Blumen und fruchte mit Beiwerken von ««fassen und Insekten malte. Kr ist wahrscheinlich der Vater des Abraham Begyn, welcher in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kundschaften mit Thieren und Architektur malte. Dieser Meister be- oicnte sieh eines aus HG. bestehenden Monogramms. 134. Andreas BretSChneider, Maler und Badirer von Leipzig, wurde r-r-T-, , i um 157K geboren. Et kommt bei früheren ■^t -ll\ Ädl / Schriftstellern gewöhnlich nur ein Abraham . ' ' ' "' Bretschneider vor. und da diesem Meister die glatter des Andreas zugeschrieben werden, so glauben wir nicht an ""• Existenz eine; Abraham. Unser Künstler ist von 1601 — 1640 durch Ve rschledene schöne und seltene Blätter beglaubiget. Er war sächsischer Hofmaler. Wir haben seiner im Kllnstler-Lcxicon erwähnt, fügen *ber hier als Nachtrag folgende interessante, und theils höchst seltene "erke hei, da die meisten mit Monogrammen versehen sind, besonders Ul der Form des ersteren Zeichens. Der Künstler bediente sich aber '""h eines aus den Cursivbnchstaben AH bestehenden Monogramms, welches unten No. 161 gegeben ist, nebst Hinweisung auf die Blätter, welche, dasselbe tragen. 1) Abbildung vnd Repräsentation der Forstlichen Tnventionen, Auf- * U KC, Ritter -Spiel, auch Ballet, So in des Durchloutigen &c. Herren J ohann Georgen, Fürsten zu Anhalt — Hoflager zu Dessau — — den 60 AB. Nr. 135—136. 27 vnd darauff folgende Tage Octobris Anno 1614 gehalten worden &c. &c. Zu Leipzig, In Henning Groscn des altern Buchhandlung M.DCXV, Mit 11 von Brotschneider radirten und in Frjee fo nn gebrachten Blättern, die zum Thcil in 3, 4 und mehreren Platten bestehen. Einige haben , das Zeichen, andere den Namen, und sind in F. Brcntel's Manier ge- ! ätzt. Dieses Werk ist fast unbekannt. 2) Sächsischer Bautenflor auf dem hochfortUicben Beilager des Her- zogs Friedrich von Dänemark und der Maria Elisabeth, Tochter Johann Georg 1 den 21 Februar 1630 feierlich gehalten zu Dresden. Mit einem Gedichte von M. Johann Crüger, und mit Text in Fol, Das Blatt von Bretschneider stellt zwei Löwen am Eingänge des Itantcngartens vor. Sic halten die Fahnen von Dänemark und Sachsen. Unten ist das Monogramm, qu. 12. 3) Wahre Abbildung des akademischen Lebens, v in 10 Abtheilungen iu einem mit Figuren reich verzierten Cartouche. Links unten ist das Monogramm. Gottfried Müller exe. fol. 4) Darstellung der Schlacht von Leipzig den 24 August 1631 zwischen dem Churfürstcu von Sachsen und dem General Lilly. Oben zu beiden Seiten sind die Bildnisse des Churfürstcu, und des Königs Gustav Adolph. Rechts unten steht: Andreas liretschneider Mahler in Leipzig Fe. vnd gradiret. Auch ein erklärender Text ist beigedruckt. Dieses sehr grosse Blatt ist eben so geistreich als selten. 5) Wahrhaftiger Abriss vnd Controfactur der Ffihrnehtnen vnd Weit- bcrUmten churfürstlichen Handelstatt Doiptzigk. Verfertigt Vnd ins Kupfl'er Gebracht durch Andreas Bretseheidern Mahlern daselbst Anno 1615. In Vogelperspektiv, imp. qu. fol. Dieter Plan ist äusserst selten. 6) Schatz - Kammer, Mechanischer Künste, des Hoch- und Weit- berühmten Capitains, Herrn Augustini de Ramellis, de Masanzana —. Aus dem Pol. und Franz. ins Deutsche versetzet. Leipzig, durch Henning Grossen den Jüngern 1620, fol. Dieses Werk enthält das Porträt des A.Ramelius, und eine grosse Menge radirtcr Blätter von liretschneider. 7) Allegorie auf Gustav Adolph, mit demselben zu Pferd. Ein fliegendes Blatt, oben in Typendruck: Herrlicher Triumphs Platz, königl. Maj. zu Schweden, qu. fol. 8) Eine Folge von Stickmustern, theils radirt, theill in Holz geschnitten. Diese Blätter geboren in ein seltenes Werk, dessen Titel wir nicht kennen, fol. 135. Andreas Wolfgang Brennhäuser, Kupferstecher von Nürnberg, tt machte seine Studien unter Albert Rcindcl, und Hess sich dann JEI in München nieder, wo er noch gegenwärtig thätig ist. El linden sich schöne Blätter von sejner Hand, welche aber meistens mit dem Namen bezeichnet sind. Im dritten Hefte des Münchner Itadir-YYreins von 1844 ist ein Blatt, welches eine schlafende Schülerin unter dem Baume vorstellt, neben welchem ein Mönch vorbeigeht, und im vierten Hefte desselben Werkes eine Arabeske mit Mönchen und- der Unterschrift: Nicht alle Mönche erfinden Pulver. Das obige /eichen findet man auf dem Diplome der Münchner Bargersangercunrt, fol. Es ist mit Arabesken, und mit Figuren im altdeutschen Costüm geziert. Die Composition lieferte A. Bräutigam, welcher das Monogramm mit dem Stecher thciltc. 136. Boetius a Bolswert. Die beiden ersten Zeichen werden von Christ S. 75 u. 113, dann von Malpe II. pl. 1 No. 9 u. 10 den Kupferstechern Boetius und Schelte a Bolswert beigelegt. Christ gibt das erste noch ungestalteter als Malpe, AB. Nr. 137—138. 61 "ml hinsichtlich des zweiten eopirte der jüngere den älteren Schriftsteller. Wir haben das erste Monogramm MI keinem Blatte der Bols- Wert gefunden, das /weile wurde aber aus dem dritten vergrössert. »1 sielit öfters vor dem Namen Bolswort, und ist also kein eigentliche* Monogramm, welches allein vorkommt. 137. Antonio Blado gründete um 1547 in Rom eine Druckerei, und bediente sich als Adresse einer in Holz geschnittenen Vignette, welche im Oval einen gekrönten Adler mit ausgebreiteten Elfigeln zeigt. Links in ballier Höhe stellt das erste Monogramm im Tafelchen. II. 3 Z. 5 L. Hr. 2 Z. 7 \j. Blado könnte früher zur Zunft der Kormsclmoidor gezahlt haben, deren mehrere zuletzt Druckereien eri'iebtcten. Ks ist, Wer zweifelhaft, ob ihm das zweite Zeichen angehöre, welches durch »M Messerchen einen Formschneider documentirt, Nacb Christ (Monogr.- Erklärung 8. 76) findet man es auf Holzschnitten mit biblischen Figuren, jelche um 1580 zu Venedig erschienen, ('brist spricht sieb in dieser Hinsicht entschieden aus, und somit wird er Blätter dieser Art gesellen babeii, obgleich wir eine anderweitige Kunde nicht haben. Damaliger Zeit lebte aber in Venedig auch ein Kormscbncider A. Bolzctta, Welcher zugleich einen Kunstverlag balle. Das Kreuz im Monogramme deutet jedenfalls auf einen Verleger, SO wie das Messer auf den Form- Schneider. Ein anderer last unbekannter Xylograph ist A. Beleno. Kiu äusserst seltenes Blatt dieses Meisters stellt nacb Parmigianino's Zeichnung den Apollo vor, wie er die I'ylbiscbe Schlange tödtet, 4. Beleno dürfte um 1560—1570 gelebt haben, ob aber ihm, oder dem A. Bolzctta das Zeichen angehöre, bleibt dahingestellt. Znlelzl haben wir z *ei Künstler eingeführt, über welche bisher die Kunstgeschichte schwieg. 138. Alexander Betou, Zeichner und Kupferstecher von Fontai- j-r-s nebloau, war um 1647 thätig, und verdankt, seinen Jy* _ÄS /TP) ""* w0 ''' n,,r grösstontlieils der Seltenheit, seiner » W ' i Blätter. Man nennt ihn gewöhnlich Antoinc Beton, da Mariette picht beachtet wurde, welchem aber Robert-Dumesnil *■ gr. fr. VHI. p. 225 beistimmt. Der genannte Schriftsteller beschreibt 93 Blfttter von Beton, alle nach Malereien von l'rimaticcio in der Gallerte Heinrich II., und in der (Jallcrie des Ulysses im Sshlosse zu •Ottainebleau. Nur wenige Blfttter sind anonym, alle anderen tragen entweder den Namen oder das Monogramm. Vollständig findet man sie S( 'hr selten, und was vorzüglich ihren Werth sichert, ist, der Umstand, ( ' ;is s sie allein die Cnmpositiiinen jener längst, verschwundenen Male- re ien festhalten. Nur zwei Bilder sind ausserdem gestochen. Die beiden ersten Zeichen fanden wir auf den Blfttetrn, welche im k. Cabinete zu- München aufbewahrt, werden. Das dritte gibt, Brulliot I. Nu. 161, und dann m Wiederholung noch grösser. Heide Zeichen sollen auf Blättern mit Mythologischen und ländlichen Scenen nach l'rimaticcio vorkommen, "'r fanden keines derselben, und auch Robert-Dumesnil gibt, nur das e rst,e Monogramm. Die Blfttter dieses Meisters sind zu Folgen vereiniget. Nur wenige erschienen einzeln. Zu seinen schönsten Arbeiten gehören zwei kleine '"älter dieser Art, wovon das eine den Knbinerrauh, das andere Amor !","1 Diana nach l'rimaticcio vorstellt. Die Folgen haben Kolioformaf. ^■r geben hier nur die Titel an. I) Qallerie des | Peintures, qui sont dans la | Salle du Bai ä *°ntame - bleau, peintes par St. | Martin de Bologne, commeneees 62 AB. Nr. 139 — 141. sous lc Regne | de Francois premier et acheveex sous celui de | Henry Second.— Diese Folge besteht in 15 Blättern mit Darstellung«! aus der Mythologie, welche in reiches ('nrtouchen erscheinen, und das Monogramm tragen. In den Feldern sind entweder die Initialen des Könige Franz, oder ein Monogramm mit den Buchstaben desselben und der Königin, worunter man mit Unrecht die Chiffre der Diana von Poiticrs erkannte. Die Bilderreihe ist jene des oberen Theiles der Wand. Im ersten Drucke fehlt der Titel. 2) Tableaux des embastrres des croisees prenant Jour sur la coui de baptistörc de Louis XIII., autrement dite la eour ovale, en com- mencant par la premiere des »es embrasures, k gauche en entrant. —- Unter diesem Titel sind 52 Blätter vereiniget, «reiche meistens mit dem Monogramme verseilen sind, und die kleineren Gemälde tler (!al- lerie Ileinrieli II. enthalten. Die Darstellungen sind ebenfalls dem Götterkreise entnommen. 3) Trophees d'armes peints, taut Burtrumeaux de la meine Galerie! au-dessous des Impoites on coussinets des nrcades, qn' au-dessous des lambris d'appui de la Galerie d'Ulysse.— Diese Folge enthält 8 Blätter ohne Zeichen, aber mit dem Niimen : Bollogne jn. oder luv'". — — Beton fe oder fecit 1647. 4) Eine zweite Folge mit Trophäen aus Waffen in 8 Blättern, mit den Künstlernamen und der Jahrzahl 1647. 5) Trophees d'Iustruments de musique, d'outils et ustensiles des differents artS et metiers en usnges, en France, au milien de XVI 1 '. sieele. — Diese Folge besteht, in 10 Blättern von grossem Interesse, da die Malereien verschwunden sind. Sie befanden sieh an den Lambrien der Gallerte des Ulysses. Auf dem ersten Blatte Steht in Absätzen: Bollogne jnuentor A. FontsinebleatUC Beton fecit De Kon"". 1647. Die übrigen Blätter sind bezeichnet: Bob, Boll., oder Bolo In; Bit.. Beto, Beton fe 1647. 139. Philipp Apianus, berühmter Mathematiker und Arzt, dürfte r-v der Träger dieses Zeichens seyn, da er nach seinem Familien- i\ J Namen Bienewitz beisst. Er wurde 1531 zu Ingolstadt gSi /Tj boren, und ist besonders durch seine grosse, In 24 Blätters J- V*/ bestehende Kurte von Bayern bekannt. Das gegebene Zeiche« findet man auf einem Holzschnitte, welcher ein Ilorologiiim vorstellt, 4. planus starb zu Tübingen 1589. S. auch Monogr. IAVZ. 140. August Bräutigam, Zeichner und Maler in München, gebort /V\ seit 1850 zu den geschicktesten jüngeren Künstlern seines /-V* Faches. Kr ist besonders durch Zeichnungen historischen und J. \-J romantischen Inhalts bekannt. (Sie beurkunden ein entschiedenes Talent zur Composition, und einige sind mit dem Monogramme .bezeichnet. 141. Antonius von Montfort, genannt Blocklandt, geb. zu Ut-1 5T-\ /fi recht 1532, gest.daselbst 1583. Schüler des F. KloriS /V*v /r} folgte er der Richtung desselben, geht aber nicht _Z \J ' nSJr so sehr auf prunkhafte Darstellung des Nackten aus, welche hei K'loris zur seelenlosen Prätention: JD /_—._ wird. Blocklandt spricht mehr durch Naivetät des /D ro/Y> (iefühls an, was um so angenehmer wirkt, als aucl> in seinen Werken die Können gewählt sind. Seine Gemälde sind nicht sehr zahlreich, und auch Zeichnungen kommen nur selten vor, obgleiol die meisten der von P. Galle, II. u. .1. (ioltzius &e. gestochenen Blattei' nur nach Zeichnungen gestochen seyn dürften. Wir sahen eine solche nü' dem Bilde dcrSibyllaPersica,und dem Monogramm desMeisters inCurrent' AB. Nr. 142—145. 63 sc lirift. Auch den einfachen Buchstaben B. fanden wir auf einer Skizze, welche von Blorklandt herrühren nmxs, da in der Oallerie des Belve- Ipy zu Wien ein Gemälde mit B. 1573 bezeichnet ist. Das erste '•'leben sahen wir auf einem schönen (lemälde, welches den Tod des Adonia vorstellt, aber verschieden von fettem Blatte, welches l'b. Galle gestochen bat. Das dritte Zeichen siebt auf einem Kupferstiche von *• Galle, welcher in einer Rundung drei sitzende Apostel zeigt, fol. ^"r auf einem Blatte fanden wir die Inifialen A1H, auf welche wir Zlll 'fiikl«,nimen. «2. Cornelius Bakker, Maler, wurde 1771 zu (loedereede geboren, ypv und gründete in Rotterdam den Ruf eines geschickten Künstlers. /^-f% ' , ' 1 ' "mite Bortraite in Oel und Miniatur, und einige kleine Gcure- ■^ bilder. Innnerzeel findet letztere besonders schön , und er beteuert, (biss der Künstler als Zeichenlehrer an der Hotterdam'schen "UBstgenootechap zu viel Zeit verwenden uiusste. 0. Bakker starb 1845. 143. Unbekannter deutscher Maler, welcher in der ersten Hälfte A-n des 17. Jahrhundertl lebte. Er malle Schlachten und andere /j~\ militirische Darstellungen. Auf einer schonen Tuschzeichnung ^"^mit einem hitzigen Reitergefecht steht des Zeichen mit der "»•hrzahl Kill. Das angezeigte Monogramm könnte der Maler A. Bod a n Beführt haben, dessen Werke aber selten sind. Kr Stalte (Genrebilder, ""'ils in Rembrandt'l Manier. Auch Zeichnungen findet man zuweilen v "" ihm, Sie sind mit der Feder umrissen, ausgetuseht, und sehr 'jmlerisch bebandelt. Dieser ISodan war ebenfalls in der ersten HäMte gW 17. Jahrhundeita tbiitig, und leheint älter zu sejn, als der im ^ilnstler-liexieon erwähnt«! Adreas Bocdan. 144. Alessandro Badiale, Maler und Radirer von Bologna 1623— 1668. Schüler des K. Torre, gründete er den Ruf eines tiieh- A — tigen Meisters, dessen Werke in Italien zerstreut sind, liier IHndelt es sich aber um ein radirtes Blatt, welches Bartsch P. gr. XIX. P- 225 nicht beschreibt. Eine vornehm gekleidete Frau im Kniestuck bei einer Tafel, auf Reicher „ferc" über dem Monogramme Steht. Links neben der Frau ."'""tIU man einen Knaben, welcher mit Aufmerksamkeit den Vorgang 'brachtet. Dieses seltene Blatt scheint die Krau und den Sohn des Künstlers vorzustellen. II. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z. 3 L. Badiale bediente sieb auch eines aus ABl'', bestehenden Mouo- Brantntes, welches unten folgt. '45. Andries Both, Maler und Radirer, geb. zu Utrecht 1612, war ; «r-\ Schüler von A. Bloemaert, nahm aber in der / \.L. ~7\ Folge den l'eler e in schöner Harmonie mit dem Ganzen stimmt. Andreas Both ." 1650 in Venedig ertrunken sevn, allein Hüsgen spricht noch von '"'ein Bilde mit der Jahrzahl 1654. Die Genrebilder dieses Meisters sind selten. Auf einigen findet 'l' 11 " die beiden ersten Zeichen. Wir sahen auch eine Zeichnung mit Y v Figur eines Bauers, auf welcher das dritte Monogramm vorkommt. /*'.'* seinen radirten Blattern steht dieses dritte Zeichen in Verbindung ?)' der Sylbe liolh. Zwei von Anton Biedel gestochene Blätter mit den **Pfen eines alten Mannes und einer alten Frau tragen das erste 64 AB. Nr. 146. Monogramm, welches wahrscheinlich auch auf den Gemälden vorkommt. Andere Blätter nach A. Both hahen den Namen des Malers und Stecher«) wie die schöne Folge der fünf Sinne von A. de lilois aus NicolauS Visscher's Verlag. Diese seltenen Blätter enthalten einzelne sitzende ländliche Figuren, 8. Kehr schön sind auch fünf Blätter mit Brust- hildern von Bauern, weicht ebenfalls die fünf Sinne vorstellen. Sie sind von Jan Gole geschaht, und so trefflich, wie die Blätter von (,'ornel Dusart, wenn sie nicht von diesem seihst herrühren. Hund, kl. 4. Was ausserdem noch Lynhoven, Hasan &c. nach ihm gestochen halten, können wir hier nicht aufzählen. Die Landschaften mit Staffage geheii gewöhnlich unter dem Namen des .lau und Andries Both. Zu den Seltenheiten gehören die schönen Abdrücke der von Andreas und Jan Both radirten Blätter. Bartsch 1'. gr. V. p. 199, beschreibt 10 Blätter von dem enteren, und 15 von (lein letzteren. Def Figurenstaffage nach gehören sie alle unserem Künstler an , und man kann ihn aus diesen Hadirungcn in seinem Ilauptelcmento kennen lernen] Zu dem Werke von Bartsch sind aber besonders die Supplemente von R. Weigel I. 279 zu berücksichtigen. Er zählt vier Blätter auf, welche im Peintre graveur nicht vorkommen. Die Preise der Radirungen sind im Allgemeinen ziemlich hoch. S. hierüber Iloller's Handbuch. Leipzig, R. Weigel 1848. 146. Adriaen Brouwer, auch Brauer und Brau wer, wurde 1608 /C\ 1 r /n Honem geboren, und Franz Hals, der geniale, y \j _^D ^ ausschweifende l'ortraitmaler, legte in ihm den ' Grand zum tüchtigen Künstler, sowie zur Lüder- «> TT" lichkeit. Dieses eminente Wirthshausgonie begeg- ^P ■"' • ml uns fast in allen berühmten Gallerieu. In seinen Bildern spiegelt sich das gemeine Volksleben jener Zeit mit seinen Trunkenbolden, spielenden Lanzknechten, feilen Dirnen, Prttge« leien und Tollheiten am treuesten ah, und sie liefern die schlagendsten Beiträge zur Biographie des übermüthig jovialen Meisters. Ungebän- digte, viehische Leidenschaften wusste keiner besser darzustellen, als er, und in klaren bellen Farben prangt seine niedrige Welt. [mSchmeU der Touche kommt ihm wohl ebenfalls kein anderer Maler gleich. Desswegcn beweinte Rubens dieses seltene Talent, als der Künstler 1640 auf dem Pestkirchhofe zu Amsterdam in die Grabe sank. A. van Dyck hat sein Bildniss gemalt. (Gest. von Seh. a Bolswert). Nur wenige Gemälde sind mit dem Monogramme versehen, man findet es aber auf Kupferstichen nach Brouwer. Das Monogramm I.V- Steht auf Blättern von L. Vorsterinanu, welche in einer Reihe von männlichen und weiblichen Büsten und Halbfiguren die Laster darstellen, 8. Auch Johann und Cornelius Titscher, Matharn, Marino! A. Blooteling, J. van Bruggen, W. Vaillant, D. van Bromden, J. Grons- velt, F. van Wyngaerde, A. Dolfos, I'h. le Bas, II. Ba.ry, T. Major, Spooner, de Mouchy. J. Borke, 0. leTaiSeor, P. Maloeuvre, ,1. I). Meere, Premier, A. H. Riedel, A. Schlicht, J. P. Thelot, ,1. A. Stenglmair, A. Prestel, A. Bartsch, Ploos van Amstel &c. hahen Blätter in verschiedenen Manieren nach ihm gestochen. Viele sind mit dem Monogramme, oder den Initialen A. B. bezeichnet. Bei dieser Gelegenheit machen wir auch auf das äusserst seltene Blatt aufmerksam, welches C. Bega nach Brouwer radirt hat, B.No. 30. Fs stellt ein Binnenhaus mit acht Bauern vor. Bartsch und Heinecke haben es nie gesehen, sondern geben die Beschreibung nur nach dem Cata.log Marcus. Amsterdam 1770 HO. 2236. Die Originalität ist unzweifelhaft. In der Mitte unten steht: A. Brouwer pinx., rechts: Edcwaert du Booys excu. Es scheint in- AB. Nr. 146. 65 ''essen ein Abdruck mit einer früheren Schrift vorhanden zu seyn. Vgl. lt. Weigcl, Kunstkatalog No. 11,173. II. 9 Z. 9 L. Br. UZ. 5 L. l'ann linden sich auch viele lithngraphirte Blatter nach Brouwer, die schönsten in den Werken der Gallerien zu München und Dresden. Eigenhändige Itadirungen des Meisters. Bartsch widmet diesem Künstler keinen Artikel, es finden sich aber mehrere Blätter, deren Aufschrift auf Brouwer als Verfertiger deutet. *^ n ige dürften ihm sicher angehören, andere aber sind zweifelhaft. Wir geben hier ein Verzeichniss, da sich anderwärts keines findet. Jni Namen sind die Buchstaben AB. wie oben gegeben. 1) Der buckliebte Maler vor der Staffelei sitzend, mit einer breiten ■Mut/p auf dem Kopfe, so dass er einem alten Weibe gleicht. Rechts ai 'f dem Korbe neben ihm ist ein bucklichtes Kind mit dem Kläschchen yom Bücken gesehen, Links reibt einer der beiden Knaben Farben. Unten in zwei /eilen: Wat dat ick doe mit lust &c. Links: Mntham Wcud. Höchst geistreich radirt, einigennassen an Ostade erinnernd. "■ 5 Z. 8 L. Br. 7 Z. 2 L. Band 10 L. — In der Sternberg'schen Auktion wurde dieses seltene Blatt mit 10 Thlr. bezahlt. 2) Büste eines Mannes, welcher einen rundbanchigen Krug an die »rnst drückt. Kr hat einen grossen Stilphnt auf dem Kopfe, und ist "ach links gerichtet. Links oben steht: ABrauer. 1I.5Z. 6L. Br.4Z.5L. 3) Büste eines Mannes mit Kchmnlkrämpigem Hute, welcher mit Jwr Linken ein Blatt oben an der Brost hält, und mit weit geöffnetem, Weitem Munde singt oder schreit. Oben steht: ABrauer. H. 4 Z. 4L. " r -3 Z. 4 L. — Diese beiden Blätter sind geistreich, und ziemlieh breit ra dirt. Man erkennt die Hand eines Malers, wohl jene des A. Brouwer. 4) Der Bauet mit dem Kruge auf der Bank schlafend. Bcchts im '■runde sind drei fröhliche Hauern am Tische, und rechts vorn am «ande steht: ABrouwer. II. 5 Z. 7 U Hr. 4 Z. 11 L. — Dieses öfter v °rkommende Blatt, welches dem A. Brouwer zugeschrieben wird, dürfte 8Bch It. Weigel von P. Nolpe nach Brouwer's Zeichnung gefertiget SJBi Es ist geistreich radirt, und mit dem Stichel leicht übergangen, "loos van Amstel hat dieselbe Compositum in Tuschmanier Begeben. , 5) Die halbe Figur eines Mannes mit grossem Hute, einen Krug ''altend. Auf dem 'fische vor ihm steht eine Schüssel und eine Gluth- luaiino, und daneben liegt ein Brot und die Pfeife. Links im Rande: A «rouwer in., rechts: F. V. W. exeud. II. 3 Z. 5% L. Br. 3 Z. 6) Die halbe Figur eines Bauers mit zwei Federn auf der Mütze, ini Begriffe, sich von dem Ungeziefer zu befreien. Auf dem Tische vor 1,11 steht, ein irdenes Kohlenbecken, und dabei liegt die Pfeife. Links ""teil ist das Zeichen AB. II. 3 Z. 6 L. Hr. 3 Z. — Die Blätter J ^°- •'> ii. 6 werden im ('atalog Kigiil dem Hrouwcr zugesehrieben. 7) Der Hauer, welcher (leid zählt, halbe Figur. Er sitzt in Profil uich rechts gewendet, und an seinem spitzen Hute steckt die Pfeife. ^''f dem Tische neben ihm liegen zwei Geldstücke. Oben links: Alf rauer. II. 5 Z. 8 L. Br. 4 Z. 4 L. — Dieses Blatt ist breit radirt, " n d hie und da, unter dem Hute und in den Haaren, verätzt. ,. 8) Die halbe, Figur eines Hauers mit Stilphnt, welcher ihm über i".° Augen herabfallt. Er hält mit beiden Händen einen grossen Topf. | J "iks oben: ABrauer. II. 5 Z. 7 L. Br. 4 Z. 4 I;. — Dieses Blatt s t im Machwerk dem Obigen gleich, und beide werden im Catalog Rigal Mn Brouwer beigelegt. Die Radirung ist kräftig und geistreich, und er räth jedenfalls die Hand eines Malers. 9) Die halbe Figur eines Bauers in % Ansicht mit einer Art Pelzmütze auf dem Kopfe, nach links gewendet. Er scheint in der Hand 66 AB. Nr. 146. etwas zu halten, welches er mit Aufmerksamkeit betrachtet. Oben links: ABrauer. II. 4 Z. 4 L. Dr. 3 Z. i L. 10) Die halbe Figur eines Bauers, welcher sitzend sich die linke Hand verbindet. Auf dem Tische neben ihm steht eine kleine Bouteille und ein Topf. Ohne Zeichen, aber im Oatalog Rigal dem Brouwer beigelegt. II. 2 Z. (i L. ISr. 2 Z. 1 L. 11) Der Bauer, welchen- die Pfeife stopft. Er steht hinter einer Brüstung en face, und den Kopf mit einem platten Hute bedeckt hält er mit beiden Händen die Pfeife. Vor ihm auf der Mauer steht links ein Krng, und in der Mitte liegt neben dein Kohlenbecken die Pfeife- Oben links: ABrauer. H. 4 Z. 4 L. Br. 3 Z. 3 L. 12) Ein Bauer in halber Figur von vorn gesehen. Er trägt eine Mütze, welche theils das rechte Ohr bedeckt. Links oben: ABrauer. EL 4 Z. 3'/ ä L. Br. 3 Z. 4 L. 13) Eine Bäuerin in l'rofil nach rechts, halbe Figur. Vor ihr au» dem Tische steht ein Topf, und neben dem Kohlenbecken liegt die Pfeife. Links oben : ABrauer. II. 4 Z. 3'/, L. Br. 3 Z. 4L.— Diese beiden Blätter weiden im Oatalog Rigal dem Brouwer zugeschrieben. 14) Der Bauer mit der brennenden Pfeife vor dem Feuer. Er sitz' in Mitte des Blattes auf einer hingen Bank, und hinter ihm steht ein Weib mit einem Topf mit Speise, welchen sie nach dein rechts brennenden Feuer bringen will. Im Grunde links schläft ein Bauer auf der Bank. Unten links: Adriaen Brouwer fecit. Im Rande: Weet aen't smoken, Wer aen't stinken: Tis nu' eer taback tc drlnkafj II. mit dem Rande 7 Z. 15) Eine Gruppe von vier Bauern um das Fass gelagert. Jene? links mit breitem Hute stopft die Pfeife. Adriaen Brouwer fecit L. de Widt exeud. Im Rande sind zwei Verse: T'sa vrienden al te säen maeckt uwe smook — schon ree &c., fol. — Ein anderer Drudf hat .T. P. Berendrecht's Adresse. 16) Zwei Musikanten am Tische, welche auf das Flageoletspicl eines hässlicheu Weibes mit breitem herabhängenden Hute horchen' Brouwer fecit. L. de Widt, exeudit. Im Rande zwei Vene: LiistifJ speelt en singt gesellen, üesio leert de noten stellen, kl. fol. Dieses, und die beiden vorhergehenden Blätter weichen in def Behandlungsweise von den übrigem sehr ab. Sie sind etwas steif mi' der Schneidnadel gefertiget, oder es ist die leichte Radirung mit dein Stichel ganz übergangen. 17) Drei Bauern am Tische, auf welchem Pfeife und Tabak liegt und das Kohlenbecken bereit steht. Kiner der Bauern, welcher vof dem Tische sitzt, und in Profil nach links sich wandet, hält ein Blat* in der Hand, und ein anderer singt aus voller Kehle. Links steht eil 1 grosser Krug. Ohne Namen und Zeichen. aber dem Brouwer zuge' schrieben, obgleich der Stich etwas hart, ist. Diesel Blatt gehört i" die Categorie der drei vorhergehenden Blatter. II. 4 Z. 7 L. Br. 5 Z. 9 1" 18) Eine Bäuerin, welche Brodkuehcn macht, Rund, 4. — Diescä Blatt wird in llulier's Handbuch VI. 49, dem Brouwer beigelegt. 19) Der Kesselflicker in einer Landschaft, kl. toi. — Eine Darstellung dieser Art wird im Frauonholz'schen Catalog 1793 No. 145» dem Brouwer beigelegt. 20) Ein Mann von riesenhafter Grösse an den Baum gelehnt, um» vor ihm eine Zwergin. Links auf einem Sockel sitzt ein Affe mit M Tabakspfeife, unten im Rande: Wals dit voor en gedrocht &c, kl. fol' — Dieses Blatt legt Heinecke u. I. w. dein Brouwer hei. 21) Kine Folge von 0 Blättern mit Bauern und Bäuerinnen. Das erst« enthält eine Bettlerin, 4. — Diese Folge schreibt Heinecke dem Brouwer &' AB. Nr. 147 - 149. 67 22) Eine Folge von 5 Blättern, welche in ünuorngruppcn (lio fünf £111110 vorstellen, mit holländischen Venen ha Bande. C. Allardt exe., W. fol. — Diese Blitter schreiben einigt dem A. Brouwor,, andere aher *Och häufiger dein A. Both zu. Sie erinnern in der Behandlungswciso ■B die Stiche No. 14— 16, und sind wahrscheinlich von keinem der genannten Meister. «7. Abraham Blooteling oder Blootelingk, Zeichner und Kupfor- £L Stecher, geh. /u Amsterdam 1034, gest. daselhst 1695. Angob- -^ »-'. Hell in C. Visscher's Schule herangebildet, hinterliess er eine bedeutende Anzahl von Kupferstichen und Kailinmgon, theils nach Gemälden von Buhens, A. van Dyck, B. van der Hellt, P, Leljr, A. Stech, «■ Storch, II. Herkam, (I. Netscher, G. Klink, 0. van den Eeckhout, ^- de Jongk, J. van Musschor, N. Sorg, G. Dairesso, N. Berghem, J. van •Neck, Th. van Leo, C. liega , .r. Ruysd.'iel, Giorgione u. s. w., theils nach eigenen Zeichnungen. Ausser einigen historischeu, und mythologischen Blättern, und dann solchen, welche mehr dem Gebiete des 'jenre zufallen, gehören mehrere Bildnisse berühmter Männer zu den Hauptwerken des Künstlers. Nur auf wenigen Blättern nach (leniälden J*r genannten Meister findet man das Monogramm, Öfters auf Stichen leiten Ranges. Audi Sc.hwnrzkunstblätter sind mit diesem Zeichen verschon, da aber auf solchen noch öfter ein aus den ('ursivbiichstaben ■**• bestehendes Monogramm steht, so ■werden wir No. 168 über die Arbeiten in schwarzer Manier unter diesem Zeichen handeln. .. Alle BUtter mit dem Monogramme aufzuzählen, ist uns nicht mög- J| c h, und daher bemerken wir nur, dass es meistens auf Bildnissen vorkomme. Von ihm ist aber auch die von Bartsch erwähnte, mit dem Reichen AP. versehene Copie der Anbetung der Hirten von 11. Golt- Zl| is No. 21. Die Vorstellung ist von der Gegenseite genommen, und mit de,. Inschrift versehen : Na'citur hie infans &c. 11. 77. 3 L. Hr. 5 Z. 6 L. jheils allein stehend, theils mit dem Beisätze sc. oder sculp., findet man ^'W Monogramm auf den Bildnissen des Thomas Monis, Hermannus tjangelius, Cornelisz. de With, Aert van Nes, Tjorek Guides de Pries, «gbert Meesz Kortenaer &c. Die Bildnisse der drei letzteren Männer s&noren zur Folge der Portraite berühmter Admirale, welche Bloote- lln 8 radirt und gestochen hat, gr. fol. *48. Alessandro Botticelli, welcher aus der Familie der Filipeppi /Ö '" l'lorenz stammt, aber gewöhnlich Sandro Botticelli genannt wird, P soll nach Malpe der Träger dieses Zeichens seyn. Ger genannte ' «rriftsteller gibt indessen weder ein (ieinäldc, noch einen Kupferstich '»der Holzschnitt mit einem solchen Zeichen an, und da man seither 1*807) kein Werk dieser Art aufgefunden hat, so wird die Angabe wohl | lut ; Recht bezweifelt. Unter s. H. werden wir aber auf ein Gemälde ^itmerksam machen, welches dem Sandro Botticelli angehören soll. "'er Litern. ,b. geben wir über Holzschnitt-Illustrationen einer alten Ausgabe des Dante Nachricht, welche wenigstens nach Bottirelli's Zoieh- .'.""gen ausgeführt sind, wenn nicht von ihm selbst. Der Artikel im ""stler-Lexienn IV. S. 325 genügt nach dem jetzigen Stand des kunst- •jföchichtlichon Wissens nicht mehr ganz, und somit werden wir unter '.'• einen kleinen Nachtrag liefern. Hier sei nur bemerkt, dass die '•'henszeit des Meisters von 1447—1515 reiche. Früher liess man ihn 43<) geboren werden, aus Dr. Gaye's Oarteggio inedito erhellet aber, **» Sandro 1447 geboren wurde. M9. Abraham Bloemaert, Maler und tUdirer, wurde 1567 zu yö •£) Gorcum geboren, und starb zu Utrecht 1647, wie ' *J , t / JJ, /S ''• van Mander versichert. Dieser geniale und viel- 68 AB. Nr. 150—151. seitig gebildete Künstler hatte anfangs geringe Meister, unter welchen aber Joroon Franck hervorzuheben ist. Doch nahm er mehr den Franz Floris zum Vorbilde, von welchem er sich aber wieder wesentlich unterscheidet, da er in seiner naturalistischen Richtung weniger dem Manierismus verh'el, sondern auf eine derbere Nachbildung der einzelnen, zufälligen Erscheinung ausging. Seine (Jestalten sind kräftig, und nicht selten in hohem Grade sprechend. Indessen konnte er sieh von jener italienisch manierirten Weise, welche für Gegenstände der idealen Welt einmal hergebracht war, nicht frei machen. Davon zeugen seine Engel) Madonnen, und andere weibliche Figuren. Die naturalistische Richtung spricht sich zunächst nur in seinen Männergestalten aus. Die eigentliche Genremalerei war in seiner früheren Zeit erst in der Ausbildung begriffen. Bloemaert, wählte daher seine Gegenstände gewöhnlich aus der Bibel, der Legende und Mythe. Auch die Allegorie zog er in seinen Kreis, so wie die Landschaft, welche theils mit Gestalten aus dem erwähnten Kreise, theils mit ländlichen Figuren und Thiorgruppen belebt ist, und in Folgern die Jahreszeiten, die Monate, die Elemente &c. zum Gegenstande bat. Von seinem Naturstadium zeugt vornehmlich eine Folge von 24 Blättern mit verschiedenen Figuren unter dem Titel: Aardige I'ostuurtjes geintvontoert, door A. Bloemart. Dankorts exeud. 12. Andere Bilder, wie die Gelds Ahler, die Dudolsackspiolcr, Sänger &c. gehörten zu seiner Zeit zu den gesuchten Darstellungen auf dem Gebiete des Genres. Eise grosse Anzahl von Gemälden und Zeichnungen sind durch Stiche von .1. Saenredam, J. Mathani, B. a Bolswert, A. Stuck, W. u. C. de Basse, ,1. Müller, J. Falk, .1. Barra, W. Swaneburg, 0. Bj F. Bloemaert, N. de Bruyn, .). Th. de Bry, L. Spirinx, J. de Ghcyn, J. Couway, L. Vorstorman u. s. w. bekannt. Sein Werk gehört zu den reichsten BAU jener Zeit. Auf mehreren Blättern Stehen obige Zeichen. Das reichste Verzeichniss findet man in Rathgeber's Annahm der niederländischen Kunst, und in Frenzel's Catalog der Sammlung des Grafen Sternberg III. S. 138 ff. A. Bloemaert hat auch mehrere Blätter geistreich und kräftig ra- dirt, deren wi'r unter der Abbreviatur: Allloem. verzeichnen. Auch Holzschnitte finden sich, theils von ihm selbst, theils von Friedrich Bloemaert ausgeführt. Unter dem Monogramme: ABLo-— werden wir über die Blätter dieser Art bandeln, da unsers Wissens keines der oben gegebenen Zeichen darauf vorkommt. 150. Antoine Boizot, Zeichner und Maler, gründete in Paris seine» *. Ruf. Er malte und zeichnete eine Menge von Bildnissen, deren -^ß • auch durch den Kupferstich bekannt sind. In dem bei .1. OdieuvrC 1755 erschienenen Werke: Kuropo illustre, mit Text von Dreux du Radier, sind mehrere l'ortraite mit obigem Zeichen, und dem Beisätze : Pins. Sie sind von M. Aubert, f'rancois, I'ossard, ficipiet, Wille u. M gestochen. Die Zeichnungen, oder Oelcopien fertigte er nach Original- Gemälden des 16. und 17. Jahrhunderts. Auf vielen anderen Blättern mit Bildnissen berühmter Männer aus früherer Zeit stellt der Name des Künstlers. — A. Boizot starb 1782. 151. Anton Boys, Zeichner und Maler, war um 1580—1620 in Innsbruck thätig, und bekleidete die Stelle eines fürstlichen Hof" 1 maiers. Er malte l'ortraite und historische Milder, letztere meistens für Kirchen und Klöster. Er soll sich auf Gemälden und Zeichnungen des Monogramms bedient nahen. Dieses findet sieh auch auf einen breit radirten Blatte, welches den Daniel in der Löwengruho vorstellt) wie er mit erhobenen Händen kniet. Oben rechts auf einem Schild" ist das Zeichen, qu. 8. /& ^€ AB. Nr. 152 — 153. 69 »"^Abraham Bosse, Maler, Architekt, Zeichner, Radirer und Kupferstecher, Wurde gegen 1600 zu Tours geboren, und war daselbst 1022 bereits ausübender Kttnst- '£- ler. Ein Blatt, welches die hl. Jungfrau mit dem Kinde vorstellt, ist bezeichnet: A. Bosse le A TOVR 1622, kl. 8. Im Jahre 1023 dürfte er sieh zu Paris niedergelassen haben, da er mit dem daselbst verweilenden italienischen Maler T. de Francini in Berührung kam. Von dieser Zeit an entwickelte Bosse als Kupferstecher find Kunsthändler eine ausserordentliche Thätigkoit, indem sieli seine «lätter auf wenigstens 950 belaufen, Anfang! stand er mit Melchior "avernier in Verbindung, im Jahre 1633 hatte er aber einen selbst- ■t&ndigen Laden „en la vieille nie du Temple, proche la fontaine a nmage N". Dame." Von 1637—1659 war sein Vcrlagslokal „en l'isle ( ' 11 l'alais au coin de la. nie de llarlay ä la, rose rouge," und: ,,sur le c l"'iy vis ä, vis celuy de la Megisserie." Im Jahre 1678 starb der Künstler. A. Hesse hinterliess mehrere treffliche Werke, worunter jene, welche 'ich auf die Geschichte, und die Sitten und Gewohnheiten seiner Zeit beziehen, von grossem Interesse sind. Er zeichnete alle merkwürdigen Ereignisse in Paris, und richtete ein besonderes Augenmerk auf die Moden der verschiedenen Stände. Ludwig XIII. unternahm keine wichtige Handlung, welche ISosse nicht im Stiche verkündet hatte, kein Fest •0 dessen Verherrlichung ging ihm vorüber, ohne es im Bilde fostzu- «alten. Eben so begeisterten ihn die ersten Rcgioriingsakto des Königs Ludwig XIV. Mr. Oh. le lilanc, Ma.nuel de rAmatcur d'Kstampos I. P- 470 ff. verzeichnet 923 Blätter von A. Bosse. Kines Monogramms bediente er sich nur selten. Das erste /eichen findet man auf vier Blattern nach Jacques Beüa&ge von 1622, welche M. le lilanc No. 761 ~-764 unter dem Titel; „las Bergeret" beschreibt. II. 175 in. Hr. 08 in. JJas zweite Monogramm, welches Gh. le lilanc zuerst gibt, steht auf ''"lein topographischen Blatte nach T. de Francini, betitelt: St. Giermain ,''" l.ayo en la premiere gallerie des Grottes— 1623. Bosse stach nach 1. de Francini auch die Ansicht, der Fontaine des Merkur, und die '"'otie des Orpheus zu St. Germain en Lara. A. Bosse besitzt auch das Verdienst über die Manier des Kupler- '•echens und des Aeizcns, überhaupt über die technische Behandlung "ieser Kunst ein reiches, und in der Originalauflage jetzt seltenes Werk Beschrieben zu haben: Traite des manieres de graver en taille douoe ^ u '' l'airin, par le moyen des eaux-fortes et des remis durs et mols &c. *Vec (8) ßgures. Paris 1645. 8. Später erschienen: Seiitiments sur la ''slinolion des diverses manieres de Peintiire, dessin et graueure, et '''^ "riginaux d'auei- leurs copies f 7Q Dieser Meister, welcher erst im 21. Jahre bei ., • y ' A. Bellucci Unterricht nahm, und dann unter >!• Maratti reissende Fortschritte machte, gehört zu den talentvollsten Künstlern seiner Zeit. Seine (iemälde sind zahlreich, und darunter ?*« durch Stiehl" von P. Monaco, .1. Baron. Orsolini, p. A. Pazzi, [*J A. Urbani, J. Frey, G. B. Buratto, F. Iiartolozzi, A. del Agaia &c. " I( 'innt. Pietro Rotari hat mehrere Blatter nach ihm geistreich radirt, Monogrammislen. 10 70 AB. Nr. 154 - 155. und zuweilen A. B. in. auf dieselben gesetzt. Von Clark haben wir ein schönes Blatt, welches Diana und Endymion vorstellt, gr. qu. fol. Bartsch, P. gr. XXI. p. 293, beschreibt von Balestra vier geistreich radirte Blätter, scheint aber von No. 2 nur den Abdruck vor der Schritt vor sich gehabt zu haben. Dieses schöne Blatt stellt die Madonna mit dein Kinde und dem kleinen Jobannes dar, und hat unten die Bartsch unbekannte Inschrift: Mater pukhrae DUectionis. Heineckc fügt an- seheinlich ein dem Verfasser des l'eintrc graveur unbekanntes Blatt bei, welches nach seiner Angabe die Madonna mit denn Kinde und Johannes vorstellt, welcher dem kleinen Jesus eine Peitsche reichen soll. Heineckc nahm nämlich das Kreuz mit der Schriftrolle, welches das Kind hält, für eine Peitsche. Dieses Blatt trägt den Namen des Künstlers mit der Jahrzahl 1702, und darf nicht mit einer anderen Darstellung der Madonna, mit dem Kinde und Johannes von demselben Jahre verwechselt werden. Die Form ist das Oval, und unten steht: Düectui meus mihi et ego Uli. II. 5 Z. 10 L. Br. 4 Z. 5 L. Folgende seltene Blätter mit Monogrammen sind im Peintre graveur nicht beschrieben: 1) fliehcl Süll Miclicli Hello (Arehitetto) Vcioncse. Das Brustbild ist im Medaillon an einem Monumente mit einem Genius und einer weiblichen Figur, welche das Winkelmaass hält. Links auf dem Boden ist das dritte Zeichen. Tl. 9 Z. Br. (I Z. 2 L. 2) Der Genius der Geometrie misst mit dem Zirkel ein Dreieck. Links auf der Knie (bis zweite Monogramm. II. u. Br. 2 Z. 6 L. 3) Der Capitalbnchstabo 0, worin eine sitzende weibliche Figur mit dem Buche dargestellt ist. Im Buche steht, da,s erste Zeichen, und oben in einer Glorie MA verschlungen. II. 2 Z. 1 L. Br. 2 Z. Das erste Monogramm findet man auch auf dem Blatte mit, sechs Köpfen von Männern, und einem Pferdokopfe, B. 4. 154. Alexander Nicolaus Beihatte, Zeichner und Formschneider, jjj jrt wurde 1811 zu Paris geboren. Die Zahl seiner Blätter ist -^**'*^*'sehr bedeutend, sie sind aber in verschiedenen wissenschaftlichen und belletristischen Werken verthoilt. Die gegebenen Monogrammen findet man auf Holzschnitten in dem Werke;: Les Francais peints par eux-memes Sic. Auf anderen Blättern ist das erste Zeichen auch aus doppelten Linien gebildet, und weiss auf schwarz ausgedrückt Zu seinen schönsten Schnitten gehören die Illustrationen einer Ausgabe der Fabeln von Lafontaine, wofür Grandvillc die Zeichnungen geliefert hatte. Diess ist auch mit der illustrirten Ausgabe der Heise* des Gnilliver der Kall. <'h. le Blaue, Manuel de l'Amateur I. p. 250, verzeichnet, mehrere andere Werke mit Holzschnitten von Beihatte, gib' aber das Monogramm nicht. 155. Andre Bley, Kunstliebhaber von Lyon, machte sich um 1770 /o j- / — 1795 durch radirte Blätter bekannt. Darunter sind einige /U mt&pr wo ] ( .| lc verschiedene Köpfe und Frauen .jeden Alters vorstellen, aber selten vorkommen. Ein Blatt mit neun männlichen Köpfe* ist, mit dem Monogramme und der Jahrzahl 1773. 2. bezeichnet, 4. Nach Zeichnungen von Nnint-Noii radirte er eine Folge von 12 Blattet*! mit Vasen und Mustern für Silhcrschmiedo. Das Monogramm ttM Sculp. 1793. steht, rechts unten, qu. 8. u. 4. Brulliot I. No. 82 fand dieses Zeichen auf einen unbekannte* Aubonr gedeutet, wir glauben aber nicht, dass die Musterblätter M Gold- und Silberarbeitcr von einem anderen Künstler herrühren, al» • die Blätter mit den Köpfen. &ß AB. Nr. 156—-158. 71 156. Unbekannter Zeichner, oder Kupferstecher, welcher zu An- a. , fang des 17. Jahrhunderts lebte. Das Zeichen gehört vielleicht jlX> TQy dorn Abraham Bosse an; in diesem Falle müsste aber das •* Blatt mit demselben zu Bosse's Erstlingen gezählt werden. Aach der Verschiedenheit seiner späteren Arbeiten möchten wir aber '''"'i' auf einen anderen, unbekannten Meister schliessen. Le Theatre de Tabarin. Der Marktschreiber steht auf seiner höl- «srnen Bühne, und perorfrt vor dem zahlreichen Publikum, Links siebt man einen Possenreisser, und hinter dem Redner einige Musikanten. lieber diesen hängt eine beeile Tafel mit acht Versen: Le munde uost quo Iromperie, Messieurs , Dien unus limine bou An. Dieses Blatt ist tehl geistreich angeordnet, und wohl von einem Maler coinponirt, welcher nicht in gleichem Maasso dos Stichels Meister w ar. ii. g /. fcr. 14 y u 3 Ti . 157. Adam von Bartsch, der berühmte Verfasser des Peintre gra- FtriJ- vcul '> '""' Kupferstecher, tritt hier nur vorläufig auf. dn ' sein gewöhnliche! Monogramm aus den Cursivbuehstaben *Bch besteht, wie es unter No. 177 gegeben ist. Das obige Zeichen S? IIUin il "' ''''"' v "" Friedrich von Bartsch beschriebenes radirten Wattchen No. 11, welches F. Zedier in Wien als Bibliothek-Vignette '"'nützte, so dass es nur in den ISüchern desselben vorkommt. Bartsch ""hm ei ..... 1 Stich von .Jakob Srhiuiitzor zum Vorhilde, brachte aber *eränderungen an. Im Schmutzer'schen Blatt halt der Genius einen ™erkurstab, Bartsch gab ihm aber ein geöffnetes Buch in die Linke. *JJj dem am Hoden liegenden Papiere stellt, der Name : F. zeiller. «Chmutzer stach die Worte ein : Sic nomina, vivunt. Die hei Schmutzer vollständig sichtbaren Bücher zeigen sieh in der Bartsch'schon Vignette ni 'i'theilweise. Das Monogramm ist auf letzterer eingestochen, Schmutzer jjjchnete unten in Nadelsschrift: Vin.Fant) inv: ctdcl: .1. Schmutzer Sc. **• 4 Z. 1 L. Br. 4 Z. 8 L. Die Vignette des A. Bartsch ist selten, ( lft sie nur in die Bücher eingeklebt wurde. Man wird sie diesem Künstler wohl nicht zusehreiben, da, das Monogramm für Bartsch uu- WWöhnlich, und noch nicht edirt ist. 158. Abraham Begeyn, oder Begijn, Maler und liadirer, wurde ^ß ^ ^,1650 K'oboren. Sein Meister ist unbekannt, aus seinen ./ J) l xj/^S schönen und heiteren Landschaften mit Vieh geht T ' aber hervor, dass er die Werke des N. Berghcm und rp\ die Natur fleissig studirf hatte. Im Jahre 1690 er- *^&tqt J ' oder Kaoscinhrodt bei, allein die Blätter, mit welche» sie vorkommen, stimmen nicht, mit, Casembrodt's Radirungen. Letzterer gab eine Folge von 18 Ansichten sieilianise.her Seehäfen heraus, unter dorn Titel : Urbis Messinae cjiisdomquo maris portiium et navium pro- spectus. Abramo Casenibrot del. et ine, qu. 4, und kl. qu. 4. Auf diesen Blättern steht theils der Name: Abramo, theils Abramo C. in. et fecit. Auch die Abbreviatur Abr. in. et f., oder noch kürzer A. b. C.1 findet man auf solchen Radirungen. Kein Blatt ist mit obigem Zeichen versehen. Wir rermnthen daher unter diesen Monogrammen i\n\ Marinemaler Arn. Blom, welcher zu Anfang des 17. Jahrhunderts thatif war. Wir kennen ein stark radirt.es seltenes Blatt von diesem Meister, welches die Seeschlacht der Engländer und Holländer am Flusse Million vorstellt. Links oben steht: Disegno dell'ingresso Ilabrueeia &c, und nuten links: Arn. Blom del. et fec., qu. fol. Auch die Blätter mit obigem Zeichen sind geistreich, mit starker Nadel radirl, und kräftig geätzt, weichen aber doch in Ftwas von dem Blatte des A. Blom ab. Frenzel, Catalog Sternberg III. 3137-38, schreibt dem Meiste* mit dem ersten Zeichen vier Blätter zu, darunter sind aber jene No. 313* AB. Nr. 161 — 163. 73 v on dem Monogrammistcn AH, welcher irrig Abraham Rlooteling genannt wird. Dieser Meister bediente sich nicht allein der verschlungenen Buchstaben AB, sondern Fügte noch ein k von ungewöhnlicher Form hei, weichet bei oberflAohlicher Betrachtung für te. genommen werden kann. Dieses Zeichen ist in allen Mcmogramme&wenEen unrichtig gegeben. Wir kommen anter AB. k. darauf zurück, und bemerken hier n W, dass auch dieses Monogramm dem Cascmbrodt nicht augehöre. 1) Bin Segelsehifi auf offener See nach links schwankend, wo ein Wallfisch Wasser speit. In der Ferne links sieht man ein anderes Schiff mit Segeln, und rechts ein grosses Boot. Am Horizont zeigt sich Küstenland, und gegen rechts eine Stadt. Links unten in der ^cke das erste Zeichen. H. 4 Z. 9 h. Br. 6 Z. 6 L. 2) Marine mit einer grossen Barke, deren Segel von Schiffern eingezogen werden. Links geht Christus auf dem Wasser nach dem schiffe zu , und rechts in der Ferne bemerkt man mehrere Fahrzeuge. ' J inks unten in der Kcke steht das zweite Zeichen. H. 4 Z. 9 L. Br. 6 Z. 7 L. Bas erste dieser seltenen, geistreich und kräftig radirten Blätter beschreibt Brulliot I. No. 115, und das zweite Zeichen gibt er 1. c. No. 87, *ber ohne das Blatt mit demselben zu nennen. Frcnzel, Catalog Stern- D ergNo. 3137 beschreibt beide, sagt aber, dass das zweite ohne Zeichen sei. Es muss daher Abdrücke ohne und mit dem Zeichen geben. Wir Kennen einen solchen mit dem Monogramme. Beide Blätter sind bei "er Ungleichheit der Namenszeichen doch sicher von einer und derselben Hand. 161. Andreas Bretschneider, churfürstlich sächsischer Hofmaler s~-\ und Kadirer, fand oben unter No. 134 eine ausführliche Jb, /LS Stelle, so dass wir hier nur nachträglich ein abweichendes i - — /D Zeichen geben, da man es nach dem herrschenden Systeme unter dem gothischen Buchstaben A nicht suchen wird. Man n "tlet dieses Monogramm anf radirten Blattern in folgenden Werken: H , 1) Septentrio Novantiquiis, Oder die neue Nort-Welt &c. Durch Hier. Megiserum. Leipzig 1013, 4. — Die schön radirten Ansichten und figürlichen Abbildungen sind mit dem ersten Zeichen versehen. _ 2) Trincir oder Vorlet/abuch &c. von Jakob Procacchi. Leipzig MBCXXIV, 4. Das Titelblatt hat eine Bordüre mit Gegenständen der fauche, und unten sitzenden Herren und Damen an der gedeckten Tafel. jMior dem Gewölbe steht der Name des Künstlers; auf anderen ■"lättern das zweite Zeichen. Jene mit Mustern zu Messern gehören Zu den vorzüglichsten. 1Ö2. Unbekannter Maler, welcher wahrscheinlich der französicheu At Schale angehört. Brulliot I. No. 93 fand das Zeichen mit dem ■" Beisätze: fecit I'arisiis 1675, auf einem Aquarollbilde, welches ü(! n reich verzierten Bucentoro und andere Schifte im grossen Canal ■* Venedig vorstellt. Der Künstler wird mit dem Monogrammistcn ■** No. 156 wohl nicht Eine Person seyn, da dieser 1675 kaum mehr ^lebt hat. '3. A. von Boddlen und Adolph Schrödter bearbeiteten in den Tagen des Frankfurter Parlaments ein ^~ humoristisches Werkchen unter dem Titel: I /f\L k Thaten und Meinungen des Herrn Piep- '%*% ^££c^/\_} rneyer, Abgeordneten zur constituirondeu Nationalversammlung zu Frankfurt am .. Hefte, bei C. Jugel in Frankfurt a. M. Auf dem Umschlage l eht das Monogramm A v B mit dem vorausgehenden Worte „von". 74 AB. Nr. 164-167. Nach dem Zeichen steht „und" mit dem Korkzieher des Adolph Schrödter. Ueber letzteren handeln wir aber unter dem Monogramm AS mit demselben Instrumente, welches neben der Weinflasche mich eine selbst- ständigo Rolle spielt. A. von Iioddien war Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung, zu welcher er als k. preussisehcr Offizier gewählt wurde. Später ernannte ihn der König zum Flügcladjutanten und Dhlaticnoberst, als welcher er 1857 starb. Kr war ein witziger Kariikatiirenzoichner. Ausser den Bildern des Herrn l'iepmcycrs hat, nnui von ihm auch solche des damals oft genannton Roiehxkanarienvogels (Boiler), der verkehrten Weltanschauung (Buge), des Robert liliini als Moreur &c. 164. Arnold Bloemers, FrflcMe- und Blumenmaler, wurde 1792 zu Amsterdam geboren, und im BürgerwalsenhauBe daselbst herangebildet. Bloemers behauptet in seinem fache einen hohen Hang, zu welchem er durch das Studium der Natur, und der Werke des van Huysum gelangte. Seine Bilder mit Früchten und todtem Wild sind von grösster Naturwahrheit, und mit, aller Sorgfalt behandelt. Eigentliche Blumenstöcke sind seltener, aber eben so schon, als die anderen Gemälde. A. Bloemers ist Mitglied der Akademie in Amsterdam. Immerzeel gibt sein Monogramm. 165. Adrian de Bye, Maler, wurde 1594 zu liiere geboren, und Vautier Abts unterrichtet. Hierauf bereiste er Frank- tauen, kehrte 1623 in die Heimath zurück, und durch zahlreiche Werke bekannt. Er malte traite, historische Darstellungen und (ienrebilder. Einige tragen dieses /eichen. Auf anderen Bildern ist das Monogramm aus den Buchstaben ABI) gebildet. 166. knArb Bolssier, Maler und Radirer, arbeitete gegen Ende £7} des 18., und zu Anfang des 19. Jahrhunderts in Paris. Das ^rD Monogramm des Meisters gibt, Ch. le Blaue, Manuel de 1'Amateur I. p. 417, und er schreibt ihm folgende Blätter zu: 1) L'lmposturc du Paganisnio sous le masque de, la verit6. H- 272 m. Br. 585 m. 2) LesAmants electrise par l'Amour. A Paris chez Boissier Peintre. H. 275 m. Br. 584 m. 3) Le möchant effra.ye de ses oecupntions —, H. 186 m. Br. 135 m. 4) Le Soutien de la France. Se vend a Paris chez Chataignier. H. 280 m. Br. 235 m. 5) Le Diner du Camp, nach Bcricourt. IT. 250 m. Br. 410 m. 6) La Recreatiou du Camp. II. 250 m. Br. 415 m, 7) Derniero hombance des goulus. II. 173 m. Br. 128 in. 8) La Negresse. II. 182 m. Br. 132 m. 167. Unbekannte, nur muthmasslich zu bestimmende Zeichen. Dafl erste soll sich auf etlichen Bildern in der Weise wu. Auridu ue Dje, x""J*\ von Vautier J \A>-\ reich und Ita y/\ J machte sich £S det Nicolaus Bergben linden. Sie stellen Landschaften mit Hirten und Vieh vor, und sind vielleicht, von Abraham Begeyn gemalt, dessen wir unter Nu. 158 erwähnt haben. Das Monogramm ähnelt aber auch dem Zeichen ÖjH Andreas Bret.schneider No. 161, wir kennen jedoch keine Landschaft von der Hand dieses Meisters. Das zweite Monogramm steht, auf Kupferstiehen mit Bildnissen obscurer Männer, welche von geringem W'erlhe sind. Sie sind wahrscheinlich von Job. Andreas Böner gestochen, Welcher von 164? — 1720 in Nürnberg lebte. AB. Nr. 168—169. 75 Das dritte Zeichen findet man auf mittelmässig radirten Landschaften. Man schreibt sie nach Brulliot I. No. 88 einem unbekannten A - Brinhauser zu. WO. Abraham Blooteling, Kupferstecher und Arbeiter in schwarzer //A f Manier von Amsterdam, fand oben unter >P, ( •y(/l~\ / ( ''' m Monogramm No. 147 eine ausführliche <^D T t f , ci2 ü / fA F~)T a$> se ' ten emos au ^ Kupferstichen, gewöhnlich J iji^ttern in schwarzer Manier, welche ?u den Seltenheiten gehören, da sie in die Zeit der Erfindung dieser Kunst durch Ludwig von Siegen und den Prinzen Ruprecht von der jjialz fallen. Blooteling machte aber selbst Epoche in dieser neuen Kunst. Er erfand (Um (iranirstahl oder die Wiege, während man früher ^ur Granirung nur der gestählten Walzen nach Art feiner Feilen sich "ediente. Graf Leo de Laborde (Ilist. de la gravure en maniere noire P' 139) beschreibt eine Anzahl vSn solchen Scliwiirzkunstblättern, K. Weisel zählt aber in seinen Kunstkatalogen noch mehrere andere au f- Kin vollständiges Verzoichniss der Blätter dieses Meisters findet m an aber nicht. El müsstc bei eigener Anschauung aus den Werken Von L. de Laborde, R. Weigel, Walpole, Chelsum, Oranger, Ileineckc, S[ u .' )ftr und Bost, aus den vorzüglichsten Catalngeu, wie jenen der "inkler'schon, Stei'nberg'seben und anderen Sammlungen zusammengebracht werden. Folgende Schwarzkiinstblättcr sind mit dem Zeichen versehen: fl . 1). Charles Earle of Derby, Lord Stanley &c., im Cuirassc mit ■liegenden Haaren. AB fec. et exe, kl. fol. — Das Bildniss des Grafen von Derby kommt auch in Oval fol. mit dem Namen Blooteling's vor. 2) Das Bildniss des A. Blooteling, aber anonym. Ein Jüngling, Welcher vor einer antiken Büste zeichnet. Unten steht: ABloem In., rechts das Zeichen mit fet.il, 12. 3) Das Bildniss des I'ietro da Cortona. Mit A B f., 8. r , 4) Der Kopf einer Vestalin mit Rosen auf dem Kopfe. Mit dem Wichen allein, 16. n 5) Ein weiblicher Kopf nach P. Lely. Mit AB f. et ex., dann r * d, d. h. P. L«ly delinoavit, 8. ^ 6) Der Satvr bei dem Hauer, welcher kalt und warm bläst, zwei «USten in Profil. Mit AB fec. , 8. j. 7) Satumua mit Flügeln, Büste in Medaillon. Mit AB f., 12. — Rieses sehr seltene Hlatt ist äusserst fein behandelt. Es gleicht einer 'eichten Tuschzeichnung. 8) Andronieda am Felsen dem Wallfische ausgesetzt. Mit AB f., qu. 4. t . 9) Zwei Köpfe mit römischen Helmen. Mit JA fe: il. 2 Z. 9 L. «■ 3 Z. 9 L. 10) Der Hauer, welcher Geld zählt. Mit AB f. , 8. „ 11) Die liegende Katze, nach links gewendet. Mit AB f. H. 3 Z. Y Hr. 4 Z. 9 L. — Blooteling hat diese Vorstellung wiederholt, mit die Katze nach rechts gerichtet. Dieses Blatt ist mit dem Namen Zeichnet, II. 4 Z. 7 L. ßr. 5 Z. 1 L W9. Unbekannter Goldschmied, welcher um 1640 in Deutschland s#» arbeitete. Wir haben von ihm mehrere Folgen von Q"*\D. Mustern zu Vasen von verschiedener (irösse. Sie sind der Weise des Paul Flynt behandelt, aber nicht so gut gestochen. in" T° S '" c ' '" ^ en U mr ' ssl '" punktirt, und auch leicht mit Punkten sschattirt, in der Manier des Meisters /. S., welchen man Johann V$ 76 AB. Nr. 170—174. (Stephan nennt. Die Blätter der Folgen haben Nummern, und sind theils mit dem gegebenen Monogramme, theils mit AP bezeichnet, so dass der Künstler mit der Orthographie wechselte. Von zwei Meistern ist nicht die Rede, da die Behandlung dc\- Blätter dieselbe ist. Zu einer dieser Folgen gehört wahrscheinlich das von BrulHot App. 1. 9. erwähnte Blatt, welches das Atelier eines Goldschmiedes vorstellt. (Inten steht das zweite Monogramm, und ganz oben am Ramie der achteckigen Blatte die Jahrzahl 1610. Ein Verzeichnis* der Blätter dieses Meisters können wir nicht geben, da sie sehr selten vorkommen. Eine Folge von 12 Blatten mit Vasen ist in 4. Andere Muster sind in kleinerem Formate. Der Meister AU, ([essen wir N'o. Ulli erwähnen, ist wohl derselbe. 170. August Carl Eugen Napoleon, Herzog von Leuchtenberg, >p welcher 1835 als Gemahl der Königin Dona Maria da Gloria orB^> von Borttigal Starb, radirto mehrere Blattei- in Kopfer, und zeichnete gewöhnlich mit einem SOS jrlon kursiven AI. gebildeten Monogramme. Obiges /eichen soll demnach aus denselben Buchstaben bestehen, man wird es aber eher für AH nebmen. Man findet dasselbe auf einem radirten Blatte, welches einen nach rechts hin liegenden Tieger vorstellt, qu. 8. 171. Unbekannter Goldschmied, welcher am Inno in Nürnberg sein Meisterreeht erlangte, und vielleicht aus der Familie der Bleich stammt. Dieses Zeichen, mit dem Beisatze: Anno 1600, findet man auf einem seltenen Blatte, welches einen Ln.ubschnörkel enthält , dem eine Narcisse und eine Anemone entspriessen. H. 2 Z. 2 L. Br. 1 Z. 10 L. Das Blättchen zeugt von Uebung, und könnte von einem geschickten Graveur herrühren. Platten dieser Art wurden nach Börne? in der Lade niedergelegt, nachdem die Zunft die Tüchtigkeit des Meisters oder Gesellen erkannt hatte. 172. A. Brouste, Formechneider in Baris, einer der vielen jetzt ^2) lebenden Meister dieses Fachet. Ell arbeitete nach T. Johannot : 43, legt diese Copie dein Abraham Bloemaort bei, man kann aber «Cht nachweisen , dass dieser Ki'uisMcr mit dem Grabstichel gearbeitet ll1 '"' Für ('iir. Illoeina.ert mixlit c man sieh eher i'iilselieiden , nacli Wn Blättern zu ui'lheilen, welche er nach (1. Ilonthorst gestochen hat. Aal .hm Brouwer, welcher nach ('. du Sart, llonlhorst «C. gestochen bat, könnte man ebenfalls denken. 1'5. Alexander Badiale, Maler und EUdirer, wurde l(>23 zu Bo- . logna geboren, und von flamiftio Torrs unterrichtet, Er (7p T radirto nach diesem Meisler einige lilätter, Welche theils ' mit den Namen , Iheils mit einem aus ABF bestehenden logramme versehen sind. Obige /eichen stehen auf einem Blatte «tt der Madonna, welche das Kind auf dem Schoose hält. Hechts s 'elit Johannes In halber FigttT. Linkt unten ist ihis /weite Monogramm, jenes des Carlo Cigmini, rechts das erste, jenes unsers Künstlers. Hohes Oral, Durehmesser 7 /. 3 L. Br, S /. 8 L, Bartsch, P. gr. XIX. p, 225, zählt, die radirten Blatter dieses Kleisters auf. Host IV. S. 48 schreibt ihm irrig zwei Blattet mit der Jtohe der hl. Familie in Aegypton zu. Auf beiden liest man: Siranus '"v. Sie sind von Elisa Sirani radirt, l'ö. Amalie Baader, geboren zu Erding 1783, entwickeise unter t/Q j&. a Leitung des Malers Jakob Dorner in München ein ent- •^D- <™>- sc }ji (;( j ( ,„ rs Talent zur Kunst. Sie radirte 20 Blatter *J* C 1> Rembrandt, J. F. Schmidt, ,T. Dorner, und nach italienischen Meistern, Portrarte, verschiedene Phantasieköpfe. Büsten 4c. enthaltend, ?V 4, 12 u. 16. Mehrere dieser lilätter gehören zu den schönsten kichhaberradirungcn , welche um 17(10 1815 erschienen. A. Baader wurde Später die Gattin des Danionstifts - Kanzlers v °n Schattenhofer in München, und statt daselbsl 1840. " '• Adam von Bartsch, der berühmte Verfasser des peintre gra- <~sB(A / u JM V( ''"'< K( '''- /n Wien 1757, gest. daselbst 1821 als J?tf" ' y k. k. llofrath und erster Custos der kaiserlichen jfo . " Bibliothek. Dieser als Künstlet und Schriftsteller "* c ' V verdienstvolle Mann ist den Kunstfreunden im weitesten Kreise bekannt Ausser dem Peintre graveur, Vienne 1803 — 21, < j en ' Catalogue raisonni des estampes de Etembraadt, Vienne 1797, j! er Anleitung zur Kupferstichkunde, Wien 1821, &c. &c., hinter- "' s * er auch noch 505 Blätter in verschiedenen Manieren, worunter niehrere die obigen /eichen trugen, friedlich lütter von Bartsch, der "°»'i und Nachfolger unsers Künstlers, gab ein Verzcichniss der gc- J*Onten Blätter heraus: Catalogue des estampes de .1. Adam de Bartsch. g*6C le portrait, Vienne 1818, 8. Auf der k. k. Bibliothek in Wien I 1 "! das vollständige Werk dieses Mannes in (i Folianten vereiniget. , "' Mehrzahl der Blatter ist in allen Plattenstanden vorhanden. Dazu Kommen die jetzt iiuauflindbnren Jugendarbeiten, die seltenen Abdrücke "'''lichteter Platten, die Vorstellungen, welche auf eine Platte zu- *joniengestochen, spater aber zerstückt wurden. Auch die fein aqua- flirten Schlachtstücko in radirten Umrissen &C. schmücken dieses in «Wer Art einzige Exemplar. Die Thatigkeit dieses gelehrten Kttnst- 1(!rs ist staunenswerth. »78. Stempel von Kunstsammlern. Man findet sie auf Zeichnungen, zh r Stichen und Kadiruugon älterer Meister. Jener ylK / 3 /ß /l mit AB Lud. könnte der eben No. 173 erwähnte *^'^J ^'° ■ Arnold Buchel seyn. Für den Sammler mit 78 AB. Nr. 179-180. dem zweiten Zeichen haben wir keinen Namen, und auch das dritte Monogramm ist nicht bekannt. Es hat Aehnlichkeit mit dem Zeichen des Johann Andreas Dom er in Nürnberg. Wir wissen wenigstens, dass Borne* Zeichnungen und Kupferblätter auf der Rückseite theils mit seinem Namen, theils mit, einem Monogramme versehen hatte. 179. A van Beecke und Albert van Beyeren sollen die Träger dieser Zeichen seyn. Auf den ersteren verfiel Ch. von Mechel Jß^f- in T* (Beschreibung der CJallerie des Berredere S. 335), und auch Winkelmann im Neuen Maler- Lexicon S. 200 will von einem A. van Hecke wissen, welchem das erste Zeichen beigelegt wird. Nach der Angabe der erwähnten Schriftsteller malte er Vögel, Blumen und Stillleben, und auch Immerzeel (De levens en werken — der Kunstschilders J. 3(i) sagt, dass ein van Hecke (die Schont te Bodograven) um die Mitte des 17. Jahrhunderts Früchte und todte Vögel genialt habe. Innnorzcel legt aber das zweite und dritte Monogramm dem Albert van Iieijeren bei, welcher nach seiner Angabe allerlei See- und Fliissfische, so wie Stillleben mit grosser Naturwahrhcit gemalt hat. Die Lebenszeit des Künstlers bestimmt er nicht, und scheint überhaupt nur seine Notiz R. van Eyndcn's Geschjedenii der vaderland. Schilderkunst, r. p. llo, entnommen zu haben. Die niederländischen Schriftsteller haben über die genannten Meister nur wenig Nachrichten, und es scheint daher nicht ausgemacht zu Bern, welches Zeichen dem einen, oder dem anderen angehöre. In der üalleric des iiolvedere zu Wien ist. ein Gemälde mit dem dritten Zeichen, welches dem A. van Bcoke Engeschrieben wird, mit der Bemerkung, dass der Künstler um 1650 geblüht habe. Das Bild gehört zur Gattung der StiHieben. Auf einem mit grünem Sammtteppich bedeckten Tische befindet sich eine Schüssel mit Austern, Citronen, und einem Römer. Daneben liegt ein I'okal &c. 180. Abraham van Boresom, oder Borssom, auch Borssum, ist k n /> n i nach seinen Lebensverhältnissen unbekannt, ge- S^£j f, • ^£ j) ' ' lol ' f ' aoer z " ( ' f!l1 hesteii Meistern, welche um " die Mitte des 17. Jahrhundertl thfttig waren. Er malte Landschaften, architektonische Ansichten und Thlere. Diese Bilder sind sehr kräftig behandelt, doch ist die Färbung etwas dunkel. Dess- wegen werden seine Zeichnungen noch mehr gesucht, und zu ansehnlichen Preisen bezahlt. Sie sind meistens mit der Feder umrissen, und leicht colorirt. Immerzeel macht auf mehrere dieser Zeichnungen aufmerksam. Bartsch P. gr. IV. p. 218 beschreibt von Boresom vier radirte Blätter, welche zu den grossen Seltenheiten gehören. R. Weigel, Supplement! an l'eintre graveur 1. p. 188, fügt noch fünf andere Blätter bei, welche nicht minder selten seyn sollen. Die beiden ersten der von Bartsch erwähnten Blätter (der Ochs mit der Halfter, B. 1., die stellende und die liegende Kuh, B. 2.) existiren in zweiten Abdrücken mit der Adresse von G. Valk, und da jenes mit dem Ochsen auch noch mit No. 4 verseilen ist, so wird es wohl zu einen' Folge verwendet worden seyn- Die beiden anderen von Bartsch beschriebenen Blätter (die Knie mit der Ratte, B. 3., und die Ente Im Teiche, B. 4.) gehören vor allen zu den Seltenheiten; desswegen liess sie M. J. Sheepshanks in London 1830 durch B. P. Gibbon genau copiren, und zwar nach den Originalen im k. k. Cabinet zu Wien. Diese Copiefl waren für den Catalog der Kupferstich-Sammlung desselben bestimmt, welcher aber nicht erschien, AB. Nr. 181-183. 79 *»a Sheepshanks' Sammlung mittlerweile mit jener des brittischen Museum rereiniget wurde. Das erste der obigen Zeichen steht auf dem Blatte mit, der Knie. Das ähnliche Monogramm, mit dem Beisätze fec., steht auch auf einem JOD Weisel (Nb. 7) erwähnten Blatte, welches einen langhaarigen Kotten- uind, liegend mich rechts, vorstellt. H. 2 Z. 10 L. Br. 3 Z. 8 L. Das Monogramm findet, man auch auf einem Blatte mit zwei Vorstellungen, \V. 6. Die eine Hälfte zeigt eine Schopfente, welche zum Wasser lauft, die andere einen stehenden Bock nach rechts. Jede Darstellung hat recht« unten das Monogramm. Breite der Platte 5 Z. 8 L. B- t Z. '/j L. Aul anderen Blättern steht der Name des Meister,-., tlieils mit den verschlungenen Buchstaben AVH, wie oben gegeben. «U Blatt dieser Art (W. 5.) zeigt einen stehenden Ochsen in Profil, u »d lieben dem Zaune einen liegenden, <|ii. 4. Weigel hält dieses Blatt 'ttr ein Unicum. Zu den eminenten Seltenheiten dieser Art geboren tJWfl die beiden anderen von Weigel erwähnten Blattei', und ein weiteres, welches ein am Kusse einer blätterlosen Weide ruhendes Schaaf Vorstellt. In dem durch eine Palisade und einen Zaun geschlossenen «runde erheben sich Bäume, und links unten steht: A. v. Boresom. '•• 4 Z. 4 D. Br. 2 Z. (i L., W. 8. Das neunte, von Weigel erwähnte Blatt ist das bedeutendste des Meisters, soll aber ebenfalls ein Unicum se yn, so dass es sich erklärt, warum Bartsch nur vier Blätter zur Beschreibung vorfand. Dieses Blatt gibt die Ansicht eines f'lusses mit Junten. Hechts unten steht: A. v. Boresom fe., sehr fein geschnitten. H - 4 Z. 1 L. Br. 5 Z. 4 L. Die fünf Bartsch unbekannten Blätter sind auch in 1!,. Weigel's Kunstkatalog No. 11,607 beschrieben. Die grosse Seltenheit, derselben ,st um so mehr zu bedauern, da, sie weit bedeutender sind, als jene y ori Bartsch beschriebenen Radirangen. Die Zeichnung ist besser, und besonders schön und geistreich die Nndekirbeit. 181. Unbekannter Kupferstecher, welcher nach Christ (Monogrammen - Erklärung S. .'105) um 1575 in Leipzig arbeitete. Der genannte Schriftsteller nennt aber kein Blatt, mit diesem Zeichen, und wir möchten auch fast, glauben, dass seine Collie nicht getreu ist. In diesem Falle handelt es sich um Was Monogramm eines um 157!) lebenden Kupferstechers, welcher sich e mes aus TVII gebildeten Zeichens lieiliente. .182. Aart de Beer? Nach einer gefälligen Mittheilung findet mau A •' 'T} diese Initialen auf einer allen Zeichnung, «reiche mit der ^//T" f\ Feder umrissen und in Bister aiisgetuscht, die Dornen- ' \ JLs krönung vorstellt, und für ein Olasgemälde bestimmt ge- *esen zu soyn scheint. Von etwas späterer Hand ist die .lahrzahl 1529 )ei gesetzt, und auch die Dnrstollungsweise spricht für diese Zeit. Für ^ e u Zeichner hüll man den Aart de Beer. Dieter Künstler Gertigte '''kiuintlich viele Zeichnungen für (llasmaler, und hatte selbst als Maler Uuf - Er starb 1542 in Antwerpen. 183. Unbekannter Meister, wenn nicht Aart de Beer. Dieses ^i ., ^-^ Zeichen fanden wir auf einem (iemähle im Besitze "W* - 1-s '' ls Öhüm .1. von Bacinetti zu Manchen. TCs stellt Af\ r) ) Christus am Kreuze zwischen den Mördern dar, und , t _ l im Vorgrunde des überhöhten Bildes sind mehren au- W6 Figuren. Links stellt Maria, im tiefsten Schnierz von den Freunden gegeben, und Magdalena, kniet im Vorgrnmle mit gefalteten Händen. "Wmüber stehen verschiedene andere Figuren, ungefähr in Drittel ^eusgrösse, und sorgfältig auf Leinwand gemalt. 101. m 80 AB. Nr. 184- 186. Dieses Werk ist, von einem holländischen Meister aus der früheren Zeit des 16. Jahrhunderts, und verräth einen Künstler, welcher mit der Kiinstwoisc AD, ,lm "' , ' 1 ' S(;, " ,iul Oben No. 147 u. 168 als Tragi!'' l\lL) • , j\\J . von zw<>i verschiedenen Monogrammen, und dabei' AB. Nr. 191 — 193. 83 'st bereits gesagt, was über das Streben des Meisters zu wissen notwendig ist. Die oben gegebenen Monogrammen kommen auf Kupferstichen und auf Blättern In schwarzer Manier vor, und auch die Initialen e"- Abraham Hreughel war ebenfalls Blumen- Mei !' uml daner wird es nicllt innucr leicht seyn, die Bilder dieser "Stcr zu unterscheiden. 84 AB. Nr. 194 — 196. 194. A. Bormans, Kupferstecher, war in der ersten Hälfte dos ai) 18. Jahrhunderts in Paris thätig, und arbeitete einige Platten •'*'-'• für den Verlag dos l[. Bonnart. meistens Copien mich früheren Stichen. Die berühmten Schlachten dos Alexander von Ch. lc Bron copirte er nach den Stichen von .1. Andran in kleinerem Maaistabe, (j Blätter, qn. f'ol. n. 4. Die Bachstaben ah. findet inan auf einem Blatte mit de* Tau fe Christi, welche Bsfael in den Loggien dos Vati- cans, Arkade XIII., gemalt hatte. Bormans gibt, aber nur eine Copie des Stiches von l'iet.ro Aquila. Sio erschien in II. Bonnart's Verlag. Von ilim ist wahrscheinlich der Nachstich der gesammten Bibel Etaiael's, welcher anonym anter folgendem Titel erschien i Bibliorum sacrorus» latinae rersiones &c. Remis 1743, qn. fol. 195. unbekannter Formschneider, welcher um 1556 1565 in Ve- . »___ nodig thittig war. Wir wollen indessen y^/-l £j\ IM -y\B- "^ Jenen A. Beleno aufmerksam ma- mm^BBM - ehen, dessen R.Weigel im Kunstkalalng No. 11,358 zuerst erwähnt. Ein buchst seltener Holzschnitt mit dem Namen dieses Meisters stellt nach Panneggiano's Zeichnung dm Apollo vor, wie er die l'ythisehc Sehlange tiidlot, 4. Ob aber die Blätter mit obigen Initialen von ihm hoi'i'ülii'on, ist eine andere Frage, da der Ter* gleich schwer anzustellen ist. Auch können sie nicht nach Zeichnungen Panneggiano's geschnitten seyn. Die Bachstaben auf schwarzem (irunde fand Börncr auf einem Holzschnitttitel mit architektonischer Einfassung, welche oben in der Mitte einen Vogel zwischen zwei Engelchen, und rechts und links zwei in Pischleiber ausgehende weibliche Figuren vorstellt, Unten in der Mine sitzt die allegorische Figur dos Glaubens mit Krouz und Kelch. Diese Titeleinfassung stammt wahrscheinlich aus der Druckerei des Mattiä l'nga.n, dessen Zeichen wir ebenfalls gehen. — Die dritten Initialen landen wir auf einer in Eolzgeschnittenen Karte von Mexico in (!. B. Ka- musio's Work: Delle nnvigazzinni e viaggi &c. III. p. 308, b. Voneliis 1565, fol. Im drillen liande sind noch mehrere andere Bolzschnitte von diesem Meister, keiner aber trägt ein /eichen. Die ersten Initialen findet man auf einem Holzschnitte mit dem Bildnisse Dante's zu einer Ausgabe des Dichters: Dante, eon l'eiposizione &c. Venetia 1564, 4. Die übrigen Blätter dieses Werkes sind ohne Zeichen, ahoi- von derselben Hand 196. Unbekannter Kupferstecher, welcher za Anfang des 17. Jahr- (7k m '"""h'i'ts in Deutschland, vielleicht in Nürnberg, lohte. Die 71 « Initialen seines Namens gibt Frenze! im ('atalog Stornborg II- / \ LJ ^ () -f fjfi V. muthmaSSlich als jene eines Goldschmiedes, welche!' sonnt der Familie Hang in Nürnberg angehören könnte. Er ist ver- inuthlich mit dem Monogrammisteu All. No. 1 (>!) Eine l'erson. Das gestochene Blatt, auf Welchem die wohl nicht ganz genauen Initialen vorkommen, stellt eine Goldschmieds - Werkstatt mit fünf Arbeitern vor. Das Ganze ist, mit Laubwerk und anderen Dingen unigeben. Die Platte ist in der Weise des Hieronymns Bang, Kellerdaler dto punktirt, sowie sich überhaupt viele Blätter älterer Goldschmiede linden- Unten stoben difl Buchstaben A II , und oben bemerkt man die .Jahrzahl 1610. Octogon, 8. Sehr seltenes Blatt, wohl als Adresskarte zu betrachten, selbst in dem halle, dass die Platte auf dem Titel eine'' Folge von Blättern mit Goldschmieds - Mustern eingedruckt seyn sollt* Wir bemerken aber, daSS die eine und dieselbe Vignette zweimal vorkommen müsse, wenn Frenze! die Buchstaben richtig gegeben hat Eine gleiche Vorstellung ist nämlich auch unter dem Monogramm? AB. No. 169 erwähnt. AB. Nr. 197 — 200. 85 197. Antonio Belucci. Historienmaler, wurde ) 054 zu Venedig ge- /f (T\ boren. Er war einige Zeh Hofmaler de*Kaisera j\ r~) /i T) •l° s <'l | l | 1-, dann jener des ('■hiirl'iirslen Johann >~t 1 \s , ^Jf, D- Wilhelm vnn der Pfalz, und starb im Yater- j&nde i72ß. Di,, ersten initialen fanden wir auf einer Zeichnung in nreidemanier, welche Diana mit den Nymphen von Aktäon überrascht, vorstellt. Diese Zeichnung, welche aus der Düsseldorfer Sammlung stammt, scheint der Entwurf zu dem grossen Hilde zu seyn. welches Wagner in Venedig gestochen hat, s. gr. au. fol. Die zwei kleineren Buchstaben stehen auf einem Blatte mit Danas im goldenen liegen, »«zeichnet: Painted by A.B. Engraved bv J. Cornelius, kl.fol. Heinecke Verzeichnet mehrere andere Blatter nach Belucci. J. Th. Prestel im- ■nitirte eine Kreidezeichnung, welche Ifalud und Jakob vorstellt, und spenfalls mit AB. bezeichnet seyn Soll. Diese Copie k.....mt im vierten 'ßichnungs-Immitationswerke Prestel's vor. Frankfurt 1844, gr, toi. 198. Abraham Bloemaert, Malet und Hadirer von (iorcum, be- j ,q\ diente sich gewöhnlich eines Monogramms, yA "D An W(, ' r ' l( ' s aus den heiden ersten Buchstaben zu- . •-D • i «_/* 1~ • sn.mincngesotzf ist, doch finden sieh (iiieli Werke m,t den initialen A. H. Mit A. u. fcv, bezeichnet ist z. li. eine Folge von vier Blättern, welche die vier demente In TbiergruppM und Land- ^haften vorstellen, gr. 8. • Weiteres siehe No. 12!), 147 n. 168. liier sei nur bemerkt, dass WCh auch Abraham lilootcling der Buchstaben A II. bedient habe, und ■War auf Schwarzkunstblattern, wie No. 190 nachgewiesen ist. *■"". A. Bennin, Landschaftsmaler, war um 1680 in Utrecht, oder /f -r\ in Amsterdam thätig. Das erste der gegebenen Zeichen soll ~~^i yj s ' c '' n "' l ' n "' 1 ' Landschaft mit Staffage von Qerard Hoel linden. A Aiudi die zweiten Initialen tindel man auf (iemälden und D Zeichnungen dieses Meisters. — Wir haben indessen auch ■"»•Kunde von einem Maler A. Ho rken s, welcher im 17..Tahr- mnderte lebte. Er malte historische und allegorische Darstellungen, Ucrcn einige mit den Initialen A. B. bezeichne! seyn sollen. Dieser yOrkens scheint in Spanien gearbeitet zu haben. Im Museum zu Mn- ' r 'd ist e i ne Apotheose des Herkules von seiner Hand gemalt. Die *iguren sind fast lebensgross, Auch die Skizze findet man in der ge- Wnnten Qallerie. - [mmerzeel kennt diese beiden Meister nicht. 200. Adam von Bartsch fand unter No. 177 eine ausführliche Aft /• AT) Stelle, und daher bemerken wir nur noch, dass er J ' -tx-iJ nicht allein mit dem Monogramme, sondern aiudi mit jf "7) . lirulliot II. No. 14 nennt die Büste eines alten Mannes -* c h van Dyck en face, und eine andere in Profil ohne Namen des 'Jalcs. Zwei Büsten der Minerva, die eine in Oval, sind ebenfalls 'f A II. bezeichnet. Hieher gehört auch ein auf der Kugel sitzender _" c 'nuis; (bis von lirulliot erwähnte Blatt mit. dem stehenden Genius und ."'hi'oron Büchern ist aber nicht mit .4 lt.. sondern mit dem aus diesen uchstaben bestehenden Monogramme No. 157 bezeichnet. Her ge- '"'nie Schriftsteller erwähnt ferner ein radirtes Blatt nach J. Weenix, '"»Ches drei ruhende Schaafe, einen Widder um\ eine Ziege unter ,,'".''"' Baume vorstellt. Eine Landschaff nach II. Roos zeigt eine roh- r*™** Kuh und ein Schnaf. und gehört zu einer Folge von zwölf lilät- . rn i welche theils mit dem Namen des A. Bartsch bezeichnet, theils " c Angabe des Stechers sind. Dann erwähnt Brulliot auch noch dreier Moi >«Kramm| 9 lcn. 11 86 AB. Nr. 201—204. Blätter, welche die Abbildung und Behandlung eines von Röllig erfundenen musikalischen Instrumentes, 'L'Orphique, zum Gegenstande haben. Das Werk des A. von Bartsch ist. zu reich, als dass sich nicht noch Baden Blätter mit den Buchstaben A B finden sollten. 201. Alfred Breitenstein, Zeichner und Maler, gehört zu den _. CD Wichtigsten Künstlern, welche aus der Düsseldorfer Schule fjfs J} hervorgingen. Er malte Landschaften und Genrebilder in V — ' Gel und Aquarell. In der schönen Sammlung: Aquarelle der Düsseldorfer Maler, Lithographien in Aqiiarellmanior, sind Blatter mit obigen Buchstaben bezeichnet, kl. lbl. Breitenstein trug von 1850 an zu diesem Werke bei, Start) aber 1853 in der Blüthe der Jahre. 202. August Beck, Zeichner und Maler von Basel, machte seine -«-j Studien in Düsseldorf, und entwickelte A Vi 0(] . ]|j f\2> grosse Thätigkeit auf dem (iebiete des '>*-' *^ Genre, besonders der Schlachtenmalerei. •^>>0 f~)9 Seine Gemälde und Zeichnungen cnthal- ^^Q L'_ __ ^Ml f\ ten daher meistens militärische Auftritte. f. ?-4j Sehr zahlreich sind seine Bilder in Aqua- C/jO Gf\ rc "> wom i l s ' ( ' 1 der Künstler von jeher «# Itiidinmgen bekannt. Sie sind meistens mit einem unter Jt.JÖ±r-/791- No< 176 gcgolicuc.u Monogramme verschen. Die Initialen des Namens findet man auf einem Blatte mit de f Büste eines härtigen Mannes im Mantel nach links, 12. AB.—ABC. Nr. 205 — 208. 87 205. August« Marquise de Belloy radirte um 1771 einige Blätter. rf 2) f -l Kinos derselben Stell! einen mich antiker Weise mit Y^-<^Tj j■** Nymphen verzierten Sarkophag vor, auf welchem ein junges Mädchen liegt. Recht« oben stellt. A » fer.it 1771, fnl. 206. AHASCAL nennt sich der Verfertiger der Iluldigungsmo- uille des Königs Ferdinand VII., welche die Stadt Lima 1808 prägen hess. Auf dem Avers ist das Bihlniss des Königs, und der Revers «•igt zwischen Säulen den gekrönten Adler: PUPLICAE. F1DELITATI8. lURAM LIMAE. Auf der lluldigungsmedaillo des Staates La l'lata Weht am Arme des Bildnisses des Königs: ABRABAL. Der Verfertiger Ms Stempels ist ein und derselbe Künstler, welcher wahrscheinlich JfAZABAL heisst. Dieser Name steht deutlich auf der Huldigungs- Medaille des Staates Chili mit dem Bildnisse des Königs Carl IV. von 1789. 207. A. B.B. l.F. 1677. soll auf einem von G. A. Lorenzini Bestochenen Blatte stehen, welches die Verachtung der irdischen Güter vorstellt, qu. fol. — Diesen Kupferstich beschreibt Benard im Cabinet ''' !■■ uiiii-i »i jihnv.'il No. 1289) aber ohne die gegebenen Initialen zu deuten, "ir hahen kein Blatt mit denselben vorgefunden. 208. Cherubino Alberti, Malerund Kupferstecher, genannt Borg- f~ San Sepolcro gehören, und von Ag. und Com. Cort unterrichtet. G/~i hegiano, wurde 1552 zu Borgo K^4 (~ r San Sepoli v*7 r\ » | |^ 'ljp, i ■*< Can-acci u Jt Jj) J \y iv) 1 V ' ) ' I ' KS ' st l ^ c gcwöhnlii'he Angabe; > q allein Cherubino copirte nur Stiche 7—r> 'Pfc v "" *'• Cort, kein Blatt des A. Car- •*~DC ; ÜNß^NS_i V£~/Q racci, welcher auch viel jünger, als ' unser Künstler ist. Alberti's Ge- BMude dürften sehr seilen seyn, da, er eine grosse Anzahl von radirten Und gestochenen Blattern hinterlassen hat, Bartsch P. gr, XVII. p. 45 beschreibt, I Ti Blätter von seiuei- Hand, der beste Catalog des Werkes "•eses Meisters ist aber jetzt in W. Y. Ottley's Notices of Engravers *nd their works. London' 1831, 8. Auch im Manuel de l'Amateur '' os, ani|>es . par Ch. le Bhinc, ist ein ausführliches Verzeichnis« der "lütter. Auf vielen findet man obige /eichen, seltener das aus AC begehendes Monogramm No. 261. Der Buchstabe B bedeutet Borghegiano. ,Ul(1 Preise der Blätter sind gesunken. Nur sehr schöne Abdrücke •erden noch mit 2 — 3 Thlrn. bezahlt. y, F. v. Bartsch, die Kupforstichsaimnlung der k. k. Bibliothek in yien, 1854, S. 58, macht besonders auf (las grosse Hauptblatt nach «daei aufmerksam, welches die hl. Jungfrau und Elisabeth vorstellt, " n 'l Wie Johannes dem Kinde einen Vogel reicht, B. X VI I. p. 63 No. 40. * 80 Z. 6 L. Br. 15 Z. 2 L. In dem genannten k. k. Cabinet ist 'in Prachtdruck, welchen der Verfasser des Peiatre graTeur nicht kannte. ~ e r Engel in der Luft mit dem ün.ndsfroifen fehlt. Später steht auf ""'sein; Idem Omntt Simvl Ardor Habet. An dieser Stelle sind im cr- r*' 11 Drucke Umrisse eines schönen Gewölkes. Dann fehlen auch die v "''''' : Com Privilcqio De Pap. Greqorio XIII. et deuo cu prinilegio v . rt >uni VIII. P.M. Ein schönes und'seltenes Blatt welches A. Bartsch nicht, kannte, stellt eine geflügelte Frau vor, wie sie neben einem Pie- Ostal stehend in der Linken die Palme, und in der Rechten zwei trompeten hält. H. 6 Z. 4 L. Br. 4 Z. 6 L. . l'as letzte Zeichen, welches wegen der Jahrzahl 1519 zu Irrungen fWlass gehen könnte, steht, auf einem Blatte mit zwei jungen, in elphine ausgehenden Seegöttern. Der zur Linken bläst die Qoar- 11* 88 ABC-ABE. Nr. 209—212. pfeife des Pan, der andere hält eine Muschel. Unter der Wasserlache stellt: RAFAKL VRBINVEN'. II. 7 Z. 4 L. Br. 4 Z. l'/a L. Ch. Albcrti starb in Rom 1615. 209- Abraham Casembrot, auch Casembroodt lind Kaesem- yf / s-* /" brot, Maler und Kadirer aus Holland, war um die yi• &• L-. f . Mitte des IT. Jahrhunderte in tietsina th&tig, und *J ist dabei in seinem \'iilerl!in(le bist, in Vergessenheit gekommen. Kr malte Landschaften and Beesttteke. In s. Giovao- chino in Messina siebt man auch drei Bilder aus der Leidensgeschichte von ihm, doch sind die historischen Gemälde des Künstlers nichl häufig. Wir haben von ihm eine Folge von schönen Rührungen unter dem Titel: (Trbis Messinae ejusdemoue maris portuum et havhun prospectus. Das erste Blatt gibt die Ansicht des Hafens von Messina,, und rechts unten siebt: Abraum Oaseinbrnt in. et. I'orit et ex. Einige der Iß anderen Blätter sind theils mit dem Namen und den gegebenen initialen, theils mit Abr, in. et f., und Abramo ('. in. ei fecit bezeichnet. Zwd Blätter sind 2 Z. 9 L. — 3 '/,. hoch, und 4 Z. 2 L — 5 Z. breit. Die übrigen ttadlruiigen sind 4 Z. — 4 Z. 10 \i- hoch, und 6 Z. 7 L. — 7 Z. breit. Man schreibt diesem Künstler auch irrig das Monogramm ZU, Welches wir eben No. 100 gegeben haben, dann werden ibm zuweilen auch Marinen Engeschrieben, «reiche das Monogramm AU mit k haben, worunter andere den A. Hlooleling erkennen Wollen, Unter No. 225 &C ist das Weitere verhandelt. Sichere Arbeiten des Casembrot sind nur die Ansiebten sicilinnischcr Seebaien. 210. Dieses Zeieben siebt auf dem von C. Mellan gestochenen AirSV\ Bildnisse des Prinzen Armand de Bomben, halbe Figur in /-Jl^O) ovaler Einfassung, toi. Man könnte darunter das Mono- IjWiJr gramm eines Malers vermulhen, es ist aber jenes des Armand de Bourbon. 211- Dieses Zeichen tindel man auf dem Bildnisse lies Jean Royer xij. Mai't: es bedeutet aber wahrscheinlich nicht den Stecher, son- ffj) dein den Dichter der Verse im Rande. Man liest da : Te Y pietas a.lium Ar., dann das Zeichen, 8. Der Diebler ist vicl- leicht jener Arnold Buchel, dessen wir No. 173 erwähnt haben. 212. Jakob Theodor Abels, Maler, wurde 1803 zu Amsterdam ge- .,—^__J boren, und von .1. van Kavensway unterrichtet, bis et' f Y)/ rt 1888 Deutschland und Frankreich besuchte. Er machte V_St%JPstum italicarum, 69 Blatter. Vicenzs 1616, Eloma 1029. Dez Zeichner der erwähnten Ansieht gehört wohl ebenfalls der Familie Bertelli an. 215. Alcssandro Badiale, Maler und Radirer, wurde 1623 zu Bo- 1628 oder 1643, wie "iilci- von Fhiminio Torre, und ein für seine Zeil sehr achtbarer Künstler. XJ . J_). Starb 1668, nicht 1061 oder 1671. Bartsch, P. gr. XIX. p. 227, beschreibt fünf geistreich radirte »latter von ihm, wovon drei ohige /eichen trugen, nämlich die hl. Fa- 'iidic in Aegypten, li. 2, die Kreuzabnchmung, B 4, und der Ziegen- ~ lr ' ) B. 5. Die Compositum ist von F. Torre. Die beiden i). /». bedeuten DatDedicat. So ist z.B. die hl.Familie dem Senator Francesco »olani dedicirt. Die Abdrücke ohne Widmung sind sehr selten. Der Meister (i M (<>. Mltelli) hnl die üiislo eines Beiligen mich "«n radirt, qu. 8. Bartsch kennt dieses Blatt nicht. Vgl auch No. 175. 316. Albert Flamen gilt in allen Werken über Monogrammenkunde %F %*?* ART" !l ' s der Träger dieser Zeichen; sie kommen aber • i/vj-. , jt> h mn . j M Verbindung mii dem Namen vor, and man ""Ict sie ein/ein auf keinem Blatte. Auch ein zweites, uns Alll. he- , ,( 'heudes Monogramm findet man nur in Verbindung mit dem Namen """n, worüber wir unten handeln werden. . Albert Flamen, auch Flaman und Flamaod geschrieben, ist nach ,(,|||| 'n Lebensverhältnissen unbekannt. Einige Schriftsteller glaubten, ''' Stamme aus Flandern oder den Niederlanden. Auch Innnerzool (De '^veiis (,,, werken der holl. en vlaam, Kunstschilders 4e. Amsterdam J^£) mochte den Künstler für einen \ laam halten. Allein es gibt '""li Familien des Namens Langlois, Lallenuvad und Ladanois. welche 'Mischen, deutschen und danischen Ursprungs seyn sidlten, ohne lie- J*| 8e dafür zu linden, l'nd so verhall es sieh woiii auch mit Flamen, ''im er auch Flaman und Flamand schreibt. Alle seine Blätter weisen 11 Paris, WO er In der Hue des l''ossoyours hei St. Sulpice wohnte. .£p /tir logna geboren, nicht 1621, 1626, Df. /jD y^j • auch angegeben wird. Er war Sehe 90 ABF. Nr. 216. Mehrere Folgen erschienen ursprünglich in seinem Verlage, andere wurden von Jacques Lagnict, Louis Boissevin, Jan van Merlin (in Paris), Pierre Marielte, und später von Drevct, Gallais 4c, verlegt Die ältesten Blätter sind von 1 (»48, und somit kann der Künstler nicht 1564 gehören soyn, wie Hasan angibt. Nach 1 (HM hörte er ZU arbeiten auf, nach unsäglichem Floisso. Bartsch, P. gr. V. p. 173 ff., beschreibt nur 152 Blätter, Robert-Dumesnil P. gr. fr. V. p. 135 zählt aher 584 auf, und auch damit ist das Werk noch nicht geschlossen. A. Flamen war höchst wahrscheinlich ein Franzose, da er, wie Robert-Unmesnil behauptet, an den Unterhaltungen, Pesten, Revolten und religiösen Controversen des Landes mit einer Freiheit theilnahm, welche sich ein Fremder nicht erlaubt hätte. Liebhaber des Weines und fröhlicher Gesellschaften, und Gelegenheitsdichter componirte er „Le nouveau retablissoment de l'etat bachiquo", und „Le Triumphe ba- chique di vin vieux dissipe par le nouveau", zwei grosse lilätter mit Versen, aher ohne Namen. Wahnsinnige Lust athmet seine ,,Carte des Etats du grand-duc d'Osmeos", womit man nur den um zwei .lahrhun- derte späteren ,,Alinanach des gourmands de Grimnd de la Rcyniöro" vergleichen kann. Auch die Carte des Osmeos hat Verse von Flamen, trägt aher seinem Namen nicht. Zur Zeit der Fronde war er gegen den Hof, und sein „ChiUcau de Marcoussy" hatte den Zweck, das Volk zum Mitleid für die daselbst gefangenen Prinzen zu stimmen. Seine anti - höfische Gesinnung spricht auch sine vergessene Episode aus der Zeit der Fronde aus, das „Campement de l'armöe de (■aslim de France, (lue d'Orleans, au faubourg St. Victor". Er theille aher auch wieder die Freude des Volkes heim Einzug der Königin Von Schweden in Paris 1656. Die Abbildung dieser Festlichkeit, wobei die Königin zu Pferd erscheint, erschien ohne Flamen's Namen bei Lngniet „au fort L'Fuesquc". Auf zwei anderen grossen Blättern stellte er 1660 die Festlichkeiten hei der Vermählung Ludwig XIV. vor. Besonders ver- hasst war ihm der Jansenismus. Er geisselte dessen Anhänger in zwei grossen Blättern: „Le Jausenisme foudroye" (1653), und „Nouveaux Pharisiens voyez vostre peinture &c." Das zweite dieser grossen lilätter ist die Decoration des Almanach von 1660. Flamen war auch Maler. Er nennt sich als solcher auf mehreren Blättern. N. Poilly und .1. Houlangcr stachen nach ihm das Hildniss des Arztes und Mathematikers Jean Baptiste Murin, und des Dichter! Jean Renaud de Segrais. Seinen Ruf gründete er aber als Kupferstecher. Er radirte die Platten zart und leicht an, und überging sie dann mit der kalten Nadel und dem Stichel. Diese Blfttter haben Aehnlichkeit mit jenen des VV. Ilollar. Nur 24 Stiche sind nach fremdet Zeichnung gefertiget, nämlich die Anlichten der Augustiner - Klöster nach P. Luvin in 19 Blättern mit den Titeln, und 5 Landschaften nach Israel Sylvestre, wie Robert-Dumesnil hehaupt. P. Lnvin's Werk hat den Titel : Orbis Auf/ustinianus sive conventuum ordinis Eremitarud S. Augustini chorogrnphica et topographiea descripto. Autorc IL AM P. Augustino Lvhin &c. Farisiis — 1659, fol. Zu den Hauptwerke* des Künstlers gehört aber die Folge von 15 kleinen Dantellungen auf einem Blatte unter dem Titel: Lei diu cominandomens de Dieu, und: Les cinq commandemens de Leglise. A Paris chez Albert Flamand -* 1648. Diese Bilder sind geistreich in Caüot's Manier behandelt. In' figürlichen Fache war indessen Flamen nicht wohl bewandert, da iln" das Talent der Gruppirung fehlte. Auch seine sonst sehr schön** Landschaften haben Mängel, indem er die Bftume schlecht behandelt* und auf die Abstufung von Liebt und Schatten wenig achtete. Dagege n aber stellte er die Fische meisterhaft und mit einer Wahrheit da f i ABF. Nr. 216. 91 Welche nichts zu wünschen übrig lässt. Die Blätter dieser Art werden daher vornehmlich gesucht und stellen in hohen Preisen. Wir machen desswcgen auf die Folgen mit Fischen aufmerksam, da es sich um ein Supplement cum Kttns$lex*LexicoB handelt. Irones diversdrnni piedun tum marix tum iimnium ah Alberto Flamen ad vivum delineati. et in ups ab eodem artitieiose incisi. Cum privi- legio Regig 1G(!4. Ft in lucem editi vcnduntur apnd van Meilen, Pa- risus in via 7aCObeB inb signo urbis Antvorpiao. Eii/vres De Plusieurs Sortes De Poissons, tant de la Mer que de FKan 4c.. qu. 4. Diese ist der llaupttitel aller fünf folgen mit Irischen, er kommt ■bei sehr sollen vor, da das Blatt einzeln gedruckt ist. Premiere partie. Diucrses esperes de Poissons De Mer — ded. A Mes- "rc Gvilavme Tronson' &c. I — XII. In dreierlei Abdrücken: I. Vor den Nummern und den Worten: Premiere partie. Auch ohne Adresse des Yan Meilen auf dein ersten Blatte.— II. Vor den Nummern und vor der Adresse, aber mit dem Titel : Premiere partie. — III. Mit den Nummern und der Adresse. Auf jedem der Blätter 2— 12 steht: AB Flamen fe. Cum priuil. Itegis &c. Seconde pnrtie de Poissons de Mer. —. A Paris chez .T. van Morien —. I — XII. In zwei Terschiodepon Zuständen: I. Vor der Nummer und der Adresse auf dem Titelblatte. — II. Mit. der Adresse und den Nummern auf den übrigen Blättern. Jedes hat den Namen: AI! Flamen fe. ('um priuil. Regia &c. Troisieme partie de l'oissons De Mer, dedies A Messire Gvilaume Tronson —. A Paris chez .1. van Morien ivc. I— XII. In Varietäten: I. Vor den Nummern und der Adresse des van Morien. — U. Mit der Adresse und den Nummern, dann dem Namen des Stechers auf jedem Blatte. — III. Mit der Adresse von Gallays. Matt und ohne Transparenz. Dinerses Espeees de Poissons d'eau doure Dedits A Monsieur Fouc- quet —. A Paris chez .1. van Morien &c. 1 — 12." Abdrucksgattungen: I. Vor den Nummern und vor der Adresse.— II. Mit den Nummern, der Adresse und dem Namen des Stechers. — III. Mit der Adresse von Gallays. Seconde pnrtie de poissons de.au doure —. A Paris chez J. van Merlen &c. 1 — 12. In zweierlei Abdrücken: I. Vor den Nummern und der Adresse. — II. Mit den Nummern, der Adresse und dem Namen des Kunstlers auf jedem Blatte. Ausser diesen fünf Folgen kennt man noch eine andere von 7 Blättern: Diuerses Esperes de Poissons, lant de Mer, que d'Ean doure. Dediees a Monsieur le Marquis d'llliers —. Par son tresbnmble serniteur AI! Manien. Auec Priuilege du Roy. 1 — 7. In zwei Ausgaben: I. Mit Flamen'! Adresse. II. Mit jener von Lagniet. - Von besonderer Schönheit sind auch die von Flamen gestochenen "°gel in dem ihnen zukommenden Charakter, unter dem Titel: ._, Livre D'Otjseaus. Dedie A Messire Gilles Fovquet —. Par Albert Manien. Auec priuilege du Roy, qu. 4. 1 - 12. In zwei Ausgaben: I. Mit Flamen'« Adresse. — IL Mit jener von Drevet. ■p Dem schon überreichen Verzeichnisse von Robert-Dumesnil fügt "■ Weisel, Supplements au I'eintre graveur 1. p. 271, noch Iß Blätter Jut eniblematischcn Darstellungen, und (bis Wappen des Guilaume Tronson t>ei - Somit belauft sich Flanien's Werk auf 601 Blatt. 92 ABF — ABFL. Nr. 217-219. Wir fügen folgende Blätter bei : 1) Einfassung, oder l'assc-partout zu einer Landschaft, die vier Jahreszeiten In Kindern vorstellend, qu. 4. Dieses Blttt ist sein' seilen. 2) Landschaft mit alten Gebindet im Grunde, und mit CavalieTen im Vorgrunde. Zart im Geschmacke Flamen*! behandelt, gr. qu, fol. 3) Le chariot vollant du Tres-Illustre prince *<•• Seeansicht mit einem grossen Karren, welcher Segel hat, und einer Menge Figuren. A Paris elioz van Morien — Ki66, gr. qu. fol. — Dieses Blatt ist geistreich in der Weise l''bimen's radirl und gestochen. Sein- selten. Schliesslich bemerken wir noch, data Immerzeel einem F. Flamen vier Seine-Ansichten nach Israel Silvcsl.ro zuschreibt. Diess sind jene Blatter, «reiche Robert-Dumesnil No. 510 —519 beschreibt, doch steht nur auf dem ersten der Name F. Flamen Irrthümlich für A. Flamen. 217. Unbekannter italienischer Künstler des Di. Jahrhunderts, __-— . welcher als Zeichner zu betrachten ist. Man findet diese Ini- lÄ'BFl ^bilen auf einer radirten Ansieht von Lyon mit Annähe der «==a* Hauptgebäude in italienischer Sprache. Das Blatt gehört zu einer Folge, über welche wir unter dem Monogramme AUF. No. 214 gehandelt haben. Ein ähnliches Täfclehen mit ABF, aber mit Querstrichen bedeckt und schiefer gestellt , landen wir auch auf einer radirten Ansicht von München, mit der lleberschrilt: MONACHIO, selima.l kl. qu. fol. Dieses Blatt ist nach einem Ilolzschnittfries von 1579 copirt, aber nur der mittlere Theil mit der Frauenkirche. 218. A Beerestraten, oder ein unbekannter holländischer Maler. /t sT\ ~ Die ersten Initialen sollen sich auf einem sehr /-\ f\ l schönen Gemälde linden, welches die Ansicht einer -^ rij ' Kirche im Renaissancestyl gibt, und ausserdem mit - __ *o einer Gruppe von Soldaten und einigen ländlichen A ]X rl f r\ Figuren staffirt ist. Wir glauben, dass dieses Bild, - 1 *->■**'»■ ' Wo». Welches 1848 im Kunsthandel war, von A. Beerestraten herrühre, von welchem wir eine architektonische Zeichnung kennen. Sic stellt ebenfalls eine mittelalterliche Kirche vor, mit einer Gruppe Wallfahrer in winterlicher Kleidung. Diese Zeichnung ist schön getuscht, und mit den Initialen/! B.F.d.'i. versehen. Die Jahrzahl 1663 stimmt für Beerestraten's Blüthezeit, da er 1687 starb. Er malte Ansichten von Städten, Schlössern, Kirchen, Strandgegenden, Seehafen und Seeschlachten. In Ryck's Museum zu Amsterdam sind drei Ilaupt- bilder von ihm, darunter die Seeschlacht der holländischen und englischen Flotte im Jahre 1866. Besonders liebte er Winterlandschafteil mit architektonischen Ansichten, Ist er der Badirer No, 160? Es ist indessen zu bemerken, dass gleichzeitig auch ein J.Beerestraten gelebt hat, Dieter Kunstler malte Marinen mit Ansichten von Gebäuden am Qfer &c. Seine Zeichnungen sind in schwarzer Kreide und Tusch behandelt. Eine solche mit dem Namen ist in Weigel'i Sammlung. 219. Antonio Balestra, Maler und Radirer von Verona, fand (dien ip, -rpT unter No. 153 eine ausführliche Stelle . und hier machen -*JL>..r. *-< wir daher nur auf eine rndirlo und gestochene Vignette mit dem Begebenen Zeichen aufmerksam. Sie stellt zwei Figuren vor, welche ein Tuch halten, mit der Schrft: VKRONA FIDELIS, 12. Das Monogramm ah deutet den A. Balestra als Zeichner an, der Sieeber F. I ist uns aber unbekannt. Seinecke schreibt dieses Blattchen dem Balestra selbst zu, und Heller glaubt, das /. beziehe sich auf die Akademie von S. Luca. ABFK —ABK. Nr. 220 - 225. 93 220. Ambrosius Franck, oder Francken, genannt der Alte, einer iD-T-« der fruchtbarsten holländischen Maler (1573 — 1619) be- mx.rm.cy ( ij 011 tc B | CD Buf Gemälden eine« aus AF beetehraeta Monogramms, und daher müssen wir auf ihn zurückkommen. Die Begebene Bezeichnung findet man auf Kupferstichen nach Gemälden dieses Meisters, welcher auf solchen Blattern auch A. Vrane genannt wird. 221. Antonio Balestra, dessen wir muh unter No. 153 und 219 A R t erwähnt haben, hlnterliess viele Zeichnungen und Skizzen, ' deren mehrere in den Besitz des Malers Pietro Ro- '*ri kamen. Dieser Künstler radirte einige in Kupfer, und deutete "dt den Buchstaben A. u. das geistige Eigenthum seines Meisters Ba- ■estra an. Mit A B. in. bezeichnet sind zwei Blättchen, wovon das P'nc den Heiland an der Säule, das andere den David mit dem Haupte des Goliath vorstellt, 12 u. an. 12. Im feigenden Artikel handelt es sich ebenfalls um diese zwei Künstler. 222 Antonio Balestra und Graf Pietro Rotari haben auf dieses ^> ■p Zeichen Anspruch. Die Buchstaben A n. i. fanden bereits Im vorhergehenden Artikel ihre Erklärung, indem nämlich auch hier ..Anlonius Balestra Iuvenil" zu lesen ist. In \erbindung mit den Initialen /'. /(. jenen des I'ietrn Rotari, findet ""in das Zeichen auf einem von letzterem radirten Blatte, welches einen männlichen Kopf mit aufwärts gerichtetem Blicke zeigt. Es ist [Hess der Köpf des hl. I'elrus, welchen Botari auch im Urnslliilde radirte. Auf diesem grösseren Blatte könnte man eher II II lesen, da Unter der Bauchung des /» noch eine krumme Linie einradirt ist, viel- 'eicht ein verkehrtes <', so dasi „Pietro Cont« Rotari" zu lesen wäre. 223. Unbekannter Kupferstecher, welcher Jedenfalls in der früheren i/ A Zeit des 16. Jahrhunderts gelebt hat. Sein/eichen fivndBörner auf einer alten Copie der Anbetung der Konige von M. Schön. B. No. (i. Diese Buchstaben, der letztere undeutlich, sind in dem Gewude zu linden, welches ein hurtiger Mann mit dem Schwerte üher seinen linken Arm geworfen hat. Kr steht rechts ITri Mittelgrunde zwischen dem Mohrenkönige und dem reihten Platten- l;i "de aber dem Knieenden mit der Büchse. Üörnei' glaubt, die Bueh- Maben aiiiis könnten sich auf den Copisten beziehen, obgleich in den ** e wändersäumen &c. öfter Buchstaben ohne bestii.....te Bedeutung an- PjWächt sind. Das Original von IM. Schön ist nach Bartsch (i Z. 2 L. J| r pit, die Copie um eine Linie breiter. Ferner bemerken wir, dass der *«eh des m. Schön nach der Retouche mit 1482 bezeichnet wurde, die '"l'ie isl aher ohne .Inhizahl. 224. Unbekannter Maler, welcher um 1613 —1624 in Holland ar- icilete. Man findet Schöne Bildnisse mit. diesem /eichen. welche aber nicht von Abraham van Kalraat herrühren können, da dieser Meister erst 1643 geboren wurde. Klier möchten wir unter dem gegebenen Monogramme den wenig bekannten Maler AI kork vermuthen, dessen Bildnisse zu den schönsten Arbeiten dieser Art gehören. j ,"' halten den Vergleich mit Bildnissen von Rembrandt aus. Uebrigent V." 11 "'!! wir Alkock's Geburtszeit nicht, seine Thätigkeit fällt aber in 110 erste Hälfte des 17. Jahrhunderts. 225. Unbekannter Maler und Radirer, welcher in der zweiten Hälfte des 17.Jahrhunderts in Holland, vielleicht "S&^fe- in Amsterdam gelebt hat. Sein /eichen findet man <&& 1h fc auf Blättern einer Folge von sechs Marinen, welche ■k , g/6 herkömmlicher Weise dem Abraham Blootellng zu- 94 ABK Nr. 226. geschrieben werden. Brulliot I. No. 136 folgt ebenfalls dieser Ansicht, gibt aber nur das erste Monogramm, welches indessen sein Formsehneider nicht genau nachgebildet hat. Frenzel (Gatalog Sternberg III. No. 3138) beschreibt zwei Blattei unter dem Monogramme, welches man dem Abraham Casembrot beilegen will, No. 160 unseres Werkes, und bemerkt, dass sich an das Monogramm ein /» oder sc schliesse, nämlich jenes Zeichen, welches oben vor den Blick tritt. Das Zeichen ist wirklich ein H, nicht sc, in abweichender Form. Fs gebt dicss beim Vergleiche aller Blattei hervor. Auf No. 3 ist fe beigefügt, und das undeutliche Monogramm des fünften Blattei hat den Heisatz f. Abraham Blooteling bleibt daher sehr zweifelhaft, da der Buchstabe K sich auch nicht auf seinen QebuitSOlt beziehen kann, indem dieser Künstler in Amsterdam geboren wurde. An A. Oasembrot oder Kaesembrot ist ebenfalls nicht zu denken, da die Radirungen jenes Meisters mit denen des angeblichen Blooteling nicht übereinstimmen. Durch die Güte des Herrn Hörnor sind wir im Stande, ein Verzeichnis« der Blattei zu geben, was um so erwünschter seyn wird, als ein solches nicht existirt. Es sind diess wahrscheinlich jene Ansichten der Amstel, welche im Catalog Rigal No. 977 dem Blooteling zugeschrieben werden. Da ist aber auf einen Titel hingewiesen: Amstd-Gesichjes. 1) Marine mit einem in der Mitte nach rechts segelnden Schiffe. Links in einiger Entfernung ist ein zweites Schiff, und rechts am Horizont gegen die Küste ein drittes. Hechts unten in der Ecke das vierte Monogramm. II. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 10 L. 2) Marine. Links vorn ist ein nach rechts segelndes Schiff, rechts ein zweites, welches den Spiegel zeigt, an welchem ein Elephant angebracht ist. Dieses Schiff feuert eine Kanone ab. In der Ferne sind noch zwei andere Fahrzeuge. Hechts unten in der Ecke das zweite Zeichen. II. 5 Z. Br. 7 Z. 1 L. 3) Marine mit einem vorn nach links segelnden Schiffe, an dessen Spiegel sich eine Sonne zeigt, über welcher ein Ann mit der Laterne hervorragt. Links in weiterer Entfernung ist ein mehr von vorne gesehenes Schiff, und ein paar andere Fahrzeuge zeigen sich am Horizont. Links unten das dritte Zeichen. H. 5 Z. Br. 7 Z. 1 L. 4) Marine mit einem Schüfe, dessen Segel eingezogen sind, so dass der Spiegel nach rechts gerichtet ist. Links geht ein Schiff mit vollen Segeln, und in weitester Korne siebt man noch zwei Schifte. Im rechten untern Eck das erste Zeichen. 11. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 11 L. 5) Marine. Links vorn ein Schiff in Verkürzung mit hergewendetem Spiegel, weiter zurück ein zweites in entgegengesetzter Richtung, gegen rechts in einiger Entfernung ein drittes grosseres Schiff in Profil* und dabei ein kleines Fahrzeug mit zwei Matrosen. Rechts unten an der Tonne das undeutliche Monogramm mit einem kleinen f. IL 5 Z. 6 h- Br. 7 Z. 8 L. 6) Marine mit vier Schiffen und einem Boote, in welchem zwei Ruderer sitzen, rechts unweit einer Klippe. Ohne Monogramm, für welches aber links vorn an der schwimmenden Blanke ein Raum ist- Im Unterrande: 't Amsterdam by Carel Allardt op den Dam inde Caardt Winkel. II. 5 Z. 5 L. Br. 7 Z. 5 L. 226. Albrecht Krieger, Medailleur, arbeitete in der zweiten Hälft« \ RK *•• * 7, JalufcnnaertS zu Leipzig, und lieferte Stempel für di" • Münze. Die Initialen ABS. stehen auf einer Medaille mit dcB> Bildnisse des Herzogs Bernhard II., bei Gelegenheit seines fünf und dreissigston Geburtstages 1072 geprägt. Auch Medaillen zur Geschichte des Herzogs Johann Adolph zu Wcisenfels findet mau von ihm. ABL. Nr. 227 — 228. 95 227. Albert Flamen fand oben No. 216 eine ausführliche Stelle, /h tt\ rn und wir müssen hier auf ihn zurückkommen, ^«z, j/Qy . y~Qj. mn ( |j(. Angäben unserer Vorgänger zu bo- y sc- * n jj y^. jd reinigen. Orlandi Tab. D. No. 23, Christ «/ ^ a SLL, . s 77> (Un . { rj. p.«, Maine 11. No. 16 lesen 'hm das erste der Begebenen Zeichen bei, Brulllotll. No. 137, welcher es in kräftigeren Linien abbildet, glaubt aber, das Monogramm sei cr- tunilen. Allein dieses und die anderen Zeichen kommen auf einigen Blättern Flamen's wirklich vor, aber mit dem Beisatze: Flamen jn. e * fe., oder: Flamen fe. Das Monogramm mit der .Tahrzahl 1648 findet man auf No. 4, einer Folge von 15 Darstellungen unter dem Titel: Los dix comnian- jjetnents de Dien, und Le cinq commandementi de Legliae, Robert- Lumosnil No. 9 —23. Das Blatt No.4 stellt, einen jungen Mann vor, wie ?r sieh vor seinen alten Fitem neigt, wahrend Im Grunde zwei Mütter ihre Kinder strafen. Die anderen /eichen, welche sich auf den Namen Albert beziehen, findet man auf landschaftlichen Blättern einer Folge, deren Bestandteile Robert - Dumesnll No. 482 — 491 nicht genau Kennt. Dieser Scliriftsteller gibt nach dem Catalog Rigid No. 143 —152 JO Blätter an, die Folge besteht aber wenigstens aus 12 nummerirten Blättern mit Bildern in Rundungen. Auch Bartsch gibt 10 Blätter an i beschreibt aber nur einen Tbeil, so wie Robert-Duinesnil. Wir Wnnen hier durch gelallige Miltheilung des H. Börner drei dieser Darstellungen näher beschreiben, so dass die Verzeichnisse der genannten Schriftsteller ergänzt werden. No. 1. Kin grabähnliches Monument in einer waldigen Gegend Vn 'i Bruchstücken umgeben. An der Vorderseite desselben ist rechts " n d links eine Kinderfigur in Bildhauerarbeit, und zwischen beiden steht: Divers Paisages | taicts et Lnuenttei par| Albert Flamen.| Auec Pnuüege du Rot. Links unten ist die Adresse: J. Lagniet ex., rechts Wo - 1. Diesen Titel gibt der Catalog Riga] an, Bobert-Dumetnil scheint a °er No. 12 für das Titelblatt nehmen zu wollen. No. 7. Im beschatteten Yorgninde zwischen kleinen links und rechts befindlichen Anhöhen bildet ein von der rechten Seile herkommender Bach einen Wasserfall. Im Mittelgründe erheben sieb bewach- ^PJie schroffe Felsen, und auf dem an diesen Felsen vorbeifahrenden i$ c sieht man einen Oehsentreiber und drei Wanderer. Links unten st eht: .1. Lagniet ex:, rechts No. 7 und der Name mildem Monogramme. No. 12, Mehrere geräumige Zelte nehmen den Mittelgrund des «Mattes ein, und vor demselben sieht man Figurengruppen. In dem Jtwsersten, rechts befindlichen Zelte wird Wein vom Kasse gezapft. J inks gegen vorn zu litten Zecher neben dein Fisse im Freien, rechts (l|, n hält ein Reiter zwei gesattelte Pferde, und hinter diesem bemerkt "> a n einen beladenen Ekel Cnfen links: J. Lagniet ex., rechts No. 12 ncl der Name mit. dem Monogramme. 660. Andrew, Adolph Best und Auguste Leloir, Formachneider /Vj ^q zu Paris, vereinigten sieb zu gemeinsamem Zwecke, -cY_ /-P, und lieferten eine Menge von Blättern, welche mit. den gegebenen Zeichen versehen sind, und in ver- /fc /O /ß schiedeneu illuslrirteu Werken vorkommen, worunter "^^'r^' cy *' w ' r Ibbjenda nennen: « Hjstoire de l'ancien et aoureau lestament, imitee de Ch, Schmid, 1,,r ■>■ Derome. Paris, 3""' odil, 1886, roy. 8. la» lmitati, »n de Jesu - Christ —, pur M. L. B. du College Sta.nis- lau « &c. Paris 1839, 8. 96 ABL. Nr. 229 — 232. Histoire de l'art moderne 011 Allcmagne, par le Comte Athanasc Raczynski, 3 Tom. Paris 1839, gr. 4. L< suif errant, par E, Suo. Baris 1845. 46, gr. 8. N'ouveilos Generoises, par K. Topffer, Paris 1845, 8. Les Aventuros du Chev. Kaublns, par Louvet et Couvray. 2 tom. Paris 1842, gr. 8. Les Aventures de Telemaque —. Paris 1840, gr. 8. Paul et Virginie, mit Illustrationen von Tony Jobannot. Paris bei Curmer 1840, BT, 8. loonographie ehretlenne, par M. DWron. Paris 1843, 4. Dieses Werk ist mit schönen einrissen nach den Zeichnungen von K.P. H. Durand geziert. Revue generale ile l'Arrhitcrtiiro. Paris 1840. In dicsein Werke ist eine Abhandlang: „le Nimbe", illustrirt. Die Zeichnungen lieferte ebenfalls Durand. Le jardin des plantes . Paris 1841 ff., roy. 8. Le iniisee des i''iiniilles ; Le Magazin pittoresque, u. i, w. Bolzschnitte zur Taschenausgabe von Schüler 1 ! Werken in 12 Bänden. Stuttgart, Cotta 18OT. Die Zeichnungen sind von iduttenthaler, Ad. Leeaaans u. A. Ans dem Atelier der genannten Künstler ging eine Menge von Holzstöcken hervor. Adolph Best starb um 1840. Er excellirte in der Landschalt. Die illnstrirte Ausgabe von l'aul et Virginie, und das Werk: Le« h'rancais poinls par eux - meines, liefern Beweise. Zuletzt (raten Andrew null l.eloir mit llolelin iiml Regnior in Verbindung. 229. Jean Baptiste Adolph Lafosse. Zeichner und Maler in Paris, _. wurde um 1820 gehören. Et inalle Bildnisse und (ienrehilder, /TD ( ' |,n ' n einige das Beigefügte Zeichen iragen könnten. Wenigsten! •^ ^^ findet man es auf Holzschnitten nach den Zeichnungen von Lafosse. Sie enthalten meistens Bildnisse. Das Monogramm auf diesen Blatten gleicht einem der oben Nu. 228 beigebrachten Zeichen, es muss aber auf Bildnissen fftr Lafosse in Anspruch genommen werden. 230. Abraham Bloemaert bezeichnete auf solche Weise ein Blatt, jDj welches einen Ma.nn vorstellt, wie er der Katze des Knaben y*^*- J einen fisch zeigt. Der Stich ist von Crispin de Passe, gr. 8. lieber A. Bloemaert haben wir oben No. 149 ausführlich gehandelt, und unter dem Monogramm Alll.o. kommen wir auf ihn zurück. 231. unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälft« Ades 16. Jahrhunderts in Sachsen gelebt haben dürfte. Das gegebene Zeichen findet man auf einem Blatte, welches den o^Sdo Antichrist vorstellt, wahrscheinlich nach der Idee des Johanne! Praetorius. Die Figur ist dessen Werk: Drttköpffichttr Antichrist M 1591, beigegeben, 8. Brailles I. No. 138 erhielt durch Herrn von Sotz- mann Kunde von diesem seltenen Buche. In der Ausgabe von 1592 ist die Abbildung des Antichrist ohne Kunstlerzeichen, sie scheint aber von keiner neuen Platte zu kommen. 232. B. a Lochom, durch Contraktion Blochom, und irrig B. -ri \ Locrom genannt, ist der altere Zeitgenosse des Michael van *** •* Lochom, und ein Künstler von Bedeutung. Er stach eine ziem* ücbe Anzahl von Blättern, welche in der Manier zwischen jenen des Virgil Solis und der W'ierx'schen Schule die Mitte hallen. B. a. LochoiH arbeitete in Amsterdam um 1608 -1635. Obiges Zeichen steht links lintei auf einem Blatte mil Christus am Kreuze, dessen Kuss Magdalena umlässt. Hechts in einiger Kntfernung sieht man einen der Schach* ABL — ABLO. Nr. 233 — 235. 97 am Kreuze, und im Grunde breitet sich die Stadt Jerusalem aus. Dieser Kupferstich soll sich in einem Missale romamim finden. 11. 6 Z. 3 L. Br. 4 Z. 5 L. B. van Lochom bediente sich auch eines aus /,// bestehenden Sonogrammes, und unter diesem Zeichen werden wir auf andere Blätter desselben aufmerksam machen. 233 . Unbekanntes, wenn nicht flngirtes Zeichen. Gori Gandel- & li"l lini legt es I. ]i. 1H(> dem Nimbus de ISruyn zu, für diesen -f*.D-L^ Meisler stimmen aber die Buchstaben nicht, und er bediente Weh auch eines ganz anderen Monogrammes. Es handelt sieb wahrscheinlich um das Zeichen des Abraham Bloemaert, welches No. 235 Begeben ist. Gori bildete wohl dasselbe auf gut Glück oach, da wir ■*ln Blatt gesehen haben, welches auf solche Weise bezeichnet ist. 234. Andrew, Best und Leloir, Formschneider in Paris, gehören ^4. D l zu den Erachtbarsten Künstlern ihres Faches. Sie arbeiten zusammen, und bedienen sich auch eines gemeinschaftlichen, aus A H r. bestehenden Monogramms. Diese Initalen stehen auf einer Darstellung aus Schiller'! Räubern, für die Folge der Holzschnitte zur Cotta'schen Taschenausgabe von Schiller's Werken. Stuttgart 1839. Andere Werke dieser Künstler sind unter No. 228 bezeichnet. 235. Abraham Bloemaert fand oben unter No. 149 bereits eine J^ ^^^^^ ausführliche Stelle, wir müssen aber hier auf ihn S[L I zurückkommen, da das Monogramm, welches auf yrs r •! I ( ' l ' lll| i' , ' l ' n und Kupferstichen vorkommt, von dein ■^^ BLd gegebenen Zeichen vollkommen abweicht. Man findet es . auf Holzschnitten, nach Hrulliot I. No. 140 in erster Form, welcher Wlr die zweite hinzufügen. Die xylographischou BUtter nach Zeichnungen A. Bloemaert's sind gewöhnlich in Helldunkel von drei Platten K^druckt, und grösstenteils von Friedrich Bloemaert ausgeführt. Sie stellen einzelne Heilige in halber Figur, Madonnen und beilige Fa- 5 . en v °r. und sind meistens mit dem Namen des Künstlers bezeichnet. *rjedrich Bloemaert radirte die Umrisse gewöhnlich in Kupfer, und ''beitete sie dann mit dem Stichel nach. Zum Iloliordrucke bediente |' r s ' ( 'h einer oder zweier Holzplatten, um die Clairobscur heraus- •ubringen. Diese BUtter unterscheiden sich wesentlich von jenen, j**lche Abraham Bloemaert selbst in Holz geschnitten hat. Er wendete '''.""' Kupferplatte, sondern drei Holzplatten zum Drucke an, und erdichte überdies« eine malerische Wirkung, wie sie dem erwähnten ' ''"'diieli Bloemaert nicht gelang. Vau solcher, sehr seltener Original- ''"'nisebnitt, stellt die Madonna mit dem schlafenden Kinde vor, als 5"Wte nacb links. Oben rechts ist das zweite /eichen. II. 2 Z. 6 L. >,''■ 2 Z. In R. Weigel's Prachtwerk: Holzschnitte berühmter Meister. .';""' Sammlung von schönen charakteristischen und seltenen Original- ■ .'"'üiselmitlen &c. Leipzig 1851, ist eine von Krüger gefertigte Oopie ^'»es BUttchens. Den Anschein der Originalität hat auch ein Hell- l,', 1 . 1 ' .' von drei Platten, welches die hl. Magdalena vorstellt, wie sie ^'^''iilct, und mit gekreuzten Armen vor dem Oucifixe sitzt. Letzteres *gt rechts über den Todionkopf empor. Unten steht: ,(. Bloemaert Inue. II ,' Z. M ij. ßr. 3 z. 2% L. Vergleicht man diese BUtter, nament- 00 das erstere, z. IS. mit dem Indien Priester Aaron in Helldunkel n drei Platten fol., mit einer hl. Familie von gleicher Behandhing, 8, j^" dein knieenden Heiligen No. 20, mit dem sitzenden Helller aus da . ' H , S( .'"' |,,S Verlag &e., so wird man zu der Ueberzeugung gelangen, ss Friedrich Bloemaert die Zeichnungen Abraham's zwar gut in Hell- 98 ABLO. Nr. 236 — 237. dunkel nachahmte, dass aber nur letzterer ein malerisches und geistreiches Bild im Holzschnitt lieferte. 236. Antonio Bosello von Bergamo, oder ein unbekannter ita- 4 "r>/" lienischcr Meister, welcher in der ersten Hälfte J-k f\ ( 'es 1(i. Jahrhunders thätig war. Die gegebenen Buch- -£ JL>%J. Itaben sollen sich auf historischen Zeichnungen finden, welche mau dem Bosello zuschreiben will, wofür wir aber keine Bürgschaft haben. In den Kirchen von Bergamo sind historische Gemälde von dein genannten Künstler, wir wissen aber nicht, ob sie bezeichnet sind. Der Vorfertiger lebte von 1480—1509. An Abraham Bloemaert ist wohl nicht zu denken, da er Bosello's Periode zu ferne steht. A. Bosello fehlt im Künstler - Lexicon, und daher möge er seine Stelle finden. 237. Abraham Bloemaert bediente sich auch eines aus AB bestehenden Monogramms, und daher haben wir unter No. 129 und 149 bereits alles gesagt, was zum Versländniss der von ihm vorhandenen Kunstprodukte nothwendig ist. Die rffÄ D rfst\ • -f M 110 ' 1 ^*'"'' 1 ABU) verband er eben- rf^J^CM-: £/^'' ^-^JL-^- lillls z " ''buiii Monogramme , wie c-/ No. 235 zu ersehen ist. Die erste Ql/t) I ■ Abbreviatur, und auch A. Bio. p- {J/lBlotni/.frWtöt;- ** ***" und pinx. , steht auf Kupferstichen 1 nach Zeichnungen und Gemälden des Meister». Sein "Werk ist sehr zahlreich, da die besten Stecher jener Zeit gleichsam um die Wette nach A. Bloemaert gearbeitet Indien. Auch die Abbreviatur ABloem. In. oder inu steht auf Kupferstichen von Boetius a Bolswert, Jakob de Gheyn, Abraham Bloot** ling, Sadeler u. A.. Zuweilen sind die beiden ersten Buchstabe» getrennt: A. Bio p., A. Bloem. dcl., A. BU)M. Hier erwähnen wir einige der schönen und seltenen Originalradirungen des Meisters, da ihm Bartsch im Peintre graveur keine Stelle angewiesen hat L'ebrigens wollen wir jenen, welche die Originalität nicht, anerkennen* Icein Maass geben, wir wissen aber nicht, wer ausserdem Bloemaert*! Zeichnungen so malerisch, und mit so wenigen Mitteln hätte repro- duciren können. 1—6. Eine Folge von sechs Landschaften mit historischer Staffage. H. 7 Z. 2 — 4 L. Br. 9 Z. 6 — 7 L. 1) Tobias und der Kugel. Rechts unten: ABloem Inu 2) Bio hl. Familie. Links unten: A. Bloemaert. Inue. 3) Ganymed auf dem Adler. A. Bloemaert Inue 4) Der verlorne Sohn als Schweinhirt. Rechts unten : ABloem. /n«- 5) I'hilenion und liaucis. A. Bloemaert Inu. 6) Merkur und Argus. ABloem. fe. 7. Juno auf einer Erderhöhung von vorn gesehen. Sie hält in der linken Hand den Sccpler, und hinter ihr steht der Pfau, Unten i n der Mitte: A Illoem. fe. , rechts: B. Bohwerl exe. H. 5 Z. 1 |; ' Br. 4 Z. 2 L. — Dieses seltene Blatt ist geistreich radirt, und sicln;'' von Bloemaert'l Hand. — Bio von Rost V. S. 218 erwähnten Blatt** wollen wir übergeben. ABLOO — ABR. Nr. 238—241. 99 238. Abraham Blooteling ist schon No. 147 u.No. 190 eingeführt, ■4 Blootel f \ ( '" ei s ' kommt auf Kupferstichen und Schabblättern vor. Auf 4. Blolel f klein« Stieben mit mythologischen Vorstellungen '' ' steht in Cursiven : A. Blootcl. f. Der Künstler, oder vielmehr die Stecher nach seinen Zeichnungen wechselten aber mit der Orthographie, indem sie auch A. Motel /, setzten, so dass Unkundige darunter einen anderen Künstler vermuthon könnten. Auf den meisten Kupferstichen und Schabblättern nach Blooteling's Zeichnungen ist die zu jener Zeit übliche C-ursivschrift gebraucht, nur zuweilen kommen Versalien in Anwendung. Auf Blattern in schwarzer Manier erscheinen diese weiss auf dunklem Grunde. 239. A. BO. steht im Abschnitt einer Medaille mit dem Bildnisse des Papstes Paul 11., und der Legende auf dem Revers: LETITIA »CHOLASTICA. Molinet und Bonanni glaubten ,,Academia Bononiensis" jesen zu müssen, andere Schriftsteller haben darin den abgekürzten Künstlernamen ..Antonio da Bologna" finden wollen. Ein Medailleur dieses Namens ist indessen unbekannt, es wird aber zuweilen der Gold- S( 'hniied und Kupferstecher Marc Antonio Raimondi „Antonio da Bologna" genannt. Von diesem kann indessen die Medaille nicht herrühren, da üe r Papst von 1446 - 1471 regiert hat. Dass die Buchstaben A. BO. einen anderen Sinn haben, beweiset eine Medaille von (!io. Maria Pomedello, welche ein unbekanntes weib- «*es Bildnis« enthalt, mit der Umschrift: F. B. ET. LONGIVS. VIVAT. *ERVATA. FIDE. Die Rückseite zeigt Amor unter einem Weinstocke ^]u der Kugel stehend vor einer bärtigen Figur, welche knieend einen Korb mit Blumen und Früchten auf dem Kopfe trägt. An der Kugel st ehen die Buchitaben A. BO. Sie bedeuten weder den Künstler, loch Academia Bononiensis. Sollte indessen die Bezeichnung A. BO. auf der Medaille mit dem Bildnisse des Papstes Paul II. dennoch einen Künstler bedeuten, so machen wir auf den Goldschmied Aloisi von Bologna aufmerksam, welcher um 1460—1500 thätig war. Man nennt ihn Mistro Alvixe, ^'er Magistro Aloisi da Bologna. Die Buchstaben ABO könnten in diesem Falle „Aloisiui Bononiensis", oder „Aloisii Bononiensis Opus" '"'''''Uten. Alles salvo meliori! 240. ABoRKhNS. F. steht auf einem Gemälde im k. Museum ■ti Madrid, welches in fast lebensgrossen Figuren die Apotheose des u'i'kules vorstellt. Auch die Slrzze zu diesem Hilde ist im Real Musoo, FjNj somit scheint, der Maler in Spanien gelebt zu haben. Der räthsel- atte Name deutet aber auf keinen Kingobornon, sondern eher auf einen j»"iiRtlor holländischer Abkunft. Man kennt aber keinen Meister Namens '"'Kens, W( , ü|| g0 ggjjggjj werden darf. Ein Matthäus liorrekens war um '40 in Antwerpen Kupfersteher, wir wagen es aber nicht auszusprechen, as s allenfalls ein A. Korkens oder Borrekens der Verteil.iger des erahnten Gennildes sei. Im 17. Jahrhunderte wird dieser wohl gelebt haben. 241. Ballard, oder Balthasar Arnoullet? Papillon I. p.418 sagt, A dass er einige schöne Holzschnitte mit diesem Zeichen ge- < " >f< sehen hnlie, und zwar in' Druckwerken der Ballard in Paris. Im 16. Jahrhunderte waren drei Hallard, Vater, Sohn und / ^ Enkel, Buch- und Musikalienhändler unter königlichem Titel, /~ Xk und dieses Monogramm dürfte demnach das Firmazeichen •«-V. seyn, Welches auf figurirten Titelblättern angebracht wäre. &- 100 ABR. Nr. 242—243. Kin ähnliches Druckerzeichen hatte aber auch Balthasar Arnoullnt, welcher um 1546—55 In Lyon thätig war. Bei ihm erschien folgendes Wirk: Reguni Krancorum iniagines, quam proximo fori potoit, ad vi- vuin expressae. Una cum eoruin vita. Lmgduui ad Ualthazarum Arnol- 11-triim 1554, fol. Dien ist die erste Sammlung v(in Portraiten französischer Könige, welche in Kupfer gestochen sind. Sie belaufen sich auf 59 Blätter, welche sehr selten vorkommen. Im .lahre 1555 erschien bei Arnoiillet: Cronique abregne des fa.ii.z, gestes et vies illustres des roys de France, et chescon d'ioeux lenr ol'figie. au plus pres qu'il nous a este possible repretenter, kl. 8. Die dritte Ausgäbe mit retouchirten Abdrucken erschien zu Lyon bei Clement Baudin 1570: Cronioue iont- mairement traictee des faicts heroiques de tous les rois de France &c, kl. 8. 242. Jose de Ribera, genannt Spagnoletto, wurde 1588 zu Xativa bei Valencia geboren, und diejenigen, welche ihn 1598 zu Gallipoli In der Neapolitanischen Provinz "jeece das Licht der Welt; erblicken lassen, sind im Irrthum. In Neapel gründete der Künstler seinen Ruf, es werden aber die Erzeugnisse seiner abenteuerliches Phantasie noch immer bewundert Wir haben im Künstler-LexicoD die Richtung bezeichnet, welche Ribera als Naturalist auf der Basis des Oarravaggio der Carraccisehen Schule gegenüber einschlug, aber in derselben nicht immer mit ehrlichen Wallen kämpfte, was besonders (i. Reni und Doininichino erfuhren. Ribera ist indessen ein grösserer Meister als diese seine Mitgonossen , und es ist ihm wohl nur vorzuwerfen, dass er bei seinem derben Griff in's Leben nur zu sehr in'8 Grassliche verfiel. Belege sind in allen berühmten Gallerten, und auch in Kupferstichen Liegen viele vor, wie aus dein Verzeichnisse im Künstler- Lexicon zu ersehen ist. Ribera soll 1656 gestorben seyn. Die gegebenes Zeichen kommen nnsexs Wissens nicht auf Gemälden des Künstlers, sondern nur auf den von ihm selbst radirlcii, und von Bartsch P. gr. XX. p. 79 ff, beschriebenen Blättern vor. Ks steht alier gewohnlich das aus Slll', oder vielmehr aus ///.s7* bestehende Monogramm voraus, so dass man mich unserem Systeme unter ,S7//'. AHB- Suchen mttsete, Wir sind daher gonülhiget, den Stock unter Slll' wieder einzureihen. Das dritte der obigen Zeichen bedeutet „llispanus". und die anderen Monogrammen sind aus den Buchitaben / .1 ll ll zusammengesetzt , so daSS man ,,.losephus a, Ribera" lesen muss. Del' Buchstabe / wurde von unseren Vorgängern wenig beachtet, und von Heller gar nicht angedeutet, da Christ, das Monogramm Schlecht nneh- gebildet hatte. Der Punkt über dem A, oder vielmehr das 1,'i..... I< -heil. wie Brulliot 1. No. 154 es gibt, ist nicht genau, da das / nicht, wio gewöhnlich angedeutet ist, sondern in der Weise der obigen Zeichen- welche nach den Originalen copirt sind. Unkundige lesen daher nicht lAJIIt, sondern Alllt. Die von Bartsch beschriebenen 18 Blätter des J. de Ribera, können wir hier nicht aufzählen, da diess im Kiinsllor-I.exieon XIII. S. 104 ff- geschehen ist Da sind auch einige Zusätze zu Bartsch gegeben. 1'nt' 1 ' dem Monogramm Slll 1 werden die milbigen Ergänzungen folgen. Am'' 1 ein aus (Hl gebildetes Monogramm kommt auf liadirungcn vor. 243. Abraham Abramson, Medailleur, geb. zu Potsdam 1752, ges*- r,n 1811. Kr hatte in Berlin ausgezeichneten Ruf. Seine Medaille» jcBA. . auf merkwürdige Zeitbegebenheiten und berühmte Männer si» 1 ' zahlreich, und wir haben im Künsller-Lexicon meinen.' aufgezählt. DieS* 1 Zeichen findet man auf der Medaille mit dem Bildnisse des Daniel H'' 1 " noulli, und es kommt wahrscheinlich auch auf anderen Denkmünzen vor- ABR —ABRO. Nr. 244 — 249. 101 244. Unbekannter Maler, odor Zeichner, welcher im 17. Jahr- Q hunderte in Italien gelebt hat. Man findet das Monogramm auf "7^ einem Kupferstiche nach seiner Zeichnung. Im Vorgrunde schläft eine weihliche Figur« während oben die hl. Jungfrau auf einem von einem Löwen und einem Schaute geflogenen Wagen erscheint, und im Begriffe steht, die Schlafende mit. einem Schleier zu bedecken. Unter der Madonna schweben drei Kugel, welche ein grosses, mit Sternen besetztes Jnch halten. Ucber die Breite des Blattes zieht sich eine Bandrolle juit, folgender Schrift hin: Nella Visione, ch'ebbe nello stato secolare 8; Felippo ftenizi — — — la Signora Barbara Piombini nel prender l'abito Religioso nel sudo. Monasto. sotto i nomi di suor M. Fortunata tecilia Redegonda. La Ba. Virgine cosi parla. Vieni 0 saggia don- eella &c. Links unten ist das Zeichen, und rechts steht: Gravi par « France. H. 11 Z. 3 L. Br. 13 Z. 10 L. Das gegebene Monogramm mag das Namenszeichen des Malers seyn, nach welchem die Composition gestochen ist, doch dürfte man wohl vergebens die Deutung versuchen. Der angebliche Stecher le France •st ebenfalls unbekannt. Zani verweiset willkürlich auf Francesco Maria Francia, führt aber das fragliche Blatt im Verzeichnisse der Werke desselben nicht auf. Die Worte: Grav6 par le France, sind von anderer Hand, als die Schrift auf der Bandrolle, und wahrscheinlich späterer Zusatz. 245. Abr. in. et f. bedeutet auf Ansichten sicilianischer Seehäfen Abraham Gasembrot, über welchen wir unter A. b. c. f. No. 209 Behandelt hal....., 246. Abraham Da Fecit. £»£ st T rutt ' ™ ogra »' hi , c . al Di * tionary I. p. 236, soll die erste Abraham D. B. Fecit. £»«* *£ ei f m ^npfewichn in der Manier des Abraham de Bry stehen. Das Blatt stellt das Abendmahl des Herrn vor, und wird auch v °n Heinecke (Dict. des Art. IV. 473) erwähnt. Die Sylbe Da könnte "jan als Abbreviatur des Namens eines unbekannten Künstlers nehmen, allein es ist V. B. zu lesen, und somit ist Abraham de Bry der Stecher. 247. Abrah. Blom. itlV. steht auf Kupferstichen nach Zeichnungen des Abraham Blocmaert. Ein von J. Saenrodam gestochenes Blatt dieser Art stellt Bacchus und Ceres vor, mit dem Motto: "ine Cerere et Baccho friget Venus, fol. 248. Abrah. JanSS. pinx. liest man auf dem Portraite des •Justus Lipsius, Nativitaiis Anno LVIII. Dieses grosse Blatt hat P. de J °de nach Abraham Janssens gestochen. Letzterer war der Wider- Sa ger des P. P. Rubens, und in manchen Theilen vorzüglicher als dieser, Wenn im Ganzen Rubens über ihm steht. Janssens malte treffliche jWdnissc, doch findet man in Antwerpen, Mecheln, Brüssel, Gent, Hftrzogenbusch u. s. w. auch grosse historische Bilder von ihm. Dieser Meister lebte von 1569 — 1631. 249. Abramo. Abraham Casembrot, Maler und Radirer, fand Ahramn C in />/ hrit oben " nter dfi " Buchstaben A. b. C. f. No. 209 umo. v. in. ei jeeu. einß gtellej und daher 1)emerken wir nier nur Cr gänzend, dass auf Blättern seines Werkes : Vrbü Mcssinae ejutdem- 9"« nxaris poriuum et navium protpectus, nur der Taufname allein, und u °h mit dem Beisatze C. vorkomme. Mo nogrammUten. 12 102 ABS-ABV. Nr. 250-254. 250. Andreas Scheyts oder Scheits, Maler und Badircr, welcher »^ ff um 1680 als Hofmaler in Hannover starb. Bildet liier einen f9lV Nachtrag zum Artikel im Künstler- Lcxicon XV. S. 172. Das .TTKT gegebene Zeichen stellt auf einem Holzschnitte, "welcher gut gezeichnet, aber etwas roh ausgeführt ist. Dieses Blatt stellt einen Sackpfeifer und einen Hornbläser auf der Bank sitzend vor. Rechts bemerkt man Bacchus auf dem Faste. H. 4 Z. 7 I;. Br. 5 Z. Börner und Weigel erklären dieses Blatt als Originalholzschnilt des Andreas Scheyts. Im Künstler-Lexicon haben wir nur railirte Blätter verzeichnet. 251. Abraham Steenwyck, Maler von Breda, war um 1660 — 1670 /£> Q thätig. Er malte sogenannte Slillleben , meistens Embleme ./ V) .i3. auf den Tod, und die Vergänglichkeit des Irdischen. In der Gallerte zu Gotha Ist eil Bild mit dem gegebeneu Monogramme, und der Jahrzahl 1661. Auf dem Tische steht ein (Holms, ein Todton- kopf und eine Sanduhr, und auch die Bibel ist, aufgeschlagen. Ein anderes Gemälde mit dem Monogramme und der .lahrzahl 1 (>(>(> ging 1857 aus der Sammlung des lian<|iiior Michael Wollf in Berlin in andere Hände über. Es ist diess ein gemalter Frühsfücktiscli mit Austern und Wein. Die Mehrzahl der Werke dieses tüchtigen Künstlers scheint anbezeichnet zu seyn. 252. A. B. S. zeichnete der Kupferstecher Anton Birkhart von Augsburg ein Blatt, welches Christus vorstellt, wie er die fünftausend Menschen speiset. Dieses Blatt ist auch mit 7/ S i (Hans Spitzer inv.) bezeichnet, 4. Birkhart Hess sich in Prag nieder. Dlahacz verzeichnet 242 Blätter von seiner Hand. Er starb 1748. 253. A. Wich. f. Adam von Bartsch bezeichnete mit dieser Ab- t ii,,,i brovialur einige der von ihm radirlen Blatter, /!. BUCH. btup. ahrM . jn (1( , 1 , n sl , iucrZe i t üblichen Kursivschrift, so wie No. 177 gegeben. An dieser Stelle ist auch ausführlich über diesen Künstlei' berichtet. 254. August von Bayor, Maler, wurde 1804 zu Rorschach am TTT~% _1 Bodenaee geboren, und widmete sich anfangs mit Vor- / 1 ^ /f^ Uebe der Architektur, welche er unter Weinhrenner X l-J -£-Lj in CarlSruhe| dann in Baris unter Durand und Leroi \f V studirte. Von 1828 an pllogfe der Künstler das fach der Architekturmalerei, und gründete hierin ausgezeichneten Ruf, da sich seine Arrhitcktiirbildor auch durch eine geistreiche und lebendig«' Staffage empfehlen. In letzterer Zeit malte er auch historische Darstellungen, bei welchen die Architektur eine untergeordnete Stelle bc- hanptet. Ein Hauptwerk dieser Art ist der Tod des hl. Bruno in ziemlich kleinem Formate. Andere Bilder gehören dem Genre an. A. von Bayer bezeichnete mehrere Gemälde in Oel und Aquarell mit dem Monogramme, auch noch in der neuesten Zeit. - Schnell stach nach ihm die Ansicht, des Ministers in Stra.ssburg, dann jene des Dom«* in Freiburg, auch ('. Bauch stach eine Ansicht der letzteren Kirch«' Von F. Hohe, F. llanfstängol und .1. S. Tri'mdlin haben wir lithographische Nachbildungen von Genrebildern dieses Meisters. Im Album deutscher Künstler, Düsseldorf 1839 ff., ist eine Originalradirung. A. von Bayer bekleidet seit etlichen Jahren die Stelle eines Konservators der archäologischen Sammlungen in Carlsruhe. Fr ist auch grossherzoglich badischer Hofmaler. ABW. Nr. 255—257. 103 Abraham de Weerdt, oder ein unbekannter Forin- schneider. Man findet dieses Zeichen auf einer Vignette, in welcher ein grosser stierköpfiger Flussgntt. vorgestellt ist. Bin änderet Blatt mit diesem Zeichen, ebenfalls in Vignetten- torm, ist in Emhof's llistoria [taliae et BlspaaiM genealogica. Norin- bergae 1701. A. de Weerdt arbeitete indessen von 1 (»3(» — 1680 in Nürnberg, und wenn die Vignette bei Imhof nicht sebon in früheren Werken vorkommt, so kann A. de Weerdt der Verrertlger nicht seyn. 256. Abraham Willaerts soll nach Brulliot I. No. IG« der Träger yD "\^yj des ersten Zeichens seyn. Brulliot zog diese Nachricht aus ^Ijfrf. einem handschriftlichen Notlaenbuchs des Mr. Hasard, i welcher dabei auch bemerkt, dasi das Monogramm auf f\ I "\"y/" Zeichnungen mit der .lahrzahl 1637 vorkomme. Der -i Jb. Vv • Zeichner und Maler Abraham Willaerts war der Sohn 088 Adam Willaert, welcher unter den Initialen AWF. seine Stelle Badet. Nach der gewöhnlichen Angabe wurde dieser Abraham Willaerts JG13 zu Utrecht geboren, und von Jan Bylaert unterrichtet, bis er in I aiis nnler Simon Vouct seine weitere Ausbildung verfolgen konnte. Mach der Rückkehr in's Vaterland soll der Graf Moriz von Nassau j*in Augenmerk auf ihn gerichtet, allein der Künstler es vorgezogen Indien, als Soldat auf der Motte nach Afrika sich einzuschiffen, wo er Interessante (legenden mit Bceneo ans dem Volksleben, Ansichten von Hafen und Buchten mit Schiffen, und das Treiben der Eingebornen in Zeichnungen darstellte. So behauptet wenigstens Descaropi I. 2. p. 212, OM berichtet noch weiter, dass Willaerts spater in Brüssel für den ''raten Moriz gearbeitet habe, bis ihn endlich der berühmte Baumeister Jakob van Campen nach Atnersfoort berief, wo er nach Decamps Versicherung 1660 noch thätig war. Diese Geschichte erzählt auch Im- ^erzeel, fügt aber noch weiter bei, dass der Künstler 1671 zu Utrecht gestorben sei. Aus dem, was oben gesagt ist, könnte man schliossen, dass Abra- MD Willaerts Marinemaler gewesen sei, und es tritt auch jedenfalls ' ln A. Willaerts als solcher dem Adam Willaerts oder Willarts gegenüber auf. bis lebten zwei Künstler Namens Abraham Willaerts, und "er altere von diesen war Historienmaler, nämlich der Träger des gegebenen Monogramms, Emmerzeel, De levens 4c. IIb p. 236, nennt ~n Adam'g Sohn, allein dieser Abraham Willaerts sen. wurde 1624 Mitglied der 8t Lukasgilde in Utrecht, während der jüngere Meister «eses Namens 1618 erst das lacht der Welt erblickte. Bei seiner aufnähme in die Gilde überreichte er ein, Gemälde, welches die Leiden ae S Job vorstellt. Ks wurde im St. HiiWsgasthuis aufgestellt. Das zweite Zeichen fanden wir auf einem Bildnisse in Kreide, welches einen Mann in der holländischen Tracht des 17. Jahrhunderts "''Stellt. Der Zeichner könnte ebenfalls Abraham Willaerts seyn, wenn weht Abraham Wuchters dafür einsteht. Dieser Künstler begab sich to«? '"'''' "'•'"' '"' ( v| 'incui Schwager Carl van Mander jus. nach Dftne- v 1 "'^, und malte viele Bildnisse. Kr bediente sich indessen auch eines «Miogramms, welches das W in dein gothischen A zeigt. *5». Abraham Waesberge erscheint hier mit seiner Adresse als Jfk \Af oß C Kunsthändler, nicht als Kupferstecher. Er war •-W-WatMer. &XC,. „ m i«30 — 1650 im Haag thätig. Auf mehreren . u Hlätteru aus seinem Verlage stehen die Initialen so'b CX ' , '""' : ""''' 1 ' 1 ' sn "' ">' f l ' 1 ' 1 ' Adi'esse in gegebener Weise *•(• ^ Cn ' wie die Radirungen des Peter Quast und anderer Meister. Den '»stsanunlern ist aber diese Adresse nicht immer erwünscht, da sie 12* 104 AC. Nr. 258—259. spätere Abdrücke andeutet. So sind z. B. die Kadirungen des Moses van Uytenbroeck oder Wtcnbrouck, welche die Geschichte des jungen Tobias zum Gegenstände haben, mit der Adresse: A. Waesber. exe. zweiter Art, und bereits retouchirt. Sein Name knüpft sich vornehmlich an eine Copie der kleinen Ilolzschnittpassion von Albert Dürer, welche aber nicht Waesberge in Kupfer stechen Hess, sondern wahrscheinlich Broer Jansz im Haag. Dieser Kunsthändler besass die l'latten früher, denn die Abdrücke mit seiner Adresse sind vorzüglicher, und daher erster Art. Dennoch handelt es sich immer nur um die Waesbergc'sche Copie, da seit Heller dieser Name geläufig ist. Es ist aber sogar zweifelhaft-, ob die Copien mit der Adresse des A. Waesberge zweiter Art sind. Man findet auch schöne Abdrücke mit der alleinigen Adresse des J. A. Colom, welcher demnach Waesberge's Vorgänger seyn könnte. Auf dem Titel der meisten Exemplare steht aber links unten: ./. A. Colom Exe., und rechts: AB. Waesberae Excudit. Zwei Adressen deuten entweder auf einen gemeinschaftlichen Besitz der Platten, oder es blieb beim dritten Drucke die ältere Adresse stehen. Broer Jans oder Jansz ist jedenfalls älter als Waesberge. Die erwähnten Blätter des Uytenbroeck mit dessen Adresse sind erster Art, und erst später erhielt Waesberge die Platten. Dicss ist auch mit der Passion der Fall. 258. A drian Crabeth, wenn nicht Alexander Colyns. Das beige- I JL fügte Monogramm steht auf einem Gemälde in der k. / /l " Gallerie zu Schieissheim, welches ein sehr gut gemaltes, I ~\~\ nur in der Färbung etwas trockenes Frauenbildniss ent- / ^"X na ' f " ^ au w '" ( ' as) ^ e ' cnen a,1 f Adrian Crabeth deuten, J- \. den Schüler des Jan Swart von Groningen; allein weder f L *7 "J C. van Mander, noch die späteren Schriftsteller konnten J / / ein Werk von ihm nachweisen. C. van Mander vermuthet nur, dass er der ältere Bruder des Wouter Crabeth jun., wenn nicht mit diesem Eine Person sei. Adrian Crabeth soll 1581 zu Autin auf einer Reise nach Rom in der Blüthe der Jahre gestorben seyn. Ob aber das gegebene Monogramm sich auf ihn beziehe, steht sehr im Zweifel. An Christoph Amberger ist indessen nicht zu denken; eher an Alexander Colyns von Cöln, welcher in der zweiten Hälfte des IG. Jahrhunderts malte. In der Vorhalle des Museums zu Cöln sind von ihm 8 Bilder mit Scenen aus der Schlacht von Worringen 1288- Eines dieser Gemälde trägt die Jahrzahl 1582. A. Colyns wird für einen Schüler des Hans von Achen gehalten. Er lebte einige Jahre in München, und daher könnte das fragliche Bildniss der Zeit und dem Orte nach von ihm gemalt sdfh. Strixner hat es für das alte Gallcrie- werk lithographirt. 259. Allard Claaszen, nicht Alaert Claas, möchten wir den H Träger dieser Zeichen nennen. Der letztere * 1 y Name tritt aber zuerst in holländischen Auk- j^ \ tionsverzeichnissen auf, und sofort ging er 7p? / C- \ ,ilst in alle Kunstschriften über. Die hollän- i \ ' dischen Ohalcologcu kamen wahrscheinlich *7?\ A A *fiK *T?t. (1,m ' n (!iu ' 1 v,ul Mander auf ihren Alaert Claas, vtiY^qv/i.*.,^!.,»*.,,,,,. gongte Schriftsteller spricht aber i' 1 seinem Werke (Het Levcn — der Schilders, door J. de Jongh I. p. 236) von einem Maler Allard Claaszen aus Amsterdam, welcher nach seiner Angabe auch „Plaat-snyder" war. In neuester Zeit verfiel man dagegen auf Aertgen Ciaessen, oder Claeyssen jun., von welchem Carl van Mander nichts weiss. Er kennt nur den Aertgen Klaaszon, oder Aert- AC. Nr. 259. 105 gen van Lcyden de Voller, welcher 1498 zu Leyden geboren, und von C. Engelrechtsen (Engelberte«) unterrichtet wurde, in dessen Weise er anfangs biblische Darstellungen malte. Später folgte Claaszon der Richtung d(. s ,|. ul Sehoorol und M. lleeniskerk, und auch Franz Floris sah in ihm einen Kunstverwandten, da er die Verdienste des Aartje de Voller v ?r allen anerkannte, und den Meister von Leyden nach Antwerpen ziehen wollte, weil dieser dort in misslichen Verhältnissen lebte, und eine halbe Raine bewohnte. Carl van Mniider verbreitet sieb ausführ- |ich über Aertgen van Leyden, und zählt mehrere Gemälde desselben 'n der genannten Stadt und zu Barten auf, welche auch llathgeber in den Annaion der niederländischen Malerei S. 202 zusammenstellt, mit Hinweisung auf die vielen Zeichnungen, die der Künstler für die Glasmaler um geringen Lohn fertigte. Von Kupferstichen, welche der Böhmer des Cornelia Kngelhrechtsen, oder ein jüngerer Aertgen Ciaessen von Leyden hinterlassen haben soll, hatte van Mander keine Kunde, was um so auffüllender ist, da er hei Malern öfters von „Prentwerk" spricht. Nur von Prenten (Stichen) und dem „merk" des Allard Claas- ze n (nach moderner Orthographie Claesscn) wusste er. Die Zeit, in welcher Aertgen Claesscn jun. die vielen Blätter mit den gegebenen Zeichen geliefert haben müsste, fällt von 1520—1555, njess ist aber gerade die Blüthozeit des Aertgen van Leyden, welcher als Schüler des C. Engelbrechtsen als der ältere bezeichnet wird, aber einem unbekannten jüngeren Aertgen Ciaessen oder Claeyssen keinen «aum gestattet. — Der Monogrammist AC lebte höchst wahrscheinlich in Utrecht, denn der Name dieser Stadt kommt auf Blättern desselben v °r; Aertgen van Leyden hielt sich daselbst nicht auf, und da ein gleichnamiger Sohn dieses Meisters nicht allein unbekannt, sondern auch der Zeit nach der Stecher der vielen Blätter mit dem Monogramme •»C. nicht seyn könnte, so müssen wir den Aertgen Claesscn jun. dahingestellt seyn lassen. Einige wollten indessen den Träger des Zeichens Anton Ciaessens nennen, wir finden aber keinen Grund zu dieser Annahme. Der Maler dieses Namens, dessen Urtheil des Camhyses in der Akademie zu Brügge die Jahrzahl 1498 trägt, kann es nicht seyn, da der Stecher noch 1595 thätig war. Selbst in dem Falle, dass die Jahr- ^anl unächt ist, wie Schnaase glaubt, und das Werk einen Zeitgenossen «es Franz Floris verrathen sollte , kann man für unsern Monogram- toisten keinen Schluss ziehen. Die Engländer nennen diesen Meister AC. „Old Collaert", bleiben a,) er den Beweis schuldig. Es lebte indessen um 1520—40 ein Kupfer- Becher Adrian Collaert, welcher der Alte dieses Namens ist, und auf Welchen zwei andere folgten, wohl Sohn und Neffe; doch fehlt der Anhaltspunkt, um ihn mit unserm Meister zu ideutificiren. Einen alten, Um 1540 blühenden Kupferstecher Adrian Collaert nennt auch Immer- ^ e el, De levens en werken &c. 1. 144, während ihm Alaert Claas, und ^ertgen Claesscn jun. unbekannt sind. Nur Aertgen van Leyden de Voller findet bei ihm als Maler eine Stelle. Dieses Schweigen von unserm Monogrammisten darf aber nicht dahin gedeutet worden, dass m den Niederlanden der Meister Alaert Claas a.ufgegobon ist. Immer- j* e el scheint nur keine Kunde von ihm gehabt zu haben, so wie er auch die drei Adrian Collaert nicht unterscheidet. Der von C. van Mander erwähnte Maler Allard Claaszon scheint ?.'" gleichzeitiger Kupferstecher Berücksichtigung zu verdienen. Die 'bitter, welche die verschiedenen Monogrammen tragen, sind aber theils o ungleich, dass man versucht seyn könnte, zwei Stecher AC. anzu- "hinen, und dem alten Collaert einen Theo zu gönnen. Die Aus- c neidung wollen wir aber nicht übernehmen. 106 AC. Nr. 259. Bartsch, P. gr. IX. p. 117, beschreibt 59 Blätter von diesem Meister, wir fügen aber 66 andere Stiche hinzu. Doch ist mit diesen 125 Blättern das Werk noch nicht complet, indem sieb im Museum zu Amsterdam deren 150 rinden. In nnserm Supplemente lind viele Seltenheiten. 1) Gott Vater mit der päpstlichen Tiara, Ohen rechts das Monogramm. H. 2Z. 7L.? Br. 1 Z. 8L.? — Eines der seltensten Blätter. 2) Bathseba im Bade. Sie steht rechts bis an die Kniet im Wasser, und lehnt sich an den Bronnen. Links kommen die Boten David's heran, und dieser seihst betrachtet vom Fenster aus die Badende. Das Zeichen ist an der Einfassung unten gegen die Mitte zu. Rund, Durchmesser 2 Z. 5 L. 3) Jezabel. Sie steht nackt mit der Schlange um den rechten Arm, und in der anderen Hand eine Schale haltend auf drei kleinen Figuren von Männern. Rechts oben schleudert Gott Vater einen Pfeil auf sie herab, und links steht im Täfelchen über einer Krone: lEzAbE: Links unten ist das vierte Zeichen mit der Jahrzahl 1528. II. 2 Z. 8 L. Br. 1 Z. 8'/, L. 4) Judith mit dem Schwerte vor dem Zelte des Holofernes, wie sie das Haupt desselben in den Sack der Magd steckt. — Dieses Blatt wird in Ottley's Collection of prints p. 28 erwähnt, aber ohne Angabe des Maasses. 5) Die Geburt Christi. Links ist ein Hirt, und rechts im Hintergründe Joseph. Mit dem Zeichen, 8. — Dieses Blatt erwähnt Weigel No. 15,640. Die Darstellung wird von der folgenden wohl verschieden seyn. 6) Die Geburt Christi mit der Anbetung der Hirten, oben in einer Rundung die Verkündigung an dieselben. In architektonischer Umgebung mit Blumenbordure. H. 4 Z. Br. 3 Z. Weigel N«. 16,482. 7) Die Madonna mit dem Kinde sitzend, wie sie den Fuss auf den Drachen setzt. In Ottley's Collection of prints p. 28 erwähnt, aber ohne Maassangabe. 8) Die Taufe Christi. Er steht vorn im Wasser, und Johannes giesst, sich herabneigend, die Muschel über sein Haupt aus. Links stehen zwei bekleidete Engel mit hohen Flügeln, und oben sendet Gott Vater die Taube herab. Rechts ist Aussicht auf eine Stadt am Fusse des Berges. Das Zeichen ist am Felsen bei der linken Wade des Täufers. H. 2 Z. 10'A L. Br. 2 Z. 1 L. 9) Die Imthauptung des Täufers Johannes. Salome kniet, und empfängt vom Henker das Haupt, um es dem Herodes zu bringen« welcher im Mittelgrunde mit einem Manne und einer Frau an der Tafel sitzt. Unten in der Mitte nach rechts das Zeichen. Rund, Durchmesser 3 Z. 1 L. R. Weigel erwähnt im Kunstkatalog No. 15,641 eine Enthauptung des Täufers mit der linkt knieenden Tochter der Salome. Rund, Kl. 4- Mit diesem Formate stimmt obige Darstellung nicht. 10) Die leidende Mutter des Heilandes, in einem länglich verschobenen Vierecke, und mit dem Zeichen. II. 2Z. 9 L. Br. 1 '/,. I0l* Diese Darstellung ist vielleicht das Gegenstuck zu dem folgenden Blatte. 11) Ecce Homo. Ein Blatt, dieser Art wird in Ottley's Collection of prints p. 28 ohne nähere Beschreibung erwähnt. 12) Christus mit dem Kreuze sitzend, und vor ihm die Madontt* auf den Knieen. Dieses Blatt, wird in Ottley's Collection of prints p. 28 erwähnt. 13) Die Schmerzensmutter mit dem Schwerte in der Brust, zu den Seiten ein knieondor Mönch und zwei Engel, Oben ist die Krett* schleppung in einem Runde dargestellt. In gothigeher Architektur B$ Arabesken. II. 3 Z. 7 L. Br. 2 Z. 11 L. R. Weigel No. 16,477. AC. Nr. 259. 107 14) Dieselbe Darstellung, aber ohne den knieenilen Mönch. Oben «n der Rundung Ist die Fischt nach Aegypteo dargestellt. In gothischer Architektur mit Arabesken, B.8Z.7L. Br. 2Z. 11 L. Waigel No. 16,478. 15) Derselbe Gegenstand, ohne den Knieenden, und ob*n im Rund die Darstellung im Tempel. In reicher architektonischer Umgebung mit Arabesken, ll. i z. Br, 3 Z. Weisel N<>. 16,47!). 16) Die Gtofangennehmung Christi. Die Soldaten weichen vor ihm ersohrocken zurück, und hinter dem Bern bemerkt man die Apostel. l'eti'iis hält (ins Schwert vor. Die eigentliche Qefangennehasnng durch die .luden ist oben in einem kleinen Kunde vorgestellt. Unten gegen links bemerkt man das Monom' .....m, in welchem das C verkehrt ge- BweD ist. II. 2 Z. 0 L. Br. 1 Z. 11 L. — Dieses Blättchen ist sehr selten. Wir entnehmen die Beschreibung dem Cataloguc Detmold Leipzig 1857, No. 326. 17) Die Krenzabnehnuing. Links ist Maria in Ohnmacht von zwei grauen unterstützt, Bockst seltenes Hauptblatt des Meisters, mit dem Zeichen. II. 8 Z. Br. 6 Z. HL. 18) S. Mathias, stehende Figur. Oben in einem Runde die Marter desselben, und das Ganze in gothischer Verzierung mit Blumenarabesken. Unten S. MATHIAS: ORA: PB.O: II. 4 Z. Br. 2 Z. 11 L. — Dieses Blatt, und die folgenden Apostel erwähnt Weigel No. 16,482 — 90. Jedes Blatt hat eine ähnliche Kinfassung. 19) S. Matthäus. Oben im Hund dessen Marter. Unten steht: S. MATT1IKVS: ORA: PRO: H. 3 Z. 11 L. Br. 2 Z. 11 L. 20) S.Simon, üben in der Rundung dessen Marter. Unten: S. M. WMON: ORA: PRO: II. 4 Z. Hr. 3 Z. 21) 8. Jacobus der jungen'. Oben in der Rundung dessen Marter, «nten: S. 1ACOI': MINOR: OR: H. 3 Z. 10 L. Br. 2 Z. 10 L. 22) S. Philippus. Oben im Kund die Marterscene, unten: S. PDS: ORA: PRO: II. 3 Z. 10 L. Hr. 2 Z. 10 L. 23) S. Petrus. Oben im Kund dessen Marter, unten: S. PETBVS: ORA: I>. II. 3 Z. 10 L Hr. 2 Z. 11 L. 24) S. Jacobus Major. Oben im Bund die Marter desselben, unten: B JACOB: MAIOK: OKA: PRO: II. 8 Z. 10 L. Br. 2 Z. 11 L. 25) 8. PanluS. Oben im Kunde dessen Marter, unten: B. PAVW.K- LVS: OR: II. 3 Z. 10 I,. Br. 2 Z. 11 L. 26) St. Georg zu Pferd, von rechts herkommend, durchbohrt mit der Lanze den Drachen, welcher hier den Körper eines Mannes hat. Links (dien kniet die Königstochter, und etwas höher sind Gebäude. Links am Bande bei der Kralle des Drachen ganz klein das Monogramm. Bund, Durchmesser 1 Z. 8 L. 27) St.. (leoig zu Pferd den Drachen tödtend, welcher sich links Hautarzt. Oben rechts am Felsen ist das Zeichen. H. 3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 4'/, 1, 28) Die h|. Cafharina, im Buche lesend. Sie steht mit langem flie- Wnden Haare, und zu den PüSSen liegt Bad und Schwert. Links sind JWei Säulen ohne Oajiitäl auf Hasen, rechts Pfeiler. Hechts unten in »er Ecke das Zeichen. II. 2 Z. 7 L.v Br. 1 Z. 9 L.v . 29) St, CatharinS mit dem Schwerte in der Hechten. Dieses Blatt | sf in Ottlev's Collectioa Bf prints D. 28 angegeben, so wie eine zweite Darstellung von der Gegenseite, und mit Veränderungen. Vielleicht ist ( 'as obig,. Blatt gemeint. 30) Die hl. Agnes, Küste nach rechts mit der Halme. Das Damm '"'Kt in der Einfassung des Blattes, und das um dessen Hals gebun- '«»le Band hält die Heilige. Links unten ist das Zeichen. II. 4 Z. 10 L. Br - 3 Z. 4 L. 108 AC. Nr. 259. 31) St. Apollonia, in gothisch - architektonischer Umgehung, und oben eine Rundung mit der Marterscene. Zu den Seiten und unten sind Blumenarabesken. Unten gegen links das Zeichen. H. 4 Z. 4 L. Br. 3 Z. Weigel No. 16,476. 32) Eine Heilige mit dem Kelche. Zu ihren Seiten sind zwei Kinder und ein Bischof mit dem Herz in der Hand. Oben im Runde wird ein Heiliger vom Teufel versucht. In gothischer Einfassung mit Arabesken. Unten ist eine schwer leserliche Schrift: — — vä die verlorne Kindere. H. 4 Z. Br. 3 Z. Weigel No. 16,480. 33) Eine Heilige mit Crucifix und Herz, dabei ein Heiliger mit Kreuzstab. Oben in der Rundung ist die Madonna mit dem Kinde auf dem Monde von Fürbittenden umgeben. In gothischer Verzierung. II. 4 Z. Br. 2 Z. 10 L. Weigel No. 16,481. 34) Ein heiliger Bischof mit Kniecnden zu seinen Seiten. Oben im Runde ist St. Martin dargestellt, und das Ganze in einer Einfassung von gothischen Arabesken mit Kindern &c. II. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 4L. Weigel 16,475. 35) St. Martin zu Pferd, nach rechts gewendet. — Eine solche Darstellung wird in Ottley's Collection of prints p. 28 erwähnt, aber ohne nähere Angabe. 36) Cleopatra mit der Schlange an der Brust, welche sich um ihren rechten Arm windet. Sie sitzt auf einem Felsen, wendet sich aber im nackten halben Leibe nach rechts. Links unten steht: CLEOPATRA, und nach rechts das sechste Zeichen mit der Jahrzahl 1526. H. 2 Z. 7% L. Br. 1 Z. 9 L. — Diess ist eines der Hauptblätter des Meisters, und sehr selten. 37) Cleopatra mit zwei Schlangen an der Brust unter einem Baume am Ufer des Meeres sitzend. Sie wendet den Kopf mit den fliegenden Locken nach links, wo am Horizont ein Fahrzeug sichtbar wird. Ueber ihren Unterleib ist eine Draperie geschlagen, und rechts bei ihrem linken Fusse liegt die Krone auf dem Boden. Unten ist das vierte Zeichen im Täfelchen. H. 3 Z. Br. 2 Z. 1'/, L. — Dieses schöne Blatt ist sehr selten. 38) Mars mit Venus und Amor, stehend von vorn gesehen. Mars ist links mit Schild und Keule, und rechts führt Venus den Amor mit dem Köcher am Arme. Im Grunde erheben sich vier grosse Bäume, und oben gegen links steht auf dem am Aste hängenden Täfelchen in zwei Zeilen: VERIGHT (Utricht?). H. 4 Z. 8% L. Br. 3 Z. 6 L. — Dieses Blatt ist sehr selten. 39) Eine nackte weibliche Figur auf Wolken sitzend. Neben ihr hält ein geflügelter Knabe eine Tafel mit der Schrift: A. B. C. CAR- MENTIS INVENTRIX. — Diese Darstellung wird in Ottley's Collection of prints p. 28 erwähnt, doch ohne Maasangabe. 40) Das Urtheil des Paris. — Dieses Blatt wird ebenfalls in Ottley's Collection p. 28 als dem Verfasser des Peintre graveur unbekannt erwähnt. Somit muss die von Bartsch No. 25 erwähnte Copie nach II. S. Beham nicht gemeint seyn. 41) Die Geometrie, weibliche Figur mit nacktem Oberlcibe auf einer Brüstung sitzend. Sic neigt sich mit einem Instrumente, welches sie auf der rechten Achsel trägt, nach rechts, wo oben die Jahrzahl 1525 steht, und am Rande in halber Höhe das Zeichen sich befindet. Links oben steht: GEOMETRIA. IT. 2 Z. 8 L. Br. 1 Z. 8 L. 42) Die Melancholie. — Eine solche Darstellung ist kurzweg io Ottley's Collection of prints p. 28 erwähnt, aber ohne weitere Angabe- Von einer Copie nach Dürer wird wohl nicht die Rede seyn. AC. Nr. 259. 109 43) Diana. ,— Dieses Blatt wird ebenfalls bei Ottley p. 28 erwähnt, aber ohne nähere Angabe. 44) Die nackte Königin auf dem Throne von einem Drachen überrascht. Im Grunde links versammeln sich im Hofe des Palastes die Frauen der Königin, und betrachten mit Schrecken, wie der Drache dieselbe durch die Luft entführt. In der Mitte ist das Zeichen und das Wort: VTRICH. Am Rande steht die Jahrzahl 1555. Durchmesser 8 Z. 6 L. — Dieses von Bartsch No. 34 beschriebene Blatt erwähnen wir des zweiten Abdruckes wegen, welchen der genannte Schriftsteller "■cht kannte. Auf Blättern dieser Gattung ist das Wort Vtrich und die Jahrzahl auspolirt. 45) Zwei Männer und eine schlafende Frau, letztere links des Blattes. Ein Mann neigt sich knieend über sie, und hinter ihr kommt ?in Satyr mit dem Kruge. Den Grund bildet felsiges Land, und rechts ' n halber Höhe am Felsen ist das Zeichen mit der Jahrzahl 1554. H. 7 Z. Br. 5 Z. — Dieses von Bartsch No. 41 erwähnte Blatt ist eine veränderte Copie nach dem Stiche von A. Durer No. 70, Entwurf von fünf Figuren genannt. Im Künstler-Lexicon II. S. 559 ist dieses Blatt doppelt aufgeführt, einmal unter dem Namen des Bades nach «•• Dürer. Letzteres schreiben Murr und Lepcl dem Adrian Collaert zu, Wesswegen sie eines Irrthums beschuldiget werden; allein wenn je ein Blatt mit diesem Zeichen dem alten Collaert angehöret, so ist es dieses. 46) Eine allegorische Darstellung. Auf den Wellen schwimmt ein grosses muschelartiges Fahrzeug, in welchem ein nackter Mann sitzt, w 'e er ein Gefäss mit Säulen auf einer Draperie umfasst. Hinter ihm nach links ist eine Säule mit zwei Schlangen und dem Medusenhaupte, un d daneben ein geflügelter Helm mit dem Drachen auf dem Kamme, weher diese Gruppe schreitet ein grosser nackter Mann von rechts nach Jiiks hin, und hält ein vom Winde schwellendes Segel. H. 10 Z. 8 L. Br. 8 Z. 4 L. — Dieses Blatt ist ohne Zeichen, wird aber dem A. Claas ^geschrieben. Table gfinerale p. 112 No. 8. 47) Zwei Reiter und drei nackte Männer zu Fuss im Kampfe. Jener zur Linken greift mit der Keule einen Löwen an. Medaillon, jJurchmesser 3 Z. — Dieses Blatt wird in Frenzel's Catalog Stern- ber g V. No. 940 muthmasslich dem A. Claas zugeschrieben. „,. 48) Ein junger reichgekleideter Mann mit Hut und Pelzmantel am fische sitzend, auf welchem viel Geld liegt. Er trägt auf der Brust e wen Todtenkopf. Zu den Seiten sind zwei verzierte Säulen, und oben Ew oi Genien bei Arabesken. H. 3 Z. Br. 2 Z. 1 L. — Frenzel erwähnt dieses schöne Blatt im Catalog Sternberg V. No. 941, und hält £ 8 muthmasslich für das Werk unsers Künstlers. R. Weigel, Kunst- Katalog No. 18,974, spricht sich entschieden für Aertgen Claeyssen aus, und möchte in dem Dargestellten das Portrait des Meisters erkennen. 49) Eine Monstranze mit gotbischen Verzierungen. In der Mitte ?J n d sieben Rundungen mit Scenen aus dem Leben Jesu. H. 4 Z. 9 L. tir - 3 Z. 4 L. R. Weigel No. 16,474. 50) Der obere Theil einer Scheide. In der Nische sieht man einen packten Mann mit einem Weibe, oder vielmehr Adam und Kva, da diese ~ en > sie umhalsenden Manne einen Apfel reicht. Zwischen beiden nach j lnt en ist das Zeichen. 11. 3 Z. 2 L. Br. oben 1 Z. 2 L., unten 1 Z. leses seltene Blatt hat wahrscheinlich ein Gegenstück, welches den "iteren Theil der Scheide enthält, ü 51) Muster zu einer Scheide, geziert mit den Figuren eines Herrn un « einer Dame unter einem Bogen. H. 2 Z. 8 L., Br. oben 11, "Men io L. 110 AC. Nr. 259. 52) Die beiden Seiten einer Scheide auf demselben Blatte. Die erste Keife zeigt Herkules mit du Keule, nackt und mit einem Kranze von Blättern auf dem Haupte, die zweite stellt Venus mit, Amor vor, welchen sie tu der Hand führt. Zu ibren Füssen ist, das /eieben. II. 3 Z. 2'/ 2 L. Hr. oben 1 Z. !) I,., unten 1 Z. 5 L. 53) Kitte Messer- oder Dolchschoidc mit zwei Figuren ä Pantique in Kniestück. Jene zur Linken, die Liebt vorstellend, halt mit der rechten Hand ein Herz empor, und die andere Figur, die Stärke, or- fasst mit beiden Banden eine Säule. Die lenkrechte Linie, «reiche die beiden Figuren trennt, lii.sst, ein Mueterblatt für Eisenechneider erkennen. II. 8 Z. 2 L., Br. oben 2 Z., unten 1 Z. 0 L. 54) Ein Fries mit vier Centaurn, .jeder mit einem nackten Weibe gruppirt, und dasselbe fortschleppend. In der Mitte oben das Zeichen. H. 1 Z. 2 L. Br. 4 Z. 1 L, — Dieses leiten,« Blatt ist von einem Ungenannten copirt, und zwar von der Seite des Originals. 55) Ein Fries mit Centaurn, welche um Weiber kämpfen, zwischen Arabesken dargestellt. Bin seltenes und schönes Blatt. II. 1 Z. 1 h» Br. 2 Z. 5 L 56) Ornament mit zwei in Laubwerk ausgehenden Centaurn. Die Centauerin erl'asst den Mann bei den Haaren, und in der Mitte unten kreuzen sieh die l'ferdefüsse. Hechts und links windet sich das Laubwerk, und endet in grOfM I!lumenl■ Br. 5 Z. 5 L. 62) Ein Fries mil einer Wolfsjagd im Walde. Der Wolf läuft, V0l> einem Hauer mit dem Dreschllegel verfolgt, nach links, und rechts api Rande klopf) ein Weib auf iU'ü Kessel, ein Hauer auf die Pfanne, C' n anderes Weib erhebt den Kochen &C. Hinlcs erwarten zwei Manne* den Wolf mit einem langen Spiesse. Unten rechts ist, das Monogramm- II. I Z. 8 L, Br. 5 Z. 4 L. 63) Vignette mit zwei Sphinxen. In der Mute ist. eine Vase. »" ihnen Fuss zwei Delphine sich zeigen. Zu den Seiten sind die. heid«'" Sphinxe, die eine, mit Widderhörnern, die andere mit Eselsohre* II. 1 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L. AC. Nr. 260. 111 64) Vignette mit Arabesken, und wie sich ein weiblicher Triton gegen die priajiischen Zumulhungou eines miinn I iclicn wehrt. Oben das Monogramm und die Jahrzahl 1529. Sehr leiten« Blättchen, gu 12. 65) Vignette mil .Mars und Venus in Nischen, mit Laubwerk vertiert. In Ottley's Collection of prints p.. 28 erwähnt 66) Vignette mit Laubwerk, aus welchem rechte und links zwei pOlie, Frazen bildende .Bläller, hervorgehen, In der Mitte oben das «eichen. II. 1 z. »/, L. Hr. 2 Z. 11 L, 260. Unbekannter deutscher Kupferstecher, welcher um 1562 thätig war, und nichl mil II. Aldogrovcr verwechselt werden darf, da er einer ganz anderen P3T *B* Richtung angehört Bartsch P. gr. IX. p. 484 gehört, zu den geistreichsten Künstlern unserer Zeit. Zög- l ling der Münchener Akademie machte er sich durch Genrebilder s r a nnt, und lieferte auch viele Zeichnungen zur Illustration von Jugend- nr 'ftcn im Verlage der J. Luckhardt'schcn Buchhandlung (0. Bertram) 114 AG. Nr. 266 -269. in Casscl. In dor Erzählung von Mathilde Bodenstedt: Maria und Els- beth. 1 Hf>3, sind vier Holz: ■■.clinillc nach seinen Zeichnungen. In diesem Jahre erschien von ihm auch eine Sammlung von Liedern unter dem Titel : Lieder von August, Corrodi. Mit. Zeichnungen von demselben. Auch eine illuttrirte Jugendschrift haben wir von diesem Künstler: Ferientage auf Onkels Schloss. Casscl 1853. Aul' den Blättern In den genannten Werkes findet man obige Zeichen. Gegenwärtig lebt der Künstler in St. (Inllen. Er Ist der Verfasser eines humoristischen Oa- t.'iloges der allgemeinen Kunstausstellung der Schweiz 1856, welche er als knastliebender lleuschreck besuchte. Dieses Schriftchen erschien unter dem Titel : Kreuz- und Quersprünge in der schweizerischen Kunstausstellung. St. Gallon 1856. Corrodi spricht sich darin mit dien so viel Laune als Sa.chkcnnl.niss aus. Carl Andreae, Zeichnerund Maler ausOöta amBhein, machte seine Studien :in der Akademie in Merlin, und verweilte zu gleichem Zwecke mich einige Zeit, in Düsseldorf. Man findet historische Gemälde von seiner' Hand, meistens biblische Darstellungen. Auf Zeichnungen und kleineren Bildern Steht das Monogramm. Holzschnitte mit. dieser Bezeichnung begegnen uns in dem Werkchen: Christenfreude In Lied und Bild. Geistliche Lieder mit Holzschnitten nach Zeichnungen von ('. Andrea, L. Richter, und .Till- Schnorr von Carolsfcld, herausgegeben und verlegt, durch A. Gaber's Atelier für Holzschneidekunst, 8. Im ersten Hefte (1855) tragen die Blatter Bit Christus am Kreuze, und dem auf dem Grabe stehenden Heilande das Monogramm dieses Künstlers. Andrea lebt jetzt wahrscheinlich in Dresden. Im Jahre 1850 und so fort übte er Mine Kunst in Berlin. 267. Conrad Aigner, Maler von Ingolstadt, ist einer der vielen f£ Künstler des 16. Jahrhunderts, deren Namen in Ver- VI Gr A4 gessenlieit gajdetlien. Auf die Entdeckung desselben JT\/, >^L,-/öl fülu-ie. uns fiÄltcs Künstlcrverzeichniss mit den Werkf zeichen. Aigner begab sich später von Ingolstadt mich Lamlshut, WO er noch 1535 thfttig war. In den Weissenburger'sehen Druckwerken sind Holzschnitte nach seinen Zeichnungen, auf welchen aber kein Monogramm steht. Gemälde können wir nicht nachweisen. lj Sultan Solovman jetzt Türkischer Keyser. Büste nach recbM gekehrt. Ohne Zeichen, Holzschnitt, wahrscheinlich von Michael Osten- dorfer. II. 14 Z. Br. !i Z. 6 L. 2) Kin Stammbaum der türkischen Sultane mit. ihren Büsten. Unten Steht das zweite Zeichen und jenes mit MO, welches sich auf Michael Ostendorfer bezieht. Die Beischrilt: INGODSTATY I 528. bestimmt, Zoü und Ort. Oben steht die Jahreah] 1527. H. 14 Z. 2 L. Br. 9 Z. 5 I* Michael Ostendorfer hat diesen Stammbaum in Holz geschnitten. 268. Alexander Ciarot, Maler von Wien, erwarb sich durch sein'' APortraite in Miniatur und Aquarell li.uf. Doch linden sich auch Genrebilder von seiner Ibind. Auf .....hrereu seiner Werke stellt das Zeichen mit der Jahrzahl. Starb um 1840. 269. Unbekannter Maler, wenn je das Zeichen einem solchen an- r JC\ ( (V) {\ gehört. Im Museum des Douvre ist das Bildniss eine* yJQ.) i V U ') I 'i;iii im rothon Kleide, deren Haupthaar von ein* Schnur zurückgehalten wird. In dem Zierllicile bemerkt, man die g e ' «ebenen Zeichen, welche sich nach der Ansicht eines Berichtgebers i" 1 Kunstblatt 1841 S. 86 eher auf die dargestellte Person, als auf eincö Künstler beziehen könnten. Im Siirnbando dürfte allerdings ein solcli ef ArC AC. Nr. 270 — 273. 115 sein Namenszeichen nicht angebracht- haben, es ist aber auch die Stelle zur Bezeichnung des Tauf- und Familiennamens der Dame eine ungewöhnliche. Wer diese sei, ist nicht bekannt; sollte sie aber dem Künstler nahe gestanden soyn, so möchte es nicht tu gewagt erscheinen, wenn man seine und der Dame Namenschiffre in der Ilaarschnur ver- j&Uthen wollte. Der Referent im Kunstblatte glaubt, das Bild sei von Giovanni Bellini, oder von dessen Schüler Gio. Battista Cima da Concg- liano gemalt. In diesem Falle könnte man in im zweiten Monogramme JWf Johannes Bellini deuten, das /eichen AC bliebe aber für ihn ohne Bedeutung. Dagegen könnte man ohne Zwang .Johannes üaptista Cima » Conegliano lesen. Tm Catalogue du Musfie du Louvre par M. Villot wird aber das Bildniss dem Vittore Carpaccio zugesclirieben, so dass die Deutung der Zeichen auf einen anderen Künstler vereitelt wäre, ■allein 0. Mündler (Kssai d'une analys'n critique de la notice des tab- tatux Italiens du Musee da Louvre p. 56) spricht das Bild dem V. Car- Paocio entschieden ab, und hält es für das "Werk eines Malers der Schale von Mailand, oder Ferrari, und schliesst jeden Venezianer aus. Ul diesem falle lallt auch die Deutung auf G. Bellini, oder G. B. Cima (jaConegliano weg, da diese Künstler zur venezianischen Schuh 1 zählen. '*ie Zeichen des Stirnbandes der unbekannten Dame bleiben daher ein Rftthsel. 270. Adrian Huberti, Kunsthändler von Antwerpen, soll nach . Brulliot I. No. 208 Blätter aus seinem Verlage mit diesem *' Zeichen versehen haben. Allein das Monogramm scheint 5;Us don Buchstaben AC zu bestehen, und daher ist es um so weniger n 'r das Adresszeichen Baberti'i zu nelunen. als dieser Kunsthändler ■''«(dinlich mit den verbundenen Buchstaben AH zeichnete. Wir ver- '""then daher unter dem gegebenen Monogramme die Adresse des jüngeren Adrian CollaiTl, auf welchen wir No. 262 aufmerksam gemacht haben. „, Huberti soll auch in der Weise des Jakob Callot und Antonio *empesta Blätter gestochen haben. Sollte auf solchen Blättern das Obige Zeichen voi'konunen, so rühren sie wahrscheinlich von A. Collaert • IU| i. her. Er war llnberli's Zeilgenosse gegen Ende des 16. Jahrhunderts. 2/1. Johann Andreas Graf, welcher Bildnisse, architektonische Darstellungen, Blumen U. S. w. malte, soll nach Christ (Monogr.-Erkl. S. 93) der Trauer des ersten Zeichens soyn. Dieser Schriftsteller bildete aber sein Monogramm wahrscheinlich aus dem zweiten Zeichen, welches JW den radirten Blättern des J. A. Graf, und auch auf Stichen nach ■Ginen Zeichnungen vorkommt. Es ist JO zu lesen, und daher kommen Wl1 ' darauf zurück. Graf starb in Nürnberg 1701. 272. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte Jfc des 17. Jahrhunderts in Nürnberg gelebt haben dürfte. Nach einer gefälligen Milllieilung des Derrn Bürncr findet man dieses Zeichen ( l .' |, ' l|; unten auf einem Blatte mit dem Brustbilde eines Mannes, welcher ( ',"" ! Blume in der Rechten hält. Auch in dem einfach sebraflirten |**Unde sind Blumen angebracht. Auf der Schriftrolle unter dem Bild- " SS| ' steht: Ferdinand Waldt, glasser. ward geborn In der kays. Haubt- 1,111 Wien A. 1824. starb In Nürnberg Aüo 1675., gr. 8. 273. Agostino Carracci, Maler und Kupferstecher, geb. zu Bo- J\ Jjtpl /P ' 0 K' 111 l5 s 7jU»st. zu Parma 1602. Die Verdienst« der sjp >-^J' s\i Carracci uiafHirer Schule sind langst gewürdiget, da .' eine neue Kpoche in der Malerei herbeiführten. Agostino, berühmt rcn seine Bilder der Communion des hl. Hicronymus, der Himmelan. 116 AC. Nr. 274-275. fahrt Maria &c, bildet aber auch in der Kupferstecherkunst einen neuen Abschnitt, da er mit dem Stichel eine auf das. Ganze eines Bildes berechnete Wirkung zu erreichen suchte, was ihm aber noch nicht vollkommen gelang, indem seine Blätter im Vergleiche mit späteren Stichen mehr oder weniger das Ansehen einfacher Anlagen haben. Die übrigen Stecher der Carracci'schen Schule Hessen allmählig den Grabstichel ganz bei Seite, da sie durch die Nadel die malerische Wirkung von Licht und Schattenmassen, den Ton des Gemäldes besser erreichten, als durch die feinere Modellirung mittelst geschmeidiger Schrafiire, deren sich Ago- stino nach der Weise älterer Meister noch bediente. Uebcr dieses Vcr- hältniss ist G. v. Quandt's Entwurf einer Geschichte der Kupierstecherkunst S. 209, und besonders das Verzeichniss der Kupferstichsammlung desselben (Leipzig 1853) S. 33 zu vergleichen. Auf das Technische geht Cav. Longhi, die Kupferstecheret, oder die Kunst in Kupfer zu stechen, deutsch von C. Barth. Hildburghausen 1837 S. 88, vorzugsweise ein. Hier haben wir es nur mit zwei Blättern zu thun, welche Bartsch P. gr. XVIII. No. 28 u. 103 beschreibt. Wir haben diese sehr seltenen Blätter nicht gesehen, und geben daher die beiden letzten Zeichen, welche sich auf denselben finden sollen, nach Brulliot I. No. 178. Bartsch fügt auf seiner Monogrammentafel nur das erste, aus AGC bestehende Namenszeichen bei, die beiden anderen nicht. Unter den Initialen A. C. kommen wir auf Ag. Carracci zurück, und bringen Zusätze zu Bartsch. Auch unter der Abbreviatur A. Car. und Aug. Car. sind Nachträge zu finden. B. 28. Der Teufel säet Unkraut auf dem Felde, während die Arbeiter schlafen. Rechts unten ist nach Brulliot das zweite Zeichen. H. 7 Z. 1 L. Br. 9 Z. 7 L. — Man findet zweierlei Abdrücke : I. Von der ursprünglichen, ganzen Platte. Sehr selten. IL Die Platte in der Mitte durchschnitten. B. 103. Die hl. Jungfrau mit dem Leichnam des göttlichen Sohnes auf dem Schoosse am Fusse des Kreuzes. Zwei Engel unterstützen ihn, und Maria erhebt weinend beide Hände. Am Kreuze steht: Tor- cular Calcavi Solus Isa. LXI1I. Links unten: Michael Angelo Bonaroti In. 1579, und unten gegen rechts das dritte Zeichen. H. 15 Z. Br> 10 Z. 4L. — Dieses Blatt ist sehr selten, und unter dem Namen der Pietä des Michel Angelo bekannt. 274. A. CzechowlCZ, Formschneider, war um 1845 in Paris thätig- y^i jf Die gegebenen Zeichen findet man auf Blättern in folgenden' «^V>/T. Werke: Le Diable ä Paris — par M. M. George Sand» P. J. Stahl &c. 2 B. Paris 1845 — 46. In Paris lebt auch ein Formschneider A. Castan, welcher sich eben* falls eines aus AC. bestehenden Monogramms bedient haben könnte. 275. Anton Alexander Joseph Gardon, Kupferstecher, wurde 1739 jf* n /P 0 zu Brasse! geboren, und von de la Pegna unter- *S v "JTj'' ff richtet. Letzterer war Hofmaler der Kaiserin Marj» Theresia, und diese verlieh auch dem A. Cardon eine Pension, um JJJ Rom seine Studien zu vollenden. Er wollte Maler werden, fand sie» aber nach drei Jahren zu Neapel durch den englischen Gesandte 0 W. Hamilton veranlasst, zu Gunsten der Stecherkunst zu entscheide"■ Er radirte mehrere Platten für dessen Werk über otrnskische, fri*" chische und römische Alterthümer (1766]^o wie verschiedene Ansichten aus der Umgehung von Neapel, kl. ■»■ haben. Nach der gelalligen Mitllieilung eines Kunstfreundes «fidet man sie mit der Jahnahl i~>;ih auf einem In Kupfer gestochenen 'Matte, welches einen Mann in Umarmung seines Weibes vorstellt, 12. Eine Vorstellung dieser Art kam uns nicht zu Gesicht, und wir können •ttch nicht bestimmen, ob es sieb um Copie oder Original bandle. Der alte A. Collaert war um 1520— 1540 tliatig, und ist daher »er Zeitgenosse des Altert Claas No. 259. 278. Adrian Collaert wurde im Torhergehenden Artikel als der \f~ ff *%t tt a'ut.hiiia.-islicho Träger der Initialen AI' eingeführt, vV l£t , l\ t> üellei' ileulel aber auch die gegebenen Buchstaben 111 seinem Monogrammen - Lexicon S. i) auf diesen Meister, und man s "llte daher glauben, dass sie auf Kupferstichen vorkommen. Heller Schöpfte seine Nachricht wahrscheinlich aus dein Dictionnaire d'archi- *9Cture ._ genannte • ' ten. Er AC. Nr. 282 — 285. 119 sind sorgfältig vollendet, und noch von grösserer Naturtreue, als jene von Coosemans. Kr blühte um 1640 — 50. 282. Anton Ciaessens oder Claeijssens von Brügge war der Sohn » g- ^ des Bieter Ciaessens, welcher 1520 Mitglied der Sehilders- _/\ I gilde in der genannten Stadt wurde, und 1570 starb. Peter Claesson folgte der Richtung des Quintin Massys, und auch sein Sohn Anton bewahrte noch Reminiszenzen desselben, obgleich er im Ganzen mehr an Franz Floris erinnert. In Brügge findet man Gemälde von seiner Hand, deren aber nur wenige mit AC. bezeichnet sind. In der Gallerie Stenglin ist ein grosses (iemälde mit Venus und Amor vom Satyr belauscht, welches mit AC. tSB9 bezeichnet ist. Dann findet nnin auch Bildnisse mit den Initialen AC. Auf ein schön gemaltes Frauenbildniss von 1589 macht Christ aufmerksam, ohne den Namen des Meisters anzugeben. Die Zeit passt für A. Ciaessens, es fragt sich aber, ob sie jene Naturwahrheit und strenge Charakteristik haben, welche in den Werken des Anton Claeijssens herrscht. Sollte sich in denselben die Richtung des Anton von Montfort erkennen lassen, dann dürften solche Bildnisse von Adrian Clust von Alkmaer herrühren. Dieser Künstler starb 1604. 283. Adolphe de Gossigny, ein französischer Kunstliebhaber, litho- A /"* graphirte um 18*0 einige Landschaften, welche mit MC be- •i~V V_> zeichnet sind. Um Produkte dieser Art werden sich die Sammler nicht streiten. 284. Alexander Cooper dürfte der Träger der, auf Miniaturbild- \ O nissen vorkommenden Initialen A. C. seyn. Dieser von Sandrart J ' gertthmte Künstler, welcheu er aber Cenper nennt, malte in London alle Personen am Hofe des Königs Carl 1., and diesen selbst. "i den englischen Cabinoten werden noch mehrere treffliche Bildnisse v,, n seiner Hand aufbewahrt Seine Th&tigkeit beginnt um 1625, sie Wurde aber nach dem lull) erfolgten Tode des Königs gestört. Cooper ■Jegab sich daher nach Amsterdam, und trat endlich 1660 in Dienste "er Königin Christine von Schweden. In der k, Kutistkanmicr zu Berlin ist eine Reibe kleiner, in Miniatur gemalter Medaillons, welche Kuglcr (liesebr. der Kunstkammer ^-230) in Bezug auf die ungemein amiiuthige, ebenso geistreich lebensvolle wie zierlich ausgeführte Arbeit, als Merkwürdigkeiten betrachtet. *' u - stellen den Chinftirsten Friedlich V. von der Pfalz, seine Gemahlin Ul| d Ibjfl Kinder vor. Auf der Rückseite eines jeden ist der Name und •las Alter der dargestellten Person bemerkt, so wie die Zeit der An- ''/''tigung, 1632 und 1033 angegeben. Der König Friedrich V. begab •ich nach seinem Unglücke am weissen Berge nach England, und starb 111 London 1032. Seine familii .....igah ihn. und somit werden die auf llfn Medaillons angebrachten Initialen A. C. sich auf keinen anderen Jv| iiist,lev bezieben, als auf Cooper, welcher damals alle Notabilitäten «es englischen Hofes malte. 285. Franz Aspruck aus Brüssel, welcher sieh um 1595 in Augs- A f V C\ A '""'k r niederliess. erscheint hier als erster Er- • C •— *• O-A.. findor einer Kunst, welche von seinen Zeit- eenossen nicht beachtet wurde, zuletzt aber einem Ludwig von Siegen Weniger Ruhm bereitete, als dem Prinzen Rupert von der Pfalz. l)a- j"it ist mm gesagt, dass As|irnek der ursprüngliche Erfinder der Schab- "id Kreidemanier sei, wir wollen aber das verdienst der beiden geinten Kunstliebhaber nicht verdunkeln, sondern gleich von vornherein »^stehen, dass der Erfolg derselben ein vollkommener war, während 13* 120 AC. Nr. 285. • Aspruck sein neues Verfahren nur auf Nebendinge ausdehnte, übrigens aber dem Grabstichel die Oberhand Hess. Paul von Stetten hebt in seiner Kunst- und Handwerksgeschichte der Reichsstadt Augsburg 8. 467 nur Aspruck's Giesskunst hervor, weil er Kunde hatte von in Silber und Bronze gegossenen Bildwerken, welche die älteren Gold- und Silberschmiede in den Handel brachten und auf Bestellung fertigten. Stetten fixirt die Thätigkeit des Giessers um 1603, kümmerte sich aber wenig um die Kupferstiche des Künstlers, deren doch in ziemlicher Anzahl vorhanden sind. Ueber seine Erfindung verlautet wenig; nur eine oberflächliche Nachricht hatte sich erhalten, dass Aspruck 1601 eine Folge von 14 verschiedenen Blättern in Punzenmanier als Produkte einer neuen Erfindung ausgegeben habe. Man berücksichtigte aber Aspruck's Ansprüche von jeher nicht, da Jan Lutma als der Erfinder der genannten Manier gilt, was ebenfalls unrichtig ist, da sich ältere Blätter dieser Art finden, als jene des .T. Lutma. Letzterer müsste sogar unserem Künstler weichen, da dieser älter ist, und die Priorität der Erfindung der l'unzenmanier beanspruchen konnte, wenn es sich darum handeln würde. Diess ist aber nicht der Fall; Aspruck's Blätter sind als die Erstlinge der Schab- und Kreidemanier zu betrachten, und er konnte sich mit vollem Rechte Erfinder nennen, da sein Verfahren so eigenthümlichor Art ist, dass die Blätter wirklich das Gepräge der Neuheit tragen, gesetzt auch , dass die Figuren grösstenteils mit dem Stichel bearbeitet sind. Ueber die eigentliche Behandlung verbreiten wir uns bei der Beschreibung der Blätter, welche die zwölf Apostel und den Heiland vorstellen, anscheinlich nach Zeichnungen von B. Spranger, wenn nicht die (Komposition von Aspruck selbst herrührt, da er in Spranger's Weise auch Bilder in Oel gemalt haben soll. Der Künstler war jedenfalls Zeichner, da auch die übrigen von ihm gestochenen Blätter eine gewisse Einheit des Styls verrathen. Die Dedication des ersten Blattes gibt Zeugniss von seiner Erfindung- Wir kennen 13 Blätter, und nach der Angabe auf dem ersten kommen deren auch nicht mehr vor. Es mögen sich aber noch frühere Versuche dieser Art finden, da der Künstler wohl nicht mit einem Male zum Resultat gelangte. Die Folge der Apostel gehört zu den grossen Seltenheiten. Die Buchstaben A.C. stehen theils links, theils rechts oben, und diess ist auch der Fall mit den Initialen F. A. zu den Seiten einer zuweilen leicht schatteten Kugel. Die Bedeutung der Buchstaben A. C ist uns nicht klar. Die Blätter sind dem Propst Anton vom hl. Kreuz in Augsburg dedicirt, und vielleicht wollte der Künstler denselben andeuten. Die Buchstaben F. A. beziehen sich auf F. Aspruck. Wegen der veränderten Stellung derselben müssen wir unter F. A. auf diesen Artikel verweisen, da das folgende Verzeichniss keine Unterbrechung erleiden sollte. 1) Der Heiland mit der Weltkugel und der Siegesfahne im faltenreichen Gewände, von vorn gesehen, aber nach rechts blickend. In dem weissen Nimbus ist die Umschrift: EGO SVM VIA VER1TAS ET VITA. Links oben steht A.C., und an den letztern Buchstaben reicht das weisse Kreuz der Fahne des Heilandes. Rechts oben bemerkt man die Signatur F.QA., und rechts unten No. /. Höhe mit dem Rande 4 Z. 6 L. Br. 2 Z. 7 L. Der Grund dieses Blattes ist um die Büste nach unten im Halb* kreise schwarz, durch den Schaber bewirkt, und die Strahlen sind cin- radirt, so dass diese Linien die dunkleren sind. Weiter unten ist der Grund weiss, der landschaftliche Boden mit Steinen aber wieder geschabt, so dass die Schatten und die Steine theils schwarz erscheinen) AC. Nr. 285. 121 die Lichter aber weiss abstechen. Man kann unmöglich annehmen, dass Alles mit dem Bauen bewirkt wurde. Die feineren Ausgänge zeigen »her ein Korn, welches eingebunzt ist. In dem nicht ganz fünf Linien breiten Unterrandc, welcher durch Parallelen gebildet ist, liest man : Adm. Heuer, in Chro. Patrj ac D. 1), ANTONIO cclcbcrr. Monasler ad S. S._\ Crucem Aug. Vind. Praepo. digniss." Inful." dno tuo dem. ITasCHIil. | opl. max. et S. S. Apostol. effig nouo hoc in. aere. typi genere efför. \ m." s obseru. ergo DD. 1 Franciscu» Aspruck. B. 1601. Der Künstler spricht also in dieser Dedication von einer neuen Weise der Darstellung auf Kupfer, und würde sich somit, falls Alles mit dem Btuumi bewirkt wäre, als der Erfinder des sogenannten „Opus mallei" beurkunden. In der ganzen Behandlung zeigt sich aber so entschieden das Verfahren der Schabkunsl, dass man die Blätter nur als eigenthümliche Incunabeln derselben betrachten kann, und diess aus einer Zeit, in welcher Ludwig von Siegen noch nicht geboren war. Die Blätter des V. iVspruck haben das Ansehen von getuschten Zeichnungen, mit theils weissen, theils in Ton überzogenen Gründen. Einige haben auch entfernte Aoliniichkeit mit den galvanographischen Blättern, während auf anderen die Kreidemanier so auffallend hervortritt, dass man eigenthümliche Arbeiten dieser Art zu sehen glauben möchte. Auch in dieser Hinsicht würde er dem Jan Lutma vorangehen. 2) Der hl. Petrus, stehend mit Buch und Schlüssel in der Linken, und mit der Rechten nach der links unten stehenden Tiara deutend. Er wendet den aufwärts gerichteten Kopf nach links. Hinter dem Brusthilde, gerade über der ausgestreckten Hand hin, ist Schabton mit Wolken, und ausser einigen rechts einradirten Linien ist der weitere Grund weiss. Der Boden, auf welchem der Apostel steht, zeigt Hügel, Steine l 'nd Kräuter, und links ferne ein Haus. Alles ist geschabt bis auf die weissen Lichtstrahlen. Der Name des Apostels steht im weissen Nim- JJl, oben links bemerkt man die Buchstaben A. C. , rechts F. O A - Die Nummer '2. ist rechts unten im Bilde, und im Rande liest man: £redo In Deum Patrem Omnipotentem Oreatorem Coeli Et Terrae. H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 7 L. 3) Der hl. Andreas, stehend mit dem Kreuze, welches er rechts m it beiden Armen hält, so dass er auch den Mantel darüber hinzieht. Der obere Theil des Grundes ist geschabt, mit leichten Wolken, der untere mit Querlinien überzogen. Der landschaftliche Boden zeigt Steine, und rechts Bäume auf dem Hügel. Der grösste Theil desselben ist durch den Schaber bewirkt, nur sind die Lichtthoile nicht mehr ganz weiss, wie in den obigen Blättern, sondern durch einen leichten Ton u "d durch Punkte gedämpft. Links oben A.C., rechts F.QA., links unten im Bilde No. :t, und im Rande: Et In losum Christvm Filivm Eivs ynvm Dominvm Nostrvm. Der Name des Apostels steht im weissen «imbus. H. 4 Z. 6 L. Br. 2 Z. 7 L. 4) Der hl. Jacobus, nach links schreitend, wie er den Stock mit neiden ausgebreiteten Armen vor sich hinhält. Auf diesem Blatte ist nu r oben ein schmaler Wolkenstreii'en eingeschabt, der Theil des Grundes jus an die Hüfte des Heiligen ist mit leichten Linien bedeckt, und die £*rtie über dem landschaftlichen Hoden blieb weiss. Nach hinten erneben sich vom Hoden ab kleine Hügel, geschabt wie der Schlagschatten ■M Heiligen. Die Unebenheiten des übrigen Terrains sind nur leicht angedeutet, durch den Schaber und durch feine Punkte bewirkt. Die ~'Chtstellen sind weiss. Der Name des Apostels steht im weissen Nim- 8j>) links oben sind die lluchstaben A C, rechts F. O ^-7 und die Nummer 4. ist rechts unten. Im Rande: Qvi Conceptvs Est De Spiritv *ancto Natvs Ex Maria Virgine. H. 4 Z. 6 L. Br. 2 Z. 7 L. 122 AC. Nr. 285. 5) Der hl. Johannes, stehend nach links, wie er aus dem Kelche trinkt, während eine Schlange hornusspringt. Der obere, bis an die SchultiBT des Apostels reichende Schabgrund zeigt leichte Wolkenstreifen, und weiter abwärts ist der ((rund mit einem leichten Tuschten bedeckt. Der Boden, auf welchem Johannes steht, ist von Hügeln begraszt, und rechts auf dem Felsen stellt ein Raum. Dieses Blatt hat mehr denn je das Ansehen der früheren Schabarbeilen. Im weissen Nimbus des Heiligen steht der Name, links oben A. (',. , rechts 1<\ O •''■> und unten rechts im Bilde No. !>. Im Rande liest man: I'assvs Svb Pontio Pilato, Crvcifixvs, Mortvvs Et Sopvltus. 11. 4 Z. 7 L. Hr. 2 /. 7 1,. 6) Der hl. Philippus, stehend nach links mit den Kreuzstocke in der Rechten, üben im Grunde sind nur schmale Wolkenslreifon mit einradirten Lagen, eine Strecke abwärts ist mit leichten QuerliniflB bedeckt, und der an den landschaftlichen Hoden streifende Tlicil mit einem graulichen Tuschton überzogen. Das Terrain ist steinig, und zeigt rechts übereinander gelegte Planken, neben welches (»ras nufstoht. In der FigUI und im lioden ist der Schaber entschieden vorherrschend, und feine Punkte gleichen aus. Der Name des Heiligen steht im weissen Nimbus, links oben ist A. C, rechts V. Q A., und unten rechts No. ß. Im Rande: Descendit Ad Interna, Tertia Die Uosvrrcxit A Mortvis. H. 4 Z. 6/, I,. Hr. 2 Z. 7 L. 7) Der hl. Iinrtolnmiius, Stehend in weitem .Mantel nach links, mit dem Messer in der Rechten, Der obere Thcil des (»rundes ist geschabt, und zwischen den liebten Wolken sind feine einradirte Linien, deren auch noch lichteren (irnnd bedeckend. Weiter abwärts herrscht ein graulicher Ton vor. Das Terrain, auf welchem der Heilige steht, zeigt wieder cingesebabte Hügelformeo und SchattentheUa mit Steinen. Dieses Blatt ist nicht so vollkommen in der Arbeit, als die genannten) K s zeigt deutlich, dass das neue Instrument sich nicht durchbin fügen wollte. Der Künstler scheint auch die Kioidemanier im Sinne gehabt zu haben, welche er aber nicht durch den Punzen zu erreichen suchte. Aspruck wendete den Schaber an, und das sich zeigende Korn kann auch ohne Bonzen erzielt worden seyn. Der Xame des Apostels steht im weissen Nimbus, links oben A.C., rechts F. Q A., und unten rechts im Bilde No. 7. Im Bands liest man: Ascendit Ad Coelos, Sedet Ad Dcxterä Dei Patris Omnipotentis. II. 4 '/.. 0 1». Br. 2 Z. 7 L. 8) Der hl. Thomas, nach rechts bin schreitend, mit der Lanie in der Rechten, und die Andere mit dem Zeigefinger erbebend. Der oberste Theil des (»rundes mit leichten Wolkenaugen ist eingeschabt, und gebt nach abwärts in Querlinien über. Unter dieser Partie ist ein weiss- graulicher Raum, der Boden mit Hügeln und Steinen aber wieder durch den Schaber bewirkt. Mehr als ein anderes Blatt hat dieses das Aasehen einer feinen Kreidezeichnung mit auslaufenden Punkten, Im Nimbus steht der Name des Apostels, links oben sind die Buchstaben F. Q A. , rechts A.C., und unten rechte bemerkt man die Nummer /'• Im Rande : Inde Ventvrvs bist, Ivdieare Yivos Et Mortvos. II. 1 /• 7 L. Br. 2 Z. 7 L. 9) Der hl. Matthäus, stehend nach links mit der Hellebarde in den übereinander gelegten Armen. Das obere Drittel des (»rundes ist körnig mit (juer durchgezogenen feinen Linien vermischt. Der nuttlere Theil seift einen graulichen Ton, und der lioden bat wie gewöhnlich kleine Krböbungen und Schal tonnnissen. Im Faltenwürfe um die Mitte des Leibes zeigen sich, wie in keinem anderen Blatt«, weisse Inchtstreifeib so dass also von keinem Tondrncks die Rede ist. Die Arbeit hat mehr den Charakter der ältesten Schabblätter, als in dem vorhergehenden Blatte. Der Name ist wie gewöhnlich im weissen Nimbus, links oben AC. Nr. 286. 123 steht A.C., rechts F.QA., und rechts unten No. 0. Im Rande: Credo In Spiritvm Sanctvm. II. 4 Z. 6 L. Br. 2 Z. 7 L. 10) Der hl. Jakobus minor, stehend von vorn mit dem Buche unter dem linken Anne, und dem Winkolmiiasso in der rechten Hand. liier ist der (irund vollkommen ersichtlich leicht gekörnt, und mit dem Schaher überarbeitet, besonder! im Mittelgrunde. Oben ist eine stärkere Arbeit, welche sich mich der Schulter der Figur zu durch Qner- linicn abdämpft. Auf dem Hoden links liegen einige Steine, und das Terrain begränzt eine niedere Mauer cyklopischor Art. An der Behandlung in schwarzer Manier wird man nicht zweifeln können. Der Name dos Apostels steht im weissen Nimbus, links oben sind die Buchstaben A. C, rechts h\ Q)A., und rechts unten bemerkt man die No. 10. H. 4 Z. 5'/, L. Br. 2 Z. 7 L. 11) Der hl. Simon, stehend im reichen Mantel mit der Säge, welche rechts unter diesem hervorragt. El blickt nach links, und reicht mit dem blossen rechten Unterarme in den Mantel. Der obere Theil des beschatteten, körnigen und mit kreideartig durchzogenem Orunde reicht gegen die Hüfte herab. Der mittlere Theil hat einen graulichen Ton, Und das Terrain bildet Wellenlinien mit einigen Unebenheiten. Die Lichter sind weiss, wie der Nimbus mit dam Namen. Von einem Tondruck ist daher keine Rede. Oben links stehen die Buchstaben F. O ^" rechts A. C., und unten rechts ist die Ziffer //. Im Rande: Remis- sionem Peccatorvm. H. 4 Z. 6 L. Br. 2 Z. 7 L. 12) Der Apostel Judas, stehend von vorn in breiter Mantoldraperie, mit dem Buche in der Rechten, und den Beutel in der Linken. Der obere schwarze Theil des ((rundes, mit ausgeschabten Wolken, reicht bis zur Hand mit dem Beutel herab, und der mittlere Theil desselben zeigt don erwähnten graulichen Ton. Der Boden ist htigelich, und mit einigen Steinen belegt. Hechts um Bande erhebt sich ein Baum mit weissen Lichtern. Anch der Nimbus mit dem Namen Jvdas ist weiss. Links steht A.C., rechts l'.QA., rechts unten .No. 12. und im Rande : Camis Resurrexionis. Der Augenschein lehrt, dass dieses Blatt, wie andere, Dicht hunzirt, sondern geschabt seyn kann. II. 4 Z. 6 L. Br. 2 Z. 7 L. 13) Der hl. Mathias, stehend mit einem langen deutschen Schwerte, Welches er mit der Hechten am Griffe hält, während er mit der Linken ein offenes Buch trägt. Der (irund ist nur oben bis an die Achsel der Figur schwarz, und mit Wolken durchzogen. Der grösste Theil ist leicht betont. Die Gcwandmnsson zeigen Stärkt laehtpartion mit schön abgestuften Schatten, hier in kreideartiger Behandlung, wie sie aber der Künstler nicht mit dem Üunzen, sondern wohl nur mit dem Schaber erreichen konnte. Das Terrain ist steinig mit vielen l.ichtstellcn. Den linken Fuss Stützt der Apostel auf einen Stein, und rechts wirft er einen Schatten. Wenn je ein Blatt das Ansehen einer oigenthümlichen Kreidemanier hat, so ist es dieses. Der Name steht im weissen Nimbus, links oben sind die Initialen F. Q A., rechts A. C-. und unten rechts ist die Nummer IS. Im Rande: Kt Vitam Aeternam Amen. II. 4 Z. 6 L. Br. 2 Z. 7 L. 286. Unbekannter Meister, welcher nach Bartsch, P. gr. IX. p. 532, A 4 Vk in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Deutschland *V J' lebte. Der genannte Schriftsteller beschreibt einen Kupferstich, welcher rechts unten mit. den gegebenen Initialen, und in der Mitte mit der Jahrzahl (060 versehen ist. Dieses Blatt stellt einen Bauer mit der Gabel vor, wie er den linken Ann in «1er Schlinge trägt. Daraus schliesst Bartsch auf eine ungesetzliche Handlung, und er nennt den Gabelhelden einen Rebellen. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 8 L. 124 AC. Nr. 287 — 290. Auf den Namen dos Meistors müssen wir verziehton, da ebensowohl A. C. als C. A. gelesen werden kann. Der Karnilieiiname des Stechers kann daher mit .7 oder mit C anfangen. 287. Anton Cajet, Juwelier und Medailleur dos Churfürsten Carl »r Philipp viiii der Pfalz, fertigte Stempel zu Münzen und Medaillon, deren mit AC bezeichnet sind. Von ihm ist dio Denkmünze auf die Reparation des Heidelberger Fassos im Jahre 1727. Neben dem Fasse steht der Hofharr Clementel, und darüber zwischen der getheilten Jahrzahl (084 ist Schritt in 18 Zeilen. Kino frühere Medaille auf das Heidelberger Kass ist von 1716. Mau sieht das Kass mit der hinaufführenden Treppe, im Abschnitt sind zwei Schilde mit einem Affen, und drei Satyrgesichtern. Heide Medaillon sind bei Exter 1. No. 309 u. 413 abgebildet, die ersterc auch bei Köhler VIII. S. 417. 288. Alexander Cranendoncq, Zeichner und FurnMohneider, wurde . p 1799 ZU Maaisluis in Siiil-I lolland geboren, lind gelangte ohne J\_. L(. Meister zu einer bedeutenden Stufe von Vollkommenheit. Er erhielt desswegeu von 1819 an bei mehreren Gelegenheiten Ehrenpreise, sowohl in Brüssel, als im Haag. Der Künstler lobt aber seit Jahren in Nijmwegen. Im Nodorlnndsrlic Magazijn sind violo Blätter von ihm, und darunter ein Preisstück, welches das Unis ftwanenburg in der Nähe von Hartem vorstellt. Mehrere seiner Blatter sind mit A.C., andere mit C. bezeichnet. 289. Abraham Casembrot, welcher oben No. 209 eine Stelle be- AC taut hauptet, ist bisher nur durch rn.dirte Blätter bekannt, V« . IOo4. dt seine Gemälde Wahrscheinlich in Italien, vielleicht. in Neapel zerstreut, sind, wo der Künstler viele Jahre lebte. Er malte Ansichten von Seehafen mit Schiffen und vielen Figuren. Ein Bild dieser Art, anscheinlich einer der kleineren sicilianisehon Hafen, welches nach einer gefälligen Mittheilung vor etlichen Jahren in Italien erworben wurde, und durch den Knnsthandcl nach Norden wanderte, ist mit AC. /ßß43 1fi(i7 datirt. A. van CrOOI lebte in Belgien . und Stammt von einem gleichnamigen Künstler ab, dessen Landschaften stylisirt, aber vfln graulichem Tone sind. Die Figurenstaffage ist gering, und steif behandelt. Sollte der ältere A. v. CrOOS ebenfalls mit AC. gezeichnet haben, so wird man seine Bilder von jenen des jüngeren Meisters dieses Namens wohl leicht unterscheiden können. 290. Alexander Galante, Landschaftsmaler und Badirer von Ve- vay, gehört zu den berühmtesten Künstlern unserer Zeit. Seine Bilder in Oel tragen das Gepräge der höelisten Natiirwahrhoit, und seine Aquarellen sind von einer Krall. und Schönheit der Kärbung, wie sie nur ein so vollkommener Meister wie Calame erreichen kann. Selche Gemälde lindet man nur in reichen Sammlungen und Salons , in weiterem Kreise ist aber der Künstler durch seine meisterhaften liadirungen und Original- Lithographien bekannt. Seine ineislen Werke sind mit dem Namen bezeichnet, nur einige radirte Blätter Indien die Initialen des Namens, oder ein aus CAF bestehendes Monogramm. Sie gehören zu AC. Nr. 291—292. 125 den schönsten Kunsterzeugnissen dieser Art, und haben in alten Abdrucken eine Kraft des Tons, wie man sie nur bei Rembrandt trifft. Die radirten Blätter erschienen zuerst in zwei Folgen auf Chi- uescr Papier in qu. 4., u. kl. foL "Nach seiner Uebersiedlung von öenf nach Paris 1841 wurden die Badirungen in der Zeitschrift „l'Artisto" unter dem Titel: Collectinn des l'aysnges et Ftudes ä l'eau- »rte, bekannt gegeben. K, Weigel, Kunstkatalog Mo. 15,868 zeigt 40Blätter an: Lei Alpes et r Italic. Die flemmlnng kostet auf weisses Papier 82 Thlr. , auf chinesisches Papier 32 Thlr. Unter den Lithographien des Künstlers sind einzelne grosse Prachtblätter, und auch ganze Polgen, meistens in Tondruck. Zwei Werke sind dem Unterrichte gewidmet: Cours oomplet d'Ftudes progressives, 24 Bl., Paris 1844, qn. fol.j und: 1/endo du Piiysagiste. Iiocuoil varie de Vues des- sinecs d'apres oature et lithögr. au denx crayens par A. Cakune. Dieses Werk bildet die Fortsetzung des Cours complet &c, qu. fol. Das erste der obigen Zeichen findet man links unten in der Ecke eines meisterhaft radirten Blattes, «reiches eine Gebirgsansicht enthalt. HB Vurgrunde breitet sich Wasser aus, und links an dem mit Schilf gewachsenen Ufer erhellen sich Bäume, deren dunkler und doch klarer Ion im Mittelgründe in alten Abdrucken von wunderbarer Wirkung ist. Auf dem Wege, mich den Bäumen zu, stehen zwei kleine Figuren, und rechts ziehen sich Berge hinauf. Das Zeichen steht im Hilde, auf "nbeschiiittoncn Exemplaren liest man aber unter demselben im Rande : <1. (Marne pin.r. et aq. fte. Geneve 1840k II. der Platte 6 Z. 8 L. W, 8 '/,. 10 I,. — Noch kralliger und etwas grosser gehalten sind die Buchstaben AC. auf einer radirten Gebirgsansicht mit kahlen, links vom Mittelgrunde aufsteigenden Felsen. Von der Ferne her kommt ein Waldbach, Welcher nach links vorn zu den Seiten eines konischen Fel- s |'iis abfallt, und den Vorgrund bespült. Rechts stehen Bäume und j'estrauche auf der felsigen Erhöhung, und der Himmel ist mit. Wolken bedeckt. Die Buchstaben AC sind rechts unten in der Ecke im Schatten "es Hildes, und links unten im Rande steht: A. Calamc pin.r. et aq. f. Geneve. Die alten Abdrucke sind von äusserst kräftigem Tone. II. der Watte (» Z. Br. 8 Z. 10 U. Das zweite Zeichen findet mau rechls Unten in der Ecke einer eben so schönen Radirtuig im Lichteffekte. Wach dem Vorgrunde zu fällt das Wasser Aber Felsen ab, und rechts ""d links des steinigen Terrains erheben sich Bäume. Den Hinter- j?>'nnd schliessen mächtige (Icliirgsformen der Alpenregion. Im Rande bnks liest man : MM el qrave par A. Calame Geneve (640. 11. der Watte « z. l L. Br. 4 Z. 6 Z. 291. Andrea Commodi, Maler von Florenz, geb. 1560, gest. 1638. ACy. Die gegebenen Initialen findet mau auf Blättern von Giovanni Ar l i Luigl valesio In folgendem Werke: Erotilia dl Glulio Strozri j »et. !„,,. ],. Qozzedegll EcoellH. Principi D. Marcantonio Borebese e "•Camilla Orsina. in Veneria appresso U Violati - 1615. II. 4 Z. 10L. " r - 6 Z. 6 L. — Dieses Werk enthält 12 Blätter muh A. Cnmmodi's Zeichnung, welche Bartsch P.jrr. Will. p. 221 No. 37 48 beschreibt. . , Commodi hatte als Maler Ruf. Zu seinen Hauptwerken gehört das Jl'ler Abraham'* im I'ala.zzo Capponi zu Florenz. Dieses Bild hat •wenjBt für M. Lastri's Etruria pittrice gestochen. 292. Abraham van Cuylenburg, Maler von Utrecht zeichnete einige jf ^2 ^ Bilder in dieser Weise. Sic sind in der Manier **s( f /b/i /J ''" s i] - l'nelomburg behandelt, aber nicht so delieat . fi* '•'gemalt. Auf anderen Gemälden lindet man ein aus ™ bestehendes Monogramm. 126 AC. Nr. 293 — 294. 293. Augustin Goppens, Maler von Brüssel, wurde um 1668 geboren, und von ,T. F. Mile (Millet) unterrichtet. KT malte Landschaften und architektonische Ansichten. Auf einer schönen Kreidezeichnung- mit einer Ruine. in landschaftlicher Umgebung fanden wir obige Initialen, welche dadurch ihre Erklärung fanden, dass am Kunde der Zeichnung der Name A. Coppens von früherer Hand beigefügt war. Coppens hat auch in Kupfer radirt, aber die Blätter mit seinem Kamen verschen. Sie erschienen unter dem Titel: Perspectives des ruines de la, ville de Bruxclles. Dessineos au naturel pnr Augustin Coppens 1695, qu. fol. Dieses Werk besteht aus 12 Blättern, wovon 5 von Coppens, und die 7 anderen von R. van Orloy radirt sind.— Die ersten Abdrücke dieser trefflichen folge sind vor den Nummern der Blätter. Ein anderes noch nicht beschriebenes Blatt gibt die Ruinen von Fontainebloau. Im Vorgrunde links siebt man einen einspännigen Karren, dessen Führer nach den Ruinen ZU fährt. Diese entstanden durch Brand, und noch sind Männer mit Löschen begriffen. Unten im Bande steht: Vue des Ruines de la Fontaine bleue et de la maison du l'oid de la Villi; tii'iint vors les I' ]• Cordeliers. Aug. Coppens dcl et fecit. II. mit dem Rande 7 Z. Br. 9 Z. 7 L. Wir sahen einen ersten Abdruck ohne Schrift. Im Rande links sind die Buchstaben A <' leicht, gerissen, odi r fein aufgeschrieben. 294. Adrian Collaert der jüngere, Zeichner und Kupferstecher, Ar A f A C wnr( l° um 1520 in Antwerpen geboren, und ' ■'»-*»•-/v m j t leintm Bruder Haus Collaert von Adrian \ 5 $3 ' Collaert dem Alten unterrichtet. Letzterer hieb im Ganzen noch drn Charakter der älteren niederdeutschen Schule fest, lässt aber aus der Zeichnung erkennen, dass ihm die Werke der italienischen Schule nicht fremd waren. Hans und Adrian Collaert jmi. folgten aber entschiedener der italienischen Richtung, und beide sind treffliche Zeichner ihrer Art. Von dem jüngeren Adrian sind die meisten Blätter, doch dürften ihm auch Stiche seines Vaters zugeschrieben werden, wie denn überhaupt nur Bin Künstler dieses Namens angenommen wird, welchem Huber und Malpö sogar einen Theil der Blätter des Alaert Cbniszon beilegen. Die Geschichte dieser Meister ist leider noch im Unklaren; luunerzeel kennt, nur Einen Adrian Collaert, welcher nach seiner Behauptung um 1540 blühte, und somit der ältere wäre. In den bestehenden Handbüchern wird 1567 als Todesjahr eines Künstlers dieses Namens angegeben, ohne zu bedenken, dass die sechs Blätter mit den sogenannten Verkündigungen die Jahffiah] tB08 tragen, und als Hauptwerke des Adrian Collaert angegeben werden, Ks kommen aber auch noch in späterer Zeil, des 1li. Jahrhunderts Blätter mit dem Namen des Adrian Collaert vor, und da ein solcher erst, unter dem Jahre 1597 als Mitglied der Bruderschaft des hl. Lukas in Antwerpen eingetragen ist, so dürften drei Adrian Collaert gelebt haben. Der alte lebte wahrscheinlich nicht bis 1567, und der jüngere ist nicht in diesem .Jahre gestorben. Dieser tritt mit Hans Collaert, als Kupferstecher und Kunsthändler auf. Seine meisten Blätter tragen den Namen, theils mit Vcr- lagsadresse. Die geringere Anzahl ist mit den Initialen A C bezeichnet. Man will diese Buchstaben auch in einer gothisirenden form gefunden haben, aber sicher nicht in der. wie sie Heller gibt. Auch Brullie* macht darauf aufmerksam, fand sie aber nur bei R. de Virloys angezeigt, auf keinem Blatte des Meisters. Zu den schönsten und zartesten Blättern des jüngeren A. CoUacr' gehören jene mit Darstellungen aus dem Leben der Maria, unter dd» AC. Nr. 295 - 296. 127 Titel: Virginis Mariac vita &c., und mit Dedication an den Cardinal Ximenes. 20 Blätter: Adrian Collaert sc. et exeudit Antverpiac, 12. Ferner die Folgt der Apostel mit Christus und Maria, in 15 Blättern mit Titel, gr. 8., dann zwei Blätter mit den Aposteln, je drei in Land- schaften und mit Scenen ans ihrem Laben : Adrian Collaert exeud., kl. (ju. I'ol. Diese beiden Blätter sind sehr schön gezeichnet, und in den Figuren spricht sich der Charakter der alteren deutschen Schule aus. Mau könnte versucht seyn, sie dem alten A. Collaert, zuzuschreiben, linier mehreren anderen, sehr zierlich gestochenen Blättern, erwähnen wir hier auch noch einer Folge von sechs mythologischen Darstellungen , welche zu den grossen Seltenheilen gehören, und aus der späteren Zeil des 16. Jahrhunderts slaminen. Die Ilauptbildcr sind feigende: 1) Juno mit dem Pfau, 2) Neptun als Flussgott, 3) Minerva, OÜt Helm und Lanze, 4) Venus mit Amor, 5) Merkur mit dem Schlangen- Stabe , 6) Baris mit dem Apfel. Diese Figuren sind von einer runden Einfassung mit Ornamenten auf schwarzem Grande umgehen, und somit kann man die Blätter als Muslorstückc für Goldschmiede betrachten. Jedes ist entweder oben oder unten mit dem Namen bezeichnet: Adrian Collaert, invenl. sculp. et exeudit. II. 5 Z. 8 L. Br. 3 Z. (I U Fbeu so schön und selten sind vier Blätter mit Mustern zur Verzierung von Schalen durch Ciselieiarbeil. In Mitte der Rundungen sind Seegötter auf Muscheln, begleitet von Trifolien und aller Art von fischen. Der Grund ist fein quadrirf, und unten auf jedem Blatte steht: Adri- amis Collaert fecit. I'hilippus Galle exeudit, Durchmesser ungefähr 8 Z. 6 L.— Für den Verfertiger dieser Blätter halten wir den jüngsten Künstler des Namens Adrian Collaert, weil er in der Zeit des l'h. Galle lebte, welcher 1612 starb. Zwei andere Folgen haben die .lahrzahl lö/UJ, und sind von demselben Künstler, welcher, wenn nicht selbst Goldschmied, doch für Meister dieser Klasse gearbeitet hat. Folge von 6 Blättern mit kleinen Figuren von schwarzen Gold- Neltmiodsornamontoii umgehen. Auf dem ersten Blatte steht: „Adrian Collaert inv. sculp. et exe.", andere Blätter sind mit AC, und auch *iX der JahraaW <~>IH> versehen. II. 1 Z. 8 L. Br. 8 Z. 1 L. Folge von (i Blättern mit Ornamenten für Bijouterie-Arbeiter auf schwarzem Grunde. Einige dieser seltenen Mnsterslürko haben die Ini- Wen A(\, und die .lahrzahl iSlil). 11. 1 Z. 6 L. Br. 3 Z. 11 L. 295. Aliprando Caprioli, Kupfersteeher von Tronto, wurde oben AC AT "" ,n ' en Monogramme JCNo. 276 eingeführt, und •^ ^*»-tVL-. somit ist hier nar nachzutragen, dass er liildnisse mit dj'H gegebenen Initialen bezeichnet habe. Man findet sie in folgendem Werke: Bittrati di cento capitani illustri eon li torp lätti in guerra, ™tagliatl da Aliprando Capriolo, e dilti in lucc da FülppO Tomasiuo et Giovanni Turpino. In Borna 1596, 1600, 4. Die initialen A C könnten zu einer Verwechslung mit Agostino Carracoi führen, da A. Caprioli in der Weise dieses Meisters gcar- l)c itct hat. 296. Agostino Carracci, Maler und Kupferstecher, geh. zu Bo- A.C. A C hina 1457, gest. zu Parma 1602. Ueher diesen Meister ,/j" "' haben wir bereits unter dem Monogramme AC. No. 273 . Y ■ A£,1N ' gehandelt, da zwei Blätter mil einem solchen versehen JJ°WI. Im Bande : Sapiontin, Martern depelleute Pax &c. H. 7 Z. Br. 9 Z. 3 L. — Im zweiten Drucke fehlt die .lahrzahl. 7) [B. 149.| Papst bmoeenz IX., halbe Figur, fast von vorn. Rechts oben im Cartouche: INNOOKNTITTS IX. TONT. MAX. &c. Rechts unten A. C. Fe. II. 9 Z. 6 L. Br. 7 Z. 4 L. — Dieses sehr seltene Bildniss stammt aus der besten Zeit des Künstlers (1591). Nach Mal- vasia wurde es später in jenes des Papstes Paul V. umgeändert. Die Inschrift lautet: l'aulus V. Pont. Max. 1605. 8) [B. 160.] Das Wappen eines Cardinals aus der Familie der Aldobrandini zwischen den Figuren der Klugheit und Gerechtigkeit. Links unten A. C. II. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 6 L. — Die zweiten Abdrücke dieses schönen Blattes haben ein verändertes Wappen. Im Schilde ist ein Stern, ein Baum, ein Apfel und ein Halbmond. 9) |B. 185.| Gottfried von Bouillon in seinem Zelte, wie ihm die Soldaten die Nachricht vom Tode des dänischen Königs bringen. Unten gegen links A. C. II. 7 Z. Br. 5 Z. 10) [B. 190.| Armida kommt dem verwundeten Tancred zu Hülfe Links unten: Ber. Casto in., rechts A.C. — In der Grösse des obigen Blattes. Die Stiebe No. 9 u. 10 gehören in eine Ausgabe der (ierusalcmc Liberal» von T. Tasso. Genua 1590. Dieses Werk enthält 11 Blätter von Carraeei nach den Zeichnungen des Bernardo Castelli. Die übrigen Stiche sind von .laeopo Franco. Zusätze und Nachträge zum Peintre graveur. (Andere folgen unter der Abbreviatur Aug. Car. fe.) 11) [B. 11.] Die Anbetung der Könige. Baldassaro Perucio Saneac Inuen. Aus 7 Blättern bestehend. H. 40 Z. 9 L. Br. 38 Z. 8 h- AC. Nr. 296. 129 (Bartsch gibt 28 Zoll an). — Die ersten Abdrücke ohne A. Carracci's Namen haben die Dedication an Gabriel Palaeoto, die zweiten mit dem Namen des Stechers jene an Michelangelo Tonto mit Ph. Thoiuassin's Adresse, und die dritten haben folgende Adresse: Jo. Jacobus de Hubeis form. Romae S. M. de Face. 12) [B. 48—62.] Jesus Christus, die hl. Jungfrau, Johannes und die 12 Apostel, Folge von 15 Blättern. H. 4 Z. Br. 2 Z. 4 L. — Bartsch sagt, diese Figuren seien auf 5 Platten gestochen, so dass jede drei Bilder enthalte; allein nur der Heiland, Maria und Johannes sind immer von einer Platte gedruckt, die Apostel auch je zwei auf einem Blatte. Im Ganzen waren also 7 Platten vorhanden. Wir sahen die Abdrücke vollständig im k. Cabinet zu München. Gewöhnlich sind die Blätter zerschnitten. — Die ersten Abdrücke scheinen indessen durchaus drei Figuren auf einem Blatte zu haben, denn es fanden sich im Cabinet des Oralen Stcniberg-Mamlerscheid fünf Blatter mit den 15 Figuren. Die Platten mit den Aposteln wurden demnach schon früh zerschnitten, da die vollständigen Exemplare in München von vorzüglicher Güte sind. 13) [B. 68.] Die Stigmatisation des hl. Franz: Agostino Carracci forma. Bologna 1586. II. 16 Z. 4 L. u. 6 L. Rand, Hr. 1 1 Z. 8 L.— Bartsch erklärt die Abdrücke mit A. CHf&Cci'l Adresse für die ersten, und jene mit der Adresse : „et nunc apud Philippuni Thomassinum," für die zweiten; Heller dagegen nimmt diese Abdrücke für die ersten, Wohl weil beide Adressen MX demselben Blatte vorkommen. Ein solcher Druck ist in der Sammlung des Herrn von Quandt.— Die schlechten Abdrücke haben die Adresse von J. J. Rossi 1649. 14) [B. 75.] Der (grosse) hl. Hieronymus mit Crucifix und Stein, ''ns totste Blatt des Meisters, welches F Brizio n:nli den Tode deswillen vollendete. H. 14 Z. 2 L. Br. 1» Z. (Nach der Angabe des •'•'iiilro graveur). F. von Bartsch , die k. k. Kupfc.rstirhsammlung in "icn 1854 S. 58, gibt die Abdrucksgattungen wie folgt, an: I. Von der unvollendeten Platte. Das Hein und der linke Arm des Heiligen, der diese beiden Theile umgebende Grund, so wie die Hälfte des Löwenkopfes sind ganz weiss. Aeusserst selten, von silberhellem Tone. IL Von der von Britta vollendeten Platte, wo obige Stellen überarbeitet sind. Unter dem Fusse des Heiligen steht: „Aug. Caracius ••Ciebat," und unter der unteren Einfassungslinie P. S. F. (Petri Sef- '«■noni Formis). Im Rande fehlt die Schrift, welcher überhaupt zu Munal war, um solche aufzunehmen. •— Zu dieser Bestimmung des J» r n. Ritter F. von Bartsch bemerken wir, dass in der Sammlung des ". von Quandt sich ein vollendeter Abdruck ohne P. S. F. befinde, welcher dem genannten vorhergeht. Sehr selten. HI., oder vielmehr IV. Im unteren Rande ist Schrift, welche auf einen einzelnen Kupferstreiten gestochen wurde. In (liegen Rande stehen zwei lateinische Distichen, die Dedication des P. Stofnnoni an "ietro Antonio Prisco &c. Im Bilde bemerkt man bereits Retouchen, ?° dass die Abdrücke von rauhem Tone sind. Das augesetzte Stück 1 . at 1 Z. 1 L. hoch, und somit das Ganze 15 Z. 2 L. hoch, und 10 Z. 2 L. breit. 15) [B. 148.] Das Bildniss des Papstes Gregor XIII. , halbe Figur ,n % Ansicht nach reibt« in verzierter Einfassung 1571. H. 20 Z. 8 L. Br. 15 Z. 6 L — Dieses Blatt ist nicht von Agostino Carracci, *'""'ern von Anton Eisenhout gestochen. Bartsch sah nur einen er- wen Druck ohne Bezeichnung desselben. Andere legten es dem Che- r «bi u Alberti zu. 130 AC. Nr. 296. 16) [B. 152.] 11 Prete Janni Re D'Ethiopia, halbe Figur mit Turban und Scepter. Romn Kai. Mar. 1599. II. 6 Z. 6 L. und 9 L. Rand, Br. 5 Z. 8 L. — Im ersten Drucke, fehlt die Krone über dorn Turban, und der Grund ist nicht vollendet. Diesen Druck kennt Bartsch nicht. 17) [B. 192—228.] Die Bildnisse in Antonio Campi's Cremona fede- lissima rlttä et nobilissima colonia de Romani &c. Cremona 1585, fol. Milano 1632 u. 1645, gr. 4. — Dieses Werk hat in der allen Ausgabe 37 Blatter, von welchen sich nach Bartsch in der späteren Ausgabe nur 9 Bildnisse finden sollen. Allein die späteren Ausgaben Indien noch alle Bildnisse von A. Oarracci, bis auf jenes des Königs Philipp II. von Spanien. Doch fehlen die beiden allegorischen Titelblätter. Die Ausgabe von 1645, welche Bartsch erwähnt, zählt demnach 34 Blätter. Die Bildnisse der Herzoge und Herzoginnen von Mailand, welche früher das vierte Buch der Cremona fedelissima zierten, sind in einem Anhange gegeben, unter dem Titel: Historia dello vite de Duchi et Duchesse di Milano, con i loro rittratti cauati al naturale. Compendinsamcnte des- critte da Antonio Campi &c. Che e in ordine quarto libro della sua Historia di Cremona. In Milano, per F. Ghisolfi M. DC. XXXII. Ad Instanza di Gio. Battista Bidclli. 18) Pan und Cupido, mit A. C. bezeichnet, 8.—■ Dieses gut radirte Blatt wird bald dem Agostino Carracci, bald dem Antoine Coypel zugeschrieben, doch ist es weder von dem einen, noch von dem anderen. Höchstens liegt eine Zeichnung von Carracci zu Grunde. 19) Amor mit feuerigem Schwerte auf einem Wagen von einem nackten Mann und einer nackten Krau gezogen. Rechts am Hügel sind mehrere Nymphen, welche ihren Schrecken ausdrücken. Del castigo d'amour — — et empio, qu. fol. — Dieses Blatt ist ohne Zeichen, es wird aber zuweilen dem Agostino zugeschrieben. Wahrscheinlich ist es nach dessen Zeichnung von einem gleichzeitigen Meister gestochen. 20) [B. 114.] Der Alte, welcher ein junges Mädchen mit Geld erkaufen will , während Amor auf dem Hotte den Bogen zerbricht. II. 7 Z. 4 L. Br, 6 Z. — Von diesem sehr seltenen Watte gibt es eine originalseitige Copio in gleicher Grösse. Der Copist hat unten im Rande am Schlüsse des Rebus die Buchstaben C L weggelassen, welche man im Original bemerkt. 21) [B. 136.] Der Satyr, welcher über das auf dem Holte liegende nackte Weib das Senkblei hält (De Sondern'). II. 7 Z. 4L. Br. 4 Z. 9 L. — Diese äusserst seltene la.srivc Vorstellung ist auch durch eine Copie im Sinne des Originals vorhanden, man kann aber die Nachbildung leicht erkennen. Im Originale ist der Vogel im Bauer am Fenster ganz im Halbschatten, in der Copio von links beleuchtet, obgleich das Licht von rechts kommt. 22) [B. 290.1 Der Fächer. Oben sieht man die Büste der Diana. und unten eine Landschaft, in welcher der Satyr zwei badende Nymphen belauscht. Auch drei Ovale mit Bildern sind angebracht: August. Carazza Inu. e fe. II. 13 Z. 4 D. V Hr. (I Z. 2 D. — Dieses Blatt wurde von Villamona eopirt. Mau muss dalier unterscheiden, wenn ein Abdruck vor Carracci's Namen vorkommt. Original und Copie sind sehr flüchtig behandelt. 23) [B. p. 159—170.] Das Zeichenbuch dos Ag. Carracci, von ihm selbst, dann von L, Cia.niberla.no und von F. liricci gestochen, nach Bartsch im Ganzen 81 Blätter, wovon der erste Theil von 1—36 mim- merirt ist. Die erste Ausgabe hat, ein verziertes Titelblatt mit der Büste dos Meeänas auf dorn Piedestal. An diesem steht: Alli nobilissimi amatori del disegno —. Pietro Stcffanoni dedica. — P. S. F. — Bartsch AC. Nr. 297. 131 kennt nur die zweite Ausgabe ohne jenes Frontispiz: Scelta di disegni peri Studenti Pittori, fatti da Carracei ed intagliati da Agostino Carracei. Es gibt auch nocli eine dritte mit dem Titel : Nniola perfecta per imperare e disegnare tutto il corpo humano, canata dallo studio, e disegni di Carracei. Nouamente data alle stampe da Luigi Neri a Pi- Mn Nauona in Roma con lic. de Sup. Diese Ausgabe enthält nur 47 Blätter, dann das Biklniss von Faloppio [B. 144], das des Sivello [B. 153], ein Bartsch unbekanntes Blatt der hl. Lucia von 1599, den Kopf eines Schreienden, verschieden von Bartsch No. 27 des Zeichenbuches, den hl. Franoiscus von Assisi von Annibale Carracei [B. 6]. Das Verzeichniss von Bartsch in 81 Blättern ist ebenfalls nicht com- plet. Es fehlen mehrere Blätter, darunter das Bildniss einer Frau, und Kinderfiguren, welche zu den vorzüglichsten Bestandteilen des Werkes gehören. Auch Copien gibt es. 297. Annibale Carracei, Maler und Kupferstecher, geb. zu Bo- A(i logna 1560, gest. zu Rom 1609. Der Vetter Ludo- "*• A.C. vico's ist er mehr wie dieser als das Haupt der Schule >*4 q.j A f von Bologna zu betrachten, da er mit grösserer Ener- J/<--•■£ \--^ • gj e au f c j ne v on der froheres verschiedene Richtung der Malerei hinarbeitete. Annibale und Ludovico waren bemüht, das Studium der Kunst auf feste Regeln zurückzuführen, und der Willkür der Manieristen durch bestimmte akademische Satzungen zu begegnen. Damit verbanden sie aber das Streben nach einer malerischen Wirkung von Lieht- und Scbattenmassen, nach einer allgemeineren Farbenwirkung, welche man den Ton eines Gemäldes nennt, und somit haben die Werke der Carraccischen Schule ein von jenen der früherem Meister verschiedenes, eigenthttmliches Gepräge. Mannigfach tbätig in den verschiedenen Fachern der historischen Malerei ist Annibale zugleich auch als der eigentliche Begründer inner selbstständigen Landschafts- Malerei in Italien zu betrachten, doch mit vorherrschendem historischen Elemente. Nur wenige Gemälde dürften mit den Initialen A. C. bezeichnet seyn. Man findet sie aber auf einigen Kupferstichen, worin er die Nadel mehr anwandte als Agostino Carracei, welcher in der Kupfor- steeborkunst Epoche gemacht hatte. Letzterer ist dem Annibale in der Technik auch überlegen, dennoch aber sind die Blätter unsers Meisters von grosser Bedeutung, Belege der Geschichte der Malerei in Bologna, und der Ausbreitung dieser Schule. Wir werden aber auf Annibale noch öfters zurückkommen, da seine Blätter auf verschiedene Weise bezeichnet sind. Man liest auf solchen : A. C. I. F. , A. Carr., Ani. fe, Ani. in., Anj.jn.F., Ani. Ca in fe., Ani oder Ani. Cur., Anib. Carr., und Carra.in. We mit A. C. bezeichneten Blätter sind aber nicht alle von Annibale's eigener Hand. Vor allen sind die Radirnngen des Marc Antonio Bellavia auszusebliossen, «eiche ein späterer Ilei'iiusgeber, angeblich V. Billy, tbcils mit A. C. bezeichnete, um sie als Werke des Annibale zu stempeln. Monaldini veranstaltete eine neue Ausgabe von 38 Blättern, und fügte die Bezeichnung A. C. IN bei. Auf anderen Blättern liest man gar: „Opera di Annibale Carracei". Hier folgen aber nur Blätter, auf welche A. Carracei mehr oder weniger Anspruch hat. 1) [B. 4. p. 201.] Die hl. Jungfrau mit dem weissen Raben (au cor- heau Diane). Sie sitzt und umarmt das neben ihr stehende Kind, welches den j m Vorgrunde gehenden Haben betrachtet. Rechts unten : A. C, links : J. Sad. exe. II. 6 Z. Br. 4 Z. 4 L. — Dieses schön radirte Blatt legt man dem A. Carracei, und auch dein f. Brizio bei. Jedenfalls ist die Zeichnung von ihm. Bartsch zählt es zu den Blättern, 132 AC. Nr. 298-299. welche dem Künstler mit Unrecht zugeschrieben werden. — Es gibt drei verschiedene Cnpicn, eine von lü Sudeler. 2) Eine sitzende Heilige mit einem Knaben an der Seite, welchem sie das Bündel znrecht zu machen scheint Rechts zu seinen Küssen steht ein Adler auf. Wahrscheinlich ist die Mutter des Evangelisten Johannes dargestellt. Unten nach rechts A. ('., nach links: Sacl. exe. II. 5 Z. 11 L. Hr. 4 Z. 4 L. — Dieses Blatt ist radirt, aber wahrscheinlich nicht von Annihalc Eine Zeichnung desselben liegt zu Grunde. 3) Der Leichnam des Herrn auf dem Schooee A<'i' Maria, welche ohnmächtig in den Armen einer der Frauen liegt, Johannes laset den rechten Arm des Heilandes, und macht die Magdalena auf die Wunde desselben aufmerksam. Unten steht: ,,llnmilitavii semetipsum, factus obedieni &c." Iiinks A. ( '. , gegen rechts das Monogramm des Lukas Vorsterman mit exeud. II. 4 Z. 9% L. Hr. 6 Z. 2 li. — Diese Darstellung ist unter dem Namen des Christus von Caprarola bekannt. Annilial Carracci hat sie gestochen, aber seinen Namen mit der Jahr- zahl Itin beigefügt, B. No. 4. Agostino Carracci hat ebenfalls einen Stich geliefert, mit der Bezeichnung! Aug. Car.l\ Das erwähnte Blatt mit A.C. ist daher Copie. 4) Jupiter als Satyr belauscht die schlafende Anliope. Hechts zu ihren lläuptcn ist Amor mit dem Bogen, und gebietet dem Satyr Ruhe. Links unten (693. A. C. II. 5 /. 9 I,. Hr. 6 Z. 3 L. — Dieses stark radirte Blatt zählt man zu den vorzüglichsten Werken Annibale's. — Die sehr gute Copie erkennt man an den beiden kleinen Figuren im Grunde links. Im Original sind sie im Umriss, in der Copie mit einer horizontalen St.richhi.go bedeckt. 298. Annibale Carracci, dessen wir im vorhergehenden Artikel - /-> erwähnt haben, hat auch auf die gegebenen Initialen A C J\\j Anspruch, doch sind sie nicht von ihm selbst auf die Blätter - gravirt, sondern von Simon Guillain, welcher du ich SG 3 y seinen Namen andeutete. Man findet sie auf Radirungen des ** letzteren, welche nach Annibale's Zeichnungen die Ausrufer der Stadt Bologna vorstellen. Wir kommen unter A. ('. I. — S G. darauf zurück, weil die meisten Blätter auf solche Weise bezeichne! sind. 299. Antolne Coypel, Maler und Hadirer. der ältere Sohn des J /"» AfJ Nocl Coypel, wurde Kiljl zu l'aris gehören, tyl • L- ■,tA.-L,. l jt. C. und starb 1722 als erster Maler des Königs von Frankreich. Bekannt durch Gemälde und siiche nach denselben radirte er auch eine Anzahl von Blätter, welche zu den schönsten Nadelarbeiten der französischen Schule gehören. Hobort - Dnmesnil, 1'. gr. •fr. II. 160 ff. beschreibt 14 Blattet, und macht auch auf jene Radirungen aufmerksam, welche ihm falschlich zugeschrieben Werden, Die hl. Cäcilia mit der Inschrift: Ca.ntabo domino in vita mea, welche M. d'Ar- gensville dem A. Coypel beilegt, ist von (J. Duchaffge gestochen. Die sieben Musen, weicht' in lienard's Catalog des Ca.binet l'aignon - Dijonval als Arbeiten Coypel's erklärt werden, sind wahrscheinlich von Gh. Coypel. Das von Heinecke, Iluber, und Rost erwähnte Blatt mit der das Kind Stillenden Madonna ist von Masse nach der Zeichnung eines der Carracci für das Cabinet Jabach radirt. Der von denselben Schriftstellern erwähnte Tod der Magdalena, in der Wüste ist von P. Drevet gestochen. Kin Hlatt mit .lupiler, welcher als Kind den Nymphen abergeben wird, soll nach früheren Angaben ebenfalls von A. Coypel herrühren, Robert- Dumesnil konnte es aber nicht vorlinden. Kin I'an mit dm 1 Flöte und Amor, angeblich von A. Coypel, ist nach diesem von 3. Audran, und dann von Fessard gestochen. AC. Nr. 300. 133 Die gegebenen Initialen findet man auf folgenden Blättern: 1) [R. I). 13.] Le Portrait De La Voisin, berüchtigte Giftmischerin. Büste in 3 / 4 Ansicht mit der Haube auf dem Kopfe, von Giftpflanzen und Schlangen umgeben. Oben rechts und links der Tod und die Parzen. Links unten die ersten Initialen mit dem Beisatze in. , rechts Chasleau ex. C P. li. H. 14 Z. 10 L. ■ Br. 10 Z. 4 L. — Im ersten Drucke vor den Initialen und der Adresse. M. d'Argensville, Kasan und Heineckc sprechen ebenfalls von einem Bildnisse der Voisin mit der Schrift im Rande: „Bruslöe vive ä Paris le Jeeudv 22 fevrier 1680. Dieses Bildniss ist zweifelhaft. H. 8 Z. mit 4 L. Rand, Br. 5 Z. 3 L. 2) [R. D. 3.1 Die hl. Jungfrau mit dem schlafenden Kinde in den Armen, halbe Figur. Sie ist im Begriffe dasselbe in die Krippe zu legen. Rechts oben neigt sich ein Engel nach dem strahlenden Kinde. Oval in viereckiger Einfassung. Links unten in der Ecke die zweiten Initialen mit (ec.it. H. 4 Z. 11 L. u. 8 L. Rand, Br. 6 Z. — Dieses Blatt wird im Catalog Sternberg I. No. 4971 unter den Stichen nach Annib. Carracci erwähnt. 3) [R. 1). 10.J Pan von zwei Liebesgöttern besiegt. Er stürzt mit dem Kopfe nach links, wo ihn einer der Amoretten beim Ohr erfasst. Links unten die dritten Initialen mit fecit ififl'J. II. 6 Z. 4 L. Br. 8 Z. 3 L. — Im ersten Drucke fehlt die Jahrzahl. 300. Albert Cuyp . Maler und Radirer, wurde nach der gewöhn- At -Ac Ac '' cnen Annahme 1605 oder 1606 zu Dortrecht geboren, ' '." ' und soll nach Immerzcel von Beruf ein Bierbrauer gewesen seyn, da ihn ein der Lokalgeschichte kundiger Dortrechter Freund versicherte, Cuyp habe in der Brauerei „de Lilie" gewohnt. Er malte Landschaften mit Vieh, l'ferdemärkte. Jagden, Reitergefechte, Lager- scenen, Portraite, Vögel, Fische, Früchte , Blumen und Stillleben aller Art, alles mit grosser Naturwahrheit. Seine Bilder stehen jetzt in hohem Werthe, was im vorigen Jahrhunderte noch nicht der Fall war. Bei der Auktion der Sammlung des II. van der Linden van Slingeland 1785 wurden für 30 Gemälde nur 22,000 fl. gegeben, und darunter war ein Capitalbild mit Pferden und anderem Vieh, welches für 2650 fl. wegging. In van Goll's Auktion wurde aber eine Ansicht aus der Gegend von Morwede bereits mit 10,200 fl. bezahlt. Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt. Man weiss nur, dass er 1683 seine Zeichnungen dem Krankenhaus in Dortrecht vermachte, und somit muss er ein sehr hohes Alter erreicht haben. Die Zeichnungen dieses Künstlers sind in schwarzer oder farbiger Kreide behandelt, man muss aber jene des Albert Clomp oder Klomp, eines gleichzeitigen Meisters, zu unterscheiden wissen, was auch hinsichtlich der Gemälde der Fall seyn dürfte. A. Clomp, angeblich Schüler von P. Potter, malte ebenfalls Landschaften mit Hirten und Vieh. Eine solche wurde in der Oalloric zu Schleissbeim für A. Cuyp genommen, da sie ohne Bezeichnung ist. Auf einer Dortansicht mit Schaafheerde in der Gallerte des Instituts zu Frankfurt a. M. steht der Name A. Klomp, so wie auf einer Kreidezeichnung in der Sammlung R. Weigel's. Dem A. Cuyp werden auch 8 mit A. C. bezeichnete Landschaften zugeschrieben, auf welche aber Bartsch keine Rücksicht nahm. Sie sind geistreich radirt, und zum Theil breit- geätzt. In schönen alten Drucken sind sie sehr selten. Oefter kommen die neueren Abdrücke mit Titel vor, und noch häufiger die gegenseitigen Copien, welche der Kunstliebhaber Ernst Willem Jan Bagelaar, der 1837 als pensionirtor Major starb, gefertiget haben soll. Dass dieser Dilettant Landschaften Monogrammlsleo. 14 134 AC. Nr. 301. mit Vieh gezeichnet und radirt habe, ist sicher, die Copien nach Cuyp sind aber schwerfällig, und von der Gegenseite. Statt des Titels gab er ein Blatt bei, welches eine liegende Kuh im Profil nach rechts zeigt. Im Grunde ist die Ruine des llmisos Merode an der Meuse bei Dort. Die Buchstaben AC sind in halber Höbe der Platte beim Kopfe der Kuh. Die Copie dieser Blätter ist leicht zu unterscheiden, da wir die Originalseite der Radirungcn von A. Cuyp angeben. 1 — 6. Folge von sechs Blättern mit Kühen auf leicht radirten Wiesenplätzen. H. 2 Z. 6 L. Br. 2 Z. 9 — 10 Ii. Diese Blätter kommen im späteren Drucke mit folgendem Titel vor: ,,VI Stuks koitjes (leetst door A. Cuyp." Links ist ein Kchci|>|>en, über welchen ein Baum die Acsi.e ausbreitet, bis hinauf an den Rand. Rechts steht ein anderer Baum. Ohne Zeichen. 11. 2 Z. 8 L. Br. 2 Z. 9 L. — Dieses Blatt ist nicht von Cuyp, ein geringes späteres Machwerk. 1) Zwei Kühe. Die eine, in Mitte des Blattes, liegt nach rechts gewendet, die andere, links hinter ihr, steht in Verkürzung von vorn gesehen. Im Grunde ist einiges (lest rauch, und in der Luft bemerkt man acht Vögel. Rechts unten A. C. 2) Zwei Kühe. Die eine Liegt iu Mitte des Blattes nach links gewendet, und nahe hinter ihr steht die zweite. In der Luft fliegen fünf Vögel. Ohne Zeichen. 3) Zwei Kühe. Die stehende in Mitte des Blattes ist nach links gewendet, und in geringer Kntfernung liegt die andere. Auf dem Flusse im Grunde sieht man zwei Fahrzeuge mit Segeln. Ohne Zeichen. 4) Drei Kühe. Die erste steht in Profil nach rechts, und vor ihr liegt die zweite nach links. Hinter beiden sieht, man die dritte en face. Rechts im Vorgrunde ist Schilf am Wasser. Links unten A. C. 5) Der Hirt mit dem Knaben. Der entere sitzt rechts auf einem Erdhügel, und neben ihm scheint der Knabe zu schlafen. Eine der beiden Kühe steht nach links, die andere liegt in einiger Entfernung. Links nach unten bei der Hegenden Kuh A. C. 6) Der Hirt mit seinem Weibe. Er steht links auf den Stock gelehnt, und wendet sich nach dem Weibe. Im Vorgrunde sieht man eine stehende und eine liegende Kuh, beide nach rechts gerichtet. Rechts unten A. C. Folgende zwei Blätter sind äusserst selten. Man findet sie nur in einigen öffentlichen und fürstlichen Sammlungen. R. Weigel beschreibt sie im Kunstkatalog No. 11.655: 7) Eine stehende Kuh gegen rechts gewendet, hinter ihr eine saufende Kuh, links ein stehender und ein sitzender Hirt. Links nach unten A. C. II. 2 Z. 6V, L. Br. 2 Z. 10 L. 8) Fünf Kühe im Vor- und Mittelgrunde einer Dünengegend liegend. Die Vordere liegt nach rechts, wendet aber Kopf und Brust nach vorn. Unten rechts A C. II. 2 Z. fi L. Br. 2 Z. 9'/, L. Das Exemplar der acht Blätter, welches Weigel vor sich hatte, stammt aus de Graaf's Sammlung. lOin zweites war in der Sammlung des Baron Verstolck van Seelen. Im Cataloge (1851) wird auch auf das Bildniss des A. Cuyp aufmerksam gemacht, doch ohne bestimmte Angabe , dass es von ihm selbst radirt sin. 301. Antonio Canale, genannt Canaletto, Maler und B.idirer , von Venedig, war Schüler von Carlevaris, und gründete durch -">■£• seine perspektivischen Ansichten grollen Ruhm. Seine Prospekte aus Rom, Venedig, London &c. werden in den vorzüglichsten Gallerien aufbewahrt, und finden namentlich in England die freudigste Aufnahme. Doch darf man den Künstler nicht mit Bernardo Belotti AC. Nr. 301. 136 verwechseln, welcher ebenfalls den Beinamen Canaletto führte. Auf Gemälden dürften die Initialen A.C. selten vorkommen, man findet sie aber auf einigen Radirungen des Meisters. Sein Werk besteht in 31 Blatten mit Ansichten von Venedig und anderen Stadien, Landschaften mit 'Ruinen , Monumenten, Brücken , Thürmcn , Säulen, Marinen &c. Diele Matter sind sein- geistreich radirt, und haben complet folgenden Titel : „Vedute altre |irese da i luoghi altre ideale da Antonio Canale 4c." Mit Dedication an den englischen üonstil Joseph Smith in Venedig. Nach Gemälden Canale's stachen G. B. Brustolini (14 Ansichten von Rom und der Oainpagna, qa. fol.), ,1. Boydell (6 Ansichten von Venedig, (ju. fol.), Ant. Vicentini (Ansicht des Dogenpalastes und des St. Marcusplatzes, gr. qu. fol.), Berardi (12 italienische Ansichten, qu. fol. u. 4.), R. Panr (2 Ansichten von London, gr. qu. fol.), Hulet (Brücke in Hamptoucourt, kl. qu. fol.), &. Anton Ganale starb zu Venedig 1768 im 71. Jahre. Die Radirungen dieses Meisters sind nur in der siebenten Abteilung des Ga.taloges der Sammlung des Dr. B. Pctzold (Vicnne 1843) beschrieben, und wir glauben daher, dass als Supplement zum Pcintre graveur ein kurzes Verzeichniss derselben nicht zurückgewiesen werden möchte : 1) Kleine Landschaft. Links sitzt ein Mann im Kahne, rechts heim Baume ist ein Monument. II. 4 Z. 6 L. Br. 3 Z. 3 L. 2) Die steinerne Brücke, über welche ein mit vier Ochsen bespannter Wagen gegen rechts geht. H. 5 Z. 7 L. Br. 4 Z. 10 L. 3) Landschaft. Links ist ein Gebäude mit einem gewölbten Thore, und Tinten steht ein Weib bei einem sitzenden Manne. H. 4 Z. 11 L. Br. 7 Z. 9 L. 4) Gebirgslandschaft. Links ist eine hölzerne Brücke, über welche eine mit zwei Pferden bespannte Kutsche geht. 11. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 11 L. , r >) Landschaft. Rechts betet ein Pilger vor dem halbverfallenen Monumente, auf welchem ein Kreuz ist. II. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 11 L. 6) Eine Dorfkirche, links des Blattes. Eine Bäuerin mit dem Korbe geht nach dem Vorgrunde. IL 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 11 L. 7) Ein Marktplatz am Ufer der Brenta. Links ist ein Gebäude mit zwei Säulen, und weiter vorn liegt ein Rad. II. 5 Z. GL. Br. 7Z. HL. 8) Landschaft mit einem runden Thurmc, auf welchem eine Reiterstatue steht. Links ist ein Haus, zu welchem eine Treppe führt. H. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 11 L. 9) Die Tcrasse eines Hauses mit Blumentöpfen und Gewächsen. Rechts auf der Treppe sieht,man zwei Männer. II. BZ. ÖL. Br. 7Z. 11 L. 10) Der Markt auf dem I'onte-Rialto, tigurenreiches Blatt. H. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 11 L. 11) Ein öffentlicher Platz, links mit einer Statue vor einer Ruine mit drei Säulen. II. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 11 L. 12) Der Dogenpalast zu Venedig (La libreria). Links bei einem runden Picdestal kauern zwei Männer vor dem Kessel. H. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z HL. 13) Der Markusplatz in Venedig (La piera del Bande). Links steht ein Sänger auf dem l'icdostal. II. 5 Z. (i L. Br. 7 Z. 11 L. 14) Der Marcusplatz von der Seite der Proctiratie. Rechts hängt eine Laterne, links sieht man einen Hund. H. 5 Z. (i L. Br. 7 Z. HL. 15) Ansicht der Brücke dellaPaglia. von der Seite des Gefängnisses. Rechts sind Gondeln im Canale. II. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 11 L. 16) Ruinen antiker Gebäude. Links sind drei Männer bei einem Capital, und im Grunde sieht man eine Pyramide. H. 5 Z. 5 L. Br. 8 Z. 1 L. 14* 136 AC. Nr. 302-304. 17) Ruine einer alten Capelle. In der Mitte steht eine Statue, und nach rechts sieht man zwei Säulen. H. 8 Z. 5 L. Br. 4 Z. 11 L. 18) Gebäude am Ufer eines Canals. Rechts sitzt ein Mann auf der Mauer. II. 11 Z. 3 L. Br. 8 Z. 19) Gebäude am (Jana! mit einer Kirche in der Mitte. Rechts steht am Giebel eines Hauses: MDCCXLI. A. C. II. 11 Z. 3 L. Br. 8 Z. 20) Landschaft mit Gebäuden im Grunde, und einer Caskade. Links ist ein Monument mit Säulen. II. u. Br. 11 Z. 4 L. 21) Die Mauer einer Ruine, mit der Schrift: „Vedute Altre &c", wie oben angegeben. Dieses Blatt dient zum Titel des Werkes. H. 11 Z. Br. 16 Z. 22) Ansicht bei Mestre. Links sieht man eine Kutsche. H. HZ. 4 L. Br. 16 Z. 23) Ansicht von S. Giustina in Pra della Valle zu Padua. Rechts sieht man einen mit vier Ochsen bespannten Wagen. II. 11 Z. 4L. Br. 16 Z. 24) Ansicht des Platzes von Pra della Valle. Von rechts her kommt eine Kutsche mit zwei Pferden. II. 11 Z. 4 L. Br. 16 Z. 25) Ansicht des Thurmes von Malghera in den Lagunen zu Venedig. H. 11 Z. 4 L. Br. 16 Z. 26) Ansicht einer Gegend an der Brenta. Rechts ist ein Mann bei der hölzernen Brücke. II. 11 Z. 4 L. Br. 16 Z. 27) Ansicht in Murano. In der Mitte steht eine Säule, und links sitzt ein Mann auf dem Schubkarren. H. 11 Z. 4 L. Br. 16 Z. 28) Ansicht der Schleusen von Dolo bei Venedig. Rechts sieht man eine Gondel, links ein Weib mit dem Kinde. II. 11 Z. 4 L. Br. 16 Z. 29) Eine andere Ansicht dieser Schleusen. Im Mittelgründe geht ein Herr mit seiner Dame, und links ist ein Obstverkäufer. II. HZ. 4 L. Br. 16 Z. 30) Ansicht des Dorfes Dolo. Rechts im Mittelgrunde ist die Kirche, und vorn sieht man zwei Schubkarren. H. 11 Z. 4 L. Br. 16 Z. 31) Ein von zwei Säulen gestütztes offenes Gewölbe. Rechts steht ein Soldat, und ein anderer sitzt. II. 11 Z. 4 L. Br. 16 Z. 302. Andrea Camassei, Maler und Radirer, geb. zu Bevagna 1602, A f~1 ffgj] gest. zu Rom 1648. Schüler von A. Sacchi ist er durch Ji. \y Met. Zeichnungen und historische Bilder in Oel bekannt. F. F. Aquila, P. Fidanza, C. Bloemaert, Porsyn, ,1. Bergler u. A. haben nach ihm gestochen. Auf einem Blatte von Michel Natalis steht AC del. Es stellt den Streit des Neptun und der Pallas vor, in Folge dessen das Pferd und der Oelbaum entstehen, qu. fol. Man findet auch noch andere Blätter mit den Initialen des Namens, theils in Cursiven. 303. Unbekannter französischer Künstler, wenn nicht Charles i n _. Antoine Coypel. Die gegebenen Initialen gehören einem A.-L.ixmL. Maler an, nach welchem ein C. B. das Bildniss des Nicolaus Copernicus gestochen hat. Er ist fast in halbem Leibe mit dem Sonuen- zirkel dargestellt. Man findet dieses Bildniss in der Europc illustre, Paris 1755, 4. Der Meister A. C ist daher nicht derjenige Künstler, welcher den Copernicus nach dem Leben gemalt, sondern der Copist eines alten Bildnisses desselben zum Stiche. Uebrigens gehört dieses Portrait zu den schönsten der reichen Sammlung. 304. Agostino Carracci bezeichnete auf solche Weise das von ihm d _ gestochene Bildniss der Prinzessin Christina von Dä- , Jl. C-«r./eci£ ,lumllr k, d° r Gemahlin des Herzogs Franz Sforza II. y ' Die junge Dame hat eine Perlenschnur mit Gehäng um den Hals, und ein mit Pelz ausgeschlagcnes Kleid. Oval mit Einfassung von Linien. Links unten : A. Cor. fecit. H. 5 Z. 7 L. Br. 4 Z. 3 L. AC—ACB. Nr. 305 — 308. 137 Bartsch XVIII. p. 142, No. 229, beschreibt dieses Blatt. Dieselbe Prinzessin hat A. Carracci auch für Antonio Campi's Cremona fcdelis- sima gestochen, aber mit Umschrift um das Oval, und ohne dessen Namen. Die Platte hat in der Wiederholung die ovale Form, jene zum obigen Bildnisse ist aber eckig. 305. Agostino Garracci erscheint hier unter einem Namen, welcher A Cnrr -rn f n " r ausnahmsweise vorkommt. Man findet einen J\. LuruZÜ. j. Kupferstich von seiner Hand, welcher einen gros- A. Caraz inuenl.**» fc.V*?Ä5! fä ' i .» ks .^ ric ' lteteI \ Hu " d vorstellt. Das Ihier sitzt in einer Gegend ohne Vegetation, man bemerkt aber ein Sehloss auf dem Felsen. Rechts unten steht: A. Caraia f. H. 4 Z. 10 L. Br. 4 Z. 6 L. Dieses Blatt beschreibt Bartsch XVIII. p. 149, No. 259, mit der Bemerkung, dass es nur im zweiten Drucke mit dem Namen Caraza versehen sei. Man hat es aber wahrscheinlich nur auf das Ansehen des Contc Malvasia hin als Werk des Agostino bezeichnet, indem derselbe sagt, der Hund sei jener des A. Carracci. Das Blatt scheint grösstenteils mit der kalten Nadel ausgeführt zu seyn, in einer Weise, wie sie bei A. Carracci ungewöhnlich ist. Gleichzeitig ist der Stich jedenfalls. Ein zweites Blatt, welches hiev zur Sprache kommen muss, stellt die hl. Jungfan] mit dem Kinde in den Armen vor. Letzteres hält einen Apfel in der linken Hand. Links im Rande steht: .1. Caraz inuent., rechts: „Raphael Sudeler f'oeit Monaehy 1593." In Mitte des Randes: JVVENI QVEM DILIGET ANIMA MBA., 8. Dieses Blatt ist nach Agostino copirt. 306. A. CAR. IK)N: 1 567 steht auf einem meisterhaften Bilde in der Gallerie Camuccini zu Rom, welches dem Annibale Carracci zugeschrieben wird. Es stellt einen Mann in mittleren Jahren in schwarzem Gewände in einer Landschaft knieend vor. Dem Zuschauer zugewandt ist er in der Stellung eines Betenden. Man glaubt, es sei diess das BHdnill des .Tulius Caesar della Scala, des berühmten, auch unter dem Namen Scaliger bekannten Gelehrten. Dieses ist zu verneinen, indem J. C. della Scala 1558 starb, und also lange vor 1567 gemalt seyn müsste. Ks deutet aber auch die etwas verwischte Inschrift des Gemäldes nicht auf diesen Mann. Man liest nämlich : IVLI1 CAE. DE . . T . . IS . EFIGIES A. CAR. BON . . . 567. Die Zahl 6 in 1567 ist aber nicht deutlich, sondern (im unvollkommenen Stande) wie o geformt, man kann aber (i lesen, da ein Werk von 1507 nicht anzunehmen ist. In keinem Falle ist Annibale Carracci der Verfertiger des Gemäldes. Kr wurde bekanntlich 1560 zu Bologna geboren, und müsste das Bild als Knabe gemalt haben. 307. Mit dieser Bezeichnung findet man eine Copie der Anbetung Ap der Hirten von Annibale Carracci, is. XVIII. p. 181 No. 2. .Cfl T *\ Das Original ist im ersten, seltenen Drucke ohne Namen. im zweiten steht links unten : Annibal Carotins fecil et inue. Die schöne gleichseitige Copie ist nur: A. Carr. bezeichnet. H. 3 Z. 11 L. Br. 4Z. 9 L. A. Carr. in. steht auf einer Radirung von Mignard, welche den Triumph des B acchu s vorstellt, nach einem zweifelhaften Blatte von Annibale, B. XVIII. p. 194. Die Copie ist in gr. qu. fol. 308. Annibale Carracci Bolognese ? Dieses /(neben steht auf einem /^V radirten Blatte, welches den Täufer Johannes vorstellt. Er A Jf-Aß sitzt in einer Landschaft nach rechts gewendet, und bei ihm -A—T A liegt das Lamm. Rechts unten am Steine ist das Monogramm. H. 4 Z. Br. 5 Z. 10 L. 138 ACBD. Nr. 309-310. Bartsch, P. gr. XXI. p. 52, schreibt ein ähnliches, nur verkehrt stehendes Namenszeichen dem G. B. Galestruaei zu. die RadintSg aber hat mit den IJlättern des letzteren nichts gemein. Sie erinnert im Gegentheil an die Arbeiten des Annihale Carracci, nur ist das Blatt mit St. Johannes etwas feiner behandelt als gewöhnlich. Das Monogramm ist daher höchst wahrscheinlich: „Annihale Carracci Bolognese" zu lesen. Schliesslich ist dieses Blatt eines A. Carracci vollkommen würdig. Man müsste es im Gegentheil zu dessen schönsten Nadcl- werken zählen. 309. Abraham, oder Amt de Bruyn ? Dieses Zeichen legi Beinecke, A C f T> Ui'-t- des artistes III. p. 432, dem Nicolaus de Bruyn bei, J. \S-i iV es ist aber zweifelhaft, ob es ihm angehöre, da der Künstler in der Regel mit einen aus NB oder NDB bestehenden Monogramme zeichnet. Auch das folgende, aus ACBD bestehende Monogramm wird ihm zugeschrieben, wir müssen aber ebenfalls unseni Zweifel aussprechen, denn das Zeichen patSt eher auf Abraham de Bruyn, welcher sich 1577 in Cöln niederliess, und daselbst im hohen Alter starb. Der Buchstabe C im Monogramme ist wohl Coloniae, oder Coloniensis zu deuten. Coloniensis nennt sich aber nur ein geborne* Cölnor, was mit Abraham de Bruyn nicht der Fall ist. Somit könnte durch das Monogramm auch Amt de liruyn , der Bruder lies jüngeren liiirtolomeus de Bruyn angedeutet soyn. Indessen nennt Heinecke kein Werk mit obigem Monogramme. 310. Abraham de Bruyn, oder ein unbekannter Maler. Brulliot I. A r*T)\ nr »TV ^°- ^2 schreibt das erste und das dritte /"VT/ 1 /YVA /eichen den) Maler und Kupferstecher Ni- «-^' colaus de Bruyn zu, mit der Bemerkung, ■j--^ A/r/v ^ ass man SIC au * Kupferstichen nach Gilles PQy) PlMV"/\cX/ Coninxloo, David Viiikcnhooms, und nach -*-*-**' ' ^^ der eigenen Zeichnung des It. de Bruyn finde. Allein für diesen Meister wird das Zeichen auf den ersten Blick zweifelhaft, da es aus den Buchstaben ACBD besteht, während Nicolaus de Bruyn mit NB, oder NDB signirte. Der Träger der gegebenen Monogrammen muss also ein anderer seyn, ein Meister, nach weichein N. de Bruyn gestochen hat. Den Beweis liefert ein grosses Blatt mit dem zweiten Monogramme, welches uns Hr. Börner mitgetheilt hat. Dieser Kupferstich stellt die Anbetung der Könige vor, und unter dem Namenszeichen steht: Nicolaes de Bruyn fecit. Assuerus a Londerseel ex. Links in einem zetteiförmigen Kaum ist die Dedication: „Crispiano Passaeo, artis Chalcographioae eultori eximio." Aus der Zusammenstellung des Monogramms mit dem Namen des Nicolaus de Bruyn als des Stechers zeigt sich deutlich, dass von zwei Künstlern die Bede seyn muss. Wer ist aber der unbekannte Monogramm ist ? Wir halten ihn für Kino Person mit Abraham de Bruyn, dem Vater des Nicolaus. Abraham Hess sich 1577 in Cöln nieder, und starb daselbst in hohem Alter. Nicolaus de Bruyn blieb in Antwerpen, seiner Geburtsstadt, und da hatte er wahrscheinlich die Anbetung der Könige gestochen. Abraham de Bruyn müsste sich aber auf Gemälden eines anderen Zeichens bedient haben, als auf Kupferstichen, auf welchen das Monogramm nur aus den Buchstaben ADB. besteht. Sein Name lässt sich aber aus den obigen Monogrammen herausbilden, besonders aus dem ersten, indem das C auf die Stadt Cöln bezogen werden kann. Auch der Buchstabe L in den beiden anderen Zeichen müsste daraus hervorgehen. Das / im zweiten Zeichen könnte Inventor bedeuten, wenn nicht der Punkt auf dem ersten Schenkel des D in dem ACBR—ACF. Nr. 311-314. 139 vonBörner erwähnten Blatte der Anbetung der Könige zufälligerweise sich zeigt. Hr. Börner bemerkte uns selbst, dass das ihm zu Gebote stehende Exemplar befleckt war, und der Funkt leicht das Excrement einer Fliege seyn könnte. Sicher ist über, dass das Zeichen nicht dem Nicolaus de Bruyn angehöre. Hätte er die Platte nach einem eigenhändigen Gemälde gestochen, so würde wohl nach: PINX, noch: et sculpsit gesetzt, nicht das Monogramm gebraucht worden seyn, um ibn iils Maler, der ausgeschriebene Name um ihn als Stecher der Anbetung kenntlich zu machen. Wir müssen zwei Tbeilhaber am Bilde annehmen, und den Abraham de Bruyn so lange als Maler gelten lassen, bis ein anderer Meister mit mehr Recht eintreten kann. 311. Anna. Catharina Block soll nach Heller, Monogrammen-LexicoTi AGB ttatisll '^ *"> '"' f diesen ISuehstabcn Werke bezeichnet ' ' r ' ' haben. Sie malte Blumen und Portraite, erwarb 1705. s j ( .)| damit grossen Beifall, und starb zu Regensburg 1719, als Gemahlin des Malers Benjamin Block. 312. Unbekannter holländischer Zeichner oder Kupferstecher, JT welcher zu Anfang des 17. Jahrhunderts thätig war. Das >*\f gegebene Zeichen findet man auf dem Titelhlatte der Psalmi U-S± Davidis. Lugduni 1607, 8. 313. A. Crusius soll nach Brulliot 1. No. 197 der Träger dieses fö T-i Namenszeichens seyn. Mau bildet es auf Zeichnungen mit. hi- _/x' storiseben Darstellungen. Kin A. Crusius ist ganz .unbekannt, und gehört nicht der Leipziger Familie dieses Namens an. Wir glauben, dass der Meister Anton Crussens beisse, von welchem im Cahinet Paignon - Dijonval sechs Fedcrzeielinungen waren. Sie enthalten Carrikaturen, Genrestücke, eine Landschaft und eine Stadtansicht. Dieter Anton Grosses! ist wohl Eine Person mit lininorzoors A. van Croos, welcher im 17. .Jahrhunderte Landschaften und Ansichten von Städten und anderen Orten malte, die aber in Zeichnung und Färbung nicht von Bedeutung sind. Wenn indessen die Zeichmingen mit dem gegebenen Monogramme einen vorzüglicheren Künstler verrathen, so könnten sie einem .jüngeren A. van Croos angeboren. Dieses 1 malte Seestücke in der Weise des ,T. van Goyen, so wie Genrebilder, welche einen Nachahmer des Bieter Molyn verrathen. Auf einigen seiner Gemälde stehen die .Jahrzahlen t6Q3 —«7. Ein A. van CreoS .Ir. war nach Immerzeol aus dem Haag gebürtig, und dieser wäre dann der Urheber der genannten Gemälde. 314. Alexander Calame, der berühmte Landschafter, fand oben r a pa| unter A. C. No. 290 eine ausführliche Stelle, und daher be- '-Q ---- 1 merken wir hier nur, dass sieb die gegebenen Buchstaben auf einem ausgezeichnet schön radirten Blatte finden. Rechts ziehen sich quer dem Mittelgrunde entlang buschige Bäume hin, und durch die Zwischenräume der Stämme bemerkt man das klare Wasser eines Flusses, welcher die ganze Breite durchschneidet, und links nach vorn Wasser austreten lässt. Gegen den Rand zu liegen drei Felsen in demselben, und rechts vorn ist eine felsige Fläche. Links steigen vom Mittelgründe Rerge auf, und Wolkenstreifen bedecken den Himmel. Rechts unten in der Ecke ist die Bezeichnung, und bei vollem Rande steht links unten: „A. Calame ft. Goneve 1840. No. 4. 2 me serie. H. der Platte 6 Z. 2 L. Br. 9 Z. A. Calame gab vor seiner Heborsiedlung nach Paris in Genf zwei Polgen von radirten Ansichten aus den Alpeuregioncn heraus, und das «rwähute Blatt gehört demnach zur zweiten Suite. 140 ACE. Nr. 315 — 319. 11K A /"* V stf,nt auf einer Radirung von Anton Coypel, welche JIO. A <-, J< Robert-Dtnnemfl, P. p. fr. II. p. 166 No. 7, beschreibt. Dieses Blatt stellt Apollo und Daphne vor. Ersterer sitzt fast in der Mitte des Blattes zwischen Merkur und zwei Liebesgöttern, wovon der eine die Nymphe bekränzt. Daphne sitzt rechts vor dem Flussgotte Pcneus, und links zielt Amor mit dem Pfeile nach ihr. Links an der Terrasse A. C. F. H. 7 Z. 7 L. Br. 11 Z. 8 L. Ueber Antoine Coypel haben wir unter den Initialen No. 299 ausführlicher gehandelt. 316. Agostino Carracci, über welchen wir unter A. C No. 273 ACT aus f u h r '' ( 'h° Nachricht gegeben haben, bezeichnete zwei * * Mütter mit den Initialen A. C. F. Ein drittes wird mit v!»CaC» Unrecht dem Annibale Carracci zugeschrieben, welches aber hier eine Stelle findet, weil Annibale der Buchstaben A. C. F. sich ausserdem nie bedient hat. 1) [B. 96.] Die hl. Familie mit St. Catharina und St. Anton dem Eremiten. In der Mitte unten steht: Paulli Caliari Vcronensis opus in Ecclesia saneti Francisci animae. Am Schemmel der Catharina stehen die zweiten Initialen. II. 18 Z. Br. 11 Z. 7 L. 2) Die hl. Jungfrau mit dem Buche in der Beeilten umarmt das auf einer Luke sitzende! Jesuskind. Hechts unten: A.C. F. II. 3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 8 L. — Dieses Blatt ist sehr geistreich rn.dirt, doch hat das Scheidewasser nicht gehörig durchgegriffen, so dass Grahstichelrctouchen nothwendig waren. Nach Bartsch XVIII. p. 281 No. 5 wird es dem Annibale Carracci zugeschrieben, der genannte Schriftsteller vindicirt es aber dem Guido Reni, da nur in den späteren Abdrücken die Initialen vorkommen. Die ersten Abdrücke, von der schwach geätzten Platte, sind äusserst selten, und ohne Zeichen, die dritten Drucke mit G. R. F. versehen. 3) [B. 121.] Eine Theaterdecoration. Die Ewigkeit erscheint im Olymp von mehreren Nymphen umgeben. Rechts unten: A. C. F. H. 8 Z. 10 L. Br. 12 Z. 9 L. Das Gegenstück stellt den Pcrseus dar, wie er vom Olymp herabsteigt, um den Drachen zu bekämpfen. Rechts unten : „Caracius /«,", — Die späteren Abdrücke dieser Blätter haben die Adresse : „Filippo Suchiclli for. Siena." 317. August Christian Fleischmann, Zeichner und Kupferstecher A. C. F. scul/p. von Nürnberg, lieferte zu Anfang des 17. Jahr- . ' " ' ' . '"* hunderts eine Anzahl von Bildnissen, welche A L r sculpm. von g er j n g Cm Werthe sind. Man findet deren A. C. F. d. et »c. Nor. in der Sammlung von Rothscholtz u. s. w. 318. Antoine Charles Favart, Kunstliebhaber, ist durch radirte A r-T' er vSH» Bwitter na( * Zeichnungen von Rafael bekannt. Er •A't.'t°5C» ]IS118 fan( j ißtztore im Oabinote des Herzogs Albert von Sachsen-Teschen vor, doch sind die Facsimilcs gewöhnlich mit einem aus C. A. F bestehenden Monogramme versehen, so dass wir unten auf ihn zurückkommen. 319. Comazzini. oder ein anderer italienischer Medailleur, dessen ACF Thätigkeit K^gcn Ende des vorigen Jahrhunderts fällt, zeichnete mit diesen Initialen eine Medaille mit den Bildnissen des Capitain Pattaro Buzzacareno von Bergamo und seiner Gemahlin Helena Sagredo, mit der Legende : DUPPLEX GLORIA. R. Guillemard hat 1791 ebenfalls das Bildniss Buzzacareno's in Stahl geschnitten. Unter den Initialen A. C. F. ist wahrscheinlich der Medallcur Comazzini angedeutet. ACF —ACH. Nr. 320-322. 141 320. Albert Camesina, Kunstliebhaber in "Wien, wurde um 1790 J Si /3 geboren. Kr radirte in seiner früheren Zeit einige *-^v * \J Butter, worunter eines mit A. C- f. 1(t26 bezeichnet A n ist. Von grösserer Bedeutung sind aber die Litho- ,/L, \s.-f-. graphien von seiner Hand. Wir nennen besonders das ff Blatt mit dem hl. Leqpold nach dem alten deutschen Meister Runland, gr. fol.; ferner din hl. Margarntha nach Holbein sen., fol. Dieses Blatt ist dem k. k. Cammer-Medailleur .T. D. Böhm in Winn dedicirt, und es gibt Abdrücke auf farbiges Papier mit Goldhöhuiig. 321. A. C. Grass, Zeichner und Radirer, ist nach seinen Lebens- A p r\ (f „/ Verhältnissen unbekannt. Kr zeichnete Land- -rv^ \j Jvw. fjsb srlmftcn in Tusch und Sepia, und malte auch solche in Aquarell. Din gegebenen Initialen findet man auf kleinen Landschaften, welche sehr schön radirt sind. 322. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte ^JeJ Te*-, j-ty des Iß. Jahrhunderts in Deutschland thätigwar. _*^ I%/ytrl Mj AH- Bartsch P. gr. VIII. p. 539 gibt das dritte der beigebrachten Monogrammen , und schreibt dem Meister zwei Blatter zu. Von derselben Hand sind aber auch jene Stiche, welche Heinecke, Neue Nachrichten 1. S. 360, aufzahlt, sie aber als Arbeiten des 15. Jahrhunderts nimmt. Dieser Schriftsteller fügt das zweite Zeichen bei, da er es auf den Blättern fand. Das erste Monogramm gibt Brulliot I. No. 207 "•, es ist aber nur eine Modifikation der beiden anderen /eichen, und wahrscheinlich nicht genau nachgebildet. Die von Heinecke genannten Blätter sind nur kurz beschrieben. 1) [H. l.j Adam und Kva, 12. 2) [IL 2.J Judith, nackt auf einem Harnisch sitzend, wie sie in der Rechten das Schwert, in der Linken das Haupt des Holofernes hält, 12. 3) [II. 3.] Die Tugenden, 6 Blätter, 16. 4) [H. 4.J Venus mit dem Apfel in der linken Hand, dabei Amor mit dem Bogen zielend, 12. 5) [B. l.j Der mit Weinlaub bekränzte Bacchus auf dem Fasse sitzend. Kr trinkt aus einem Gefässe, und ist vom Bücken gesehen. Rechts oben ist das dritte, von Bartsch gegebene Zeichen. II. 2 Z. 5 L. Br. 1 Z. 4L. — Dieses Blatt wird auch von Heinecke (No. 5) erwähnt. 6) [B. 2.] Die nackte Frau im Bade. Sie kommt links aus dem Wasser, und neben ihr steht die Magd. Im Grunde sind Gebäude in der Landschaft. Rechts gegen unten das Zeichen. Rund, Durchmesser 2 Z. 1 L. 7) [II. 6.1 Das Brustbild einer Frau, bezeichnet: TKRANA. Sehr kleines Blatt. 8) Kino satyrische Darstellung. Kin junges Weib steht mit einem Fuss im Korbe mit Eiern, und hält mit der einen Hand eine Blätterkrone, mit der anderen den Kopf eines Kindes empor. Links zieht ein Mann ein Reis aus dem Korbe, und trägt auf der rechten Band einen Hahn, welcher mit einem Bande an den Baum gebunden ist. Hinter diesem steht ein altes Weib im Begrifft, das Band abzuschneiden. Rechts im Grunde sieht man im Innern des Hauses einen Mann und ein Weib im traulichen Verhältnisse Im oberen Rande steht: WKHR MYTTER WEHR: DER MAN WILL MIR ÜBKRS NKST. IJeher der Alten liest man : Fahr hin mit freuden junges hertz, in meiner jugent leib ich auch Schertz , und über dem .jungen Weibe steht: Ich wehr so fast mit einem Kranz - das er zerbricht, bleibt nichts dran ganli. Im Tinteren Rande sind acht deutsche Verse: Ach Jungfrau seht mein Jammer an &e. Das erste, von Brulliot gegebene Zeichen mit dem 142 ACH —ACI. Nr. 323 — 325. Worte fecit ist rechts unten zwischen den Füssen des Jünglings. II. 5 Z. 4 L. mit 4 L. Rand, Br. 8 Z. 5 L. 9) Eine Frau mit zwei Flaschen. Aus dem Frauenholz'schen Ca- talog bekannt, 12. 323. A. Charlotte fecü 1766. £f*L£«S scheint auf ' den erstell Blick liier überflüssig zu soyn, DU wird aber die Künstlerin im Lexicon nur unter dem Buchstaben 0 Bd. X S. 8(0 finden. Es ist diess die Erzherzogin Charlotte von Oesterreich, welche 1752 in Wien geboren, und später Königin von Neapel wurde. Sie radirte einige Blätter, und jenes mit obigem Namen stellt einen Bauer und eine Bäuerin mit dem Kinde vor, welche beide mich rechts neben, c|ii. 8. Ein anderes Blatt zeigt einen auf dem Fasse, sitzenden Bauer mit dem Glase, und als Gegenstück dient das auf dem Fasse sitzende Mädchen mit dem Huhne. H. 4 Z. 10 L. Br. 3 Z. 9 L. Dann radirte sie auch zwei Blätter mit Gruppen von Bettlern, kl. 4. 324. unbekannter deutscher Kupferstecher, welcher um 1530 thätig war. Bartsch P. gr. IX. p. 492, und Heller, Leben A. Dürcr's S. 485. geben sein Zeichen nicht genau. Letzlerer glaubt sogar, dass das Blatt mit dem Dudelsackpfeifer Prcstel'sehe Arbeit, und das Monogramm somit erfunden sei. Allein der Sackpfeifer oxistirt nur in einem neueren Abdrucke. Das andere Blatt ist von Bartsch nicht beschrieben. 1) Jason und Medea. Ersterer steht rechts, und empfangt von der links sitzenden Medea eine kleine Statue. Links oben au einer Art Baldachin steht verkehrt: JASON ET MEDEA. Rechts unten ist das Monogramm mit der .Jahrzahl 1680. H. 5 Z. 2 L. Hr. 3 Z. 1 t. Dieses Blatt scheint nach II. Aldegrever eopirt zu soyn. 2) Der Dudelsackpfeifer, Copie mich A. Dürer, B. 91. Sie ist von der Seite des Originals genommen, denn der Pfeifer lehnt sich an den rechts angebrachten Baum. Dürcr's /eichen fehlt, so wie auch die Stichweise von jener des genannten Meisters abweicht. H. 4 Z. 4% L. Br. 2 Z. 9 L. 325. Crispln van den Broeck, oder Jeronymus Cook? Brulliot i. x, No. 213 gibt «los erste dieser Zeichen nach dem Catalogo (T der Sammlung des Assessors llartlauh in Regensburg, in Jh tf +a welchem bemerkt ist, dass es sich auf Kupferstichen he- ▼ \ finde. Der genannte Schriftsteller glaubt aber, es könne .rVy-A. sich um das Monogramm des Johann Carl von Till handeln, in welchem alter das / zum 7' gebildet ist. Wir können darüber nicht iirtheilen, da uns kein Blatt mit einem derartigen Monogramme vorgekommen ist. Das zweite Zeichen bringt Brulliot I. No. 212 mich handschriftlichen Aufzeichnungen des bekannten Kunstfreundes J, llazard. Letzterer fand es auf Zeichnungen, und liest dasselbe: „Orispin Inventur Antverpiae". Darunter versteht er den Crispin van den Broeck, dieser Meister bediente sieh aber eines aus den Buchstaben CVB. bestehenden Monogramms, und daher scheint uns die Auslegung keinen hinreichenden (irund zu haben. Dass Mr. llazard Zeichnungen mit diesem Monogramme vorgefunden habe, unterliegt keinem Zweifel, denn er war ein eifriger Forscher, und besau selbst eine grosse Sammlung von Ifandzeichnungen. Wir zweifeln nur an der Deutung des Monogramms, da die Stiche nach Zeichnungon des 0. van den Broeck ein anderes Kiinstlerzeichen tragen. Sollten die Zeichnungen, welcho J. llazard besass, in Landschaften mit ACI. Nr. 326—327. 143 biblischer und mythologischer Staffage bestehen, so rühren sie eher von Ilieronymus Goch her, welchem das Monogramm C I ohne A zugeschrieben wird. Im Jahre 1558 gab er eine Folge von 12 radirten Landschaften heraus, welche aber das Zeichen nicht tragen. An den Landschafts- und Historienmaler Jan ('raus oder Cransse von Antwerpen ist wohl nicht zu denken, da dieser schon 1523 Mitglied der Bruderschaft des hl. Lukas in Antwerpen' war, und wir seine Spur nur bis 1535 verfolgen konnten. Es ist wohl nicht anzunehmen, dass dieser Meister noch 1558 gelebt habe. 326. Agostino Carracci, Ober welchen wir unter A. c. No. 273 A f 1 bereits gehandelt haben, hinterliess zwei Blatter mit den -O-.V-' gegebenen Initialen. Sie werden von Bartsch im achtzehnten Bande des Peintse graveur beschrieben. 1) [B. 39.J Die hl. Jungfrau unter einem Baume mit dem Kinde im Schoosse. Unten steht: A. ('. I. Iöl)ß. H. 11 Z. 5 1,. Br. 8 Z. 2 L. — Dieses Blatt legen mehrere Schriftsteller dem Agostino Carracci bei, Bartsch XVII 1. p. 61 glaubt aber, es sei nach Agostino's Zeichnung von F. Bricci gestochen. Malvasia will die Zeichnung Carracci's im Cabinet des Coradinn Areosti gesehen haben. Eben so bezeichnet ist eine frei radirtc Copie, zum Thoil iu Proc- cacini's Manier, fol. 2) [B. 150.] Jo. Baptista Bona Philosophus Et Medicus Vcronensis Aetatis Annorum XXXI. Büste in ovaler Einfassung. Hechts unten: A. C. T. Sehr seltenes Blatt. H. 4 Z. Br. 8 Z. 2 L. 3) Der liegende Flussgott. Er hält mit der Hechten ein Bilder, und legt die Linke auf die Oeffnung einer Urne. — Dieses Blatt ist "ach einer Zeichnung von Annibale Carracci von Marc Anton Bellavia radirt, und wird von Bartsch No. 49 beschrieben. Die Buchstaben A. C. I. findet man aber nur im ersten Drucke, im zweiten seht A. C. IN. 4) Bomnlus und Kemus. Vgl. unten No. 332. 327. Annibale Carracci hatte Zeichnungen hinterlassen, welche t s\ rf die Ausrufer der Gewcrke in Bologna vorstellen. Diese ^ytCJ' Zeichnungen, 80 an der Zahl, scheint später der Bildhauer t p (j A.Algardi erhalten zn haben, da sie unter dessen Leitung xJ\ I J von Simon Guillain radirt wurden. Einige dieser Blätter y' haben die Buchstaben ACI, auf anderen steht A.C. - S.G., U C. sowie ein aus CAJ bestehendes Monogramm mit den Ini- J tialeu SGS. Bartsch P. gr, XIX. p. 75 macht auf dieses Werk aufmerksam mit dem Beifügen,, dass man früher dem Algardi selbst Blätter beilegen wollte, namentlich das Bildniss des Annibale Carracci an der Spitze der Folge. Bezüglich der gegebenen Zeichen bemerken wir. dass „Annibal Carracci Invenit" zu lesen ist. S. G. begeht sieb auf den Bildhauer und Kupferstecher S. Guillain, welcher '058 in Paris starb. Kurz nach seinem Tode radirtc G. M. Mitelli 40 Blätter mit den Ausrufern von A. Carraeei, 11. X IX. p. 301 , No. 119. Von S. (iuillaiu's Werk gibt es eine zweite Ausgabe unter dem ' hol : he arli di Bologna disegnate ed intagliale da Simone Guilini 'ol assistenia di Alcssandro Algardi etc. In Roma 1740. Folge von 80 Blättern mit Carracci's Bildniss, kl. fol. Diese Ausgabe gab wohl jjie Veranlassung, dass man den Algardi zum 'l'heilnchmer an den Stichen machte. Der Titel der ersten Ausgabe lautet: Figure diverse al numero nz in der Weise des oben genannten behandelt, und wird von A. v. Bartsch, P. gr. XIII. p. 170, dem Julius Campagnola zugeschrieben, welchem es aber nicht angehören kann. Ganz sicher ist nur, dass die Geburt Ohristi und die hl. Ottilia von einem und demselben Meister herrühren, und dieser mag auch Campagnola heissen. Heinecke (Neue Nachrichten I. 361) legt das Blatt mit St. Ottilia einem unbekannten deutschen Meister zu. Christ (Monogr. - Anzeige S- 80), welcher A. C. I. /. setzt, spricht von roh gearbeiteten Landschaften in der Weise des Peter Cock mit diesen Buchstaben. Mit der Deutung ist er nicht einig, glaubt aber, man dürfe „Albertus Glockenton Inventor Incidebat" lesen. Dieser Schriftsteller nennt aber das Blatt mit St. Ottilia nicht. Landschaften mit den Buchstaben A. C. I. 1 im Tiifelchon sind ebenfalls nicht bekannt, und somit bleibt Christ's Angabe als unbegründet dahingestellt. F. v. Bartsch schreibt dem Hieronymus Campagnola ausser den Blättern mit St. Ottilia und der Geburt Christi auch noch eine anonyme Darstellung der Justitia zu, obgleich sie nach Passavant im Style von den genannten Blättern sehr verschieden ist. Doch sagt auch Bartsch, dass dieses Blatt nur in Etwas den anderen gleiche. Auf einen •T- J. Campagnola verfiel A. Zanetti, Cabinet Cicognara p. 549 No. 1469. Die Justitia (nicht St. Justina) erscheint als eine in der Nische stehende Frau. Sie fast mit der Linken ihr Gewand, und hält mit der »»deren Hand eine Waage. Rechts an der Nische hängt ein Schwert "her der brennenden Fackel, und auf der anderen Seite ist oben ein Medaillon mit einem männlichen Reliefkopf. H. 7 Z. HL. Br. 5 Z. 6 L. 331 A. C. I. I. B. F.) Annibale Carracci, und Jacques Billy " I oder Belly, theilen sich in diese Buch- A. C. I. I. Ij. F. I staben. Man findet sie auf radirten ' Blättern, welche Carracci's Gemälde der Gallorie Farnese reproduciren. Das Werk Belly's besteht in 32 Blättern, welche Robert-Dumesnil, P. gr. fr. IV. p. 2 ff. beschreibt. Unter ( 'en Initialen I. B. F. werden wir auf .T. Belly zurückkommen. Er war Maler, Schüler von Simon Vouet, und starb um 1641. 332 A C I N I Marcantonio Bellavia, Maler und Radirer, ' * ' J angeblich Schüler des Pietro da Cortona, A, C. I. JV. f war zu Anfang des 17. Jahrhunderts in Rom d /""* I \1\T l tnat >8> er kommt aber nur durch Fälsch- IX. U. Il\ V. I ung zu den gegebenen Initialen, indem der und HR T YYYVTTT 1 Spekulationsgeist seine Radirungen zu Ar- ■u jwi AAAVm -'beiten des Annibale Carracci stempeln Sollte. Bartsch P. gr. XX. p. 1 ff. beschreibt 52 Blätter, es ist aber damit das Verzcichniss nicht vollständig. Nach Mariette scheint es Vincenzo Belli gewesen zu seyn, welcher die Platten mit den Buchstaben A C bezeichnete. Er veranstaltete eine neue Gesammtausgabe m zwei Folgen zu 25 und 26 Blättern mit Nummern. Auf dem ersten "latte steht: Opern diverse di Annibale Carracci. St stampano da Vin- fwiJo Helli in ltoma — alla chiesa nuova. Es stellt einen hl. Einsiedler lm Gebete vor, und ist mit M I bezeichnet. Das erste Blatt der zweiten Folge zeigt Romulus und Remus als Knaben von dem Hirten Fau- "tulus gefunden. Unten rechts steht: St stampano da Vincenzo Belli *"a chiesa nova Borna. M I. Diess ist das grösste und uusgeführteste Blatt des Künstlers, die Vorstellung kommt aber auch in einer klei- 146 AOL —ACLI. Nr. 333-335. neron Wiederholung vor, welche im eisten Drucke mit A. C. 1. M IV, im späteren mit A.C. IN. JV&VI bezeichnet ist. Das Blatt mit V. Belli's Adresse ist 7 /. 2 L. hoch, und 11./. 2 L. hreit. V. Belli veranstaltete seine Ausgabe in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderte, mehrere Jahre nachher erhielt aber Venanzio Monal- dini die Platten, welcher 38 zum Wiederabdrucke auswählte. Er l'Ciste AL besteht. Die Erklärung auf Paolo Cagliari detto Veronese ist sehr zweifelhaft. Christ kam wahrscheinlich nur durch die Holzschnitte! in Helldunkel, welche Andrea Andrcani nach Zeichnungen von Alessandro Casolani gefertiget hat, auf dieses Monogramm. Das folgende Zeichen dürfte das Räthsel lösen. 335. Alessandro Casolani, Maler, angeblich aus der Familie der t _ Arringhieri, wurde 1552 in Casole geboren, >Wl f~\ woher er den Namen fuhrt. Uehrigens nenn' | ä f * man ihn auch Alessandro dalla Torre. lieber V/\a vA diesen Künstler werden wir auch unter dem /"\ /\ Monogramme CA. F. Nachricht geben, da sich -* * */ ■*■ *—' eine seltene Radirung mit diesem Zeichen ACLO—ACM. Nr. 336 — 339. 147 findet. Hier haben wir es mit Holzschnitten in Helldunkel zu thun, welche Andrea Androani von 1591—93 in Sienii nach Casolani's Zeichnungen autgeführt hatte, und zwar fünf Blatter, deren Inhalt wir im Artikel Androani's No. 86 genannt haben, da es nöthig schien, einen Abrisa der Thäligkeit jenes Meisters zu gehen. Auf diesen Holzschnitten findet man die beiden ersten /eichen', welche „Alessandro Casolani Inventur" bedeuten. Am Schnitte hat Casolani wohl keinen Anthcil, so dass das / nicht „fntaglio" zu lesen ist. Man findet indessen ein ovales Blatt mit der Madonna, dem Kinde und Johannes nach Parmegiano's Helldunkel eopirt. Dieses Blatt ist vielleicht als Versuch des Künstlers in der Technik auf Holz zu betrachten. J)ann findet man auch ein Blatt mit dem Zeichen ohne I, welches die Magdalena vorstellt, Helldunkel von drei Platten. El liegt eine Sibylle nach Rafael zu Grunde, geschnitten von Hugo da Carpi, B. No. 6. Diese Sibylle wurde zur Magdalena, gestempelt, wobei das den Grund bildende Zimmer die Bohle machen musste. Neben der Vase steht das Zeichen, und unten liest man : S. Maria Magdalena ora pro nohis. Bartsch kennt dieses Milane Blatt nicht. II. 10 Z. 4 L. Br. 7 Z. 8 L. Casolani wollte nur heilige Darstellungen malen, blieb aber in der Behandlung sinner Stoffe weniger consequent, da er sich in jeder Manier versuchte. Im Ganzen aber erkennt man den Schüler des C. Ron- calli. Mehrere seiner Bilder wurden gestochen: darunter das schöne Gemälde mit der Anbetung der Hirten in der Servitenkirche zu Biena von G. Zccchi und von M. Zignani, gr. f'ol. Dom. Custos stach die Madonna mit dem Kinde und St. Nicolaus, f'ol. 336. A. Clou. 1 stcut a, 'f BiMniMea von Künstlern in 1*. Bel- lnri's Vite de Pittori &c. moderne. Roma 1672, \ St( und A.Clowe scnlp. j 4 J)i( , S( , jjii ( ]„ isS( . sill ,|' v „„ Albert Cloaet oder Clouwef gestochen. Kr wurde 1624 in Antwerpen geboten., und von 0. Bloemaert unterrichte!!, welchem er aber nicht gleichkam. 337. Alexander Casolanus Pir.tor Senensis Invenit zu lesen, steht s~y dieses Zeichen auf einem Blatte, welches die I i hl. Jungfrau mit einem Bischöfe darstellt, und VV PC.L,.. V0M ,1( ' in Meister LKF, d. i. von Lukas Kilian -^ *—* I >J'iXVW. j n Augsburg gestochen wurde. Diess ist wahrscheinlich dieselbe Darstellung, welche auch Dom. Custos gestochen hat, fol. p]s dürfte, der Holzschnitt des Andrea Andrcani zu Grunde liegen, welchen dieser Meister nach Casolani in Helldunkel ausgeführt hatte. Ueber A. Casolani haben wir oben unter dem Monogramm ACL. No. 335 ausführlich gehandelt, 338. Unbekannter Meister, dessen Zeichen Frenze], Catalog Stern- ^*~) berg I. No. 6188 gibt, Valerie Spada, radirte nach ihm das Bild tHl des hl. Oajetata. Auf diesem Blatte steht das Monogramm mit dem Beisatze inv. , und: V. Spada del. Florent. 1659, f'ol. — Für diesen Monogrammisten haben wir keinen Namen. 339. Giacomo Antonio Manini, Maler und Radirer. gel), zu Bo- /PA logna 1646, gest. 1732. Schüler des Andrea Monticelli und ■A* L Domenico Santi, gelangte er besonders als Architekturmaler zum Rufe, und ist im weiteren Kreise durch seine radirten Ansichten von Gebäuden, Ruinen &c. bekannt. Sie bilden eine Folge von 16 Blättern unter dem Titel: Vedute deliciose dedicale al merito singulare delV ülutt. Si 9- G. G. Monti. Giacomo Am" Manini Inuen. e fece. Marc Antonio Fubbri forma in Bol a 1676. H. 5 Z. Br. 4 Z. 8 L. 148 ACM —ACS. Nr. 340-344. Den Inhalt dieser Folge beschreibt Bartsch P. gr. XIX. p. 322, und auch im Künstlcr-Lexicon VIII. S. 242 sind die Blätter verzeichnet. Einige tragen obiges Monogramm, die meisten sind aber unbezeichnet. 340. Unbekannter Kupferstecher oder Zeichner. Heller, Monog.- MLex. S. 11, gibt dieses Zeichen als jenes eines Kupferätzers, und enthält sich jeder weiteren Bemerkung. Wir glauben, dass es mit jenem Monogramme zusammentreffe, welches Brulliot I. No. 211 auf einer Copie nach dem Blatte von Agostino Carracci, B. No. 114, gefunden hat. Dieses Blatt stellt einen Greis vor, welcher einem Mädchen Geld reicht. Wir kommen darauf unter dem Monogramme FC AH zurück, da das von Brulliot gegebene Zeichen von links an diese Buchstaben enthält. 341. Antoine Coypel soll nach Malpe und Baverel radirte Blätter A fnvr» f auf solche Weise bezeichnet haben. Robert-Dumesnil a. vjuyp. /. ^p gj , fr n p lß0 ^ w0 ] c ] ier ü ie Radirungen dieses Meisters beschreibt, konnte aber kein Blatt mit dieser Abbreviatur auffinden. Brulliot III. No. 19 »fand sie nur auf Stichen nach A. Coypel. 342. A. C. P. oder A. C. Pinx. &*££ -f verschiedenen Kupferstichen nach Gemälden von Annibale Carracci. Heinecke, Dict. des Art. III. p. 650, verzeichnet viele solcher Blätter. 343. Carl Richard aus Aschaffenburg, der Träger dieses Mono- », k gramms, ist durch zahlreiche Holzschnitte bekannt, ""Sa" >£*— '^ welche zu Leipzig in der xylographischen Anstalt "^V^., :^» , ,Sv/ von Krctzschmar erschienen. Kine bedeutende Anzahl von Blättern verschiedenen Inhalts sind in dem von J. A. Romberg 1845 gegründeten, und von F. Faber fortgesetzten Conversations- Lexicon für bildende Kunst. Ferner trug er zur Illustration faer von Eichler besorgten Uebersetzung des ewigen Juden von Eugen Sue bei. Dieses Werk erschien zu Leipzig 1845. Eine bedeutende Anzahl vmi Holzschnitten mit dem gegebenen Monogramme sind auch in der 1848 bei J. .T. Weber in Leipzig erschienenen Chronik der Gegenwart, und in vielen anderen Werken. Richard wurde 1817 geboren, und in München zum Künstler herangebildet. Er verlebte da mehrere Jahre, und begab sich dann nach Leipzig, wo er für den Holzschnitt viele Zeichnungen lieferte. Ueber- diess finden sich Landschaften und Genrebilder in Oel von seiner Hand. 344. Albert Christoph Reindel, der berühmte Kupferstecher, welcher 4TD unter dem Monogramme AR eine ausführliche Stelle findet, ' zeichnete in seiner früheren Zeit, noch als Schüler des Direktors Zwinger in Nürnberg, einige Rothsteinzeichnungen mit ACH. 345. Comel Sehnt, Maler und Radirer von Antwerpen (1590 — in' j~ 1655), bediente sich gewöhnlich eines aus CS bestehenden K& ,£* Monogramms, und selbst das gegebene Zeichen könnte man unter CSA suchen. Wir enthalten uns daher hier jeder weiteren Notiz über den Künstler, da unter dem Monogramme und den Initialen CS eine geeignetere Stelle sich findet. Wir kennen nur zwei radirte Blätter mit den obigen Zeichen. Das eine stellt den Heiland an der Martersäule vor. Links liegen seine Kleider auf dem Boden, rechts Geissei und Dornenkrone. Links oben bemerkt man das Monogramm, und im zweiten Drucke steht links unten im Rande: Cornelias Schut invent. cum privilegio. H. 3 Z. 4 L. Br. 2 Z. 7 L. Das zweite Blatt stellt Jesus und Johannes als Kinder vor. Er- sterer sitzt rechts mit einem Kreuzchen in der Linken, und links kniet ACR —ACV. Nr. 345-349. 149 Johannes neben ihm. Um das Haupt des Jesusknaben zieht sich eine Glorie, um jeues des Johannes eine einfache Aureole. Das Zeichen bemerkt man links unten im schmalen Rande mit der Schrift: jo son del tempo 103'2. H. 2 Z. 3 L. Hr. 1 Z. 9 L. 346. Raimond Faltz, Medailleur von Stockholm, welcher durch . Passavant eines solchen sich erfreut. Die Lebensgcscliichlc A. Dü- rcr's, welche Joseph Heller in Bamberg aalgearbeitet hatte, blieb im M.uiiiscripte , und der gegenwärtige Besitzer des letzteres, Herr M. von I teiiler In Bamberg, suchte bisher Vergebens mich einem Verleger. Heller begann bekanntlich den Drück seines Werkes: Das Leben und die Werke A. Dürers, mit dein zweiten Bande, welcher von 1827-1831 in drei Ablheiliingen erschien und die Werke des grossen Meisters beschreibt. Was der Verfasser dieses Monogrammenworkes in dem Buche: A. Dürer und seine Kunsl. München 1837, in biographischer Hinsicht geleistet hat, überbietet zwar die gewöhnlichen Artikel in den Künstler- Wörterbüchern, und in anderen einschlägigen Schriften über Kunst und Künstler, im Ganzen ist aber nur eine etwas ausführliche Lobensskizze gegeben, welche dem Verzeichnisse der Gemälde, Kupferstiebe und Holzschnitte IH'uer's vorangeht, und mit diesen den Artikel im Kiinstlerlexi- kon ergänzen sollte. Reichere Supplemente und Berichtigungen enthalten aber die folgenden Seiten, welche den bekannten Werken von A. von Bartsch, J.Heller und W. Ottley gegenüber sich geltend zu machen suchen, da sie Vieles bringen, was diesen Schriftstellern unbekannt blieb. Der siebente Band des l'eintro graveur ist noch immer massgebend, da auch Zusätzen darauf fusst. In gewisser Werke Heller's V D i 2/ -iö\ray/DV 14. 15. 16. 17. 18. CD 19. 20. ^Pv^n 21. D\m° 22. M. Heller mit seinen massenhaften Hinsicht schliesst sich aber dieser Artikel mehr dem an, da unsere an Copicu jeder Art so reiche Zeit einen Zuwachs gc- A. DÜRER. Nr. 350. 151 geben hat, welcher jenen einer früheren Periode an Werth und Interesse weit übertrifft. Ueber die Literatur verbreiten wir uns hier nicht weiter, da sie in der Einleitung des ersten Heftes angegeben, und auch an den betreffenden Stellen berücksichtiget ist. Zum weiteren Yciständniss müssen wir aber auch noch den Streitpunkt wegen der Kigcnhändigkeit von Malerformschnitten berühren, da dieser durch den Ausspruch des hochverdienten Adam von Bartsch: „dass es die altes Maler unlcr Ihrer Wurde gehalten hätten, selbst in Holz zu schneiden," noch nicht gehoben ist. Man hatte sich indessen der übrigens anerkannten Autorität des genannten Schriftstellers nie vollkommen unterworfen , es entbrannte aber kein gelehrter Streit, als Heller 1823 in seiner Geschichte der fnnusehneidekunst S. 161 die Behauptung wagte, dass Albrecht, Dürer nicht nur bei den meisten Pormsehnitten die Zeichnung auf die Holzplatten gemacht, sondern auch Köpfe, Hände und andere llauptparthicn mit der leinen Schneide, d.h. dem Messerchen, umschnitten habe. Der Kampf begann erst nach dem Erscheinen von C. F. v. Rumohr's Schrift: Hans iioihein der jüngere in seinem Verhältnis» zum deutschen Formsrhnitlwesen (mit Zusätzen von R. Weinet). Leipzig Itl.'iU, und als dieser Schriftsteller im folgenden Jahre in dem Werke: Zur Geschichte und Theorie der t'ormschneidekunst, noch entschiedener für die Eigenhändigkeit Dürer'scher Pomuchnitte sich Mitgesprochen halte, wurde zunächst im Stuttgarter Knnstblattc u.s.w. eine heftige Polemik pro et contra geführt, In feige derselben erschien eine UBfl Flugschrift von A. 1*1. 1'inbreit: lieber die Eigenhändigkeit der Malerformschnitte. Leipzig IHM), und diese isl wahrscheinlich noch nicht die letzte, da man sieb, wie es schein!, selbst nicht einmal dahin verständigen will, dass Dürer unter den vielen ihm zugeschriebenen Blättern wenigstens einen geringen Thoil selbst geschnitten habe. Sie alle für eigenhändige Arbeiten zu erklären, fällt überhaupt keinem Sachkundigen ein. Es sind aber so viele, ncich iniiner iingesehwächte Gründe vorhanden, dass Dürer selbst, anfangs zum Krwerb, dann nach Dust und Laune, in der so malerischen Kunstart des Formachneidens sich eigenhändig versucht habe. Und gerade durch eine unmittelbare Theil- nahme konnte in seiner Schule der formsehnitt von der früheren kümmerlichen Beschränktheit au jener Freiheit und Grösse sich emporheben, welche wir in den xylogrnphisehen Krzcngnissen seiner Zeil bewundern. Die alten, zünftigen Maler waren nicht so vornehmer Natur, dass sie den Vortheil, welchen Umap das Schneidmesser einbringen konnte, verschmähen zu mttSSeil glaubten. und namentlich big es im höchsten Interesse Durer's, den Formschnitt durchzubilden, da. er die Apokalypse und die Passion sicher nicht zum Zeitvertreibe, sondern um daraus Nutzen zu ziehen, illnstrirt halte, bis isl kein Korinschncicler aus jener frühen Zeit bekannt, welcher mit solcher Meisterschaft gearbeitet hat, und da, überhaupt mit dein Kischciuen dieser Werk«! eine neue, glanzvolle Epoche der Formschneidekunst beginnt, so liegt es auf platter Hand, dass nur Er im Stande war, jener früher so beschrankten Kunst den Stempel der Vollendung aufzudrücken. Den allen Malern lag gewiss das Sehneidinesser näher, als den modernen. Krstoro waren meistens zugleich auch Bildschnitzer, und besn.sson daher jene Handfertigkeit, welche zur Führung des Messen und des Ghrabeüens erfordert wird. Der unten beschriebene Holzschnitt von 1*407, die Bitler mit den Todtengerippen, wird als Beweis für Dürcr's frühe Handhabung des Schneidemessers nicht zurückgewiesen werden können. Der ante Versuch ist, ihm zwar misslungen, was aber einen so beharrliches Meister nicht abschrecken konnte, das in seinem Geiste voigezeichnete Ziel Weiter zu verfolgen. Erst dann, als geschickte Formschneider von Pro- 15* 152 A. DÜRER. Nr. 350. fession vorhanden waren, scheint Dürer das Messer nur wenig mehr zur Hand genommen zu haben, doch ohne es seihst in der letzten Zeit ganz zu verschmähen. Auf dessen eigenhändige Kormschnitto werden wir unten in den Zusätzen zu Bartsch und Heller hinweisen, und hier ist nur noch zu bemerken, dass in der neuesten Zeit I!. Weigel zur anschaulichen Begründung der Eigenhändigkeit folgendes Prachtwerk herausgegehen hat: ,, Holzschnitte berühmter Meister: Eine Sammlung von schönen, charakteristischen und seltenen Original Formschnitlen. oder Blättern, welche von den Erfindern, Malern und Zeichnern eigenhändig geschnitten worden sind. In treuen Copien von beicälirten Künstlern unserer Zeit und als Bildwerk zur Geschichte der Holzschneidekunst. 1 — XVI. Heft. Leipzig 1/1.11—57," fol. Bartsch VII. p. 30 ff., besehreibt 108 Kupferstiche und 170 Holzschnitte von Dürer, und fügt dann doch einen Anhang von 02 weiteren xylographischen Blättern bei, welchen nach seiner Ansieht grösstenteils nicht einmal eine Zeichnung von Dürer zu Grunde liegt. Heller vermehrt das Werk bedeutend, so dass er mit Aufzählung der Copien ein sehr dickleibiges Buch zusammengebracht hatte. Allein Dürers Werk, wie jetzt geordnet, ist zu reich, als dass alles von Ihn und nach seinen Zeichnungen gefertiget seyu könnte. Dürer hat indessen seihst vieles aufgenommen, du er Handel trieb, und auf seinen Yorthcil sah. Andere Blatter, darunter einige vortreffliche, kamen aber erst spater dazu, indem sie, obwohl im alten und unverfälschten Zustande anonym, theils mit Dürer's Monogramm versehen wurden. Die dazu gedruckten alten Adressen musstcu daher weichen, aber zuweilen (ludet man noch einen ursprünglichen Druck mit der Adresse, welche das Knlsum offenbar macht. Diess ist namentlich mit Holzschnitten der Kall, es sind aber auch unter den Kupferstichen etliche Blätter, weiche nicht von Dürer herrühren sollen, wie die sogenannte Maria mit dem Schmetterling B. 44, die Dreieinigkeit B. 27, die Kriegsknechte B. 88, &c. Ueber diese Blätter werden wir unten bei Angabe der Monogrammen handeln. Eine neue Ordnung des Dürer'seben Werkes, welche besonders B. von Rumohr empfiehlt, und zwar in der Art, dass auf die echten Blätter Dürer's .jene der Nürnberger Schule folgten, ist aber nicht ohne Schwierigkeit, und würde auch nicht allgemein beifällig aufgenommen werden, da man einmal gewohnt ist, viele Diirer'sehc Blätter zu besitzen, und jetzt selbst zweifelhafte theuer zu bezahlen, besonders mit I'apierrand. Anstatt auszuscheiden, wurden in neuerer Zeit dein überreichen Verzeichnisse bei Heller sogar noch einige Blätter hinzugefügt. Desswegen haben wir zusammengefasst, was uns als Supplement zu Bartsch und Heller nothwendig zu seyn scheint. Auch unter den vielen Zeichnungen, welche dem A. Dürer zugeschrieben werden, dürften viele als iiuiiebl auszuscheiden seyn, obgleich sie mit dem Monogramme versehen sind. Ms wurden schon im 16. Jahrhunderte Diirer'sehc Zeichnungen genau copirt, und im Verlaufe der Zeit viele andere Zeichnungen in der Weise des Meisten zu Originalen gestempelt. Unten, bei der Hinweisung auf die Monogrammen No. 13, begegnen wir sogar einem (iogenfüsslor Dürer's als /eichner, welcher sich eines ähnlichen Monogramms bediente. Bin angeblicher Schüler Dürer's, Namens Anton Moller, hatte viele Oriuinalholzschnitte trefflich und täuschend mit der Feder nachgezeichnet. Eine Sammlung von 65 solcher Blätter war früher im Besitze des Ingenien» Scchter zu Prag, und wurde in Mcnsel's neuem Museum I. 240 beschrieben. Aus Sechter's Sammlung erwarb (Iraf Stornberg - Manderscheid diese Zeichnungen, wie Frenzel'l Catalog V. S. 45 ff. ausweiset. Moller wollte aber nicht täuschen, denn er setzte häufig sein eigenes Monogramm bei, A. DURER. Nr. 350. 153 Zeichnungen aber, auf welchen dieses Zeichen fehlt, könnten für Dürer genommen werden. Anders ist es aber mit den Copien eines W. C. Hirt, welcher um 1629 viele Federzeichnungen Dürer's so genau nachmachte, dass man get&uscht werden kann. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts copirtc ein uns ebenfalls unbekannter Wernek Zeichnungen von Dürer. Das Portrait eines allen Mannes in geistlicher Tracht, Büste nach links, hat er 1794 auch auf Kupfer nachgeahmt. Dieses Blatt trägt Dürer's Zeichen mit der Jahrzahl 1521, kl. 4. Wie nun Holzschnitte und Zeichnungen im Charakter des A. Dürer, oder der älteren Nürnberger Schule, in späteren Tagen mit dem Monogramme des Meisters versehen wurden, so ist dieses auch mit Gemälden der Fall. Dürer's Werke dienten sowohl gleichzeitigen als späteren Künstlern des 16. Jahrhunderts zum Vorbilde, und Gemälde derselben wurden durch eine verwerfliche Industrie durch Beifügung des Monogramms unterschoben. Einigen Bildern dieser Gattung liegen auch Zeichnungen von Dürer zu Grunde, andere wurden nach Holzschnitten componirt, und wenn auch die Färbung und die Behandlung im Allgemeinen mit den Gemälden des Meisters Albert stimmte, so war es um so leichter, durch ein Falsum Gewinn zu ziehen, da Dürer durch alle Jahrhunderte zahlreiche Verehrer hatte. Die Anzahl der Gemälde mit Dürer's Zeichen, an welche er den Pinsel nie gelegt hatte, ist gewiss nicht sehr klein, es möge sich aber der glückliche Besitzer nach Belieben täuschen. Der Kenner sieht in solchen Fällen nicht auf das Monogramm, sondern forscht nach den untrüglicheren Kennzeichen der Originalität, oder der Nachahmung. Uebrigens lebte um die Mitte des 16. Jahrhunderts ein Künstler, welcher sein Monogramm mit Recht aus AI) formen durfte, gesetzt auch, dass er das Zeichen Dürer's nachahmte. Seine Gemälde sind weder Copion , noch absichtliche Nachahmungen unsers Meisten, sondern tragen nur den Charakter der älteren oberdeutschen Schule. Wir hatten Gelegenheit zwei Uildnisse genauer zu untersuchen. Das eine gibt die Büste eines Fürsten im Harnisch in blossem Kopfe und mit vollem Barte. Der Grand ist dunkel, und links oben in diesem siebt das Monogramm, wie es Dürer formte. Von einer späteren Finzeichniing kann keine Bede soyn, da das Zeichen durch das Butzwasscr nicht im Geringsten angegriffen wurde. Man erkennt auch auf den ersten Blick, dass Dürer das Bild nicht gemalt haben konnte. Ueber dem Kopfe des Mannes stellt: l)uc Jean Casimire. Dieser Herzog scheint ein Mitglied der polnischen Köiügslamilio zu seyn. Das Gegenstück stellt eine junge Dame in polnischer Tracht vor, und hat ebenfalls oben links das Monogramm. Der Verfertiger dieser Bortraite lebte demnach wahrscheinlich in Bolen, und könnte der Sohn des Hans Dürer seyn. Letzterer, der Druder des Albert Dürer, wurde Hofmaler des KOnigS von Polen, und scheint nach 1540 nicht lange mehr gelebt zu haben. Die erwähnten Bildnisse stammen aber aus einer späteren Zeit, und es wäre wohl möglich, dass Dans Dürer einem Sohne den Namen Albrecht gegeben habe, so diiss dieser als Maler sich eines Monogramms bedient hätte, welches jenem seines grossen Onkels nachgebildet ist. Andreas Dürer, ein zweiter Bruder Albrecht's, war Goldschmied, als welcher er vielleicht auch die Malend geübt hat. Es wäre aber wohl zu gewagt, wenn man annehmen wollte, dass irgend ein Gemälde in der Weise des Alh. Dürer von ihm herrühre, und selbes von ihm selbst mit einem Monogramme bezeichnet sei. welches an jenes seines Bruders erinnert. Dieser Andreas Dürer könnte aber Kupfer- und Holzplatten, welche ihm bekanntlich durch Erbschaft seines Bruders Albrecht zukamen, mit dem Monogramme des letzteren versehen haben, woraus die abweichende Form des Zeichens zu erklären wäre. 154 A. DÜKER. Nr. 350. Monogrammen auf Hupfei-atlcnen. Die oben gegebenen, auf den Originalen durchgezeichneten Monogrammen findet man »uf Kupferstichen, und sie wiederholen sich grösser oder kleiner in verschiedenen Lugen, theils auch in die Höhe gezogen. Die Zeichnungen und Gemälde tragen ebenfalls Monogrammen dieser Art, hinsichtlich der Copien bleibt es aber dem Sammler Dttrer'scher Kunstprodukte überlassen, dieselben von den Originalen zu unterscheiden. Oeftcrs sind auf Copien Abweichungen im Namenszeichen zu bemerken. Bartsch und Heller haben viele Merkmale zur Unterscheidung von Original und Copie angegeben, der Anfänger kann aber dennoch getäuscht werden, während der Kenner selbst mit den täuschendsten Copien nur selten in Verlegenheit kommt. Die meisten der gegebenen Zeichen gelten als Repräsentanten der vielen Monogrammen, welche aufDürcr's Werken vorkommen, nnd in anderen Schrillen über diesen Meister nicht so genau copirt sind. Desswogon geben sie für den weniger erfahrenen Sammler auch einen Anhaltspunkt zur Unterscheidung der Copien. Der erklärende Text zu den oben S. ISO von 1 — 22 numinerirten Zeichen, welche hier wiederholt werden, gibl i]cn Grund an, warum auch noch in anderer Hinsicht dieselben für nothwendig befunden wurden. Kr einhält zugleich Supplemente zu Bartsch und Heller, so wie wir überhaupt durch diesen Artikel eine Ergänzung der Werke der genannten Schriftsteller beabsichtigen. Das erste Zeichen mit iüll in der Tafel, findet mau auf einer gestochenen Copie des Holzschnittes mit der Dreieinigkeit, li. No. 122. Dieses schöne, von Heller und Bartech nicht erwähnte Blatt könnte von Marc Anton herrühren, weicht aber doch wledet von den bekannten Copien desselben in vielen Dingen ab. Der von Hcinccke im Dict. des artistes p. 377 No. 15 unter Marc Anton's zweifelhaften Blättern 'erwähnte Stieb kann es nicht seyn, da dieser auf der Tafel unter der Zahl 15 das Monogramm iMARi , und unter der Zahl 11 die Buchstaben ~S~F~ zeigt, und überdiess die Adresse des Nicolo Nelli von 1606 trägt. Diese Copie ist von Ma- tinus Rota Sebenzanus, und hat mit der unsrigen nichts gemein. Die Tafel auf dieser steht unten in der Mitte, nicht ganz unter den beiden Windköpfen. II. 15 Z. 3 L. Br. 10 Z. 5'/ 2 L. Das abweichende Monogramm Mo. 2 steht auf dem berühmten Blatte mit Kittor, Tod und Teufel, von Bartsch No. 98 „Le cheval de la, mort", von anderen „Le manege" genannt. Kinige glaubten, Dürer habe den Ritter Franc von Siekingen vorgestellt, wie ihn auf dem Zuge im öden Walde der Tod und th'f Teufel an sein Ende und seine ■* Strafe erinnern. Allein der Ritter sitzt fest und unbekümmert auf dem l'ferde, und der Hund unter diesem zieht wohl auch nicht vor den Gespenstern den Schweif ein. Sandrart erkennt daher in dieser Darstellung mit mehr Recht einen christlichen Ritter, welchen weder Tod noch Teufel abhält, seinen Weg zu gehen, und der vor keiner Cel'ahr ziirüekbcbt. Aul den Siekingen führte wahrscheinlich das 8 im Täfelcben , und es wäre wohl möglich, dass sich Dürer denselben unter dem Ritter gedacht habe , aber nicht um dessen Ende und Strafe in der Hölle anzudeuten. Der Ritter Kranz von Siekingen war ein Mann nach Durer's Sinn. Er verabscheute den Despotismus, A. DÜRER. Nr. 350. 155 schützte den Schwachen gegen den Mächtigen, suchte den Ucbermuth des OlertM zu brechen, und gab vielen Verfolgten eine gastfreundliche Freistatt. Als Aufruhrer brandmerkte ihn nur seine letzte Fehde mit Trier, Pfalz und Hessen (1523), früher mussle alier Dürer in ihm einen Ritter erkennen, der unbekümmert um Tod und Teufel die Wahrheit und das Recht vertritt. Jedenfalls legte Dürer in den Buchstaben S einen Sinn. Es mit „Sculpsit" zu erklären, ist nicht Ihunlic.h, da der Meister dieses Wort nie beifügte. Anno Salutis bedeutet das S wohl auch nicht, da wenigstens A. S. stellen müssto. — Wenn im Täfelchen das 8 mit der Jahrzahl fehlt, so ist ay, eine sehr tauschende Copie von der Original- scite zu denken. Höhe des Originals 9 Z. Br. 6 Z. 10 L. T - ^P Das 3le Monogramm findet man ;uif dem sehr ichwach p"^A radirten Blatte mit St. Ilieronymus in der Wüste von I~>12, \x~>\ B, No. 59. Die Aetzung ist misshingen, und daher die I l)\ oben in der Mitte stehende Jahrzahl l'tl'2 nur in wenigen lr % Abdrücken deutlich zu erkennen, wesswegeu sie Bartsch ■ R nicht angibt. Das links in halber 1 lohe stehende Monogramm ist so verflossen, und so stark für die feine Bndirung, dass man glauben möchte, es sei nachträglich einge&trt. II. 7 Z. 9 L. Ehr. fi Z. 10 L. Das Monogramm No. 4, welches die Copisten nicht genau nachahmten, steht auf dem im alten und brillanten »■ " * \ Abdrucke sein- seltenen Blatte, welches unter dem Namen v JuV\ der Familie des Satyr bekannt ist, und früher Tan und * Ryrinx, oder die Geburt des Adonis genannt wurde, B. No. 69. L. Br. 2 Z. 7 L. Unter No. 5 geben wir das Monogramm, mit welchem 1 T^T" ) Dürer die Darstellung des St. Kustachius (nicht Hubertus) / /r)\ ) bezeichnet bat, B. No. 57. II. von der linken Seite 14 Z. '- J- y \ I 9 L., von der Rechten 14 Z. 8 L. Br. 10 Z. 8 L. - Dieses meisterhafte, auch durch mehrere, nicht täuschende Copien bekannte Blatt hat in altem, sehr brillantem Drucke ein feines aber com- paktes Papier, welches zuweilen das Wasserzeichen der Krone, und ungefähr einen Zoll abstellende weisse Rippen zeigt. Kin ähnliches Papier haben aUCfl noch die SChttnen und kräftigen zweiten Abdrücke, doch bemerkt mau in einigen Exemplaren Stellen mit gequetschten Linien. I j« r e Das unter No. 6 gegebene /eichen steht auf einem Blatte "* mit der von Türken bedienten Canone, B. No. 99. H. 8 Z. 2 L. Br. 12 Z. — Dürer soll diese Darstellung auf Eisen geätzt ba.lien. allein es ist kein (irund vorbanden, das Kupfer zu bezweifeln. Die Flecken. welche in späteren Abdrücken sichtbar sind . kommen nicht vom Roste des Isisens. Bartsch gibt wahrscheinlich durch Druckfehler die Jahrzahl 1516 an, das Monogramm hat deutlich die Zahl 1018. )( C' f /T l>as geätzte Blatt mit dem Monogramme No. 7 stellt die Entführung der l'roserpina dar, wie man jetzt gewöhnlich angibt. Bartsch No. 73 betitelt es: Le ravissement d'une fernste, und Dürer hat warscheinlic.il weder an Pluto, noch an Dejanira gedacht. Als Pluto ist der Reiter nicht charakterisiit, und auch Nessus kann nicht auf solche Weise gedacht werden. Dem Meister Düi'er schwebte wahrscheinlich die alte Mythe vom Einhorn vor, indem das angebliche Pferd auf der Stirne ein Dorn, und gespaltene Klauen hat. Doch verträgt sieh mit dem Einhorn der Reiter nicht. Wir Stimmen daher noch mit Bartsch überein, welcher irgend eifie phantastische Entführungsscene vermuthet. H. 11 Z. 6 L. Br. 7 Z. 10 L. 156 A. DÜRER. Nr. 350. . * n r. Das nicht gewöhnliche Zeichen No. 8 steht auf dem Blatte, U Q P welches die Madonna mit der Stcrncnkrone, und dem Kinde auf TIX dem linken Arme zeigt, B. No. 31. II 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L. /j3\ — Difl Copien dieses im alten Drucke sehr brillanten Blättchens ■^ ■*■ sind alle leicht zu kennen. Sie sind theils als solche bezeichnet, theils von der Gegenseite. Eine Copie der letzteren Art hat keine Jahrzahl über dem Namenszeichen. ') I 1 Das abweichende Monogramm No. 9 gibt Brulliot 1. No. 239 AJ)-I mit vier anderen Zeichen, und bemerkt, dass man sie auf Gc- _l JL mahlen und Stichen von und nach I)ür«r finde. Die ungewöhnliche Form deutet sicher auf eine Copie. i i ii Das Monogramm No. 10 findet man nach Brulliot I. /5"/d|2/. No. 239 j). 33 auf einem Gemälde in der Gallerie zu Dres- J- A den, welches die Züge des Reformators Zwingli geben soll. Es ist nicht bekannt, dass Dürer den Ulrich Zwingli gemalt habe, was auf der Reise geschehen seyn müsstc, worüber aber Dürer im Tagebuche schweigt. Im Verzeichnisse der Gallerie von Julius Hübner ist kein Bildniss Zwingli's erwähnt, es könnte sich aber um das Portrait eines Mannes in schwarzer Kleidung handeln, welcher nach einigen Lucas van Leyden, nach anderen Heile von Ulm genannt wird. Uebrigens ist auch die Form des Monogramms für diesen Meister ungewöhnlich , und lässt dem Zweifel Raum, wenn das Zeichen genau nachgebildet ist. Weiter unten machen wir auf einen anderen Mono- grammisten Aü aufmerksam, welchem vielleicht das Bild angehört. ^ttjP Das unter No. 11 abgebildete Zeichen gibt Brulliot, I. No. 239 Aj\ mit der Bemerkung, dass es mit anderen auf Gemälden und A *■ Kupferstichen vorkomme. Auf solche Weise hat Dürer wohl nie gezeichnet, sondern Heller im Leben des Meisters II. S. 425 No. 643. Dieser Schriftsteller gibt nämlich das Monogramm nicht genau nach dem Originale. Unter No. 18 ist eine getreue Copie. Das Monogramm No. 12 steht auf einem seltenen Kupferstiche mit der hl. Dreieinigkeit mich Dürer's Holzschnitt, B. No. 122. Bartsch zählte dieses Blatt No. 27 zu Dürer's Original- Stichen, fügte aber am Schlüsse des siebenten liandes seines Peintre graveur einen Carton zu Seite 48 bei, mit der Erklärung, dass der Stich von einem unbekannten Meister herrühre, was auf den ersten Blick sich zeigt. Et waltet also bei Bartsch niii- ein Redaktionsversehen ob, obgleich auch Iliisgeii, Knorr, Schöber, Huber u. A. dieses seltene Blatt dem Dürer zuschreiben. Wir fanden es dosswcH'cn gerathen, das Monogramm beizufügen , und auf die Berichtigung des Ritters A. von Bartsch aufmerksam zu machen, da sie auch von späteren Schriftstellern, als den genannten, übersehen wurde. * l i Das mit der Nummer 13 versehene Zeichen fanden wir auf / r\ ( einer Handzeichiiung im k. Oabinete zu München. Sie zeigt ' ^ * zwei Ritter im Kampfe mit Schwertern unter einem Bogen, welcher von zwei starken liaumästen gebildet ist. Rechts oben kniet ein Mann vor dem Kaiser auf dem Throne, und überreicht ihm auf der Schwertspitze den Kopf eines Mannes. Linkt lieg! der Rumpf des Enthaupteten , und ein zweiter Krieger trifft ebenfalls einen abgehauenen Kopf auf dem Schwerte. Diese Darstellung ist sehr kräftig mit der Feder ausgeführt, und erinnert an einige zweifelhafte Radirungen auf Eisenplatten, deren Heller erwähnt. Von Dürer kann aber die Zeichnung nicht herrühren, indem sie nur im Allgemeinen das Kunstgepräge der früheren Zeit des 16. Jahrhunderts trägt. Der Zeichner war sicher A. DÜKER. Nr. 350. 157 auch Maler, und die genannte .Zeichnung dürfte zur Ausführung auf Glas hestimmt gewesen seyn. Der Verfertiger arbeitete um 1530—1540. Ausser einigen Wndirmigoii auf Eisen oder Stahl dürften auch Holzschnitte nach seinen Zeichnungen unter den zweifelhaften Blättern von oder nach Dürer ihm angehören. Produkte dieser Art wurden erst später mit Dürer's Zeichen versehen 1 . MDas mit geringer Modifikation sieh öfter wiederholende Monogramm No. 14 findet man in dieser Grösse auf dem Blatte mit dem Bildnisse des Philipp Melanchthon von §836, li. No. 105. H. mit der Schrifttafel 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 6 L. m ,t Das Zeichen No. 15 mit dem verkehrten ü steht auf dem /q\ Blatte mit der Hexe auf dem Docke, B. No. 67. H. 4 Z. 3 L. ■* Br. 2 Z. 8 L. — Aus der Eonn des gegebenen Zeichens ist eine der Copien leicht zu erkennen. In dieser ist das l) regelmässig gestellt. yE3T Das mit No. 16 versehene Zeichen findet sich auf dem AA. Blatte mit der Dame zu Pferd, B. No. 82. H. 4 Z. Br. 2 Z. 10 L. — Die Copie von Wierx könnte im alten Abdrucke vor dem Verlags- Zeicheu des J. C. Visseber mit dem Originale verwechselt werden, da sie von dersell..... Seite genommen ist. wierx hielt aber die Form des Monogramms nicht streng fest. Kr stach den zweiten Schenkel des A in Einer Starken Linie, während das Original zwei feine Linien zeigt. -__ Das Monogramm No. 17 steht auf dem Blatte mit der kleinen ■/TA Fortuna, B. No. 78. II. 4 Z. 5 L. Br. 2 Z. 6 L. — Durch das Facsimile des Zeichens unterscheidet man die Copien mit leichter Mühe. Auf der sehr tauchenden Nachbildung ist das Zeichen etwas grösser, und der rechte Theil des Kussbodens ist durch eine gleich fortlaufende Strichlage angedeutet, wahrend Dürer auch drei kurze Striche anbrachte. Auf einer anderen Copie ist das Monogramm verkehrt, und zwei weitere Copien eeigen das Monogramm in einem Tafelchen. 1JW Das unter Nummer 18 gegebene, nach dem Original gezeich- *»\ nete Monogramm findet man auf einem von Bartsch No. 44 beschriebenen Kupferstiche, welcher unter dem Namen der hl. Familie mit dem Schmetterlinge bekannt ist, was aber in so ferne unrichtig ist, als das Insekt keinem Schmetterlinge, sondern einer Heuschrecke gleicht. Bartsch glaubt, es sei diess eines der frühesten Blätter des Meisters, welches Israel von Meckenen, Marc Anton und der Meister mit dem grossen verzierten A No. 2 eopirt haben, letzterer mit Ilinzu- ■Ugung eines Mönches. Diese Wiederholungen können aber DU in denn Falle Copien nach Dürer seyn, wenn dieser das Blatt als junger Mann in den neunziger Jahren des 15. Jahrhunderts gestochen bat. G. v. Quandt (Verzeichnisa meiner ECupferstichsammrang s. 52) ist einer derjenigen, welcher dieses Blatt dem A.Dürer entschieden abzusprechen scheint, indem er erklärt, dn.ss alle Blätter mit dem gegebenen Zeichen «nacht seien. Anderwärts wird das fragliche Blatt als späteres Machwerk eines französisirenden Künstlers erklärt, welcher den Stich des Meisteis A von der Gegenseite eopirt haben soll. Der Kopf des schlafenden Joseph hat \üv Dürer allerdings etwas ungewöhnliches. Das reiche Faltenwerk ist nicht so wohl verstanden, wie selbst in anderen der frühesten Blätter, und überhaupt die Zeichnung weniger bestimmt, als man es bei Dürer zu sehen gewohnt ist. Allein dieser Künstler erreichte bei allen (iahen die Meisterschaft doch nicht mit einem Sprunge, ••ml somit könnte das Blatt immerhin zu seinen Erstlingen gehören. We abweichende Form des Monogramms entscheidet nichts, indem er das gewOhnliehe Zeichen erst nach 1500 angenommen haben könnte. 158 A. DURER. Nr. 350. Zweifelhaft bleibt es aber immerhin, ob (Ins dem jungen Dürer zugeschriebene Blatt das Original der Copien ist. ninl ob nicht der Meister mit dem grossen verzierten A das Vorbild geliefert habe, nämlich Albert Dürer der Vater. — Die Madonna mit dem sogenannten Schmetterlinge gehört nicht zu den grossen Seltenheiten. Die Abdrücke scheinen erst nach Dürer's Tod gemacht worden zu seyn. II. 8Z.9L. Br. 6 Z. 101;. T* Alan findet dal Zeichen No. 19 auf einem Kupferstiche, welcher ■''•'*■ sechs Kriegsknecht« Vonteilt, von andern [rrig Wilhelm Teil, und noch öfter! die Räuberbande genannt, welche aber nicht mit Diebsgedanken umzugehen »cheint. II. 4 Z. 4 L. Hr. 5 Z. 5 L. ■— Dieses schöne, fein gestochene Blatt legt Bartich No. 8H ohne Bedenken dem A. Dürer bei, G. v. Quandt 1. c. 52 zählt es aber zu den unächten Werken des Meisters. Allein es ist vollkommen in der Weise desselben gezeichnet, hat aber im Machwerke etwas Abweichendes, was au das oben erwähnte lilat! der hl. Familie mit der I leusrlirecke erinnert, aber in der Art, dass die Kriegsknechte mit viel grossere! Sicherheit gestochen, oder vielmehr mit der Sebneidnadel gearbeitet zu seyn scheinen. Dürer's gewöhnliche Stiehwciso liegt nicht darin, man kann aber zugeben, dass er sich auch in einer anderen Manier versucht haben dürfte. Wir bemerken übrigens, dass sich auf dem Blatte nicht das Mono- amtngr 11 oder 18 befinde, wie aus Versehen in Quandt'S Verzeichniss angegeben ist. «nr Das Monogramm No. 20 steht auf dem gestochenen Blatte, /öv welches Bartsch No. 93 „Des öftres cPameur", den Liebesantrag, nennt. 10s stellt einen alten bärtigen Mann dar, wie er ein Mädchen umtässt, und dasselbe durch Geld willfährig machen will. Andere erkannten darin .Inda, und Thamar. oder liorthnld Turhor mit Anna, l'lin- zing, der Mann gleicht aber eher einem Wilden, welcher im Walde zufällig eine Nürnbcrgorin getroffen hat. Auf liorchtohl Tuchei kam man wahrscheinlich durch ein Schwarzkunstblatt tob G. Fennitzef) welches eine ähnliche Seen« Torstellt. Im Rands steht: Quid facias Touchere, V Cancern tibi tigere tcnla.s V &C. EineDarstellung dieser Art hat auch Cranach gestochen. EL B Z. t> L. l'>r. 5 Z. 1 L. — Dieses Blatt zählt (i. v. Quandt 1. c. S. 52 ebenfalls zu den iinücht.en Stichen Dürer's, und vielleicht noch mit mehr Hecht, als wenn er die Kriegsknechte aus dem Verzeichnisse streichen will. Dag Blatt mit dem Liohos- Antrage ist noch feiner geschnitten, so dass es beim Vergleiche mit anderen Stieben Dürers allerdings ein fremdartiges Anseilen gibt. Die Zeichnung ist indessen (icher von unserem Meister, und es ist auch kein hinreichender Grund vorhanden, ihm die Arbeit, auf Kupfer abzusprechen. Kr legte vielleicht geringen Wcrlh auf die Platte, und Hess sie desswegen unvollendet. I!ei einer sorgfältigeren Durchführung würde Dürer's Charakter entschiedener hervortreten. Ä. . . Das Monogramm, welches wir mit No. 21 versehen » ^ I haben, steht unten auf einem Blatte mit dem leidenden Heilande. Er sitzt mit entblösslom Oberleibe auf einem Steine, legt die linke Hand llach auf die Brust, und hält mit der rechten (icissol null Riithe, welche kreuzweise gelegt sind. H, 4 Z. 2 L, Br. 2 Z. 7 L- Heller, Leben des A. Dürer II. No. 461 hält dieses Blatt für Copie einer gleichen Darstellung mit der .lahrzahl 1515, li. No. 22. Bartsch glaubt, das Blatt von 1515 sei auf eine Zinnplatte geätzt, nimmt aber keinen Anstand, es für Original zu halten. Die sogenannte Copie von IG 10 bat in der Behandlung Aohnlichkeit. deutet alier auf ein härteres Metall, da in den späteren Abdrücken Spuren von Rostflecken sich zeigen, wie diess auch mit anderes Eisen- oder Stahlstichen Dürer's A. DURER. Nr. 350. 159 der Fall ist. Wir haben beide-Blätter verglichen, und möchten eher .jenes von 1510 für das Original nehmen, wenn nicht überhaupt späten Nachahmungen in veraratnen wären. Eine Dürer'sche Zeichnung liegt sicher zu Grunde, wie diess auch mit einer solchen Stiihlradirunc ron 1508 der Fall ist, welche Heller No. 2275 beschreibt Dieses Blatt reigt links die hl. Anna in halber Figur, wie sie das liegende Christkind hält. Hechts blickt Maria mit gesenkten Augen betend auf dasselbe. Im Grunde ist eine einfache Landschaft, und rechts auf dem Berge bemerkt man ein Schloss. Links im Grunde sieht Dürcr's Zeichen mit der .Jahrzahl 1508. Dieses Blatt hat im Machwerk viel Aehnlich- keit mit den logenannten Kisenradiruiigon, rührt aber sicher von einem Meister des 17. Jahrhunderts her, wie das Papier zu beweisen scheint, Während ab 1~, von Heller II. S. 536 No. 10i)7 unter die zweifelhaften Blätter gesetzt H. 4 Z. 9 L. Br. 8 Z. — üiess ist ein Abdruck von der Blatte des Mnnogranimistcu ///<'., Bartsch VI1T. p. 19. Das Zeichen desselben ist ausradlrt, und das Durex'sche an die Stelle gesetzt. Rei dieser Gelegenheit wurde auch die ursprüngliche Jahrzahl 1527 in 1517 verwandelt. Der Meister ///''. hat das Blatt wahrscheinlich nach einer Zeichnung von Dürer gefertiget. Es ist indessen noch zu bemerken, dass Heller in der Deberschrift die Jahrzahl 1511 setzt. 4) Die "Maria von zwei Engeln gekrönt, II. No. 2282. Sic sitzt mit dem Kinde auf einer Rasenbank, links reicht ihr ein Engel ein Gefall mit Blumen, und vom zu ihren Füssen spielt ein anderer die Zither. Debet dem Haupte der Madonna halten zwei Enge] die Krone. Unten rechts ist das Monogramm mit der Jahrzahl 1507. II. 10 Z. 11 L. Br. 7 Z. 4 D. — Diese Darstellung ist in Federzeichnungsmanier auf weiches Metall geätzt, nähert sieh aber, obwohl mit Dürcr's Monogramm versehen, nur in einzelnen Formen der Zeichnung dieses Meisters. Das Fremdartige, welches im Ganzen herrscht, berechtiget zu der Annahme, dass das Monogramm von einem späteren Künstler ohne hinlänglichem Grunde auf die Blatte gesetzt wurde. Heller glaubt, dass A. DÜRER. Nr. 350. 161 dieses Blatt von Caylns herrühre, es gehört aber einer froheren Periode an. , r )) Die Maria mit der Minie tSti, B. No. 41. H. 5 Z. 11 L. Br. 4 Z. Heller No. 622—627 beschreibt mehrere Copien dieses Blattes, fast ganz unbekannt ist aber die gegenseitige Copie des Marc Anton, wo Maria links am Fasse des Baumes sitzt, statt rechts, wie im Originale. Oben Im Tafelchen steht die Jahrcahl 1513. während Dürer's Blatt von 1511 ist, IT. 5 Z. 9 L. Br. 3 Z. 11 L, 6) Die Maria mit dem gewickelten Kinde (030, ü. No. 38. H. 5Z. 2L. Br. 8Z. 6L. ■ Heller No. 686 ff. beschreibt 18 Gopten Von diesem lieblichen Blatte, eine der besten aber, jene des Alexander Mair entging ihm, und anderen Chalcologen. Diese Oopie ist an dem Zeichen Mair's zu erkennen. 7) Die hl. Familie mit dem Schmetterling, B. 44. (S. oben die Hin- Weisung auf Dürer's Monogramme S. 157 No. 18.) 8) Die Gefangennehmuno des Heilandes, die Darstellung aus der kleinen Passion, lt. No. 5. II. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L. — Man hat von diesem Blatte eine sein- seltene gegenseitige Copie, in welcher St. Petrus rechts den Malclius schlagt. Sie trägt Dürer's Zeicbe'n mit der Jahrzahl I0OO, rechts unten ist aber das Monogramm des Math. Quad beigefügt. 9) Die Dornenkrönung, oder das Ecce Homo von (042, B.No. 10. H. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L. — Es gibt eine gegenseitige, Heller unbekannte Oopie mit Diircr's Monogramm, und der .lahrzahl 1512. Das I) im A ist aber umgekehrt. H. 2 '/.. 3 L. Br. 1 Z. 5 L. 10) Der leidende Heiland mit der Dornenkrone, sitzend, wie er mit der Rechten Geisse! und Ruthe halt ron (£10 und 1616, H. No. 461, lt. No. 22. (S. oben Einweisung auf die .Monogrammen S. 158 No. 21.) 11) Christus am Kreuze, von einer unvollendeten Blatte Dürer's. Der Heiland ist von vorn zu sehen, und den Stamm des Kreuzes uin- t'asst. Magdalena. Links steht Maria, mit fünf Frauen, und rechts .lo- hannes neben Bonginus. In den Wedken sieht, man einige Engelsköpfe, im Grunde Jerusalem, und alles dieses ist nur in leichten Umrissen gestochen, Der übrige Baum bleibt, vei-s. |[. UZ. OL. Br. 8 Z. 4 L. Heller, Leben A. Dürer's II. 2. S. 688 No. 2250, beschreibt diese Darstellung unter den Stichen nach Dürer, und glaubt, die Blatte sei von einem neueren Künstler gestochen, welcher auf die Aussage Sand- rart's bin, data A. Dürer ein grosses Cruciflx unvollendet hinterlassen habe, den Kunstfreunden ein solches nach einem Ceniäldo oder einer Zeichnung Übermacht haben dürfte. Allein an der Richtigkeit der Angabe Sandrart'S ist, Kaum zu zweifeln, nur sind die alten Abdrücke äusserst selten. Oefter kommt aber die Oopie von tfastbiegel vor. Welche, so wie das Original in einigen AbdnicKsgnttnngen vorbanden 'st, nämlich ohne und mit Dürer's Zeichen, dann in Drücken, in welchen •las Kleid der Maria, und der Todtenkopf mehr überarbeitet sind. Das Bild des Johannes, jenes des Reformators Dr. M Luther, ist in Original- Zeichnung in der Sammlung des Herzogs Albert von Sachsen -Toselien z |l Wien, aber nicht im umrisse, sondern in köstlicher Vollendung. Eine Nachbildung dieser Zeichnung findet man im fünften Hefte der uthographirten Copien von Original-Handseichnungeo berühmter alter Meister ans der Sammlung des Erzherzogs Carl, und eine andere sehr ■Chöne Copie In Holzschnitt gibt R. Weigel im deutschen Kunstblatt 1850, No. 38. Weigel ist der erste, welcher auf dieses BildDiss Ltt- wer's aufmerksam macht, und findet es wahrscheinlich, dass Düver-den Kopf nacn ,] cr Natur für eine Schaumünze gezeichnet habe. Demnach 162 A. DÜRER. Nr. 350. liegt es nahe, dass der genannte Künstler auch seinem Johannes die Züge Luther's gegeben habe, so wie es denn auch bekannt ist, mit welcher Verehrung Dürer an dem grossen Reformator hing. Die Zeichnung bei Erzherzog Carl von Oesterreich hat Dürer's Zeichen mit der Jahrzahl (023. In der Zoirlinungssa......llung des Sir Thomas Lawrence waren mehrere Natarstadieo von gleicher Behandlungsweise mit, den Jahrzahlcn 1521 und 1523, besonders von der Frauengruppe links, oder den heiligen Frauen in Nürnberger Tracht. Wcigel vermuthet darunter Fürstinnen, welche der Reformation zugethan waren, Insbesondere von sächsischen Bauern, Somit erhall uns die unvollendete Platte eine Composition, welche zu den reichsten des Meisters gehört, an deren Vollendung ihn aber unbekannte Verhältnisse binderten. 12) Der am Kreuze Sterbende Heiland, lt. No. 24. Vor dem Kreuze sind vier heilige Frauen, und am Kusse desselben wird Maria in ihrer Ohnmacht von einer solchen unterstützt Rechts erbebt Johannes die Hände. Unten in der Mitte ist das Täfelchen mit dem Monogramme, und t&OQ. II. 4 Z. 11 L. Hr. 3 Z. 7 L. — Heller macht auf mehrere Copien aufmerksam, welche leicht kenntlich sind. F.s gibt aber auch noch eine andere alte und merkwürdige Copie von der Originalseite mit Monogramm und Jahrzahl, welche nach der Angabe im Acker- mann'schen Catalog, Dresden 1 853. No. 116, weniger durch Einzelnheiten als durch die minder geistige Ausdrucksweise erkannt wird. Zwei runde Copien erwähnt \V. Schon) im Kunstblatt 1880 S. 56. 13) Das kleine Ci'ucilix, auch Maximilinn's Dogenknopf genannt, B. 23. Dieses äusserst seltene Blatt Stellt ('brist us am Kreuze von sechs Figuren umgeben dar. Rechts ist Maria, in Begleitung von zwei Frauen, links hinter Johannes sieht man einen Soldaten mit dem Schilde, und Magdalena umtasst den Stamm des Kreuzes. Durchmesser 1 Z. 5 L. — Ueber das Original dieses sogenannten Degenkunpfos ist schon viel hin- und hergestritten worden. (Vgl. die Mittheilungen von Sotmnann und Sehern, Kunstblatt 1840 No. 55, und von J. D. l'assavant im Kunstblatt 1840 S. 233 ti.396.) Bartseh hat nämlich in seinem Cataloge der Blätter A. Dürer's die täuschende Copifl für das Original genommen, und letzteres alsCopleA, erwähnt. Diese Bestimmung wurde auch von Heller u. s. w. festgehalten, und somit mag mancher Liebhaber das angebliche Original um theuerOS Geld erworben haben, während er jetzt dasselbe als Oopio bezeichnet findet. l'assavant, bat, endlieb nach vielfachen Untersuchungen und Vergleichen die Frage gelöst, und das Resultat im deutschen Kunstblatt« 1852 S. 144 bekannt gegeben. Wir finden uns daher bcmüssiget, hier auf dasselbe einzugeben, und zwar mit Passavant's Worten. Original. Abgesehen-, dass es bei we i te m freier, geistreicher und meisterlicher in Dürer's Weise behandelt ist, als nlle Copien, so ist es an folgenden Merkmalen leicht ZU erkennen. Am oberen Rande des Täfelchens mit INRI am Kreuze befinden sieh drei Einfassung** striche, statt der zwei an den drei anderen Seiten. Das erste I rechts der Inschrift steh! gleich weit von beiden Handlinien ab. An der Achsel des links hinler Johannes stehenden Soldaten bildet ein Schatten* strich, verbunden mit einem der Strahlen, einen Hacken. Die Küsse des Christas und Johannes sind nachlässig gezeichnet, so dass die letzten Zehen kaum mehr als angedeutet sind, während die grosse Zehe des Johannes übermässig gross und spitz ist. Der Kreis der Einfassung hat rechts einen ausgefahrnen Strich. Auktion Arndt 161 Thlr. Ackermann 135 Thlr. «Copie A. Diese ist sehr tauschend, wenngleich weniger frei und geistreich behandelt. Das Täfelchen hat oben nur zwei Einfassuugs- A. DÜRER. Nr. 350. 163 Linien, das I rechts steht unfein an der Einfassungslinie auf; der Schattenstrich an der Schulter des Soldaten bildet keinen Hacken. Die Zehen am Fusse des Christus sind alle deutlich angegeben , heim Johannes wie im Original gestaltet. Copie B. Sie ist weniger tauschend als die vorhergehende, hat keinen n.usgclährnen Strich auf der Seile rechts des Kinlässungskreises, welcher sich heim Original und der Copie A. vorfindet. Das Täfelchen hat oben drei Einfassungtlinien, und das N der Inschrift steht etwas höher als das verkehrte Et. An der Schalter des Soldaten ist gar kein Schattenstrich, der Fuss des Johannes hat regelmässige Zehen. Copie C. Sie ist von Hieronymns Wien, unten mit JHW bezeichnet. Die Inschrift In der Tafel (INRI) ist von der Linken zur Rechten geschrieben. Copie D. Sie ist sehr steif in der Zeichnung, verfehlt in den Charakteren. Die Schruffirung ist sehr eng. und von lehr leinen Strichen. Die Inschrift wie oben. Erste Copie von Carl Kappes, Kupferstecher zu Frankfurt am Main, un Jahre 1842 gestochen. Sie ist dem Originale fast taaschend nachgebildet, und hat oben an Tafekhen drei Btnfassongslinten. Das I der Inschrift steht aber etwas liefer als die anderen Buchstaben. An der Schulter des Soldaten befindet sieh Kein Schattenstrich. Die Füsse des Christas und Johannes sind regelrecht gezeichnet, und besonders schön ist der des Johannes. Diese, Platte kam in den Beiita des verstorbenen Rath Seblnsser, und fand verschiedene Verwendungen. Zweite Copie von Carl Kappes. Sie ist weniger tauschend als die erste. Das 1 rechts steht auf gleicher Linie mit den übrigen Buchstaben. Der fuss des Johannes ist weniger gut gezeichnet, indem die grosse Zehe parallel mit den übrigen läuft, statt dass sie sieb etwas erheben sollte, wie diess in der ersten Halte der Kall ist. Den Stich fertigte Kappes im Jahre 1847 i'nr die I'restel'sche Kunsthandlung in Frankfurt, und er ist am unteren Hände .,('. Kappes ic" bezeichnet. Andere Copien erwähnt Heller. Früher als die von Kappes ist jene des Kupferstechers Carlo Lasinio sen., welche er im 70. Jahre gefertiget hat. Sie wird von Heller nicht erwähnt. Im Jahre 1854 erschien eine photographische Nachbildung von Löcherer in München, sie gehört in die Sammlung des Inspektors RobertBrulliot, welche dieser nach seltenen Blattern des k. Kupferstich- Oäbinets in München veranstaltete. 14) Die Passion, Original- Folge von 10 Blättern, B. No. 3—18. D. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L.— Die ältesten Abdrücke dieser meisterhaften Blätter sind auf feines, aber sehr festes, ganz leicht In's Bläuliche gehendes Papier gefertiget. Es ist jenes gerippte, auch mit dem Wasserzeichen des Kruges versehene Papier, auf welches wir unter No. 1 n.3 aufmerksam gemacht haben. Die färbe ist. ausserordentlich kräftig und klar, gebt aber nicht in's Glänzende. Der Band scheint ursprünglich nicht zwei Zoll breit gewesen euseyu, da Dürer mit diesem kfistlichen Papier sparsam umging. Das Wasserzeichen dürfte daher in diesen Segmenten selten vorkommen. Im Jahre 1847 ging in Arndt's Auktion ein vorzügliches Exemplar für 71 Thlr. weg, jenes aus Acker- toann'a Sammlung galt 1853 67 Thlr. Diese Preise wurden früher nie erzielt, da jetzt auch der Papierrand in den Kauf zu geben scheint. Ausgezeichnete Abdrücke werthet Weigel auf 32 Thlr., wobei freilich n ur Dürer's Kunst in Anschlag kommt, nicht der Papierfabrikant. 15) Die Passion, Copie von Martin Köln nach den Holzschnitten der s °genanntcn kleinen Passion, B. No. 16 — 52. Heller kam mit dieser 164 A. DÜRER Nr. 350. Copie nicht in's Klare. Die Blätter sind meist nur 2 Z. 4 L. hoch. 1 Z. 11 L. breit, und nach Pörner folgenden Inhalts: 1) Das Abendmahl dei Herrn, B. 24. Heller kennt diese Copie nicht. 2) Christus am Oelberge, 1!. 26. 8) Die Gefangennehmnng Christi, B. 27. 4) Christus vor Anas gebracht, li. 28. 5) Her hohe Priester zorroisst das (levvand, B. 29. 6) Christi Verhöhnung im Ooriehtshansc, B.30. 7) Christus vor Pilatus gebracht, li. 31. 8) Christus vor Hemdes geführt, B. 32. 8) Die Geisslung, B. 88. 10) Die Dornenkronung, B. 34. 11) Christus dem Volke vorgestellt, B. 85. 12) Pilatus wuscht die Hände. I). 36. | ohige Cnpien gibt Heller nach Bartsch an.] 18) Die Kreuztragung, B. 37. [Heller zeigt hiev eine grossere Copie an, mit AD. (007. Sie passt nicht zur llota'schon Folge, inili'iti letztere kleiner ist.] 14) Christus an's Kreuz geheftet, B. 39. Diese Copie erwähnt auch Heller. 15) Christus am Kreuze aufgerichtet, B. 40. [Heller kennt diese Copie nicht, sondern erwähnt eine grössere, mit dem Monogramme Vit bezeichnet.| 16) Die Krenzabnehmung, IS. 42. [Heller gibt eine grössere Copie an. II. 3 Z. 2 L. Br. 2 Z. 5 L.] 17) Die Grablegung, B. 45. Auch von Heller erwähnt. 18) Die Auferstehung, B. 45. Von Heller erwähnt. M. Rota hat diese Vorstellungen auf Kino Platte gestochen, welche mit einer oblongen K.ini'nssnng verseben ist. und folgende Inschrift hat: Heilem tionis humanac mysleria. O wo* omnes 7111 transitis per viam al- tendile et videte .«» est dolor sieul dolor maus —. Venet. Nicolai !\elli formis. Anno Sal. M.D.LXYHI. H. 14 Z. 7 L. Br. 11 Z. 1 L. Die Vorstellungen auf diesem Blatte findet man gewöhnlich einzeln, da dasselbe zerschnitten wurde. 16) Das Schweisstuch von zwei Engeln gebalten, B. No. 25. H. I Z. 9 I;. Br. 5 'A. 2 L. — Man findet eine gegenseitige Copie von .1. Wien, welche M<: i~> besekhnot ist Heller \o. 469 zweifelt an den Abdrucken ohne AS t6, sie linden sieb aber wirklich und könnten den mit der Stichweise des Wien unbekannten Kunstfreund täuschen. Dann gibt es auch noch eise andere schöne Copie von der Gegenseite, welche Heller nicht beschreibt. Kino weitere Copie ist grösser als dal Original. - Von letzterem galt 1853 ein l'raelildruck mit Band bei der Auktion dei Aekermann'scheu Sammlung 34 Thlr., den höchsten bisher erzielten Preis. 17) Veronlca mit dem Schweisstuche /■;/«, B. No. 64. H. 2 Z. 9 D. Br. 1 Z. 10 li. Dieses äusserst seltene Blättehen hat in neuester Zeit Alois Petrack copirt. Rechts unten in der Vorstellung ist der Name des Oopisten. Mau findet Abdrücke auf altes geleimtes Papier, sowie solche auf chinesisches Papier, nebst Toxtblatt von Dr. GUflE H. 3 Z. 8 L. Br. 2 Z. 9 L. 18) Die hl. Dreieinigkeit. B. No. 27. s. oben Einweisung auf die Monogrammen. S. 156 No. 12: dann S. 154 No. 1. 19) Die Judith in Begleitung der Magd mit dem Haupte des llolo- fernes. Mit Dürer's Zeichen. 8.— Heller No. 1965 erwähnt diese« Blatt nach Beinecke unter den zweifelhaften Stieben nach A. DttreTi Welchen es auch nicht angehört. Im UBteren Bande steht nach Böiner: All. ill" sii/. I). PieXro XX miglia Nicolau* Vranci" Mafl'ei 1)1). efftttt- Unter letzterem ist wahrscheinlich der Maler Francesco Mafl'ei aus Vi- cenza zu versieben, welcher 1660 in Patina, starb. Er soll ein Blatt mit dem Tode des bl. Franeisciis radirt haben. 20) Die Bekehrung des Sn.ulits. Ohne Zeichen. II. 10 Z. 10 I ■• Br. 8 Z. Mine Darstellung dieses Gegenstandes kennen Bartsch uim Heller nicht. Pn.ssa.vant (Deutsches Kunstblatt 1860 S. 228) wurde ab# durch die Oöte des Hrn. Direktors Frenze! damit, bekannt.. Im k. Cabine» zu Dresden findet sich nämlich ein Kupferstich mit der Bekehrung A. DURER. Nr. 350. 165 Saul's, welchen Passavant für Dürer's ersten Versuch im Stiche hält. Die Behandlung desselben hat die grösste Aehnlichkeit mit der des grossen Courier», sie ist jedoch etwas roh und unbeholfen, aber tüchtig und sehr lebendig in der Zeichnung. Viele Kigenthünilichkeiton erinnern auffallend an andere Werke des Meisters, namentlich auch die Landschaft. Saulus sitzt auf dem zur Erde niederknicenden Pferde, mit der Flechten die Zügel lassend und die Linke erhebend zum Schutz gegen den Clanz von oben, wo Christus in Wolken erscheint. Links hinter Saulus befindet sich ein niedergestürzter Heiter mit Turban, rechts etatflieht einer. Im (ii-undc links steht eine Burg, rechts auf dem breiten Flusse bemerkt man ein Segelschiff. Auch unbeschriebene Spruchbänder kommen vor. Passavant hält dieses Blatt für ein Uni- cum. In der k. k. Sammlung zu Wien ist aber ebenfalls ein Exemplar. — Vielleicht führte eine alte Zeichnung den Laudiert llnpfer auf die Idee, seiner Copie der Passion von Dürer, I!. 3 — 16, die Darstellung der Bekehrung des Saulus beizufügen, Bartsch besehreibt dieses Platt No. 21 nur kurz, und kannte die beigefügte Toxtplatte nicht, welche lolgendermassen anbebt: Lucas von der aposlel geschieht an dem IX. cap. Saulus aber schnauft, noch mit Ironien und morden wider die iünger des herren vnd gieng zum kochen priester vnd hat in vmb briejf gen damasken &c. &c. Nach der Uehersetzung Luthers 1—12 Vers. Dieselbe Compositum hat indessen auch ein alter sächsischer Meister mit dem Monogramm AI in Holz geschnitten. — Der Kupferstich mit Dürer's Bekehrung des Saulus im Cabinet zu Dresden ist jetzt durch folgendes Werk im winteren Kreise bekannt: Die Bekehrung des Paulus, ein dem Albrecht Dürer zugeeignetes, bis jetzt unbekanntes Kupferblau aus des Meislers frühester Periode in lithographirlem Facsimile , mit Erklärungen "on ./. (i. A. Frenzel , Direktor des k. Kupferstich- Kabineis zu Dresden, l-eipzig, Rudolph Weigel (064, fol. 21) Die fünf Apostel des Herrn, Folge von fünf Blättern, B. No. 46 — 50. Diese schönen Figuren sind durch neue Copien bekannt. — 1) St. Philippus ir>26. H. 4 Z. 6 L. Br. 2 Z. 10 L. B. 46. Es gibt eine treffliche (!opie von C. Müller in Düsseldorf. Die Abdrücke vor dem Namen des Stechers sind sehr selten, gr. 8. Die zweiten, von der verkleinerten Platte, sind bezeichnet: C. Müller sculp., 8. Im Jahre 1846 oopir'te 0. Ufer aus Dresden dieselbe Kigur. - 2) St. Bartolomäus /.52.'i. H. 4 Z. 6 L. Br. 2 Z. 9 L. B. 47. 0. Müller eopirte dieses Blatt ' meisterhaft in gr. 8. ■- 3) St. Simon 1623. H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. * L. B. 49. Professor Franz Keller in Düsseldorf hat dieses Blatt sehr schön nachgestochen, gr. 8. Peter Vogel hat die Figur radirt, gr. 8. ~7 4) St. Paulus tti*. II. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L. F. Keller hat dieses Blatt sehr schön copirt, gr. 8. 22) Der hl. Hieronymus zwischen schroffen Felsen vor dem Cruci- nxe betend ir,l2. II. No. 59. II. 7 Z. 9 L. Br. 6 Z. 10 L. - Dieses sehr schwach auf Kupfer, nicht auf Eisen geätzte Blatt ist mit der «alten Nadel vollendet. Die alten, höchst seltenen Abdrücke haben J?fat in den schattigen Stellen, und sind von grösster Karlienfriselie. ^ie zweiten Abdrücke sind schon ziemlich schwach, doch Ist das Cru- erfix u U ,i dj ( , Jahrzahl 1512 noch deutlich zu sehen. Die späteren Exemplare sind sehr schwach und graulich, und das Crueifix mit (V'r Jahrzahl ist ganz ausgedruckt. Heller No. 770 sprüht von Rostflecken •»der Platte, was sie aber nicht sind, da die Vorstellung auf Kupfer ttulirt ist. - Der brillante, mit Plattengrat versehene Abdruck des Uibiuets Verstolk van Soeleu ging durch einen Zwischenhändler fUr J°0 Guinecu in's brittische Museum über. Hr. Cornil d'Orville in Frank- tur t am Main besitzt einen nicht minder schönen Abdrnck mit ftrath. MonoKrammliten. 16 166 A. DÜRER. Nr. 350. Abdrücke dieser Art kommen Rembrandt's schönsten Exemplaren gleich, und sind leicht gezählt. 23) Der büssnnde Ilioronymus in der Wüste nach links gerichtet, wo das Crucifix auf dem Felsen steht. B. No. 61. II. 12 Z. Br. 8Z. 4L. — Dieses Hauptblatt ist im alten, harmonischen Abdrucke plattcn- gratig, doch sind auch die etwas späteren Drucke noch von erster Schönheit, und kräftig in den pnlirten Schattcntheilen. Die schwachen Exemplare findet man aber häufiger. 24) Der kleine büssende St. Hieronymus vor dem im Stamme eines abgehauenen Baumes steckenden Crucifixc kuicenri. B. No. 62. Rund, Durchmesser 1 Z. t L. — Dieses höchst seltene Blättchen hat in neuester Zeit A. Betrak copirt, was um so erwünschter ist, als das Original nur in wenigen fürstlichen Sammlungen sich vorfindet. Die Copio ist im zweiten Drucke mit dem Monogramm AI', versehen. 25) St. Christoph mit rückwärts gekehrtem Haupte von iö'21. B. No. 51. II. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 8 L. — Die alten, sehr seltenen Abdrücke sind von grosser Kraft der leuchtenden Schwärze. Die mit MF bezeichnete Copie, H. No. 710, ist nicht von Prestel, sondern von N. C. Mathes. 26) St. Christoph mit vorwärts gerichtetem Kopfe von ilj'2l. B. No. 52. H. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L. — Die ersten Abdrücke sind von grösster Kraft und Klarheit der Farbe. In einer alten, Heller unbekannten Copie schreitet der Heilige nach links. Die Copie, welche Heller No. 717 für jene von l'restel ausgibt, ist von N. C. Mathes. 27) Der hl. Antonius im Buche lesend von ir,tn. B. No. 58. II. 3 Z. 6 L. Br. 5 Z. 3 L. — Die ersten Abdrücke sind von grösster Klarheit, und silberhell von Farbe. Spätere Exemplare erscheinen wie gequetscht, und die Farbe ist matt. Eine von Heller nicht erwähnte alte Copie erinnert an die Stichweise der Wierx. 28) St. Sebastian an einer Säule von Pfeilen durchbohrt, B. No. 56. H. 4 Z. Br. 2 Z. 10 L. — Die Copie mit, dem Monogramme MF, welche Heller No. 785 als die l'restel'schc erklärt, ist von N. C. Mathes. Dieser Meister copirte auch den hl. Sebastian am Baume, B. N. 55. Mythologische und allegorische Vorstellungen, und Genrebilder. ► 29) Die grosse Fortuna, auch das grosse Glück, die Prudentia, und die Pandora genannt, B. No. 77. H. 12 Z. Br. 8 Z. 6 L. — Hinsichtlich der Erklärung dieses Hildes ist man noch nicht im Reinen, sicher scheint jedoch zu seyn, dass Dürer die Fortuna- im Sinne hatte. Der Kopf der nackten Geflügelten Göttin soll mich einigen Bildniss der Agnes Frey seyn, allein Dürer hätte mit diesem ziemlich alten, unschönen Kopfe seiner Gattin nicht sehr geschmeichelt. Auch stimmen die Züge nicht mit dem Bildnisse der Frau Agnes, Die prosaische Erklärung, welche Heller 11. S. 469 gibt, dass nämlich das goldene Ge- fäss in der Rechten der Fortuna, und der Zaum in der anderen Hand, auf Dürer's Onkel, den Goldschmied und Zaummachor sich beziehen, ist gewiss unstatthaft, und entstand wahrscheinlich auf die Behauptung Sandrart's hin, dass das Städtchen in der Landschaft Kytas bei .lula in Ober-Ungarn sei. Da lebten nach Dürer's eigener Angabe der Onkel Goldschmied und der Onkel Zaummacher. Dem A. Dürer müssen wir einen höheren Gedankentlug zutrauen. Ihm sehwebte wohl die Idee vor, dass der Mensch, welcher im Glücke ist und Schätze besitzt, sich massigen müsse, indem dasselbe, wandelbar und treulos, ihm auch wieder den Rücken kehren könne. Und schon erhebt sich die Fortuna über den Dunstkreis der Stadt, um zu entfliehen. Diese Erklärung ist A. DÜKER. Nr. 350. 167 zwar ebenfalls nicht, sehr poetisch, doch möchte sie eher passen, als die Geschichte vom Goldschmied und Zaummacher in Eytas. — Dürer's grosse Fortuna hat in den ältesten Abdrücken das Papier mit dem Wasserzeichen der Krone über den beiden Lilien im "Schilde. Dieses Papier ist, wie schon No. 1 , 3 &c. bemerkt, eben so fein als körperhaft, und es wurde von Dürer nur für sorgfältige Drucke ausgewählt. Doch liess er seine Fortuna auch auf Papier mit dem Zeichen des Ochsenkopfes drucken, welches eben so schön und kräftig ist. In der Ackermann'schen Auktion (1853) wurde ein Abdruck auf Kronpapier mit 80 Thlr., und ein solcher auf Papier mit dem Ochsenkopf wohl nur desswegen mit 4 Thlr. 10 gr. bezahlt, weil die Krhaltung und der Rand nicht in gleichem Grade entsprachen. Die Wasserzeichen sind aber bei Segmenten nicht immer vorhanden, und somit machen wir hinsichtlich der ersten Drucke auf jenes feine und compakte, nicht, milchweisse Papier aufmerksam, weichet die weit abstehenden weissen Rippen hat, so wie auf die Punkte links über den Bergen, oder vielmehr über den baumwollartigen Wolken, auf welchen die Fortuna hinschwebt. 30) Das Urtheil des Paris, B, No. 65. Durchmesser 1 Z. 3 L. — Dieses höchst seltene Blättchen ist durch eine vergrösserte Copie bekannt, welche aber weniger Interesse hat, als die neueste Copie von A. Petrak in der (Ivösso des Originals. Sie trägt das Monogramm AP., und ist daher nicht auf Täuschung herechnet. Nur in wenigen Exemplaren fehlt das Zeichen des Copistcn. 31) Venus, aus dem Bade gestiegen, trochnet sich mit einem Tuche den rechten Fuss ab. Vor ihr steht Amor mit dem Bogen, und rechts ist das Bassin. Den Grund bildet Landschaft, und über den Fluss führt eine Brücke. H. 7 Z. 3 L. Br. 4 Z. 6 L. — Dieses Blatt zeigen Bartsch und Heller im Werke des A. Dürer nicht an, und es ist auch nicht von ihm gestochen, sondern wahrscheinlich von Gio. Antonio da Brescia. Die Figuren sind aus dem Blatte von Marc Anton B. No. 297 von der Gegenseite genommen, und statt des Zimmers, welches in dessen Blatt die Scene einscbliesst, hat der Copist eine Landschaft in Dürer's Styl componirt. Rechts unten ist das Zeichen dieses Meisters. Die Platte befindet sich in der Sammlung des Marchcsc Malaspina di Sanna- zaro. Sie ist auf beiden Seiten gestochen, auf der einen die Madonna mit dem Kinde vorgestellt. Links auf einem Täfolchen steht: 10AN. ßX. , die Namensabbreviatur des Gio. Antonio da Brescia. Auf der anderen Seite ist obige Vorstellung gestochen, vermuthlich von G. A. Bresciano, welcher auch einige Blätter von A. Dürer copirt hat. Mit der Vorstellung von Venus und Amor müsste er aber ein Falsum begangen haben. 32) Die Melancholie, B. No. 74. IL 9 Z. Br. 6 Z. HL.— Dieses meisterhafte, von Dürer selbst „MELENOOL1A" betitelte Blatt hat offenbar einen anderen Sinn, welchen L. Choulant im deutschen Kunstblatte 1851 S. 156 auf geistreiche Weise durchdrungen hat. Die Hauptfigur, ein mit grossen Klügeln versehener Genius in der Tracht der vornehmen Frauen Nürnberg'«, hat ein nichts weniger als melancholisches Ansehen, sondern vielmehr ein zufrieden nachdenkendes. Nach den früheren Auslegern soll aber das Phantom der Dämon der Melancholie seyn, und das Bild die Verzweiflung der mit dieser Behafteten ausdrücken, oder wenigstens soll es den (ienius des Nachdenkens bezeichnen, oder eine qualvolle Sehnsucht des alle Höhen und Tiefen erfassen wollenden Geistes, oder endlich das melancholische Temperament, dieses als erstes Blatt zu einer Folge der vier Temperamente, weil n ach dem Worte „Mclencolia" noch / steht. Die Hauptfigur, den kleinen 16* 168 A. DÜRER. Nr. 350. geflügelten Genius zu ihrer Rechten, die Attrihute streng in's Auge fassend kam Ohoulant zu folgender Lehre des Bildes: „Weder das müssige Nachsinnen, noch die einzig auf das tägliche Lehen und seine Bedürfnisse gerichtete Bestrebung soll unser Leben ausschliesslich füllen; nur die rechte und innige Verbindung beider erhält uns die Frische und Heiterkeit des (ieist.es, vor der alle trülien Gedanken, ja die Melancholie »eiber fliehen muss, wie ihr durch die Aufschrift: MELKN- COLIA S / // = Ito, geh', weiche Melancholie) geboten wird, lieber Allem aber im Hilde, wie über allein Menschlichen im Leben, schweben die Katogoriecn des Möglichen, Wirklichen und Notwendigen bildlich dargestellt durch die Möglichkeit der Bewegung in Waage und Glocke, die wirkliche Bewegung in der Uhr, und die Notwendigkeit in der unabänderlichen Zahl des magischen Quadrats, Line solche Lehre, jedem Ohre klingend, keiner Zunge fremd, sinnig und künstlerisch darzulegen , musste, um klar zu werden, nothwcndig an einem und demselben Gegenstände, hier der reinen und angewandten Mathematik, abgesponnen Verden, und eine solche Aufgabe war wohl des künstlerischen Kleisses werth, der an die Darstellung von dem unvergleichlichen Meister gewendet worden ist." - Den höchsten Preis eines Abdruckes erreichte jener der Sammlung Ackermann 18.53. Kr wurde mit 101 Thlr. bezahlt Dieses Kxemplar behielt den ursprünglichen Rand, welcher in neuester Zeit sonderbarer Weise fast, noch höher befahlt wird, als die Darstellung. Das Exemplar der Stcrnliorg'sebon Sammlung galt 40% Thlr., was bis 1838 unerhört war. Bin ausgezeichnet schöner Druck ohne Rand erreichte in der Aekormaun'schoii Auktion nur die Summe von 24 Thlrn. Die ältesten Abdrücke haben das Nb. 1, 3 u. s. w. erwähnte köstliche Papier mit der Krone, oder dem Kruge als Wasserzeichen. — Eine moderne Gopic in Holzschnitt ist in der Histoirc des Peintres de toutes les cooles —. Par Ch. le Plane, gefertiget von Ch. Jardin, aber nach der Copie von .1. Wicrx. H. 7 Z. 5 L. Br. 5 Z. 10 L. Im Art-Journal 1851 ist, ebenfalls ein Abdruck. 33) Die vier nacktem Krauen, oder sogenannten Hexen mit dem Todlenkopf zu den Küssen, und dem links an der offenen Thüre in Hauch und Flammen lauernden Teufel, H. No. 75. H. 7 '/,. 1 L. Br. 4 Z. 11 L. — Dieses Blatt rechnet man gewöhnlich unter die ersten Arbeiten des Meisters, weil an der oben hängenden Krdkugel die Jahrzahl 1^1)7 steht. Unter dieser Jahrzahl sind die Buchstaben 0,(1. II.. welche ,,() Gott Hilft" bedeuten sollen. Die Kugel erregt aber verschiedene Zweifel. Einmal stammt das Blatt nicht aus Dürer's frühester Zeit, denn es ist sehr sicher und kräftig gestochen, wie je ein Blatt aus der Blüthezeit des Meisters. Die Jahrzahl 1497 deutet daher sicher nicht auf die Zeit der Entstehung desselben, sondern auf irgend eine Begebenheit. Auch die Deutung der Buchstaben O. (1. II. scheint des Beweises zu bedürfen: denn Hexern gehen nicht unter Anrufung der Hülfe Gottes an d;is unheimliche Werk. Oder wollte vielleicht der Meister auf die Anrufung der göttlichen Hülfe hei den Versuchungen des Fleisches hindeuten V Die nackten Weiher, welche hier vorgestellt sind, und Muster für Hexen abgeben sollen, erregen aber so wenig Begiei'de, dass es des Teufels und des Todtenkopfes zur Abschreckung gar nicht, bedarf. Der Künstler legte sicher einen anderen Sinn in das Bild: Alles Fleischliche unterliegt dem Tode, und ohne, Gottes Hülfe und Gnade Verfallt der sinnliche Mensch dem Bösen, dem ewigen Verderben ! — Wenn nun, wie wir sicher annehmen dürfen, Dürer's Stich nicht, in das Jahr 1497 fällt, sondern wenigstens ein Decennium später entstanden ist, so könnten ihn Israel von Meckenen und Wenzel von Olmütz nicht nach Dürer cnpirt haben. Auf dem Blatte des ersteren A. DÜRER. Nr. 350. 169 stehen auf der Kugel die Buchstaben G. H.A. in alten Charakteren, und auf der angeblichen Copie des Wenzel von Olmiitz sieht man ;t 11 der (Stelle des Monogramms von A. I Jji'ucr den Buchstaben IT. Auf einer Wiederholung des Monogrammisten HS. steht (490, statt 1*07. und eine Copie des Nicolotto da Modena hat an der Engel die Schrift : DETVR PVLCRIOBJ 1500. Allen diesen Copien scheint das mit W. bezeichnete Blatt zu (inimle zu Liegen, welches augenfällig das Gepräge des höheren Alters trägt, und einen Künstler verrät!), dem es nicht gelang, durch die feinen, urisnsammenhangenden Strichelangen die Muskulatur in so vollkommenem Grade anzudeuten, wie es Dürer von Linie zu Linie vermochte. Wir sahen von dem Meister W. einen kräftigen Abdruck auf feines, sehr compaktes Papier mil dem Wasserzeichen der beiden Lilien und der Krone darüber, welches zu Diirer's Zeit bereits selten gewesen seyn muss, da nur die schönsten und bedeutendsten Platten desselben in wenigen .Exemplaren auf solches Papier abgezogen wurden. Alle Blätter, die uns von Wenzel von Olmiitz vorgekommen sind, haben anderes Papier, welches, wenn gleich theils fein und fest, doch anderen Fabriken anzugehören seheint. Mit den alten Stieben mit dem Zeichen W. ist man noch nicht im Reinen, wenn sie auch Bartsch entschieden dem Wenzel von Olmiitz zugeschrieben hat. Die Arbeit ist ungleich und verräth verschiedene Hände. Wenzel hat wahrscheinlich 1497 Dicht mehr gelebt, da seine Thütigkoil um 1481 fixirt ist. Wenn wir das Blatt mit dem Buchstaben II. Irgend einem anderen Meister vindiciren dürften, so ist diess Michael Wohlgemut!), welchen man auch vor Bartsch für den Verfertiger hielt. Die genannte Darstellung war zu Anfang des 16. Jahrhunderts sehr beliebt, was die verschiedenen Copien. beweisen. Und so könnte auch Dürer die Komposition Wohlgemuth's nachgestochen haben. Sein Stich ist der vorzüglichste von alle)), und stimmt, in der Grösse mit keinem anderen übereilt, Das rückwärts von vorn gesehene Weib hat denselben Kopf, wie die hl. Anna in einer Radining mit dem Monogramme und der Jahrzahl ir,(Ui. Dieses mich Diirer's Zeichnung radirto Blatt zeigt in der Mitte die hl. Anna en face," und neben ihr betet Maria das Jesuskind an. Ein Gemälde kam 1853 in München zum Vorschein. Es befand sich früher in der Galleric zu Schleissheim, wurde aber in dorn genannten Jahre mit vielen anderen der Versteigerung unterworfen, bei welcher Gelegenheit der Kunsthändler Untres das (iemälde erwarb. Es trägt das Monogramm mit der Jahrzahl I6i9. Der Kopf der älteren Frau, oder der hl. Anna hat die grösste Aehnlichkeit mit jenem der genannten Figur im Stiche. Wäre er Bfldniss der Agnes Frey, so könnte man es erklären, warum jene Figur den angeblichen Hexen Gesellschaft leistet. Im Blatte des Meisters H. hat dieses backte Weib nicht dieselben Gesichtszüge, sondern erinnert in der Physiognomie an die weiblichen Gestalten Wohlgemuth's.— Diirer's Blatt wurde bei der Auktion der Sammlung des Professor's Ackermann 1853 in prachtvollem Druck mit Rand um 36 Thlr. verkauft, während dasselbe Blatt 1851 aus der Sammlung des Baron Verstolk van Seelen nur zu 24 Thlr. wegging. 34) Der christliche Ritter mit Tod und Teufel, angeblich Kranz von Sickingen, Hauptblatt von ir,i:i, B. No. 98. II. 9 Z. 2 L. Br. 7 Z. S. auch oben Ilinweisung auf die Monogrammen S. 154 No. 2. — Die ersten, unter Düror's Aufsicht entstandenen Abdrücke sind wn grösster Kraft der Farbe, aber vollkommen klar und harmonisch. Dürer bediente sieb eines festen, doch feinen Papiers mit Bippen, welche fast durchgehende i Z. 3 L. abstehen, Es hat das Wasserzeichen des Kruges. Der ausgezeichnete Abdruck mit vollem Rande in der Sammlung des 170 A. DÜEER. Nr. 350. Professors Ackermann galt 1853 bei der Auktion 127 Thlr. Der Preis von 50 Thlru., welcher früher bei der Amdt'schen Auktion erzielt war, wurde bereits für unerhört genommen. Andreas Glaser hat diese Darstellung 1824 von der Gegenseite radirt. H. 9 Z. mit 2 Z. 6 L. Rand für die Verse, Br. 6 Z. 11 L. Plüddemann hat sie im Umriss radirt, fol. 35) Die drei geflügelten Genien mit dem Wappenschilds, B. No. 66. H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 8 L. — In der Histoire des Peintres de toutes les 6coles —. Par Ch. le Blanc, ist eine Copie in Holzschnitt von Ch. Jardin gefertiget. H. 3 Z. 3 L. Br. 2 Z. — Im Art-Journal 1851 findet man ebenfalls einen Abdrnck. 36) Der schlafende Mann auf der Ofenbank, auch der Traum, und der Mttssiggang genannt, oder wie Quad von Kinkelbach meint, der träumende Doctor, B. No. 76. H. 7 Z. Br. 4 Z. 5 L. — Die ursprünglichen , äusserst kräftigen und klaren Abdrücke sind auf feines, aber compaktes weisses Papier mit leichtem Ton gemacht. Das Wasserzeichen bildet ein Dreieck mit verlängerten Seitonschenkeln, und einem kurzen Stiele, so dass es einem Grabscheid, oder eher einer Maurerkelle ähnlich ist. Die Rippen sind unmerklich. Ein sehr schöner, silberklarer Druck galt bei Ackermann 22 Thlr. 37) Das Liebesanerbieten, oder Bertold Tücher mit Anna Pfinzing, B. No. 93. S. oben ITinweisung auf die Monogrammen S. 158 No. 20. 38) Die Eifersucht, auch der grosse Satyr und das Bacchanal genannt, B. No. 73. II. 11 Z. 10 L. Br. 8 Z. 3 L. — Die alten, aus Dürer's Zeit stammenden Abdrücke sind von grösster Kraft und Klarheit. Das Papier ist fein und fest, und mit Rippen versehen, welche ungefähr 1 Z. 3 L. abstehen. Wir sahen einen Abdruck mit dem Wasserzeichen des Kruges. Ein Exemplar erster Schönheit galt bei Ackermann 50 Thlr. — Die von Heller No. 817 [2] erwähnte Copie von der Gegenseite wurde von einigen dem Gio. Antonio da Brescia, von anderen dem Marc Anton zugeschrieben. Sje ist deutsche Arbeit, und hat im frühen Drucke an der Stelle des Zeichens von Dürer ein aus // und dem verkehrten (1 gebildetes Monogramm. Später wurde jenes von Dürer aufgesetzt, doch hat der rechte Schenkel des A zwei Linien, und das D ist kleiner als im Original. 39) Die Kriegskuechte, L'assemblte des gens de guerre, B. No. 88. S. oben Hinweisung auf die Monogrammen S. 158 No. 19. 40) Die drei Bauern in Bcrathung, Gruppe aus dem Bauernkriege, B. No. 86. II. 4 Z. Br. 2 Z. 10 L. Die kräftigen Abdrücke auf feines, geripptes Papier gehören zu den Seltenheiten. Ganz bleich sind jene mit Lochner's Adresse.— Es gibt eine originalxeitigc, Heller unbekannte Copie, welche nach Börncr Unerfahrne täuschen könnte. Im Original durchneidet eine von der Schwertspitzc an gezogene horizontale Linie das ü des Monogramms in der Mitte, in der Copie streift sie nur den oberen Theil. H. 3 Z. 10 L. Br. 2 Z. 9 L. 41) Der grosse Courier, ein nach rechts reitender Mann mit der Peitsche, B. No. 81. II. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z. 9 L. — Dieses höchst seltene Blatt wurde in neuester Zeit von A. Pctrack nach dem Originale im k. k. Cabinet zu Wien copirt, was um so erwünschter erscheint, als das Original unauffindbar ist. Der Copist hat das aus AI', bestehende Monogramm beigefügt. Das Vorbild ist ohne Zeichen, und wird von Heller No. 1098 einem älteren Meister als Dürer zugeschrieben, wahrscheinlich auf Heinecke hin, welcher es unter die Stiche des 15. Jahrhunderts zählt. A. DÜRER. Nr. 350. 171 42) Der Fahnenträger, B. No. 87. H. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 8 L. — Heller No. 978 ff. kennt Coplen von L. Hopf er, H. Wierx, und eine mit S. ALEXANDR1 bezeichnete Nachbildung'. Aelter als diese ist eine solche mit Dürer's Zeichen, doch nicht so täuschend, dass sie nicht sogleich erkannt werden könnte. Der Copist konnte dem Originale nicht so sicher folgen. 43) Der Spaziergang, oder der Herr und die Dame, auf welche der Tod lauert, B. 94. II. 7 Z. 2 L. Br. 4 Z. 3 —6 L. Die alten, sehr klaren Abdrücke sind auf ein Papier gemacht, welches eine. grosse Krone zum Wasserzeichen hat.— Eine moderne Copie in Holzschnitt ist bezeichnet: AH. Cabasson 1). Man findet sie in der Hi- stoire des Peintres de toutes les ecoles . Par Gh. le Blanc. Auch im Art - Journal 1851 ist ein Ahdruck. 44) Der Koch und die Köchin, auch Mahomed und seine Frau genannt, B. No. 84. II. 4 Z. 1 L. Br. 2 Z. 10 L. — Die aus Dürer's Zeit stammenden Abdrücke auf feines und festes Papier sind äusserst kräftig, und zeigen an den schwärzesten Stellen Plattengrat, welcher aber schon früh abgenützt wurde. 45) Das grosse weisse Pferd i005 , B. No. 97. II. 6 Z. 2 L. Br. 4 Z. 5 L. ~ EftjM moderne Copie in Holzschnitt von Tamissier findet man in der Uistoire des Peintres de toutes les oeoles —. Par Ch. le Blanc, 1850. Auch im Art - Journal 1851 ist ein Ahdruck. Bildnisse. 46) Der kleine Cardinal-Erzbischof von Mainz en face, B. No. 102. II. mit dem unteren Queralischnitte 5 Z. 5 L. Br. 3 Z. 9 L. — Dieses Bildniss ist im Allgemeinen sehr selten, fast einzig aber der Abdruck auf Atlas in der k. k. Sammlung zu Wien. Wir sahen überdiess einen Abdruck auf das schon öfter erwähnte köstliche Papier mit dem Wasserzeichen des Kruges, welcher ebenfalls unter Dürer's Händen hervorging. Die wenigen anderen Exemplare halten bekanntlich auf der Rückseite den gedruckten Titel des sehr seltenen Heiligthiimsbuchos der Stiftskirche zu St. Moriz und Maria Magdalena zu Halle 1520. Bartsch, P. gr. VII. p. 277, und nach ihm Heller, L. Cranach No. 4 [31] behauptet, dass Lucas Cranach dieses Bildniss copirt habe, allein die Blätter der genannten Meister gleichen sich nicht, und Bartsch und Heller müssen eines davon nicht gesehen haben. Vgl. Schuchardt, Lucas Cranach II. S. 189. — Im köstlichen Drucke wurde das Exemplar der Ackennann'schen Sammlung 1853 mit 33 Thlr. bezahlt. — Es gibt auch eine von Heller nicht erwähnto neue Copie mit dem Titel des Heiligthumshuches, fol. 47) Der grosse Cardinal Albert von Mainz im Profil, B. No. 103. II. ohne Inschrift 5 Z. Br. 4 Z. 10'/, L. — Dieses Blatt ist im alten, kräftigen und harmonischen Drucke sehr selten. Das Papier hat das Wasserzeichen mit Krone und Lilien, und wenn dieses fehlt, erkennt man es an der Feinheit und Festigkeit, und an den 1 Z. 3 L. abstehenden Rippen. Von gleicher Vortrefflichkeit ist aber auch das Papier mit dem Kruge. Im k. Cnbinet zu Berlin ist ein Ahdruck auf Atlas, und ein zweiter Druck dieser Art ging 1853 aus der Ackennann'schen Sammlung für fi Thlr. weg. Dieses Exemplar muss aber des geringen Preises wegen nicht entsprochen haben, da andere Blätter in alten Abdrücken zu enormen Preisen weggingen. 48) Erasmus von Rotterdam ir,26. B. 107. II. 3 Z. 3 L. Br. 7 Z. 3 L. — Dieses schöne Bildniss Hess Dürer auf das Papier mit Krone und Lilien drucken. Exemplare dieser Art sind äusserst kräftig, aber 172 A. DÜRER. Nr. 350. auch in den tiefen Schatten transparent. Man findet deren sehr selten. Im k. k. Cabinot zu Wien ist ein Abdruck auf Atlas. 49) Willibald Pirkheimer tOM. B. No. 106. H. 6 Z. 8 Li Br. 4 Z. 3 L. Dieses Bildnist hat Dürer mit grosser Sorgfalt gestochen, man muss es aber in alten Prarhtdrucken auf Papier mit dem Wasserzeichen des Kruges sehen, oder wenn dieses fehlt, auf das leine com- pakte Papier mit den weiten Rippen Acht haben. Die Platte wurde bei Zeiten abgenutzt, und dann retouchirt. — Es gibt eine alte, getreue und geistreiche (Jopie, welche Heller nicht kennt. Hie isl nur um 1 L. schmäler. — Ein schöner Abdruck des Originals vor der Re- touchc galt in Ackermann's Auktion 17 Thlr. 15 gr. 50) Philipp Melanchthon IÖ2G. B. Nn. 105. II. ebne Schrifttafel 5 Z. Br. 4 Z. 6 L. Dieses Hildniss ist im alten Drucke auf Papier mit dem Zeichen des Kruges äusserst kräftig, kommt aber in diesem Zustande sehr selten vor. — In der Ackermann'schen Auktion ging ein prächtiger Druck für 41 Thlr. weg. 51) Churfürst Friedrich der Weise von Sachsen /.524. B. No. 104. H. mit der Schrifttafel 7 Z. 1 L. Br. 4 Z. 9 L. Die Abdrücke aus Durer'! Zeit haben feines und festes Papier, ähnlich jenem, welches mit dem Wasserzeichen der Krone und des Kruges vorkommt, doch ist es nicht weit gerippt. Das Bild erscheint sehr kräftig, das Ganze ist aber von äusserster Klarheit. In der Auktion Ackermann galt ein Prachtdruck 44 Thlr. — Der Meister i\. W. (Nicolaus Wilborn) hat 1565 dieses Bildniss in Aldegrcver's Manier copirt. Bartsch und Heller kennen dieses Blatt nicht. W a p p e n, T h i c r e & c. 52) Das Wappen mit dem Todtenkopfe und der jungen Frau, B. No. 101. H. 8 Z. Br. 5 Z. 9 L, Dürer liess die Abdrücke auf das schon öfter erwähnte Papier mit dem Wasserzeichen des Kruges und den weiten Rippen machen. Exemplare dieser Art sind von ausserordentlicher Schärfe und Klarheit, ohne in's glänzende Schwarz zu gehen. Ein Druck von erster Schönheit wurde 1853 in Ackennann's Auktion mit 50 Thlr. bezahlt. Eine moderne Copie in Holzschnitt ist von Tamisier gefertiget. Man findet sie in der Histoire des Peintres de toutes les cooles —. Par Ch. le Blanc. Auch im Art- Journal 1851 ist ein Abdruck. 53) Die drei kleinen Hunde. — Unter diesem Titel wird im Ca- talog Verstolk van Seelen No. 665 ein noch nicht beschriebenes, seltenes Blatt erwähnt, über welches wir keine weitere Auskunft geben können. — Wir sahen aber zu München im Privatbesitze eine Federzeichnung, welche drei Hunde aus dorn Blatte mit St. Eustach vorstellt. Diese Zeichnung ist sehr-schön, scheint aber nur nach dem Kupferstiche gefertiget zu seyn. 54) Die Missgehurt eines Schweines, eines der frühesten lilätter des Meisters (um 1496). H. 4 Z. 8 L. Br. 4 Z. 4 D. B. No. 95. Die alten Abdrücke haben ein Papier mit dem Wasserzeichen des Wappens mit, Thürmen. Dieses Papier stammt aus einer Fabrik, welche in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Gange war, wahrscheinlich in Ravensburg. 55) Die grosse Canonc ir,lH, B. No. 99. II. 8 Z. 2 L. Br. 12 Z. Die alten Abdrücke dieses geätzten Blattes haben ein Papier, welches eine Art Tiara zum Wasserzeichen hat. A. DÜRER. Nr. 350. 173 Monogrammen auf Holzschnitten. schliesscndeu Darunter ist /4»7 beschrieben, überfallen. Dieses Zusätzen zu i\cn No. 131 auch der die lütter in Blatt trägt Dürer's Monogramm I leber die xylographischen Blätter dieses Meisters haben wir im Allgemeinen bereits in der Einleitung zu diesem Artikel gesprochen, und daher machen wir hier zunächst auf die Monogrammen aufmerksam, welche sich auf den Holzschnitten belinden. Die hier beigefügten Zeichen gelten aber nur als t'acsimilirtc Repräsentanten , theils auf Originalen, tlicils auf Copien. Die unten folgenden Zeiidien wiederholen sich in ihrer Grundform, indem sie grösser oder kleiner, in gerader oder schiefer Stellung, auch auf einem Täfelchen, mit iiikI ohne Jahrzahl vorkommen. Was noch weiter zu sagen ist, folgt unten in der Erklärung der Zeichen, dann in den sich an- Werken von Bartsch und Heller. älteste Holzschnitt des Meisters von einer Landschaft von Todtongorippen welches wir aber nicht facsimiliren konnten, da das Exemplar, Welches in der k. Sammlung zu Stuttgart aufbewahrt wird, für ein llnicnm zu gelten scheint, und wir es nicht gesehen haben. Das Wappen des Albrecht Dürer mag hier obenan stehen, da es überdies» auch noch das Monogramm enthält. Es befindet sich links ohen auf dem Blatte, welches das Bildniss des Meisters in älteren Jahren mit abgeschnittenen Haaren gibt, B. No. 156. Der Schild ist aus Dürer's gestochenem Wappen von iSM entnommen, B. No. 160. Die Jahrzahl /.527 im obigen Schilde ist aber nur in Exemplaren vierter Art, im ersten, zweiten und dritten Drucke fehlt sie. Heller gibt No. 1955 die Kennzeichen an, durch welche man die üopie mit der •labrzalil lü'27 von dem vierten Abdrucke des Originals erkennen kann. Das obige Wappen mit der .lahrzahl ist nach dem Originalschnitte genau eopirt. Das sicherste Kennzeichen ist aber die Beschädigung der Platte bei der Nase des Bildnisses, wovon in der Copie keine Spur zu bemerken ist. Uehrigens können wir nicht genau bestimmen, oh der Plattonriss beim vierten Drucke gleich anfangs entstand, oder ob der Schaden früher oder später eintrat. Die Exemplare, welche wir sahen, zeigten alle die Beschädigung bei der Nase des Bildnisses. 1. In die Tiefe geschnitten findet man dieses Zeichen Iauf einem Blatte, welches den Heiland im Mantel vorstellt, wie er von Pilatus dem Volke gezeigt wird. Halbe Figuren. II. 12 Z. Br. 9 Z. 2 L. — Bartsch beschreibt dieses Blatt Im Appendix No. 5, und scheint nicht zu glauben, dass die Zeichnung von Dürer herrühre; allein es lag ihm nur eine gegenseitige Copie vor, in welcher Pilatus rechts steht, und das Monogramm, wie gegeben, weiss erscheint, während es im Originale Schwarz absticht, also hoch geschnitten ist. Bartsch kannte auch nur Abdrücke in Helldunkel von zwei Platten, welche aus späterer Zeit stammen, und keinen vorthoilhaften Begriff von Dürer's Kunst geben. ■Besser sind die schwarzen Abdrücke der Copie, doch kommen auch ^TZ^^^ i 174 A. DÜRER. Nr. 350. diese dem Originale nicht gleich. Letzteres ist um zwei Linien grösser. Wir vermehren damit dat Verzeichnis* der xylographitchen Blätter des Meisters nml die Copic möge dein Appendix einverleibt bleiben. Das Original ist unten No. 72 beschrieben. M2. Dieses Zeichen findet man auf dem Blatte mit der Ibninenden St, Anna, welches Bartsch im AppendixNo.il beschreibt. Die gefeierte Heilige hält das Jesuskind auf dem Schmisse, und reebts Kniet Maria mit langen Haaren. Die Figuren haben Heiligenscheine, und in jenem der hl. Anna steht: 8 8ANCTA6ANNA. II. 11 Z. 3 L. Hr. 9 Z. (i L.Bartsch bezweifelt die Aeehthcit der Zeichnung, und ist bezüglich jener zum Holzschnitte sicher nicht im Irrllinm. Es liegt aber eine Dürer'- sche Compositum in halben Figuren zu Grunde, jene zu einer Radir- ung von I'jOII, nml einem Gemälde von Ijlt), auf welches wir oben in der .Erklärung der Monogrammen auf Kupferstichen No. 21 hingewiesen haben. Heller 1. c. Mo. 1988 glaubt, der Holzschnitt stamme aus der Werkstatt des Hans Guldenmund oder Nicolaus Meldemann, wir sahen aber einen vorzüglichen alten Abdruck mit breitem Bande ohne die Adresse, welche auf Produkten dieser Meister vorkommt. Es konnten indessen auch die genannten Forinsehneidcr Exemplare ohne Adresse verbreitet luben. I<'ür Dürer's \\ erk wurde das Blatt ursprünglich nicht ausgegeben, (bi in alten Abdrücken dessen Monogramm fehlt. Nur beim zweiten Drucke wurde es eingeschnitten. 3. Dieses abweichende, vielleicht nur einmal vorkommende Monogramm ist nach dem Blatte copirt, welches / \T^\ Bartgeil No. 102 boschreibt, und die hl. Familie Im Garten I J|J\ mit drei Kaninchen vorstellt. H. 14 Z. (i L. Br. 10 Z. ^^-"^.^^ (i D. - Es kommen Abdrücke auf zweierlei Papier vor. Jenes der alten, aus Dürer's Zeit stammenden brillanten Drucke ist fein, aller sehr compakt. und mit weiten Rippen versehen. Das Papier der späteren Exemplare ist nicht so fein, aber fest und enger gerippt. Die glänzenden alten Drucke sind sehr selten. ^■Mf' 4. Dieses Monogramm ist, charakteristisch, indem es A^Jk mit geringer Abweichung auf mehreren Holzschnitten, /l |V kleiner auch auf Kupferstichen, und nicht selten auf Ge- j£ U j^_inälden vorkommt, nur zuweilen weniger- fett, und mit, etwas mehr gestreckten Schenkeln. Dürer bedienle sich desselben gewöhnlich in seiner früheren Zeit, und die xylographisehen Arbeiten mit dem Zeichen in dieser Form gehören tbeils zu den sicheren Original schnitten des Meisters. Wir copirten das Monogramm nach einem Blatte aus der grossen Passion, welches den unter der Last des Kreuzes linkenden Heiland vorstellt, I!. No. 10. H. 14 Z. 8 L. Br. 10 Z. 6 L. 5. Dieses abweichende, noch nicht gegebene Namenszeichen stellt auf einem Blatte mit derselben Compositum von h r >in, welche Bartsch im Appendix No. 10 .beschreibt, und Heller No. 1986 ohne Hinweisung auf den Peintre gravour erwähnt. St. Anna sitzt, mit, dem Winde auf dem Schoosse zwiseben Joseph und Joachim, und rechts vorn kniet Maria mit dem Nimbus um . Br. 7 Z. 11 L. — Die ersten Abdrücke sind von grosser Frische der Farbe, und auf geripptes Papier gemacht, welche« zum Wasserzeichen einen Ochsenkopf mit dem Cadu- ceus hat. El kommen auch Abdrücke auf blaues Papier vor, welche noch seltener als die erwähnten sind. 64) Maria auf dem halben Monde stehend, ohne Krone, B. No. 30 der Kupferstiche. — Heller No. 491 erwähnt einer Copie in Holzschnitt von der Seite des Originals, Börner kennt aber auch eine Copie von der Gegenseite auf dem Titel folgenden Werkes : Auslegng des Vater vnsers fuer die cinfeltigen legen ltr Martini Luther Augustiner zu Witlenbergk. Leipzig, Valentin Schuman l!">l!>. Diese Copie ist 3 Z. 11 L. hoch, und 2 Z. 10 L. breit. 65) Maria mit dem säugenden Kinde auf einer Rasenhank von vier Engeln umgeben. Rechts steht Joseph mit dem Hute in der Hand, und oben ist Gott Vater mit dem hl. Geiste. II. 8 Z. 1 L. Br. 5 Z. 6 L. — Heller No. 1991 setzt dieses Blatt unter diejenigen ErzeugnlHe, welche nach seiner Ansicht nicht von Dürer herrühren. Er verweist nicht auf Bartsch, dieser Schriftsteller beschreibt aber das Blatt unter No. 99, doch so mangelhaft, ilnss Heller eine andere Darstellung ver- mutbete. Nach Bartsch ist links ein Engel, es singen oder lesen aber deren zwei. iHer Compositum dürfte sicher von Dürer seyn, der Schnitt ist aber gering. Seiler erwähnt zwei Copien in Kupferstich. Es gibt noch eine dritte aus den) Verlage Prestel's, wahrscheinlich von Mathes. 178 A. DÜRER. Nr. 350. 66) Die hl. Jungfrau mit dein Ivitulc auf dem Arme auf dem Halbmonde sitzend. Sie ist nach links gewendet, und reicht dem Kinde einen Apfel. Uebcr ihr schwebt der hl. Geist, und an jeder Seite sind sechs Kugelsköpfe. Der Halbmond ruht auf einer grossen Tafel, worin ein lateinisches (lebet mit beweglichen Lettern gedruckt ist. An beiden Seiten der Tafel sind Bänder und Ranken, und unterhalb derselben liegt ein nach der Seite gerichtetes Einhorn. Dieses und die Hanken erinnern im die Kandzeichniingen des Gebetbuches des Kaisers Maximilian in München. H. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 4L.— Dieses Blatt schreibt C. Becker im Kunstblatt 1834 S. 180 dem Dürer zu. El gehört in eine Nürnberger Ausgabe des llortulus animae. 67) Maria mit der Krone auf dem Haupte sitzt mit dem Kinde in einer Landschaft, 4. - Diese Darstellung kennen Bartsch und Heller nicht. Nach einer gütigen Mittheiluug des Beim Baron von 'Löffelhol/ befindet sich ein Exemplar in der fürstlich Oettingen'schen Sammlung zu Wallerstein. 68) Die Madonna mit dem gewickelten Kinde von zwei Kugeln gekrönt, Medaillon, kl. fol. — Dieses seltene, von Bartsch und Heller nicht erwähnte Blatt führt K'norr No. 32 an. Es ist zweifelhaft, ob eine Zeichnung Dürer's zu Grunde liegt. 69) Die Bimmelfahrt der Maria, aus der Folge des Lebens der hl. Jtmgiran, B. No. 94. II. 11 Z. Br. 7 Z. 9 L. — Die älteren Co- pien sind fast alle auf Kupfer ausgeführt, und nicht in der Grösse des Originals. Eine moderne Nachbildung in Holzschnitt findet man im Albrecht Dürer-Album, dessen wir No. 58 erwähnt haben. Links am Seitenrande nach unten stehen die Buchstaben CD auf schwarzem Grunde. Sie deuten den Copisten an. — Heller, Leben des A. Dürer No. 1793, gibt über dem Monogramme Dürer's die Jahrzahl (400, es steht aber iOiO, wie auch Bartsch bemerkt, und die erwähnte Copie vorsinnlichot. 70) Das Abendmahl des Herrn in einer gewölbtes Halle mit Spitzbogen. Der Heiland sitzt in der Mitte, bricht das Brod, und vor ihm stellt der Kelch auf dem Tische. Rechts und links von ihm sitzen Apostel, und links vorn zeigen zwei andere den Rücken. Unten beim Sitze des einen steht ein Krug auf dem Boden. Gegenüber sieht man zwei andere Apostel, und am Sitze des vorderen nach der Ecke zu ist das Monogramm, welches wir oben unter No. 8 im Faesiniile gaben. Hinter dein Heilande sind zwei spit.zbogige Fenster mit Gitter. H. 8Z. 4L. Br. 6 Z. 3 L. — Dieses Blatt ist roh geschnitten, doch sehr wahrscheinlich nach einer Zeichnung von Dürer. Wir fanden es nirgends erwähnt. 71) Christus am Oelberge, rechts St. Petrus, links zwei schlafende Jünger. Im Hintergründe kommt Judas mit den Häschern heran. Von zwei Platten. II. 10 Z. 10 L. Br. 16 Z. 6 L. — Diese Vorstellung, Welche Bartsch und Heller nicht kennen, linden wir in einem Auktions- Cataloge von R. Wcigel, Leipzig 1854 jS'o. 2005, dem Werke A. Dürer's beigefügt. Weigel gibt aber das Blatt nicht entschieden als Composi- tion dieses Meisters an. 72) Christus dem Volke vorgestellt, schöne Composition in halben Figuren. Zur einen Seite des Heilandes steht ein bärtiger Mann, dessen Haupt ein Turban bedeckt. Et bebt mit der einen Hand den Mantel dos Heilandes auf, und richtet die andere gegen die Menge. Zur anderen Seite steht ein bartloser Scherge mit Geisse! und llulhc. Der Kopf eines Genossen blickt zwischen seiner und Christi Schulter hindurch. Im Hintergrunde links bin zeigt sich eine Säule, woran ein Strick befestiget ist, und rechts oben an der vorspringenden Mauerecke steht die Jahrzahl i> 12/. Ohne Zeichen. II. 12 Z. IL. Br. 9 Z. 3 L. — A. DÜRER. Nr. 350. 179 Dieses Blatt beschreibt B. v. Rumohr „Zur Geschichte und Theorie &c." p. 93. Es igt das Original zu dem von Bartsch App. No. 5 beschriebenen sehr rohen Clair - obscuV. Nach Bartsch findet sich rechts oben das Monogramm, welches zuweilen nur hineinjjezelcb.net Igt. B. v. Bumohr schreibt aber die Zeichnung keineswegs dem Dürer zu, sondern schliesst aus dem derben gesunden Sinne der Auffassung, und den festen Können der Darstellung, dass diese ein Origiiialvcrsnch des Georg Pencz sei. Allein eine solche Sicherheit des Schnittes, wie hier sich zeigt, dürfte Pencz nicht erreicht haben. Hei dem gänzlichen Schweigen alter Schriftsteller Ober Formschnitte des G. Pencz wäre es nicht mehr gewagt, die Ausstellung Christi als Originalformschnitt Dtt- rcr's zu erklären. Das gemannte Blatt stellt v. Rumohr in die gleiche Categorie mit dem hl. Georg, B. 111, dieser ist aber ebenfalls ein Originalformsclmitt. — lieber die von Bartsch App. No. 5 erwähnte Copie haben wir oben S. 173 No. 1 gehandelt, und das auf derselben vorkommende Zeichen beigefügt. 73) Christus am Kreuze mit Maria und Jobannes zu den Seiton, oben Gott Vater und der hl. Geist. Diese Darstellung umgibt eine Arabesken-Bordüre mit vier Engeln, welche Passionsinstrumento tragen. Links oben das Zeichen mit tdlO. H. 10 Z. 2 L. Br. 8 Z. 3 L. — Bartsch No. 56 kennt nur einen späteren Abdruck dieses ausgezeichneten Originalformschnittes, dessen Einfassung Rani im Geiste derRand- zeielinungen des bekannten kaiserlichen Gebetbuches in München behandelt ist. Mach Bartsch steht ohen in beweglichen Lettern: Das (hüte teyl des Alten Testaments mit fteyss vertoulschl M. D. XX1III. In späteren Abdrücken wurde also die Platte zu dem sogenannten Nürnberger Nachdruck des allen Testaments von Dr. M. Luther durch Friedrich Peypus 1524 verwendet. - Ursprünglich diente aber die Platt« zur Ausschmückung des Eiehstedter Missale, welches auf Kosten des Bischofs Gabriel von Eyb 1517 von Hölzel in Niirnheug gedruckt wurde. Unten steht: AI pacem noslris euncede temporibus. Auf der Rückseite ist das Bild des hl. Willibald gedruckt, ebenfalls ein Diirer'sclier Schnitt. Auf dieses Blatt macht C. Decker Im Stuttgarter Kunstblatt 1845 No. 55, und deutsches Kunstblatt 1851 S. 337 aufmerksam. — In Aekermann's Sammlung war ein Abdruck auf Pergament, Welcher bei der Auktion 1853 mit 15 Thlr. 15 gr. bezahlt wurde. Einen gewöhnlichen späteren Abdruck werthet 1!,. VVeigel auf 2'/3 Thlr.— Eine schiine, von Bartsch und Heller nicht erwähnte Copie von der Originalscirc hat die Jahriah] l'tlU nicht. Ueber der Einfassung steht: Cum scelerotis repulalus est &c, und unter derselben: Er ist den Uel/elthelcrti. gleich gerechnet —. Gedruckt zu Nürnberg durch Hans Adam. In der Grosse des Originals. 74) Christus am Kreuze mit drei Kugeln, welche das Blut anfangen, I!. No. 58. II. 2f Z. 4 L Hr. 15 Z. 6 L. — Diese Darstellung hat in neuester Zeit A. Kamphausen in (■<">ln palingraphisch vervielfältiget (l'eborlraguug vom Holzschnitt auf Stein). 75) Christus am kreuze, links Maria, rechts Johannes. IL 11 Z. 2 L. Br. 7 Z. 10 L. — Diese und die folgende Darstellung, welche Bartsch und Seiler nicht kennen, werden in U. Wcigel's Auktions- Catalog, Leipzig 1854, No. 2007 U. 8, dem Dürer - Werke beigefügt. Es gibt neuere Abdrücke mit Plattensprung. 76) Christus am Kreuze, fast dieselbe Figur wie oben, aber ohne Maria und Johannes, lt. UZ. 10 L. Br. 7 Z. 8 L. — Es gibt "euere Abdrücke. 77) Christus am Kreuze mit Maria, Johannes und Magdalena (607. — Eine Darstellung dieser Art, welcher eine Zeichnung von A. Dürer 180 A. DÜRER. Nr. 350. zu Grunde Hegen dürfte, findet man in folgendem Werke: Vademeeum. Miisale Itincratitium. Nurembergae per llieronymum Höitzel 1507, 4. 78) Der leidende Heiland und die leidende Maria von Marter- Instrumenten umgeben, halbe Figuren. Unten auf einer Bordüre stein : ASPICE QV1 TRANStS QVIA TV MIHI CAVSA DODORIS. II. 7 Z. 10 L. Br. 8 Z. 6 L. — Dieses Blatt wird in einem Auktionskataloge von R. Weigel, Leipzig 1854, No. 2005, dein Werke DÜrer'j beigefügt, und als unbekannt erklärt. Weigel spricht sieb indessen Dickt für den genannten Meister aus, welchem es auch nicht angehört. Es ist von einem Meister der Schule des Hans liurgkmair. 79) Der grosse Christuskopf mit der Dornenkrone, ohne Sehweiss- tueh. B. App. No. 2t. H. 16 Z. Br. 12 Z. Das Vorbild zu diesem Blatte, welches Bartsch wohl mit. Recht in t\v.n Anhang jener Holzschnitte aufnahm, welchen keine Zeichnung von A. Dürer zu Grunde liegt, findet man wahrscheinlich in dem von Hieronymus Höllzol 1517 zu Nürnberg gedruckten Kiehstodter Missalo. Im Unterrande eines der bedruckten Blätter ist derselbe Christuskopf, und wenig abweichend kommt er schon früher auf einem von zwei Engeln gehaltenen Srhwoiss- tnche in Holtzcl's .Vademeeum. Missale. Ilinerantium. Nurembergae 1507, 4. vor. Dieses Schweisstueh ist ebenfalls in der Weise Dürer's gezeichnet, entschieden trägt aber der Christuskopf im Missale des Bis- thums Eichstedt ihm Charakter seiner Kunst, und wenn eines der Matter desselben je von Dürer selbst geschnitten wurde, so ist es dieser kleine Christuskopf. Das Datum de« Missale Eichstatiense beweiset zugleich auch, dass dal Blatt mit dem grossen Antlitz Christi nicht vor 1517 gearbeitet seyn kann, und es schlägt auch die seltsame Hypothese llauor's, welcher den Hans Schuld Behaut als Zeichner vermuthot. Bekam müsste demnach als Knabe von ungefähr 16 Jahren das Werk unternommen haben, was eben so unwahrscheinlich ist, als wenn man das grosse Blatt für Dürer's Originalschnitt ausgeben wollte. Eine grössere Zeichnung, als jene im Missale ist, mag allerdings vorhanden gewesen seyn, dass sie aber Dürer unmittelbar auf die Holzplatte gemacht habe, bleibt bei den harten Formen des ernsten Kopfes dahin gestellt. Das Monogramm ist wie gewöhnlich nicht in die Blatte eingeschnitten, sondern ganz gross unten in Mitte des Bandes aufgoclntckl , anscheinlich aus Spekulation eines späteren Besitzers der Platte. Abdrücke auf ganz altes Papier, dessen Dürer sich bedient hatte, kommet) unseres Wissens nicht vor, sondern immer nur Exemplare jenes Papiere«, welches auch zum Drucke in Helldunkel benutzt wurde. Die Tonplatte wurde aber sicher erst nach dein Tode Dürer's augofertigot, und die schwarzen Abdrücke werden nicht fiel älter seyn. Die frühesten Abdrücke scheinen das Monogramm im Bande nicht gehabt zu haben, da in den meisten Exemplaren der Rand abgeschnitten ist. Dicss wäre wohl nicht geschehen, wenn er von jeher Dürer's Signatur enthalten hätte, Auf mehreren Holzschnittes wurde dessen Monogramm erst später eingeschnitten, oder durch einen Holzstempel aufgedruckt. — Der Bildhauer Andreas Kamm hat diesen Christuskopf in der Originalgrösse nachgeschnitten, nach seiner Bemerkung in Zeit von fünf Tagen. Unten rechte ist das aus AK bestehende Zeichen des Copist.cn, jenes des A. Dürer fehlt. Aus der neuesten Zeit stammt eine lithographirtc Copie von II. Reck, welcher als Modelleur und Zeichner am Germanischen Museum in Nürnberg beschäftiget ist. Er fugte sein ans //w. bestehendes Monogramm bei. Heller erwähnt nur eine frühere) von h\ Renseh lithographirte Nachbildung. W. Wittich bat die Bei Christus- Antlitz schön gestochen. A. DURER. Nr. 350. 181 80) Der grosso Christuskopf mit dem Schweisstuch. B. App. No. 27. H. 18 Z. Br. 13 Z. 3 L. — Dieses Blatt ist offenbar etwas späten' Copie des Christuxkopfos ohne Scihweisstuch; denn bei der Betrachtung beider Köpfe erscheint jener auf dem Schwoisstucho als freie Nachahmung eines Künstlers, welcher die strengen Gesichtsformen des ersten Kopfes weicher gestalten wollte. Die scharfen alten Abdrücke in schwarzer Farbe sind selten, da auch eine Tonplatte vorhanden war, welche sogenannte Helldunkel bewirkte. Abdrücke dieser Art wurden zu Dürcr's Zeit in keinem Falle gemacht, obgleich ihm das Verfahren des Ugo da Oarpi bekannt seyn konnte, da dieser schon 1518 auf den Druck in Olair- ohscur zu Venedig ein Privilegium erwarb. Die beiden in Helldunkel gedruckten Christusköpfe deuten auf eine Nachahmung der italienischen l'i'ocedur, welche aber wohl erat nach Dürcr's Tod Eingang fand. Es scheinen aber diese Versuche doch älter zu seyn, als jene von (ioltzius, in dessen Zeit man Dürer'-che Helldunkelbättor herabsetzen wollte. - Graf Leon de l,abordo hat dieses Schweisstuch meisterhaft in Clair-ohscur copirt, und nach dieser Copie gravirte es .1. P. Geuder in Nürnberg auf eine Zinkplatte. 81) Die grosse, l'assion, Originalfolge in 12 Blättern. B. No. 4 — 15. H. 14 Z. 2—7 L, Br. 10 Z. 1—5 L, Baron von Kubmohr (Zur Geschichte und Theorie &c. S. 84) glaubt, dass Dürer die alll'ürmigen Blätter dieser Passion zugleich mit der Apokalypse in Arbeit genommen habe, dass ahoi' nach Herstellung von sieben Platten eine Pause eingetreten sei. Im Jahre 1510 kam aber das Werk zu Ende, da vier Blätter diese Jahrzahl tragen. Dürcr's eigenhändige Theilnahmc am Schnitte erkennt Hr. von Rumohr nur in den alleren Blättern, unter welchen das mit der Trauer über den Tod des Heilandes (lt. No. 12) in einzelnen Figuren mit jenem der Glaubonsmärtyror in der Apokalypse zusammentrifft. Die Blätter mit der Jahrzahl löl<) zeugen nach v. Rumohr bereits zur Hälfte von einer haudworksniässigen Behandlung, welche auf Rechnung von Gehülfen kommt. Zum Beweis nimmt der genannte Schriftsteller vornehmlich das Abendmahl. In der Darstellung der Vorhölle dürfte Dürer viel eingeholfen haben, und noch grössere Theilnahme verrnth die Auferstehung des Herrn. Die Gofangennehm- ung Christi dürfte aber nach Rtimohr vollkommen Originalformschnitt seyn, denn es herrscht bei grüsster Unregelmässigkeit der Behandlung durchbin Geist und Leben. Bartsch hält bekanntlich jene Abdrücke für die. ersten , welche auf der Rückseite den gedruckten lateinischen Text des Frater Chelidonius nicht haben, Heller aber behauptet das Gegenthoil mit der Bemerkung, dass Dürer wohl einigen Freunden Blätter ohne Text mitgetheilt haben könnte, von denen a,ber Bartsch wohl schwerlich eines gesehen habe. Abdrücke dieser Art sind im k. Cabinet zu München, und zwar von einer Reinheit des Druckes, und von einer Harmonie der Farbe, wie sie nur in wenigen Exemplaren mit Text vorkommt. Das Papier ist von feiner Masse, weiss und nicht weit gerippt. Es fühlt sich seidenartig an, ist aber dennoch fest, wenn auch nicht so kräftig als in den alten und schönsten Exemplaren der Ausgabe mit Text. Doch stammt die Papiersorte aus derselben Fabrik. Das Wasserzeichen ist eine Blume auf einem laugen geraden Stengel, ähnlich dem Tag- und Nachtveilchen. Heller ist sicher im lrrthum. wenn er behauptet, dass alle Abdrücke ohne Text aus späterer Zeit stammen. Er musste indessen zugestehen, dass sehr alte und scharfe Abdrücke ohne Text auf Papier aus Dürer's Zeit vorkommen, konnte sich aber nicht entschliessen, sie als unmittelbare Verlagswerke desselben zu nehmen, da er die Meinung hatte, dass der Meister sich durch eine Ausgabe ohne Text am Absätze einer solchen mit Text ge- MouogrammUten. 17 182 A. ©ÜBER. Nr. 350. schadet hätte. Um aber einen Mann für die alten, sehr seltenen Abdrücke ohne Schrift zu finden, musste ihm Andreas Dürer eintreten, da dieser Platten geerbt hatte. Allein den Vertrieb der Abdrücke besorgte Frau Agnes Dürer, welche so gut ihren Vorthcil verstand, als der Meister Albert. Es gibt indessen Abdrücke ohne Text, welche augenscheinlich einer späteren Zeit angehören. Darunter sind solche auf sehr compaktes, aber ziemlich feines, nicht sehr weisses Papier gemacht, welche das Bild noch vollkommen geben, obgleich die Platten schon etwas stumpf waren. Wir sahen Blätter mit dem Wasserzeichen einer Traube, welches vielleicht auf das Augsburger Stadtzeichen deutet. Tm Jahre 1675 veranstaltete der Buchhändler Jakob Koppmayer zu Augsburg eine neue Ausgabe der Passion ohne Text, welche noch sehr gute Abdrücke lieferte. Das Papier ist stark, und hat im Wasserzeichen die Buchstaben WH. Nach und nach aber wurden die Platten immer mehr abgenutzt, und sie erhielten Sprünge. So findet man Abdrücke mit Christus am Oelberge, wo fast durch die ganze Figur des links sitzenden St. Petrus ein Plattensprung sich zeigt. Auch die Gefangennehmung Christi zeigt starke Beschädigungen. — Das schon früh fehlende Titelblatt mit dem leidenden Heilande, welchem ein Kriegsknecht das Rohr reicht, liess It. Weigol für sein Prachtwerk: Holzschnitte berühmter Meister. Eine Auswahl von charakteristischen und seltenen Original - Formschnitten &c., durch Kretzschmar in der Originalgrösse meisterhaft copiren. — Als Vignette behandelt findet man diese Darstellung in: A Treatise on Wood Engraving by J. Jackson (and Chatto). London M49. H. 2 Z. Br. 2 Z. 1 L. In diesem Werke sind auch noch andere verkleinerte Copien, wie : Das Abendmahl des Herrn, B. 4. H. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z. 1 L. Die Kreuztragung, B. 10. H. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z. 1 L. Die Befreiung aus der Vorhölle, B. 14. H. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z. 1 L. 82) Die grosse Passion. Original, Augsburger Ausgabe von 1675. H. 14 Z. 2-7 L. Br. 10 Z. 1-5 L. Heller II. S. 551 kennt nur folgendes Titelblatt: Vassio \ Dominica, \ Quondam Ab Incompa- \ Ra- bili Artißce \ Alberto Dürero \ Norico | Vormis Ligneis Incisa | Et Ex- cusa | Nunc Denuo Recusa | A \ Jacobo Koppmayero Typographo | Augu- stano. | Augustae Vindelicorum | M. DC. LXXV. — Diese höchst seltene Ausgabe der Originalholzschnitte Dürer's hat noch sehr gute Abdrücke. Sic sind ohne Text auf den Kehrseiten. — 1) Das obige Titelblatt, statt des leidenden Heilandes, B. 4. 2) Das Abendmahl, B. 5. 3) Christus auf dem Oelbcrg, B. 6. 4) Die Gefangennehmung, B. 7. 5) Die Geiss- lung, B. 8. 6) Die Ausstellung Christi, B. 9. 7) Die Kreuztragung, B. 10. 8) Christus am Kreuze, B. 11. 9) Der Leichnam des Herrn von Maria und den Frauen beweint, B. 13. 10) Die Grablegung, B. 12. 11) Christus in der Vorhöllc, B. 14. 12) Die Auferstehung Christi, B. 15. — Indem die Blätter dieser Ausgabe auf der Rückseite keinen Text haben, so könnte man sie für erste Abdrücke halten, da Bartsch solche Exemplare für die frühesten erklärt. Heller widerstreitet dem Verfasser des Peintre graveur, und hält die Abdrücke mit Text für die ersten. Allein es ist damit die Sache noch lange nicht entschieden, da Abdrücke ohne Text vorkommen, welche sicher so alt, und eben so schön und scharf sind, als jene mit Text auf der Rückseite. Wir sahen sechs Blätter desselben Papieres, auf welches der Text gedruckt wurde, und es ist wohl nicht zu denken, dass man sie erst dann unter die Presse gelegt hatte, als der Letternsatz bereits in den Repositorien vertheilt war. Das Papier muss in vorkommendem Falle vor allem untersucht werden. In den alten, oder frühesten Abdrücken ist es compakt, aber von feiner Masse, und weit gerippt. Es hält nicht schwer, die neuen A. DURER. Nr. 350. 183 Drucke der Augslmrger Ausgabe von 1675 zu unterscheiden. Obwohl die Kxcmplare derselben noch sehr gut sind, und selten einen kleinen Aussprung zeigen, so haben sie doch bereits an Schärfe verloren. Das Auge des Kenners wird entdecken, dass auf dem immerhin guten und festen, aber neuerem Papier die jungfräuliche Reinheit und Kraft gelitten hat. Die mutmasslichen ersten Abdrücke ohne Text sind sehr selten. 83) Die kleine Patsion. Original-Folge von 37 Blättern. B. No. 16—52. H. 4 Z. 8—9 L. Br. 3 Z. 7 L. Diese Passion gehört zu denjenigen Formschnittworken, in welchen von der Hand des Meisters wenig bewerkstelliget ist, während er einen Tbeil der grossen Passion selbst geschnitten hat, wenigstens nachweisbar in den sieben frühesten Blättern. Die kleine Passion entstand um 1509 und 1510, in einer Zeit, wo Dürer bereits geübte Formschneider zur Hand hatte. Als Original- Formschnitt erklärt R. Wein] nur das Titelblatt mit dem leidenden Heiland auf dem Steine. Diese sitzende Figur ist so geistreich und schön behandelt, wie diess nur dem Meister selbst gelingen konnte. In Weigel's Prachtwerk: Holzschnitte berühmter Meister &c. IV. Heft, ist eine sehr schöne Copie von If. Bürkner. — Die Darstellungen der Passion wurden zu einem Buche vereiniget, indem immer der lateinische Text des Frater Chelidonius auf der Rückseite des vorhergehenden Blattes zum Bilde des folgenden gedruckt, ist. Doch kommen auch Abdrücke ohne Text auf der Rückseite vor, und diese nimmt Heller S. 601 entschieden für jene späteren Datums. Der genannte Schriftsteller meint, Dürer hätte sich am Absätze des Werkes geschadet, wenn Abdrücke ohne Text ausgegeben worden wären, und gibt daher nur zu, dass er allenfalls Freunden Exemplare ohne Text mitgetheilt habe. Dieser Ansicht können wir nicht ganz beistimmen, da Dürer zu viel Spekulationsgeist hatte, dass er es verschmäht haben sollte, die Bilder allein zu verkaufen, da sie auch ohne Text deutlich zum Beschauer sprechen. Wir hatten Gelegenheit, Abdrücke mit und ohne Text zu vergleichen, und darunter Blätter ohne denselben, welche unläugbar das gleiche weisse und feste Papier haben, wie jenes mit Text. Ein vollständiges Exemplar ohne Text im k. Oabinet zu München ist so schön und so vollkommen bis in's kleinste Detail gedruckt, dass es unstreitig der Textausgabe vorangeht. Die Platten sind auf jenes feine, aber feste Papier abgezogen, dessen er sich auch zum Kupferdrucke bediente. Dagegen fanden wir auch einzelne Blätter ohne Schrift von einer anderen Sorte, aber ebenfalls alten Papiers, welches aber wieder mit bedruckten Exemplaren stimmte. Sic sind eben so schön und scharf, als die anderen, und wenn daher die Passion nur im späteren Drucke ohne Text vorkommt, so gibt es auch eine spätere Ausgabe derselben mit Text. Allein letzterer ist immer jener des Chelidonius, und mit den alten Lottern gedruckt. Wenn die Exemplare ohne Text häufiger wären, als Jane mit der Schrift, könnte man glauben, dass nach Dürer's Tod, allenfalls in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die Platten für sich abgedruckt wurden, allein die Blätter ohne Text sind nicht häufiger, als jene mit diesem; ja in Exemplaren mit dem alten Papier der bedruckten Passion sogar sehr selten. Möglich aber wäre es, dass in Venedig Abdrücke ohne Text gemacht wurden, vielleicht auf Veranlassung des Donato Rasciotti, welcher 1612 eine Ausgabe mit Text von Pater Mauritius Monis veranstaltete. Allein er erhielt die Platten noch im vollkommenen Zustande, wie diess der ziemlich nachlässige Druck der Venezianischen Ausgabe beweiset. Auch das Papier hält deinen Vergleich aus mit dem schönen und festen deutschen Papier, dessen sich Dürer bediente. Uebrigens ist es sehr schwer, die Priorität 17* 184 A. DURER. Nr. 350. der Dürer'schen Holzschnitte mit oder ohne Text zu bestimmen. Wenn gleich die Ausgabe mit Text grössere Unkosten verursachte, so konnte es dem Meister doch gleich seyn, die Bilder allein hinzugeben, vielleicht zu geringerem Preise, da er mit Text die in jener Zeit nicht unbedeutende Summe von drei Goldes verlangte. Auch ist es kaum zu glauben, dass die Textausgabe so gering war, dass er zuletzt zur Befriedigung der Nachfrage die Bilder für sich abdrucken musste. Beide Abdrücke sind aber gleich vorzüglich, jene ohne Text noch reiner und schärfer, nicht so fett und schwarz, als gewöhnlich die mit den Versen des Chelidonius. Per Buchdruckerpresse hat sich beim Bild- druck Dürer wohl nicht bedient, und mau ist berechtiget, ihm die Erfindung einer eigenen Presse zuzugestehen. In diesem Falle musste er auf einen hinlänglichen Vorrath von Abdrücken für den Buchdrucker bedacht seyn, und es ist kaum zu läugnen, dass dieser grösser war, als der Bedarf zum Drucke der Passion mit Text. In diesem Falle mussten Exemplare mit den Bildern allein vorhanden seyn, und wenn nicht eine neuere Papiersortc, oder andere Zufälligkeiten eines späteren Druckes vorhanden sind, so kann man wohl annehmen, dass, die Ausgaben ohne Text erster Art sind. Die Abdrücke alter Blätter sind aber nie durchgehends gleich. Desswegcn findet man auch Exemplare mit Text, welche weniger klar, schwärzer oder schwächer im Tone sind, als andere. Dass die Holzplatte unmittelbar vor dem Einlegen in die Buchdruckerpresse abgezogen wurde, um das weitere Einsprengen mit Wasser zu verhüten, können wir nicht glauben. Ueber eine Druck- Varietät des Blattes mit der Vertreibung aus dem Paradiese B. 18, s. oben No. 56. — Heller beschreibt verschiedene Copien nach den Blättern der kloinen Passion, du Verzeichnis* derselben lässt sich aber noch vermehren. In neuester Zeit schnitt C. Deis in Stuttgart diese Darstellungen meisterhaft nach. Unten No. 90 machen wir auf diese Copie aufmerksam. Andere Copien sind in folgendem Werke : Die Episteln and Evangelien mit Snmiuarion, Gebeten and Sprachen &C. Mit 84 Holzschnitten. Berlin, evangelischer Kirchenverein 1852.— Die Grablegung Christi, B. 44, copirte E. Sotaiu für L'istoire des peintres de toutes les ecoles —, par Oh. le Blanc. II. 4 Z. 8 Z. Br. 3 Z. 6 L. 84) Die kleine Passion in der Original - Folge, Venediger Ausgabe unter dem Titel : l.a \ Passione \ Di N. S. Gieso Christo \ D'Alberto Dv- rero | Di Norimbergo. \ Sposta in ottave rime de P. H. Mauritio Moro etc. In Venetia M. DC. XII. Auf diesem Titclblatte ist auch das Bildniss Dürer's, ein schlechtes Produkt des Grabstichels, nicht jenes, auf welches Heller No. 1958 verweiset. Auf Blatt A. 2. steht die Dcdictitien an den schon auf dem Titel genannten Ersherzog Ferdinand von Oester- reich d. d. 7. April 1612, und unterschrieben von Donato Rasciotti. Auf der Stirnseite des dritten Blattes folgen zwei Sonette des M. Moro an den Erzherzog, und auf der Rückseite beginnen die l'ropositione, Invocationo a Maria Vorgine, und enden auf der ersten Seite des vierten Blattes. Auf der Rückseite nehmen die Gedichte zn den gegenüberstehenden Holzschnitten ihren Anfang. Jedes Gedicht nimmt eine Blattseite ein, und besteht aus drei achtteiligen Strophen. — Bartsch hatte die Holzschnitte der Venediger Ausgabe nicht gesellen, und scheint sie für Copien gehalten zu haben, weil er S. 121 die Copien No. 16, 17 u. 18 in die genannte Ausgabe versetzen möchte. Allein sie enthält Abdrücke der Originalplatten, und die Copien hei Bartsch gehören in die von Mommart veranstalteten Nachbildungen. — Die Holzschnitte der Venediger Ausgabe weichen von der von Bartsch angenommenen Ordnung ab, nämlich No. 17—20, 22, 23, 21, 24 — 32. Nach No. 32 ist No. 31 wiederholt, von der darauffolgenden No. 33 an ist aber die A. DÜRER. Nr. 350. 185 Ordnung bei Bartsch eingehalten. Die Zahl von 37 Blättern ist indessen nur desswegen voll, weil No. 31 zweimal vorkommt. Dagegen fehlt die Titelvignette mit dem Meidenden Heilande. Heller gibt die Blätterzahl irrig auf 40 an. Auch weisen die Custoden nicht bis K. 2, Wie dieser Schriftsteller S. 604 angibt, sondern bis L. Dieses Blatt hat auf der Stirnseite (bis jüngste Gericht, und auf der Rückseite beginnt die Esortation a mortali, welche auf der Rückseite des folgenden Blattes schlicsst. Darunter steht: // fme. Die Abdrucke dieser seltenen Ausgabe sind noch sehr gut, laden die einzelnen Striche und Schraf- firungen der Edition von tBli noch sümmtlich kenntlich sind. Der Druck ist aber zum Theil höchst nachlässig. 85) Die kleine Passion, die sogenannte Mommarl'schc Copie, B. No. 16 — 52. Höhe des Originals 4 Z. 8 — 9 L., Br. 3 Z. 7 L. Bartsch kannte von dieser schönen Copie nur drei Blätter, Heller zählt aber deren 33 auf. Letzterer sagt, dass auf dem ersten Blatte mit dem leidenden Heilande oben in beweglichen Lettern folgender Titel stehe: FIGVRAE | PASSIONIS DOMINI | NOSTRI 1ESV CHRISTI. Wir fanden dieses Blatt ebenfalls vor, glauben aber nicht, dass es ein Bestandteil der Mommart'schen Passion sei. Sie erschien unter dem Titel : Historia passionis Dornini nostri Jesu Christi ab Alberto Dunro delineata. Bruxcllae Excudcbert Joannes Mommartius. Auf diesem Titelblatt ist der sitzende Heiland nach dem Worte ..delineata" eingedruckt. Vor der Bilderreihe ist die Dedicationt ll' 1 " admodum ac nob. m " Domino Di Philippe Chifletio Abbati Balermensi et Ecclesiae Vesontinae Vicario generali elegantioris coelaturae porito aestimatori harte Christi patientis historiam Alberti Dureri manu delineatam Joannes Mommartius typographus Bruxellensis novo^üguum instauratae nuper offleinae sitae foetum. L. M. D. I). C. Q. ^^H|V. — Diese Copicn sind von den Originalen am leichtesten in den Köpfen zu unterscheiden, derjenige aber, welcher mit Dttrcr's Zeichnung weniger vertraut ist, muss auf die von Bartsch und Heller angegebenen Merkmale nebten, um nicht getäuscht zu werden. Die Blätter sind ziemlich in der Grösse der Originale, und von derselben Seite. 86) Die kleine Passion, in neuen Drucken, unter dem Titel : Events in the life of Jesus Christ, edited by II. Cole. London 1844, 4. — Diese Ausgabe enthält die vollständige Passion, B. No. 16 — 52, angeblich von den noch gut erhaltenen Platten. Allein ein grosser Theil der Darstellungen scheint auf Stein übergetragen zu seyu. Ks gibt eine Ausgabe auf weisses Papier, eine solche mit Tonplatten, und Pergament- Drucke. 87) Die kleine Passion in (Kopien von Virgil Solis , welche weder Bartsch noch Heller anführen. Sie kommen in folgendem Bache vor: Passional. Inn Welchem mit sonderm jleiss in schone Figuren zusammengebracht sein die fürnembsle historie un geschieht des lebens, leidens ufi Sterbens unsers Herrn Jesu Christi &c. Getruckt zu München durch Adam Berg. Aüo 1572, 4.— Diese seltene Ausgabe enthält 41 Blätter mit den Darstellungen der Passion, und einigen andern Scenen. 88) Die kleine Passion in verkleinerten Copicn, auf welche Heller S. 610 aufmerksam macht, ohne bestimmen zu können, in welchem Buche sie vorkommen. Dieses hat den Titel: Betbüchlin mit dem Calender und Passional Doct. Mart. f.uth. Wittenberg, Gedruckt durch Hans l.uffl 1558, kl. 8. 89) Die kleine Passion, nach Bartsch und Heller in Copien von Anton »'on Worms, nach Dürer's bekannten Kupferstichen. H. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 1 L. — Diese Blätter können nicht als Copien nach Dürer betrachtet werden, da sie eine gänzlich verschiedene Composition dar- 186 A. DÜRER. Nr. 350. bieten. Dürer's Holzschnitt- und Kupferstichpassion scheint dem A. von Worms nur im Allgemeinen Veranlassung zur Produktion in der Weise unsers Meisters gegeben zu haben. Heller sah nur sechs Blätter mit dem Monogramme des A. v. Worms, glaubt aber, er habe die ganze Dürer'sche Passion copirt. Die Zahl der Blätter wird sich höchstens auf 16 belaufen, da sie zu einem Buche mit folgendem Titel gehören: Die XVI Dachreise. Cöln 1530, oder 1531. Der Text ist mit gothi- schen Missaltypen gedruckt. Die Folge scheint aber auch als Bildwerk ausgegeben worden zu seyn, da man Abdrücke ohne Text auf der Rückseite findet. 90) Die kleine Passion, in sehr gelreuen Copien von dem Formschneider C. Deis in Stuttgart, in der Grösse der Originale. Diese Nachbildungen erschienen von 1851 an in 33 Blättern in Tondruck, welcher die älteren graulichen Abdrücke nachahmt. Wenn die Platten auf altes Papier des 16. Jahrhunderts abgedruckt wären, könnten minder geübte Liebhaber getäuscht werden. Das Werk erschien unter dem Titel: Die kleine Passion von Albrecht Dürer. Herausgegeben von C. Deis Stuttgart 11)56, im Verlage des Formschneiders. Auf Cartons in gr. 8. 91) Die Offenbarung des Johannes, in 15 Darstellungen. B. No. 60—75. H. 14 Z. 6 L. Br. 10 Z. 3 — 6 L. Bartsch und diejenigen, welche seine Ansicht theilen, wollen bekanntlich nicht zugeben, dass Dürer selbst das Schneidmesser an die Platten der Apokalypse gesetzt habe. Baron von Rumohr aber, und die übrigen Verfechter der Eigenhändigkeit von Malerformschnitten, finden auch in den Blättern der Offenbarung des Johannes die Merkmale der Hand Dürer's, und dessen all- niähligen Fortschreitens zur höchsten Meisterschaft. Für den ersten Versuch hält von Rumohr das letzte^Üatt der Folge, jenes mit dem den Drachen bindenden Engl i die Zeichnung sichtlich den Schwierigkeiten des l , 'onnscbneidcn3^pK - legcn, und schwächer ist, als in Ansehung der Charakteristik. Zweitens, weil, bis auf wenige sehr ungeschickte, auch missrathenc Versuche in dem Gewände des vorderen Engels, die Kreuzschraffirungen durchhin vermieden sind; weil im Zusammensetzen der Strichlagen von entgegengesetzter oder doch abweichender Richtung, wie in der Art die Faltenbrüche anzudeuten, viel Unentschiedenheit sich verrätb. Die Anbetung des Lammes scheint dem genannten Kritiker eine zweite Stufe zu bezeichnen. Die Kreuzschraffirungen häufen sich, und gelingen, jugendliche Anmuth, Feinheit der Charakteristik ist dem Künstler nicht mehr unerreichbar. Eines der spätesten, aber meisterlichsten Blätter ist nach B. v. Rumohr jenes mit dem siebenköpfigen Drachen. Hier schwinden mehr und mehr die Noth- behelfe und die technisch misslungenen Stellen, und es tritt hingegen das künstlerische Feuer an den Tag. Köpfe und Extremitäten sind durchHin mit Feinheit, die Schöne auf dem Drachen mit besonderer Gunst behandelt. Dürer erreichte in diesem Blatte eine malerische, magische Wirkung. Ein Werk dieser Art musste allerdings zur Nachbildung reizen, und da Dürer einmal den technischen Weg des Formschnittes geebnet hatte, so konnte es auch nicht fehlen, dass bald andere tüchtige Arbeiter denselben betraten. Die Gegner der Eigenhändigkeit von Malerformschnitten möchten aber wohl eher zugeben, dass irgend ein Gehülfe unter Leitung des Meisters jene Schwierigkeiten überwunden habe. Allein Dürer war um 1495 — 1498 wohl noch nicht in der Lage, von Gesellen Arbeiten ausführen zu lassen, welche wohl zur Sicherung seiner eigenen Existenz unternommen wurden. Wir haben kein Werk, welches bis dahin mit der Apokalypse verglichen werden kann, und es wäre wohl ungerecht, dem Dürer das Verdienst der Ausbildung der Technik des Formschnittes abzusprechen. A. DÜKER. Nr. 350. 187 Der Copist der apokalyptischen Bilder, worunter man gewöhnlich den Hieronymus Greff versteht, hatte viel leichtere Arbeit, da es nur galt, Strich für Strich nachzuschneiden, während Dürer sich seine Technik schaffen musste. A. Dürer sah sich auch genöthiget, die von Pleyden- wurf construirte einfache Galgenpresse zu verbessern, unter welcher die grossen Blätter der Schedel'schon Chronik und des Schreins des Heils hervorgingen. Grosse Platten wurden höchst wahrscheinlich nicht in der Buchdruckerpresse abgedruckt, kleinere Stöcke aber wurden in den Letternsatz aufgenommen. Dürer blieb in Folge seines erfinderischen Geistes nicht bei dem alten Verfahren stehen, da die alten und reinen Abdrücke seiner Holzschnitte und Kupferstiche so vollkommen gedruckt sind, wie kein anderes Werk der früheren fränkischen Schule. Um aber dem Drucke die möglichste Vollkommenheit zu geben, waren verschiedene Versuche nothwendig, was Dürer als Drucker so gut erfahren hat, als irgend ein moderner Form- und Kupferdrucker. Unter seinem Vorrathe von Abdrücken, welche dann der Buchdrucker zum Aufdrucken des Textes erhielt, blieben sicher viele Blätter ohne Text, welche er zu vollständigen Exemplaren der Apokalypse vereinigte, um sie an hohe Gönner und Freunde zu senden. Diese Erstlinge, welche jetzt äusserst selten vorkommen, sind viel schärfer und reiner im Drucke, und haben feines, doch kräftiges und leicht geripptes Papier, dasselbe, auf welches in den schönsten und seltensten Exemplaren deutscher Text gedruckt ist. Bartsch erklärt ebenfalls die Abdrücke ohne Text für die ersten, unterscheidet aber nicht die späteren Drucke dieser Art, welche augenscheinlich schwächer, und auf ein anderes, festeres Papier gemacht sind. Heller verwirft bekanntlich jene Priorität der Abdrücke gänzlich, indem er Bartsch entgegen die Exemplare mit deutschem Text für die frühesten erklärt. Diese Abdrücke sind jedenfalls sehr rein und scharf, und von kräftiger Schwärze, es finden sich aber dennoch ganz gleiche Abdrücke ohne Schrift, welche sicher eben so alt sind, nur unbedruckt blieben. Das vollständige Werk dürfte aber äusserst selten im ersten Drucke vor dem Text vorhanden seyn. Im k. Cabinet zu München sind nur drei Blätter dieser Categorie. — Die erste Gesammtausgabe mit deutschem Text, deren Titel Heller S. 633 angibt, erschien 1498, die Abdrücke sind aber nicht schöner, als jene der dem genannten Schriftsteller unbekannten Ausgabe mit lateinischem Texte von demselben Jahre. Sie erschien unter folgendem Titel: Apocalypsis | cum figuris. Am Endo: Impresso Nurnberge per Alberlum Durer pictorem. Anno Christiano milesimo quadringenlesimo nonagesimo oetavo. In beiden Ausgaben ist das letzte Blatt, der Engel mit Schlüssel und Kette, auf der Rückseite ohne Text. Die Sorte des Papiers beider Drucke ist nicht dieselbe. Das Papier der Ausgabe mit deutschem Text, welcher Heller die Priorität einräumt, ist m den frühesten Exemplaren weiss und ziemlich compakt, und die glattcOber- fläche fühlt sich seidenartig an. Es wurden aber auch Abdrücke auf sehr kräftiges, doch nicht minder feines Papier gemacht. Ein solches wurde ebenfalls zur Ausgabe mit lateinischem Texte benutzt. Nach den Abdrücken zu urthcilen, welche uns zum Vergleiche vorlagen, herrscht hinsichtlich der Schönheit und Schärfe des Druckes der Bilder beider Ausgaben kein auffallender Unterschied. Hält man dagegen die alten Exemplare mit jenen der Ausgabe von 1511 zusammen, so zeigt sich bereits ein entschiedenes Abnehmen an Feinheit und Reinheit des Druckes, besonders den Probeblättern ohne Text gegenüber. Die Abdrücke von 1511, welche Heller S. 635 als jene der zweiten Art nimmt, haben auf der Rückseite zwei Text-Columnen, und wenn der genannte Schriftsteller nur diese und die deutsche Ausgabe zum Vergleiche 188 A. DÜRER. Nr. 350. nahm, so konnte er allerdings den Blättern mit deutschem Text den Vorzug geben. Doch liegt zwischen diesen und den letzteren Abdrücken von 1511 eine grosse Abstufung. Man findet daher die Folge der apokalyptischen Bilder bliebst selten in ganz gleichem Drucke. — Das Titelblatt zu dieser Folge, welches Johannes auf l'athmos zeigt, gehört zu den seltensten IJostandthoilon derselben. In R. Woigcl's Prachtwerk: „Holzschnitte berühmter Meister &c. IV. lieft. Leipzig 1851", ist aber eine höchst getreue Copie von II. Bürkncr in der Grösse des Originals. — In derselben Grösse sind auch Copien aus dem Verlage dos Jeronymus Greff von Frankfurt, welche 1502 zu Strassburg erschienen, und den Meister Dürer mit Hecht in Harnisch brachten. Er nahm daher ein kaiserliches Privilegium gegen die weitere Verbreitung durch den Nachstich, und Greff ist gemeint, wenn er in der Schlussschrift zur Ausgabe von 1511 sagt: Heus tu insidialor : ac alieni la- boris : et inyenij: sarreptor : ne manus temerarias Ms nnstris operibus inicias etc. Heller findet es unbegreiflich, warum Bartsch und Brulliot das auf den Copien vorkommende Monogramm auf Ilieronymus Greff erklären, indem kein 6' in demselben enthalten sei. Heller liest nämlich MF, allein das Zeichen besteht aus den Buchstaben IVF, und es ist Jeronymus Pou Frankfurt zu lesen. Die Erklärung gibt die Schlussschrift: Gedruckt zu Strassburg durch .Iheronymum Greif maier, genannt von Frankfurt &c. — Ausser Greff's Copien haben wir auch verkleinerte Nachbildungen von Corncl van Sichern in folgendem Buche: Der Zielen Lusthof, inhoudende het F.even ende Leyden onses heeren Jesu Christi. Tot Löwen by Isbrandt .lacobsz door P. ./. I'aels 1620, 8. Die Bildet sind von der Seite des Originals in Holz geschnitten. 92) Das Leben der Maria, Folge von 20 Blättern. B. No. 76 — 95. H. HZ. Br. 7 Z. 9 L. Dieses vortreffliche Werk, welches bekanntlich 1511 mit den Gedichten des Frater Chelidonius auf der Rückseite erschien, beurkundet nach B. von Rumohr (Zur Geschichte und Theorie &c. S. 86) noch eine grosse Theilnahnie Dttrer'j am Formschnitte. Doch schreibt ihm dieser Schriftsteller gerade nicht die glanzvollen, mit viel Eleganz geschnittenem Blätter zu, wie des Tod der Maria, und deren Himmelfahrt. Technische, auf einer streng geregelten Methodik gegründete Eleganz mussten wohl ausserhalb Dürer'! Streben liegen, und die Gewöhnung an eine freiere üeistesthätigkeit würde ihn an der Erreichung einer bloss äusserlichen Virtuosität sogar gehindert haben. Heller S. 655 behauptet gegen Bartsch, dass die ersten Abdrücke jene mit lateinischem Texte auf der Rückseite seien, allein Bartsch hatte vollkommen Recht, noch frühere Drucke ohne Text anzunehmen. Es mögen allerdings spätere Abdrücke ohne Text vorkommen, da, die Platten wahrscheinlich nicht so bald zu Grunde gingen oder unbrauchbar xMjden, wir sahen aber nicht nur einzelne Blätter, sondern auch eine fast eomplote F'olge von Abdrücken ohne Text, welche entschieden das Gepräge der Priorität tragen. Eine solche ist im k. Cabinet zu München, und zeigt hinsichtlich des Druckes eise Kraft und Klarheit in den Linien und Schraffierungen, wie sie in den Abdrücken mit Text wohl nur selten vorkommt. Das Papier ist weiss und fein, aber doch sein' fest, wie jenes, dessen sich Dürer zum Drucke seiner schönsten Stiche bediente. Die vollständige Bilderreihe dürfte aber in diesem Zustande äusserst selten seyn, obgleich wir glauben, dass Dürer Exemplare ohne Text ausgab. Sie stammen aus seiner eigenen Druckerei, in welcher er auch die nöthige Anzahl von Bogen für den Buchdrucker abziehen Hess. Den Druck vertraute er wohl nie der Buchdruckerpresse an, da die Bilderbogen nach Belieben zum Textdrucke befeuchtet werden konnten. In vollständigen Prachtdrucken fehlt auch das Titelblatt mit A. DÜRER. Nr. 350. 189 der Madonna auf dem Halbmonde nicht, es ist aber ebenfalls ohne Schrift. Unter den Exemplaren mit Text sahen wir nur einige Bilder, welche auf das erwähnte leine und compakt.e Papier abgezogen waren. Dagegen sind im k. Cabinotc zu München Abdrücke, mit Text von grüsstcr Reinheit und Schärfe, zu welchen ein festeres, abe ' ebenfalls feines Papier verwendet wurde. In diesem sind die Custoden rechts unten aiilgesteinpelt. Das Titelblatt, mit der Madonna, auf dein Halbmonde Hess K. W'eigo] für seine Auswahl von schönen, charakteristischen und seltenen Originalformschnittcn berühmter Meister, Leipzig 1851 ff., durch Flegel meisterhaft, copiren, und zwar in der Grösse des Originals. Als Vignette behandelt findet man diese Darstellung in: A Treatise on Wood Engraving — by .1. Jackson {and Cliatlo). London i039, II. 2 Z. Br. 2 Z. In diesem Werke sind auch noch andere Copien: Die Geburt der Maria, II. No. 80. II. 4 Z. 3 L. Br. 3 Z. 1 L. Die Ruhe der hl. Familie in Aegypten. B. No. 90. IL 4 Z. 4L. Br. 3 Z. 1 L. — In der Histoire des peintres de toutes les ecoles — par Ch. le Blaue, sind folgende Cnpien: Die Verlobung der Maria. B. No. 82. Nach dem Stiche von Marc Anton, geschnitten von E. Solain. H. 7 Z. 7 L. Br. 5 Z. 5 L. Christus nimmt Abschied von der Mutter. B. No. 96. Nach dem Holzschnitte bearbeitet, von Tamisier. IL 5 Z. 5 L. Br. 3 Z. 9 L. Abdrücke von diesen beiden Plattes findet, man auch in The Art- Journal 1851. — Moderne Copien ans der Folge des Lebens der Maria sind auch in folgendem Werke : DU Episteln, und Evangelien mit Summarien, Gebeten und Sprüchen etc. Mit ll r > Holzschnitten. Berlin, evangelischer Büeherverem tli"t'2. — Im ersten Hefte des Albrecht Dürer Albums, dessen wir No. 58 erwähnt haben, ist eine Copie der Flucht nach Aegypten in der Grösse des Originals, No. 59 unsers Verzeichnisses. Im zweiten Hefte' ist eine solche Copie des Blattes B. No. 78. Ks stellt den in einer Landschalt knieenden Joachim vor, wie ihm ein Engel die Geburt der Maria verkündet. Mine Copie der Anbetung der Könige, B. No. 89, ist oiien \o. «2 beschrieben, und eine solche der Himmelfahrt oder Krönung Maria, hoben wir No. 69 angezeigt. Die Herausgeber des AlbrechtDörerAlbums richten ein besonderes Augenmerk auf das Leben der Maria, dl alle früheren Copien von Bedeutung auf Kupfer ausgeführt sind, und die Original-Holzschnitte im schönen '•rucke zu den grossen Seltenheiten gehören. 93) Das jüngste Gericht, mit dem Heiland nul dem Regenbogen. B. No. 124. IL 9 Z. 6 L. Br. 6 Z. 5 L. Dieses Blatt zählt Bartsch *0 Dürer's Werken, es scheint aber von IL Schäuffelein geschnitten z n seyn, wahrscheinlich nach einer Zeichnung von Dürer. Im ersten Drucke fehlt das Monogramm desselben, im zweiten steht es oben nach links. Wir haben das Zeichen unter No. 9 im Facsimile gegeben. 94) Das Jüngste Gericht. IL 10 Z. 9 L. Br. 8 Z. 1 L. Diese Barstellung kennen Bartsch und Heller nicht. Wir finden das Blatt hl R. Weigel'S Auktions-Catalog 1854 No. 2009 erwähnt. Es gibt neuere Abdrücke, lieber die Aechtheitdes Blattes spricht sich Weigel nicht aus. 95) Die hl. Dreifaltigkeit t8tl. B. No. 122. IL 14 Z. 7 L. Br. 10 Z. 8 L. Dieses Blatt wird als ein Meisterstück von Dürer's eigener Rand betrachtet, R. W r oigcl, Kunstkatalog No. 15,254, kann aber dem nicht beipflichten. Ihm scheint das Meiste darin (lehülfonarbeit, oder V( m Holzschneidern von Profession zu seyn. B. von Rumohr (Zur Geschichte und Theorie S. 88) möchte In der widrigen Verkürzung des yhristusantlitzcs, In den stumpfen Profilen einiger Engel sogar die •rttlion, unheilverkündenden Vorboten der Epoche des Heinrich Goltzius ^'kennen. Die Compositum ist. indessen bewunderungswürdig. August Küntzel hat diese Darstellung mit der Feder auf Stein copirt: Sechs 190 A. DÜRER. Nr. 350. der schönsten und seltensten Holzschnitte von Albrecht Dürer, Berlin 1832, gr. fol. Ueber eine: kleine originalseitige Copie s. das Monogramm CR mit dem Kreuze. Es ist das Buchdruckerzcichen des Johannes Crato von Wittenberg. Verschiedene Heilige. 96) Die zwölf Apostel stehend, je zwei auf einem Blatte, rechts und links einer kandelaberartigen Säule. Im oberen schmäleren Rande sind Zettelchen mit den Namen der Apostel in lateinischem Typen- druck aufgeklebt, im unteren breiten Rande die Sätze des Credo in deutscher Schrift. Vier Blätter haben die Jahrzahl 15111. H. 10 Z. 2 L. Br. 6 Z. 7 L. — Heller No. 2007, und Ilcinccke, N. N. I. S. 186 No. 26, führen nur das Blatt mit Judas und Mathias an; F. v. Bartsch, die k. k. Kupferstich-Sammlung in Wien S. 280, beschreibt aber alle sechs Blätter. Nach der Ansicht dieses Schriftstellers stammen sie sicher aus Dürer's Schule. 97) Der grosse St. Christoph mit dem Jesuskinde durch das Wasser gehend. Links oben das Monogramm, und 1525. IL 16 Z. 6 L. Br. 6 Z. 10 L. — Dieses von Bartsch No. 105 erwähnte Blatt, wurde in neuerer Zeit von Küntzel auf Stein copirt: Sechs der schönsten und seltensten Holzschnitte von A. Dürer, lierlin 1032, gr. fol. 98) Der hl. Christoph mit einem grossen Stocke in den Händen durch den Fluss schreitend. Er trägt das Jesuskind auf der Schulter, und rechts am Ufer bemerkt man den Eremiten. Links oben ist der Mond von Strahlen umgeben. IL 11 Z. IL. Br. 8 Z. 2 L. — Bartsch zählt dieses von Hauer zurückgewiesene Blatt im Appendix No. 16 auf. Der Schnitt ist geistreich, und die Zeichnung sicher von Dürer. Man kann also dieses Blatt aus dem Appendix nehmen. — In neuester Zeit kam zu München die noch gut erhaltene Platte zum Vorschein. Zu Anfang unsers Jahrhunderts besass sie Herr von Dcrschau, welcher Abdrücke machen Hess. Der .jetzige Besitzer ist Herr Direktor Ilauser in München. Er Hess ebenfalls einige Abdrücke machen. 99) St. Christoph mit dem Kinde, gegen rechts schreitend, fast Kniestück. Unten liest man : Bilt für mich du havligcr sant crisloffel H. mit der Schrift 5 Z. Br. 3 Z. 3 L. — Dieses Blatt, welches Bartsch und Heller nicht kennen, ist in R. Wcigel's Auktions-Catalog von 1854 No. 2010 unter dem Werke Dürer's erwähnt. 100) Der hl. Christoph mit dem am Ufer knieenden Dr. Scheurl, IL No. 2014. IL 6 Z. 5 L. Br. 4 Z. 5 L. — Dieses Blatt kommt im ersten Drucke in folgender Schrift vor: Epistola Docioris Scheurli ad Charitatem Abbatissam Sanctae Clarae de laudibus Familie Pyrkheimer etc. Nürnberg, F. Peypus 1515, 4. — In dem von Heller erwähnten Buche: Viertzig sendbriefe aus dem Latein in das Teutsch gezogen etc. von Dr. Scheurl 1515 bei F. Peypus verlegt, ist noch ein anderer gleich grosser St. Christoph. Er hält einen Baumstamm in den Händen, und das Kind sitzt auf den Schultern. Der Eremit steht links am Ufer, und rechts unten erhebt sich ein Fisch. Dicss ist wahrscheinlich das von Heller No. 2011 erwähnte Blatt. 101) Die hl. Barbara mit dem Kelche, sitzend. B. App. No. 24. II. 8 Z. 9 L. Br. 5 Z. 11 L. 102) St. Catharina mit dem Buche, sitzend. B. App. No. 25. Iß der Grösse des vorhergehenden Blattes. — Diese beiden Blätter sind sicher von IL Schäufelin. Im ersten Druck fehlt das Zeichen Dürer'Si und somit wurden sie erst später dem Werke unseres Meisters beigefügt- 103) St. Sebastian. Er ist links an den Baumstamm gebunden, und rechts zielen zwei Männer mit Pfeilen auf ihn. Rechts oben Dürer's A. DÜKER. Nr. 350. 191 Zeichen. H. 4 Z. 8 L. Br. 3 Z. 8 L. — Dieses Blatt, welches Heller No. 2025 ganz über Bord wirft, hat bereits in alten Abdrücken Dürer's Zeichen, nicht bloss in neuen. Es scheint eine Skizze von Dürer zu Grunde zu liegen. 104) Die .Enthauptung der hl. Barbara. Sie kniet nach rechts gewandt, und vor ihr steht der Kelch mit der Hostie. Hinter der Heiligen zieht ein gekrönter Mann das Schwert, und im Grunde ist eine Felsenpartie mit liäumcn. Ohne Zeichen, Durchmesser 2 Z. 8 L. — Heller No. 2042 führt dieses schöne und sehr seltene Blatt nur nach einem alten Verzeichnisse an, und nennt die Heilige irrig St. Catharina. Es ging sicher aus Dürer's Schule hervor, der Schnitt ist aber nicht von ihm. 105) St. Georg zu Pferd den Drachen durchbohrend. B. No. 111. H. 7 Z. 10 L. Br. 5 Z. 4 L. Dieses schöne und seltene Blatt streicht Baron von Rumohr (Zur Gesch. u. Theorie &c. S. 95) aus der Reihe der Dürer'schen Arbeiten, und möchte es dem Georg Pencz zuschreiben. Dem genannten Schriftsteller scheint der hl. üeorg iii's Venezianische sich zu neigen, so dass ihn l'encz in Italien geschnitten haben müsste. In der Form herrscht allerdings etwas Kühnes, dabei aber auch eine solche Sicherheit des malerischen Schnittes, wie sie in Holzschnitten nach Dürer selten vorkommt. R. Weigel erklärt daher dieses meisterhafte Blatt für Dürer's eigenhändige Arbeit, und gibt in seinem Prachtwerke : Holzschnitte berühmter Meister. Eine Auswahl von Originalformschnitten &c, eine treffliche Cojiie. Sie ist von Krüger in Leipzig gefertiget. Ca 106) St. Stephan, St. Gregorius und St. Laurcntius, stehend in ganzen Figuren. B. No. 108. H. 7 Z. 10 L. Br. 5 Z. 4 L. — Bisher fanden sieh nur in Kupfer gestochene Copien, im Albrecht Dürer Album, dessen wir No. 58 erwähnt haben, ist aber eine neue gleich- grosse Copie in Holzschnitt, welche jedoch nicht bis zur Täuschung getreu ist. Der Formschneidei' begann damit das Werk. 107) Die Messe des hl. Gregorius tStl. B. No. 123. H. 11 Z. Hr. 7 Z. 8 L. In diesem Holzschnitte ist die verständige und geistreiche Zeichnung in vollem Einklänge mit der meisterhaften Schnittweise, so dass man ein eigenhändiges Werk Dürer's vermuthen muss. — Die neueste Copie dieses Blattes ist in dem Werke von J. Weale: Divers Works ofearly Maslers in Christian Decoralion. London 1046, gr.fol. 108) Der kleine hl. Hieronymus. Er kniet nach links gewendet v or dem Buche und Crucifixe, und schlägt mit dem Steine nach der Brust. Hinter ihm rechts liegt der Löwe. B. No. 115. Durchmesser 2 Z. 2 L. — Dieses sehr seltene Blättchen wurde in neuester Zeit von fjarl Kappes in Frankfurt so täuschend copirt, dass es dem geübtesten Auge schwer wird, die Copie vom Originale zu unterscheiden. Beide *ind ohne Zeichen, und kein abweichendes Merkmal ist anzugeben. Man muss daher darauf sehen, ob das Blättchen Holzschnitt oder Ra- dirung ist. Kappos hat das Original auf Kupfer nachradirt. G. L. Kohl- oacher in Frankfurt ist der Besitzer der Platte. 109) Der hl. Hieronymus mit dem Cardinalshut in seinem Zimmer, Welches rechts durch die offene Thüre die Aussicht auf die Strasse gewährt. Er zieht dem Löwen den Dorn aus dem Fusse, kl. fol. — *"> äusserst seltenen alten Abdrucke ist auf der Rückseite der mit ^chreibzügen g Cz j cr tc Text: Über epistotarum Sancti Hieronimi (1497). r*e Platte wird auf der Bibliothek in Basel aufbewahrt, und sie wurde 'n neuerer Zeit wieder abgedruckt. Unten steht im Typendruck: *, fol- Dieses Werk, welches auch in Ausgaben von 1502, 1517, 1521 &c- vorhanden ist, hat viele Holzschnitte, welche wahrscheinlich von A. Dürer herrühren, da sie wenigstens in der Zeichnung das Gepräge der früheren Werke dieses Meisters tragen. Das Wappen des Florian Wald- auff, H. No. 2151, und die fünf kaiserlichen Wappcnschilde, B. No. 158, gehören ursprünglich in dieses Werk, und wurden schon früher dem Dürer zugeschrieben. Bei genauerer Untersuchung würden wahrschein- A. DÜKER Nr. 350. 195 lieh bereits alle Blätter im Buche der hl. Brigitta dem Werke Dürer's einverleibt worden aeyn. Sie fallen bald nach der Zeit, in welcher unser Meister die Offenbarung des Johannes illustrirt hatte, und so ist der Schluss nicht zu gewagt, wenn man annehmen wollte, dass der Buchdrucker A. Koberger von Dürer Zeichnungen zur Ausschmückung seiner Ausgabe der Offenbarung der Brigitta verlangt habe. Ob er sie alle selbst geschnitten, bleibt dahin gestellt, da der Streit über die Eigenhändigkeit Dürer'schcr Formschnitte noch immer in der Schwebe ist. 121) Die Ehrenpforte des Kaisers Maximilian l. B. No. 138. H. No. 1915. — A. v. Bartsch, P. gr. VII. 149, hat das Verdienst, die früheren fragmentarischen Nachrichten über dieses seltene Werk gesichtet und zu einer, auf eigene Forschung basirten Gesichte des Denkmals geordnet zu haben. Heller, Albrecht Dürer II. S. 702, nahm dieselbe mit Zusätzen in sein Werk auf. Die Beschreibung der Ehrenpforte möge man aber bei Bartsch und Heller suchen, und wir bemerken daher nur, dass seit dieser Zeit Bruchstücke des Schnittwerkes aufgefunden wurden, welche in keine der von Barsch erwähnten drei Ausgaben desselben einzureihen waren. Wir verweisen in dieser Hinsicht vorerst auf R. Weigel's Kunstkatalog No. 5612 und 8220. In neuester Zeit fand sich aber Dr. H. Glax veranlasst, die Ehrenpforte zum Gegenstande einer umfassenden Untersuchung zu machen, und er Hess das interessante Ergebniss in dem Werke: Quellen und Forschungen zur Vaterländischen Geschichte etc. Wien 1848, so wie durch einen eigenen Abdruck zur Kenntniss der Kunstfreunde gelangen. Letzterer erschien unter dem Titel: Veber die vier Ausgaben der geschichtlichen Vorstellungen der Ehrenpforte des Kaisers Maximilian I. von Albrecht Dürer. Wien 1848, 4. Bartsch kannte bekanntlich nur drei Ausgaben, und die erste erklärte W zugleich als Unicum, nämlich das Exemplar, welches C. Th. von Murr 1797 in der Sammlung des II. vonPrann zu Nürnberg vorfand. Später erwarb es Graf von Fries in Wien, dessen Sammlung 1824 in Amsterdam versteigert wurde. Dieses sogenannte Unicum ist ohne Datum, und hat nur 21 Darstellungen, da die Stelle, wo in anderen Ausgaben das Bild auf den Mailänder Krieg eingedruckt ist, weiss erscheint. Wo 8 >ch dasselbe befinde, wissen wir nicht. Die zweite Ausgabe ist nach Bartsch diejenige, welche 1559 Rafael Hofhalter in Wien besorgte, wo A. von Bartsch 1799 die Platten zum dritten Male abdrucken licss. Bartsch gibt auch die Kennzeichen der verschiedenen Ausgaben an. — Y T - Glax fand indessen vier verschiedene Ausgaben von selbständigen Brücken der historischen Vorstellungen heraus, und er gibt die unterscheidenden Merkmale mit solcher Bestimmtheit an, dass seine Abhandlung beim Vergleiche zur Bestimmung der Ausgabe vor allem berücksichtiget werden muss. Er bezeichnet die Ausgaben mit A, B, C und D. •Jene A, B und I) tragen die bekannten Uehersehriftcn des Stahius in Sebnndener deutscher Sprache, nur sind dieselben bei A und B mit "ypen und veränderter Orthographie gedruckt, während zu der Aussähe D die durch die vollständigen Ausgaben der Ehrenpforte bekannten Ueberschriften im Holzschnitte von Hieronymus Rösch verwendet wurden. u 'e Ueberschriften der Ausgabe C hingegen sind mit Typen gedruckt, nn d enthalten eine freie Uebersetzung der deutschen Ueberschriften in "'e lateinische Sprache von B. Chelidonius. Die vollständigen Ausgaben v °n A, B und C bestehen aus 21 Vorstellungen, indem die Blätter mit (lft n Ueberschriften: ,,Das Romisch reich umb soliche that"; „Gott hat ?? n gnad an im ertzaigt"; „Der letzte Krieg angefangen ward' 1 fehlen. JJle Ausgabe D enthält 24 Vorstellungen mit Einschluss der drei gekannten, und stimmt mit der von R. Hofhalter 1559 veranstalteten Aus- 8a.be, welche Bartsch beschrieben hat. -— Von den 21 Vorstellungen 196 A. DÜREE. Nr. 350. der Ausgabe A, B und C sind nur 19 mit jenen Holzplatten gedruckt, welche bei der vollständigen Ausgabe der Ehrenpforte gebraucht wurden. Die Platten mit den IJeberschriften: ,,/i'r kriegt den Honig von engel- laniV' , und „Mayland hat er zu im gebracht" sind von den Darstellungen Fol. 23 rechts unten und Fol. 24 links oben verschieden. Die erstere zeigt zwar ebenfalls die Begegnung der Könige, da aber die Figuren bei derselben Dimension des Holzstockes bedeutend grösser sind, so ist der grössere Theil des zahlreichen Gefolges weggeblieben. und von den Schilfen des Hintergrundes nur das mittlere beigefügt. Die zweite Blatte stellt die Huldigung ihn' Mailänder auf einem offenen Platze vor, in dessen Hintergründe Häuserreihen zu leiten sind. Dr. Klugkist besitzt von der Blatte mit der liegegnung der Könige einen Abdruck, welcher einen Sprung zeigt, so dass beim späteren Drucke ein neuer Stock gebraucht weiden musste. Ein ähnliches Schicksal mag auch die Darstellung der Mailänder Huldigung erfahren haben. Beide Blatten gehörten einer sehr frühen Zeit an.— Die Ueberschriften der Ausgaben A, 1! und 0 sind in Ilaudrolleu, wie jene der vollständigen Ausgabe, eingedruckt. Doch ist das llöhcnniaass derselben nur 1 Z. 8 L., während die Bandrolleu der vollständigen Ausgaben mit den Ueberschriften im llolzsehnitte 2 /. 1 L. aufweisen. Zu diesen Ausgaben A, B und C geholt ein Titelblatt, welches die vollständige Titulatur des Kaisers in lateinischer Sprache, dann Jahr, Monat und Tag seines Todes angibt. Doch sind die Ausgaben nicht in Form eines Buches veranstaltet worden, sondern als ein zu einer doppelzoiligen Bilderreihe zusammengeklebtes Tableau, worin die einzelneu Darstellungen durch 8 Linien breite, zweigartige Randleisten voneinander geschieden sind. Geber den Schriftzetteln befinden sich 10 Linien breite, karniesartige Randleisten mit, der Kiorstabsvorzioning. Diese Randleisten sind nach Dr. (ilax nicht augeklebt, sondern auf dasselbe Papier, worauf die Vorstellungen sich befinden, angedruckt, wodurch jeder Zweifel aber die Körmlichkoit dieser Ausgaben beseitigt wird. In der Sammlung des Erzherzog! Aibreeht von Oesterreich ist ein Exemplar der Ausgabt! 1!, welches (S9 Z. 10 L. breit und 18 Z. hoch ist. Es besteht aus 22 Bildern, wovon jedoch nur 20 den historisches Darstellungen der Ehrenpforte angehören. Das zwölfte Blatt auf der äus- sersten rechten Seite der oberen Bilderreihe ist der Titel, unter welchem sich der Abdruck eines Holzstockes befindet, welcher den Kaiser in Mitte einer Säulenhalle auf einem Catafalke ruhend darstellt. Diese Stelle nimmt sonst die Mailänder Huldigung ein, welche aber im Erz- herzoglichen Exemplare beiliegt. Dr. Klugkist besitzt die Ausgabe f von 67 Z. Breite und 17 Z. 4 L. Höhe. Aus dem Umstände, dass ein Titelblatt mit der Angabe des Todesjahres (131!)) des Kaisers vorkommt, und dieser selbst auf dem Catafalke dargestellt ist, kann man sehliesscn, dass die Ausgabe A, B und 0 bald nach dem Alileben des Kaisers erschienen sind. Zwei ISlätter tragen die .Jahrzahl iflS, und somit könnte 1519 das Ganze vollendet worden seyn> Bartsch nimmt indessen an, dass du (iesanimtwerk nicht vor 1559 erschienen sei.- - Die Angaben über die verschiedenen Ausgaben der Ehrenpforte entnahmen wir der Abhandlung des Dr. (ilax, da. aber auch die Orthographie der deutschen lioberschrifton entscheidend ist, so muss dieselbe noch immer zu Ratho gezogen werden. Dr. (!lax gibt nämlich den Text der vollständigen Ausgabe D von 1559, und macht auf die Abweichungen der Ausgaben A und B aufmerksam. — inzwischen aber hatte Graf Axel Bielke im deutschen Kunsblatt 1853 S. 15 nachg 8 ' wiesen, dass das von Bartsch als Unicum erklärte Exemplar aus Act Sammlung des Grafen von Fries nicht das eiuzige sei. Dieselbe AuS' A. DÜRER. Nr. 350. 197 gäbe der Ehrenpforte befindet sich auch im k. Museum zu Stockholm, und zwar ganz vollständig auf 31 Foliobogen, und 5 Bogen Text in xylographischem Druck. Die Blätter sind von bewunderungswürdiger Erhaltung, ohne die geringste Spur eines Plattenrisses. Auf der Rückseite des ersten Blattes steht mit Tinte geschrieben die Jahrzahl 7.544, nebst einer Notiz in deutscher Sprache, dass die Blätter vollständig seien und zusammengefügt werden müssen. Die Aochthoit der Handschrift unterliegt keinem Zweifel, und somit ist auch dadurch bewiesen, dass schon lauge vor 1559 vollständige Exemplare im Drucke erschienen sind. Graf Biclke findet, es sogar wahrscheinlich, dass schon 1515 solche ausgegeben wurden. Das Exemplar in Stockholm ist gebunden, und hat auf dem Einbände den Namen des ehemaligen Besitzers: „Carl Gustav Tessin." — Die Mittheilung des Grafen Bielke bewog auch den Professor J. M. Thiele, Direktor der k. Kupferstich-Sammlung in Copcn- hagen, die beiden daselbst vorhandenen Exemplare der Ehrenpforte zu untersuchen, und er berichtet in einem an R. Weigel gerichteten Schreiben, welches in dem genannten Kunstblatt 1869 S. 178 abgedruckt ist, dass beide Werke alle Kennzeichen des von Bartsch als Unicuni hingegebenen Kxoniplaros aus dem Cabinet Fries tragen, so dass also jetzt statt einem vier Abdrücke vorhanden sind. Ja die Abhandlung von Dr. Glax brachte den Direktor Thiele sogar zu der Ansicht, dass die Exemplare in ('openhagen noch einer früheren Edition als A und B bei Glax angehören müssen, dass sie wenigstens einigermassen als früher abgezogene Aushängbogen, oder etwas Aehnliches zu betrachten seien. Hr. Thiele fügte nämlich ein Exemplar auf Leinwand zusammen, bei welcher Gelegenheit die Matter vorerst in's Wasser gelegt wurden. Jetzt zeigte sich, dass mehrere der Inschriften durch oben angeleimte Zettelchen corrigirt waren. Es heisst im linken Portal auf dem angeleimten Zettel: ,,Die Porten des l.obs" , aber unten stand im schönsten Drucke: ,J)ie Porten der Eeeren". Im Thorweg rechts, wo Bartsch und Heller „die Porten des liolis" haben, steht auf dem angeleimten Zettel: ,,Die Porten des Adels", aber unter dem Zettelchen zeigte sich im Drucke : ..Die Porten der Obrislcn Vrcuntscha/ft" ■ Um die Sache deutlicher zu machen, titeilt Thiele alle drei Portalinsehriftcn mit, wie sie in den Copcnhagcnor Exemplaren ursprünglich sind : Im grossen Portal in der Mitte: ,,l)ie Porten der Kere Vnd Macht". Im kleineren Portale links: ..öie Porten der Kere". Im kleineren Portale rechts: „DU Porten der Obristen t'reuntschn/ft". Ausserdem fanden sich auch einige auf dieselbe Weise gemachte Correkturen In der Stammtafel. Statt: ,,Boitzet der grossmulhig" steht hier: „Otto der tröstlich", statt: ,,Wernherus der guetiji", ..Gunlram der dapffer". Die Worte: Francia, Sycambria, Troja, sind nicht umgekehrt, wie bei Bartsch und Heller steht. Die Schnirkeln unter Stabius' Text sind, wie angegeben, nicht auf zwei angeleimten Leisten zugefügt. Diese Schnirkeln stehen hier mit dem ■Text in unmittelbarer Verbindung. Die erste der geschichtlichen Vorstellungen der Ehrenpforte über der Porten des Lobs hat die Inschrift: ,,Gotl hat sein gnad an im ertzaitjt" , diese Verse fehlen aber •p der Ausgabe A und H bei ({lux, während alle anderen Verse mit der Ausgabe A. Stimmen. Nur die Platte x "/24 : iiD** ' e(l ' c Krieg angefangen ward etc." fehlt ganz, und die Stolle ist weiss gelassen. — Bei weiteren Forschungen über die Ehrenpforte sind daher nicht allein Bartsch und Heller, sondern vornehmlich auch Glax, und die Mittheilungen dos Grafen Bielke und Direktors Thiele im Kunstblatte 1853 S- 15 u. 178 zu Rathe zu ziehen. Aus Allem scheint hervorzugehen, dass schon zu Lebzeiten des Kaisers Maximilian Abdrücke gemacht ■wurden, wozu jene mit dem eingeschnittenen Text gehören. Nach dem Monogrammiston. 18 198 A. DÜRER. Nr. 350. Tode des Kaisers wurden Aendcrungeu getroffen, worauf das Titelblatt mit der Todesanzeige, und das Blatt mit dem Catafalke deutet. Zwischen 1519 und 1559 erfolgten noch andere Ausgaben, und 1559 erschienen bei R, Hofhalter in Wien die vollständigen Kxomplare, welche zu einem Buche geordnet sind. A. von Bartsch hat das Verdienst, die alten Platten zu einer neuen Auggabe verwendet zu haben. — Der grösste Theil der Blätter dieses Werket dürfte von IT. Rösch soyn. Originalformschnitte sind nach Waigel No. 1, 13 u. 21. 122) Der Triumphwagen des Kaisers Maximilian I. in acht Blättern, B. No. 139. H. 17 X. Br. 85 Z. Heller macht No. 1913 auf die Copie in Kupferstich aufmerksam, welche in Imhof's Theatrum Y.rtutis et Honoris 1608 vorkommt, so wie No. 1914 auf eine kleine Copie, welche für ein anderes Buch gestochen wurde. Ueher eine höchst seltene, weder von Bartsch noch von Heller gekannte Holzschnitt-Copie haben wir durch Herrn 3. ,\. Iiörner genauere Kunde, als in Müllcr's Ver- zeichniss von Nürnbergisohcn topographisch-historischen Kupferstichen und Holzschnitten sie gegeben ist. Auf dem letzten Blatte dieser Copie stellt: Der herrliche Triumpff- \ Waijen , Kaiser Maximiliani dess Ersten \ diss Namens. \ Durch Hannss Guldenmund zu Nürnhergk, \ Ario Domini 1629. Diese Copie veranstaltete Culdenmund bald nach Dü- rer's Tod, da, aber letzterer ein kaiserliches Privilegium hatte, so stellte Frau Agnes Dürer Klage wegen des Nachdruckes. Aus archivalischen Akten geht hervor, dass der Rath von Nürnberg den H. Griildenmund zur Zahlung von 100 Gulden an die Wittwe Dürer verurtheilt habe. Diese Entschädigung mnsste wahrscheinlich für die wenigen verkauften Exemplare geleistet werden, und die Platten dürften Vernichtet worden seyn. Daraus nun Würde sieb die ausserordentliche Seltenheit der Guldenmund'schen Copie erklären. - Eine zweite, schöne und seltene Copie ist wahrscheinlich von Conti Dielrinck. Bartsch, Heller u. A. halten sie für die vierte Ausgabe des Originals, Direktor Schorn (Kunstblatt 1830, S. 108 No. 27) erkannte sie aber zuerst als Copie. Die acht Blätter sind in der Crosse des Originals, und nicht mit Buchstaben , wie dieses, sondern mit Nummern verseilen. Die Ueberschrift lautet: Triumphalis Hin Currus ad Honorem Invintiss, An. Gloriosissimi Principis D. Maximiliani Caesaris Semper Augusti concinnatus est, an per Alherlum Durer Dnliiienlus. Auf dem letzten Blatte: Imprcssus est nur- nus iste Amstelrodami per ffarmannum Allardi Kaslcr , et Davidem de Meyne. Anno KU)!). Mit dieser Adresse ist aber die zweite Ausgabe verschen. Auf dem letzten Blatte der ersten siebt: Impressus est Currus iste Antverpiac per Viduam Cornelis l.iefrinek Anno tüAB. Es ist wohl nicht anzunehmen, daSS später die Blatten des Hans Culdenmund nach Antwerpen gekommen seien. - Im Jahre 1831 copirte August Küntzol den Triumphwagen mit der Feder auf Stein : Sechs der schönsten und seltensten Holzschnitte von A. Dürer, lierlin 1832, gr. fol. 123) Kaiser Maximilian umgeben von seinen leliensplliehtigen Fürsten, Grafen und Baronen. Mit dem Zeichen und der .In.hrzahl ISOi, fol. — Dieses Blatt wird dem A. Dürer zugeschrieben, es scheint aber nur im späteren Drucke mit dessen Monogramm versehen worden zu seyn. Es ist wahrscheinlich von dem FormschneideT Anton von Frankfurt, mit dessen Namen ein späteres Blatt bezeichnet ist, welches den Kaiser mit seinem Gefolge in der Kirche vorstellt. Oben steht: Ein hüpsch spruch von Kaiser Maximilian 1519. Unten ist nun dieser Spruch aufgedruckt: Kaiser Maximilian \ Dein loh inh nit auss sprechen kann etc. ein. Anlony Formsnhneider zu Frankfordt, fol. 124) Die Belagerung einer Stadt, und brennende Dörfer in der Ferne. In zwei Blättern mit Dürer's Zeichen und der Jahrzahl 1527- A. DÜRER. Nr. 350. 199 B. No. 137. H. No. 1903. H. 8 Z. 3 L. Br. 27 Z. — Dieser Formschnitt wird noch immer gepriesen, und als Muster einer ausgezeichneten Behandlung genannt. Allein Dürer hat sicher keinen Antheil an dieser Darstellung, weder hinsichtlich der in der Perspektive mangelhaften Zeichnung, noch des feinen Schnittes. B. v. Humohr (Zur Gesch. u. Theorie &c. S. 88) geht indessen zu weit, wenn er dieses Blatt als schlechte Nürnberger Bücherwaare um 1540 erklärt. Es kommt sehr selten vor. 125) Bitterliche Kämpfe, oder Turnierübungen. B. App. No. 3G, 37. H. No. 2096 — 2100. II. 8 Z. 2 L. Br. 8 Z. 9 L. — 9 Z. Bartsch kennt nur zwei Bl&tter, Heller deren fünf. Es liegt wahrscheinlich nicht einmal eine Zeichnung Dürer's zu Grunde. Auf dem Blatte mit dem rücklings vom Pferde stürzenden Bitter, B. No. 30, II. No. 2098, steht die Adresse : Halls Glaser Briefmaler zu Nürnberg am Paners- perg. Man findet auch illuminirte Exemplare. 126) Der Kampf mit Lanzen und Schwertern, nach einer Zeichnung Dürer's von H. Bürkner in Leipzig geschnitten. Mit Dürer's und Bürkncr's Monogramm, schmal kl. uu. fol. — Uebcr die Aechtheit der Zeichnung verlautet nichts. Sie gehört vielleicht in die Catogorie der Zeichnungen zu den Holzschnitten der vorhergehenden Nummer. Mythologische Vorstellungen, Phantasie - Bilder und Architektur. 127) Der Parnass. Apollo sitzt in Mitte des Blattes am Lorbeerbäume gegen links gewendet, und spielt die (leigo. Zu seinen Füssen sind vier Häschen. Links beim Springbrunnen siebt man den Pegasus, im Hintergründe links die Musen, und rechts verschiedene Götter. Oben auf einem Bande ist eine sechszoilige Inschrift: Hie Tibi Bache Pater etc. unten steht: MONS PARNASSUS., und auch an anderen Stellen kommen Inschriften vor. II. 8 Z. 2 L. Br. 5 Z. 5 L. — Dieses sehr seltene Blatt findet man in folgendem Werke : Ligurini de Gestis Imp. Caesaris Friderici Primi libri deee earmine heroico coscripli — — a Chunrado Celle reperli poslliminio resliluli. Am Schlüsse : Güthe- ri Ligurini — foeliciter editi et impssi. - 1507, fol. In diesem Werke ist auch das Blatt der Philosophie, B. No. 130, H. No. 2063, aber weder Barsch noch Heller beschreiben den Parnass. Heller macht S. 788 oben nur kurz nach Panzer aufmerksam, scheint aber an Dürer's Autorschaft nicht zu denken. Nach Weigel, Kunstkatalog No. 15,472, ist das Blatt unzweifelhaft von Dürer geschnitten. 128) Die Entführung der Amymone, und die Melancholie, Copien nach Dürer, II. No. 812 u. 813. Diese Darstellungen sind auf dem Tittelblatte zu: New Formular, Teutsch, AUerley Schreiben, Als Instrument, Sendbric/f etc. Frankfurt, Christian Egenolff. Die Melancholie ist oben links, die Amymone rechts. Unten siebt man M. Curtius, wie er sich >n den Abgrund stürzt. II. der ganzen Einfassung 9 Z. 3 L. Br. 6 Z. 2 L. Dieses Titelblatt kennt Heller nicht. 129) Eine halbe l-'igur auf der Rückseite des Folio LXXV. in Schedcl's Chronik, nämlich jene über der Inschrift: „Monarchey | Alexander der gross". Diese Figur erklärt I!. v. Humohr (Zur Gesch. u. Theorie &c. S. 80) für ein Jugondwerk Dürer's, und sie zeichnet sieb auch vor anderen durch Lebendigkeit der Züge, so wie im Machwerke aus. Allein v. Kuinohr bat keinen anderen Poweis, als sein Gefühl, 'jnd man kann daher eine andere Ansicht nicht zurückweisen. Unter «er folgenden Nummer führen wir sie weiter aus. 130) Die jugendlich anmuthigen Figuren rechts auf dein grossen Holzschnitte in SchedePs Chronik fol. CLXXXIII, mit der Ueberschrift: 18* 200 A. DURER. Nr. 350. Die siben churfursten \ dess heutigen römische reichs. Diese Figuren hält ß. v. Rumohr 1. c. für Arbeit des jungen Dürer vor dem Jahre 1493. Offenbar sind diese Figuren von anderer Hand, als jene, welche die übrigen Figuren geschnitten hat. Dürer war bekanntlieh Schüler von M. Wohlgcmuth, welcher mit l'leydenwurf die genannte Chronik illu- strirt hatte, der Nachweis aber, dass er dieses und das vorhergehende Blatt wirklich geschnitten habe, gehör! in das Reich der Unmöglichkeit. Die Kunststufe, auf welcher unser Künstler vor 1493 gestanden, ist durchaus unbekannt, und somit lässt sich nichts bestimmen. Auch ist zu bemerken, dass Dürer 1492 die Schule des M. Wohlgcmuth verlassen hatte, um in Colmar unter Leitung des Martin Schön seine Studien fortzusetzen. Eis fällt diess also gerade in jene Zeit, in welcher an den Illustrationen der Chronik am eifrigsten gearbeitet wurde, da sie 1493 erschien. Am Schlüsse des Werkes heisst es auch nur, dass Michael Wolgemut und Wilhelm Ploydenwurff die Figuren und Ansichten beigefügt haben. Von Gehülfen, oder Gesellen, ist keine Rede, man kann aber doch solche vermuthen. 131) Drei Ritter in einer prächtigem, felsigen Landschaft mit Bäumen , von drei Todtcngcrippen überfallen. In Mitte des Vorgrundes stürzt der eine Ritter mit seinem Bosse, indem der über ihm schwebende Tod die Sense schwingt. Rechts neben ihm bäumt sich das Pferd des zweiten vor dein im Todtenhemd an den Füssen eingebundenen Tod, welcher schwebend einen Kinnbacken über den Reiter hält. Unter den Hufen des Pferdes bemerkt man einen Straussenschädel und ein menschliches Rückgrat. Der dritte Bitter entflicht im Mittelgründe, der auf dem Boden stehende Tod hält ihn aber zurück. Unter dem Grabkreuze, über welches der Hund hingeht, sieht man in der linken Ecke Dürer's Zeichen mit der .Jahrzahl 1*97. H. 11 Z. Br. 20 Z. — Ein Exemplar dieses äusserst seltenen Holzschnittes befindet sich in der Kunstkammer zu Stuttgart. Herr B. von Bettborg beschreibt es in B. v. Aufsess's Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit 1855 No. 12, und glaubt, Dürer habe damit den Vcrsueh zu einein Helldunkel gemacht, bei welchem es alier geblieben seyn muss, da kein zweiter Abdruck bisher bekannt geworden ist. Die Platte dürfte dem Meister auch nicht genügt haben, indem das im Vorgrunde liegende Pferd verzeichnet ist. Das auf Holz aufgezogene Blatt in der Stuttgarter Kunstkammer ist auf brannrotb.es Papier gedruckt, und mit weiss schrafBrten Lichtern aus freier Hand aufgehöht. Im Kunstblatt, 1831 S. 414 ist dieser Todtentanzscene als Dürer's Federzeichnung von 1491 erwähnt, und auch EL 11 Stark führt sie in seinem Aufsatze über A. Dürer und seine Zeit an. R. von Rettborg erkannte einen Holzschnitt, und berichtiget die .fahrzahl 1491 in 1497, so dass also das alte Zahlzeichen 7 für 1 genommen wurde. Der Holzschnitt ist daher gleichzeitig mit dem Kupferstiche der vier nackten Weiber, hinter welchen die Hölle lauert. Diese Blätter geben die Richtung an, in welcher sich damals die Phantasie des jungen Künstlers bewegte. Der Holzschnitt beweiset auch die frühe Vorliebe Dürer's zur Landschaft, welche vor ihm kein anderer Meister in dem Grade begründet hatte. Die Kupferstiche mit St. Hubertus, St. Anton, der grossen Fortuna, der Eifersucht &c. liefern weitere Beweise für die hohe Meisterschaft Dürer's in der landschaftlichen Beigabe. 132) Die Frau und der Tod. Sie liegt nackt auf dem Bette in einem vornehmen Zimmer. Bechts hält der Tod die Sanduhr über sie, und unten ist Dürer's Zeichen. Links an der Bettlade steht: Nicolaut Meldeman zv Nvrnberg. H. 14 Z. 3 L. Br. 10 Z. 4 L. - Diess is' wohl jenes Blatt, welches Heller No. 2075 nach Lepel's Catalog angibt. A. DÜRER. Nr. 350. 201 Doch bemerkt Heller, dass der Tod das Schwert über das Weib halte; allein das Wort „Sable" ist wjolil irrig mit Schwert übersetzt. Von Meldemann's Adresse erwähnen die genannten Schriftsteller nichts, und haben daher das Blatt nicht seihst gesehen. Es ist wahrscheinlich einer jener Holzschnitte, welche erst in späterer Zeit zu Dürer's Arbeit gestempelt wurden. 133) Allegorie, oder Vaticininin auf die Syphilis, ein fliegendes Blatt, des Arztes Theodor Ulsen aus Friesland, welcher von 1495 bis 1531 als Stadtphysikus In Nürnberg lebte. Dieses äusserst seltene Blatt betrachtet Hr. Cornill d'Orville in Frankfurt am Main als eine der ältesten Arbeiten des A. Dürer, und er macht in Dr. Naumann's Archiv für die zeichnenden Künste, zweiter Jahrgang I. S. 100, zuerst darauf aufmerksam, lieber dem Holzschnitte steht in drei Zeilen : THEOOORICUS [JI.SEMUS MEDICUS 1.ITTERAR. PATRONNIS _ IN EPLDIMHU SCA1UEM QUE PASSIM TOTO ORDE GRASSAT VAT1CINIU DICAT MGI1NICA GENESIS. Die Mitte des Blattes nimmt ein Holzschnitt ein, welcher einen Mann mit Federhat und Mantel vorstellt. An seinen etwas ausgestreckten Armen sind Geschwüre angegeben, so wie an dem ontblössten Schenkel und am Halse. Neben seinem Kopfe befinden sich zwei Wappen, links der Nürnberger Jungfernadler, rechts das zweite Wappen der Stadt Nürnberg, und unten bei den Füssen des Mannes ist ein Wappen mit der Sonne. Im Hintergründe ist eine Landschaft mit Bergen, und oben eine Himmelskugel mit dem Zodiacus und der Jahrzahl (4A4. Rechts und links von dieser Figur sind je 50 Verse, welche sich auf die Krankheit und ihre Folgen beziehen. Sie brach wahrscheinlich 1484 in Deutschland aus, und 1494 zeigten sich die ersten Spuren in Nürnberg. Dr. Tb. Ulsen suchte dem Uchel zu steuern, und daher Hess er das erwähnte fliesende Blatt verbreiten. Unter dem 9 Z. 3 — 4 L. hohen, und 3 Z. 7 L. breiten Holzschnitte sind noch 13 Zeilen Text mit dem Schlüsse: Nürnbergs Calendi.s Sextilibus (490. Es wäre wohl möglich, dass der Kupferstich mit den drei nackten Weihern, oder den sogenannten Hexen mit der Jahrzahl 141)7 an der oben hängenden Erdkugel No. 33 sich auf diese Pestperiode beziehe, so dass der Tod und der Teufel zur Abschreckung vor dein Fleische mitwirken sollten. Im Jahre 1497 fand wenigstens Ulsen ein weites Feld der syphilitischen Praxis. — Die erwähnte Vorstellung trägt Dürer's Monogramm nicht, man kann sie aber nur diesem Meister zuschreiben. Hr. Cornill sagt, dass bei keinem, der das Blatt gesehen hatte, ein Zweifel übrig blieb. Somit hätten wir ausser dem oben No. 131 erwähnten Holzschnitte mit den von Gerippen Überfallenen Rittern ein zweites xylographisches Blatt aus Dürer's frühester Zeit. Das Exemplar in der Sammlung des Herrn Cornill d'Orville kommt aus den Händen des Herrn J. A. Börner in Nürnberg Ein zweites bewahrt die k. Hof- und Staatsbibliothek zu München. Professor 0. H. Fuchs in Göttingen , welcher eine Sammlung der ältesten Schriftsteller über die Lustseuche in Deutschland herausgab, hielt 1843 in mehr als vierzig Bibliotheken vergebliche Nachfrage um das Vaticininin des Friesen Theodor Ulsen. In dem 1850 zu Göttingen bei Dietrich erschienenen Nachtrag zur erwähnten Sammlung ist es endlich abgedruckt. Der k. Reichsarchivar Dr. Th. Rudhart in München besorgte eine diplomatisch genaue Abschrift des Gedichtes. Die bildliche Vorstellung lag dem Professor Fuchs ferne. — Ein zweites, bisher unbekanntes Blatt der Sammlung Cornill d'Orville ist unten No. 141 beschrieben. 134) Zwei Satyrn, Mann und Weib, deren Beine in phantastisches üchlingwerk ausgehen. Sic halten ein getheiltes Wappenschild mit dem 202 A. DÜRER. Nr. 350. halben Reichsadler in den Krallen. H. 4 Z. 9 L. Br. 13 Z. 11 L. — Diese Vorstellung ist in der Art eines Basrelief behandelt, und schliesst sich an zwei ähnliche Blätter an, welche Heller No. 2103 und 2104 beschreibt. Sic sind in Dürer's Weise componirt, aber wohl nicht von ihm. Daniel Ilopfer dürfte sie nach Burgkmair's Zeichnung geschnitten haben. 135) Die zwölf Monate, von Heller No. 2076 - 87 nach Hauer erwähnt, welcher sagt, dass diese Vorstellungen zu kleinen Calcndorn gebraucht wurden, 12. — Wir haben nähere Kunde über diese Holzschnitte. Sie enthalten verschiedene Sennen, welche Hauptbeschäftigungen jeden Monats vorstellen, wie die Ernte, die Jagd, Fischerei &c. Ein anderes Blatt stellt eine Wasserfahrt vor, ein zweites eine fröhliche Gesellschaft im Zimmer, u. s. w. Die Umrisse sind sehr zierlich, und die Figuren tragen das Costüm der Zeit des Hans Sebald Beham, von welchem die Blätter wahrscheinlich herrühren. Jedenfalls sind sie das Werk eines Kloinmeistcrs, welcher seine Studien nach der Natur gemacht hatte. Diese Vorstellungen tragen Dürer's Zeichen nicht. 136) Die Planeten, in einer Folge von 7 Blättern. Die Gottheiten, welche denselben vorstehen, erscheinen oben in Wolken auf Wägen verschiedenen Gespannes, und unten sind entsprechende Scenen vorgestellt. Im ersten Drucke kommen die Bilder in einem l'asse-partout vor, und unter diesem steht der Name des Planeten. Im Bande sind vier Verse in zwei Columnen. Das Formst ist fol. Der Verleger dürfte Albert Glockendon seyn, und in dielen Falle sind die Blätter von Hans Sobald Beham, da Glockendon auch mehrere andere Blätter dieses Meisters in den Handel brachte. Im späteren Drucke wurde den Holzschnitten mit den Planeten durch Stempel das Zeichen Dürer's aufgedruckt. Den Glockendon wollen wir davon freisprechen. 137) Die Labyrinthe, auch Dädalen und Irrgänge genannt, wohl nur Stickmuster, welche weiss auf schwarzem Grunde erscheinen, da sie in die Tiefe geschnitten sind. Bartseli beschreibt No. 140 — 145 sechs runde Scheiben, welche aber in einem von Linien gebildeten Vierecke eingeschlossen sind. II. 10 Z. Br. 7 Z. 8 - 10 L. Die Veranlassung zur Herausgabe solcher Labyrinthe gab wahrscheinlich Johannes Stabius, und A. Dürer dürfte die Zeichnungen geliefert haben. Das Monogramm dieses Meisters steht aber nur im späteren Drucke auf den Blättern, in den alten, sehr seltenen Exemplaren fehlt es. Letztere gehören vielleicht zu folgendem Werke: Joa. Stabii Dcscriptio quatuor Labyrinlhornm. Doctissimo ac integerrimo viro d n °- Conrado Heinfogel — Joannes Stabius phis. et mathematicus felicitatem &c. &c. Editum in florentissima Academia Ingelstadicnsi. S. a., fol. Auf dieses Werk macht R. Weigel im Kunstkatalog No. 19,432 aufmerksam, er besass aber nur zwei Blätter, auf welchen drei Labyrinthe eingedruckt sind. Nach dem Titel des Werkes müssen jedenfalls vier Holzschnitte vorhanden seyn, und wenn nun auch die von Bartsch und Heller beschriebenen Scheiben dazu gehören sollten, so könnte man annehmen, dass Dürer von seinen sogenannten Labyrinthen verschiedene Zeichnungen entworfen habe. Sic würden sich demnach durch die Form unterscheiden, und gleichsam vier Hauptmuster bilden. Die drei Labyrinthe, welche Weigel vorfand, bilden ein Dreieck, ein Viereck und eine Rundung. Keiner dieser Holzschnitte trägt Dürer's Zeichen, Weigel ver- muthet aber dessen Zeichnung. Das Werk des Stabius ist dem Conrad Heinfogel dedicirt, welcher dem A. Dürer sehr wohl bekannt war. Auf den von diesem Meister in Holz geschnittenen Imagines coeli Me- ridionalis kommen die Wappen der genannten Männer vor, und auf dem Zettel über den Schilden steht: Joan. Stabius ordinavit. Conradus A. DÜRER. Nr. 350. 203 Heinfogel Stellas posuit. Albertus Duror imnginibus circumscripsit. Oben rechts ist das Privilegium des Kaisers Maximilian aufgedruckt, nach welchem Stabius von 1515 an gegen den Nachdruck aller seiner Werke auf zehn .lahre gesichert war. Die Descriptio quatuor Laby- rinthorum war also ebenfalls darunter begriffen, und somit, erschien sie zu einer Zeit, in welcher Dürer die Zeichnungen geliefert haben konnte. Wenn er die Zeichnungen zu einem Himmelsglobus nicht verschmähte, so wird er den Johannes Stabius mit seinen Labyrinthen ebenfalls nicht zurückgewiesen haben, gesetzt auch, dass sie nur zu Stickmustern benutzt wurden, wie man glaubt. Wir halten sie eher für geometrische Spielereien mit Ornamenten. Die bekannten literarischen Werke Dürer's lassen vermuthen, dass ihm Männer wie Stabius und Heinfogel, als Mathematiker und Astronomen, nicht ferne standen. 138) Imagines coeli Meridionalis, eine der drei Zeichnungen des Himmelsglobus, B. \'o. 150—152. II. 15 Z. 8 L. ßr. 15 Z. 8 L. - Sie bilden das Gegenstück zu den Imagines codi scptcntrionalis, und erschienen li~>ir> einzeln, ohne je in einem literarischen Werke benutzt worden zu sovn. Die ganze Anlage geht von Johannes Stabius aus, Conrad Heinfogel ordnete die Sternbilder, und Dürer machte die Zeichnung zurecht. Die Platten befinden sich auf der k. k. Bibliothek in Wien. Brauchbar ist wenigstens noch die Platte mit der südlichen Hemisphäre. Auf den neuen Abdrücken steht: Edif.um ex tabula, lig- nea ab Alberto Dürer incisa, i|uae in liibliotheca Aug. Yiudob. extat 1781. _139) Die grosse Säule mit dem sitzenden Satyr auf dem Capitäle, in vier Blättern lull. — Bartsch besehreibt No. 129 nur zwei Blätter, das Capital und die Base, und vermuthet ein Mittelstück, welches er nicht gesellen hatte. Die Abbildung des Schaftes der Säule besteht aber aus zwei Blattern, jedes von 14 Z. 11 L. Hohe. Heller gibt No. 1910 alle vier Blätter an, seheint aber das eiste im verschnittenen Zustande gesehen zu haben. Nach seinem Maasse ist es 14 Z. 10 L. hoch, es hat aber eine Höhe von 15 Z. 8 L. Das vierte Blatt ist 15 Z. 3 L. hoch. Die Breite der Blätter beträgt 10 Z. 8 — 4 L. Heller gibt lOVi L. an. -, Die alten Abdrucke haben ganz tief unten im Rande die .Jahrzahl l~,n, welche aber gewöhnlich abgeschnitten ist. Es gab eine Zeit, in welcher der Rand von Kupferstichen und Holzschnitten ohne Nebenabsicht abgeschnitten wurde, da man nur das Bild hoch achtete, und das liandpnpier nicht so hoch bezahlte, als diess jetzt sonderbarer Weise der Kall ist. Mit der erwähnten Säule hat es aber noch eine andere Dewandlniss. Im späteren Drucke, aber immer noch vor 1546, wurde im unteren Sande eine Adresse beigefügt: Gedruckt durch, lluns (luldenmund briefjtnaler zu Nürnberg. Diese Druckangabe war anstössig, und erregte Z^ifel an der Autorschaft, Dürer's, und daher mussto der Hand zwischen die Scheere kommen. Dass Albrecht Dürer diese! Säule gezeichnet, habe, unterliegt aber keinem Zweifel. Die Originnlzoichuung, meisterhaft mit der Feder ausgeführt und leicht coloiirt, befindet sich im brittischen Museum. Der Form- schnitt rührt aber von Dürer nicht her. Nach der .labrzahl l~>l~ zu urtheilen, Hess er selbst Kxemplarc. drucken, wie aber Oiildenmund in den Besitz der Plattet) kam, ist, unbekannt. Den Triumphwagen des Kaisers Maximilian I. hatte er unrechtmässiger Weise copirt, wie oben No. 122 nachgewiesen ist. — Die vollständigen Exemplare der Säule sind leicht gezählt. Dem Verfasser des l'eintre graveur lag keines vor, Weil er da« Mittelstück nur vcrmulhele. Zwei Exemplare findet man in der k. Sammlung zu Berlin, eines in der k. k. Bibliothek in Wien, und ein anderes im k. Cabinete zu München. Das Kunst - Institut zu Frankfurt am Main besitzt diese xylographisehe Seltenheit seit vielen 204 A. DÜRER. Nr. 350. Jahren, und 1853 erwarb Herr Cornill d'Orville daselbst das Exemplar der Ackormann'schcn Sammlung um den höchsten Preis, der je erzielt wurde, um die Summe von 176 Thalern. R. Weigel bietet im Kunstkatalog No. 16,746 die vollständige Säule für 60 Thlr. an. Dieses Exemplar kam vermuthlich nach Wien. Ausserdem findet man in Ca- bineten nur einzelne Stücke. — August Küntzel hat diese Säule mit der PedeT auf Stein copilt: Sechs der schönsten und seltensten Holzschnitte von A. Dürer, Berlin 1832, gr. fol. 140) Die Buchdruckerpresse mit drei Arbeitern und der Jahrzahl Iö20. H. 4 Z. 4 L. Br. 3 Z. — Diesen Holzschnitt zeigt Heller No. 2093 unter den zweifelhaften Blättern Dürer's an, man wird ihn aber vollkommen streichen müssen. Es handelt sich höchst wahrscheinlich um die Buchdrucker - Vignette des Jobst Badius Ascensius. Die Presse sieht man in Mitte eines Zimmers, und über der Spindel steht: Prelum Ascesianü. Ein Arbeiter zieht die Presse, links steht ein zweiter mit den Ballen, und rechts ist ein Setzer- am Schriftkasten beschäftiget. Zwischen diesem und der Presse liegt zum Drucke bestimmtes , und auch bereits bedrucktes Papier auf einer Bank. Am Fuss- gestelle der Presse steht die Jahrzahl: /.5 20. H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 11 L. reichlich. — J. Badius druckte bereits 1495 in Paris, und Hess 1520 eine zweite, der ersteren ähnliche Vignette anfertigen. Die frühere hat das Zeichen lAlt, und ist geringer in Schnitt und Zeichnung, als jene von 1520. A. Dürer wird von Paris aus keinen Auftrag erhalten haben, da sich zu jener Zeit auch in Frankreich tüchtige Form- und Metallschneider fanden. Titeleinfassungen. 141) Eine Leiste mit einem Gärtner, der einen Kübel hält, aus welchem ein Weinstock mit Früchten gewachsen ist. In der Mitte desselben sitzt ein nach rechts gekehrter Vogel mit langem Schnabel. Unten links ist eine Libelle, welche nach dem rechten Fuss des Gärtners fliegt, dessen linker Fuss bloss ist. II. 5 Z. 6 L. Br. 1 Z. 4 L. — Diese Leiste schreibt Hr. Cornill d'Orville in Dr. Naumann's Archiv für die zeichnenden Künste, zweiter Jahrgang S. 102, dem A. Dürer zu. Kein anderer Schriftsteller erwähnt einer solchen Vorstellung, und selbst Hr. J. A. Börner, durch welchen das Blatt dem erwähnten Sammler Dürer'scher Produkte zukam, weiss nicht, zu welcher Titelbordure die Leiste gehört. Das Monogramm des Meisten ist nicht angebracht, der wie Federzeichnung behandelte Holzschnitt trägt aber völlig Dürer's Charakter, und erinnert sehr an die Zeichnungen in dem bekannten Gebetbuchc des Kaisers Maximilian auf du Hof- und Staatsbibliothek zu München. Das fehlende Monogramm entscheidet nichts gegen die Aechtheit. Auch viele andere Arbeiten des Meisters sind unbezeichnet, und darunter gehören die meisten zu den bellten desselben. Mehrere sind von grosser Seltenheit, weil man Blätter dieser Art von jeher nicht als Erzeugnisse Dürer's erkannte, sie gering schätzte, und dem Untergange preisgab, während zweifelhafte und geringe Blätter mit dem öfter erst später aufgesetzten Monogramme erhalten wurden. 142) Die Titeleinfassung mit Johannes aufPathmos, und der Taufe Christi. B. App. No. 30. H. 9 Z. 4 L. Br. 6 Z. 4L.— Bartsch streicht dieses schöne Blatt aus der Reihe der Arbeiten Dürer's, obgleich es dieses Meisters würdig ist. Die Verzierungsleistcn stammen wahrscheinlich aus der Druckerei des F. Peypus, und wurden, theils in Abklatschen, zu mehreren Werken verwendet, deren Heller No. 1934 aufzählt, jedoch ohne der Ausgabe der Hevclationes Celestes — beate vir- ginis Brigitte -—. Norimberge, J. Koberger 1517, des Pomerium sermonutn A. DÜRER. Nr. 350. 205 deSanetis — vulgati per vonerabilem fratrcm Pelbnrtü de Thoincswar—. Norinli., .1. Koberger 1519, fol.,' und jener der deutschen Bearbeitung der himmlischen Offenbarung der hl. Brigitte von 1521 zu gedenken. 142 b) Titclverziorung auf schwarzem (Jrund. Reichverzierter Bogen, oben mit geflügelten Kindern, unten zwei andere EU den Seiten eines Apfels. M. 1). XIX. II. « Z. 6 L. Hr. 4 /. 10 L. Vgl. Weigol's Catalog No. 21.48H). In der Nachahmung. B. App. No. 41, steht (dien in deutscher Schrift: „Karolus Re.r lli- spanie I rillt." Die obere architektonische Einfassung bildet keinen Hogen, sondern es ist ein Stock mit drei Wappen und ihren Schild- haltern angedruckt Die Zeichnung ist eher von Bufgkuiair, als von Dürer. — Im Kunstblatt 1830 S. 116 erwähnt Direktor Schon zwei andere zweifelhafte Bildnisse des Kaisers Carl V. 147) Kaiser Maximilian I., Brustbild in */ A Ansicht nach rechts. mit dem Orden des goldenen Vliesses und einem Barct, an welchem ein Medaillon mit der hl. Jungfrau zu sehen ist. Oben auf einem Bande steht: Imperator Caesar Divus Maximilianus \ IHus Felix Augustus. Ohne verzierende Einfassung. Höbe der Blatte 15 Z. 9 L. Hr. 12 Z. — Dieses Blatt, welches als Originalschnitt zu betrachten ist, wird von Bartsch und Heller nicht erwähnt, sondern von Direktor Schorn in Berlin, welcher im Kunstblatt 1832 No. 83 darauf hinweiset, zugleich mit Berichtigung der Angabe im Kunstblatt 1830 S. 103. Dadurch ergibt sich, da.ss die von Ba.rlscb No. 154 und Heller No. 172 beschriebene sogenannte Original-Kepotition nach dem Blatte mit Einfassung, B. No. 153. Tl. No. 171, Copie nach dem obigen Bildnisse sei. Diese Copie ist aber von dem höchst seltenen Originalschnitte leicht zu unter- 206 A. DÜRER. Nr. 350. scheiden. In letzterem steht nämlich im Worte ,.Caesar" das ae im Bauch* des C, in der Rc|)etition folgen die Buchstaben sclireibgerccht aufeinander. Auch finden in dieser keine Zwischenräume als Absetzung der einzelnen Werte in der oberes Zeile statt. Dann ist die Repetition kleiner. II. 15 Z. 3 L. Hr. 11 Z. f) 1;. Bei genauem Vergleich der Zeichnung und des Schnittes beider Blätter ergibt sich übordiess eine auffallend entschiedene, von einander abweichend* Ausführung des Kopfes. Die Repetition zeigt in allen Theilon eine unverkennbare Nach- ahmung des Holzschnittes mit der Kinfnssung, B. 153. In dem oben beschriebenen Blatte aber ist eine solhststäiidige, freie und zarte Behandlung bis in's Kleinste verfolgt. Besonders hervorleuchtend ist diese in den Schatten des (iesiehtes, welche mit grösstem (Iclühle und Form- sinn, durch sichert;, und zugleich ungezwungene Srhraflirungcn ausgedrückt sind. Die Züge treten mit grosser Lebendigkeit klar hervor. Die Origiualzeiehnung dürl'lo nach Schorn jene in der Sammlung des Erzherzogs Carl seyn . auf Stein nachgebildet von F. Krammcr. Nach der Aufschrift hat Dürer den Kaiser 1518 zu Augsburg ..hoch obn Au/f der pfalz in seine kleinen stüble conlerfeit". Der Holzschnitt mit der Kinfassung, B. No. 153, hat die .lahrzahl l'il!) . und somit dürfte der Originalschnitt gleich nach der Zeichnung in Angriff genommen worden seyn. — Der von Direktor Schorn beschriebene Original-Holzschnitt wurde von R. Hüser optisch-lithn-typogrnphiscli (Maschinon-Lithographie) vervielfältiget. Mine frühere Copie auf Stein ist von August Küntzel. Das Vorbild fand er in der Sammlung des Ministers von Nagler, welche jetzt einen Bestandteil des k. Kupferstich-Cabinets in Berlin ausmacht. Küntzel's Werk hat den Titel: Sechs der schönsten und seltensten Holzschnitte von A. Dürer. Berlin 1832, gr. fol. 148) Kaiser Maximilian 1.. Brustbild nach rechts mit dem Hute, zwischen zwei Säulen 1618. B. No. 153. H. No. 171. H. 20 Z. Br. 14 Z. — Die neueren, noch guten Abdrückt! zeigen einen Plattensprung. A. Kamphausen in ('öln hat dieses Bildniss 1848 palingra- phisch vervielfältiget. 149) Sebastian von Rotenhan, nach links gerichtet mit einer gestickten Haarhuubo. lim den Hals hängen ihm drei Ketten, und ein grosser Mantel deckt Schultern und Brust. II. 7 Z. 8 L. Br. 6 Z. - Dieses Bildniss findet man in folgendem Werke: Heginonis Monachi Prumiensis Annales, nee non tarn de Augustorum vitis, quam alioruw gestis et docte et compendinse disserentes, ante se.ringentos fere annos edili (a Seh. de Rotenhan). ßloguntiae in aed. .loa. Schoefl'er Mense Augusto MDXX1., fol. Auf der Kückseite des Bildnisses ist lateinischer Text, welcher sich auf S. von Rotenhan und dessen Ausgabe des Chronicou Reginonis bezieht. — Heller macht aul dieses Bildniss und das Wappen des Rotenhan No. 2144 aufmerksam] setzt aber beide unter die zweifelhaften Blatter. Das Bildniss des Rotenhan ist jedoch im Ganzen so meisterhaft, und namentlich der Kopf so malerisch frei behandelt, dass Weigel, Kunstkatalog No. 17,025, darin eines trefflichen Original- Ibrmschnitt Dürer's erkennt. — Dieses Bildniss liegt wahrscheinlich auch jener in Holzschnittmanier gegrabenen Kupferplatte im Besitze des Herrn Baron llenminn von Rotenhan zu Rentweinsdorf zu Grunde, worüber Heller im Kunstblatt 1847 S. 47 berichtet, und zwar als von einem unbekannt gebliebenen Werke Dürer's. Allein die Platte muss schon früher abgedruckt worden seyn, denn Knorr erwähnt unter No. 66 eines Rotcnhan'sclicn Wappens mit einem geharnischten Manne, aus welchem Heinceke No. 38 ein Wappen macht, „worinen ein geharnischter Mann". Hermann Freiherr von Rotenhan Hess von der Kupferplatte Abdrücke machen, und somit ist die Oompositiou jetzt bekannter. A. DÜKElt. Nr. 350. 207 als in früheren Tagen. Sebastian von Rotenhan ist unter einer.reichverzierten Halle nach rechts gewendet, ganz geharnischt, aber Bat ilev Haarhaube bedeckt. Mit dem rechten Beine kniet er, und stützt die rechte Hand auf das Wappen mit Sternen und Sehrägbalkon. Auf dem Zettel zu seinen Füssen steht der Wahlspruch: yi'iö'Jt vtaviiy, und vor ihm steht die Helmzierde mit dein tränenden Hahn. Auf der Kahne in der Linken des von Rolenlian liest man: Virtuli Gloria. Heber dem in der Luft schwebenden Weibe siebt : Sophia, und unter der Weisheit in einer Tafel; 0 Alma Thoxis l'fer l.ume Cecis. Üben an der Aussen- seite der Bogenhalle steht: itoicniiani Misiicum. Die oberen Ecken sind mit Laubwerk und Trauben verziert, H. 8 Z. 2 L. Br. 5 Z. 11 L.— Der Verfertiger dieses Bildnisses ist nicht bekannt, da man den A.Dürer für denselben nicht halten kann. 150) Eobanus Hess, halbe Figur nach links mit starkem Harte und einem breiten Hute, wie er die ■Mumie zusammen legt, und in der Linken eine Rollo halt. Hinter ihm reicht eine Brüstung herauf, so dass er an der Mauer zu stehen scheint. Ohne /(neben. 11. des Bildes 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. ti L. — Dieses Blatt hat im vollkommenen Zustande oben in drei Zeilen eine Inschrift: EOBA ffO BE8S0 l'OE\ tae Clarissimo qui obiit Anno domini M. O. | „A'.Y.Y.V Klatis Stic 1.1. 8. lt. loannes Gigas. Arend und Schöber halten sonderbarer Weise das Bild- niss für Kupferstich, und schreiben es dem A. Dürer zu. Knorr, Heiuecke und Lepel reihen das Blatt den Holzschnitten des Künstlers an, und Heller No. 2172 zählt es unter den Zweifelhaften Arbeiten desselben auf, aber, wie es scheint, ohne das Portrait selbst gesehen zu haben, da er die Inschrift nicht angibt, bis ist sehr sicher und geistreich geschnitten, vor vielen anderen Blattern dieser Art eines Dürer's würdig. Doch kann es nicht von ihm herrühren. Eoban Hess war bei dem Tode des Meisters 38—;i!) Jahre alt, das Portrait zeigt aber entschieden einen Fünfziger. Es wurde also höchst wahrscheinlich erst 1540 zum Andenken des Eobanus gefertiget. Die Inschrift wurde aber gewöhnlich abgeschnitten, um die Jahrzahl 1540 zu beseitigen. Auch das Exemplar, welches uns vorlag, war oben beschnitten, so dass wir die Höhe mit der Inschrift nicht angeben können. 151) Ulrich Varnbuler, Brustbild nach rechts i.522. B. No. 155. H. 16 Z. Br. 12 Z. — Die ersten Abdrücke dieses meisterhaften Blattes sind die schwarzen, jene in Helldunkel von drei Platten die späteren. In den meisten Exemplaren letzterer Art zeigt sich bereits ein Plattensprung, welcher links durch den liesatz des Kleides bis an die Brust reicht. Die von Heller S. 744 mich Heiuecke erwähnten Abdrücke aus dem Verlage des II. Hondius haben folgende Unterschrift: Men vint le te coope by llendricK Uondius Plaelsnydcr in's Gravenhage. In Holland wurden wahrscheinlich auch die Heudunkel gezogen. — B. v. Kumohr (Zur (losch, u. Theorie S. 87) erklärt dieses Bildniss als eigenhändiges Werk Dürer's im Eonnschnitt. Es ist, obwohl eines der spätesten Blätter, dennoch in den Strichlagen höchst unrcgelmässig. Der Künstler hatte allein den Gegenstand, durchaus keine xylographischo Methodik •m Auge; nach v. Rumohr gerade das Gegentheil einer Menge von 1511 bis zu Dürer's Ende ausgegebener und von ihm bezeichneter Holzschnitte. Die Behandlung ähnelt eben durch ihre verstandvolle Unregelmässigkeit und Nachlässigkeit jeuer in der Gefangennohmung Christi der grossen Passion, was in Ansehung des Zeitabstandes für Baron v 'on Rumohr von doppeltem Gewichte ist.— August Küntzcl hat dieses Bildniss mit der Feuer auf Stein copirt: Sechs der schönsten und seltensten Holzschnitte von A. Dürer. Berlin 1832, gr. fol. 208 A. DÜRER. Nr. 350. 152) Albrocht Dürer im Brustbihlo. B. No. 156. IT. 10 Z. 8 L. Bf. 9 Z. 4 L. — In A Treatise on Wood - Engraving — by .1. Jackson (and Chalto). London 1/131), gr. 8., ist oine kleine Copie mich dem vierten Abdrucke, da man oben im Wappen die Jahrzahl Ifj'J" sieht. II. 3 Z. 5 L. Br. 2 Z. 11 L. Vgl. oben S. 173. Wappen. 153) Das Wappen der Sliidl Nürnberg, oder vielmehr das kaiserliche Wappen von zwei geflügeltes Engeln gehalten. .Jener zur Linken hält das Nürnb: rger Wappen mit dem Jungfern-Adler, der zur Rechten einen Schild mit dem halben Adler vor sich. Oben sitzen zwei weibliche Figuren, und in der Mitte steht auf dem Tafelchen: SANCTA | IVSTICIA | l r ,'2l. 13. No. 162. II. No. 1942. H. 9 Z. 1 L. Br. 6 Z. 3 L. — Dieses Blatt kommt bekanntlich in: Reformation der Slat Nü- remberg. Nürnberg, F. l'ei/pus 1522, fol., vor. Die Jahrzahl 1521 auf der Tafel verleitete wohl Panzer, eine Ausgabe von 1521 anzunehmen, welche sich aber noch nicht vorgefunden hat. Bartsch legt das Blatt dem Dürer bei, will es aber damit nicht für Originalschnitt erklären. Der Formschneider dürfte nach anderen II. S. Bekam seyn, welcher selbst die Zeichnung geliefert Dabei könnte. Int alten Drucke hat das Papier das Wasserzeichen des Oehsenkopfcs mit dem Cadueeus, auf welches auch Kupferplatten von Dürer gedruckt wurden. 154) Das Wappen des Christoph Sehern-!, ein Schild mit drei Sternen im gebundenen Kranze, und mit lateinischen Umschriften, wovon die, unterste lautet: l.iber Christophori Srheurli. Im Gevierte 4 Z. 3 L. — Dieses von Heller und Bartsch nicht erwähnte Blatt könnte eben so wohl nach Dürer gefertiget seyn, als das von Bartsch No. 164 erwähnte Wappen der Scheurl und Oeuder, oder nach Heller No. 1943 des Albert von Scheurl und der Anna Zinglin. Christoph Seheurl, welcher 1519 starb, bediente sich dieses Wappens als Bibliothekzeichen. Albert Scheurl heirathetc 1513 die Anna Zingl. Christoph'» Wappen wäre demnach früher gefertiget, als das Doppclwappen der Scheurl und Zingl. 155) Das Wappen des Bector römer mit den Schilden seiner Ahnen. B. No. 163. H. 11 Z. Br. 7 Z. 3 L. Die Platte bosnss in letzterer Zeit Dr. F. Campe in Nürnberg, und dieser liess sie 1840 zum Dürer- feste abdrucken. Die alten Abdrücke kommen in den liüchorn aus der Bibliothek des II. I'omer vor. In der v. Dorschau'schen Kunstsammlung und Bibliothek waren fast alle Schriften des Krasmus von Rotterdam , und in jedem Ituche ist im Innern des Deckels das Wappen eingeklebt. 156) Das Wappen des Johannes de Rovolles, Bischofs von Vienne- B. App. No. 55. II. No. 2143. II. 1« Z. Br. 12 Z. — Dieses Wappen wird zuerst in einem alten Verzeichnisse im Besitze Knorr's dem Albrecht Dürer zugeschrieben, von welchem es aber nicht herrührt. Man findet dasselbe zuweilen in dem Werke: Praeclara Ferdinandi Corte*» de nova maris oceani llispania narratio, Carolo Rom. Imperatori Iran*' missa per Saguorgranum. Noreberge impensis F. Peypus MDXX1V., fol- Dieses Werk ist dem Bischof von Vienne dedicirt 1 57) Das Wappen dos 1 fartmann Sehedel mit dem Mohren. II. No. 2145. Angeblich 5 Z. hoch, und 4'/, L. breit. — Heller zeigt dieses Wappen unter den zweifelhaften Blättern an, wahrscheinlich nach Kuorr und Heinecke (N. N. S. 211 No. 13). Das alte Wappen Schedel's enthält nach Hörner allerdings das Brustbild eines Mohren im Schilde, so wie einen Stechhelm auf diesem, und zwischen den beiden Büffelhornern ist ein zweites Brustbild des Mohren. Im Jahre 1546 wurde dein Martin Schedel vom Kaiser Carl V. das alte Wappen aufgebessert, W" A. DÜRER. Nr. 350. 209 dem es einen Turnierhelm mit der Krone erhielt. Dürer könnte also nur das alte Wappen in Holz geschnitten, oder zum Schnitt gezeichnet haben. Der Holzschnitt stimmt aber mehr mit dem renovirten Wappen von 1546. Börner glaubt daher, dass es sich hier höchst wahrscheinlich um das Scbedel'scho Wappen gar nicht, sondern um jenes des Dr. Ilartmann Maurus handle. Dieses Wappen findet sich in folgendem Schriftchen: Coronatio invirtissimi llispaniarum Ketjis Cutholiex in Romanorum Hegern. II. Mauro .luriseonsulto authore. Nureberge, apud F. Peypus MDXXXÜI., 4. Auf der Rückseite des Titels ist das Wappen, mit der Uehersehrift: Insignia Harlmani Mauri L L Dortoris. Caesarei adsessoris. H. 4 Z. 11 L. Br. 4 Z. 2 L. Auf dem Titel ist der kaiserliche Doppeladler, ebenfalls in Dürer's Weise gezeichnet. Höhe des Titels 6 Z. 3 L. Br. 5 Z. 158) Das Wappen des Bischofs Gabriel von Eyb in Einfassung von Arabesken. B. App. No. 47. II. 10 Z. 8 L. Br. 7 Z. 7 L. — Dieses Blatt wird in einem alten, Knorr zustehenden Verzeichnisse, dem A. Dürer zugeschrieben, und wenn man bedenkt, dass es in einem Werke mit anderen Blättern Dürer's vorkommt, so dürfte es wenigstens der Zeichnung nach von ihm herrühren. Es findet sich in dem auf Kosten des Bischofs zu Nürnberg bei 11. Ilültzcl gedruckten Eichstedter Missale von /5/7. In diesem Werke sind noch andere Blätter, welche mit grösster Wahrscheinlichkeit dem A. Dürer zugeschrieben werden. 159) Das Wappen des Don Pedro Lasso de Castilla. IL 16 Z. IL. Br. 11 Z. 4 L. — Dieses Blatt übergeht Bartsch, Knorr, Heinecke, Lepel und Heller nennen es nur oberflächlich Nähere Kunde gab uns Hr. Börner. Das Wappen zeigt einen in Drachenköpfe ausgehenden schwarzen Balken, und rechts über diesem ist ein Castell mit offenem Thore und drei Thürmen. Links unter dem Balken schreitet ein gekrönter Löwe. Auf dem Schilde ist ein offener Turnierhelm, und über dem Wulste ein gekrönter, nach vorn gerichteter Löwe. Darüber steht: DON. PERO. LASSO. DE. CAS. (der Löwenkopf) ULLA. Die Zeichnung dürfte sicher von Dürer seyn, und auch wohl der Schnitt; der Stock ging aber wahrscheinlich ausser Landes. Daher wird die Seltenheit des Blattes kommen. In letzterer Zeit sahen wir das Exemplar, welches jetzt Herr Oornill d'Orville in Krankfurt besitzt. Man mag wohl in den bedeutendsten Sammlungen vergebens darnach suchen. Früher besass es Herr Börner. 160) Das Wappen der Familie Behoni, und ein ungenanntes. B. App. No. 57. IT. 4 Z. 7 L. Br. 4 Z. — Heller No. 2122 sagt, dass er bei genauer Untersuchung den Helm des Wappens auf ein llolzstöckchen Beschnitten eingesetzt gefunden habe. Dieses verhält sich wirklich so. Im ersten Drucke ist der Helm geschlossen, wurde aber später ausgeschnitten und durch einen neuen ersetzt. Dieser zweite Helm ist offen und hat Spangen. — Es gibt also von diesem Blatte zweierlei Abdrücke, Welche aus dem Gesagten zu erkennen sind. Herr Oornill d'Orville in Frankfurt am Main besitzt beide. Die ersten Abdrücke mit dem geschlossenen Helme dürften sehr selten seyn. 161) Das Wappen des Wilibald Pirkhcimer, und jenes der Familie Rieter. B. km. No. 52. IL No. 2139. IL 6 Z. 4 L.' Br. 4 Z. 6 L.— Dieses Bibliothokzeichen ist in IL Lcmpertz's Bilderheften zur Geschichte des Büchorhandels. Cöln 1854, copirt. 162) Das Wappen des Florian Waldauff. IL 8'/ 2 Z. Br. 5 Z. 4 L. dieses Wappens gedenkt Knorr nach einem alten Verzeichnisse Dttrer'- scher Blätter, und Ileinccke, Lepel und Heller übernahmen die Nachgeht , während Bartsch nicht darauf achtete. Zuletzt wurde die Existenz des Blattes in Zweifel gezogen, bis endlich C. Becker im Kunst- 210 A. DÜKER. Nr. 350. Matt 1834 No. 47 dasselbe beschrieb. In zwei Feldern des vierfach gothoilten Schildes sind Drachenköpfe m den Hülsen verschlungen, in den beiden anderen Felden queT durchlaufende Spanen. Ueber dem Schilde stehen zwei offene Helme mit Kronen, auf jenem rechts ein mit Kleeblättern bestreuter Klug, auf jenem links die beiden Drachenköpfe, deren jeder eine Krone auf dem Hörn trügt. Der Schild ist mit einer Kette umgeben. und als Kleinod hängt die auf dem Halbmonde sitzende hl. Maria mit einem Schwerte in der Baudschlcifo darunter. Rechts an der Helmdecke ist eine Art von Ordenskette aus verschlungenen S, woran ein an zwei Ketten befestigter Löwe hängt. Gegenüber ist eine Kette aus runden Maschen mit einem hüngenden Greife. Ausserhalb der Einfassuögslinie steht oben In beweglichen Lettern: ,,Arma strenui Militis Floriani Waldau/f." Auf anderen Exemplaren ist diese Ucborschrilt deutsch : ..Erbliche Wappen Herr Florian Waldau/f." Diese« Blatt findet man im ersten Drucke mit deutscher Aufschrift in dem Werke : Das pnclt der himlischen Offenbarung der hl. Brigitte etc. Nürnberg, hoberger l r >()2, fol. Auf der Rückseite des Titels sind die fünf kaiserlichen Wappenschild*, B. Ho. 158. 163) Die, fünf kaiserlichen Wappenscnflde von der Kette des Ordens des goldenen Vliessos umzogen, und mit der Inschrift: Insignia Regie. Majeslatis B. No. 158. IL No. 2118. II. 8 Z. 7 L. Dr. 5 Z. 7 L. — lieber dieses iilatt herrschen irrige Angaben. Heinecke sagt, das kaiserliche Wappen finde man in der lateinischen Ausgabe von Düror's Messkunst, und Heller möchte es in dessen Work über die Uefestigungs- fcnnst von 1527 Sachen. Allein das Wappen ist in dem No. 162 erwähnten Buche der himmlischen Offenbarung der hl. Brigitta von töOi zu finden, auf (hu- Rückseite des Titels abgedruckt. Im ersten Drucke ist in der rechten oberen Ecke ausserhalb der Einfassungslinie die Seitenzahl fol. II. und die Signatur a II. Im späterem Drucke ist rechts oben das Zeichen Diirer's mit der Jahrzahl tr,ifp. Bartsch nimmt Exemplare dieser Art: für die ersten. Die Zeichnung zu diesem römisch • königlichen, und dem Wnldauff'sehen Wappen ist sicher von Dürer, und nicht unwahrscheinlich auch der Schnitt. Beide sind von demselben (iusse. 164) Das Wappen des Alhrerhl Dürer, B. No. 160. — In Ä Trca- tise on Wood JCngraving — by .1. Jackson (and Chatte). London tll.W, gr. 8., ist eine kleine Copie. II. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 4 L. A. »Urer'ii Alphabet. 165) Das AI ph a bet mit Kl n derfigu reu , i n grossen Initial- Buchstabon bestellend, und 169t gefertiget. Jeder dieser Buchstaben befindet sich Innerhalb eines 2 7. 1 L. hohen und breiten Viereckes. und ist 1 Z. T/i L. hoch. Neben und hinter jedem Buchstaben sind mehr oder weniger Figuren und Verzierungen angebracht, und der Grund ist durchgehende schwarz. In den ersten, höchst, seltenen Abdrücken ist auf der Rückseite kein Text. Die Beschreibung dieses Alphabetel verdanken wir dem Herrn J. A. liörner, mittlerweile Hess aber dieselbe Quelle auch meinem Freunde, Bem IL Woigel in Leipzig, welcher in Dr. Nanmann's Archiv für die zeichnenden Künste, zweiter Jahrgang III. S. 213, die Buchstaben aufzahlt, und Bemerkungen darüber gibt. Bei der Beschreibung der Initialen werden wir auch auf die Facsimilcs in Weigel's Pracht werk: Holzschnitte berühmter Meister. Eine Auswahl von schönen, charakteristischen und seltenen Original - Eorm- schnitten &c., aufmerksam machen. Zugleich aber sei bemerkt, dass A. DÜRER. Nr. 350. 211 Weigert interessante Abhandlung in Dr. Naumann's Archiv sich auch über ander« altdeutsche Holzschnitt -Alphabete verbreite, und dass Du- rer's Buchstaben 0 und Q darin als Kopien sieh beiluden. Nach der Ansicht des kunstverständigen Börner kann man mit Sicherheit annelunen, dass die unten näher beschriebenen Initialen hinsichtlich der Kruppirung und Zeichnung' der Figuren von A. Dürer herrühren. Ja einige liticlislaben sind so sicher und meisterhaft geschnitten, und in diesen namentlich die Köpfe der Kinder so schön, UM nur der Meister selbst dieses in die i.ineamento legen konnte. Vergleicht man die Buchstaben mit jenen lateinischen Versalien, zu deren Konstruktion Dürer in seiner Vnderweysitng der Messung mit dem Xirke.l vnd riclitschcyl, Anleitung gegeben hat, so findet man deren Struktur mit den Regeln ganz übereinkommend. Nur ßundO weichen davon ab, da diese Ruchstaben in der Unterweisung schmal, in diesem Alphabete aber breit erscheinen, wodurch der Symmetrie die Eleganz geopfert wurde. Die Ausführung auf Holz verräth nicht durchaus gleiche Hand, wenn auch der Schnitt im Allgemeinen vollkommen ist. Hr. Börner, welcher dieses Alphabet zur Zeit, als es der Kupferstecher 'leuiler besn.ss, genau geprüft hatte, fand nämlich, dass in einigen Blättern die Zeichnung unter den Händen des Formschneiders, welcher in den Ornamenten besser, als im tigürlichen fache gewesen zu seyn scheint, bisweilen gelitten hat, und dass namentlich in den Köpfen der Kinder die Physiognomie zum Theil hässlich geworden ist. Römer erklärt diess aus dem [Jmstande, dass Dürer vielleicht seine. Ideen mehr in skizzirten, als in sorgfältig ausgeführten Zeichnungen dem Formschneider mitgetheilt habe, weichet demnach der Aufgabe, das Angedeutete mit Gefühl und Correktheit im Schnitte auszuführen, nicht gewachsen war. Die Facsiniilcs in R. Weigel's Kormschnittwerk tragen aber entschieden das (lepi'äge Dürer'scher Arbeit. Man könnte jedoch auch wieder einwenden, dass dem A. Dürer ohnehin schon mehr zugeschrieben worden ist, als ihm angehört, und dass bei dem gänzlichen Schweigen von einem solchen Alphabete auch ein anderer Künstler Aehnliches hätte leisten können; allein wer würde es gewagt haben, im .fahre 1521 ein fremdes Produkt mit Dürer's .Monogramm zu versehen V (Das Zeichen ist jenes, welches wir oben S. 175 No. 10 gegeben haben.) Wenn auch andere Rlätter, welche vielleicht nicht von Dürer herrühren, dessen Monogramm tragen, so beweist diess nichts gegen uns, da auf solchen Blättern das Zeichen erst nach dem Tode des Meisters mit Stampilen beigesetzt wurde. Marc Anton macht eine Ausnahme, indem er seine Kopien mit Dürer's Monogramm bezeichnete. Nach Römer dürften diese Buchstaben nicht unmittelbar zum Ruch- druck bestimmt gewesen, sondern deren mehr oder weniger zusammen suf Einem Holzstock geschnitten worden seyn. Wenigstens standen die Ruchstaben Q und It auf einer Platte neben einander, denn der Schweif, oder Schnörkel, welcher das Q vom O unterscheidet, erstreckt sich bei diesem Buchstaben über das viereckige Feld, in welchem der Buchstabe Steht, ziemlich nach rechts hinaus, und dessen spitzig zulaufendes Ende reicht in das Quadrat des /,' hinein. Wären diese Buchstaben zur Anwendung beim Bücherdrueke geschnitten worden , so müsste jeder derselben auf einem besonderen Stocke stehen. In grösserer oder kleinerer Anzahl, auf grossere oder kleinere Stöcke geschnitten, auf einem oder ■Hehrere Bogen abgedruckt, dienten sie wahrscheinlich als Muster für Offizinen und Formschneider, zur Anleitung zum Schönschreiben, wie "Jan deren von Neudörffer und anderen Kalligraphen besitzt. Es finden s j^h in späteren Druckwerken auch wirklich Abdrücke von den Original- Stöcken und Abklatsche. Die Initialen A, 0, P, T sind in den 212 A. DÜRER. Nr. 350. ,, Lectiones tiabr. Fallopii de parlibus humani corporis - a Volchero Coiler collectae Noriben/ae in officina Th Gerlach 1572, 76, 05. fol. Die Buchstaben C, M, /', B kommen in folgendem Buche vor: Exter- narum ct. internarum principul'imi humani corporis partium tabulae etc. Autore Volchero Coiter. Noribenjae in off. Th. Gerlacheri 1573, fol. — Dass dieses Alphabet auch copirt wurde, beweisen namentlich die vorkommenden Buchstaben Q und /(. Bei ersterein erstreckt sich in der Copie der Schweif nicht über die durch Doppellinien gebildete Einfassung des Buchstabens hinaus, und das Ende ist demnach nicht im Quadrate des h zu finden. Solche Oopicn befinden sich in dem Sammelwerke: Ex recognilione Des Erasmi Itoterodaml. ('. Snetonius Tranquillus. Dion. Cassius Nicucus. Aelius Spartianus etc. Coloniae in Aedibus Euch. Ccrvicortii 1527, fol. Oopien sind auch in Theophüacli Enarrationes in quutuor Evanyclia. llasileae, Vratander 1525, fol. Auch in verschiedenen anderen Druckwerken kommen solche Initialen vor. Von diesen frühen Copicn haben einige weniger Figuren, Sie sivid von dem Monogniinmisten V(l., genannt Ursus Graf. Wir haben im Artikel desselben darauf aufmerksam gemacht, mit der Bemerkung, dass zwei, wenn nicht drei Künstler auf dieses Zeichen Anspruch machen können. Bisher besitzt unseres Wissens keine einzige Sammlung ein vollständiges Exemplar der Originalschnitte. Erster Art, ohne Text auf der Rückseite ist jenes, welches Hr. Iiörner bei dem 1854 verstorbenen Kupferstecher (ioudor in Nürnberg vorfand, nach welchem er seine Beschreibung machte. El fehlten ilie Buchstaben / und W. Durch Borner's Vermittlung erbielt diese 22 Buchstaben lt.. Weigel, welcher sie im Kuustkataloge No. 19,099 auf 50 Thlr. werthet. Spater gingen diese Blätter in die Sammlung des höchstseligen Königs Friedrich August von Sachsen über. Hr. CorniU d'Orville erwarb aus der Leipziger Auktion vom 14. .fünucr 1850 ein Exemplar ohne die Buchstaben // und /, der genannte Kunstfreund wird aber liehet Alles aufwenden, um das Fehlende zu erhalten. Hr. ('ornill d'Orville besitzt auch ein Blatt mit Vermessung auf weissem Grunde, oder das BnchstabenmaaM von der QTOSSe der übrigen Blätter, welches altsehriftlieh mit der Jahrzahl 1521 versehen war. Der Buchstabe F ist in seinem Exemplare ohne Monogramm, während es im Initial aus WeigeTs Sammlung ata* geschnitten ist. Ein drittes Exemplar des Alphahoi's sali Herr Kniest Harzen in Bologna, aber ohne die Buchstaben Q und W. Letzterer fehlt aber auch in dem Weigel'sc.hcn Exemplare, und es scheint überhaupt der Buchstabe V dafür gebraucht worden zu im, Die in Bologna vorhandenen Initialen sind je sechs auf einem Blatte gedruckt. Vgl. die Abhandlung lt. Wcigel's 1. c. S. 215. A. Links ein von hinten, rechts ein von vorn gesehenes nacktes Kind auf Horninstrumeiiten blasend, — In H. Weigol's Prachtwerk: „Holzschnitte berühmter Meister. Eine Auswahl von Originalforinschnitt.ru &c. Leipzig 1851—57" ist ein Facsimile dieses Buchstabens. B. Sechs nackte, zum Theil geflügelte Kinder. Ein links befindliches bläst auf einer I'l'eifo, und das zur Rechten Spielt das Hackbrett. C. Drei nackte Kindin-. Das mittlere, geflügelte reitet auf einem Reh- D. Drei nackte Kinder, das mittlere mit der flatternden Fahne an' dem Delphin sitzend. E. Zwei nackte Kinder im Schilfe, das eine den Kranich am Bande haltend. Rechts vorn sitzt eine Meerkatze. F. Vier nackte, geflügelte Kinder, wovon das eine durch einen mit Schellen besetzten Reif gesprungen, und zu Boden gefallen ist- A. DÜRER. Nr. 350. 213 Zwei andere halten von Kartenblättern gebildete Windmühlen, und das vierte stützt sieh rechts auf eine Kugel. Rechts unten in der Ecke auf der Kugel ist das oben No. 10 gegebene Zeichen eingeschnitten.— In dem oben untere, genannten Werke von R. Weigel ist eine Copie dieses Blattes. G. Vier nackte Kinder, wovon das rechts stehende einem am Boden sitzenden Kinde aus der runden Flasche die Schale füllt. H. Brei nackte Kinder blasen in tubaförmige Instrumente. Links und rechts oben langhalsige Vögel. I. Vier Kinder, wovon das eine mit einer kleinen Fahne in den Händen im Korbe sitzt, vor welchen ein zweites Kind auf allen Vieren gespannt ist. Ein drittes treibt mit geschwungener Ruthe an, und das vierte bläst nebenbei' die Trompete. K. Brei nackte Kinder und ein Tanzbär. Eines derselben bläst die Schalmey, ein anderes schlägt die Haudtrommcl. L. Vier zum Theil geflügelte Kinder tragen ein fünftes auf der Stange reitend. M. Vier nackte Genien, wovon einer dem links vorn am Boden liegenden auf den Rücken steigt. N. Fünf nackte, zum Theil geflügelte Kinder. Bas rechts vorn sitzende hält den Löffel in der Rechton, und tritt mit dem Fusse in eine Schale. 0. Sieben zum Theil geflügelte Kinder. Eines von diesen, in der Mitte des Buchstabens angebracht, ist als Schalksnarr costumirt, die übrigen sind nackt. — Im XVI. Hefte des Prachtwerkes von R. Weigel befindet sich eine Copie. P. Sechs meist geflügelte Kinder. Zwei derselben stützen sich mit den Händen und den Kniecu auf den Boden, ein drittes sitzt auf dem links befindlichen Kinde, und setzt den linken Fuss auf den Hintern des rechts befindlichen. ft. Ein auf einer Art Tragsessel sitzender Genius wird von vier anderen nach rechts hingetragen. Ein sechster hält den Sonnenschirm über den Sitzenden. — Im XVI. Hefte der Formschnitt-Sammlung von R- Weigel ist eine Copie. R. Vier nackte Genien. Zwei derselben unterhalten sich mit Kartenspiel , der dritte sieht zu, und der vierte klettert im oberen Theile des Buchstabens. S. Brei nackte Kinder ziehen zur Jagd aus. Das rechts vorn gehende führt einen Windhund an der Leine, ein anderes trägt den Falken auf der Hand. T. Zwei auf Seepferden reitende Genien. Oben Waffenstücke. V. Fünf nackte, zum Theil geflügelte Kinder. Bas.jcnige, welches rechts auf dem Steine sitzt, hält ein nach links laufendes Kind am Stricke. X. Vier Genien. Jener zur Linken spielt die Geige, der in der Mitte sitzende bläst auf einer Pfeife, und der zur Rechten stehende langt mit dem Löffel in einen Topf. T. Fünf nach rechts hin schreitende Kinder im Soldatenspiel begriffen. Zwei derselben reiten auf Steckenpferden, und das eine trägt eine flatternde Fahne. Z. Zwei nackte Kinder zu beiden Seiten eines Postamentes , auf Welchem eine Vase steht. Beide Kinder halten in der erhobenen Hand Zettel, worauf links i.5, rechts 2/ steht. Auf der Vase sitzt eine 'abelhafto Figur, welche den Kopf und Körper einer Jungfrau, Flügel 'tau der Arme hat, und am Leibe in Federn endet. Biese Figur deutet vielleicht auf den Nürnberg'seheu Jungfcrnadler, eines der Wappen- uilder der Stadt. Neben dem Dürer'schen Monogramme wäre diess ein ^Weiter Beweiss, dass das Produkt aus Nürnberg stamme. Monogrammisleo. 19 214 A. DÜRER. Nr. 350. 166) Das mit Arabesken, und theils mit einzelnen Figuren gezierte kleine Alphabet auf einem meist durch Diago- nalen gebildeten Grunde. Ein solches Alphabet zählt lt. Weigel (Nau- mann's Archiv, zweiter Jahrgang, S. 215) zu dem Dürer'schen Werke, wenn der Meister auch nicht den Antheil haben mag, wie an dem grossen Kinderalphahet. Das kleine Alphabet misst im Durchmesser 1 Z. — 1 Z. 1 L., und kommt z. R. vor in dem mit dem Dürer'schen Folioblatte SANCTA IVSTIOIA töÜi geziertem Buche: He.formacion der Stat Süremberg etc. 11. No. 162, H. No. 1942. Die Hliittchen sind mit eben so grosser Fertigkeit geschnitten, wie die Justicia, und eines wie das andere erinnert nach Weigel an II. S. Beham. A. Mit Arabesken und einem sitzenden Manne. B. Mit Arabesken, in welchen Schellen vorkommen. V. Mit Arabesken mit einem geflügelten Kinde. E. Mit Arabesken und zwei Löwenköpfen. F. Mit Arabesken und einem rechts liegenden Kinde. (1. Mit Arabesken und einem Cherubimkopf. II. Mit Arabesken und einem geflügelten Kinde. /. Mit Arabesken und drei Cherubim. K. Mit Arabesken, Delphin und Adler. L. Mit Arabesken und einem geflügelten Kinde auf dem Füllhorn. M. Mit Arabesken und einem Löwenkopf. JV. Mit einer Arabeske auf dem Hintergründe , und mit Strichen, welche die Jahrzahl 1021 anzudeuten scheinen. 0. Mit Arabesken und Delphinköpfen. 1'. Mit Arabesken und einen Kindeskopf. 11. Mit einer ähnlichen Verzierung. 8. Mit Arabesken und Acpfeln. T. Mit Arabesken und zwei Cherubim. V. Mit Arabesken und einem stehenden Kinde. Z. Mit Arabesken und einem bärtigen Mannskopf. Dieses Alphabet Hess Friedrich Pcypus schneiden, und brachte es in seinen späteren Druckwerken verschwenderisch an. Viele dieser Blättchen wiederholen sich sehr oft, besonders in der Reformation der Stadt Nürnberg von 1522. Ausserdem sind noch andere geistvolle Arabesken-Initialen mit weissem Hintergründe in dem Buche. Dann gibt es ein nicht weniger hübsches, gleich reiches Arabesken- Alphabet, im Durchmesser 1 Z. 2 L., welches nach Weigel von demselben Künstler zn seyn scheint, und ebonfalls in Nttrnbergischen Drucken jener Zeit vorkommt. A. Mit zwei Pferden in Arabesken. B. Mit einem Häschen in Arabesken. I). Mit einem den Dudolsack spielenden Bären. E. a) Mit einem sitzenden Kinde, b) mit einem Kinde mit Knochen. G. Mit einem sitzenden Kinde in Arabesken. ff. Mit einem die Fahne haltenden Löwen. /. Mit zwei Kindern in Arabesken. L. Mit einem Kinde mit 1'feil und Hogen. /'. Mit einem Kinde und einein Hunde. /(. Mit einem Kinde, welches einen grossen Fisch hält. •S. Mit einem Manne mit der Narrenkappe. V. Mit einem Adler in Arabesken. Z. Mit einem sitzenden Kinde mit der Vase. AD. (Anhang zu A. Dürer.) Nr. 351 — 354. 215 351. Unbekannter Zeichner oder Maler, welcher nach seinem Monogramme mit Albrecht Dürer concurrirt, aber mit diesem Meister nicht zu verwechseln ist. Man findet Zeichnungen von seiner Hand, welche meist mit der Feder ausgeführt sind, und biblische Gegenstände behandeln. Im Style erinnern sie aber nur in so ferne an A. Dürer, als der Zeichner sich bestrebte, in den Geist der Schule dieses Meisters einzudringen, was ihm aber nicht in so hohem Grade gelang, dass er täuschen konnte. Es fragt sich aber auch noch, ob das Monogramm nicht zur Täuschung aufgesetzt wurde, so dass man Zeichnungen dieser Art dem A. Dürer unterbreiten wollte, und dicss im Jahrhunderte desselben. Das Monogramm copirte Herr Heubel nach einer Zeichnung im k. Museum zu Berlin, Dass indessen A. Dürer einen Gcgenfüssler AI) hatte, haben wir schon im Artikel desselben bemerkt. Er begegnet uns wahrscheinlich in diesen Zeichnungen, und vielleicht werden auch Gemälde dieses AD dem Dürer zugeschrieben. Der Meister No. 361 gehört ebenfalls in diese Categorie. 352_. Unbekannter Gopist Dttrer'scher Blätter. Man findet eine in Kupfer gestochene Copic dos Holzschnittes von A. Dürer, welcher St. Johannes und Hie- pJI^ Tgr ronymus in einer wilden Gegend vorstellt. MI 7*^ Zwischen beiden Heiligen liegt das Lamm, auf ____1 I /n\ welches Johannes deutet. Unten am Rande steht das erste Täfelchcn mit Dürer's Monogramm. Bartsch beschreibt das Original No. 112, die sehr schöne und seltene Copic erwähnt aber Heller No. 1870. Er möchte sie dem Adrian Hu- berti zuschreiben, welcher aber 1626 wohl nicht mehr gelebt hat, jedenfalls in sehr hohem Alter stand. 11. 7 Z. 0 L. Br. 5 Z. 7 L. Das zweite Zeichen bringt Heller im Monogrammcn-Lcxicon S. 12 bei, mit der Bemerkung, dass man es wahrscheinlich auf Copien nach A. Dürer finde. Nach der Angabe dieses Schriftstellers deutet man das Monogramm irrig auf Abraham van Dicpcubeck, welcher aber erst um 1607 geboren wurde. Ein Blatt mit dem Monogramme und 40/0 gibt Heller nicht, an, und wenn sich wirklieb eines finden sollte, stammt es wahrscheinlich von dem Träger des ersten Zeichens her. 353. Unbekannter Copist Dttrer'scher Blätter. Sein Zeichen findet "" man auf einer gegenseitigen Copic nach Dürer's Kupferstich, _ B. No. 24. Das Blatt stellt den am Kreuze sterbenden Heiland dar! Links von diesem steht Johannes mit empor gehobenen Händen, und rechts eine hl. Frau. Am Boden sitzt Maria in Ohnmacht, und wird von einer Frau gehalten, während eine zweite daneben mit gefalteten Händen kniet. Unten in der Mitte ist das Zeichen. II. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 8 L. — Dieses Blatt kennt Heller nicht, das Original hat Dürer's Zeichen mit der Jahrzahl idOO, der Copist hat es aber nicht Sehr glücklich nachgebildet. 354. Dietrich Krüger stach ein Blatt nach A. Dürer, welches den s£,4 Heiland vorstellt, wie er als Gärtner der Magdalena erscheint. ^j7' Diese kniet rechts, und der Heiland mit dem Spaten steht iL links. Ini unteren Rande liest man: „Tc simul abscondis, simul si vis Christe videri —. B. Caymox ex. ditrich Kruger sculpsit." Links unten gegen den Band zu bemerkt man das Zeichen. Wenn der Rand mit der Schrift abgeschnitten ist, könnte man das Zeichen auf einen anderen Künstler als Dürer deuten. II. 8 Z. 3 L. Br. 6 Z. 19* 216 AD. (Anhang zu A. Dürer.) Nr. 355 — 356. Dietrich Krüger ist nach seinen Lebensverhältnissen unbekannt. Er ist wohl jener D. Krüger, welchem im Catalog Arctin folgendes Werk zugeschrieben wird : Naturae varios lusus et monstra videtis etc., 12 Blätter nach Gabriel Weyer, au. 8. Die Jahrzahl 101h über dem Monogramme deutet wohl seine Blüthezeit an. 355. Johann Goossens in Cöln erscheint hier als Copist Dürer- TjP ^2_ \ scher Matter. Das gegebene Zeichen findet man auf einer h v Copie der Grablegung Christi nach dem Stiche A. Dürcr's JD\ iC aus ^ er kleinen Passion, oder vielmehr nach der Copie •"-*") von Wilhelm de Hacn, dessen Zeichen (WUH) rechts oben steht. Unten rechts ist das Täfclehen mit dem Zeichen Dürer's und IG. Die letzteren Buchstaben beziehen sich auf den Copisten Johann Goossens, über welchen wir unter der Abbreviatur lo. G., Jo. Goo. näher handeln werden. Die genannte Copie findet man in folgendem Gebetbucho: Precet \ Ac | lUedilationes \ Piae \ In mysleria Passionis ac Resurrectionis Dn. Jesu Xpi. colleclae per Georgium Scherer etc. Coloniae Agrippinae, Wilh. Fries 1000, 12. In diesem Werke sind noch 8 andere Copien von J. Goossens, so wie deren 6, welche G. Stempelius fertigen Hess. Im Ganzen enthält das Gebetbuch 15 Copien nach Dürer und W. de Haen. J. Heller, Leben A. Dürer's II. S. 344, möchte dem J. Goossens, oder Joh. van Goosen, wie er ihn irrig nennt, auch eine originalseitige Copie von Dürer's Adam und Eva (B. No. 1) zuschreiben. Das Original hat auf einer Tafel Dürer's Namen und dessen Monogramm mit 1004, auf der Tafel der Copie steht: ai.bertx» uvhkr iNVKivTon ioiiannks van. Dieser „Johannes van" soll nun J. van Goosen seyn, wie sich aber unser Künstler nie nennt. Zani macht aus „ Johannes van" einen Giovanni van Adam, welcher Mehreres nach Dürer copirt haben soll. Ein Künstler dieses Namens ist unbekannt, und .1. Goossens ist nicht der Copist. Die Nachbildung des Blattes mit Adam und Eva ist sehr genau, wie von Goossens nicht zu erwarten ist. 356. D. Gerhard Stempelius aus Gouda in Holland, Canouicus des 8t. Georgenstiftes in Cöln und kurfürstlicher / /•f\( 9 "/ Mathematiker, gilt seit einiger Zeit irrthümlich , S .Sl$*£ a / als Kupferstecher, da die Abbreviatur fi: cu:, f*'- eur - —' fie : cur: bei der Nachbildung in fec. und [ecit verwandelt wurde, statt „fieri curavit" zu lesen. Stempelius Hess mehrere Andachtsblättcr stechen; so von Johann Sadeler ein kleines Ecco homo, mit der Bezeichnung: D. Stempelius fi» cu«, und anscheinlich von einem unbekannten HOS fünf Blätter der kleinen Passion von A. Dürer. In späteren Abdrücken kommen diese Copien in folgendem Gebetbucho vor: Preces \ Ac \ Meditationes | Piae \ In mysteria Passionis ac Hesurreclionis Dn. Jesu Xpi collectae per Georgium Scherer S. J. Coloniae Agrippinae apud Wilh. Friessem seniorem. Anno IOOO, 12. In dieser Ausgabe kommen auch Passionsblättcr mit dem Zeichen des Wilhelm de Haen vor, da Johann Goossens nicht die Blätter von Dürer, sondern die Nachbildungen des W. de Haen copirt hat, wie wenigstens Merlo ersehen zu haben glaubt. Die Copien des Stempelius sind von der Gegenseite des Originals, und fast in der Grösse desselben: 1) Christus betet am Oelberge. Unten links auf dem Zettel Dürcr's Monogramm und iOHO, unter demselben : D. G. Stempelius fie: cu. 2) Die Gefangennehmung Christi. Oben in der Mitte: />. ü. Stempelius fi: cu: 1500, unten gegen die Mitte das Zeichen Dürer's IOOO, 3) Christus vor Caiphas. Unten in der Mitte: D. G. Stepelius fie: cur:, rechts 1500. Ohne Dürer's Zeichen. AD. (Anhang zu A. Dürer.) Nr. 357 — 359. 217 4) Die Dornenkrönung. Oben links iM2, unten in der Mitte: RD8. AE tß, rechts das erste Zeichen. 5) Christus in der Vorhölle. Oben unter dem Bogen 11712, links unten Dürer's Zeichen, und unter diesem: I). . Unten feclits in der Ecke ist das Zeichen, und eben links stellt: IV. Tlieil pag. 198. H..6.Z. 2 L. Hr. 4 Z. 9 L. 374. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte _/J)*** ll( ' s tH ' •'•''hrhundo.rts la I ':>ris lebte. Brulliot I. No. 246 Sofa ttägl zwei liliitter nach J. Vernct mit diesem Zeichen an : 'Tr'- Le Calme, und La Tempfete. Unter diesem Titel hat .1. Ba- leehoii BWej berühmte Landschaften gestochen, welche wir im Künsllor- Doxicon XX. S. 134 beschrieben haben. Die Blätter mit obigem Monogramme sind wahrscheinlich Oopien. 375. Unbekannter Meister, welch« mit dem vorhergehenden *-\ Künstler nicht zu verwechseln ist. Nach Brulliot I. No. 246 findet ■"^ man dieses Zeichen auf Stichen des P. Schenk, und man will es einem unbekannten A. Dennaud zuschreiben. Wir können diese Angabc nicht bestätigen. Ein ähnliches Zeichen steht nach Brulliot auch auf dein Bildnisse des Marschall Francoil de Bassompiere, welches P. Daret gestochen hat. F.s gehört wahrscheinlich zu dessen Tableaux historiques ou sont gravecs les illustres l'ran<;ais —. Paris 1652-56, gr. 4. Der Zeichner oder Maler dieses Bildnisses ist älter als derjenige Meister, nach welchem P. Schenk gestochen hat. 376. Unbekannter Maler, welcher um 1750 in Paris thätig war. « j. x\ Er copirte mehrere Bildnisse berühmter Männer des SU.I\n*.,JV iß. und 17. Jahrhunderts, welche für die im Jahre 1755 bei J. Odieuvrc erschienene Europe illustre etc. von Fiquct, Tardieu lils, M. Aubert, 1!,. (laillard , L, (iaultier, J, G. AVille u. A. gestochen wurden. Dreux du Radier lieforte den Text zu diesem Werke, gibt aber nicht die geringste Andeutung über die Zeichner. 377. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hallte __ An 1 ' 1 '* ^ 7 ' 'Jahrhunderts in Cöln lebte. Wir kennen folgende -l$.,J\lJ Blätter von seiner Hand: 1) Maria mit. (lein Jesuskinde auf dem Sehoosse unter einem Ba.tune sitzend, wie sie ihm einen Apfel reicht. Im Grunde ist gebirgige Landschaft mit einigen Dörfchen. Tinten rechts das erste Zeichen, und tiefer liest man : Salue parue puer, salue vinjunrula maier etc. Coloniac formulis Pelri Ouorardl. II. 3 Z. 1 L. Mr. 2 Z. 2 L. 2) Das Titelblatt zu : Vita et Martyrium S. Vrsulae et Sociarum ufl- deeim millium Auetore tlcrmano Crombach S. ./. Coloniae Agrippinae — 10W. fol. St. Ursula schwebt mit ihrer hl. Sehaar über drei Thürmcn, und unten befeuchtet ein Springquell Blumenbeete. Unten gegen links am Rande das zweite Zeichen. 378. August Dutillois, und ein uns unbekannter deutscher 7j?*) JTV /r\ Komisch n e i d e r. Die gegebenen Zeichen findet man an! Ai mT modernen Holzschnitten. Die drei ersten gehören dem August J^,25) Dutillois in Paris an. Er schnitt verschiedene Vignette» nach Zeichnungen von A. Johannot, ,T. David, Raffet u. A. Andere Blätter findet man in der illustrirten Atisgabe der Histoirc de Gil Blas. Paris, Paulin 1836. In der neuesten Zeit kamen uns keine Blattei' mehr von ihm zu Gesicht. Die Monogrammen der zweiten Reihe gehören einem deutschet 1 Formschneider an. Mau findet sie auf Blättern im komisehen Volks- AD. Nr. 379 — 383. 223 kalendcr von A. Brenglas, unter dem Titel: Prophet des Jahres 1852. Die Zeichnungen lieferten Th. Hosemann und Julius Paters. 379. Der Formschneider mit diesem /eichen lebte in letzter Zeh ~2[\ Tr\ m\, yM Dorlin. wir kennen aber seinen Namen nicht. Kr r-OJi.JV, W>. Jt . arbeitet« am 1858 für die humoristische Zeitschrift „Kladderadatsch", deren Illustrationen vom Witze und der Ironie entwerfen sind, und daher auf Strenge Kunst keinen Anspruch machen, Im Jahrgang 1853 sind mehrere Holzschnitte mit dem gegebenen /eichen. Auf einem Blatte ist dem Monogramme der Name „nomine" beigefügt, dessen Bedeutung wir ebenfalls nicht kennen. 380. Anton Dobler, Maler von Mindelheim in Schwaben, machte «■^ seine Studien in Augsburg und begab sich dann nach Italien. /■ I w<) ol "'" 1^80 verweilte und den (luercino zum Vorbilde. /ly nahm. Wir sahen von ihm ein schönes Bild der Madonna. */ J-^• mit dem Kinde, welches dieses /eichen tragt, ferner eine Zeichnung mit demselben Monogramme, an welches aber die fehlenden Buchstaben des Namens gefügt sind. Diese Zeichnung ist mit der feiler und in Tusch vollendet, und Stellt den heil. Andreas dar, mit der.Inhr- zahl JOD.'S. fol. D« dieser A. Dobler ausserdem nicht erwähnt wird, so fügen wir auch eine schöne Hadirung bei. St. Anton in halber Figur auf Wolken in 3 / 4 Ansicht nach rechts. El umfasst mit der Unken das auf einer Wolke kniende Jesuskind und hält in der anderen Hand eine Dilie. Hechts steht man einen Vorhang und links unten steht: Anloti Dobler (cc.it (vorkehrt). II. 4/. iL. Br. 5 Z. 7 L. 381. Alexander Hiacynth Dnnouy, Architektur- und Landschafts- 0. maier, wurde 1757 ZU Baris geboren, und von Briand j/a) £ /I) Ja\ Unterrichtet. Kr halle zur Zeit des Kaiserreiches unter •/' '•^ L ^ Napoleon 1. grossen Ruf, welcher ihm von Italien aus gefolgt war. In den Residenzen zu Neapel und l'orlici, in den Schlössern zu Fontainebleau, Trianon, st. Cloud &c. fanden seine Bildereines Khrcnphiz, welchen ihm aber die Meister (\rv späteren französischen Schule streitig milchten. Dunouj starb aber erst 1841. Man hat von diesem Meister auch etliche :!() radirto Landschaften mit (lobäudon, Figuren und Thieren, meistens nach Zeichnungen, welche er m Italien gefertiget hatte. Diese Blatter sind sehr geistreich behandelt nnd zum Theil mit Monogrammen versehen, qu. 8, qu. 4 und qu. fol. 382. Abraham Diepram, Maler von Oudenaerde, war Schüler von /-"~>v II. M. Zorg und A. Brouwcr, hielt sieh längere Zeit in Dort- /)j recht auf, wurde dasell>st 1648 Mitglied der St. LukasgiMe, tyjS und starb zu Rotterdam in der Schenke. Dieser geschickte Künstler malte Bilder in der "Weise des A. Brouwrr, deren einige mit obigem /eichen versehen sind. Auf anderen Gemälden stehen die Buch- Stäben DI'. 383. Augustin Dohlsteen oder Da bist ein, Maler und Radirer CT\ r\ v<> " ( ' iiss( '' > verlebte mehrere Jahre in Russland, und -yjy /2s 5fc) z( '' (: ' im ' ,( ' neben andern die Ausrufer von St. Petersburg sfjo/js,*/*' 1|11( | j^og^jn welche er auf 50Blatten in Kupier rodirte. Diese Blätter sind theils mit, dem Monogramme, theils mit dem Namen: A Dohlsleen inv. et fec. bezeichnet. Dann haben wir von ihm auch eine Sammlung von KOpfen, unter- dein Titel : l'asxclisihn iSchenslttnden. Inuent. geätzt von A. Dahlstein. Casscl H. /.. flfayr I7~>4. 11.3/. 9 L. Br. 3 Z. Auch auf solchem linde! man das Monogramm. Krwähnensworth ist ierncr eine Landschaft mit der Flucht nach Kogypten: A. Dohlsteen *nv. fec. II. 4 Z. 6 L. Br. 3 Z. 4 L. 224 AD. Nr. 384 — 385. 384. Achille Deveria, Zeichner und Maler zn Paris, Engen's älterer pf\ Q\ Bruder, ist durch eine Menge von Vignetten und anderen dJ$-',Jl) Illustrationen bekannt, wozu er die Zeichnungen geliefert hatte. Auch eine grosse Anzahl von Lithographien förderte der Künstler zu Tage. Man findet deren in folgenden Werken: Illustrations des Romanciers, Poötes et Historiens les plus remar- quables des tous les Pays, earacteres et portraits des femmes, dessin. et lith. par Achille Deveria. Paris, Janct. Dieses Werk erschien in Heften mit 4 colorirten Plättern, gr. 4. Contes de Lafontaine, dess. et lith. par A. D6v6ria. Dieses Werk erschien ebenfalls in Heften, 4. Recueil de portraits d'aetriecs de prineipaux Thcatres de Paris, dessinös d'aprcs nature et lith. par H. Grevedon et A. Deveria. Paris 1830, 33, gr. fol. — Dazu gehört das von Deveria lithographirto Bild- niss Grcvedon's, gr. fol. Galerie historiques des femmes. Portraits des celebritös de tous les genres et de toutes les öpoques, par A. Deveria. 3 Hefte, jedes zu 6 Blättern; Paris 1833. Walthor Scott. Scönes du Chäteau de Kenilworth par A. Deveria, 6 Blätter. Paris (1837), gr. fol. Eine Folge von 6 Blättern, welche Mütter mit Kindern vorstellen, fol. Durch diese Werke lernen wir den Künstler als Zeichner und Lithographen auf die vorteilhafteste Art kennen. G. Mailo, Hurliman, Swebac u. A. haben nach Gemälden Devcria's in Mezzotinto gestochen. In einer neuen Ausgabe des Rebelais sind Vignetten nach seinen Zeichnungen gestochen. Holzschnitte und Stahlstiche nach A. Deveria, T. Jo- honno.t und .1. Grandville sind in den Oeuvres choisies de Boilcau — Paris 1839, roy. 8. Auch in der illnstrirtcn Ausgabe der Contes et Nouvellcs de La Fontaine. Paris 1838, roy. 8., sind Beiträge von unserem Künstler. Des Monogramms bediente er sich in seiner früheren Zeit häufiger, als später. Schliesslich machen wir noch auf einen Original-Krcidezcichnungs- Stich aufmerksam, unter dem Titel: La petit soeur de lait, fol. 385. Johann Adam Delsenbach, Zeichner und Kupferstecher, geb. g\ zu Nürnberg 1687, gest. 1765. Dieser Künstler war einige Jahre J*-' Hofkupferstccher des Fürsten von Lichtenstein in Wien, und stach daselbst 1719 vier Ansichten der Stadt, wobei immer ein Hauptthor hervortritt, qu. fol. Auch sein eigenes Bildniss, und jenes des Antiquars und Numismatikers C. G. Heraus hatte er zu Wien in Kupfer gebracht, fol. Nach Nürnberg zurückgekehrt arbeitete er anfangs für das Bibelwerk von Scheuchzer, und stach auch einige Blätter nach Decker. Darunter erwähnen wir eine hl. Familie, und vier Blätter mit Arabesken, welche zu den Seltenheiten gehören. Besonderen Ruf erwarb er sich aber durch seine Prospekte von Nürnberg, qu. fol. Der erste Theil erschien 1715 vor seiner Abreise nach Wien, der zweite 1716, und der dritte 1725. Die erste Ausgabe hat nur Delsenbach's Adresse. Die Platten der beiden ersten Abthoilungcn kamen später i' 1 den Besitz des Joh. Christoph Weigel, jene des dritten Theiles lagen aber einige Zeit versteckt, bis sie endlich die Wirsing'schc Kunsthand hing wieder abdrucken Hess. Ein Verzeichniss dieser Prospekte gibt C. G. Müller: Verzeichniss von Nürnberyischen Kupferstichen und Boli- schniltcn S. 46. Sie belaufen sich auf 111 Blätter. Der grösste Theil der Stiebe dieses Künstlers ist mit dem Namen bezeichnet, nur wenige tragen das Monogramm. Er bediente sich auch eines aus HAU oder IAD bestehenden Zeichens. AD. Nr. 386 — 389. 225 386. Andreas van Dyck scheint der Träger dieses Zeichens zu 1 fT\ seyn. Nach Christ (Monogr.-Erklärung S. 82) findet man /% / 1 es auf Zeiclinungen in Tusch, der genannte Schriftsteller f~\l m gibt aber nicht an, welcher Richtung der Verfertiger der- -4. |t ■" selben angehöre. Es unterliegt indessen keinem Zweifel, ./^ _ dass er Zeichnungen dieser Art gesehen habe. Die Fa- t Ö 3>3 • i'ilie van Dyck zählte mehrere Künstler, der berühmteste ist aber Anton van Dyck. Andreas van Dyck wurde 1633 freier Meister, gleichzeitig mit Daniel van Dyck, welcher vermuthlich der Bruder desselben war. Beide dürften Söhne des Seser (Seger V) van Dyck seyn, welcher 1598 im Verzeichnisse der Bruderschaft des hl. Lucas zu Antwerpen als freier Meister erscheint. Dieser Maler war Schüler des Adam van Oort (Noort). Die beiden Maler Seser und Andreas van Dyck kommen im Künstler - Lcxicon nicht vor, ihre Existenz ist aber durch das erwähnte Verzeichniss der St Lucasgilde begründet. 387. A. WaOard, ein um 1830 in Paris lebender Maler, soll nach A j~^ Brulliot I. No. 274 der Träger dieses Zeichens seyn. Wei- /t\f J te re Nachrichten konnte der genannte Schriftsteller nicht *n*/ geben, wir glauben aber, dass der Maler Pierre Antoine Augustin Vafflard darunter zu verstehen sei. Im Jahre 1777 zu Paris geboren, war er einer derjenigen Künstler, welche der Schule pavid's abtrünnig wurden, und sich an Rcgnault anschlössen. Wir haben im Künstler - Lexicon mehrere Werke von Vaftlard's Hand aufgezählt, Wissen aber nicht, ob sich das Monogramm auf Gemälden oder Zeichnungen finde. Dasselbe besteht demnach aus den Buchstaben A VI)., so dass der erste und letzte Buchstabe des Namens Vafflard gegeben ist. 388. Unbekannter Meister, welchen Heller im Monogrammen- Lexicon S. 12 mit Jacques Androuet du Cerccau in Verbindung bringen möchte, aber nur aus Missverständniss der Angabe des , alten Leipziger Professors Christ, welcher in seinem Monogrammenbuche S. 82 sagt, dass er das erste, noch angedeutete Zeichen dem Androuet du Cerccau zuschreiben würde, wenn es auf architektonischen Blättern von 1560 — 1570 vorkäme. Christ bemerkt aber dazu, dass er weder einen Kupferstich, noch eine Zeichnung des genannten Künstlers mit diesem Monogramme kenne, und er Scheint überhaupt nur einer unsicheren Quelle gefolgt zu seyn. Heller spricht aber entschieden aus, dass beide Monogrammen auf Zeichnungen und Kupferstichen vorkommen, ohne jedoch den Inhalt derselben zu nennen, was ihm sicher unmöglich gewesen wäre, da Christ sein Gewährsmann war, welcher offen die Unsicherheit seiner Angabe eingesteht. Heller will sogar auch noch wissen, dass auf Zeichnungen und Kupferstichen mit den gegebenen Monogrammen zuweilen die Jahrzahl t&98 vorkomme, er zeigt aber dadurch, dass er nie ein Blatt mit einem solchen Zeichen gesehen habe, indem Christ die Jahrzahl 1633 nicht dem ersten Monogramme, sondern einem anderen, aus AD oder A.VO bestehenden Zeichen beifügte. Sollten daher die gegebenen Hand- ■eiohen nicht erfunden, oder bis zur Unkenntlichkeit entstellt seyn, so 'nüsscii wir warten, bis der Name des Trägers derselben entdeckt wird. 389. Unbekannter Meister, welcher in der ersten Hälfte des 16. *ji ä- Jahrhunderts in Spanien lebte. C. Becker beschreibt in Dr. '-«1-tl. R. Naumann's Archiv für die zeichnenden Künste I. S. 137 '°lgendes Werk: Höre 'ote marie Virginia omni tepore dicede: sine reqre: höre passionia ac defunclorum: cum plerisq. aliis devotionibus , nötiger Joo. Unbekannter Me 226 AD. Nr. 390. Ccsarauguste impresso Anno salulis -/.5.5.9. Am Endo: TIoc insuper so- lerti est industria larijisij. expensis, Petri Bernuz, Cestirauyuste, in edibus olim (leoryii Con. Anno a nalivilate domini M. I). LIX. pridie Idus Jutiü exacte completum est, kl. 8. Auf dem Titel dieses mit gothischer Schrift gedruckten Gebetbüch- leins nach Art der Livrcs d'heurcs und des Hortulus animae ist die Madonna mit dem Kinde auf dem Throne vorbestellt. Oben sieht man musieirende Engel, unten rechts erscheint der Kaiser mit Gefolge, und links der Papst mit Oardinälen. Nach dem Titel kommen 18 nicht De« zeichnete Vorstücke mit dem Calcndor und den Mouatszoichcn in kleinen Hunden, hierauf 270 uummerirte Blätter, und ein Sehlussblatt mit dem Zeichen des G. (locus. Ueberdicss befinden sich in dem Werke Holzschnitte von verschiedener Grösse, darunter einzelne Heilige 1 Z. 4L. hoch und 11 L. breit, Sennen aus der Passion 1 Z. 10 L. hoch und 1 Z. 5 L. Breit, und 14 Darstellungen aus dem alten und neuen Testamente 3 Z. 2 — 3 L. hoch, und 2 Z. 6 — 8 L. breit. Das Zeil ■heu steht nur auf Blatt 159, welches die Auferstehung des Lazarus vorstellt. Die Ausgabe von 1559 ist eicher nicht die erste, sondern eine spätere, wie das noviter impresso andeutet. Georg Cocus hatte nach Falkenstein in den Jahren 1500 — 1531 zu Saragossa eine Druckerei, welche Peter Bernuz erwarb. Somit durfte die eiste Ausgabe des Ilo- rariums zu Anfang des IB. Jahrhunderts erschienen seyn. Die Holzschnitte weisen im Style auf den Charakter der venetianisch-paduanisohon Schule, und mehrere ISlättcr, besonders die Kreuzabnahme, Hl. No. 64, erinnert offenbar an A. Mantcgna. Die Technik des Formschnittes, wobei nirgends Krouzschrafiiningeii vorkommen, ist bei einigen Blättern so unbeholfen, data zwei verschiedene Hände sich kund geben. Die geringereu Blätter sind nicht von dem Meister A. Ü. , oder vielmehr A. R., da die Form des zweiten Buchstabens dem I) weniger, als dein E entspricht. Ein spanischerFormsohneidcr aus der früheren Zeit des 16. Jahrhunderts ist nicht bekannt, die Buchstaben A. E. könnten aber auch den Zeichner andeuten, vielleicht den Maler und Bildschnitzer Alonso oder Andres Espinosa. Beide Künstler gehören der älteren Kunstrichtung an, und als Bildschnitzer lag ihnen wohl die Technik di's Formschnittes nicht so ferne, als anderen Meistern der spanischen Schule. Sie arbeiteten zu Anfang des 16. Jahrhunderts in der Cathe- dralc zu Palenzia. 390. Albrecht Dürer der Vater könnte der Vcrfertigor jener Zeich- q / nungon seyn, welche einen oberdeutschen, C ^T^ /"S ^ ''''' B'icbtung Wohlgemuth's angehörendes J -j*\ \j) / /JL93 Meister beurkunden. Sie tragen die gege- Q_ \j benen Buchstaben mit, der .labrzabl f40d> . r% \ wahrscheinlich als späteres oder spätestes / ^ffc Ä 4 /« O. ' ,:lf " m - Der Inhalt, dieser wenigen, in Sanim- r^A vf 'XOP iMg« 1 «er»treuteB Blatter ist der heilige» \ V r tlrkunde entnommen, der Künstler zog aber I auch die Architektur und die Ornamentik in seinen Kreis, so dass es sich um einen Maler, und auch um einen Goldschmied bandeln könnte. Goldschmied war der alte Albert Durcr, ein gar künstlicher Mann, wie. sein gleichnamiger, weit berühmterer Sohn selbst von ihm sagt, Brulliot 11. No. 46 u. 67 bemerkt, dass diese Zeichnungen in der Auffassung der Gegenstände der Weise des Albrecht Dürer sieb nähern , was aber nur dadurch Sinn erhält, wenn man die Richtung der alten fränkischen Schule darin vertreten findet. Mai' kennt die Kunststufe nicht genau, auf welcher Albrecht Dürer der Sohn AD. Nr. 391 — 393. 227 1493 stand. Er verlioss 1492 c(ie Schule Wohlgemuth's, um in Colmar (Ion Martin Schön aufzusuchen, welcher nher bereits hei seinen Vätern ruhte. Wäre er der Veri'ertiger der Zeichnungen von 1493, so müssto er sie auf seiner Wanderung, oder kurz nach seiner Heimkehr ausgeführt haben; allein diese Blattei Indien keine Analogie mit den ältesten Werken des jungen Dürer, wie mit der Apokalypse, der Passion &c. Wir möchten daher für A. Dürer den Vater entscheiden, obgleich auch die Kunststufe dieses Meisters nicht genau bezeichnet werden kann, wenn man ihm die erwähnten Federzeichnungen absprechen will. Uehrigens ist man mit dem zweiten Buchstaben nicht ganz im Klaren. Brulliot scheint eher die alte Form des O zu erkennen, allein in Schriften des 15. Jahrhunderts ist dieses Zeichen, vielleicht mit geringer Ausnahme, für 0 genommen, während das 6' in verkehrter Stellung von rechts nach links gewunden ist. 391. Unbekannter Formscbneider oder Zeichner, welcher in der . -^ ersten Hälfte des 1 6. Jahrhunderts lobte. Brulliot II. No. 46 TTP OH erwähnt ein Blatt mit den gegehenen Buchstahen, Welche j[^ VS-^ nach seiner Ansicht AI), oder AS seyn können. Dieses Blatt stellt die hl. Jungfrau auf dem Halbmonde dar, wie sie von zwei Kugeln gekrönt wird. 11. 5 Z. 2 L. Br. 3 Z. 5 L. Man findet es gewöhnlich vor der Ausgabe der Psalmen, welche Dr. M. Luther 1 Wl\ besorgte. Wie im vorhergehenden Zeichen der zweite Buchstabe Zweifel erregt, so ist diess auch hier der Fall, indem die Deutung zwischen ü und (} schwankt. Wir erkennen im zweiten Buchstaben das U, und nur in dem Falle wäre an 0 zu denken, dass auf dem Holzschnitte letzterer Buchstabe verkehrt, erschiene. Beispiele dieser Art sind indessen nicht ganz selten. Um den vorhergehenden Künstler handelt es sich in keinem Falle. Die Zeichnung zu dem oben erwähnten Holzschnitte deutet auf die Schule des Lucas Oranach, und ist vielleicht von diesem Meistor seihst gefertiget. 392. Unbekannter Meister, wenn nicht Albrecht Dürer der Vater. In der Sammlung des Herzogs Albert von Sachsen- Tcschen ist eine Federzeichnung, welche eine roieh- gcklcidete, nach links gerichtete Dame vorstellt. Im DEL: Grunde links sieht man eine andere Krau vom Rücken. Einige wollten in der geputzten Frau die Agnes Frey, Gattin des Albrecht Dürer erkennen, allein der Kopf stimmt nicht mit den vorhandenen Bildnissen der Agnes P'rey. C. A. Favart hat sie auf Kupfer nachgebildet, kl. fol. Man schreibt in Wien diese Zeichnung dem A. Dürer juu. zu, sie Stimmt aber wenig mit den ältesten Werken dieses Meisters. Der Verfertiger ist wahrscheinlich der unter No. 390 eingeführte Künstler, näm- Uci Albrecht Dürer der Vater. Wir wollen aber auch eine andere Ansicht gelten lassen, da überbau])), der historische Beweis fehlt. 393. Unbekannter Meister, welchen Heller im Monogrammon- | r> n Lexicon S. 12 Albrecht Dürer nennt, aber ohne irgend ein " 'S O _9 Werk mit dem gegebenen Zeichen anzudeuten. Heller entnahm die Buchstaben A ü mit der Jahrzahl IMl\) wahrscheinlich einer Zeichnung, welche aber dem folgenden D Künstler angehören könnte. Keines i\t, t\ LJ zu machen, da die Architckturmalerei das Fach ist, welches er pflegt. Die Kitchen und Dome in Frankreich und Spanien boten ihm häufig Stoff zu Gemälden und Zeichnungen. Auch in Algerien befand sich der Künstler, so wie in Syrien. Mehrere seiner Zeichnungen sind durch den Holzschnitt bekannt, und mit obigen Initialen verleben. Badoureau schnitt die Ansicht eines algerischen Cafehauses. Dieses Blatt ist mit jenem einer algerischen Schule in dem Werke: Lc Francais peints par oux-mömcs &c. Dann war Dauzats auch Mitarbeiter bei der Herausgabe des Ca- binot de Pamateur et de 1'Antiquaire, Revue des Tableaux et des ostampes ancienncs &c. (Directeur E. Piot). Paris 1842, 8. Nachbildungen von Zeichnungen dieses Meisters sind neben anderen auch in folgendem Werke: Les Artistcs contemporains. Paris 1843, gr. fol. Dauzats hat selbst dafür lithographirt und radirl. 401. Unbekannter Kupferstecher, welchen Brulliot II. No. 48 zu r-/p(o\ j^/P ß~\ den französischen Meistern zählt. Er arbeitete in C/UJL/,(Z/K^£^/ der Weise des Theodor de Bry, aber noch feiner, all dieser Meister. Seine Blätter bilden eine Folge, welche unter einem uns unbekannten Titel erschienen, vielleicht als Zeichenbuch, da neben einigen Figuren auch Skelette in gleicher Stellung vorkommen. Brulliot kennt folgende Blätter, jedes mit vier Nischen. H. 1 Z. 7 L. Br. 5 Z. 2 L. 1) Der Titel des Werkes. 2—3) Kinder, welche tanzen und ringen. Auf No. 2 steht das Zeichen zwischen den beiden ersten Nilchen. 4—5) Ein nacktes Weib, welches mit einem Kinde tanzt. 6—7) Wilde nackte Männer mit Waffen und Trophäen, oder Skeletten. 8) Wilde Männer bei Tanz und Trunk. 9—11) Wilde Männer und Caniba.len im Kampfe. Auf No. 9 befindet sich das Monogramm. 12—13) Wilde mit erschlagenen Männern und Thierou. 402. U nbekannter Goldschmied, oder Kupferstecher, welcher gegen tKSMBSk Kmlc des 16. Jahrhunderts in Deutschland thätig war. Man fiSKSfl findel von ihm eine Kolge von II Blättern, welche Muster für Goldschmiede bieten, Arabesken mit Figuren enthaltend, qu. 16- Er arbeitete wahrscheinlich in Augsburg, da ein Paar Blätter nach Bernhard Zan copirt sind. Letzterer lebte daselbst um 1581, und zeichnete li. Z. AD —ADAS. Nr. 403-408. 231 403. Abraham Delfos,, Zeichner und Kupferstecher, wurde 1731 y (7) r V in Lcyden geboren, und lieferte Blätter nach N. Bcrg- yt JSJ w * hem, A. Brouwer, 1). Teniers, J. de Wit u. s. w. Die /] 0\ Zeichnungen fertigte er ebenfalls. Man findet sie in \J\,-U*/.SC , dgjj Sammlungen der Kunstfreunde, da Delfos hierin Vorzügliches geleistet hatte. Starb 1790. Folgende Blätter sind in obiger Weise bezeichnet: 1) Eine Gruppe von Bauern, welche um das Feuer sitzen: Fumus gloria mundi. Rechts unten A D fecit, kl. fol. 2) Zwei Genien, welche ein Schild halten. J. deWitinv. A.D. sc. 4. Diese Darstellung ist radirt, und mit einer Holzplatte in Clair-obscur überdruckt. In der Sternherg'sehen Sammlung waren sechs progressive Drucke. 404. Antonio Abondio ? In dem Werke : „Sammlung berühmter A DAß Medailleurs nebst ihren Zeichen. Nürnberg 1778, S. 141" ist eine Medaille mit den Bildnissen des Herzogs Johann Friedrich von Sachsen-Gotha und seiner Gemahlin angeführt. Sie soll mit A.DAIS. bezeichnet seyn, wir glauben aber AN. Aß. lesen zu müssen. Darunter ist der berühmte Medailleur „Antonio Abondio" zu verstehen, über welchen wir unter AN. Ali. ausführlich handeln. Doch selbst in dem Falle, dass auf der genannten Denkmünze A.DAI1. stehe, ist dieser Künstler gemeint. Er war von Adel, und nannte sich auch Antonio de oder d'Abondio. 405. ADAM. Diese Namen lesen wir auf drei Blättern AnAM erurPTm» vnn Adamo Ghisi, welcher um 1530 zu Man- AlMJVJ SL.ULI 1UU. tua g e i )0ren wurde. Seine Stiche beschreibt Bartsch P. gr. XV. p. 417. 1) Zwei Frauen im Gespräche, die eine von vorn, die andere vom Bücken gesehen. Links unten steht: ADAM, und rechts oben das Monogramm des Künstlers. IL 4 Z. 3 L. Br. 3 Z. 2) Das Titelblatt zu dem Werke mit den Studien der Figuren am Gewölbe der sixtinischeu Capclle, Folge von 72 Blättern. Im Uartouche steht: MICHAEL ANGELÜS HONAROTUS PI.NXIT. — ADAM 8CULP- TOR MANTUANUS lNCHDIT. H. 5 Z. 3 L. Br. 3 Z. 9 L. 3) Die hl. Jungfrau, welche dem Kinde die Brust reicht. Oben Steht! ADAM SCÜLPTOB AN XI. II. 4 Z. Br. 2 Z. 10 L. — Adam Ghisi hat dieses Blatt nach G. B. Ghisi als Knabe von 11 Jahren co- pirt, und eine sehr mittelmässige Arbeit geliefert. 406. Adam Fuchs, über welchen wir auch unter dem Monogramme A/lnmi I' ■ / " ,, N°- 520 zu handeln Gelegenheit haben, zeichnete auf *uam \u. K, go]che Wciso ojmm Kupferstich mit der heil. Catharina von Siena, Kniestück in kl. fol. 407 Adam W. J Adam Willaerts, Landschafts- und Marinemaler ron Amsterdam, wurde 1577 geboren. Adam W. inv. Cl ptnX. Er bediente sich zur Bezeichnung seiner Werke gewöhnlich der Buchstaben A. W., Adam W. I. steht aber auf einem Kupferstiche der Magdalena de Passe, Welcher eine Landschaft vorstellt, und in dieser einen sitzenden Mann *°'gt, wie er mit der Frau und ihrem Kinde spricht, qu. 4. Auf einem Blatte von Crispin de Passe liest man Adam, W. inv. et pinx. Die gekannten Künstler stachen nach A. Willaerts Vorstellungen aus dem Leben des Klias. 408. Johann Anton Dassier, Medailleur von Genf 1715 — 1760. A. DAS F ^ r ' ,ozc i c " not c auf solche Weise einige Gepräge, signirte aber noch öfter mit den Buchstaben ID. 20* 232 ADB. Nr. 409-410. 409. Abraham de Bruyn, welcher den folgenden Artikel in An- >' i i» . Sprach nimmt, kOnnte der Träger dieses Zeichens seyn. Bartsch aä\ p. gr. IX. p. 529 und Brulliot I, No. 109 lassen es ungedeutet, »T**W und hoschreihen nur den Kupferstich, auf welchem das Monogramm vorkommt. Dieses Blatt ist gegenseitige Copie nach A. Dürer, B. No. 86. Es stellt drei Bauern vor, wovon jener rechts den Rücken zeigt, und sich auf einen allen Degen stützt. Links trägt ein anderer Eier im Korbe. In der Mitte unten ist das Zeichen, und rechts oben steht: MM. ■'!. II. 3 Z. 10 L. Br. 2 Z. 10 L. Das Monogramm ist verkehrt, und könnte jedenfalls auf Abraham de Bruyn gedeutet werden, wenn der au den linken Schenkel des A sich schliossendo Buchstabe für D zu nehmen ist. Der Buchstabe C würde auf diesen Künstler nicht passen. Er kam erst um 1577 nach Cöln, und daher könnte das C auf einem Blatte von 1567 nicht „Coloniac" bedeuten. 410. Abraham de Bruyn, Maler und Kupferstecher, wurde um 1538 _ zu Antwerpen geboren, und kam um 1577 nach /JL Cöln, wo er in hohem Alter gestorben ist. Dio- j)inßt^/vr sei' Künstler steht mit der Cölnischcn Malcr- ?W? /fcR familic Bruyn oder Brun wahrscheinlich nicht °^ 3 ™'' r~\ malte auch eigene Compositionen in der Weise Dürcr's. 11 \ /tv\ Die letztere Zeit seines Lebens verlebte er in Vene- » / -»-U-*- dig, wo der Künstler 1644 starb. Auf Gemälden dieses Meisters findet man das erste Zeichen, so wie auf Copicn nach Dürer, mit den Jahrzahlen, welche Dürer beigefügt hatte. Hei Gemälden ohne Datum ist zu untersuchen, oh sie Kopien nach Dürer, oder nach eigener Erfindung gemalt sind. Das zweite Monogramm gibt Brulliot I. No. 239, und zwar nach handschriftlicher Mittheilung des Pfarrers Weyermann in Wirtiugen, welcher glaubt, es gehöre dem Maler Sebastian Conrad an. Letzterer lebte um 1521 in Ulm, und war zugleich Propst der Hauptkirche daselbst. Als solcher bediente er sich nach Woycrnia.nu eines Siegels mit dem gothiselien Buchstaben A , welcher Tuiitlu Acdis ausdrücken soll. Der Buchstabe C soll sich auf deiv Taufnamen des Propstes beziehen, und das I) in dem Worte Dicasterioyrajihus (Unusprlcgcr) Erklärung linden. Hinsichtlich der Malwerke des S. Conrad bemerkt Weyermann, dass sie ganz in A. Düror's Weise behandelt seien. Wenn nun dieses in Wirklichkeit sich so verhält, so erregt die Nachricht über P, A. Cordtier einigen Zweifel. Ein Gemälde mit dem zweiten Monogramme und der Jahrzahl ir>01 beschreibt Heller im Leben A. Düror's II. 1. S. 226. Es ist diess das liildniss eines jungen Mädchens, welches sich bis 1810 in der Ebuer'scben Sammlung zu Nürnberg befand. Heller will dieses Gemälde dem P.A. Corduer zuschreiben. Zwei andere, sehr fleissig vollendete Bilder nennt der genannte Schriftsteller 1. c. S. 266 nach Meusol's Xenon Miscellaneen XIII. S. 615, und ver- muthet ebenfalls den Corduer als Verfertiger. Es scheinen also in früherer Zeit mehrere Gemälde mit den gegebenen Zeichen vorhanden gewesen zu seyn, die neuere Industrie begnügte sieb aber wahrscheinlich mit dem Monogramme Dürcr's, und nabin das C als für ihrem Zwecke überflüssig weg. 416. Antonio de Cavaleris? Die gegebenen Initialen deuten den A n r Verfertiger einer Medaille an, welche das Bildniss eines Oar- , ' "• "• dinals vorstellt, und keine Inschrift enthält. Der Medailleur ist wahrscheinlich Antonio de Cavaleris, welcher 1678 die Medaille mit dem Bildnisse des Cardinals Massimo Camillo dedicirte. Auf dem Revers ist der Tiber und die Wölfin dargestellt, mit der Legende: ASTRA TENET. (Jäten steht: ANT. DE. CAVALEBIS. D.D. 107(1. Ueber diese schöne Medaille vgl. Mazzuchclli Tab. 101 No. 4. Bolzentbal (Skizzen zur Kunstgeschichte S. 165) erwähnt eines Andrea Cavalieri, welcher um 1540 geboren wurde, und noch 1584 arbeitete. Kr war Direktor der Münze zu Sahionetta, und soll im Metall- guss und im Stempclschnciden sehr geschickt gewesen seyn. 417. Unbekannter Kupferstecher. Sein Zeichen fand Brulliot 1. Atji No. 254 auf einem Kupferstiche mit dem Bildnisse dos Malers ■ cyei > Carl van Mander in kl. 8. Man schreibt dieses Blat|sjdem Jan v an de Velde zu, welcher aber gewöhnlich 1 V. f., J- V. V. f.^reichnetc. 236 ADE — ABF. Nr. 418 —423. Wir kennen nur ein mit dem Monogramm AE versehenes kleines Bild- niss des C. van Mander, und es wäre daher möglich, dass dieser Meister auch das gegebene Zeichen gebraucht habe. J. van de Velde scheint darauf keinen Ansprach machen zu können. 418. A. DE. L, steht auf einem .Teton mit einem Bildnisse und behelmten Wappen von 1027. Auf dem Avers ist die Legende: „Sic Aut Sic," auf dem Revers: „Ubi Spos 1627 Jbi Pes." Unter dem mit dem Spaten grabendes Manne steht: A.DE.L. Diese Buchstaben beziehen sich auf denjenigen, zu dessen Uhren der Jeton geprägt wurde, auf A. De Locquengien. 419. Adel. S»g< steht auf einem Kupferstiche mit folgender Schrift: Annib. Carrnccio Bonon. act. sitae XLIX linmae MDCXLVI. Die Büste dieses Malers ist an einem I'iodostalo mit Emblemen, kl. fol. Die gegebenen Buchstaben bedeuten: Annibale dal. Simon Guillain. Guillain hat das Blatt gestochen. 490 ArVCTlP I AT\fT In der Pfarrkirche zu Linz am ■""• £\.UKjL\.1. n.1 V 1. Rhein befindet sich ein Altar- Gemälde mit zwei Flügeln, welches die sieben Freuden der Maria vorstellt: den Gruss des Engels, die Geburt Christi, die Anbetung der Könige, die Opferung im Tempel, die Auferstehung Christi, das Pfingst- fest und die Krönung der Maria. Bei der ersten Vorstellung bemerkt man an dem Topfe mit der Lilie die obige, vielleicht bedeutungslose Inschrift. Dieses Werk trägt die Jahrzahl (403, und war ehedem in der Rathskapclle zu Coblenz, welche abgebrochen wurde;. Man schreibt es gewöhnlich dem Israel van Meckenen zu, vorunter aber in keinem Falle der bekannte Kuptcrsteeher zu verstehen ist. Das Gemälde rührt von einem alten Meister her, welchem man auch die Lyversbergische Passion zuschreibt. Wir werden über diese Bilder unter A. S. K. T. handeln, und bemerken daher hier nur, dass das Linzer Altarwerk von Roger van der Weyden herrühren dürfte, über welchen wir auch im Künstler-Lcxicon XXI. S. 347 ff. ausführlich gehandelt haben. 421. Battista Franco. oder ein unbekannter Kupferstecher. Sein jc^ Zeichen fanden wir auf einem kräftig radirten Blatte, welches Afp einen stehenden Adler auf dem Aste zeigt. Rechts unten in der */I Ecke ist das Monogramm, und im Rande steht: Nicolo uan aelst formis liomae, kl. fol. Der Verfertiger dieses Blattes lebte wahrscheinlich in Italien, und zwar um 1580 — 1590. Wenn das Monogramm aus den Buchstaben bF bestehen sollte, könnte man Battista Franco losen. Dieser Meister stach etliche Blätter mit Thiercn, auf keinem kommt aber ein Zeichen dieser Art vor. 422. David Anton Fossati, Maler und Radirer von Venedig, lebte — von 1708 — 1780. Sein Zeichen findet man auf malerisch radirten il\ Landschaften nach Marco Ricci. Sie bilden eine Folge von 24 Hliit- ^J* tern unter dem Titel: Francisco Comiti Alaarolto — has XXIV Tabulas olim a Marco liicci Belluncnsi Coloribus exprcssus, quue cxtanl in aedibus Josephi, Smith et Ant. Mar. Zanetti etc. Veneliis 1743. 1). A. Fossati fec. , qu. fol. 423. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte ^m*. r des 17. Jahrhunderts in Deutschland gelebt zu haben ^yTJ Jc'heid/ scheint. Sein Zeichen findet man auf einem kräftig, ^ fast roh gestochenen Blatte, welches Hauern vorstellt, wie sie im Gcrichtszimmer dem Verwalter die Abgaben entrichten. Im Rande srant: „Quisquis es adspicias, Lector per amabilis Eicon &c" ADF. Nr. 424 — 426. 237 Das Zeichen ist rechts unten rniit der Jahrzahl 1610. H. 8 Z. 3 L. und 1 Z. 6 L. Rand, Br. 10 Z. 4 L. 424. unbekannter Maler und Radirer. Brulliot I. No. 257 glaubt, . dieses Zeichen dem Landschaft!- und Thien&ajer Alexander tg& i JohannDalllngervonDalling zuschreiben zu müssen; allein dieser Künstler signirte gewöhnlich A. v. I). Das gegebene Zeichen besteht aus den Buchstaben AFI), und gebort wohl einem älteren Künstler an. Die Zahl 1)0 kann ebensowohl 1796 als 1696 bedeuten. Wir haben das Zeichen nicht vorgefunden, wenn aber Brulliot auf A. Dalllnger von Dalling ralbet, so muss das von diesem Schriftsteller erwähnte radirte Blatt 1796 entstanden seyn. Es enthält zwei liegende Kühe auf der Wiese, jene zur Rechten nach links, die andere vom Rücken nach Rechts gewendet. Links unten ist das Zeichen. H. 3 Z. 3 L. Br. 4 Z. 2 L. 425. Unbekannter italienischer Maler, welcher zu Anfang des ^rv r> 18. Jahrhunderts gelebt zu haben scheint. Wir vermuthen j\J r Ms darunter den Antonio Dardan i von Bologna,, welcher 1735 starb. Das gegebene Zeichen findet man auf einem radirten Blatte, welches den Kopf eines Mannes in Profil nach rechts zeigt. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 4 L. 426. Unbekannter süddeutscher Maler, dessen Blüthczeit die bei- TT T^v ">* I y< , gefügte Jahrzahl bestimmt. In der k. k. Gal- Jr*\ \) jr* T / I T ' cr '° zu Wien ist ein grosses Altargcmäldo * / mit Flügeln, dessen Hauptbild den hl. llie- ronymus darstellt, welcher in Cardinalskleidnng an einem prächtigen l'hrone steht, wie er mit der rechten Hand ein dürres Hcis hält, und die Linke auf den Kopf des sich vor ihm aufrichtenden Löwen legt. Zur Seite rechts kniet ein Mann, und links eine Frau, beide in langen Pelzkleidcrn, und hinter letzterer noch ein Mädchen und ein weiss gekleidetes Kind. Neben dem Throne sieht man zu beiden Seiten durch Fenster in eine Landschaft, in welcher verschiedene Momente aus dem Leben des Heiligen dargestellt sind. Auf der inneren Seite eines Flügels sind die drei übrigen Kirchenväter, auf der anderen drei Apostel zu sehen. Auf den äusseren Seiten stellte, der Künstler links den Kaiser Heinrich den Heiligen und St, Elisabeth von Ungarn, rechts die hl. Elisabeth von Portugal und St. Martin dar. Auch die beiden oberen "der äusseren Flügel enthalten an beiden Seiten Figuren von Heiligen, und auf einer Brustwehr im Hintergründe sieht man Gegenstände aus der Leidensgeschichte. An dieser Brustwehr steht links : Anno dm. MCCCCCX1, reehts : Anno Domini lull. Auf der Salbenbüchse, welche Rechts auf der Brustwehr steht, sind die gegebenen Buchstaben A I) /•'. das F wegen der Rundung des Gelasses verschoben. Der Altar ist bei geschlossenen Flügeln 6 F. hoch, und 4 F. breit. Im Cataloge der Galleric des Belvedore S. 202 No. 47 wird dieses a usgczeichnete Werk dem Michael Wohlgcmuth zugeschrieben, allein nach Dr. E. Förster enthält es keinen Strich von diesem Meister. Die Arbeit ist zwar entschieden deutsch, man kann aber das Bild keiner gekannten Schule vindiciren. da es weder mit Werken der Schule von Goln, noch von jener in Ulm, Nürnberg und Augsburg Analogie ^°>gt. Sicher aber gehört dieser Altar zu den höchsten Leistungen der Wten deutschen Kunstperiode. Dr. E. Förster bat für seine Geschichte der deutschen Malerei die Figur des Apostels Thomas in Kupfer stechen lassen. Vgl. No. 393. 238 ADF —ADH. Nr. 427 — 432. 427. Abraham Delfos, Zeichner und Kupferstecher, fand unter A-pi -r, „AD. feeit" No. 403 seine Stelle. Die Initialen A. I). F. • *»..r. stehen auf einem Blatte nach .1. de Witt, welches zwei Kinder vorstellt, wovon das eine sich auf ein Medaillon lehnt. ]u diesem steht: In Felicitale Publica, 12. 428. Jacques Antoine Dassier gehört zu den vorzüglichsten Me- A n F dailleuron seiner Zeit. Kr erhielt seine Ausbildung in Korn, ' • ' wo ihm seine Schaumünze auf Clemens XIII. Ruf erwarb. Später arbeitete er in London, verlebte zuletzt drei Jahre in St. Petersburg, und starb 1759 auf der llückroiso in Copenhagcn. Die Initialen A.ü. F. findet man auf einem schönen Bronze-Medaillon mit dem Bildnisse des Marches. Scipio Maffei: MUSE] VEBONENSI8 OONDITORI. Im Revers ist der I'rospect des Museums, und die liegende besagt, dass die philharmonische Akademie die Denkmünze 1755 geweiht habe. Die Medaillen dieses Künstlers sind zahlreich, die wenigsten aber mit A. Ü.F. bezeichnet. 429. Unbekannter Maler, dessen /eichen Brnltiot I. No. 258 auf JJ~/CV /O einem allegorischen Bilde fand. Dieser Schrift- 11 f) / steller möchte es dem Arnold de Gelder zu- i yl\£j[ T schreiben, lezterer bediente sich aber auf an- — / erkannten Gemälden eines anderen, für ACH zu s~s lesenden, aber aus Adll bestehenden Monogramms. 430. Antonio Domenico Gabbiani, Maler und Radirar von Florenz A H Tili f 1882 — 1788, Schüler von Dandini und Cito Ferri """• ■• galt er als einer der beuten Maler seiner Zeit. El AD. Gab. inv. linden sich Bilder In Oel und h'resco von ihm, in A n filiB luv w0 ' c ' ,en cm schöner Nachklang an die gute Epoche A, V. udDJi. inv. (l(n , venoz i an j sc ii 011 schuh, zu bemerken ist. Die Abbreviatur des Namens findet man auf Blättern in dem Werke: Hac- coltä di conto pensieri diversi di A. I). Gabbiani etc. fatti intagliare in rame da Jgnazio Enrico Bugford. Firenze 17(01, fol. Der llaupttitel ist, aber folgender: Vita di Anton Domenico Gabbiani l'iltore Fiorentino descrilta da J. E. Hugford. — In Firenze MDCCLXII. Nach der Biographie folgt die Raccolta etc. fol. — Die vier mit A. I). Gab. f. bezeichneten Blätter sind von Gabbiani seihst radirt, auf Blättern von G. B. Cipriani, C. Faucci, A. Svcicart, Vangolisti etc. steht die übrige Abbreviatur. Im Künstler- Lcxicon haben wir die Original-Radirungen verzeichnet. 431. Anton de Gryef, auch Gryff und Grief, Maler von Antwerpen, C^> .. ^ wird zu den Schülern des l<\ Snyders gezählt. Fr tJT&/F-iJjLf malte todtes Wild, meist mit reichem Beiwerke, und / (?S in Snyders Weise, nur dass seine Gründe etwas schwarz \_S im Tone sind. Man legt ihm auch radirte Blätter mit Vögeln und anderen Thieren nach liarlow's Zeichnung bei, weil sich nämlich auf diesen Blättern die Buchstaben A. (1. befinden. Diese Angabe scheint indessen zweifelhaft zu seyn, da die Initialen in der Form von den obigen abweichen. Der Künstler blühte um 1650—1660. 432. Abraham de Haen? Das gegebene Monogramm soll sich auf r>»T einer schönen Zeichnung finden, welche ein altes holländisches JL j Herrenhaus mit Fignren in der Tracht, welche in der ersten _/X>^ Hälfte ds 18. Jahrhunderte üblich war. Die Zeichnung ist mit der Feder umrissen und leicht sebattirt. Der Verfertiger ist wahrscheinlich Abraham de Haen, welcher 1749 im 40. Jahre starb. F 1 ' hatte in Amsterdam als Zeichner und Maler Ruf. — Die erwähnte Zeichnung erinnert uns an ein radirtes Blatt von de Haen. Es gibt die An- ADI —ADIF. Nr. 433-434. 239 sieht des Dorfes T" Wisk bei Medenblick in Nordholland, und ist eben- »lls mit Figuren staffirt. Man liest darauf: A. de llaenfec. 17.37, qu. fol. Diese Radirang Ist selten und vielleicht das einzige Blatt des Meisters. 433. Abraham van Diepenbeck, Mate» und Zeichner, wurde 1607 (?) /\"N zu llerzogonbnsch gehören, und widmete sieh anfangs der -l\J l Glasmalerei, welche aber damals immer mehr in Ahnahme kam. Deeswegen suchte Diepenbeck um den Eintritt In Habens Schule "ach, wo er in kurzer Zeit Aufsehen erregte. Er eignete sieh die Typen der Darstellungsweise des Meisters an, und erreichte wenigstens nn Äusseres derselben entschiedene Vorzüge. Seine Figuren haben nicht selten auch Charakter und Adel, den nackten Körperformen fehlt e s aber an jenem fröhlichen Glanz, welchen Habens über dieselben zu Verbreiten wusste. Die Behandlung der Bilder ist so geistreich, wie je °in Schüler oder Nachahmer des Rubens sie erreicht hat. Die gesehenen Zeichen linden sich auf Gemälden, welche das Cabinet Lebrun bewahrte. Die Bilder in Oel sind Indessen nicht sehr zahlreich, da B6r Künstler auch ziemlich viele Bilder auf (Mas, und sogar Tapetes jjtmalt hatte. Die Zahl seiner Zeichnungen ist aber sehr gross, da er ' u 'iuen Auftrag verschmähte. Sehr viele Zeichnungen wurden gestochen, JftTUnterBildnisse, biblische, historische, mythologische und allegorische Darstellungen, Titelblätter verschiedener Art u. s. w. Die Blatter von Paul Pontius, S. a Bolswert, P. Baillu, 0. Waumans, M. Natalis, J. B. Barbe, M. Borreckens, 0. (ialle, .1. Neeffs, A. Bloemacrt, Lommclin, "• Clouet, Th. van Kessel etc. gehören zu den Hauptwerken. Ausserordentlichen Beifall fand der Tempel der Muses (Tempel de zanggodinnen, J'emplc des Muses), welcher 1655 zu Paris in 59 Blattern nach Gemälden und Zeichnungen Diepenhcck's erschien. Heber andere Ausgaben s ' N. A. Künstler-Lexicon 111. S. 387. Dieser Künstler starb zu Antwerpen 1675. Unter dem Monogramm A VI) kommen wir auf ihn zurück. Eigenhändige R a d i r u n g. Ein gesattelter Esel stehend nach links, welcher von einem unter (le m Baume sitzenden Knaben am Zaume gehalten wird. Im Grunde ™chts ist weite Flüche und auf der Wiese weiden fünf Kühe. Hechts ° b en in der Luft steht verkehrt: van Diepenbeck fe. 1630. II. 2 Z. i D. Br. 5 Z. 6 L. — Dieses trefflich radirto Blatt ist äussert selten «nd wird von Wcigcl auf 12 Thlr. gewerthet. Copien nach diesem Blatte, p. A. Von der Seite des Originals und mit dem Namen in verkehrter Richtung. Diese Copie ist täuschend, man erkennt aber das Original '.''' den Vögeln, welche rechts oben schweben. Der Copist liess sie weg. a ' 2 Z. 3 L. Br. 5 Z. 5% L. B. Von der Gegenseite, der Esel nach rechts stehend, und sehr g« nachgebildet. Man liest links: A. Diepenbeck innen., und im Rande ?*« vier lateinische Verse: „Quis piger bis reeubas?" etc. II. 2 Z. 0 L. mit d cm Rande, Br. 5 Z. 4 I,. > C. Von Her Gegenseite, wie oben, aber etwas roher und breiter beenden. Ohne Diepenhcck's Namen. II. 2 Z. 2 L. Br. 5 Z. 4 L. A ia ^' Antolne ae J acquart, welcher um 1624 in Baris arbeitete, **.Ij. |. und verschiedene Blätter in der Weise des Theodor de Bry A ]~) "l r s<,,c ' 1 ' s °l' s ' ( ''' ;l "'' solchen der gegebenen Initialen bedient , ' 'J'**.haben, wie Brulliot i. Xo. 53 behauptet. Im Catalog Rey- *'! II. N,i. 358 sind mehrere Stiche dieses Meisters aufgezählt, sie "d aber mit, den Gursiv-Buchstaben A.J., A.J.F., A.J.J.Fccit be- lc huet, und daher kommen wir unter diesen auf ihn zurück. 240 ADK--ADM. Nr. 435-439. 435. Albert Ghrlstian Kalle, Kupferstecher, war um 1630—70 in f%- Berlin thätig. Man findet Bildnisse mit dem gegebenen <^W^yjL// Zeichen, sehr mittclmässige Waare, wie Brulliot App. L ^Vy • jfo. 25 versichert. Besser ist das Titelblatt zum Sachsen- recht III. 1646, fol. In diese Categorie gehört auch das Titelblatt zu Carpzov's Practica nova imperialis Saxonica. — Wittchergac 1635, 4. 436. Hendrick van Limborch, Maler, geb. zu Gravenhago 1680, . ^ gest. 1758. Schüler von A. van der Werff malte er In der A/j Weise dieses Meisters I'ortraite und historische Darstellungen, ^^ und hintcrliess auch viele schöne Zeichnungen, welche einen tüchtigen Meister verrathen. Einige seiner Bilder tragen obiges Zeichen, andere dürften dem k. van der Werft' zugeschrieben werden. Die Stiche nach Gemälden dieses Meisters sollen sehr selten vorkommen, wir kennen aber eine eigenhändige Radirang, welche den Herkules vorstellt, wie er den Lichas in die Fluthcn wirft. Im Rande steht: „Hercules Lycharn mittit in EuboiCM tormento fortist undas. B. v. Limborch inv. et fec. I70(>. an. fol. Dieses Blatt ist ebenfalls sehr selten, und das einzige des Meisters. Hinsichtlich des Zeichens bemerken wir, dass es aus den Buchstaben //«//.bestehe, man wird aber versucht seyn, unter AUL aufzuschlagen» 437. A. D. Ligny, Formschneider in Brüssel, gehört zu den bessten ^r\. jetzt lebenden Künstlern seines Faches. In dem Prachtwerke: ™ „lies Splcndo.urs de Part en Belgiquo, par M. Charles. Bruxelles 1848, 4., sind einige Blätter mit dem gegebenen Zeichen. 438. Unbekannter Italienischer Meister, welcher in der ersten I ----^r-n Hälfte des 16. Jahrhunderts gelebt hat. Ein ähnliches Mono- u^vV* gramm gibt bereits Ohrist. S. 83, dieser Schriftsteller sagt aber, =-^----* es habe keine Deutung gefunden. Auch Heller, Monog. De*. S. 15, bleibt die Erklärung schuldig, fügte jedoch überflüssiger "Weise das von Christ vergrösserte Zeichen dem obigen bei. Brulliot I. No. 266 bemerkt endlieh, dass man das Monogramm in neuerer Zeit dem Ksc- mius Adami zuschreiben wolle, aber ohne einen Grund angeben : /fi können. Auf diese Deutung führte wahrscheinlich die Zerlegung d(' s Monogramms, welches, das A zweimal gelesen, „Adam" lautet. Allein Niemand hat es versucht, den Taufnamen Esemius nachzuweisen, und so stehen wir wahrscheinlich noch auf der Stufe des alten Zeichen' deuters Christ. Der Träger des Monogramms ist unstreitig ein Italiener, welcher im 16. Jahrhunderte lebte. Sein Zeichen kommt auch verkehr' in einem Täfelchen vor, welches wir unter MDA geben müssen. Das gegebene Zeichen findet man auf einem Kupferstiche, welche' einen Satyr mit seinem Weibe vorstellt. Ersterer steht in Mitte des Blattes mit dem Bogen, und das Weib kniet links auf dem Boden vo 1 ' der Hirschkuh, welcher es zu fressen gibt. Rechts steht ein Battlft und im Grunde sieht man grosse Felsen. Links unten beim Weibe is' das Zeichen. H. 4 Z. 6 L. Br. 5 Z. — Brulliot I. No. 266 sagt, dass die weibliche Figur aus Dürer's Blatt der Satyr-Familie B. No. 69 co- pirt sei, W. Sehern (Kunstblatt 1830 S. 76)' möchte aber eher eine veränderte Copie von Dürer's Apollo und Diana B. No. 68 erkennen. 439. Andrea di Mantova, d. i. A ndr e a Mantegn a, soll nach cind lieren Erklärung der Trüg'' 1 ' sr Initialen seyn. Man fintl'' 1 Heller, Monogr. Lex. S. 1& u bei Brulliot II. No. 53 diese Angabe wiederholt, da nämlich auch Bartsch P. gr. XIII. p. 352 darau 1 UV. An dread iMantova, d. i. AndreaMan A'"| ''V 1\ 7* früheren 1 / V \ dieser In: M I \ bei Hcl,( .\^s.± v. iin(lbci] VDO —ADP. Nr. 440 — 441. 241 eingeht, ohne .jedoch dicselhe zu bestätigen. Die gegebenen Initialen stehen auf einem alten Kupierstiche, welchen Bartsch 1. c. heschreiht, und „La Monade" betitelt. Das Blatt stellt eine weibliche Figur in üusserster Bewegung vor, wie sie die Arme gegen den Himmel erhebt, in dieser Figur erkennt nun Bartsch eine Monade, deren Stellung viel «her für eine Niobidc passt. Wir haben darin die Abbildung einer antiken Statue, welche wahrscheinlich zu Anfang des 16. Jahrhunderts 'n llom oder anderswo aufgefunden wurde. Andrea Mantcgna müsstc nun die Zeichnung zum Stiche geliefert haben, allein es ist nicht zu denken, dass der Künstler durch so auffallende Buchstaben als Zeichner sich kund gegeben habe. Auch nennt er sich nie Andrea de Mantova, nnd die Buchstaben müssen daher eine andere Bedeutung haben. Der Kupferstecher zeichnete auf dem Blatte FAN mit der Jahrzahl 1507, das Monogramm desselben ist aber bei Brulliot I. No. 393 nicht genau. Wir kommen unter den Buchstaben FAN darauf zurück. 440. AureliO Bosso, Maler, war Schüler von Maturino gleichzeitig A Do Uns« P m ' 1 P 0 '' l ' oro ! uu( l einer derjenigen itatienischen Künst- ' "' * 1er, welche bei allem Talente kein Glück finden konnten. Er soll gegen Ende seines Lebens ins Elend geratheu seyn, so dass er s <'in lirod mit Kartenmalen verdienen musstc. Die gegebene Inschrift steht auf einem Gemälde, welches bis 1853 in der Collection Payntun 2u London sieb befand. Es ist diess die starke Büste einer mit Lorbeer bekränzten Frau in einem mit Edelsteinen und einer grossen Perle ''(-'setzten Gewände. Statt des Gürtels umgibt ihren Leib eine goldene Kette. Dieses brillante Gemälde ist das Werk eines Künstlers, welcher nicht zum Illuministen geboren war. Aurelio Bosso starb um 1520. 441. Johannes Antonius de Paulis, Kupferstecher und Verleger, XL . war gegen Ende des 16. Jahrhunderts in Born thätig, /4Pi ÄB\ ^f-v starb aber erst um 1630. Man verwechselt ihn gc- ■*-"^-/i-o -iJSf wohnlich mit Andreas Pauli, Über welchen wir unter dem Monogramm AP handeln. Die folgenden Blätter scheinen grössten- tneils Verlagsartikel zu seyn. Diess ist wahrscheinlich auch mit einem Watte von Franz Villamena" der Fall, welches die Madonna von der fjUten Hülfe vorstellt. Wir fanden angegeben, dass Villamena die Darstellung 1626 nach J. A. de Paulis gestochen habe, sollte aber das Monogramm des letzteren darauf stehen, so ist es wahrscheinlich nur i' s Verlagsadresse zu betrachten. Eben so verhält es sich mit einem 'latte von Jakob Lauri mit dem Wappen eines Cardinais. . 1) Die heil. Lucia mit der Paline in der einen, und dem Teller "üt den Augen in der anderen Hand, halbe Figur. Im Grunde ist eine Gebirgslandschaft mit Gebäuden. Rechts unten sieht man das zweite pichen, und im Rande steht: S. LUCIA V. E. M. — Joas Anto. de PuuU ßr. ro. II. 7 Z. Br. 4 Z. 10 L. » 2) St. Eustachius auf der Jagd vor dem Hirsche mit dem Cruzifixe. 'Otzterer erscheint rechts im Gebüsche, und in Mitte des Blattes auf Ij'J"' 1 ' Erhöhung steht der Jäger in Verehrung. Sein Pferd ist links an T 80 Baum gebunden. Heber dem gegenüber stehenden Baume bemerkt " ;ln das erste Zeichen. Unter den Füssen des Pferdes steht: Jo An- t0 «S/ de Paulis ßr superior. p. missu II. 6 Z. 9 L. B. 9 Z. 9 L. q,. 3 ) Die Grablegung Christi, nach J. van Achen, und Copie des 'Wehes von R. Sadeler. Am Grabe ist das erste Zeichen, und im Rande est man: Joannis Antony de Paulis ßrmis superiorü permissu. IL 8Z. 10 L. Br. 16 Z. 8 L. tj 4 ) Die vier Jahreszeiten, 4 Blätter mit allegorischen Figuren in Endungen. Copicn nach J. Matham, B. 140 — 143. Mit dem dritten 242 ADP —ADR. Nr. 442 — 447. Zeichen, und ohno Namen des Stechers. Durchmesser 8 Z. 9 L. — Es gibt auch Gopten von der Gegenseite und ohne Namen. 442. Antonio oder Pietro Dardani? Das gegebene Zeichen findet KV man auf einem radirten Blatte, welches den leidenden Heiland mit ■C^- der Dornenkrone darstellt, halbe Figur nach rechts, ein Bohr in der Linken haltend. Links unten im Schatten des Grundes steht das Monogramm. II. 7 Z. 7 L. Br. 5 Z. 8 L. Man schreibt dieses mittelniiissigc Blatt dem Antonio Dardani von liologna zu, dessen Lebensgränzon von 1677—1735 reichen. Allein die Kunstgeschichte kennt auch einen Pietro Dardani, welcher von 1646— 1712 lebte. Beide .waren Maler. Bilder des letzteren sind in M. La- stri's Etruria pittrTce gestochen, eine Darstellung im Tempel von G. Vaseellini, und Maria mit dem Kinde auf Wolken von C. Cecchi, foL Pietro ist vorzüglicher als Antonio. Nach diesem hat Quadri ein Blatt in Mattioli's Manier radirt. Es zeigt die Maria in einer Glorie von drei Heiligen umgeben. Unten kniet eine Heilige neben dem Engel. 4. Heller, Gesch. d. Ilolzscbn. S. 285, sagt auch, duss Antonio Dardani einige Blätter in Helldunkel hinterlassen habe, wir fanden aber keines derselben angezeigt. 443. Unbekannter Meister. Nach Heller, Monogr. Lex. S. 15 ge- TT\ v- hört dieses Zeichen einem Maler an, welcher zu Ende des *^'/ ' 16. Jahrhunderts thätig war. Der genannte Schriftsteller lasst es bei dieser kurzen Angabe bewenden, und entzieht uns dadurch jeden weiteren Anhaltspunkt Er bestimmt nicht einmal die Schule. 444. Zeichen des Buchdruckers Adam Petri oder Petreus in P Basel, welcher sich auch eines aus AP bestehenden Mo- | nogramms bediente. Man findet diese Initialen auf einer . j in Holz geschnittenen Vignette von 1525. Sie zeigt ei 11 auf dem Löwen leitendes Kind unter einem Thorbogcii- IL 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 7 L. Dieses Signet dient wahrscheinlich als Verlagsadresse des A. Petri. 445. Adrian Drebbel aus Alkmaer? Brulliet 1. No. 272 fand dieses n Monogramm auf' Zeichnungen im Gesehmacke des Peter jK, Breughel. Der genannte Schriftsteller beruft sieh auoi £{) f,of auf eine Handschrift des Mr. Ilazard, welcher dasselbe -*-*-^ /■foj Zeichen gibt, aber den Namen des Meisters nicht kennt. Wir rennnthen darunter den Maler Adrian Drebbel, welcher tV mnthlich der Vater des 1572 geborneu (Uniel Drebbel ist. Die holländischen Schriftsteller kennen indessen keinen Adrian Drebbel, WH" fanden aber eine Zeichnung mit seinem Namen, in welcher die Buch" Stäben A.D. in der angegebenen Form gezeichnet sind. Sie enthält eine Sccne aus dein lud ländischeu Volksleben in karrikirter Auffassung Adrian Drebbel wäre dann der von Christ und Malpe erwähnte A. Drcb- lier, da ein Künstler dieses Namens nicht bekannt ist. 446. Adrian Collaert zeichnete auf solche Weise Blätter nach A !*•' r II In Johannes Stradanus, Hendrick van Cleef u. »■ Anna von. suip. sio otlt i, a H,,Mi biblische Darstellungen und Lan* Adria Col. SCulp. schaffen, kl. qu. fol. lieber A. Collaert haben Adrianm Col. sculp.Z «>? A '°' ausfüMichft1 ' « ehandelt Verg 447. Adrian van der Cabel, Landschaftsmaler und Radirer, g« 0 ' a i„ i „ r„v. „v. „t fo* zuEyswyk 1631, bediente sich auf« 6 " Adr. vander Cab. m. et fec. „Wen eines aus AVK bestchendon Mo- ADR —ADU. Nr. 448-451. 243 grammes, und bezeichnete in obiger Weise nur wenige radirte Blätter. Bartsch P. gr. IV. p. 222 gibt einige biographische Notizen über diesen Meister, und beschreibt dann 55 Radirungen, welche mit sicherer Nadel behandelt und kräftig geätzt sind. Das Verzeichniss bei Bartsch ist aber nicht erschöpfend. R, Weigei „Supplements au Peintrc - graveur. Doipzic 1843. 1. ]). 190" hat es ergänzt, und besonders hinsichtlich der Abdrucksgattungen die Sache in's Reine gebracht. Kr fügt auch 12 von Bartsch nicht beschriebene Blattei bei, so dass sich die Zahl derselben auf 67 belauft. Sic bilden verschiedene Folgen, deren Bestandteile uur in den späteren Drucken mit A — F, oder a—f. bezeichnet sind, "ir können aber auf diese und andere Unterschiede hier nicht eingehen, sondern verweisen auf R. Weigei. Die Abbreviatur, wie oben angegeben, findet man auf drei Blättern, welche in Landschaften die Ruhe der heil. Familie in Aegypten, St. Bruno in Extase und den heil. Hieronymus vorstellen. Wenn die beiden letzteren Blätter die Adresse Amlran's tragen, sind sie zweiter Art, und beim dritten Drucke wurde die Adresse wieder weggenommen. Unkundige könnten daher die ersten und dritten Abdrücke verwechseln. Da auf den Radirungcu dieses Meisters gewöhnlich der Name A- van der Gabel, und auf Gemälden zuweilen das Monogramm AVK steht, werden wir unter letztcrem die Ursache erklären. 448. Adrian Ludwig Richter, Landschaftsmaler und Radirer, wurde Mrien T li nol M sc 1803 zn Dresden gehören. Schüler seines witn L. li. HM. ael. SC. Vaters Ch. A. Richter, machte der Künstler ju Italien umfassende Studien, welche dann auch im südlichen Alpon- l.'iiule reichen Zuwachs fanden. Richter ist als Maler und Zeichner Bleich berühmt, und wir werden unter L. R. Gelegenheit haben, auf ihn z "rück zu kommen. Im Künstlor-Loxicon fand er bereits einen aus- ai ' uu Artikel, un( l daher bemerken wir hier nur hinsichtlich der Abbreviatur, dass sich dieselbe auf Radirungen aus der früheren Zeit ''''s Künstlers linde, nämlich in folgendem Werke: 70 vues pittoresques rt(!s environs de Dresde dans une etendue de. douze Heues d'apres nalure. et !l r a\>ees ä l'eau-forle par le professew Ch. A /Hehler et A. Louis Richter etc. 449. Augustin de Saint-Aubin, Zeichner und Kupferstecher, geb. •A-."e>. S. A. Siy zu Paris 1736, gest. 1807. Dieser geistreiche A.^i.s.A..f K it. Künstler hinterliess eine grosse Anzahl von BIM- ** r n, welche äusserst zart gestochen sind, und mannigfaltige Darstellungen enthalten. Die gegebenen Initialen findet man auf zierlichen "Anetten und auf Bildnissen. Die erste Reihe der Buchstaben steht au * jenem des A. Voltaire nach der Zeichnung von V. Dcnon. gr. 8. 450. Unbekannter Maler oder Formschneider, welcher um 1545 in Augsburg gelebt zu haben scheint. Bartsch P. gr. IX. p. 162 kennt nur ein Blatt mit seinem Zeichen. Es (teilt ein Oucifix v °r, welches auf einem Postamente von drei Stufen steht. Die Balken ües Kreuzes gehen in Medaillons mit den Symbolen der Evangelisten *•••> Links unten bemerkt man das Zeichen des Künstlers. H. 4 Z. J L. Br. 3 z. 5 l. \,y m zweites Blatt mit dem gegebenen Zeichen »teilt streitende Doctoren vor, und findet sieb in folgendem Werke: ' 'crnemmstc Historien \md exempel von widerwertigem Glück ------- durch ■ »annem Boccalium von Certaldo — jetzt von Jlieronymo Xieglcr fiebrig Wteutschl. Augsburg, II. Stainer 7.54.5, fol. 451 A Dur f stc ' lt auf ( ' incm Gemälde in der k. k. Gallerie . ' ^u^' /• zu Wien. Es stellt das Innere eines Saales ° r i in welchem eine in schwarzen Atlas gekleidete Frau einen Offizier 3ST 244 ADV. Nr. 452—453. fussfällig um die von Soldaten geraubtes Kostbarkeiten bittet. Weiter zurück kniet ein Mann vor dein Offiziere, welcher von Soldaten umgeben ist. Dieses Bild ist um 1650 entstanden, es fragt sich aber, ob der Maler A. l)uc heisse, oder ob wir einen abgekürzten Namen ver- mutben müssen. Ein A. Duo ist in der Kunstgeschichte unbekannt. Sie kennt nur einen Jan leDucq, und dann einen Jakob Duc oder Duck. Der ersterc malte Landschaften mit Thieren, und auch militärische Scencu, der andere Gonvcrsatioiisstückc. Unser A. Due wäre demnach ein dritter Meister dieser Familie, und aller als Jan le Ducq. 452. Unbekannter Kupferstecher, welcher seinen Namen wahr- * ^ rerm sebeinlich nur durch den Buchstaben V angedeutet P/WVlXvkJ ' li,,t > ' n ^ fim die Buchstaben AI) sich auf Albrecht a.4 V -------»Dürer beziehen dürften. Er hat nämlich einige Blätter dieses Meisters copirt, welche Heller nicht kannte. Die Bilder sind von der Gegenseite des Originals. 1) Maria und Anna, erstere als Mädchen links stehend, mit dem Kinde auf dem Arme, welches eine Hirne hält. St. Anna steht rechts, und berührt das Haupt des Kindes. Oben in der Mitte erscheint Gott Vater und der heil. Seist in einer Glorie. Unten rechts ist das erste Zeichen. H.4Z.3L. Br. 2Z.8L. —Das Original beschreibt Bartsch No. 29. 2) Apollo und Diana, erstercr rechts des Blattes stehend, während Diana neben ihm auf dem Hügel sitzt, und dem vor ihr liegenden Hirsch schmeichelt. Beide Figuren sind nackt, Apollo mit Köcher und Pfeilen versehen. Unten links auf einem filättehen steht das zweite Zeichen. H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 7 L. Von dieser Copie hat man zwei verschiedene Abdrücke. Im ersten sind die Schraffirungon des Bodens nicht bis an den Contour des linken Beines der Diana herangezogen. Das Original beschreibt Bartsch No. 68. 3) Die Hexe. Sie reitet rücklings auf dem Bocke, und dieser fliegt durch die Luft nach links. Unten sind vier Genien, und Hagelwetter verfolgt die Hexe. Unten gegen links steht das dritte Zeichen. IL 4 Z. 5 L. Br. 1 Z. 9 L. Das Original beschreibt Bartsch No. 67. — Die kleine, gegenseitige Copie, ist ohne Zeichen. II. 2 Z. 8L. Br. 1 Z. 9 L. 453. Adrian de Vries dürfte der Träger dieses bisher nicht be- f |* kannten Zeichens seyn. Es findet sieb auf einem schönen f Gemälde mit Christus am Kreuze, welches zu München im "^73^ Privatbesitze dem Anton van Dyek zugeschrieben wird, da es ^LÄ alle Zeichen der Richtung desselben trägt. Anton van Dyek X Jk. selbst hat aber keines seiner bekannten und authentischen Werke mit einem derartigen Monogramme versehen, und somit handelt es sich wahrscheinlich nur um ein Gemälde in der Weise desselben, sowie deren überhaupt mehrere vorkommen. Ein Meister, welcher ihm namentlich in Bildnissen nachahmte, ist Adrian de Vries, ein jüngerer Künstler, als der berühmte Bildhauer dieses Namens, welcher No. 455 seine Stelle findet. Ein in der Galleric zu Gotha befindliches Bild' niss eines Greises in schwarzer Kleidung mit weissein Kragen, galt lange für ein Werk des Anton van Dyek, bei der durch Herrn Inj spector G. Itathgebcr unternommenen Boinigung des Gemäldes fand sich aber der Name des Urhebers: A .de Vries anno (043. Gh. van Mcehel schreibt in seinem Catalogc der k. k. Galerie des Helvedere i» Wien das Bildniss eines vornehmen Mannes in seidenem Kleide dem Bildhauer Adrian de Vries zu, welcher es aber unserem Künstler überlassen muss. Kiu drittes Bildniss besass bis 1837 Graf llohiano In Brüssel, jenes eines Mannes in schwarzem Gewände mit breitem Hals- kragen. Es ist ebenfalls in der Weise des Anton van Dyek gemalt, ADV. Nr. 454—456. 245 wurde aber als Werk des jüngeren Adrian de Vries erkannt. Irgend ein historisches Gemälde von der Hand dieses Meisters ist uns bisher nicht bekannt geworden, da aber Adrian de Vries um 1643 Portrait« in der Weise des Anton van Dyck malte, und auch das Crucifix mit dem gegebenen Zeichen einen Nachahmer van Dyck's verrilth, so konnte das Monogramm auf Adrian de Vries gedeutet werden. 454. Unbekanntes Zeichen. Nach Brulliot App. I. No. 28 findet ■£■ man dieses Monogramm in einer Ausgabe des Testamentum I— ^ -r ncivuin cum opistolis etc. Komae 1548, 4. Der genannte N I / Schriftsteller hatte nur eine oberflächliche Notiz, und wusste I ^MJ daher nicht, ob sich das Zeichen auf Kupferstichen oder ■I— ^f Holzschnitten finde. Wahrscheinlich ist es jenes des Druckers oder Buchhändlers, und kommt auf dem verzierten Titel vor. 455. Adrian de Vries, Bildhauer, wurde um 1560 im Haag ge- 7\JT boren. Schüler des Gio. da Bologna in Florenz erreichte er / \"\ 'n der I'Iastik einen hohen Grad von Vollkommenheit, huldigte ~- \J aber der manierirten Richtung seiner Zeit. Wir haben im Künstler-Lexicon XXI. S. 10 ausführlich über diesen Meister und dessen Werke gehandelt, und bemerken daher hier nur, dass kleine Bildwerke 'n Marmor, Alabaster, Wachs u. Biscuit mit obigem Zeichen versehen sind. Auch Gemälde soll er auf solche Webe bezeichnet haben, man kann aber kein sicheres Werk dieser Art angehen. Als Maler dürfte statt seiner der No. 4.">3 erwähnte Adrian de Vries eintreten, welcher aber erst gegen Ende des Lebens des Bildhauers dieses Namens auftrat. lr gend ein Gemälde mit obigem Monogramme linden wir nicht erwähnt. 456. Aldert van Everdingen, Landschaftsmaler und Radirer (1621 ^T\ T 7^\ 9^>r\/ ' ( ' s 1675) soll der Träger der beiden ersten -*\JS y _£\i/ /W- Zeichen seyn. Brulliot I. No. 277 gibt das v °ranstehende, und beruft sich dabei auf das Cabinet Le Brun, in welchem Landschaften mit diesem Monogramme dem A. v. Everdingen ^geschrieben werden. Letzterer zeichnete aber immer AVE, und es ,s .t daher nicht anzunehmen, dass er sich auch eines Monogramms be- ■uent habe, in welchem das ff fehlt. Heller, Monogr. Lexicon S. 15, schreibt das zweite Zeichen entschieden dem A. v. Everdingen zu, es nndet aber derselbe Zweifel statt. Christ, Monogr. Erklärung S. 83, Pbt es fast in derselben form, bemerkt aber nur, dass es gefunden Werde. Aus dieser Angabo kann man nichts scbliesen, und aus jener lni • Cabinet Le Brun geht nur hervor, dass sich Landschaften mit einem solchen Zeichen finden, welche aber für Everdingen sehr zweifelhaft Bind. w Grosseres Recht auf dieses Monogramm hat vielleicht Adrian Jluyherts Vervecr. Im Jahre 1646 zu Dortrecht geboren, malte er "Udnisse, historische Darstellungen und Landschaften. Nach R. Weigel Winstkatalog No. 20843) dürfte er das mit dem Monogramm ADV W- ^■ebnete Biidniss des Johann de Witt, Kaetpensionaris van Holland etc. adut haben. Dieses Brustbild Badet man in der ßcschryvinge der Stad ordreeht — — door Matthys van Baien, Jans zoon. Te Dordrechl, Inj *!/mon Onder de l.inde etc. 1077, 4. Dadurch werden wir aber nur auf ' nc n Bildnissmaler und Radire* geführt, und es fehlt der Beweis, dass vervecr Landschaften mit dem gegebenen Zeichen versehen habe. Doch ' c lbst unter den Bildnissen mit einem Ähnlichen Monogramme muss- ' an wieder unterscheiden, ob sie dem Vervecr, oder dem Ary de Voys ': "Schüren. Das charakteristische Kennzeichen der Werke des Letzteren st im folgenden Artikel angegeben. Wel ^ cnlic3slicn kommen wir auch noch zu einem Kupferstecher, für ucn.cn wir nicht einmal muthmasslich einen Namen haben. Das dritte Mo nogrammi8tou. 21 246 ADV—AE. Nr. 457-362. Zeichen steht auf dem Titelknpfer des „Almanaco universale sopra l'Anno 1686 del gran Pescatore di Chiaravcllc." Milano etVenczia 1686. Dieses Blatt ist wahrscheinlich von einem italienischen Meister gestochen. 457. Ary de Vois oder Voys, Maler, wurde 1641 zu Leyden gc- yO >» boren, und von Knupfer nndA. van den Tempel unter- JTT\ l richtet. Er nahm indessen den F. Mieris zum Vor- i/xß* T ' bilde, und malte in der Weise desselben kleine Ca- «^ binetsstücke, welche äusserst zart behandelt sind. Auch Bildnisse finden sich von ihm, gewöhnlich in kleinem Formate auf Kupfer. Seine Werke sind nicht zahlreich, werden aber sehr geschätzt und theuer bezahlt. Sie finden eine Stelle in den vorzüglichsten Gal- lerien, besonders die Bilder aus der letzteren Zeit des Künstlers, welche von grösserem Farbenreize, und mit aller Delicatesse gemalt sind. Der Vortrag ist nicht selten kokettirend süss. Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt. Descamps III. 118, und Immcrzeel III. 203 geben Nachrichten über ihn, sowie sich deren auch im Künstler-Lexicon finden. 458. Ary de Tols behauptet den vorhergehenden Artikel, und daher a -w-^Y y machen wir hier nur auf eine Varietät in der Bezeich- f\ 1 jV/ois, nung seiner Werke aufmerksam. Der gegebene Name J. W* * ' steht auf einem höchst delikat gemalten Brnstbildc einer Dame. Er soll auch Gemälde mit ADV. allein bezeichnet haben. 459. Adrian van der Wilge soll nach Brulliot II. No. 55 Kupfer- * fj. _ y stiche auf solche Weise bezeichnet haben. Wir kennen -*^>. /). W. nur ein einziges Blatt, nämlich die Ansicht des Portals der St. Lievenskcrk in Zicrikzee, welche aber mit dem Namen „A. v. Wilge sc." bezeichnet ist, gr. fol. Die holländischen Schriftsteller nennen den Künstler van der Willighe und van der Willigen. Er lebte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, und ist wahrscheinlich nicht Eine Person mit dem Medailleur A. van der Willi gen, auf dessen Geprägen die Initialen A. V. I). W. stehen. Im Münzwerk des van der Loon sind Abbildungen derselben. 460. Anton de Waard, Zeichner und Maler, wurde 1689 in Gravcn- y\ -TN ^\jO TT* 8° geboren, und von Simon van der Does ^\. , Jj. /»' "• unterrichtet. Er malte Portraite, historische Darstellungen und Landschaften. Im Haag fanden sich auch Tapeten und Supraporten von Waard gemalt. Obige Initialen findet man auf Zeichnungen. Eine solche im k. Gabinet zu München stellt einen am Boden sitzenden zwerghaften jungen Zeichner dar. Hinter ihm auf der Staffelei steht ein Gemälde mit einer nackten weiblichen Figur, welche ein Kind hält, anscheinlich der junge Bacchus. Diese schöne Zeichnung ist mit schwarzer Kreide ausgeführt, und mit Rothstein gehöht. 461. Jost Amman von Zürich soll nach Christ, Monogr. Erkl. » I y S. 83, zuweilen mit diesen Buchstaben gezeichnet haben. Heller, AdA. m. L. S. 15, spricht dieses entschieden aus, während Brulliot II- No. 56 versichert, nie ein Blatt mit AdZ. gesehen zu haben. Es findet sich auch keines. Die Quelle, aus welcher Christ schöpfte, war unsicher- 462. Adrian Thomas Keij? Das grössere Zeichen legt Bartsch |P. gr. IX. p. 406 einem unbekannten deutschen I Meister bei, welcher in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundertl gelebt hat. Man findet es auf Holzschnitten in Helldunkel von drei Platten, da I aber Heller, Monogr. Lex. S. 15, das Monogrampi I auch schwarz gibt, so könnte dasselbe auch i° m AE. Nr. 463. 247 in solcher Weise gefunden werden. Bartsch ist im Zweifel, ob er darunter einen Zeichner oder Formschneidor vennuthen soll. Brulliot I. No. 298 möchte die Composition der Blätter dem Franz Floris zuschreiben, und in jeder Hinsicht handelt es sich um einen Meister, welcher der Richtung des Floris angehört, doch mit jener Modifikation, welche sie am SchlOwe der Uteren Periode angenommen hat. Wir glauben, dass die Blätter mit diesem Zeichen dem Adrian Thomas Kcij angehören, obgleich in seinem gewöhnlichen, aus den Buchstaben ATK gebildeten Monogramme der unten vom Schenkel des A ein K formirende Querstrich fehlt. A. T. Kcij war der Schüler des Willem Kcij, welcher mit Floris In der Schule des Lombard Lombardas sich bildete. Adrian Kcij ist als Nachfolger dieser Meister zu betrachten, und könnte auf den Holzschnitten von der gewöhnliches Form seines Zeichens abgewichen seyn, da die Zusammensetzung des Monogramms auch in dieser Variation auf ihn passt. 1) Absolon von ,Toab getödtet. Her Sohn David's hängt nu dem >m Mittelgrunde stehenden Eichbaumo, da sich seine Haare in die Aeste verschlingen. Joab durchbohrt ihn. Im Grunde sieht man die Krieger desselben, und im Vorgrunde läuft dal Pferd des Prinzen. Das Monogramm ist rechts unten am Steine, durch die Blatte mit den Halbtinten ausgedrückt. Helldunkel von drei Blatten. H. 11 Z. 4 L. Br. 18 Z. Dieses Blatt erwähnt Bartsch, beschreibt es aber nicht genau. 2) Nelmkadnezar lässt die drei Jünglinge in den brennenden Ofen werfen, lieber dem Fenster eines links stehenden Hauses ist das Zeichen auf einem Tälolchen. H. 11 Z. Br. 17 Z. 9 L. — Dieses Bartsch unbekannte Blatt erwähnt Brulliot. 463. Adam Eberle. Historienmaler, geb. zu Aachen 1805, gest. in A^A Rom 1832. Unter F. v. Cornelius auf der Akademie in / . y \ Düsseldorf herangebildet, begleitete er den Meister nach -i Li. München; und malte daselbst mehrere Bilder, welche das Gepräge der höheren Geistesrichtung der Schule des Cornelius tragen. Mehrere Zeichnungen, und wohl auch einige Gemälde in Oel haben (bis gegebene Namenszeichen des Künstlers, denn es findet sich auch auf dem grossen Freskobilde in den Arkaden des k. Ilofgartons zu München, welches die Belehnung des Herzogs Maximilian von Bayern mit der Churwürde darstellt. Dasselbe Zeichen trägt auch das grosse Fresko- Gemälde an der Decke des k. Odeons zu München. Dieses schöne Bild stellt Apollo unter den Hirten dar. Im Jahre 18^9 schaute Eberle ''en Himmel Italiens, unter welchem er, stets unzufrieden mit dem was Cr leistete, dem Tode erbig. Seine Werke beurkunden aber einen begabten Künstler, doch darf man bei Beurthcilung derselben nie vei- Sessen, dass sie von dem Standpunkte angeschaut werden müssen, welchen die Schule des Cornelius in diu- früheren Periode eingenommen natte. Eberle wird aber im Allgemeinen der religiösen Schule der Malerei in Deutschland beigezählt. Johann Bbinz bat eine unvollendete Zeichnung desselben lithographirt, unter dem Titel: „Die gefangene Jerusalem ihrer übermütbigen Feinde Spott und Holm, von ihren Propheten gewarnt und gestraft, beweint und getröstet." gr. qu. fol. Dieses Sc höne Blatt findet man in der Geschichte der neueren deutschen Kunst v °n Athanasius Grafen Kaczynski, II. Band 1840. Eine andere Lithographie ist betitelt : „Das Schiff der Apostel. Transitus Apostolorum. **ül Fetrus, Paulus schiffen Hand in Hand vom Morgcnlandc hin zum Abendland etc." qu. fol. ,, Die Umrisse zu Dante's Paradies, nach den Zeichnungen des P. v. Cornelius zu den beabsichtigten Fresken in der Villa Massimi in Rom, 21* M&>'. 248 AE. Nr. 464 — 466. hat er selbst lithographirt. Das Werk erschien in 9 Blättern mit Text von Dr. J. Döllinger, qn. 4. 464. Johann Andreas Engelhart, Maler von Nürnberg, war Schüler ^^—i der KunstsebnTe daselbst, und begann seine Laufbahn /_J^ 'T—^ um '820. Er malte Bildnisse und historische Darstel- /|P \ JjjV hingen. Das erste Zeichen findet man auf Gemälden, ' gewöhnlich mit beigefügter Jahrzahl. Das zweite Monogramm steht auf dem lithographirten Bildnisse des Künstlers, mit der Unterschrift: Zum neuen Jahr 11121», kl. fol. Dann findet man das Zeichen des Künstlers auf Aquarellbildcrn, welche thoils reich compo- nirt, und sehr sorgfältig ausgeführt sind. Wir kennen ein sehr schönes, mit Gold gehöhtes und ausgemaltes Blatt mit verschiedenen Scenen aus Reinecke Fuchs von 1030, qu. fol. 465. Adolph Ehrhardt, Maler von Berlin, stand daselbst um 1830 \) » '"^ unter Leitung des Professors Hering, und begab sich J E V später zur weiteren Ausbildung nach Düsseldorf. Er -* malte da historische Darstellungen , deren man auf den Kunstausstellungen 1837 und 1838 sah. Doch zog der Künstler auch das Genre in seinen Kreis, und leistete in beider Hinsicht Vorzügliches, Von Düsseldorf begab sich Ehrhardt nach Dresden, wo er seit etlichen Jahren Professor an der k. Akademie ist. Erhardt bezeichnete einige Gemälde und Zeichnungen mit den beiden ersten Monogrammen. Man findet sie auch auf Blättern in R. Rei- nick's A. B. C. Buch für grosse und kleine Kinder 1845. Das dritte und vierte Zeichen steht auf Holzschnitten in L. Bechstein's deutschem Sagenbuch. Leipzig, G. Wigand 1853. Auf den Zeichnungen, welche er für das 1853 bei G. Wigand erschienene deutsche Balladenbuch gefertiget hat, steht kein Monogramm. Zu seinen'neuesten Werken geboren die Zeichnungen zur deutschen Geschichte in Bildern, mit erklärendem Text von Dr. F. Bülau. I. Bd. Dresden 1855, qu. 4. Bisher sind drei Blätter nach seinen Oompolitlonen in Holz geschnitten: die Schlacht bei St. Gotthard, die eimbrischen Frauen nach der Schlacht von Vercelli, und die Cimbern, wie sie in Italien eindringen. Auf diesen Blättern steht ein dem zweiten ähnliches Zeichen, aber kleiner, als das gegebene. , 466. A dam Elsheimer oder Elzheimer, Maler und Radirer, geb. JW ▼ zu Frankfurt a. M. 1574, gest. zu Rom 1620. / \ A Die Lebonsgoschichto dieses trefflichen Mci- / * z^" ***** ' st bekannt, un( l .| 0| 1° bedeutende Gal- _/_ \ -i Sir,. 4T lerie besitzt Werke seiner Hand. Sie bestehen meistens in Landschafton mit historischer, biblischer und mythologischer Staffage, Seltener sind die eigentlichen historischen Darstellungen. In seinen Bildern macht sich das Eingehen auf die klassischen Motive der italienischen Kunst bemerklich, doch herrscht in der Auffassung eine zarte Einfalt, eine edle Ruhe vor, nur selten ein tiefer bewegtes Gefühl. Diese Bilder sind gewöhnlich in kleinem Formate, und mit ausserordentlichem Fleisse vollendet. Es ist indessen zu bemerken, dass dem Künstler zuweilen Gemälde, von König und Thomanii von Ilagelstein zugeschrieben werden. Die Werke des letzteren sind aber kalt und hart, und halten nicht einmal mit jenen König's den Vergleich aus. Auf einigen Gemälden des A. Elsheimer steht das erste Zeichen, auf anderen ist es kleiner, und auch mit dem Namen verbunden. Diess ist ebenfalls mit einer Radirung der Fall, welche den Abraham zwischen Ilagar und Ismacl gehend vorstellt. Im Grunde ist AE. Nr. 467—470. 249 altes Mauerwerk, und vorn links das zweite Zeichen mit dem Namen, hier AElshaemer geschrieben. II. 3 Z. 5 L. Br. 5 Z. 3 L. Das dritte Monogramm kommt mit jenem des Pfalzgrafen Heinrich Goudt auf dem Blatte der Enthauptung des Johannes vor. Ueber Elshoimor und die nach ihm gestochenen und radirten Blätter gibt I'assavant im Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst I. Frankfurt 1847, umfassende Nachricht. Unter der Abbreviatur Aels. f. zählen wir einige Originalradirungen des Meisters auf. 467. Anton Clemens Albrecht Evers, Maler, wurde 1802 zu Moriz- , j bürg bei Ilildesheim geboren, und konnte sich erst 1826 /\ mit Eifer der Kunst widmen, wie wir im Künstler-Lexicon /—V^ erzählt haben. Anfangs Schüler von Professor Näcke in -L aV Dresden, begab er sich dann 1830 nach München, wo der ^ r^C™"^ Künstler einige Jahre verweilte, und als Genremaler Ruf >X/ erlangte. Auf Gemälden dieser Art, so wie auf Bildnissen findet man das gegebene Zeichen mit Modifikationen, und öfter mit der Jahrzahl verbunden. PIvers lebt seit längerer Zeit in Hannover. 468. AugUStin Egell, Bildhauer, Architekt und Maler von Mann- JT^ heim, wurde daselbst churpfalzischer llofstatuar, und starb MX* zu München 1784. Das gegebene Monogramm findet man auf • kw ; Zeichnungen dieses Meisters, und vielleicht auch auf Gemälden. Wir haben es den im k. Cabinct zu München vorhandenen Zeichnungen entnommen. Es kommen aber deren auch anderwärts vor. In den Collcctanecn des Hrn. Börner sind zwei Zeichnungen mit Vasen beschrieben. 469. Arnold Ferdinand Ewald, Maler in Berlin, gehört zu den .oSy rq vorzüglichsten jüngeren Künstlern des proussisch.cn Staates. /0 -C\J)i. Er machte seine Studien an der Akademie in Berlin, und trat um 1848 mit Werken auf. Sie bestehen in Genrebildern und Darstellungen aus der Geschichte des Mittelalters, so wie sie eben das Leben damaliger Zeit bietet. Treffliche Gemälde letzterer Art sind Galilei vor seinen Richtern (1852), und Königin Elisabeth von Kng- land, wie sie dem Dawison das Todesurthcil der Maria, Stuart iiber- S>ht (1854). Aufzeichnungen und kleineren Genrebildern findet man das Monogramm des Meisters. In obiger Form steht es auf einem sehr schön j*dirten Blatte im zweiten Hefte des Albums des jüngeren Künstler- Vereins zu Berlin 1853. Es stellt einen Erker im Renaissancestyle vor, und in dem geöffneten, mit Wappen gezierten Fenster einen Prälaten m Amtstracht, welcher nach dem über seinem Haupte auf einem Ringe sitzenden Affen blickt, da dieser die Hutfeder des gegenüber sich befindenden Edelmannes orfasst. An der äusseren Brüstung des Fenslers ■st ein Wappen mit der Schrift: Maximo Dco Gloria. Links an der Mauer rankt sich ein Weinstock, und rechts nach unten ist das Zeichen, dieses sehr sorgfältig behandelte Blatt ist in kl. fol. 470. Gbristoph Nathe ist der Trager dieses Zeichens, welches für A2T Al '' "der AVE genommen werden kann. Es besteht, aber aus "^ _ den Buchstaben AUE, und findet sich auf einem radirten Blatte /80j-f m ;t Waldansicht und Wasserfall, an welchem ein Mann sitzt. ■Kechts unten auf einem Steine steht das Zeichen mit der Jahrzahl tfl OS, kl. fol. Dieses Blatt gehört zu einer Sammlung radirter Blätter des Ch. Nathe. Unter-dem Monogramme NATE werden wir ausführ- »eher über diesen Künstler bandeln. 250 AE. Nr. 471—472. 471. Unbekanntes Zeichen, auf welches wenigstens zwei Künstler JB 10, r Anspruch machen dürften, ausgeschlossen bleiben aber -^ '•■^ c • die Wierx, welche sieh eines ähnlichen Monogramms mit JEtSt. iClS Beifügung der Zahlen 12, 13 &c. bedienten, um dadurch anzudeuten, dass die Blätter Arbeiten eines Knaben von 12 &e. Jahren seien. Das erste Monogramm schreibt lleinecko (N. Nachrichten &c. I. S. 360) einem deutschen Kupferstecher zu, welcher vor 1500 gelebt haben soll, dieser Schriftsteller ist aber hinsichtlich des Monogram- mistcn AE sicher im Irrthum, indem das von ihm beschrieben! Blatt dem 16. Jahrhunderte angehöret. Heller, Monogr.-Lox. S. 16, schreibt ein ähnliches Zeichen einem um 1520 Ichenden Kupferstecher zu, sagt aber nicht, auf welchem Blatte er das Zeichen gefunden habe. Der von lleinecko beschriebene Kupferstich stellt ein geflügeltes Kind vor, welches auf einem grossen Pferde reitet. Unter letzteren sieht man eine Art Wurm, und im Grunde der steinigen Landschaft zeigt sich eine Stadt. II. 9 Z. Br. 6 Z. 10 L. Das zweite Zeichen fanden wir auf einem Kupferstiche, welcher um 1590 gefertiget zu seyn scheint. Dieses Blatt zeigt in einer Rundung das Brustbild einer Frau mit Diadem und offenem Busen. Sie ist im Begriffe, mit einem spitzigen Dolche die lirust zu durchstechen. Der Grund ist mit Kreuzstrichen bedeckt. Rechts unten ist das Zeichen. II. 3 Z. 9 L- Br. 3 Z. 6 L. Das dritte Monogramm, aber ohne Jahrzahl, findet man auf dem schön gestochenen Bildnisse des Carl van Mander in Büste, so wie sie Saenrcdam gestochen hat, 12. Von Frenze! erwähnt, Catalog Stern? berg IV. No. 3832. Das Monogramm mit der Jahrzahl iß/« findet man nach Frenzcl, Catalog Sternborg III. No. 4312, auf einem Kupfe r sti che nach Job. Wit- tinger, welcher den hl. Christoph mit dem Jesuskinde vorstellt, kl. fol. 472. Johann und Hieronymus Wierx bedienten sich dieser Zeichen y£, \"2+,Jii5 auf Copion nach Dürer, um anzudeuten, in welchem Lebens- (n \(~ IT ^ ■' a ' lr( ' (Aotatis 12 &c.) sie die, Blätter gefertiget haben. \is, ,\ I J Yjü ist aber nicht immer zu bestimmen, welchem von beiden Künstlern die Copien angehören. Zuweilen sind diese Blätter ohne Jahrzahl, und selbst wenn das Datum beigefügt ist, stellt sieh bei der Subtraktion der Zahl der Lebensjahre nicht immer das richtige, bestimmte Geburtsjahr heraus. Zur Unterscheidung bemerken wir daher, dass Johann Wierx höchst wahrscheinlich 1550, nicht 1548 geboren wurde. Damit stimmen deutlich zwei Copien nach Dürer: Adam und Eva B. No. 1, und die Madonna, auf dem Halbmonde mit der Strahlen- kröne B. No. 31. Das erste dieser Blätter trägt den Namen des Künstlers, die Jahrzahl (000 und den Beisatz AE. l(i, das andere die Jalir- zahl /.56'.5 mit AE, tö, so dass 1550 als Geburtsjahr zu nehmen ist. Von Johann, nicht von Hieronymus Wierx ist, dann auch die Copic der säugenden Madonna B. No. 34, da sie AE. 1(1. (000 bezeichnet ist. Aus dem Vergleiche der Daten «cht ferner auch hervor, dass einige mit IIIW bezeichnete Copien ebenfalls von Johannes Wierx herrühren müssen, während man diese Initialen auf Hieronymus (.Hieronymus) Wierx bezieht. Auf anderen Blättern ist aber offenbar das Lebensalter, oder die Jahrzahl unrichtig. Hieronymus Wierx wurde nach der gewöhnlichen Angabo um 1551 geboren, allein die ihm zugeschriebenen Copien nach Dürer deuten auf 1549. Das Jahr der Verfertigung fehlt aber zuweilen, und in diesem Falle ist schwer zu bestimmen, ob das Blatt «dem Hieronymus, oder dem Johann Wierx angehöre. Die Stichweisc dieser Künstler ist ei« e AE. Nr. 473 — 475. 251 und dieselbe. Dem Hicronymus/ werden indessen die meisten Copien nach Dürer zugeschrieben. Mit dem Geburtsjahre 1549 stimmt die schöne gegenseitige Copie des christlichen Ritters mit Tod und Teufel B. No. 98. Man liest darauf AE. 15, und im Tiifelchen 1564-. Diess ist auch mit der Copie der von zwei Engeln gekrönten Maria, B. No.35 der Fall, indem sie: AE- 14. 1563 bezeichnet ist. Ein Gleiches verhält sich mit der Copie des grossen weissen Pferdes B. No. 97, welche mit AE. 15. 15m versehen ist. Es kommen indessen auch Blätter vor, welche auf ein Geburtsjahr von 1553 oder 1554 schliesscn lassen. Diese sind vielleicht von Anton Wierx, dessen Geburtszeit man um 1550 setzt. Indessen wäre der Fall möglich, dass erst später, vielleicht in der Offizin des J. C. Visscher, jene Platten bezeichnet wurden, welche ohne Monogramm und Jahrzahl waren. Bei dieser Gelegenheit könnte leicht ein Irrthum stattgefunden haben. Schliesslich bemerken wir noch, dass sich ein etwas späterer Meister eines ähnlichen Monogramms bedient habe, über welchen wir im vorhergehenden Artikel gehandelt haben. Im Künstler - Lexicon XXI. S. 396 ff. findet man ein reiches Verzeichniss der Blätter der Meister Wierx. 473. unbekannter französischer Meister, welcher in der ersten /T „. Hälfte des 18. Jahrhunderts thätig war. In der bei J. Odieuvrc lnx> 1755 erschienenen L'Europe illustre sind nach ihm von Gail- lard, M. Aubert, E. Fessard, Fiquet, Sornique &c. Bildnisse gestochen. An das Monogramm schliosst sich der Buchstabe /'. oder p., so wie die Abbreviatur Pinx. Den Namen des Zeichners kennen wir nicht. Er hat nur Originalbildnisse aus dem 16. Jahrhundert copirt. 474. Dieses Zeichen gehört einem deutschen Künstler an, welcher Vi ' 7E" in der alten fränkischen Schule seine Studien gemacht zu -*JLj,./ij haben scheint. Er war Maler und Formschneider, Wenigstens eines von beiden. Man findet Holzschnitte mit diesem Monogramme, schöne Blätter, welche mit jenen des bekannten Nürnberger Meisters Erhard Schön zu vergleichen sind. Das erste Zeichen kam uns auf einem Blatte mit Christus am Kreuze zwischen Maria und Jonannes vor. Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, und der Einfluss des A. Dürer ist unverkennbar. Der Grund des Bildes ist weiss, nur unten ein landschaftlicher Hoden angedeutet. II. 5 Z. 3 L. Br. 4 Z. 2L. Das zweite Zeichen fanden wir auf einem Blatte mit der in einer Landschaft sitzenden Madonna mit dem Kinde, zu welcher eine Zeichnung des Martin Schön gedient zu haben scheint. Auch diese Figur ist auf Weissem Grunde, nur oben sind Wolken angedeutet. H.4Z. ßr. 2Z. 5 L. R. Weigel beschreibt im Kunstkataloge No. 8517 die sehr seltene •Wte Ausgabe von Luther's Bibel, welche 1533 bei Ludwig Dictz zu Ltibek erschien. Sie ist mit Holzschnitten geziert, welche ebenfalls JWen des E. Schön zu vergleichen sind, und nach Weigel einem sächsischen Meister angehören. Einige sind mit dem Zeichen D. K. IS. 1530, andere mit dem Monogramm AE versehen. Die erwähnten Blätter gehören aber nicht in die Lübeck'sche Bibel. Der für dieses Werk arbeitende Künstler bildete sein Monogramm in anderer Weise, so dass wir es unter EA geben müssen. 475. Antonio Tempesta bediente sich zur Bezeichnung seiner ra- TC'-jg dirten und gestochenen Blätter verschiedener Mono- " / *V-cVj/ -X.' grammen, so dass wir zu wiederholten Malen auf- ihn zurückkommen. Im Jahre 1555 zu Florenz geboren, war er einer der ersten italienischen Künstler, die sich in der Laudschafts- und Schlachten- *«u. Heinrich Amt A Würzburg geb« Fache hatte, besuchte er sj Frankreich viel 252 AE. Nr. 476 — 477. Malerei einen rühmlichen Namen machten. Der grösste Reiehthum seiner Erfindungen liegt aber in einer Masse von radirten BIMtern vor. Bartseh P. er. XVII. p. 127 ff. beschreibt deren 1460. Im Künstler- Lexicon findet sicli ebenfalls das Verzeichnis* derselben, aber mit Zusätzen zu Bartsch und einem Anhange von 88 Undirungon, welche der genannte Schriftsteller nicht aufzählt. Wir gehen daher hier nicht weiter ein, da es genügt, das Zeichen zu kennen. Die Blätter mit demselben sind In dem erwähnten Verzeichnisse beschrieben. A. Tem- pesta erreichte ein hohes Alter. Kr Starb 16,'!0. 476. Heinrich Ambros Eckert, Schlachefimaler, wurde 1807 zu Würaburg gehören, wo er schon als Knabe Neigung zu seinem Auf der Akademie in München herangehildet, später Paris, und fand auf weitereu Reisen in vielfachen Stoff zu Aquarell- und Oelbüdern. Im Jahre 1834 unternahm er in München ein grössere» Werk, welches in. colorirten Lithographien die Abbildung des deutschen liundoshccres zum Gegenstände hat. In Folge dieses Unternehmens reiste Eckert 1836 nach St. Petersburg, wo ihn der Kaiser gnädig aufnahm. Ein grosses Gemälde für denselben, die Revue auf dem Marsfelde hei München 1840, blieb unvollendet. Der Künstler starb in demselben Jahre. Eckert war ein sehr gewandter und produktiver Künstler. Er skiz- zirte mit grosser Leichtigkeit nach der Natur, und brachte Leben in seine Gemälde, welche auch durch die Färbung anziehend sind. Auf einigen seiner Genre- und Schlachtbilder steht obiges Zeichen, auf anderen ein aus HAK gebildetes Monogramm. 477. Unbekannter deutscher Meister, wenn nicht Arnold von Essen. Einen um 1520 lebenden Maler dieses Namens 'kennen wir aus einer alten handschriftlichen Quelle, und er soll sich der beiden ersten Buchstaben zur Bezeichnung seiner Werke bedient haben. Für die diplomatische Genauigkeit derselben stehen wir aber nicht ein, da uns weder ein Gemälde, noch eine Zeichnung mit ähnlichen Buch- stallen vorgekommen ist. Die Kunstgeschichte kannte bisher auch keinen Arnold von Essen, er könnte aber mit Hans Lndenspeldcr in Verwandtschaft stehen, da dieser sich ebenfalls von Essen nennt. Merlo (Die altkölnischen Maler S. 175) gibt urkundliche Nachricht über einen Maler Johann van Füssen, welcher 1561 in Cöln ein Haus kaufte. Daraus geht wenigstens hervor, dass sich Künstler von Essen schrieben. Doch wagen wir es immerhin nicht, den Arnold von Essen zum Träger des zweiten Zeichens zu machen. Dieses befindet sich nach Brulliot IL No. 2800 auf einem alten Gemälde in der Weise des Albert Dürer in der herzoglichen Gnllorio zu Weimar, welches ebensowohl von einem unbekannten alten sächsischen Meister, als von einem Arnold von Essen herrühren kann, da für letzteren die Initialen AE keinen sicheren Anhaltspunkt geben. G. v. Quandt (Hinweisung auf Kunstwerke aus der Vorzeit &e. S. 47) bemerkte das dritte Zeichen auf Randzeichnungen eines Antiphonarium in der Bibliothek zu Zittau. Sie enthalten Thiere, Figuren und Masken in Laubwerk und Blumen verschlungen. Auf Fol. 53 stellte sich der Maler selbst in Arabesken dar, wie er ein blaues Schild mit dem gegebenen dritten Zeichen hält. An den Malereien des Antirihonariums hatten aber zwei Künstler Thcil. w.äW er Meis >r|v AE—AEG. No. 478 — 484. 253 478. Unbekannter spanischer Meister, welcher oben "No. 389 vie. ton Form des Buchstaben K weniger bekannt ist, mochte «• I). statt A. E. losen. Wir halten aber den zweiten Buchstaben für E. 479. Unbekannter Kupferstecher, welcher nach Füssly's Angabe A F u ( . '''" Blatt hinterlassen bat, welches nach der Zeichnung des " Heinrich Ulrich die Malier des Heilandes und der Apostel vorstellt. Mit der Bezeichnung .1. /*,'. sc. scheint es aber nicht richtig W seyn. Heinrich Ulrich war Verleger in Nürnberg, und zeichnete etliche Blätter nach Adam Fuchs mit den Initialen A. F. Das von Füssly erwähnte Blatt ist daher wahrscheinlich mit A. F., nicht mit «• B, sc. gezeichnet. 480. A. Ehemann, Kupferstecher, war in der ersten Hälfte des A: E; sc 18. Jahrhunderts zu Augsburg thätig. Blätter von Keiner A" Fl ■ '■ " il " ( * fiudet man in folgendem Werke von Kistler: Kex sc. y gaeculorum Eucharisticua Prpdigiosa anictui Purpura. Augsjmrg 1733, 8. Diese Blätter stellen Wunder vor, welche durch •"O hl. Hostie von Heilig Kreuz zu Augsburg geschehen sind. 481. Unbekannter Künstler, welcher im 16. Jahrhunderte lebte, A I-*" A von dessen Daseyn wir aber erst 1857 durch einen Auktions- V Oatalog von .1. M. Heberle (II. Lempcrtz) in Cöln Kunde erhielten. Die Auktion erfolgte am 15. April des genannten Jahres, und der Catalog macht unter No. 492 auf eine Radiruns aufmerksam, welche Abraham und Isnak in einer Landschaft mit Ruinen vorstellt, Vi- fol. Das Blatt wird einem unbekannten Monogrammisten A.E.A. -^geschrieben, leider ist aber das Zeichen nicht in Faesimilc gegeben. *-in Monogramm dieser Art kam uns nie vor, wir wollten aber bei aller Mangelhaftigkeit des Artikels den Meister nicht übergehen. Ein zweites Blatt mit St. Ilieroiiymus wird in dem genannten Ca- taloge No. 493 dem obigen beigefügt. Auf dem Buche des Heiligen weht EA. AE, worin für uns ein Käthsol liegt, welches wir mit dem besten Willen nicht lösen können. 482. Unbekannter Goldschmied, welcher um 1734 in Nürnberg thätig war. Diese Jahrzahl begleitet das Namenszeichen auf einem gestochenen Blättchen, welches als Adresskarte, des (ioldselnnieds zu betrachten ist. Das Monogramm ist unter einem Baldachin, innerhalb eines aus Füllhörnern, Sphinxen und Vasen bestehenden Ornaments. Selten mag dieses Blatt seyn, die Arbeit ist aber gering. II. 1 Z. 3 Z. 1 I,. Unbekannter italienischer Kupferstecher. Sein Zeichen findet VC man nach der Angabe im Catalog des Marcliese Malaspina di San- *< V nazaro II. p. 92 auf einer Copie nach Adamo Ghisi Mantuano, B No. 4. Sie stellt die sitzende Madonna vor, wie sie dem Kinde die i'iist reicht. Links oben ist das Monogramm AS (Adamo Scultore), ""d rechts obiges Zeichen, welches aus den Buchstaben AEF zu beruhen scheint. II. 5 Z. 4 l>. Hr. 4 Z. 484. Antoine Esprit Gibelin, Zeichner und Maler, geb. zu Aix A.F. G nin\ 1739 ' *■■*■ 1813 ' '" Ttit.lioti zum Künstler heran- •• . pinx. gebildet, und als Preisträger der Akademie in Parma Cbrte er 1771 nach Paris zurück, und erwarb sich da den Ruf eines °rzüglichen Freskomalerei Doch malle er auch mehrere Bilder in Oel, u 'd die Kunstfreunde erwarben Zeichnungen von seiner Hand. Gibelin 254 AEGD. Nr. 485. beurkundet hierin weder Correktheit, noch in den Gemälden feinen Farbensinn. Mehrere seiner Werke bezeichnete er mit den Initialen des Namens. Luigi Valperga stach ein grosses Matt nach ihm: La Correction conjugalo, mit A. E. 0, pinx. bezeichnet. Das Gegenstück hat den Titel: La Correction maritale, gr. fol. Der Inhalt dieser Blätter ist mythologisch. Das erste stellt einen Satyr mit der Nymphe und Amor vor. Ueber die literarischen Werke dieses Meisters s. Kttnstler- Lexicon V. S. 185. 485. Edouard Gautier d'AgOty gehört einer französischen, aus /p CJ^ S~) /^p\ Marseille stammenden Familie an, ryij . <&/*, (yi zf j in welcher mehrere Mitglieder die ' J ' e ^— ' Kunst des Farbendruckes übten, in Ji— S der Weise, wie Ch. le Blon sie Tf-r P t) -mt/ -p'/ ^ urc ' 1 ^ as Mittel der Schabmanicr Q_sJZj . C^.oC_y. 2< r -Ji / tJ* erfunden hatte. Der ältere Gantier, ^y ^ Namens Jakob Fabian, war Schüler oder Gehülfe des Ch. lc Blon, welcher ihn als Kattundrucker aufgenommen hatte. Er drang in das Gcheimniss desselben ein, und scheute sich nicht, wenige Jahre nach le Blon's Tod (1741) die ganze Erfindung für sich in Anspruch zu nehmen, ja, den Meister selbst zu verdächtigen. Diess erhellet aus einem Briefe im Mercure fran^ais 1749, welcher mit Zusätzen auch einzeln erschien : Lettre concernant le nouvel art de gra- ver et d'imprimer les tableux, par Gaulhicr. Paris 1740, 8. Man-liest daher auch auf seinen Müttern: Imprime avec leurs couleurs naturelles , sclon lc nouvel art dont M. Gautier est l'invcnteur &c. Don Beinamen d'Agoty führte er erst in späterer Zeit. Der grösste Theil seiner Werke besteht in anatomischen und naturhistorischen Abbildungen. Im Künstler -Lexicon V. 8. 50, und in der Histoirc de la gravure en maniere noire par Leon de Laborde p. 389 sind die Werke dieses in alle Wissenschaften sich mengenden Mannes verzeichnet. Auf dem Titel der von ihm gedruckten Anatomie des parties de la generalion &c Paris 1773, nennt er sich Gautier d'Agoty perc, auatomistc pensionne du roy, und auf anderen Platten des Werkes steht: Dissfeque, geint et grave par Dagoty pere. Auf seinen früheren, meist figürlichen Blättern steht J. Gautier, J. Gautier P. S., und Jacques Gautier, seul privilegie du roi, 1743 ff. Der ältere Sohn dieses Druckers und sogenannten Anatomen ist der Maler und Kupferstecher Jean Baptisto A. Gauticr d'Agoty, welcher Bildnisse in Farbendruck herausgab. Der zweite Sohn ist durch die gegebenen Initialen angedeutet. Man findet sie mit dem Namen: A. E-. Gautier d'Agoty second fils, auf Blättern folgenden Werkes: Couri complet d'Anatomie, peint et gravi en couleurs, explique par Jadelot. Nancy 1773, gr. roy. fol. Von 1780 an beabsichtigte er die Herausgabe der Bilder der Gallcrie Orleans im Farbendruck. Auf dem ersten Blatte mit St. Franciscus nach A. van Dyck steht: Galerie royale ; didie A S. A. monseigneur le duc de Chartres ------- grave en couleur par Edouard d'Agoty. deurieme fh, avec privilege du roy 17(10, gr. fol Im Ganzen erschienen 12 Blatter, die Sammlung war aber auf 50 berechnet. Auf dem Blatte mit St. Frans wird E. d'Agoty der zweite Sohn genannt, da die Angabe des Grafen L. de Laborde als sicher hinzunehmen ist. Es ist daher ein Irrthum, wenn die Blätter der Anatomie Jadelot's einem Arnaud Eloi d'Agoty zugeschrieben werden- Jacques d'Agoty pöre hatte aber fünf Söhne, welche Künstler und Farbendrucker waren. Den fünften lernen wir durch die Abbildungen der Mineralien des Cahinet des M. de Rome de Lislc kennen. Maß AEGID. Nr. 486 — 488. 255 liest darauf: Dessinö gravö et imprimö en coulcur par Fabian Gautier d'Agoty, ciii(|uieme fils. Ausser diesem, und Edouard und .T. B. A< (imitier d'Agoty nennt Mr. Leon de Laborde noch einen Louis Gautier d'Agoty. also im Ganzen vier Kühne. Der oben erwähnte Ar- Wud Eloi (laulicr d'AgOty macht daher wahrscheinlich die Zahl voll, obgleich Graf L. de Laborde seiner nicht erwähnt. Dieser Schrift- stellet' bemerkt aber inil Beeilt, da.ss im Künstler - Lexicon III. S. 21-1 das Todesjahr des .1. I<\ Gautier Irrig 1785 angegeben sei. Unter i,Lagoty" erwähnten wir aber nur des Edouard (lautier d'Agoty, verleitet durchTicozzi, welcher nur diesen Künstler kennt, und denselben '784 in Mailand Sterben lässt. Auf dem von Carlo Lasinio gestochenen Bildnisse des E. d'Agoty wird 1783 als Todesjahr bezeichnet, und ""tor Gautier-Dagoty im Künstlcr-Loxicon V. S. 52 ist ebenfalls 1783 angeg(>i) ( ,n, Edouard (lautier d'Agoty verlies« nach der unglücklichen Bpeculation mit der Gallerie Orleans Paris, und starb in Florenz, nicht in Mailand. 486. Aegidius Novellanus, oder Neovellano, Sohn des Simon No- j\ pn jv l n vellanus, bezeichnete auf solche Weise einige ovale •'• lyeou - SCUI P- Blätter mit heiligen Frauen, welche bei Peter Ouerradt in Cöln erschienen. Sie sind nach Zeichnungen des Simon »»Ovellani gestochen, und theils auch mit Aegidius jil. sculpsit. tiielis füius sculpsit, bezeichnet. Uehcr Simon Novellanus werden wir unter s yo ausführlich handeln. Mau hat ihn mit Unrecht den italienischen Künstlern zugesellt, worauf der Name „Novcllani" führte. Der Künstler ist holländischer Abkunft, und heisst „Ncuucl". Die Zeitgenossen nannten ihn New- indt, er seihst zog es aber vor, den Namen in Novellainis oder "COVellanus zu latinisiren. Mit diesem Namen sind neben anderen *wct schone Blatter bezeichnet, welche den leidenden Heiland und die Maria mit dem Schwerte in der Brust vorstellen, fol. 487. yKGll). QV1N. INVEN., und den Namen Aegidius üvi- ßetus lesen wir auf vier von Ph. (lalle gestochenen Blättern, welche in V ' lr Zeitalter mit lateinischen Aufschriften vorstellen. Das erste Blatt: Aureurn Saeculum, hat den Namen des Künstlers und die Jahr- Sali iB76. Diese Darstellungen sind ligurenreich, und mit land- j* eh ältlichen Gründen versehen. Unten sind eingedruckte Verse in launischer, französischer und holländischer Sprache. Rund, Durchmesser * Z. 8 L. Mit den Versen ist das Format fol. _, Diese schönen Blätter sind nach der Zeichnung des Aegidius V 0n gnct gestochen. Der Maler latinisirte seinen Namen in „Qvinctus". J» den betreffenden Werken über Kunst und Künstler wird er gewöhnlich Gilles Coignct genannt, auf seinen Bildern steht aber Congnet. ( »egeu 1540 j,, Antwerpen geboren, und Schüler des Lambert Mascyns, w "rde er 1561 freier Meister. Von 1584 — 1585 hatte er das Decanat J* er Bruderschaft des hl. Lucas in Antwerpen, wie aus dem Buche ^'ggere) derselben erhellt. Man lässt den Künstler um 1600 in Harn- Ur f? sterben, im Museum zu Antwerpen ist aber ein von Congnet gemaltes Büdniss eines Mannes, welcher 1615 starb, noch zu Lebzeiten "es Malers. Ausser Ph. Galle haben auch J. Matham, J. und R. Sa- e ' e r, J. Wierx &c. nach ihm gestochen. 488. Aegidius Novellanus, der Sohn des Simon Novellanus, zeich- Acqidh,* r,l tMthttit "•*• '" ***** WelM ( ' illis '' ls > attcr > welche im WWWfU. sailfim. V(!r] . lR . ( , (1( , K p c , t(11 . ()m , n . a( it in Cöln erschienen. " lr haben auf ihn unter „Aeg. Neou." aufmerksam gemacht. 256 AEGS—AELS. Nr. 489 — 494. 489. Aegidius Sadeler, Maler and Kupferstecher, zu seiner Zeit I" . C der Phönix der Kiipfcrstorhcrkunst genannt, bediente sich *^§****IUT Bezeichnung seiner Blätter zuweilen des gegebenen Zeichens. Wir Indien im Künstler-Lcxicon XIV. p. 153 über diesen Meister ausführlich gehandelt und 231 Blätter desselben verzeichnet. Er starb zu Prag 1629 im 59. Jahre. 490. Aegidius van Scheyndel, Maler und Radirer aus Rotterdam, j£ - *rr blühte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. % *^?P' %*• S- «-A Man nennt ihn gewöhnlich Georg, oder Georg Heinrich van Schcyndel, aber wahrscheinlich nur durch willkürliehe Deutung des Buchstaben A auf den mit 0. V.8. bezeichneten Blättern des Meisters. Das G bedeutet liier „Gilles", was mit Aegidius übereinkommt. Obiges Zeichen findet man auf einer der von ihm radirton Landschaften, über welche wir unter G. V. S. weiter bandeln werden. 490. Unbekannter Maler, welcher der niederländischen Schule fftm - anzugehören scheint. Wir fanden das gc- /Tl^f . jJ/» gebeno Monogramm auf einer Zeichnung r ir^T X J 0 ^^ ' '" ^''\" a niit weisser Höhung, welche ¥ ff _ als Allegorie auf die grobe Sinnlichkeit M- ■" ' zu betrachten seyn dürfte. Sie stellt eine weibliche Figur mit offener Brust vor, wie sie mit einem schwellenden Segel und mit fliegenden gekräuselten Haaren, in schwarzer Nacht dahinschwebt. Neben ihr schreitet Amor mit einem langen Pfeile, dessen Spitze ebenfalls Flammen gibt. Auch seine Flügel gehen in Flammen aus. Rechts unter der Hand, mit welcher sie das Segeltuch zusammenhält, ist diis Zeichen. 492. A. E. Keyll, Landschaftsmaler, war um 1660 thätig. Er zeich- __ nete und malte Ansichten von Städten, Schlössern und inte- mXL ressanten Gegenden Tirols. Auf einer schönen Federzeichnung *^JV- mit der Ansicht von Laufen fanden wir dieses Monogramm- Auf anderen Blättern ist es mit dem Namen verbunden. 493. Adam Elsheimer, Maler, fand unter dem Monogramm AE J* j (fL No. 466 bereits eine Stelle, so dass wir uns hier nur ^ Jtffc I inapn auf das Monogramm beschränken. Man findet es aid einem Schwarzkunstblatt, welches den jungen Tobias mit dem Fische vom Engel begleitet darstellt, dieselbe Compositum, die von Heinrich Ooudt und Wenzel Heller radirt wurde. Im Bande links steht das Namenszeichen mit dem Worte ,,1'inxit", in der Mitte: „Tobit", und rechts „Jo. LLoyd exe." H. 4 Z. 2 L. und 8 L. Rand, Br. 6 Z. 5 h- .1. Lloyd war Kunsthändler in London, von welchem das Blatt wohl nicht herrühren kann. 494. Adam Elsheimer, dessen wir auch unter dem Monogramm AE u - No. 466 und im vorhergehenden Artikel erwähnt haben, ist nicht 'j allein durch Gemälde und Kupforsicho nach denselben, sondern auch durch eigenhändige Radirungen bekannt. Diese Blätter gehören zu den grössten Seltenheiten, aber nur No. 1 ist mit der obigen Abbreviatur versehen, für deren diplomatische Genauigkeit wir indessen nicht bürgen können, da das Blatt uns nicht zu Gesicht gekommen war- Einige Blätter sind auch in R. Weigol's Kunstkatalogen beschrieben. Leber die Stiche etc. nach Gemälden des Meisters gibt Bassavant's interessante Abhandlung im Archiv für Frankfurts Geschichte,. 4. Heft 1847 genügende Auskunft, liier haben wir es nur mit den eigenhändige' 1 Radirungen zu thun, da Bartsch im Peintre graveur den Künstler übergeht- AELS. Nr. 494. 257 1) Der hl. Joseph, wie er zur Nachtszeit den Knaben Jesus auf einer ebenen, unfreundlichen Landschaft führt. Bezeichnet: Aels.f. 12. T* Dieselbe Darstellung ist von P. van Sommer in schwarzer Manier behandelt, kl. fol. Auch W. Vaillant bat diese Compositum geschabt, gr. 8. 2) Der junge Tobias mit dem Kugel. Letzterer trägt den Fisch unter dem linken Arme, und der Engel leitet ihn in der mit Felsen ""d Bäumen besetzten Landschaft am Wasser nach links bin. Dieses sehr seltene Blatt wird dem Elsheimcr zugeschrieben. II. 3 Z. 5 L. Ür. 5 Z. 4 L. 3) Der Engel als Begleiter des jungen Tobias in einer durch Felsen geschlossenen Landschaft nach links hin. H. 5 Z. 7 L. Br. 4 Z. 7 L. 7" Dieses von EL Weigel als durchaus acht erwähnte Blatt ist wohl dasselbe, weichet im Winkler'scben Cataloge Nr. 1579 als Original- «adirung angegeben wird. Der Engel trägt den Fisch über d..... stocke auf der Achsel. 4) Der Satyr und die Nymphe in einer Landschaft. Rechts vorn Segen die Ecke sitzt der flötende Satyr auf dem Steine, und vor ihm sitzt die Nymphe mit übereinander geschlagenen Armen auf dem Boden, ^wischen beiden zurück siebt man eine andere weibliche Figur in starker Büste. Hinter der Gruppe und quer des Blattes hin sind Bäume und Gesträuche, welche links im Lichte sieb zeigen. Am Himmel sind J-wei grosse und eine schwache Wolke zu sehen. 11. 2 Z. 3 L. Br. 3 Z. L. — Wenzel Dollar hat diese Darstellung von der Gegenseite copirt. . 5) Der Satyr mit der Traube. Er sitzt am Fusse eines grossen ^Minies und reicht dem Kinde, welches die auf dem Boden ruhende Mutter hält, eine Traube. Im Grunde breitet sich Landschaft aus, 12. j J 'eses Blatt legt Brulliot im Catalog Aretin No. 534 dem Elsheimer uci. wj r w j sscn auch aus gandrart, dass dieser Meister Blättchen mit Satyrn radirt habe. 6) Die tanzende, Nymphe mit dem Tambourin. Hechts im Vor- ^'unde gegen den Rand zu steht der die Waldpfeife blasende Satyr, , ','."' «'in anderer mit über die Brust geschlagenen Armen hört ihm zu. »ta Dritter reicht nach der auf dem Hoden sitzenden Nymphe, neben eleber die Tänzerin mit dem erhobenen Tnmhourin zu sehen ist. •Unter dieser Gruppe sind Bäume und Gesträuche, und eine noch grössere Waldpartie ist links, wo vom Rande her ein Satyr in Eile ho ran- * om »it. H. 2 Z. 4L. Br. 3 Z. 9 L. Dieses Blatt werthet Weigel ut 18 Thlr. W. Sollar hat diese Darstellung von der Gegenseite co- !,"{"'■ '*' s gibt aber auch eine origiualsoitige Copie, welche daran zu ' .° nn en ist, dass die Figuren bestimmter hervortreten, und die Bäume n d Gesträuche in schwerfälligen Massen auseinander gehen. H. 2 Z. * n D. Br. 3 Z. 7 L. te l ^ P' J0 ' "'"henden Satyrn. In der Mitte gegen rechts sitzt ein flö- ( '."der Satyr auf demFelscnstücke, und neben ihm nach rechts hin lehnt u m .' Sitzende Nymphe den Arm auf den Felsensitz desselben. Weiter li'/l ^°btS sitzt ein Satyr zwischen zwei Kolsonstücken, und rechts und di> lt( ' r 'bin reichen zwei andere in halbem Leibe empor. Hinter LinV* ?* u PP e erhebt sich ein hoher, mit Bäumen besetzter Felsen. Ho ,^ os ,sl "ittes sind Bäume uud Gesträuche, und vorn ist Wasser. „' {/'■ il L. Br. 3 Z. UV, L. Dieses Blatt ist kräftiger radirt, als »wohnlich, scheint aber acht zu seyn. stel V'"' -'""f*'' 1 ' l!l "'scbe mit entblösstcn Küssen an einem Hügel Stel! i" Kl " e ™ eDt - XLVI1I CON PRIVILEG. VEN. H. 14 Z. 7 L. Br. 10 Z. 7 L. Bartsch No. 45 verwechselt die Copie mit dem Originale, oder dem ^'atte mit der gegebenen Schrift. Die Copie hat im enten Drucke die presse von Antonio Lafrcry, im zweiten fehlt diese und die Eule. 'n Contre-Druck ohne Adresse berührt das Weib die Eule mit der Linken. v 16. Die Musen und die l'ieriden auf dem Parnass, nach Pierin del ^ga. B. No. 28. Links unten: AENEAS VICUS PARM. RESTITITVIT jp D - LIIl. H. 9 '/,. Br. 14 Z. — Bartsch No. 28 glaubt, Enea_Vico .nur eine von Jacobo Caraglio begonnene Platte vollendet. Diess st ein Irrthum; Caraglio's Blatt gibt eine Composition von Rosso Rossi, ■^nes von E. Vico ist aber nach Perino del Vaga gestochen. Den f 'n assr , r ( j os Peintre-grareur verleitete zu dieser Angabe wohl die ''ige Aufschrift. Es gibt eine Copie, in welcher dieselbe mit der J *Mahl fehlt. 1 . 17. Die Colonna Antonina mit der Ansicht von Rom. B. No. 418. Mn ka am Fragmente: AEN. VIC. PARM. H. 18 Z. Br. 12 Z. 260 AEP —AET. Nr. 499 — 505. 499. Unbekannter Zeichner. Sein Mongramm finden wir auf einem * y t % i lithographirt.cn lilatte in der Zeitsehritt „Asmodi", Hamburg 1853. *■*£* Es führt hinter die Coulissen eines Theaters, wo der Regisseur die Statisten anweiset, wie sie. nach dem Texte, wie Löwen auf die Hahne stürzen sollen. Allein die lia.il> mittelalterlich, halb modern costümirton Löwen sind sehr steif, kl. fol. 50 0. Unbekannter Zeichner. Sein Monogramm findet man auf JPf kleinen Blättern mit (ioldschmiedsornamenten, weiche Pierre yXJV. Nolin gegen Ende des 17. Jahrhunderts gestochen hat. Es deutet wahrscheinlich den Zeichner an, für welchen wir aher keinen Namen haben. Uebcr P. Nolin s. /'• A, /'. /V. F. 501. Unbekannter Maler. Brülltet II. No. 57» berichtet nach einer rf J7f jn handschriftlichen Nutiz des Inspeetors Bobert in Cassel, t^J-Jjj \£ V/, dass sich in der (ialerie daselbst, liistcnische (iomälde in liombrandt's Manier befinden, welche mit den Initialen A. E. R. bezeichnet sind. Die Deutung dieser Buchstaben hat er nicht versucht, wir werden aber unter A. I'. H. darauf zurüekhonimen, da einige Bilder dieses Meisters auch diese Initialen tragen. 502. Aegidius Sadeler bezeichnete auf solche Weise einige Blätter, 2C* AT* c" W( 'l fi ho historische Darstellungen und Porträte ent- Mi/TiO halten. Ovale in 8. Auf anderen Blättern dieses Meisters steht: AKg. S. 503. Samuel Emmel, Buchdrucker von Strafeburg, war um 1568 ithätig. Er bediente sieh einer schönen in Holz geschnittenen Adresse-Vignette, welche im Schnörkelrahmen die Figur eines Mannes mit Bogen und Pfeil zeigt. Die Umschrift lautet: SCOPV'S VITAK MEAE CHRISTUS. Unten in der Mitte ist das gegebene Namenszeichen, welches Samuel Emmoliiis Argoutinus bedeutet Auf einigen Druckwerken steht auch der Name mit dein Heisatze: „Typis." 504. A. E. Sporer, Blumenmaler, welcher um 1820 in Frankfurt /f /G> C0*~ am Main starb, soll nach Stcllwag (Monogr. Lex. No. 151) \JIs,C_.QJ, (iomälde mit den gegebenen Initialen bezeichnet haben. 505. Aegidius Touchemolin, Zeichner und Lithograph, lebte im 1 ersten Deeennium unseres Jahrhunderts zu Re- AC^ * I —-. . gensburg, und betrieb die Kunst nur als Dilet- J\\m'*J~ 1 ****** timt - Er zeichnete mit, Vorliebe Pferde, U!» jj , ■ ü ^ lieferte die Zeichnungen für das von J. C. Er- -flf' ( hard für den Frauenholt'schen Verlag radirt* *sv0d. Werkchen: „Neueröffnete Reitschule", 51 Blätter einschliesslich des Titels. Als zu Regensburg die ersten Versuche "> der Lithographie gemacht wurden, zeichnete er einen österreichischen Husaren, der von seinem Pferde abgestiegen ist und dasselbe am Zaume hält, auf einen grossen Stein. Er bediente! sich zu dieser Vorstellung des Pinsels, tuschte solche mit lithographischer Tinte auf die Steinplatte, und betitelte seine Procedur ,,Schwarze Kunst." Allein es gelang ihm die erforderliche Abstufung der Töne und Schatten nicht, un'j somit erscheint das Produkt weiss und schwarz gefleckt. Als lnounn.be' der Lithographie verdient aher dieses Blatt doch volle Beachtung. Man findet das erste der gegebenen Zeichen mit der Jahrzahl 1801 daranfi welches uns Börncr mitgotheilt hat. Das zweite Zeichen gibt Krulliot l> No. 310, kennt aber den Träger desselben nicht. Er fand es auf einem radirton Blatte, welches ein Rcitergefceht vorstellt. Der Künstler g&" österreichische Cavalerie, weil ein Reiter die Fahne mit dem Dopp*«" AET —AETF. 506 — 508. 261 Adler trägt, kl. qu. fol. — Im Künstler-Lexicon haben wir etliche Lithographien dinses Dilettanten verzeichnet, und unter TEA kommen wir auf ihn zurück, da sich auch Blätter finden, auf welchen das Zeichen verkehrt ist. S. auch No. 507. 506. Antonio Tempesta, Maler und lladirer von Florenz, fand TTT -TTTP • °' )cn ,lnter dem Monogramme AE No. 475 eine Stelle, /"■ ^y ■**■ und wir bemerken daher nur, dass sich die gegebenen Zeichen mit geringen Abweichungen auf mehreren Blättern finden, wie ■»f jenen der Apostelfolge B. 330-343, der Folge der geschichtlichen Darstellungen am dem alten Testamente B 235—259, u. s. w. Tempesta bediente sich aber auch noch anderer Namenszeichen. Nur der geringere Theil seiner vielen Blätter ist mit dem Namen versehen, häufiig in Abkürzung ..tempesf', fein radirt. 507. Aegid Touchemolin, über welchen wir oben No. 505 gehan- ip _ - f i/lugn # delt haben, bezeichnet in der gegebenen -at. X. pet. **■ f ' Weise ein grosses Blatt in Kreidemanier mit der Unterschrift: Denkmahl welches bei/ Abach ist errichtet worden auf oefehl S. K. Durchlaucht von Pfalz-Bayern tll)\. Den Vorgrund nimmt der durch liuderscbiffe belebte Donaustrom ein, und die neue gemauerte "trasse führt dem Fluss entlang an einer hohen, mit Nadelholz besetzten Felswand hin. An dieser Wand ist eine Tafel mit lateinischer Inschrift, welche besagt, dass Carl Theodor von Bayern eine Gefahr drohende Felsenwand sprengen, und die neue Strasse nach Abach führen hess. Zwei colossalc Löwen ruhen auf Quadern, drei Männer, ein «eiter, ein Lastträger und ein einspänniges Fuhrwerk beleben die Strasse. H - 16 Z. 5 L. Br. 20 Z. 11 L. 508. Antonio Tempesta, der Träger dieser Zeichen, fand bereits T^ "-p -p » i^ J, W wiederholten Malen eine Stelle, wie No. 475 und *»- --d .r ../VIj'i 506, da er seine radirten und gestochenen Blätter /^C T7 "T • p-p auf verschiedene Weise bezeichnete. Die beiden *■ *-* " '/-X'-fc* - ersten Monogrammen kommen auf vielen Blättern Y°r, doch mit einigen Modifikationen, welche aber nur darin bestehen, dass die Zeichen grosser oder kleiner sind, oder schief stehen. Die olätter aufzuzählen würde zu weit führen, und überdicss hat Bartsch £• S r - XVII. ]). 127, ein reiches Vcrzeichniss gegeben, welches wir im "ttnstler-Lexicon noch mit Zusätzen vermehrt nahen. . Hier erwähnen wir nur eines bisher nicht beschriebenen seltenen yriRinalformschnittes, welcher mit dem ersten Zeichen versehen ist. Rieses Blatt stellt sieben Mönche vor, welche auf das Gespräch eines ;r to . n , lang-bärtigen Eremiten horchen. Dieser sitzt rechts auf dem 'Heine mit einem langen Stocke im Arme. Die Gruppe löst sich von ^iner mit hohen Bäumen besetzten Felsenwand ab, und das Terrain ist benf a i] s (eisig. Links unten an einer Steinplatte ist das Zeichen. ci de m bekannten Streite über die Eigenhändigkeit von Malerform- •chnitten werden wohl Stimmen dagegen sich erheben, allein die Art lf.. "eise der Behandlung mit dem Schneidmesser, und dann der bei- «eiügte Buchstabe F (Fecit) lassen nur den Tempesta selbst als Form- sc "neider gelten. IT. 7 Z. 6 L. Br. 4 Z. 6 L. Flüchtiger gezeichnet, und nur einradirt findet man diese Buch- ' aben auch auf einem Bartsch unbekannten geätzten Blatte, welches q? 1 «lick in eine Strasse Korns führt, wo der unter Sixtus V errichtete frcliäk eingesegnet wird. Auf dem Baicnn der Kirche S. Giovanni in atcrano steht: Itencdictio pontificia Lateranensis Romae. Links oben d u einem Zettel ist die Dedication des Nicolo van Aelst an den Car- na l Alessandro Peretti, und rechts unten in der Ecke steht das Zeichen. Müimg; rammi8tcn 22 2G2 AEV. No. 509. ►K?\ Vlco, Zeichner und Kupferstecher, wurde 1523 zu Parma geboren, kam aber in früher Zeit nach Rom, wo sich der Kupferstecher Tommaso Barlachi seiner annahm. Vico ist aber als Nachzügler f g, -__ \ t^ k ^ cr Schule des Marc Anton zu be- /Tit »▼«. ^f £ trachten. In einigen Blättern ahmte er diesem Meister nach, in anderen steht er auf der Stufe des (iiulio llonasono, Agostino Venoziano, .lacopo Caraglio und der Familie Ghisi; alle diesem Meiter hatten aber geringere Fähigkeiten als Marc Antonio, und die Kupferstecherkunst sank unter ihnen bereits von jener Höhe herab, welche Haiinondi mit bewunderungswürdigem Talente erklommen hatte. E. Vico soll nach der gewöhnlichen Angabe um 1570 gestorben seyn; aus einer Notiz dos Cav. Angelo Pczzana über E. Vico, Parma 1842, wissen wir aber bestimmt, dass sein Tod 15C7 erfolgte. Auch G. Campori, Gli Artisti negli Stali Extensi. Modcna 1855, gibt Nachricht über diesen Meister. Bartsch P. gr. XV. p. 282 beschreibt 494 Blätter von der Hand dieses Meisters, und wir haben im Künstler-Loxicon XX. S. 211 das Verzoichniss mit Zusätzen bereichert. Einige Blätter sind mit dem gegebenen Zeichen versehen, auf anderen steht die Abbreviatur des Namens: AJSN., AEi\. V. F. &c. Darüber ist No. 497 und 498 gehandelt, und unter den Initialen E. V. kommen wir auf den Künstler zurück. Das Monogramm und die Abbreviatur kommt nur auf Kupferstichen vor, doch bei weitem nicht so häufig als der Name. Letzterer steht aber auch auf einem Holzschnitte, der Versicherung des A. v. Bartsch entgegen, welcher behauptet, E. Vico habe nicht nur nicht in Holz geschnitten, sondern es seien nicht einmal fremde Holzschnitte nach seinen /eiclinungen vorhanden. Der genannte Schriftsteller erklärt sieh zunächst gegen Huber, den Verfasser des Handbuches für Kunstliebhaber III. S. 181, wo das Bildniss des Kaisers Karl V. als der schönste Holzschnitt des Meisters bezeichnet wird. Dieses Blatt existirt wirklich, und wahrscheinlich in einem Originalfonnschnitte. K. Vico hatte das Bildniss des Kaisers in architektonischer Einfassung mit allegorischen Figuren gestochen. Rechts unten steht: rnventum sculptumque ab Ae- nea Vico Parmeme MDL. II. 19 Z. Br. 13 Z. 8 L. Bartsch beschreibt dieses Bildniss No. 255. Die Platte wurde, nach einer Anzahl von Abdrücken vergoldet, wodurch sie zum Drucke unbrauchbar wurde. Der Holzschnitt musste daher die weitere Nachfrage befriedigen, indem er dasselbe Porträt mit den allegorischen Beiwerken gibt. Am Architrave der architektonischen Einfassung steht: 1NVENTVM SCVLPTUMQIIE AB AFNKA V1DO PABMENSE. MDL. Nach dieser Aufschrift zu nrllieilen bat E. Vico das Blatt selbst geschnitten, und es ist auch kein hinreichender Grund zu finden, es ihm abzusprechen. Ein zweiter, mit E. V. bezeichneter Holzschnitt stellt eine Audienz im Dogenpalastc VW. nach Tizian oder Tintoretto. Diese Platte blieb liegen, da die' Abdrücke erst 1573 bei Ludovico Ziletti in Venedig erschienen, qu. fol. Das Monogramm des Meisters findet man auf folgenden Blättern: 1. (B. No. 7.) Der Leichnam des Herrn am Eingange des Grabes um Nioodemus unterstützt; dabei Maria und die hl. Frauen. Nach Räfael. Rechts unten das Zeichen mit iM3. H. 10 Z. 10 L. Br. 7 Z. (j li. • Im ersten Druckt vor Salamanca's Adresse, und sehr selten. 2. (B. No. 14.) Die Amazonenschlacht. Bellum Amaionum. Angeblich Rafacl's Komposition, aber nach dein Frcsco des (iiulio Roman« im Palazzo del T zu Mantua. In der Mitte unten das Zeichen mit 1M3. Oval, H. 7 Z. 7 L. Br. 10 Z. 3 L. - Sehr seltenes Blatt. AF. Nr. 510 — 511. 263 3) Die Belagerung von Niza durch Kaiser Carl V. Links unten das Zeichen mit 1. r )Mi, gr. qu. fol.— Dieses Blatt kennt Bartsch nicht. 4) [B. No. 21.] Mars und Venus, angeblich nach Parmigiano's Zeichnung. Links oben das Monogramm. TT. 10 Z. 2 L. Br. 7 Z. 5 L. 5) [B. No. 27.] Mars und Venus in Umarmung auf dem Bette, während Vulcan schmiedet: Franc. I'arm. In Links am Fenster das Zeichen mit (0*3. IT. 8 Z. 5 L. Br. 12 Z. 9 L. — Diese Vorstellung wurde anstössig befunden, und daher Hess Salamanca die Gruppe ausschleifen, und durch eine schlafende Venus ersetzen. 6) [B. No. 29.] Die neun Töchter des Pierus auf dem Parnass, Gruppe aus einem grösseren Blatte, dessen wir No. 498 unter der Abbreviatur des Namens No. 15 im Verzeichnisse erwähnt haben. Links unten das Zeichen. II. 4 Z. 10 L. Br. 7 Z. 1 L. 7) [B. No. 39.] Die Alte mit der Spindel im Zimmer. Franc. Parm. inventor. Rechts unten das Zeichen auf einem Täfelchen. H. 7 Z. 9 h. Br. 5 Z. 6 L. 8) [B. No. 420—433.] Die antiken Vasen. II. 9 Z. 5 L. — 10 Z. " r - 7 Z. — 7 Z. 5 L. Nach Bartsch besteht die Folge der Vasen aus '4 Blättern, es finden sich aber deren wenigstens 21 vor. Der genannte Schriftsteller bemerkt auch, dass jedes Blatt ein Täfelchen mit dem Monogramme, und bis auf zwei Stiche folgende Inschrift trage : «OMAK AB ANTIQUO REPERTUM M. D. XXXXIII. Auf zwei Blättern steht indessen das Zeichen des Künstlers nicht, nämlich auf B. jy°. 420 und 423. Das erste Blatt, welches eine Vase mit einem nach ''nks schreitenden Löwen vorstellt, hat auch eine andere Inschrift: «C ROMAE ANTIQUI SCULPTORES EX AERE ET MARMORE *ACIKBANT. Dieses Blatt, und jenes No. 428 bei Bartsch, ist Copie nach Agostino Veneziano. Letzteres hat dieselbe Inschrift. Im ersten p r ncke haben die Blätter mit den Vasen keine Nummern, und die "'atten sind grösser. Später wurden sie verkleinert und mit den rö- mi schen Zahlen I — XXI versehen. _5J0. Fingirtes Zeichen? Antonio Fantuzzi soll nach Christ, Monogrammcn-Erklärung S. 89, der Träger dieses Zeichens seyn. Heller, welcher in seinem Monogrammenwerke S. 17 dasselbe kleiner, und modificirt gibt, spricht dieses ebenfalls aus, keiner aber kennt ein Blatt mit einem solchen Monogramme. Brulliot lässt es wohl init Recht ganz weg, da ihm lc j ein Blatt mit einem derartigen Monogramme vorkam. Wenn sich ndessen ein Kunstprodukt mit diesem Zeichen finden sollte, so gehört ' 8 dem A. Fantuzzi sicher nicht an. Wir glauben aber, dass es Hirt sei. ■ Friedrich Aspruck, oder Adrian de Vries. Das gegebene Zeichen findet man an der Basis einer Bronzcgruppe, welche vor mehreren Jahren in einem Hause zu Augsburg aufbewahrt wurde. Brulliot I. No. 314 glaubt, sie dein Goldschmied und Kupferstecher Franz Aspruck zuschreiben zu dürfen, da dieser nach Stetten's Versicherung Bild- lßnQ '" iirmyA ' Ull d Silber gegossen haben soll. Aspruck war um ^y* thätig, und in diese Zeit fällt auch die Bronzegruppe. Dieses fol * St a ^ cr von e * nrm Meister, welcher der Richtung des B. Spranger alt ' Wan rend Aspruck's Kupferstiche theils die Nachwirkung der . eren deutschen Schule kundgeben. Wir glauben daher, dass das de 0 v^ ramm »-Adrian Fribius" bedeute, und somit das Werk von Adrian , Vries herrühre. Dieser Meister hielt sich einige Jahre in Augs- r K auf, und fertigte daselbst 1596 die Erzstatuen der beiden grossen 22* 510. ] 1,1. -■>. 264 AF. Nr. 512 — 514. Brunnen in der Maximilians - Strasse, über welche wir im Künstler- Lexicon XXI. S. 10 Nachricht gegeben haben. 512. Francesco Amato, oder ein unbekannter Künstler, wel- yrjrw eher im 17..lahihunderte in Italien lebte. Das erste Zeichen gibt JpA'narBrulliot I. No. 312, und schreibt es einem italienischen Meister ■"• JLkVzu, wc icher in der Weise des Battista Pittoni in Kupfer ra- dirte. Brulliot beschreibt ein Blatt mit der Ansicht von Uom und des Platzes, auf welchem die Trajanische Säule steht. Links siebt man Ruinen eines Tempels mit einem Sarkophag, rechts steht ein Baum, und in der Mitte kommt der Hirt mit der llecrdc vom Hügel herab. Das Zeichen ist unten in der Mitte nach links an einem Säuionstücke. Rund, Durchmesser 12 Z. 9 L. Das zweite Monogramm fanden wir auf einer landschaftlichen Ra- dirung, welche ebenfalls an Italien erinnert. Im Mittelgrunde sieht man eine Mühle, und ein Mann treibt den Esel über die Brücke. Links nach dem Vorgrunde in der Nähe zweier Bäume führt ein anderer Mann den Esel, auf welchem eine Frau mit dem Kinde sitzt. Sollte darunter die heilige Familie zu verstehen seyn, so ist sie wenigstens sehr barrok aufgefasst. p]s finden sich indessen von diesem Meister noch andere Landschaften mit biblischer Staffage, welche nicht edler behandelt ist. Ohne Bezeichnung ist ein Blatt mit dem jungen Tobias, und ein solches mit der Flucht der hl. Familie in Acgypten. Auch Ansichten römischer Ruinen und anderer Gegenden Italiens hatte dieser Meister radirt, aber unbezeichnet gelassen. Nur auf wenigen Blättern stellen die Buchstaben FA verkehrt. Die Radirung mit dem zweiten Zeichen ist 8 Z. 3 L. hoch, und 11 Z. 4 L. breit. Wir glauben, dass diese Blätter von Francesco Amato herrühren. Kr arbeitete in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, und, wie man angibt, nicht mit gar sicherer Hand. Es gebrach ihm auch an der Richtigkeit der Zeichnung, so wie wir in ihm überhaupt nur einen Dilettanten annehmen müssen. Dieselben Fehler haben auch die erwähnten Blätter, welche in etwas an Biscaino erinnern. Von den ihm zugeschriebenen Radirungen nannten wir im Künstler- Lexicon I. 95. eine hl. Familie, Joseph mit dem Kinde zwischen zwei Säulen in einer Landschaft, St. Ilioronymus in der Grotte, St. Christoph mit dem Jesuskinde, und den verschwenderischen Sohn. Auf dieses Blatt macht Bartsch P. gr. XXI. p, 179 im Artikel des Bartolomco Biscaino aufmerksam. Kinos der schönsten Blätter Amato's, Weichet Bartsch nicht beschreibt, stellt die Ruhe der hl. Kamilie auf der Flucht nach Aegyp- len dar. Die Gruppe ist links unter einem Baume, von welchem das Kind einen Zweig erfasst. II. 6 Z. 3 L. Br. 8 Z. 5 L. 513. Unbekannter Kunstverleger. Brulliot I. No. 313 fand sein ^"■■"l Zeichen auf einem radirten Blatte, welches im 17. Jahr- /___1 hunderte von einem italienischen Meister bearbeitet / T"" \ 0 ,. wurde. Ks stellt den Heiland am Kreuze zwischen _/ £ JL. t X . d on Mördern dar, wie ihm ein Soldat zu Pferde die Seite durchbohrt. Rechts liegt Maria ohnmächtig in den Armen der Frauen, und im Vorgrundc loosen die Soldaten um die Kleider des Herrn. Links unten ist das Zeichen. IT. 13 Z. 11 L. Br. 10 Z. 514. Anton Falger, Maler und Lithograph, geb. zu Elbigenalb im * y t * Lechthale 1791, machte seine Studien in München, und verlebte 3t" v daselbt mehrere Jahre. Auf seinen früheren Blättern findet ma n das gegebene Zeichen, Ruf anderen das Monogram AF in Cursivbuch- staben. Unter seinen schönen Steingravirungen erwähnen wir jene in AF. Nr. 515 — 519. 265 folgendem Werke: Genaue Abbildung und Beschreibung der in der Hofkirche zu Innsbruck das Grabmal des Kaisers Maximilian I. umgebenden 28 ehernen Statuen. Lithographirt und herausgegeben von A. Falger. (Innsbruck 1826), 8. Unter den Radirungen auf Stein aus früherer Zeit, und mit obigem Zeichen, nennen wir ein Blatt mit 12 verschiedenen Vorstellungen nach Callot u. A., unter dem Titel: Lithographische Versuche in allen Manieren, fol. 515. Buchdruckerzeichcn des Amand Farcal in Hagcnau. Man findet es oben in einer Titoleinfassung, welche einen reich verzierton Rahmen bildet, mit Säulen rechts und links, auf deren Capitälen geflügelte Kinder das Namensschild mit Laubwerk zieren. Unten steht die Jahrzahl (593. Dieser Titel diente zu folgendem Werke: Elementa Pietatis cögesta 5; Joanne Agricola MDXXVII. Impressum Ilagcnovae per Amandum ««real, 8. 510. Antonio Tempesta, Maler und Kupferstecher, wurde oben hr* No. 474, 506 u. 508 zu wiederholten Malen eingeführt, und /XBclt. daher bemerken wir hier nur, dass er sich zuweilen auch iv 8 . gegebenen Zeichens bedient habe. Man findet es auf Blättern mit Heiligen und biblischen Darstellungen. 517. Arbogast Fremlin? Wir fanden eine Zeichnung in Tusch, * 7 I,* * welche ein Wappen mit zwei weiblichen Figuren vorstellt, / T /^ und unten rechts das gegebene Monogramm enthält. Dem "5 Zeichner waren Ilolbein's Werke nicht unbekannt, und er gehört in das Jahrhundert desselben. Wir vermuthen unter dein Monogramme den Maler Arbogast Fromlin, welcher 1563 Mitglied der Zunft *Um Himmel in Basel wurde. Die Zeichnung diente als Vorbild zu e 'iiem Glasgemäldc. 518. Unbekannter Zeichner oder Maler. Dieses aus AF oder FF DJ bestehende Monogramm fanden wir auf einem gut radirten Blatte , eines um 1580 lebenden Künstlers. Das Zeichen hat einige Aohn- JMhkeit mit jenem des Franz Floris, welcher aber 1570 starb. Unser ■Meister gehört jedoch ebenfalls der holländischen Schule an. Das Blatt mit obigem Zeichen enthält eine Landschaft. Im Vor- BTOnde führt ein Soldat zwei Maulthiere mit Sänften, und weiter hin V( ui der Mitte des Vorgrundes aus geben Männer mit runden Butten a "f dem Rücken nach den Häusern zu, welche links unter Bäumen stehen. Von da an sieht man andere Häuser unter Bäumen im Mittel- Wunde nach links zu, wo auf einem Berge die Kirche steht. Links Baten ist die Jahrzahl 15(10, und rechts in der Ecke das Zeichen. * 6 % Z. Br. 9 Z. 9 L. Dieses Blatt scheint selten zu seyn, da wir !s nirgends beschrieben fanden. 519. Unbekannter Formschneider, welcher um 1545 — 1580 in Sachsen, wahrscheinlich zu Leipzig, thätig war. \ \ Man nennt ihn gewohnlich Adam Fuchs, angeh- /\4 <=w»e>t lieh auf die Autorität Christ's hin, welcher aber in r* V K *! seinem Monogrammenhuchc S. 88 nur sagt, dass 'las erste Zeichen auf feinen Holzschnitten in deutschen und lateinischen, um 1580 bei Steinmann, Voegelin und Valentin Pabst zu Leip- z }% gedruckten Gebetbuchern vorkomme. Adam Fuchs nennt Christ diesen Formschneider nicht, sondern einen 1543 lebenden Kupferstecher ^'t dem Monogramm AF. Christ gibt aber das erste Zeichen sicher , .6*088 an, da wir nur die drei anderen Monogrammen auf IIolz- "cnnitten gefunden haben. 206 AF. Nr. 520. 1) Christus vor Pilatus. II. 2 Z. 3 L. Br. 1 Z. 9 L. — Dieses Blatt, welches das dritte Monogramm trägt, gehört wahrscheinlich zu einer Folge in einem der genannten Gebetbücher. 2) Christus am Kreuze unter einem Thorbogen. Links kniet der Churfürst Friedrich der Weise von Sachsen, oder Johann der Verstündige , rechts Dr. M. Luther. Unten in der Mitte am Kreuze ist das zweite Zeichen. Zart geschnittenes Blättchen. II. 3 Z. HL. Br. 5 Z. 3 L. — Nach Heller, Handbuch, 2. Aufl. S. 245, ist diese Darstellung auch im Kupferstich vorhanden, mit der Jahrzahl 15GII. Wir kennen nur den Holzschnitt. Letzterer findet sich im vierten Bande der Werke Dr. Luthers. Jena, Richter 1574, und schon früher in Luther's Haus- postillc, Wittenberg, II. Lnfft 1562. In der Postille ist die Darstellung kleiner. 3) Christus am Kreuze. Johannes hält die gefalteten Hände zum Heiland empor, und die hl. Mutter ist am Fusse des Kreuzes niedergesunken, wo sie von einer der Frauen unterstützt wird. Hechts unten ist das vierte Zeichen ganz unscheinbar. — Diese Darstellung ist auf der Rückseite des Titels zu dem Werke des G. Wicelius: Die Aller- heiligste Uisloria der Passion —. Mentz, F. Behem 1545. 4) Die Titelvcrzierung zum dritten Theile der Werke des Dr. M. Luther. Jena 1573, fol. — Das Monogramm auf diesem schönen Titel ist kleiner, wio das No. 1 gegebene, aber ohne Messerchen. 520. Adam Fuchs, oder Fux ans Nürnberg, soll nach der gewöhn- /** liehen Annahme der Verfertiger jener Kupferstiche | ^r-Tj heissen , auf welchen die gegebenen Zeichen vor- l JX. I /P 7K kommen. Man setzt die Thätigkcit dieses Meisters I l-*T» TV. • zwischen 1550—1580, allein Fuchs arbeitete um 1600 —1620, und es müsste daher ein älterer Künstler dieses Namens angenommen werden, von welchem aber die Kunstgeschichte schweigt. Auf Adam Fuchs scheint überhaupt nur Christ geführt zu haben, welcher in seinem Monogrammenbuche S. 88 sagt, dass ein aus AF. bestehendes Monogramm, ähnlich unserem zweiten Zeichen, auf Blättern mit Laubwerk und Arabesken vorkomme, von welchen einige die Jahrzahl ^.54.3 hätten. Speciell nennt Christ nur ein Blatt mit dem auf einer Muschel schiffenden Cupido. Hinsichtlich des Zeichens bemerkt aber dieser Schriftsteller nur, dass es wohl einem deutschen Meister angehöre, wie einige glauben dem Adam Fuchs, was ihm aber noch unklar sei. Beim Vergleich der Daten geht nun augenscheinlich hervor, dass von zwei Künstlern die Rede sei. Dazu kommt auch noch ein Formschneider, welcher ebenfalls Adam Fuchs genannt wird, da er sich eines ähnlichen Zeichens bediente. Kr ist aber ein Anonymus der sächsischen Schule, welcher die vorhergehende Stelle behauptet. Vorerst handelt es sich hier um den Kupferstecher von 1648, welchem der von Christ erwähnte! in der Muschel segelnde Cupido angehören mag. Dieses Blatt finden wir nirgends näher beschrieben, haben aber Kunde von einem zweiten, mit dem Monogramme und der Jahrzahl /.54."J. Dieses Blättchen stellt einen bacchischen Zug vor, und gehört sicher zu einer Folge, da auch Christ von einigen Blättern mit der Jahrzahl 15M spricht. Vielleicht gehört dazu auch das von Zanetti im Cabinet Cicognara II. No. 1306 erwähnte Blatt mit dem dritten Zeichen. Dieses schöne Blättchen stellt den Amor vor, wie er, von vorn gesehen, mit dem Dreizack in der erhobenen Rechten, auf dem Delphin sitzt. Links unten im Wasser ist das Zeichen, und rechts in der Ecke No. 13. II. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 Z. Dass dieser Stich AF. Nr. 520. 267 nicht zu den beiden Folgen des angeblichen Adam Fuchs gehöre, beweiset das Format. Die Blätter dieses Künstlers gehen in die Breite, nicht in die Höhe, wie die erwähnten Stiche des älteren Meisters AF. Das erste und zweite Monogramm legt Brulliot I. No. 315 dem Adam Fuchs bei, mit der Bemerkung, dass mau sie auf Portraiten und auf Blättern der Folge mit den Seegottheiten finde. Wir sahen nur einen Theil dieser Blätter, wovon zwei mit den Initialen AF. versehen sind. Fast auf allen Blättern des geschichtlichen Adam Fuchs, welche wir z« sehen Gelegenheit hatten, steht der Name, nur auf einem ein Monogramm, und diese Stiche sind theils von den Blattern mit den See göttorn so verschieden, dass man letztere für Arbeiten einer anderen Hand halten mochte, ja halten muss. Das Monogramm AF. wie oben, aber mit dem Beisätze: ux sealp., steht nur auf einem Blatte aus dein Verlage des II. Ulrich, welches den Heiland mit dem Bohre vorstellt. Ueber die Brüstung herauf schauen rechts zwei Männer. Auf einem grösseren Blatte mit Christus auf Golgatha liest man: Adam Fuchs sealp., fol. In der Orthographie des Namens wechselte er auf dem Blatte, welches das Conclavc nach dem Tode des Papstes Clemens IX. 1605 vorstellt. Es ist bezeichnet: Ad. Fux sc. H. Ulrich — exe. Alle diese Blätter sind selten und schön, sie stimmen aber wenig mit jenen der unten beschriebenen Folge, so dass es last scheinen mochte, der Verleger Heinrich Ulrich habe in Italien oder wo immerher die Platten erworben, und A. Fuchs habe sie zur Publication hergerichtet. l>ie Darstellungen der grösseren Folge sind auch von einem italienischen Meister gestochen, welcher mit den Monogrammen IM oder IAM, und mit der Abbreviatur 1A. Ma. zeichnete. Mau nennt ihn (irrig) Joseph Metzger (geb. zu Görlitz 1536), und Johann Andreas Magliolo bacr Magiolli. Die Blatter dieses Meisters sind nur etwas grösser (Tl. 4 Z. * L. Br. 5 Z. 10 L.), übrigens aber stimmt die Arbeit in jenen, welche dem A. Fuchs zugeschrieben werden, mit den Stichen Mngiolli's so vollkommen, dass man die eine und dieselbe Hand vermuthen muss. Nichts deutet auf einen Copiston. Der Stecher scheint ein Italiener gewesen zu seyn, welcher meisterhafter und glänzender arbeitete, als Fuchs. Letzterer ist fern von der italienischen Auffassungsweise, sondern ein Nachahmer der deutschen Schule. Brulliot I. No. 3281" erklärt auch zwei leere Täfelchen als Zeichen des A.Fachs, und No. 3283 drei andere auf J. A. Majoli. Sic finden sich auf Blättern mit Sic Sattheiten, nach dem Maasse der von Hrulliot beschriebenen Blätter zu nrtheilcn, gehören aber die No. 3281 gegebenen Täfelchcn nicht dem A. Fuchs, sondern dem Magiolli an. Erster«' wird nur auf den Titelblättern folgender Werke gemannt: 1) Eine Folge von 12 Blättern mit Seeungeheuern, welche von ge- nügelten Genien geritten oder gebändigot werden, angeblich nach Tolidoro da Caravaggio. Nur das erste Blatt hat auf einem Täfelchcn links unten die Schrift: Adam Fuchs sc. U. V. ex. 1005. II. 2 Z. 10 L. Br. 4 Z. 11 L. - Von diesen sehr schönen und brillant gestochenen Blättern gibt es auch eine andere Ausgabe, wenn nicht eine Copic. Auf dem ersten platte steht: Adam Fuchs fecit I(i07. Paulus Fürst exeudit, auf No. 8: «• Ullrich ex., und auf No. 10: Paulus Mayr Inventar. Heinrich Ullrich snil. 2) Eine Folge von 12 Blättern mit ähnlichen Ungeheuern, welchen a uf den ersten zwei Blättern Genien beigesellt sind. Das erste Blatt, fragt den Namen des Künstlers, und die Adresse von H. Ulrich. v , 2 z - Vi fj - Br. 4 Z. y, L. Die Blätter dieser beiden Folgen sind n >cht alle gleich gross. • v ^ a - w "' HM "kh* überzeugen können, dass die sehr schönen und sicher in italienischer Weise gestochenen Blätter mit den Seegöttern 268 AF. Nr. 521 — 383. von A. Fuchs herrühren, so machen wir auf den Kupferstecher Andrea Franco aufmerksam. Dieser Meister stach mich (laiidclliui ähnliche Darstellungen. Mau findet von ihm ein schön gestochenes Blatt von (604, welches eine Ilirschjagd vorstellt, umgehen von einem Rahmen, mit Flussgöttern, Nymphen, Thieren &c. Ein anderes Blättchen stellt zwei Affen und einen Biber am Wasser vor. Dieser Meister könnte sich ebenfalls der Initialen AF, und eines Monogramms aus diesen Buchstaben bedient haben. 521. Unbekannter Kupferstecher, welcher mit Jacopo Franco und Adam Fuchs verwechselt wird. Das erste Zeichen findet man auf einem Kupferstiche, welcher die Maria mit dem Kinde in einem Altare mit gewundenen Säulen stehend zeigt. Unten liest man : Vcro Hetrallo di Sancta Maria di Loretlo. Das Monogramm ist rechts unten an den Stufen, auf welchen Maria steht. Links unten ist die Adresse: I.uca berlelli Sw9. H. 13 Z. Br. 8 Z. 2 L. Dieses Blatt darf man nicht mit einem zweiten verwechseln, welches dieselbe Madonna vorstellt, und ohne Zeichen ist. II. 11 Z. 4 L. Br. 7 Z. 6 L. In Paul Behaim's Vcrzoichniss von Künstlern und ihren Werkzeichen von 1618 wird das erste Monogramm dem Adam Fuchs beigelegt, allein die Adresse des Luca Bertolli deutet auf eine viel frühere Zeit, als jene ist, in welcher A. Fuchs gelebt hat. Das Blatt dürfte um 1580 erschienen seyn, und Fuchs arbeitete um 1600 - 1620. Brul- liot I. No. 345 schreibt das Zeichen dem Jacopo Franco zu, welcher aber in einer anderen Weise gearbeitet hat. Der unbekannte Monogrammist dürfte indessen jedenfalls ein Italiener seyn. Demselben Meister gehört höchst wahrscheinlich auch das zweite Monogramm an, welches sich nach Ileinecke (N. Nachrichten I. S. 424) auf einem Kupferstiche mit der berühmten Pieta des Michel An- gelo findet. Von Jacopo Franco kann dieses Blatt in keinem Falle herrühren, da er 1568 noch im zarten Knabenalter stand. Das dritte Zeichen fanden wir auf einem grossen Kupferstiche, welcher die hl. Jungfrau mit dem Buche in der Hand auf dem Kapitale einer in Mitte des Blattes stehenden Säule zeigt. Sie ist von Engels umgeben, und unten knieen, stehen und sitzen verschiedene Heilige und Pilger in Staunen und Verehrung der Erscheinung. Im schmalen Unterrande liest man : Casa Y Cambra Angelical Nucstra Senora Del l'ilar De Caragocca. Tiefer: Gio'. Franclä formis. 107(1. Hechts in der Ecke ist das Zeichen. — Dieses Blatt ist sicher nicht von Jacopo Franco, sondern vom Verfertiger des Blattes mit der Madonna von Loreto. Dem Jacopo Franco haben wir den folgenden Artikel gewidmet, aber ohne Gewissheit zu haben, dass ihm das Zeichen angehöre. Es ist indessen herkömmlich, ihn als Träger desselben zu bezeichnen. 522. Jacopo Franco, Kupferstecher und Kunsthändler, geb. zu j^ Venedig um 1560, soll sich dieses Zeichens bedient haben- K fo Man findet viele Blätter mit seinem Namen, wovon aber die •'•^-"meisten nur als Verlagsartikel zu betrachten sind. Zu seinen Hauptwerken gehören die 16 Blätter mit Darstellungen aus Ovid's Metamorphosen nach F. Turchi: Giacomo Franco fec. töllft, 8., dann die Bilder aus Tasso's befreitem Jerusalem nach B. Castelli. Genova 1590, fol. An diesem Werke hat auch Agostino Carracci Thcil. Ein grosses Hauptblatt ist auch jenes mit Christus am Kreuze und Heiligen am Fusse desselben. Dann finden sich auch viele Bildnisse von ihm, fast immer mit dem Namen des Künstlers versehen. Jenes des General Francesco AF. Nr. 523 — 525. 269 Aldobrandini, welche« um 1592 erschien, trügt, ober das erste der ge- lebeneo Zeichen. Es ist. in der Weise des Agostino Carracci gettochen, nnd mit folgender Sclniti verseilen: Francesco Aldobra.ndiiio Cap. Generale delle genti eccleatestichl, Nepote deHa 81«, di N. S. P. I'. Uo- mente VIII. Kniestück, rechts eine Säule, unten an dieser das Zeichen. **< 7 Z. 7 L. Hr. 5 Z. — Das zweite Monogramm findet man auf einem Blatte mit, der Ansicht von Jerusalem. lirulliot I. No. 345 glaubt, es dem Franco zuschreiben zu dürfen. Zwei andere, von lirulliot 1. c. gegebene Zeichen müssen wir ausscheiden. Ms scheint überhaupt, dass Weses Monogramm dem .1. Franoo nicht angehöre, sondern dass es nur eine Modification des vorhergehenden sei. Das Iiildniss Aldolirandini's R wmmt nicht mit den lilättcru aus Ovid, sondern mit, dem im vorhergehenden Artikel erwähnten Stiche der S. del Pilar überein. 523. Unbekannter Meister, welcher in der ersten Hälfte des jf* 7} Ty"* 17. Jahrhunderts gelebt zu haben scheint. Der •*T . __ J\-L • Trager des einen, oder des anderen Zeichens ist, tot Stecher eines mittelmassigen Blattes, welches in zwölf Friesen die Beschäftigungen und Arbeiten der Volksklasse wahrend der zwölf Monate vorstellt, lieber jedem Friese steht der Name des Monats in lateinischer Sprache, und auf der Darstellung dos Novembers sind an J*6i Steinen die beiden Namenszeichen. Höhe der Friese 2 Z. 3 L. "•'■ 8 Z. 4 L. Hohe der Platte 15 Z. 4 L. Hr. 16 Z. 8 L. F.s scheint, dass der Stecher unter dem ersten Zeichen den .Tost Amman verstanden wissen wollte, allein man würde mit Unrecht: Jotl Apxman Fecit lesen, da die Blätter nicht einmal Copien nach ,1. Amman S1 "d. Die Buchstaben HF. haben keine Auslegung gefunden. "&4 . Andreas Faistcnaucr. Maler von Rosenheim in Bayern, machte TT^ M 1 seine Studien in Wien, und wurde 1668 churfürstlicher y\^ A44 Kammermaler zu München. Er malte Bildnisse und Altar- ■*•>-£ JL stücke, deren man in Kirchen findet. Seine Färbung ist ' m Ganzen brillant, In den Schatten aber zu schwarz, indem er starke Gegensätze liebte. Wir fanden das zweite Zeichen auf einem kräftig gemalten Bildnisse einer Dame, wahrscheinlich vom chur - bayerischen .te-'e. In der k. Sammlung zu München sind Zeichnungen in rother ''eide, sowohl tleissig behandelte Bildnisse, als historische Oomposltionen. . Das erste Monogramm fanden wir auf einer Zeichnung, welche mit. ner Feder umrissen, das Standbild einer Madonna, vorstellt. Diese Zeich- .'""g ist nicht, von A. Faistenauor, sondern von Andreas Faiston- s'q r T efir > welcher 1646 zu Kützbühcl in Tyrol geboren wurde, und "Jahre Hofbildhauer in München war. Er schnitt Figuren, Gruppen, r ucifixe, und besonders auch Madonnen in Holz und Elfenbein. 525. Unbekannter italienischer Meister, welcher zu Anfang des -— r ' 16. Jahrhunderts gearbeitet, hat. Sein Zeichen Aa /-W ZC findet man auf Kupferstichen, welche keinen Oold- ü] '*-» VL k X\: . sebmied von Profession, sondern einen Zeichner u °r Maler beurkunden, da, in seinen Blättern ein für die damalige Zeit, . "gewöhnliches Verständniss der Formen herrscht. Als Vorbild diente g* Marc Anton, wie aus der Copie der Poesie nach Eafael erhellet. , T ' lc h bemerkt man auch in den übrigen Blattern eine entschiedene Hinneigung zur Rafaelischen Schule. jyr • Bartsch, ]'. gr. XV. ji. 536, beschreibt nur zwei Blätter von diesem All ' n8,nu ' cn (liü Poesie, und (bis geflügelte Kind auf dem Pferde. Ie Stiche desselben gehören v.w den Seltenheiten. Hin 1) Die Heimsuchung der Elisabeth. Beide Frauen reichen sich mit ngfräulicher Verlegenheit die Hand. Im Grunde breitet sich eine Land- 270 AF. Nr. 526 — 527. schai't aus. Mit dem zweiten Zeichen, aher ohne Punkte, und mit stärkerem zweiten Schenkel des A. Diese Darstellung ist wahrscheinlich nach einer Zeichnung Rafael's zum Bilde der Heimsuchung im Musrimi zu Madrid gefertiget. Das Gemälde war ursprünglich in S. Silvestro dell' Aquila in den Abruzzcn. H. 5 Z. 10 L Hr. 3 Z. 8 L. 2) Die Poesie, geflügelte Frau auf Wolken mit Leyer und Buch. Auf der Tafel des Genius zur Beeilten steht; NVMINE AFLATVR, und etwas tiefer das erste Zeichen. Originalseitige Copie nach Marc Anton, B. 382. IT. 6 Z. 6 L. Br. B Z. 4 L. 3) Zwei stehende Musen, jene zur Linken mit Flöte und Harfe en face, die andere mit der Leyer in den Händen gegen rechts gewendet. Im Grunde bemerkt man ein Fenster, und links unten ist das zweite Zeichen. Tl. 4 Z. 6 L. Br. 3 Z. 3 L. 4) Ein geflügeltes Kind zu Pferd im Galopp nach rechts reitend. Es hält in der Linken den Zaum, und in der anderen eine Traube. Fast unter den Füssen des Thieres liegt ein getödteter Drache. Link! vorn erhebt sich ein Baum, und in der Ferne rechts im landschaftlichen Grunde stehen Häuser am Wasser. In der Mitte unten am Steine das dritte Zeichen. II. 9 Z. 1 L. Br. 6 Z. 11 L. 526. Ambrosius Franck oder Francken, genannt der Alte, war im i der Hrnder des .leronymus und Franz, und wurde von J-fi Martin de Vos unterrichtet, nicht von Franz Floris, wie t-/-i man gewöhnlich angibt. Im Jahre 1573 trat er als Meister in die St. Lukasgilde zu Antwerpen, war von 1581 — 1583 Dekan derselben, und starb 1(>19. Dieser fruchtbare Künstler hinterlicss eine grosse Anzahl von historischen und allegorischen Gemälden. Auch eigentliche Genrebilder finden sich von ihm. Sie sind sehr zierlich ausgeführt, aber manierirt, obgleich es leinen Figuren zuweilen nicht an Würde fehlt. In seine" froheren Werken erinnert er an Martin de Vos. Die Vervielfältigung der Brode in der Hofkircho zu Amsterdam wurde desswegon jenem Meister zugeschrieben. In den späteren Bildern zeigt sich eine andere Richtung, ungefähr jene des llombrandt. Auf einigen Gemälden lindet man nach Brulliot I. No. 321 obiges Zeichen, im Cataloguc du Musee d'Anvers (par G.Wappen) Tab. I. H ist es aber etwas anders geformt, indem die beiden Schenkel des A oben spitz zulaufen, und der linke sich gcrad ausstreckt. Ein solches Monogramm steht auf einem der sechs Gemälde in dem genannten Museum. Es stellt in lebensgrossen Figuren das Abendmahl des Herrn vor. Auf mehreren von den Galle und anderen Stechern ihrer ZeH nach ihm gelieferten Blättern liest man Ali. Franc. Sic sind meisten 8 allegorischen Inhalts. Die Composition ist tbeils sehr reich, ■/.. B. ul dem schönen und grossen Blatte von Jcronymus Wierx, welches den Tod des Tugendhaften versinnlichet. Auch in W. van Haccht's Verla? erschienen derartige Blätter in grossem Formate. 527. Albert Freyse, und ein unbekannter' italienische 1, /r* Kupferstecher. Dieses Namenszeichen findet man auf den 1 ■/t Bildnisse des Dionysius Petavius, zu dessen „Rationarium Ten»' porum. Venetiis 1722." Das Portrait kommt nicht aus der Mainzer Ausgabe von 1646. Der Stecher ist uns unbekannt, da A. Faldoni f» einer anderen Weise arbeitete. In ähnlicher Weise gebildet, aber mit dem Beisatze Jnv., findet man dieses Monogramm auch auf einem Kupferstiche in Gosky's „D' vl Augusti Brunsvico - Lüneburg. Vita et Fama. Francofurti et Lipsi* 0 AF. Nr. 528 — 533. 271 1603," fol. Die Zeichnungen zu diesem Werke sind von Albert Freyse, welcher aber noch öfter AF. zeichnete. Vgl. No. 553. 528. Giovanni Antonio Faldoni, Maler und Kupferstecher, wurde TT* _, um 1690 in Ascoli geboren, und von Antonio Lucciani un- /T/-ni Kupferstiche, besonders der letztere, dessen Manier aber Faldoni's Blätter nicht empfiehlt. Kr stach Bildnisse, plastische Werke, und verschiedene andere Darstellungen nach Parmeggianiuo , Palma, G. Ma- nozzi, G. Oamerata, G. I}. Piazetta, St. Pozzi, S. Ricci, P. da Cortona, £• Longhi, Rosalba Carriera im. Auf einigen Blättern steht das erste Reichen, dessen sich aber auch ein anderer, uns unbekannter Künstler bedient zu haben scheint. Für Faldoni entscheidet aber die widerliche Manier des C. Mellan. Das zweite Monogramm findet man auf einem Blatte, welches die allegorische Figur der Malerei mit Pinsel auf dem Löwen in Wolken vorstellt, 8. Man legt diesen Kupfersich dem A. «' nldoni bei, er scheint aber moderner zu seyn, und einem anderen ita- "onischen Künstler anzugehören. Faldoni starb um 1760. "29. A. Frolich. Kupferstecher, arbeitete in der ersten Hälfte des Ä7 —4 18. Jahrhunderts, und hinterliess mehrere mittelmässigc *^*-'f(,.A. Bildnisse. Auf jenem des Grafen Peter Strozzi steht das . J Monogramm in Verbindung mit: riil.fec. Auf anderen Blät- p. rn . findet man das Zeichen allein, wie auf dem Bildnisse der Königin V ''''istine von Schweden im Lehnstuhlc, und des gelehrten Jesuiten ^'hanasius Kircher. Das Zeichen mit dem lioisatze fe. steht auf dem wtriitc des Kaisers Leopold. Man findet es mit jenem des Königs J Udwig XIV, und P. Strozzi's im sechsten Bande des Diarium Euro- Pacum continuatum. 530. Unbekannter Medailleur, welcher unter der Regieruug des Königs Karl IX. von Frankreich (1560—72) thätig war. Das ge- - gehene Zeichen findet man auf einer Medaille mit dem Bildnisse jjes Königs, Brustbild Im Harnisch mit Lorbeerkranz, und der Umschrift: ^AROLVS. IX. D. G. FRANCOR. H.KX. Auf dem Revers ist das fran- 08 ische Wappen mit der Umschrift: Sit. Nomen. Domini. Henedictum. «31. Unbekannter französischer Künstler, welcher für die 1755 7 Pin kei J- Odieuvre in Paris erschienene Kurope illustre ge- " x arbeitet hat. Aveline, M. Aubert, Pinsio u. A. haben Bild- '" s *<' nach ihm gestochen. Die Originale gehören dem 16. Jahrhundert, ."> und der Monogrammist AF hat daher nur Copien geliefert; wohl " Farben, worauf der Beisatz Pinx. deutet. «32. Abraham Faber, Kunsthändler in Nancy. Sein Verlagszeichen $ bndet man auf Blättern in .lani Jacobi Boissardi Vefuntini Emble- natura Über etc. 151111. Dieses Werk enthalt im Ganzen 88 Blätter, eiche von Alexander Valee radirt sind. Das Monogramm bezieht sich v uen Verleger, dessen Adresse auf dem Titel steht: „Kxcudebat Abra- •amus Faber. — Die Embleme beschreibt Robert Dumesnil P. gr. fr. VI11 - P- 116. 533. Unbekannter Formschneider, welcher um 1574 in Deutschland hT* thätig war. B. v. Buhmohr tu Thiele. (Die k. Kupferstichsammlung /^ in Copenliagen S. 27) kennen folgendes mittelmässige Blatt von ihm : sj . „Uinricus Rantzovius J. Rautzovii F." Zu den Seiten in Ab- * Uc »: anno domini 1574. anno aetatis 49. Ef.tZ.8L. Br. 4 Z. OL. aus PJf^Monogrammilt ist Line Person mit jenem, welcher sich eines denselben Buchstaben bestehenden Zeichens bediente, nur dass das F ^f] 272 AF. Nr. 534 — 537. vor dem A steht, und letzteres cinschliesst. Mim findet dieses Zeicheil auf Holzschnitten einer böhmischen Bibel, welche 1570 hei Georg Me- lantrichiiis ab Avcutiuum in Prag erschien. 534. Ambrosius Francken, Maler von Antwerpen, der jüngste Künstler dieses Namens, wurde 1645 von der Lucasgilde der genannten Stadt als Meister aufgenommen, und wirkte fortan eine Reibe von Jahren. P> malte allegorische Darstellungen und Genrebilder, welche vielleicht grösstenteils anonym sind, und anderen Mitgliedern dieser zahlreichen Familie zugeschrieben werden. Dieses /eichen, mit der Jahrzahl 1672, fanden wir auf inner schönen Zeichnung in Tusch und Sepia, welche einen Mann und eine Dame in Umarmung darstellt, beide sitzend. Der Zustand der Zeichnung scheint zu beweisen, dass sie dem Künstler bei der Ausführung in Oel vorlag' 535. August Foucaud, Maler und Lithograph, wurde 1786 zu Pe- * rigeux geboren, und in Bordeaux von Lacour unterrichtet. Später liess sich der Künstler in Paris nieder, wo er Bil- der in Aquarell malte, und lithographirte Platter lieferte. Bf starb um 1844. Foucaud's Hauptwerk ist die lithographische Nachbildung des berühmten Gölncr Dombildes. Leonard Hubert Sittmann hatte es auf fünf Blättern gezeichnet, und diese Zeichnung liess die Kunsthandlung der Gebrüder Avanzo in Oöln zu Paris litho- grapMren. Das Mittelbild mit der Opferung der hl. drei Konige Hut ausser dem Namen des Aug. Koucaud in der unteren Kaudeinfassung das Monogramm desselben, qu. roy. fol. Auch ein Elfigelbild, welches de" Einenge! Gabriel vorstellt, hat unten rechts auf dem Boden das Zeichen« gr. fol. Ein älteres Platt mit diesem Zeichen stellt die auf dem Bette ruhende Venus vor, qu. fol. 536. Unbekannter Zeichner oder Formschneider. Das gegebene ^-y Monogramm findet man auf einem schönen Holzschnitte, welcher •/jf' das Kost der Madonna del Arco bei Neapel vorstellt. Das BW ist in der Zeitschrift: „Die illustrirte Welt." Stuttgart 1853, kl. fol. 537. Adam Fuchs, Kupferstecher in Nürnberg, welcher um 1600 bis 1620 thätig war, erscheint bereits an einigen Stellen, indem wir seiner No. 406 und No.519—521 erwähnen mussten. Er komtt* auch nnler den Initialen Al ! No. 548 wieder vor, gerade als wenn Bf in der Geschichte des Monogrammenwesens unvermeidlich wäre. Alb' 111 nur das gegebene Zeichen gehört ihm wirklich an; wenn die andere" Monogrammen einen Künstler dieses Namens andeuten sollten, so ig er viel älter als unter Adam Fache. Kr mflsste nämlich um 1550—158" gearbeitet haben. Das obige Zeichen findet man auf einem KupfersticW mit dem leidenden Heilande in einer Einfassung von l'nssionswoi'k' zeugen, kl. fol. Dieses Blatt erschien im Verlage, des Heinrich UlriCf in Nürnberg, und hat ein Gegenstück, welches die leidende Maria vorstellt. A. Fuchs scheint mehrere Blätter dieser Art gestochen Z" haben, welche aber selten vorkommen dürften. Ausserdem kennen *" ein Blatt mit dem Schweisstiicbe von zwei Kugeln gehalten, wahrscheu 1 ' lieh ('opio oder freie Nachahmung von A. Dürcr's Stich, B. No. 25. Hell'' 1 (Leben des A. Dürer No. 476) spricht nämlich von einer Copie d° s Hans Ulrich, worunter vielleicht der Verleger Heinrich Ulrich zu vd'' stehen ist. Dann fanden wir dem Adam Fuchs auch Darstellung 61 ' aus Ovid's Verwandlungen zugeschrieben. Die Blätter, welche Hell 6 ' &f & AF. Nr. 538 — 543. 273 aV' 01 " zwn ' ton Ausgabe seines Ila/ndbuchcs für Kupferstichsammler dem Adam Fuchs zuschreibt, sind sieht von unterem Künstler, sondern von ■WO alten Mongrammisten AF ans der sächsischen Schule No. 519, Welchen man mit Unrecht Adam Fuchs nennt. Es ist wenigstens nicht nachgewiesen, dass ein Künstlet dieses Namens um die Mitte des 'o- Jahrhunderts gelebt hat. «wo. Anton Falger, Lithograph, dessen wir oben No. 514 erwähnt p haben, bediente sich dieses Zeichens auf schönen Copien nach i>EC- 5*J '' a " ot i " Il( l auf Vignetten, welche in Stein gravirt sind. Falger crwarli sicli als Lithograph frühen Ruf. «39. Antonio Tempe,sta, Maler und Radirer, welcher unter dem hr^ ~r-\ Monogramm AE und AET eine ausführlichere Stelle ge- r\ . p . rundes hat, bezeichnete auf solche Weise (du Blatt, welches ■*■ die hl. Jungfrau im weiten Mantel stehend vorstellt. Ks Sehort zu einer Folge mit dem Heilande und den Aposteln. B. P. gr. A VH. p. 13ß No. 344-357. 11. 19 Z. 3 L. Br. 13 Z. 9 L. 540. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte des IG. Jahrhunderts in Venedig gearbeitet zu haben scheint. Wir halten ihn aber für keinen Italiener, da das Blatt mit dem gegebenen Zeichen im (ieschmacke der Holländer tleissig gestochen ist. Kr dürfte mit jenem Monogrammisten AI Eine Person seyn, welcher 1599 nach Franz Flotis drei Blätter gestochen IS hat. Sie stellen die Flora, Ceres und Pomona in ganzen Figuren vor. Auch obiges Zeichen scheint aus AI zu bestehen. Der Buch- s tab c F bedeutet Fecit, und der weitere Zusatz: Aetatis 15. Das frag- jjche Blatt stellt den Marcusplatz in Venedig vor. Oben in der Luft vj?ht: VENKT1A. Auf der Vcrderkung einer (londel bemerkt man das Sonogramm, auf einer anderen die Zahl 10. Frhr. v. Rumohr und '• M. Thiele, welche dieses Blatt in der Geschichte diu- k. Kupferstich- ^«ounlung in Copenhagen S. 33 beschreiben, glauben, dass der Künstler i ,ft beiden letzten Ziffern der Jahrzahl weggelassen habe. In diesem alle wäre unsere Erklärung der Buchstaben AE für AETATIS nnzu- l?^ Sl 'g, es scheint aber dennoch nur angedeutet zu seyn, dass der Künstler das Blatt in einem Alter von 15 Jahren gestochen habe. 11 9 Z. Br. 6 Z. 7 I, 541. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1575 in Wien thätig war. Wir haben von ihm eine Karte von Mähren, in welcher die Städte, Dörfer, Schlössin- &c. angedeutet sind. DerZeich- >"P ner ist der kaiserliche Mathematiker Paul Fabriokis, gr. qu. ' fol. ■ Der Meister AF ist wahrscheinlich Eine Person mit jenem Monogrammisten FA., welcher für Hans von Franco- liu's Werk: lierum praeclare geslarum extra et inlra Civitatis Vicncnsis muros, - Anno Domini Ml) LS, zwei Blätter radirt hat. 542. A. Fassauer, Maler, war in dm- »weiten Hälfte des 18. Jahr- • ■—, / 4»" hundert* in Stuttgart thätig. Kr malte Thierc. Auf J\V -4- T BktfgOT Bildern und Zeichnungen kommen die Initialen .*■*■ >(7L*J. AF. vor. Fassancr wollte dem M. Hondekoetcr nach- "len, blieb aber weit hinter ihm zurück. 543. Angiolo Falconeto, Maler und Radirer, ist nach seinen Le- A -»-" bensverhältnissen unbekannt. Man darf ihn aber nicht mit An- /~\ P gelo Faloone verwechseln. Dieser Meister lebte von 1600 bis st . ' 1665, Falconeto ist aber älter, nach seiner alterthümlichen Dar- c »ungsweise zu urtheilen, um die Mitte des 16. Jahrhunderts zu 274 AD. Nr. 394 — 395. setzen. Auch kann von Anton Fantuzzi keine Rede seyn, indem Fal- coneto's Radiningen mit jenen der Schule von Fontainobleau nicht die geringste Analogie haben. Er ist in der Zeichnung sehr mittelmässig, und namentlich sind die Figuren schülermässig. behandelt. Besser sind die Thiere gezeichnet, sowie die Baulichkeiten und die Bergformen. Im Ganzen aber ist der Styl geschmacklos zu nennen. Wir kamen auf den Namen dieses Künstlers, welchen Stritt irrig Angolo Falco heisst, zunächst durch eine landschaftliche Zeichnung, welche unten im Bilde obige Initialen trägt. Flüchtig mit der Feder behandelt, und mit allen F'ehlern in Zeichnung und Anordnung stellt sie eine von Bergen eingeschlossene alterthüniliche Stadt vor. Im Vorgrnndc rechts sind auf unebenem Terrain Felsen und Bäume, und links gegen den Mittelgrund zu weiden Kühe. Bei derlleerde sitzt ein kiter Mann, und ein junger steht daneben, vielleicht Merkur und Argus. Falconeto hinterliess auch radirte Blätter, welche in derselben geschmacklosen Weise behandelt sind. Er steht vielleicht mit Gio. Antonio Falconeto in Verwandtschaft, welchen die Kunstgeschichte als Bruder des 1534 verstorbenen Gio. Maria Falconeto bezeichnet. G. A. Falconeto soll ebenfalls Landschaften mit Figuren gemalt haben, welche mit Beifall aufgenommen wurden. Die Radirungou Angiolo's konnten um 1550 entstanden seyn, doch sind sie nicht so trefflich, um einem Künstler Ruf zu machen. Sie gehören indessen zu den grossen Seltenheiten. 1) Landschaft mit Juda und Thamar. Rechts erheben sich grosse Felsen, und durch eine Oeffnung sieht man auf eine alte Burg am Ende der Stadt, welche sich links an den Abhängen ausbreitet. Im Vorgrunde links weiden Kühe, und gegen die Mitte zu sitzt der Hirt bei einem Weibe. Rechts vorn nähert sich Juda der am Fusso des Baumes sitzenden Thamar, und scheint ihr ein rundes Brod zu reichen. Unter dieser Gruppe am Rande des Bildes steht: iauas nvimt m tamau svaM. Links unten steht der Name anüioi.o kalconkto t, II. 10 Z. 11 L. Br. 11 Z. 3 L. 2) Dieselbe Darstellung in kleinem Formate, und von grösster Seltenheit. IL 4 Z. 9 L. Br. 7 Z. 4 L. 3) Landschaft mit Apollo und Daphne, nach Ovid's Verwandlung- Das Gegenstück zu obigem Blatte No. 1. — Diese Darstellung legt Strutt I. 286 einem Angolo Falco bei, und es scheint daher der Name abgekürzt zu seyn, wenn Strutt richtig gelesen hat. 544. Abraham Farndrius? Die gegebenen Buchstaben sollen sich TT y^i auf einem Gemälde finden, welches eine Landschaft mit A4- L Bäumen und eine Mühle am Wasser zeigt, lieber dieses ^S ls. J . führt eine Brücke, gegen welche zwei Bauern herankommen. Dieses Bild verräth einen Zeitgenossen, oder Schüler des Rembrandt, und ist von grosser Kraft der Farbe. Ueberdiess sind auch die Baumformen meisterhaft gezeichnet, und die Figuren in Rcmbrandt's Weise behandelt. Unter dem Meister Ä. F. mochten wir den Abraham Farndrius erkennen. In der k. Sammlung zu Dresden sind viele landschaftlich' 1 Zeichnungen von ihm ganz in der Weise Rcmbrandt's behandelt, so dass sie mit jenen dieses Meisters verwechselt werden könnten. Farndrius ist holländischer Abkunft, man findet aber in den Werken seiner Landsleutc keine Erwähnung von ihm. 545. Antonio Fantuzzi wird als der Träger dieser Initialen ge- k fjr • £• nannt, und gewöhnlich mit dem Formschneider Antonio J\.*;/\ i da Trento identificirt, so dass man seine Blüthezeit von 1531—1541 setzt. lieber dieses Verhältniss haben wir unter dem Zei- AF. Nr. 545 — 547. 275 chcn A No. 17 ausführlich gehandelt, und werden unten bei Anzeige anderer, aus AFT und ANFT gebildeter Namenszeichen darauf zurückkommen. Wir konnten uns nicht überzeugen, dass Antonio Fantuzzi, dessen Name in der Geschichte der Schule von Fontainehleau aufgezeichnet ist, mit dem Forinschncidcr Antonio daTrento Eine Person - Sfc i, weil letzterer mit dem Auftreten Fantuzzi's, als Dieb und Mörder Kcbrandmarkt, verschwindet. Fantuzzi's Radirungen datifen von 1540 "'s 1545, und sind in der Weise der Blätter jener Künstler behandelt, welche unter Kosso und Primaticco zu Fontainehleau thätig waren. * antuzzi malte im grossen Saale des Schlosses der genannten Stadt die ^rottesken, ist aber mehr als Kupferstecher bekannt. Bartsch P. gr. Ä yl. 334 ff. boschreibt 37 geätzte Blätter von diesem Meister, das Ver- Btttanisa ist aber damit nicht geschlossen. Das erste der beiden folgenden Blätter erwähnt Bartsch No. 37, das zweite ist im Cabinet Ci- c °gnara No. 1476 von A. Zanotti beschrieben. 1) Ein Blatt mit Laubwerk und Arabesken, zwischen welchen Figuren angebracht sind. Die ersten der gegebenen Initialen, doch nicht ^° deutlich, sind in einer Art Cartouche über dem Schilde mit dem ^uchstaben F, welcher sich auf König Franz I. von Frankreich bezieht. ~ Ie Zeichnung dürfte ebenfalls von Fantuzzi seyn, und irgend ein verhörtes Feld im Schlosse zu Fontainehleau veranschaulichen. H. 14Z.Br. 9Z. 2) Die Nymphe und der Satyr. Letzterer sucht das nackte Weih * u » seine Kniec zu setzen, dieses fährt ihm aber mit den Händen in Ua s Gesicht. Ein Liebesgott entwindet dem Bocksfüssler die Keule, und ein anderer fasst ihn an den Hörnern. Der dritte Amorett be- "uiht sich, der Nymphe die Schenkel frei zu machen. Im Grunde r eitet sich Wald aus, und vorn an der Schalmey des Satyr stehen die Pu te ; n Init 'alß"- H. 13 Z. 9 L. Br. 9 Z. 11 L. Dieses seltene Blatt 'Unit Zanctti zu den bessten Arbeiten des Meisters. Es ist graziös, und bri Hant behandelt. .Andere Supplemente zum Peintrc-graveur s. unter dem Monogramme '*• No. 579, wo auch über A. Fantuzzi ausführlicher gehandelt ist. Mo. A. Fnssell, Kormschncider in London, einer der vielen englischen Künstler, welche zur Illustration von Werken der schönen Wissenschaften beitragen. Holzschnitte mit A.F. findet man ." der neuen Auflage von Sterne's „Sentimental Journey through France. London 1840, 8." Die Zeichnungen sind von J. Bastin und G. Nicholls. 547. Adrien Feart, Bildhauer und Zeichner zu Paris, ist durch A "p ATi zahlreiche Werke bekannt. Darunter sind Basreliefs in „*-■"• -Ar Bronze, und Medaillons mit Bildnissen berühmter Männer. ' et >r schön ist jenes des Prinzen von der Moskowa, des Stifters der •esellschaft für klassische und kirchliche Vokalmusik 1848. Auf cini- bdi Bronzcworken stehen die Initialen AV. Fftart fertigte auch viele Zeichnungen zur Illustration. In Holz ge- ««2 *' 8n s ' 11( l solche für die Contcs et Nouvelles de La Fontaine. Paris n>.' i . r °y- 8 - Nacn seinen Zeichnungen gestochen sind die beiden ' achtigen Titelblätter der Heitres nouvelles, poroissien complet latin- foto 1 *" ~' Par M - *'^**W Dassance. Imprime par le nouveau pricede I w - Kntjelmann (Farbendruck) Paris t (139. 8. Für die Ausgabe der ! Nation de Jesus-Christ. Traduclion nouvelte par 1U. L. B. —. Paris, linl ' et / '" M ' ,n ****» 8., zeichnete er die Randverzierungen in ^«schnitt. Ifnter diesen stehen die Initialen Af, Trefflich imitirte ^"iiaturen nach Feart's Zeichnungen sind in folgendem Werke: Les ., ler »*. Hymnes et CanlU/ues de l'Fylise. Farbendruck mit Gold von '""«elmann. Paris 1840, 8. A£ 276 AF. Nr. 548 — 551. 548. Adam Fuchs kommt ohne seine Veranlassung zu wiederholten A U" 1 Malen unter den Monogrammistcn vor, und wir müssen auch hier 'die herkömmliche Annahme herücksichtigen. Brulliot II. No. 59 A F. sagt, dass die grösseren Initialen auf Kupferstichen mitSyreuen, Sccungeheuern und chiniärisclicn Tbiercn vorkommen, und dass diese Blätter von Adam Kuchs gestochen seyen. Diess sind nun jene schiinen Blätter, welche wir oben Ho. 520 beschrieben haben, aber nicht als Produkte des Adam Fuchs, welcher später lebte, als der ungenannte italienische Verfertiger derselben. Heller, Moriogr. Lex. S. 16 macht aus dem unvermeidlichen Adam Fuchs einen A. Kuz, welcher nach Baroccio gearbeitet habe. Er gibt ebenfalls die Initialen AF., aber ohne ein Blatt mit, denselben zu nennen. Nur gesteht er, dass seine Nachrichten unzuverlässig seien, was wir gern unterschreiben. Wk müssen aber zugleich auch (hm Kupferstecher Adam Kuchs hier streichen, da ihm mit Sicherheit nur das aus den Cnrsivbuchstabcn AF gebildete Monogramm No. 537 zugeschrieben werden kann. De? ungenannte italienische Stecher A F. ist wahrscheinlich Andrea Franco . dessen Gandellini erwähnt. El soll Blätter mit Ornamenten hinterlassen haben. Ein Blatt von 1594 stellt eine Hirsch, jagd in Friesform vor, mit einer Einfassung, welche Arabesken, Flussgötter, Nymphen, Thiere &c. enthält. Die kleineren Initialen AF. sollen nach Brulliot II. 59 auf Holzschnitten mit Darstellungen aus dem neuen Testamente vorkommen. Der Verfertiger wird Adam Fuchs genannt. Es handelt sich aber höchst wahrscheinlich um den unbekannten sächsischen Monogrammistcn AF No. 519. Wir kennen nur Blätter mit dem Monogramme, keines mit den Initialen AF. Und nun möge der vermeintliche Adam Fuchs seine Buhe finden. 549. Agostino Carracci gab bekanntlich ein Zeichenbuch heraus, AU dessen Vorlagen grösstenteils von Buca Ciamberlani und f'ran- "• cesco Brizio nach Zeichnungen des genannten Künstlers gestochen sind. In diesem Werke, welches, Hartsch XVIH. p. 158 beschreibt) findet man ein Blatt mit AF. bezeichnet, so dass Augustinus Fecit gelesen werden soll. Dieser Kupferstich stellt den Kopf einer Krau i" Profil nach links vor. Ihr Ohrgehänge besteht aus einer grossen Perle- H. 7 Z. Br. 4 Z. 6 L. Bartsch beschreibt dieses Blatt 1. c. p. 161 No. 18. Brulliot II. No. 60 erwähnt auch eines Blattes nach Orazio Sammachini als mit AF. bezeichnet. El entnahm seine Notiz aus dem Pcintro- graveur XVIII. p. 37. No. 5, in welchem nicht bemerkt ist, dass die Buchstaben verkehrt seien, so dass wir unter F. A des Hlattes erwähnet!' Der Gegenstand ist dem 84. Psalm entnommen. 550. Der Stempelschneider N. N. zeichnete einen schön gearbei- • iji toten Jeton mit dem Bildnisse des Pariser Arztes Antoine 1'' Moinc von 1673 mit den gegebenen Initialen. Möhsen nennt zwei damals berühmte Stempelschneider, Namens Kenne und Du FotUi und hält den einen oder den anderen für den Verfertiger des JetoHj Du Kour schnitt 1668 in ähnlicher Weise das Bildniss des Jean Annan'' de Mauvillain, und somit könnte er auch die Denkmünze auf A. 1° Moinc gefertiget haben. Die Initialen A.F. können sich auf Medaillen aus der ersten Häl'"' des 18. Jahrhunderts auch auf Antonio Fontana beziehen. Von il' nl haben wir ein über sechs Zoll hohes, länglichrundes Stück mit den' Portraite des Philosophen und Arztes Bnrtolomco Curzj. 551. Antonio Faldoni zeichnete auf solche Weise Bildnisse, welche b> A T? fpn ( 'er Weise des Claude Mcllan gestochen sind. Wir haben üb'' 1 ' Jl r. jec. jij oson Künstler unter dem Monogramm AF. No. 528 gehandelt' AF. Nr. 552 — 557. 277 552. Anna Folkema, die Sclnrastei dos Jakob Folkema, welcher \J? 1692 in Dokkum geboren wurde, malte Bildnisse in Miniatur, und stach solche in Kupfer. Sie bediente sich in beider Hinsicht zur Bezeichnung der Buchstaben AF. Brulliot App. II No. 12 iienut folgende Kupfersiehe: „Ilannibal Sehested Dan. Minist, in England 1627." ,,Rosenkranz sccretairc of Kmbassy." Näher beschreibt '•er genannte Schriftsteller diese Blätter nicht. 553. Albert Freyse, Zeichner und Maler, stand in Diensten des \ p Herzogs August von Braunschwcig-Lüneburg. Er lieferte die ' Zeichnungen zu den von 0. Bnno ausgeführten Kupferstichen «i rv. in folgendem Werke: Divi Augusti Ducis Brunsvico-Lttne- ÄFF burgensis Vita et Fama. Francoforti et Lipsiae 1693, fol. Das " Monogramm des Zeichners kommt nur auf einem Blatte vor, und zweimal der abgekürzte Name. 554. A. Franzetti a Forsanguigna, welcher im 18. Jahrhundert (](iA F /M ■" ,om th'^'K war, zeiclmete auf solche Weise einige Blätter. , ' 'Kr radirte Prospekte in und um Kom, meistens Ruinen. Sie jl'ldcu eine Folge von 12 Blättern Ml. 12. Eine andere Folge stellt Ruinen von Girgenti, Adriana, Cittä di Cora &c. vor, 12. Auf einigen dieser Blätter steht der Name, auf anderen da AF. 555. Amable Fournier, Fönnschneider in Baris, wurde um 1825 A- F geboren. Man findet viele Holzschnitte von ihm, grösstcnthcils A.. ff", in lllustrirten Werken. Auf mehreren Blättern stehen die Buchstaben AF., wie auf solchen der Physiologie de Tailleur, nach Gavarni. Andere Formschnitte sind nach Zeichnungen des Malers Ed. Travies Keiertigot. 556. Jakobus Theodorus Abels, Landschaftsmaler, wurde 1803 zu -t»P -"i Amsterdam geboren. Als Jüngling für das Handels-Coinp- CJf-y\ = *°' r bestinunt, konnte er zullilversum nur in Nebenstunden I (f zeichnen, machte aber später unter Leitung des Tbiermalers ■^ Jan van Ravensway rasche Fortichritte. Im Jahre 182(> J'nternahm der Künstler eine Reise durch Deutschland, und nach seiner 'Jeinikchr gründete er in Gravenhage den Ruf eines vorzüglichen Land- "Chaftsmalers. Er malte viele holländische IMussgegenden, meistens bei ™"idbelouchtung. Im Jahre 1841 wurde er Mitglied der k. Akademie in Amsterdam. — Obiges Zeichen findet man auf Gemälden und Zeichnungen icses Meisters. Auf anderen Werken ist es mit dem Namen verbunden. 557. Unbekannter italienischer Meister, wenn nicht Angelo Fal- /[~*\ r' con 6- Dieses Zeichen findet man auf einem radirten und \S\j r gestochenen Blatte, welches die Anbetung der Hirten nach ' Rafacl vorstellt, jene Composition, welche IiartschP.gr. XV. uin ^°" 2 heschreibt, und wo Joseph den Schleier vom Kinde hebt, hat CS ^ en IIirten zu zeigen. Der Trftger des gegebenen Monogramms at einen alten Kupferstich aus der Schule des Marc Anton copirt, e ssen Composition durch die Buchstaben II. V. zu jener des Rafacl ge- x '|" l l | elt wurde. Passavant hält das Ganze nur für das Machwerk eines J?"*i von Rafacl. Brulliot I. No. 332 mochte das Blatt dem An- «,'" Faleone beilegen . dieser Meister zeichnete aber gewöhnlich A. f., V~* (• Vielleicht ist die erwähnte (Jopie von Antonio Giorgioli, einem igt t*' wo,c ' lei ' um 168 ° in Rnm lc btc. Mit seinem Namen bezeichnet *,! e »n Blatt unter dem Titel: Sanctorum quatuor coronatorum M. M. e jJ" Engel zeigt den vier Märtyrern eben so viele Engel, welche in W Glorie Kronen und Palmen tragen. Links unten halten Engel die """oerammisten. 23 278 AF. Nr. 558 — 560. Marterwerkzeuge, und weiter zurück ist ein Rundtempel. Unten stffit: Franc. Ant. Giorgioli Inu. et seulp. Romae 1682. H. 8 Z. 5 L. Br. 6 Z. 2 L. 558. Angelo Falcone, Maler und Radirer, wurde 1600 zu Neapel // _C /P C* geboren, und von Spagnoletto unterrichtet. Leb- l/U.jT">-/^ Jt haften Geistes und erregbar malte er mit Vorliebe kriegerische Scenen, und erwarb sich dadurch den Ehrennamen des „Oracolo delle bataglie." Doch entbehren selbst Galerien erster Grösse Bilder dieser Art. Nur im k. Museum zu Madrid sind zwei Schlacht- Gemälde von seiner Hand. Auffallend ist es daher, dass Falcone kein Schlachtbild dieser Art, sondern fast lauter historische und mythologische Darstellungen radirt hat. Bartseh P. gr. XX. p. 95 ff. beschreibt 20 solcher Blätter, ist aber selbst in einigem Zweifel, ob sie ihm alle angehören. Auf drei Blättern steht der Name Angelo Falco, welcher als Abkürzung betrachtet werden mtiss, da ein Künstler dieses Namens nicht bekannt ist. Der unter AF No. 543 erwähnte Angiolo b'alconcto kann es auch nicht seyn, da, dieser in einer ganz anderen Weise gearbeitet hat. Und, doch scheinen zwei Künstler an diesen Blättern Thcil zu haben. Bartsch No. 1 — 4 erwähnt vier Blätter mit den Aposteln Jacobus major und minor, Johannes Kvangelista und Mathias an Caryatiden stehend, und glaubt, Falcone habe alle 12 Apostel gestochen. Zwei ihm unbekannte Blätter dieser Art waren im Cabinet Sykes. Auf jedem sind zwei Apostel zu den Seiten einer Caryatide dargestellt. II. 4% Z- Br. 7>/ 9 Z. Auf dem Blatte mit dem Apostel Mathias stehen die Buchstaben A f ohne Tunkte. Die ersten der gegebenen Initialen findet mau auf einem graziös gezeichneten Blatte, welches Bartsch No. 14 beschreibt. Es stellt eine auf dem Bette ruhende Frau mit dem Kinde an der Brust vor. Links hinter ihr schaut der Faun auf sie herein, und sucht das rechts hängende Tuch weg zu ziehen. Links oben gegen die Mitte A. {• Die Platte ist oben abgerundet. II. 4 Z. 6 L. Br. 6 Z. 8tyi L. Ein ähnliches Zeichen, nur etwas höher, findet man auch auf dem von Bartsch No. 11 beschriebenen Iilatte, welches Apollo und Marsyas vorstellt. Letzterer liegt rechts auf dem Hoden mit dem linken Arme an den Baum gebunden, während ihn Apollo am rechten fasst und sich nach dem Manne wendet, welcher das Messer schärft. Unten gegen links steht A. f. II. 5 Z. 3 L. Br. 4 Z. 3 L. — Richard Ford hat diese Darstellung nach einem Bartsch unbekannten Aezdruck copirt. Man findet diese Copie in Ford'sWerk: Twelfe Etchings aftcr Drawings and Engravings by Parmigianino and A. Meldolla, in the Collection of R. Ford. London 1822. Die Buchstaben A. f. findet mau auch auf einem Friese mit Laubwerk. In der Mitte hält Pan einen Korb mit Früchten. Dieses BlaW ist in der "Weise des Paul Farinati behandelt, nnd weicht von den übrigen so sehr ab, dass man eine andere Hand vermuthen könnte Die Initialen sind links am Rande. 11. 7 Z. 8 L. Br. 11 Z. 9 L. 559. Andreas Achenbach, Zeichner und Genremalcr in Düssel- ~ fo dorf, fand bereits unter dem Monogramme AA No. 89 eine aus- u r " führliche Stelle. Das gegebene Zeichen steht auf Holzschnitten in den Düsseldorfer Monatsblättern 1848 ff. Achenbach fügte indessen seinen Zeichnungen und Original-Lithographien meistens den Namen bei- 560. Unbekannter französischer Meister, welcher im 16. .Tab 1 " A. U K» hunderte l CDtc > un( l lttlt Anton Fantuzzi nicht in Berührung * ^ ™ kommt. Letzterer gehört der Schule von Fontainebleau an, und arbeitete in einer anderen Manier. Der Meister A. FA. war ver- muthlich Maler, und stand dem Etiennc du Perac nahe. Er radirtc W AFB. Nr. 561. 279 der Manier dos letzteren ein Blatt, welches (las Opfer Abrahams vorstellt, (Mi. foL Dieses Blatt ist wie oben bezeichnet, und kommt sehr selten vor. Wir haben durch Hrn. E. Harzen Kunde von demselben. 561. A. F. Bargas, Maler undRadiror, war Schüler von Peter Bout, /P^T) - und um 1690 thätig, wahrscheinlich in Brüssel. ,/P lS -£ .4T T3 fanden das erste Zeichen auf einem Ge- J •' // *• -** mälde, welches eine Landsehmiede bei Bäumen L ^ vorstellt. Vor derselben ist ein Bauer mit dem ysel. Dieses Bild stimmt in der Zeichnung ganz mit den Radirungen •Jos Bargas, und daher glauben wir, das Monogramm nicht auf Anton franz Boudewyns deuten zu dürfen, obgleich dieser Meister mit Hont gemeinschaftlich arbeitete, so dass letzterer die Staffage malte. Von Andries Kranz Bauduins kann hier keine Rede seyn, indem er zu ( 'on Nachahmern des A. F. van der Meuten gehört. Bargas bildete auch auf den Kadirungen die Buchstaben AF zum Monogramme, wie das zweite Zeichen nachweiset, sehrieb aber den Zunamen aus. Da diese Blätter geistreich behandelt sind, und von den Sammlern gesucht werden, so geben wir hier ein genaueres Vcrzeiehniss als bisher geschehen ist. Bartsch übergeht diesen Meister. 1) Der Dudelsackspiclcr. Er steht links auf einem Steine bei einem grossen Gebäude mit Säuleu, und in seiner Nähe sieht man zwei Kühe, einige Ziegen und ein Schaf. Rechts tanzt der Bauer mit seinem Weibe, und im Vorgrunde bemerkt man einen anderen Bauer bei einigen Kühen und Schafen. Im Grunde ist bergige Landschaft, und auf einem Hügel steht ein runder Tempel. Unten rechts im Rande: AF. "argas j n . et f. II. 5 Z. 5 L. mit 3 L. Rand, Br. 6 Z. 6 L. 2) Das Wirthshaus. Links des Blattes sieht man drei Reiter, Rieben die Wirthin zu trinken gibt. Rechts führt der Knecht ein "ferd zum Thore hinaus, und im Mittelgründe bemerkt man noch zwei andere Reiter, welche auf die Camcraden vor dem Wirthshause zu warten scheinen. Im Vorgrunde links sitzt ein .läger bei seinen sechs Hunden auf dem Hoden. Im Hintergründe rechts steht ein Schloss auf dem Berge. Links unten im Rande: AF. Barqas jn. et f. II. 5 Z. 0 T '. und 3 L. Rand, Br. 6 Z. 6 L. n . 3) Der Mauleseltreiber, welcher den Fuss seines Thicres verbindet. Jjieso Gruppe ist in Mitte des Blattes, und daneben sitzt ein Weib Rücklings auf dem Fsel. Ein vor demselben stehender Mann ist im bespräche. Unten rechts im Rande: AF. Bargas jn. et f. II. 5 Z. 5 L. Uml 3 L. B an d, Br. 6 Z. 6 L. . ( 4) Der Brunnen mit der Venus, letztere auf dem Wagen von Tau- 'e» gezogen. Rechts des Blattes siebt man eine Bäuerin auf dem Pferde sitzend, welches neben der Kuh aus dein Brunnen trinkt. Daneben Mit der Hirt eine Schale mit Wasser, und links im Vorgrunde sieht uian eine ruhende Ziege und zwei Schafe. Unten links im Rande: Al ' Bargas jn. et f. II. 5 Z. 3 L. und 3 L. Rand, Br. 6 Z. 6 L. , 5) Landschaft mit Maulthieren und Reisenden. A. F. Bargas jn. et f. il - 5 Z. 4 L. Br. 6 Z. 6 L. , .. G ) Die Reisenden auf der Führe. Rechts am Ufer sind einige Gelände und ein Wagen kommt nach dem Landungsplatz herab. Auf dem schifte ist bereits ein Wagen mit Pferden, (-in Reiter und einige andere 'guren sind zur Ucbcrfahrt bereit. Rechts vorn an den Planken steigt ! n Mann in den Kahn, und am Wasser links im Grunde sieht man ein e Kirche bei Häusern. A. F. Bargas jn. et f. H. 5 Z. 4 L. Br. 6 Z. 6 L. p. *) Der Empfang der Brautleute. Die Kirche steht auf einem freien 'atze, und an der Thüre derselben empfängt der Priester den Zug. 23* 280 ABF —AFB. No. 562 — 563. Unten links im Rands' Petrus Bout pinxit, rechts: AF. Bargas Fecit, in Mitte des Randes: Le Muriage. II. mit Rand 11 Z. Br. 15'Z. 7 L. — Im ersten Drucke vor der Inschrift: Le Marige. 8) Die ländliche Hochzeit im Dorfe. Gegenstück zu obigem Blatte, nach P. Bout. 9) Der Jahrmarkt am Thore einer Stadt. Rechts im Canalc ist ein Schiff, aus welchem Fische ausgeladen werden. Unten links im Rande steht: Petrus Bout Pinxit, in der Mitte: Marche de campagne, rechts: AF, Bargas Fecit. A. Paris chez Basan. II. mit Rand 11 Z. 4 L. Br. 16 Z. 3 Jj. — Im ersten Drucke ohne die Inschrift: Le marche de campagne, und ohne Adresse. 10) Grosser Platz in einem Dorfe. Links ist das Wirthshaus, vor welchem ein Wagen steht. Im Vorgriinde rechts sieht man einige Viehhändler. Unten links im Bande: /'. Bout inven. rechts: f. Bargas fecit. II. mit Rand 7 Z. 4 L. Br. 11 Z. 2 L. 11) Ein schönes Schloss heim Stadtthore, rechts eine Brücke. Im Vorgrunde sind viele Figuren, links ein Esel mit Fruchtkörhen beladen. Petrus Bout pinx. AF. Bargas fecit. II. 11 Z. 2 L. Br. 16 Z. 4 L. 12) Dorfansicht mit Beisenden und vielen anderen Figuren, dabei Vieh. Links im Rande: /'. Bout. inv., rechts: A. F. Bargas fecit. H. 11 Z. 3 L. Br. 16 Z. 4 L. 13) Der Ilafendamm mit Häusern, welche über die Umfassungsmauer empor ragen. H. 7 Z. 2 L. Br. 11 Z. 1 L. Dieses Blatt schreibt Bartsch, P. gr. IV. 401, No. 5 dem Feter Bout zu. R. Weigel, Supplemente, au Peintrc-graveur p. 224, nimmt es für Bargas in Anspruch. Im ersten Drucke zeigt die leichte Einfassungslinie Unterbrechungen. 562. Andries Frans Bauduins oder Hauduin, Landschaftsmaler zcv e r,ß /._ und Radiror, wurde 1640 zu Dixmuijde in Belgien ge- v' ' 'boren und von A. F. van der Meulen unterrichtet. Man nennt ihn gewöhnlich Antoine Francis Bauduin, allein auf einer radirten Landschaft steht: Andrien Francois Bauduins inventor et fecit. qu. fol. Der Künstler darf aber nicht mit Anton Franz Boudewyns verwechselt werden, in dessen Landschaften Bout die Staffage malte. Unser Künstler arbeitete meistens nach Zeichnungen von A. F. van der Meulen, und daher tragen viele Blätter die Adresse desselben. Einige dieser Radirungen sind ohne Namen des A. F. Bauduins, besonders jene Ulätter nach van der Meulen, welche dem Tom. XVIII. des berühmten Cftbinet du Boy einverleibt wurden. Man hat sie dem A. Gen- nocls zuschreiben wollen, doch ist sicher ein Thcil derselben von Bauduins radirt. Im vierzehnten Hefte von Meusel's neuen Miscellen sind im Anhange des Werkes von A. F. van der Meulen mehrere Blätter dieser Art beschrieben. Immerzeel, De levens en werken etc. 1. p. 33 sagt, dass sich Bauduins Radirwerk auf 36 Blätter belaufe, weil nämlich Rost VI. S. 222 nicht mehr aufzählt. — Die oben gegebenen Zeichen dürften sich auf wenigen Blattern finden. Häufig schliesst sich aber der ganze Name an. Eine Folge von 6 Radirungen nach van der Meulen, welche Landschaften mit Figuren darstellen, haben aber links unten die gegebenen Zeichen, qu. fol. A. F. Bauduins starb zu Paris 1700. 563. Alonso Finson soll der Träger dieser auf historischen Zeichnungen vorkommenden Initialen kelssen. Diese Notiz geben wir nur oben hin, da uns keine Zeichnung mit denselben vorgekommen ist. Es fehlt in den vorhandenen Künstler-Verzeichnissen sogar der Name eines Meisters A. Finson , indem die Kunst - Geschichte bisher nur einen Maler Ludwig U«J . Ä10I AFC —AFG. Nr. 564-567. 281 Finson kennt. Letzterer lebte aber zu Anfang des 18. Jahrhunderts, während die Zeichnungen des Alonso Finson um 100 Jahre älter seyn sollen. Wenn nun dieses sich so verhält, so begegnet uns der Zeichner im k. Museum zu Neapel auch mit einem Gemälde. In dieser Sammlung ist nämlich ein Bild der Verkündigung Maria mit der Aufschrift: Alonsim Finsoniut Belga Brugensis fecit llil'Z. Von einem zweiten Gemälde dieses Meisten haben wir keine Kunde. 564. Alexander Calame, berühmter Landschaftsmaler von Vevay, bfl fand bereits unter AC. No. 200 eine ausführliche Stelle, und daher M ist hier nur nachträglich zu bemerken, dass eine seiner meisterhaften Radirungen mit dem gegebenen Monogramme bezeichnet ist. Es st eht rechts unten auf einem Blatte mit einer Landschaft, welche rechts jwif dem Hügel eine Reihe von Eichen und Buchen, und links eine Gruppen kleinerer belaubter Bäume zeigt. Zwischen diesen beiden liaum- Partieon öffnet sich eh»Durchsicht, und rechts des breiten Vorgrundes sitzen zwei Männer. Im Rande unten liest man : A. Calame pinx. et "7- f. Gencrc ItlhO. Dieser Hand könnte abgeschnitten seyn. II. des BiMei 7 Z. 1 L., der Platts 7 Z. 10 L. Br. des Bildes 5 Z. 2 L. 565. Battista Angell, genannt TorbidO del Moro, war Schüler von .<~y-v Tizian und dos Francesco Torbido il Moro. Kr hinter- ■IjFVjy Ü9U °' n0 bedeutende Anzahl von Werken, starb aber Batista aiw» um '^^" kaum dreissig Jahre alt. - Bartloh P. gr. m- XV1, p ' m 1,CMC " rri,,t 36 radirte und gestochene Blätter von Torbido del Moro, und darunter No, 20 dasjenige, welches 0 Wge Bezeichnung hat El stellt eine nackte Nymphe vor, welche zwischen einem Flussgotte und einem alten Manne sitzt, welcher sie m it Liebkosungen beglückt. Links unten steht: BATISTA AN'"-, und ( as Monogramm darüber. II. 10 Z. Br. 0 Z. 8 L. Bartsch glaubt, dieses Blatt stamme, ans der frühesten Zeit del Moro's, es ist aber wahrscheinlich nur die Compositum von diesem Meister. Das Monogramm ist für ihn ungewöhnlich, und gehört sicher einem anderen Meister an. 566. Z eichen des Adam Berg, welcher um 1500—1610 zu A~ "^ München eine Buchdruckerei besass. Man findet dieses I ,^r\ Monogramm auf einem Holzschnitte in folgendem Werke: I ' Yj Urtier Theil der güldenen Sendischreiben Weilandl des lloch- XX würdigen und wohlgebornen Herrn Antony de Cueuera elc. «tünchen hey Adam Berge 1600. 4. Das Blatt stellt einen jungen, an ,ln, i Baumstamm gebundenen Mann vor, neben welchem eine Frau mit 'lern Scepter steht. In ihrem Wappenschilde ist ein aufsteigender Lowe, »eller, Monogr.- Lex. S. 18, nennt den Träger des gegebenen Mono- Ki'iinnns einen um 1500 lebenden Forrnschneider, und es ist wohl mög- Jteh, dass Adam Bars das Blatt selbst geschnitten habe. Er gab auch fi 'U Münzbuch mit Holzschnitten heraus. Letztere sollen ebenfalls von »im herrühren. 567. Unbekannter italienischer Formschneider, welcher in der /\ "p ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Venedig lebte. Klan findet ~, diese Buchstaben auf Blättern in folgendem, mit gothischen Let- nt ■ t(n " '" Roth " ml s,llw arz gedruckten Buche: Uorarium. 'ßciu,m Marie Virginis. Vencliis in Ofßcina Francisci Marcolini 1545, 8. *• Marcolini da Forli, berühmter Buchdrucker und Freund Tizian's, Jjat in diesem sehr seltenen, von II. Waigel (Kunstkatalog No. 14,153) eschriebenen Buche eine Nachahmung der bekannten französischen ^Marien (Livres d'heures) aus früherer Zeit gegeben, und es nicht 282 AFI. Nr. 568 — 569. weniger reich ausgeschmückt mit grösseren und kleineren Holzschnitten. Zwanzig Hauptbildor sind in der Grösse des Buches, und stellen Scenen aus dem Lohen des Heilandes und der Maria dar, wovon sich mehrere wiederholen. Die unteren Querleisten enthalten Bilder aus dem Lehen der Maria in kl. qu. 8., welche sich ehenfalls oft wiederholen, und in den Seitenlcistcn sind Darstellungen aus dem alten und neuen Testamente mit Verzierungen jeglicher Art angehracht. Mehrere lilätter und Handleisten hahen die gegebene» Initialen. Uehrigens sind die Worte (Hirn und Virlu öfters wiederholt. Nach Weigel dürften die Zeichnungen und Schnitte in der Officin des F. Marcolini, von diesem seihst und von seinem Freunde Giuseppe Porta della Garfagnaua, genannt il Salviati Giovane, unter Beihülfe von Schülern entstanden seyn. Der Buchstabe (1 könnte daher „Gar- fagnanus" bedeuten. 568. Jonas Arnold, Portrait- und Landschaftsmaler, war um 1645 • — 1665 in Ulm thätig. Er staffirte seine Ge- •• mälde mit Figuren und Architektur, und liebte LLa überhaupt reiche Beiwerke. In derGallerie des M V* i ~y Schlosses Rolland, dem Bittcrguto des Friedens- •^™ ^W,!^ litt) richters A. Fahne in Cöln, sind zwei schöne XW 'El ; c 1 -e Bilder von Arnold. Sic stellen Herbst und A V, Ix/.ftv.•«*./«£!£. Sommer dar. Das eine trägt das erste der gegebenen Monogrammen mit der Jahrzahl iaa:i, das andere den Namen des Künstlers. Man findet auch schöne Zeichnungen mit dem Monogramme dieses Meisters, meistens ohne Andeutung des /. Sie sind mit der Feder umrissen, ausgetuseht, mit Weiss gehöht, und sorgfältig vollendet. Ohne Monogramm würde man diese Zeichnungen für Arbeiten eines französischen Meisters nehmen, so dass Arnold seine Studien in Paris gemacht zu haben scheint. B. Kilian, M. Küsell, A. Kohl u. A. haben Portraitc nach ihm gestochen, deren einige mit dem Monogramme versehen sind. Man legte es früher dem Joseph Furtenbach bei. Folgende Blätter hat J. Arnold radirt: 1) Sinn-Bild Vber den im Jahre <0M den i4 Tag des Weinmons zu Münster getroffenen und beschlossenen allgemeinen Reichsfrieden. Dem Senator und Architekten Joseph Furtenbach in Ulm gewidmet. Diese Darstellung ist in einem Ovale, und unter diesem ist das vierte Zeichen mit dem Beisatze : in. et feclt. H. 8 Z. 2) Die Tugenden und die Laster, allegorische Gestalten von charakteristischer Auffassung, 6 Blätter, theils mit dem Namen, thcils mit dem dritten Monogramme, welchem das Wort fecit beigefügt ist; qu. fol. 3) Allegorie auf die Künste und Gewerbe, unter 15 allegorischen Gestalten, welche eine Leiter hinansteigen. Oben in einer strahlenden Glorie steht der Name Jehova, und zwei Engel schweben in der Luft. Links unten bei der Leiter steht der Name des Joseph Furtcnbach, und rechts ist das Zeichen Arnold's. II. 6 Z. 1 L. Br. 11 Z. 1 L. 4) 27 Blätter in J. Furtcnbach's Mannhafftcn Kunslspiegel, 4. 5) Die Blätter im Wundarzneischen Zeughause von J. Scultctus, 4. 6) Die Ansicht des Domes in Ulm, Ilauptblatt von 1G66, gr. fol. 569. Unbekannter italienischer Maler, welcher um die Mitte des T + 17. Jahrhunderts thätig war. Der Buchstabe /. bedeutet i wohl „Invenit", wir haben aber keine Deutung für die Initialen A.F. Würde ein A. Fruytiers bekannt seyn, so möchte man an einen Künstler dieses Namens denken, denn das malerisch radirte ßlättchen mit den gegebenen Initialen ist in der Weise des Philipp AFL — AFS. Nr. 570-576. 283 * ruyticra behandelt. Es stellt die Knaben Jesus und Johannes in einer Landschaft vor, qu. 12. 570. Antonio Francesco Lucini, Maler und Radirer, wurde um JV 1605 in Florenz geboren, und von St. dolla Bella unterrichtet. L Er radirte mehrere Blätter nach den Zeichnungen dieses Meisters, X darunter eine Ansicht von Floren« bei Gelegenheit eines Festes zum Andenken an den Pisanischen Krieg (6d4, gr. qu. fol. Lucini •Weitete vollkommen in della Bella's und Callot's Manier. Auf einigen Blättern steht obiges Zeichen, wie auf dem liildnissc des Bildhauers B< Tremblct, welches in Odieuvre's Sammlung vorkommt. Oval mit «eiwerken, 8. Zu den Hauptwerken des Meisters gehören 16 Blätter, welche die Vorfälle bei der Belagerung von Malta durch die Türken 1565 •Ohildern, und zwar nach den Gemälden des Mattia Perez de Alesio. Diese seltene Folge erschien 1631 in gr. fol. — Auf anderen Blättern dieses Meisters stehen die Initialen A. L. F. 571. Antonio Francesco Lucini, der im vorhergehenden Artikel A F T FWif erwähnte Künstler, zeichnete einige radirte Blätter • reul *mit diesen Initialen. 572. Anna Felicitas Preissler, die Tochter des Juttas Preissler, A F P F stacn mehrere Blätter in Kupfer, welche als Zeich- ' ' • ■ • imngs - Vorlagen genommen wurden. Die Initialen AFP/'. der beiden ersten Zeilen stehen auf Blättern mit a Blumen, die anderen auf einem Kupferstiche mit Jf y? "p r den Köpfen eines Pferdes und eines Elephanten. (/•> 1780 geboren. Er radirte eine bedeutende Anzahl von •fY\~,JVL Blättern. Man findet deren in Millin's Voyage dans les J ^ e l>artements du Midi. Paris 1807, in der llistoiro metallique de Napoleon, ou recneil des medailles &c. London 1819, in der Histoire '""»ismatiquo de la revolution francaise par M. II. (llennin). Paris 1826, u - s. w. Auf vielen Blattern stehen obige Zeichen. 575. Unbekannter Kupferstecher, welcher in Prag oder Olmttti Jl'frft 1|,,,tc - Kr sta(;l1 °* e Marter des hl. Johannes Sarcander als J ' Titelblatt zu folgendem Werke : Thcalrum Gloriae et Honoris, £«er Schaubühne der Glory - welche vor hundert Jahren - zu 011- tll 'tz in öffentlichen Kerker in Joanne Sarcandro geöffnet &c. Prag ''"« Olmütz 1721, 8. Dieses Werk ist von dem Stecher dem Johann 0läe l>h de Wclche#hoim, Judici jurato &c., gewidmet. ,1.. . Iu Prag war ein Capuziner Frater Anastasius als Kupferstecher "atig, über schon 1669, so dass unser Ä. Fr. ein anderer Künstler ie yn muss. "76- Antoine Fran90ls Sergent, Zeichner und Kupferstecher, wurde _ÄJ r— 1756 zu Chartrcs geboren. Angeblich Schüler von A. de v • ~& St. Aubin, arbeitete er mit der Nadel und in Lavismanier 284 AFS-AFT. Nr. 577 — 579. eine ziemliche Anzahl von Blättern verschiedenen Inhalts. Auf einigen steht der Name Sen/ent , oder Sergeant, auf anderen das Monogramm. Starh 1815. 577. unbekannter italienischer Kupferstecher, welcher im n.Jahr- TT' hunderte lebte. Kr Stach Bildnisse, welche wahrscheinlich eine ißl Folge bilden. Auf jenem des Gio. Battista Porta steht das gegebene Zeichen. Der Wcrth ist gering. 578. August Franz Schelver, Maler von Osnabrück, wurde 1805 _, ry geboren und mit entschiedenem Talente begabt, betrat er /v A S '''" 0 ^ a ' m ' ' lut welcher ihn der Ruf begleitete. Der Schau- ■*- *-"^ • platz seiner Thiitigkeit war München und Hannover, von wo aus seine Gemälde nach allen Richtungen gingen, um theils Ehrenplätze, einzunehmen. Kr malte Bilder aus dem Volksleben, Jagdgesellschaften, militätische Scenen, Schlacht- und Paradestücke, denn einige von beträchtlichem Umfange sind. Das Studium der Natur des Pferdes bot ihm vielfachen Stoff zur Darstellung, thoilweise in humoristischer Weise. Die Pferdehändler und Rosstäuschor wirtschaften entweder auf dem Jahrmarkte, oder vor dem Wirthshause und der Schmiede. Auf einigen Bildern, namentlich aus den Jahren 1828—1836, steht obiges Zeichen. Auf den späteren, besonders umfangreichen Gemälden schrieb er den Namen aus. Skizzen und Zeichnungen sind ebenfalls mit dem Monogramme versehen. Schelver starb zu München 1844. Im Künstler-Lexieon XV. S. 179 haben wir ihm einen ausführlichen Artikel gewidmet. 579. Antonio Fantuzzi, Kupferstecher und Maler von Bologna, war um 1540—1545 in Fontaincbleau thätig. ~5r ging aus der Schule der Parmegianino - rp nervor, oder arbeitete wenigstens in seiner «A&wM 1 "*|5^/\T. früheren Zeit nach Zeichnungen desselben. Die Berührung mit dem genannten Meister gab die Hauptveranlassung, dass ihn Bartsch mit dem Formschneider Antonio da Trento identi- ficirte, und daher wird unser Kupferstecher in allen Werken über Chalcographic Antonio Fantuzzi da Trento genannt, so wie ihm auch die Holzschnitte des Trientincrs zugeschrieben werden. Allein wir können uns nicht überzeugen, dass der Formschncidcr Antonio da Trento mit dem Radirer und Kupferstecher Antonio Fantuzzi von Bologna Eine Person sei, und haben unsere Ansicht unter dem Monogramme A mit dem Querstriche darüber No. 17 kundgegeben. Der Formschneider nannte sich auf keinem Blatte, und bediente sich auch selten des Monogramms, der Name des Antonio Fantuzzi steht aber auf drei radirten Blättern. Auf einem derselben, welches eine künstliche Grotte vorstellt, liest man unten in der Mitte : ANT. FANTVZ. I. DK BOLOGNA, rechts: FECIT AI. I). M. D. 4.5. Dieses Blatt ist von Wichtigkeit, da es über die Geburtstadt und die Kunstweise Fantuzzi's Aufschluss gibt. P'antuzzi war im Schlosse zu FontainelüYau für das Decorationsfach verwendet, und er hatte namentlich als Zeichner und Maler von Grottesken und Arabesken Ruf. Der Ruchsta.be / auf dem genannten Blatte bedeutet INVKNTOR, und der Beisatz „DK BOL(*NA" bezieht sich hier nicht auf Primaticcio, welcher ebenfalls BOL. oder BOLOGNA INV. zeichnete. Fantuzzi war ein Rolognescr, wie Primaticcio, und kam wahrscheinlich auf Veranlassung des letzteren nach Fontaincbleau- Kin zweites Blatt unseres Meisters lässt erkennen, wie der Buchstabe T in das Monogramm desselben gekommen ist. Dieses Blatt stellt nach Primaticcio's Zeichnung die Verwandlung der Tochter des Minyas in jbJT*' AT • • At\ /\K ® K'ng aus der Schule der Parmegianino AFT. Nr. 579. 285 Fledermäuse dar, und enthält die Schrift: Bologna M Venia. R. Antonius Fantuzzi T ferit IM*. Der Buchstabe 7' bedeutet hier „Taglia- tore", und kommt in diesem Sinne auch bei Nicolo Vicentino und _* Ghandini vor. Bartsch hatte „Tridentinus" gelesen, und ausser der ™ylverwandtschal't in den Holzschnitten und den Radirungon mich Par- "Ugianino darin den Beweis zu linden geglaubt, dass Antonio Fantuzzi n "t Antonio da Trento Mine l'er-on sei. Die Sache war aber damit ''och nicht abgethan, Her Formschneider Antonio da'I'rento hatte nach * asari geinen Meister Parmigianlno bestohlen, und ging mit dem Raube •'her alle Berge. Wohin er sich gewendet, wusste Vasari nicht, später ■oet nahm man an. der Künstler sei nach Frankreich gekommen, und Habe Namen und Monogramm geändert. Allein der Dieb wäre 1540, "och zu Lebzeiten des Paraigianino, in Fontninebleau nicht sicher ge- ^'esen, und w j r müssen daher den A. Fantuzzi für einen ehrlichen Mann halten, bis erwiesen wird, dass er mit Antonio da Tronto wirk- j'cli Eine Person sei. Mnlpe lässt den Antonio Fantuzzi 1520 in Vi- perbo geboren werden. Wäre diese Angabe richtig, so müsste der be- *&Qnte Identificirungs-Vorsueh trotz der Autorität eines A. von Bartsch Scheiten,; denn Antonio da Trento soll nach Vasari um 1530 unter •wnigianino gearbeitet haben, während die Thä.ligkeit F'antuzzi's von 1540— l5/ l5 documentirt ist. . Bartsch P. gr. XVI. p. 334 ff. beschreibt ausser den Holzschnitten ,P S Antonio da Trento 37 radirtc Blätter von Antonio F'antuzzi. Sie r[» "ach Pn.niiigianiho, Primaticcio, Giulio Romano, Rosso, und Dach '!'''. Antike ausgeführt. Die meisten sind figürlichen Inhalts, bis auf ''""ge Landschaften, welche aber ebenfalls mit Figuren staffirt sind. ' nl einigen Blättern stehen obige /eichen, welche „Antonio Fantuzzi aglio" zu l es cn sind. Das Wort „Taglio" oder „Taglia" bedeutet: '»foeidit, Sculpsit". Auf anderen Blättern steht in derselben Bedeutung ein aus ANT, oder Ai\FT zusammengesetztes Monogramm. Nachträge zum Peintre graveur von A. v. Bartsch: ,e8e N&cDtrgg« gvlten auch für ,cr(l( ' der Fun abgehauen ist. Links ist Handgemenge, und m Soldat haut mit gezogenem Schwerte auf die Gefallenen ein, welche c ' 1 " zu seinen Füssen siebt. II. 11 Z. 9 L. Br. 16 Z. 8 L. — Die j,™ P°*ition dieses Blattes scheint von Giulio Romano zu seyn. Bartsch tai n jf 1 eil)t (, s S. 415 unter den anonymen Stichen der Schule von Fon- •yy. e, deau, un d legt es nur muthinasslich dem A. Fantuzzi bei. r sahen einen alten, sehr schönen Abdruck mit Mariette's Namen, 286 AFT —AG. Nr. 580 — 581. auf welchem unten in der Mitte das erste der gegebenen Zeichen sieht, aber wahrscheinlich aufgeschrieben, da Bartsch und Zanetti das Blatt als anonym bezeichnen. Dieses Blatt, gehört unstreitig zu den schönen Arbeiten des Fautuzzi. 5) Ein Zug von Truppen mit Schilden. Sie begleiten einen Convoi von Pferden, Wägen und Soldaten, «reicher sich noch rechts hin bewegt. Im Vorgrunde bemerkt man einen römischen Krieger mit Früchten im Korbe. Das l'ferd, welches er reitet, führt ein Soldat. In der Ferne bemerkt man einen Wagen mit Weibern und Kindern. II. 11 Z. Br. 16 Z. 4 L. — Dieses schöne und originelle Blatt ist ohne Namen und Zeichen. Zanetti, (lahmet Cicognnra No. 1478, glaubt es dem A. Fantuzzi zuschreiben zu müssen. 6) Kino Landschaft mit dem verlornen Sohne, welcher bei den Schweinen kniet. Mit dem Zeichen, qu. fol. — Dieses Blatt erwähnt lt. Wcigel, Kunstkatalog No. 13,031. 7) Der Fischzug des hl. Petrus, vorn mit Männern und Frauen. Nach Rafael, qu. fol. — Von R. Weigel erwähnt No. 14,358. 8) Die Fusswaschung des Herrn, grosse Compositum, gr. qu. fol. Dieses Blatt ist äusserst selten. 9) Ein grosser Cartouche. Im mittleren Felde sieht man zwei Schiffe auf dem Winter, und links am Ufer eine Stadt. Hechts am Horizonte zeigt sich eine Festung. Links nach unten gegen die Mitte das Zeichen. II. 9 Z. Br. 14 Z. 8 L. 10) Grosser Cartouche mit einem leeren Felde in der Mitte. Zu den Seiten ist je eine Oaryatide, und die Einfassung bilden Grottesken. Unten sind Knaben mit Fruchtgewiiideu, und oben zwei stehende nackte Figuren. Das Zeichen steht unten in der Mitte. H. 10 Z. 9 L. Br. 15 Z. 10 I;. 580. Andreas Trost, Kupferstecher, arbeitete um 1660—1680 zu yr* Wagenburg in Kärnthen. In .1. Weichard Valvasor's Beschreibung t/T. von Kärnthen sind mehrere radirte Prospekte von ihm. Viele andere Blätter findet man in dessen Theulrum vitae humanae iriparlitum IftliO. Das interessanteste Wink des Künstlers ist aber der Todten- tanz in freier Nachahmung der Ilolbein'scheu Blätter in Einfassungen von Arabesken, Thicron, Blumen &c., 8. Man lindet sie in Valvasor's Theatrum mortis humanae IGH2, Die Blätter des Todtentanzes sind ohne Bezeichnung, auf anderen Stichen des Meisters findet man aber obiges Monogramm. Auch der Buchstaben AT und AT f. bediente er sieh. 581. Andreas Gessner, Buchdrucker in Zürich, gehurt einer Familie an, welche mehrere berühmte Männer zählt» und er selbst leistete als Buchdrucker und Buch- iändler der Kunst und Wissenschaft die erspriess- lichsten Dienste. Jakob und Tobias Gessner, die Söhne desselben, führten die Handlung fort» und somit blühte die (iessner'sche Offizin h' s gegen das Ende dos 18. Jahrhundert!. Auf den Titeln der Druckwerke aus dieser Anstalt sind schöne Vignetten mit dem Signet der Gossnci eingedruckt, man kann aber nicht nachweisen, dass eine derselben von einem der Gessner selbst in Holz geschnitten wurde. Die schönste Vig' nette von allen ist jene mit dem ersten Zeichen, welche dem Andre» 9 Gessner angehört, und in Form eines verzierten Wappens im Renaissance - Styl gehalten ist. Links oben ist das Sinnbild des Glauben 9 » eine Frau mit dem Kreuze, und rechts die Charit«. Unten rechts u'' (1 links bemerkt man zwei Satyrn, Alles meisterhaft geschnitten. In Mi"* AG. Nr. 582 — 583. 287 ,n ^K'iotto ist ein Schildchou mit dem ersten Zeichen, und über demselben ruht ein Todtenkopf mit zwei Sanduhren. Den Schild angibt •we Bandrolle mit der Legende: ANDREAS GESSNRRVS. II. 3 Z. ' •'• Br. 2 Z. 8 L, Diese Vignette kOMmt in folgendem Werke vor: 'Undcrbarliche köstliche Gemalt, oveh eigentliche Controfncturen manchcr- •» schöne (/ebenen. Xiirych, Jakob und Thobias (lessner löOI, gr. fol. El enthält 18 Blätter mit zart geschnittenen Gebäuden im römischen Style von den Monogrninmiston /OK und IW> Der eine von diesen hat '«her auch die Vignette geschnitten. Das zweite Monogramm, ebenfalls jenes der (iessner'schen Offizin, Is ' verkleinert nach jenem auf dem Tim folgenden Werkes : Imagines m l>eratorum liomanorum omnium — ex thesauro Jacobi Slrodae. Ti- V»i ir,r,n, fol. Dieses Werk enthält In .Medaillons mit architoktoni- ^'iiein Passe-partout die Bildnisse der Kaiser von BIP (lt. Wyssonbach) geschnitten. Wir werden aber über diesen Meister an betreffender welle handeln. ,. Ein drittes Signet der (Iessner'schen Offizin haben wir unter *o. 3 gegeben. 582. unbekannter deutscher Maler aus der früheren Zeit des 16. Jahrhunderts. Dieses Zeichen fanden wir auf einem Gemälde, welches die Maria mit dem Kinde, St. Anna und den kleinen Johannes in einer mit reicher Vegetation prangenden Landschaft vorstellt. Das Bild erinnert in manchen Dingen an die Werke des Heinrich — Aldegrever, scheint aber älter zu seyn, als jene. Wenfalls müsste es aus der frühesten Zeit des genannten Künstlers '"nmen. Die Figuren sind klein, und die Färbung lebhaft. Auf den Kupferstichen Aldegrever's kommt kein derartiges Zeichen B f'!'i ."" ( 1 iU,( 'h auf dessen Gemälden erscheint das (i gewöhnlich in dem •Machen A, wie aus dem folgenden Artikel zu ersehen ist. "83. Heinrich Aldegrever, Maler und Kupferstecher, wurde von Sandrart irrig Albert Aulegraf ge- t^"^"*rt nannt, und dalier auch von späteren / 1 Schriftstellern unter diesem Namen / /^%\ eingeführt. Ja selbst in neuester Zeit vi I V w "" tc man uocu ilu , '" 1CU Albert -* VJ- V Aldegrever glauben, weil nämlich die ^^ 7—T -, . . - , Kunstgeschichte auch von einem Al- IC-X /TM 7t& TT jfW 7~X bert aus Wostphaleu weiss, worunter S() yVVy\.iGYJ^|Z5-Aj/G\ unser 11. Aldegrever gemeint seyn \,| .' Allein für den Namen „Heinrich" sprechen mehrere Blätter des Joh» ' W '° •' ( ' nc m ' t n Widniaitn des Herzogs Wilhelm von Jülich, Ivf"'.' von I'Cyden, Bernhard Knippenlolling, und Aldegrever's eigenes „ t ait von 1530 und ir,HT. Auf dcni enteren steht: Aldegrevers hec ri c P ? aeseHS pictoris imago Ilenrici etc., auf dem anderen: Irnago Ilin- l).L c 9 r evcrs. Suzatien: ab ipso autore ad vivam effigiem deliniata etc. Aid" 1 ' 8 könnte man auch mit Recht schliessen, dass sich der Künstler Mrfl 8reVerS ' nicnt A1(l egrever genannt habe, allein in alten Papieren lieh ° r , A - 1(le Grare und Aldegrever genannt, lieber einen muthmass- Kr'im" S()lln llcs Künstlers, Namens Albert, geben wir unter dem Mono- i, n o! ne ÄS. oder AVS. Nachricht. Diesen hatte vielleicht Sandrart n Sinne, (]„ J 1 ' Aldegrever wurde 1502 zu Paderborn geboren, wie wir jetzt kun i Hefeken in Wigand's Archiv für Geschichte und Alterthums- •M Westphalens Bd. II S. 331 (Westphalia 1826, No. 1 u. 23) 288 AG. Nr. 583. wissen. Bartsch u. A. lasson ihn zu Sonst gehören werden, allein Aldegrever liess sich erst 1532 in jener Stadt nieder, und nannte sich als Bürger seihst einen Soester, worauf das Wort „Suzatien" auf den ohen genannten Blättern deutet. Man Elfalt den Aldegrever zu A. Dürer's Schülern, und hei aller Kigcnthiimlichkcit ist auch der Styl der Schule dessclhen nicht zu verkennen , besonders in den früheren Werken des Künstlers. Allein zu dieser Richtung könnte er auch durch das Studium der Werke Dürer's gelangt, seyn, ohne seihst in Nürnberg verweilt zu haben. Das Malen lernte er sicher nicht im Hause Dürer's, denn sein Karbenanftrag ist dünner, all jener des genannten Meisters, und gleicht mehr jenem in den Bildern der Niederländer. Auch herrscht in der Färbung öfters eine ziemliche Trockenheit, wie sie bei Dürer nie vorkommt. Die Wärme der Farbe muss bei ihm die Frische derselben ersetzen. Dann weicht Aldegrever auch in der Zeichnung von diesem Meister ab. Ks war ihm die kühne Richtung des Michel Alf' gelo nicht unbekannt, und somit suchte auch er seinen Compositioncn (Irossartigkoit zu verleihen, aber ohne die Masse in dem (-trade bewältigen zu können, wie Buonarotti's Geist es vermochte, in mehreren seiner Gemälde sind auch wirklich grossartige Partioen, andere dagegen schwerfällig und schwülstig, fast in allen ('ompositionen spricht aber etwas poetisch Schwärmerisches an, weichet auch seinen Kupferstichen, die im Ganzen jenen Dürer's nachstehen, einen gewissen Reiz verleibt (Jeher das Todesjahr dieses Meisters herrschen schwankende Angaben. Das jüngste Datum anf seinen Kupferstichen ist 1666, nicht 1558, wie man irriger Weise auch angegeben ludet. Im Jahre 1558 soll der Künstler gestorben seyn. In Wigand's Archiv ist das Todesjahr desselben nicht bestimmt, es heilst nur, er sei zu Soest 156 . g c ' stürben. Früher setzte man nämlich seinen Tod um 1562. Ausser dem genannten Archive findet man auch in der Zeitschrift für vaterländisch" Geschichte und Alterthumskunde Westphalens von .1. Meyer und H.A. Eberhard, B. IV. 2., Münster 1841, eine Biographie dieses Meisters- Bartsch, 1'. gr. Vlll. p. 362 ff., beschreibt 889 Blätter von Aldegrever, fügt mich noch ein zweifelhaftes bei, und zählt im Anhang 1 ' noch weitere !) Blätter auf, welche dem Künstler mit Unrecht beigelegt werden. Heller gab 1844 einige Zusätze zu Bartsch, ergänzt aber meistens nur die Inschriften, und (heilt sie diplomatisch ab. Auch au* einige neuere Abdrücke macht er aufmerksam. Bartsch gibt nur Bin Monogramm des Künstlers, ähnlich unserem fünften Zeichen. Heller fügt demselben ein zweites, durch die. Gröl** verschiedenes Namenszeichen bei. Brulliot copirte drei Monogrammen! die sich ebenfalls nach der Grotte abstufen, wir fanden es aber nöthigi die Monogrammen-Repräsentanten nach den Originalkupferstichen «<"' Kormschnitten in PaCSfmileS beizufügen, Nur das letzte Zeichen find*" sich auf einer Copie, worüber wir unten handeln. Aldegrever bezeich' nete auch Gemälde mit der Nainenschifl're, welche sich nicht wesentlich von den obigen Zeichen unterscheidet. Das erste Monogramm steW auf einem Holzschnitte mit Biramus und Thisbe, das zweite auf den 1 Bildnisse des Albert von der Helle B. No. 186, das dritte auf jene» 1 des H. Aldegrever B. No. 188, und das vierte auf den Blättern m' 1 den Evangelisten B. No. 57 — 60, welche aber auch das Zeichen ''f 9 Georg Pencz tragen, da sie nach diesem gestochen sind. Das fünf«* Zeichen findet man auf dem Bildnisse Dr. M. Luthers B. No. 184, s0 . wie auf jenem des Philipp Melanchton B. No. 185. Die Zeichen » u diesen beiden Blättern sind fast nur punktirt, und auch der Stieb l' 11 für Aldegrever etwas Fremdartiges. Das vorletzte Zeichen findet i» ;l " auf dem Blatte mit dem römischen Alphabete, B. No. 208. Dassel» 6 AG. Nr. 583. 289 Zeichen trägt auch das von B. No. 250 beschriebene Blatt, welches ebenfalls ein rümisches Alphabet mit Genien enthält. Das 0 im Mono- pamroe ist über nicht verkehrt, wie oben, sondern in richtiger Stellung'. JJann findet man das vorletzte Monogramm auch auf dem Blatte mit Adam und Eva, wie sie von der verbotenen Frucht essen, B. No. 136. Das Original hat über dem Monogramme die Jahrzahl IHM, die Co- Pic (£43, In dieser Form kann aber das Monogramm leicht für AU. statt für AG genommen werden, wie diess bei Heller S. 32, und bei "i'ulliot I. No. 655 der Fall ist. Wir werden daher unter dem Monogramme AU. ausführlicher über die genannte Copie, so wie über andere gftchstiche der Blatter aus der Folge bei Bartsch No. 135—142 handeln. *|'. r beschreibt sie unter dem Titel der Macht dos Todes, und man darf ilie Vorstellungen mit jenen aus der Folge des Lebens der ersten El- ter 'i, B. No. 1 — 6, nicht verwechseln. Schliesslich bemerken wir nur noch, dass die gegebenen Monogrammen sich auf verschiedenen Blättern mit geringen Abweichungen »wderholen. Supplemente zum Peintre grareur des A. v. Bartseh. K u p f e r s t i c b e. fi 1) Die Erschaffung der Eva. Adam liegt links auf dem Boden im f , a *°', während sich Gott Vater gegen ihn neigt, um die Gehnlfin zu '■Chanen. Im unteren Bande steht: foemavit uns devs (Sc. II. 2 Z. t lj - und 5 L. Band, Br. 1 Z. 10 L. — Dieses schöne Blatt kennt artsch nicht. Es trägt das Zeichen des Künstlers, und bildet das j, e genstüek zu dem folgenden Stiche von 15hl. Die Erschaffung der ," lV & ist ohne Jahrzahl, während Bartsch auf einer ähnlichen Darstel- j. ln g No. 135 Zeichen und Jahrzahl tr,M angibt. Es ist aber mög- ,"'• dass es sich um eine der Copien handelt, auf welche wir unter ni Monogramme AU. aufmerksam machen. j 2) Die Vertreibung der ersten Menschen aus dem Paradiese durch ■i,' n Engel. Sic richten ihre Schritte nach links, und voraus geht der Im ( ''° Mandora spielend. Mit dem Zeichen und der Jahrzahl Hihi. m Unteren Bande: kjiisit kvji iiomin'vs movh *.:. II. 2 Z. 5 L. mit J.f* Band, J!r. 1 '/,. 10 L. — Dieses Blatt bildet das Gegenstück zu j '(Sein. Es ist in der Weise von Bartsch No. 12 gestochen. Beider r^tter erwähnt Zanetti im Cabinet Cicognara No. 730 und 731 mit der ^'"niiiiing, dass er keine andere Beschreibung derselben gefunden habe. y^ 1 ' 1 ' No. 2 wird daher nicht No. 137 bei Bartsch seyn. — Von der (i'"".'''''buiig aus dem Baradiese, B. No. 5, gibt es eine gegenseitige rjP| e ! Wo das Zeichen und die Jahrzahl IMO links oben steht. Diese Hii'A 0 kennt Bartsch nicht, und mau darf sie nicht mit dem obigen «latte verwechseln. 3 . [3— ß.| Die Geschichte des Ulli ir>r,r,, B. No. 14—17. H. 4 Z. pio Br - 3 z - Von diesen vier Blättern kennt Hr. J. A. Bömer Co- 'ua'r' wol(!nc schon Mancher für Original nahm. Es ist zwar der Stich Au^l' 01 ' <1(!r Charakter der Köpfe etwas anders, aber man sollte doch A rknialc angeben. Nur von drei Blättern ist uns dieses nach den «wchnungen Börner'i möglich. hm • J(,t " ''"'l'ß'iKt die Engel, B. No. 14. Im Originale blicken die sind| ,' om des Loth anstouig durch den Schlitz des Beinkleides. Sie (],,,. ''"reh eine tiefe abwärts lautende Kalte gctheilt, welche aber in sicli i"'' i,! "' t: '' t ""''"' "" ffil| lend, ja kaum angedeutet ist. Es ziehen 1 J'ichte Querlinien über den Unaussprechlichen. Kein Jj0tl1 verhindert die Gcwaltthat, welche die Bewohner den En- anthun wollten, B. No. 15. Im Originale ist der halbe Mond auf 290 AG. Nr. 583. dorn höchsten Thurme im Hintergründe nicht ganz ausgedrückt. Es ist die rechte Scito kürzer, während in der Copin dieselbe sich mehr rundet. 5) Loth zieht mit seiner Familie aus Sodom, B. No. 16. Recht» an dem Erker des runden Thurmcs, welcher sich links erhebt, bemerkt man im Originale an der beschatteten Bette ein dunkles Fenster, welches der Oopist nur schwach mittelst zwei senkrechter Linien andeutete. 6) Loth von den Töchtern berauscht, B. No. 17. — Wir können die Copie durch kein Merkmal bezeichnen, wissen aber von einer anderen Copie dieser Darstellung. Sie erseheint in einem Kunde, mit Aldogrover's Zeichen. 7) Susanna von den Alten überrascht, B. No. 30. II. 4 Z. und 2 L. Band, Br. 3 Z. — Bartsch, Anleitung zur Kupferstichkunde & f ' S. 7, spricht von einer Goals dieses Blattes, in welcher die Stundenzahlen an der Sonnenuhr nicht angemerkt sind. Diese Oopie soll linW nur vier Kieselsteine, das Original deren sechzehn aufweisen. Hr. Bot" ner glaubt, dass es sich nur von einem späteren Drucke der Originalplatte handle. Er bestimmt die Abdrücke, wie folgt: I. Von der reinen ursprünglichen Platte mit den Ziffern der Ulu'i und vor der Adresse des Martin I'etri. II. Mit der Adresse von Martin Potri. III. Von der retouchirten Blatte. Die Stundenzahlen der Uhr sin« mit einer Strichlage von links nach rechts bedeckt, so dass ein dunkler Fleck sich zeigt, und kaum die Hälfte der Zitier 8 mehr durchscheint. Solche Abdrucksgattungen dürften von allen 4 Blättern mit den Darstellungen aus dem Leben der Susanua verkommen, B. No. 30—33' Von No. 33, der Steinigung der beiden Alten , gibt es eine Copie vo" dem Monogrammisten AT l'tlO. Bartsch kannte sie nicht. 8) Das Oleichniss vom bösen Reichen und dem armen LazafB* Folge von 5 Blättern, B. No. 44 — 48. Diese Blätter sind nummerii'ti und im Rande eines jeden ist eine lateinische Inschrift. II. 2 Z. 10 L- und 1 L. Rand, Br. 4 Z. — Bartsch macht nicht auf die Copien dieser Blätter aufmerksam. Um diese zu kennen, bedarf es nur der AngaWi dass in den Inschriften auf No. 44, 45, 47 u. 48 bei Bartsch der Buch dtabe „iV" in den Originalen durchgehonds verkehrt, in den Coni«* richtig gegeben ist. Nur im Worte ,, Infernos" (No. 47) ist er auch "' der Copie verkehrt. Von diesen Copien wissen wir nur durch Hrn. Born«* 9) Der erstandene Heiland mit der Siegesfahne in der Linken, u»* die Rechte zum Zeugnis! erbebend. Oben steht: pax niTÄ chmstus, n"' Rande i4 \A verkehrt). Rechts in halber Höhe das Zeichen mit tS5»' II. 2 Z. 7'/i L. Br. 1 Z. 10 L. — Dieses Blatt kennt Bartsch nieb 6 10) St. Christoph als Pilger auf dem Boden vor einem Baumstamm 11 sitzend, wie er sich mit der Rechten an einen aufwärts gestellten Bann 1 ' ast stützt. Oben in Wolken trägt der Engel ein Tafelchen mit 0«* Jahrzahl 4090. Ohne Zeichen. II. 2 Z. 8'/. L. Br. 1 Z. 9 L. * Dieses Blatt kennt Bartsch nicht. 11) Die vier allegorischen Frauen, halbe Kiguren in reichster TraC** 1) Judith, B. No. 34. 2) Der Glaube, B. No. 131. 3) Die Unmässig" keit, B. No. 132. 4) Die Stärke, B. No. 133. Diese Blätter, welcW die Jahrzahl i828 tragen, bilden eine Folge, was Bartsch übersch" 11 hatte. II. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 5 L. f 12) Die Tbaten des Herkules 1696, B. No. 83—95. H. 3 Z. 5^ und 6 L. Rand, Br. 2 Z. 6 L. — Bartsch macht nur auf die Cot» 6 * des Monogrammisten l'M. aufmerksam, es gibt aber auch verschied'' 1 " bcti'ügliche Copien mit Aldegrever's Monogramm. Einige sind von '''' Gegenseite, wie jene mit Herkules, welcher den Antheus erdrückt) *' AG. Nr. 583. 291 No. 88. Zeichen und Jahrzahl ist rechts oben. — Die neuen Abdrücke ^iid ganz blas». Im Jahre 1814 Hess der Kunsthändler J. Riedl in Wien solche machen. 13) Herkules erwürget den Löwen, rundes lilatt, B. No. 97. Durchmesser 1 Z. 10 L. — Bartsch kennt nur einen Abdruck mit dem Zeichen rechts oben, man kennt aber auch Exemplare ohne Zeichen, wahrscheinlich erster Art. 14) Kino Frau mit einer grossen Standarte in beiden Händen, nach ' m *s schreitend. Sie wendet aber den Kopf nach rechts, wo oben ein " a Ppcn zu sehen ist. Auf der Fahne ist ein Storch. Rechts unten ftut der Erde ist ein Täfclchcn mit dem Zeichen und der Jahrzahl '•M; Im Rande zwei lateinische Verse. II. 8 Z. 10 L. Br. 2 Z. 3 L. ~ Dieses schöne und seltene Blatt kennt Bartsch nicht. . l- r >) F.in junger Mann mit kurzem polzverbrämten Obcrkleide führt ""' der Linken ein Mildchen, dessen Kleid an der linken Seite aufgeschlitzt ist, und den Unterrock sehen liisst. Beide Figuren sind fast von vom genommen, und schreiten nach rechts. Oben ist das Monogramm. H. 4y„ Z. Br. 2 Z. 11 L. — Dieses Blatt, welches Bartsch '•borgeht, ist sicher nicht von Aldegrever, sondern von späterer Hand, "flUeicht nach einer Zeichnung des Meisters gestochen. 16) Ein ältlicher Ritter, welcher in 3 / 4 Ansicht fortschreitend seine junge Frau an der Hand führt. Er trägt ein Barret mit Federn auf cm Kopfe, und an der rechten Seite ein breites Schwert. Oben links "as Zeichen mit ir,r t 2. H. 4 Z. 1 L. Br. 2 Z. IO'/jL. — Mit diesem blatte hat es wohl dieselbe Bewandtniss, wie mit dem obigen. Sollten Beide Vorstellungen ursprünglich von Aldegrever gestochen, und die Plannten Blätter etwa gegenseitige Copien seyn, da der Ritter das ' liwci't an der rechten Seite, und auch der junge Mann seinen Palasch lj°nts trägt, so bemerken wir, dass der Junker rechts, und der Ritter ln «s steht. In keinem Blatte stimmt aber die Stichweise für Aldegrever. 17) Ein Lanzknecht mit der Hellebarde zu Pferd. Das letztere ist Oi'einem Gesträuche nach links gerichtet, und der Hinter erfasst seine ''•'lebarde mit der Linken in Mitte des Schaftes. Ohne Zeichen, aber " u Heinecke (Dict. des Art. I. p. 123 No. 6) dem Aldegrever zugo- S(;l| neben. H. 2 Z. 4 L. Br. 3 Z. 5 L.? . 18) Der Kühndrieh auf dem Marsche. Rechts oben ist das Zeichen ?" t029. II. 3 Z. Br. 1 Z. 11 L. — Dieses Blatt ist eine dem Ver- j! ss, 'i' des Peintre graveur unbekannte Copie nach der geistreichen Ra- 1 run K B. No. 176. Das Original hat links oben auf dem Täfclchen as Zeichen mit der Jn.hrza.hl 1838. ]• 19) Der Mönch und die Nonne unter einen Baume in Unzucht d.'''? 1 '! 1 , 1 '' Von rechts her kommt ein Mann mit dem Schwerte gegen "*■ •Paar heran. In der Mitte an Uaume ist das Zeichen ohne Jahr- ,;'i "• H. 3 Z. 5 L. Br. 2 Z. 6t der Jahrzahl tB30 in Mitte del Blattes stehe. Das erwähnte Blatt gegenseitige Copie nach G. Pencz. . 20) Ein nackter Knabe mit einer Stange auf dem Steckenpferde 51/ ? Kr tl ' iiKt einen Siiljc ' iU1 (1(n ' K«pp«. Ohne Zeichen. H. 1 Z. iilip. Kr - HL. — Dieses Blatt beschreibt Bartsch nicht, es scheint * von Aldegrever herzurühren. t A 21) Dr. Martin Luther's Bildniss, Büste fast von vorn. Oben steht: £fc I ■ A. CVRAM. TV AM. IN. DOMINVM. ET. 1PSE. TE. ENVTRIET. Moli ■ lotzten Zeichen. II. 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 6 L. — Diess ist dit's lfinn ( '°l )ifi > deren Bartsch No. 184 erwähnt, aber ohne Angabe, s das Zeichen von der gewöhnlichen Form abweiche. Es ist in- 292 AG. Nr. 583. dessen möglich, dass Bartsch eine andere Copie vor sich hatte, weil er das Monogramm Aldegrever's als nicht vorhanden angiht. 22) Ph. Melanchtoh's Bihlniss ir,M), li. No. 185. H. 6 Z. 4 L. Br. 4 Z. 8 L. — Bartsch erwähnt die betrügliche Copie dieses sehr seltenen Blattes nicht. Wie im Original ist der Kopf in 3 /t Ansicht nach rechts gerichtet, und auch des Meisters Zeichen steht darauf- Der Stich ist aher etwas kräftiger, und oben steht: — — Pronob- ii. statt:------PRO NOBltt - . Kr. Koch hat dieses Bildniss schön nachradirt. 23) Eine Vignette mit der Jahrzahl /.MO. In der Mitte ist eine Vase, und darüber eine Fratze. Rechts und links steht je ein Knabe mit dem einen Fusse auf einer Art Sphynx, mit dem anderen auf einem chimärischen Thiere. Links in halber Höhe Datum und Monogramm. H. 2 Z. 6 L. Br. 1 Z. 10 L. 24) Vignette von 152!). Sie hesteht aus Laubwerk mit phantastischen Köpfen verschiedener Thiere. In der Mitte steht die Jahrzahl, das Monogramm fehlt aher. H. 1 Z. 8 L. Br. 3 Z. 4 L. 25) Vignette von IZ.'l.'i. Rechts und links eines Feldes von Laubwerk sieht man die Hälfte je eines in Laubwerk ausgehenden Knaben- In der Mitte unten ist die Jahrzahl ohne Monogramm. H. 1 Z. 1 L. Br. 3 Z. 2 L. 26) Eine Ooldschmicds-Vcrzicrung ohne Datum. Unten sieht man ein nach rechts gewendetes Kind mit dem Füllhorn in der Linken. Es umfasst mit der Rechten einen Zweig, dessen Blätterwerk den übrigen Raum füllt. Rechts unten in der Ecke ist das Zeichen auf einem Tü- felchcn. II. 4 Z. 5 L. Br. 10 L. 27) Goldsclrmicdsmustcr ohne Datum. Drei Genien tragen einen Aufsatz mit Arabesken. Der untere Theil ist schüsseliormig, der obere bildet eine Art Becher. Ohne Zeichen. II. 2 Z. 11 L. Br. 1 Z. — Die oben beschriebenen Zierfelder kommen bei Bartsch nicht vor. 28) Die Vignette mit zwei kleinen geflügelten Genien und Laubwerk i.52.<>, B. No. 228. II. 1 Z. Br. 2 Z. 11 L. — Es gibt eine gegenseitige Copic, welche Bartsch nicht kennt. In dieser ist der Genius zur Linken von vom, und jener zur Rechten vom Rücken zu sehen- 29) Die Vignette mit dem Zentaur und seinem Weibe im Kampf" iry2i), B. No. 229. II. 2 Z. 1 L. Br. 3 Z. — Bartsch kennt die gegenseitige Copie nicht. Im Originale ist in der Mitte oben nach rechts das Zeichen und die Jahrzahl auf dem Täfelehon, in der Copie bemerkt man das leere Täfelchen. 30) Ein verziertes Feld mit drei Todteuköpfen im unteren Theil* Mit dem Zeichen. 31) Muster zu einem Degengriffe mit einem Herrn, welcher eine» Todtenkopf auf der Brust trägt. Diese heiden Blätter werden im Nachtrag zum Catalog Rcynaru ohne Maassangahe erwähnt. Holzschnitte. Bartsch, P. gr. VIII. p. 455, beschwürt nur ein Blatt von Ahl<" grever, welches er aher nach seiner bekannten Ansicht nicht für Ori' ginalschnitt hält. Wir haben über den Streit für und gegen die Eigenhändigkeit von Malerfonnschnitten schon im Artikel des MbrecW Altdorfer, Albrecht Dürer u. s. w. herichtet, und werden im Verlauf 11 des Werkes noch oft Gelegenheit haben, darauf zurück zu komme»- Durch vielfache Autopsie wird man endlich zur Ueberzeugung gelange* dass die alten Maler nach Beruf und Lust selbst die so malerisch'' Technik des Formschnittes geübt haben. Und diess ist namentlich au'* mit Aldegrever der Fall, welchen- mit Leichtigkeit den Grabstichel i' 11 AG. Nr. 583. 293 i dem Sehneidmesser vortäuscht haben dürfte. Es ist kein Formschneider ta Soest, oder in anderen Städten Westphalens bekannt, wclclier ge- oignet gewesen wäre, die folgenden Blätter mit solch malerischem Gerolde zu behandeln. 32) Die von ihrem Vater zum Kerker verurtheilte hl. Barbara. Bartsch 1. c. p, 455 gibt diese Erklärung nicht, sondern erkennt in dorn Vater einen nach rechts schreitenden Mann mit einem über die Achsel reichenden Stocke, wie er mit der Linken nach dem links vor ihm knieenden Weibe deutet, welches seinen Schutz anzuflehen scheint. Bochts des Blattes stehen zwei andere Männer, welchen eigentlich der Wink gilt, nämlich die knieende Tochter in den Thurm abzuführen, uer sich im Grunde erhebt Links oben in der Ecke ist das Monogramm , aber kleiner als das erste der von uns gegebenen Zeichen. «■ 5 Z. 3 L. Br. 3 Z. ß L. — Dieses Blatt ist eben so schön, als selten. i{. Weigel gab in seinem Prachtwerke: Holzschnitte berühmter l'b'istcii-. Eine Auswahl von schönen, charakteristischen und seltenen jjnginal - Formschnitton &c. IX. No. 43, eine meisterhafte Copie aus Hürckner's xylographischer Anstalt in Dresden. Das höchst seltene original fand er in der Sammlung zu Gotha. 33) Piramus und Thisbe. Ersterer liegt todt auf dem Boden, mit 'lern Schwerte ohne Griff in der Brust. Neben dem nach links sich Erhebenden, durch die Rundung abgeschnittenen Baume steht Thishe JJ't in Schmerz erhobenen Armen. Rechts ist ein grosser burgähnlicher ^alast, links vom Baume ab ein gewöhnliches Haus, und weiter ein "Hinnen mit laufendem Wasser. Am Baumstämme ist das erste Zeichen •'»gebracht, Rund, Durchmesser 8 Z. 8'/ a L. — Dieses höchst seltene 'att ist in Federzeichnungsmanier behandelt, und weicht in so ferne °n dem obigen ab, als jenes mehr in Stichmanier geschnitten ist. In 'ein oben genannten Prachtwerk von R. Weigel V. No. 24 ist eine chöne Copie von Krüger in Leipzig. Das Original, nach welchem die opie gefertigt wl) rde, kam aus der Sammlung Ceroni in das k. k. Cabi- ct z, i Wien. Ein anderes Exemplar bewahrt die k. Sammlung in München. 34) Das Bildnis! des Wiedertäufer Königs Johann von Lcyden, wkes Brustbild in Profil nach links, mit Barret auf dem Kopfe und mern kurzen Bart. Links oben steht der Name ,, Johann von Bokelt," Ai/°' - — dieses seltene Blatt ist sehr schön geschnitten, trägt aber ^Udegrever's Monogramm nicht. Es erinnert indessen viel an die Dar- r .°." u "g der hl. Barbara, und könnte um so eher von Aldegrever her- "nren, als er nämlich der Sekte der Wiedertäufer in Münster mit «inem. Vater Hermann zugethan war. Um der Verfolgung in Münster er Plenen, begab sich bekanntlich Aldegrever 1532 nach Soest, wo hntt 6 ( ' as BN*™ 88 acs Johann von Lcyden auch in Kupfer gestochen soll ^ er HolMChnitt ist aber nicht Copie des Stiches, sondern eine j. il'sttändigo Arbeit in einfacher Strichmanicr. Im königl. Cabinet zu München befindet sich ein Exemplar. . i«_ Andreas Giltlinger, Maler von Augsburg, war der Sohn des '&~ ^^ 1522 verstorbenen Gumpolt Giltlinger, welcher die St. Ul- M richskirche in Augsburg mit Gemälden zierte. Andreas Giltlinger malte in Oel und auf Glas, wir kennen aber nur eine Zeichnung, welche im k. Cabinet zu München sich befindet. Sic stellt einen alten bärtigen Mann dar, welcher j! n ßarret auf dem Kopfe und eine Kette um die Brust trägt. Er lehnt u? n an ein junges Weib, und links steht eine Alte. Diese Zeichnung im niit dcr ^ Cllcr ausgeführt, und rechts oben mit dem gegebenen Mogramme versehen, qu. 4. ^«ogrammiaten. 24 294 AG. Nr. 585 — 588. P. van Stetten nennt die genannten Künstler Gültinger, im alten Handwerksbuche der Zunft in Augsburg ist aber Gumpelt Giltlinger geschrieben. Die Deutung des bisher unbekannten Monogramms beruht aber nur auf einer Tradition, deren Alter wir nicht bestimmen können. An Aldegrever ist nicht zu denken, obwohl dieser Künstler 1552 noch am Leben war. 585. Unbekannter Kupferstecher. Bartsch P. gr. IX. p. 482, i ;/jH i ( nimmt diese Zeichen für AG. , und in vielen «ß"U ^4(&T A*V Catalogcn wird unter diesen Buchstaben auf Jl^li. • )j * ' J~X. -den Peintrc - graveur hingewiesen. Allein das Monogramm besteht aus den Buchstaben AC, und wir haben es dess- wegen, genauer nachgebildet, oben No. 2G0 gegeben, zugleich mit dem Verzeichnisse der Blätter, auf welchen das Zeichen vorkommt. 586. unbekannter deutscher Kupferstecher, welcher in der ersten I . -r i Hälfte des 1 (i. Jahrhunderts gelebt zu haben scheint. IxSTItTT Th Er copirtc Btätter von II. Aldegrever und J. Hink- I **■ v I 7rn\ /pH 1) Der Fälindrich, Pfeifer und Tambour, gegenseitige Copie nach J. Bink, B. 66. Der Tambour steht hier links vom Itiieken gesehen, und der Fähndrich rechts. Oben links ist das Zeichen. II. 2 Z. 4 L. Br. 1 Z. 8 L. 2) Ein stehender Kricgsmanu mit der Musketcngabel in der Linken. Im Grunde sind kleine Figuren und eine Stadt. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 9 & 3) Mars stehend mit der Fackel zur Seite eines Pferdes und eines Ochsen. Copie nach II. Aldegrever. B. 76. H. 3 Z. 8 L. Br. 2 Z. 5 L. f;- \iWl. Anton Göttich? Dieses Zeichen mit der voranstellenden Jah*" Mzahl 1551 findet man auf einer gegenseitigen Copie des leidenden Heilandes nach Dürer's Blatt aus der kleinen Passion, B. No. 18' Der Heiland sitzt mit der Dornenkrone auf dem Haupte auf einem Stoino nach rechts gewendet« II. 2 Z. 6 L. Br. 2 Z. Heller, Leben A. Dürer's II. S. 553, glaubt, dass dieses Blatt neuere Arbeit, und von einem Betrüger mit dem gegebenen Monogramm versehen worden sei, um es für Aldegrever auszugeben. Nach einem alten Abdruck zu urtheilen, können wir diesen Kupferstich nicht für moderne Arbeit halten. Es mögen aber spätere Abdrücke auf neueres Papi** existiren. Der Copist ist wahrscheinlich Anton Göttich, welcher in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Augsburg thätig war, und einet Paul zum Sohne hatte. Eines ähnlichen Zeichens bediente sich auch Andreas Gentzsch in Augsburg, welcher aber unter folgender NummC eine Stelle findet. Wenn Malp6 I. p. 275 sagt, dass sich dieses Monogramm auch auf Titelblättern finde, so möchte es in diesem FalM eher dem A. Güttich, als dem A. Gontsch angehören. 588. Andreas Gentzsch, Kupferstecher, war um 1568 — 1016 i' 1 ►j-w Augsburg thätig, wenn nicht eher zwei Künstler dieses N»" M.,S./"^niens gelebt haben. Die älteren Blätter, welche bei A. GentzS<* erschienen, sind nämlich in einer anderen Weise behandelt, als jc IlC von 1616. Beide, Folgen gehören zu den Seltenheiten. 1) Eine Folge von 12 Blättern mit Mustern für Goldschmied 0 ' unter dem Titel: Spitzen buchte, leicht undt mit wenig milch, auff gemein 6 arbeit, golihchmiden und andern handlwerkern nützlich zu gebrauchen. '** Augspurg Bey Andreas Genlach, Kupffcrslecher. Im Jahr M. I). L. X. V"' Diese Blätter enthalten Friese von Laubwerk mit Ornamenten Waffen, Früchten, Figuren &c. untermischt. Der Grund ist mit hori' zontalen Linien und Punkten überarbeitet. H. 2Z. 7—8L. Br. 4Z. I 1 * AG. Nr. 580. . 295 i 2) Kino Folge von 6 Müttern mit Goldschiniedsverzieriingon auf Weissem Grunde. Im verzierten Ovale des ersten Blattes steht in Abhitzen : Mathias Be'Uler Imientor. Andreas Gentzsch Sculpsil et exeudit. In Avgusta Vindelic. IHK, 11. 1 Z. 11 L. lir. 1 /. 8 L. Die Illingen }> Jättcr seigen verschiedene kleine schwane and phantastische Figuren, •liiere &c. auf schmalen landschaftlichen Streifen. Auf vier Blattern sind je drei kleine Kriese, unten links mit dein Monogramme Mll (M. »eitler), rechts mit dem zweiten Zeichen. II. 1 Z. 8 L Hr. 1 Z. HL. ■km weiteres Blatt zeigt in der Mitte einen auf dem Zweige sieh schwingenden Genius von Vögeln und Insekten umgeben. Oben sieht: M. Heuler "Mentor, unten A. Gentisch sculplor. Diese Folge besieht vielleicht aus eitler grösseren Anzahl von Blatten. Sie sind nicht nuniniei'irt. ^589. Andreas Greift", Kupferstecher, war um 1660 in Nürnberg jtt thätig, und könnte auch Fisenschneidcr gewesen seyn, da er mit , ^ Gottfried Leigebe in Berührnng kam, Angereizt durch die neue J* : Erfindung des Ludwig von Siegen und des Prinzen Rupert von «er Pfalz, oder vielmebr durch die noch früheren gelungenen Versuche ws Kupferstechers Franz Aspruck in der Schabmanler (Vgl. No. 285) hatte !' r sich vorgenommen, auf den Grand derAezkunst in Kupfer ebenfalls j* der neuen Weise zu produriren. Er rndirte zu diesem Zwecke das gudniss des Gottfried Leigebe im Hrustbilde nach links gewendet. Die j latto hat eine ovale Form und ist von einem ovalen Rahmen umgeben. n > Abschnitte liest man: Gottfried Leigebe, | Eisenschneider in Nürnb- \ W». Am. 30. A" 1660. | In dem Rahmen um das Portrait steht: "rc/t Leiyebens Hand und Gaben, hat Gotl*Hicse Kunst erhaben, Gsund- le!t . Liebe, Fleiss und Stank, fördern solcher Hände Werk. — Links Segen unten ist das gegebene Monogramm, welches bei lirulliot L No. 402 icbt genau erscheint. Rechts im Hintergründe bemerkt man unfeinem j etlel das aus GL bestellende Zeieben des G. Leigebe, welches wir unter GL beibringen müssen. II. 4 Z. 8 L. Hr. 3 Z. 6 L. , T . Auf das erwähnte Bildniss macht auch Graf Leo de Lahorde in der »ölstoir de la gravure en nianicrc noire" n. 220 aufmerksam, um aber '|" Gang der l'rocedur kennen zu lernen, muss man auf die verschio- ( ,'' ll,, n Abdrucksgattungen der Platte sehen. R. Weigel machte iniKunst- l > ' ll:ll <|ge No. 7423 am vier verschiedene Zustande aufmerksam, J. A. jjj'ner geht aber in seinen handschriftlichen Supplementen zu Brnlliot's ictoniniirc des monogrammes noch weiter ein, so dasswir hier folgende '."Stimmungen geben, mit der Bemerkung, dass der Name des Monogram- jsten bisher nicht bekannt war. Mr. Leo de Laborde nennt indessen ■ A. Groiff, aber ohne ihm irgend ein Blatt zuschreiben zu können. vy . *■' Vor der Einfassung und mit den beiden Monogrammen, nach '«gel's Bestimmung Aezdruck. j, U. Mit der Umschrift im Rahmen, und ohne die Sylbc fe. unter dem °ne,graminc, wie Weigel angibt. Doch liegt nach Börner der Unterschied Hai i darin a,lcil1 - Der auf der linken Achsel bin sich erstreckende tt jT 8 «*gen hat einen schmalen weissen Sniini oder Rand, welcher we- li(,r' r ,,lm ' u den aort befindlichen schwachen Ihnriss, als durch das Auf- 1,11 der über den Krageuthcil gelegten Schraihrung entstanden ist. • (, J"- Mit der Kylbe fe unter dem Monogramme. Der Umriss des Soul " 1( ' n Kragensäuines il jetzl verstärkt, so dass er nicht mehr weiss, j, Gern mit Schrafflrnngen überzogen ist. Her Schatten, welchen der des iiS nut tliW ^ e,f * n O wirft, wurde ebenfalls verstärkt, und das Eck ' S(! lbcn, früher fast abgerundet, erscheint jetzt spitzig. Orbo't ' von Wo '8'- 1 angezeigte Gattung mit eingemischter Schab- Clt , Welche den Grafen L. de Laborde bewog, das Blatt aufzunehmen. 24* 298 AG. Nr. 590 — 592. Die IJeberarbeitungcn im Gewände sind nach Börnor mit dem Granir- stahle bewirkt, welcher aber zu weitläufig, und zu sehr in einerlei Richtung geführt ist, als im das Blatt durch dessen Anwendung gewonnen hat. Der Hintergrund wurde gänzlich mit diesem Instrumente übergangen, und über dem Kopte, wo ein lichterer Ton hervorgebracht werden wollte, erscheint diese hellere Stelle streifig. V. An der Stelle der in den früheren Abdrücken sichtbaren Nadelarbeiten ist der Stichel angewendet. Im Gesichte ist einiges gemildert, der weisse Kragen, welcher bisher zwei breite Lichtstellen enthielt, ist ganz mit leichten (Irabstichcltaillcn überzogen, alle Nadclarbeiten in den zwei Aermeln des Wamses sind auspolirt, und durch sorgfältigere, weniger rauh erscheinende Grabstichollinicn ersetzt. Die Schraffirungcu des linken Aermels, früher von links nach rechts durch die Nadel herabgeführt, sind jetzt in entgegengesetzter Richtung mit dem Stichel bewirkt. Der Leib hat durch die Beihilfe des Stichels ein tieferes Schwarz erlangt, sowie das Ganze durch diese Abänderungen gewonnen. Im vierten Abdrucke hat der Abschnitt unten im Ovale ein schmutziges fleckiges Aussehen, da die Bearbeitung desselben mit dem Granireiscn nicht gelungen ist. Im fünften Drucke ist der Raum auspolirt, und oben längs der Kante des die Schrift enthaltenden Raumes sind einige horizontale Linien eingestochen. 590. Albert Glockenton jun. soll nach Brnlliot I. No. 177 Glas- S?& gemälde auf solche Weise bezeichnet haben. lieber diesen A VI Meister handeln wir unter dem Monogramm AOL ausfuhr- /^» "* nung, welche aber nicht dem sogenannten alten A. Glockendon, sondern einem jüngeren Glasmaler dieses Namens angehören dürfte, deSSW Monogramm aber gewöhnlieh in imderer Weise verschlungen ist. 592. Unbekannter deutscher Meister, oder vielleicht zwei Künstler; ■ welche in der früheren Zeit des 18. Jahrhundert* gelebt haben müssen. Das zweite Zeichen p"} Christ in seinem Monogrammenbuche S. 198 wj* der Bemerkung, dass es, aus QN bestehend, N'' colaus Glockenthon angehören soll, was ihm aber noch nicht kl»' sei. Das von ihm beigebrachte Zeichen besteht auch sicher nicht au» ON, sondern aus AU, es fragt sich aber immerhin, ob Christ nach A"' topsie berichtet, oder oh ihm eine ungenaue Copie des Monogramm* vorlag. Wenn es sich um Nicolaus Glockcnton handeln soll, so nui" das JV angedeutet seyn, da ein anderes Zeichen, welches diesem KttnStW zugeschrieben wird, deutlich aus ÜN besteht. Das erste der oben gegebenen Monogrammen haben wir obenfa 1 _ nicht aus eigenener Anschauung. Es soll auf einer Zeichnung v0 ÄJ& IJ 07 AG. Nr. 593 — 596. 297 kommen, deren Inhalt uns nicht genannt ist. Wir enthalten uns daher .jeder weiteren Deutung, und wollen nur das Handzeichen festgehalten Jiabcii, um einen Anhaltspunkt für die weitere Forschung zu gehen. 593. Adam Grimmer von Frankfurt am Main? Nach Christ (Mo- 1% 67 riogr. Erkl. S. 92) findet man das erste Zeichen mit der Jahrzahl 1567 auf einem grossen Gemälde auf Leinwand, welches von einem geschickten deutschen Meister herrühren soll. Der genannte Schriftsteller ,. sagt aber, dass er den Namen desselben vergessen ■*be, und macht nur niutliinasslieli auf Johann Andreas Graf aufmerksam, welcher aber erst 1037 gehören wurde. Die von Christ beigebrachte Notiz hat also ihren Wcrth verloren, und auch wir können es nicht Vollkommen beweisen, dass Adam Grimmer der Träger des gegebenen Zeichens sei. Das zweite Monogramm will man ihm aber zuschreiben. -Ls soll sjch auf einem schön gemalten männlichen Iiildnisse ohne Jahr- MM finden, welches, nach dem Costiim zu urtheilen, aus der zweiten »Mite des 16. Jahrhunderts Stammt. Ilüsgen nennt den A. Grimmer einen geschickten Historien- und ISildiiissmaler, so dass die erwähnten WMftlae von ihm herrühren könnten. Kr zählt ihn zu den Schülern "'' s Mathias Grunewald, was uns sehr problematisch scheint. Grimmer *; 11 ' Dach Ilüsgen noch um 1590 thätig, und das von Nothnagel radirto *«dniss cleiselben ist mit 1600 bezeichnet. Andere lassen den Künstler «st 1640 sterben, aber aus offenbarem Irrthum, wenn nicht ein jüngerer Meister dieses Namens gelebt bat. Man schreibt ihm mit Un- j*wlt auch vier radirte Landschaften mit Darstellungen aus der Mythe 0,1 Cephalui und l'rocris zu. Diese Blätter sind von Jakob Griemcr ' U(!r Grimmer aus Antwerpen, dem Schüler des Mathias Keck. Wir Vc rdcn unter der Abbreviatur grier darüber Nachricht geben. 594. Alessandro Ghandini aus Brescia bezeichnete auf solche Weise radirte Blätter, wie wir nach einer gefälligen Mittheilung des Herrn Direktors Passavant wissen. A. Ghandini war „ uns bisher nur durch Blätter in Helldunkel bekannt, welche 5** den Initialen AQ. bezeichnet sind. Sie erschienen um 1610 im ''i'lago des Andrea Andreani, aber nur im späteren Drucke. Den In- alt der Radirungen können wir nicht bezeichnen. Sie dürften zu den Bossen Seltenheiten gekoren. Vgl. auch Nr. 614. 595. Auguste Garnerey, Maler, Zeichner und Lithograph zu Paris, £7 war Schüler von Isabcy, und machte sich durch Bildnisse in Aqua- -ZVJJ ,.,.]] e j nen rühmlichen Namen. Doch malte er auch festliche Auf- f «to und romantische Darstellungen in Aquarell. Deberdicss zeichnete •' eine Menge von Vignetten zur Illustration belletristischer Werke. Als ostiim/dichner der Akademie der Musik gab er folgendos Werk her- ' lS: "«cueii des costumes detoutes les ouvrages dramaliques representes avec •'"CM sur les grands Ihedtrcs a Paris. Dieses Werk enthält lithogrnphirte t , InUlnngcn, und erschien in Kngelmann's Offizin. Auf mehreren Blät- "'j 1 steht obiges Monogramm, welches aber auch auf Aquarellen und gKWren Zeichnungen vorkommt. — Garnerey war Hofmaler der Königin " lr tensia, und später verlieh ihm die Herzogin von lierry den Titel 1Ile s Professors der Zeichenkunst. Im Jahre 1824 starb er. 596. Antoine Garnier, Zeichner und Kupferstecher, soll nach Basan ~Är JXT £f 1579 > " aoh nul ' cr 1592 zu l>aris S* 01 *" worden seyn. v -tl/^I Diese Angaben sind willkürlich, sowie der Taufname Augustin, welchen die genannten Schriftsteller unserem Künstler beilegen. Auf dem Blatte mit Acis und Ga- 298 AG. Nr. 597. lathea nach N. Poussin steht: An. Garnier (e., so dass Augustin niilit passt. üb dieser A. Garnier Maler gewesen, und mit dem liihlnisstnalcr (jarnier von Mcaux JOino Person sei, oder mit Noel Garnier in Verwandtschaft stehe!, ist zweifelhaft. Von ihm zeugt mir eine Anzahl ra- dirter und gestochener Blätter. Das Bihlniss des Nicolas Deselevos trägt die Jahrzahl 1637, und 1646 gab Garnier die nuten erwähnte Folge nach Primaticcio in Fontainebleau heraus. Robert Dumesnil P. gr. fr. VIII. p. 196 beschreibt die Blätter dieses Meisters. Sie sind nach Zeichnungen von Primaticcio, N. Poussin, J. Blanchard, C. Vignon, Valentin, S. Vonet, Bosse, Bassano und L. de la Ilyre gestochen. Et offenbaret darin geringes Talent und wenig (io- schmack in der Arbeit. Die bessten Blätter sind jene nach J. Blan- chard und Primaticcio. In den vorgeätzten und mit dem Stichel vollendeten Blättern erreichte er sogar eine gewisse malerische Wirkung, aber wie in den Stichen nach Blanchard, so ist auch liier öfters .die menschliche Form verunstaltet. Obige Zeichen findet man auf den Blättern, welche die Malereien des F. Primaticcio in der Schlosskapelle zu Henri hei Fontainebleau vervielfältigen, in einer Folge von 15 Abbildungen, welche Robert-Du- inesnil 1. c. |>. 210 No. 32 — 46 beschreibt. In einem Cartoucho von Blättern und l'rnchtguirlandon steht eine lange Dcdication: A Mon- seUjneur Messir Henry d'Arj/ouge Chevalier Baron de Hanne etc. etc. Am Schlüsse verbindet der Künstler das Monogramm mit dem Namen, und weiter folgt: »S. Martin de Jioloyne jnu. A. Garnier [c. et se vende chel lauteur ä Fontaine Itleau Avec Privilcae du ltojk zu Freiburg in Baden geboren, Auf der Akademie in München JOL herangebildet, verlebte er mehrere Jahre in dieser Stadt, und l *V machte sich durch eine Reihe von historischen Bildern bekannt. Auf einigen derselben, und auf schönen Zeichnungen in Aquarell findet man obiges Monogramm, dessen sich aber der Künstlet in späteren Jahren selten bediente. Von München aus begab sich Gräfte nach Paris, wo er an dem berühmten Winterhalter einen Freund fand, mit welchem er auch in der geistigen Richtung verwandt ist. In Paris führte er eine bedeutende Anzahl von Werken aus, theils historische Darstellungen, theils Genrebilder, welche aber selbst wieder an das Gebiet der Geschichte streifen. Seine Bildnisse gehören ebenfalls zu den schönsten Leistungen dieser Art, sowie überhaupt Gräfle einen hohen Rang unter den deutschen Künstlern einnimmt. Seit 1850 befindet er sich wieder in München. 601. Adolph Gusman, Formichneider zu Pari», gehört seit 1840 AT* /n tf /M ( ' ßn vorzi lf;l'chsten Künstlern seines Faches. ^O/^c/O jn-^ ./^C . Hauptlililttter sind: Napoleon am St. Bernhard nach v David, Psyche und Zephyr nach Prudhon, die Gerechtigkeit und die göttliche Rache nach demselben, St. Catharina von Engeln getragen nach Mücke &c. Auch in illnstrirtcn Werken findet man Blätter von ihm, wie in den Oeuvreus rhoisies de Gavarni. Avec des notices en tete de rhaque serie par Th. Oauthier et Laurant-Jan. Paris 104-6, gr. 8. Das Werk: Les Francais peints par eux-memes etc. zählt ebenfalls schöne Blätter von Gusman. Auf mehreren Holzschnitten findet man die beiden ersten Zeichen, welche sicher dem A. Gusmaii angehören. — Die beiden anderen Monogrammen stehen auf Blättern der Physiologie de la femme. Für dieses Werk arbeitete auch A. Castan, und wenn daher das Monogramm nicht aus AU., sondern aus AC. bestehen sollte, so gehört es diesem Künstler an. 602. Agostino Carraccl soll nach Bartsch P. gr. XVIII. pl. I. 1 x-> . ------1 der Träger des ersten Zeichens seyn, er beschreibt aber A T m JT kein Blatt mit demselben. Das zweite Monogramm gibt ^rv/.yH-^vri Brulliot r No 4l0 Kr fan(1 es lluf cill0m Bi attC) we iches eine Landschaft mit einigen unter dem Baume schlafenden Bauern vorstellt. Rechts unten am Rande das Zeichen , qu. fol. — Dieses Blatt kennt Bartsch nicht, und es gehört vielleicht dem Agostino auch nicht an. Wenn das Zeichen für A, C. zu nehmen wäre, so könnte Antonio Carracci eintreten. Dieser Meister hatte aber auch den Beinamen Gobbo, und somit würde selbst das Zeichen A U. auf ihn passen. Im Pariser Museum sind Landschaften mit Figuren von ihm mit der Feder gezeichnet. Graf Caylus hat vier derselben auf Kupfer imitirt, kl. qu. fol. 603. Agostino Carraccl erscheint hier auf das Ansehen des Ver- ^y s fassers des Peintre - graveur hin mit einem Monogramme, ^Zl__J( welches für ihn eben so ungewöhnlich ist, als das vorher- Vo^y-, gehende Zeichen. Er bediente sich zuweilen der Initialen ^ A. C, und auch der Abbreviatur des Namens, an der richtigen Deutung des gegebenen Zeichens möchten wir aber aus gewissen Gründen zweifeln. Der Kupferstich mit demselben stellt Michel Au- J& AG. Nr. 604 — 607. 301 gelo's berühmte Pieta vor, den Heiland auf dem Schoosse der Maria, nach der Steingruppe, welche seit 1749 in der St, Peterskirche in Bern «Co befindet, wo sie das Volk anter dem Namen La Madonna dclla F»bbre verehrt. Das Monogramm befindet sich links nuten im Bilde, u «d tiefer steht: Michel angelo Konarot. innen. I~>7!>. Im Rande liest man: p. pex. III. CHRISTUS SEMET PRO PECCATIS N08TRIS MORTÜÜ8 EST. II. 16 Z. mit 6 L. Rand, Mr. 11 Z. — Bartsch beschreibt dieses Blatt im I'. g. XYHI. p. 95, und nennt es eines der seltensten Werke des Agostino CarraCCl aus dessen froheren Zeit. Kr bemerkt ferner, dass es besser gezeichnet und mit grösserer Sorgfalt Bestochen sei, als sonst hei Agostino der Fall ist. Allein es handelt sich n m ,,j nc Copie nach (liulio lionasone von 1547. Bartsch besehreibt «las Original No. 58, bemerkte aber die Jahrzahl nicht, sie ist n&m- llc 'i tast ganz durch die Schraftirnng des Hodens bedeckt. Im Grunde 'fachte der Copilt eine Landschaft an, während im Originale die Stein- sTUppe vom weissen ({runde sich abhebt. Wir möchten den Agostino Urracci nicht für den Vorfertiger des Blattei halten. Es ist nicht ein- •08ehen, warum er 1579 einen Stich von ISmiasone eopirt Indien sollte, nonilich in einer Zeit, in welcher er die Anbetung der Könige nach ■rJ.althiisar l'eruzzi auf sieben Platten gestochen hatte. Die Bearbeitung '''ms so grossen Werkes dürfte ihm wohl nicht Zeit gelassen haben, n ien Stich von Bonasonc zn copiron. Man kann auch nicht annehmen, Qass er zur Vorübung daran gegangen sei. "04. Johann Ghering, Architektunnaler, blähte am 1605 in Antwerpen. In der (lalerie zn Wien ist von ihm eine innere Ansicht - der JesuitenkirChe der genannten Stadt. Diese Kirche, welche in fand aufging, wurde von Rubens ausgemalt. — Mau schreibt diesem Jeister auch ein aus .1(1 bestehendes Monogramm zu. Das obere scheint <;1|(, >' ans Ad oder SQ zn bestehen. •W. Andreas Greiss oder Gries, Landschaftsmaler, war in der Tr" - zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Oöln Ihälig, wie Mcrlo, /\J Kunst und Künstler in CoTn, S. 150 benaebrichtet. Seinen Bil- "* dem ist eine unnatürliche röthliclie Färbung eigen, welche einen '"'angenehmen Eindruck macht. Die Komposition ist indessen gut gewählt. Merlo fand obiges Zeichen auf einem grossen landschaftlichen "cmälde mit Bergen und Ruinen von 1679. 606. Lady Louise Auguste de Greville, die Tochter des Francis yp de Greville. Oount of Brooke and Warwich, radlrte um ) /f\ 1758-1761 einige Landschaften nach Zeichnungen von "*^ Annih. Carracci, S. Rosa, M. Bicci u. A. Die Blätter '.'"d geistreich behandelt, und mit dem Monogramme bezeichnet. Sie "tto auch die Jahriah] bei. 607^ George Jacques Gatine? Brnlliot I. No. 413 legt dieses ' Zeichen einem französichen Kupferstecher, Namens Gatine bei, welcher Genrebilder und Oostumstucke auf solche Weise bezeichnet haben soll. Weitere Notizen standen dem ge- la "»t»n Schriftsteller nicht zn Gebote. , Wir kennen einen George Jacques Gatine, welcher um 1773 zu Paris Wuoren wurde, und daselbst noch 1824 arbeitete. Er stach Portraite, ß 0 ' 1 denen eine Folge den Titel einer Galerie des femmes celebres hat. iln » gab er eine Folge von weihlichen Trachten der Normandie her- j> ls > sowj,, e j ne so iohe von weiblichen Trachten aus Holland, Spanien, w ea I>cl, Tirol, der Schweiz und aus Franken. Dieser Gatine wird ,°hl der Träger des obigen Monogramms seyn, da ein anderer Meister les es Namens nicht bekannt ist. 302 AG. Nr. 608-610. 608. A. Guillet soll nnch Itrulliot T. Nn. 412 der Träger 'I Zeichen heiisen. Hau ündet et inf Gemälden, welche einen französischen Meister de« vorigen Jahrhunderts verrathen. Ueber einen Künstler dieses Namens lind eher keine Nachrichten ™r- I liitinlen. ItMfrMftSuT, dl!« JngOOf 1770 nach (luillet das liilil- niMs des Benogi tot Chevreu«« gestochen habe. Wir kennen indessen nur einen 7.F. (inilli't. nach denen Zeichnung Jogöof dai Bildnisi des Benogi tob La lochen bat, 609. Joseph Anton von Gegenbauer. Historienmaler, wurde Inno *T) zu Wangen in Württemberg geboren, Bi machte •-einen Cur- \Aj ras in München antet 1'. v. Langer, gelangte aber spater in JtJ , hatten durch das Stadion 4er Werke einer klaiiiichen Zeit ^-)Qj*-^ 10 einer Micken Stufe von Vollkommenheit, daM er u;ii h we- ajgw Jahrea Mben den vorzttglicbiten Meistern seines Faches genannl wurde. Wir haben im Kftnitler LcOnoOfl V. S. (12 inelirere Werke Hat du Zeit M>r 1811 aufgezählt, woranter die Fresken aus der Mythe Mm Anmr und l'-ulie iiut dem LandhanM Roeenstein bei Stuttgart seinen Ruf in weitem Krei-e -u horten. An die-,e Werke reihen sich aber auch noch viele :nuli'ii' hi-tnri-ehi» Bilder und Portrait!. low»! Zeichnungen und Cartoni zu Glasmalereien. Bin treffliches Aquarell* lulil im Alluim des König« von Wflrtemberg, des Grafen Eberhard hn Bari Pilgerfahrt nach Jemaalea 1466, hat P. Herwegen 1842 für de* würtembcrgiichen Kunttverein litbographirt. Aul früheren flemalden und Zeichnungen bediente sieb Gegenbauer hantig eine, Monngranuaii ;iut loderen Werken stellt dagegen der Name des Künstlers. Zu seine« neueren und vorzüglichsten Werken gehört die Schlacht hei Dofhugi die Plackt des Cirnlen Kbcrhardt des Greisen uns dem Wildbad, '""' die Zentorng ronBerneck, Diese Bilder lind In der illustrirten Zeit* im« 1644 Ho. 141 in bloli geschnitten. Das anfwiendste Werk ni»' r ' welches dem Künstler für alle Jahrhunderte verdienten Rul sichert) lind die Fretken an« der Geschichte von Würtemberi* im k Residenz- schlösse in Stuttgart, welche aach mehrjähriger Arbeit 1854 vollewW wurden. Im deutschen Kunstblatt 1864 Wo 44 ^iml sie ausführlich '"'' ichrieben und gewttrdigel A \ (icgcnhnucr ist seit Jahren l'n aa 4er k. Akademie in Stuttgart und Hofmaler de« König« von ^ v ".'" temberg, welcher ihn dureb die Verleihung des Orden« der Kren* ■ den Ade], -tMiid erhob. 610. Andreas Golden. Calligrapk von Nürnberg, bediente «icn (,<, j" —. ^-vyAvw Monogramms mit dem Beisätze f«c. /ur HczeichnO' •/vi *»/v «einer Schönschriften mit Zügen und Arabesken Sie s " meistens auf PeTgaaeot aalgeführt, und in einfachen [Tmrissnn '"'' ,1V " delt [Jeberdieei Bndel man aach Costftmnguren von leiner Hand. *^ genannte Zeichen steht aacb inf einer inKnpfer gestochenen \l>l't'' .f, mnten „Gulden Hernes" in Nürnberg, Müller nennt :l '"' r . seinem V'erxeichniiM von Nürnbergischen Kupferstichen und «*' «chnitten, 8. 84, den Kapferstecher Gabler als Verfertiger des Bk»*e»» worunter Amliros Gabler zu verstehen w.ire. |»as genannte N ,a 'J?„ bort in die Volhaawn'iehi Ausgabe der Wirke Banarart's von ''' iSl , r 1775. und kann demn.ieli nicht von Aiulreas dulden herrühren, da ''" \ f.uiden ron 1604 1661 Idbtt. . «weite Zeil hen mit dem " und «teif Bestochenen l'.ildni in Nürnberg starb E iil nicht erwiesen, d« herrühre, Worte ffrii findet man auf einem ^ dl \ndieas Znnderer, welcher („dn»' vm. a oeuues. maier min naatrer, «ran jS^r / rf . geboren, und übte in L <^/K7 n- -fOJ£'.\^\ vielleicht nur zu dei L/ —*^ li wir iiniii nicht mehr 40. Nr. 611—613. 303 611. Unbekannter Formschneider, weither zu Anfang des 17. Jahr- .^ hundert« (hitig «nur. Wir haben »pn Ihm ein Bildnis« de« Chur- <^* nkreten Jbhtura Georg de« Friedfertigen von Sachsen. In *j t Ansicht gegen recht« «tehl der Fflrsl in einer Art (fische mit dem Schwert* in beiden Händen, Rechts unten Isl da« Zeichen, und linki die Jahriah] itiri. Im obam lfando Baal man: Oh» Hab. 0awy Aar frUftrHf, 4. 612. A. Geddes. tfakr and Badirer, wurde am l«8fl hi Eagland iiii' in London «eine Kunst, Kr ir ku den Dilettanten tu afchlen, ..................,lit mehr aber ihn erfahren kotus« ■ i ^T -f -1 u/-)^ '''"• all Borner in Bralliot'i Dict.de« Monogr. <^\Jl. Vo lij^. .\]i|.. I. No. 45 aber Ihn mittheHt Maa kenn! ^-' i geistreiche Radirungen ron dieaem Kun-tlcr. I) Dai Bildnii« eine« Mannas, Gasl im Profi nach rechts, im Co itume der Zeil de« A. »anDych Er trag) einen Schnurr- und Knebel- J**t| eine Halskrause, und einen dunklen Mantel aber dem Roche. «echt« unten im Rande das dritte Zeichen. 4. I) Eis alte« Weib mit dem Stocke, wie «ja ein Stilek Geld in der Whobenen Linken betrachtet. Neben dem stecke Isl dai ersteZeichan,4. ■li Eine Landschaft, leichl in Rembraadt'i Manier radirt tob recht« her um eine Erdxuage herum windet «ich ein Flu*« aach dem •mken Vorgrundc eu. Hinter der Erdxuage sind Ifaume und Gesträuche, "'"l linkt i„ der Ferne ^iclit man ebes&lli eine Baoaagrapp* aal der ■'"'iie vor dem Walde, BechU muh g raa el eine Kuh, und unten lt*hl eite Zeichen, kl ati 8. «13. Albert Glockendon gilt atb s.nulr.irt Mr den Träfet dieser ^» Cd /^ <^i i 7^tfo l ' n, ' ;l ' 1 '"- '''''' genannte Schriftsteller ^jirirlit aber Cr'O 'Lii '" M 'iner deutschen Üudemi* II. S.2M nur die 7\ (9,p\(3 Va iw a thu ag mis, das« die Itacketabea t •?■ sieb n * beziehen konnten, Neudörffcr erwähnt ia seinen y •>■ Glnekendon ^richten von d< ""richten von den vornehmsten Künstlern Nürnbergs keines asten ..."Pfersteclirrs dieses Vmiens. «0*4*11 weis« nur von einem späteren ""»iniMru Albert Glockendon, welcher mit seinem Bruder Nicola«« l 1 ," 1 '' 1 ' der Aufsicht des Vaters, de* 1614 rarttorbenen Georg Olockendon, *k"liel, ,i,, M| |||, llim , in ,„ ,,„,1 Briefmalen hart oltsitzcn musste, wie Neu- v rl1 '' 1 ' «agt, Dieser Albeii Glockoadon kau aaw der roa Sandrart .'''"lull,,.,,. k ii;i ,,i,., ,!..■.•- Namens nicht seyn. und noch wenige« der Albert (, Ir» kendun. über web heu wir unter dem Monog '.''■: gehandelt haben. Von des beulen A.Glockeaoofl sind nur HoU- l,'"""'' bekannt, welche aber wohl grösstentbeil« al« Verlagsartikel tu 'niV '1' ,,1,n '-""' Nilllt einmal die ältesten Blätter dieser Art stimmen f.« ''"' Knpfei tiel..... U Meist 1 Ifl Man möge aber diesen eben \,, A "■*••♦ Glockcndon nennen, indem nicht nachzuweisen ist, da* o '" " lll, 'r gar keinen Künstler übergangen habe; allein auch die unten ,,,'"""" Urkunde eines kahmie* Gumplein dürfte Berücksichtig- *> Verdienen. vi,,, ' , '' 1 Meistei 1 a, aetft eich r* Martin Schon, und W ein nicht Itl-.f, " ,n ''' ' ' 7 II"" Wii schliessen dieses aus dem |)j ° '"ittliristus ;,,n K'rena* ««ja nubieren Figuren «angeben. I! No 14. v l>rü'V" l,,r v ,,beitet.' stub findet sieh ur- ,,/, 7i " L ' 1 " 11 in dem durch I 11 Wnrzhnrg 14K4 gedruekten v,„, p """"/m hrrbipolfniii", gr. fol In diesem Missale ist auch (Ins V R ''' N 1 ■ ebene Wappen des Histhnms Würz * m " .lenea« de« Bis. bot. Rudolph von Scherenbcrg. Es ist nach 304 AG. Nr. 613. Bartsch im Style des M. Schongnuer behandelt, und findet sich auch in einem Würz.huriicr lircvier von 147(1. so WM in einem undatirton Piaher. Bartech heruft sich dabei Mi Pmm L s. 4. r >!i. ud da die Angabe nicht H bezweifeln ist. so isi ilir 1 'hatiukoit DOMM ,|. (,'. noch früher Iwut k.....kl Dm niMN ist liclwi VOtl ilim irostoclien. II. 7 /. .! L Br. 7 /. I li. Damm Meister hat wahrscheinlich mm! das Dinzosan - Wa|i|ion tllein gestochen, du es sieh in demselben Bl» viarinn an/ p. II Badet Beide Blatter lind aber unbeseichnet, wl» rend das Krerurbild in Mhealc die Buchstaben i '■ trifft Das zweite Wappen beschreibt Bartach I.e. No. 36, II. 4 /. 7 L Hr. 4 /,. i<> I* Au- dieeen in Wartburg gedruckten Werken konnte man schlic ler Kupferstecher daselbst gelebt habe; allein die Kunstgeschichte schweigt davon. Wir wissen indessen ans einer Wttrsburger Bruder- ichafts-Urkunde von einen Aurifex Ambrosim Gamplein, welcher viel* leicht mit jenem Conrad Qnnplein, dessen Scharon. Wanburg ■■• seine Umgebungen S. 173. unter dem .I.ilire 1 460 erwähnt fand, in VeT" wandtschafl steht Die genannte ITrkmada ist von 1488, Der Gold- ichnied Amines Qnnplein erinnert uns an den Adam (iamperlein, weichem man zu Christ'«Zeiten die Bncbstaben \a. ituchreibec wolM* Auf Nürnberg weitet Keine, der Platter de, Mei.ter, t l, Bartech P.fr.TLp.844 beschreibt 27 Blatter von diesem Meister. worunter mehrere muh M. ScbongaueT copirt smd. Der genannte Schrift* steller bemerkt aber nichts ron den Kct.mcheu. welche die MehrxaW der Platten erfahren bat Kr kennt nur die retouchirten Abdrücke der in durch einen Monogranrmisten I s., doch wurden noch mehre** andere Platten nbeTarbehet, wenn noch nicht so angeschickt, wie d» in. In gani alten, reinen Abdrucken seigl dch ein feiner Meister. I>,i da \er/eich!u., im KftnsUer-Lexicon nicht vollständig ist wir liier ein genauere- mit Zusätzen. Il l>ie Ankunft der hl. drei K..nitre. Links in einem verfallen 8 " Gebinde liegt das Kind auf dem Boden von drei Kugeln angeben um von M.Uli angebetet. An der Thnre kniet Joseph mit dem Leuchter, und im (irunde links sieht man einen Mann und ein Weih au '• zweiten Thiire l>ie Könige kommen von rechts her hinter einander und den Q t — d bildet Landschaft, In der Mitte unten A 0. H- * ', 5 U I!r. 12 /,. 1> Die (Mangennehmnng Christi. II i Die Grablegung. «i Christa« vor dem hohen Priester. 12) Christin in iet TiuMM. ?> Di« Qeitilang Christi. II) Dta k*t**m*H- U) Christus IM Kreuze. Link- -leben Murin. Johanne, und einige "'• 1' ijin.ii . wahrend MagdakaM du Kreuz umta-t. Recht« siehl man ntehrere Männer, wovon jener mit dem Schwerte unter dem linken Al '"ie n.i. l, den Heilande deutet In Grunde tat bergige Landschaft, " ml Unk« schleppt der Heiland das Kreuz aus Jerusalem. In der Mitte unten AI! || |erjr\elicn SaMahMg pÜA ?()' ,, Tlilr., Kei Ackermann Kl Tlilr. 14) Sott V:it«'r ;ui 1 MB Timme unter einem l';i\ illmi. des-en Vnr- hfttfl zwei Sage] ziiri'i« ■kluilten. Copit nnrli M. Schön, B. Nu. 19, I" der Mitte unten Mi. IL (i /. I L Bf. 4 /. t I.. 17) l»er Tod der lil. .liinu'IVim . Copfo ii.k h \l. Sclii'ui . I!. No. Ä Dia Heilige liegt, von den Aposteln amgtbeü, sterbend Mi Am 11<■ 11<■ unter eincni Himmel, and neck reiht, muh stellt ein grosser Cande« laber. In der Mitte unten AI. II I /. 4 I,. Kr. ti Z. I 1,. DM* Copie i t ein "i'ii.m. und im alten I »nicke VC Uralt und Schönheit. Später wurde eine nicht nage iliiikte Betuliche w.P'rii,.iiiiiien. l« BS) I'ie tun! klagen Jungfrauen, jede mit einer brennenden Lampe und mit einem Blumenkranz* aul dem Haupte, Folge ron 5B1W* lern. In der Mitte unten Ali. II. 4 /. 1 Z. :. U Kr :i Z. t M I >ii- alten Abdrucke lifljd von fJMMf Bestimmtheit des Stiches und voll kralliger Laibe. Durch ilie Betuliche erhielten die ,p,ileren A'»- drürke etwa- I nbeslininite. und Molligei in den Stri< -blauen. 2.1 27) l»ie luiii iluirii liten Jungfrauen, Folge von B Blattern ■*' weiblichen Figuren in venchiedener Stellung, sie tragen erloschen« Lampen, und der Kran/ Uegl zu den Lu ,eii I nten in der Mitte A™ IL 4 Z 4 Z. I L. Hr. .') Z. t I, llin-ichtlich der Abdrucke findet dasselbe itatt, wie bei der obigen Folge. , 18) Der Bilderkalender ron tSUI l.m Werk diesei \it ist M der k. Bibliothek su Berlin, der Verfertiger icheint aber ein jünger*! 417. m wyn. laue i!r chreibung desselben können wir nicht geben. 614. MessandroGhandini. K.....i chneider, ist nach seinen Leben»" |Verhältnissen unbekannt. Künstler des Namens (iandino öd*j I Ghandini lebten im 16. Jahrhunderte /u Mantua. Parma m ". J l'.i nilluh Maler In Bergamo «all es l'.ildliaiici in 'I'reviso An liitekleu Woher un^er l'nrmsclineider stamme, «eis mau nicht genau, obgleich Zam glaubt, er sei von Viccnza gebürt'l Schriftsteller ll t Ihn um 1610 arbeiten, wahrscheinlich 1 '' 1 leitet durch den -p.iteren Druck eines Blattes mit der Adn \udie.ini Ea stellt die Id. Jungfrau mit mehreren Heiligen "•r, Parmigianino dar. K III 20 An einer Stute des Thrones ,tc J.j Tflia ii'.iicr Gtotndtny. Unten In der Mit* »mW »"j \ \mli. ini mit dm Jahrsahl inio Die pi Blatt ist dir selten, o existirl wahrscheinlich auch im Abdrucke vor dem Monogramme Aiidreani. wenn man nielit annehmen Will, dass Andreani die ' ' fC erst nach dem Tode de« Künstlers abdrucken lies». Kr erwarb nien alte Platten, und brachte dann Abdrücke in den Handel Nicht sei rertflgte er logar das Zeichen der Formschneider. Ohandinl lebt* *■ scheinlich In der /weiten Haltte des n. Jahrhundert ,, r . Bartsch kennt nur zwei Blatter mit -einem Namen, das "'"'"j nl ; wähnte mit Maril auf dem Throne von Heiligen umgeben, '""' "n,eii liei Simon dem l'lin h Kai ei. eine Wiederholung \TLjbt. llung, welche Bartsch II t< dem Hugo da t'nrpi w . lÄC j,j c h« Zani nennt noch eine Grablegung Christi nach Joseph Scolari, * . Ghandini nach Andreani cnpirt haben ioll. Allein bei gei..... er ,„» luchung könnte mau vielleicht Spuren des Namen- oder Monogrt handini linden, und /«;ir da. wo Andreani' Adn c »tent Dm Blatt mit obigen initialen beschreibt Bartsch Nil p s ' i ' l .,iit- • Ht die hl Cathai it i betend vor, ll1 "' pjt "Ken schwebt de. Kl Geist Zu ihn ~L 11- Zeichnung soll von einem M» 6 Z. 2 L lir. I z I I, ?gl Ho AG. Nr. 615 — 620. 307 615. A. Gramignani? Die Initialen AQ. riehen saf einen Kupfer- \f ; Muhe mit .Irin Bildniste des Papstes Gregor XIV. IaBsjte, gr. R. ■ Der Stecher ist ein Italiener. Kin ojm unbekannter Kupferstecher A. Granignaai stach in Pontl- l'n'iitc jenes Papstes, drei Blatter ni( Madonnenbitdern, foL Vielleichi ,s| das Bildniss desselben von ihm ge st o ch e n , 616. Alexandre Goubeau. «in um tf4i n i'.m- lohender Kupt. i• ; \(,' Stecher, soll nach Brulliot Q. No. 70 Blatter nach David Teniers und anderen Meistern mit den Initialen AQ. beseichnet haben. y 1 kennen kein Blatt mit dieses Buchstaben, Mindern wissen nur im Allgemeinen, dasa Goabeau Schiachtbilder, Plane von Städten 4c gerochen halie. 617. Anton Grebber wird von Bnüliot II. No. 70 unter d \(,' initialen eingeführt, welche sieh aof Kupferstiches \un Peter ' Soutntan linden sollen. Er kennt aher kein Blatt, welches dieser *"!ister nach A Grebber gestochen hat. and auch wir fanden keines !' w 'dint. Dieser Künstler ist überhaupt wenia bekannt, und wird nur '.' s Lehrer des Willem van Innen genannt Le tot ere r wurde |f(l an recht geboren, und sonit nusa Grebber noch um 1619 thätig s;e- ''siii tarn, wahrend Sontatan nach IMO sicher nicht mehr gearbeitet ■ in ri a t al eg Ehtssahs* No. 3f07 wird dem A. Grebber eine Zeichnung s'eseh, j(.||,. n _ welche eine Familiensrene vorstellt. Ein jungte Mann J«* neben der Dame, deren Hand er ergreift. Andere Damen stehen • neiien. |, H , e Zeichnung ist. mit der Feder entworfen, und mit Bister ""•'t gebucht. A"18. Anton Ganser. Bildhauer, gab, n München 181t, bsacsst £ ' in einem von alten Meistern geflbtett, aher von den spät' I VoiiL ininer mehr venisch ler Plastik es gl q k "nuneuheii E r fertigte Figuren In terra ootta Mi sn ^ M " ■ 8 I Dann tindet man aueh Mosaikbilder nach antiker Konig Ludwig von Bsvern erwarb drei solcher Mosaiken für das werlT JI !" M '"■ Ifsn in \ chaffenburg, und verschiedene andere Bild- M., | '!"' '' ^t\ land und England. Im Art Journal, ej ni ' 50 i s 163, land Ganser eine »ehr ehrende Anerkennung. Aul der M i ' ( * Prt ' zeichnet« der Künstler mit AQ Ganter M Lehrer '•"l'l!iikmi-t an der k Bat chule in München "»»•Unbekannter Kupferstecher, welcher um 17M I7t;r> in tta- U,'. S( lies -.leht /u hahen scheint. i nach Salvater Rosa •eicht« i'"'" 1 '''"'" '"" Landschaften mit Figuren in Qsartssta, da ihm '' '"''der/,.,, hnungen vorlagen A ^ i ' ünbeka nnter französischer Künstler Mit desaBeiaatM r,nx. 4..(r. ",'" ,|i " diese Buchstaben eine,, Maler an. welcher für J. Odieam'i ihm ,i , r "l"' illustre. Paris I" rbeitet bat Mathev stach aaep »onit u» '*' ''''" Bildhauer« Ant " h " 1! 'P !l " 11 - "■' in ,|,., n "" M '' ••'■ nur der Zeichner desselben. Ein zweites Bildnis» :|| < mm, i" XV,,,1< '' l »' Jenes des .Philibert I von Savoyea, welcher ' "' p nni i- ehenlall- von Mathev ^-lochen. . *■• Anton Gent, oder Gont. rshiham und Bsstinr, a r b eit et« um -r\.\i t /l. c ; f 1*38 in Holland Wir hahen durch Herrn .1 A I nicht ,i. " ^ un 'le von diesem Künstler, lmnior/ccl erwähnt seiner licht auf " ■'" '''" VVll "ken rginger den Namen desselhen et ai„'. f' z,|,1 ""'i fand. Im Cetalog van Holten (Goal IM 6) kommt u »"-r dem Namen Anton (tout vor. 308 .Ui. Nr. 622 524. Dieser Künstler radirte eine Folge von 24 Ansieliten nnil Landschaften MI Schweden nnil RullUuid, unter dein Titel : Hnjiones Svrrinf. lliimlnniHac et Monrovia?. ]liujiir ■ (omilinn. Ilmr. Ilonilius cirud. Ifi.'UI. Kill anderes lilalt ist betitelt linulti-Impfien viin Surilni, lliisslimilt cn Motcovirn. A.fi freit 1699 Uli. ''•''<•. Aueli der Prospekt von liot- steen Ifj mit. du Initnilen des Namens bezeichnet. Die Blatter sind in der Weise des .1. ('. Yi^eher radirl. II. ,1 /,. 7 L lir. B /■ I ■ Die es Will, |.| .eilen. 622. Abraham Genoels mcheiat oben No.697 mit einem am 16 \ ( i r gebildeten Monogramme , welche ■" ll r\ v i l iiiii'iil . i eigenhändigen Radirungen desselben tot- FMftc. Roma* W77.\ K ;""""' ^r^'^"^'^'•''•'■•'' •*£ I ' aber mit einem von Fell* Meyer mi<" A.üenoels radiilen lllatti'. welches eine I , and ehalt mit drei am Was««' atzenden Nymphen vorstellt. Oval. II. 5 X- B L. Hr. 7Z. Dieses Blatt bildet das Gegenstück zur Raalrung Oenoeli mit der Robe der hl. Familie. II. IV. p. Sff. F. Meyer hat mehrere Matter von ticiinels eopirt. worüber wir unter /•'.)/. handeln werden. 623 Antonio Gajani, Kupferstecher von Bologna, war Professor V f* ß (\ ..»an der Akademie daselbst, und machte lieh dun'' 1 ' * ^.y^^/al/ mehrere schone lilatler bekannt. Darunter lll h ']' sonders jene, /n nennen, welche, nach I. I'.iinini die Madonna "" dem Kinde und Johannes in einer Landschaft vorstellt. Da Ol (iemalde ist in der Sammlung Map -'ah In KU Mailand, liier hanilc li aber um die Platter um b den zwölf Bildern des Niccolo '" Abliate aus VirgU'a Aeneide in RocCJ di Si aiidi.ino . welche ilM ~. . Wand getagt ImPallaate luMantua aufgestellt winden. Giuseppe"*" ■ardi balle sie gezeichnet, und Gajani dieselben in Kupfer nnc.hgeanin ■ Das Werk erschien aber etil nach dem 1820 erfolgten Tod des K» n >. rtiiegni imiluti ilnl' orujnmle iltil ,S QUtttfp* GutttarU boto§ntM .^ die dal [u Siynor Antonio ($<>) i W 1 624. Alessandro Grimaldi. Maler von Bologna, wurde ""'J'',',,. A jy geboren. In den Kirchen Kom's findet man /l I T ) J ri *' h '' , '" 1 ' 1 ' 1 ' v "" ''""• "'"' in (1 ''" S '""' .' ver- -/J v^ . b ov • Zeichnungen, weh he einen nichtigen M pi o0 jge ratben. Auf einer derselben im k. ('abinet r,\\ München stehen ^ Initialen. Sie stellt den hl Franz in Entzückung dar. nicht ""^...eli jener Figur in der Radirnng des 0 I Grimaldi. It So 50- '^ (il ,. ist ebenfalls geneigt, die Figuren die haft dem ^^ u , m.ihli zuzuschreiben Auf einer zweiten Zeichnung, welche eines ApOttell enthalt, stein U '. Ilnl li. jjf l'.ait.ch f ,.r \l\. p 213 beschreibt von A. Grimaldi ein in i des p Santo Bartoli radirtei Blatt, welches die '"'''^ «dl. papttlicben Ornate mit der Schlange zu den Füssen (lftr !, e ' tpllnnf' Der gj'naniite ScbrifUteller glaubt, e« dieselbe ,\° j it «W r welche Basan u A die eherne Schlange nennen. Hie C«>mp"* 1,,- J f ijtei>i eine andere Moses erhobt die Schlange im Angesichte der - • |i|]( i r t welche ron Schlangen überfallen werden. Diett* •aK«* Ul * unter dem Titel / BmMii M \iri/ilio. ilijnntu ni .Srcitii/"'" 0 relrbrr pitlorr \iroln Ahnli nni Knie inl*rmr;:r, il Intto rappi 1 1''»" 1 ' 0 . AG. Nr. 625 — 62». 309 8 ifz.«?r „'"Tz K""'"""" ,,: "''"" Ni """ n ''" s Kü " s,, " rs - ^a- A. Grosmair? Wir fanden diese initialen auf Ha* Zafcb- //) PI 1""*' * lw '"'' li( ' llw;l " 1 ''- Kreide ausgeführt, einen /XV {J Apostel Oder andern Heiligen vorstellt. M« rührt von ^ /'y/ ", 1 " , ' , " < ,( '"< > "-'"-ii Malerin r. «elrlier in der zweiten Haltte Tial„.„ a£L SS U' •'"'»'l'MnoVrx seine Studien in Italien gemacht ii n dOrfte. Der Verfertig« M wahrscheinlich der Maler a <;„«. U ^n- "if ,'"" •V"""a"' ;IM " i "'". "" Il * l: ""' IV '-"" « »VI «M* l» A,,l " "', W?" 1 ' W»«le™ ntfhlt, Um .,<■!, ab« l 3RW>rg nieder, und starb daaalbel um i. vv "'k ^ ,,.',;' ; ,"'■'"/.'"■•"".■in ■ Er Wal rech* und näh daa auf QDd ( ,;, ,..... ■ Il ;"^""' i«> Jen Annen. Letzteres IM fM Kugeln "•« e ,; " Ä^ n J "'i' 1 . ?V ""'"" Mfensttngel. Link, unten •igen K,,„ ,i , , , Z ~~ " irs *' s l,lat1 verrät" einen verstän- A„ ......J w,lr, 7 u ' 1 ' 1 ;'''- »*« i" Ftthnuu der Nadel wenig Uebug hatte •"t- wird m dem Anten Qnaajajf angeschrieben. ö. Anton Grief, Mab tV*?, 6r«f und 0mf gafehrietai. war H \A /f d- s ' l "' ,, ' l ' V(l " '' SBydere, und um ifi40 -1U60 in ■^^ *7,t^X'. VfC Antwerpen thätig. Kr Balte todtM WÜd TOB ""'ils im v , Hunden bewacht, theill an der Wand hangend. r ''''l>o liiii *?'' wth * i,t A,,fh »*•»*> TMere malte er, raweilen niinl '."'• da auch Jäger, und Jagdgerftthschaften aller Art dargestellt i,,s 8chw»»V u * "' s ">' 1 '^ ffei«, der Ten geht aber manchmal """Ixil"-,.''"' , ' M ' 1 " u ■<•'•' 'l'ntten ifcft aul(,emaldo„ Selten finden sin (|| 'in \ ' ( " >r .*" radirten Blättern mit TUeren aack F. Berit«, wekha '''" lia.ii,'," 1 ' ""Schrieben werden, wäkread aadwaarti -'au flilflei •Ws TaiT» Wi " Blättern mit Vogela und aaderea TbJerea nach Bar- °*uner , ""'"''" genannt wird. Wir fanden aber aach eine,, .! .\ t leinü n *i '''"'' "•leben die «eitere,, Nachrichten fehlen. Wenn *ttn M,,,.,",'," v "" rl1 Namen au-.itzte. \erliand er die l'.u« litalien MKi i" S(, 'yn. «r'l'.'l"""' "'" ICn *' n ' n " r vOlCopi«! naili Itarluw die Itede '" w iin i '\v ' ''''"'''" Antwerpen herausgab. Die EUdirangen rea g„ " Bollar ararbieaaa bei J. i>an, i -y^ ^ GrMe. heraqglicb badiaekar Hofmaler, bezoiehnote auf £/• Streben nach höherer Ausbildung nach München. Hier verweilte aber dar Kflnatfer nur einige Monate da Ihn aeine lerrüttet* Gesundheit nQthigte, In die Heimath rarttcksukehren, wo er ih38 ■ einem Alter reu M Jahren itarb, Qreves mähe mit Vorliebe Genxf bDder, »eiche ein bedeutende« Talent rernthen. Einet teinei schönste« QaaJÜda, weichet ar IBM in Ditaeldorf rolfendete, stellt einen Kitter panischer Tracht ror ( wfc ar sein Lfehchea im Arme halt Bi ' s , durch eine Lithographie ran Deutsch bekannt, fol. I >i< - Initialen AO- tindet mau not einer Originallithographie im vierten Bande der Düsseldorfer MonattbUtter. Dal Blatt -teilt einen jungen Mann als Brautweiher vor. Nach der Schrift im I'nterrande bitte! er um das ™Pf/ ligen, d. k um die ll;md der Fräulein Tochter an demselben. J. 0, Haum ttthographirts IBM das Bildnisi GreTen*s. 632. Andrea GlOVane und Arianl, zwei Medailleure, welche ntn \ f \ 1730 in Neapel thatig waren, bezeichneten ihre Gepräge ni **• V ' V den Initialen A 0. A Man tindet sie auf Münzen imtl Medaille"- 633. Af.BOBOBlM strht auf Kupferstichen nach A«"'- ,in ", ( ;'!' n rare.i. Sie gehören \ersc lnedeiien Künstlern an. Die eigenhAndlgw" Blatter Agostino't sind theila mit A.C., tlieils mit der Abbreviatur ■ ' Namens, und auch mit einem Monogramme bezeichnet. 634. AgostinoCarracclsoil afel anckBartsch, P.gr. XVIII. pJ^Jf*^ __ ~f ersten der gegebenen Zeichen bedient ha'"'".', AGC Ap C. K' >nt «*«r nm ll " m Verzeichnisse der Blätter dessen^ • a My v - i n „i,, berror, auf welchem Blatte sieh dasselbei nn^ Der gewannte Schriftsteller tagt nur. ilass jenes, weichet den "' |( , ti vorstellt, wie er wahrend lies Schlafet der Arbeiter Dnkrat'*"?|j2 rpehts unten die Chiffre det Knnttlen trage Au. Mangel an Autop»^ können wir aber nielit bestimmen . ob das erste Zeichen darunter verstehen sei. _ m jt Die linrliiahen Ai) f. tindet man aber auf einem Hl«"^ ( ., |(>n halben Figuren, web lies Agnstinn nach einem alten Meister "'"" !' „,1c hat. Die hl. .luiurtrau sitzt, und halt das auf ihrem Sri.....sse »J* |(a |t Jesuskind. Daneben sind Joseph und Elisabeth, und im ''"'" \„ ('■ man vier Blgtl Unkt m der Eckt lind die Buchstaben *^ li. 8 z. i l. Br. I / I i. Dienet vaa Battjel afeM <"■**" Blatt ist eines der frühesten des Meisters. 635. unbekannter Meiater, welcher in der ersten Hälfte *| kfgl^f Jahrhundert! in Italien gelebt 7U haben scheint. |,ln's. '»^ ^Harsen besitzt ein radirt.es Blatt mit diesen Initialen, * te \]U in der VI p. Mola behandelt, die Bube der hl 1" '"■""„/.» n'd irt und mit A'G'C bezeichnet ist. qn. fol. Dieses seltene w **^&ß von einem Maler her, dnrh ist nicht an Ar. (arrarri BtJ denken, den vorhergehenden Artikel in Auspruch nimmt. AGE-AQF. Nr. 836-638. 311 636. Abraham Genoels. Maler und IHilrm, welcher oben Nr. 697 yf n/>/yJ ''""' MMftkrUch« Stelle t.iml. hat an) radirten Mliittorn t^L- Hi/fV. r "ill dem Kopie hervor. Links unten ( , n ' "'" ( /.eichen, und recht- ein anderes, welches aus zwei in ncler geschobenen I be-teht. in der Art. da-- sie ein M zu bilden Holte'"'"' "■ 7 A 2 ''• ,fr - 5 Z fi L ' ""' M ' s l!l; " 1 ■«*■•■' ■•** solch. "' ' W ' ' N ''"' e, ** na ' ll;m " ''"' 1,llml ( 'i' l,s Malers, und ein ,,,. j/' r ."'"' '' <>'"si "dort.higi. Schiller des (iiulin BoBMUM vollendete Solic-j' lln,,lil die binterlas-enen Werke do-solben. Uns Monogramm Te n ,l„ "'•"• '■ l ''" Ii, " nM;l1 "" TUM zu bestehen, und somit lässt sich ''''"ei,!" 0 i* Wnn """'° herauslesen. Her Künstler selbst nennt sich wo,hl""'iiL "' , " 1 "'"' " ll(1 daher ist die Angabe, das- er ein Kenner sei. daher 9 nimcn unhaltbar. Kr war Zeitgenosse des Pannigiano, und g Prpiz , T V 0 ' 1 ln ''" ihn die radirten Blatter desselben zur Nachahmung 63R * 9^ Anton Goban. auch Gouban und Goebauw genannt, Qaire- -^l'Cj'F"' Ä /"* C '""' '' nn, ' s, 'hattMiialer, Wiir ,,,n !••* Schüler Zogli ' ^*" • von , ' l ' ; " 1 ''' '•"'i'i s - sn*l im B ee il tet der Schaf.» '''' kueas 7 " Antwerpen (loggen- van st. Laoas-G-Uae) er- Meist",." "" , ' T ''''".i«'""« 1 '» Malern, welche von 1636 -1637 zu freien *»r a'/" 8r ^ &r ' w 'ii'den. Spater verlebte er mehrere Jahre U Italien, Z,,j, '' " T v "ii 1651 - 1652 wieder in Antweriien. indem er zu di< Ktlnstl i ""'"'^■"H'tcn Loren« QonbOU als Schüler annahm. Der ii n w' e | ,( ''>>o aber noch ItiMO. Mit diesem Datum ist ein t.emaldc ^fiinw,, Antwerpen versehen, nämlich die Ansicht des PI,,- wo,,,.' a ™"On mit unzähligen kleinen Figuren. JtO unrichtig, Woren '■''" Kl " |q,,, ' r l,iT7 «''''■hon IM Audi i-t er nicht 1625 Kunst]"' W ' r -""'ore Schriftsteller angeben. Kerner nennt sieh der Ka», , """"''' '-"bau. nur auf dem erwähnten (iemälde der PiaKa ( _ a «•« in (in- n,.„ 4 (; nu hmi 9. KHK) kircii,!"' 1 ' 1 " "'•' Ur »BT wenige historische Darstellungen. In der St.Jak- A.(; h . 7n Antwerpen i-t ein BiU mit Christus m Kreuze mit lichei (■ ''" '"'"'i'hnct. Dal Museum in Ant«er|>< -n bewahrt ein treff- '"'lor v''"'''' 1 ''- welches eineKanstlergcsellschafl auf eimm Knn.lhause "iah,, ,1'.'' r °n Rem rorstellt, i. r,„h„u ihhj beseichnel Debcrdiee "M.icl,.-' ' K " ,K, l«'r auch Bildnisse, kleine Stacke mit Hauern in dc-r\V. J«rdj| ls S ' [ ' u,] 1-i'id-c haften mit Kiguren im <.e-c hma. ke OM 1 arel I>u- Hm wc-nigr Müder sind mit ihn Initialen des Namens versehen. 'Hatte T \''"" ''''" 1{ '"h-taben tindet man auf einem kühn radirten *- (;,,!,," ' " ei * de« -'in Iloth. und es gehört wahrscheinlich dem Thii rn '" a "- In Mitte des Hlattes beeaerkt man einen verfallenen ' "nd in der Nähe einige andere Gebäude. Links steht ein 25* 312 AOT AOL. Nr. 639—642. zueiler 'rhunn neben einem Ilailse, und rechts öffnet sich ein grosser Hohlweg. Im Vnrgrtindc sitzt ein Mann um liaiune, und in der Kerne stellt ein zweiter. Knlit, unten bemerkt man die lluchstabcn A G F- II. (i Z. II L Hr. 10 Z. 8 L, 639. A. Gaser soll mkI Hüter, Monogr.-Lex. s. 20, ein um 16Ü \ ( , in Trag lohender Zeichner geheissen Italien. per genannte Srhrift- p steller wird wohl ein Hlatt mit diesen Initialen vorgefunden habe* r. Ill.ihnez erwähnt aber in seinem Künstler - I,exieon für Höhnten keines /eielmers dieses N.mn 640. Adolph 6uggenberger. MkRlwer und Architekt, geboren « ll -t-f München 1827, bediente sich dieses Monogramm 9 /V auf Zeiebnnngen und Bildwerken in Gyps undHol* \]~Pr\ rlA l ' 1 *-"''"'"'' 7 " ''''" Wchtiglten Künstlern sein''* iL L/ 17 IJ Luhes. I.e-nuders aucb in der Ornamentik. ~ y^V-Ttf' ' lrt*r Zelt fertigte er zu München einen gro' se * \Z*s f^ Altar im gotbiseben Style, welcher für eine Kir*** in in (erreich bestimmt ist. (inggenberger hatte von jeher die imttelaltcr; liehe Kunst mit grosser Verliehe studirt. und bewegt sich daher l" analoger Anwcnilumr mit 8fU4 und l''reibeit. 641. Gustav Adolph Hennig, Historienmaler, wurde den 14. J"^ I7N zu I >n -den geboren, und ;in der k Ak.iileiiue daselM Z" , Künstlet In Kinijeliihlet. Mit entsi luedencin Talente begabt.' regte er in kurzer Zeit Aufsehen, namentlich durch historische '"" Positionen, welche als Arbeiten eines Jünglings den gereuten Me*S ^ verkündeten, ilennig fand durch königliche Unterstützung "'"' , . »n enheit, in Ron seine Studien zu vollenden, wo er von 1 K . jj c mehrere historische (lein.ilde ausführte, welche von Stute zu Stl»» c --J Krwartung Iteiffetton. Nach der Rückkehr in's Vaterland Hess er zu Leipzig nieder, und wurde dann Professor an der k. Akadciiin' ^ 1 Nach dem Tod« MM Mahrs Veit Hans Schnorr erhielt er Stelle eines Direktor- il ilt . ff n llennig"s Werke Mini /;ihliei,h Aul Zeichnungen und klein f Bildern, besonders ans der früheren Zeit, findet man das geg , Monogramm. weh he, aber auch mit dem Namen verbunden vor» 642 . Albert Glockendon. oder Glockenton. Maler und "'"'"V von Nürnberg, wird zw oofl d< ,r /i'i J3L rf^T von I >e y* \-v .lungere • -K- \* -* Bemerk . hen Sammlung '' i( der ■ dieses Namens genannt- ".' ' d<>ti ung, dass ihn Doppel»»? ' „pd M utt histoi ichrichten von den Nürnbergischen Mathematik 1 ''' ^^. Künstlern nicht erwähne. In der genannten Sammlung war •* ^„,1 gcmaldc. weh he. das Wappen der l'.hner von I '' "" w jsrn |Ml schaftlichem Hintergrund« vorstellt, und da Zeichen 7 l , rr eg' <, der Jahnahl 1. , 1. Die Antrabe imCatalog Dcrschau v]li|r t en Zweifel, da man nach Doppelmayr nur von ^"fj^je« k*" Olockendon wissen wollte. Der Verfasser des genannten ' ! » vn ,liir 7 deutet auf dir Kntstehnng der Zeichnung, so wie die Behandlung einen (■lasmalor \erinutlieu lilft Sie ist sehr sirlier mit ' dftrunter Blatter ron II. s. Bekam Kin grosser Holatchni« minis, " ! ;' ,, ''" , ' ; ' , ri " kaiserliche« Privilegium, verliehen dem ..Illu- Ettren kLi ir* 11 '''"' k, "'"n in Nürnberg." Links sieht man viele I, Berrn i"'', j ond T * IU ' '""' (,rr T< " 1 fnl * ft rilH ' m rri,h gekleideten f "ii ,| rr | ,,,„„, | |r( ., |N atan , irj(]( , m (](ir Tif(1 Mn(1 .^ (](r p "'lia,„ '""' '"'"' Badende. Die ei Blatl konnte ebenfalls ron II s. n,il Itun M ' V "' i A "^ Q,oc kendon'« Verlag ist ferner ein Wandkalender reu,] de \r ' Bildern ron Heiligen und den Beschäftigungen w&h- rla > R/iZ !""'"''• (lll| n eine Landkarte />«.« srin rfi/ lanftratirn durch 'm„r/, rtyd, /.-,.-,.•( ft 1 Eh b, B Z. I L Br. 1 Ek h. 8 / bockend '"" ss ""'''"''" " ,,,l ' r ''''" ,!,a,, ' ,r " " lit *•■ N;| ""'" •\ ,ll, ' r « ^'iiistlo '," "." ,, ' rs ''"' il ' ,, n. oh sie von dem jüngeren, oder dem alteren '''•Hl .. "' n nhren. oder verlegt sind. Mein alteren Meister miiss jenes '"^'li,,',^ ""'.'" welche« Direktor Prenael im Kunstblatt l( lffliu| ( , ': Es -teilt zwei Danen in ehrbarer Stellung vor. und im ''"»in,,,. -'" zn "l | 'leutsrhe Verse Itezeielmet : Albrrl Glnckn,d kau,,, Verleger. ' 1e„ 0 v [ ( ,'""K Pro Albert (iloekendon veranstaltete dagegen 1540 eine ^Iptrtii ^" s K»be des Weil, I ■ 'Irr hutnl Bei dern W( '''"' "W raeral erschien, und zwar mit 40 Holxachnittea. *'''"' .../,!'""" Alw R»he wurde die alte l'lalte zum Titel benutzt, aber ,' ,", rf ' '•'"'/* rnrlon 1609" liest man in kleineren Rurhstahen ■ 'k'lt 1 \ ..... ' "......»oi iiei s ,>■<>! 17. UIH'I uirsew »T ri i% im ii- .• , i*t. i s j^gerenA?? Nn19 ' 422 Heller (Handbuch, 2. An« ckreiW dem hen ( "' ^, 1 < * 1 " , kendoii auch irrig die von Direktor Frenrel im Starn- 1 ie(, ene n B(S2 "' N " ' M ' '' rWi ' ,l " ,, ' , > 32 kleinen Holzschnitte mit ver- i^inisoh, I Heiligen und religiösen Emblemen zu. sie haben r '"tzte, ,'"'" ,,rl,l ">. und sind mit Btichstab« bezeirlmet. Ant ' Oc *«nrfon.' ' lend, steht der Name „Alhrrl ■ rrenzel s n(r t, der Schnitt sei roh. und gehöre dem 15. Jahr- 314 AGN —AGO. Nr. 643-647. hundert :m. Man muss daher an den älteren A. Olockendon denken. Die Blatter sind ohne Schrift l SS. 6 L hock. 643. Unbekannter Zeichner und Maler, welcher in dor zweiten s]C~7 m ■ Baute des 10. Jahrhunderte thatif AjV^ aW war. Im k. Cahinet zu München tf^ *T\ ^w sind mehrere Zetehnnngeji mit den ^^^^r aW/^K^ 7"(7v f K°K ,, ' ,, ' n, ''i Monogrammen, meistert. •*- ^^T\/(\AlCv/ Wappen mit verschiedenen alle* Y' \^_}y, -*" —v gorachM Beiwerken. Auf einigen stellt, auch das Monogramm des Glaainaleri Hans Jörg WannenwetscBi welcher 1588 Mitglied der Znnfl zum Bummel in Basel wurde. inser Meister scheint GTaeataler sjewawi zu mjb, da aber dai /.eichen auf keinen der in Hasel zünltiiren Maler pMSt, 10 lebte er vennutlilieli ■ piner deutschen Stadt. Die beiden Buchstaben AO haben Aehnliehkcit ndt jenen, deren sieh Albert Olockrodon bediente, der erste Schenkel I scheint aher mit dem letzten Schenkel des Monogramms ein ^ zu hilden. Poch pa.st das /eichen nicht ant Nicolaoi ßlockentOB, •'* dieser Künstler iiller i-t. (Jl unser Monogrammist, Auch Albert OlockeB" ton jun. durfte |t6f nicht mehr gelebt halien . da er ichon vor 15^° Meister war. Die Zeichnungen, welche mit den gegebenen Monogramm*" wuschen sind, hahen einen entschiedenen Kuiistwerth. Sie -tiiiiiniri' ans der Sammlung des Clmifürsten \im der l'talz. 644. Agostlno Carracci beaeichncte ant tolchc Weise eines sein« A s schönsten Blatter, welch« Bartach will. p. 75 No. '* j\.(\°- Jf . Imnc hrejht. Per hl. Iliorouymns mit dein ( rui ilive. wie e r ' ff ^ den Kopf auf die linke Ibind stützend, in Meditation IT griffen ist. Ihilhe Kigur. Frnnrismt f m utt t ll inutii Mulm /In. f nr - " Ann. fe. Im l'ande : QmttHi morimur Hr. 11.7/ 3 L. Br. 6 Z. < *** Die ersten Abdrucke ohne die VeiSC Quotidie niorimur AC-, s ' n , sehr selten. I'chcr die ipMffW retouchirten Abdrücke handelt der gcnde Artikel. , 645. Agoitino Carracci Incidit bedeuten diese Buchstabe« *._ Ave C.ln. , ''"'" 1 Watte, weh lies den hl. Ilioronymus mit dem ' r "^ ) * ' ' ' fixe in halber Figur vorstellt. Francbcst* Vmnim ""'^ Mater,fln.for. EL7Z.IL. Br.sz.nl,. Bartech.P.gr. XVIII. p- 75 2^ i A beschreibt dieses Blatt im ersten Drucke mit der Bezeichnung: ^''. , n , I)ie Ahlue\iatur ige C '" teht nur auf den retouchirten Ahdru in welchen der Grund und einige andere Theile sehr schwach k; ' 646. Agostlno Carracci. aber welchen wir schon öfter ? rn *^. ( V , haben, bezeichnete in dieser Weise folgendes l" :l Wo. CA. I. ,i„s Bartsch P. gr. .Will, p, 2t No 31 erw»»«*^^ I>ie hl. Jungfrau mit dem Kinde in den Armin, halbe Figur ' ,., ohen JjQO CA I l'iflrn Slr/nnrnn fnr. II r. /.. H I. Br 4 '■ |( gtf- ist das einzige radirte Blatt di Im ersten Drucke f«|' j )Pfl . fanoni's Adresse. Die tauschende Copie ist ohne Agostino'f' ^jjj»s lue Aureole der hl. .Imigran ist mit einer, horizontalen Stri - bes. wahrend sie im Originale weiss erscheint. .henC 1 647. Agostlno Carracci zeichnete einige der ron ihm ^"" A r^ 1 r a /^ Blatt«* mit der Abbreviatur " "Lp y\qO \gt. f.Aqol »f. mens Wir zahlen sie mit der ^ 0 ^ Jf, kiin« auf. das« unter ,( ' N ' > ' ffr h» n ' i ^/e>. („i.rli. her tiher diesen M«' w ;Jj» »»' Aqo.faP /(* ,l «' 1 * '-'■ Daselbst sind auch " pdi J \JT • y ,l,.re niäMor h^srhriehen , tnt /f ^- '-/ dere Hlatter bwtehriehen Zusätzen zum Peintre graveur. AGO —AGU. Nr. 648—651. 315 1) [B. No. 85.] St. Paul erwerkt im l'alasto des Kaisers Nero den Eutichus. unten links: l~,t)3. AH. CAM. /,T. Petra Slrfanone for.. rechts: Ago. Car. f. Im linnde : /». Pauli. .Hi/rarulum. In. Neronii. I''ilniin, Factum, II. !1 /. I L Hr. 7 Z. — Bartseh kennt die Folge der Abdrürke Dicht [OM. ' \ <>r den Namen de« Antonio Cami,i und A. Carracci, und ohne Adresse, Seht selten. H Mit den Künstlernamen und der .Tahrzald. aber ohne Adn "I Mit drr AdrMM des F. Stefanono. \'ori Hartseli erwähnt. t) |H. No. 109.1 Die Heligion empfängt die geweihten (iürtel. welche ^'•l'ranz von Assi-i vom llinmiel lirinjLft, OB fit den Würdenträgern der ^»clt. zu nbeB, Inten stellen vier \ei-e: Per 7> (iodiamo Hr.. Ago. .'"'"■ f'>r. Reckta: Hol." i-vm. II. ü» / 4 1, Br. II Z. n L Diess |*t eines der schönsten und seltensten Blatter des Mei-ters. Kine gute l !'l'ie ist bezeichnet : (. Carl fr. I.ul. Hu. formit. Die schlechte ' lue Kt ( ,i nu , ( | i( , _v«11«-:—.<•: Ago Car. for. ,. 3) |Ii. No. 110.] itMM rettet den Vater aus dir brennenden Stadt. edrrim.% Harorin* Crtmia* innen. Ago. Car. h'r (4M. Links unten : '■'""■« | Itonali \ Ra»ni>llij. Im Hände stellt in drei Zeilen die I»edi Ration an den Cardinal Odonrdo .laibe-H, . und das Distichon beginnt : «om»i c „, piftatt --------„, , up „i,, ||. 14 /. 2 I,. n ,jt 9 L. Hand. Hr. \ /'■ I >n -rs |ll;itt ,st (nies der berühmtesten des Meist, r-, aus der ^cit seiner vollen Stärke. Rafael GumH hat es von der Gegenseite '"l" 11 - Kr. ,,„. fol. 648. Af v\ (~i i\ n pp steht aui dem berühmten Ge- '»vlvA l^AK. r Vj. „.aide des AgOSttnO CaiTaCCi. i'leli,. s ,| i( , ( '(„„munidn des hl. Ilieronuuus vorstellt. Khedem in der I ''fosa /n BolOfU Wird M seit der 1818 erfüllten üürkkehr Min l'ari» ? ''''i' akadenuseheii Pinakothek daselbst aufbewahrt. Wir enthalten ■*• jeder weiteren Bemerkung, da das erwähnte Gemälde von jeher als Wes de,- Hauptwerke der Schul« TOB BologU bekannt ist. Aueh ist '''"'"its an \ielen Midien über die-, n MeiStCT gehandelt. «49. Unbekannter Goldschmied, waVcher um 16t0 thäthr war. Dto c/t G S - Rogeben,n Initialen findet man auf einem schonen und sel- ].■■,, tauen Blattchen, welches Laubschnörkel mit Blumen ent- ■■Jji die aus dem Rachen eines rechts unten befindlichen Delphis her .", "üiinen. Oben in drr Mitte ist ein Fingerrinp, und unten steht. ''•' s - «Mm Inno. || | / |1 |:, | /„ t 1 s „. .dieses gestochen« l'.lalt.hen M im Katalog Keyiard 1. No. 5.13 be- ll" 1 ' 1 "'». Reynard beaaaa ainan alten Abdruck, einen neueren fand vi,.! A Boruer TOT, und zwar nach der Platte, webbe sieh mit , "'» und, 1,1, Tor (,,„. ,,,,„ [n ,],,,• („,1,1m hniied-lade zu Nürn- O r , '"'f'Hid. Alle diaae Hatten giagaa m Grunde. Der ehemalige Kelel',"'i. A """' wal ' r ""K ""Haut, dass de, M.C in Nürnberg 6 '0. Ai/t,stiii<> Cnmonu fr., u Ag»>n er». f$. 651 Agostino Carracci. über welchen wir unter l C N". 296 J\tm /& " ' aualtthrlich gehandelt haben, bezeichnete auf a J ~" 1 ' 1 "' xv "'' folgende Blatt« l-'l, lr i„ ■ , 1) |B. Na i:. | lue Hube der hl. Kamille auf der Am, t "' A '-' l't'ii. HechU unten: Hrrnanim l'ananu In. . links: aus'dp: "• 10/ ■* ,; L. Hand. Br 7Z. 4L Dieses Blatt stammt utr ersten Zeit dna Künstlers, und tat (. onic nach C. Cort. 316 AQU —AGVS. Nr. 652 — 854. 2) [B. No. 32.] Dir hl. Jungfrau mit dem Kinde auf Wolken. Links unten: Agu. fe. löllJ, und im Hände: h'nir. Ilaro.in. — Hora. Ber. for. H. 5 Z. 6 L. mit 2 L. Hand, Hr. 4 Z. I L 652 Agostino Carraccl, Maler und Radirer ron Bologna, kommt jf~~ ~j * im- btnhi u rsTtchledeneo steilen entgegen, oM fl($li\^Af!j &. daher sahlea wir Wei nur jene üiiiiter auf, weicht 9 dk gegebenen Abbreviaturen tragen, mit Ilinwci-nng Art* friA* auf die Niniiinern von Bartsch, rf^Kj* 7 ' 1) [H. No.!lH.| Die Vermählung der hl. Ciithnniifl. ,,1'aulli CaliarijjVeronemi* SSM in rrrlrsio /). (iilrrinoc IWictij.«", und rechte: Agu: Car. fe. 189». II 1K Z. 7 L Hr. 18 Z 9 l. Weg ist einet der schönsten Blatter dei Meisesn, Die mitteuaassige Ocfü hat die .lahrzahl l'tllö 2) [H. No. 1 (>2.| Die hl. Jungfrau mit dem Leichnam des Herrn. i Hand ein Kugel hält. I'nten -tili« : Af/u. Cur. fe. „Paolo Calliari Vcronrte inue." Oratio Bertelli for l'tll'i. Sehr schone- BW" H. 14 Z. 9 L und t> L Basti, Br, H> z I L im spateren Drucke mit .1. Kranro', Adi- I) |ü. No. 154.] Halbe l-'i^ur eines Manne, im IVlzrncke cn face- (Uni Mir einem I'iede-tnle. Hechts unten A<)H. Cor. Seltene- Blatt II. | /.. I L Hr. 7 Z. 653. Agostino Carraccl soU nach Bartsch, P. gr will. p. Hfi Amivti Crp fp ^°- "*' '"'' dieser Abbreviatur einen Kujifi ''.7 ''«-•/'• |„. Z ei,hnet hnhen. »eh her die hl. Familie in halbe« Figuren mit der Verkündigung, welches im (weiten JJrucke ,,Ago$tino ,rr ' r '. n ,. fe." bezeichnet i,t. aliein dn-e Darstellung ist in Cremona gpstocD > wo Agostino spitst mit Antonio Caapl in Berührung Kam. Im ' , r . 1571 lebte alier der Künstler in Bologna. Wenn das von BaltSCB «ahnte geringe Blatt wirklich von ihm gestochen i-t. Rn mfl 'te einen anderen Namen fi 11 triit haben, vielleicht um den Vorwürfen L LsdoTieO und Annibale Carraccl zu entgehen. F,s hleiht aber itniiic zweifelhaft, ob das Blatt von ihm herrühre. Im Catalog Sternberg' Ko. SSM wird die Composition dem Bartolomen Kamm '"'V'r" zugeschrieben, mit der Besnerknng, dass das seltene Blati ••^(r'.tJjfi bezeichnet -ei llieiin waltet ein Irrthum oh. welcher dun h die " Inschrift -eine Erklärung findet 654. Agostino Veaexiano lieferte bekanntlich «* , « !,chc h ?ub er *r\n.'TiM r\\ iiiu'i i aber nur anf dreien * ' ^- ir AdVSIIN (II M\SI I den Familiennamen aos.^ AGVSTINO. DI. MVSl. [ TFJSßA «% zurück, uml zahlen daher nur die Kii|ifer-ti( he mit dem ^"'".^jmt. der,. n aber auch Bartseh im 14 Hand. ' 1" h <'i» Mehr jedoch, als durch die Blattet mit diesem Nanu ' ..f.-r- andn ,,,„,, ,i„. k er grosse AH. Nr. 655 — 656. 317 So laV "\ U ' V ' , ''"' N '' m,, ' n l,|,r skrl, '" r von ' ! Tbindino-Ui bekannt, n titnl, ''' '"'""' ''" sr " ;ll ~ ,, ' | l"'^ la Xotomia, und andere hell '" IM: Ca Nlfc ,/c In m0 r(, oder U OhMtWM, An «lein Steine. Sehr,, \," "" h HS™ "'" Qreil '"'' , " ,i,i <'" Händen stützt, ist die In- H I / , VVIINVs ^NKTVSDE M\sis FACIEBAT-1818-A.T. '""'i .riihc-. / " r ' / " ' '' "''' l " , -'" ll,,n Blatte» f-'clnircn in eine . [,' ""' . nl ; Mmyarelhn :im f li mi n einrr Qnttt kniend, wie sie .\.,VsTiv' < i r''";"„ S ,' ,ll: " Uf '' *" S l'"'' 1 "**** U "^ ■ S «'i'"' Hut ,ii ''.■;'"'' ,'!'" • wir ''''• '"'' (l ''"' K "l' lr ;l " ,lr " Sa'imsattol »rr- links' i , "'" ,' 7 " M ' im '" ***** l " 1 " «''" Pin llnnd. und ,, in "" «n ScbaaJ und eine Ziege. Im (»runde ist Landschaft mit II. 4 / ,7" !'".'' ""' , "' ||; ""'''"- Rechts oben: AGV8TINO.DLMTSL lilmt ,', : ' 7 ' '" Diese« ron Bartsch No 40in,, ','""'"" *«*»««nin(ten. Später stach der Künstler dieselbe ,„ , '"'" -;"" 1 /H '"'" Male, und «treuer, aber ebenfalls roa der II. a / „ ""' ""''Thcdtinjr ist kleiner, und mit A. V. beeeichnet. ' '■ Hr. . r i / mi(1 V ""• Landschall mit Thieren. Link- im Walde steht ata Hirsch. n ■ '" Hegt ein Och«. In der Mitte vorn sieht saan am rtinaiilaaiaiii i""lu,'',!"'','. ,'""' ''""' *****. " l " 1 reebü erbebt steh an Wasser ein ■• iinn'.' . ***; Al " ' '" bemerkl aus swei Hunde, und baWai l !r j™nnein Schwan. Rechts oben: A.GV8TIN« MVS1 ». II. t;/.. Mm,,,,,,'; '; Bartsch beacbreflM dieses BlaM unter Ho. 414. z " '"tn'.w ' l,T , lnin '' M ''" Zeit des Künstlers, und Ist als Compihttion Dtiror-s s r """de. der Birsch und der Bcbsma liad aas \ V ° r >'ild i ' 1 "- , '" ,,l "~ entnommen. Die Katxe und der Haas Indien ihr ■*•» «reit . ' ,!,;lM '"" All; "" '""' Kva - h]]o dieRe T »''' r <' s,,, hpn ■II i). " ,,,, ' r 'lein Originale. Der Naja* des Künstlers Ist nur im 8 Pttr»n " deutlich. Man lachte ihn auszuklopfen, aber ohne die '' ru n rtrtibtaa. ■ Johannes ?er Hagen f Pas gegebene Zeichen findet man auf ¥& i '" Kupferstiche, welcher in der froheren Zeil des II Jabtr- /^- dep i ! fof, ' ^,i « 0, «"r 1 !'' Er stellt da« Bildniss des bl Franz BtoeJi im,! ; " '" ''• l "" r Figur ror. Der Heilige «tut/t sieb auf ■-einen Öoris ' '"' "•" li link< gewendet. H;i^ Baapt ungibt eine Dtrsbles) «de P i CT k; '"" ll: ' s U]:,u "'''' ll , " r ,5 ' 9 K'teitifet sejm, da ,n itt,.|, r] , K . • I " 1 ' 1 ersl in diesess Jabre canoniskl wurde. Der Stieb ist " I /' J 1 ?' " ni1 ni "l' Brulliot IN". 441 von einem dcutsrlien Meister. M '' r 'lain """"- s des hl. Franz de Paula batst Jai Ferbagea von Am t n p »ris i' *''' ' ,l " Ur " M;llrn leasalt Dieser Kaastler liess siel 1482 i '""^ei/'i ''' '""' wrt»üeb die folgenden Jabre daselbst. Ob seine ''"I' Km, ,| " ' 8 ' 9 »Usundehnen ist. bleibt Indessen dahinfresteHt. da Ncas | n .' M "' 10 " U7\ als freier Meister der BraoenebaA des bl ■''''T .1,., |'J' "'.' " I; "» einverleibt wurde OewiH Ist aber. iaSS fiele 'y '1:k ,,| lri ' Paula von ihm vorbanden waren. Vielleicht ■ Kelii],]'.,'^^'''" 11 ' ,;, '" t nach einem solchen gestocbi 65fi ' ' * framm könnte in ' um n die Deutung finden. »bekannter Kupferstecher Den Trafst tVaatf Zeichen kenn- Ä u w n nicht ausfindig machen, und bemerken dalier nur. ■■■•er einer der vielen K t. »ebbe mit mehr oder ■ M * tr Orschick Bi i Adrian 318 All. Nr. 657— 650. Ilnberti ist nicht darunter zu vorstehen. Heller, Leben des Albrecht Mm II. 2. No. 148 und 529, scheint, zwei Meister mit dem Monogramm MI anzunehmen, es -iml aber lieiile Hlättor von derselben Hand. 1) Maria auf dem liallien Munde mit Slernenkrnne , Dach Dürcr'9 Blttt von 1511, I!. No. 32. Die Dnr-tcllung Ist von der Seile de- Originals genommen, bietet aber Abweichungen. Uns Kind auf dem linken Anne steckt die rerlile I f:1.11< 1 in den l',u-en der Mutter, und legi 'I"' andere an! den Schenkel. Im Original halt es eine Hirne, und die Madonna träirt ihm Krepier, «elcher in der (opio fohlt Hecht- DOM ist das erste Zeichen mit der JahnabJ i~,n<>. 11. .1 /. .1 L. Hr. 2 1 Battict nahm den \ 'erfertigrr dieses Blattei im 1'. gr. IX. p, 689 alg ht. aber sehr im Zweifel, ob er Maler war. Der genannte Schritt- steiler kennt das folgende Blatt Dicht 2) Der leidende Heiland mit dem Hucken gegen eine Säule gelehnt- Im Hintergründe rechtl erblickt man Maria und .lohannes mit gefaltete" Händen, Gegenseitige ( npir nacli Diner. B, No. .1. Mit dem /.«eitel 1 /eichen und der .lahi/ahl IVXi. II. 4 /. 4 L. Hr. 2 Z. 10 L 657. Hans Amann, oder ein unbekannter Formschneider, welcher Tr=T gegen das Bade de- | li Jahrhunderts und auch später AHB /H\ war. Hrullint I. No. 440 boschreiht folgendes Blatt Pas Ahendmahl de- Herrn. Chi'i-tns sitzt hei den .lungern * einem runden Ti-iho. und halt den -lohannes in den Armen, l' 1 "^ vorn bemerkt man den Judas mit dem (leldheutel in der Hinken. H ■' ' .1 L Hr. I Z. 5 L Diese« Blatt gehört in ein altes Gebetbuch welches wahrscheinlich mehrere Holzschnitte miii unserm M"c misten enthält. Bf ist wahrscheinlich jener Hans \niann. weh I' gegen Ittl zu Amsterdam eine an- (il Blättern bestehende Pa»iio° ' ! I - hnitten bekannt machte. 658 Adolph Henning. Historien und Genremaler, wurde l 80 ^,. A.. ..\ Benin geboren, und von Professor Warb zum '^""V, s . ^[—]{\s herangebildet Kr verweilte acht Jahre unter Leitung;» jaTiCTlVv-si'lb.m . -.. dang Henning bei seiner Abreise nach J 1 *.^ mit allen Mitteln lein er Kunst vertraut war. Von |H?s I' h:,: ' ■» , seine frühesten Gemälde, welche bei Gelegenheit der Kunstansstellung ^ in Berlin gebohre ndee Lob erhielten. Die e Gemälde nun, und ■ . (1 Zeichnungen sind es, auf welchen man ein Monogramm findet Werke, welche der Künstler in Rom ausführte, haben grösstenthe» ^, Namen, sowie die-- überhaupt bei fielen Kun-tlern der Fall ' ^Jefcl haben im Kflnatler Lexicon vi. s. 104 mehrere Bilder verzeichnet, tt '|,.r- bis IH3H eines besonderen Lobe: -ich erfreul hatten, und dieZ • B j ( j(« selben i|| eil dieter Zeit bedeutend herangewach-en. In«'"'" " ' rn gütigen des Kunstblattes wein man von den trefflichen '<''' s . ( \ ( t Meisters ku erzählen. Henning i t Mitglied der Akadcmi Künste in Berlin. 659. Unbekannter Maler der schwabischen Schule '''l^V yt /«—«f r Nr. 462 gibt die es Zeichen nach einer nanai ^, \ f / liehen Mittheilang des Heu '•" li "" , , r sil>" |r /\ / /JL llemerkung. d ifGemälden aus iie „— v_ ""J '"" ' '"' '"''' Nordlingen in einei Kirche "J ' n j C nt, fS Of/ """''•'■ " rn In,l; '" l,rl fJemäldc nennt ,!r ',', / M.'i- trr -^: IS sondern lagt nur am s. hin auch den Tod der M.ma Dach dem Knpfei Martin- Usen tri malt haben soll , lt , re b>" Die Skulpturen und Malereien der St Annakircbe in Ann. .^ r V schreibt Dr. Waagen im erst, , r Kunstwerke und h." All. Nr. fifiO — 861. 319 Deutschland. OHd S. 4B kommt er auf den Tod der Mnria tu sprechen, Welcher in den ll;iii]ilinntiveii dem Schönen Kupferstiche des M. Schön entnommen ist. und dos MittelbiWI eines Altares bildet Ueber den Meist,. |- v], r j( 1,1 Waagen keine Vcriiiuthung uns. b'isst aher demselben (|| e Ehre, die Zusätze sehr gMckickl tnii dem Ganzen verschmobzen zu 'imen. Grosseres Lob aber ipet4e1 er den übrigen Bilden du Altare., besonden den rler lebentfrotseii Heiligen, «eiche sehr mit wn Gemälden des Matthias Grunewald in der Pinakothek zu München stimmen, sii d:iss der Altar diesem Meister angehören mochte. Aul ., as Gemälde mit dem Monogramme macht Waagen 8. 4 ( i aufmerksam. w itelli die Kreuzigung vor, und bildet dai Mittelbild eines Altar« n der genannten st. Annakirche, Dia inneren Seiten der Kinkel eat i Jil"' ,n ''ic Portrait« der Stifter des Werket. Auf den Anssenseiten ( 'iseib|. n , v| ,| H , Verkündigung dargestellt. anmutUg und lein in den 'Kunni. dai Zimmer und die Landschaft ron altnieaerlanditcher Krafl n " Klarheit. Ibis Mittelbild mit dem Monogramme knniint der \ mdignng Dicht gleich. Dai Getue zeigt aach Waagen Verwaodtachafl zur Aoftburger schule. w .1.1 '"' n ei'les Dr. Waagen beigefügt hat. i _ Angngtt ' > Hagen bach? BraOtti l Bo. MI fand das träte I^T 7 1 *nT /.eii hen aal GlatgemUden mit den X. 7X1 V^/tl • J«ItT«Uai 15*1 und IM7, und jjj r "" •*• "*■ merkt, ihiss mau sie dem Augustin jj, M|u "f-'''l laachreibea wollte. wowm er sieb aber nubt überzeugen zwe't''"' Wir kennen cm Glasgemalde mit einem Wappen, welches das '•ilni M " '"'" "" , (,ir Jthrtahl 1551 »rtgt, und damit ist wenigstens ni'Vt ."'"'"' ThJUigkeil des Künstlers festgeteUt Dieter kann aber llirl Augustin Iln HirtTogeJl leyn, da letzterer r,r>.i starb, verm »k ' ""' " Kl " "' früheren Werken angegeben findet Brulliot in. Hier malle er / I ▼ I ( '' ls Bild eines Käuhers. wir er üher sein Schicksal / nachdenkt Dieses Gemälde kau (8H zur As* -A. -A. .A. Stellung i i .-n■ l i Berlin, BrnlUoi App. I. X<>. 52 gibt V\tvmn/? ift'xo ^**•uiaemMlbenrorkommendeMonogramm. Ceoer \^jtma£/ i\J6^/ ( | j( , Wl .j, ,,,.,.„ Leittun«n det KOutlen ist nai nicht* btkaant, indem wir seine spur nicht renUgai konnten. 663. Adrian Huber. oder Habertl. Kupferstecher und KunstTerleger, j, im ihm IMO M in Antwerpen thätig, wo später I Oaspard und (Trau Hnberti die Kunsthandlung t_l_) Tri fortsetzten, so da« die Firma mehr als hundert .JTj j^ IX? Jahre bestand. Prani Hnberti rerlegte 1656 ein ^Vl— I *Tj CU' lil,in N " n P' l'ontius nach .1. v. Kvel, und dt" / ■. X. y»i rfit • mit •** 'ü*' kajtfalnnlscbe ThAtigkeil desselben wohl noch nidit geschlossen. Kranz und Gaspard befassten »ich ab** meistens mit Oopien. da slaiHfh mehrere Blätter nach Rubens, 0. Seg" hers, P, Soiitinan. A. IM Mvck. A. Dieponlieek. .1. van l'',\r] Ac. t" ir ihre Adrce Innren. Der Vorgänger dieser beiden Verleger ist Adrian Huberti, welche' mit mehr Recht zu den Kupfersteehern gezählt werden kann, all dj* beiden anderen Huberti. chn,t. 8 M, legt ihm das ante Zeichen b**i sagt aher nnr. daai A. Huberti um 1580 zu Antorff (Antwerpen) Buch** und K upf erst i che in den Drach gegehen habe. Malpe 1. p. 380 h**JJ| wahr,, heinlieh nur auf der Angalie um Christ, hehauptet aller mit l i( '' stimmtheit, dan man dal zweite /riehen. Jan V.lrian 1 luln-rt, auf Klaftern im (loschmneke de, Tempo,la und Callol finde, sie solle» Tourniere, öffentliche feste und (>ptot,eonen nach Zeiehiiungi'ii < lrl ' ersteren knalle, , vn,-tel|e:i, und fOB A. Huliert lel chen »" r j den s(.\n. Allein ftfalpe ratal dieThatigkel Kupferstecher! " n< Kunsthändlers A. Iluliert um 1645. Während Tempesta erst t ■):"».">. B*J Callol nneh \ i.i spater geboren wurde Hierin liegt nun ein offenbar*« Irrtlium. welchen wir Dicht liehen können, da uns nie ein Itlatf ".' dem Mm Malpo gesehenen zweiten Zeil hen vorgekommen Ist. glauben aueh nicht . da*l H Ifl dien form einzeln rorkomme, """ u.imlich d Monogramm tun Immer In Verbindung mit dem NaWJ Hulierti's auf Kupferstichen steht. Nur da, dritte Zeichen koiiim 1 der Copie nach \. Dürer', Gebart Christi, B Wo 2, ror, and ''"*"' wirklich dem A. Hulierti angehöre, bew eise ! de,en iiedu ation aai^* renz HeymaiH. In dieser nennt ,nh aber der Ku. ÜS1 l "" " wahrend auf anderen Ulaflern wieder Iliiherfi steht , r Dkl erwähnte tiehiirt Christi geht in der Vorhalle einer Ruin« Maria kniet vor dem auf einem Steine liegenden Kinde, u"?' der Halle füllt Joseph am Itrnnnen einen Krug mit Wasser. lnl . |i( k gründe kniet .m alter Hirt mit gefalteten Händen, und weiter '''',,, im Stalle lieht mau denOckaen und den Esel In den Wolken senw der verkündende Kugel, und am Giebel dl Hau es hangt an ' ^ Stange das Täfelchen mit dem Zeichen Darcr's und der .labrzan 1 " ' A } L l; ' ' 7 > '■ iBarne* In diesem ZustAnde ist Ruber'« Copie sehr täuschend, und i ■ ^ |IlV "ich daher genöthigot. auf PI. 2 Fig. 2 A zur Puters,•herd»'!g [fl Wetterfahne auf dem vorderen Pfeiler de« Brunnens ulizul" 1 "' pjnr r der Copie bildet sie nur einen gerade wcstellenden llseken tni' kleinen SpiUe auf ,1. r Stange, im Originale hat sie die Form der I AH. Nr. fi64. 321 Windfahnen mit einer vorstehenden quadratischen Hatte mit dem oben TM« hinauf reichenden schmalen. UllUlIfWtWI Fange. Im zweiten r I«jkc bemerk) man an einem der Pfeiler des Kninnens das dritte ■eielien mit H.m„i,t, und rechts ud oben stellt: Integerrimo Viro | D. i-aurmtio ll^/\mant ad S. Andre] am Ecrlttiattae\. Adrian JluberADD. An ° | ir.ttn. \. ' Zu] glaiiht. diese treftliehe OopN dem .leronymu- Wierx znsehreihen " müssen, allein dieCnpie dieses MtMMn ist inelit M tnus.hcnd. Hie "idtahne in derselben hat zwei Spitzen, und im zweiten Drucke steht *n einem Steine: IHW f IMiil. Die Hatte MI M \ llnherti nicht. fW i K °" rrs, ' nion boi '» m •*■• *W 11. Wierx gefertigte Kll|iferstich- ^PW des llnlzsdnuttes von Dürer, welcher die Mr.|t de. hl. (iregorius ""j^ ' II. \„. 123. sie hat de,, Na,ne„ des Cnpi.ten l//i/c. nierur). FU-ri * "'"'" !•!*•»« «Irit t«- /eichen fügt »ich der Name mit ..„,', /;/ , r - Ao Ir >"'< Diese Copie ist dem Bischof JohMae«HraeUnu °» «echeln dedicirt II. II /. „nd fi I, K.md. Bf I / p "''in A Hubert! ichreibt ferner Mnlpr. Nntncs Ac. I. 330, eine natp 0 V "i" j 8 B,4ttw » "»* M *• v "^ ■«. s "' strllen die zwölf Mo Stell """''"hin Scenen vor. und enthalten vielleicht diesclhen D.n ""'Ken, welck« C. di' l'a.se .en. in kleinen (halen gestochen hat. ""• Andreas Herneysen. auch Herne\..en . RanTeaassi und irrig yfl Hornei.er genannt, war ein Niirnherger IM Bs> r\ I hurt, und hegann um l. r >7() seine I.aufhahn als "*■■•- Maler. Seme .lugend ■ ( icschic hte ist unbekannt. / C *7 4 wir sahen alier im Kunsthandel ein Hild aus der ' ' l.eidi'iisgescliii hte des Herrn, welches das erste t a- /\ I x~ Zeichen tragt, und zu den frühesten Werken des /\ ~\7 (} Meisters gehören durfte, Ei ist darin noch ein p»S; ■*■ JL Nai hklaiii.' der Durer'si heil Schule ersichtlich, die ' ""ig aber nicht angenehm, in's Dunkle gehend Im .lahre 1576 war lies','!" V- er ^ Usm *l un i '''' Kloslerkin die zu Ahler.baih in Niederhavern ile n ■ l,,l! ''^ -eine Malereien mussten aber spater f 1720) jenen dar heider r : "" "''"'"" ""■ Deckengemälde des Domes in Wiirzhnrg. welche Künstler 1580 im Auftrage desDomkapitels hegann. sind ebenfalls die s" ' ' 1;l '''''' "'"" '""'" ,lllll: " 1 " ,l " Heniey.cn wurde ITwH in na,.| .''"^'s- llrinlers. halt zu Wuizliurg aufgenommen . scheint aber gjT" einigen Jahren wider nach Nürnberg zurückgekehrt zu m nens i "" ''■' ,l "' ,:,s7 stattgefundenenRestauration des schonen Brun- hofer A » bwMlt « '•<■ '>"' herrlichen Figuren, mit welchen S. Schon- ai,,). ,! '" Brunnen geziert hatte. Inzwischen malte aber Herne* \Y,,i t ,"--'' Ein solches des Haas Sachs Ist aui der Bibliothek zu )ire n ' ,"' 1 - " n(l Pin zweites Bildniss dieses Dichters hesass der kgl. Monom- ° Minister von Nagler in Berlin. Es M mit dem zweiten mau ?'''!'"""' »ersehen, und durch dir seltene Radirung von dost Am- lii,. )lt '","""■ i! \„ in. i Beck» No 11«. Hernernen hatte den Öreii ^ '" ( ' i '"' 1 " "" , IV,/ •"'ihraintrn BtMU gemalt, und der e , mit gross, , n ehrwürdigen Harte ist von vorn gesehen. I nten auf *■« lind Reime j n drei Colaanaea: ^w»i m..T)nt pj n vt>H artizp .Ter *tl, W»r ich R u « S»ch. in Hrr rrnUlt, *r. ttt. ] n , ll..inii,i M 11 I.WVI K*emt>i.iZ M|H '' der SchrifttAfel stchl / t . und auf nnhesehnittenen 12 / ,'"'"" "l oben der Name // i \ ^ - ICffS Bedruckt. II. ihr Hatte Zu ,1 ,{r H / "• '■ iail Crh a ll, 10SOn AlH l r " rk,, n gehört ein gedruckter Hogen, auf welchem '" l " Bottkan ata Qadichl voa Hans Sachs (Hans Sach 322 AH. Nr. 665. sprueh damit er dem Maler sein Yalete deilicirt) und ein kürzeres von bim Herreisen (Danksagung dei Malers ttt das valete) abgedruckt ist. Darunter sieht: Cum gralia et l'rivilrt/io Cnarrur Mnjotlnlis j Gedruckt zu Nürnber» dun li Kath.irinani (Jorlaehin vnil Johanl Tom Berg Erben MDLXXVi. M. Dieses Bildnin wurde weh bei einem zweite*. Blatte zur h-rin in-ruiii^ an den Tod Am Bans Suhl zu Grunde gelegt, ai> Bildnis* des Thcopbf»*^ wohl gezeichnet h.ilieu. M dlMCT eheiif.ills ein Wanderleben führte. ' .lahr 1840 lebte nber der weltbekannte Arzt In Salzburg au'' JJ^S stubehen ImWlrtbahatue zum weil en Roh Gestochen sind ''"''."j, die beulen |iiidnis m de> i'.ii.u 1 lsns vnn \ Hirsvogel sieber "". j\ Heiaecke berichtet, dai da unten erwähnte in Hol« geschnittene ff»** l'.ir.ii el.us rofl Albert von der Helle gefertiget seii ''''"""jj,. BUdniu Heinrich Aide. , is gestochen habe A von der i ' . war alier st.idiru hier b Soest, und wurde 1.M0 geboren, wahrend** neeke seineu A. vhii der Helle 1800 in Regen»bürg geboren *''| ||M ,. lässt. Hu 1 r Schriftatelle durften indessen nicht so i nrechl "SJ, irg stammt der Maler Abraham Hell "der \. '''.•,,,(,>. welcher In Augsburg, und um (.">?(> wieder in Reg;ensbnrg •"'",' ( | ( ,„ Kr aaalte historische Darstellungen und Bildnisse. vielleicht •>'"' j Theophn tu, her I'imiiii hneider lebte vennuthlich in CftlO» ( ....ic BildlUSS in ein daselbt 1844 gedriu kte Weik gehört. Ei l*V ,lie nai h dem Belebe, und obwohl ipateiei Machwerk, kö» per trübere Jahrzahl mit dem Monogramme beibehalten word Q gel den Kupier,tei her haben wir keinen Nntnen. wenn Augnstin und Abraham Hell zurückgewiesen werden sollten. .,-, /i r > 1 / V hrntl, „h llnhrnhfim tffigif »»« "" ,-, ?«• Halbe Kufur in l'rotil nach recht«. Oben steht «//«•"»•« """ „nid 1 •MM BMI pnint. Im It obige Schritt, und in der M' ' |„ das Zeichen mit dei lahrzahl 1848 ll I / t L. Bf. ' ,J t f * 1 ' 2) [B. 2] fflfM Aurroh Throphrntt, ab Hohmhtim »•" "' ,„ „l.-n Halbe Kittnr in >, Ansieht nach link<>. Der Doctof balt m ^ ]]{]t u Hände,, cia grejaan Mzfatl I ■**■ ej ttttmttttM W "'" K AH. Nr. 666 — 668. 323 ■« dem Beisätze: Omnc dnnum pcrfrctnm ■ dco, impcrfectum a dia- bolo — 1540. Das Monogramm schliesst sich au. Auf einer Band- rolle oben: Altrriiis tum til, (/ui tuui eilt« pnteit II. I Z. Hr. 4 Z. 5 L. 3) [K. 8.] Johannen Fabriciut. Artium et medirinae Dortor Salitpurgi, Attalii tuae annnr , lm qnndrtiiptita rlc Halbe Kiioir bist von vorn, und n '"'li links blickend, mit einer niederen Mut/r mit drm Kopte. Kitten 11 innrni Steine steht oMh schritt, und m der Mitte unten das Zeichen m " der .labrzahl (MO. II. I Z ti L Hr. 4 Z. 9 L. Holzschnitt. 4) Theophrastus l'aracelsus, Copie nach dem Kuptcr-tit die No. 1. •"'' r v "n ■ I .■ i- (.eyrn-eite. Mit derselben S. hrilt. 1'ntcn in der Mitte ."''< du «weit« Zeichen. II. 4 z. n L Br. 4 Z. Dia»« Klatt ' ni 'et ,„.,„ |„ |I( , in \v ( .,li,. Ij! Theophrastus: UMr //. « Cauia et Ori- »""« Mnrborum. CMM (Nf, 4. "00. Johann Friedrich Alexander Thiele. Landschaftsmaler und Tj Radirer, soll der Trager dieses Zeichens tan, Nach einer ge- I '• • billigen Mittheilung findet man es mit (.em.ilden. Auf radirten ( •"lern kommt aber nur der Bachstabe r. oder Th. vor. Obiges Zei- v"." »*« demnach AITII. zu lesen. Thiele Btarb 1803 in Dresden. ' '""' n ' t, Kn.Mler-I.exieon WIM. S. 337. ""«• Abraham Hondias. Thiermaler und Radirer. wurde 1638 zu Rotterdam geboren, gründete aber -einen Ruf in London, I)i.. ii™- . ■■- «o i i- |tt| starb. Kr malte Küren und Srhwcinsjagden, fTj",, .?*- 4L wie einzelne Wildschweine in der Weise desF. Snyders. lunde jpielen in seinen Gemälden ebenfalls eine Rolle, meistens "'"r im ■■- k,, INt '||!' K »«»pfe mit Sauen. Anfallend Ist et, In« anf swei Schwan- «teil« j tern von '' Smith, welche je ein Bologneser Hündchen vor- (iil,, r '.': '' Künstler A. Hongens genannt wird, so d.iss ■ einen Bon f '■inisi t "i""" /M 7i s,l 'he. Die Adresse /( / kommt nur auf den tu«.,,"" Drucken »or. Brulliot, Oilnin, Huber nnd Boa«, und R. Weigel hii .,.'" ' I|,r »on Bartsch No i 7 beschriebenen Kolge mit Thie.ren l>. tU hl '| ! ' ilH '"" / " K We'ffl- Snpplcments au l'eintre-graveur I. «■in.. ,|. ., ri ' il,( »her aberdiees UOcfc zwei andere Klütter. wovon da« oandein .'.' n " Kr '" 111 " " ' tragt, worüber wir an der betreffenden Stelle da eg ' .''■'" weiteres Itl.itt dieses Meisters ist irrig Jo. Fy. bezeichnet. s »vde rs '"*■'' r . ''"" •'»'' l''v< zugeschrieben wurde. Auch dem l abti l,j,,* , ''""' ,! ' | diniiiu' de- ||. Hondius beigelegt. Wir können ltn llnien7 (| . arn " f »IT summarisch eingehen, da 1!. Weigel 1. c. vnll- fifin" , ' 1 ' 1 !**> ■ Abraham Hond. oder de Hont? unenseeieben fanden 4J - wir anl einem (iemälde. welches ein Reitergefecht TOr- ■'11. T stidlt. und einem Mi der /weiten Hälfte des ■/ • I ' •lahrhunderts angehöret Er itl »'dil jener Abraham '»resde,, v "o„,|. wr | r h rm jn Msf(]l , L , der k. (Glorie in ben ,i r( ,' " ' , bt in der Nahe eines Dorfes zugeschrie- V< "' Welch. ; '" ! ' Monogrammist wohl auch jener N. de Hont. mahle in r je vu Sc hleissheim aufbewahrt «s eine stellt ein llcitetiencht an Walde das ander 224 AH. Nr. 669-671. solches auf der Ebene ."> 1 lebend. Unter diesen rm- standen kiinn man die Bcklacbtbilder den Abraham Hondiui nickt bfJ logen, da dieser Iktatttofel in der Weise des f, Snwlers nmlle, und im Jahre I ll.'i I er-t II Jahre zahlte. 669. Albert Hamerano. Aber welchen wir auch unter den Initiale* .w All. bandeln, soll aal wiche Weite Mumstempel und Medaille* *" bezeichnet. Im den. Kr stund in päpstlichen Diensten und starb um IJ** 670. Unbekannter Zeichner und Maler Nach ihm hat Tardie« AJT). n ' s 'l ils Bildni oieois de Bonne duc de Kcsdigu STl.iWX, ■ (restlichen. >i., n ti n
  • l7 starb- Pinsio hat es gestochen. Ai 671. Anton Hertzinger, Ifaler und Radirer, wurde i;h.i in. Fjjj| hm h in Oeeleuelih g e b or en . Kr übte seine Jr.i/rt JCs. in Wien, und verweilte am h mehrere Jahre in Pf** wo der Ktaeiler um IMI torfe. Hertainger hatte all Thieneichner Ruf, und bewährte denseW» dureli eine liedeutende Anzahl von ichon i.ulirten Blattern, deren äO einige in .\i|iiatinta gedruckt sind. Sein Vorbild war .1. II '''""'"'..'J'.tt 'der in einigen Blättern kommt er ihm auch -ehr nahe. Das seltene des .1. II. Boos. «eh lies einen Schäfer .im Fusse der Vase l"' 1 lleerde wo-telll. It No. .IM, hat Hertzinger trefflich und lausch' pirt, gr. t'ol. El kommen .in. h Abdrücke auf graues Papier mit w, ''* S ij,. Ilohnng vor. Zu seinen llaiifitblattern naeh Roos gehört euch . id-ih.itt bei Abendbeleuchtung mit einer Tempelnüne einer Hirtin. welche das s, hat liebkoset 17!ifi. Man findet Abdr "j„e ohne und mit Tomlruck in Aquatinta. In (rieh her flrössf IS i fl0 »- I.miuUi hall mit Waaeerfall nach J, 1 1 11\ -il.nl Km interessantes ■ 'l. tintahlatt naeh Ostade stellt ranchende Bauern heim Spiele ( ' flr /, _«« t'alK im groeaen Formate, In Kreidemanier behandelte er eine ,i1 '' ( . (1 . Ton vier Stieren und zwei Ziegen nach W. I;. .im mi. Eine z "!' .,.,1' loriren bestimmte leichte Radirang nach C dnJardin stellt einet» 1 ^. ■ hndeiier Thierc mit einem die Hühner fütternden Bauer s. gr. IWT lol. . ch eigener Compositinn atzte der Künstlet -di.itt mit ruhenden Schafen und Zielen in Aquatinta ' "Vl'i r ll " 1 vorzüglich ichAn radirtea Blatt zoi^t einen Hirtenknaben, w f. pi»tfc Hügel bei vier ruhenden Schafen steht, gr.qn.fol.. i.....' M . ", i'flttf' Bemerkenswert!) i t auch dii Radimng mit einem stier '"'' '!'.i^mlrl' und mit zwei Schafen im Vorgrunde. Schön und geistreich ' < ( , I .',,],.in- sind ferner die kleinen Radirungen und Aquatintablättcr "".!,', EL lt.. . Bloemcn \uf einigen dersel > • auf kleineren Ihierstii, Ken n.u h eigener Zeirhnui \tOVW ^j Aul anderen Blättern stehen die Initialen .1 // in ' '".V* hsta 1 "'"' • wechselt in der Form ,1 ' 1 .'" fco» 0 '?' M dass man obigen Zeil heu noch drei bis vier andere '"''"f' h l' , '" lr In diesen int das »ursiv t »nsgesrhweift, und der Strich 'I' ^ ( | f ,i Buchstaben in der Mitte geboget lleichea verhält sie All. Nr. 672 — 676. 3 25 S& en ^i M n,3 f:rst ,! L ,H " r y jaL 1 u > * ,,, ' rs,i " k «•** fnitiaK.fXa^ *T k ,'""""'," " Uih ,,, *' »*>»*** Xci< ).,•,. und •""> aul Kadirungen des Künstlers vor. A/ 67 in n M,^ a , S | ,er \7 8eB ' «■«* "■ NArnberg. über welchen wir V !' N ; ,M "«fthrUdi griuuideh habe«, durfte auch im (li aww«iZeidnu lern. Man findet M auf einem wrgftltig ra- ** ' i ir , w" l'-"V' '" S Vr*"" •**" -in/weibliehe "Ml,, „ (,' ' k '" ■V'Hl»"»«' ""d ,„ ntsprachaader Kleidung ,„r- ,,,„ • M.ni wollte da« /,.„.,„.„ : ,„, ,,, M kmmm i]( , i|1(i|| w(1( . )i(T 'in r wideren Weise arbeitete fi7l A-y v,r,i, ü r'! bekannt ? r , 'eneiianlscher Meister, welcher die Titel- ^P , L ' 5 , " 1 ««' 1 " i ''''' Werke fertigte: '.„„ Hnmmumim , m . r'"'i't n, ,1 !' u,......"" '"'"'', '"""•'• T ""' '•' in Taucher Fraktur- l;, ll|im , ' Abbreriatur ..Imperator,,- eingeschnitten. Im autara F^Uche w, "";'"' v '"v;\"'ll<- an dessen Seitenflügeln da« ftster- ,,n Ornat! ,.'>";'""''''■ herabhängt Am den Throne StU der Kaiser "'" iolchVr ' , , T0 1 ''"" ,teh ' "■*«*■ "i< fcm Reiehsschwert links ^«chen , "".''"" Schilde, auf «'eichen der Adler ikh tatet (Tum ,s| nur mir " ,|rs K " Mn ,s| "»«Zeichen, 4. Diese Vorstellung '''"•'•l' Herr "'i','"'' * PS " '""t"'" w 'r naben ran den erwähnten Werke ,r " Baron raa LMMkoai Kunde StT "nH,l,!! raham H 1 eln,h "k «■l.^rr.nnster in nTitU««LM, Kit, sehr , »>il. I J 7, i, r '" 1 " 1 '" Blatt '"'' die8Pm Zeirh,n "*»< d« Brust- i U " rI '''ike„i i "".'""' ""■ W ' 1 ' 1 "' 1 ' "' *erRechten eineRote und in c anz und ,,"'", ""-' Dm '''•'"•"> «">«'»»< ein ovaler Blumen- . '"'' />. vi 7 '" dpm v'artouche steht: hrnimamii \\„i,u i.l„mer ------ l,U U< „','7 Z" * ..... '"''' " ' X 4 L llr * "'■■ »L. Dieses *',' u, 'k'-ki', ,'"''' v "" Abraham Betahue* radirt im Ukn U I ; »uch i ' k './'.''""''"• erlernte dieser das fllastshaudassh, abta sieh i " n, iiti,, n i ^lehnen, und trat l«7l zu Nurnben Lei V. Waldl in h, ' n wir i i" '' l7 '^ 4 "' lr1, •*■ ''" ,,r l1 '" '»"»»len All ■ Ol eine \ ignette des Glasers llelmha« k aufmerksam gemaeht. Ol» *PPier Hanzelrt. Das erste der gegebenen Zeirhen v/t/^Ot e'' , "'"'' "'""IIimI I, Nu. 4ti.t uul Bachertiteln lieh bo- *V-/J / »"den. und den KapferStecheT .1. Anguslin llan/elet an- '"•" zweit,,,. .'"'''" Sirher ist. d;is~ Hänselei die Namensinitialen d- s, lili..sst i' l: ' : ......"' vor,, "nden habe, an welches sich al.er ..an- ^ünz,.|,, ( \ ""'-'' Meisler lelite in Nancy und heisst Jean A]>|>ier. ()7ß ' • ll "' ri - s. ,,„|ei JA Ay. ' rn0,d Houbraken. Maler lind Keiner, der \erta-er des ^tl o/f-f. "erkes U, ,,,,„,,,- Srhixihurqh dtr .\rrlrrlan " r . hil ' lr " Amtlrrdam IIIII, lieiliente liefe dieser Zei- I ^>^t.7 ri ''ii zur Signatui radirten Blatter. Kr malte v''i'"' rz ''' I. „„ . **•* ■"" 'i bi eibilder und Portrait«, deren laan' " ll|| i ,i '""",' '" " , ' r *"» an. II. p K7erwähnt Dieser rardieuat- z " Dutdp« i l,n "- , "ll ;) j Tli.ru und Vögel, welche aber eben sind Diese Blätter tragen obiges M""' tern mit Goldschmieds Veniero zeigen im ft Thiere und Vögel, »eh Im •'"" ' eben sind Diese Blätter tragen obiges M""' weh hi ■ ; ''"'' J 7 u il''" Letiterei arbeitete mit grosser Sieberbett, und I*** Hellsten Künstlern , ,ii 680. Unbekannter Maler, welcher nm 1R23 in neufeichl» n * ier muer. wcicncr um io*.i in ...... j Wil «allen Zeichnungen VM «einer ' " ..., _ /t> 2 3 eine da« Monogramm und die Jahrzahl '' n '"' Zeichnungen «ind hirtoriachen Inhalts, mit der Feder um M .....iiyi'ii Hinu rnMori^t-neu iiman«. inn uri ...... ^uWe^ T^^ /itu«(lit l n-rr Monngrammiot «. lieint Glasmaler ' f ^ oB «aw*' ttammt wohl ans der Familie der Hcl>rn«trcit I* All. Nr. 681 — 683. 327 681. Abraham Hecke ttm Heckius, MMalai wäi fmtum^i. Jft tot 1 Amsterdam, wmr i„ der nrelten Hälfte des 16 Jahrhunderts «atg and bis gem. I8S4. Kr ist wttig bekamt, ,„„1 mm ,., '"'1 ....b in Immeneel 1 neuem Künstler Lexioon vergebe«. Seine rot \u , ,', ',' '"1' '""' zi, ' r,irl1 gestochen, kommen aber sehr teilen „ ii( Boldschmieda-Ornamento sind «1 Fohren rereiniget, und theil« Es „1, ', T'' : """' /" ''"'" A,,f «*»» lt,;i ""'" itehl der Name. *^ «lefc JA '""' '''" • i ""- r,rr Künstler dieses ■..... s!,i!i';;;, '''■;; Ä ,in g? i,n f«fn*i fac** i„, v«™* ** „ •• '">ts .^r„/mm„, »„*„„ ».». r , srul f. y. .N,w,,m rirmlir •' , 'n 1 ';,' /- J *• ■' ■'•' ■!*-« Drwkakat mit der '''," , Ur '" M ' x "" •' ' x ' •**« ^rh Abdrfleke v «"rcssc von .1. Jansomus kommen vor. 8*W l'.',"', '' ! ' r ':"' ' 2 B1 * Mern '"" mythologischen Darstellungen, '""•'liiiv,, v : '"■' (,lv, "l'- Satyrn mit Nymphen ftc. in Arabeski ,),.,. D "■ »10 dienten als Muster für Goldschmiede bei Verzierung Sei ......, k V"" Srnmnckklatchen, Dosen und ron anderen ovalen Tite] »CNPh "' ° S """' l11 ''" ta ■ ,,I '-"" M >' versiert, im .....ii dem " n * SiVl ho„ul<,icrhhin den Goldtrhmieden dimttlirh I "hriitoffrl h„. «»«• ami4« r«?o«. Höhe der Orale I z 4 U M I Z. 11 L 8 wn matter haben den Name«: «arotasl aMWewftsa. et rrhivii ''''"Hm. r"' "' '"" ,2 Bl * tten ' '"'• '»'l'Nclmii.'.U- Yrr/irrnnpen, 5*»Webt flip !T, n '"" I,I "»"'»«' > '1< enthaltend. Auf dem ersten Hl. '" »eut*chl»n 5. WO behauptet Ein drittes Bild de- Künstlers wird irrig ,l ''" 1 '., r ti ii. wie Dr Waagen, Kunstwerke und Künstler in Deutschiai 8. WO. behauptet Ein drittes Bild des Künstlers wird irrig iaa Jfi muiid llolhein I itcllt den leidenden Heiland l ' 1 *! j (>( j,ek ......... 1 1W..'. IM <>,■*• I« *!' I , - -I. III l|l II |l IUI Uli. II I ........ liotlU A. Dürer'i bekanntem Bolis hnitte gemalt Dann sind aui der Biw ^ in Baael aach rier Bandaeichnungen mit dem Monogramme "-gggr mit lieberer Hand leicht hingeworfen und mit wenig f'arben ^^ arbeitet I>as fragliche Monogramm deutet r Hegner, """\ Iol ,,i^r.- ilrr ) ■• ii-ilffti " herrühren, w.,- aber von andc eint wird WH Port**'** für eigenhändige Arbeiten d . »eh her hierin •*■ i Hans Holbi in III ersi hcint. ^pelle*' I) riteleinfs lung mit dem Hilde der Verlauindung u<'^ )iin /,M- d oben mit der Schlacht des \rminius (regen Varu"- •"'. • optr«- 'u und der Jahrsahl f,l7, fol. Itenntzt zu ( < Eigrnhiindiijkril ihr Mnlcrformurhnitlf ' • 70) d-jti Mgen I'. Viicber auf. ohne gerade darauf bestehen zu n| lrn. dMi die lin;ifi> \\\.w salicae ron Holbsia s.-iii--» geschnlttes "»» Sudel dies,- BWtl in h'rnhr,,,, nnmtrwt, B.'. und in ■rami Hotert«l Praefat. ad iiu/irr rlcctum l'oiitifirmi. Iflflm 1622. 2) in,, biblischen Darstellungen in dem Werke: Om$AU*Tmtmmmd, ^." rh * TlUlh. Rnxfl, Adnvi l'rln /-,.>'/ Im Ihrbslmon.. fol. Di tu i Ansir.'ilx- isl mit vielen Holzschnitten jjeziert. welche dir lüch- an i", Holbeln'i angeboren, Kin Theil Isl von unseren Meister, ein . Wer tot den Monogrammisten //•". ///■'. (der Mgenamte l'urten- ach ' M' (Adiini Petri) und ///>■. (Htm Ltttatelbarg« . °8o. Adrian Hnberti, "der Haber, KaaJsistathsi und Kuasditnasar, • H. i>\ Brschelol "heu Nu. MS mit einem aus diesen Buchstaben ( |- ' ' bestehenden Monogramme, er deutet abef tack fanh . Betrennten Initialen t //. seinen Namen an. und zwar anl \ '''Partikel,,. °o/. Albert Hamerano, Medailleur ronHenaanikirchen,kam unter All. Jen Pontificate Alexander VII. aach Boss, und schnitt da Mm ausführliche Stelle Dia f ■ ** » A H A ,ln,, '" * tp ben aul radin j" Umdscb Inhalts, so wie auf solchen mit ländlichen Scenen .""Ken. S( .',,'" ^m zahlreichsten lind die emblematischen Darstel '" ""istrei '."'''"' , '"'merken wir nur noch, dais \ Houbrack ß92 KnnsUern in 1719. ^- >/ v iRnelt* ln Helmn * ck - 'ili-i um i~t. r m N'iirnlierc. radirte eiM <'l,iJ '•"''''"' ein von zwei (.reifen gehaltenes Schild mit ■ -.Iwcngen »WStsUt Auf dun Zettid dartihn steht 330 AH —AHA. Nr. 003-608. Clanen Sehüldl. H. 2 Z. 3 L lir. , r ) /. Ml I Vignette kfl Mf einen halben Bogen abgedruckt mit der Schrift: ObtrAnrUAtr Tu t*r itmmf liehen Meisler lilimern lirlrr/foxl. I,\uniherq) 94 Orlohri.i Amin 170!). I'ntor dem Monogramm All. Nu. 074 haben wir ein linderes lSkitt dieses Mannes erwähnt. 693. Anton Hertzlnger. Maler uni Radirer von Falbacb (1763 * rf» n ^ ~ 1832), tund unter dem Monogramm Ati> c/b. G/694. A. Haubenschmied, Architekturmaler, war in den ersten De- j -jp eennie ..... iseri Jahrhunderts zu München thätig, und malt! % /\x i/x.. eine bedeutende Ansah] von Bildern In Oel und Aquarelli \ i_i welche Interesaante Gebäude Münchens vorstellen, und uw so höheres Lokalinteresse Indien, als die meisten dieser Hunten später weichen niiissten. Sie sind tlieils mit dem Namen, llu'il* mit den Initialen bezeichnet, AU: h 695. Alois Hardt. Kupferstecher, war in der früheren Zeit Jj 17. Jahrhundert! in Mahren thätig, und wahrsc-heinlis* Sc. mich zu Bermannstadl in Ungarn. Er Btach Bikini! 1 * für Stmi'ielit ßineleneri Aururin llnnitmo - Itririn. t'ilirtiii i lleriininn lud" 1717. Auf BUittni In diesem Werke stellen die gegebenen Initial** 696. Heinrich Adam. Landschaftsmaler, wurde 17H7 zu Nord' fi r o r\ N|\ liiuren «boren. In Augsburg herangebildet, machj V {S\\ .V\ J\ er wiederholte Reisen nach Italien, und lie zuletzt in München nieder, wo er anfangs mit seine'" Uruder Alliert. dem berühmten Sehlachten- und Pferdemaler, in vfj bindung trat. Man findet landschaftliche und architektonische (lern«* um -einer Hund, so wie eine Anznlil schöner Radirungen, und litW graphirte Blatter. Obiges Zeichen stellt auf einer lithographirten ** sieht von St. Veit bei l.niiiMiut in liavorn . mit DediCStion :in den H*' ron von Sternburg, gr. qu. M, 697. Albert Haiweg oder Haelweg, k. dänischer Hofknpfcratccbefi ., rr/? welcher 1672 itarb, bezeichnete auf solche Weise ein'»; /f J-^ f y Bildnisse. Heber die en Meister s. besonders die , ' 1 ' y l/. c/ - ,rr. ic j,i c ijt e ,1,.,. ^ Kupferstich-Sammlung zu <<>pcnhfig* von B, von Rnmnhr und .1 M. Thiele S 49, Er ist mit \' ll ' ,: ' |1 Baelwegh, welcher oben \o. |gg ,,{,„, stelle behauptet, nicht verwechseln. 698. August Heinrich Andrea, Architekt und Maler, wurde W [rr in Hannoverschen gehören, und von dem Baurtithe WiW> HVj. unterrichtet. Er betrieb mit grossem Eifer das SJudi^J der classischen italienischen Architektur, erforschte mit nicht gering* , Liebe die Oesetse der romanischen und germanischen Bauweise, "^ erlangte üT;i|>liir»c Blattet 1 linden -~i.il \ i>n -cin.T I l.iml. cur den erttea Band deutscher Dichtungen nil Randteichnungen, D uorf 1843, Ulostrirte er II. lleine\ Lied ..die Wallfahrt nach Kerbar M 1 K r - 4. Auch in der Sculptur machte der Kiinxllei' Versuche. I>:i- Monogramm findet man anl verschiedenen Werken. 099. John Hollins Ataotiaf der k. Akademie in London, seil der JSV Träger dieaea Zeichena sern. Man finde) es anf Holzschnitten jf*^''" Art Journal 1845. welche nach seinen Zeichnungen ausgeführt 1 " 1( l- llollins malte Portrait« und Genrebilder In Oel und Aquarell. '00. Adrian Hanneman? Dieses Zeichen findet maa nachBralliot 1. Nn. 47) OlliTortraiton. welche in der/weiten Haltte des I7..lahr- hunderts au London geetochen wurden. I.rulliot hatte POf das MonognPMI keine Ih'Utuiif.'. wir mochten nher darunter den ' "' rv Adrian Hanneman erkennen, welcher (610 Im Ilaair geboren iinlc. g r „Ulli,, allegorische Daräfetlaagen und BIMnisse in Style es A. van llyck, und hielt sich mehrere .lalire in London auf. Hier naitn er den König Carl I., und tlele andere Notabilitäten des Landes, ,K Monogramm auf den gestochenen Bildnissen bedeute) daher wahr- .'"'inlii h: ,t. iiiiiinrmiin /'nun i.otulitii. Zur Zeit dieaea Meisters st. \ '""'' '^ lleriiichs oder llcrtdcks. ein niederländischer Kupfer- j ''Y"'|'. in London, Kr stach das Bikfadaa ran Sir Bdwatd Nktatolaa ™*J ' Hanneman, und wahrscheinlich am h das aaeeeM seltene und One Blatt: The Irur und hhrli pnrtrairlurr of Ihm hnrued and nilmnl A r , V<"»n'« Hortley — (Mi Oval |o|. Dieses Matt wurde hei der koiW 10n ''" S '"" ,nl " lu - r Svlir " "''' t'-'l'l. St. he/nhlf. Nach Mi .lahmt I,.'!' 1 '' Hanneman aus England in das Vaterland avflck, und wurde b5 Direktor der Akademie im llaair. Im .lahre IfM starb er. 'Ol. Arnold Honbracken, Maler. Radirar und Schriftsteller ron JU V Dortrecht, (and unter dem Monogramm i//. No, i>7i; bereits y ■* • eine ausführliche Stelle, wir müssen aber hier aal Ihn suruck- h'iid"!!""' '''' '' ;ls gegebene Zeichen aus AUL tu bestehen scheint Man Hl ii', ,s il,lf Bildnissen, emblematiachen Darstellungen, und kleinen (,',''''" mit ländlichen Scenen, Das Zeichen bedeute) wohl: t. Rist*. »nn» "■ '"'"'"" '''"' Der Künstler begab lieh um i Mihi Mnrü T»mPt) tmprr»! *■ w ' Vn» igfcf. « Der Konig. Der Tod mit dem Harkbrette trägt Sjcepter und j^' |jr apfel Auf emem Knochen am Hoden steht N<>. 8 und gende Zeichen. Im Rande: S*-#jrfr« f»»r»nt p,, v AMI C+Arnt DteMmat* '"' A M.n, AHM. Nr. 702. 333 7 - Der HeilOg. in einem mit Hermelin verbrämten Mnntol. UM er imt der Ret -lit.-n den Tml iil>w<'isr;,t Tilv | (OMKS | IM Trv,v],„|i„ K»ti. 11 Der Richter ror den BtwMl -teilend, während der Tod mit einem schreibe« sieh roo link«« lier naht. Links unten du liegende Zei- r,l ''n. Im Rande: . Jmlicis < irilei ..... | IVDKX | \'ci|ii.' MM Fvm.r.t,, ■ D« Kaufmann mit der QoMwan vor dem Ti-elie sielx tid. l>er "< legi die Unke mit Min« Achtel, und greif! mit der Rechten ':"<< aer wage, In welcher ein Todtenschadel Heft An einer »täte ixt dai Zeichen de« Fonnschneiden IS mit dem Messerchen 111,11 m einem Waarenballea jenes de« M. \. Raaaaa. im Rande: Itojam (,h,,.l mrUTATflB M '"" Ji»l'l">'«l'i H Pkmjm " "' u tut uUm ■ «'>■ Randwarnmaann. Kr traf) eine l"hr und ein entrolltes Ta- itehi : "\' w !' 1 ' 1 "' 1 " ein Todtenschadel abgebildel Ist üntar diesem '"■ «ARXAN.H, Du Gerippe neben Du schwingt MaSehU- d 0 '' '." . ; "" Boden ''«Ken Weihaeug«, An dem Blocke, in welchen Ambos befestiget ist, stehl das Monogramm, und an der Kante *■»«« in::-. i,„ Rande; "I'' 1 " M I'' IT. ( .p|J , , t, . :.t ClpinOO«. I? | >(i vm Mon IIII.A lijrasn \iilh..niii It.mn. -In Arg.« i'Hanshjer mit seinem Hnnde, wie er mit der Rand eine at* K| ^ mte Bewegung gegen den Tod macht, welcher den reitenden "" S|rl1 lnn/ielit. Rechte unten dM Monogramm. Im Rande: rl *™ Vl1 '«' VltM IVOTimn W Vn„|,r r ||, I)(i '•"" ii- liwaiavai F ,„ : /.,',,',., I ', , ,''"" , " U! Tom T "«lc ergriffen. Links unten am Steine das • 'inni» Her« ,. . pvtiq Srnihun Cumpn 14. J) Nl " * ■*'*■ „ihr Inl»n» | V 'lim ,| : ""' r T mil '''"' " n "-'•'•flcRol und dem Bahn im Korbe, wie Zeictulü ' ''''' Mntee roin Kopfe nimmt. Links unten das '""•"• "n.l im Rande: ,« PVCTIPV l, " l " r t'ltim'" l|. |,,, r "» Fr«n B it R\8TICV v „ n , rl '"''l-e'l',!"" ,""' ' l '"' StelafuM am offenen t.rabe, wie der 'lad die "effenH« m H »«ndes abschneidet Links unten /.v. rächte Im -e. 1Wv - ...... "" lmsNi.ir.V8 -—;;'" r Ha» •• '"'"' ■appC 1 V 'i!" I( "''' 'pfiffen. Letzterer tragt MthaJ die Narren- *S«J , « ten daa Monogramm, und im RAnde bttlt «Mm».«*«» ipil). i ■ . - . 'KiiiMil. Iifl/,H'lt I II «l *41 im H'^i s 'vii, g'Ji „ " nten das Monogramm, und im Rande , v M)( , r ,.»-■■ Vi "" 8TYLTVS n-™^ — l'n^.. . r r,rlrtsnr n— i- . . ... Jok* 6 (,l ' s Krei," " " n KrPnzr zwischen den beiden Schachern Am f,. ha 'ine s . j n ". /(< *' n 'l die beiden Marien, /«ei andere Kranen und i„ ,e> »eltenc \\' l r "" ,r " iM ,i: '- Mnnojrramnl de« Meister«. — '"• v ">l irel,, '"st'dtt in zwei Klatten. welche die R'irstellunR K r l '• Joaenh " n,,ll ""-l-k..i,i ß -„ 1 mit dem Kinde zwischen St. Anna Cn - - Da* „i" r ''" K, ^»«n knieen MMtliche Würdenträirer und ' .....' s " s '"""" QtjjajnMnf m obiger Darstellung. .134 AHM. Nr. 702 4) DU Darstellung im Tempel. Maria mit. rinn Heiligenschein* kniet links vor dem hohen Priester, welcher das Jesuskind :mf den Händen liiilt. Joseph trägt einen Kätig mit Tauben, rechts stellt Anna, und unten auf «•tni'iti /eile] liemerkt man das Zeielien. II. 5 Z- !> L. Hr. 4 /. 4 L. 5) Die Himmelfahrt Christi. Bf schwellt in Strahlen von der Herzspitze auf. I in den GHpCtl knieen die Apostel und Murin. Im Buch* eines Apo-Iels isl, du Zeichen angelirni lil. 11. 5/. 9 1.. Kr. 4/. 4 L ti) Difl Himmelfahrt Christi in Gegenwart der Apostel. Auf dem Deekel eines liinlie,. welches einer derselben trägt, stellt (las M""' 1 ' «ramm. Im unteren Kunde: Ascendit sup. omnes coelo» etc. II. 8 *■ I L. lir. 4 Z. I L 7) Esther mit der Krone auf dem Haupte kniet vor Ahasrero* Hinter ihr sind llolleuto und Krieger. Links am linden das Zeil In' 11, und im Hände: llestern »MM, Die Juden werden los durch Urtier et'- II. 6 Z. 2 L. Kr. 4 Z. 4 L H) Jonas wird \nni Fische ausgeworfen. Inten im Rande: ''''"' — — malum. Jonas ein Fisch verschlingt etc., dann das Zeichen. "' 6 Z. * L Hr. 4 Z. | I, !l) Der Thiirmhaii zu Babel. Im Bande Mutatis Inbor. <•'»' ihn l'hiiren tu bauen verhindert etc. Mit dem Zeichen. II 8 '/•■ » i " Br. 4 Z. 4 U 10) Di« Bekleidung der NaCktn Inten: IteUaid dienakkenden'«' Am KiissNoden das Zeichen. II. (i Z. 2 I,. Hr. 4 Z. 4 L , . 11) Der hl. B«fg Anriex. Itechts TOT der Kirche sind riele W«*j lalirer, und (dien in der Lull geht die Krönung Maria vor sich. V* JJ Vorstellung isi an. Dttrcr*! Holzschnitt entlehnt. Links unten i» ' Darstellung: J Ctutodi f.. rechts MARX AN HANNAS., und " l| -" | 'j |( , halli der linieren Eiofaseungslinie das Monogramm. Unten im '> li ' | ' 1 . He i m.in s Unns | Andechs Est \ fol. Brnlliot beschreibt i" '.^ Takle generale No. 413 ein versrhnittenes Exemplar. Da« Bh*> sehr leiten t 12) Die Allerheiligen im Himmel, (Hier ihnen die Dreieinip* Inten nach link- dal /.eiilien. qu. fol. .„ 13) Der Banernmlgdlein Baum, und der Bauernknecht Bauin. ^ Auaspiinj; hei Muri intim) llmnus Form sehnet/der und Brief[mQ' er ' Mit renn, I! .i tl i i- ii ii R «< n und Met all sehn i n ,, Hrulliot I. No. 474 macht auf drei radirte Bliittcr • l " f "".'^,'"|, r Mm weli heu die Stigmatisation des hl. Fran« das Zeichen des Kn^fj, trägt.. Aut den zwei anderen Blättern isl der N.mie de« h''" | "ij l -'" i Hrulliot beschreib) sie aber nicht genau. Nach der ^ n $. a W W Bchriftellers itelll das 'ine dai „Ecce bomo . das andere die ••■ ^. leiter def menschlichen Lehen, d.ii Wir mai lien auf fckW** (er autineil, ,,.1,,-rit ( elfh° _,.|( ii' i Nicola», halbe Figur, bei einem Taufbecken, i» ftp drei Kinder «inri. Mit dem Namen des Heiligen N N" ' ,,',,^,,'s |H*. ft mit dem Zeichen und mit dem Namen <]<•< l\ ' . " ,.,|il *•* l'-'-chreil,l K Huriolph Wcigel. Knnstkatalog No (8.840. E, h ! itt »H " em Holischnitl heint jedoch Metall «esen Vfekjal werthet das Hlatt aut || Thald , , t 15) Kern homo Der Sehern verspottet den Heiland. ■ • ,|,eii. reich in Heemskerk's Manier radirt. und di zugesenr Diesem Blatt wi I. No. 87»b erwähnt AHM --A11P. No. 703 707. 335 fagdeburg von Annaberg, Zeichner und Mathematiker. Kt /■ 11 >'• Im 14 Z. 7 L. II. Magdeburg wurde 1518 geboren. Er lehrte aa der boheaSchule tiixl "''"""' '''"" '''''"" "'"" Lübeck, «urde d.i 1;>7(I Rector der l.itei- 2^™'° Schule, und kehrte suletst wieder nach Freiburg zurück, wo ,.. , ,! 'tarb. Sem Vater Hieronrmus Magdeburg war Goldschmied ^"Medailleur am sachsischen Hefe, i Hier // V i n «irden wir ■lat< ron srn,er Haad snrthaia 2j. '"*■ Unbekannter deutscher Bildschnitzer Zo Beutti aa ict ■*» r-T A4 "Kl ^ Donau in Schwaben i-t in der Kirche ein gothi- y ,'**'/ \»IN-3- km ütarwerh in Font einer Capeila mit dem Q»l !■' ''' Maris in bemaltem Schnitt werk von i'iuu. (Teber dem ,1, ''"''' 'n einein i'otlii rinn Zier« erk erscheint < li t i^-f ns lull der Seele (l lr •'''■ "'"1 anl den Flttgetn i-t die Verkündigung, und die Geburt l,.j '"' ''•''-'-<■ Mt. Dieses Schnitzwerk wurde froher dem Ge#fg Svr- 1^ "geschrieben. Dr. Waagea, Kunstwerke und Künstler in Deutsch- die*« S ' '" erkennt aber eine gaas andere Bjchtoai der Kunst la ( l''r \! S '"''''"""• ^" '''"' Weihkessel des Apustrii Petras ba Teile vi,.,-.'" I;| 9 * p ben obige Bnrbstaben, welche aber kaum aul den Hild- hn,, "'<' Beaug hab •m Y T-«Abraham Hogenberg. Maler und Kupferstecher, war Schaler jr~ I ft jeines Vaters Frans, welcher, nu^ Mecheln geboral ibrsh« /a ' { '" England lebte, und dann in Coln sich niede.rlii S| 'liein']"") M '"'"' scnon , " ,!, ° thltig gewesen zu sera, da Qus wahr- liiirt i ,' I;|S Blatt mit Herkules und Omphale nachB. Spranger aa «;,,.',"' I ' 1 " mit a und einem Helm (leHauberg) beaeichnet ist Docb ,,' Künstler noch 1653 am Leben. •artjJr p«ebenc Zeichen findet man aul dem schönen Titelblatte su ^"' ( \'\ i''"'""'''"' Opera, Coloniae Agrin epud Joannen Ormnicum ■in,] : ' l " 1 Oben halten swel Genien das Brustbild des Vi Kiinv, .,,".. s ""'' 11 der Tltelschrifl lind allegorische Figur«. Merlo, vi,,, ^ 5° Ka ustler inC51n, H. 18 bnet mehrere andere Blattei ""Kculier«. mit dem Namen Im zeii lmef. 706 A\ Intel diesem Niimen Ist Abnih.im ^-lio,,», „, r -bin*. H 01M lj ul 7 „ verteilen. Wir Indien X " H» n, r , seiner unter dem MoaOgBaaai I // •techer ', l " lirll( l | erwähnt, und bemerken hier nur. daaa der Kuptar- ""'''"i sich i"""' ''"' N '"'"" wahracheinlicb unrichtig latiaisirt l "'" f olfcTenH i i aler s,llM Hondius nennt. Her Begebene Vmie kommt E in ,.'." B '»ttern in ichwaraer Maaki tar. 8 »tee ...... Hündchen mit Schcllenhalsband *n( dem Kissea . Ein ■ i, vT v '"' n ««"''" n . J Smith «t II 5 Z. 2 /. Br. 4 /.. 8 I, .. ,]''". I '" 1 ' ""nd in Profil n». li link ■' >m.7A r.rr. In der 707 A t . Dnbe kannter franxSsiscber Meister ' ■ erweiset »••tl.pY' 11 llllr| l | 'i P Maler, nach welchem Dsrei n 'rk: l.'Europr ,//,<• /'. . /""■".. ein [tild 33« ATTP — ATIS. Nr. 708-711. gertQclWl hat. Das genannte Work erschien bei .1. Odiouvro in Paris, und enthält eine pMM Anzahl von Portraiten. Polier die Zeichner gibt es keine Nachweisung. 708. J. A. Herrlein war in der zweiten Hälfte des |H. JahrhuB' *V 11 fö derts thätig. and begleidete die Stelle eines Hofmalert | JL H. J, in Fulda Er malte Genrebilder, Landschaften. Thiert VyL/* J "' ' ,t('. , Alles mit BONM Fleisse in einem lebhaften, doch etwas bVi Bunte fallenden Colorit. Herrlein verdient gri Beachtung, all ihm von den Schriftstellern geworden ist. Man linde' seiner fast nirgends erwähnt . während er in den Rheingegenden sehr bekannt und mit Recht gesehätzt. ist. Detl Initialen des Namens fügte er gewöhnlich die Jahrzahl hei. 709. A. H. Reich? Mit diesen Initialen bezeichnet ist eine !**•" I II It , ' 1 "" 1 ' '"'' ( ''' m BHdni»»e des Daniel Bernoulli. Auf dem R*j • ' vers segelt ein Schill' auf dem Meere, und an diesem erheW sich eine Sternwarte. Im Abschnitte: ,\nl. IHIX'C. - Eine andere M'" daillc gibt das Bildnitl dei I'. II. W. Martini, des Stifters der Oe»«" schaff naturfnrschender freunde Her Verfertiger dieser Medaille heisst wahrscheinlich A. H- "''"'"' welcher noch zu Kode des 18. Jahrhunderts thätig war. 710. Anton Heinrich Riedel zeichnete auf solche Weise dal r '^ V |[ II f l~H' dirte Mild 1 Malen Anleine Peine. l'' r ,s \. II. H./ec. l/n» |||)(ir( | i( ,, s ,!„,.,.,, z .,l,|reiche Blatter na. h Oem*!** der k. fJalerie in Dresden bekannt. 711. Hermann Anton Stllke. Historienmaler, wurde 1804 «nBe^ geboren. In Düsseldorf unter Cornelius zum Küns herangebildet, begab er sich 182« mit dem ^''^JV /fik »^j nach München, WO nach der Thronbesteigung vEfk KOnigü Ludwig der Kunst eine neue Morgen 1 * tj£ST Jf£ff tt,, W n K' Seine froheren Werke sind im '''''"^ j£xs^., ^SS"nL eine« Cornelius erfaast, und auch spater, al» Ktlnstler in Italien d irtigen Schöpfungen einer früheren K n periode geschaut hatte, trat nur eine geringe Wendung ein. Set" u mantiseher Sinn führte ihn aber bald dem Mittelalter zu. und y T . dichterischem Geilte rackte er Formen anataprlgen, welche d scheiuungen desselben entsprechen, lern gehalten ron den ( " antiker Kunst ging sein Streben von jeher weniger auf grossartige ^ Wen. und auf strenge Indi\ idualisirung natürlicher '"'""'j'' irr t. dass Stilke weder den Idealisten noch den Naturalisten Zwischen diesen l'artheicn steht er aber reich an dichtcris. '"'''. ir |,c danken, und erfreut durch die harmonische Wirkung von Licht, '^ und Helldunkel. \n Keuer der Empfindung, an Leichtigkeit, de' j^ Stellung steht er keinem der gepriesenen Meister unserer '■''' . |/; ,hl Im Künstler-Leiicon XVII. S. 558 haben wir eine bedeutende * ]he) i. von Werken aufgezählt. Sowie Stiche und Lithographien nach dem Kr i-t Mitglied der Akademien in Berlin und Düsseldorf ( | rr Die beiden ersten Monogrammen gibt Urulliot I N" , j> 1 , r tr!i'"' Künstler in seiner früheren Zeit historische Darstellungen und '^„cii mit denselben versehen hatte "spater -i t/tc er meistens den ' t)1 jt eine Bilder, und nur Zeichnungen und Skizzen findet n ^ f . M gO g iainmon. Die beiden letzten Namenszeichen stehen ai ^ |( .,„,. schnitten in der illustrirten Ausgab, des Nibelungen ''' ,, " p, ', ( ,„. vn ' 1 1840 zu Leipzig bei W iegand erschien, 4. Eines der neuest MS AUS-MIT. Nr. 71Z-713. 337 • ( >l,/«■ und Kii i Deutecht Dichtungen mit Randzeichnungen deutscher nstier I. Band. DfiiMldorf, Julius Budoeui IUI, p. 4.. ist eine K '""; Radirung von sein« Band, sie illustrirt das Wanderlied ron j • v. ttchendorf. Andere Mütter nach Stilfcrt W ecken sind im Künstler- IXl( '"n verzeichnet. '12. Adrian Jan van Staveren, Maler, war m MM in Holland thali-r. Kr malte Kremiten . betende (.reise, ri-lit llungen, und auch einigt (.eiirehililer. In einigen seiner Werke ahmte er dem (i. I),.« nach, in anderen Keuchet, v , , " 1 ^ 1 '' M <1,T v "" l!lllll ' n ^ hezeichneten Richtung. l>as "jTni, g ' b | l!nilli '" ' N "- < H ''- « l, '"< l ' t '- «b« nicht auf "< 'näldpti in der uns unhekannten I'rivatsammlung ''''«ische,, s , ". " U Bilder in der Manier des van Staren der alten Ab"'" "l o,|! •"^"''"'"'''u Wenn Im Monogramm aus den lturb- „.'•'., '''seil' y" lh/i Gesteht, ro kann man Hans oder Johanne» lttl 'lbar auf Ti \ "'" ,l '"" «weite Version 7uliissig. welche un- Jüeodor van Star führt. Dia ungewöhnliche Form des /l/i \ acht runden Bildern in 1 \ und zwar in der Manier < ^*^J y~ Harzen \ersirh"rt. 1'nter ■* 2~^^*—^ stehen wir den Glasmaler JtiV •M Alli: AIIV. Nr. 714-716. i i muh ein umgekehrtes I' wrmuihen. und was tu der Mille steht. kjuin für '//' gnomaaM werden. Der Zeichner und Kupferstecher Dirci van Star oder si.urn bediente sich auf seinen Blattern der Initialen U # V, er könnte aber die Qla gemalde auch mit dem Monogramm Th V hezeii■hurt haben, da Dirck mit Theodor gleichbedeutend i^t. P fehlt aber der Stern im Zeichen, welcher aal Blattern iwJkImii den Buchstaben I) \ sieht, und den das Kren/ nicht rollkommen ersetsti I>ie altes holländischen Meister tchrieben Jedoch auch Vanstar und Ver- Aueh Verlier ist lullSSig, da Stnr null Sler die Bedeutung «|es Wortes Stern (EtOÜe) lliit. I>ie Lesart ..Diriek St;is" liei GuicciardiW ilildYn an I lii'int wellig (iewirhl zu haben, oder gar ;ml einem I > ruck- fehler /n beruhen. Der Meister bei*« ran Star oder Verstar. Wenn ( . \,m Mander ihn eben M ueiii". kennt . als den .lun Aek. N B*" ml et die-es nur. d:iss der Vater der niedei latulisehon Kunstgeschichte nicht Allel erforscht hat Cebrigeng möge man auch meine j»<-utu"^ als umnassgeblich hinnehmen, m m4 nur nmli benMrkt, di Zeichet ii.nl' den Malereien um die Hallte grosser erscheint. 714. Adrian Huberti, Kunsthändler in Amsterdam, bezeichnete »™ aj solche Wei e Verlas artikel Ei sind dies, Kupferstich* i/jTU- #*-. VOM ,|. m Cillaert, <'. van der lirooek n. \ 715. A. Henry Valentin. Maler und Zeichner, wurde 1820 su A»* larmcnit in den Vogesen geboren. und gehört su denjenig 8 " französischen Künstlern, welche am Ende der wissenschaftlich*» Laufbahn auf den Staatsdienil verzichteten, um der angebornen Neigu"* zur Kunst leben zu kimnen. Kr machte ernste Studien, erkannte •■• in der eigentlichen Historienmalerei nicht das Feld, weichet i r su '" bauen hatte, Doch malte Valentin einige Genrebilder, zu welchen * den stuft' an der Geschichte des französischen Mittelalters w;l .!,. Auch sehr ichOne Zeichnungen in Aquarell findet man von ihm. feiner Beobachter der Zustande de« Volkes bewiess sich aber \ ; '''"'.'', durch di<' fielen Zeichnungen zur Illustration, welche durch den Hol Schnitt hekannt sind Blatter die er Art findet man im Almam"' '^ Magazin pittoresque, Paris H. r it 55, und besonders in der l'" 1 'j illn teilten Zeitung. Die letzten Jahrgänge sind soll von Scenen na Valentin'i Zeichnungen. Diese BUtter sind theils mit dem ^ :l "" ' tbeils mit dem MonOffMDmC wichen. An letzten- chli6SS< >'<'' «eilen die Sjlbe nl. Hr. Valentin .l.nh 1866. In ' "llhmlrntiiin. Journal tinim^l j*JJ tembre lll'i") , ist. ein Nccrolog dieses geistreich«! und Inw'hH 11 " Auch da- BUdniti desselben Ist beigefügt. 716. Abraham Verboom. Landschaftsmaler von Harlem, kam A H V Lingelbach und l'b. Wouvcrman in Borfihrung, ll; '..'",' rr ii ' i [ner Bilder von diesen Meistern mil Figuren und .' j,jfi itaffirt sind Er war um 1654 thatig V eine ''". '^,,ii der Sammlung dei Grafen Tracheen in "Wien diese JahiWW- dehnt aber die I.choii-zeit de. Meisten bil IlÜHl .] Auf Zeichnungen des \ Verboom itebl bald 4. ». "'""Teile i" t // ]nIntimi. Die obigen Initialen findet mau auf einem i \ ' )( ,„, der (iallerie zu Schieissheim, einer Landschaft mit Indien I"" und einem mit Ochsen bespannten Wagen. jt Die Bildet daeaas Meisten lind in der Weise des J. Bol> j ( , ss ,n man bat -ie aber nl! mit jenen de. I ornelis Vroom verwechselt. ^ '"'mahle im Sl\le des .1. llin-darl und M. Ilobhema beb."» 1 '' 1 »TT. UUTS 111 (KT -OcV A ^ Ä fortsetzten, AI. Nr. 717 718. 339 In Folge diäter Verwechslung schrieb mau ihm auch die Kadirungon oes (. Vroom ra, »elcher andererseits wieder einem Beereiteia oder tattein weichen sollte, [für zwei Blatter sind von yerbooa naduu- »eisen, und von Bartsch T. gr. IV. p, 71 bwrhrtobOT Unter ..rioom f" *'Tdeii w i r im f diesen Künstler zurückkommen, im EAradeivLezieo« A -V S. 83 isl ebenfalls über ihn zu lesen. **■ • Jeronymus Agnen von Efertogen hasch, genannt Wtnwfwmt IT -pr Wo« oder Rntrhr, der (irüniler einer phantastischen Ä*. I fl Schule, mlche die Breiighel und der tite H.'l'e- niers in der zweiten 1 1 ;i 111<• des 1 (i Jahrhunderts tindet hier nur einen llückwois auf nl 24. Die beiden ersten Zeichen gellet tlem J. Agnen nn. und mit nicht weniger Recht vindiciren wir ihm die Monogrammen ) der zweiten Reihe, obgleich sie Bartech dem Alaert j£{\ (T du llameel zuschreibt. Wir enthalten uns aber A-j hier jeder weiteren Bemerkung, da U den botret- _ ^vL. lenden Stellen ausführlich gehandelt ist. Bartsch in lirniiiot haben die Zeichen der zweiten Weihe unter A geneben, .;' s "' nicht AI leaen wollten, wir glauben aber, dasi sie ans diesen "'"'istaben bestehen. '* *■^Unbek annter niederdeutscher Kupferstecher, welcher in der '■'iJlj ^^,1 Wl trüberen Zeit dei 16. Jahrhunderts thälig war. Kr ge- |i 1 I I I hört vielleicht der Schule des .leronwnus Agnen von 'Erzogenbusch an, und is ist nicht an wahrscheinlich, dasi das Mono- nii '}""" auf den genannten Meister sich beziehe. Der stich der Blatter . demselben kann aber ron •' Bosche nicht herrühren, da sie mit iibp 0 ' 1 dieses Meisters geringe Analogie bieten. Wir haben Ho. 23 u. 24 j. r ihn gehandelt, namlii h unter den Zeichen der vorhergehenden ron W '' 1 ''"' aus Al z " bestehen scheinen. Im .lahre 1611 lebte Jo- r , ( - N, ""' < ''"seile noc h. und somit ist die .lahrzahl unserer Ih potheso nicht Krt"'"'"' '''' ni ' sob he soll es nämlich bleiben, und es mag sich in n,' "'"'"lung eine« sicheren Grandes Jeder eine eigene bilden. Fol- " ■' seltene Blatter geboren diesem Meister an: Sj(i V 1 Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Halbmonde stehend. | ln '*" "»it der linken Hand einen Apfel, mit welchem das Kind spielt. lioi, i Köpfe beider Figuren gehl eiste strahlende Glorie, und eine »eh» ) ? tran, enreihe zieht steh um die hl. Jungfrau. Zwei henk- link,' En * el brinffen eine Krone »«■ iWOtt Sternen über sie. und ''''üiVi'i ll "' 1 '" ''""''" »tebl man einen Moni ll in Anbetung. Unter •!<* steh,. 1, 4 / 4 , ,,,. , Z 1n L . sei,,," \}' y ''"""* gibt sich den Tod. Kr durchbohrt rechts des Blattes '.r,i n ,| "7'^ • ." : "'' (l ''"' Schleier aul dem Boden gewendet. Links im "'nie i 1 '""''in Monumente sieht man den Löwen. Mit dem Zeichen. JUirzahl. ]) as Gegenstück zu obigem Blatte. 340 AI. Nr. 719-721. 719. Unbekannter Kupferstecher, welcher vielleicht so alt ist, als -T—r der vorhergehende Künstler, aber kaum Eine Person mit demselben. rr\ Das g eg e b e n e Zeichen findet man auf einen sein- fein gestochenen I ' Blftttchen in Bedei, welches den beim Kreuze stehenden Heiland mit erhobenen Armen vorstellt Wir wissen bisher um- von einem ehy eigen Exemplare, welches in der k.k. Arn brns er Sammlung aufbewahrt wird. Es ist im Deckel eines Oebetbnches eingeklebt, welches ehedem drni Kaiser Ferdinand l geborte. Letaterer wurde 1808 geboren, und somit konnte das Gebetbuch im ersten Viertel des K>. Jahrhunderts li« schrieben worden sevn. Dasa auch der Kupferstecher in dieser ZeB gelebt habe, beweiset die bildliche Vorstellung, welche einem Blatts oder einer Zeichnung des Albrecbt Durer entnommen ist. • Das Fac- simiio des Zeichens verdanken wir dem Bern E. Harzen. Vgl. asis» B. von Backen, die i l iii l iia a ei f l an mil iing ll. s. 2H. 720. Augustin Jorisz von Delft, oder ein unbekannter nieder- Hündischer Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte Mi It. Jahrhunderts lebte. Wir kennen ein Blatt mit diesem Mono* Krumme, welches nach einer Zeichnung des Lukas van Leyden gestochen au sevn scheint, und vier Ochsen auf der Weide vorstellt Rechts steht der Hirt nach links gewendet, halt in der rechten H:""' einen dünnen Stink, und in der linken einen Bäumest Links ini\" r ' gründe sielit man einen der Oeli-eli im l'rotil , und hinter diesem W ein zweiter nur den llintertlieil. da er graset Hechts hinter dem Hirt''" ist, ein dritter Ochs vom Hucken gesehen, und links etwas ferne lief vierte mit dem Kopte mieli dem Hintergrunde. Im Mittelgrunde stein'" einige Baume ohne Blatter, welche Ins an den oberen Plattenrand rei c *** Durch die Häuine sie lit man auf Felsen, und ganz in der lerne breite» sieh die Häuser eines Dorfs! US. Diese Vorstellung erscheint in eun-' 1 " Runde von i j '/.. h U Darch l»er Maler AufUSttn Joris/ voll hellt , welcher 1552 im 27. J» 11 starb, wird auch unter die Kupferstecher gezahlt, und das Monogran» mochte in so lerne auf ihn passen, als man ihm auch Illiitter mit • Initialen AI ziischreiht . worüber an betreffender Stelle berichtet »' 721. Unbekannter Künstler, dessen Kupferstiche zu den s, '"^|' r ) ■■ i heiten geboren. I >i<- Kunde vom Blatte No. 2 verdanken /\ dem Hrn. Direktor l'assavant, welcher es im Museum zu •' ., 1 1 V vorfand. Ef erkennt darin einen italienischen Meister u" 1 ' Mitte de. I(i Jahrhunderts, und tritt dadurch den Verfassern o talog Delpec (Paris IH4.">) entgegen, welche (Delande und .1. "'" , r r der dritten Abtheilung No 144 dasselbe Blatt, so wie das erste "" den Stichen des Alaert ( la.i aufzählen. Ausserdem landen wir' B l a tter nicht beschrieben. . 1) Die Gehurt < lii i -li Maria kniet links in der Ruine eines **L| vor dem auf dem Boden liegenden Kinde, und rechts sieht mAn . {Liel mit zwei Engeln auf den Knieen. In der Mitte oben halten zwei • f eine Üandrolle ohne Schrift. Inten gegen die Mitte zu. neben lackel hI das Zeichen. II. 7 /,. fi U Hr. fi /,. 7 L. M 2) Eine sitzende Dame im langen Gewände mit Schleier. »■" ^ tück. s,;,. wen det sich gegen rechts, wo ihr ein Page "" v»se Mütze in der Hand eine Schale reicht, in welche sie ans ei"''*.^ jin An ihrem Gewände laufen drei Mause, und eine virrt 1 '^ jn Vorgrunde, wo eine Traube und zwei Hirnen liegen Inten rt* ^ ( , der Kckc ist das /eichen des Künstlers Im (atalog Delpec Wir" Figur ah Abundantia genommen. H. 8 Z. 8 L. Hr. 6 Z. 3 Lc- AI. Nr. 722—726. 341 12. Unbekannter Maler, oder Formschneider, welch« der iwat- A sclicn Schale angehört Nach BrnDiol I. So. 497 findet nun dietet Nnmenszoielien ;uif «iiiciii IIoIzm linitte. weither dai Abendmahl dos Herrn rontelk. Der Beilaad sitzt 1^ A r\ "' der MRte ;n " Tieche Min .1,11 Aposteln nmguftrn, und / 1 7 .ind.is h,,i Im Beste] an Qftrtel klagt« Rechts unten in,- v .i>, . ; "" Bettel detJodaa i>( dat Monogramm. Oben Im Rande: V\ v,» UA DESIDERAVl ftc, and im unteren Bande: IKst's IN r ' A NCM ik 4c. II. ohne Read h z. ii L Br. II Z. I L wiiri i' N; "'"'" dieses Menten kennet wir nicht Der Zeit aach dient! im Monogramm auf Johaaa aaper petita, nilein Letaterar be* 790 twöhaUch tiaet ..... in aeataheadea falrkaai _ *«*• Jakob Abt von Augsburg, etat ein ..unliek.nmtor Haler, oder Kupferstecher," welcher nAafaag des II. Jahrhunderts m Deutschland thAtig war. Er schein) der alten schwabischen Schale anzugehören, wie tk lieb in lim gaataltct hatte. ^^^^^ Maa kOnnt« aber den Meitter auch in Augsburg lachen dürfen, I'"i7^^i w " '" ■ |( ''"' 1 ' /, '' il ri " iMfcw Namens Jakob Abi thAtig war. Blatte , lf,ter sUrb l:,IH D« obige Zeichen ludet maa a*f eiaea Kimic'"' "' s ''''' ''' ''•" mlil ' »otttalh. Bechtt sitzt Maria aebea deai Welche 1 ( ''" u ''' lw ' l - r " ■ aad links ikhi taaa Anna mit dem Johannes, VrQehu '" '""''" Ahnlichen Wagen geht I>er klebte Jeans tcheiat Ihm «et ,1 a ?* uoi « to ». Oben itt Goti Tatet iwiechea twd Engeln, wo- ,l,. In „ r .''""' die Harfe spielt, dar ändert aaf den Korea blAat faa k,( 'in(. l i n "i N '"'''' p ' , ' t ''"' MchteUthl mit dem id. Gearta mit laa ,, ini . v aeiland herab. Vorn aaf dem Boden sieht anu eine sir''i. ; """ T Mit dem Zeichea. B.IOZ.ML Br.BZ.IL. l' 1 '! 1,',' ?. ekenr «ng dos smiins. in L Oranach's Manier. Lambert "•«her t r'- ' ,J " ~i' IlmiK zu seiner Paation gestochaa, B. So. II. !s< liihit M °n '.'"'' ,|1 der Copitl ist. keanen wir aichl litillaatisi, doch 726 1 ° "' M> " |)rl Öolxtchnitl bat Qaartferasat A Johann Axelt tdet Aielt, Kopferttacher. arbeReta aas UM _. — 1170 In Nürnberg. Man ladet Bildnitte, Städte *"f-.yi' St ajatichtaa und SchUchtplAae roa Dnav Die |i benea Zeichen koaaasea auf Blattern in der //, A fton'o ilr rrbm M (iolha atttll ab Alr.rnnilro h'ar- Stu(i, tiftio \,,i \y,.| t gehört tu den mittelmässigrn ""iiü tr ,„ Künstlern. trk " .....Uta 27 342 AI. Nr. 727-731. A 727. Unbekannter Kupferstecher der holländischen Schul«. Nach Christ, Monogrammen - Erklärung s. M, Bsdet du diese! Zeichen auf leinen Bltttern nacS Zeichnungen von Frani Florh; fei genannte Schriftsteller nennt aber kernet tan tfeelfriS'iQ. w-beii. Diese Blittei bilden eine Folge, und Italien die ■U Ceres, Flora. Pomoni und den Autumnua vor, stehende Figuren mit. Attributen, unter Jedem Blatte steht da Name der allegorischen Figur. Die Folge erschien bei J.C. Fisscher In Amsterdam^ and Ist nach mit dem Monogramme il<- F. Florli Tersehen, kl. fol. Den (Tassen des Stechen kennen wir nicht. l>io Adre scVisscher 1 ! deutet auf einen holländischen Hei ter. 728. A. Jacmart, Maler und Zeichner in Parii, zeichnet sich in' ■tt ~ Fache en Krieifskneehto. und vom »inkt Marin zweien I' ' *» in die Arme. Gegen reiht, lieht man dat Zeil hell . und in der W unten stehen die Buchstaben II. I II 5 /.. i L. Hr. ."t Z. II ■'• Besteck P.gr.TXp. 5S1 beschreibt dieset Blatt. Er legt das »°*£ gramm einem unbekannten Zeichner bei, da er für Jost Amman k ''^ ( Analogie fand. Allem der Stecher li l . d. h. Balthasar Jenichen, in den Charakter der Zeu hnung .1. Amimin's nur nicht vollkommen gedrungen, für war in Nürnberg sicher Amman'« Schüler, l< ''''' ^ nur unter Aufsicht dei Mel ten Lobenswerthes. sieh Reibst übci verfuhr er willkürlich, und verdient nur den Ruf eines mittehn Stech 731. Joit Amman bediente sich sur Bezeichnung seiner '•" 1 '^„. ■^ V~ns. rv stiebe und Formschnitte verschiedener^ ly^J/r', \/ TU nngrammen . wir werden «her über <" ■ \^ ' re ^>' *^> °^ fruchtbaren Meister erst unter / I ***]% H OQ V pJ l. lieh handeln, da die gegebenen ''< ^,,1 V-^vV^^-A. . •/ , -*• nur auf wenigen Blattern vorkommen,^ die gewöhnliche Fora des Monogramms ansichtlich beim *" ls auf / t leitet. „ii-^"' l>ie obigen Zeichen werden aber unter AI gesucht worden »» |,,,i / die zweite Stelle einnimmt. Wir haben sie grö Stentne ^ Monogrammenwerken von Brullioi und Heller entnommen. "V""^"j„ d«* bemerken, dast einige nicht genau sj m l Die Zeu heu ~" kl ,| 0 Ait verschlungen, dt ■ ' i öfters nur alt zufälliger v ''"'.'^ j. A» 1 ' ' eheint, wodurch derjenige, welcher die Monogrammen des AI. Nr. 732 — 735. 343 "mn nicht vollkommen kennt, sieh nuf den Buchstaben A verwiesen So? k ' VVi ' ,,!l1 "'" ,lil,ll ' r unter dem Cursiv.4 Xo. 71 eine Miisterkartw Wie ie r Zeichen gegeben.'auf welcher einige der obigen KtMfMMI i ihrer ciu rnt lniitil iclirti l'oiin vidi zeigen. ]>ie meisten Monogrammen n*' er Art lindet man auf den rudirten Bildnissen der alten haveris, hen erzog,.. au f welch« wir U der bezeichneten Stelle iintiner'ksam ge- ™«cnt haben. Bartich, P. gr. IX. p, :);.? Xo. n. gibt nur summarisch (las y • 1 ^' V "" H ° "'■" l, ' ln •"'• mit der Bemerkung, dass an)den meisten jJJ« Aeichen des .1. Amman stelle. Kr hatte das Werk niclit seihst ge- ieii'e' 1 ''/"'"' l "' ,/ !' 1 ''' ,te ^ auf seiner Monogramincntafel auch keines j '7 2e>che% ('. Becker hat in hhM Zeil eine Monographie über ■.,""""> »1« Zusataea von EL Wahjaj herausgegeben (LaJfxaj 1S54). B »« nandeK S. 1 Hl Qber diese Hildniss,.. Wir verweisen auf Xo. 79 Xn/' i k ''^' w " e benfalls '''" Bildnisse der bayerischen Fürsten zur " lcl " 1 Oan. [Jltet /.4 und Mr; ist mehr zu'lesen. '»2 Unbekannter Kupferstecher, welche* m ft>7o in Bamberg ±fi gelebt „, haben scheint Von ihm sind die Bluter folgenden /,- 7*™ M : Trutz SachtUjall lochterlrm, Oilrr ri,i$ Irrlnnarn drr llri- bl T **■•" *U '»'•• Z'iniirr Thril Via DwMkrfa - //. Huginii* S.I. Uurn- || jjjvJJ deichen findet sieh nur auf dem Titelhlatte. Die (Ihrigen Villi S' 1 '!' ' ''"' w:l '"' sl 'heinlii 'b I opien naeh den Holzschnitten von ('. ' Kiiein j„ |[ Hugo'« Pia Desideria EfebhnatatUras iUostrata. Ant- 'l'lae ||i2H, | 2 . -^__J_~- Unbekannter Heister, sein Seiches, gibt Heller, Moaasjrv- ^T J-------- Lex. S. 23, unter lieziignahme auf Marolles, und mit /V (J\ f der Bemerkung, dass es |tck anl alten Kupferstiehen L-.^^ j- 7 K Anden konnte. Brulliot ibenwkl iaattibt. und wahren) Wa scheinlich steht es sehr im Zweifel, oh damit irgend »ainini» . an JMeutet sei. Vielleicht bediente sich ein alter Künstler eines solchen Stempels. *'*''ik«■ ti "" W ' r 0n ' 'ndeaaen das Tafele heu mit den Initialen umgekehrt Schul-' S " '''''"'" w ' r das/eii hen des unliekannteii Meisters / V nus der w "l l'ontainehleau. dessen Welk Bartsch \\ I. p. 37!» ff. besehriht. J * Ang-U8tin Jorlsi , Maler von Helft, soll naeh Brulliot II. Xo. M AT "'erke mit den Initialen A I hezeiehnet hahen. Per ge- J nannte Schriftatelier kennt aber weder ein Gemälde noch A 1 / ?** D ^ n Pforstich mit denselben, [auueiseel TLp. tt nimmt m jet' IIoiuIhim r.rrud. bezeichnet, stellt ein sitaen- E "*lkei '""i V' 1 '' 1 ' l! " sl ' "" ,l l ' illr,n Spiegel vor. B. n a U ego ilslri die "•«Sste e "", k "" n,( ' wohl von A. .lorisz herrühren. In diesem Falle •»W (.-, ? .. ; ' 1 "' 1 ' Abdrucke vor der Adresse gebe*, indem II Hondiiw r,„l (]( ■ cri'hoien wind,.. „,„1 A. JerfaU IMS ItWw. I»er unerwartete unter dem u könnte auch den Abdruck der Blatte Teraogert hahen. """liiieis r i """-''""»iie 1/ Nu. 72(1 hahen wir ilmi ein anderes Blatt Jjj" '"^"lu.ehe,,. ITr--ii fn?wi b n ka . Dter "»»enlscher Meilter. Dh gegebenen Initialen •4-T.M ,:"'i. I,r "Hi"t U. Xo. H2 auf einem alte,, Kupferstiche, welcher ^*===0 Fi, '. vors,, '"t. Kine auf dem Sessel sitzende weibliche K ,lr halt in der Rechten eine Feder, und tragt auf dem 27* 344 AI. Nn. 736 — 741. linken Armr den I'liiinix. Links von ihrem fal l t! bemerkt MI ein iiui dein Backe itehendei Schrefbseuf, und oben ist, eine BandroUl mit drin Worte: 1. 1 l-;nN 1 1 As. inten nach links ist. Im Ze lch a» II. 5 /. 2 L Mr. I /. I L Ml Meister AI ist wnhi'sehoinlieh Kino IVrsou mit uiisenn MotlO- mmmiftM 1/ Ho. IfO, nt wek he a wir eis Blatt mit der Gebofl Cliii-ti. nnil rin M d tr ei mit. der Abundantia beschrieben haben. 736. Jost Amman zeichnete mit diesen Initialen ein radirtes Blatt) yrti welches Units, h u. A. nicht kannten. El stellt eine (lerichtS- ■M\ Versammlung rot, Dk Richter in weiten Roben uncj mit Mutzen litMfl M den Wänden >i Blatter für ein Buch: YVunderthatiger Lebenslauf dess H l ' r AI —AIC. Nr. 742 — 746. 34?s '"'■ l'aula, München 1724. Wahrscheinlich heziehen sich dir Buch- s,ill »'„ A. ./. iiuf ilm. , •42 Abraham Janssen«. Kupferstecher, wurde 171 n zu Qeaf gc- /J Ijj» .«_ l>ot<'ii . und binterueai einig« Blätter, welche ron male- ••»"»*»' rischer Wirkung lind, besonders die Radirungen mit ■ «■'■iifii ;iii-; iem Leben dos Achilles. Die gegebenen initialen ttndel ■aa niii einem gut geetaekeaaa Watte, weiches Baagar mit dem Stern« •** W, drei Konige tob m ekraraa Zokoran nagabM aatat, DM Com- '"7'!'"" 8l '"''"' von pi'ioni ältoron Meister zu sejm, rielkdchl von einem ■wehen aui der FasallM laamaeaa, aas, toi. • 43. Unrichtig nachgebildetes Zeichen Sack Christ, Monogr.- A T /i BrkL s - M, s(dl man dieae Initialen imt Kupferstichen /\"I'/\ '""len. deren er aller nielit nennt. Auch die Auslegung v bleilit der genannte Schriftsteller schuldig. Brulligl II. 2j ' :> gib! diese Initialen ebenfalls, und mit der Be m e rku ng, d öl t» '"'' deuaelben habe auflinden aAnnen. Ckrial bal Dämlich '' Buchstaben onriehtig geg e b e n, hadern H-i. statt aia. zu lasen iat ,-. "• Johannes Brecht, Zatckaar und Fefmechnetaer, «rar in klagde i ^r\ borg thätig. Sein Zeichen findet man auf dem Bildnisse das ~ neinhardua Backiui s. s. Th. D. Ifatrop. hfagd. BocL Pastor, dessen Werk : Copinnitiimn I \ iDiqrliorum Dnmitnrnhiim F rpotitio. r "".l''11 nach einer handechrift- A j ^~> liehen Notiz hei Hrulliot II. No. H7 ant die-e initialen ^sf,J,Cs Anaprnca haben. Her Qewftknaaaan des genannten u, , . ' Schriftstellers ist Bsama roa Btaaml, aia in der Knnst- ''ili'tt'" ""''' '"'«•" |l|l 'i'ter Mann, welcher euch zu den geistreichen p tanten zu z&hlen ist Nach -einer Angabe war Antonio Imperiale Male " ' H Vl s,|,,ll -'el beschreib« aber kein Blatt mit dm lai- !(,',•'' , ' /< ' r - Es is« auch in anderen uns zu Oebol stehenden Quellen tei P°' McnniM mit AIC angegeben, wir mochten aber an der Richtig- '"'''' Angabe », Stengel's doch nichl zweitein. da die Holeschnitte alt« l"'i'iale rT1 . i M, ' r 'heils sehr selten sind, üebrigens ist sin Antonio Im nennt ""'" ttTm i historisch erwiesen. Nur ein Antonio Cremonensis itamin» ' w ''' ,M ' r nelleichl ans einer Familie Namene Isaperiale tteW •' wenn uuU Antonio Caaapi da Creraona darunter n res '"'' J* Vgl ,\\| I i;k. 46. Jacqnes Callot roa Ifaacr, einer der rracktbantea Klistier -A.J.C »einer Zeil (ting IMS), deutete auf dem Titel zu einer lek,« ' ^""ten Folge der Apostel dnreh diese Initialen seine Autor- >:i\i' ! \"m. M: '" '""' »«f diesem Blatte: SALVATORIS BKATAE MA hi( ; \ 1,.,I\I S SANCTORVM APOSTOLORVM [CONE8 A. I C DrucvJ, ,,i7 en ,,i " »*« nur der Titel der ersten Ausgabe. Im zweite,, '''"Ik'e I, , , : A ' ''"""' »"'•'"'"•. »rulptar rlc. t HfU t99l. DW '''■•l,,,,,,' aus ,e Blättern, da auch die Bilder des Heilandes, der -'•" l and daa Apostel Panlua dazu geboren, ganre Figuren in B. II,,;,,,'/' 11 !"'- wurde bei der Anseige der Blätter OaQatH immer auf ^taloJ» I ' h '~ V " '" P 1! ' 7 erwiesen, und Später auch der P»Phie „I "'."."«'■'•'' Citirt .letzt hahen wir eine aiistilhrlic he Mono- ''"' M |.'"\i ""' Recherches ior la Ha at tat u a tin g es deJ.Callot. Verzoi,.'|„ ■' ,'"""''■ I- Nancy is:,.t Der iwafte Band enthUl das nm dc r radirten Hlätter 346 AIF-AJJF. Nr. 747—749. 747. Unbekannter Kupferstecher Mi Nr iweiten Hälfte des \ f iii. Jahrhundert*. Er fand oben unter den Buchstaben A.¥ y\.jp No. (40 MMe Stelle, der tritt Btlfhtttbt scheint, aber aus AI n bestehen, und somit, pui der Rackweis gerechtfef" S tiget si'vn. Ein solcher i>t überhaupt an mehreren Stellet geboten, dt die älteren Mttotfr mwefles undeutlich reich* 1$ neten. 748. Antonio Fantuzzl bot uns No. 17, 545 und 579 Gelegenbett Flur ausführlichen Erörterung, und wir haben a! l' daher m dieser Stelle wenig belaufflgen. Net" a, Ii. H DtttllTill II M| i-t fftf l'';mtu/zi ungewöhnlich. Man um« „Antonio I' 1 ' tngliatnro Ferit". oder ..Antonio Intiigliatnre Fantnz.zi" 1« Die beiden genannten Schriftsteller legen auch das zweite Zeichen dem A. Fantuzzi bei; es srhoint thtf nicht genta COpirl zu seyn. PJ Huebstabe / durfte tiefe in der Art an das .1 anschliessen, dass er m' dein ersten Schenkel desselben ein A bildet. Fantuzzi zeichnete aiu" iim und ATF. 749. Antoine Jacquard, Zeichner, Kupferstecher und Büchse»! / nun her ron roitiers, war um 1619-"* 1 (^ f ff "" tbatig. Er stach eine grosse Anzahl rtj Blftttern, welche Muster zur VerzicroW t 'f viui Gewehren verschiedener Art on " 1 '~ ten. Andere liliitter dienten zum Bf / / Jrrif fi~fy f 1^ brauche'lin (niliKibniiederund für** ichiedene Zweige der Kunst- Industrj* Sie dad in der Weise de, Theodor de Brv behandelt, und kommen sl ''' selten TOT. da sie in den Werkstätten vorlagen und zuletzt zu den anderen Blättern bemerkt man die Initialen II. 3 Z 3 I. 'j r ' 4 L. Zu dieser Folge gebort das erwähnte Üildniss des l\iin-"'' ' M 2) Folge von aibt Blättern mit Darstellungen ni det n ' nI .^t Adonis in Medailhn < hwarzem Grunde, Die Rundungen u; eine Einfassung von Laubwerk mit untermischten Figuren. _' j (*• unten sin,) ,|j,. \iuiiniern. ausserdem aber sind die Blätter nie- zeirhnet H | / |0 I,. Hr. 2 Z. 4 U „ i" 3) Fein von lechl Blättern mit mythologischen DarstelluOP^j», fh.ilen, welche von Laubwerk mit Figuren und I liieren gebildet* AIG-AIGV. Nr. 750 —751. 347 ""d W«4u nnf idlWMW Qiuda erscheinen. Die (halt dienten zur J^eraierung der Deckel ron BAchses oder Kästchen, und auch Beiten- '""'"icii lind beigefügt Dm /«rite Watt hat den Kamen de* Kflnst- JWl| ili,. h 1,i-iu<■ 11 Blattei sind mit den Initialen wr-ehen. II. 4 Z f L " r - 3 Z. t L li Föhn TOB sochs BUtMn mit Mustern zur Verzierung von Fhr- (GUusen. Im Kunde sind mythologische DmrtUllm MM , und (dien und ll 'iten dj e Bordnm. I>iese Blätter sind mit den Initialen verseilen. mi1 In der QrfttM der obigen. Ti) Folge von acht Blatten mit Mustern zur Verzierung ovaler fckel von Kastchen, sie stellen Kindenpiele ia Laubwerk auf schwar- "■ Grande Nor. II. 'aiirh*n "'"-'''■ in ovalen Bordüren zur Verzierung von Deckeln zu Käst, heu 1,1,1 »ochsen. II 4 Z Hr. .1 /,. i I, '■ Giuseppe Astasl. oder ..ein unbekannter Maler-, welcher im 17. Jahrhunderte in Italien th&tigwar. 7oa einemAnonrnui mit diesen Zeichen bähen wir durah Hin.Harnen Nachricht, welcher da- gegebene Monograaua aal einem radirtea Blatte iand. El -teilt die hl. I''amilie im Knio-lück vor. kL 4. Diese EUdirung ist sehr selten, wir haben aher vergeblich ih'.'.'i "' s ''' n, ' mi N'i'nen des Verfertigen gefoneht •■. AatatJ w-ar ^ i.iehiin,,,., hui, i d e i Andrea Proocacdai, und begleitete lutateiea ll'u'l Dan ' en i H " ll ' 1726 starb. Dm Monogramm scheint aus den l'n,.' ' ; '" *'*' '■" bestehen, und wenn dM Blatt etwa die Schals des "''■"''ini rerrtth. so dürfte AatMi der Verfertiger sevn. T _ Jost Amman gilt als der Traget dieser Zeichen, welche aber ■t/T r ^^^^ der Form nach von ihn gowöhn- Y f^\/ Viric/) TV l ■"_/ liehen Monogrammen des Meisten '*■ Jl& Vx '" '' rr ^'' :l '' wl '' ,, ' ,r ". <'ass nsea \j\ -t i , (( . sie einem anderen Kunstler zu- y((\jK 3f —1 z^AH schreiben niiw hte Wir werden in- ii„,, . rf^ -* ' y\ Q.J ■ C_\^j liefen aber diete Monogrammen »orla Hi ausführlich handeln, und bringen sie hier nur de--- Ünk« i i ' we " da* t mit dem linken Schenkel am weitesten muh v llrtr . r '" nl • und nach im teme der links am entschiedensten te„ !j n "° Buchstobo beim Aufsuchen massgebend i-t. üebrigeni dttrf- Buchst | ''"'' oJ »'gen Monogrammen dem .1. Vmman angehören. Hei Ma,," 1 '! 1 ' '* '"' Monogramme i-t roi Bartach u. A. nicht gedeutet. »Ordert :i '" T ' , "" ln " ■ '1 li Kadirer. lese«. Dm Monogramm QP (; "in„, '•"" ■■'""liier Tu lor" bedeuten, wenn man diese ungewöhnliche K'i'inin ' '", 8el,en laMen »fll. Ein dem dritten der gegebenen Mono- •'iii,.,. /"■ » nn Hches Zeichen, mit der .Taluzahl (MO, fanden wir auf runden oi nung ' w '' 1 ' 1 "' den Stan de- Baalai rontellt, und zu einem erinnert 1 '" lll,(l '' bestimmt gewesen w sejm icheint Die Zeichnung rU 8en '""" obenhin an .1. Amman, Sie Ist fein ""' ''' T 1 '" IM,rl ' " m " »eiche w" '"'' l ' llllll "l"i F»rbc ausgetuscht Die Federzeichnungen. '"''"iinlcii" \,'" Al "" u "' Hai.,1 getehea haben, liad la anderer Weise '"•"i In, i " ''"' erwähnte Scheibe von töf.n wirklich von .1. Am »eiche '!" l "" , ■ W bildete et ent nach 1580 jene Kunstweise ans. k ''' ;i "n„e /",', "" llJ kennaeichnet Auch cm Gemaide mit dem Mono- "'""teil I .'""' '"'''" kennen wir. El stellt einen in Oel naebge- ""'"' »on"J w Ü cn " ll Pinem gemalten Brette vor. und weiebt noch Hls 'üe z ' l" ^^""^n Holzschnitten und Radirungen Amman's ab. ■'i'bn.ing mit dem Sturze d« Sanlns. Dlw» --.ante .148 AIO-AIT. Nr. 752-754. Cennildc besitzt Herr H. VV. Schmidt in München, wir werden aber erst unter HC 'ImtiiIkt handeln. Auf ('. liecker's ( iclllii lic M<>n ojtiji plii«: über .1. Amman haben wir oben N'n. 720 heroiN aufmerksam gemacht. 752. Ferdinand Baron von Ltttgendorf. Bhrtorien- und Portrait- 4mnler. Ward« I7HÜ zu Wiirzhurg geboret! nnil iint dw A k;i 1801 ^ /JA /\ setzte er leiae Studien an der k.k. Akademie VI/ -'(T)»- in Wien fort, und erlangte in kurzer Zeit de* / X ' * Ruf eine» tüchtigen Künstlers, FftrdasBild- niss des Generali Monan Qbenandtc Dm der Kaiser Alexander von Rntnland einen werilivollen Brillantring. \ "ii Wien aus unternahm I j;»roti Lntgendori verschiedene Seilen, bei welcher Gelegenheit er Bild* nisse in Oel und Miniatur m;dle. Im Jahre 1812 hielt er an der I ''"" venhUU in Erlangen iwei Semester Vorlemngeo Ober bildende Kunst, und der akademische Senat ertheilte dun das Diplom eine« Doctors dorPhiw* ■ophie. Nach Ablauf dei Jähret verlies« er aber die Universität, um '" Prag ausschliesslich der Kunst sich zu widmen. In dieser St;idt sin» viele itildnisse timl bietorischi Danteliangen von seiner Hand gemalt *" linden, und eine liedentende Anzahl von Werken hinterließ, er auch '" Wien, wohin der Künstler TOB Prag uns sieli begab. Der Kreis sein*» weiteren Tbatigkeft Ist in PreMburg zu suchen, wo er dreizehn umssc Altarbilder malte, «reiche sich in den Kirchen verschiedener Comi'** lietinilen. Dil Prewbarger Zeitung tollte ihm in mehreren SpalWj ehrenvolle Anei •kennnmv. Im Jahn 1840 lietr.il Baron Lfltgcndorf »Wj den heimathlkhen Heden. ..... das grossartige Kunstleben in MflncW zu schauen. Kr malte dt Pvrtraita und Genrebilder, »reiche i» "'' Frivatbeilla übergingen. Seit einigen Jakren lebt der Künstler in WnW bürg, noch immer in Uralt und frische des Geiltet). Wir Indien ihn im Künstler I.cxicon irrig Carl von LfltiendorB ff" nannt. I>ie «eniiren Ilndiruiuron. welche in dem genannten Werk« *° zeichnet lind, sind mir :ds iiie ersten Versacbf /m betrachten. :" höherer liedeiituni; tlt seine Sammlung von 128 Bildnissen der A' 1 ' Knien auf dem ongariacheti Reichetage, welche ei nach dem Leb*" " zeichnet und nullit hatte. Baron Ltttgendorf hat aber aurb noch v schieden« andere Bildnisse radirt, meistens voti [Vi ;nncn höherer St*n Obige Monogrammen findet man auf radirten Blattern . und viell« 1 BtteS auf Zeichnungen and Gemälden. Die Buchstaben sind tilr g'"' 1 sehe (hiiraktere /u nehmen erscheinen aber eher als .4/" " , ' 1 " A 753. Abraham Johannes Ruljtenschildt, geb. zu Amsterdam '' ■ war Schiller von .luriann AodrnMten und I j*"J> /|S ■£ hier- Pl., iin«l hatte als Maler und Zeichner"*' A*\ yy M;lu ,iml, ' t Landschaften mit Figuren und I I" 1 ' ^t * / V^ J\ - ''•' , "" nuch einige Genrebilder von seinet flanft. ._ *~* > ?s v. wahreren rteht dw Monogramm, gewöhnlich tni. gefugter Jahrzahl. Aach seine Zeichnungen sind mit dem M...... '-'-'■'" eben. RatytenichiMl tarb in Anrsterdaa 1841. 754. Jost Amman, einer der fruchtbarsten Künstler dei "jLtgj* i/,ircn. dnrinnm ihr on /.üryrh rtr. C.nlrurkl zu h'raiikfutl am Mayn "'iWiu. qu. 4. Dies«Ausgabe, welche Bartsch nicht kennt, enthalt "fj Blatter mit eben sc vielen Bolsacaaittaa, wovon aber eine Anzahl ''"'"'mal-, abgedruckt ist. Brultiot I. No. 5M lagt, sie enthalte um •' Holzschnitte mehr, all die lateinische Ausgabe von 1 r> 72. C Becker, *»*< 'linm«» MC, l.ri)>:i(i (064, S. || bind ab« diese Annähe nicht ^'st;ii|,_r ( ,t |,j ( , ^ 1 | | | ( | rl . n,,| /M ■imjii,. icheint in beiden Ausgaben die- (".' •' /n >eyn. Die spateste Aasfabe ist von IUI. Sie erschien bei •jpe* Diuel in Frankfurt mit Hl Hobacaaittaa. Besuglich des Zeichens besaerkeu wir. aaN Joe) Amman Tlfurinus ' ' e ?° n *ei. l'ntcr / i kommen wir ausführlicher auf diesen Meister ' ur '»i'k. \„. 7!t, ita, Itt, MO, m und r,r.o ist et sliasfslhi eiagaruhrt '55. Unbekannter Zeichner. Mrektoc Frenzrl in Draals* l>r- schreibt im Cataloge der Saaunlung des Baroa von EUnsohr, Labeck IM«. No. 1178eine Federzeichnung, welche eise Alle- A I. v. •f. ■ ......• ' ssi iv«sn . *« i -i .< i ■ > i ■ i in- r t'iifi / i- ii ii i Sit« 6 t ''•'"' n ""' M '"' Kircl ..... ntli.ilt. Auf einem reichverzierten Thron« Her '"' '''" u '''' " nl lll ' n Schlüsseln des hl. Petras, umgeben von Min- und' '""' •'""f-' 11 ' 1 ""'" mit Symbolen. Im vargrundc eilt ein König llii •' , ' m '" 1 Throne, und Mannet und Frauen weisen darauf hin. Im stei'i'""'"""''' "'' ,1 " a ' rn< ""'" '' ;|v Ootoeseuni und Schiffe. Oben rechts ist !''"'' ' r '' n/l '' ■*. '■ ''•• welches über in keinem Pacsimile p< mm.» ■''' Bemerkung des renaanten Schriftstellers, dass die Zeich da»« j ln '''"i^-'en Theilen an w, ran Aseen oderOssanen erinnere, und herv M j °nogramm vielleicht diesen Meister andeuten könne, geht aber *ei('i''' . ' dasselbe jenem aus / >/ VA bestehenden Zeichen ähnlich sei, *" .letzt dem Jakob Cornelisa. van Oostsanen Kugeschrieben wird. ■m. "' Benannte Zeichnung ist sehr sseikwBreig Eine ähnliche Alle- l'inei '""' ' M ~' "' gleicher Ort m ist noch im k. Haadzeichnuni ' z " Dresden. 756 M Jost Amman von Zürich kommt bereits aa mehreren stellen /fv-, vor. welche wir oben No. <ä4 angedeutet Indien i>a>. &Utten '?•••••••• Monogramm findet man auf grossen radirten ''l| , /"i"'" s ''' '""' Landsehlachten, wir »erden aber erst unter ■ dnr.inf eingehen, so dass liier nur ein Rackweis [egeben wird. 757 a-^* -August Klotx. M:.ler. «ol.. zu Augsburg 1806, gest. suMün /TT i" 11 ' s "> : t. Schiller des Direkten ü ». Laafsr an der Aks- /17\ (l '' 111 "' in M.....heu, widmete er Rieh der Historienmalerei, und jy*> wählte hui, len, stoil'e ans der heiligen Geschichte, üeberdiess In ,|, "'■ il1 '' Klotz anc li einige Genrebilder nndPortrsite in Miniatur. einigten J !ten /, ' lt '"kleidete er die Stelle einesCcusenaton ist ras '"»tOriscl ^'"""'"iitren in Manche«. Bf bezeichnete einiee .einer "ii Darstellungen mit dem Monograsasae. M ö August Küntiel. Hahn und Llrasmfh von Biaslaa. ■achte r ' ''""Ii eme Federzeichnungen in Stichmanier Ruf. Diese ..in i; r| , ,"'"''" führten ihn auf die Lithographie, wekha er in Berlin ^«ximilia„ i te ' Kr '"l""'' \ Darer's Triumphwagen des Kaisers Schnitten A- '"" ''" ,Vllr| : " lt S, ' ,M Andere (opien nach llolz- ***>•»«, , , " M '^"^ erschienen nntei folgendem Titel: Ssohi 'Irr '"'""" »n't""i "■'"■"""" ■sSSSShSStN SM t. Ilurrr in nriqinahfitiqm trrurti P. t„i ' u ''" >'■< > nfgttin tnifrflntl Ma lagasta T a m ss t sVaa 1893. l' r, 'iisM s ^eichen. .15(1 AK. Nr. 759 — 761. 759. August Kreling. Hain von Omahrttek, wurde ihjs geborst] i I / Kr machte Mhkt Studien in Hannover, and begab j\ Try s i ( ''' ' s 'l znr weiteren Ausbildung nach Manchen* l_ \_ \. 1 Tv wo r unirr i,. v. Bekwanthaler einige Jahre die BileV rnr n/ heoerei mit frtsstem Erfolge übte. Doch findet man yl^' / ^jfX^ nur Modelle von ihm, worunter die Humpen und Becher mit Figuren und Arabesken im altdeutschen Style zu den schön* ■ton und reichsten Werken dieser Ari gehören. Sie sind vervielfältig*"- und bilden eine Zierde, wo sie liefe nur immer linden. Später widmen! sieh Kreling ausschliesslich der Malerei, welche überhaupt das Element bildet, für welches dieser gel t und phantasievolle Künstler geschaffen ist. Kr bauest sieh in jedem Fache mit grosser produktiver Krs*» hie Historie, die Mythe, and das Genre verdanken ihm liebliche Bildet in welchen ein eigen thümlicher romantischer Sinn sich kund gibt. I V erschöpflich ist er sack Im Fache der Ornamentik, und in allen Jen* Cotnpositiiinen. in welchen eine spielende Phantasie das weiteste Fe* hat. Die Aneschmflckang des Theaters in Hannover liefert den m Beweis von dem eminenten Talente dieses Künstlers. Im Logenhau*' lien sind mehrere Deckengemälde \on ihm ausgeführt, die Muse* die Poesie, die heroische Oper. das Schanpiel. die Tragödie A stellend. Ueberdiess linden lieb riele geistreiche Zeichnungen v <™ seiner Hund, welche thefjs mit dem Monogramme versehen sind. AntJ OemlMe lind aoi olehe Weise lignirt Das erste Zeichen steht *" einem Gemaide ron 1844, Adrian Brouwer vorstellend, wie er den A*" ton va.n Djrck besucht, in O.Scherer's alten und neuenKinderlicderft Fabeln ke. Letpsjy 1849, sind radirte Blätter mit den kleineren M» nojframnien. die Mniier an der Wiege und St. Nicolaus mit demChn' bäum darstellend. Als Muster emer Kunst im Tai he der Dekora'l* nennen wir ein grosses von Kreling seihst auf Stein gezeichnetes B1**J wilchei den Prinsen Camera] vorstellt. Dieses Blatl erschien z '" .,. innerung an einen Künstler Maskenball in München. In der l.eipz'tf 1 illustrirten Zeitung I M."»4 sind die Deckengemälde des I,ogenhauses "* Theater sn Hannover von I ,\ in Holz geschnitten. I eher das n"" seiner und des Direkten W. von Kaulbach erschienene Albretht ''" r Allmm s. oben S. I7ti \ Kreling ,,( „n 1853 Direktor der K' 1 "" schale in Nfun i 760. Andreas Kamm? Nach Heller. Monogr Le* - 24 (^ ny dieses Zeichen einem deutschen Formsc.hneider an, wrlcher rT^- 1730 gelebt hat. Damit schliesst der genannte Schrift 8 ** 1 seine Naehrieht. . Wir kennen kein Blatt mit diesem Zeichen . es ist aber '"" dass der Bildhauer Indres* Kamm, welcher eine Oopie Christaskopfes von \ Dürer il! App 26) mit einem grossen »' he-tohondon Monogramme he/eiehnete. aueh andere Versuche >'" schnitt gemacht, und dieselben mit obigem Zeichen versehen hfl'" • 761. Andreas Kamm. Bildhauer von Bamberg, ropirte in dei ' ||1|( Hallte (h 18 Jahrhunderts A. Dürer'. ChristuskeP 1 j. der Dornenkrone, B \pp Nn 26. Die Darstellun Holz geschnitten, und der Sage nach war der S . ^ AS ^fM^bv lini1 I' ■ ' •' fertig. Kr siebt auch wirklieb * |pml '/, „jfbl .in«, äs dass an eine Verwechslung mit dem Ongm* k(( ,),t sn denke,, ist. Unten rechl balh der I '""', |f£ das gegebene Zeiche, on Dürer Hess der < "pist weg- I!r 12 Z. AK. Nr. 7fi2 705. SSI ">6- Anton Kern, Mimt tob retteten in Böhmen AT x " n '••iniTiit in Dresden, und Mark dn- / !/ :!? Jakre, Dm gegebene Monogramm mH y|\ (o'iiuihlo linden, weh hos dir (inttin Klm;i m » 1 1 ehi stach iiMili ihm dir rltf Jahres/eilen in 1 '«2. Anton Kern, Maler tun Teteeken In Böhmen, war Schiller aaaelbet 1747 im leb auf einem ontellt L. Znr- _ __ balbea Figuren, '"'d dieselben Dantellungen sind auch ronTeucher InParii gestochen, °'- Vielleichl diente die l"li>rn als Fn'ihlimr zum Vorbilde efcaM der «''»•''unten Blatter. •63. Albert Emil Kirchner. Landschaftsmaler, wurde 1M3 zu ^T Leipzig geboren, erkielt aber Mino Ausbildung /IC 4V\/ :l " '''' Akademie in Münelien. v. o der KftMtler jjf *•"- 7 "*/4 ' -eini'n Kni gründete. Er malt rmndTrkaf ltti mit '?" ren und Architektur, «reiche n den sckOaeten Werkes ihrer Art ^'hei-eii. AikIi viele treffliche Zeichnungen finden lieb von ilim. , R?* gegebenen Monogramms bediente lieh Kirchner in leiaer rrflk- . n Zeit, spater ist es gewöhnlich auch mit dem Bachitabea ff rer- um en, «i ( . ftn betreffenderstelle an enehen Ist Sit enGe- '■"de bezeichnete er mit dem Namen. Zu den schönsten Werken ihrer Im "''""reu seine iVnsichten vom HeMelberger Schkwse, welche Kirchner ., s < und iH.Mt malte. Unter dem Monogramm EAK, werdei wir auf '"" «nrückkommen. 764 Ferdinand Anton Krüger, Kupferstecher, werde 17t! am Drei JwS. AT 40')*) ''''" ~ 1 ''""'"' '""' ron eelaemOheimE.O.Krtgpt *^V*-^TV 1ti<*r- nnterrielilet. bis er M J. ö. Malier in Stuttgart *"X7, /8X3 < ' n "'" werteren Heister fand. Spttei sckloes sick u . aber der Künstler au Florenz an 0. Longki an, ] { . | ,'; r dessen Leitung er den Stich der Madonna del Cardellino ron ffejf . "♦'gann. Die Blattei dieses Meisten sind mit ausMrordentlicher il' ( ,,!"','" gestrichen, und darunter sind einige kleine Blatter in der Weise rl„,, ,.''"'" deutschen Schule behandelt Dm erste der gegebenen Zei- »itsp a man n " f einen > '" |,iiris gestochenen Blatte, welches einen klMn s" Sav °y ar deit Knaben rorstellt. unten im Rande steh! i< ■ Zejpf s " v "'i«'ih tnParti, und oben Ist das Monogramm, S Ds rweite stell n , ""'' ,, " l: "' •" ,l '*<'' Blattern nach Nicola ds Foligno Sie Xti,.''" ''"' Heiligen Bernhard und Catharina dar, 8. Auf den Vir q ,tp bl der Name des Meisters. Wir haben im Kanstler-Lextron lind i ' Hl "" , ' 11 ' 1 ' 1 '' Blatter Krügen reneichnet Spatere Hauptwerke nna»n K "" i,f '"" Thnle, und der Sänger, beide nach QOthe's Dicht- f«l v v '"' Peschcl auf SchOnhOhe bei Dresden in Fresco gemalt, qu. km .,, ,' M0 <'1> grOsMrer Bedeutung ist aber der Stich nach den Car- 1|i|(| ■' <>ve,i,„ k ', |•,.,.,,.„,„,,! ,„ ()(ii t. des \it. i. p. IM, nil der Bemerkung, da es auf Bildnissen linde, welche Miehel Anlieft gestochen h:it. Wir ver- niiilhen unter dein Maler ,IA den Medailleur Alfred Karlsteen, welcher auch liildnisse in Miniatur gemalt h;itle. Andrea, Kohl zeichnete |M einige Blatter mit ,IA 767. Unbekannter Meister. In der Europe illustre. Paria, .1. <>di- *, p. einre 1758 findet man das Bildnis» de. Kil7 verstorbenen ^7\./iiit. Marschall Omeino (oneini Ton M Allbert nach diesem M 11 ' niM'i;ini;ni.ten gestochen. Er ist ein Maler ans der Zeit ()dieuvre> wrlihri /um Stiche wahrscheinlich irgend ein Älteres Gem&lde copirl b** 768. Unbekannte nnr mutmasslich zu erkürende Zeichen. |)fli ._ tnte Zeichen legi Brvan I. p. 26 dem .Inst Amman n*fj /4\ A£ es lindet lieh aher anl keinem Blatte desselben. SoH* *■" ^ man 4m Monogramm ant Zeichnungen linden, so beijf"' nh wahrscheinlich anl inte* hieiiifr, ober welchen wir unter »'" Initialen \.k tfo. 7M Yirhniht geben. Dieser Meister war von 15* Ins 1560 thatii'. Sollte (her Bryao dieses Monogramm auf einem j» m;ilde oder einer Zeichnung in der W'ei-c des .Inst Amman gese**? halien. so maehen wir auf iilum Kahl oder Kai von W urzliurg "" Baerksaat. Kr war Maler iiml Dichter, ein Kunstverwandter di Amman. Letzterer hat 1571 Kal's Blldnisi radirt. Dw zweite Zeiche» gehftfl nach Heller einem Maler an. I"' r *■' nannte Schriftsteller kannte weder seinen Namen, noch seine I' 1 ''"'!,. zeit. Wir wi vieh der Mfllei AI«" hrriter eines ans Ah- ^ stehenden Monogramms bedien! hahe Kreiter arbeitete um 1602 '".^ zu Weilheim In Barem. In der Kirche zn Polling sind '' rl11 ',,,,, dei W'.i,e de. th Schwan \ im ihm gemalt. Auf Zeichnungen sj''' die Initialen ( A. Christopfe Schwarz hatte aller am h einen S< ,.,. N.niien- .Xmlrrwi hhriimrr. welcher 1589 zn Miini heil nach de» ' nssdigen Zunftausdrncke ^un Handwerk losges&hlt wurde. Kr » :ir r Stiefsohn des Malers Haas Ottendorfer, und stand sechs Jahn' '" Leitung des ( h. Si hwaci 769. Arfvid Karlsteen. Medailleur, gel., rn Karlkoga in 8 **"?!» ßväL . «am Künstler herangebildet, erhielt er einen ""...„'^r t*^ IT^y Dresden und Berlin, zog es aber vor, \nt^ fiP ir jj, die Dienste zu weihen. Kr fertigte eine grosse • ^. ^y\^,yi\j,^A\ l von Medaillen, welche als Meisterwerke gepriesen • f[i Schweden vorstellt. Büste in Profil, kl. fol. Dieses Blatl ge»° A ,,f einer Folge von Bildnis en verschiedener Konige und I' l "'! , '" c , nttft Medaillen lindet man das zweite Zeichen mit geringer Abweicnun^jjf, •tos nette mit Moilitik.itionen ant keinen Bildnissen in l '""' < "'" ll | IS* welche Karlsteen muh Miniaturen gefertigt hatte i weilen mit dem dritten Monogramme \> AK. Nr. 770-774. 353 • 70. Andreas Kohl,' der 1656 in Nurabnrg verstorhene Kupfer- steeher. hediente sieh verschiedener Namenszeichen, und midi die imbnn kommen auf Bildnissen w>r. Er stai ii eine /irinlic he Anzahl von PUTtiallejO obSCUreT Müniier. tu'ta. Das Veneichaisi derselben wifd der Kuastfreoad leicht reraitsen, da sie tau geringem Wenhe sind. *'*■_ Andreas Köhler durfte der Trager dieses Zeichens Mja. Ans Scamoctin gebürtig, suchte st um im:u seine Stadien in Dussel- , . dort', und lieferte schon in dieser Zeil schätzbare Bilder, siehe ,.''"'ii in historischen und romantischenDarsteüuagsm, sowie laGeere- . ern und Landschaften, Das gegebene Zeichen Badet man raf einen g*°_8faphirten Blatte im Kunstblatt« raaa Banaorer'schen Museum 1839. Vi ^c K'm die Fischerhotte roi II. Ritter In Abbildung 779 ''*• Johann August Krafft. Kater, wurde aas 17*»s zu Altena geboren, und in Manchen zum Künstler herangebildet Anfangs r v p*"'"" 1 ' 1 ' er si, )i der Historienmalerei, in jener Richtung, «reiche sahlr " 1 , 1 "' 1 '" < beseichnet hatte. Die Werke dieser Ar) sind aber nicht 'reich, da sieh der Künstler bei Zeiten dem Genre ngeweadet hatte. Vuli"i""" '"''"''''" Arbeiten gehören die Bilder aas dem italienischen au. t i '"' wc ' crie ''' wahrend eines mehrjährigen Aufenthaltes in Boa i'lu ' ' Kinea derselben, den römischen Cameral vorstellend, aus Di«« i« 8en ' a Sammlung, ist durch eine eigenhandigsRadirang besannt eben* 8 « a ' ra * 1 :l '"'' ''''" Namen ■*• Künstlers, au. 8, Obiges Zei- Du.« pi '"'"' ; ""'' ■'"' einem Kupferstichs von Ludwig Oraaor. auf j " enthält die Baste eines alten Weihes mit siner ivizmutze r**i l ''" Kopfe. Das Monogramm des Haien ist links unten, und ,,lN ■!""<- des Stechers, 8 771 A. r *nton Kölbl, "*- iH'tTahei, winde 1771 zu Wien geboren, IstfC t£S a/ und machte seine Studien an einer technischen sau (|.'. / "^^ V "^^ Schule, spater erhielt er Im Stell« eines laepah (.,,,!,','''' ^i'iserlirhen Spinnanstalt In seiner triiheren Zeit radirte er meist "''''"''"de Anzahl von Landschaftea mit Figuren und TbJeren, Name w aldparthien und felsige Gegenden. Sie sind theils mit dem »ein p-' ""''^ mit dem Monogramm vorsehen. Dann radirte er auch Auei l "T""" l '" 1 ' 1 '"-- »nd zwei männliche Büsten in kleinem Formate. Kolhi , lan lachen, allein der das J bezeichnende Schnörkel ist ftfter auch ein ZJJ s:ilz /um ,1 ohne Bedeutung. Jedenfalls reicht dal Cursh I SO "''' links hinaus, als das ./. Wir werden aber unter JAK den Rückweis geb** 775. Adam Krafft ron Nürnberg? Diese Initialen sollen sieb a* *■ r / 1 \m einer :iltcn . im I -toihnflen . mit der Keiler ;iu ^. ■ f ii Intcli- yJVy - Sie stellt den H*\ land dar. »k Bf mui den Aposteln begleite! die Mütter mit den Kino toi grupjpiren ich hinter und zu den Seite" „ Heilandes, gr.fol. Dieses Ulatl ist meisterhaft in Helldunkel beb»"'^ scheint ahei doch l dun 1507 oder I50H erfolgten |,M . ( ,j n . ehrwürdigen Meistci Krafft entstanden zu seyn. Nicht nn»■ ,, "'"',-.„-ni lieh liegt ein, alte Zeichnung deiselben zu Grunde, welche von ^ i aus der Schule des alteren ( 'rauaih aul llolz Übertrag« 0 ' , moderniairl wurde. Der Holzschnitt kann daher nicht*" Krafl herrühren. Ei i-t ohne Namen und Zeichen. Jjr Dan naeh dem Tode des Meisters Krafft Originalzeichnu"* 1 /" ,, selben zum Holzschnitt« henutzl wurden, icheint folgendes ™" AK. Nr. 776 - 779. 355 •weisen: „Di* m/iiiing< diu Büchlein. Ihr geistlich strasi bin ich ge- .!"""• ■'"> Iri/drn Christi tinl bekannt etc. tirdrurkl vml lolrndt in der *ayt*rlithm RiichMat NOrnUrg dmth -lohst Smjktmkt i'.Ji, i." Dies« och enthalt 17 gute Boltschnitte mit den Leidensstationea In i»r> *J*rter Einfassung, und auf WandsAulea angebracht Daxvater sind P*» einigen Abweichungen die sieben Stationen, weleke A. ball in jj*"* ausgeführt hatte. Audi die anderen Bilder tragen dta Oeprlge ' Richtung des A. Kraut, und mo konnten nach Zeichnungen oder ' Kl *zc n desselben nii-noiiihrt II \n. ''"' Alexander Kierings "der Keirincx. Landschaftsmaler von 1/ _. y DtrtoS, war Schulet- dea Jaa aTJel. und um 1630 /f t\ I / Ul I9M thaliir. Seine (ienialde sind mit ausser- yi* Cfv' ordentlichem Kleisse \o!lendel, bis auf die eigon- \_J\ n /l ■'. '''"' / "' 1 ' 1 '- l!l11 ' ll;l -' lll ' n Namen des Künstlers. 1. hei- 'hihi*. '''''"' '" s, ''" t •''"•' Waldgegend mit der Venochnaa des nd- (;j n - s v ," r - Aiiel) in der Galerie zu Dresden werden dein A. Kierfnfl »* Qem&lde zugeschrieben. I (l| . 'i^lv nennt j„ den Supplementen ein radirtes Blast dieses Kfinst- ,!,i ' .....' betitelt w „die terbrocsMSM Briefe n U. hierings erwij '"''' .'"' /, 'i , 'linrt sejrn. Wir landen dieeei Blatt ausserdem nicht geben • "" ' ;l, '''"' : v:m Hultem Mo. IH6I ttt aber ein zweites au(;o- 'bl.4' *| '"' K ' : ^* B ^««*** '"'' üuiiieu. \. hr. ha,,,, haben wir von diesem Künstler auch MBUtter _ ""ostum,,, n M,, n , Ml ,„, | * A Andrea « Kohl, der Ml in Nürnberg IW ltOT k ta e Knpfer- ^■K Scufn Mr ' 1 "' 1 - beaeichnete auf solche Weis* mehrere Bild- A V "*•"•' Kl " M^sWvat, »*ck /.- /' (Leonhard Heberen Uta) geatochenei BlaU stellt die ReirhsabReordneten ' vor, welche 1CM auf der Bure; m Nürnberg dell A.K. 356 AK. Nr. 780-786. 1 !.«'i »li ^ t'ii< >< 1 i-ii s \ <> rl r:i <■■ untorzeielinen , cpi. fi>l. — Auf iimlcrcn Hl.il lein dieses Iftisjten steht dal MU .1 A bestehende Monogramm No. 770. 780. Stempelschneider, «reich« mit AK. signirten. Die Initialen \ i^ i.A. uh qua tat rerschiedenen Medaillen, und sie dental ■ doi Medailleur oder MAnameister an. Auf Kkveditebea und dänischen Münzen und Medaillen gehören sis dem lioriihmten Medailleur Alfred harhleen an. Lebte TOU 1647 I7tl Der (iraf TOI Maniisfeld liedienstete TOB 1816 1626 den Medild' leur Anton hnburger. Am pfthrhehea Hofi arbeitete von 174fi -17r> 1 der Medailleur Andreas Knrh , gleit lizeitiir inil einem Anlnn Knmphausen. Letztere! war Münzmeister. 781. Unbekannter Kupferstecher Miese Initialen findet man ;'"' A K £ ''''"' 'delldatte zu Tli. de lii \ 's Indiae < Irientali - Part J* /\ rV'eoj- |.- nn icoiurti |0i2. Die Titeleinfasssung ist im Geschmack* des Wendel Dietterlein conponirt, und icheint ursprünglich zu desNj ..Architectura" liestimmt i'iwe-en zu Myn, da oben dieses Wort n 11 ' einem l'apier (reifen iiln ril« < Kl ist. Die deutsche Ausgabe des l!<'~'" werkt! roa Tb, de Brj hat dieselbe Titeleinfassung. — I>ei Meist* A.K. stammt wold aal der Familie de, Qeorg Kidler Ton Frankfurt 782. A, C. Kallianer, PnabNat aa der k k. Adcmir in Wien, g** •\ K I >l -i • Mawndes Werk heraus: Vmritit ron dem mrnicM(**r ' ' • li 1 an. 784. Maria Angelica Kanffmann. Historicnmalerin, geh <"' ' '•„ A IS f l74 'i l«»t. zu Rom 1807. Diese berühmte Künstle^ y\ -iL- j' ist im weiten Kreise bekannt, und es findet -ich **^ v J eines ihrer modisch iflssen, in lebendigen Farben P genden Bilder, weichet nicht gestochen ist Hiet handelt p •"' | ir . nächst nur um wenige Radirungen det Angelica, welche mit A '■: |j| zenlinet sind. Im Ganzen Atzte sie ungefähr 34 Walter, welch t_ W ( in Aquatinta übergangen sind. John Bnydell liess später die I aul 15 Bogen abdrucken Diese IbdrOcke haben Boydell's Adf*"* I) Die lliiste eines lesenden Greises. Ah. f. I7KO H | ■ ,1J|' V) Die liallie Kignr eines jungen Mannes. « ie er den l\o|d m Hand st.uzl I A f. nti.l. 4. ffcit «I I) Bin« Mutter mit dem Kinde, in liallier l'igur. A- h " tiren 17t», 4. |)ir 785 A Kinsman Formechneider zu Paris, blühte um \f. 'tfflß a ir Initialen des Namen- findet man aul Blättern in l '] n "JJ, * S\"i\ Weiken. wie in ..In grand* rille. »ewc—WI«s4«ei»tV P* m J Initialen des Namens findet man aul Blättern i» -----------------.............................................. ' •'"'", (,!;>-• A malte historische Darstellungen in Oel 1,nd , jj»a» »ir landen aller nur Zeichnungen in Bister von seiner . uf einer solchen mit der (Jeburl (linst, im Malle, (tehen 'I"' 786. Anton Kleiber. Maler toaLnawn, war aas 1564 [***j Auf e AI -AKT. Nr. 787-790. 357 München^"" ^ %*****, ' ll '"' ***** *** M '' is,, ' rs ■■■ "■ i" ""'I .i.k,.,,i. 1 ,, „' ''"' A " 1 "'"»"-' de» Jesuskindes durch Maria Ca* ..... f ,.'. ,l j l '\ l1 ' 1 - .'••';''' 'Intir /,,,lnn,n,r beschreibt K. Weigel im ,,,„,-' - I>ekan Veith Ha 494. Mi« «er Feder „,„1 in Bister rol- ■ geaort \ Kleiber zu Im icktbitui jfilmii seltserZett, ^I"J^^o S •" h ! er , ? . ,'"' *«»•*>»« nm HMtwmVfca Maeeaa v ' A e , opo,d Pollack Qmntmkr, wurde |8M zu \ nlwiü in "";;""< geboren, and macht« seine Studien auf der Akademie 1™* bü ,r |H31 z " |l«ichemZwecke nachM.....:hen sich - r m ,. 1 1 , ''"""' /^i, sl '"»""" mehrere schone Bilder, doR Kfi,Kti,! ,' lK '"" ll1 '" 1 N;! ""'"- »heils mil dem Monognaaae "'">' iDäi ' ' 'r'V' 1 "' 11 *'■"'• Er bediente sich des letaleren 1.....r a«ch J erb «itete «!M "'"' *"'''" si, ' h l '""' ,k IH ' rt "•§■*■ v " ;l "'"» aus !"'^tn,„r,,„ "''",' I, " f w,,|t hia, da seine Werke zu den schönsten ""''"''isei,' ' v l? 0 ?"" 611 Schule gehören. Er malte Sceaen aus dem >' Indes.« Volk ? ,eben < ""'' Bilder romantischer Art. Seine Helden den ,„„,,." ";': h ' n,< »"- de,,, Volke gewählt, aber gehoben durch ' nl1 V 1( .i, ,", , "' llM " kl ' 11 - welcher sie belebt Folgende Werke sind I.,. r iV '"'' ; ' '" w e't«Tem Kreise bekamt ''lii'ir, ""."","' "'"'"^'"^'e. gestochen ron E. Mandel imo. gr.fol (te m i,J' nd I ,hr, ;, s <'hwester, lithographirt ron C. Wildt. roy. teL I:i - < ..1,1,1-1 . l ' ; "" llr " 1 ''- lithographirt ron W. Straucher, rey. M. "»Inchpn. Is ' "" ""sitze des Qnfcfl I. 4rco ani Steppbet-f. in l'.i. (,!.'„,'i' 1 ,;'"!' ar der Klosterpforte, Uthogr. rw aV Bdtefsv, roy. M. I) ;K ti. "'siiw i,,,,i ron || ; ,,.,,.,„,.,„1,., (JnTersagt in Brtaa • den \v "'"'"•"'•■l'«'ii mil dem Lamme, Irthofr. von w. Btraucher '" ''"f (;,,],."-" Kunstrerein 1844, fr, qa. l.d. Das ClmHfi ist ., Zwei it i" • ll: """ N v " :i Lotebeck In Wereni k> '"«''■ \,,„'"'",'"'"' MHl,i " !l 'ich «um Feste mit Blumen schmückend, ''"»■rat-i ; 1 . ,1 "' 1 '- «'•• M- Das Oomälde bt itel seil 1848 Oraf - ' w «batein«ky, ■^L_ ibert Emil Kirchner, nb. zu Uipate isi.i. gakM zu den v„r- X— J j( n ten Landschaftsmalern der neuprea Schale. ^/ ^f\ "" haben unter dem Monogramm ,IA HT0.MI hf 1 vY^ teHi ul.er lim (feliiindidt. und kninmen unter dem S~G* ' ""' ' l '» zusammengosotzton Zeichen darauf zu- f rttok, Hier soi nur bemerkt, das« er in trülierer Zeit sich de« gegebenen Zeichens bedien! hakt. 7gQ Man timli (iemäldcn und /eii•liuiiiigon. *Lp, A drian Thomas KeiJ. let Neffe und Bebak» de* Willem Keij A+£ -»-» bu Breda, machte sich als Bildnissmahjr 1w- *S £y uJ? haaat Bralliot I. Nu. f>40 «ilit daa erste / er >-] 11 -*• ^*- dieser Zeichen, ohne den Tracer desselben v ■ T» \ 5*7^ b iden. Kr «agt nur. rlass die srhü- < " >0 «r» 0lmi|lp|| / y neu Hildnisse mit diesem Monogramme in der 358 AKT-AL. Nr. 791—793. Weise UM l'.artolomaus Min der HcUt L'omalt seien. Dieser Künstler wurde nhcr erst lautrere /eil nach dem Tode des A. T. Kcij nehmen. Letzterer vorfol te als Schüler de- W . Keij die Kii -Idiinif des I 1 '. Kloris, steht aller in der I 'ehereant'sperioile von den älteren niodorlandi che» l'ortraitmaloin zu der neueren Kpoche der lililthezeit der niederhindi- selien Kunst. Im Museum zu Antwerpen sind zwei Heniälde von ihm, WOVOB das eine die männlichen . UM andere die weiblichen HildnissC der Familie Franco • y - l'eo de • Iiriez darstellt. Iliese Bildet sind nach lirullint mit obigen Zeichen versehen, im Catalogne du Mns^C d'Anren (dm <>. Wappen 1856) ist aber jenes mit 157") au Doppel* linien gebildet. In der Galerie des k. Museums zu Bellin sind zwe' Flügelbilder eine- Aitarwerke«, welche knieende Portraitfiguren mij ihren Schutzheiligen enthalten, eine DentelluAg voll schonen IUI'' sehlichten Leben«. Wahrend nun tue liildnisse des Kunstlers von ch»" rektitcher Wahrheit und kraftiger Färbung sind, so ist er in histOfl' sehen Harstelluntron frostigund teil Kr \crlaus/net darin die national 1 ' EjigenthOmlichkeit. Hie ichlichte Weite der alteren einheimischen Kun st ist verschwunden. Die Lenensgranzon dieses Meisten sind nie* genau bestimmt. Man kann sie nur um I ">44 Dil 1590 ziehen. (er der st. Lucasgilde zu Antwerpen kommt er 155H unter dcflj Namen Ailrium hrij)i* als Schüler des Jan Hack vor. Im .lahre IS«* 8 wurde Adiinm Thomas srildcrr freier Meister, und 1688 wird Adain v»» Putten* sein Schiller genannt. 791- A. Kittendorff. PoiraechaeicUr, ein haue von Geburt, nlflf ^ / % \ si'ine Stadien in Berlin und Leipaig, und erkrtf* r- Vv J / K r089e Vollkommenheit in seiner Kunst De* #T /l\. SC.Hn gebene Zeichen findet man aul einem Holzschnitt in Helldunkel, weh her dai geharniicbte Brustbild des KönigsChristi« 0 ' ' \or-teilt. DtM VoiWld ist eine colos-alr Huste des König« im k ■*" senm zu Copenhagen, ein sehr gerühmte« Werk, dessen Urheber •■J nicht hekannt ist. her Mahr Johann Kirchhoff fertigte die Zeichn»"» ....... c..l.„:«»„ ..... I II. : . ...!.... i. :.. ..... 1 ....U" w ......._____„ lau«! ~ zum Schnitte, und daher ist über KittondnrfTs Monogramm .i<'» ,,s — /.(Zt. /eich i.t aoi den Buchstaben il'h Busammenge' . Her Schnitt in CUirobfcmr ist im IM» 11. de« Hildes 14 '/■■ •' der l'latte 17 /. | L Hr. II /. | L 792. Abraham Wolfgang Küffner. Male, und Kupfentechet%*^5 17(10 tu Grafenberg bei Nürnberg geboren, und "'''"".-.flnfr Student in Altdorf ohne Anweisung der Knnsl "^„„g M hatte aber entschiedene! Talent, besonders »ur N '■■■■■-. . tlI) i altern M,-i ter. Dann malte er auch Bildnisse '" '.''„ül" 1 '' Miniatur. -,,«,,. Kleine historiiche Hai Stellungen ( '' ^„.f die. im- \rt Ind mit dem /eichen versehen. Spater übte e pjjjJ«f hliesslich die Kupfentecherkunst, und bexeichnete '•'""'. flt mit den Namen. Im Künstler - Lexicon \ll H 193 haben *' üll stlr[ Anzahl derselben \ ei zeichnet, und weitere Nachrichten über den , r(K l gegeben. Her Schauplatz seiner l'li.i t.i(/k«Mt war Nürnberg, ereilte ihn aller 1817 KU Ingolstadt. 793. Julias Ludwig Ascher. Maler ron Hamburg, «£*?.}dh Jf hören, und machte seine Studien in I .....-,H . ^wnnss«''*' \JX z " «"Webern Zweck nach München, und dann nach I -^ef* 11 ■ V V i WO der Künstler seinen Hut gründete Aul seinen i(' / I. Bildern, welch« in Landschaften und arrhitoktoniw rf|C je liebten beeteben, brachte er öfter das Monogramm an lue* Dai itellungen und Genrebildn -ind mit demselben versehen- AL. Nr. 794—796. 359 794 Andreas Luining? Man finde) >in IMIitlil Alhreeht Dürer'* TTT' niii diesem Zeichen. Kr ist In Brastbilde nach linkt 1 L^, Helltet. Linkt oben steht: ABBRECHT, and rechte: DÜRER Ij-yn ' "'''" "" '''''' H*** ' sl ein Streifen Papier, uf anlnhem ein •* lateinisches Distichon stellt: CM fwt NtMWH lhmiirvut Mv- "rn etc. I„ Efpgirm Albrrli Ihriri. Rechts unten liemerkt man (Ins «•leben, ii u /. iir | z 7 L Dieses Bildniss ist gegenseitige Copie des Mattet NC II eoa Mel- ,1 '°' y I/'ti-Ii. Bartsch beschreibt es imPeintre gravenr IX. p. IM ohne des A a " '" '' rkl:m '" ,m Machwerke erinnert M an die Hlatter fiml.'t" '* l'»iniiiK "der Dunintf, Welcher unten Ro. 798 seine Stelle Stocl. Wer Künstler ''• ll "ämlich auch Fries.' mit Medaillons „„'l'V.': "'"' ''''' Kopfe in denselben dienen tan Vergleiche. Der Zeit GnM l "" ,,,< ' Lulning wohl dar Verfertiger tcra. dt -eine Blatter mit "■scamiedsorn&meiiten um ir.HH isflv gestochen sind. '"5. Unbekannter Kupferstecher. Aul den Triamt dieeea Moao- J^ fnunmes macht Bartach P. gr. IX p, 40 aufmerksam, und nntcr- •Man £' ''"' v " n : '"''" »"deren Meistern mit ähnlichen Zeichen. "in V-I""' "" r ''" e ' n, 'f e * Blatt *•■ seiner Hand, dessen Bntatehnng ( | ( , n '""*" fallt. F,s i^ die Arbeit eines deutschen Meisten, welcher Und » Altdditer /um Vorbilde genommen hatte, und stellt Adam Htttatj! V "^' ''' rs,l ' l ' , ' r ittal im Vorfreude aof einer Erderhohung, und ftva'l . " ^"''' : '"' M '""'" linken Arm. Im (Jrunde links sieht MSI diu. ■/"■' ,'''"' ,i;l| n"e mit einem Apfel in jeder Hand. Rechts oben ist as (;""'"'•". H 1 Z 9 I, Hr. 1 Z til, Verfep«* fis '""" ^schreibt Bartsch, ohne eine Ve r n nitam aa über den •erfei ■% z " att8sern ' Brulliot I. No. 549 mochte es tbei dem A. Alt- j (Ml( . ' ""'^ «uaehreiben. Der Kupferstich befindet sich nämlich in den, |{ ;"'" nlll "i-' Altdorfer'scher Blatter, welche Ik.m ein Ahrahaas Fenchel der i n % "" Begenebiirg aberreicht hatte. Diese Saaaadwaf wird auf '•'die'» ""' l, ' ll,1|, 'k in Manchen aufbewahrt, und ist aoefe mit dem Stii-i, 'f " > " s, '' ;lH des A Penchel rersehen. Letzterer tcheiai ahm den iahe- '"" A,, ' , " rl ''''^ Werk gehalten an haben. Dieter Künstler mn s " ••ufT-ii' 8 ?' ner gewöhnlichen Bezeichnung abgegangen seyn, was um kennt J.'.'" (l '' r ist , als man kein zweites Blatt mit diesen Zeichen Im \ ., ! h*Ken den Stecher rar einen Nachahmer oder Schaler ■V Al.d.rte, °- August LöfBer, Zeichner und Haler, wurde 18« in k /T\ Ca '"" R K , ' , " in '". machte aber seine Studien in München, w<> ^^■/-/n M '"' N: " , ' , »1s Kupferstecher im topographischen Fache Imaaj „, i '"''"'itetc |„i Jahre t^46 machte er eine Heise nach 'Chaftij.v ,"' r Italien . und als Früchte derselben sind einige land- "'Herniil i" lll '' r «n Ocl zu nennen. Gegen Ende des Jahren II Ägypten ''','""' weitrr e H l1 "" Orient, durch Klein-Asien, "Ungp,, r,,'!'" 1 Syrien, WO der Künstler seine Pottefeuillet mit Zeich- vo n (,i (lj ' '''■ »ach welchen rr in derlleimath eine bedeutende Anzahl '" ]| z d',""i" '""' • fr " ss, 'nn Gemälden ausfahrte, deren einige in den Wie,, ,". K '""«N von l'reiissen, und des Königs tot Wttrttemberg v, '^eln.„ , '"'"' Büder und Zeichnungen tinl m« dem Monogramme '"i VerUnfc ,SVI l "-'' 1 ' " irn l" , l t,, ' , ' "•"' ,1 Oriechenland, wo er , ' ir -l"uin„'" ''""'" '»»res zahlreiche Studien nachte, so dass seine i 00 Zeichn "" < ''' 1 "'' 1 ' 1 " ••■ srnsser Mannicbfaltigkeit sind, (iegen • r 'dovd ;""t" WPrden l '' ,z, fl " lr rin xv,,rk fll "' r (l ''" 0r "'" , • welches '" N "rii'|„. r " " st "ntemimmt. in Stahl gestochen. I>it Kunstverein K b estimmte 1853 lur seine Mitglieder eine Ansicht dea 28* MI AL. Nr. 797 — 798. PabmwaMUi roi t'airo. weicht: L&fAer seihst UtbognphiHtf und /um Farbendrucke \orberoiteto. In dein Werke von Hetnatz über Aliy- -inien iinl eheiil'nlls Lithographien mim ilmi. Pur das Alluini des Ludwig Min Bnvern lieferte er eine An-nlit des Sees voll (iene- za.reth, null zeiehnele IM selhsl auf Slein. I'ihenliess rndirte Lolllor auch mihjtnj i'.l.iller in Kupier, voll weh hen die meisten mit. dem \:iineu bezeichnet sind. Auf keinem kommt (Ins gMttMM Moiiogriimiii \or. Zwei lil.ilter sind mit ih'ii Buchstaben AL signirt Diese Initalti ladet man abw auch auf kleineren Gemälden dm Zeichnungen, und daher kommen wir unten No. *'*'•* auf den Künstler zurück. 797 unbekannter Kupferstecher. »reicher der Schale des Lukas *rpr *rr Cranach angehöret, und rielleichl uns der Familie des ^**v°-ZiGV. • Hast Landenspelder ron Ei et tammt, Man ersieh! die* M«Q"* aus des wenigen Blattern, welche sieh von ihm finden, und XXA.V es ist. sogaw wahrscheinlich, daei den ersten derselben ein* Zcieliniin» des I,. Cianach zu (.runde liegt. Der Meister lebte in Sachse". Bartsch, r. gr. IX. p :ih, beschreibt folgende Blatter, gibt ab* dl Monogramm nicht (,"'111111. 1) Dm Bildniss des Beraogs Georg von Sachsen. Er ist in halbe* Figur last von vorn gesehen, mit langem Hurte und einer niederen MttUe auf dem I ^| Folgen aufmerksam, und rerWSjtMSJ unter den Initialen A I • ■'' etil ihi, Ifonogramm, m,( ihmacke de* .1. Dwcerceaa. Schwan auf weissem Grande. Die priese haben ratWOdn das Mlllllllll— lll »der die Initialen. II. 1 /.. ■ 1 L Br. 3 /. ... •) folgt Hin |f lilattcin mit Arabesken und Medaillon*, in welchen J\o|if|. , lm | gante Figuree dari r o*tollt sind, weis-, ant *ebwarzom (irnnde. lese Friese siml mit dem Monogramme, oder mit A. /.. bezeichnet. "• ' Z- * :> 1.. Kr. 3 /. 5 | 1,. 4) Folge von IS BUttan mit Cartnurhen, in deren Laubwerk Fi- Kuren. Reiter, Thiere u.a. w, dargestellt sind. Auf panktirtemGrunde. 11,1(1 «bell N liezeielmet. II. | /.. 5 I I.. Hr. 3 /,. 1 2 L ^ 9) Folge von 12Blatten mit Lau bwer k and Arabesken, welche in Di p ro *te»ke Figuren a. s. w. aasgehen, schwant ant weissen Grunde. ( ," M ' triesc sind meistens mit dem Monogramme Tersehen, and ant' »•■ersten Blatte stellt: Andreas l.xming Freit I-Vl<>. II IZ. 7-8L. w. 3 2. 8- 9 L. '«• Alexander Lindtner? l>as gegeben« Zeichea tindet man auf ^« einem mittelmassig gestochenen Blatte, w e l c h « daa Wappen des iQ_ Sebastian sto r enthalt. Auf der oberen Bandrolle liest man : ist ' V ''"' Amin, aal der unteren: SEBASTIANI STÖR. Rechts unten sei,! ■ / '''"' 1 "'" II •"' / 1 L. Br. 8 Z. - llieses lllatf ist wahr- st ( |"i'"'"'' v "" ''''"' Maler und Goldschmiede Alexander Lindtner so- Jahr i ßie " er Kl '" Ml, ' r wU '"" lr,H0 ,fi,)0 '" N'irnberii thiilig. Im derM I ^ Wl " ,r r ''"' r ■** \or*ta.nde der neu constitmrten Zunft de,- kri '""' Goldschmiede in j.....r Stadt. Sie nahm die Statuten •Mer-Innung in Manchen an. ÖU " Unbekmnter Meister Die»es /eichen gibt Heinecke im Diel de- am 1 |. .um. und legi es einen französischen Maler '•/"• zu. um b welchem M \nbert Bildnisse für die Enrope 11- last». Paris, Odtat lochen hat. Wir haben hs Hände des genannten Werke* dun hgesehen, aber kein Zeichen '" r 'ti gefunden. Dagegen kommt das ans den lateinischen Bach- An'' Kf ' ,lil<,^,, ' Monogramm mit der Abbreviatur PNU», vor. ,»_ ™- unbekannter Bildhauer Im BlbUothekaaele de- EOosten zu ^V * M « »I eine Statue de* hl llioi oiivmii* in FJoll, welche mit /\. ojetem Zeichen versehen ist Da Werk stammt ersten li ni| . ,l ' lll ' < ,1,. | (1 Jahrhandert», und ist vielleicht von jenem liild- 'chnii "' ' -tiieKi,, lt . wr |,i„.,. ,|ie Chorstnhl« der st. Martinakirch« welcbo A " ''"-''" Stuhlen sieht man ebenfalls ein Monogramm, Bleicht i r ""' ,lr ,h ' m »"'•'' ' ' ""' de ™ Q ue " trich ,l ' irljl "' r be X j e] |,J ' "i unserem Zeichen konnte sich auf einen Landshnter Kunstl?' ■ l> /'"" : Sl; ' tl "' <' l "' n,:l,ls - «*«*»■ ;ll "' r "" rzeiel,,.,, den da« / bildenden Strich. PL *■ ÜI >bekannter Kupferstecher? Nach Christ, Monogrammenbucb A 8 -M, tindet „i.in diese» Zeichen auf dem Bildnisse de* Her- "O-^ z "^ I .....g v,,„ Sachsen »on 15W. Der genannte Schrift- •*T£k «ellei »ermuthet unter dem Monogramme einen Maler wu 1£J "feisten, weichet Laub oderLauber gehcUscn haben konnte: 'liianc, '" er " ; " das Zeichen wahrscheinlich nicht genau gegeben, Mi, „,•""'"' ,!l ''iiii e .i,,.,.. ii,,,,,„- ii n k ,,n das .t ein /■: ich ■chlient _'n< Monogramme wird weU kein Hlatt laifceimn . * Andreas Löscher? I>as gegebene Zeichen findet man auf /\ ''" l "" 1 Blatte in Schabmanier, welches mit den Produkten der " ,orrn B* der Erfindung dieser Kunst Ähnlichkeit hat. 362 AL. Nr. 804 — 805. zeigt einen härtigen Mimnsknpf in */ t Ansicht nach links. Ausserdem ist nur ein Theil der linken Achsel angedeutet. Da» Zeichen steht in ii Oherrande. II. 4 '/,. Hr. .') /. Der Ve rfe r tl ger dieeei Blattei vnrMl geiliiga (Jebong, and es ist daher iincli möglich, cluss es erst in späterer Zeit entstanden ist. Viel" I «■ i< ht rührt dal Klatt vun Andreas Löscher her, welcher 1692 zn Scharfen- slrin in Sachsen geboren wurde. Seine Total vnn 4 Klaftern mit Ta- lingicn verrnthen ki'inen grossen Techniker, Inl. 804. August Lucas. Landschaftsmaler, wurde um ihoi in Darm* A JL JL " "elinien. null mit 10 glücklichem Talente be- j\j;l\-t;TLj.*s gabt, dass >elnui seine ersten Gemaide des (tollsten Beifalls sie h crlreuten. I'in IH.KI begab sich der Künstler nach Italien, wii er. wie früher in der Schweiz, die Gebirge durchstrich, um Studie* zn Gemildert in sammeln. Seine Werke bestehen daher in Bildern aas den Ahrnzzen. den Apenninen. dem Sibinergcbirge Sw„, immer mit eiit- iprechender, und lebendig nufgefaester Staffage vnn Figuren und Tbiere*' Die obigen /eichen, welche Heller gibt, durften sieh mir auf den frü"- eren Gemälden des Künstlers linden, so wie auf den Kadirungen de*" seihen. Heller nennt ihn kurzweg Maler und Kupferstecher, ohne U' gend ein Blatt zu bestimmen. Auch Itrnllicit I. \n. .")">7" weiss wetuK Bescheid zu geben, und bemerkt nur im Allgemeinen, dass er Mal*» ..... I Hadirer in Dannstadt sei. Hinsichtlieh der rndirten Itlätter müssen »ii ' ebenfalls dabei belassen, da wir keines beschrieben fanden. M indessen zu liemrrken. dass aueh in Paris Künstler des N*' mens Lucas lehen. Ahel Lucas malt Portraite, und behauptet bei •*• Manutai tnr der (iobclins eine Stelle Min Adolph Lucas malt Portrait* und Landschaften, und n ist vielleicht janer A. Lucas, von welch''"' man in der Zcitschnlt ..l'Aiti-te" radirte Itlaller findet. Pas eine r» betitelt: i'n mtmaiün tu CWehre< das aadere: Snmmir An pordi * In Durnnrr (1860). DaS letzte dicker lilatter ist nach Ch. LefeW' dirt. an. Inl. Das Monogramm findet sich wohl auf keinem die»* 1 lilatter. und daher Bflssen wir Wahrscheinlich wieder zn dem • ,;,l | "' Isaf A. I.mas unser* Zuflucht nehmen. Das erste Monogramm '•"",j' ( , wir nämlich auf l|nl/-< hnitten mit Thieren in Kaup's Naturgeschicn den Thicrreiches. Audi die Initialen A: I. : auf SC Wertem (iriindo koninif vor. Auf anderen Klaftern lesen wir den Namen de« A Lucas. 805. Alessandro Algardi. Bildhauer und Architekt, geb. "' "" ,. togae l#0t, net 1664. Dies,., berühmte K ^ wurden auch in Kupfer gestochen. Da« ' '"' i,,s chen in Verhindung mit dem Monogramme des Camil Congins Bj* JJJ Stechers, lindet man auf einem Titelblatte mit den allegorischen - r *tSb der Religion, der Starke und dem Wappen von Frankreich. Die ' ' j cation lautet DELPHINO LA D()\ KI XIII (;.\LLIAK\ M RKGI8 < " .,, 8 1 I WISSIMI I ILIO sVe, Itnmnr Bf T„pngrnphia ferner« T«n>. Al «f 0 1. /eichen ist Boten links, und das Monogramm CC (0 Congius) rechtjt ^ zweite /eichen, mit den Buchstaben S(l darunter. *" .'.Je m Blatte, welches In Medaillon da« Brustbild des Malers ^"'V^r t.irr.icci enthält. Der Medaillon ist an einen Sockel gelehnt, wr .,i Ä ,.t, auf den Kucken einer Sphinx und eines Löwen ruht. I»i'^'' s . wp welcl c h \i\ p 77 So 1 beschreibt, gehört an ri "' >r /„j f n- ron Mo Blattern, «reiche die Anarufer ron Bologna nach den*" Jjj, nnngen des An (arraci TOTstellen. Simon Guillain u. A. "!*, „„tK unter Alirardi's Leitung ladirt. kl. fol. Icher S (inilh"" ■" N (1 gehandelt , AL. Nr. 806 — 811. 363 806. Anna Lister. Ml Tochter in WrtwliliHrilniM Martin Laster, 2J radirte für das \\ erk ihres Vaters einiire Platten in Vig- JX^,P J^ nettenfenn. Dieses Werk erschien unter folgendem Titel: ** ' ' Murlini I itlrr llhlorinr Cnnrln/Iinrum. I.ilirr firimu* d» '»rhhis Tirrtmlribut. I.ondini aerf, inciiu* , tumptibut aulhorit (905. Suianna rl Atitia l.ister Figurat pin.. fol. Dm erste Zeichen findet man auf der Vignette mit einer über welcher folgende Dediralinn *teht : MmttmU l.istrr hat Imlnitis nlij ^ftiilm illmlri admodum Viru I) i.uliflino ( I ubntt Mrriln I) /). /).. H. I>as rweite Monogramm steht ad einer Vignette mit einem Bkmea- «orbc. leber diesem liesl man : Tritarrorum Fluviatilitim. Part prima * Turbhtihut. II, 807. Alessandro Longhi. Maler and EUdirer, geb. tu Venedig 1718, A Rrst. 1813. Sohn des Pietro Longfai, und Schaler de« '•. tfo- ■J \ . Kari. malle ei Portrait« und einige Genrebilder, ist aber mehr -_N OUCa seine ladirten Blattet bekannt. Letztere sind indessen Bleuten! nach Zeichnungen oder Gemälden seines Vaters ausgeführt. : lr haben im Künstlet Leiicon \ 111 S. 37 einige aufgezahlt, wissen i')"' r nicht, ob das gegebene Monogramm auf einem derselben vorkomme. g s, ''iit Jedoch ant emer Radlrung, welche die halbe Figur etm ■Uchen« mit dem Tamburin vorstellt, 4. "08. A. Langmayer? Dieses Zeichen rindet man ant dem in Hol* _A RMchnittenea Titel einer Bibel in böhmischer Sprache Wttf Mi rz "*" rtr '<'"•» MI'I.W Dm Werk erschien su Prag bei Georg ''lantrieims ab Aventrnmn, und hat em architektonisch versiertes Titel- '"■ In den Seitenleisten sind die allegorischen Figuren der Religion m «•« Glaubens, oben «eigl sich in einem Ovale die Dreiein ']"' unten kniet ein Mann in vornehmer Kleidnag v,.r dem Crucrflxe, ' "'"lalls i n ,,,,„,,„ ovale. In der Mitte unten ist obiges Zeichen, und .'', K In der Ecke stehen die Buchstaben HS., welche auf den Form- r, ""''der HOM Severin gedeutet werden II 11Z r, 1. Br.T2.lL , Dm Monogramm \l. deutel den Zeichner an. für «eichen die ninore,, Schriftsteller keinen Namen haben. Um 1670 lebte aber in gH «B Maler Namens Dangmaver. von dessen Hand Dlabacz liegen ,'"!'• des vorigen Jahrhunderts hoch mehrere gute Bilder sah Viel- "' h »< die.,,- Künstler die Zeichnung zum RMtFSfM geliefert. . 809 unbekannter Maler. trck*«r in rTtnbtw gelebt zu habe,, -^ Pm~* scheint. Das gegebene Zeichen flndel man auf dem in , m . , ^' nx Kupte, gestochenen Bild 8ch»1 und Rechen- *»J» Mcolau« <„,bel. welcher von 1587 1630 in rürth fhatig war. . 810 Andrea» Laurent? Diese Zeichen gehören einem fränkischen A^Ai 7>- hlaier an, «ebbe, in dci ersten Haltte des 1* -an nissen . *' hundert« thatig war. Kr copirte eJ J 0X L.Jtl ffi '"'".bin.er Manner des | 6 . und 17. Jahrhunderts, «ebbe für die |. in ;' '"■'••■ odirmp. „, Pari« erschienene Europe illustre von «.labert, '"• Boulanger. Tardien bin. ftc. gestochen wurden. Ku,,! ,", ',""'■' «JiMe« Monogramm, ist wahrscheinUch der Maler und "' '"'•■'•h.-r Aiulie,- L*wSrt, welcher aber vor 1755 starb. 811. unbekannter fransösischer Jieiiter. hm ■»«*« '•''' "";; h \\ A'-SwL Whende Andreas Laurent. Das grgebene Zeichen finde! Hcnrv U, "' : '" 1,,,f """"> Kupferstiche, welcher das Bi dniss de« l! 'Man,in" 1 , ! " nr, " m - "'"' '•" Montpensier, vorstellt Es bildet einen "WdthfMl der Kurope illustre, welche 1755 hei JOdtcuvre m I 3fi4 AI,. Nr. 812 — 815. erschien. Dm Zeichen steht reckte, und link»- hat sich der Mite Mj gedeutet: V. /.. /'/n.r. Heide lohten zni' Zeit Oilieiivro's. Kill zweites lüldniss mit (Irin /eichen in der Kurii|io illustre ist jenes von .ln.ci|iie- Annol. Bischoft rOU AiiMTre. 812 A. Lonis. iMirniselineider in Paris, ist uns seil 1840 bekannt. . Seine Waller -iml in illn-trirlen Werken zu suchen. Den Namen, ■*»*• und du gegebene Zeichen (ludet man auf wichen in dem Bucht.! I.n /•>«»(•"'.« priiilx pur MM - mrmr*. Dieter rormschneider 1(1 mit dem Kupferstecher A. Louis nicht Eine Person, Von die em finde! man Blatter Dach A. Scheffer, J. Bi beru, P, Delaroche etc. 813 Assuerus van Londerseel. Maler, Kupferstecher und Form- t* Schneider, winde ir>48 zu Amsterdam geboren, we • la? eise grosse Ansah! von Blättern heran gab [>as erst*i ^\_, dritte und vierte Zeichen limlet man anl Holzschnitten \A^t A/" '" ^i'"' :ll|s Meokiy's Reiiewerk: t.tt Navigation» W 2j| X griualinni rt Kpf/MfU faila m In Tovrquie rlr. Anttrr- y^\l_ ,-r\^ pf llti C*0*tmui Silviut MW. Dir es Werk, welche! in ■ehren Sprechen Bhersetate wurde, enthält 60BlättermitCostume» Mild Seeuen :ius dem öffentliche! und l'ri\ ;itlelien der Türken. zweite Zeichen landen tri» auf einem schönen Holzschnitte mil Christa* iim Kreuze. Maria, Johannes und Magdalena in dem hei Christof* Plantin lä l nlnme ,i„l„lnli Anln/uim
  • itektonischen Stiche haben da*Zeichen de. KOnstlen sieht, kktur w\ r anr » cl, einlich, dasi alte Blätter mit Figuren und Archi- diese is U i A ' ' fe*eichnd sind, »on ihn herrühren. Man deutet Di» m' k n :I '"' gewöhnlich: Antmil Lafrerl Formet. Direktor '■. "" ,|, "" ir des ersten Monogramm verdanken «ir dem Herrn Qei fl | u ,*? S * v * nt ' M»n linde! ei aaf einem llolz-c linitte. weleliei die l'ni'iin, !'" '"'-'i vorstellt, in einer ConpoeitJos rea nenn Fifaren. '""nn;,! | .'?,'""'' '' i( ' ''' ■'"»"Iran . «ebbe hei der Selninderseene in graitini ' iL '" ''''' Witte unten an Bäalenfeste ist d;is Mono- ür. h / | f '""''' Paeeafent's Facelnile eopirt ist II. I /.. i I.. sie|, t |j " ' '' Aul dem Exemplare, welche* Mr. Paaeanmi rar Ein- »Antoni 't' T' "" l!; "" 1 ' 1 w,!l alter Hand das Zeichen wie folgt erklärt: Blatt. " l ';' 11 "'"' In'.eie, Brulllot I. Mo. 55? beschreibt dasselbe '""kI.ti ",!,„, i' 1 ' ''''" M "' l,cr ,v " '""'" '»•' , i | ''"'''- welcher In 17. Jahr Blatt ., ' ' r '"'''i't zu Indien Reheine. Kr nennt auch noch ein iweites > I :ift -......... "' untien elieine. f.r nennt auch noen ein zw« ! "'ii tit ' '"'"'"' •"" Krenne rorstellt, aber nicht beeeichnet ist '.''" habe r». Pr ' ( ! aM ,,:ll ' :l "" nel Hangen geachnil »cbeii .,■■ habe h ...... ■..>■- .............. ow .»..«««.... ......,*,... *.~. ......- '' <>fii, „:i '' '-weite Zeichen, welches llrulliot in etwas abweichender "U< landen .. :......i ....... ii i l.i.i. .!..../..-. .. .1..-/ long Chrt'n wil !1 "' einem Holzschnitte In der Grösse der Oeiss- ll " 1 '' Wie fieses Blut! -teilt den Heiland aut dem Boden I s "iilo.,, z '' '"' Kien/ geschlagen wird Maria kniet in Bchnen rer- "fnlii,,, /M "einem Haupte. Diese Darstellung wird wohl lieht de " h rr,,;','."' '• indem dieeer Schriftateller tagt: ..Jttrn Ori$t «..' ■•> nuas daher an einen Christus am Kreuze erhöht denken. , • unbekannt,,,. Kupferstecher Im Catalofe der Bannlun« de. LI A Hartlauli wird das erste Zeichen einem anbekann- ' , «>T | " deutschen Knpfi rstet hei rage« hriebi n, aber ohne dessen l-ebensneii nu bestimmen. Wir haben kein Blatt mit diesen ||, :," ' %i binden, zweifeln aber nicht an der Exlsten* eines .,,]i lien. ? n heka nn . ' ^""f-LeX. S. ?:,. e il,( das iweite /neben als das eines wn deutschen Kupferstechers, welch« ror den I«. Jahrhun- '""' aems*ll '" ,o11 iu '" ]r Mutiogriimmen gehören wohl dem einen «j ""'" Künstler an. CTf )''? 0nanne * Lamme. Hitmien- und (lenremaler. wurde A f 8 "8 ro Dordrecht geboren, m In«" Vl1 '''' Arnold /~j '■■'unnie unterrichtet. In- er In Paril an seinen Neffen Arie ^■^-^ . "'" ,,,, "> s '' iml. Kr wählte seine H *He mit „ "" ''''" an« di hichte, M ' M '" N Bild!? Pr °esehiekliehkeit behandelt sind, und ein rharakte- o der Zeit geben, (iemälde i. so wie Seenen sns 366 AL. Nr. 818 — 823. (lfm HMM Volksleben, findet man in verschiedenen Sammlungen' Mehrere sind mit dem Monogramm« versehen. I.aminr ist in Dnrdrecbt thät.ig. Seine fiatt.in, Adriana va° (leider, übt ebenfalls die Malerei. Auch sie lie/eielmet Bilder mit dem Monogramme AL. 818 August Carl Eugen Napoleon. Herzog von Leuchtenberg, g"b- rr ^> zu Mailand 1HI2. gest. als Gemahl der Königin Den"» n/y£-\ * *■**■ "• •<•! Gloria ron Portugal 1835. Dieser PrW ^°C- Ot-Cs radirtc einige Blatter. WOTOn das eine dieses Zn< li'' n trägt. Ks stellt tanzende Hauern vor. Linkt sitzt der Pfeifer auf l ' , ' r Buk Mir dem Miinsc. »n man auch ein Weil) mit dem Kinde aul dcnj Arme sieht. Ein zweites Kind lelint lieb an die |!;mk. Recht ein zweites Maus, ninl in der Peine erheben sich Herne. Rechts "" ,rn bemerk! nao dai Zeichen. II. 3 z. I I,. Hr. 4 Z. « L , Auf anderen Klaftern des Prinzen teilen die Buchstaben AL-, ""' der Name Aiigiitle. 819. Unbekannter Meister. Dieses Zeichen deutet einen Kup«*£ , storher an. dessen Namen wir nicht herausgefunden haben. *j rJl seheint der holländischen Schule anzugehören, wenn man »" ^ lieber denselhcn in F.nglnnd im hen will. Folgendes Blatt ist sehr schein gestochen : . Franciscoo Baconim de Verulam Vice-Comes S 1 " Albani, ^" nin ' l] . Angliae Cancellarinji mortnus Ann Dni 162H atioq. Aetat. B6- Lh Um mit der II and in Oval mit Bändern, ohen mit dem Wappen. ''''' unten ist das Zeichen. II. 9 Z. 1 L Hr. fi Z. 8 U 820. Unbekannter französischer Meister. Dieses Zeichen n*n*j man anl Kupferstichen in der Weise des Theodor de hfii (^P\S.) s "' geboren wahrscheinlich in ein Zeichenbuch, wei'Jj5g ^*=*^ einigen Figuren die Skelette angegeben sind. Die "l _ sind sehr schon gestochen, wahrscheinlich von der Hand jenes '"^ v . kannten Mono^rammi^ti'n No. 401, welcher sein Zeichen ins den ' ". ^ Hiichstahen AI) bildete, 10 da-s wir hier nur eine abweichende *^ haben Man wild aller nicht 40, sondern AL lesen. Die K"l >, *' r '~ stammen ans der zweiten Haltie de- Di. .Jahrhunderts. 821. Andreas Luinlng. oder Luning, Kupferstecher und h "' K n n i Ar l»*«dl«i w:ir '"" 1689 1592 in Wim thatig. X , /!• ihn 71 L . y VA- „„,,,,. ,|,,„, Monogramme AI. No. 798 ausführlich f 11 *,,^« gcha idclt, und einige Folgen von Blättern mit Goldsi•hmiedsver* 1 * ot . verzeichnet Dies.' schön gestochenen Friese siml tbeils mit ''''"',,,stci lS gTI .....ie. theiD mit den Initialen AL. versehen. Sic stellen, "' ' ^f auf schwanen Grunde, Arabc ken mit Bdstcn, J CtotaHca, Tlneren. mcktbOadeln, Blumen u. s. w. u " ^ 822. unbekannter Meister. Mit der .Tahrrahl ihm kot ^^ s~~j Buchstaben aul einem -(honen Kupferstiche vor. wel< ' ^„r" 1 fjPp I kleinen Kopf zum (ieirenstar.de bat. So lesen *' r . (fU 5 ^^-rf Cfttatoge von Holzschnitten, Kupferstichen A< , w ''".'V ( , |t d* i. w Hebel In Nürnberg bekannt machte. Füi die '""'""r, n i^''"' Zeichens ist nicht zu hatten, da auch andere Monogrammen Catalnge oberflächlich und unrichtig gcgelien sind. ,jt< 823 August Uffler l.andeekaAemeler und Radirer, '""'„^fiit"- AI AT ot,pn " n,,r flr,n Monogramm AI. No 796 "t i< J£ . V; * 1 - 1 Hebe Stelle, und daher bemerken wir h,rr ( „ AI,, AL HMM). man die Initinlcn des Namens auf kleineren AL. Nr. 824 — 827. 387 J« Orientalischen Anrieht«* findet. Kleiner, als nboti gegeben, stehen (;|,'/'"".'' ai 'l zwei ichöa radirten Blattet«. I >:»« eine stellt eine öde Slin»" ln '' M '' ,w, ' r '' m < "wölke viir. Links an der vom Wasser bo- J !'.' Anhöhe sind zwei grone Kel-en. und auf dem Berge bemerkt ,j,^ n dicht belaubte Baume. Im Mittelgründe erhebt sieli ein viereckiger din \r '"'"'" ( '>"<'in Gebäude mit spitsigem Giebel unten links gegen lir 4 y ™ s,|,, "' n *« Buchstaben AI.. Höhe des Hildes 3 Z. 5 1, Wuel i •' '' ' >i|s zvu ''''' ' i ' ;l " *•'§' '''"' Efc— e mit Sand und (inis- g. 8> Links rorn breite! rieh Wasier ans. ond am Bande hin stellen bäum < "' u '' n ''''' Mitte zu erhebt lieb eineGrnppa ron grotaen Elch- mci-Lt"' '""' ;u " ' fl ' r v '"' derselben steht ein Reh. Links unten be- (in, , !" :,n l1 "' Buchstaben 41 mit der .lahrzahl tti\o Hohe des BD- !*-« '■ Br. B Z. I L N'aniei" ' bisher II BUttor radirt. welche Ml auf vier mit dem K*me ' Ve ™ , en , ' n( '- '''° meisten stammen aus seiner Jugendzeit, und Koch w" '" ''' n KunsthandaL Zwei Radinragen nach I>orner und .[ y, k "'"""'" aber im herzoglich Lenchtenbcrg'srhen Galleriewcrke von eine » i v " r ' ' , '' n, " i seiner grösseren Blatter ans dar n— eet ea Zeit gibt »Osbrp?» Athen, welche Stadt am Fasse des Nvm]>he:ibflgels sich V ( i r „ .' !' '"' Hintergründe erhellt sich die Akropolis. Hechts nach dem fiHurn'.' n i 7 " '" rri( '"' r Banmwuchtl und Schilf, und links schliessen dl« \'. I' k, 'l"f."»/ '"' ' ataloy Sternberg 1. Hb. 7411 findet man diese Ini- Lada m'» '' " :1 "' ''''"''" kräftig gestochenen lilatte. welches die 8techer i''"" s ' ,lu: ""' " ! "" Michel Angeln vorstellt, an, fol. l>er (■r heiss,' 7"-''' r "*" en *»chen Schule an. niemand aber sagt uns. wie rqgi, "*■ '" jener Zeit lebte AntonioLabaceo, der Architekt von IV- Anton i , "' r '""'" '" Kupfer gestochen, und In Hol« geschnitten hat Kunsthn Ji ist w " nl nicn ' darunter zu verstehen, da dteaar am Stecher . ?* r ' : " ,, ' r Aem MonofWB« AI. h' No.HtiO kommt eifl alter Geister ir Schule des Marc Anton vor. welcher mit unserem ''•nie 1Y,. M „, S e >n konnte A » *• Lncini soll df. r Träger dieser Initialen heissen : es friigt ~' *- Jtt ■ f- v i'b aber, ob darunter Antonio Francesco Lucini. der W 'r he/« H , Kr, '"»,e Initialen AI. mit dem licjsat/. Nsf, Heb, 1 ™ franaftsischen Maler und Zeichner an. welcher w,rh Pi "e* ans AL bestehenden Monogramms bediente. Kr 3fi8 AL —ALB. Nr. 828 — 834. arbeitete (Vir .1. Odienvre's I'nrtrnitsnmmlung, welche 1755 unter M Titel: L'Eerope illtntn n l'nn erschien. M. Aubert stach nach il"" das Bildniis des KOaigi Rene von Neapel und Bicilien, welcher U8* st:u 1>. Dm Portrait scheint nach fincr Mininturc gezeichnet zu Sey* 1 Leber A. I .iiicnt \i'\. Ho. Hl4. 828. Andries Leijerdorp, Maler, wurde I7H0 zu Delfshavcn _g"' -/" /? boren, und im Waisenhausc zu Helft erzogen. Spat*' c/0' oo 1 abergaben ihn die Regenten detselben dem Maler P. J AT . raa Ol ia Amsterdam, antat denen Leitung er guteFof*" ■'*■• schritte machte. Leijerdorp mähe Landschaften mit ££ chitektur, Stilllehen und Portraite in Miniatur. Audi einige radij* Blatter finden sieh von ihm. theils mit A.L bezeichnet. Dieser Kilnstl* lies« sich in Purmerend nieder, und lebt wahrscheinlich noch d 829. A. Lacavler. Zeichner und Maler in l'aris. gab um l s " \J /) CoitOmbilder heraus, welche lithngraphirt, "" JV X /> i" Farben gednickt sind. Aul diesen Blatts* / / \!) r^ v ^ • *-* Hakti «l i * - gegebenen Buchstaben. 830 August Carl Eugen Napoleon. Herzog von Leuchten!** k p welcher oben No. HIN unter Monogramm ,t /. eine Melle fas* c/ü rinlirle ah l'rinz in MOnchen mehrere Blatter, wovon zwei "' einem IMS den ( in in bin h .laben AI. bestellenden Monogramm So- * hnci sind, andere den Namen Auguitt tragen. Mit den Kegel"'"' Initialen ist eine Radining versehen, «ebbe einen liegenden "f ' in Profil nach rechts vorstellt, Link unten beim Schweife des I""' stehen die Buchstaben AI.. II. I Z. I L. Hr. (i Z. 2 L. 831 August Lutl. Miniaturmaler von Heilbronn, war um |H,,0 | |jf s /- f. Nürnberg Handlung! - Commis, vertauschte aber zuletzt *A-*~'' Kaniaunnachafl mit der Kunst. Die gegebenen Initialen n° inf einem Blatte, welches mit der Punze und dem Hammer j, arbeitet, lind in Tuselininniei geätzl i i Ks stellt einen den Bell benden Knaben, links vorn einen Baum und in der Kerne recht- bände vor. Oral, 11 8 / Hr. 2 Z. 2 L. Von dies,.,,, A.Lu» m wir durch Hin. Homer Kunde. 832 Unbekannter Formschneider welcher wahrscheinlich m '''''£ k . Dt Man findet diese Buchstaben mit einem Bildnis e des Feldmarschall* (.raten von Kadezky in der illustrirten ';'' | 1( ,|i. Zum Vorbilde diente eine Photographie von M. Lotse In "' nf 833 Unb'kannter Meister, wahrscheinlich aus der Seh«* «ei" et / f / Elans Sebald Behaiu. BruHint II. NV 85 erwähn« "^ *f\.JjT\- anter den Initialen l /. .1 . und beruft sieb auf «^jw web her kein Blatt von ihm -ab. und auch die Buchstaben Jl" ^af gibt, indem I /. t zu le en ii lli Hftmer fand diese '«V plat**« 1 einer alten gegi hr mitielmässigcn Copie de« Ne t von ll 8, Bekam Dieses Blatt stellt die i:> . dar. »"' (jj „ks der Rechten den Apfel, und die Schlange in der Linken halt ^^ auf d< in Zettel an der Felswand stehen obige Buchstabe«, • l, "' r hnet, II. I Z. 10 L. Hr. I /. 19 L ( ,„. 834 Albrecht Frani August Carl Emanuel. Herze n.n' A.. Cobniy i.otha. seit 1840 (Jemahl der Königin p, v/IIb- i H\). von England, findet hier als Kunstliebhaber e |1|;)|l ,r Nach seine,, Zeichnungen radirte die Konigin Virtoris «▼? "ine zoitft die halbe r'itfur einei mit einem I- ' ALB. Nr. 835 — 838. 369 Reirin ''"' llr,n Haupte, Bezeichnet mit dem Monogramm r« (Victoria dienhi t." der Anl,1 ' ,,v ''''"■ i'*- ''"'■ ■' i ni'ii. 8, Auf einen stn an ,] \',' " l ' l,, "' s einen Ritterkampf und iwei Köpfe rorrtellt, Ägtalch u «s Honogmaa der Königin der Heisatz: u(irr Alb. — W.G, am. 4. . Albert Ferdinand Herzog zu Brannschweig Lüneburg; radirte • um 1732 einige Landschaften mit Gebäuden. . Jährig "J »orstellt. Nach der AofechrM toll ea du Bildniia dea Maden Hol k V * n 0uwater M >"' welchat naa 14oo iuh taatia war, und Drucker t" wollte man geradeweg einem Zeitgenossen, dem Buch- ■nderen ' orenz ^° ste «"«uschreiben. Allem daa Blatt ial mit noeh Husch« "".*"'''-''" Jahrhuadert fabricin worden, na die Welt zu L, Coate .Gegenwärtig glaubt aaaaer Holland Niemand melir. data sei |V' ' '' Erflader der Buchdruckerkanal und dea Poraaaohaeidena Vl| rziiw'" M '"' 1 ' glaube« zu aaachen, und naiHolcachuitte roo Qua 8, loi'v'"' nn'sste eine Fälschung begangen werden. Vgl. Heinecke II . aa geD ,i , "'''■ und den Winckler'achen CatalogHI. s. 2l't Da lind die """ Produkte L. Ooster's Teneicb.net. II. 's gestochenen Hhiti i-, ' vw ''' ],r - einen Polen mit dem Stocke vorstellt, gr. 8. Kieses PfcrtioWi "'"'' '''"'' skiz "' ** Hertoga Albert von Sachsen•Taaekm 'Sehn l'"" 1 ! ' r '""' z " den Seltenheiten. Auf ein. in Kupferstiche SSM der von« v '"'' ,1( "' '"''' : "' / '"' mlm,mt u r* aTiiaaV«an|as, steht ' Haaaa Iktaw Ptrstaa uhrrt Maas 4 -'Um e S '" s "■ Gaetano Oiordani, scheint daher die Leaatl ..AI i.'"' , enth'lu C . 8ep " ,cro " ,| "' wahracheialiche au aeyn. Üaa fragliche Jeihe , ri|i| "" aber obige Buchstaben, und wt "• '" g»"*nger re > w lautet n DtSTt Maa kaaa also aach 'inen Alberto ""'l..,- | '' '"' •" Eate gingen im I v Jahrhuadena tbaaao viele ""' ll An,,,,.. ,'■ :|K 'n Itorgo San Sepolero. Maa man aaw mit Zaau \.„ " ''" s " "der Setta lese,, Kl fehlt in allen lallen der \'' z 'i asrjn '"' l ''- ; " t .All.e,t,,d|ste- scheint aber die richti- ^■••us vork,' W '"" " l(h '" Nlaaai Wörterbnche ein Kiinstler dieses 370 ALB — ALG. Nr. 839-845. 839. Albert Freyse, Zeichner und Maler von Rraunschwcig-Lün*' 1// /<'■ /' '""""• '•""' ""tor •!•''>> Monogramm A F., sowie Miller den •""• »''•/• Initialen AI-' eine stelle. Die Abbreviatur des Name** findet uiMii mit' zwei Kupferstiche i von C. Buno in Gosky'g Vita h FalP Di\i Angusti Doris fonaVtea-Ltnetrargeniis, Francof. e( Lips, 1883,■■ 840. Albrecht Haiweg oder Haelweg zeichnete auf solche Wljj n .. ^f y und mit dein Beisatze »r. und «ru//>., einige in Klip»* uff yj pitockaj«* BildnitM. Er bediente sich aber auch «' i-/t^4K # (^, Cui'.dxlmcli-.tahoii /!.//. und der Abbreviatur /!'■ *[' l'nler letzterer lialien wir ausführlicher iihir diesen Meister gehaB"** 841. Albert Hamerano irinimti auf wiche weise einige p*#8 . | |, iiiii liehe Si hannmnzcii. Auf anderen Medaillen stehen <"' was. ua, IlU ii. ll( .„ A u Ull ,i f A n Hamerano behauptete In»* «rossen Ruf, und starli otn 1670. 842. Albrecht Schmidt, Kunsthändler in Augsburg, gab im 18 '•' hl- Li c l~. hunderte einige Folgen mit verschiedenen Gm Albnrhl Schm. er. m( , nfpn hefau « ,„ ,,,.,. Mlt „, Mni , Me(W Uo«j mit mythologischen Darstellungen und im Rande stehen deutsch* " franziisi.M he Vene. Kinigo dnter Blattchen sind: A. Schm. tx. an*»' Albrtchi Schm. fj. bezeichnet. 843. Antonio Lorenzo Caitellan. Maler und Radirer, K ,,b, . ( , n . 4 fi Montpellier 1772. gest. zu Tan- IHto Sehnler von fi-t Vz ciennes und Landschaftsmaler, unternahm er Heiden n . i Italien und Griechenland. In den f.ettrn tur rilnlit. I'unt III l<>- '' 50 radirte Blätter von ihm. und H"> andere in folgendem Werke: '' ■ tninebleuu. Kinde* pitlornifiiri d hitloriquet nur ce rhrfli-nti. r ""''.^i/. romw l'itn ilr» typet de. In renaittnnre de* ort« en Franc* an VIT'' .. pnr ftu A.l GuteUnn. Pari» IHM). 8. Aul mehreren KadirunjJ«* man das Zeichen des KtaStlfn mit geringen Abwoit hunecii. 844. Alexander Castels. Maler aus Brabant, machte »«<*i5 » —- -.^ Schlachtbilder und historische Darstellungen '"' „„rb f\ \ C ^ r w,ln1 '' " iMH " llt '-einem Bruder I ' I'" M ]. -*»■■■-'• v -* # Berlin benifen, und starb daselbst lfi!)4. In der. le.illerie zu Schlei-shemi sind einige Bilder \on ihm mit (/ C. bei* 845. Alonto Cano. Vrehitekt, Malet und Bildschnitzer, fr*^ AT • /-• Granada 1601. gest. zu Sevilla H.U7 De /1 L " _ ist der ausgeüeichnetiite Schüler dei Juan Mürtn" tn/if. taue., und Überhaupt einer der grössten »P*^ ,,|h"' Meuter Kine genaue Würdigung seiner Verdienste verdanklt» tf (1 (i* erst in neuester Zeil dem llrn Direktor l'assavanl im deutschen ^ Idatt IH.VI. wo er über den (,.,ug der christlichen Kunst M ^^ Nachricht gibt, und S, H7 und 120 ai i m sproch ^.^»ffi Dil' s.iilptnreii du Ibertreffen an Feinheit der '".^fO» 1 * und Schönheit, der Formen, verbunden mit der sorgfältigsten tfC^f ung in estot'adn. Alles, was in Spanien in die er Irl gelei» J* ],\f<[ ist. Der Ausdruck seiner Madonnenkopfe ist zugleich von ' y,.lirf^ lichkeit. wie vie bei -einen Landsleuten nur selten vorkonn» • ' i Werke zahlt i '.7 mit In seinen bessere" frj| , tr ist Cano streng und edel in der Zeichnung, klar t ,! " t ( '""' r 4er ronuglichsten Rflnstlerinen ihres Faches, sie Anf 1 '^'' "' ,l,t( ' Hluineii. Insekten. Muscheln kr. mit grosser Feinheit. «nigen (iemäldea ist der Name, wie hier ausgedrückt. **'• Aleggandro Allori von Florenz, genannt I Hromino (1535— Alis. ,\| or : /• 1fi07|. bezeichnete auf solche Weise einen Original- ,. llt l ''" bolnchnitt, welcher zu den Seltenheiten gehört. Fr ■ mit eine Allegorie auf Frankreich, weichet ab Königin vorgestellt Auf Vi' ,l * '''" K ' ml ;, " , ll, ' ,n Arme tragt, und eine Art Sccpter hat. ist '«'tztenni ist die Lilie angebracht, und aaefa die Krone der Francis lliui,"" ''""''' kille geziert. Vier GrOSSS des Reichet huldigen der Kö- rSrj »od auch andere Figuren- nndStaadaitentrager füllen das Fokal. ,„,.'." rechts in der Ecke ist der Name Alm. .Hon. f. Der unkundige "''' «'"•<■ Ahbreriatnr isnaata— H h z Hr. II z 8 *8- Alexanor und Alexander landen Bit Fdelstciiisrhneider den ''/•.=■/ I Eingang La die griechische Kuntt - Geschichte, 1 "Si\i ,. es fehlen aber dafür die Zeagaitte der Alten. Wel,.,, I Dar erst,. Name ist in einen Carueol gegraben, ''"■ einen Stier vorstellt. Wiiikelinann liest in der Itctcnptwu im in '* rswtM aw «m Barm aeaVseet ■ »90, „Am****" Abweichend "lent,! '"' *•• S 'st dertalbe abgekarste Name auch auf dem frag ,|,. s '""'s Sardonix, weichet die Heine einer Figur Ins zur Biltte V,.,,' "'•"kel, rorstellt. Dieter Stein kam ans dem ('ahmet des Lav. W ( ,,.r ' ,n . d *»^orentinischeMuseuiB, uad Bracd liest im stiebe seines knie, ai « F bjnr ergänzen. Fr bildete von den Heinen auf den ller- ai, si ,.,; t Wl ;l''l»'t„ man das Ma.huerk der Verfallszeit der Kunst leich nrki„ ,",• , "' Forn > de« /•. ist abgerundet, sie kommt aber rund und «1fr A,. i! , '" ,,ilu ' r »»'1 derselben Zeit vor, so dass der Zweifel an I, „ ,,u '" der Antike entsteht. **h ^V''' N «wnensabbreviatur steht auf einem geschnittenen Sar- Ro ii,i ,"' ,n Cabiael de« (.raten ron Morpeth. welcher bei - Tftr • 'gebibi,,, ,st Dieser Stein stellt zwe, Nymphen mit einem Löwen einer ,| "" '' hrn R0 w »>il der griechischen Antike fremd HIB, als lat ". w P l». (>rWfth "" > " s,, ' in '' '»er ven \ asari gerühmte Ale«sandro Ce- '""'' »"ten mit .seinem Namen in griechischen BudsttsM ein- 372 ALKA Mr. 849-852. tritt, ist vielleicht in Verdacht in halten, wenn er je ein Falsum btj gaben wollte. Sein Orftoinrai ist ihn nicht zum Vorwurfe zu mache» Hinsichtlich de* Steines mit den beiden Beinen einer Figur hat ** ■ iImt nocli eine andere Bewandtnis*. Vor den enten Manen • || ' 1 ' Doch: . . IftTOC, wohl KOINTÜC zu lr.cn. Es handelt sich demoael um eineaa (juintus, den Sohn det Alexander. Sind nun die stein« wirklich acht, so sind zwei Künstler anzunehmen, Vater und Sob* linmcrliin aber bleibt die abweichende Kenn dei E Verdächtig. 849. Alessandro Algardi. der bertlhmte Bildhauer und Architekt, 4, , 4, welcher I ii.">i i.nh. he/cichncie in der gegebenen Wl •"'■'• "• Titelblatt, «reiches A.....r und die Fortuna vorstellt, wie wj einen jungen Krieger krönt. Dieser halt einen langen Stock in der rechten Hand, and itatat die linke auf einen Schild, auf welchem »tent: // I fator e .1» Corona ric Rechts unten ist die Mamensabbreviatuf- II. 6 Z. I L Br. 8 /.. 7 L. Bartsch P. gr. XIX. p, 77 Mo. I erklärt dieses Blatt al händige EUdirnnc des Heisters, und zwar auf eine handschriftliche " c ' merkung des J. Ifarieite bin Letzterer gilt als Autorität. 850. Alessandro Bonvicino. genannt Moretto da Bresi ia, fand unt* AI.KX. MORETTVfl WHX, V HUXLI j N P 0 n [$'*| n ° .o«- AI.KXADKR MO&BTTVS BRIX: X. M I). XL fnhrliche und JJ AI.KX.WOKR MORETTVS RUIX IV I w'J'Snnten "^ nur i'in einsiges Gemälde mit den Buchstaben i II. namhaft i» ; " " ' üefter könnt die Manensinschrifl ror, es ist aber immerhin dei' *!•» lere Theil seiner Werke unbeaeichnet. Die erste und dritte ln sl ' , I (l mälde der Galeric d< k Museums in Berlin. Die a* [aschrifl i t auf einem Gemälde in S. Giorgio in Bniida zu ^'','V,,, «reichet die hl. Cäcilia vorstellt. Zuweilen brachte er auf (ienia' sein Motto an: NOSCl II IPHT0.\ Ks ist gleichsam als "''"'^.h nung zu betrachten. Den Zuruf zur Selbsterkenntnis* macht er >> auf einem meiner lotsten Werke in der kaiserlichen Kremitagc * Petei dies ein männliches Bildniss In halber Htf" r - 851. ALEXANDER I In de (Jaleric zu Parm« ij*^ ARVII>\> l Gemälde der Verkündigung dei • FACIEBA1 1514 I ,,,,, w ,,,,.,„. n die Kl MeW£ gancen bat F Pacheco nennt in seinem Tratad« de Ia- P'' 1 *" 1 j eine, Malen Uesaandro, «reicher in Rom Nehfllor des ^ Sinti war, und dann in Spanien zahlreiche Werke hinterlassen ( aber nehrtens ia Fresco Von einem Sicillo \raldo findet man ^ (i Trnlliili) de i mlori nelle arme, nelle livrtt. et nelle ilivhe. \"" r ,,jeht ia* GawM i;n;, s. Dieser \raldo war dem Alexander AraUtu Mhr ferne, und sonnt könnte Letzten i ;.H<'" 852 Allesandro Allori, genannt U ffronifeo, i i M •yJßrle'r-B* AI.KX \l>Klt BRONZIXVS M I <>lil\ S, | Sro'an^^rS! CIVW FLORENTINV3 CHRISTOPHORF. daher m weitem hi PINGEBA1 mm.,:. It^tcU- sieh aut einem Gemälde im I - eiler ^,S ttU ,tet **' findet, nennt er sich al.ci Sohn ein " ^,,,1,11 ''''' r unbekannt | kennt nur den gleichnamigen AI.KX. Nr. 853 — 854. 373 komm! 6 ™' "'"' *''"" <1: ''"' r l!lll,, ' r v " n •*■«■ l'hristoforo Allori vor- v„ n !',','"' «<1<1>" ein frohem Datum ah ISN tragea, so mtaaaa dt mit ,1 r , '''"' Vi " 1 ' 1 ' ''«''rühren. Mao käu aber aaeh zuweilen Kalo ft An8Scn , eM «ng der Werk« des AJeaaaadro Altai und das An •Ion i{ nz '"" '" Zweifel gerathcn. Von deai letzteren erkielt Allori \Tl\ l"" 1 ' ''"' '"''"' l " ! ' 1 '' , " M ' nl ' il1 K< , S-'''lien. sondern einfach: A. 4tä wi'r'lf S / '" /i/ A// A I s - worunter au, h Ane;elo Uronzino verstan- Mio .. r ] ■'" k '"'"- wenn n 'chl die beigefügte Jaartaal entscheidet An- 1( , h|t weitete nach !;■>()? nickt bmW, und Mark l»7t Die Jahrsahl l«rie <"i' lnwe " en s " »teht auf einem historischen Gemilde aei Dali,.^ V() ''"'"'» In Rom: t BROffZ, Floii f - Bs rthrt wahnchein- '"aler * le *ander Bronzino Allori. und nielit von dem ab Portrait- letzter, '^''"'"'"nelrn Angolo Uronzino her. Teller die Richtung des m, mzo !*''***'"*■*■ ''• ' nennt sieh der Veifettiger einer Denk- ""uwv,", ,'"' Bildnisse des Dichten und Bistoriken Johann Baptist <1, ' r Kanti !'' M ' S w «rk > st '»'< eiaer kühnen Meisterhand gearbeitet, Öilfte d f '*' :l '" ' "'''" WI ' I,,T kahjBMrti Kr lelite in der zweiten ae * ">■ Jahrhunderts in den Niederlanden. ■ Alessandro Cesati (alcat Oeaari), gssMaat Sreee, pahM zu ^Rx.ix fpoz i höh i ''''" k*riÜUBtestea Stempel- und Edelstein- «Uf l'. 1|lst ,, ' ' schneidern seiner Zeit. Sein Mcdiiillon de r ,i,, ln n "'• '"' , ''<"' koken Printer ha Baren, via arAlexaa- do r „ """;-'" »eine Ehrerbietung beaaogt, gilt als das Hauptwerk s,( '"ii>els'i " / '" '" ' li '"' 1 ' Arl Selbst Michel Angelo behauptete, die ist l,e Zf ,j,,"' , '" l '' k " llv ' , ''' 1 "' damit ihr Höchstes erreicht Diese. Werk Zin B und ■"" • ' /' v ,v "'<>- i iioin v.< gibt aack Aactl l*Ungen '"• ! , '" , ''' T ''"' »pAteren Exemplare sind aber aicat mehr k'Hnd r" ""'i'k« urdie ist auch die Schaumünze auf den Cfirdinsil K'' .!,,,.|''" r»rnese, weil sie nach Bobteatkal (Skizzen zur Kunst- *iird,. .' \j:'°' ?l die erst,. w: , r . »eiche in zweierlei Metall ausgeprägt Silbe,' 'j,'.'" 1 ''" ms erhobene Brustbild inOoM, und der lacke Grund in 1 '"■'ti te r i' s " l ""' n indessen selbst die Exemplare in Brause aeltn tot. •luliiH in " ,r *" cn eine Medaille zum Jubelfeste, weh lies i.v.n utarPapat «ihei , , "''''"'''t wurde. Sie wind.' SCMa von l'anllll. bestellt, und ''llthiil, ( '"' '''^'Hieh, ,lass dir.es Werk die Hildni.se beider Pipste T e8 »We K ,.|, ( S '"' ^'-'l 1, seine wenigen Medaillen griechisch zu liezeielmen. 1 ! lan ,"■/"'"'"' lf ''''" B« in «»« n , '"' 1 " '' ^t, i , • ,, ■ M;,n ,li( '" '" '"' ,f am uiiinir k ''' " ,llr ''''"'" Griechen, tu« man seine mailindische Ab- K ''nnitt,,!,,, und Back herausfand, data seine Familie nicht * u »ttlenj» n (>S8ti * icn nannte. Ein unbeaeichnetes Werk des n >'"i<'des L. T ohl ,l " > Schaumflnae »ni Paul III. mit Jupiter und Gs * ft Hte .ij, '" ll: " <ü" In-rdintt ■/•/ !• \ II KHX02 I Yr 1 1\ I I Man b"" 1 '"^ si P i l, '' ,n l! < ellini beilegen. Mit dem Namen Ale '''''"in.nt i , : ""'' (1 "' RPsehnittenen stein, de. Künstlers hezeiclinet, '"nie,,,,, " «n Cameo mit dem Kopfe de. Phodoa, worin (Vsati alle '"'Ute,,;. ^W" dieser Art uhertrat. und der in Carneol erhöhen (?e- ''■'s •|',hi"' 1 K "'"^ Heinrich II von Fraakreich. Si "'"'t ,i„, ■'.. "' ''" Kflnstlen ist unbekannt Man weiss nur, dass Aufsicht «K ftp " ,on -'"''"s IH.. Paul IV. und I'ius V. viele Jahre ""■««'•.nJ '''" r, ""'"'l'o MOnae h 374 ALEX. Nr. S.V. BSt. 855. Alet. CttOla. u. esl ,„.,„ auf einem Blatte mit der halb«« Figur der Judith, «reichet tf, A. Qrecchl gestochen hat, 4. Unter I Casoli ist der Mkler Ueiaandro Caiolani tv verstehen. Dieser Meiste* itarti (MW. 856. Johann Alexander, <'iu Schott* ron Geburt, übte um 17'" .,.,,, , ... zu Rom die Kupferstecherkunst. Kr radirt* .(/,, M.eticulp.txOng. fiinige |>>|;itfr ,. nafh Ilafaf . rs „ il(1( , rri vatikanischen Loggien. Eines derselben, mit. der Abbreviatur di iinii.. itelll abrahan Mir dm drei Engeln dar. Links unten iteW n. S i im in \ill\. del. el SC. rattf und > °Öabbi»« J ' nnn lite ei sie li durch i im gro t \n/:ilil von Gemälden bekannt, " r '' aurb in Kupier gestochen wurden, liier handelt es sieh siinacbsl eine eigenhändige Radirnng des Künstlern . welche in der Zeich" " einen Manieristen verrtth. nml miicIi überdies* flüchtig behandelt'. Blatt itelll die Venus vor, wie sie unter dem Baume sit*',| den Amor an die Hrust drückt, und mit der anderen Hand den '' imuoi lialt Link icigt ihr ein Amorel einen Apfel, und ein z" 1 ' 1 zerbricht /n ihren Ptosen Pfeile 11. 10 /. lir. 7 '/. I L. 858. Alessandro Varotari. genannt l'adovaninn, «eh. /u , ' l ".'i Mr.i" \ nrol" '''"' • Venedig 1650. Du ei M; ' l '''' r *'.'lit ke" 1 "! soll. Wir Indien darüber in Künitler Lcxicon XIX. 8.449 : ''' V.'.''' Ä n * , . . als der Titinn des 1 7. Jahrhundert hetracli- Air, Varot ptfJJ. erdem letzteren bis zur Von.....hslung nahe kom^,, delt, und verschiedene Qesselde Varotari'i aeaeheü l" , JJJ? «pd** solchen kommt die Abbreviatui des Namens wohl nicht vor. '"'}" t ^ gl sie ,iher .ml /wei radirteu Klatlein de, [i.iim \ ; in.laii. del B*"* , . lin^' 1 1) Büste eines Jünglings in weitem Oewande mit erhoben "^ Hand nach links Mrr \„,<,r [mir,- fnclorf Itarius YnroK"'" Oval. II | /.. I I, Bf i /■ 7 L ]( , n , ( lnH" 2) Eine junge nackte r'ran, deren (lewand mit einer lei ^ t. ordnet mit der rechten Hand ihren Kopfl'u'*' q^jld' eine hieiienn un ihr eine Rüstung halt Inten recht« W% jel i reref ;«».,. Dtrhn fiUut mtlp II ; /. t L. "'' '', ](i Mete beulen Blatter sind kräftig radirt, und mit dem „,,- \>"' lesdet Bertach 1" gr. ,\.\l p Hi7 beschreibt . Dn ie \ ii oi in. dii beiden obigen nicht 859. Alessandro Ubelesqni. auch Alessandrn ^''.^ ;"",,>< lenandro Ubelesqni auch Aleiiaidm \ I <""\""'j^i ;.,.. ./ n,-,. r '"■ wurde )«<« *" p '"VrrK* ""•'','""• „ndvend, '"""«nf^ jniinni et pin.nt. ( Ki hott, d Hi ' ,,„. St* ilernn.lro ..... «i --*- - \ nannt. wurrlr 104» "' ■' ,.^ r ri'''' i i und M.n ( harl . . i{|,f. I 11 Mtxondre muenit et pinxil. \ Ei hatti als 11 , ' . >c' 1 "' UtxanArs ,,,., nl " , r im Mnst-e tun..."- )' ( ^f] ""''' I"'" ■ 'her Name Ubelesqni fyfj&tf** leiner Werke vor, den Taufnamen findet man »bet «"' n "' ALF. Nr. 625 — 629. 375 S) " ' leinen Qemalden. AUmmtärt int,,, -ichi asnf eisen Blatte mit BUttA U ' vu ' 1 ''"'" Doeeier gestochen bat, kl. f«>i. Auf dem grossen ;,' '' vo " ''■ ''"Uly, welche^ Merkur vorstellt, wie erden Nymphen den men & • 8 "'" 1; '' M - '""- 1 " li,,l: i'"■■"*•» *•* " ■*•* Oka« Ni eine »if S "'''"'"' '"" " li,: "' r ""'' r( ' /'""'"' « H**" beamkhne«, iel dem i'i, - 1 "' 1 - 1 ' 1 "' Darstellung der Poesie mit dem Lorheerkraaae aal «., p *'JP tt> > lllHl »on vier Genien umgeben. Oral, ao.»l, Alexandre rrofeuor an der Akademie in Pafil und Mari) 1717. {!; Unbekannter italienischer Meister, welcher in dea Webe •A* W . Marc \ni..ii arbeitete. VVii fanden dai gegebene Zeichen sie I i7 ■''"' '""'"' Blatte mit einer Mi/enden Sibylle nach EUfael. ,j, ,'•'" '''j 1 Bu< li aal dem Schooae. und erhebt den linkes Arm, ab rollte /(i ■ iniindni winken. Zu Ihren Fassen lieht man eine Vase, und daa "* n «eht links oben auf einem TaÄkhaa. II. 7 /. 7 L. Br IZ.8%L. \i, r L ese '''"'"' '«""inii auch mit einer anderen Sibylle nach Rafael i.i,} lt l "'"' U|, l' XV. p. (9 \,, ti beschreibt dieaea Blatt, »reiches abei er«-, u'", UMerB| Monogrammtaten gestochen ist, Br lebte in der Ba «ne des 18. Jahrhunderts, wahrscheinlich in Rom. Vgl Nn. «24. OCt A 1 - Antnnil Lafreri Formis bedeuten diese Initialen auf dien . !_,_ U" Knpti i -in Im n. welche tu Rom erschienen. AntonioLafreri l(i. j | . ' war aus snlini in Burgund, und hatte um die Mitte des '""«li i,.', r ."""'' TN n ■,d,hr mit Architektur. K'ipi,■,,,"','" ''■ «uch mit d,ni Beinamen Sequanus, kaoa afchs. als "'il einem l,0,Tar l , t« , t weiden, wenn ihm mich MonfaucOU ein Blatt ''"'' v "'le,' \" 1, ,' k "" l'1'nropiei Kuschreibt Diesmj Stich ist nur einer '"frrri r ltr .. eri *8**rtikel Lafreri's, und bat daher die Adresse: AnKmii JechJ .,„ ""' """'<"• i:.;:i. p., hrachte den Verlag des Thomas Bar- i "'' »erdir 1 i M " lir " , ' li "' ! : "'"' z " sf,,n(,r ''"nie,, ,,;■ m . p "i zu m.iihen. d.. sie hemt- aoagaalruckt waren. I ''' Ubzeiun u ' ' ..... '""''''■ welchf,r "'•'ii Mei st ' ~ ''"' -''.....-'"' Blatter nach diesem and anderen h ll " 11 Kiin'Vi "' , " M ' 1 ' Nach dem rode des genannten Künstlerssetate * th igon im,,' '"" ll1 '""■ 'ind IntoinoSalamaaca erhielt dahaf die r« Verlagen ' 29* 376 ALK -ALI. Nr. 862 — 865. 862 Antonio Francesco Lucini. oder ein „unbekannter Kupfer v i v stcilicr." dessen Thttigketl wahrscheinlich in Italien zu suchel • • ist. Man findet, (bne Initialen ant der <'< >]>i <• eines Blatte» in der Weise des (Iniiln l!. /. Heller. Moaogr.-Lex. s. ;'"). erklärt die etwas grösser gehalten«' Buchstaben A. /.. F. auf Alo-sandro Algnrdi. (dine anzusehen, auf *«'' elien Werken sie sieli befinden. Aluardi ist darnnter wohl nielit Z" \ii hlien. dl die Initialen dun h Tunkte getrennt sind. Obige \ Ol - 1 ' lung ist aueli von einem Meister ALU. |t leihen. 863. Albert Haiweg. auch Haelweg, Haelwegh und llaclwcch I* /? V ^Z^ schnellen, wird von lininerzeel unter die holländische" s£u. (TL/ Kupfcntecher gezahlt, is *. Ruroohr und Thiele glaub* 1 alier. ela-s Ilalweg's Yoi altern in Haneinark gelebt haben. Dm l*j nannten Schriftsteller handeln in der Gcschii lile der k. Kupferstich-Samia' lung m Coymhagtn s. 41) autftthrlich über ihn, und auch im Künitl** Lexicon V. S. i'M i-t da- Nöthige zu lesen. Dieser Künstler ist ''" r ' r zahlreiche BildnitM bekannt, welche mit. A. IL, AI. II. All' II. '»"','„ Ahlire\iatur llnlir bezeichnet sind Obiges /eichen findet man "' anderen auf dein l'orlr.nte eine. Mohren mit Turban und in Kust»'. nach Carl \;m Münder. An da- //. ist Snilp. gefügt. Halweg s 1 *" nac li IK72. Irrig wird »eine liluthezeit um 1600 gesetzt. 864. Unbekannter Kupferstecher? Im Catalogue du rette iH^ ai MC Collection orestampes de M lr (Vimte de Kries i>- \ n ..... • ' ist ein Kupferstich mit Bathseha im Bade angezeigt . kleines rundes Itlatt mit den Initialen A.L.H.C. Die Zeil '''' r „„. stcliuuir ist leider nicht bestimmt, und auch die Initialen könnt«* den geformt »eyn. 865. Alexis Loir. QoMtchmied und Kupferstecher, geh /M ',' u .|, A T / V ,,i40 ' l - r, '" , ' l713 l)ir,pr Künstler radirte " nd h ' jw ii S\s.l:eC f. mehrere Blitttr, welche fast alle zu den Selten" . e gehören, besonders die Mm terblatter fflr Goldschmiede Kr bezeic ^ diese llxn gewöhnlich mit dem Namen, das gegebene /.eichen Hp* y rC . ahei .ml einem ehr -c lt. mn r. lehrten Blatte, welche- einen lieilltf 1 '' ( |,. r nahen vorstellt. Dieter i-t knieend nach rechts gerichtet, hall (*0 Linken den llo-cnkranz. und legt die rechte Hand antdie Bru»-" . ii(r ,i rechts i-t eine Glorie, in welcher man das Wort ('IIARITAS » cs ^ „„.h links im Baude steht das /eichen, kl fcd. Khen «0 selten '" ]u ii;i' ,,„■« .lllnculft „uh- fTiVÜtf* II II / 8 L I!r . w •,.li• | " , I) Folge von 6 radirten Blattern mit I is r.lat„me-nil. P. |T. fr. VII. l>. 18. .ml welelien "'Her dem Monogramme .1(1 zurückkommen. levfth fnl '"' n ' n Werken Iber Kupferstichknnde wird dieser Meister Wech 1 ''■ '' Ali "" • "" (l i ""' 1 •' (; ' l,i " M gW«> nt > Andere TW arli(.-,'' ,'" ''"' '"'' -facqnes Rrandhomrar, «reicher spater in Lyon ge- W,,. . '•"' ;l1 - der Monogrammist .1(1 Doch auch Robert - Dumesnil "" ""< ihn. akhi In" EL»! (; 0 i,s Zeichen mit dem BedaatM \ LtOS b cai efc t akh auf ./™« <(<• U n „i" 1 ""', ""' ''/<»>. «reicher in Paris tbatig war, wo er mit seinem ii' gegebenen Initialen findet man auf einer Titelvcrzierufll mit allegoriechen Figuren. In der Kitt« ist folgende! Titel eingi .lochen- Oilrii i/i'/./ic iivi iii'in Gott ftktiligtm Ptallner- und Vogliirhm Trau t"" r /774 dbmmmfm uordnt. II. (I '/, I L. Hl. 7 Z. 4 I. A- B MOgliofa ^liirli in Nürnberg ihio. 871. Alonso Cano, der berühmte ipa&l ehe Architekt, Maler uw A m jr BHdeehBitter,to»diuiterden Initialen A L* C Nn. 84S- /t f04^ '''"' ausführliche Stelle, und wir bemerken daher r~\ ^*r hier nur. das« Brulliot 1. N'o. 25 dir i ■ Facsiadjj J I > Im N.imi'ns gibt. Der Künstler wird wohl Gem*l* nnf diene Weise be/ei( hnct Indien. 872. Alolslo Giovanni. Maler und Kupferstecher von fivitä Ceste* -f—— < ■bettete (regen Ende de; 1 6. Jahrhundertl m ' l "'"' I S\ y^^K und loforl auch noch im ersten Decenninm des folgen«*»" I-0'\ iL'ov Wn . i,.,!,,,,, Von ,1,,,, eine Folge von 120 hreil und K^ reich nidirten Ansichten dei alten Rom, nnler dein Titel: "' /""TJ nnlim (tini/milii nii-' ' Ansichten mr. Die Platten mit den Masken lioss der Kunsthän* Vi'iian/io Mdiialihni aut 89 Blättern wieder abdrucken, unter dem HJV g«* /). ,W„.,r/„.roM. ta.alli ,l„ll AntkKo rlr MlM I | \\M H i L Br. t /. 4 L 873. Alnisio Giovanni, der im vorhergehenden Artikel erwaij A| n CiIO K""' 1 ' 1 ' 1 '- zeichnete in wkkn Wei e einige ,! '" 1 " 1 '.,,,(. * Marken, «eiche eine Folgt hilden . depo Titel <' e angegeben ist sich R7d M OIV '" c ''' r Galerie m Modena , "' 1 ''"'','. di f ° T u ' ' ein Gemälde mit der Tnufe Christi «< ]l]v ANfASOl/" gi Inschrift tragt Den v " m '" n jrh» P AfrYYYY'll Aloiliut Angunolui luit die Kim lebte. E* ^ß aber der ' i des Gemäldes in Modena aus ihrer FantiM* , . ,1... 1/C 1 men. welche in Ciemonii Sit/ hatte, Von einem /weiten \>el Meisters haben wir keine Kunde. 875. Assnerus van Londerseel. Maler und Kupfei ,,,fnpr 'j. re , 1 g»« 1 ' » I, . Dt "< iuI lolche Wci '• '"'. ,,„, Hl* 1 ' V ******* ,,„.,,,1. Der Name des Stechers steht nicht eaf DE. MVRANO P I, (llir ' h K''l i kann, daat aMa HTM h ALI' AI.PI. \r. 877-870. 379 V'vnrini annimmt . \ i.ll.i. lit Valet Bod Bot», wovon der «raten mit Antonio da Murano in Berührung kommt, ud mit diesen dk noch halb griechische Steifbeil laden Proportionen, and di« ichroffe Fermen- beieiehnung theilt. Der langen Luigi Vimrini folgte anfangt der Rieh Jjfng dei BartolorMo VivarinT, indem lieh In einen früheren Q em t l d «« «•harte and Behandlang der Formen desselben leigt, dabei :,I " T eine mit inseqnem durchgeführte Charakteristik. Seine JPateren Werke »arrathen den Einflau de Oisw Bellini, besonders in l ' 1 ' 1 ' lebhafteren, mehr all froher durchgebildeten Färbung. LaigiVin '."" i'in. malte noch IW1 . ud starb wahrend der Arbeit in der Aula "** uogenpalastei in Venedi 1608 Jener lloiatal Vtarin •elcher schon Uli auf dem Schauplatz erscheint, musi also »in Uterer Meister dieses Namens lern, Aul OemAkUn des jüngeren Laigi da Murano kommen obige Inschriften ror, uad sie lind »Ol 1480 u datin "» KuHtler-Lezicon XX. 8. *4i h* haben wir mehrere aufgezählt. 877. Unbekannter italienischer Maler, deesenLeben««e1( die bei M p ä-o gefügte Jahnahl (!«*«) beetimmt. Seineil Hamen vl. t* WO konnten wir nicht herausfinde«, da der Buchstabt P '''"'" •'> w,,i,i rtaeti, als den Geschlechtsnamen andeuten kann. Zwischen jV""d /- ist ebenfall« ein Beisatz, welcher uns rathselbafl erscheint, "'~ s Ist entweder der nach unten abgekroarmte Qoentctch dei A. "der "'•"' ,'""- M' lesen, : . Bai gegebene Zeichen finde! man aech E. Harten aal einem UrW ,""' roll radirten Blatte, welche« eUe Main doleroM »«nteltt, kl. 4. l*hört ku den Seltenheiten, *78 Unbekannter Meister. wekaer ftr dta Enrope Illustre. Parti . A r> OdieuTre 1755, Zeichnungen und Gemälde nun Stiche heti ' ' Ra»enet itach nach ihm dasBildniss deiJacqw Jo .iilMlnt.net. '"" s l»98 »erstorbenen Geistlichen, und E. Feisard Jeuei iei Behete r ' 1 " 1 Beeroki de st. htarthe, welcher Ittl *»">. W(1 . 1) "Hi„. Meister bediente lieh aoeh im Mm¥>fnmm »Im p. "'"'■• Wn** bedeutet Vgl So. 81«. , 8? 9- Antonin Liclnio Pordenone Inventor Mwite« &?,*? £ A r 2>r«tabe« auf Blatten nach Pordenone's ( " ( " 1 ; 1 ' 1 " ^l^rj St Man:, di Campai '"." T A. 1 .P T 0 Gatti, O. Fialetti, J. Picdni, J. Uchto o. A * A «- PI- K,„„„„,, ,,„,,. .„,, den l.emaldn, im ht »«• z „ pjw berühmte Main üiotanni Antonio da Pordenone wui ,. I Hdrno,,,. iu Kriat.1 geboren, and heisst mit seinem Zun» »c J " '""' deSacchii«, wie die alten Akten lelnrrGrhurt n nach ,|' ( "' V«s.n n„d Ridolti nennen ihn ahn 0. A. dr-l-ortireVli* «d« a„ '""'";■ naeh de,,, Ortsnamen seine, Vaters AngeloManatieUde ,,,, " »«»«»»er wahrscheinlich in Corticelle bei Bresc.a geboren, wu ( l ( . k |M ": " >'""'.......... «4. Maurer, d. h al- »^"«""'^'Jg de \ "■''"»l'-H hatte. Gio. Antonio der 8oh» i«l W '' 11 ^ ,,' , S5£" me " »'"»'•■»o...-. *ird aber überdif* auch »"''' ''', Vat ' """•."""• ücinio heissrn ihn .eine Zeitget...... 'V 1 ' "' n '' K "J '. nnde( sich aber kein beglaubigte. »»*^*2££ Jj£ l»u ,""'":•'"....... m nennl sich aber , ' ant eiln l.en ii->I(>m ron IM8 heii I II Kunsller nicht. Rogillo, sondern .In. Autcnius l'i.itiinnoniiis. d. h. n* l'ordenniie. Der (traf l'ictro di Montcrealc halt aber dennoch BJ N:inii'ii Hegillo fest, und behauptet. der Künstler habe ihn aus Lieb 1 ' zu seiner Tochter Kegilla dir ganzen Familie itlxrt r;itr lieni. I>ie gegebenen Initialen fand Hr. Monier auf •■in« 1 ' J^-'ls**-* t'opie des lilattes \on (•- Itcni. web lies Hartseh P.gr, XI ".' N'o. R besehreibt. Ks stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde vor. ''" Madonna del Rosario in Sa\igno. Links unter der viereckigen L" 1 ' fassung ist das /eichen. Oval, II. 8 Z. lir. ."> /. 881 Adrian Ludwig Richter. Landschaftsmaler und Radirer, wo** /I8M zu Dmden geboren, und von seinem ^ n l Carl Aagnst Richter zur Kunst angewiesen, für *'''', ihn die Natur mit einem reichen Talente niisg' tA"*^ \L °" ,1;l,,( ' S( ' in '' früheren Werke bestehen in > nte, 2| ALR, sauten Ansichten aus dem Vaterlande, spater '"" "j er Stoff au Bildern in den Alncn r ef ion ea der Schweiz, ron Tv"' Salzburg, und die reiche Pulle der italienischen Seenerie ' ,(, K ( '' st j e| v ihn zu nhlreichen Gemälden, welche Lnbrcdner und Hewunderer ,J "".' 11 ' da zugleich auch die Staffage von Figuren und Thieren ein ullgc* .. n lichei dramatische« Leben entwickelt. Nach der Rückkehr aus " ;1 ' wurde Richter Professor an der Kunstschule in Weissen. Im Kün« l.exiron MII. S. 132 haben wir ausführlich über diesen Meister F handelt, und auch leine raclnten Blätter aufgezählt. Auf diesen J* lern, be-iinders auf jenen Beiner früheren Zeit, findet man die g<'gc " Initialem. Sir- gehören im Allgemeinen zu den schönsten '''''"'""aV der malerischen Nadel. Obige Buchstaben findet man mit l - r, ' l ''"(('[, r | i c Weichling neben anderen Ulattern auf solchen in folgendem > .' ^. 711 BaM piltornqur» ilr» imiroim n-i \y i "" 1 S|(n auf Verona, vicenaa, oder auch anf Veneria beaiehen. Bernd "'■'"' '''''"''' < ' 1 ' 11 Vaearl mit leinen Ore m o nee er Altobello nicht lie]]'"'i '''"'. 'rrtbums beittchügen will, kann man Mach annehmen. Alto- " iiidio in ,.(,„,,. ,| rl . geoannten Stadt« das Watt gestochen. Drei J r l '"' /l '" 1 ' 1 ' Amorine, welche lieh an den Händen i Mi,., T'""'!'. M '"' B«**fc»lti , "" 1 *er ohne Flügel ist vom Korken gr- N'in" j ^''"' / " r Linken halt eine Tafel mit denj oben gegebenen ln,i„ , KOnstlen. II 5 Z. B L. Hr. 6 Z. 3 L. In Otttey'i Col- ••itir '('• i h " r * h "'' r ' of tearer and rmiriou* printt. London tlljll , Ist in . "I, 1 "' l" de sen tnmiry nc I. 550. ist das Blatt beschrieben, •J w« folgende. vom r '''''besgöttrr mit nnsikalischen Instrumenten, stehend von Diese t ■'''"'"■ n '""' N ' : " n ''" '>'"• 8techers. II. »»/« Z. Hr. 1«/, Z.- erst« V L v "" ,,,,1( '. v erwähnten Blatter sind so aalte«, «km daa Kuse " S '"" '" England bekannt war. Dm iwette ist nach las w,iii, x ",'," z ".'''"is vorhanden. Abdrlcka von beiden Platten sind jetzt Exennl* '"' brittischen Museum. Die von ottley beschriebenen Sykeg p w - 11 ' 1 '» frflher In Uoyd'i Sammlung, aai welcher im W, M. ■*• kaBaT'w "''' ,,, ' r iHii itattgefundenen Auktion des Cabinet 8y- ( '»liiln, U W ""dl>im> du erste, nnd Th. Wilson dal zweite. In dessen 3m"> "^ "" Am "' nir V -" ' vt ,s beschrieben, ile, n ji., ' r Sklare. Ein an den Fassen gefesselter junger Mann mit k " s f " r 12 Pi St 12 Sh., nnd jetzt Ist 61 wahrscheinlich 4) '.. l ' 1 "'» Mnseum. Beschrieben in Ottley'i Collectiol ftc i>. 114. ;lo r „„ M ;'" »nner Man,,, welcher, ani leinen Stock gestOUt einem a»> '■«•.,, | il'""''"'' ' lrMI abgenommenen Hute den Racken kehrt. Ottley. ' H - aadl '«'"'eibt diese« Blatt einem unbekannten Padnanischen Meister Od«, »o,, i, "kennen Mantegna'i Styl Ei Ist wahrscheinlich nach, Wi e, 4 |',"'';"" I " I N Mf \uktion der Ottley- Colleetion 8fti \I Ii ,,i! Inb , ekannt « r Knpferstecher Aul wldN Weise tat das Bild t.U Ws, de, i-, .,„„„„•; p etnM ,.,„,„„„„, beaeichnet Ei lat tob '""'""•ts ''!'• 'Wleniachen M, her gegen Ende des 17. Jahr- ln *«g war. kl. fol 4)8 8Rd " l a 'l" nb « ka nnter Blldschnitier In derk. Kunstkammer m Berlin ''f-jindet si, M ein'pörtrait- Medaillon in Luiden- oder Ahorn- "- Es stellt einen ältlirhen Mann mit einem reirhi 382 ALVG-AM. Nr. 885 - 887. ntU vor, irad bei die Umschrift: ,,/''• do*V y« der tunden tehulf < i Medaillon Ist mit dem gegebenen Monogramme versehen, welch** steh entwedi r auf die dargestellte Person, oder anf den Verfertiger 1"'' zieht. Dil- Arbeil ist li'iilit und geistreich, und der Dialekt der '"' schritt deutet auf Nieder-Dentschland, Der Meister lebte im 18, Jah*" hunderte. \ gl, Dr. !■'. Kiffer*! Beschreibung der Kunstkammer I' 1 Berlin s. HH 885 Abraham Leuthner von Grundt, Maurermei ter in Prag, 8*J /7<" JE) t—C^D fÄ '" '''''' twpiten Halft«' ll '- l7 ■' diilminli'il- /^?/iP (r* r\w/ Ir 1 fügendes Werk mit eigenhändigen Kadrf' b QJ>+J 1* j(* I j ungen heraus: Gründliehe Darstellung der (W Qy l'i/ri i io. Snimnizi und andern vornehtnliin /*** uiiisii-rn zur »enilni fUrufm Xnjüto aber tchönen Grundtriuen, •" Biuumn, Ca p iU tn , Mittnt, SchlO s str n aucA andern imi-Jahnt /<>•«"' , /t//i>.« («I ' "''' 5"" denen hnntllielihiiliern tieriuen nnf htinili' 1 " mihi hn/ifer rnrtiri iimli Mrpttftl/l Ihirrh Abraham Leuthner «» i,r "" //111711 um/ Mniiirr-Mnuler iler A. nennt Slmll Prag. Mit Hbmiirher h- worden." Aui Tafel W\M XXXH sind Vorbilder Mir Zeichnu| menschlicher Figuren. Köpfe und Pferde gegeben, letztere wj* ' V| Bebam'i bekannten Kunst- und Lehrbuchlein genommen. |' ,,,',- Titelkupfer folgt eine Tafel mit einem Portale, in welchem die rede gestochen ist. Die weiteren Blätter lind von 1 H0 nunun« 886 Adam Ludwig Wirsing. Kupferstecher, geb. *u l""'"' 1 '' 1 !, 'h. Wir *c I F*- /n Nürnberg !.n Zeichen steht auf lamlscliattii ^ u , nuilden mit Figuren in .1. Breughel's W v i" sie JJo \udere Bilder -dien nach Bnilliol rllnste romteW'' i,;,!'" 11 'I .. dei Kai der such den HAllen - Brenghel nachgeahmt ^jeiss scheint, Bin Oemaldc di n der k (iallerie ^ j,,,,!"'" Iieim. wi n | ;ii„ r im dem Vlexander Mair r.ttg^ ^ ,\,u< »hen »on einei Hand n indsehafl mil ''"-'J'^j,, jüln'' 11 ' ,l, Künstlers l "" 1 lti(l.) trtft, und m .1. Breugbi Lelrnndelt i ■» , lniii' 1 ' 1, A Heais i he -""' A ",, K""" 1 nng des berühmten I'ommer'schen Kun«tschr»nke^ i" m AM. Nr. 888 - 889. 383 kunner zu Merlin b e la g Ua gea Üben Dies«! Meieterwark bse chr a lb« . !*■ f KngleT (Die k. Kunstkaaaaer fco. Hn-iin 18.1h. s. 178 ff.) aae- ■»nrlleh, und da in einer handschrifUickeRBwehreibung und Erkl«rua( i""' 1 ' die Theil nnlicnd™ Künstler und Handwerker angegeben sind, '. ]]lt »ber ,\. Mozart kein Zweifel. Der Behraak wurde ha Auftrage "' "■' ■■ ■ - Philipp II. von Ponunera unter Leitaag dea Ph.Hainhofei ''' «gsburg angefrrtigel und 1816 vollendet. Moaan asalte aa die ia J*! 6 " Seiten der Flögelthnren de« mittleren Theilei vier Landschaften ■M Kupfer, welche die vier Elsatente darstellen, aad in st\l und Be- .* nd '""R im entschiedensten Einklänge mit den LandscbaftsbiWern eines an Breughel, D. Vinckeboomi u A. stehen. I>u Darstellung des Feuers, ''.' Seebild mit Sturm und üngew i tter aas Ufer eiaer brennenden Stadt, ^ffj allerhand wunderbare Fla aua a ne ffakta in der Au des Hollen ^'"i'hc'l |i :l Zeichen des Künstlers kommt auf diesen Gemilden nicht ,,"'' M * gehören ihm aber sicher an Dagegen findet sich dasselbe auf "'"' hoch«) interessanten tonwilde unter dem Pahbrette, welches be .''"'"it. das (iedächtniss an alle diejenigen Personen, die bei dei ,!,,' '''<<""■ " di Schränke* interessirl waren, festiuhalten. In der Mitte jjr Hildes, welches ein prächtiges Oetnach vorstellt, sieht aiaa den ge h,,,",'' 1 ''" Kl| nstschrank. und Philipp Haimhofer ist las Begriffe, dem Mi, V n "'"'" Khepaare den reicher Inhalt de selben n erklären ,1 "'' r dem Stuhl des Herzogs stehen die Leibtrabaate«, hinter jenem g r , "erssogin die Hofdamen, und auch noch siele andere Personen des ""I anwesend Die gesammte rechte Seite des Vorgrundes, und vi,' iy" ''" " ' s " ,r hinführende Treppe isl mit den Figuren der be nrii'i '''' k ""^l"- und Handwerkei ausgefüllt Mwaart hal ein 0« i„ "' der Hand, auf welchem eine land cbaftliche Scene angedeutet PrlehM 1 ' 1 "' i " t In der linken Ecke des Vargraades findet sich eint «n-r,. 1 '"''' s, m.l.' und Oie iuf welcher das sweitc Monogramm Ki-fm' 1 " 1 " M Bmlliot 11 \o Hl hal durch Stetten's Berichl irre gibt , ' da " Monogramm nichl richtig gegeben. Lettterer Sri,vif teilet .{ ., " '""t Kunst- und fiewerliegeschiclitc Ae. 8. 283 an, da ,.\ '"' ,"' v stehe Das genannte üedachtnissbild ist in Bii ..,.,,;,'• Berlinischer Monatsschrift 1811, Bd. XXVI S. Sil M8" ka '"'" ""d abgebildet Vgl, euch dwa fe l gaa d e n Artikel. JÜ[fAnton Mozart, dar vorhergehend« Meistar, »»<*«*■* ] '". v I -\ aail einen abweichenden Moaograauae. Nach Bruuiot i I \\\ N " ' i!l «".I dieses Zeichen einem Ambro* M«r ,suge // \ 1 ^»^ben, welchen aber die Kunstgeschichte nicht kennt *J. VV Der laaannt« Schriftsteller mochte ikn daher mit am •MH |„„, . ».....er Mail tili I >n halten, weil das MonogTamui «leicht ,K,| ;"i'l..l.,„ Bildern vorkommt, welche im Style denjenigen I.,;.' 1 ", dem Alexander Mair »ugcsrhrielien wurden. ÜA »inn .d,,., /•'"'"-< milim mit Figuren in det Weise des Jan Breughel, welche ' A, "o„ Moaan Uarroiu, ■■ *»x Emannel Alnmnller, Injektor det k OUsmaierei-Ar, — inMümhen. wurde daselbst 1807 geboren. \nf*W« iteur an der k Poraellan-Manufaktur. machte ~-.u.j .» die Ornamentik mm Gel Arcn ">kt,,r , ' " Studiums, wom« sich auch j......s de »nch )„ K "»«« d-, nrimnd. Nebenbei rnalte A.mnflllet '!"'.u,;, ,":';'■ |, —H''m:en und Landschaften mil Architektur in K, btMl, r< •"" . ,| " '■■ Bilder, Hndel man suwei "' '>' *«He ,,„ ,,, sich • Bilder snl eine einriß Platte geseaaelit sind, da es damals galt. M AM. Nr. 890. lange nicht mehr gcfibto Kunst der fkhmels-Cabinetsmalerei wieder b*i Labn zu rufen. was den vereinten Bemühungen Ainmüller's, We** stnrti'i-'s nnil Ihiniincriv in merkwürdigem Grade gelang. Sigmund Fraa> war damals im Baattaa des Oeheimni eae* der Farbenbereitnng und i' cS fthwtfhmtlifiw, allein auch Ainmiillcr erreichte .nil »einem Wege iinD*" rochenbaro N'di'tlu'ilc. sn d*M sich durch seine Bemühungen diel" Kunstzwoig auf eini' Höhe schwang, wie er nur in den glänzendste" Zeiten sieh derselbe! erfreut hatte. Die prachtvollen Ki rohen fensf im Dome zu ntgWHlllllf, in iler \ mMadt An hei München, im I 1 """ zu < oln ii. s. w. liefern den Beweis. Bei Allein war Ainmüllcr thatjlj besonders im Decoratioiisfatdie. welche* durch ihn einen Indien (ii* der Ausbildung erlangte. In den letzten Jahren lag ihm die technisch Leitung der Glasmalerei-Anstalt allein ob, und er hat den l!i•«■ liefert, daü Krank mit seinem Geheimnisse nicht unersetzlich "'. Die Anstult besitzt durch ihn eine viel grossere Summe technisch Mittel, als sie früher hatte, so dnss sie at der Spitze aller ' ,,s,, ' t 1 1 !, dieser Art stellt. Nebenbei malte Ainmüllcr einige Milder aul '''•' ' welche theill mit dem Monogramme »ersehen sind. Auch Architekt» Bilder in Oel finden sich von ihm. meistens äussere und innere sichten von Domen und anderen Kirchen. Diese Oemalde gehören den eminenten Erzeugnissen der Bautenmalerei. Das Monogramm ' <, " n )r auf seinen späteren Werken, besonders auf den grösseren, selten | Das zweite /eichen fanden wir iiuf einem Oemalde mit der Jan 1 * 1644, b gibt eine Ansiidit des Innern von S. Antonio zu PatW* 890. Alexander Mair oder Majr. Zeichner. Kupferstecher« j f r i p'ormschneider ton Augsburg,wurde ' Ar/ /[TT TT /-> geboren, und unter unbekannten '»P r ^^| JMl .,^/M.l , J&'i'J ,,,,„.„ Tmn Künstler herangebildet ■_A--. ex A A -*< ziilllt *■ a '"' n zn (i ' M1 L****Whaftsn" <\^SV r tt '/r\ /A\. /rt\.. W da sich Oemalde linden, welche ''"' '„,,,1 * liehe* Zeichen trugen, und mich "^. dem Alexander Mair zugeschrieben wurden. Allein dieses Mono«. ^, jenes der Nummern H.H7 und 888, mussten wir einem Zeit- nl \ —„je- 1 genossen Mair'«, dem Anton Mozart vindiciren. Es bleiben v«"'' für unsem Kunstler nur Kupferstiche (Ihrig, «eiche er in eure"'' 1 ,01' läge hatte. Bartsch, 1' L'i l\ 1 ■■int nur drei "' ;l t/rff^ diesem Künstler, deren zwei in folgendem Werke vorkommen .^{ 0 \. frlt'ri rmirn Am/mlim. VindMcamm l'hri ort» (1/7 Vind '•»■' '*' I" 1 [Jeberdiess beschreibt er noch das Hildniss des Johann «eis '^gt Kunstler-Lexicon VIII 8.W6 haben wir da Verzeichnis* auf 42 ' p|Ätte f gebracht, und auch mich zwei Holzschnitte beigefügt. u ''''', l .'J|,eih> n ' < ' «erden wir unten nachtragen, nach Herrn Börner's gütiger MI ^j, I ii Ifl rieb alier. ob die ohen gegebenen Zeichen • | " 1 ''''' nl r ' r , *Ji» angehören, wie m.in glaubt. Das m te gibt Bart "i'i"' 1 |,: '" den Bildnisse de* Jakob Wel er, und anl einer Vignette von ^ u - zweite Monogramm steht auf einer geistreich radirten An*J< ' ^,,j,dien- stung llatvan in Ober• Ungarn in zwei Blattern Das . dn *;,,), pn f'■ Jahrzahl t$i$ setzte der < opist das «einige auf. II. 4 Z ■"'' ila^ 1 "" Blatt gehört zu den frühesten arbeiten Man's. Mr '',!-,,,.ni •"""" von ihm herrührt, was man nach den beglaubigten I» * Q <>g*t roa 1564 an datiren. .lenes mit St. Anton ist ;\ /.. *fc ,DOCh, und 2 /„ ) |,. breit.. Daa letzt,. Zeielien kommt ebenfalls . l)s «netn alteren Blatte ror, und ist für A. Mair noch zweifelhafter, Se|, j' S >'«'"aiinte. El -teilt die Marter des lil. Scbaslj.m dar. mit der |j r . , "" Rande: P otm U mr qunti lignum ad sayillam rlr. II. 2 Z. 7 0. 'i'tzt H '' Rrtllliot nimmt indessen keinen Anstand, die beiden der Kii ono « ran "nen dem A. Mair znznsi hreiben. Nach MM scheint U|,lv tler nieht mehr gearbeitet H hahen. "Pplemente zum Peintre grateur und zum hiinsllcr-leiieen. '•'ii l,,'* 1 ' 1 '" nl « ""r Knpferiltirhe und K»dirun|jen nuf. d» Hilf ilii«. n «heil» die nhigen ""'kommen fuhr den Initialen A M handelt r« i>icl. um Holriehiiitte, welche den, \ Mall /u-, *. In nl" 11 wrrilin knrilun I i M *) j[<>haanWeiter, Patrhriervon Augsburg, in einem Ovale, welches ,. ii|( «n reichen Cartouche a ng e b rac h t ist. Daa übrigen Baum füllt ' ''mische Oediciitii.n am. Unten in der Mute der Einfaiim chen »?*, Zeichen iles Künstlers, welches sich links anf einem Tafel- U r *'^hTh..it. Etwa« hoher stakt die Jaknahl i-vi\. II. ifiZ. 3 0. Barticr. » 3 ''■ Kln ähnln he., oder dasselbe Bildnisi beichreibt Moi, (>(r '• •''• erwähnt aber nicht- roa dem doppelt vorkommenden Hob* » mS " , " 1 ,i,T -'alirzahl IV)*. Kann gibt B.i,t-ch nur eine ri«0 ,.l"", U A H L-7, und eine Hreite TOB Kl Z. ? an. Man möchte bafe, ■"['"■"■ dasi der KflniUer dai Bildoiii des J. Welser wiederhol) :il,c,.' ( ,, iU Krössere ist „„ Catalog Rejnard II No. 115 beschrieben, *•»! ,,,T', An K aD < , der Schutt Nach Bartach beginnt sie mit: In rffi- v'",'""" '■'»"<> *r. _ , in ,, ' ^ h n«oph Khellmr von Zinnei.dorf, halbe Figur mit dem Buche «» (ahme,,. ,.-,„/ ,|/,. r „„,|, r ,/mr ft. II. 7 Z. 8 I, Br. 5 Z. 2 O lii,,,,!, .' • »Mtorini, Buchdrucker nnd Buchhändler in Augsburg. Mit , 4| ( "" "• ' Z » L. Br 4 /. I I. 7? - .Iah, rK Will, '>'- Bibliograph von Augsburg, halbe rignr. im '"'^e,, ,-i Bft,tf ll "- Jungen Heilandes mit Glorie in eine;,, mit Ara- «, st ' e ? cn 0va,p Oben erscheint Gott Vater. Mit dem Zeichen, U. '«Out. ,'• Sebastian an den Hanm gebunden, nnd von l'teilen dnreh- 1 M um , I ,',"' erheb « »'fh rechts des Blattes, und mehrere Manner de, ,, iHiselhe,, beschäftiget Rechts unten ist das Wappenichlld •^""untr- r' M "' r »"!" im Gebete kniet. Im Cortouche i« der Zeich en ,, ,'''" s """ 0* »«mm« '»,' Reiche Composition, ohne III | y »« Knnstlers, »her lieber ron ihm. 0".....'" " Un]v l,b,u I. • 7 » Daa I ,'''' '"" 1 4 Z. Kl L bret " ,Z(, 'i M«.- •'!■'"'" w*hlnH den 25. April 1599 von dem "•«mihai, in München gegeben wurde. In der M.tte oben 386 AM Nr. 891. Mbit Mrtm im MMtaMMM auf dem rinehfehii m. Aeusserst seltene« Blatt, ll. ii /. fi L Hr. io /,. (i i, Hl Bin« Bäuerin in bind .ehntllieher [fagehung. Sie trÜRl in d** einen Hand Tauben im Korbe, in der anderen zwei Knien. Kniest** in verzierter Einlassung, oline Xeielien. II. .1 '/,. H L. Hr. 2 /. I (l '' 9) Dm \\;i11| Mii Im Gelehrten Adoipk Oeeo III.. mit einem Adw bn Schilde AUaandm MairAitf.fi, 1599. H. 8 Z. 3 L. Br.3Z.lt* 10) Ein Titelblatt mit einem an zwei Säulen gelehnten Wapl 11 '"' Mit dem Zeichen. II. I Z. I U Br. 4 /. I I.. Dieses Blatt ist che* itlton. Es gehört wahrscheinlich einem Buche an. 11) Dm Titelblatt iu Jacobi Pontaai h'loridnrum libri nrl> ' ,(»(/. I inilelienrum. Anmi MDVC, 12. In dem von zwei Engeln i iii|" ,r '. gehall......n Kranze befindet sii Ii das Monogramm Christi, und »•' der Tafel mit. dem Titel stellt eine Itlnmemase. In dem OartoU«** am Postamente i,t Drurkort und .lalirzalil angebracht, und rechts niit''" da /eic hen des Kunslhas. Kino UTinehrte und mit mehreren Kup'**! ilie ei-rhieii ladt; m der Druckerei Ad intiqn* pi"" 1, . 12) Em tehiinu und nülilirhn Wuhufch, darinnen undtrschidlieh griffet! nllerlui getrlilamne Wwl O/faH tili durch Mumien s '"'" de.» H'nlgeliiinini Htrrm Ma-rrn r'uggm Stnllmaialrrn. AHrfi /irr» im HniUercti zu gefallen Amin I'iH'i. gr. Fol. Dieses Wi halt eine grosse Mn..... Kupferstiche, kostbare Pferdobi e Ar. vors \L hnil Sie -nid mn A Mail- ge-toeheu, ihn h trag! nur der reirli fl Zlerle I ilel -.in /eil hell. ^ II) Pie Belagerung von Temeswar, unter dein Titel: ■••'"''"',. ,if abritt vml bmrhrrihung der brlögergung Trmmrar latntil dmrlbm W''"" r )f( , Links oben hnCartourhe Ueneroso Duo Diio Anthonio .luniori r"Ä*j,| \i,,„„il,, \i„,, „„,,■ MH\l VI II. «/,..•> I,. H, .12/. .2 I. r ""'," js t in zwei Kolumnen Text angeklebt, wenn das Exemplar vollst*™ 1 I4l Dil Einnahme vim Itaali ilnri h Adulph von Schwai in Vogelperspektive rt ärgert« 1h. (»hen im Cartonche teht: /'«•""'" ' ir II lt. Murine h ugt) nie (. ,i<> ii.j- | S0S Blatt stell! eine I ran mit dem Sterke in der einen, und einem s '" " Topfe in der anderen Hand tot. Rechts an einem rfereckigea Br ,i te " 1 «•« Wort Pumttrtm», und unten das Zeichen. II. 2 Z. 7 1.. , n j,* Z. I |,. . \ n f diese gegenseitige Copi« marlit Hnrl-eh 1\. p. 239 '"'i'Ksain . ,,, iii ni i n i .,!„,,. das Mooograajani für AI'. 12 Alexander Mair roa Aagabnrg? Das gegebene Zeichen laaUt man an) dem I itell.latte folgenden Werkesi hrr Allrn. ,.,■„, ^___ / »/./i ■!„•» , MtnnMrkm tfAfmumm leatinathsj Vm .»/.„, '''"' PUndnutien gruhrUn, :u luun, im '< Ort«*. /".«.;. ISchw • ' A ''"'" " ,r 'l ''''""• 4 A " f ,,ic "''"' ' '""''• l,lr strhen Bieben l{,,,.| '' lz '' 1 ' im Kreise, wie sie sich /um Schwüre die Hand reichen. M, a '" den hh.ni des »USSerSten litBt ein Hündchen, und daa H 0 ]"' K r amm i ' links unten \m Schlüsse ,1,-Werke, kommt derselbe Kon. " V|,, 'liinken dies,. Notiz dem Herrn liaion um l.oilelhol/. Dal ''"'"" hat Aelmli.bk.it mii |enen de« Alexander Mair tob liefen J nd M S ehö ' 1 w «>bl diesem Meiste, an, ds er Holeschnitteige- ' ' ,,lt . welche aber gewohnlich ritten Initialen AM bezeichnet -und. . , 4 Antonio Marelli. afenfcrateckcr, wefck« aar Schal.....■ TT ''"'"..... Mantuano zahlt, toll der Trauer du-es Zeichens sej n ■F\ Mi '" wird e eher for t. als Ihr AM ael.....«, aad daher bnl.cn 1 nntei t Ho II aber diesoa Meister uchanoVlt. 4 89 3 Unbekanntes Zeichen, ,l,ml, «.1,1..-«al.rs, he,„l„h der Yer $ '""' Hin in K.,,,(er radirten Blattes seinen Namen andeutete />\ '"' ' Blatt »teilt d.u bl. Hieronymns mit dem Buche In halbe. hu ,■','*'"' ror, » ., ,,;„), links fefen das Crucvfix wendet iu.,1,,, ' ';'" '«I ein !,]-,,,. „„,1 ii,,ks unten ist das Zeichen Bit «we. Seiet« M< ..... ■''■>"■<->■ ■""■ is< «us den Buchstaben »/•.zusammen -0 eine m W T , . C ] ,C9 ""< r """'" »«< Bartolomeo Passarott. erklärt wirt. Stech"'™ hl1 ,"'''"" itebt ferner das Mono "'''"\ , .ii,|„ [«»»ndeuten scheint, unter welchem aber Guido Ugnace. wohl 'nil,,,,, ' i " ( 'l>en ,st Das Blatt mit , ; , " r ' J" RQft / "" '"' r, Jahrbunderta. II 8 Z 7 L Bf. - l I '- in die --• •• -> ■ ■ ■ 11 1 1 I IUI I I - II. ■ • M- Andrea Mantegna. der Hauptmeister de. Paduanisehen Schule, zeichnete weder ein t.emal.le. noch einen hupferstich mit ''i" "» V ......,,a,„„,.. es deutet aber sicher leinri. ■^Naei..,'''" , "" 1 " ''•'- deichen ml e........n C M "'\ '""" r 7 '«"ung des Ktu.stlers, auf ,ener nnt d.m ptjaaM Bacchanale, 388 AM. Nr. 8<)7. welches Im betrunkenen siii'ii viiii l'unniii getragen vorstellt. Man; tegna hat diese Compositum selbst in Knpfer gestochen, wie ver-ii liert. welchem auch Bartsch Nu. 20 beistimmt. Auf «lern SticW fehlt ,'il)er das Monogramm, wahrend es auf der Nachbildung der /.ein 1 ' niing durch ('. M. Metz nuten rechts eingestochen ist. Man muss daW» annehmen, dnss die Onginal/eiehnung an derselben Stelle das MuH*' gramm tragt, ii es der genannte Kupferstecher nicht gewagt habe" dürfte, dem Mantegna eigenmächtig ein Monogramm zu unterbreitt* Die Krage muh der Aechtbeit desselben bleibt aber doch, da schon ,n früher Zeit tob zweiter II;ind da Zeiilien eingeschrieben seyn könnt* Fälschungen dieser Art sind \on jeher nicht selten gewesen. BJ Kupferstich de. Iltategiu Ist lo /. B L. hoch, und 15 Z. « L. bnaj das Mass der Zeichnung ist um unbekannt, scheint aber dasselbe zu »ej" Nach Zani. Encicl. inet. 11. !). p. |s, findet man das Monogramm auch auf einem alten Kupferstiche mit der Grablegung Christi, in ein* Komposition von 13 Figuren, ähnlich jener des berühmten Blattes J*J Mantegna. Ii. Mo. I. Links unten sull das Monogramm stehen. J v ' halien diaaal Blatt nicht gesehen, und müssen daher einzig auf Za* vrrweison. Von einer Kopie des von Bartsch No. 3 beschriebenen Hl*". Kt bei ihm nicht die Keile, da der alte Kupferstecher eine a " ( . ., Zeichnung zur Vorlage hatte. Vielleicht handelt es sich um das III»' «ei. lies im Katalog des Man In se Malaspina di Sannasaro II p .8* ' schrieben i-t Der Verfasser spricht von einer anderen Komposi" welche man aber -icher dem Mantegna zuschreiben könne. \ o" , '" 1 ..| 1 Künstlerzeichen bemerkt Malaspina nichts . und somit bandelt entweder ron einem zweiten stiebe, oder Zani hat sein Monogramm der Phantasie gebildet Mantegna brachte in den Säumen l ' l ' r .'jf| wander i,fr' a ". ( ' in, 'r Säule des (.cbäudos in tiefer Itetrachtung, und links die/' i" 1 ' ''''' AuMifc*! auf Landächaft, in «ticket Banal den Hirten Ib.n i . rl '''' s Erlölen verkünden. Dieser Tlieil ist meisterhaft in "«Hdunkel «ehalten. *•• unbekannter Kupferstecher, welcher mit keinem der unter M ähnliche,, Zeichen eingeführten Meistern in Berahrnaf kommt. Hrnlliot I, No. 590 schreibt ihm ein mittolmässiges lilatt zu, «lor F ( Wol(1 "" i (li «' Charit« mit fünf Kindern vorstellt. I'eher die Zeit stammt t, ' 1 ""' K '»'merkt der erwähnte S< •hriftsteller nichts. Das lilatt wahrscheinlich aus der zweiten Haltte des 16. Jahrhunderts. *»• Giovanni Andrea Naglioli, auch MagielH, afajthai und M.i- Jt , 1 liolus genannt, warum 1580 — 1610 in Koni als Kupfer- ""i.'iÄyjyVJ i stedier thätig. Wir haben von ihm eine Folg« von Rfzoiel Blättern mit Seegottheiten, welche eben bo meisterhaft Ho.lj««**' a,s gestochen sind. Zanctti ((abinet Cirognara II. p. 166 (; arto, •) ,2S 9) beschreibt 10 lilatter. wovon das MH einen leeren de r j- | "' ">'• zwei i„ Laubwerk ausgehenden (ienien enthält. Kines Am «,n,f/„" " ,{ ! a,, ' r lt ?l" einen r'lussgott vor. und fünf andere Stiche Pferde,, " de,,, ( . '° r "» Tafelchen ilas zweit«' Zeichen, welche* < nrii« und Malpe der Kurt ""'"''' -''""T' 1 Metzger TOB OOrlitf beilegen, welchen aber 8c *endet "''''' '""-"'ln.ict. Das Itlatt mit den beiden nach rechts U, "l div " S "' i; "" l ' r » hat recht« unten im Täfelchen ein ähnliches A. Auf ' m «'•trennt M„ , *|e ff 0i «i«8 unter den Initialen gegeben ist. •benftdU W( ' lt( '"" Blattern stehen die Initialen AM. auf welche wir aii : 5" "»rtckkoinniea. Zanetti gibt folgendes Maaaa der lo lilatter /; 4 \ I L Hr. i ■/.. 10 C ^icwJ? Ä,,,,r (,ft " Verzeichniss der Werke dies.s seltenen und ''"res ,,,,"Künstlers noch nicht geschlossen Wir kennen noch ein an- Ill He„ **«■«». eine Sirene vorteilt, wie sie, nach rechts hm vom «._ «cii gesell«., ... i .....i... Mal,,,« fooof —■■■■...... 2 ach link« » """" »»sschliesst, stellt ein Scenngeheuer vor. Wie ei i Pn Pom*L a ""'" "'■hebend ,„, Wasserhuhn frisst. Links DttnM B r . 4 "-on des ■riu.r,., ,,,.,„. Jnnnn „ AndrM , Ma: in: fa H. I £ *" 0, »Wr l- i - ' ,i( ' sr * ' il - ,,t kann der "'Ren ebenfalls nicht g T '"«Ige gel,, "Jitte'r .„ T" z '"ietti angezeigten Folge scheinen aber zwei andere T r,| ° dar K • '" I)a " eine ^ellt den jungen Bacchol auf dem See- . Äub cn .»?'?' ''"• Mähne des Thieres erfasst und eine Schale mit ^ Bl '»men7,"r M ," ''"'"" ^echti im Wasaer ist ein leeres Tab """»m«?, H 4 Z ' L - Br. 5 Z. 8 L. Das andere, unbexeich- 30 .100 AM. Nr. 900-902. nefc Hhitt leift zwei Trilnno. wovon der eine ein Kind liebkoset, der ander« mit der Linken eine Trompete emporhält H. 4 '/,. 3 L. Hr. (> /'■ hie kleine Folge In qu. lf. scheint bei L. Vaccario in Rom erschienen zu seyn. Ottle] macht nämlich auf ein Blatt mit folgender chriftlicheT Bemerkung aufmerksam: ./o. ^nrfr. Matiolut im>ii- lunr \tircnriux formt» liomnc. Von einem Abdrucke mit den eingestochenen Namen und der Adresse Indien wir aber keine Kunde. Im Artikel des angeblichen Adam Fuchs No. 520 haben wir ■'"" ähnliche Blätter mit Seegottheiten aufmerksam gemacht, welche im BtyJ* ehr mit jenen des <;. ,\. Maglioli Übereinkommen, das- man «j für Arbeiten dei let/ieren halten mochte» An der betreffenden Stell* haben «rit unsere Vennuthung geäussert. 900. Abraham Mattys und Anton Vermondre durften auf djjjj M\\ Monogrammen Anspruch haben. I>a erste dieser Zeic» ,jY\ findet man auf einem mittelmässigcn Kupferstiche, web:» 8 * die Madonna mit dem Kinde auf dem Halbmonde stehend ZCtgt. ' Kopie umgeben runde Aureolen, und um die ganze Figur geh' '''L itrahlende Glorie mit Sternen. Link« oben ist das Zeichen. H. 2Z.» 'St Hr. 2 /.. 3 l<- I" dieser Danteilung erkennen wir einen niedcrl* 11 sehen Meister, welcher einigerraasaen noch MI der alten Kunst* hing. Diess i*t mit Abraham Mattys der Fall. welcher um '.-),? rrpen geboren wurde Man tindet. Landschaften und hW** tellungen von ihm, „n In Chriat'l CablnM de Mr. **♦ (Valois) wird das zweite M»nngrt*JJ einem Antoine Vermandre beigelegt. Hierin liegt ein nrthographi» j, littlinin. Es handeil sich um den holländischen Maler AnthoflJ ^ (lT mondre. welclier um ll!4(> thätig war. Kr malte Stillleben. I* , ]( j 0 lansahmg des Dekan Jatrmaai zu Rotenburg ist auch ein "'?\W mit -einem N.imen. welches einen Hühnermarkt mit Figuren vor- ' 901. A Müller. Formachneider in Leipzig, arbeitet für die »J^ j^j graphische Instalt von E Kretzsehmar, und i-t durch { '''," ]m l- Äl 1 deutende Anzahl ron Blättern bekannt. Solche sind in f" fB ler's Geschichte des deutschen Volkes. Mit 100 Holzschnitten ^ Zeichnungen ron L Richter und .1 Kirehhoff. Leipzig 1839 ff- -^Lgßt- Zeichen tindet man auf dem Blatte mit Kaiser Heinrich I\ "' '' l>ie meisten Bliitter tragen den Namen des Künstlet ],. 902 Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1562 ia **£$# . . A/t land arbeitete. Bartsch,? gl l\ l> 4!,fi - "' lt ,.n *" vT^I. A4, »«er Blätter i......liner Hand. Sie scheinen sw^, A'l »Vi K y a J '''' M " rdein nur im liauenl'" r*\ . r>V ■ Cataloge angezeigt finden. •est'***' 1 I) Jahel und Sisera Letzterer liegt auf dem Bauche » n "^laf»* und Jahel ist im Begriffe, ihm den Nagel durch den Kopf *ani ( . • ,N li( '»"' IHl< ' Weib in liaoiver Stellung auf '•" dw Mitte de« 18. Jahrhunderts gearbeitet hat Kr ist wohl vier i']' 1 , der J« ni K e Meister, von welchen Bartich I'. gr. IX. p. 4M Itruili t \ ' Deg( hreibt, eher ohne ein Raüoanement darüber zu geben, torn .' , l'l'- '■ *"■ •*• hatte Kunde von folgenden mittelmassigen Blai lü l Lden litcenden Figuren der Evangelisten in Ovalen. II. I Z. ''; gr- 8 /. 2 I. | St. Markus auf den Löwen nach link-. Ohne Zeichen, sie], t « t.*'* a *eui, von vorn gesehen, und mit den Engel hinter • J-inks in balbei Hohe der Bachstabe a . rechts W. Bachii ' '■ l'"^'^. vom Kruken gesehen, und links in Grande der Ochs. ' '« nnten ist da« obige Zeichen. ''iilks ' i ■ "'"'' ''"^ s gerichtet, WO vorn der Adler steht. "i halber Rohe i, rechte M Vgl No. 923. M 1 * 5 Apokryphe» Zeichen Bartsch l'. gr. X. l'abl. de Menagr. . „i"' telDfjl es unter den Mnnojo aiiiincn des .lost Amman. C, |i,,,.'e""' '''" Blatl anzuheben, anl web belli man dasselbe findet. (tefn n( j ° r ' •' Amman «fec. Leipzig, li Weisel 1854, scheint keines vor- < ,i "'Hsn., ,''.'^,"'"1- Blatt erwähnt: Kr »ne ,,, ', ^ r Dornenkrone «wischen den Henkern, wovon einige »"lüruckcn. andere unt( ' ihm ein lbdir -UiU des 30* Aa 392 AM. Nr. 908. Sccpters reichen. Unten an einer der Stufen, auf welchen der Heiland sitzt, gegen rechts, ist das gegebene /.ci< Ih-ii. II. 11 Z. 4 L. Br. 7 %• 9 L. - Diess ist wohl jenes MuH . welches Hrulliot I. No. 5§S dem Aiulrea Mantuano, d. h. dem Andrea Andteani zuschreibt. Kr spricht nämlich von einer DotiailhlflliaiH nach Tizian mit dem Monogramme an der bezeichneten Stelle, wählend Malaspina di Sannazaro den Maler nicht angibt. Das Mass weicht aber bei Hrulliot ab. II. 12Z. Br.8Z.4W In R. Weigcl's ('atalog dar Sammlung des Kaufmann« Johann 8tif>* tneier, Leipzig IH5(i No. 15Ü6, linden wir diese Dornenkrönung ebenfalls angegeben, mit ilcr Bemerkung, da ■ itä Matt in I'anneggiano's M»' nier von einem um 1500 lebenden Meister behandelt sei. Von dem berühmten Francesco Mazzuoli, genannt il Mazzolino oder il Parmeg'" anino, kann indessen keine Rede seyn, da er erst 1503 oder 1504 g*" boren wurde. Ks wird sich aber in dem erwähnten Matte die Richtung kund geben, welcher er auf seiner Künstler-D aulbahn folgte. Dies'" mllsste nun jene seiner beiden Oheime und Lehrer, des Stichele H" I'ierilario Mazzuoli von Parma seyn. Ein jeder von diesen könnte s-ic des obigen Zeichen! bedient haben . da die beiden ersten Buchlt*"*? ihres (ioschleehtsnameus darin enthalten sind. Wir haben aber an Kunde von einem Huchdrucker Franciscui Mazalis von Parma, w . r ' r 'l.. sieh in seiner a deographus dfllgentiisimus nennt. Kr ist her zu den Metallsi bneidern , und vielleicht auch zu den Formsrn'i dem zu zahlen. Bei ihm erschien eine mit Holzschnitten Ttr, ~\Z Ausgabe der Metamorphosen des Ovicliiis unter dem Titel : Habrbtt t dulr l.rrtor. P. Ovtttii XriMoni* Metamorphoiin enttigntintimam . f" m ( pharlit Rrgii commmtarüt Hr. ImprrHum Parmnr E.rpmiit ft /-<■ F. Maxalii Calcographi HliftrUittimi M. ft. V toi Dieses sehr sei ' , Werk enthält 60 Holz oder Metallschnitte von den Meistern <:*'•,'.,,{. n., und von einem anonymen Künstler, wahrscheinlich von Mazali" sc Mit dieser Deduktion ist aber noch immer keine Erklärung^, Zeichens verbunden, obgleich wir den Francesco Mazalis eher her . sichtigen mochten, all die anderen Meister Für Andrea Ami ^ kann man aber in keinem Falle stimmen. Audi Tizian ist nur ^ f _ masslich als Zeichner zu nennen, obgleich er zu Anfang de "' hunderts schon thätig war. .„•-,. 908. Adrian Mnntinck (Joldsehmied und Kupferstecher von ,",„,, M ningen. war um 1697 1818 thätig, wahrscheinlich in Am" , r( . yii. weil ar mit (.1 ViMcher In Berührung kam Kr sü»cn «■ (B Folgen von Blättern mit Goldst hmiedsverzierungen. welche "•'- finden sind. , ^ gU« I) Folge von 12 nummerirten Mattern jnit Friesen. w< \,,j e ,n r " Laubwerk und untermischten Blumen, Früchfü. Vögeln, P hft ".^ ( lK N Thieren Ar. gebildet, sind. Auf dem ersten Blatte steht: ORDc-N a* j„, \ \N A MVNTINdl DOVRKNs I. Mit KKH. S( VDP- A J", a»s Rande steht NC /•' I t \„„hrrr,,,„i Auf einigen Blatter" f 0 l|« /eichen des Künstlers. H .1 /. 8 |,. Hr. 4 / 1 ''■ ' kommt in schonen Abdi Jen vor , pin Ti"' 1 21 Folge von ähnlichen Friesen in 12 Mattem, unter < y^r ADERIE MVNT1NC. FECIT. I«14 Im Bande unten: *• g^atl««*; trendr: ,tr Die anderen Matter tragen das Monogramm '!' r \rbci' ^ ■ ke sind in aufsteige n. in nielloart'g ^ fl n dC rheftenAr. 12. Voll mlung sehr s °" '„.rnn'% 3i Folge von 12 Blattern mit Onippen von Fruchten, grfP mit Minnen und Vögeln, und in Form von Friesen. Aul ^cW Blatte AIUKN MVNTKK HUT, auf andern Blattern «" H. 3 Z. 10 L. Br 4 Z 4 1, AM. Nr. 910. 393 gt , 4 ) Folge von 12 Blattern mit MM mis Laubwerk, schön gerochen. Das erste ist mit der Jahrzahl 1615 versehen, qn. 8. Itte»» i ''"" ^f" Monogramme knmmt auch ein ans A V gehil- W Zeichen vor. weichet wahrst lioinlich (lern Ailri.'in de Vries angehört. p Andrea Meldolla findet hier nur einen vorläufigen Artikel. _^4jj da unter der folgenden Niumner ausführlich über ihn gehandelt „ wird. Das gegebene Zeichen welch! aber roi meinen gewöhnlichen doli|^ rammen ao i w da« es im verkommenden Falle nicht auf Mel- tnält ß '' '"''' werden durfte. Man findet indessen sehr selten ein Ge- „ mil demselben , obgleich die Staffeleibilder dieses Meisters über (ler^S ,,a Vl ''''"'' , ' , '' t »"»■ Harr E Harzen kennt nur eine l'ieta in beteik un 8 ( ' ,N englischen Malers Oeddes, welche auf aokhe Weiee tikei "' '*'' Monogrammen, welche Eingangs des folgenden Ar- S Segeben sind, sieben auf radirten Blatten. ,) reR ''' l^miihle des \ Meldolla, welcher. tfllllWlg bemerkt, mit An- "nd l «I? TOne '' a Srhenico Eine Person ist, sind in der Zeichnung Mieh .*"""" K '''"' n *" iueorrekt und vernachlässigt, als seine Kupfer- "nd °.'c W ''' K '' M jedoch diesen Fehler auf durch ein sehr harmonisches Munt« '"'.'"" ( 'dorit, welches bereits zu Lebzeiten des Künstlers als iederM a " f K rs 'Hlt w urde, Tintoretto pflegte bekanntlich zu sagen, ein ■••ilermtlsse ein Bild von Meldolla anschaffen, um t'olorit zu studiren. Meldolla (Andrea schiavonei. Maler und Badirer (1522 15H2), wurde 1H02 von Abhate 1'. Zani in den Mntrriali per »rrvirt alla itorin drW ineisiont p. 'im als ein lang vergessener venezianischer Künstler eingeführt, mit der ausdrücklichen Verwahrung gegen Verwechslung mit dem bekannten Xmlrrn Schimon!-, genannt Mnloln. Zani versprach die bündigsten Beweise rar seine Behauptung, Ue- ^^ m ^, forte sie aber nicht, obgleich er versicherte, sie ■W AP soi( '" ''ereits zum Drucke vorbereitet. Der geeig- Pedi» ' no, e ° r < ^re im dreizehnten Bande der Encfclo- (le r a rW '' S '' n • '"' Vl '■ i Beinamen des Vaters ging im l fi '!- nn •" k '! m , tl , vi.b Familiennamen, Mi//,,,,!,, )->| \\, „„ dieses rieht ' "L r seltf* nach Harrt en, dass Andre» d, .1 Beinamen ' «.gfati« Vorliebe und Hhmeignng zum Francesco Massnol» ' * nfe j(« erhalten habe. . ■ ppe Port« nach -einem ''''"''''' ,, p arkti°" Rossi, Salnafo genannt wurde, welcher diesen Beinamen der ^ ^ irdinalSal nkte In diesem Falle « \\ , rn< v ' h ''' n der Familiennari r ' .. k^"' aber denno.h mit Harzen „Andrei Meldolla detto SchU« ^ r « *H Meldolla ein 81 der von «lavnnischer vl ' kM " hr( ,iher v '''' icheint. so ist lennung folgere.ht. und der S<' N Marcus hat de,, Namen di Malers nicht, genau »" f *r'*- we j C 1 »*^, Nach Harzen I ..„,,.„ .„I, du li ,••■ I ' '' ^1'" eintheilen. '"'•""" AM. Nr. 910. ftftl Wer mit der kalton Nadel ausgeführte, welche den Namen Meldolla ''"' das viin Zani entdeckte, aber ..Mazzimli Parmcgiaoo" ausgelegte Monogramm fahren. Diete letzteren geistvollen Produktionen, welche '''i grosser Flüchtigkeit den Stempel seltener Genialität tragen, darf :' iln "j"'h Harten als Ei enblicklicher Inspiration, als "■Provisirte in malerischen Effekt gesetzte Gedanken betrachten, welche ,1""' Ansprüche, lediglich zu des Künstlers eigenster Befriedigung, oen ■™ 0r * zu Tage gefördert worden. Meldoll« bediente sich hierzu vor- hu?"'' M ll,T ™ tcn Nadel, welche er rollkommen in seiner Gewalt m ' .''• weil sie ihm eine besondere Leichtigkeit darbot, unabhängig vom nstcheren Erfolge des Aetzwassera seine Composltlonen zu fixiren und L'esV'''"'""' wai M "''''' :m( ''"'' -'""'' Anzahl Abdrucke ab- s !' 1 "' 11 • und es genügten zu diesen geistreichen Spielen der Nadel ten" 1 ** '"'''''''f' Platten, wie es eben du' beschrankten Mute] gestatte- mns ♦ S " M ' nw,M '- n ' ' ,Mndon gesammelt hatte, befand sich auch eine An- Iha. , " Iav 'rter und gehöhter Hinter, ungefähr in derWirkun 1'rnUi ° in Helldunkel. Ks sind dies« zum Theil unvollendete Sol rll '' '! rk " '""I 'Iahe,- wahrscheinlich muh Meister selbst überarbeitet. la\ ... «emplars hatte wohl Zani Mir Augen, als er schrieb, Meldol- Abdrt 1 r """'" : "" Art der Holzschnitte (Ige. da Gaiyi's angeführt "»all, " '"" "nehreren Platten existiren ahn- von ihm nicht. Der bei i'' 11 ;' '" racsimiles heraus, nämlich die No. ft, Mj W, W »• » ^.he ';''';• " ml «nige von diesem nicht .....ebriehene Blatter, darunte. ha r s i n d W ' isc ''"' Helldunkel, welche äusserst selten und koal N -'-l| l, ,i A, '" n ° v, ' rf " 1 «* ''»• '» •*»" Uib e erb e n sa iwwimdelae Daaiaa. » S V"""« ''kannten Exemplare im brittischen Museum. 4. Ni *h d,, '']'"" '" '""" Blumenkorb verwandelt, mit A|.i ; llo und 1 mens 3) Jj 1 ,iwl nnzig hekai mplare bei K l-nl, 4. Die',' iU i\ m " ' , "" Kinde und Jehannes, 4. vor; t u '"»»'t kommen in. eisten Theile des Ford'achen Werkes * oi,,"'^ «''<'"",,, der hl. (alba,, na. m.t *«• «VW*"*?» *•"£ '' "■«11,, Vi"'" 1 "'-' 1 !i -'» Meli,,, f luniren. K« h """"> "* Mnlirkannten ^ei!'';; i 1 '). , '' | n'l^.i..lSt.Ma t :da; : „,h. .luhannes und Luka- Cra ^omph. ]ll0Ui ,„„1 „,„ «, B. 59. 336 AM. Nr. 910. 8) hie Madonna mit den Kinde und Josojili. dabei eine Heilig und ein Bischof unter der \\"i'inl;mlio. Nach einem fast unbekannt*! Kxemplarc in Tuschton mit Weiss, welches Th. Wilson besass, und im Catalogw, rnitonnr <>f Ihr .«Wert (nllfrlion o( Kngrnvingt nf an Amateur" London IllJ/l. No. 144, beschreibt, fol. 7) Christus und die lil. Frauen nuf iler Treppe, wie er von der Mutter Abschied nimmt. II No. 14. Naeli einem Exemplare in Tu***' ton mit Weiss, fol. hie Blatter No. 4 7 findet man im (weiten Bande des Werkes TOB * Ford, welches sehr sehest rorkontmt In der Vorrede erklärt der Verfasse den A. Melilolln mit A. Schiarone liereits tur Eine Person, nlier ohn« sich auf die von K. Harzen beigebrachten Beweise stauen tu köBB#*? Bartsch P. gr. XVI. p. .14 schreibt dem A. Meldolla 87 Blatter*» \V. Smith bringt in der neuen Ausgabe von Hryan's hirtinnarr of '' a, I 1 Ä ters. A new edition hy (i. Stanley. London 1849. das Werk auf 1' Blätter, unter Anführung vieler Varianten Darunter sind die '""| seltenen Blatter, welche in den Cabiuetten von Sykes, Wilson undQtsW besehriehen werdi'ii. Die Preise bei der Auktion dieser Sammlung*" sind theils sehr hoch. Hin ron Bartsch nicht beschriebenes Hl«" "_ Sammlung Sykes, welelies die hl. Kamilie mit Heiligen vorstellt. K* auf 9 [,. | Sil. zu stehen. In Mitte des Blattes sitzt Maria mit «^ Kinde auf dem Si hoose, und richtet bei etwas nach rechts gewendet Kopfe den Blick nach der links knieenden Krau. Rechts ist ein ^ " r ,, l'apst. und weiter zurück sieht man St. Joseph. II. 8', / Br '.' j,. Kin Blatt mit badenden Nymphen von Satyrn überrascht, freie "T'jj, nach l'armigianino's Helldunkel, wurde mit 4 I,. 4 Sh. bezahlt. "• "."[,. Hr. 6», Z Dm Irtheil des PafU, B. 80, galt fi I. 10 Sh., die <- r » legung, H. 18, 5 I,., die hl. Kamilie, lt. «4, 4 L. 15 8h., die hfcJjT tarn mit Kränzen, lt. 6ß. 3 1,. 8 sh.. die Geburt Christi, B. "'.^n, n. n. w. Kine geistreich railirte Darstellung der Heilung des Na" ähnlich dem Blatt No. IS bei Bartsch, wurde in der Sternberg * . b , Auktion nur mit 8 Thaler bezahlt. Dem Andrea Schiavone S«> ^ Bartsch T. gr. XVI. p. 77 nur 33 Blatter zu. und wenn man ^ E. Harzen noch einige zwanzig unbeschriebene hinzurechnet. s0 ( \. die (irsammtzahl der N'adelarheiten Meldolla's sich auf ungefähr hundert belaufen ^ Nach Bartsch und Zani sollt« man annehmen. Meldolla h» ^ den F'armegiano ropirt, allein er war ein genialer Meister, welche ^ im ftinf und zwanzigsten Jahre seine Selbstständigkeit behaup ,r ' ^m einem Haupthlatte von //><»7, welches den ,Raub der Helena WJj ff . nennt er sich Inimtnr l'.irnngiano's Kinfluss kann wohl nl ef längnct werden , Meldolla's Nadel ist aber sehr verschiede" *> dieses Meisters, sowohl freier als malerischer. ^ s »i« Hinsichtlieb der gegebenen Monogrammen bemerken wir. „gc" sehr versteckt angebracht, und öfters nachlässig und sehr |pir , )( ,„ .4 ."• sind. Auf anderen Blattern stehen die leicht geritzten Buchs l^ w( ,j. und dann auch ein Monogramm M A in verkehrter Richtung- '^trt Zeichen ist aus den , Buchstaben MF *n«anini .,,, du* doch in der Art. dass mich das A angedeutet ist R" rt „JJn ^ sweito, dritte und vierte, das fünfte und d • M """ b rrt sl> t K Harzen seiner Abhandlung über Meldolla hei Kr crkl» . ^ut«* die gewöhnlichen.
    lot, °^V enthtlt halbe Figuren, und im unteren Knnde steht: tnlut ?° n « Bn« • pn f"'<' »"irrai..m js< sicher jenes des Anton Möller. Man K° n A Dflre m, ;, i,, " rn 'if< »ie de , M,l "'»"i. Leipzig 1794. I. 240 ff verzeichnet. Damals 2' rn,, °rglvl , '"«'nieiir Sechter in Drag, und später erwarb sie ».rat mk 1 "*» 18^ r n,rhpM - In dessen Auktions-Catalog V. S. 45 Inspektor h. I ? p| > kann 7° ,r effliehen und täuschenden Opien nicht genug & n . »elek ' M euser, /, rit wflr 81 , c h das Schriftblatt noch vor- Cr > *äh« P, i vrr,or en Ring Der Künstler sagt, dass er. Antoni •""nd seiner Lehrjahre /.-5 7« dm 20. Aprili MM die 898 AM. Nr. tl2. Passion nach Dtlrer's Originalstilrken auf 36 braunon Blättern n und «höht, and meistens zur Nachtueit aufgeführt habe. Er setzt' die Zeichnungen auf ein korniges, weisses Papier auf, und vereini!" sie zu einen Bache. Ausser dein angesehenen Monogramme traf*" die Zeichnnngen der Passion auch die Jahrzahlen 1579 15R2. Jahre 1(02 dm 25. August fügte er dem Textblatte eine von Meoj*' copirta Nachschrift bei. Damals wüthete nämlich du' Pest, und « ßf Künstler hatte «Ins Vorgefühl, dass sie itui hinraffen könnte, wi muthllch nicht geschehen i-t. Bi lau ihm daran, dass man die Zei" Dangen bei einander finde, und dieselben für gerissene, nicht für f", druckte Sachen nehme. Das Leben der Maria copirte Möller »'' 20 Blättern, so wie sie bei Bartsch verzeichnet sind. Die Mehr*** der Zeichnungen ist mit dem Monogramm und den Jahrzahlen '•' 1002 und (000 verseben. Die Holzschnitte sind so getreu n.a<' n ? bildet, duss man die Copien für diese nehmen könnte. In der s,eI "; n herg'srhen Sammlung waren aber aueli norh mehrere andere Zeichnung ron Möller, alle nach A. Dürer, und meistens dem Holzsrhnitte gj rhenrl. Kvinzrl wrzcirhnet und beschreibt diese meisterhaften BW Das vierte Monogramm, mit jenem eines unbekannten fr'ornttCB* ders, steht auf Holzschnitten nach Möller's Zeichnungen in einem stüin-Wcrke uNter folgendem Titel: Omnirm italvvm frmini "" n " .„■ natvt et vnitati hnbilit tirdanetiir» . ad onlot jimili et devulgnli ab tnnio Müllern ihulem pirlnre. Anno talutis 1(101 die 1- •'""!/ M dentsrhe Titel, «reichet auf der zweiten Hälfte des Blattes • ll '* t T^,,,Y ist, Beginnt: /'er Damger Frauen und Jungfrauen gehrrurhlirhe '■' .. und Trarht ele. (iedmrkt zu Danliig hei/ .lurnbn lihndo. F>as Werk halt 20 Blätter in kl. 4. 912. Anton Möller, der vorhergehende Meister, könnte »"'j^ii K A Trager dieses Monogramms seyn. Das rV ~ u '. {' ,••" findet man auf einem sehr seltenen Holzschnitt ^ ( & ii i iiii Mi -miii iriHin ii •■ ■■ ...j yf\%> 1500, welcher eine nackte junge Kiau vorstell »^ '' -------ihr der Tod die Sanduhr zeigt. Sie blickt ' ,: ' < \ j| . 1 „.,i. Himmel und faltet die Ilande. Hechts unten ist das gegebene*« ^ j„ und Imks steht ein /weites Monogramm mit den Buchstaben i ^.„ict aufsteigender Richtung. It. Waigel, Kunstkatalog N" &•* *'gMf^ dieses Zeichen auf Melchior Lorch, welchem es wahrscheinlich *.* o0 teH Bartseh P. gr IX S. 888 zahlt aber den Meister zu den unM** % 1- Künstlern bule des Christoph Maurer. 11 K /■■ ■' ''• ' '. „nie Lebenszeit seines MonOJj^ f 0 |gi!li" setzt er gegen Kode des I ti Jahrhunderts, oder zu Anfang ffeT V**" den. Damals lebte Möller noch, und sonnt ist die Zeit n 1J& muthung nicht, entgegen. Brulliot beschreibt nur eine eil *-ef»*Y ■79. Die Bilder dieses Meisten, "77t/~^ eines Schülers von .lau ile Ilecni. gehören /u den sehön- C^^_t/f / *ten Erzeugnissen Ihrer Art, und Milien Zierden in Samm- ailf . v —^ luogea. Hrulliot I No. :.<).t fand Am gegebene Zeichen Mlffn m Gemälde, welche« einen im Baume hängenden Halm vorstellt. tlal '• mn ' , ° nämlich Mich todtes Geflügel, sogenannte Stillleben, und ,' ? ,lit das Zeichen wohl auf ihn zu deuten. Wir wissen von keinem zw,,t ''» Hilde „nt demselben. "• Anton Magg. Kunstliebhaber, wurde 1788 in Landshut ire- (~yff) '"Ten. und bekleidete einige .lalire die Charge eines Otti- ffU^ /il ' rs In der k. bayerischen Armee. Spater zu« er die \_J f\_) St, 'lle eines Postbeamten vor. Mag« malte Landschaften g ra i» Oel, und bezeichnete sie gewöhnlich mit dem Mono- '""' Kr ist k. Pottrerwalter zu Btraubing. Qlr ,w - Amt Moriin oder Mfirlinck? Vor etlichen Jahren kam n -^"W w _, München im Kunsthandel ein (icmälde vor. welches M fo\^ ^VzY ' bristns am Kreuze mit Maria und Johannes auf -< J^J i V Ist (Johlgruud vorstellt. Per Maler gebort entschieden N >Wion <1( ' r n,,fM1 rheinischen Schule an. und deutete seinen Rn^ '.""'''" dem Kreuze durch die Buchstaben A. M. an. Auf der strht |. V" ungefähr drei Fuss hohen und ziemlich schmalen Tafel Ki n » A*» r »«teren de. 1 9. Jahrhundert* der Name Amt Moriin Pictor. ilc r \|. | r '' n j Arnold Moirlink oder Mörhnk in Coli darunter zu \ er- ** n/u'7 ■ ,)i(>, '' n Mann kennen wir MS Merlo's Werk: IHf Wriffrr &uf wel y m s>Au '', s. 201 Kr gibt da die Liste derjenigen Künstler, k ' ln "nt .im , V "" ,8M ,7,m ,lil ' Wikl in den fUtfa tiel. A. Morlinck U7fi s ,.i". *"'e HS7 zuerst, und unter dem Namen Moerlyn vor. und '"•li:ilt n'! m Pr 7 " m letztenmal gewählt worden zu seyn. Die Kiste 'las e rw ,-.\' r diesem .lalire dm Namen Moerlink. Km diese Zeit durfte «bir nn J , Q cm&lde gefertigt worden sevn. Die allen Meister haben '" ^r ,.„','''" n,re n Namen, „der die Initialen desselben beigefügt. ftUhl, „j r, ° »^Kcbenen Liste sind auch nicht lauter Maler aiif- horr ein" , , S0mi, is » es uns nicht Ranz klar. ob der erwähnte MM 9l *•«« war. ■_*"drea da Murano kommt in früheren Werken „ber Mono- grammenknnde sonderbarer Weise Mm Wappen lerdam Wenn vollständig gegeben MMint diesei \\ ,,.,.• —hild in einem breiten, 4^1 IM— y einfach schs und eine SchnftUtel TT I f »«• <*'*" den Drucknrt und den Namen des/Verlegers 'AI ISI |/V\ Do.lo |Vtri sn. t brist . Mimogrammen-Krklaning S I?, i-t der erste, welcher die Initialen A M. .^—^ NM lieifflgnng des Wappen« anzeigt,, und I er n! 110 V ^nmiT « nh «« der irrigen Deutung aal Andrea da Mn- tv, ,n »" Sc r""«- »»*r ohne es eigentlich gewollt f" haben. Der ge- 2**Schrift" ' nämlich, man rinde ein A und ein M in gn- fii ^ I>o,l ..'" f Kar ««»en niederländischen Holzschnitten, zu Amster- y. Chriit „ "' »^druckt, ungefähr um das Jahr 1505 Dann h,u S,0r sei ! *»• «*• «tMT >l * ohne Zweifel .jener deutsche •/lt r - "nd'»*'" he Schriftsteller der gothischen Manier ] " n nicht !v" *" rn •> na mjt RfH , on , n ffrnw „gen. und für Andrea da 400 AM. Nr. 917. Murano halten. Diese Angabe des alten Christ ist etwas unklar, * f scheint alier unter A M. den Andrea da Murano nicht verstanden «' haben, da er sagt, jener Meister habe ichon sehr früh, im Jahre M>* in Metall zum Abdrucke «''Kraben. Kr beruft sich dabei aut Sani'tf Palmer's History of l'rinting. London 1789, p Ml, und bringt *ulf<* einen Kupferstich statt der Holzschnitte zur Sprache. Aus dem VeP gleiche der Daten 1412 und 1505 scheint aber hervorzugehen. d**j Christ den Andrea da Murano nicht für den Kormschncider gclia'"' habe, in späteren Werken tindet man ihn aber als solchen hczcich'"'' zuweilen mit Bezugnahme auf (brist's Monogrammenwerk. Das Wappen mit den Buchstaben A ,\f zu * ftirtnry nf l>rmt»,g London 17.11 p 3M0. im «ahmet des " „,,„ %« Pemhrorke einen Kupferstich mit cIct Signatur A T l^ 1 '* ^ r „ fnt"»' haben, und erregte schon von vornherein Verdacht, <••*' , * i>C J, t »ich .glische Autorität beruft, aber nur j»f W f lf", Ausgabe de, Monogrammenbuches von Christ zur Ha"' 1 n . n sp^ das Werk von l'almer ritirt, aber rnnachs» nur von II»U« rn . a ,, 0 An*£ r wie im vorhergehenden Artikel erwähnt ist Somit w . l^ K()rI ^s^hn« , ' . Murano ohne Imld zum Kupferstecher "", . jhm ""' gemacht, ohne dass irgend ein alte* Blatt \orliegt. weif« AM. Nr. 918 — 921. 40 asslir-h zugeschrieben werden konnte. Heineckc (Nachrichten von tt iT?' tleri " *C- IL S. 193) hatte zu Anfang unseres Jahrhunderts noch y * Lust, djp Angabe l'almer's in den Bereich der Kabel zu verweisen. An "V"''" ''s handle sich etwa um ein Blatt von 1512, und derselben dere '*'' "'" '' s,n '"- K * ■■»•< i,, "' r ««'der der eine noch der au- anisV""'" K "l'l | ''stieb mit dieser .lahrzahl , welcher der alten venozi- lolch 8cnu,e angeboren konnte. 1 "ml gesetzt auch, es würde sich ein BUtt V0 " l512 nil(l,, n. "0 ist es nicht zu ermitteln, ob l'almer dasselbe ««ich , ■ ; ''" lf ' i " , lla1 "' ( '''> « den Gegenstand der Darstellung nicht be- rm ln '" ,t ' S( '''"'sslich sind die Lebensverhältnisse des Andrea da Mn- Uj- 8»Mlich unbekannt, und man kennt nicht einmal ein Gemälde von 8cb.nl ""'• '■ Jahre 1412 kann er noch gearbeitet haben. Sein ' fi f liiiigi Vivarini sen. war 14M bereits selbstständiger Meister. fintrirt l,S '' ,>m ,,osa Kl | 't 1 K'ht auch hervor, dass die gegebenen Initialen * * seien, da Niemand das Ulatt mit denselben gesehen hat. *•• Giovanni Maria Maglioli ist oben No. 899 bereits eingeführt, / \A K da er sich auch eines Monogramms bediente, A." VI f\ A ~\Ä welches aus diesen Buchstaben zusammengesetzt di P hl-, '-* ^ ■* *- a > s < Brulliot II. No. 510 behauptet, dass lieb ander,,' '' rst ''" InWalen auf Kupferstichen mit Seeungeheuern und NacbVrüt gro ' te «k«n Gegenständen finden, gibt aber keinen genaueren Am , • Wir haben den Inhalt der Blatter unter dem Monogramme auf oi "" Pr Vielmehr / A M. näher bezeichnet Die ersten Initialen stehen cho s pj' ni B I*ttchen mit einer Chimäre, sowie auf einem zweiten, weltweit» ;» en . aof A»m Monitran reitenden Knaben vorstellt, <)u. 12. Das "•Cb 5» n mi( angefügtem n findet man auf einem Blatte mit zwei No. 8f)9 ■ E Bricntet « n Seegi>ttern. Wir haben unter dem Monogramme Olft WMI llhlllgll darauf aufmerksam gemacht. "• Amadore Haiti wird als der Träger dieser Initialen genannt. A\A\- Ml,n ""det sie aut Holzschnitten in folgendem Werk. U i"*n>tat A °"' *** "" Fai'ola landi IH37. 4. . ''•'- ,1,^'"" M ■'• ' I« als Künstler unbekannt, und wir glauben daher, Z " 'l-n II, , r '' , 1 h '»"- H(.....»tionsmaler Agostino Mitelli die Zeichnungen ,; "ri.,J' '^''"""Vignetten gefertiget habe Der Formschneider leistete ni ctlt K R '' "'" , Mutete unter den Buchstaben A M wohl seinen Namen """««'» v,„ »! nn " de,U B« 1 »« »"« f,lr iieK * W,rk nB «"-» " Alfonto l'arigi 8 Blätter ra< 920 mtPT A * ; h * n(1Hn - ""fing,.; ""'"»"»■Vignetten gefertiget habe. Der rormscnnciucr «»«« Mcb, ,,„' "'"' Mutete unter (lon iVhstaben A M wohl seinen Namen *«*en ' " AH "»- Parigi 8 Blätter radir. lebcr Agostino M.tell. Ir Weh unter ,4 V / handeln. A ]U th A ?" llM ltt,, « r - r.lwmal«. war um 1580 IC» in München i ' 1V1 - K Kr mal " > NV »1'I"'" ""«1 historische Darstellungen, nicht „ n '. r ">r den Hof in München, sondern auch fflr auswärtige rf ,0r ia „ "!' K '""» f '' ( "» ■'"''» übersandte er eine auf t.las K™ r ^ S »H iT.*™ polnischen Wappen Von ihm .st wahrscheinlich !' N, »rnlt r f 1,0z "» >'»^«" »iemälde ans der HcinlcinVhen ^"ilung | A ' ul " haT f, T We,rhp " ,lr " »»»<> der (Jil-eoniter mit .Tosna zum Oegen- "•h,L " (;, 1' « Moller's (Jemälde sind sehr hnllant in 921 A TUt" M bek ü Mter F»rn»ch««ioer. wenn je ein solcher anzunehmen JV^l. , >" fi»''"' "inen schonen Holzschnitt, welcher das lUld- 0,1 «'«hau n" 9 »«wA» tV»ri. des Vedi-endirOetch.ehte von Mai- " u - I>iewr iit liuend in gamerFignr, mit der Feder in der 402 AM. No. 922 — 926. Hand Hiir^fstcllt, und zu seinen lnisscn liej;t ein Hund. Daneben steh'- Al'ATllKs Auf den QminsM benarkt man mehrere Min her. ,,n j! darunter eines mit der Aufschrift: mkmdi.awyi a Wallis m>i , p — A. M. Nach der Lage der Schrift konnte man wohl glauben, <' ;lsS Initialen den Formschneider nicht andeuten, da das Kiiii«tl |,r ' seichen auf dem Bacbe eine angeeignete Stelle hätte. I)iescr i*lt*J Knrmsrhnitt ist folgenden Werke beigegehen: Hernnrdi Gorst IW* llittoria. Milano MDIII II. 10',., /.. l!r. ."> Z. 9 L. 922. Unbekannter Kupferstecher, wenn nicht .1. A. MontaletfJ Ali Man ladet diaae Initialen auf einem Blatte mit dem WaPP*J .1*1. dea Ahle, Marcus von Fnrtenbach. Im getheilten schu« sind Lilien, und statt des Helmes erhebt lieh ein Kreuz ans HliU"^ mit fliegenden Bande. Den Schild umgibt ein sehr geschmackvoll **Ej lierter OTaler CartOUche, und auf einem weissen Streiten stellt: MAB' AljMAS IX FVBTENBACH. Die Initialen AM sind unten im Ha" 01 ' H. 4 Z. Itr. 3 Z. 1 L. , - Im Catalogne de reste de I» Collection d'estampes de M. l p n jt de MM p, 1H werden IV Ülätter mit Goldschmieds Verzierungen A. M. angezeigt. Die Burhstaben konnten indessen auch zum '''' gramme verbunden seyn. und in diesem Kalle dürften die Matter \dn.in Muntinck angehören. 023. unbekannter Kupferstecher, weh her un die Mitte des > 6, j^ Au hnndeits gearbeitet hat, Wir haben seiner auch unter 1 *■ Moaofraan AM No.904 erwähnt, und dieVermnthuwlJJ gesprochen vielleicht mit jenem Moni, '■ *' ' |„i- li IX. p. 4M un- Blatter luschreibt, Eine '"'\lut- tialen A M findet man auf swei Blattern, welche die Evangelist«» JjJ thäns und .lohannes in Ovalen vorstellen, lind Theilc einei Fola* Letztere ist unter dem Monogramme beschrieben. ,. 924. Alexander Mair? Man findet einen Kupferstich mi« ''''"', ,'!•"- A9 O IgiiHtins voll Lojola, weh her im Itriistbilde "" , , i'htl"'' 1 " M nt'ue abgebildet ist. I m das Portrait sind in I"- (i]| ,,,.i ungen Sccnen au, dem Leben des Heiligen dargestellt, jede ''■' n ,/,i'i ,f ten Bahnen. Im Unterrand« steht ignntiu> Vjjrt cS das Blatt von Alexander Mair in Augsburg gestorben ist. s " •» ., .d"' zu dessen geringeren Arbeiten n ll: ' s " H ft* 1 **' gute Titelblatt zu v , u •" ,|M ,„ l * gnlii S. HVWp.m/n,. h„,i'"'l<' r ' „„teil -90 haben wir Über ihn ansltlhrlich gehandelt. »<"' *''' kommen Holzschnitte mit den Initialen t | ..-^ 925. Achilles lailer? Diae« Initialen fanden wir «".'^JU' »"^ . -**■ nun« in Kreide, weicht lauptnng «* .jj htu n| *J /C\ rl «teilt, qn fol. her Verfrrtiger folgte < ] '[ ,„ M,n>"" r *■ v L ■*- B, Spranger, und somit kann man "'" .' '„«mrhl«*"' nicht denken, da dieser Künstler »ich an Kranz r>r'« » * /nJirli"' hatte. Die Zeichnung stammt ans der ersten HAlfte des 1 • ^K ist vielleicht v„n Arhille« Möller, dem «"»"""y | $0-**" an. h (ilasgemalde mit 4m Daiisslatin A. AT. barnie** 0 * AM. Nr. »26 — 928. 403 """■ Alessandro Magania, Maler von Virrnza. wurde 155ß ge- A k. bom, und von M. A. Fasolo unterichtet. Er -/l.y^f ,,• y nahm aber den Zelotti und l'aolo Yeronese zum * c —r. Vorbilde, wie dir vielen in Vicenn von ihm vor- j n r / hänfenen Gemälde beweisen. Doch ist Maganza den ?".' 1>as Blatt 'l'eufel.)''• ' ünldus vor> d cn Schutzpatron gegen die Versuchung des Recht S ' Sl uweht in der Luft, und stürzt links drei Dämonen nieder. '■'»alrf S,<1 " " ,llr ' l ' n ""'"- I,n *■»*• l ** 1 ,,,ro Erebi ~ Sanetut Br. 8 "y ~ Hftitutus. Alexander Maganthu ln\'. Fecit. 11. 12 Z. 4 L. A '*•• unbekannter Blomenmaler welcher mit Adam Klzheimer in 'VM Hertihmng kam. so dass er vor »620 gearbeitet hallen nm«. IM,, " nd desswegen die Initialen AM. nicht auf A. Mignnn hezogen hi s >ist! r '"";" '' ' '"" Holzschnitte mit den Initialen AM. Auf Stichen des "'" ei,,., diulien sie nur aiisnahmswc.se umkommen, indem wir nur ^.ir v ??' s ,!,ilt « mit A ,H. kennen. El stallt ein Skelett in halber .; r - welches in einer ovalen Einfassung mit Sanduhren. Knochen, *o m . " *< erscheint .....„„,. (arton, ho steht: Per petraturn mors. L <\ r- ll|i "t K'l'ort zu ei.« Folge, welche wir im Kunslle,- , V1 ". S. JH)6 N,, ) , | H ^schrieben haben. nirg,,,,;;; r™dition schiebt dem A Mair von jeher "t , ( '"; anzeige v „„ irK ,.S rtSTKS dieHT Art. Säuberlich ^clrÄl ke .....'d es Sten d"Ur ,n den "» £ „V'""'-" desselben Hol/schnitte von Mair vortoM»«. M* 5 M,L ll "' 1 "" schreibt man ihm cum, Plan der Stadt Augsburg Ma,,, wo,,. ;'"":"• '■» diesem neuen Grundriss der Stadt de« gMM f' I>, '',. V '« "er ..oldschmied «-eorg Seid oder Seide» fc«r*W- fe^-und '> Kin « »«« der Druckerei von Grimm und ^"«"8 > s ;",!';''''' irt« zu den grossten Seltenheiten der Wlograph e. 2^*« Fr '" a " ,l "" A Mair such die astro,....... '"" » S ; M Ahdrn ,r " > Werke sind aber uns. >■ <" a en Bildnissen «tat Katasrs Rudolph II., de« König! Philipp IL 04 AM. Nr. 929-932. von Spanien, dos Krzherzogs Ferdinand und dos Erzherzog Carl I* Omterrtick. Jedes BiMntoi bat eine Nameniunterschrift, und darük* sind deutsche Verse gedruckt Unter den Holzschnitten atohon die Blieb' staben A. M. Die Holzplatte wurde auf ilor Rückseite dos Titels ftjj genden Werkes abgedruckt: lli»loriei> »Irr kimigreich llitpanirn, Portag* vnd Aphrira -. München, Adam Her« lö*9. fol. Kür dieses (;•■,« liichta- werk fertigte A. Mair auch Kupferstiche, und es ist daher sehr wfd> r ' scheinUch. dass auch die in Holz geschnittenen Forstenbildnisse v0 ihm herrühren. Aul den Kupferstichen aber, welche nicht den N**J dos Meisters tragen, findet man das bekannte gnthischo Monogramm A*' 929 Anton MeybOSCh oder Meybni. Medailleur. stand um l"^ - 1677 in Diensten des Königs Christian V. von Dänemark, u" A.M. ar i, r jtote aueh für Carl XI. von Schweden. Später begab sieh jj Künstler nach F'aris, wo damals Roettiers und Mauger das Feld 1 * haupteti'n , neben welchen aber aueh Meyhiiseh eine ehrenvolle St«| einnahm. Eine Medaille mit dem Bildnisse Ludwig XIV. verdien) j\ sondere Ileaehtung. Im Jahre 1890 begab sieh der Künstler *"" nach Copenhagen. und starb daselbst um 1701. Mrybusch hatte den Huf eines vorzüglichen Künstlers. Zu **L ^ früheren und schönsten Arbeiten gebort die Denkmünze auf die : Mahlung Christian V. mit der Prinzessin Charlotte Amalio den 25- i 1667, welche in Silber B'/i Loth schwer ist. Dann fertigte er »jjj Medaillen auf die dänischen Siege von 1876 und 1677. mit de" 1 JJj, nisse des genannten Königs auf dem Avers. Besondere KrwähuiinK dient auch die Krönungsmedaille Carl XI. 167"). und dessen Vermähl ^ Medaille von 18H0, ferner die Medaille mit dem Bildnisse der ""^,1 I'lrica Kleonora, Gemahlin Carl XI fkc Auf einigen Goprägen » die Buchstaben AM. 930. A MllOD . Konus« •hneider von London, fand untt* )|j( , r »Y| Monogramm AM. eine Stelle, und daher verweisen wi • auf No. 90.1. i[il|(l , 931. Adrian Matham Kupferstecher, war in der , ', r ' i,,> " h m'' A M , des 17. Jahrhunderts in Hartem thatig. F.r «* q0\ *\--n-JC v Kittenstein die BUtter in dem (iedichte ,l ''", ( ', /fid 1 ' Houttflyrk, dal it. dt grmltrht gMtytnthtyt Art Krhlm-Untf- ' '^ |( ,lirf rf ' nungen fertigte Adrian van der Venne, welcher um 1626 16-" ,te'"" 1 Gedichte ronJ. Cats illustrirt hatte. Auf den genannten BlAtter obige Initialen ^ Adrian Matham war der Sohn des Jakoh Matham ****m t y0t1& ans einem Blatte, welches den Grafen Diderick von Ilollan" . ( /• und bezeichnet ist Adr,nnn$ Mnthnm Jnr fil. Hnrltmff»<* '" " 0 df" itt'lli Dir.es Blatt findet man neben anderen von A Mi, "'"", rt ri# «* Werke des I'etrus S< iv.this (huU l'.nndirht hronijken, o( Holland rtr. Amtltrdam Ifili.t, 4. k. t\ fei' 932. Anton lontford. genannt Blocklandt (153*-{SS tff AM nete auf solche Weise ein von I'h Galle K r,t0 Vl wr jnt «,. A/v \ Venus auf den von Wolken umgebenen Wagen " jjcd 1 ', 1!> * f "tel.t MORTALI8 SVPKRVM M<»\| I \ S y\ 1A sritKM» /*, sich » f 'I * / und 3 I, R.,„d. II, 10 / 6 I '"leine '»* djeaem Blatte nicht genannt, links unten an eine» *^~ obige Beseichnung Vgl. auch No. III. AM. Nr. 933 — 936. 405 J <». unbekannter Kopferstecher. »reichet für fia unter dem Titel • ■ Setup. ■•''"'"I"' illustre" im Jahr« I7.">.i erschienene Portraft- daaj i,-,, . Sammlung arbeitete. lue Buchstaben l. ,W. stehen mit g ''""^" <»■- i ha*« Pacla, II« ,!-■ Gay, mich La Feime. 4. v |«nu' I *' nS * 1 " atn ' en ' l*ndtch«fte« und Arrliitektnrniiilcr, wurde '7^/ .. "'' z " Dijon gebor.'ii. und in Pari« /um Künstler herangebtldrf. •••den z ', r "' Ml ' Deutsehland, Böhmen, Italien ftc, an Stoff zu Ge- '•"inen ■*" K:lllm »'ln Sie bestehen meistens in Ansichten von Kirchen, *eilte n ,',/""'''"'" öffentlichen Gebäuden. Diese Bilder fanden unge- Auf inciir«' '' ■ s " "''' ''"' Al i" :in ' ,l( '"' welche ähnlichen Inhalts lind, laben st'!'" . e< l " :l " die Initialen seines (fataemt. Wie oben ge- l ' A " F 'niin' " ie ; '" 1 ''""'"' s, ' n "" Hthographirten Blatte in Chapny's '''" Rathh """"""'"'" / '' " pillorrti/ur. Di«MI Blatt gibt dir Ansieht lH ' v,„. ,,'" N '^ i" Prag mit dem grossen Platze. Die reiche St is.'ixai geaeiel.....t. LA in , e kannter Formschneider oder Maler, welcher um IK3 m. , . ''>'"" lebte Er arbeitete luv die Druck rei des Jakob Mare- *siaL^ ,• " ni1 wahrscheinlich auch rar jene des Jakob Mit. nrel- Geister im *i Mareachal's ftherer Zeitgenosse an betrachten ist Der ,Cn nitten ' l """ ,l ' n ' 1 ' eine Bibel mit einer Meng« von kleinen Ilolz- ""''''IAf'm l " ili: ' ,r " Sie erschien unter folgenden Titel: TEXTVS "nin^i, j ■ . '' W\l | Matte - '"''' Mir ■ " rri "''"'' ('flnoniim r/r. Venundatur Lngdall in aedibatJa- *"'''"'■ V, ' i . l .'"' 1 "' N "-<"' Dam« de Confort, fol. Die Holzschnitte. ,|,r restament zieren, kommen in Randleisten vor. und sind uimT' '' :,1'i schreibt Sie'kommt an der Spitze deaselben "" S| .l(,i, ' '" ,icn ■•">' Anfange der Apohalypee. Der Holzschnitt " r '""" si',i'"? '-" , "" t '" den schönsten des gaacen Werkes, und da- '"''»•n, v " "'i- Kuiu-tler veranlasst gefunden haben, denselben mit m «anteu "i' zeichen 7 " versehen Man baaaerkl es aa dem Zipfel ' 2 lo t' Beil «gen, weh her am Schenkel ttberge scb lag e a ha Da. ''" ' * « U ^"■'"'itet l',, M '' K,C ''' *M auch für die Offizin des Jakob My« in Lyoa lli]"° k,v ''rk,. l , ",, "^''»"saen wir ans den kleineren Initialen, welche in i„ '"'' lie, / V " vor «"mmen. Sie leihen Aenlichkeit mit jenen dei ""' des l .'" , ""'' 'm1,., I ormschneider könnt« «hiher ans der ra- 93g '""-t , t(lm men. " A "ton Franz Manlbertsch. Mal . und RaaVnr, geh zu La a g ta ^SX Jsf Sr**" »w Bodenaei , Wien 179«. D ° /^Z * nn * ,,or ''"tte durch rahlreii he Werke in Fresco seinen fo N:„„ rn (rp< ,, )rt r)ofh fin(1( ,, mj ,„ („ .sehen b . A/ Kln| "'" auch Altarbilder mOel. sowii "'«hie //£,. aal Kapfe* m Baamlnngen. Die eegel»...... n l U 5r*enia»» i V ''"''"t '"•'" aar auf /eichnnngen und Skizzen, so .,,,, ""MI,.,. ," ^mplaren s, \ ,„,r in ersten AbdrOcken. d en Ch . n ?t, ,,.„, ;; x """ VIIi s. 4 «7 haben wir 9 "dirte Bltttei v "r K "*-»ic|,. r '" ,i, n wir zwei gro«e Blatter bei, sroa-on das etne m "' *orttelh r L >r fmm Hb **s Darius. da« andere den Corinlan " n *" ........ , ' K " wurden nur vier Vbdrncke gemacht, da der 406 AM. Nr. 937-939. Künstler di« Platten abs< hleifen liess, um darauf zu malen. Seine kk* Deren Bildet liad nämlich meisten! auf Kupfer ausgeführt. Kr lieb* reiche Compoaitionen, in einem halb italienischen,und phantastischen Srj* 937. Anton Mlrou. Maler, hlAhte um 1614 1653 in Flandei* /} 'V)') Kr miilte Landschaften mit biblischen Scenen in ein* %S~(s J'U der Brenghel'schcn Schule verwandten Weise. Dann find? man auch Jagdstücke von ihm, wobei die Jäger theils zu l >tpr *,'l, scheinen. Miros war ein guter Zeichner, und eben so tüchtig in ''.' rang in l'in-els. M. Marian stach viele Landschaften nach s 0 " 1 , Zeichnungen. Auf einigen Blättern nennt sieh der Künstler Mind»'"' Die Buchstaben i4Jf findet man auf leicht behandelten Oelbildern, •*" mebr als Skizzen zu nehmen sind. 938. Adalbert Müller, Zeichner und Maler zu Berlin, machte «jjjj __ __ «_^ _^ f Studien an der Akademie daselbst, und entwic* 1 /f\ Fa., jV M ein glückliches Talent, welches sich in seinen WJ rr lyf -«r-»vi Positionen aus der früheren Geschichte •' rr "'"'L|i •'W S-Tw^L kund gibt. Müller gebort aber noch zu den j« Künstlern, und i>( im weitereu Kreise zunächst durch Holzschnitt« kannt. Kr lieferte Zeichnungen zur Illustration vers«hiedener w ^ meistens Bildnisse. Von A. Vogel geschnitten sind die Bildm ii Chnrfünteu Friedrich Wilhelm von Brandeiduirg. ll,,( '. J-Js« nige Friedrich II. und Friedrich Wilhelm III. von I'reussen Sie » ut -ii b im Volks (alendcr von W, Alexis für |H. r >4. In diesem ' j ],,|Z- sind auch die Bildnisse von Ludwig Ticck und Leopold von BucD-^ terer nach einem auf Befehl des Königs Friedrich VV ilhelm IV. $ e ?Ztf Portraite. da si< b I,. v. Buch nicht malen lassen wollte. Aul <•< ' ■£. nannten Blattern findet mau obige Initialen. Der Forraschneidei iiin nete //. g. In der msstl Prachtausgal>C des neuen I e-taine" ( ,, Rudolph Decker in Berlin, »ebbe |H.-,| vollendet wurde, "'"'"% tri' die Initialen. Ob Müller -.11« t in Hol« geschnitten habe, k ""^ it W nicht besiinmien. Die Vignetten, und die vier Evangelisten, .'J^jyojf neue Testament gegiert ist, smd von (Jnzelmann und den '"'".''j M ,,i W gMchnitten. L, Burger tekhi tul Holz, und somit ''l«'^ A. Miilbr die -' honen Initialen wenigstens der Zeichnung '"" ' i. Angust Müller. Fwstbmidir in Berlin. Zögling der F. W. ji -eben Sebiil.'. i-t ebenfalls durch zahlreiche Holzschnitte bekanni^ ^ zuweilen mit den tuoilei neu CuPlivburhstahcn i H bcf r,r j. g |t«tl^u Kr arbeitete tür das Jahrbuch des Nützlichen und I "".' v ' ( ', r |c t$ ■■T— SMg ebW von F, \\ (iulntz Dieses hnlsschnittreiehe i ,|,,- ll -hc r J'," viele Jahrgänge. Anden in den d. ,.|. JjJ in der Volksausgabe des Niheluni und im Fulcnsp"*,^«' Bücher aus dem \ \v QubtU. l'''" M ' ' wir die Werke dieser Art naber bezeichnen. Hit- 1 ^ 939 Adolph Meniel, Maler und Zeichner, wurde l *£$tt* JJ —«n .^ Ten, und von «einem Vater «TOM nJ1( ,|i s' 1 •'O./T.y A 7# »»immt. Zeirhnnngsübnngen sollte er " ,,r |) t jil . A W 1 f » ltj « vollendeten Schularbeiten vornehmen, » j " ■ Srh,,u ;;,i,br"e. in ft ?**■>*. Im tünfaebutei. i nach Berlin. *° pie <*!,. - und Fb-i ■ / .• eigen.' Hand | h' FLl- ■ktm cbcndeF. • ,l \ ■ i k*........ k Folg« '<*&)'. ^> fern, welche er 1*33 selbst lithngrsphirte. und unter AP ™ Wr {. *' rfl CrsVntraJ/en. st lithogmphirte. und unter «I jl(lpr t. h. ou ; ■ rd darin ••"' Nr. 939. 407 )i,ri, "'lliinir ,!.' : , 1 -""-" , '' r Enuchiedenlwii zu verfolgen. Kino heitere al, ' r 'ins,., ;„ ,,,', "","' ■'"' einem lithographirten Blatte, so wir da' **'■' »ndere •Jn..*S. , i. ebwfc ^ '"" Mr ""' 1 *&* H*H*N*üt. riai •|. rsrlli "» v„„ i ' T ",',''" M] "> u '"- »">■ ».fr.«. Dm« i ..... r (IBM, ' t.i : "" nun rm r ir«lno ■.... i i r»_i_;.. , > ., itcrc das sind _________ __ __ ___ ______ _____ flKIfil l ' it "l- '>«Z..w' ;'"' CyC,M u "' " Ö*n^ : I'ithoirra'phipn"untor dem " et «< Tf.rtkl n , . '"' '"" *" »"'»'''»''»r'r'ch-l-rrunuch», tir.chuhlf, r ' f,t1 "'" ein, '" , hr ' f '"" ni, '- r - '">■ W. DieM Compositloneo vcr- w,lll "'r «Im w"" M ' r "" «'" ,1 " 1'^ Hctf.il.nntr. si,. beginnen mit Viceliim«, '" d «r s, ],]., ,''"'" "*" Kvanifcliuin prediget, und enden mit dem Siege ,1,,,. r)ii| . ■«•" bei Leipzig. In alle« dargestellten Begebenheiten IM l* ll »'» Klein . ' .""desmaligcn Zeil Kerhnung getragen, welche '" KrsUi "" / '" 1 »ll'Kst<' deaCostara* lieh entreckt, und wahr- einem OelhiM PI T Pgt ' '"' ■ l;ll "" ( ' |H,lr "' ;l ' li( ' r ft"*» J ""' r -' ■* "■ Menzel y i '"'' we,cne ' '''" p RaÜMCoaiultatfo« zum Oegeattaade k ''' w i'lin,.t i R ' rn :ll "' r lim " 111 der beschichte seine« Vaterland«! a* fcnelben n™" w '' 1 '"'' " '" ,l, ' r K " ,f -"' deB Sl " ff *** »«sscMiei ' ,, ric " 'n-gcisi'!'., ■'," " (, 'd«'n- »»«I Privatleben de* |W W König- Fric- , "«Position ' i i " ,,<>s ""< limti ist vorzugsweise jener des Rococco, wel- , (l "Her s„ '■ '""' S,off in «Iciiher Meisterschaft nrolaast AK der ,:i,, '\ ,|., _ *''" •*( das. er Fem und Ausdruck in seiner Gewalt ll* ( 'inss,.,'|' .'" "''"' Aufgabe, Dr. F. Kugl, r's (Jim hichtc Friedrichs !• lH4v Z " '""'"'en Dieses Werk erschien zu Leipzig von S "|<1 in j|, r( , "'" " Ml Holzsrhniften. gr. H Die Illustrationen desselben h' 1 ' 11 »ir4 v- l ' 1 "'" ■• ""»ig. als der Held, dessen Oschichte er- (j" m von . '' ,nmal fesseln die Zeichnungen durch unendlichen Reich- ,"'*.ilt ,|,, r "ffnellen Krtindnngen, geistreichen Kintiillen. durch die ,. '■"risei,,, -''»"»»tischen l'oajpotitioil, und d;inn ul.en ■!■ durch die ol""" "»wid,.r',"'i', ' l "''' , ' (l "' diplomatische ReoliAchtung der Oostllme v • '"""''«'hei,, l ! " ,,Pn Kp '* «"«■ Menzel l.enntzle die Irqnellen mit | 1 "', r|1 '" -liihr,. *"'">■■ So hat ei die Portrait* des gri M IB Koiligl vom •ll '«keil ,,,,„," ll " rr ' 1 •*!• Altor*st,,ton hindurch mit tolcher(iewissen- u -""'''ig mw] ' lla ^ v "" 1 Kinde Ins zum Creise die Zuge sich so ■iio"' 1 "' s «'rirf.,l, "'"'' r " ll!ilT " 11 Augen so unhemerkt verändern. Die I' l* ^'elt h Ü? ''"' *" ,s '"• l,n ««' verw.mdt. was zu Friedrichs Zeit Fit ^Hcl,,,,"':'''.' "-"treten ist Menzel wirkte durch dieses Friedrirhs- sj: , " klu,,u ,| IJ "' " ni, r Autliire er-, Inen, (incli machtie auf die di»7 ""'I de r 'T. ,""""* li'ieidelcunst ein. s„ dass diese mit dem Ural» iiii r "'•»um,,, ""'irnudel uni ,|e„ Vorzui: kämpfte Aiit.ines wHi.derten m| * e nige s t ,„'i"" , " s, ' , i durch Unnlmann ichneiden Hess, qti. ** Mach diesen Vorläufern Menzcl-I'nzelmann'scher Leistungen erschien*'] ln:t!> die ersten Hefte da* Friedrich* »Baches, dessen Holzschnitte '' ir Mci terhand rerrathen. Sic ■.iml von Unzelmann, Otto und Albert Bitschi, U. Moller, Kretaachnsar, W.Georgy, Bencworth, R. von Harte«' li.nli 11 k. gefertiget. Gegen 1 Zeichnungen führte Menzel sewj auf llulz auf, nnil bezeichnete einen 'llieil mit den Initialen seiii r ' Nansens, welche aber auch aul verschiedenen anderen Blattern vorkount"'' K:ium war Mau Friedrichsbuch rollendet, als dieselbe Zeit und «er* seihe Held dem Künstler weiteren Sinti zur Bearbeitung gab. K" nl jj Friedrich Wilhelm IV. Hess eine mit Knpfern und Holzschnitten rr' f versierte Prachtausgabe derWerkr Friedrichs des Grossen veranstalt_' «ei. he bisher angefähr und hrinlrmhrhhn . i/eieiriWf von A Mrnztl ttr. . tri ■*'■ Z^ gasne Gallerte «inl ans 12 Blättern bestehen. I>ie erste Lieferung^ hält die historischen Bildnisse des Königs, des alten Pcssauer, ^ des General /.ic«< n Die freie Handzeichnung ist im Schnitte '" rl haft nachgeahmt. KbdP l.in Produkt Mm Menzel'* Studium der Heldenzeil des ' ^-, Friedrich das öi I lerner d;is Prachtwerk unter dem ' rf er- Armrr trmlnrht dr% i,Kitten, in ihrrr Vniformirung gfteirht» et ( , ( , MMsrt Dar eiste rheil iiehandelt in 141 rolorirten Tafeln oi Tl) j. und «ilit eine getreue Abbildung von Allem, was sich Ä flhr jgefl foraintng u, -. w. bezieht. Zwei Miniere Theilr «ollen die ^p. Trnppeagaltuagea unibissen, und im Verlage von I- Sarnsc "^^,,/r" erschein««. Frftbei erschien ein kleini tnmwerk: "•' We**'*" triulricht ,/, t (.rotten, i ,,n / Im«)» I np-u/ bfi |i rm/n"« ""' j.,, M iir loAn. lue-es Bach, welcl kurzgefasss* Oaacbi' hte "'^ liehen Heeres enthält, i-t mit 31 rolorirten Hol/schnitten n" 0 a ,' flc jre, " Zeichnungen gi bilden trefflii l welchen Husar n, Di '"'''! ,' sl . .0'"'' in ihrer richtigen I niform ■■ durchblicken SS ! i llil MI |i je"''' I : inen »II ;lil( ll um li / * j r er 'e '' | jdrii *J" mit dei Kunsl des Bnehdrn ml »acht. '•'"' wjl . Blatt ist in '|it , " 1 " , mit SickinsRa'l Tod 1 - . r-dnen IH40. • , ein P 1 ",, Optisch Lil h darjrcstcllt mit Tondm'-s y^p] f lall BlOchei Vnl diesem Blatt Zeichner, roy. fol. AMA AMI!. Nr. S40 94f. 40S JTftndf? f 11 '"' '**' zeichnete der Künstler In Shakespeare im Garten steliun v ""•'' '"'' ''" 1 "'' nM, "' n Entwürfen besebirtiejet. Diese Dar- fxisti" K ünxelmann ebenfalli meiaterfaaÄ in Holz geschnitten, doch ti.r,, .'" '""' ungefähr 10 Abdrücke, da die Platte dun* nnTorsich K - Ati^..,^.),,.,, Z1| ,;,.„,„!,. u , rl . H .|,,,,, „„pl,. Chrom i-vc n l! ' ,|lini ' 1 ' Künstler, I. Il.tt I6M, ist tob A. Menzel eine Sehr i^ a f hie untcr '''"' ' r '"' l: ■''''' Kirchgang", " r - fnl - w«l c h e iJu ■ s ' nd •"^ ^'* Radirrersnche de« Künstlers zu erwähnen, Sceneri '" " ' ! ' :l,,l ' ni erschienen. sie enthalten landschaftliche hafl ,i " ",' Cln Genrebild nnd Köpfe, mit leichter, sicherer Nadel meister- " ^geführt, kl. q«. t„l. Kflnstlp 8 ''," s '"'"''''"' und geistreiche Charakteristik dieses berühmten S 0i 2 ? , "' , ''' , '"•" l i™ deul «Ihm Kunstblatt von Dr.F.Eggen |8M, •'f-xi,.,' • "• 5 - XVir llllll ' n W« die Lücke aus, welche im Künstler- '" "" Artikel aber A. Mm/H InitUhs Rro^° c AMv MEDIOLA« AIUIIKV IT.CIT kam wir aa/eiMr "'■rz,,.- ! ''' ! '"" '''"''i und ciselirten SchaumQnse auf Loonello d'Este. mit ( | ( ,/"" Mndena Aul den Kmn Ist das Bildniss Leenello's, und li(. r \!' ""'* fite ein Luchs mit verbundenen Augen dargestellt. vor 1'4'io 1 '" , "' 1 "' Amadeo. welcher in Mailand thithj. war, schoa ^'liiKil,'.' ''''"ii'-ll" in diesem Jahre itarb. Bin spateres Werk des li: ' dieser '" m l48 ° S pfi * rt 'g«' t , '"' ''''' SchaunrOnae aal Borso d'Kste, " n Rf'kiir' r . '" '"" L ' r " •'•'ihren dargestellt ist. Aul der Kehrseite i-t der Uebe a* d * > " A " l: " 1 '"- '''•""gti'i"' /'" ''*bensverh*ltnissc des Medailleur i-t nichts bekaaaSJ wo](l„,' , n "lt um Im Eine Person niii Oio. Antonio Aroadeo, von Dieser i> 1",, ,: ''" ; """ " ml in Oemona plastische Arbeiten sich linden. Milane« "" r stammt aber aus Paria, und konnte sich Iahe» aicbJ Die'"'.'"""" Kr starb tun (4M. 'ilvpij ,.„ ' '■'" '"■' ! '» tdw ilnd Im Tresor de Namiaaaatiejaa et ^'""'■li-il.' rK ,Hl4 Abgebildet. Sie rerratben ''inen Schüler oder ' 1 *' 1 des \itt,„, f*,-,.!,.,. a Giovanni Maria da Brescia. Canaelrtermonch und Matei 'mJ ''"'' f'onte Nieolo Cristiani, dem Biographen des Malers Lat- Mi 'iin,„. ,'""!" ''•""''Hl. aoi dei l. .....in der Barbarossa in Brescia ?. Cn mied' ''■' ,,,,i und Lanxi halte,, ihn für den Broder des Gold lieh ,„„. V"" 1 Kupfer techers Gio. Antonio ds Brescia. aber wahrscl ^s Q i( ''' ' ......'ii, weil leuterer nach Gemälden oder Zeichnungen m,„ , !' u gestochen hat. Hcinecke, IMct des aü IM. p. «7, ;fl. 1Ilz , ' '" Mantna landi nnd Gori Oandellini ,;„;'"' " !| ""» fort, ,„ welchem aber Geult de Saint Gennain '"'""n 1, ,, t , M "' I 1 '- '•' I.. im,,,.,,,,, en Franc* P»ris MM V*" *%™ ^»erSm ' V™*™ den Kflnstler d,, v.n.n.nd,.. Keieb, , , " ■ • 1 ... | bs , geatoeben, «ad nocfclMI n,,r „ »n I Wo IM1 "■ s,, 'Hi die laL Janffnui ad * '""" 410 AMH. Nr. »41. grossen, reich verzierten P o r tlfc ai dar. Zu ihrer Linken steht S. Angeln mit. (Irm durch den Kopf gehauenen Schwerte, und Johannes det Täufer tritt etwas weiter vor. Zu den Füssen s. Angelo's liegt ein altes Männchen, dessen Daaejra folgende Schrift erklärt: BELL1NCA - Kivs g\'I IV88IT SAN ANGELT« CAR OCCIDI. löOt). Rechts dei Blatt« sieht Ml St. Albert und St. F I i• roiivriius, «reiche die Comiio- tition abtehliessen. Auf einer Tafel Ober dem Portikus steht: ol'\s FK IS . 10. MARIAS. BRIXIENSIS. «»HD. CARMEL1TAE. Am HaujpJ Irtan dwPortikt» He* man: GENER. REQVIEVIT AB OMNI UPERf QVOD PATRARAT. II. M Z. I L. Hr. 7 Z. 4 L. Dieses sehr st* tene Blatt ist. von sclii'iiieiti (harakter der Zeichnung, und fein gestoch«* Nur einige Stidlen sind mit etWM st;irkereii Strichen übergangen, D* 8 OllH gleicht in dem von Frenzcl beschriebenen Kxemplare einer brau» getuschten Zeichnung. Hin BUH von 1601, welches Bartsch XIII. p. .112 beschreibt, l'aj die (icrechtigkeil,liehe des Kaisers Trapin zum Gegen Stande, uml w' 1 "" von Hoher III. S. (1 Hüter dem Titel' eines Wunder, des hl. (ircgor zum zweiten Male aufgezählt, hie Compositum ist einer Krzahlung JJJ Paaren Dtaconni entnommen. Eine Wittwe klagte heim Kaiser o»f Morder ihres Kindes an, und dieser war Trajau's Sohn, her \ » te J lies-i aber Hecht ergehen, was die Kölner durch ein Denkmal derWI** verkündeten. Etaei Tages betrachtete st. Gregor das aul dem I'ortii" angebrachte Batrelief, welches diese Seen« vorstellte, und er lichte * Cott. dass er diesen Heiden-Kaiser vor der Hölle erretten möge. •»' dem Klatte des (,io Maria da Brescia sieht man aber den beten«* Papst aul dem lialconc. und nehen ihm steht: DIVVS GREGOR!*? her Kaiser erscheint zu Pferd in rei. her Rüstung, und wendet J gegen den jungen Mann nehen ihm. hiis arme Weib isl mit dem '"'"'„. Kinde in den Armen vor dem Kaiser niedergesunken. Am I' 'rie** < ' Halcons liest man: INCORRVPTAE [VSTITIAE 8EMPITERN** EXEMP., und weiter nach links: FOH TRAIANl. Aul den Kün»«' hezieht «ich folgende Inschrift: OPVS. FR". 10. MAItlAK. MKIXH" SIS. OB. CARMELITARVM. MCCCCCII. II. 13 Z. Br. 8 />■ * '" Man kennt, nur wonure Kveinplare. .. f Dm Hlatt «VI Itlt stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde in ■»■J Figur von Wolken nuurohen dar. Links zu ihrer Seite ist EU« 1 ' dem Wagen, und rechts ein Knifcl Beben dem Altare, an welchem '' Wort ENOCH steht. Rechts unten ist st, Hieronymus, link- st- »Jj haiines. und in der Mitte sieht man drei Cannelitor. Ganz ,l " 1 '' 1 '.,). die Inschrift: DEO MAX. BEATISS. THEOLOGO VI.Its< v ) < Al '!,,,,\ bis A( HELIAE CAPREOLO AMICO CARISS FR. I<> MA ' ih ■ CARMEUTA. MDXI1 H. ttZ. iL. Br. 8 Z. 6 L. Olo M ; " l; '"' : ,„ in seinem Kloster die Geschichte des Klias und Elisa, und sonnt "i ^._ das genannte Blatt, welches Bartsch nicht kannte, eine der < '""'e,,^ tionen aus demselben erhalten haben Ruber III S. M '"'' r !.o2 Darstellung zweimal aul. wie Hoincckc irrig mit der Jahrzahl xv i^ Auf keinem dieser Blatter kommt obiges Zeichen \or. M»J ^jjf. mir auf einem K upfer.fi. In- dtl Gio. Antonio da Brescia, "■ L p. 328 No. ||, DietM Blatt -teilt vier tanzende Kinder vor, '"" ,.. fünftes, weh low die Tromin.d Schlagt. Ausser dem Zeichen y* p auch die Abbreviatur: 1(1 A II \ H. 7 /. 10 I. Hr. 4 Z. 8 f* ' jjjil Igt sich nun. oh die .dien erwähnten Blatter von dem Carmel»«* jt „,i lochen sind, oder ob nicht vielm.hr nur die Compositum v " ^fc herrühre Dk Blatter sind ,m suche ungleich: wir wissen aber •„ l'assavant (heut,, lies Kunstblatt IHÖtl s :||l| i. daM i'erade GW *■ fjfl da Brescia den Grabstichel so verschieden geführt habe, dass m AMB —AMUR. Nr. 942-946. 411 itjhivic Blatter nirlit zuschreiben wflrde. wenn er nicht ein Paar der- •* dc n "i S( ''. n, ' r Werke einen apecieHen Zweck verfolgte, konnte der Name Äl Zeichen des Stechers wohl weg Ideihen. ***• Ambroslns Brambilla Kupferatecher von Mailand, welcher in (£ der zweite,, Haltte des )(;. Jahrhunderts zu Rom arbeitete, bediente '»'st.lt' 'n'iufig eines Monogramms, weichet aher gewöhnlich umAMRR kom' S ° ''''" w ' r unter letzterem ausführlich auf ihn zu sprechen p«.'!"'"■ ,)a<< gegehene Zeichen findet man auf dem Hildnisse des MoV Ki *'us V. von tlittO, gr. fol. Bin zweites Blatt mit diesem doi \ r ""'""' " , '' ,lt d*" Grabmal des Papatea Hadriaa VI. in s. Maria »43. Anna Maria Braun die Tochter des Bildhauers Gaorg Pfrundt, A M lt. welche 1042 in Kvon gehören wurde, fertigte sehr schone Bild- AMB "*••{ In Wachs, und bezeichnete dieaelben mit den gegebenen kret.,; i," nM;l1 "'» Sie heiratlietc den herzoglich Ilurlai bischen Se- ,' r . Braun, und starb zu Krankfurt am Main 1711. tenth»'? W,cnsD "WM dieser geschickten Kiinstlerin durften wohl gross. bilde • Z " ( '"""''' gegangen leyn. Eiste* deraelben diente zum Vorlog» p lne j gegoaaenen ovalen Schaustückes mit dem Bfldniaae des Her- 4«'"««rieb I. von Salfeld. Auf dein Reren stehen die Huchstal.en kannte i ""'' tril " l,i '' M " Medaillon auf Taf M No. 1 in Ahlnldung. «"'"''' «• Bedeutung der Buchstaben nicht. »44. Anna Maria Brendler. Kuafetasetawrla, war in der zweiten A.M.K. Haltte dea 17. Jahrhunderts th&tig, wahrscheinlich in Auge- lllaii,.,.,, .''"'^ Sie ist durch eine Kolge von vier steil gestochenen Und „ ' 1 "' ka »»t. welche die Parabel vom verlornen Sohne vorstellen, lila., ? en Initialen des Namens bezeichnet sind. Aul dem ersten <■«,(,, *" <•« Vbreiae dea Sohn« steht: Ar>»a Maria Brmdlmn er- llau, r.rc. Zf. , / , , ,5, 4 /, 4 ],. Au, An >b'08lng Boalo. Medailleur, war in der zweiten Hälfte des A MR fj lf). Jahrhunderts, und noch um 101" in Rom thätig Die 0 >«aed„ ,« , '« , 'l»ne Abbreviatur steht anl einer Medaille mit dem Bildlich •„,',, ; ' |M '- »'»»1 V. Kr ist wahrscheinlich auch jener Bosio, welcher •le..„',.' ° em Schaustücke mit dem Bildnisse des MalthescM.rossmeiaters mit ,,'■, T'",''" ,: ' Valette nennt. Letzterer starb aher tr,68 und so 222?*« ^r Medaillon er.t nach dessen Tod gefertiget worden seyn. »40. Ambroslns Brambilla. Kupferstecher ron Mailand, arbeitete J^iL Lyn in der zweiten Haltte des tfi. Jahrhunderts in Rom. Nfi*£** Krsollauch Architekt und Dichter geweten«rra, »icher 'v.'^R • * *" '"»'• daes Brambilla architektonische Ansichten y Uni vi 1, '" , '" 1 '"'> bähe Striae Vene ttuamern uns wenig und '"■l/.tere, " "'" ;M " » »»chl geistreicher, als seine Blatter obgleich die trW »er viel zu gering gehalten w urden. Wir müssen daher genauer {li AMUR. Nr. 946. darauf eingehen, als im Künsthr-I.cxirnn und in anderen Werken geschehen ist. Folgende Blitter geboren zu den bessten Arbeiten den Künstler». 1) Sixtus V. I'ont. Max Picenul. Bartige Huste in einer Kiiif»»' sung, welclie Ansieliten in Koni, und Darstellungen uns ileni Leben :uid schalt. Letzterer leimt sieh mit dem pachten Anne an ein Kreuz, weldu* links in der Ecke von Seliill gebildet ist Auf der Mundrolle de steht: Krrr .(i/m/.i l>vi Dm Ijinni liegt am Kusse eines grossen Baunieji und ganz unten in der linken Keke ist d;is dritte Zeichen. Diese« BW ist radirt, und wird von Bextach XVII. p. ii».i No. h beschriebe» H. 6 Z 10 L Hr. 4 X I I, 3i f)as jtingstc Gericht, nach Michel Angeln, oben siebt m* n zwischen zwei Arkaden das Bildnis« de« letzteren, und im CartoucM darunter stellt: MICH. A Ni i. BO. In zwei anderen ( ai tum lien zn (Icj 1 Seiten liest iii.-i.ii : SlXTO. V, PONT. MAX. I »1.1. VICAR10. RELIQIONIS. ET. TÜSTITIAE. PROPAGATORI. DICATUM. ' ■** in der Mitte steht in ganz kleinen Charakteren: Buonarota pin-ril '" l'alininn .Inrnbiit I 'initi* !.//>. .Sc ulptil in Inpulr . iniir AmhroH* BrnmliilUi Im arrr inridil nnun l-VI» Dieses lilatt bat weder in de _ Zeichnung, noch im Stiebe Verdienst. Michel Angelo's Werk unstaltet. und confui in diesem harten und unangenehmen st"" H. 21 Z. R L Mr. tl Z. 7 D. 4) Die Sibyllen, in 12 Büsten auf einem lllatte Mit dem Zeiche» und der Ade i I Si,,l lor. Hnmar IMS, fol. Im zweiten DrO* mit der Adresse: Rnnuir npml harrrdr* Clmirlii Ihi'lut, IVUi. f>) Anleitung die Zither zu rpielen, nebst Nuten eine- Paab*'* Amhrntiu* Bramhilla frril l'i/IJ, gr. ipi fol. 6) Ordine rnn quäle Peiercito Tnrcheaco suolc presentarsi in r,1 , n . pagna contra deChrisUanl ePersianiAc. 1585. Mit dem Zeichen, 1 a ' it , 7) Die Ausrufer und Arbeiter vim Rom, in einer Menge klein Figuren. Jede derselben ist in einer Einfassung, und unter dieser ' (tewerbe genannt. Oben liest man Killrnlln itr i/urlli rhr rann vf " .. ff r Invnmniin per Roma rim In nora nnumln dr Ulli i/urlli rhr nrllr " ^ mnnrann »in nl prr»r,iir. Rechts unten : Hnmnr (lau,In iliirhrli f 01 ^ tirpnlm AM l.nfrrrij l-'tllj Ambroniut Rrnmhilln , gr. fol. , _. R| Rittratn nid ijuale sj rappresenta il rern sj^tn dell'Horti r , nella vilhi e in Tivoli Ar. I.'.RI. Mit dem Zeichen, 'I" ' r , 0) Vero diseirno deli stnpendi eiletitii (.iardiin Boschi Fontan eose maravigltose di lielvedere in Koma I."i7!l. ipi. fol. ,\ ( 10) Die Ansicht der Insuln Tiberina nach ihrer alten Form Schiff mit dem Tempel des Aeseulap \Wi. irr. ipi. lol. .,|i 11) Die l'aeade der Jesuitenkirche in Rom Pai exteriW ''' Sncietatis Jesu. Mit dem vierten Zeichen, gr. lol. y e \. IV) Die Abbildung der Colonna Trajana. Mit dem zweiten ehen. gr. fol. .„„,. 13) Die Abbildung der Colonna Antonina. Mit dem zweiten i Bramme, gr. fol. 14) Das (.rabm.il de- ( ( Mthu, toi. .. n«. 16) Die Ansicht de« lielvedere in \ OfJ lpei .pektiw' ''"" rhrlti fiirnnt I .',/)<) , gr. ipi. fnl. /lur**"' 16) Die Thermen des Diocletkui und Maximian Claiul" fnrmii /.1rt2, gr. ipi lol \MI:l! \i 047. 41.1 17) pei Igyptiacksl OMtt mit Bildern, unter sixtns V, rint Do- "" 1(l ' ronta«a aufgerichtet 1688, gr. fol. 18) De r u,.j,,,.,.,. ägyptische Obelisk mit Bfldern, auf dem Cami>o '''■'"' errichtet 158», gr. fol .'") Der ägyptische Obelisk mit Bildern Im Garten des Cardinais ■Mtei, |r, foi, buML ?' *Äypti»ch« Obelisk im 6o*M Im M**fJs*io§u nm Tos- tio i )' Ansicht des alten l'apitol. Vern ;i iticpii Capitolii dctdrip* 2) Die Anrieht dei ieaei) OapitoHuai flu—iiiim, lt. kl " Atisichl eine« alten Tempels nil Durchschnitt, in tBUttteni, fol vfiii,.' V BTOMer Brunnen mit der Stetue des Moses, unter Status V. ""/.'j;'' "589, gr. qn fol. den s '"' ;l ''' dieser Ansichten sind, wohl nur in späterer Ausgebe, ]•■;,,, ' KT" 1 "'", Romana* Ifafiri/tanisn roa Intenss l.nfrrri beigefügt. Blatte* '" '' Al, "l ll;l "'" dei Lafreri'sehen Werkes sind gleich; ''»nie "''j-"' 1 .-"''"' 11 - welche seinen Namen nicht tragen. I >;izu kommen öfters H* ^^ahimingen von alten Blattern des Speculum. Sie tragen ki'ikk\', "/''""' ^ en Cl. Duchettl nix] Sterins In Bologna, der Zeit vi,,, ^*, n '''' , l'i.imliiii;, Bin aaderer Tbeil hat die Adresse de« Nie. Bicbtiirlt '""' '''"-'■'' scheint eine ähnliche Folge wte Lafreri keflb» ■md vj',',i| Z ", n «ben. IMe oben beschriebenen Blatter tob NC II jui. Kerinir,.' " , '""'' andere, gehören in diese Categorie, ~iml aber en \m"s "''''''U'niL'. als andere Stichs dieae* An. zwei er ' '"' "'"'" Romanae Magnifirentiac sind von I !r;iin1>i 1 hi auch noch Gehandelt ■• '"'K'iren. welche mit rieter Freiheit, md geistreicher i,i,, ,. "md, als andere Blatter des Meisters. Sie enthalten folgen o« o 'Kenstande tri a* . . .........c . "'"Kt Hu 'u- ' ,B " M ' Figur eines dickea Weibei in Prodi nach rechts, sie köpf,,,, en , Ko pfpnta, welcher von allerhand OeflOgel, Schinken, Schweins Pursten ^a ,Pn * r * n " n mmengeset«1 ist. Ums Collier besteht uns steht r "" Scl >ultem und Brust sind aus Braten gebildet, Oben link- Unten i ", rn . rr " h • und in der Mitte ../Wr, ] bergofnam f. thOmliche Weichheit der W fassung, und durch Zartheit dor Färbung aus. Im k Museum jtm Bern» sind zwei Bilder von so innigen Gefühle, wir sie nur selten gefunde* werden. Heide stillen die Madonna mit Heiligen und anmuthigen EB" ■Hl VW, Aul' dem einen der Gemälde Steht : Ambrnnij btrgognoni /»/<, stellen. Italien wir ebenfalls keinen ^*""'; dir ihn. Wir maclicn alier auf ein (iemalde in der Brera zu Mail*" anfnterksam . auf welchem folgende Inselnitt ^lelit 10. AMBR08IVS. DE. BEAQVIS. DICTV8. LIBERALIS. PINXIT. 1M>2. . Vielleicht rührt das Bildniss des Kaisers Maximilian »OB ■*•• Meister her. . 950. Ambrosia» Francken der Alte (de Oude) fand oben N« 1 - "jj „..,/,.• ,.-„,. ... unter dem Monogramme Ah' eine Stelle. ■ "'"'"• """'■ """•"■ welcher ge agt ist, was den Künstler und «gj Lebenszeit betrifft. Kr scheint sich'selbst nie Vranrk genannt z ". \ ( , r . und daher geht die gegebene Abbreviatur nur auf Rechnung des Kt'P oder Schriftsterhers Man findet sie auf einem von C-ornel ,,: ''■ ,, 0 n stoclienen Bl.itte. wohin- (Uli Gastmahl int Hause des Pharisäer» kj> ^ vorstellt. Ei treckten mit Dedication an Nicolaus van der Brau' .^ ige .les Theodor Gälte. II h /.. 10 L. Br. II Z. h I. . ^ zweites Blatt mit ilie-er Abbreviatur kennen wir nicht, es wird wohl nicht dal einzige seui 951 Marc Antonio Bologuese Sculpiit? Dieses Zeichen n, |' ,r ( I r " tl .n .« jy fr mit amlefen aul einem Kupferstiche, welcher in der %^ /V\ A tf*0* Hallte des I«. Jahrhunderts in Italien gefertiget'^ Die hl. Jungfrau sitzt mit dem Kinde auf einem Steine ''".,,.,li('W Maria Magdalena, und rechts eine andere hl. Iran Im Grün d *j jwe b*' lieh ein (leli.iude. und daneben eine Palme, In der Luft * | unk* vier Engel. Rechts nnten sieht man das gegebene Zeichen. ""' ^f stehen ilie |!ni Ii -Iahe u ,;n In der Mitte bemerkt man ein »'' beudi Monogramm. H. II /, I L Br. I Z. I U s y„/i>"'" Dm Monoirram I V. /.'. ^ wird „Marc Antonio «<>'»!/ n '" " ...ich« 11 ' gedeutet, und tomit Man \ iitr.n Ralmondl als Stecher rermuthet, . ^ lier lichM keinen Theil daran hat. Die Buchatabea Qf* '" AMC AMI). Nr. 952-955. 415 S'ill j!"' 1 . •• < ' inrnn "> h'ranrn /iirrnfor," null lag Monogramm l'l.F. ist ' lotnhanli h'ormiif bedeuten. Die Compositum des Mattes m^T? 1 ! (ill| 'ni holländischen Meister, welcher in Italien gelebt bat, die mw V "" ( '' . • Cornelig Matsyg hescilrhaot« aatf mIcJm Weise ein in Kupfer /y^ Bestochenes Blatt, welches in starker linste das Bildniss dai ** c_i |"""-" i Heinrich VIII. von England vorstellt Links ob«« ist '844 i königliche Wappen, and unter diesem steht die Jahrsah] RechtS l'" "'"' n '" ,{:ln| l<' stellt die Schrift : IIKVRKTS UKI III! V IIKX UTOLtl links n i!" "' ; '" ll: '" gewöhnliche, ans den Bachstake» CMA von ■tt diu i? "''''"" bestehende Zeichen des Kflnstlerf, and etwas tiefer ' s . °bige einpunktirt. 11 ti / B L. mit dem Rand, Hr. 4/9 L. Moii„„" MS l, ' ilM •'<-' t>iie QassaVhJa jeg»ke«e Beaekhauag tindet man alier auf keinem ''''m'lie'i'i S '""'"" : '"' , ' il "' 111 radirten Blatte, welches eine Nymphe asd Zll se Vn ' ,"" »»"teilt, kl. lol. Die /eieliuuiiK selieint von A. Tiarini iUit-1, V. aucn die Initialen T s V anl dem Blatte vorkommen. l>em- rei, r j '' n ' / " lesen: rtartemi finmsl, fJMUel Issftsfc« CsrssM Sssskaw». " S '?' "'Uli zu bemerken, da- das Ktott in der Weise des •I"' l'iamantin, rndiit ist. * »• Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hllfte GS» |t l l:,nr "underts in Italien lebte. ImCataloge des Marchesc KÄ JiT 1 "" 11 cli *»nna«*ro II p ?09 wird ein Hlatt beschrieben, t\\ «'lilus ,|j,. Madonna mit dem Kinde im Kniestflcl unter einem *ells '■',""" H,/ ""' 1 roi iriit | . i-t sieriieh gestochen und ltos-vh- lil, "inisel ''"'" >bm/r m rollende) Links unten im Rande mit einem «Wischer Ta M """ "'''" : '' '' '' ro * ln ■ " , " 1 r, ''' , ' , " *" Mon °8 T * mln Ulis Cl ' ,'" s \lbe,i )ir,n sei l>ie ( ompo -ition i-t also von .lu- Sc "reibt L cacrini ' welrher von 1548 lote lebte. Huber TU. 8. W] "'cht „,. ,",'" B '«M de,,, genannten Meister ta, von welchen es aber Quelle,, is, „. 7 y fi h „ r | /, At\ lie„'i U , nbek "nter Meister Mom» Monogramm gebort einem ita- ^ lli V'"'," K "|de,.le,ber an. welcher hl der ersten Hallte des »Ine« m,;/"" 1 "".....rts lebte. Man BndX ron ihm eine srhftne Copie ),,r Xatvr , ",'" M:,n Ant »"i Rutsch I'. r MV. p. 215 No. 279. '!,,, St(i , omschlingt die anl dem Hoden liegende Nymphe, und erbebt ta, ""'w„"' "I er l;, ''l"en. um »ich gegen die Schlage eines jungen Mure \ V, i'""' i,,i -"" 1" Orunde ist Wald. II. 4/ 4 1, Br 3/.. >? v„„ i," 1 '"' •' »b di, llnng angeblich nach einer Zeich- l "' 1 '" lieih , l ' : "" 1 ' 1 - und zwar in seiner trüben /eil. das Motiv zum v"' 1 s «vre , " '""''' '" '''"' Blatte ron \ Altdorfer. B. «8, welches 2G ' K l, 1 ,,T , '; IU ' cl "' »ich um eine NMnpbe streiten. BrulllOt App. I. l ' •»•• der CopiM mit Man Anton gleichseitig sei. Kr II« 4IH AMD-AMDK. Nr flr.R 057. iH auch noch (Inrcli andere Blätter bekannt, wie durch eine Copie Bm Allirr'i-Iit Dürer's Familie de« Satyr, lt. N<>. fi«. Da« Monogramm tt diesem Blatte ist mIht anders geformt Das I) stellt kleiner zv dem zusammenhangenden IM. Auf einer veränderten Unpie von Dnref* Apollo und Minna. I!. Nu. (>H, steht jenes /eielien. welchem, um ,4 fl" bestehend . wut Krulliot I. No. |f| dem Ksemius Ailami ITIgMcl wird. S. hierüber unter I I) M Nn. 438. 956. Unbekannter Italienischer Meister, welcher im 17. J«*J" . x hunderte gelebt II Indien seheint. Man Kndet ein radirtes BW srls mit die.em /eielien. welches eine Marterscene vorstellt, undebw ii iteil gl 'Zeichnet . als trinken radirt ist. cju. fnl. I'eln ei /n den Seltenheiten. Wir haben durch Herrn Harzen Kunden*"" und fanden da- lilatt in keinem Catatogt liesi liriidien. 957. Anna Maria de Koker ist durch Zeichnungen und raJB AjJPC *j Blatter hekannt, übrigens alier weiss man nur. da« s UVlyLr/m. i„ Holland gelebt hat Sie »cheint indessen Künstl«"» rai Pn&t*ion gewesen t\\ »eyn: die rndirfen Blätter derselbi rntlieii nieht sii sidir die Hand einer Dilettantin. Uebrigens M " , ,„ meisten, elir -eilen. und werden desswegen von den Knut ■'"" ',1 gesucht. Inimer/eel halt sie tuf einen Mann, und bemerkt, da bei der Auktion des (ahmet l-'nes acht Blatter mit 12 11. bezahlt *" den. 1! Waigel «rilltet aber einzelne Khitter auf .'1 Thlr \ " Koker war in der /«eiten Haltte des 17 Jahrhunderts thfttig. r I»ie 1,'ailirarlieiteu die.er Kiiu-tlorin durften sjeli gegen 90 lj belaufen. Sie wind in der Weise des Hohbcma . Mohn, van Swanevell Ac lieliandelt lue meisten sind mit dem Namen I Käfer lie/eulmet. Im Kiinstler- l.exieon VII S, Vi» haben w '''"' ( ,|. dem Catalog Riga], und nach Brulliot I Nu 29 eilf Blatter verzeienn^ welche meistens in kleinem Formate sind. Hier filmen wir folge» 11 , n nalierer llesrhroihung liei has /imdien tragen nur die lieiden > e .m i) Die beiden Männer mit dem Hunde Hechts i\v< Watte*! t man einen Hügel, woran! drei Baume -teilen. Am Hügel ruht^ Mann, und vor ihm stidit ein anderei Mann in Hegleitung des H 1 " ,. Im Hintergründe link- /eiift (ich ein K i tili t In i im Unten !• teilt; .1. .»/. rh hokrr f.: Kund. Dun limesser 4 /.. !t L t - t , r n t) Die Hatte am Wasser Man siehl sie unter mehreren » j und einem grinsen Baume, und im W liwimineii zwei ■ ^ iiinks liehen der I Dilti- ist ein Kehl eingezäunt, und weiter ' ■, -teht eine zweite I [litte. I Uten links im Rand«: A. H- "> *•** H. 4 Z. 0 L Br. I I. n I.. lj Der viereckige Thurm. In Mute de- Blattes erhebt j«« ^ schlanker Kaum In- an i\<-u nie reu Hand, und am Kusse dessen ^ ein Mann mit dem Stocke nai h dem Vorgrnndc. Links JIM ^\e\- einen grossen üaiim und einige Weiden, und nach r-'fht« ".'.., |ir ntP' gründe stehen fiint andere Haiime am \\a--er in der Nahe de- ^ /). Im Grund* erluht lieh ein Herg. Unten links im Rand» hok^r. II. 4 Z. II 1. Ki J / I L lg ( ri" 4) Land-, halt mit Beisenden und Kseln Im Mittelgrtinnc ^ rtall und ein Flolzsteg In Swnncvelf« Manier, aher ohne II. • z 10 L Kr IZ.9L m ,w '"' iiidseiiatt mit einen Wege zur Rechten und einet ^ ^0 Mittelgründe links In Hobhema'- Manier I aten I. /■"•''■ M" ,n| iiiinrd 1 i !iatt mit einer Dorta-isuht Im Vni ' ' " l: \ \ n . '"'' ein Hins.-, hin I„ .1 < Oor«H Manier. A. M /» ■»** f"" AMI: AM K.P. Nr. 958—959. 4(7 Bfanil. L * n * 8c *»afl mit Gth«ften und Hütten zur Kochten. In Molrn's "'"'••. iiii.l mit dem Sn«, ,,„. t,,i. n, u | jj, L, * n dschaf( mit Bauern. Links am W«fB stellt im poiterB—■, sich ,|.',"."','•". t "'"' 1 '" einen mit Korn beladenen Wagen. Rechts breitet sich il'i V :lll< ' w " Mtaner und Weiber mühen. Im Hrnnde zeigt II d 9 ,'."'• "" Hsst,. ' "j '"""^raniin absprechen, dl es för diesen Namen nicht recht •'irt w>r ,| ess Wegon sollte es einem Kunsthändler PatM Martini vindi- er j„ . ?"■ Wir wollen im Oegentheile letzteren aaaa streichen, da Kupferste" 1 ! ..... Kupferstich-Verzeichnisse weder als Verleger, noch als Jener des M ?* urirt ' i,ir Name wurde verkehrt aufgefasst. nämlich '"'"■''»im /•'"'" r>ee '*rs, auf dessen Verlagnartikeui man die Adr ^artinj ■' '"' M '' : ' '•' demnach der Sohn eines Peter, jener Peter Marti q |>,'"' . ' (1 ' T S "' ln ,, '<"' < Martin, welcher nicht existirt hat. '&J3 a i V?. n '"' der Utere Zeitgenosse unser- Meisters, da er schon "•'"■int p'J'aT'ied der Bruderschaft des hl Lucas in Antwerpen er- ""' Steht '' M ' 1 "' 1 war um f:.C" 167t W voller Kratt. Sem j ntw ern-n : '" 1 , ' il "'" 1 K r «s»en in vier lilattern bestehenden Plan von ']'■'■' lug* ftik e hcr "' VngPlansicht die Stadt und ihre Umgebung vor "'"m dj, ....."' \ul dem vierten Segmente steht rechts unten ft*rs». '?«». \', ISt M 1 '"' - ,, « ,,, » , u<'n Zeichen mit dem l!ei-at/r • ,i Mrrirn. ffrit ^iss,.,!'", '"•' t*'"nnit nun der Heiname HS Ml 'S W S, .Winwiy» Nr.. ** nicht \, '"' "nmer noch nicht, welchen Ort Merica bezeichnet, wenn N T ach, v re E fc '"'" , M<». rn Allrtnagnr, rinnt In v'" (1 'r ].-, ,'" h ' r '» r >- Ho„i,,rii,rr ttir,*, soll aber der Künstler Peter , ''' Seinp-A '"^ Ml1 - wie nämlich Hr. Camberlyn in Brüssel glaubt. " rr >-lMr n ' , r 1 ' 1 " haMc der Meister seinen hixarren (?) Namen r/in i'" U| "- iilw, '' ;i ' ,r ' ''her W<. v *" l»»»n Zierblättern in der Weise des Vredeman de Vries. In Mitte der ''-" ^jl- architektonischen Kiufnssungen sind mythologische Darstellungen! ^ in Ovalen. theiK m Rechtecken, B. und kl i Vndere Blattern ^ Ziertelder mit Aufschriften in schmal ijti h Zwei dieser Inschru ^ ziehen sich aut II Cock: I fiel d« Cork rorkrti . Hovdl dir foc* "' (|l ,l, Auf dem Hlatte mit der ersten Inschrift stehl unten in einet» ^.n das /eichen / c II , welches lieh aber aut keinen Künstler '" '-^ft- dilrlte I' .....s seltene Werk erschien unter dem Titel: Cot»P ,,/ forum qiiod vornnt miilliplr.r nrnn» Irpidintimi» hiltoriolil ;""' „,((* fabtllil r.rornntiim l'ilid. Zu* vrl* Vmandtringfn Van Con>V rr ' rn y1t< 1 ghrrirrt mrl hulorikrn» Von potti* rndr tindrrr ijhrdrurkl '"' |( .jst'" Cor* MMMtr. in dr nttr »indrn Mit |H Blattern, wovon die "^„«ii von Miricenys gestochen sind Vnch ein Holzschnitt mit ,lr " ist beigefügt. Auf diesem Hlatte steht rnm Vrnilrgio. toi. «eW* 15) Das Oinamentenlnich lies Jakob Klori« I- pn * n *' . Oftl»' Blätter mit Figuren. Trophäen versierten Schilden und anderei ^. menteii. unter dem Titel: Compertimmt* pkUrlH flotruhf. ""'"" eif varirgata. aulort Jarobo Horo. Wer. Cork lli»7. (fr. r). AM F. Nr. 960-961. 41 I »»"• Marc Anton Rain tu., i.l: _« • * ^"0. Marc Anton Ralmoadl » Aoalegnng 8. M) nagt, dal «weite Zeichen könne ii:k1i leinen Erachten „Andren Man- tinee Faciebat" bedeuten, nnd s. 100 deutet «, ieler. oder vielmehr Ajiollo mit den Muin Wf> " j « nach rechts geruhtet In» das Oval steht 4L RrTy Sn dM d ^ Wichen. H. 6/. 420 .\\1K Nr. 962-963. 2) Sirphmi Schiiarz der Rqi litin Doctor ÄC. Hall»' Figur mit den Handschuhen in der Linken, fast ron vorn gesehen. Rechts oben i st das Wappen, nnd link- unten da« erste Monogramm. II. 9 Z 4 »• Br. n X. h i,. 3) Die hl. Jungfrau mit tlcin Je nskindf anf dem linken Arn»i welchen li* einen ipfel und einen Vogel reicht. Das vierte Zeichet! Ist reehti oben im Tafclchen. II. 1 Z k i,. üi i z I I,. 41 Die hl. Barbar« mit Buch und Kelch Sie steht, und H v "" vom gesehen Im Grunde zeigt sich eine Kirche, und das vierte '/. i-t recht« oben. II. f /.. I l,. Br. l Z. 10 L 5) Die hl. Dreieinigkeit. Mit dem zweiten Zeichen. II. 3 '/,. "'■ Br. 2 Z 8 U »Oa. Andrea Mantegna soll sich dieses Monogramms bedient habj" welche« aber eben so wenig durch ihn selbst auf Hl*'*? oder Gemälde go—tet wurde, als das No. 960 gegebene Z*j ilirn. Man findet es nur auf einem Kupferstiche. wclcW dein Andrea Mantegna unterschoben wurde, Bartsch P-J* XIII. p. 243 No. 2. Das Blatt stellt Christus mit ow Siegesfahne dar. wie er durch die Pforte der VnrW» schreitet Kerbt, an Eingange steht ein Greis, I" 1 tiefet man zwei Männer und zwei Frauen, und gegen den Heiland her* kommt ein Patriarch, welcher aber nur in halber Figur sichtbar', Rechts Baten in da* Ecke i-t das Tafelchen. II. h z 2 I. Hr. ■** Dieses Blatt i-t von einem neueren Meister gestochen, aber n" nach Mantegna'« Blatt, Ii. No :>. sondern nach einem Gemälde itn '■ lazzo linrazzo zntienua. welches dem A. Mantegna zugeschrieben WU 'J2 Dieselbe Darstellung i-t auch von einein anonymen Meister schr §"j Beeteeben. Er gehört ebenfalls der neueren Zeit an. und vielleicht ine oder das andere Blatt Copie lieber die Copistcn nach Stlf^ nm\ Zeicl.....ngen des Mantegna werden wir unter dem Monogramm' handeln. Kein Blatt mit einem Monogramme scheint iicht zu Kl - v "",}je Mantegna sich keines Zeichens bediente. Bartsch gab desswege" ^ benbn erwähnten Blatter im Anhange No. I und 2, Das in 1 " 1 )"" !l '/.. 2 L hock, und 9 Z 4 I,. breit. 963. Marc Antonio Rainondi loll «ich nach Brnlliot I °t. ftt i gi _-'''" er-ien dieser Zeichen bedient haben, was »' > A/r A/ft die frühere Zeit de Mei ler gelten lassen, da ihm » j. / *„ X* *■ das No. 980 gegebene abweichende Monogramm ""^„„d- b.ilt angehört Da« gewöhnlich an* DtA und V (/•'gebildete ^ zeichen de- Marc Anton, unter welchem wir aiisfubi lieb auf ihn *"'yvir kommen, findet man dahin' nur auf Stichen seiner zweiten Periode- /| kennen indessen kein Blatt mit dem ersten Zeichen, und es ** «„flft möglich, d is dem /weiten hervorgi M/t man auf einem Blatte mit Rafael's Kindermord, einer (Vipie "^■„^ev Stiches, welchen Bartseh No Ml lr Matuarrt au rhirnl , den n i fS mord mit dem Taxh.inimheu nennt. Die Copie ist von 'l rr>l ^j|„ Originals, und hat am Piedestale folgende Schrift: ROMF, ■, \t)\' im welche sieh das Monogramm schliesst. II 10 Z. 3 1- " ,' . Die gegebine Adresse stimmt nicht tiir Man Anton, und d» nur um eine Copie bandelt, so hat dieser Meister auch das Mo" *j ,„• aufgestochen. Das Original trägt kein Zeichen dieser Art.. ^.„tcii. mit konnte das Monogramm auch einen anderen Kflnstler " ttlM -i|i'- wenn nicht vielmehr die Copie dem Marc Anton und '.",.,-kU rt ' t alt. und so -elten. da-s ,,,- Zani tili fast unauffindbar ^y Andere wollten dagegen den ( o|iis(en um 1 030 setzen, denen W AMF. Nr. 964 — 966. 421 Sflhr USt 'i mm ''' est, da imch Zanotti H 'ahinot Clcognara p. 213) dieses leine -u "" ,1 M,teiw 1!la,t ,lir v 'e> il, "' r ,,a "- Kr gntndet darauf Tann« p"''"'"' 1 '" Beweis, dass das Btatl Im flnilwiiiliM mit dem Kcst"l' "'" v "" M * rc AntOU, und nicht von Marco de Kavonna Taxbi u ei ' B * ,0 Ä ,icn (1(T Originalität de« Stiches mit und ohne beide bTi ne . rrscnen nämlich verschiedene Anbellten. Eisig« ritatlti, jenes u, '' r s|, icn von Marc Anton gestochen, andere legten ilim nur erkannte • 1!il " 11 "' 1 "'" bei, und die dritte (lasse von Keurtheilern holunip d '" ''"" l!ll ' ,l( ' ""' **" l,ii """' 1 "' 11 oim ' ''"l 1 ''' " ll, ' r Wtolef- «■mitsei Marco v <»i Rarenna. In neuester Zeit trat l'assnvant im benanntet " s,Ma,,( ' ,Hr,,) s - W7 neuen diese Ansieht auf, indem er Wo),] , ''' lss der berühmte Kinderinord mit dorn Tannonliäuinchen Von (;,v, r r eitun S des,Marc Anton, aher aller Wahrscheinlichkeit nach Orabltirlil Kestochon worden «ei, indem die Behandlung des "hiie l!' Sl1 "' V( ' r scliicden und weit steiler ist. als die des lilattes Ausdruck"'"' B N °' M A "' h biMichaicfc der Zeichnung und des weit hi i S Kopfe bleibt nach l'assavanl's Hemerkimg der Stecher mit ol,' " ''''"' l!li,,t1, "'""' Blnaiehf zurück. Wenn aher der Stich fast una f« Monogramme und dein Taxhaunichen wirklich so alt und Ki'ideri" ',"'" ,ar ^t. so miiss man entweder schon in früher Zeit, den haben "7 '"'' ' 1| ' 1 " BÄumch«» für Arbeit des Marc Anton gehalten Meche'r v ios, T 'V """' Ueber Jakob IfarcaccJ fand er kein« Nachricht Weiij. ' M '"''iic<, W]l| . Buchandler n Rom. M ihm erschien folgende* ,,ac omo £ n " ,lezi * lir "" r "'" * """'" anticht • modrrnt ad Initanz di M "'lic n ?' n "" ' >'"<•", MIX Willi, 4. I'ieses Wirk enthält 56 go- Ks Wir« . , hten vo » Rom, aher keines der Blatter trägt ein Zoic■heu. ''"''" u\ ("m"'' 1 ' dMI er Weh eine Folge von Trophäen nach I'oll- " m 'ke,,' iTb. rerie g1 babe. Heinecke erwähnt eine Sammlung von soll, w , " " ni1 Statuen, welche ein J. Marghurei gestochen haben gg ' kennen k.ii, Blatt aus «lieser Folge. Ajp ' Fr ancesco Marti Francia. Kupferstecher, geh. zu Bologna i vf^AY ,657 ' «est. 1736. Schüler von F. Curti. Itand er meh- '"''erte ,„ , "' r e •'i'hre mit (iiuseppe Mitolli in Verbindung, und ? t0 »eamf*« ah , * 00 Blatter. Sie sind radirt und gestochen im tnide, , " Geschmack und Feinheit behandelt. Die gegebenen Zefcben i fi « il "< kleinen radirten Lands, halten mit vertchiedenerStufige. 'Aa . '. Pr * nc e»C0 Amato. Male, und ISadirer. welcher im lJ.- I , L ahr ' /^V. . """leite in Italien lebte, dürfe der Träger dieses Zeichens , u "ü\ch „r M ' Wir f *"den es liu) einem radirten Blatte, welch«! eine l,"" 1 '»* hei""- """ k "" «"landen gibt. In der Mitte von, sitzt ein Ite, | IK l»ei eine,,, Mädeln „. welches den Arm um seinen Hals schlingt ',*"' ''vranii" '"' " nd «n ; r K M wU ' h, ' n (i,,,,i, ", (, , ( ' , "" 1 L ' Br.fi/" , " : ' s Monogramm h.inerkt man links unten. H. 4 Z. ( ^ , *»n nn^n?! K, ' ll " rt z " '"'er Folge von anderen Landschaften mti * 0l,0 « r »«.J. t . a "' 1 ''"' »'Ici,,. »her nicht alle glenhe Grösse haben. 422 AMF-AMT. Nr. 967 —970. Auf solchen Blättern stellt dal Monogramm A F No. 512, welche 11 wir muthmasslich dem I<\ Amnto zugeschrieben haben. Auch die Buch- itaben y& kommen vor. 967. Antonio Montauti, Maler, Bildhauer und Medailleur von FW" A M F r< '" z ' ■•Cm« sich durch zahlreiche Werke bekannt Die H e ' ' ' gebenen [nltialen finde! man auf einer Denkmünze mit dc»j BildnisM iler Aretiitihi SnUiiii Roaii von 171 *>. Montauti fertigte l" lC ' 1 ikk h ;iinlere Bildnisse Min Notabilitä.ten seiner Zeit, wie des Korcn*0 Magalotti, Oraaio Ricasoli li.ucellaj &c. Zu seinen Hauptwerken gehört aher der Medaillon auf die Ankunft des Königs Friedrich [V. Min Di** mark in Florenz 1 708. Dar knrn zeigt deiaen Bildniss, und im Revers igt cini' Personifikation des Arno. Dieter Künstler starb um 1740. 968. Unbekannter Kupferstecher, wenn nicht ein Maler, wcl<»< ,r f £A viel früher gelebt hat, eis der Verfertiger dos Mattes, um wclrl"* Wis sich hier bandelt Es ist dicss das Bildniss des Theophra»*" ./All PafMettM in starker Küste nach links, wie er mit beiden !'*"" den unten und oben den (Iritt des Schwertes halt Links von seilifj kahlen Kopfe liemerkt man das Wappen des berühmten Arztes, »"' darüber steht- M.D.XL Im oberen Rande liest man: ALTERH Sil' QTJ] SWS KSSI-; POTEST. Hecht, unten hinter dem Kllbog«» des Armes liemerkt man das Monogramm das Künstlers, und an « die Brüstung bildenden Tafel steht Hihlnu» drt PtUUfm* Ihfophi 1 "^ von \ llnhfnhuim. trinn altert . M . \ Alle Vd kh un UM gab khumbt V Gott. \ vnii alU innolkhumnic gab kbumbt vom Tcuffrl II. 5 »• * Hr. 3 Z 8 I,. Dieses Blatt scheint in der ersten Hilft« lies 17. Jahrhunderts 8 Machen worden zu lern, es kommt aher unsers Wissens in den I druckten Werken des Arztes nicht vor Sollte dieses Bildniss, n«d . ."II dem Monogrammistcn ,1 //. No. «65, nach einem tfj'Vj,, zeitigen GenAlde gestochen lern, so dürfte dieses Min Anton "*i|, (..illmger herrühren. Dieter Kunstler hielt sich längere Zeit in » ^ bürg auf. ging 1541 nach Boa, und malte (hinn in München Kirchen und Kloster. 969. Conte Geiare Massimiliano Cini. Kunstliebhaber vniil^ ££.AfcC^ railirte unil stach in der zweiten Hälfte des |R. Jahrhnni ( ' ' eine Folge \on Blättern in Camayen. Zu Vorbildern Ol I ^ ihm Zeichnungen miii Parmegianino, M. Tesi u. A . theils in ^f eigenen Sammlung, theils in jener iles Orafen Hio. Zambeccari. . ^ hniing findet man mit einem grün gedruckten und weiss R^^g. Blatte Back rai—glano, wek'bea die Abundantia vorstellt, schmal ^ Auf anderen Blatten stehen die Initialen C.C.M.G., undsom hier das A aus zwei zusammenhängenden ('. V. entstanden. 970. AgOltlnO Mltelli. Zeichner und Maler, geh. ••Jj'CfT AjY\J Bologna 1660. Von seinen Zeitgenossen als <'üulo^ ( . (||| .. pektive gepriesen, bezauberte er durch seine De llin A. m.. I. werke Br wurde dalier an alle Hofe Italien» l * ru ^,W Schaubühnen und Gemacher zu verzieren. Seihst Philipp '' , v jj/ft nien Hess in Madrid einen Saal durch ihn dekoriren. ' „m^' Werke haben wir im Künstler-Lexicon IX s 317 Naehric >i» * nlK - und auch Radirungen von seiner Hand haben wir anfgeza" ■ |t ,.||c. kannt ist eine Folge von wenigstens 16 Blattern, welche g^jutf' t in.-ii. Lampen, Cartouchcn, Kopte «nrVeraierung w „ rÄ a;irt. n 4c. darstellen Die meisten sind von (ii ^ IM I &' und kommen im Peintrc - graveur nicht vor. Die Initialen AMI-AMK. Nr. 971-97«. 423 *»*en wahrscheinlich „IglUlil Mitrlli Inventor". H. 6 Z. 10 bis ■*■ «r. 4 Z 1 | |,. k iu„ , " ,,l( '" s l>«>»»OHM-Ilfif ]i( , s , u, a „, ,.„„.„, On.iiildr im und En i 7 " Berlin ' El " ,l '" t ,,i( ' < "' ll " rl n "' is,i ll:ir ' mit nir(, ' n U t ( ,i' nK ' '; we lcne UM »t ag eb ora a KM verehren. Im Hintergründe Könige '•'','• S^irgige Landschaft, »unn man «Ion Zug der lil. drei *b«r «1 i" ,' "i'' M ' s Bild i s ' nt sclisini phaataatischei Anordnung, wem ohne ansprechende Eincelnheitea. Kind •!! l ''""," Gemälde in der Qakria zu Bologna, welches die das folKomi i '", ' Madon "a mit Heiligen vorstellt, steht anf einem Zettel ■Kinde Inschrift i * dl "' fami '!"' ,1 ,''" rn " ■*■*•■« (.'<■<" <'"n li I I Ott I! Uin.l. Fr d'A Gior* Knut » i/ripiclorii hon liruriiitum ]).. liriirimum Briten n i '' rl " er Malerinschrifl heissl wohl amyri. Die beiden tut'.-'* \ t: ' ,,r '" "''"' " ; ' l " Ii, ' M undeutlich. tili in i> i '""'"" bononlensls tat Aaiico AspartiaJ zu verstellen, welcher Elngebnn * na * eborei1 H " nl ''' l, " l ' ( '' 1 lli '' Schuledes P. Krancia ging, den 'ler l{|i'" > i , '."i ^''''"' l wunderlichen Laune hlgtt, und die Bestrebungen bilde «i '"'" Schule verlachte. Indessen bat die Zeit fast alle (ic sua k" ' '""' ^"f 1 "''' vernichtet. ^ltSamer w'"' 1 1 "" n ''' llr| i allen Kupferstich, welcher in bizarrer und das ()„ f .; ,, .'''"'' <•" Opfer des Cain darstellt. Im Mittelgründe Usfl *e|, )„',.'''. '"' r • ll 't dem Altan, und in Mitte des Illaltes sitzt (am, in piner Art Spiegel den (Irimm betrachtet, welchen ihm "'"' fecbls' v" VPru . mrnen scheint Links sitzt Adam mit der Hacke !"'"de |.\ "it .'"''"> Spinnrocken. l>er über dem Altäre schwe- '"'i'rn '; | Sl "''"t sie an dir Vertreibung aus Jens Paradiese zu er- «ioron V," ,"' '' r "'"" llr ' 1 Stell« deutet, »n der Akt durch einen an- Hlntt ichr*- v " 1,2,, K rn wird Dieses h Z 0 1, hohe und 12 Z. breite ''''' P'isst" i MaWasia der Erfindung nach den Aspertiai zu. und wirk- p incii in,,], '""l'osilion viel ,.li,, r 1M |f diesen Künstler, als auf irgend 'Ifre dj ( , ? r ?\ Auch den Stich schreiben ihm einige zu. wahrend an- *?. j, hi,"'" llr Julius |!,,u:isone erkennen wollen. Bartsch P. gr. A K" s tim, v^ ,p ' f ' ( ''■'>-'••«'•". da. Opfel des ('nin sei in der Weis.' des ''" u, liie,| enez,a " (l ««stochen. Damit ist aber immerhin noch nichts W, ' ll ' , "'i' d"' t»i Wil ,l • ,ll, '" ' l -' 1 "' 1 ' / " H'""' 1 ' 1 "' iM.rdes art I. p tii„l .;,,, ''* '"«li dem Aspertiai zusrhreibt. El ist die Oompositlon i" ,0n i A \ H de * Sti ches gleich seltsam, so wir msn es nur von ■ '"'T /,, T".....fwarten kann. Ottlev will ihm auch jene geatzten /""'^unii i "",''''"'"• w " lr1 "' Bartach P.gr XV j» 4B1 ff. dem Domenico •" »erden i- 1, "'"' r w '' 1 ' 1 "'» wir unter dem Monogramm///•£ han- !'" 1 " z n v, .""' M ' 1 Monogrammist. und Micarino, sind mit Beccafumi i, ab,',-"'"" p: ' "''' Meister HFK. ist Kupferstecher von IVo- ° rsi 'lieii is!'"' "'^"'"'ü'hor OofWt, wie au der betreffenden Stelle 972 A M K ' * n B e, ica Maria Ktnffmann die ^kannte Malerin, welche in AMt ,"' / "'"" i "'li''' des |H Jahrhundert« mit ihren modisch v *■/"• ,,, S ""- " l " , «erlieh gomalten Bildern bezauberte, hat auch ], " p "x ve,-"i " ,1,;i,, " r radirt. und dieselben mit den Initialen des i?J st «lluni f 2 ;° n u / " ' l,r ''» früheren Hliittern dieser Art gehört die A t rrs Itlatt • " Ä * nn »- »"' sie un den Alten überrascht wird. Hin rl». p '"fm rlrf. e . 1K ' r wpi ''hilosophen \or einem grossen offenen Buche. ^ Manne, Tu . B,attf "dirte sie das Itildniss eine» leicht geklei- es n»< dem Crayon in der Hand. 32* 424 AML —AMP. Nr. 973-977. I)io Ii.» weicher die Lncretit gestochen hat 974. Anna Margaretha Martinengo malte Blumen und l" srk , tr J K vt M ; '"' Pargament Diese ichOnen Aquarellen sind mit <•■ V "' ' Initialen hezeichnet. nnil ilatircn von 1684 an. Die KünStW Start 1721 im St. Catharinenkloster zu Frankfurt am Main. m* A UllVt rVTIT Dieser Name steht auf einem Oeiaajr 975. AJYlNAIVhU. in ,,,,. WeUe de , ,, ,,„ w , welch ei >;< Herrn und zwei Damen vorstellt, wie sie sieh an der besetzten '* mit Mnslk unterhalten. Es ist diess ein Bild von dem Maler M* ' Neseii, welcher 1 «47 zu Dcvdcn gebot en wurdi', und in sogen»* 111 chaftsstüc ken s|i h aiis/eii hnete. . 976. Ambrosins Breaghel. Blumenmaler von Most, ,,,lrff '* ( i/m ■r dieses Zeichens (ejn. MJ" g) kttei tum franrkotUt. findet »•" j, auf einem meisterhaften BlumcnstO' 1 * der Sammlung des Mr. Krulfort *« beuge (Departement du Nord.) |lft u „d >v6*4? ni.ilde ist ungefähr zwei Fuss ''o< h- )|hor stellt einen Bliiuien-ti auss vor, w * 0 ]p| eine weisse Lilie, eine lii-. '"'.'.'• ( , V* 8 ' und eine Passionsblume enthält, lugobn ist von (Bas, und steht auf einem * ])it auf welchem Krürhte liegen, und zwei kleine Kidechsen kriec-heVjgf Frische des t ohcrits. und die Zartheit der Behandlung si"« 1 ."',* w »hr' ungswürdig. Das beigefügt« Wort ..franrkaeltf bezieht """.,] d» 5 scheinlich auf die freie Stadt AJost, und somit dürfte A. Breug»jj^ Bild gemalt haben. Kr war schon vor IH47 Meister, und W 1670 Direktor der Akademie in Antwerpen. gsjjf 977. Andrea Meldolla bediente sich neben anderen •jJfjSil»»'"' jU> auf raclirteii Blättern, welches öfters sehr versteckt u . ™ führl ic />' gezogen ist. I'nter dein Monogramm A M. haben wir ■"* über A Meldolla gehandelt, und s. daher No. 910. AMP- AMR. Nr. 978-981. 425 A \*n 1 A ° Da * ar,a p fr* n(,t - *• Tochter des Bildhauers Georg Pfründt. A.MP »OMirte schone Bildnisse in Wachs, und hezoichncte diosclhen ülior 'i Mt AMI'. Als (iattin eines Sekretairs Braun zeichnete sie ■W« mit ^,W«. starl) zu Frankfurt 1713. S. öltet AMIi. No. 943. ? s P as i* no Amphyareo. Ministarmaler. ('alligrnjih und Form- A *»t) -^ ichneider von Ferrara. war FnniiiiViwitT Mönch in einem Fran^ Kloster zu Venedig. Zani nennt ilm Yespasiano Padre wtjco.Callifrafo e tfiniatore eelebre Fioreatiao um 1530. Tii,,]. ""diesem Künstler haben wir ein scheues Schriftbild) unter dem • s w,Tk, ' N fcwwmlrt. Auf diesem Natu pft <'r sich in ,1er Zuschrift an G. B. (iardi Frate Vispatiano Äm- ftin I ' luderen Vorschriften steht : Vetptuitmut, Yrtpatiä, und nur ^ l Kommt AMl'fi vor. Aus der Ahhreviatur Fr. machte Zani irrig ™ sro - Wir verdanken iliese Nachricht dem Hrn. .1. A. Hörner. M.mJ Andreas Müller, Maler, winde 1811 zu Oa w i l geboren, und /]VT) von seinem Vater, dem (iallerio • Direktor * ■■> y^irt^ /t^l\, '" D w ™ ta * unterrichtet, his er 1832 nach "elius * *V- '* %^ München sich begab, um unter P. von Oof- Müller i r^ w, '' ,, ' r '" Stadien zu machen. Seinen Huf gründet« aber biatori.'v ' ) { lss, 'ldorf, wo er zahlreiche Werke schuf. Sie liestehen in z " den' i".. )arst ''"'ingen, Genrebildern und Landschaften, und gehören auch n««t i t * n r ' r z<'"gnissen der neueren deutschen Kunst. I>n Fall A s, ' ,m '" Fresken in der St. A|M>llimiriskirchc zu Homagcn der die iiii.i"^' Kirche srurde ihm» ausgeschmückt, und Müller übernahm Kr hat, a ' K ' llT ''''(-"'"de ilcs hl. Apollinaril und anderer Heiligen. A VI-'li' 1 ' (li<> I,,i,,ln K sämmtlirher Fecorations - Arbeiten. Monoir'ra r s< ' 1 "' ill, 'orsehiedene (iemiihle und Zeichnungen mit einem '«Vi I""!'' Tenen «n zu haben. Das erste Zeichen, mit der Jahnahl Prieden.iv man »"' einem schönen Aqtiarellbilde im Besitae des Gedicht» u^f 8 A Fahne »" f Rol*nd Schloss. Die Darstellon« lart dem ****%*. .""'»Fs: ..De,- Knabe im Erdbeerechlaf", entnommen. In den z " einer^ST V" 1 '" (* «•*»**). Dtuddoef 1830, ist derselbe Stoff ''''M'.,, in l, " n,,v «''-zicrniig benutzt, und von Müller seihst radirt. Aul "'''«at/, , s ''' ll, *M zweit,. Zeichen Das dritte Monogramm mit dem '" Hei,,;,,," 1 ,^" 1 ' 1 '"' 18% 37, ti.....■( man ebenfalls auf einer Hadirung -Maria Ro v „ ertmch i "•"»lieh tat** Handverziernng des (Jedichtes ! **»» l; n V'" 1 ' r '' I!ni, ining des Künstlers ist in den Liedern und llil- ^ hutie ,''""•'" DkMmgtn „u Bnndttiehnungen. DiiueUorf IM*, gr.4. .''""tr i„ t , v '"•""•e's Gedieh) der Passionsblume lllustrirt Eine Kala 8^i"JW. ist betitelt: „Bild von den Schneidern." Nebst Erklärung g« ' l!1 »" ist wahrscheinlich eLenlalls von A. Müller. b :„ ün 1 be k»nnter Kupferstecher, welchen P aHaet P. gr. IX- 1> Wl v -^ das ^"»^hen Meistern zahlt. Das BlaM aber, welches r^zia,," /;' Kr ', , "'" > Zeichen trägt, ist in der Weine de. Agoattao rei weftH.lT- Ä. plt E " -<'■"< «*hs Büsten TOT, drei männliche und ^ arh recht, i V 10 " Mr l'nks ist jene einer jungen Frau in Profil i ," n " nm h.T, •■ ,,ip 7w " Ur - »"'»»l ir,,r MsU ,li " '""' 1 "' rl ' r, ' r " '• ''' H«h( t i" 1 "' '""' zwischen Hern dritten und dem vierten Brost- nter dem tS ■ ** am ,! '""le h i den mit dem Monogramme. '«eichen steht die Jahrxahl i8*. " I Z.• L. Br.iZ.fU 426 AMR-AMRF. Nr. 982 - 983. Kin zweites Blatt des Künstlers, ebenfalls mit dem Monogramme- aber ohne Täfelrhen, stellt in Friesform seebs kleine Medaillons n»' KOpfen in Arabesken vor. II. 1 Z. 3L. Hr. 6 Z. 4 Ij. Diesen Kupf»* stich kennt Bartsch nicht. 982. Frani von Paula Mayr, k. bayerischer Manthbeamter, maW .^^^ \^D seinen Nebenstunden Bilder in Oel " n * 7\ /1_D //JLl Aquarell, und erlangte hierin eine nicht «*' /y |\ (^~/ \ wohnliche Uebung. Man findet historis«* ■* ■*- ^^j^ ^^ Darstellungen, Genrebilder nnd Landschaft" von ihm. Auch arebiktektonische Analchten malle er. Eine» sein" Hauptwerke ist die Rundantichf von München. Die gegebenen Zeich* findet man auf (icmaldcn in Oel und Aquarell. F. v. I'. Mayr staT» zn München 1845. 983. Andrea Meldolla und Richard Ford sind durch dieses ZeicbJJ . . angedeutet. Krstercr fand unter dein Monogramm AM. N<>- " /y\ bereits eine ausführliche Stelle, und es wurde nachgewiesen, »*^ tj r> er mit Andrea Schiavone l'.ine Person sei. wahrend man " "** Bartsch zwei Meister annahm. In dem betreffenden Artikel hab* wir auch bereits auf Richard Ford, den berühmten englischen Ki"> s ' freund, hingewiesen, liier handelt es sich daher nur speeiell um j Kftnstlerxeichen. Man findet es nnf einigen geistreichen Blattet« '' Mr. Ford, welche dieser nach Radirungen nnd Zeichnungen "' A. Meldolla ausgeführt hatte. Sie sind in folgendem Werke: T**L F.trnic>'n;/i nnd h'.tiqrayinqt by Parmigianino nnd A" ™ r r Vrldnlla. in the Collertinn n( Hirlinrd Ford. I. Inndon IH22. /weite A ' theilung 1930. Die erste Abtheilung enthält 12 geistreiche und mei«* balle Copien. die zweite deren 15, !.i- Kac ,iinilewerk im t' 1 ") 1 27 Blatter zahlt. Sir Richard radirtc 23 Blätter, und die vier "'""'^f sind von der Hand der Harriel Ford, welche mit dem MonogratJ HF. zeichnete. It. Ford'i Copien nach A Meldolla tragen aber "l alle da- gagabtJM Monogramm mit HF. Einige sind auch mit , Namen des Malers, und des Copisten bezeichnet. Hier zählen ** r .jg| In geistreiche englische Dilettant nach dem genannten ^.) % \t geliefert hat. Di0) Christus auf der Trepp«, wie er von der Mutter und den heiligen **»uen Abschied ninunt. Nach Meldolla's Baoptblatt, B. No. 14. Mit "«••gehöht, und in Ttuchton. ^ J) ie Blatter von \o. 7 10 sind im zweiten Hände des Werk' ord. Was C1 . ,,;,,», I'jinnjgjaninn radirt s. unter Fl'. RF. "M- Am. Roujsean Halley PenaMhaeMer, war m t84.v- so in A.M R l-l 1,; "''~ **»%■ Er 'mg zur Illustration um Werken bei. 8c , . •»»*• In ,,/.<)7 zu Colli gehören, wo sich ihre Eltern i n ■ ö zur Zeit ,1er blutigen Verfolgungen des Herzogs von Alba •cn »panisch-niederländischen Provinzen niedergelassen halten. Ueber lieh W, ' ntl( ' rlmi '<' Talent dieser Dame zu den Wissenschaften und führ'r l St '"'•"'«biet Merk», KwiSf- ">,l 375 war von dem in Wach- bossirten Portraite mit ifi " a,1, ' r ' M beianbsrt Ueberdiess werden ihr schön gemalte Stücke »utres V, 1 ""'"- Früchten, Insekten und Vögeln in Oel- nnd Wasserfarben leist, "• s " wie Heiligenbilder und Portraite. Von ihren Kunst- No X'" lst i,1 " >r nur weniges auf die Nachwelt gekommen. Hrulliot 1. dem W " ni1 A ''l'' ' N " l,,(l Raubte ihr ein Hihi der Madonna mit sehr«! " '" ''''"'"' w«i P Breughel gemalten BlamenkraaM so- Wn .'"en zu dürfen. Das Bild hat ein aui AS. bestehendes Monogramm, da Im . " , "' r eher ll '''" Adrian Ballaerl angehöret, als der schnnnan. he,l,if nro so,r,s » Blumen malle, null hierin keines anderen Msirtsrs MoZ. Mf ' r '" « b " ll,t '»" ">it grösserem lichte das oben gegebene es ,iS• '" ,n , " i, ,l, ' r dabrzahl 1987 zuschreiben zu dürfen. Kr fand liehen ,r nrm In holländischer Weise gemalten, lebensgrossen mtnn- •011 " SWMie. Elches einen der Brüder der Künstlerin vorstellen A.\ T jgg dem radirten nnd gestochenen eigenhändigen Bildnis«de "<>, ,,n "' mn " ,teben *« '"itialen i V. »., was ebenfalls für Marios "*»* «Pricht, Hebe, dieses Bildniss «erden wir „nte. t.M.v bndeln. in j^Wman lebte i„ verschiedenen Stadien. Nach dem ,n. Jährt 1B20 wo Jfe**>' Prfol 8ten Tode ihrer Eltern begab sie sich nach Utrecht, l,ci,,, 0 f . mit Rohm die gelehrte Laufbahn betrat. Famihenangelegen- ri Ren ( V'"',' s,e l « 53 »«"'"' nach Cöln, von wo sie nach »weijah- >,L Al ; nilllf wieder In'i Vaterland snrtckkehrte. Je« ebteje •nOlich iRßi ' • nnd an « CT beständigen Pebangen der Andacht, bis sie UlTJÄ 1 »»< einer Heise i„ der Schweta den berüchtigten Jesuiten M ll;ift , «„atiker Johann de l.abadie kennen ernte. Uiden- ir ^' L r 1,,n '"'<-"—». blieb sie dessen Heglci.enn bei all e nj ; er- S? K° i "" i , s, ''" 1 < "'„1 Land, sie glaubte den besseren IUcilwwlk» ***dem , 1 '«; 1 , "' k:, ■'" , '' •«<* «H St-dz zu der Lehre der Lab« "»it do n p r '" 4 In Mtona erfolgten Tode ihres Propheten veriiM« ie ttarh «7,'''^ rn " mI Anhangini desselben ebenfalls diese Stadt und Inf ihrem , m,f ,,,>m 1,orfr Wiewarden in Westfriesland, Sie opferte Cm Ir ™eg" Ruhm nnd Reichthum. Idieh aber, wenn auch eine 428 AMS -AMVL. Nr. f)86-9S7. schwärmerische, doch redliche Christin. Sehunnan's Schrift: Kuriert«- Altana 167». i'iffnct den Klick in ihr Innere«. Diner Artikel die«' zur Ergänzung jenes im Künstler-Dcxicon. 986. Anna Maria von Schorman. die gelehrte und schw&rmeriwkj \ VT c f Künstlerin, über welche wir im vorhergehenden Artikel rv.i l.o.jfr. ails f (1 hrlieh gehandelt, haben, «oll auf solche Weise W eigenes liildniss bezeichnet Indien. El i«t mit ausserordentlicher Fein* hrit mit der Nudel und dem Stichel vollendet, und wie Hulier, Hand- lineh &r. V. S. 1.1"). behauptet, von der Künstlerin seihst gestoch«* Das Brustbild ist in einem Ovale dargestellt, mit der Schrift: AN'^ MARIA A BCHURMAN. AN AETAT, XXV cb.la. cxi.. A.M.B.f* Unten steht ein lateinisches Distichon: CVrniti« lue pi< l;t MittOI in imato'n. \tillu 8i rifEBt ar* furenam . ffrAttA vcfttr» cUliit . Ilnher sagt, dass das formal Unart, und die Büste in einem OvWf dargestellt sei. Wir möehten glauben, dass diess jenes BildniM » e jj welches in Boissard's Bihliotheca rhalcographica vorkommt, und » | ' c ' von Brullint II. No. 117 erwähnt wird. Dal Boiisard'sche Portrait "* ebenfalls die .lahrzahl IHM), ist. aber sieher nicht von der Schurrn» gestoehen. Hnilliot. gibt nur die Initialen A.M.S. an. ohne den i' p satz fee.. welchen Hnber bemerkt. Die Künstlerin müsste demnach '" Bildniss zweimal gestochen haben. Sicher von ihrer Hand ist ein ** f J , Brustbild derselben in */i Ansieht nach link« Sie trägt einen rr 'y?. e tf Spitzenkragen, und ein besetztes Kleid. Das Haar i«t auf der M' ' des Kopfes gescheitelt, und hängt auf beiden Seiten in üppigen I' oC !f,. herab. In dem unter dem Bnisthilde befindlichen (artouche s"'" ■ cVon animi fnttut etc. Im Bande unten |ie«t man: Anno tßSti ", rechts: A. M n Srhurmä tmlp et drlin. Höhe der Platte 7 Z. *| Br. 5 '/.. 7 li. Dieses Bildniss ist fein mit der Nadel und dem S*"' ausgeführt, und man tinclct es «ehr selten. 987. McoUns Alexander Mair, jener Maler und Kupferit*** rm "^UV/^!" w,,,,,lr " Bartsch P tri VI. p. 362 MAI» £ AA J^^K l.ancMiut nennt Unter diesem ^ l, ""'" ll0 n J % l^r VI llc ' r K*"tler ron jeher bekannt, l,ft . j sS e ■»mJr-m-w -jmjr Paul Behaim jun. in seinem Vcrzeirnn 7-V W^|\ von Kun«t«aehen von, Jahre lf.18 der ai» ± \ .ZVIA . Tradition folgte. Es i«t aber nicht »™ n ireben. ob Landab.«! m Niederbayern, oder l,and«but in M*hre^ verstehen «ei l!art«eb P gr VI. p IAH No. 8 entschied für '''^ijt, Stadt, indem auf einem Kupferstiche, welcher die hl. Anna vor ljjei • eh.- Mnia mit dem Kinde auf dem Schoosse halt, an de" ' „f Säiilenbasen der Buchstabe II ich zeigt. Daran« sebloss " ;,r,s ,' „jitf 1 Wenzel um Olmntz in Mahren, und erklärte eleu Mair als '' an „,1-n, des«elben. Seit dieaeT Zeit (IHOHi wird fast allgemein angei> 0 " (( ,r dass der Künstler aus l.andshut in Mahren -lamme, obgleich ''"' ätifh desselben auf Siiddontse bland weisen. Das genannte Blatt ist ,,K i tli' r ' 1 nicht von Wenzel von Olmntz gestochen, da es mit den anderen I dieses Mi c d i ebensowenig stimmt, als mit jenen des Mair von ' | l( ,ii. hnt. Der Kupfentecher mftente sieh wohl dun h »'»»'. angedeutet ^,< aber der nlmützer Wenzel i«t darunter nicht zu verstehen. ' '°l,£fl< , ' c * 1 sc hemt auch erst nach Mair's Tod abgedruckt worden zu «cv", , fi ,,jf sie die .lahrzahl (490 trägt. Das Papier jener Exemplare, * e ' t fc*w* gesehen haben, ist moderner als jenes, dessen lieh Mair '"''lie r n|i Kerner i«t die Compositum anscheinlich nicht von ihm, 90 ° fl nid 1 ' einem Meister aus der Schule des Michael Wolgemuth, * pn von letzterem selbst AMVL. Nr. 987. 429 . K« unterliegt keinem Zweifel, dass ÜMM Mair zu Landshut in ^ ifirtor-Bayorn (triebt habe. Hr. Pfarrer K. Oiss machte uns aus Archi- a l( ''i mit allen Landshuter Meistern jener Zeit bekamt: "Ikel Alexander Mair Plctor in Landshut 1492. 1499, 1514. Johanne, Schwab Ptetor in Landab«! 1494. ü'rich Nettenaner Pietor de Monaekio in Landshut 1497. Sigmund Gleissmüller Pietor in Landshut 1503. Ilieninvmiis Kirehmair PktOf in Landshnt 1505. Aus• i ^'"' r " Knl '' historische Darstellungen und architektonisch« Die U I) ''' Arehitektnr fehlte nlier auch bei den ersterrn nicht, iii'iii r/ " K '" ^' , "'' ,, Jakoben bestellte bei Mair in Landshut ein Ge- I,,' , für das Klonte,- Sceligonthnl daselbst. Ba stellte den Ted der 'iHo *Ül " '''"' "'"' " l "' 1 '' i '"' 1 ' 1, " , ' n - '''"' nil,1,,r. I»irs« ist „ m ,u ' lnli| h jene Compositum von 1499, deren Stich Mnrtsch \o. 4 dc-s s "" l '''' 1 : ••'" biimlfrnli- priuMif' beschreibt. Am Gewftlbe Im «pcisesaales im Grande i-t das Wappen wwi Landahnl angebracht. in Al'ti -, 1514 mixUr (]rr Kunstler einen Mlar mit mehreren Bildern gefnnrt ungen ' wc lcher in der alten Capelle zu Landsbnt seine Stelle auf d„ '.p 1 '"'" »Oll. Dal Mittelbild stellte die Madonna mit dem Kinde "US ,],'" J 1 "'" 11 '' dar, und in den übrigen Abtbeilungen -ah man Scenen mehr v ''''"'"•''SU und Heilige. Diener Altar ist in der Kirche nicht »•Ich« 1 "' Wahrscheinlich gehörten jene alten f.enialdc dazu. '«l*tJi "rulliot |. \„. f,.13 das er«to Zeichen mit der .Tahrznhl «,.],.) r "« (ln Das zweite Monogramm fanden wir auf einem (iemahle, einem, '.'" Ansicht eines Madtthores mit Durchsicht gibt. Recht« auf K°n>oi,, ( 1 : "" 110n ^»etrten Hügel steht ein gothisches Hans, im All- MAIR 1" den \jenigen ähnlich, welches durch einen mit dem Namen >,i„ lt „Zeichneten Kupferstich bekannt ist. Bartsch p. 370 gibt diesen von tl "!'"" K »pfer8tlch in, Anbange als zweifelhaftes Hlatt des Man W«Ä' . ''"'• ob 8'eich es i„ der Weise desselben, und sehr sein,.. «*] tu, ' ,■ Wir "«'♦••» dieses Itlatt für acht, obgleich es keine .lnhr- «"Ihisci: ,, ""' "»eisten Blatter Mair's haben die Jahrzahl 1499 Ott (bat ei HaU8 ' vor «ossen Tbiire die Frau einen Mann empfangt, ist ! ( *neiÄL'Er" ere ' '''"'iMkt. doch noch vor 1504 entstanden '»"/orrn- Und,h!! "">" Wuroi vo„ Regensburg, welcher von 1501 1604 in •«die ,.?1? ,)ru <-kerH hatte, schnitt dieselbe Darstellung in Holz feltan u'i '"'""»'s Papier gedruckt und mit Weiss gehöht, äusserst jener ,ll V."""" Her Name des Mair steht nicht daran), sondern nur I""M ;| „. ^""»ehneiders. welcher wsrschcinlich nach einer Zeichnung ,la, '"n L. M n ' H "" ''»»■ Letfterer dürfte dann Veranlassung gefunden " ,, °" "rw,r; »'«»eicht merkwürdige Haas, in Kopfer an stechen. Da >, *,u '""" ßemAWe stellt das sogenannte .Indenthnr in Landshnt ^Traaan^ ^kannter Int. Rechts von diesem, aul einem 1 lateau """lili,l, ' z, 7«'-. «•"• ein altes gothisches Schlösschen, welches ver- s> :llt " \ \ K "l"">'s.irl, in Abbildung gibt. Line andere auf Holz v-Dreher i « V " n U »'I*"». besass noch um 1830 der Olaserraeister KOl >stle r „ ."! M(1 '"h.n 01, sio dftR Monogramm, oder den Namen des 'rhpr . ...... -aioisiint nosass hoch um ir lers t r s J 10 " 0 "*»' ( »1» sie das Monogramm, K ' können wir nicht bestimmen. 430 AMW-AMZ. Nr. 988-989. Bartsch VI. p. 362 ff. beschreibt von Mair von Landshut 12 Kupf«' stiebe. Im Künstlcr-Lexienn VIII. S. 204 No. 14 haben wir rin «lies«* Schriftsteller unbekanntes Blatt beigefügt. Es stellt einen vornehm«" Herrn vor dein Altare betend dar. Die Capelle ist reich in byzantint' silier Weise verziert. Oben in dir Nische sind zwei leere YV.ipl"'" Schilde mit in Schnörkel endendeii Löwen zu den Seiten. In »«' Mitte über dein Bogen steht die .lnlir/;ilil IM)!», und unten um IIa"«''' M.MI!. II 8 /. | I,. Hr. I /,. H L. Dieses seltene Itlatt stellt tWj scheinlich den Herzog (ioorg den Keii heu von Nieder- Bayern ** Die beiden I.öwen als Wappenhalter deuten auf Bayern. Der Herw kniet deinuiii h in dein alten Ibiusoriitorium auf der Trausnitz, *° * IÖ03 starb. * , Nach dem. was wir hier beigebracht baben. ist es uns nicht y.wriff* batt, ia|i Mair aus Lanclshiit in Bayern stnnune. Man möchte nur "*' wenden, dnss sein Tuufnamc auf keinem der von Bartsch begehrieben"' Blatter stehe, und somit nnser Nirolaus Alexander Mair auch ein * derer Künstler seyn könne. Die Möglichkeit wollen wir nicht abspreC**. beide aber müssen zu Landshut in Bayern gelebt haben. K. """i») iZur OiW In. lue der bildenden Kün-te in Mahren. Brunn 1838. 9- B tand für seinen N. Mair in Olnuit/ kein urkundliches Zeugnis*. ' iIm nur willkürlich um 1499 in der genannten Stadt sieb etalu'P Der Buchstabe .\ bedeutet nur, das» llawlik den Taufnamen ?, '! n ,| S angeblichen Olmlltzer Mair nicht kannte. Das Monogramm ist cben'*j nicht Reuen unsere Ansicht. Es scheint aus den Buchstaben '* j. zu bestehen, das L in der m holen Lage zugleich das V *ndeit»* Sollte diese Erklärung nicht genügen, so geht vielleicht noch denth' ASM hervor, d. h. der Name Alexander Nicolaus Mair. Wir * ,s ' jt aber auch noch von einem (lenialcle am einer Kirche in LandshlUj . dem Monogramme IHM.. Der liuchstabe /. geht der Art schief (1 "^ das M, da-s man bei genauer Betrachtung sogleich die Bildung erkennt. Man mos», also Mair von Landshut lesen 988. Andreas Matthäus Wolfgang. Kupferstecher von Aüff^* sf A/ T/y 0 iM ' , " r ,,rs Künstlers. Mit LH» Sc '""f 1 %« •wO.^7 *T ««7»- j,t ein schönes Hl.ittrben mit einer nähende" jn| , f im Zimmer Die anderen Initialen stehen auf einem Blatte ■■ Vofl»ten«i-i ■• 17*». /77/ u. I7»7 Zu grossem Danke ve^^ er auch die Nachwelt durch die Bekanntmachung verschie« AMZ. Nr. 990. 4SI ''l'iel'V"" ^ re,keB berühmter Meistor :in Palästen in Venedig. Er hatte V ar { gewichnet, und tlioils aurli gnttrh—, für folgendes Werk: Tcvt" fi""™ " FrttM ilr' prini-ipuli murslri Vmninni rlr. 24 Matter mit wir■ 11 enK !" n ' il> ' M. Im Künstler-I.exicon XXII. S.214 -218 haben |, ' '° r (1 "; beiden Ant Marin Zanotti ausführlich gehandelt, und daher i'rvv'l " Wfr ''' ,T " llr "'"'''• <*»« ,lip "" Artikr-I des alteren Zanrtti U ( '" n,( '» Mlatter mit Figuren und Thieren nach Zeichnungen n» ■chön ° n * Wftn f»cheinlich »on Zanetti (iiovane radirt sind. Pas vor'""!.'"]'' s '' ,, ''" , ' Bl»tt mit obigem Zeielien -teilt verschiedene Ki'.pl'e ander ki-u v '"'' ,l '' nM1 fünf - '""' link ' < ZWI '' • in ( ''""ri l(>n gegen •''»■ dem K • n( '- ' " ,, ' M innerhalb des Randes steht das Monogramm mit Die", ? te0: '" IHI " ^< vl.ps Loireini. II. 4 Z. 4 L. Hr. 6 Z. Büste" ) ' '"' '" ll " '*' '" r ' nrr L ' ;m/ wideren Weise lieliandclt. als die vini i>" v -iltiien Zanetti. Em i«t geistreich radirt. ohne Anwendung geren 1? "'■ ''' r, ' n sirn Zl, nctti ''■ Öirolamo bediente. Von dem jfin- m , n ), 'l"'" 1 •«! such dai grosse, sckAne und seltene ltlatt, welche« Kreuz l ,nis '"' paPHtllchen Onitta mit Wolken darstellt, wie er das rctti,, • r: "'"''' ' «''lelies Rag«] trafen. Unten stellt: Jncobut Tinln- '"". Anioniu» M„ria Znnelti drl fl irulp. , gr. fbl. V(.,„.i : **' /: ""' ,, i Olorane rar Dustes der st. Karen»- Bibliothek In ""''k- »ml ,tarb 1778. Antonio Maria Conte Zanettl. Badirav nml VnmadkaaUM, ÄÄ r >, +s r\» wurde IfiWIzu Venedig geboren, wo seine C ^oJvL^JvC M ^ Fanailic zur reichen Kaufmannschaft ge- (;,.,,, , , ' 0 N J/ °<0/ / '^Vl,ort.>. und vom Kaiser Leopold in den ganze I i 1 '''' , "' 1 "' 11 wurde. Mit Glncksgtttern gesegnet, wendet« er seine wiru: ,.'','"' der Kunst zu. und macht« in dieser, obwohl nur Dilettant, »ein« i i' 1 ""'"' s,n "" !|K Kllil1 "' vo " »lenehn Jahre») zeigte er durch bittehtk nRen entschiedenes Talent, das Heuptrerdlenst de« Grafen ll,,| 1( , »»er darin, das» er in Italien die Kaust des Formschnitt« T,„i,, ."*•] wieder in\ I,e|„. n riet. Diese- Verfaliren kam naeli dem »ich«««.? ty inii Andreani in Verfall, und blieb zuletzt, ganz, unberflek- n, „I _'■. Zanetti wen, lote aber zum Drucke wieder mehrere Platten an. jenen ,i '' ''"' Ml RHlckliches Resultat, da« mehrere seiner Matter Kr «„' ,"" s Hngo da Carpi, und Andrea Andreani fast gleichkomme». "'»«••nl,'' ,i aucn «dirte Platten aa, die CUir-obscur besorgte er aber Künstwj 8 ' s " ll:K - ttemit die Hauptsache sein Verdienst ist Im Rehand P U X,TOnXX1I «2<*bahcn wir ausftthrlich Ober diesen Künstler n„ s ,. '' • 'nid auch auf seine Werke aufmerksam gemacht, so aass "»leben "u- Bun »cbst obliegt, aui da» Monogramm de» Meisters ein- l'uiikti,..,., ' ',', eraten vier Zeichen findet man auf den radirte«i und A '" TV,' f»ttern einer Fol« tm II BOstea, s»t« dem Titel. Wl "mii) *,,^" r ' '''"•'/"'i'f • Hstaaskssi air n<,»a-forir U i »/ (Mono- ?" l «'or e ",;" "" * ""»• 7"<"orrf/r, . MtatS S* K»SS« *>-'^/ / V, VJ gefügten Unten ans den Jahren I7 J * 1725 und 1727 stammen. Das erst« Hntmtniii stellt auf einem Hl*' in Helldunkel TOB drei Platten, welches den Mut ins Scävola vorsteu* wie er in Gegenwart von fünf Kriegern die Hnnil in das Feuer h*J Links ol.en ist d;is Zeichen mit l.f tlil. II. BZ. 7 L. Hr. «/'• 7 J Dieselbe Harstellung. aber etwas kleiner, kommt auch in Zanetti's '** rnltn di rnrie tlnmpr a rhinrnsniro tlr vor. Die Zeichnung ist von Fl* megianino. und daher kann der Buchstabe /. nicht Invenit bedeute™ wie man geglaubt bat Ks ist Junior zu lesen, wie diess .'ins M* zweiten Ilellilunkel von \ier Platten nach Rafael hervorgeht. ' , ""'. ( , Blatt zeigt eine sitzende weibliche Figur, welche den linken Arm Bt<- , f tV w die Brüstung des Fensters lehnt Links oben . wo ein Kugel mit Kreuze erscheint, steht HV.. recht! d.i. Zeichen Z.'inetti's mit dem satzc htn. Dieses lilatt beschreibt Bartsch No. 3, und er bei"' Bd. TBL |). 191. dass im (aliinet Fries ein Abdruck ohne dasselbe J Dafür aber steht links unten das Monogramm des Andrea Ano«*!£ mit der lieischrift: in mnnlnun 11102. Zanetti wollte damit ).-, Aufschluss gegeben I '"htire" in Venedig in 72 Blattern in Helldunkel, gr. fol. Die Blattei <*», aber von 1721 an. und sind in ersten, sehr seltenen Abdrücken n» ^ ohne Schrift und .tahi zahl Mehrere versah er dann mit ''''''"'!','„, d» Freunde, und auch diese Blatter gehören zu den alt'" x '"'"'', h d'ips f I nach der Vollendung denselben Übermacht hatte AoC ^^ F.xemplare sind jetzt ihr selten, so wie die Gesammfausgnbe ' v , n n 'oute Zanettl lagt in der Vorrede, dass er nach Herstellt^ N ||. :, ° OMlelau Exemplaren die Platten vernichtet habe Hart»* | 182 H l.c.,l,,,.,|,t 7t Blatte, in Helldunkel, und darunter • ?p) . t ,, nach Zeichnungen von Parmegianinn Letztere seilen diejenig: fc ^- welche Antonio da Trento dem Künstler gerauht hatte. Da« « steht inclusive zweier Titel aus 72 Blattern AN. Nr. 992-996. 433 ic ünbekani »ter Kupferstecher, welcher in der ersten HUflt des 16. Jahrhundi T ts lobte. Kr eopirto A.Dürcr's Blatt mit (Irr Familie des Satyr (f505), ]!. No. fi9. Von der (iogonsoite genommen, stellt in der Cnpie der Satvr mit der Schalmei rechte, Im 0 ■ '■" neDen '>"" »IteJ« du Wcili auf der ausgebreiteten Thierhaut. Zeich. ' hftng1 recht * " hvn *■ Baume das Tarelchen mit Dürer*« Hr j»' r? •* ' ,lmn J** 1 (1 '"- '"P'-"' 11 ersetzt ist. EL 4 Z. 3 L. Zeiche 7v ~ Bar,S(n " ml Heller EMMI diese OopM nicht, Das ■ AN. bedeutet vielleicht nur ..Albertus Xoriinbergcnsis". 93 - Aleiii Hoel, Zeichner und Maler, wurde 1792 zu "» natur» par A. Aor/, (|U. toi. Die Blatter sind Zeichen d ' K r <>9stentheils von Noel seihst. Man findet das kleine Titel v" ."* im '< so wie auf anderen Lithographien, welche unter dem Kii,ist| ( '! n ^""^''»irs vereiniget sind. Aul Zeichnungen bediente lieh der oi »isen r ''' K ''"'' s Monogramms. Das erste Zeichen findet man auf QQ '" ;,l,i '' n Alexis Noel starli um 1848. -v H r Jonann Benjamin Andreas Nothnagel? ta der Sammlung des J*C "linalers J. ]•' Steinkopf Ren. zu Stuttgart waren his 1856 zwei "Whj T'' St "'''ssig auf Holz ausgeffihrte Bilder, wovon das eine eine Me||t rgr> ,l,s andere eine Waldparthie mit Jägern und (iefolge W- ''''iivil.i' "' """' '"'' dem gegebenen Monogramme versehen, und ein ,U0 »rügt die .lahrzahl 17X7 oder /777. II. 10 Z. Ilr. 13V, Z. I8H a *J ""'der werden in R. WeigeVs Auktionskatalog vom 1. April •M,Y '|,'e i i ,,rM »riehen, mit der Bemerkung, dass das aus JMI oder •chefa," "'('.'"'»de Monogrannn einem Frankfurter Maler anzugehören bekannt, "'"'''cht rühren die Bilder von dem durch viele Radirungen jN ' ( "lnn„,',' , , lIer " ihI Tapetenfabrikanten Johann Andreas Benjamin k l"i.„. ,?',(+ ,H( >-* im 78, Jahre, her. Hüsgen sagt nämlich, dl «ad ,,., „"'"'"'»sl'ihler ,,„ Geschmack« de« D. T«um MMf gemalt, k "">, l( : ' '!'" Beifa11 1,11 ' r K «'»'"'r erworben habe. Das Monogramm '"' ihn gedeutet werden. unbekannter Maler. In der bei J. Odieuvro ITM erschienenen "* •*»«*. 5 u .rope illustre ist da« Bildnis, des Q«fta1 Adolph mit diesem sicher i/'''".' 1 "" »ersehen. Ks gehört einem französischen Maler an, '"''''niete a"t ri " 1,tere " BIHatai zun. Stiche oopiil hatte. Der Stecher A "•• worunter wohl A. Tardieu zu verstehen ist. oT Kia,nn n ^ kanBter »achüicher Maler «.....r Zeichner dessen K«m- ^.. cS' i hr '-« s - «0« »"genau und zu gross gibt. Wenn wir na h 7 J al .. ,1 ""^»""ter Andrea. Naumdorf. welcher zu Anfang des "J '""'/V "' "'--den Bildnisse malte, aber mit loncm Nnu.n- v" 0 ** v*,V" m ""' < fi S<> das B.ldniss des gelehrten Bauers Johann ' V ' s *""i ei^' '"',' w,lnl,> - kaum Kino Person ist. Auch Marc Anton U M ^'u W " hn ,hs l>or(ihmten Bildhauers (,io. Marr.a Nosseni, r, ' s,1 '•" L( \"" de8 < Inntursteu von Sachsen stand, hielt s,ch in i)ic au, < "och um |«K). Iiil ' l "isse k 'i, 1( '' ,) ; > """ Zeichen findet man aui einem Holzschnitte mit dem "*» Kurfürsten Christian II. von Sachsen in Rüstung mit dem 434 AN. Nr. 097-998. Marschallstalle. II. .1 Z. 7 L ISr. 2 Z. 4 L. Diese« Blatt finde« «** in dem von Christ und Brulliot erwähnten Stammbuchs des V. AlbiB* nnlcr dem Titel : ,»»• Slamm'nuh | vnd \ Hetchreibung dei Vhralltn '*" niglichfn, (hur vnd Fürstlichen GurMtrhlt | vnd Hau*** zu Sachtm • .)/(( (i/fi'H llililnitsrn ind cii/cnllithrn (iinlrularlurni etc. GtlltlU d»T(*\ M VHTRYM W.///VI »/, (hurf. Sachlichen Birtoricum \ vnd nun** ronlinuirl durch MAIIMJM ORESSLRRVM. />. |----- Leipzig \ (ifär** durch Abraham l.amtirrg. ,!m>o IliOJ. 4. I>if in Holz (frsrlinittcajj Bildnisse in gum Figuren hall Körner nicht für Arheiton der ei** und (Ici-scllicn I l:incl. Di« meisten sind von rauhem Aussehen, nur v ] Blatter von etwas feinerem Schnitt, und iiurli in der Zeichnung ". Figuren schlanker gehalten, als dir anderen. Sir sind auch grösser»* oben und nuten wellig H:mm bis zu den Kinfassungen übrig gela Das zweite, aus //// oder /// bestehende Zeichen i-t uns eben'* ' unbekannt. M:m tindet cm nur auf Kinem Blatte. 997. Johann August lfahl, Historie,,- und Landarbeit***^ i/ 1 wurde 1752 zu Clanne bei Hern geboren, wo sein ^' l,rl ' .,j. c/V berühmte Bildhauer Joh. August Vahl, ein Landhaus W **" Dieser Künstler gehört noch der älteren akademischen Richtung^^ und die Antike galt ihm für da* Höchste. Den Stoff m Gemälden ** eil"" 1 er gewöhnlich aus der Mythologie. Desonderen Reifall fand er mit ^ erotischen Dantellungtn in reizenden Landschaften, worin ihm '' ',.. zum Vorbilde diente. Wir haben im nTünstler-Lexiron X. S. 1"'' ^.i,. ftibrliebe Nachrichten über ihn gegeben, und bemerken hier " 1,r ? d»- dass Nahl 1702 Profmor an der Akademie in Caisel wurde. ** selbst iH2. r ) gest o rb e n ist Das obige Zeichen tindet man aul einem kräftig radirten u n .^ itocbenen Blatte nach Wilhelm Böttner. Dieses Blatt teilt den ' ''.„k Mir. wie er den (inuvnied kiisst . eine tierlichc Gruppe, abnliclj J iV . von Rafacl in der Farnesina, kl Fol. Nahl hinterliess noch ci"'*' dere Blatter, welche aber meistens mit dem Namen »ersehen sin 998. Adolph Henmann. Zeichner und Maler in Leipsig, ^ „,»11 /Vh (/£> /Ia. ''''" nichtigsten Künstlern seines Fache«. '• .,1,1 Jf/U,(/i7U,WU. Bildnisse und Oenrestncke, und eine irr-- -''-^ r C------- rtf seiner Zeichnungen ist durch den llolzsrnni in c*&^,.J0v? h*nnt. hie Leipziger illnstrirte Zeitung entn» Ab . ^--»^ UknftJakrgAagen »ob ihm an eine MiliM ' iir ,| r |iiaV bildoagen nach Netueana's Zeichnungen, sowohl Bildnisse als k iV Compositionen, von welchen aber mehrere das geistige r ' | K (, {l re tjij| "! derer Meister sind. So zeichnete er die Bilder, welche '^ . , ^jttc »"' Bogenhausc des Theaters zu Hannover gemalt hatte, z"" 1 °. jg) n' ;1 " die Holsplatten. In der lllnstrirten Zeitung 1853 No. Jil, | .," »je n"' 1 die Abdrucke. Auch mit Bildnissen ist diess öfters der /'"' ( 'i |( , rs rll> f '' jeiiem de- FOrstbischofs Melchior von Diepenbrork in N" ''. ..„je I"? Zeitung. Das schöne llildniss de- MeJera I Hüluier '"' ,; ,„ nr li vi , S. 72 ist ebenfalls nur aut Holz ropirl Dagegen aber *"!'' i^lom" 1 ' eigenhändige Compositionen Neumann's durch Holzschni fcxfl Beeonders srhön sind immer die Portraite berühmter M *j )j( , ' n ,r^ fn rlie illustrirte Zeitung in grosser Ansah 1 aufzuweisen bat. ■ j,- 0 rtti Blatter gingen aus der xyiographisehen Anstalt des Malers Schneiders K. Kretzsrhmar in Leipzig hervor fln^ 1 Auf den Holischnitten nach Zeichnung« dieses Mei'^u^gfi 1 man obige Zeichen, «ebbe »ich aber auch noch in «»•'•■ wiederholen. Xtt AN. Nr. 999 - 1004. 435 unbekanntes Wappenxeichen. Diese Initialen giht Hrnlliot n. No. 120, aber ohne zu g bab M, dass sie einem Künstler angehören. Man findet sie auf einen Kupferstiche, welch« dar genannte Schriftsteller dem Meister F.. S. von IMid zuschreiben möchte. Welcl) P 7~^ "" ^ ' >ils "latt ■•Itf r '" ritzendes .junges Weih von vorn, rinn,, u!" Linken einen Helm mit der Knie', und in der Rechten Oben i ''' , ' I, ''"^' Mi ' in MUnrhen sahen wir ein MM des Hei- 2,i 'd #/>".' ur l»'rmantel. welches die obigen Initialen mit der Jahr- •ii)i trägt. a . unbekannter Künstler. I»ie Initialen seines Namens findet ^» N *\ a " f ""»dornen französischen Holzschnitten, wie in der Phy- z,, icli„ 0 ,'" ""' (1 " bas-bleu Ac. Die Buchstaben deuten wohl den A \ nin),!" 1 ' 1), ' r "*•■ N " *U erwähnte Alexis N'orl seheint unter 1002 K ' >,n """ "" s0> " AXT ei * D r ana, n "Ol« ? Mit diesen Ifu< li-tahen zeichnete der Stecher • ,,')!' r ''"'K'' »ob sechs BUttera mit GoMschnfedararaferangen i""' 1 Mecl„'n l| "' H s "' »ind wahrscheinlich von dem GoMschmiede '""Hlerts i ,''"■ a,,i -'1':hii Nuis, welcher sich zu Anfang des 17 Jahr- '"" Bildni. '"'"''■wn niederliaaa, wo er eine Reihe von Denkmünzen * Ks "»inil " V "" König,,, au- dein Hause Oldenburg fertigte. Wir 0!>i>;«U*_s - .. -_.... • i -. :_ 1 .... 1 \ .-(^bctmmnn 10m ,kh, ' ob »wf« ; h (, <'"' 15 .Jahrhundert angehört. Man kennt ein •jlten | M !'", nielUrtei Blatt von seiner Hand, welches aher äti A./f ein? ,' tat ne m Sfll *Hrz.e,, '"'•'lt die n.oh rechts gerichtete Butt« einer Dame mit *°l' Ij'utz... [ „, fa ,.,,„.,, gvh , nlir eine einfache Schnur. sri." v " *«'is1 T\ uh ' r «' ,h " "»'1 links sind swei Blumen. undoben FHtt. V, , ' h,k "» wehen der Rundung, in welcher che Huste,» L , »r. 1 y'V" z »rt eingerissen die Buchstaben A A. H. 1 Z. 'l', 1 ,' 1 , B »«ach ä° '"/''""''" Duchesne aine. Voyag* tun lron° P hil«Xo. 347, 'V 11 2 üv" '■ ""' ''"lud", »ind nicht nach dem < ng.nale a,] ° xfeh.-, '".''.'•''«'•winiss,. jezeiel ..... I. und sie könnten daher auch IOO4 ll '' 1 "'" ""' '""" A, " ,n " k R , ' M, "' M AäT «°!f h F "«««nch lett. lormschnoider. wurde 1822 zu WY -,Aj{? , • ma,,li( b ein. da von dem folgenden, ebenfalls A gjjlt zeiebneuden Meister, der Zeit nach keine Hede sryn kann. ^, r ' diese Signatur auf einer gegossenen Medaille mit dem B«d" ^ |( .,i Nicolaus Baron von M a Wb ia j » , zu welcher ein Wachsmodell a ^ß Antonio Abondio gedient haben konnte .1 Bergmann gibt tlie V ( „jl"" Medaille in seinem Werke MtdttiUm auf hrruhmle Mnnner < ^ j S ( reirhiifhm Kaiierttnatet I Tab III No 13 in Abbildung, «""■ * fcatV sie beschrieben Her k ■ H.ith und Numismatiker ,,, ' r * n l* ne j e 1 ""' das Exemplar der k. k. Sammlung in Wien zur Vorlage * c ' ,- iU mii v °" figürlichen Revers ist Dasselbe Bildnis, kommt aber auch mit« u| ,,i ^ Leo l.eoni gearbeiteten (iigivntensturze auf der Hück-eite v '> i^ yfß in der Syllnge „um,imaliim \oti .1 .1 I.uckm- S 1 24 abgebildet. ^ ( |p gebort zu den berühmtesten Ntompelsehneidern der Wiif^ II l.ihrhundcrs. es bleibt aber desswegen Antoino Abo"']'" ' j( i |vr el'"*' rer nicht ausgeschlossen, da sich die alten Stuapel** 5 * 1 . 1 ? — ,|jcM'_ fremder Modelle bedient haben. N'icolaus von Madi daille mit dem RieseutarM 1547 zum Andenken an du >"' - ' " »TtHjn hnjai. imjh sjMiWtf r.......... .M.d.v" AN —AB. Nr. 1007. 437 der ilt,,"!. 7 " M '- Wl ' "'"' **•'"" *4mH 'i» s «iniT Zeit stiimiiirn. in welcher du« |{ii,'| ,''"' noch gelebt bat. Der jungen Antonio AI,.....Uo kann haben d. ltM1 "» von Matkiiaao weder modellirt, noch geschnitten ■ ' ;l mim Gepräge er* roa 1841 an datirea. av, " Antonio Abondio. Medailleur, einer der vorxüglichsten, wenn ™ : AH „ 1 '''' ^"'" , '' Künstlet lein« Fachet in i;*lit.- des 16. Jahrhunderte, wurde erst in dernenettenZeil fanden ah« nac * e ' nein >v '" 1 "'" bekanrrt Die Gepräge aiH Alf. MB, selten '*'•■''- ul'er Denkmünzen Aliondio\ ^ Sl| nia • 1 '|'"|' *"°ndio itamal .m~ einer ad eüche a Familie, welche in W|ir Bildha ' l: " ^'''^-""e begütert war. Sein gleichnamigerQroasratar * ;i ' l| i'ii,| '!',"'• '""' führte in Mailand einige riesenhafte Statuen aaa, ^'"""li" d \"'' l "' ll " ,lr Bildet in Wachs modellirte. Aleasaadro Jfttnchen "' unsers Medailleurs, kam später als Elo&aalei nach f"dni, 8e ' w .° cr '"' Auftrage des Herxo| Wilhelm V. ubaaagreeae i '' Meister*^ '""' "'"'' kl,, ' ll( ' Portraite i« Wachs boaairta. Er war I' 1 '» n<' : iin, in s 701) 198« «uersl all Conterfecter und Maler ,!''''" lUti,,;''?"l',' l,; " u " K«nannl Durcl...... gütige Mittheilung des ,„" '**■ l''el„- . '«""»n wissen wir auch, dasi ihm Maximilian II, Wi , '■'•'im .,i ....."■" '"' • ll11 .•>•'* • ,|al " '..... , ■■■■■•■ n," 1 -!,,,,,,, ; i| '"' m üblen Vermögensumständen, öderem ichlechter ■■'.« ,'""" Almni"'"" 1 ''" - ,V)I - indem ein Reciptsae rom 1«. Ja ..... ir 1880 C ''' •***£,» ""»'"»^'"r vorliegt, dasi S*tiu ""/'"'" KwU.lphll. bT *"mu .' ""'"!!'•'" *m Itmi) G*Um mlhohm Uabr. und dnt, er Wl, '"'" I« \u\ ''," "" f " ,h '•"•moffrt. mögt. Kerner wird durch De- 'ns Bildnis« Kaisers M | J ,lin t . lian in einem oralen Medaillon gibt Bolzenthal, Skizzen zur K"" f IM T.ii. 1<> in Abbildung, und als Meisterstück ' ,inf Arbeil im Kleinen die Medaille des Sebastian Zah ron 1572. |,i Im Jahn IM8 erhielt Abondio einen I *;i-^l>rict anf eine ^*5 bter Steine, wekhe er dem Kaiser Rudolph II. nach Frag ' ir ", a „ sollte, der Künstln dachte aber nicht mehr an die Heimkehr i "" i||1 ji die Bezahlung der Schulden Vom Jahre 1580 ist dir schöne Medaill*( dem Bildnisse des Hieronjrmns Scotti, welcher als Alchimist nndZao * zu Cohuffl die Holle eine« grossen Herrn spielte, nnd die Herzog" 1 -jj Sachsen Coburg rerführte, o da sich der Herzog Johann Oasinnj ^ von ihr scheiden Hess. Im Jahre 1583 war aber Abondio w '' ' | r der Nahe de Kai ers, und in vollen Gnaden. Den 24. Augu* ^ leiben Jahres bestätigte ihm der Monarch neuerdings den Adel. '.),,.. der nach Italien, seiner Heimath, reisen wollte „Kx aulanost; ^ nigna venia in Italian p.itnum ml um reeessuro" heisst es im ' <1, '' i '' r ( nn DiplOtne, wie wir die-- all« durch die Güte de« Herrn von V' 1 i welcher die be tr e ff enden Kammerakten durchforscht ha™ e ' Mr jas. einen Wiener Todtcnbnche i-t der Künstler im Monat Mai 1591 '- 0 " „& Darin itehl unter den erwlhnten Jahre: .. in/nni de a 1 """ 1 ' l".'" 1 ^^ depo itionis. Früher kannte man das Todesjahr des Künstler ^ ( ,.. Bei die er Gelegenheil machen »ii auch auf einen sweiti'" % .,init^ ro Abondio aufmerksam, welcher jünger ist als der oben <' 4ßO* Vater unsers Künstlen ■' Schlager fand ihn unter dem J^nal *** fculptor des K Ludolph II. eingetragen. Im ""!V' r( , |l** 16(8 heisst er „Possirer", oder Bildhauer, und mit dem •;.* feI1 tia*'' Windet er sus den Hofakten I>n . ist jener edle i' ' . g (cl welcher nach Sandrart IfMMarft« tkndrmif I S 341) an l, ','". (I ., 1 ,; t c v °" berufen wurde. Kr fertigte historische Stücke und ''"' j( '„,-i'" 1 ' 1 gefärbten Wachs, und der Kaiser berief ihn, um die Manipnl« ^ c ^\tl , mit ,111/11 chen Sandran zahlt diesen Abondio irrig zu .„neb« 1 *' des Michel Angelo, indem man di es e « nur ron dem dro«s\ate ^ pf kann. Sein gleichnamiger Sohn war ebenfalls Wwn * D0 7' utei«''^ in Di« ten von Bayern. In der Kirche der ^ , Congregation zu München war ein berühmte Vi iperbild '" r ^j r it JT ihm, welches I ^robling gestochen h;\t. Sandrar ,|„, M v' m jüngeren Alessandm abondio Notizen über Ultere 1ne ^^»iH 1 ' In »iel. tu diese beiden Messandro Abondio mit ilcm j )(l , t jniiii lo Abondio In Verwandschaft stehen, können wir n ]£ .ujilesf m r altere nicht der Bruder ''*"'.'.J n( jjo ' 9 ' wie man früher geglaubt hat. Von Alessandro II. Al10 Victoria 11 ANAD —ANC. Nr. 1008-1012. 439 S. ijg l! .'"!'" '" ' lir A "' 1 ' amliui«. welche Baron von Sacken II. rühren 'i M '"'''' , ' ^"" Antonio Abend» kann das Work nicht her* büriFBn'm { ' r l:,! " *****>< «od der Sieg iükt die Türken In Sieben- mäJ ins Jahr 1599 ,,il "' U8 Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des ■*• Jahrhundert« gelebt haben durfte, wahrscheinlich in Mün- !/".'" Steh Heller und lirnlliot I. No. 31 findet DU dieses '■fieiicn mit einiger Abtaderong ufhiitoriichen Zeichnungen, '''"""zalil tri ""' '''' '' l ' 1 ' 1 ' 1 ' natfilten, und rnth lavirt sind. Die ""rin c i ^ ''''' ^''' ''''' E*tt**hBM .m. aber wahrscheinlich bcr g macl't"'" W '" ''""' /iKi " :n|v,:| " 1 - welcher seine Studien in Niirn- auf , ioil '"'.'■ ""d iflOO in Manchen da* Meiiterrecht erwarb. Kr Mgta di'iii (l |,j/'" ""."'K';» siin eigenes, aoa v/v, bestellendes IfoBOgraaai ZWl 'ifeln !' • ''•'''''hniinijen dieser Art haben wir nicht gesehen, s °hei nf ü]?," r "''''' i,n der EsJetena derselben. Unser Mooograsnsniet '' ,ls Mon rü Z " S( ' v "' *!• Zigin, so daai dieser nur ("opien geliefert hat. no ri . n ' ii " Kr anini ähnelt in der Form jenem No. 1008, nur dass im Infi in ,|, 1S S J!" " sU '"■ Letalem Bachetab« konnte ans Venehea statt Zeichnnn ," i;raiM " 1 gekommen lern. 10 dass es sich nmOopiaa von lOOQ ' ''"'" Al,, " m " AlM.iidio handeln würde. r ' * n ton Blocklandt. geaaiin! A. roa Mnntfnrd. bezeichnete j7i K $1 ""' sc,l,lie Weise riet Blatter mit den Kvanjjelisten. -^ r ,^l' ,n -welche .Julius QolUitU gestochen hat. kl. fol. Sie er- C/t-JL^^ schienen im Verlage des Hans I.iefrinck. auf weh hen ■abaa wT^ ' s ' <,, l,ir «weiten Initialen beliehen. Unter A Ja* No. Ott lOin' ' K " , "' r A, "" n *"" Montford Rehandelt. At P * n Dibale Carracci ist dadurch als Zeichner einer Darstellung T "• t<ü. ||| "•* Madonna mit dem Kinde angedeutet. Die hl. Jwaf • '''" stein \ ' r '"' er *ciMtml in halber Y\p\v in ovaler Eiaiaesung. a " het|. 0( , , '"''• fnr ,r„l . kl. fo] - T'eher den Stecher werden wir 10ij ° r s,0,1 ° ,,am,rl " A ^'CAKt Ant ° n / i0 Cam P* Maier ron ( remona . erscheint hier als der . "*MN« /eieiiner eines von Agostino Carracci gestochenen Blattes, ■ y ',"' f AN < AM. IV PMro St*—** ff; . rechts: Ago & ''A VT,?: , '"* '""' " PAULI MtRACÜLUM IN NERO a "f diese,, \" ' V,n M H 9 /. Br. 6 / I Wir werden 1012 Z " * io,lrr, "dtei< Malen znrilrkommen. Vr, /r „ Ann 'bale Carracci. fand Maaea iwbaw»and« Artikel antar An r '""Initialen A t No. 297. und da ist bereits bemerkt. ■ • ij arnc..l u ■*•• "r nicht nur in den versehiedrnen lächern der z„ K '!" n,f 'lie iie„'■ .'"^"ris.heii Malerei thatig war. sondern aoeh ah der sek r ,rf "'hte„ " ll, , T "'""■■ RplhstsUndigen Landschaftamalerai m Italien vo', " i,1 "'i, Biü»" I)ip K^" 1 '"'"' Abbreviatur findet man auf vier Lud- ,1 ' Bartsch p tern ' * rhh <' '"" Franceaco Orimaldi radirt hat, und '" litel; „,!. « r - V X I' s: ' NO. 40 4.1 beschrieben sind, i.nter «lal m Önde »*f! ; '" 1 ,hm /w ' der Mann und dal W«b C> "■ « ;„ / : die ZiegHbrennerei. B. 42. die büasende An - Coro K " |v| ' " heinerken. dass die Ahbre- llo r ,1" Cnr ne J n " r a,,f (1r " spateren Abdi in ken sich finde. liic)i, r ,i ' s,r '" anf mehreren Blatten mit Darstellungen aus ■*■ Aenea», »eiche die drei Carracci im Palaaao Kara .1.1 440 AN< I AM). Nr. 1013-1016. zu Bologna in 12 grossen Bildern hintorliosson, Diese Gemälde h**, flio. Mm Mitelli radirt. unter dem Titel: L'Knmt VaganU. piltmrt •» Carrarri rlr l(W:i. Das Werk besteht in W Blattern mit ilen CnTJtr tiden. und ist von Ünrt-eli P, gr. \l\ p. ''"• Die i'ieta. in der Capuzincrkirehe zu Rom ist von .1 Bergig Mit \nd mm . pin. bezeichnet ist eine Radimna von M l'" lll "" 1| ^ .1 1' Blatt (1641) stellt die Findung des Moses dar 11 IZ 10L "r. • ^ IIK' /• 1016. Andreas Cornelj. Bildhauer und Kupferstecher, iml Cor hui I IM ITO0 in Rom thfttig. Seinen abgelcnr^ „ '.' 'inen findet man auf Blattern in folgendem fl fi Im/' fof /<•(»/. | RnngHnglin rf ,„„ ,„| w „,rnmp-iiM. fnlla '" , in e ** MM di l.rnuain 111117 Hall W/.ntr ,1 ,,,,11 >,q I ontt d, '"'"'T'^/nJ* 1 ' ilnrr »Irnnrd dflin tiK/ra Kral Martin di l.tarnmn I' flo* terra rlr nlla *antn Srdr ipoitolirn rlr Drdir da Gio M" h ' r ' r( yp' r *'!/ /'.7l7i fol. .1 I LeopoM in Augsburg liess dieses ^ '' r * >T r'ra,,i-Juhr h'umt Srhau- oder riqrntlirhe Vornlrll- "'"' * l ■ tin* "J*. .,l,ri, hnrntiiinnt ninl hiuthurrn Arbeiten, tn ehemal' . „,«1/" Utrhen f. rtranrdmar Ambatiadur :u Born :i/m 1 ortrhrn (>. fol CorneK -(.,, b tni dieses "* T * ein* e } 1> .. »ierte Wagen nach Zeichnnngi rri. Kin ander j,j,r** Blatt des Kflnstlen iMHl eine grosse (ialeere aus dem '^^ ^fü Oornel i wichtig zur Etmsn Krzeugnlsse der Roccocol'eriode AM) ANDli. N„. 1017 -1020. 441 *"" Andrea Andreanl. der berühmte Formschneider, über weichen And* [nlTrrli'itr'' wir lln,l ' , ' ll|,ni MoOOfTMUB A A KV 8fl ausführ- ,lrt h" ,u ' lieb gehandeil haben, beaelchnete auf solche Welse Maill""" *''" Blatl ■" Helldunkel von drei Platten. Ea itelll Ij . Adnin und K\;i BMb (li'ni SiiiKl.'iiliillc (liir. wir lia y een . d "ni Feigenblattern sieb bedecken. Diese Darstellung i-t raa j '« fVmnnirn d"l DMM S* Um» tlrdiro tAnno M l> Uu/ H 17 /,. B,. UZ. I 1, silier '•" ^'' ,; i'-iiio idontitirirt imm gewöhnlich mit D. Hoi-fiifnini. H i-t W'ih '",' ■'""-''"''' Meister, welcher noch I5M gelebt haben dürfte, Mo«-uu Becc * f umi um 1S52 starb, lieber die HoUschaittt nach den ""•»Odern im Dorn zu Sie« s. etwa s. 3«. Wlo. Giovanni Andrea Podesta. Haler und Radirar roa Gamoa, '""'• l\ i) I) /» Mühle um ISN IM* Er M sonachl durch geist- ., 1(i0 ' - reiche Radirnnfen bekaaat, deren Bartsch P. gr. XX sahlftn beschreib! Die Abbreriatar And /• h D. n. mil den Jahr ,,.,, ". '"■'".'. iHMt „„,1 /«vi. Badet bmo aal rierBUUtemaaitBaoeha« '" '!"■ W. Die drei D iilsulc« n»t nonai mmmt soll,^"'' 1 ''"'' A "t"he im T7lBkler*eehea CatalofelL NsuMWondSST» soa v " ,: '." Klauben, dasi swei Blatter mit der Dedication sn den Her- :l •'''■"•rinn,, mil der Abbreriatar: An,i /W 10*0 Tersehen seien. zciri,,'"' ''"' Nummern 2 und 8 bei Bartsch, und tragaa eMsje Be> v "'iiinff, . UI ^ Andrea Proccacclni. Haler und Radkec von Rens, gehört zu Ani '- Proca «nln den roreüglichsten Schülern des <'. Maratti. Die cht» . ' ' Bilder in den Kirchen und Palastes Rom's «pre- B£, ,tt lernen Gnnsten. Aul einigen radlrten Blattern ron seiner S. 87 i , ht die Abbreviatur de- Namens. Im Künstler-Lexicon XU. mit ,i ' "'" ""' •* Radirnngen rerneiebnet, welche aber grösstenteils Mm, . " \ ,l """» de« Künstlers versehen «Ind. Hier rage« wir sww -no„ , 1 „ ( , .; ml 1 M ' lt ''"" Blatter nacb C. Maratti bei, takha asaiew im m> " ' die Abbreriatar desselben trägem. II;,,,,.,, >; :i '"; weibliche rignr im aatikea Oostflm mit Blumen in den ein e V n Bl " Mb ' ,nt< * L '" 1 '"'"' Hl« h»1< I" '<"" l '«'" 1 "" erhobenen Hunden ft |, ""»m.nki ;,nz. („,,,„ | ink , g^lrt: rar. Maralli Inu. H. tl Z r - 7 2. | i, '■rl,,^:,,!:;''»' 1 . weibliche Figo, v„n von, ge,ehen. wiest« Bl"i.i<;n In dem z " Ä m^"" 1 " tr ««t Ohne Maratti's Samen, aber das Ge,*«*** K '» tfiatte •» ANDREA MEDIOLASSB „JUXSX li,], r. Familie mit einer mann Sl l|,„ r '«" r in einer Art Priesterkleidung mit langem Barte ri ellejcht "'"" - ,';r, '"^' "' I>« »e« Bild (Kniestflck) ?»« !■ der "*' *i, ,„. , ■»«'-■I. als i„ de, Färbung. Die Köpfe siad« ausdrncksnJV V " rk "m, ' '" ,r >"''"l einem der »V.raügHrhateo Gemälde damahgei Zeit ^''"•r „;'"'""' l * 1 ' 1 ' Verfertiger wird wohl Andrea Solarto sera UK As ,, , 4 \ H z " Mailand geboren wurde ffi •«* "" , "" VN 442 ANDR. Nr. 1021 — 1023. 1021. Andrea da Jesl gehört zu denjenigen italienischen Mal«" ANDREAS AKSINAS PINXIT des 16. Jahrhunderts, deren Andeng die Kunstgeschichte nicht nutbewann MDXXV. ),.,, ^an kennt weder seine FamiM*i ikmIi «ein (ielmrts- unil Todesjahr. Kr wird aher .jetzt den Schüler* Rsiael'i zugezahlt, weil nämlich in dem einzigen von Andrea bekannt** Weike die EUcbtang dwaelben lieh ausspricht. Dieses Oemald« h rindet lieh in der Kirche der hl. Jungfrau im Castrll von San Marcel" zu Amoiia. El trügt obige In-ehrift. Der Mnrehesc Ffli|i| di Colmullaro wollte diesen Andrea daJesi in neuester Zeit eineTa* in Santa Spornndia ili Cingoli zuschreiben, in welcher aber ander« '". Hand dos Innoconzo ila lumla zn erkennen glaubten. Der M darüber eine öffentliche Anfrage ergehen, welelie in folgendi verneint wird: Intnrnn ad una lella di Andrea ie Lebenszeit dÜMX Meisten ist nicht bekannt, man dürft* 1 jj ( seine Thütigkeit in die erste Haltte des 13 Jahrhunderts setzen. ■ Andrea T.ili isl er nicht Eine Person, sondern wahrscheinlich ein • ^ ■MIM des A|iidbmius. am de.-en Schule der 1204 verstorben« -*& Mrioning. Die griechischen Maler Apollonius und Theophanes g. fc deten in der früheren Zeit des 13. Jahrhunderts zu Venedig eine . c und diesen Meislern wollen wir auch den Andreas de Candia beiges 1023. Andrea Gnaclaloti ?on Prato gehört zu denjenigen ft**jjj ANDREAS. (iVAC'AlOTIS. tA\\TS^g ANDREAS. GVACIALOTVS Z^ZC^^ den. Man unterschied von ihm gewöhnlich einen \ndrea da Prato, aber auf einem der unten erwähnten Medaillons opva ixn o t\ ^„ 0 - zeichnet . und durch den Ruchstaben '■' selbst auf den " ( ' , " ,> ."'. t j ( „irc' 1 ' rinloii leitet. Auch einen Andrei da fremona wollte man "'.'", >,', lr ni'' Kin Künstler die-i ■ Namen i hen «cht bei Molinet und im Tresor d* ^ u. matiqt.....t Glrptfaue, er hatte aber nie existirt I>agegen war' ^ Jjt her Audi, |otis, welchen nach dem Vorgang'' des ''" in tpih fl irrig Ol ICAl.OTIS nannten, nicht zurück zu weisen, man er»* ^ 0 alier dem angeblichen Andrea da Cremona und dem Vndrea ^juel gegenüber nicht als Medailleur. Venati, nach Ihm (irognara. ^ j* die V7i n Kunstfreunde (Göthe und Mever im l>r " 1 ' j ' „„r ®! Jenaischen I.it Zeitung 1910, S VIII.) hielten den Ouarialo*i^ /c i den Hesteller der betreffenden Medaille, es wird aber *". /»eifr kaum ein solcher auf irgend einer Medaille gi |«tein'' C fI tiber die Kunstlcr-ol ialoti bebt ein| '^ g»i» Gedicht des Bischof* i welcher am Hofe Pin« "• pu-coto*"^. in dem trefflichen Werke des I >r (i. Vogt: Knea Sil"" <* fpr pSS»'>'?" Berlin in.Mi. \„ r ,edeS \\|I abgedm i in der" frif i\a»^ "»'I fflr (iuacialoti e„t . heidenden Abhandlung det I» '"''!'' n ( S'^ in dm Beiträgen zur alteren Münzkunde ist dieses I.obgedirn ANDR. Nr. 1023.. 443 fHllT ratn al, K'druckt. du es nN eine schlairende Urkunde MI die Jt~?T* Ansicht über diesen Meister zu betrachten ist. Schon die Auf- !,' Inlt: ,4rf Amlrenm Pratmittm MMiterwM , gibt ilin als einen Künstler ■>'Tkenneii, welchen der Bischof Caapua nberPyrgotetet setzt. Oom- i "neiite dieser Axt enthalten ■her gerade nick! immer trolle Wahrheit, |>, ' <, I :, )" t ' ^t alier jedenfalls einer der tüchtigsten Meister seiner Zeit. '" Dichter begeisterte namentlich der Medaillen auf Pap* l'ius n., (Ire I' "' S '""' r , "" 1 , '" 1 ' 1 »Mgeprlgl wurde. Molinct nennt den An- ,'';'' ll;i Cremona all Verfertiger. es wart aber weH möglich, di r aut Versehen diesen angeblichen, dmrch keine Inschrift beglaubigten nur S,: ' U '''"• Andrei &* P»ln nannte. Kr schreibt llim auch JVlw""" l ' ilul Ken Medaillon des PaOfteS Phil II. zu. .jenen mit dem Priii& n j ^onanni, Cicognars and die folgenden Schriftatelier bU auf daili ' las »en ihn aber sagen, Andrea O nt e on oee habe anch Me- sind ; "" 1 '' ll ' r Plpste verfertiget. Die wenigen Medaillons auf Pins II. * « n *chweitllch von Andreas dt Prelo, «nd es ist euea Bester Zweifel, "iciit M Mr Künstler "'i 1 AndreaOnacialotot Eine Pertoa sei Kr war c!, T ■Hniaturplastilcer von Profession, sondern ein Geistlicher, wie fiino" '""''' anfl ere Künstler waren. Von -einer Hand befindet lieh in Nici" ?a " kanis cben ('.„lex die Abschritt einiger Heden des Bischofs Pont u I ' a, ""' , " i "s von Orta welche in Don». Georgi'i Wie meetet ». |lr , 'lar. n„ mi „ n , l2 .,!,,„, ],.,„.)(, „ in ,|. Am Ende, p. IM, schreibt lliill"" A " llri '<" 4* Guatalotit (U PratO, Kmr trmpnri» Srriptnr tu Hn):»trn 8omh ; " '""<'><"».« PmtmtU nr rtinn, rif.hanu» rl Itrrlnr ni/nli Hr. Cr,,,, * """ Andren Ouacialoti von Prato gesichert, und Andrea dt lii n(1 ,,'" a ""»« weichen. Er verdankt es der Bemühung desDr.Fned- »leben I Hl ' rlin - «ebber für Ihn zehn Medaillons nachweiset, und deren ! ln Abbildungen gibt Wir hellen ennachst drei derselben hervor. |. ||( ,r, 'ss (T Medaillon mit dem Bildnisse des Papstes Jficolt ist ,]L \ T , Bo » t « iteht: TOMAS, des Papstes Vomaeie. Aul dem i; BCLv«r Kirchenfürst im Schiffe vorgestellt, nach der Aufschrift die (85 \, ' N ''' rodesjahr det Papstes heisst auf dem Rerers MCCCt Ulli llntc'r i '' m "' 1 ' unserer Zeitrechnung starb er aber den 26. Mar» 14» »Rhrif.,.' W, ' n "" ■««*• nie erste der eben gegebenen Künstler- In- mS:«, 8 **« a «ebt immer a Abb. bei Friedlander Tai ILNoJL 0«ab!?*i I n ° n ".it «iem Bildniste det Micokwt Paltaerins, Bischof »n s, , , ; N " n,i - '"" äussere, erhabene Umschrift lautet: »VDVt k *V !t ^ M ',"' di « innere vertiefte: KICOLAV« PAI.MKRIVK s„ , ^«anK ""' R <>«--k»eite stellt eine nackte gehende l'u:ur m. der L *V ,,„""• tW, « c ben '1er veitielten Schrift in dre, Ze'len: VTX ** der V ""V » MI 0CCC1 x v„ Am Rande der unteren Hälfte isl y*SSÜ ''V Ko " ü «™ risahe" wie oben in der «weiten Inschrift. > * ) ,r'' 1 "V ,,r: ' is < die obere Inschrift desReTera: .'..ntni kkn > «habenen und vertieften Inschriften bilden aal eilen gute. , ■■...iienen und vertieften Itisrnniien i............. • >l, r ,' , '\ , ;'"PI...t„ zusammen auf jeder Seite ein (Janaes In den im SAitÄ"«" , "'' 1 "" °ie vertiefU-n Inschriften hin haempla **, nn, 7""."' Ci ^Knara Storia drtla .rullura, fei. II • 1 > ^ ! ' "».1 ( ' la «emnach die Aufschrift „N'icolavt Palmenv« ßpt^JOrtanu, >. der te^?)« I! '' ■•- fehlten, so kam er zu der gcwngten 1 .-h - siotl v „. »edaillon «eile gar nicht den l'alm.en. sondern den Oaaci- S ,H.. J" »esten N...... ; „„ ,, rr KehrseiU i« erhabenen BuchsUben tooH aus.,,,. s,br„, ,,,,. Bildnissseite: ,.Kud«s Egressus S 1- "" gS "'' : " ,f «»«'ielotl. als wen er arm aber «echte! auade. " K «*n X" V r " l>j ....."endeten Exemplare machen den I «1.n - "" r Ids, ""!' "'" ll " , ''■ "'"I gebe, keinen Grund, den (.nainalot. aus " ,r »ünethl n streichen, wie VenuU, CleOfMP >'• k> «e- 444 WDR, Nr. (02.1. than lüilxMi. Kr stand dem Palmcrins nahe, gehörte zu dessen 11«"*' gMMMMB, liml konnte sieh daher mit' dein Medaillon .J'nntubernalU nennen. I>ie Buchstaben II. /•'. nach diesem Worte sind niclit hcstinVl zu erklären. Im TrtHOT de NuTMSmatiqUC wird Bonn.« h'iilclit gelcs<*i ilie^e )■ nriii i t .ihn' ungewöhnlich. Oeorgi liest tu it mehr Rocht W* (nrtitri Veeit, es konnte »her nach Friedländer auch Hi>nin h'rrii I ALL. Lei Frirdlän.Ier Tat II No. '■?. Mazzmhelli Tal». XVIII. N<* * Vgl. aneli liolzeniLal. Skizzen zur Kunstgeschichte S. 47 51, Medaillon mit dem Bildnisse des Herzogs Alfonso von CalaWjJ ■jüt der erhabenen Inschrift: ALFONSVs FKRD1 D\ X c,\I.ABBI*j Aul dem Revers rieht der Hieger im Tritrmpfe in die Stadi ein. "'"'u iteht: NEAPOLIS VICTRIX . nnter dem Zuge in drei Zeichen: ■ ITA LI AM M FT [DKM RKS'ITTVTAM | MCCni.XXXI Norh tief*. OPVS \M» <■ PRATENS. Wete Abbreriatnr ist nnLedeuklich ..0P^ Andreae Guactalotl Pratensis" zu lesen. Das Opu» ziölti nnwiderleglj 6 *? als das /•' iFeeitl auf dem Medaillon von I'alinieri . dass ""* cl *!« ; Künstler ie ve rt ie ft en Inschriften konnten beim Ciseliren nach I' 1 eingegraben werden . nnd dalier sind die abweichenden F.jcmpl»**.^ erklären Heran« gibt auf Tab. X\\. Vn. 6 jenes mit OH ITA' X \, AC III» i: M a. in Abbildung, sowie Dr. Friedlander I'af [•'• N " 1 „. Im QaCklOg Wellenheim ist ein Stück mit abweichender Inschrn*^ nnd statt PRATKNS in der Kltnstlcrbezoirhnung W ' || I'IUKN Belesen Die Buchstaben TK sind nämlich verbunden» mir der linke Oberschenkel des r hervortritt OL im FxcmP .j mit ITAI,IAi,»\ K kt PH \ ITA statt PH VTENS stehe, wissen wir "' liolzi'iithal I c, S, fi.1 rnrrigirt den Hei ,| ( ,,i. Die erwähnti'ii drei Medaillons interessirten »ins hier vor ' dl ~ie den Nammi und die Abbreviatur des Kflnsth Dr. „(i Linder beschreibt aber noch sieben andere Medaillons, darunter jj mit dem Rlldnl Pius II. die eine mit dem |VM ." ( ' v nii andere mit den Wappen der Picrolomini im Revers. Letzterer 1 | 14(10, und abgebildet Im Tresor de Nnnii mfltiqne I Tab. *■ ^h- Den Medaillon mit dem Pelikan gibt Friedlander I »l II N°-Ä jjj.* bildung, sowie einen anderen des Papstes ralixtus III Tai. I" j^ßt \nt derselben Tafel Ho fl gibt Friedlander auch die Vbbildnng ( ,^. zweiten Revers zum Bildnissmedaillnn des Herzogs Vlfnns v jyti Lrien . mit der lllegDrllclWW Figur der («instantia l'illl |>.,p< t <'' «iei|. iLolt mich <'in Medaillon mit dem Mihi»' ' '''.'\ ,_ sich Sixtiis l\ von l'illl Die Kehrseiten mit dieser Figur '"'*"' ttV alle .ml ilie I |H<» erfolfte Vertreibung der Tflrkon ans fta» f '.^'y wenn der Medaillon mit dem Bildnisse des Her/".;- Alfons eo $ß aloti herrührt, so wird auch da- Portrait des Papste« si,, "."j f^ gefertiget se\n. da irct ihr Revers wiederholt \bbildung •" lamler Taf III No T I rhreibt Friedender »nrh n^ pje« Medaillon der Constantia Bentlvnglio. der Oemahlin des A . fl rn'* della Mirandola. \nf der Kehrseil . ILe nackte " ■■> darüber unter Monogi m t" und AMF. \<> IW m*Qu- 9 e nandelt, und verweisen zunächst darauf. „ ' '''. Blatter mit dem Namen Andrei Schian« beschreibt Bartsch XVI. ]!;„,. N "- 13 33 si,. gehören /.. einer Folge von 21 geistreichen ,„„""«'•"• welche aul vertierten Feldern Büsten, Figuren, historische Ü.J^wologische Darstellungen nach antiken Werken in Bronae und ,,, ""»enthalten Diese Folge emhien bei F. Valesio unter dem I itel iruti, ■'■"'"''<■ Einfassung: Rf rfnrr«. r;,„ r „, " '"•"■ ...... »i ..... ,h„i, «mimM /;...»,<«/. n ,Mir„i, •* r* •»■ rf '" ■W«;/..«-.,r„„,, ,„,,». ),„,,.,. ii. 4 /. k B L Bf. • / '; !/• bet8ipi. Meldo "« detto Schiavone hatte ursprünglich keines dieser Blätter hin«,?"^ 1 ' ''"' Name Andre« Schiaon wurde nur von dem >e'jeger ^hickt/ K V w ' 1 ' 1 "' 1 ' ««" Werk mit Titel und Ded.cation in die Welt tCw;, hl " Bieter vor der Schrift gehören atao in denfruhesten. "erk i.i .,„ ,,,......................... ,........i„- i m ersten Drucke. ■ r;ui> i , ' '" " in der niii'ii erwiiiiiiii'u i •■•*' • E, wi '.•.'"■^«■heii. „utcr welchem diete Arbeiten begonnen S»2 'V,", 1 ' '"' , ^ndschaften des Anton F«»t«Mi aul du- n »or« "««.IkhV " , IV .......' mehrere Künstler nach vorhandenen Urkunden v....e ,. 1.' , ; 1 "- 1 " • tand weder «ine« A. MeMoUa, r*cb üb« A. Beut / '»ahnt A. " 1025 ' Andrea Berganusco. M d,, l'.nnd,, ier Pr**««l^ *r- ANDu K/\V: IIL'ij mv (tamo, hinterliess in seiner \ C-Aö WYM. |>|\. J23 t Viele Oemdlde, welche einen 446 ANPR. Nr. 1026. trefflichen Nachahmer des Giovanni Bellini verrathen. Von besonder* Schönheit und Naiutat sind seine weiblichen und Engelsköpfe, " l,( ' r an Kafard und Leonardo erinnernd. Die Verkündigung Unser» ll |,rr " durch den Bafel in ( 'eneda bei Cadore betrachtete Tizian öfter ""' Entzücken, lue Hauptwerk« de» Künstler» sind alier in den Kirch*' zu BMgMM, Auf einigen stellt obige Aldirevialur. I'revitali starb " ; " Lanzi IStfl an der |V-t. im Servilere di Piaini della nttä di lieruM" 1 ' 1 1825 ist alier seine Lebenszeit Ml 1 .'>!>() nu^iredehiit. 1026. A. I). MCCCLVII. y^ÄSÄ ANDREAS ClONIS J™^X$ DEFLOKETJA MK PINXIT. ^«-äS vella in I- loren» ' der mittleren Abtbeilnng ist unter einem Spitzbogen die throne" Maria »on Engeln und Cherubim umgehen, und in vier anderen -I" bogigen AlitlieiliiUL'en -iiul Hoiliiro d.n gestellt Inten 1(1 die gl Aulsiliritt. welch« aiuli linilliiit III. Nu. 69 beifügte, alier irrii ■ der .lahrzahl I l."w. Andrea Cionil i t da- Haupt einer zahlreichen Künstlerf* n, '^J und jener hfeitter, weichen Qhiberti Orcagna, und Va«ari " r L ' :l ?„,,-. nennen. Diese Beinamen sind seither in die Kunstgeschichte 'JJ, gegangen, und willst in den neuesten Werken (liier Malerei nicDl Zinnerzen. Der Name Orcagna kommt aber allein dem Andrea dem Sehne de» ( ione. Letzterer wird zu den Goldschmieden K c 'j te j und Zani will MgM wllin, da-- er lieh durch grosse < 'isclira' ' n einen rühmlichen Namen gemacht habe, deren alier Niemand """o,,. kann. Auf die Corruption des Namens Orcagna hat bereits H u "' ^ e mohr in den Italieni-rheu Forschungen II. S. 11.1 hingewiesen, H* |„ geht klar hervor aus folgender Zusammenstellung der Benennung»' flf . alten urkniiillii heu Schriften Andrta Arrkagniolo; Anirta ''',''"",-,10; rhngninln Aweatar» ; Antlrra Arrhagnn ; \n<1rrv ( der Künstler habe wegen der Schönheit der Kneel und r ' rzr "f r ,.h*f(' dem (iemiilde der Capelle stmzzi den Beinamen Andrea dcgM ■ „„d nunli erhalten . aus welchem dann durch Metonymie l'An zuletzt l'Orragnn entstanden wäre. ^\ r r. Andrea di • I ein tiefsinniger, phantasiereirher .j jm 111 dess r „ Werken fl ist waltet. Sein Triumph '''"" ,,','],|< .il' r l ani|i und I«. Jahrhunderte die .^ .„„ti er zur Anl hten Im Geiste Dante's entworfen „f* nitr-te Gericht und die Hölle, web he ebenfalls im 1*1 niiillff zu sehen sind. I»ie Hölle malte aber Hernardino di Cione, ^ \ndreas. doch wohl nach der Angabe des Letzteren. ^|| )<( Hf i.emablen sind eine Menire v,m Figuren angebracht, und _ frjV) Dichtet hatte lieh .1 nicht bizarrer denken Kon ^tf«- 0 hat die-e Gern aide tiir oeeaea Pitt« rr di C«Bp» **£ t jüter ***£ Die Darstellung der Hölle ist aber auch von eim .des»" 1 'i"',i •tl geiMehe«. P. gr XIII p 90 No. 8 kenn! in f0r b»* d * ein Bl. norn ,„ r /.e,t ,b . \ de M " n ''j''i r ,,ckcn 1"" ' war, da dieier - Im l'«n KlMrati flm IT" 7 - ** ar ^ UDI Nr. 1027. 4*7 ^^ zwfilo, dorn Verfasser des lYintre MM unbekannte Blatt pibt si ' ( " Qer Aufschrift ebenfalls die Hölle im Canpo MBto, die Coessje dem" ir Plch< lll "' r R0 m1 "' v "" li '' 1 " < tmahle ■*! *"* '""' ''""' '"'' mseibon unberücksichtigte Zeichnung /n Grunde zu liegen icheint. lesso,, ist bekannt, dm schon 137!) d« Bild der Hölle restaurirl Mi if , " 1 " 1 " riss aber " Hl11 - da,s damals bedeutende Abänderungen ( ,' ""«nden. Die Aufichrifl des altea Blattei spricht für dir Hölle ba ™P° santo. oben linke an der Ecke rieht: o,tmto h4XF«ko dk ,l i( Ml '" »anto i.i ,.,sv II. h /, t l„ Br. 10 /. 4 L. Die Entitehung auch 8ticne8 '• l,lt »icher noch in'« 15. Jahrhundert, und sonnt kann ,1 ' Ul " allenfallaigen Abanderungec bei der spateren Reitauration S| . v , ™ u "««ino in der eraten Hälfte des 16. Jahrhunderts keine Rede uVs\ i 1 "' i(lr11 alten Blatter sind wakncbeiaUca und, ZekhwugN *Mrea und Bemardo di «nun- gwioclw, ist es"?'' I; '^ 1 ' lln Andren OfC*fM INI kl ü. *M*I sterben, jetzt *.lr J •"''' ,T * '''*''"• &— *« Künstler HTIi nnlit melir um Leben noch l"" ''"''"'nsalter Nt unbekannt, und es ist daher unrichtig, wenn zeiei, ,'"''''"" " : " n v "*ri W* 9 » ,s **■ Oehnrttjahr des Meisten be- „ . "''' «>nl. Vgl. d,e neue tlorentiner Ausgabe der Vite des Vasari AiuiV, Note3. Andrea hatte Tier Söhne. Bernardo, genannt Nardo, li,.,-,, ''j'" Hl • ,; ""l" 1 waren Maler, und Riston Bildhauer und Architekt M:il,.' r ■'""• h »"e ebenfalls einen Sohn, Namens Mariotto, welcher oartoi« Vu "l konnte aber keines seiner Werke namhaft «wehen. köi„„ !'"" > "' der s »l'" des Mariotto, war Goldschmied, und ron diesem tW n »uch die alten stiebe der Hölle herrühren, da in der zweiten tc„ ."''* 15. Jahrhunderts Goldschmiede sich mit dem Stiche b< die |.\". '' r !' ,m 8 ab seinem Sohne den Namen Cione, und sonnt blühte *Wn» In '"" (1 '"' i,, "' n ( """' M •*• z " llr,n ( '"" r (li •' , ' r "' m y/( " A\iu>. Andre * Mantegna. der greee« IstoK der hstvJKk« /'»lU'.As .MW'i'KXKA Schule, beieichnete einige Gemälde mit M ■ U'I-dY m <>*» Ninen, « hrieb aber nie Man tegna, Bio«, "*■■ »eine ZeitgenoeMSJ nannten Du auch Mantinoa. wie aus '-. lz ' r " , !';l- Don Girolamn Kremita an den *^J*g^2L% m W( . u bei l),. 0ay ,. . . h tU . , ,,. S28 erhellet Diesei ÄV^' , ''""" 1 " 3cK. d. berühmt. Bild der Santa Mann !>,„ s "'.,. „,,.,„. I?n7 (]| , r Ki ,, lH , , lrr Philippiner v. n , den ''""'stei l nt / ohrt w " r ''". ond gegenwärtig im Museum J"J*"™ >.,, '; '"'.....Ptet. An, Sockefle. HauV welche. M«tagn- lesen, sT,- "W «er Kttnsüer Mantlnli genannt. *■■]*»*•■ '>o n „ ^»*el noch heu, z „ Tage Sw»* '"'■'' ' »"• £ '* m ' £ S««T 0 T 0 Ä < *' '» "»ei» Coatrakte ftbet den Verkauf eines and >l. is , 1,!, 'f- sicher im geheimen Archive zu Mantua w^e*»^ Vr KOosSf ;'"' ' , " ,/ ' ^'»rauehliche Form des Name« fe.tgeWten. äL»«tU.. Ber ^'»"■- de« \ Mantecns nnd röhrte lelkel de,, Namen 11,11 fcltJ ni —"» T.-.n, ,e u.sers Meisten «est man i de,! 'Z'""" "-/....., , nte. welches Pungileon, ^»■>ii.„., "'";' <>i Vnt Allegri I p 3 III. P-«, •»«*' ^ !, •' ,p, ;' i"*^HS Predlk « T«^. und daher M - sehr zwc.elhnf,. ob Vo n ihn, 7'-' * Knabe die Schafe pehmet habe wm t Vasari '"' v '"' Ointto behauptet, DM PtmsUkat: Ser, dominus, 448 AXDR Nr. 1028-1029. honoraudus. cgregius. legt man nur einem Manne (Irr höheren (les*H' -< li;itt lici. I)ie Gemälde, welche mit der Inschrift Andrfat Mantm«i lU, kciiiiicii wir nicht namhaft machen. 0. Mündler, Essai d'nne »>* kjM c rihc|iir de l;i Botin IM tnhleaux italiens &c. |). 137, ~~;111 ein sol«>* hei M. Reitet, ;mt welchem die Buchstaben des Namens in (Jold J zeichnet lind In iler k. k. (iallerie des lielvedere zu Wien W e ' Mild Am hl. Beoat tit a mit der Schritt in griechischen Majuskeln; ' ii'Ki\ i<>\ ixtfKm w..... Der Reü ist bedeckt. Aul' « p ( Kupferstichen die»« Mel ters kommt weder ein Monogramm, noch* N;iine vor. Die 'dien So. 896, 960 u. 962 gegebenen Zeichen » daher von zweiter Hand beigefügt zu se\n. A. MftetegN lUrb zu Mantu.i den 18. September 1506. '" ., neuen Sorcntiner Aasgabe der Vite des Vasari ist eine von ( Selvaticn rerfMMt Abhandlung über Mantegna. 1028 ANDREAS MEDIOLANKNSIS Im .lintt. mit der .l.ihrzahl I '><>< . steht .'tut einem f.ein' Mii cum ,|r Louvre, welches die Krcnzigung Christi auf Hol« v " r i. Mr. Villut schreibt es im Cataloge des Museums unbedingt dem A* , f Salai ..der SeUino in, 0. Mundler (Kuni ilinif analyt« rriliq«' " ^ nnlirr ein ttMtUWB ilnlinii iln kfMftJ ntitionalr. Vnrit Ut~>0. lindet aber in .lein elben alle Kennzeichen des Andrei Solario, ••benfall ' ~ wie « anch den am Mailand stammt Der Maler Andrea Milanesc hatte ^ Italienischen Schriftstellern zu schaffen gemacht. '^'"'LiM' ihn Wedel n t Solario, noch mit Salai für Eine l'erson. r ' r ., vjH der \ndie;i. Mediolanensis seine Studien in Venedig gemach "^, weil sich in st l'.t. i Martyr auf Murano ein Alt.nwerk von ihm weicht« den Namen mit • I • i Jahrzahl t'i'i; trägt Mit Andre »ml er bereits in den frühesten ausgaben der Vite des N :, ^ u An- wechselt: BotUri streite! aber dagegen, indem er darunter o^ dien del Qobbo erkennt. Die Iren Solari. dessen ft ^r zeit V.is.iri irrig um I.MO bestimmt, was fast in alle BcnnO*" gegangen I , (i . Zani ll «I den Andrea Solario fiel (iobho (Solari, Andres ati ^^p rt) Andren Milanese) I l"iS geboren werden, und er Wir« nicht weit gefehlt haben Als Todesjahr nimmt er IWfl »"■ aber weiter herabgerückt «erden (irat Pourtalcs besitzt ein Bild mit ibin Samen und l~>t)7. und eher nicht a<. Nn.li l..'in gäbe (filt der Künstler gewöhnlich all *"_ f; xtl t& i.nudenzi.. Ferrari, nliei i,, keinem Werke Solario's i-t S-^ricVf i brachte dun h si ine jn 0 aber A Solario, n Ferrari und I!. I.mni gross«. Vr , r *' r 1 r "™, Knnitgeschichti Einmal macht er den Solan., zum Schü [>' nardo Loini, letztem als ein etwas llterer *•> * betrachten ,.., Felibien Kntretiens. F.dit. de Trevou IV p.404. nrm ' rl „,. lario Audi. u id an nai ht Zani ei •ler um IMO Pfl M'KI \ MKDIOLANSI» £ 1029 \NDRFSART '-'"' \,'' M ',T r Z^' de un< harakter 1 SrhHlf I S*«W% sieh nur aut \ndrea del Sarto beziehen kann Das , ,4 hl. Kaattht dt». Mari, halt das Kfaad aaf den SehfloW • " ^Kf Begriffe, et ia ANDS. Nr. 1030-1031. 448 "aliort. Zur Seit« litit Elrtakalh, neben welcher man «n Händchen "Mt, und «,) ,!,.,„ u,,,!,.,, !.,„,,,„ ,1,.,., Vllf _ r( ,] !>,,,-. 1. AM Fenster blickt " -*'«* I.andsehatt mit einer Unrg. Hill V li ''" ln " llt l Andren (lel Salto. 9 M5) l»l nicht geneigt, dieses '"! (l, '"i A. del Sarto zuzuschreiben, da es roa dem Charakter »einer "igen Gemälde bedeutend abweicht. P. E. Moitt« da« dal Hihi für "rotdener Galleriewerk gcatochea. W30. Andrea del Sarto. nach seinem anschlichen Familiennamen A\Tn t- » .■> , -^ .. V ann urchi . fand in neu- AW lJ.S.\R.l I.O.l \r,.M])\\ II »tter Zeil au Altred Reu- HrnJ R ' ' ,() ,,A( • de»enWerkl83ÄbeiF.A. An'i,'"* '" Leipzig erschien. Wir haben es bei der Bearbeitung des ,r„i ' ahei A.«l,l Sarto im Kunstler-Laxicoi XIX. 8.«8«£«uGrund« eben '""' M "" il '' lril,t nier nur ühri H- nl "' r ''''' Abbreviatur zu apre- Dm ' "''''"' n: "l' Reumonl nur auf zwei Gemakien vorankommen icheint h ''ine derselben ist zugleich da- berühmteste Werk des Künstler-. i„„. ".' unter dem Namen der Madonna dl San Francesco, oder neb l!,.,' • l " 1 "' 1 » der Madonna delle \,|ue. Maria -lebt aufrecht aui einer " ml das Kind umklammert ihren Nacken. Rechts iteht StFran- lm L -, '""' lillk « der Eyangelisl Johannes, welcher in das an sein n- donn, • P kes Knie gelehnte Buch ichreibt Am Fusageatelle der Ma- ii, ;itl : l *i? d »nrpyen angebracht, und an der achtaeHigu Basia liest '',"' s " Wo Fat U MMMM m,,n„ Im,,,, da/«*** ,,< allum. | MDXVII. Qallp". em *ld« befind,! lieb letzt in der Tribun, der tlnrentmiMl.en Jakob v er S, " M de « l'ater l.nrenzini ist sehr nachlässig bebandelt ge n ." 'elaing hat ......r in neuerer Zeit den Charakter des 1 rbildes ' l«f*b«n. i eh« latsUras rajLBawaont, Andrea del Saito, s. 94. 11,,,, 'V «weiU Qemnld« im ,.,,„• l'ieta von i:h>. Dm Leichnam den «*t«t?r l , ie « i ■«» "»"in hingebraiteten Tu. I.e. und ein Engel unter- Hinte- T k ""'''»'l das Haupt, wahrend ein zweiter den Schwamm halt. IIa,,,,' "": Gruppe kniet die Mutter in Thranen und mit gefalteten in ,|,.,.", Auf diesem Hilde liest man ,„., w. fü l,„ Man findet es ConZ.|; in k - . G *»erie zu Wien, und ein Stich von B HMel macht die ':""'" ",, weiten KraiH bekannt v u b darüber Ucmom l. e. s. 117. «^»»2 AK " , "' r V '''' S: '""'" '•' i "» i,i " ,,,,i,n "' n *■ """''' '''"' M """" 1031 Andrea del Sarto. der ,n, w.rbc Runden Artikel erwähnte Q 0 Meister, bediente sich gewöhnliche^«« OAArYv rS CC ans den Buchstaben /t V. bestehenden <^W>J> cV"^^ 1 ■ 1*1 Pr iin f wemalden den Nanu,, ab. Hier tftta 7 D1 ^^AKT- INVE ,,., llclr |. es lieb nur um Kupferatiche ^a,.|, ,:;;;;•'' «-nalden „der Zeichnungen. Johannes Maria Berelliu» ' ,'' * 1 "» eine 1,1 Familie, „nd deutet« den Erfinder durch,di SS^nr an l.ieses lila.. M selten . und ... < uar. „,,„ ,t Vv "inl, :':"|" st *eh nach del -arte das Oleichnis. der Arbeiter m »tOck t , "" nv "^'r sind um die Kelter beschäftiget, alle in Kme- »<>, i "'""' " Pl,{,n en »latte lies, man A**' *» r 'J'"' • '/'"' \ h ' r "'- qn. f.»l Andrea malte die Parabe »oaa «";'«' f "' > sie S ^"itenklosters zu Florenz grau m Grau an der-Man«, ,. .»'"T nnr noch Beatc von d.esen Freaken. Er behandelte .•'•'" 1 ,"' «wei Bildern, welche beide von C. Bobertu« mittel- 8 «eatoehen sind 450 ANF-ANFT. No. 1032. 1032. Antonio Fantazzi, Maler und Kupferstecher von Bolof* ,_, gehört dem Kreise jener alten KW* . , [~~ >r* [t A T 1 1er an, welche die Schule von r"" JV / /A AIST«,^A.INT,.AN tainebleau bilden. Man nennt ihn P «_. —_, wohnlich Antonio Fantuzzi da Ti**JJ -A/T A/r AV /"r>4i *«fl Baruch P. gr. XII. p. 211 »° fl *SV*,JV ±,SV1- T X*»J XVI p 334 ,,,,„ pormgfhneiderjjj tonio da Trento mit dem Kupferstecher A. Fantuzzi für Kinc I hält. Wir hnhen über dieiei Verhältnils unter dem Monogramm mit dem Qatntrfcbc No IT ausführlich gehandelt, konnten uns *-\ nicht iberacugeil . daai die Holxsrhnitte in Helldunkel von dcrseiw Hund seien, welche die Radirungen nach Primaticcio, t'inlio lloW* i kc. gefertiget hat. Deaswegen haben wir mit Beistimmung f.'ihrnrn Kunstfreunden die Tftl H ü f bciilcr Künstler unter dem gramme Ah'T. No. ">79 entschieden aussprechen zu müssen geglaubt, ,.j um nicht schon ' n wiederholen, verweisen wir mit den A",. unter dem erwähnten Zeichen, wo auch Supplemente zum Vcrf^ nis-e (|er BUttCT hei liait-ch gegeben sind, obgleich das eine odtf andere hieher gehören durfte. t ,(i Kin grosses, mit dem Monogramme AtTTF. versehenes, und von H' nicht erwähnte n I J » 1 .111 stellt die von den Alten überraschte ^"" : '""'' v „ f ti Km ist radirt. und mit der kalten Nadel übergangen, roy. fol- \p unter den Initialen AF. No. 545 lind zwei Blätter angezeigt- *^. im S i 11 i Peintre graveur entgangen sind. Aul drei ' ^jt schatten des Künstlers stehen die Buchstaben F., FW. und h ".' n |r- der Krone darüber. Sie lollen sich auf den König Kranz I von n( .jjf reich beziehen. und sonnt Pranciscus Hex. l-'rami-ni- Kev. \v*of* ? ' bedeuten. I >i< BUtter mit der Abbreviatur: BOT.., oder dem )( ^ WOtOQRA INI . sind nach Primaticcio gestochen. Fnter AMTF^o-r^ kommen wir auf diese Monogrammen in rück, da die Ordnung erfordert. 034 fr Schliesslich bemerken wir noch, da • Bartsch P gr. XV \flmitß .17 Blatter von A Kantuizi beschreibt. Darunter gaben beson«-*«^»», nach Parmegianino Veranlassung, den \ Kautuzzi mit \ntonio '' „, #'' darüber Man kann es für ein einfaches A. oder für AT n< , '"' weniger wahrsrhiunlii h tat In den obigen Monogrammen ".' t |j,-h'" kürzung de. TaataaBMM \ntonio in den Buch« iS ' Ae& erkennen. Dm verbundene F und T bedeutet hantuiii Tag " ^ /Jfl bedeutend mit: Fgncuixi Srulpnil Da aber auch die Abi"" 1 vorkommt, ohne Andeutung d ' ist ronseijnenter Weis*'•> ^fß Taglio" zu lesen, wenn nicht in der Bildung des vierten ^^ffl^ Zeichen, kurzweg Antnnin angedeutet " ""' ( |j, kad » 11 t,t Initnt» htqluuorr Firtl. Diese Erklärung n ' m ..■-,,.ht< ir f tigung in Kantnzzi's Blatt, welches die Verwandlung ''er ' Minya* in Flrderma.ne zu,. und '"'f,^. ** aebrift tragt: Bologna ThVfnlo.R. Anloniu» fanl»"< f T'jl'tin«"' S BBCkaUbe T kann nur „Tag khl ■ ' ^' "., Bartaeh n. A. geglaubt haben. Fantuzzi war ein " M ?*- C w *L Watte „Bologna Saventor in dem erwähnten Blatte ncz ^ 0 oc aber nicht auf ihn. sondern auf 8. 284 No. 579. ANGF-ANGK. Nr. 1033-1034. 451 W33. Angelo Falcone, Httat und Kadirer. gel., n Neapel 1100, An,/, r gut. 1665. Sehtller (Ich Spagnoleto. (heilte er A , ti ' . . mit diätem loci die nuiie Wildheit de« < harak- '"'<)■ lala, t<)t<). ten. An seinen Randen klebte «ur Zell dei Ma- ^»ii'" lü,lr,> wuMk ipaatecfcas Blas, aach weichem er als B , " f0 - I Anführer der Ooapfaia della morte dürstete. '"*; ll,| K'-. meisten« kriegerisch* Vorfalle bshanaaht et aach la öo- ?* den . und die Mitwelt gab ihm den Ehrennamen des Oroeolo«Wto ,'"«''>• In seinen radirten matter., nimmt er aber eine andere Rieb- K ,n K e«n, indem er auch religiöse und mythologische Stoffe behandelte. i*'* 0n e wird indessen zuweilen mit einem alleren Meister, Namens "toolo Falconeto, verwechselt, Ober welchen wir unter AF. wo. 543 20 'ilT"''" «««eben haben. Bortsc« I'. irr. XX. p. 95 ff. beschreib! "latte,- von A. Kairone, uml (lnrunter vier Apostel, welche narh ij Jj*"inthnng des genannten SchrirorteUers Theile einer Folge von s »lattern seyn dürften. Die« Folgt existirt wirklich. Wir sahen Ki '" « Blättern, ja swei Figuren aut einem. H. 4'/< /■• Bf. 7'/» Z. "fWde Blatter sind mit der Abbreviatur des Namen« »ersehen: M i) Apollo auf dorn l'arnass sitsend, wie er mit der Linken eine ,,'. sk " vorhält. Neben ihm frissl Pegasus Blatter von den rechtssteh- " " L «rbeerbäumen. Link, unten: Ang. f II. HZ. 2 1, lir H/,4 1.. nj,,,'" 1 S( 'l'r seltenen ersten Drucke hat dieses Blatt die Abbreviatur .. Bartsch (No. 20) kennt nur die zweiton Abdrücke. fcfc«) ,,T Kaarpi von mehreren naekten Männern zu Fa« und zu rlnrr 1. " d " MiM « ™chl ein Mann meinen Q«f"« ""' '''T, , ' n " W " f Hr "'.';"■»■ >» 'l'r Mitte unten steht: Ang. falro MI». II. 9 /.Hl- ■ " Z. 2 L B. No. 1H. ,. , . » llf ?' s ';,.,n„, N, |:l ,i,. n llmi Tritone. In der Mitte vorn liegt Amor s,.. ''"'" Rocken eines Delphins. Inten links steht: Ang'« falro .aber DiesA** «eritit H. 8 /.. 2 L Hr. II SB. I L | >;<• .' e, '" üla.te soll eine Zeichnung von Parmeglanino ru Grunde hegen, E, [*5 Hei aber, ob es von dem Neapolitaner A. Falcone radtot Ist ...Hl p'V""-»' ein Giovanni Angelo Falcone oder Kahn, welcher Maler ,,,„ ';"' nvr war . Die Abbreviatur de« Namens wurde erst bei derRe ****** Platte aufgesetzt Die früher« Abdrucke sind onbeaeichnet. dio Of« «ick veralerte Grabmal siaos (.elehrten. Er sittt.mit auf »1- .1 ."' B e8t0 ^tem Kopfe, und oben im Ovale ,s< das lf hl d r -..,„, V brücken. Spater wurde der Name »..■....... ■ . ,j ,, de r „,„.,)''" lochen. Der Verfertiger ist daher wahrsfheinlicl. erwähnte Giovanni Angel« Pale«. U j 4 «aria Angelica Kaufmann, die berühmte in. J**}^ 4/,, fr r Rom verstorbene Malen... hat auf BOlcne '^ ^t. /eo. Weise einige ihrer radirten Blatter he ^y^- T «eichne. Zi *»**« ^»f»^ ^ ^lutr .-^ ;/ ^ 0 wir uotef ,,„„ ^„^len A. h No. 784 aut **i } ä?» WinckelmannTrc^logTnJschriflsteller, sitzend in &,lf Welch! hi,]h " v ^ eine« jungen MlllIlM *nr einem grossen Bac*sl, ,Cfc « es den Ellbogen" stützt. Ang. K. f«. . 8. 452 ANIi: AMI«'. Nr. 1035-1036. 3) Venus bewein! den Tod des Adonis. Sic hüll die Leiche s* dem Sckooete, und link- hinter der Ornppe traueri Amur. In halb** Figuren. Links unten sieht: Ca pinx, (Annib. Carracei), rechl A. in, in (Lradini) mo, kl, i Die spateren Abdrücke haben die Adresse .1. Bnydell's. Die" ■< netMndwi reranetalteta eine Gesammtausgabe der rndirten l , b'|*' der Kün-tlenn. unter dein Titel : AngHiea Kau/fman'i Etchingt rampr''* in fift\ \ steht, wahrend aut der vor gebenden Medaille die,ei Titel fehlt. Auf der liileksoite *ind_ Kfjfjjj, tmphaen . und eine trauernde weibliche Figur. Unten ist «''"-( mit den, Worte MAVltVSCIVS hiese Medaille i-l »ehr schön. WJJJ aber Jener mit ,\\lli doch nicht (tanz gleich, her Verfertig" ^ beiden dürfte aber derscllx nryti I. gibt auch noch eine dritte ' ^ daille auf die Castaldo. mit dem Bild alten lierrn. aber ohne l\//.' Aut der Rflckscitc ist eine u .rV ttellung mit der Legende CAPTI8 8VBACT FV8ISQ Beide" sind 1 C. in Abbildungen zu schauen. ,» c'j ar Wenn man annimmt, d Medaillen erst nach dem 19 £ folgten Tode des Feldherrn Castaldi gefertigt wurden, so k. Od' in ./ ""' ""' afüek ;m ^ aar Bntet drftckt Inten H. ,l,, s . '' /""''• link- slclit: Im/, ./'.irr. Ims/mro iln Inho r.i.. ,ii " 1 Annr.i ;i/ 2Li itr ' 8Z< -^''• ""~' v |!| '"' •f Hi "' |M ' 11 n "' " Lolio», 't ',''' ,|N ' linden bei, bemerk! aber nicht, data im eriten Drucke |,,., A ' ln —' fehle. """k 'C'!"n " ''""' l '" llllr "■" ,l einem Qemalde iaaihalVi die K'i..- •ttoi ( ■*■ Jungfrau durch den Heiland im Himmel Links unten Hock i,,""' '"'' '"■ ''' r>'""i. »ekle: /"»r Äeen rem. ««• "" " tent: OUh. GeM.ee 1818. au.fei Dm Todesjahr d ,'*" W unbekannt. '040 ''"'Vi,,/ /• nnibale Carracci ist unter .lieser Abbreviatur IWM leielit A\in '"''"'. /// I n erkennen, wir finden es aber dock « " Al -<:\IUr iwiv,,.,. rur geratkea, auf die Blatter mit dem '"ihiil /■ , '- >l (,| H abgekürzten Namen einzugehen, in- ^^^^ /• ....... l angeKurzwu nuraru .,,,,.. . K . ... ...... • In// i """'///. I dem aich Bemerkungen daran knn- " r,,r " inumi , i pfen, welche die bestehende Ansicht .. I, ,,,, - """"• " ""'l>- I ober dieselben hervorruft '>.il,|,,,, "-'' Blätter mit Darstellungen uns Virgil'i Aeneide, nach den ,,"""11;,..,, "! ,a,a «d Kava rii Bologna, wo alle drei Carracd Werke r ri " Mite, ;"',"" S| " »>nd durrh die «ORadirungea d« Mal« ,",;"' ■•<./„,, ', '"'^""H- nute,- dem Titel fBnm -■ "/"»"'• /"'""'' /" C "? "' ,/;'.' ' ' ' 1/ >,, ay..... m teaaeMe UmUel «a /..»■'/- '"' '•«•/,.; ""' Blatter mit Compositionen Ton Annibale Carracci i?, el anLi,!; ? un *frau „,i. dem schlafenden Kinde, link» yoa einem i "'■'■■'•.i h v ''' """ »lattchen ist nach der Radirung des ,„, 3 'S,. ; Man | ips) ,,„,„„ VMI!AI , CABAC. INWAK'I, öl"''' 1 "' n • W '" «rqnterdorOnlonnadedMHau ■- -,,,\e,M i" f""4ö7, v " ,,m ,w «'"'"" "- r " ..... "'• '' M ' 7 '' ..... ;"""■' r «ü« mk,, '",,"'"' ii io / n i, Hr ii x. i i. '"-'': ,1:1 " ^""^'"'n.ii "'' XN| " P 303 So 53 dem Guido Reni bei. Daa C !"'"'-'i '" '" ''"' »»llerie zu Dresden, der Steelier ftlgte aber A.i, A ""i1,;,] r . .' "' I ' 1 "' not demselben nicht vorkommen. Der Name '. .li,, ., . ' nur an! den Abdrucken mit Rl "«""im,-,, hf,rrn "'"d ohne Schrift D 'i«iRe <'"|'i'' bat '" 34 454 ANIC. Nr. 1041. ebenfalls die Abbreviatur, wir im Originale. St. Rochus steht recM in der Halle. ( 4) Christus bei der Samariterin am Bninnen. Anihal Cor' inueri' snilp. I'flrus Strfanoniu* formit. Cum Privilrgio — ißiO. II. 10Z. •* Br. ir» Z. .1 I,. OMM Mihn i;i. Feitina pittrice Ar. p. 102 behauptet, dass rr»*j Bricck) dieses Blatt Ucll einem Gemälde von Agostino < •"' r ' |f ' in der (iallene l.nmpieri gestuchen habe. Für diese (iallcric ini '!' die drei Cerracd Bilder, Ludovico die Oananäcrin, Agostino die ''-" brecherin, und Annibalr die Samariterin. I)ie ( 'ciinjinsit irm i sieher tun Annibale l'nrrarci, und wenn 1'. BricClO dM Blatt |l b.it. 'i i r-i -Iniptte er -eine ganze Kunst. Bartsch XVIII. p. 304 W'* legt es aber entschieden dein Guido Koni bei, welcher die l'lal vollendet bähen niiisste. als Jüngling von 20 Jahren. Allem es is*,. knnnt. d.i-s ilainals Guido's aufstrebendes Talent der Malerei die ■' \ sueht des Annibale erregt hatte, wesswegen der junge Künstler "' 1,'eni -n li begab. Man möchte daher sehwer glauben, da- <• I! I'latte mit der Saniaritorin gestochen habe, indem die Arbeit für ' , )ff Mnlcrlelirling von zwanzig Jahren zu gross und zu vorzüglich !•*• [„, ersten, seltenen und urhonen Abdrücke haben die Jabrzahl l ' ,l> ''- ri ft Jahre Kilo veranstaltete Pietro Stcfanoni den zweiten Druck, in ^ Zeit, als Guido lleni in voller BlOthe stand. Annibale Carraccl ^ IwOf, und der \ ei leoer hatte daher nicht IJrsKC.he gehabt, den •'■ ^ e . zu umgehen, und <\rn A i Kitinder und Stecher * ^ reichnen, wenn er e« niel « ire U>er auch Orir.cio hat» ^ l!ei bt auf den Stu h der I'latte geltend mai heil kennen, da er ei- ^ mit Tod abging. Stefanoni dürfte die I'latte aus der Verlassen»« 1 ' ^,- \unibale Carraccl erworben haben, de iie <■ Ren! nicht '" "'~ v ' „jcM il .....n (Jmitanden icheint hervorzugehen, dass Annibale selbst, wen . r | lr it \uniiiaie Carraccl erworben haben, da tia i. Kein nicht '" -■' ,iich f d.....n (Jmitanden icheint hervorzugehen, dass Annibale selbst, wen ,^,,-ii llrircio. der Ntc< her der-elhcn sei Kitr letzteren sprich! "'"'''. 'Antt'' 1 ■ riii<<''.'ii n\ i • iiii n i #. 11 i » 11 -• | * i i" ' * weniger, da er in keinem anderen Watte sc, Vorzügliches gelei«« Aueb mit cler oben erwähnten Darstellung des hl. ''" l'"i, r it i 4 nicht , Rem der Stecher wirklich iei Die ' |,j»t- von derselben Hand. weiche das Blatt mit der Samariterin ge»to* Ä'i'i' 1041 Annibale Carraccl wird von Bartsch als der TI J. heb t,iog*** Ami, Ca, in. / »»»«« genannt, aul welche wir hier nah« ' ^ . . .da eits mit der Abbreviatur des *» A' ,f Am.Ca.Ul.fe.\ ,l„„ .,,„| , rofz einer arhtb»'"^ nt.it doch .in- dei I.i :r de,- eigenhändigen lladir- und StiC^ Meisters gestrichen larften. Die Compoeltie" ff"" in benlei Hinsii bt dem Annibale an. \) 1! N".'M.| Die hl Jungfrau mit dem Kinde anl detn LficW* e itim die ItnM reicht Die II ptfignr ist nach ll " h (]( , \^*\ und im Kniestflek gegeben, an) leicht überarbeitetem ( ''"'" , '. *cb f f. nnten tteb I l - in. II . / l:, .1 / 10 I. D""" «'»tter» *£ nicht von Annibale radirt in iejrn, da es selbst unter *j* ^e wj K Bi \ ii lleirhl 1.. ■ • ' " : j ]( ,.f i«'- ;, (|l , de. Guido Reni, in welcher die Madonna nach reibt- ^'"^„.„eii'"^i 1 111 Grunde \nt diesem f* * ...... |,\i 1 ^* »teht reibt, unten |„, I „, ,n . und im Rande Heil '"'''' «0 I> tf «AI i:o VBKRK II B Z .1 I.. mit « I.. II ' , ,|j|j.ti""- j 2i fit No 15.] Dei 1.1 i ', t:i" lT,1 °' l8 rh • \e m beulen Händen auf einem lw n f ]i]V l • den auf seinen Knieen ruhenden Todtenk n r ^ \, ■' In. ..... f* ivi; H .-, / 1 1. Hr Ä '■ AMC. Nr. 1042 1044. 455 'n Fflh K ' nZ '"'' ''"" S|H '"' 1 aOajpBfthrt, und zeitrt gering« C7«bung MimV """" deMe lb«n. Anniliale scheint desswegen CUM Blatt nicht t'c- ,li .'['" z " haben, du der stich der sogenannten Madonna .leih. Eträ* Das ti V "" ,:,H| '"' nll,T l'n! 1 cli, 1 |tcnl.cit noch hesser behandelt, ist. Arho i ""' st ln " lz »etaint im Vergleich« mit letzterem Schiller- trosi' i Z " M '- Vn - |,,,r Bei«aU ic dürfte erst nach Annihnlr's Ted aut- "ifti« worden ™ ■**•■ AMlr- \* nn " )a ' e Carracci gab verschiedenen Meistern Veranlassung, ^'■C/AR, IN. I «ad» dessen Gemälden und Zeichnungen in Kupfer ■'"'• Cor i i z " s,,,,,,| cn. Audi Odginalradirungen Annilule's ui„,' .. ; •"'• I wurden copirt Wir Enden es daher geratta«, "<' Blatter mit die,er Abbreriator luakanfl tu nktn. llimn, i • " iir " nv " lll ~ in der Wimc. wie er; den Blick nach dem Linlr. ri( lit''nd. mit dem steine in der Rechten seine Brust schlagt. K unten steht: AM < AK IN., in .Irr Mitte: S. IIIKItON V.MI'S. DiL^Rl : ' Al; ,,U; '' "•'"'' " B A 4 '" fc " A ' L " &W V '"' ' " '"'"' " ' itiB * ( "l 1 "' "•"''' ''" li || liriiiifrAnnihnle's. B. N... 14. Q«rbi«rt nigPr iM ' ll ' 1 Maler Carlo Oarhleri, dbr Sota ImhKtn» ."»welcher Nipote del Carracci genannt wurde. Ki n ,| i a n, - Jttn tfran mit dem Kinde in der Landschaft, wie sie .Ins steht- a i ' " (rl11 - '"" l1 "" ii9 ***** y " *** cben - , ' inks """'" ist. die n"'/"'""■ •'" • "' ,l ' 1 - '""'' l'< ,n "i<"° ** ' "■"'■• l "" 1 iin I!: "" 1 '' j "fdication an Domenico R<»gi, kl. fol. ''iiikV "' ' "»anaerin bittet den Heiland um Heilung ihrer Tochter. Hr. |] V,'"''" : «><" 'Vir .1» /W. ,1,1 /'.. del. n *cul II II /. i U '•'l'.'ll. i "' ''■ ~ Wesea Blatt ist nach Annibale'i Gemälde in der recht. I'alazzo Karnese gestorben. Im zweiten Drucke stehen ''• u 'iti.o"l!!u' ''''' ,,1,ch8,i 'ben U.V., welche die Adresse des Girolamo An <- (-„r"^ 1 '' Darstellung, in gegenseitiger Copie nach I' del rV 5) Jy'"',!"" 1 "' 1 •*• ""» /""' R'9- P r,t - s - »"*■ , ,- • .,',""' Darstellung, gestochen ron CarloCesio, mit DeAcation ''"■• I / Vi""""' '"" 1 ' , ' r Abhrewatur: A»< (ar. .lt,. EL II *■ • '■ AMl ^' Annib »'e Carracci bezeichnete aul solch« W>-\ : <- «l»*l ** ^'• ( -\R HO] KIM ersten Blatter, welch« er mit dem Gral»- ""•■l, „i,,,. . nW| ' ■'*■ s,ichel,n geführt taue. Br«i|t dar." Mr 'X'.', 7 ,"",''"'"' Unbeholfenheit, wusste aber die Zeichnung um ro |, ; m" 7 " 1 '' 1 ""». Bartsch WIM r 189 So. fi beschreibt dieaeiBUtt. , M:llll " 1 "" del '« Ro" ....... Ha. «ari« »iU< n..it dem Kinde aul den, S .lole;,,,'"" 1 bW « eine Schwalbe (Rondinella), welche das Jmdoud S„dc'■ "', macht, s„ dt.......-v weint Im ««»chaftl.chen t. ix '• < Joseph d.n Esel l.mks i„ halber Hota: AN1. < All. BOL. I (| ' ""t unten i;ni ii -, / ""••■ mit 1 " WN T . '''" Verfertiger eines schonen gegossenen Medaillen-' ^»lb . . ' Bild Christoph Kreiherrn von Madrnzz" 'j||>|s1 *• ■ ■*• eines perlenartigen Kreises, mit der einschritt: ., rir r- M\Di:\ CARDIN Kl'is I'IUN TRIDKN KT BülV "'"''„„,„""! e 2 /. 2 I. Dieser Medaillon isl bei Bergmann • .:"' Hl N"' tarwAMM t/.ie.,»r OmmrwUk», I S. 17 beschrieben, und ' !|,|, r rvi»"! r Abgebildet. Bei genannte Schriftsteller glaubt, dass die a^ { ^\- 1\\ auf Kranee-eo Aniiiehin ich beziehen ""Y,, stoph von Madrnno wurde | ibischof von Trient, ^ ; dina), nwd starb 1578 Annichini starh aber nach /am l ;,,:1 . ( kann er die Medaille mit dem Bildnisse de i nrdinals nicht geh' 1 >.„ c „iit Die Abbreviatur l\\ 27 -t. ht auch aul einei Hroiirem^ ^«1^* dem Bildnl ineeseo Martinio von J*i «7 bed**)J, im Eleven einen bartigen behelmten Kopf zeigt Die Zani Kr 11 "'w wahrsrheinlieh 1027, nnd in dieser Zeit war \nnichini »> ."'.;•, soK" Jahre. Allein es herrscht hinsichtlieh de, Medaillen Annici ^. (( I'ngewissheit. d«M man H noch nicht Kn"- ,1 '' T " i |,lii Iben zu 1h lier den I mfnamen aef ^ otD \ 1 nein 111. D• V'asari nennt ihn Luigi Auiehini. '"'),,„ iiie'l''^„. oel..... Platz ,,n "' r , | Kr»' Kdelsteinschncidem ein Anden Schriftsteller nennen 1 u „ter»£, nnd untersei, eiden diesen von Luigi. , »'*"'• l "' AbWjJJJ* ■■n Francesco Anichini, weh her nach der g l** vjiei **^ Aiiniehini. nicht Anichini nch gi .blieben k*hen müsste- ANW ANNI. \ r . 1049-1052. 457 ]iR|\ ,f>r nn '' 11 "veifrlhaft. Von dem Medailleure. welcher FTIA. AN. nid,. ' Z| ;"' , ""' ,C '' kil11 » nicht wohl die Rede tm, da dieser 1527 licher ht »«hr gelebt hat I0< *9. Anna Metheus o4« Matheis? WachBiufllot ULVfTI atefct ^ c^y ('i Name an! einen Kupferstiche, welcher den äAut» hL Georg in BOttung vorstellt. Der Heilige steht in V *1V] A ^ Mitte des Blattet mit dar Fahne ia der Linken, und ."n t hinter ihm liegt der getodteta Drache auf dem Kucken. Ritter t' Rechts ani dem Boden sieht man den Helm des einigen i ''"" ,,,( ' breitet sich das Meer ans. und aas Ufer stellen '•'i'nl V ''""''' ' ,|r Signatur steht rechts obea, und unten tat ein die Uki, e,cnen "■ 4 * I L. Hr. I /. 7 L Brnlllot erkennt darin bat h","' .'""' s deutschen Meistert, für welches er aber keinen Namen bettet« V f 0nn| chneider Jörg Massen oder Mathens tob Aagtburt er- »uelhit K- n , ' ^K, ''" l>econnien des 16 Jahrhunderts in Rom, und scheint Namen« i Regen ,öW »wWlebeB z " SPvn - Kr ll!,m ' '''"'' TocDtcr Bttlfe i • "" a ' w *' l,, ' lr ihm nicht nur bei seinen Arbeiten in Helldunkel 'Ins dl, Nt "'' sondern auch in Kupfer stach. Der Zeit nach könnte Boa rti '' ,W;i,l "i'' Blatt roa ihr beirohren. Da, «. mflsste dann auf ""' ,l beliehen. AJsjxt 7, »nnibale Carraccl tisulrham auf sotehe Weise das be- ^•v-ARR FE rahmte Gemälde der thronenden Madonna mit M I) Tri' " ' l, ' ln Kinde, weichet BW der Capelle de Conti ''""lisch, i.' L l.nndini in S. Giorgio zu Holoprnn in die aka- '*''! 1,. ",' ,lko 'liek daselbst Rrl.rar.ht wurde. Zn den Füssen derHei- «04 ,],.,.,, """' die lieblichen Gestalten des Evangelisten Johannes, (,i '' Al,l lr "" ,;iri " ! > «>n Aloxandrien An der Bäte einer Saide stellt «•hl j,-,, ' v,a, ' ,r des Namens. Der altere Oatalog gibt Img die Jahr- 1 ■ ' an. , '• Annlbale Carraccl ist durch diese Ahhreviatnr auf Kupfer . ( '" r - Am i Stichen als l rheber der foniposition bezeichnet 4HSJ. ß,, . " Man tindet sie auf mehreren Itlattern von rrancois ht. ,. ""'■ '' Poilli nach Bildern der Gallerte Famee, und atd '""'• Pw,,i wnehiedenen Badlrnngen des J. Episcopius. ? ]] "n« a, , ''■ *■ fodetU radirte nach A.Carracc, cne Dar- Jas |A"'» dem i,,.,, PI1 dra h , ,, inm . iM ,,s. wie er scnem SnperiOT ft > .1, ;'.' ^"'wandelte lirod reift. Vor der Klosteqdorte und r jfe*« CL 2 PPC ,ind l|1 " Arn.,-,, versammelt. Links »t« Blatt! Hl',,'""" PodrMa's Name fehlt II. 10Z.«L fr. IZ.1L. 1052 '"" , "'" il " Bart««* \N ,. IN N<». |. 4aW /■ ' An nlbale Carraccl tllUttSBl unter dieser Ahhreviatnr mit I»,. • "'■ "'•/'■■ 1500 I '»" Blattern, wovon das einem der ,•''"'•''• i /',, »Chöntten Original - i:,,d,r,.n«e„ desselhen !";•-.! d!.rV'' f"«»*», l:. Nun'' p 181 No. II. Maria tltrtUnkt BS «<* ,'T'.'"" ""'•'"' Slcb.dk beiden Kinder umarmen. Bechts [fende Joaeph an eine Sa.de. und liest ,m »«che. . , *', r„ r . M r, 1994 H. I / fr H J- ! .'* fe %it li? ''"', Wl "' : -*'" Blätter Unihale-s. welche, er DU vieler "'-; vo,,' I n '; i . lr, ■ 'heil, „lochen hat. In der Felge wnrdo d,e i«n,VS f r Ch J Cktpr "and refonchirt. Man erkenn, die Abdrucke &s Ctir,,.,.' 1 " "'''"iHr lt.,.,.. in den retonchirten Abdrücken steht ■ Waaeag Rjgal ist anpegehen. das» die \»' 458 ANN1 AM. Nr. 1053- 10r>6. drin kr ilir Adresse RMaPi haben. Davon erwiihnt Bartsch nichts- Dia Abdrteki mit H t m Adrette lind daher dritter Gattung. — *• gibt iiiirli i'iiic Copic mit der Bezeichnung: C. F. C. errud . "i 'I' 1 - Eine andere Copie bat Marictte' Vdre ise, und eine dritte ist von I). Cusf] V!) Merkur reielit dein Pari« den goldenen Apfel. Rechts unteB' A,„n. Cirr. in. fc II. II / ti I, lir. 8 /. 4 L. Heinecke *■ dii ei Blatt zu den zweifelhaften Radirungen des Annih.ile ' und andere glaubten. 0, \ Pode t.i habe es nach einer Zeichnung '' fi ' gelben bearbeitet Bartsch, P gr, \\l p. 49 No. 40, aehreibt da« B* dem <;. B. Oalettrnui zu. obgleich in der Behandlang ein tür d' f8 ' Meister fremdartiger, mein dem \ < 'arracci zusagender Charakter herr»C»' Annibale hatte die Danteilung in der Gallerte Farneae gemalt 1053. Annibale Garracci hinterliess ein treffliches Blatt, «'''^ itWl'b (\l1\ ill. | Bartsch No. <) unter dein Titel der hl. •'""tf !,) ' . mit der Schale beschreibt. Maria sit/t recht*. " Annih. (ur. MO.j nicht dem Kinde ausderSchale zu trinken. »*l recht« -teht iarntl, Carraetei Im. n (<-c ISOO. II t/.. 7 L. Br Lj Diese« Blatt bat ein Unbekannter von der Gegenseite copirt, sn Maria links sitzt. Links unten steht : innih Cur. in. . n » •I. Epiicopin« radirte im h iliesem Meister die bekannte \ otttei der Sninaiitenn am Brunnen mit dem Heilande, und bezcicbn«w j| Blatt : .tnmti (nr .m , fol. Das von A. (arracci radirte Blatt ' s ^ dem Namen ^nibnl Cor In zeichnet, und wurde daher oben HO- aufgezählt \\ SP. F. I Hälfte des 16 Jahrhunderts, und mach« ^ \M> Sl'l\° F «tarchschoneBronscwerkebekannt "jLgJÜ .Minne Cf>i\ i- I meister der sta.lt Venedig fertigte < ANDREAS SPIN. F. | einjge Medai ilen, «ebbe mit der Abbi'j 1 ;,^ des Nanu in bezeu Imet lind Aut der »chftnen Bronzemedaille y pal Bildaisae de« Dogen Andrea« Gritti ro ht t^ • s/ ':. ' T of- diese« Stücke« .teilt die Kirche s Francesco dcll« ' £; ßiiO" Mit \\D sri\ I hi [dehnet ist die Medaille aut den s, ' nl,, ' ,r 1 ,i n i«s'' lanio tjuirini. uml AM) M7\ /• t. tu aut jener mit dem I" pje toniii Mula, lehnten Ilcr/.'irs Mm (reta f(Mi "• ' Zahl der Medaillen Spinelli's ist indessen nicht, gm , fi 1055. Unbekannter Haler, welrher in der zweiten H»t£ Bf -— _ _ ^ 1-. Jahrhunderts in Deutschland 'c def /l AI /7 stammt wahrscheinlich aus der I •"' Ml)f s- /l/V** " / Tomann. ..der Thonian. »elebe tu M", * M * • S borg und Nürnberg Mitglieds '■' hv ( ' o]t ] f ^ i /eichen steht anl Gemilden mit biblischen Darstellungen aut ^ VfI - mit eingepressten Verzierungen. Wir erhielten Kunde von gjnif kflndignng des F.ngela an Maria, und von einer Anbetung jj im Stall. inal.lc kamen in Württemberg zum Vottt Berichtgeber kannte aber den Fundort nicht. rf 1056. Cäsar Anton Acciei l.andscheftaaaal.r and ""^'^v, ■»» ff um IHO'l thatig Zani nennt ihn Aerius. AcceT. .^pv ■/irt* A.,k.r. ohne Angabe des Geburtsortes, und zanit zu den Reschickten Künstlern. . irt en "' w( i Obige Naa»en«aMrOrr.nng fand Borner aut einem rau' „,»« welches ,.i„e Landschaft mit Staffage vorstellt Links sien> ,r v dem breite,, Weife fall, der zu dem im -* 1 "'.^»udc 0 hndlirhen, theils mit hohem Buschwerk, theill mit alten AXT -A\TC. Nr. 1057-1059. 459 ein h ■eteten schroffen FeUfln führt. Recht« m W* 9m H—f M ii """■»de mit viereckigem Thunac zwischen Bimmen, entfernter noe , i; rweitcs ähnliches Gebäude. Aul d«i RUM »ind I" ,, i 1 "'" 1 llr '' ,.'''"" Kähne swei Männer, vorn in der Mitte nbl ein Wanderer nach , Diese« Ulaii [st mit kecker und flüchtiger Nadel radirt, und ,,"*;" im beleuchteten Theile ist der abfekflrite Kaate eiageritat '• •' z « L Br. 7 X. ii i. >, BjnJw rand dieaaa BUH mit zwei aa * ar » a , ta ähnlicher Weise BeVu • " ll »dirungen, wovon eine den Nanen de« Mehrten trägt. „ , «einecke und Wlnkler ist der Inhalt dieser Landtchafl angegeben, de«» "'"''""• Pinetn italienlichen Meister beigelegt Am rechten I Per Z ,, '"; m,s ^finden sich drei Männer, wie sie einen vierten, imV Tr f Mann brim F.ntenfange antentütaen. Der eine schlägt die hin« v, 1 ' der anderc I&finl das Liebt der Blendlaterne nach den \ *m, r "' " ni1 ,l ' 1 dritte schwingt den Besen. Links vorn an Steine i! " : CASARE | ANTONI i ACCTVS. | FECTT ei I INV. A.D.««©». er und feiner behandelt, * das erste. Ki.,e dritte Landschaft Ist anbeaeichaet Ltaka and recht« IrnVor- K s ,"'" m » n »"' abschüseigen Anhöhe« «wel Btwne, mi,<1 der fel- aiL •",'"" des Mittelgrundes, in welchem ein schräg stehendes Krau der g ^i hte1 »". wird von einem Bache durchichnltten, welcher unter i„ J^nf'orn befindlichen Brücke in eine Vertiefunggeht Auf den, runll ,"• m "«e« emporragenden Felsen steht ein *M■ '""• locchio, der Schüler des AnwbaJeCarracci, radirt Rech^« U>chen - A "' «nem Blatte, welches einen Propheten mit erhobene r, )r , ".' stellt, liest man ausser dem Namen des Stechers: 4«. - Kr •':, ) 7,"- 1 Be4aiocchio's Blätter beschreibt Bartach XYIIL p. W * ■JJJ »eren .14 ;,„t. , ( 105 8- Anton Balestra gehört ak Schüler du O"**«"* " U <- It.,1. />,„, den Kklektikern, welche überall «ich m^hen tan,,,,, , . I illiges Bild z„s,mmrn zu bringen. Sein Gemäld ^'1.1.«. ,h " l;i|,ll l Ob die Begebene Abbreviatur de» Namens a -1.. ';;„;"■'•;■• iat uns unbekannt wir kennen aber eine fUd.rung mrt Mm, ,' ,"» es Blatt stellt den Abraham vor. wie er toi ■.«nem ''.""' Engel knieend empfängt. Links unten steht: i«T-»J »* ,],,' ' R01. Jnc. d. h. I'ietm Roter. " ( " , " v ' , "'" l ZT? ^»catlon u 1 .,,„„,.„,, Trivial«*, Bieohef vo„\en>n.i. m. li,, SSfei*' 1 eigenhändige Blatter hesrhmbt Bartee* V er. EU. p. I** ,0''.""' tarh 1740. , 0 ' • CAM. IN teil auch eine Chronik «''"'V * '''.,„. m • , "' 0* i, f"b«ie, mit Bildnissen VOB . \gost .n « ■»< ' """' : ' rede ' • lert, im Jahre 15« anter dem < • •• ' ^.....„'«",-;'"-Meges mit einem Schilde, au ^^tVh verkttnS v" ks -1 nte, , " , '' 1 ' " «"■ Spanien d , ^'' v , • 1< N \ m ''As , : ' " AN| ' AM.IN., und in der »tte: IN > ,N ' ^ IV,, K ' ■''''' 'STESSO AlTTORE 1803, *A. Ul ' ^' " ,1 '" fehmhl 1582 B 1585 mit der Feder abgeände,«. ■■ 460 AMC. Nr. I0f>0 1082. rweitei Blatt --tfllt die StadtCreniona unter der Figur einer bewaffnen* Krau mit den Genien des Krieges, der Wissenschaften und der Kün»* dar. inul imicn sind die Gottheiten der Flosse, welche das Gebiet J* Cremona berühren. Rechts unten steht: AXT. CAM. IN'., und im Rand«' \il (inrii/iim urfti» (TMNOfMM slrllom MC, fol. Aul dieses Blatt folgt " >S Bildnis-« des KAnJgi Philipp II. von Spanien in einem Ovale Bwisch«* den allegorischen Gestalten des (Haubens und der Gerechtigkeit. Unt* sind tiinl und funJsig Wappenschilde angebracht, und rechts rt*»*' AN I ( AM. IN.. foL . Dies« drei Blattei sind Mm Agoetino CaiTacci gestochen. '». -pateren Aoegabe sind sie durch Copien ersetzt, gr. 4. Die liildniss' mit welchen Agostinn Carracci «Ins Werk zierte, sind wohl ebenf» von A. Caaapi geseichnet, sie tragen aber weder den Namen, noch < Abbreriaiar desselben. Nur Bin Kupferstich ist sj^nirt. Dies« stellt die Uten Weise der Kriegserklärung dar. Kin von Ochsen BMunftec Wagen darchsieht das Land in Begleitung von Kriegern. Rande liest m;in PenSM ,,l,i,,,,ili Carrnrinm in hntlrt rtc tut" i'n. ri %r,,»" t ^*, de> ant.cof i. i! ! ; , fcj MHe J , är r^ rr '; ;''i r," iiir 'T nil seiner Seh nir 1 ' 1 Aul. Cor. ./». r /'. Kirche Dieselbe »^ ,„ I-. ■ /• ,, / , . , hin« befindet sich aber auch im k. I "'. ,|>c '"'• '"" l""»'-\ Madrid, und si. ,-. vielleicht durch jenen.»"j Stich bekannt. Wllahwl folfi lintt tragt AN'T. ( !"*L fljP FRAN 1 DTS. D . an fol rh das bcm» 1 . r „rf- in S. Giovanni /u Parma I lf,,,t : ( ", /m*' Äsen* f. i /«. i... ,. hl tiio Jaromo ««i««> '<• >'"'"'"'',, «//.i flese. II I / k [,. „ml 3 L Rand, Br II / I» llr '' , \,>. I 6 drücken i-t dieses Blatt ohne Schrift H V gr XX. |< !' "jJm»'^ Auf des Blattern des Domi KnpP*J ^ \k \ Correfgio in Dot steht l«' '"'' '":._—!■ •*: die Himmelfahrt Mari* in ei Heiligen vorgestellt B ie aut I •> I '"' ■ni den Marchese Mendini fg»7 p. t'd , r j n cn> 1062. AN| CHE., d.h Antoalw Cremone«si» Hiilzs, hnitte in Helldunkel i Platten g« teilt nne .|t/e„.|e 1 i .•, ,,;,> ,|, , l.nit.nr. «TOT. t*ll" "''' ANTK ANTF. Nr. NMI - 1064. 461 [',"''° r H hält. Recht« oben itf ik 4hkmM« dM Hmwmi, «tiefe« ■".Richtplatte eingetchnitten Int II. 7 Z. II L Hr. I /• c " le «ee Blatt wird jetzt gewöhnlich des Maler Antonio Campt da kannf° na zu K esrh ripbon, während frohere Schriftsteller einen unbe- sich n An, "'iiiis Cremonensis als Fornwchneider bezeichnen, indem C.m n * Uch Holrachnitte mit dem vollständigen Namen flnden. Antonio i s ' t !" "»»"ste phon 1547 in Holz geschnitten haben, allein dieae Zeil /,,,:." ln " fa t ku froh, wenn man auch annehmen wollte, er habe t„ ni '"""".»'ii au ,,„,.,■ Jngendieil «um Formschnitte rorbereitet An- „,„.," ; ""l'i machte nach Oretti er*1 IUI 'l;i- Teatamtnt, hm da man W il, '"" einem alten Konnschneider Antonio Imperiale Cremoneae wissen I, ;'."""„■!,(,.,, beide Künstler wohl inConfliki geratben. Ueberdiesen steni : ..... habpn w 'r »nter den Initialen A.l.C. gebandelt, -eine Ext- .\,„„' " »»er nichl historisch erwiesen. Sicher ist der Formschneider """* Cretnonenais. • "M. Anton Eisenhont. Mal« und Kupferstecher ron Warenbarg "•' &Uen ■ War- W\ »" Weitphalen, arbeitete gegen Ende des Anton F;. i ,• ' 'he.Jataifciioderts in Rom. Kr war Terrnnth- W- ... '''"''•/• I lieh auch Stempelschneider, «***« M^i',', ;!''";'"""■■ l'e.lent,,, könnte. Wenigstens arbeitete er hrXeroatii * v,' '\' k ''»"■'• W: könnt, aber auch lein OeonrülMd Weatphalw Bild n i.. ,ge J A '>hreTiatiir findet man auf dem von Eisenhoul fMtodwna> \<, tift e de " Papstes Ot...... XIII., weichet Bartach P. gr. XVIII. p. 117 e« ,|;' "" ,,T dcn Blättern des Agostino Carracci beschreibt, aber ohne ein en ?? 1 . Mfi '»ter entschieden tnansrhreiben Bartsch sah nämlichi nur Di« st.«, uck "" der Schrift, in welchem auch das Crucinx fehlt. ll„ r .'i, "" Abdrücke reigen dieses und haben die Schrift: A»<:K»m- K* , ' „ " M Z » L- Br. 15 /,. 8 L Dieses Kl,.. h*hari und s l"<'<|,,.,; "'-"'" Anaehen, nnd konnte Wohl flf «inen Ste.npelsrhnoider PiaaS» zw "i'es BU« dies«« Ktaatkn «teilt tut Amoretten ..... ™ **FaL2!"' ""' i ''" ' .....' ™n diesen ln.lt ein Notenblatt Oben best £ '8«o V'"" ■"»•»•>«.». nnd unten llnki romPMet*»l:<•*•" aWten*. I( r . 7 • ttecht« steht die Vdress. /< Cm«»«* ar "■ , 4 A ' ,„.,„', S Rltln'....." B1 *« beschreibt Brulliot HI. No. ». und es srh S S Cb ' '' »n Bartach den. Lnca I iamberlano »»chrie '■'-■iM "'" ^m \ Riaenl .....t ..gehöre. Auf diese Ansicht *rfie 8Uch We ( WBra mm e„b„ch s. 103). der Aeln.ln bke.t m d . n "«ra„ ,",,''" Blattet des Ciamberlano mit jenen Ei«»*«*'s du Mo- ■«el ,'", meisten Bu, hsuben des LeUteren enthält Allem es reigt ; "'" r K i' 11 /"' " welches für A Kisenboul nichl passt, für Chr. t "'" iK " »Paten r,"V lK '""' da rr * lrn K(,ns,l0r K, "'" 1,; "'' " jMet^^Äen tri, auch noch ^ -"""7 ™Ä ^MoH,,,,,' 1 ^! 1 '';>■><•-■ l.en H " H '" *" *** ,! " ri ""^ " "" 1064 Antonio Fantnnl. Male,- nnd *^^ A *? J2tt a , r- welcher gewöhnlich A rantutti oa ^^AKT A .T Ak T Trinto S^«»< wird, tad anter den '*AI\h 4 ,^1X1 A N «.«rehrnen Monogrammen So. 1 M^ TT ~r* b , Stelle, da man aber auch ,^^'A^r Arl TT ^ IvTnnd 4 >TFle«enkann.sowird % " »032, mi, Beattguahme anl No 17 u. 579 dieses ^\, 462 ANTG —ANTO. Nr. 1065 — 1068. 1065. Ambros Gabler, Kupfers t e cher und Maler, welcher 1764 ti Mürnberg gehören wurde, radirto nach der Zeichnung von P, Troger ein Blatt mit zwölf Köpfen und einer grossen Hand, alles in gekrizter Weise. Oben rechts ist der ahgekürzte Name mit 'l'roger's Monogramm. H. 5 Z. 9 L. Br. 4 Z. 6 L. — Das Zeichen des P. Trogcr gehen wir unter T. I'. lflfifi 4_4&«au >,„.*„ Diese Inschrift steht auf einem 1066. Anthonto beputa klcinen 0oniii]de im Hftdge de » de Popasdia 1500. Grttfen Pietro diManiago zuMa- ' niago. 10s »teilt die Madonna mit dem Kinde in den Armen vor, und vereint alle Schönheiten und Fehler der Zeit. Ein Maler A. Seputa war in der Kunstgeschichte bisher nicht bekannt, und wir führen ihn daher in dieselbe ein. 1067. Antonio Maria Zanetti? Nach der Angabe im Catalog A i 1// 11 t /• Winckler n. Xo. 5430 findet man diese Abbrennt, ma am. et sc. viatur auf eill0IU Hlattc in Helldnnkel nach der Zeichnung von Francesco Parmegiano. Fs stellt die heilige Jungfrau mit dem Kinde In Wolken zwischen zwei Heiligen dar. Oval, 4. Dieses Blatt ist wahrscheinlich von Anton Maria Zanetti. Vielleicht wollte der Verfasser des ewahnten Cataloges nur das Monogramm Zanctti's andeuten, welche» aus den Buchstaben A MX besteht, No. 990- 1068. ANTO CREMONENSIS F. ^ Früher erkannte man ANTÜNIVS CREMONENSIS 1 547. nntcv AnloniusCremoncns'» jMTr.miro/ii,iiwa.invoioi \r A r r r. I ■ R11IOI1 11 II llOKI» lllltCIl 1* Ol nl" ANIONIVS CREMONENSIS I. V. 1550. iC hneider, letzt aber wird ANTONI VS CREMONE»" F. J er mit Antonio Campi von Crcmona idontificirt. Dieser A. Campi war Maler und Architekt, und mag allerdings Zeichnungen zum Fonnschnitt geliefert, und vielleicht selbst in Holz geschnitten haben; auffallend bleibt es aber, dass diese Bestrebung gerade in eine Zeit fällt, in welcher A. Campi sicher noch in der Ausbildung begriffen war. Das Blatt von 1547 zeigt aber bereits einen reifen Meister in Compositum und Schnitt, wie wir e 3 . von einem jungen Künstler kaum erwarten dürfen. Antonio Camp' lebte noch 1591, und wenn er ein noch so hohes Alter erreichte, so fallen die Blätter von 1547 und 1550 doch in eine Zeit, in welcher A. Campi die Technik des Formschnittes wohl kaum geübt hat, da jene der Malerei seine Zeit in Ansprach nehmen nuisste. Ein älterer Zeitgenosse A. Campi's war Antonio Imperiale Cremoncse, über welchen wir unter den Initialen A. I. C gehandelt haben. Man zählt ihn zu den Formschneidern; allein als solcher könnte er auch Maler und Zeichnet seyn. Wie so häufig hei alten Künstlern, so möchte er mit Umgehung des Familiennamens Antonius Cremonensis sich genannt haben. M a " könnte uns aber einwenden, dass jener A. Imperiale nicht vollkommen erwiesen sei. Dosswegen betrachten "wir dasjenige, was unter A. /•£■ gesagt ist, als eine uninassgebliche Meinung, wenn sie nicht mehr sey" sollte. Unter ANT- C 11 E. haben wir ebenfalls über diesen Künstler gehandelt. 1) Die Ruhe der hl. Familie auf der Flucht. Maria sitzt in dm Mitte mit dem Kinde auf dem Schoose, und letzteres streckt beide Hände nach den Früchten aus, welche Engel sammeln und darreichen- Links bringt Joseph ebenfalls Früchte im Mantel herbei. Links untc'i steht weiss auf schwarzem Grunde: Antonius Cremonensis 1547- M e ' dunkel von drei Platten, 8 Z. 6 L. ins Gevierte. ANTON. Nr. 1069 — 1070. 463 2) Die hl. Familie. Maria betrachtet sitzend das Kind auf dem Schoose, und rechts stellt Joseph. Unten liest man in weisser Schrift: Antonios Cremonensis I. V. (Intaglio Veneiia?), und links oben ir,r,o. "■ 5 Z. 7 L. Br. 4 Z. 2 L. — Dieses wahrscheinlich nach Parme- Panino gefertigte lilatt hat R. Ford copirt, lieber das Werk des letzteren s. S. 395. ' 3) Mutius Scaevola, rechts des Blattes, wie er die rechte Hand Über die (ilutlipfannc hält. Gegenüber sieht man fünf andere Männer. 'nten stellt: Anlo Cremonensis. in. Kräftig, und sehr geistreich geschnitten, und in Helldunkel gedruckt, 4. — Dieses Blatt kommt selten Y' 1 '- Im Catatog Sternberg I. No. 4248 wird ein Abdruck ohne Helldunkel dem A. M. Zanetti zugeschrieben. 4) Der Heiland vor Pilatus im Gerichtshause vom Volke Hingeben, Helldunkel von zwei Platten: ANTOtflVS ('HEMO\!<:.>" F, In zwei «lättern. II. 1(1 Z. 2 L. Br. 24 Z. — Dieses von Bartsch II. No. 19 ^schriebene Blatt ist im späteren Drucke vom 3. September 1618 yadirt, und hat nur in diesem Zustande den Namen des Künstlers. Jm ersten Drucke liest man in dgenthümlich geformten gothischen ~nchstahen: Oianbologna scolpi — Andrea Andreana — lo'nlagliutore — A Gtoanbatitta Deti qen- lil'huomo Fiorentino. An der Stufe des Thrones, *W Welchem Pilatus sitzt, steht die Jahrzahl M.D.LNXXV. Der Meisler *Manbologna ist der Bildhauer Glo. da Bologna, welcher das Basrelief, «ach welchem der Holzschnitt gefertiget ist, für die Capelle del Soccorso * der St. Nunziata zu Florenz ausgeführt hatte. Antonio Oampi von Wniona hat sicher keinen Theil daran. Andere wollten die Compo- »rtjon dem Bartolomeo Neroni, oder dein Marco Pino da Siena zuschreiben. Die Khrc der Erfindung gebührt dem berühmten Bildhauer Giovanni da Bologna. y . 5) Die Pietä, geistvoller Original-Formsehnitt, ohne Namen und deichen. _ Auf dieses Blatt macht R. Weigcl, Kunstkatalog No. 15,293, 'JMmerksam, und er glaubt es dem Antonio Cremonesc zuschreiben zu "«Wen, welchen er aber nur muthmasslich für A. Campi hält. . 6) Die Verlobung der hl. Catharina, nach F. Parmigianino. Diesen geistvollen Holzschnitt beschreibt R. Waigel 1. c, und möchte ihn eben- •"8 dem A. Cremonesc zuschreiben. II. beider Blätter 6 Z. 6-9 L. 8r ' 5 Z. 9 L. 1069- Antonio Domenico Gabbiani erscheint hier als der Zeichner Anton Dorn Cnh In N ,\p\ eilles von G ' FiU,cci gestochenen Blattes, «m.uom. iiat). in. a ael. welche9 (lic lmlbc Figur dcs Heilandes '* Oval darstellt. Unten in einem Cartoucho steht: Dcdit fragilibus ^orporis ferculü. Links unten im Bande ist die Abbreviatur. II. 4 Z. „ k- Br. 3 Z. 2 L. — Der Maler Gabbiani. Daudini's besster Schüler, starb 1726. 1070. Anton Eisenhout, Maler und Kupferstecher aus Warenbnrg in Anion liis. ) Westphalcn, war gegen Ende des A nl ,,. ' 16. Jahrhunderts in Rom thätig. *'Uon liisn. ( Wir haben seiner auch unter „Ant: AlUon Eisen. (Eisen: War: W. u erwähnt. Am„ i-*- ' irr w /• • a»*a Die Abbreviatur seines Na- Ji nton htsetl. W. W. jmt 1591.) mcll8) w i e gegeben, findet man auf hieben Blättern, welche die Tugenden vorstellen. Sie sind gut gestochen, i be r metallig, wie diess bei Eisenhout im Allgemeinen der Fall ist. Uilf » Format der Blätter ist fol. 464 ANTONELLVS. Nr. 1071. 1071. Antonello da Messina fand im Künstler-Lexicon IX. S. 163 ff. , . . r /oi i einen ausführlichen Ar- /. i-. a. o. {.). j tikel, In welchem ausam- antonellus nie ffaneus me o'piaxt. I mengefasst ist, was man i , ,, • ., f über das Leben und die AnloneUm mmantus m pm.nl. f W erke des Meisters weiss. ANTONELLVS. MESSANEVS. P. > Hier handelt es sich zu- ANTONELLVS. MESSANESIS. P. Ä^der Wert d£ ANTONELLVS MISSENIVS D'SALIBA. \ selben, und wir gehen In- ANTONIVS MESSANESIS. ' ^W» wi< /, sich , Ä aut achten Gemälden in den öffentlichen Galerien zu Antwerpen, Berlin und Wien finden. Ucber- diess sind aber auch noch Notizen beigefügt, welche sich in dem erwähnten Künstler-Lexicon nicht finden, und zur Ergänzung nothwendig scheinen. Besonders merkwürdig ist das Gemälde im Museum zu Antwerpen , welches der Professor M. van Rotterdam aus der Verlassenschaft der Wittwe Maelcamp van Balsberghe erwarb, und 1826 M. van Ertborn an sich gebracht hatte. Dieses Gemälde stellt Christus um Kreuze zwischen den Mördern vor, und weicht im Style, sowie in der Färbung, und in der ganzen Auffassung des von don alten Meistern häufig behandelten Dramas so sehr ab, dass man für einen Schüler oder Nachahmer des J. van Eyck wenig Anhaltspunkte findet. Die erste Inschrift steht in drei Zeilen auf einem unten eingerollten Papierstreifen, und über den Taufnaineu ist die Jahrzahl gesetzt, welche in den modernen arabischen Ziffern eher /47.5 als IMfi gelesen werden muss. In G. Wappen Catalogne du Museo d'Anvcrs (1854) ist die Inschrift in Facsimilc gegeben, und bei der Beschreibung des erwähnten Bildes liest der Verfasser des Cataloges nach dem Vorgange anderer 1445, aber mit der Bemerkung, dass die dritte Zahl eine Beschädigung erlitten habe, llcbrigens kann in der gegebenen Weise nur die arabische Ziffer 7 angenommen werden, da selbst bei einer allenfallsigen Beschädigung des Zahlzeichens der obere Hacken sich zu der vorhergehenden modernen Fora der •* nicht fügen würde, wenn das Fac- similc der Zahlen genau ist. Vor dem p des Wortes pinxt steht der Buchstabe o, welcher oben mit dem p durch ein kleines oval geformtes o zusammenhängt. Man liest: Oho pirurit, was für die Zeit von 1445 allerdings eine Bedeutung hat, aber weniger mehr für jene von 1475. Im k. Museum zu Berlin ist das Bildniss eines .jungen Mannes mit der zweiten Inschrift, und der Jahrzahl (446 auf einem Zettelchen, wie Dr. Waagen im Cataloge der Gallerie des k. Museums, und Dr. F. Kuglor in der Beschreibung derselben angeben- Wir wissen nicht, ob die Jahrzahl in derselben form der Ziffer, wie jene auf dem Gemälde in Antwerpen gebildet ist, der Beisatz o oder oho fehlt aber. Man nimmt gewöhnlich als ausgemacht an, dass Antonello d'An- tonio da Messina Schüler des .Tan van Eyck gewesen, und von diesem in das Geheimnis) der Oelmalerei eingeweiht worden sei. Der Gewährsmann ist aber nur Vasari, welchem zufolge Antonello längere Zeit in Brügge sich des Umgangs des Jan van Eyck erfreut haben müsste. Allein Vasari hatte keine sichere Quelle, oder vermuthete überhaupt nur, dass Antonello in der Schule des van Eyck sich autgehalten habe. Er widerspricht sich in mehreren Dingen, und wusste die Zeit nicht genau anzugeben, in welcher der Künstler nach Flandern gegangen seyn soll. Auch das Todesjahr des Johann van Eyck war ihm nicht bekannt, und somit erzählt er nur auf gut Glück, dass ANTONELLVS. Nr. 1071. 465 Antoncllo bald nach dorn Tode des Meisters Brügge verlassen, und in Venedig sich niedergelassen habe. Nach Vasari's Behauptung hatte Antonello viele Jahre zu Rom im Zeichnen sich geübt, und dann in Palermo bereits einen ausgebreiteten Ruf genossen, als er auf einer Reise in Neapel das erste Oelbild des Jan van Eyck sah. Dieses Gemälde bosass nach der'Angabe Vasari's König Alfonso, und es soll ihn bewogen haben, nach Brügge zu reisen, um sich die Gunst des Jan van Eyck zu erwerben. Konig Alfons gelangte 1442 zum ungestörten Besitz seines Reiches, und wenn sich Antonello bald darauf, oder noch in jenem Jahre nach Brügge begeben hätte, so konnte er den Jan van Eyck doch nicht mehr am Leben finden. Die Angabe nämlich, dass letzterer 1445 gestorben, ist durch ein von II. Stoop im Archive der Kirche St. Donat zu Brügge unlängst entdecktes Dokument entkräftet, da nach diesem Aktenstücke van Eyck im Juni 1440 starb. Und wenn nun Antonello erst im Verlaufe der Regierungszeit des Königs Alfonso, selbst nur um drei Jahre später nach Flandern gegangen, und Jan van Eyck 1445 gestorben wäre, so konnte er in Brügge ebenfalls "ur den Grabhügel desselben aufsuchen. Noch grösser wird der Zweifel an der Richtigkeit der Erzählung Vasari's, wenn man bedenkt, dass dieser Schriftsteller dem Antonello nur ein Alter von 49 Jahren gibt, und ihn dabei zu einer Zeit sterben lässt, welche es gerade unmöglich macht, dass der Künstler je der Oelmalcrei wegen Flandern besucht habe. Nach Vasari waren seine letzten Aufträge jene für die Signoria in Venedig. Er sollte nämlich für den Dogenpalast einige Bilder malen, was erst nach 1487, vielleicht erst 1492 oder 1493 geschehen seyn konnte, da binnen dieser Zeit durchgreifende Reparaturen in dem l'alaste vorgenommen wurden. Vasari lässt nun den Künstler während der Arbeit als Mann von 49 Jahren sterben, und wenn man daher 1493 als das fodesjahr annimmt, so war Antonello beim Tode des Jan van Eyck noch nicht einmal am Leben. Die Hypothese Puccini's in den „Me- niorie istorico-critiche di Antonello degli Antonii. Firenzc 1809," dass »asari auf dem Grabsteine des Künstlers 49 statt 79 Jahre gelesen 'übe, scheint uns ohne Halt, und wohl nur darauf berechnet zu seyn, den Antonello in die Schub! des Jan van Kyck zu bringen. Ist aber Vasari's Erzählung von einem Antonello da Messina als Schalet dieses Meisters, "nd dessen Grabscbrift nicht rein erfunden, so rnuss es zwei Künstler '•es Namens Antoncllo, einen jüngeren und einen älteren gegeben haben. Vasari hätte dann den jüngeren zunächst im Sinne gehabt, und diesen °hnc Rücksicht auf die Zeit statt des älteren mit Jan van Eyck in Berührung gebracht. Sein Meister Antonello, welcher gegen 1493 im ?8. Jahn starb, kann nicht jener Antonellus Mcssaneus seyn, welchem 111 Antwerpen und Berlin Bilder von 1445 zugeschrieben werden. Im Jahn: 1475 kann aber Vasari's Antonello da Messina gemalt haben, denn er muss um 1443 geboren seyn, wenn der genannte Schriftsteller "I 11 ' halbe Glaubwürdigkeit verdient. Seine Angaben sind auch sicher Mcht ganz zu verwerfen, und man mag ihm sogar zugeben, dass ein Antonello aus Messiua in Flandern bei J. van Eyck das Geheimniss der Oelmalcrei erfahren habe. Nur ist diess nicht jener Künstler, welcher am Hofe des Königs Alfonso in Neapel zuerst ein Bild von Van Eyck gesehen hatte, sondern wahrscheinlich Antonio Mamcrtini, Welchem Vasari an betreffender Stolle den Beiname» Antonello da Mes- sina gibt, und den er im zweiten Thcile mit einem jüngeren Antonello ''•\ntonio, oder degli Antonii da Messina verwechselt. Für zwei vermiedene Meister sprechen auch die Gemälde, welche dem einen und demselben Antonello da Messina zugeschrieben werden. Die einen ha- De n ein ziemlich strenges, altertümliches Gepräge, lassen aber in der 466 ANTONIUS. Nr. 1072 — 1073. feinen Zeichnung, und in der Weichheit der Carnation mit- den bräun- lichen Schatten die Einwirkung der Eyck'schcn Schule erkennen. Der Verfertiger solcher Gemälde kann allerdings schon einige Zeit vor 1440 BU Brügge seine Studien gemacht haben, und Vasari's Tradition von einem Antonio Mamertini mag nicht ohne Grand soyn. Ein Theil der anderen Gemälde, welche dem Antonello zugeschrieben werden, auch solche mit der Nanicnsinschrift und späteren Daten , entsprechen entschieden dem Charakter der venezianischen Schule der späteren Zeit des 15. Jahrhundert», und es ist kaum denkbar, dass sich der eine und derselbe Antonello da Messina zuletzt des Einflusses der van Eyck- schen Schule vollständig wieder entäussert hahe. Das Gesagte wollen wir indessen durchaus nicht als massgebend der bisherigen Autorität gegenüber Stellen, es drängt sich nur bei der Critik der Erzählung des Vasari auf, und die anderen Gründe möge man einer weiteren Prüfung unterwerfen. Hier sei nur noch bemerkt) dass auch im ersten Decennium des 16. Jahrhunderts ein Antonello da Messina gelebt habe. Man findet einige Madonnenbilder von seiner Hand, welche einen glücklichen Nachahmer Kafael's verkünden. Er ist vielleicht mit Antonello Hosaliha Eine Person, und der Verfertiget jenes Gemäldes der Madonna mit dem Kinde in Santa Maria di Gicsu zu Catanea, welches folgende Inschrift trägt: antonem.vk »hssunivs V SAi.in.v hoc i'i-'i;<:rr oevs IM>7. In Catanea hält man das Bild für ein Werk des bekannten Antonello da Messina, welcher aber 1497 wohl nicht mehr gelebt hat. An Salvo di Antonio da Messina ist kaum z" denken. Man hält ihn für einen Enkel des Antonello. Er gehört SO den vorzüglichsten Nachahmern l!.afa.el's. In der Cathedrale zu Messina ist ein Gemälde von l'ill, welche! den Tod der Maria vorstellt, und entschieden Kafael's EinfluSS kund gibt. Auf ein gewisses Absurdum des Cav. Massimo, welcher behauptet, Antonello da Messina habe den Jan van Eyck in Brügge, die Oolmalorei gelehrt, wollen wir hier nicht eingehen. Wir verweisen in dieser Hinsicht auf die Inschrift: NICO- LAVS. TOMASI DE. FLORE. 1072. Anton Pichler, Edelsteinschneide« von Brixon, hatte als ANTONIO KtalÜer Huf. Er lebte mehrere Jahre in Neapel, und Auiuniv. starl) /u Jlom 1779 im 82 JahrCi ^uf einigen werken desselben steht der Name Antonio. Vierzig seiner Camecu und Initag- lios sind durch Gypsabgüsse bekannt. 1072 b ANTONIVS CKEMONENSIS, s. ANTO. CKEMONENSIS. 1073. Antonio Allegri da Correggio wird manchmal Lieti BÖ" ANTONIUS LOETUS. mi ' int ,' "* « S(,,1 f , hiU oi, i G( ; , ". ;i !;' 1 : mit dem Hamen Antonius l.oelus i» zeichnet, indem er das Wort Allogro in's Lateinische übersetzte. Sein Sohn I'omponio schreibt sich sogar in öffentlichen Akten P. Lieti. Antonio hielt aber den Familiennamen ausserdem immer fest. So lesen wir auf dem berühmten Gemälde des hl. Kranziscus in der Galerie zu Dresden: ANTONIUS DE ALLEGR1S P. Aus dem Contrakte, welchen 1514 der l'Yanziscanor Convent in Correggio mit dem Künstler abschloss, geht auch hervor, dass sein Vater diesen Namen geführt habe, indem der Künstler Antonius fitius l'eregrini de Allegris genannt wird. Lieti ist daher nur eine zufallige Benennung, welche i'omponio sonderbarer Weise beibehielt. — Uebcr Antonio da Correggio s. besonders P. Pnngilconi s Memorie di A. Allegri. Parma IUI". Vgl. auch O. Mündler, Essai ''""* anali/se rritii/ue de la notice des tableux Italiens du HIuscc national du l.ouvrc lt), r j(), p. 64. ANTOT—ANTS. Nr. 1074 — 1076. 467 1074. Antonio Tempesta, Maler und Kupferstecher von Florenz, , I bezeichnete auf solche Weise mehrere ra- Anto. lemp.jlor. \ dirte Blatter, welche Schlachten, Jagden &c. Anto. Tenw. florent. f. I vorstellen. — Unter AE, AETnnAAETF r ' ' ' I No. 475, 506 und 508 haben wir ausführlich über diesen Meister gehandelt, und dabei auf den Pcintre-graveur hingewiesen. 1075. Antonio Circignano, von seinem Geburtsorte Pommcranzio Ant. Pom. I genannt, war der Sohn des Nicolo Circignano, und Schü- i ' jf \ 1er des Cav. lloncalli. Er hatte als Maler Ruf. Uebcr ■Am. I omu. J dem Portikus von St. Maria Novclla zu Florenz malte er den Jesusknaben unter den Schriftlehrern, gest. von F. Gregori in M. Lastri's Etruria piltrice. Oallot stach das Wunder der Todtenerwcck- nng durch St. Dominicas. Dieses Blatt ist aus der kleinen Suite der Otmälde von Florenz, lleinccke No. 13. Ein grosses Blatt von C. Cun- gius stellt die Häupter des Mcdiciiischen Hauses in der Glorie dar. Auch Ciamherlano, F. Greuter, C. David, J. Troschel &c. haben allegorische Blätter und Thesen nach seinen Zeichnungen gestochen. Auf diesen Blättern steht obige Abbreviatur. Pommcranzio starb 1630. 1076. Antonio Salamanca brachte in der ersten Hälfte des 16. Jahr- »■■rt hunderts in Rom den Kunsthandel zu A\ a tCT C V-vr 1 grossem Flore. Zi» seiner Zeit hatte die •/VL. / A.N. V O ' tAC ■Rafacl'sche Schule ihre schönsten Blüthen .,AN.« \ I rf ri~xr ri entfaltet, aus dem Hause des grossen Sanzio iV-O . JZijy\j . von Urbino waren aber die vollkommensten Abdrücke der Platten des Marc Anton durch Bariera bereits verbreitet. Viele andere Blätter kamen unmittelbar aus der Druckerei des Marc Antonio in die Hände von Kunstfreunden und Künstlern, alle ■0 ursprünglicher Schönheit und Frische. Endlich erwarb Salamanca w as er an alten Platten erhalten konnte, und viele derselben gaben anfangs noch ganz gute Abdrücke. Zum Zeichen des Hesitzcs und als Firma der Handlung stach Salamanca eines der oben gegebenen Zeichen, oder die Abbreviatur: ANT.SAL., ANT.SAL.EXC. auf. Nicht selten steht auch der volle Name auf den Blättern aus seinem Verlage, nianchmal in Verbindung mit dem ersten Monogramme, welches sich Bann von selbst erklärt. Diese Adresse nehmen aber die Kunstfreunde nu r mit Vorsicht auf, und unterscheiden zuerst, ob die Abdrücke von den durch Salamanca retoucliirten Platten kommen. Jene vor der Ucbor- arboitung sind noch sehr leidlich, die retoucliirten Abdrücke haben aber '"eist die ursprüngliche Feinheit verloren, und erscheinen einem alten, kostbaren Abdrucke gegenüber als hart und steif, als unvollkommene Nachbildungen der wundervollen Urbilder. Doch sind nicht alle Blätter •nit Salamanca's Adresse als spätere Abdrttcke zu betrachten. Er hatte auch mehrere Platten im ursprünglichen Verlage, welche aber im Allgemeinen von geringerer Bedeutung sind. Die Blätter, welche er "ach den Platten des Marc Anton, Agostino \'ciicziano, Marco di Ra- voiina, Giulio Bonasono, Beatrizet, des sogenannten Maestro del Dado, des Kicoleto da Modena, Jacopo Caraglio, Knca Vico &c. in die Welt schickte, sind fast immer als Abdrücke zweiter und auch dritter Art zu betrachten. Seine spätesten Verlagsartikel scheinen um 1562 zu setzen Zu seyn. ,, Als Kupferstecher leistete Salamanca nichts Bedeutendes, was auch J'>c harten, ziemlich handwerksmässigen Retouchcn der älteren Platten beweisen. Er scheint indessen selbst keine hohe Meinung von seiner 468 AKTS. Nr. 1077. Kunst gehabt zu haben, denn auf der von ihm gestochenen Pietä nach Michel Angelo steht: A. Salamanca quod poluit imitatus exsculpsit. Es ist indessen nicht immer zu bestimmen, welches Ulatt entschieden von seiner Hand komml, da ans dem gewöhnlichen Beisätze ,,Excudit" auch Ruf eine fremde Hand geschlossen werden kann. Im Künstler- Lexieon XIV. S. 204 haben wir eine Anzahl von Blättern verzeichnet, welche von vielen Seiten als Salamanca's eigenhändige Produkte betrachtet werden. Obige Zeichen sind nur als Verlags - Adressen zu betrachten. 1077. Antonio Salamanca fand bereits unter dem Monogramme ANT ^ \ dos vorhergehenden Artikels eine Stelle, wobei Ali I.D. j besonders , u ,f seine Verlagsartikel Rücksicht ge- ANT. SAL. I nominen ist. Es wurde bemerkt, dass das Adrcssc- A1VT SAI VXC \ Monogramm öfters nur Abdrücke zweiter und Am. aAii.uA.ij. ; dritter Art andeute, und diess ist auch mit den Anl. Sül.CXC. I gegebenen Abbreviaturen der Fall, welche noch ANT *s S I ' 1;u ' nL !' 01 ' vorkommen, als das Monogramm und der Alil.a. a. ] vollständige Käme. Die schlechtesten Abdrücke sind aber erst jene von alten Platten, auf welchen die Adresse des Salamanca ausgeklopft wurde. Diese Manipulation fand gewöhnlich '"'' der zweiten Kctouche statt, welche nicht einmal einen Schatten der früheren Schönheit übrig liess. Abdrücke dieser Art sind der Schrecken der Sammler, da seihst die umrisse der Bilder verunstaltet, und Schraf" finnigen angebracht sind, welche einen .Marc Anton, Agostino Venczi- ario, Nieolo Beatmet &o< unkenntlich machen. Mehrere Blätter mit der Abbreviatur Ant. Sal. , ohne und mit E.rc. sind aber noch gut im Drucke, tbeils sogar noch vollkommen rein, da, Salamanca auch l'lnttcn erhielt, welche ohne Retonche noch sehr gute Abdrücke lieferten. Salamanca hatte dahin' nicht jede Platte, welche er an sich brachte, vor dem zweiten Drucke retouchirt, sondern erst dann den Aufstich vorgenommen, wenn fast alle feinen Linien und die auslaufenden Punkte ausgedruckt waren. Antonio Snhima.nca, war selbst Kupferstecher, seine Kunst wird aber nicht hoch angeschlagen, Er hielt sich aber seinerseits nicht für gering, besonders als Stecher antiker Gegenstände. Darauf deutet wohl die Inschrift unter seinem von Nieolo lieatrizet gestochenen Bildnisse: Antonton Salamanca Orbit ci llrbis Imilalur. Einen Massstab seiner Fähigkeit könnte das mit ANT. S. 8. bezeichnete Blatt, gehen. Es stellt die Büste eiMS im höchsten Zorne Schreienden Weihes oiler einer Faunin vor, und gehört wahrscheinlich an die Spitze- einer Folge von 30 Büsten kriegerischer Frauen des AHerthums in Ovalen. Dieses Blatt ist aber sehr geistreich behandelt, schöner als je eines in diese* folge. II. li Z. 5 L. Br. 4/. tOL. Auf einigen dieser Blätter stehen die Initialen A. S., öfter aber ist, die Abbreviatur ANT. 8. oder AN'} S.S. beigefügt. Die Urbilder besass damals der Cardinal de la, Valle, wie aus folgender Aufschrift erhellet: In Koma in Casa da. Card, de la Valle. Eben so bezeichnet sind auch die Blätter einer Folge von 14 Wappenschilden in det Manier des Giorgio tlhisi Mantun.no, qu. 8» 4. u. fol. Von den vielen anderen Blättern mit der Abbreviatur Ant- Sal. E.rc. dürfte nur de* geringste Theil von Salamanca, selbst, gestochen seyn. Einen weiteren Anhaltspunkt, um Stiche seiner Hand zu erkennen, haben wir im vorbeigehenden Artikel gegeben. Die Buchstabe" 5. 8, können nur Salamanca Sculpsil bedeuten, und wenn man daraus einen Scbluss zieht, so müssen die Blätter mit den heroischen Frauen, und den Wappenschilden, von ihm selbst gestochen seyn. ANTT —ANTW. Nr. 1078—1082. 469 1078. Antonio Tempesta. Maler und Kupferstecher von Florenz, A.NT r yp p \ bediente sich zur Bezeichnung seiner Blätter nicht ' ' I nur verschiedener Monogrammen, sondern auch Ant. T. in. f der Abbreviatur des Namens. Man findet den ab- Ant Tenm F ' gekürzten Namen auf Blättern mit historischen ' r'^' I Darstellungen , Heiligen, Jagden, Schlachten, und Anl. lemp. innen. \ anderen militärischen Scenen. Sie sind von 1589 Anl lemns bis 1627 (latirt - 1 tem P- I Bartsch P. gr. XVII. p. 127 ff. beschreibt 14ß0 Blätter von Tempesta. Im Künstler-Lexicon XVIII. S. 173 ff. haben Wir das Verzeichniss bei Bartseh mit Zusätzen gegeben, und mehrere bis dahin nicht beschriebene Blätter im Anhange aufgezählt. Die Mologrammen und Initialen des Meisters sind No. 475, 506 u. 508 gegeben. 1079. Antonio Triva, Maler von Reggio, Guercino's glücklicher -Ant° Jri*- i Nachahmer, trat 1661 in Dienste des Ohurfürston Fer- n j. , ' ' dinand Maria von Bayern, und lebte fortan in München. •SiViTP Jrl. T, Kr malte Bildnisse, historische und mythologische Darstellungen, sowie Landschaften mit Staffage. Im Künstler-Lexicon XIX. jjj 101 haben wir ausführliche Nachricht über ihn gegeben, und auch eine grössere Anzahl von radirten Blättern beschrieben, als dies bei Bartsch P. gr. XIX. p. 230 der Fall ist. Letzterer kennt nur vier Ra- Qlrungen, nicht die Folge von 6 Blättern mit Landschaften und Marinen, a Jif welchen sich obige Abbreviatur wiederholt. Im Künstler-Lexicon sind sie von No. 8—13 beschrieben. II. 3 — 4 Z. 1 — 2 L. Br. 6 Z. j|~-9 L. Diese seltenen Blätter sind geistreich behandelt. Die Abbreviatur ist zuweilen undeutlich, und statt F. steht auch f. und fecit. 1080. Antonio Visentini, Architekt und Radirer, welcher 1775 zu Ant Visen ih'l V°" 0< 'ig starb, zeichnete ein Titelblatt zu den land- „ ' ' ' " schaftlichen Radirungon des Marco Ricci. In einem ^artouche liest man : Varia Marei llicei pictoris praestantissimi crpuri- m onta ab ipsnmet aulore inventa — Anno M . I) . CC ■ XXX. Venetiis. Unten st eht: Ant. Visen, del. Carlo Orsolini hat das Blatt radirt. Die Exemplare der Landschaften M. Ricci's mit dem Titelblatte gehören gewöhnlich zu jenen zweiter Art, da Ricci die Blätter einzeln 'nter verschiedenen Dodicationen ausgab. Nach seinem 1729 erfolgten *-°de wurde die neue (lesammtansgabe veranstaltet. Bartsch P. gr. XXI. P- 315 beschreibt die 20 Radirungen Ricci's. 1081. Anton Wierx, Kupferstecher, wurde um 1550 in Amsterdam ^4T"-ta7" /- / geboren, und gehört zu den niederländischen Klein- • • cutyo. ]ll( ,j gtonl y,v folgte noch der Richtung der älteren V-ünstler, und lieferte in dieser eine grosse Anzahl von Blättern, welche äusserst zart behandelt sind. Man schätzt diesen Künstler nicht nach erdienst, allein man findet in seinen Blattern so viel Schönes, so viele 'Wienvolle Motive, dass, abgesehen von der Hravonr der (ioltzius'schon ^ehule, das Loh vielfach auf seiner Seite steht. A. Wierx starb nach 1616. . Das vollständigste Verzeichniss seiner Blatten- findet man bis jetzt ' n Unserem Künstler-Lexicon Bd. XXI. S. 396 ff. Obiges Zeichen dürfte Ur auf einer geringen Anzahl von Stichen vorkommen. Häufig schrieb r den Namen aus, seltener ist die Abbreviatur desselben. 1082. Anton Wierx, der im vorhergehenden Artikel erwähnte Künst- Ant. Vp_ sculp. I ''"'• Zfi ' c hncte nur wenige Blätter mit der Abbreviatur Ant IV'' r •' ( s Samens. Eines derselben stellt die hl. Jungfrau hnii' te ' r ;cl '* I niit dem Kinde auf der Bank sitzend vor. Links in ia 'ber Höhe steht: Ant. W. sculp., rechts: ff. V. Luyk ex. H. 7 Z. "»nogrammUteu. 35 470 AO. Nr. 1083 — 1084. 8 L. Br. 6 Z. 4 L. Ein zweites Blatt mit landschaftlichem Grunde, zeigt den hl. Georg in Rüstung mit der zerbrochenen Lanze. Hinter ihm liegt der Drache, in dessen Hals die Spitze der Lanze steckt. Unten steht: Matte animo victor etc. Links liest man: Hiero. Wie. inuent. Ant. Wie. fecit. rechts: Theodor Galle exeudil. II. 7 Z. 6 L. Br. 6 Z. 5 L. 1083. unbekannter Goldschmied. Dieses Zeichen gibt Brulliot App. I. No. 87 mit der Bemerkung, dass es nur einigermassen 'fÖV. das Original nachahme, da man die richtige Form schwer herausfinden könne. Es steht auf einem nielloartigen Blatte mit der hl. Jungfrau, wie sie nach links an einer Mauer sitzend dem Kinde die Brust reicht. Die Wiege ist links vor ihr, und unten in der Mitte bemerkt man das undeutliche Zeichen. Rund, Durchmesser 1 Z. 10 L. Dieses Blatt stammt wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhunderte. Es ist nach Brulliot etwas roh behandelt, und daher wohl sicher die Arbeit eines deutschen Goldschmiedes. Wir sahen nie einen Abdruck, und fanden das Blatt auch anderwärts nicht erwähnt. 1084. Heinrich Aldegrever erscheint hier unter einem Monogramme, /f4/. welches nur aus Missvcrständuiss in AO statt AGübcr- Hging, wie wir zeigen werden. Das erste Zeichen gibt Heller in seinem Monogrammcn-Lexicon S. 32 mit der Bemerkung, dass es einem deutschen Kupferstecher angehöre, welcher nach Heinrich Aldegrever gearbeitet habe. Brulliot I- No. 655 geht ebenfalls darauf ein, und bestimmt eine gegenseitige Copie nach Aldegrover's Adam und Eva, wie sie durch die Schlange verleitet von der verbotenen Frucht essen, B. VIII. S. 363 No. 3. Damit lässt es Brulliot bewenden, er hat aber auflleller's flüchtige Zeichnung zu viel vertraut, indem dieser das Monogramm nur nach der Angabe des Verfassers des l'eintre graveur VIII. p. 405 componirte, ohne ein Blatt mit dem ersten Zeichen gesehen zu haben. Bartsch sagt unter No. 136, dass das IHatt mit Adam und Eva von einem mittel- mässigen Meister copirt worden sei, dass dieser aber nicht die Jahrzahl IMi sondern (049 gesetzt habe. Ueberdiess gleiche das G BB Monogramme einem 0, so dass man auch dadurch die Copic leicht erkennen könne. Das Monogramm hei Heller und Brulliot ist also ungenau, und es muss unser zweites Zeichen an die Stelle desselben treten , welches nach der Copie gezeichnet ist. Aus der Citation nach Bartsch geht auch hervor, dass es sich nicht um die Folge der Dar' Stellungen aus dem Leben des ersten Menschenpaares B. p. 363 No. 1 l>i fi handle, sondern um die Folge von acht Blättern von 1541, welch" Bartsch No. 135—142 unter dem Titel der Macht des Todes im Werke des Aldegrever beschreibt. Diese Blätter haben das sonderbar geformt«) wie ein O aussehende. G im Monogramme, und sie wurden wahrschei' 1 ' lieh alle copirt. Das Monogramm mit der .lahrzahl 1542 findet m»' 1 nämlich auch auf dem Blatte mit der Erschaffung der Eva, B. No. 13»! und ein ähnliches mit dem richtig gestellten G in Form des 0 ohne Jahrzahl ist auch auf dem Blatte mit Adam und Fva bei der Arbci'i B. No. 138. Die Vertreibung aus dem Paradiese, B. No. 137, ist ohne Zeichen, aber ebenfalls von der Gegenseite, wie die genannten Blätter- Die Vermuthung des A. von Bartsch, dass vielleicht die ganze Folge copi rt worden sei, dürfte sich bestätigen. Die genannten ('opion sind 2 Z. 10 »* hoch, und 2 Z. breit. Die Grösse der Originale von 1541 bestimm Bartsch, wie folgt: II. 2 Z. 6 L. mit 5 L. Rand, Br. 1 Z. 11 L. Schliesslich bemerken wir noch, dass sich aucli auf Originalblättern des Heinrich Aldegrever ein dem zweiten ähnliches Monogramm finde; AO. Nr. 1085 - 1086. 471 in welchem das anscheinliche 0 mit dem Zwischenräume nach rechts gewendet ist. Es ist aber im Allgemeinen von keinem 0, sondern von einem abweichend geformten (i die Rede. Vgl. den Artikel über Heinrich Altdorfer No. 583. 1085. Adam Ofnnger? Ein /eichen dieser Art gibt Heller im Mo- l }-\ nogrammen-Lexieon S. 32 mit der Bemerkung, dass man es auf /Ol einer Copie nach A. Dürer finde, welche er aber in seinem Leben Dürer's nicht boschreibt. Brulliot I. No. 655 gibt dasselbe Monogramm mit Bezugnahme auf Heller, als wenn dieser angegeben hätte, dass mau das Zeichen auf Gopten nach Dürer's Kupferstichen finde. Doch konnte auch Brulliot kein Blatt namhaft machen. Wir haben durch Herrn Hörner von einem Kupferstiche mit obigem Zeichen Kunde. Dieses Blatt enthält das Wappen des Ruthschreihers Lazarus Spengler von Nürnberg. In dem senkrecht in zwei Felder geseilten Schilde sieht man links eine halbe Rose, rechts eine halbe Lilie, und auf dessen geschlossenem Helme die halbe Figur einer bekleideten Jungfrau mit Flügeln. Auf dem flatternden Bande oben steht: VICTRIX $ FORTVNAE 4 SAI'IKNTIA ?. Im ovalen Schilde unten ist zu lesen: LAZARYS SPENGLER | AETATI8 SVAK XXXIX. | ANNO. MDXV111. II. 5 Z. 5 L. Br. 3 Z. 6 L. A. Dürer hat allerdings das Wappen das I,. Spengler zum Holz- Schnitte gezeichnet, doch ist es zweifelhaft, ob der Stich nach diesem Befertiget wurde. Im Holzschnitte fehlt obige Schrift, und das Wappen Selbst dürfte in den Formen des Schildes und der Hclmdecke etwas abweichen. Die beigefügte Schrift scheint auch auf ein Bildniss des L- Spengler hinzudeuten , welches ihn im 39. Jahre darstellen müsste. Heller beschreibt das in Holz geschnittene Wappen Spenglcr's II. S. 818 Ho. 2149, eines Nachstiches gedenkt er nicht. Er hat daher das ermahnte Blatt wahrscheinlich nicht gesehen. Der Monogramniist A 0. begegnet uns auch in R. Weigel's Verzeichnis« der S&mmlung des Dekan Veith in Schaffhausen. Leipzig 1835, "°. 262. Da ist eine Zeichnung in Tusch und Rothstein mit dem Monogramme und der Jahrzahl 1516 beschrieben. Dieses merkwürdige glatt stellt ein verfallenes Gebäude in drei Abteilungen vor. Im ersten f'aehe wird ein Tempel gebaut, in der zweiten Abtheilung sieht man e 'uen Theil des fertigen Tempels, und in der dritten trinkt ein Mann a 'is dem Ziehbrunnen, qu. fol. Man erkennt biet deutlich den Nachahmer und Copisten A. Dürer's. Eine zweite Zeichnung von 1516 stellt den todten Erlöser im Schoose des Vaters dar, nach Dürer's Holzschnitt *»■ No. 122. Diese Zeichnung ist mit der Feder ausgeführt, fol. _ Der Träger des Monogramms konnte der Maler Adam Offinger seyn. ;J| P -Ser Meister gehört der Richtung Dürer's an, und war in der ersten yiilfte des 16. Jahrhunderts tbätig. Er stand in Diensten des Bischofs Julius von Halberstadt. In der Kirche zu Ampfurt ist ein meisterhaftes ■°.'ld der Kreuzigung Christi von ihm. Wir haben aber auch Kunde von einem Maler Albertus Osnabrugensis, welcher ebenfalls in der früheren ^eit des 16. Jahrhunderts lebte. Er war, Maler, wir kennen jedoch kern w erk von seiner Hand. 1086. Adrian Oudendyck, Landschafts- und Thiermaler, wurde um -0 7 1648 EU Ilnrloin geboren, und von seinem Vater Evert p. . '" unterrichtet. Er malte Landschaften mit Thieren, Jagden, terdestiieke &e„, benützte aber meistens Zeichnungen und Gemälde von *• van de Velde, Marc Gerard, Th. Wyck u. A. Man nannte ihn aesswegen Rapianus. 35* ivui. uswaia acnenDacQ, ijanuseuaitsmai A _ geboren, und auf der Akai , l*R% ifJi? Künstler herangebildet. Er ' des berühmten Andreas Acl 472 AO. Nr. 1087 — 1088. Ob sich auf seinen Gemälden obiges Monogramm finde, wissen wir nicht; es steht aber auf einer Radirung des Meisters. Dieses Blatt gibt eine Landschaft mit zwei Schafen, wovon das eine am Brunnen trinkt. Letzterer ist mit der Büste einer Sphinx geziert. Links unten am Bassin bemerkt man das Monogramm. II. 3 Z. 10 L. Br. 4 Z. 9 L. Dieses Blatt ist gegenseitige Copie einer Radirung von M. de Bye nach M. Gerard, Bartsch I. p. 90 No. 79. M. de Bye radirtc nach diesem Meister eine Folge von 16 Blättern, wir wissen aber nicht, ob Oudendyck mehr als eines copirt hat. — Dasselbe Monogramm findet man auch auf einer Copie nach Swancvelt, B. No. 27. Der Hirt sitzt am Fusse eines Baumes die Schalmey blasend. Gegenüber liegt ein Ochs, und ein zweiter steht in Profil gesehen. H. 2 Z. 11 L. Br. 4 Z. 1087. Oswald Achenbach, Landschaftsmaler, wurde 1817 zuCassel Akademie in Düsseldorf zum ir ist der jüngere Bruder des berühmten Andreas Achenbach, welchem er mit solchem Glücke nacheiferte, dass er bereits seit mehreren Jahren den Ruhm mit demselben theilt. Seine Bilder gehören zu den glänzenden Erzeugnissen der modernen deutschen Schule, und halten gleiche Höhe mit jenen der gepriesensten Meister. Achenbach hereiste Deutschland, Holland, Italien, Sicilien und Griechenland. Seine Werke sind daher sehr mannigfaltig, immer von poetischem Reize und von ausserordentlicher Wirkung. Die Staffage von Figuren und Architektur gibt ein vollendetes Bild des Landes, sei es dass Sonnenschein und Aetherblau, oder das freundliche Mondlicht über seine Gefilde sich verbreiten. In anderen Bildern ist die sonnige Ruhe der Natur gestört, und auch diese verkünden den Meister. Das Monogramm des Künstlers dürfte sich nur auf kleineren Gemälden und Skizzen finden. Er bediente sich desselben aber auf Zeichnungen zur Illustration der Düsseldorfer Monatsblätter durch den Holzschnitt von 1849 an. Im Düsseldorfer Lieder-Album 1851 ist eine sehr schöne farbige Lithographie nach seiner Zeichnung ZU Eichendorf's Lied: „der stille Abend." Auch im Düsseldorfer Künstler - Album 1851 und 1853 sind schöne lithographirte Blätter. Auf mehreren Holzschnitten und Lithographien findet man das Monogramm des Künstlers. 1088. Anton Overlaet, Zeichner und Radirer von Antwerpen, trieb s-. anfangs das Bäckerhandwerk, brachte es aber dann als Qf\ (w Zeichner zu grosser Vollkommenheit. Er copirte mit der J"C - l/v-. Feder verschiedene Zeichnungen älterer Meister', welche bis zur Täuschung nachgeahmt sind. Auch Kupferstiche zeichnete er mit solcher Vollkommenheit nach, dass mim sie für Originalradirungen eines Rembrandt, Ostade &c. nehmen könnte. Er zeichnete Bildnisse, historische Darstellungen, Genrebilder und Landschafton, Alles sehr schön mit der Feder. Auf einigen Zeichnungen steht das Monogramm des Künstlers. Dann findet man auch radirte Blätter von seiner Hand, darunter Copien nach Rembrandt. Im Künstler-Lexicon X. S. 442 haben wir drei Radirungen nach Rembrandt beschrieben, darunter ein Blatt mit einen 1 Bettler und seinem Weibe, B.No. 164. Die Copie hat das Monogramm und die .Tahrzahl 1760. Die Ansicht eines holländischen Dorfes mit einem Schlosse am Canal nach Rembrandt, ist bezeichnet: Overlaet sc. Antvcrp- 1701, kl. qu. fol. Den Namen des Künstlers trägt auch eine Landschal 1 bei Mondschein. In der Hütte sitzt ein Weib am Feuer, kl. qu. ">'• R. Weigel, Kunstkatalog No. 16,688, erwähnt zwei kleine Blätter, welche die halben Figuren eines Bauers und einer Bäuerin enthalten. ° l AO-AOF. Nr. 1089-1091. 473 sind geistreich in Ostade's Manier behandelt, 12. — Die Werke dieses Künstlers sind selten. ( Das Todesjahr desselben ist unbekannt. 1089. Alexander Orlowski. Zeichner und Maler, geb. zu Warschau £S 1777, machte seine Studien an der k. k. Akademie in St. Peters- ^ bürg, und begab sich dann zur weiteren Ausbildung nach Frankreich, Deutschland und Italien. Er zeichnete sich als Schlachtenmaler aus. Der Kaiser Alexander I. von Russland ernannte ihn zum Hofmaler, und auch Kaiser Nicolaus I. bestätigte ihn in dieser Ehrenstelle. Seine Hauptwerke in der Bataillenmalerei kamen in den Besitz der genannten Herrscher, doch findet man auch in den Palästen der russischen Grossen Schlachtbilder, historische Darstellungen, Scenen aus dem russischen Volksleben, und Bildnisse von seiner Hand. Mehrcrc seiner Zeichnungen wurden theils von ihm selbst, theils von anderen Künstlern lithographirt. Zu den Original-Lithographien gehören vier grosse Blätter mit russischem berittenen Militär, und das eigene Bildniss des Künstlers. Kino seltene Radirung des Meisters stellt einen Wettrenner mit Jokey vor, qu. 8. Wir haben im Künstler-Lexicon X. S. 376 einige "erke dieses 1833 verstorbenen Meisters aufgezählt, ausführlich handelt über ihn das neue polnische Künstler-Lexicon des Grafen K. Ra- stawiecki: Slownik Malarzöw Polskich —, przez Edwarda Rastawiockiego. Warszawa 1850 -1857, II. p. 76. Diesem Werke ist auch das von J. F. Pi- Warski gestochene Bildniss Orlowski's beigefügt. Es ist mit dem Monogramme und der .labrzahl 11120 bezeichnet. Der Künstler zeichnete es selbst in einem Alter von 43 Jahren, wie die Inschrift besagt. Auch auf lithographirten Blättern, und auf Zeichnungen und kleineren Gemälden steht das Monogramm des Meisters. Es ist aber auch OA zu lesen, so dass wir unter diesen Buchstaben auf ihn zurückkommen. 1090. Pietro, Conte de Rotari, Maler und Radirer, geb. zu Verona a 0 1707, gest. zu St. Petersburg 1762. Schüler des A. Balestra ^v / t/X und Trevisani spendet ihm Lanzi das Lob eines vorzüglichen Künstlers, welcher, wie Catullus der Veroner, die Grazien zu Erzieherinnen gehabt habe. Zuviel für einen Manieristen, welchem es selbst a " Farbensinn gebrach. Seine Mädchengestalten bestechen aber dennoch, und sie mögen zu Rotari's bessten Bildern gehören. Die Kaiserin "atharina von Russland erwarb 300 Büsten von Mädchen, und brachte S] e in einem Salon an, welcher als Cabinet der Moden und Leidenschaften galt. Graf Rotari hatte indessen auch in Rom, Neapel und Dresden seine Verehrer und Lobrcduer. Im Künstler-Lexicon XIII. S- 462 haben wir ihm ebenfalls einen ausführlichen Artikel gewidmet. Die gegebenen Zeichen dürfte man für AO. nehmen, nicht iilrPR., obgleich das erste Zeichen diese Buchstaben ausdrücken soll. Das 2 Weitc Monogramm gibt Heller unter A P. Das erste findet man auf ?"«gen radirten Blättern des Meisters, welche meistens geistreich behandelt sind. Im Lexicon sind deren 21 verzeichnet. 1091. Antonij Obcrman, Maler und Radirer, wurde 1781 zu Amster- a *>. dam geboren, und mit glücklichem Talente be- _^\ I J /^ /)/7~£) i*°*s gründete er in kurzer Zeit einen ehrenvollen ^V/ 1 '"* Jf- Ä «f. ■ Kr malte Landschaften mit Baulichkeiten, w m ^ v Pcrdeställe, Viehweiden, Blumen und Früchte &c. Nach einer gefälligen Mittheilung findet man die ersten Initialen auf e mem Gemälde, welches Kühe und Pferde im Hofe vor dem Stalle vorteilt, es sollen aber die meisten Werke des Künstlers mit dem Namen v ersehen seyn. Ausserdem kennen wir nur ein leicht radirtes Blättchen, Welches einen von vorn gesehenen Ochsen neben dem Baume vorstellt, u "d mit A O. f. 5. versehen ist. Dieses seltene Blatt dürfte von Ober- 018,11 herrühren, und einer seiner früheren Versuche auf Kupfer seyn. 474 AO. Nr. 1092 — 1093. A. Oberman radirto ungefähr 36 Blätter. Eine nummerirto Folge von 20 Blättern enthält Studien von Stieren, Kühen, Schafen, Ziegen &c. in Landschaften, 1809, 1810 und 1811 datirt, qu. 4. Eine andere Folge von 7 Blättern mit Titel stellt in grösserer Ausführung Kühe und Stiere in Landschafton vor. II. 3 Z. Br. 5 Z. Dann haben wir von ihm auch eine Folge von schönen Studien nach Köpfen von Schafen und Widdern, 8. und qu. 8. Auch einige Blätter mit Lämmern und Schafen in Landschaften fertigte er, qu. 4. Seine grössten Blätter enthalten Figuren und Scencn aus dem gewöhnlichen Leben, ebenfalls in Landschaften, kl. fol. Ueberdiess kommen auch noch einzelne Blättchen mit Figuren vor. Kino Folge von 12 lithographirten Landschaften mit Figuren und Thieren erschien bei Portman in Amsterdam, qu. fol. A. Obermann starb um 1850. 1092. Ambros Orio, Kupferstecher, war gegen Ende des 17. Jahr- i () fr l ulm l" l ' ts '" Italien thätig. Er stach perspektivische Ansichten nach Ferdinand Bibiena. Diese Blätter sind mit dem Namen oder den Initialen desselben bezeichnet, gr. qu. fol. 1093. Adrian van Ostade gehört, obwohl 1610 zu Lübeck geboren, fl zu denjenigen holländischen Meistern, die mit Teniers im fl~0,A.o niederen Genrefache thätig waren. Nicht so wüst und wild, wie Brouwoi', taute er seine Volks-Sconen gerne im Wirthshauslcben auf, und verlieh ihnen in humoristischer Steigerung komisches Interesse. Doch ist hier nicht der Ort, von seinen Gemälden zu sprechen; wir haben diese Pflicht im Künstler -Lexicon X. S. 393 ff. erfüllt. Es sei nur noch gesagt, dass der joviale, in der Schenke glückliche, oft über- müthtge Maler 1685 in Amsterdam gestorben ist. Bartsch P. gr. I. p. 351 ff. beschreibt 51 radirto Blätter von Ostade, welche einen interessanten Blick in das Kunstlcben dieses Meisters gestatten. K. Welgel gab 1843 Supplemente zum Peintre-graveur (I. p. 46 ff.)>, welche besonders hinsichtlich der Abdrucksgattung wichtig sind. Auf mehreren Blättern steht ein aus AVO. zusammengesetztes Monogramm, welches auch auf Gemälden vorkommt. Die Buchstaben A O. findet man auf folgenden radirten Blättern, doch nur in gewissen Abdrücken, aut welche wir eingehen müssen, da zur Zeit der Bearbeitung des Artikels im Künstlcr-Lex. die Supplemente von B.Wcigcl noch nicht erschienen waren. 1) Der lachende Bauer mit der kleinen schwarzen Mütze, in Profil nach rechts sehend. B. No. 1. H. 1 Z. 3 L. Br. 1 Z. 1 L. I. Probedruck von der unpolirten Platte, mit Schmutzflecken in den Rändern, vor der viereckigen Einfassung, und vor den Buchstaben A o. Aeusserst selten. Von Weigel 1. c. p. 46 erwähnt. IL Vor der Einfassung und vor den Buchstaben A. 0., aber von der polirten Platte, ohne weitere Arbeiten mit der Nadel. III, Mit den gestochenen Einfassungslinien und den Buchstaben A.o- rechts im Grunde. Die Platte wurde mit der Schneidnadcl vollendet. — In der ersten, noch vorzüglichen Gcsammtausgabc der Blätter Ostade's durch B. Picard ist dieses Blatt durch eine sehr gute Copie ersetzt. Diese Ausgabe hat den Titel: t'Werk compM van de vermaardc Schilder A. van Ostade elc . und das BildnisS des Künstlers von J. Gole ist beigefügt. In anderen Exemplaren ist das Bildniss von P. Oust geschabt. Näheres s. unter dem Monogramm A VO. 2) Die Büste einer lachenden Bäuerin mit weisser Haube, und in schwarzer Jacke, das Gegenstück zu obigem Blatte. B. No. 2. H. 2 1- 1 L. Br. 1 Z. 1 L. AO—AOS. Nr. 1094 — 1095. 475 I. Probedruck von der unreinen Platte, vor der Einfassung und vor den Buchstaben A o. Weigel 1. c. p. 36. II. Von der reinen Platte, aber ohne Einfassung und Buchstaben. III. Mit der gestochenen Einfassung und mit den Buchstaben A. o. Später wurde in der Gcsammtausgabo dieses Blatt durch eine sehr gute Copie ersetzt, wie diess bei dem obigen Blatte der Fall ist. 3) Der lachende Bauer mit platter Mütze, in 3 / t Ansicht nach rechts. B. No. 4. H. 2 Z. 6 L. Br. 2 Z. 1 L. Ueber die verschiedenen Abdrücke dieses Blattes s. unter dem Monogramm A VI) No. 4. Die Buchstaben A. o. kommen nur auf den Abdrücken dritter und vierter Art vor. 1094. Unbekannter Maler, welcher der holländischen Schule an- ' j gehört. Im k. Museum zu Madrid ist ein Gemälde mit ^S&o-, 1632. dieser Bezeichnung, welches im Cataloge des Pedro de Madrazo unter Ao. No. 1202 beschrieben ist, so dass der Verfasser nicht vlnno lesen will. Dieses Bild stellt den David "üt dem Kopfe und dem Schwerte des Goliath vor, wie ihn die Töchter Israels mit einer Siegeshymne begrüssen. Es ist auf Holz gemalt, und dem Gegenstande nach zu urtheilcn, nicht von A. Ostade. 1095. Adrian van Ostade fand unter den Initialen A. 0. No. 1093 a 0 » bereits eine Stelle, und unter dem Monogramme A VO. werden ' wir auf ihn zurückkommen. Hier handelt es sich um ein Blatt, Welches Bartsch nicht aufzählt, und zwar mit Recht, da es von Ostade ■wiht radirt ist. lt. Weigel, Supplements au Peintre-graveur I. p. 64, yermuthet mit gutem Grunde, dass dasselbe von W. Basse herrühre. Dieses Blatt ist unter dem Namen des pissenden Bauers bekannt, und kam sicher erst in der durch B. Picart veranstalteten Gcsammtausgabe der Radirungen zu Ostade's Ansehen. Der Bauer steht rechts bei einem grossen, halb aus dem Rande reichenden Baume vor dem Fasse, und '"} Grunde sieht man eine kleine steinerne Brücke bei zwei Hütten. Links unten auf dem Boden sind die Buchstaben A. 0 S. II. 5 Z. 2 L. 1 Z. 2 L. Rand, Br. 4 Z. 1 L. Der Vergleich dieses Blattes mit jenem, welches Bartsch unter No. 35 dem A. vau Ostade beilegt, zeigt, dass beide von einer und derselben Hand herrühren. Von Bartsch VEpouillmse, von den Vaterländischen lAdieknipaerlsK betitelt, stellt das Blatt No. 35 eine sitzende *rau dar, wie sie dem Manne die Dause vom Kopfe sucht. Hinter ihnen steht ein Bauer mit dem Kruge, und rechts bat ein Kind neben "er Katze aus der Schüssel. H. 5 Z. 9 L. Br. 7 Z. 2 L. Dieses sehr seltene Blatt zählt Bartsch unter die .lugendwerke des Ostade, wofür kein Grund vorhanden zu seyn scheint. Die Zeichnung w °llton einige dem A Brouwer g as o hr eftta. sie gehört aber höchst Wahrscheinlich dem Jsaak Ostade an. In .). G. PrestePs Imitations- Werk ist eine solche unter dem Namen des J. Ostade in Zeichnungs- ^anier gestochen. Diese Zeichnung besass Hüsgeu in Frankfurt. Die ^auserin hat Ch. Hodges copirt, man läuft aber keine Gefahr, die Copie m 't dem Original zu verwechseln. Von demselben Meister, welcher den pissenden Bauer radirt hat, lst auch das Blatt, welches Bartsch p. 384 boschreibt. Rechts sieht jnan eine Gruppe von zwei Bauern, wovon der stehende einen Krug hält. Am Fasse bei ihnen sitzt ein Weib. Im Grunde, gegen die Thttce ? u > arbeitet ein Weib stehend am Tische, links steht ein Bauer, und I"J Vorgrunde links sieht man verschiedenes Geschirr, qu. 4. I>i< ■ Blatte liegt höchst wahrscheinlich eine Zeichnung von Östade zu Grunde. 1V3U. J Ü m V Na A, da 476 AOT — AP.. Nr. 941. R. Weigol 1. c. p. 64 beschreibt noch andere Blätter, welche von demselben Meistor herrflhren dürften. Unter dem Monogramme A VO geben wir Supplumcnte zum Peintre-graveur. 1096. Thomaszoon oder Thomassone von Antwerpen, gehört zu denjenigen Künstlern des 16. Jahrhunderts, die kaum dem Namen noch bekannt sind. Er wurde 1510 als freier Meister litglied der Bruderschaft des hl. Lukas zu Antwerpen, scheint aber mehrere Jahre auch in anderen Städten verweilt zu haben, da er 1529 neuerdings im Register der Gilde vorkommt. Wir möchten ihn für den Träger des gegebenen Zeichens halten, welches man nach Brulliot I. No. 657 b auf sorgfältig in niederländischer Weise gemalten Bisdnisson der Herzoge und Herzoginnen von Cleve findet. Dal Zeichen würde demnach Tomaszoon Antverpiensis bedeuten. Der Name Tomaszoon bedeutet: Thomas, Sohn des Thomas. Der Vater ist vielleicht jener Maler Jan Thomas, welcher von 1457—1471 Mitglied der St. Lukasgilde war. Dieser Meister nannte sich ebenfalls Thomas von Antwerpen. 1097. Adam Petri, Buchdrucker in Basel. Christ (Monogr.-Lexicon S. 104) sagt, dass man diese Zeichen, welche er nur nicht so genau gibt, auf Holzschnitten in Baseler Druckwerken von 1545 finde, und er möchte sie dem Alexis Pirnhaum anschreiben. Strutt nimmt diess für ausgemacht hin, ohne zu bedenken, dass __ Christ im Zweifel war, da er auf einem Blatte den ■"£ Hatten Adam Petri ausgeschrieben fand. Dieses Zeichen ist wirklich jenes des Buchdruckers Adam Petri in Basel, welcher bereits zu Anfang des 16. Jahrhunderts thätig war. Der Sohn eines Bildhauers von Langendorf, welcher unter dem Jahre 1460 als Meister Peter in das Buch der Zunft zum Himmel eingetragen ist, machte er sich wohl schon früh mit dem Meisscl und dem Sehneidmesser vertraut, und der Formschnitt dürfte ihn auf die Buchdruckerkunst gebracht haben, so wie denn überhaupt mehrere sogenannte Briefmaler oder Briefdrucker später Druckoffizinnen und Buchhandlungen errichteten. Man will indessen in Adam Petri nur einen einfachen Buchdrucker erkennen, allein es ist an seiner Fertigkeit in Handhabung des Schneidemessers kaum zu zweifeln; und wenn auch, so müsste man ihn als Zeichner gelten lassen, was wir aber noch weniger glauben. Das erste Monogramm ist indessen auch als Verlagsadrcsse zu nehmen, wenigstens auf einer Titeleinfassung der Schrift des Erasmus von Rotterdam : De octo orationis partium construetione libellus. Basileae in offii- r.ina Adae Petri M.O.XV1I. Die Einfassung ist von Urse Graf geschnitten, dessen Zeichen unten zwischen der Jahrzahl 1516 steht. Bei anderen Blättern ist es schwerer zu sagen, ob das Monogramm als Adresse des Druckers, oder als Zeichen des Formschncidors zu nehmen ist. In einigen Fällen möchte man für letzteren entscheiden. 1) Das alle Testament deutsch, 2 Theile. Basel, Adam l'etri 152b im Herbstmon., fol. Diese seltene, von R. Weigol (Kunstkatalog No. 17,891) beschriebene Ausgabe ist mit Holzschnitten reich geziert, welche der Holbciu'schen Richtung angehören, und theils von geschickten, thoils von ungeschickten Kormschneidern herrühren. Zu den Zeichnern und Formschneidern gehört der Meister IF, der Monogrammist HF, oder der sogenannte Furtenbach, der Monogrannnist All (Ambros Ilolbein), unser Monogrammist AP (Adam Petri) und jener II LF., welcher Hans Lützelburger oder Hans Frank genannt wird. Die Holzschnitte sind in qu. 8. AP. Nr. 1098 — 1099. 477 Au der 1511 bei Adam Petri erschienenen Ausgabe der Postüla (iuilkrmi jsuper epislolas et evangelia etc. bat wohl A. Petri keinen An- theil. Die Vignetten tragen meistens das /eichen des Urse Graf. 2) Die Titeleinfassung mit David vor der Bandeslade tanzend. Mit dem Zeichen, kl. fol. — Dieses Blatt findet man, vielleicht im späteren 1 'rucke, in: Geoyruphia universalis — Claudii Ptolemaei enarrationes etc. Latine ed. Seb. Münster. Basileac per llcnrimm l'etrum 1545, fol. 3) Die kleinere Titeleinfassung mit Petrus und Paulus, und den Symbolen der Evangelisten. Oben ist das Basler Wappen, und unten zwischen dem Namen ADAM PETRI das kleine Monogramm, 8. — Diese Einfassung findet man in S. Münster's Cosmographey. Basel, Heiiric, Petri 1544, und in den folgenden Ausgaben, noch 1578. Vgl. H. v. Rumohr's Holbcin S. 114. 4) Die kleinere Titeleinfassung mit Darstellungen aus dem Leben des Moses. Links, oben erschafft Gott den Adam, rechts kommt Moses mit den Gesetztafeln &c. Oben in der Mitte ist das Zeichen in einem Schilde. Am Tische des Hohenpriesters links unten scheint ein F. angebracht zu seyn, so dass das Blatt von dem Meister 1. F. herrühren könnte. Es hat Aehnlichkeit mit den Arbeiten des Urse Graf, während der Titel No. 3 in Zeichnung und Schnitt verschieden ist. — Diese Einlassung ist ebenfalls in Münster's Cosmographie, mit dem Titel: Schweden, Finland etc. In der Einfassung No. 3 steht: Italia mit den ilreü! fürnemsten Inseln etc. 5) Die oben erwähnte Titeleinfassnng zu folgendem Werke : De oclo oralionis partium construetione libellus etc. Krusmo Itoterodamo uutore. Baiileae, In officina Adae Petri M. 1). XVII. 4. Oben steht das erste Zeichen auf dem Schilde zwischen Adam lind Eva. Rechts und links erheben sich Säulen, und unten halten zwei Engel eiu (iefäss. An diesem ist das Zeichen des Urse Graf mit der Jahrzahl IS iß. 1098. Agostino Parisino, Kupferstecher von Bologna, war in der ■ y ■ i ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig. Man legt ST Jpi 7j5Y ihm die gegebenen Monogrammen bei, allein nur das J "*- '-L* *- zweite und dritte ist mit Sicherheit als das seinige zu nehmen. Das erste Zeichen findet man auf einem radirten Blatte, welches eine bergige Landschaft mit einer Mühle zeigt. Rechts vorn bei zwei hohen Bäumen sitzt eine Frau mit dem Kinde auf dem Esel, und diesen leitet ein Mann, so dass man die Flucht der hl. Familie ver- ttüithen möchte. In der Ferne rechts breitet sich eine Stadt aus. Neben d'' 1 ' genannten Gruppe bemerkt man das erste Zeichen. H. 8 Z. 5 L. ?r- 11 Z. 3 L. Die Behandlung dieses radirten Blattes spricht nicht **}'' Parisino. Es scheint auch älter zu seyn, als die sicheren Blätter dieses Meisters. In keinem Falle aber rührt es von Amadeus Prestel her, wie Rupprecht im Catalog Stengel 1. No. 199 vermuthet. A. Parisino radirte einen Theil der emblematischen Darstellungen ■" dem Werke: Pauli Maccii Emblemata. Bononinae 1(120, 4. Die Blätter, welche 0. Gaddi dafür lieferte, beschreibt Bartsch P. gr. XIX. !*■ 5 ff. No. 24 (66 — 117), und jene des G. B. Coriolano XIX. p. 33 ■No 80—106. Die Blätter des A. Parisino übergeht er. 1099. Amalie von Peter dürfte auf dieses Zeichen Anspruch j§\ machen. Wir fanden es auf einer schönen Federzeichnung tlg4 nach der Radirung des G. von Dillis, welche die Brücke über den Dach in Schwabing bei München vorstellt, qu. fol. Die Zeichnung v erräth eine geübte Hand, von welcher wohl nicht dieses einzige Blatt existirt. A. Peter malte Genrebilder und Landschaften. X 478 AP. Nr. 1100—1102. 1100. Unbekannter Künstler, nach dessen Namen die Sammler ■i i fc von alten Fabrikaten im Majolica und Fayance fragen werden. f\ * Kr war um die Mitte des 17. Jahrhunderts an der Fayanee- /> v V-e Manufaktur in Delft thätig. Diese Anstalt lieferte eine grosse A V Anzahl von bemalten Geschirren und Bildwerken, welche nach allen Richtungen in's Ausland gingen, und auf den Tafeln der Grossen eine Stelle fanden. Üb das Monogramm jenes eines Malers oder Mo- dellirers sei, bleibt- dahin gestellt, wir bezeichnen wenigstens den Ort und die Zeit der Entstehung solcher Fabrikate, lirongnart gibt in seinem Traile des orts ceramiqw.» 19 Monogrammen in Abbildung, welche sich auf Fayancearbeiten der Delfter Fabrik finden. 1101. Andrea Frevitale könnte der Träger dieses Zeichens kern Man findet es auf einem grossen Gemälde im Besitze des Malers C. I'h. Schwab in Schwetzingen. Das Bild verräth nach der Angabe desselben einen italienischen Ursprung, und fällt —*^ nach Art der Zeichnung, Composition und Färbung in die Pe- / J riode zwischen Perugino und Michel Angclo. Es stellt Christus A- am Kreuze zwischen den Mördern dar, und unten stehen die / , beiden Marien mit Johannes und Magdalena. Im Vorgrundc rechts sieht man drei Reiter in reichem Cnstüme, und gegenüber blicken drei andere Männer mit Abscheu auf die beiden Krieger, welche um die Kleider des Heilandes würfeln. Zunächst dem Kreuze reicht ein geharnischter Bitter den Schwamm hinauf, und unten in der Mitte ist ein Mopshund. im Vorgruude sind Blumen angebracht. Dieses Bild ist in allen Tlieilen meisterhaft gemalt, und noch in voller Farben- frische. Der Heiland und die beiden Schacher sind auch sehr correkt gezeichnet, so wie überhaupt der Maler zu den tüchtigsten Meistern seiner Zeit gehört. Das Gemälde ist, 10 F. hoch und 7 1 /, F. breit. Andrea Previtale, auch Andreas Bergomensis genannt, war Schüler des Gian Bellini, und hinterlicss mehrere treffliche Werke, welche aber jenen des Bcllini nicht ganz gleichkommen. Kr zeichnete zuweilen die Extremitäten etwas nachlässig, und hing mehr am Alten als jener Meister. Auch liebte er reiche Beiwerke, und theils kleinliche Verzierungen an Gewändern u. dgi. Diess ist, auch in dem erwähnten Gemälde der Fall. Es soll aus einem Kloster im Kinzigthal kommen, was dem italienischen Ursprung nicht entgegen steht, da mehrere Werke italienischer Meister von deutschen Conventen bestellt wurden. Previtale arbeitete um 1506 — 1545. 1102. Ascanio Palombo dürfte durch dieses Zeichen seinen Namen angedeutet, haben, und es ist, möglicher Weise für AI'X zu nehmen, so dass man A. Palombo Excudit lesen müsste. Es zeichnete ja auch Antonio Sala- manco als Verleger A. S. X. Pietro Paolo Palombo hatte in Born eine Kunsthandlung, und Ascanio könnte, wenn nicht der Vater, doch der Bruder desselben seyn. Die Zeit seiner Thätigkeit ist um 1550- 1570 zu setzen. C. Cort stach nach ihm das Abendmahl des Herrn, und G. B. de Cavalleriis das grosso Kirchenschiff. Beide Blätter erschienen ursprünglich in seinem Verlage. Auf folgenden Kupferstichen findet, man das gegebene Monogramm. 1) Leda mit dem Schwane. Sie sitzt in Profil links auf dem Steine, und umfasst mit der Rechten den Hals des Schwanes zwischen ihren Beinen. Den linken Ann stützt sie auf einen Stein. Links unten ist das erste Zeichen. II. 5 Z. 6 L. Br. 3 Z. 9 L. Dieses schöne Blatt ist gegenseitige Copie nach Marco di Ravenna, und man legt die Zeichnung dem Rafael, oder dem Giulio Romano bei. Bartsch kennt es nicht, Brulliot macht aber in der Table gen6rale No. 640 auf eine 7K AP. Nr. 1103-1104. 479 handschriftliche Bemerkung des P. Marictte aufmerksam, nach welcher unser Monogrammist eine Leda im Genüsse des Schwanes gestochen Wien soll. Zanotti beschreibt dieses Blatt im Cabinct Cicognara No. 022, und erkennt in dem Monogramme ebenfalls die Buchstaben APX, während andere mit weniger Grund Al'll lesen wollen. Mariette schreibt diesem Meister auch noch ein anderes freies Blatt 3u, welches den Ixion vorstellt, wie er in einer Wolke die Juno umarmt. Bartsch beschreibt diese Darstellung im Appendix zum Werke des Jakob Caraglio Tom. XV. p. 99, sie ist aber ohne Zeichen. H. 9 Z. 6 L. Br. 6 Z. 6 L. 2) Drei römische Schiffe, in der Weise des Agostino Veneziano gestochen, B. XV. p. 546. Auf dem mittleren Schiffe bemerkt man vier Soldaten, wovon der eine mit dem Steine wirft. Hechts sitzt ein nackter Mann im Schiffe, und ein zweiter steigt aus dem Wasser in dasselbe. In der Mitte des VorgTUtldes liegt ein Mann mit phrygiseher Mütze auf dem Bauche in sonderbarer Stellung. In einem Runde ist das zweite Zeichen. II. 5 Z. Br. 5 Z. 7 L. 1103. Paul Creutzberger, Formschneider von Nürnberg, welcher A* seine Blätter gewöhnlich mit dem Monogramm CP bezeichnete, /V erscheint hier mit einem Sprechenden Handzeichen, da man sich -/Pv die Figur, in welcher das I' steht, als eine Bergspitze mit dem Kreutze denken kann. Man findet es auf dem in Holz geschnittenen Bildnisse des Sebastian Cnrtius (Kurtz), eines Schreib- und Rechenmeisters, so wie Mathematikers von Nürnberg. Er ist nach der Zeich- ) lni >g des Georg Strauch in halber Figur vorgestellt, wie er mit dem Zirkel in der Hand in das vor ihm auf dem Tische liegende Buch ein:' geometrische Figur zeichnet. Im Buche siebt: KIM'LIDKS, und unten «üf einem Täfelchen: SEliASTIANI'S (TKTITIS WA. FT G. &C. Uns Monogramm, welches Brulliot I. No. 675 als unaufgelöst dahinstellt, bemerkt man links oben. H. 4 Z. 2 L. Br. 2 Z. 4 L. Das erwähnte Bildniss gehört wahrscheinlich in ein Werk des ?• Curtius aus dem Endter'schen Verlag. Näheres über ihn findet man l" l >0 Ppclma.yi''s Nachrichten von Nürnberger Mathematicis und Künstlern l - 8. 168 und II. S. 226. Auf den Artikel über Sebastian Kurtz folgt '' a jener über Paulus Creutzberger, und über Wolfgang Fndter sen. letzterer war daher sicher der Verleger der Kurtzischen Schriften. Brulliot behauptet auch, das obige Monogramm auf einem Blatte m schwarzer Manier gefunden zu haben, nämlich auf dem Bildnisse des Georg Christoph Kretsehmann von Nürnberg. Wir kennen ebenfalls ein Y'bluiss des G. C. Kretsehmann, dieses trägt aber ein aus CK gebildetes Monogramm. Es fragt sich überhaupt, ob P. Creutzberger in schwarzer Manier gearbeitet hat. Nach Doppelmayr starb er 1660, die ^cbabkunst fand aber ers um 1670 in Nürnberg Eingang. Es möchte naher ein Holzschnitt von Creutzberger zum Vorbilde gedient haben. ,, Schliesslich kommen wir noch auf Sebastian Curtius zurück. In ^'euzel's Catalog Sternberg IV. No. 3486 wird diesem Mathematiker "ü'tbmasslich ein in J. Amman's Manier leicht radirtes Blatt in qu. fol. ^'geschrieben. Es stellt einen sitzenden Mann mit einem Messinstru- njciitü vor, unter welchem Frenzel den Wenzel Jamnitzer vermuthet. Wlv glauben, dass in diesem Blatte der erwähnte S. Curtius vorgestellt sei. 1104. Pieter Aertszen oder Aertsen, genannt Lange Peer oder fcfi-, Pier, wurde 1507 zu Amsterdam geboren, und war anfangs . -* Schüler des Allard Ciaessen, vcrliess aber diesen Meister bald rf wieder, um in Antwerpen seine Studien zu vollenden. Im Jahre "* -U- 1533 trat er daselbst als freier Meister der Confraternität des MMm 480 AP. Nr. 1105 — 1107. hl. Lukas bei, und im Buche derselben erscheint er unter dem Namen Lange Peter schildere. Aertszen scheint aber in Antwerpen nicht verblieben zu seyn, da im ITandwerkslmohe der Stadt (Liggcre) keiner seiner Schüler eingetragen ist. Er starb zu Amsterdam 1573. Das gegebene Zeichen findet man auf Gemälden dieses Meisters, welche meistens Küchenstücke verseilen. Es weicht von dem Monogramme unter der folgenden Nummer ab, so dass wir uns benöthiget fanden, dem Künstler hier einen vorläufigen Artikel zu widmen, welcher den nachstehenden ergänzt. Des gegebenen Zeichens bedienten sich aber auch seine Söhne, und man muss daher unterscheiden, welchem der Meister Aertscn irgend ein Mild mit demselben angehöre. Aart Pietcrsz., und Pieter Pieterszoon malten in der Weise des Vaters, und im gleichen Genre, enteret aber auch Mildnisse. Dirk Pietersz. machte sich ebenfalls als Portraitmaler bekannt, lieber die Kunstrichtung des Pieter Aertscn s. den folgenden Artikel. 1105. Pieter Aertsen fand bereits unter der vorhergehenden Nummer einen einleitenden Artikel, da das Monogramm von den gegebenen Zeichen abweicht, und daher handeln wir hier zunächst nur über die Werke des Meisters. Er gehört zu denjenigen holländischen Malern des 16. Jahrhunderts, welche, unabhängiger von der Nachahmung der Italiener, als andere, mehr naturalistische Bestrebungen kund geben, und die Erstlinge der Genremalerei liefern. Einzelne Erscheinungen der Natur sind in seinen Gemälden lebendig und derb nachgebildet, doch ist seine Manier im Ganzen ausschweifend und bizarr. Aertscn malte meisterhafte Küchenstücke, in welchen die Geräthe und Vik- tualien täuschend nachgeahmt sind. Berühmt sind vier Blätter von Jakob Matham, welche solche Küchcnstücke nachbilden, B. No. 164—167. Doch malte der Künstler auch historische Darstellungen, grosse Kirchenbilder , welche von C. van Mander gepriesen werden, namentlich auch wegen der kunstreichen Behandlung der Architektur. Beim Bildersturme gingen aber viele zu Grunde. In Rathgeber's Annalen der niederländischen Kunst S. 269 sind Aertsen's Gemälde, und die Stiche nach denselben beschrieben. Auf mehreren Gemälden findet man obige Zeichen, theils auch mit beigefügter Jahrzahl. Diese ist für unseren Künstler öfters massgebend, da sich auch Aart Pietersz., der Sohn, desselben Zeichens bediente. Nach 1570 scheint der ältere Peter Aertsen nicht mehr gemalt zu haben, da er 1573 in ziemlich hohem Alter starb. 1106. Antoine A. J. Payen, Landschaftsmaler von Brüssel, unter- TC"""V nahm 1815 mit den Gebrüdern Bick auf Kosten der Regierung l\J eine Reise nach Java, und fertigte da eine Menge von Zeich- I V nungen. Im Jahre 1829 trat er die Rückreise in's Vaterland J. \- an, wo er fortan Ansichten aus den überseeischen Besitzungen Hollands in Oel malte, welche mit einem Monogramme versehen sind. Payen scheint noch am Leben zu seyn. 1107. Anton Posch oder Poesch ist der muthmassliche Träger dieses »-^ Monogramms, und einer der leitenden Künstler hei der 45/T"33 Ausführung des Grabmonumentes des Kaisers Maximilian I. -* ■!■ in Innsbruck. Die Geschichte dieses grossartigen Denkmales ist von Wichtigkeit, und wir stellen daher die urkundlichen Data zusammen, da sie erst seit kurzer Zeit hinsichtlich des Beginns der Arbeit bekannt sind, und daher die herrschenden Angaben entkräften. Die Anordnung des Monumentes traf der Kaiser selbst, aber nicht ohne Beihülfe des berühmten Conrad Peutinger in Augsburg. In der k. k. AP. Nr. 1107. 481 Ambraser Sammlung zu Wien ist nämlich ein Gedenkbuch des Kaisers, nach welchem dieser 1508 dem Dr. Peutinger den Auftrag ertheilt, ■ ,die Bilder mit dem Giessen eltwas pass zu für dem. Ilem den Manll zu kay. M. püdnuss des Grabs bei Ziet/Iers Maisler in Anlorf zu bestelle»." Darunter ist der gestickte Kaisermantel zu verstehen, welcher erst nach einer Reihe von Jahren dem Bildhauer zum Vorbilde dienen konnte, da die Statue des Kaisers zuletzt ausgeführt wurde. Zuerst wurde ein Theil der Statuen gegossen, welche um das Grabmal stehen, und das kaiserliche Notizbuch gibt darüber folgenden Anhaltspunkt: .,1t. Kay. M. hat Stehen Godl Rothschmid auf die XI pilder zw Ynsprugg durch Vil- Unger verordnet j n gülden a die ultima decembris." Daraus ersehen wir, dass 1508 dem bekannten Stephan Godl, dem Giesser in Mühlein, eilf Statuen übertragen wurden, es findet sich aber keine urkundliche Bestätigung, dass er sie wirklich gegossen habe. Erst 1529 werden Bildwerke aus seiner Gicsshüttc genannt. Dagegen wissen wir jetzt durch Th. Ilerberger (Conrad Peutinger in seinem Verhältniss zum Kaiser Maximilian I. S. 23) aus Urkunden, dass in Augsburg unter Leitung des C. Peutinger Statuen für das Grabmal des Kaisers in Erz ausgeführt Wurden, von 1508 ab bis zum Tode des Kaisers, welcher bekanntlich die Vollendung des Werkes nicht erlebte. Peutinger hatte in Augsburg c inen ausgezeichneten Bildhauer zum Zeitgenossen, den bisher wenig gekannten Joerg Muschgat, dessen Modelle von Hans und Laux Zot- niann in Erz gegossen wurden. Er ist jener Meister Joerg, welcher schon früher den Kaiser zu Pferd dargestellt hatte. Das Werk blieb aber im Modell im Hofe bei St. Ulrich stehen, wo es zu Grunde Snig. Die Brustbilder des Kaisers, des Herzogs Friedrich von Sachsen, und dos Herzogs Philip]) von Hurgund scheint er zur Probe in Wachs modellirt zu haben. Diese Bildnisse blieben im Hause des Bildhauers, wahrscheinlich in Erz ausgeführt. Muschgat, hatte nämlich jene des Kaisers, und des Friedlich von Sachsen versetzt, und der Rath musste s je einlösen. Eist 1 516 lieferte er die „zwei abconterfeiten Bilder" °'n, wie aus einer Bauamtsrechnung des Archivs von St. Anna in Augsburg zu ersehen ist. Der Kaiser war oft bei schlechter Cassa, und so wie Peutinger bedeutende Anstände wegen der Zahlungen und Materiallieferungen hatte, so könnte auch der Bildhauer mit dem Lohne in Rickstand gekommen seyn. Der Beginn der Arbeiten für das Kaiser- Monument fällt, in das Jahr 1509, und Maximilian hatte zur Verständigung den Bildhauer Muschgat sogar an seinen Hof berufen, zu welchem Zwecke ihm 3 Gulden Diäten zuflössen. In demselben Jahre wurde dem Joerg Muschgat, und den beiden Giessern Hans und Laux Zot- "lann durch C. Peutinger auch die erste Zahlung von hundert rheinischen Gulden für Arbeiten zum Monumente des Kaisers geleistet, die 'ni Archive von St. Anna liegende Quittung besagt aber nicht, welche ^tatuen damals gegossen waren. Im Jahre 1510 tritt ausser Hans und Laux Zotman auch noch ein dritter Erzgiesser auf, nämlich Lorenz Sartor. Der Kaiser stellte an den Rath das Gesuch, ihm gegen genaue Verzinsung des Gebäudes eine neue Giesshtttte erbauen zu lassen, da, Wie die Urkunde vom 21. Juli 1510 besagt, seine Giessstatt zu nahe an jener des Nachbar lag, und nicht geeignet schien, die vom Kaiser aufgetragenen Werke im Gusse zu liefern. In einem weiteren kaiser- »chen Gesuche: Hall im Innthal, 6. November 1511, heisst es deutlich, dass aus der neu zu erbauenden Werkstatt der Guss „etlicher zu seinem Begräbnisse bestellte Bilder hervorgehen sollen." Wie weit diese Arbeit •n Augsburg damals gedieh, ist aber noch nicht ermittelt. Im Jahre 1516 Wollte der Kaiser das Werk in Innsbruck fortsetzen lassen. Es wurde der Maler Gilg Sesselschreiber beauftragt, Bilder und Anderes, was 482 AP. Nr. 1107. zum Grabe gehöre, zu giessen. Dieser Künstler stammt aus München, und war Hofmaler des Kaisers. Der k. k. Statthaltereisekretair J. Wieser in Innsbruck besitzt zwei Antographen von ihm. Das eine ist eine Quittung: Würzburg den 31. Oktober 1505, und in dieser nennt er sich „Gilg Maller von München". Das andere ist ebenfalls eine Quittung, in welcher er, „Gilg k. M. Hofmaler", unter dem 8. Dezember bekennt, vier Gulden Rh. zur Zehrung in Augsburg erhalten zu haben. Meister Gilg Sesselschreiber zog sieh aber 1516 die Ungnade des Kaisers zu, indem er Geld und Material empfangen hatte, aber die Arbeit so wenig förderte, dass er sich flüchten niussto. Der Kaiser erliess daher den 11. Juni 1516 an das Regiment zu Innsbruck den Befehl, den Künstler vorzuladen, und Bürgschaft zu fordern, und im Falle einer Flucht, ihn gefänglich einzuziehen. Die Regierung wandte sich am 15. Juni nach Augsburg, wo nach ihrer Erkundigung Meister Gilg sich aufhalten sollte. Peutinger hielt ihn daselbst am 19. Juni an, und lieferte ihn auf kaiserlichen Befehl nach Innsbruck, wo man mit dem Künstler dahin verhandeln sollte, dass er die Visirung, wie die Bilder nach einander stehen sollten, also den Kntwurf des ganzen Werkes, wieder herausgebe. Die betreffende Urkunde gibt Th. Herberger 1. c. S. 23, und versichert, dass die Arbeit in Augsburg fortgesetzt wurde. Im Jahre 1517 waren nämlich daselbst noch grössere Arbeiten bestellt, als je zuvor, nur hatte Pcutinger bedeutende Anstände. Der Kaiser hatte ihm 100 Zentner Kupfer zu liefern versprochen, Peutinger meinte aber, er reiche mit ihn- Hälfte. Der Kaiser wollte dalier, dass er 50 Zentner verkaufe, um mit dem Erlöse andere Auslagen zu decken. Allein statt des Kupfers überschickte Maximilian nur 100 Gulden, für die man Kupfer kaufen sollte. Damit war aber wenig zu bewerkstelligen, und Peutinger's Eifer, vorn Kaiser Geld und Material zu erhalten, war vergebens. So konnte es wohl kommen, dass der Bildhauer Muschgat aus Goldnnth Bilder versetzen niussto. Dieser Meister dürfte die meisten Modelle zu den Gusswerken geliefert haben, denn er starb 1527, wie aus dem alten, von Thomas Burgkmair angelegten Ilandwerksbucbe der Stadt Augsburg erhellet. In diesem heisst aber der Künstler Muschat, was nicht hindert, ihn mit Muschgat zu identificiren. In einem von Herberger publicirten Documento wird er sogar Muschgart genannt. Die Statuen, welche in Augsburg gegossen winden, lassen sich nicht genau bestimmen. Am Piedestale des Königs Ferdinand von Spanien ist ein Zeichen, welches dem Augsburger Stadtpyr (Pinionapfol) gleicht, und dieses Bild könnte daher in Augsburg gegossen seyn. Nach Bcda Wober (das Land Tyrol 1. S. 264) soll das Standbild des Theoderich, d«S beste von allen, im Jahre 1513 gegossen worden seyn, so wie jenes des Königs Arthur. Diese Werke gehören demnach der Augsburger Giesshüttc an. Th. Herberger 1. c. S. 25 zählt dazu auch die 23 kleinen Statuen, welche Heilige aus dem Geschlechte des Kaisers vorstellen, wozu ('. Peutinger und Dr. Sebastian Braut dem Kaiser die historischen Nachrichten liefern inussten. Allein es ist kaum glaublich, dass der Kaiser die Nebenfiguren vor den Hauptfiguren habe fertige» lassen. Eine Urkunde von 1529 könnte ihren späteren Ursprung i n Innsbruck nachweisen. In der „kurzen Beschreibung der Abbildungen der in der Hofkirche zu Innsbruck aufgestellten 28 erzenen Statuen. Innsbruck 1826 ff.", finden sich, wie auch in einigen anderen Schriften, keine genügenden Angaben über die Künstler, welche diese Standbilder gefertiget haben. Gewöhnlich wird Gregor Löffler als der Urheber der grösseren Statuen genannt, welcher sie um 1550 gegossen haben sollte- Allein die Jahrzahlen an den Piedestalen einiger Statuen weisen aui die Entstehungs-Zeit von 1525, 1527, 1528, 1529 und 1583. Die ' AP. Nr. 1107. 483 23 kleinen Statuen von Heiligen soll nach der gewöhnlichen Angabe Stephan Godl um 1508 gefertiget haben, was sehr zu bezweifeln ist, da er erst 1529 quittirt. Wir wenden uns jetzt von Augsburg nach Innsbruck, wo nach dem 1519 erfolgten Tode des Kaisers die Arbeiten am Mausoleum desselben fortgesetzt wurden, wahrscheinlich ohne den direkten Einfluss des C. Pcutinger. Der erste Künstler, welcher uns entgegentritt, ist Georg Sesselschreiber, wie er in einer von Anton Roschmann copirten, und im Archive zu Innsbruck vorhandenen Quittung sich nennt. Roschmann war Archivar und wird wohl richtig gelesen haben, es wäre aber auch möglich, dass der erwähnte Gilg Sesselschreiber beim Erzherzog Ferdinand wieder zu Ehren gelangt sei. Die Quittung lautet nach Roschmann, oder vielmehr nach der Abschrift im Tirolischen Künstler-Lexicon. Innsbruck 1830, S. 233: „Georg Sesslschreiber mit Visiren, Schneiden, formieren, (iüessen, ausberailen, und allander weg weyland H. Kay. Mtt. '•och;. Gedächtnuss firgenommen, und durch mich angefangene Begräbnus Bilderwerchs, auch alles meines Haus und Werkhslatt zu Milein und anders daselbs 11520 quiuirt vmb die Bezahlung." Am Ende folgt das Siegel, "nd über demselben stehen die Anfangsbuchstaben G. S. Nach dieser Quittung haben wir es mit einem Künstler, nicht mit einem gewöhnlichen Giesser zu thun, er war aber nicht befugt, sich als denjenigen zu bezeichnen, der das Bcgräbniss-Bilderwerk begonnen hatte. Wichtiger wäre es, wenn wir aus seiner Quittung erfahren könnten, welche Bilder er gezeichnet, in Wachs niodellirt, und zum Gusse geformt hatte. Dieses möge auch Herr Döbner in Meiningen bedenken, welcher in einem gegen mich gerichteten Aufsatz des deutschen Kunstblattes 1852 B> 349 entschieden behauptet, (1. Sesselschreiber habe nicht die colos- s alen Erzstatuen, sondern die 23 kleinen Standbilder auf dem Schwibbogen gefertiget. Diese Statuetten sind, wenn nicht in Augsburg, höchst wahrscheinlich von Stephan Godl gefertiget, von demjenigen Künstler, Welchen der Kaiser schon 1508 bedachte, aber wohl gegen den Willen l'r. L'eutinger's. Erst in einer Urkunde des Erzherzogs Ferdinand von 1529 erscheint er als Bildgicsser dieses Fürsten, und es wurden ihm Gusswerke nach dem Gewichte bezahlt. Es ist in diesem Documenta von grosser und schworer Arbeit die Rede, aber auch mit der Hemerk- 'junjf, dass es ,,hübsrh klain Arbeit sei. 1 ' Darunter sind wahrscheinlich '''c Statuetten über dem Bogen zu verstehen, welche als hübsch kleine Arbeiten dennoch von bedeutendem Gewichte, also nach dem urkundlichen Wortlaut auch schwere Arbeit sind. Auch einige grosse Statuen Vo " 1525 — 1529 könnten von ihm und von Melchior Godl gegossen Wyn. Kür letzteren spricht eine Urkunde von 1529, nach welcher ihm König Ferdinand an's Herz legt, dass er „den Grahguss zu Mülein, s o lang dieselb Arbait werdt, trewlich auswarten vnd mit höchsten Vleys JW das pest vnd rainest machen vnd fertigen soll." Mit dem Jahre 1Ö35 ist Bernhard Godl als Giesser documentirt. Am l'iedestale der Statue des Theudebert von Provence, Burgund und Habsburg steht: '■Mich goss Bernhart Godl 1535." In diese Zeit fällt auch die Thätigkeit unsers Monogrammistcn, welcher wahrscheinlich Anton Posch heisst. Ein Künstler dicsesNa- mens war Bildbauer in Innsbruck, und hatte besonders als Wachs- bossirer Ruf. Aus Wachs bestanden damals auch die Modelle zum Erz- ?uss, und somit hatte Posch, oder Poesch, alle Eigenschaften, welche '"U zum leitenden Künstler bei den Arbeiten für das Kaisermonument befähigten. Urkundlich ist ausser G. Sesselschreiber kein Modellirer ''ekannt, und da die Buchstaben des Monogramms nicht gegen Posch s Prechen, so möchte er seinen Namen darunter angedeutet haben. Die 484 AP. Nr. 1107. Modellircr oder Bildhauer wurden in früheren Jahrhunderten hei Gusswerken oft vergessen, und wie hei Peter Vischcr in Nürnberg, so wurde wohl auch in Innsbruck das Wesentliche, das Modell, dem Giesser beigelegt, ohne zu bedenken, dass in so grossartigen Werkstätten, wie jene P. Vischer's war, der Rothschmied Modell und Guss in einer gegebenen Zeit nicht zugleich liefern konnte. Als Giesser nennt sich B. Godl, und neben ihm tritt Gregor Löffler auf, beide Zeitgenossen des Meisters AI' von 1533, von welchem einige Statuen herrühren. Löffler wurde aber schon 1529 von Augsburg nach Innsbruck berufen, da er weithin den Ruf des bessten Stüekgicssers hatte. Seine Söhne Elias und Hans Christoph werden als Gehülfen genannt, und letzterem will man auch die 23 kleinen Statuen über dem Schwibbogen der Kirche zuschreiben, was sehr der Bestätigung bedarf. Diese drei Künstler gössen eine grosse Anzahl von Feldstücken und Glocken, von 1538 an in Büchsenhausen bei Innsbruck, wo Gregor Löffler ein Giesshaus erbaut hatte. Aus dieser Hütte ging auch der Rest der colossalen Fürsten- Statuen hervor, so dass also das in Augsburg begonnene monumentale Werk in Innsbruck von einem Augsburger bis auf Weniges vollendet wurde. G. Löffler starb 1565, die Söhne desselben waren noch 1503 thätig. Keiner wird aber bisher urkundlich als Giesser irgend einer Fürstenstatuc genannt. Dagegen kommt noch Hans Lendenstrauch in einer Oammcrrechnung von 1572 vor. Damals trug der Ilofbauschreiber die Werkzeuge und das Metall, welches dem Lendenstraueh nach dem Gusse von Statuen in Mi'ihlau übrig blieb, ins Inventar ein. Werkzeug und Metall erhielt er nämlich nach Bericht „zu Giessung etlicher pilder zu Weilandt Chaiser Maximilians Bogräbnusa, so in desselben Kaiserl. neuen Stiffts Gottshansa zum heil. Grenz alhie zu Ynsbrugg gemacht und aufgericht solt werden." Von Lendenstraueh gegossen sind die vier allegorischen Statuen auf dem Grabmale, ob aber die Modelle von ihm herrühren, ist eine andere Frage. Sie gehören zu den schönsten Bildwerken des Monuments, und sind der Zeichnung nach wohl italienischen Ursprungs. Man kann diese dem Francesco Terzi zuschreiben, dein Hofmaler des Kaisers Maximilian II., welcher zu jener Zeit, und noch später in Innsbruck thätig war. Fr ist auch der Zeichner der Bildnisse der Fürsten des Krzhausos Oestcrreich: Auslriac.ae genlix immjine* etc. i960, gr. fol. Die lebensgrosse Statue des Kaisers auf dem Grab' male dürfte zuletzt entstanden seyn, da sie erst 1582 von Ludovico del Duca gegossen wurde. Fr empfing dafür 450 Kronen, es ist aber nicht gesagt, dass darin auch das Modell eingerechnet sei. L. del Duca war der Bruder des Architekten und Bildhauers (liacomo del Duca, dessen Statue Leo's X. Winckelmann ein Ungeheuer der Kunst nennt- Giacomo wird daher das Modell zur Kaiserstatuc nicht gemacht haben, so wie denn das Werk überhaupt einen deutschen Charakter trägt- Der Büste liegt das bekannte Gemälde zu Grunde, welches in der I'i- nakothek zu München, und in der k. k. Gallerie zu Wien dem Jakob Walch wohl mit Unrecht zugeschrieben wird. Den Mantel Hess, wie Eingangs gesagt, der Kaiser schon 1508 in Antwerpen sticken. I» Innsbruck lebte zur Zeit des L. del Duca ein tüchtiger Bildhauer und Modellircr, Namens Andreas Glifer aus Brüssel. Dieser Meister starb 1584, und könnte daher das Modell zum Kaiserbilde gefertiget haben- Diess ist die aus den bisher bekannten Archivalicn geschöpfte Geschichte des Kaisermonumentes in Innsbruck, und darnach mögen die betreffenden Artikel im Künsler-Lexicon geordnet werden. Auch geben wir jetzt gerne zu, dass Veit Stoss in Nürnberg kein Modell geliefert habe, und somit möge sich auch Herr Döbner in Meiningen begnügen, da er ja gerade, dieses Künstlers wegen die Lanze nach dem Verfasser AP. Nr. 1108. 485 des allgemeinen Künstler -Lcxicons schleuderte. Uebrigens findet sich noch eine andere Gelegenheit, über Peter Vischcr und Veit Stoss zu sprechen. 1108. Johann Amadeas (Göttlich, Theophile) Prestel, Maler und /- . Kupferstecher, geb. zu Grünenbach 1739, /p D'Tp 7\) «est. zu Frankfurt 1808. Dieser Künstler /l jf tK /\ durchwanderte Italien und Deutschland, malte —^ *•/-*■*■/•' *-/-* *- viele Bildnisse in Oel und Pastell, versuchte sich in jeder Art der künstlerischen Nachbildung auf Kupfer, und brachte trotz der Unbeständigkeit seines Charakters, unter beispielloser Geduld seiner Gattin und Gchülfin Maria Catharina Höll, eine grosse Anzahl von Blättern zusammen, welche, besonders jene in Tuschmanier, allgemeinen Beifall fanden. Prestel erwarb sich auch wirklich eminentes Verdienst, besonders durch die Nachbildung von Zeichnungen berühmter Meister, wobei er das Verfahren des bekannten Le l'rince zu Grunde legte, aber so wesentliche Vorthcile erreichte, dass man nicht mit Unrecht von einer eigentlich Prestel'schen Manier sprechen kann. Wir haben im Kfmstler-Lexicon XII. S. 44 über diesen Künstler ausführlich gehandelt, und 140 Blatter desselben verzeichnet. Hier tragen wir die Titel seiner Zeichnung* - Imitationswerke genauer nach. Dessins des meilleurs peinlres des Pays- Bas, d'Allemagne et d'/talie d» Cabinet de. M. G. ./. Schmidt a Uambourg, Gravees d'apres les originaux de meine grandeur par J. Tb. Prestel, peintre. Folge von 30 Plattem 'n Zcichnungsmanicr, nebst gestochenem Titel. Vienne 1779, roy. toi. ~7 In den alten Exemplaren sind sämmtlieho Nachbildungen auf farbige Untersetzbogen gebracht. Dessins de meilleurs l'eintres d'ltalie, d'Allemagne, et des Pays-Bas, ™ u Cabinet de Mr. Paul de Praun ä Nuremberg. Graves d'apres les Originaux de memo grandeur par Jeam Theophile Prestel, Peintre. 48 Blätter W Zeichnnngsmanier, nebst Titel und Dedication an Carl Theodor. Nuremberg, cbez l'Fditeur 1780, roy. fol. Dessins des meilleurs Peinlres d'ltalie. d'Allemagne et des Pays-llas, tlr es de divers celebres Cabinels. Graves d'apres les Originaux de meme grandeur par Jean Theophile Prestel, Peintre. (Nuremberg 1782, chez 1 Auteur). Diess ist das sogenannte kleine Cabinet mit 36 Blättern in Zeichnnngsmanier, nebst Titel, gr. fol. Cinquanle Eslampes graves par J. 1h. Prestel d'apres les dessins ori- 3>naux de la meme grandeur des meilleurs Peinlres d'Allemagne. des Pays- " a > et d'ltalie, lires de divers celebres Cabinels. Publik par C. E. G. Prestel P J- G. Rcinhcimer ä Francfort s. M. Janvier I" 1844. 50 Blätter, auf arbig c Untersatzbogen theils gedruckt, theils aufgelegt. Nebst Vorwort '"d Inhaltsverzeichniss, gr. fol. — Diess ist das vierte der Prestel'schen .andzeiehnungs - Imitationswerke, welches erst lange nach dem Tode "es Künstlers erschien. R. Weigel, Kunstkatalog No. 14,778, zählt die "latter auf. Im Künstler-Lexicon und anderwärts sind sie nicht detaillirt. . Amadio Prestel's Köpfe nach F. Trevisano. Folge von 8 Blättern Zeichnungsmanier, mit mehreren Platten gedruckt, gr. fol. Die gegebenen Zeichen findet man auf einigen Copicn nach A. Dürer, eiche dem Prestel zugeschrieben werden. Heller, Leben des A. Dürer !• 8, 396 ff., zählt die Copien desselben auf, wovon aber die meisten . ""e Zeichen sind. Hartseh P. gr. IX. p. 576 scheint das Monogramm n verkehrter Richtung, so dass PA zu lesen ist, für das Zeichen eines Ij. y°. n ""bekannten Meisters zu nehmen. Das zweite Monogramm gibt Dfl ' *' ^°' "*"' wahrscheinlich nach Lepel's Catalog der Werke urer's; es scheint aber nicht genau zu seyn. Das vierte Zeichen Mo «ogrammistcn. 36 486 AP. Nr. 1109. schreibt Heller, Monogr.-Lex. S. 34, dem A. Prestel zu, ohne Angabe, auf welchem Blatte es sich befinde. Wir möchten an der Richtigkeit zweifeln. Folgende Blätter sind mit Monogrammen bezeichnet, und angeblich von Prestel's Hand: 1) Die kleine Fortuna, B. No. 78. Diese Darstellung ist von der Gegenseite copirt, indem sich die nackte Frau auf der Kugel nach rechts wendet. Unten in der Mitte ist das Zeichen des A. Dürer, aber nicht sehr gross, wie Heller, Leben Dürer's No. 835 bemerkt. Es ist bedeutend kleiner, als das rechts in der Ecke stehende erste Monogramm. H. 4 Z. 6 L. Br. 3 Z. 1 L. — Nach Heller findet man das Zeichen Prestel's nur in den zweiten Abdrücken einer gegenseitigen Copie, welche im ersten Drucke rechts oben die No. 7 trägt. Allein wenn das Monogramm Dürer's auf dieser Copie sehr gross erscheint, wie Heller bemerkt, so ist das Blatt mit Prestel's Namenszeichen kein zweiter Druck von der verkleinerten Platte. Ursprünglich soll nämlich die Platte Einfassungsliuien gehabt haben, welche später bei der Verkleinerung abgenommen wurden. Die Grösse des Stiches gibt Heller folgender Massen an: II. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 11 L. Aus dem Vergleiche der Dimensionen des Stiches geht hervor, dass Heller im Irrthum ist. Es ist von zwei verschiedenen Copien die Hede. Dürer's Monogramm auf der Prestel'schen Copie ist kaum 2'/ 2 L. hoch. 2) Der Bauer und sein Weib, B. No. 83. Diese Darstellung ist von der Gegenseite genommen. Das Weib, welches die Hände auf den gesegneten Leib legt, ist nach rechts gewendet, und zur Linken der Frau erhebt der Mann drohend die Hand. Unten rechts steht nach Heller (No. 924) das dritte Zeichen, welches aber im ersten Drucke fehlt. H. 4 Z. 3 L. Br. 3 Z. 6 L. — Diese Copie soll gewöhnlich nach der Grösse des Originals geschnitten seyn, weiches 4 Z. hoch ist. Schliesslich bemerken wir noch, dass diese Copien aus einer früheren Periode zu stammen scheinen, als die ist, in welcher Prestel lebte. 1109. Francesco Primaticcio, genannt Abbas Primaticcius und ' -, .f.pr r. Abbe de Saint - Martin , wurde 1504 zu Bologna geboren, und ist neben Rosso Rossi einer jener weltbekannten Künstler, welche der Schule von A 2Ti ------" i weltbekannten Künstler, welche üer Schule vo» A./-/I (.iSo^ D Fontainebleau ausgebreiteten Ruf erwarben. Wir 1 ----------- 1 haben im Künstler-Lexicon XII. S. 65 ausführlich über ihn gebändelt, das Geburtsjahr ist aber auf die Autorität frühere 1 Schriftsteller hin irrig in 1490 fixirt. Diese Angabe hat sich durch Dr. Gaye's Carteggio inedito HT. p. 552 als unrichtig erwiesen, und wir machen darauf um so mehr aufmerksam, als die frühere Zeit" Bestimmung auch noch in neuester Zeit festgehalten wurde. Gaye P" das Testament des Künstlers im Abdrucke, welches dieser in seinem acht' undiünfzigsten Jahre hinterlegte, und wie folgt datirte: A'A' de Febraf" cssnndo a Santo Germano in l.ai (Saint Genuain»en• Laye) in Frania & ( 1569. Somit wurde Primaticcio 1504 geboren. Er gibt in diesem P 0 ' cumento auch seine Titel au : Abbate, Comondattario di Santo Martin 1 ? di Troia, Consiglicro et Comniissario generale de tuttc le fabriche de' Re di Frfcnn. Er kam 1531 nach Frankreich, und der König sicherte ihm 1544 die Nutznicssung der Abtei von Saint - Martin de Troye 9 ' Im Jahre 1570 soll der Künstler gestorben seyn. Wenigstens sagt e im Testamente von 1562, dass er dasselbe „sano et di l'animo et de corpo" errichtet habe. . _ Eine Tradition zählt von jeher den Primaticcio zu denjenigen M»' lern, welche auch in Kupfer radirt haben, doch wurde ihm bisher nn ein Blatt beigelegt, mit welchem Bartsch XVI. p. 299 das Verzeicbm» AP. Nr. 1109. 487 der Stiche von und nach Meistern der Schule von Fontainebleau beginnt. Es stellt zwei stehende Frauen im römischen Costüme vor, die eine in Profil mit der Hand an der Brust, die andere en face mit auf der Brust gekreuzten Armen, und einem Schleier über dem Kopfe. H. 7 Z. Br. 4 Z. 3 L. Dieses Blatt ist breit und geistreich radirt, wohl eines Malers vollkommen würdig, aber ohne Zeichen und Namen. Es wurde von jeher dem Primaticcio zugeschrieben, aber ohne einen anderen Beweis dafür zu haben, als die Tradition, welche jedenfalls Berücksichtigung verdient, obgleich sie eine gcgcntheiligc Meinung nicht ausschliossen kann. Wenn aber je Blätter von Primaticcio vorhanden sind, so müssen jene mit obigem Zeichen für den Künstler in Anspruch genommen werden, obgleich sie Bartsch XVI. p. 509 den Erzeugnissen der römischen Schule anreiht. Andere Kenner chalcographischer Produkte finden darin aus inneren und äusseren Gründen den Geist und die Hand des Primaticcio, welcher als Maler der Nadel zur Erreichung seines Zweckes sich bediente, ohne auf eine regelmässige, und stets gleiche Behandlung zu sehen. Ein ähnliches Monogramm, gewöhnlich mit vorgesetztem F, und der Abbreviatur HOL. IN., kommt auch auf Stichen narh Gemälden und Zeichnungen des Künstlers vor. Nur das erste Zeichen der zweiten Reihe wird bei Brulliot I. No. 672 mit Unrecht auf Primaticcio bezogen. Es stellt ein junges Weib vor, welches auf dem Steine in der Nähe eines Baumes sitzt. Der linke Arm ist ausgestreckt, da es nach einem am Baume hängenden Apfel deutet. hn Grunde breitet sich Landschaft aus, und links unten bemerkt man das Zeichen. H. 5 Z. 4 L. Br. 3 Z. 11 L. Dieses Blatt ist von Pietro Aquila radirt und gestochen, fast um ein Jahrhundert später, als Primaticcio lebte. Folgende Blätter beanspruchen wir für Primaticcio, doch nur in den Aczdrückcn. Die Vollendung mit dem Stichel erfolgte durch zweite Hand, da wir die Führung desselben dem Künstler nicht zumuthen können. Die Zierwerke dürften ihm zunächst angehören. Bartsch besehreibt die ersten fünf Blätter, gibt aber von dem Monograministcn nicht die geringste Nachricht. Heller, Handbuch für Kupferstichsammler *te Ausgabe S. 858, nennt ihn einen um 1550 in Italien lebenden Kupferstecher, welcher nach Rafael gearbeitet habe, wahrscheinlich weil ~ er 15. Band des Peintre graveur über die Stecher der Schule des Rafael und Marc Anton handelt. Mit dem beigefügten Monogramme 'st aber Heller in vollem Irrthume, da es nicht das von Bartsch gegebene, sondern jenes des Pietro Aquila ist. Wenn man einwenden wollte, dass die unten beschriebenen Blätter nicht in der Weise der Schule v °n Fontainebleau behandelt sind, so ist zu entgegnen, dass Primaticcio Seine Künstlcrbildung in Italien erlangt habe, und somit es keine Folge sei, dass er gerade in jener Weise radiren musste, welche den Meistern "er Schule von Fontainebleau eigen ist. Letztere dürften aber die Veranlassung gewesen seyn, dass Primaticcio noch in seiner späteren Zeit Jf'e Nadel zur Hand nahm, womit er gleichsam spielend seine Ideen festhielt. Wir wollen indessen zugeben, dass ihn dabei eine geübtere **and unterstützte, welche er aber selbst wieder förderte. 1) Ein alter Triton mit der Muschel, auf welcher er bläst. Ein junger Triton trägt das Ruder. Rechts unten ist das Zeichen, und links «e Jahrzahl 1055. H. HZ. 6 L. Br. 5 Z. 5 L. — Dieses von Bartsch **■ 1 erwähnte Blatt ist gestochen, und kann daher von Primaticcio "jeht selbst herrühren, da dieser sich nur der Nadel bediente. Das j™°nogramm wurde auch erst später eingestochen, da sich alte Abdrücke °hnc dasselbe finden. Die Form des Zeichens ist die des ersten der °oen gegebenen Monogrammen. 36* 488 AP. Nr. 1110-1111. Von derselben Hand gestochen ist auch ein grosses Blatt ohne Zeichen. Es stellt den Mcleagcr mit dem Hunde dar, und trägt die .Tahrzahl ißlJS. gr. fol. 2) Verziertes Feld mit der Statue der Diana von Ephesus in einer Einfassung von Arabesken. Unten in der Mitte sieht man einen Greif mit vierLöwcnfüssen, und rechts und links von der Diana einen Hirsch. Oben rechts ist das Zeichen mit der Jahrzahl iUSf) im Täfclchen. II. 15 Z. 10 L. Br. 6 Z. 2 L. — Dieses Blatt ist radirt, und wird von Bartsch No. 2 beschrieben. 3) Ein verziertes Feld mit einer phantastisch gebildeten Pflanze, auf welcher verschiedene Vögel sitzen. In der Mitte unten ist ein Stachelschwein, und links ein wälscher Halm. Links oben bemerkt man das'erste Zeichen. II. 16 Z. ? Br. 6 Z. 5 L. ? — Dieses Blatt beschreibt Bartsch No. 3, ohne anzugeben, ob es radirt, oder gestochen sei. 4) Ein verziertes Feld mit einer Fratze zwischen zwei Dreizacken, welche durch zwei Delphine verschlungen sind. Links in halber Höhe steht das Monogramm, rechts die Jahrzahl tINiO. H. 5Z.? Br. HZ. 3 L. — Dieses Blatt, welches Bartsch No. 4 beschreibt, ist radirt. 5) Ein Zicrblatt mit einem von Arabesken umgebenen Basrelief, in welchem Amor sich zeigt. Er hält mit der Hechten den Bogen, und greift mit der anderen nach dem Pfeile im Köcher. Oben links ist das Zeichen mit der .Tahrzahl 108t im Täfelehen, fol. — Dieses Blatt kennt Bartsch nicht. Es ist radirt, und in der Weise der obigen Blätter behandelt. 0) Ein schönes Akanthusblatt mit einem Adlernest, einer Schlange, und mit verschiedenen Vögeln und Insekten. Das Monogramm mit der .Tahrzahl lüljü ist unten im Rande, gr. fol. — Auf dieses seltene, dem Verfasser des Peintre graveur unbekannte Blatt macht Frenzel im Ca- talog Sternberg 1. No. 813 aufmerksam. Rene Boivin hat es 1575 von der Gegenseite copirt. 7) Der Kopf eines brüllenden Löwen, nach links gerichtet. Kechts unten ist das Zeichen, links die Jahrzahl t86B. II. 9 Z.? Br. 12Z.? — Dieses Blatt beschreibt Bartsch No. 5, und ea ist wohl gestochen, da er von einer Kadirung nichts bemerkt 1110. Unbekannter Kupferstecher. Dieses Zeichen findet man auf /J) einem Kupferstiche, welcher die Ermordung eines Königs im _/ JL Zelte zum Gegenstände hat, qu. fol. Das Blatt stammt aus dem 17. Jahrhunderte, und ist wahrscheinlich nicht von Andreas Pauli, welcher sieh eines ähnlichen Monogramms bediente. Die Composition ^ ist von einem deutsehen Meister. Uli. Alfano di Piero ? J. Stellwag, Monogr.-Lex. No. 326, schreibt 7p dieses Zeichen dem Alfano di Piero zu, einem portugiesischen _/l Maler, welcher nach Vasari um 1450 in Pisa, Volterra, und an anderen Orten Gemälde hinterlassen hatte. Auf Alfano di Piero komm* Vasari im Leben des Tnddoo liartoli zu sprechen , seine Werke scheinen aber nicht erkannt zu seyn. Wir wissen daher nicht, a u > welchem Bilde Stellwag das Zeichen gefunden habe. Die alten italienischen Meister setzton im 15. Jahrhunderte, wohl zuweilen den Namen auf die Gemälde, sehr selten aber kommen Monogrammen vor. F. Ruschowoyh stach nach einem Alvnrcz Petri die Madonna nin dem »erkundenden Engel von 1429. Der Zeit nach könnte dicss der Alfano di Piero des Vasari seyn. Taborda (Itegras da arte da /><"' iura Ittltt p, i4.'J) nennt den Alfano Vasari's Älvaro de Petro, de* ältesten portugiesischen Maler gegen 1450, von welchem er aber kei' 1 Werk kennt. AP. Nr. 1112—1113. 489 1112. Pletro Aquila, Kupferstecher und Maler. Brulliot I. No. 674 jyS) iT) Mjti dail einige das erste Zeichen dem Amadeus Prestel bei- -Ci-jJx. lcoon. Heller, Monogr.-Lex. S. 34, schreibt es einem italic- schen Kupferstecher um 1500 zu, was eben so wenig Grund hat, als dass der 1808 verstorbene Prestel dadurch seinen Namen angedeutet habe. Das Monogramm ist jenes des Malers und Kupferstechers Pietro Aquila. Man findet es auf einem Blatte, welches David vorstellt, wie er nach der Entwendung des Bechers den im Zelte schlafenden Saul vor dem Angriffe des Abisai schützt. Links schläft die Wache des Königs. Das Zeichen ist an einer Stufe angebracht. IT. 8 Z. 1 L. Br. 6 Z. 1 L. Das zweite Monogramm gehört ebenfalls dem P. Aquila an, und es wurde mit Unrecht: Abbas Primuticcio, erklärt. Man findet dieses Monogramm auf einem Blatte, welches eine auf dein Steine neben dem Baume sitzende Frau zeigt. Sie stützt die rechte Hand auf den Stein, und deutet mit der anderen nach einem Apfel, so dass wahrscheinlich Eva dargestellt ist. Im Grunde breitet sich Landschaft aus, und links unten sieht man das Zeichen. II. 5 Z. 4 L. Br. 3 Z. 11 L. — Im zweiten Drucke steht links unten: Piclro A'/uila inventor et fecit. Daraus erklärt sich das Monogramm. P. Aquila soll nach der gewöhnlichen Angabe um 1677 zu Mar- zallo bei Palermo geboren worden seyn, allein eine seiner schönsten Ra- dirungon trägt die Jahrzahl 1074. Dieses Blatt stellt den betenden St. Gregor nach A. Scaramuccia dar. Die Anzahl seiner radirten und Bestochenen Blätter ist ziemlich bedeutend, und mehrere gehören zu den Hauptwerken dieser Art. Das vollständigste Verzeichniss findet man Mtt Manuel de V amateur d' Estampes, par Ch. In Blanc. Paris 11150 ff. Dem Verfasser sind indessen mehrere schöne Blätter entgangen. 1113. Anton Paillet, Maler und Kupferstecher. Sein Zeichen findet p. man auf mehreren Blättern mit Bildnissen in der bei ■xinx. j (jJiuuvre erschienenen Kurope illustre, Paris 1755, gr. 8. Der Beisatz Pinxit deutet einen Maler an, welcher vermuthlich A. Paillet heisst, da auch APaillet del. vorkommt. Damit sind wir aber mit der Erklärung noch nicht im Reinen. Ein Historien- und Bildnissmaler, Namens Antoine Paillet, wurde 1628 in Paris geboren, und starb 1701, w 'c wir aus Guerin's Descriplion de l'academie royale —. Paris 1715, ersehen. Dieser A. Paillet hatte eine grosse Anzahl von Bildnissen gezeichnet und'gemalt, alle jene Männer aber, deren Bildnisse in der Europa illustre nach einem Monogrammisten AP. gestochen sind, starben z u einer Zeit, in welcher Paillet noch nicht thätig war. Das Monogramm findet man nämlich auf dem Bildnisse der Königin Maria Stuart, Welches Thomas de Leu gestochen hat, ein Künstler, welcher um 1620 starb. Auch das Bildniss des 1588 verstorbenen Ludwig von Granada hat dieses Zeichen. Folgende Bildnisse tragen ebenfalls das Monogramm des Künstlers: Pierre Cotton (f 1626). Gaillard sc. Marie de Mcdici (f 1642). h'essard sc. Henry de Latour (f 1623). Gallard sc. Aus diesen Daten ersieht man, dass der erwähnte Anton Paillet jue Origiualbildnisse nicht gemalt haben kann. Man müsste daher einen fiteren Meister AI', annehmen, wozu das Bildniss der Königin Maria Stuart von Th. de Leu zu berechtigen schiene; allein wir haben es gellst wahrscheinlich mit einem jüngeren Anton Paillet zu thun, welcher . te Bildnisse zum Stiche copir't hatte. Dieser A. Paillet jun. ist wohl Jener Maler, dessen Thätigkeit Gault de Saint-Germain von 1659—1734 A>. 490 AP. Nr. 1114—1116. setzt. Der Stich der acht Bände umfassenden Europe illustre dauerte mehrere Jahre. Unser Monogrammist erscheint auch als Stecher von Bildnissen. AP. sculp. steht auf den Bildnissen des Bischofs Guillaume du Vair, und des Duc Heri 11. de Montmorency. Er bediente sich ferner auch der Initialen A. P. als Zeichner und Stecher. 1114. Conte Alessandro Pompel, Architekt und Radirer, wurde 1705 7T) r JDr zu Verona geboren, und übte sich anfangs unter Balestra JnLj., -S\/' in der Malerei. Seinen Ruf gründete er als Architekt rj / r durch verschiedene Bauten, welche Milizia eines grossen JX' w&Jl Lobes würdiget. Hier haben wir es mit folgendem Werke zu thun : Li cinque Ordini deW Archileclura civile di Mirhel Sanmicheli, Rivelati dalle sue Fahriche, descrilti et publieati con quelli di VUruvio, Alberli, Palladio. Scamozii, Svrlio e Vignola, dal Co. Alessand r ° Pompei. Verona MDCCXXXV, kl. fol. Viele Blätter dieses Werkes sind von Pompei selbst radirt, und mit obigem Zeichen versehen. Andero rühren von A. Balestra her, und werden von Bartsch nicht erwähnt. 1115. Pietro Antonio Pazzl, Kupferstecher, geb. zu Florenz 1706, tt-j gest. um 1770. Schüler von G. Piamontini und C. Mogalli, /V f. machte er sich durch eine grosse Anzahl von Blättern be- x>r m a, kannt, deren man in Gori's Museo etrusco (1737), in ^■' "^ Gualtieri's Museo testaceo, im Museo Capitolino, in den Pitture de Grotta Ferrata &c. findet. Dann stach er auch viele Bildnisse , besonders von Künstlern. Jene der florentinischen Tribüne erschienen unter dem Titel: Serie di Ritratli di celebri Pittori dipinti di proprio mono. Firenze 1701). gr. fol. Das Monogramm des Künstlers findet man auf mehreren Blättern mit Bildnissen, doch nicht auf jenen der Serie de' Ritratti. Nur die Vignetten und die verzierten Initialen sind auf solche Weise bezeichnet, d. h. mit den kleinen Monogrammen. Das grössere gibt Brulliot 1. No. 664 mit der Bemerkung, dass es auf Bildnissen vorkomme. Eines ähnlichen Zeichens scheint sich auch der Kupferstecher A. Portlag bedient zu haben. Mit dem Namen verbunden findet man es auf Blättern im Breviarium Romanum. Venetiis 1731. 1116. Peter Angel, oder Peter Anichinl ? Dieses Zeichen gibt Brul- T/ft f Hot I. No. 673 mit der Bemerkung, dass man es einem Peter Jt\. J**"' Anichini zuschreibe. Ein Kupferstecher dieses Namens lebte nach Heinecke um 1655 in Italien, ein anderer übte um 1715 seine Kunst in Florenz. Von diesem Künstler findet man Bildnisse, welche aber mit dem Namen bezeichnet sind. Brulliot kennt indessen kein Blatt mit dem gegebenen Zeichen. Wir fanden dasselbe auf einem in Jan Livens' Manier radirten Blättchen, welches einen Bauer vorstellt, und im Grunde Landschaft zeigt. Der Verfertiger ist sicher jener P. Angel, von dessen Hand Bartsch, Oeuvre de. Itembrandt lt. p. HO No. 102, die Büste eines bärtigen Alten mit kahlem Haupte beschreibt. Oben steht undeutlich: 1037. P. Angel. H. 2 Z. Br. 1 Z. 11 L. Dieser P. Angel ist höchst wahrscheinlich Eine Person mit Peter Angelis, welcher 1685 zu Dünkirchen geboren wurde. Er malte Landschaften mit Figuren, und machte sich in Flandern, Deutschland und England vortheilhaft bekannt. Die Jahrzahl 1037 auf dem erwähnten Blättchen hindert nichts, denn sie ist absichtlich undeutlich gemacht, und dürfte *727 heissen. P. Angelis starb 1734. Massard stach nach ihm eine Scene aus dem Leben Carl's h von England, wie ihu Joyce auffordert, zur Armee zu gehen, gr. qu. 8- AP. Nr. 1117—1118. 491 1117. Andreas Pauli, auch Andre Paul und Andreas de Pauliis ge- 2p jq uannt, wurde um 1598 In Holland geboren, und zum Kupfer- *I / J\. Stecher herangebildet. Er arbeitete wahrscheinlich in Antwerpen, wo wenigstens Druckwerke mit Blättern von A. Pauli erschienen. Man darf ihn nicht mit Johann Antonius de Paulis verwechseln, dessen Monogramm unter ADV. No. 441 vorkommt. Im Künstlcr-Lexicon XI. 8. 20 haben wir mehrere Blätter verzeichnet, wovon die meisten mit dem Namen des Stechers bezeichnet sind. Alle stammen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Das Zeichen des Künstlers findet man auf Blättern folgenden Werkes : Mundi Lapis f.ydius, sive emblemata moralia — Antonii a Burgundia etc. Antverpiae, vidua .lo. Cnobbari Ktüf) , KiM, 4. Auch eine Ausgabe: Antv. ex typographia aenea Joannis Galle, fanden wir angezeigt. Dieses Werk hat ein von van Merlen nach Diepenbecke gestochenes Titelblatt, und in Ovalen sind 50 emblematische Darstellungen gegeben, welche im ersten Drucke nicht nummerirt sind. II. 2 Z. 10 L. Br. 4 Z. Das Monogramm findet man auch auf dem Titelblattc: De generale Legende van alle Heylighen des gheheelen Jars — —. Door Heer Loys Joseph D'liuvattere etc. Thantwerpen by C. J. Trognesius MDCXXVI1I. H. 5 Z. 8 L. Br. 4 Z. 5 L. Als Supplement fügen wir einige schöne Zierblätter bei, welche als Muster für Buchbinder gelten, und im Catalog Reynard II. No. 227 ff. beschrieben werden. Ausserdem fanden wir sie nicht angegeben. 1) Fünf verzierte Ovale mit religiösen Darstellungen zum Einpressen auf Bücherdeckeln. In der Mitte ist das Monogramm mit fecit, und im Rande steht: Mich. Snyders exeud. H. 3 Z. 10 L. Br. 3 Z. 7 L. 2) Muster mit fünf verzierten Ovalen. In dem mittleren sind die Leidenswerkzeuge dargestellt, und die kleineren Ovale füllen die Ecken des Blattes. In der Mitte unten: Mich. Snyders exeud. H. 4 Z. 7 L. Br. 3 Z. 7 L. 3) Zwei verzierte Felder, oder Druckstöcke. In jenem rechts ist die gekrönte Maria mit dem Kinde ohne Halbmond, auf dem zur Linken dieselbe auf dem Halbmond dargestellt. II. 2 Z. 6 L. Br. 3 Z. 9 L. 4) Zwei ähnliche Felder. In dem einen sitzt Maria mit dem Kinde, in dem anderen ist sie im Kniestück dargestellt. Einmal reicht die Jungfrau dem Kinde einen Rosenkranz, im anderen Felde trägt dieses die Weltkugel. H. 2 Z. 9 L. Br. 4 Z. 4 L. Besonderer Beachtung verdienen auch folgende seltene Blätter : 5) Die Verläugnung Petri. Er wird von einem Weibe mit dem Lichte, und von einem Soldaten zur Rede gestellt. Im Rande steht: Vera negas — - dirimenda tua. Nach G. Seghers. Schönes Kniestück, kl. fol. 6) Der Zahnarzt. Gruppe von acht halben Figuren. Tai Rande : Des tous les maux etc. Nach Th. Roelants. Andri Paul sculp. Bonen- fant exeud. , qu. fol. 7) Festlichkeiten zur Ehre der Königin Maria de Mcdici, 4 Blätter mit dem Portraito derselben, fol. Diese Blätter gehören in ein Buch, aber wohl nicht in das Werk des Caspar Barlaeus: Medicea hospes etc. Amstelodami 1030, fol. 8) Die jungen Flötenspieler. Vgl. unten No. 1134. 1118. Alois Petrak, Kupferstecher in Wien, gehört zu den be- » -j, rühmtesten, jetzt lebenden Künstlern seines Faches. Wir haben ■K-iJX yon seiner Hand meisterhafte Copien nach Martin Schön und Albrecht Dürer. Sie übertreffen Alles, was in dieser Art aus früherer Zeit vorhanden ist. Petrak hat aber auch nach Bildern von Zeitgenossen treffliche Blätter geliefert, aber bisher in keinem Künstler- 492 AP. Nr. 1118. Lexicon eine Stelle gefunden, so dass wir hier eine Lücke ausfüllen müssen. Das Zeichen des Künstlers kommt unten Wissens nur auf drei Copien der seltensten Blätter des A. Dürer vor, nämlich auf dem runden Blättchen mit St. Hicronymus, B. No. 62, dem grossen Currier, B. No. 81, und dem Urtheil des Paris, B. No. 65. Die Blätter Dürcr's sind fast einzig zu nennen, kommen aber in der k. k. Sammlung zu Wien vor. Petrak copirte sie auf Veranlassung des Kunstfreundes Hrn. Cornil d'Orville in Frankfurt am Main, dessen Sammlung Dürer'scher Stiche und Holzschnitte unter Privaten keines gleichen findet. Hr. Cornil d'Orville Hess auch die Platten mit Petrak's Zeichen versehen, um allenfallsigen Spekulationen vorzubeugen. Die Copien sind im ersten Drucke vor dem Monogramme dem Originale bis zur Verwechslung gleich. Copien nach Martin Schön: 1) Eine Folge von 30 Blättern nach Stichen des Martin Schön, mit dem Bildnisse des Meisters. Die Nachbildungen sind in der Grösse der Originale, und daher von verschiedenem Formate. 2) Christus am Kreuze, nach M. Schön. Engel sammeln das Blut in Kelchen, und am Fusso des Kreuzes stehen Maria und Johannes, fol. Copien nach Albrecht Dürer: 3) Die hl. Veronica mit dem Schweisstuche, nach A. Dürcr's äusserst seltenem Stiche von iOtO, B. No. 64. H. 2 Z. 9 L. Br. 1 Z. 10 L. 4) Der hl. Hicronymus vor dem im Stamme eines abgehauenen Baumes steckenden Crucifixe knieend. Nach Alb. Dürer, B. No. 62. Rand, Durchmesser 1 Z. 1 L. 5) Das Urtheil des Paris, nach A. Dürer, B. No. 65. Paris liegt vorn rechts bewaffnet auf der Erde, und links neben ihm stehen die drei Göttinen. Ein bärtiger Greis im Pelzgewande hält den goldenen Apfel. Durchmesser 1 Z. 1 L. 6) Der grosse Currier, ein nach rechts reitender Mann mit der Peitsche. Nach A. Dürer, B. No. 81. H. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 9 L. Stiche nach neueren Meistern: 7) Der Triumph Christi. Eilf Blätter nach Zeichnungen von Joseph Führich. Mit Text von S. Brunner. Regensburg 1856, gr. qu. fol. 8) Die 14 Stationen des hl. Kreuzweges nach J. Führich's Fresken bei St. Johann in der Praterstrasse zu Wien. Mit Text von M. Terklau, 14 Blätter. Regensburg 1846, gr. fol. 9) Der hl. Kreuzweg in vierzehn Stationen. Gezeichnet von Joseph Führich. Mit erklärendem Texte von Professor Reischl, 8. Die zweite Auflage erschien 1856 bei Manz in Regensburg. 10) St. Joseph geweckt vom Engel zur Flucht nach Aegypten, nach Joseph Führich. Schmal qu. fol. 11) Der todte Heiland im Schoosse der Maria: Lass mich wahrhaft mit dir weinen &c. J. Führich inv., 8. 12) St. Gregor der Grosse, nach L. Kupelwieser, fol. 13) Die Heimkehr derlleerde bei Gewitter, nach F. Gauermann. Für den österreichischen Kunstverein 1851, gr. qu. fol. Auguste Pontenler, Formschneider in Paris, bediente sich eines ähnlichen Zeichens, welches nur etwas kräftiger gegeben ist. Man findet es auf Holzschnitten der illustrirten Ausgabe der Romane des Alexander Dumas. Paris, Maresco & C. Mehrere Blätter sind mit dem Zeichen in „Le Vicomtc de Bragelonne. Die Zeichnungen lieferte Philippoteaux, auf welchen sich die Initialen F. P. beziehen. AP. Nr. 1119 — 1120. 493 '119. Alfonso Parigi, der Sohn des Giulio, war Ingenieur und Ar- JD chitekt des Orosshcrzogs von Toscana, und wird von Milizia als ■*•• solcher gerühmt. Dann leitete er auch die Feste des Hofes in Florenz, und lieferte Zeichnungen zu Decorationen, deren er selbst in Kupfer radirte. Bartsch P. gr. XX. p. 64 beschreibt 12 Blätter von seiner Hand. Sie sind in der Weise des II. Caota-Gallfata behandelt Das Monogramm findet man auf den Blättern mit den sechs Decora- WOnen zum Trauerspiel: „St. Ursula", ß. No. 1—6. H. 4 Z. mit 7 bis 8 L. Hand, Br. 5 Z. 3 —4 L. Diese Blätter haben italienische Auf- Kliriftcii, beginnen mit dem Coneilio de' Demoni, und enden mit dem J-riontb di S. Orsola. Eine zweite Folge von 6 Blättern enthält die ^ecorationen zur Oper „Flora", oder der Geburt der Blumen. Diese Oper wurde 1628 bei der'Vermählung des Prinzen Odoardo Farnese Y' n Parma mit der Prinzessin Margaretha, von Toscana gegeben. Die Katter beschreibt Bartach No. 7 -- 12. Sie tragen den Namen des Kunstlers. II. 6 Z. Br. 10 Z. 6 L. Ein dem Verfasser des Peintrc-graveur unbekanntes seltenes Blatt, welches ebenfalls eine Decoration bildet, stellt einen Tanz von Rittern Ul 'd Damen zwischen Felsen vor, mit der Unterschrift: Quarta muta "ovo escono dclle Grotti cavalieri e dame dopo escono i cavalieri a eavallo. Alfonso Parigi .1. et F. kl. qu. fol. Dieses Blatt gehört wahrscheinlich zu einer unbekannten Folge. , St. della Bella radirte nach seiner Zeichnung eleu Catafalk des Gross- »erzogs Francesco de' Medici, fol. — Alfonso Parigi starb zu Florenz 1656. 1120. Arthur Pond, Maler und Kupferstecher, geb. zu London 1701, /P "vP i? £ os '' n^S. Schüler von J. Vanderbank, malte er anfangs ■*-'<-^/./l Bildnisse in Oel und Pastell, deren auch in Kupfer gestochen Wurden. In weiterem Kreise bekannt sind aber leine treulichen Häufungen, dann die Blätter In Davis- und Crayonmanier, welche zu den er sten englischen Erzeugnissen dieser Art gehören. Er verband sich ""t C. Knapton zur Herausgabe eines Werkes, welches Zeichnungen ^, 0n Rafael, A. Mantcgna, Parmigiano, G. Koni, Ag. und An. Carracci, «nercino, Polidoro; Cambiasi, Garofalo, S.Rosa, C. Maratti, N. Poussin, .. • Dorrain, Rembrandt, Pannini &c. nachahmt, und zu den vortrefflichen Publikationen dieser Art gehört. Er bediente sich dabei der ^adel, und verband nach Erfordernis* damit die Tusch- und Crayon- «anier. Im Jahre 1734 erschienen 46 Blätter mit herrlichen Imita- i»nen von Handzeichnungen berühmter italienischer Meister, nebst Angabe der Besitzer der Originale. Die vollständige Ausgabe mit Knap- 0,1 s Imitationen erschien dann bei Boydell unter dem Titel: Imi- "ttons of Drawings. Engraved In/ Messers Pond und Kapton, after fte origi na i s of Haphael elc. etc. fol. Sie soll sich nach Bartsch, Oeuvre «<-' Hernbrandl 11. p. 165 Note, auf 70 Blätter belaufen, welche tun 1797 /■schienen. Dann haben wir von Pond auch eine Folge von 25 Blät- 2*0 mit Carricaturen nach Zeichnungen von An. Carracci, 0. Maratti, ■^«-tteau, A. Ghezzi, Guercino, F. Mola, R. Lafage &c. fol. Auch dieses Werk erschien bei Boydell, unter dem Titel: Pond's Caracaturas, r* ln 'J o Collection of twenty five Prints engruved by Arthur Pond etc., fol. *" Künstlcr-Lexicon XI. S. 488 haben wir ein Verzeichniss der cin- '? nc " Blätter dieses Meisters gegeben. Hier erwähnen wir auch noch e ! Il °s Helldunkels von drei Platten. Es stellt fünf Figuren vor, nach J u er Zeichnung von Parmigiano, 8. Die Holzschnitte des A. Pond Sln d selten. ^ Das Monogramm des Künstlers findet man auf mehreren Blättern. as dritte Zeichen diente ihm als Stempel, womit er die Zeichnungen 494 AP. Nr. 1121-1123. und Stiche seiner Sammlung versah. Auch die Initialen A. P. findet man auf einigen Blättern in Tusch- und Crayonmanier. 1121. Andreas Pauli? Dieses Zeichen findet man nach Frenzel, r l n S en ' cur des Königs, als welcher er die Aufsicht Qyj): **'/ c - über die Festungen hatte. Später scheint sich aber der Künstler mehr mit Ausarbeitung von Werken zum Gebrauche der Architekten beschäftiget zu haben. Im Jahre 1646 gab er eine Sammlung von 25 Blättern mit architektonischen Verzierungen heraus, welche von ihm selbst radirt sind. Das Titelblatt stellt die Fama mit dem Bildnisse der Maria Gonzaga vor, wie sie von der Minerva gekrönt wird. Unten steht: Philippon fec. 1645, kl. fol. Auf anderen Blättern der Folge findet man das Zeichen des Künstlers. Dann hatte er auch Theil an den Werken des F. Perrier über antike Gegenstände. Auf Blättern dieser Art findet man ebenfalls das Monogramm, pjin anderes Werk des Künstlers hat den Titel: Le veritable plan et pourtrait de la majsoft miraculaise de la St. Vierge, ainü qu'elle te voit ä Lorette, le toul dessine et mesure >ur le lieux. Paris IHM), fol. Ein Blatt ist von St. della Bella, andere Blätter hat Phelippon in der Weise desselben radirt. Wie sehr er in Nadelarbeiten dem St. della Bella und J. le Pautre nahe kommt, beweiset die Nachbildung eines berühmten antiken Basreliefs, welches damals im Besitze des Cardinais Barberini sich befand. Es stellt ein Bacchaual in vielen Figuren dar, und ist auf zwei Blättern nachgebildet, imp. gr. qu. fol. 1123. Christoph Amberger, der rühmliche Nachfolger H. Ilolbein's, AP macht den Schluss der grossen Maler, welche im 16. Jährig hundert zu Augsburg lebten. Ausgezeichnet im Portraitfache, und hierin von Kaiser Carl V. dem Tizian gleichgeachtet, leistete er aber auch als Historienmaler Vorzügliches. Hier handelt es sich jedoch um kein Gemälde, sondern um ein geistreich gestochenes Bla^i welches das Brustbild eines Mannes vorstellt, dessen Haupt mit einer platten, mit Scheibe versehenen Mütze bedeckt ist, 4. Der Stich !*• indessen etwas hart, und beurkundet keinen Kupferstecher von Pr°' fession. Herr Harzen fand dieses Blatt im k. Cabinetc zu Paris, ^° es als Arbeit des Ch. Amberger betrachtet wird. Die Buchttabcn A " auf demselben müssten daher „Amberger Pictor" bedeuten. —■ Unter den Initialen C. A. kommen wir auf Ch. Amberger zurück. AP. Nr. 1124 — 1129. 495 1124. Alfonso Patanazzi, Maler von Pesaro, war in der ersten AT*"""} Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig Er arheitete für r— ^ die Majolica-Fabrik in Pesaro, welche zu seiner Zeit X • in grossem Rufe stand. Man findet die Initialen auf bemalten Gelassen und Platten aus jener Anstalt. Lanzi kennt nur einen Patanazzi von Urbino, welcher aber später lebte, indem er in seinen Werken den F. Baroccio und C. Ridolfi zum Vorbilde nahm, und daher in der späteren Zeit des 16. Jahrhunderts gelebt hat. 1125. Agostino Pantaleoni, Historienmaler, wurde 1740 zu San A-pk Vito in Friaul geboren. Der letzte Sprössling der guten I"* alten Schule des Landes, lebte er in gänzlicher Znrück- * ' gezogenheit, so dass sein Name nur in einem engen Kreise bekannt wurde. In San Vito, zu Portovecchio u. s. w. findet man historische Bilder von ihm, welche sich durch schönes und harmonisches "olorit auszeichnen. Einige seiner Werke sind mit AP und der Jahr- z &hl bezeichnet. — Pantaleoni starb 1817. 1126. A. Plattl nennt sich auf kleinen Blättern mit Abbildungen A P_ von antiken Statuen und Gruppen, welche Gaetano Vascellini A P* / >/ 8 cstocneu bat. Auf einigen Blättern stehen statt des Namens ael. ( jj 0 initialen ^ j> _ j) ann findet man auch ein Bildniss des Albrecht Dürer mit der Bezeichnung: AP. del. G. Vascellini ine. 12. yieser AP. ist wohl ebenfalls unser A. Piatti, welcher ausserdem in der Kunstgeschichte unbekannt ist. Um 1750—60 lebte ein Maler Pio piatti aus Venedig, vielleicht der Vater des Genannten. Vascellini starb '805, und A. Piatti hat ihn wahrscheinlich nicht überlebt. 1127. unbekannter Goldschmied oder Kupferstecher Der Träger dieser Initialen ist durch eine Anzahl von Blättern bekannt, welche in der Weise des Paul Flynt Goldschmiedsverzierungen TT p und verschiedene Vasen enthalten. Brulliot, App. II. No. 20, tf spricht von einer Folge von 20 Blättern mit Ornamenten in Punktirmanier von ungleicher Grösse. Auf dem ersten Blatte erscheint der Goldschmied in seiner Werkstatt, und es ist mit AP 1604 bezeichnet. Die Platte hat eine achteckige Form, wie jene einer ähnlichen Vorstellung von 1610, auf welcher aber das Monogramm AB No. 169 st eht. Die Arbeit deutet indessen auf dieselbe Hand, und daher darf ""an den A P. mit dem A B. für Eine" Person halten, da die alte Orthographie wechselt, wie in Beham und Peham. Im Catalog Reynard I. | 67 ist desswegen der Monogrammist AB. mit dem AP. vereiniget. a heisst es, dass sich von ihm mehrere nummerirte Folgen von Gelassen in verschiedener Grösse finden, welche aber zu den Seltenheiten gehören. Die eine dieser Folgen enthält wenigstens 12 Blätter. — ~ et i Namen dieses Goldschmiedes konnten wir nicht herausfinden. Er 'ebte in Deutschland, wahrscheinlich zu Nürnberg. 1128. Unbekannter Zeichner oder Radirer. Die Initialen seines A.P Namens findet man auf einem radirten Blättchen, welches die . ' ' Büste eines Kriegers vorstellt. Er trägt eine mit Federn ge- «erte Pickelhaube. Oben links: AP. — Dieses Blatt gehört wahr- Sc heinlich einem Dilettanten des 18. Jahrhunderts an. 1129. Anton Plnoens? Diese Initialen findet man auf einer Ara- j^ -p besken-Verzierung in Holzschnitt, links und rechts neben zwei , r nackten aus Schweifwerk hervorkommenden Figuren. Die Mitte ae s Ornaments nimmt eine sitzende weibliche Figur mit dem Füllhorn ein. Ä T l 496 AP. No. 1030—1033. Dieser Fries kommt in folgendem Werke vor: Rerum Gallicarum commentarii — auclore F. Belcario Peguillone —. I.ugduni, Cl. Landry 1(V2r>. fol. Der Holzschnitt scheint iiltcr zu seyn. Auf den Namen des Künstlers müssen wir verzichten, wenn unter AP. nicht Antonius Pinoeui zu verstehen ist. Dieser Meister trat um 1564 zu Lyon auf, wo damals eine Ausgabe diu' Bibel erschien. Die Buchhändler ,1. de Tournes und Roville, verbreiteten zu Jener Zeit viele mit Holzschnitten illustrirtc Werke, und somit könnte C. Landry ältere Ziorstöcke erworben haben. 1130. Joseph Anton Pichler, Edelsteinschneider, geb. zu Brixen . ., 1697, gest. zu Korn 1779. Dieser Künstler gilt als der Wicder- ' herstcller der modernen Glyphik, und seine Werke bestätigen auch das Lob, welches ihm die Zeitgenossen spendeten, Er schnitt Camecu und lutaglios, deren einige von bedeutender Grösse sind. Im Küustler-Lexicon XI. S. 273 haben wir die vorzüglichsten Werke des Künstlers namhaft gemacht. Mehrere bezeichnete er mit den Initialen des Namens, aber in viel kleineren Charakteren. Auf anderen Steinen sind die Buchstaben AP F. eingegraben, oder der Name Antonio. 1131. Andreas Pauli, oder A. de Paulus? Nach Christ, Moriogram- AP J( ■'/ Mtt "Brid&rung S. 103, sollen die Buchstaben AP. mit A. I .sculpsit. acu ip S it einen Kupferstecher A. Poilly andeuten, welcher _^ Y> l 0 aber in der Kunstgeschichte unbekannt ist. Dann fügt Christ auch noch bei, dass man Blätter nach Ruhens finde, welche mit AP.sc. bezeichnet seien. Kr hält sie für Produkte eines niederländischen Meisters, dessen Name ihm unbekannt war. Nach Rubens hat A. de Paulis ein Blatt gestochen, welches die hl. Jungfrau vorstellt, wie sie dem Kinde die Brust reicht. Hinter ihr sieht man die hl. Anna. H. 4 Z. 2 L. Iir. 3 Z. 3 L. Dieses Blatt ist indessen mit dem Namen des Stechers bezeichnet, oder wenigstens gibt Basan (Sujets de Vierges No. 20) denselben an. Ks mögen wohl auch Blätter mit den Initialen vorkommen, vielleicht in Cursiven, wie sie Brulliot II. No. 129 als Bezeichnung des A. Pauli gibt. Aus diesem A. Pauli machte Christ wahrscheinlich seinen A. Poilly. Christ spricht auch von alten Kupferstichen mit AP. , und er will Abbas Primalieius lesen. Wir sahen nie ein Blatt dieser Art, welches dem Primaticcio zugeschrieben werden könnte, und glauben auch nicht, dass dieser Meister A P sculpsit gezeichnet habe. Ihm gehört das No. 1109 gegebene Monogramm A /' an. lieber Andreas Pauli haben wir unter dem Zeichen No. 1117 gehandelt. 1132. Arthur Pond fand oben unter dem Monogram AP No. 1120 A Pf e ausführliche Stelle, und daher bemerken wir hier ■^■'*-J e ' c ' nur, dass auch einige seiner Blätter in Davis- und j4 (7) r Crayonmanicr mit den Initialen AI' bezeichnet sind. c - /- y ec - Besondere Erwähnung verdient auch ein meisterhaft radirtes Blatt in Bistermanier, welches eine Frau auf dem Todtcnbette bei Lampenscheiu vorstellt. Rechts vorn kniet ein Greis im Gebet vor dem Kreuze, und im Rande Steht: E.lWusco Dni. Jonathanit Kichardson- Links in der Ecke: Rembrandl dW., rechts: AP [etil 1730. II. 6 Z. 8 L. Br. 7 Z. 8 L. — Dieses Blatt besehreibt Bartsch, Oeuvre de Kern- hrandl II. p. 164, No. 65. Im Künstlor-Lcxicon XI. S. 487 haben wir ein Verzeichniss von Blättern dieses Meisters geliefert. 1133. A. Pirckhert, Goldschmied und Kupferstecher, arbeitete um n r\ 1710—1720. Er gab verschiedene Musterblätter zum H Y A P Behufe der Kunstindustrie heraus. Eine Folge von Ü^-ü jl\\. . 12 Blättern enthält Muster zu verzierten Rahmen, AP-APB. Nr. 1134 — 1137. 497 Consolen, Schmuckkästchen und zu Gefässen in Silber, fol. Andere Blätter dieses Meisters geben verschiedene Felder mit Laubwerk und Arabesken im Rococcostyle. Er stach meistens den Namen auf, seltener kommen die Initialen vor. 1134. Andreas Pauli? Nach Brulliot II. Nr. 129 findet man die sf (Fk 6Mten Initialen auf einem radirten Blatte, welches Bartsch ^L P ff Maler un( l Radircr, wurde 1663 (nach Lanzi 1671) z» A. f.ae f.J.j. p rem j a geboren, und von G. Ghezzi und A. Massarotti unterrichtet, gehört aber zu den vorzüglichsten Nachahmern des 0. Ma- ratti. Mehrere seiner Werke sind gestochen, wie im Künstler-Lcx. XL S. 185 angezeigt ist. Seine meisten Bilder findet man in Rom, wo der Künstler 1716 starb. Bartsch P. gr. XXI. p. 290 beschreibt vier radirte Blätter dieses Meisters, und wir fügten im Lexicon drei andere bei, darunter jenes mit obigen Initialen. Es stellt den am Felsen betenden Pilger St. Fa- mianus Galesius dar, wie ihm die Heiligen Petrus und Paulus in Wolken erscheinen. Unten im Cartouche: SS. Apost. Petri et Pauli — — cu- ravit an. Dom. 1700. A. P. de P. J. f. In einem Rahmen, II. 11 2- 10 L. Br. 8 Z. 1 L. Das im Lexicon nach dem Catalog Paignon Dijouval erwähnte Blatt der Himmelfahrt Maria mit den das Grab umgebenden Aposteln ist 11 Z. 10 L. hoch, und 7 Z. 8 L. breit. Damit sind jetzt acht Blätter von Pietri bekannt. 1142. APENI steht auf einem Gemälde mit lebensgrossen Figuren in der k. Gallerie zu Dresden, welches der Catalog von F. Matthäi No. 1* unter den Werken des Benvcnuto Garofalo aufzählt. Es stellt die hl. Jungfrau dar, wie sie knieend das auf der Erde liegende Jesuskind APF —APJ. Nr. 1143 — 1146. 499 anbetet. Gegenüber hält ein Engel Schweisstuch und Krone, und über der Gruppe schweben Engel mit den Leidenswerkzeugen. Auf einer Tafel oben liest man: Tuam ipsius animam gladius pertransivit. Unten zu den Füssen des Kindes steht auf einem kleinen Steine APENI. Dieses schöne und grosse Gemälde ist wohl nicht von Benvenuto Garofalo, da das Wort APEM an einer Stelle steht, welche sich der Maler füglich auswählen konnte. Selbst in dem Falle, dass vielleicht der Buchstabe P undeutlich wäre, und ß stehen müsste, kann man nicht „Benvenuto" herauslesen, da der Buchstabe A nicht auf Garofalo passt. Dieser Meister setzte öfter den Namen auf die Gemälde, und schrieb bald Garofalo, bald Garofolo. Auf anderen Bildern dient eine Nelke zum Kttnstlerzeichen. Das Wort APENI ist aber auch nicht auf den Schüler und Nachahmer Garofalo's, den Maler Gio. Bat. Benvenuti detto Ortolano zu deuten. Ohne vorhergehendes A könnte man vielleicht auf Domenico Panctti rathen, welchem nach Lanzi verschiedene Weine Gemälde angehören, die ohne Bezeichnung der Nelke dem Garofalo zugeschrieben werden. Panctti malte aber auch grössere Bilder. Im k. Museum zu Berlin ist eine 6 F. 3 Z. hohe Pietä mit seinem Namen. Benvenuto Tisio detto Garofalo wurde 1481 in Ferrara geboren, war bereits 1499 ausübender Künstler, verlor 1531 ein Auge, und erblindete 1550 vollkommen. Ueber Panetti hat man Nachrichten von 1513—1537, und wenn ihm Bilder von Garofalo's Hand zugeschrieben werden, so sind es jene des halbblinden Meisters. U43. Giacomo Palma giovane, oder Pietro Antonio Parmese? Brol- liot II. No. 131 erwähnt eines radirten Blattes, welches die Kreuzigung Christi in halben Figuren vorstellt, und mit den gegebenen Initialen versehen ist. H. 3 Z. 7 L. Br. 5 Z. 10 L. Man will dieses Blatt dein Giacomo Palma jun. beilegen, allein es stimmt nicht mit den übrigen Radirungen des Meisters, welcher auch gewöhnlich eines anderen Zeichens sich bedient. Nach der Mitteilung eines erfahrenen Kunstfreundes soll: Pielro Antonio t'eril zu lesen seyn. Dieser P. Antonio stammt aus Parma, und war Maler. Auf einer von F. Gieuter gestochenen Darstellung des Todes des heil. 'Joseph steht: Homae 1627 Petrus Antonius Parmen. delin. — Unter den Initialen PA werden wir auf diesen Künstler zurückkommen. 1144. Joseph Anton Pichler, der unter A.P. No. 1130 erwähnte A p p Edclsteinschncider, zeichnete etliche Gemmen mit den ganz klei- ' ' neu Buchstaben A. P. F. Mehreres s. an der bezeichneten Stelle. 1145. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des A"^ £ 17. Jahrhunderts in Holland gelebt zu haben scheint. Er "} malte Bilder in der Weise des Gabriel Metzu, gewöhnlich in Meinem Formate. Ein Gemälde mit einem Knaben und einem Mädchen *W dem Vogelbauer ist mit den gegebenen Initialen bezeichnet, welche nicht leicht vertilgt werden dürften, da die Färbung für Metzu zu kalt ist. U46. Andreas Pauli, oder Philipp Augustin Immenraet? Christ /T~\ deutet dieses Zeichen in seinem Monogrammcnbuche S. 103 Z_L«/ \ auf A. Pauli und meint, das J sei Inventar zu lesen. Der f~\ ij Kupferstecher Andreas Pauli bediente sich zwar eines ■J- X. ' Namenszeichens, welches dem ersten ähnlich ist, wir glauben aber nicht, dass ihm das gegebene Monogramm augehöre, da es Christ auf Kupferstichen wohl nicht gefunden hat. Heller (Monogr.- jjflxicon S. 34) schreibt es dem italienischen Kupferstecher und Kunsthändler Johann Anton de Paulis zu, hat aber vielleicht noch weniger trrund für sich, als Christ. 500 APM —AP. Nr. 1147—1149. Sollte das Monogramm auf landschaftlichen Radirungen und Gemälden vorkommen, so ist es dem Philipp Augustin Immenraet zu vin- diciren. Wir werden über diesen Meister unter l'.AJ. ausführlich handeln. 1147. Andreas Paul Multz, Maler und Kupfersteeher von Ober- 7p / -y, r WM schönfcld, warum 1650 —1680 in Nürnberg thätig. /x/ v i j-^c/L/'t sein früher unbekannter Geburtsort geht aus der Aufschrift des Blattes mit dem Bildnisse des Herzogs Friedrich Albrecht von Braunschweig von 1679 hervor. Der Künstler zeichnete unter der Dedication: /'. Multz von Obcrschoenfeld, fol. In früheren Werken über Kupfersteeher wird der Künstler kurz A P. , oder /'. Multz genannt. Seineu vollen Taufhamen enthält aber ein aus zwei gr. qu. fol. Bogen zusammengesetzter, dem Kaiser Leopold I. gewidmeter Wandkalender in Schabmanier. Unter der Dedication steht: Jac. Bernhart et Andr. Paul IHultzij fratres Noriberg. ille invenit, hie delin. et fecit. Bernhart Multz war uns früher unbekannt. A. P. Multz hinterliess eine bedeutende Anzahl von Bildnissen in schwarzer Manier, welche zu den frühen Produkten dieser Kunst gehören, und als solche grosse Beachtung verdienen. Auf mehreren Blättern stehen obige Zeichen, wie auf jenen mit den Bildnissen des Stephan Behaiin, Friedrich Behaim &c. Auf anderen Bildnissen, und den meisten, ist der Goschlcehtsname ausgeschrieben, aber in Verbindung mit dein Monogramme. Im Künstler -Lexicon X. S. 30 sind Blätter dieses Meisters verzeichnet. Die ersten Buchstaben in derselben Verbindung, etwas kleiner und mit beigefügtem d. findet man auch auf einem Kupferstiche, welcher vermuthlich einem anderen Künstler angehöret. Das Blatt stellt die hl. Maria mit dem Kinde in einem ovalen Rosenkränze vor. Ihr zur Seite rechts sitzt Gott Vater, und der hl. Geist als Taube fliegt von der linken Seite auf sie herab, einen King im Schnabel bringend. Kugel kuieen anbetend ringsum in den Wolken. Die Gruppe schwebt über einem Garten, in welchem rechts vorn Leute in Anbetung kniecn. Diess ist das Titelblatt zu J.M.Fuchs von Ilerrnau ,,höchst nützlicher Marianischcr tust- oder Historien-Carlen. Sulzbach JOD7, 4. Die Fortsetzung gibt der folgende Artikel. 1148. Andreas Paul Multz, Maler und Kupferstecher, fand unter A P AT fy* c ' ( '" 1 vorhergehenden Monogramme bereits eine -TA-X J- V/OfS Stelle, und daher erwähnen wir hier nur, dass auch die Initialen auf einigen Schabblättern des Künstlers vorkommen. Dass sie zu den seltenen Erstlingen dieser Kunst gehören, ist bemerkt. Folgende Blätter sind im Künstler - Lexicon nicht aufgezählt. 1) RudolphuS Buchner, in Profil mit dem Buche. /'. Jwenell pinrit- A.P.nr.fe, mir,, ii. io z. 3 L. Br. 7 Z. 2 L. 2) .Todocus Wilhelm Ebner, in ovaler Einfassung. A. P. M. ad vi- vum del. et fe. 8. 3) Johann Leonhard Heil d. A. Sizend in halber Figur 1675, fol- 1149. Alessandro Circignano, genannt Pommeranzio, lieferte viele A P n I I \ Zeichnungen, welche von J. Troschel, C. David, Fr. Ji.iom.aei. Greuter & c . gegtootan wurden. Auf diesen Blättern A.Poma.in. > steht der abgekürzte Name des Künstlers, welcher wohl A Patner selten vollständig vorkommt. Auf anderen Kupferstichen ' nach Zeichnungen des Alessandro Circignano steht Ant Pom., oder Pomu., wie oben No. 1075 angegeben ist. ' APP - APR. Nr.. 1150— 1151. 501 1150. A. Paillet hoisst ein französischer Künstler, welcher für die A P p. früheren Hände der 1755 bei J. Odieuvrc erschienenen a V : r ' Europc illustre Bildnisse geliefert hat. Er ist jener Ma- -tX-X. ocutp. ] 01 . ; we'cher sich auch des Monogramms AP. mit I'inx. bedient hat, und welchen wir Anton Paillet genannt haben. Näheres s. daher unter AP. No. 1113. Hier sind folgende Blätter zu erwähnen: Claude de Tremouille (f 1604). Basan sc, 4. Louis de Nogaret, Cardinal (f 1639). L. F. srulp., 4. Gio. Battista Marini, lc chev. Marin. P. J. sc. , 4. George de Villers, Duc de Buckingham (f 1628). f. Pinx. A. P. Sculp., 4. 1151. Aegidlus Paul Rottermondt? Diese Initialen findet man auf AT) T) Gemälden historischen Inhalts, welche in der Weise • l • iV. Rembrandt's behandelt sind, und wahrscheinlich einem Schüler desselben angehören. Bilder dieser Art sind in der Gallcrie zu Cassel, und auch in englischen Sammlungen findet man deren. Der Künstler wechselte aber in der Bezeichnung seiner Werke, indem auf einigen Gemälden die Buchstaben A. E. li. statt A. /'. II. stehen. Wir haben Kunde von einem Aegidius Paul Rottermondt, einem holländischen Maler, welcher den Schriftstellern des Landes unbekannt geblieben ist. Sie kennen nur oberflächlich einen Rodcrmont, welcher &ls Nachahmer Rembrandt's auch unter dem Namen M. Rodcrmont in den Künstlorwörterbüchern als ein um 1640 lebender Radiror figurirt. A. P. Rottermondt, welcher sich auch Rotermont und Rodcrmont genannt haben könnte, radirte 1613 das Bildniss des englischen Generals William Waller. In V4 Ansicht nach links gerichtet, erscheint die Büste in einer Einfassung mit Waffen. Links unten steht: CJ.pinx., m der Mitte t043, und rechts: Hodtlermondt ineidit- Tiefer unten in der Mitte: l'ieter Stent Fxcudil, 4. Der Maler CJ. ist CornelJanssen, welcher damals in London thätig war. Peter Stent, ein Holländer von Geburt, hatte um 1640 in London eine Druckerei eingerichtet, und da der Maler Janssen und der Drucker Stent damals in London lebten, 80 kann man annehmen, dass auch Rottermondt zu jener Zeit in London 8 'ch aufgehalten habe. 'Dieser Künstler ist wahrscheinlich auch der »erfertiger folgender Blätter: Bildniss einer Frau in halber Figur, fast von vorn gesehen. Ihre Haare fallen zu beiden Seiten in Locken herab, sind aber oben mit ei nem Bande gebunden , und mit einer Feder geschmückt. Das Kleid lst mit Blumen geziert, und auf der Brust der Dame ist eine Rosette y° n Steinen befestiget. Oben links auf weissem Grunde: Koler f. **• 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 10'/, L. Dieses Blatt ist sehr selten. Die Büste eines Greises mit kahlem Scheitel und langem Bart, n ach li n k s geriehtot, wo man liest: /'. Holt. Seltenes Duodezhlättchen. Die genannten Radirungen sind in der Behandlung den Blättern verwandt, welche dem M. Rodcrmont zugeschrieben werden, und die wir im ^iinstler-Loxicon XIII. S. 283 aufgezählt haben. Es möchte von dem einen **0 demselben Künstler die Rede seyn, da das M. wohl ohne hinreichenden Grund vor den Geschlechtsnamen gesetzt wurde. Wahrscheinlich \t es °'" 0ln ( ' om Bodermont zugeschriebenen, aus HMF bestehenden Sonogramme willkürlieh entlehnt. Auf Gemälde kann Rottermondt wohl fy 1 '- 1 !- gesetzt haben, da man auch Aegidius statt Egidius schreibt. JJie Bilder mit der Signatur A. E. II. , falls sie ganz in der Weise der ^einäldt- mit A. P. II. behandelt sind, bieten keinen Grund zum Zweifel, all l m AK die beiden ersten Buchstaben des Taufnamens Aegidius bilden u ■ A uc h i' 1 dem erwähnten Monogramme mit HMF., oder HMTF, Monogram.nistcn. 37 AAS. 502 APR-APW. Nr. 1152—1155. sind nur Buchstaben aus dem Geschlechtsnamen gewählt. Jedenfalls haben wir es mit einem Nachahmer Rembrandt's zu thun, und ein solcher ist unser A. P. Rottermondt, wie der bisher allein angenommene M. Rodermont. 1152 Ascanio Palombo nannten wir unter No. 1102 den Träger -Tip. dieses Zeichens, wir geben daher nur den Rttck- /^^ weis, da einige in diesem Monogramme die Buch- ^> -*- i-^- staben APR erkennen wollen, während noch eher APX zu lesen ist, wie an der erwähnten Stelle bemerkt wurde. 1153. Anton Schoonjans, Portrait-und Historienmaler, geb. zu Antwerpen 1650, gest. zu Wien 1726. Schüler des E. Quellinus erreichte er seine Ausbildung in Rom, wo ihn die Schilderbent mit dem Beinamen „Parrhasius" beehrte. Den Hochmuth theilte er wenigstens mit diesem griechischen Maler - Satrapen, so wie er auch überdiess zu den kühnen Manieristen seiner Zeit gehört. Immerhin aber verdienen seine Werke grosse Beachtung, besonders jene in der Weise des Rubens. In der Gallerie auf Schloss Rolland, dem Rittergute des Friedensrichters A. Fahne in Cöln, ist ein treffliches Bacchanale. Der junge Bacchus wird betrunken von zwei Knaben auf einem niedrigen Wagen gezogen, und hinter ihm ist eine Bacchantin mit Strohflasche und Glas. Auf der Fahne, welche Bacchus trägt, liest man: Vivas los vinos quandos es Bonos. Dann folgt das gegebene Zeichen. In Fahne's Catalog der Gallerie, Cöln 1853, S. 16, ist eine lithogra- phirte Abbildung dieses Gemäldes. 1154. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Paris thätig war. Von ihm sind die zehn Blättchen, womit folgendes Werk geziert ist: Exerciee dv Chevalier Chr. par le R. P. lrenee d'Ev. Paris, P. Recolet s. a., 16. 1155. Philipp Albert Willemart, Landschaftsmaler, war in der ^~. zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Cöln th&tlgj Ofj/lj/^ Mcrlo (Die Meister der aUkölnischen Schule S. 216) fand ./f*/!/, seiner in einem Register der Meister des Malcramts ,/ ■ * ' unter dem 8. Jänner 1671 eingetragen, und wir sahen eine Zeichnung, auf welcher ausser dem obigen Monogramme und der Jahrzahl 1070 auch der Name ,,P. A. Willemart von Cöln" geschrieben steht. Diese Zeichnung stellt eine waldige und bergige Landschaft m» Jägern vor, wie sie nach dem im Grunde sichtbaren Schweine sehen. Es ist diess derselbe Willemart, von welchem man auch ein radh'tcs Blatt kennt. In der Mitte, etwas nach links, steht ein grosser Baum auf dem Hügel, und reicht bis an den oberen Rand. Hinter diesem Baume kommt aus dem Hohlwege ein bedeckter zweispänniger Wagem in welchem eine Dame, vielleicht eine Nonne, sitzt. Links im Grunde wird nach rechts hin ein Hirsch gejagt, und im Mittelgrunde bemerkt man hinter einem Hügel einen zweiten bedeckten Wagen mit einem Weibe. Im Vorgrunde rechts ist ein Jäger zu Pferd mit zwei grossen und vier kleineren Hunden. Hinter ihm liegen zwei Rehe und ein Schwein. Unten im Rande links steht: P. A (Monogramm) WiUema rt in et fec. H. 20 Z. 3 L. Br. 16 Z. 6 L. Dieses Blatt ist flüchtig, aber sehr geistreich radirt. Frenzcl beschreibt ein Exemplar im Catalog Sternberg III. No. 3069, weicht abei im Maasse ab. Das Blatt in der Sammlung des Erzherzogs Carl von Oesterreich hat obige Grösse. Die zum Monogramme verbundenen B llt 'ö staben PA. lassen den Verfasser des Cataloges in Ungewissheit, ob A* m APW-AQ. Nr. 1156-1159. 503 oder /?, zu lesen sei. Der Strich durch das A reicht auch in der oben erwähnten Zeichnung etwas abwärts, man kann aber nicht R nehmen. Löffler ,jun. stach 1676 nach einem II. Willcmart eine figurenreiche allegorische Darstellung in einer Einfassung von Obstgewinden. Oben auf dem Bandstreifen unter dem Wappen steht: BELLUM PIIILOSO- PHlCUM &C li. Willemart delineavit. Liifßcr Junior fec, gr. qu. fol. Man möchte glauben, dass Löffler das Monogramm AP ebenfalls für R gelesen habe. Wir wollen übrigens einen R. Willemart nicht zurückweisen. 1156. Johann Wilhelm Preyer, Fracht- und Blumenmalcr, wurde ~V f~^N 1799 zu Eschweiler geboren, und in Düsseldorf zum -wX VJ Künstler herangebildet. Die Bilder dieses Meisters IC/V /^T" sind von ausgezeichneter Schönheit, und von höchster -*^ ^ •*- Naturtreue. Nur wenige Maler der alten und neuen Zeit kommen ihm im Stillleben gleich. Einige Gemälde, besonders solche aus der früheren Periode, sind mit dem Monogramme verschen. Man Wird dieses Al'W, statt IWP lesen. 1157. Arne Pez, Maler von Doornik, wurde 1808 geboren, und von M. van Brcc und E. de Braekcleer unterrichtet. Er A> malt historische Darstellungen und Genrebilder in Brae- Z . kelecr's Weise. Man findet deren in holländischen Sammlungen, so wie in Frankreich und England. Der Schauplatz seiner l'liiitigkcit ist Antwerpen, von wo aus Pez auch in andere Städte Bilder £ur Ausstellung schickte. In Hannover kam 1850 ein Bild unter dem "amen der glücklichen Eamilie bei der Vcrloosung an den Rittmeister v 'ui Dassel in Lüneburg. 1158. A. de la Quewellerie ? Brulliot App. I. No. 96 gibt das f r^). ' erste dieser Zeichen, und verbindet damit das zweite, ,v^,' < ' so dass der Zeichner und der Stecher darunter verbanden werden könnten. Man findet diese Monogrammen auf kleinen ■Blättern mit Goldscbmicdsornamenten, theils auf schwarzem, theils auf Weissem Grunde, und nach einer dem genannten Schriftsteller zugekommenen Mittheilung sind sie zu Anfang des 17. Jahrhunderts in der Manier des Theodor de Bry gestochen. a Der Monogrammist AQ. ist höchst wahrscheinlich nur Copist, welcher a'terc Blätter nachgestochen hat. Der Meister mit dem Monogramme GQ. j\°'sst Guillaume de hl Quewellerie, welcher von 1611 an einige Folgen «einer Ornamente herausgegeben hat, und zwar bei Willem Janss in Amsterdam. Das Monogramm AQ. findet man auf einer Folge von vier "Ummerirten Blättern mit Blumcnguirlanden, welche mit Figuren vermischt sind. Sie gehören zu dem Ornamentenwerk, welches J. G. Herfel n Augsburg herausgegeben hat, No. 361 der Sammlung, kl. qu. fol. darnach zu urthoilen, könnte der Meister AQ. um 1780 gearbeitet haben. . Die Folge No. 361 der Hertel'schen Ornamentcn-Sammlung scheint *" R r Copie zu soyn, und zwar nach G. de la (Quewellerie. Der Mono- »''ammist AQ. stammt vielleicht aus dor Familie desselben, und dess- 8 R8n möchten wir ihn A. de la Quewellerie nennen. AU59. Augustin ftuerfurt, Schlachtenmaler von Wolfenbüttel, war /^v Schüler seines Vaters Tobias, ahmte aber dem Bour- • V.-'- guignon nach. Auf einigen seiner Bilder, deren auch 0 * Jagden vorstellen, findet man die Initialen des Namens. J. Bürde und A. Balzer haben nach ihm gestochen. Dieser Meister starb zu Wien 1761. 37* *& 504 AQ-AR. Nr. 1160-1162. AQ 1160. Artus ttuellinus, Bildhauer von Antwerpen, stammt aus einer /\(\ Familie, welche sich Quellinck nannte, und mch- .f £*\c m rere achtbare Künstler zählte. Im Jahre 1609 gc- __ r _ boren, scheint er von einem derselben den ersten IJ\y. kil. Unterricht genossen zu haben, schloss sich aber ■p später in Italien an F. du Quesnoy (Fiamingho) an, -* • und wurde, zwischen 1640 und 1644 als freier Meister Mitglied der Akademie in Amsterdam. Er fertigte meisterhafte Büsten, Statuen und Basreliefs, deren auch in das Ausland gingen. Berühmt sind seine Sculpturen am Rathhauso in Amsterdam, welche durch die Abbildungen In folgendem Werke, bekannt sind: Architecturc, peinture et srulplure de la maiton de ville d'Amstcrdam &c. Amsterdam 1655, 1719» fol. Die 109 Kupfertafeln sind grösstenteils von Hubort Qucllinns radirt, und auf mehreren Blättern stehen die Initialen des Namens, wie auf solchen mit Ornamenten, und auf einem grösseren Blatte mit dem Urtheile des Salomon. Auch Sculpturen sollen mit AQ. bezeichnet seyn- A. Quellinui starb zu Antwerpen 1668. Sein gleichnamiger Sohn wurde 1651 freier Meister. Der erwähnte Heinrich Quollinus, der ältere Sohn, erlangte 1641 das Meisterrecht. 1161. Arnout van Haien ans Amsterdam latiuisirto zuweilen seinen A/iuila fon-it Namen, indem Haien eine Fischgattung, den See- siquuu /etil. acllcr i, c ,i ( , uto t. Er zeichnete und malte Bildnisse, Alt Ulla SCulnsit n " c ' '°S tc i° no Sammlung von Portraiten von Dich- " 1 ' tern an, welche unter dem Titel: „Pan poiilicon Batavum" bekannt ist. Sic war im Besitze der Dichter-Genossenschaft „Kunst wordt door arheid verkregen" in Leyden, und van Haien 11*" forte 200 Bildnisse nebst einigen allegorischen Darstellungen auf Dichter des Vaterlandes. Er stach auch mehrere Bildnisse in schwarzer Manier- Jenes des Lambert Bidloo ist schreibend dargestellt, und man liest aiu dem Papiere : Pan Poelkon Batavum. Daraus erhellet, dass das Portrai' für die Dichters-Genootschap gemalt wurde. Es hat die Bezeichnung: A. van Haien pinx. et fecit. Das Bildniss des Kunstfreundes Jan Bieter van Zomcr, welcher im Sessel sitzt, ebenfalls von van Haien geschabt, hat die Aufschrift: Tit Somer dien gy ziet hier afgebeeld naar t'le.ven «<«•> und unten steht: A. van Blommen pinx. Aquila fec. II. 8 Z. 6 Ij- Br. 6 Z. 5 Ii. Nach Rembrandt hatte van Haien das Bildniss des Jcre- mias Dekker geschabt. Dieser Dichter erscheint in einem Ovale, ffjj" unten beloben ihn vier Verse. An Rcmbrandt's Namen schlicsst sich- Aquila sculp.iii. H. 7 Z. Br. 5 Z. Es finden sich noch verschiedene andere Portraito von diesem Meister, welche aber seinen Familiennamen (ragen. Ein vollständiges Verzeiehniss der Blätter van Halen's findet sich nicht. Einige nennt Graf L. de Labordc in der flistoire de la gf}' vure en moniere noire p. 168, andere zählt R. Weigel im ersten Bande seiner reichhaltigen Kunstkataloge auf. Zu seinen schönsten gehören ausser den obigen die Bildnisse des Jan van Huysum, Isaak Moucheron' Gerhard de Lairesse u. a. Letzteres Blatt werden wir unter .4. «• "' erwähnen. Auch sein eigenes Bildniss hat er gestochen. Oval m 1 Einfassung. H. 9 Z. 4 L. Br. 6 Z. 5 L. A. van Haien starb 1732. 1162. Albert Christoph Reindel, Zeichner und Kupferstecher, gf>- A-pr- zu Nürnberg 1784, gest. 1852. Ueber diesen ^ JHj. rühmten Meister haben wir im Künstler-Lcxico' 18*9- XU. S. 389 ausführliche Nachrichten gegeben,«' 1 " Mh* dabei 61 Blätter verzeichnet, womit aber das ^ e r * 4-» , VRV uocll n j cnt vollständig ist. Reindel war von 181* bis 1819 Direktor der alten Maler - Akademie in Nürnberg, und über- AR. Nr. 1162. 505 nahm dann in gleicher Eigenschaft die Leitung der neu organisirten Kunstschule. Seine Zeit war also zwischen dem Unterrichte und der Praktischen Ausübung der Kunst gctheilt; Ucindel hatte aber in beider Hinsicht llulim geerndtet. Sein Andenken segnen zahlreiche Schüler, l 'nd darunter solche von grossem Verdienste. Der geistreiche Maler A. Kreling wurde sein Nachfolger im Amte. A. lteindel bezeichnete mehrere Blätter mit dem Monogramme, aber fast nur in den sehr seltenen Aczdrücken, und in vollendeten Abdrücken v or der Schrift. Wir gehen auf diese Kupfertiche näher ein, um auf die Folge der Abdrücke aufmerksam zu machen, und um einige Lücken "n Künstler -Lexicon auszufüllen. 1) Das Bildniss des Königs Ludwig I. von Bayern im Krönungs- Ornate nach J. Stieler, Gegenstück zu dem Portraite des Königs Maximilian I. von C. Hess, roy. fol. I. Aezdruck vor der verzierten Einfassung, mit dem Monogramme des Stechers und der Jahrzahl 1020 unten in der Mitte des Randes, und ohne weitere Schrift. Die Abdrücke dieser Art sind äusserst selten, und können zur Probe gefertiget, nur als Curiosiläten betrachtet werden.— Der erste, vollendete Druck ist nun folgender: II. Mit unausgcfülltcr Titelschrift, vor den Namen der Künstler und des Druckers, auch vor der Adresse. Tm Unterrande ist das Monogramm Reindcl's mit der Jahrzabl 1034. Sehr seltener Abdruck. III. Mit unausgcfülltcr Titclschrift, mit dem Namen des Druckers, und mit der Adresse des Verlegers. Die Dodieation an die Kaiserin von Ocsterreich ist mittelst einer besonderen Platte beigedruckt. Exemplare dieser Art gehören zu den ausgewähltes. Das Monogramm wurde weggenommen, und der Name Ucindol's eingestochen. 2) Das Bildniss des Kupferstechers Heinrich Guttenbcrg, gr. 4. — Ini ersten Drucke ist dieses Blatt mit dem Monogramme bezeichnet, später wurde Schrift eingestochen. Die Aezdrücke sind sehr selten. 3) Christus segnet die Kinder, nach Heinrich Hess für des Grafen «.. Raczynski's Geschichte, der neueren deutschen Kunst gestochen, qu. fol. I. Seltene Exemplare (Eprcuves d'Artistc) mit dem Monogramme, und 1037. II. Mit der Schrift, und ohne Monogramm. . 4) Die polnischen Fürsten und Glaubenshelden Miecislaus und Boles- jaus Chrobri, nach den Standbildern von Ch. Rauch. Für A. Raczyns- kl '8 Prachtwerk gestochen, fol. I. Mit dem Monogramme des Stechers und der Jahrzahl 1040, die sogenannten Eprcuves d'Artiste, welche selten vorkommen. II. Ohne Monogramm, mit offener und voller Schrift. 5) St. Markus und St. Paulus nach A.Dürer, beide auf Einer Platte Bestochen, gr. fol. — Das Gegenstück bildet das Blatt mit St. Johannes u nd St. Petrus. — Im ersten, sehr seltenen Abdrucke fehlt die verzierte Einfassung. Statt der Schrift ist das Monogramm mit der Jahrzahl 1020 c 'nradirt, welches aber später weggenommen wurde. Die wenigen Kxem- P'are mit dem Kiinstlerzeichen sind nur als Probedrucke zu betrachten. , 6) Das von Peter Vischor in Erz gegossene Grabmal des hl. Schmus in Nürnberg, 1821 gestochen, gr. fol. I. Mit dem ersten Monogramme, früher Probedruck. H. Mit angelegter französischer Unterschrift: Mausolee de S. Schuld ä Nurcmberg , mit der Dedication an die Kaiserin Maria Feodo- rowna von Kussland, und mit dem Doppeladler. Nur in geringer Anzahl gedruckt, und daher sehr selten, jll. Mit angelegter deutscher Schrift, und mit Reindcl's Adresse. i ' • Mit der Adresse von Frauenholz, und mit voller Schrift. 506 AR. Nr. 1163-1164. 7) Die zwölf Apostel nach den Statuetten am St. Sclialdusgrabe von P. Vischer, ursprünglich für einige Jahrgänge des Nürnberger Frauen* taschenbuches gestochen, und theils mit dem kleinen Monogramme verschen. I. Die Abdrücke auf gewisseres Papier. Sie wurden immer vor der Benutzung zum Taschonbuchc gemacht, und zuletzt zu einer Folge von 12 Blättern mit Text vereiniget, gr. 8. II. Die Abdrücke im Frauentaschenbuche, 8. III. Die Folge der Apostel mit den Statuetten des hl. Sebald und des Peter Vischer, ferner mit der perspektivischen Ansicht des Grabmales von F. Geisslor, im Ganzen 15 Blätter gr. 8. IV. Die späteren Abdrücke der Aposteltiguron mit St. Sebald, den vier Basreliefs mit Wunderthaten des Heiligen, und mitP. Vischer's Statue, 18 Blätter mit deutscher, französischer und englischer Erklärung. Nürnberg (1838), gr. 4. 8) Die Statuen von Sebald Schonhofer an dem schönen Brunnen in Nürnberg, für das Frauentaschenbuch 1826 und 1827 gestochen: Carl der Grosse, Chlodwig, Carl IV., Gerlach von Nassau, die Propheten Joel, Ezechiel &c, 8. I. Vor dem Monogramme, und vor den Unterschriften. II. Mit dem Monogramme und den Unterschriften. III. Nach der Wegnahme der vom Stecher beigefügten Unterschriften. 9) Kaiser Carl der Grosse, nach A. Dürer's Gemälde in der städtischen Gallorie zu Nürnberg, Kniestück, gr. fol. Dieses treffliche Blatt gehört der letzten Zeit des Künstlers an, und kommt in folgenden Abdrücken vor: I. Mit den Monogrammen des Malers und des Stechers, und den Jahrzahlen 1510 und IttW. Vor jeder weiteren Schrift. Sehr selten. II. Mit angelegter Schrift, und ohne Reindel's Monogramm. Auf chinesisches Papier. III. Mit voller Schrift, auf chinesisches und weisses Papier. 1163. Abraham Richter, Zeichner und Maler von Ansbach, wurde ^_—^ um 1575 geboren. Er stand anfangs in Diensten des Mark" * / I grafen Georg Friedrich von Ansbach, dessen Bildniss von fr) l 1602 auf dem Schlosse daselbst aufbewahrt wird. Es trägt uJ\^M- das gegebene Zeichen, und wahrscheinlich finden sich noch andere Bildnisse mit demselben. In der Hausmann'schen Sammlung zu Hannover ist das Brustbild einer jungen Frau mit dem Monogramme oder den Buchstaben A. 11. 1010 bezeichnet. Später kam Richter in Dienste des Herzogs Johann Ernst jun. von Sachsen-Weimar, welche» er um 1625 auf verschiedenen Feldzügen als Sekretair begleitete. Au» dem von Christoph Richter radirten Bildnisse des Herzogs steht: Abraham Richter Secrctair Castrensis pinxit. Der Fürst, welcher 1627 starb, ist auf dem Paradebette in allegorischer Einfassung dargestellt, qu. fol- Das Todesjahr des Abraham Richter ist unbekannt. Sein Sohn Albrecht, geb. um 1605, stand in Diensten des Herzogs Friedrich von Sachse», Landgrafen von Thüringen. Ob sich dieser ebenfalls eines Monogramms bedient habe, wissen wir nicht. 1164. Richard Arentz oder Aretz, Maler, war um 1540 — 60 i» Breslau thätig. Er malte Bildnisse, und bezeichnet* 1^ j5\ ZrA sie mit dem gegebenen Monogramme. In der Gal]cri ß des Schlosses Rolland, dem Bittergute des Friedensrichters A. Fahne in Cöln, ist ein Bildniss mit dem ■ ersten Zeichen. Die Inschrift nennt diese Dame Anna Wolfeselderin, welche 1556 im 57. Jahre gemalt wurde. AR. Nr. 1165 — 1169. 507 Das zweite Zeichen findet man auf einem Kupferstiche von oder nach Aretz. Dieses sehr mittelmässige Blatt stellt die Büste eines Pastors dar, mit der Aufschrift: EFFI. D. 10HANN. IIESSI. PASTO. VVRATIS - AETA. SVAE. LVII. OBYT. ANNO. MDXXXXVII. &c. Am Pfeiler links ist das Zeichen. H. 6 Z. 9 L. Br. 4 Z. 9 L. 1165. Unbekannter Goldschmied oder Zeichner, welcher in der TBP "JF7 ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Deutschland arbei- ■*JU-/ JR V. tete. Heller, Monogrammen-Lexicon S. 35, nennt ihn einen Kupferstecher, welcher um 1500 gearbeitet haben soll, macht aber auf kein Blatt desselben aufmerksam.' Nur Heinecke, Neue Nachrichten &c. S. 362, kennt vier Blätter mit Goldschmiedsmustern, welche Arabesken mit Figuren und Thieren, schwarz auf weissem Grunde enthalten, oder, wie Heinecke sagt, „ganz schwarz und klein wie Silhouetten, und ganz besonders executirt sind." Die Lebenszeit des Künstlers bestimmt der genannte Schriftsteller nicht, sie fällt aber später, als Heller angibt. In vier Blättern ist die Folge nicht complet. Ein uns bekannter Kunstfreund besitzt deren acht, auf welchen beide Zeichen vorkommen. Das zweite trennt Heller von dem ersten, und schreibt es einem unbekannten deutschen Kupferätzer zu, ohne Zeitangabe. Es ist indessen Wohl möglich, dass sich auch ein anderer Meister desselben bedient habe. 1166. Unbekannter Zeichner oder Kupferstecher, welcher wahr- -I scheinlich in Italien lebte. Man findet das gegebene Zeichen /rA auf einem radirten und gestochenen Bildnisse des Papstes Inno- -ri-L cenzIX., welcher 1591 zwei Monate regierte. Wir glauben, dass •las Monogramm den Stecher andeute. ^^1167. Unbekannter Formschneider, welcher in der früheren Zeit /rV" des 16. Jahrhunderts arbeitete. Wir fanden das gegebene Zei- -*ix\. eben auf einem Blatte, welches die Kreuzabnehmung vorstellt, ^icodomus erfasst den Leichnam von einem Freunde unterstützt, und Maria liegt am Fusse des Kreuzes in Ohnmacht. Johannes steht neben «r. H. 6 Z. 3 L. Br. 6 Z. 10 L. Von demselben Meister ist wahrscheinlich auch der im Catalog Ottley(1837) p. 126 erwähnte Holzschnitt, welcher den Heiland auf dem ^yoge nach Golgatha vorstellt, wie er unter der Last des Kreuzes sinkt. Uer Verfasser des Cataloges sagt, das Blatt sei mit dem Monogramm AR. bezeichnet, und gehöre einer frühen Zeit an. H. 6 l / 4 Z. Br. 8 3 /, Z. U68. Albert Reindl, Maler von München, war um 1635 thätig. ff |-^ Wir haben seiner im Künstlcr-Lcxicon XII. S. 393 erwähnt, / T^v ohne ein Werk angeben zu können. Er soll sich des gege- „• . benen Zeichens bedient haben, wir wissen aber nicht, wo s,( 'h Gemälde mit demselben finden. 1169. Alfred Rethel, Zeichner und Maler, wurde 1812 zu Aachen geboren, und mit entschiedenem Talente begabt, begann er seine Studien auf der Akademie in Düsseldorf, welcher et auch ^ II & 7~p' \ o seine Ausbildung verdankt. Rethel grün- •/ v Q ./TL ü> J) deto schon als Jüngling von zwanzig iiren einen bedeutenden Ruf, welchen er in der Folge durch viele ' r efflicho Bilder in hohem Grade rechtfertigte. Wir haben im Künstler- i^xicon XIII. S. 46 mehrere Werke aufgezählt, sowohl Gemälde als ^eichnungcn. Einige sind seit dieser Zeit durch den Stich und durch Juo Lithographie in weitem Kreise bekannt geworden. Rethel gehört ü den vorzüglichsten Historikern der modernen Schule, auf deren Boden 508 AR. Nr. 1169. er sich mit dichterischem Geiste bewegt, und mit allen Mitteln vertraut, Meisterwerke schafft. Zu seinen neuesten und grossartigsten Leistungen gehören die Wandgemälde im Rathhaussaalc zu Aachen, wo. Rethel den für diese Stadt so bedeutungsvollen Geschichtskreis Carl des Grossen zur bildlichen Anschauung brachte. Er begann das Werk 1850 in den grossartigsten Dimensionen. Nachträglich müssen wir hier auch noch auf Zeichnungen aufmerksam inachen, welche durch Nachbildungen bekannt sind. Darunter ist eine grosse Lithographie, welche den Dichter Schiller in ganzer Figur mit scenischen Rundbildern darstellt. Ein anderes, von A. Kaufmann lithograiibirtcs grosses Blatt bat die Nemesis zum Gegenstände. Diese, und frühere Blätter nach Kcthol's Zeichnungen, sind mit dein Namen des Urhebers versehen, auf anderen kommt aber das Monogramm desselben vor. Zunächst erwähnen wir der meisterhaften Holzschnitte, mit welchen die Uebcrsctzung des Nibelungen - Liedes von G. 0. Marbach nach seinen Zeichnungen geziert ist. Dieses Prachtwerk erschien 1840 zu Leipzig bei Wigand, und enthält auch Compositionen von J. Hühner, und E. Iicndemann, geschnitten von II. Bürkner, F. Unzelmann, A. Vogel, E. Krctzschniar und anderen berühmten Xylographcii. Auf Blättern nach A. Rethel steht das dritte der gegebenen Zeichen. Es kommt auch verkehrt vor, so dass es unter RA. zu suchen ist. Auf Gemälden bediente sich der Künstler nur in seiner früheren Zeit eines Monogramms. Ein anderes, inhaltsreiches Werk von grossartiger poetischer Auffassung ist A. Rethel's Todtentanz aus dem Jahre 1848, mit erklärendem Text von R. Rcinick. Rethel fasstc seine Ideen in 6 Blättern zusammen. Durch und durch deutsch, und vom Geiste A. Dürer's beseelt, konnte er sich in jener bewegten Zeit der politischen Tendenz nicht entschlagen, der Künstler steht aber auf conservativer Basis, und lässt von da aus eine ernste Mahnung ergehen. Die Compositionen sind unter Leitung von II. Bürckner im akademischen Atelier für Holzschneidekunst zu Dresden von Gaber xylographirt, und erschienen 1849 bei G. Wigand in Leipzig, qu. fol. Der Beifall, welchen dieser Todtentanz erhielt, war ein ausserordentlicher, und daher erfolgte eine Auflage auf die andere. Es war damals überhaupt eine Zeit der Todtcntänze. Dieser ernste, grossartige Stoff hatte manches Künstlcrgemüth ergriffen, und die Literatur des Freundes Ilain wurde daher in neuester Zeit sehr vermehrt. Verschieden von dem erwähnten Werke Rethel's sind zwei andere Blätter mit Todtentanzsccncn, welche von Jungtow und Steinbrecher nach Zeichnungen desselben in Holz geschnitten wurden. Das eine dieser Blätter zeigt den Tod als Freund nach lauger Mühe dos Lebens. &ß alter Thurmwächtcr sitzt auf der Glockcnstubo in seinem Lehnsessel schlummernd mit den welken Händen im Schoosse. Der Tod ist in Gestalt eines Pilgers hereingekommen, und zum Glockenstrang getreten, um das Storbeglöcklcin für den zu läuten, der es so oft für andere angezogen hatte. Durch diese einfache, höchst glückliehe Composition geht eine wunderbar harmonische, rührende Stimmung. Das andere Bild, „der Tod als Erwürger" betitelt, zeigt diesen auf dem Maskenbälle, d s Anspielung an das erste Auftreten der Cholera auf einem solchen Balle in Paris 1831. Der Tod steht in Mitte des Saales unter dem grossen Kronleuchter im langen Domino, und fiedelt auf einem Monschenknochen. Ring« umher sind Masken gefallen, und die Musikbande entweicht mit Entgelten von der Tribüne. Im Hintergründe sitzt die Cholera als magere, dunkle Asiatin mit weissem Burnus und der Gcisscl. in den Händen. Diese beiden Folioblätter haben das erste und zweite Monogramm- ^ ,c erschienen 1851 bei E. Schelta in Düsseldorf, und sind bisher ohne Fortsetzung geblieben. AR. Nr. 1170-1172. 509 Im Jahre 1849 wählte der Kunstvorein für die Rhcinlande ein historisches Bild des A. Rethel zur Nachbildung für seine Mitglieder. Dieses Blatt hat F. Keller in Düsseldorf gestochen, gr. qu. fol. — Frühere Blätter nach A. Rethel sind im Künstlor-Lexicon verzeichnet. A. Rethel hat auch einige Blätter radirt. 1) Jakob erblickt den blutigen Rock seines Sohnes Joseph. Mit dem vierten /eichen. II. 10 Z. 10 L. Br. 11 Z. 7 L. — Dieses Blatt ist ein Bestandtheil des Düsseldorfer Album deutscher Künstler. Düsseldorf, ,T. Buddeus 1840, fol. 2) Das Rolandslied, nach Turpin's Chronik von F. Schlegel, 4. — Man findet diese Radirung in dem Werke: Lieder und Wider, 2. Band. Deutsche Dichtungen mit llandzoichuungcn, 1. Band. Düsseldorf, J. Buddeus 1843, gr. 4. 3) Das weisse Reh, 4. — Dieses Blatt ist in dem Werke: Lieder eines Malers (R. Reinick) mit Randzeichnungen seiner Freunde. Düsseldorf, J. Buddeus, gr. 4. 1170. Unbekannter Künstler, welcher um die Mitte des 17. Jahr- if% hundert! an der Fayance-Mannfaktur in Dclft thätig war, ent- fj4L weder als Maler, oder als Modellircr. Man linde! sein /eichen w\ "\ auf Geschirren und anderen Arbeiten in Fayanco, welche »— von Antiquitäten - Sammlern gesucht werden. Das gegebene ^» Zeichen bestimmt wenigstens den Ort, und die Zeit der Entstehung dieser Fabrikate. Die Manufaktur war in grosser Blüthe, und heschäftigte viele Künstler. Brongnart gibt in seinem Tratte des arls ceramiques die Abbildung von 19 Fabrikzeichen. 1171. Stempel eines alten Kunstsammlers. Man findet dieses TD Zeichen, aber viel grösser, auf einem Blatte im Cabinct zu Wien. -*TV Es stellt die hl. Jungfrau in halber Figur dar, wie sie das nackte Jesuskind anbetet. H. 7 Z. 5 L. Br. 5 Z. 9 L. Dieser Stich ist von Bcnedetto Montagna (B. No. 7), und kommt '"> späteren Drucke auch mit dem Namen IOAN • BX vor. 1172. Augustin Raphun? Auf das erste dieser Zeichen macht zu- T ^ T r» crst Christ in seinem Monogrammen- * «»^ Buche S. 105 aufmerksam, und nach ihm bildeten es Heller S. 35, und irulliot 1. No. 695 nach, ohne über den Meister Auskunft geben zu können. Christ sagt, man finde es auf Kupferstichen in der Weise A. I)ü- r er's, und er scheint deren gesehen zu haben, wenn ihm die Nachricht nicht von zweiter Hand als bestimmt zugekommen ist. Brulliot behauptet, nie ein Blatt mit diesem Monogramm gesehen zu haben, und Staubt vielmehr, Christ habe jenen Meister im Sinne gehabt, welcher B, ch zur Bezeichnung seiner Blätter eines aus NAR bestehenden Monogramms bediente. Allein dieser Künstler gehört der Richtung des Ber- " ;ll 'd van Orloy an, und ist daher wahrscheinlich holländischen Ursprungs. Unser Monogrammist stammt aber aus der deutschen Schule. Nach der gefälligen Mittheilung eines Kunstfreundes findet man von ihm ein in Dflrer's Weise gestochenes Blatt, welches eine bekleidete und sitzende ««Mache Jungfrau vorstellt. Dieses Blatt ist mit dem ersten Mono- Ki'ainnie versehen, welches aber kleiner gezeichnet seyn soll, als bei Christ. Aul das Monogramm mit 1610 führt uns ausser Christ auch Orlandi m seinem Abecedario pittorico Tab. E. Ao. !), er gibt ihm aber die abweichende Form des zweiten der obigen Zeichen, indem wahrscheinlich der erste Schenkel irrig schief geschnitten ist. Nach Orlandi stellt das AR4A,M.i 510 AK. Nr. 1173 — 1036. Blatt mit demselben eine sitzende Madonna im Gcschmacke Dürer's vor, und es soll mit 1510 bezeichnet seyn. Vielleicht handelt es sich um die erwähnte sitzende Jungfrau, allein wir wissen nicht, oh dieses Blatt ebenfalls die Jahrzahl trägt. Das von Orlandi gegebene Zeichen, doch in der Art, dass, wie das dritte Monogramm zeigt, der erste Schenkel des A nicht gebrochen, und der Querstrich des Buchstabens schief geht, soll nach einer alten handschriftlichen Quelle einem Augustin Raphun angehören. Wir hätten demnach einen Künstler aus der Familie des Malers Johann Raphon oder Raphan, welchen die Ei nbeck'sche Chronik von 1596 auch Raphun nennt. Dieser Maler, welcher als zweiter Apelles gepriesen wird, war Geistlicher, und wurde 1507 Dekan des St. Andreasstiftcs in Einbeck, wo er 1528 starb. Wir haben im Künstler-Lexicon XII. S. 294 mehrere Werke von ihm aufgezählt. Ob unsere Quelle den Monogrammistcn AB. richtig benannt habe, müssen wir dahingestellt lassen. Auch können wir die genaue Form des Zeichens nicht verbürgen, da uns weder ein Gemälde, noch ein Kupferstich mit demselben vorgekommen ist. 1173. Giovanni Agostino Ratti, Maler und Radirer von Genua, /Q erwarb sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Ruf. /IN. Er malte historische Darstellungen in Oel und Fresco, in Kirchen und Palästen. Auch Genrebilder komischen Inhalts finden sich von ihm. Ob sich auf Malwerkcn das gegebene Monogramm finde, wissen wir nicht, auf Zeichnungen kommt es aber vor. Auch ein ra- dirtes Blatt ist auf solche Weise bezeichnet. Es stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde vor, 8. Ratti radirte auch noch mehrere andere Blätter, deren wir im Künstler-Lexicon X1T. S. 301 verzeichnet haben. Dieser Künstler starb 1775. 1174. Unbekannter Maler oder Zeichner. Man hat ein von Ale- /T) xander Tallee gestochenes Bildniss eines Mannes in halbem ■i vV Leibe, welcher auf einem Fortifications- Relief zirkelt. Ueber dem Rocke trägt BT eine doppelte Kette, und auf dem Kopfe eine Mütze. Den Hintergrund bildet eine architektonische Decoration mit einem Fenster. Unten rechts und links an den Basen der Pilaster steht obiges Monogramm, und Uten der Name : Alexandre vallee fecit. Das Zeichen könnte sich auf den Maler beziehen, wenn nicht auf die dargestellte, unbekannte Person. Das Blatt ist schön und selten, kl. fol. 1175. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Italien gearbeitet haben dürfte. Vielleicht ist darunter Alois Rosaccio zu verstehen, welcher im folgenden Artikel Erwähnung findet. Das gegebene Monogramm steht auf einem radirten und gestochenen Blatte, welches den Jupiter auf Wolken vorstellt, wie er den Blitz schleudert. Unten links in der Landschaft sind Gebäude, rechts Felsen. II. 2 Z. 11 L. Br. 2 Z. 1176. Alois Rosaccio, Kupferstecher, war in den ersten Decennien des 17. Jahrhunderts in Florenz thätig, und scheint der Schule des Anton Tcnipesta anzugehören. Wir haben von ihm eine Folge von 32 radirten Blättern mit Darstellungen aus dem Leben des Königs Heinrich IV. von Frankreich, in welchen vieles dem A. Tempcsta entlehnt ist. Man findet diese Folge einzeln, und auch in dem Werke: Ese— ^—^ Desswegen gehören auch Riedel's früheste Bilder derselben an, sie tragen aber so wenig das Gepräge der Schule, dass sich der Künstler nach seiner 1823 erfolgten Ankunft in Rom desselben sehr bald gänzlich entäusserte. Statt Langer'schen Heiligen und Madonnen malte er jetzt schöne Frauen in der malerischen Tracht Italiens , und andere Scenen aus dem Lehen des Volkes jenes Landes, welches der Künstler noch immer als seine Heimath betrachtet. Wir l'aben im Künstler-Lexicon XIII. S. 151 ff. eine Anzahl seiner reizenden Schöpfungen namhaft gemacht, und einige Lithographien nach solchen aufgezählt. Die Zahl seiner Werke hat sich aber seit dem Erscheinen des betreffenden Bandes des Lcxicons (1843) bedeutend vermehrt, und Riedel hat während dieser Zeit mehrere Triumphe gefeiert, da seine Bilder unübertrefflich in Kraft, Klarheit und Harmonie der Farbe, und von vollendeter Durchführung sind. Bewunderung erregte seine Sakun- tala, jetzt in der Galloric des Baron von Lotzbcck zu Weyhern bei Augsburg, welche durch den grossen Stich F. Wagncr's in weitem Kreise bekannt ist. Leider kann das treffliche Blatt nicht jene Farbenpracht bieten, welche dem Gemälde einen wunderbaren Reiz verleiht. Von last gleicher Schönheit ist auch die Victoria aus Albano, welche König Ludwig in der neuen Pinakothek zu München zur Anschauung gab, wo sich jetzt auch die Judith befindet. Beide Meisterwerke sind durch Lithographien bekannt, als licsi.andlhoile der Sammlung lithographirter Abbildungen der vorzüglichsten Gemälde neuerer Meister aus der Privat- «alleno ^ os Königs Ludwig I. Die Albancserin kam 1845 dazu. Eine der lieblichsten Erscheinungen ist auch das badende Mädchen, welches seit 1845 durch das grosse Sclubkunstblatt von C. Allais bekannt ist. Riedel hat zu wiederholten Malen Gelegenheit gefunden, weibliehe Schönheiten in puris naturalibus zu malen. Ein anderes treffliches Bild j, st jenes der Neapolitanern] am Meeresstrande, welches C.Mittag 1845 ' f ir den schlesischen Kunstverein in gr. 00. fol. lithographirte. Das Bild JGr Neapolitanern! im Besitze des Herrn Brentano-Laroche wurde schon 1836 von II. Sagert für den frankfurter Kunstverein in Aquatinta gestochen. Derselbe Verein bestimmte 1848 auch den Mezzotinto - Stich 512 AR. Nr. 1180. des G. Lüderitz, welcher Ricdel's neapolitanische Fischerfamilie in Ab- bildung gibt, zur Verthcilung an die Mitglieder. Dieses grosse Blatt ist sehr verbreitet, da auch die Kunstvercine in Halberstadt und Königsberg Abdrücke nahmen. Dr. Lucanus in Ilalberstadt ist der Besitzer des schönen Bildes. Im Jahre 1851 Hess der Kunstverein in München durch L. Schöninger das griechische Blumenmädchen galvanographiren. Das Gemälde ist im Besitze des Königs von Württemberg, und gehört nicht zu den vorzüglichsten Bildern des Meisters. Der Kopf des halb nackten, hinkauernden Mädchens ist nichts weniger als im Sinne griechischer Schönheit erfasst, und da dem Stiche auch die warme Carna- tion, und der Schimmer der aus Pfauenfedern gebildeten leichten Draperie fehlen muss, konnte derselbe nur um so weniger ansprechen. Der Kunstvorein in Hannover übernahm ebenfalls einen Theil der Abdrücke für seine Mitglieder, und somit ist diese sogenannte griechische Blumeimymphe im weiten Kreise bekannt. Einen glänzenden Triumph feierte aber Riedel 1851 in Rom hei der Ausstellung des Kniestttckes einer Albanerin, welches ebenfalls der König von Württemberg besitzt. Eine wunderschön colorirte Zeichnung gab der Künstler zum Album des Königs Ludwig von Bayern, und diese wurde von A. Schultheis in Tuschmanier meisterhaft gestochen. Das Blatt bildet einen Bestandteil der Nachbildungen der Zeichnungen des Ludwig - Albums, und der Frankfurter Kunstverein wählte Abdrücke für das Jahr 1852. In dem Bilde dieser Albanerin hatte Riedel eine Lichtwirkung erzielt, von welcher selbst erfahrne Kunstkenner betroffen werden. Es dauert lange, bevor man sich überzeugen kann, dass eine solche Farbenpracht auf dem bekannten Wege der Oelmalerei hervorgebracht sei. Der Künstler hat südlichen Sonnenglanz auf die Palette genommen, und eine Monge von Kxperimenten gemacht, um ein so heiteres und allgemein ansprechendes Kunstwerk hervor zu zaubern. Der Beifall, welcher dem Künstler nicht allein vom Publikum, sondern selbst von angesehenen Künstlern gezollt wurde, war ein ungewöhnlicher, und man hatte dieses Kunstwerk mehr als einmal einem Salto mortale verglichen. Emil Braun berichtet darüber im deutschen Kunstblatt 1851 No. 18. A. Riedel bediente sich auf Gemälden nur in früherer Zeit eines Monogramms, auf Zeichnungen und Skizzen kommt es aber auch noch später vor. So findet man das erste Zeichen auf der Zeichnung der Römerin aus Albano im Album des Königs Ludwig, und desswegen auch auf dem schönen Stiche von A. Schultheis. Das zweite Monogramm gibt Brulliot App. I. No. 9ß. Er sah es auf früheren Gemälden, thcils auch mit dem Namen verbunden. 1180^Joseph Anton Rhomberg, Historienmaler, geb. zu Dornhirn in Vorarlberg 1786, war bis in sein zweiundzwanzigstes Jahr mit der Feldarbeit beschäftiget, und fand erst 1808 s/lvJ /r\ /•! \ •* der Akademie in München an Peter von Langer einen \.y O \j Lehrer. Im Jahre 1814 wurde ihm mit einem Bilde, welches Noah's Dankopfer nach der Sündfluth vorstellt, der grosse Preis zu Theil, und es fehlte fortan nicht an Lobproisorn seiner Werke, da sich darin die Richtung der damals hoch geachteten Langer'schen Schule vollkommen aussprach. Rhomberg blieb auch derselben immer treu, so dass der Umschwung, welchen ole Kunst in München nach dem Erscheinen des P. von Cornelius genommen hatte, ihn nicht berührte. Seine Gemälde sind zahlreich. Er malte Bildnisse, historische und biblische Darstellungen, Genrebilder u. s. w. Auf mehreren findet man das Zeichen des Künstlers. Auch lithographirte Blatter und ein Zeich- nungswerk sind von ihm bekannt. AR. No. 1181 — 1186. 513 Im Jahre 1827 zum k. Pensionär ernannt, erhielt Rhomberg später die Stelle eines Professors der Zeichenkunst an der polytechnischen Schule in München, wo er 1855 starb. Hanno Rhomberg, der Sohn unsers Künstlers, gehört zu den berühmtesten Genremalern der modernen deutschen Schule. 1181. Ungenau nachgebildetes Zeichen. Christ, Monogr.-Erkl. /T~\ S. 105, sehreibt es mutlimasslich einem von Tran ach zu, L±J welcher in Kupfer geätzt haben soll. Heller, Monogr.-Lcx. , j V\ S. 35, erkennt unter dem Zeichen einen um 1650 lebenden \J \_ V^ Andreas Rothgiesser, und streicht mit Füssly den Tranaeh mit Recht aus der Kunstgeschichte. Christ hat das Monogramm zu gross, und unrichtig gegeben. Es ist diess das unten No. 1185 beigebrachte Zeichen, welches dem Andreas Lorcnsen Rothgiesser von Huysum angehört. Dieser Künstler hatte um 1656 mehrere Blätter radirt. 1182 Anton Rothmüller, Zeichner und Maler von Wien, wurde um -tv 1775 geboren. Er hatte besondere Vorliebe für die Schlaoh- /Jj tenmalerci, worin ihm Louthorburg und F. R. de la Rtie Afi znm VorVfldq dienten. Das gegebene Monogramm, mit der p/ll Jahrzahl 1812, findet sich auf einer mit Rothstein aus- ^*^ ' ^S geführten und leicht colovirten, schönen Zeichnung, welche ein Cavallerie-Gcfccht nach Loulherburg vorstellt. Rothmüller befasste sich auch schon früh mit der Lithographie, und erhielt später ein kaiserliches Privilegium auf die von ihm genannte Oleochakographie. Er colo- rirto aber nur Lithographien in Oclfarben, von einem Farbendrucke ist keine Rede. Dieser Künstler war Ehrenmitglied der k. k. Akademie in Wien, p nd Direktor der Galleric des Fürston Esterhazy. 1183. Augustus Rex bedeutet dieses Zeichen auf Werken der Por- Xs^f. celain - Manufaktur in Meissen. Es diente als Fabrikat/ Stempel von 1709 — 1712, und wurde den kostbaren Ge- *sl\J fassen und anderen Bildwerken aufgedruckt, welche aus dieser Anstalt hervorgingen. Wir geben hier das Monogramm zur Kcnnt- ni ss des Fabrikortes, da das alte Mcisscncr Porzelain, besonders in bemalten Exemplaren, noch heut zu Tage von den Antiquitäten-Sammlern Besucht wird. Auf die Geschichte der Anstalt geben wir nicht ein, sondern bemerken nur, dass sie, im Jahre 1697 gegründet, zu den ältesten Manufakturen von Europa gehört, so wie auch das Porzelain- Cabinet zu Dresden zu den Merkwürdigkeiten zu zählen ist. 1184. Unbekannter Kupferstecher, anscheinlich ausWagner's Schule Q?T , in Venedig, so dass seine Thätigkeit um den Anfang «-/.TVo mc. des 19. Jahrhunderts fällt. Dieses Monogramm fand liörnor auf einem radirten Blatte, welches eine junge, bis gegen den Unterleib hin sichtbare Frau zeigt. Es könnte •»ne Zeichnung des Guercino zu Grunde liegen. H. 5 Z. 1 - 2 L. Br. 4Z. v gl. No. 1190. 1185. Andreas Lorensen Rothgiesser, Kupferstecher von Huysum, AZjr war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts diätig. Er stach /<5"j§~ Landschaften, und Prospekte von Städten, so wie Landkarten. Seine lanschaftlichen Blätter sind meistens radirt, im Ganzen aber von mittelmässigcm Werthe. Vgl. oben No. 1181. 1186. unbekannter Radirer, und vielleicht auch Maler, welcher •TX/,^ r in Holland gelebt zu haben scheint. Der vorhergehende -7 V J Künstler kann nicht darunter verstanden werden, da er 514 AK. Nr. 1187 — 1191 viel weniger Hebung besass, als unser Monogvammist. Auf seinen Namen müssen wir verzichten, aber ohne grossen Nachtheil für die Kunstgeschichte. Diese beiden Zeichen findet man auf Copien nach Radirungen des Adrian van Ostadc, welche die Adresse des J. Bormecster tragen. Dieser Kunsthändler war gegen Ende des 17. Jahrhunderts in Amsterdam thätig, und vielleicht auch noch später. Er besass einige Platten älterer Meister, welche er wieder abdrucken Hess. Die sechs Blätter mit Pferden, welche J. van Aken radirt hatte, B. No. 1 — 6, sind mit Bormeester's Adresse dritter Art. 1187. Unbekannter Formschneider, welcher mehrere Blätter nach rnsc Zeichnungen von August Corrodi fertigte, zur Zeit (1853), als ^^ dieser geistreiche Künstler in Cassel sich aufgehalten hatte. Die Werke, in welchen Blätter von ihm vorkommen, haben wir unter dem Monogramme AV. No. 265 genannt. Vielleicht gehört der Formschneider der Familie der Ruhl in Cassel an. 1188. Johann Anton Riedel, Maler und Radirer, wurde 1733 zu «\ Prag geboren, und starb zu Dresden 1816 als Gallcrio-Inspcktor. JK J& Man verdankt diesem Künstler eine bedeutende Anzahl schön radirtcr Blätter, welche aber vor Hertel's Retouchc nicht häufig vorkommen. Die Vorbilder wählte er theils in der ihm anvertrauten Gal- lcric, theils copirte er Blätter von Rcmbrandt, Livens u. s. w. Im Künstler-Lcxicon XIII. S. 156 haben wir 53 Blätter verzeichnet, welche aber grösstenteils den Namen des Meisters tragen. Obiges Monogramm steht auf einem Blättchen nach G. Reni, welches den mit Dornen gekrönten Christuskopf vorstellt. Oval, II. 3 Z. 4 L. Br. 2 Z. 7 L. Vgl. Heinecke, Neue Nachrichten &c. No. 19. — Auf anderen Blättern dieses Künstlers stehen die Initialen Ali. 1189. Achille Reveil, Zeichner und Kupferstecher, wurde 1800 zu -fi\ »j Paris geboren, und machte sich als Schüler von Gros und j\\s/-/i\^ Gi rodet durch eine grosse Anzahl von Stichen im Umrisse bekannt. Wir haben im Künstler-Lexicon XIII. S. 55 eine Anzahl von Werken aufgezählt, an welche wir die Blätter der Galorics historiques de Versailles, par Ch. Gavard, Paris 1838 — 48, und jene der neuen Galeric militairc reihen. Auf Blättern der Gallorie von Versailles findet man das Monogramm des Künstlers, so wie auf anderen Stichen. Auch schöne Radirungen finden sich von ihm. In Ch. Nodier's Uobcrsetzung des Vicairc of Wakeficld par Goldsmith, Paris 1844, sind 10 schöne Vignetten nach T. Johannot's Zeichnungen. 1190. Anton Fürst von Radzlwül, k. preussischer Statthalter im 2) Grossherzogthum Posen, übte sich als junger Mann unter Leit- /QriA nn ? '' cs ^ aron von H>««r in Nürnberg in der Radirkunst, und 1°°' lieferte mehrere schöne Blätter, wovon einige das gegebene Monogramm tragen, wie die Bildnisse des Prinzen Ferdinand von Preusscn, und des Mr. Boller, 8. Dann radirte er auch die Bildnisse des Prinzen Heinrich von Preusscn, des preussischen Ministers von Ancillon, des Grafen Trimitzky, des Baron von Binter, dos Capellmcistcrs Hummel, des Malers Guercino, des Baron C. II. J. W. C. J. von Haller, jenes eines unbekannten ältlichen Herrn, und das einer jungen Frau. — Prinz Radziwill wurdo 1775 geboren, und starb 1833. 1191. Alexander Roslin, ein Schwede von Geburt, gründete in Paris in p, als Bildnissmaler seinen Ruf. Wir haben im Künstler- jr^finx. Lcxicon XIII. S. 414 ausführlich über ihn gehandelt, und KU AR. Nr. 1192 — 1195. 515 beschränken uns daher hier nur auf das Monogramm. Man findet es auf Bildnissen in der „Europe illustre. Paris, J. Odieuvc 1755," 4. Roslin malte einige Bildnisse zum Stiche, doch sind dicss nur Copien nach älteren Gemälden. Ein solches des Herzogs Carl des Kühnen (t 1474) befand sich im Cabinet d'Affry, und Pinssio hat es für das genannte Werk gestochen. Jenes des Gouverneurs von Saumur, des Philipp du Plessis Mornay (f 1623), hat F. Fessard gestochen. Auf beiden Blättern ist das Monogramm des Copistcn. Roslin starb zu Paris 1793 in einem Alter von 60 Jahren. Die von ihm gemalten Bildnisse hoher Personen sind gestochen. 1192. Adrian Reims von Brügge erscheint hier als Donator eines Gemäldes, aber nicht als Künstler, indem er wahrscheinlich dem ehrsamen Handwerke der Schmiede angehörte. Die gegebenen Initialen stehen auf einem Hausaltärchen von 1480 im Hospitale St. Johannis zu Brügge. Es stellt die Kreuzigung Christi dar, und ist mit Flügeln versehen, auf welchen der Donator mit seiner Frau erscheint. Ersterer hat einen Löwen neben sich, und trägt Ambos und Hammer. Ein Heiliger begleitet ihn, so wie seine Frau mit der Schutzpatronin St. Barbara dargestellt ist. Bei geschlossenen Flügeln sieht man von Aussen die Heiligen Helena und Barbara. In der Einfassung steht die Jahrzahl 1400. und unten sind die Initialen A Ii angebracht. Auf dieses, an die Weise des Hans Meinung erinnernde Gemälde, macht Passavant in der Kunstreisc durch England und Belgien S. 360 aufmerksam, und durch eine spätere gütige Mittheilung desselben wissen wir, dass sich die Buchstaben AR. licht auf den Maler, sondern auf den Donator Adrian Reims beziehen. Ueber den Maler hat sich keine bestimmte Ansicht gebildet, man kann 'hn aber zu den Schülern des Hans Memling zählen, welcher in Brügge Hauptwerke hinterliess, besonders in dem erwähnten Hospitale. 1193. Andreas Ruthards. ein vlaam'scher Historienmaler, hielt sich AI3 um 1600 in Rom auf, und soll später in ein Cölcstiner- . IV. Kloster getreten seyn. In St. Eustachius zu Rom sind Werke von ihm. Er bezeichnte seine Bilder mit A. Ii. Heller u. A. nennen ihn irrig Ruschardt. 1194. Adam Ries, der alte Rechenmeister, welcher noch im Munde iVR von Hohen und Niodcrn lebt, bediente sich dieses Zeichens. Man findet es auf dem in Holz geschnittenen Bildnisse desselben. Er ist im Brustbildc dargestellt, mit Bart und hoher Mütze, deren Stülp mit Halbmonden geziert ist. Die Umschrift besagt: /Inno löGO Adam Ries seines Allers im LV1II. Rieses Bildniss ziert den Titel folgenden Werkes : Bechnung auff den Linien vnd der Federn, Auff allerlei) Handtierung, Gemacht durch Adam Risen. Breslau, C. Seharfenberg tö(i:i, kl. 8. Die Buchstaben A. R. auf dem Schilde beziehen sich auf A. Ries, Reicher aber das Bildniss wohl nicht selbst geschnitten hat. Er deutete s 'ch durch das rechts vom Kopie stehende Zeichen als Rechenmeister ?&■ Seine Werke erlebten mehrere Auflagen, und noch gegenwärtig ist er mit seinem Buche sprichwörtlich. 1195. Alfonso Ruspagiari. Diese Buchstaben, noch etwas kleiner, TV .T> stehen nach einer gütigen Mittheilung des Herrn J. A. Börner *■ "^ am abgeschnittenen Arme einer weiblichen Büste in einem 2 Z. L- haltenden Medaillon. Die junge Dame ist in 3 / 4 Ansicht nach r echts gerichtet, hat die Haare auf dem Hinterhaupte in einen Büschel 516 AR. Nr. 1196—1201. gebunden, und ein an der Schnur hängendes Schmuckstück am Halse. Die Brust ist nackt, und unter derselben hält ein Gürtel das von der linken Achsel herabhängende leichte Gewand. Dem jungen Profil entgegen blickt rechts ein älteres au der Kinfassungslinic hervor. Der Verfertiger dieses Medaillons ist sehr wahrscheinlich Alfonso Ruspagiari. Man schreibt ihm ein Bildniss der Claudia Pancaliari zu, welches in verschiedenen Catalogcn erwähnt wird, aber ohne genauere Beschreibung, so dass man nur muthmasslich an obiges Bildniss denken kann. Ruspagiari lebte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Zani ist im lrrthum, wenn er den Künstler um 1626 arbeiten lässt. Er nennt ihn Ruspaggiari, einen Plastiker von Reggio. Vgl. auch No. 1177. 1196. unbekannter Emailmaler? Graf Leon de Laborde sagt in A II seiner Notice des emaux &c. p. 127, dass sich in der Sammlung *»-*-v. des Mr. Baron zu Paris ein altes Emailgemälde mit den Buchstaben AR. befinde, zweifelt aber, oh sie den Künstler andeuten, da im 15. Jahrhunderte äusserst selten Zeichen und Namen auf Gemälden vorkommen. Es steht nun zu erwarten, oh sich noch andere Werke dieser Art mit AR. finden. 1197. Unbekanntes Zeichen, welches wahrscheinlich einen römi- A. sehen Kunstverleger andeutet. Man findet es auf einem von «K Peter Brcbiette radirtcu Bildnisse des Dichters Ovidius Naso. «^RJ Das Oval ist von vier Genien umgeben, und über demselben ^^ sitzt ein Adler. Unten im Cartouche steht: C" est le visage que dans Home Apollon aulrefois porta , lorsque vcslu du corps (V un komme, le nom d'Ovide il emprunta. Links unten ist das Zeichen, rechts der Name des Stechers, kl. fol. 1198. A. Rolland, Kupierstecher, oder Zeichner. In H. Moycr's . p Melall-Ektypographie. Beschreibung eines neuen Verfahrens cr- ^•K-- haben auf Kupfer zu ätzen, erfunden von Dcmbour. Braunschweig 1835, sind Abdrücke mehrerer von Dcmbour producirten Platten, und darunter eine Vignette, welche einen betenden Geistlichen vorstellt. Diese Vignette ist mit A. lt. bezeichnet, unter welchen ein Hr. Rolland in Rimilly zu verstehen ist. 1199. A. Rosenthal, Landschaftsmaler in München, trat um 1840 Ali als Künstler auf, und machte sich von dieser Zeit an durch • -*•*-• zahlreiche Werke bekannt. Sie bestehen in Landschaften von schöner und klarer Färbung, in welchen die Staffage untergeordnet ist. Auf Gemälden aus seiner früheren Zeit stehen die Initialen A.R., die Mehrzahl derselben ist aber mit dem Namen bezeichnet. 1200 Johann Anton Riedel, Maler und Radiror, welcher 1816 als /fT) - Gallerie - Inspcctor in Dresden starb, hat einige seiner ra- ■** J c ' dirten Blätter mit den Buchstaben Ali.del., oder jc, bezeich- A'p net, namentlich Bildnisse nach P. de Grebbcr, J. Livcnsu. A. A-tv. SC j)j e römischen Buchstaben AH, scheint Hertel bei der Rc- touche der Platten aufgestochen zu haben. No. 1188 haben wir ein Monogramm desselben angezeigt, und weitere Nachrichten beigebracht. 1201 Alphons de Ramberville, Miniaturmaler, war in der zweiten AD Hälfte des 18. Jahrhunderts in Frankreich thätig. Er zeichnete * einige Miniaturen mit den Initialen des Namens. AR —ARF. Nr. 1202 — 1207. 517 1202. Amout Rentinck, Maler und Kupferstecher, wurde 1712 zu —^ Amsterdam geboren, und von A. van Boonen und N. yt y£j _f Verkolje unterrichtet. Seine Vorbilder waren aber */~K/.>S%sJ ' noch mehr die Werke des G. Dow, F. van Mieris, / fß G. Met» u. s. w., und mehrere treffliche Copien nach UV \*/\£> denselben dürften für Original gelten. Rentinck malte *» aber auch Bildnisse und Gesellschaftsstücke nach eigener Erfindung, gewöhnlich Figuren im Costüme des 17. Jahrhunderts. Nach Berlin berufen, starb er daselbst 1768. A. Rentinck hinterliess auch einige Blätter in schwarzer Manier. Jenes mit dem Bildnisse eines Malers ist mit dem zweiten Zeichen versehen. Die dabeistehenden Buchstaben CT.p. bezichen sich auf Cor- nel Troost. Auch die ersten Initialen findet man auf Werken dieses Künstlers, sowohl auf Gemälden als Zeichnungen. Unter den mit dem Namen versehenen Mezzotintohlättern nennen wir das Brustbild der Maria, kl. 4., uud Venus mit Amor, nach Th. van Loo, 4. 1203. August Remmelmann, Zeichner und Maler, war um 1810 s7 /"-x ,. —- Zeichenlehrer am Gymnasium zu Mannheim. (~*-rf ( e/J Jt/Jj) Es finden sich Zeichnungen mit den gegebenen ^ (w/ ^- / ^y Initialen. Sic enthalten Landschaften, Blumen, ' Insekten &c. mit der Feder und in Tusch ausgeführt, und sind von keinem grossen Werthe. 1204. Andreas Reinhard, Kupferstecher von Holstein, war um y van d 01 ' Myn behandelt, aber nicht so warm und Co^t-c-*>. frisch in der Farbe, als die Bilder des genannten Meisters. Reekers starb gegen Ende des vorigen Jahrhunderts. Er war vermuthlich der Vater des Johannes Reekers, welcher 1790 zu Hartem geboren wurde. Letzterer malte Bildnisse, Genrestücke und Landschaften. 1207. Andreas Recha. Diese Initialen sollen sich auf einem Ge- Atj t~a mälde finden, welches die Madonna vorstellt, wie sie . 1V.P , von einem Franziskaner - Mönche verehrt wird. Das ipp' P Bild ist in der Weise des P. P. Rubens gemalt, und I DUO. beurkundet einen geschickten Künstler. Wir glauben unter A.n. den Klosterbruder Andreas Recha zu erkennen, da dieser zu den Nachahmern des Rubens gehört. Jakob Neefs stach nach ihm die Madonna mit Heiligen, vor welcher ein Mönch Profess ablegt. Monogrammlatcu. 38 518 ARFKL —ARS. Nr. 1208 — 1212. 1208. John Franklin, Zeichner und Maler in London, gehört zu den ronomirtcn Meistern der modernen englischen Schule. Er malt historische Darstellungen und Genrebilder. Das gegehene Zeichen, aber nur 3'/ 2 L. breit, und in ein alt geformtes Schild gesetzt, findet man auf Vignetten und Itandvcrziorungon, Welche für folgendes Werk in Holz geschnitten wurden: Bool^of british Ballads, ediled b\j 8. C. Hall. London 1IIV2, 4. Das Monogramm enthält den Namen des /eichners, welcher aber in diesen Illustrationen wie ein Dilettant verfuhr. Mr. Hall widmete das Buch dem Könige Ludwig von Bayern, es stellt jedoch die von E. Neurcuther, und den Düsseldorfer Künstlern illustrirten Werke dieser Art nicht in den Schatten. Auf einer höheren Stufe steht Franklin in folgendem Werke: l'arables of our Lord, illuslraled by John Franklin. 12 Blattei', gestochen von P. Lightfoot, W. II. Watt, A. Blanchard, F. Joubert, E. Goodall und II. Nusser. London 1851, fol. Der rothgedruckte Text ist von Becker gestochen. 1209. Unbekannter Rupferstecher, welcher in der früheren Zeit i=Jpü=. des 16. Jahrhunderts lebte. Ein Blatt mit diesem Zeichen r\ rr M stellt die hl. Jungfrau in jüdischem Kopfputze, und die X~\SX± I Apostel am Pfingstfeste, oder die Ausgiessung des hl. Geistes vor. Wir haben durch Herrn Professor Massmann Kunde von diesem seltenen Quartblatte. Die Bezeichnung ist vielleicht nicht jene eines Künstlers, sondern bedeutet MARIA. Der Querstrich über den Buchstaben lässt eine Abbreviatur vermuthen. 1210. Arnold van Westerhout, Zeichner, Maler und Kupferstecher, ArnnMn V IV C> \ w,mlc 16(iG zu Antwerpen geboren, übte junoiao r. tr. je. guim , Kuns) in pi orenZ) und i iea8 gic h Arnohlus van W. formis.f um 1700 in Rom nieder, wo er eine Ärnnldua V W formt« Kunsthandlung gründete. Man findet viele AlllOMUS v. n. jormis j Bfttter mit seinem Kamen, und eine nicht unbedeutende Anzahl ist wie oben bezeichnet. Darunter sind auch Abdrücke von älteren Platten, welche aber mit Westcrhout's Adresse zu den späteren gehören. Im Künstler - Lexicon XXI. S. 334 haben wir 54 Blätter verzeichnet. Dieser Künstler starb in Rom 1725. 1211. A. R. Paton, Zeichnerin, und Schwester des Malers John . „ « Noel Paton in London, gehört mit diesem zu den geschick- /\ • I\ • r• tosten jetzt lebenden englischen Künstlern. Im Art-Journal 1850 p. 30!) ist nach ihrer Zeichnung das Bildniss des schottischen Malers 1). O. Hill von 0. K. Childs in Holz geschnitten. Dieses Blatt trägt obige Initialen mit di r Jahrzahl IHM). Es finden sich wahrscheinlich noch andere Blätter mit den Initialen ihres Namens. Von 3. N. Paton kennen wir folgendes Werk: Compositions from Shelleys Prometheus. 13 plules, ivilh exlracts. London 4044, 4. 1212. Rafael Sciaminossi, Kupferstecher von Florenz, dürfte der s Träger dieses Zeichens seyn, obgleich er sich gewöhnlich eines ffi- aus IIAS bestehenden Monogramms bedient hat. Man findet dasselbe auf Blättern mit Darstellungen aus dem Leben der Margaretba von üesterreich in Altovito's Werk: Fsseqnie della — Maeslä dl Mar- charitla d'Austria. In Firenze. 1012, fol. Dieses Werk enthält auch Bl&tter von Antonio Tomposta und Jakob Callot. Dem R. Sciaminossi legt Bartsch im Artikel über Tempesta die mit dem Monogramme /M- s ' bezeichneten Blätter hei. ART-ARTF. Nr. 1213 — 1214. ' 519 1213 F. A. Renter, oder Reutern, kam durch Christ, Monogr.- 15 5^4- Erklärung S. 105, auf die Liste der Künstler, und somit f-1 ~T ging sein Name auch in die Werke von Heller und Brulliot Afv^ über. Christ sagt aber nur, dass ihm das aus All und an- f I \, scheinlich T bestehende Zeichen noch unklar sei, vorniuthct ■*■ ^""^ aber in dem Falle, dass der mittlere Buchstabe ein verkehrtes F seyn sollte, einen unbekannten F. A. Reutern. Auf Letzteren verfiel er wahrscheinlich durch ein grosses Blatt von Lukas Vor- sterman nach P. Brcughcl, welches streitende Bauern vorstellt. Unten stehen lateinische Verse, und am Ende derselben das Monogramm FAH mit dem Beisatze : cuter. Dieser Reuter hat nur die Verse gemacht, "nd ist daher kein Künstler. Damit ist aber das gegebene Monogramm noch nicht beseitiget, indem es aus ART oder ATJl besteht. Wir ver- mutheu, dass durch Missverständniss /{ statt K gebildet ist. In diesem Falle handelt es sich um das Monogramm des Adrian Thomas Key No. 790. Dieser Maler wurde 1542 freier Meister, und somit ist die Jahrzahl 1504 nicht hinderlich. 1214. Matias Arteaga y Alfaro, Maler und Radircr, war Schüler ^f _ des Juan de Valdes, und zeichnete sicli besonders ,/iuf & C Qs durch architektonische Darstellungen aus. Die Staffage ^^ I wählte er aus der Bibel, besonders aus dem Leben fl t/ *-/fU Jesu und der hl. Jungfrau. In Sevilla findet man viele <~fak. J. Werke von seiner Hand. M. Arteaga war Sekretair der Akademie der genannten Stadt, und starb 1704. Die Abbreviatur des Namens findet man weniger auf Gemälden, als auf radirten Blättern des Künstlers. Im Künstler-Lexicon I. S. 170 haben wir auf zwei Blätter nach Herrera aufmerksam gemacht, welche den hl. Franz, und den Triumph der Religion vorstellen. Auch eines Werkes mit 58 Bildern aus dem Leben des hl. Johann vom Kreuze haben wir erwähnt. Andere Blätter sind in folgendem Werke: Fiestas d « la S. Iglesia Metropolitana y Palriarcal de Sevilla. IJa Giralda) —. En Sevilla im 1 (1673), fol. Dieses sehr seltene Buch gab Don Fernando de la Torre Fart'an heraus, und es enthält folgende Radirungen von Arteaga, welche zuweilen auch einzeln vorkommen, da das Werk zerschnitten wurde. 1) Das Bildniss des Königs Ferdinand III. von Spanien, Medaillon mit der Umschrift: Vera effigies Uioi Ferdinandi III. llegis Castellae et l-egionis. Das Medaillon umgeben fünf Engel, deren zwei ein Band mit Inschrift halten: Magni Ferdinandi; veros in imagine vultus &c. Bartolome murillo pins. M. Arteaga sculps. et exend. A. 1672, fol. 2) Die Glorification des Königs, mit allegorischen Umgebungen und Schriftbändern. Unten die Stadt Sevilla, und in der Mitte mit einem Altare : Fiestas de la Santa Iglesia etc., der Titel des Werkes. F. de Ferrera ynv. Mathias Arteaga sculp. , fol. 3) Die Ansicht des mit Bändern festlich geschmückten Thurmes "nd der Cathedrale (Giralda). Oben sind Engel mit Bändern, 1672, gr. fol. 4) Die Ansicht derselben Kirche von der Ostseite, gr. qu. fol. 5) Dieselbe Cathedrale von der Südseite, gr. qu. fol. 6) Ansicht einer Capcllo in der Kirche, gr. fol. 7) Ansicht des Chores derselben, gr. fol. 8) Die Grundrisse und Durchschnitte der Kirche, gr. fol. In dem genannten Werke sind auch Radirungen von F. de Fer- jera, Juan und Lucas de Baldes (Valdes), und Luisa Morales. Vgl. «• Weigel's Kunstkatalog No. 15,508. 38* 520 ARVS—AS. Nr. 1215-1218. . M 1215. Unbekannter Miniaturmaler. Christ sagt in seinem Mono- gramnienbuche S. 106, dass dieses Zeichen auf „kleiner Miniatur" stehe. Der genannte Schriftsteller sah also ein Werk dieser & Art, er kennt aber den Namen des Malers nicht. Auch dessen * Lebenszeit ist unbekannt, den Zügen des Monogrammes nach zu urtheilen, gehört der Künstler dem 17. Jahrhunderte an. 1216. Adam Rudolph Werner, Medailleur, war Schüler seines Va- K 11 W ters ' un d h attc den Ruf eines geschickten Künstlers. Es finden sich Medaillen und Münzen von seiner Hand, auf welchen die Bildnisse von ihm herrühren. Die Darstellungen der Reverse sind meistens von P. P. Werner, oder von Oexlein. Die Initialen A. li W. findet man neben andern auf einem schönen Medaillon mit dem Bildnisse des Herzogs Carl Eugen von Württemberg von 4773. Auf dem Revers lüftet die porsonificirte Natur den Schleier einer weiblichen Büste, und unten sind verschiedene Thiere. Dasselbe Bildniss kommt auch auf einer schönen Medaille von 4775 vor. Im Revers sitzt eine Frauensperson mit Scepter und Buch: Olim Armis Nunc Legibus. Diese Medaille wiegt in Silber 6% Loth. Eben so schön ist auch die Medaille mit dem Bildnisse des Freiherrn Georg von Hagen 4742. so wie der Conventionsthaler mit dem Bildnisse des Nürnberger Burggrafen Fürsten Joseph Wilhelm von Hohenzollern mit dessen Wappen 47«.'J. — Werner war Hofmcdailleur in Stuttgart, und starb daselbst 1786. 1217. Unbekannter italienischer Kupferstecher, welcher in der /n.ty zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts lebte. Wir schliessen ■F&üZ* . dieses aus dem Bildnisse des Papstes Sixtus V., welcher 1580 den hl. Stuhl bestieg. Der Meister AH. Z. stach mehrere Bildnisse von Päpsten, welche aber im ersten Drucke kein Monogramm tragen. Wenigstens sind einige ohne Zeichen, und zwar in den kräftigsten Exemplaren. Die zweiten Abdrücke wären demnach jene mit dem Monogramme, welches nicht allein durch Punkte, soudern auch so getrennt ist: < AK» Z >. In diesem Zustande ist im Rande eine Zeile Text, welche sich auf die Wahl des jeweiligen Papstes bezieht. Im letzten Drucke ist noch eine zweite Zeile beigefügt. Exemplare dieser Art sind nummerirt, und gehören daher zu einer grossen Folge von Portruitcn, da z. B. das Bildniss des Papstes Sixtus V. mit No. 231 versehen ist. H. 8 Z. 7 — 9 L. Br. 5 Z. 11 L. — 6 Z. 1 L. Die ganze Folge ist von unserm Monogrammisten kaum gestochen. Folgende Bildnisse gehören ihm an: 1) Clelvs pri. pont. max. romanvs. 9) Celesllno V. pont. max. [In der 2) Kvaiitvs pri. pont. max. ebveo —. Folge No. 194.] 3) Iflarrelvs I. pont. max. romanvs. 10) Benedlctvs XI. pont. max. [I" 4) Llberivs I. pont, max. roman' 1 . der Folge No. 196.] 5) Marcvs I. pont. max. roman". 11) CIciikmis VI. pont. max. gallvs. 6) Piintiativs I. pont. max. ro- [In der Folge No. 200.] manvs. 12) Vrbano V. pont. max. [In der 7) Sllvestrvs I. pont. max. sc. Folge No. 202.] 8) Bonlfäclvs VIII. pont. max. [In 13) Slxtvs V. pont. max. [In der der Folge No. 195.] Folge No. 231.] 1218. Erhard Schlitzoc, Maler und Formschneider von Strassburg, f~ i ist der Träger dieses von Brulliot I. No. 723 W" 0 £_£-/ ° f $"2*0 gebenen Zeichens, welches er unter AS rnbricirt, V_^^~ weil nämlich diejenigen, denen die alte gothisirende /7v •A*< r 4^+ Form des E nicht bekannt ist, die Buchstabon AS V3A/ ° ' J 0 vermuthon könnten. Man deutet das Monogramm Sf AS. Nr. 1219 — 1220. 521 gewöhnlich auf Erhard Schein, weil es nicht allein auf Zeichnungen, sondern auch auf Holzschnitten in Büchern aus der Grüninger'schen Offizin zu Strassburg vorkommt, wie in der Ausgabe der Kmeis (Ameise) von Gailer von Kaisersberg 1517. Diese Blätter sind aber in einer ganz anderen Weise gezeichnet und geschnitten, als jene von Erhard Schön, was auch Brulliot bemerkt. Er copirte aber das Monogramm nach Zeichnungen, und dieses weicht, wenn richtig gegeben, von jenem auf den Holzschnitten ab. Auf letzteren hat es entschieden die Form des alten E, so dass man nicht versucht wird, unter AS die Nachforschung zu beginnen. Wir kommen daher unter ES. auf diesen Meister zurück, wo der beigefügte Stock wiederholt wird. 1219. Anton Schaffner, oder Anton Stocker. Unter diesem, auch f~~ 1 von lirulliot I. 728 gegebenen Zeichen führen wir einen Maler ein, für welchen wir nur muthmasslich einen Namen haben. Es finden sich biblische Darstellungen mit diesem Zeichen, besonders solche aus der Passion, welche einen Nachahmer, wenn nicht Schüler des Michael Wolgemuth verrathon. Doch gehört er nicht zu den bessten, weder als Zeichner, noch als Co- lorist. Seine Färbung ist trocken, und im Allgemeinen herrscht ziemliche Steifheit. Die meisten Bilder, welche sich von ihm erhalten haben, wurden In Oberbayeru und im angrenzenden Schwaben gefunden. In den Ladzetteln der alten St. Lukas-Zunft in München fanden wir unter dem Jahre 1495 eines Malers Anton Schaffner erwähnt, wir wissen aber nicht, ob er aus der Malerfamilie der Schaffner in Ulm stammt. Ein späterer Ladzettel von 1508 nennt ihn jedoch A. Schaffer, nicht Schaffner. Letzterer Name kommt aber dreimal vor. Wir halten diesen Schaffner für den Träger des obigen Zeichens. Er könnte nur an Anton Stocker in Ulm einen Concurrenten haben. Diser Maler ist urkundlich 1493 erwähnt. 1220. Adolph Schrödter, Maler und Radirer, wurde 1805 zu Schwedt ■* > » K an der Oder geboren, und in Berlin zum Künstler herangebildet. /~S\ Seine ersten Leistungen bestehen in Kupferstichen und Ra- q dirungeu, Schrödter war aber zum Maler geboren, und ver- J tauschte daher nach einiger Zeit den Stichel mit dem Pinsel. ' Jetzt wählte er Düsseldorf zu seinem Aufenthalte, wo durch ihn das humoristische Genre einen cigenthümlichen Glanzpunkt gewann, indem Schrödter einen solchen Rcichthum von Phantasie und Laune entwickelte, wie man ihn bei den ernsten und streHg romantischen Bestrebungen der rheinischen Schule nie gefunden hatte. Dieser Richtung gegenüber pflegte der Künstler die Parodie und das Lustspiel, und sein Scherz und komischer Ernst gewann selbst den Pedanten Beifall ab. Man nennt daher den A. Schrödter mit Recht den Meister des ächten Humors und der Komik der Kunst. Den Beweis liefert eine grosse Anzahl von trefflichen Bildern aus dem Leben und Treiben des Volkes. Nicht selten erregt der Rheinwein Scherz und Laune, welche zuweilen in liebenswürdigen Leichtsinn übergehen. Auch der Ingonioso hidalgo Don Quixoto feiert durch Schrödter seine Apotheose, Kanrlio Pansa zieht triumphirend vorüber, Falstaff' ist in Funktion eemten, Freiherr von Münehliausen erzählt seine Abenteuer, und selbst der alte Erzschalk Eulenspiegcl muss das rheinische Gebiet betreten. Don Quixoto und Falstaff sicherten aber für die ihnen zu Theil gewordene komische Ehre auch dem Künstler ein rühmliches Andenken, und auf der von Schrödter radirten grossen Vcrlobungsanzeige bringen sie sogar in gewaltigen Kränzen Alles herbei, was das Haus bedarf. Sie haben 522 AS. Nr. 1220. aber wahrscheinlich auch die kleinen Bursche gedungen, welche auf dem reichen und witzvollen Matte Bügeleisen und Pantoffel herbeischleppen. Die vielen Gemälde aufzun&hfen, welche dem Künstler Ruhm erwarben, verbietet hier der Raum. Eine Anzahl derselben haben wir im Künstler-Lexicon XVI. S. 24 namhaft gemacht, und dabei auf die meisterhaften Zeichnungen hingewiesen, welche Schrödter selbst, oder andere Künstler nach ihm radirt und lithographirt haben. Auch mehrere seiner Gemälde sind durch Nachbildungen bekannt. Auf früheren Gemälden und Zeichnungen findet man das Monogramm des Meisters, später setzte er meistens den Namen auf seine Malwerke. Nach seinem Traume von der Flasche fand er die Buchstabon AS gewöhnlich überflüssig, und der Pfropfzichor galt allein für Sehrödter's Wahrzeichen. Der bedeutungsvolle Pfropfzieher gab Veranlassung zu jener höchst launigen und phantasiereichen Composition, welche der Künstler 1831 meisterhaft radirt hatte. Wir werden daher diesem Instrumente unter den figürlichen Zeichen eine Stelle einräumen. Hier bemerken wir nur noch , dass Schrödter im Jahre 1848 von Düsseldorf nach Frankfurt a. M. übergesiedelt. Seine Feier erstreckt sich daher nicht allein auf die Weine des Rhein, sondern auch auf jene des Main. In Frankfurt machte er sich zuerst durch die Herausgabe seines allbekannten Piepmaier bemerkbar, über welchen wir auch No. 163 gehandelt haben, da auch A. von Boddien betheiliget ist. Seitdem bat aber Schrödter viele andere Zeichnungen und Bilder geliefert, die alle mit dem ihm eigenthümlichen Humore behandelt sind. So Münchhausen, wie er eine Punschgescllschaft durch die Erzählung seiner Jagdabenteucr in lebendiger Spannung erhält, herab bis auf die Hunde. Ausgezeichnet ist ferner ein Fries in neun Aquarellzeichnungen, welche in langem Zuge den Hofstab des deutschen Wein nach dem Gedichte von A. v. Marees uns vorführen. Der Fürst des Weines, im königlichen Ornate, sitzt auf einer geschmückten Weinkelter, und wird von fröhlichen Männern, Mädchen und Kindern gezogen. Zu den Seiten tragen schöne Pagen prachtvolle Kannen und Pokale, und zunächst folgen die Beamten der Krone: Kellermeister und Fassbinder, umgeben von Knaben, welche Reife schwingen, während der Schalksnarr auf dem rollenden Fasse springt. Weiter tritt majestätisch der alte Rhein einher, begleitet vom Herrn Stein und dem lieblichen Main. Die Liebfrauenmilch, der Rüdesheimer, der Steinberger, der Fürst Johannisberg, der Domdechant, der Marktbrunner, die Mosel &c. folgen drei zu drei nach, und dann kommen Schmaus, Saus und Braus, der Cavalicr Ge- nuss mit Dame Kuss, und den alten Schluss suchen muthwillige Knaben vergeblich abzuhalten. Dieser Zug ist voll Leben, Laune und Humor, blieb aber bisher nur in der Zeichnung, welche 1851 König Friedrich Wilhelm IV. von Preussen erwarb. Seit Vollendung dieses Werkes hat Schrödter mehrere humoristische Bilder und Bildchen in Oel gemalt, unter denen sich besonders der Rattenfänger nach Göthe auszeichnet. Jm Jahre 1853 malte er den Festzug des Königs Rheinwein, ebenfalls in Friesform. Der blondgelockte Rebenfürst thront im Purpurmantel auf der Kelter. Die Insignicnträger begleiten den Wagen, welchen ein Zug von Männern, Weibern und Kindern in bacchantischer Lust fortbewegt. Hintendrein schreiten in unübertrefflichem Selbstbewust- seyn die Küper, und am Wege stehen die Zuschauer. Die oben erwähnte Aquarellzeichnung liegt nicht zu Grunde, da das Oolgemälde speciell den Triumph des Rheinweines zum Gegenstande hat. In einem kleineren Bilde ist Falstaff wider vorgeführt, aber während er auf einem früheren Gemälde Truppen inspicirt, wird er hier von den Weibern in Windsor ins Wasser geworfen. AS. Nr. 1221 — 1222. 523 Im Jahre 1853 trat Schroetter auch mit einem Sehriftchen auf: „Das Zeichnen als ein ästhetisches Bildungsmittel, vorzugsweise für die Erziehung des weiblichen Geschlechts.' 1 Er spricht darin auf geistvolle Weise Beine Ansichten über das Zeichnen und (Jomponircn der Ornamente und Arabesken aus, und macht besonders darauf aufmerksam, dass hiefür die Natur selbst Anleitung zu einem rationellen System geben könne. Zur Ergänzung des Verzeichnisses der Blätter von Schrödter im Künstler- Lexicon fügen wir folgende Original-Lithographien und Radirungen bei: 1) Die Arabeske mit dem Fahnenträger, Original-Lithographie in Ton- und Earbendruck, fol. — Dieses Blatt kommt selten vor. 2) Arabeskenfries mit l!auomvcrgnügungon, in 5 Blättern, von Schrödter selbst auf Stein gezeichnet', mit Tondruck, gr. qu. fol. — Dieses geistreiche Werk vertheilte der Kunstverein für die Rheinlande und Westphalen 1848 an die Mitglieder. 3) Die Grundrechte des deutschen Volkes. Reiches Bild mit Schrift in Ton- und Farbendruck, roy. fol. 4) Des Deutschen Vaterland von Moriz Arndt, reiche Illustration, von Bchrödter selbst radirt, gr. fol. 5) Don Qnixotc und Sancho Pansa auf Abenteuer ziehend. Gemalt und gestochen von A. Schrödter, für den Rheinisch - Weitphälischen Kunstverein in Düsseldorf 1844, gr. fol. 6) Die Illustrationen in den Düsseldorfer Monatsheften. Düsseldorf 1847 ff., roy. 4. 7) Auerbach's Keller, nach Götho's Faust. Für den Cölnischcn Kunstverein 18 r,1 /r,4 von G. Lüderitz in Mezzotinto gestochen, gr. qu. roy. fol. 8) Reiche allegorische Darstellungen auf Rheinwein, Mainwein, Champagner und Punsch. Vier Chromolithographien von Bardtcnschlägc.r nach den Zeichnungen bei Hrn. ¥. Eallou in Berlin, fol. 1221. August Schmidt, Bildhauer, geb. zu Augsburg 1811, machte M seine Studien an der Akademie zu München unter Leitung des Professors L. Schwanthaler, und übte später seine Kunst in Augsburg. Man findet kleine Basrelief von ihm, meistens mit Heiligen, und mit dem Monogramme bezeichnet, zwischen der Jahrzahl I03'p, 11)30 &c. 1222. Unbekannter Kupferstecher. Wir haben es mit einem Co- TcC 75T P' stl ' u "ürer'seher Blätter zu thun, welchen Brulliot 1. No. 702 -^L, /'x mit dem MonogrummisLen AS von /.740 in Verbindung bringen möchte. Die Uten beschriebenen Blätter haben aber nicht das Ansehen einer Arbeit aus der ersten Hälfte des 16. .Jahrhunderts, sondern fallen sicher in eine spätere Zeit desselben. Dosswegen könnte man auf Adam Ghisi vorfallen, welcher sich eines ähnlichen Zeichens bediente, allein für diesen Künstler ist kein Grund vorhanden, da die Stichweise dagegen spricht. Wir haben wahrscheinlich Nachbildungen eines niederländischen Meisters. 1) Die hl. Jungfrau mit der Stirnbindc, welche ihre Haare zusammenhält, von Bartsch No. 33 „La Vierge aux cheveux courts lies avec "ne bandeletle u genannt. Das Original ist von der Gegenseite gegeben, und daher ist die auf dem Halbmonde stehende Madonna etwas nach links gewendet. Das Kind in den Armen der Mutter hält mit beiden Händchen einen Apfel. Statt Dürer's Monogramm mit der Jahrzahl tSt4 ist das erste der obigen Zeichen aufgesetzt. II. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L. — Diese seltene Copie blieb Heller und Bartsch unbekannt. 2) Der Bauer und die Bäuerin auf dem Wege nach dem Markte. Frsterer steht links mit der Mütze in der Hand vor einem Korbe mit 524 AS. Nr. 1223-1224. Eiern, und gegenüber ist das Weib mit zwei Hühnern. Die Darstellung ist gegenseitig, nach Dürer's Stich von 1519, B. No. 89. Mit dem zweiten der oben gegebenen Monogrammen. H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 7 L. 1223. Unbekannter Meister. Der Träger dieses Zeichens gehört .J..ICT.. zu den vielen älteren deutschen Künstlern, deren Namen •V 'JBlrr* 3 - in Vergessenheit kamen. In dem uns zu Gebot stehenden Notizbuche eines älteren Kunstfreundes ist indessen der Name Augustin Schmuckher eingetragen, man kann aber darunter nicht den Augsburger Maler A. Schmucker verstehen, da dieser 1539 starb, wie aus dem alten, von Thoman Burgkmair angelegten Handwerksbuche, der genannten Stadt hervorgeht. Mit dem unten folgenden Monogrammisten AS von 15(>H kann er auch nicht Kino Person seyn, wie Heller meint, da die Blätter dagegen sprechen. Unser Meister gehört wahrscheinlich zur Klasse der Goldschmiede, da seine beiden Ilauptblätter als Musterstücke für solche zu betrachten sind. Bartsch IX. p. 50 beschreibt folgende Blätter von ihm : 1) Die Fortuna, mit einem Fusse auf der Kugel stehend, während sie den andern im Fluge erhebt. Auch ihre beiden Arme sind erhoben. Im landschaftlichen Grunde breitet sich ein von Bergen eingeschlossenes Thal aus. In der Mitte oben über dem Kopfe der Figur ist das Zeichen mit der Jahrzahl 154«. und im oberen Rande steht in Versalien: Errat. Per. Trißdvm. Forlvna. Volvbüis. Orbem. Omnipotenti. Tarnen. Be- gitvr. lila. Manv. Rund, Durchmesser 2 Z. 2 L. 2) Die Justitia in einem ornamentirten Streifen mit schwarzem Grunde. Die Gerechtigkeit erscheint als weibliche Figur in antiker Kleidung, und schreitet unten mit Dolch und Waage nach rechts. Das Monogramm, hier mit der Jahrzahl 1530, steht unten rechts auf einem Täfelchen. II. 4 Z. Br. 1 Z. 10 L. 3) Ein ähnliches Blatt, mit Amor auf einer Art Candelaber. Er schiesst nach links hin seinen Pfeil ab. In halber Höhe des Blattes sitzt ein nacktes Kind am Rande des Bassin, und blickt nach zwei anderen Kindern, welche rechts und links unten stehen. Auf dem Täfelchen links unten steht das etwas grössere Zeichen mit der Jahrzahl 1539. H. 5 Z. 11 L. Br. 1 Z. 11 L. 1224. Adamo Ghlsl, Kupferstecher von Mantua, ist nach seinen T3T 5g5, Lebensverhältnissen wenig bekannt. Er war vermuthlich ■nr ' ity\ der Sohn des Gio. Battista Ghisi, denn Vasari sagt im Leben /«\ , Jvl des Hugo da Carpi, dass dieser Künstler zwei Söhne gehabt habe. Er nennt übrigens nur die Diana Mantuana als Tochter, Adamo passt aber der Zeit nach vollkommen als Bruder derselben, so dass er an die Stelle des Giorgio Ghisi tritt, welcher gewöhnlich als älterer Bruder des Adam bezeichnet wird. Malpö und Malaspina lassen ihn 1530 geboren werden, ohne einen hinlänglichen Beweis für sich zu haben. Das älteste Datum auf seinen Blättern ist 1560. doch muss er schon viel früher gearbeitet haben, da man eine Copie der das Kind säugenden Madonna nach G. B. Man- tuano kennt, welche folgende Inschrift trägt: Adam Sculplor an. XI. Leider ist das von Bartsch No. 2 beschriebene Original ohne Datum, so dass auch daraus das Geburtsjahr nicht ermittelt werden kann. Von 1577 — 1585 scheint A. Ghisi den Kunsthandcl betrieben zu haben. Auf einem Blatte mit Christus am Kreuze von 1577 steht nämlich: Adam Mantuanus Sculplor exeudit. Das Blatt mit der hl. Jungfrau und einigen Heiligen, welches Bartsch No. 8 dem A. Ghisi zuschreibt, ist ebenfalls nur dessen Verlagsartikel, da es die Initialen M. G. F. trägt, welche man auf Matthäus Grcuter deutet. Die Adresse: „Adam sculptor AS. Nr. 1225. 525 mantuanus cxcudit" erweiset es als Verlagswcrk des A. Ghisi, wenn nicht, die Buchstaben M. (1. F. „Mantuanus Ghisi Fecit" bedeuten. Von M. Greuter rührt indessen der Stich nach F. Baroccio nicht her. Dar Stecher dürfte ein Italiener seyu, welcher die erwähnte Darstellung nach Cornel Cort copirt hat Die erwähnte Adresse trägt auch ein dem Verfasser des Peintre graveur unbekanntes Blatt mit St. Eulalia. Auf einem Kupferstiche mit Apollo und Marsyas nach Martinclli steht: Adam Sculptor Mantuanus exe. Romae anno Dci 15(11. Bio Jahrzahl ■'■3« ,3 steht auf dem Titel der schönen Figurenstudien aus der Sixtina, R No. 1 — 72, worauf wir am Schlüsse zurückkommen. A. Ghisi arbeitete in der Manier des Giorgio Mantuano, kommt ihm aber hinsichtlich der Zeichnung und der Sicherheit des Stiches nicht, gleich. Auf seinen früheren Blättern steht der Name „Adam," oder „Adam Sculptor.'' Später bediente er sich der gegebenen Zeichen, welche ebenfalls „Adam Sculptor" zu lesen sind. Gori deutet das Monogramm ohne Grund auf Antonius Sequanus, worunter man den Antonio Lafreri verstehen müsste. Bartsch P. gr. XV. p. 417 beschreibt 129 Blätter von A. Ghisi, wovon die meisten nach Giulio Romano gestochen sind. Malpe legt ihm auch eine Geburt Christi nach diesem Meister bei, worauf aber Bartsch nicht eingeht. Zani erklärt noch ein Blatt mit der Judith, und ein anderes mit der kreuzschleppung für Ghisi's Arbeit. Beide sind nach G. Romano gestochen, das erstere erklärt aber Bartsch für unterschoben. Unter No. 103 p. 148 macht dieser Schriftsteller auf ein interessantes Blatt aufmerksam, welches mit dem dritten Zeichen versehen 'st, aber wohl von A. Ghisi nicht herrühret. El stellt einen Jüngling dar, welcher ein Joch mit Riemen auf der Achsel trägt, und mit beiden Füssen an eine Kugel gefesselt ist. Unten steht: Servm Eo l.aclior Qvo Patientior. Nach rechts im Bilde ist auf späteren Abdrücken die Adresse : Gio. Jacomo Rossi le stampa in Roma alla Pace. II. 7 Z. 5 L. Br. 5 Z. 2 L. Nach der gewöhnlichen Angabe soll A. Ghisi diese Darstellung nach A. Mantcgna gestochen haben, allein die Composition gehört viel eher dem Altobello an. Dieser Meister hat sie selbst in Kupfer gestochen, und mit seinem Namen bezeichnet. Ghisi müsste daher Altobello's Blatt copirt haben. Wir sahen einen alten, sehr kräftigen Abdruck ohne Rossi's Adresse, welcher für A. Ghisi nicht sehr zu sprechen scheint. Den von Bartsch beschriebenen Blättern fügen wir das Titelblatt der Rime dcgli Academici Eterei — bei. Zu den Seiten eines Ovales mit Apollo auf dem Sonnenwagon erscheinen Merkur und Pallas. Um das Oval steht: Virtor se tollit ad auras. Rechts unten in der Ecke ist das Zeichen, aber sehr klein gebildet. H. 7 Z. 5 L. Br. 5 Z. 6 L. Bartsch beschreibt von No. 1 — 72 die Folge der einzelnen Figuren und Gruppen, welche Michel Angelo an den Bogen der Sixtina gemalt hat. Diese schöne Folge besteht nicht aus 72, sondern aus 73 Blättern. Das Exemplar, welches Frenzcl im Catalog Sternberg I. No. 2104 anzeigt, ist von 2 — 73 nummerirt. Der Titel desselben enthält Ghisi's eigene Handschrift von 1505. Dicss ist das jüngste Datum auf Blättern des A. Ghisi Mantuano. 1225. Der unbekannte Meister mit diesem Handzeichen hat die i T=tH Folge der Propheten von Baccio Baldini (B. XIII. No. 1—24) -i- 1 retouchirt, und unten rechts mit arabischen Zahlen versehen. Die ursprüngliche Höhe der Platten ist 5 Z. 3 L. bei einer Breite von 3 Z. 11 L. Im zweiten Drucke sind sie bereits abgenommen, und die Abdrücke mit dem gegebenen Zeichen sind jene der dritten Gattung. 526 AS. Nr. 1226 — 1229. Es gibt indessen nocli eine andere Folge der Propheten in 24 Blattern, welche Bartsch XIII. p. 168 als Copicn nach dem ersten Stande des B. Baldini angibt, und sie dem Sandra Botlicelli zuschreibt. H. 6 Z. 6 L. Br. 3 Z. 11 L. Auch diese Platten wurden später aufgestochen, sie tragen aber das gegebene Zeichen nicht. 1226. Anton Schöpfer? Dieses Zeichen deutet einen Maler an, /r^~j= welcher in den ersten Decennien des 17. Jahrhunderts in y ?Fl \ Deutschland lebte. Man findet es auf einem ziemlich gut ■^l- *" > radirtcn Blatte mit der Marter des hl. Sebastian. Der Heilige steht in der Mitte an einem grossen Baume mit nach dem Himmel gerichteten Blicke, und oben zeigen sich zwei Engel und vier Cherubim in Wolken. Unten links bindet ein Soldat dem Heiligen die Füsse an den Baum, und hinter ihm stehen andere Krieger, wovon einer die Standarte tragt. Unten neben dem grossen Schilde mit dem Modusenhaupte steht das Zeichen. Das Blatt ist oben abgerundet. H. 8 Z. 9 L. Br. 4 Z. 9 L. Ein Gemälde mit dieser, oder einer ähnlichen Darstellung war in der St. Sebastians-Kircho auf dem Anger zu München. Es wurde dem älteren Anton Schöpfer, einem Schüler des Christoph Schwarz, zugeschrieben. Vielleicht bezieht sich das Monogramm auf diesen Künstler. Es scheint nicht aus den Buchstaben A 8 T zusammengesetzt zu seyn, wie Brulliot I. No. 726 glaubt. Das Monogramm ist genau nach dem Originale. 1227. August oder Anton Schleich. Dieses Zeichen steht auf einem >ir< o - 0 geistreich mit der Feder auf Stein gezeichneten Blatte, /q\ '""° '*'• welches den aufwärts gerichteten Kopf eines Hühner- *>J *■ hundes vorstellt. DerVerfortigcr ist wahrscheinlich August Schleich von München, welcher im Fache der Thierzeichnung Vorzügliches leistet. II. 3'A Z. Br. 4 Z. In München lobte auch ein Maler Namens Anton Schleich, welcher sich durch Landschaften und Thierbilder bekannt machte. Erstarb 1851. — Ueber August Schleich handeln wir unter No. 1233 ausführlich. 1228. Ambros Schaffher? Dieses Monogramm fanden wir auf einer mit der Feder und in Bister ausgeführten Zeichnung, welche einen vor der Madonna betenden Kitter vorstellt. Sic offenbaret einen geübten Künstler, dessen Weise an II. Burgkniair's Richtung erinnert. Unter dem links unten stehenden Zeichen steht von alter Hand der Name Schaffner aufgesehrieben. Ein Maler AmbrOS Schaffner lebte in Ulm. Weyermann fand in einem Documentc von 1559 A. Schaffner'« seel. Kinderpfleger genannt. Im Lexicon haben wir auch auf einen alten Maler Schaffner aufmerksam gemacht, welcher von 1520 an zu München thätig war. Er kommt in einem Zunftzettel vor, aber ohne Taufnamen. Martin Schaffner kann es nicht seyn, da dieser von 1508 — 1539 Bürger in Ulm war. Möglicher Weise könnte er auch mit irgend einem der hier erwähnten Monogrammisten Eine Person seyn, nur nicht mit jenem von 1540. 1229. Alexander Baron von Schönberg, Kunstliebhaber, geb. zu sy / ^ Dresden 1792, genoss in Leipzig den Unterricht des yr—T l Ci < Malers II. V. Schnorr, und ging dann zur weiteren A^A *i^L Ausbildung nach Italien. In Rom schloss er sich an -^ *-' -tjL Carl Reinhard an, da er mit Vorliebe die Landschafts- Malerei pflegte. Später fand er zu München an Peter Hess einen Lehrer, und durch diese günstigen Umstände sah er sich in den Stand gesetzt, sehr lobonswerthe Bilder zu malen. Sie bestehen in Land- M AS. Nr. 1230-1232. 527 schatten und ländlichen Darstellungen, und sind, wie auch einige Zeichnungen in Aquarell, mit obigen Monogrammen versehen. Ein Baron von Schünberg auf Rothenichönberg, wahrscheinlich unser Künstler, radiite auch zwei Blätter nach Jakob Ruysdael. Das eine dieser seltenen Blätter stellt eine Landschaft mit einem Flusse vor, das andere giht eine verkleinerte Copic der Landschaft mit den heiden Bauern, qu. 8. 1230. Anton Schilcher fand bereits unter dem Monogramme No. 48 eine Stelle, da man das zweite der gegebenen Zeichen nicht für AS nehmen dürfte. Man findet diese Mono- Cj*P grammen auf Zeichnungen und Gemälden dieses geschick- '-*- ^- ten Dilettanten, welcher 1827 als Adjutant des General von lleydcck in Griechenland den Tod fand. Er malte militärische Sccnen, und andere Genrebilder. 1231. Andreas Summer. Der Kupferstecher mit diesem Zeichen TX ■_£* lebte in Deutschland, und ist zu den sogenannten Klein- jj^_ y^ meistern zu zählen. Sein Name ist den früheren Schrift- 1 efi o' v}68 stellern nicht bekannt geworden, in den handschriftlichen J0 o Nachrichten des jüngeren P. liehuim von 1018, welche sich jetzt in der Bibliothek des k. Museums zu Berlin befinden, ist er aber Andreas Summer genannt. Behaim sagt, dass dieser Summer nicht allein in Kupfer gestochen, Sondern auch in Holz geschnitten habe. Xylo- graphischc Blätter mit diesem Monogramme sind aber nicht bekannt, sondern nur Stiche, deren Bartsch IX. p. 515 verzeichnet. Dieser Schriftsteller bringt das gegebene Zeichen mit einem anderen in Verbindung, in welchem sich unten rechts ein G anschliesst. Die Blätter mit dem Zeichen ASG sind radirt, und mit dem Stichel vollendet, während die anderen Produkte mit dem Stichel allein behandelt zu seyn scheinen. Wir nehmen indessen ebenfalls nur Eisen Meister an, und das beigefügte G hedeutet demnach wohl nur „Gradirt", d. h. „radirt". Gradirer statt Kadirer nannten sich die älteren Meister. 1) Die Fortuna oder Venus auf dem Delphin, Kniestück. Sie hält mit der einen Hand ein grosses Segel. Den Grund bildet das Meer mit Ufern. Rechts oben ist das erste Zeichen. H. 3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 9 L. — Bartsch erwähnt No. 1 eine ähnliche Darstellung, auf dieser besteht aber das Monogramm aus ASG. wie wir glauben, da die Grösse differirt. 2) [B. No. 3.] Ein deutscher Soldat, stehend mit der Picke in der Linken, während er die rechte Hand an die Hüfte stützt. Das Zeichen ist links oben, aber mit der Jahrzahl 1507. H. 3 Z. 11 L. Br. 2 Z. 7 L. — Da Bartsch das Monogramm AH von AHO nicht scheidet, so sind wir hier nicht so sicher, wie mit den folgenden, von dem genannten Schriftsteller nicht erwähnten sehr seltenen Blättern. 3) Ein deutscher Offizier mit einem Stocke, welchen er oben mit der Linken hält. Links des Blattes steht ein Baum, und im Grunde sieht man Gebäude. Links oben ist das zweite Zeichen, aber mit der ■Tahrzahl lüfil. II. 3 Z. 10 L. Br. 2 Z. 7 L. 4) Ein Offizier in voller Rüstung mit dem Commandostnbe in der Linken, und mit der Rechten eine ausgebreitete Fahne haltend. Oben links ist das zweite Zeichen mit ir,(it). II. 2 Z. 9 L. Br. 2Z. 3 L. 5) [B. No. 4.] Zwei deutsche Soldaten sich gegenühcr stehend. Jener zur Linken hält die Lanze, der zur Rechten die Pistole. Das Zeichen mit i580 ist rechts oben. H. 3 Z. 10 L. Br. 3 Z. 9 L. 1232. Aegidius Sadeler, Maler und Kuplcirfechcr von Antwerpen, Ja .. lebte von 1570 — 1629, und sicherto sein Andenken durch ^-jK*t ciue grossc Anzahl von Blättern. Wir haben im Künstler- ■ Augusi aumeiGU, /•>■>< st\ chen geborei y \ chea zu emin QjJ l\ zeichnet siel ) V* 1 aus, hatte a $*£ 528 AS. Nr. 1233 — 1236. Lexicon deren 231 verzeichnet. Obiges Zeichen legt aber Brulliot I. No. 703 einem unbekannten Meister bei. Man findet es auf einem Blatte, welches eine unter einem Zelte schlafende. Nymphe vorstellt, neben welcher ein Liebesgott steht. Links bemerkt man einen Satyr mit dem Bocke im Begriffe, den Schleier der Nymphe zu lüften. Unten ist der'Name des Malers: Christoph Srhwarlz Imient., und das Monogramm folgt. Es wird irrig auf Adam Ghisi gedeutet. II. 3 Z. 3 L. Br. 4 Z. 10 L. Aegidius Sadeler stach auch andere mythologische Darstellungen nach Ch. Schwarz. 1233. August Schleich, Zeichner und Maler, wurde 1814 zu München geboren, und mit einem Talente begabt, wel- eminenten Leistungen berechtigte. Schleich sich in Auffassung der thierischen Natur aber nicht die nöthige Geduld, in der Oelmalercijene Vollkommenheit zu erlangen, welche seinen Zeichnungen eigen ist. Ausser den von ihm selbst lithographirten Blättern findet man daher von ihm nur Zeichnungen in Aquarell, selten Bilder in Oel. In den letzteren Jahren fertigte er eine grosse Anzahl von Zeichnungen, welche mittelst des Rauches ausgeführt sind, und worin sich eine merkwürdige Sicherheit in Darstellung von Thieren offenbaret. Mehrere dieser Bauchbilder sind auch mit Farben gehöht, und mit Firniss überzogen, und somit nicht von vorübergehender Dauer. Obige Zeichen findet man auf lithographirten Jagdstücken, welche 1844 in zwei Heften erschienen, gr. qu. fol. Die Folge besteht aus 12 Blättern in Tondruck. 1234. Abel Stimmer? Dieses Zeichen legt Brulliot I. No. 571 y einem unbekannten Meister bei, unter welchem wir den ^^ 'S\ Maler und Kupferstecher Abel Stimmer erkennen möchten, G^^-J" V obgleich dieser Meister gewöhnlich mit dem Monogramme ASt signirte. Man findet das gegebene Namenszeichen auf einem Kupferstiche, welcher Venus und Amor vorstellt. Frstere liegt nackt am Fasse einer Baumgruppe, welche rechts bis in den oberen Rand der Platte reicht. Links schläft Amor auf seinem Köcher, und auf den Bergen zeigen sich Häuser und Ruinen. Rechts unten im Bilde steht das Zeichen, und im Rande liest man: Venus vnd ir Kind, sind alle baidc blind 1592. II. 3 Z. 1 L. Br. 4 Z. 1 L. 1235. Unbekannter französischer Kupferstecher, welcher im 17. Jahrhunderte lebte. Wir fanden das Zeichen desselben auf Av.m Titelblatte zu A. Gerebrandus l'salmi Davidis. iMi/duni, Ilorat. Cardon, 8. Links des Blattes ist David, rechts St. Cä- cilia dargestellt. Das Zeichen steht rechts unten. 1236. Anton Schleich, Landschaftsmaler, wurde 1809 zu München A geboren, und an der Akademie daselbst herangebildet. Einige Bilder aus seiner früheren Zeit, welche mit diesem Zeichen, und der Jahrzahl UI30 ff. versehen sind, verdienen Beachtung, da der Künstler nicht ohne Talent war. Später wurde er aber von seinen Namensgenossen überboten. Man darf ihn daher nicht mit dem Landschafts- und Thiermaler August Schleich verwechseln, dessen Zeichen wir No. 1233 gegeben haben. Unser Künstler starb zu München 1851. AS. Nr. 1237—1238. 529 1237. Anton Sallaert, oder Anna Maria Schurman? Mit diesem Zeichen konnten wir nicht in's Klare kommen, da uns der Holzschnitt, auf welchem es vorkommt , nicht zur Einsicht vorlag. Brnlliot, App. I. No. 101, gibt nach einer Mittheilung zweiter Hand das erste Monogramm, in einer •ins zustehenden Notiz des Hrn. Professor Massmann ist es aber wie das zweite geformt. Der Holzschnitt mit diesem Zeichen enthält eine Allegorie auf die Vergänglichkeit weiblicher Schönheit, wenn nicht auf den Sündenfall der Eva. Das Blatt zeigt die halbe Figur eines Weibes mit einem Todtcnschädcl. Die Brust ist offen, und um den Hals ringelt sich die Schlange. In der Rechten hält die Gestalt einen Strauss von Wasserpflanzen mit langen Dornen, während sie die andere Hand auf die Brust legt. Am Halse bemerkt man ein Medaillon, und ein zweites am Mieder. Das Bild erscheint in einem Runde, die Einfassung ist aber viereckig und diagonal schraffirt. Durchmesser der Rundung 7 Z. 4 L., H. der Einfassung 7 Z. 10 L. Br. 7 Z. 7 L. Diese Darstellung ist in einer eigonthümlichcn Weise behandelt, indem alle Lichter ausgeschnitten sind. Der Künstler machte damit sicher den ersten Versuch in einer ihm fremden Technik. Wir ver- muthen darunter den Anton Sallaert, welcher No. 1239 eine ausführliche Stelle findet. Die Zeichnung verräth den Einfluss der Schule des P. P. Rubens, und Sallaert rühmte sich der Freundschaft desselben. Er ist durch viele Holzschnitte nach seinen Zeichnungen bekannt, welche in der Composition alle den Nachahmer des grossen Rubens verrathen. Zu jener Zeit, als Sallaert die Allegorie auf den Sündenfall in Holz geschnitten haben dürfte, dachte er vielleicht an die Illustration der Gebetbücher des Jodocus Andrics, und es liegt sehr nahe, dass er selbst mit dem Formsclmitte sich vertraut zu machen suchte, da die Zeichnungen durch denselben veröffentlichet wurden. Das genannte Blatt soll in vielen Dingen den Charakter einer Radirung haben, und eine ähnliche Manier, nur vollkommener durchgebildet, bemerkt man in anderen Holzschnitten der Gebetbücher und des Catechismus von Andrics, über welche wir au der betreffenden Stelle handeln. Das Blatt mit dem Tode dürfte durch das dem Monogramme beigefügte Messer den schlagenden Beweis liefern, dass Sallaert in Holz geschnitten habe, was bekanntlich verneint wird. Ein uns befreundeter, sehr erfahrner Kunstfreund will indessen das Blatt der durch No. 985 bekannten Künstlerin Anna Maria Schurman zuschreiben, da sie nicht allein malte, sondern auch in Kupfer radirte, in Holz und Elfenbein schnitzte &c. Die religiöse Richtung der Labadisten führte sie zur Verachtung alles menschlichen Wissens und Ruhmes. Aus ihrer mystischen Anschauungsweise könnte allerdings ein Bild dieser Art hervorgegangen seyn. Man will ihr auch ein ähnliches Monogramm, nur einfacher gestaltet, zuschreiben, wobei aber immer wieder der Umstand in Berücksichtigung kommt, dass positive Anhaltspunkte zur Bestimmung ihrer artistischen Leistungen fehlen. 1238. Alexander Simon, Maler von Stuttgart, machte seine Studien in Italien, und fand dann in Weimar einen seinem reichen Talente angemessenen Wirkungskreis. Da wurde der neue Schlossflügel mit Malereien verziert, und derselbe gleichsam in eine Gallerie von Fresco- und Temperabildern umgeschaffen. B. Neher, und der Landschafter Preller schmückten diese Räume mit ihren schönsten Compositionen, und auch A. Simon hat ,Ä 530 AS. Nr. 1239. seine Aufgabe auf die sinnigste Weise gelöst. Sein Werk sind die acht bunten Araboskenstreifen auf schwarzem Grunde zwischen den heiteren und meisterhaften Landschaften Prcller's. Die Cartons sind im Kunstblatt 1839 No. 87 und 1840 No. 27 von A. von Sternberg beschrieben, und daher bemerken wir nur kurz, dass Simon die Geschichte von Wieland's Oberon und Titania, und die Folgen ihres Zwistes für die Liebenden angedeutet habe. Diese Bilder bezeichnete der Künstler mit dem grösseren Monogramme, variirte aber auf den einzelnen Malereien etwas in der Form, obgleich immer die Buchstaben AS massgebend sind. Man findet aber auch andere Gemälde und Zeichnungen, auf welchen der Künstler seinen Namen durch ein Monogramm andeutete. Vielfachen Stoff gab ihm der Sagenkreis der Wartburg, auf welcher Simon längere Zeit tliätig war. Die genannten Arabcskcnbilder aus dem Oberon sind von E. Kichens, Gonzcnbach, Seidel und Teichel in vier Blättern gestochen, so dass sich auch auf diesen Blättern das Monogramm wiederholt. Sie erschienen unter folgendem Titel: Oberon von Wieland. Eine freie Illustration in Ifildern und Arabesken von Alexander Simon —. Nebst deutscher und französischer Erläuterung. Berlin (1846), gr. roy. fol. 1239. Anton Sallaert, Maler, Kadircr und Formschneider, wurde um 1575 zu Brüssel geboren, und gehört zu den fruchtbarsten Künstlern seiner Zeit. Der vertraute Freund des P. 1". Rubens, folgte er der von diesem bezeichneten Richtung, ist aber woniger durch Gemälde, als durch die vielen nach seinen Zoich- jS[ (El CK S» nungen gefertigten Holzschnitt« bekannt. Die im *^~' ' ' Museum zu Brüssel vorhandenen Gemälde erweisen ihn aber auch als tüchtigen Maler. Da sieht man von ihm eine allegorische Darstellung des Leidens Christi, eine in Brüssel gehaltene Prozession, den Aufzug der Gilden auf dem grossen Platze daselbst, und ein Armbrustschicsscn von 1620. Einige Schriftsteller nehmen 1632 als sein Todesjahr an, allein der Künstler war noch kurz vor 1649 tliätig. Die gegebenen Monogrammen kommen gewöhnlich auf Holzschnitten vor, wir fanden aber auch Zeichnungen mit einer ähnlichen Signatur. Auf die erwähnten Gcmä'de macht Immcrzcel (De levens an werken der holl. en vlaam. Schilders III. i>. 52) aufmerksam, gibt aber nicht an, ob sich ein Monogramm, oder die Initialen A.S. darauf befinden. Hinsichtlich der Namenszeichen ging dieser Schriftsteller nicht weiter als Brulliot, so wie er überhaupt mit Sallaert sehr kurz verfuhr. Da es hier vornehmlich um Holzschnitte sich handelt, so bemerken wir zunächst, dass man gewöhnlich dem Sallaert nur die Zeichnungen zu denselben zuschreibt, ihn aber von der Ausführung auf Holz ausschlicsst. Allein ein Theil der Blätter ist sicher von ihm selbst geschnitten, da kein anderer Formsehneidcr so sehr die zeichnende Hand verräth, als dicss in einigen Schnitten der Fall ist. Technisch vollendeter sind allerdings die Blätter des J. Ch. Jeghcr, und des C. Cool, eines bisher nicht genannten Meisters. Oh auf irgend einem Blatte auch das Sehncidmesscr- chen mit einem der gegebenen Monogrammen des A. Sallaert vorkomme, wissen wir zur Zeit nicht, man findet aber einen Holzschnitt mit einem abweichenden Zeichen und dem Messer (No. 1237), welcher wahrscheinlich von Sallaert herrühret, so dass über seine Ausübung der Formschneidekunst kaum ein begründeter Zweifel herrschen kann. Die besonders malerischen Holzschnitte tragen zuweilen das Zeichen Sallacrt's allein, während auf den meisten anderen Blättern auch jenes des Formschneiders ICI. (J. C. Jegher) sich befindet. Die ganz in Zeichnungs- AS. Nr. 1240. 531 nianier gehaltenen vier Blätter mit den Brustbildern der Evangeliston sind ebenfalls ohne Zeichen des Eormschneiders. Der Holzschnitt mit St. Marcus hat das zweite Zeichen. Jenes mit St. Lucas trägt ein kleineres Zeichen, und die beiden anderen Blätter sind mit AS. versehen. Analog im Technischen den Itadirungen des Meisters sind einige Blätter in dem äusserst seltenen Catechismus des Pater Jodocus Andries, unter dem Titel: Necccssaria ad Salulcm scienlia — — per icones quinqua- ginta duas repraesentata. Anlverpiae lypis Cornelii Woons MDXLIV, 12. Die meisten Blätter sind indessen von J. Ch. Jegher, theils auch nach Zeichnungen von A. van Diepcnbeoke und E. Quellinus. Im Jahre 1655 Veranstaltete & Woons auch eine Ausgabe mit deutschem Teyt: Noth- wendige Wissenschaft zur Seeligkeü — —. In zwei und fünzig Figuren fürgchalten etc. Die Auflage scheint nicht gross gewesen zu seyn, da der deutsche Catechismus noch seltener, als der lateinische ist. Vierzig andere kleine Holzschnitte mit den kleineren Zeichen Sallaert's und jenem des J. C. Jegher (IC1), Sccncn aus dem Leben der Maria und des Heilandes enthaltend, sind in dem seltenen Gebotbucho des J. Andries : Perpetua crux: sive passin Jesu Christi a puncto incarnationis ad extremum vilae — —. Anlverpiae lypis C. Woons 1649. 12. Besonders malerisch behandelt ist das Blatt mit dem Heilande, welcher von Pilatus weggeführt wird. Es trägt nur das Zeichen Sallaert's. Dieselben Blätter findet man auch in einem zweiten Gebetbuche von Andries: Altera per- pelua crux Jesu Christi - . Anlverpiae, C. Woons 1640, 12. Diese Gebetbücher wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Altera Crux erschien schon 1650 zu Cöln bei Constantin Münich mit 40 Copicn in Kupferstich. Der Nachdriickcr nahm sogar ein kaiserliches Privilegium. Stiche und Holzschnitte nach Zeichnungen von Sallaert findet man auch In folgendem Werke: Corona sacratissimorum Jesu Christi vulnerum XXXV — illustrala perG.Guil.de Waela Vronesleyn. Anlverpiae 1649, 8. Einige Holzschnitte sind von J. C. Jegher. Das Lamm Christi und der Schmerzensmann haben Sallaert's Zeichen. Dann findet man auch einzelne Blätter mit dem Monogramme. Das bedeutendste ist jenes mit dem gekreuzigten Heilande, wahrscheinlich für ein Missalc bestimmt. Auf diesem schonen Holzschnitte findet man das Monogramm mit dem Namen des bisher unbekannten Eormschneiders Ch. Cool. H. 13 Z. 8 L. Br. 8 Z. 9 L. Die Arbeit gleicht jener des Ch. Jegher, und somit könnte Ch. Cool ein Schüler desselben gewesen seyn. Die holländischen Schriftsteller erwähnen seiner nicht. Immerzeel kennt nur einen Kupferstecher Peter Cool, welcher um 1690 die Kreuztragung nach M. de Vos gestochen hat. In Brulliot's Catalog Aretin I. No. 884 wird dem A. Sallaert irrig Wr Todtentanz zugeschrieben, welcher 1555 bei den Erben des Arnold Hirkmann in Cöln erschien. Wir haben im Künstler-Lexicon darauf aufmerksam gemacht, aber nicht angegeben, dass diese Imagincs mortis v °n jenem Monogrammistcn herrühren, welcher Antonius Sylvius genannt wird, und dessen Zeichen No. 80 vorkommt. An der betreffenden Stelle ist auch die Ausgabe des Todtentanzes näher bezeichnet. — Vergleiche auch den folgenden Artikel. 1240. Anton Sallaert, oder Anna Maria Schurman? Diese beiden Ay Zeichen gibt Brulliot I. No. 709 und App. I. No. 100. Z-Vv yjp. Das erste fand er auf einem Gemälde, welches die hl. /fP Z*w Jungfrau in einem Blumenkränze vorstellt, diese in der ~- i / J- Hl Weise der llubens'schen Schule, den Kranz in Breughel's Manier gemalt. Brulliot glaubt, dass das Bild der berühmten Anna Maria Schurman angehören dürfte, da sie Heilige, Bildnisse, Blumen, 532 AS. Nr. 1241. Früchte &c. gemalt haben soll. Das zweite Zeichen steht auf einem Gemälde der Hausmann'schen Sammlung zu Hannover, welches ebenfalls die Madonna mit dem Kinde in einem Blumenkranze zeigt. Der Catalog der Gallone bemerkt, dass die hl. Jungfrau von einem Schüler des A. van Dyck gemalt sei, die Blumenkrone wird aber dem P. Breughel zugeschrieben, da auch dessen Zeichen angebracht ist. Aus der ziemlichen Aehnlichkcit des Monogramms mit dem ersten Zeichen möchte Brulliot ebenfalls auf die A. M. Schurman sehliesscn, die Malweise des Bildes aber, und die Analogie des Zeichens mit jenem des Anton Sal- laert stimmen den genannten Schriftsteller jedoch mehr für den letzteren Künstler. Nach diesen Angaben schwankt also die Meinung zwischen Schurman und Sallaert. Dass A. M. Schurman schöne Bilder gemalt habe, bestätigen ihre Zeitgenossen, allein nur wenige Leistungen derselben sind mit Sicherheit zu bestimmen, was namentlich mit den Bildern der Madonna in Blumenkränzen der Fall ist. Keines kann man der Schurman mit Sicherheit beilegen. Unter dem Monogramme AMS. No. 985 haben wir auf ein Bildniss aufmerksam gemacht, welches von ihr herrühren dürfte. Es zeigt aber eine gewisse Härte in den Umrissen, und eine weniger geübte Hand, als man sie bei Anton Sallaert, dem Schüler des Rubens vermuthen muss. Auch kann P. Breughel nie einen Kranz um Schurman's Madonna gemalt haben, und die Künstlerin wäre einer solchen Hülfe auch nicht bedürftig gewesen, da man sie selbst als Blumenmaloriu rühmt. Für Anton Sallaert sprechen die Gemälde mit den gegebenen Zeichen entschiedener, da er der Zeitgenosse und Freund des grossen Rubens war. Mit ihm könnte aber nur der jüngere l'ctcr Breughel in Berührung gekommen soyn, der sogenannte Ilöllon-Breughcl, welcher wohl keine Blumen malte. Der sogenannte Blumen - Breughel heisst Ambrosius, war viel jünger als Sallaert, und bediente sich keines Zeichens /'. B. Wenn daher auf dem Hausmann'schen Gemälde, ein solches wirklich vorkommt und acht ist, so könnte es jenem unbekannten Blumenmalcr aus Hanau angehören, welcher seinen Namen unter dem Monogramme l'ti, oder l'NB andeutete. Das Zeichen begleiten die Jahrzahlen von -1615 — 1031. In dieser Periode war Sallaert ebenfalls thätig, Niemand aber sagt uns, dass der Monogrammist /'Vi. ein Stadtgenosse des A. Sallaert war. Ks bleibt also auch zweifelhaft, ob die Madonnenbilder dem letzteren angehören. Im Museum zu Brüssel sind Sallaert's Gemälde bis auf eines nicht religiösen Inhalts, und man kann ihn nur da als Maler kennen lernen. Wir haben diese Bilder im vorhergehenden Artikel namhaft gemacht, und enthalten uns daher der weiteren Anzeige. Wenn nun die Bilder der Madonna in Blumenkränzen weder von Anna Maria Schurman, noch von Anton Sallaert herrühren, so sind sie doch sicher Erzeugnisse eines holländischen Meisters aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der Annahme, dass sie von Sallaert gemalt seien, wollen wir indessen nicht entgegen treten, nur kann das Zeichen Vli. auf dem einen derselben nicht jenes des Peter Breughel seyn. 1241. Anton Schäfer, Bildhauer und Lehrer an der k. Gewerb* schule in Bamberg, machte seine Studien an derjAkademie in München, und fand 1834 seine Anstellung. Er fertigte Figuren für den neuen Altar des Domes in Bamberg, und bezeichnete dieselben mit der Jahrzahl i«34 und dem gegebenen Monogramm 0 ? welches wohl auch an anderen Sculpturen vorkommen wird. AS. Nr. 1242 -1243. 533 1242. August Schott, Maler und Lithograph, geb. zu Giosscn 1811, AA war anfangs Schüler des Universitäts-Zeichenlehrers Du- . /-^§^- eoröo daselbst, und fand dann Beschäftigung in Vogel's v ü / lithographischer Anstalt zu Frankfurt am Main. Der Besuch des Städel'schen Institutes förderte ihn weiter in der Kunst, und schon hatte er auch im Malen einige Hebung erlangt, als er 1831 zur Vollendung seiner Studien nach München sich begab. Doch konnte er hier nicht ausschliesslich der Malerei sich hingeben, sondern musste nebenbei durch Lithographircn seinen Unterhalt sichern. Die schonen Nachbildungen von Ovorhock's und Steinle's Zeichnungen, welche er zu München durch die Lithographie bewirkte, verdienen aber eine grosse Beachtung. Ucberdiess finden sich kleine historische und biblische Gemälde von ihm, welche sehr zart bebandelt, und mit obigen Monogrammen bezeichnet sind. Auch auf Bleistiftzeichnungen deutete er auf solche Weise seinen Namen an. Schott folgte der Richtung der religiösen Schule Deutschlands, und erregte grosse Hoffnung, als ihn 1843 der Tod hinraffte. Mit Knanth gab dieser Künstler auch 20 radirte Blatter heraus, unter dem Titel: Collection de Coslumes nationaux d'AUcmagne. Franc- fort Itt;i2, 4. Einige, Blätter sollen ebenfalls das Monogramm des Künstlers tragen. 1243. Samuel Amsler, Kupferstecher, wurde 1791 zu Schinznach AA im Canton Aargau geboren, wo sein Vater. Bezirksarzt _/c\_ war i um ' nichts weniger als einen Künstler in ihm er- A' ziehen wollte. Den ersten geregalten Unterricht ertheilte A. ihm Oberkogler in Zürich, doch hatte Amsler schon früher i ■ / -"*- handwerksmässige Versuche im Graviren gemacht, bis ihn endlich Heinrich Lips so weit förderte, dass er wirkliebe Kunstarbciten ausführen konnte. In diese frühe Zeit fällt Amsler's Nachbildung des "1. Jobannes nach F, Müller's berühmtem Stich. Im Jahre 1814 bezog °r die Akademie in München, um auch im Zeichnen Correktheit zu erlangen, und im Frühjahr 1816 ging der Künstler mit dem Maler Ramboux nach Rom. Die ersten daselbst unternommenen Arbeiten Waren Stiche nach Werken Thorwaldsen's, unter welchen sich eine Bperanza, und die Statue eines Schäfers durch Trefflichkeit der Zeich- ""ng, und Schönheit des Stiches auszeichnen. Man findet sie neben Blättern von C. Barth, F. Ruscheweyh u. A. in der Collezione di Numero 2,3 Statue c Basso-rilievi del Sig. Cav. A. Thorwaldsen —. Roma 11120, gr. fol. Die Arbeiten Amsler's befriedigten den Bildhauer in so hohem Grade, dass er ihm schon damals den Stich der ersten Blätter des Alexanderzuges übertrug. Ausserdom stach er zu dieser Zeit mit seinem Freunde C. Barth das grosse Titelblatt zu den Nibelungen von * • Cornelius, oder vielmehr Amsler machte, in Rom die rechte Seite *nd alle Architektur fertig, und Barth stach dann in Deutschland die bnke Seite. In Frenzcl's Catalog der Kunstsammlung des Baron von Rumohr No. 2724 ist ein Probedruck von der durch Amsler vollendeten Wehten Seite des Blattes. Doch findet man auch Probedrücke von der ganzen Platte, welche aber zu den grossen Seltenheiten gehören. Dann stach Amsler auch das kleine Bildnis« des 1818 in Rom verstorbenen Landschaftsmalers Carl Fohr, welches man ebenfalls tbeils dem C. Barth zuschreibt. Dieser Künstler hat aber nur die Zeichnung geliefert, und Amsler hat sie allein gestochen. Nach vierjährigem Aufentbalte kehrte der Künstler in die Ileimath zurück, wo er den bereits in Perugia begonnenen Stich von Rafael's ■Krönung der hl. Maria, ehedem in Monte Luce, eifrig fortsetzte, und seine Monogrammiston. 39 534 AS. Nr. 1243. erste Platte zu Thorwaldsen's Alexanderzug beendigte. In diese Zeit fällt auch das vortreffliche und seltene Bildniss des Papstes Pius VII., nach der Zeichnung von Carl llcrrmann, Iirustbild in fol. Nach Jahresfrist, mit Endo 1821, begab sich Amslcr wieder nach Rom, wo er zuerst das Bildniss des französischen General-Consuls Drovetti nach der Zeichnung von Gau, und dann drei Blätter vom Alexanderzugo vollendete. Hierauf stach er das Bildniss Overbeck's, hatte es aber kaum fertig, als ihn Rom's Fioberlnft zwang, den Sommer 1822 in Perugia zuzubringen. Dort stach er Christus mit dem Zinsgroschon nach II. Näcke's Zeichnung. In demselben Jahre zeichnete Amslcr selbst die Grablegung Christi nach Rafael's Bild in der Gallcrio Borghese zu Rom, der Stich erschien aber erst 1832, fol. Die gewöhnlichen Abdrücke haben die Adresse des bibliographischen Instituts in Hildburghauscn. Frühere Abdrücke sind theils ohne Adresse, thcils mit jener Amsler's versehen. Ein besonderes Konnzeichen der Probedrucke bietet die kleine Altarstaffel mit den drei theologischen Tugenden in der Figur mit der Hostie auf dem Kelche. In dieser Hostie ist anfänglich das Kreuz nicht sichtbar. Im Jahre 1822 zeichnete Amsler auch Rafael's Sibyllen in St. Maria della Pace, und zwei Bilder von Angelico da Fiesole. Thorwaldsen's Bildniss stach er 1823 nach dem Gemälde von Begas in Kupfer, fol. Im Jahre 1825 verliess der Künstler Rom, und arbeitete fortan zu Wildegg in der Schweiz. Da vollendete er den Stich der Grablegung, und einen Theil der Platten zum Alexanderzugo von Thor- waldscn. Dieses Work erschien aber erst 1835, unter dem Titel: Entrie d'Alexandre le Grand ä Babylone. Frise en marbre dans le Palais de Sa Majesle le roi de Danemarc ä Chrisliansbourg. I'ar Itarth&lcmi Thor- waldsen. D'aprds les dessins de Frederic Overbeck et autres. Avec les cxpli- calions de Mr. Louis Schorn. Mit 22 hupferlafeln. Munic, Cotla 1835, gr. qu. fol. Im Mai 1829 folgte Amsler einem Rufe nach München als Professor an der k. Akademie der Künste, wo er bei gewissenhafter Erfüllung seiner Berufsgeschäfte mit eisernem Fleisse der Kunst oblag- In München vollendete er den Alexanderzug, stach die schöne Christus- statuo nach Dannecker, die hl. Familie von Rafael in der k. bayerischen Pinakothek (1K35), die Statuen der Maler auf der genannten Pinakothek nach Schwantbaler's Modellen, Josephs Traumdeutung vor Pharao nach dem Carton von P. Cornelius zum Gemälde der Villa Bartholdi in Rom als hannoversches Kunstvcreinsblatt 18 3, / 38 , die Statue Mozart's von Scbwantbaler 1842 in Salzburg errichtet, das Monument Göthc's von demselben 1844 in Frankfurt am Main enthüllt, den Triumph der Religion in den Künsten nach Overbeck's erstem Entwürfe zum Gemälde im Institute zu Frankfurt, lauter grosse Blätter. Die Werke des Li Scbwantbaler im Knnigsbau v.n München sind nur unter seiner Leitung gestochen. Die erste Abtheilung enthält den Mythus der Aphrodite, von Släble und Schütz. Düsseldorf 1839, gr. qu. fol. Die zweite Abtheilung in 18 Tafeln gibt den Kreuzzug Barbarossa's. Düsseldorf 1840, gr. roy. fol. Ein vollständiges Verzeichniss der Blätter Amsler's gib* das Nenjahrsblatt der Züricher Künstlergesellschaft von 1850. Die Zahl derselben belauft sich auf 140. Der Künstler starb zu München den 10. Mai 1849. Diess zur Ergänzung des Artikels im Künstlcr- Lexicon I. S. 107. Die gegebenen Monogrammen, auch kleiner gezeichnet, findet man auf verschiedenen Blättern dieses Meisters, aber auf einigen nur b» ersten Drucke vor der Schrift. Ein ähnliches Monogramm bediente sich auch der Graf August von Seinsheim, welches in Frenzel's Ca- talog der Sammlung des Baron von Rumohr, Lübeck 1846 No. 3727—29, AS. Nr. 1244'—1246. 535 Veranlassung zur Verwechslung gab. Wir kommen unten No. 1253 darauf zu sprechen. 1244. Luigi Sabatelli, Historienmaler und Radircr, wurde 1773 /Q Jp in zu Florenz geboren, und gehört mit Pietro Benve- -£vJ\.,S$\o,&C)L nuti zu denjenigen italienischen Künstlern, welche schon als Jünglinge eine Schaar von Bewunderern fanden. Man nannte ihn vorzugsweise den Improvisatore pittorico, da er eine ausserordentliche Leichtigkeit der malerischen Produktion besass. Seine Werke sind daher sehr zehlreich, besonders die Zeichnungen, welche selbst bei aller Flüchtigkeit das Gepräge eines originellen Meisters haben. Sabatelli konnte sich aber in Folge seiner gleichsam im Fluge gemachten Studien nie zur vollen Reinheit der Zeichnung, und zur Wahrheit der Darstellung erheben, und verdient daher nur das Lob eines geistreichen Manieristen der neueren italienischen Schule. Als Colorist leistete er mdessen nicht selten Ausgezeichnetes, und man nahm daher keinen Anstand, viele seiner Bilder als eines Tintoretto für würdig zu erklären. Es ist aber zu bemerken, dass in eben so vielen Gemälden die Car- nation unnatürlich und fast ziegelfarbig ist. In F'olge seiner Effekthascherei that er öfter der Natur Gewalt an, und trieb Stellung und Geberde in's Charikaturmässige. Seine Fraucngestaltcn beweisen ebenfalls, dass er es mit den Grazien verdorben hatte. Im Künstler-Lexicon XIV. S. 122 haben wir eine bedeutende Anzahl seiner Werke aufgezählt. Dazu kommen noch 44 breit, aber theils flüchtig radirte Blätter, deren mehrere die oben gegebenen Zeichen tragen. Den Stoff dazu entnahm er dem alten Testamente, der Legende, der alten römischen und griechischen Geschichte, und der Mythe. Die Dichter und Geschicht- schreiber seines Vaterlandes begeisterten ihn ebenfalls zur Darstellung |n Gemälden und Zeichnungen. Die Radirung nach dem Gemälde (1831) "i der Sammlung des Marchese G. Capponi, welches den Pier Capponi, Abgesandten der fiorentinischen Republik zu König Carl VIII. vorstellt, '8t zu den Hauptwerken dieser Art zu zählen. Die Handlung auf diesem gerühmten Gemälde ist sehr energisch. Der Gesandte zerreisst •n Gegenwart des Königs das Document mit den Friedensbedingungen. Das Format des radirten Blattes ist qu. imp. fol. Sabatelli hinterliess aber noch mehrere andere grosse Blätter. Eine Sammlung von 31 kleineren Radirungen erschien unter dem Titel: Raccolta di sogetli pitlorici invenlali da Luigi Sabatelli pittore Fiorentino, cd incisi all' aqua forte *n parte dal medesimo e parte da i suoi Scolari totto la di lui direzione. Darunter sind mehrere seiner geistreichen Improvisationen. Die Blätter erschienen nach und nach einzeln, zuletzt aber wurden je zwei Platten auf einem Foliobogon abgedruckt. — Sabatelli war Hofmaler und Professor der Akademie in Florenz. Im Jahre 1850 starb er. 1245. Antonio Salamanca soll nach Heller, Monogrammen-Lexicon ffV S. 36, der Träger dieses Zeichens seyn; allein der genannte ./V Schriftsteller wurde wahrscheinlich durch Struttll. pl. IX. No. 135 ^^ ' irre geführt. Letzterer nimmt das Monogramm des Andrea Sal- niincio für jenes dos A. Salamanca, welcher sich unsers Wissens nie eines solchen Zeichens bedient hat. Es gehört, nur in etwas abweichender Form, dem Andrea Salmincio, dem folgenden Künstler an. 1246. Andrea Salmincio, Kupferstecher und Buchhändler von Bo- rf logna, war Schüler von L. Valesio, machte sich aber nur J£ Ab durch einige leidliche Blätter für Bücher bekannt. Gori Gan- J1/JT\. deiijni j 0 |, t {„dessen die Blätter, welche Gatti's Gedicht „La MA J\\ Maria Addolorata" zieren. Malvasia, Felsina pitt. I. p. 154, -) ' "ist aber ganz im Irrthum, wenn er dem Salmincio die Holz- 39* 53ß AS. Nr. 1247—1249. schnitte eines von ihm nicht näher bezeichneten Catechismus beilegt. Es ist diess der Catechismus des Pater Jodocus Andrics: Necessaria ad Salulem scientia partim necessitate rnedii partim necessilate praaeepti, pur icones quinqvagfota duas repraesentata —. Antverpiae, Cornelius Woons Ttth't, 12. Auf den schönen Holzschnitten dieses sehr seltenen Werkes steht das Monogramm des Anton Sallaert No. 2039, welches Malvasia tili- jene« des A. Sahnincio genommen hat. Dann schreibt ihm Malvasia aucli Holzschnitte zu, welche die sieben Bitten des Vater LJnsers vorstellen. Im Kunstkabinet des Cav. J. Imperialis sah er Gemälde mit einem Zeichen, welches er dem Salmincio beilegt. Sie sollen sehr malerisch mit Kreuzschraffirungcn behandelt seyn, doch dürfte keines von Salmincio herrühren. Obige Zeichen findet man nach Heller und Brul- liot nur auf den mittelmässigen Titelblättern des Buchdruckers Salmincio, welcher mit A. Sallaert nichts gemein hat. Selbst die Monogrammen scheinen nur jenen des Sallaert nachgebildet zu seyn. Das letzte Zeichen schreibt Strutt I. pl. IX No. 135 irrig dem Anton Sala- ma.nca zu. — Salmincio war um 1600—1G50 thätig. Vgl. No. 1288. 1247. Andrea Sacchi, Historienmaler von Rom, genoss den Ruf ß, eines vorzüglichen Künstlers, obgleich er in seiner pedan- 'Ä tischen Weise weder dem F. Albani, noch dem G. Reni gleichkommt. Doch haben seine Werke immerbin etwas Bestechendes, da er bei schöner Auswahl der Formen einen feinen Sinn für Farbe beurkundet. Als Zeichner und Techniker steht er jedem seiner Zeitgenossen zur Seite, an innerem Gehalte übertreffen ihn aber viele andere. In Göthe's Winckclmann beginnt er den Reigen der neueren Meister, und wie schon bei Mengs, so findet er auch hier strengere Richter, als die lobspendenden Vorgänger es waren. Im Künstler- Dexicon XIV. S. 131 haben wir ihm einen ausführlichen Artikel gewidmet. Sein Todesjahr erfolgte 1665, nicht 1661, wie Piisseri angibt; Nach seiner Grabschrift erreichte er ein Alter von 63 Jahren und 4 Monaten. Obiges Zeichen findet man auf kleinen Bildern in der Weise Al- bani's. Auch auf Zeichnungen bediente er sich eines Monogramms. Mit dem Worte „Inventur" verbunden steht es auf radirten Blättern von F. Colignoü in folgendem Werke: Festa fatla in Roma — da Vitale Mascardi. Koma (640, gr. fol. Damals regierte Sixtus V., und die Festlichkeiten, welche Sacchi gezeichnet hatte, gehören ZU den glänzendsten, welche in Rom veranstaltet wurden. Die Blätter in Mascardi's Beschreibung stellen öffentliche Aufzüge, Quadrillen, Turniere, Triumphbogen und Feuerwerke dar, alle in der Weise des J. Callot radirt. Sie kommen selten vor. 1248. Anton Schiffer, der churpfalzUohe Bofmedailleur. welcher cg a unter der Regierung des Churfürsten Carl Theodor eine Reihe *M_; .Jt von Jahren thätig war, und den Ruf eines vorzüglichen Künstlers genoss, bezeichnete einige seiner Werke mit dem gegebenen Monogramme, bediente sich aber noch öfter der Initialen A. 8., so dass wir No. 1282 auf ihn ausführlicher zurückkommen. Das Monogramm findet man auf einem Wildbergischen Silberausbeute • Thaler von 1751 mit dem Bildnisse des Carl Theodor, so wie auf anderen Münzgeprägen. 1249. Unbekannter Maler, wenn nicht A. Strickel. Dieses Zeichen . fanden wir auf einem geätzten Blatte, welches die sitzende Ma- _/t dnnna mit dem Kinde, und Johannes zur Seite, vorstellt. Es ist in der Weise des A. Garnier behandelt, und verräth einen Meister, welcher in der französischen Schule seine Ausbildung erlangt hat. Er war nicht Kupferstecher von Profession, sondern Maler, und lebte in AS. Nr. 1250 — 1251. 537 der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. In ähnlicher Weise behandelt ist ein Blatt von A. Strickcl, welches ebenfalls die Madonna mit dem Kinde und dem kleinen Johannes vorstellt, aber eine andere Compo- sition gibt. Strickel radirtc diese Darstellung nach einer Zeichnung des Jacques Blanchard, während unser Blatt mehr den niederländischen Charakter der Zeichnung verräth. Strickel's Radirung erschien bei H. Weyen in Paris, qu. fol. Das Blatt mit dem Zeichen ist ohne Adresse, 4 Z. 3 L. hoch, und 5 Z. 4 L. breit. 1250. Unbekannter Meister, welcher das Bildniss des berühmten G? Anatomen Vesalius radirt hat, wahrscheinlich für eine Ausgabe der Ä- Anatomie desselben. Der Arzt ist in halber Figur dargestellt, und in der das Bild unigebenden Bordüre steht: AO. DOM. ir,7/l. Oben rechts liest man: AET. XXX.X1, und unten auf dem Täfclchen : Com- Pojo mira corporis etc. Rechts steht das Monogramm des mittelmäs- sigen Künstlers. II. 7 Z. 2 L. Br. 5 Z. 2 L. 1251. Albrecht Adam, Schlachten- und Genremaler, fand als solcher A unter dem Monogramm AA. No. 98 die ihm gebührende Klircu- "^" stelle, und daher' ist hier nur zu bemerken, "dass sich das gegebene Monogramm auf Radirungen des Künstlers befinde. Sie stammen aus der frühen Zeit desselben, gehören aber zu den geistreichsten Arbeiten dieser Art. Auf etlichen Blättern steht ein kleines, aus AA bestehendes Monogramm, und auch mit dem Namen sind einige Blätter bezeichnet. Ein vollständiges Verzcichniss der Radirungen Adam's ist nicht vorhanden, und wir zählen daher zur Ergänzung des Artikels im Künstlor-Lexicon I. S. 15 folgende auf, da sie fast alle zu den Seltenheiten gehören : 1—2) Die Schlachten von Eylau und Breslau 1807, qu. fol. — Im frühesten, sehr seltenen Drucke vor dem Namen und dem Zeichen. 3—4) Zwei Reitergefechte, qu. 4. — Im ersten Drucke vor dem Namen. 5) Das Cavallerie-Lager, qu. 4. 6) Der verwundete Oürnssier zu Pferd, qu. 8. — Dieses Blatt ist sehr selten, da die Platte nach wenigen Abdrücken abgeschliffen wurde. 7—12) Die Ilirschjngden, oder die Folge des Hirschfanges, sehr schöne Blätter in kl. qu. fol. 13) Die Reitschule, qu. 8. 14) Das Gestüt, qu. 4. 15) Studien von neun Zug- und Ackerpferden mit fünf Figuren. Mit dem Namen. H. 2 Z. 10 L. Br. 5 Z. 11 L. 16) Ein Blatt, mit verschiedenen Figurenstudion, qu. 8. 17) Das grasende Pferd bei der Holzeinzäunung, qu. 8. 18) Das Pferd im Schiffzug, qu. 8. 19) Der l'ferdekopf ohne Zaum, kl. 4. — Im ersten, sehr seltenen Drucke von der radirten Platte, und dann mit Aquatinta übergangen. 20) Der Pferdekopf mit Zaum /«///•, 4. — Im Abdrucke wie No. 19. 21) Eine ruhende Löwin, qu. fol. 22) Die Pferde am Brunnen, in Aquatinta, qu. 4. 23) Du Kalb im Stalle, in Aquatinta,, 8. 24) Ein todter Hirsch, Contour mit Aquatinta. II. 1 Z. 1 L. Br. 1 Z. 1 L. 25) Ein Blatt mit Hirschköpfen, in Aquatinta, qu. 8. 0 r i g i n a 1 - L i t h o g r a p h i e n. 26) Fünf schmausende französische Soldaten, qu. fol. 27) Das Gestüt zu Colmbcrg, gr. qu. fol. 28) Die Löwen mit dem Wärter, gr. qu. fol. — Diese beiden lilätler •lad aus der bei Zellcr erschienenen Sammlung von Original-IIandzcich- ntingon lebender bayerischer Künstler, in Tondruck. 538 AS. Nr. 1252—1254. 29) Das im Stalle fressende Pferd, qu. fol. 30) Malerische und militärische Reise, s. das Künstler-Lexicon. 31) Die Veredlung der Pferdezucht auf Alsen. In einer Reihenfolge von Bildnissen und Skizzen aus dem Gestüte des Herzogs Christian August zu Schleswig-Holstein—, nach der Natur gezeichnet (und lith.) von A. Adam, 19 Blätter in qu. roy. fol. Nebst erklärendem Text des Grafen von Holmer, 4. Stuttgart 1841. 1252. Alexander Sauerweid, Schlachtenmaler und Radirer, wurde /T\ 1782 in Curland geboren, und an der Akademie in Dresden xjl zum Künstler herangebildet. Er verlebte mehrere Jahre in _ >yjoN dieser Stadt, bis ihn endlich 1814 Kaiser Alexander nach (Js vU St. Petersburg berief, um die Stelle eines Professors an der k. Akademie zu übernehmen. Sauerweid malte Schlachten und andere militärische Auftritte. Auch viele Aquarellbilder und Federzeichnungen finden sich von ihm, meistens Scenen aus den Kriegsjahren 1813 und 1814. Zur Bezeichnung bediente er sich auf Gemälden und Aquarellen häufig eines Monogramms, welches mit geringer Abweichung wie oben gegeben wiederkehrt. Dann hinterliess er auch eine bedeutende Anzahl radirtcr Blätter, deren wir im Künstler-Lexicon XV. S. 37 verzeichnet haben. Ein Theil derselben ist ohne Namen und Zeichen, so dass sie nicht gekannt sind. Nur auf wenigen Blättern steht: S. del. et fec. , oder A. S. fc. A. Sauerweid starb zu St. Petersburg 1844. Sein gleichnamiger Sohn hat ebenfalls als Schlachtenmaler Ruf. 1253. August Graf von Seinsheim, k. bayerischer Rcichsrath, nimmt (~7\ als Maler und Radirer eine höchst chrenwerthe Stelle ein. VI . Im Jahre 1789 zu München geboren, fand er an dem Jrk &± Landschaftsmaler und Gallerie- Direktor Georg von Dillis CX_y' einen Erzieher und Lehrer in der Kunst, und von 1813 g — 1816 machte er eifrige Studien an der Akademie zu y& , JL München. Der edle Graf malte schöne Bildnisse und historische Darstellungen. Im Künstler-Lexicon XVI. S. 220 haben wir mehrere Malwcrke aufgezählt. Auf einigen Gemälden findet man das erste der gegebenen Zeichen, so wie das zweite in etwas grösserer Form. Dann kommen die kleineren Monogrammen auch auf Zeichnungen und Radirungen vor. Letztere sind selten zu finden, da sie der gräfliche Kunstfreund nicht in den Handel brachte. Hier erwähnen wir die Blätter mit zwei männlichen Büsten von 1009 und IHK); ferner jene mit einem schlafenden Kinde, einer lesenden alten Frau, einer jungen Frau mit dem Kinde, und einer betenden Bäuerin mit zwei Kindern an der Martersäule. Alle diese Blättchen tragen das Monogramm, einige andere sind aber mit dem Namen bezeichnet. Auch in der Lithographie versuchte sich der edle Graf. Er ist noch gegenwärtig mit der Kunst beschäftiget. Unter den Initialen AS. No. 1273 vindiciren wir dem Grafen Seinsheim Zeichnungen, welche im Cataloge der Sammlung des Baron von Rumohr dem Kupferstecher Samuel Amsler zugeschrieben werden. Hinsichtlich der Kupferstiche des letzteren kann keine Verwechslung vorgehen, da sich Graf von Seinshoim des Grabstichels nie bedient hat, sondern höchstens der Schneidnadel. 1254. Andreas Schuch, oder Schuech, Maler von Ulm, war um 1645 — 80 tbätig. Er malte Bildnisse, deren von Fleischbergcr, Heinzelmann, Kilian u. A. gestochen sind. Die gegebenen Monogrammen fanden wir aber / <^( t ''' au ^ Zeichnungen im k. Kupfcrstich-Cabinet zu München. Es geht daraus hervor, dass der Künstler dem AS. Nr. 1255—1260. 539 P. P. Rubens nachgeahmt habe. Auf einer dieser Zeichnungen brachte Schucb Namen und Monogramm an. 1255. Alexander Baron von Schönberg bediente sich gewöhnlich (Kj eines Monogramms, welches aus den Buchstaben AS in go- thischer Form besteht, wie wir es No. 1229 gegeben haben. Zuweilen aber verband er auch die grossen Cursiven zum Monogramme. Man findet dieses Zeichen auf Aquarellen mit Ansichten aus der Schweiz, welche der Baron um 1817 Dem Monogramme ist auch die Jahrzahl beigefügt. 1256. Alonso Sanchez Coello von Bcnyfayrö ist einer der Haupt- , meistcr der Schule von Valencia, und besonders im Portraite ft* ausgezeichnet. Er war Hofmaler des Königs Felipe II., malte *'"' als solcher diesen Fürsten zu wiederholton Malen, seine drei Gemahlinnen, den unglücklichen Prinzen Don Carlos, die Donna Isabel Clara Eugenia, alle Mitglieder dos Hofes, und viele Notabilitäten damaliger Zeit. Auf einigen Gemälden steht obiges Monogramm, welches aber noch öfter den Beisatz „aneftes K" hat. Der. Name Coello scheint selten auf seinen Bildern zu stehen, da er ihm nicht angeboren, sondern beigegeben ist. Mehrere Gemälde sind in der k. Gallerie zu Madrid, darunter wird ihm aber nur muthmasslich ein Bildniss des Don Carlos zugeschrieben, so dass man selbst in Spanien hinsichtlich der Züge dieses viel bedauerten und geschmähten Prinzen nicht einig ist. A. Sanchez lebte von 1515 — 1590. Dass er sich in Rafael's Schule gebildet habe, ist nur eine grundlose, oft wiederholte Sage. 1257. Augustin de Salnt-Aubln, Zeichner und Kupferstecher, geb. m m/ zu Paris 1736, gest. 1807. Schüler von E. Fossard und •JiL., yh Cars, hinterlicss er eine grosse Anzahl von Blättern, welche sehr zierlich behandelt sind. Darunter findet man viele kleine Bildnisse und Vignetten, welche auch mit den Buchstaben A. S. A., oder A. d. S. A. bezeichnet sind. Einige grössere Blätter nach französischen und italienischen Meistern tragen obige Monogrammen. Zuweilen kommt auch ein Zeichen vor, in welchem das S links so hervortritt, dass man S/1, lesen muss. Dieses Monogramm kommt an betreffender Stolle vor. 1258. Abraham Schneider wird in einem älteren, uns zu Gebot stehenden handschriftlichen Monogrammen-Verzeichnisse der Träger dieses Zeichens genannt. Er war Majer, es ist aber nicht angegeben, in welchem Fache er gearbeitet, und wann er gelebt bat. Künstler des Namens Schneider gibt es mehrere, und so könnte auch ein A. Schneider sich an die bekannten anschliessen. Erfunden ist das Monogramm sicher nicht. 1259. Antonius Sylvius, der Träger dieses auf Holzschnitten vor- /T> kommenden Zeichens, fand unter der Nummer 80 eine ausführ- Ly ' liehe Stelle, und wir geben daher hier nur den Rückwois. Das Zeichen besteht aus den Buchstaben AS, oder vielmehr SA, der Unkundige wird aber eher ein einfaches A erkennen, und daher unter diesem Buchstaben Auskunft suchen. 1260. Andrea del Sarto? In der Gallerie des Palazzo Corsini zu A^vj Rom ist ein Gemälde, welches die Ma- WJ donna mit dem Kinde vorstellt, und l^| M.D.IX. A.8. bezeichnet ist. Man legt dieses Bild dem Andrea del Sarto bei, wogegen die Initialen nicht streiten, obgleich wir kein zweites, authentisches Werk des Meisters mit denselben namhaft machen können. Die Abbreviatur M. 540 AS. Nr. 1261. AND. SAH. kommt aber auf ächten Mildern vor, und somit könnte auch A. s. sich auf A. de] Sarto beziehen. Es ist aber noch zu btiaterJwa, dass die Madonna von 1509 das älteste der bis jetzt bekannten Gemälde dieses Meisters wäre. A. Rcu- mont, der gründlichste Biograph des Meisters, geht indessen nicht darauf ein; er fand Oberhaupt die früheste Thfttigkeit des Künstlers erst gegen 1511 begründet. Das liild von ISO!) gilt aber in Rom als Werk des Andrea dcl Sarto. Der Kenner wird jedoch die Bilder mit A. S. nicht sogleich für Andrea del Sarto hinnehmen. Mit A. S. könnten auch Andrea Solario und Andrea Salai oder Salaino gezeichnet haben. Andrea Sguazella gehört zu den gleichzeitigen Nachahmern des Meisters, er ist aber viel schwächer. 1261. Andrea del Sarto (?) und Francia Bigio. Die k. Gallerie in Ap -|—, —^ Dresden bewahrt ein Gemälde, . h. MDXXIII. r . O. a'if welchem mehrere Scencn aus dem Leben David's dargestellt sind. Sie gehen in Gebäuden mit durch Säulen gestützten Vorhallen vor. Rechts ist der Palast des Königs, links das Haus des Urias. David steht auf der Terasse, und blickt schräg in den Hofraum des Nachbars, wo Bathseba mit ihren Frauen badet. Zwischen den Häusern durch sieht man hinten die Belagerung von Rabba durch Joab. Im zweiten Vorgrunde rechts empfängt der König den vom Pferde gestiegenen und vor ihm knicenden Urias, im Mittelgründe sitzt er mit Urias zu Tische, und endlich sieht man letzteren mit dem Hofgesinde auf einem Geländer vor dem Paläste schlafen. Auf diesem Milde ist Alles mit einer bewunderungswürdigen Sorgfalt ausgeführt, Alles lebt, und jede Gruppe rundet sich zu einem anmuthigen Ganzen. Die grössto Abwechslung herrscht besonders in der Gruppe der badenden P'rauen, deren Köpfe von hoher Anmuth sind. Die Zeichnung ist im Allgemeinen correkt und schön. Dieses Gemälde hat obige Aufschrift, und ist 6 F. 2 Z. hoch, und 3 F. 1 Z. breit. Von diesem Bilde spricht Vasari im Leben des Francia Bigio, aber nur oberflächlich. Doch bemerkt er, dass es dem Francia, welcher in kleinen Figuren sich noch mehr auszeichne, als in grossen, vielen Ruhm erworben habe. Nur mit der zu gelockten und saftigen Manier in der Darstellung der Frauen war er nicht ganz zufrieden. Ursprünglich hesass dieses Gemälde Giovanni Maria Benintendi zu Florenz, es war aber vermuthlich schon zu Vasari's Zeit in anderen Händen. Auf F. Bigio beziehen sich die Buchstaben F. II., und die Initialen A. S. werden auf Andrea del Sarto gedeutet, da letzterer zu Francia in freundschaftlicher Verbindung stand. Allein es bleibt immerhin zweifelhaft, ob A.S. die Theilnahmo dcl Sarto's an dem genannten Gemälde andeute. Andrea malte 1523 zwei Bilder aus dein Leben des Joseph, dem Sohne Jakobs, welche mit anderen Gemälden des Jacopo da Pontormo, Francesco Granacci und Bachiacca die Mittelstücke einer Bettlade und der Mcubel schmückten, welche Salvi Borgherini für die Braut seines Sohnes bestellte. Vasari hatte Kunde von dieser Decoration, und erzählt im Leben Pontormo's ausführlich, dass noch zu Lebzeiten del Sarto's Gio. Bat. della Palla die Bilder nach Frankreich verkaufen wollte, wie aber Borghcriui's Gattin Mnrgaretha den della Palla mit seinen Leuten aus dem Hause gejagt habe. A. del Sarto's Darstellungen haben eine Menge kleiner Figuren, welche höchst fleissig vollendet sind. Da er aber im Jahre 1523, jedenfalls 1524, auch an die Fortsetzung der Frescogcmälde im Vorhofe des Servitcnklosters sich gemacht haben muss, so dürfte er es nicht für nöthig gefunden haben, dem Francia Bigio hülfreiche AS. Nr. 1262—1265. 541 Hand zu leisten, zumal dieser selbst der Aufgabe gewachsen war. Die Initialen A. 8. könnten daher „Anno Salutis" bedeuten , eine Formel, die vor der Jahrzahl nicht ungewöhnlich ist. Indessen wollen wir denjenigen, welche das Gemälde als gemeinschaftliche Arbeit des Andrea und Francia Bigio nehmen wollen, nicht entgegen treten. So viel ist; aber gewiss, dass A. del Sarto's gewöhnliches Zeichen aus A V. , oder aus zwei in einander gestellten A besteht, und „Andrea d'Agnolo" bedeute. — Francia Bigio starb 1524. 1262. Adrian Schoonebeck, Maler und Kupferstecher, arbeitete AS X < r m *hrBre Jahre in Amsterdam, und begab sich dann n. O. f A. o. j. nach Moskau, wo er 1714 starb. Schoonebeck ra- y^ e t> /• dirte eine grosso Anzahl von Blattern in der Weise ' ' " '" dos R. de Hooghe, war aber kein streng geübter Zeichner. Wir haben im Künstler-Lexicon XV. S. 196 eine ziemliche Anzahl von Blättern verzeichnet, und darunter auch das Werk: Historie en Afbeeldina van alle Mddcrlijke - m Krijf/xorilers. Amsterdam '007, 8. Dicss ist die zweite Auflage. Die erste hat folgenden Titel: Courle et solide histoire de la fondation des orilres religieux, 74 Blätter. Amsterdam Kllltl. In Moskau besorgte er von diesem Ordenswerke eine Ausgabe mit russischem Text. Eine Sammlung von 53 Costümblättern bildet man auch in der Geographie universelle von N. de Fer, unter dein l'itel: Forces d'Europe, qu. fol. Auf mehreren Blättern dieses Meisters •tehen die initialen des Namens, noch öfter fügte er aber den Namen "ei. Zu seinen Hauptwerken gehören unstreitig die Blätter in schwarzer Manier, welche zu den Erstlingen dieser Kunst, zu zählen sind. Mit AS. gezeichnet ist ein Blatt nach dem Gemälde des 1'. I 1 . Bubens, welches sich in der abgebrannten Jesuiten-Kirche zu Antwerpen befand. Fs stellt den hl. Ignaz von Loyola in ganzer Figur dar, fol. Basan kannte dieses seltene Blatt nicht. Sehr gut behandelt ist sein Reiter- Üildniss Leopold I., fol. 1263. Signatur eines Schreibkunstlers, welche sich in Mitte des 4 a c Titels des „Thcsnuro De Scrittore von Ugo daCarpi" A **• ^' , findet. Auf dieses Werk machen wir unter dem Worte OVOO aufmerksam, und daher sei hier nur kurz angedeutet, dass die Initialen A. S. wahrscheinlich auf Angelo von Modena sich beziehen. Man dürfte daher „Angelas Seripsit" lesen. Rechts und links der Signatur ist, nämlich eine Hand In Holz geschnitten. Die eine Hand gibt jS* Grösse des A an, die andere schreibt, das S. Das höchst seltene Buch hat die .Inhrzahl 1030. 1264. Anton Santvoort? Unter diesen Initialen deutete ein hol- AO IRKI ländischcr Meister seinen Namen an. In der Gal- .• O. ■L'J's-l. ] ( ,,.j e zu Schwerin sind zwei schöne Bilder von seiner Hand, eine sitzende alte Frau, und ein dicker sitzender Mann. Auf Anna Maria Scburman darf man die Buchstaben in keinem 'alle deuten. Auch Anton Sallaert kann der Verfertiger nicht soyn, da er 1651 nicht mehr am Leben war. Mit grösserer Wahrscheinlichkeit könnte man die Bilder dem Anton Santvoort zuschreiben, wenn 3 io an die Weise des Rembrandl, erinnern. Santvoort malte Bildnisse "nd Landschaften, und war um 1640 — 60 thätig. 1265. Abraham Suzenier, Maler von Dortrecht, ist durch treff- A O n liehe Stillleben bekannt Nach einer gefälligen Mitthcil- **. >3. J - ung findet man diese Signatur auf einem meisterhaften Iß/17 Gemälde, welches Früchte in einer silbernen Schaale zeigt. "'*' Von Suzenier rühmt man namentlich, dass er Silberzeug 542 AS. Nr. 1266. besonders täuschend nachgeahmt habe. Von 1646 an war er Mitglied der St. Lukasgilde in Dortrecht. 1266. Antonio Salamanca, Kupferstecher und Kunsthändler in Rom, A. S. A. S. EXC. I WM Thätigkeit um 1565 der Tod ver- Ac'cvn/n *-'/ i I c'telto, (and unter dem Monogramm ANT. . 5. tLX^VU. 1541. [ und ANT. 8. No. 1076 u. 77 eine ausführliche A. S. EXCVDEBAT. ( stelle, und daher bemerken wir hier nur, a ' q' cr"YYnT7i} at I ^ ass s ' Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig. Kr malte Sehlacht- V* Bilder und andere militärische Scenen. Auf einigen stehen • " • die Initialen A. S. Wir kennen ein Gemälde, welches Breiter vorstellt, wie sie gegen ein Dorf attnkiren, mit den Initialen bezeichnet. Das Gegenstück mit einem Angriff von Kussvolk trägt den Namen mit der Jahrzahl Will. 1273. August Graf von Seinsheim. 1 a Frenzel's Catalog der Kunst- A V 1 &17 Sammlung des Baron von Rumohr. Lübeck 1846, A. O. ICSI./. Mo. 3727 — 29 werden Zeichnungen mit den Initialen A. 8. beschrieben, und dieselben dem Kupferstecher Samuel Amsler beigelegt. Das eine dieser Blätter stellt die thronende Maria mit dem Kinde dar, unten mit der Bezeichnung: A.B. 11)17. Mit der Feder ausgeführt ist diese Zeichnung 7 Z. hoch und 6 Z. breit. Kino zweite Zeichnung, mit A. 8. IIIIII, enthält die Büste einer jungen Frau, fast in Profil nach links gewendet. Diese Zeichnung ist sehr zart mit dem Bleistift ausgeführt, und mit Weiss gehöht; II. 9 Z. Br. 7 Z. 6 L. Wir wissen aus dem Munde des Professors Amsler, dass diese Zeichnungen nicht von ihm, sondern von dem Grafen August YOU Seins- heim herrühren. Amsler bediente sich nie der Initialen A. S„ sondern eines aus diesen Buchstaben bestehenden Monogramms. Auch Graf von Seinsheim zeichnete mit einem solchen, wie No. 1253 gegeben. AS. No. 1274 — 1277. 545 1274. Alessandro Sala, Maler und Kupferstecher von Brescia, war i c in der ersten Hallte des 19. Jahrhunderts thittig. Er zeich- «• A. nete verschiedene Gemälde alter Meister, und stach sie , (sp im Umrisse. Eine Folge von 26, theils mit A. S. bezeich- •> anzugeben, in welchem Fache er gearbeitet hat. Brulliot rf I II. No. 149 glaubt daher nicht an die Existenz eines ^s \J KJ * Meisters dieses Namens, da ein solcher weder in deut- rf p sehen, noch in holländischen Werken über Kunst erwähnt *sij. AS. Nr. 1295 — 1298. 551 felicemente regnanle (Pietro Leopoldo l'r. R.) dall' Vmilissimo Servo e Sud- dito Andrea Scacciali Fiorenlino, Incisore de' disegni suddetli. Fircnze i7(i(l, 1774. Die meisten Stiche sind von Scacciati, und mit dessen Zeichen, grösser oder kleiner, versehen. St. Mulinari hatte dieses Werk vollendet, da Scacciati 1771 im 46. Jahre starb. Er fügte 1778 einen dritten Band mit 50 Blättern, und 1782 eine vierte Abtheilung in 20 Stichen bei. Diess ist das Florenzer Zeichnungswerk, von welchem die beiden ersten Bünde vollständig mit dem Titel sehr selten vorkommen. Dann stach Scacciati auch Blätter nach Etrurischen Vasen- Gemälden, welche in folgendem Werke von Gio. Bat. Passeri vorkommen: Piciurae Htruscorum in Vasculis. Romae i7(>'7. Auf einigen Blättern steht das erste Monogramm, auf anderen sind die Buchstaben A. 8. f. 1295. August Seyffer, Zeichner und Kupferstecher, wurde 1774 n /-) zu Lauffen am Neckar geboren, und in Stuttgart und . Je. ' n Hannover, wo er um 1700 starb. Scheits radirte meh- * rero Blätter, deren zwölf wir im Künstler-Lexicon XV. % 172 verzeichnet haben. Die meisten sind mit dem Namen des Künstlers versehen, und von diesen bemerken wir daher nur, dass sie grössten Theils zu den Seltenheiten gehören, wie der Satyr beim Bauer 1677, und der zerbrochene Krug 1678, beide nach M. Scheits radirt, qu. fol. Hieher gehören folgende Blätter: 1) Die Landschaft mit ruhenden Schaafen. Der Hirt geht mit seinem Weibe nach links hin, wo sich der Bock gegen einen Hund vertheidiget. Der Knabe schlägt mit dem Stocke nach dem Hunde. Unten links steht: A. S.fe., rechts: M.S.inv. (Mathias Scheits), qu. 8. 2} Der alte Bettler vom Tode überrascht, oder, nach der Fabel vom Köhler, welcher den Tod anruft, um ihm seine Last zu erleichtern. Der Greis sitzt links in der Nähe von hohen Bäumen, und rechts steht der Tod mit einem grossen Pfeile. Ein Hündchen bellt ihn an. Links unten : M. S. in., rechts : A. S. f. IL 3 Z. 3 Z. Br. 3 Z. 8 L. 1298. Andrea Scacciati fand oben unter dem Monogramme A S. f. \Ai n r ^°' * 29 * e ' ne RUS f un riicho Stelle, da er seine Zeichnungs- 'V^-> • Imitationen gewöhnlich mit dem Namenszeichen versah. Seltener kommen die Initialen vor. Ausserdem findet man sie auf Blättern, welche Etruskische Vasengemälde nachbilden. Sie machen einen 40* ASJ. Jl.S.f. 552 AS. Nr. 1299 — 1302. Bestandtlioil folgenden Werkes : Piclurae Etruscorum in Vasculis, Ro- mae 1707. Die Herausgabe besorgte Gio. Bat. Passeri, und dieser nennt sieb auch als Zeichner. Hierauf ging Scacciati an die Herausgabe des berühmten florentinischen Zeichnungswerkes, dessen unter dem Monogramme AS. erwähnt ist. 1299. Andreas Spängier? Diese Bezeichnung finden wir auf dem a. „. ,-. in Kupfer gestochenen Titelblatte zu Reincccii Bias Fran- *-^" ^' J ' ciscanus. Ocniponti 1650, 12. Der Titel ist von einer Einfassung umgeben, welche sieben Felder in sich schliesst. In jedem derselben ist das Brustbild eines Papstes, oben in der Mitte steht aber die Tiara mit der Umschrift: Viccdom. De Vice . .. Der Stecher dieses Blattes ist wahrscheinlich Andreas Spängler, welcher um 1627—1650 zu Schwaz in Tyrol lebte, und leicht von Innsbruck aus die Bestellung auf das Titelblatt erhalten haben könnte. Wir haben unter dem Monogramm ASF. No. 1309 über diesen Spängier gehandelt. 1300. Alexander Sauerweid, der Schlachtenmaler und Radirer, • o / fand unter dem Monogramm AS. No. 1252 eine gebührende ' / Stelle, und daher verweisen wir hier auf jene. Man findet die Initialen AS. auf etlichen Radirungen mit militärischen Scenen. 1301. Andreas Stock, Kupferstecher von Antwerpen, deutete unter a er . j / / diesen Initialen seinen Namen an. Nach der Si..ö.Jcuip. /oib. gewöhnlichen Angabe soll er 1614 geboren worden seyn, es kommen aber Blätter von 1614 vor, und diese sind vielleicht nicht die Erstlinge dieses Künstlers. Wir haben im Künstler- Lexicon XVII. S. 375 eine Anzahl seiner Kupferstiche verzeichnet, das Blatt mit obiger Bezeichnung kennen wir aber nur durch Hrn. J. A. Börner, welcher unter den Buchstaben A. S. den A. Stock erkennt. Dieses seltene Blatt stellt den Tod mit Pfeil und Sanduhr dar, wie er sich dem reitenden Falkcnirer nähert. Zwischen beiden erhebt sich der Baum der verbotenen Frucht mit der Schlange. Im Vorgrunde sind Hunde, eine Ziege, ein Ochs, ein Stachelschwein, ein Truthahn und ein Frosch. Im Rande steht: Non curat genus — — cimcta necam. 11h. inv. A. S. sculp. 1020, 8. A. Stock hat auch noch andere Blätter nach II. Hondius gestochen. Letzterer deutete unter den Buchstaben Ilh seinen Namen an. 1302. Alexis Stubow, Kupferstecher von St. Petersburg, war in A Amsterdam Schüler des P. Picart, licss sich aber A C r ^b später in seiner Vaterstadt nieder, wohin er auch die y ' Kunst in schwarzer Manier verpflanzte. In dieser Weise bearbeitete er das Bildniss des Czar Peter des Grossen, in Oval mit Umschrift: Petrus Magnus totius Hussiae Imperator et Autocratof Pater Patriae. Rechts unten ist das zweite Zeichen auf weissem Grunde. H. 12 Z. 6 L. Br. 8 Z. 7 L. Auf dieses, in der Behandlung noch unvollkommene Blatt macht Graf Leo de Laborde (Hist. de la gravure en maniere noire j). 332) aufmerksam, er liest aber auf anderen Blättern den Namen in russischen Lettern A. Zubow oder Zuboz. Jenen auf einem zweiten, sehr gut bearbeiteten Bildnisse des Czar in Kniestück von 1729 gibt der Graf in Facsimile. Das Monogramm AST deutet aber auf den Namen Stubow, wie wir den Künstler auch anderwärts genannt fanden. Daraus erklären wir auch die Buchstaben A. *'■ auf einem in Kupfer gestochenen Bildnisse der Kaiserin Catharina IL auf A. Stubow. Die Büste derselben ist in Profil genommen. Tinten steht: A.S.sc. Petersburg, fol. AS-ASF. Nr. 1303-1309. 553 1303. Augustin de Salnt-Aubln gehört zu den fruchtbarsten fran- ^■s.A-f. zösischen Kupferstechern, dessen Blätter grosse Abwechs- /\.« a lang bieten. Er stach Portruitc, historische Darstellungen, •p--ft>Ja. (Jeiirebilder und Bücherverzierungen. Sie sind in der Regel m it grosser Zartheit behandelt. Auf kleinen Blättern mit Bildnissen und Vignetten stehen die Initialen A.S.A., auch mit dem Worte fecit und sculp. Auf anderen Stichen zeichnete er A. d. S. A. fecit. Die zweiten Initialen findet man auf dem zarten Medaillon, welches die bekleidete Venus mit Stab und Apfel vorstellt. Zu ihren Füssen sieht man zwei Tritonen. Diese Vignette ziert den Titel von: De la Chau's Üisserlalion sur les attribules de Venus. Paris IHM), 4. Die aus dem Meere steigende Venus, welche ebenfalls in einer Vignette vorkommt, 18 t mit A. d. S. A. bezeichnet. Die grösseren Buchstaben fanden wir auf dem Bildnisse der Königin Maria de Medici nach F. Pourbus in: La Vie de Marie de Medicis, Princesse de Toscane. Paris 111^, 8. — A. de Saint-Anbin starb zu Paris 1807. 1304. Anton Sallaert, Maler, Radirer und Formschneider von Q' .. Brüssel, fand oben unter dem Monogramme AS. No. 1239 't^.aiL.f. bereits eine Stelle, und daher bemerken wir hier nur, duss ** eines seiner wenigen und höchst seltenen radirten Blätter m 't dieser Namensabkürzung versehen ist. Es stellt zwei Narren mit Schellenkappen vor, und erinnert in der Behandlung au J. Callot, 8. 1305. Andrea Salmincio, Buchhändler und Kupferstecher in Bo- A S"llm° /' '°(? ml ' * a,u ' unter dem Monogramm AS. No. 1246 eine /' ausführliche Stelle, und daher bemerken wir hier nur, Jjass die gegebene Namensabbreviatur auf einigen von ihm gestochenen ritelkupfern sich finde. 1306. Unbekannter Maler oder Zeichner. Diese Initialen findet A C \3 man auf einem lithographirten Blatte mit dem Bildnisse • O. I J. fi cf , M a i crs Joseph Bergler. Es ist von einem Maler um '820 auf Stein gezeichnet, gr. 8. 1307. Albert Schmidt, Kunsthändler in Augsburg, gab im 18. Jahr- A ^nhwt hunderte mehrere Folgen von Blättern mit Orna- • tjCflm. ex. mon t ßn heraus, meistens mit mythologischen Vorstellungen in Medaillons, 8. Einige dieser Blätter sind mit der Abbreviatur ^S Namens versehen. 1308. Andreas Stock könnte der Träger dieses Zeichens seyn. ■r-t, Man findet es auf einer in Kupfer gestochenen Copie nach A. /% Dürer, B. No. 30. Dieses Blatt stellt die Maria mit dem Kinde *- auf dem halben Monde vor, nach rechts gerichtet, da das Bild v °n der Gegenseite genommen ist. Der Copist hat in den Ecken Wolken ^gebracht, welche in Dürer's Blatt fehlen. Unten rechts in der Ecke !?' das gegebene Monogramm auf einem Täfelchen, Dürer's Zeichen **Ut. H. 3 Z. 10 L. Br. 2 Z. 8 L. A. Stock hat auch das Bildnis« " es Erasmus von Rotterdam noch A. Dürer copirt, wie Heller No. 1055 " ac h einer handschriftliehen Aufzeichnung Hüsgcn's bemerkt. Diese l '°Pic ist bezeichnet: A. Stoclius sc. 1620. A. Stock wurde um 1580 pboren, arbeitete im Haag, and noch länger in Antwerpen. ImKünstler- "«Sicon XVII. S. 375 haben wir Blätter von seiner Hand verzeichnet. 1309. Andreas Spängier, Kupferstecher, war um 1627 zu Schwaz y^V in Tyrol thätig, und scheint auch Maler gewesen zu seyn. Das P gegebene Zeichen fanden wir auf einem zart behandelten Blätt- clle u, welches den hl. Franz im Gebete vorstellt. Das Vorbild gehört diente sich ein holländischer Kupferstecher, welcher für ' Buchhändler arbeitete. Nach einer gefälligen Mittheilung des Hrn. J. A. Börner kommen die Anfangsbuchstaben seines Namens auf zwei kleinen Blättern in einer Sedezausgabe des Pastor fido, Amsterdam 1654, vor. Brulliot IL No. 145 deutet die Buchstaben A. S. f. auf Adrian Schoonebeck, allein dieser Künstler arbeitete um 1696. Die zweiten Initialen, fast in derselben Form, finden wir auf der Titelvignette der Descriplion du Chateau de Versailles. Paris, Vilette 16117, 8. Dieses Blatt ist von einem unbekannten französischen Meister, wenn es nicht von Adrian Schoonebeck herrühret. Aehnlicho Initialen, mit dem Beisatze : delin., findet man auch auf Kupferstichen in den astronomischen Werken des Hevelius, Gcdani 1690. Der Zeichner heisst A. Siech. Lambert Visscher stach nach ihm das Bildniss des Astronomen. 1311- Giovanni Antonio Santarelli, Edelstcinschneider und Medail- in p leur, wurde 1769 in den Abruzzen geboren, und verdankte ' seinem eigenen Talente, was er in der Kunst geleistet hatte. Seine geschnittenen Edelsteine sind von ausserordentlicher Schönheit, und die Bildnisse und Basreliefs in Wachs gehören zu den zartesten Arbeiten dieser Art. Santarelli leistete aber auch als Medailleur Vorzügliches. Seine Bildnisse der Grossherzogin Elisa (Bonapartc) von Tos- cana, ihres Gemahls Felix, der Herzogin Marie Louise von Parma &"• sind meisterhaft gearbeitet. Auf etlichen Medaillen und Gemmen stehen die Initialen AS. F. Unter ersteren nennen wir das Bronzestück mit dem Bildnisse des C. Salicetti (Bon. Artium Patronus) mit Widmung an Girolamo Vasallo in Genua 1805. Cav. Santarelli war Professor an der Akademie in Florenz, und starb 1826. 1312. Der ungenannte Träger dieses Monogramms ist höchst wahr- 7^* >ö? TS scheinlich jeuer Meister, welcher sich auch des oben .JT 0 '^»'^ No. 1231 erwähnten Zeichens AS. l!i(iO bediente. '5 6 8 /jTÖ7 Bartsch IX. p. 515 stellt desswegen beide Monogrammen zusammen, ohne zu bemerken, dass die Blätter mit dem gegebenen Zeichen radirt, und mit dem Stichel vollendet sind. Der Buchstabe G wird demnach „Gradirt" bedeuten. Dass Paul Behaim den Meister AS- von Jö6(l Andreas Summer nenne, ist oben bereits bemerkt worden, es fragt sich aber, ob er vollen Glauben verdiene, da sich seine Angaben nicht alle als richtig erweisen. ASG —ASI. Nr. 1313 1314. 555 1) [B. No. 1.] Venus auf einem Delphin stehend, und mit ausgespanntem Segel in der Rechten das Meer durchstreifend. Links am Ufer sind Gebäude, und rechts Bäume und Berge sich am Wasser hinziehend. Oben rechts ist das erste Zeichen. Sehr seltenes und schönes Blatt. H. 3 Z. 7 L. Br. 2 Z. 8'/, L. 2) Amor auf dem Delphin mit einem vom Winde geschwellten Segel über seinem Kopfe. Auf diesem Tuche steht: FORTVNA. Rechts oben ist das zweite Zeichen mit geringer Abweichung. Das G steht etwas tiefer. H. 2 Z, 9 L. Br. 2 Z. — Dieses Blatt ist eben so selten und schön, als das obige. 3) Amor auf dem Delphin sitzend. Mit dem dritten Zeichen. — Auf dieses Blatt macht Brulliot I. No. 436 aufmerksam, aber ohne nähere Beschreibung, und ohne Massangabe. Mit dem obigen Blatte ist es nicht dasselbe. 4) [B. No. 2.] Ein deutscher Soldat, stehend mit der Picke in der Rechten, und die andere Hand auf den Degen legend. Rechts oben ist das zweite Zeichen. H. 3 Z. Br. 2 Z. — Dieses Blatt ist höchst selten, so wie überhaupt alle Werke dieses Meisters zu den grossen Seltenheiten gehören. Bartsch beschreibt mit Einschluss der mit AS. bezeichneten Stiche nur vier Blätter. 1313. Unbekannter Kupferstecher oder Maler, welcher im 17. Jahr- AC rr hunderte in Holland gelebt zu haben scheint. Nach Brulliot II. No. 150 findet man diese Initialen auf einem radirten Blatte in der Weise des H. van der Borcht, welches aber nach einer Zeichnung des Parmigianino gefertiget zu seyn scheint. Die Radirung zeigt eine weibliche Figur mit Helm und langer Lanze auf einer grossen Schnecke, oder einem schlangenartigen Thiere. Sie stützt die rechte Hand auf den Schild, neben welchem links die Eule steht. Links in halber Höhe der Platte, neben dem rechten Arme des Weibes, bemerkt man das Zeichen. H. 2 Z. 8 L. Br. 1 Z. 11 L. Von derselben Hand ist auch ein Blättchen mit BSggF bezeichnet. Unter BG kommt ein drittes vor. 1314. Unbekannter Meister. Fiorillo (Geschichte der zeichnenden Künste in Deutschland I. S. 490) macht auf Gemälde im Dome zu Erfurt aufmerksam, mit der Bemerkung, dass sie nicht viel jünger seien, als das Gebäude selbst. Diese Gemälde sieht man an den acht Säulen, und sie enthalten biblische Darstellungen auf Goldgrund, deren Zeichnung und Färbung Fiorillo für damalige Zeit zum bewundern schön findet. Unter den acht Bildern hebt er besonders jenes hervor, welches die Transsubstantiation in eigentümlicher Weise vorsinnlichet. Die vier Evangelisten mit ihren Symbolen werfen Zettel, auf welchen die Einsetzungsworte des Abendmahles stehen, in den Trichter eines Mühl- nutnpfes, und weiter unten halten die vier Kirchenlehrer den Kelch an jleu Ort, wo das Mehl auslaufen sollte, aus welchem aber ein Jesuskind emporsteigt. Brulliot I. No. 523 sagt, dass zuf einem der Gemälde obiges Zeichen stehe, wovon aber Fiorillo nichts bemerkt. Brulliot will a uch den Bildern kein so hohes Altcrthum zuschreiben, als der genannte Schriftsteller. Er glaubt, dass diese um die Säulen sich windenden Gemälde gegen die Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden seien. Der Dom in Erfurt wurde in der jetzigen Gestalt 1353 vollendet, {•n Jahre 1472 litt er durch Brand, 1521 war ihm die reformatorische Bewegung feindlich, und 1525 wurde er von aufständischen Bauern ganz geplündert. Man bezeichnet aber die Gemälde als sehr alt, auch noch mit. I 556 ASI—ASIF. Nr. 1315—1316. in Romberg's Convcrsations - Lcxioon für bildende! Kunst III. S. 529. Die alterthümlichc Darstellung der Transsubstantiation passt jedenfalls noch für die Zeit um 1472, wo der alte Katholizismus noch unangefochten war. Nacli dem Jahre 1525 wäre es aber wohl keinem Muler mehr eingefallen, die Verwandlung des Brodes in den Leib Christi in solcher Weise darzustellen. Die Budes scheinen also aus dem 15. Jahrhunderte zu stammen. Ob indessen das Zeichen sich auf den Künstler beziehe, müssen wir dahin gestellt seyn lassen. Wir haben keinen Namen, welcher dafür passt. Die Form des Monogramms spricht nicht für ein uraltes Werk, wie mau die Erfurter Dombilder zu bezeichnen pflegt. Nach dem Zeichen zu schliesscn, möchte man ein Bild mit demselben zu Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden glauben. Wäre es ein Zahlzeichen, so würde „Anno Salutis /", d. h. 1501 zu lesen seyn. Allein es findet sich kaum ein zweites Beispiel, welches eine derartige Bezeichnung der Jahrzahl bestätigen dürfte. 1315. Joseph Anton Sedlmayr, Maler und Lithograph, wurde 1797 f—^-f z " München geboren, und von W. Koboll untcr- Zg4 iA) richtet, in dessen Weise er Landschaften malte. Jü\ YäL Mehrere liilder sind mit dem Monogramme ver- /fl\ . Pj VI 0 sehen. Für das ältere lithographische Gallerie- -*^A'*-/ U C—•* werk von München und Schleisshcim lieferte er ebenfalls landschaftliche Blätter, welche zu den beuten Produkten dieser Art aus der Zeit vor 1826 gehören. Seit 1827 ist Sedlmayer Aufseher in der k. Pinakothek zu München. Als solcher copirte er auch Bilder älterer Meister. 1316. Jörg Strobel, Maler und Goldschmied von Augsburg, dürfte Ader Träger dieses Zeichens seyn. Wenigstens fanden wir ihm das zweite Monogramm zugeschrieben, welches „Jörg Strobel Augustanus Fccit" gelesen werden kann. Ob sich noch Gemälde mit demselben finden, und wo solche vorhanden sind, können wir indessen nicht angeben. Sicher ist aber, dass ein Jörg Strobel in Augsburg gelebt hat. Er kommt iu dem alten, von Thomas Burgkniair angelegten Handwerks- Buche der Stadt vor, und 1533 ist in demselben als das Todesjahr des Künstlers bezeichnet. Nach den Daten der von Bartsch VTI. p. 543 erwähnten Blätter zu urtheilen, arbeitete dieser Meister um 1519 — 1524, und die nielloartigo Behandlung derselben lässt auf einen Künstler schliessen, welcher der Classe der Goldschmiede angehört. Bartsch gibt das erste Zeichen, ohne eine Deutung zu versuchen. Es gleicht in der Form dem zweiten, wenn auch der Querstrich des A fehlt. Wir wollen aber auch jenen nicht entgegen treten, welche diesen Buchstaben nicht herausfinden. Es gibt ja auch Bartsch das Zeichen unter SI. 1) Die Begräbniss des Heilandes. Die Jünger tragen den Leichnam nach der Grabstätte. Im Grunde links sieht man einen Theil des Kreuzes, und auch die Hälfte der Leiter ist sichtbar. Links unten steht das Zeichen mit der Jahrzahl 1510. Dieses Blattchen verrät!' einen Nachahmer des A.Dürer. H. 1 Z. 8 L. Br. 1 Z. 4 L. B. No. 1- 2) Die Madonna mit dem Kinde auf dem Throne von Wolken umgeben. Sie reicht ihm die Brust, während zwei Engel die Krone über ihr Haupt halten. Rechts oben ist das Monogramm, und links unten die undeutliche Jahrzahl r/525. Dieses Blatt scheint nach einer Zeichnung Dürer's gefertiget zu seyn, wenn nicht vielmehr die Darstellung aus Dürer'schen Stichen componirt ist. Mau kann das Blatt zu den Niellen zählen. H. 1 Z. 8 L. Br. 1 Z. 4 L. B. No. 2. ASKT. Nr. 1317. 557 1317. Rogerius a Sallce, IL h. Rogier van der Weyden? In der ~5~~~a~\ Tl^t I —ii—t Sammlung des Herrn von ■^ *Q I ^ H/ I ^ Lyversberg zuOöln Waren mehrere Jahre acht Gemälde mit Darstellungen ans der Leidensgeschichte des Herrn, und sie befinden sich jetzt in der Sammlung des Land- Berichtsrathes Theodor Baumelster daselbst. In den Werken über Malerei wird die L/yversberg'sche Passion häufig angezogen, da bei an»; '"Ken Bildern auf den Meister derselben verwiesen wird. Zuletzt sollte •BCh ein Name für den Maler der Passion geschaffen werden, und man verfiel auf Israel Van Meckenen, ohne zn bedenken, dass die Kupferstiche dieses Meisters, und die mit einigem Rechte ihm zugeschriebenen Gemälde, mit den Pas'sionsvorstellungen, und anderen, diesen analogen Werken gar Dicht stimmen. Auf den vorlrefllieben Gemälden dieses alten Meisters lindei man die Jahrzahlen 1403 und 1466, welche seine Blttthezeit bezeichnen. Kr war indessen noch 1488 thätig, indem man ihm ein Epitaphgemaide mit dieser Jnhrznhl zuschreibt. Ks stammt aus der Wallrafischen Sammlung, und wird jetzt im Museum zu Cöln aufbewahrt. Dieses Gemälde verriith bereits die abnehmende Kraft des Meisters, obgleich es noch immer viele Schönheiten bietet. Die beiden Fliigelbilder sind erst 1494 und 1508 hinzugefügt worden, und rühren VOn einem anderen Künstler her, nur nicht von Israel van Meckenen, obgleich dieser Meisler noch 1502, und wohl noch später gearbeitet hat. Passavant (Kunstreise &c, S. 416) schldss den Meisler Israel auch schon vor mehr als zwei Decennien von der Thoilnahme an der Lyvers- bergischen Passion aus, und nahm das Werk für einen bisher unbekannten altkölnischen Meister in Anspruch, «reichem demnach auch alle Jene Gemälde angehören müsston, die in den Gallonen zu München, Berlin, Wien &c. dem Israel van Meckenen zugeschrieben werden. Merlo (Nachrichten von dem Leben und den Werken kölnischer Künstler 8. 275) stellt sie im Artikel des J. v. Meckenen zusammen, aber ohne diesen Meister als Verfertiget anzuerkennen. In den betreffenden Ca- talogen der Gallerten wird er aber noch lange figuriren, da nur zu oft 'l'e gründlichsten Nachweisungon unberücksiget bleiben, und* vielleicht durch höheren Machtspruch es bleiben müssen. Die Passions - Vorstellungen aus der Lyvorsbcrgischen Sammlung "ahmen die inneren Seiten zweier Flügel ein, welche wahrscheinlich ( 'üi Schnitzwerk deckten. Auf den äusseren Seiten war die Anbetung der Könige dargestellt. Die Bilder sind folgende : 1) Dal Abendmahl, 2) die Gefangcnnehmung, 3) Christus vor Pilatus, 4) die Verspottung und Dornenkrönung, 5) die Krcuztragung, ") die Kreuzigung, 7) die Kreuzabnehmung, und 8) die Auferstehung. Diese Vorstellungen sind auf Goldgrund gemalt, doch ist in verständiger Weise Landschaft und Architektur angewendet. Der Maler hätte des Goldes lüglieb enthehren können, wie es auch auf mehreren Anderen Gemälden desselben fehlt; er scheint aber in der Passion noch der Vorliebe für Goldvorziorungen Rechnung getragen zu haben, da sie ''"eh nach der Hälfte des 15. Jahrhunderts herrschte. Die Gemälde ''er Passion schliessen sich daher in dieser Hinsicht noch an die alte, Unter dein Kinilussc der Richtung des Jan van Eyck stehenden Schule ft u. Ueher der Thüro im Gemälde der Verspottung de* Heilandes stehen die Buchstaben A.S.k.T. mit, dem Wappen, wie oben gegeben. Letzteres zeigt sich auch auf dem Bilde mit Christus vor Pilatus, und «ommt auch noch anderwärts vor. Auf der Streitaxt eines Soldaten 558 ASKT. Nr. 1317. ist ebenfalls ein Schildchen zu sehen, in welchem eino Hand drei Pfeile zusammenhält. Da nun Israel van Mcckenen nicht als Malor der Passion und der dieser analogen Bilder betrachtet werden kann, so fragt es sich, von wem sie denn eigentlich herrühren könnte, und ob der Meister unter den Buchstaben A. S. K. T. angedeutet sei. Wir vermuthen darunter zunächst aus äusseren Gründen den jüngeren Rogier van der Weyden, welchen C. van Mander wenig kennt, da er ihm die alten Bilder im Rathhause zu Brüssel zuschreibt, welche entschieden von dem alten Meister dieses Namens herrühren. Letzterer starb zu Brüssel den 16. Juni 1464, van Mander lässt aber seinen Rogier van der Weyden 1529 an einer pestartigen Krankheit sterben, und rühmt ihn als denjenigen Meister, welchem die Malerei seiner Zeit die Summe aller Vorzüge zu verdanken habe. Wir müssen daher fast einen dritten Künstler, Namens Rogier van der Weyden annehmen, da jener gleichnamige Meister, welchen Sandrart ausdrücklich als erstgebornen Sohn des alten Rogier, des Schülers von Jan van Eyck, bezeichnet, das 16. Jahrhundert wohl nicht erlebt hat. Von dem Roger van der Weyden des 0. van Mander ist daher hier keine Rede, da dieser ein Maler im Sinne des genannten Schriftstellers gewesen seyn muss, ein Meister der späteren Richtung der vlämischen Schule, welche van Mander vorzugsweise preiset. Die Werke der beiden Rogier van der Weyden, welche aus dem 15. Jahrhunderte stammen, tragen im Ganzen den Charakter der Schule des Jan van Ityck, strenger jene des Vaters, etwas modificirt und vollkommener durchgebildet ist die Schulweise bei dem jüngeren Rogier. Man findet in ihren Werken nicht mehr jene kräftige, tiefe und warme Färbung in den männlichen Köpfen, welche bei Jan van Eyck, und auch noch bei Hans Meinung so auffallend von jenen der Frauen und Kinder abstechen, da diese gewöhnlich blass, mit vorherrschend bläulichen Farben, und auch in den Schattentönen immer mehr bläulich, als braun sind. In den späteren Werken des älteren, und besonders in den Bildern des jüngeren R. van der Weyden ist die hellere und vorherrschend bläuliche Färbung der Frauengestalten des J. van Eyck ausgebildet. Die Figuren sind durchaus edel, zart jene der Frauen und Kinder, und die Richtung zum Idealen ist entschieden. Das Streben, den den vlämischen Malern eigenen derberen und realeren Charakter zu idealisiren, und die hellere, durch den bläulichen Ton kältere, aber noch immer leuchtende Färbung spricht für die beiden Rogier im Allgemeinen. Diese Kennzeichen sind in den Bildern der Lyversbergischen Passion, in der Reihe der in München dem J. vau Mcckenen zugeschriebenen Gemälde, und in anderen Malwerken in den Gallerien zu Brügge, Antwerpen, Brüssel, Frankfurt am Main &c. untrüglich, und man dürfte bei Berücksichtigung derselben ausscheiden können, was an Bildern dem niutbmasslicben dritten R. van der Weyden des C. van Mander, oder dem Goswin van der Weyden, und den Nachahmern der alten Meister angehöret. Wir verweisen übrigens auch auf den ausführlichen Artikel über die beiden Rogier van der Weyden im Künstler-Lexicon XXI. S. 347 ff. Der jüngere Rogier van der Weyden könnte längere Zeit in Cöln und in anderen rheinischen Städten gelebt haben, da sich in jener Gegend so viele Gemälde fanden, welche das Gepräge seiner Kunst tragen. Merlo (die altkölnischen Meister &c. S. 200) bringt den Auszug eines Senatoren-Verzeichnisses von Nat. Chr. 1448, in welchem ein Rutger van der Weyden vorkommt, der genannte Forscher zählt in aber nicht zu den Künstlern, da auch Steffan Locthener, der berühmte Meister des sogenannten Kölner Dombildcs, aufgeführt ist, und aus ASM. Nr. 1318. 559 Merlo's Combination hervorgeht, dass nur der neunte Zunftherr jedesmal aus dem Maleramte gewählt wurde. Der Senator Rutger van der Weyden kommt also hier nicht in Betracht, da Steffan Loethener 1448 der neunte Senator, also .jener der Maler ist. Und dennoch mnss der Maler Rogier van der Weyden jun. viele Jahre im Auslande gelebt haben, da der ihm nicht sehr ferne stehende Maler und Geschichtsschreiber C. van Mauder nichts Zuverlässiges über ihn beibringt. Die oben gegebenen Buchstaben A. S. K. T. mit dem Wappen sind bisher noch nicht erklärt. Man wollte sie ahf den Meister der Passion gar nicht beziehen, sondern eher auf ein Ereignis! unter Kaiser Ti- berius. Der genannte Regier van der Weyden wurde aber, nach dem latinisironden Gebrauche seiner Zeit, auch Rogerius a oder de Salice genannt. Unter diesem Namen geht die Kreuzabnehmung in S. Pietro in Montorio zu Rom, In welcher Zani den Styl des Pietro Perugino erkennen wollte, aber wohl nur um einen zufälligen Anhaltspunkt für den R. de Salice zu gewinnen, welchen er für einen italienischen Meister hielt. 0. Cort hat dieses Bild 1565 für den Verlag des H. Cock gestochen, und im zweitcu Drucke liest man auf dem Blatte: M. Itogerii Belgae invenlum. C. Cocrt fecit. Joan. Galle exe. Dieser Rogerius Belga ist R. van der Weyden jun., welcher demnach auch in Italien Bilder hinterlassen haben muss. Im Museum zu Neapel ist ebenfalls eine Kreuzabnehmung von seiner Composition, aber wahrscheinlich nur Copie. In S. Francesco zu Messina wird das Fragment einer Kreuzabnehmung v an der Weyden's unter Glas verwahrt. Wenn nun Rogier van der Weyden jun. in Italien Werke hinterlassen hat, und er in diesem Lande Rogerius a oder de Salice genannt wurde, so könnten die Buchstaben ■4- S. vor dem Wappen A Salice bedeuten, d. h. van der Werden. Unter dem gothiseben Buchstaben A No. 22 haben wir auf eine Folge von Kupferstichen mit biblischen Darstellungen aufmerksam gemacht, Welche in der Composition auffallend an die Bilderreihe erinnern, welche 'n der k. Pinakothek zu München dem Israel van Meckencn zugeschrieben wird. Diese Gemälde dürften aber sicher von dem jüngeren Rogier herrühren, da sie vollkommen das Gepräge seiner Werke haben. Auf einem der erwähnten Kupferstiche, welcher die drei Marien am Grabe vorstellt, stehen die Buchstaben .SM in einiger Entfernung auf dem Deckel des Sarges. Wenn nun der Kupferstecher nicht vielmehr ^ S. hätte setzen sollen, so könnte man wenigstens „Salix" lesen. Auf drei anderen Blättern wäre ihm dann allerdings das S im Stichel gehlieben , da letzteres fehlt. Die Vorstellungen der Blätter sprechen a her nach unserer Ueberzeugung für R. van der Weyden jun., es m äg sie ein A oder ein S gestochen haben. Doch gesetzt auch, die erwähnten zarten Kupferstiche seien sicher nach R. van der Weyden Kefertigct, man könne die Buchstaben S/1 durch das Wort „Salix" erklären, und die Initialen AS. vor dem gegebenen Schilde bedeuten wirklich „A Salice", so sind wir doch noch nicht im Reinen. Die Erklärung der Buchstaben A". T. rechts vom Wappen bietet Schwierigkeiten auch in dem Falle, dass die Lyversbergische Passion aus einer der Kirchen oder Capellen in Cöln stamme, und somit der Buchstabe K die Deutung auf die Stadt Köln zuliesse. Wir scheitern mit der Erklärung des Buchstaben T. Auf Rogier van der Weyden jun. führte "ns aber die Analogie der Passion mit anderen Bildern, welche keinem anderen Meister zugeschrieben werden können, als diesem B,ogior. 1318. Ambrosius Scheffer, Maler von Würzburg, trat daselbst 1596 in die St. Lukas-Zunft, und stellte 1600 mit dem Glaser Jakob Büchner ein neues Bruderschaftsregister her. Auf dem Titel desselben befindet sich das Malerwappen mit drei 560 ASO—AST. Nr. 1319 — 1323. Schilden, und das gegebene Monogramm des A. Scheffer. Gemälde mit dem Zeichen können wir von ihm nicht nachweisen, es ist aher möglich, dass auch eines der gegebenen Monogrammen AS. auf ihn sich beziehe. Das obige Zeichen gibt 0. Hecker im deutschen Kunstblatt« 11. S. 105. 1319. Unbekannter Maler. Wir sahen zwei schöne Aquarell- Zeichnungen mit Ansichten alter Kirchen, welche mit «ler gegebenen Bezeichnung versehen sind. Der Maler scheint seinen Namen in ein Riithsel eingekleidet zu haben, welches wir zur Zeit nicht /62>0. lösen können. 1320. Christoph Angermayr? Dieses Zeichen findet man auf Elfen- beinsculpturen, welche meistens biblische Darstellungen in Relief geben. Brulliot I. No. 678 macht auf den Bildhauer und [SP\> KlfenbeiiNirbeitcr Christoph Angermayr aufmerksam, welcher für den Churiürsten Maximilian I. von Bayern arbeitete, und 1633 zu München starb. Im k. Elfenbein - Cabinet zu München, und in der von König Ludwig vereinigten Sammlung daselbst, sind Elfenbein- Reliefs von Angermayr, sie haben aber wenig Analogie mit denjenigen Sculpturwerkon, welche obiges Zeichen tragen. Ein Kenner der Miniaturplastik versicherte uns, dass diese biblischen Reliefs von Abondio herrühren, und dass „Abondio Sculpsit" zu lesen sei. Dieser Abondio könnte aber nicht Eine Person seyn mit dem berühmten Medailleur Antonio Abondio. El müsste diese Alossandro Abondio ,jun., der Wachsbossirer seyn, welcher in Diensten des Churfürsten Maximilian 1. stand. Unter AN. Ali. haben wir über die Künstler des Namens Abondio ausführliche Nachricht gegeben. 1321. Pietro Aquila, oder Adam Ghisi Mantuano? Im Cataloge des / j \ v Cabinet de Mr. V*** (Valois), welches Christ ordnete und /CyJ beschrieb, wird auf der Monograminentafel No. 7 dieses Zeichen i*'! dem Kupferstecher Adam Ghisi Mantuano zugeschrieben. Brulliot T. No. 677 hält es für erfunden, da auf keinem Blatte des Adam Ghisi ein derartiges Monogramm vorkommt. Wir glauben indessen an kein Falsum, wenn aber ein Kupferstich mit diesem Zeichen sich findet, so ist er nicht von Ghisi, sondern von Pietro Aquila, da sich dieser des Monogramms AP. No. 1112 bediente, und auch das S hinzufügen konnte, so dass „P. Aquila Sculpsit" zu lesen wäre. 1322. Assuerus van Londerseel, Maler und Kupferstecher 1 , be- t^iiwrrus Tnntl prr dinntc si(:h ,läung cilie8 aus AL uml AVh .issuwirus l.ona. LXC. bcstel]Cn( i cll Monogramms, in obiger Weise bezeichnet ist aber ein Kupferstich nach Abraham Bloemaert, welcher das sitzende Jesuskind mit, der Weltkugel vorstellt, 4. 1323. Alexander Strähuber, Zeichner und Maler, wurde 1814 zu Mondsee geboren, und in München zum Künstler herangebildet. Er erfreute sich der Leitung des Direktott Julias von Schnorr, und die vielen schönen und geistreichen Compositioncn, welche durch den Eormschnitt und die Lithographie von ihm bekannt sind, liefern den schlagenden Beweis, dass er wie wenige der Richtung des genannten Meisters zu folgen im Stande ist. Wir haben ihm im Künstler-Lexicon XVII. S. 451 eine ausführliche Stelle gewidmet, und eine Anzahl von Werken namhaft gemacht. Sie bestehen grösstentheils in Zeichnungen, AST. Nr. 1324—1325. 561 welche er zum Schnitte unmittelbar auf die Holzplatten ausführte. Eine Reihe von grosseren Compositionen cnthiilt die Prachtausgabe der Bibel v on Dr. M. Luther. Stuttgart und München hei Cotta 1846, gr. 4. dieselben Holzstöcko wurden auch zur Bibelübersetzung des Dr. Allioli benutzt. Sie erschien ebenfalls im Cotta'schcn Verlage, gr. 4. Eine Ausgabe der Festlieder von Dr. M. Luther, welche C. Winterfeld 1840 z «r vierten .Jubelfeier der Erfindung der Buchdrückerkunst herausgab, enthält 40 verzierte Initialen und ein figurirtes Titelblatt nach Strä- huber's Zeichnungen. Auf ähnliche Weise illustrirte er ein Missale, welches Bischof Valentin von Regensburg in Druck ausgehen Hess. Georg Scherer's alte und neue Kinderlicdcr, Traugott Loeschke's Himmel- blümchen, verschiedene Bücher zum religiösen Gebrauche, wie eine Ausgabe des Thomas a Kempis &c, haben ebenfalls Illustrationen nach Zeichnungen dieses Künstlers. In neuester Zeit erschien eine Folge y on zwölf grossen Holzschnitten mit Darstellungen aus der bayerischen Geschichte, welche aus der Anstalt von Schneider und Braun zu München hervorgingen. Strähuher lieferte neben anderen Künstlern ebenfalls Beiträge dazu. Auf vielen Blättern in den genannten Werken findet man das Monogramm des Zeichners. Die gegebenen Zeichen wiederholen sich mit geringen Variationen, sind aber nach Massgabe auch Weiner gehalten, und auf Holzschnitten weniger regelmässig gezeichnet. Gemälde kommen nur in sehr geringer Anzahl vor, da Strähuher mit Aufträgen auf Zeichnungen überhäuft ist. Doch gehören diese Com- Ppsitionen zu den schönsten Erzeugnissen der neueren deutschen religiösen Schule. Der Künstler erfasst aber auch andere Aufgaben mit gleicher Vollkommenheit. 1324. Alois Stadler, Historienmaler, geb. zu Imst in Tyrol 1792, gest. zu Sterzing 1841. Anfangs Schüler des bekannten Froscomalors Joseph Schöpf, machte er seine weiteren Studien auf der Akademie in München, wo damals P. Langer einen weitverbreiteten Ruf genoss. Stadler folgte ebenfalls der Richtung desselben, von welcher er auch in Rom, wohin sich der Künstler 1819 begab, nicht weit abkam. -^eitere Anregung fand er später wieder in München, wo mittlerweile y v. Cornelius eine neue Aera der Kunst erschloss. Stadler blieb indessen seiner älteren akademischen Manier getreu, wie die zahlreichen Altarbilder beweisen, welche man in den Kirchen Tyrols von ihm findet. '"dessen fehlte es den Werken dieser Art damals nicht an Bewunderern, sie können aber den Massstab der neueren Critik nicht ertragen. Auf mehreren Gemälden dieses tüchtigen Künstlers findet man ein ^Namenszeichen, gewöhnlich in obiger Form. 1325. Abel Stimmer, der Bruder des Tobias Stimmer von Schaffhausen, brachte die Miniatur-Schmelzmalerei auf Glas zu einer hohen Stufe der Vollendung. Er malte Bildnisse und Wappen, welche das Zeichen des Meisters tragen, aber sehr selten geworden sind. Bartsch P. gr. IX. p. 559 beschreibt auch Tyw,: ein kräftig und geistreich radirtes Blatt von ihm, das Bildnis» des Lazarus von Schwcndi mit allegorischem Beiwerk, welches unten in der Mitte den abgekürzten Namen c Jes Künstlers trägt. Der genannte Schriftsteller lässt ihn jedoch unge- j'eutet, indem er den Abel Stimmer darunter wohl nicht vermuthete. Auch °Mte Bartsch kein vollständiges Exemplar vor sich. Unter dein Namenszeichen steht eine biographische Nachricht über den kaiserlichen Rath '• von Schwendi in 39 deutschen Versen, mit der Adresse: Strasshurg 562 AST —ASTE. Nr. 1326 — 1328. bei Bernhard Jobin MDLXXIX. "Wir haben darauf bereits im Künstler- Lexicon aufmerksam gemacht, und ausser diesem Polioblatte auch noch zweier anderer Radirungen erwähnt. Das eine dieser Blätter enthält das Bildniss des kaiserlichen Fcldherrn Christoph Baron von Tenffen- bach, welches in Campenhouten's Merkwürdigkeiten des Schlosses Ambras zu finden ist, wesswegen auf der Rückseite Text vorkommt. Dieses Blatt ist ohne Zeichen, stimmt aber in der Arbeit mit jenem des L. Schwcndi. Das andere Blatt stellt ein nach links galopirondes Pferd vor, und hat das zweite, auch von Brulliot gegebene Monogramm mit der Jahrzahl 15711. — Diesen Blättern fügen wir folgende bei: 1) Johannes llarlungus Aelatis suae 1.XXV 1S79. Ein bärtiger Mann in Brustbild mit dem Buche in der rechten Hand, welcher die Linke auf den Tisch legt, in einem reich verzierten Oval mit zwei weiblichen Figuren rechts und links oben. Unten im Cartouchc ist ein griechisches und ein lateinisches Distichon : IlokXü xcc/imp xni jiokkct iiad-tov &c. Links unten steht das erste der gegebenen Zeichen. II. 10 Z. 9 L. Br. 7 Z. 2) Eine räthselhaftc allegorische Darstellung, deren Beschreibung wir Herrn Börner verdanken. Rechts vorn liegt eine weibliche Figur, welche nur den Unterleib und die Beine bedeckt hält. Vor ihr sind Messinstrumente, eine Tafel, Stock und Pinsel &c. Von der Linken her kommt Merkur, und im Mittelgründe rechts führen Minerva und ein König einen Mann mit auf den Rücken gebundenen Händen. In einiger Entfernung links steht ein Mann mit einem hohen Pokale, und eine Frau ist auf der P'lucht begriffen. Auch ein junger Mensch eilt mit der Tafel davon. Auf der Anhöbe stehen zwei Figuren vor dem Hause. Das Monogramm weicht von dem ersten etwas ab, indem die Linien einfach sind. H. 9 Z. Br. 7'/, Z. 1326. Adolph Stademann, Landschaftsmaler, geb. zu München Ar\ 1824, gehört zu den vorzüglichsten Künstlern seines 1 Faches. Seine Bilder sind von grosser Wirkung, und t )f~ • auc ^ * n ( * er Technik vollkommen. Auf Zeichnungen ^ ' und Skizzen, so wie auch auf einigen kleineren Gemälden , findet man die gegebene Signatur. 1327. Unbekannter Kupferstecher? Nach Christ (Monogrammen- » C+r,t Erklärung S. 107) soll sich diese Abbreviatur auf Kupfer* A. OtAl. Wichen linden, welche 1568 zu Venedig bei Niccolo Neil« gedruckt sind. Die Richtigkeit dieser Angabe ist noch nicht bestätiget, wenn auch Heller im Monogrammen - Lexicon S. 38 entschieden von einem Kupferstecher A. Slat. spricht. In Rom lebte gleichzeitig ein Kunsthändler Johannes Statius, welcher aus Belgien stammt, und Staet hiess. Er zeichnete „Statu Formis Romae", oder St. Fo. llo. Von einem A. Statius ist uns nichts bekannt. 1328. Anton Strassgschwandtner, Zeichner und Maler in Wien, T\ ist durch schöne militärische Bilder bekannt. Er «i^ (1/ malt mit Vorliebe Pferde, und daher stellen die JA. rhy ^^ meisten Gemälde Angriffe und Schlachten zu Pferd l)j£^y '/—3 vor. Hier handelt es sich um folgendes Werk: S^ 0O Zeichnungen in der Weise dos Hans Burgkmair, der V y-i y genannte Schriftsteller hatte aher für den Träger desselben keinen Namen. Wir haben wahrscheinlich den Meister durch das zweite Zeichen entdeckt. Dieses gehört dem Bildhauer Albert von Soest an, welcher sich aucn Albertus Suzatienus nannte. ImRath- hause zu Lüneburg sind Schnitzarbeiten von ihm, durch welche er sich als einen der trefflichsten Meister der Renaissance - Periode legitimirt. Nach den Jahrzahlen zu urtheilen, arbeitete Albert von Soest von 1563 — 68 in Lüneburg. Dieser Albert von Soest scheint der Sohn des bekannten Kupferstecheis Heinrich Aldegrever gewesen zu seyn. Letzterer liess sich 1532 2 » Soest nieder, und nannte sich selbst einen Soester. Der Kupferstecher Heinrich Aldegrever wird in verschiedenen älteren Werken ebenfalls Albert genannt, weil ihn nämlich Sandrart Albert Aldcgraf nennt, und man anderwärts von einem Albert von Westphalcn weiss. Letzterer ■st wahrscheinlich unser Bildhauer, und der Zeichner, dessen Monogramm Brulliot gibt. Das zweite Zeichen kommt auf Sculpturen vor. Werke dieser Art, so wie Ansichten von Gebäuden im Renaissance-Styl macht gegenwärtig der Alterthumsvercin in Lüneburg bekannt. Im Jahre 1854 erschien das zweite Heft, fol. 1330. Abraham Sybold, Maler von Bern, war um 1590—1620 A f-i -r r^ thütig. Er malte historische Darstellungen in Oel ' A\ . ^-j. \/V. und auf Glas, doch scheinen die Werke dieser Art ■*-^ *-* selten zu seyn. Dagegen findet man schöne Zeichnungen , welche getuscht und leicht colorirt sind, besonders in den nackten Thcilen, wie es bei den Schweizer Künstlern häufig der Fall 'st. Auch reiche architektonische Einfassungen liebte er. Die letzteren •Jahre seines Lebens hielt sich der Künstler in Chur auf. Das obige Zeichen kommt auf Zeichnungen des Meisters vor, und vielleicht auch auf Gemälden. 1331. Antonio Salamanca, über dessen Thätigkeit wir oben unter A C v A. S. No. 1266 Nachricht gegeben haben, bezeichnete • O. W. au f g 0 i c he Weise chalcographische Verlagsartikel. Man A S Y findet diese Initialen, welche „Antonius Salamanca Excu- " ' dit" bedeuten, auf mehreren Blättern nach Michel Angelo, besonders auf jenen nach dem jüngsten Gerichte. Ueber diese Werke nahen wir unter A. S. 1. c. gehandelt. Die Blätter mit dieser Adresse sind von N. Beatrizet, Nie. de la Casa und J. Bonasone gestochen. 1332. Fingirtes Zeichen. Man findet es auf einer gegenseitigen Copie des Blattes von Martin Schön, welches die Versuchung des hl. Antonius vorstellt, B. No. 47. Der Heilige wird von Teufeln in den scheusslichsten Gestalten durch die Lüfte geführt. Unten links ist das Zeichen des Albrecht Dürer eingestochen, während im Originale rechts jenes des M. Schön zu sehen ist. Rechts brachte der Copist das gegebene Monogramm mit Uer Jahrzahl 1530 an. H. 11 Z. 3 L. Br. 8 Z. 6 L. ~ Der Copist, welchen Ileinecke, Neue Nachrichten von Künstlern v,' 433, füv alt hält, gehört wahrscheinlich dem 18. Jahrhundert an. ** hatte die gegenseitige Copie von Raphacl de Mey zur Vorlage, 564 AT. Nr. 1333 — 1334. welche gegen Ende des 16. Jahrhunderts bei Johann Bussemacher in Coln erschien. Mey gab den Martin Schön als Erfinder an, der neuere Copist wollte aber die Composition dem A. Dürer beilegen, und beging daher ein ungeschicktes Falsum. 1333. Martin Treu, angeblich Kupferstecher von Nürnberg. Diejenigen Kunstfreunde, welche mit der Bedeutung dieser Zeichen nicht, bekannt sind, worden die Buchstaben i-/l I i AT darunter vennuthen , besonders unter dem erste». Sic bestehen aber aus MT, und werden nach Christ einem unbekannten Martin Treu zugeschrieben. Wir kommen daher unter MT. darauf zurück, und bemerken hier nur, dass sich das erste Monogramm, welches von jenem bei Bartsch IX. p. 68, X. Tab. des nionogr. NO. 247 eben so sehr abweicht, als das /weite, auf einem Blatte mit Goldschmieds- Verzierungen finde. Es enthält Medaillons, Griffe, Schnörkel, Laubwerk, Füllhörner u. dgl., Alles auf schwarzem Grunde. Links oben auf einer Tafel steht das Zeichen mit der .Tshrzahl 840, Dieser Stich schliesst sich jenen an, welche Bartsch No. 39 u. 40 beschreibt. Das zweite Monogramm, mit der.labrzabl !5Mi, steht auf einem Blatte aus der Folge der Hoehzoittänzer, B. No. 24 — 35. 1334. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1525 in Deutsch: > I I < >_*, land thätig war. Bartsch P. gr. VIII. p, 537 kennt ^TV /j\ von ihm nur zwei Copion nach II. S. Beham, der Künstler hat aber auch Blätter von A. Dürer nach- gestochen. Wie viele Copisten, so erreichte auch er das Vorbild nur in geringerem Grade, das Blatt No. 1 etwa ausgenommen. Malpe II. No. 56 schreibt das vierte Zeichen irrig dem Anton Fantuzzi da Tronto zu. 1) Die säugende Maria, gegenseitige Copie nach A. Dürer, B. No. 36. Sie sitzt auf der Basonbank, und hält das Kind im linken Arme, welchem sie die Brust reicht. Das Haupt umgibt eine Perlenschnur, und ist mit dem Schleier bedeckt. Dicht am unteren Bande liegt der Stein mit dem dritten Zeichen, da wo sonst Dürer's Monogramm ist. Die Zahl 155 soll wahrscheinlich 1525 bedeuten, da, auch das folgende Blatt aus dieser Zeit stammt. II. 4 Z. 4 L. P.r. 2 Z. 9 L. — Hellet kennt diese, und die folgende Copie nicht. Vgl. W. Sehern, Kunstblatt 1830 S. 68. Letzterer beschreibt einen Abdruck, wo zu beiden Seiten in der Mitte ein Loch in der Platte sieh zeigt. 2) Die saugende Maria, gegenseitige Copie nach A. Dürer, B. No. 34. Sie sitzt mit dem Schleier auf dem Haupte auf einer Rasenbank, und reicht dem Binde die Brust. Die Bank ist mit einem hölzernen Geländer umgeben, und in Mitte des Blattes erbebt sich ein Baumstamm, woran im Originale ein Tafelchen mit der .Tahrzahl 1503 hängt. I' 1 der Copie ist im Tftfelchen 1525, und links in halber Höhe siebt man das zweite Zeichen. Bund, Durchmesser 2 Z. 9 L. 3) [B. No. 1.] Zwei Apostel, stehend nach rechts. Der eine hält ein Messer, der andere ein Beil. Bechts oben das erste Zeichen mit 1525. IT. 2 Z. 4 L. Br. 1 Z. 8 L. — Gegenseitige Copie nach IT. S. Beham, B. No. 42. 4) St. Christoph mit dem Jesuskinde, im Wasser nach rechts schrei" t.ond. Er hält mit beiden Händen einen Baumstamm, und unten rechts bemerkt, man das Zeichen. Copie nach Lucas von Lcyden, B. No. 199- II. 3 Z. Br. 1 Z. 1 L. 5) Eilf nackte Männer mit Schwertern und breiten Säbeln im Kampf"- Jener zur Linken vertbeidiget sieh mit, einem Baume, und rechts er- fasst ein Mann den anderen beim Kusse. Unten gegen rechts am Stein* AT. Nr. 1335 — 1336. 565 ist das vierte Zeichen. H. 1 Z. 5 L. Br. 4 Z. 6 L. — Dieses Blatt scheint nach dem Meister LB. copirt zu seyn, B. VIII. p. 306 No. 21. 6) [B. No. 2.] Die Bäuerin auf dem Wege zum Markte. Sie ist "i Profil nach rechts gewendet, trägt Eier im Korbe und einen Topf auf dem Rücken. Rechts unten das Zeichen mit ir>25. H. 2 Z. 1 D. w- 1Z. 4L.- Gegenseitige Copie nach H. S. Beham, B. No. 192. ^1335. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1570 in Deutsch- yt-j"' lund lebte, und mit keinem der liier unter ähnlichen Mono- -^TV. grammen eingeführten Meistern Eine Person seyn dürfte. Man nndet das gegebene Zeichen auf einer Copie nach Heinrich Aldegrever, Reiche die Steinigung der Ankläger der Susanna vorstellt. Sie sind beide an eine Säule gebunden. Das Original hat rechts oben das Monogramm AU. No. 583, mit der Jahrzahl iSSS, die gegenseitige Copie aber obiges Zeichen mit der Jahrzahl 1570. H. 4 Z. 3 L. Br. 3 Z. Der Meister AT hat vielleicht die ganze Eolgo der von Bartsch ■No. 30 — 33 erwähnten Darstellungen aus dem Leben der Susanna co- P lr t. In der Anleitung zur Kupferstichkundc S. 7 spricht Bartsch wenigstens von einer Copie der Ucberraschung der Susanna durch die beiden Alten, welche aber ohne Zeichen ist. Wir haben im Artikel Aldegre- ^r's S. 290 No. 7 darauf hingewiesen, aber die angebliche Copie mit "Minden unter die späteren Abdrücke von der Originalplatte verwiesen. Von diesem Meister gibt es auch eine Copie des Urtheils Salo- m °ns, B. No. 29 der Werke des Aldegrever. Sic ist mit der Jahrzahl *5 welcher der Schule von Fontainebleau angehöret. B. XVI. p. 370. Mo »ogrammi«tcn. 41 566 AT. Nr. 1337—1341. 1337. Anton Treu, oder Trewer? Im Cabinet dos Paul von Praun, 1556 we h'hes ö- von Murr beschrieb, war eine Zeichnung mit dem Ä gegebenen Monogramme und der Jahrzahl 1656. Sie gibt die Ansicht eines alten Schlosses, mit der Feder umrissen, in Bister ausgeführt und mit Weiss gehöht. Murr hatte für den Träger des Monogrammos keinen Namen, er soll aber Anton Treu oder Treuer heissen. Man deutet ein aus den Buchstaben M T bestehendes Monogramm auf einen Martin Treu, welcher in den ersten Decennicn des 16. Jahrhunderts in Nürnberg gelebt haben soll, und somit könnte der Zeichnen ein Nachkömmling desselben seyn. Merlo (Kunst und Künstler in Cölu S. 557) theilt aber auch eine Liste von Malern mit, welche nach 1527 in Cöln zünftig waren, und darunterkommt ein Anton Trewer vor. Dieser Künstler dürfte noch um 1556, und noch später gelebt haben. Auch auf ihn würde das Monogramm passen, Niemand aber sagt uns, dass ein Anton Treu oder Trewer Landschaften mit Architektur gezeichnet und gemalt habe. 133 8. To blas Andrea, Maler von Frankfurt, machte seine Studien ^JXT\ r l\ ** an der Akademie in Düsseldorf, begab sich dann zu /\ A'x 6'oichem Zwecke nach München, und endlich nach Rom, J- *-/-*- p wo der Künstler 1853 ankam. Er malt historische Dar- £5 Stellungen und Genrebilder. Auf kleineren Gemälden, und schönen Studien von Köpfen und Figuren in Oel findet man das Monogramm dos Künstlers, auch mit dem Beisatz: Rom 54. Das zweite Zeichen fanden wir auf einem Gemälde mit einer Strandansicht bei Neapel. Ein Fischer zieht das Netz ein. 1339. Antonio da Trento, der Formschneider, welchen wir von Antonio Fantuzzi trennen mussten, bediente sich der gegebenen Zeichen. Nicht jeder wird aber darin A T erkennen, sondern die häufig vorkommende Form des A, wie dieses sich durch Modifikation des gothischen A gebildet hat. Das was über Antonio da Trento gesagt werden musste, s. daher No. 17 der Monogrammen S. 8. Ein Gleiches verhält es sich mit dem Zeichen des Antonio Teni- pesta, welches den beiden kleineren Monogrammen gleicht. 1340. Claude Felix Theodore Caruelle Allgny, Maler und Radirer, ' /ry geb. zu Chaumes 1798, war Schüler von Rcgnault und Watclet' -/JA. Er gründete in Paris seinen Ruf als Landschaftor, und hinter- liess mehrere schöne Radirungen, welche als Frucht seiner Reisen i" Griechenland und Neapel zu betrachten sind. Auf einigen Werken steht das Monogramm des Künstlers. 1—10) Vues des Sites les plus celebres do la Grece nntique, des- sinees sur nature, et gravees a l'eau forte, par Theodor Aligny. Paris 1845, 46; roy. fol. 11) Souvenirs du Mont Penthelique en Grece. Griechische Landschaft mit einem Weibe, fol. 12) Royaume de Naplcs, Vuc prise dans 1'Ilc de Capri. Landschaft mit Staffage 1844, gr. qu. fol. 13) Vue prise sur l'ancienne voie de Tombeaux, 1844. Landschaft mit Staffage, gr. qu. fol. 1341. Thomas Armstrong, Formschneider in London, ist dm'd' zahlreiche Blätter bekannt, welche aber in verschiedenen il' 11 ' strirten Werken zu suchen sind. Das gegebene Zeichen findet man auf einem Blatte nach John Franklin in S. C. Hai' 9 Xs AT. Nr. 1342-1346. 567 Book of british Ballads. London 1042. Ueber dieses Werk s. No. 1208, S- 518 der Monogrammisten. _1342. A. Toller in Leipzig dürfte der Träger dieses Zeichens seyn. ~ Man findet es,auf einem grossen Holzschnitte von Eduard Kretz- schmar nach dem bcrtthmtcn Bilde Lessing's, welches Dr. M. _ Luther vorstellt, wie er vor der Schlosskirche zu Wittenberg d 'e päpstliche Bannbulle verbrennt. Links unten im Boden bemerkt m än das gegebene Zeichen, welches vermuthlich denjenigen Künstler andeutet, der die Zeichnung nach dem Carton des Bildes im Besitze des Dr. Lucanus in Halbcrstadt gefertiget hat. Der schöne Holzschnitt hndet sich in der Leipziger illustrirten Zeitung 1853 No. 545. Der verfertiger, E. Kretzschmar, lebt bekanntlich in Leipzig, und in seinem Atelier ist A. Toller thätig. Letzterer trug 1854 auch Zeichnungen von F. Kanitz in Wien für die illustrirte Zeitung auf Holz über. Unter den Cursiven AT. No. 1359 kommen wir auf Toller zurück. 1343. Diese Zeichen wird man eher für Ä, als für AT nehmen, ^^t und daher kommen sie bereits ^<>Fecit" supplirt. Diese Erklärung hat in Hinsicht auf die Autorität eines A. v. Bartsch fast allgemeine Annahme gefunden; allein T kann *J ls dem Grunde nicht „Trideutino" bedeuten, weil Fantnzzi nicht aus Jrento, sondern aus Bologna stammt. In den sicheren Monogrammen des A. Fantuzzi, welche aus ANFT. bestehen, bedeutet das 7" „Tftglio" oder „Tagliatore", und wenn daher die Blätter mit den Buchstaben •"*• 7". wirklich von ihm herrühren sollten, so ist die Erklärung nicht schwer. Allein die mit A. T., und ATF. bezeichneten Radirungen stimmen nicht alle vollkommen mit den ächten Blättern Fantuzzi's, obgleich s, e in der Weise der Schule von Fontainebleau behandelt sind. Sie scheinen in eine spätere Zeit, als jene des A. Fantuzzi zu gehören, "id daher möchten wir glauben, der Meistor A.T. sei Eine rerson ">it dem Monogrammisten AT. No. 1334. Dieser Künstler war um '555 thätig, während Fantuzzi mit dem Jahre 1545 abgeschlossen zu haben scheint. 1353. Unbekannter Meister, welcher gegen 1530, oder auch noch y^p später in Deutschland thätig war. Die Initialen seines Namens findet man auf einem Holzschnitte, welcher die Bathscba im Bade Vorstellt, wie sie stehend im Bassin von drei Frauen bedient wird, "ochts auf dem Balcone bemerkt man den König David, und unten Segen links stehen die Buchstaben AT. H. 7 Z. 10 L. Br. 5 Z. 10 L. Dieses Blatt erinnert in der Behandlung an Urse Graf. Im alten Abdrucke kommt es selten vor. Die neueren sind in dem Werke von ^erschau und Becker II. No. 16. 1354. Antonio Tempesta von Florenz fand unter dem Monogramm AT.» AET. No. 506 u. 508 eine ausführliche Stelle, und wir kommen _^r g " auch unter ATF. auf ihn zurück. Das reiche Kupferwerk dieses -'' Künstlers bietet die grösste Abwechslung. Mit AT sc. bezeichnet sind mehrere landschaftliche Radirungen, welche stark geätzt sind, ■M daher ein rohes Ansehen haben. Diese Blätter sind indessen geist- 570 AT. Nr. 1355 — 1359. reicher, als viele andere Stiche des Meisters, und finden daher ihre Liebhaber. Die Buchstaben AT. f. stehen auf Blättern mit Reiterstatuen, welche leicht radiit und mit dem Stichel vollendet sind. 1355. Antoine Trimenon, oder Trochon, Kupferstecher, war in der # zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Paris thätig. Er stach * ' /"' einige grosse Blätter nach N. N. Coyel, hier handelt es sich aber um einige Bildnisse in der von J. Odieuvre veranstalteten Europc illustre. Paris 17, 50, gr. 4. Sie sollen von Tronchon gestochen seyn. Darunter ist das Bildniss des Königs Gustav Adolph von Schweden, und jenes des Prinzen Philipp Emanuel de Lorrain. Beide Blätter kommen auch in Ilume's Histoiro de l'Angletcrre. Paris 1703, vor. 1356. Alexander Tarasewicz, Kupferstecher, war um 1678 in A T" 1 Augsburg thätig. Im Jlosarium et Officium B. Mariae Virginis, ' welches 1678 daselbst erschien, sind verschiedene Vignetten von ihm, theils mit AT. bezeichnet. 1357. Andreas Tympe, Medailleur, hatte um 1665 die k. polnische l^f Münze pachtweise übernommen, und verbreitete geringhaltige Münzen, welche man die polnischen Tympen nannte. Auf einigen stehen die Buchstaben AT. 1358. Johann Anton Tischbein, Maler, geb. zu Hayna 1720, gest. ,, ^^s zu Hamburg 1784. Dieser ideenreiche Künstler wurde // / ■ zu seiner Zeit bewundert, seino Werke bestehen aber C/L/'U' l / tt< grösstentheils nur in geistreichen Skizzen. Den Stoff wählte er aus der griechischen und römischen Geschichte, und auch biblische Darstellungen zog er in sein Bereich, in welchem er mit derbem Pinsel losarbeitete. Von durchgebildeten Compositionen, wie sie bei den Akademikern hohen Styls seiner Zeit vorkommen, ist bei ihm keine Rede. Die Initialen seines Namens findet man auf historischen und landschaftlichen Zeichnungen. Diese sind gewöhnlich mit der Feder entworfen , und mit Roth, Braun oder Schwarz leicht ausgearbeitet. Die Anzahl dieser flüchtigen Produkte ist gross. 1359. A. Toller, Zeichner in Leipzig, ist im xylographischen In- p. rt" stitute von E. Kretzschmar beschäftiget. In dieser Anstalt werden Li/ J die Stöcke für die illustrirte Zeitung geschnitten, und Toller ist einer derjenigen Künstler, welche die eingesandten Zeichnungen zum Schnitte auf Holz übertragen. Zu den grössten Blättern gehören jene, welche die Ankunft der Herzogin Elisabeth in Bayern, und die Vermählung derselben mit dem Kaiser Franz Joseph in Wien vorstellen- Man findet diese reichen Bilder in der illustrirten Zeitung vom 6. Ma 1 1854. Der Maler F. Kanitz in Wien hatte diese festlichen Ereignisse an Ort und Stelle gezeichnet, und Toller trug die Zeichnungen auf den Holzstock über. Daraus erklären sich auf den Blättern die Buchstaben F. K. , und A T. Letztere sind aber auf den erwähnten Holzschnitten kräftiger gehalten, als oben gegeben, nämlich auf jenem mit der Ankunft der jungen Kaiserin. Auf dem Blatt mit der Vermählung sind alle vier Buchstaben in Antiqua mit Doppellinien gebildet, wie im Ar' tikel des Malers F. Kanitz zu ersehen ist. Die gegebenen Cursiven findet man auf einem schönen Blatte der illustrirten Zeitung vom 1. Jänner 1855 No. 600. Es enthält das Bildniss des Malers und Professors Ernst Bcndemann. Die Zahl der Holzschnitte mit dem Zeichen Toller's ist ziemlich bedeutend, wir glauben aber nicht, dass auch der Schnitt von ihm herrühre. Als Zeichner nennt er sich auf einem grossen Holzschnitte der erwähnten Zeitung vom 15. Jänner 1857. Er gi bt ATCA-ATF. Nr. 1360—1366. 571 eine meisterhafte Landschaft von Andreas Achenbach mit den Namen "eider Künstler übereinander. Unser Meister zeichnete: A. Toller del. Der Formschneider ist nicht genannt. Vgl. auch'No. 1342. 1360. Antonio Gampi von Cremona. Brulliot I. No. 28 gibt dieses 7TT p A Zeichen nach einer handschriftlichen Notiz Mariette's, welcher * ^*» es auf Antonio Campi von Cremona deutete. Marietto fand das Monogramm auf einem Blatte in Helldunkel, welches den auf dem Kreuze schlafenden jungen Heiland darstellt. Wir fanden kein Blatt dieser Art beschrieben, zweifeln aber an der Existenz desselben nicht, da Mariettc als hinlängliche Autorität gilt. 1361. Antonio Torelll, Maler und Radirer, war in Dresden thätig, ihr-! t\ f wo sein Vater Stefano von 1740 an die Stelle eines *sij JJ/C Hofmalers bekleidete. Antonio Torelli radirte einige /j sr*QC Blätter, welche die Buchstaben ATD. tragen. Das *St> \J JÜ Je. D bedeutet „Dresdae". Der Künstler starb 1754. 13 62. Adrian Th omas Keij fand als muthmasslicher Träger dieses Zeichens oben No. 462 eine Stelle, und wir schulten es hier nur desswegen ein, weil bei genauer Zerlegung in die Bestandteile ATE, oder ATEK gelesen werden kann. Die Blätter, auf "7E> W^t I welchen das Zeichen vorkommt, sind No. 462 be> ■*-£< E^Kb5b^2 schrieben, unddaherbedarfes nur dcsRückweises. 1363. Antonio Tempesta bezeichnete auf solche Weise mehrere ^Tf? radirte Blätter, sowohl biblische Darstellungen, als Schlachten -iXjtnp- und Jagden. Mathäus Merian copirte eine Folge von Jagden, A Tetn/o u bezeichnete die Blätter ebenfalls A.Temp. Man erkennt " / sie aber theils durch den Namen des Copisten, theils durch die moderneren Charaktere der Abbreviatur. Vgl. die beiden folgenden Artikel. 1364. Antonio Tempesta ist oben No. 506 unter dem gegebenen TTT «TTTE- ^ e ' cnen bereits eingeführt, da man auch AET lesen ■"■ **» '•"■ kann. Wir verweisen hier nur auf die bezeichnete Stelle. 1365. Antonio Tempesta findet oben No. 508 seine Stelle, da ^. t_ Tr'x .f. auou A.. E. T. F. gelesen werden kann. Wir •**->£* ,t •Jx.Xj'l' enthalten uns daher jeder weiteren Bemerk- "IV "p .-p __ ung, da loco citato ausführlich über diesen -- 1369. Antonio Travani, Medailleur, war in Rom thätig, und starb i n. p daselbst 1741. Zu seinen früheren Arbeiten gehört das Bild- A ' - • niss des Gelehrten Ippolito E'ornasari von 1692. Auf späteren Medaillen stehen die Initialen des Namens. Dann findet man auch Gepräge mit dem Namen TRAVANVS, es ist aber noch nicht ermittelt, oh sie seinem angeblichen Bruder Gio. Francesco, oder ihm angehören. 1370. Antonio Temnesta, Maler und Radirer von Florenz, einer a T - der fruchtbarsten italienischen Künstler (1555 — 1630), hat bei Bartsch P. gr. XVII. p. 127 eine ausführliche Stelle gefunden, und auch wir hatten Gelegenheit, öfter auf ihn aufmerksam zu macheöi ATF —ATR. Nr. 1371 — 1375. 573 da er seine Blätter auf verschiedene Weise bezeichnete, doch meistens mit dem Monogramm'e AET, und AETF. Die Initialen ATF, wie oben gegeben, auch etwas grösser, und durch Punkte getrennt, findet man auf radirten Blättern mit Jagden, Schlachten und Landschaften. Dann zeichnete er auf solche Weise auch Blätter der biblischen Folge bei Bartsch No. 330 — 342. Im Peintre- graveur und im Künstlor-Lexicon XVIII. S. 173 ff. sind die vielen Stiche und Radirungen Tempcsta's verzeichnet. 1371. Andreas Trost, Kupferstecher, war um 1680 zu Wagcnsperg > — J rfS in Kärnthen thätig. In W. Walvasor's Beschreibung von *^L> 1) [!*• No. 20.] Jesus Christus durch Pilatus od-lJOnOfl. dem Volke vorgestellt, vor dessen Anblick Mari» in Ohnmacht sinkt. IU. m » et R. mo I). I). no. Henrico Caetano S. E. R- Card, amplissimo Bon. leg. dicalnm —. Am. Correy. Parmao in Acdibu» l'ratorum —i.5«7. Aug: Cor: Bon: ine: excu: H. 13 Z. mit 8 L. Rand, Br. 9 Z. 9 L. — Diess ist eines der schönsten Blätter des Meisters. 2) [B. No. 95.] Der hl. Hieronymus, nach dem berühmten Gemälde des A. Correggio in Dresden. Maria sitzt mit dem Kinde auf dem Schoosse in einer Landschaft, St. Hieronymus steht links mit dem Buch") und rechts küsat Magdalena dem Kinde den Fuss. Rechts unten: Au9' Car. Bonon. ineidit et imprestit iORCi. Im Rande ist die Dedication des Augustin Carracci an Tiberio Delphino. H. 17 Z. und 9 L. Rand, AUG. Nr. 1380—1381. 575 Br. 12 Z. — Die ersten Abdrücke sind, wie angegeben, mit der Adresse des Stechers versehen. Dann folgen jene mit der Adresse: „Venetiis Donati Raseiotti formis", und die dritten Abdrücke haben statt dieser Adresse folgende Verlagsanzcigc : „Venetiis Doina et Valegio formis." 1380. Agostino Carracci, über welchen wir unter A.C. No. 29ß //_/-< ausführlich gebändelt haben, bezeichnete auf diese /?' \J^' -*■ ■ Weise einige Matter. Wir fügen sie hier bei, mit a" „ _ Hinweisung auf die Nummern des Peintro graveur &■_ XV1IL, und mit einigen Zusätzen zu dem gc- i$ K "' S nannten Werke: -Aua.(m. ft *U S IiailUlUU IVI'I'KC: ^A-lKt/ CcM> -C ^ f B ' No ' 3 '-l Der •' unge Tobias vom Engel f.ß. ~y- w>. jf. geführt. Haphael Itegien. In. Axuf. Car. fe. ISfll. A ' ^ II. 14 '/,. 7 L. mit 5 L. Rand, Dr. 10 Z. 6 B.— ■flVWuf. Ccw. £. Wenn dieses Blatt je von A. Carracci herrührt, v -' so ist wenigstens die Jahrzahl 1581 später aufgesetzt worden. Es scheint aus früherer Zeit zu stammen. Im zweiten Drucke steht an der Stelle des Wortes „Regien." Vrbin., und unten die Adresse : l'ranco Forma. — Math. Greutcr bat dieses Blatt copirt. 2) [B. No. 101.] Der Leichnam des Herrn auf dem Schoosse der Maria, umgeben von Johannes und den hl. Frauen. Rechts unten : Aug. Car. F. — tS90, links: St slampa da Malteo (limlici alli Cesarini. H. 4 Z. 6 Li Br. 6 Z. — Copie nach Annibale's Cristp di Caprarola. 3) [B. No. 78.j Die Marter der hl. Justina, in zwei Blättern nach Paolo Veronese. Unten nach rechts im zweiten Blatte : Cum Privilegiis Summi Ponlipcis Caes. Maestatis Itegis Catholici et Senalns Veneli. Im Rande ist die. Dedication an Jacobo Contareno. Die Unterschrift in zwei Zeilen i Nihil gloriosius -------- Venetiis Kai. Jan. MDLXXX1I Cl""" D. V. Adiclissimi Lucas JSertellus et socius. — Augu s . Car. fc. II. 32 Z. jl L. mit 6 L. Rand, Br. 21 Z. 9 L. — Bartsch kennt nur den Abdruck mit der Adresse von Luca Bertelli. In den Späteren Fxomplaren Steht nach Adictissimi Jacobus Franco exeudit in Frezzaria. — Es gibt auch eine sehr schöne alte Copie von der Gegenseite. Der Neger mit dem Hunde ist hier links vom. 4) Die hl. Catharina, halbe Figur, wie sie sich auf das Rad stützt. Oben steht: S. CATARINA, links unten: Aug. Car. fe. II. 4 Z. 5% L. Br. 3 Z. 6 L. — Bartsch XVIII. p. 70 No. 64 kennt nur einen ersten Druck ohne alle Schrift. Die zweiten Abdrücke sind mit obiger Schrift v ersehen, und die dritten haben die Adresse: Ouidotti for. in Bologna. An diese Blätter reihen wir die beiden folgenden, welche Bartsch '"cht kennt. Sie sind ohne Zeichen, aber wahrscheinlich nur im ersten Drucke. Sie schliessen sich an die von Bartsch No. 77 (St. Justina), No. 79 (St. Iiucia) und No. 81 (Maria Magdalena) beschriebenen Blätter, und gehören mit diesen zu den früheren Stichen des Meisters. 5) St. Margaretha von Antiochien mit Kreuz und Palme auf den Drachen tretend. Unten steht: 1). Margarila Anliochena Virgo et IHarlgr Werum qeslanlibus invocari solita. I'tissa A° 211) 20 July. H. mit der Schrift im Rande 6 Z. 4 L., Br. 4 Z. 6) Die hl. Lucia, verschieden von der von Bartsch No. 79 beschriebenen Darstellung in halber Figur. In diesem Blatte ist die Heilige ' n ganzer Figur vorgestellt. Man findet es in der zweiten Ausgabe des Zeichenbuches von A. Carracci, über welches wir unter A. C. Nachricht gaben. 1381. Agostino Carracci, dessen Handschrift wir in den vorher- Avn Cnirnv- ff gehenden Artikeln kennen gelernt haben, soll in y* <■'«'«-*• l c ' solcherweise zwei Blätter gezeichnet habon, welche 576 AUGQ —AUGU. Nr. 1382-1384. für Original gehalten werden. Der fehlerhafte Name dürfte aber von ihm nicht selbst aufgestochen seyn. 1) Die hl. Familie. Maria sitzt mit dem Kinde in den Armen, ttnd letzteres erhebt die rechte Hand. Links im Grunde stützt sich Joseph auf den Stock. Die Vorstellung ist in einer Einfassung, und links unten liest man : Aug. Corax, fe. II. 3 Z. 3 L. Br. 2 Z. 8 L. — Wir kennen einen Abdruck ohne Namen, und somit scheint es, dass erst später das Blatt bezeichnet wurde. 2) St. Franz im Gebete vor dem Crucifixe. Halbe Figur in Profil nach rechts. In der Mitte unten : Aug. Corax, fe. II. 4 Z. 5 L. Br. 3 Z. 6 L. 1382. Augustin Quesnel gehört zu den weniger bekannten fran- Aun Ciur i>r \ zösisohen Malern und Kupferstechern, welche um jiuy. \>ue. tx. djc Mitte (]pg J7 j a j u .j mll ä ert8 thiit i g waren . ]\f ac h Aug. Qucs. cx.\ Brulliot HI. No. 113 findet man die Abbreviatur Aii du» />/JH nahm. Cornel Cort lehrte ihn die Führung des Stichels, aber ohne ausserdem Einiluss auf seinen Zögling zu üben. Villamena arbeitete fast immer nach einer einfachen Zeichnung, da er weniger auf die malerische Wirkung, als auf die Form sah. Dennoch ist er nicht durchbin eorrekt in der Zeichnung, obgleich es sich zeigt, dass er Studien nach der Antike und nach den grossen Meistern der römischen Schule gemacht hat. Nach eigener Composition stach er nur wenige Blätter, und darunter ist jenes das beträchtlichste, welches einen Bauer vorstellt, welcher sich mit der Faust gegen eine Menge anderer Figuren seines Standes vertheidiget. Das Gemälde Villamena's befindet sich in der Gallerie des Fürsten Ludan Bonaparte in Rom, und man erkennt darin eine Satyre auf Heinrich IV. von Frankreich, welcher es hier als Faustkämpfer mit der Liga aufnimmt. Der Stich ist von 1601, gr. qu. fol. Im Künstler - Lexicon XX. S. 260 haben wir in 80 Nummern Blätter dieses Künstlers verzeichnet, und darunter werden der Vorbilder wegen noch immer mehrere sehr geschätzt. Viele können als Muster eines sauberen und überdachten Stiches gelten, worin sich aber Villamena fast immer gleich bleibt, so dass seine Werke auch ohne Namen und Zeichen leicht zu kennen sind. Das Monogramm besteht aus den Buchstaben AV., A. h. Villamena Ataisis. Wenn Christ S. 353, und andere ein aus AR bestehendes Zeichen geben, so ist dieses wahrscheinlich nur durch eine fehlerhafte Nachbildung desselben entstanden. Die obigen Monogrammen sind nach den Originalen gezeichnet, und enthalten deutlich AV, nicht AR. AV. Nr. 1391 — 1394. 579 F. Villamena starb zu Rom 1626 eines plötzlichen Todes. Ma- rjette besass 360 Blätter von ihm, worunter aber wahrscheinlich Varietäten, und die Abdrücke von den durch ihn retouchirten Platten älterer Meister waren. 1391. Unbekannter Kupferstecher. Man findet sein Zeichen auf ^2f einer in Stahl radirten Copie des Holzschnittes von A. Dürer, f\\ B. No. 9. Dieses Blatt stellt die Verspottung des Heilandes dar, aber von der Gegenseite des Originals, so dass Christus rechts unter dem Thore steht. Unten sind Juden und Kriegsknechte, welche den Heiland verhöhnen. Rechts auf einem Zettel steht das obige Zeichen, und jenes von Dürer fehlt. Neben dem Monogramme des Copisten liest man: Ecce homo nil dicis: die Ecce Deus, cadet ira. 1592. Nulla, Deum a>t hominem, turba necare polest. H. 7 Z. Br. 4 Z. 10 L. Die Platte kam später in die Hände eines Betrügers, welcher die Jahrzahl 1592 ausklopfte, und an die Stelle des obigen Monogramms jenes des A. Dürer mit der Jahrzahl 1512 setzte. Hüsgcn, Malpe, Gori, Huber und Lepel wurden dadurch veranlasst, das Blatt dem Dürer selbst zuzuschreiben. Heinecke setzt es unter die Holzschnitte, weil nämlich in der kräftig geätzten Darstellung der Formschnitt nachgeahmt ist. 1392. Agostino Veneziano soll nach Bryan (Biographical and cri- Atical Dictionary II. p. IV.) der Träger dieses Zeichens seyn, der genannte Schriftsteller sagt aber nicht, auf welchem Blatte es vorkomme. Auch Brulliot konnte keinen Kupferstich mit demselben namhaft machen. Man findet es auf dem Titelblatte der „Imagines et Elogia Wronim HluMtrium et Erudilorum ex antiquis lapidibus et numismalibus exprestae cum annotationibus ex Bibliotheca Fulvii Vrsini. Hornae, A. Lafreri for- »u's 1570, fol. Dieses Werk enthält viele Kupferstiche von einem Meister der Marc Anton'schen Schule, sie können aber nicht von Agostino Veneziano herrühren, da dieser Meister lange vor 1570 starb. 1393. Andrea Taccaro, Historienmaler, wurde 1598 in Neapel ge- "X \T boren, und von Girolnmo Imparato unterrichtet. Später ^/V' hielt er aber mehr zu Caravaggio, dessen Weise ihm je- ^\ \ doch weniger zusagte, als jene des Guido Reni. In Neapel -*- T *- findet man viele Werke von seiner Hand, und auch in ^isländischen Gallerien kommen solche vor. Guaricnti spricht auch y on einem Andrea Vaccari aus Rom oder Genua, und schreibt ihm eine Kreuzabnehmung in St. Maria di Loreto zu Lissabon zu; wir glauben aber nicht an einen zweiten Meister dieses Namens, da sich Guarienti öfters geirrt hat. Das gegebene Zeichen findet man auf Gemälden Vac- caro's. Es ähnelt jenem des Andrea dcl Sarto, der Kenner wird aber die Gemälde beider Meister sicher nicht verwechseln. Vaccaro starb «u Neapel 1670. 1394. Andrea del Sarto von Florenz, angeblich der Sohn eines "^ a j~ Sehneiders, Namens Michel Agnolo Vannuchi, \/w^ fand in Vasari einen Biographen, von welchem Xr^ -\\r AA/ - nlan e ' nc Uln so Senauere Geschichtserzählung _£\ % XX yv£ erwarten sollte, als er Andrea's Schüler war, -k a ^^\ 7 - ' — uu d die wichtigsten Arbeiten des Meisters vor /(Y vOv ^0( Augen hatte; allein wie so häufig, so herrschen ' ' auch im Leben del Sarto's Irrthümer, und Un- K'i'iiauigkeit in den Zeitbestimmungen. Vasari ist es, welcher irrig 1478 statt 1488 als das Geburtsjahr des Künstlers bestimmt, worin ihm Bai- 580 AV. Nr. 1394. dinucci, und selbst noch viel spätere Schriftsteller gefolgt sind. Unter diesen sollte man den Luigi Biadi, welcher 1830 zu Florenz „Notizie inedite della vita d'Andrea del Sario , raccolte da manoscritti e documenti 7tutentici u an's Licht gab, eines besonderen Vertrauens würdigen; seine sogenannten authentischen Nachrichten sind aber nur mit grösster Vorsicht zu gebrauchen. Er fand unter dem 26. November 1478 einen Andrea Domenico d'Agnolo ins florontinische Taufregister eingetragen, und dieser musste nach seiner unbegründeten Ansicht der Meister Andrea del Sarto seyn, so dass sich der Irrthum Vasari's urkundlich fortpflanzte. Das Hauptwerk über diesen Künstler ist jenes von A. Reumont (Andrea del Sarto. Leipzig 1835.), gesetzt auch, dass die neueste italienische Ausgabe der Vite des G. Vasari interessante Belege zur Ausfüllung der Lücken bringt. Die gelehrten Commentatoren nehmen aber den Andrea Vannucchi für eine ganz andere Person, und behaupten, man habe diesen Namen nur willkürlich auf Andrea del Sarto übertragen. Dicss wäre dann mit jenem Andrea di Micholagnuolo Vannucchi der Fall, welcher in den Campioni manoscritti della confraternilä dello Scalzo, di San Jacopo del Nicchio e di San Bastiano genannt wird, und worunter man den Andrea del Sarto verstanden hatte. Jedenfalls ist es auffallend, dass sich der Künstler selbst nicht Vannucchi, sondern „Andrea d'Agnolo, Andrea d'Agnolo detto del Sarto, Andrea di Angiolo del Sarto , Andrea del Sarto und Andreas Sartu)" nennt. In seinem bei den Servitcnbrüdern 1527 lateinisch geschriebenen Testamente heisst er „Andreas Angeli Francisco pictor h'lorentinus" , und da diese testamentarische Verfügung, als unmittelbar vom Künstler ausgehend, einen spe- cicllen geschichtlichen Werth hat, so kann man auch schliessen, dass sein Vater nicht Michelagnuolo Vannucchi, sondern Agnuolo di Francesco geheissen habe. Der Maler Andrea Vannucchi del Sarto bleibt daher immerhin zweifelhaft. Auf das erwähnte Bruderschaftsregister der Compagnia dello Scalzo, di San Jacopo und San Bastiano macht Bal- dinucci (Notizie &c. See. IV. Dec. I. pag. 201) aufmerksam, wir wollen aber nicht glauben, dass L. Biadi aus jenem Andrea de Michelagnolo Vannucchi seinen Andrea Domenico deAgnolo heraus documentirt habe. Jedenfalls wird es sich um zwei verschiedene Personen handeln, nur um keine Künstler. Andrea del Sarto starb 1630 an der Pest, und zwar in einem Alter von 42 Jahren , wie Vasari sagt. Auch die Inschrift des nicht mehr vorhandenen Monuments in der Scrvitenkirche zu Florenz besagte: Vixit annos XML Sein Geburtsjahr ist demnach 1488, und nicht 1478, wie Vasari angibt. Die Controverse über das Geburtsjahr des Künstlers ist daher gehoben. Weiter können wir hier auf das Leben des A. del Sarto nicht eingehen, da im Künstler-Lexicon XIX. S. 389 ff. ein ausführlicher Artikel geliefert ist. Es handelt sich zunächst um das Monogramm des Künstlers. Da man bisher an dem Namen Andrea Vannucchi keinen Anstand nahm, so lag es nahe, in dem Monogramme ein mit A gekreuztes V zu erkennen. Jetzt nimmt man aber den Andrea di Michelagnuolo Vannucchi für eine ganz andere Person, was jedoch nicht hindert, das Zeichen auf Andrea del Sarto zu erklären. Er nennt sich, wie oben bemerkt, Andrea d'Agnolo, und somit besteht das Zeichen aus zwei ineinander gestellten A, und ist „Andreas Angeli", d. h. Andrea Sohn des Angelo, zu lesen. Man findet das Monogramm auf dem Fresco- Gemälde mit der Geburt der Maria im Hofe des Servitenklosters zu Florenz. Links auf einer Art Schild steht: Andreas faciebat, und oben am Camine das Zeichen mit der Jahrzahl MDXIIIl. Ferner findet man es auf dem Fresco der Taufe Christi im Hofe der Compagnia dello Scalzo AV. Nr. 1395—1397. 581 zu Florenz, auf dem Bilde mit Abrahams Opfer in der Galleric zu Dresden, auf jenem der Pieta oder Grablegung im Palazzo Pitti zu Florenz u. s. w. Dann kommt es auch aql Zeichnungen des Meisters vor, sowie auf Kupferstichen nach solchen, und nach Gemälden desselben. Andrea Vaccaro, Alessandro Vajani, Adam van Vianen &c. bedienen sich eines ähnlichen Monogramms. 1395. Unbekannter Maler. In der Gemäldesammlung des Conferenz- r~~~ i /-- Käthes Ritter F. C. Bugge in Copenhagen, welche ^A. r 0. Jörgen Rawcrt 1829 für Freunde besehrieb, war ' }Q( his 1845 das Bild eines jungen Türken in goldbro- /-*"*- katnem Gewände mit weissem Tuche über dem Turban. Dieses kleine Gemälde ist nach llawcrt, 1. c. S. 154, von warmer und kräftiger Färbung. Es trägt das erste der gegebenen Reichen, welches der erwähnte Verfasser des Cataloges unerklärt l&sst. f'as zweite Monogramm deutet N. de Pigago im Cataloge der Gallerie m Düsseldorf auf Scarscllino da Ferrara, welcher 1621 starb. Ein Kid jV 1 ' diesem Zeichen mag allerdings in der Weise des Ippolito Scarsel- Uno gemalt seyn, die Buchstaben AY deuten aber sicher seinen Namen "'cht an. Andrea Vaccaro bediente sich eines ähnlichen Monogramms, I' 1 ' hat aber mit Scarscllino nichts gemein. Wir müssen demnach die beiden Zeichen unerklärt lassen, da es unnütz wäre, auch noch auf Andrea del Sarto zu verweisen. — Ausser A. Vaccaro bediento sich a "ch Alessandro Vajani eines solchen Zeichens. 1396. Victor Auger, Maler, wurde um 1780 zu Paris geboren. Er machte sich besonders durch Zeichnungen bekannt. ,Sie bestehen in Genrebildern in Aquarell, und in Carrikaturen, welche um 1824 den Künstler von einer satyrischen Seite kennen lehrten. Uebcrdicss malte Auger auch Bilder in Oel, darunter Scenen au s dem französischen Mittelalter. In seiner früheren Zeit bediente er Sl ch des gegebenen Monogramms. Um 1836 starb der Künstler. 1397. Adam van Tianen, Goldschmied, Zeichner und Radirer von \\r Vianen bei Utrecht, gehört zu den berühmtesten Künstlern seines /\X Faches. Er arbeitete um 1610—1630 in Utrecht, und hatte , ;*" in der letzteren Zeit bereits einen gleichnamigen Sohn zum Gehilfen. Auch Adams Vater, Alexander van Vianen, war Goldschmied, Welcher um 1610 am Hofe des Kaisers Rudolph II. in Prag arbeitete, fieser Künstler bediente sich ebenfalls des Monogramms A V auf seinen ^'Selirarbciten. Er nahm aber Zeichnungen von Bartolomäus Spranger ? UDl Vorbilde, während Adam selbst das Talent der Erfindung besass. ^f* Holland werden von ihm, und Paul van Vianen noch verschiedene »ubernc Gefässe mit getriebenem Bildwerke gezeigt. Auch im Stiche sind verschiedene, reich mit mythologischen und grotesken Figuren ge- 5. ler te Vasen, Kannen, Schüsseln, Tafelaufsätze &c. bekannt. Diese Rätter geben für Arbeiter in Metall und Thon vortreffliche Modelle. S) e sind sehr kräftig und geistreich in der Manier des St. della Bella rft dirt, und meistens mit, dem Monogramme verschen. Mehrere Blätter Sl "d unstreitig von Adam's eigener Hand, obgleich auf dem Titel Theodor & n Kessel als Stecher angegeben ist. Das Werk erschien im Verlage "es Christoph van Vianen unter dem Titel: Modelle* artificiels de divers ai »seaux d'argcnl et autres oeuvres capricicuses, inventees et deseignees du tnornme Adam de Viane, et gravees en cuivre parTheodore deGuessel (Kessel) ? Vytrecht. 3 Thcile in 52 Blättern mit van Vianen's Bildniss, fol. n grossem Formate sind nur wenige Vorstellungen, die meisten in 4. ln d kl. fol. Man findet auch schöne Contrcdrücke. Monogrammiston. 42 w 582 AV. Nr. 1398-1400. 1398. Ulrich Abt von Augsburg? Unter diesem Zeichen führen _■■» — 7 »- wir einen Maler ein, welcher zu den bedeutendsten Meistern }^S\ aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts gehört. Passa- -* *- vant fand das gegebene Monogramm auf einem schönen Bildnisse von lichter Färbung in den Fleischtheilen. Dieses Portrait sah der genannte Kenner und Schriftsteller in Berlin, ein zweites Bildniss mit demselben Zeichen befand sich bis 1853 in der Sammlung des Buchhändlers Ambros Barth in Leipzig. Es ist diess die halbe Figur eines Mannes im Mantel mit Pelz, wie er die Hände übereinander auf den Tisch legt. Oben ist das Monogramm mit einem Sterne darüber, und zur Seite ein Wappenschild mit zwei spitz zusammenlaufenden Balken, und drei Blättern. Der Grund ist grünlich, und Zeichnung und Färbung gleich vorzüglich. Das Bild ist in der Weise des H. Holbein jun. gemalt. Der Träger des gegebenen Zeichens könnte der Maler Ulrich Abt von Augsburg seyn, welcher Bildnisse in der Weise Holbeins malte, besonders solche von Mitgliedern der Fugger'schen Familie. Es lebten aber zwei Künstler dieses Namens. Sie sind in dem von Thomas Burgk- mair zu Augsburg angelegten Handwerksbuche der Maler eingetragen. Der eine starb 1521, der andere 1532. Bei letzteren ist beigefügt: „maller iwelfferder alt". Die Kunstgeschichte hat ihrer bisher nicht erwähnt. 1399. Jeanne d'Albret, Reine de Navarre. Dieses Zeichen findet man auf einem Kupferstiche des Pierre Woeiriot mit dem Bildnisse der Königin Johanna d'Albret von Navarra. Sie baut mit ihren Händen einen Tempel, und oben auf dem Täfelchen steht: SAPIENS MVLIER AEDIFICAT DOMV. Dieses Blatt findet man in folgendem Werke: Hmblemes ow Devises Chresticnnes, compose.es par Da- moisetle Georgette de Montenay. Lyon M. D. LXXI. H. 3 Z. 4 L. Br. 3 Z. 7 L. Das gegebene Zeichen ist wahrscheinlich das Monogramm der Jeanne d'Albret. Auf den Stecher bezieht sich das Kreuz von Lothringen mit den beiden Balken, welches ebenfalls auf dem Blatte vorkommt- Christ, Monogr.-Erkl. S. 95, deutet das Monogramm auf „Johanna Albretana Navarraca", und hat somit die Königin Jeanne d'Albret de Navarre im Sinne. Brulliot I. No. 528 möchte es dem Kupferstecher beilegen, wir stimmen aber mit Christ für Jeanne d'Albret. 1400. Ulrich Asslinger oder Aesslinger von München? In der k. Gallerte zu Schleisshcim befindet sich seit unverdenklieben Zeiten ein Bild auf Holz und Goldgrund, welches den Heiland vorstellt, wie er zwischen Maria und Johannes seine Wundmale zeigt. Oben sind drei weinende Engel, und unten zwei kleine betende Figuren, wahrscheinlich die Donatoren vorgestellt. Die Hauptfiguren sind Kniestücke. Das Gemälde ist mit diesem Zeichen versehen, welches wahrscheinlich den Verfertiger desselben andeutet. Es steht an der Seitenwand des Sarkophage«, in welchem der Heiland steht. Cli. von Mannlich schreibt dieses Gemälde in seinem Cataloge der k. b. Sammlungen III. No. 1438 dem Israel van Mecheln (Meckcnen) zu, und auch G. Dillis hielt im Verzeichnisse der Gemälde in Schlciss- heim No. 37 diesen Meister fest. Allein wenn die vielen Bilder, welche jetzt in der Gallerie zu München unter Israel's Namen gehen, wirklich einem Meister dieses Namens (nur nicht dem Kupferstecher) angehören, so ist der Verfertiger des erwähnten Werkes ein anderer Künstler, da es mit jenen Gemälden nicht stimmt. Brulliot I. No. 394 sagt, man finde dieses Zeichen auf sehr alten Gemälden, wir kennen aber nur jenes in der Gallerie zu Schleissheiw, AV. Nr. 1401 — 1403. 583 wo auch noch andere analoge Werke aufbewahrt werden, nämlich in jener Richtung, welche durch die Schule des Jan van Eyck auch in Bayern, zunächst durch Friedrich Ilerlen von Ulm, Eingang ge- junden hatte, und mit mehr oder weniger Glück gepflegt wurde. — Dem Monogramme ist auch noch eine Jahrzahl beigefügt, wolche 1457 oder 1455 gelesen werden kann. Israel van Meckenen wurde aber erst um 1450 geboren, und kann daher auch der Zeit nach nicht zugelassen werden. Wir halten den alten Ulrich Asslinger für den Urheber des Werkes. Auch Meister Uly genannt, oder Ulrich der Aesslinger, gehört er zu den ältesten namhaften Münchener Meistern, deren wir in den Papieren der St. Lucas - Zunft erwähnt fanden. Der untere Theil «es Monogramms scheint aus VL zu bestehen, und den Namen Vli oder yirich anzudeuten. Das darüber stehende A würde dann den Zunamen des Meisters bezeichnen. In einem Ladzettel von 1500 steht Ulrich Aesslinger an der Spitze der Altmeister des hl. Lukas. Es kommt aber auch noch später ein Maler dieses Namens vor, wahrscheinlich der Sohn dieses Künstlers. 1401. Unbekannter Goldschmied. Unter diesem Zeichen führen wir einen Künstler ein, welcher im 15. Jahrhunderte lebte, und wahrscheinlich zur Classe der Goldschmiede gehört. Nach einer Mittheilung des Herrn Professors Massmann findet man es auf einem Niello in der Sammlung des unlängst verstorbenen bekannten Kunstfreundes Peter Vischer in Basel. Eine Beschreibung des Niello können wir nicht geben, und daher bleibt es bei dem unerfüllten Wunsche. 1402. Jakob von Pfortzen, Buchdrucker in Basel, bediente sich g .^ zur Bezeichnung der aus seiner Offizin hervorgegan- jf /^^s. 8 cnon Werke dieses Schildes mit dem anscheinlich / ^. /[ ^. aus AV bestehenden Monogramme. Nach Brulliot I. Of^Zl ^ No. 3287 b - findet man den Schild in einer Titelein- I I sL i f assun S mit Genien und Ornamenten, welche von Ur- \ ""X/Y/ \ sus Graf geschnitten ist. Rechts oben steht dessen \ \/\/^/ / ^ e ' c h cn > un d unten halten zwei Genien den gegebenen yy y Schild. Brulliot glaubt, dass sich das Monogramm, . ^»--— oder vielmehr figürliche Zeichen, auf denjenigen Künstler beziehe, welcher die Zeichnung zum Schnitte gemacht hat, es handelt sich aber nur um den Buchdrucker Jakob von Pfortzen, welcher auch Jakob Pforczen, Phorczen, und de Pfortzheim genannt wird. Dieser Drucker stammt aber nicht aus Pfortzheim, sondern aus Kempten. Seine Druckwerke reichen von 1438— 1518. Die Titeleinfassung mit dem obigen Schilde wurde aber auch noch später benutzt, nach Brul- }°t zu folgendem Werke : Das newe Testament ganlz, yelzt klairlich aus ««m rechten grundt teutscht , mit gar gelerten Vorreden — - . Xu Basel yDXXIIII, 8. Man findet in Druckwerken auch eine Schlussvignette des Jakob von Pfortzen. Sie zeigt einen stehenden Engel, welcher mit der Rechten den Schild mit dem Basler Wappen, und mit der Linken d°n Schild des Druckers hält. Auf diesem fügen sich die Linien des Sonogramms nicht nach der Einbiegung oder Wölbung, wie oben gesehen, sondern das Zeichen steht gerade mit kräftigen Linien. 1403. Unbekanntes Zeichen. Man findet es auf einem Kupferstiche aus der früheren Zeit des 16. Jahrhunderts, es ist aber noch nicht ermittelt, ob es einem Zeichner oder einem Verleger angehöre. Wahrscheinlich aber ist es das Verlags- Zeichcn eines Augsburgers, da die Buchstaben AV in demselben 42* 584 AV. Nr. 1404-1405. „Augusta Vindelicorum" bedeuten könnten. Ucberdiess ist das Blatt ■mit M II bezeichnet, so dass wir auf dasselbe unter diesen Initialen zurückkommen. Es stellt den Heiland am Kusse des Kreuzes zwischen Maria und Johannes vor, welche ihn knieend verehren. In der Mitte unten stehen die Buchstaben M U, und links oben bemerkt man obiges Schildchen. II. 5 Z. 2 L. Br. 4 Z. 4 L. B. VI. p. 413 No 1. 1404. unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte Jl. des 16. Jahrhunderts in Italien lebte. Sein Zeichen gibt Bartsch ^y P. gr. XIV. p. 376. Er fand es auf der mittelmassigen Copie eines Stiches nach Marco di Ravenna's Statue des Marc Aurcl. Der Copist brachte aber ein anderes Piedcstal an, an welchem steht: IMP- CAES. DIVI ANTONII F. DIVI HADR1ANI NEPOTI &c. Der Grund ist mit horizontalen Strichlagen bedeckt, aber ohne Landschaft anzudeuten. H. 12 Z. 3 L. Br. 8 Z. 6 L. Das Monogramm deutet wohl den Copisten an, wenn man nicht das Blatt dem Agostino Veneziano unterstellen wollte, von welchem es aber nicht herrühret. Dasselbe Zeichen findet man ferner auf einem Kupferstiche nach Michel Angelo, welchen Bartsch nicht kannte. Maria sitzt mit dem auf ihrem Schoosse schlafenden Kinde, und hält ein Buch in der rechten Hand. Links ist Johannes, und rechts neben der Maria steht Joseph- Unten rechts bemerkt man das Monogramm, und im Rande steht: Oor- miente — vigilat, gr. fol. 1405. Morlz Ensinger, und Jörg Syrlin sen. und jun. Auf diese Werkzeichen haben drei Künstler Anspruch, welche im 15. Jahrhunderte in Ulm thätig waren, und von da aus auch in andere Gegenden Schwabens ihren Ruf verbreiteten. Man kann in ihren Zeichen ein A V. vermuthen, und da zwei Träger derselben Architekten und Steinmetzc sind, so würde es nahe liegen, Arehiier.lus Vlmensh zu lesen. Allein damit ist nichts gewonnen, indem eine ganze Künstlerfamilic gewöhnlich das eine und dasselbe Werkzeichen führte. Das erste ist jenes des Moriz Ensinger, dessen Name in der Geschichte des Münsters zu Ulm verherrlichet ist. Er mag es aber von seinen Vorältern ererbt haben. Die Münsterpflege bestellte schon 1390 den Ulrich Ensinger zum Kirchonmeistcr. Er stammte aus Bern, und hatte zwei Söhne, Caspar und Matthäus. Im Jahre 1429 muss er gestorben seyn, da in diesem Jahre Caspar als Kirchenmeister der h'raucnpfarrc erscheint. Matthäus wurde 1430 Kirchcnmcister zu Bern im Uechtlande, da Mathias Heinz von Strassburg den Münsterbau zu St. Vincenzen daselbt nicht mehr vollenden konnte. Matthäus kehrte aber später wieder nach Ulm zurück, da Caspar Kucn, der Nachfolger seines Bruders im Kirrhonmcisteramtc 1446 mit Tod abging. Er vollendete 1449 das Chorgewölbe des Ulmer Münsters, betrieb die Aufrichtung der Pfeiler des Hauptschiffes , und erbaute auch noch den VordcrthuW-, Nach seinem 1463 erfolgten Tod tritt endlich dessen Sohn Moriz ft"' den Schauplatz. Er wurde 1465 auf zehn Jahre, und 1470 auf Lebenszeit zum Kirchenmeister ernannt. Moriz Ensinger schloss 1471 da s Gewölbe des Mittelschiffes, oder das Hochwerk, und 1478 waren unter seiner Leitung auch die beiden Seitenschiffe ausgebaut. Moriz hatte das Grösste vollendet und starb 1480. Sein, oder seines Vaters Brustbild in Stein ist im Münster, und diesem ist das Werkzeichen beigefügt' Das zweite Zeichen ist jenes des Bildhauers Jörg Syrlin sen., welcher als Steinmetz in der Architektur in gleichem Grade erfahren war. D» 3 Monogramm mit dem Namen: ,/err/ Syrlin 1482, ist auch am Fischkasten (Brunnen) in Ulm eingehauen. Seine Werke haben wir '"' ,xx AV. Nr. 1406—1407. 585 Künstlor-Loxicon XVIII. S. 68 ff. aufgezählt, und dabei auf die Literatur derselben hingewiesen. Fast dasselbe Werkzeichen führte auch loch sein gleichnamiger Sohn, welcher 1484 urkundlich auf den Schau- Platz tritt, nachdem er wohl schon viel früher dem Vater hülfreich zur Seite gestanden hatte. Auch auf Werken dieses Meisters, welcher sich Kewöhnlich Sürlin oder Sirlin schrieb, haben wir im Künstlcr-Lexicon aufmerksam gemacht. Sein Zeichen, das dritte, findet man nach einer Angabe im Kunstblatt 1833 S. 410 auf dem Risse zu einem Altare, Welcher überdiess auch den Namen dos Meisters trägt: jonrg sirlin 1408. jJjese Jahrzahl steht am Altäre des Domes in Ulm, und vielleicht enthält die Zeichnung den Entwurf zu demselben. Indessen ist auch der Altar von Bhuibeucrn von 1498. In den Ilüttenrcchnuiigen wird des Georg Sürlin 1817 zum letzten Male gedacht. 14Ü0. Alessandro Vajani, genannt Alessandro Fiorentino, hatte um AA7 \ 7 1630—1650 in Mailand Ruf. Kr malte historische Dfcr- JvC /C\ sto " l,n k' (; "i worunter Lanzi die Goissltuig Christi in St. Bcr- ' V uardiiio eines Palma Vecchio würdig hält. Auch das von Bartsch P. gr. XX. p, 123 beschriebene radirtc Blatt des Künstlers, Welches den auf dem Grabe liegenden Leichnam Christi vorstellt, er- •nnert noch an die ältere italienische Schule. Die gegebenen Monogrammen findet man auf den Kupferstichen von Johann Troschcl, welche Trophäen mit Kinderfiguren vorstellen. Sie bilden eine Folge, für Welche auch andere Künstler gestochen haben, fol. Das Monogramm Jjes Künstlers findet sich auf Zeichnungen, und auch Genrebilder sollen damit, versehen seyn, besonders mehr oder weniger ausgeführte Skizzen. Gemälde dieser Art stellen Spieler, Raufereien und andere leidenschaftliche Auftritte vor. 1407. Albert Tegel, Formschneider in Berlin, war Schüler von äT ^%AT ^ Ar Pnzelmann, und gehört jetzt zu den berühm- -<^a_ / .JvV / /\,xV testen Künstlern seines Faches. Zugleich ein S(^~~ \A) //f- /K llC> ßottbter Zeichner, und in der Malerei erfahren, % ^<■ „JÖC/tSC/, iJv). ist er im Stande, jede Vorlage in dem ihr eigen- 'humlichen Charakter wieder zu geben. Seine Blätter gehören daher ?"■ den schönsten Erzeugnissen der modernen Xylographie, welche vor Jenen der französischen und englischen Schule auch noch das Verdienst einer strengen Zeichnung für sich haben, da die deutschen Meister dem Malerischen Effekte nicht alleinige Rechnung tragen. Wo es indessen 8'lt, eine malerische Wirkung zu erzielen, weiss auch Vogel seinen Stichel in der Art zu führen, dass auch hierin jener Anforderung Ge- '' u ge geleistet ist. Namentlich sind die Blätter nach Adolph Menzcl's Zeichnungen hervorzuheben , welcher überhaupt der Xylographie einen Umschwung gab, der sie zu den höchsten Leistungen dieser Art führlc Jjnzelmann, E. Kretzschmar, A. und 0. Vogel u. A. sind Träger dieser ^■anzperiode der neuesten Zeit. A. Vogol's Blätter sind sehr zahlreich. Zu den früheren gehören ■j| n e in der Geschichte der neueren deutschen Kunst von A. Grafen ftaezynski, in Sporschil's Geschichte des dreissigjährigen Krieges nach *• M. Pfeiffer, in B. Duller's, und Sporschil's Geschichte des deutschen y°lkes, in der bei Gubitz erschienenen Ausgabe des Nibelungen-Liedes "! neuer Verdeutschung von Heinrich Beta, an welche sich 1851 auch < " e Klage in neu hochdeutschen Reimen schloss, ferner die Blätter in ^rschiedenen Volkskalendern von F. Hoffmann, Steffens, in Marbach's jjolksbücbern u. s. w. Einer ausgezeichneten Erwähnung verdienen *°er die Illustrationen nach J. Hühner, E. Bendemann und II. Stilke in der Wigand'schen Pracht-Ausgabe des Nibelungen-Liedes, welche 1840 586 AV. Nr. 1408-1411. zu Leipzig in Uebersetzung und im Urtext nach B. von Lassberg's Codex erschien. Hieher gehören auch die Blätter nach Cornelius in der von Decker gedruckton Ausgabe des neuen Testaments von Dr. Luther, welche bei Gelegenheit der Londoner Industrie-Ausstellung 1850 in Oliphantfolio erschien. Sehr reich an Illustrationen nach Zeichnungen von A. Menzel u. s. w. ist die neue Pracht-Ausgabe der Werke Friedrich des Grossen. Eines seiner letzteren, einzeln erschienenen Blätter, stellt Christus am Gclberge mit den schlafenden Jüngern vor. Links nach unten bemerkt man das Monogramm des Zeichners C.Pfannen- schmidt, links jenes des Formschneiders mit ausgefüllten Linien, fol. — Auf Blättern dieses Meisters kommen obige Monogrammen vor, sowie die Initialen A. V. 1408. Unbekannter Formschneider, welcher durch Abbildung von w Pflanzen bekannt ist. Man findet sie In der fdstoria plantarum ^*- universalis von.Johannes B'auhinus (4644— tßi:i). Der Monogram- mist war vermuthlich der Zeitgenosse des Bauhin, das genannte Work erschien aber erst 37 Jahre nach dem Tode desselben. Die Holzschnitt- bilder sind meistens Copien von solchen in früheren botanischen Werken. Ueber Bauhin's Werk s. Treviranus, die Anwendung des Holzschnittes zur bildlichen Darstellung von Pflanzen, S. 49. 1409. Adolph Friedrich Vollmer, Maler und Radirer, wurde 1806 zu r- Hamburg geboren, daselbst und dann in München zum Künstler /V / herangebildet. Anfangs malte er historische Darstellungen /—\/ und Genrebilder, deren mit dem Monogramme versehen sind. -L ß V Später gründete aber Vollmer seinen Ruf als Landsohafts- fi/fjß 1/7, maier, besonders durch Seestücke, welche meisterhaft beiz ' handelt sind. Seine Ansichten aus Venedig beurkunden zugleich auch einen trefflichen Architekturmalcr. Die Ansicht des grossen Canals in Venedig hat er für das Album deutscher Künstler, Düsseldorf, J. Buddeus 1840, sehr schön radirt, qu. fol. Auf früheren landschaftlichen Radirungen findet man das Monogramm des Meisters- Eine Landschaft, mit einer Schenke am Eingange in den Wald, trägt das zweite Zeichen. Man findet dieses 4 Z. hohe und 5 Z. 6 L. breite Blatt neben anderen in dem Werke: Radirungen Hamburgischer Künstler. I. Heft mit 6 Blättern, Hamburg 1839, II. Hamburg 1842. 1410. A. Voster, Medailleur von Diessenhofen im Canton Thurgau, at war Schüler von Hcdlingcr. Er schnitt um 1773 Stempel für die ■/V Münze in Zürich, und gravirtc auch solche zu Medaillen. Man findet das gegebene Monogramm auf seinen Geprägen. 1411. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte ■ßj des 16. Jahrhunderts gearbeitet hat, wenn nicht vielmehr das ■cv- Monogramm willkürlich gewählt ist, um allenfalls den Agostino Veneziauo ins Gcdächtniss zu rufen. Dieses Zeichen gibt Bartsch XlV- p. 201, kennt aber nur ein einziges Blatt mit demselben, nämlich eine gegenseitige Copie des Parnasses, welchen Marc Anton nach Rafael's Zeichnung gestochen hat, B. No. 247. Der Copist wählte nur die w-VA; lere Gruppe aus, Apollo unter den Musen, und fügte links zw<'> Poeten, rechts den Homer zwischen zwei Philosophen, und den schreibenden Mann bei. In der Luft schweben nur drei Genien. Links unten steht das aus A V bestehende Monogramm, und dann liest man! RAPHAEL VRBIN. ROMA. — Rossi. H. 6 Z. 9 L. Br. 12 Z. 8 U Die ersten Abdrücke sind ohne Zeichen und ohne Schrift, und daher scheint erst Rossi das Monogramm aufgestochen zu haben. AV. Nr. 1412-1415. 587 Man findet dieses Zeichen aber auch auf etlichen Copien der sogenannten kleinen Heiligen von Marc Anton, B. No. 124—136. Sie stellen Christus und die 12 Apostel dar, welche wenigstens dreimal copirt wurden, wie Bartsch herausgefunden hat. Die Nachbildungen Mit A V kennt er indessen nicht. Man findet das Zeichen auf dem Blatte mit St. Thomas B. 132, auf jenem mit St. Mathias B. 135, und auf dem Stiche mit St. Paulus B. 136. Im Rande steht der Name eines jeden der Heiligen. Die Copien mit den Namensunterschriften gehören zu den besseren. Mit den genannten Darstellungen stimmen auch noch andere Copien mit Namen. Sie sind ohne Zeichen, dürften aber von dem Meister A V herrühren, wenn das Monogramm je einen Künstler andeutet, und nicht fingirt ist. H. 3 Z. 1 L. Br. 1 Z. 9 L. 1412. A. Verscure? Dieses Zeichen mit dem Beisatz „Pinxiv, AT AT gehört einem französischen Maler an, welcher für die grosse // '" Porträtsammlung aus J. Odieuvre's Verlag Bildnisse zum Stiche gemalt, oder gezeichnet hatte. Das Werk erschien unter dem Titel: Europe illustre, Pari» f7.1.5, 8 Bde. in gr. 4. Mit dem Monogramme versehen Wt ein Blatt mit dem Bildnisse des Papstes Pius V. (f 1590), welches I inssio gestochen hat. Ein zweites Porträt ist jenes des Louis Racine, von Gaillard gestochen. Beide Blätter kommen auch in Velly's Histoire •je France 1770, und in der Histoire d'Angletcrre, Paris 1783 vor. ^ e n Namen des Monogrammisten kennen wir nicht. Auf etlichen Blättern der Europe illustre nennt sich ein Maler Verscure, welcher ebenfalls unbekannt ist. Wahrscheinlich hatte der Meister A V ältere Bildnisse zum Stiche copirt. 1413. Andrea Vitale? Der Träger dieses Zeichens fertigte eine ap schöne Medaille auf die Krönung des Königs Johann III. Sobieski von Polen 1676. Auf dem Avers sind die beiden königlichen Brustbilder, und der Revers zeigt zwei gekrönte Bäume mit der Umschrift: PALMA PARIT SCVTUMQUK CORONA TUETUR OLIVAM. *|lr den Medailleur haben wir keinen Namen, wenn nicht an Andrea Vitale zu denken ist. Es gibt noch vier andere Medaillen auf die Krönung dieses Königs, wovon eine mit /. H. (.loh. Hoehn) bezeichnet ist. 1414 John Allen. Dieses Zeichen gehört einem englischen oder & schottischen Künstler an, welcher durch landschaftliche Radir- 1 JL > _ ungen bekannt ist. Sie belaufen sich gegen 30 Blätter, wovon '"' aber mehrere mit einem einfachen A und mit der Jahrzahl bezeichnet sind. Wir haben desswegen unter A. 1795 No. 66 näher über ihn gehandelt, da sich nur Ein Blatt mit dem gegebenen Monogramme ?ndet. Es besteht wohl nicht aus A V, sondern aus IA. Der Meister ,8 t wahrscheinlich J. Allen, welchen Eiorillo rühmt. 1415. Giovanni Maria Fomedello, Goldschmied, Maler, Kupfer- *"-£=T* y ^dx^ Stecher und Medailleur von Villafranca, war um •*%=\Jr Azhfa 1 1519-1534 thätig. Er ging aus der Schule des ■ -3**7 a ^^x^ Vittoro Pisanello hervor, und ist durch einige j ^' "V Medaillen bekannt, welche zu den schönsten Relief- arbeiten damaliger Zeit gehören. Wir haben im Künstler-Lexicon XI. S. 482 einige aufgezählt, und bemerken hier nur, dass das gegebene Reichen auf keiner Medaille vorkommt. Auf jener mit der Büste der •locobea Corrigia stehen nur im Abschnitte des Revers die Initialen P.M., Welche sich auf Pomedello beziehen könnten. In S. Giorgio zu Verona "ollen zwei Gemälde von ihm seyn, deren Hagen (Briefe in die Hei- •nath II. 75) erwähnt, aber ohne anzugeben, ob sie mit dem Nameu 588 AV. Nr. 1416 — 1417. tider mit dorn Monogramme bezeichnet sind. Pomedello lebte die längste Zeit in Verona, und daher nannte er sich auch „Joannes Maria Pome- dellus Veroncnsis." Auf einer trefflichen Federskizze in der k. k. Sammlung zu Wien steht: Joannes Maria pomedelus auri h'aber ueronensit fecit Sibi et Posteris. Dieses Blatt stellt die Ruinen des Colisseums in Rom dar. Daraus erklärt sich das Monogramm. Die Frucht, welche einer Hirne zu gleichen scheint, soll ein Apfel seyn, welcher im Vero- nesischen „Pomedello" genannt wird. Die Schriftzeicheu hält Bartsch für die Anfangsbuchstaben der Taufnamon des Künstlers, welche wir abW nicht herausfinden können. Es ist wahrscheinlich A V zu losen. Die Frucht deutet den (iesehlcc.htsnamon ,, Pomedello" an, und A F. ..Aurifaber Veronensis" oder ,,A Vülafranea." Bartsch P. gr. XV. p. 494 beschreibt zwei Kupferstiche von Pomedello, wovon No. 2 Geflügel vorstellt, Hühner, Hähne und fönten in verschiedenen Stellungen, vierundzwanzig an der Zahl. Oben steht der Name, des Meisters: Joannes Maria pomedellvs Villafrancor. Veronensis [■ llj.'M. In der Mitte unten ist das Monogramm, so dass wohl kein Zweifel obwaltet, dass es wirklich jenes des Pomedello sei. Das Blatt ist sehr gut gestochen, ins Gevierte 5 Z. 5 L. haltend. Man findet es äusserst selten. Das Exemplar aus dem Cabinet Fries ging in die k. k. Sammlung zu Wien über. Auf folgenden Blättern steht das Zeichen allein: 1) Herkules erwürget den Löwen. Er fasst ihn knieend an, und zu seinen Füssen liegt die Keule. Oben ist das Monogramm mit der Jahrzahl 7.5.34. II. 4 Z. 0 D. lir. 3 Z. 5 L. B. No. 1. — Dieses Blatt ist äusserst selten. In der k. k. Sammlung zu Wien ist das Exemplar aus dem Cabinet des Grafen Fries. 2) Die Entführung der Dejanira. Nessus, vom Pfeile des Herkules getroffen, umschlingt sie mit dem rechten Arme, und erfasst mit der linken Hand den Pfeil. Mit dem Monogramme und der Jahrzahl/.5.34. II. 5 Z. 8 L. Br. 3 Z. 8 L. — Dieses Blatt ist äusserst selten. Wir wissen nur von vier Exemplaren. Eines beschreibt Brulliot I. No. 3245, zwei andere waren in den Sammlungen der Mr. Mr. Sykcs und Lloyd, und ein viertes besass R. Weigel, Kunstkatalog No. 11520. 3) Ein Sarkophag, mit der Schrift: /Jörne Apud S. Maria Rotoda IG.'it- Mit dem Zeichen. Dieses Blatt erwähnt Brulliot. 1416. Adrian de Vrles? Dieses Zeichen findet man neben jenem a T des Adrian Muntinck No. 908 auf kleinen Blättern mit Gold- ZI / . Schmiedsornamenten, deren wir im Artikel des genannten Künst- t -^ V lers verzeichnet haben. Der Kupferstecher und Ciseleur Muntinck lebte um 1610 in Amsterdam, und daher dürfte das Monogramm A V. nicht „Augusta Vindelicorum" bedeuten. Es deutet vielleicht den Zeichner an, unter welchen mau den Bildhauer Adrian de Vries ver- muthen könnte. In einer uns zustehenden handschriftlichen Notiz werden ihm die Initialen A. V. beigelegt, es ist aber nicht angegeben, ob sie sich auf Zeichnungen oder Kupferstichen befinden. 1417. Jan van de Velde. Dieses Zeichen findet man nach Börner ~\AS au ' c ' ncm Kupferstiche, welcher eine Landschaft mit Wind- YY mühlen vorstellt. Im Vorgrunde rechts steht ein Mann nebon 1 ^'^ / dem mit Säcken beladenen Schiebkarren, und im Boote auf dem Flusse sieht man einen anderen Mann. Am Horizonte zeigen sich zwei Segelschiffe. Das Ganze ist dunkel gehalten, so dass man auch das Monogramm links unten im Wasser nicht deutlich sieht. H. 3 Z. 6 L. Br. 5 Z. 4 L. AV. Nr. 1418 — 1422. 589 Hr. Börner glaubt, dieses Blatt dem Jan van de Velde zuschreiben zu müssen. Letzterer wurde um 1598 in Leyden geboren. Seine ra- dirten und gestochenen Blätter sind zahlreich. In obigem Blatte scheint er den Graten Goudt zum Vorbilde genommen zu haben. Unter ./. V. V. kommen wir auf diesen Meister zurück. 1418. Adrian van Vianen soll nach Heller, Monogr.-Lex. S. 41 A (v* ^ f;r Träger dieses Zeichens seyn. Der genannte Schriftsteller xJ\Y entnahm seine Notiz wohl aus dem Monogrammcuhiiche von Christ S. 111, welcher auch noch den Beisatz „mtff gibt, mit der Bemerkung, dass einige Schriftsteller den van dorVcnne irrig Andreas nennen. Allein Christ ist höchst wahrscheinlich selbst im Irr- thum, indem das Zeichen jenem des Andreas Vaillant ähnelt. Adrian V;ni Vianen bediente sich gewöhnlich eines aus den römischen Buchstaben gebildeten Monogramms, und wohl nie der Cursiven. 1419. Andreas Vaillant, Maler und Hadirer, wurde 1629 zu Lille A J> geboren, und machte sich durch Bildnisse bekannt. Das Zeichen ^~d^ findet man nur auf radirten Blättern des Künstlers. Er starb «u Berlin 1693. 1420. Josse van Winghen, oder Andreas Vaillant? Brulliot I. No. 760 besass eine handschriftliche Notiz des ci& rr j ■ Stephan Baron von Stengel, in welcher das gern/ /"»> gebene Zeichen auf Josse a Winghen erklärt wird, aber ohne Angabc, ob dasselbe auf einem Kupferstiche oder einer Zeichnung vorkomme. Baron von Stengel verdient als Kunstfreund alle Berücksichtigung, und er wird das Monogramm jedenfalls vorgefunden haben, wenn man auch zweifeln möchte, ob es dem J. van Winghen angehöre. Dieser Künstler bediente sieh gewöhnlich eines anderen Zeichens. Brulliot kennt kein Blatt mit dem gegebenen Monogramme AV, es müsste aber biblischen oder allegorischen Inhalts seyn, wenn die Compositum von J. van Winghen herrühren sollte. Letzterer starb 1603. Ist die Compositum von späterem Datum, so dürfte wohl Andreas Vaillant dafür eintreten. Wenn eine Landschaft zum Vorschein kommt, s o möchte Abraham Vorboom zu berücksichtigen seyn. 1421. August Vischer, Zeichner und Maler, wurde 1826 zu Kön- y3 i jtp deringen in Baden geboren, und auf der Akademie in Carls- 'V. l j\) • ruhe herangebildet, bis er nach München sich begab, um seine Studien zu vollenden. Vischer malt historische Darstellungen und Genrebilder, welche einen sehr gediegenen Künstler verrathen. Die gegebenen Zeichen findet mau auf Holzschnitten in den fliegenden Blättern, einer illustrirten humoristischen Zeitschrift, welche bei Braun und Schneider z u München erscheint. 1422. Unbekannt. Im k. Museum zu Neapel wird ein Gemälde A\T Mrri'YYYvi (ler alt-florentinischen Schule aufbewahrt, welches i V V . JW.U.XXXVI. ßj e thronende Madonna mit dem Kinde, von vier Heiligen umgeben, zeigt. In einem zweiten Felde ist die Taufe Christi und die Krcuzabnchmung vorgestellt, und in den oberen Ecken sieht man die Maria, und den verkündenden Engel. An der Basis des prachtvollen Thrones der hl. Jungfrau stehen die Buchstaben A. V. mit der Jahrzahl l.'i.'iG. Ob darunter der Künstler zu verstehen sei, bleibt dahingestellt. Man könnte auch AVE lesen. Im 14. Jahrhunderte deuteten die Maler wohl nur höchst selten ihren Namen durch Initialen an. Namensinschriften finden sich aber auf Gemälden, doch hat der Zahn der Zeit den grössten Theil dieser Werke verzehrt. $90 AV. No. 1423. 1423. Agostino Veneziano, der berühmte Kupferstecher, stammt aus der Familie der Musi, und daher nennt er sich auch Augustinus Vcnelus De Musis, woraus einige frühere Schriftsteller einen Augustin A'VtNNj -tr jr . ' Scünttsteller einen Augustin \/>7 a ^ >~XF> H V-av Masys machten. Bartsch P. V, JT-K V ,11 ■ V.AV- gr Xly p 12 ]äggt ihn m 1490 zu Venedig geboren werden, und spricht von einem Blatte mit der Jahrzahl t0O9, welches er aber unter den Werken des Künstlers nicht beschreibt. Das älteste bisher bekannte Datum auf Agostino's Stichen ist iSiß, und es bezeichnet uns die Zeit seiner Anfänge. In diesem Jahre copirte er den Astrologen des Giulio Campagnola B. 8. Das Original trägt die Jahrzahl Iton, welche am Globus steht. Damals scheint Agostino der Schüler des G. Campagnola gewesen zu seyn, da er der Manier desselben huldigte. Ausser dem Astrologen copirte er noch zwei andere Blätter des Meisters, den alten und den jungen Hirten, vielleicht Blätter aus derselben Zeit, da er in der Zeichnung noch sehr schwach erscheint. Der Stich ist äusserst fein und mager, und er konnte auch hierin seinem Vorbilde nicht folgen. Auf der Copie dos alten Hirten steht der Name: AGVSTINO DI MVSI, die spätere Wiederholung ist aber mit A. V. bezeichnet. Hierauf wandte sich Agostino dem Albrecht Dürer zu. Er copirte aus dessen Blatte mit Adam und Eva den Hasen, die Katze und den Ochsen, und aus jenem mit St. Eustachis die beiden Hunde. Auch dieses Blatt ist mit dem vollen Namen bezeichnet, wie der alte Hirt, er wurde aber bei dem späteren Drucke Weggenommen, um die Copie dem A. Dürer unterzustellen. Zani II. 2. p. 221 will wissen, dass der Künstler auch die Figuren des Adam und der Eva copirt habe, allein bisher hat sich die Sache noch nicht bestätiget. Nach dieser Vorübung dürfte aber A. de Musi Dürer's Madonna mit dem Affen copirt haben, welche ebenfalls mit dem Familiennamen bezeichnet ist. Das erste grosse Blatt des Künstlers ist aber die Copie des Abendmahles aus Dürer's Ilolzschnittpassion von 1510. Agostino lies jedoch diese Jahrzahl, sowie Dürer's Monogramm weg, und zeichnete dafür A. V. laib. Die Studien nach dem deutschen Meister förderten den jungen Künstler ungemein. Von jetzt an wird seine Behandlung breiter, und die Hand erlangt die nfithige Freiheit in Führung des Stichels. Die genannten Blätter, und wahrscheinlich auch noch einige andere analoge Stiche führte der Künstler in Venedig aus, im Jahre 1515 scheint er aber Florenz zum Aufenthalte gewählt zu haben. Mit tat!) datirt sind 5 Blätter nach B. Bandinelli: Apollo und Daphne, Cleopatra, Diogenes und der Mann mit dem Notcnbuchc. Mit Bandinelli kam aber A. Veneziano auch noch später in Berührung, da er 16—18 Blätter nach ihm gestochen hat, worunter Vasari besonders die Notomia, d. h. die Anatomie, oder die Skelette von 1518 nennt. Mit Andrea del Sarto war er aber nicht glücklich. Agostino stach 1516 nach ihm den Leichnam des Heilandes von drei Engeln unterstützt, oder die sogenannte Pietä., welche der Meister für G. B. Puccini gemalt hatte. Andrea del Sarto soll mit dem Stiche so unzufrieden gewesen seyn, dass er ihm nie mehr eilt Bild anvertrauen wollte, wie Vasari behauptet. Dieser Schriftsteller ist aber mit der Zeit im Irrthum. Er lässt den Agostino nach der 1527 erfolgten Einnahme von Born an's Werk gehen, während auf dem Stiche die deutliche Jahrzahl 15 Hi steht. Im Laufe des Jahres 1516 begab sich Agostino de Musis endlich nach Born, wo er jetzt unter Leitung des Marc Anton erfreuliche Fort- AV. No. 1423. 591 schritte machte, aber ohne je demselben vollkommen gleichzukommen. Es ist Uebertreibung, wenn ihn einige sogar über Marc Anton setzen wollen, gesetzt auch, rtass einige seiner Blätter trefflich gestochen sind. Agostino copirte in Hom Blätter von Marc Anton, und stach auch unmittelbar nach Zeichnungen von Rafael. Ucbordiess fuhr er auch fort, Compositionen des B. Bandinolli durch den Stich zu veröffentlichen. Giulio Romano vertraute ihm ebenfalls mehrere Bilder an. Die vier Evangelisten, und die hei einer Vase sitzende Frau sind mit 1511) datirt. Ein Blatt nach Michel Angelo, die sogenannten Kletterer aus dem berühmten Pisancr Carton des Meisters, ist mit der Jahrzahl IS'J.'i versehen. Zu jener Zeit trat Agostino mit Marco di Ravenna in Verbindung, um alle jene Compositioncn Rafael's, welche Marc Anton noch nicht gestochen hatte, in Nachbildung zu verbreiten. Doch scheinen beide Künstler auch noch andere geringere Stecher in's Interesse gezogen zu haben, da' man auch Blätter findet, welche von so mittel - massigem Werthe sind, dass man sie dem Agostino, und dem Maren di Ravenna nicht zuschreiben kann. Vasari legt sie ihnen dennoch bei, und Hcinecke nahm ki inen Anstand, dem genannten Schriftsteller Glauben zu schenken. Das Unglück, welches 1527 über Rom hereinbrach, traf auch den Marc Anton, und kostete dem Marco von Ravenna gar das Leben. Agostino di Musi scheint weniger berührt worden zu seyn, denn er fuhr 1528 in Rom fort, Platten nach Rafael, Sebastiane Serlio (lt. No. 528-533), und nach antiken Werken zu vollenden. Eine bedeutende Anzahl von Blättern aus jener Zeit stellt antike Monumente, Statuen, Basreliefs, Vasen, Zicrfeldcr, Ornamente &(■-. vor. Nur zeitweise unternahm er noch Platten nach Rafael, G. Romano und Bandinelli. Um 1535-1536 stach er Bildnisse hoher und berühmter Männer, theils In einem bis dahin ungewöhnlichen Formate. Das Todesjahr dieses Meisters ist nicht bekannt. Man glaubt er sei gegen 1540 gestorben. Bin späteres Datum, als 1536, weiset aber keines seiner Blätter auf. Bartsch beschreibt von A. de Musis 195 Blätter, vermengt sie aber mit jenen des Marc Anton und Marco di Ravenna. Accht sind aber nur 178 Blätter, und 17 werden ihm mit mehr oder weniger Recht zugeschrieben. Unten fügen wir einige bei. Ungefähr 90 Blätter haben das Zeichen A. V. mit und ohne .Tahrzahl. Das gothisch geformte A brachte Zani auf die Idee, dass die Blätter mit demselben einem anonymen deutschen Meister angehören. Fr verspricht an verschiedenen Stellen, den Beweis dafür liefern zu wollen, zuletzt ging aber dieser niit der Hypothese in den Wind auf. Zani konnte keinen Grund finden, und schwieg lieber, als dieses einzugestehen. Die Blätter mit dem gothischen A sind indessen leicht gezählt. Zwei derselben tragen die Jahrzahl ISIS, zehn 1S16, vier 7.5/7, fünf f-5/A, und zwei sind ohne Datum. Man kann aber nicht annehmen, dass Agostino in seiner frühen Zeit ausschliesslich des gothischen A sich bedient habe, indem das italienische A gleichzeitig vorkommt. Später setzte er nie mehr ein go- thisches A. Unter den von Bartsch beschriebenen Blättern sind ferner 57 nur mit A. V. bezeichnet, ohne Datum und Angabe des Malers. Dazu gehören die ersten Versuche nach Giiilio Campagnola, und auch seine Haupthlätter nach Rafael. Zwei Blätter nach letzterem: Der Kaiser Hadrian mit Androclus, und die Hexe (Stregozzo, Carcasse &c.) haben auch ein Täfelchcn mit A.V., welches in der Form von jenem des Marc Anton abweicht, indem der Henkel zirkeiförmig ist, während 'bn Marc Anton oben horizontal abschnitt. Man nimmt ziemlich allgemein an, dass diese Blätter von Agostino und Marc Antonio gemeinschaftlich gestochen seien, andere aber glaubten auch, dass die 592 AV. Nr. 1423. Buchstaben A. V. erst beim späteren Drucke eingestochen worden seien, was aber noch nicht erwiesen ist. Jedenfalls machen die erwähnten Blätter beiden Künstlern Ehre. Auch noch auf drei anderen Blättern nach Rafael kommen die Buchstaben A. V. im Täfolchen vor, deren aber eines wie jenes des Marc Anton geformt ist. Diese Blätter sind nach Marc Anton copirt, und stellen die Philosophie, Herkules u. Antheus, und den Sturz des Phaoton vor. Aul' sechs Blättern kommt das Täfelehen dos Agostino allein vor, und wir geben es unter den figürlichen Zeichen in Nachbildung. Ungefähr 30 Stiche sind ohne alle Bezeichnung. Unter letzteren sind aber Hauptwerke, wie der Tod des Auauias, und der Bauer mit der Bäuerin, beide nach Raphael. Supplemente zum Peinlre-graveiir und zum Künstler-Lexicon. 1) 1IJKRONYMVS ALEANDBR (sie.) ARCIIIKITSCOPVS BRVN- DV8INV8 ET OHIT. S. T. E. OAT. M.]).XXXVII1. Oben links A. V. II. 12 Z. 4 L. Br. 8 Z. 4 li. — Bartsch No. 517 kennt nur einen Abdruck mit dem Beisatze nach Brundusinus: KT ORITANVS MDXXXVI, nennt aber den Bischof irrig Alexander, worin ihm auch Malaspina EL p. 73 folgt. Heinecke erwähnt eines Abdruckes mit der .Jahrzahl MDXXX1II., scheint aber nicht richtig gelesen zu haben. Kr hatte wahrscheinlich den oben erwähnten', Bartsch unbekannten Abdruck im Sinne, da man kein Kxemplar mit der Jnhrzahl 1533 aufgefunden bat. 2) Das Opfer des Cain , beschrieben von Bartsch unter den Blättern anonymer Meister der Schule des Marc Anton XV. p. 8 No. 3, und oben No. 971 im Artikel des ,,nmir-ua bononienfif". Malvusin legt dieses Blatt in der Fehina pittric.e den .1. Bonasone bei, bemerkt aber, dass man zu seiner Zeit Stich und Erfindung fast allgemein dem Amico Aspertino (dem erwähnten Amicus bononiensis) zugeschrieben habe. Heinecke I. p. 391 sagt indessen, dass Mnrollos auf dem im Pariser Cabinet vorhandenen Kxeniplure das Zeichen des Agostino Venoziami bemerkt habe, womit auch Brulliot übereinstimmt, welcher dasselbe Kxemplar gesehen zu haben behauptet. Marictte hatte ebenfalls Gelegenheit, das Blatt zu untersuchen, entschied aber zuletzt für Aspertino. Andere schrieben die Krtindung dem Rafael zu, was nur in dem Falle Grund hätte, wenn das Blatt dessen Compositum eines der Sockelbilder in den vatikanischen Arkaden enthalten würde. Diese Darstellung ist von einem Schüler Marc Anton's 1544 gestochen, das fragliche Blatt hat aber keine Jahrzahl. Im ('abinet zu Paris liegt es im Werk des Rafael. 3) Judith und Iloloferncs. Eine uns unbekannte Vorstellung dieser Scene wird im Catalog Sykes III. p, 47 No. 617 dem Agostino Vene- ziano zugeschrieben, aber ohne nähere Beschreibung. Eine von Gildio Bonasone gestochene Darstellung der Judith, wie sie den Kopf des llolofcrnes in den Sack steckt, beschreibt Bartsch XV. 8. Die Compositum ist von Rafael. 4) Die Israeliten in der Wüste Manna sammelnd. Links liegen zwei Männer zu den Küssen des Moses, und mehrere andere Männer und Weiber sind mit dem Einsammeln beschäftiget. Rechts bemerkt man ein Kind und zwei nackte Männer mit Vasen. In der Mitte unten A. V. H. 11 Z. Br. 16 Z. 3 L. — Bartseh No. 8 schreibt die Compositum dem Raphael Ar, welcher in der achten Arkade des Vatikau diesen Gegenstand behandelt hat. Der Stich ist aber nicht nach dem Gemälde gefertiget, sondern angeblich nach dem ersten Entwürfe in einer Zeichnung, welche Antonio Armani in Bologna besass. Passavant möchte sie einem Schüler Rafael's zuschreiben. Zani verfiel irriger Weise auf Carravaggio. AV. Nr. 1423.. 593 Es gibt verschiedene Abdrücke von Agostino's Platte. I. Vor den Buchstaben A. V. Sehr selten. II. Mit dem Zeichen, und einer leichten Ueberartung am dicken Schenkel des oben erwähnten Kindes. Es ist nämlich die Form bestimmter ausgedrückt. Die Wademnuskel sind durch neun gekrümmte Striche angegeben. HI. Mit der Adresse des A. Salamanca, und einigen Retouchen in den lichteren Stellen, was auch die Verstärkung der kräftigen Partien zur Folge hatte. Dadurch ist aber die schöne Harmonie des Ganzen bereits gestört. IV. Mit der Adresse des Horatius Pacificus, welcher die Platte überarbeiten Hess, so dass die Abdrücke steif und hart erscheinen, und die ursprüngliche Feinheit nicht mehr ahnen lassen. V. Mit der Adresse des G. B. de Rossi, unter dessen Händen die Platte wieder ausgedruckt wurde. Die neuen Retouchen stechen auffüllend ab. Vi. Die Abdrücke mit der Adresse von C. Losi, um 1777 gefertiget, schlechter als die vorhergehenden. Die Arbeit Agostino's ist fast nicht mehr zu erkennen. 5) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde stehend in Mitte des Blattes, und rechts zur Seite der kleine Johannes, dabei die Figuren von zwei geflügelten und anbetenden Engeln. Rechts oben A. V. 15iO. H. 9 Z. 2 L. Br. 6 Z. 4 L. — Von diesem, angeblich nach Francia gestochenen Blatte kennt Bartsch No. 51 nur einen Abdruck mit der Jahrzahl tt'ii II. Malaspina II. p. 74 erwähnt aber eines solchen mit Z.5/.5, und Heinecke gibt die Jahrzahl iMtt an, welche vielleicht als Druckfehler zu betrachten ist. Die Wiederholung bei Bartsch No. 50 scheint nach einer ganz anderen Zeichnung gefertiget zu seyn, da wesentliche Veränderungen vorkommen. Selbst in den Initialen des Stechers ist ein Unterschied. In dem datirten Blatt ist das A gothisch, in der Duplik sind die römischen Buchstaben A. V. ohne Jahrzahl unten gegen die Mitte am Steine, auf welchen die Madonna den linken P'uss setzt. Die Arbeit ls *t vorzüglicher, und verschieden von jener im datirten Blatte. H. 8 Z. 10 L. Br. 6 Z. 5 L. (i) Die Krcuztragung, nach Rafael's berühmtem Gemälde in Madrid, welches unter dem Namen Spasimo di Sicilia bekannt ist, B. 28. H. 15 Z. 6 L. mit dem Rande, Br. 10 Z. 3 L. — Bartsch bezeichnet als ersten Abdruck jenen von Z.5/7, und als zweiten einen solchen mit der Jahrzahl imo und der Adresse: A. SAL. Dann geht er auf die angebliche Copie des Francesco Villainena ein, deren Kennzeichen er bestimmt, da die Abdrücke ohne Zeichen und Datum sind. A. Zanetti (Cabinet Ci- cognara p. 292) erkennt aber darin nur die dritten Abdrücke der von Villainena retouchirten Originalplatte, welche durch die Ilebcrarbeitung 8 o viele Veränderungen erlitten hatte, dass mit Bartsch auch andere Agostino's Arbeit nicht mehr erkannten. Im vierten Drucke stehen "ach Zanetti unten vier lateinische Verse: Jpse tuam, bone Christe etc. Raphael urb. in. Die fünfte Sorte soll nach der Ansicht des genannten Schriftstellers auch noch folgende Adresse tragen: Romae Ant. Lafrery. Hierin liegt sicher ein Irrthum. Wenn Villamena Agostino's Platte der Kreuzschleppung wirklich nur retouchirt, oder wie man will, fast bis z 'ir Unkenntlichkeit überarbeitet hat, so kann diess nur zu einer Zeit geschehen seyn, in welcher Lafreri nicht mehr lebte, denn er starb um 1580, und Villamena wurde erst um 1566 geboren. Die Abdrücke mit Ijafreri's Adresse sind daher nicht die fünften, sondern müssten jedenfalls vor Villamena's Retouche gemacht worden seyn. Vasari schreibt 'Ich Stich des Spasimo irrig dem Marc Airton zu, und daher glaubte 594 AV. Nr. 1423. Marictte, dass Villamena die Platte desselben retouchirt habe. Diese Hypothese ist ohne Grund, da das Blatt des Agostino de Musi mit A (gothisch) V. bezeichnet ist, nnd man kein altes Exemplar ohne diese Buchstaben findet. P2a ist daher nicht anzunehmen, dass Villamena eine ulibezeichnete Platte zur Rctouchu vor sich hatte. Einen Druck mit Lafreri's Adresse haben wir nicht gesehen, wenn aber dieser letzter Art ist, so wurde dieselbe fälschlich später aufgesetzt. 7) Der Leichnam des Herrn von den Freunden beweint, nach Ra- fael. Er liegt im Vorgrunde auf dem Boden, mit dem Kopfe im Schoosse der ohnmächtigen Maria, welche von den Frauen umgeben ist. Links kreuzt Nicodemus die Arme, und steht Johannes in Thränen neben zwei anderen Figuren. In der Mitte oben A (gothisch) V IC»IG. H. 7 Z. 10 L. Br. 6 Z. 2 L. — Bartsch No. 39 beschreibt dieses Blatt unter dem Namen der den Leichnam des Herrn beweinenden Marien, und hält es im Ganzen für Copie nach Marc Anton. Allein Agostino scheint eine andere Zeichnung gehabt zu haben, da die hl. Jungfrau viel jünger erscheint, als im Stiche von Marc Anton, und auch den Ann nicht bloss hat, wie im Blatte des Letzteren. Auch die Bäume sind verändert, sowie auch andere Verschiedenheiten auf eine neue Vorlage schliossen lassen. Ferner ist die Stichweise eine ganz andere, als jene von Marc Anton, und sie lässt vermuthen, dass Agostino zur Zeit als er dieses Blatt ausführte, noch nicht unter der Leitung des genannten Meisters stand. Auch in der Zeichnung erscheint er noch sehr schwach. Weit vorzüglicher ist aber ein zweites Blatt mit dieser Darstellung, welches Bartsch No. 38 beschreibt. Es ist mit den römischen Buchstaben A V bezeichnet, und ohne Jahrzahl. Dieser Stich kann als Copie nach Marc Anton betrachtet werden, da er um einige Jahre später erschien. Das Original beschreibt Bartsch No. 34. 8) Die drei hl. Frauen , welche das Grab des Heilandes besuchen. Sie sind in lange Kleider gehüllt, nach links schreitend dargestellt, und auf weissein Grunde. Ohne Zeichen. II. 10 Z. 9 L. Br. 6 Z. 7 L.— Die Zeichnung wird bald dem Rafael, bald dein Michel Angelo zugeschrieben. Auch die Angaben hinsichtlich des Stiches wechseln. Bartsch XIV. p. 39 No. 33 entschied mehr für Marc Anton, andere, wie Heinecke, wollten das Blatt dem Giulio Bonasone, oder dem Agostino Vencziano zuschreiben. Letzterer ist wohl sicher der Stecher, und Passavant schreibt ihm selbst die Zeichnung zu. Er betrachtet sie als Studium nach dem Leben. Dieselbe Darstellung ist aber auch von der Gegenseite gestochen, und hinter den Frauen ist ein schattirter Grund. Agostino kann nicht als der Stecher angenommen werden, aber auch Bonasone scheint keinen Theil zu haben. 9) Der Tod des Ananias, von Vasari irrig die Geschichte Simon's des Zauberers genannt. Rechts nach unten: BAPH. vbb. — invkt\ Ohne Zeichen des Agostino. H. 10 Z. Br. 15 Z. — Bartsch beschreibt dieses Blatt unter No. 42, und glaubt, Agostino habe es unter Mitwirkung des Marc Anton gestochen, wesswegen ersterer die Platte unbezeichnet gelassen haben dürfte. Allein es finden sich auch noch andere Blätter von Agostino, welche ohne Zeichen sind, an welchen aber Marc Anton keinen Theil hat. Der Tod des Ananias gehört zu denjenigen Werken, in welchen unser Künstler dem Meister am nächsten kommt. Rafael bearbeitete diese Vorstellung in einem Garton für die bekannten päpstlichen Tapeten, Agostino's Stich ist aber nach einer Zeichnung gefertiget, wahrscheinlich nach jener, dio zum Carton in Hamptoncourt gedient hat. Es gibt verschiedene Abdrücke. I. Ohne Adresse des Antonio Salamanca. II. Mit der Adresse von A. Salamanca, und leicht retouchirt, so dass die Harmonie des Ganzen nicht gestört ist. AV. Nr. 1423. 595 III. Mit der Adresse des A. Salamanca und jener des Nicolo van Aelst. Die Schattenpartien sind bereits ziemlich ausgedruckt, was sich dem geübten Auge merklich macht. IV. Mit der Adresse von Salamanca und Giuseppe de Rubeis. Die Platte ist retouchirt, u. die Schatten harmoniren nicht mehr mit dem Ganzen. 10) Elymas durch Paulus mit Blindheit geschlagen, nach Rafael's Zeichnung zur Tapete. Oben rechts 15IG. A V, das A in gothischer Form. H. 9 Z. 6 L. Br. 12 Z. 5 L. Den obigen Titel gibt Bartsch No. 43 dem Blatte, es ist aber die Bekehrung des Sergius vorgestellt. In Mitte der Estrade des Tribunal steht: L. Sergivs. Asiae. Procos. Chri- "«'anam Fide,. Amplectitvr. Savli. l'redicatione. Vasari erkennt darin sonderbarer Weise die wundervolle Heilung eines Blinden, während Elymas des Augenliphtes beraubt wird. Der genannte Schriftsteller schreibt auch irrig das Blatt dem Marc Anton zu, wenn er nicht die schöne anonyme Copie im Sinne hatte, welche an einem Pfeiler folgende Inschrift hat: RAPH. VRB. 1NV. Dieses Blatt trägt kein Künstlerzeichen, ist aber so schon als jenes mit A V. Eine gegenseitige, ebenfalls schöne Copie hat die Inschrift: RAPHAEL. VRBIN. 1NV. AV. Agostino's Blatt kommt nicht in gleichen Abdrücken vor. I. Mit der Jahrzahl IS 16, und vor Salamanca's Adresse. II- Mit der Jahrzahl in in, und ohne Adresse. Die Abdrücke dieser Art sind noch nicht retouchirt. III. Mit Salamanca's Adresse und mit der ursprünglichen Jahrzahl 1516. In diesem Zustande bemerkt man Retouchcn, und die Abdrücke gehen meistens in's Grauliche. 11) Der Apostel und der Franziskaner Mönch. Ersterer steht links '•ei einem grossen Baume mit dem Buche unter dem Arme, und deutet nach dem rechts gegen den Grund zu knieenden Minoriten. Rechts stehen die Buchstaben A (gothisch) V mit der Jahrzahl 1517. H. 5 Z. ' L. Br. 4 Z. — Den Titel dieses Blattes schöpfte Bartsch No. 114. Der Apostel ist Paulus aus dem Blatte der Blendung des Elymas, und der sogenannte Mönch eine der Figuren, welche ein Wunder erkennen. Ein Blatt dieser Art könnte man als Vorstudium zum grossen Stiche No. 10 betrachten, welcher aber 1516 erschien. Es ist auch zweifelhaft, ob es von Agostino herrühre, da der Stich nicht so trefflich ist, a 's jener der vollständigen Composition. 12) St. Dominicus und die Heiligen seines Ordens um den Altar versammelt, auf welchem die hl. Jungfrau-mit dem Kinde zu sehen ist. phne Zeichen und Jahrzahl. H. 15 Z. Br. 9 Z. — Bartsch No. 112 beschreibt nur die Hauptvorstellung eines grossen Blattes, welches von einer Einfassung umgehen ist, die in 17 Abtheilungen Scenen ans dem Leben Christi und zwei Apostel vorstellt. Das Ganze ist daher 18 Z. noch, und 12 Z. 9 L. breit. Da diese Gegenstände einzeln vorkommen können, so wird ein Verzeichniss derselben an der Stelle seyn. Wir beginnen mit der Vorstellung links unten. 1) St. Petrus, von vorn gesehen, mit den Schlüsseln in der linken «and. Wiederholung des Blattes B. 80, nur erscheint der Heilige in e »ier Nische. H. 3 Z. 1 L. Br. 1 Z. 10 L. 2) Die Verkündigung Maria. Die hl. Jungfrau liest links im Buche, «nd rechts erscheint der Engel. Links im Grunde steht das Bett, und gegen rechts ist ein gothisches Fenster. H. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. 10 L. 3) Die Heimsuchung. Maria und Elisabeth umarmen sich in Mitte des Blattes, und rechts neben dem Gebüsche steht einer der Männer. Ij inks im landschaftlichen Grunde sind Häuser. H. 2 Z. 11L. Br. 1 Z. 10 L. 4) Die Geburt Christi. In der Mitte liegt das Kind im Korbe, und dabei sind zwei Engel. Links kniet Maria mit gefalteten Händen, rechts 596 AV. Nr. 1423. Joseph mit dorn Stocke. Im Grunde sieht man Ruinen. II. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. 10 L. 5. Die Beschneidung. Maria kniet vor dem Altare, hinter welchem der Priester steht. Eine Krim reicht ihm das Kind, und drei bärtige Männer schliessen die Gruppe. Den Grund bildet ein Gemach mit zwei Bogen. In der Grösse des obigen Blattes. (i. .losus unter den Schriftgelehrten. Er steht links auf einem Stuhle vom Kücken gesehen. Kechts liest ein Rabi im Buche, und in der Mitte nach hinten bemerkt man andere Lehrer. Durch die Halle herein kommen die Eltern des Knaben Jesus. II. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. 10 L. Diese 6 Darstellungen sind links des Blattes, die folgenden beginnen rechts oben. 7. Christus am Üelberge. Er kniet vor einem Felsen mit gefalteten Händen, und im Vorgrunde schlafen drei Jünger, wovon der eine zur Rechten an den Baum gelehnt ist. H. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. 9 L. 8. Die Geisslung Christi. Er ist rochts an die Säule gebunden, und vor ihm stehen zwei Henker, wovon der eine die Geissei über ihn schwingt. H. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. 9 L. 9. Die Krönung des Heilandes. Er sitzt iu Mitte des Blattes, und zwei Henker drücken ihm mit dem Stocke die Dornenkrone auf. Rechts verspottet ihn ein Dritter, Den Hintergrund bildet die Halle. II. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. 9 L. 10. Die Kreuztragung. Der Heiland kniet mit dem Kreuze, von Soldaten umgeben, und rechts schlägt einer derselben mit dem Stricke nach ihm. Im Hintergründe bemerkt man ein Thor. H. 2 Z 10 L. Br. 1 Z. 9 L. 11. Christus am Kreuze. Am Fusse des letzteren liegt Maria in den Armen des Joseph von Arimathea, und ist von zwei Frauen bogleitet. Im landschaftlichen Grunde sieht man Soldaten. H. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. 9 L. 12. Die Auferstehung. Der Heiland steht rechts auf dem Grabe mit dem Kreuze. Links schlafen die Soldaten auf dein Boden. II. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. 9 L. Diese Darstellung ist rechts oben, und die folgenden sind an der Seite herab. 13. Die Himmelfahrt. Die Apostel knieen mit nach oben gerichtetem Blicke. Vom Heilande bemerkt man nur die Füsse, und einen Theil des Gewandes. H. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. 10 L. 14. Die Erscheinung des hl. Geistes. In der Mitte sitzt Maria von den Aposteln umgeben, und oben schwebt der hl. Geist in der Glorie. II. 2 Z. 9 L. Br. 1 Z. 10 L. 15. Die Himmelfahrt der Maria. Sic steht auf dem Grabe in einer Glorie von Cherubim, und unten knieen die Apostel. H. 3 Z. Br. 1 Z. 10 L. 16. Die hl. Dreieinigkeit, üben sitzt Gott Vater auf dem Regenbogen mit ausgebreiteten Armen den Heiland am Kreuze haltend. An seiner Brust ist der hl. Geist, und unten knieen Heilige. II. 2 Z. 10 L Br. 1 Z. 10 L. 17. Der hl. Paulus, stehend mit dem Schwerte in der Linken in einer Nische. "Wiederholung der grossen Darstellung des Heiligen- II. 3 Z. 1 L. Br. 1 Z. 10 L. 13) St. Dominicus und die Heiligen seines Ordens vor Christus am Kreuze. Ohne Zeichen. II. UZ. 9 L. Br. 8Z. 3 L. Bartsch No. 111- beschreibt ein beschnittenes Exemplar. 14) Die Hoffnung, stehende weibliche Figur nach rechts mit einem Korbe in beiden Händen, auf welchem sich eine Sonne zeigt. Sie ist von einem Hunde begleitet. Den landschaftlichen Gruud durchschneidet ein Fluss, und links erhebt sich ein grosser dürrer Baum. Rechts AV. Nr. 1324. 597 "nten am Steine steht A (gothisch) V ISiO. Links unten ist die Adresse des Anton Salamanca. H. 6 Z. 2 L. Br. 4 Z. 9 L. — Diesfs Blatt wird nur im Cabinct Cicognara No. 459 erwähnt. Es rührt sicher von Agostino her, wie A. Zanetti bemerkt. 15) Das vor einer Grotte knieende Weib mit einem Fernglase, oder einem Auge in der Hand. Man glaubt, unter dieser Figur sei die Wissenschaft vorgestellt, welche die Geheimnisse der Natur zu erforschen «'»che. Rechts auf einem Felsen steht: AGVSTINO DE MVSIS. **• 4 Z. 4 L. Br. 6 Z. — Dieses Blatt ist in Malaspina's Catalog II. P- 79 beschrieben. 16) Der nackte Mann am Baume mit der Schalmey, nach Bandinelli. Er hat ein aufgeschlagenes Notenbuch vor sich, in welchem steht: NON ASPETOMI MAI CON TAL CAR —. Der Rest ist durch die Hand des Musikers bedeckt. Den Grund bildet eine Gebirgslandschaft. Links «»en steht 164B A (gothisch) V. IL 4 Z. 6 L. Br. 3 Z. — Bartsch *jo. 454 betitelt dieses Blatt „L'hommo ä la lyre", was unrichtig ist. Er erwähnt auch nichts von dem Zeichen. Der Stich ist sicher von Agostino, sehr fein in der Weise Campagnola's gehalten. M 17) Der Greis im Kinderwagen, in welchem er sich mit beiden Händen nach rechts hin bewegt. Oben auf einer Bandrolle steht: ANCIIORA. IMPARO., und im Unterrandc: Tarn. Diu. Discendum. Est. Quam. Diu. vlvas. Bis Pueri. Senes. Ant. Salamanca. Exmdebat. MDXXXVltl. «■ 10 Z. Br. UZ.— Bartsch No. 400 legt dieses Blatt entschieden dem Agostino Veneziano bei, und glaubt es nach einer Zeichnung von °- Bandinelli gestochen. Vasari dürfte aber hier mehr berücksichtiget Verden, obgleich er auch einige Unrichtigkeiten über Agostino de Musis Verbreitet hatte. Nach der Angabe dieses Schriftstellers ist die Com- Position von Giuntalocchi, und der Stich von Girolamo Faggioli aus Bo- lo gna. Letzterer war Ciselcur und Kupferstocher, und soll für Salamanca Platten geliefert haben. Der Stich des Alton im Kinderwagen st 'nimt auch nicht vollkommen für Agostino, und es ist wohl zu bemerken, dass die ächten und bezeichneten Blätter desselben nicht über 1536 herabreichen. Von diesem Jahre kennt man einige Bildnisse, mit Welchen aber der Alte in keinen Vergleich kommt. Auf Faggioli oder *igiuoli kommen wir unter den Initialen J.B.F. zurück.— Diebeiden vorhandenen Copien sind leicht zu kennen. Die mittelmässigo ist von der Gegenseite, so dass der Alte nach links hin rollt. Die andere ist v °» dem Meister mit dem Namen Jesu, und hat dessen Zeichen. . 18) Die Akademie des Bildhauers Baccio Bandinelli. Er sitzt im Atelier in Mitte von sechs Schülern, welche beim Lam penscheine zeichnen. Y e r Meister hält eine Statuette der Venus. Auf einer Tafel steht: ACCADEMIA DI BAC-CIIIO BRANDIN. IN — ROMA — IN LVOGO »KTTo -BEliVKDKIiK — MDXXXI. A. V. II. 10 Z. Br. 11 Z. — Hartsch No. 418 behauptet, dass die Originalabdrücke nach der Inschrift d [ e Buchstaben A V tragen, und dass dio Exemplare ohne dieselben v °n der Platte einer sehr täuschenden Copie kommen. Hierin scheint S'eh Bartsch geirrt zu haben. Die Abdrücke mit A V ohne Adresse < { ea A. Salamanca sind sehr rein, und tragen das entschiedene Gepräge des Agostino Veneziano. Die Platte erlitt aber später unter Salamanca's Händen eine ziemlich starke Retouche, so dass man die Abdrücke dieser Art wohl für Copie halten könnte. Wir sahen einen untadclhaften Abdruck mit A V und der Adresse des Salamanca, und zwei Exemplare der ''genannten Copie ohne A V, wovon aber das eine noch deutliche Spuren der stärkeren Linien der Initialen unter der Jahrzahl zeigte, während sie ij 'lein anderen nicht mehr sichtbar waren. Es scheint also, dass die Buchstaben bei der Retouche woggenommen wurden, und dass die Blätter Monogrammisten. 43 598 AV. Nr. 1423. ohno iU 7 nicht von einer zweiten Platte kommen, sondern dass diess die drinen Abdrücke der Originalplatte mit den Retouchen seien. 19) Der ruhende junge Herkules. Er sitzt auf einem Baumstamm in der Landschaft, und stützt sich mit beiden Hunden auf die Keule. Anscheinlich nach Giulio Campagnola, aber ohne Zeichen. H. 4 Z. 3 L. Br. 3 Z. — Dieses Blatt ist in Malaspina's Catalog II. p. 79 beschrieben, und dem Agostino beigelegt. 20) Die Hexenfahrt, auch das Gerippe, und das Gespenst genannt, (lo Stregozzo, la Carcasse, le Spcctre, la Sorcellerie), nach Rafael. II. 11 Z. 2 L. Br. 23 Z. 2 L. — Bartsch No. 426 macht in der Beschreibung dieses Blattes auf Dinge aufmerksam, welche sich bei der Vergloichung nicht finden. Er sagt z. B., dass vier nackte Männer das Gerippe mit der Hexe fortschleppen, und dass auf demselben zwei Böcke zu bemerken seien; allein nur zwei Männer sind die Führer, und rechts ist nur ein Bock. Derjenige, auf welchem links vorn der Knabe mit dem Hörne reitet, gehört nicht hieher. Seine Stellung bezeichnet aber Bartsch richtig. — Die Composition schreibt Lomazzo dem Michel Angolo zu, und Bottari bezeichnet den Giulio Romano als Erfinder. Auch Passavant findet die Idee dem Buonarotti, oder dem L. da Vinci angemessen, er erkennt aber doch im Charakter der Zeichnung des Nackten so sehr Rafacl's Art und Weise, dass diesem die Composition wohl unbedenklich zugeschrieben werden kann. Dass auch schon in älteren Zeiten dem Rafael die Erfindung beigelegt wurde, bezeugt ein kleines Bild von Spagnoletto in der Sammlung des Herzogs von Wellington , welches Rafael's Namen trägt. Auf dem Kupferstiche kommt aber dessen Name nicht vor, und wenn daher Ferrario die Inschrift: Haph. inv. beifügt, so wollte er wohl nur dem Rafael die Composition vindiciren, obgleich Beisätze dieser Art irre führen. Man kennt keinen Abdruck mit dieser Abbreviatur. Die ersten Abdrücke der sich im Ca- binet zu Coburg befindenden Platte sind nach Bartsch jene ohne die Buchstaben A V auf dem Hörne des reitenden Knaben, und mit dein weissen Täfelchen, welches unten in der Mitte auf dem Boden liegt- Dieses hat die Form des Täfelchens von Marc Anton, mit dem gerade laufenden Henkel, wie oben unser erstes Täfelchen mit A V zeigt' Die unbezeichneten Abdrücke mit der Tablette des Marc Antonio brachten vielleicht auf die Idee, dass das Blatt von diesem gestochen sei, und dass erst bei der Retouche die Buchstabon A V ihre Stelle gefunden hätten. A. Zanetti macht aber im Cabintl Cicognara p. 311 auf zwei süperbe Abdrücke aufmerksam, wovon dor eine mit dem Zeichen auf dem Home, der andere ohne A V ist. Der erstere zeigt auf dein Täfelchen unten die deutlichen Spuren der Buchstaben VA, da sie verkehrt erscheinen. Der Abdruck ohne A V auf dem Hörne hat ein weiss« 3 Talclrlien, so dass dieses später polirt wurde, aber ohne dass die Platt" eine Hetouche erlitt. Demnach wären die Abdrücke ohno A V und mit dem weissen Täfelchen nicht die ersten. Man möchte auch glauben, dass die Buchstaben A V auf dem Ilorne nur desswegen weggenommen oder zugedeckt wurden, um dem Marc Anton das Blatt unterzustellen) da es dieses Meisters würdig ist. Diese Manipulation fällt aber nicht in die spätere Zeit, da die alten Abdrücke mit und ohne AV von gleicher Schönheit sind, und daher von keiner Retouche die Rede seyn kann. Ks scheint, dass die Buchstaben A V nur verrieben sind. 21) Der Tanz von Faunen und Bacchantinnen, sechs Figuren i" einem Zuge von links nach rechts. Der Faun mit der Doppelflöte eröffnet den Reigen, und eine Bacchantin mit dem Tambourin folgt ihm. Bin zweiter Faun mit der Schalmey kommt hinter ihr, und sofort ein« Bacchantin mit der Rebenkrone, ein anderer Faun mit zwei Flöten, AV. Nr. tWL. 599 *nd dann eine Bacchantin mit flatterndem Bande auf dem Kopfe. Rechts "I halber Höhe 1510 Ä (gothisch) V. Die Zeichnung soll Rafael nach einem antiken Bildwerke gefertiget haben. In zwei Blättern. H. 6 Z. & L. Br. 19 Z. 2 Z. - Bartsch No. 250 Spricht von einer sehr guten °. r igiualseitigcn Copie in zwei Blättern, er fand aber nur jenes mit der linken Hälfte der Darstellung vor. Seit Bartsch sind viele Jahre verflossen , ohne dnss jemand die rechte Hälfte der angeblich grösseren Komposition zu Gesicht bekommen hat, und man kann daher füglich a )i clor Existenz des rechten Blattes zweifeln, da das linke ein Bild für sich gibt. Bartsch glaubt auch, dass die linke Hälfte von Marc Anton gestochen sei, oder dass sie wenigstens der Weise, desselben sehr nahe komme. Allein das fragliche Blatt ist nichts weniger als Marc Anton's würdig, da es weder in der Feinheit der Zeichnung, noch in der Behandlung für ihn spricht. Wir halten es für Copie eines geschickten Künstlers, welcher das Blatt des Agostino zum Vorbilde genommen hatte, ohne es zu erreichen. Diese Copie erschien im Verlage des Anton Salamanca, da sie im späteren Drucke die Adresse desselben trägt, wie Agostino's Stich der ganzen Darstellung, in welchem die linke Seite ebenfalls schöner gestochen ist, als die rechte. Darin liegt w °hl das ganze Gohoimniss. Die Copie ist mit dem Originale von gleicher Höhe, hat aber nur eine Breite von 10 Z. Das Zeichen kann s 'e nicht tragen, da dieses in Agostino's Blatt rechts vorkommt. Iliero- nymus Hopfer hat diese Darstellung in einem einzigen Blatt! copirt, ° : No. 29. H. 6 Z. 8 L. Br. 12 Z. 8 L. Auch in dieser Copie ist die eine Hälfte schöner behandelt, und besser in der Zeichnung, als die andere. 22) Das gemeinschaftliche Bad in einer Art offenen Vestibüls. Zwei Männer und zwei Frauen sind rechts in einer grossen Wanne, l, nd daneben schickt sich ein Mann und ein junges Weib zum Einsteigen *"• Von links her kommt ein anderes Paar, und vor demselben trägt das Kind eine Vase. Oben schweben zwei Amoretten, welche Pfeile *JM die Badenden senden. Neben den Füssen der herankommenden *rau ist ein kleiner Merkurstab zu sehen. Links in der Ecke steht a«f der Tafel: KAPH. VRBI. PINXIT. 1510, und rechts bemerkt man «as Täfelchen des Agostino Veneziano mit A V, wie oben unter den Zeichen gegeben. II. 8 Z. 6 L. Br. 12 Z. 6 L. Die Zeichnung wird dem Rafael mit Unrecht zugeschrieben, sowie auch der Stich nicht von Agostino herrühret. Es handelt sich um eine ziemlich rohe, veränderte J-'Opie nach dem Blatte von Giulio Bonasone B. No. 177. Im Cabinet des Marchese Malaspina di Sannazaro war die Platte, im Catalogc desselben IL p. 76 wird aber irrig angegeben , dass das Blatt einen Hall v °rstelle. — Eine zweite gegenseitige Copie des Blattes von Bonasone hat den Namen des Stechers: lo. Georyius sculpsil. Links auf der Tafel 'st Rafael als Erfinder angegeben, und rechts steht die Dcdication des Mattia Bolzetta an Girolamo Scala. In der Arbeit ist diese Copie der erstcren vorzuziehen. Keine von beiden wird von Bartsch erwähnt, jind -wenn diese Blätter anderwärts dem Meister mit dem Merkurstabe (•'akob da Barbary) zugeschrieben würden, so beruht diess auf einem Irrthum. 23) Drei Carrikaturen in Kniestück, nach Leonardo da Vinci. Links ??eht man eine Alte mit einer grossen Haube, und mit weit vorstehender Unterlippe. Sie hält in der Linken eine Börse, welche ihr der rechts gestellte Mann von abschreckender Gestalt zu entroissen vorsucht, ^wischen beiden ist eine Art Pierrot, welcher aus vollem Halse lacht, "er Grund ist schwarz, aber rechts oben gegen die Ecke zu steht auf Weissem Grunde die Jahrzahl 1510 mit A (gothisch) V darunter. '1- 6 Z. 7 L. Br. 4 Z. 4 L. Dieses sehr seltene Blatt ist geistreich 43* 600 AV. Nr. 1423. gestochen, aber in einer für Agostino ungewöhnlichen Manier. Es lag ihm augenscheinlich eine zarte Federzeichnung vor, welche genau gegeben ist. Das Exemplar dos Cabinet Cicognara (Zanetti No. 460) befindet sich jetzt in der k. k. Sammlung zu Wien. Ein zweites ist in Th. Wilson's Catalog p. 57 No. 114 beschrieben. Der von Heinecke (Dict. des Art. I 632) erwähnte Abdruck wird wohl im Cabinet zu Dresden seyn. Ein viertes Exemplar kennen wir nicht. — Eine gegenseitige Copie hat die Adresse: Cock exe. II. 5 Z. 10 L. Br. 4 Z. 7 L. 24) Der Soldat, welcher seine Beinkleider an den Harnisch befestiget. Der Grund ist mit horizontalen Strichen bedeckt, und links am Pfeiler eines Porticus steht i$i% A V. II. 5 Z. 10 L. Br. 4 Z. 2Z. — Diese Figur ist aus Michel Angclo's berühmtem Pisancr Carton entnommen, oder vielmehr einem Studium zu dieser Figur, welches Agostino zur Vorübung des grossen Blattes mit den sogenannten Kletterern B. No. 423 gestochen hat, da dieselbe Figur darin vorkommt. Doch bemerkt man wesentliche Veränderungen. Die Hosen des Soldaten liegen eng an, während sie in den Kletterern Falten machen. Die rechte Hand und der Schenkel sind hier beschattet, licht in dem grossen Stiche. Auch die Haare sind anders geordnet, und der landschaftliche Grund fehlt ganz. Die Baumgruppe links ist durch einen Pfeiler ersetzt. Der Artikel bei Bartsch No. 463 ist etwas verwirrt. Er sagt, dass das Original ohne Zeichen, und von der Gegenseite des Blattes der Kletterer (Grimpeurs) sei, so dass die Figur dort nach rechts, in dem sogenannten Originalstiche des Soldaten nach links gerichtet seyn muss. Die Buchstaben A V mit der Jahrzahl findet Bartsch nur in einer genauen, aber gegenseitigen Copie, in welcher die Figur nach links gerichtet seyn soll. A. Zanetti (Cabinet Cicognara p. 294) hält aber diese angebliche Copie gerade für das Original, nämlich die oben erwähnte Darstellung. Diejenigen, welche das Blatt ohne A V. 1517 dem Marc Anton zuschreiben, verdienen keine Berücksichtigung, da der Stich nichts weniger als den Styl jenes Meisters verräth. Zanetti erklärt das undatirtc Blatt für Copie nach Agostino Vencziano. In einer zweiten Copie von 1517 sind die Buchstaben A V nicht mit doppelten Linien gezogen, sondern schwarz. Im Originale ist die rechte obere Ecke weiss, in der Copie ist dieselbe mit dem Koste des Grundes mit einer horizontalen Lage bedeckt. Diese Copie hat Salamanca's Adresse. 25) Ein verziertes Feld mit Laubwerk. Fast in Mitte des unteren Theiles bemerkt man einen Vogel, welcher die Traube bietet. Etwas höher erscheint eine Eidechse, und im oberen Theile zeigt sich ein grosser Schwan, lieber der Eidechse gegen links stehen in einem Flcuron die Buchstaben A. V. H. 11 Z. 2 L. Br. 7 Z. 2 L. — Bartsch No. 562 sagt, dass dieses Blatt ohne Zeichen sei, die Buchstaben A. V sind aber sehr nett eingestochen. Wenn nun Bartsch das Blatt genau besichtiget hat, so gibt es Abdrücke ohne Initialen. Indessen sind jene mit A. V so vollkommen und rein, dass man daran zweifeln möchte. Das Fach der Ornamentik hat nichts Schöneres aufzuweisen, als dieses Blatt. Man will darin ein antikes Vorbild erkennen. Links durchschneidet eine Thcilungslinio den Akanthusbüschel, so dass man das Feld verdoppeln kann. 26) Die Vase mit den Akanthusblättern, nach der Antike. Wo sich das Vorbild befand, besagt folgende Inschrift amPlinthus: BOME- IN ECLE. S. AGNETIS. EXTRA. MVHOS. Ohne Zeichen. II. 9 /- Br. 6 Z. — Bartsch No. 540 kennt die ersten Abdrücke vor Salamanca's Adresse nicht, doch ist aber die Platte mit derselben nicht retouchirt- — Die sehr schöne gegenseitige Copie erkennt man an der Beleuchtung- Das Original ist von der rechten Seite beleuchtet, die Copie von der linken- AV. Nr. 1424. 601 27) Die Arabesken mit einem Kinde, ähnlich dem Blatte welches Bartsch No. 557 dem Marco di Ravenna zuschreibt. Ohne Zeichen, nur mit der Adresse: A. Sal. exe. H. 7Z. 10 L. Br. 5 Z. 2 L. Dieses Blatt dürfte von Agostino herrühren. 28) Illustrium Virorum utexlant in Urbe expressi vultus. Romae 1569. Cum Privil. Sum. Pont. Formis Ant. Lafrerij. Mit 52 Bildnissen nach antiken Büsten und Münzen aus der Sammlung des Fulvius Ursinus. «raf Cicognara sagt i in seinem Catalogue raisonn6 I. p. 365, dass die Blätter dieses schönen Werkes von Ag. Vencziano gestochen seien, und dass die erste Ausgabe das Datum 156!) trage. In diesem Jahre war aber der Künstler sicher nicht mehr am Leben. Er dürfte nach 1536 wenig mehr gearbeitet haben, und wenn daher die Platten wirklich von Agostino gestochen sind, so wurde das Werk erst lange nach seinem lode verbreitet. Die zweite Ausgabe ist betitelt: Imagincs et Elogia virorum illustrium et eruditorum ex antiquis lapidibus et numismatibus expressa, cum annotationibus ex Bibliothcca Fulvii Ursini 1570. Romae. Ant. Lafrerij Formis. Nach diesem Titelblatte folgt ein Gedicht des Lorenzo Gambara an den Bischof Antonio Aelio von Pola, dann die Vorrede, und der Index über die Abthcilungcn des Werkes. Mit dem eilften Blatte fangen die Bildnisse an, deren diese Ausgabe 72 enthält. Auf dem Schlussblatte steht: Veneliis 1570. In aedibus Petri Dehu- c «no Galli. Vgl. No. 1428. 1424. Anton Vincentins von Lyon. Brulliot II. No. 163 macht auf einen Holzschnitt aufmerksam, welcher die Apostel Petrus und Paulus mit dem ~*™—,\ JUtt \JyA Schwcisstuche vorstellt, und mit den Buch- ^—_j\ M F——^H A V/ - staben A V im ersten der gegebenen Tä- ' r-L*- V felchcu bezeichnet ist. Es hängt in der Mitte unten an einer kleinen Weinrebe, 4. Der genannte Schriftsteller "immt mit F. Rothscholz (Insignia Bibliopolarum et Typoijraphorurn No. 34(i) an, dass dioss die Vignette des Buchhändlers Anton Vinccntius vonLeydcn sei, welcher um 1543 sein Geschäft betrieb. Dass diese Vignette in \erlagswerkon des Vinccntius vorkomme, hat seine Richtigkeit, doch ist nicht Lcyden, sondern Lyon der Ort, wo der genannte Buchhändler lebte. Borner kennt nämlich eineu Abdruck mit folgender Schrift auf der Rückseite: „Lugduni sumptibus Vincentii Dionysius de Ilarsi.j cx- eudebat." Die Vignette kommt aber schon früher am Ende folgenden Werkes vor: „PandcctorumCivilium Sectio prima ff. Lugduni 1541", fol. Brulliot nennt den Holzschnitt mittelmässig, und gibt Quartformat an. Kr sagt überdies« nur noch, dass die Figuren auf weissem Grunde stehen. Nun beschreibt aber A. Zanctti im Cabinet Cicognara p. 184 eine ähnliche Vignette mit St. Peter und St. Paul, welche keineswegs e «*e mittelmässige Arbeit verräth, sondern sehr gut gezeichnet, und mit geringem Aufwände von Linien gefertiget ist. Der Grund erscheint '»cht weiss, sondern selbst über die Schatten und Halbtinten ist ein rothlicher durchsichtiger Ton ausgebreitet, welcher durch eine zweite platte bewirkt seyu muss, so dass auf den ersten Blick das Blatt das Ansehen eines Clair-obscur von zwei Platten hat. Graf Cicognara erkannte aber darin keinen Holzschnitt, sondern hielt das Blatt für gerochen. Demnach hätten wir einen Mctallschnitt, wie deren gegen j^nde des 15. Jahrhunderts und noch später viele vorkommen. Beim J^fucke musste man sich einer zweiten Platte bedient haben, welche den larbigen Ton über das Bild brachte. Es zeigen sich nämlich unter d'esem sehr deutlich die Schraffirungen. Das Exemplar aus dem Ca- 602 AV. Nr. 1425. binet Cicognara kommt aus einem Buche mit Qucstioncs theologicae, welche gegen Ende des 15. Jahrhunderte gedruckt wurden. Das Format scheint kleiner zu seyn, als das von Brulüot hemerktc Quartformat. Nach Zanetti ist das Blatt 5 Z. hoch u. 5 Z. 3 L. hreit. Dioss wäre also das kleine Quartformat, und der Holzschnitt in Vcrlagswcrkon des A. Vinccntius zu Lyon müsste Wiederholung oder vollkommene Copic seyn, da auf dem Exemplars des Cahinet Cicognara ebenfalls das Täi'cl- chen mit A V angehängt ist. Diese Buchstaben fügte Zanetti seiner Monogrammcntafel No. 15 bei, aber ohne Täfelchcn. Das zweite Täfelchen mit den abweichenden Buchstaben A V gibt Heller im Monogrammen-Lexicon 8. 40. Nach seiner nichts sagenden Bemerkung findet man cs auf mittelmässigen Holzschnitten. Zeit und Inhalt bestimmt er nicht, es handelt sich aber um dieselben Figuren der Apostel Petrus und Paulus, welche nach unserer Ucbcrzeugung ganz gut in Holz geschnitten sind. Unter dem Schwcisstucho mit dem Antlitz des Herrn steht ein Weinstock, an dessen dürrem Zweige das Täfelchen in schiefer Richtung hängt. In dem Exemplare, welches uns vorlag, fehlt die Einfassung, und es scheint auch keine vorhanden zu seyn. Die beiden Apostel stehen auf einem landschaftlichen Grunde, welcher aber wie von Holz geschnitzt aussieht. St. Paulus steht links mit dem abwärts gerichteten Schwerte an der Seite, und hält mit der Rechten den Zipfel des Schweisstuchos. Von der Basis an bis über den doppelten Nimbus beträgt die Höhe 4 Z. 8 L. Die Basis mit Landschaft ist 4 Z. 9 L. breit. Das Exemplar aus dem Cahinet Cicognara scheint einen Plattenrand zu haben, und die Figuren könnten in derselben Grösse seyn. Unter den gegebenen Verhältnissen würde cs sich um dreierlei Blätter mit den Apostelfürsten handeln, nämlich um den muthmasslichen Metallschnitt des Cahinet Cicognara, um eine Copie in Holzschnitt mit dem ersten, von Ijrulliot erwähnten Zeichen, als Vignette des Buchdruckers Anton Viucentius, und um eine zweite Copie mit dem zweiten Zeichen, welches Heller ziemlich genau gibt. Wir sahen das Blatt erst in späterer Zeit, nachdem der obige Holzstock bereits geschnitten war, fanden es aber nicht nöthig, denselben zu cassiren. Das uns vorliegende Exemplar ist ohne Text, sollte aber in den anderen Blättern eine Veränderung vorgenommen seyn, so bemerken wir, dass auf unserem Abdrucke St. Petrus links mit der rechten Hand den Zipfel des Tuches fasst, und mit den beiden Schlüsseln in der linken über das Schweiss- tuch hinreicht. Unter letzterem bemerkt man zwei blühende Pflanzen, den Weinstock, und eine grossblätterige Pflanze vor St. Paulus. 1425. Adrian Verbargh von Leyden, und Adrian de Vries. Die A~v r Initialen A V. mit der Jahrzahl iß/6' fanden wir auf einem Xv V« sehr schön gemalten Bildnisse eines holländischen Offiziers, a "T T welches der Tradition nach dem Adrian Verburght zuge- zA.-V« schrieben wurde, einem wenig bekannten Künstler, dessen Existenz aber sicher ist, obgleich Immerzeel seiner nicht erwähnt. Es sollen sicli auch Federzeichnungen mit den Initialen A.V. finden, welche einem Vcrburgh oder Verbürgt zugeschrieben werden. Darunter ist wahrscheinlich der erwähnte Porträtmaler zu verstehen. Adrian Verburght war um 1610 in Leyden thätig, und malte sowohl Bildnisse als historische Darstellungen. Heller, Monogr.-Lex. S. 41, schreibt die Initialen A.V. dem Adrian van der Venno zu, bemerkt aber nicht, ob sie sich auf Kupferstichen oder Gemälden finden. Van derVenne bediente sich gewöhnlich eines AV. Nr. 1426 —1428. 603 aus AVV. bestehenden Monogramms. Auf Blattern mit Vasen und Grotesken zum Gebrauch filr Goldschmiede wird der Kenner unterscheiden, ob darunter Adrian de Vrics oder Adrian vau Vianen zu verstehen sei. Wir fanden Blätter mit A. V. dem ersteren zugeschrieben, aber wie oft, ohne nähere Bestimmung. 1426. Unbekannter Zeichner, welcher um 1840 in Paris thätig A \t war. Daselbst erschienen vor wenigen Jahren humoristische ^»■■V Schriften, welche unter dem Namen der Physiologien bekannt sind. Auf den Holzschnitten der „Physiologie du bas bleu" findet man obigo Initialen, welche wahrscheinlich den Zeichner andeuten. 1427. Verlagszeichen eines Augsburger Formschneiders. Herr ■ W Inspektor C. Becker macht im deutschen Kunstblatt 1853 S. 318 auf in Holz geschnittene, reichverzierte Anfangsbuchstaben auf schwarzem Grunde aufmerksam, mit der Bemerkung, dass auf den Blättern mit denselben A. V. stehe (Augusta Vindelicorum). Das Werk _ 10 Blättern unter dem Titel: Capital vnd Versal Buch allerhand grosser vnd kleiner Alphabeth, zu den Haubtschrifften vnd Büchern, ungleichen in Cantsleyen vnd gemein zu gebrauchen, ganz zierlich geordi- nieret durch Hans Hogel Forrnschneyder, Burger zu Augspurg. Anno 15611. ^«!/ Johann Virich Schiinigks sei. Erben. Dass die Initialen A. V. Augusta Vindelicorum bedeuten, unterliegt keinem Zweifel, ohne Titelblatt, welches den Hans Rogel als Formschneider nennt, könnte man aber unter A. V. den Künstler oder Schreiber vermuthen. Das von Herrn Inspektor Becker erwähnte Werk haben wir nicht gesehen. Das zweite Zeichen mit den Buchstaben A. V. darüber, fanden wir ebenfalls auf Blättern eines grossen figurirten Alphabetes mit Arabesken, und je einer stehenden Heiligenfigur auf weissem Grunde. H. 4 Z. or. 3 Z. 6 L. Die Holzplatten sind in Augsburg noch vorhanden. Neue Abdrücke findet man in dem Werke: Augsburger Formschneidcr- <*rbeilen des XV. und XVI. Jahrhunderts. Augsburg itl'Jf). dann in Metz- ger's Denkschrift des Buchdrucker Jubileums 1840. Diese Buchstaben sind viel älter als jene von Hans Rogel, indem sie gegen das Ende des ^•Jahrhunderts geschnitten wurden. Das Zeichen im Schilde ist dem Stadtpyr von Augsburg nachgebildet, und die Buchstaben A V. darüber bedeuten „Augusta Vindelicorum." 1428. Agostino Teneziano als Medailleur? Diese Initialen deuten \ 'y auf den Verfertiger eines sehr schönen gegossenen Medaillons " ' mit dem Bildnisse des Pietro Arctiuo. Die Umschrift nennt ihn °IVVS. PETRVS. ARETINVS. Im Revers sitzt er auf einer Sella euruüs mit dem Buche unter dem Arme, und neigt sich zu fünf allegorischen Figuren im antiken Gewände, welche Geschenke zu seinen Füssen legen. Diese ideal gehaltene Darstellung erklärt folgende Umschrift: I PRINCIPI TRIBVTATI DAI POPOW IL SERVO LORO TRIBVTANO. — Köhler ist der erste, welcher in seinen Münzbelustig- u ngen XVI. S. 194 die Initialen A V auf Agostino Veneziano, den bekannten Kupferstecher deutete, und auch spätere Schriftsteller waren nicht abgeneigt, den Agostino als Verfertiger des Medaillons anzunehmen. Allein die Sache bleibt immerhin zweifelhaft, da die Medaille vor 1536 gefertiget sein müsste, zu einer Zeit, in welcher man es wohl nicht gesagt hätte, auf einer Schaumünze den satyrischen nnd laseiven Dichter Oivus Aretinus, und die Fürsten an ihn tributpflichtig zu nennen. Der Medaillon dürfte nur einige Jahre vor dem 1557 erfolgten Tod Aretino's gefertiget worden seyn, und das älteste Datum der Blätter des Agostino 604 AV-AVB. Nr. 1429 — 1431. de Musi ist 153ß. In den letzteren Jahren beschäftigte ihn fast ausschliesslich der Stich von Bildnissen, worunter aber jenes des Aretino sich nicht befindet, und somit ist nicht einmal anzunehmen, dass dem Medailleur ein von Agostino Veneziano gestochenes Bildniss desselben vorlag. Die Initialen A. V. findet man auch noch auf einigen Badens Medaillen, wie auf jener mit dem Bildnisse der Caterina Sandelli, welche mit Aretino in Verbindung lebte. Kino weitere Medaille mit A V enthält das Bildniss der Caterina Chicregata aus Vincenza, welche wahrscheinlich ebenfalls zur Fahne Aretino's geschworen hatte. Tributbar war ihm auch fortan Jacob Oaraglio von Verona, wie aus dem Artikel des letzteren unter dem Monogramm A Y hervorgeht. Caraglio hatte Aretino's Bildniss in Medaillon gestochen, und da es bekannt ist, dass dieser Künstler in späterer Zeit ausschliesslich die Stempelschneidekunst geübt habe, so könnten die erwähnten Medaillen jedenfalls eher von Caraglio, als von Agostino Veneziano herrühren. Allerdings streiten die Initialen A V dagegen; allein auch das gewöhnliche Monogramm Caraglio's enthält die Buchstaben A V mit dem unter das V reichenden /. Vielleicht fand es der Künstler nicht gerathen, auf der Medaille des üivus Aretinus, dem die Fürsten tributpflichten sollten, seine Urheberschaft genau zu bezeichnen, so dass er A V mit Weglassung des / wählte. Die erwähnte grosse und sehr seltene Medaille kann nicht vor 1543 gefertiget sein. In diesem Jahre erschien der Guss seines Bildnisses mit der Inschrift im Revers : VEBITAS ODIVM PARIT. Er heisst bereits Divus Petrus Aretinus. Das Brustbild sieht rechts, und dasselbe Bildniss ist auch auf der undatirten Medaille, aber links sehend. Beide Stücke gibt Mazuchelli I. p. 63, 1 u. 4. 1429. Albert Vogel, Formschneider in Berlin, fand unter dem /j ( oj o9 yj Monogramme A CNo. 1407 eine ausführliche Stelle, st/, l/l, Q/D. U. und daher berufen wir uns hier auf dieselbe. Man findet die gegebenen Initialen auf Holzschnitten des Meisters , wie in Sporschil's Geschichte des dreissigjährigen Krieges, mit 180 Illustrationen nach F. M. Pfeiffer's. Zeichnungen &c. 1430. Anton van Dyck, der berühmte Maler, und Graf Ph. C. A- n nJ* i rr ie Caylus, sind durch diese Initialen angedeutet. Q/ n Hamburg befindet sich ein Mezzotintoblatt, welches die Y~s halbe Figur eines Mannes zeigt, dessen Rolle in der Rechten auf einen Künstler deutet. Das Blatt ist mit dem gegebenen Zeichen v ersehon, und verräth in der mangelhaften Schabarbeit, sowie in den ^gebrachten Correkturen keinen Kupferstecher von Profession. Es dürfte jedenfalls in die frühere Zeit der Erfindung der Schabmanier gehören. Handschriftlich ist folgender Name beigesetzt: Alb. vau der Horch Victor Dclf. Ein Maler dieses Namens war bisher nicht bekannt, *'r können aber annehmen, dass das Bildniss das seinigo sei, und dass er selbst einen Versuch in Schabmauicr gemacht habe. 1433 A. van Beeke, und Albert van Beyeren, welchen diese /T\ Zeichen zugeschrieben werden. k I J k T% /? fanden schon unter No. 179 l\ 1^. A/< x AD JT ihre Stelle, da das Monogramm i/V 1 C *'V* J / ' "TD.«A. nicht von Jedermann in A V li r"^ V^^ r zahl von Gemälden, da er sich viel mit der Rc- ^Cv.J-'. X ■_? , stauration befasste. In der k. k. Gallerie zu Wien ist eine Landschaft mit Viehheerde bezeichnet: Alexander Von Dallinger Viene fecit 1881. Daraus erklären sich auch die zweiten Initialen. Die Anfangsbuchstaben des Namens findet man aber nur auf Itadirungcn dos Meisters. Unter diesen ist das Blatt mit der Schaafheerde nach P. Potter's Bild in der Gallerie Estcrhazy mit Auszeichnung zu nennen, da es eben so schön als selten ist, kl. qu. fol. Dallinger radirtc 181' auch noch vier andere Blätter mit Kühen auf der Weide, qu. 8. Eine Folge von 10 Blättern enthält Köpfe von Kühen und anderen Thieren, kl. 4. und 8. Auf mehreren Radirungen des Meisters findet man die Initialen des Namens mit den Jahrzahlen /«/4 und 1817. In seiner frühen Zeit stach er für das Wiener Industrie-Comptoir einige Blätter in Aquatinta. Sehr schön ist jenes mit der Flucht in Aegypten, nach Elzheimer, kl. fol. 1443. Jan Adrian van der Drift, Landschaftsmaler, wurde 1808 im 7rrjTN Haag geboren, und von Schelfhont unterrichtet. Letzterer Jn£HLlf- zählte ihn zu seinen bossten Schülern, so wie van der Drift überhaupt zu den vorzüglichsten Meistern der modernen holländischen Schule gehört. In seinen Bildern offenbaret sich ein genaues Studium der Natur, und ein feiner Sinn für Farbe. Er malt Landschaften, Strandbildcr, Ansichten von Städten und Dörfern u. s. w. Die schöne Umgebung vom Hang bot ihm reichen Stoff zur malerischen Darstellung-, Seit 183!) ist van der Drift Mitglied der Akademie in Amsterdam. Auf einigen Gemälden desselben findet man das Monogramm, besonders auf kleineren Bildern in Gel und Aquarell. AVDN-AVE. Nr. 1444 — 1447. 609 1444. Aart van der Neer gehört zu den berühmtesten Landschafts- \A T und Seemalern, welche um die Mitte des 17. Jahr- XY"K\t \V"1öt hunderts in Holland blühten. Man lässt ihn 1613 * VV1>1 / 7vVJaJ pcler 1619 in Amsterdam geboren werden, allein sicher ist nur, dass der Künstler um 1650—1670 in Amsterdam, und zeitweise auch in Utrecht gearbeitet habe. Viele seiner Landschaften und Mannen sind in der Umgegend der genannten Städte gezeichnet, kr malte meistens Ansichten von Dörfern am Wasser, in welchem verschiedene Schiffe liegen. Auch Strandbilder finden sich von ihm, gewöhnlich mit Mondbeleuchtung, welche er, wie kein anderer Künstler seiner Zeit zu geben wusste. Doch kommen auch einige Ansichten bei Morgen- und Mittags-Bcleuchtung vor, sowie Winterlandschaften. Als getreue und meisterhafte Bilder der Natur, fanden seine Werke in den berühmtesten Gallerion Eingang. Im Jahre 1825 wurde bei der Auktion der Sammlung des II. V ranken van Lokcren eine Wintcrlandschalt mit 3000 Fr. bezahlt. Ein Bild aus der Gallorie des Fürsten Lucian Bona- Parte, welches unter dem Titel: ,,Paese con figurc ed animali", gestochen ist, kaufte 1833 Lord Farnhorough von Sebastian Erard um 808 Pfund Sterling. Auf mehreren Gemälden dieses Meisters findet m an das Monogramm. Auch auf Stichen nach solchen kommt es vor, Wie auf Blättern von Aliamet, Vivaros, Austin, Le Bas, Basan, Miller, Wood, Major &c. Zuweilen erscheint das Zeichen verkehrt, so dass wir unter DNAV, und NÜAV darauf zurückkommen müssen. Die Gemälde dieses Meisters sind selten, und daher begegnet man ihm nicht einmal in jeder grossen Sammlung. Unter den sechs Gemälden der herzoglichen Gallorie in Gotha ist nur eines mit dem Monogramme versehen. 1445. A. van der Willighe, ein uns unbekannter Kupferstecher, A. V I) W 30 " Ilac ^ Ifru'l'otll- No. 169 Blätter mit diesen Initialen . ' ' bezeichnet haben. Der genannte Schriftsteller fand indessen nie ein solches vor, und scheint überhaupt an der Existenz des «■ünstlers zu zweifeln. Wir kennen nur einen Medailleur Adrian van u er Wilge, dessen Gepräge mit A. V. W. bezeichnet sind. Auf einem grossen Kupferstiche, welcher die Ansicht des Portals von St. Lievens- *°rk de Zierikzee enthält, steht: A.n. Wilge sc. Dieser Meister scheint a °er mit dem Medailleur nicht Eine Person zu seyn. Er hat vielleicht n °ch andere architektonische Ansichten gestochen, und das eine oder Ua s andere Blatt mit A. V. ü. W. bezeichnet. 1446. Aldert van Everdingen zeichnete auf Gemälden und Kadir- ~T V- ungen gewöhnlich A. V.E., und daher werden wir unter /V/^T" diesen Initialen im folgenden Artikel ausführlich über ihn ^~~ handeln. Das gegebene Monogramm kommt wohl selten ■ uf Worken des Künstlers vor. Herr E. Harzen fand es auf einer Landschaft in Aquarell, welche das brittische Museum aufbewahrt. 1447. Aldert van Everdingen, geb. zu Alkmaar 1621, gest. da- ^ \7~ Tp ..„ selbst 1675, gehört zu den berühmtesten Land- Xür« ^/-"■»** schaftern der holländischen Schule, welche bei Avj;, AVE seinem Auftreten bereits ihre Blütho feierte. Er »ebte aber weniger als seine Meister, R. Savcry und P. Molijn, das _ infache Vorbild der heimischen Natur, und daher steht er diesen, so- w,c dem ,T. Ruysdael, A. Waterloo &c. in eigentümlicher Weise gegen* J )ftr ' Er malte grossartige Gebirgsformen im Charakter des höheren s }!&"*> dunkle Tannenwälder, mächtige Wasserfälle, und jede Er- s '''Hmiiuii K der Natur mit gleicher Meisterschaft. Wir verweisen aber att eines weiteren Eingehens auf die umfassende Würdigung der emi- BIO AVE. Nr. 1447. ncnten Verdienste Evcrdingen's in Dr. Naumann's und R. Weigcl's Archiv für die zeichnenden Künste I. S. 104 ff. In diesem Werke widmete ihm Direktor Frenzel einen geistreichen Artikel, und bespricht nicht allein seine Malwerkc und Radirungen, sondern geht auch auf die Familie des Meisters und die landschaftliche Schule der damaligen Zeit ein. Evcrdingen's Gemälde gehören in den Gallonen zu den seltenen Glanzpunkten. Die meisten fand man in holländischen und belgischen Sammlungen, in neuerer Zeit wanderten aber einige Bilder nach England, wo sie in den Palästen und Schlössern der Grossen verborgen sind. Man kann indessen auch auf dem Continent seine Kunst bewundern, indem die Museon in Berlin, Dresden, München, Paris &c. Schätze dieser Art bewahren. Meisterhafte Bilder von grösserem Umfange, vier nordische Landschaften, befinden sich in der k. Galleric zu Copenhagen. Bei allem Fleisse dos Künstlers sind doch seine Gemälde im Verhältnis» zu denen anderer Meister nicht häufig zu finden, besonders die im grösseren Massstabe. Zu den grössten Seltenheiten gehören die Marinen. Zeichnungen findet man in verschiedenen Sammlungen, besonders in Holland. Sie sind theils in Kreide ausgeführt, theils getuscht, und zuweilen auch colorirt. Auch findet man Zeichnungen von ihm, welche in bläulichen Farben behandelt sind, mit einem eigenthümlichen zarton Nebelton. Alle diese Blätter sind sehr gesucht, und werden oft zu hohen Preisen bezahlt. Die Gemälde des Künstlers sind meistens mit dem Namen bezeichnet: A. v. Evcrdingen, Aldert und auch Allart van Jiverdingen. wie auf jenen im Museum zu Copenhagen. Selten findet man Bilder mit den Initialen A. V. E. Ein solches ist in der Gallerie des k. Museums zu Berlin- Man schreibt dem Künstler auch ein aus ADV gebildetes Monogramm zu, wie wir es No. 456 gegeben haben. Dieses Zeichen ist aber für Everdingeu sehr zweifelhaft, und muss wohl einem Nachahmer dasselbe! zugewiesen werden. Auf Zeichnungen kommen zuweilen die Initialen A. V. E. vor, und wohl sehr selten sind sie verschlungen, wie im Zeichen des vorhergehenden Artikels. Auf den Radirungen des Meisters kommt kein Monogramm vor, sondern nur die Initialen A. V. E. , meistens in obiger Form. Bartsch P. gr. IL p. 161 ff. beschreibt 162 radirtc Blätter, welcho, wie die Zeichnungen, eben so viele Beweise eines fruchtbaren und ausserordentlichen Talentes liefern. Hinsichtlich der Abdrucks-Bestimmung war man viele Jahre nur auf den genannten Schriftsteller angewiesen) die Kunstsammler sahen aber bald, dass die von ihm angegebenen Merkmale nicht genügend seien, und dass es von dem einen oder dem anderen Blatte mehr als zwei Zustände (etats) gebe. R. Weigcl, Supplements au peintre-graveur 1. p. 78, machte daher auf dreierlei Abdrücke aufmerksam, ohne die Probedrücke von den unvollendeten Platten bi"' zuzählen. Waigel kommt zu folgendem Resultate, welches er summarisch auf alle Blätter des Meisters anwendet. I. Vollendete Abdrücke mit schwach gezogenen Einfassungsliniou, vor der Ueherarbeitung mit der kalten Nadel, vorzüglich am Himnicli und mit den Spuren des Bartes der Platten, welcher den Blättern eine» sammtähnlichen Ton verlieh. II. Die Abdrücke mit den gestochenen Einfassungslinien, und DU" retouchirten Stellen durch die Nadel und den Grabstichel. Man bemerkt sie im Vorgrunde und am Himmel, wo die leichte Sohneidarbert bereits verschwunden war. III. Die retouchirten Abdrücke mit den parallel geführten Ural»' stichcl-Linien in den Lüften. AVE. Nr. 1447. 611 Diese Rctoucho soll Simon Fokke bewerkstelliget haben, wodurch 6r sich gerade kein grosses Verdienst erworben hätte. Die höchst Malerisch behandelten Radirungen Fokke's möchten aber glauben machen, dass eine solche Versündigung an Evenlingen einem anderen Künstler z ur Last falle. Das vollständige Landschaftswerk hat in diesem Zu- ^Jandc ein Titelblatt von dem Monogrammisten 0 //., auf welches auch Weigel aufmerksam macht. In einer Landschaft sieht man vorn das Fussgestell einer mit Epheu bewachsenen Pyramide. Rechts und links sind Bäume, links auch ein Gebäude, und in der Ferne Berge. Diese Radirung ist nicht von Bedeutung, und vielleicht hat der Verfertiger auch die Rctoucho der Originalplatten vorgenommen. H. 4 Z. 4—5 L. Br- 5 Z. 8 L. Hinsichtlich der Platten zum Reinecke Fuchs bemerkt R. Weigel P-81, dass sich dieselben in England befinden, sowie auch die Original- Zeichnungen im brittischen Museum sind. In The Art-Journal 1844 p. 22 w 'rd eine neue Ausgabe angekündiget, unter dem Titel: The pleasant hittory of Reynard ihr. Fox. Edit. by F. Summerly. Fublished by Joseph Cundell. Die Zahl der Platten belauft sich noch auf 40, in der Anzeige heisst es aber, dass die Folge in 75 Blättern bestand. Es sind indessen ""r deren 57 bekannt, und somit dürfte ein Druckfehler obwalten, "eigel beschreibt viererlei Ausgaben, auf welche wir des Verständnisses wegen auch hier eingehen: I. Ohne Einfassung, nicht einmal in mit der Nadel leicht gezogenen Linien. Die Luft ist ganz weiss, und nur in wenigen Blättern bemerkt m an leichte Andeutungen der Wolken. Der grösste Theil der Platten War nur geätzt, als diese äusserst seltenen Probedrücke gemacht wurden. Man bemerkt häufig die Eindrücke des Grates, da die Platten nicht polirt waren. Die Folge besteht aus 57 Blättern, wie sie Bartsch beschreibt. Das erste hat keine Inschrift in dem 2 Z. 2 L. breiten «■ande, wie wir aus einem äusserst schönen und seltenen Exemplare ersahen. Gewiss sehr früh aber wurde folgende Inschrift beigesetzt: net aanyenam toneel van Reinhards klugtig Leven etc. Das Blatt No. 57 be i Bartsch hat ebenfalls einen Rand von 1 Z. 10 L., welcher aber schon früh der Gleichheit wegen abgeschnitten wurde. Das von R. Weigel c rwähnte Beiblatt, welches Füchse bei ihrem Bau vorstellt, und »Vossenhuis" betitelt ist, gehört weder zu dieser noch zu einer anderen Ausgabe. Weigel vermuthot den Laurenz van der Vinne sen., Bcrg- hem's Schüler, als Verfertiger. Die Familie der van der Vinne hatte ln Hartem ein Haus, welches das Vossen-huis genannt wurde, und wohl Jjfjch sogenannt wird, da es der 1811 verstorbene Maler Vincent van der v mne besass. Die Füchse beim Baue waren an der Facade gemalt. H. Die mit der Schncidnadel vollendeten Abdrücke. Die Wolken u "d die Luft am Himmel zeigen sich deutlich, so wie nur Everdingcn lm Stande war, die Stellen zu bearbeiten. Auch in den Gründen wendete er die Schneidnadcl an, und das Ganze ist so harmonisch durch- ßeführt, dass in diesen Abdrücken der Geist Everdingen's in seiner Vf >llen Eigenthülichkeit waltet. Die oben erwähnten Platten No. 1 u. 57 '""1 des unteren Randes beraubt, um alle Platten gleich zu machen. ^Jl'eh sind Einfassungslinien, wie es scheint mit dem Stichel gezogen. Jj e r Probedrücke für etwas Zufälliges nimmt, der wird diese Ausgabe als die erste betrachten. Doch wurden die Platten nach und nach ab- ? e nutz(, und die feineren Arbeiten mit der Schnoidnadel verschwanden "ntner mehr. «j Hl. Die retouchirte Ausgabe in 56 Blättern. Die von Bartsch Wo - 51» beschriebene Darstellung des Fuchses und der Katze fehlt *> an z, und fünf andere Platten wurden durch Simon Fokke neu gestochen, 612 AVE. Nr. 1447. während alle übrigen Originalplatten durch den Grabstichel Retouchen erlitten. Man bemerkt diess namentlich in den Gründen und in den Schattentheilen, sowie in der Luft, in welcher parallele Linien eingestochen sind. Ferner wurden alle Platten verkleinert, und zur Illustration des Reinecke Fuchs von Heinrich von Alkmaar benutzt. Gottsched bearbeitete dieses Werk für Deutsche, Leipzig u. Amsterdam 1752. Die Original-Ausgabe des Gedichtes des H. von Alkmaar ist von 1499, und selbst in Holland höchst selten. J. Scheltcma suchte daher diesem Mangel durch eine neue Bearbeitung abzuhelfen: „Reintje de Vos van Hendrick van Alkmaar, vertaald door Mr. J. Scheltcma." IV. Die Abdrücke der vierten Art sind bereits schlecht, besonders die Blätter von den in Sehabmanier behandelten Platten. Die Vorstellung No. 26 fehlte, und man gab daher vier Imitationen von S. Fokke hinzu. Bei diesem Zustande der Platten kann daher die neue Ausgabe von Felix Summcrly keiner grossen Beachtung werth seyu. Sie enthält nur 40 Originalradirungen, welche nur in den wenigsten Exemplaren von ursprünglichen Platten kommen. Man suchte gute und kräftige Abdrücke zu gewinnen, welche dann auf Stein übertragen wurden. Das Werk erschien zu London 1843 mit Erklärung in 8. Damit ist aber noch nicht abgeschlossen; es fand noch eine weitere Benützung der Platten durch Uebertragung auf Stein statt, so dass es an englischen Ausgaben nicht fehlt. Die eine erschien unter dem Titel: A. van Everdingens sixty Elchings to Reynard the Fox. London tlSbli, gr. 8. Dieselben Blätter kommen auch in folgendem Werke vor: Heynard the Vox, iranslaled by S. Naylor. London lllbti, gr. 8. Weitere Radirungen des A. van E verdingen. Aus dem, was oben angedeutet ist, genügt das Werk des berühmten Adam von Bartsch zur Kenntnis** der Abdrücke der Blätter Everdingen's nur theilweise, es ist aber von Wichtigkeit die genauen Anhaltspunkte zu gewinnen, von welchen aus die Abdrücke erster und zweiter Art erkannt werden können. Diesen gehen nur einzelne Probedrücke voraus, welche von der geätzten, gewöhnlich noch unvollendeten Platte kommen. Doch auch später, im ersten und zweiten Drucke, wurden noch einzelne Veränderungen vorgenommen, und die Exemplare mit solchen Varietäten sind es nun, welche ausser den höchst seltenen Probedrucken sehr gesucht und als grosso Seltenheiten zu den höchsten Preisen genommen werden. Durch die Güte des Herrn J. A. Börner sind wir im Stande, die Merkmale anzugeben, durch welche die Blätter ersten und zweiten Druckes erkannt werden können. Herr Börner hatte die seltene Gelegenheit, eine fast vollständige Sammlung der Landschaften Everdingen's beider Zustände zu vergleichen. Der Besitzer des Werkes in Duplo ist Herr Ober-Appellgerichtsrath Eisenhart in München, welcher es dem genannten competenteu Kenner zur Hinsicht stellte. Wir haben in dem folgenden Verzeichnisse nur die No. 21, 35, 40, 42, 44, 53, 58, 59, 70, 94 und 99 hinzugefügt, machen aber durchaus nicht auf Jen* Genauigkeit Anspruch, wodurch Börner sich auszeichnet. Die vorstehenden Nummern von 101 sind jene von Bartsch, und was dazu gesagt ist, dient als Supplement zur Beschreibung der Blätter desselben- Wir deuten daher ihren Inhalt nur kurz an. Bartsch beschreibt i m Ganzen 162 Blätter mit Einschluss jenor zum Reinecke Fuchs. Wir bringen das Vcrzeichniss auf 166 Blätter. 1) Die kleine ovalförmige, überhöhte Landschaft, A. V. E. I. Fast blosser Aetzdruck, nur am Stamme des rechts befindliche' 1 Weidenbaumes , und in den Pflanzen des Vorgrundes einige Vorstärkungen mit dem Stichel. AVE. Nr. 1447. 613 II. Mit mehreren Grabstichelnachhilfen, die, je mehr die Actzarheit schwächer geworden, um so unangenehmer in's Auge fallen. Man be- ■nerkt diese Rctouchcn am Dache der grösseren Hütte vom Firste aus abwärts. Im ersten Drucke ist da alles Nadelarbeit. Die Einfassung scheint verstärkt. 2) Die erste kleine ovalförmigo, in die Quere gehende Landschaft, A VE. I. Fast nur Aetzdruck, wenig mit der Schncidnadel nachgeholfen JW vorn befindlichen Schilf, unten an zwei im Wasser schwimmenden "alken, und unterhalb des Grases auf dem rechts befindlichen Hügel, w <> das Namenszeichen steht. R II. Mit Grabstichelarbeiten im rechts auf dem Hügel stehenden ~* u nie, im Hasen und im felsigten Thcilo dieses Hügels, sowie im j*asser am Fusso desselben. Die dort befindlichen Schilfpartien sind Jj er h aufgestochen. Die Brücke links und der hinter derselben be- jjndliehc Busch, sowie der Baum sind ebenfalls retouchirt. Die Einlassung scheint hie und da verstärkt. , 3) Die zweite kleine ovalförmigo Landschaft, B. No. 3, wurde als Werk Uos J. Ruysdacl erkannt. Vgl. Weigel, Supp. au Peintre-gravcur p. 78. 4) Die Landschaft von runder Form, A.V.E. — Börncr sah nur •»■drücke von der ovalförmig zugeschnittenen Platte, welche nach Bartsch J'otouchirt seyn sollen. Sie muss aber in diesem Falle noch eine sp&- , Cr c Itctouche erlitten haben, da der von Börncr untersuchte Abdruck Keine Rctouche zeigt. , 1- Das Blau der Luft ist mit zarter Nadel angedeutet, die P'orm öcr Wolken über den rechts hinter dem Dache emporragenden Fichten **« aber nicht ausgedrückt. Im Boden, an Steinen und am Pfahle ist w *nt mit dem Stichel nachgeholfen. ■^ II. In der Luft sind Strichlagcn von fremder Hand, und auch die )\<>lke rechts ist angegeben. An den I. erwähnten Stellen ist mit dem v^chol nachgeholfen, wie unterhalb der drei Ziegen. Die Einfassung •Wte in dem Blatte, welches Börner untersuchte. 5) Die vier Figuren unter dem Baume im Schatten, A. V. E. ^ • L Die dem Sonnenlichte zugewendeten Seiten der Felsen, und das w eib mit dem Päckchen auf dem Rücken, sind in vollem Lichte. ... II. Dieselben Stellen, grösstenteils mit schwachen Strichlagen ^.'erarbeitet, die Frau gänzlich, mit Ausnahme des Gesichtes und des ackchens auf ihrem Rücken. 7) Der Wasserfall, A.V.E. I. In der Luft sind nur links oben horizontale Nadelstriche, Grab- f tlc hclarboiten blos in dem unten gegen rechts aus dem Wasser hervor- agoiiden Felsstücke. Das Ganze ist zu schwach geätzt, nicht gehörig '.gestuft. Die Einfassuugslinien sind schwach, und links oben ist e '"e Lücke. ( , II. Die in I über der Kirche leer erscheinende Luft hat hier An- e'jtnngen von Wolken mittelst horizontal gezogener Linien. Das er- J>nite Felsstück ist mit dem Stichel bearbeitet, und auch im rechts .ich erhebenden grösseren Felsen, im Strauchwerk, an und in den l', ; . Hll iien auf dem Felsen, ist viel mit dem Grabstichel nachgeholfen. Die "ftwsungslinien sind stärker, und die linke obere Ecke vervollständigt. 8) Der Schweintreiber, A. V. E. in i 1 ' I)i ef das Schilfrohr sind mit dem Stichel retouchirt. Die untere Einfassungslinie ist vervollständigt. 12) Der Pilger, A.V.E. I. Vor den horizontalen Linion in der Luft, deu senkrecht g e ' führten Linien im Stroh dos Daches der in der Mitte sichtbaren Hütte, und vor den Strichlagen auf dem beleuchteten Erdreiche rechts neben dem sitzenden Paare. II. Obige Stellen von fremder Hand überarbeitet. Links unten > n der Ecke im beschatteten Boden A VE., was Bartsch nicht bemerkte. 13) Die Fischerhüttc am Rande des Wassers, A. V.E. I. Vor den horizontalen Linien in der Luft, rechts in halber Höhe derselben leicht eingeschnittene Wolken. II. Mit horizontalen Linion in der Luft, und stark schattirte n Wolken. Im stark beschatteten Theile des Steines, auf welchem die von Bartsch nicht erwähnten Buchstaben A VE stehen, und in ähnliche 11 Theilen anderer steinigten Partien sind Grabstichel-Retouchen. D lC senkrechte Einfassungslinie zur Rechten ist stärker. 14) Die Seegegend mit drei Figuren, A.V.E. I. Das Gewölk, welches mittelst wagrechter Linien oben in der Luft des späteren Druckes angebracht ist, fehlt. Die Felsen und die AVE. Nr. 1447. 615 Gesträuche auf denselben sind nicht mit dem Stichel überarbeitet. Die beleuchteten Theile haben keine fremden Zusätze. II. Mit den Ueberarbeitungen an den erwähnten Stellen. 15) Die in Verfall gerathene Strohhütte, A. V. E. . . I. Actzdruck, ohne Grabstichelverstärkung in der Luft, nur mit einigen leichten horizontalen Linien, unzusammenhängendes Gewölk andeutend. Tiefer ist eine grosse schwere Wolke. Der Schornstein der Hütte ist mit horizontalen Strichen dunkel von der hellen Wolke abgehoben. Im Holzwerke des Daches, und hinter dem Stamme des rechts stehenden Weidenbaumes sind Töne, welche durch die Schnoidnadel bewirkt wurden. , , II. Am oberen Rande der Vorstellung sind der ganzen Breite nach horizontale Linien eingestochen, und ziehen sich in Wolkenform nach links herab. Neben der von Bverdingen selbst angebrachten Wolke, oeren Schattenseite höchst geschmacklos überarbeitet ist, erscheint ein durch horizontale Linien gebildetes Gewölk. In der Hütte, den Fellen- stUcken und im Schilfe bemerkt man starke Grabstichelretouchen, auch " le r und da Schneidnadelarbciten. 16) Die grosse Kirche auf dem Berggipfel, A. V. E. „ . I. Vor der von links schräg nach rechts herablaufendcn zweiten ktriehlage in der Luft, und vor den Grabstichelretouchen an den Felsen, Welche theils aus dem Wasser hervorragen, theils rechts das Ufer "ilden. Der entfernte Felsen links hat weisse Stellen. II. Mit der doppelten Strichlage in der Luft, mit Grabstichel-Rc- ouchen, und mit Strichlagen auf früher weiss erscheinenden Felsen- Partien. Die Lichtstellen des links in der Ferne sichtbaren Felsen 8 "id überarbeitet. 17) Der Weiler am Bergabhange, A. V.E.fe. ■t.. I. Actzdruck, in welchem das mittelst wagrechter Striche angedentete °'au theilweise schwach erscheint, sowie die Wolken schwach ausgeguckt sind. Grabstichelarbeiten bemerkt man nicht. , II. Das Blau der Luft ist zwar noch etwas ungleich, doch in minderem Grade Es ist rechts bis zu den Wolkenrändern herabgeführt. * n den rechts vorn liegenden Balken, den am und im Wasser licgen- Qe n Steinen sind Grabstichelretouchen sichtbar. 18) Der Felsen, A. V. E. /. I. Actzdruck, ohne die in II. bemerkten Kennzeichen. Die Ein- a ssungslinien sind an den beiden oberen Ecken nicht zusammengezogen. II. Nach rechts hin in der Luft sind mehrere Wolkenstreifen bei- ?£ 'jßt, und der letzte derselben berührt die von Everdingcn herrührende Wolke, welche an der Schattenseite bereits Retouchen hat. An der in • weiss gelassenen Kante des höchsten Theiles des Felsens ist mit dem nchel nachgeholfen, und zwar von dem Gipfel ungefähr soweit herab, ,' 8 das Laub des links bei der Hütte stehenden Baumes an diesem erabgeht. Die oberen Ecken der Einfassung sind vervollständigt. 19) Das Dörfchen auf steinigtem Boden, A. V.E. j I. Kräftiger Aetzdruck mit zarten Arbeiten in den Wolken, vielleicht Vnli •• < *' e Schneidnadel bewirkt. Die untere Einfassungslinie ist unständig, sowie die rechts gezogenen beiden oberen Ecken. Li \}^" ^' e Einfassungslinien sind stärker und vollständig. Einige C'foter sind durch Strichlagcn von fremder Hand gedämpft, und das Uner helle Dach der links vorn stehenden Hütte ist ganz überschnitten. 20) Die ausgeschifften Fässer, A. V. E. ü I. Aetzdruck, In welchem die beschatteten Theile der Wolken hie be (i? a ra ' t ^ er Schneidnadel übergangen seyn könnten. An drei Ecken r uhren sich die Einfassungslinicn noch nicht. 44* C16 AVE. Nr. 1447. II. Die Ecken sind vollständig gebildet, und in der Luft bemerkt man Zusätzte. Der weisse Boden vor und hinter dem Reiter, und dein ihn begleitenden Jungen ist zum Theil mit einer Strichlage betont, so auch eiu Theil der Lichter auf dem erhöhten Erdreiche am linken llande dieses Bodens. 21) Der Zimmermann vor seinem Gestelle, A. V. E. I. Aotzdruck von der unvollendeten Platte. Die Bäume links im Grunde sind weiss, oder nur leicht angedeutet. Die Einfassung ist sehr schwach. II. Von der mit der Schnoidnadcl vollendeten Platte. Die Bäume sind ausgearbeitet, und die Umfassuugslinien mit der Nadel gezogen und stärker. 22) Der Reiter auf der steinernen Brücke, A. V. E. I. Der kräftige Druck zeigt die horizontalen Strichlagen oben von links an gegen rechts nicht, und in der Mitte zu beiden Seiten dos Kopfes der reitenden Figur ist keine Nachhülfe bemerklich. II. Mit den erwähnten horizontalen Strichlagen und der überarbeiteten Wolke, indem sie stärker beschattet ist. Mit dem Stichel wurd e wenig nachgeholfen. 23) Die zwei auf dem Wasser schwimmenden Balken, A. V. E. I. Die Einfassungslinicn sind schwach, und man bemerkt keine Re- touche mit dem Stichel. IL Die Linien sind verstärkt. Hinter dem Bauinzweigc, welcher sich bei der linken Ecke des Daches der langen, in der Mitte stehenden Hütte gegen das Holzwerk hin biegt, ist der etwas emporsteigende Boden mit schiefen Linien bedeckt, im ersten Druck aber weiss. 25) Der Weiler auf dem Felsen, A. V. E. I. Nicht blosser Aetzdruck, etwas mit der trockenen Nadel übergangen. Das Blau der Luft hat viele weisse Flecken. II. Mit geringen Grabstichelnachhülfen. Die weisen Lücken in den horizontal schraffirten Tbeilen der Luft sind durch den Grabstichel ausgefüllt. Der obere rechte Theil der Wolke ist mit einigen Strichlagcn überzogen, während er in I. nur ein paar Striche innerhalb der Umrisse zeigt. 26) Der dicke Baum, A. V. E. I. Rechts oben ist eine kleine Stelle mit horizontalen Schneidnadcl- Linien bearbeitet, und eine halbrunde Wolke schwach angedeutet. Grabstichel-Arbeit bemerkt man zunächst nur am Steine in der unteren rechten Ecke. IL Weisse, aller Schattirung entbehrende Wolken ziehen sich über die ganze Breite des Bildes, und über denselben sieht man horizontale) das Blau dos Himmels ausdrückende Linien. Im Baume, Felsen um' Schilfe zeigen sich Retouchen, von welchen besonders jene unangenehm hervortritt, welche das rechts beim Ende der Baumwurzeln liegende Felsstück erlitten hat. 28) Die drei Figuren auf der Höhe der Felsen, A. V. E. I. Die oben mit Buschwerk bewachsene Felswand, an deren FusS sich die Gruppe von drei Figuren dem Wasserfall gegenüber befindet) ist sehr licht gehalten. II. Dieselbe Wand mit dem Grabstichel überarbeitet. In den Zwischenräumen zeigen sich auch ganz kurze Strichelchen. 29) Das Haus mit spitzigein Thürmchen, A. V. E. I. Aetzdruck vor den Grabstichelrctouchcn an dem links vorn befindlichen Felsen, und vor den horizontalen Linien rechts oben in l ' e Luft. Die Einfassungslinien sind unvollständig, rechts oben und u> ltel ' nicht zusammenhängend. Die Platte ist mit feinen, mehr oder minde» AVE. Nr. 1447. 617 auffallenden Rissen überzogen, da Everdingen diese nnpolirt benutzt z u haben scheint. Er überging sie erst nach der Aetzung von der Mitte a u nach rechts hin, wo Gewölk einradirt ist, mit dem Polirstahl. ,. II. Dasjenige, was sich in I. zeigt, ist fast beseitiget, auch fehlen Jf le Risse links, welche der Künstler anfangs stehen liess. Die leeren stellen im rechts befindlichen Gewölk, besonders nach oben hin, sind nifiist mit horizontalen Linien ausgefüllt. Auch die Einfassungslinien sind verstärkt und vervollständiget. In den Schattenpartien des Felsens Und erhöhten Vorgrundes gewahrt man Grabstichelarbeiten. 30) Die von hinten gesehene Hütte, A. V.M. I. Aetzdruck. Ueher der links stehenden Hütte sieht man eine in radirten Umrissen angedeutete, und mittelst leicht geführter Schneid- uadel etwas schattirte Wolke, links daneben, und dann über derselben umgeschnittenes Blau mit leichtem Nadelgrat. Die Einfassungslinien "W linken oberen Ecke hängen nicht zusammen. II. Das Blau der Luft ist von späterer ITand vermehrt, so wie der Schatten der Wolke. Tn den Bäumen, Häusern, und den vor letzteren befindlichen Gebüschen, sind viele das starke Licht dämpfende, aber zu Seradlinigt geführte Strichlagen. Die linke obere Ecke ist vervollständigt. 32) Die zwei sich einander nähernden Nachen, A. V. E. . I. Aetzdruck. Rechts oben ist eine ziemlich beschattete Wolke, uie in der Mitte bei dem Giebelspiess der zum Theil auf Pfählen ruhenden Hütte endigt. Eine zweite sieht man über dem schroffen |>erge in der Ferne rechts nur leicht angedeutet. Das Blau der Luft lst nicht gezeichnet, und die obere Einfassungslinie unvollständig. , II. Die erstere der oben erwähnten Wolken ist, je später der Ab- ruc k, desto weniger in ihren zarten Theilon sichtbar, die zweite wurde Bt&rker schattirt. Ein grosser Theil der Luft ist mit horizontalen Li- nift n überzogen, und die obere rechte Einfassungslinie verbunden. Redlichen bemerkt man nicht. 33) Der sich schlängelnde Fluss, A. V. E. , I. Aetzdruck mit schwachen hlinfassungslinicn. Die Luft unterhalb (1 °f kleineren, rechts befindlichen Wolke ist leer. ^ II. Die Einfassungslinien sind verstärkt. Der Raum über der zweiten o'ko, welcher in I. nur oben mit radirten Linien überzogen ist, erscheint grösstenteils mit Linien ausgefüllt, und unterhalb der vonEver- , ( .'"Ken radirten Wolken bilden diese Linien Wölkchen. Die beschatteten heile des Vorgrundes sind allzu stark u. steif mit dem Stichel überarbeitet. 34) Der aus dem Wasser hervorragende Fels, A. V. E. , I. Mit sehr schwachen.Einfassungslinien, wovon die rechts gezogene Uas obere Eck nicht erreicht. II. Mit stärkeren Einfassungslinien, und mit voller Ecke. Die en igen Retoueben sind durch Worte schwer nachzuweisen. 35) Der Hirt mit drei Ziegen am Wasser, A. V. E. I. Fast wie Aetzdruck, da eine Bearbeitung mit der Schncidnadel "r in geringem Grade vermutbet werden kann. Die Einfassungslinien ltlu ganz leicht gezogen. II. Mit verstärkten Einfassungen, und mit Retouchen in der Luft, eiche aber mit der kalten Nadel bewirkt wurden. Erst bei der Reiche mit dem Grabstichel wurden die Einfassungslinien gestochen. , le horizontalen gestochenen Linien in der Luft deuten auf Abdrücke, uritter Art. 36) Die Hütten am Ufer des Wildbaches, A. V. E. ( ,. I. Vor den links in halber Höhe der Luft zwischen den von Ever- Wu ni dritten Drucke mit dem Stichel bewirkt sind. 59) Die F'ichten am schmalen Wege, und die Vestungswerke auf den reisen, A. V. E. I. Actzdruck, mit leicht gezogenen Einfassungslinien, in zwei Ecken mit Unterbrechung, besonders rechts oben. Das Blaue der Luft ist WO leicht angedeutet, und die Felsen und Baulichkeiten sind theils licht gehalten. Die Platte zeigt in der Luft und den Wolken viele Punkte. II. Mit verstärkter Einfassung, und mit sorgfältiger, leichter Uebcr- tobeitung an den Steinen und Bäumen durch die Schnoidnadel. Grab- stichcl-Rotour.hou sind nicht zu bemerken, nur in der Luft ist eine Wolke hinzugefügt. 60) Die zwei leeren Boote, A. V.E. I. Vor den fremden horizontalen Strichlagon in der Luft, und vor ( ]er steifen und allzu starken Rctoucho in dem Schatten der rechts befindlichen Wolken. Das Dach des links stehenden Hauses ist, fast, ganz weiss, nur gegen die Mitte drücken mehrere abwärts geführte Striche etile Biegung desselben aus. Im Boden über dem Steine, an welchem -4 VE steht, sieht, man ein weiss gelassenes Licht. IL Mit den Zusätzen in der Luft, mit der retouchirten Wolke, u »d mit, anderen Strichlagen an den genannten Stellen. 61) Der Nachen im Schilfe, A. V.E, I. In der Luft bemerkt man hie und da leichte Strichlagon. Eine solche reicht von dem hohen Baume auf der rechten Hälfte des Blattes bis zur rechten Kinfassungslinie, zeigt aher eine Lücke nahe am Oberhände. Das Dach links neben (bin Giebel der Kirche ist weiss, der °aüm rechts von diesem Dache ebenfalls sehr licht gelassen. Der Grasboden nächst der im Schatten gehaltenen Bretterhütte in der Mitl.e des "lattes ist ebenfalls weiss. Die rechte Einfassungslinie schliesst sich 1Ir i Ecke noch nicht an die obere au. II. Die horizontalen Stnehlagou in der Luft sind mit ähnlichen, j^ber steiferen und stärkeren überdeckt. Rechts oben am Rande ist «eine Lücke mehr. Das Kirdiendacli ist mit Linien überzogen, und auch der genannte Baum, sowie der Grasboden an der Hütte sind überarbeitet. Die verstärkten Einfassungslinien schliessen sich. 62) Der spitzige Fels am Bande des Wassers, A. V.E. I. Sehr kräftiger Druck mit, einem graulichen Ton, welcher nicht durch das Wischen der Platte beim Drucke, sondern mittelst des Schleif- 622 AVE. Nr. 1447. Steines bewirkt zu seyn scheint. Die Luft über der mittleren Wolke ist leer, u.die Einfassung an der linken oberen Ecke nicht zusammengezogen. II. Oben in der Mitte sieht man horizontal gestochene Wolken, die bis zu der von Everdingen selbst angebrachten Wolke herabgehen. Die Linien der Einfassung sind rechts oben zusammen gezogen. 64) Die Wassermühle am Fusse eines Berges. Ohne Zeichen. I. Die Luft ist weiss, sowie das Dach der Mühle, und die Bretter, aus welchen es besteht, sind nur in Umrissen angegeben. IL Hier und da bemerkt man in der Luft gestochene Strichlagen von fremder Hand. Das Mühldach ist grösstentheils mit abwärts laufenden Strichen überarbeitet. Auch Grabstichelretouchen bemerkt man. 65) Die Tonnen und Bretter am Ufer des Flusses, A. V. E. I. Aetzdruck. Die rechte Hälfte oberhalb des sich aufthürmenden Theils einer Wolke, und über den rechts befindlichen Bäumen ist leer. Die Einfassungslinien sind an den Ecken noch nicht zusammen gezogen. IL Im früher leeren Theilc der Luft sind Wolken durch horizontale Strichlagen gebildet. Rechts im Schilfe des jenseitigen Ufers, in dem dort stehenden Weidenbaume, in dem Baume, welcher sich in der Mitte über den Fluss biegt, in dem links vorn befindlichen Hause sind auffallende Retouchen. Die Einikssungslinicn wurden geschlossen. 66) Der Nachen unter dem ausgehöhlten Felsen, A.V.E. I. In der Luft gehen leichte Schraftirungen bis zu dem Fichten- bäumchen hin, und bei diesem ist eine Wolke angedeutet. Die Einfassungslinien sind zart, nicht dunkler als die Radirarbeit daneben. IL In der ganzen Ausdehnung der Luft sind Wolken einradirt, aber ohne alle Schattirung gelassen. Der Raum über ihnen ist mit Linien ausgefüllt. Die Einfassungslinien sind verstärkt und schwarz, die Felsen haben in den Schatten viele Retouchen, welche mit den übrigen schwach geätzten Theilen in grellem Contraste stehen. 68) Die vier im Wasser stehenden Fichten, A. V. E. I. Am Firmamente ist nur ein kleines Lnf'tfleckchen, und die Platte mit einem ziemlich dunklen Tuschton überzogen, welcher eingeschliffen zu seyn scheint. Eine Menge kleiner Punkte lassen auf ein Durchätzen des Grundes schliessen. II. Der Tuschton ist verschwunden, und die Punkte zeigen sich nur wenig. Das Blau der Luft über den Wolken ist von fremder Hand eingestochen. Im linken Vordergrunde, und in dem daselbst stehenden Baume bemerkt man die Anwendung des Grabstichels, aber in symmetrischen Strichlagen. 69) Der Bauer zu Pferd, A. V. E. I. Bei der linken oberen Ecke reicht die Luft nicht bis an die Einfassungslinien, wenn diese vollständig gezogen wären. Die obere Linie zieht sich über der leeren Luftstelle nur sehr schwach hin, die senkrechte linke Einfassung ist aber nur um drei Linien zu kurz. Bei der eintönigen Aetzung war eine Nachhülfe mit dem Stichel nöthig. Mau bemerkt diese am Felsen, auf welchem gegen rechts oben die Hütte steht. II. Die linke obere Ecke ist mit Linien ausgefüllt, und die Einfassung vollständig. Auch bemerkt man unmalerische Retouchen. 70) Die drei Reisenden am Fusse des grossen Felsens, A. V .E. I. Mit leichten Einfassungslinien, welche rechts oben nicht geschlossen sind. Ohne Luft vom grossen Felsen nach rechts in der Mitte. Nur rechts oben ist die Luft mit horizontalen Linien angedeutet. II. Die Luftstreifen oben in der Mitte, und die Wolke rechts sind schwach. Der Felsen, an welchem man die Figurengruppe bemerkt, ist mit Strichen bedeckt, welche im ersten Drucke fehlen. Links oben ist das Blau angedeutet, in I. nicht. AVE. Nr. 1447. 623 71) Die zwei Bauern auf dem Hügel, A. V. E. I. Die Einfassungslinien sind schwach. Das Scheidewasser hat im unteren Theile der Radirung den Aetzgrund durchfressen, was sich auch im späteren Drucke noch wahrnehmen lässt. Die Luft, der ganze obere Theil des linken, und ein Theil des rechten Plattenrandes sind mit einem Tuschton überzogen, die Bäume und Felsen links, die Hütte und das ferne Kirchdorf von einem Nimbus umgeben, welcher vielleicht durch Beseitigung des Tuschtons mittelst des Gerbstahles an jenen Stellen entstanden ist. In der Luft hat Everdingen nebst einer Wolke auch horizontale Strichlagen angebracht. II. Die Einfassung ist verstärkt, der Tuschton in der Luft beseitiget, und beim beleuchteten Theile der Wolke sieht man regelmässige horizontale Strichlagen. Der Weg, auf welchem zwei Figuren schreiten, und der im frühen Drucke unterhalb der Figuren bis dahin, wo der Vorgrund seine Fortsetzung bedeckt, weiss erscheint, ist im späteren Drucke mit horizontalen Strichen überlegt. 73) Der bedeckte Wagen, A. V. E. I. Ohne Einfassungslinien, nur am rechten Rande ein das zweite Drittel begränzender Strich. In den Bäumen über dem Wagen, und an diesem selbst scheint Everdingen nachgeholfen zu haben. IL Mit starken Einfassungslinien, und mit kloinen Wolken über den Hütten. Im Dache der ersten Hütte, dessen Schindeln und Moosbewuchs in I. blos in Umrissen angedeutet sind, bemerkt man leichte steife Strichlagen. Am grossen vordersten Baume und am Boden sind Retouchen. 75) Die nach dem Kahne schauende Frau. A.V. EVERDINGEN. I. Ohne Einfassungslinien, die Luft ganz weiss. Reiner Aetzdruck. II. Mit Andeutungen des Blau in der Luft, und mit Wolken, beides von Everdingen selbst bewirkt. Die Radirung, welche nur wenige Zusätze hat, ist mit starken Linien umzogen. 79) Der abgehauene Baumast. Ohne Zeichen. I. Im obersten Theile der Luft, von der Mitte nach rechts hin ist eine leichte Wolke mit hie und da sich kreuzenden Strichen eingeschnitten. Am rechten Rande sieht man 1 Va Z. vom unteren rechten Ecke hinauf eine leere, nicht geätzte Stelle in einem der Bäume mit Schneidnadelstrichen belegt. Die rechte Einfassungslinie ist mit spitziger Nadel gestochen. II. Die früher vorhandene Wolke ist nicht allein mit schräg geführten Strichen dunkler gemacht, sondern es sind auch Wolken von gerundeten Formen hinzugefügt. Die erwähnte lichte Stelle ist mit Kreuzstrichen ausgeführt, die Einfassungslinie sehr verstärkt, und die Schattenpartien der im Vorgrunde befindlichen Felsen sind allzu kräftig. 82) Der breite Strom, A. V. E. I. Reiner Aetzdruck. In der Luft sind bald engere, bald weiter abstehende Striche, deren sich auch tiefer unten in dem entfernten hohen Berge, im Wasser &c. zeigen, sämmtlich in horizontaler Richtung. Rechts oben ist eine Andeutung des Blau, und die Einfassungslinien sind nur theilweise vorhanden. IL Die Wolken sind durch horizontale Linien mit dem Stichel gebildet, die erwähnten Striche verschwunden, und die Einfassungslinien sind verstärkt. Auch Grabstichelretouchen zeigen sich. 83) Die Schupfe mit dem Strohdach, A. V. E. I. Dieses sehr stark geätzte Blatt ist links oben von keiner Einfassungslinie begrenzt. Das spitzige Strohdach der Schupfe zeigt in der Mitte ein besonders nach unten sich ausbreitendes Licht. Der Boden ist von den zwei abgehauenen Stämmen nach links hin sehr hell gehalten. 624 AVE. Nr. 1447. . II. Die obere Linie ist stark und vollständig, das Strohdach fast ganz beschattet, und an der Vorderseite des dem Beschatter den Giebel zuwendenden Hauses sieht man theils punktirto, theils zusammenhängend in horizontaler Richtung gezogene Linien. 85) Die zwei Fuhrmannskarren, A. V. E. I. Sehr kräftiger Aotzdruck, ohne Grabstichelnachülfo, aus den folgenden Angaben zu erkennen. II. Mit einigen Strichlagen im obersten und entferntesten Theile des fernen Berges, und mit vielen Ileberarbcitungen in den beleuchteten Partien der ohnweit der Landstrasse stehenden Bäume. Das im ersten Drucke weisse Tuch des zweiräderigen Karrens ist zur Hälfte schattirt. 87; Der Schafhirt, A. V. E. I. Aetzdruck mit ganz weisser Luft. Die Einfassungslinien sind im linken oberen "Winkel nicht zusammengezogen. II. Die genannten Linien sind voreiniget und verstärkt, und in der Luft bemerkt man grösseres und kleineres Gewölk mit horizontalen Linien eingestochen. 90) Die zwei Leitern, A. V. E. I. Aetzdruck, ohne Einfassungslinicn links und oben. Das Dach und die aus Balken und Flcchtwcrk bestehende Wand dos Anbaues am hohen Hause ist ohne Ton gebende Strichlage. II. Mit vollständigen Einfassungslinien, das genannte Dach ist zum grösseren Theile mit senkrecht gestochenen Linien überzogen. Auch Grabstichelrctouchen zeigen sich. 02) Die Hütten, A. V. E. I. Aetzdruck, fast ohne Einfassungslinicn, namentlich links. Die Luft ist weiss, sowie das Dach der Scheune links. II. Mit Einfassungslinicn, und einer horizontalen gestochenen Strichlage im oberen Theile der Luft. Das trüber ganz lichte Dach der zweiten Scheune von links ist mit betonenden Strichlagen versehen. 93) Der Mann zwischen den zwei Fichtenbäumen. Ohne Zeichen. I. Aetzdruck, mit leichten Spuren von Kinfassungslinien links und rechts. Ein radirtes Gewölk zeigt sich nur schwach und unvollständig. II. Mit starken Einfassungen, horizontal gestocheneu Strichlagen in der Luft, und weiss sich von diesen abhebenden Wolken. Der in I. nur schwach erscheinende ferne Berg ist oben bestimmter ausgedrückt. In den meisten Bäumen sind Retouchen bemerkbar. !)4) Das Lager am Felsen, links ein grosser Baum, A. V. E. I. Aetzdruck vor den Kinfassungslinien, und mit fast ganz weissem Himmel. Sehr selten, wohl nur zur Probe abgezogen, und daher nicht als erster Druck zu betrachten. IL Mit leichten Einfassungslinien, und mit zarter Andeutung der Luft mit einer Wolke. An einigen Stellen scheint mit der Schneidnadel nachgeholfen zu soyn. III. Mit verstärkten Linien, dann mit verständigen Retouchen am Himmel und in den kräftigeren Partien. Die Luft zeigt horizontale Linien, welcho aber nicht kupferstecherisch behandelt sind. Es wurde noch eine stärkere Retouche vorgenommen. 95—98. Die Gesundbrunnen von Spaa, wie Bartsch glaubt, aber eher die norwegischen Gesundbrunnen von Eiswold, mit kleinen Costümtiguren. 95) Erstes Blatt, A. V. E. 1. Mit schwachen Einfassungslinicn. Der sich links gegen den Brunnen hin zwischen dem Grasboden schlängelnde Fussweg ist bis zu den beschatteten Figuren hin ohne Ton gebende Strichlage. AVE. No. 1447. 625 II. Mit starken Einfassungslinien. Die zweite Hälfte dos Fuss- steiges heim Brunnen, und ein Theil des Grasbodens, besonders nach rechts hin, ist mit horizontalen Strichlagcn bedeckt. Bettler, Pferde und der Page rechts vorn werfen jetzt Schlagschatten aus den Schatten des Bodons. 96) Zweitos Blatt, Everdingen. I. Ben Unterschied gibt der zweite Druck in den beiden erwähnten Figuren, welche in I. keinen Schlagschatten haben. II. Auch hier, wie im vorigen Blatte, hat der auf stark beschattetem Boden gehende Mann und die Frau einen Schlagschatten, welcher einen langen Klecks bildet. Er ist von späterer Hand bewerkstelliget. 97) Drittes Blatt, A. V. E. I. Mit schwachen Einfassungslinien, welche rechts oben und unten nicht vereiniget sind. II. Mit stärkeren, vollständigen Einfassungslinicn. Die in den Gesträuchen des Vorgrundes, im rechts stehenden Baume und in den Figuren sichtbaren Rctouchon fallen gleich schwarzen Flecken störend iu's Auge. 98) Viertes Blatt, A. V.E. I. Mit schwachen Einfassungslinien. Die Wand, in welcher die zum Brunnen führende Thüre angebracht ist, zeigt sieh grösstenthcils im vollen Lichte. II. Mit starken Einfassungslinien, und mit grösstenteils schattirter Tlnire. Auch andere beleuchtete Theilc des Bodens und der Felsen sind überarbeitet. 99) Die Wassermühle am Felsen, A.V.E. T. Mit schwachen, theils unterbrochenen Einfassungslinien, und mit unreinen Stellen an den Plattenenden. Das Blau ist nur leicht angedeutet, der Felsen theils licht gehalten. H. Die Einfnssungslinien sind verstärkt, und verschiedene Licht- steilen mit der Schneidnadel bearbeitet. Auch in der Luft bemerkt man die Anwendung derselben. Das Zeichen des Künstlers fehlt. Der Name des Meisters findet sich nur in den gewöhnlichen Abdrücken links nuten. 100) Der Erdhügel, A. V. E. I. Der links beim kleinen Wasserfalle im späteren Drucke von Everdingen beigefügte Fichtenbaum fehlt, und keine Retouche ist zu bemerken. Die Luft hat einen scliwarzkunstälmlichon Ton, doch zeigen sich auch mit dem Schaber oder Polirstahl bearbeitete helle Stellen. Sehr selten, und wohl nur Probedruck. II. Die Abdrücke ohne den der Schwarzkunst eigenen Ton, und mit dem Fichtenbaume zur Linken. An einigen Stellen hat Everdingen nachgeholfen. III. Mit den Zugaben fremder Hand. Diese bestehen hauptsächlich in den gestochenen, kupferstechcrisch geführten Strichlagcn auf den lichtgehaltcnen Theilen des vorn in der Mitte befindlichen Hügels, und in ähnlichen Arbeiten im Wege, auf welchem rechts ein Bauer geht; ferner in dem diesen Weg begrenzenden höhern Erdreiche, und im Buschwerke darauf. Die leicht radirtc Luft ist noch ziemlich, das Schloss links in der Ferne nur wenig mehr sichtbar. 101) Der das Gehölz dnrschneidende Bach. Ohne Zeichen. I. Die Abdrücke von der grösseren Platte. Diese sind selten. Börner fand kein Exemplar zur Vcrgleichung. II. Rechts oben in der Ecke zeigt sich ein dunkler Flecken, der v on Grat herrührt, welchen der Künstler nicht gehörig beseitigte, als er dort die von Bartsch bezeichnete Laubkrone anbrachte. Man be- 626 AVE. Nr. 1447. merkt auch Grabstichelnachhülfen, doch ist der links vorn befindliche Hügel und der Stamm des ihn krönenden Baumes weniger bearbeitet, als im dritten Drucke. III. Der oben erwähnte Flecken ist mit dem Stichel und der Nadel leicht überarbeitet, man bemerkt aber noch etwas Schmutzton. Der Baumstamm auf dem Hügel, welcher in II. noch viele Aetzarbeit zeigt, i5t fast gänzlich überstochen, und daher dunkel. Der im zweiten Drucke noch klare Stellen zeigende Hügel hat eine Lage sich kreuzender Taillen von gleicher Stärke. Neben dem Fusse des Hügels sieht man Wasserpflanzen. Drei Partien stehen aufwärts, die vierte senkt sich dem Wasser zu. Nur 1 und 4 haben im zweiten Drucke Grabstichel - Re- touchen, in III. erscheinen sie alle gleich dunkel. Folgende zwei Blätter beschreibt Direktor Frenzel in Dr. Naumann's und Weigel's Archiv I. S. 118. Sie gehören zu den grossen Seltenheiten, da weder Bartsch noch R. Wcigel Kunde davon hatten. Im k. Kupferstich-Cabinete zu Dresden finden sich Abdrücke. 106) Landschaft. Von der linken Seite her bis nach der Mitte breitet sich ein überhängender halb beleuchteter Felsen aus. Unten ist ein kleiner Vorsprung, und durch einige Steinblöcke bildet sich die Meeresküste. Am Fusse des Felsens sind einige Hütten von Gesträuch umgeben, und in der Ecke des Blattes nach dem Vorgrunde zu, bemerkt man Männer, welche einen Kahn ein- oder ausladen. Am Horizont nach rechts zeigt sich ein zweimastiges Schiff. H. 3 Z. 9 L. Br. 4 Z. 4 L. Dieses sehr geistreich radirte und kräftig geätzte Blatt gleicht nach Frenzel für den Gegenstand in einigen Theilen dem bei Bartsch No. 31 beschriebenen Blatte. Es scheint nur der Standpunkt verändert zu seyn. 107) Waldige Gegend. Rechts im Vorgrunde breitet eine hohe Buche die Aeste aus, und hinter dieser sind Bauernhäuser von Gebüsch umgeben. Von da zieht sich hinter dem Hügel abwärts nach einem stehenden Wasser ein Bretterzaun mit einer Thüro, in deren Nähe zwei buschige Weidenbäumc sich •erheben. Links bilden sich mehrere Baumgruppen, und vorn auf dem Felsenblockc wird ein sich neigender dürrer Baumstamm von der Einfassungslinic der Platte durchschnitten. Unten gegen die Mitte stehen die Buchstaben A VE. H. 3 Z. 9 L. Br. 5 Z. 10 L. Dieses höchst geistreich radirte und kräftig geätzte Blatt zeigt verschiedene Stellen in Schabton, besonders links und rechts im Vorgrunde. Der Kunsthändler und Kupferstecher F. A. C. Prestel hat das Blatt co- pirt, und selbes im Unterrande bezeichnet: f, Prestel cop. In Naumann's Archiv 1855, Heft IL S. 117 ist diese Copie im Abdrucke beigefügt. Das Original hielt man früher für ein Unicum. Es befand sich im Besitze des Senators Dr. Gwinner in Frankfurt a. M., dieser Kunstfreund ttberliess es aber 1851 durch Prcstel's Vermittlung dem k. Kupferstich- Cabinet in Berlin. Direktor Frenzel wies 1855 in Dr. Naumann's Archiv ein zweites Exemplar im k. Cabinet zu Dresden nach. Im Jahre 1857 entdeckte Herr Dr. Gwinner in der Kuusthalle (Kunstverein) zu Bremen zwei andere Exemplare, von denen aber das eine defekt ist. Sie gingen als Legat des verstorbenen Kunstfreundes Albers in die Kunsthalle über. Somit kennt man jetzt statt einem, vier Exemplare. Versuche in Schabmanier. A. van Everdingen scheint dieser zu seiner Zeit von Ludwig von Siegen erfundenen, und auch von dem Prinzen Rupert von der Pfalz geübten Kunst Aufmerksamkeit gewidmet zu haben, da in mehreren der von ihm radirten Blätter Stellen mit Schabton vorkommen. Bartsch macht darauf aufmerksam, erkennt aber darin nur etwas Zufälliges, da das eigenthümliche Verfahren der schwarzen Manier nicht AVE. Nr. 1447. 627 durchgreifend ist. Graf Leon de Laborde (Histoire de la gravure en njaniürc noire p. 134) ist aber überzeugt, dass Everdingen die bei dem Verfahren in Schabmanier gebräuchlichen Instrumente gekannt habe, nämlich die Wiege und den Schaber, oder Granirstahl. Evident scheint ihm die Anwendung derselben in den von Bartsch No. 10, 11, 15, 19, 20 und 54 beschriebenen Blättern. Mehr als diese Radirungen haben aber folgende das Ansehen von eigentlichen Schabblättern. 108) Landschaft mit zwei Männern und einem Hunde. Rechts sieht man drei Hütten auf dem Felsen, und im Grunde einen Zaun von Planken mit einem Thore, theils von Bäumen verdeckt. H. 5 Z. 1 L. Br. 7 Z. 5 L. Zuerst erwähnt ist dieses Blatt in der Wiener Literatur-Zeitung 1813 No. H 7 und ZW ar in II. v. Hauer's Recension des Peintre-graveur von A. Bartsch. Brulliot gab später in der Table göneralc No. 254 nach dem Exemplare in der Sammlung des Grafen von Fries eine genauere Beschreibung. Das von Mr. L. de Laborde 1. c. erwähnte, und von Bartsch nicht beschriebene Blatt mit drei Hütten und einem Plankenzaun dürfte dasselbe seyn, obgleich er von der Staffage nichts bemerkt. B. Weigol geht in den Supplem. au peintre-graveur p. 79 auf dieses äusserst seltene Blatt ein. 109) Die zwei Weidenbäume. Im Vorgrunde führt links zwischen Steinen, und einer ^on der Mittn des Blattes sich nach rechts hinziehenden Anhöhe mit einem grossen Baume der Weg nach dem Wasser zu, dessen jenseitiges Ufer mit Bäumen besetzt ist, worunter sich zwei Weiden auszeichnen. Zwischen diesen, und dem auf dem Erdhügel des Vorgrundes stehenden Baume bemerkt man das Dach eines Hauses, "nd ein paar andere Häuser sind rechts im Mittelgrunde sichtbar. Hinter diesen Häusern, und hinter einer Bretterwand ragen hohe Bäume empor. Vorn gegen die Mitte zu am Wege ist das zweite der oben gegebenen Zeichen. An vielen Stellen hat das Scheidewasser den Aetz- grund durchgefressen, wodurch ein Tuschton entstanden ist, der nicht «bei lässt. H. 3 Z. 8 L. B.r. 5 Z. 10 L. Von der Existenz dieses sehr seltenen Blattes haben wir durch Hrn. Börner Kunde, und er betitelt es die „zwei Weidenbäume", da keine Staffage vorkommt. Hr. Börner, welcher als Kenner und Radirer gleich ausgezeichnet ist, vermuthet aber keineswegs in dem Tuschton die Anwendung des Schabeisens, wie Graf L. de Laborde in dem No. 108 beschriebenen Blatte. Nach seiner Ansicht hat das Scheidwasser den Aetzgruwd durchgefressen, und somit sind die an die schwarze Manier erinnernden Stellen nur zufällig entstanden. Auch in dem erwähnten Blatte mit den drei Hütten, welches wie das obige, radirt und geätzt ist, sind nur einige Stellen in Schabton, wir wagen es aber dem Herrn L. de Laborde gegenüber nicht auszusprechen, dass dieselben ebne Anwendung des Schabeisens, nur in Folge des zu scharfen Durch- gveifens des Scheidwassers entstanden seien. Börner hat aber in dem Blatte mit den zwei Weiden sicher recht gesehen. In einigen Blättern scheint Everdingen das stellenweise Durchfressen des Aetzwassers beabsichtiget zu haben, sowie er in anderen Radirungen den Tuschton durch den Schleifstein hervorbrachte. Er mag darauf durch die neue Kunst der schwarzen Manier geführt worden seyn, das genaue Verfahren derselben scheint er aber nicht gekannt zu haben, da es damals noch geheim gehalten wurde. 1448. Franz de Paula Ferg, welcher 1689 zu Wien geboren wurde, •i a j —, und 1740 in London starb, soll nach Brulliot I. No. 392 Ge- Y/p mälde mit diesem Zeichen versehen haben. Er malte Land- -cVX. schaften, Marinen und Genrebilder, alles mit grossem Fleisse. 628 AVF-AVG. Nr. 1449-1451. Das Monogramm passt 'indessen nicht auf P. P. Ferg. Das V könnt* wohl Vienna bedeuten, das A aber hat für ihn keinen Sinn. Man kann auch nicht annehmen, dass er sieb wegen seines Aufenthaltes in England „Anglug" genannt habe. Auf seinen Radirungen stehen zwar die Buchstaben F.A.F., oder ein aus F.v.F. gebildete»Monogramm, es ist aber wieder nicht bekannt, dass der Künstler vom Adel war. In diesem Falle würde das Monogramm „A Ferg Vienensis" bedeuten. 1449. Alexander Kierings von Utrecht, auch Caringg und Cie- j /Q i, rings genannt, war Landschaftsmaler, dessen Bilder A/l I f~\ ebenso naturgetreu, als ncissig gemalt sind. C. Poe- X y l y. lemburg malte häufig die Figurcnstaffage in seinen ./l^T/ Weilten, und daher findet man in seinen Gemälden V ausser den Buchstaben A. K-, oder dem obigen Zeichen, auch noch die Initialen C. 1'. Oberflächlich betrachtet, wird man das fragliche Monogramm nicht auf A. Kierings deuten wollen, da das K fehlt. Es ist aber Alexander von Virecht fecit zu lesen. Der Künstler wurde 1590 zu Utrecht geboren, und starb zu Amsterdam 1646. Descamps ist der erste, welcher des Alexander Kierings erwähnt, wofür ihn Bryan eines Irrthums bezüchtiget. Letzterer vermuthet nämlich eine Verwechslung mit dem Landschafter Jan oder Jakob Cierings, welcher längere Zeit in London thätig war. Immerzcel (De f.evens en Werken der hott, en vlam. Kunslschilders. Amsterdam III43, ITI. S. 110) spricht sich ebenfalls gegen den Alexander Kierings aus, und schreibt die diesem Meister angehörenden Zeichen dem Jan Kierings zu. Allein es lebte wirklich ein Alexander Kierings, über welchen wir unter den Initialen A. K. No. 776 bereits gehandelt haben. Für J. Cierings bleibt nur das Monogramm C J, welches an betreffender Stelle vorkommt. 1450. Agostino Carracci stach neben anderen das Bildniss des jWG. F. Schauspielers Gabriel Sivel in Kupfer, welches Bartsch XVIII. . -ij(-~>' t ' p. 120 No. 153 boschreibt. Der Komiker ist nach der An- AVLr. 1. g a b e des genannten Schriftstellers in halber Figur nach rechts gewendet, der Kopf aber in 3 / 4 Ansicht gegeben. In den Händen hält er eine Maske. Rechts unten steht: AVO.'F., und im Rande liest man: Joannes Gabriel Comicus Nuncupalus SIVEL. H. 6 Z. mit 9 h. Rand, Br. 4 Z. 6 L. Verschieden von diesem Blatte ist ein zweites, Bartsch unbekanntes Bildniss dieses Schauspielers, in starker Büste mit der Maske, in de« Händen dargestellt. Unten rechts steht: AVO. 1., und im Rande: So- lus instar omnium Joannes Gabriel Comicus Nuncupalus. Dieses Blatt gehört wahrscheinlich in die zweite Ausgabe des Zeichenbuches von A. Carracci. 1451. Agostino Carracci bezeichnete auf solche Weise eines seiner AVfV CAR P berühmtesten und grössten Blätter, wozu er dreier n u • V>/Arv - * • Platten bedurfte. Es ist diess die Kreuzigung Christi nach Tintoretto's Meisterwerk in der Kirche des hl. Rochus zu Venedig, B. No. 23. Unten in der Mitte steht: Jacobus Tintoretlus In- uenlor — cum priuile()io senatus Veneli per annos iß, rechts: VenetiU Donati Haschiotti formis itf)!), und links: AVGV. CAR. F. Der Rand enthält acht lateinisch« Distichen und die Dedication an den Cardinal Fernando de Medicis. II. 18 Z. und 6 L. Rand, Br. 44 Z. Dieser Kupferstich ist im ersten, sehr seltenen Abdrucke ohne Adresse des I). liasciotti, und nur in diesem von vorzüglicher Schönheit. Doch sind auch die Exemplare mit der Adresse noch sehr schön, da überhaupt die Auflage eine massige war. Ein gewisser Daniel Nis soll die Platten AVGV—AVF. Nr. 1452-1455. 629 "ach Flandern gebracht haben, wo sie der Sage nach vergoldet wurden. Y Ur ^°' t des Rasciotti waren sie noch im ursprünglichen Zustande. v on neueren Drucken nach der Vergoldung ist uns nichts bekannt. 1452. Diese Inschrift steht auf einem grossen Kupferstiche des AVGVSTINVS Agostino Vcncziano, welchen VPXrtn-HT-o t-vt- Vasari » / ' a Nolomia di B v CIN h J. V S Dh Bandinelli 1 'nennt, und Bartsch MVSIS FACIEBAT / 5/tf AV No - 424 unter dom Titel dcr oic. r AWCDA l . IJIö.av, Skelet te beschreibt. In Mitte einer grossen Anzahl von Männern und Frauen, welche präparirten ^adavern gleichen, zerreisst der geflügelte Tod Blätter eines Buches. Jjinks stützt sich ein Greis auf den Stein mit obiger Inschrift. Vasari Witte aus letzterer den Familiennamen des Künstlers ersehen können, "a ihm das Blatt vorlag, er macht aber davon nicht die geringste Erwähnung. Es ist indessen noch heut zu Tage der Kupferstecher mehr Unter dem Namen ,, Agostino Veneziano", als nach jenem der Familie fle Musi oder de Musis bekannt. p Uebrigens ist das Bild des Todes nicht das einzige Blatt mit dom Familiennamen des Meisters. Er nennt sich auch auf einigen anderen Agvstino di Musi. Ausführlich haben wir unter den Initialen A. V. ^o- 1423 über ihn gehandelt. 1453. Arnout van Haien, Maler und Kupferstecher von Amsterdam, A. V. H. ' st besonders durch Bildnisse in schwarzer Manier bc- A TT ' kannt. Er nennt sich öfters auf solchen Aquila, indem ' v * *"•• er das "Wort Haien (Seeadler) latinisirte. Desswcgen kommt er auch unter ,,Aquila" vor, wo wir auf die Lebensverhältnisse dieses 1732 verstorbenen Künstlers eingegangen sind. Mit A. v. H. sind etliche ^'Jdnisse bezeichnet, welche er für das Pan poeticon Batavum aus- uhrte. Sehr schön ist jenes des Malers Gerhard da Lairosse in Medaillon "J't Einfassung und der Schrift: Kunstryke Gerard I Schoon en Bog etc. f »• H. Sculpt. H. 6 Z. 10 L. Br. 5 Z. 2 L. Auch das Bildniss 1108 Malers Jan Voorhout ist mit A. V. II. bezeichnet. 1454. Agostino Teneziano lncidit ? Heller, Monogrammen Lexiccn A. V I ^ - 4 ^> deutet diese Initialen Augustin de Musis ineidit*', so Y ' ' dass man glauben sollte, er habe sie einem Stiche des Agostino eneziano entnommen. Allein er folgte hierin wahrscheinlich nur der * n gabe bei Christ S. 109, welcher sagt, dass vielleicht ein A. V. /., 1° es Zeit und Umstände leiden, Augustinus Venetus Ineidebat , oder "Susa'nu.« Venetus Inventor gelesen werden müsse. Christ sah so wenig 111 Blatt mit diesen Initialen, als Heller, und wahrscheinlich existirt au <* keines. AVI auf päpstlichen Münzen des 44. Jahrhunderts, bedeutet 0 , ' ' '♦ Avignon. Es handelt sich /also um keinen Künstler, uer Münzmeister, wie man glauben möcht^. Die Päpste regierten be- Ka nntlich lange Zeit in Avignon. / 1455. Bedeutungslose Inschrift, aus welcher man den Namen C a ^_^ -,_—. Philipp Half herausfinden wollte. Sie fühlt uns auf das berühmte Kölner Dombild, welches sich in der 1425 erbauten Rathskapelle 11 Cöln befand, bis endlich die französischen Revolutions-Handlanger aa Kirchlein profanirten, und den schönen Schatz desselben öffentlich "onogrammisten. 45 630 AVF. Nr. 1455. verkauften. Das Gemälde wurde aber glücklich gerettet, und von dem Maler Maximilian Fuchs restaurirt, 1810 nach dem hohen Dome in ~Cöln gebracht. Dieses Gemälde ist -weltbekannt, und daher bemerken wir nur, dass im grossen Mittelstücke die Anbetung der Könige, und auf den inneren Seitenflügeln die Schutzheiligen Cölns, St. Gereon und Ursula mit Gefolge dargestellt sind. Auf der Aussenseite sieht man Maria und den verkündenden Engel fast in Lebcnsgrössc. Dr. Fr. Schlegel war der erste, welcher 1804 in der Europa IL 4. dieses Meisterwerk genau beschrieb, noch weiter ging aber Wallraf (Taschenbuch für Freunde altdeutscher Kunst 1816, S. 349 — 389) darauf ein. Wer indessen diese Bücher nicht vorräthig hat, möge Schlegel's sämmtlichc Werke VI. S. 196 — 207, und vor allem Merlo's treffliches Werk: „Kunst und Künstler in Cöln." Cöln 1850, S. 437—469 (Meister Stephan) zu Käthe ziehen. Meister Stephan, dessen Kunst auch A. Dürer in hohem Grade bewunderte, ist nämlich der Schöpfer des sogenannten Cölner Dombildes. Im Jahre 1850 folgte aber Merlo hinsichtlich des Meisters nur der alten Tradition, unbeirrt durch Schlegel, welcher einem Philipp Kalf das Werk vindiciren wollte; weitere Forschungen setzten aber den genannten Schriftsteller bald iu den Stand, über Meister Stephan Urkunden beizubringen, welche dessen Vcrhältnisne in Cöln zur Klarheit führen. Wir wissen jetzt auch, dass der ehrwürdige Meister den Beinamen „Loethener, Lothener und Loythonor" geführt habe, dass er aus Coiistanz stamme, und arm und mit Schulden beladen zwischen dem Christfeste 1451 bis zum seihen Tage 1452 gestorben sei. Das Resultat der neuen Fortschungen legte Merlo in folgendem Werke nieder: „Die Meister der altkölnischen Malerschule." Cöln 1852, S. 108 — 129. Obgleich A. Dürer in seinem Reisobuche sagt, dass man ihm das Werk des Meisters Stephan in der Rathskapelle gezeigt habe, so behaupte man doch bis auf Schlegel, dass der Name des Malers der Schutzheiligen von Cöln gar nicht bekannt sei. Desswcgcn rechnete es sich dieser Schriftsteller hoch an, aus der oben gegebenen, durch eine gothische Ilosc getrennte Inschrift auf dem Säbel eines weiss gekleideten Standartenträgers den Namen ,. Philipp Kalf 1 ' herausgefunden zu haben. Andere wollten dagegen ..Pauls, Äugst., Augustin und ga r Wilhelm' 1 lesen, weil Fiorillo Nachrichten über einen Wilhelm von Cöln beigebracht hatte. Mit letzterem sind wir aber jetzt durch Merlo (1. c. S. 31. ff.) ebenfalls urkundlich bekannt, und wissen, dass er Wilhelm von Herle heisse, auf welchen wir unter dem Buchstaben W. zurückkommen. Um den Namen Philipp herauszubringen, nahm Schlegel fm dass der erste Buchstabe kein A. sondern ein umgekehrtes F sei, welches mit dem J durch den oberen Strich zusammenhänge. Den zweiten Buchstaben nahm er nicht für V, sondern für zwei zusammengefügte L. Das dritte Zeichen links von der Rose, welche auf dem Säbel beide Worte trennt, sollte J mit oben angehängtem P seyn. Somit war der Philipp Kalf fertig. Allein diese erkünstelte Dcutui'8 hatte sich keiner besonderen Zustimmung zu erfreuen, und es wurde» Stimmen laut, welche das Werk dem Jan van Eyck, oder Hans Memlingi und gar dem A. Dürer und Hans Holbein vindiciren wollen. M«' 1 dürfte aberwohl allgemein jene phantastischen Charaktere als willkühr- liehe Säbelverzierung ohne eigentlichen Sinn annehmen, wenn glcic' 1 der Name Kalf in Cöln nicht fremd ist. Merlo fand in einer Schrei»*' Urkunde von 1231 eines Wcrnerus Half erwähnt, und mit ihm ist die Familie wohl nicht als ausgestorben zu betrachten. Auf den Aussenseite der Tafeln, unten auf den gemalten Steinplatten, kommen aber auch noch folgende Zeichen vor: AVK. Nr. 1456. 631 „ Wallraf erkannte darin die abgotheilte Jahrzahl 1410 in einer hall) •"»mischen Buchstaboiiform, was allen diplomatischen Erfahrungen wider- Pncht. Merlo nahm in seinem Werke von 1850 diese Deutung bereits m 't einigem Bodenken auf, im Urkundenbnehe von 1852 S. 124 spricht 0r sich aber entschieden dagegen aus. Das M befindet sich unten auf uem Flügelbilde der hl. .Jungfrau, die drei anderen Zeichen auf jenem jj°s die Botschaft bringenden Engels, alle weit getrennt. Das N steht l ? er der Linie der drei andern Buchstaben. Ihre Erklärung ist schwierig, Obgleich ein Sinn in denselben zu suchen ist. Das 1H wird wohl Maria oder Ave Maria bedeuten. Die anderen Zeichen ,,Woster Christus, oder Vofttjcum Christus" zu erklären, wird wohl nicht angehen, da sie unter cm Engel stehen. So viel ist aber gewiss, dass die Buchstaben nicht /'" bedeuten. Diese Jahrzahl war indessen von jeher anstössig, da ! l 'e Bathskapelle erst 442.5 gebaut wurde. Ein Bild der Darstellung ,m Tempel im Museum zu Darmstadt, hat die Jahrzahl 1447 in der 8°bräuehliehen Form der Zahlzeichen damaliger Zeit. Merlo zählt die Werke dieses Künstlers auf. Das Dombild ist . 0rcn Kupferstiche und Lithographien bekannt. Doch wurde es erst iJJ neuester Zeit vollkommen genügend gestochen, nämlich 1855 durch TJ.t lZ * >au ' Hassan, ß r - rov - 1 u - f°l- Dieses treffliche Blatt scheint eine Urkunde für Meister Stephan in sich zu haben, welche den früheren ,."'''ftstellcrn entgangen ist. Auf dem Hute des Mannes, welcher unter dem alten mit gefalteten Händen knieenden Könige steht, bemerkt man die Buchstaben S s, welche „Stephanus'' gelesen werden gönnten. In diesem Falle hatte der Meister seine eigene Figur in das «emiüde der Anbetung der Konige eingeführt, und sie seheint auch 'rklich mehr als jede andere dem Costiime der Zeit desselben zu ent- " Prochen. Auch der Kopf ist ganz individuell gehalten 1456. Marius Kartanis gilt von jeher als der Träger dieses Monogramms, gewiss ist aber nur, dass ein Marius Cartarius gleichzeitig mit einem Cristofano Cartario in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Kom thätig war. Man hält den M. Kartarus für einen Deutschen, weil er sich im Monogramme eines K statt dos C. bediente. Allein damit ist die Schwierigkeit noch nicht gehoben. Das Monogramm besteht ja sichtlich aus den Buchstaben Ah V, denn es ist wohl dass der Künstler durch A. V. das M bilden wollte, r Hinsicht liegt hierin etwas Auffallendes, da der Meister die en Werken das Barmherzigkeit I Tneidebat Romae Marius und einen Stich der Anbetung der Hirten v. (!. Cartario: Das letztere Blatt beweiset T lc ''t anzunchnu 'l,iede ^tter mit d fi rt <*rius. oriuj Carlarius exe. Romae, gezeichnet hatte «■lieh dass M. Cartarius einen Kunstverlag hatte, ob er aber das Monogam gleichsam als Verlagszeichcn auf Blätter anderer Meister gesetzt stn' wic Bartsch vermnthet, bleibt dahingestellt. Der genannte Schrift- , ( i| . r wollte dadurch die Ungleichheit der Arbeit des Kartarus erklären, le >a der Künstler hatte kein bedeutendes Talent, und schritt nur mit 45* 632 AVK. Nr. 145«. dnn Jahron fort, ohne jedoch den besten Stechern seiner Zeit endlich gleichzukommen. Er bediente sich bald der Nadel, bald dos Stichels, und aus dieser Behandluugswcise erklärt sich die Verschiedenheit der Blattei? mit seinem Monogramme. Auch hatte er verschiedene Zeich- nungen zur Vorlage, da er in der Compositiou wenig oder gar nid' 1 erfahren war. Seine Manier gleicht mehr jener des Cornel Cort, al 9 der eines anderen Meisters. Das Hauptwerk ist unstreitig das jüngst" Gericht nach Michel Angelo, B. No. 10. Dieses Blatt kommt jenem des Bonasone gleich, da es sehr gut gestochen ist. Man nimmt gewöhnlich an, dass M. Kartarus um 1560—1570 gearbeitet habe, allein er war noch 1506 in voller Thätigkeit. Malpe will sogar eine Folge von 24 Blättern mit Bildnissen römischer Kaiser von 1596 kennen. Diese Angabo ist indessen noch nicht bestätiget Doch gab M. Oartaro 1570 perspektivische Ansichten heraus, es ist uns aber nur der Titel des Werkes bekannt: ..Prospettive diverse dt> Mario Cartaro. Borna 1570, fol." Bartsch P. gr. XV. p. 520 beschreib« 28 Blätter von M. Kartarus, es existiron aber wenigstens fünfzig Stiche von diesem Künstler. Nachträge zum Pciutre-graveur und zum Künstler-Lexlcoii. 1) Christus und die Samariterin am Brunnen. Neben diesem sitz' der Heiland, und spricht zum Weibe, welches links steht. In der Mit' c erhebt sich ein Baum, links in der Ferne zeigen sich sieben Figuren vor der Stadt. Unten steht: MICH. ANG. INV., und darunter ist da 9 Monogramm mit der Adresso: ,,Ferandi bertelli exe." H. 13 Z. 11 I* Br. 10 Z. 8 L.— Diese Darstellung scheint nach Beatricet copirt zu scyn> 2) Das Abendmahl des Herrn. Copie nach dem meisterhaften Blatte des Marc Anton, welches durch Bartsch unter dem Namen der „(W aux pieds" bekannt ist, weil das Tischtuch nicht über die Füsso der Figuren herabreicht. M. Kartarus erlaubte sich einige Aenderungc 11 in der Composition, und Hess auch Marc Anton's Tafelchen weg. Da; für setzte er sein eigenes Zeichen mit der Jahrzahl 150U daraus II. 11 Z. Br. 16 Z. 3) Christus am Oelbergc, Copio nach A. Dürer, B. No. 4. Dieser Copie erwähnt Malpö, wir fanden sie aber ausserdem nicht angezeigt' Sie dürfte jedoch vorhanden seyn, da M. Kartarus auch andere Blätter von Dürer copirt hat. 4) Christus mit Dornen gekrönt, Gruppe von eilf Figuren. I* Grunde ist Architektur, und auch andere Figuren sieht man daselbs'' Mit dem Monogramm, aber ohne Jahrzahl, gr. fol. 5) Der leidende Heiland. Er sitzt in Mitte des Blattes auf einen 1 Steine, etwas nach links gewendet, und trägt die Dornenkrone aufdci" Haupte. Hände und Füsse sind von den Nägeln durchbohrt, und au 9 der Brust fliest Blut. In den Händen hält er Geissei und ltuthe. I 111 Vorgrunde liegen drei Nägel, und links unten am Steine steht d» 9 Monogramm mit der Jahrzahl 1560 darüber. Im Rande ist Schri"' Heus Tibi etc. H. 4 Z. und 2 L. Rand, Br. 2 Z. 9 L. — Dieses schön« Blatt scheint nach einem deutschen Meister copirt zu seyn. Zan cttl beschreibt es im Cabinet Cicognara No. 1417. 6) Christus am Kreuze zwischen zwei trauernden Engeln in Wolke'^ Unten stehen Maria und Johannes, und links bemerkt man das Mo""' gramm mit der Jahrzahl 157H darüber. Unten in der Mitte sttW Michelangelo Bona liota Imtentor. II. 14 Z. 9 L. Br. 9 Z. 9 L. 7) Die Grablegung Christi in Gegenwart des Johannes und der hl. Krauen. Copie nach A. Dürer, B. No. 15. Mit dem Monogramm 1 ' des M. Kartarus und Romac 1557 (?). H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 9 l>. AVK. Nr. 1456. 633 . 8) Der Leichnam Christi im Grahe von einem Engel gehalten, in 6mer Einfassung mit den Leidenswerkzeugen. Dieses Blatt ist nach v Zuccaro gestochen, und trägt die Jahrzahl 1560, fol. 9) Christus hefrcit die Altväter aus der Vorhölle, Copie nach A- Dürer, B. No. 16. Rechts in der Ecke ist das Zeichen und Romae 1567. a - 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 8 L. v 10) Maria mit gefalteten Händen am Fusse des Kreuzes sitzend. Vor ihr liegt der Leichnam des Heilandes quer ausgestreckt auf dem ^eintuche. Im Vorgrunde ist hewachsenes Erdreich mit Wasserparthie. jw Grunde breitet sich die Stadt aus, und dio Luft ist durch horizontale Striche bewirkt. Rechts unten ist das Zeichen mit 1568, und die ™hrift Michaelus Angeli * Bonarotti * Flo. 4 In Vent. H. 13 Z. 10 L. Br ' 9Z. HL. 11) Die Madonna mit dem Kinde, von St. Jacobus, Johannes, Rochus ""d Marcus verehrt. Im Vorgrunde liegt der geflügelte Löwe. Nach ^'ulio Romano, und eines der Hauptblätter des Künstlers, fol. — Es «ornmt nach und nach mit den Adressen von A. Lafreri, M. Lucchese, Unandi 1002, Ant. Carcnzani 1005, und G. G. Rossi vor. p 12) Die Madonna mit dem Kinde und St. Sebastian, von einem ^ilger verehrt. Oben erscheint Gott Vater in einer Glorie von Engeln, «ach Filippo Bellini. Mit dem Zeichen und Romae 1577. gr. fol. 13) Die hl. Familie nach Giulio Romano. Die hl. Jungfrau wird v °n einem Engel gekrönt, und rechts steht St. Marcus, fol. — Diess ' 8t wahrscheinlich jenes Blatt, welches nach der Angabe im Benard's «»binet Paignon Dijonval No. 575 mit A. V. K. sc. bezeichnet seyn soll. . 14) Die Madonna dol Rosario. Sic sitzt mit dem Kinde auf dem Arme in einem Oval, und vertheilt Kränze an die Nonnen. Das Jesus- £'nd hält in der Linken eine Rose, und reicht mit der Rechten den «nieenden Mönchen Kränze. Um das Oval sind Heilige gruppirt, in ^Ziehung auf die Mysterien des Rosenkranzes. Oben ist eine Glorie on musicirenden Engeln, und unten schliessen andere Engel die Scene "*• Links in der Ecke ist das Zeichen. H. 19 Z. 6 L. Br. 13 Z. 9 L. j, 15) Eine Heilige auf den Knieon vor einem Betpulto. — Neben "r bemerkt man zwei Schlangen, und dem Zeichen ist die Jahrzahl *574 beigefügt. Die Composition rührt von F. Zuccaro her, kl. fol. n. 16) St. Hieronymus in der Celle, Copio nach A. Dürer, B. No. 60. 'ose Copie ist sehr genau, man erkennt sie aber andern Monogramme , Cs M. Kartarus mit der Jahrzahl /.5ff4 darüber, welches an der Stelle es Dürer'schen Zeichens im Täfelchen sich befindet. H. 5 Z. Br. 6 Z. 10 L. j 17) Der Schutzengel. Er steht unten am Berge, und zeigt einem unglinge die himmlische Erscheinung. Oben sieht man Gott Vater , "dem Heilande am Kreuze von Engeln umgeben. Unter dem Ilci- ai iüe sitzt Maria mit dem Jesuskinde auf Wolken vor der hl. Anna, "d rechts und links sind Heilige gruppirt. In der Mitte steht: S. TRINITAS. V. D. M. M. P. S. MARIA 0. P. M. M. D. ON s 8" ET S TE DEL I. P. M. P. I Das Ganze erscheint in einem Rahmen mit Heiligen und Cande- ^ern in den Feldern. Oben ist das päpstliche Wappen mit derUm- 0 M t: PIVS V ' GHISLERIV8 ALEXAND. ORD. PRAEDIOATOR. u i ' AET. LX1I1. etc. Links an einem Candelaber ist das Zeichen, nd gegenüber die Jahrzahl 1567. II. 16 Z. 2 L. Br. 11 Z. 8 L. 634 AVK. Nr. 1457—1458. 18) Die Werke der Barmherzigkeit, in zwei Abtheilungen, die gel' stigen und die leiblichen Werke enthaltend. Die erste Abtheilung e»'' hält acht Blätter mit Titel, und die zweite deren neun, da auch das jüngste Gericht beigefügt ist. Auf dem ersten Blatte steht: INCIDEBA™ ROMAE MARIVS CARTARVS — C 10 pXXCVI (1506). Grösse der Blätter, H. 8Z. 11 L. Br. 6 Z. 11 L. 19) Diana und Endymion. Eine Darstellung dieser Art nenn' Malpe, wir fanden sie aber ausserdem nicht angezeigt. 20) Die Karte von Palästina: PALESTINAE S.I.VE TERRE SANCTE DESCRIPTIO. — Fernandui Berlellius Excudebat Venetiü. qu. fol. -' Diese Karte geliört wahrscheinlich in ein Werk, vielleicht mit dun beides von Heller, Zusätze zum Peintro-graveur S. 83, erwähnten Blättern wovon das eine die Belagerung von Famagosta 1571, das andere Ü e Karte der Insel Ischia 15/16 enthält. 1457. Adrian van der Kabel, Landschaftsmaler und Radirer, wurde A tt 163t in Rijswijek beim Haag geboren, und von Jan van f\r\ Goyen unterrichtet. Später machte er Studien in Italien. xj V \j und erhielt in der Schilderbent zu Rom den Beinamt' Corydon und Gcestigkeit. Descamps sagt zwar, der Künstler sei nid" nach Italien gekommen, allein ausser dem Beinamen spricht auch de' Styl seiner Gemälde für einen italienischen Aufenthalt. Im Colörif folgte er der Carraccischen Schule, nur geht seine Färbung ins Braune; In der Auffassung der Bilder wird man bald an B. Castiglione UM S. Rosa, bald an andere italienische Meister ihrer Richtung erinnert' Er wusstc die Figuren und Thiere eben so gut zu behandeln, als die Landschaft. Auf einigen Gemälden steht obiges Monogramm, während auf den radirten Blättern des Künstlers nach französischer Weise A. van der Cabel, nicht Kabel geschrieben ist. Auch Arie oder M van der Cabel wird er genannt, aus Ary machten aber die Franzosen einen Henry, so dass man zuletzt einen Adrian und Henry van de' Cabel herausbrachte. Houbracken will auch wissen, dass der Künstle' eigentlich van der Touw geheissen habe, was sehr unwahrscheinlich ist, da Jan van Goyen an dieser Umänderung Schuld gewesen seyn soll. A. van der Cabel starb zu Lyon 1695. Bartsch P. gr. IV. p. 222 beschreibt 55 radirto Blätter von diese« 1 Meister, R. Weigel fügt aber in den Supplements au Peintre-gravetir *j Leipzig 1843, S. 193. noch mehrere Blätter bei. Das Vcrzcichuiss b el Bartsch wird durch Weigel auch noch in vieler anderer Hinsicht e' - gänzt, besonders bezüglich der Abdrucksgattungon. Nachträglich machen wir noch auf die Landschaft mit dem verfolgten Mädchen aufmerksam, B. No. 40. R. Weigel erwähnt im Kuns'' katalogc No. 15759 einen unbekannten, sehr seltenen Abdruck vor alle' Schrift, welcher ihm erst nach dem Erscheinen der Supplemente 0" Bartsch vorgekommen ist. 1458. Marias Kartaras. Brulliot II. No. 173 gibt nach dem Cabine' A V K Baignon Dijonval an, dass diese Initialen auf Kupfe'' . v. sl. gtjgjjen nac ]y (ji u ij 0 Romano sich finden. Der genau»'? Catalog nennt eine hl. Familie mit St. Marcus, und Brulliot fügt be'i dass er ein Blatt dieser Art nicht kenne. Hier handelt es sich jeden' falls um einen Kupferstich des Marius Kartarus, dessen Monogramm aus AVK besteht. Der Verfasser des Cataloges konnte es nicht gebe"' und daher begnügte er sich mit der Zerlegung des Zeichens in die l> e ' treffenden Buchstaben. Marius Kartarus findet oben unter dem No» 0 ' gramme A V K No 1450 seine Stelle. AVL. Nr. 1459. 635 1459. Assuerus van Londerseel, Maler, Kupferstecher und Förmig 7 " ~\Jj7~ \A/" Schneider, wurde 1548 zu Amsterdam W. A yh/. XÄ T geboren, und wahrscheinlich von Peter t^/noa^o^VJ-ü^ der Borcht unterrichtet. Seine -WLtfcS./A "NB" Blätter sind zahlreich und schätzbar, besonders die Holzscnitte, welche sehr sicher und meistens fein bebandelt sind. Viele sind nach P. Borcht's Zeichnungen gefertiget, und grossen Theils ohne Zeichen. Eine Anzahl findet man in dein bei Christoph Plantin 1571 gedruckten Missalo Romanuni, fol. P. van der Borcht hat dieses Werk illustrirt, kein ülatt trügt aber eines der obigen Monogrammen. Das erste Blatt, Christus am Kreuze mit Maria, Johannes und Magdalena, hat ein aus A L beistehendes Zeichen mit dem Messerchen, welches wir oben No. 813 gegeben haben. Dann kommen auch noch in einem anderen lateinischen Werke Holzschnitte nach van der Borcht vor. Dies'es uns unbekannte Buch enthält Darstellungen aus dem Leben Jesu und der Apostel, gr. 8. und qu. 8. In Frcnzel's Catalog der Sammlung des Grafen von Sternberg. IIT. No. 346—347 sind '6 Blüttcr vorzeichnet. Die Disputa, oder die Apostel und Heiligen üni einen Altar mit dem Sanctissimum, hat das dritte der gegebenen Zeichen. Londcrscel's Monogramm findet man aber auch auf den Bljlt- te rn mit dem knicenden David, der Geburt Christi, dem Kindermord und der Himmelfahrt der Maria. Andere Holzschnitte dieser Folge haben nur die Initialen /'. D. Eine bedeutende Anzahl von Holzschnitten dieses Meisters, theils mit dessen Zeichen, findet man in dem Rcise- w erko des Nicolaus Nicolai, des französischen Geographen und Kämmcr- juigs. Dieses Werk erschien 1576 bei Wilhelm Silvius in Antwerpen, m Ausgaben mit holländischem, französischem, deutschem und italienischem Text, 4. Es enthült 61 Blätter mit türkischen Costümbildern, Welche der Zeichnung nach irrig dem Titian zugeschrieben wurden. « der oberen Bordüre des Titels stehen die Buchstaben P. II., welche sich auf Peter Brcughol beziehen könnten, wenn dieser Künstler 1576 noch gelebt hätte. Wahrscheinlich aber fertigte Peter van der Borcht die Zeichnung zu der Titelverzierung, und die Costümbilder dürften von Peter Koeck von Alost herrühren, da dieser Künstler nach C. van Man der eine Reise nach Constantinopel unternommen hatte. Er zeichnete die Ansichten der Stadt, und Trachten der Osmanen. Peter Brcughcl w ar indessen ein Schiller des P. Koeck, und somit könnten die Zeichnungen auch durch dessen Ilündc gegangen seyn. Londerseel schnitt 'erner die schönen Pflanzcnabbildungen in Matthäus de Lobel's l'lan- '"rum jet« Stirpium hisloria. Antvorpiae, Ch. Plantin 1578, fol. Doch ?*cht nur auf der allegorischen Darstellung fol. 7. das Zeichen des Künstlers. Die Platten dieses berühmten Krüuterbuches wurden später auch ohne Text abgedruckt, unter dem Titel: ,,1'lantarum seu Stirpium J c One». Anlvnrpiae, Ch. I'lantin 1501," qu. fol. Es ist nur ein alpba- betisehor Index beigegeben. Hierauf wurden die Holzstöcke zu C. Clutii r arion>um plantarum kistoria. Antverpiae ex officina Plantiniana apud J - Moretum (1601) benützt. Dann findet sich Londcrseel's Zeichen auch auf Vignetten und Blättern mit Wappen. Wir kennen eines des Ludwig «uicciardini auf der Rückseite des Bildnisses des Königs Philipp von Spanien in folgendem Werke: ..Desrrizione di lutli i Paesi Basti, par "• Guicciardini. In Anversa 1500, fol. Assuerus van Londerseel hat auch in Kupfer gestochen, seine Blätter sind aber selten geworden. Sie enthalten meistens Jagden, l, nd scheinen erst nach dem Tode des Künstlers von Johann van Londer- Se el ausgegeben worden zu seyn, qu. 8. Sehr schön ist eine Folge von ^36 AVL—AVO. Nr. 1460-1483. feinen Goldschmiedsornamenten, als Musterblättor für Frauengeschmeide. Sie sind im Geschmackc der deutschen Kleinmeister gestochen. Auf einem der sechs Blättchon steht: ,,Ahatverus van Londerseel exend." 12. Auf eigenhändigen Kupferstichen des Meisters dürfte das Zeichen selten vorkommen. Als Verlagswerke mit demselben sind die Blätter mit militärischen Costümen nach II. Golzius zu betrachten, B. III. p. 120. No. 1—12. Jacob de Gheyhn hat sie nachgcstochcn. Man findet auf diesen Blättern das Monogramm mit exeud. oder exeudit. Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt. Im Jahre 1631, als Jan van Londer- seel seine Folge von 12 Blättern mit Jagden (Animalium quadrupedum venaiio etc.) herausgab, lebte er höchst wahrscheinlich nicht mehr. Was noch weiter über ihn zu sagen, ist No. 813 bemerkt. 1460. Assucrus van Londerseel bediente sich auf Holzschnitten jp / gewöhnlich eines Monogramms, welches aus AVL be- Lsl *~0 / steht, wie im vorhergehenden Artikel nachgewiesen ist. Die gegebenen Initialen fanden wir auf zwei Blättern einer schönen Folge von sechs Kupferstichen, welche Blumen mit untermischten Insekten, Schmetterlingen und Vögeln vorstellen. Auf vier Blättern steht der Käme und die Verlagsadresse des Künstlers, und eines ist auch mit der Jahrzahl i.504 bezeichnet. H. 3 Z. 3 L. Br. 5 Z. 1461. Assuerus von Londerseel bediente sich häufig eines aus A V T nnrler AVL. bestehenden Monogramms, man findet aber • * L - onaer - auf Kupferstichen seinen abgekürzten Namen. Sie sind als dessen Verlagsartikcl zu betrachten. Zuweilen ist auch das Wort Exeudit beigefügt. 1462. Andreas Testner, Stempelschneider von Nürnberg, geboren a \f xt 1707, stand in Diensten des Churfürsten von Bayern, und ' des Bischofs von Würzburg. Er hinterliess zahlreiche Medaillen, deren mit A. V, und A. V. N. bezeichnet sind. Starb 1754. 1463. Adam van Oort, Zeichner und Historienmaler, geboren zu O-vy- Antwerpen 1557, gestorben daselbst 1641. Dieser yv\ reich begabte Künstler, welcher nach der Aus- WQ }öC O 6ag0 < " es ^ "^ ^ UDCn8 i seines grossen Schülors, -' v »-vX../vv / W a u c übrigen Meister übertreffen hätte, wenn es ihm vergönnt gewesen wäre, Rom und die Antike zu schauen, war der Sohn des Malers Lambert van Noord von Amersfort. Letzterer zeichnete sich 1549 unter diesem Namen in's Buch der Bruderschaft des hl. Lukas zu Antwerpen ein, und auch unser Künstler nennt sich 1598 in demselben Buche Adam van Noord. Es ist daher auffallend, dass C. van Mander sie beide nur unter dem Namen van Oort kennt, welchen aber auch fast alle späteren Schriftsteller adoptirt haben. Unser Meister hatte ihn zu van Mauder's Zeit wirklich selbst geführt, da auch auf Gemälden desselben A. V. Oort steht. Daraus erklärt sich das ihm beigelegte Monogramm. Man findet es auch Gemälden und auf Kupferstichen nach solchen. Er malte meistens Bilder für Kirchen- In den Werken seiner früheren Zeit offenbart sich ein bemerkens- werthes Streben nach Correktheit der Zeichnung, und er traf auch eine gute Auswahl der Formen. In Färbung und Behandlung zeigt sich nicht minder ein Künstler, welcher des Lobes eines Kubens würdig ist. Dagegen sind die Bilder seiner lezten Periode jene der moralischen und artistischen Verwilderung. In den berühmten Gallericn des Auslandes findet man ihn daher nicht vertreten. Zu seinen guten Werke» gehört aber das Gemälde in der Gallerie zu Brüssel, welches den Heiland AVO. Nr. 1464. 637 vorstellt, wie er die Kinder zu sich ruft. In der Kirche des hl. Michael 2 u Gent ist ein grosses Bild der Heilung des Lahmen, ebenfalls eines seiner bessten Gemälde. Die Angaben über sein Geburts- und Todesjahr sind nicht aus van Mandcr, sondern aus seinem von Jakob Jordaens gemalten und von Hendrik Snyers gestochenen Bildnisse zu schöpfen. Hie fünf Blätter "iit Costümbildern und der Schrift: Adam Van Oort invent. Vidua Oerar. De Jode exeud., sind, wenn nicht von ihm selbst, doch wohl von A. Col- laert jun. gestochen, kl. fol. Wenn Gemälde vorkommen, auf welchen die in einander gestellten Buchstaben A V. den Beisatz NOOHT haben, so sind diese von Lambert van Noort aus Amersfort. Im Museum zu Antwerpen sind Bilder mit dieser Bezeichnung, welche für Lambert ungewöhnlich ist, da sein Monogramm aus L.AV.N. gebildet ist 1464. Adrian van Ostade, der berühmte Bauernmaler und Radircr, i r -_ / welcher 1685 in Amsterdam starb, fand unter /Y/ ( )yljT) L den Initialen Ao. und A. 0 S. No. 1093 u. 1095 v - ^^Sl/z-Sr- O bereits e ; n€ stelle, und daher ist hier nur nach- Jiro Jifo A^ o zutragen, was über die gegebenen Zeichen zu A y "a sagen ist. Das grössere Monogramm findet man «J._j. y /v-.o m j t g Cr ;,ig en Variationen auf Gemälden des Meisters, doch ist es für die Originalität nicht immer entscheidend, da auch Bilder in der Weise üstade's damit versehen wurden, um Käufer anzulocken. Der Kenner lässt sich indessen nie durch ein Monogramm beirren, wenn nicht äussere und innere Gründe für den Meister sprechen. Die Zahl seiner Gemälde ist sehr gross. "Viele haben wir im Künstler- Lexicon X. S. 393 ff. aufgezählt, und dabei wurde auch auf die Vorzüge und Eigentümlichkeiten des Meisters hingewiesen. Die kleineren Zeichen findet man auf den meisterhaften Radirungen dos A. van Ostade. Bartsch P. gr. I. p. 351 ff. beschreibt 51 Blätter, welche zuweilen unter den Werken der deutschen Meister aufgezählt werden, da der Künstler 1610 in Lübeck geboren wurde. Allein er gehört durch Bildung und künstlerische Wirksamkeit Holland an, welches in ihm mit Recht den grössten Maler seiner Art erkennt. Das Verzeichniss der Blätter bei Bartsch genügt nicht, und die Kunstfreunde nahmen daher häufig auch ihro Zuflucht zum Rigal'schen Catalog von 1817. Dieser Catalog enthüll viele Varietäten, welche Bartsch nicht kannte, er ist aber jetzt in reichem Maasse durch R. Weigel's Supplements au Pcintre - graveur. Leipzig 1843, I. p. 46 ff. ersetzt. Diese Supplemente sind jedem Sammler unentbehrlich, da man in keinem anderen Werke genauere Angaben über die verschiedenen Abdrucksgattungcn findet. Um aber alles zu erschöpfen, muss ein vollständiges Werk des Meisters in verschiedenen Abdrücken vorliegen. Ein solches beschreibt F> Guichardot im „Cata- logue de la riche collection d'Estamps et des dessins du Cahinet de feu M. F. van denZande." Paris 1855, gr. 8. Den Kunstfreunden werden daher Nachträge zu Bartsch und Weigel erwünscht seyn, da deren auch 'n dem betreffenden Baude des Künstler-Lexicons fehlen. Die Zusätze von R. Weigel erschienen nämlich später, und wir mussten uns daher mit dem begnügen, was uns bis dahin (1841) bekannt geworden. Allgemeine Angaben genügen wenig, und man kann sie in Folgendem zusammenfassen. Die alten, meist unvollendeten Probedrucke, welche sehr selten vorkommen, sind gewöhnlich ohne Einfassung durch Linien, sowie ohne Zeichen und Namen. Einige Blätter haben .aber schwache, theils unterbrochene, geritzte Bordüren. Diese Einfassungen sind jedoch auch in den ersten vollendeten Abdrücken nicht gestochen, sondern nur mit der Nadel gezogen. Bei dieser Gelegenheit fand aber Ostade einige 638 AVO. Nr. 1464. Ueberarbeitungen mit der Schneidnadel oder dem Stichel für nothwendig, und um nun die Abdrucksgattung bezeichnen zu können, musS man die Merkmale der betreffenden Stellen angeben. Erst später wurden die Platten retouchirt, und die Einfassungslinien mit dem Stichel verstärkt. Ueberdiess ist aber noch sehr viel zu bemerken, um den Meister nach seiner Seltenheit und Trefflichkeit zu würdigen. Man glaubt, dass zu Ostade's Zeit keine Gesammt-Ausgabe der Blätter bekannt war, und dass diese erst von B. Picart veranstaltet worden sei. Mr. Guichardot gibt aber No. 1925 zwei Titelblätter au, welche in der Schrift etwas abweichen, und wovon das erste und seltene folgende Schrift hat: 't Werde compleet, van den vermaarde Schilder ADIIIAAN van OST ADE, alles door hem seift ijeinventeert en ueest, OEuvrcs completes WA DIU AN de OSTADE, peinlre celebre Invenlees et (Iravees pur luy-meme, fol. — Das zweite Blatt hat den Titel: 't Werck complet, van den vermaarde Schilder ADIIIAAN van OSTAÜE, door hem selfs yeinventeert en geest. OEuvre complet, D'ADIUEN van OST ADE, peinlre celebre In- vente et Gravi par luy-mc'me, fol. Das zweite dieser nicht ganz correcten Titelblätter gibt R. Weigel der Gesammt-Ausgabe des B. Picart, welcher als Franzose nicht „Oeuvre com- plete", statt „complet" schreiben konnte, wie Ostade nicht „Werck complet", statt „COmpleef gesetzt haben würde. Uebrigens aber geht aus der Angabe bei Guichardot nicht deutlich hervor, dass der erste Titel aus Ostade's Zeit stamme. Die Ausgabe des B. Picart (f 1721) hat noch .sehr gute Abdrücke, obgleich einige Platten leichte Rotouchcn erlitten. Sic enthält 52 Originalabdrücke mit dem pissenden Bauer Cat. Itigal No. 52, welcher aber nicht von Ostadc herrührt. Unzerschnitten zählt das Werk 18 Folioblätter, und auch Ostade's Bildniss ist beigegeben. Es ist in schwarzer Manier behandelt, und mit Jan Gole's Adresse versehen. Zuweilen findet sich auch ein zweites Bildniss des Künstlers mit langen Haaren nach C. du Sart, ebenfalls in Mezzotinto und mit Gole's Adresse. Eine weitere Ausgabe des Werkes des Adrian van Ostade besorgte der bekannte Kupferstecher Basan, welcher aber die Platten bereits in abgenütztem Stande erhielt, so dass sie retouchirt werden mussten. Er fügte weder das Titelblatt, noch das Bildniss des Meisters bei. Nach Basan's Tod (1797) kamen die Platten nach Holland, wo die Gesellschaft der Kunstfreunde in Ober-Ysscl eine neue Gesammt-Ausgabe mit Titel und Inhalts - Verzeichniss veranstaltete. Die Platten wurden in rother und blauer Farbe abgedruckt, die Obcr- Ysscler haben aber dadurch kein günstiges Zcugniss für ihren Kunstsinn gegeben. Sie lieferten eine Waare für wandernde Kunstkrämer. Die schlechtesten Abdrücke sind indessen jene der Wittwe Jean in Paris, welche im zweiton Decennium unseres Jahrhunderts die Platten auf 22 Foliobogen abziehen Hess. Auf die schlechten Abdrücke gehen wir in den folgenden Zusätzen nicht ein, da sie für den Sammler nur einen sehr geringen Werth haben, während die alten Abdrücke, und die Curiositäten in einem hohen Preise stehen. Die späten, mit dem Stichel retouchirten Abdrücke berücksichtigen wir unten wenig oder gar nicht. Supplemente zum Peintre-graveur und zum Nagler'sohen allgemeinen Künstler-Lexicon, nacb Mr. F. Guichardot im Cabinet van den Zande, dem Catalog H. Weber (von F. Heimsoet) &c, sowie nach dem Werke im k. Cabinot zu München. (Die Nummern sind jene bei Kartflch, der tiiic.ii.itahe W. bezieht sich auf die Supplemente von R, Weifri.t I. Ciasset Büsten. 1) und 2) Der lachende Bauer mit der kleinen schwarzen Mütze, und die lachende Bäuerin, kleine Büsten, s. unter A. o. No. 1093. AVO. Nr. 1464. 639 3) Der alte Bauer mit der spitzigen Mütze von vorn. Mit dem Monogramme. I. Von der geätzten Platte, fast ohne Schattirung an der Mütze, dem Gesichte und dem oberen Thoilc der Schulter des Bauers, besonders links unter der Krause. Der Ton ist grau und einförmig. — Nach Weigel gibt es einen Abdruck ohne Einfassungslinien, welcher zu den äusserst seltenen Probedrücken gezahlt werden ninss. Im k. Cabinet zu München ist aber ein Actzdruck mit der leichten Einfassung, welcher alle Kennzeichen der Priorität hat. Ein solcher war auch in der Sammlung des II. Webor in Bonn. II. An den genannten Stellen leicht mit der Schueidnadcl überarbeitet, aber mit so engen Linien, dass an der Mütze des Bauers ein Schabton bewirkt ist. Oben an dessen Schulter bemerkt man aber noch keine Kreuzstriche, nur eine Verstärkung der geätzten Linien. Die Einfassung ist leicht mit der kalten Nadel oder dem Stichel gezogen. III. Mit den Kreuzstrichen auf der Schulter des Bauers, um die Halskrause mehr abzuheben, aber ohne weitere Zuthat mit dem Stichel. IV. Mit den späteren Ketouchen des Meisters. Die rechte Schulter des Bauers ist stärker überarbeitet, die Linien der Mütze treten bestimmter hervor, die Krause ist links beschattet, das Gesicht besser modellirt, und an der Oberlippe bemerkt man diagonale Striche. V. Die mit dem Stichel überarbeiteten Abdrücke aus Basan's Verlag. 4) Der lachende Bauer mit platter Mütze in 3 /, Ansicht. Mit A. o. Vgl. No. 1093, 3. I. Der Grund durch drei- und vierfache Linien leicht bedeckt, und ohne bemerkbare Retouchen mit der Schueidnadcl. Die Einfassung ist sehr schwach, und an einigen Stellen, besonders rechts unterbrochen. Ohne Bezeichnung. Sehr selten und schön. II. Mit derselben leichten Deckung des Grundes, und mit schwacher Bordüre, aber mit Schneidnadel-Ketouchcn an den Augenbrauen, am Ohre, und an den Backen des Bauers. Ohne Bezeichnung. III. Mit auspolirtem Grunde, so dass man nur schwache Spuren der feinen Uebcrarbeitung bemerkt. Die Einfassung ist nicht verstärkt, und die Initialen A. o. fehlen, wie in den vorhergehenden Abdrücken. IV. Mit weissem Grunde, und etwas verstärkter Bordüre, aber ohne Grabstichclrctouchen. Die Initialen A. o. sind beigefügt. V. Mit gestochener Einfassung, und mit Retouchen, besonders am rechten Backen des Bauers, und an den Ilaaren desselben. Die mit dem Stichel überarbeitete Platte Hess wahrscheinlich Basan abdrucken. R. Weigol erwähnt einen Abdruck mit weissem Grunde und ohne Einfassung. Er hält diesen Zustand für ein Unicum, und mitgezählt hätten wir dann sechs P^tats. Es werden indessen auch die beiden ersten schwer zu unterscheiden seyn, da die Rctouche mit der kalten Nadel sehr leicht bewirkt ist. — Die Platten No. 1—4 wurden ursprünglich auf Einen Bogen abgedruckt, doch kommt äusserst selten ein solcher vor. In diesem Zustande ist 1 und 2 ohne Einfassung und ohne die Buchstaben A.o. No. 3 hat die Einfassung, aber keine Rctouche an der Mütze, an der Krause &c. No. 4 ist ohne Bezeichnung, hat aber eine leicht verstärkte Einfassung. II. (lasse: Halbe Figuren. A. Einzelne Figuren. 5) Der Raucher am Tische, in Oval. Mit dem Monogramme. I. Unvollendeter Druck vor der Einfassung, und ohne Zeichen. Die Nase ist zu breit, die Schattenpartien sind ziemlich hell, und das Fass 640 AVO. Nr. 1464. im Vorgrunde zeigt sich deutlich. W. I. — Diess ist wohl jener Zustand, in welchem nach Guichardot die Schneidnadel noch nicht angewendet ist, so dass jene Partien mit dem schwarzkunstähnlichen Tone fehlen. II. Mit Anwendung der Schneidnadel, welche durch eng geführte Striche den Schwarzkunstton hewirkto, besonders an der Glnthpf'anne, wie Guichardot II. bemerkt. Nach Weigel gleicht II. dem Abdrucke I., nur dass AVo. gesetzt ist. In diesem Falle ist II. im Cabinet van den Zande III. III. Mit retouchirten Stellen. Das Fass im Vorgrunde ist fast über- stochen, so dass man es kaum bemerkt. W. III. — Nach Guichardot ist in den gewöhnlichen Abdrücken die Schncidnadelarbeit, welche den Mezzotintoton bewirkte, fast ganz verschwunden, und sie sind trocken und ohne Wirkung. Diese Abdrücke könnten demnach den mit dem Stichel retouchirten Exemplaren vorangehen. 6) Der lachende Raucher vor dem Tische. Mit dem Namen. I. Vor dem kleinen Striche am Rande der Mütze zwischen dem rechten Ohre und dem Auge des Mannes, welcher durch das Ausglitschen der Nadel entstand. Im Grunde Hess das Kratzeisen viele Spuren zurück. II. In diesem Zustande bemerkt man das erwähnte Ausfahren der Nadel, auf welches der Verfasser des Catalog Weber (F. Ileimsoct) aufmerksam macht. R. Weigel nimmt als I. jenen Abdruck, in welchem man zwischen der Mütze und der linken Schulter des Mannes einige Spuren des Kratzeisens bemerkt. Dann bemerkt er, dass am oberen Theilc des Tisches keine perpendikulären Linien wahrzunehmen seien. Man möge daher bei Gelegenheit auf die Uuterscheidungszeichen Acht haben, ob sich nicht dreierlei Abdrücke herausstellen. 7) Der Bauer mit dem Hörn am Munde, oder der holländische Bäcker unter der Thüre. Mit dem Namen des Künstlers. I. Aetzdruck mit schwacher Bordüre, ohne Anwendung der Schneidnadel, welche stellenweise einen schwarzkunstähnlichen Ton bewirkte. YV.I. II. Mit Anwendung der kalten Nadel, welche den stärkeren Partien den erwähnten Ton verlieh, aber ohne die fünfte Lage im Grunde unter dem rechten Arme des Mannes. Die Linie vom linken Ohr abwärts bis zur Schulter, welche den beschatteten Grund der Thüre trennt, und letztere selbst bildet, ist noch sichtbar. Die Einfassungslinien sind mit der Nadel leicht gezogen. III. Mit der fünften Lage im Thürgrunde, wodurch die in II. genannte Linie verschwand, und mit etwas verstärkter Einfassung. IV. II. IV. Mit Ucberarboitungen durch den Stichel. Der untere Theil der Brust des Mannes ist mit horizontalen Linien überstochen, und auch die Einfassung mit dem Stichel geführt. W. III. 8) Der alte Leiermann. Mit dem Namen und der Jahrzahl 7fl47. I. Aetzdruck mit schwacher Einfassung. Man bemerkt keine Spur der kalten Nadel. W. I. II. Mit verstärkter Einfassung, und leichter Nachhülfe durch die Schneidnadel. Der Umriss der rechten Schulter ist unterbrochen, und wurde dann vereiniget. III. Mit Grabstichelretouchen auf der Leier, und unter dem rechten Arme des Alton. Die Einfassungslinicn nachgestochen. W. IL 9) Der Bauer, welcher sich an die Hausthüre lehnt (l'Observateur)- Mit dem Namen des Künstlers. I. Vor der Schneidnadelarbeit an der Einfassung der Thüre. AVO. Nr. 1464. 641 II. Mit den Nachhülfen der Nadel, theils in Schabton, von welchen Man in den gewöhnlichen Abdrücken nichts mehr bemerkt. Die Einlassung ist immer kräftig, aber nicht gestochen. 10) Der Bauer am Fenster mit Pfeife und Krug. Mit dem Namen. I. Vor der Einfassungsliiue links, und ohne Nachhülfe mit der Schncidnadel. \V. 1. II. Mit vollständiger Einfassung, aber mit der Nadel gezogen, und ohne Rctouche. W. 11. ? — Im Cabinct van den Zande war ein Abdruck m Roth, welchen Guichardot selten nennt. Er kann nicht von der Ausgabe der Ober-Ysseler Kunstfreunde kommen, da das Blatt keine Retouche zeigt. III. Die mit dem Stichel überarbeiteten Abdrücke. Man bemerkt die Retouchen im Gesichte, und besonders an der Mütze des Mannes. Der untere Theil ist mit diagonalen, von links nach rechts laufenden Linien überstochen. B. Zwei Figuren. 11) Der zärtliche Alte, gegen dessen Zudringlichkeit sich ein Mädchen vertheidiget. Mit dem Namen. Weigel beschreibt I. einen Probedruck, II. einen reinen Aetzdruck vor den Namen des Meisters, III. einen Abdruck mit schwacher Einfassung und dem Namen Oftade statt Ostade, und IV. einen vollendeten Druck mit der gewöhnlichen Orthographie des Namens (Ostade), und der verstärkten Einfassung. Vor letzterem ist noch folgender Plattenzustand zu bemerken. IV. Mit verstärkter Einfassung, aber vor den Grabstichelretouchen an der rechten Hand, am Hute und Gewände des Mannes, dann an den beiden Händen und am Kopftuchc des Mädchens. Unten an dem dritten Blatte des Weinstockes bemerkt man keinen durch das Ausglitschen des Stichels entstandenen Strich. Zwei ähnliche Striche gingen dann auch am Kopftuchc des Weihes aus. Diese Abdrücke sind sehr schön. V. An den erwähnten Stellen wurde der Grabstichel angewendet, und dabei fand die Ausglitschung des Stichels statt. Wenn der Name des Meistors stärker mit der Nadel eingeschnitten ist, so ist diess der Abdruck IV bei Weigel. In diesem sind die Spuren des früheren Namens noch sichtbar. 12) Die Frau mit dem Korbe auf dem Wege im Gespräche mit einem Manne vor dem Hause rechts. Mit dem Monogramme. I. Aetzdruck mit unvollendeten Theilcn. Der Weinstock am Hause hat weniger Blätter, und der Kreuzbogen ist nur durch Umrisse angedeutet. Die Schneidnadel wurde nicht angewendet, und daher erscheint der Hut über der Thüre ganz leicht gezeichnet. Der Rand ist um 1 y, L. breiter als im späteren Drucke. Die Einfassungslinien sind sehr schwach geritzt. II. Mit der Schncidnadel vollendet. Man bemerkt im Kreuzbogen sehr enge Strichlagen, auch mehr Blätter am Woinstocke sind beigefügt, und theils überschnitten. Der Hut tritt stärker hervor, und erhielt durch die Schattirung eine andere Form. Der Grat wurde nach der Ueberarbeitung mit der kalten Nadel nicht abgenommen, und daher bemerkt man einen schwarzkunstähnlichen Ton. Die Einfassung ist aber noch so schwach, wie im ersten Drucke. Sehr selten. III. Mit verstärkter Einfassung, aber ohne Retouche mit dem Stichel. Die Schncidnadelarbeit hat durch den vorhergegangenen Druck stark gelitten, und ist theils nicht mehr zu bemerken. Der Schabton ist daher verschwunden, und das Bild kam grau und einförmig. Am Rücken des Weibes neben dem rechten Arme zeigt sich aber noch immer der schwarze Fleck, welchen das Scheidewasser eingefressen hatte. 642 AVO. Nr. 1464. IV. Mit gestochener Einfassung, aber vor den Grabstichelretouchen an den in V. bezeichneten Stellen. V. Die retouchirtcn Abdrucke. Die Schattenpartien sind stärker als in TTI., und auch andere Stellen sind überarbeitet, wie der Hut, das Kreuz im Fenster, die Thüre, der Baum, der Weinstock, das Gewand des Mannes, der Korb des Weibes &c. Der Flecken am Rucken des Weibes ist unter den Kreuzstrichen verschwunden. Die Uebcr- arbeitung wurde mit dem Stichel vorgenommen. Auch die Einfassungs- Linien sind eingestochen. C. Drei Figuren. 14) Die Bäuerin mit zwei Kindern. Mit dem Monogramme. I. Vor den Nachhülfen mit der Schneidnadel, und daher von weniger kräftigem Tone, indem die Schatten durchsichtiger sind als im späteren Drucke. Die Einfassung ist schwach, aber vollständig gezogen. II. Mit einem sehwarzkunstähnliehcn Ton, welcher durch die Schneid- nadelarbcitcn bewirkt wurde. IJeber dem rechten Arme und am Kopf- tuche der Mutter bemerkt man aber keine Kreuzstriche, wie im späteren Drucke. Die Bordüre ist mit der Nadel gezogen. III. Von der mehr überarbeiteten Platte, mit Anwendnng der Kreuzstriche, und mit Retouchen im Grunde unter dem rechten Arme des Weibes. Die Einfassung ist gestochen. 15) Die drei Bauern am Tische, von welchen der eine in den leeren Krug schaut (le cruche vide). Mit dem Namen. Zwischen III. und IV. bei Weigel kommt noch ein anderer Druck mit Retouchen, welche später in malerischer Weise noch verstärkt wurden, so dass der Plattengrat fast das Ansehen der schwarzen Manier verlieh. Während in den früheren Abdrücken der vierte Fuss des Tisches fast nicht sichtbar ist, tritt er jetzt stark hervor. Im Grunde links fehlt aber noch die perpcndiculäre Strichlage. 16) Die Bäuerin vor dem Hause mit dem Kinde, welches nach der Puppe verlangt (la poupee demandee). Mit Monogramm und -JG7!). I. Aetzdrücko mit ganz schwacher Einfassung, ohne weitere Nachhülfe. W. I. II. Mit Anwendung der Schneidnadel zwischen den diagonalen Linien im oberen Thcile des linken Randes. Mit etwas stärkerer Bordare. III. Die vollendeten Abdrücke mit gestochener Einfassung, aber in sehr gutem Zustande. W. II. 1?) Der Schullehrer im Lehnsessel mit zwei Knaben (l'ecole). Mit dem Monogramme. I. Reiner Aetzdruck mit schwacher Einfassung. Der rechte Arm des Lehrers hebt sich wenig vom Stuhle ab. II. Mit der Schneidnadel in der Art übergangen, dass der Grat den Ton in schwarzer Manier verursacht, wozu aber auch die enge Strichlage beiträgt. Die Einfassung mit der Nadel verstärkt. III. Die Nadelarbeit wurde nach und nach abgenützt, und daher geht der Ton in's Graue. Besonders einförmig erscheint der Hintergrund. Die Einfassung wie oben. IV. Die retouchirtcn Abdrücke mit kräftigen Schattenthcilen, von verschiedener Abstufung und schneidend im Grunde. Mit gestochener Bordüre. 18) Die Bauern beim Spiele im Streite, wie sie mit dem Messer losgehen (le coup de couteau). Mit dem Namen und l(ir>:\. I. Aetzdruck vor jeder Retouche. Der Schenkel des Mannes, welcher die Mütze in der linken Hand hält, und die rechte Seite des Fasses losen sich nicht vom Grunde ab. Der Name des Malers und die Einfassung sind sehr leicht geritzt. AVO. Nr. 1464. 643 II. Mit der Schneidnadel überarbeitet, so dass die sehr engen Lagen den Schwarzkünstlern bewirken. Anf dem beschatteten Theile dos Kückens jenes Mannes , welcher einen Kameraden zurückhält, bemerkt man keine diagonalen Linien. Die Bordüre ist mit der Nadel verstärkt. III. Von der stärker überarbeiteten Platte. Man bemerkt am Rücken des Bauers Diagonalen, die Karten auf dem P'assc sind deutlich, die Dielen der Thürc markirt, der Name und die EinfauDOgslinies gestochen. Die gewöhnlichen Abdrücke kommen aber von der bereits wieder abgenützten Platte. , 19) Der Säuger mit dem Notcublatte, wie ihm einer der Kameraden uiit der Kerze leuchtet. Auch die Minstrels von Harlcm, de Rederyker und los Ilarangeurs betitelt. Mit dem Namen. — It. Weigel beschreibt zwei höchst seltene Probedrucke, in welchen die Blätter des Weinstockes, der Krug und der Löffel über dem Fenster fehlen. Dann beschreibt Weigel einen vollendeten Abdruck mit den genannten Gegenständen, während Guichardot auf folgende Zustände aufmerksam macht. I. Vor verschiedenen Ueberarbeitimgen, aber mit Plattengrat indem unteren, an die viereckige Einfassung reichenden Theile. Sehr selten. II. Von der auch unten polirten Platte, wodurch die Eindrücke des Grates beseitiget wurden. Man bemerkt aber noch keine Schneidnadelarbeiten, so dass der schwarzkunstähnliche Ton fehlt, welcher sich besonders an dem beschatteten Theile des Topfes zeigt. III. Mit dem durch die Schneidnadel bewirkten Mezzotintoton, aber vor dem Striche an der Nase des Mannes, welcher sich an den Kreuzstock des Fensters lehnt. Er entstand durch das Abgleiten der Nadel. IV. Mit demselben Striche, aber vor den Kreislinien an der Mütze des genannten Mannes, und vor anderen ITcberarbeitungen mit dem Stichel. Der untere Rand der Platte ist abgenommen. V. Die retouchirten Abdrücke mit gestochenen Einfassungslinicn. III. (lasse: Ganze Figuren. A. Eine e i n z i g e F i g u r. 20) Der alte gebückte Bettler nach links gebend. Mit dem Zeichen. I. Aetzdrmk mit schwacher Einfassung. Rechts unten in der Ecke bemerkt man einen Flecken, da das Scheidewasser den Grund dorch- fressen hatte. II. Mit leichter Ueberarbeitung mit der Schncidnadel. Die Umrisse des rechten Theiles des Hutes, und des linken Schuhes sind nicht vollständig , wurden erst später mit dem Stichel vollendet. Der Flecken zeigt sich schwach. Hl. Die retouchirten Abdrücke mit gestochenen Einfassungslinien. 21) Der stehende Bettler mit den Händen auf dem Rücken. Mit dem Zeichen. I. Reiner Aetzdruck vor vielen ITebcrarbeitungon, und ohne Einfassung. Aeusserst selten. II. Mit der Einfassung, aber vor der Arbeit mit der Schneidnadel, 80 dass der Schwarzkunstton nicht zu bemerken ist. In I. fehlt oben der Contour des Hutes, hier ist er vollendet. III. Mit jenen Stellen, welche durch die Bearbeitung mit der kalten Nadel einen schabkunstähnlichen Ton haben, besonders an der Weste, am rechten Anne und an den Schuhen des Mannes. IV. Mit Grabstichelretouchen, besonders am Halse, und hinter dem rechten Fusse des Bettlers. 22) Der Bettler im Mantel mit grossem Hute. Mit dem Zeichen. I. Vor der Einfassung, und vor irgend einer Nachhülfe derltadirung. 644 AVO. Nr. 1464. IL Mit einer leichten Einfassung, und kaum bemerklicher Nachhülfe mit der kalten Nadel. Die Umrisse des oberen Theiles des Hutes und der rechten Wade sind unterbrochen, und wurden erst in III. mit der kalten Nadel vereiniget. Würde nicht Bartsch ausdrücklich Abdrücke ohne Einfassung nennen, so könnte man diese für die ersten halten. Die Exemplare ohne Bordüre dürften auch nur zu den sehr seltenen Probedrücken zu zählen seyn. III. Mit der Schneidnadel überarbeitet, wodurch ein Schabton erzielt wurde. Man bemerkt diesen vornämlich an der rechten Schulter des Bettlers, und am Schlagschatten der Füsse desselben. Die Einfassung ist etwas verstärkt. IV. Nachdem der Schabton sich verloren hatte, und die Nadelarbeit schwächer wurde, erlitt die Platte eine Retouche mit dem Stichel, welche sich zuerst am Schatten des linken Kusses zeigt. Später wurde die Platte mehr überarbeitet. Nach Bartsch sieht man in den gewöhnlichen Abdrücken das Zeichen des Künstlers fast nicht mehr. — Wenn die Darstellungen No. 20, 21 und 22 auf Einem Blatte vorkommen, sind sie der Druckgattung nach späterer Art. 23) Das Weib in der Scheune (la grange). Mit dem Namen und der Jahrzahl *647. Ausser dem von 11. Weigel erwähnten, fast einzigen Aetzdruck ohne Namen und Einfassung, bestimmt Guichardot vier Zustände, so dass zwischen III. u. IV. bei Weigel eine weitere Abdrucksgattung zu setzen ist. I. Vor den Kreuzstrichen an der Schattenseite des Balkens der Scheune, und bevor der Schlagschatten des Haufen von Strohbündeln mit dem Stichel verstärkt wurde. Von hellem Tone, und mit schwacher Bordüre. W. II. Aeussert selten. II. Mit gestochener Einfassung, und mit Kreuzstrichen am Balken, aber vor den Arbeiten mit der kalten Nadel, welche durch die geschlossenen Strichlagen einen Schabton bewirken, besonders in den Schattenpartien rechts unten. W. III. Sehr selten. III. Mit Schabton an den bezeichneten Stellen, und mit dem lichten Flecken am Rücken des Weibes, wo das Scheidewasser nicht durchgegriffen hatte. IV. Der Flecken überarbeitet &c. W. IV. B. Mit zwei Figuren. 24) Ein Mann und ein Weib auf dem Wege nach rechts, oder die beiden Bettler. Mit dem Namen. I. Vor den Einfassungslinien, äussert seltener Probedruck. II. Mit der Einfassung von schwachen Linien. Die rechte Hand und das Schurzfell des Mannes sind schlecht angedeutet, und im Umrisse bemerkt man Lücken. Sehr selten und schön. III. Die rechte Hand und die Schürze sind besser ausgedrückt, in deu Schattenthcilen bemerkt man aber noch keine Retouche. Die Einfassung verstärkt. IV. Die Schattenpartien mit dem Stichel übergangen, besonders unter dem rechten Arme des Weibes. Die Einfassung gestochen. Die Platte erscheint noch unpolirt. Man bemerkt die Spuren besonders zwischen der Mütze des Mannes und der Haube des Weibes, sowie rechts an der linken Schulter des Bettlers. V. Von der polirten Platte, ohne die Flecken an den erwähnten Stellen. 24 A ) Der Raucher und der Trinker. Mit dem Namen. L Reiner Aetzdruck, von sehr hellem Tone, und mit schwacher Einfassung. Der rechte Fuss des sitzenden Rauchers löst sich wenig vom AVO. Nr. 1464. 645 «runde al>. Die den Schabton bewirkenden Strichlagen mit der kalten ■Nadel fehlen, und die Umrisse des Balkens links oben sind sehr schwach. II. Mit sehr engen Schneidnadelarbeiten, welche einen schwarzkunst- «Jiulchen Ton verursachen. Die Einfassungslinien sind mit der Nadel leicht verstärkt, im Grunde bemerkt man aber keine Rctouche. , III. Mit gestochenen Einfassungslinien, aber ohne weitere Rctouche "M dem Stichel. Der lebhafte Ton der Mauer hinter dem Trinker stimmt jedoch nicht mehr gut mit den übrigen, schwächer gewordenen «chattenthoilen, W. II. (?) w IV. Mit Grabsticl&lrctouchcn, besonders an der Decke und an der Mauer beim Fenster, wo die Schwärze unangenehm wirkt. W. III. 25) Die Ilasplerin an der Ilausthüre, und ein stehender Mann. Mit dem Zeichen. . I. Vor den Nadelarbeiten, welche besonders im Innern des Hauses em en Schwarzkunstton bewirkten. Die Einfassung ist schwach. Sehr selten. II. Mit der Schncidnadel überarbeitet, so dass die engen Lagen in "°n Schattenpartien einen Mezzotintoton geben, besonders in der Oeff- 1 un g derThüre, am Fenster über derThüre, und im beschatteten Theile ae s Hühnerstalles. Ueber dem linken Knie des Weibes bemerkt man loch eine unverbesserte Stelle, und die Einfassung ist verstärkt. III. Die vollendeten Abdrücke mit gestochener Einfassung. Die platte ist mit der kalten Nadel vollständig übergangen, und dabei wur- ÜC| i Krcuzschraffirungon angebracht. Die in IL bemerkten Stellen sind massgebend. T 27) Der Schuhflicker und der Bauer. Mit dem Namen und der •'ahrzahl Hill. I. Reiner Actzdruck, vor dem Namen und der Einfassung. W. I. . II. Mit der Einfassung, aber vor der Fortsetzung des Blätterwerkes öea Weinstockes rechts am Hausgiebel. Im unteren Rande bemerkt ma n die Spuren des Polirstahles. n . III. Mit gestochener Einfassung, und dem Blätterwerk rechts am Giebel. W. II. C. Mit drei Figuren. 28) Die grotesken Figuren, zwei Männer und eine Alte. Ohne Zeichen. I. Reiner Aetsnlruck vor der Einfassung. Aeusserst selten. H. Mit der Einfassung, aber vor den engen Schneidnadclarbeiten, We lche den Schabton bewirkten. Selten. ,. III. Mit den Schneidnadelretouchcn, und einem schwarzkunstähn- «clien Ton an einigen Stellen. IV. Mit weiteren Retouchen. Im Grunde rechts ist ein Berg angedeutet, welcher in früheren Drucken nicht zu bemerken ist. 29) Der Brillenhändler vor einem alten Weibe. Mit dem Namen. ^. I. Reiner Actzdruck, mit einer sehr leicht geritzten Einfassung. • '■ Aeusserst selten, v^. II. Mit einigen Retouchen durch die Schneidnadel, um eine grössere /^■rkung zu verleihen. Es fehlen aber noch die engen Strichlageu, Wodurch ein schwarzkunstähnlichor Ton hervorgebracht wurde. Die ^'nfassung ist verstärkt. Sehr schön und äusserst selten. . III. Mit den engen Nadelrctouchen, welche in den Schattenpartien Grabstichclretouchen. > V. Mit dem Stichel retouchirt, da die Nadelarbeitcn fast verschwun- Ue *i waren. Der Waarenballen des Mannes hängt mit der Ecke gegen M °nogrammiäten. 46 646 AVO. Nr. 1464. die Frau zu steif mit dem schwarzen Grunde zusammen. Die Einfassungslinien sind aufgestochen. 31) Die Spinnerin am Hause. Mit dem Namen und I0H2. I. Fast reiner Aetzdruck, mit sehr schwacher Einfassung. W.l- HOchst seltener Probedruck. II. Mit verstärkter Einfassung, aber vor vielen Uebcrarbcitungcn mit der Schneidnadel, z. B. an den Balken rechts unten, an den Stufen der Treppe in der Mitte unten, in der Stallöffnung &c. Die untere Linie der hölzernen Diele zwischen dem sitzenden Schweine und der Mauer ist nicht durch kleine Nadelstrichc verbunden. Aeusserst selten, als erster Druck zu betrachten. III. An den erwähnten Stellen ist mit der Schnoidnadel nachgeholfen, und die untere Linie des Brettes vervollständiget. In den Schattentheilen, besonders in den Oeffnungen des Stalles bemerkt man aber noch nicht jene engen Schneidnadellagcn, welche einen Schabton lrinterlicssen. Als zweiter Druck zu betrachten. IV. Mit weiterer lleberarbeitung. In den Oeffnungen ist Mezzotintoton, und unter dem Bauche des liegenden Schweines bemerkt man diagonale Linien. Die Einfassung ist mit dem Stichel verstärkt. 32) Der Maler im Atelier vor der Staffelei. Mit dem Namen. It. Wcigel macht unter L, II., III. auf Abdrücke vor der Inschrift im ltande aufmerksam, und IV. ist bei ihm derjenige Druck, welcher im Kunde eine vierzeilige Inschrift hat: Pictor Appellaea pingas licet arU tabellam — — Auferet ingenio praemia digna tuo. Diesen Zustand erklärt Uuichardot für den ersten, in welchem der Maler noch eine höhere Mütze auf dem Kopfe hat, als in den späteren Abdrücken. Der genannte Schriftsteller bestimmt die Abdrücke wie folgt: I. Der Maler mit der hohen Mütze. In der Inschrift ist im Worte Aufnrrct ein orthographischer Fehler, indem Auferet stehen sollte. Acuä' serst selten und schön in Druck und Farbe. II. Der Maler mit derselben Mütze, aber mit der Correktur „Auferet" statt Auferret. Schön und selten. II. Mit der oben abgenommenen Mütze, wodurch auch die Form verändert wurde. Sie ist von der Lichtseite betont, im Uebrigen aber ist mit der Schneidnadel noch nicht viel hingearbeitet, während beim weiteren Drucke die engen Strichlagcn derselben in den kräftigen P& r ' tien einen Schabton bewirkten. Eben so schön als selten. IV. Mit den IJebcrarbeitungen und dem schabkunstähnlichen Ton- Unten am Pfeiler, welcher die Treppe stützt, bemerkt man eine per- pendikuläre Strichlage. An diese Abdrücke werden sich wohl die beiden folgenden schliesscm V. Mit der niederen Mütze, und schwächer im Tone als IV., °" die Schneidnadelarbeiten abgestutzt wurden. Nach dem Namen A. van Ostade fecit Steht noch nicht: et exeud. W. V. VI. In demselben Zustande, aber mit et exeud. W. VI. VII. Die mit dem Stichel retouchirten Abdrücke mit „et exeud. Ohne Harmonie. W. VIF. Wenn diese Druckfolge richtig ist, so gibt es kein Blatt von Ostade, welches mehr Plattenzustände aufweiset, als dieses, da die drei Probedrucke bei Weigel nicht gezählt sind. D. Mit vier Figuren. 33) Der Familienvater, welcher dem Kinde zu essen gibt. Mit dem Namen und der Jahrzahl 1049. I. Mit schwachen Einfassungslinien, und sehr wenig bemerkbaren Schncidnadelarbciten am halbweissen Kessel über dem Feuer. Sehr selten' AVO. Nr. 1464. 647 , II. Mit verstärkter Einfassung. Der Kessel ist mehr überschnitten, "er Schatten aber an einem der Füsse des Sessels nicht eingestochen. , HI. An dem unter dem Leintuche hinabgehenden Fusse des Sessels «eigen sich kleine senkrechte Striche, und auch andere Stellen sind überarbeitet. Sie wurden aber nach und nach schwächer. Die Ein- 'assung ist gestocheu. , IV. Die mit dem Stichel retouchirten gewöhnlichen Abdrücke. Von u °n feineren Schneidnadelarbeiten ist jede Spur verschwunden. , 34) Das Bencdicite, oder die Bauernfamilie beim Tischgebete. Mit ae m Namen und der Jahrzahl iß.5.3. . I. Der alte Bauer ist blosköpfig. Die Holzstückc rechts vom Heerde Th ■ n ' C * lt durch Grabstichellinien getrennt, und nicht alle beschatteten ' «eile der unteren Leiter sind links mit engen Krcuzschraffirungen be- le gt. Aeusserst selten. II. Der Alte ist noch ohne Käppchen, die Scheiter sind aber an- sGdeutet, und links unten an der Leiter bemerkt man Krcuzschraffirungen. Eben so selten. „. III. Der alte Bauer ist mit einem Käppchen bedeckt, um seinen **°Pf bemerkt man aber die Wirkung des Kratzeisens und des Polir- stahles nicht. Der beleuchtete Theil des Grundes zwichen der zweiten Leiter und der Kaminverkleidung hat keine dritte Strichlage. IV. Die weisse, aber etwas fleckige Partie um den Kopf des Alten st mit Strichen überarbeitet, und im Grunde zeigt sich die dritte Strich* a ge. Die Einfassung ist nie gestochen. E. Mehrere Figuren. 36) Der Schleifer und der Schuhflicker. Mit dem Namen. ~ I. Mit schwach geritzter Einfassung, und vor den Arbeiten mit der ' c hnei(lnadcl, so dass die Schatten transparent sind. Sehr selten. II. Mit Uebcrarbeitung der Schattentheile durch die Schneidnadel, eiche dadurch einen Schabton erhielten, besonders unter dem linken *rme des Schleifers. Die Einfassung ist nicht gestochen. III. Mit gestochener Einfassung, und abgeschwächtem Schabton. A 37) Der Mann im Mantel im Gespräche mit einem Weibe. Mit ae m Zeichen. , I. Reiner Aetzdruck mit schwacher Einfassung. Der obere Theil 68 Hutes des Mannes ist nicht umrissen. Auch ein Theil des Mantels , n( l des rechten Beines ist ohne Contour. Zwischen dem Mantel und er Hosen des linken Beines fehlt ebenfalls der Umriss. Aeusserst selten, j II; Mit derselben Einfassung, und von I. nur dadurch unterschieden, , tt8 s sich der Contour zwischen dem Mantel und dem linken Beinkleide es Mannes zeigt. Eben so selten. t III. Mit schwacher Einfassung, aber mit den Umrissen an den in '■ bemerkten Theilen. s , IV. Mit verstärkter Einfassung. Der Ziehbrunnen, vorher nur sehr . "wach angedeutet, ist mit der kalten Nadel übergangen. Der Theil ini ^ c . uen kels a b er > welcher unter dem Mantel herabreicht, wurde erst m weiteren Drucke mit Kreuzstrichen bearbeitet, p. V. Mit den Kreuzstrichen auf dem Schenkel, und mit gestochener ^'nfassung. vr 38) Die wandernden Musikanten vor dem Bauernhause. Mit dem ' a ttien. I- Reiner Aetzdruck mit sehr schwacher Einfassung. Aeussert selten. v H. Mit verstärkter Einfassung durch die Nadel, aber vor den zwei ..Gehobenen Stellen, dereu eine vor dem Knaben mit dem Tamburin, e andere auf der Bank sich zeigt, wie Guichardot bemerkt. 46* 648 AVO. Nr. 1464. III. Mit den erwähnten Stellen, aber vor der Nachhülfe mit der Schneidnadcl, womit in den Schatten, besonders an dem rechten Beine des grossen Musikanten, an jenem des kleinen, an den Beinen des sitzenden Mannes &c. durch die engen feinen Strichlagen ein Schabton bewirkt ist. IV. Mit den Schneidnadelretouchen in den genannten Partien, aber bevor die rechte obere Ecke mit dem Stichel vollendet wurde. Die in II. erwähnten verzogenen Stellen sind beseitiget. V. Die obere rechte Ecke vollendet, so dass die Diagonalen bis an die Einfassung reichen. VI. Die Abdrücke nach der zweiten Retouche. Man bemerkt letztere in den Schatten der Thüro, im Fenster über derselben &c. 39) Die zwei Triktrakspieler in der Schenke. Mit dem Namen des Künstlers. I. Aetzdruck mit schwacher Einfassung, vor Anwendung der Schneidnadcl , welche durch die engen Lagen einen Schabton bewirkte. Der Grund hinter dem stehenden Zuschauer ist nicht beleuchtet, und die Lehne des Sessels löst sich von dem Hintergründe nicht ab. Sehr selten- IL Mit dem durch die kalte Nadel bewirkten Schabton, aber ohne Ueberarbeitung des Grundes. Die Lehne des Sessels zeigt sich kräftig an der Mauer. III. Mit den nachträglichen Arbeiten im Grunde durch die Nadel- Hinter dem Zuschauer ist eine beleuchtete Stelle, und der Topf im Fache zeigt einen Lichtreflex, welcher beim weiteren Drucke fast ganz verschwindet. Sehr schön. IV. Mit den senkrechten Linien rechts und links auf der Schiefertafel an der Mauer, und mit gestochener Einfassung. 40) Die zwei alten Fraubasen, und links am Baume einige Kinder- Mit dem Namen. I. Reiner Aetzdruck, mit sehr schwacher, an einigen Stellen unterbrochener Einfassung. W. I. II. Mit vollsändiger, aber leichter Einfassung. Die Schneidnadel hat nur sehr wenig nachgeholfen, und ging nicht über den linken Arm der Alten zur Rechten. III. Mit einem durch das Ausglitschen der Nadel entstandenen Striche an dem rechten Arme der Alten. Am Baume bemerkt ni» n Nadelrctoucben, und die Einfassung ist gestochen. 42) Der Bauer in der Schenke, welcher der Wirthin die Zeche bezahlt. Mit dem Namen. Weigel erwähnt als I. eines reinen Aetzdruckes, welcher fast aj 3 Unicum zu betrachten sei. Im Cabinet van den Zande sind folgende Zustände angegeben, worunter II. und III. bei W enthalten sind. I. Vor den diagonalen Linien, welche später an mehreren Stelle 11 des Grundes sich zeigen, besonders zwischen dem am Feuer sitzenden Manne und der Kaminverkleidung. Die Feuerzange in der rechten Hand dieses Mannes entbehrt noch der gestochenen Linie, durch welche sie ausgedrückt wird. Auch fehlt ein anderes Instrument von Eisen> welches in späteren Drucken über der Kaminverkleidung hängt. D ,e Einfassung ist gestochen. Sehr schön und selten. II. Mit den erwähnten Instrumenten, und mit den diagonalen Strich' lagen über dem sitzenden Manne, aber vor den geschlossenen Schnei»' nadelüberarbeitungcn, durch welche ein Schabton erzielt wurde. ^' Schattenpartien, vornämlich jene links vorn, sind transparent. Schö 11 und selten. III. Mit den schwarzkunstähnlichen Stellen unter der Kamin-Ve f ' klcidung, unter der Decke der Stube im Grunde &c., aber ohne d ie senkrechte Strichlagc unter der Bank hinter der Frau. AVO. Nr. 1464. 849 IV. Mit den genannten Zusätzen, und ohne Pagination (Tom. II. p. 66) links unten im Rande. Die Bordüre ist gestochen. Basan fügte spater dem zweiten Bande seines Dictionnaire de graveurs Abdrücke D ei, und daher kommt die Signatur. Beim letzten Drucke wurde sie Weder ausgeschliffen. 43) Der Charlatan vor dem Zelte. Mit dem Namen und der Jahrzahl i04O. R. Weigel beschreibt drei verschiedene Abdrücke, Guichardot zeigt aber vier Plattonzustände an, so dass zwischen I. und IL bei Weigel c 'ne Druckgattung fällt. I. Aetzdruck ohne Einfassung. Im Grunde links bemerkt man einen Mann und einen Knaben auf dem Wege, und dann eine Hütte. Aeus- se rt selten. W. I. II. Der Mann mit dem Knaben und das Haus, in I. ganz leicht gezeichnet, sind durch eine Gruppe von vier Kindern ersetzt. Um das Bild geht eine mit der Nadel gezogene Einfassung, ausserdem ist aber ( ' le Platte nicht mit der kalten Nadel übergangen. Es fehlen die sehr engen Strichlagen derselben, wodurch ein Schabton erzielt ist. Schön und selten. III. Mit vielen Uebcrarbeitungen mittelst der Schneidnadel, und ■üit Schabton in den enggeschlossenen Lagen. Der Topf zwischen den Beinen des Charlatan, und das Fass, auf welchem er den Kram aus- le gt, bemerkt man kaum. Sehr schön und selten. W. II. IV. Die retouchirten Abdrücke. Die Bäume im Grunde, welche in den vorhergehenden Abdrücken sehr leicht behandelt sind, wurden auf- Seätzt, und erscheinen demnach sehr roh und steif. W. III. 45) Der Violinspieler und der kleine Leyermann vor den Bauern unter dem Baume. Mit dem zweiten der oben gegebenen Zeichen. — Biese Vorstellung enthält mehr als zwölf Figuren, die Beschreibung 'ehlt aber im Künstler-Lexicon X. S. 407. Hier geben wir Merkmale zur Kenntniss der Abdrücke an. I. Fast reiner Aetzdruck, vor vielen Ueberarbeitungen mit der Schneidnadel, und mit ganz leichter Einfassung. An dem vor der Hausthüre sitzenden Manne, und auf dem Boden zwischen diesem und dem Fasse bemerkt man keine diagonalen Strichlagon. Sehr selten. IL Mit der Ueberarbeitung an den bezeichneten Stellen, so dass "er Körper, die Beine und der Hut des sitzenden Mannes mit diagonalen Linien übergangen sind. Weitere Retouchen wurden mit der kehneidnadel nicht vorgenommen, und daher vermisst man jene Stellen, Welche durch die engen Lagen und dem Grate einen Tuschton haben. Bie Einfassung ist so schwach wie im ersten Drucke. III. Mit leichten Retouchen durch die Schneidnadel, ohne Anwendung des Stichels. Einige Stellen sind durch enger geführte Nadel- Arbeiten stärker betont, nach Art der Schabkunst, und diess merkt man Namentlich auch in den Schatten des Thurmes, welcher im früheren ~ r ucke horizontal, und nicht regelmässig übergangen ist. Auch im *enster, wo die beiden Figuren stehen, ist der Schatten kräftiger. Die Einfassung wurde mit der Nadel verstärkt. . IV. Die mit der Schneidnadel retouchirten Abdrücke. Während irüher der beschattete Theil der Mauer des Thurmes nicht regelmässig horizontal überarbeitet erscheint, so ist jetzt der Schatten eng überschnitten. An dem sitzenden Bauer bemerkt man aber keine per- Pendikulärc Strichlage, und die Mütze des links vom Baume stehenden Mannes ist nicht retouchirt. Vor dem weiteren Abdrucke der Platte Wurde mit dem Stichel hineingearbeitet, was nicht schwer zu erkennen 1Bt - Die Einfassung ist in III. und IV. gestochen. 650 AVO. Nr. 1464. 46) Die Bauernfamilie in der Stube beim Mittagsmahle. Mit dem Namen und der Jahrzahl i«47. I. Reiner Aetzdruck mit ganz schwacher Einfassung. Die drei Stufen der Treppe in Mitte des Grundes sind fast weiss. Aeussert selten. W. I. II. Mit etwas stärkeren Einfassungslinien, und mehr in Wirkung gesetzt. Die Stufen der Treppe sind überarbeitet, und auch an anderen Stellen ist mit der Schneidnadel leicht nachgeholfen. Stellen in Schabten kommen aber nicht vor. III. Mit gestochener Einfassung, aber vor vielen Ueberarbeitungen- Die an der Mauer hängende Axt ist rechts, und der kleine Löffel links nicht umrissen. Der Hut zeigt rechts ebenfalls keine Umrisslinie. Der zweite Schinken rechts ist nicht mit Kreuzstrichen bedeckt, und an der geöffneten Thürc fehlen rechts und unten links die doppelten Stricb- lagen. Sehr schön. IV. Die Umrisse der Hacke und des Löffels sind voll, und hinter- Hessen Eindrücke des Grates. Der Contour des Hutes ist gestochen, auf dem Schinken bemerkt man Kreuzschraffirungen, und an der Thüre zeigen sich doppelte Kreuzungen der Linien mit den Eindrücken des Grates. In der linken unteren Ecke sind keine engen senkrechten Linien vorhanden, und die sehr kleinen Kreuzstriche links oben an der Treppe fehlen. V. Im obigen Zustande, aber ohne Spuren des Bartes an der Thürei da er mit dem Schaber abgenommen wurde. VI. Mit allen Ueberarbeitungen. Die in IV. bemerkten senkrechten Linien der linken unteren Ecke, und die kleinen Schraffirungen links oben an der Leiter sind vorhanden. 47) Die Bauern unter der Laube vor dem Wirthshause (la fete sous la treille). Mit dem Namen. I. Reiner Aetzdruck im Silberton, vor der Einfassung. W. 1. Wohl ein höchst seltener Probedruck. II. Vor vielen Ueberarbeitungen mit der Schneidnadel, und mi* schwachen Einfassungslinien. Am Giebel des dritten Hauses im Grunde, hinter dem tanzenden Weibe, und links an der offenen Thüre bemerkt man keine Kreuzstriche. Sehr selten und schön. W. II. Als I. z u betrachten. III. Mit verstärkter Einfassung, und mehr in Effekt gesetzt. Die Schattenpartien sind aber mittelst der Schneidnadel noch nicht betont] und auch in den Strichlagen vor dem Arme des zwischen der sitzende» Frau und dem umgestürzten Korbe stehenden kleinen Kindes bemerkt man keine Nachhülfe mit der Nadel. Der oben erwähnte Hausgiebel] und das Dach des links stehenden Hauses ist ohne Kreuzstriche. M» n bemerkt deren auch nicht in der Thüröffnung, im Fenster oben, >* kleinen Vordache &c. Diese Nachhülfe mit der Nadel zeigt sich in I' • Schön und selten. rV. Mit der Schneidnadel in den Schatten leicht betont, und nü' verstärkter Lage vor dem Arme des Kindes. Auf dem Boden rechtSi und am Schweine zeigt sich aber keine Verstärkung mit dem Stichel- Schöner Druck, mit Stellen in Schabton, und gestochener Einfassung- V. Mit Grabstichelretouchen an den bezeichneten Stellen, und »"' deren Ueberarbeitungen. Die einfachen und die gekreuzten Lage" reichen rechts bis an die gestochene Einfassungslinie. . 48) Das Dorffest unter dem grossen Baume (la guinguette). Barts«* bemerkte auf der Fahne das Zeichen nicht. I. Mit den diagonalen Linien über dem Baume vor dem KirchthurW e i wo der Glückshafen zu sehen ist. Aeusserst selten. AVO. Nr. 1465. 651 IL Ohno diese Diagonalen, da sie ausgeschabt wurden. Man bewerkt aber am Himmel zwei senkrecht verzerrte Stellen. III. Die zwischen dem grossen Baume und der Hütte sich geigenden genannten Stellen sind verschwunden. Die früher schwächere, und stellenweise unterbrochene Einfassung ist verstärkt. 49) Der Tanz im Wirthshause (de boerenbal, het groote binnen- »«»). Mit dem Namen. An die von Weigel I. und II. erwähnten, fast einzigen Probedrücke, reihen wir die von Guichardot bezeichneten Zustände. I. Vor den engen, den Schabton bewirkenden Schneidnadelübcr- arbeitungen. Der Rand der Platte ist nicht polirt, und zeigt somit unreine Stellen. Mit schwacher Einfassung. Aeusserst selten. II. Mit Schnoidnadelarbeiten, und dem Schabton in den kräftigen ■^rtien. Der rechte obere Einfassungswinkel ist nicht vollendet, aber "er Rand polirt. III. Mit vollständigem Winkel. Ein Theil der Einfassungslinie rechts, und die obere Querlinie ist verstärkt. Die Retouchen wurden Wit dem Stichel vorgenommen, aber nicht zur Zeit, als Basan die blatte besass. 50) Die trinkenden Bauern in der Stube, das Vcsperbrod, le goüter, "et kleene binnenhuis, genannt. Mit dem Namen. Weigel beschreibt vier Plattenzuständo, und unter I. ein Unicum, welches Josi in der neuen Ausgabe des Werkes des Ploos van Amstel erwähnt. Der Name des Meisters fehlt, sowie die zwei Verse des Ti- D ullus im Rande: Securae reddamus tempora mensae; Venu post mutlos u na serena dies. Das kleine Mädchen, welches trinkt, hat keine Haube, und die Einfassung ist schwach und ungleich. — Guichardot fand im ^abinet van den Zande sechs verschiedene Abdrücke vor. w I. Vor sehr vielen Ueberarbcitungen mit der Schneidnadel, deren Wachhülfe man in IL besonders an dem rechten Flügel der Kellerthüre bemerkt, da er mit horizontalen und diagonalen Strichen überarbeitet ist. ■^'e Verse: Securae reddamus etc. fehlen, und die Einfassung ist schwach und ungleich. Das trinkende Mädchen bat eine Haube auf dem Kopfe. Aeusserst selten. W. II. II. Mit den erwähnten Contre-Taillen an der Kellerthüre, und mit ^erstarkten Einfassungslinien. Doch bemerkt man keine senkrechte ktrichlagc auf dem Kissen des runden Lehnsessels hinter dem stehen- !*en Manne mit dem Glase in der Hand. Die Haube des trinkenden Rädchens ist ohne Retouche und von demselben Tone, wie das Gesicht, ^hr selten und schön. W. III. (?) III. Mit der senkrechten Ueberarbeitung des Sesselkisscns, so dass .letzt dieses und die Kellerthüre eine zweifache Strichlage zeigen. Die oC hattenpartien sind aber noch nicht mit der kalten Nadel eng überschnitten, wodurch ein Schabton erzielt wurde. Schön und selten. IV. Mit dem schabkunstähnlichcn Tone in den kräftigen Partien, aber ohne andere Retouche, welche sich besonders durch die diagonale ueberarbeitung der Einfassung der Haustbürc bemerkbar macht. ,, V. Mit den Diagonallinien an demThürpfcilcr, aber vor der gänz- J'ehen Retouche der Platte. Der an der Zimmerdecke hängende Kräutcr- "üschel ist kaum mehr zu unterscheiden. Selten. v VI. Die retouchirten Abdrücke mit gestochener Einfassung. Der K <>rb über der Leiter hebt sich hell vom Grunde ab. W. IV. (?) 1465. Adrian van Ostade bediente sich zur Bezeichnung seiner A V n Werke gewöhnlich eines aus Ä VO. bestehenden Monogramms, •VC. un 1> Knabe von fünfzehn Jahren den verständigsten Gebrauch +AJX\ -c~ . machte. In der katholischen Kirche zu Amsterdam kann vi Irt/ * nian ^ ln a ' s J un S ei1 Historienmaler kennen lernen, das y?OiliV Fach aber, in welchem er excellirte, ist dio Landschafts- •*%> v/V y f malerei, worin ihn Jan Wynants unterrichtete. Van de Velde malte Figuren und Thiere mit gleicher Vollkommenheit, und die landschaftliche Beigabc war ihm das Mittel, um seinen Gemälden nur um so grösseren Reiz zu verleihen. Im Künstler-Lexi- °on XX. S. 28 haben wir ihm einen ausführlichen Artikel gewidmet, u 'id daher müssen wir uns hier auf einen engeren Raum beschränken. Der Künstler starb 1672, kaum 33 Jahre alt. Die grösseren Initialen A - V. V. findet man auf einigen Gemälden des Meisters, und auch auf Zeichnungen , auf diesen theils auch in Cursiven. Bartsch P. gr. I. p. 215 beschreibt 21 radirte Blätter von A. van de Velde, deren ebenfalls mit den Cursiven bezeichnet sind, wie sie in der Reihe 3—6 gegeben sind. Die zweiten Initialen, nur etwas grösser, stehen auf einem Blatte zur Folge der Meisterwerke des Künstlers, B. No. 11-16. Von Bartsch No. 16 boschrieben, stellt es eine Ziege vor, welche in Profil nach rechts gerichtet neben einer grossblättcrigen Ffianze ruht. Rechts gegen den Hintergrund zu bemerkt man ein Lamm, welches sich in den Rücken beisst. Links unten stehen die Buchstaben A. V. V. EL 2 Z. 8 L. Br. 3 Z. 7 L. Dieses Blatt ist im alten Drucke fast unauffindbar, Und daher wurde es zu wiederholten Malen copirt. Eine ältere Copie trägt die zweiten Initialen, welche die Form jener des Originals haben, nur dass sie etwas kleiner gehalten sind. Diese Copie könnte aber mit dem Blatte Van de Velde's verwechselt werden, da sie das Bild von derselben gibt. Das Original ist indessen höchst geistreich und meisterhaft behandelt, während die Nachbildung eine ängstliche, weniger »reie Hand verräth. Eine zweite Copie kommt unter den Buchstaben ^' y. V. D. vor. Ein anderes, angeblich mit A. v. V. bezeichnetes Blatt erwähnt R. Weigel in den Supplements au Peiutre - graveur I. 656 AV. Nr. 1474. p. 20. Es stellt ein liegendes Schaf vor, qu. 12. M. J. Sheepshanks Hess diese seltene Radirung durch B. P. Gibhon copiren, und wir wollen nicht glauben, dass letzterer die Initialen eigenmächtig beigefügt habe' Weigel findet darin grossen Anklang an die Manier des J. van der Meer de Jonge. — Die dritten Initialen und so fort jene mit beigefügtem F. findet man auf Blättern einer Folge, welche Bartsch No. 1—10 beschreibt, und als meisterhafte Arbeiten eines Jünglings von circa 18 Jahren zu betrachten sind. Uebcr die verschiedenen Abdrücke der noch vorhandenen, aber abgenutzten Platten, s. It. Weigel, Supplements au Peintre-graveur I. p. 26., und auch das Künstlcr-Lexicon XX, S. 32. Hier machen wir nur noch auf die Copien von Paul van Somcr und Ch. Weigel aufmerksam. Sie tragen ebenfalls die Initialen der Originale, sind aber von der Gegenseite genommen, und daher leicht zu kennen. P. v. Somer copirte die Blätter 1, 3, 4, 5, 6 und 8 bei Bartsch. Mit den gegebenen Initialen zeichnete A. van Veldc nur die No. 1, 4, 5, 6 und 7 im Verzeichnisse von Bartsch. No. 2, 3, 8, 9 und 10 sind mit dem Namen des Künstlers versehen. Der Inhalt dieser landschaftlichen Radirungen besteht in verschiedenen Ilausthieren. Die Blätter sind 4 Z. hoch, und 4 Z. 11 L. breit. 1) Der Kuhhirt und der Stier, letzterer in Profil nach rechts. Links oben A. V. V. f. 16,59. Die Zahl 9 verkehrt. I. Vor der Adresse des J. Danckers, und ohne Nummer.' E3 f II. Mit der Adresse: Just. Danckers exe., unten nach rechts. Ohne Nummer. Wenn Blätter dieser Folge mit Nummern vorkommen, so stammen sie wohl nicht aus Dancker's Verlag, sondern vielleicht aus jenem dos F. de Wit. III. Ohne Adresse und ohne Nummer. Letztere fehlt auf allen Blättern der Folge, und nach R. Weigel ist sie mit der Adresse des Danckers ausgeklopft worden. In diesem Falle müssen also Blätter der Folge mit Nummern vorkommen. IV. Mit der hergestellten Adresse des J. Danckers. Die Platten wurden alle auf altes Papier abgedruckt, sie waren aber bereits abgenutzt, und leicht retouchirt. Trotz des alten Papieres erkennt mau doch die neueren Drucke.. Andere Exemplare sind noch schwächer, und zeigen Spuren desRostes. — Diese Abdrucksbestimmung gilt nur für das erste Blatt, da kein anderes die Adresse trägt. Es bleibt also dem geübten Auge überlassen, die übrigen Blätter der Folge zu classificircn. 2) Die auf dem Basen liegende Kuh. Vorn gegen links am Steine: Adriaen Vande Velde f. 1637. Die Ziffer 6 verkehrt. 3) Die drei Ochsen, jener gegen links in Profil nach links, wo unten der Name steht. 4) Die zwei Kühe und das Schaf, letzeres links neben der Kuh liegend. Rechts vorn A, V, V, f , . 5) Die drei Kühe, zwei derselben im Grunde rechts beim Baume. Links am Himmel A. V. V. 6) Der Ochs im Wasser, gegen links gehend. Links am Himmel A. V. V. f. 7) Das Pferd im Vorgrunde auf der Weide, in Profil nach rechts, Weiter hin drei andere Pferde. Links vorn A, V, V, f. 8) Das grasende Kalb, in Profil gegen links. Rechts am Baumstamme A. V. Velde f. 1659. verkehrt und leicht geritzt. 9) Die zwei raufenden Hunde. Links oben A. V. Velde, f. 1657. 10) Die ruhende Ziege mit dem Zicklein. Rechts oben A, V. Velde, f- Auf anderen Radirungen des A. van de Velde findet man die luitialon A. V. V. F., welche No. 1477 gegeben sind. AV. Nr. 1475-1477. 657 1475. Anton van der Vinne? Diese Initialen sollen sich auf einem AT/ Gemälde, mit der Jahrzahl 1500 finden. Es stellt eine vir. flache Gegend mit einer Bucht vor, und zeigt im Grunde auch einen alten Thurm. Tm Wasser sind Schiffe vor Anker, und verschiedene Figuren laden Waarcn aus, während Soldaten die Aufsicht zu führen scheinen. Das Gemälde ist von ziemlicher Grösse, und deutet a uf einen tüchtigen, wohl holländischen Meister, dessen Name aber nur routhniasslich zu bestimmen ist. Ccan Bcrmudez erwähnt eines Antonio de las Vinas, welcher um 1580 in Diensten des Kaisers Carl V. stand. Nach der Angabe des genannten Schriftstellers sah man im Schlosse des Pardo zu Madrid mehrere Werke von ihm, welche Ansichten von seeländischen Städten, Häfen und andern Gegenden vorstellen, und mit 1502 bezeichnet sind. Das Real Museo zu Madrid besitzt aber kein Werk unter diesem Namen, k. Bcrmudez hatte sicher dem Namen eines holländischen Künstlers spanischen Klang gegeben, so dass wir einen Anton van der Vinne vermuthen. Spätere Meister dieses Namens kennen auch die holländischen Schriftsteller, und vielleicht ist ihnen jener Anton v. d. Vinne entgangen, weil er fern von der Heimath lebte. Die Initialen A. v. V. könnten ihm angehören, da wir sie auf keinen anderen gleichzeitigen Meister zu deuten wissen. 1476. Adrian van de Velde ist von einem Copisten unter diesen _AV\/T) i (C Initialen angedeutet. Man findet sie auf schönen Copien -t YV.V-L'. / o 10 ,j CI . Originalradirungen des Adrian van de Velde, welche Bartsch I. No. 11—16 beschreibt, und auch wir unter den Initialen 4- V. V. F. No. 1477 aufgezählt haben, um zum Vergleiche mit den Copien die nöthigon Anhaltspunkte zu geben. Der Copist ist der 1816in Amsterdam verstorbene Kupferstecher Heinier Vinkeles. Brulliot II. No. 176 behauptet, dass man auf allen sechs Blättern die Buchstaben A. V. V. 1). finde, so dass also auch das Blatt mit der liegenden Ziege B. 16., welches im Originale die Initialen A. V. V. trägt, als Copie nicht täuschen kann. Der Inhalt der Blätter ist in dem folgenden Artikel angegeben, nur tritt in den Copien rechts entgegen, was in den Originalen links erscheint, u. s. w. 1477. Adrian van de Velde, der berühmte Landschafts- und Thier- /Vv/V/ ip maier von Amsterdam, ist bereits unter den Initialen -oVV 1 F mälde und lladirungen auf solche Weise bezeichnet AW'-i*- sind. Hier haben wir es ebenfalls mit radirten Blättern zu thun, mit der Folge bei Bartsch I. No. 11-16, welche als Meisterwerk dos Künstlers erkannt wird. Die Blätter dieser Folge sind grössten- theils mit der Jahrzahl 1010 bezeichnet, und stammen demnach aus der Blüthezeit des Meisters. Sic sind in Zeichnung und Behandlung der Nadel gleich bewunderungswürdig. 1) (B. 11.) Die grasende Kuh in Profil nach rechts, wo man unter dem Baume am Rande zwei Schafe sieht. In der Mitte unten: 1070. A V. V. F. H. 4 Z. 6 L. Br. 6 Z. 3 L. 2) (B. 12.) Der scheckige Stier auf der Weide, in 3 A Ansicht nach links. Rechts neben ihm stehen zwei Schafe, und ein drittes ist »nks. Links unten: A. V. V. F. 1070. H. 4. Z. 3) (B. 13.) Die beiden Kühe unter dem Baume, die eine stehend ■ n Profil nach links, die andere liegend. Rechts zeigt sich ein Fluss. Links unten A. V. V. F. H. 4 Z. 7 L. Br. 5 Z. 9 L. 658 AW. Nr. 1478-1479. 4) (B. 14.) Das Schaf mit dem säugenden Lamme, fast vom Rücken etwas nach links. Im Grunde liegt ein anderes Lamm neben einer Staude. Hechts unten A. V. V. F. 1010. H. 2 Z. 6 L. Br. 3 Z. 6L. 5) (B. 15.) Die zwei Schafe, das eine rechts liegend vom Rücken gesehen, das andere links in y 4 Ansicht. Links unten: A. V. V. F. 1070, rechts der Buchstabe A. leicht geritzt. IL 2 Z. 6 L. Br. 3 Z. 6 L. 6) (B. 16.) Die liegende Ziege, und ein Lamm rechts gegen den Grund zu. Dieses äusserst seltene Blatt ist mit A. V. V. bezeichnet, und kommt desswegen unter diesen Initialen No. 1474 vor. Die alten Abdrücke dieser meisterhaften Folge sind im Ganzen sehr seiton, da die Platten bis um 1810 unbenutzt irgendwo versteckt lagen. Endlich erhielt sie Piöri-Benard in Paris, und nach dessen Tod scheinen sie nach England gekommen zu seyn. Nur die Platte mit der liegenden Ziege (No. 16.) ging verloren. Von den ersten fünf Platten wurden neue Abdrücke gemacht, welche noch gut ausfielen. Sie sind aber in den Schattenparthien zu schwarz, und russfarbig, selbst in Exemplaren auf kräftiges chinesisches Tonpapier. Doch wurde auch gewöhnliches weisses Papier benutzt, aber in weniger Exemplaren, als auf Tonpapier. Diess ist hinsichtlich der Abdrücke von den Originalplatten zu bemerken. Nun gibt es aber auch Copicn von allen sechs Blättern. Solche haben wir von Reinier Vinkeles, welcher sie mit A. V. V. D, 1070 bezeichnete, wie an betreffender Stelle zu ersehen ist. Im Univorsal- Kunstbuch, welches von 1837 an im bibliographischen Institute zu Hild- burghausen heftweiso erschien, sind ebenfalls die sechs Blätter copirt. Ueber die Copien nach dem Blatte mit der liegenden Ziege haben wir unter A. V. V. gehandelt. 1478. Abraham van Werdt, Formschneider, wahrscheinlich hollän- y^ discher Abkunft, war um 1640—1680 in Nürnberg ^ thätig. Er arbeitete da für die Endter'sche Bibel, v / und für eine Ausgabe der Verwandlungen des Ovidius rj f\ \\ 7 mit deutschem und französischem Text, welche IJ. \y 1689 zum zweiten Male aufgelegt wurde. Auf den Blättern in diesen Werken stehen aber gewöhnlich die Initialen A. W., oder ein Monogramm aus diesen. Nur das zweite Zeichen steht auf dem Blatte mit Deucalion und Pirrha. II. 2 Z. 3 L. Br. 3 Z. 4 L. Das erste Zeichen findet man auf einem Holzschnitte, welcher die Officin eines Buchdruckers vorstellt. Rechts ist die Presse, und zwei Männer schwärzen ein. In der Mitte ist ein grosser Kasten, und links arbeiten die Setzer. Ueber dem Kasten ist das Zeichen des A. v. Werdt, aber grösser als obiges, und geradestehend in einem Kranze mit Genien. Links unten ist obiges Zeichen, rechts der Name des A. v. Werdt, qu. fol. Man darf diesen Künstler nicht mit Adrian de Wecrdt aus Brüssel verwechseln, welcher 1570 starb. Heller nennt ihn irrig A. van Werf. 1479. Adrian van der Wilge, Medailleur, war in der ersten Hälfte A .\7.\x7 < * es *'■ Jahrhunderts thätig. Man findet von ihm mehrere /fM lii mittelmässige Medaillen auf den Prinzen Friedrich Heinrich Jb-V- W- von Oranien, worunter jene auf die Einnahme von Fcrnam- bnco zu den besseren gehört. In dem Medaillenworko von van Loon sind mehrere Stücke van der Wilge's gestochen. Auf einigen stehen die gegebenen Initialen. Dieser Künstler scheint um 1630—1640 in Middelburg gearbeitet zu haben. Ob ihm das unter A. V. D. W. erwähnte Blatt angehöre, können wir nicht bestimmen. AW. Nr. 1480-1482. 659 1480. Heinrich Augast van Watzdorf gehört zu den geschickten A 'Jj/' Dilettanten. P> malte Landschäften und Thicrstücke, -SV. t>. /y. welche theils mit den Initialen A. v. W., theils mit einem ans A. W. bestehenden Monogramme versehen sind. Auch ein Paarradirto Landschaften mit Vieh sind mit A. v. W. bezeichnet. Näheres s. No. 1483. 1481. Aert van Waes, oder Waas, Maler und Radirer von Gouda, r /T wird gewöhnlich zu den Schülern des David Teniers ge- L_/WVii£». Z ählt, und mit Aert van Maas für Eine Person gehalten, dieser Ansicht war nämlich Dcscamps II. S. 281, und er wollte auch wissen, dass der Künstler um 1620 geboren wurde; allein diese Data stimmen nur für Aart van Maas, welcher mit A. van Waes nicht derselbe ist. Letzteren zählt Immerzeel zu den Schülern des Wouter ^rabeth jun., welcher von 1628 an in Gouda seine Kunst übte, und als Portrait- und Historienmaler Ruf erlangte. Aert van Waes folgte indessen der Richtung des älteren David Toniers und J. Molenaer, und gefiel sich besonders in Darstellungen aus dem Volksleben. Er ist aber fast nur durch einige geistreiche Radirungen bekannt, welche ebenfalls selten vorkommen. Im Künstler-Lexicon XXI. S. 45. haben wir auf fünf Blätter aufmerksam gemacht, konnten sie aber nicht genau beschreiben, da kein detaillirtos Verzeichniss vorliegt. Wir fanden ■iur im Allgemeinen angegeben, dass A. van Waes drei Blätter mit trauern, und zwei mit anderen Figuren radirt habe, und zwar im Jahre i645. Im Catalogo der Sammlung des Grafen von Fries. Amsterdam 1824 P- 135. No. 15, werden ebenfalls nur summarisch Blätter mit Bauern genannt, ohne nähere Beschreibung. Obige Initialen sind dem Cataloge des Cabinet Fries beigefügt, es dürften aber höchstens ein paar Blätter mit diesen Namensbuchstaben vorkommen. Der Künstler starb um 1R50. 1) Ein Weib im Winteranzugc mit über einander gelegten Händen, nach rechts hin gehend. In der Ferne zeigt sich das Dorf mit einer Windmühle. Unten links bemerkt man einen Stein, an welchem der Künstler Versuche mit der Nadel anstellte. Links unten steht: A. van Waes fecit 1640, II. 7 Z. 7 L. Br. 5 Z. 8 L. 2) Ein zerlumpter Maler, welcher seine Nothdurft auf die Palette ^errichtet. Vor ihm steht die Staffelei. Unten im Rande liest man: ( 'M dal Jck door de Htm.« nit quam tot myn vernieten, Soo heb Jck ah 9 A, J sie« Jnde pinseel gheschehten 1045. Waes fecit. Höhe mit Rand 5Z. »1 L- Br. 7Z. 8L. 3) Die Bauern in der Schenke. Rechts sitzt einer am Feuer, und y°r ihm kehrt ein rauchender Mann dem Camine den Rücken zu. Links |m Mittelgrunde sitzen zwei Bauern am Tische, der eine mit dem Kruge "i der Hand, der andere die Pfeife haltend. Aert van Waes fecit. lL 5 Z. 9 L. Br. 7 Z. 9 L. T . 4) Der vlämische Bauer mit Früchten auf seinem Korbe sitzend, ^inks unten: Aert van Waes fecit. II. 7 Z. 7 L. Br. 5 Z. 9 L. Die im Künstler-Lexicon erwähnten Blätter: die Bettlerin, der stehende Bauer mit dem Kinde, und der sitzende Bauer mit der Pfeife, kamen uns noch nicht zu Gesicht. Die Radirung mit dem Weibe in einer Landschaft von 1645, welche R. Weigel im Kunst-Katalog No. 18567 auf 8 Thlr. werthet, ist wahrscheinlich das Blatt No. 1 des gegebenen Verzeichnisses. Ein Blatt mit A. v. W. wird sich wohl noch finden. 1482. August von Wille, Zeichner und Maler aus Casscl, machte ^•vcw seine Studien auf der Akademie in Düsseldorf, und widmete (tv.Ä^xieh "'i 1 Erfolg der Landschaftsmalerei. In W. Müller's Buch, ^—-^ Düsseldorfer Künstler aus den letzten 25 Jahren. Leipzig 1054 Qv0/ heisst es, dass A. v. Wille in einigen Waldbildern mit roman- — tischer Staffage ein sehr grosses Talent für klare und poetische 660 AW. Nr. 1483-1485. Fassung der Landschaft bewiesen, dass er sich aber vor zu decorativer Ausführung zu hüten habe. Die Figuren in seinen Gemälden sind von grossem Leben in Compositum und Bewegung. Obige Zeichen findet man auf Holzschnitten in der Schrift: Schultze und Müller im Orient. Düsseldorf 1064. Der Künstler wird wohl auch andere Werke in ähnlicher Weise bezeichnet haben. 1483. Heinrich August von Watzdorff, geb. zu Greitz 1760, war Mchurfürstlich sächsischer Offizier, übte aber mit grosser Vorliebe auch die Malerei. Er copirto mehrere Gemälde von ■ P. Potter, Ostade, Lingclbach u. A. Dann malte er auch Landschaften mit Tliiercn in Kleugels's Weise, so wie Pferdestücke und Schlachtbilder. Sic sind aber steif und kalt, Nachahmungen anderer, besonders niederländischer Meister. Auf einigen Gemälden steht das Zeichen des Künstlers. Auf etlichen radirten Landschaften mit Vieh findet man ebenfalls das Monogramm, so wie die Initialen A. v. W., qu. 4. Das obige Zeichen gibt aber nicht die stereotype Form. Der Künstler setzte manchmal das W tiefer, und unter dem oberou Querstrich das v ein. A. v. Watzdorff starb um 1815. 1484. Abraham Wuchters, auch Wugters und Wogter genannt, AJ j- wahrscheinlich ein Holländer von Abkunft, stand 1664 bereits /WV.JC-. 25 j a hre in Diensten des Königs von Dänemark, und malte während dieser Zeit eine grosse Anzahl von Bildnissen. A. Ilaelweg, L. Salm, H. Schatten, Th. Matham, L. Vorsterman und Andere haben deren gestochen. Auf mehreren Bildern findet man das Monogramm des Künstlers, wie auf jenem des Königs Christian IV. von Dänemark in der k. k. Galleric zu Wien, welches A. Haelweg gestochen hat. Im Künstler-Lexicon XX. S. 122 haben wir ausführlicher über diesen Meister gehandelt, und auch Radirungen desselben verzeichnet. Er starb um 1680. 1485. Anton Woensam, gewöhnlich Anton von Worms genannt, * ist uns durch die Bemühungen des Herrn J. J. Morlo V/f \SjÜ (Kunst und Künstler in Cöln MIO, S. 517) als einer der /Vv\ / /^i\ fruchtbarsten und trefflichsten Künstler des 16. Jahrhunderts bekannt geworden, indem Bartsch (P. gr. VII. p. 488) nur herausfinden konnte, dass 1529 ein Pictor Antonius de Vormacia in Cöln gelebt habe. Dieser Schriftsteller beschreibt auch nur 10 Blätter von ihm, jenes abgerechnet, welches dem unbekannten sächsischen Mono- grammiston A. W. angehöret, welcher ebenfalls seine Stelle findet. Damit waren bis 1850 die Nachrichten geschlossen, nur hatte es sich herausgestellt, dass der Künstler eine viel grössere Anzahl von Blättern hinterlassen habe, als Bartsch 1808 ihm zuschrieb. Merlo konnte aber in seinem Werke von 1850 hinsichtlich des Todesjahres des Künstlers selbst noch nicht zur vollen Gewissheit gelangen, nur ersah er, dass nicht mit 1531 die Oränzc von Woensam's Thätigkeit zu ziehen sei, wie man früher geglaubt hatte. Erst später gelang es ihm, in den kölnischen Schreinsbüchern einige Aufschlüsse über die Lebensverhältnisse des Meisters zu finden. Das Resultat dieser wichtigen Forschungen legte er in einem eigenen Werke nieder: Die Meisler der allkolni- tchen Malerschule. Köln 1852. Daraus entnehmen wir die folgenden Angaben. Anton, oder Thoniss Woensam war der einzige Sohn des Malers Jaspar (Caspar) Woensam v. Worms, aus dessen erster Ehe. Jaspar kommt 151" zuerst in den Schreinsbüchern vor, indem er damals mit seiner Gattin Elssgyn (Elisabeth) das Haus „zvm Scherffgyn" in Cöln kaufte. Es ist nicht gesagt, dass beide Ehegatten aus dieser Stadt selbst stammen, AW. Nr. 1485. 661 Und J. Wocnsam zog daher wahrscheinlich von Worms dahin. Im Kaufvertrag von 1510 hcisst er nämlich Caspar Woenssam von Wormss, }" einem weiteren Protokolle von 1523 .Taspar Wonsam van Wormss, n zwei anderen Documenteii von 1540 .Taspar van Wormbs, und in Uer Erhschaftsüborschrcilmng an die Wittwe und die Tochter seines Lohnes Anton von 1561 heisst er wieder Caspar Wocnsam von Wurmte. indessen starb der Vater zwischen 1547 und 1550, nachdem er zwölf- "^ die Senatorswürdc bekleidet hatte, woraus man auf das Ansehen ächliessen kann, welches der Künstler genoss. Leider findet man kein Uocumcntirtes Werk von ihm. Nur muthmasslich schreiben wir ihm eiI > Monogramm zu. Anton Wocnsam scheint ebenfalls in Worms geboren worden zu °yn, indem er den Beinamen von dieser Stadt führte. Um 1505 dürfte £ r das Licht der Welt erblickt haben, da das älteste der von ihm bisher bekannten Hlätter mit 1525 datirt ist. Auf dem von Bartsch No. 2 beschriebenen Blatte mit Simson und Dalila steht im Rande: Coloniae P*r Anihonium de Vormacia pictorem (152t)). Der Beiname von Worms _neb ihm fortan, und man möge auch glauben, seines Vaters wegen. , . ton scheint immer im Hause desselben gelebt zu haben, und viel- °'cht vereinigten beide Künstler ihre Kräfte. In den Schreinsurkuuden Wird er zu Lebzeiten des Vaters nicht genannt, sondern erst 1561, als e me Wittwe Margret den beiden grossjährigen Töchtern das Haus "Zum Scherffgin" überlies». In den betreffenden Protokollen hcisst der *• öns tler in Bezug auf den Vater Jaspar van Wormbs kurzweg Antonius ,p n 'j l'boniss, oder Antonius und Thoniss van Wormbs oder Wurms. Das °desjahr des Künstlers geht aus den Schrcinsakten nicht hervor. *!orlo glaubt, er habe den Vater nicht lange überlebt. Wenigstens a nn man noch kein Blatt nachweisen, welches nach 1550 von ihm ge- chnitten wurde. Anton von Worms hatte nur zwei Töchter, keinen Sohn, und somit muss sich der sogenannte Comelis Teunissen, oder ■** Meister mit dem Zeichen des hl. Antonius, um einen anderen Vater ■Jüchen. Man hielt ihn nämlich früher für den Sohn des Anton von ™°rms. Unter C. T. werden wir auf ihn zurückkommen. i P as gegebene Monogramm findet man auf Gemälden und IIolz- , c hnitten dieses Meisters; doch ist nur der kleinere Theil seiner Werke Zeichnet. Merlo macht auf einige Bilder aufmerksam, und beschreibt ■P 1 kölnischen Künstler-Lexicon von 1850 unter 64 Nummern eine beutende Anzahl von Holzschnitten verschiedener Art. In dem Ur- pndenbuche von 1852, S. 170, fügt er noch mehrere Holzschnitte A so dass das Verzeichniss auf 78 Nummern gebracht ist. Auch im £ u • Br. 5 Z. 4L. Auch der grösste Theil der Blätter der P. Quentel'schcn Bibel von 1527 und 152!) fol. ist von A. Woensam geschnitten. Die** dürfte auch mit vielen Blättern in den Werken des Dionysius Car- thnsianus (\). allickol) der Fall sein. In diesen Druckwerken ist BB** ein sehr schönes Kinderalphabet, im Durchmesser 1 Z. 3 L. gross. Sei' 1 ' oft wiederholen sich diese Blättchen in den Enaraliones in 1 V Mosaicu 1 legis libros. Coloniae, Qucntel 1534, fol. Auch einige grössere Initiale 11 kommen vor, welche aber kein ganzes Alphabet bilden. Man find«* sie in der Bibel von 1521, in den Werken des Carthäusers Dionysius, und in der Allercaiio Synagogae et Kcclesiae. Coloniae apud Itfeld 1 - Novesianum 1537, fol. Ein kleines Alphabet mit Kindern auf seh«» 1 " zem Grunde, im Durchmesser 1 Z. 2V?L., welches in der erwähnt 0 " Bibel vorkommt, ist nicht von A. Woensam geschnitten. Ucber da 3 Alphabet dieses Meisters handelt It. Weigel in Dr. Naumann'* Arch'* für die zeichnenden Künste, II. Jahrgang, S. 204. Den Initial F «"' St. Lucas, aus der Bibel von 1527, gibt er in Copio. Er kommt auf' 1 im Schlusshefte des erwähnten Prachtwerkes von Weigel vor. 1486. Unbekannter Zeichner oder Formschneider. Diese Mono- gramme gehören einem alten sächsischen Künstle' an, welcher aber gewöhnlich mit Anton Woens"" 1 von Worms, dem vorhergehenden Künstler, verwechselt wird. Unser A. W. steht jedoch in Zeichnung und Schnitt auf einer viel tieferen Stufe, und n" r "\J7V" ji- wenige Blätter dürften den Vergleich mit jenen Off -AW / 3*. Anton von Worms aushalten. Es ist indessen am im Monogramme ein Unterschied; der Sachse fügte im A nie ein 1 '" Querstrich bei, und wenn dieser bei Anton von Worms fehlt, so dürft* man es zu den höchst seltenen Ausnahmen zählen. Sollte indesse' 1 dennoch des umgekehrte Fall vorkommen, so entscheidet sicher "'' Güte der Arbeit. Unser Meister war um 1525—1545 thätig, und start> wahrscheinlich früher als Anton von Worms. (§1 , AW. Nr. 1486. 663 Bartsch scheint etliche Blätter dieses Anonymus mit jenen des Anton von Worms vermengt zu haben, wie diess mit No. 6 sicher der *&11 ist. Im Pcintre - graveur IX. p. 427 zählt er aber zwei Blätter uesselhen auf, welche mit dem Schnörkel allein versehen sind. Der Künstler bediente sich nämlich auch dieses figürlichen Zeichens mit Weglassung des Monogramms A W, und zwar in verschiedenen Windungen, nach rechts und nach links, wie wir unter den figurlichen deichen nachweisen werden. Beim Vergleiche der Holzschnitte des sächsischen Meisters mit jenen des Anton Woensam von Cöln dürfte 8 sich auch herausstellen, dass erstercr Holzschnitte des letzteren copirt, oder wenigstens stark benützt habe. Vielleicht soll der Schnörkel das Plagiat an Anton von Worms andeuten, in der Art, dass der fpist das Wort mit Wurm gleichbedeutend nahm, und der Schnörkel " e " Wurm vorstellen könnte. Auch Cranaeh'sche Compositionen liegen *u Grunde. Blätter des Monogrammistcn A W findet man in folgenden 1) Kurtze Auslegung der Episteln und Euangelien — durch Antonium L °ruinum. Wittenberg beyll. lihaui 10311. und 1643. Die Holzschnitte jueses Werkes, welche theils mit dem Schnörkel versehen, thoils un- /l^ichnet sind, haben Text auf der Bückseite, es kommen aber auch Abdrücke ohne Text vor, welche wohl zu den ersten gehören. In die« •cm Zustande ist oben eine lateinische, und unten eine deutsche Er- l'ärung. Sie bilden wahrscheinlich eine Folge von Passionsdarstellungon. .'Cr J. a. Börner kennt nämlich ein paar Blätter mit: Passio Christi "«zeichnet. G. Khaw druckte *fl*4 aber auch ein Buch in Quarto, welches vom Leiden Christi nach den vier Evangelisten handelt, und ut Pnssionsdarstcllungeii geziert ist. Vielleicht wurden die Stöcke er Ausgabe von 15311 benutzt. Sie sind nach Zeichnungen des Lukas danach gefertiget. . 2) Auslegung der Episteln und Evangelien, vom Advent an bis aufjt 'lern und von Ostern bis auff das Avent. Durch l). Martin Luther. j 4 "//» new corrigirt etc. 2 Th, Wittenberg. IL Luffl tö*3. fol. Die vielen '^schnitte in qu. 4 scheinen meist nach Anton von Worms copirt zu eyn. j;j u jj] att j lat ,j ag Sonogramm mit dem Schnörkel darüber, auf "deren kommt letzterer allein vor. 3) Eolget ein schöne vermanung zum Gebet , über den spruch Johau. "i AT/, jiay. 1). Start. Luth. — Das Symbolum der heiligen Aposteln etc. ,• Mart. Luther. Mit schönen lieblichen Figuren. Wittenberg, G. Ithaw lljfrJ. (j' ^ — In diesem Werke sind Originalholzschnitte von L. Cranach, an " Passionsbilder mit dem Zeichen des sächsischen Meisters A W. ,,,. 4) Das Symbolum der heiligen Apostel — von 1). Marlin Luther. m'TT berg ' Bl Lu ft' i!iM - 4 - ln diesem Werke sind einige Blätter au, m Monogramme A. W. ohne Schnörkel. Andere Blätter des Mei- ers sind unbezeichnet. «u ">) Horlulus Animae. Lustgertlin der Seelen. Mit schönen lieblichen m o / '" m *' Wittenberg. G. Rhavr. IHM), löljtl. kl. 8. Mehrere Blätter, in'. lstons Copien nach Cranach, tragen das Monogramm, andere sind gezeichnet. Die Lossprechung des reuigen Sünders hat die Jahrzahl ,J '*°j und somit dürfte es eine frühere Ausgabe geben. }jj 6 ) Die Geburt Christi. Maria kniet rechts vor der Krippe, und r , r dieser sieht man drei Hiigclchcn und den Ochsen. Joseph lehnt 5 j Uts vorn an der Tliiue. Mit dem Schnörkel. H. 4 Z. 3 L. Br. 5 Z. '• Aus dem Werke von A. Oorvinus. . ') Die hl. drei Könige bringen dem Jesuskinde Geschenke. Unten 8t « e " links der Schnörkel. II. 4 Z. 3 L. Br. 5 Z. 2 L. — Bartsch IX. 47* 664 AW. Nr. 1486. p. 427 beschreibt eine solche Darstellung unter No. 1, ohne das Buch angeben zu können, auf welches der Text auf der Rückseite deutet- In dem Werke von A. Corvinus ist aber eine ähnliche, oder dieselbe Darstellung, wo der Schnörkel nach der Quere an einem schattirten Steine mit der Jahrzahl 1535 vorkommt. Maria sitzt in einer dachlosen Ruine, und links zu ihren Füssen ist der Stein. II. 4Z. 2l». Br. 5 Z. 1 L. Wir sahen dieses Blatt in einem sehr schönen Drucke* es ist aber nicht so mittclmässig, als Bartsch angibt. 8) Die hl. Jungfrau und Joseph beten das Jesuskind an. — Eine Darstellung dieser Art, welche mit dem Schnörkel bezeichnet ist, erwähnt Brulliot I. No. 3224, ohne Angabe des Maasses. Man findet sie wahrscheinlich in einem der oben erwähnten Werke, nur nicht in jenen* des A. Corvinus. 9) Herodcs gibt Befehl zur Ermordung der Kinder. Mit dem dritten Monogramme, welches den Schnörkel oben zeigt. H. 5 Z. 2 !>• Br. 4 Z. 3 L. — Auf dieses Blatt macht Brulliot I. No. 3224 aufmerksam. Man findet es in Dr. M. Luther's Auslegung der Epistel 1543. 10) Der Heiland, wie er die Kinder segnet, jenes Blatt, welches Bartsch No. 6 dem Anton von Worms beilegt. Mit dem Monogramme. II. 4 Z. 2 L. Br. 5 Z. IL. — Aus einem der oben erwähnten Werke. 11) Das Gleichnis» vom verlornen Schafe, und vom verlornen Groschen. Vorn in der Mitte spricht Christus mit Zöllnern und Sündern, rechts isst er mit ihnen; links an der Thüre sucht das Weib den Groschen, und weiter hinten bringt der Hirt das verlorne Schaf. Mit dem Schnörkel. II. 4 Z. 2 L. Br. 5 Z. 1 L. — Aus dem Werke des A. Corvinus. 12) Die in den Schafstall brechenden Diebe. Im Vorgrundc sprich* Jesus mit den Jüngern, und links im Mittelgrunde brechen die Diel' 0 ein. Mit dem Schnörkel. H. 4 Z. 3 L. Br. 5Z. IL. — Aus dem Werk» des A. Corvinus. 13) Christus am Kreuze. Links Abraham's Opfer, rechts die Predig' dos Johannes in der Wüste. Links unten das Monogramm. H. 3 Z. 8L. Br. 2Z. 5 L.— Aus dem Hortulus animae 1549. 14) Christus am Kreuze. Links Abraham's Opfer, rechts Moses und die eherne Schlange. Links unten das Monogramm, qu. 8. "" Aus Dr. M. Luther's Symbolum der Apostel. 15) Christus am Kreuze, um letzteres eine Hecrde Schafe. Unten rechts das kleine Monogramm. — Aus der Paraphraslica meditatio •" S. S. praecationcs dominicas, von L. Dickius. Moguntiae, Behem 1543, °- 16) Die hl. Frauen am Grabe vor dem Engel. Rechts im Mittel' gründe erscheint Christus der Magdalena als Gärtner. Am Grabe bemerkt munden Schnörkel als Künstlerzeichen. H. 4 Z. 2 L. Br. 5 Z. 1*1 Aus dem Werke des A. Corvinus. 17) Christus steigt in die Vorhölle, um die Väter zu erlösen. Unten rechts das Monogramm, qu. 8. — Aus M. Luther's Symbolum. .18) Christus mit der Siegesfahne als lleberwindcr des Todes. Unte' 1 rechts das Monogramm, 8. — Aus M. Luthers' Symbolum. 19) St. Thomas legt den Finger in die Wunde des Heilandes. IjJ der Mitte unten der Schnörkel. II. 4 Z. 3 L. Br. 5 Z. 2 L. — Bartsc» beschreibt dieses Blatt unter No. 2. Man findet es in dem Werke d** A. Corvinus. 20) Die Jünger auf dem Wege nach Emaus, und der von ihn?» unerkannte Heiland in der Mitte. Links im Grunde gibt er sich bei* Mahle zu erkennen. Mit dem Schnörkel. II. 4 Z. 3 L. Br. 5 Z. 2 L- AW. Nr. 1487-1489. 665 1487. unbekannter Meister. Unter diesen Zeichen führen wir sSz(> einen Kupferstecher ein, welcher der deutschen Schule ^fc Endter 1670, fol. Auch auf Blättern dieses Werkes findet a " das eine oder das andere der obigen Zeichen, sowie die Initialen A. JK. W89. August Friedrich Winkler gehört zu den geistreichsten Di- \A r lettanten seiner Zeit. Als Faktor einer Fabrik zu Zschoppen- J\ clc la Ruc u - &■•■> 4., fol. und gr. qu. fol. Auf Za .'S 0 " Blättern findet man das Monogramm des Künstlers mitdcrJahr- jj. ttiorj, auf anderen die Initialen A. W., welche unten folgen. — iesj er Künstler lebte von 1770—1807. 666 AW. Nr. 1490—1494. 1490. Unbekannter Kupferstecher. Brulliot macht im Catalog der • AT Sammlung des Baron von Aretin 1. No. 2017 auf einen Kupfer - •«r^A stich aufmerksam, welcher verschiedene weihliche Figuren mit Wappcnschilden vorstellt. Sie sind auf einem Berge versammelt, und Mars steigt mit zwei Furien von demselben herab, qu. fol. Dieses Blatt gehört einem deutschen Meister des 16. Jahrhundert» an. Im Dictionnaire des rnonogrammes par F. Brulliot vermisst man da' Zeichen, wir wollen aber nicht glauben, dass man allenfalls M V lesen müsse. Man findet wenigstens alte Kupferstiche, .auf welchen ein ähnliches Zeichen, aber umgekehrt vorkommt. Das erwähnte Blatt kennen wir nicht. 1491. Unbekannter Zeichner, welcher nach Heller, Monogr.-Lex- vy/ S- 44, um 1507 in Deutschland gelebt haben soll. Mit dieser xVv • kurzen Anzeige lässt es der genannte Schriftsteller bewendet er wird aber wohl eine Zeichnung mit dem Monogramme und der Jahr - zahl lliOl gesehen haben. Vielleicht handelt es sich um den Maler Andreas Winhardt von München, über welchen wir unter dem Monogramme AWM. Nachricht geben. 1492. Anna Maria Werner, geborne Haid, gehört zu den geschieh ryr testen Miniatur-Malerinnen, welche in der ersten Hälfte de* zVv • 18. Jahrhunderts lebten. Sie malte Bildnisse, historische und allegorische Darstellungen. Auf einigen derselben, sowie auf Zeich' nungen, findet man das Monogramm. Starb 1753 im 64. Jahre. 1493. August von Wille, Landschafts- und Gcnremaler, gehört *" AV/ ro 1A/ den berühmtesten jüngeren Künstlern der Düsseldorf^ fW H,/W Schule. Seine Werke finden den vollsten Beifall, ** $1_ sie sich eben so sehr durch poetische Auffassung, *J S durch meisterhafte Behandlung auszeichnen. Im deutschen Kunstbh» 1853 wird Wille's Sommerabend im Park eines hohen Lobes gewürdige'' Durch die herrlichen Bäume schimmert ein Schloss, und die Hewohn er desselben, Damen und Herren in reichem spanischen Costüm, habe" sich zu einer fiondelfahrt vereiniget. Einige Damen sitzen bereits i" derselben, und horchen dem Gesänge ihrer Cavaliere. Ucber derScO 0 wölben sich immergrüne Eichen, aber die Abendgluth des scheidend 61 ! Sonnenlichts ergiesst sich von seitwärts über den Vorgrund, um Goiid". und Laubwerk zu vorgolden. Der schöne landschaftliche HintergrU" ist von dem aufgehenden Monde beleuchtet. Die Poesie der ConceptWj'j und die Heiterkeit der Farbenstimmung verleihen diesem Bilde ein*™ eigenen Reiz. Wille malte aber auch noch viele andere Bilder in diesß romantischen Richtung. Obige Zeichen findet mau auf Holzschnitten in den Düsseldorf«' Monatsblättern. Dieser illustrirtcn Unterhaltungschrift wurden überdies Originallithographien beigegeben, worunter auch solche von Wille sin"' Er bediente sich auch der Buchstabon A. v. W. und A W. zur Bczoichnuw 1494. Adalbert Waagen, Landschaftsmaler von München, der So* 11 Q des bekannten k. preussichen Commissionsrathes C. Waag°J jLj^K machte seine Studien an der Akademie in München. * ?Mr widmete sich mit Vorliebe der landschaftlichen Darstellu«? ^ " " • und leistete schon als Jüngling Lobenswcrthes. Wir sah von 1850 an mehrere treffliche Bilder von seiner Hand. Einige klei n *jj GemAlde sind mit dem Monogramme versehen, auf anderen Wer* 6 schliesst sich der Name an dasselbe, gewöhnlich mit der Jahrzahl. AW. Nr. 1495 — 1496. 667 1495. A. Wolfaert, der Träger dieses Monogramms, ist wahrsrhein- A | | lieh nicht Eine Person mit Artus Wolfaerts oder Wolfert, /\ I welcher 1625 zu Antwerpen gehören wurde. Artus malte jC— I l\ / gewöhnlich hihlische und mythologische Darstellungen, J ]/]/ und brachte in den Gründen gerne landschaftliche Par- ,. r r tien und Architektur an. In diesen Uildcrn ist derEin- miss des P. P, Rubens m erkennen, obgleich Artus Wolfaerts als origineller und phantasiereichet Künstler nicht zum Nachahmer geschaffen war. Ja Nebenstunden malte er Cabinctsstückc in der Weise des D. Teniers. p Unser A. Wolfaert malte aber Landschaften in der Weise des Adam ynnclccr, und brachte öfters Thiere an, besonders Hochwild. Auf einem j^'nälde dieser Art, welches sich bis 1837 in der Sammlung des Grafen '"biiuio in BrUnel befand, steht der Name „Wolfaert. 11 In der Gallerie 1 p*>gel war das Bild einer ländlichen Gegend mit Hochwild, auf welchem W Monogramm des Meisters steht. Im Cabinet Lc Brun wurden Geralde mit diesem /eichen dem Anton Waterloo zugeschrieben. Sie bestehen ebenfalls in Landschaften mit Figuren und Thieren. Dieser Monogrammist könnte der Vater des Artus Wolfaerts seyn, "''gleich die holländischen Schriftsteller einen älteren Meister dieses Mantens nicht kennen. Wolfaerts bedeutet Sohn des Wolfaert oder Wol- ? rt > und auch der Vater könnte Artus oder Aart geheissen haben. Anton van Dyck malte, das IMldniss eines Malers Artus Wolfart, jeden- Mls vor 1641, da er in diesem Jahre zu London starb. Darunter kann |*J jener Artus Wolfaerts, welcher nach der gewöhnlichen Angabe 1625 geboren wurde und 1687 starb, sicher nicht verstanden werden. Es ooteu also jedenfalls zwei A. Wolfaert, und nur den älteren kann anDy C ] f gemalt oder gezeichnet haben, nicht den jungen, welcher beim j.?." 0 desselben erst 16 Jahre alt war. Das von C. Galle sen. gestochene "hlniss des Artus Wolfart bietet aber ebenfalls Schwierigkeiten. In j,° 1 ' 1645 von Gilles Ilcndrix veranstalteten Ausgabe der van Dyek'schen Ortraitsammlung hat ei folgende Unterschrift: l'ktorhumanarumfiyurarum nl *>erpicnsis. Es handelt sich also zunächst nur um einen Portrait- "alor, oder überhaupt um einen Figurenmaler. Wurde nun dieser Titel ™®jJJBfofttgt, um ihn von dem Landschafts- und Thiermaler zu unter- •beiden? Letzterer dürfte jedenfalls Zeitgenosse jenes A. Wolfart de- l).'', s ''" S|, .vn, dessen Bildnis's van Dyck gemalt hatte. In diesem Falle ( ! "'" wir aber drei Künstler dieses Namens, da nicht denkbar ist, dass '')' A. Wollart des van Dyck einer anderen Familie angehöre, als die »»Wen Wolfaert. — Bei dieser MuUiplicntion darf es nicht auffallet», ,''"" wir sogar noch einen Tiertön Künstler beifügen, welcher sein onoj,'i';ini ni ebenfaHj in gleicher Weise zeichnet, nämlich der weiter "Dekannte A. Wauormann, welcher Landschaften mit Figuren undThieron ut Hol« malte. Er lebte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. "96. Anton Waterloo, Landschaftsmaler und Radircr, soll um 1618 4 . . ,» zu Utrecht, oder in Amsterdam ■{J / h^TviV,JU/f.,y0^f'K. geboren worden seyn, allein es ^tn. et fJi/pyAVFy'WFw/ ist nur ß ewiss > dass °„ r dl ° K i ; üsste -^ ' ' ' * Zeit seines Lebens auf einem Dorfe iV'Seheii Maarsen und Breukclon zubrachte. In diesem beschränkten n" !lSl; bot sich ihm wenig Abwechslung dar, und daher machen seine ni^-Vi ° tlon Eindruck ländlicher Buhe und Waldeinsamkeit. Die Ge- ■' u,1(! sind indessen selten, häufiger die Zeichnungen in Kreide, Welche *ii den schönsten Erzeugnissen dieser Art gehören. Seine radirten abe r latter sind im alten Abdrucke von grösstcr Schönheit, und man folgt 0111 Künstler mit Vergnügen auf seinen Wanderungen um das stille 668 AW. Nr. 1497-1498. Dorf. Wenige Landschafter haben mit der Nadel Besseres geleistet Der fleissige Maler der Dorfeinsamkeit hatte aber wenig verdient, denn er starb zu Utrecht im St. Iliobsgasthuis (Spital). Wann, ist nicht bekannt. Die Angaben schwanken zwischen 1660 und 1679. Das eine, oder das andere der obigen Zeichen dürfte auf Gemälden des Künstlers sehr selten vorkommen. Häufig findet man aber das Monogramm auf den landschaftlichen Itadirungcn desselben. Er wechselte indessen auch mit den Initialen des Namens, so das wir No. 1514 auf ihn zurückkommen. Bartsch P. gr. II. p. 1 ff. beschreibt 136 Blätter; allein obgleich der Artikel dieses Bandes des Peintre-graveur als neue Bearbeitung seiner früheren Monographie über Waterloo (Wien 1795) zu betrachten ist, so genügt er doch nicht mehr. Es sind demnach die Supplements au Peintre-graveur par R. Weigell. Leipzig 1843 p. 70 #• damit zu verbinden. Das Verzoichniss im Künstler-Lcxicon XXI. S. 145 basirt auf diesen Werken, und hier fügen wir zur Bestimmung der späten Abdrücke noch bei, dass die 88 Platten, welche Basan besass, nach dessen Tod in den Besitz des Kunsthändlers M. Jean übergingen, welcher neue Abdrücke machen Hess. Darunter sind die Blätter bei Bartsch No. 3 — 16, No. 18 — 19, No. 21—37 und 39, No. 47 — 70, No. 89 —94, No. 107 —130. Diese Abdrücke sind in der linken oberen Kcke nummerirt. Nur No. 12 ist oben rechts beziffert. Die Monogrammen sind bei Christ, Malpc, Heller und Brulliot ungenau. In dem Werke von Immerzccl (De levens cn werken &c. III- Amsterdam 1843) ist Brulliot copirt. 1497. A. von Wille, oder A. Wolf. Diese Zeichen gehören einem rJ\c J^j\ Düsseldorfer Künstler an, dessen Namen wir nicht kennet'' ^v^ ' V\A Man findet sie auf Illustrationen des zweiton Jahrganges der Düsseldorfer Monatsblätter. Ob die Zeichnungen von A.Wolf, oder von A. von Wille herrühren, wagen wir nicht zu entscheiden. Jeder von diesen hat bereits seine Stelle. 1498. Lleven de Witte von Gent? Nach Passavant (Kunstreise r ~jü~ y \WY durch En 8 ,and und Bclgeicn S. 95) findet man in der AM \\A\/ Sammlung des Mr. Aders in London ein Gemälde> A. VV » * ° welches die gegebenen Buchstaben A W. trägt. J 1 '* stellt die Anbetung der Könige dar, und stimmt in der Compostion m> 1 jenem Gemälde, welches in der k. Pinakothek zu München dem J» n van Eyck zugeschrieben wird, und durch den grossen Stich von C. *>' Hess, sowie durch die Lithographie in weitem Kreise bekannt ist Gena' 1 dieselbe Darstellung, und ebenfalls A W. bezeichnet, findet mau SB* in Miniatur in dem handschriftlichen Brevier des Cardinal Grinian'i welches jetzt auf der St. Marcus-Bibliothek in Venedig aufbewahrt wir*' Passavant gibt darüber im Kunstblatt 1841 S. 39 Nachricht, und fanjj sich veranlasst, das Werk dem Lievin de Witte zuzuschreiben, da nac? der Angabe des anonymen Reisenden des Morel li (Notizia d'opere dj disegno &c. Bassano 1800) das genannte Brcviarinm von Hans H ein ' ling (Memling) Gerhard von Gent und Livino d'Anversa mit Miniaturen verziert wurde. Letzterer ist wohl sicher jener Licven de Witte, vo« welchem C. van Mander sagt, er habe in nicht so ganz alter Zeit *» Gent gelebt, und sei besonders gut in Perspective und Architektur gewesen, was auch durch das Gemälde der Anbetung der Könige bestft' tiget wird. Wenn der Anonymus den Künstler Livino d'Anversa nenn i so gibt diess keinen Ausschlag, da der Lievcn de Witte in Gent yo Geburt ein Antwerpener gewesen seyn konnte. Einen Lievcn de W'^ von Gent fand aber auch Graf Leo de Laborde in Urkunden des bur- gundischen Archives erwähnt. Er kommt 1450 als Maler und Archite* AW. Nr. 1499 — 1501. 669 y°r, und man kann seiner weiteren Thiltigkeit noch fflglich ein paar Decennien einräumen. Die Buchstaben A W. sind der Erklärung auf ,,de Witte" nicht hinderlich, da wahrscheinlich von einem Ortsnamen die «ede ist. In diesem Falle ist lateinisch „de" durch a zu geben, und •^ W. bedeutet daher A. Witte. Das Gemälde der Anbetung in München, welches in keinem Falle von van Eyck herrühret, wenn es ihm auch in jeder neuen Ausruhe des Cataloges zugeschrieben wird, weiset ebenfalls ein Monogramm auf. Auf dem Gürtel des Sklaven neben dem Mohrenkönige bemerkt man «unlich ein aus VI' oder VI) bestehendes Zeichen, welches nur in etwas anderer Form und mit durchstrichenem V auch auf einem Bilde un Schlosse zu Wörlitz (gothisches Haus) vorkommt. Dieses Gemälde Stellt die Madonna mit dem Kinde und zwei Heilige dar, und wird einem Meister der Schule des van Eyck zugeschrieben. Ein solcher ls t nun L. de Witte, auf welchen auch das Monogramm VI' oder V D gedeutet werden kann. Das V mit Querstrich kommt auch wohl anderwärts für W vor, und überdiess ist ja die Orthographie im 15. Jahrhundert nicht so fest bestimmt. Der Buchstabe V tritt öfter für W ein, u "d letzteres wird auch durch VV gegeben. Somit könnte man Vitte Pinxit, oder De Vitte lesen, letzteres statt Witte. 1499. Unbekannter Formschnelder, welcher in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Italien thätig war. Nach Brul- liot II. No. 179 findet man dieses Zeichen auf Titel-Einfassungen, oder Randleisten in Büchern, welche gegen 1532 zu Venedig gedruckt wurden. Der genannte Schriftsteller gibt aber kein Druckwerk an, um daraus zu ersehen, ob nicht 'rgend ein deutscher Buchhändler in Venedig drucken Hess. Wir wissen diess von Leonhard Alantse in Wien, welcher von 1508 an bei Peter Lichtenstein daselbst Manuseriptc zum Drucke beförderte. Es wäre indessen gewagt, unter A W. den Buchhändler Alantse von Wien zu vermuthen, Obgleich er früher mit dem Formschnitte sich befasst hatte. Wir müssen daher die Erklärung schuldig bleiben. Alantse's Verlagszeichen besteht aus einem zum Kreuze geformten L mit angehängtem A. 1500. Abraham van Weerdt fand oben unter dem Monogramm A W. A^rr No. 1488 eine Stelle, und daher bemerken wir hier nur, dass auf etlichen Holzschnitten der Endter'schen Bibel ausser dem Monogramm auch die Initialen A W. vorkommen. Dann findet man s 'o auf kleinen Blättern im „Orbis sensualium pictus quadrilinguis J-A. Comenii," 8. Die Darstellungen aus Ovid's Verwandlungen, Nürnberg 1039, gehören zu den Hauptwerken des Künstlers. ___ 1501. Adrian Wirdt, od. ein unbekannter kölnischer Formschneider. lAW/*! Die gegebenen Initialen gehören einem Zeichner oder Form- l~ y" | Schneider an, welcher schon vor 1524 in Köln thätig war, gleichzeitig mit einem T W, dessen Blätter mit jenen des A W so sehr übereinstimmen, dass man auf gemeinsame Bildung beider Künstler, u "d wohl auch auf Stanimverwandtschaft schliessen muss. Mit dem gleichzeitigen Formschneider Anton Woensam von Worms sind sie aber «cht Eine Person, obgleich AW die Initialen des Namens desselben s 'nd. Im Volksdialckte lautet Anton „7V;tmissm", so dass T W mit A W dieselbe Bedeutung haben könnte; allein von Anton Woensam kann keine Rede seyn, obgleich man lilättcr von T W in Büchern findet, welche der genannte Meister illustriren half. Die Manier, in welcher diese Künstler arbeiteten, ist zwar nicht sehr entfernt, doch verräth s ie immerhin eine andere Gewöhnung der Hand. Die Meister A W. und T W sind fleissige Praktiker, und schraffirten viel enger als Anton 670 AW. Nr. 1502- 1503. von Worms. Man möchte glauben, dass sie im Metallschnitt geübt waren, und vielleicht zur Klasse der Goldschmiede gehörten. Anton von Worms dagegen führte das Schneidemesser mit unendlich mehr Geist und Gefühl, und übertrifft auch in der Zeichnung die anderen weit. Merlo (Nachrichten von kölnischen Künstlern S. 537) möchte aber dennoch glauben, dass die genannten A und 7' IV zur Familie des Anton Woensam gehören, und vielleicht dessen Brüder gewesen seien. Dagegen erklärt sich Sotzmann im deutschen Kunstblatt 1850, S. 150. Kr hält den T W. für eine Person mit jenem T. W. , von welchem sich Kupferstiche finden, nämlich mit dem Goldschmied Tielniann von Wesel. Allein der Meister T )V. arbeitete um 1532—1537 für kölnische IJucli- bandlungen, der Goldschmied Tielniann von Wesel dürfte aber damals nicht mehr gelebt haben. Indessen wollen wir der Ansicht des 11. von Sotzmann nicht im geringsten entgegen treten, da das Todesjahr des T. von Wesel noch nicht ermittelt ist. Von dem Meister A W., welcher in einer älteren uns zustehenden handschriftlichen Notiz Adrian Wirdt heisst, findet man eine sehr ileissig ausgeführte Titelcinfassung in fol., welche in 13 Abtheilungen der Leisten die Thaten dos Herkules vorstellt. In Mitte der oberen 2'/j Z. hohen und 6'/ s Z. breiten Quersleiste bemerkt man ein Täfelchen mit A W. Die Seitenleisten sind 4 5 / 8 Z. hoch, und l 3 /i Z. breit. Unter der mitleren Vorstellung der unteren Leiste steht: Sustinc et abstine. Merlo fand sie zu folgendem Werke angewandt: l<'lavii Josephi llebrani llimoriographi Opera. Interprelc Ruf/lno preibytf.ro. Apud ianetam Co- loniam Agrippinam in aedibui Eucharij Ceruicorni, Anno /.524. E. Cer- vicornus benutzte diese Einfassung öfters, so zu Prisciani (Irammalici l.ibri omnei 1620, und zu Ale.randri ab Alexandra jurii perili Neapoli- tani genialium diernm l.ibri i889, fol. 1502. Adam und Abraham Willaerts, sowie Artus Wolfaerts, sollen A \\/ Gemälde mit, den initialen des Namens bezeichnet haben. .TY. W . Ueber die beiden ersten Künstler handeln wir unter den A W f I"' 1 ' 11 ' 011 '' ^' //, '• ausführlich , und A. Wolfaerts fand ob»i ' unter dem Monogramm AW. No. 1495 eine Stelle. Der berühmte Landschaftsmaler Anton Watcrloo zeichnete wohl radirtc Blätter mit AW., wir kennen aber kein Gemälde mit diesen Initialen. Wenn daher Landschaften mit Staffage vorkommen, welche mit A W. f. bezeichnet sind, so wird der Kenner herauslinden, ob sie von Waterloo, oder von einem der oben genannten Künstler herrühren. Als vierter Concurrent tritt auch ein nach seinen Lebensverhältnissen unbekannter A. Wauermann auf. Dieser Meister malte Luid- schalten mit Figuren und Thioreu, gewöhnlich auf Holz. Die Iliieh- staben sind auch zum Monogramme verbunden, vielleicht in der oben No. 1405 gegebenen Form. 1503. Adolph Wegelin, Architckturmaler, wurde 1810 zuClcve ge- * ._.__._ boren, und in Düsseldorf zum Künstler herangebildet. /\ V\ / Seine frühesten Werke bestehen in Landschaften, aber J- *• VV* bald gewann das Studium der klassischen Architekt*! s\ \tf dos Mittelalters in dem Grade die Oberhand, dass er LI JA/ von 1831 an das Fach der architektonischen Darstcl- c// V r lung ausschliesslich pflegte. Eine grosse Anzahl von Bildern in Ocl und Aquarell gibt. ZeugniSS von seiner Tüchtigkeit in der Bautenmalerei. Wir haben im Kunstler-Lexicon XXI. S. 20!i darauf aufmerksam gemacht, namentlich auf die herrlichen Albums, welche in den Besitl des Königs von l'reusscn übergingen. Wegelin's Wirkungskreis ist in Cöln zu suchen, wo er seit 1837 zum Ruhme der Kunst AW. Nr. 1504-1509. 671 wirkt. — Auf den früheren Werken des Künstlers findet man die Initialen des Namens, auf späteren gewöhnlich den letzteren ausgeschrieben. 1504. Anton Wünsch, Lithograph, geb. asu Godesherg 1800, gehört A VVy zu denjenigen Künstlern seines Faches, welche in Colli auf XY " der von Seucfelder eröffneten Bahn lohensworthe Arbeiten yQMi)/' lieferten. Kr trat 1817 mit Friedrich August Mottu aus Y~v/f^ Offenbach in Verbindung, und gründete mit diesem eine Uthographische Anstalt, aus welcher verschiedene schöne Blätter hervorgingen. Merlo (Kunst- und Künstler in Köln p. 538) verzeichnet eine ziemliche Anzahl von Lithographien dieses 1833 verstorbenen Künstlers. Ibis Bildnise des Königs Leopold I. von Belgien ist mit A W. bezeichnet, ■»■ fol. Das Monogramm findet man auf dem Bildnisse des polnischen Generalissimus .lau Kkrzynecki, 4. 1505. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 17. Jahrhunderte A\\s _A» in Deutschland lebte, und gewöhnlich für den Buchhandel '» Vv-U. arbeitete. Seine Blätter sind nicht von Bedeutung. 1506. Abraham Waesberge, Kupferstecher und Kunsthändler, war 4, ]y ß rc um 1(130 —1640 im Haag thätig. In seinem Verlage er- 4 IV ' schienen verschiedene Blätter von holländischen Meistern, CXCt auf welchen man theils die vollständige Adresse, thcils die Abbreviatur des Namens findet, wie. auf solchen von Crispin de Passe, Willem van Dellft, Peter Quast, C. van IJuooborn, M. Uytenbroek oder Wtenbi'uck u. s. w. Waosberge vertrieb auch eine (!opie der kleinen Passion von Albrecht Dürer, welche aus dem Vorlage des Unter Janssen 'Ol Haag auf ihn überging, und seinen Namen erbte. Sie bestellt, in 35 Blättern, welche die Bilder von der Seite des Originals geben. Wir haben No. 257 darüber gehandelt. Die Stiche aus Wacsbcrge's Verlag Wad nicit alle erster Art, da er auch ältere Platten an sich brachte, und sie zum zweitenmale abdrucken Hess, zuweilen mit der früheren und seiner eigenen Adresse. So steht auf dem Blatte des Uytenbroek "lit Hager und Ismaol: llroer Janssen c.rcu. A. W. Exe. 1507. Anton Wierx, über welchen wir unter dem Monogramme \ ii7 ANT. W. No. 1081 ff. gehandelt haben, zeichnete nur wenige ' seiner zart gestochenen Blätter mit den Initialen A.W. Auf ( len meisten steht der Name, und daher verweisen wir auf den ausführlichen Artikel im Künstler-Lexicon XXI. S. 396. 1508. Anton Watteau? Diese Bezeichnung findet man auf einem A.w /'' • 1!l;l,tl ' '" äer Kurope illustre. Baris 1750, 4. Es enthält das Bildniss des Olivier de la Marche, und kommt schon in den Memoiros de Sully. London 1747, vor. F. Basan hat es gestochen, vielleicht nach einem älteren Bilde von Anton Watteau. Wir '•alten für A. W. keine andere Erklärung. 1509. Mcdaillcura und Müntmästcr , welche mit A. W. zeichneten. A. \y Albrecht Wylde Stand Hm 1517 in üiga der Münze vor. Auf riga'schen (ioprägon jener Zeit findet man die Buchstaben yt. IV. ub Reichel'schen Catalege, St.Petersburg 1842, sind solche beschrieben. Asmus Wagner, Münzmeäste» in Erfurt, war um 1617—1624 thätig. Adrian oder Anton Waterloos, Stempehchneider, war um 1660 in Brüssel thätig. Man findet Medaillen von seiner Band, welche iheils n, it A. W. in Antiqua,, theils in Cursiv bezeichnet sind. Auf anderen Denkmünzen steht A. WA. F, oder AW. F. Schllckefsen nennt ihn Adrian, lmmcrzoel Anton Waterloos. Van Loon gibt einige der Medaillen dieses Künstlers in Abbildung. 672 AW. Nr. 1510—1514. Andreas Woltreck oder Woltereck, Münzmeister In Glückstadt, zeichnete Münzen von 1702—1724 mit A. W. AlexlUS Wegelin, Medailleur und Münzmeistcr dos Fürsten von Anhalt-Cöthen, soll um 1750—1755 Gepräge mit A. W. signirt haben. Anton Wiedemann zeichnete etliche Medaillen mit Bildnissen von Fürsten des k. k. österreichischen Hauses, und von berühmten Männern auf solche Weise. Er war von 1754-1770 llofmcdailleur in Wien. Unter der Abbreviatur A. WIDE, kommen wir auf ihn zurück. J. L. Albert Wagner, Medailleur von Durlach, geb. 1773, war an der k. Münze in Stuttgart bethätiget, und fertigte viele Stempel zu Münzen und Medaillen. Auf einigen stehen die Initialen A.W., wie auf dem schonen Medaillon mit dem Bildnisse des Bildhauers Heinrich Danecker mit der Legende: Was Wir | Als Sehönhit | Hier Empfunden | Wird Einst \ Als Wahrheit Uns | Entgegen Gehen. \ Schiller \ i(120 \ A.W. Wagner starb 1845 Albert Welle war von 1829 - 1840 Münzmeister in Arolsen. Er zeichnete Gepräge mit A. W. 1510. Anseimus Weellng, geb. zu Ilcrzogenbusch 1675, malte Ca- - - ..-.— binetsbilder in der Weise des G. Schalken und G. Dow, /y ]Y/ ohne aber diese Meister zu erreichen. Er soll einige w/y rr- Gemälde mit A. W. bezeichnet haben, wir wissen aber nur von einem Bilde mit dem Namen, welches dem Schalken unterschoben wurde. Der Künstler starb 1747. 1511. August Friedrich Winkler fand oben unter dem Monogramm / ti/Q A. W. No. 1489 eine Stelle, da auf einigen radirten Blättern c/G.rY . die Bezeichnung wechselt. Die Initialen A.W. findet man auf einem geistreichen Blatte nach Dirk Maas, welches einen nach rechts gerichteten Heiter vorstellt, H. 7 Z. 8 L. Br. 6 Z. 4 L. Das Gegenstück zeigt einen nach links traversironden Reiter. A. F. Winkler gab 1810 Studien für I'fordezeichncr heraus. In diesem Werke sind 11 Kadirungen von seiner Hand. 1512. A. Wolf, Zeichner und Genrcmalcr in Düssoldorf, gehört zu s~ den jüngeren Künstlern der berühmten Schule jener Nfl 1/1/ .v Stadt, Er malt Scenen aus dem Volksleben, in welchen J\ H . /öOKX gewöhnlich das komische Element vorherrschend ist. In den Düsseldorfer Monatsblättern 1853 sind Illustrationen nach seinen Zeichnungen, theils mit dem Namen, theils mit den Initialen desselben versehen. Eine lithographische Beigabc, welche mit A. W. bezeichnet ist, stellt einen Mann vor, welcher zur Nachtszeit einem anderen mit dem Stocke aüfpasst. Unten steht: „Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein anderer Weg zu meiner Konigunde 1" Ob auch Gemälde auf solche Weise bezeichnet sind, wissen wir nicht. 1513. August von Wille, Zeichner und Maler in Düsseldorf, fand // C) l "'" n " ntor * em Monogramm A W. No. 1493 eine V ''^'y'M \/l? c ' lrenvo "'' Stelle, und daher bemerken wir hier ^-^__~^-^ / V 1/ nur, dass er ausserdem auch der gegebenen Initialen sich bedient habe. Man findet sie auf Illustrationen und Lithographien in den Düsseldorfer Monatsblättern 18">1 ff. Seinen Ruf gründete er aber als Landschaftsmaler, und daher sind die Zeichnungen für die genannte humoristische Zeitschrift nur als Lückenbüsscr zu betrachten. 1514. Anton WaterlOO, Maler und Radirer, fand oben unter dem S // f Monogramme A. W. No. 1496 eine M und lübS. Wir müssen demnach den Abraham W'illaerts in unsern Kreis ziehen, von welchem aber ein gleichnamiger Historienmaler unterschieden werden muss, jener Künstler, dessen Monogramm a "s AIS. \V. besteht. Dieser war vermuthlich Adams Bruder, da er »('hon 1624 Mitglied der St. Lukasgilde in Utrecht war. Der jüngere Abraham Willaerts, angeblich Adam's Sohn, wurde 1613 zu Utrecht geboren, und man behauptet, er habe sich als gemeiner Soldat der nach Afrika sehenden Flotte angeschlossen, um in fremden Landen Studien z u machen. Kr soll verschiedene Landschaften mit Figuren und Thioron, Ansichten von Hilfen und Buchten mit Schiffen gezeichnet, und dabei besonders das Lehen und Treiben der Eingcbornen in's Auge gefasst haben. Man hält also den Ahraham Willarts ebenfalls für einen See* jnaler, was er auch sicher gewesen ist. Allein die afrikanische Heise hat eher Adam, als Abraham Willarts unternommen, und zwar unter dem Commando des Admiral Heemskerk 1607. In diesem Jahre fiel die Schlacht von Gibraltar vor, welche von Adam Willarts gemalt wurde, und zwar in zwei grossen Bildern, welche sich nach Immerzeel in der Staatenkammer zu Utrecht befinden. Ein anderes grosses Gemälde von Adam Willarts gibt eine Ansicht der Stadt Dortrecht von der Seeseite, ehedem auf dem Rathhause, jetzt in der Hauptkirche der Stadt. Im Museum zu Antwerpen ist ebenfalls ein grosses Bild von ihm, das Fest darstellend, welches bei der Anwesenheit des Erzherzogs Albert von ycstorreich und seiner Gemahlin Isabella in Tcrvuereu gefeiert wurde, jedenfalls Vor 1609. Mit diesen grossen Gemälden sollen nur einige der kleinen Marinen früheren Datums stimmen, und so muss also wahrscheinlich Abraham für einen Thoil dieser Bilder einstehen, obgleich ij"e dem Adain Willarts zugeschrieben werden. Den ersteren lässt Inniierzeel 1671 in Utrecht sterben. 1523. Anton Waterloo behauptet oben No. 1496 und 1514 eine ans- A JV F führliche Stelle, und daher soll hier nur ein Kückwcis gegeben werden. Diese Initialen findet man auf radirten ■ / >- W F. Blattern des Meisters, es kommen aber noch öfter die Cur- -4. IV in i>i f ** T * a TO1 V deren wir «o. 1614 gegeben haben. Um unserem ' /• Systeme gemäss zu verfahren, sollten hier die Facsinules l ' < ' 1 ' Buchstaben gegeben werden, wir wollten aber die Reihe nicht trennen. 1524. A Wilhelm Schirmer, Landschaftsmaler, Professor und ordonl- yY-, ___, * liebes Mitglied der k. Akademie in Berlin, wurde ywr /V i /i daselbst 1804 geboren. Mit nicht geringerem Ta- cr xy\r ^^ hnitc begabt, als sein berühmter Namensvetter O _/VV\_ l/j Johann Willudm Schinner, welcher mit Lessing in r*-^ Düsseldorf der neueren deutschen Landschaftsmalerei ihre Richtung bezeichnete, begab er sich 1827 nach Italien, Und seluif von dieser Zeit an eine grosse Anzahl von Werken, welche 888 die heitere Scenerie jenes Landes, architektonische Monumente, BMchichtlich merkwürdige Lokalitäten, reizende Aussichten verschiedener 2**i und das bewegte Leben des italienischen Volkes vor Augen führen. Wer Bilder aus dem schönen Thale von Narni, vom Monte Soratte, von '''vitä. Oastellana, vom Gomersee, von Rem, 'l'ivoli, Neapel, Pozzuoli, ' ;i 'hi:i u. s. w. sucht, findet, sie in Schinner's hiebenden und meisler- *ften Gemälden. Eh bot ihm aber auch sein Vaterland reichen Stoff 676 AW —AWG. Nr. 1525 — 1527. zur landschaftlichen Darstellung, meist mit Architektur. Die königlichen Villen Charlottenhof und Glinicke dienten ihm von verschiedenen Seiten zu reizenden Bildern, gesetzt auch, dass sich über Potsdam kein italienischer Himmel wölbt. Seine Ansicht des Domes von Meissen ist durch den grossen Stahlstich von 11. Finckc bekannt. Im Künstler- Lexicon XV. S. 263 haben wir ausführlich über diesen Meister gehandelt, und daher bemerken wir nur noch, dass mehrere Gemälde, besonders kleinere Bilder aus der früheren Zeit mit dem Monogramme bezeichnet sind. Schirmer liebte aber im Allgemeinen kein grQSses Format, und nur bei besonderer Veranlassung führte er im Grossen aus. Die Namensbuchstaben stehen gewöhnlich zwischen der Jahrzahl. So ist das erste Zeichen von der Jahrzahl iüHO begleitet. Man findet es auf einem kleinen Bilde in der Galleric des Fräuleins E. von Waidenburg, welches eine Villa am Commersee bei Abendbeleuchtung vorstellt. Das zweite Zeichen mit der Jahrzahl llilil steht auf zwei Gemälden, von welchen das eine den Blick auf das Thal von Narni gewährt, das andere den Monte Soratte zwischen Narni und Otricoli zeigt. Und so wiederholen sich die Monogrammen auf mehreren Gemälden mit geringer Abweichung. Sein berühmter Namensvetter J. W. Schirmer in Düsseldorf, bediente sich eines aus W1 S und IV S gebildeten, ganz verschiedenen Zeichens, sowie auch die Richtung dieses Meisters eine andere ist. 1525. Unbekannter Kupferstecher, oder Goldschmied, welcher um a 1550 thätig war, wie wir durch Herrn E. Harzen wissen. Letzterer fand im Bodlcy'schen Museum zu Oxford ein trocken £ A-.T7-radittes und gestochenes, im Ganzen geringes Blatt, welches 1 J.W Copie eines Theiles der Föns juventutis von II. S. Besam ist, fj Bartsch VIII. p. 244 No. 165 der Holzschnitte desselben. Das Original enthält eine reiche Oomposition von Figuren jeden Alters und Geschlechtes, welche sich baden. Der Holzschnitt besteht in vier Blättern, welche Bartsch nicht einzeln beschreibt. Er gibt eine Breite von 40 Zoll an. Unser Monogrammist hat vielleicht das ganze Werk nachgebildet, unsers Wissens geschieht aber hier von einem Theile desselben zum ersten Male Erwähnung. Das Blatt hat eine verkehrt einradirte Jahrzahl, anscheinlich 1&60, 1526. Unbekannter Radirer, welcher wahrscheinlich im 17. Jahr- /i KTjrf^ 1 hunderte zu Nürnberg thätig war. Die gegebenen Namens- J-\>-yx-" buchstaben, leicht eingeritzt, fand Börner im Unterrandc eines mittelmässigon Bildnissee des Caspar Carus in Nürnberg. Oval, in einem mit Schnitzwerk verzierten Rahmen, 12. 1527. August Wall Callcott, Landschaftsmaler von Kensington, ge- Aas f~r hört zu den berühmtesten englischen Künstlern seines Faches. •*" * jr Um 1780 geboren, folgte er anfangs der älteren Kunstrichtung! und nahm sich besonders den Poussin zum Vorbilde, aber bald zog es ihn hinaus in die schöne Natur, deren feine Beobachtung aus allen seinen spateren Werken spricht. Seine Bilder sind heiter, nicht seilen bezaubernd durch die Klarheit der Lüfte und den Silberton der Gewässer. Nur die Werke seiner letzteren Zeit sind von etwas grauen doch immer leuchtendem Ton. Callcott bereiste Holland, Belgien, Deutschland und Italien, und daher sind seine Gemälde mannigfaltig. Sie bestehen in Landschaftes und Seastockea mit Staffage, und einige Werke gehören mehr dem Genre an, da die Landschaft nur als Umgebung der Scenen zu betrachten ist. Sein schönes Bild der Rückkehr vom Markte ist von W. Finden für die Royal Gallery of British art VII. London 1841» roy. fol. gestochen. Tm Art-Journal 1850 und 1851 sind ebenfalls Stiche nach Callcott beigegeben, wie: Crossing the stream, gest. von J. Cousiiii AWH — AWM. Nr. 1528—1532. 677 "er Hafen von Livorno, gest. von J. C. Bentley, und die Wiese, gest. ° n R. Brandart. Eine Auswahl nach Zeichnungen hietet auch folgendes inr '' ** C ' C ''M öfter Englhh landscape painters, by L. Murphy. London 1"«. fol. Es enthält 20 radirte Blätter nach Callcott, Cattermole, ^ainsborough, Harding, Holland, Wilson, Turner u. A. Das Zeichen , nt }ct man nur auf Zeichnungen des Meisters, und vielleicht auch auf Kleineren Gemälden und Skizzen in Oel. Die Originalstudie zu einem «er schönsten Gemälde des Meisters hat ö. W. Bonner auf fünf Holzocken faesimilirt für W. Sauvage's Practical hints on decoralive prin- im % Lon n Wien von B. Schega unterrichtet. Er widmete y ' seine Kunst dem k. k. österreichischen Hofe, und fertigte p Ie 'o schöne Medaillen mit Bildnissen der höchsten Herrschaften. Auch st°v. tra * te berühmter Männer schnitt er in Stahl. Auf einigen Geprägen ein der abgekürzte Name, auf anderen der volle Name. Die Medaille jj'dem Bildnisse des Fürsten Joseph Wenzel von Lichtenstein von ' 73 ist aber mit A. WITEMANN bezeichnet, so dass der Künstler nicht „ n ,° und dieselbe Orthographie beobachtete. A. WIDE, liest man neben "deren auf der schönen Denkmünze mit dem Bildnisse des berühmten fztes Gerhard Baron von Swieten von 1756. Eine spätere Medaille J} diesen Gelehrten (1772) ist mit A. Wiedemann bezeichnet. Dieser Justier starb um 1790. 1530. Anton Wierx, Kupferstecher von Amsterdam (1550—1617) A.. Wj p bezeichnete einige Blätter mit dem abgekürzten Namen, oder t ' mit A. W. allein. A. Wie. zeichnete er die figurenreichen Barschen Darstellungen nach M. van Cleve, fol. 1531. Abraham Wolfgang Küffher, Maler und Kupferstecher von o^ deren er sich aber auch auf Miniaturen bediente. Auf anderen ^ a ern steht ein aus AKW gebildetes Monogramm, welches wir • '92 gegeben haben. Der Künstler starb 1817. 1532. Andreas Winhart. Maler von München, gehört zu den ältesten /IT* j Künstlern dieses Namens. Seine Familie zählte Bilhauer /A V/1 und Maler, welche sich später auch Weinhart nannten. VVX D° r a,tc Winhart war schon um 1480 thätig, und kommt ^ nn m Ladzcttem der St - Lukaszunft bis 1510 vor. Er hatte f 0 j f W einen Sohn Namens Hans, welcher um 1530 bereits zu den Hftn Cren Meistern gehörte. Zwei jüngere Bildhauer, Andreas und Caspar, n *«n sich um 1558 gewöhnlich Weinhart, und sofort ihre Nachkommen. S( ,j Winhart malte religiöse Darstellungen in der Weise der alten \ V m, tischen Schule, aber ohne jenen Farbensinn zu besitzen, durch 'Wi ^ e scnwam schen Meister erfreuen. Seine Färbung ist trocken s e ; n art '.die Zeichnung nicht so gediegen, als in anderen Malwerken er Zeit. Auch grau in grau malte er, was ihm besser gelang, als ,0ao mmmlUen. 48 678 AWM —AXLP. Nr. 1533 — 1538. wenn er mehrere Farben zu verbinden hatte. Das Monogramm ist Andreas Winhart Monacensis, oder Andreas Von München zu lesen. Brul' liot I. No. 629 gibt es ohne Auflösung. Die Jahrzahlen sind verschieden. 1533. Andreas Weinhart? Nach Christ S. 112 findet man dieses Zeichen mit der Jahrzahl H565 auf „Handrissen eines künstlichen deutschen Meisters"; der genannte Schriftsteller hat aber dafür so wenig eine Erklärung, als sie uns möglich ist. Christ hatte sicher Zeichnungen mit diesem Monogramme gesrhen, denn er sagt deutlich, dass sie mit der Feder schraffirt seien. Eine andere Frage ist die, ob das Monogramm genau sei. Wenn Christ's Copie vom Originale so weit entfernt ist, als die Nachbildung desselben bei Brulliot I. No. 630, so haben wir kein getreues Facsimile. Vielleicht handelt es sich um den im vorhergehenden Artikel erwähnten Andreas Winhart. 1534. Anthonie de Waard, Maler, wurde 1689 im Haag geboren, . . ^ und von Simon van der Does unterrichtet. Er lebte mch- S\l\Zj rere Jahre in Frankreich, gründete aber auch im Vatcr- */ VI lande den Ruf eines tüchtigen Künstlers. Man findet Por- traite, historische Darstellungen und Landschaften von ihm. Auf mehreren Gemälden zeichnete er mit dem Monogramme. Seine Tapeten und Schornsteinstücke sind grösstentheils zu Grunde gegangen. 1535. Adam Wolfeang Winterschmit von Nürnberg stach natur- A W W historische Darstellungen nach Zeichnungen von Martin ' Frobcnius Lcdcrmüller, und zeichnete sie mit A. W- "■ Er starb 1796. 1536. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des \ ■\r 16. Jahrhunderts in Italien gelebt zu haben scheint. Er is' i\A uns durch ein schön radirtes Blatt bekannt, welches Christus im Grabe von Maria, den hl. Frauen und einigen Aposteln umgobeni vorstellt. Unten rechts in der Ecke stehen die Buchstaben A X, welch 8 sich nur auf den Künstler bezichen können. H. 12 Z. 10 L. Br. 7 Z. 7 v- 1537. A. Xapherlnus ? Thcils mit, theils ohne Schneidmesscr, finde' «a^, man diese Initialen auf kleinen Holzschnitten mit Scencn a -*£- t aus dem alten und neuen Testamente, welche wahrscheinlich -^-• A - J - irgend ein biblisches Werk zieren. Brulliot II. No. 186 nenn 1 einige Blätter: David, welchem der Engel mit dem Schwerte erschein') das Abendmahl, die Auferstehung Christi, einen Todtenkopf mit Ruthen & c, > kl. 8. — Sollten diese mittelmässigon Blätter, welche wir nicht gcsehei 1 haben, aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammen, so könnten sie von Xapherinus aus Antwerpen seyn. Heller nennt aber in der Geschichte der Formschneidekunst S. 171 nur seinen Namen, indem «<"" seine Leistungen nichts bekannt ist. 1538. Amalia Francisca Xaveria Gräfin von Pocci, geborne Frei;" \ X L P von Posch, malte in München schöne Landschaften ' " ' ' ' Oel, welche an die Bilder des G. von Dillis und M. J. Wage»' lölb. bauer erinnern. Auf einem kleinen Bilde, welches Hirte' und Vieh vorstellt, und für Dillis genommen werden könnte, stehen » l gegebenen Initialen. Sie bediente sich aber zur Bezeichnung ihrer ö mäldo gewöhnlich der Initialen X P., oder eines aus diesen Buchstabe bestehenden Monogrammes, so dass wir später über diese künstlichen»^ Dame ausführlicher handeln werden. Sie ist die Mutter des öraie Franz von Pocci, welcher in diesem Werke ebenfalls eine rühm» cB Stelle behauptet. AY. Nr. 1539. 679 Giovanni Jacopo Caraglio, auch Jacobns Veronensis genannt, wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Verona geboren, nicht 1512, wie Malpe, Ticozzi u. A. angeben. Bartsch, P. gr. XV. p. 61 verfiel auf die Vermuthung, dass der Künstler aus Parma stamme, und mehrere andere Schriftsteller adoptiren diese Ansicht; allein Vasari nennt ihn einen Veroneser, und noch früher Pietro Aretino in „La ^ortigiana." Venezia 1534. Aretino lässt in dieser Comödie eine der handelnden Personen sagen, dass Marc Antonio als Kupferstecher nicht einzig dastehe, sondern dass ihn Gian Giacobo Caraglio Veronese, dessen Schüler, in gewisser Hinsicht noch übertreffe. Dann nennt sich Cara- 8ho selbst einen Veroneser. Auf dem ersten Blatte der Folge der mythischen Gottheiten B. 24 — 43 stellt deutlich: Jacobus Carolins Vero- "enn'j fedt mia. Auf einem Blatte mit der hl. Familie nach Rafacl, Un d auf einem anderen mit der von Heiligen umgebenen Madonna liest ? an : Jacobus Veronensis F. Eines der Hauptblättor des Meisters nach ttafael, welches unter dem Namen der Schlacht auf Schild und Lanze J )e kannt ist, hat den abgekürzten Namen: Jacobus Ver. F. Diese Blät- •pr schreibt auch Bartsch dem Caraglio zu, ohne die Ansicht aufzugeben, öass der Künstler aus Parma stamme. Er glaubt, Caraglio habe sich wegen seines längeren Aufenthaltes in Verona „Veronensis" gekannt. Anstand bereitet ihm nur ein Blatt, welches Christus bei der Samariterin am Brunnen vorstellt, nach einem Bilde von Marco del Moro. Au f diesem Kupferstiche liest man: Jacobus ueron" fecit. Dieser Veroneser Jacobus soll aber nach Bartsch Jacob Valegio seyn, welcher je- jweb. ein halbes Jahrhundert später als Caraglio lebte. Bartsch hat für seine Hypothese, dass letzterer aus Parma stamme, einen sehr schwachen ** e weis. Er gründet ihn nur auf das schöne Blatt No. 8, welches die harter der Heiligen Petrus und Paulus vorstellt, und mit ,, Jacobus Par- **J?n»ij Fecit" bezeichnet ist. Die Composition ist von Francesco Par- ?'gianino, und diejenige, nach welcher Antonio da Trento 1535 das «latt in Helldunkel ausgeführt hat. Im Stiche ist nur die Stellung der * ignren beibehalten, Zeichnung und Behandlung spricht aber weder für **rmigianino nocn "" Caraglio, wenigstens nicht in den späteren re- °üchirten Abdrücken. Die Aufschrift „Jacobus l'armensis u soll sich nur Y Uft i ersten Abdrücken finden. Bei der Retouche, oder vielmehr der J^runstaltung der Platte, wurde sie weggenommen. Abdrücke dieser £- rt haben Salamanca's Adresse. Caraglio hat wohl sicher keinen Theil p 1 diesem Stiche. Zani legt die Composition dem Jacopo Bertoja aus ,? r ma zu, einem Nachahmer des Parmigianino. Allein Salamanca erhielt die Platte zu einer Zeit, in welcher Bertoja noch ein Knabe war. . Jacobus Veronensis verliess seine Vaterstadt bei Zeiten, und begab , lc h nach Rom, um unter Leitung des Marc Anton seine Laufbahn zu , e ginncn. Wenn ihn Bartsch zu den Nachahmern desselben zählt, ßriicksichtigte er wohl nur die Angabc bei Vasari, welcher sagt, Cara- ."° habe eine sehr gute Hand gehabt, und mit allem Fleisse dem Marc phtonio nachgeahmt. Allein er konnte noch ein unmittelbarer Schüler airnondi's gewesen seyn, da die Blätter von 1526 schon einen sehr salbten Meister verrathen. Nach Marc Anton's Tod verband er sich '' Baviera, dem Schaffner Rafael's, welcher den Verkauf der Stiche (l ? c " Zeichnungen und Bildern desselben besorgt, und dann selbst eine yKene Druckerei und eine Kunsthandlung gegründet hatte. lieber dieses lilT tniss handelt A. Zanetti (Cabinet Cicognara p. 358), und nach seiner j, "auptung Hess Baviera von Caraglio Zeichnungen des Rosso Rossi in stell stecnen - Als ersten Versuch betrachtet der genannte Schrift- eil «r das Blatt, welches unter dem Namen „Tantalus" bekannt ist, 48* 680 AY. Nr. 1539. aber einen jungen, die Wuth vorstellenden Mann zum Gegenstände hat, Ii. 58. Er sitzt auf einem Drachen, mit einem T odtenkopf in der Hand, während seinen linken Arm eine Schlange umwindet. Im Grunde sind dürre Bäume und andere Schlange*, und im Rande erklären auf einer gewohnlich fehlenden Schrifttafel 16 italienische Verse den Sinn der Allegorie. Sie beginnen: l'er aspri boschi e solidario horrore Barbuio magro uo solingo e nudo Di rabbio colmo e carco di dolore Squallido in- culio hirsuto horrendo e crudo etc. Auf ein sclteues bisher unbekanntes Exemplar dieser Art macht lt. Weigcl (Kunstkatalog No. 14,977) aufmerksam. Hoinocko schreibt die Erfindung mit Unrecht dem B. Bandinclli zu, und legt den Stich dem Agostino Vencziano bei, mit dessen Styl a* nichts gemein hat. Vasari sagt auch deutlich, dass diess Caraglio's erstes Blatt nach Rosso für Baviera sei. Hierauf stach er nach demselben Meister, und für denselben Verlag sechs Vorstellungen aus der Mythe des Herkules B. 44—49, welche im späteren Drucko Salamanca's Adresse tragen. Gleichzeitig ist das schöne Blatt mit den Musen und Pieriden, ebenfalls nach R. Itossi B. 53, wie die Folge mit Herkules von Vasari erwähnt. Die Platte mit den Musen war bald abgenützt, und musstc desswegen retouchirt werden. Doch hat nicht Enea Vico die Platte üliorstochen oder vollendet, wie Bartsch No. 28 angibt. Vico hat eine Zeichnung von Polidoro del Vaga gestochen, welche von jener des Rosso Rossi verschieden ist. Hierauf Hess Baviera nach R. Rossi's Zeichnungen die 20 mythologischen Gottheiten in Nischen stechen, welche Bartsch No. 24—43 beschreibt. Auf dem ersten Blatte steht der Name des Künstlers mit der Jahrzahl /.52ß, und wenn die erwähnten Stiche, wie zu glauben ist, vorhergehen, so ist Caraglio jedenfalls noch in 1 15. Jahrhundert geboren. Die Platten mit den Gottheiten wurden von F. Villamena retouchirt, die späteren Drucke sind aber leicht zu kennen, da im ersten Zustande der Rand der Nischen weiss ist, während ihn Villamena schattirte. Jakob Biuk hatte diese Folge 1530 copirt, und zwar in Originalgrösse (H. 7 Z. 2 — 3 L.) Die gegenseitige anonyme Copie ist etwas kleiner. Zwölf dieser Vorstellungen wurden ebenfalls von einem Ungenannten wiederholt. Diese Blätter sind nicht nummerir', haben keine Inschrift, und scheinen nicht vollendet zu seyn. Nur die Copien mit Saturn und Vulkan haben Unterschriften. Rosso sollte fü r Baviera auch die sogenannten Liebschaften der Götter zeichnen, docli lieferte er ihm nur zwei Compositioneu: Die Entführung der Proser|>j' i: ' und die Liebe des Saturn zur Philira. Die übrigen Zeichnungen sin' 1 von Pierin del Vaga, wovon aber Vasari nichts weiss. Bartsch No. 9—23 beschreibt 15 Blätter dieser Folge. Ein sechzehntes Blatt, welche 9 Venus vorstellt, wie sie den Tod des Adonis beweint, fügt Brulliot bei- Die Folge dürfte aber aus 20 Blättern bestehen. Herkules und Dcjanir" hat No. 16, Vertumnus und Pomona No. 18, Cupido und Psyche No. \9, Venus mit Amor No. 20. Die Ergänzung der Folge bei Bartsch ergib' sich aus dem Cataloge der berühmten Sammlung des W. Y. Ottley. Da sin" vier neue Blätter verzeichnet: 1) Venus und Adonis, wie oben na 0 ' 1 Brulliot erwähnt, 2) Jupiter und Io in der Wolke, 3) Jupiter und Sc- mele, 4) Apollo und Hyacinthus. Hiemit hätten wir 19 Blätter. D aS fehlende stellt Jupiter als Satyr vor, auf dessen Knieen Diana mit dd' 1 Halbmonde sitzt. Der Adler hält den Blitzstrahl, und Amor, unter de' Gestalt eines kleinen Satyr, macht sich mit den Schenkeln der sic B sträubenden Göttin zu schaffen. Diese Darstellung ist also von jenei - ! welche Bartsch „Jupiter und Antiope" betitelt, verschieden. Letztere schläft, und der Faun, auf dem Adler sitzend, entblösst sie. Gege n links sitzt Amor mit dem Blitze des Zeus. Daraus lässt sich nun . 271 sind auch die Holzschnitte in T. Tasso's Amynta, welcher 1599 zu Ferrara gedruckt, wurde, von Baldini's Hand. Jedes der fünf Bücher dieser Pastorale ist mit einer Vignette geziert, wovon die zweite die Initialen B F tragen soll. Für Baldini's Arbeit halten wir auch die fünf Vignetten im Pastor Fido. Venezia 1606, 16. Die Vignette zum dritten Akte zeigt links am Baume einen Auswuchs, welcher ein II zu bilden scheint. 1558. Joachim Beukelaar, oder Buekelaer, wurde 1530 zu Ant- 6y werpen geboren, und von P. Aartsen unter- / jf"/ ~, richtet. Er malte Kirchweihfeste, Jahrmärkte, / f/)^" Kiirlionstiickc mit, verschiedenen Utensilien *~£, l/^ und Vorräthen, todtes Wild, Blumen und A Jr\ £■ Früchte, und anderen Darstellungen, welche A\ 4 lft> man zu den Stillleben zählt. Dann malte er '*S +* auch Genrebilder, da er die menschliche Figur für seine Zeit sehr gut zu behandeln wussto. In der k. k. Gal- lerie zu Wien ist ein ziemlich grosses Gemälde, welches einen Bauer vorstellt, welcher Geflügel, Butter und Eier zum Verkaufe hat. Neben ihm sitzen zwei Weiber auf dem Boden, und an der Schmalztonne steht das dritte Zeichen mit der Jahrzahl 15(17. Auch Bilder aus der heiligen Geschichte finden sich von ihm. In der Sammlung des Herr» D. Lenoir zu München sahen wir eine Kreuzsehleppung mit dem zweiten Zeichen und der Jahrzahl 1562. Auch das erste Monogramm, welches man wohl / II. lesen muss, findet man auf Gemälden, welche Märkte und Kirmessen vorstellen, theils mit reicher Figurenstaffage. Die beigefügten Jahrzahlen 1566, 156» u. s. w. bestimmen diu Zeit der Entstehung. Auf seinen Jahrmärkten kommen nicht immer gewöhnlich« Volks-Sccncn vor. Ein Gemälde in der Pinakothek zu München schildert uns bei Gelegenheit eines solchen Jahrmarktes die Verspottung des Heilandes vor dem Hause des Pilatus. Beukelaer war ein sehr fleissiger Künstler, erwarb aber durch seine Kunst kaum den Lebensunterhalt. Erst nach seinem Tode machten die Händler gute Geschäfte. Nach Descamps erreichte er ein Alter von 40 Jahren, Immcrzeel u. A. lassen ihn aber 1610 sterben. 1559. Jan Baptlsta Barbe? Dieses Zeichen gehört einem Kupfer- B Stecher an, welcher im Cataloge des Marchese Malaspina di Sa»- nazaro II. p. 95 der Schule des Marc Anton zugewiesen wird. B. Nr. 1560 — 1563. 687 Seine Stichweise verräth indessen keinen italienischen Künstler, sondern nähert sich jener der Wierx, deren Zeitgenosse der Künstler war. Wir vermuthen daher nnter dem Namenszeichen den Johann Baptist Barbe von Amsterdam, welcher um 1590 — 1610 mehrere Blätter nach M. de *os, A. Diopenbeck, Theodor van Loo u. A., und auch nach eigener Compositum gestochen hat. Sehr schön und selten ist ein Blatt mit der Madonna und St. Anna, welche im Vorgrunde von einem fürstlichen Paare verehrt werden. Die beiden Wappen oben deuten an, dass die Donatoren der französischen Königsfamilio angehören. Im Rande steht: Pul/her est dilectus maus. Vedie äla HEYNE. Par Anne Moncornet, kl. t'ol. Dieses Blatt brachte uns auf die Idee, dass auch die unten erwähnte Pieta nach Marc Anton von Barbe gestochen sei, da es überdicss auch bekannt ist, dass dieser Künstler in Italien Studien gemacht habe. 1) Der Leichnam des Herrn auf dem Boden ausgestreckt, und von Maria, und den hl. Frauen beweint. Unten gegen die Mitte ist das läfelchen des Marc Anton, und rechts das Monogramm des Stechers. Im unteren Bande steht: Vulneratus est propter transgressiones nostras etc. B. 8 Z. Br. 6 Z. 2) Christus das Kreuz tragend. Mit dem Zeichen, und in der Grösse des obigen Blattes. — Diese beiden Blätter dürften zu einer Folge gehören. Sic sind fein gestochen, und erinnern in der Behandlung an die Schule der Wierx. Vgl. auch den folgenden Artikel. 1560. Joos Boscher, oder Bouschere, war gegen Knde des 16. Jahr- *. hundert« Kunsthändler in Amsterdam, und verlegte, mehrere /-< Blätter der Wierx, auf welche er ein Privilegium hatte. Er 4&0- ]i ess auc ]j Bildnisse stechen, welche theils mit dem Monogramme , theils mit dem Namen bezeichnet sind. Indessen hatte auch der oben erwähnte Kupferstecher Johann Baptist Barbe einen Kunstverlag, da auf einigen Blättern nur dessen Adresse steht. Ks wäre daher möglich, Qass auch Blätter desselben mit dem Vcrlagsmonognimme versehen seien. 1561. Unbekannter Zeichner, wenn nicht Johannes Wierx. Man findet kleine Blätter mit biblischen Darstellungen, welche Jo- • tTV hannes Wierx gestochen hat. Der Erfinder ist darauf nicht angegeben, un d daher glauben wir, dass das Zeichen sich auf Wierx selbst beziehe, da es öfters mit dem Buchstaben W in Verbindung ist. Die Blätter sind in Octavo, und gehören wohl in ein Bibelwerk. 1562. Jeronymus Boschart, oder Bosschart, gehört zu denjenigen ifj . Künstlern, welche die holländischen Schriftsteller übergangen OVMien,. haben. Er malte. Schlachten, und war in der zweiten Hälfte des *7. Jahrhunderts thätig. Wir haben von Quo eine Folge von wenigstens |* Blättern, welche verschiedene Cavalericgcfcchte vorstellen, unter dem fltel: Variae pugnac vditarcs etc. Afbeeldingh van verscheyde Batailien 9oinvcntert door Jeronimus lioscharl. Nicolaus Visscher exe. Ein Blatt hat das Monogramm des Lucas Vorstennan jun., qu. 8. Brulliot I. No. 1017 schreibt das obige Zeichen dem Jacques Bour- Suignon zu, und gibt auf dem ersten Blatte, mit dem lateinischen Titel die Adresse von F. de Wit an Diese Abdrücke dürften nun die ersten Se yu, und Nicolaus Vischer, der Sohn des Jan Clasz. Vischer, fügte "ann ein holländisches Titelblatt bei. 1563. Der Meister mit dem Würfel, Maestro del Dado, Maitre «au De &c, irrig Beatricius genannt. Ueber dem Träger dieses Zeichens, welcher viele schöne undwerth- volle Kupferstiche hinterliess, schwebt noch immer ein 'ÄrVl iläl Dunkel, und wir können dabei' nur rel'crircn, was von ■*|JiJ x l|jP ;j im gesagt wurde. Nach einer nicht sehr alten Tra- b 688 B. Nr. 1563. dition nannte man ihn den alten Beatrieius, so dass ein jüngerer Meister dieses Namens gelebt haben müsste. Allein die ganze Hypothese beruht vielleicht nur auf der Verwechslung des Nicolaus Beatmet mit dem unbekannten Meister mit dem Würfel. Der alte Beatrieius wurde aber lange festgehalten, und um auch eine Heimath für ihn zu finden, wurden vorncinlich jene Blätter in's Auge gefasst, welche mit II V. bezeichnet sind. Diese Kupferstiche sind so sehr im Style des Meisters mit dem Würfel bebandelt, dass man nur seine Hand vermuthell kann, und daher boten sie den Anhaltspunkt zu einer weiteren Hypothese, welche auf die Deutung des Buchstaben V ausging. Man construii'te nun einen Beatrieius Venelianus, ohne in den Künstlerregistorn einen Meister dieses Namens nachweisen zu können. Orlandi, und nach ihm Zani machen auf einen Giovanni Francesco Zabello aus Bergamo aufmerksam, welcher um 1546 Muster für Fbenistcn zu eingelegten Arbeiten zeichnete, und auch Bildschnitzer war, wie seine Chorstühle im Dome zu Bergamo beweisen. Das Wort Zabello sollte die Bedeutung des Würfels haben, und der Buchstabe B auf demselben auf die Stadt Bergamo sich beziehen, so dass der alte Beatrieius Venelianus in dem Zabellus Berga- mensis einen Nebenbuhler fand. Diese Erklärung fand indessen wenig Eingang, zum Curiosum gestaltete sie aber Bryan, welcher in seinem „Biographical and critical dictionary" den Zabello des Orlandi als Kupferstecher aufnahm, und das II auf dem Würfel dem deutschen Meister Barthel Beham vindicirte, so dass für den Kbenisten aus Bergamo nichts übrig blieb. Auch andere wollten den Würfel zum Rebus des Familien- Namens unsers Meisters machen, und sie nannten ihn desswegen DaS oder Dado. Allein die Meister dieses Namens waren Florentiner, und Bernardo Dadi (Daddi), der einzige, welcher hier einstehen müsste, lebte als Schüler des Spinello Arotino um 1350, also um mehr als hundert Jahre früher. Wir könnten indessen einen Meister Dado der Zeit unsers Kupferstechers naher bringen, aber ohne Erfolg auf die Lösung des Zeichens. Im k. Museum zu Madrid ist nämlich ein Gemälde, welches den hl. llieronymus in Meditation vorstellt, mit der Bezeichnung: Mdad 1521. Pedro de Madrazo beschreibt es im Catalogo del Real Musen von 1845 unter No. 977, erkennt aber darin ein Werk der alt-niederländischen Schule. Wir sind daher keineswegs bemüssiget, einen Maler Dado oder Maestro Dado herauszufinden. Bartsch und die Mehrzahl der neueren italienischen Schriftsteller nehmen also mit mehr Recht den Würfel wie er ist, und sie nennen den Stecher „Maiire au de, oder Maestro del dado." Die Deutsches sind von jeher mit geringer Ausnahme dem Meister mit dem Würfel treu geblieben, ohne auf einen Familiennamen Dado oder Zabello einzugehen. Auf den alten Beatrieius nahm man mehr Rücksicht, aber nur weil ihn einige als Vorgänger des N. Beatrizet ansahen. Die Blätter mit dem Würfel sind nach den beigefügten Jahrzahlen um 1532—1533 entstanden, und daher nahm man an, dass der Stecher um 1510 geboren sei. Der Stichweise nach scheint er einer der vorzüglichsten Schüler des Marc Anton gewesen zu seyn. Doch sind nicht alle Blätter von gleicher Güte, und manchmal im Style abweichend' Auch die Figuren sind gewöhnlieh etwas schwerfällig und eckig, aber individuell in den Charakteren. Die Verzeichnisse der Blätter, welche vor Bartsch erschienen, sind sehr unverlässig, da jene des N. Beatrizet und des O. Bonasone damit vermengt werden. Auch wurde ihm eine grosse Anzahl von anonymen Stichen beigelegt, welche in ihrer Mittcl- mässigkeit keinen Vergleich aushalten. Der Styl des Meisters // mit dem Würfel ist so eigentümlich, dass man selbst von den Erzeugnissen jener Künstler, welche ihm am nächsten kommen, nicht beirrt wird- B. Nr. 1563. 689 Bartsch P. gr. XV. p. 184—233 beschreibt 85 Blätter, welche grössten- weils mit dem Würfel bezeichnet sind. Nur wenige tragen die Buchstaben li v. , worüber an betreffender Stelle gehandelt wird. Ohne »eichen sind nur die Blätter bei Bartsch No. 23, 28, 71, 80, 83—85. Ansalze zum Peliitrc-graveur. 1) Das Bildniss des Papstes Julius 111., halbe Figur gegen links, |n einem verzierten Oval mit Sphinxen und Fruchtbüscheln. Mit dem f eichen. II. 11 Z. Br. 8 Z. — Dieses sehr seltene und schöne Blatt lst im Oatalogo des Dr. B. Petzold beschrieben. 2) Die Verkündigung an Maria. Die hl. Jungfrau sitzt rechts am lettische, und wendet sich gegen den links hereinschwebenden Engel. Jn der Mitte oben schwebt der hl. Geist. Mit dem B auf dem Würfel "nks bei dorThüre. H. 5 Z. 8 L. Br. 11 Z. 4 L. — Dieses seltene "latt boschreibt Brulliot in der Table g6nerale No. 730. Kr hatte nur von einem einzigen Exemplare Kunde, von jenem in der Sammlung des Erzherzogs Albert von Sachsen-Tcschen. Das Blatt kommt aber auch in anderen Catalogen vor, wie bei Cerroni, Mark Masterman Sykes, yMcy, Sternberg - Manderschcid, Dr. B. Petzold und Otto. Im ersten Drucke fehlt die Adresse: Romae Änt. Lafrery. Kxemplare dieser Art gehören zu den grossen Seltenheiten. 3) Die Kreuzigung Christi, angeblich nach einer Zeichnung von Rafaeh Mit dem Würfel und der Jahrzahl i032. H. 8 Z. 8 L. jfr- 7 Z. 3 L. — Eine Darstellung dieser Art besass der Kunsthändler örttnling in Wien, und er hielt das Blatt für noch unbeschrieben. Es ls t daher nicht mit der gleichgrossen Kreuztragung B. No. 2 zu verwechseln. 4) Christus am Kreuze zwischen den beiden Schachern. Rechts vorn ist Maria von den Frauen umgeben, und im Grunde sieht man Soldaten. Am Fusse des Kreuzes erhebt der römische Centurio die Arme zu dem Heilande. Mit dein Zeichen, und der Jahrzahl 1532 rechts unten. H. 7 Z. 8 L. Br. 8 Z. 6 L. — Brulliot macht in der ■Table generale des monogrammes No. 730 auf ein Blatt mit Christus ^m Kreuze zwischen den Schachern aufmerksam, und fügt es den von Bartsch beschriebenen Blättern als Supplement bei. Zanetti (Cabinet Cicognara No. 966) glaubt, das von Brulliot erwähnte Blatt sei jenes, *elchea Bartsch No. 3 beschreibt, und „La conversion du Centenier" "«titelt. Brulliot gibt (bis Mass an, wie Bartsch (II. 8 Z. 2 L. Br. 5 Z. ° L.), die obige Grösse bestimmte aber Grünling in Wien, welcher das Blatt ebenfalls als dem Verfasser des Peintre-graveur unbekannt bezeichnet. Indessen weichem die Massangaben öfter ab, und somit könnte J'ennoch die Darstellung jene bei Bartsch No. 3 soyn. Die Compositum le gt man dem Itafael bei, die Zeichnung stimmt aber im Stiche nicht v 9'lkommcn mit jener dieses Meisters, woran gewöhnlich der Stecher ül « Schuld trägt. ft 5) Das Seegefecht, oder der Raub der Helena, B. No. 78. H. 9 Z. , r - 14 Z. 10 L.— Im ersten höchst seltenen Drucke fehlt rechts unten "er Würfel mit dem Buchstaben ß. Auch ist das Blatt in diesem Zulande ohne Inschrift und Adresse. Beim zweiten Drucke wurde der Würfel mit B eingestochen, und im Rande steht: „Raptus llelenat." Rechts fügte Anton Lafreri seine Adresse bei. 6) Der Fries mit den Kindern, deren Zug ein auf der Ziege reitender Knabe eröffnet. B. No. 36. H. 3 Z. 9 L. Br. 15 Z. - Im e fsten, sehr seltenen Drucke ist rechts auf dem Würfel das B nicht «'ngestochen. Die zweiten Abdrücke haben das B und die Adresse des Anton Lafreri. Die gegenseitige Copie ist ohne Zeichen. 690 B. Nr. 1563. 7) Der Fries mit dem Triumphe des Amor durch Kinder. Der Liebesgott sitzt auf einem von zwei Ziegen gezogenen Wagen. Das Gegenstück zu obigem Blatte. B. No. 37. — Hinsichtlich der Abdrücke verhält es sich wie No. 6. 8) Der Sieg des Scipio über König Syphax von Numidien. Der Würfel mit B ist rechts unten. H. 7Z. 10 L. Br. 9 Z. — Von diesem Blatte, welches Bartsch No. 73 beschreibt, im ersten Drucke nur den Würfel mit II, dann im Kande eine Inschrift (Sumptum ex fragmentis &c.) und die Adresse von A. Lafrcri, und im retouchirten Drucke den Namen Rafael's und Thomassin's trägt, gibt es eine sehr schöne, Bartsch unbekannte Copie ohne Zeichen. In dieser Nachbildung ist der untere Rand so nahe an die Vorstellung gerückt, dass die Unebenheiten des Terrains und das Schwert des vom Pferde gestürzten Kriegers denselben berühren, während im Originale ein weisser Zwischenraum sich zeigt. 9) Das Opfer au Priap, dessen Statue Faunen und Bacchantinnen mit Guirlanden zieren. Unten gegen rechts ist der Würfel mit II. Beschrieben von Bartsch No. 27. H. 4 Z. 6 L. und 1 Z. 5 L. Rand, Br. 10 Z. 6 L. — Im ersten, sehr seltenen Drucke ist das Mcmbrum virile des Priap in Errcktion, und die Adresse des A. Darren fehlt. Später wurde das anstössige Membrum decenter abwärts gelegt, und Lafreri bekannte sich als Verleger. Die retouchirten Abdrücke haben die Adresse von Thomassin im Rande zwischen den italienischen Strophen, und dann kam auch noch die Adresse des J. de Rossi hinzu. —- Die sehr schöne gegenseitige Copie nahm Heinecke für ein Original Matt des Marc Anton, indem in dem Cartoucho über dem Kopfe des Priap das Monogramm dieses Meisters angebracht ist. Doch nur im zweiten Drucke, und zwar in der Bildung MA. Beim dritten Drucke wurde das F angefügt. 10) Die Fabel der Psyche, in 32 nummerirten Blättern nach Zeichnungen von Rafael, B. No. 39 — 70. Höhe ohne Rand 6 Z. 3 — 4 L., der Rand mit den italienischen Versen 11 L. Br. 8Z. 4—5 L. — Der Meister mit dem Würfel hat nur 29 Blätter gestochen und bezeichnet. Die fehlenden drei Vorstellungen sind von Agostino Vencziano, mit A. V. und den Nos. 4, 7 und 13 versehen. Auf zwei Blättern, No. 5 und 7, stehen nach Bartsch die Buchstaben II. V., worüber wir an betreffender Stelle handeln. Man kennt folgende Abdrucksgattungen : I. Vor der Adresse des A. Salamanca, und von ursprünglicher Reinheit. Die Numrnerirung der Platten ist einfach. II. Die noch nicht retouchirten Abdrücke mit doppelten Nummern links unten, und mit Anton Salainanca's Adresse. Dieser Kunsthändler erhielt die Platten noch in ziemlich vollkommenem Zustande, und daher ist zu untorsuchen, ob die Exemplare mit seiner Adresse die Retouche erlitten haben, oder nicht. Die. zweiten Abdrücke vor der Uebcrarbeitung sind noch sehr schön, kommen aber sehr selten vor. III. Die retouchirten Abdrückt; mit A. Salamanca's Adresse. Die Platten wurden der Mehrzahl nach sorgfältig übergangen, und die Buchstaben A. V. auf den Blättern des Agostino Veneziano sind noch deutlich. IV. Die geringeren Abdrücke von den durchaus retouchirten Platten, wahrscheinlich nach der Zeit des F. Villamena. Hiebei verweisen wir auf die Nummern von Bartsch, welcher die zweiton Abdrücke beschreibt. — No. 29. Die Adresse Ant. Sal. exe. ist durchstrichen, und etwas tiefer steht: Sup. Uc. — No. 39. Die genannte Adresse ist zweimal durchstrichen, und unten auf einem Erdhügel steht: Sup. lic: — No. 40. Links unten sind die Nummern 3. 2. — No. 41. In der linken Ecke unten 2. 3. — No. 45, 47 u. 51. Die B. Nr. 1564 — 1565. 691 Buchstaben A. V. sind ausgeklopft, und nicht mehr sichtbar. — No. 57 — 70. Die Zahlen genau so, wie sie Bartsch angibt. 11) Die Capitäle der fünf Säulenordnungen, 15 Vorstellungen auf einem sehr seltenen und schönen Blatte. Catalog Petzold VII. No. 54. H. 9 Z. 9 L. Br. 13 Z. 5 L. 12) Ein Säulenschaft auf der Base, mit Weinlaub verziert. Sehr seltenes Blatt. Catalog Petzold No. 55. H. 17 Z. 3 L. Br. 10 Z. 8 L. — Im ersten Drucke vor der Adresse des Anton Lafrery. 1564. Unbekannter Kupferstecher, irrig Bonasone genannt. BT) Bartsch P. gr. XV. p. 504 beschreibt eine Folge von sieben ,D,^. Kupferstichen, welche die freien Künste vorstellen, und zwar unter nackten weiblichen Figuren in verschiedenen Stellungen mit Attributen. Die Blätter sind nummerirt, 6 Z. 2 L. hoch, und 3 Z. H>-11 L. breit. , Der Verfertiger dieser Blätter war um 1544 thätig. Er gehört der italienischen Schule an, und da seine Erzeugnisse einige Aehnlichkeit m 't jenen des Giulio Bonasone haben, so wollte man den Buchstaben ß, welcher auf zwei Stichen vorkommt, auf diesen Meister beziehen. Allein die Vorstellungen der freien Künste sind weder von G. Bonasone, noch v on dem Meister mit dem Würfel. Auf ihn beziehen sich jedoch nur die beiden ersten Buchstaben, das kleinere ß steht auf einem Blatte jenes Meisters, welcher diesen Buchstaben gewöhnlich auf einem Würfel inbrachte Es stellt die Kreuztragung des Herrn vor, nach einer Zeichnung in der Weise Rafael's. Dieses Blatt trägt die Jahrzahl jf5.32, und wird von Bartsch XV. p. 185 No. 2 boschrieben. H. 8 Z. 8 L. Br. 7 Z. 3 L. Die Blätter No. 1—7 beschreibt Bartsch. Wir geben n ur die Inschriften an, da keine Verwechslung stattfinden kann. 1) Grammatica. lhrmippvs Avtor Evtl. 2) Dialectica. Invenlor Fuit Plato. 3) Rhetoricae Inventores Fvht Apvd Gre. Gorgias, Hermagoras. Apvd Lad. Tvl. Cice. Auf diesem Blatte steht das zweite fl. 4) Arithmetica A l'hoenicibut Inventa Esc. Mit der Jahrzahl 1 544. 5) Geometria Ab Aegyptis Primo Inventa Est. 6) Musica. Inventor Fvit Orphevs Et Linvs. 7j Astrologiae Repertor Evit Athlas. Mit dem ersten ß links unten. 8) JB. No. 8.] Der Tod der Cleopatra, und David als Sieger, auf Einem Blatte, nach zwei Zeichnungen oder Skizzen. Links steht Cleopatra nackt an einem Baumstämme, und legt mit der Rechten die Schlange an die Brust. Diese Figur ist nach einem Blatte von B. Beham copirt. Rechts bemerkt man David mit dem Schwerte in der Linken, und dem Hauptn des Goliath in der Rechten. Den Grund bildet eine Landschaft ■nit Gebäuden. Der Buchstabe B steht unten gegen rechts. H. 2 Z. 3 L. Br. 3 Z. 3 L. 9) [B. No. 9.] Bacchus und vier Kinder. Er sitzt links auf dem Boden, und hinter ihm bemerkt man ein Kind mit der Schale. Gegen rechts sind drei andere Kinder vorgestellt. Das auf dem Rücken liegende legt den Kopf auf die Schenkel des Bacchus, das zweite trinkt au s der Schale, und das dritte zeigt vor dem Fasse den Rücken. Uebcr dem Eingänge eines Gebäudes links im Grunde steht: Liber Pampineas 'nvidit Collibvs Vmbras. In der Mitte unten steht der Buchstabe B, n nd rechts am Fasse die Jahrzahl i.544. Rund, Durchmesser 5 Z. 3 L. 1565. Bernhard Behem, odcrBöheim gehört zu den berühmtesten BReliefplastikcrn, welche in der früheren Zeit des 16. Jahrhunderts thätig waren. Er ist der Sohn eines gleichnamigen Künstlers, welcher 1434 zu Nürnberg geboren wurde, und 1507 ala kaiser- 692 B. Nr. 1566-1568. Hoher Münzgraveur zu Hall in Tirol starb. Er prägte die ersten grossen Silberstücke mit dem Bildnisse des Erzherzogs Sigmund von Tirol, die sogenannten Sigmunds - Thaler. Bernhard Behem jun. wurde 1511 von Kaiser Maximilian I. zum Ober-Münzmeister in Oesterroich und Tirol ernannt, hatte aber schon früher als Graveur den Ruf grosser Meisterschaft erlangt. Seine (leprägo sind jedoch nicht bestimmt. Nur niuth- masslich schreibt man ihm den Schauthaler mit dem Reiterbilde des Königs Ludwig II. von Ungarn, und eine Medaille auf den Tod des Königs in der Schlacht bei Mohacz 1525 zu. Letztere ist auf dem Revers vorgestellt, und die Vorderseite zeigt die Bildnisse des Königs und seiner Gemahlin. Kein Gepräge ist mit B , oder B IS bezeichnet, Wir wissen aber von Zeichnungen mit Bildnissen von Fürsten aus dem Hause Habsburg, welche in dunkelgrüner Farbe ausgeführt und mit Weiss gehöht sind. Zeichnungen dieser Art, meistens Medaillons, sollen mit B bezeichnet seyn. Wir sahen deren im k. Cabinet zu München, welche aber, wenigstens im Bilde, ohne Bezeichnung sind. Sie lassen auf einen sehr tüchtigen Meister schliessen, und dieser mag nun Bernhard Behem seyn. 1566. Anton Blockland von Montfort, welcher 1583 starb, bezeich- t» i,..) nete etliche Gemälde mit dem Buchstaben B., während auf D. lo/ö an (i crcn Gemälden die Initialen A. M. No. 932 stehen. Der Buchstabe B. mit der Jahrzahl 1Z73 steht auf einem Bilde in der k. k. Gallerie zu Wien, welches den Aktäon vorstellt, wie er die Diana im Bade belauscht. Im Hintergründe ist die Strafe des Frevlers angedeutet, indem ihn nach der Verwandlung in einen Hirsch seine eigenen Hunde zerreissen. 1567. Johann Bechtoldt von Nürnberg gehört zu den sogenannten -p» Illuminirern, d. h. Miniaturmalern. Er war um 1580 —1600 rS "D thätig, und bediente sich auch eines Monogramms, welches aus A^z-D Bl besteht, in der Art, dass das / das liegende m durchschneidet. Den Buchstaben B findet man auf Malereien in Wasserfarben, und auch auf illuminirten Kupferstichen des A. Dürer u. s. w. Die Fassion wurde z. B. fein ausgemalt und mit Gold gehöht in Gebetbücher eingelegt. Wir sahen auch ein sehr schönes Aquarellbild der hl. Apollonia, welches von Bechtoldt's eigener Composition zu seyn scheint. Es ist mit B 1597 bezeichnet. 1568. Joseph Bernhardt, geb. zu Theuern bei Amberg 1805, ge- Bhört zu den ausgezeichnetsten Portrait - Malern unserer Zeit. Als Mann von wissenschaftlicher Bildung war er in München einige Jahre auf den Klavierunterricht angewiesen, endlich aber ward es ihm vergönnt, der Malerei ausschliesslich sich zu widmen. Bald erhielt er den Auftrag, mehrere Bildnisse nach Stioler zu copiren, besonders solche des Königs und der königlichen Familie. Bernhardt behauptete aber in kurzer Zeit als selbsständiger Künstler seine Stelle neben dem gefeierten Stieler, und viele der von ihm gemalten Bildnisse behalten einen klassischen Werth. Hier jedoch handelt es sich nur um Bilder aus der früheren Zeit des Künstlers, welche gewöhnlich in kleinem Formate und theils mit dem Buchstaben ß 1H32, 1033 &c. bezeichnet sind, und den jungen Mann in seinem Fortschreiten be- urtheilen lassen. Bernhardt steht seit 1837 in München einer von ihm selbst gegründeten Malerschule vor. Im Jahre 1854 ertheilte ihm der König von Preussen den rothen Adlerorden. B. Nr. 1569—1572. 693 1569. Meister Benedikt, Maler von Basel, zählt zur alten elsassi- T\ sehen Schule, intern er 1505 als Mitglied der Zunft „zum Himmel" jj in Basel erscheint. Benedikt war Glasmaler, seine Werke scheinen aber durch den Zahn der Zeit verzehrt worden zu seyn. Es sollen 8lc h aber noch Zeichnungen in Bister von ihm finden, meistens Costümc ^°n Militärs und der bürgerlichen Stände. Auf solchen Blättern be- 2le ht sich der Buchstabe B auf Benedikt von Basel. 1570. Philipp Soye? Dieses Zeichen gibt Bartsch P. gr. XIV. p. 210 1.3 No. 262, mit der Bemerkung, dass man es auf der in Kupfer ge- ^ J> stochenen Copie eines Blattes von Marco di Ravcnna finde. Dieses "latt stellt die Euridice vor, wie sie mit erhobenen Armen mit dem ■nken Fusse im Orcus über den Abgrund hinschreitet, während aber ^ e r rechte Fuss in denselben reicht. Das Original ist ohne Zeichen, * Z. 6 L. ? hoch, und 2 Z. 6 L. ? breit. Das Monogramm der Copie »leht man nach Bartsch am Felsen unter dem linken Fusse der Euri- fll ce. H. 6 Z. 4 L. Br. 3 Z. 8 L. Dieselbe Darstellung hat auch Philipp Soye gestochen, und es wäre *ohl möglich, dass auf dem von Bartsch erwähnten Exemplare der ^°Pie das Zeichen nicht ganz deutlich war. P. Soye bediente sich eines *us ps gebildeten Monogrammes, so dass also im obigen Zeichen die Schwingung des S mangelhaft wäre. 1571. Georg Böhm? Man findet eine gegenseitige Copie desKupfer- »0> Stiches von Jakob Binck, welcher einen Tambour und zwei V-^2.9. Soldaten vorstellt, B. VIII. p. 282 No. 65. Im Originale ,. y' bemerkt man rechts oben Binck's Zeichen im Täfelchen, £ le Copie ist mit dem Buchstaben B bezeichnet. H. 2 Z. 1 L. Br. 1 Z L. — Dieser Buchstabe deutet wahrscheinlich den Copisten nicht an ondern bezieht sich auf J. Binck. Das Blatt kann aber keine Wieder- olung des letzteren seyn. In der Sammlung des sächsischen Alter- Dums-Vereines zu Dresden sind indessen zehn Gemälde, welche die ^eboto des Herrn vorstellen. Sie sind mit G. B. 1529 bezeichnet, und forden dem Georg Böhm, einem mittelmässigen Maler der Schule des •j'.ukas Cranach zugeschrieben. Vielleicht ist die erwähnte Copie von Ule sem Künstler. 157 2. Thomas Bewick, Formschneider und Zeichner, geb. zu Cherry- t s i 3 burn am 11. August 1755, gest. zu Newcastle am 8. November HR | I 1828. Dieser berühmte Künstler war Schüler des Kupfer- Jt'BH Stechers Beilby, und übte anfangs die Kunst desselben, er . e °t aber an der Spitze derjenigen Meister, welche in der Geschichte , er neueren Formschneidekunst Epoche machten, indem sie die Bahn bellen, auf welcher diese Kunst zur höchsten Ausbildung gelangte, nicht >j llr in England, sondern auch auf dem Continente. Was z. B. der alte ^, n ger in Deutschland leistete, ist im Vergleiche mit den Blättern des ."• Bewick noch immer geschmacklos, obgleich auch die Leistungen csselben gepriesen wurden. Seine ersten Arbeiten fallen von 1768 bis 7 .0, sie kommen aber noch wenig in Betracht, da Bewick in der ^'clinung schwach erscheint. Sein Fabelbuch von 1781 zeigt aber n 8. Diese Werke erhielten zahlreiche Ausgaben, in welchen ® Verbesserungen immer mehr hervortraten. Das Verdienst der •tonogrammisten. 49 694 B. Nr. 1573. Holzschnitte besteht aber noch immer weniger im Technischen, als in der geistreichen kecken Zeichnung, welche theils die Natur mit Glück nachahmt. Doch hatte Bewick in der History of Landbirds auch im Machwerke bereits eine bedeutende Stufe erreicht. Die Wasservögel sind weder in Zeichnung noch in Schnitt von späteren Meistern erreicht. Der Formschneider der Historia annimalium des alten Conrad Gesner arbeitet aber immer noch vorzüglicher. Nur die Vignetten am Anfange und Schlüsse der Werke Bcwick's reihen sich dem Besäten dieser Art an. Ausser diesen naturhistorischen Werken in grösserem Formate gab der Künstler 1793 in London auch ein Buch in Duodez mit Thier- bildcrn &c. heraus, unter dem Titel: The Beauties of the Crealion ..... Viele Blätter in diesem und in den anderen Büchern sind mit dem Buchstaben B bezeichnet, oder vielmehr mit dem Monogramme TB, da der Buchstabe T damit verbunden ist, worauf der Unkundige nicht sogleich verfallen dürfte. Bewick befasste sich aber nicht allein mit der Abbildung von Thieren, er gab auch Muster in Darstellung def Pflanzenwelt in Thornton's New family herbal. London ifliO. Mit 283 Holzschnitten nach Zeichnungen von Henderson. Ueberdiess findet man in den englischen Classikcrn auch verschiedene Vignetten von Th. Bewick' Ein Preisblatt von 1775, welches einen von ihm selbst gezeichneten Jagdhund vorstellt, ist der von Th. Saint in Newcastlc besorgten Ausgabe von Gay's Fabeln beigefügt. Ein einzelnes Blatt von 1789 gib' die Abbildung eines Stieres, The Chillingham Bull betitelt. Die Abdrücke der letzten unbeendigten Platte des Künstlers zeigen ein in der Landschaft stehendes krankes Pferd, unter dem Titel: Waiting for death, qu. fol> Bewick hat sich auch durch die Heranbildung von trefflichen Schülern Verdienst erworben. Darnnter sind Nesbit, Clennel, W. Harvey u. A> Durch diese und andere Meister erreichte der Holzschnitt eine Höbei deren er sich nur in der Blüthczeit des 16. Jahrhunderts erfreute. I" Behandlung dos Malerischen steht er jetzt einzig da. Bewick's Vorgänger im Formschnitte kommen mit ihm nicht in Vergleich, da sie sich eine andere Aufgabe gesetzt hatten, nämlich jene des berühmten Venezianers A. M. Zanetti. J. B. Jackson, E. Kirkal, J. Skippe u. A- übten, wie dieser, vor Bewick den Formschnitt in Helldunkel. Thomas und John Bewick besitzen auch ein literarisch-artistisches Denkmal: A descriplive and crilical Catalogue of Works , illustraled W Thomas and John Bewick, Wood-Engravers. Newcastle-Upon-Tyne; «"''* an Appendix of their miscellanous Engravings, brief Sketches of Iheir Liv e>l and Notices of the Pupils of Th. Bewick. London 1051, roy. 8. 1573. unbekannter Kupferstecher, oder Goldschmied. Dieses ., ^f> Zeichen findet man auf einem Kupferstiche, welcher inner: ** w> halb einer Rundung von 1 Z. 7 L. Durchmesser den a°' dem Kreuze sitzenden Heiland vorstellt. Letzterer ist gegen rechts g e ' wendet, und stützt den Kopf auf die linke Hand, während er die Recht" an die Seite legt. Im Hintergrunde links hackt ein Mann auf dein Hügel den Boden auf, und rechts hinter dem Kreuzbalken zeigt sieb der Theil einer Stadt. Links unten ausserhalb der runden Umfassung der achteckigen Platte ist der Buchstabe B, und gegenüber das zweit* Zeichen. —■ Das einzige bisher bekannte Exemplar mit dieser Darstellung ist in R. Weigel's Catalog der Sammlung des Professors B. Sprickmann' Kerkerinck, Leipzig 1853 No. 25 beschrieben. P. Sprickmann fand e° einem Missale von 1488 eingeklebt, und glaubte den Verfertiger lttei> ter mit dem Schmetterlinge nennen zu dürfen, weil er das zweite Zeichen für ein Insekt dieser Art hielt, was wir dahingestellt seyn lassen, •*, in dem undeutlichen Zeichen auch die unbestimmten Züge eines " bemerklich sind. B. Nr. 1574—1575. 695 Der unbekannte deutsche Meister B. war ein Zeitgenosse des Martin *> c hün, ist aber nur als schwacher Nachahmer desselben zu betrachten. ** gehörte vielleicht zur Classe der Goldschmiede, da die Figur des Heilandes von sehr mittclmässiger Zeichnung, und das Ganze vielleicht a Js erster und wohl als einziger Versuch auf Kupfer zu betrachten ist. y* scheint auch älter als Martin Schön zu seyn, da im Heilande noch •jer frühere Typus festgehalten ist. Wollten wir nun nach einem Träger ~chön und Zwott bemerkt haben will. Wir haben durch die Güte des tterrn R. Weigel dieses Blatt zur Einsicht erhalten, und glauben ebenes, dass die wellenförmigen, das Holz des Kreuzes nachahmenden Linien, und jene am Boden, nicht mit dem gewöhnlichen Stichel gedacht sind, in den Blättern des M. Schön ist aber nach unserer Ansicht Keine analoge Arbeit nachweisbar. Die Linien des Meisters B haben etwas Rauhes, als wenn sie geätzt wären, was aber nicht der Fall ist. la der Muskulatur des Heilandes sind aber die Grabstichelungen sehr ")erklich. Auf den sicheren Namen des Künstlers wird man wohl verachten müssen. 1574. Bernardino Mei, Maler von Siena, war in Rom thätig, und ,ßj wird von P. della Valle bald mit Paolo Veronese, bald mit Guer- p • cino, und den Carracci verglichen. In Rom und in Siena sind ^emälde von ihm, welche aber kein neuerer Schriftsteller in della Valle's Weise gewürdiget hat. Letzterer verfolgte seine Spur von 1636—1653, l «i lässt ihn 1676 in Rom sterben. ■-. B. Mei radirte auch in Kupfer. Seine Blätter bestehen in Thesen, \ignetten, Devisen u. A. Gandellini, und nach ihm Malp6 legen ihm "öiges Zeichen bei. Es muss demnach aus den Buchstaben B S begehen, und Bernardino Sienese gelesen werden. Wir kennen ein ra- jf'rtes Blatt, welches eine Schlacht vorstellt. Der Feldherr, oder vielmehr die Bellona, sprengt zu Pferd nach dem Vorgrunde, wo Todte, *! n Helm, eine Flinte, und ein Schild liegen. Rechts in der Ferne , ln Weise, und bewies darin grosse Sicherheit der Hand. Darunter sin° zwei Landschaften, welche leicht geritzt sind, den Namen R. Bj/ro" tragen, und demnach nicht hieher gehören. Der Buchstabe B steht aber auf einer anderen landschaftlichen Radirung, welche einen vom Hintergründe her kommenden Kanal zeigt, an dessen rechtem Ufer ein Dor' sich ausbreitet. Auf der anderen Seite sieht man ebenfalls Häuser unter Bäumen, und im Mittelgründe fahren zwei Fischer im Kahn e ' Rechts am Ufer bemerkt man die anderen Figuren, und am Platten- rande steht der Buchstabe B. H. 2 Z. 10 L. Br. 6 Z. 9 L. — Dieses Blatt, und die zwei anderen Landschaften beschreibt Bartsch, Oeuvre de Rembrandt II. p. 126 No. 61—63. B. Nr. 1581 — 1584. 697 1580. Unbekannter Kupferstecher, welcher der Schule des Stephan B Picart angehören dürfte. Man findet ein Blatt nach N. Poussin, welches das berühmte Bild der Hirten bei dem Grabmale reproducirt. dieses Blatt hat die Unterschrift: Le Souvenir de la mort au milieu des P r osperitez de la vie etc. Links unten im Rande steht: Picart rom s . ex r "e St. Jacques, rechts: au Büste de Monscigneur. Rechts unten im stärker beschatteten Theile des Vorgrundes bemerkt man den Buchstaben B, welcher wohl den Namen des Stechers andeutet, da Picart n ur als Verleger erscheint. f}r könnte indessen die Platte vollendet haben. 1581. Unbekannter Formschneider, welcher um 1732 in Cöln ge- ß arbeitet hat. Mit dem Buchstaben B. zeichnete er eine Vignette, welche in der 1732 daselbst gedruckten Gelegenheitsschrift auf die ^rwählung des Canonicum Johann Joseph von Aussem zum Rector m agnificus der kölnischen Universität sich findet, fol. In einem von swei Genien gehaltenen Schilde ist die Justitia mit Schwert und Waage ^gebildet, und darüber steht: Cuique Suum. 1582. Baitat, Maler und Radirer, welcher in der zweiten Hälfte 7) des 17. Jahrhunderts lebte, scheint hier eine Stelle beanspruchen «u können. Bartsch XXI. p. 203 macht auf ein radirtes Blatt aufmerksam, welches in der leichten Behandlung an die Blätter der Elisabeth Sirani erinnert, also an einen Meister der Schule des Guido Rcni. u er genannte Schriftsteller möchte es dem Bartolomeo Biscaino zuschreiben, welcher damit allenfalls den Anfang im Radiren gemacht 5»We. Das Blatt stellt die hl. Familie vor, und ist mit B. bezeichnet. H - 5 Z. 4 L. Br. 4 Z. 5 L. _ B. Biscaino zeichnete gewöhnlich mit BB, und da das fragliche ßlatt weder für ihn, noch für E. Sirani entschieden stimmt, sondern nur "n Allgemeinen den Charakter der Schule des Guido trägt, so möchten *>r dasselbe eher dein noch wenig bekannten Maler Baltat zuschreiben, j^'r kennen eine Radirung von seiner Hand, welche im Geschmacke Ue s G. Reni behandelt ist, und ebenfalls die Madonna mit dem Kinde ^"rstellt. Sie sitzt in Mitte des Blattes nach rechts gerichtet, und hält ~*8 schlafende Kind im Schoosse. Die hl. Jungfrau ist in einem weiten Hantel dargestellt, im Grunde links bemerkt man einen Vorhang, und rechts gewährt das Fenster die Aussicht auf die Landschaft. Unten in U«r Mitte, vor der Madonna, liegt ein Kissen. Die Vorstellung erscheint in einem Ovale, und unten rechts ausserhalb derselben liest ma n: Baltat inv. et fe. H. 6 Z. 6 L. Br. 5 Z. 3 L. 1583. Otto Brandt, Maler und Zeichner in Berlin. Diese Initialen cjn~--^\ cp. findet man auf neueren Holzschnitten in illustrirteu VpxJ 4j.f Werken, wie in F. Stolle's Dorfbarbier 1851, und im v -— einen schätzbaren Meister. Es ist B.f. 16.... bezeichnet. 1585. Louis Martin Bonnet, Zeichner und Kupferstecher, wurde "D r 1743 in Paris geboren, und gehört zu den fruchtbarsten, aber ®J' fast vergessenen Künstlern der älteren französischen Schule. E r lieferte mehr als 800 Blätter, theils im grössten Formate. Darunter sind einige Stiche in schwarzer Manier, wie das Bildniss Ludwig's XVI In St. Petersburg arbeitete der Künstler ebenfalls Bildnisse in schwarzer und in Crayon - Manier aus. Darunter sind jene der Kaiserin Catha- rina II., und des Grossfürsten Paul Petrowitsch die bemerkenswerthesten. Bonnet hielt sich für den Erfinder der Tusch- und Crayon-Manier, ohne zu bedenken, dass er hierin an Demarteau einen Vorgänger, und dieser selbst nur das Verfahren älterer Meister wieder aufgenommen hatte. Er glaubte aber insoferne ein Recht auf die neue Erfindung zu haben, weil er Zeichnungen in Pastelstiften auf Kupfer nachzuahmen suchte. Er gab darüber auch eine Schrift heraus: Le pastel en gravure, inventl et executi par Louis Bonnet en 1709, compose de huit epreuves qui i n ' diquent les di/ferens degres. Seine Stiche in Zeichnungsmanier sind sehr zahlreich. F. Boucher, J. M. Vien, L. J. F. de La Grenee, J. B. H. Deß- hayes, J. B. Greuze, C. Vanloo, P. J. Lutherbourg u. s. w. boten ibnj Vorbilder. Ein Theil dieser Blätter ist schwarz, ein anderer The» roth gedruckt. Auch Schwarzdrucke mit weisser Höhung, und bunt gedruckte Blätter kommen vor. Auf einer Anzahl von Stichen diese' Meisters findet man das gegebene Monogramm. Das Zeichen in der unteren Bauchung des B bedeutet eine Mütze (bonnet) als Anspielung auf den Namen des Künstlers. Sein Todesjahr ist unbekannt. L. M. Bonnet gab einen Catalog der Blätter seiner Art heraus: Catalogue d'Estempes dans le nouveau genre de gravure — — par le S f ' Bonnet gralifie Peniionni du Roi pour l'invention de ces nouvelles gravurt*' A Paris rue St. Jacques au coin de celle da la Parchcminerie, au Maga*** Anglais, 37 Seiten in 8. Nach diesem Cataloge verzeichnet Ch. le BlanCi Manuel de PAmateur d'Estampes I. 457 ff. 561 Blätter. Das Monogramm des Meisters fügt er nicht bei. 1586. Giovanni Francesco Barblerl, genannt Gaerclno, geb. z°. J/ Cento den 2. Februar 1590, gest. den 22. Dezember 1666. Au» '/' die Biographie dieses berühmten Meisters können wir hier nieb' eingehen, da sie genugsam bekannt ist. Auch haben wir im Künstle^ Lexicon I. S. 264 über ihn gehandelt. Bemerkt sei nur, dass J. A. CaW 1808 in Bologna Notizzie della Vita e delle üpere del Cav. Gio. Francetf 0 Barbieri delto il Guercino heransgegeben habe. Im Jahre 1842 erschic" zu Bologna eine neue Auflage mit Anmerkungen. — Bartsch P. gr. XVIÖ" p. 361 beschreibt zwei Originalradirungen von Guercino, und fügt auc» 1 etliche zweifelhafte Blätter bei. Ein solches ist das folgende. 1) Landschaft mit zwei Figuren von Männern. Sie stehen im Mittel' gründe rechts, und der eine deutet nach dem mit Bäumen bewachsene» Hügel, welcher sich in der Mitte erhebt. Rechts unten steht ß- r H. 4 Z. 8 L. Br. 6 Z. 3 L. B. No. 2. — Die Zeichnung zu diese!» Blatte ist jedenfalls von Guercino, die Radirung will ihm aber Bartsc" nicht zuschreiben. 2) Brustbild eines Mannes in orientalischer Kleidung. Mit B. (■ l> e ' zeichnet, fol. — Dieses Blatt legt Rost III. S. 314 dem Guercino «u> Bartsch übergeht es. Es verhält sich wahrscheinlich wie mit der obigen Radirung. B. Nr. 1587 — 1588. 699 1587. Barend Graat, oder Marco de Bye. Dieses Zeichen findet .JB.-.. man auf einem radirten landschaftlichen Blatte, welches Bartsch *■•• im Werke von Waterloo No. 17 heschreibt. Rechts ist ein Baum- ' stamm, und hinter diesem gegen den Rand liegt ein Bock. Am *usse des Baumes gegen die Mitte ruht ein Schaaf, und weiter hin steht ein anderes vom Rücken gesehen nach rechts. Unter dem Schaafe bemerkt man obiges Zeichen. H. 3 Z. 4 L. Br. 5 Z. 4 L. Dieses schöne und geistreiche Blatt rührt in keinem Falle von Waterloo her, man fügte es aber später einer Folge von Landschaften desselben bei. Es ersetzte das Blatt mit den drei Anglern auf der brücke, B. No. 13, welches im retouchirten Zustande mit No. 11 statt No. 7 bezeichnet ist, und wahrscheinlich keinen Beifall fand, so dass das erwähnte Blatt mit B. f. beigegeben wurde, da dieses im zweiten "rucke ebenfalls die No. 11 trägt, aber in der Art, dass man darunter auch ein n vermuthen konnte. Im ersten Drucke ist diese Radirung nicht nummerirt, und um auf den frühesten Zustand aufmerksam zu Wachen, bemerken wir, dass die untere Linie eine Unterbrechung hat. Nach der Nummerirung wurde auch die Linie ausgefüllt. Die neuen Abdrücke sind schlecht. Bartsch glaubte dieses Blatt dem Marc de Bye zuschreiben zu {aussen, und es ist jedenfalls mehr im Charakter dieses Meisters, als ln . jenem des A. van Boresom, welcher von einigen als Urheber bezeichnet wird. Noch öfter legt man es dem Maler Barend Graat von Amsterdam (1628—1709) bei. Dieser Meister malte in seiner früheren ^eit allerdings Landschaften mit Vieh, später aber meistens historische Darstellungen, deren einige durch den Stich bekannt sind. Seine Landschaften mit Pferden, Schaafen, Ziegen &c. werden gewöhnlich dem ^leter de Laar zugeschrieben, und selbst Kenner haben sich damit getäuscht. Ob er auch das erwähnte Blatt radirt habe, bleibt jedenfalls z weifelhaft. Es verräth sehr grosse Uebung in Führung der Nadel, und gehört einem Meister an, welcher es nicht bei Einem Versuche belassen haben dürfte. Man kennt aber kein anderes sicheres Blatt ^°n B. Graat, um den Vergleich anzustellen. Auf diesen Künstler leitete uie Feder oder Gräte zwischen B. f. Gräte heisst im Holländischen " r "ot, und somit musste das Zeichen ein sprechendes seyn. Mit grösserer Sicherheit kann man den M. de Bye als den Verfertiger bezeichnen. Es beweiset nichts, dass auch Immerzeel dem Barend Graat das Zeichen zuschreibe. Dieser Schriftsteller hat mit wenig Ausnahme ßrulliot copirt. Unter B G 0 kommen wir auf B. Graat zurück. 1588. Janas Brosterhuys, oder Brosterhuysen, war in der zweiten fgs Hälfte des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden thätig, ist aber ~~ selbst den vaterländischen Schriftstellern unbekannt geblieben, «einecke, Dictionnaire des Art. IT. p. 374, hielt ihn für einen Maler. Niemand aber kennt ein Gemälde von ihm. Aus seinen seltenen radirten Blättern ist aber zu schliessen, dass sich der Künstler in origineller Weise bewegte, und jedenfalls ein sehr tüchtiger Zeichner war. u ic Bäume des Vorgrundes, sowie die Pflanzen und Kräuter, sind von v ollkommener Naturtreue, und sehr fleissig behandelt. Die Bäume er- ■ßbeinen aber etwas wollig. Auf den wonigsten Blättern steht der Buchstabe B, die meisten sind unbezeichnet, wenigstens in ersten Drucken, ßrulliot I. No. 1102 schreibt ihm nach Ileinecke auch ein aus B11 begehendes Monogramm zu, welches wir nicht vorgefunden haben. Die Blätter dieses Meisters stehen in hohem Preise. Bei der Stemberg'schen Auktion gingen die 6 Landschaften der Folge zu 64 Tbl. weg. 700 B. Nr. 1589 — 1590. 1—6. Eine Folge von 6 Landschaften, unter dem Titel: Jatii Proiterhvsi Praedia. H. 6 Z. bis 6 Z. 3 L. Br. 8 Z. 6—7 L. — Nach der Angabe im Catalog Verstolk van Soelen besteht aber diese Folge in 8 Blättern. 1) Freie Landschaft mit weiter Ferne links. Im Mittelgrunde breitet sich am Wasser ein Dorf aus, und in der Mitte ragt der viereckige Kirchthurm empor. Rechts am Wege sieht man zwei Männer, und auf einem grossen Steine steht der obige Titel. 2) Landschaft mit Bergen und Bäumen, und einem kleinen Wasserfalle links. In der Ferne zeigt sich eine Burg, und rechts im Vorgrunde steht ein alter Baum auf dem mit Kräutern bewachsenen Boden. 3) Gebirgsgegend mit einem kleinen Schlosse im Mittelgrunde. Rechts im Vorgrunde stehen Tannenbäume und anderes Holz, und die Vegetation des Bodens besteht in Pflanzen und Kräutern. Am Fussc des Hügels bemerkt man ein Lamm. 4) Das Schloss am Canalc rechts zwischen Bäumen und Gesträuchen. Es ragt nur der Thurm und die Kirche empor, und im Wasser rudert ein Mann im Kahne. Am Wege links vorn stehen verschiedene Kräuter, und da bemerkt man auch das ß im Täfelchen, wie oben gegeben. 6) Die Hütte am Teiche zwischen alten Eichen und Weidenbäumen. Rechts auf dem Hügel im Vorgrunde ist ein Pfahlzaun. Unten in der Mitte bemerkt man ein undeutliches B. 6) Das Kirchdorf im Thale rechts. Es ist von Bäumen umgeben, und Hügel begränzen den Raum. Vor dem Dorfe weiden Schafe, und links zieht die Bergstrasse hin.- 7—8) Zwei kleine Waldansichten, die eine mit B bezeichnet, und beide äusserst selten. H. 3 Z. 7—10 L. Br. 4 Z. bis 4 Z. 3 L. 1589. Andreas Baumhauer ? Dieses Zeichen gehört einem alten deutschen Meister an, welcher vor A.Dürer thätig war, anscheinlich als älterer Zeitgenosse des Michael Wohl- gemuth. Man findet es auf einem Kupferstiche mit St. Georg zu Pferd, welcher nach links reitend den Rachen des Drachen mit der Lanze durchbohrt. Rechts im Mittelgründe kniet die Königstochter mit gefalteten Händen, und daneben bemerkt man ein Lamm. Auf dem Berge in Mitte des Hintergrundes steht ein gothisches Schloss. Diese Vorstellung ist auf eine achteckige Platte gestochen, aber mit einer Kreislinie umzöge»' Das Zeichen steht unten ausserhalb des Kreises. Durchmesser 3 Z. Dieses Blatt könnte von Andreas Baumhauer herrühren, dem Kirchner bei St. Sebald in Nürnberg, welcher zu den Freunden des alten AlbrecW Dürer gehörte. In der v. Derschau'schen Sammlung wurde ihm ein kleines Rundbild von 4 Z. Durchmesser zugeschrieben. Es stellt die Ruhe der hl. Familie dar. Maria sitzt neben Joseph bei einer Baum- gruppe, und reicht dem Kinde die Brust. Im landschaftlichen Hintergründe sind Gebäude, eine Brücke und Felsen. A. Baumhauer starb zu Nürnberg 1499. Sebald Baumhauer war sein Nachfolger im Amte- 1590. Bartholomäus Breenberg tritt hier nur im Vorbeigehen auf, t» /P£9 indem wir unten No. 1597 ausführlicher über ihn handeln G. lOOö. muggen . i n ,j er Sammlung des Domdekan von Jaumann i" Rottenburg an der Tauber ist ein Gemälde mit einer felsigen Landschaft und einer Grotte, in welcher ein Einsiedler hauset. Mit dem Buchstaben B, 1663 bezeichnet, könnte es dem B. Breenberg angehören, da auch auf ein paar Radirungen desselben ß. f. vorkommt. Ein ähnliches Gemälde wird in der k. Pinakothek zu München dem Breenberg zugeschrieben. B. Nr. 1591. 701 1591. Medailleure und Münzmeister. Der Buchstabe B. steht auf B. B f vielen Münzen und Medaillen, er bezieht sich aber nicht ir-it n allein auf Künstler und Beamte, sondern ist auch als Zeichen OJ ' J "• der Münzstände, der Länder, Städte und Stifte, und der Münzstätten zu betrachten. Auch eine andere Bedeutung kann dieser Buchstabe haben, wie Baro, Baronet, Batard (mit Querstrich), Bentiis, Beata, Benedictum, Bajocco, Bolognino, Brot, Bier, Stadtthore als FAn- lasszeichen &c. Wir berücksichtigen hier nur die Graveure und Münzmeistcr, und verweisen in anderer Hinsicht auf F. W. A. Schlickeysen: Erklärung der Abkürzungen auf Münzen des Altcrthums, des Mittelalters und der neueren Zeit, sowie auf Denkmünzen und münzartigen Zeichen. Berlin 1855. Bonachius, Münzmeister in Edinburg von 1363—1393. Franz Besinger, Münzmeistcr in Augsburg um 1441 — 1444. Booth, Erzbischof von York, Münzaufscher von 1477—1480. B ras che, Münzmeistcr in Güstrow 1495 — 1497. Bechot, Stempelschneider in Paris, um 1555—1560. Auf fränkischen Münzen des 15. Jahrhunderts, auf solchen der Könige Carl VII. "nd Ludwig XI., bedeutet der Buchstabe B die Münzstätte in Bourges, v on 1539 an Eouen. Bechot war Graveur des Königs Heinrich II. Das B - auf Münzen des Fürsten von Dombes ist zur Täuschung aufgesetzt, und soll die Münzstätte in Bouen bedeuten. Diese Stadt hatte ein •Privilegium, wie mehrere andere Städte Frankreichs. Diese Befugnisse wurden nach und nach eingezogen. Beschcl, Münzmeister in Coburg 1578—1608. Nikolaus Briot aus Lothringen gehört zu den berühmtesten Stempelschneidern des 17. Jahrhunderts. Er erfand das Taschenwerk, Welches aber 1616 in Paris nicht berücksichtiget wurde, so dass der Künstler nach England ging, wo König Carl I. seine Kunst eben so *ohl zu würdigen wusste, als seine Erfindungen. Man findet zwei Medaillen mit dem Bildnisse dieses Fürsten, wovon die eine mit B, die andere 1G33 B bezeichnet ist. Eine dritte Medaille mit der Büste dieses Königs trägt den Namen des Künstlers. Im Jahre 1642 wurde endlich Briot General - Münzgraveur in Paris. Der Buchstabe B auf e, »glischen. Münzen des 15., 17. und 18. Jahrhunderts bezieht sich auf die Münzstätte in Bristol. Unter N. B. kommen wir auf Briot zurück. T. Brenner, Münzmeister in Hannover, 1619-1628. Der Buchstabe B kommt auf Münzen vor. Auf anderen Geprägen steht T. B. Agostino Bellagrandi,_Münzmeister in Ferrara, 1622—1624. Er zeichnete auch Münzen mit X R. Bus hei, Münzmeister in Abcrystwith und Oxford, war um 1646 tnätig. Man muss die mit ß. bezeichneten, in Bristol geprägten Münzen, v °n den seinigen unterscheiden. J. G. Bittner, Münzmeister in Cassel, 1660—1680. Auf anderen Geprägen steht 7. 0. B. Heinrich Bonhorst wurde 1674 Münzmeistcr in Clausthal, 1695 Münz-Direktor, und starb 1711. Die unter seiner Leitung geprägten Münzen sind mit B. oder //. ß. bezeichnet. An seine Stelle trat Heinrich Christian Bonhorst. Er war von 1702—1711 Mttnzgraveur, und von 1712 — 1725 Direktor der Anstalt. Auch Bonhorst jun. zeichnete mi t B. Auf anderen Geprägen steht B. C. B. Johann Georg Breuer, oder Brever, war um 1675 — 1685 *atig, und bekleidete als Medailleur zugleich auch die Stelle eines Münzmeisters. Er fertigte eine Schaumünze auf den grossen Churfürsten Y°ü Brandenburg, lebte auch einige Zeit in Schweden, um dem Könige c arl XI. seine Dienste zu weihen, und wurde dann von den Herzogen 702 B. Nr. 1591. von Braunschweig und Sachsen-Weissenfeis in Bestallung genommen. Sehr schön ist sein Medaillon auf den Tod des Herzogs August Friedrich von Braunschweig 1676. Das Bildniss des Generals von Rabenhaupt steht in gleichem Worthe. Breuer zeichnete auch mit /. G. B. Bretton, oder le Breton, Stempclschneider in Paris um 1680. Titus Livius Boratini, Münzmeister in Warschau, 1653—1683. Der Buchstabe B auf polnischen Münzen des 17. Jahrhunderts kann auch die Prägstätte Bedgost (Bromberg) bedeuten. Justin de Beyer, geb. zu Basel 1668, war mehrere Jahre Graveur an der Münze dieser Stadt, und später an jener in Bern, wo er 1738 starb. Er zeichnete mit B, 1 1) II und / D H F. Peter Berg war Stempelschneider des Königs Friedrich IV. von Dänemark 1699—1730. Seine Werke sind mit B oder PB bezeichnet. Philipp ChristophBecker, geb. zu Coblenz 1675, war längere Zeit an der kaiserlichen Münze in Wien bethätiget, und stand später in Diensten des Churfürsten Franz Ludwig von Trier. Auf einer Medaille mit dem Bildnisse dieses Fürsten von 1732 steht der Buchstabe B. Auch auf dem Avers eines Thalers von 1722 findet man diesen Initial. Becker starb 1743. Thomas Bernard, Stempelschneider in Paris 1678—1716. Er zeichnete mit B, TB (verbunden) und TB F. G. de Backer, Stempelschneider in Namur 1711 — 1715. Auf seinen Geprägen steht der Buchstabe B, auch G. D. B. und G. I). BAC. Ulrich Brupacher, Stempelschneider in Luzern 1714 1746. Er zeichnete mit li und ÜB. Conrad Börcr war als Graveur in Augsburg thätig, und starb 1756 im 46. Jahre. Seine Medaille mit dem Bildnisse des kaiserlichen Käthes Freiherrn Jakob Emau de Garben von 1740 ist schön zu nennen, wie jene auf den Freiherrn Jakob Eman von Gilbelli. Er zeichnete B und CB. Ludwig Heinrich Barbiez, Stempelschneider in Berlin 1739 — 1754 zeichnete auch L. U. B. D. Becker, Stempelschneider in Wien 1740—1745. Er zeichnete mit B., D. B. und D. B. F. Johann Christoph Busch, Stempelschneider und Münzmeister in Regensburg 1743-1763. PJr zeichnete auch I.C.B. Heinrich Christoph Baumgarten, Münzmeister in Neu- strelitz 1749—1759. Er zeichnete auch H.C.B. Johann Heinrich Berg, Münzmeister in Rostock 1750—1764. Er zeichnete nach 1 II li. Johann David ßiller wurde 1750 Wardoin in Braunschweig, bekleidete von 1756—1760 die Stelle eines Münzmeisters unter preus- sischcr Verwaltung in Dresden, und lebte von 1760-1779 in gleicher Eigenschaft zu Braunschweig. Seine Gepräge sind B. u. 1J) II. bezeichnet. Johann Ephraim Bau ort, ein Schwede von Geburt, stand als Medailleur in Diensten des Königs Friedrich V. von Dänemark, ß* schnitt Stempel zu Münzen und Medaillen. Einer besonderen Erwähnung verdient die Medaille mit dem Bildnisse des genannten Königs, und ein Medaillon mit dem Portraite des Kaufmanns Vonhemert 1775. Baucrt's Thätigkeit fällt um 1760—1780. Er zeichnete auch I £ B. Theodor Victor van Berkel, geh. zu Bosch 1739, war längere Zeit erster Graveur an der Münze in Brüssel, lebte auch einige Jahre in Wien, und kehrte 1803 nach Herzogenbusch zurück, wo er 1808 starb. Er fertigte 67 Stücke, wolche thcils mit.«., theilsmit T.V.B- bezeichnet sind. Besonders schön ist die Preismedaille der Akademie in Brüssel, und die seltenste Denkmünze jene, welche 1787 die Patrioten von Utrecht Ob cives servatos prägen Hessen. B. Nr. 1592. 703 Johann MartinBtiokle, geb. zuGeisslingen 1742, nahm Schega und Hedlingcr zum Vorbilde, und lieferte sehr schätzbare Medaillen. Er arbeitete einige Jahre in Augsburg, wurde dann Hofmedailleur des Markgrafen Carl Friedrich von Baden in Durlach, nnd bekleidete bis 1803 zugleich auch die Stelle eines Münzmeisters. Mit B. f. bezeichnet •st die grosse Medaille mit dem Bildnisse des Herzogs Carl von Württemberg 1775. Eine zweite Medaille dieses Fürsten, welche ebenso bezeichnet ist, hat kein Datum. Diese Schaumünzen, sowie die Sterbe- Medaille des Fürsten Demetrius Galitzin von 1793, gehören zu den schönsten Arbeiten Bückle's. Noch bedeutender sind drei grosse Schaustücke mit dem Bildnisse des Markgrafen Carl Friedrich von Baden. Einige seiner Medaillen sind mit I.M.B. bezeichnet. Bttckle starb zu Carlsruhe 1811. Johann Heinrich Boltschhauser, Medailleur von Altenklingen in der Schweiz 1754—1812. Er arbeitete anfangs für die Münze in Zürich, kam 1780 als Medailleur nach Mannheim, wurde 1790 Wardein daselbst, und starb 1812. Dieser geschickte Künstler hinter- liess viele Werke, welche mit B. oder II B. bezeichnet sind. Friedrich Heinrich Brandt, Münzmeister in Rostock 1782 bis 1792. Er zeichnete B. und II. B. Johann Gottfried Betulius, Stempelschneider in Stuttgart 1786—1797. Er zeichnete Münzstempel mit ß. und l.G.B. Theodor Bonneton, Stempelschneider in Genf 1788—1797. Seine Gepräge sind mit B. und TB. bezeichnet. Georg Valentin Bauert war um 1790—1810 Stempelschneider >n Altona. Er ist der Sohn des oben erwähnten J. E. Bauert. Peter Baldenbach, Medailleur von Linz am Rhein, widmete seine Kunst dem k. k. österreichischen Hause. Er fertigte Medaillen auf die Siege der Armee unter dem Prinzen von Sachsen-Coburg, auf die Siege der russisch-österreichischen Heere in Italien, auf verschiedene andere Begebenheiten, auf den Erzherzog Carl, und auf berühmte Personen des Reiches. Starb zu Wien 1802 im 40. Jahre. Bernier, Stempelschneider in Paris, war um 1790—1797 thätig. Er zeichnete mit B. und BF. Zwei seiner Medaillen sind in der His- 'ot're numismatique de la revolution francaise par M. II. (Ilenin) No. 467 «nd 605 beschrieben. Ludwig Brüel, Münzmeister in Hannover 1817—1838. Er zeichnete auch L. B. Joseph Peter Braemt, Medailleur, geb. zu Gent 1796, gehört z u den berühmtesten Künstlern seines Faches. Er schnitt viele Stempel su Münzen und Medaillen, welche in Brüssel geprägt wurden, wo Braemt die Stelle eines Hofmcdailleur bekleidet. Er grub gewöhnlich Seinen Namen ein, und wenn das B auf k. niederländischen Münzen Von 1818—1830 vorkommt, so bedeutet es die Prägstadt Brüssel. Nachrichten über Braemt gibt Immerzecl, D« levent en werken der holl. en "faam. Kunsttchilders etc. I. p. 88. Wilhelm Brttel, Münzmeister in Hannover, seit 1838. Brohmer, Stempclsclieider in Hannover, seit 1846. Brumler, Münzineistcr in Braunschweig, seit 1850. 1592- Jean Beugnet, Fonnschneider, gehört zu den geschicktesten i £ t Künstlern seines Faches, welche in der zweiten Hälfte des '.' " ' 18. Jahrhunderts lebten. Er fertigte eine grosse Anzahl von yignetten, welche man in verschiedenen Büchern findet. In Renouard's Annales de l'imprimcrie des Aldos sind viele Proben dieser Art. Er starb zu Paris 1803. Der Buchstabe B, nicht viel grösser, findet sich auch auf Holzschnitt-Vignetten eines deutschen Meisters, welcher aber mit geringerer 704 B. Nr. 1593 — 1597. Kunst arbeitete. Sie sind in Druckwerken zu suchen, welche um 1710—1750 zu Leipzig und in Berlin erschienen. Diese Blätter rühren von Nicolaus und Johann Benjamin Brühl her, welche auch in Kupfer gestochen haben. 1593. Francis Boucher, der fruchtbare Maler der frivolen Zeit -n _ "B sy Ludwigs XV., erscheint hier nicht als solcher, sondern JJ 'iU: CL als Radirer. Er lieferte viele Blätter für das Werk von v £ -n /< Watteau, welches unter folgendem Titel erschien: Figures D 'J'/* > "° ' de differents caracteres, de paysages el d'etudes, dessinees d'apres nature par Antoine Watteau Peinire du Roy etc. yravecs a l'eau- fort par de plus habiles Peinlres et Graveurs du Temps. 2 Tomcs avec 350 Planches. Paris chez Audran et F. Chereau, gr. fol. — Die radirten Blätter Boucher's, welche in diesem Werke vorkommen, sind theils wie oben bezeichnet, theils mit B. S. , so dass wir unter den letzteren Initialen darauf zurückkommen müssen. Zu den Hauptblättern gehört das Bildniss Wattcau's, welches an der Spitze des Werkes vorkommt, fol. F. Boucher starb zu Paris 1770. 1594. Unbekannter Formschneider? Dieses Zeichen findet man auf <£ einem Holzschnitte, welcher Christus mit den Jüngern in einer " Landschaft vorstellt. Oben in Wolken erscheint Gott Vater, und von ihm schwebt der hl. Geist herab. Das Blättchen mit diesem Zeichen, welches auch ein Spiel des Zufalls seyn konnte, weil es unten rechts neben verschieden gestellten Strichen sich zeigt, findet man in Hans von Leonrod's Himmelswagen. Das Buch erschien im 16. Jahrhunderte, 12. 1595. Johannes Birr, Maler in Basel, war um 1730—1765 thätig. i» e Er malte Bildnisse und historische Darstellungen. Auf Zeich* '/• nungen in Bister findet man zuweilen den Buchstaben K. 1596. Unbekannter Radlrer, wenn nicht der oben erwähnte Maler /j • Johann Birr. Dieser Buchstabe, etwas vergrössert, steht fn f QC. auf einem radirten Blättchen, welches das Brustbild eines r"" J • jungen Mannes mit einer Feder auf der Pelzmütze vorstellt. / / / 1 Im grösstentheils leeren Hintergrunde steht links gegen unten das Zeichen. Das Blatt zeugt von einer geübten Hand, es ist aber kein besonders ansprechendes Produkt. Herr Börner theilte uns die Notiz über dasselbe mit, kennt aber den Verfertiger nicht. II. 2 Z. 3 L. Br. 1 Z. 8 L. 1597. Bartholomäus Breenberg, Maler und Radirer von Utrecht, [j . bediente sich gewöhnlich eines aus B B f. bestehenden ir /04.0 Monogramms, sowie der Initialen B.B. und B.B.F., und wir werden daher unter dem Monogramme ausführlicher über ihn handeln. Das Zeichen mit i 640 findet man auf einem radirten Blatte, welches Bartsch IV. p. 175 No. 23 „Vauberge" betitelt. Es stellt das Innere der Grotte der Nymphe Egeria, oder Aqua Farclla in Rom vor. Rechts bemerkt man den langen Tisch, welchen Carl V. setzen Hess. II. 8 Z. 8 L. Br. 4 Z. 4 L. — Dieses seltene Blatt hat Ch. Walker sehr schön copirt. Man findet die Copie in dessen Collection of (ortxj-two fac-similes of rare etchings by celeb. painters etc. London (um 1826), fol. Die Copie nach Breenberg hat die No. 13, und ist wie oben bezeichnet. Derselbe Buchstabe B, mit anderer Stellung des f, und mit der Jahrzahl ißbO, stehtauch auf einem Blatte der Folge römischer Ruinen, B. No. 1—17. Bartsch beschreibt es No. 7 unter dem Titel der Ansicht einer Ruine zu S. Lorenzo vecchio bei Bolsena, wenn nicht eher eine Partie der alten Mauern Roms dargestellt ist. Links oben in der B. Nr. 1598 — 1600. 70S Luft steht: B. f. Anno 1640. H. 3 Z. 6 L.? Br. 2 Z. 3 L.f - Man nndet eine geringe Copie von diesem Blatte, welche von Schweyer in Frankfurt herrühren dürfte. 1598. Jean Bcrain. Zeichner und Radirer, wurde um 1636 zu ■n . v /• Paris geboren, und führte den Titel eines „Dcssina- o -mV et Jec. teur des menus-plaisirs du Roi". Er hatte als De- Oi . £ / corateur einen solchen Ruf, dass weder am Hofe, noch J.-tnv **- fl-tc ; n p a iä 8 ten der Stadt etwas unternommen wurde, ohne Zeichnungen von ihm sich zu erbitten, oder seinen Rath zu befragen, ßr hatte auch auf seinen Zeitgenossen J. le Pautre Einfluss, obgleich fieser als Rival des Künstlers zu betrachten ist. Die vielen Radirungen des J. Kerain sind aber auch noch für unsere Zeit empfehlenswerth, da der Roccocogescbmack wieder in die Salons gedrungen ist. Jean Berain hinterliess mehr als 400 Blätter mit Ornamenten, welche aber j n ganzen Folgen selten sind. Auf vielen steht der Name des Künstlers, auf anderen : B. inv. et fecit. Eine ziemliche Anzahl von Blättern wurde von fremden Künstlern nach seinen Zeichnungen gestochen, wie von Louis Bcrain, Dolivar, J. le Pautre, Daigremont, Giffart, G. B. Scotin &c. G. Stein und Hafner haben circa 36 Blätter mit reichen Zimmerverzierungen für den Verlag dos Jeremias Wolf in Augsburg e opirt, fol. Von dem 1711 verstorbenen Jean Berain unterscheidet der Verfasser des Catalog Reynard II. No. 386 einen Jean Berain jun., und "alt ihn für einen Bruder desselben. Von ihm haben wir eine Folge von 24 Blättern mit Mustern für Büchsenschäfter, dann mit Wappen und Laubwerk unter dem Titel: DIVEBSES PIECES tres vtüe pour les Arquebuzierez nouvcllement inuentes et graues par Jean Berain le jeune et ,e vendent chez le Blond rue Saint-Jacques ä la Cloche d'Argent ä Paris *659, fol. Ein zweites Werk ist betitelt: DIVEBSES PIECES de Ser- r uriers jnuantees par hugues Brisuüle Maitre Serrurier d Paris Et grauet Par Jean Berain et G. Ladame. A Paris chez N. Langlois. 17 Blätter W fol. mit dem Bildnisse des H. Brisville in reicher Arabeskenumgebung, gestochen von G. Ladame 1663. Die zweite Auflage hat J. Mariette's •Adresse, ist aber so selten als die erste. — Von einem C. Berain hat m an drei Folgen mit schönen Arabesken zur Verzierung von Kästchen, dann mit ornamentirten Wappen und Chiffern im Schilde. Diese Blätter s md gestochen. Ch. le Blanc, Manuel de l'Amateur I. p. 274 geht ausführlich auf die Verdienste des phantasiereichen Künstlers Jean Berain ein, und verzeichnet eine Anzahl von Werken desselben. 1599. Robert Francols Bonnart, Maler und Radirer, wurde 1646 B-f $i -F zu ^ a ™ geboren, und von A. F. van der Meulen unter- Jy-sD-J- richtet. Er radirte mehrere grosse Blätter nach Zeichnungen u . n d Gemälden des van der Meulen, worunter einige mit Bf. bezeichnet Sln d. Sie bestehen in Landschaften mit militärischen Scenen, Jagden u. s. w., m an muss aber zu unterscheiden wissen, ob nicht das eine oder das andere Blatt von A. F. Baudouins herrühre. 1600. Johann Friedrich Banse, Kupferstecher, geb. zu Halle 1737, B- f. g est - zu Weimar am 5. Jänner 1814. In weitem Kreise be- n\ r kannt durch Bildnisse, historische Blätter, Schlachten, Land- ^a-Jo. schatten, Vignetten &c. verdient Bause unter den Meistern seiner Zeit eine ausgezeichnete Stelle. Im Jahre 1849 erschien bei tt> . Weigel in Leipzig ein Catalog des Kupferstichwerkes desselben m it einigen biographischen Notizen von Dr. G. Keil, gr. 8. Diese Mono- 706 B. Nr. 1601—1602. graphie ist den Sammlern um so Wünschenswerther, als die früheren Verzeichnisse der Stiche des Meisters ungenau und unvollständig sind. Dr. Keil heschreiht 247 Blätter mit den verschiedenen Abdrucksgattungen einzelner Platten. Die grösste Anzahl der Blätter Bause's ist mit dem Namen bezeichnet. B f. steht auf einer Vignette, welche die auf einem Urab- steine sitzende Religion vorstellt. Unten liest man: Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn, 8. Mit B. sc. bezeichnet ist ein kleines Blatt nach Oeser. Es stellt einen Ritter mit einem jungen Mädchen vor, und rechts zwei Genien, welche das Kreuz halten, 12. — Auf anderen Blättern dieses Meisters stehen die Initialen J. F. B. F. 1601. Charles Bour, Maler und Lithograph, trat um 1830 zu Paris D als Künstler auf. Er lieferte von dieser Zeit an mehrere schöne r-^' Lithographien für die Sammlung: Revue des Peintres, kl. fol. Mit seinem Namen versehen ist ein Blatt nach Alaux, welches den Maler Poussin vorstellt, wie er dem Könige Ludwig XIII. vorgestellt wird, nach dem Plafondbilde im Louvrc. Ein anderes Blatt von Bour ist nach Alfred Johannot gefertigt, und stellt den hl. Hiacynth vor, wie er auf der Strasse die Sterbenden und Verwundeten mit dem Sanctissimum segnet. Das Gemälde ist in Notre Dame de Lorette. In letzterer Zeit malte er meistens militärische Vorstellungen, und gab auch ein Werk mit Abbildungen der Waffengattungen aller Länder heraus. Es erschien zu Paris bei D. Becker in 4. Der Lithograph nennt sich Fourquemin. 1602. Bernard Milnet, oder ein unbekannter Meister, welcher in * der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts thätig war. Es ^tfL bandelt sich um eines jener Kunstprodukte in Schrottmanier, £ ,i^V von den Franzosen Maniere eribUe und Moniere de Bernard S |J ^L Milnet genannt. Die Blätter dieser Art sind von Gold- t^^L^^ schmieden gefertiget, entweder in Holz oder in Metall ^^^r vertieft geschnitten, mit weissen Punkten, Strichlagen, Arabesken und anderen Zierwerken des Grundes. Mr. Duchesne l'ainö, Essai 8ur les niellcs &c. p. 11 scheint den Bernard Milnet für den Erfinder dieser Kunst zu halten, weil er die Blätter in Schrottmanier nach ihm benennt. Man kann aber diesem Meister nur ein einziges Blatt mit Sicherheit zuschreiben. Es stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde vor, und ist mit dem Namen des Bernard Milnet in gothischen Charakteren bezeichnet. Die Zeit der Entstehung ist unbekannt, M. Duchesne nahm aber keinen Anstand, den Meister mit dem unbekannten Verfertiger eines Blattes von i454 zu identifiziren. Letzteres stellt den hl. Bernhard vor, und wurde in der Gegend von Mainz aufgefunden. Es kamen überhaupt die meisten Schrottblätter in Deutschland zu Tage, und wenn derjenige Strich, in welchem die grösste Zahl vorgefunden wurde, auch den Erfinder der Kunst als Bürger geschützt hatte, so wäre sicher Bayern die Heimath desselben. Im königlichen Cabinete zu München ist die reichste Sammlung von Blättern in Schrottmanier, welche fast alle aus den aufgehobenen Klöstern stammen, und meistens von Bücherdeckeln abgelöst, oder aus Manuscripten genommen sind' Es fragt sich aber auch noch, ob Bernhard Milnet ein Franzose sei, und ob das gegebene Zeichen seinen Taufnamen andeute. Das Blatt, auf welchem das Schildchen mit dem 6 vorkommt, wird in der kaiserlichen Sammlung zu Paris aufbewahrt. Es stellt das jüngste Gericht vor, oben den Heiland auf dem Himmelsbogen, und vor ihm knicend Maria und Johannes. Rechts unten an der Wand einer Kapelle bemerkt man das Zeichen, welches wohl sicher jenes des Künstlers ist« Das Blatt ist in fol., und dürfte höchst selten vorkommen. Viele B. Nr. 1603 - 1604. 707 Schrottblätter sind nicht einmal in doppelten Exemplaren vorhanden. Auch im k. Cabinct zu München wiederholen sich nur sehr wenige Vorstellungen. Die Kunde von dem Blatte mit dem gegebenen Zeichen verdanken wir Herrn Harzen. 1603. Thomas Burgkniair, oder Jörg Prew (Brew)? Der Buch- W Stabe b in dieser Form findet sich auf einem Gemälde in W der k. Pinakothek zu München, welches in dem alten Ka- M taloge der Schleissheimer Gallerie dem Hans Burgkmair zu- f^ geschrieben wird. Dieses 5 F. hohe und 3 F. 9 Z. breite *• I m A Bild stellt den Sieg des Scipio über das Heer des Hannibal KJ{ bei Zama vor, und hat mit den Werken des H. Burgkmair ^ " nur so viel Aehnlichkeit, als irgend ein Werk des Thomas Burgkmair mit den Erzeugnissen der alten Augsburger Schule. Thomas ist der Vater des Hans Burgkmair, und hatte auf die frühere Kunstrichtung des Sohnes Einfluss, bis letzterer sich immer mehr in die Kunstweise des A. Dürer fügte. Von Hans Burgkmair kann die Schlacht von Zama viel weniger herrühren, als von Thomas Burgkmair, welcher 1523 in Augsburg starb. — Uebrigons bemerkt man auf dem genannten Gemälde auch noch ein Täfelchen mit dem Namen: JÖRG PREW. In L. von Winckelmann's Neuem Maler-Lexicon wird einem Maler Georg P. B. E. W. eine Darstellung aus der römischen Geschichte zugeschrieben, ohne Angabe den Standortes, welcher damals in Schieissheim war. Der Catalog von J- N. von Weizenfeld (1775) schreibt nämlich den Namen gerade so, Wie Winckelmann. In dem Catalogc der Gallerie in München wurde aber auf Jörg Prew nicht mehr Rücksicht genommen, da man keinen Künstler dieses Namens kannte. Das Bild war ursprünglich für einen bayerischen Herzog bestimmt, vermuthlich für Wilhelm IV., welcher aber das Gemälde in jungen Jahren erworben haben müsste, da er 1493 geboren wurde, und das Werk vielleicht vor 1515 entstanden ist. Ueber dem herzoglich bayerischen Wappen stehen nämlich die Buchstaben H.W., welche, wenn nicht Herzog Wilhelm, so doch Herzog Wolfgang (| 1514) bedeuten müssen. Der erwähnte Jörg Prew wurde mit Unrecht aus der Reihe der alten Künstler gestrichen. Im Augustiner Chorherrenstifte zu Herzogen- burg im österreichischen Viertel ober dem Wienerwalde ist nämlich ein auf zwei Seiten bemaltes Bild auf Holz, welches die Geburt Christi und die Dornenkrönung vorstellt. Am Unterkleide der Martia steht: Jeorg Prew von Aue. iSOt, und es ist wohl kein Zweifel, dass dadurch der Künstler angezeigt ist. Das Chorherrenstift bewahrt noch mehrere andere alte Gemälde, welche der kunstliebende Propst Georg Eissner von *484—1513 fertigen Hess. Dass unter Jerg Prew von Aue dieser Propst ?u verstehen sei, ist nicht zu denken, und am allerwenigsten weicht ihm der Jörg Prew auf dem Schlachtbilde mit dem bayerischen Wappen in der Pinakothek zu München. Damit ist aber das gegebene Zeichen noch nicht erklärt, wenn wir nicht annehmen dürfen, dass der Künstler mit der Orthographie seines Namens wechselte, was indessen in früherer Zeit häufig vorkommt. Er konnte Brew und Prew geschrieben haben. Ein umgekehrtes p ver- touthen wir nicht, obgleich auch Eigenheiten solcher Art gerade nicht z " den Ausnahmen gehören. Auch denken wir nicht an den unten ßfwähnten Jörg Brue, den Zeitgenossen des Hans Burgkmair 1604. Jörg Broy, oder Jörg Brue? Der Träger dieses Zeichens £i gehört der oberdeutschen Malerschule an. Man findet TT .es auf einem 1 F. 8 Z. hohen, und 1 F. 3 Z. breiten ■f ^ ~LA |4 J 2 Bilde in der k. k. Ambraser Sammlung zu Wien. Es } ? V Vj stellt die sitzende Maria mit dem Kinde auf dem 708 B. Nr. 1605-1606. Schoosse vor, wie sie einen Vogel auf der Hand hält. Ein ähnliches Zeichen trägt nach Passavant auch ein Gemälde in der Hospitalkirchc zu Coblenz mit der Jahrzahl 15Iß, so wie oben abgetheilt. Dieses Gemälde hat die Anbetung der Könige zum Gegenstande. Den Namen des Meisters bestimmt Passavant nicht, und daher werden wir mit Ver- muthungen nicht weit reichen. Das Zeichen ähnelt in Etwas jenem, dessen sich Jörg Brüe auf Holzschnitten bediente. Dieser Meister starb in Augsburg 1536. Daselbst lebte auch ein Jörg Brey oder Broy, welcher 1547 starb. Sollten die erwähnten Gemälde das Gepräge der alten Augsburger Schule tragen, so könnte wohl der eine oder der andere Maler Anspruch haben. 1605. Thomas Burgkmair von Augsburg dürfte der Träger dieses t Zeichens seyn, da er sich auch eines einfachen b bediente. Er war 1460 Schüler des Hans Bemler (f 1504), und zeichnete von dieser Zeit an die Namen der Maler und anderer Künstler in ein Buch ein, welches bis 1548 fortgesetzt wurde, zuletzt als Original-Handwerksbuch galt, und noch gegenwärtig in der Archivs - Bibliothek zu Augsburg aufbewahrt wird. Als Maler steht er zwar unter seinem Zeitgenossen Hans Holbein dem Grossvater, da er seine Kunst etwas handwerksmässig betrieben hat. Im Dome zu Augsburg ist ein Gemälde von 14Ö0, welches den Heiland im Gespräche mit St. Ulrich, und neben letzterem den Donator vorstellt. Ein zweites Gemälde desselben Domes zeigt Maria mit St. Elisabeth von Thüringen, und die knieende Stifterin des Bildes. In der k. Gallerie zu Augsburg wird ihm ein Gemälde aus der St. Catharinenkirche von 1502 zugeschrieben. Es stellt die Heiligen Sebastian und Lorenz, die Marter des hl. Stephan, den Ver- rath an dem Heilande, und Scenen aus der Legende der hl. Helena vor. Dieses Gemälde ist aber mit h. F. bezeichnet, worunter Leonhard Famer zu verstehen ist. In der Pinakothek zu München ist ein Gemälde mit St. Liborius und St. Eustachius in halblebensgrossen Figuren für ein Werk des Hans Burgkmair ausgegeben. Th. Burgkmair starb zu Augsburg 1523. Obiges Zeichen findet man auf einem Holzschnitte mit Christus am Kreuze zwischen Maria und Johannes. Erstere steht links mit gefalteten Händen, und gegenüber Johannes nach dem Heilande aufblickend. Am Steine links in der Ecke bemerkt man das Monogramm, welches aus TB. zu bestehen scheint. II. 8 Z. 4 L. Br. 5 Z. 6 L. — Dieses Blatt erinnert einigermassen an Hans Burgkmair, den Sohn des Thomas, welcher wahrscheinlich im Hause des Vaters sich mit der Technik des Formschnittes bekannt gemacht hatte. Doch ist dasselbe nicht von Burgkmair ,jun. Auch an Jörg Brue oder Broy ist nicht wohl zu denken, da sein Zeichen anders geformt ist. Auf Exemplaren mit vollem Rande steht unten in deutschem Typendruck: Et famulum tuum epm nostrü cum omnibus sibi commissi*: ab omni aduersitatc custodi: et pace ecclesie noslris cöcede tpibus (temporibus). Die Abdrücke auf Pergament sind sehr selten. Doch ist das Blatt im Allgemeinen nicht oft zu finden. Vgl. auch den folgenden Artikel. 1606. Jörg Brue, oder Jörg Broy (Brey, Brew) von Augsburg. yt >-f-( Christ erklärt in seinem Monogrammenbuche S. 125 dieses O , O Zeichen auf Hans Burgkmair, mit der Bemerkung, dass „andere aus Welschland einen Bartolomäum Tutianum und den Domenico Becca- fumi" darunter vermuthen wollen. Diese Hypothese ging auch in die späteren Monogrammenwerke über, aber nur in Folge der Unklarheit bei Christ. Letzterer gibt ein dem zweiten ähnliches Zeichen dem H. Burgkmair nur muthmasslich, für den von Papillon erfundenen B. Nr. 1606. 709 ?• Tutiani, und für Beccafumi beansprucht er aber das vorhergehende, ln Beinern Buche unten auf 8. 124 stehende Zeichen, welches uns dem finnischen B mit einem Querstriche, oder aus B I besteht. Die Holzschnitte mit den obigen Zeichen erinnern nur oberflächlich a n die Werke des II. Burgkmair, und rührt» In keinem falle von ihm Wlbst her. J);is erste Monogramm, welches Bartsch VII. p. 448 in e twas abweichender Form gibt, und einem unbekannten Meister zuschreibt, findet man auf einem Holzschnitte mit der Verspottung des Beilandes im Prätorium. Der Buchstabe 6 steht links Bitten. II. 3 Z. L. Br. 2 Z. 6 L. Die Vorstellung erscheint aber in einer Bordüre, ?° dass mit dieser die Platte 5 Z. 3 L. hoch, und 3 Z. 6 L. breit ist. ^ a| i findet das Blatt in folgendem sehr seltenen Werke: Das leiden esu | Christi vnnsers erlüsers | Sonders andächtiger | lere Nutzbarlicher e | trachtung auff den | vier Euangclisten entliehen durch | Wol/fganng \ v °n Man | in gfalz \ weiss be |. iwun | gen \ Cum gratia et Priuilegio |. Augsburg, durch den Junngen llannsen Schönsporger töiS (und 1!>2!j) 4. in diesem Werke sind 30 Holzschnitte mit Passionsdarstcllungen, nebst °inem Blatt, welches den zu den Füssen des Schmerzensmannes knie- enden Caplan Wolfgang von Man vorstellt, wie er dem Kaiser Maximilian das Buch aberreicht. Fast alle Bilder haben reiche architektonische und Arabesken-Einfassungen, und nur einige grössere Holzschnitte Sind ohne Bordüren. Auch der Text ist eingefasst. An den Holz- " c hnitten haben wenigstens drei Künstler Theil. Nur eines trägt das Wste Zeichen, andere sind mit, dem Monogramm HB und WS bezeichnet. Bartsch gibt nur die Initialen HB an, und deutet sie auf Hans Burgk- l" 11 ' 1 ! so dass also das gegebene Zeichen nicht letzterem angehören kann, »dessen haben die Blätter mit dem Monogramm HB so viel Achnlich- p't mit der Verspottung des Heilandes, dass man zweifeln möchte, ob ■«cht 1 n statt // B zu lesen sei. Der Träger des ersten Zeichens ist ^inilich Jörg Brue, Maler von Augsburg, ein Schüler des Thomas Burgk- .m IUi 'i welcher 1536 im alten Handwerksbuche der Stadt unter den j°dteu eingetragen ist. Wenn er nun auch des abweichenden Mono- Kranuiis nn, oder vielmehr 1B sich bedient hätte, so würde dasselbe iiolit. auf II. Burgkmair erklärt worden können, und diess um so we- s!?? r .' a ' s letzterer Meister um 1515 zu Nürnberg mit A. Dürer beschäftiget war. Das erwähnte Monogramm H S auf Blättern der Pasion wird man vielleicht dein Haus Schäuffelin zuschreiben; allein dieser Künstler lebte bis 1515 ebenfalls in Nürnberg, und Hess sich in jenem ahro zu Nördlingen nieder. Wir erkennen in diesem Monogrammisten "er den Sigmund Holbein, welcher 1515 noch in Augsburg lebte, und *J?' später in Luzorn Haus und Hof erwarb. Die Illustrationen zu i": von Man's Passion könnten demnach von Jörg Brue, Sigmund Hol- Cln > und wenn man positiv will, auch von IL Burgkmair herrühren, ' JJ^n wir zweifeln. Einen Georg Broy kennt auch Paul Behaim in lauern handschriftlichen, jetzt in Berlin befindlichen Verzeichnisse von Kupferstichen und Holzschnitten. Es fragt sich aber, ob nicht darunter \ *J*r Jörg Brey zu verstehen ist, welcher ebenfalls Maler und Form- iinei(l er war, und 1547 in Augsburg starb. Es wäre indessen wohl ( weh, dass wir unter Jörg Brue und Jörg Brey Vater und Sohn zu "««•scheiden hätten, und dass Behaim mit seinem Georg Broy den . | ,'"' n oder den anderen Künstler meinte. Die Orthographie der Namen JJter Meister wechselt häufig, so dass wir statt Brue „Breu und Brey" j-tzen können, während um einige Decennicn früher sogar die Form Cl° W Kfiurauc bt wurde. Unter dem gothischen Buchstaben 6 No. 1603 j. a «eu W j r von emem jö r g Prew gehandelt, welcher sich ebensowohl • Brew nennen konnte, da 6 und p bei alten Namen nicht selten ver- ""«ogrammlsten. 50 710 B. Nr. 1607-1608. wechselt wird. Die Namen Brue und Brcy sind aber in das Handwerks- buch der Stadt Augsburg eingetragen. Das zweite Zeichen steht nach Brulliot App. I. No. 106 auf einem grossen Holzschnitte von zwei Blatten, welcher die Susanna im Bade vorstellt. Das Terrain bildet einen (larten, und rechts vorn kreuzt Susanna im Wasser die Hände, erschreckt von den Alten, welche herankommen. Hinter der Mauer des (Jartens erhebt sich links ein zweistöckiges Haus, in dessen Bäumen die Handlung fortgeführt wird. Im unteren Geschosse vertheidiget sich Susanna vor dem Throne gegen die Anschuldigungen der Alten, und im zweiten Stocke rettet sie Daniel vor der Verleumdung. Auf der Strasse neben der Mauer und dem Gerichtshause wird an den beiden Greisen die Strafe der Steinigung vollzogen. Das Zeichen bemerkt man an dem Baldachine des Thrones, und etwas höher steht die Jahrzahl MDXXXX. Höhe der übereinander gestellten beiden Blätter 18 Z. 3 L. Br. 12 Z. 3 L. Baul Bchaim scheint nur das zweite Zeichen auf Georg Broy gedeutet zu haben, da seine Einzcichnung mit diesem mehr stimmt, als mit dem ersten, welches wir in der schiefen Stellung des Originals gegeben haben. Behaim's Georg Broy wäre dann jener Jörg Brey, dessen Tod im Augsburger Handwerksbuche unter 1547 angezeigt ist. Jörg Brue könnte das Blatt nicht mehr gefertiget haben, da er 1536 starb. Unter fb werden wir auf diesen Augsburger Meistor zurückkommen. 1607. Jan Breughel, genannt Fluweelen Breughcl (Saramt' Breughel), wurde um 1568 zu Brüssel geboren, und malte An- r~\ fangs mit Vorliebe Blumen und Früchte, sehr schöne und zarte \/ Bilder. Später unternahm er Reisen, um landschaftliche Studien zu machen. Zu seinen Hauptwerken gehören daher auch Landschaften, welche tlieils von ihm selbst, theils von Rubens, II. van Baien, II. de (Clerk und B. van Avont mit Figuren staffirt sind. Bilder des II. va» Stecnwik u. A. zierte er selbst mit Figuren aus. Sein Meisterwerk, Du» Adam und Eva im Paradiese, befindet sich in der Gallerie im Haag' Früher besass dieses Bild der Prinz Erbstatthalter, und aus der Sammlung des II. Allard de la Cour ging es 1766 für 7350 fl. in die genannte Gallerie über. Ausserdem sind noch einige andere Bilder i' n Haag. Zahlreich vertreten ist er auch in der Pinakothek zu München, im Museum des Louvre und in der k. üalleric zu Madrid. Auf einige' 1 Gemälden des Meisters steht der Buchstabe 6. Er schrieb gewöhnlich breughel oder brueghel. Wir kennen auch vier radirtc Quartblättcr ml' Schiffen, welche „brueghel" gezeichnet sind, und wahrscheinlich vi» 1 diesem Künstler herrühren. Sie gehören aber zu den Seltenheiten' J. Breughel starb den 13. Jänner 1625. 1608. Baldolf, oder Hans Baldus? Dieses Zeichen gehört eine« 1 i----1 isf Maler oder Formschneider der elsassischen Schule an. k' PC kS arbeitete in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wal>>" /'"'/ , "VI ' scheinlich in Strassburg. In dieser Stadt lebte um 14?" ein Maler Namens Baldolf, und er ist vielleicht der Vater oderBrudj* jenes Malers Hans Baldus oder Baldolf, welcher 1471 Mitglied de» Zunft „zum Himmel" in Basel wurde. Der eine oder der andere könn* die Zeichnungen zu den Holzschnitten mit dem Buchstaben 6 gefcrtig ct > wenn nicht die Blätter seihst geschnitten haben. Das zweite b stc' 1 auf dem letzten Blatte des Belial, welcher 1483 bei Heinrich Knoblotze' in Strassburg gedruckt wurde. Es stellt die Ausgiessung des hl. Geiste dar. Das b im Täfelchen findet man nach Heller (Monogr.-Lex. S. w. auf deutschen Holzschnitten um 1481, der genannte Schriftsteller gm aber kein Werk an, in welchem sich deren finden. B. Nr. 1564 — 1565. 711 1609. Benedikt von München? Unter diesem Buchstaben führen Y ) w 'i" einen Formschneider oder Briefmaler ein, welcher in der zweiten jrv Hillfte des 15. Jahrhunderts gearbeitet hat. Man soll es auf einem V Blatte finden, welches einen Bischof vorstellt, wie er zur Madonna botet. Sie ist als Statue auf einem Altare vorgestellt, und rechts unten bemerkt man das alte herzoglich bayerische Wappen, sowie tiefer den Buchstaben b. Die Figuren sind nur in Umrissen gezeichnet, aber ?ionilich genau und sicher geschnitten, 8. Wir haben indessen ein "latt dieser Art nicht vorgefunden. Dieses Blatt erinnert uns an einen Briefdrucker und Formschneider ln München, dessen in Frcnzol's Catalog der Sammlung des Baron y>n Rumohr, Lübeck 1846 No. 433 erwähnt wird. Da ist neben anderen ein Blatt besehrieben, welches einen Priester oder Mönch vorteilt, wie er einem Beichtenden die Absolution crtheilt. Auf der Rückseite steht: MCCCCLXXXVIII gedruckt v. vollendt von Benedickt puch- Pf*nj 2u Minchen etc., 8. Dieser Benedikt ist vermuthlich auch der verfertiger des obigen Blattes, sowie eines zweiten im Charakter ähnlichen Holzschnittes, welches einen Pilger mit Stock und Rosenkranz v °rstcllt. Unten steht: Uye in disem puchlen (int man eyn kurze aus- ,c ff««s des heiligen paler noster etc. , 8. Ebenfalls in Umrissen, und in derselben Weise behandelt, kennen wir ein Blatt mit St. Birgitta sitzend l" 11 * dem Buche. Links unten ist das Wappen von Schweden, rechts Jenes des Herzogs Sigmund von Bayern, 8. Eine ähnliche Darstellung S'bt Jackson (und Chatto) im Treatise on wood engraving —. London 1030, * 0v - 8., in Facsimilo, Chatto legt aber dem Holzschnitte ein zu hohes Alter bei. Es scheinen auch noch andere Blätter mit Scenen aus dem J^eben der hl. Birgitta vorhanden zu seyn. Nach dem Faltze zu urteilen, welchen das erwähnte uns vorliegende Blatt mit der hl. Birgitta ?**» gehört es zu einem Buche, welches wir aber nicht kennen. Auch ijber die Bedeutung des Wortes ,.puchpinns li sind wir nicht im Klaren. ^ s , könnte sich um einen Buchbinder handeln, welcher allenfalls auch "riofdruckcr oder Briefmaler war. '610. Unbekannter Formschneider. Dieses Zeichen gehört einem Künstler an, welcher mit keinem anderen der hier eingeführten Meister in Berührung kommt. Wir zählen ihn zu den Formschneidern, vielleicht aus der Schule des Albrecht Altdorfer in Regensburg. Er schnitt nämlich ein Blatt nach dem Meister W. //. Bartsch VII. p. 486 No. 8, welcher ebenfalls Schüler Altdorfer's * ft r, und um 1530 — 1540 arbeitete. Das Blatt mit dem Buchstaben b j" 1 Täfelchen stellt das Urtheil des Paris dar. Letzterer schläft aber '\ Anwesenheit der drei Göttinen, und Amor schicsst oben in der Luft r't beiden Händen einen Pfeil ab. Unten in der Mitte neben den Füssen ,!: r Pallas stehen die Buchstaben Vf.//., und an der Lanze dieser Göttin "togt das Tftfelchen mit 6. IL 4 Z. 5 L. Br. 3 Z. 5 L. i Bartsch sagt, dass dieser Holzschnitt ohne Zeichen sei, und er atto daher vermuthlich eine Wiederholung desselben Gegenstandes vor A c h, welche unbezeichnet ist. Im Catalog Dcrschau wird nämlich dem feister W. //. (Wolfgang Hauber oder Huber) ein unbezeichnetes, von j?rtsch nicht erwähntes Blatt zugeschrieben, welches nur um eine •nie grösser ist. B1611- Stempel der alten Goldschmieds innung in London. Wenn dieser Buchstabe auf englischen Ciselirarbeitcn von Silber oder Gold vorkommt, so deutet er auf die Periode von 1498—1517. Die Silber- j^'ede, oder die Fabrikanten wechselten von zwanzig zu zwanzig at >ren mit dem Alphabete, so dass man die Zeit der Entstehung der 50* 712 B. Nr. 1612 — 1613. Werke bestimmen kann. In „The Mcrcers' Company" zu London ist ein Becher mit diesem Stempel, und nach der schriftlichen Aufzeichnung 1499 herbeigeschafft. Vgl. Art-Journal 1855 p. 269. 1612. Francesco Barattini? Unter diesen Buchstaben führen wir t einen italienischen Formschncidcr ein, welcher einen Tbcü L * J der etwas rohen, aber gut geschnittenen Blatter eines - *^ ' *-J seltenen Fechtbuches geliefert hat. Es erschien unter folgendem Titel: Opera nova Duello overo ftori dell'armi par Marozzo da Bologna. Mutinae in Aedibus Antonii Bergolae 1830, 4. In einer neue» Bearbeitung, und mit Holzschnitten bereichert, erschien dieses Werk unter dem ausführlicheren Titel: Opera nova de Achilit Marozzo Bolog- neu maestro generale de Varle de VArmi l!>OII. In Venetia appresso gl* heredi di Marchio Sessa. 4. Der Buchstabe b auf den Holzschnitten ist nicht immer in derselben Form, und zieht sich auf etlichen Holzschnitten auch mehr in die Lange. Für die spätere Ausgabe könnten einige Platten nachgeschnitten worden seyn. Unter dem Buchstaben 6. hat vielleicht Francesco Barattini seinen Namen angedeutet. Er war von Geburt ein Römer, und so könnten die Buchstaben 6. B. auf anderen Holzschnitten des Fechtbuches Barattini Bomano bedeuten. An einen Künstler aus der Familie der Bol- drini ist nicht zu denken. Der zweite Buchstabe, nur etwas kleiner, findet sich auch auf der in Holz geschnittenen Schlussvignettc in L. I'ictorio's „Dominieale et Santuario. In Venetia, Francesco di Alessandro Bindoni 1532, fol. Dieses Blatt stellt den Erzengel Baphael mit dem jungen Tobias vor. Ob der Buchstabe 6 sich auf Bindoni beziehe, bleibt dahin gestellt. 1613. Giovanni Bellini, Giovanni Bonconsiglio il Marescalco, Be- bi / nedetto oder Bartolomeo Montagna, Sandro Botticclli, ■iV/D. Gianantonio Bresciano, Bernardus Pictor u. A. könnten ani diese, auf Holz-und Metallschnitten der alten paduanisch-venetianischen Schule vorkommenden Buchstaben Anspruch haben. — G. B e 11 i n i, oder Giambellini, der Sohn des Jacopo Bellini von Venedig, ist der Hauptmeister der venetianischen Schule des 15. Jahrhunderts. Man hat verschiedene Gemälde seiner Hand, in denen sich Beispiele eines milden Ernstes, einer heiteren Anmuth, und einer hohen sittlichen Würde vorfinden. Uebcr ihn ist schon viel geschrieben worden, so dass wir uns hier des weiteren enthalten müssen. Nur hinsichtlich der Lebensgränzen des Meisters ist noch zu bemerken, dass man 1421, 1424 oder 1426 als Geburtsjahr desselben angibt. Einen genaueren Anhaltspunkt geben uns die Nachrichten über Gentile Bellini, den Bruder des Giovanni Francesco. Negro nennt in seinem Periarchon (1500) den ersteren „Maior natu Gentilis", und konnte es wohl am bessten wissen, da er dessen Zeitgenosse war. Nach Vasari erreichte Gentile fast 80 Lebensjahre, der genannte Schriftsteller lässt ihn aber irrig 1501 sterben. Sein Tod erfolgte am 22. Februar 1507, und wenn daher Gentile fast 80 Jahre alt wurde, so muss er 1427 oder gegen 1427 geboren worden seyn. Da wir ferner kaum zweifeln dürfen, dass Giovanni Bcllini Gentile's jüngerer Bruder sei, so kann man als dessen Geburtsjahr 1428 nehmen, oder noch etwas weiter herabgehen, da die Familie der Bellini auch einen Bellino Bellini, und einen Andrea Bellini zählt. Nach der gewöhnlichen Angabe lebte Giovanni noch 15l6i allein es ist auffallend, dass Tizian 1514 an ein von G. Bellini unvollendetes Gemälde die letzte Hand gelegt hatte. Dieses Bild stellt ein Bacchanal vor, befand sich lange in der Sammlung Aldobrandini z u Rom, und kam erst in unserem Jahrhunderte nach Amerika. Sicher ist» B. Nr. 1613. 713 dass der Künstler im Oktober 1505 noch in voller Thätigkeit war, wie aus Dr. Gaye's Carteggio inedito dei artisti — II. p. 71—82 zu ersehen ■st. — Giovanni Bonconsiglio von Vicenza lebte die längste Zeit in Venedig, und zählt fast, vollkommen zur Schule des Giovanni Bellini, da sich seine schönen und trefflichen Gemälde wenig dem modernen Style nähern. Seine Blüthozcit, füllt um 1497—1514. Ein Künstler von ähnlicher Richtung ist auch B e n e d e 11 o M o n t a g n a v o n yicenza. Er ist schlicht und ernst, doch minder tief und monotoner in der Färbung, als Bellitti und Bonconsiglio. Die Gewänder seiner Figuren sind bauschiger als jene Bcllini's, was namentlich in den Zeichnungen zum Formschnittt auffallen könnte. Die Angaben über die Lebenszeit dieses Meisters sind Schwankend, da auch ein Bartolomeo Montagna in Berührung kommt, wie wir anter den Initialen II. M. jjjjigen werden. Alle diese genannten Meister haben mehr oder weniger Ihcil an der Illustration folgender Werke: liiblia vulgare hisloriata —. Venezia 141)2, fol. Auf diese Bibel Wacht Dibdin (Aedes Althorpianae II. )). 48) .•nifnierksam, man soll aber in derselben nur Einen Holzschnitt mit dem Buchstaben b finden. Die Blustrationen des Werkes könnten der Zeichnung nach von Giovanni Bellini herrühren, da Bonconsiglio 1492 wohl noch Lehrling war. Die Biblia vulgare historiata scheint kasteitet selten zu seyn. IHblia del Malermi. liiblia cum tabula nuper impresso et cum sum- Wariis nouiter editis. Am Schlüsse: Impressum veneliis p. symonem dic- '<*« beuilaqua (490. die oelauo Mail, 4. Diese in Dcuscblnnd fast ganz unbekannte Holzschnittbibel beschreibt AbbateZani in der Knciclopedia Wetodica. P. II. Vol. I. p. 261 — 295. Die Menge Holzschnitt« In Vignettengrösse haben theils das Zeichen • 6 •, welches sich wohl auf ji-ücllini, weniger auf G.Bonconsiglio oder Sandro Botlicclli bezieht. We Holzschnitte des alten Testamentes benutzte Lucantonio Ginnt«, 1511 Weh zu einer revidirten und vermehrten Ausgabe der „Biblia del Ma- lenni", 4. Er Hess aber einen Passepartout fertigen, welcher in Metall geschnitten zu seyn scheint. Die Bilder des neuen Testamentes sind Meiner und von anderem Schnitte. Der Zeichner dürfte Bencdetto °. u erBartolomeo Montagna seyn. In der Biblia Malermi von 1494 sind Metallschnitte mit i, ib , und ibv bezeichnet. Man deutet diese mjehstaben auf „Johannes Bonconsilius Vicentinus, 1 ' allein es ist immer Xaver Z u bestimmen, ob Bonconsiglio, oder G. Bcllini die Zeichnungen geliefert hat. Bei einem Werke von 1494 möchte man indessen eher aul letzteren rathen, da auch ,, Johannes HeUinus Venetianus" gelesen Verden kann. llj/pnerotomachia Poliphili. ubi hvmana omnia non nisi somnium etse "■ocet. vtque obiter plurima scitv sane quam diqna commcmoral. Am Ende *■ Blattes mit den Druckfehlern steht: Veneliis Mense decembri: M. II). "''''•')) in aedibus Aldi Manutii aecuratissime, fol. Der Verfasser dieses f™r seltenen und berühmten Werkes ist Francesco Colonua. Es ont- biilt viele Holzschnitte, von welchen aber nur zwei mit dem Buchstaben b. bezeichnet sind. Das eine Blatt stellt den Traum des Poli- Philus in einer Landschaft dar. II. 3 Z. 9 L. Br. 4 Z. 8 L. Das andere Blatt enthält mehrere Instrumente, Vasen, Vögel &c. in drei Heihcn geordnet, und ist von gleicher Grösse. Die Zeichnungen wollte «an früher dem Rafael Santi zuschreiben, für welchen sie aber keineswegs stimmen. Andere waren der Meinung, dass Andrea Mantegna die '""Positionen geliefert habe, was ebenfalls sehr zweifelhaft bleibt. Die Uustrationon sind indessen nicht aus einem Gusse, und man konnte 'laher die Theilnahme verschiedener Künstler vermuthen. Die meisten Kunstkenner sprechen sich jetzt für Giovanni Bellini und Bene- 714 B. Nr. 1613. dctto Montagna aus, und somit könnten beide von AldusManutius mit Aufträgen beehrt worden seyn. Für Botticelli kann man nicht eintreten. Ueber B. Montagna vgl. aber auch b.M. Tavola de le rubriche del primo libro de la prima Deca de Tito Livio padoano historico ele. Am Schluss: Finite le Decke de Tito lAuio pa- doitano hisloriographo vulgare historiate co uno certo tractato de bello punico. Stäpate nella inclita citlade di Venelia per Xouane Vercellese ad instantia del nobile Ser. Luca anlonio zonta Fiorcntino. Nel Anno MCCCCLXXXX11I. adi. XI. del mese di Febraio, fol. Diese seltene Ausgabe dos T. Livius ist mit einer grossen Menge Holzschnitte in Vignettenform, und mit grossen und kloinen Initialen geziert, welche mit 6. und auch Fi bezeichnet sind. Die Zeichtrangen will man eher den beiden Bellini als dem G. Bonconsiglio, oder dem Benedetto Montagna zuschreiben. Ob die genannten Künstler Theil an den b'onn- schnitten der genannten Werke haben, und wer sie sonst gefertiget hat, ist aber noch immer nicht erwiesen. Damals lebte auch ein Form- schneider B artol omeo Mcrlo, welcher aber nach einem Holzschnitte mit der Madonna und Heiligen in Verona gelebt hat. An diesen Meister ist daher kaum zu denken. Wir glauben aber an jenen Bernard us pictor erinnern zu müssen, welcher mit dem Buchdrucker Erhard Ratdolt von Augsburg bis 1486 zu Venedig in Verbindung stand. Uehcr ihre frühere 1'hätigkeit gibt folgendes Werk Aufschluss: Appianus la- tine —. Impressum hoc opus est Veneliis per Bernardum pictorem et Er- hardum Ratdolt de Augusta unacum Petro Loslein de Langenzenn corree- tore et Socio M.CCCC.LXXVII., fol. Auf dem Titelblatte ist eine Rand- verzicrung von schöner Zeichnung hell auf schwarzem Grunde. Auch ähnliche Initialen kommen im Werke vor. Dieser Bernardus Pictor war vermuthlich kein Augsburger, da im alten Handwerksbuche der Stadt kein Meister dieses Namens vorkommt. Wenigstens begab er sich mit Ratdolt nicht nach Deutschland. Er war nicht allein Maler, sondern auch Form- und Metallschneider. Wir haben von einem sehr schönen Holzschnitte mit der Madonna und dem Kinde Kunde, auf welchem der Name des Meisters stehen soll. In der Auffassung und Zeichnung erinnert das Blatt an die paduanisch-venezianischo Schule, und nach der Sicherheit der technischen Ausführung zu urthcilen, kann diess nicht das einzige Blatt des Künstlers seyn. Vielleicht ist von ihm ein Theil der . 6. bezeichneten Blätter des T. Livius, und hat Bernhard zuletzt dem Luca Antonio Zonta (Giunta) seine Kunst geweiht. Auf dem Titel einer späteren Folio-Ausgabe des Livius, welche 1506 bei L. A. Giunta in Venedig erschien, steht: Tili Livii Decades. nouitef impresse. Venetiis per Joannem ac Bernardum Fratres Vercellens. I !>()(>■ Die vielen interessanten Holzschnitte in qu. 8. sind dieselben, wie in der Ausgabe von 1493, und vielleicht ist der Bernardus Pictor der Ratdolt'schen Offizin der auf dem Titel von 1506 genannte Bernardo von Vercelli. Die Platten von . b. und F. wurden auch zu einer Ausgabe mit italienischem Text benützt: Decke di Tito Liuio vulgare hgsto- riate — De la guerra punica di Leonardo Aretino. Venelia p. Bartolo- meum de Zani de Portesio 1511, fol. Beide Werke haben auch schöne Holzbordürcn. Bisher hat der Eingangs erwähnte Sandro Botticelli noch keine Berücksichtigung gefunden, es ist aber jetzt an der Zeit, über ihn «0 handeln. Nach Vasari wurde er 1437 zu Florenz geboren, und somit ist diese Angabe herrschend geworden. Wir wissen aber jetzt durch Dr. Gayc (Carteggio inedito &c. I. p. 344) ein genaueres Datum. Dieser Schriftsteller fand das Testament des Mariano Filipepi von 1480 (nicht 1486) vor, aus welchem hervorgeht, dass dessen vierter Sohn Sandro B. Nr. 1613. 715 Füipepi dctto Botticello damals 33 Jahre alt war, und somit 1447 geboren wurde. S. Botticelli war Maler und Goldschmied, und erlangte als letzterer auch UoVmng in der damals neuen Kunst des Kupferstiches. Es hat sich indessen noch kein Blatt mit seinem Namen gefunden, und weil Vasari hinsichtlich der Stiche Botticelli in Ungewiss- heit lagst, und angibt, dass Baceio Baldini nach Zeichnungen von Botticelli in Kupfer gestochen habe, so wurde letzterer von Bartsch u. A. S(| gar aus der Reihe der Kupferstecher gestrichen. Allein diese Behauptung ist sehr gewagt; man könnte nur sagen, dass os schwer, vielleicht unmöglich sei, genau zu bestimmen, welchen Antheil Botticelli selbst, und welchen B. Baldini an der Ausführung mit dem Stichel hatte. Zurrst handelt es sich tun die drei Blätter folgendes äusserst seltenen Werkes: IL MONTE 8ANCT0 1)1 DK) composto da messer Antonio \Iiettini) da Siena. Am Schlüsse: Finito el monte sco didio p me Ni- cholo dilorezo dallamagna. Florentie X Die Mensis Seplembris anno Domini MCCCCLXXVII.'M. Das erste dieser Blatter stellt den hl. Berg •nit dem ewigen Vater in der Glorie und den Tugenden vor. Ottley S'ht in seiner History of Engraving ein Facsimile des oberen Theiles, Bad des jungen Mannes. Das zweite Blatt zeigt den Heiland in einer °valcn Strahlenglorie, und ist in Dibdin's „Bibliotheca Spenceriana" c °pirt. Das dritte Matt stellt die Hölle vor, welche M. de Bure, finden „Cataloguc de la bibliotlioque du duc de Valliere" copiren Hess. Das Facsimile in Strutt's Biographical Dictionary ist nicht nach dem Blatte des Monte santo, sondern nach der Vignette in der Ausgabe des Dante von 1481. Alle drei Matter schreibt Bartsch XIII. p. 187—190 No. 57—59 dem Baceio Baldini zu, Passavant (zur Kunde der ältesten Kupferstecher im deutschen Kunstblatt 1850 S. 291) ersah aber darin, Jnd in den Originalblattern der Propheten und Sibyllen B. No. 1—36, dass sich Botticelli nicht nur begnügte dem Baldini Zeichnungen zu liefern, sondern dass er auch selbst bei dem Stiche Hand anlegte. Die Benannten Mä-tter lassen nach I'assavant in der ganzen Haltung, und den meisterlichen Umrissen die Band des Botticelli augenfällig erkennen. Weniger auffallend findet er dieses in den 20 Vignetten zu der Florentiner Ausgabe des Dante, welche unter folgendem Titel erschien: Co- w «nfo di Christophoro Landini Florentino sopra la comedia di Danthe Alighieri. Poeta Fiorentino. Am Ende: Fine del comento di C. Landino W impresso in Firenzc per Nicholo di Lorcnxo della magna o di XXX Pogosta MCCCCLXXXI., gr. fol. Zu diesen von Bartsch No. 37 — 56 beschriebenen Vignetten hat Botticelli zwar die Zeichnungen geliefert, ft ber an den wenig gefühlten Umrissen, und an den unbestimmten Schraffirungen des Stiches hat er nach I'assavant wohl keinen Antheil genommen. Vasari spricht nur im Allgemeinen von den Illustrationen •WD Dante, und zwar von Kupferstichen. Bezüglich des Inferno sagt er aber „lo mise in stampa u , woraus man entnahm, dass Botticelli die Zeichnungen von einem anderen Künstler habe stechen lassen. Vasari bemerkt nämlich auch noch ausdrücklich, dass dem Künstler viele Zeichnungen im Stiche misslungen seien. Allein er gibt dadurch zugleich auch zu, dass Botticelli selbst in Kupfer gestochen habe. Und dann erklärt er als dessen Hauptwerk im Stiche den „Trionfo della "edelta di Fra Girolamo Savanarola", woraus aber wieder nicht bestimmt hervorgeht, dass diese Darstellung von Botticelli's eigener Hand gestochen sei. Unseres Wissens hat sich kein einziger Abdruck erhalten, indem die Platte vernichtet wurde, da Savanarola den Tod eines Ketzers starb, und Botticelli selbst der Irrlehre beschuldiget wurde. Durch Vasari wissen wir ferner, dass dieser Künstler noch viele andere Zeichnungen im Stiche, aber in schlechter Manier herausgegeben 716 B. Nr. 1613. habe. Der genannte Schriftsteller sagt nämlich: „Mise in stampa an- cora molte coso sue di disegni ch'egli aveva fatti, ma in cattiva maniera, perche l'intaglio cra mal fatto &c." Zu diesen in schlechter Manier gestochenen Blättern zählt nniii jetzt auch jene Blätter, welche Bartsch XIII- p. 142—-151 im Artikel über Maso Finiguerra beschreibt, während andere sie dem B. Baldini vindiciren. Sie enthalten Muster zu Verzierungen von Tellern und Schalen, und sind mit den Cylintler oder Reiber gedruckt. Blätter dieser Art sind als Eritlinge der Technik zu betrachten, und mussten daher dem Vasari als unbedeutend und von schlechter Arbeit erscheinen, wenn er die brillant gedruckten Blätter einet Mantogna, Marc Anton, Dürer &c. damit verglich. Sie müssen von einem tlorentinischen Meister herrühren, da Beziehungen auf die Mediceer darauf vorkommen. El ist wohl möglich, da.ss die Platten für Lorcnzo de Medicis gestochen wurden, und dieser Fürst warBotti- oelli'l Gönner und Wohlthäter. Es unterliegt auch wohl keinem Zweifel, dass sie dieser Künstler selbst gestochen habe, da dar bei weitem gi'össte Theil eine malerische Hand veri'äth, welche die Technik unterordnet, um die Zeichnung desto plastischer hervortreten zu lassen. Sie gleichen im Stiche anmuthigen Federzeichnungen. Bartsch erhielt die Beschreibung dieser fast einzigen Folge zu einer Zeit, als die Blätter noch in der Sammlung des gelehrten Baron Stosch waren. Später kamen sie durch Erbschaft an Heinrich Wilhelm Muzcl , genannt Stosch Walton, welcher in Berlin lebte, wo sie der Kaufmann Ernst Beter Otto aus dessen Nachlass erhielt. Otto's Sammlung wurde 1852 versteigert, und zwar nach dem von R. Wcigel angefertigten Oataloge. In der zweiten Abtheilung No. 1—18 sind jene Blätter beschrieben, welche die Otto'- schen Erben besassen. Die sechs übrigen von Bartsch beschriebenen Stiche waren in anderen Besitz übergegangen. B. No. 4 ging aus der Sammlung des Grafen von Fries in jene, des Erzherzogs Albrecht über. B. No. 13 ist in der Keil'schen Sammlung zu Leipzig. Ein zweites Exemplar sah Zani im Cabinet Durazzo. B. No. 17 erwarb ebenfalls Keil, und No. 18 ging 1800 bei der Auktion der Bost'schen Sammlung in andere, jetzt unbekannte Hände über. B. No. 20 erhielt Abbate P. Zani von Otto zum Geschenke. B. No. 23 ist seit vielen Jahren in der Keil'schen Sammlung. In der Otto'schen Auktion erstand Herr Evans B. No. 5 (123 Thlr.), 6 (170 Thlr.), 7 (230 Thlr.), 8 (81 Thlr.), 10 (70 Thlr.), ll(81Thlr.), 12(140Thlr.), 14 (151 Thlr.), 15 (87 Thlr.), 16 (160 Thlr.), 10 (121 Thlr.), 21 (136 Thlr.), 22 (137 Thlr.) und 24 (101 Thlr.) Das von Bartsch No. 2 beschriebene Blatt erwarb Herr Thics für 251 Thlr. und für No. 3 bezahlte Herr Reichel 90 Thlr. B. No. 9 erwarb letzterer für 201 Thlr. Auch der General - Consul Clauss in Leipzig bewahrt Seltenheiten von Botticelli. Wie würde jetzt Vasari staunen, wenn er wüsstc, mit welchen Summen die „schlechten Dinge" des Messer Sandro bezahlt werden. Die Blätter 15. No. 1 und 2 sind in Heinecke's neuen Nachrichten, und in Ottley's History of Engraving copirt. Damit ist aber das Verzeichnis« der dem Botticelli vindieirtou Kupferstiche noch nicht geschlossen. Ein Blatt, welches nach PasSA- vant in jeder Beziehung, sowohl in den energischen Umrissen, als der meisterlich breiton Sohraffirung im Style des Mantegna, und der genialen Darstellung des Gegenstandes der Art und Weise des Künstlers völlig entspricht, und von ihm eigenhändig durchaus gearbeitet erscheint, ist die 28 Z. hohe und 20 Z. 3 L. breite Himmelfahrt der Maria Bartsch XIII. p. 86 No. 4, in welcher aber letzterer in der technischen Behandlung Aehnlichkeit mit Blättern von Nicoletto da Modena findet. Zwei andere, äusserst seltene Kupferstiche werden in (Thomas Wilson'«) Oatalogue raisonne of the selcct collcction of engravings of an Ama- B. Nr. 1613. 717 teur. London 1829 p. 29 als Werko des Botticelli beschrieben. Das eine stellt die Anbetung der Könige dar, und erinnert an ein Gemälde des Meisters aus St. Maria Novclla in Florenz. Maria sitzt rechts mit dem Kinde auf dem, Schoosse, welchem einer der Könige unter dem Bilde des älteren Cosmoi de Mediei eine Vase reicht. Hinter ihm koieeo die beiden anderen Könige mit Kronen auf den Häuptern, der entere Giuliano de Mediei, Vater des Papstes Clemens VII. Hechts s 'tzt Joseph, welcher wie Maria und das Kind mit dem Nimbus verschon ist. Von der Seite der Könige her kommt das Gefolge zu FUSS und zu Pferd, und im Vorgrunde sind vier Hunde und drei Leonarde '" der Koppel. H. IO'/j Z. Kr. 15 Z. Dieses Blatt kannte, weder Bartsch noch Ottley, um- Zftni (Enc. met, V. 2. p. 155) hatte Kunde davon, ist aber in Ungewissheit, oh es dem Baldini oder dem Botticelli anzuschreiben sei. Das zweite in Th. Wilson's Catalog dem Botticelli yi'nlieirte Blatt hat die Predigt des Fra Marco da Monte Santa .Maria ','' Gallo zum Gegenstande. In der Mitte ist der Opferstock (Monte) ''}'' die Gaben zur Unterstützung diu'Armen, und im Hintergrande sind die Werke dm- Barmherzigkeil vorgestellt Dem hl. Gregor erscheint wi de r Messe der Heiland, und oben im geöffneten Himmel, welchen Engel und Heilige füllen, zeigt sieh Christus mit Maria, in der Glorie. Bartsch XIII. p. 89 besenreibt dieselbe Compositum, es lag ihm aber ""r eine Copie vor, welche folgende Unterschrift hat: Septem hliseri- cordiae ------- P. M. Lud Heddita, 1032. Ottley (Inquiiy SC. I. p. 425) Orw&hnt eines Holzschnittes aus einem Buche von 14(14, welcher llieils "ach dem Stiche des Botticelli copirt ist, und für das Alterthum desselben spricht. Im deutschen Kunstblatt 1853 S. 214 wird auf ein Blatt aufmerksam gemacht, welches in der herzoglichen Sammlung zu Gotha sieh befindet, und für ein Cnicum gilt. Es wird „Templura Pilatl" betitelt. Keines der genannten Blätter trägt den Namen, oder den Buchstaben li in obiger Form, wir glaubten aber darauf eingeben zu müssen, "."> den Artikel im Künstlcr-Lexicon zu ergänzen, und weil überhaupt ( ''ne ausführliche Zusammenstellung der chalcographischen Arbeiten des botticelli bisher fehlt. E!l linden sich aber auch noch Holzschnitte mit dem Buchstaben .6., und zwar in alten italienischen Ausgaben der göttlichen Comödie des Dante. Diese Blätter rühren ohne Zweifel der Zeichnung nach von Botticelli her, und ein Theil dürfte von ihm selbst ^Schnitten seyn. Wir wissen durch Vasari mit Bestimmtheit, dass der Künstler eine leidenschaftliche Vorliebe für die Dichtungen des Dante Refasst, und sogar den Pinsel mit dar Feder vertauscht habe, um über l 'ie göttliche Comödie zu schreiben. Doch besass er keine wissen- ^haitliche Bildung, und so wurde ihm nach Vasari's Versicherung weder Beifall noch Lohn für seine Bemühungen. Dennoch setzte er das Stu- d'um seines Dichters viele Jahre fort, was ihn in Noth und Armuth wachte, weil er die Malerei hintansetzte, und zuletzt in dieser zurück- «am. lieber die. Ausgabe des Dante mit Kupferstichvignetten von 1481 "»hen wir oben gehandelt, und bemerkt, dass man jedenfalls die Zeich- Uu "g zu denselben dem Botticelli zuschreiben müsse. Doch auch bei dßr Betrachtung der Dante'schen Holzschnitt-Illustrationen drängt sieh d'e Heberzeugung auf, dass dieselben nur von einem Künstler her- t Uhren können, welcher nach Möglichkeit in den (leist des Dichters ''"'gedrungen ist. Dieses nun müssen wir von Botticelli vermuthen, ""d es ist auch nicht zu gewagt, ihm selbst einen Theil der Holzschnitte '"zuschreiben, da Botticelli als vermögensloser Künstler es nicht ver- S| '"niäht haben wird, durch den Formschnitt Erwerb zu suchen. Er *ar durchaus nicht in der Lage, denselben vornehm von sich zuweisen, IM somit auch kein Gegner der Eigenhändigkeit von Malerformsclinitten. 718 B. Nr. 1614. Der Buchstabe 6., welcher auf mehreren Holzschnitten der alten Ausgaben des Dante vorkommt, bezieht sich daher in diesem Falle sicher nicht auf Giovanni Bellini oder Giovanni Bonconsiglio. Eher könnte noch Benodotto Montagna berücksichtiget werden, und als Fonnsehncidcr Gianantonio da Brescia. Allein für beide ist die Wahrscheinlichkeit viel geringer, als für Botticelli, welcher hier wohl mit Hecht eintreten kann. Die alten Ausgaben des Dante haben folgende Titel: OMENTU di chistophoro l.andino fiorentino snpra la comedia di Danthe alighieri poeta fiorentino. Am Ende vor dem Inhaltsverzeichnisse: Et Fine del comento di Chrisloforo l.andino Fiorentino sopra la comedia di Danthe poeta excelletissimo. Et impresso in Vinegia per Petro Cremonese dito Ve- ronese : Adi. Will, di nouibrio MCCCCLXXXXI. emendato per me piero da fighino dell ordine de [rate minor i, fol. Dieses sehr seltene Wer« enthält eine grosse Menge Holzschnitte in Vignettenform, zum Thcil mit ,b. bezeichnet. Dibdin (Aedes Althorpiimae II. 8.115 ff. beschreib* es ausführlich, und gibt auch Facsiinilos von Holzschnitten. Comento Di Chrislophoro l.andino Fiorentino Sopra La Comedia Di Danthe Alighieri l'oeta Fiorentino. Am Ende vor dem Credo di Danthe: Finito o lopa deliclylo e divo dälhe alleghieri ------ reuista per maestro Piero //(/'"■ — Impressi { Venesia p. Benardino benali e Matlhio da parma i&9 '• adi. III. Marzo . fol. Die vielen Holzschnitte dieses Werkes sind verschieden von jenen der Druckerei des Pietro Cremonese dito Veronesc von demselben Jahre. Sie. sind meist in Vignettenformat. Nur der erste ist in fol. mit schonen Randleisten von Architektur und Arabesken. Kein Blatt ist bezeichnet, man kann aber annehmen, dass Botticelli die Compositionen geliefert hat. Registro Di Dante Comento Di Chrislophoro l.andino Fiorentino Sopra La Comedia Di Danthe Alighieri l'oeta Fiorentino. Am Schlüsse: Impresso in Bressa (Brescia) pei Iloninum de lloninis di llaguxi a di ultimo di Marzo IMtl , fol. Diese sehr seltene Ausgabe hat viele interessante Holzschnitte in folio ohne /eichen, und Arahcskenoinf'assungcn in del Manier des Gianantonio Bresciano. Einen Theil der Zeichnungen dürfte Botticelli jedenfalls geliefert haben, vielleicht die der ersten Blätter, welche sorgfältiger behandelt sind, als die späteren. Ob der Schnitt von Botticelli, oder von Gio. Antonio da Brescia herrühre, ist eine andere, noch ungelöste Frage. Man könnte aber in dieser früheren Ausgabe des Dante die Erstlinge von Botticelli's Technik im Holzschnitte suchen. Die Illustrationen des folgenden Buches dürften ebenfalls von Botticelli herrühren. Libro della vita Viduale composta da [rate llieronxjmo da Ferrara dell ordine de frali predicatori (Savanarola) , 4. Dieses sehr seltene, um 1500 in Florenz gedruckte Buch enthält zwei Holzschnitte qu. 8. Das eine Blatt stellt eine Scenc aus Savanarola's Leben, das andere eine Pieta von acht Figuren vor. Der Zeichner ist ohne Zweifel Botticelli) da er ein Anhänger des Savanarola war. 1614. Unbekannter Maler, oder Formschneider. Dieses Zeichen b deutet einen Meister an, welcher der alten Augsburger Schule anzugehören scheint. Man findet es auf einem Holzschnitte mit der Dornenkrönung des Heilandes. Er sitzt in Mitte eines Zimmers von sieben Henkern umgeben, von welchen drei ihm die Krone aufsetzen- Ein anderer reicht dem Herrn knieend das Bohr. Im Grunde sieht man auf der Treppe mehrere Soldaten, welche die Kreuzigung verlangen. Der Buchstabe b ist in der Mitte, unten. Rund, Durchmesser 9 Z- Dieses Blatt gehört zu einer Folge von vier Passionsdarstcllungen, wovon die Kreuzigung und die Krcuzabnehmung ohne Zeichen sind. Das B. Nr. 1614. 719 v iorte Blatt stellt die Geisslung Christi dar, und ist: MATHEVS. F., bezeichnet. Man glaubt, dass diese Holzschnitte von einem italienischen Meister aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts herrühren, allein der Formsehneider Matheus lebte in Augsburg, und mag auch Italien gesehen haben, wenn er nicht ausschliesslich Kupferstiefee von allen Meistern der Rafael'schen Schule copirt hat. Seinen Namen lindct. man •nf einem Helldunkel von drei Hatten, welches Bartsch IX. p. 426 beschreibt Dieses Blatt stellt die Flucht nach Acgypten vor, anscheinlich nach der Zeichnung eines italienischen Meisters, dessen Styl jenem des LucaPenni ähnelt. An der Stufe einer Pyramide steht in die Tiefe geschnitten: JOBG MATHEIS FVBM8CHNEIDER VA .. AVGSl'VKG., doch nur im zweiten Drucke. Im ersten fehlt, diese Schrift, und man liest, unten nur in der Mitte am Säiilenfragnienle den Namen MATHEVS w Umrissen. H. 12 Z. 6 L. Hr. 17 Z. 7 L. Dieses Blatt ist sehr gut behandelt, und zeigt den Künstler von einer vorteilhafteren Seite, als ein zweites, welches Maria, und Martha vorstellt, wie sie nach dem fempel gehen. Matheus hat diese Darstellung nach dem Stiche von Marc Anton copirt, welchen Bartsch XIV. No. 45 „Notrc-Damc de l'escalier" betitelt. Der Formschneider setzte aber nur den Buchstaben M auf die Platte, so dass wir an der betreffenden Stelle weiter über >hn handeln werden. Die oben erwähnten vier Darstellungen aus der Passion In Rundungen sind nicht, in Helldunkel behandelt, und weichen im Style von gen Blättern in Helldunkel ab. Sie sind auch nur Copien nach älteren Holzschnitten, welche besser in der Zeichnung als in der technischen Behandlung sind. Die Originale haben auch nur 8 Z. 7 L. im Durchmesser. Es fragt sich nun, was der Buchstabe b auf dem Blatte mit der Dorncnkrönung bedeute. Jedenfalls dürfte der alte Meister darunter zn - verstellen seyn, welcher entweder die Zeichnungen zu den Leidensgeschichten gefertiget, oder sie ursprünglich selbst geschnitten hat, indem auf den Originalblattern der Name des Matheus nicht vorkommt. Dir Zeit nach könnte man an Thomas Burgkmair, den Schüler des 1504 verstorbenen Hans Bender denken. Dieser Künstler, der Vater des Hans Burgkmair, malte Darstellungen aus der biblischen Geschichte u »d ans der Legende, und verfuhr ziemlich handwcrksniässig, so dass er unter dem alten Hans Ilolhein steht. Einen vorzüglichen Meister beurkunden auch die Holzschnitte mit. den Leidens-Scenen nicht, und da Th. Burgkmair erst 1523 starb, so könnte er wohl die Zeichnungen, Wenn nicht die Schnitte geliefert haben. Hans Burgkmair war bekanntlich ebenfalls Maler und Formschneider, und könnte somit im väterlichen Hause bereits mit der Technik der Xylographie vertraut geworden seyn, da er mit Unrecht als Schüler des A. Dürer bezeichnet wird. Th. Burgkmair behauptet aber oben No. 1605 noch eine andere Stelle, u nd vielleicht mit mehr Kccbt. An Jörg Brno (IJroy, Brew) ist kaum fu denken, da er sich eines anderen Zeichens bediente, das b im oberen Jneile mit einem Querstrich zeichnete. Ausserdem könnte man nur "och an jenen Bornardus Pictor denken, welcher mit dem Buchdrucker Erhard Ratold in Verbindung stand, aber schon 1477 mit diesem die Herausgabe des Apian in Venedig besorgte. Bernhard war zwar sicher auch Formschneider, wie wir oben S. 714 nachzuweisen versucht haben, die Passionsbilder haben aber mit der alten pa.duanisch-vonozianischeii "Chule nichts gemein. Bernhard blieb wahrscheinlich in Italien, da er "n alten, von Thomas Burgkmair 1460 angelegten Ilandwerkshuche der Augsburger Zunft nicht eingetragen ist. 720 B. Nr. 1615 — 1619. 1615. Franz Brun, Kupferstecher. Den gegebenen Buchstaben findet bman auf einer Copie nach A. Dürer's Blatt, welches unter dem Namen der Maria an der Mauer bekannt ist, B. No. 40. Die heil. Jungfrau sitzt mit den Kinde im Schoosso auf einem Steine, und Beutel und Schlüsselbund hangen an ihrem Gürtel herab. Im Grunde zeigt sich ein Thoil der Stadt. Im Originale steht über dem Zeichen Dürer's rechts an der Mauer die Jahrzahl t614, die mit b bezeichnete Copie ist ohne Datum. IT. 5 Z. 6 L. Br. 3 Z. 7 L. Diese Vorstellung ist von Franz Brun auf Kupfer copirt, und der Buchstabe b bezieht sich daher höchst wahrscheinlich auf ihn. F. Bniii arbeitete um 1560, und eopirtc auch die kleine Passion von Dürer. Man nennt sie aller gewöhnlich die Reichische Oopie. Der um 1629 in Cöln lebende Meister Franz Brun darf nicht mit ihm verwechselt werden. 1616. Johann Besicken, Briefmaler und Buchdrucker. Dieses Zeichen findet man auf einem Holzschnitte, welcher die Madonna mit dem Kinde vorstellt, in einer aus Laubwerk bestehenden Einfassung. Unten in Mitte der Leiste auf einer Art Gesims steht der Buchstabe b weiss auf schwarzem Grunde. II. von den äusseren Einfassungslinien 8 Z. il L. Br. 2 Z. 8L. Der Initial b bezieht sich höchst wahrscheinlich auf den Buchdrucker und Formschneider (Briefmaler?) Johann Besicken, welcher mit Martinas von Amsterdam in Rom eine Druckerei errichtet hatte. Das erwähnte Blatt kommt in einem von ihnen in Rinn 1500 gedruckten Büchlein vor, welches im Ganzen 10 Blatter mit dem deutsehen und romischen Wappen enthält, und unter folgendem Titel erschien: In dem buechlin slcl yeschriebe wie Rome gepattl wart etc. Am Ende: (letruckct zu Rom durch Johanne. Besiken vnd Martinum Amsterdam: in dem iar als man zalt MCCCCC. In diesem Werkchen findet man auch (las Monogramm des Martin von Amsterdam, ein schiefes M mit Querstrich im Schilde, welche! an betreffender Stelle vorkommt. 1617. Zeichen eines unbekannten älteren Kunstsammlers. B* b druckte diesen Buchstaben mittelst eines Stempels seinen Blättern # ^auf, und man darf daher keinen Künstler darunter vermuthen. Der Kunstfreund lebte in der frühen Zeit des 17. Jahrhunderts. 1618. Carl Ludwig Beckmann, Zeichner und Maler in Düsseldorf, gehört zu den tüchtigsten jüngeren Künstlern der Schule dieser Stadt. Er malt Genrebilder und Thicrstücke, welche von eben so grosser Naturwahrheit, als brillant in der Färbung sind« Dann ist er auch durch schöne Zeichnungen in Aquarell, und durch Illustrationen in Holzschnitt bekannt. Auf Blättern dieser Art, sowie auf Lithographien findet man das Zeichen des Künstlers. Auf einer grossen farbigen Lithographie mit todtein Geflügel auf einem bedeckten Tische (Birkhahn, Wachtel und Feldhuhn) steht rechts oben das grosse Oursiv II über der Jahrzahl llltti. Links von letzterer ist der Buchstabe M (Maler), rechts Drf. (Düsseldorf). Der grosse Buchstabe, doch wohl auch kleiner, steht wahrscheinlich auch auf Gemälden des Künstlers. 1619. Giovanni Batista Biscara, Historienmaler von Nizza, machte seine Studien in Rom, und wurde 1822 als l'rofessore Di- rettore an die Akademie in Turin berufen, wo er zahlreiche Schüler heranbildete. Der König von Sardinien ernannte ihn auch zu seinem ersten Maler, so dass Biscara keine'' wichtigen Kunstunternehmung fern blieb. In der k. Rcsi- B. Nr. 1620—1623. 721 denz zu Turin sind lcbcnsgrosse Bildnisse des Königs, der Königin und der Prinzen des lMises von Biscara brillant in'der Weise der franzö- ftchen Schule gemalt. Ucberdicss malte er Darstellungen aus der alten römischen, und späteren italienischen Geschichte, sowie religiöse Bilder, besonders Madonnen, in welchen sich aber das Studium der Werke «afael's und seiner Schule nicht kund gibt. Biscara ist in einer etwas nianiorirten Richtung befangen, und auch das Colorit hat nicht immer Jone Warme und Lebcnsfrische, welche bei den älteren römischen und ^ßnetianischen Meistern so anziehend ist. Unter den piemontesischen Malern der neueren Zeit steht aber Biscara oben an, und wenige an- J* e rc Künstler seines Landes haben Besseres geleistet. Auf mehreren «omälden findet man obiges Zeichen. 1620. Alois Bach, Maler in München, wurde um 1820 geboren, und an der Akademie der genannten Stadt zum Künstler herangebildet. Er malt Jagden, Schlachten und andere militärische Darstellungen. Das gegebene Zeichen fanden wir auf einem Jagdstücko von td49. Auf verschiedenen anderen Gemälden ist es mit dem Namen verbunden. ( r p\ / dieser Buchstabe einen Maler an, vi /*~\ 4 (i 'ILl (Konversationsstücke und militärische ] '/ U I ll dct. Der genannte Schriftsteller mücht Bundelach, und B. Bodin? Nach Bmlliot II. No. 205 deutet von welchem man i Darstellungen ungenannte Schriftsteller möchte sie für Arbeiten fi ines vlämischen Meisters halten. Wir fanden Zeichnungen ähnlichen »Ollalts, welche mit der Feder und in Tusch ausgeführt sind. Sie sind •it einen ähnlichen Buchstaben und mit der Jahrzahl /fl70 bezeichnet. Auf einem Blatte nennt sich der Zeichner Bundelach, über welchen wir ft ber keine anderweitige Nachricht haben. Ein li fast in derselben Form schreibt Brulliot 1. c. auch einem '''an/.ösischen Meister, Namens B. Bodin, zu. Dieser Künstler scheint ""bekannt zu seyn, da wir nie ein Gemälde oder eine Zeichnung desselben erwähnt fanden. 1622. Janne Boklund. Maler, wurde 1817 zu Kullagunnarstorp in der schwedischen Provinz Schonen (Sköne) geboren, und machte seine Studien an der Akademie in Stockholm. Später be- 4 gab sich aber der Künstler zur weiteren * Ausbildung nach München, wo er durch verschiedene Genrebilder seinen Ruf gründete. Boklund wählt mit Vorliebe Episoden aus der Geschichte des dreissigjäbrigon Krieges, welche aber *w solche einen volksthümlichen Charakter haben. Auch einzelne Figuren im Costüme des 17. Jahrhunderts bringt er zur Anschauung, "Usdrucksvolle Bilder von schöner und kräftiger Färbung. Auf kleineren "Cmälden, sowie auf Skizzen und Zeichnungen, findet man das Monogramm, auf grösseren Werken steht aber der Name. Im Jahre 1855 ^gab sich Boklund als Pensionär der k. schwedischen Akademie nach . lll ris, und 1857 wurde er zum Professor an der k. Akademie in Stockholm ernannt. 1623. Wilhelm Gottlieb Becker, k. sächsischer Hofrath und Inspektor des grünen Gewölbes in Dresden, welcher die dortigen antiken Denkmäler unter dem Titel „Augusteum" bekannt machte, versah die Zeichnungen seiner Sammlung mit einem Stempel. Er starb 1813. 722 B. Nr. 1624 — 1426. 1624. Stefano della Bella, Zeichner und Radircr, geb. zu Florenz (X r> 1610, gest. 1664. Schüler von G. B. Vanni und R. Canta Gal- c/Ü,^ lina, machte er sich durch eine grosso Anzahl von radirten und gestochenen Blättern bekannt. Er nahm den J. Callot zum Vorbilde, und steht in violer Hinsicht mit diesem auf gleicher Höhe der Kunst. Auf mehreren Blättern in Callot's Weise findet man obiges /eichen. Es scheint aus den Buchstaben SU zu bestehen, derjenige aber, welchem es unbekannt ist, wird unter II nachsuchen. Jombert gab ein Verzeichniss der Blätter della Bclla's heraus: Essai d'un Cata- logue de l'oeuvre d'Elienne de la Helle. Paris 1772, 8. 1625. Francis Barlow, Maler und Radircr, geb. zuLincolnshire 1626, -^ oder um 1630, gest. zu London 1702. Dieser im Fache der /) Thiermalerei ausgezeichnete Künstler erscheint hier nur mit \£/ einem einzigen radirten Blatte, welches Vögel vorstellt, und mit No. 11 bezeichnet ist. Man findet es in folgendem Werke: Multae «' diversae avium species Multifarijs Formis et Pernaturalebus Figuris per Franciscum llarlovium Anglum Artis Pingendi celeberimae l'hilomusum In- digenam Londinensem. Lond. : Printed et sould by P. Stent at y ivhit horse in Gilt spur slreet betwixt Newgatc and Pye-corner 1 0.5.5. Wit» aditions. Folge von 15 Blättern qu. 8. Diess ist der unorthographische Titel der schönen und seltenen ersten Ausgabe des Werkes. Später wurde mit dflin Grabstichel hineingearbeitet, namentlich in den Schattenpartien. Die zweite Ausgabe hat die Adresse auf dem ersten Blatte: London printed and sould by John Overlon at Ute white horse wilhoul Newgale with new aditions Iti'l- Cornel Galle hat diese Folge nachgestochen, zum Thcil von der Gegenseite. Die Copio enthält aber wenigstens 18 Blätter, gr. qu. 8. Auch andere Copien gibt es, theils radirt, theils gestochen, qu. 8. — Unter 11F, und F II. kommen wir auf Barlow zurück. In G. Stanley's neuer Ausgabe von M. Bryan's biogr. and crit. Dictionary of Painters —• London 1849, ist ein genaueres Verzeichniss von Barlow's Werken. 1626. Cornelis Bega, der Schüler des Adrian Ostade, wurde um rp\ 1620 zu Uarlom geboren, und starb daselbst 1664. C(/J rfk^rin L ® nOT derjenigen holländischen Meister, welche um ^xS/yjeyu*- f- die Mitte des 17. Jahrhundert« die Genremalerei zur Entwicklung brachten, und den werktäglichen Verkehr des Lebens schilderten, sah er sich mit besonderer Vorliebe in der Bauernwclt um, und lieferte eine ziemliche Anzahl von Gemälden in der Weise des A. van Ostade und I). Teniers, Die Behandlung ist aber eine wesentlich verschiedene, fast zu fein und elegant für Baucrnsccncn. Doch wählte der Künstler auch Figuren aus dem besseren Kreise der Gesellschaft, so wie Alchimisten &c., wofür die preziöse Behandlung mehr passt. Hier handelt es sich zunächst um Gemälde, auf welchen der Buchstabe U stehen soll. Ch. von Mechel spricht in seinem Cataloge der k. k. Gallcrio in Wien S. 333 von einem Bilde mit IL, allein es ist mit dem Namen des Meisters wie oben bezcichnel., und stellt eine Bauerngescllschaft vor. Der Buchstabe ß, wie wir ihn hier gegeben haben, wird aber in allen bisher bekannten einschlägigen Werken als Zeichen des C. Bega genommen, wie in Winkclmaun's Maler-Lcxicoiii in Heller's und Brulliot's Monogrammeuverzeichnissen, in Immcrzecl's Levcns cn werken der holl. cn vlaam. Kunstschilders &c. Letzterer hatte indessen (1843) nur Brulliot copirt, kein Gemälde mit B. vorgefunden- Auf den radirten Blättern des Künstlers kommt der Buchstabe B weder in obiger, noch in einer anderen Form vor. Auf einigen steht der Name bega, andere sind unbezeichnet. Bartsch P. gr. V. p. 225 ff. B. Nr. 1627. 723 beschreibt 35 Blätter von Bega, und macht unter No. 36 nur kurz auf c 'n Blatt mit einer Gesellschaft von acht Bauern aufmerksam, welches s " selten vorkommt, dass einige sogar an der Existenz dieser Radirung gezweifelt haben. Andere wollten diese Radirung dem C. Bega absprechen, wahrscheinlich weil man sie dem Werke des Adrian Brouwcr beigefügt hatte. Im Rande steht nämlich: A. Brouwer pinx. — Ede- ™am du Booys exe. H. 9 Z. 9 L. mit 7 L. Rand, Br. UZ. 5 L. Ucber dieses lilatt gibt R. Wcigel, Supplements au Peintrc-graveur I. P' 292 näheren Aufschluss, and dann fugt er auch noch zwei andere Blätter hei, welche vielleicht einzig sind, sowie der Lautenspieler mit dem Weibe, beschrieben im Kunstkataloge No. 16,645. Wir müssen überhaupt im Allgemeinen auf Weigel's Supplemente aufmerksam machen, ^ a sie unentbehrliche Nachträge zu dem Verzeichnisse der Blätter bei Bartsch enthalten, und besonders hinsichtlich der Abdrucksgattungen ge- n auere Bestimmung geben. Wir fügen hier nur bei, dass die neuen Springen Abdrücke in folgendem Werke sind: A. Collection of original Etckings ete. London, printed by J. Kay, Welbeck Street HI20 , fol. Bartsch No. 10—13, 16—20, 23, 25-31, 34. Meyer in Hildburghausen besitzt die Blatten von B. No. 32, 33, 35. Es haben sich also bis auf 'Misere Zeit 21 Blatten erhalten. Basan, welcher die dritte Ausgabe besorgte, besass nur 18 Platten, welche er theilweise anfätzto. Auf einigen wurde die Einfassung eingestochen. Die Abdrücke aus Basan's »erlag sind bereits von geringer Bedeutung, da sie nicht mehr in ursprünglicher Reinheit erscheinen. Die zweite, von B. Picart besorgte Ausgabe enthält aber noch lauter gute und schöne Abdrücke. Er fügte enien Titel bei: (' Werk van de beroemde Schilder C. Bega etc. In hohem Wertho stehen aber nur die ersten Abdrücke, welche auf festes und Weisses holländisches Papier gemacht sind, und unter einer scharf druckenden Presse hervorgingen. An verschiedenen Stellen blieb der l'lattongrat stehen, und der Rand ist unrein, da er mit dem Polirstahl nicht übergangen wurde;. Ein gleiches Papier haben auch die Abdrücke >nit der Adresse von J. Covens und C. Mortier, doch sind sie nicht erster Art, gehen aber den Drucken des B. Picart vorher. Die Abdrücke mit Grat und unreinem Rande kommen wahrscheinlich aus Bcga's 'bind, und die Drucker Covens und Mortier setzten wohl erst nach 'b'm Tode des Meisters ihre Adresse auf die wenigen Platten, welche s ie besassen. 1627. Johann Ignaz Bendl, Maler und Radirer, arbeitete um 1699— f\ ^.^ 1730 in Wien. Er malte historische Darstellungen, und ,© Q. /x hinterliess eine bedeutende Anzahl von Zeichnungen jeder ^jJU/UO Art. Mehrcrc hat der Künstler selbst radirt. Diese »»Utter sind theils mit den Initialen J. B., theils mit dem Monogramme ^ersehen. Wir nennen hier die Elucht nach Acgypten, gr. qu. fol.; ( 'je Heilung des (iirhtbrüchigen; die Erweckung des Lazarus qu. roy. fol.; ^'er Blätter mit l'lafondbildern, das erste mit dem Namen: J. Bendl *J». et Sculp. 1099. Wienae; ein Studienblatt mit zwei Kindern, und die Büste eines Mannes mit Lorbeerkranz. Dann berücksichtigte er *Och das Handwerk und die Kunst-Industrie, indem er Musterblätter X(, i< ■linetc und radirtc. Vier Blätter mit Lüstern sind mit dem Monogramme verseben, kl. fol. Vier andere Blätter stellen Brunnen dar, qu. 12. «ich eine Folge von 16 Blättern mit Vasen radirtc Bendl, und bezeichnete einige mit dem Monogramme, 12. Vier andere Blätter geben Schlitten in Abbildung, 12. Eine andere grosse Radirung enthält die Ansicht des Brunnens, welcher 1699 zu Ehren des Kaisers Leopold I. ' u Brunn errichtet wurde, gr. fol. — In Frenzel's Catalog Sternberg IL *fo. 2088" ff. werden Blätter dieser Art dem Maler Peter Brandl zu- 724 B. Nr. 1G28 —1629. geschrieben, mit der Bemerkung, dass theils der Name, theils der Buchstabe It auf selben steh«. 1628. Stempel oder Zeichen eines unbekannten Kunstsammlers. Man y*» findet es auf alten Blättern und Zeichnungen, welche in seinem sfl /~ Besitze waren. Er scheint in Holland gelebt zu haben, da C/v 1 ° oa - er die Meister .jenes Landes vornehmlich berücksichtigte. 1629. Benigno Bossl, Zeichner, Stuccatorer und Kupferstecher, i) wurde 1727 zu Porto d'Arcisato geboren, und kam als Knabe ' >5 1TMt seinen) Vater nach Nürnberg, wo er die Zeichnungs- Akademie besuchte. Später ging der junge Künstler nach Dresden, um unter Eutin'« Leitung der Malerei sich zu widmen, und im Bossiren grössere Uebung zu erlangen, zog aber zuletzt die Kupfer* stecherei vor, da ihm auch Dietrich und Mcugs dazu riethen. Im Jahre 1760 wurde Bossi Hofstukatorer in Parma, und Professor an der Akademie daselbst. Er starb 1803. Die Stiche und Radirangen dieses Meisters verdienen volle Beachtung, und mehrere derselben gehören zu den geistreichsten Erzeugnissen ihrer Art. Darunter ist eine Folge von 14 Blattern mit männlichen und weiblichen Köpfen in Profil, unter dem Titel: Fisionomie possibili, parle prima MOCCLV. 12. In zweiter Ausgabe hat dieses Werk die Jahrzahl 1770. Die meisten Blätter tragen den Namen des Künstlers. Dann hiuterliess er auch eine Eolge von 44 Blättern mit Köpfen, Büsten, Figurenstudien, Kindergruppen, Trophäen, Vignetten und Verzierungen, unter dem Titel: Baecolla di Teste, pensieri Trofani e prove varie d'aqua- forte, inventale, disegnate ed inci.se da Benigno Hossi. In Parma appresso l'autore. Die Blätter sind grösslentheils mit dem Namen bezeichnet, sowie mit den Jahrzahlen 1789, 17(11, 1770 &c. Das Format ist verschieden, 12., 8., kl. fol. Der Buchstabe B mit naü steht neben anderen auf einem Blatte, welches die Büste eines Mannes in Profil mit def Hand vorstellt. Eine andere Folge von 34 Blättern hat den Titel: Opere varie incise da Benigno Bossi daW anno MDCCI.V Sino all' anno MDCCUXXXVl., kl. fol. Die Blätter dieses seltenen Werkes enthalten Köpfe, religiöse und mythologische Darstellungen, Genrebilder, meistens nach Zeichnungen und Gemälden berühmter italienischer Meister, wie Correggio, Pannigianino, (!ar|iioni &c. Die wenigsten sind mit II bezeichnet. Nach K, A. Petitot radirte Bossi eine Folge von 11 Blättern mit Trachten nach griechischer Mode unter dem Titel: Mascarada ä l<* (Irecque, fol. Auch eine Folge von 33 Blättern mit Vasen nach E. A- Petitot's Zeichnungen haben wir von ihm: Suite des vases tiree duCabinft de Mr. du Tillot Marquis de Felino etc. 4. Nur zwei Blätter sind mit B bezeichnet, die anderen mit dem Namen. In gebundenen Exemplaren findet man zuweilen zwei Blätter mit Schornstcinverziernngcn, ebenfalls nach Petitot's Zeichnung. Eine andere Folge von 26 Blättern in verschiedener Grösse ist betitelt: Miscelanca a Ben. Bossio inv. scvl. etc. Auch die Blätter dieses Werkes sind meistentheils mit dem Namen bezeichnet. Der Bucbstabe B steht auf dem Blatte, welches einen auf dem Boden liegenden Mann vorstellt, wie er die Rechte auf ein offenes Buch legt. Vollständig findet man die genannten Folgen selten, häufiger kommen einzelne Blätter vor. Uoberdiess stach aber Bossi auch noch mehrere Blätter, welche nicht für Sammelwerke bestimmt waren- Sehr schätzbar sind die Zeichnungs-Imitationcn dieses Meisters, da die Originalskizzen getreu wiedergegeben sind. Sie bestehen in Kupferstichen nach Biester-, Feder- und Rothstein-Zeichnungen von Pannigianino, unter dem Titel: Baecolta di Disegni originali di Fra' 0 Mazzola detto il Parmigianino tolti dal Gabinetto di sua Eccellcnza il Sig" Conte i B. Nr. 1630 — 1633. 725 AUssandro Sanvitale. Incise da Renigno tlossi Milanese Stuccatore Regio e Professore della Reale Accademia delle belle arli. Parma 1772. Folge von 31 Blättern incl. des Titels, des Schluss- und Dedioationsblattes, fol. J'ieses Werk ist sehr selten. 1630. Sebastian Bianchl soll nach Brulliot II. No. 211 in Kupfer 7f ^ gestochene Vignetten mit dem Buchstaben IS bezeichnet haben, rj.) (Je-, der genannte Schriftsteller kennt aber diesen Künstler nicht heiter. Wir haben von zwei Kupferstechern dieses Namens Kunde, ^er ältere folgte 1616 seinem Vater Gio. Bonavita Bianchi in der Stelle emes Aufsehers der grossherzoglichen Gallerie zu Florenz. Der Sohn "es S. Bianchi sen., welcher ebenfalls Sebastiano hiess, war Kupferstecher und Archäolog, und starb 1738 im 76. Jahre. Ob letzterer, °der ein anderer Künstler die Vignetten gestochen habe, konnten wir "Ucht ermitteln. Der Name eines Sebastiano Bianchi steht auf einen blatte, welches eine emblematische Darstellung auf das Leiden des Heilandes enthält. 1631. P. E. Babel, Goldschmied, Zeichner und Radirer, hatte in J/X -^ -j. r Paris den Ruf eines vorzüglichen Künstlers, besonders J . wu, 44sjf-ea. j n ßgj. Ornamentik, wie sie der Roccocogeschmaek seiner Zeit erforderte. Zahlreich sind seine Zeichnungen und Radir- Un gen in diesem Fache, und sie liefern auch den Beweis, dass Babel ^gleich ein geschickter Architekt war. Vorübungen hatte er durch seine Ausgabe des iVouucau Vignole ou traile des einq Ordres de l'Archi- 'wjurc. Paris /747, gr. 4. Eine grosse Anzahl architektonischer Blätter sind auch in der Architeclure franfaise — par ./. F. Blondel. Paris 1752 — *v5Ö, fol. Ueberdiess radirte er eine Folge von 8 Blättern mit Fon- ta men, Paris chez Joullain: eine Folge von 8 Blättern mit Grottesken IJid Zierfeldern, Paris chez J. Chereau; Premier livre de dessins de •/oaillerie et bijouterie in 35 Blättern, und die Vignetten des Werkes: Representation des Petes donnees par la ville de Strasbourg etc., fol. Zahlreich sind die Vignetten im Tratte de perspective ä l'usage des Arlistes { " tr E. S. Jeaurat. Paris 1750, gr. 4. Sie liefern zahlreiche Muster z Um damaligen Grotten- und Schnörkelwerk. Auch llertel in Augsburg "ahm Blätter von Babel in das von ihm gegebene Ornamentenwerk auf. Auf mehreren Radirungen des Meisters steht obige Bezeichnung. — f> E. Babel starb zu Paris 1770. 1632 Johann Gottfried Bartsch, Kupferstecher von Schweidnitz, Jft in Schlesien, arbeitete um 1680 in Berlin, wo er* viele Gemälde fi O der dortigen k. Gallerie, und jener in Sans-Souci nachbildete. Man "['"«et Bildnisse, historische Darstellungen, Genrebilder, architektonische * n sichten &e. von seiner Hand. Die Anzahl seiner Blätter belauft sich « e gen 150. Mit dem Monogramme ist indessen nur der geringere Theil ersehen. Basan und Gandellini wurden durch den Klang seines Nahens verleitet, ihn für einen Engländer zu erklären. 1633. Etienne Bonrgevin Vialart de Saint-Moris. Sein Zeichen —' mit dem gegebenen Zeichen versehen sind. Auch auf Lithographien in Aquarellmanier steht der Buchstabe B, in dem schönen Werke: Aquarelle der Düsseldorfer Maler 1U50— 11152, kl. fol. Ueberdicss malte Breitenstein gemüthliche Darstellungen aus dem Volksleben. Man be- dauerte 1853 seinen frühen Tod. 1635. Schelte a Bolswert, welcher an mehreren Stellen Erwähnen ung fand, bezeichnete auf solche Weise einen Kupferstich nach (Ja Abraham Blocmaert. Dieses Blatt stellt den verlornen Sohn inj Hofe eines Bauernhauses vor. Links melkt eine Magd die Kuh, und im 0runde rechts erscheint der Unglückliche als Schweinhirt. Im Bande Steht: Hunc le duxerunl pompae eonuiuia Iutms etc. kl. fol. 1636. Carl Wilhelm Böhme, Maler und Itadirer, wurde um 1720 O zu Grossporten in Sachsen geboren, und von Dietrich (Dic- \ v - tricy) unterrichtet. Er malte Landschaften und Marinen, und l- lialy. uy L. Sterne -. London 1040, 8. Die Zeichnungen lieferten •laique und Fussel, und ausser Bastin hatte auch G. Nicholls am Schnitt Theil. Die gegebenen Zeichen findet man auf Illustrationen in S. ^ llall's Book of british Ballads. London 1042. Dieses Werk, welches B. Nr. 1639 — 1641. 727 dem König Ludwig von Bayern dcdicirt ist, erschien in zwei Bänden mit reicher Illustration nach Zeichnungen bewährter Künstler, gr. 4. 1639. Carl Baugniet, Zeichner und Lithograph, wurde 1814 zu Brüssel geboren, und an der Akademie da- 4&« ^2/ ^^-) sc ' üst herangebildet. Kr gewann mehrere ^S ' ■ —««r Preise, und hatte auch unter Paelink's Leitung z wei Jahre der Malerei sich gewidmet, als er 1830 gezwungen war, eine ^derc Laufbahn zu betreten, welche ihn als Schreiber in die Bcgierungs- Kanzlei führte. Doch zeichnete er in freien Stunden Bildnisse, und erhielt nach und nach so viele Bestellungen, dass er sich nach einiger Zeit wieder in den Stand gesetzt sah, seiner angebornen Neigung zur Kunst zu folgen. Seine Portraitzeichnungcn sind ausserordentlich zahlreich. Sehr viele führte er nach dem Leben auf Stein aus, und erreichte dabei eine frappante Aehnlichkeit. Dicss ist namentlich auch roit den Bildnissen der Fall, welche von 1838 an unter folgendem Titel erschienen: Les Artisles Contemporains. Porlrails lithographies d'apres Kature, par Ch. Baugniet, aecompugnes de Notices sur la vie et les ouvrages <* e chaeun d'eux. Bruxelles, Paris etc., gr. fol. Zu seinen Hauptwerken Kehört das Bildniss des Königs Leopold von Belgien, sowie jenes des Herzogs von Brabant. Baugniet lieferte auch Zeichnungen zu folgendem Werke: Les Beiges peinls par eux-mtismes. Publie par M- Edouard de vriedberg, illustre par M M. de Keyser, Madoxi, Ilaart, Legs, Jacobs, Baugniet, Uendricx, Coomans etc. Bruxelles 1114-0 ff. roy. fol. Jede Lieferung enthält ein grösseres charakteristisches Bild und reiche Vignetten, Welche in der von Professor Brown geleiteten k. belgischen Gravirschule geisterhaft in Holz geschnitten wurden. Andere Holzschnitte nach Baugniet's Zeichnungen findet man in der illustrirten Ausgabe der L'his- J°'rc de la revolulion francaise par F. A. Mignet. Paris /ß42, gr. 8. ~'e künstlerische Leitung bei der Herausgabe dieses Werkes hatte aber Raffet, doch lieferte auch Baugniet viele Zeichnungen zum Schnitte, sowohl geschichtliche Compositionen als Bildnisse. Auch ein Theil der Holzschnitte rührt von belgischen Künstlern her. Obige Zeichen findet man auf Lithographien und Holzschnitten, auch noch in verschiedenen anderen Stellungen, und kräftiger auf den "teinzeichnungon. Baugniet führt den Titel eines Zeichners des Königs v on Belgien, und ist seit 1836 Mitglied der Akademie in Gent. 1640. F. Bussler, k. preussischer Hofstabs-Sekretär, gab folgendos c\ _ Werk heraus: Verzierungen aus dem Alterthum, bearbeitet *.,B.,£>. von F Bussler &c. 21 Hefte. Berlin 1835 — 1837. Die Ornamente sind von ihm gezeichnet, und theils auch gestochen. Auf Mehreren Blättern steht der Buchstabe B. 1641. Johann Andreas Bömer, Kunstgclehrter undRadirer, wurde o p . 1785 zu Nürnberg geboren, und hatte tjo j -,föjec. /soZ. sich als der Sohn eines Kaufmanns einer C ^z? /R~ ß^ c wissenschaftlichen Bildung zu erfreuen. ■=\,_ (f > —. ß&TQ'oii- Doch fühlte er eine angebornc Neigung zur ^--------- S'Cs^jr Kunst, welche er aber nur in seineu Nebenstunden befriedigen konnte, da Borner mehrere Jahre der berühmten * r aucnholz'schen Kunsthandlung vorstand. Er verzichtete zu Gunsten derselben selbst auf die Einladung eines hochgestellten und cinfluss- J*icten Gönners, welcher ihm die Direktorstelle an einem k. Kupferstich- V^bjnete zugesichert hatte. Die seltene Ehrenhaftigkeit dieses Mannes ist in weitem Kreise bekannt, und wenigo Kunst .summier des In- und Auslandes werden sich finden, welche dem dienstfertigen Kunstforscher 51* 728 B. No. 1642. Börner nicht Aufschlüsse und Belehrung verdanken. Er lebt noch gegenwärtig als rüstiger Greis mit ganzer Seele der Kunst, unermüdet beschäftiget mit Aufzeichnung dessen, was er auf dem Gebiete derselbe» erfahren hatte. Börner's Notizen füllen handschriftlich mehrere Quart- Bände, welche nns der edle Mann zur freien Benützung gestellt hatte. Schon Brulliot I. No. 909 spricht den öffentlichen Dank für die vielen interessanten Notizen aus, welche er von dem Kunstforscher Börner erhielt, und in noch höherem Grade sind wir ihm verpflichtet, da es uns vergönnt war, aus den von ihm seit 1830 gesammelten reichen Schätzen ohne Beschränkung zu schöpfen. J. A. Börner hat im Ganzen 35 Blätter geliefert, unter welchen ausser den schönen Radirungou auch einige interessante Lithographien sich befinden. Alle diese Blätter gehören zu den Seltenheiten, da sie nicht in den Kunsthandel kamen. Von einigen Platten sind nur zwei bis drei Abdrücke vorhanden. Er arbeitete gewöhnlich mit grosser Freude an einer Platte, wenn er aber schwarz auf weiss vor sich gesehen hatte, was Nadel und Scheidewasser zur Erscheinung gebracht, konnte er auch wieder ohne Reue seine Schöpfung vernichten. Börner hatte im Verlaufe der Jahre auch eine reiche Sammlung von Kupferstichen, Radirungen, Holzschnitten und Zeichnungen zusammengebracht, welche theils wieder an andere Kunstfreunde übergingen. Auf solchen Blättern steht häufig das dritte Zeichen, welches mit der Feder aufgeschrieben ist Unter den eigenhändigen Blättern Börner's sind drei mit den Initialen J. lt. bezeichnet, und auf drei anderen Radirungen findet man obige Signatur. Die übrigen Blätter sind mit dem Namen versehen. Das erste der gegebenen Zeichen steht man auf einem geistreich ra- dirteu Blättchen, welches einen Pferdekopf nach Wouverman aus J. Visscher's Blatt No. 28,4 des Verzeichnisses im Künstler-Lexicon vorstellt. Der Kopf ist in dieser Copie nach links gerichtet. II. 2 1- 2 L. Br. 1 Z. 11 L. — Mit B. fec. 1003 bezeichnet ist ein Blättchen, welches einen sitzenden, und von hinten gesehenen Hund enthält, nach einem Stiche von W. von Kobell in Tuschmanier, betitelt: l.es oecupa- lions du soir au camp. Rechts oben in der Luft bemerkt man das Zeichen. Das vierte Monogramm steht links unten auf einer Lithographie von 1011, welche zu den seltenen Incunabcln dieser Kunst gehört. Unten im Rande steht: Üer Liebhaber und der Kenner. Beide betrachten stehend ein rechts an der Wand angebrachtes Bild des heil- Hieronymus von Rembrandt, und man erkennt auf den ersten Blick den Mann von Fach und den gewöhnlichen Beschauer. Wenige Lithographien aus jener Zeit kann man gelungener nennen, als diese. Die Figuren stehen vom weissen Grunde ab. II. 0 Z. 7 L. Br. 5 Z. 10 L- Ein Verzeichniss der übrigen Blätter Börner's wird seinerzeit I* Supplemente zum Künstler-Lexicou folgen. Als Arbeiten eines talentvollen Dilettanten werden sie jedem Sammler willkommen, und zumal den vielen Verehrern des Mannes ein werthes Andenken seyn. Ueber die Collcctaneen Börner's haben wir auch in der Einleitung XXII- gehandelt. 1642. Joseph Carl Bürde, Maler und Radirer, wurde 1779 zu Prag 0 geboren, und von Joseph Bergler unterrichtet, bis er zur weiteren ^J Ausbildung nach Bologna sich begab, wo ihn die Akademie z" ihren Mitgliedern zählte. Im Jahre 1804 znm Custos der Gallcri" Gzcruin ernannt, restaurirte er eine bedeutende Anzahl der ihm anvertrauten Gemälde, malte aber wenig Bilder nach eigener Composition- Dagegen sind seine radirten Blätter zahlreich. Obiges Zeichen findet B. Nr. 1643-1648. 729 man auf kleinen Blättern mit Büsten und Köpfen nach Bafael's grossem Gemälde des Heliodor. Sie bilden eine Folge von acht Ovalen, 12. Auf einem Blatte steht die Abbreviatur J.C.Ru.fe., auf einem Anderen Joseph Hürde Z7.95. Bürde radirte dieselben Köpfe zum zweiten Male, theils mit Veränderungen und ohne Namen. Ileberdicss bediente er sich auch eines aus CR bestehenden Monogramms, und der Initialen J. ß. 1643. Jean Daplessis Bertaux radirte ein Blatt nach Ph. "Wonver- ./j man, welches einen Zug zur Jagd vorstellt. Man sieht Ca- Oy/So. valicre, Diener, Landleute, Hunde &c. vor dem Schlosse, Jjuf einem Anbau des letzteren sitzen aber noch Gäste an der gedeckten Tafel, und Musikanten spielen auf. Der Buchstabe mit der Jahrzahl 1700, aber noch viel kleiner, steht rechts unten, doch wahrscheinlich n »r im Aezdrucke, da die Platte später mit dem Stichel vollendet wurde. II. der Platte 6 Z. Br. 7 Z. J. Dnplessis Bertaux ist ein bekannter, geistreicher französischer Künstler, über welchen auch das Künstler-Lexicon Nachricht gibt. 1644. Adam von Bartsch, der berühmte Verfasser des Peintre- 7) f graveur, und Kupferstecher, fand bereits unter No. 156 und 172 j- oben No. 1593 eine Stelle behauptet, ist unter dem 0 ü lw f\ Vorbeigehen, da das gegebe C/_< \ nommen werden kann. Mai BA. Nr. 1655 — 1659. 731 findet man auf Kupferstichen des Meisters mit dem Monogramme C..C (Claude Corneille.) Sie erschienen daher im Verlage Arnoullet's. Holzschnitte, welche mit Sicherheit diesem Manne zugeschrieben werden können, sind uns nicht hekannt, möglicherweise ist aber folgendes Blatt v °n ihm: La Vitlc de Poyiiers. Helldunkel von drei Blatten, mit der Bedruckten Unterschrift: Delineation des Principcaux lieux notables de la Pfesenie ville de Poyliers. A Lyon, par Balthazar Arnoullet. Auec Pri- vi lege de la maieste Boyale pour six An». H. 7 Z. 1 L. Br. 11 Z. 1655 Unbekannter deutscher Kupferstecher, dessen Lebenszeit DA das heigefügte Datum bestimmt. Man findet diese Ini- LJ-Zx. 1 5~75 Üalen unten rechts auf einem Blatte mit Christus tun Kreuze zwischen Maria und Johannes. Im Vorgrunde nach links bemerkt man einen knieenden Bischof, und auf dem Zettel steht: 0 Do- w U 1 Wir glauben indessen nicht, dass es erfunden ist. Heller -L'V*-'-* j la t a t, er der Kunstgeschichte damit wenig gedient, weil er den Anhaltspunkt nicht bezeichnet hat. Brulliot übergeht das Zeichen, wir bewahren es aber für einen glücklicheren Forscher. Sollte man das Monogramm auf einem Kupferstiche nach einem Basrelief finden, so könnte man es auf Baccio Bandinelli deuten. Ueber diesen Meister handeln wir unter 11 RAF. 1662. Bartolomeo Blscaino, Maler undRadirer von Genua, geb. 1632, i>Ao oico gest. 1657. Dieser Künstler fand im l'eintre-graveur XXI- "■ ma p. 179 eine Stelle, indem Bartsch 40 radirte Blätter desselben beschreibt. Darunter ist eines mit obiger Abbreviatur bezeichnet. Es stellt das Jesuskind mit der Weltkugel auf einer Wolke sitzend dar, in einem ovalen Feston von Blumen und Früchten. In der Mitte unten steht: ISA" 11 IS« H. 7 Z. 10 L. Br. 6 Z. 6 1,. Biscaino gehört zu den tüchtigsten Künstlern seiner Zeit. Ein Theil seiner geistreichen Radirungen ist mit dem Namen bezeichnet, andere sind ohne Schrift, welche in früheren Catalogen zuweilen mit den Blättern des F. Amato vermischt sind. Unter RH" kommen wir auf ihn zurück. 1663. Cherublno Alberti, Maler und Kupferstecher von Borgo San w Sepolchro, fand unter dem Monogramme A II C No. 208 seine y-J Stelle, da das Zeichen nur ausnahmsweise verkehrt erscheint, CyLV und zwar auf Copicn nach seinen Kupferstichen. Man findet Cz 1. nur ein paar Blätter mit Genien. 1664. Francesco Corduba, Maler und Badirer, wurde um 1566 in sich üavalicre. - Corduba zeichnete mit Gio. Maggi und Dom. Barriere die öffentlichen Brunnen der Stadt Rom und der Umgebung, welche die genannten Künstler um 1618 im Stiche herausgaben, unter dem Titel: Nuova raecoltä di fontane che si vedono nel alma eillä di Roma, Tivoli e Fraicati, 4. Dieses Werk enthält 58 Blätter, und darunter sind 23 von Corduba gezeichnet und radirt. Auf einigen steht der Name, auf anderen das Monogramm oder F. C. F. R. 1665. Baccio Bandinelli und Jakob de Backer. Diese Abbreviatur- UimA in I turen findet man auf Kupferstichen von Johannes natt. oana. m.\ Kpig( . op i us (Bischop) und man deutet sie auf Baccio liac. d. / Bandinelli und Jakob de Backer. Letzterer ist der Hack d jüngere Künstler dieses Namens, welcher 1688 zu ' Harlingen geboren wurde, und nach Immcrzecl 1651 BAC. — BAD. Nr. 1866—1669. 733 ln - Harlem starb. Er malte treffliche Bildnisse, historische und emble- Statische Darstellungen, sowie Genrebilder. Dann hinterliess er auch viele Zeichnungen in schwarzer Kreide , welche mit Weiss gehöht auf blaues Papier gefertiget sind. Ks sind dies Studien nach dein Leben, meistens einzelne Figuren, besonders weibliche. Episeopius stach solche für die Paradigmata graphices variornm artificum. Haag 1071, in Kupier. Ucber B. Bandinclli werden wir an einer anderen Stelle handeln. «r selbst hat keine Zeichnung mit dem abgekürzten Namen verseben. ™ifi Signatur fällt auf Rechnung des Stechers. Dies ist. wahrscheinlich a "ch mit Bäcker der Kall. 1666 IWrluis iiinx 9tcht m,t " cinonl K"l>t'<'rstiche mit ver- »«««■ DaCCnna pillX. S( . ]li( , (u , n( . ]1 Schilfen, unter dem Titel: Poequelbolle Hollandois, tire du Cabinet de Mr. de. Ifeinccken ronseilleur J la cour de Dresde. A Paris chez Beauvarlel elc. II. 7 '/,. i) L. Br. iü Z. 10 L, Dieses Blatt ist nach einer Zeichnung von L. Bakhuyzcn Bestochen, Er erhielt in der Schildorbont zu Korn den Beinamen Bacchus. 1667. Baccio Bandinclli. Bildhauer von Florenz, fertigte bekannt- BAGCIVS »RANDIN. INVEN. lieh verschiedene Zeichnungen, B„ . ,,. 1 welche von Micolo Poatrizet, »aectu« Uorcnlmm iwoitor. Agostino Venoziano, Marco de BAC10 FIORENTINO INVENTUR Kavonna u. A. gestochen wur- bucio In. | den. Wir gehen aber hier J*Ömw florentinus uuf -fr Kupferstecher aus dem Städtchen Deutechom in Zütphem, ^' war um 1580 — 1610 in Antwerpen thätig. Erarbeitete öfter mit seinem älteren Bruder Lucas. Den Namen beider Künstler tragen die Blätter in Hans Vredeman de Vries „Artis Perspectivae for- mulae — Antverpiae. Joannes et Lucas a Doetecum fecerunt." Dieses interessante Werk enthält Ansichten von reichen Gebäuden, Brunnen, Gärten etc., welche auch durch Figuren belebt sind, kl. qu. fol- Johann von Deutechom stach auch Karten in Kupfer, deren man in Huygen van I .yuschoten's Reisewerke findet. Auf einigen Blättern steht auch der abgekürzte Name: llapt. a Doet. oder Jlaptista a üoet. Obige Initialen, und auch die Namensabbreviatur, findet man auf Blättern in der ,,Description du penible Voyage fail entour de l'Univers — par S. Olivier du Nort. Amsterdam IfHO, fol. Die Platten sind in den Text eingedruckt. 1671. Balthasar Anton Dunker, Landschaftsmaler und Radircr, & /} cX g0,) ' zu Saal Stralsund 1746, gest. zu Bern 1807. Die- Jö^/Tz-T?. sem rühmlich bekannten Meister haben wir im Künstler- Lexicon IV. S. 4 einen ausführlichen Artikel gewidmet, und daher bemerken wir hier nur, dass man die Initialen seines Namens auf Vignetten und anderen kleinen Blättern in Büchern finde. Auch grössere Blätter sind in seltenen Aezdrücken mit B A 1) bezeichnet. Später wurden die von ihm radirten Ratten von Kupferstechern vollendet, und die Initialen fielen weg. Sein Werk ist sehr zahlreich, und beurkundet einen tüchtigen Meister. J. P. H. Hackert war sein Vorbild. 1672. Andreas Bernhard de Quertenmont, auch Quartemond, und giQsG) ßb wohl irrig Quatrcmont genannt, wurde 1750 zu Antwer- JVjjZ) =<^f' pen geboren, und von Philipp Kcminckx unterrichtet- Er malte historische Darstellungen und Bildnisse, und bekleidete viele Jahre die Stelle eines Direktors der Zeichen-Akademie in Antwerpen) von welcher ihn die französische Invasion befreite. Quertenmont ra- dirte auch einige Blätter nach Rubens und van Dyck. Das Bildniss des Friedcricus de Marselaer , Eques Aur. Toparclia de Parck, Consw Bruxelae, ist bezeichnet: P.P. Bubbens pin.r. An diesen Namen reihen sich die oben gegebenen Buchstaben, und rechts unten steht: E colleC' tione P. F. van Vergelo. Antverp. 1770, kl. fol. Nach A. van Dyck radirte der Künstler die Bildnisse der Königin Henriette Marie von England, des Bischofs Johannes Malderus von Antwerpen und des Malers Jan Asselyn, kl. fol. 1673. BattiSta Fontana, Maler und Radirer von Verona, wurde BA FO. ) nm * 52 ^ g eooren ) fand aber keinen Biographen, d» d \ ' tt/"\xt i m,r die radirten Blätter von ihm sprechen. Bartsch DA. r^JJN. | p. S r. XVI. p. 215 ff. beschreibt 68 Blätter von seiner Hand, welche von 1559—1579 datirt sind. Auf einigen steht der volle Name, auf anderen ist derselbe abgekürzt. BA. FO. liest mW 1 auf einem Blatte, welches Romulus und Remus mit der Wölfin vorstellt. Es gehört zu einer Folge von 27 Blättern, welche die G e ' schichte des Romulus und seines Bruders zum Gegenstande haheo» BALDVNG BAL. Nr. 1674. 735 B- No. 24 — 50. Ein zweites Blatt dieser Folge stellt den König Ta- '»is vor, wie er durch den Verrath der Tochter des Tarpejus das Ca- l'itol in seine Gewalt bekommt. Auf diesem Stiche steht BA. FOIS. "• 5 Z. 2 L. Br. 6 Z. 9 L. Das Verzoiehniss hei Bartsch können wir um ein geätztes Blatt "Weichern. Ks stellt die Flucht der hl. Familie vor. Diese kommt rechts einen Weg herab, und im Vorgrunde der bergigen Landschaft bemerkt man zwei Baumstämme. Hechts in der unteren Ecke steht: *a"i»lo..... II. 4 Z. 6 L. Br. 7 Z. 6 L. Ein zweifelhaftes Blatt "lit einem sitzenden Wassergotlo ist ebenfalls BA. FO. bezeichnet. «• 5 Z. 8 L. Br. 3 Z. 8 L. Ferner erwähnen wir ein Blatt mit dem Calvarionberge, welches fast dieselbe Compositum enthält, wie jene bei Bartsch No. 14, jedoch in anderem Formate, da dieses in die Höhe geht, und oben abgerundet ,s t- Am Steine unten in der Mitte bemerkt man die Spuren einer "»sradirten Schrift, und darunter sieht: ./<>. Ilap. Fontana, Die Unterschrift des Blattes besteht in einer lateinischen und in einer deutschen ^eilo: Venite ad me omnes elc. Kumbt zu mir alle etc. In der oberen linken Ecke ist eine neunzeilige Inschrift: Staat Moi/ses etc., in der fechten Ecke eine eilfzeilige Schrift: Gleich wie Moyses etc. Höhe mit dem Baude 11 Z. 3 L. Br. 7 Z. 4 L. 1674. T> AT TWTVn 7*9A Dieser Bai düng, DiYLrfJLJ V IMlj 15J4. dessen Name auf zwei seltnen Holzschnitten vorkommt, und auch F^l-Tl^TT no *k a "* ci' 101 "'Irit- .LLrfV^J. X ten mit der voran- ■frq/i gesetzten Abbrevia- *J<*'*. tur 10., wird ge- *<>hnlich mit dem Maler Hans Baidung Grün identifleirt; es ist aber fortfallend, dass der Name gerade auf drei Blättern mit Pfordegrappen ^teht, während auf anderen Holzschnitten und auch auf Kupferstichen e 'n aus II G B bestehendes Monogramm zu bemerken ist, welches w ohl ln jt R C cht auf Hans Baldung Grün gedeutet wird. Letzterer fühlte seine Stoffe gewöhnlich aus der Bibel und Legende, und begab ^ch sogar auch auf jene« Gebiet, welches man dem Genre einräumt, «eines der von Bartsch P. gr. VII. p. 301 ff. beschriebenen Blätter tr ägt aber den Namen Baldung, und es ist daher wohl kaum zu gewagt, Unter Johannes Baldung einen jüngeren Meister zu vermuthen, da der Monogrammist HOB schon um 1496 Meister war, indem ihm die Mönche der Abtei Lilionthal in Baden zu jener Zeit die Ausführung •nehrerer Altarwerke anvertrauten. Seine Holzschnitte datiren von »MO —1519, und er scheint daher 1534 nicht mehr gearbeitet zu haben, 0l 'gleich er erst 1545 starb. B 1) Gruppe von sieben Pferden, wovon das eine gebissen wird. Rechts nach unten auf einer Tafel: BALDVNG f-534. B. No. 56. JI - U Z. 9 L. Br. 8 Z. 2) Gruppe von fünf Pferden, darunter ein pissendes. Rechts ""ten auf der Tafel: BALDVNG FECIT *«8*. B. No. 57. IL 8 Z. 4 L. H r . 12 Z. 3 L. . 3) Gruppe von sieben Pferden im Walde. Unter den Beinen des SJ n cn ist ein Affe bei der Tafel mit: 10. BALDVNG FECIT 7534. ö - 12 Z. 3 L. Br. 8 Z. 4 L. 4) Der im Stalle schlafende Knecht. Im Grunde steht ein Pferd, u &d rechts betrachtet die Hexe mit der Fackel den Schlafenden. Rechts 736 BAL. Nr. 1875. oben an der Mauer ist ein Wappenschild mit Einhorn, und unten steht auf einem Täfelchen das Monogramm H II. H. 12 Z. 9 L. Br. 7 Z. 4L.— Bartsch VIII. p. 470 No. 15 schreibt dieses Blatt dem Hans Brosamer zu, es ist aber sicher von Baidung, so dass wir jetzt auch ein Monogramm für ihn haben, welches von jenem des II. B. Grün abweicht. 1675. Baldassaro Feruzzi, Maler und Architekt, wurde 1481 zu RAT SFN Accajano im Gebiete von Siena geboren, und nannte • OL ^ 1 ^- s kh daher auch Baltatar Sienensis. "Wir haben über diesen berühmten Meister im Künstler-Lexicon XI. S. 136 ausführlich gehandelt, und auf seine Werke hingewiesen. Hier handelt es sich zunächst um einen Holzschnitt in Helldunkel von zwei Platten, welchen Bartsch XII. p. 133 No. 12 beschreibt. Er erkennt in der Darstellung den Neid, welcher auf Befehl des Apollo von Herkules aus dem Tempel der Musen gejagt wird. Allein Vasari dürfte hier der Deutung näher gekommen seyn, indem er die Vertreibung des Geizes vom Par- nass erkennt. Die fliehende Figur hat kein Emblem, welches auf den Neid deutet, und der angebliche Tempel im Grunde ist eher ein Triumphbogen corinthischcr Ordnung, als ein Tempel der Musen. I» der Ferne zeigt sich das Frontispice eines Tempels des Neptun. Apollo, von acht Musen umgeben und mit Minerva zu seiner Rechten, beflehW dem Herkules, den Geiz von dannen zu jagen. Dieser, als Weib, flieht mit Vasen und anderen Gerätschaften. Links unten steht: BAL. SEN., rechts PERVGO. II. 11 Z. 2 L. Br. 8 Z. 6 L. Vasari sagt, dass B. l'eruzzi dieses Blatt selbst geschnitten habe, allein Bartsch u. A. erkennen darin eines der schönsten Werke dos Hugo da Carpi, aufweichen auch das Wort l'KRVGO, d. i. I'ER VGO, passt. Man kennt indessen zwei verschiedene Abdrücke, welche vielleicht nicht von einer und derselben Platte kommen, so dass zuletzt doch l'eruzzi selbst einen Schnitt dieser Vorstellung unternommen haben könnte, und dem Hugo da Oarpi nur die zweite Platte bliebe. Die sogenannten sehr seltenen ersten Abdrücke sind in der Zeichnung strenger durchgeführt, indem Kchraffirungen angewendet sind, welche auch die Ilalbtinten mehr decken, als gewöhnlich. Es kommen nur selten Lichtstellen vor, und diese sind durch sehr zarte Strichlagen bewirkt. In dem zweiten Abdrücken sind die Schatten partion nicht so eng belegt, sondern heller, und die Schraffirungen ohne Ilalbtinten- Man bemerkt deren an dem beleuchteten Theile des Körpers des Herkules, und an dem linken Arme der an den Baumstamm sich lehnenden Nymphe nicht mehr. Die zweite Hatte ist durch eine neue ersetzt, welche aber in den Ktriehlagon steifer ist, und schwerfällig* Massen zeigt. Auf genaue Zeichnung und Abstufung sieht der Malet' mehr, als der Formsclmoidcr von Profession, und somit könnte Perus» die Hauptplatte selbst geschnitten haben. Um aber hierin zum sicheren Resultate zu gelangen, miissl.e noch eine genauere Untersuchung gepflogen werden. Nach A. Zanetti ((labinet Cicognaxa p. 10) schreibt man ihm die Kupfer eines Buches über die römischen Altcrthümer und eines Cow- mentars zum Vitruvius zu. Entere sind wohl jene im IV. u. V. Buche des architektonischen Werkes von S. Serlio, welche über die Denkmäler Roms handeln. Zani, Enc. mct. IX. p. 125, beschreibt eine höchst seltene Radirung mit den Jüngern in Emaus. B. Peruzzi soll nach einigen aus Volterra stammen, in diesen 1 Falle kann er sich aber nicht Siencser nennen. Er starb in Rom 1536' BAL. — BAM. Nr. 1676 — 1677. 737 1676. Balthasar van Westerhout von Antwerpen, Arnolds Bru- Bal. v Jf sc Prag \ ( ' cr > UDtft se ' nc Kunst in Prag, # a /j w I n,u ' stacn da °' ne bedeutende . v. w. sc. I Anzahl von Bildnissen, Andachts- falt. v. W. del. et sculps. \ blättern, Thesen u. s. w. Auf "all. v. W. sculps. et e.rc. Prag. \ mehreren Stichen zeichnete der Baltha, v West sc I Künstler mit der Abbreviatur , ' seines Namens. Die betreffenden Blätter zählen wir nicht auf, da kein Irrthnm entstehen kann. Auch sind sie nicht von solcher Bedeutung, dass die Kunstsammler eines genauen Verzeichnisses bedürften. Westerhout starb zu Prag 1728. 1677. Giovanni Battista d Angeli, genannt B. del Moro, Maler und •SfM- Radirer von Verona, war Schüler Tizian's, schloss sich aber ■ji .~ später au Torbido il Moro an, und erhielt als dessen Schwicger- ■ O \A\' söhn den obigen Beinamen. Sein Geburtsjahr ist unbekannt, •ttan weiss nur, dass der Künstler um 1550—1576 thätig war. Bartsch P. gr. XVI. p. 177 beschreibt 36 Blätter von Battista del Moro's Hand. Nur auf wenigen findet man das gegebene Zeichen; °fters stehen die Initialen B. M. auf Iiadirungen desselben, worüber w 'r aber an der betreffenden Stelle handeln. Das zweite Zeichen steht au f dem grossen Blatte mit der hl. Familie, B. No. 12. Rechts sitzt ^lisabeth hinter der Wiege, und Maria schlingt den linken Arm um ihren Nacken. Das Kind sitzt auf dem Schoosso der letzteren, reicht a °er noch mit einem Fusse in die Wiege. Es wendet sich gegen Joannes, welcher links Früchte in der Schürze darreicht. Oben blickt Joseph zum Fenster heraus, und rechts sind andere Gebäude mit Durchsicht. Links unten steht: RAPHAEL VRB. INV., in der Mitte •Jas Zeichen des Künstlers, und rechts liest man: BATT. COGNOMEHTO, D El.. MORO. H. 19 Z. 3 L. Br. 16 Z. — Dieses seltene Blatt ist •'adirt nnd mit dem Stichel vollendet. Bartsch erkannte darin eine J,, gendarbeit dos B. del Moro, was sehr zweifelhaft ist, da das Machwerk dagegen spricht. Die Schrift dürfte erst später aufgestochen *°rden seyn, und zwar bei der Rctouche durch den Stichel. Auch i® 1 die Composition nicht von Rafael. Der Zeichner entnahm seine Motive der hl. Familie mit den Blumen streuenden Engeln im Mu- Se ' Tv< Seine Blätter sind zahlreich, und nach französischen d (• und italienischen Meistern gestochen. Hier handelt * es sich aber zunächst um die Radirungen, welche in dem Werke des Antoine Watteau sich von ihm finden, sowohl in dem grösseren, als in dem kleineren. Sie enthalten verschiedene Studien von Figuren, auf welchen der Künstler seinen Namen durch die Segebenen Initialen andeutete. Heller und Brulliot vermuthen darunter den p. Boucher. Auf anderen Blättern steht B au S. , wie unten Kegeben ist. Benoit Audran wurde 1661 geboren und starb 1721. Im Künstler- Lexicon ist ein Theil seiner Blätter verzeichnet. 1691. Balthasar Silvius oder Sylvias, Kupferstecher, war um BA\ Sil* FR ^ 5< *—^° in Antwerpen thätig. Er stach fi/W/'i. ci e ■, jitko mehrere Blätter nach F. Floris, L. Lom- aaitha. Syl. ]ecü looli. bardus, Jeronymus Bos (Bosche) u. A. Die leisten Blätter sind mit dem Namen bezeichnet, einige mit der Abbreviatur desselben, wie der grosse Stich nach L. Lombardus, welcher Abrahams Knecht und die Rebecca am Brunnen vorstellt 1558. Auch c >»ig(> Blätter mit Statuen sind mit BA. SIL. FE. bezeichnet. Unter •■*■ werden wir auf diesen Meister zurückkommen, und namentlich auf zwei Ornamenten- und Goldschmiedswerke aufmerksam machen. 1692. Cesare Bassano, Maler, Formschneider und Kupferstecher, J5 0 , , /■ •. wurde um 1580 zu Mailand geboren, ist aber nach * anM * l ecu ' seinen Lebensverhältnissen unbekannt. Er stach nach verschiedenen italienischen Meistern, und zeichnete mehrere Blätter in obiger Weise. Brulliot nennt nur das Bildniss des Anatomen «aspar Asellius, und das Titelblatt der Trauerrede des Philosophen *rancesco Piccolomini. Das erwähnte Bildniss findet man in folgendem höchst seltenem Buche: De Lactibus Siue Laeteis Venis Quarto Va- *°rum Mcsaraicorum yenere Nouo Inuento Gasparit Asellii Cremon." Ana- 'omtet Ticinensii Dissertatio etc. Mediolani apud J. B. liideüium 1627. 4. * n diesem Buche sind auch vier Holzschnitte in Helldunkel, welche ebenfalls von Bassano herrühren. Ch. le Blanc, Manuel de V Amateur etc. *■ P- 193 verzeichnet mehrere andere Blätter dieses Meisters, kennt a "er das erwähnte Werk nicht. Zu den Hauptblättern des Meisters gehören die grossen Büsten des Heilandes, der Maria und einiger Apostel in dem Buche: 11. Sacrosanto Senato di Giesu Cristo. 1693. BASTIANUS ze ; c hnetc der in den Künstler-Wörterbüchern vorkommende Maler Lazaro Sebastiani. Dieser Hinweis fehlt lti unserem Kflnstler-Lexicon, unter Sebastiani ist aber bemerkt, dass 52* 744 BAT. Nr. 1694—1696. eines der Gemälde in Corpus Domini zu Venedig die Inschrift trägt' Lazarus llaslianus pinx. Sebustiani scheint sich der Künstler nie genannt zu haben, denn auch in einem Documcnte vom 11. Deeember 1508, welches der Abl>6 Cadorin mittheilt, heisst er ebenfalls Lazaro Bastian. Es handelte sich damals um ein Gutachten über die Gemälde des Giorgione an der Fa<;adc des Fondego de Todesehi. Dasselbe gaben Ser Lazaro Bastian, Vettor Scarpaza (s. Charpatius) und Zuan Bcllin ab. L Bastiano gilt für einen Schüler des Vittore Carpaccio, er scheint aber 1508 nicht viel jünger gewesen zu seyn, als dieser. Carpaccio und Gio. Bellini waren damals die Altmeister. 1694. BATISTA DANGOLO ^ffSS am Kreuze zwischen zwei Engeln vorstellt, von welchen jener links das Blut aus der Wunde in einen Becher auffängt. Unten links steht Maria, rechts Johannes, und in der Ferne zeigt sich Jerusalem. Unten gegen rechts ist die Künstler-Inschrift. II. 10 Z. 10 L. Br. 8 Z. 3 L. Dieses Blatt ist von Giovanni Battista d'Angeli, genannt Battista dcl Moro, über welchen wir unter dem Monogramme BAM No. 1506 weitere Nachricht gegeben haben. Bartsch kennt eine Darstellung dieser Art nicht, und wir finden das Blatt überhaupt nur in R. Weigel's Ca- talog der nachgelassenen KupferstichsamTnlung eines der grössten Kunst- sammlor Deutschlands, dritte Abthcilung, Leipzig 1858, No. 1403, erwähnt. Das Ungewöhnliche der Bezeichnung rechtfertiget die hier eingefügte Inschrift, da man in den Künstlerregistern vergeblich nach einem B. Dangolo suchen wird. Unter den Initialen B. M. geben wir andere Supplemente zu dem betreffenden Artikel im Peintre-gravcur. 1695. Battista Pittoni, Maler und Radirer von Vicenza, be- o hauptet unter dem Monogramme No. 1699 BAIISIA i. ,,j„(. ZW tite Stelle, und daher bemerken wir BATISTA I'. V. hier nur, dass in der daselbst erwähnten Folge BATISTA l\ V. F. von römischen Ruinen (Praeripua aliquot Roma- RATIST4 P V FF " ae antiquitatis Ituinarum monimenta —) die UAii ' meisten Blätter mit dem Taufnamen und mit den Jahrzahlen 1565—1585 bezeichnet sind. Die Buchstaben P. V. F- bedeuten: Pitloni Vicenlinus h'ecit. Unter den Initialen des Namens werden wir auf diesen Meister zurückkommen. 1696. Battista Fontana, Maler und Radirer von Verona, ist oben RATT FO U V U11 ter "<*• FO. No. 1502 bereits eingeführt, , , *'' I und daher ist hier nur nachzutragen, dass BATT. FON. \ einige Blätter mit Darstellungen aus der Ge- Jialt. fori. (schichte dos Romulus und Remus mit dem Halt föntet inrentor abgekürzten Namen bezeichnet soyen, B. No. 24 " ' ' bis 50. In ersten Abdrücken fehlt aber der Name, so wie auch die Nummern der Blätter erst später eingestochen wurden. Bartsch beschreibt im Peintrc-graveur XVI. p. 223 No. 17 ein gestochenes Blatt, welches den auferstandenen Heiland mit dem Kreuze vorstellt. Rechts am Fusse einer Säule steht: BATT. FO. — R. F. H. 6 Z. 2 L. Br. 4 Z. 8 L. — Der erwähnte Schriftsteller schreibt den Stich dem Martin Rota zu. Die Blätter des Fontaua sind überhaupt ungleich, und es dürfte ihm von mehreren nur die Zeichnung angehören. Nur vier Stiche sind „B. Fontana ineidebat" bezeichnet. Auf den meisten nennt er sich nur Inventor. BAU—BAV. Nr. 1697—1700. 745 BAU. «97. Unbekannter Kupferstecher, teicher in Italien gelebt zu haben scheint. Die Sylbc BAU steht auf einem Blatte mit einer allegorischen Darstellung zu Ehren des Papstes Cle- Wens X. Der Zeichner nennt sich C. Cast. , worunter vielleicht Carlo Castelli zu verstehen ist, welcher um 1670—1680 thätig war. Die Komposition rührt indessen von Ventura Borghcso her. gr. 4. 1698. Benoit Audran, Kupferstecher von Lyon, fand oben unter •&vC(u, v Q. den Initialen B. a. f. Sc. und B. A. S. No. 1690 eine J ™ . „ Stelle, da auf solche Weise Badinmgcn des Meisters v t +. / lo^j.^M« dem Monogramm und der Jahrzahl 1620 °^ kennen. Sie gibt die Ruine eines alten römischen Gebäudes, von welchem noch Rundbogen und das Hauptthor erhalten sind. Zu letzterem führt ein kleines, mit Gesträuch überwachsenes Thor. Diese Zeichnung wird im k. Cabinet zu München aufbewahrt, und wenn nicht zwei Meister des Namens B. Breenbergh angenommen werden wollen, so muss der berühmte Maler um 1600 geboren worden seyn, da die Zeichnung von 1620 zu dessen früheren Arbeiten zu gehören scheint. Breenbergh's Meister ist nicht bekannt, entschieden aber, dass er in Italien umfassende Studien gemacht habe, da seine Gemälde, wie seine schönen und trefflichen Radirungen, Beweise dafür liefern. Er malte historische Darstellungen, und Landschaften mit verschiedener Staffage. Auf Bildern dieser Art findet man die drei ersten Zeichen, wie auch Brulliot I. No. 782, und Heller, Monogr. Lex. S. 50, angeben. Immerzeel hatte nur den ersten der genannten Schriftsteller copirt. Die übrigen Monogramme haben wir auf den Originalradirungen des Künstlers durchgezeichnet, und sie wiederholen sich mit geringen Abweichungen. Bartsch P. gr. IV. p. 159 ff. beschreibt 28 Blätter, grösstenteils Ansichten römischer Ruinen, und R. Wcigel (Supplements au peinlre-graveur I. p. 116) gibt mehrere Zusätze. Unter den Initialen B B F An" i(13!) sollten wir auf Breenbergh zurückkommen, da Brulliot II. No. 227 unter diesen Buchstaben ein dem Verfasser dos Peinlre-graveur unbekanntes Blatt beschreibt, welches eine felsige Landschaft mit italienischen Gebäuden und einem Flusse zeigt. Links bemerkt man auch ein Häuschen, zu welchem eine steinerne Brücke mit zwei Bögen führt. Der Fluss kommt aus einem Felsen hervor, ringelt sich fort, und bespült die Steinblöcke des Vorgrundes. Am Himmel rechts stehen nach der Angabe im Ca- talog Rigal p. 70 No. 175 (29) die Buchstaben B B. f. An. i639. BB. Nr. 1702. 747 8-3 Z. 8 L. Br. 5 Z. 2 L. Brulliot entnahm die Beschreibung dieses Blattes wahrscheinlich dem genannten Cataloge, es dürften aber »nf demselben nicht die Buchstaben HUF stellen, wie er angibt, sondern das Monogramm mit f. An". t099. Der Verfasser des Rigal- Schen Catalogcs setzt immer U B. f., statt anzuzeigen, das* das Monogramm des Künstlers sich vorfinde. Die Buchstaben, wie sie Brulliot gibt, müssten gestochen seyn, was sicher nicht der Fall ist, da das Blatt äusserst selten vorkommt und nur zur Probe gemacht wurde. Die Platte blieb unvollendet, und wohl vom Künstler selbst unbeachtet. Ausser dem Abdrucke der Sammlung Kigal findet man nur noch im Museum zu Amsterdam, und im Cabinct des Erzherzogs Carl in Wien Exemplare. Wenn nun auf dem erwähnten Blatte die Buchstaben II B F höchst wahrscheinlich nicht stehen, so fehlen sie sicher auf den grossen fadirten Blättern, welche die Marter des hl. Lorenz, und die Verthei- ''ing des Getreides an die Brüder des Joseph in Acgypten vorstellen. Malpe, Brulliot in der ersten Ausgabe des Uictionnaire des monogram- Jfce«, Huber und Rost behaupten zwar, diese Blätter seyen mit li. B. F. bezeichnet, allein sie könnten höchstens eine Vcrmuthung aussprechen, Weil B. Breenberg die Bilder gemalt hat. Die Initialen sind nicht v orhanden. Ferner hatte der Künstler nur das Bild radirt, welches Joseph vorstellt, wie er zur Zeit der Hungersnoth Getreide austheilen lässt. Ob sich auch von dem im Museum zu Frankfurt am Main befindlichen Gemälde der Marter des hl. Lorenz eine Originalnidirung finde, ist noch nicht erwiesen, and wird es wohl auch nie. Man hat n ur eine liadirung des J. Episcopius für Brecnbergh's Werk genom- •tten, und nicht selten auch dessen Copie der Getrcidevortheilung unse- r em Meister zugeschrieben. Die grosse, in zwei Blättern bestehende Radirung des B. Breen- j'ergh ist ohne Zeichen und Namen, und sehr selten. Fast unauffindbar ist irgend ein Probedruck von der unvollendeten Platte. In Exemplaren dieser Art ist rechts oben der Himmel mit der Luft nicht Angedeutet. Neben und an der Ferse des rechten Fusses jenes Mannes, welcher das Geld auf den Tisch zählt, bemerkt man schwarze Fleckchen, da das Scheidewasser durchgeschlagen hat. Später wurden diese Stellen weggemacht, und auch die Luft rechts oben einradirt. Bas links zu legende Blatt ist 17 Z. 3 L. hoch und 12 Z. 7 L. breit, das andere hat eine Höhe von 17 Z. 4 L. und eine Breite von 12 Z. " L. J. Episcopius hat diese Darstellung auf eine Platte copirt, derselben eine grössere Vollendung gegeben, aber weniger geistreich gearbeitet. Links unten steht: Barth. Breenbergh invenior et Pinxil, und 'Bi Rande liesst man: Erat fames Genesis cap. 42. Die Adresse des "• Scheuck junior mit der No. 65 deutet auf den zweiten Druck, da, sie in den früheren Exemplaren fehlt. II. 17 Z. mit 1 Z. 3 L. Rand, Br. 25 Z. 6 L. Als gleich grosses Gegenstück radirte Episcopius die Marter des «1. Lorenz, und bezeichnete es ebenfalls mit Breenliergh's Namen, wie das obige Blatt. Im Bande unten steht: llealus Laurentius — Laurentio. dieses Blatt ist viel seltener, als das obige. Eine etwas kleinere Co- Pie der Vcrtheilung des Getreides unter die Brüder des Joseph ist rechts Mangelhaft. Es fehlen die Kameele und die anderen Thiere, gr. qu. fol. 1702. Bernardin Bouche ? Das erste dieser Zeichen fand Brul- m\ liot I. No. 784 auf Bildnissen von Thomas de Leu und _, iR-T& Michel Lasne. Ersterer stach jenes des Claude Ex- J* 1 ; "Ht" pil'y, und Lasne ein solches des Bischofs Cornulier. 748 BB. Nr. 1703 — 1705. Der Monogrammist ist somit der Maler oder Zeichner der Portraite, für welchen wir nur muthmasslich einen Namen haben. Vielleicht ist der Maler Bernardin Bouchfi darunter zu verstehen. Er arbeitete anfangs in Paris, und wurde dann Hofmaler des Königs Heinrich VIII. von England. König Franz I. bezahlte ihm 153a für ausgeführte Bilder die damals beträchtliche Summe von 400 Livres, wie Graf Leo de Laborde (La renaissance des arls d la cour de France, Paris 1050) aus Archivalien ersehen hat. Es fragt sich aber Immerhin, ob Bouche die erwähnten Bildnisse der Zeit nach habe malen können, da Th. de Leu u. M. l'Asne später lebten. Für das zweite Monogramm haben wir keine Erklärung. Es steht auf einem Kupferstiche mit der Anbetung der Könige von Rubens, welche F. Ragot nach Lucas Vorsterman (1621) copirt hat. üb ein Künstler, oder ein Verleger unter den beiden B. verborgen sei, können wir nicht entscheiden. 1703. Jean Bouchet. Brulliot I. No. 791 gibt dieses Zeichen ff) [p na ch einer handschriftlichen Aufzeichnung des Mr. Hazard, CL» >^ welcher es auf J. Bouchet deutet, aber ohne anzugeben, auf welchem Werke es sich befinde. Brulliot hatte keine Nachricht über einen Künstler J. Bouchet, und fand auch das Monogramm auf keinem Blatte vor. Ein Jean Bouchet war Formschneider in Poitiers. Er schnitt die Bildnisse der ältesten Könige von Frankreich in Holz, und vereinigte sie zu einem Buche unter dem Titel: Les anciennes et modernes Genea- logies des Roys de france et mesmement du Hoy Pharamond Avec leurs Epilaphes et Ef/igies. Poictiers le 27 nouembre 15,'SI, 4. Spätere Ausgaben sind von 1537 und 1547. Der Monogrammist CC (Claude Corneille in Lyon) benutzte 1546 einige dieser seltenen Holzschnitte zu seiner Folge von Bildnissen der ersten 57 Könige von Frankreich. Wir haben aber die in Holz geschnittenen Blätter nicht gesehen, und wissen daher nicht, ob das gegebene Monogramm auf denselben sich befinde. Der Beisatz fe scheint für die Zeit von 1531 nicht zu stimmen. Vielleicht handelt es sich daher um den Kupferstecher Bouchet, welcher zu Anfang des 18. Jahrhunderts in Lyon thätig war. Sein Name steht auf einigen Blättern, wie auf einem solchen, welches die im Jahre 1703 zu Lyon aufgefundene antike Ära vorstellt. Ein Blatt von 1710 ist betitelt: Le Dieu Bacchus et la deesse Ceres. Andere Stiche verzeichnet Ch. le Blanc, Manuel de V Amateur I., p. 487. Das Monogramm findet sich auf keinem vor. 1704. Unbekannter Maler oder Zeichner. Sein Monogramm gleicht rrj) fi jenem des Bartholomäus Breenbergh, dürfte aber diesem Mei- -"-" /' ster nicht angehören. Man findet es auf einem Kupferstiche, welcher den Aencas vorstellt, wie er den Anchiscs aus dem Brande von Tro.ja rettet. Ihnen folgt Ascanius, in der Ferne kommt Crcusa, und links steht die Stadt in Flammen. Rechts am Steine bemerkt man das gegebene Zeichen, und unten nach links den Namen: C. Visscher f. H. 3 Z. Br. 4 Z. Der Kupferstecher dürfte jedenfalls Cornelis de Visscher seyn, die Composition hat aber für B. Breenbergh etwas Ungewöhnliches. 1705. Ottavio Brandino? Nach einer älteren handschriftlichen rn Notiz soll ein Maler Brantinus dieses Zeichens sich bedient haben. ft> Zeit und Ort sind nicht bestimmt, und daher nennen wir nur muthmasslich den Maler Ottavio Brandino aus Brescia, welchen Mo- relli einen nicht unwürdigen Nachahmer des Gentile da Fabriano nennt. BB. Nr. 1706. 749 Die beiden B könnten daher Brandino Breseiano bedeuten. Erfunden wird das Monogramm wohl nicht soyn, um allenfalls für Baccio Bran- •fali, d. i. Baccio Bandinelli, ein Zeichen zu haben. 1706 Barthel Beham oder Behem, Maler und Kupferstecher, Pil> wird von Sandrart zu den vorzüglichsten Künstlern der ersten ^D Hälfte des 16. Jahrhunderts gezählt. Nach einer früheren Tradition wurde er 1490 oder 1496 zu Nürnberg geboren, man folgte ■wer noch mehr der Angabe Doppchnayr's, welcher behauptet, dase <'er Künstler 1540 oder um 1540 im 38. Jahre gestorben sei, und zwar in Italien. Sandrart hatte nämlich in Erfahrung gebracht, dass 'Ich Barthel Beham, oder Böhm, wie dieser Schriftsteller ihn nennt, 'ange Zeit in Rom und in Bologna aufgehalten halte. Er bringt ihn Mit Marc Anton in Berührung, und wollte wissen, dass dieser berühmte Meister mehrere Kupferstiche des B. Beham unter seinem Namen herausgegeben habe. Sandrart hat aber aus einer trüben Quelle geschöpft. Vasari sagt im Leben des Marc Anton nichts von Beham, wähvond er den Georg Pencz und Aldegrever nennt. Auch könnten '' fi i aller Vortrefflichkeit nur die wenigsten Blätter Beham's dem Marc Anton unterschoben werden. Der grösste Theil ist in Deutschland zwischen 1520—1537 gestochen, und nur in den späteren Blättern ist hinsichtlich der Reinheit der Zeichnung, und der Technik des Stiches ein Einfluss der italienischen Schule zu bemerken. Bartsch nimmt ah cr an, dass der Künstler zweimal in Italien gewesen sei, vor 1520, und gegen 1540; allein Beham erscheint in den Blättern von 1520 ab noch immer als origineller deutscher Meister, und blieb es bis zum Ende seiner Tage. Nur ein Wechsel des früheren deutschen Styls j*t zu bemerken, aber in der Art, dass der Fortschritt nicht auf Kosten der Eigentümlichkeit geschah. Vergleicht man jedoch die Gemälde mit den Kupferstichen, welche dem B. Beham zugeschrieben werden, so sind erstere im Style öfters ?° abweichend von den letzteren , dass man zwei Meister des Namens ?• Beham vermuthen könnte, oder vielmehr vermuthen muss, and zwar j' 1 der Art, dass dem Kupfersteeher die wenigsten Gemälde übrig bleiben. Bartsch beschreibt 64 Blätter von ihm, welche so meisterhaft gestochen sind, dass sie die grösste Ucbung voraussetzen, welche e |n in der Kraft der Jahre verstorbener Meister wohl nicht in dem Grade besitzen konnte, wenn er auch eine so bedeutende Anzahl von Gemälden hinterlassen hat, wie sie ihm zugeschrieben werden. Darunter sind historische Darstellungen , aber keine derselben ist unseres Wissens durch den Stich bekannt, was in jeder Hinsicht auffallend Weiht. Warum sollte denn der Maler nicht auch Bilder durch den stich vervielfältiget haben? Und ein Maler Bartolomäus Behem hat Belebt, aber in München, nicht in Nürnberg, wo vermuthlich der Wirkungskreis des Kupferstechers zu suchen ist, da Hans Sebald Beham daselbst mehrere seiner Blätter copirte, von denen aber keines den Namen trägt. Bezeichnet ist ein Gemälde in der k. Pinakothek z u München, welches die Auffindung des hl. Kreuzes durch die Kaiserin Helena vorstellt. Neben dem herzoglich bayerischen Wappen Steht: Crux Christi ab Helena reperitur, a Macario, mortua suscüata, a . ? HM/. z ,.ieh)iet haben. Die grossen Buchstaben mögen wohl *Uf Bildern dieses Meisters stehen, sie kommen aber auf den geistreichen Radirungen desselben nicht vor. Auch die kleineren Buchstaben fanden wir auf keinem Blatte, immer nur zum Monogramme verbunden, welches oben No. 1701 gegeben ist. Die Signatur B B. f. Wird zwar in vielen Catalogcn angegeben, indem das Monogramm nicht gesetzt werden konnte. 1710. Jakobus Bos oder Bossius, ein Belgier von Geburt, wel- ß ü eher in Italien seine Studien machte, und um 1540—1556 für ■ den Verlag des Antonio Lafreri in Rom arbeitete, zeichnete einige Kupferstiche mit B. B., d. h. Bossius Belga. Es ist indessen zu bemerken, dass um diese Zeit auch ein Balthasar Bos, oder Bossius thätig war, welcher ebenfalls nach italienischen Meistern in Kupfer gestochen hatte. Froher wollte man Produkte dieser Art dem Barthel «Cham zuschreiben, dieser Meister zeichnete aber nicht mit B. B. Seine kupferstecherische Thätigkeit reicht nicht über 1537 herab, und ( be beiden Bossius traten vor 1540 kaum als Künstler auf den Schau- Platz. Sie arbeiteten auch in einer anderen Manier, als B. Bcham. Bas Monogramm des J. Bossius ist oben No. 1707 gegeben. 1711. Balthasar Bos, oder ein Italienischer Kupferstecher, wel- ß 13 eher der Schule des Marc Anton angehöret. Mit B B bezeichnet ist eine etwas freie Vorstellung, iinscbeinlich nach der Compositum des Giulio Romano. Hinter einem Gebüsche bemerkt man den Satyr, welcher eine Nymphe belauscht. Sie sitzt am Rande einer Fontaine und betrachtet sich im Wasser. Rechts unten bemerkt man die Initialen. II. 11 Z. 4 L. Br. 9 Z. Dieses Blatt beschreibt Bartsch £-,gr. XV. p. 548. Den Stich wollten einige dem Barthel Beham beilegen, für welchen aber die Arbeit nicht spricht. Der Stecher 752 BB. Nr. 1712-1713. nahm den Meister mit dem Würfel zum Vorbilde. Vielleicht ist darunter Balthasar Bos zu verstehen, welcher seine Studien in Italien machte. Er stach 1553 nach Rosso Rossi (Maitre Roux) das Urtheil des Paris, gr. qu. fol. Ein anderes Blatt von dem Meister B B stellt eine im Zimmer lesende Sibylle dar, während ein Kind mit der Fackel leuchtet. Zum Vorbilde diente ein schönes Studium von Rafael. Bartsch XV. ]>. 6 beschreibt dieses Blatt. Im Artikel des Barthcl Beham, unter dem Monogramm BB No. 1706, haben wir auf ein Blatt mit St. Severin aufmerksam gemacht, welches ebenfalls mit B B bezeichnet seyn soll, und wohl diesem Meister angehört. 1712. Bartolomeo Blscaino, Maler und Radirer von Genua, geh. /{ /{ o 1 1632, gest. 1657. Schüler seines Vaters Giovanni ..... . [ Andrea und des Valerlo Gastolli, betrat er eine IS. JS. In et f$. J ]j anri) au f wc l 0 her ihm Beifall zu Thcil wurde. Kr hinterliess aber nur wenige Gemälde, da ihn die Pest in der Blüthc der Jahn hinraffte. Zahlreicher sind seine schönen und geistreichen Radirungen. deren Bartsch (P. gr. XXI. p. 179) 40 beschreibt. Billige sind anbezeichnet, andere tragen den Namen des Verfertigers. Ein Blatt haben wir unter BA° MS" beschrieben, und unter der Abbreviatur bisea". F., und IJISCAI. ys sind Supplemente zum Peintro- graveur beigefügt. liier handelt es sich um folgende Blätter. 1) Ein alter Satyr in Mitte des Blattes auf dem Steine sitzend. Er schenkt der links sitzenden Faunin Wein ein. Diese legt das Kind an die Brust, und ein anderes Kind schläft zur Seite. Rechts trägt ein Kind eine Vase. Unten rechts im Rande stehen die Buchstaben BB", links: Daman ex. H. 8 Z. 4 L. Br. 6 Z. mit 3 L. Rand. B. No. 39. 2) Die hl. Familie. Die hl. Jungfrau hält das Kind auf dem Schoosse, und der kleine Johannes ist im Begriffe, demselben die Füsse zu küssen. Links steht Joseph in Betrachtung, und neben ihm bemerkt man einen Engel. Rechts im unteren Rande, welcher einige lateinische Verse enthält, steht: Eg. II. R. In. et fe. H. 5 Z. 3 L. Br. 2 Z. 4 L. Dieses Blatt wird im Catalog Malaspina II. p. 333 erwähnt. Der Verfasser glaubt, es dem Biscaino zuschreiben zu müssen. Der Künstler muss daher die Platte in seiner letzten Zeit radirt haben, vielleicht kurz vor seinem Tode, ohne die Vollendung geben zu kennen. Die Vorstellung ist nur skizzirt. Man weiss indessen nicht, dass Biscaino Mitglied eines Ordens war. Der Verfertiger dieses Blattes nennt sich aber Ritter (Eques). 1713. Münzmeisler und Medailleure, welche Münzen mit den Ini- o jj tialen B. B. bezeichneten. Diese Buchstaben können aber auch nf , ' die Münzstätte andeuten, wie z. B. Brabant. Eng aneinander ""■ gestellt, beziehen sie sich auf die Münze in Strassburg. Ehedem waren in Frankreich 30 Städte privilegirt, im Jahre 1789 erfreuten sich aber deren nur 17 dieses Vorrechtes. Strassburg erhielt es 1697. Benedikt Bacnd, Müuzmeistcr zu Borgo in Savoyen, 1523 — 1528. Battista Barbaro, Rector und Provisor der Münze in Cattaro, 1546— 1548. Barthel Bechstein, Münzmeister in Stolberg von 1619 —1620, in Rudolstadt 1621. in Irhtcrshaiisen 1622, und wieder in lludolstadt 1622— 1625. Brlssart-Binet, Graveur in Reims, fertigte mehrere Denkmünzen auf die Zustände im Jahre 1848. Sie sind mit B. B. bezeichnet. BB. Nr. 1714-1715. 753 1714. Bernhard Palissy, Glas- und Majolica-Maler, wurde zu Anfang des 16. Jahrhunderts in der Diöcese von Agen geboren, und erhöh sich als armer Töpferjunge zum Künstler und Gelehrten. Wir haben im Allgemeinen ; Künstlcr-Lexieon X.. S. 475-Nachricht über ihn gegeben, und bemerkt, dass die von l'alissy bemalten Vasen, Schaalcn, Platten &c. auf den Tafeln des Königs von Frankreich und der Grossen des Reiches angestaunt wurden. Sechzehn Jahre verflossen mit Versuchen in Bereitung der Masse und der Emailfarben, und erst gegen 1555 war seine Kunst, welche m Italien schon früher geblüht hatte, als vollkommen gesichert anzusehen. Er hatte sie aus sich selbst erfunden. Die Palissy-Fayence 'st daher eigenthümlich in Form und Farbe. In ersterer Hinsicht hat die französische Renaissance - Periode nicht viel geschmackvollere Ge- filsse aufzuweisen. Die Figuren, womit dieselben geziert sind, beleidigen nie das keusche Auge. Auch hinsichtlich der Zeichnung ist nur Loh zu sagen, da sich Palissy der Kupferstiehe nach Rafael, Rosso, Primaticcio &c. bediente. Selbst Zeichnungen dieser Meister liegen z u Grunde. Die historischen , mythologischen und allegorischen Darstellungen und die öfter zu reichen Ornamente, die Pflanzen und Reptilien &c. erscheinen in colorirteni Relief. Die Färbung ist gewöhnlich klar und hell, aber nicht bunt, da der Künstler nicht stark variirte. pas weisse Email hat die Reinheit von jenem des Luca della Robbia, ist aber nicht so glänzend, wie das der Manufaktur in Delft. Das oben gegebene Zeichen des Künstlers ist mit dem Griffel in die noch weiche Masse eingegraben. Die reichste Sammlung von Werken Palissy's ist im k. Museum z u Paris, und im Hotel Cluny, wo M. de Sommerard eine Sammlung eingerichtet hatte. Auch in anderen Cabiuetten sind Majoliken von diesem Künstler. Man findet indessen auch Fayence-Stücke im Style dos Palissy, wie es scheint, absichtliche Nachahmungen, da diese Werke auch in der Färbung, in den Ornamenten, in der von dem Künstler beliebten Anwendung von Reptilien, Pflanzen &c. mit jenen Palissy's analog sind. Kr selbst wählte aber diese Naturgegenstände nnmer in der Umgebung von Paris, während die Nachahmungen andere Formen zeigen. In der Färbuug herrscht ein einförmiges Braun, welches in Palissy's Werken nicht vorkommt. Man glaubt, dass dieses seltene Fayence aus dem südlichen Frankreich stamme. Auch gleichzeitige deutsehe Arbeiten im Style dieses Künstlers findet man, sie machen sich aber durch ein schmutziges Roth bemerkbar. Abbildungen von Werken des B. Palissy, und ausführlichere Nachrichten über den Künstler findet man in folgendem Werke: Collections lowards a History of Pottery and Porcelain. By J. Marryat. London 10ÖO. Von noch grösserer Bedeutung ist aber folgendes Werk: The life of Bernhard "alissy, of Sainles; hin Latours and Uiscoverics in Art* and Sciense: with a « Outline of his Philosophical Doctrines, and a Translation of Illustrative Selections from his works. By Henry Morley. 2 Vols. London 1052 u. 11150. 8. 1715. Giovanni Battista Bertano, auch Britano genannt, wurde zu Anfang des 16. Jahrhunderts in Mautua geboren, und nach Lanzi (Storia della pittura IV. p. 16. Edit. 1818) von Giulio Romano unterrichtet. Hertano war Architekt, und kam unter dem Pontificate Paul III. (1534—1549) zweimal nach Rom, um Studien zu machen. Uebrigens beschäftigte er sich auch mit dem Vitruvius, welcher überhaupt zu seinerzeit für die Architekten massgebend war. Er gab ein Werk über diesen Meister heraus, 754 BB. Nr. 1716. welches 28 Blätter enthält, und mit Holzschnitten versehen ist, unter dem Titel: Gli oscuri e difficili passi dell' opera di Vitruvio. Mantova iüöfl, fol. Als praktischer Architekt erwies er sich durch den Bau des schönen und reichen Thunncs der Kirche St. Barbara in Maritim, an welchem sein Name mit der Jahrzahl 1565 steht. Im Jahre 1570 sollte er nach Mailand reisen, um die Pläne zum Dombaue einzusehen, seine Gesundheit war aber bereits so schwach, dass er die Reise nicht mehr wagte. Dieses erhellet aus Bcrtano's Brief an Martino Bossi, welcher in folgendem Werke abgedruckt ist: üispareri in materia d'Ar- ehiletlura. Brescia I!JT2. So viel von Bertano, dem Architekten. Der Künstler war aber vermuthlich auch Maler; jedenfalls Zeichner. Seiner Beihülfe, wohl in architektonischer Hinsicht, bedienten sich die Maler Gio. Battista del Moro, Girolamo Mazzuola, Lorenzo und Ippo- lito Costa, Paolo Farinato, Domenico Brusasorci, Giulio Campi und Paolo Veroncse. Giorgio Ghisi Mantuano hat nach Zeichnungen Ber- tano's in Kupfer gestochen. Sein Name steht auf dem grossen Blatte mit der Auferstehung der Todten, B. No. 59. Links auf der Tafel liest man: 10. BAPTISTE BRITANO MANTUA. INV. Hechts auf einer zweiten Tafel: GEOHGIVS DE GHISI MANW AN. F. M.D.LlU- Ein zweites Blatt mit Bertano's Namen stellt das Urtheil des Paris dar, B. No. 60. Rechts unten in der Ecke ist eine Tafel mit der Schrift: BAI'TISTA HERTAMS MANTVANVS INVENTUR — GEORGWS GHISI MANTUANUS FECIT. — M.DLV etc. Diese Composition verräth einen ausgezeichneten Künstler, da sie selbst den Vergleich mit jener Rafael's, welche Marc Anton gestochen hat, mit Ehren aushält. Das Blatt mit obigem Zeichen stellt den Herkules vor, wie er die Hydra unter den Füssen hält. In der Einfassung bemerkt man mehrere allegorische Figuren, musikalische, geographische und andere Instrumente Links in halber Höhe ist das Täfelchen mit l. B. B. IN. V., und gegenüber ein anderes mit dem Namen: GEORGWS. GHISI. MANTVAN. F. IL 13 Z. Br. 8 Z. G. Ghisi hat wenig andere Blätter mit so viel Sorgfalt gestochen, als dieses. Bartsch beschreibt es unter No. 44. Man findet es an der Spitze des oben erwähnten Werkes: Gli oscuri e. difficili passi dcll' opera di Vitruvio Jflljfl. Man erklärt seit Bartsch (P. gr. XV. 1813 f. 373) den G. B. Bertano gewöhnlich mit Gio. Bat. Ghisi Mantuano für Eine Person, und gibt diesem den Beinamen Bertano oder Britu.no , während andere ihn mit weniger Grund Briziano nennen. Allein man muss zwei Künstler unterscheiden, wie wir unter I. B. MA., d. h. im Artikel des Gio. Battista Ghisi Mantuano weiter auseinander setzen werden. Den Beweis liefern theils auch die erwähnten Blätter des Georg Ghisi von 1553 —1554. Gio. Battista Mantuano hat 1550 wohl nicht mehr gelebt, da seine Blätter von 1528 — 1540 datirt sind. Das allegorische Blatt mit Z. B. M. 1557, auf welches wir zurückkommen werden, gehört dem Gio. Batt. Ghisi nicht an. Man kann aber die Initialen aufZua» Battista Mantuano deuten, d. h. auf unsern Bertano. 1716. Jacobus Bossius, ein Belgier von Geburt, übte in Rom die ft-B-P. Kupferstecherknnst, wie wir bereits unter dem Monogramm B B tSft No. 1707 erwähnt haben. Das Zeichen findet man auf einem Blatte mit dem Evangelisten Matthäus und dem Engel zur Seite. Rechts am Piedestale steht: Cock excvde cö privilegio. Es gehört z u einer Folge der vier Evangelisten aus dem Verlage des Ilieronymus Cock. Jedes dieser Blätter ist mit dem Zeichen und der Jahrzahl versehen. H. 12 Z. 3—4 L. Br. 8 Z. 3 — 8 L. Die Composition ist von A. Blocklandt von Montfort, welcher aber auf den Blättern nicht genannt ist. d£ B B. Nr. 1717—1719. 755 1717. Barend Bosman, Marinemaler, ist nach seinen Lebcnsver- 7) T) p hältnissen unbekannt. Er kann mit dem gleichnamigen JjJlJ.j. Miniaturmaler, welcher um 1742 in der Nähe von Dort- — S recht' geboren wurde, nicht Eine Person seyn, da das Gemälde mit dieser Bezeichnung und dem Namen des Malers auf (ler Rückseite, die undeutliche Jahrzahl 1711 oder 1741 trägt. Es lg t dies ein kleines sehr schönes Seebiki mit einem runden Thurme am Ufer des leicht bewegten Wassers. In der Gallerie zu Islington war ebenfalls ein Gemälde von ihm, eine Marine bei Mondbeleuchtung. Boydell hat dieses Bild unter dem Titel „Moon-Light" gestochen. B. »osman lebte wahrscheinlich in Holland. 1718. Bernardo Beiotto, genannt Canaletto, Maler und Radirer, wurde 1724 geboren, und von Antonio Canale unterrichtet, von welchem er den Beinamen erhielt. Er malte Ansichten von Venedig und des venetianischen Festlandes, welche nicht mit jenen des Antonio Canale verwechselt werden dürfen. Auf einigen dieser Bilder stehen die Buchstaben B. B., zuweilen mit dem Beisatze: ü Canaletto. Später malte er auch Decorationen für die Schaubühnen. Das grosse patomimische Ballet, welches 1758 auf dem Hoftheater in Wien gegeben wurde, hatte er unter dem Titel: „Le Türe amoureux", selbst radirt. Auf diesem höchst seltenen Blatte steht aber: Bcr. Belotli dit Canaletto — 7 759, s. gr. roy. qu. fol. Seine Hauptwerke sind jedoch "i der k. Gallerie zu Dresden, wohin sie aus dem Brühl'schen Palais gebracht wurden. Es sind die vielen trefflich gemalten Ansichten von Dresden, Pirna, Warschau &c., deren Belotti auch in Kupfer radirt hat, gewöhnlich in grossem Formate. Einige Blätter gehören •jetzt zu den grossen Seltenheiten, wie die innere Ansicht der Pavillons und der Gallerien des Zwinger, die Ansicht der Frauenkirche in ( 'er Rammischen Gasse, die Ansicht von Pirna vor dem Dohnathore &c. j^e Hauptfolge der Ansichten von Dresden besteht in 16 Blättern, ^'e zweite Folge der Radirungen enthält 12 Ansichten von Pirna, Bonnenstein und Königsstein, gr. qu. fol. Auf mehreren Blättern dieses Meisters stehen die Cursivbuchstaben BB. mit dem Beisatze: detlo il Canaletto fe. Darunter erwähnen wir "ie sehr seltene Ansicht einer Brücke mit zwei Bogen, welche sich ai 'i dem venetianischen Festlande findet, qu. 8. In gleicher Grösse jst ein Blatt, welches einen Hügel vorstellt, hinter welchem einige Kirchthürme emporragen. Die kleinen, aus Canaletto's früherer Zeit stammenden venezianischen Ansichten gehören alle zu den Seltenheiten. Bieser Künstler starb 1780 in Warschau. 1719. Zeichen einer Tapetenfabrik, wahrscheinlich in Brüssel. Man findet es uuf prächtigen Hautlisse-Tapeten, welche ehedem die Zimmer und Säle der chur- fürstlichcn Residenz in München zierten, und wahrscheinlich aus Antwerpen oder Brüssel bezogen wurden. Die brabantischen Teppiche waren zur Zeit des Churfürstcn Maximilian I. nicht nur die Hauptzierde der Gemächer in der Residenz, son- ern auch mehrere Grosse des Reiches erwarben solche Kostbarkeiten n ach dem Beispiele des Hofes. Der Churfürst schickte grosse Summen nach den Niederlanden, bis er 1603 selbst eine Hautlisse-Mann- factur errichtete, aus welcher bis 1615 viele grosse Tapeten hervorgingen, wie jene mit der Ottonischen Geschichte nach den Cartons von p - Candito, bekannt durch die Kupferstiche des G. Ambling &c. Die BJB^4F 756 BBA. Nr. 1720. Tapeten mit obigem Schilde stellen eilf Scenen aus dem Leben des hl. Paulus dar, und sieben andere geben die Planeten in Abbildung. Die Geschichte des Apostels Paulus erinnert im Style an Martin Heemskerk, und somit ist der Schild mit 6 6 wohl das Brüsseler Fabrikzeichen. Für Ilecmskerk könnte ein zweites Monogramm sprechen, in welchem sich ein h zeigt, aber nur muthmaasslich ein M. Die genannten Tapeten wurden nicht in München gefertiget, sondern kamen aus den Niederlanden. Die Zeit der Entstehung fällt zwischen 1570 bis KiOO. Zehn Stücke aus der Geschichte des hl. Paulus besass der Herzog Ferdinand, nach dessen Tod (1609) sie der Churf'ürst Maximilian kaufte. Zu 463 umbauter Ellen berechnet, wurde die Elle mit 2% Gulden bezahlt. Gegenwärtig werden die alten Tapeten aus der Zeit dieses Churfürsten in den k. Schlössern aufbewahrt. Zu Anfang unseres Jahrhunderts waren noch 56 Stücke wohl erhalten. Brüsseler Fabrikate bezahlte der Churf'ürst im Durchschnitt mit 56 — 60 Gulden die Elle. In seiner eigenen Manufaktur kam ihm die Elle ungefähr auf 50 Gulden zu stehen. 1720. Baccio Bandinelli. Bildhauer von Florenz, ist derjenige Meister, welcher hier den Stoff zur Erörterung liefert, aber wohl nur in Folge einer Satyre, welche seine Zeitgenossen über ihn ergossen. Er war bekannt als an- massender, sich sehr überschätzender Künstler, und daher zählte er unter seinen Kunstgenüssen viele Feinde. Tizian zeichnete ihn bekanntlich als grossen Äffet! in der Stellung des Lokoon, wie er mit zwei jungen Affen von der Schlange umwickelt wird. Auch sein Bild- niss scheint nur zum Spotte gestochen worden zu seyn, indem sich durch die Oeffnung des Unterkleides in der Baiichgegend ein häss- licher, ja eckelhafter Auswuchs zeigt. Nach der gewöhnlichen Angabe starb Bandinelli, auch Brandini genannt, im Jahre 1559, in einem Alter von 72 Jahren. Das Blatt mit obiger Bezeichnung stellt den Baccio Bandinelli in seinem Atelier vor, Kniestück nach links, aber der Kopf cn face. Er fasst eine von dem Boden aufstehende Statuette am Kopie, und bedeckt diesen durch seine bauornniässigc Hand, während er mit den Fingern der andern Hand die Proportionen des Körpers zu messen scheint. Links oben in der Fensteröffnung bemerkt man eine stehende Figur zwischen zwei Rümpfen, und rechts unten stehen zwei andere Figuren auf Basen, welche aber aus Brettern gefertiget, oder gemalt zu seyn scheinen. Das am Bauche halb offene Gewand des Künstlers lässt einen monströsen Auswuchs hervortreten. Links unten in der Ecke stehen die Buchstaben B B A F, welche nicht „Baccio HandineUi Fecit", sondern „B. Bandinelli Artista Fiorentino" bedeuten dürften, da der Stich nicht von Bandinelli, sondern von Nieolo de la Casa zu seyn scheint. H. 10 Z. 7 L. Hr. 8 Z. Brulliot II. No. 226 a spricht von demselben Bildnisse, bemerkt aber, dass die Buchstaben BBAF an der Basis der Statuette stehen. In diesem Falle hätten wir ein zweites Bildniss des Bandinelli, wenn nicht eher von dem Stiche mit dem Namen des Nieolo de la Casa die Rede ist. In diesem Blatte ist das Kniestück des Bildhauers nach rechts gerichtet, und das Fenster, auf dessen Brüstung die erwähnten plastischen Werke stehen, ist rechts oben. Links von der Figur bemerkt man eine bekleidete und eine nackte Figur auf Basen stehend, und am Plinthus der Statuette, welche Bandinelli halt, liest man: N. D. LA. CASA. Unter den beiden links angebrachten Standbildern ist die Adresse: ANT. LAFRERI R., aber so, dass durch eine über A angebrachte BBE —BBF. Nr. 1721 — 1722. 757 Correktur Lafreri zu losen ist. Rechts oben im Fenster steht: BAN- BINEL FLO. s IL 10 Z. 9 L. Br. 8 Z. 3 L. Da beide Blätter das ■Bild nicht von einer und derselben Seite zeigen, so kommen sie von verschiedenen Platten, beide aber haben am Bauche dieselbe Infamie, so dass Bandinelli nur gebrandmarkt werden wollte. Dies ist auch m it einem dritten, grösseren Bildnisse desselben der Fall. In diesem Blatte sitzt er in ganzer Figur im Studio, umgeben von Statuen und Rümpfen, deren vorn auf dem Boden liegen. Mit der rechten Hand spannt er ebenfalls eine Statuette ab, wie gewöhnlich mit grossen und dicken Fingern. Mit der Linken fasst er die Statuette des Herkules mit der Keule am Halse und am Kopfe. Zu seinen Füssen sitzt nach Art der Hunde ein Löwe, welcher soeben ein Stück von einem Schenkel zu fressen scheint. Unten gegen die Mitte steht iö45, und rechts A. S. Excudebat. H. 15 Z. 3 L. Br. 11 Z. 4 L. Dieses Blatt ist wahrscheinlich das Vorbild zu den beiden kleineren, und der Manier nach zu urtheilen von N. de la Casa gestochen. Im k. Museum zu Paris befindet sich ein Gemälde, welches von früheren Tagen her dem Baccio Bandinelli zugeschrieben und als dessen Bildniss erklärt wird. Die vorgestellte Person trägt eine Mütze auf dem Kopfe, legt die rechte Hand auf eine Figur von Marmor, und die linke auf einen Plinthus von Stein. Auf den Kupferstichen trägt Bandinelli ebenfalls eine platte Mütze. Sein Bart ist lang, getheilt und geringelt, der Kopf hat aber mit jenem auf dem Gemälde sehr geringe Aehnlichkcit. Auch ist jener infamirende Auswuchs nicht zu bemerken. Das Bild im Louvre dürfte daher den Bandinelli nicht vorstellen, und ist eben so wenig von ihm selbst gemalt. Die Zeit der Entstehung fällt spätestens um 1525, und die dargestellte Person scheint in einem Alter von 34—35 Jahren zu stehen. Es zählte aber damals auch Bandinelli nur 38 Jahre, und wenn er wirklich portraitirt wäre, so müsste er sich bis 1543 sehr geändert haben. Das Bild im Louvre wurde in letzter Zeit dem Sebastian delPiombo zugeschrieben, Otto Mündler (Essai d'une analyse crilique de la noticc des tableaux Italiens du Musce du Louvre [par F. Villol]. Paris 1850, p. 32) entscheidet aber für Gio. Francesco Caroto. Dieser Meister arbeitete für den^Marchese von Montferrato, welcher einige Bilder des Caroto nach Frankreich schickte. Heller (Monogr. - Lex. S. 50) erklärt die Buchstaben B. BA. F. irrig auf Baccio Baldini, welcher um 1460—1480 thätig war. Die Kupferstiche dieses Meisters sind unbezeichnet. 1721. Unbekannter Maler oder Kupferstecher. Diese Initialen B B P 17fi"i fiudct man auf Kupferstichen mit Bildnissen der ■ ' amerikanischen Congressmitglieder Silas Dean, W. H. Drayton, J. Dikinson und Horaz Gates. Sie werden von II. Brom- 'ey im Calalogue o( engraved british portraits — London 1703, ange- z eigt, aber ohne den Maler oder Stecher namhaft zu machen. 1722. Benjamin Bramer, Architekt und Geometer aus Felsberg "R"Rx* C 4(%4+> ' n Hessen, hatte in der ersten Hälfte des 17. Jahr- ^O'X.lijyj- hunderts als Künstler und Schriftsteller Ruf. Wir verdanken ihm eine Trigonometria planorum mechanica, oder VNderricht v "d Beschreibung eines neuwen — geometrischen Instruments etc. Mar- purch, P. Eyenol/f 1017, 4. Dieses Werk ist mit Holzschnitten gegiert, und auf einem derselben stehen obige Buchstaben. Sie bedeuten: *• Bramer Eelsbergi Cattorum. Monogrammisten. 53 758 BC. Nr. 1723—1726. 1723. Giovanni Benedetto CastigHone soll nach Brulliot I. No. 794 dieser Zeichen sich bedient haben, und zwar auf meh- VC* Qfc 1 rcren radirten Blättern, deren Bartsch P. gr. XXI. p. 9 4,&4,0% 67 beschreibt. Dieser Schriftsteller gibt aber kein Zeichen dieser Art, sondern drei andere Monogrammen, welche aus B G. bestehen, so dass man Benedetto Genovese lesen muss, wo sie allein stehen, wahrend sie vor dem Zunamen Gio. Benedetto bedeuten. In obiger Form haben wir kein Zeichen vorgefunden, wollen aber nicht in Abrede stellen, dass vielleicht auf irgend einem Gemälde, oder möglicherweise auch auf einem Stiche nach Castiglione ein solches vorkomme. Wir werden daher unter dem Monogramme B G ausführlicher über diesen Meister sprechen. 1724. Giovanni Battista de Cavalleriis, genannt Brixianus - t , und Tridentinus, geb. zu Lagherino 1525, arbeitete JE' iS^fkOQ zu R° m un > 1550—1590. Dieser Kupferstecher hinter- J5 P\/ Hess eine grosse Anzahl von Blättern nach Rafael, ' Michel Angelo, Baccio Bandinelli, Andrea del Sarto, Daniel da Volterra und anderen berühmten Meistern. Im Style haben sie Aehnlichkeit mit jenen des Enea Vico, doch sind sie trocken und ohne Wirkung, da er die Licht- und Schattenmassen nicht gehörig vertheilte und richtig abstufte. In den Extremitäten der Figuren tritt die Schwäche der Zeichnung auffallend hervor. Das erste Zeichen steht auf einigen Blättern, welche Cavalleriis nach anderen italienischen Stechern copirt hat. Das zweite Monogramm findet man auf einem Blatte nach Rafael, welches die Versuchung des Heilandes durch den Teufel vorstellt. Uebrigens bediente sich Cavalleriis auch eines aus C B und C B I bestehenden Monogramms in waagrechter Folge der Buchstaben. Unter diesem Zeichen werden wir Supplemente zum Künstler-Lcxicon geben. 1725. Bernardino Curti, Kupferstecher, geb. zu Reggio 1603, .^ gest. 1652. Ob dieser wenig bekannte Künstler auch Maler K» Iß! g ewesen > * st nicht angegeben, er konnte aber die Nadel male- ■ vu /- BLt risch führen. Seine Blätter sind indessen gewöhnlich mit dem Stichel vollendet. Das Zeichen findet man auf einem Blatte nach Ag. Carracci, welches die hl. Familie vorstellt, und dem Bischof Coc- copano von Reggio dedicirt ist, fol. Einige wollten „Carracciui Bono- niensis" lesen, und demnach das Blatt dem Ag. Carracci selbst zuschreiben, von welchem es aber nicht herrühret. Nach An. Carracci radirte B. Curti den Raub des Ganymed, auf diesem Blatte ist aber das Monogramm mit dem Namen verbunden, qu. fol. Das Zeichen des Meisters findet man auch auf dem Bildnisse des Antonio Correggio, kl. fol. Ein zweites Portrait desselben ist jenes des Malers Cav. Francesco Ludovico Cardiove Cigoli von 1644, kl. fol. Ein anderes Blatt dieses Künstlers mit Monogramm und Namen stellt die Herodias vor, wie sie das Haupt des Johannes dem an der Tafel sitzenden Herodes bringt. Der Maler zeichnete: Lue. Ferrar. Regien. Inve. , qu. fol. Frenzel zeigt im Catalog Sternberg I. No. 5956 ebenfalls ein Blatt nach Luca Ferrari an, welches in halben Figuren die Tomyris vorstellen soll, wie ihr der Kopf des Cyrus gezeigt wird, kl. qu. fol- Hier handelt es sich wahrscheinlich um die eine und dieselbe Darstellung. Auf einem Blatte mit St. Franz vor dem Crucifixe steht: Bernardino Curti F. Reggio, 4. 1726. Battista oder Bartolomeo Coriolano? Dieses Zeichen hat ttt. ~cty Aehnlichkeit mit jenem des Bernardino Curti, Brulliot I. m u. s. w. Das Bildniss des genannten Papstes hatte Barth nach lern Leben gezeichnet. Dieser berühmte Meister lebt in Hildburghausen. 53* 760 BC. Nr. 1728 - 1732. 1728. unbekannter Kupferstecher, welcher zu Anfang des 19. Jahr- Shunderts in Lyon lebte. Er hinterliess radirte Blätter. Ein solches nach Revoil von 1810 ist betitelt: Fragment du lab- leau de Ch. Quint., fol. 1729. Nicolaus Berghem ist nach Brulliot I. No. 813 der Träger jf. dieser Zeichen. Der genannte Schriftsteller sagt, dass man n . EQ. F. 104-7. /aber einen hinreichenden Beweis. Er BC FOS ^P iß9 6 war Schüler seines Vaters Christoph, v>. l.v^. ow. ioao. | und fan(1 dann an Guido Roni eincn Weiteren Meister, mich dessen Zeichnungen er eine Anzahl von Blättern in Helldunkel ausführte, meistens mit Anwendung von drei Platten. Bartsch P. gr. XII. p. 208 ff. beschreibt 25 Holzschnitte von seiner Hand. Sie datiren von 1627 — 1647. Der Tod des Künstlers soll 1649 erfolgt seyn. Jedenfalls ist Zani im Irrthum, wenn er ihn 1676 sterben lässt. B. Coriolano war Ritter des päpstlichen Ordens der Santa Casa y on Loretto, und daher fügte er seinem Namen gewöhnlich den Titel Eques bei. Obige Bezeichnung kommt auf folgenden Werken vor. 1) Der Friede und der Ueberfluss unter zwei weiblichen Gestalten, Welche sich umarmen. Helldunkel von zwei Platten. H. 7 Z. 11 L. Br. 5 Z. 8 L. B. VIII. Nr. 10. Wir machen auf folgende Abdrücke aufmerksam. I. Unten links steht: Saulo Guidotio l'alrüio Bonon. Hlustrin. Bart 1 : Coriolanus Eq. 1)., rechts: 6'. R. In. BC. sc Romae, und unten in der Mitte: 16M. IL In diesem Zustande liest man: Guido Rhenut Bonon. Innen. Bart. Coriolanus Eq. sculp. — Roma 1627. III. Der Unterschied besteht darin, dass man rechts Romae statt Roma liest. Auch fehlt die Jahrzahl. IV. In diesem Drucke fehlen beide Inschriften, und links steht: Bart. Coriolanus lncidit Romae 1627. Die Abdrücke von einer einzigen Platte, welche Bartsch XII. P- 131 No. 10 beschreibt, sind sehr selten. Man kann sie für erster Art halten, bevor die Tonplatte zur Anwendung kam. 2) Die hl. Jungfrau mit dem Jesuskinde und dem kleinen Johanns, welcher sich vor diesem neigt. G. R. In. B. C. EQ. F. 1647. U. 6 Z. 6 L. Br. 5 Z. 8 L. Die ersten Abdrücke kommen von drei Platten, beim zweiten Drucke wurde eine weggelassen. 762 BC. Nr. 1736 - 1738. 3) Der Riesensturz durch Jupiter, figurenreiche Composition in vier Blättern von drei Platten. Auf dem ersten steht links oben im Cartouche: Jovem Giganteo Triumpho clara Guidonix Rheni manu deli- neatum imitandi — Barthol. Coriolanus Equcs l). 1). ~D. Das vierte Blatt ist bezeichnet: G. «. B. F. — B. C. EQf SC. 1630. Jedes Blatt ist 16 Z. hoch, und 11 Z. 5 L. breit. Zusammengefügt: H. 32Z. Br. 23 Z. B. VII. No. 11. Die Wiederholung dieses Gegenstandes hat die Jahrzahl 16M, und im zweiten Drucke iß47. 1736. unbekannter deutscher Künstler, dessen Lebenszeit die B C 161 fa beigefügte Jahrzahl bestimmt. Frenzel beschreibt im • ' Catalog Sternberg V. No. 609 eine Zeichnung von seiner Hand, welche die Verkündigung der Maria vorstellt. IL 10 Z. 4 L. Br. 10 Z. Der genannte Schriftsteller hält dieses Blatt für Arbeit eines Schülers. 1737. Bernardo Capltelli, Maler und Radirer von Siena, war d q Schüler von Alessandro Casolani und Rutilio Manctti. Seine ' Malereien sind selten, man findet aber eine bedeutende Anzahl von Radirungen, welche theils mit dem Namen, theils mit B C. bezeichnet sind. Bartsch P. gr. XX. p. 153 ff. beschreibt 43 Blätter, aus welchen hervorgeht, dass Capitelli um 1622 — 1637 geblüht habe. Nachträge zum Peintre-grarcur von A. Bartsch. 1) Andromeda an den Felsen geschmiedet. Sie ist in sitzender Stellung dargestellt, mit erhobenem rechten Arm. Rechts naht sich das Ungeheuer. Mit Dedication an Faustino Nino. II. 11 Z. 1 L. Br. 7 Z. 4 L. Diese Darstellung ist nach einer Zeichnung von R. Manetti radirt. Bartsch hatte nur nach Gandcllini Kunde davon. 2) Der Raub der Proserpina, nach einem antiken Basrelief, das Gegenstück zur Geschichte der Medea, B. No. 30. H. 3 Z. 8 L. Br. 13 Z. 3) Die Aldobrandinische Hochzeit, verschieden von der grossen, in drei Blättern bestehenden Radirung, welche Bartsch No. 31 beschreibt. Die Wiederholung ist auf eine Platte radirt, und kleiner, gr. qu. fol. 4) Die Todtenfeier des Meleager, nach einem antiken Basrelief, qu. fol. 5) Composition von Musen und Kriegern, nach einem antiken Basrelief. In drei Blättern, gr. qu. fol. 6) Sechs sitzende und stehendo Figuren, nach einem antiken Basrelief. In zwei Blättern, gr. qu. fol. 7) Composition von zehn Kindern, nach dem Basrelief eines antiken Sarkophages. H. 6 Z. 2 L. Br. 15 Z. 9 L. 8) Composition von drei Kindern, wovon das eine eine Rolle hält. Nach einem ähnlichen Basrelief. H. 6 Z. 2 L. Br. 5 Z. 9 L. Die letzten zwei Blätter erwähnt Brulliot IL No. 230. 1738. Balthasar Caymox? Brulliot IL No. 234 sagt, man finde p r diese Buchstaben auf Blättern, welche Anton Eisen nach einem D ' Meister aus der Schule des Heinrich Goltzius gestochen haben dürfte. Die zwei von ihm erwähnten Blätter: die Charitas und Tem- perantia, in gr. 8., gehören zu einer Folge von sieben Blättern, welche die Haupttugenden zum Gegenstände haben. Sie erschienen 1591 im Verlage des Balthasar Caymox in Nürnberg, dessen Name unten bei der Fides steht, und die Buchstaben B, C. könnten sich obenfalls auf ihn beziehen. Der Stecher heisst aber nicht Anton Eisen, sondern ' BC — BCF. Nr. 1739 — 1743. 763 Eisenhout, welcher seinen Namen auf verschiedene Weise abkürzte: A- Ei»., Eisn., Eisen., Anton Eisen. W. W. fecit 1591. Er war aus Warburg in Westphalen. 1739. Bernardo Castelli, Maler und Kupferstecher von Genua, p geb. 1557, gest. 1629. Schüler des A. Semini und L. ö (j. Cambiaso, gehört er zu den gepriesenen Künstlern seiner v * tv - Zeit, ohne jedoch die Vorzüge seiner classischen Vorgänger nur im Entfernten zu erreichen. Er malte Bildnisse, historische und allegorische Darstellungen. Seine Werke gaben den Dichtem Stoff zu Lobeserhebungen, wodurch aber der innere Gehalt nicht erhöht wird. Mehrere Bilder wurden gestochen, er fertigte aber auch viele Zeichnungen zum Stiche. Hier handelt es sich zunächst um eine Folge von Cartouchen und Ornamenten, welche Camillus Congius in Kupfer stach. Castelli zeichnete sie mit ß. C. in., wie oben gegeben. Unter B C F. kommen wir auf diesen Künstler zurück. "40. Medailleure und Münaneister , welche Gepräge mit B. C. g n zeichneten. Ausserdem nennen wir auch: ' Bertucci Glvran, welcher um 1436 als Statthalter von Scutari Münzen mit B. C. signiren Hess. Bartolomeo Campl, Münzmeister in Pesaro, 1555. Benedetto Clvran 11., Münzaufsehcr in Venedig, 1708. Bartolomeo Cotel, Stempelschneider in Rom, um 1706—1718. Er schnitt nur Münzstempel. Benedetto Capello, Münzaufsehcr in Venedig, 1779. 1741. Unbekannter Goldschmied, welcher in der ersten Hälfte • »r». „ i_r . des 17. Jahrhunderts in Nürnberg thätig war. Das a - vrl - gegebene Zeichen findet man nach Börner auf einem gestochenen und punzirten Blättchen, welches im Schilde einen geflügelten Knaben auf dem Delphin vorstellt. In den Ecken stehen die obigen Buchstaben. H. 1 Z. 6 L. Br. 1 Z. 10 L. Dieses Blatt ist sehr selten, da die Abdrücke sammt der Platte in der Lade niedergelegt werden mussten. Zu Anfang unseres Jahrhunderts wurden die vorhandenen Platten vernichtet. 1742. Balthasar Caymox, Kupferstecher und Kunsthändler von b Cr, im vr- Bersse in Brabant, war in Nürnberg thätig, und starb " ua !/ m - exc - daselbst 1625 im 52. Jahre. In seinem Verlage erschienen verschiedene Kupferstiche, darunter nach Martin de Vos die v >er Kirchenväter, 4. Auf dem Blatte mit St. Augustin steht obige Abbreviatur der Adresse des Kunsthändlers. Wir haben auchNo. 1731 und 1738 über ihn gehandelt. 1743. Bernardo Castelli. Maler und Kupferstecher, bot bereits B C F ol)0n unter den Curs i ven ß C- No - 1739 Gelegenheit zurEr- g r .' örterung, und daher machen wir hier nur auf jene Blätter *• aufmerksam, welche diese Initialen tragen. Man findet sie »i folgendem Werke: La Gierusalemme liberata dt t. Tasso con le figure d » Bernardo Castello e le annottaiione di S. Genlili e di G. Castello. Genova 1590, 4. Diese Ausgabe erschien noch zu Lebzeiten des berühmten Dichters, gehört aber zu den unberechtigten. Die Blätter sind von Agostino Carracci und Giacomo Franco gestochen. Eine spätere Ausgabe mit den Illustrationen des B. Castello, welche grösstentheils von C. Congius gestochen sind, ist betitelt: La Gerusaleme di Torquato Tasso figurata da Bernardo Castello. Genova 1617, roy. 4. BCF—BCM. Nr. 1744-1748. 1744. Unbekannter Muslvarbeiter. Die Initialen seines Namens R P p fanden wir auf einem kleinen, sehr fein gearbeiteten Mosaik- bilde. Es enthält eine sitzende weibliche Figur in antiker Kleidung, wie sie sich gegen eine auf einem Untersatze stehende Vase wendet. Der Verfertiger lebte im vorigen Jahrhunderte, wir kennen aber seinen Namen nicht. 1745. Jan Boskam, Medailleur, fand oben No. 1730 eine Stelle, n r P" ( ^ a or a ' cn zur Bezeichnung seiner Werke auch eines aus "'-'*• b c gebildeten Monogramms bediente. Die Buchstaben B CF. findet man ebenfalls auf Münzen und Medaillen. 1746. Bernardo Castello, Maler und Kupferstecher von Genua, ist oben No. 1739 eingeführt, und auch No. 1743 mussten wir ihm eine Stelle einräumen. Das gegeben» Zeichen kommt nur auf ein paar Kupferstichen von Catnillus Congius vor. Ausserdem zeichnete der Künstler: B C in. , BCF und BCI. Diese Initialen kommen auf Stichen nach seinen Zeichnungen vor. 1747. Barend Gornells Koekkoek, Landschaftsmaler, wurde 1803 . zu Middelburg in Zeeland geboren, und von seinem 72T~L-/ Vater Johann Hermann unterrichtet, bis er an der Aka- .i H SK/. demie in Amsterdam seine weiteren Studien fortsetzen /2ß/-1^> konnte. Den Landschaftsmaler bildet aber die Natur, /0*^/1/ un d '^ ass Koekkoek ihren Rath getreulich befolgt hatte, beweisen die ausgezeichnet schönen Bilder desselben, deren man in den vorzüglichsten Cabinetten findet. Im Jahre 1841 wurde zu Amsterdam eine Winterlandschaft aus dem Cahinet des verstorbenen II. Toelaar mit 3025 f. bezahlt. In demselben Jahre kam auch die Sammlung des II. Jacopsscn in Brüssel zur Versteigerung, bei welcher Gelegenheit Kockkoek's Sommerlandschaft um 3100 f. wegging. Seine Gemälde sind von überraschender Naturwahrheit, und gewöhnlich durch eine charakteristische Staifage gehoben. Uebrigens findet man auch meisterhafte Aquarellen und Originallithographien von seiner Hand. Acht Blätter erschienen unter folgendem Titel: Vucs pilloresques du Boyaume des Pays - Bas , gr. qu. fol. Späteren Datums ist eine Partie des Aarthaies, qu. fol. T. Fourmois hat 1836 eine von Koekkoek gemalte Winterlandschaft lithographirt, wahrscheinlich das oben erwähnte Bild, gr. fol. Auch Tempeltey in Berlin zeichnete eine Wintcrlandschaft auf Stein, qu. roy. fol. Bilder dieser Art gründeten namentlich den Ruf des Künstlers, welcher jetzt ein europäischer ist. In neuester Zeit erschien noch ein weiteres Originalwerk von ihm: Landschap-Studien of Steen geteckend door B. C. Koekkoek. 6 Hefte ä 6 Blätter, qu. fol. Koekkoek gab auch folgendes Werk heraus: Ilerinneringm en Mede- deelingen van een Landschapschüder. Amsterdam, Beyerink Ifltl, 8. Kr lebte anfänglich in Hilversum der Kunst, dann liess er sich zu Beck in Gelderland nieder, und 1841 wurde zu Kleef unter seiner Leitung eine Zeichnungs-Akademie gegründet. Schon 1839 erhielt der Künstler den Orden des niederländischen Löwens, und 1842 wurde er Ritter des Leopoldordens. Immerzecl gibt in „De levens en werken der hol- landsche en vlaamsche Kunstschilders etc. IL p. i24" das Bildnis 8 dieses Meisters. 1748. B. C. Matnrino, Maler von Florenz, war Schüler dos Poli- i> p *« ieno doro da Caravaggio, und hatte als Verfertiger mono- • • "• lozö chromer Darstellungen besonderen Ruf. Die Bilder BCO-BD. Nr. 1749 — 1752. 765 dieser Art tragen den allgemeinen Charakter der Schule Rafael's, sind a bcr ohne namhafte Vorzüge. Ein mit B. C. M. bezeichnetes Bild dieser Art, eine Kreuzigung Christi mit vielen Figuren, befindet sich in der Galleria des k. Museums in Berlin. Es ist grau in Grau auf Holz gemalt. Maturino starb 1527 zu Rom an der Pest. 1749. Bartolomeo Coriolano fand oben unter 11. C. No. 1735 eine R r rf\ r Stelle, wo die nötliigen historischen • '-'Or. tj\j. r. Anhaltspunkte gegeben sind, liier B- CORIOL. EQ. SCVLP. machen wir nur auf die Holzschnitte i> p ' aufmerksam, welche mit der Ab- ' '-'Ol'. brevintur des Namens verschen sind. F. 1) I'ie beil. Jungfrau mit dem schlafenden Kinde im Schoosse, erstere in halber Figur. In halber Höhe der Platte steht: G. R. In. ß . Cor. EQ. F. Helldunkel von drei Platten. Höhe des Ovals 6 Z. 7 L. Br. 5 Z. 5 L. B. XII. p. 53. Die zweiten Abdrücke unterscheiden sich dadurch , dass man nur 7 -Wei Druckplatten bemerkt. Auf den Exemplaren dritter Art fehlt die Abbreviatur, dagegen ist aber unten der Name des Formschneiders und die .Inhrzahl Kl.'lO aufgedruckt. Unter dem Ovale steht: J KSUS MARIA. 2) Dieselbe Darstellung von der Gegenseite. In den vier Ecken der viereckigen Einfassung sind Kosen angebracht, während im ersten Blatte die Felder leer erscheinen. Links unten steht: G. RHENVS. BON., rechts: B. CORIOL. EQ. SCVLP. Unten auf der Bandrolle: JESVS MARIA. Höhe des Ovals 6 Z. 5 L. Br. 5 Z. 3 L. Höhe der Einfassung 7 Z. 5 L. Br. 5 Z. 7 L. 3) Dieselbe Vorstellung mit einigen Aenderungen in der Draperie der Madonna. Helldunkel von drei Platten. Oben in halber Höhe: G. R. In. ß. Cor. F., und in der Mitte unten: JESVS MARIA. In 'Jen Ecken ausserhalb des Ovals fehlen die Rosen. In der Grösse des obigen Blattes. 1750. Unbekannter Radirer, welcher durch das gegebene Zeichen seinen Namen andeutete. Man findet es auf einem roh, aber in eigentümlicher Weise radirten Blatte, welches ein Foner- - werk vorstellt. Das Beste ist ein von Löwen gezogener Triumphwagen. Ausser obigem Zeichen liest man auf einem Streifen: Ifeil: Inucnt: II. 8 Z. 6 L. Br. 9 Z. 6 L. Dieses Blatt ist in der beschichte des Kupi'erstich-Cabincts in Kopenhagen von B. v. Rumohr Ull d J. M. Thiele S. 40 beschrieben. Wir vermuthen unter dem Monogramme den Gcometer Lucas Beselin, welcher auch die Platten seiner 'Tigonomctria curiosa. llafniae 1606, radirt hat. 1751. Domenico Bettini, Maler, geb. zu Florenz 1644, gestorben TJ\ zu Bologna 1705. Schüler von J. Vignali und M. Nuzzi, hatte rS j er als Decorationsmalcr Ruf, und malte auch vierfüssige Thiere, £-* / so wie Fische und Vögel in Oel. Bilder dieser Art sind nach ßrulliot I. No. 850 mit dem Monogramme verschen. Eines ähnlichen Zeichens bedienten sich aber auch andere Künstler, so dass zu unterscheiden ist. 1752. Domenico Maria Bonavera, Kupferstecher, wurde um 1640 JJ\ zu Bologna geboren, und von I). M. Canuti unterrichtet Er ■*-*^ radirte mehrere Blätter, vollendete aber die Platten grösstenteils mit dem Stichel. Die Actzung ist gewöhnlich kräftig und breit, bei feinerer Führung vollendete er daher nicht mit dem Stichel, 766 BD. No. 1753 — 1754. sondern mit der Schneidnadel. Bonavera's Zeichen gleicht jenem des Dom. Barriere und Gio. Bat. Dotti, und in früheren Werken herrschen deswegen irrige Angaben und Verwechslungen. Man findet es auf anatomischen Abbildungen einer neuen Ausgabe des Vcsalius, in guten Copien der berühmten Holzschnitte des Johann Stephanus von Calcar, des Schülers von Tizian. Das Werk enthält mit dem Titel 18 Blätter, auf welchen nach der Ansicht der älteren Chalkologen Tizian als Erfinder genannt ist. Auch auf einigen Blättern nach D. M. Canuti, Albani, F. u. A. Carracci, Correggio u. s. w. kommt das Monogramm vor. Das Hauptwerk des Meisters bilden die 15 Blätter nach Cor- reggio's Kuppelgemälden des Domes in Parma, welche die Himmelfahrt der hl. Jungfrau mit der Glorie von Engeln und Heiligen vorstellen. Sie erschienen 1697 mit Dedication an den Marchese Mendini, fol. und s. gr. fol. 1753. Dominique Barriere, Maler und Radirer von Marseille, lebte von 1622-1877, die längste Zeit in Rom, R) ^)cLtt/e/ mc w0 er e ' ne B rosse Anzahl von Blättern radirte, U/,_u/ c**" welche zu den geistreichsten Erzengnissen dieser Art gehören. Robert -Dnmesnil DJ. p. 42 ff. beschreibt das Werk dieses Meisters, und half dadurch einem längst gefühlten Bedürfnisse ab, da die Verzeichnisse bei Huber, Heinecke u. A. unvollständig sind. Heinecke verwechselt ihn auch mit Domenico del Barbiere, genannt üomenico Fiorentino , welcher 1501 geboren wurde, und in der Weise des Giorgio Ghisi in Kupfer stach. Dieser Irrthum wird wohl nicht mehr vorkommen, es lnusste aber in der neueren Zeit zuweilen Domenico Bonavera für D. Barriere eintreten, da er sich eines ähnlichen Zeichens bediente. Barriere behandelte die Nadel mit Leichtigkeit, und erinnert in seinen Blättern an die Produkte des St. della Bella; Bonavera radirte aber breit, und überging die Platten fast immer mit dem Stichel. Die gegebenen Zeichen findet man auf Blättern nach Domenico Zampieri, und zwar nach den Bildern aus der Mythe des Apollo, welche Domenichino in der Villa Aldobrandini gemalt hatte. Andere Blätter mit dem Zeichen und dem Beisatze: del. « ine. , stellen Gebäude und Gärten mit Brunnen vor, und gehören mit den Landschaften zu folgendem Werke: VILLA ALDOBRANDINI SIVE VARY ILLIUS HORTORUM ET EONTTUM PROSPECTUS. Dominicut Barriere Massilicnsis inv. el deline. et sculp. Romae super permissu i64-7. Cum privilegio tummi Pnntipcis el Regia Christinnissimi. Dieses Werk enthält 22 Blätter, an welchen auch Gio. Maggi und F. Cordub» Theil haben. Es ist dem Könige Ludwig XIV. von Frankreich dedi- cirt, fol. Ausserdem kommt das Monogramm nur noch auf wenigen Blättern vor, wir werden aber unter DB, D B I und D B 1 N auf Barriere zurückkommen. 1754. Giovanni Battista Dotti, Maler und Kupferstecher von TTfi TT^ B°l°S5 na > w > r, l zu den Schülern des Lorenzo Pasinelli gezählt' DJ>/lj) Brulliot I. No. 854 sagt, dass man sein Zeichen auf drei ra- dirten und gestochenen Blättern nach Pasinelli finde, ohne den InhaH derselben zu nennen. Wir kennen folgende zwei: St. Petrus, wie er der Magd gegenüber den Herrn verläugne'' Kniestück. Unten steht: Ex. Tab. Laurenzii Pasinelli depieta Bononia 6 in Aedib. Co. Alexandri Tabe anno WH). Bechts unten ist das erste Zeichen, welches von jenem bei Brulliot abweicht, indem dieser die Buchstaben B D neben einander vollständig zeichnet, während auf dem genannten Blatte die Bauchung des D zwei Linien zeigt. In derselben /w,n<® BD. Nr. 1755 — 1756. 767 Weise, wie Brulliot, gibt auch Rost das Monogramm, legt es aber dem womenico Maria Bonavera bei. Das Blatt mit St. Petrus ist in qu. fol. Die hl. Magdalena sitzend, mit dem Kreuze auf dem Schoosse, halbe Figur in Profil. Rechts steht das zweite Zeichen, welches mit Jenem des Bonavera mehr Aehnlichkeit hat, als das erste. Frenzel (Catalog Sternberg I. No. 65G7) schreibt aber das Blatt dem G. B uotti zu. Es ist zart radirt und gestochen, 4. Nach der gefälligen Mittheilung des Herrn Harzen hat Dotti auch •mehrere Blätter mit Heiligen in halben Figuren fein radirt, und selbe ■ait dem Monogramm in zweiter Form bezeichnet, 12. u. fol. 1755. Unbekannter Meister, welcher um 15^5-1558 thätig war. Er kommt mit einem anderen Künstler in Berührung, dessen Zeichen aus den Buchstaben II 1 in der Art besteht, dass das I über dem Querstrich des H angebracht ist. Die Namen dieser Künstler konnten wir nicht herausfinden. Auch ist es nicht zu ermitteln, welcher der Zeichner und welcher der Kornischneider und Stecher ist. Ihr Vaterland dürfte die Schweiz seyn. Der eine •nachte aber in Italien Studien, was namentlich aus den Landschaften erhellet. Man findet diese Zeichen auf sehr mittelmässig behandelten Holz- 8 chnitten, und auf sehr zierlich gestochenen Blättern. 1) Eine Folge von 6 in Holz geschnittenen Landschaften mit architektonischen Fragmenten, Gebäuden und Ruinen. Eines dieser Blätter zeigt eine Barke mit Pavillon, welcher mit dem Doppeladler "•nd den Wappen der Schweiz geziert ist, qu. fol. 2) Eine Folge von 15 gestochenen Blättern mit Mustern für Silberschmiede. Sie bestehen in Schalen, Bechern und anderen Ott- 'ässen, meistens reich verziert. Eines dieser Blätter trägt die Jahrzahl ISTiH und beide Zeichen, die Mehrzahl ist aber ohne Monogramm, 4. 1756. Johann Theodor de Bry, oder Daniel Southemie. Dieses 'fl5\ Zeichen findet man auf kleinen Blättern mit Goldschmieds-Orna- -*-*' menten, sowie auf Miisterblättern zn Dolch- und Messerheften, welche mit Arabesken und Figuren geziert sind. Brulliot I. No. 852 »and im k. Kupferstich-Cabinet zu München ein Blatt mit zwei Mustern El < Messerheften vor, welche nach einer handschriftlichen Bemerkung auf dem Carton von A. de Blois gestochen worden seyn sollen. Allein Abraham de Blois, welcher zu Anfang des 18. Jahrhunderts arbeitte, hat in einer ganz anderen Weise gestochen, als der Urheber Jenes Blattes Man vergleiche nur die fünf guten Blätter inBrouwer's Manier, welche de Blois nach A. Both gestochen hat, und in einzelnen ^tzenden Figuren die fünf Sinne vorstellen, 8. Das Blatt mit den Messerheften ist sehr schön in der Weise des Johann Theodor de Bry behandelt, und von diesem Meister wohl selbst gearbeitet, so dass das Zeilen ,j)e Bry" zu lesen ist. Dieser J. T. de Bry, welcher 1561 zu Lüttich geboren wurde, und 1623 zu Frankfurt am Main starb, stach viele Blätter mit Mustern zu Messerheften, doch sind nur wenige bezeichnet. Auf ZW ei solchen Blättern steht: Jo. Theodori de Bry fe. et exeud. Dann stach er auch Musterblätter zu Ringen und anderen Schmuck- Merken. Zierleiston und kleine verzierte Felder kommen auf anderen Blättern vor. Die Stiche dieser Art gehören aber zu den Seltenheiten. Unter den Initialen I T B, und unter dem Monogramme IVB *erden wir auf ihn zurückkommen. Uebrigens aber wurde uns noch bemerkt, dass sich auch der französische Goldschmied und Medailleur, Daniel Bouthcmie, welcher um 1636 thätig war, eines dem obigen ahn- 768 BD. Nr. 1757— 1758. liehen Zeichens bedient, habe. Sollte nun das gegebene Monogramm ihm angehören, so handelt es sich um Copien nach J. Th. de Bry> was wir nicht wohl glauben können, da die Blätter mit dem Zeichen ganz in der Weise des letzteren gestochen sind. 1757. Bartolomäus Dolendo, Zeichner und Kupferstecher, wurde _ ». um 1560 zu Leyden geboren. Man hält ihn für einen Äj, ©yü) Schüler des Heinrich Goltzius oder des Jakob de Gheyn. JZfi 2?) weil seine Stichweise bald an den einen, bald an den ande- -^" // - J ^ ren dieser Meister erinnert, nur dass er zartere Linien führte. Seiner eigenen Oomposition gebricht es in der Zeichnung) doch stach er meistens nach Carl van Minder, Bartholomäus Spranger, Michael Coxcie, Aertgon Claesszon, Oispin van den Brocck, Martin Hccmskork und mderen holländischen Meistern. Auf mehreren dieser delikat gestochenen Blätter steht das Monogramm des Meisters, bald in der einen, bald in der anderen Form, nur selten etwas grösser. Das erste Zeichen gibt Brulliot 1. No. 851 wenigstens fast um die Hälfte grösser, wir fanden es aber in obiger Form. Das zweite steht auf einem kräftig radirten und gestochenen Blatte in Dolendo's oder Savery's Manier, welches einen Mann mit drei beladenen Maulthieren vorstellt, und vielleicht, von B. Dolendo nicht herrühret, da er gewöhnlich sehr fein arbeitete. Links unten ist das Monogramm, kl. 4- Das dritte und das vierte Zeichen gibt Brulliot. Das fünfte, welches von den anderen abweicht, aber doch dem B. Dolendo angehören dürfte, steht auf mehreren Blättern in folgendem Werke : Beschreibung aller Züge und Victorien — die Gott den — Herrn Hinten deren vereinig- ten Niederländischen Provinzen verliehen hat. Leyden IGi'2, fol. Dieser Künstler bediente sich auch eines aus B D 0 bestehenden Monogrammes, welches No. 1771 gegeben ist. 1758. 6. Denner, Kupferstecher, ist nach seinen Lebensverhältnissen unbekannt. Mit dem bekannten Maler Balthasar Den- J3V#& ner darf er nicht verwechselt werden, und er dürfte sogar S>Ja n ' cnt e i nma ' zur Verwandtschaft desselben gehören. B. Denner scheint um 1680 mit dem holländischen Ingenieur Cornelius Meyer nach Rom gekommen zu seyn, wo dieser Wasserbauten unternehmen musste. Meyer gab darüber folgendes Werk heraus: L'arte ä* restituire a Roma la tralateiata navigalione del suo Teuere. Oiuisa <" Ire parti-dell' ingegnicre Cornelio Meyer, Olandese. In Roma M.DC.LXXXlH- fol. In diesem Werke sind viele Kupfer von Meyer selbst, von J. B- Falda, Gaspard van Wittel (Vanvitelli), B. Denner u. A. Auf einigen Blättern unseres Künstlers stehen obige Zeichen, auf anderen die Initialen B. D., oder der Name. Das Monogramm findet man auf einern Blatte mit Neptun auf dem von zwei Seepferden gezogenen Wagen- Aus diesem steigt eine Frau mit der Mauerkrone, und rechts sich' man den Tiber an der Urne. Im Vorgrunde werden Romulus und Remus von der Wölfin gesäugt. Oben auf der Bandrolle liest man : Flumini» (luctus laelificnnt civitatem. und links unten: Cornel. mci/er in. H. 7 Z. 3 L. Br. 7 Z. 11 L. Ein anderes Blatt mit Meyer's Namen und dem Monogramme Denner's gibt die Ansicht der Tiber, und zeigt im Vorgrundc zwe> Barken und einen Sänger. II. 5 Z. 5 L. Br. 7 Z. 11 L. Ein drittes Blatt enthält ebenfalls die Ansicht der Tiber, mit der Maschine zur Hebung versunkener Schiffe. Ein mit II 1). ineid. bezeichnetes Blatt nach C. Meyer führt an eine Stelle der Tiber, *° sich ein Wasserfall bildet, und ein Mann durch das Rad einen Kahn heranzieht. Im Wasser steht: FORELLO. II. 5 Z. 4 L. Br. 7 Z. 11 ^ BD. Nr. 1759—1764. 769 lieber B. Denner's späteren Aufenthalt gibt violleicht ein von ihm gestochenes Bildniss eines Geistlichen mit Krause und Calotte Auf- Schluss. _Es hat die Umschrift: Conrad Held Einbecensis A. MDCCI per IV Anos olim in parochia Suurbana Oclper et Wattenbüttel jam ad ö. Ulrich et Joh. ultra X1IX ahoi Pastor aetat. LI. Oval, mit dem Namen : 11 : Dener f: , gr. 8. 1759. Bartholomäus Dietterlin soll nach Heller, Monogr.-Lex. Ji D S- 51, u. Brulliot II. No. 237 zur Bezeichnung seiner Werke ' der Initialen B. D. sieh bedient haben. Wir fanden aber weder ßjn Gemälde, noch einen Kupferstich auf solche Weise bezeichnet, folgende sehr seltene Blätter tragen seinen Namen. 1) Die Gefangcnnehmung des Heilandes am Oelberge, nach einem Gemälde des Hilarius Dietterlin im Kloster der Predigermönche zu strassburg. Motu olivarum in l'raedicatorum collegio a Hilario Dietter- '••» depictus et aiio 1621 a filio suo Bartholornaeo aet. suaeXl. delineatus, gr. fflil. Dieses Blatt ist sehr zart und malerisch radirt, der Künstler *ar aber sicher älter als eilf Jahre, als er die Darstellung in Kupfer brachte. 2) Die Himmelfahrt Christi. Landschaft mit einem steilen Berge, Über welchem der Heiland schwebt. Die vielen Figuren unten und in dem Berge richten den Blick nach ihm. Unten steht: Windelinus Dietterlin, patcr invenit. Hilarius Dietterlin, filius exeudit. Bartholomaeus Dietterlin, nepos aeri ineidit , fol. 1760. B. Dbrbeck. Maler und Lithograph, gehört zu den früheren ß J} Künstlern, welche in Berlin auf Stein zeichneten. Er lieferte um 1820—1835 viele Blätter, welche im Verlage der Brüder Gropius erschienen. Sie bestehen in Bildnissen und Genrebildern, ■neistens in kleinem Formate. Die Buchstaben B D stehen auf Blättern einer Folge, welche die Ausrufer Berlins zum Gegenstande hat. Auf anderen Lithographion steht der abgekürzte Name: 11. Dbeck. f. 1761. B. Denner, dessen wir oben No. 1758 erwähnt haben, be- li D i ne ld diente sich zur Bezeichnung seiner Blätter nur selten der Initialen des Namens. Eines derselben haben wir an der bezeichneten Stelle beschrieben. 1762. Münzzeichen. Man findet es auf französischen Münzen ß. D von 1565—1575, dann auf solchen, welche im 16. Jahrhunderte ' für Novarra geprägt wurden. Nach Schlickeysen ist „Bearniae "•)■ Dominus" zu lesen. 1763. Johann Baptist Dresely, Lithograph. Diese Buchstaben, Q\ —^j mit voranstellendem Anker, findet man auf einem litho- jj f). graphirten Blatte aus der früheren Zeit dieser Kunst. Es r ^ ist in Kreidemanier behandelt, und stellt nach dem Aqua- ^ntablattc von W. Kobell ein bepacktes Saumross mit einem kleinen Es el vor. Das Original ist von W. Romeyn , und die Lithographie Wahrscheinlich von J. B. Dresely, welcher später in München eine lithographische Anstalt errichtet, aber sich keines günstigen Erfolges er freut hatte. 1764. Unbekannter Kupferstecher. Die beiden ersten Buchstaben gibt Ch. le Diane im „Manuel de l'Amatenr d'estampes II. p. 277" unter gd, und schreibt sie einem deutschen Kupferstecher der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zu. Er nennt einen schönen und äusserst seltenen Kupferstich mit dem Ecce homo. H. 104 m. Br. 70 m. Cd 770 BDA-BDH. Nr. 1765 - 1769. Von diesem Blatte haben wir durch Herrn Direktor Passavant ebenfalls Kunde. Bf fand es im Cabinet zu Paris vor, nach dem von ihm gütigst mitgethoilten Facshnile des Künstlerzeichens sind aber die Buchstaben jene der zweiten Reihe, so dass G d zu lesen ist, während der erste, von Mr. le Blanc gegebene Buchstabe eher für b statt für die alte Form des y zu nehmen ist. Passavant beschreibt das Blatt genauer, als Ch. le Blaue. Er erklärt es für Arbeit eines niederdeutschen Meisters zu Anfang des 16. Jahrhunderts. Die halbe Figur des Heilandes mit der Dornenkrone auf dem Haupte. Er hält gebunden Ruthe und Geissei, und neben ihm ist Pilatus. Unten steht: (Seit l)omo, und das Künstlcrzeichen. H. 3 Z- 10 L. Br. 2 Z. 7 L. Unter g d werden wir zum Rückweise den Stock wiederholen. 1765. Abraham de Bruyn fand unter dem Monogramm ADB No. 410 eine ausführliche Stelle, auf welche wir verweisen. iS 1 ■ (f8 Das gegebene Zeichen findet man auf einem Kupferstiche ■.tTqA. mit den apokalyptischen Reitern, welcher auch von Heinecke *~ L xx -' angezeigt werden. H. 3 Z. 1 L. Br. 4 Z. Die Zeichnung dürfte von Peter Borcht herrühren. 1766. Peter Baldenbach, Medailleur, geb. zu Lintz am Rhein R n R * ^' w 'dmete seine Kunst dem österreichischen Kaiserhause, • • und starb 1802. Wir haben seiner bereits unter dem Buchstaben B erwähnt, und daher ist dieser Artikel nur als Nachtrag zu betrachten. Auf einigen Schaumünzen steht auch der Name des Künstlers: BalDenhach, oder in regelmässiger Orthographie. Hier erwähnen wir der beiden Medaillen auf den Tod des Königs Ludwig XVI. von Frankreich, und seiner Gemahlin Marie Antoinette 1793. Beide sind im „Tr6sor de Numismatique et Glyptique, Med. de la Revolution pl. 41" abgebildet. Eine andere Medaille von 1793 enthält das Bild- niss des Feldmarschall Prinzen Friedrich Josias von Coburg, bei Gelegenheit der Vertreibung der Franzosen aus den Niederlanden geprägt' 1767. B. Dörbeck, einer der früheren Lithographen Berlins, zeich- lt rth nie f nct0 au * s °l cnc Weise einige seiner Blätter aus dem IS. JJOeCK. f. y cr i ag( , uer Bruder Gropius. Auf anderen stehen die Buchstaben BD. 1768. Balthasar dl Caro, Maler von Neapel, machte sich durch schöne Blumenstücke bekannt, malte aber auch Thicre mit Vorliebe, besonders Vögel und Jagden. Diese Bilder verrathen ein ernstes Studium der thierischen Natur, und ein bestimmtes Eingehen auf die charakteristischen Eigenschaften der Thiere. Auf Bildern dieser Art steht das Monogramm des Meisters. Die Mehrzahl seiner Werke blieb in Italien, in den Schlössern des Königs Carl von Bourbon. B. di Caro war um 1730 thätig. 1769. Unbekannter Kupferstecher. Das erste Zeichen findet man Mauf einem in Kupfer gestochenen Bildnisse des König 8 JE%T Heinrich IV. von Frankreich. Es ist in einem mit Wein- / - c ^ laub schön verzierten Rahmen, und oben im abgeschlossenen Felde steht: Henr. IV. Rechts unter dem französischen Wappen steht das Zeichen, und links enthält ein von Krone und Lorbeeren umgebenes Wappenschild dieselben Buchstaben B D H in ähnlicher Verschlingung, so dass man wohl Henri De Bourbon lesen muss. D» s Blatt ist in der Weise des Martin Rota gestochen. H. 9 Z. 3 L- Br. 6 Z. 4 L. BC BDL-BDV.^Nr. 1770-1775. 771 Auf dieses Bildniss machen auch B. v. Rumohr und Thiele in der Geschichte des k. Kupferstich-Cabinets in Copenhagen S. 28 aufmerksam, und diese beiden Schriftsteller wollen das Monogramm ebenfalls a 'if Henri de Bourbon deuten. Brulliot I. No. 861 gibt (etwas abweichend) das zweite Zeichen als jenes eines mittelmässigen französischen Meisters, welcher gegen Ende des 16. Jahrhunderts gelebt hat. Man findet es auf einem radirten Blatte, welches den Evangelisten Johannes mit dem Adler vorstellt. Er sitzt auf Wolken, mit der Feder in der einen, und einer Tafel in der anderen Hand. Auf der Tablette steht: In prineipio erat Verbum. Rechts unten ist das Zeichen, u nd der drei Zoll breite Band scheint für eine Unterschrift bestimmt gewesen zu seyn. H. 7 Z. 8 L. Br. 8 Z. 1770. Unbekannter Formschneider, welcher in der ersten Hälfte tvv des 18. Jahrhunderts lebte. Sein Zeichen gibt Heller, Monogr.- [}) d Lex. S. 52, setzt aber die Lebenszeit des Künstlers um 1779. ~~ i • Das Monogramm steht auf der Titelvignette in Schlegel's Werk i)Oe numis Abbatum Hersfeldensium apotelesma. Gothae 11 '24. 1771. Bartolomäus Dolendo, Kupferstecher von Leyden, erhielt oben unter dem Monogramme BD No. 1757 eine ausführliche Stelle, und daher bemerken wir hier nur im Allgemeinen, dass sich auch Blätter mit diesen Zeichen finden. Die Meister, nach welchen er gestochen hat, sind angedeutet, nur fehlt noch ein vollständiges Ver- zoiehniss der Stiche Dolendo's. Mehrere gehören zu ^ e n Seltenheiten. Der abgekürzte Name des Künstlers steht auf einem blatte nach Lucas von Leyden. Es stellt die halbe Figur eines Man- Jj ea mit einer grossen Flöte in beiden Händen vor. Links oben ist "'e Abbreviatur, und über dieser steht der Buchstabe L mit der Jahr- Zft nl 1330. Rechts liest man: Wil lustig Flüterken, will mynen tust c °ekn, fluyt mal vluytken dat ickt mach voelen. Am Fenster bemerkt ma n die Adresse des Heinrich Hondius, 4. 1772. Bartolomeo de Petrl, Maler und Radirer, war Schüler T) , p seines Oheims Pietro Antonio de Petri, und übte seine ■"• tv. I . +. Kunst in Rom. Seine Blätter sind nicht zahlreich, und p J fallen um 1724. Wenigstens trägt das Bildniss des IJJPstes Benedikt XIII. diese Jahrzahl. Ein Blatt mit der Geburt ^isti nach C. Maratti ist B. d. P. f. bezeichnet, kl. fol. 1773. Gerard Terburg, auch Terborch und TerBorch genannt, Of) geb. zu /wolle 1608, gest. zu Deventer 1681. Ueber diesen T"^ berühmten Maler, den Meister des höheren Genrefaches, haben Wlr im Künstler-Lexicon XVIII. S. 239 ausführlich gehandelt, und da- ^ r berichten wir zunächst nur über das gegebene Monogramm, wel- r* e 8 hier verkehrt erscheint. Auf Gemälden steht das D, oder viel- jj^hr das unregelmässig gebildete G voraus, auf Kupferstichen aber ^«mit es zuweilen in obiger Form vor. Die Blätter nach diesem Geister sind zahlreich, wie aus dem Verzeichnisse im Lexicon zu er- 8etl en ist. Das Zeichen erklärt sich aus der Orthographie G. TerBorch. 1774. Pierre Simon Benjamin Duvivier, Medailleur in Paris, be- **• DUVTV F zeichnete auf solche Weise einige Medaillen. Wir kommen aber unter der Abbreviatur D U V. «na D V auf ihn zurück. ti n Ben i amln Do'ivler, der obige Künstler, zeichnete auch • DV. Stempel mit diesen Buchstaben. 772 BDW-BE. Nr. 1776 — 1780. 1776. Pierre Woeiriot de Bonzey, auch Petrus Woeirotus Bo- + zaeus genannt, bediente sich auf seinen Kupferstichen dieses q Xb3 Zeichens nur ein Mal, da es gewöhnlich in regelmässiger Std" ^W hing vorkommt, wie unter dem Monogramm PWDB zu ersehen ist. Man findet es auf einem Blatte mit fünf Abbildungen von Me- daillen in folgendem Werke: Uiscovrs svr les Medalles anliques — pa f Antoine le Pois. Paris, Mamert J'otrissons MDLXXIX. Robcrt-Dumesnil; P. gr. fr. VII. p. 84 No. 173—192, beschreibt die Blätter dieses Werkes, und unter M. No. 185 das betreffende mit dein Monogramme. 1777. Egbert van Fanderen, Elias Baeck und Eugen Baldauf In den bestehenden Werken über Monogrammenkunde wer- Kden diese Zeichen dem Egbert van Pandoren beigelegt! ZT einem Kupferstecher, welcher 1606 zu Harlem geboren wurde- /_ ^ Man hat von ihm Blätter nach Rubens, Spranger, Goltzius, Tempcsta &c, es finden sich aber auf solchen nur die Initialen E. v.P- Deswegen ist es sehr zu bezweifeln, ob das gegebene Monogramm dem E. van Pandercn angehöre. Dem Vernehmen nach soll sich dieses Monogramm auch auf Gemälden mit Landschaften und Thiercn finden. Bilder dieser Art könnten von Elias Baeck herrühren. Letzterer machte seine Studie» in Italien, und starb zu Augsburg 1747 im 68. Jahre. Eiu aus Bi bestehendes Handzeichen setzte aber auch Eugen Bald auf auf sein" Gemälde. Dieser Meister hielt sich längere Zeit in den Niederlanden und in Frankreich auf, und wurde 1783 Hofmaler des Fürstbischofs von Freising. Er malte Landschaften mit Figuren und Thiercn, und auch Bildnisse. Sein gleichnamiger Vater, welcher 1783 als hochfürstlich Augsburgischer Hofmaler starb, arbeitete im gleichen Fache, und konnte ebenfalls eines Monogramms sich bedient haben. 1778. Eugenius Frans de Block, einer der berühmtesten belgischen Künstler der Neuzeit, wurde 1812 zu Gerardsbergen (Gr&mmont) geboren, und von P. van Huffcl in Gent unterrichtet, bis er 1834 nach Antwerpen übersiedelte, wo e f noch ein Jahr unter Leitung des F. de Braekeleer stand- E. de Block ist durch meisterhafte Genrebilder bekannt, so wie durch Lithographien und sehr geistreich behandelt" Radirungen. Das erste Zeichen findet man auf lithographischen Blättern in folgendem Werke: De Koopmansklerk, doof V. F. Kerkhovcn. Antwerpen lßbü. Auf den Radirungen " e Block's steht das Monogramm selten verkehrt, und daher körn- men wir unter E B auf ihn zurück. Ein Blatt mit dem zweiten Zeichen enthält eine Scenc aus einem Romane. Rheta, ein junges Weib mit offenem Busen und gefalteten Händen, kniet vor einem Druidensteine, am welchen sich ein Priester mit den Ellenbogen stützt. Im Grunde bemerkt man eine Gruppe von Druiden. Links unten steht das Zeichen, und in der Mitte: Rheta. H. 3 Z. 10 L. Br. 5 Z. 6 L. Die radirten Blätter dieses Meisters beschreibt A. Siret: Les graveurs Beiges. Anvers 105(1, p. *• 1779. Münzzeichen der Stadt Buda, d. i. Ofen. Auf diese Münz- r> s? statte bezieht sich der Buchstabe B, das E deutet den Name» -*-*• ^«' des Kammergrafen Eckenberger au. Man findet diese Buch' Stäben auf Münzen von 1458—1490. 1780. Unbekannter Meister. Christ sagt in seinem Monogrammen* 1580 ' ,ucno S. 122, dass sich ein römisches B und E finde, eS _^" sei ihm aber noch unklar. Irgend ein Werk von diesem 1-J \i unbekannten BE nennt er nicht, und auch wir müssen n» 1 *-* *—** Heller und Brulliot noch genauere Aufschlüsse erwarten- BE —BEL. Nr. 1781 — 1784. 773 Vielleicht fand Christ einen Kupferstich vor, auf welchem der Buchstabe F undeutlich war, so dass ihn der genannte Schriftsteller für E n ahra. In diesem Falle könnte Battista Franco, oder Battista Fontana eintreten. 1781. Unbekannter Goldschmied? Diese Buchstaben findet man _, auf einem Niello in Silber, welches aus dem 15. Jahr- J^-^ hunderte stammt. Die Platte stellt Maria vor, wie sie den Leichnam des göttlichen Sohnes auf dem Schoosse trägt Hinter ihr erheben sich die drei Kreuze, und unten 2u den Seiten eines von einem runden Schlagschatten umgebenen Wappenschildes sind die Buchstaben B E. In W. Y. Ottley's Coüeetion °f h'uc-Similes of score* and curious prints. London 10211, ist eine Copie, ini Durchmesser von der äusseren Umfassungslinie 2 Z. 3'A.L. Ottley gibt diese Seltenheit in schwarzem, und im Silberdrucke, und es dürfen auch Exemplare ausser dem genannten Werke vorkommen. Der Herausgeber vermuthet aber unter den Buchstaben B E nicht den Ver- fortiger des Niello, sondern den Besteller desselben. Diese Silbcrplatto beschreibt auch Duchesne. (Essai surles nielies &c. P' 172). Zu seiner Zeit war die Silberplatte im Cabinct Sykes zu London Er gibt einen Durchmesser von 3 Z. 2 L. an, so dass also die Copie in Kupferstich verkleinert ist. Der mit Kreuzstrichen überarbeitete Grund ist vergoldet, und nur das Bild in Niello ausgefüllt. 1782. Stempel eines Kunstsammlers oder Kunsthändlers, welcher s~y<. <>-\ im 18. Jahrhunderte gelebt zu haben scheint. Er ' ff C zeichnete auf solche Weise Kupferstiche und Zeich- / <^v JO «ungen älterer Meister. Seinen Namen konnten wir a / J ( . nicht entdecken, glauben aber, dass der Kunstlieb- \S ^ ^""^ • haber in Holland gelebt habe, weil auf Produkten ^- i -j-ii J der Schule jenes Landes die gegebenen Initialen ^^ öfter vorkommen, als auf solchen anderer Meister. 1783. Jacques Bellange, Maler und Radirer, geb. zu Nancy den p, 13. Oktober 1594, gestorben daselbst 1638. So gibt . H I - P. Housson im „Eloge historique de J. Callot, Bruxellcs ^— 'OQ\^ f 1766" an, und er scheint der unterrichtetste Autor zu Ö_/ geyn. Doch nennt er den Künstler Thierry Beilange, wahrend wenigstens auf drei Blättern dem Gcschlechtsnamcn derBuch- Jwoe J. vorgesetzt ist. Schüler von Claude Henriet in Nancy, stand J r zu Rom unter Leitung von S. Vouet, und kam erst 1627 aus Italien ^'rück. Man kennt wenig Gemälde von seiner Hand, doch sind deren »on Crispin de Passe, Matthäus Mcrian, Abraham Bosse u. A. gerochen. Auch Copien nach seinen Radirungen finden sich. fi Robert-Dumesnil, P. gr. fr. V. p. 81 ff., beschreibt 46 radirtc glätter, wovon aber nur wenige von Bedeutung sind. Zu den Hauptwerken gehören drei Blätter mit Madonnen. R. D. No. 3, 4 und 5. ~! le meisten Radirungen tragen den Namen des Meisters, und nur auf C'nem findet man die gegebene Abbreviatur, R. D. No. 42. Dieses ■°'att stellt eine Gärtnerin mit Früchten im Korbe vor. Rechts unten ° te ut: Btl. f. h. 10 Z. 5 L. Br. 6 Z. 4 L. Diese Vorstellung gehört ■ einer Folge von vier Blättern mit ähnlichen Figuren. 1784 RFT T 1MIAXTVS P Nach der gefälligen Mittheilung "»t DCLLllMlAiM V 5. r. eines italienischen Kunstfreunds findet man in einem Palaste zu Venedig ein sehr schönes Bild !r Madonna auf Goldgrund, welches einen glücklichen Nachahmer e J Weise des Giovanni Bellini verräth. "onogrammisten. 54 774 BEL-BENE. Nr. 1785—1787. Bassaglia erwähnt eines Bellino Bellini als Nacheiferer seiner Vor- altern, in deren Schule er die Malerei erlernt hahen soll. Nach der Angahe dieses Schriftstellers fände man in Venedig noch Bilder der heu. Jungfrau von ihm. Allein unser Bellinianus ist wohl mit ihm nicht eine Person, sondern ein älterer Meister aus der Schule der Bellini. Er ist wahrscheinlich jener Victor Belliniano, dessen Ri- dolft I. p. 61 erwähnt, und welcher um 1526 gehliiht haben soll. Ridolfi nennt ein grosses Altarbild in S. Giuliano zu Venedig, welches die Madonna mit dem Kinde und St. Florian und Julian vorstellt. I" der Schule des hl. Marcus war zur Zeit des genannten Schriftstellers ein Bild des Martertodes des hl. Marcus. Oh auf diesen Werken der Name des Meisters in obiger Weise steht, sagt Ridolfi nicht. Er schwankt indessen in der Angabo, indem er den Maler Victor oder Vittorio Belliniano, und auch Bellino nennt. Ridolfi's Victor Bellinianus ist uns in neuester Zeit zweifelhaft geworden, indem ein Gemälde zum Vorschein kam, dessen Urheber sich Victor Bellinimus nennt, und zwar in ganz deutlichen Charakteren. Der berühmte Gemälderestaurateur Reichert in München erhielt nämlich durch den Kunsthandcl ein Gemälde mit Christus unter den Schriftgclehrten, in ausgezeichnet schönen und brillant gemalten Figuren auf Goldgrund von '/ 3 Lebensgrösse. Dieses Bild ist ganz in der Weise des Gio. Bellini behandelt, und kann als ein Hauptwerk dieses Meisters gelten. Man liest darauf: Victor BeUinimvt Pinxit -1510. Entweder ist nun unser Bellinianus ein anderer Künstler, oder Ridolfi hat sich mit dem Namen geirrt. 1785 Itt-hiv Pinril steht auf einem Ku Pfcrstichc von P. Pej- iibj. ueiusi rmxu ro iery, welcher den Abraham vorstellt, wie er den Isaak opfern will. Im Rande liest man: Non extendas manum luam super Puerum etc., qu. fol. Unter Belusi ist der Maler Antonio Belucci von Pieve di Solig 0 zu verstehen, welcher 1726 starb. 1786. Bernardino Monaldi von Florenz, der Schüler des Santo BE. MON. FLOR. F. 1607. Ätfj^Jm 0 ?»! auf solche Weise Gemälde bezeichnet haben. 1787. BENEDICTVS. PINXIT. JÄ'SdffSflS 153 auf alten Gemälden finden, welche man dem Benodetto Montagna zuschreiben will. Wo sich Werke dieser Art befinden, ist nicht'angegeben, sie müssten aber in Vicenza zu suchen seyn, wo im Dome und in St. Corona Bilder von ihm gezeigt werden. Seine Malwerkc sind äusserst selten. Bartsch P. gr. XIII. p. 333 ff. beschreibt aber 33 Kupferstiche von seiner Hand. Auf diesen Blättern steht indessen nur der Name: Hencdecto oder ßcnedeto Montagna. Auch die Initialen B. M. tragen mehrere derselben. Man findet indessen einen grossen Holzschnitt, welcher die hl. Jung' frau mit dem Kinde auf dem Throne vorstellt. Den Thron umgibt eine architektonische Einfassung, in welcher Darstellungen aus der Leidensgeschichte angebracht sind. Links unten am Throne steht St. Rochus, und rechts St. Johannes. Links oben ist eine Tafel mit dein Namen des Malers Benedictus, und rechts in derselben Höhe stcW : lACOBVS FECIT. H. 18 Z. 2 L. Br. 14 Z. 7L. Vergleicht man aber diesen Holzschnitt mit den Kupferstichen des Benedetto Montagna, so zeigt sich, dass die Zeichnung von anderer Hand kommt, als von jener, BENE — BENO. Nr. 1788—1790. 775 Welche die Zeichnungen zu den Stichen gefertiget hat. Die Darstellung ist altertümlicher, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass noch ein älterer Bencdetto Montagna gcleht hat, als der Kupferstecher dieses Namens, dessen Thätigkeit um 1505—1533 fällt. Auch der Form- schneider Jakobus ist älter, als dieser, er mag nun mit Jakob von Strassburg, oder mit Jakob Montagnana Eine Person seyn. 1788. Giovanni Benedetto Castiglione bezeichnete auf solche Weise BENFI) 10 PAS c ' n ^dirtes Blatt, welches einen allegorischen Sinn ■ gibt. Ein junger Mann sitzt zwischen Ruinen, von verschiedenen, auf Kunst und Wissenschaft sich beziehenden Instrumenten umgeben. Er hält ein Papier in der rechten Hand, und sinnt über den Inhalt nach. Oben steht: Vbi Metabilitas ibi Virtus. Rechts WJten ist der abgekürzte Name des Meisters. II. 8 Z. Br. 4 Z. 2 L. Die späteren Abdrücke haben die Adresse von G. D. Rossi. 1789. Benvenuto Tisi, genannt il Garofolo, fand In Baruffaldi A/T "H YYY1T (Vite de' pittori ferraresi) einen fleissi- 1V1. U. AAAll. g en Biographen, und da wir ihm auch BenevenutUS ferrariensis. " n Künstler-Lexicon V. S. 25 einen aus- ' führhehen Artikel gewidmet haben, so ^schränken wir uns hier nur auf die Bezeichnung der Werke des Meisters. Die meisten Gemälde sind ohne Namen, thcils aber mit einer Nelke (Garofolo) und der Jahrzahl versehen. Die obige Inschrift steht auf einem grossen Gemälde in der Gallerie zu Modena. Es stellt die Madonna mit dem Kinde auf dem Throne vor, umgeben von einem Chore musicirender Engel. Die Heiligen Lucia, Contardo und Johannes Baptista bilden die Begleitung. Die Initialen C. E. an der Schulter des hl. Contardo sind „Contardo Estense" zu lesen. Dieses "eniälde befand sich von 1796 — 1815 im französischen National-Museum. v Garofolo lebte von 1481 — 1559. Im Jahre 1542 hatte er den Verlust eines Auges zu beklagen, der Künstler malte aber noch längere ^eit. Im Jahre 1543 begann er die Fresken in der Kirche des Hospitals von Rubiera, welche zu Grunde gingen. Ein Theil der Gemälde wurde von der Mauer abgenommen. Die noch am besten erhaltenen sieht man jetzt in der Gallerie zu Mailand. Hinsichtlich des sprechenden Zeichens der Nelke und des Nelken- s ' r »usses ist noch zu bemerken, dass nicht alle Bilder mit demselben "nn angehören. Die Nelke brachten auch seine Schüler an. Die in mehreren Exemplaren vorhandene Madonna mit der Nelke, nach einer Zeich- Ulln g, oder nach einem verschollenen Bilde Rafael's, gehört nicht hierher. 1790. BENOTIVS FLORENTINVS PINXIT. BENOZIVS FLORENTINVS. OPVS BENOZZII DE FLORENTIA. . Auf solche Weise zeichnete jener merkwürdige Künstler, welcher e,t dem Erscheinen der zweiten Ausgabe der Vite des G. Vasari Be- °zzo Gozzoli genannt wird. Den Zunamen kannte Vasari anfangs lc nt, und es ist auch kein urkundlicher Nachweis für denselben zu J>den. j n gleichzeitigen Documenten wird er Bonozo di Lese, und enozzo di Lese di Sandro genannt, und somit bleibt Vasari's Gozzoli , ,n sehr zweifelhafter Name. Der genannte Schriftsteller war auch , '"«entlieh des Geburtsjahres des Künstlers nicht genau unterrichtet, "d wenn er die Zeit der Entstehung irgend eines Werkes nicht '•sste, so setzte er dasselbe nach Gutdünken unter die Jugendzeiten Benozzo's. Nach der gewöhnlichen Angabe soll der Künstler 54* 776 BENO. Nr. 1790. 1400 in Florenz geboren -worden seyn, wir wissen aber jetzt aus dem von Dr. Gaye (Carteggio inedito &c. I. p. 271) beigebrachten Testamente des Vaters unseres Meisters, dass dieser 1424 geboren wurde, wie auch in der neuen (1848) bei le Monnier in Florenz erschienenen Ausgabe der Vite di G. Vasari IV. p. 184 bemerkt ist. Wie fluchtig Vasari zuweilen verfuhr, beweiset namentlich seine Angabe über eines der berühmtesten Werke des Künstlers, die Altartafel der Compagnia di San Marco in Florenz, welche aber zur Zeit der Entstehung des Bildes „Compagnia della Purificazione di Maria Vergino e di San Zanobi" genannt wurde, und eine eigene Capelle inne hatte. Vasari sagt kurzweg, Benozzo habe das Gemälde in seiner Jugend gefertiget, und nennt nicht einmal den Inhalt. Die folgenden Schriftsteller wuss- ten nicht mehr, als Vasari, und somit verlor sich jede Spur, da das Werk den Standpunkt geändert hatte. Auch in der erwähnten Le Monnier'schen Ausgabe der Vite findet man keine Nachricht über diese Altartafel, obgleich sie noch vorhanden ist. Das betreffende Document, den Contrakt, welchen am 23. Oktober 1461 die Compagnia dell» Purificazione della Vcrginc Maria mit dem Künstler abschloss, gibt Za- nobio Bicchierai nach dem Originale im Staatsarchive zu Florenz, Filza 55, und liess sie als ein bis dahin unbekanntes Document in folgender, zum Andenken an die Vermählung der Donna Bianca Gentile-Farinola mit Sig. Luigi Vaj erschienenen seltenen Schrift: Alcuni document* artiatici non mai slampati (4464— 1565). — Firenze, Le Monnier 11155, p. 12 abdrucken. Diese Tafel ist im Contrakte genau beschrieben' In der Mitte sitzt die hl. Jungfrau auf einem Thronsessel, welcher nach der Vorschrift der Besteller jenem auf der Haupt - Altartafel von S. Marco in Florenz gleichen sollte. Dieses Gemälde ist von Angelico da Fiesole, und wird jetzt in der Florentinischen Gallerie aufbewahrt' Rechts zur Seite der hl. Jungfrau sind die Heiligen Johannes Baptist» und Zanobio, und St. Hicronymus auf den Knieen. Gegenüber erscheinen die Figuren der Heiligen Petrus und Dominicus, und St' Franciscus kniet in Verehrung. An der Predella musste Benozzo Scenen aus dem Leben dieser Heiligen vorstellen, und zwei weiss- gekleidete Kinder als Wappcnhalter anbringen. Der Künstler war verpflichtet, seinen ganzon Fleiss daran zu wenden, und ein Werk z u liefern, welches an Originalität und Farbenpracht keinem andere» nachsteho. Dafür erhielt er 300 Lire p p (di piccioli). Aus dem erwähnten Contrakto ergibt sich nun, dass dieses Gemälde dasjenige sei, welches in der Gallerie Rinuccini ohne historischen Nachweis dem Benozzo Gozzoli zugeschrieben wird: Alcuni quadri della Galleria Rinft" cini da C. Pini e C. Milaneai. Firenze, Le Monnier 11152, p. 20. Der Contrakt von 1461 liefert auch den Beweis, dass Vasari faselte, wen 11 er das Gemälde als Jugendwerk des Künstlers bezeichnet. Ein Glei* ches verhält sich auch mit der Marter des hl. Sebastiau am Haupt" Altaro der Pfarrkirche San Gimignano. Es hat die erste der öti& gegebenen Inschriften mit der Jahrzahl 1465, und kann daher nie' 1 ' von dem Jüngling (Giovanetto) Benozzo gemalt seyn, wie Vasari behaupte*' Die Malwerke dieses Künstlers, besonders die Fresken, sind i' 1 Italien nicht selten. Man findet deren zu Florenz, Montefalco, Perugia und Siena. Die meisten sind mit dem Namen und der Jahrzahl bezeichnet, theils wie oben gegeben, theils mit ßenozius Floreniin a> oder de Florentia. Die Werke in San Fortunato und San Francesco zu Montefeltro von 1450 und 1452 verrathen einen schüchternen Scbü' ler des F. Angelico da Fiesole, dessen Anmuth und Gemüth aber da 9 Auge des Betrachters fesselt. Zu seinen Hauptwerken gehören d' c durch Lasinio's Stiche bekannten 24 Frescobilder im Camposanto z" BENV. Nr. 1791. 777 Pisa. Das letzte, die Königin von Saba vor Salomon, vollendete er 1*84, nach dem Pisaner Styl 1485, im Monat Mai, wie aus einem Documente in Ciampi's Sagrestia de' begli arredi erhellet. Ein späteres Datum konnte man bisher nicht nachweisen, aus einem von Z. Bic- chierai p. 18 edirten Documente im Archive zu Florenz geht aber hervor, dass der Künstler noch 1497 am Leben war. Es ist dies ein wutachten des Benozo di Lese, des Piero di Cristofano da Chastel belli arredi del Campo santo, raceolte dal Professor Ciampi. Firenzt ">!<), p. H3. Dieses mag als Ergänzung des Artikels im Künstler-Lexicon V. "• 310, und anderer Werke dienen. 1791. Benvenuto Cellini, einer der grössten Meister der italieni- •BENVENV F sc ' 1Pn Renaissance-Periode, ist nicht allein durch HElVVPlVVT V se ' no i" verschiedenen Ausgaben vorhandene Selbst- wvünvi. r. biographie, sondern auch durch Werke der Cisclier- k unst und Miniaturplastik bekannt, von welchen aber nur der geringste J aeil bezeichnet ist. Ein Haupt-Anhaltspunkt zur Bestimmung der- j^lben gibt die erwähnte Autobiographie, welche in Deutschland durch '"Hie's Uebersetzung einen grossen Kreis von Lesern gewonnen hat. Alle italienischen Ausgaben übertrifft aber jetzt folgende: La vila di ""nwnuto Cellini arep.ee Fiorentino. Editione eseguita su quella della 'ocietä editrice fiorentina arriechita di mollissime nole ed illustrazioni. '* Voll. Torino Vß45, 8. Eben so wichtig für die Kenntniss der Werke des Künstlers ist Cellini's Abhandlung über Goldschmiedkunst " ll( l Bildhauerei, welche er selbst zum Drucke beförderte: Dm Trattati, *••«» intorno alle otto principali Arli dell' oreficeria. /,' aJtro in materia «W A rle dc u a g cu i tura ■ dorn si veggono infinili segreti nel la uvrar h '«Sure di Marmo, e nel gettarle di Bronzo. In Fiorenza per Val. Pa- nizi Ü e Marco Peri MDLXV1U, 4. Dieses Werk ist sehr selten, es 778 BENW. Nr. 1792. sind aber Abdrücke von 1731 und 1806 vorhanden. Im Cabinct de 1'Amateur, Paris 1842 — 46, ist eine französische Uebersetzung, anscheinlich nach einer der genannten späteren Ausgaben, und im Separat- Abdrucke unter dem Titel: Traue de Orfevrerie par B. Ccllini. Traduit de l'Italien pour la prämiere foi, par E. Piot. Paris Ifl^-'i, 8. Ueber die Münzen und Medaillen des B. Cellini besitzen die Italiener kein eigenes Werk. Man findet ausser in den oben genannten eigenen Schriften Cellini's nur zerstreute Notizen bei Pietro Bcmbo, Vasari, Scilla, Mazzuchelli, Fioravanti &c. Auch in verschiedenen anderen numismatischen Werken, besonders deutschen Münzeatalogen sind Gepräge dieses Meisters beschrieben, und theils auch abgebildet! wie bei Fioravanti, Mazzuchelli, im Tr6sor de Nuniisinatique et Glyp- tique, im Cabinct de l'amateur u. s. w. Cellini's Münzen und Medaillen sind selten geworden, und nicht jedes Gepräge ist sein Werk, welches ihm in weniger kritischen Schriften zugeschrieben wird. BJ sind uns aber auch nicht alle kenntlich, denn er hat sie weder alle mit seinem Namen bezeichnet, noch in seinen Büchern beschrieben. Manche Münzen und Medaillen, die er nur erwähnt, sind unter ähnlichen jetzt nicht mehr zu erkennen. Verlässigere Anhaltspunkte gab Bolzenthal in seinen Skizzen zur Kunstgeschichte S. 96, im Jahre 1855 fasste aber Dr. Julius Friedlander das wenige Sichere zusammen, was im Allgemeinen bekannt ist. Diese interessante Abhandlung hat den Titel: Münzen und Medaillen des B. Cellini. Mit Abbildungen- Berlin, Besser'sche Buchhandlung (/fl.5-5), 4. Mit dem Vornamen bezeichnet sind die meisterhaften Medaillen mit den Bildnissen des König 9 Franz I. von Frankreich ohne Datum, und des Papstes Clemens VII- von 1534. Unbezeichnet sind die Medaillen auf Pietro Bcmbo, Alexander de Medici 1535 u. 1536, Herkules II. von Ferrara 1540, und auf den Cardinal Johann von Lothringen. Dann fertigte Cellini auch die Stempel zu den beiden Goldmünzen von Clemens VII. 1530, zu einer Silbermünze desselben 1530, zur Goldmünze des Papstes Paul HI- 1534 oder 1535, und zu vier Silbermünzen des Herzogs Alexander de Medici 1535. Einen Theil dieser Werke gibt Dr. Friedländer in Abbildung, sowie wir auch hinsichtlich des historischen Nachweises und der Beschreibung der Münzen und Medaillen auf die Abhandlung dieses berühmten Numismatikers verweisen. Der Sachkundige wird in diesem Artikel einen wesentlichen Nachtrag zu jenem im Künstlor-Lexicon II. S. 460 erkennen. 1792, Benjamin Wright, Kupferstecher, wohl ein Engländer von n w v Geburt, war in der ersten Hälfte des 17. Jahr* B n W fer hunderts thätig. Die erste Bezeichnung theil' Beniamin W. eaelator. ? ruHiot IIL *?•«» aus dem Monogramme* Bmiamin Wrght eaelator. Lcxicon von Heller mi, und letzterer glauM, > dnss ein um 1656 lebender italienischer/eien- ner oder Stecher sich derselben bedient habe. Kupferstiche mit Ben. Wi findet man in folgendem Werke: Novo teatro di machine tt edi/icii V er ' uarie. — Di Vittorio Zonca Architetto. l'adoua :l(i06 , foi. Die Abbreviatur Ben: W., sowie der Name Beniamin etc., und die Initiale» B. W. kommen aber auch auf den Blättern eines früheren in Amsterdam gedruckten Werkes von Pontamis vor: Renan et Vrbis Amsteloda- mensium llistoria. Amsterodami, Judotut Hondiut exeud. Kill. Aid einem mittelmässigen Kupferstiche, welcher die licscliicssung des Schlosses Krakow bei Crefeld 1605 vorstellt, steht ebenfalls: Beniamin W. fe., foi- Bei der Herausgabe des Novo teatro &c. scheinen nur ältere PI"*' ten benutzt worden zu seyn, und der Stecher lebte wohl in Amsterdam- BEB. Nr. 1793-1795. 779 1793. Bernardo Castelli, Maler und Badircr, bediente sich zur ■ßcr faste in B eze ' cnnun 8 seiner Werke entweder eines Mono- , * ■ gramms oder der Initialen des Namens. Die Abbre- v iatur desselben findet man auf einem Blatte nach Agostino Carracci, Reiches den verwundeten Tancred bei Armida vorstellt. H. 7 Z. ° r - 5 Z. Dieses Blatt gehört zu folgendem Werke: La Gerusa- lemme di Torquato Tasso figurata da Bernardo Castello. Genova 1590, i dem Namen Bcrghem vor, er selbst schreibt aber mei- ercnem. f. | gteng 0 ,( laas ) on(;r H.(icolaus) Berchem. Mit dem Namen C. P. Berghem scheint er nur in seiner frühesten Zeit gezeichnet zu haben. Dieser Name, mit der Jahrzahl 1644, steht auf einem Gemälde in der k. k. Galleric zu Wien, welches eine Landschaft mit Vieh vorstellt. Der Künstler malte dieses schöne Bild als Jüngling von 20 Jahren. Ebenso bezeichnet ist ein radirtes Blatt, welches Bartsch No. 23 das kleine Milchmädchen benennt. Am Piede- Stal steht: C. P. Berghem. Fetit et Excud. 16M. Ein zweites Blatt '"wt diesem Namen betitelt Bartsch No. 2 die pissende Kuh. Es ist °hue Jahrzahl, und daher der erwähnten Radirung wohl gleichzeitig, °der nicht viel später entstanden. C. Berghem ohne P steht ebenfalls &uf etlichen Kadirungen, welche aber nicht alle als Jugendwerke des Künstlers zu betrachten sind, da die Jahrzahl 1652 vorkommt. C. Bee- r'ghem und C. Berrighem kommt nur ausnahmsweise vor, und es ls t wohl möglich, dass dieser Name erst später von anderer Hand eingerissen wurde, vielleicht beim zweiten Drucke der Platten in Th. Matham's Verlag. Die ersten Abdrücke sind ohne Namen. Ein einziges Blatt ist Berghe f. bezeichnet, worüber wir unten handeln. 1795. Claas Pletemon Berchem wechselte mit der Orthographie lierqhe aelncs Namens, wie aus dem vorhergehenden Artikel zu er- J sehen ist. Die Hauptform bleibt aber Berchem, da er sie /• fast immer auf Gemälden beibehielt, und dieselbe massgebend t055 ' 8t > wenn cs sicn um die Originalhandschrift handelt. AufRa- ' dirungeii und Kupferstichen ist die Bezeichnung zuweilen erst s Pü.ter beigefügt worden, so dass die abweichende Lesart nicht immer au f seine Rechnung kommt. Ungewöhnlich ist aber die gegebene kignatur, und man findet sie auch nur auf einem einzigen radirton platte des Meisters, vermuthlich von zweiter Hand mit der kalten «adel beigefügt. Das fragliche Blatt beschreibt Bartsch No. 12. Es st ellt ein auf dem Esel sitzendes Weib vor, und hinter demselben bemerkt man einen Bauer zu Pferd. Rechts in der Ferne ist ein be- »Oener Esel. II. 10 Z. 10 L. Br. 7 Z. 8 L. Die obige Schrift steht auf dem Zettel, welchen der Bauer zu Pferd in den Händen hält, i™ ersten Drucke bemerkt man rechts im Grunde keine vollendeten Jprge, und der Esel trägt keine Bündel. Das Papierzeichen ist jenes "er _ Schellenkappe. Auf dasselbe Papier sind auch die Exemplare Reiter Art abgezogen. Es zeigt sich aber rechts das Gebirge, und ™ G r Esel im Grunde ist bepackt. Im dritten Zustande fehlt die Jahr- j^ nl ; da an dieser Stelle der Name des P. Goos steht. Beim vierten , r ucke wurde dieser Name ausgeklopft, ohne die Jahrzahl wieder eizufügen. Chev. de Claussin hat nach dem ersten Drucke eine ^°Pie gefertiget. 780 BERM-BERN. Nr. 1796 — 1800. 1796. Bernardino Monaldi, Maler von Florenz, Schüler des Santo RFR MON FT O F 1 Titi > bezeichnete auf solche BUK. iVJ^ALM. rLU. V Wcige sfijnc 0cmiUde . Man BER™ MONA vs FLOva F. \ findet ilcren in den Kirchen BERy* MONA- FLOR. F.) ^^^ In öffentlichen Gallerien des Auslandes ist er nicht vertreten, sowie denn Monaldi überhaupt nur zu den Meistern zweiten Hanges gehört» da er in seiner naturalistischen Richtung unter Santo di Titi steht. Er arbeitete um 1590—1620. 1797. Bernardino Pocetti, Maler von Florenz (1542—1612), be- R/.™(n'i).'iin P zeichnete auf solche Weise ein radirtes Blatt, welches nemaramo f. cllristu8 am Kreuze zw i sc hcn den Mördern vorstellt- Wir kommen unter den Initialen B. P. auf diesen Meister zurück, und werden noch ein anderes Blatt beschreiben, da ihn Bartsch in den Peintre-graveur nicht aufgenommen hatte. 1798 nernarrlimi* Cn> welche bis in die feril / 5 / 5 neueBte Zeit , sc]i Z /ecu IOIO. J genannt wurden, m dem nur Tiraboschi (Bibl. Modenese VI. 458) von seinem Daseyn u n ' BERN. Nr. 1801 - 1802. 781 genügende Kunde hatte. In unsern Tagen unterzog sich aber C. Cam- pori der Mühe, in den Archiven von Carpi die Spuren der alten Meister zu verfolgen, Und somit stehen uns jetzt in seinem Buche: Gli Artisti italiani e stranieri negli slali lislensi. Modcna t8SÖ, auch urkundliche Nachrichten über Bernardino Loschi zu Gebot. Ob der Künstler in Parma oder in Carpi (um 1488) geboren sei, bleibt dahin gestellt, gewiss ist aber, dass er in Carpi die grössere Zeit seines Lebens thätig war, und zwar in Diensten des Herzogs Alberto Pio. Bio Nachrichten über diesen Meister reichen von 1501 — 1540. In letzterem Jahre starb er. Das einzige sichere Werk des B. Loschi in Carpi ist das Bild des hl. Rochus in einer Capcllc von S. Nicolo, mit der Namcns- oczeichnung: Hernardinus Luscus Fecit. Ein anderes, sehr schönes Gemälde kam aus der Schule des hl. Nicolaus 1770 in das Hospital Uegli Intern», und 1815 in die Galleria Estonse, wo sich das Werk noch befindet. Es stellt die thronende Madonna mit dem Kinde, und die Heiligen Nicolaus und Augustinus vor, letztere zu den Seiten des ■Sit Basreliefs vorzierten Thrones. Dieses Gemälde trägt die Inschrift: Alberto Pio Principe Opt. aspiranlc Hernardinus Luscus Carpensis fecit täiS. Im Dome zu Carpi befand sich ein Gemälde mit der Verkündigung Maria in der oberen , und den Heiligen Gregorius und Hiero- nyinus in der unteren Abtheilung. Dieses Bild stiftete 1524 der Erz- diacon Gio. Eancosco Ciarlhii. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts kam es in den Besitz des Malers Iievnardino Bianchini, seit dem 1790 erfolgten Tod desselben ist aber das Bild verschollen. Unten in einem Cartoucho stand: Hernardinus Luscus pi. Ueber andere, luuhmasslichc Gemälde des Meisters s. C. Campori 1. c. p. 296. Letzterer glaubt, dass Bernardino den ersten Unterricht von seinem Vater erhalten habe, von welchem sich aber kein Gemälde findet. Uebrigens ■Ahlt er den Bcrnardo zu den guten Nachahmern des Giacomo Francia. Die Werke desselben sind aber in den Umrissen härter, und im Co- lorit weniger weich, als jene des G. Francia. Bei allen Fehlern zic- r en sie aber selbst eine kostbare Gallerie. 1801. Bernardino Passari, Maler und Kupferstecher, wurde um tt 1540 zu Rom geboren, und starb daselbst Hernardinus P. fecü. J g egen 1590. Bartsch P. gr. XVI. p. 27 Hernard. Pas*, lt. fecit. > beschreibt die Blätter dieses Meisters, Her. vas in " na s, 'hied sie von jenen des Bartolomeo * Passerotti, da die Werke beider Künstler verwechselt wurden. Hier sind folgende Blätter zu erwähnen. 1) Alexander der Grosso und Julius Cäsar zu Pferde, Hernardinus ''■ fecit. iSic. van Aelst sc., gr. qu. fol. 2) Zwölf gezierte Pferde zu einem Caroussel, jedes in einer Einlassung von Ornamenten. Kbenso bezeichnet, gr. qu. fol. — Diese beiden Blätter kannte Bartsch nicht. 3) Die hl. Agatha, umgeben von einer Bordüre, in welcher sechs Wider aus (leren Leben angebracht sind, llcrnard. Pass. H. fecit. H. 10 Z. 10 L. Br. 7 Z. 6 L. 4) Die Steinigung des hl. Stephan. Her. pas. in. Ph. Thomassin sc. Statu Helga form. Ilomae, gr. fol. 1802. Bernardino Betti, genannt Pinturicchio, geb. zu Perugia BKRNARDINVS PICTORICVS \?&&£$Tj>™ PERVSINVS. , som > V . 0, J Vaa "> zu gering behandelten Meister der 782 BERN. Nr. 1803. Umbrischen Schule haben wir im Künstler - Lexicon XI. S. 328 einen ausführlichen Artikel gewidmet, und zwar auf den Grund der neueren Critiker, an deren Spitze Baron von Rumohr steht. Das Hauptwerk über Pinturicchio in italienischer Spruche ist jenes von G. B. Vermi- gliolo: Di Bernardo Pinturicchio Pitlore Perugino. — Perugia id'-il- Mit dem Bildniss des Künstlers. Er zeichnete in obiger Weise einige Gemälde, gewöhnlich mit Beifügung der Jahrzahl. So ist auf dem schönen Bilde des Jesusknaben im Tempel in einer Capelle des Domes zu Spello die Jahrzahl MDCCCCC1 beigesetzt. In diesem Gemälde brachte Bernardo sein eigenes Bildniss an, und documentirte es durch den Namen. Man nimmt gewöhnlich an, der Künstler habe den Beinamen Pinturicchio von seiner kleinen Gestalt bekommen, so dass wir im Deutschen „Malerlein" sagen müssten. Allein damit stimmt das Wort Pictoricus nicht, welches eher auf eine grosse Handfertigkeit und technische Bravour deutet. Und wirklich bemerkt man in seinen späteren Werken ein gewisses handwerksmässiges Treiben, welches er wohl den Gesellen nachsah, da ihn der Gewinn leitete. Seine früheren Werke bieten aber grosse Vorzüge, und sind Erzeugnisse eines gesunden, frischen Lebens. Es gehören ihm indessen nicht alle Bilder an, die ihm zugeschrieben worden. Er hatte einen Zeitgenossen, welcher sich ebenfalls Bernard ino Perugino nannte, wie dies aus den Notizen bei Vermiglioli erhellet. Dieser Schriftsteller fand seiner in Docu- menten von 1498—1524 erwähnt, und er zählt Werke auf, welche dem zweiten Bernhard von Perugia angehören. Die Bilder dieser beiden Meister sind aber nicht sehr schwer zu unterscheiden. Pinturicchio offenbaret selbst in seinen schwächeren Werken noch mehr Sorgfalt und Eleganz der Zeichnung, eine grössere Anmuth der Bewegung und Feinheit der Charaktere in den Köpfen, als sein Zeitgenosse. Die Köpfe in Pinturicchio's Gemälden haben immer Aehnlichkeit mit jenen des Pietro Perugino, der Gcgenfüssler steht aber diesem Meister fern- Das Colorit des Letzteren ist eintönig und geht in's Braune, Pinturicchio's Gemälde sind dagegen von frischer, klarer, ja brillanter Färbung- 1803. ANO DNI MCCCCLXVIII. Ja £ m-gg BERNARDVS. PINXIT. ME. Kupferstecher und QVEM. FLORENTLE FINSIT. g^ÄÄ sass nach Brulliot III. p. 159 einen Hausaltar mit Malereien, deren Verfertiger sich Bernardus nennt. Metzger erkannte darunter den Bernardo Orcagna, anscheinlich den Bruder des Andrea, über welchen wir, sowie über dessen Familie, unter „ANDREAS CIONIS" Nachricht gegeben haben. Man weiss jetzt mit Sicherheit, dass Andrea 1376 starb, und somit konnte sein Bruder Bernardo ihn nicht um viele Jahre überlebt haben. Von diesem kann also das Altärchen nicht herrühren. Andrea di Cione, welcher irrig Orgagna genannt wird, hatte aber einen Sohn, Namens Bernardo, doch kann auch dieser Meister den Altar nicht gemalt haben, da er 1468 fast 100 Jahre alt seyn musste. Ein dritter Maler, Namens Bernardo, ist in der Familie Cione nicht bekannt, und somit fällt Metzger's Bernardo Orcagna von 1468 weg, wenn die Jahrzahl bei Brulliot richtig gegeben ist. Es steht indessen No. 69, wo dieser Schriftsteller über Andreas Cionis handelt, 1457 statt 1357, und somit könnte MIH.JCCLXVH1 zu setzen seyn. In diesem Falle würde Bernardo di Cione, der Bruder des Andrea di Cione, eintreten. BERN — BET. Nr. 1804 — 1808. 783 1804 ßmmrA« Pirtnr •' enor Mcister > welcher um 1477 zu «»vi. nernaram nctor, Veiu , dig lnit dem ge i e hrten Buchdrucker Erhard Ratdolt von Augsburg in Berührung kam, kann mit dem oben erwähnten Bcrnardinus Pictoricus aus Perugia nicht Eine Person seyn. Es wäre auch gewagt, ihn mit dem vorhergehenden Ber- nardus zu identiticiren, da jeder Beweis fehlt. Wir haben über Bemar- dus Pictor unter dem Buchstaben . 6. No. 1613 S. 714 gehandelt. 1805. Bernardo Cervl, Maler von Modena, war Schüler von Guido Hern™ Cor ^ C11 '' on ^ besass nach der eigenen Aussage des Mei- ' sters ein ausgezeichnetes Talent. So berichtet wenigen et F. stens Lanzi, welcher auch auf Cervi's Gemälde im Dome / fi'lR 7M Modena ,n, d i" anderen Kirchen der Stadt aufmerk- °^°- «am macht. Der Künstler starb 1630 an der Pest in jungen Jahren. Obige Bezeichnung trägt eine seltene Radirung des Meisters, welche das Lob eines tüchtigen Zeichners rechtfertiget. St. Sebastian am Baume, von Irene und zwei anderen Frauen umsehen. Links bindet eine der Frauen dessen rechten Ann vom Baume loa, und die andere zieht rechts den Pfeil aus seiner Schulter. Die dritte Frau sitzt links weinend auf dem Boden. Rechts unten beim linken Fusse des Heiligen bemerkt man die Namensabkürzung. II. 10 Z. 4 L. Br. 8 Z. 1806. Bertholet Flemalle. auch Klcmacl genannt, wurde 1614 Jh'rlholet Pinrit /M Lüttich geboren, und von Gerhard Douffet in W»w i ■ ■ u der Malerei unterrichtet. Er hielt sich längere neriolc pinxit. Zeit in Itali( , n auf) i, 0S(in( i ( . rs in Florenz, blieb ftbor von dem Einflüsse der dortigen Schule ziemlich ferne. Dagegen JJ'it'ktc in Paris Philipp de Champagne auf seine Knnstweise ein. Seine Werke sind zahlreich, besonders in Frankreich, indem Bertholet Prozessor an der Akademie in Paris war. Auf mehreren Bildern dürfte «er Name Bertholet stehen, da auch Kupferstiche auf solche Weise bezeichnet sind. Wir nennen das Bildniss des Erzbischofs Maximilian Heinrich von Cöln, gestochen von P. van Schuppen, das Bild des hl. Bruno, gestochen von M. Natalis, und jenes des Infanten von Spanien "ü Pferd, geführt von Herkules Und Minerva, gestochen von C. Galle, a Ue in gr. fol. — Bertholet starb 1675. 1807. Best, Hotelin et ü'± ist die Firma eines xylographischen t . Ateliers, in welchem zu Paris mit grösster -"EST H- 8i C K Thätigkeit gearbeitet wird. Der Haupt-Unternehme ; st d cr Formschneider Best, welcher von jeher Gehülfen hatte. j»n solcher deutete durch den Buchstaben H seinen Namen an, näm- hch Hotelin. Früher arbeiteten Lcloir und Andrew mit ihm, wie wir unter dem Monogramm A B L No. 228 nachgewiesen haben. Unter letzterem Zeichen sind auch mehrere Werke aufgezählt, welche aus der Anstalt hervorgingen. 1808. Alexander Beton fand unter dem Monogramme AB No. 138 bei f f e eine ausführliche Stelle, und wir haben auf jene Hein r irri Kupferstiche hingewiesen, welche in Frage stehen. \c lbV7. I)ie Abbreviatur des Namens kommt auf Blättern nach Primaticcio vor, angezeigt von Robert-Duinesnil Peintre-graveur yancais VIII. p. 241 No. 68 — 75. Sie erschienen als Folge unter d e n» Titel: Trophees d'instrumenta de Musujue. d'oulils et ustensüs de ««//irend arts et metiers en usage en France au milieu du XV siede. {Jie Abbreviatur Bot. oder Hott. In., welche überdies noch beigefügt ist, bezieht sich auf F. Primaticcio. 784 BET—BEV. Nr. 1809 — 1812. 1809. Barra und Gerard, Zeichner und Maler zu Paris, gehören ,._ zu den fruchtbaren Künstlern der modernen franzö- Jo. e£Q/<$&£ sischen Schule. Sie arbeiteten gemeinschaftlich zur " Illustration verschiedener Werke, welche nach ihren Zeichnungen mit Holzschnitten versehen sind. Blatter dieser Art findet man in dem Werke: La gründe ville, noxme.au tableau de l'aris, dann in: La vie des peinlres. Paris 1040 ff. In diesem letzteren Werke sind schöne Blätter nach P. Potter, P. Brill, Morel Fatio, H. ,1. Vetter u. s. w. Barra scheint auch Formschneider zu seyn. 1810. Henry Baron und Celestin Nanteuil, Zeichner und Maler R zu Paris, verbanden sich häufig zu gemeinschaftlicher Ar- -D-etIN ■ bejtj wenn es galt, zur Illustration belletristischer Werk« Kräfte zu verwenden. Der erstere wurde um 1812 zu Besancou geboren, und von Gigoux unterrichtet. Kr tot als (icnronialor bekannt. Nanteuil stammt aus Rom von französischen Eltern ab, lobt aber seit 1835 in Paris, wo er sich anfangs der Historienmalerei widmete, später aber das Genre mit Beifall pflegte. In folgenden Werken sind Blätter nach ihren Zeichnungen. Eine Anzahl derselben ist, wie oben bezeichnet. Nanteuil bediente sich aber auch der Abbreviatur GEL. N- Les aventures de Telemaque. — Orne.es de 150 Vigneltes et 12planches sur papier de Chine, d'apres les dessins de M. M. Baron et Celestin Nanteuil gravees sur bois par M. M. Andrew liest et Leloir. Paris 1114-0, gr. 8. Les aventures du Chevalier de Faublas, par Louvet et Couvray. Edition illustree de 500 Dessins (gr. en bois) par M. M. Baron, C. Nanteuil et Francais. Pricedee d'une nolice sur l'auteur par V. Philipon de l a Madelaine. 2 tomes. Paris 1042, gr. 8. Contes de Boccace. Traduclion nouvelle par A. Barbier. Edition illustree par T. Johannot, Ilaron , Nanteuil etc. (grav. sur bois). Paris 11145 u. 1046, roy. 8. Die 32 grossen Holzschnitte wurden auch separat abgedruckt. Les oeuvres de J. J. Bousseau. Les Confessions. Edition illustree par T. Johannot, IL Ilaron, C. Nanteuil etc. Gravüre» sur bois et 211 Vignette* tirees a pari. Paris 1045, roy. 8. Les Arlistes contemporains. Mit 21 Landschaften in Radirungen und Lithographien von H. Baron, C. Nanteuil, Dauzats u. A. Paris 1843, gr. fol. 1811. Johann Gottfried Betulius, Stcmpelschneidor, geb. zuStutt- UFT F ß alt '"'öl, hinterlicss mehrere Medaillen mit Bildnissen und ' allegorischen Vorstellungen auf wichtige Zeitereignisse. Er arbeitete in Wien, und dann für die Münze in Stuttgart. Auf einigen Geprägen steht der abgekürzte Name, auf anderen signirte er mit I G B 1812. Ernst Vögletn, Baccalaureus und Buchdrucker in Leipzig? (.'brist sagt in seinem Monograminonbuche S. 122, dn.ss man dieses Zeichen, jenes eines sächsischen Formsclmcidcrs-, welcher verinuthlich um 1625 in Leipzig gelebt habe, auf niedlichen Figuren eines auf Pergament gedruckten und ausgemalten Gebetbuchleins finde. Unter den Figuren versteht der genannte Schriftsteller wohl Randleisten , deren zur lOinfassung von Büchern benutzt wurden, und er wird von einem 1625 gedruckten Gebetbuche Kunde gehabt haben. Diese Bordüren sind aber viel älter, als Christ angibt, und wurden 1625 wieder benutzt. Nach Brulliot I. No. 3254 besitzt Herr Bertram in Regensburg ein Exemplar dieser Einfassungen mi l BF. Nr. 1813—1814. 785 der handschriftlichen Angabe des ehemaligen Besitzers am Ende: Von Johannes Schedtler Rechenmeister zu Leipzig lö7.'i. Damit ist nun hergestellt, dass die Platten schon vor 1573 vorhanden waren. Auf diesen Randleisten kommen obige Zeichen vor, und sie deuten sicher den Künstler an, welcher sie gefertiget hat. Darunter vermuthen wir den Buchdrucker Ernst Vöglein von Constanz, welcher 1529 geboren Wurde. Er studirtc in Leipzig, erhielt da 1552 die Würde eines Baccalaureus, nach zwei Jahren jene eines Magisters, und heirathete 1557 die Tochter des Buchdruckers Valentin Pape, welcher ihm die Druckerei überliess. Unter seiner Presse gingen Calvinistische Werke hervor, deren Verbreitung ihn 1574 in's Gefängniss brachte. Seine Haft scheint lange gedauert zu haben, denn im Jahre 1578 floh er nach Heidelberg, ohue wieder nach Leipzig zurückzukehren. Gessner lässt ihn daselbst 1590 sterben. Der calvinistischo Baccalaureus dürfte die Randleisten für Valentin Pape geschnitten haben, welcher sie zuerst zur Verzierung v on Büchern benutzt haben könnte. Die Buchstaben E V B S würden dann „Ernst Vöglein Baccalaureus Sculpsil" bedeuten. Man weiss, dass »oglein auch für Thurncisser's Werke Holzstöcke geschnitten habe; 8 o für dessen Quintessenz 1574, und für die „Historia sive Descriptio Plantarum omnium" 1578. Vöglein hat die Formschneidekunst sicher Dicht erst in den Jahren seiner Verfolgung erlernt. Er scheint aber dieselbe gegen 1574 in Folge der Störung seines Geschäftes neuerdings wieder aufgenommen zu haben, und nach seiner Flucht aus Leipzig konnte sie ihm Erwerb verschaffen. Die Data sprechen also eben so wenig gegen Vöglein, als die von uns versuchte Erklärung der Buchstaben in den Winkeln der gekreuzten Sehneidmesser. Nur kennen wir kein Buch mit den Randleisten, auf welchen sie vorkommen. 1813. Ferdinand Berthold, Maler in Dresden, ist seit mehreren Jahren durch Genrebilder bekannt, welche n Engel mit Kranz und Palme. Oval, qu. 8. 1818. Unbekannter Formschneider oder Buchdrucker, welcher C* wahrscheinlich in Erfurt lebte. Man findet eine in Holz ge- Ijj schnittene Titeleinfassung mit diesem Zeichen, welches den Buchdrucker, andeuten dürfte, nicht den Formschneidcr. Rechts Un d links erheben sich Pfeiler auf Basen, welche oben durch einen verzierten Bogen verbunden sind. Auf jedem Capitäle kniet gj> Engel mit Flügeln, wovon jener zur Linken einen Stock erhebt. ■*•• untere Leiste enthält zwei nach den Basen gewendete Sceungcheuer, ünd zwischen beiden steht ein verzierter und ausgeschweifter Tisch, * U1 welchem das Zeichen angebracht ist. Links an der Säulenbase 8t eht die Jahrzahl 1520. H. 6 Z. 5 L. Br. 4 Z. 6 L. 788 BF. Nr. 1819-1821. Diese Titelbordüre wurde zu einigen Schriften von Dr. M. Luther benutzt. Wir finden sie angewendet zu „Antwort Doctoris Martini Luthers von K M. vnd Fürsten des Reichs au/f ansuchüg der buchet vndter seinem nami auszgangen etc. Im Jhare M.D.XXl. Dieselbe Kin- fassung enthält auch den Titel folgenden Werkes: Vonn walfarl Erasmi lloterodami vermanung wo Christus vnd sein reich zu suche ist. M.D.XXL Die links an der Säulonbasc stehende Jahrzahl 1520 ist hier in 1521 geändert, und zwar in der Art, dass 0 in 1 zugeschnitten wurde. Dasselbe verhält sich wahrscheinlich auch mit dergleichen Titcleinfassung zum Passional Christi und Antichristi , auf welches Brulliot 1. No. 888, und Heller (Leben des L. Cranach. II. Aufl. 1844, S. 207) aufmerksam inachen. Diese Schriftsteller weichen aber in der Form des Mono- grammes ab, indem sie dasselbe grösser geben. Das l'assional ist mit 26 Holzschnitten nach L. Cranach geziert. Sie enthalten Scenen aus dem Lehen Jesu und eines Papstes. Der Druckort des Buches ist nicht angegeben, Veescnmeycr (Literarische Blätter 1803, III. S. 235) vermuthet aber, es sei zu Erfurt bei Matthäus Maler erschienen- Sicher ist, dass zu Erfurt mehrere Schriften von Dr. Luther und Erasmus von Boterdam gedruckt wurden. Der Drucker ist aber nicht genannt, nur zuweilen dessen Firma, wie auf dem Titel: Eyn Sermon zu Erphordt au/f sanl Seuerstag — I). Mar. Luther. Im Jar MD.XX1L Gedruckt zu Er/fordt zum Schwarzen llorn, i. Der Schneider der genannten Titeleinfassung ist nicht bedeutend. Er copirte wahrscheinlich auch die Holzschnitte von L. Cranach im Passional Christi und Antichristi. 1819. Unbekannter Kupferstecher, welcher in Leyden lebte, und /rj zu Anfang des 17. Jahrhunderts thätig war. Man findet Titel? ^T blfttter von ihm, besonders in Leydner Druckwerken um 1600 bis 1610. Das Monogramm könnte auch aus den Buchstaben AhF oder ADF bestehen. 1820. Francesco Primaticcio und Louis Ferdinand haben auf B-.—■• diese Initialen Anspruch. Man findet sie auf radir- I i ten und gestochenen Blättern mit mythologischen l" und allegorischen Darstellungen nach Gemälden und • -L • Zeichnungen des Francesco Primaticcio, besonders zu den Wandgemälden desselben in Foiitaincblcau. Sie gehören in ein Zeichenbuch unter dem Titel: Le livre original de la portraiture pour la jeunesse, tiri de Francois liolognese et autres hons peintres. A Paris chez P. Mariette et fils. Louis Ferdinand fecit. gr. 8. Der Buchstabe B. steht links unten, und F. rechts in derselben Richtung* Ersterer bezieht sich auf F. Bolognese, den Maler Francesco Primaticcio, über welchen wir unter dem Monogramm AP No. 1109 Nachricht gegeben haben, sowie wir auch unter B 0 L auf ihn zurückkommen« Der Buchstabe F deutet den Herausgeber des Zeichenbuches, den Maler L. Ferdinand an, welcher 1689 zu Paris im 77. Jahre starb. Es sind Bildnisse und historische Darstellungen nach ihm gestochen. Dann hat er selbst mehrere Blätter radirt, worunter die schönen Kindergruppen nach L. Testclin Erwähnung verdienen. 1821. Francesco Francia Bolognese? Unter diesen Initialen füh- ap_j- ren wir einen italienischen Goldschmied ein, welcher in • H • der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, anscheinlich gegen Ende desselben, thätig war. Frenzel beschreibt im Stern* berg'schen Cataloge I. No. 1788 ein bis dahin unbekanntes Nicllo von ihm. Es stellt fünf spielende Amoretten vor. In Mitte des Grundes BF. Nr. 1822—1823. 789 reitet ein solchor auf dem Bocke, welcher von einem anderen Liebes- 8°tte am Stricke gezogen, und von einem dritten links fortgestossen Wl ,rd. Im Vorgrunde stützt sich ein Amorot knieend auf die Kugel ""t den Buchstaben BF, während er mit dem Pfeile in seiner Linken "ach i[om vor ihm sitzenden kleinen Liebesgotte stüsst. H. 3 Z. 10 L. Br - 2 Z. 10 L. r>er Grund dieses Niello ist schwarz. Die Umrisse der Figuren *nd kräftig geführt, und die Schatten mit feinen Strichen gegeben, ^er Meister ist unbekannt. Nach Frcnzol dürfte es gewagt seyn, J'. ( * nci <* Bolounese zu lesen. Auch hat die Arbeit wenig Achnlichke.it St n ^° n Stichen £ ^ e8 Sandro Botticelli, welcher aber bei richtiger r* "mg der Buchstaben nicht F. B. signirt haben würde. Ferner will Frenzol diesen Niclleur auch nicht mit dem Meister bei Bartsch •*■»• No. 545 verwechselt wissen. , Das Blatt der Sternberg'schen Sammlung wurde 1836 mit 47 Tha- le m bezahlt. 1822. Nlccolo Boldrinl, oder Battlsta Franco. Nach Brulliot II. No. 241 findet man diese Initialen auf einem Holzschnitte, welcher die Kreuzabnehmung vorstellt, eine Composition von mehreren Figuren, darunter Johannes mit gefalteten Händen. Links unten bemerkt man die Buchstaben B F. H - 8 Z. Br. 6 Z. . Man schreibt dieses Blatt dem Niccolo Boldrini zu, so dass Bol- •"»nt fecit zu lesen seyn würde. Allein man kann auch den Zeichner ?er Maler unter BF vermuthen, allenfalls den Battista Franco, da leser auch zwei andere Holzschnitte auf solche Weise bezeichnete. °ldrini bediente sich eines aus NB bestehenden Monogramms, und , . \ st nicht nachzuweisen, dass er auch mit den Buchstaben BF ge- zei chnet habe. 1823. Battlsta Franco, genannt Semolco, findet unter B. F. V. F. '^ P H R" eme ausführliche Stelle, und daher beschränken ' w ' r uns hier auf die Blätter, welche ihm weniges j or z e i c h llull g na ch zugeschrieben werden können. Es sind icss Holzschnitte von geistvoller Behandlung, so dass man annehmen ""sste, Semoleo habe sich über jenes Vorurtheil hinausgesetzt, wel- ij® 8 jetzt bezüglich der Malerformschnitte noch hier und da herrscht. e( lenf'all s dürfte das erste, Bartsch unbekannte Blatt von ihm selbst Schnitten seyn. j> 1) Die Grablegung. Rechts hält ein Jünger den Leichnam des ? rr n, und hinter ihm stehen Männer. Links sieht man die hl. Frauen », lt der zu den Füssen Jesu knicenden Magdalena. Unten links B. F. H> 8 Z. Br. 6 Z. 1 L. B , 2) Der christliche Heros , B. XII. p. 136 No. 14. In Mitte des j»ttes kämpft ein Krieger im antiken Costüm mit dem Schilde gegen «nonen an, und der Tod sucht ihm den Weg zu versperren. An T. n . er Seite sieht man die allegorischen Figuren des Glaubens, der Ulli un<1 de r Religion. Im Vorgrunde links lehrt Christus die Jünger, l)r , recnt s gehen die Verdammten in Flammen auf, und werden von 'in!} n n zer fl eia eht. Oben krönt Christus in einer Glorie von Engeln ■ MDCX. Mantuae, folge. Unten gegen die Mitte an einem Steine stehen die Buchstaben li F. Im Cabinct Cicognara (A. Zanetti — p. 55) war ein Abdruck von zwei Platten, die eine mit den Contouren und den Schatten in wohl verstandener Schraffirung, die andere mit den eintönig gehaltenen Halbtinton. Die dritte Platte müsstc die Höhung in Weiss gegeben haben, welche aber unterblieb. Das Blatt aus den) Cabinet Cicognara weicht auch in den Inschriften von dem im Peintrc- graveur beschriebenen ab. Links unten auf dem Boden ist eine Tafel mit der Schrift: Superiorum — permisum (sie) , und im unteren Rande steht gross geformt das Zeichen des A. Andreani mit: FECIT - ANNO' D- MDCX MANTVAE. Bartsch hält ihn indessen nicht für den Verfertiger der Platte. II. 14 Z. 4 L. und 10 L. Rand. Br. 10 Z. 8 L- Diese Grösse bestimmt Zanetti für den Abdruck des Cabinets Cicognara. Malupina gibt eine Höhe von 13 Z. 3 L., und eine Breite von 10 Z. 5 L. an. Wenn nicht ein verschiedener Maasstab angcleg' wurde, so gibt es zwei verschiedene Platten, was wir indessen nicht glauben. 1824. Natale Bonifacio soll nach Heller, Monogr.-Lexicon S. 53, t~,H(i und Brulliot II. No. 243, unter diesen Initialen seinen Namen Drp angedeutet haben. Um 1550 zu Sebenico in Dalmatien geboren) ' erwarb er sich zu Rom als Kupferstecher Ruf. Heller nenn' aber kein Blatt mit B F., nur Brulliot macht auf einen Kupferstich mit der Geburt des Adonis aufmerksam, und bemerkt, dass man die Composition dem Kafacl zuschreibe. Wir fanden eines Stiches dieser Art ausserdem nicht erwähnt, wissen aber durch Passavant, dass B*' fael weder eine Zeichnung, noch ein Gemälde mit der Geburt des Adonis hinterlassen habe. Uebrigens scheint sich auch Bonifacio 88* Buchstaben B F. nicht bedient zu haben , da auf seinen Blättern ei" aus NB oder N 15 F bestehendes Monogramm, und auch die Initialen N. B. F. S. vorkommen. Nach einer uns zugekommenen flüchtigen Notiz soll der Male'' und Kupferstecher Bonneionne, welcher in der zweiten Hälfte de« 16. .lalu'lniiiilci'ls zu Kontaincbleau arbeitete, mit HF. signirt habe"' Allein wir wissen nur von zwei Hlättern mit seinem Namen. D' s eine stellt die June vor, angeblich nach Rafftet, das andere entha" Studien von mehreren Figuren nach Paolo Vcronese. Schliesslich machet! wir auch doch auf Ohrist's Monogrammenbuch aufmerksam, in welchem S. 123 die Buchstaben BF mit der .fahrzahl 1580 niiitlmiasslieh auf Battista Fontana gedeutet werde*' Dieser Künstler war Maler, und stach auch Blätter in Kupfer, N' 0 ' mand aber nennt einen Kupferstich mit diesen Initialen. Christ Ter wechselt diesen Meister mit einen jüngeren Künstler dieses NamcnSi welcher zu Anfang des 17. Jahrhunderts in Innsbruck lebte. Er saP nämlich, sein Battista Fontana sei wohl mit jenem .1. B. Font»« 9 ' welcher die Bildnisse aus Krzherzog Ferdinands Rüstkammer in Ambra» gezeichnet hat, Eine Person. Dieses seltene Prachtwerk, mit Tc* von Jakob Schrcnk von Notzing, erschien zu Innsbruck bei Jobanne Agrieola 1601 mit 125 Kupferstichen in fol. Fontana nennt sich a ue BF. Nr. 1825-1828. 791 ni 'r auf dem allegorischen Titelblatte mit dem Bildnisse des Erzherzogs Ferdinand, und zeichnete kein anderes Blatt mit B F. Der kMch ist bekanntlich von Domenicns Cnstodis. Vorgl. auch den folgenden Artikel. 1825. Battista Franco? Nach Brulliot 11. App. No. 37 findet i5fj<) man diese Bezeichnung auf einem radirten Blatte, welches B p vielleicht von dem Meister B F. 1586 herrühret. Es stellt die " Ruhe der hl. Familie auf der Rückkehr von Aegypten dar. Maria sitzt mit dem Kinde in den Armen auf einer Bank, und links •Wehen zwei Fngel vom Baume herab dem Kinde Früchte. Joseph 'st ebenfalls links zu sehen, und rechts füttert ein Engel den Esel. JM Rande steht: Ex Aegyplo voeavi filium meum etc. Höhe mit dem Jtondo 13 Z. Br. 9 Z. Dieses Blatt soll in der Manier dos Battista Franco radirt seyn, jj°ch kann es von diesem Meister wohl nicht herrühren, da er 1580 kaum mehr am Leben war, oder wenigstens in so hohem Alter stand, uass an eine Kunstthätigkcit nicht mehr zu denken ist. Mit B F Jeichnete er nur zwei Holzschnitte. Auf Kupferstichen stehen die «itialen B. F. V. F. 1826. Sisto Badalocchio oder Jacques Belly. Heller deutet in [} u seinem Monogr.-Lex. S. 53 die Initialen B. F. auf Sisto • " • Rosa, genannt Badalocchio. Schüler des Annibale Carracci li. p kam er mit Lanfranco in Berührung, welchem er wenigstens in seinen radirten Blättern nachahmte. Bartsch P. gr. XVIII. P- 352 beschreibt 34 Blatter, worunter aber keines mit B. F. bezeichnet Se yn soll. Hcller's Angabe unterliegt daher noch der Bestätigung. Wir vermuthen indessen, dass es sich hier um radirte Blätter nach Annibale und Agostino Carracci handle. Sie rühren von Jacques «elly aus Chartas her, und gehören in folgendes Werk: La Gallerte du palais Farnaise en la ville de Rome etc. par J. Belly lßfpl. Wir Verden unter dem Monogramm l.B.fec, und unter den Initialen /. B. F. darüber handeln. Nur wenige Blätter sind mit B. F. bezeichnet. 1827. Bernard Baron, Kupferstecher, geb. zu Paris um 1700, B p gest. zu London 1766. Schüler von Nicolas Tardieu, lieferte *. . ' er eine bedeutende Anzahl von Blättern nach verschiedenen geistern. Auf einigen Bildnissen stehen die Initialen B F. Ch. le b .'anc, Manuel de l'Amatcur d'Estampcs I. p. 150, gibt ein Vcrzcich- n 'ss seiner Blätter. 1828. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte B p des 16. Jahrhunderts in Frankreich gelebt zu haben scheint. Nach Bartsch (P. gr. XV. p. 545) findet man diese Buchstaben a "t einem Kupferstich«, welcher einen Portikus von dorischer Ordnung ^stellt, anscheinlich in Copie nach jenem Meister, welcher an das Sonogramm G J das Wort ALION setzt, d. i. Jean de Gourmont aus J ' v °n. Bartsch setzt aber diesen Künstler unter die deutschen Meister, " n u beschreibt das Original IX. p. 149, unter dem Titel „Laokoon". "»eses Blatt stellt nämlich im Mittelgrunde den Laokoon vor, wie er ™'t den beiden Söhnen von Schlangen umwunden wird, der Copist ' lft .ss aber die Gruppe weg. Er nahm das Gebäude von der Gegen- ?^te, indem der Portikus links am Ufer des Meeres sich erhebt. "■ 4 Z. 3 L. Br. 5 Z. 7 L. Bartsch scheint die Copie einem Meister der römischen Schule ^zuschreiben, der Meister dürfte aber in Frankreich zu suchen seyn, n <«.'m j, de Gourmont um 1570—1580 in Paris lebte. Wir wagen es 55* 792 BF. Nr. 1829 - 1833. nicht, zu entscheiden, ob die Buchstaben Bonneione Fecit oder lioba Fecü bedeuten. Der erstere milchte eher anzunehmen seyn. Er ge- hört der späteren Zeit der Schule von Fontaincblcau an. 1829. B. Flyssler, oder Bertrand Fouchler? In der Gallerie de» B F A° 1 f"\l Saldanha y Castro, Grafen von Penamacor zu • lOöi . jjjggafoQ,^ befindet sich ein schönes Gemälde, welches die Samariterin am Brunnen in einer Landschaft vorstellt, und mit B. F. A? iß.37 bezeichnet ist. Graf A. Raczynski (Dictionnaire historico-artistique du Portugal p. 19) möchte glauben, es sei dies jenes Bild, welches Guarienti (Abecedario pittorico p. 114) in der Sammlung des M. Bcllagarde, eines um 1750 in Lissabon lebenden französischen Kaufmanns, gesehen hatte. Der genannte Schriftsteller schreibt es einem Carlo de Hoech zu, worunter wahrscheinlich Carl de Hoeck oder Iloeckc im Künstler-Lexicon zu verstehen ist. Auf Hoeck passt aber die Bezeichnung nicht. In Amsterdam lebte uff 1610 —1640 ein B. Flyssier, welcher sehr schöne Bildnisse und auch historische Darstellungen malte. Einige der ersteren bezeichnete er mit B. F. und der Jahrzahl, und es wäre daher wohl möglich, das' das Gemälde des Grafen von Penamacor von ihm herrühre. Uebrigens ist auch an Bertrand Fouchier zu denken. Schule* des A. van Dyck, studirte er in Venedig mit besonderer Vorliebe die Werke Tizian's, und malte auch mehrere Bilder in der Weise desselben. In anderen Werken nahm er den Tintoret zum Vorbilde, konnte aber zuletzt in der Heimath mit seiner italienischen Manier nicht durchdringen. Die Bilder im Gcschmacke des Adrian Brouwer, und seine Gesellschaftsstücke fanden grösseren Beifall. Fouchier wurde 1609 zu Bergen-op-Zoom geboren, und starb daselbst 1674. 1830. F. B. Forge, ein nach seinen Lebensverhältnissen unbe- rj p- kannter französischer Maler, war in der ersten Hälfte des Jj. r. j8 Jahrhunderts thätig. Er malte Genrebilder in der Weise des Adrian Brouwer u. dgl. In der Gallerie zu Pommcrsfelden is' eine Lagersccne mit einem Tabulctkrämer auf obige Weise bezeichnet Dieses Bild ist sehr schön, und zart behandelt. 1831. Bartholomäus Frlscheintz ? Man findet ein radirtes Blatt, B welches die Büste eines bärtigen Mannes mit Pelzmütze vor- p stellt. H. 3 Z. 7 L. Br. 2 Z. 11 L. Nach Brulliot II. No. 243 ist es in der Weise des Kupferstechers Hcrtel von Augsburg bebandelt, so dass dieser Künstler irgend eine alte Zeichnung zur Vorlage gehabt hätte. Vielleicht ist an Bartholomäus FrischeinW von Augsburg zu denken, welcher Bildnisse, Köpfe in Rembrandt'S und Castiglione's Manier und auch Schlachtbilder malte. Lukas Ki* lian stach nach ihm das Reiterbild des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg mit einer Schlacht im Grunde, gr. fol. Frischeintz war um 1600—1630 thätig. 1832. Unbekannter Kupferstecher, welcher nach Christ (Monogr- R TT Erklärung S. 123) um 1683 in Lyon gearbeitet haben dürfte^ IJ. r . j) er genannte Schriftsteller sagt, dass man die Initialen B. * auf Kupferstichen finde, welche 1683 zu Lyon gedruckt seyen. 1833. Unbekannter Kupferstecher? Diese Initialen deuten nach R F- ^ er '° (Kunst u. Künstler &c. S. 545) einen Künstler an, wcl- • eher in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Cöln thätig gewesen seyn soll. Merlo kennt nur ein Blatt von ihm. Es stellt ein auf vier Rädern ruhendes Schiff vor, welches von Engeln in B°" BF. Nr. 1834- 1837. 793 wcgniig gesetzt wird. Auf dem Verdecke liegen Kronen, Helme, Mitren und Hüte, und rechts sitzt die hl. Jungfrau mit dem Kinde; auf dem Throne. Links steht die Fortuna auf der Kugel, und hält eine Fahne mit den Buchstaben BF: Auf zwei kleinen Segeln steht: **■ P. MAXIMILIANl SANDEI SS. Th. 1). COLON: AGRIPINAE AHo IGto, auf dem Hauptsegel: SANCTA MARIA DE BONA FOR- ^VNA Sodalitat. B. V. M. Colon., kl. 8. . Die Buchstaben B F. gehören wohl nicht dem Künstler an, da "w ihn auf der Fahne keine Stelle ist. Sie bedeuten wahrscheinlich: üßona Fortuna". 1834 Vittorio Baldini, Formschneider und Buchdrucker von B p Ferrarn, fand oben unter dem liegenden Buchstaben pq No. 1557 eine ausführliche Stelle, und daher verweisen wir darauf. «»35. Medailleure, welche durch die Initialen B F. ihre Namen ß F andeuteten': B. p Ulrich Brupacher, Medailleur von Luzern von 1714—1746. >.' ' Rr zeichnete Münzen und Medaillen mit B F. und U B. Sein Nachfolger an der Münze der genannten Stadt war Heinrich Brupacher, welcher noch 1790 producirte. Auch dieser Künstler zeichnete B F. . Johann Martin Buckle, geb. zu Geisslingen 1742, arbeitete in einer früheren Zeit zu Augsburg, fand dann 1778 in Durlach eine Anstellung als Medailleur und Münzmeister, und starb 1811. Man nndet schöne Medaillen von diesem Künstler, deren einige mit B. F., ai >dere mit I M B bezeichnet sind. J. Bemler war von 1790 — 1797 in Paris thätig. Seine Gepräge Sehören der Geschichte der französischen Revolution an. , Nicolas Guy Antoine Brenet fertigte von 1806 an mehr alsSOMe- 'äillcn zur Verherrlichung Napoleon L und seines Hauses. Auch pUdwig XVIII. huldigte er, und was er im Auftrage des Königs Louis *mlipp producirte, zeugt noch von keiner Abnahme seiner Kräfte. Auf einigen Geprägen zeichnete er B F., die meisten Werke tragen ab er den Namen. Jean Jacques Barre, geb. zu Paris 1793, zählt zu den berülun- e n Meistern seines Faches. Ein Theil seiner plastischen Arbeiten Rehört der Geschichte Frankreichs von 1792— 1840 an, ein anderer V(! rewiget die Bildnisse hoher und berühmter Personen. Mit B. F. bezeichnet sind nur wenige Schaumünzen aus seiner früheren Zeit, wie f'ie des Dr. Gall mit Aesculap am Krankenbette (1820). Die Mehr- ' a fll seiner Werkt! trägt den Namen. Barre Forgeais trat 1848 als Künstler auf. Er wird von Schlickten ebenfalls unter die mit B. F. zeichnenden Meister gezählt. 1836. Baron von Busch copirte das Bildniss Rcmbrandt's nach Ji. f> /770 dem Originalblatte von 1633, aber von der Gegenseite, r 'so dass die linste nach rechts gerichtet ist. Diese t0 Pie ist mit B. F. bezeichnet. II. 4 Z. 7 L. Br. 3 Z. 10 L. 1837. Francesco Borzoni, Marinemaler von Genua, geb. 1625, ^3 gest. 1679. Dieser Künstler malte Bilder in der Weise des . _* Claude Lorrain und Salvator Rosa, gewöhnlich Scestürme, welche , n Frankreich grossen Beifall fänden. Er war Hofmaler des Königs J-udwig XIV. j, Obige Initialen stehen auf einem kräftig radirten Blatte mit zwei Erzeugen auf stark bewegter See. Unten in der Mitte bemerkt mau 794 BF-BFE. Nr. 1838-1842. die gegebenen Buchstaben. H. 8 Z. 4 L. Br. 13 Z. 2 L. Den Namen des Meisters, verkehrt geschrieben, trägt ein linderes Blatt, welches einen Seesturm vorstellt. Es ist kräftig radirt, wie das obig" Blatt. H. 8 Z. 9 L. Br. 13 Z. 8 L. 1838. Joseph Bergler, Maler und Radircr von Salzburg, welcher ^_^ 1829 als Direktor der Akademie in Prag starb, (T) U * hinterliess eine bedeutende Anzahl von Blättern. /*\ J* Mehrere sind mit J. B. bezeichnet, die Buchstaben ^-K^y ' ' B: F in der gegebenen Form stehen auf einer Ra- / 8 O nen Nachtrag zu liefern. Die gegebenen Buchstaben, fein punktirt, findet man auf einem radirten und gestochenen Blatte von F. Place, welches Truthühner vorstellt. H. 3 Z. 5 L. Br. 4 Z. 9 D Es gehört zu einer Folge von 15 Blättern nach und von Francis Barlow, und die Buchstaben B F. beziehen sich auf letzteren. Das Werk, zu welchem dieses Blatt gehört, ist No. 1625 angegeben. 1840. Bernhard Fröhlich, Zeichner und Maler, wurde um 1818 zu München geboren, und sollte sich, als der Sohn ^"o> des vor wenigen Jahren verstorbenen Gymnasial- z<^7 £~// Bectors Fröhlich, den Wissenschaften widmen. Die *_^-^ Neigung trieb ihn zur Kunst, ohne ernste Studien ^/S ^ /D folgte er aber lieber dem leichten Spiele der Phan- (si>/fS'9- / (/6<54 tasie, und sein glückliches Talent erging sich daher bis jetzt fast nur in Zeichnungen zur Illustration, oder wie sie der Moment gebot. In den bei Schneider und Braun zu München erschienenen fliegenden Blättern sind mehrere schöne Holzschnitte nach seinen Zeichnungen. Auch unter den Bilderbogen aus demselben Verlage begegnen wir solchen nach Fröhlichs Zeichnung' Zur Bezeichnung bediente er sich häufig der Initialen des Namens, und auch eines Monogramms. 1841. Barkhart Fendt, Maler von Augsburg, gehört der Richtung Vdes alten Hans Holbein an, kam aber im Vcrlaufo der Jahrhunderte fast in gänzliche Vergessenheit, da wir weder ein Gemälde noch eine Zeichnung von ihm angegeben finden. Es müssen aber in Augsburg noch Werke von ihm vorhanden seyn, da er für Kirchen und Stifte arbeitete. Auf Zeichnungen sollen die Buchstaben b F vorkommen, wir haben aber kein Blatt dieser Art gesehen. Ueber die Existenz des Meisters kann wenigstens kein Zweifel erhoben werden. Im alten, von Thomas liurgkmair augelegten Handwerksbuche der genannten Stadt ist sein Tod unter dem Jahre 1515 angezeigt. 1842. Battista d'Angell del Moro, der Schüler Tizian's, bezeich- R TTFPTT MORD ncte au ^ solche Weise ein radirtes Bl»t*> D. rcui iviwxvw. welchc8 dic h] Juugfrau mit dcm Kinde vorstellt. Rechts führt Elisabeth den kleinen Johannes herbei, welcher Früchte anbietet, und gegenüber pflücken zwei Engel Blumen- Rechts oben an der Mauer ist die gegebene Inschrift. H. 9 Z. 2 D Br. HZ. 10 L. BFE—BFVF. Nr. 1843-1849. 795 Bartsch P. gr. XVI. p. 183 No. 9 beschreibt dieses Blatt. Wir gaben unter dem Monogramme B. AM No. 1677 bereits über diesen Künstler gehandelt. '843. Barbara van den Broeck, die Tochter des Malers Crisi>in ß p . . van den Bioeck, stach nach Zeichnungen ihres n ,,! . I Vaters mehrere Blätter in Kupfer, welche in der "■ rü. f'ec. \ gegebenen "Weise bezeichnet sind. Auf einem R- filia sc. ( solchen mit der hl. Familie steht ausser dem B- Füia CriiV sc ans C V B bestehenden Monogramme Crispin's ' ' ' II. filia sc, fol. Ein Kupferstich mit Simson 'lad Ualila ist bezeichnet: Crispin inv. IS. Fecit, an. fol. Auf einem Blatte mit Venus und Adonis Host man: II. Fil. fec, qu. fol. Auf wideren Blättern zeichnete sie: Barbara fecit. 1844. B F. Lelzel, Kupferstecher in Augsburg, war in der ersten ß F I Hftlfte des 18. Jahrhunderts thätig. Kr stach Landschaften, darunter eine Folge von 12 Blättern, welche bei J. G. Bock erschienen, qu. 12. Auf einem dieser Blätter stehen die Initialen BFL. 1845. Anton Bovy, Stempelschneider von Genf, gehört zu den B. F T ausgezeichnetsten Meistern seines Faches. Mehrere sei- ' ner Medaillen und Schaustücke gehören zu den Pracht- werkon der Miniaturplastik. Bovy arbeitete 1830 in Genf, liess sich aber nach kurzer Zeit in Lausanne nieder. Die Initialen B.F.L. bedeuten daher: A. Bovy f.ausannae. Seit Jahren ist der Künstler in laris beschäftiget. Die Namensinitialen stehen indessen nur auf wenigen Geprägen. Er fügte gewöhnlich den Namen bei. 1846. Philipp Christian Bimsen war von 1764-1790 Mflna- B_ P >j moister in Frankfurt am Main, und neben ihm bekleidete ' ' ' Georg Neumeister die Stelle eines Wardeins. Auf '•epi'ägen der Frankfurter Münze aus jener Zeit bezieht sich der Buchstabe B auf Bimsen, F deutet die Münzstätte an, und N den "Wardein Neumeister 1847. Unbekannter Kupferstecher, welcher nach Heller (Monogr. B. F R Lex. S. 54) um 1664 in Deutschland thätig war. Der • ' genannte Schriftsteller nennt aber kein Blatt mit diesen Initialen, und auch wir Indien keine Kunde von einem solchen. 1848 Battista Pittoni von Yicenza zeichnete auf solche "Weise ,V etliche radirte Blätter mit römischen Ruinen. Wir haben unter t) p dem Namen HATISTA P. V. F. über ihn gehandelt, und auch ^ das Werk angezeigt, in welchem die Blätter vorkommen. Obige Buchstaben sind llaptisla Vicentinus Fcrit zu lesen. 1849. Gioan Battista Franco, genannt Semoieo, Maler und Kupfer- B-|—-, -t -r ~% —1 Stecher, wurde nach einigen 1493, nach L \/ a, p x IHulcren um 15 1° geboren. Udinc wird "▼" j -T y / T -T gewöhnlich als seine Geburtsstadt an- TWtfAAKV |agebtn, die öeaehkhtaehreiber des p ._, -O^X V x Friaul wissen aber nichts von ihm. ". F, V. F. Wenn die Aufschrift eines späteren Ab- B F V IXT XJ"NJ *r,.; druckes das Blatte* mit der hl. Familie, • i . v . ii>. i> ix. exe. 1 oliö. y Nq 3üj ric i ltiK i^ stammt der Kunst - 'er aus Venedig. Man liest nämlich: Baptista Francus Venetus fecit. •'cdenfalls arbeitete Franco die längste Zeit in Venedig, und starb daselbst gegen 1580. Vasari bestimmt irrig 1561 als Todesjahr. 796 BFVF. Nr. 1849. Gemälde dieses Meisters, welcher einen hohen Sinn für Compositum im Style des Michel Angelo hatte, findet man in Kirchen zu Florenz, Urbino, Bologna, Osimo, im Kirchenstaate und zu Venedig. Sie sind thcils mit dem Namen, theils mit den Initialen bezeichnet. Für die Majolica-Fabrik des Herzogs von Urbino fertigte er um 1540 viele Zeichnungen zur Verzierung von Gefässen. In der Vasensammlung der Spezieria zu Loreto sind vier Vasen mit den Evangelisten mit B. F. V. F. bezeichnet. Auf Majolica malte indessen Franco nicht. Orazio Fontana bediente sich aber der Zeichnungen desselben. Bartsch P. gr. XVI. p. 118—154 beschreibt 93 Blätter dieses Meisters, und fügt 15 andere in einem Anhange bei, da sie ihm nicht mit voller Sicherheit zugeschrieben werden können. Franco bediente sich nur der Kadirnadel, und besorgte die Aetzung. Einige Blätter sind flüchtig radirt, und im ersten Drucke bemerkt man keine Nachhülfe mit dem Stichel oder der Schneidnadel. Man kann sie eigentliche Actzdrücke nennen, welche unmittelbar von der Hand des Meisters kommen. Die zweite Gattung ist etwas sorgfältiger radirt, und um Harmonie zu bewirken, arbeitete er hier und da mit der Schneidnadel in die Platte. Auch diese Abdrücke gehören zu den ersten, und zeigen keine Spur einer fremden Hand. Eine dritte Gattung von Originalradirungen ist mit feiner Nadel bewirkt, und das Aetzwasser hat wenig durchgegriffen, so dass die Abdrücke zart und klar im Bilde erscheinen. Man findet aber sehr selten Exemplare dieser Art, da die Platten eng überstochen wurden, und zwar in nach verschiedenen Richtungen laufenden Lagen, welche öfter mit Punkten ausgefüllt sind. Diese Arbeit übernahm ein anderer Künstler, welcher weniger Sinn für malerische Wirkung hatte. Die Blätter der vierten Klasse sind breit, aber zierlich radirt, und durch das Aetzwasser so weit gefördert, dass es nur der Schneidnadel bedurfte, um die abgestumpften Striche in feine Spitzen auslaufen zu lassen. Die früheren Abdrücke haben weder Namensbuchstaben noch eine Adresse, und die Verschiedenheit der Behandlung möchte glauben machen, dass es sich nicht um Produkte des einen und desselben Meisters handle. Die Initialen des Namens und die Adresse wurden grösstcntheils erst nach der Ueberarbeitung mit dem Stichel auf die Platten gesetzt. Auch Frauco's voller Name kommt erst in späterem Drucke vor. Man muss aber bei letzterem unterscheiden, ob die Platte einer Retouche unterworfen war, oder nicht. Es wurden bei dieser Gelegenheit radirte Stellen mit dem Stichel aufgestochen, und zuweilen auch die Adresse weggenommen. Die Abdrücke ohne Adresse sind daher nicht immer erster oder zweiter Art. Man findet ungefähr zwanzig Blätter mit den Initialen. Das Blatt mit der Adresse N N. exe. (Nicolo Nelli) stellt mehrere Todten- köpfe in Friesform dar, B. App. No. 4. Nachtrüge zum Peiiitrc-gravcur von A. Bartsch. 1) (B. No. 11) Die Kreuztragung. H. 9 Z. 2 L. Br. 12 Z. 6 L. Man hat drei verschiedene Abdrücke: 1. Vor den Initialen B.F. V. F., und vor der Adresse: In Venelia u Sta. Fo$ca. IL Mit den Initialen und der Adresse, aber vor der Retouche. III. Mit den Initialen und ohne Adresse. Das Laub des Baumes, welcher sich links hinter den zwei Reitern zeigt, ist in I. u. IL radirt, wurde aber bei der Retouche ganz mit dem Stichel eingestochen. Die Luft blieb ursprünglich leer, dann aber wurden Wolken eingestochen. BFVF. Nr. 1849. 797 2) (B. No. 8) Die Anbetung der Hirten. H. 13 Z. 8 L. Br. 10 Z. !• Vor den Initialen B. F. V. F., und vor der Adresse. II. Mit den Initialen B. F. V. F. III. Mit den Initialen und der Adresse: Franco forma , aber ohne Dedication. IV. Mit der Dedication an Giosefo Sabatiui. Die Platte ist retouchirt. 3) Die Anbetung der Hirten, in anderer Composition, und auch wi Machwerk von obigem Blatte verschieden. Hechts unten B. F. V. F. H. 8 Z 4 L. Br. 6 Z. 5 L. 4) Joseph vor Pharao, wie er die Träume deutet. Erstercr sitzt rechts in einem ( Zimmcr von reicher Architektur, und Joseph, steht in Begeisterung vor ihm. Die Umstehenden theilcn die Ueberraschung. Ohne Namen und Zeichen, aber in der Weise Franco's. H. 15 Z. Br. 18 Z. 4 L. 5) Moses schlägt Wasser aus dem Felsen. Composition von ungefähr 30 Figuren in einem Walde. Moses und Anron stehen links. H. 10 Z. Br. 15 Z. 6 L. Dieses Bartsch unbekannte Blatt will man dorn Franco beilegen, die Composition erinnert aber an Polidoro, und der Stich könnte von Cherubino Alberti seyn. 6) Herkules tödtet die Lernäische Schlange, verschieden von der Darstellung bei Bartsch No. 39, welche in die Höhe geht. Radirt und geätzt. Wcigel's Catalog No. 9238. II. 8 Z. 5 L. Br. 11 Z. 8 L. 7) Pan lehrt den jungen Olympus die Flöte blasen. Nach einem berühmten antiken Werke in Rom. Ohne Zeichen, mit der Schrift: Romas ab anliquo in horlo federtet Cardinalii Caesij. H. 13 Z. Br. 9 Z. 3 L. Bartsch erwähnt dieses Blatt im Werke des Enea Vico No. 22, Weigel No. 12511 hält es aber für Arbeit des B. Franco. 8) Der Triumph des Bacchus. Bacchanten und Satyren sind mit Elephanten, Cameclen, Löwen, Tigern &c. beschäftiget. Bacchus steht auf einem Wagen nach links gerichtet, und wird von der Viktoria bekränzt. Ohne Namen, aber von Malaspina II. p. 88 dem Franco zugeschrieben. H. 12 Z. 2 L. Br. 17 Z. 10 L. 9) Grosses Silcnfest, mit einem Elephanten in der Mitte. Rechts am Horizonte zeigt sich der Sonnengott. Reiche Composition, wahrscheinlich nach Giulio Romano. Ohne Zeichen. II. 14 Z. 8 L. Br. 20 Z. 9 L. 10) (B. No. 58, 66 u. 76) Die Religion mit dem Storche, zwei geflügelte Genien mit Fackeln, und verschiedene Thiere. Nach antiken Bildwerken. — Diese Vorstellungen wurden ursprünglich auf einen Bogen gr. qu. fol. abgedruckt. 11) Der Löwe des hl. Marcus nach rechts, mit dem Evangelium. Sehr seltenes Blatt, welches Bartsch nicht kannte. H. 5 Z. 2 L. Br. 7 Z. 4 L. 12) (B. No. 48—53) Sechs Darstellungen aus der Geschichte des trojanischen Krieges. Sie waren auf eine Platte gestochen, und wurden auf einen grossen Bogen abgedruckt. Dabei sind auch mehrere Bandstreifen, welche ohne Schrift blieben. Bartsch wusste nichts von einem solchen Drucke. Der ganze Bogen kommt auch nur äusserst selten vor. 13) Sieben männliche Köpfe in Profil, und einige andere Studien auf einem Blatte. Franco fteit, 4. — Dieses Blatt wäre in den Anhang von Bartsch aufzunehmen. 798 BG. Nr. 1850 — 1853. 14) Verschiedene Tliiergrnppen auf einem Blatte. Links unten sind zwei Cameele, und darüber fünf Elephanten. Ohne Zeichen, zu der Folge bei Bartsch No. 75, 76, 78 und 80 gehörig. II. 11 Z. Br. 15 Z. 2 L. Dieses Blatt wird im Catalog Pctzohl angegeben, aber nicht genau beschrieben, wie das folgende. 15) Ein ähnliches Blatt, mit neun Thioren, darunter ein Rhino- ceros links unten, ein Bock rechts unten, und ein Löwe in der Mitte oben. II. 11 Z. 3 L. Br. 16 Z. 16) Studien von acht Thierküpfen, in der Mitte der Vordcrtheil eines Stieres. Unten in der Mitte: Franco fecit. Zweifelhaftes Blatt. II. 6 Z. 10 L. Br. 3 Z. 10 L. 1850. Unbekannter Kupferstecher, welcher gegen Ende des -.-j 16. Jahrhunderts in Deutschland arbeitete, aber auf keine Ifl^ Ffc Selbtfrttadlgkeit Anspruch machen kann. Bartsch P. gr. IX. «X«* p. 575 beschreibt das erste Blatt, das zweite blieb ihm unbekannt. 1) Der Bauer und seine Frau. Sie richten ihre Schritte nach rechts, und der Mann erhebt zornig seine linke Hand, während das Weib die Hände in Geduld kreuzt. Links oben steht das Zeichen mit der Jahrzahl itB9. II. 4 Z. 1 L. Br. 2 Z. 8 L. Gegenseitige Copie nach Dürer, B. 83. 2) Der Sackpfeifcr. Er lehnt sich mit dem Kücken an einen Baumstamm, welcher sich links erhebt. Die Sackpfeifc hält er in den Händen. Mit dein Zeichen und der Jahrzahl iOQfi. II. 4Z. 4 L Br. 2 Z. 9 L. Gegenseitige Copie nach Dürer, B. 91. 1851. Bernhard Gruber, Zeichner und Architekt in München, gab folgendes Werk heraus: Krinncrungsblätter an Regensburg. Regentburg, 0. J. Main 1840; qu. 12. Dieses Buch enthält 32 Stahlstiche mit Prospekten von und in Regensburg, mit Text von Adalbert Müller. Die Titeloinfassung mit dem Wappen der Stadt trägt obiges Monogramm. 1852. Abraham Begeyn fand oben unter dem Monogramm AB j, No. 158 eine ausführliche Stelle, und wir haben auch bereits J*< -f. auf das gegebene Zeichen aufmerksam gemacht. Man findet v7^ cs auf einer schönen Landschaft mit Vieh im k. Museum zu Berlin. Man soll auch Früchtenstücke mit einem derartigen Monogramme finden, welche aber nicht von Begeyn herrühren. Sie ver- rathen einen italienischen Meister, und gehören vielleicht dem Maler G i - rolamo Bersotti aus Pavia an. Fr malte um 1645 Blumen und Früchte mit allerhand Gesehirren. 1853. Giovanni Benedetto Castiglione, Maler und Radirer, geb. zu Genua 1616, gest. zu Mimtua 1670. Schüler von (<• K-r.yilr.^ B. Paggi, stand er mehrere Jahre mit Andrea Ferrari in (Br fP (fir Verbindung, bis endlich A. van Dyck nach Genua kam, \l£'/YJ.}&. una a „f j) ln Eintluss übte. Benedetto ist als Thiermalcr berühmt, leistete aber auch im Bildnisse und in historischen Darstellungen, was nur den besten Künstlern seiner Zeit gelang. Doch haben wir es hier weniger mit Castiglione dem Maler, als dem Radirer zu thun. Fr ahmte mit Glück dem Stefano della Bella, und dem Reni- brandt nach, wofür ihn die Landslcute Grecheiio, d. h. Kratzer, Kritz- ler nannten. Bartsch P. gr. XXI. p. 7 beschreibt 67 geistreiche Radirungen dieses Meisters, und gibt die drei Monogrammen der zweiten Reihe. Das mittlere findet man nach Bartsch auf dem Blatte mit BG. Nr. 1854. 799 den vier Thicren, No. 4, und die beiden anderen Zeichen derselben Beine sind wohl jene in erster Reihe, welche wir nach den kleineren Blättern mit den Büsten von Orientalen, B. 32 — 49, copirt haben. Allein sie kommen nur in Verbindung mit dem Namen vor, so dass Giovanni Bcnodetto zu lesen ist. Ohne Geschlechtsnarnen bedeutet das Zeichen Jlenedetto Genovese. Kin The.il der Originalplatten ist noch vorhanden, und /war in England. Die Nummern bei Bartsch 17, 18, 32—47 u . 48—53 sind in folgendem Werke abgedruckt: A Collec- l'on of original Etchings etc. London, prinled bg J. Kay, Walbeck Street, 1020, fol. Nachtrag zum Pelutrc-graveur. 1) Die Geburt Christi. Maria kniet in Mitte des Blattes vor dem auf Stroh liegenden Kinde, und drückt dessen Kopf an den Busen. Links erscheint Gott Vater mit Kugeln, und rechts sieht man die beiden Thicre. Joseph fehlt in dieser Compositum. H. 11% Z. Br. 8 Z. Dieses Blatt gleicht einer getuschten Zeichnung, indem ein Aqua- tiutaton darüber ausgebreitet ist. Bartsch XXI. p. 39 ff beschreibt liinf Exemplare dieses Druckes, es handelt sich aber nicht um die Erfindung der Aquatintamanier, da diese späteren Ursprungs ist. Castiglione muss sich daher eines anderen Mittels bedient haben. Das erwähnte Blatt ging aus dem Cabinet Sykos für 3 f 13 Si weg. 2) Die Erweckung des Lazarus. Composition von 13 Eiguren. verschieden von .jener B. No. 6, fol. Dieses Blatt ist in der Weise des B. Castiglione radist, und man schreibt es ihm zuweilen zu, während andere eine Arbeit des Biscaino, oder des G. B. Mola erkennen Möchten. Allein das Blatt dürfte keinem dieser Meister angehören. Es ist vielleicht von Salvator, oder von Francesco Castiglione, welche; ebenfalls in der Weise des Bcncdetto arbeiteten. Erstcrer war dessen Bruder, und Francesco der Sohn. 3) Ein Bacchanale mit einer grossen Tenne des Satyr, und eiuem Weibe mit Kindern, welche unter dem Zelte schlafen. Daneben brennt Feuer auf dem Dreifusse. Ohne Namen, aber dem Castiglione zugeschrieben. H. 10 Z. 10 L. Br. 7 Z. 11 L. 4) Zwei Männer im antiken Costi'ime, wovon der eine Waffen sammelt, der andere die Inschrift einer grossen Vase liest. H. 6 Z. 8 L. Br. 9 Z. 5 L. 5) Büste eines Mannes mit bizarrem Barett, welches das linke Ohr frei lilsst. Nach links gewendet, und in Rembrandt's Weise radirt. Links oben: Castiglione Genovese. H. 6 Z. 6 L. Br. 5 Z. 5 L. 6) Büste eines bärtigen Mannes mit Turban, nach links. Oben links in der Ecke: Castiglione Genovese. IL 6 Z. 6 L. Br. 5 Z. 5 D. 1854. Bemardus Gallus. der sogenannte Petit Bernard, nach Bq' seinem Familiennamen Bernard Salomon, konnte der Träger ""=*=- dieser Initialen seyn. Wir fanden sie auf einem Holzschnitte, welcher eine Scono aus dem achten Buche der Aeneide vorstellt, wie nämlich Turnus zum Kriege aufruft, und nach allen Seiten bin seine Anstalten trifft. Die Composition ist noch in alterthünilicbcr Weise, gehalten, in aufsteigender Ordnung, ungefähr im Style der vielen Holzschnitte in Vublii Virgilii opera — per Sebastianum Brant etc. Opera et impensis Johannis Grieninger 1602, fol. Die Zeichnung ist aber viel moderner, so dass nur von einer freien Nachahmung die Bede seyn kann. Links im Vorgrunde reuten zwei Feldherren an der Spitze der Krieger, und Venulus sprengt zum Thore hinaus, um den Diomedes v on der Gefahr zu benaebrichten. lieber dieser Scene zieht sich der 800 BG. Nr. 1855-1859. Fluss mit Schiffen aufwärts, ttnd rechts und links oben sieht man die Burgen des Diomedes und Evander &c. Zum Verständniss sind die Namen der Hauptpersonen, der Gottheiten und der Burgen in Versalien eingeschnitten. Links unten ist das Zeichen des Künstlers. Höhe mit der ziemlich breiten Kinfassungslinic 4 Z. 1 L. Br. 2 Z. 6 L. Dieses Blatt hat auf der Rückseite Text: RONI AENEIDOS. Liber oetavus. Argumentum ete Es gehört wahrscheinlich zur Duodez- Ausgabe des P. Virgilius, welche 1560 zu Lyon erschien, und mit historischen Vignetten geziert ist. An der Illustration einer Lyoner Ausgabe der Aencide soll Petit Bernard Theil haben, er muss aber nach fremden Zeichnungen gearbeitet haben, da das Blatt mit den Holzschnitten seiner Bibel nicht stimmt. Andere Blätter der illustrir- ten Ausgabe des Virgilius sind von dem Monogrammisten MB, welcher nach ähnlichen Zeichnungen arbeitete, und noch zarter in Holz schnitt. Ueber Petit Bernard haben wir im Künstler-Lexicon XIV. S. 219 ausführlich gehandelt. 1855. Unbekannter Maler oder Kupferstecher, welcher im 17. Jahr- « p hunderte in Holland gelebt zu haben scheint. Die Buchstaben B G findet man auf einem radirten Blättchen, welches Amor auf einer schwebenden Kugel vorstellt, 16. Das Gegenstück zeigt einen auf dem Erdbügel sitzenden Liebesgott, mit den verkehrten Buchstaben BG, so dass wir unter GB darauf zurückkommen. Von derselben Hand scheinen auch zwei Blättchen zu seyn, wovon das eine mit ASr. o, das andere mit BSggF bezeichnet ist. 1856. Giovanni Baccerottl war um 1513—1516 päpstlicherMünz- u p meistcr in Euligno. Auf ihn bezichen sich die Buchstaben B. G. ■ auf Münzen aus jener Zeit. 1857. Burchart Glesewell, Zeichner und Maler, wurde 1785 zu ^ Hannover geboren, und erwarb sich den Ruf eines der jß G~.f. vorzüglichsten Künstler seiner Zeit. Er malte Bildnisse, " Genrebilder und historische Darstellungen. Auch eine grosse Anzahl geistreicher Zeichnungen und Skizzen findet man von ihm. Auf solchen, und auf kleineren Gemälden bediente er sich der Initialen des Namens. Hermann Kothe's Buch: Der Nebelriese. Hamburg iOA3, hatte er mit lithographirten Blättern in Federzeichnungs- manier illustrirt. Auf diesen Blättern stehen die gegebenen Initialen. 1858. Bernhard Girscher, Landschaftsmaler, machte seine Studien B^-y in Breslau, und begab sich 1850 zur weiteren I Tr /ß r"9 Ausbildung nach München. Seine Gemälde, Vj I lOÖ/^ bisher meistens Landschafton bei Mondbeleuch- "JTS f\ tung, verratheii einen talentvollen Künstler. D'C^l • S"/L> • ^ ur B fiz0 'chnung bediente er sich zuweilen '^* der Initialen des Namens. Die Bilder mit den gegebenen Buchstaben sahen wir 1852 im Lokale des Kunstvereins zu München. Im Jahre 1854 begab sich der Künstler nach Italien. 1859. Barent Gaal oder Gael, Maler von Haarlem, war Schüler m ~ von Philipp Wouverman , und malte in der Weise des- «_/^.u. selben Dorfansichten mit Kirmessen und Pferdemärkten, {7\ • • Schüler von Carlo Bonone, und starb 1635 im 39. Jahre. I gm . pjgggj Künstler malte Landschaften mit Figuren und Gebäuden, und radirte auch eine Folge von 12 baumreichen Landschaften, unter dem Titel: Inuenlione ed Intaglio di Camillo lierlinghieri Pitlorc Ferrarese. Dedicati da me Catarino Dolno al Mag"' Vr. Alessandro Cabci. — In Venelia Francesco Valeggio form. H. 4 Z. 4 L. Br. 5 Z. 10 L. Bartsch P. gr. XX. p. HO beschreibt nur vier Blätter, da sie vollständig sehr selten vorkommen. Das Blatt mit der Abbreviatur dos Namens (verkehrt) gibt eine Landschaft mit Wasser, welches im Mittelgrunde eine runde Insel bildet, auf welcher zwei Bäume stehen. Rechts vorn sitzt ein Weib mit der Spindel. H. 4 Z. 4 L. Br. 5 Z. 8 L. 1866. Benedetto Gennari, Maler, geb. zu Bologna 1633, gest. B Cr IN l 7 ^- Schüler des Guercino, und ein Künstler von " Ruf, hielt er sich längere Zeit an den Höfen zu Paris und London auf, und hinterliess eine grosse Anzahl von Gemälden in der Weise seines Meisters. Hier handelt es sich aber nur um ein radirtes Blatt, welches Bartsch P. gr. XIX. p. 265 beschreibt. Fs stellt einen unter dem Zelte auf dem Throne sitzenden König dar, welcher von mehreren Kriegern umgeben ist. Zu den Füssen desjenigen, welcher eine Fahne trägt, steht: B. G. IN., und gegen rechts: V. C. F. II. 5 Z. 6 L. Br. 8 Z. 4 Li Dieses Blatt ist von einem unbekannten V. C. F. radirt, nicht von Gennari. 1867. Bruno Holbein, Hans Burgkmair oder Hans Baidung? MNach Brulliot I. No. 959 findet man das erste, bei . CT T ihm etwas abweichende Monogramm auf Zeichnungen / CTT eines alten deutschen Meisters, welchen er Hans llol- /5/5" ^ e ' n IU!Ullt - I- 101 ' genannte Schriftsteller hatte aber '-S''/ keine Zeichnung dieser Art gesehen, sondern berichtet nur nach Christ, welcher in seinem Monogrammenbucho S. 124 sagt, dass das Handzeichen auf einer feinen Zeichnung stehe, die wohl von Holbein's Hand seyn möchte. Darunter versteht nun Brulliot den Hans Holbein, d. h. den dritten Künstler dieses Namens, welcher wohl mit H.H. signirto, schon in seiner frühesten Zeit, aber kaum des ersten Zeichens mit der Jahrzahl ir,ir> sich bedient hat. Man findet es auf einer Zeichnung mit dem Bildnisse eines jungen Mannes, welcher vielleicht der Familie llolliein angehört. Es könnte Bruno Hol- bein portraitirt seyn, der wenig bekannte Bruder des Hans Ilolbein, welcher ebenfalls Maler war. Auf ihn könnte das Monogramm eher gedeutet werden, leider aber fehlt der Anhaltspunkt, da kein beglaubigtes Werk von ihm bekannt ist. Auf Hans Burgkmair möchten wir nicht rathen, da dieser gewöhnlich H B zeichnete, nachweisbar nie in der gegebenen Weise. Diesem Meister ist aber auch das zweite Monogramm nur muthmasslich zuzuschreiben, welches in regelmässiger Stellung 11B zu lesen ist. Man findet es auf einem Holzschnitte, welcher St. Elisabeth in Mitte ihrer Frauen spinnend vorstellt. Links unten ist ein Schild mit einem aufsteigenden Löwen, und tiefer steht das zweite Monogramm. IL 6 Z. 4 L. Br. 5 Z. Diese Vorstellung BH. Nr. 1868. 803 ■W* Din Werk des Predigers Gailer von Kaisersperg, „die geistliche Spinnerin" betitelt, welche 1510 zu Augsburg erschien. Bartsch VII. P- 210 No. 28 zahlt das Blatt im Artikel des Hans Burgkmair auf, wagt es aber nicht, diesen Holzschnitt, entschieden dem letzten zuzuschreiben, da das Monogramm für ihn ungewöhnlich ist. H. Burgk- m «ir war zur Zeit des Druckes der Spinnerin von Gailer nicht in Augsburg, sondern in Nürnberg, wo er von 1505 —1512 an den bekannten grossen llolzschnittwcrken A. Dürer's arbeitete. Wir wagen es aber nicht, den Bruno Holbein für ihn eintreten zu lassen, da das Monogramm von dem ersten Zeichen abweicht. Es ist überdies auch noch nicht erwiesen, dass die Zeichnung oder der Holzschnitt in Augsburg gefertiget wurde. Gailer von Kaisersperg lebte in Strassburg, wo Johannes Grüninger mehrere seiner Werke mit Illustrationen in die Welt ausgehen liess. In Strassburg lebte damals Hans Baidung Grün, und da sich von diesem Meister auch ein paar Holzschnitte mit dem Monogramme H B finden, so könnte das auf der Platte der Spinnerin vorkommende Zeichen auch seinen Namen andeuten. Es wurde au -f derselben regelrecht eingeschnitten, und musste daher beim Drucke verkehrt kommen. 1868. Balthasar Jenichen, Kupferstecher, lladirer, Formschneider Hund Kunstdrucker von Nürnberg, war um 1560 bis 1590 thiitig. Er hinterliess viele Blätter, welche aber im Wcrthe so ungleich sind, dass JrjWJp-J^yJS^!^! man zweifeln möchte, ob alle gegebenen Mono- 1 ' " grammo dem Jenichen wirklich angehören. Aelter scheinen die beiden schönen Blätter mit St. Elisabeth und St. Radiana z u seyn, und sie weichen auch in der Behandlungsweise wesentlich von den anderen ab. Sehr fein gestochen ist die hl. Elisabeth mit dem Bettler, und die ganze Figur von so edler Bewegung, dass man wenigstens eine zarte Federzeichnung eines Vorgängers des B. Jenichen vermuthen muss. Das Blatt ist mit dem zweiten Zeichen versehen. Fein und schön gestochen ist auch die hl. Badiana, von Wölfen angefallen. Auch dieser Darstellung muss eine ältere Federzeichnung zu Grunde liegen, und wenn beide Stiche wirklich von Jenichen herrühren, so hat er wenigstens in dieser Art nichts mehr geleistet, was damit den Vergleich aushielte. Auffallend ist auch das Blatt mit Christus am Kreuze zwischen den Mördern nach Jost Amman, welches Bartsch No. 2 beschreibt. Es kommt den besten Bildnissen gleich, Welche nach dem Monogramme dem Jenichen zugeschrieben werden. Darunter sind die beiden grösserem Portraito von Dr. M. Luther und Melanchton hinter ihren Arbeitstischen so schön gearbeitet, dass man im Vergleiche mit anderen Bildnissen, namentlich mit solchen, welche niit II. 1. bezeichnet sind, an li. Jenichen kaum denken kann. Eben so schön und sieher gestochen ist auch die Büste des Theophrastus Paracelsus mit dem vierten Monogramme. Mit den Portraiten der beiden grossen Reformatoren zu vergleichen, sind ferner die, Bildnisse von Johannes Bugeuhagen, Joachim Camcrarius, Caspar Gruoigcr und etlicher anderer Männer. Auch in der Actzung bemerkt man Ungleichheit. So weicht das Bildniss des Mathias l<'laeius, welches nicht •Bit dem Stichel übergangen ist, von anderen Blatten des Jenichen nicrklich ab. Man möchte überhaupt glauben, dass die meisten der tnit obigen Zeichen versehenen Klä.t.ler nicht von B. Jenichen herrühren , gesetzt auch, wenn angenommen werden will, dass er im Verlaufe der Zeit zum handwerksmässigen Arbeiter herabsank. Die meisten der geringeren Blätter sind mit den Initialen B. I. versehen, 804 BH. Nr. 1868. welche ebenfalls auf Jenichen gedeutet werden, und zwar mit mehr Recht, als die obigen Zeichen, welche demnach ebenfalls aus BI bestehen müssten. Auffallend ist auch die Schrift, welche z. B. auf Bildnissen vorkommt. Auf den Blättern mit dem Monogramme ist sie meistens schöner und grösser eingestochen, als auf jenen mit B. 1, Die kleineren Versalien weichen nicht selten von den grösseren ab. Sie sind nicht calligraphisch, sondern flüchtig behandelt, wie auf allen Bildnissen mit solcher Schrift. Mehrere Blätter tragen auch die Cur- rentschrift der Zeit, besonders wenn Sprüche vorkommen. Nur die Namen der Personen sind in Antiqua gestochen. Die meisten Blätter mit den flüchtigen Versalien und der Currcntschrift sind mit B. I. bezeichnet, und gehören zu den geringeren Arbeiten Jenichen's. Man möchte also versucht seyn, den Monogrammisten B II von dem Meister B. I. zu unterscheiden, zumalen Jenichen sein Monogramm auch etwas anders zeichnet, wie das fünfte Zeichen beurkundet, welches aber selten vorkommt. Sollten indessen wirklich zwei Künstler zu unterscheiden seyn, so ist auch der Monogrammist B II nicht durchhin mit gleicher Kunst verfahren. Er leistete aber jedenfalls mehr, als der flüchtige, ja mittelmässige B. /., welcher sicher Balthasar Jenichen heisst. Wir kommen auf den Meister B. I. unten zu sprechen, da er hier keine Stelle finden kann. Die gegebenen Monogrammen sind nach den Originalen copirt. Drei derselben gibt auch Bartsch X. Table de monogrammes pl. 3 No. 37. Das aus HIB gebildete Zeichen bei Bartsch mussten wir ausscheiden, da es einem anderen Meister angehört, und unter BI &c. zu setzen ist. Das grosse Monogramm mit löffelähnlichem Schneidemesser gibt ebenfalls der genannte Schriftsteller. Wir haben es nicht vorgefunden, es muss sich aber auf dem Holzschnitte finden, welchen Bartsch IX. p. 543 No. 33 beschreibt. Dieses Blatt stellt zwei in der Landschaft sitzende Herren mit ihren Damen vor, welchen der Narr Unterhaltung gewährt. Der Künstler copirte das Blatt No. 212 des Werkes von H. S. Beham, zeigt sich aber hierin in Zeichnung und Schnitt so ungeübt, dass dieser Holzschnitt selbst unter den geringsten Stichen und Radirungen des B. Jenichen steht. Dasselbe Zeichen, mit dem zweiten Messerchen, findet man auch auf zwei Bildnissen, welche Bartsch unbekannt blieben. Heller beschreibt ein Blatt mit einem Türken, welches dasselbe Zeichen trägt. Bartsch P. gr. IX. p. 532 ff. verzeichnet 33 Blätter, welche theils mit dem Monogramme, theils mit den Initialen B. I. bezeichnet sind. Den Namen des Künstlers hatte der genannte Schriftsteller nicht erfahren, so wie ihm auch viele Blätter desselben entgangen sind. Heller gab 1844 Zusätze zum Peintre-graveur heraus, und beschreibt von S. 66 an eine Anzahl von Blättern des B. Jenichen. Durch Heller wissen wir auch, dass dieser Künstler viele Kupi'crplattcn im Vorrathe hatte. Paul Beham kaufte 1621 von der Wittwc desselben allerlei gestochene Platten im Gewichte zu 1 &f 20 U, wofür er 50 p bezahlte. Folgende Blätter tragen das Monogramm des Meisters, und kommen bei Bartsch und Heller nicht vor. Von mehreren haben wir durch Herrn Börner Kunde, andere liegen im k. Kupferstich - Cabinet zu München. Sie gehören grösstcntheils zu den Seltenheiten. Unter den Buchstaben B. I. zählen wir andere Stiche auf, worunter vielleicht das eine oder das andere Blatt ebenfalls das Monogramm trägt. Wir notirten auch Blätter aus verschiedenen Catalogen, in welchen die Angaben nicht immer bestimmt sind. 1) Ecce Homo. Halbe Figur mit gebundenen Händen en face. Rechts unten das Zeichen. Gut gestochen. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 7 L. BH. Nr. 1868. 805 T , 2) St. Elisabeth, wie sie dem Bettler Wein in den Napf giesst. ljI "ks unter der Krone das Zeichen. H. 2 Z. 8 L. Br. 1 Z. 9 L. T 3) St. Rudiana an einem Banme von zwei Wölfen angefallen. u nten rechts das Zeichen. 11. 2 Z. 11 L. Hr. 2 Z. Auf dieses und a, 'l das vorhergehende Blatt haben wir auch oben aufmerksam gemacht. . 4) Die Tugenden. Weibliche Figuren in Landschaften mit Attributen, wahrscheinlich Copien nach V. Solis, B. No. 207 — 214. Folge *»» ß Blattern; II. 2 Z. 4 L. Br. 3 Z. 3 L. 5) Eine gefesselte Frau. Copic nach V. Solis, B. No. 221. Oben Steht: lAberes indigäs faene mereare calenas. Unten: Jetzt bist du 'Tm etc. Im Unterrande ist das Zeichen des B. Jenichcn und V. Solis. "• 1 Z. 8 L. Br. 3 Z. 1 L. 6) Die Fama mit der Trompete in einer Landschaft. Oben: Voce ??"'" alis loti sunt cognita. Unten: Die guTilze weit mich gar erkendt etc. "ie das vorhergehende Blatt bezeichnet. II. 1 Z. 8 L. Br. 3 Z. 2 L. 7) Der unterjochte Ehemann. Er zieht das Weib im Korbe, während ibn dieses mit der Peitsche antreibt. Oben gegen links das pichen. H. 1 Z. 11 L. Br. 3 Z. 2 L. Es finden sich neue Ab- Wtteke, da die Platte noch vorhanden zu seyn scheint. 8) Die räuberischen Wölfe aufrecht gehend. Der eine, mit dem kchwerto an der Seite, trägt eine Gans, der andere einen Korb auf (l(| mRücken. Oben steht: Wir. Wolf. Gehen. Da. Vnveiholn. etc. 1571, Un d das Monogramm. II. 3 Z. 4 L. Br. 4 Z. 7 L. 9) Die christliche Flotte im Anznge gegen die Türken. Warhaff- '9 e Conlerfettung der Christlichen Armata zu Wasser wie solche In Ihrer ^Machlordnung des 70 Jars aus Candia geegen der Insel Cipcrn diselbige Mgen de Türeken su entsetzen ist abgefaren. Folgt das vierte Zeichen. J1 - 10 Z. 11 L. Br. 15 Z. 6 L. Hierzu gehört ein Blatt, um links an geldebt zu werden: Die türkische flotte 1570. Warhafftige Cöter- ' et tung der Türckischen Armata von Galleen und andern Schiffen bey dreihundert, Wie solche dess 70 Jars in Ordtunge Wider die Venedische l.cndt '*' aussgefahren. 13. Links unten in der Ecke ist das fünfte Zeichen. n - 10 Z. 7 L. Br. 15 Z. 1 L. 10) Die Ansicht von Rochelle, mit der Belagerung, 1573. II. 8 Z. 6 L. Br. 10 Z. 10 L. 11) Philip]» Mclanchton in halbem Leibe, hinter dem Tische, et Was nach links gewendet. Auf dem Pulte vor ihm liegt ein aufge- s *'hlagenos Buch, in welches er schreibt. Auf dem Tische liegen und s »'hen andere Bücher. Links am Pulte ist das Monogramm, rechts °w Jabraabl 4577. II. 5 Z. 2 L. Br. 4 Z. 2 L. 12) Dr. Martin Luther. Halbe Figur hinter dem Tische mit Pult, a |" Welchem mehrere Bücher liegen. Links gegen unten ist das Zei- Jp-n ohne Jahrzahl. Dieses von Bartsch No. 25 erwähnte Blatt ist 4 as Gegenstück zu obigem, und beide gehören zu den Hauptwerken a ° s Meisters. Sie sind so schön und sicher gestochen, dass man eine k' an -z andere Hand vermuthen muss, als jene des B. Jenichcn. 13) Joachinws Camerarius Der Hoch Jlervmbt Orator Vnd Professor " er Vniversitet l.eipzigk. Büste mit übereinandergelegten Händen. Mit (lCl " Monogramme und der Jahrzahl 1570. H. 3 Z. 1»/« L. Br. 2 Z. 7 L. r,. 14) Joachimvs. Camerarius. Der. Hochbervmbt. Orator etc. Halbe ..„*„ -.«,-,. Tjebcr der lin 1 -— A " v — Br. 2 Z. 7 L. ^gur mit bedecktem Haupte, 1570. Uebcr der linken Achsel im * «eichen das Zeichen. H. 3 Z. 2 L. Monogrammlaten. 56 806 BH. Nr. 1869 - 1871. Holzschnitte. 15) Dr. Martin Luther. Halbe Figur hinter dem Tische, hoch 4. 16) Philipp Melanchton. Halbe Figur hinter dem Tische, hoch 4. Dies sind Copien der beiden oben beschriebenen trefflichen Bildnisse. 17) Daniel Greser, lutherischer Prediger, 1581. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 11 L. Holzschnitte mit Bildnissen von Männern aus der Reformationszeit, meist Copien nach B. Jenichcn, sind in folgendem Werke: JSildnüt und Abconlrafactur: etzlicher Vornemer Gelerlcn Menner , durch welche (Sott aus sonderbaren gnaden, die rechte reine Warheit des heiligen Evan- gelij zu diesen unsern letzten zeiten, an Tag hat kommen lassen. -~ Dresden, gedruckt durch Gimel Jicrgcn Anno 1500, 4. 1869. Hans Bock von Basel, Bildnissmaler. Heller sagt in sei- Mnein Monogr.-Lex. S. 55, dass man den Träger dieses /SoS ^ e ' c " cns roit Hans Holbein verwechsle, in der Geschichte -^ der Formschneidekunst S. 141 gibt er aber unbedingt das Monogramm für jenes des II. Holbein aus, obgleich dieser Meister 1554 starb. Auch mit den Jahrzahlen 159G, 1597 ff. findet man dieses Zeichen auf schönen Bildnissen in Oel. Sie verrathen einen Künstler, welchem die Werke des H. Holbein nicht fremd waren. Es ist- dies Hans Bock von Basel, welcher auch das B dem H nachsetzte. Wir werden daher unter HB auf ihn zurückkommen. 1870. Ludolph Bakhuyzen bezeichnete auf solche Weise ein in Tvi der k. k. Gallcric zu Wien befindliches Gemälde. Es stellt ein -Di flaches Seeufer mit Fischerbooten vor. Der Künstler dürfte dieses Monogramm selten angebracht haben, da wir von keinem zweiten Bilde mit demselben wissen. Er wurde 1631 zu Leydcn geboren, und starb 1709. Aus diesen Daten ist zu ersehen, dass keines der gegebenen ähnlichen Monogrammen ihm angehören könne. 1871. Bouchorst heisst der Träger dieser Zeichen, und ist einer Mtq r derjenigen Meister, deren Namen man in 1 /?i /CvTSlitT^ -> denKünstlerwörterbüchcrn vergebens sucht- •77> A • ^9 Er F hört dor holländischen Schule an, wf*\/ -t r.O '-» scheint aber seine weiteren Studien in Itft" — tLJ* J- v-^.^2— lion gemacht zu haben, Christ sagt in seinem Monogrammenbuche S. 124, dass er das Zeichen mit der Jahr- zahl 1016 auf wohl gemalten Bildnissen der römischen Kaiser gefunden habe. Wir fanden es auf einer leicht mit der Feder gezeichneten und getuschten Zeichnung mit der Büste des Kaisers Nero- Brulliot 1. No. 960 gibt dasselbe Monogramm mit der Jahrzahl 1020, und zwar nach einer Federzeichnung, welche ebenfalls ein Bildniss zum Gegenstände hat. Beide Blätter sind in der k. Handzeichnungs- Sammrang zu München, so wie eine dritte Zeichnung, welche mit der Feder entworfen und leicht getuscht eine nackte weibliche Figur bei einem Korbe mit Früchten sitzend vorstellt. Diese Zeichnung trägt das dritte Monogramm mit der Jahrzahl 1622. Auf dem ebenfalls in München befindlichen Gegenstücke steht der Name: Bouchorst 16T2- Diese Zeichnung stellt die Minerva mit Schild und Lanze vor, 4. Auf einer weiteren Zeichnung des k. Cabinets in München steht ebenfalls das zweite Monogramm, mit der Jahrzahl 1622. Sie schildert die Tauft des Eunuchen, mit der Feder entworfen und leicht getuscht, 8. An Bronckhorst ist nicht zu denken, da dieser Meister 161" noch in der Lehre stand, und überdiess in einer ganz anderen Weis e arbeitete. Vgl. auch den folgenden Artikel. BH. Nr. 1872—1875. 807 1872. Bouchorst, der vorhergehende Meister, könnte auch der r-,. Träger dieses Zeichens seyn. Man findet es auf einem l 1 0(3 radirten Blatte, welches die hl. Familie vorstellt. Maria sitzt gegen links,, mit dem Kinde an der Brust, und dreht den Kopf nach dem rechts hinter einer Mauer stehenden Joseph, welcher sich mit einem grossen Buche beschäftiget. Neben der hl. Jungfrau erhebt sich ein grosser Baum, dessen Aeste fast bis zum oberen Plattenrando reichen. Rechts unten ist das Zeichen. H. 5 Z. 11 L. Br. 3 Z. 9 L. Auf dieses Blatt macht auch Brulliot I. No. 961 aufmerksam, und dieser Schriftsteller hält es für die Arbeit eines italienischen Künstlers. Doch weiset er die Ansicht derjenigen zurück, welche die Ra- dirung dem Horaz Borgiani zuschreiben wollen, da dieser Meister vorzüglichere Blätter lieferte. 1873. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälfte jij- -nr des 16. Jahrhunderts in Deutschland lebte. Das erste ■p^ "* -"*• ■* dieser Zeichen findet man auf dem verzierten Titclblatte des zweiten Buches des anderen Theils von dem Epistolar, darinn Barren Caspar St.hwenckfelds Sendtbrieffe begriffen etc. Anno M.D.LXX, fol. ■Dieser Titel steht roth und schwarz in einer Einfassung, in welcher 2 u beiden Seiten Michäas und Jesaias, und unten die Gehurt Christi dargestellt ist. Oben halten drei Engel einen Zettel mit der Schrift: ERE. SEI. GOTT. IN. DER. HOE. Bei dem rechten Fusse des Jc- saias ist das Zeichen. H. 9 Z. 8 L. Br. 6 Z. 3 L. Das Monogramm auf diesem Blatte gleicht anderen Namenszeichen, Welche dem Balthasar Jenichen, Hans Holbein, Bronckhorst und Horaz borgiani zugeschrieben werden. Nach Börner ist aber Zeichnung und Schnitt bei weitem vorzüglicher, als Alles, was man von Jenichen hat, l 'nd der Monogrammist möchte daher mit dem Träger des zweiten Zeichens Eine Person seyn. Brulliot I. No. 957 hält den Holzschnitt ">it demselben nicht für Arbeit des B. Jenichen, weil er von grösserem Verdienste zeugt, als die Holzschnitte desselben. Das Blatt mit dem zweiten Zeichen stellt Christus vor, wie er die Kinder segnet. Er steht in der Mitte mit einem Kinde auf dem Arme, und rechts J°r ihm reicht ihm ein Weib ein anderes Kind auf dem Kissen. Sie '"hrt ein zweites Kind an der Hand, und dieses deutet nach dem hölzernen Pferde. Links sieht man ein Weib und zwei Männer, so wie eine Gruppe von zwei Kindern. Im Grunde breitet sich eine Stadt au s. Das Zeichen ist an einer der Stufen, auf welchen das Weib kniet. H. 6 Z. Br. 9 Z. 2 L. Diese Darstellung scheint einem Basrelief in Elfenbein entnommen zu seyn. Wir erinnern uns, ein solches gesehen zu haben, und zwar ?nit dem Monogramme // V, welches wohl Hermann Vischer bedeutet. Y en Grund dieses schönen Schnitzwerkes bildet aber Architektur, nicht die Ansicht einer Stadt. 1874. Peter Brashaber war um 1678—1679 Münzmeister in jw Ratzeburg. Auf den unter seiner Leitung geprägten Münzen steht das Zeichen BH, oder P. BH. 1875. Hans Brosamer soll nach Brulliot I. No. 962 der Träger dieses Zeichens seyn; es handelt sich aber um einen älteren Meister, welcher als Zeitgenosse des Lucas Cranach sen. wahrscheinlich in Wittenberg lebte. Sein Zeichen steht auf dem letzten Holzschnitte der Folge von 21 Darstellungen aus der Apokalypse des hl. Johannes, nach Zeichnungen von L. Cranach. H. 8 Z. 1 — 9 L. Br. 5 Z. 11 L. bis 6 Z. 56* 808 BH. Nr. 1876—1877. Das Blatt mit dem Monogramme stellt den hl. Johannes vor, wie ihm der EJngel auf dem Berge das neue Jerusalem zeigt. In der Mitte des Vorgrundes steht auf schrafürtom Grunde das Zeichen. Man findet die Holzschnitte der Apokalypse in der sogenannten September-Ausgabe des neuen Testamentes Dr. M. Luthers, -welche Melchior Lotther 1522 zu Wittenberg veranstaltete, und auch in der Drreinlicr -Ausgabe desselben Jahres. In der ersten Ausgabe des neuen Testamente« von Hieronynius Erntet (Dresden, durch Wolfgang Stöckcl 1527) kommen 19 Abbildungen vor. Die bei Heinrich Stcyncr in Augsburg 1535 erschienene Bibel enthält 14 Copien. Die Angabc, dass das Monogramm dem Hans Brosamor angehöre, kornint wohl aus dem Dcrschau'schen Catalogc No. 333. In diesem Werke wird die Apokalypse als Supplement zum Artikel über Brosamor bei Bartsch angegeben. Die Blätter halten den Vergleich mit anderen Holzschnitten nach Cranach nicht aus, und stehen auch den Brosamer'schcn Arbeiten nach. 1876. Unbekannter Meister. Dieses Monogramm findet man auf y. einem Kupferstiche, dessen Verfertiger der niederländischen v\ Schule angehören dürfte. Das Blatt stellt das Urtheil des Sa- \$V lomon vor. Der König sitzt links auf dem Throne, und deutet ^"^- mit dem Kceptcr nach dem rechts knieenden Weibe, welches das todte Kind zu den Füssen desselben gelegt hat. Hinter diesem Weibe steht die Frau mit dem lebenden Kinde im Arme, und rechts im Grunde öffnen sich zwei Fenster. Das Zeichen steht links unten zwischen den Keinen eines Mannes in bittender Stellung. Im Rande verkehrt: Salomon. Causam, lnfer. Vuas. Mulieres. 3 Uegvm. I. Etwas höher über der (juerlinio verkehrt: Mariini Petri ex. H. 4 Z. 2 L. Hr. 2 Z. 11 L. Copie nach Aldegrcver, B. No. 29. Unter dem Monogramme B T II beschreiben wir nach Bartsch IX. j). 485 eine andere Copie dieser Vorstellung, und es möchte fast scheinen, dass von einem und demselben Meister die Rede sei. Da s gegebene Monogramm ist aber getreu nach dem Originale copirt, und enthält kein T, wie auf dem von Bartsch beschriebenen Blatte. Fin zweites Blatt dieses Meisters, auf welchem das Monogramm ohne Jahrzahl und in richtiger Stellung erscheint, stellt zehn tanzende Kinder vor, mit der Schrift im Rande: Ubi est adolescentia ibi est gaw dium sine malicia. 1877. Unbekannter Meister. Unter diesem Monogramme führen wir einen deutsehen Künstler ein, welcher um 1560-1580 in Cöln gelobt zu haben scheint, da er für die Buchhandlung der Erben des Johann Quentel und des Gerwin Cale- j'iS^V | nius daselbst arbeitete. Kr war vermutblicb Maler, und einer der Gehülfen des Jost Amman, weil die Holzschnitte mit seinem Zeichen in der Weise desselben behandelt sind. Dass er Zeichner oder Maler war, beweist der Umstand, dass neben seinem Monogramme auch jenes des Formschneidors beigefügt ist. Uebrigens ist zu bemerken, dass das Zeichen in dieser Form nur selten vorkommt : die meisten Blätter sind mit den Initialen IIB bezeichnet. An Balthasar Jenichen ist nicht zu denken. Auch Hans Brosamer kann die Blätter mit diesen Monogrammen nicht geliefert haben. Eher noch könnte Hans Bocksperger eintreten, da dieser Meister mit Jost Amman in Berührung kam. Das zweite Zeichen fanden wir auf einem schön componirten Blatte, welches Christus mit den Jüngern vorstellt, wie er denselben &■ BH. Nr. 1878—1881. 80!) gebietet, einander zu lieben, da die Welt ihn nnd sie hasse, weil sie Weht von ihr seyen. Die Figurengruppc ist rechts an einem mit. «jftumen bewachsenen Felsen. Links breitet sich die Stadt .-ms, und °bon in Wolken erscheint Gott Vater mit der Tiara. Das Zeichen ist rechts unten. IL 3 Z. II L. Br. 5 Z. 2 L. Diese Darstellung ist viermal abgedruckt in Jakob Feucht's Pn- 'Wla calholica. — Das ist: Calholische Avsslcgung aller — Evangelien, "öln durch Gerwinum Calenium 15HO, fol. 1878. Blasius Höfel, Kupferstecher und Fonnscbncider, gib. zu Wien 1792, gehört zu den vorzüglichsten und crlindungs- roiehston Künstlern unserer Zeit, und daher haben wir ihm schon im Künstler-Lexicon einen ausführlichen Ar- wlcel gewidmet. Hier bemerken wir daher nur, dass sicli das gegebene Reichen auf schönen Holzschnitten finde. Auf anderen Blättern Stehen «le Cursivhuehstabcn ß. H. 1879. Hugo Bürckner, Maler und Formschneider in Dresden, CLa phjr gehört zu den berühmtesten Künstlern unserer Zeit. Seine ^»-/(afTl meisterhaft behandelten Holzschnitte sind zahlreich, doch "ndet man nur auf wenigen die gegebenen Zeichen. Das Monogramm erscheint hier verkehrt, auf einer grösseren Anzahl von Blättern aber "i richtiger Stellung, so dass wir unter IIII auf ihn zurückkommen, Zugleich mit einem Verzeichnisse seiner Werke. Obige Zeichen findet 'Jan auf Blättern in der nach Zeichnungen von F. ISendeniann illustrirten Ausgabe: Der Nibelunge Lied. Leipzig Itl40, roy. 4. Dioses Werk erschien zur vierten Säcularfcier der Buchdruckorknnst. 1880. Johann, oder Israel de Bry, scheint unter diesem Zeichen nr seinen Namen angedeutet zu haben. Brulliot 1. No. 958 nennt den Träger desselben Jsaak lirun , und macht neben andern auf das Bildniss des Christoph Cohunhus aufmerksam, welches aber in einem Werke vorkommt, bei dessen Erscheinung I. Brun noch ein Kind war. Columbus ist in einem Medaillon dargestellt, welches von Arabesken im Viereck umgeben ist. Die Umschrift lautet: Chrisioplw- r w Columbvs l.igvr. Indiarv Prim'f Invelor AI iW)2. Oben und unten sind Täl'elchen mit Inschriften, und zu beiden Seiten des unteren Car- wnches Affen angebracht. Das Zeichen steht unter dem Bildnisse im Medaillonrandc. Durchmesser 3 Z. 5 L. Man findet dieses schöne Bildniss im fünften Thcilc des Beisc- *erkes von Theodor de Bry, welches von 1590 an zu Frankfurt a. M. StSchien. Der Stecher ist wahrscheinlich Johann Theodor oder Johann Israel de Bry. Isaak lirun wurde erst um 1590 geboren. 1881. Hermann Bilk, oder ein unbekannter Meister. Hier handelt es sich um einen alten Goldschmied, welcher zu Anfang des Iß. Jahrhunderts höchstwahrscheinlich in Cola lohte. Dar- 0 T T auf deuten die drei Kronen des Cölnischen J fer-~p7t V VA Wappenschildes , und dass der Meister (T -_o» T T führen wir einen deutschen Meister ein, welcher gegen ° P I KH Ende d° s * 5 - Jahrhunderts, oder zu Anfang des folgcn- *»—J- ' ■*• den gearbeitet hat. Er scheint in einem Lande gelebt zu haben, welches reich an Bergen ist. Wir möchten an die Schweiz denken und an den Rhein, und namentlich auf zwei alte Künstler aufmerksam machen, welche die Geschichte der Kunst unberücksichtigt gelassen hat. In Basel war von 1471 an ein Meister Hans Baldus oder Baldorf thätig. Er war Maler, und noch 1506 am Leben. In Ulm kommt 1500 und 1508 ein Maler Namens Hans Brendle vor. Dieser Künstler Hess sich dann in Strassburg nieder, und vielleicht der eine oder der andere ist der Träger der obigen Initialen, welche auf dem Blatte mit denselben verkehrt erscheinen, so dass man II V lesen muss. Bartsch P. gr. VI. p. 398 beschreibt einen sehr seltenen Kupferstich, welcher eine Landschaft vorstellt. Rechts nimmt der Fluss seinen Lauf nach dem Hintergründe, und ein Thcil seines Ufers ist mit Gebäuden besetzt. In einiger Entfernung zeigen sich drei Berge. Im Mittelgründe zieht sich am Ufer ein steiler Felsen hin, dessen höchste Spitze fast den oberen Rand der Platte erreicht. An einem mit Bäumen bewachsenen Hügel sieht man eine Mauer mit einem Thor, und links läuft eine Hirschkuh nach dem Vordergrund zu- Rechts vorn geht ein Mann mit einer Last auf dem Kopfe am Ufer hin. In der Mitte unten sind die Buchstaben B H. II. 5 Z. Br. 5 Z. Die Exemplare, welche von dieser Platte existiren, sind leicht gezählt. Ein solches ist in der k. k. Sammlung zu Wien. Ein anderes wird im Cataloge des Cabinets Wilson beschrieben. Uebrigens dürften auch noch in anderen grossen Cabineten Abdrücke sich finden. 1883. Medailleure und Münxmeister , welche durch B. H. den Na- t> Li men andeuteten. • " Bastian Hille war von 1606—1720 Münzmeister mehrerer Fürsten, und Hess die unter seiner Aufsicht gefertigten Stempel mit B. U. versehen. Von 1666—1674 lebto er in Halberstadt, von 1675 — 1676 in Braunschweig, von 1677 — 1681 in Halberstadt, von 1682—1713 in Minden, und von 1716—1720 in Rendsburg. Beatrice Hamerani, Johann's Tochter, bossirte in Wachs, und schnitt auch etliche Stempel zu Medaillen, welche ein bedeutendes Talent verrathen, wie jene auf die Absendung des Prälaten von Tour- non nach China. Auf ihren Geprägcn stehen die Initialen B. II. Bansen und Hille zeichneten von 1808—1812 Frankfurter Münss- gepräge mit B. II. Erstcrer war Münzmeister, und letzterer Wardein in Frankfurt am Main. 1884. Blasius Höfel, Kupferstecher und Formschneider in Wien, _ erscheint oben No. 1878 mit einem aus R II. bestehenden <%J. Durch Balthasar Jenichen Hunsldruckcr. II. 8 Z. 10 L. Br. 12 Z. 10 L. 26) Ansicht des Grimmenstein ohne die Stadt Gotha. Im Unterrande: Abconterfeclung der Stat Gotta und des Schloss Grimmenstein, wie «s von Mitternacht gegen Mittag anzusehen ist. — — — Gemacht vnd gedruckt zu Nürmberg durch Balthasar Jenichen 1667. II. 7 Z. 1 L. Br. 12 Z. 8-9 L. 27) Ansicht von Paris, links oben mit dem Bildnisse des Königs Heinrich IV. in Medaillon. Im Oberrande: Warhaflige Contrafactur der grossen drifachen Stat Paris etc. Zu Nürnberg bey Baltasar Jenichen. —■ H. 11 Z. Br. 13 Z. 11 L. 28) Ansicht der Stadt Tunis in Vogelperspektive, unten das Lager der Kreuzfahrer unter Johann von Oesterrcich. Im Rande: Wara/ft' vnnd Aigentliche Contrafactur — Thunyss — Geschehenn Im October dess 1573 Jars. Balthasar Jenichen Kunstdrucker. Höhe mit dem Rande 8 Z. 7 L. Br. 10 Z. 10 L. 29) Ansicht von Antivari am adriatischen Meere, nebst Umgebung. Unten das Zeichen, gr. qu. 4. 30) Ansicht der Festung Dulcigno, von der See aus beschossen: Ware Conlerfettung Der Statt Dulcinqno. heisst jelztunt Vlcino etc. 1.5.7.1- B. 1. IL 5 Z. 5 L.? Br. 7 Z. 9 L.? 31) Ansicht von Venedig in Vogelperspektive. Oben: Venelia, Mvrano. Im Rande ist die Erklärung mit Nummern, und B: !'■ BI. Nr. 1896. 819 H. 8 Z. 11 L. Br. 13 Z. 1 L. — Dieses Blattes erwähnt auch Heller, er hatte aher einen Abdruck ohne Erklärung im Rande. 32) Die venezianische Flotte in voller Ausrüstung zum Zuge nach vjpern. Warhaflige Conterfetlvng Der Grossen Galleen, So von N'cven tv Venedig Armiert Vnd Avsgervst Worde Ist Vor Nie Avsgangm. B: I. w*. IL 7 Z. 7 L. Br. 9 Z. 6 L. 33) Ware Contrafelvung der Statt Nicosia in Cipern — von dem Tvrken erobert — 0 September im 1570 Jar. B. I. H. 8 Z. 9 L. ß r. 12 Z. 2 L. 34) Ware Contrafactur von Zara in Dalmalien, von den Türchen 1 57i belagert. B. I. In derselben Grösse. 35) Carte der Insel Cypcrn mit Schiffen zur See. Oben: Cipern. ^»'« Insel. Ist — Eingenommen im 1511 Jar. Mit den fünften Initialen. H. H Z.? Br. 15 Z. 9 L. 36) Carte des östlichen Theiles des Mittelländischen Meeres, und der anliegenden Länder. B: I 1571. IL 9 Z. Br. 13 Z. _ 37) V. G. G. Lvdwig. Von. Bovrbon Fverst. zv. Conde. Stehend in Rüstung nach links. Zwischen den Beinen die Jahrzahl 1560, rechts * /. IL 9 Z. 6 L.? Br. 6 Z. 4 L. — Dieses Blatt ist radirt, und weicht von Jenichcn's Arbeiten dieser Art ab. 38) Herzog Alba, halbe Figur in reicher Rüstung mit Schwert Ul *d Helm in den Händen. Oben rechts das Wappen mit der Ueber- s chrift: Ducke Dialb. Unten eine Tafel mit 32 Zeilen deutscher Verse: öue de Alba der Alu Krigsman etc., fol. — Nach R. Weigel, Catalog No. 18011, ein Hauptblatt. 39) Warhaflige Contrafactur Dess Wolgebornen Herrn Nicolavs Graf *« Serin — Löblicher Vnd Seliger Gedechtniss 1506. Stehend auf türkischen Waffenstücken. Rechts unten B I. H. 10 Z. 2 L. Br. 7 Z. 3 L. 40) Die Bildnisse der Herzoge und Churfürsten von Sachsen: Ernst, Georg (der Gebartetc), Albrecht (Animosus), Johann (der Beständige), Friedrich L, IL, III. (der Weise), IV. , Johann Friedrich L, Heinrich (der Fromme), Johann 1. (der Beständige), Johann Wilhelm, Motiz und Wilhelm. Folge von 14 Blättern mit Brustbildern, fast halbe Figuren, theils nach L. Cranach, und mit Unterschriften versehen, kl. 8. 41) Dr. Martin Luther, halbe Figur hinter dem Tische, mit einem Buche in beiden Händen. Oben steht: Wirf. Deine Sache. Auf. Den. Herrn. Vnd, Er. Wirt. Dich. Erretten 4565. Unten rechts im Tische fi - f. H. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 6 L. 42) Philipp Melanchton, halbe Figur mit dem Buche in den «änden. Oben steht: So. Got. Mit. Vns. Ist. Wer. Wil. Wider. Vns. s e«'n. In halber Höhe rechts: 1565. B I. — Das Gegenstück zu 0ü 'gem Blatte. 43) Nicolaus Gallus, Brustbild zwischen zwei viereckigen Pfeilern. An einem derselben steht: B. 1.5.6.5 I. H. 3 Z. 1 L. Br. 2Z. 6 L. 44) Friedrieh Staphilus, Brustbild nach links mit Mütze. Mit "er Aufschrift: Wer wil wissen mTi lugn vnt gift etc. Unten steht: '5 8 5. H. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 6 L. — In folgendem Werke ist eine vergrössertc Copie: Unschuldige Nachrichten von Allen und Neuen Theologischen Sachen, 5te Ordnung. Leipzig 1716. Im Rande steht: Slaphil war erst ------- in die Hell gestign. Links und rechts in halber Höhe: 15—65 und B. 1. H. 5 Z. 3 L. Br. 3 Z. 3 L. 45) Ulrich Zwingli, Brustbild in Profil mit der Mütze. Vlrkvs Zwinglivs. Aetatis XL1I1I. Rechts in halber Höhe: 1565. B I. Unten 820 BI. Nr. 1897. sechs Zeilen : Zwingt let. — eingnommen etc. H. 3 Z. Br. 2 Z. 6 L. — Bartsch No. 30 beschreibt ebenfalls ein Biklniss des IT. Zwingli, behauptet aber, es sei ohne Zeichen. 46) (,'onradus Klingenbeck, halbe Figur mit dem geschlossenen Buche. Aetatis Sue Xl.l. Der. Gerechte. Wirt, seines. Glaubens etc. Darunter links und rechts: l.ö.G.7. B 1. H. 3 Z. 2 L. Br. 2 Z. 7 L. 47) Wilhelm von Orumbach, in starkem Brustbilde. Zu beiden Seiten über den Schultern: 15 — 07, und im Rande: Wilhelm von Grvmbaeh aetatis. sue. LXIX. II. 4 Z. 8 L. Br. 3 Z. 7 L. 48) Georg Major, Brustbild nach links. Gvte. Werk. Seint. Notig etc. Unter der Schrifttafel: 10(15. B. I. II. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 6 L. 49) Johann Sartorius, Professor der hebräischen Sprache in Amsterdam. II. 4 Z. 9 L. Br. 4 Z. — Dieses Blatt ist sehr selten. Wir fanden es nur im Oataloge der Sammlung des Rathes Carl von Rouer, Wien 1848, erwähnt. 50) Hans Sachs, halbe Figur hinter dem Schreibtische. Im offenen Buche steht: 5070 gelicht Hanns Sachs Etalis 73. Auf einem der Papiere: B I. Im Rande: Hans. Sachs. Tevtezscher. Poet. etc. II. 4 Z. 5 L.? Br. 3 Z. 2 L.? 51) Virgil Solis in halbem Leibe, hinter seinem Arbeitstische. Kr hält mit der Rechten den Grabstichel, und mit der Linken ein lilatt Papier, auf welchem sich ein Wappen zeigt. Oben rechts und links sind zwei Wappenschilde, links darüber das Monogramm des V. Solis, rechts die Initialen V. S. Auf der Tafel unter dem Tische steht: Virgilvs. Solis. war. ich. genät. mal. h'vnst. in. aller, weit, hekät etc. In halber Höhe der Platte bemerkt man die Buchstaben B: I: II. 4 Z. 4 L. Br. 3 Z. 2 L. Bartsch beschreibt dieses Blatt No. 28 unter den Stichen des ihm unbekannten BI., welchen man Balthasar Jcnichcn nennt. Allein der Stich dieses Bildnisses weicht mehr als je von den Blättern desselben ab. Er rührt sicher von einem Schüler des V. Solis her, als welcher aber Jonichen nicht zu nehmen ist. Das Bildniss ist 1562 gestochen, da V. Solis in seinem 48. Jahre dargestellt ist. Von Jcnichcn lässt sich aber kein Blatt von 1562 nachweisen, und da die Arbeit so verschieden ist, so wird wohl Barthel Jamitzer für das Bildniss eintreten müssen. Dieser Künstler war ein Schüler des Virgil Solis, seine Blätter sind aber nicht ausgeschieden. W. Y. Ottley gibt in seiner Collection of Fac-similes of scarce and curious prints. London 1(12(1, fol., eine Copio dieses nicht vorzüglichen Bildnisses, welches auch nicht einmal zu den Seltenheiten gehört. Er schreibt es dem B. Jamitzer zu, worin wir ihm beistimmen möchten. 1897. Stempel eines englischen Gold- und Silberschmiedes, _-^_ ____ welcher um 1700 tliätig war, und zwar in Diensten des wrT>l/iH ^""'k' 3 W'H (;|11 D*I. Auf seinen Gcfässen und Platten tA,i/l \L/I sind die gegebenen Stempel eingeschlagen, mit zwei ande- ^^ Vy rcilj wovon der eine den Kopf des Leopard, der andere die Brittania enthält. Die Buchstaben B 1 beziehen sich auf den Silberarbeiter, welcher wahrscheinlich Bird heisst, indem unter denselben ein Vogel (bird) angebracht ist. Der Buchstabe (£) im zweiten Schilde deutet die Jahrzahl 1700 an. Von 1696 an bis 1717 bediente sich die Gilde der lombardischen Buchstaben zur Bezeichnung, lieber dieses Verhältniss haben wir unter dem gothischen und lombardischcn Buchstaben A. No. 6 gehandelt. ■\ BI — BID. Nr. 1898—1903. 821 1898. Unbekannter Kupferstecher. Die Initialen seines Namens . findet man auf einem Blatte in schwarzer Manier, wel- Jjj>5* 'ft.\ ches das Bildniss eines Mannes mit Schnurr-und Knebelbart im Mantel vorstellt, in einem mit zwei Füllhörnern Un « einer Muschel verzierten Ovale. Unten stehen auf zwei Büchern pichende Gefässe, und ein Kaum für die Schrift ist leer. Höhe ohne «and 6 Z. 2 L. Br. 5 Z. Von der Existenz dieses Blattes gab uns Herr Börner Kunde, U M er bemerkt, dass es an Verdienst den Arbeiten des Multz gleichkomme. Die Zeit der Entstehung ist vor 1700 zu setzen, doch wagen ?! r es nicht,, das Blatt dem Engländer Isaak Beckett zuzuschreiben, icser Künstler wurde 1653 in Kent geboren, und befasste sich viel ""t der schwarzen Manier. 1899. Adolph Best jun., Formschneidor zu Paris, zeichnete auf ä solche Weise mehrere Holzschnitte in illustrirten Werken, J*) •< lTfft'fe Brulliot I. Nb. 911 schreibt das erste Zeichen dem Jo- **tt Baptist Mol zu, einem Zeitgenossen Rembrandt's, will aber die- g n Meister nicht entschieden festhalten, da das von ihm beschriebene ji'att mit der Erweckung des Lazarus mehr einen Italiener, als einen Ständer verrftth. Die Existenz des von Brulliot erwähnten J. B. * l0 ' ist gar nicht erwiesen. Er ging wahrscheinlich nur aus der Ver- X C( :hslung mit Johann Baptist Mola hervor, dessen Blätter Bartsch :.• gr. XIX. p. 209 beschreibt. Immerzeel führt seinen Johann Bap- j"t Mol nur nach Brulliot ein, und wenn er von radirten Blättern •J es selbnn spricht, so mnltiplicirte er nur das eine, welches der gekannte Schriftsteller beschreibt. Das zweite Zeichen gehört sicher J er a J. B. Muyckens an, und wenn die Zeichnung der Erweckung des 7**anis entschieden einem italienischen Meister angehört, so bediente r s 'ch nicht der eigenen, sondern einer fremden Composition. !) Die Erweckung des Lazarus. Er liegt links von Tüchern halb "'Wösst, und lehnt sich an eine Säule der Gruft. Christus steht in 57* U 824 BIM-BIS. Nr. 1908 — 1912. der Mitte nach ihm geneigt, mit erhobener Hand, und am Eingänge hinter ihm sieht man die Schwestern und eine Frau mit dem Kinde. Links unten ist das erste Zeichen, welches wir dem J. B. Muyckens zuschreiben. Die Composition des Blattes erinnert aber an einen italienischen Meister aus der Schule des Tizian. H. 7 Z. 4 l>- Br. 5 Z. 7 L. 2) St. Magdalena in halber Figur, in einer Höhle knieend. Links bemerkt man ein Crucifix und den Todtenkopf, und unten das zweite Zeichen mit dem Beisätze: Ano 1637. kl. 8. 3) Abraham vor den drei Engeln auf den Knieen. J. B. Muyckeni Feeit Ano 1037, qu. 8. 4) Eine Nymphe, mit Amor in einer Höhle schlafend. Rechts belauscht sie der Satyr. Unten rechts das zweite Zeichen mit Ao< 1037, qu. 8. 1908. Unbekannter deutscher Meister. Man findet einen Kupfer- a-w dreas Wolf. Die radirten Blätter dieses Künstlers sind sehr zahlreich, und ^dienen viel grössere Achtung, als ihnen gewöhnlich zu Theil wird. u 'e meisten sind geistreich behandelt, und in verschiedenen Manieren ausgeführt. Eine Anzahl wollte er berühmten älteren Meistern unterschieben, wie dem Rcmbrandt, B. Castiglione, F. Bol, Dietricy, Jonas ymbach, Piazetta, Carlo Dolce, Carlo Maratti u. s. w. Das ganze, in liJ 6 Blättern bestehende Werk verkaufte er auf Untersetzbogen in fol., "i es eine Ausgabe der Fabeln von 1531 oder 1532 gebe, wissen wir nicht. 1916. Carl Bruloff, Historien- und Genrcmaler, wurde um 179B in St. Petersburg geboren, und genoss an der k. Akademie daselbst den Unterricht des Professors Andreas Iwanow. Im Jahre 1820 fand er die nöthige Unterstützung zu einer Reise in das Ausland, hielt sich einige Zeit zu Berlin und in München auf, und traf 1823 in Rom ein, wo sich der Ruf des Künstlers schnell verbreitete, namentlich durch die meisterhaften Copien der Schule von Athen, und der hl. Cäcilie von Rafael. Diese Gemälde kamen in den Besitz deß Kaisers Nicolans I. , welcher überhaupt BrulofPs Talent ermunterte, und 1833 mit dem Wladimir-Orden belohnte. Das berühmteste und grösste Gemälde des Meisters stellt nach der Erzählung des jüngeren Plinius die letzten Tage von Pompeji dar. Er führte es 1832 im Auftrage des Fürsten Anatol Dcmidoff aus, welcher später das Werk der Akademie in St. Petersburg schenkte. F. Girard hat es 1839 in Kupfer gestochen, qu. imp. fol. Bruloff, auch Brüllow genannt, malte auch Portraite, und sehr schöne Genrebilder. Mehrere Gemälde, welche er in Deutschland und Italien ausführte, sind mit dem Monogramme versehen. 1917. Balthasar Küchlein, Maler und Radirer von Schwäbisch- Gmünd, wurde um 1570 geboren, und scheint der Schul" "DX^ # des Jost Amman anzugehören. Die Initialen seines N»' -DI\J mens findet man auf Bildnissen und Zeichnungen. Da 8 Hauptwerk des Künstlers ist aber folgendos: Iteprncsentali» der fürstlichen Aufzug und Hillcrspicl bei dem hochzeitlichen Ehrenfest i tS Herzogs Johann Friedrich von Würtemberg - Tech mit Sophia von Ilrat>' dtnburg zu Stuttgardt den ö November MUH). Radirt und gedrucM durch Balthasar Küchlein, ISürger und Maler zu Schwäbisch-Gmünd. M'' 239 Blättern, qu. fol., 4. u. 8. Diese schönen und merkwürdige 11 Blätter sind in der Weise des J. Amman gezeichnet und radirt' Einige sind von F. B/entel geätzt. BK-BKG. Nr. 1918-1922. 827 1918. Bartholomäus Killan, Kupferstecher und Radircr, wurde BK R *■ ^ en "• ^ a ' ^"^ zu Augsburg geboren, und von M. Mo- j j! ' ' rian unterrichtet, bis er sich nach Paris begab, um unter • -Jcul/, ■ j jC jt un g ( j es p, d e Poilly seine volle Ausbildung zu orangen. Er stach eine grosse Anzahl von Bildnissen, sowie auch "ustorische Darstellungen und Titelblätter. Auf den kleineren Stichen Un d Radirungen findet man meistens die Initialen des Namens, welche P 11 * geringer Variation vorkommen. Im Künstler-Lexicon VII. S. 14 haben wir eine ziemliche Anzahl von Blättern verzeichnet. In tech- Mscner Hinsicht verdienen sie grosse Beachtung, besonders die Bildnisse. — Kilian starb zu Augsburg den 11. Jänner 1696. ^19. L i p Den unbekannten Träger dieses Zeichens zählt D.n?. Heinecke, Neue Nachrichten &c. S. 369, zu den Kupferstechern des 15. Jahrhunderts, er dürfte ihm aber ein zu hohes Alter Eingeräumt haben. Bartsch nahm keine Notiz von ihm, weil er das von »leinecke beschriebene Blatt wahrscheinlich nicht gesehen hatte. Heller 8'bt im Monogrammen - Lexicon nur kurz an, dass der Meister b. k. Jjm 1500 gelebt habe, und Brulliot übergeht ihn. Heinecke beschreibt 'Olgendes Blatt, welches uns nie zu Gesicht kam, und daher müssen *' r dahin gestellt seyn lassen, ob die dem Buche dieses Schrift- Kellers entnommene Copie des Zeichens mit jenem auf dem Blatte übereinkomme. ~ Der gekreuzigte Heiland. Links ist Johannes der Evangelist, und Magdalena kniet am Fusse des Kreuzes. Sie umarmt die hl. Jungfrau, Welche neben ihr in Anbetung kniet. Hinter Maria stehen zwei Frauen. H - 6 Z. Br. 4 Z. 3 L. 1920. Balthasar Kruse war 1561 Münzmeistcr in Schwerin, und B Vr nach zwei Jahren erscheint er in gleicher Eigenschaft zu " "Wismar. Auf Münzen aus jener Zeit deuten die Buchstaben "• K. seinen Namen an. T , Auf Regensburger Münzen von 1770 —1772 beziehen sich diese '"[tialen auf den Münzmeister G. C. Busch, und den Stempelschneider J °hann Nicolaus Körnleln. 1921. Bartholomäus Kilian? Diese Initialen findet man auf einem B ff" Jf Kupferstiche, welcher das jüngste Gericht vorstellt, in ' •**■• ■* « Copie nach F. Villamena und I'h. Thomassin. Unten s ' eü t: Philippus Thomassinus inv. ti. K. F. De l'lmprimcrie de Baltliazar Moncornet etc. H. 24 Z. Br. 17 Z. . Dieses Blatt will man dem Bartholomä Kilian zuschreiben, allein es ist nicht wahrscheinlich, dass dieser Augsburger Künstler fürMon- poriiet in Paris die Platte gestochen habe. Kilian befand sich zwar |" Paris, stach aber in der Schule des F. Poilly nur kleinere Matter. u . m 1655 kehrte er nach Augsburg zurück, und gründete daselbst Wen eigenen Verlag. Die grosse Platte mit dem jüngsten Gerichte j^ 1 seine Verlags-Adresse nicht. Möglicher Weise lioss er aber die 'atte zu Paris von B. Moncornet drucken. 1922. Unbekannter Kupferstecher, dessen Blätter von geringem ■T) ■*•__, TM^r7n Kunstwerthe sind, der Tendenz wegen, und rvDwR K-l/MK als Seltenheiten aber doch nicht geringe Be- ^JaST-JJIvX achtung verdienen. Der Künstler lebte in 1-S'Qc 7.SQ0 Deutschland, und ist wahrscheinlich Eine Per- ä J "' ' son mit dem Monogrammisten K (1 H S B F, Jessen Brulliot I. No. 119 erwähnt. Obige Zeichen findet man auf We i satyrischen Blättern komischen Inhalts. 828 BKI—BL. Nr. 1923 — 1924. 1) In einem unmöblirten Zimmer sitzt eine reich gekleidete Dame und reicht einem ihrer Anbeter die Hand zum Kusse, während sie dem neben ihr stehenden Buhlen auf den Fuss tritt. Ein dritter kommt von links her. Nach den Uoberschriften ist der erste ein Franzose, der zweite ein Deutscher und der dritte ein Spauier. Durch ein in der Ilintonvand angebrachtes Fenster deutet der Schalksnarr mit der Rechten auf die Dame, und sticht mit der Linken dem deutschen Michel den Esel. Im Oberrandc steht: Mitt Fusstrctten Hundt- drucken vnd Lachen: Kan Ich sie alle drey zu Narren Machen. Jm Unterrandc stehen unter jedem Liebhaher vier Verse, wodurch derselbe seine Gesinnung ausdrückt.. Der Spanier findet sich durch das Lächeln der Dame angezogen, der Franzose will sie in seine Wohnung führen, und der Deutsche denkt an den alleinigen Besitz. Die Verse des Narren an der Zimmcrwand sprechen jedem den Erfolg ab. Rechts unten im Rande ist das erste Zeichen. Höhe der Platte 7 Z- 5 L. Br. 9 Z. 6 L. Brulliot I. No. 902 gibt das Monogramm nach der Anzeige im Catalog Hartlaub, fügt aber die Beschreibung des Blattes nicht bei- In der Geschichte des Kupferstich-Cabinets in Copcnhagen von Baron Rumohr und J. M. Thiele S. 29 ist das erwähnte Blatt angegeben, aber nicht so genau, wie wir es durch die gefällige Mittheilung des Herrn Börner vermochten. 2) Zwei junge Damen zu den Seiten eines Taubenschlages, in welchem viele kleine Gavaliere ein- und ausfliegen, und dabei gelegentlich in's Wasser fallen. Die Damen fischen sie aber mit Sieb und Angelschnur wieder heraus. Oben steht: Einer Jungfrauen Berti t'»< wie ein Dauberthaus , da einer cinjleucht, der andere aus. Unten stehen deutsche Reime und das zweite Zeichen. II. 7 Z. 5 L. Br. 9 Z. 6 L- — Dieses Blatt ist in dem Buche von Rumohr und Thiele beschrieben- 1923. Bartholomä Kutan, Kupferstecher von Augsburg, ist unter Tt K"l f c ' en Initialen II K. No. 1918 bereits eingeführt, und daher /" bemerken wir hier nur, dass man auf Bildnissen und kleinen Andachtsblättern die Abbreviatur des Namens finde. 1924. Johann Lingelbach, Landschaftsmaler, wurde 1625 zu Frank- Afurt am Main geboren, machte aber seine Studien in Holland, und begab sich 1642 von Amsterdam nach Frankreich, wo et zwei Jahre verlebte. Weitere acht Jahre brachte er in Rom und in anderen Städten Italiens zu, und von 1650—1687 war wieder Amsterdam der Schauplatz seiner Kunst. Lingelbach malte Seehäfen mit einer Menge von Figuren, Scenen aus dem Volksleben, öffentliche Märkte und Kirmessen, Bilder voll Charakter und Leben. Die von A. Zylvelt gestochenen vier genuesischen Seehäfen, und die zwölf italienischen und orientalischen Häfen von J. Gronsvelt geben einen Begriff von den reichen Bildern dieses Meisters. Auf einigen findet man das Monogramm, auf anderen den Namen. Einige wollten dem Künstler jene radirten Blätter beilegen, welche im Artikel des Leonhard Brasser aufgezählt sind. Dieser Künstler arbeitete aber fast um hundert Jahre später. Der Irrthuni wurde durch das Monogramm herbeigeführt. Brasser bediente sich fast desselben Zeichens, fügte aber den Buchstaben F bei, so dass wir es unten unter BL.F. No. 1948 geben. Ein zweites Monogramm dos L. Brasser, welches aus den etwas geneigten Buchstaben RL. mit f : besteht, hätten wir hier einfügen können, wollten aber den Artikel jenes Meisters nicht trennen. & BL BL. Nr. 1925-1929. 829 ^1925. Bernhard Lens, Emailmaler und Kupferstecher in schwarzer I Manier, geb. zu London 1659 gest. den 28. April 1725. Er war »SO der Sohn eines gleichnamigen Künstlers, welcher 1708 im 77. •Jahre starb. Man nennt daher den Stecher in Mezzotinto mit Unrecht den Aeltern. Sein Monogramm findet man auf einigen Blättern, gewöhnlich weiss auf schwarzem Grunde. Seltener erscheint es schwarz. *' r arbeitete nach F. Kcrsabom, Guido Reni, C. Maratti, An. Carracci, y- de Byck, (hapron, P. Brill, A. v. Ostade u. A. Vrgl. auch den ■»«enden Artikel. 1926. Bernhard Lens sen., oder Balthasar Lernens? Der Träger dieses Monogramms arbeitete um die Mitte des 17. Jahrhunderts in Paris, wie es scheint für den Buchhandel. Man findet es auf dem Bildnisse des Advokaten Charles du Molin, vor der Biographie desselben, welche Julien Brodcau 1654 zu Paris herausgab, 4. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts lebte auch ein Maler, Welcher Genrebilder mit einem ähnlichen Monogramme bezeichnete, k'e rühren entweder von Balthasar Lernens, oder von Bernhard Lens 8e «. her. Ersterer starb 1704, letzterer 1708. 1927. Unbekannter Kupferstecher. Dieses Zeichen findet man auf einer Copic nach Lucas van Leyden, B. No. 36. Sie stellt die Heimsuchung der Elisabeth durch Maria vor, und ist durch den weissen Grand vom Original unterschieden. Nur zu jeder Seite "t ein Felsen eingestochen. Das Monogramm bemerkt man rechts u »ten, und oben steht: S * MA11IA * VND * ELISABETT. H. 4 Z. 1 L. Br. 2 Z. 11 L. Das Original fertigte Lucas van Leyden um 1520, und auch die ^°pie scheint nicht viel jünger zu seyn. Der Stecher ist nicht bekannt, °der wenigstens lässt sich mit Sicherheit keiner namhaft machen. U.ori Gandellini (Notizie degli intagliatori — . Staut 1808 — 16) legt °m ähnliches Zeichen, welches aber oben durch einen Querstrich geschlossen ist, dem Schelte a Bolswert bei, welcher aber das Blatt "M den sich küssenden heiligen Frauen nicht copirt haben dürfte. Ein anderes Blatt, welches diesem Meister zugeschrieben werden könnte, kennen wir nicht. Nur sei bemerkt, dass die genannte Darstellung noch von drei anderen unbekannten Meistern copirt wurde. 1928. Unbekannter Zeichner, welcher in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Italien lebte, Er bediente sich auch der Initialen 1). L., so dass wir auf ihn zurückkommen. Giovanni jemini in Venedig radirte nach seinen Zeichnungen Blätter mit Arabesken, 4. 1929. Best und Leloir, Formschneider in Paris, gehören zu den to n fruchtbarsten Künstlern unserer Zeit. Sie standen Anfangs •«ftcJL zu London mit Andrew in Verbindung, und bedienten sich j*»t diesem ein gemeinschaftliches, aus ABL. bestehendes Monogramm. ■später schlössen sich Hotelin und Rcgnier an, welche mit den genannten Meistern eine grosse Thätigkcit entwickelten. Man findet in Vlp )en illustiirton Werken Blätter von ihnen. Obige Zeichen stehen a,,t jenen in L. Roybaud's Jeröme Palurot ä la recherche d'une. position *°<*ai e . Paris t0*6. Die Zeichnungen sind von J. J. Grandville. Unter den Initialen B. L. H. H. haben wir illustrirte Werke mit Holzschnitten der genannten vier Künstler erwähnt, und unter dem Monogramm A. B. L. Nr. 228 sind andere Bücher mit Illustrationen nam- haf t gemacht. a. 830 BL. Nr. 1930-1931. 1990. Ludwig Borger, Zeichner und Maler aus Birnbaum im »^ »-,<. Grossherzogthum Posen,, machte seine Studien auf der 4L; V^B,\' / < %^, Akademie in Berlin, und entwickelte da ein reiches ' Talent zur Composition. Er fertigte eine grosse Anzahl von Zeichnungen und Skizzen, deren viele mit dem Monogramme des Künstlers versehen sind. F. Unzelmann schnitt sein Gedächtniss- blatt der preussischen Verfassung von 1848 auf drei Platten in Holz, ein sogenanntes Clair-obscur, fol. Im Jahre 1852 hielt sich Burger in München auf, wo er für die xylographischc Anstalt von Braun und Schneider Zeichnungen zu Bilderbogen lieferte. Auf den Holzschnitten nach denselben findet man obige Monogramme mit geringer Variation. 1931. Johannes Bol, oder B. aLochom? Das erste dieser Zeichen, mit der Jahrzahl 1575, gibt bereits Christ (Mono- grammen-Erklärung S. 366) mit der Bemerkung, dass man es auf Kupferstichen nach Stradanus finde. Brulliot I. N. 916. kommt darauf zurück, und Frenzel (Catalog Sternberg III, No. 676) fügt das dritte Zeichen bei. Er verweiset auf ISrulliot I. No. 1049, aber ohne beizustimmen, dass B. Locrom der Träger des Monogrammes sei. Brulliot legt aber nicht obiges Zeichen, sondern ein anderes aus LB bestehendes Monogramm einem B. Locrom bei, welcher indessen B. a Lochom, nicht Lochrom oder Locrom, heisst, wie die genannten Schriftsteller angeben. Unser Monogrammist gehört der Familie der Bol aus Antwerpen an, und es dürfte Johannes Bol darunter zu vermuthen seyn, da z. B. die Landschaften mit den biblischen Scenen in der Weise dieses Meisters radirt sind. Ausserdem zeichnete aber J. Bol //. B., da er die Namensform Hans, statt Jan oder Johann gebrauchte. Ob F B L, oder JBL aus dem Monogramme gelesen wird, passt es auf Hans Bol, da die Erklärung J. Bol Fccit, und Bol Fecit zulässig ist. Wir sprechen aber hier nur eine Vermuthung aus, und weisen dabei den B. a Lochum oder Lochom zurück, da dieser Künstler erst um 1580 geboren wurde, unser Monogrammist aber schon 1575 thätig war. Folgende Blätter tragen das Zeichen. 1) Ein öffentlicher Brunnen in Florenz, mit der Unterschrift: Aureaqua cchis surgit Florcntia etc. Rechts unten ist das erste Zeichen mit der Jahrzahl 1575. fol. 2) Ansicht einer Strasse in Florenz, in welcher eine Dame an der Spitze ihres Gefolges reitet. Rechts unten ist dasselbe Zeichen, und im Rande steht: Aemula llomunae. gcnlis Florentia etc.. fol. Die Zeichnung zu diesen Blättern, welche Theilo einer Folgo sind, ist von Johannes Stradanus, welcher bekanntlich mehrere Jahre in Florenz lebte. 3) Einige Blätter mit Jagden, nach J. Stradanus. Mit dem zweiten Zeichen, und der Adresse: Au guatre Vent. i574, qu. fol. Das Schild zu den vier Winden (aux quatre vents) führte Hiero- nymus Cock in Antwerpen. Er hat es auch auf dem Titelblatte zu einer Folge von 15 Blättern: Comparlimmltirum quod vocant multiplex genus, lepidissimis liistoriolis Poetarumque tabellis ornatum 1566. Gedruckt by II. Cock in de vier winden. 4) Biblische Scenen mit reichen Landschaften , in Rundungen mit Umschriften. Wenigstens 6 Blätter, mit dem dritten Zeichen, und der Adresse: Aux quatre Vents, gr. 4. Diese gut radirten Blätter erwähnt Frenzel im Catalog Sternberg III. No. 670. BL. Nr. 1932—1936. 831 1932. Baisiez, Kupferstecher in Paris, deutete durch diese Buchstaben seinen Namen an. Der Schreibmeister Royllet gab in der zweiton Hälfte des 17. Jahrhunderts ein Sohriftbuch unter folgendem Titel heraus : I.es Fideles Tableau.r. de J.'Arl d' Ecrire in gr. fol. Die Vorschriften sind von Baisiez fl _^ gestochen, und der Anfangsbuchstabe seines O/rfTt^S^l Namens kommt auf den Blättern in verschiedenen ^y(U — Zügen vor, immer grösser, als hier gegeben. Auf anderen Blättern kommt der verzogene Buchstabe R, und auch in Verbindung mit B vor, so dass Royllet Baisiez zu lesen ist. 1933. Ludwig von Berger, ein dänischer Offizier, welcher um rj\ 1830 die Charge eines Obersten bekleidete, radirte mehrere \p Blätter, theils nach Ostade, theils nach eigener Zeichnung. 0 ^-—' Einige tragen das gegebene Zeichen. 1934. Unbekannter Kupferstecher. Sein Zeichen fanden wir auf „ einem inittelmässigen Kupferstiche, welcher Christus vorstellt, $\ wie er von den Juden verspottet, geschlagen, begossen, und auf jede Weise verhöhnt wird. Als Einfassung dienen verschiedene Votivgegenstände. Oben gegen rechts steht die Jahrzahl l'Mfy , und unten im Rande: Wahre Abbildung des Schmerzvolleidendm Heilandes "" Kärker, so zu sehen in der Filrstl. Jungf. Stü/jft S. Calharina in Üresslau, (i. Der Stich ist von einem neueren Künstler, vielleicht zu Anfang des vorigen Jahrhunderts gefertiget. 1935. Bernardo Luinl und Bernardo Licinio können auf diese B Initialen Anspruch machen. Der ältere ist Bernardo Luini, . JL_/. welcher um 1460 geboren wurde, und neben Leonardo da Vinci Bewunderung erregt. Im deutschen Kunstblatt 18r>4, S. 230 wird ein mit B. L. I50G bezeichnetes Gemälde als Werk des Luini erwähnt. Diese Jahrzahl spricht allerdings für ihn, ausserdem müssen aber die Kennzeichen eines hohen Talentes und einer schöpferischen Kraft vorhanden seyn, welche in der Grazie und in der Naivctät eines Leonardo s jch äussert. Die Schönheit und Erhabenheit des Styls rcisst jeden hin, welcher die zahlreichen Frescobilder, und die in den ersten Galerien versammelten Gemälde dieses Meisters betrachtet. Mit B. /.. zeichnete aber auch Bernardo Licinio aus Pordenonc, dessen Werke in Zeichnung und Composition an Tizian, im Uebrigen an Gio. Antonio da Pordenonc erinnern. Er ist jünger als Luini und, obwohl ein tüchtiger Meister, mit diesem nicht zu vergleichen. Zu Salcto in Tadovano ist ein Gemälde mit drei Heiligen bezeichnet: Hernnrdi Licinii Opus 1535. 7m seinen Hauptwerken gehören aber die Bildnisse, worunter jenes des berühmten Architekten Andrea Pa- ladio besonders zu nennen ist. 1936. Balthasar Laury? In der Geschichte des k. Kupferstich- 15 T Gabinets zu Copenhagen van B. von Ruhmohr und J. M. Thiele DJL S. 33 ist eine Folge von 6 in der Weise Tcmpesta's nicht geistlos radirten Blättern angegeben, welche Thiere vorstellen: 1) Leopard, 2) Esel, 3) brunstiger Esel, 4) sitzender Affe, 5) kriechender Affe, 6) Stier. II. 1 Z. 10 L. Br. 2 Z. Die Verfasser des genannten Werkes äussern über den Verfertiger der Blätter keine Vermuthung. Wir glauben, dass unter BL Balthasar Laury zu verstehen sei. Im Jahre 1570 zu Antwerpen geboren, war er Schüler des Paul Brill, verlebte aber die längste- Zeit in Rom. 832 BL. Nr. 1937 — 1939. Er malte Landschaften mit Figuren und Thieren, und konnte sich selbst in Italien des vlämischen Einflusses nicht entäussern. Dieser Künstler starb 1642. Die Folge, zu welcher die obigen Thiere gehören, besteht aus 20 Blättern, welche vielleicht unter einem Titclblatte erschienen. 1937. unbekannter Maler oder Zeichner, welcher in der ersten ß T Hälfte des 17. Jahrhunderts in Italien thätig war. Giovanni ' * Temini (1620—1650) radirte nach seinen Zeichnungen ungefähr 20 Blätter mit Arabesken, welche mit B. /,., oder mit einem aus diesen Buchstaben gebildeten Monogramme verschen sind. Auf anderen Blättern dieser Folge steht: Gio. Temini F. Venelia, 4. Mit B. L. bezeichnet sind auch Blätter mit Ansichten römischer Monumente. Ob unter diesen Initialen der Zeichner, oder der Radircr zu verstehen sei, können wir nicht bestimmen. Sie fallen ebenfalls in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts. Vielleicht handelt es sich um den oben erwähnten Balthasar Lauri, welcher lange Zeit in Rom lebte. 1938. Balthasar Le Mercier, oder Balthasar Lemken? Nach Christ B. L. (Monogrammen-Erklärung S. 126) sollen die Buchstaben B. L t) t einem unbekannten Balthasar Lemken angehören, er sagt aber " '-'• nicht, ob sie sich auf Kupferstichen, oder Holz chnitten befinden. Wir kennen Blätter mit Mustern für Goldschmiede in zwei Folgen mit grottesken Verzierungen und Figuren. Sie sind etwas steif radirt, und bieten verschiedene drollige, und bizarre Gegenstände. Die eine Folge enthält 12 Blätter in 4, welche von dem Meister L. K. (Lukas Kilian) copirt wurden. Ob unser B L. in Deutschland, in Italien oder in Frankreich gelebt habe, wagen wir nicht zu entscheiden. Auch die Angabe, dass B. Lemken die Blätter gestochen, oder gezeichnet habe, bleibt dahingestellt, da sich keine sichere Nachricht über einen Künstler dieses Namens findet. Wir möchten aber den Blick nach Frankreich wenden, wo um 1626 ein Zeicher Balthasar Lemersier oder Lc Mcrsier lobte. Nach ihm stach Balthasar Moncornct eine Folge von 6 Blättern mit Mus'tern für Juweliere. Unter den Schmucksachen in Erbsenschottenform sind landschaftliche Parthicn mit Figuren einradirt, sowie auf Blättern der erwähnten Folge von B L. Das erste Blatt der französischen Folge ist bezeichnet: Baltazar. Le Mersier. Inuentor. Baltazar Moncornct. Fecil. et. exeud. & Paris. A? 1626. Auf französische Abkunft eines Meisters B h. deutet auch die Notiz bei Brulliot App. 11. No. 38. Dieser Schriftsteller erhielt Kunde von einer Folge gestochener Arabesken, welche von einem französischen Meister gegen P]ndc des 16. Jahrhunderts herrühren sollen. H. 6 Z. 9 L. Br. 5 Zoll. Die zweite Folge von dem Meister B L. enthält Goldschmieds- mustcr mit Figuren und Arabesken in Friesform. Jedes der Blätter, deren wenigstens zwölf vorkommen, hat zwei Zierstreifen, qu. 8. 1939. Unbekannter Medailleur. welcher mit den Initialen B. T. r> t zeichnete. P> lebte in der Zeit des Verfalls der Miniaturplastik, seine Werke zeichnen sich aber durch Wahrheit der Darstellung, B k und durch zierliche Behandlung aus. Somit nimmt er durch seine Leistungen eine hervorragende Stelle ein, wie sie keiner der um 1660—1670 producirenden Künstler seines Faches behaupten kann. Er fertigte Medaillen zur Geschichte des Churfürsten Johann Georg III. von Sachsen, und auf ausgezeichnete Personen im Lande, wie solche mit den Bildnissen des Hans Andreas Hommel, Martin Geier, Johann Adam Scherzer etc. Die seltene ovale Gussmedaille mit Scherzer's BL BL. Nr. 1940—1944. 833 Bildniss zeigt auf dem Revers einen Eremiten und einen Fürsten mit dem Scepter. Sie ist mit der Jahrzahl 1662 versehen. 1940. Unbekannter Goldschmied, welcher gegen Ende des 16. *■ ff t Jahrhunderts thätig war, wahrscheinlich in Frankreich. * d *J Jfr Wir kennen ein Blatt mit den gegebenen Initialen, welches von einem hoch gravirten Metallstocke abgedruckt ist. Es enthält leichtes, lang gezogenes Laubwerk mit kleinen Vögeln, schwarz auf Weissem Grunde in einer Rundung von 1 Z. 8 L. Durchmesser. Felder dieser Art scheinen in Niello gearbeitet gewesen zu seyn, so dass vor der Ausfüllung mit Masse die Platte abgedruckt wurde. Ein zweites Blatt von ähnlicher Behandlung, auf welchem zwischen den Buchstaben BL ein Punkt steht, zeigt in der Mitte ein Füllhorn, aus dc m ein Zweig mit Blättern und eine Blume im Schnörkel hervorgeht. Dabei sind Vögel, eine Schnecke und einige Insekten als Staffage. Unten sieht man die Initialen des Namens. Durchmesser 1 Z. 7 L. Ein drittes Blatt dieser Art zeigt in der Mitte leichte Ornamente, und am Rande herum verschiedene Thiere. H. 2. Z. 3 L. Br. 3 Z. 1 L. Den Namen dieses Meisters, welcher jedenfalls ein Künstler von Geschmack und Phantasie war, konnten wir nicht entdecken. Seine Werke gehören zu den Seltenheiten. Von einer niellirten Platte, auf welcher die Buchstaben in richtiger Lage, also LB, erscheinen müssen, 'st uns nichts bekannt. Es könnten sich aber Dosen, Schatullen und dergleichen vorfinden. 1941. Bernhard Lens dürfte der Träger dieser Initialen heissen, ob sie aber den älteren oder den jüngeren Künstler dieses Namens andeuten, bleibt dahingestellt, da wir keine Anhaltspunkte hinsichtlich der Zeit haben. Wahrscheinlich handelt es sich um den älteren B. Lens, welcher ausser seinen grossen Blättern auch einige Radirungen hinterliess, und 1725 in London starb. Das schön radirte und seltene Blättchen mit den Buchstaben B L stellt die Madonna in einer Landschaft vor, 12. Auf einem Exemplare der Sammlung des Herrn Harzen ist der handschriftliche Namen Bern. Lens. 1942. Balthasar Lernens, Maler, wurde 1637 zu Antwerpen ge- f} T boren, und starb in London 1704. Er malte kleine historische • * -1 Bilder, und Scenen aus dem Volksleben, fand aber im Allgemeinen geringen Beifall, obgleich seine Werke einen geschickten Künstler verrathen. Auf einigen Genrebildern stehen die Initialen B.L. 1943. Unbekannter Goldschmied, welcher um 1669 in Nürnberg rr 1 /nr sein Probestück gemacht zu haben scheint. Die ge- • c - l '.~ -*"*■ gebenen Initialen findet man auf einem radirten Blatte, ■ Q.n ö Jt welches ein Wappen mit einer Bracke auf dem Helme ^- zeigt. Dieses seltene Blatt ist 3 Z. 2 L. hoch, und 7 L. breit. Die Platte war nach Börner in der Goldschmiedslade zu Nürnberg. 1844. Ludolf Backhuizen, Marinemaler und Radirer, geb. zu a \ Emden 1631, gest. 1709. Dieser berühmte Künstler findet hier **"*- nur im Vorübergehen eine Stelle, da nur ein einziges radirtes Blatt auf solche Weise bezeichnet ist, jenes mit dem Fischhändler, B. N. 2. Man sieht ihn links im Vorgrunde zwischen zwei auf dem Boden sitzenden Matrosen. Hinter ihnen zieht ein essender Junge die Aufmerksamkeit eines grossen Hundes auf sich. Unten gegen die Mitte stehen die oben gegebenen Buchstaben B.L., voran verkehrt inv., und rechts neben dem Anker (verkehrt) 1701. H. 6 Z. 3 L. Br. 8 Z. 6 L. 834 BL. Nr. 1945-1948. Dieses Blatt gehört zu der Folge der Marinen, Bartsch P. gr. IV. p. 275. No. 1 —10. Wir kommen unter /. B darauf zurück. Diese Buchstaben stehen auf Blättern der Folge der Ansichten des Y in Amsterdam. Auch die Abbreviatur L. BAK, und L. BAKU kommt wor. Ueber die verschiedenen Abdrucksgattungen sind K. Wcigel's Supplements au Peintre-graveur I. p. 193 zu Kath zu ziehen. 1945. Balthasar Lauch, Goldschmied, welcher um 1668 thätig ij« war. Die Initialen seines Namens fand Börner auf einem ■"** Stammbuchblatte, welches die Flucht der hl. Familie darstellt. Lauch hatte diese Darstellung 1668 in Paris ftlr das Album des Nürnberger Goldschmiedes Paul Kindermann mit dem Stifte gezeichnet. In Nürnberg lebte um 1695 auch ein Goldschmied Johann Friedrich Lauch, welcher zwei Folgen mit Mustern für Tabaksdosen gestochen hat. Vielleicht ist er Balthasars Sohn. 1946. B. Lee? Diese Buchstaben deuten einen englischen Form- H | Schneider der neuem Zeit an. Er gehört zu jenen trefflichen • Meistern, welche vom Ende des vorigen Jahrhunderts an der Formschneidekunst in England einen Aufschwung verliehen, welcher die neue Renaissance-Periode dieser Kunst eröffnet. Direktor Frenzel macht im Catalog Sternberg IV. No. 2165 auf 40 treffliche Blätter vom feinsten Schnitte aufmerksam. Sie gehören in üibdin's Poket edilion of Ihe new London Thealre etc. , und enthalten Darstellungen aus Shakespoare's dramatischen Werken, so wie das Bildniss des Dichters, dessen Haus und die Jubelprozcssion von 1769. Auf jedem Blatte sind sechs Vignetten gegeben, welche durch Text erläutert werden, gr. Median 8. In Dibdin's Werken findet man viele Holzschnitt - Illustrationen von Byfield, auf diesen Meister sind aber die Buchstaben BT., nur gezwungen zu deuten. Im ersten Decennium unsers Jahrhunderts wurden ausser Bewick, Branstou, Clenell u. A. besonders auch Lee als Meister des Formschnittes gerühmt. Von ihm sind die schönen Blätter in dem 1804 erschienen Lcselmche der Prinzessin Charlotte von Wales nach Zeichnung von W. M. Craig. Lee könnte der Träger der Initialen DL. seyn. Die beiden jetzt in Paris lebenden Formschneider Best und Leloir bezeichneten ebenfalls mehrere Platter mit BL, von ihnen können aber die Scencn aus Shakespeare uicht herrühren. Ueber diese Meister haben wir unter dem Monogramm BL No. T929 Nachricht gegeben. 1947. Giovanni Paolo Bianchi, Zeichner und Kupferstecher, wurde Blatte fec um ^°^ zu Mailand geboren. Er stach mehrere Blätter „. ' ' * nach B. Castelli, A. Lanzani, I). Fiasella, P. Molina, JSlancus fec. ch storer, A. Tempesta u. A. Auf einigen steht Bianc. ftc. , auf anderen der obige Name, wie auf den Blättern mit den Bildnissen dos Marcellino Maria Visconci, und des Francesco Bcrnardino Ferrari, 4. 1948. Leendert (Leonhard) Brasser, Zeichner und Radirer, lebte "D ~L7 in den Niederlanden um 1761. Dieses Datum, und der -^ • -T • Name steht auf einer der vier nach J. van Goyen von ihm JSi, yO' radirten Landschaften und Marinen, qu. 4. Vgl. Catalog ÖS Winkler No. 2299. Heinecke und Ffissly verwechseln diesen Künstler mit einem P. M. Brasser, welcher Portraite und Thiere mit schwarzer Kreide zeichnete, und noch 1778 in Middelburg lebte. Ein radirtes Blatt nach G. van de Hevcl ist bezeichnet: P. Brauer fec. gr. qu. 8. Dieses Wenige wissen wir über die Künstler des Namens Brasser. Vgl. auch No. 1924, J. Lingebach. BL. Nr. 1949. 835 L. Brasser radirtc einige Blätter, von -welchen No. 1—4 unten •ni Rande das erste Zeichen tragen. Sie hilden eine Folge, zu welcher vielleicht die Blätter nach J. van Goycn gehören. H. 4 Z. 3 — 4 L. Br. 6 Z. 2 — 3 L. 1) Landschaft mit einem Zeichner, welcher Ruinen abzeichnet. 2) Landschaft mit dem jungen Tobiaa und dem Engel. 3) Landschaft mit der Findung des Moses durch die Tochter des Pharao. 4) Landschaft mit Ruinen und einer Säule, auf welcher eine Figur ohne Kopf steht. Diese vier Blätter beschreibt Brulliot I. No. 915, und er glaubt, das folgende Blatt gehöre als fünftes zur Folge. Es differirt aber in der Grösse. 5) Die Landschaft mit dem runden Thurmc auf dem steilen Felsen links im Grunde des Blattes. Rechts vorn sieht man ein Weib vom Rucken mit einem grossen Korbe auf dem Kopfe. Ein zweites Weib daneben trägt ein Kind in den Armen. Links neben einer grossen Säule sieht man zwei Männer, wovon der eine zu Pferd sitzt. Im Rande ist das zweite Zeichen. H. 4 Z. 11 L. Br. 8 Z.8 L. Diese Vorstellung beschreibt Bartsch im Artikel des Ludolf Back- nuizen P. gr. IV. p. 282 No. 12, gibt aber ein anderes Maass an: H. 6 Z. 2 L. Br. 4 Z. 3 L. Mr. Ottley in den Notices of Engravers. London 1(131, für welchen J. Shecpshanks den Artikel über L. Back- nuizon ergänzte, spricht das Blatt dem lezteren Meister ab, und auch Brulliot I. No. 1047 sagt, dass Bartsch dieses Blatt irrig in das Vcr- zeichniss der Radirungen Backhuizen's gebracht habe. Allein Weigel (ßupplcments au Peintre-gravcur I. p. 199) sehauptet, dass das von Bartsch beschriebene Blatt jedenfalls Original sei, dass man aber kaum "fei Exemplare finde. Ottiey und Shecpshanks hatten daher die Ori- ginalradirung nicht gesehen, sondern nur nach dem modernen Ansehen "er Copie Brasscr's gcurtheilt. Folgende Blätter nach J. van Goyen werden im Winkler'schen pataloge beschrieben. Sie bestehen in Landschaften mit Dörfern in in der Ferne, qu. 4. 6) Die Unterhaltung auf dem Eise, mit Schlittschuhläufern. 7) Eine Strandansicht mit einer grossen Anzahl von stehenden und sitzenden Figuren. 8) Marine mit verschiedenen Schiffen auf dem Meere. 9) Die Viehweide. Der Hirt mit seinem Knaben sitzt, und rechts sieht man Beisonde zu Fuss und zu Pferd. 1949. Best, Leloir, Hotelin und Regnier gehören zu den frucht- r> . f. p barsten Formschneidern in Paris, welche in einem gc- _ •*--ri.f\. meinschaftlichen Atelier arbeiten. Sie lieferten bereits eine Menge von Holzschnitten zur Illustration verschiedener Werke. Die Initialen aller vier Künstler findet man auf Blättern nach J. J. Qrandville in „Jeröme Paturot ä In recherche d'une poiilion social», par L- Heybaud. Paris lttbß. " Ferner in R. Toppfer's „Nouvelles Gene- voises, ülustrecs d'apres les dessins de V auteur. Paris MbH," gr. 8, in F. Sue's ,,T.e Juif errant Edition illustrie, par Gavarni, 4. Tom. Paris l(ift-a, u gr. 8. etc. Best und Leloir bedienten sich auch eines gemeinschaftlichen, all B L bestehenden Monogramms, und zuweilen der Initialen. Bei gemeinschaftlicher Arbeit mit Andrew besteht das Zeichen aus ABL, so dass diese Meister zu wiederholten Malen eine Stelle finden. 836 BM. Nr. 1950—1952. 1950. Mathien, oder Michel Brunant? Dieses Zeichen gibt 'pH' ... Brulliot I. No. 1052a, und glaubt es einem französischen .Dl fOß ■ Kupferstecher zuschreiben zu müssen. Man soll es auf einem satyrischen Blatte mit Mönchen und Dämonen finden, componirt in der Weise des P. Breughel. Rechts oben ist eine Tafel mit 10 französischen Versen: Dcpuis le temps que Dieu fonda la tour üont a bon droit sont elits freres mineurs. H. 10 Z. 10 L. Br. 13 Z. 8 L. Wir haben dieses Blatt nicht gesehen, es fragt sich aber, oh das Monogramm BM darauf steht. Der französische Meister, welcher solche satyrische Darstellungen aus der Zeitgeschichte bekannt machte, bediente sich gewöhnlich eines aus PM bestehenden Monogramms, und es könnte daher auf obigem Blatte undeutlich seyn. Wir kommen unter dem Monogramm PM auf diesen Kupferstecher zurück, und geben ein Verzeichniss seiner Blätter, darunter auch die genauere Beschreibung des genannten. — Brulliot bemerkt ferner, dass Einige das Zeichen einem Martin Baum beilegen wollen. Ein Künstler dieses Namens ist nicht historisch bekannt, und wir halten daher die Deutung für willkürlich. Sollte indessen das obige Monogramm vollkommen genau seyn, so gehört es entweder dem Matthäus oder Michael Brunant von Lyon an. Diese Meister arbeiteten um 1570—1599, und gaben auch Holzschnitte mit satyrischen Darstellungen aus der Zeitgeschichte heraus. Eine grottesko Wirthshausscene von dem ersteren ist betitelt: Maisire Aliborvm; eine satyrische Darstellung auf Heinrich IV. in Fontaincbleau von dem zweiten: „Portraict de l'homme cornu i-599." 1951. B. Matton scheint der Träger dieses Zeichens zu seyn. tm n / Angeblich Schüler des G. Dow, malte er Bilder in der j-tvt/5 Weise dieses Meisters, Bilder aus dem Bürgerstande, und führt gewöhnlich in das Innere der Wohnungen, wo die Handlung theils bei Licht vorgeht. Auch Küchen und Vorrathskammern malte er, fast immer auf Holz, und in kleinem Formate. Seine Werke sind nicht häufig, und stehen in gutem Preise. In der Gallerie des k. Museums zu Berlin ist ein Gemälde, welches eine holländische Küche oder Vorrathskammer vorstellt. Darin hängt ein geschlachtetes Schwein, am Boden sieht man ein Fass, ein Schaaf, Kohlköpfe, verschiedenes Geräth etc. Im Hintergründe ist ein Bauernjunge. Dieses mit obigem Zeichen versehene üemälde beschreibt Dr. Waagen im Cataloge S. 285 No. 405, gibt aber keine Auskunft über den Maler. Wir möchten es dem B. Matton zuschreiben. 1952. Michael Brandmüller, Maler und Lithograph, wurde 1793 *-*((/ zu Wien geboren, machte daselbst seine ersten Studien, TQvT fikl und begab sich dann zur weitern Ausbildung nach -L91. / c/ü'to. München. Sein Zeichen findet man auf schönen Bildnissen in Miniatur, und auch auf anderen Darstellungen im Kleinen. Die lithographirten Blätter dieses Künstlers gehören zu den schönsten ihrer Art. Auf einigen Bildnissen aus der früheren Zeit desselben steht das Monogramm, seine grösseren historischen Blätter sind gewöhnlich mit dem Namen bezeichnet. Sie verrathen die Geduld eines Miniaturmalers. — Unter M B werden wir ein anderes Monogramm dieses Künstlers geben. BM. Nr. 1953 — 1956. 837 1953. Mathias Beytler, Zeichner und Kupferstecher von Ansbach ff\A M\ in I' u y crn ' ' st ™rob eine Anzahl von niclloartigen Blättern l./OVV bekannt. Sie stellen Figuren, Thicrc, Wappen und Arabesken auf weissem Grunde vor, und erschienen 1582 zu Onolzbach (Ansbach) bei Stephan Ilcrman. Bartsch P. gr. IX. p. 586 beschreibt 17 Blatter, bemerkt aber nicht, dass obige Zeichen auf solchen vorkommen. Beytler formte nämlich das Monogramm gewöhnlich regelmässig M B, so dass wir darauf zurückkommen müssen. Unter diesen Buchstaben geben wir aueli Supplemente zum Peintre-graveur. Blätter n »t verkehrtem Zeichen fanden wir nicht vor. Bryan, Heller u. A. machen aber darauf aufmerksam. 1954. Unbekannter Künstler, welcher um die Mitte des 17. Jahr- ^"\ y. hunderts au der Fayence - Fabrik in Delft thätig war. ll/l Man findet sein Zeichen auf bemalten Geschirren, welche lPjC I zu den geschmackvollsten Arbeiten dieser Anstalt ge- mm/J \ f. hören. Ob er Maler oder Töpfer war, und wie er ge- ^^—^ ^^ heissen habe, ist unbekannt. Die Manufaktur in Delft lieferte viele, und noch gesuchte Waaren. Brongniart gibt in seinem Traitis des arts ceramiques 19 Copien von Bezeichnungen des Delfter I'ayencc. Obiges Monogramm ist einem Teller mit einer Landschaft nach Bcrchem entnommen. Der Hand ist festonirt, und mit Blumen verziert. 1955. Christian Friedrich Boetius, Zeichner und Kupferstecher von Leipzig, ist durch zahlreiche Blätter bekannt, das gegebene Zeichen scheint aber nur auf einem einzigen vorzukommen. Man findet es nach Brul- liot I. No. 1054 auf dem Blatte in Lavismanier mit dem Titel: ..Die vergnügte Gesellschaft Augsburger Künstler, Georg Peham, Kellerdaler und A." Die Zeichnung ist von Jakob Beyer, welcher um 1590 in Augsburg lebte, und seine Kunstgenossen nach dem Leben gezeichnet hatte. Diese Zeichnung hesass Boetius, und machte sie durch den Stich bekannt, 4. Brulliot deutet das Monogramm auf J. Beyer, es ist aber „Boetius Maler" zu lesen. Es scheinen Abdrücke mit einer späteren Jahrzahl vorzukommen, so wie solche ohne Datum. — Boetius starb zu Dresden 1778, oder nach Andern 1783. 1956. Unbekannter Zeichner oder Kupferstecher. In der Samm- Jr» i * lung des Grafen Sternborg - Manderschcid befand sich A/l ein Kupferstich, welcher auf zwei Blättern die Zeich- -* V * nung eines gothischen Sakramenthäuschcns von sehr reicher Architektur enthält. Direktor Frenzel hat dieses Werk im Cataloge II. No. 172 beschrieben, und unter den Erzeugnissen des Meisters II M aus der Schule des Martin Schongauer, des folgenden Künstlers, aufgezählt. Nach der in der Nota gegebenen Erklärung dürfte aber der Stich nicht von ihm herrühren, da die Behandlung an die Blätter jenes trefflichen Meisters W mit dem Goldschmicdszcichen, B- VI. p. 56, erinnert. Der Fuss des Sakramenthäuschens ruht auf acht verzierten Rundbogen, und unten rechts am Piedestale ist der Grundplan. Neben diesem nach links stehen die gothischen Buchstaben, unter welchen der Meister seinen Namen angedeutet hat. Frenzel gibt sie im Sternberg'schcn Cataloge in obiger Form, bemerkt aber, sie seyen verziert. Man darf daher kein Facsimile des Zeichens vermuthen, was wir um so mehr bedauern, da das Blatt höchst selten vorkommt. Frenzel verfuhr leider mit der Zeichnung Monogrammfsten. ^8 838 BM. Nr. 1957. der Monogrammen sehr flüchtig. Wenn die beiden Blätter zusammengefügt sind, haben sie eine Höhe von 17 Z. 7 L., und eine Breite von 4 Z. 1 — 2 L. — Das Exemplar der Sternbcrg'schen Sammlung wurde bei der Auktion mit 23'/ 3 Thlr. bezahlt. 1957. Der unbekannte Heister mit diesem Zeichen, wenn je Einer darunter verstanden werden kann, gehört der P Ff\ Schule des Martin Schön an. Er ist originell, und f\ . . nicht Kupferstecher von Profession, nahm aber in sei- IX /VA nen Blättern den genannten Meister zum Vorbilde, ohne J—' ' V- • ihn jedoch in der Stichweise vollkommen zu erreichen. 3 J\ Bartsch P. gr. VI. p. 392 beschreibt vier Kupferstiche, welche die Federzeichnungsmanier nachahmen. Wir fügen einige Blätter bei, lauter Seltenheiten erster Art. Keines dürfte nach 1510 entstanden seyn. Vgl. auch den vorhergehenden Artikel. 1) Salomon's Urtheil. Der König sitzt in Mitte des Blattes auf dem Throne, und zu seinen Füssen ist das todte Kind ausgestreckt. Rechts sieht man die beiden Mütter, wovon die eine kniet. Links steht der Scharfrichter im Begriffe, das lebende Kind mit dem Schwerte zu theilen, um jeder Mutter die Hälfte zu geben. Zu den Seiten des Thrones und im Grunde ist das Gefolge des Königs vertheilt. In der Mitte unten stehen die Initialen B M. H. 10 Z. 10 L. Br. 15 Z. 7 L. Bartsch (No. 1) hatte ein verschnittenes Exemplar vor sich, da er nur eine Höhe von 10 Z. 7 L. angibt. Das Blatt ist in Compo- sition und Ausdruck der Figuren merkwürdig, und bringt dem Meister, wenn auch erstere von ihm herrühret, die grösste Ehre. Ottley IL p. 703 glaubt, die Buchstaben B. M. bedeuten „Bcau Martin," oder „Buon Marti no," weil er das Blatt dem Martin Schön zuschreiben will. Allein „Hübsch Martin" hat wohl kaum daran gedacht, den Beinamen in's Französische oder Italienische zu übersetzen, oder durch die Initialen darauf hinzuweisen. Hinsichtlich der Zeichnung ist aber M. Schön wohl nicht zurückzuweisen. Eine trefflich ausgeführte Federzeichnung des Kupferstiches war in der Sammlung des Grafen Sternberg-Manderscheid, und wird von Frenzel (Catalog Sternberg V. No. 499) beschrieben. Er erkennt in der Composition durchaus Schongauer's Geist. Die erhaltenen Exemplare sind leicht zu zählen. Der höchste Preis für einen ganz vorzüglichen Abdruck wurde 1853 in der Acker- mann'schen Auktion erreicht. Das Blatt ging für 100 Thlr. weg. In der Einsicdel'schen Auktion wurden nur ll'/j Thlr. bezahlt. 2) Die Ruhe der hl. Familie in Aegypten, B. No. 2. Maria sitzt mit langen Ilaaren und im faltenreichen Gewände, und hält das Kind stehend auf dem Schoosse. Rechts schläft Joseph an einem Felsen, und lehnt den Kopf auf die rechte Hand. Links sind vier Engel, wovon drei ein Notenblatt halten und singen. Nach rechts im Grunde erhebt sich ein hoher Felsen, und links in der Ferne breitet sich am Wasser eine Stadt aus. In der Mitte unten ist das erste Zeichen, welches Bartsch und Andere nicht genau geben. Der genannte Schriftsteller hatte auch ein beschnittenes Exemplar zur Beschreibung. H. 8 Z. 11 L. Br. 6 Z. 1 L. Im k. Kupfcrstich-Cabinet zu München befindet sich ein trefflicher alter Abdruck mit dem Namen „Malbucci" auf der Rückseite. Er ist von alter Hand geschrieben, und beweiset, dass man in früherer Zeit das Blatt für Arbeit des Bernardo Malpucci oder Malpizzi hielt. Allein der deutsche Charakter ist überwiegend, und Malpucci als Stecher zu wenig bekannt, als dass man für ihn Partei nehmen BM. Nr. 1957. 839 könnte. Er gehört auch einer späteren Periode an, und findet unter *W. No. 1981 ebenfalls eine Stelle. Das Exemplar der Sternberg'schen Sammlung wurde 1838 mit 25 Thlr. bezahlt. Nach Heller gibt es neue Abdrücke, wir wissen aber nicht, wo sich die Platte befindet. 3) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf der Rasenbank sitzend. Sic hält dasselbe mit beiden Händen über ihrem Schoosse, und ist in einen langen Mantel gekleidet, welcher nach rechts in grossen Falten herabfällt. Ein Theil des Gewandes ist links reich mit Pelz besetzt. Unten nach dem Plattenrande zu stehen die Buchstaben B. M. II. 6 Z. 8 L. Br. 5 Z. 1 L. Dieses Blatt beschreibt Frenzel im Catalog Sternberg II. No. 171. Einige Stellen desselben, und der Charakter der hl. Jungfrau brachten 'hn auf die Idee, dass dieser Stich von einem anderen Meister herrühre, als das obige Blatt. Wir haben aber noch ein weiteres Bedenken : dass es nämlich zwei verschiedene Stiche mit dieser Darstellung gebe. Nach Frenzcl's Beschreibung ist Maria nach links gerichtet, im Catalogue Delbecq I. No. 75 wird aber eine Madonna mit dem Kinde auf der Rasenbank als gegen rechts gewandt angegeben. Nach der Beschreibung hält Maria ebenfalls das Kind auf dem Schoosse, und letzteres legt die linke Hand auf ihren Kopf. Die Madonna hat eine doppelte kreisförmige Aureole, bei dem Kinde gehen die Strahlen in's Kreuz aus. Die Buchstaben B M stehen unten in der Mitte. II. 182 m. Br. 142 m. — Diese Einzelnheiteu berührt Frenzel nicht, wenn aber der Verfasser des Catalogue Delbecq die Wendung der Figur rechts vom Beschauer aus bestimmt hat, so muss die gegen links gerichtete Madonna des Cabinets Sternberg eine andere seyn. In Auktionscatalogcn ist indessen die Beschreibung selten diplomatisch genau, hier stimmt aber auch das Maass nicht. Das Blatt der Collection Delbecq muss grösser seyn, als das von Bartsch beschriebene. 4) Die von Engeln gekrönte Maria, B. No. 3. Die hl. Jungfrau sitzt auf einer Erderhöhung, und hält das Kind mit der rechten Hand, während sie mit der linken die Blume einer Pflanze pflückt. Zwei Engel halten die Königskrone über ihrem Haupte. In der Mitte unten B. M. H. 8 Z. 5 L. ? Br. 5 Z. 2 L. ? — Der Abdruck im Cabinet Ottley wurde mit 4 £ 10 Sh. bezahlt. 5) Die zwischen zwei grossen Pflanzen stehende hl. Jungfrau. — Auf eine Darstellung dieser Art macht Brulliot II. Nq. 285 aufmerksam, gibt aber keine weitere Beschreibung. 6) Der Leichnam des Herrn vom Kreuze abgenommen, im Schoosse der Maria ausgestreckt. Johannes und drei hl. Frauen, von denen eine rechts steht, umgeben die Gruppe. Links küsst die knieende Magdalena die rechte Hand des Heilandes. Unten in der Mitte stehen die Buchstaben B M. H. 8 Z. 4 L. Br. 6 Z. — Die Composition dürfte unbczweifelt von M. Schön seyn, da es eine alte gegenseitige Copie gibt, welche mit dessen Zeichen und der Adresse: Martini Petri exeudebat, bezeichnet ist. Vgl. B. VI. p. 166, VII. No. 3. In /" Line «f'un choix exquis de gravures, — qui se trouvent chez Artaria et Co. ö Vienne 1057, p. 14, wird ein Abdruck vor der Retouche auf 150 (/ gewerthet. 7) Johannes aufPathmos. Er sitzt in der Mitte auf einem Folsen- hlock und schreibt, den Tintennapf in der Linken haltend, auf die auf den Knieen ausgebreitete Papierrolle. Der Adler steht rechts mit ausgebreiteten Flügeln, und in der Luft erscheint die unbefleckte 58* 840 BM. Nr. 1958 — 1959. Jungfrau im Strahlcnglanzc. Tinten in der Mitte B M. II. 8 Z. 6 L. Hr. 5 Z. 7 L. — Dieses Blatt ist ebenfalls im Style des M. Schön componirt, und wohl nach einer Zeichnung desselben gestochen. 8) Die hl. Barbara, B. No. 4. Sie steht in 3 /< Ansicht nach rechts, und hält das Schwert in der linken Hand, während sie mit der rechten nach diesem deutet. In der Mitte unten li M. II. 5 Z. 8 L.? Br. 3 Z. 6 L.? 1958. Unbekannter Zeichner oder Maler. Brulliot App. 11. No. 39 B hatte Kunde von einer Zeichnung in Feder und Tusch, AA welche den Leichnam des Herrn auf dem Schoosse der / \ Maria vorstellt, kl. an. fol. Der genannte Schriftsteller ■^ bemerkt, dass der Meister in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gelebt habe, und somit gehört sie jenem BM, von welchem man Kupferstiche in der Weise des Martin Schön hat, nicht an. Auf den Namen des Zeichners müssen wir verzichten. 1959- Benedetto Montagna, Maler und Kupferstecher aus Vicenza, q ist nach seinen Lebensverhältnissen unbe- * JD'jM'/B« M.*' kannt. Was sich über ihn sagen lässt, haben R M T R *1V\* w ' r ' m Künstler-Lcxicon IX. S. 406 zusam- O 1 y./ D ± V J. mcngestcllt, und hier sei nur bemerkt, dass seine Thätigkeit von 1500—1535 fällt. Der anonyme Reisende des Morelli (Notizie d'opero di disegno della prima metä del secolo XVI.) behauptet, dass Benedetto der Sohn des Bartolomeo Montagna sei, und diese Notiz ist wohl nicht zu verwerfen, da der Anonymus in Kunstsachen erfahren war, und dem Meister nahe stand. Bartolomeo ist als Maler bekannt, dessen Werke von 1489—1522 datirt sind. Wenn daher anderseits ein Bartolomeo Montagna als Bruder Benc- detto's bezeichnet wird, so haben wir zwei Künstler dieses Namens, was um so wahrscheinlicher wird, als die Werke, welche dem Bartolomeo zugeschrieben werden, ungleich sind. Die anschcinlich älteren verrathen die Schule des A. Mantegna, andere Bilder deuten auf die Richtung des Gian Bellini. Auch die Kupferstiche des Benedetto Montagna verrathen eine gewisse Verwandtschaft zur Schule Bellini's, verkünden aber zugleich einen originellen Meister in Composition und Zeichnung. Kr liebte eine andere Formengebung, keine schlanken Verbältnisse, wie andere Meister seiner Zeit. Desswegen sind auch seine Gewänder breiter und bauschiger, als jene des Bellini. Benedetto gehört aber sicher der altvonotianischen Schule an. Als Stecher silicint er sich jedoch nach A. Dürer gebildet zu haben, da er einige Blätter dieses Meistern copirt hatte. Marc Antonio blieb ihm anfangs fern, und in der letzteren Zeit seiner Wirksamkeit konnte er sich der Kunstwelse desgelben nicht mehr fügen. Seine Blätter sind daher ungleich in der Behandlung, die früheren fein gestochen mit zarten Punkten in den llehergängen, welche man aber in den späteren Abdrücken wenig mehr bemerkt. Den Beweis liefern die alten Drücke von brillanter Schwärze der No. 2, 14, 17, 19, 22, 27 —29 &c. bei Bartsch. Andere Blätter sind dagegen auffallend roh behandelt, und so verschieden, dass man auf eine andere Hand schliessen möchte. Diess ist mit dem Opfer Abraham's, B. No. 1, mit dem Orpheus, B- No. 25, und besonders mit dem zankenden Bauern, B. No. 30, der Fall. Dieses und andere analoge Blätter sind wohl sicher nicht von Benedetto, wenn sie auch die Initialen B M tragen. Es ist aber selbst in diesen Buchstaben ein Unterschied. Es fehlen die Trennungszeichen, und sind eben so Stumpf eingestochen, wie z. B. der raufende Bauer mit dem Weibe durchhin behandelt ist. Man könnte vielleicht BM. Nr. 1959. 841 für Bartolomco Montagna einige Stiche ausscheiden, wenn auch keine alte Quelle ihn als Kupferstecher nennt. Plinige Blätter sind aber ohne Zweifel nach seinen Zeichnungen gestochen, wie das erwähnte Opfer Abraham's, B. No. 1, die hl. Jungfrau von Engeln umgehen, B. No. 5, der hl. Ilieronymus, B. No. 13, die unten beschriebene hl. Catharina, und der streitsüchtige Bauer. Henedetto's Thätigkeit beschränkt man aber jetzt nicht mehr auf etliche Gemälde und auf eine Anzahl von Kupferstichen; er soll auch viele Zeichnungen zur Illustration von Büchern gegeben haben, welche zu Anfang des 16. Jahrhunderts in Venedig gedruckt wurden. Wir haben unter dem Buchstaben .b. No. 1613 auf einige Werke hingewiesen, möchten aber glauben, dass nur der kleinste Theil von ihm illustrirt sei. Unter b. M. No. 1965 machen wir auf zwei Titelvignetten aufmerksam, welche vielleicht BOT KenatniM der Xylographien dieses Meisters einen Anhaltspunkt geben. Mit Zeichnungen zum Holz- und Metallschnitte scheint sich aber dieser Künstler weniger beschäftiget zu haben, als Bartolomeo Montagna, da die nicht unbeträchtliche Anzahl von Kupferstichen seine meiste Zeit in Anspruch genommen haben musste. Passavant (Deutsches Kunstblatt 1850, S. 302) stellt es zwar nicht in Abrede, dass Benedetto in einzelnen Fällen um Zeichnungen angegangen wurde, glaubt aber auch, dass er öfters von Mctallschneidcrn ohne Anfrage benutzt worden sei. So findet sich die unten beschriebene Gruppe der beiden Jäger bei dem erlegten Hirsch in einer grösseren Compo- sition eines Metallsehnittes auf Blatt 110 »>■ in der Ausgabe der Metamorphosen des Ovidius, welche 1505 zu Parma, und 1509 mit denselben Illustrationen zu Venedig wieder erschien. Wenn Benedetto die Zeichnung zu jener Darstellung wirklich geliefert hat, so erscheint er nicht im vortheilhaften Lichte, indem die genannten Figuren beim Vergleich mit dem Kupferstiche in Zeichnung und Bewegung miss- lungen sind. Kein Metallschnitt der Metamorphosen trägt das Zeichen des Künstlers, sondern nur jenes des unbekannten Formschneiders /. A., welcher vielleicht das Plagiat beging. Andere Werke, welche Holz- und Metallschnitte nach Zeichnungen Benedetto's enthalten sollen, haben wir im Künstler-Lexicon erwähnt, und auch unter dem Buchstaben .6. No. 1613. Bartsch P. gr. XIII. p. 332 ff. beschreibt 33 Kupferstiche von B. Montagna, und darunter sind 15 mit B M. bezeichnet. Das Verzeich- niss bei Bartsch ist aber nicht vollständig, und daherigeben wir hier einen Anhang von Blättern, welche dem IS. Montagna mit Sicherheit oder mit grosser Wahrscheinlichkeit zugeschrieben werden können. Supplemente zum Peintrc - graveur haben wir aber auch im Künstler- Lexicon gegeben, so dass wir hier nur vervollständigen. Bezüglich der gegebenen Initialen des Meisters ist zu bemerken, dass sie mit geringer Abweichung auf den Blättern wiederkehren. Nur in den Trennungszeichen findet einiger Unterschied statt, indem das voranstellende manchmal fehlt. Die Buchstaben li M ohne Trennungszeichen stehen auf dem Blatte mit dem Bauer und seinem Weibe, und auf etlichen anderen Stichen, nur zuweilen in grösserer Form. 1) [B. No. 7] Die hl. Jungfrau in halber Figur mit gefalteten Händen vor einem aufgespannten Tuche. Sie neigt sich betend zum Kinde, welches an der Mauer einen Vogel hält. II. 7 Z. 5 L. Br. 5 Z. 9 L. Dieses Blatt ist ohne Namen und Zeichen Montagna's, man schreibt ihm aber den Stich zu. Es ist indessen zu bemerken, dass man zuweilen einen brillanten und höchst kräftigem Abdruck findet, welcher im Täfelchen an der Mauer die Abbreviatur: 10AN. BX. 842 BM. Nr. 1959. enthält. Demnach hatte man das Blatt schon früh dem Giovanni da Brescia oder Brixiensis zugeschrieben. Die Abdrücke ohne diese Namensabkürzung sind eben so schön , so dass es schwer zu sagen ist, ob die Exemplare mit oder ohne Namensandeutung die ersten seyen. Wir bemerken nur, dass Giovanni Antonio da Brescia mit B. Montagna gleichzeitig ist, und dass er es wohl nicht gewagt haben dürfte, eine Platte des B. Montagna zu seinem Eigentluim zu stempeln. Jedenfalls müsste dieses später geschehen seyn. 2) Die Geburt Christi, Copie nach A. Dürer, B. No. 2. Maria kniet rechts in der Ruine eines Hauses vor dem auf einem Steine liegenden Kinde, und Joseph schöpft im Hofe am Brunnen Wasser in den Krug. Auf dem Täfelchcn am Giebel des Gebäudes stehen die Buchstaben B M. Nach der Angabc im Cabinet Sykes ist diese Copie 7'/« Z. hoch, und 4% Z. breit. Heller misst 6 Z. 11 L. in die Höhe, und 4 Z. 4L. in die Breite. Bei der Versteigerung des Cabinet Sykes wurde diese Copie mit 1 £ 1 Sh. bezahlt. 3) Die Darstellung im Tempel. Maria und Joseph halten das Jesuskind auf einem Tuche vor dem segnenden Hohenpriester. Auf dem thronartigen Altare steht die Tora, und auf jeder Seite desselben sind drei Figuren, darunter eine solche mit einem Candelaber mit drei Lichtern. Links im Vorgrundo kniet ein Greis, und rechts eine weibliche Figur, welche eine Tafel mit undeutlicher Zahl hält. II. 5 Z. 9 L. Br. 4 Z. 11 L. Zani V. p. 333 eignet dieses originelle, und höchst seltene Blatt dem Jakob da Barbary zu, welchem es aber nicht angehören kann. Andere wollten es dem Marc Anton vindiciren, weil die Zeichnung an Rafael's frühere Weise erinnert, und der Stich jenem der ältesten Blätter desselben ähnelt. Im Catalog Rumohr No. 882 finden wir das Blatt dem B. Montagna zugeschrieben, Passavant erklärt es aber im Kunstblatt 1850, S. 357, für ein Werk des Lorenzo Costa. Die Exemplare sind leicht gezählt. Eines ist in der Sammlung des höchstseligen Königs von Sachsen, und ein anderes im k. k. Cabinet zu Wien. Ausserdem finden wir dieses Blatt in den Catalogen der Sammlungen des Professors Ackermann, und des Kunsthändlers Weber in Bonn (1855) beschrieben. Das Exemplar des Baron von Rumohr galt 1846 bei der Auktion 74 Thlr. Das Ackermaun'sche Blatt ging für 39 Thlr. 15 Sgr. weg. 4) Die hl. Catharina, stehend von vorn mit der Palme in der Rechten. Um den linken Arm ist der Mantel geschlagen, und ein Engelskopf ziert ihre Brust. Das Haupt umgibt eine Aureole. Rechts am Baume lehnt das zerbrochene Rad, und links auf dem Steine stehen die Buchstaben B M. II 4 Z. 2 L. Br. 2 Z. 8 L. Diese Darstellung ist verschieden von jener, welche wir im Künstler- Lexicon No. 37 beschrieben haben. Im Catalog Malaspina II. p. 42 ist sie betitelt: Marlirio di S. Caterina della ruota. Die Abdrücke sind höchst selten. Die Sammlung des Marchese Malaspina di Sanna- zaro ist noch ungetheilt. Ausserdem bewahrt die k. k. Sammlung in Wien ein Exemplar. 5) Der hl. Anton, stehend in Andacht und von vorn gesehen. Im Grunde ist eine felsigo Landschaft mit einer Hütte, in der Mitte unten B M. H. 10'/, Z. Br. 7'/, Z. Dieses Blatt wird im Cabinet Sykes beschrieben. Es galt bei der Auktion 7 £. 6) [B. No. 251 Orpheus durch die Töne seiner Violine die Thiere bezähmend. Links horchen der Löwe und andere Thiere dem Spiele, und in der Ferne steht ein Haus in Flammen. Im Unter- BM. Nr. 1960. 843 randc stehen auf einer Steinplatte die vierten Buchstaben. II. 9 Z. « L- Br. 7 Z. 2 L. Bartsch scheint ein Exemplar vor sich gehabt zu haben, welches unten und oben beschnitten war. Er gibt nur eine Höhe von 6 Z • L. an. Es könnte indessen auch von einem Duplum die Rede seyu. 7) Venus mit dem Spiegel in der Rechten, stehend. Sie ist nackt und von vorn gesehen. Links oben: VENVS. II. 1 i■/* Z- Br. 5% Z. Dieses Blatt wird im Cabinet Sykes dem B. Montagna zugeschrieben. Es ist ohne Zeichen und Namen. 8) [B. No. 21] Eine antik gekleidete junge Frau auf einem Felsen sitzend. Hinter ihr bemerkt man einen Satyr, und links zwei geflügelte Kinder mit Vogel und Stab. Im Grunde links ist ein Strom, und Berge ziehen sich weiter hin. Unten in der Mitte die Initialen ***. Bartsch hatte ein verschnittenes Exemplar. Es ist 6 Z. 1 L. hoch, und 5 Z. 4 L. breit. Der vortreffliche Abdruck der Ackermann'schen Sammlung wurde 1853 mit 70 Thlr. 15 Sgr. bezahlt. 9) Ein sitzender Greis mit Kahlkopf, wahrscheinlich St. Hieronymus. Er ist von vorn zu sehen, in einen weiten Mantel gehüllt, und liest in dem Buche, welches er auf den Knieen hält. Im landschaftlichen «runde sind rechts Gebäude, und am Waldsaumc links in der Ferne bemerkt man einen Mann. Gegen die Mitte zu steht ein Löwe in Profil nach rechts gewendet. H. 4 Z. 8 L. Br. 4 Z. 4 L. Dieses Blatt beschreibt Zanetti im Cabinet Cicognara No. 218. Es ist ohne Zeichen und Namen, aber im Style der schönsten Blätter des B. Montagna sehr fein gestochen. Im Ganzen ähnelt es dem Blatte mit St. Hieronymus, B. No. 14, doch steht es an Werth höher. Im Catalog Malaspina II. p. 45 wird ein im Peintre - graveur fehlendes Blatt mit einem in der Landschaft sitzenden Philosophen oder Propheten mit einem offenen Buche in der Hand erwähnt. Dieses Blatt ist aber mit B. M. bezeichnet, und kann daher mit dem beschriebenen Stiche nicht gleich seyn, da auch ein anderes Maass angegeben ist. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 11 L. 10) Zwei junge Jäger, welche bei einem erlegten Hirsche stehen. Rechts oben steht der Name des Künstlers. H. 5% Z. Br. 3 a / 4 Z. Dieses Blatt wird im Cabinet Sykes kurz beschrieben. Auch im Museum zu Frankfurt ist ein Abdruck. , • 1960. Giovanni Battlsta d"Angel!, genannt Battista del Moro, T> 7VA TT» A.7V Maler und Kupferstecher von Verona, fand oben ^tW \Tj$°Jri «ntcr dem Zeichen B.AM. No. 1677 eine Stelle, *V\W. Tl 7VT un( * daher beschränken wir uns hier auf die Ini- * ^->o.l 1 . tialen seines Namens. Man findet sie auf einigen Radirungen des Meisters. Bartsch P. gr. XVI. p. 177 beschreibt •jn Ganzen 36 Blätter, gibt aber das Verzeichniss nicht für vollständig. Sie sind nicht alle gleich schön und von geistreicher Behandlung, und selbst in der Zeichnung gebricht es ihnen zuweilen. Es lag dem Künstler wahrscheinlich öfter nur eine mehr oder weniger ausgeführte Zeichnung vor, welche er nicht correkt durchzubilden verstand. Einige Blätter sind sehr zart radirt, andere breiter behandelt, und da viele a uch mit dem Stichel übergangen sind, so möchte man verschiedene Meister vermuthen, was aber nicht zugegeben werden dürfte. Mit den Initialen versehen sind: Die hl. Familie nach Giulio Romano, B. No. 11 (nur im zweiten Drucke); Romulus und Rcmus nach demselben, B. No. 14; eine kleine Landschaft mit Thiercn, B. No. 24, und eine andere Landschaft mit einem Dammhirsch, B. No. 23. Nach Bartsch sollen sich die Initialen B. M. auch auf dem grossen Blatte 844 BM. Nr. 1960. mit St. Rochus No. 14 finden, allein es trägt den Namen des Künstlers, und rechts die Buchstaben D.H., welche wir nicht erklären können, wenn sie nicht „Disegno Battista" bedeuten. Wenn sich in die mit II. M. bezeichneten Blätter je zwei Künstler theilcn sollten, so sind einige Landschaften nicht von li. dcl Moro, da sie in Zeichnung und Behandlung abweichen, wie das unten beschriebene Blatt mit der Flucht nach Acgypten, und die Landschaft mit Gebäuden und Vieh. Einige mit II. M. bezeichnete Landschaften gehören zu einer Folge, an welcher auch G. B. Pittoni Vicentino Theil hat, kl. qu. fol. und kl. qu. 4. Sic sind im Charakter Tizian's gezeichnet. Nachtrag zum Pcintre-grayeur. 1) Das Bad des Jesuskindes, verschieden von jener Composition, welche Bartsch No. 10 beschreibt, nur im Wesentlichen dieselbe Composition. Maria kniet links vor dem Becken, in welchem der kleine Jesus steht. Johannes giesst Wasser hinein, und rechts trocknet St. Anna Wäsche. II. 11 Z. 2 L. Br. 10 Z. 2 L. Das grössere, von Bartsch beschriebene Blatt ist von der Gegenseite, und bezeichnet: Bat. Ang. del Moro F. Die Wiederholung hat einige Veränderungen, und nur die Adresse: Ferando bertelis exe. Im Catalog Malaspina II. p. 139 wird sie dem B. del Moro zugeschrieben. Das Blatt ist geätzt. 2) Das Bad des Jesuskindes nach G. Romano, B. No. 11. Dieses Blatt hat im ersten Drucke die Buchstaben B. M. über dem Bette nicht. Seltenes Hauptwerk. II. 14 Z. 3 L. Br. 12 Z. 3 L. 3) Die Madonna mit dem Kinde auf dem Throne sitzend. Uebcr ihr schwebt Gott Vater, der hl. Geist in Gestalt einer Taube, und zu beiden Seiten ein Engel. Unten links ist St. Catharina, rechts Magdalena vorgestellt. H. 13 Z. 9 L. Br. 8 Z. 10 Li Dieses seltene Blatt ist in R. Weigel's Catalog der nachgelassenen Kupferstichsammlung eines der grössten Kunstsammler Deutschlands, III. Abth. Leipzig 1858, No. 1404, beschrieben. 4) Christus am Kreuze mit Maria und Johannes. Dieses Blatt, welches in dem erwähnten Cataloge No. 1404 beschrieben ist, haben wir oben unter der Inschrift: BATISTA DAN- GOLO No. 1694 bereits erwähnt, da diese Bezeichnung für uusern Künstler ungewöhnlich ist. 5) Die Pictä. Der Leichnam des Herrn liegt, an der Grabeshöhlc gegen rechts, und wird von zwei Engeln gestützt. Hinter ihm in der Mitte steht Maria mit ausgebreiteten Armen, und zu den Füssen liegt die Dornenkrone. Unten liest man: Hau." Cognominulo dcl Moro. H. 12 Z. Br. 8 Z. Dieses Blatt ist im Catalog Malaspina II. p. 140, und bei Weigcl No. 15,164 beschrieben. 6) Der Tod als Vogelsteller, B. No. 36. II. 15 Z. 10 L Br. 22 Z. Diese reiche Composition im Style Giorgione's ist ohne Namen und Zeichen, Bartsch legt sie aber dem B. de] Moro entschieden bei. Jetzt wird das Blatt dem G. P. Cimerlini zugeschrieben. Es hat im ersten Drucke die Dedication desselben, im zweiten ist aber letztere zugelegt. Einen derartigen Abdruck wird Bartsch gesehen haben, da er von Cimerlini nichts bemerkt. 7) Eine Allegorie auf den Sieg der Wissenschaften über die Unwissenheit, mit zwei Frauen, welche die Truhe der Weisheit öffnen. H. 13 Z. 10 L. Br. 8 Z. 10 L. — Dieses Blatt beschreibt R. Weigcl No. 19,701. BM. Nr. 1961. 845 8) Die, Landschaft mit der Flucht der hl. Familie in Acgypten. B> Miltc des Blattes breiten sich Palme« ans, und unter diesen kommt die hl. Familie hervor. Joseph voran führt den Esel am Zaume, und Maria mit dem Kinde sitzt auf diesem Thicre. Rechts und links des Mattes sind Gebäude, und über dem Dome rechts geht die Sonne unter. Unten rechts stehen die dritten Initialen. II. 8/. Br. 12 Z. 8L. Dieses Blatt weicht in der Behandlung von den anerkannten Arbeiten del Moro's ab. bis ist kräftig geätzt, und der uns vorliegende *Jte Abdruck ist auf ein Panier gemacht, welches von ganz anderer ■Textur ist, als jenes der Bad innigen und Stiche des 11. del Moro. 9) Reiche Landschaft mit Gebäuden, Felsen und einem Flusse, welcher die Stadt trennt. Rechts vorn sieht man einen Hirten bei fünf Kühen, und Fischer am Flusse, und links vorn ist Jupiter in Umarmung einer Nymphe. Unten links in der Ecke II. M. H. 6 Z. 2 L; Br. 9 Z. 7 B. Von diesem Blatte gilt dasselbe, wie oben gesagt. 10) Die Landschaft mit Venus und zwei Liebesgöttern, nach dem Meister F. P., anscheinlich F. Parmigianiuo. H. 10 Z. 4 L. Br. 15 Z. 9 L. Das Zeichen del Moro's kommt im ersten Drucke nicht vor. Es wurde erst später eingestochen. 11) Vier Darstellungen nach Art der Pastoralen mit Ruinen und ländlichen Gebäuden. In einer derselben sieht man drei Wanderer, und durch die offene Thürc eines Hauses in der Nähe drei Männer am Tische, wahrscheinlich die Jünger in Emaus. Auf einem andern blatte steht: Apresso Oio. Franc.« Camocio. H. 7 Z. 2 L. Br. 10 Z. 9 L. Diese Landschaften sind geätzt, und ohne Zeichen und Namen del Moro's. Im Catalog Malaspina II. p. 141 werden sie ihm zugeschrieben. 1961. Bernardo Malpizzi, oder Battista del Moro? Die Kupfer- T> aa stiebe mit diesen Initialen werden bald dem Battista del Moro, "D zbischofc von Magdeburg beschäftiget. Berthold Meier war von 1680—1685 Hofmcdailleur in Copen- hagen. Beachtenswcrth ist die mit II. M. bezeichnete Medaille mit "?m Bildnisse des Königs Christian V., welche 0. Jacobäus Tab. XXIII. No. 46 in Abbildung gibt. Im Jahre 1689 wurde er Wardein in Dömitz, und von 1696 — 1702 bekleidete er die Stelle eines Münz- meisters in Schwerin. Bartholomäus Müller war von 1671—1706 Stempclschneider in Ulm. Er fertigte nur Stempel zu Münzen. Bento Morganti, Medailleur von Rom, kam in jungen Jahren nach ^ortugal, und machte seine Studien in Coimbra, wo sein Vater Bibliothekar des Patriarchen D. Thomas d' Almeida war. Er fertigte Stempel 2 u Münzen und Medaillen, welche theils mit dem Namen, theils mit den Initialen desselben bezeichnet sind. In folgendem Werke sind e 'nige gestochen: Numismaloaia, ou breve recopilacao das algumai toedalhas dos imperadores romnnos. f-isboa 1137. 1964. Unbekannter jFormschneider. Die ersten Initialen schreibt Heller in der Geschichte der Holzschneidekunst S. 81 i Aa einem deutschen Xylographen zu, welcher gegen Ende des A / * 15. Jahrhunderts gelebt haben soll. Im Monogrammen- fS aa Lexicon S. 57 bestimmt er dessen Lebenszeit um 1500, \* ' v \ nennt aber kein Blatt von seiner Hand. Brulliot II. No. 264 R'bt dieselben Buchstaben, zeichnet aber das 6 nicht so fett, und ohne obere Spalte. Er beschreibt einen Holzschnitt mit der Büste des Hei- "Vndcs in Profil nach links. Oben im Rande steht: Ego sum lux IJJundi, und unten: üiscite a me quia mllis sum et humilis corde. Reiter unten sind nach Brulliot die Buchstaben 6 M. II. 6 Z. 2 L. ßr - 3 Z. 3 L. Wir kennen einen Holzschnitt mit derselben Darstellung, und mit gleicher Inschrift, auf diesem Blatte stehen aber •n der Mitte unten in der schmalen Bordüre von zwei Linien die 'etten Buchstaben DM. Das Maass weicht um einige Linien ab, so dass von einer Wiederholung die Rede seyn muss, wenn die Buchstaben 6 AI bei Brulliot richtig gegeben sind, was wir bezweifeln, da °- er genannte Schriftsteller das Exemplar im k. Cabinete zu München I 848 BM—BMA. Nr. 1965—1966. beschreibt, welches uns ebenfalls zur Einsicht vorlag. Ucbcrdiess haben wir Kunde von einem alten, mit b M bezeichneten Holzschnittt welcher die Kreuzigung Christi vorstellt. Eine nähere Beschreibung) und ein Fasetaile der Signatar war uns nicht vergönnt. 1965. Benedetto Montagna, Maler und Kupferstecher von Vicenza, ® ist aeben Giovanni Bonconsiglio einer derjenigen Meister, IM welche um 1490 -1520 In Venedig zur Illustration von literarischen Werken durch den Holz- und Metallschnitt beige- _ tragen, und dadurch dem Buchhandel einen grossen Ruhm verschafft hatten. Wir haben im Künstlcr-Lexicon IX. S. 406 mehrere Werke aufgezählt, deren Bildcrschmnck theilweise von li. Montagna herrühren könnte, zu einer sicheren Bestimmung ist man aber auch jezt noch nicht gekommen. Unter dem Buchstaben 6. jYo. 1(113 haben wir ebenfalls auf verschiedene illustrirtc Werke aufmerksam gemacht, es konnte aber nur muthmasslich ausgesprochen werden, dass das eine von Bcllini, das andere von Bonconsiglio oder B. Montagna seinen Schmuck erhalten habe. Jedenfalls lieferte unser Künstler Beiträge, und wenn je ein Holz- oder Metallschnitt nach seiner Zeichnung, oder von ihm selbst, ausgeführt wurde, so ist es jener mit dem ersten der obigen Zeichen, welches ohne Zwang auf B. Montagna gedeutet werden kann, und zwar auf der Titelvignette zu Tullii (Ciceronis) De Officiil, Amicüia et Senectule. Paradoxa ejusdem etc. Venetiis per Jo. de TrUlino al. Ta- cuino IUI) VI, fol. Diese Vignette stellt den Täufer Johannes vor, wie er auf das Lamm deutet. Um seinen Kreuzstab schlingt sich ein Band mit den Worten: Erre At/ri' hei. Das erwähnte Werk enthält auch schöne Titclbordüren, und andere Vignetten in kl. qn, 8. Die Zeichnungen, und vielleicht auch die Holzschnitte rühren von demselben Künstler her, keines der Blätter ist aber bezeichnet. Die Initialen 6. ,Wx auf weissem Grunde stehen ebenfalls auf einem Holzschnitte, welcher wahrscheinlich von B. Montagna herrührt. Dieses Blatt stellt eine Sibylle vor, welche unter einem Bogen steht, mit der Linket! das Gewand anzieht, und die Hechte erhebt, um auf die am Bogen eingegrabene Schrift aufmerksam zu machen: /'. p. P. p. E- 5. S. S. E. V. V. V. V. V. V. V. F, F. F. F. Ueber der Sibylle liest man in beweglichen Lettern: In arcu llomae sibylla sculpi fec, has litlera» quae postca per Bedam daclaratac sunt. Rechts unten sind die Buchstaben b. M x. Man findet diesen Holzschnitt in einem 1499 von Johannes de Tridino zu Venedig gedruckten Buche: Valerii Prabi Grammatici de inlerprclandi$ liomanorum litleris opusntlum etc II. 5Z.9 L. Br. 3 Z. 7 h- Die bezeichneten Holzschnitte tragen entschieden das Gepräge der paduanisch-venetianischen Schule, welcher B. Montagna angehöret, wie Bcllini, Bonconsiglio und andere Meister jener Zeit. Die Buchstaben 6. M. könnte man ausserdem nur noch auf Bartolomco Mcrlo deuten, welcher aber in Verona thätig war. Man findet einen schönen Holzschnitt von seiner Hand, welcher die in einer Nische sitzende Madonna mit St. Rochus und St. Sebastian vorstellt. Unten steht: '» Rrona per Barlolomea Merlo fae. Es scheint demnach, dass Merlo nicht, in Venedig, sondern in Verona seinen Wirkungskreis gefunden habe, und wir bleiben daher bei B. Montagna, obgleich es nicht bis zur Evidenz bewiesen ist, dass die Initialen 6. 1U. sich auf ihn beziehen- 1966. Broder Mathiesen, auch Broderus Mathftu« genannt, Maler li M„tl r IPAQ von Husum, stand anfangs in Diensten des li. Main, je, iP*p. g „ttorpischon Hofes, und wurde 1665 als Hofmaler nach Berlin berufen« Die k. dänische Galleric bewahrt Bildnisse und Genrebilder von ihm. BVE BMB—BME. Nr. 1967. 849 Die Abbreviatur des Namens steht auf einem riulirten Blatte mit dem Brustbilde eines bärtigen Alten in freier Nachahmung des Rem- '»rainU. Oben im Felde, neben ungeschickten Strichelnngcn: 11. Math. fr iUWl. II. 3 Z. Br. 2 Z. 4 1. B. von Rum oh r, und J. M. » i B 1 o , Geschickte der HupfcrslUhsammluntj in Copenhayen, S. 47. 1967. Bartolome Esteban Murillo bildet den Glanzpunkt der an- dalusischen Schule, und ist als der grösste aller spanischen Maler in so weitem Krc'se bekannt, dass wir auf seine Verhältnisse hier nicht weit eingehen dürfen, da er auch im Künstlcr-Lexicon X. S. 40 ff. einen ausführlichen Artikel fand. Im Jahre 1618 zu l'ilas bei Sevilla geboren, kann man ihn aber gerade nur in lezteror Stadt in seiner ganzen Herrlichkeit kennen lernen, da die vielen in auswärtigen Gallerien vorhandenen Werke des Meisters dazu nicht hinreichen. In der Cathedrale zu Sevilla, in der Kirche de la Caridad, und besonders unter den 24 Gemälden dos dor- J'ßcn Museums sind die vorzüglichsten Werke Murillo's. Reicher an ^ahl ist zwar das Real Musoo zu Madrid, allein nur wenige von den 4 " Gemälden dieser Sammlung sind von Auszeichnung. Wir haben lnl Künstler-Lexicon eine Anzahl der in Spanien vorhandenen Werke n &mhaft gemacht, erkennen aber jetzt die grossen Lücken, welche damals (1841) nicht auszufüllen waren. Man möge daher die Annais o( {*« Artist» of Spain, by W. Stirling, 3 Vols. London 1(141), und J. D. fassavant's Bericht über den Ging der christliches Kunst in Spanien "n deutschen Kunstblatt 1853 S. 129 zu Hilfe nehmen, da wir hier Zunächst nur über die Zeichen des Künstler's handeln müssen, und °iii langes Verzeichniss der Gemälde desselben nicht ohne Tadel *agen kiinnten. Zum Artikel im Kilnstler-Lexicon sei nur noch bemerkt, dass Murillo sich nicht sogleich als den grossen Meister zeigte, den wir nachmals in ihm bewundern. Seine frühesten Bilder sind nach Passavant unbedeutend, und das schwere dunkelschattige Colorit, ln Nachahmung des Bibera, blieb ihm lange eigen. Wir finden es "och so in seinem bewunderten Bilde der hl. Familie im k. Museum zx ] Madrid, welches auch in der Darstellungsweisc ganz aus dem gewöhnlichen Loben gegriffen ist, indem Maria mit dem Abhaspeln des "arncs beschäftiget ist. Als Spanier konnte er sich indessen nie über einen gewissen Naturalismus erheben, und die höchste Blüthe idealer Schönheit, wie wir sie bei Rafncl finden, blieb ihm verschlossen. Selbst seine schönsten, geistig so überirdischen Marien erreichen nicht einmal die Schönheit, die er in dem ihn umgebenden Leben hätte h'Hloii können. Dagegen hat nach Passavant wohl nie ein Künstler l 'ie bis zum Uebcrschwänglichen gesteigerte Kxstase mit einem so reinen Adel bekleidet, wie Murillo. Und überhaupt finden wir allen Seinen Schöpfungen das Siegel einer edlen Seele aufgedrückt, wie denn •Wich in dem Zauber seines Helldunkels sich die Harmonie eines tiefen Gcmüthes offenbart. Dieser wunderbare Farbensinn erschloss sich y'm aber erst in seiner mittleren Periode, jener seiner höchsten Stufe. '" den frühereu Bildern sind die Umrisse etwas scharf, das Colorit ist ^durchsichtig und schwer, und die Spanier nennen diese Manier seinen «alten (frio) Styl. Auf Gemälden der ersteren Zeit des Künstlers findet Jan zuweilen das zweite Monogramm, welches Heller (Monogr.-Lex. £■ 118) verkehrt gibt, so dass wir unter EMB darauf zurückkommen. Heller scheint es auf einem Kupferstiche nach Murillo eopirt zu haben, " a nur auf Stichen, oder auf Lithographien in Folge einer unachtsamen Nachbildung das Monogramm verkehrt kommen kann. Mr. Stir- 850 BMF— BMN. Nr. 1968-1969. ling gibt es regelmässig. Uelirigens könnte sich der Künstler aueb noch in späterer Zeit eines Zeichens bedient haben. Die Grunze" 1 seiner drei Perioden sind nicht haarscharf gezogen. Passavant sagt, dass in den verschiedenen Manieren des Künstlers die mannigfaltigsten Uebergänge und Mischungen stattfinden, und dass die Bilder seiner besten Epoche am höchsten geschätzt werden, wenn sie in einem Silberton gehalten sind. Zur Richtung seiner zweiten Periode gelangte er durch das Studium der Werke des Anton van Dyk in Madrid, w° bei noch strenger Zeichnung sein Colorit klar, tief und harmonisch wurde. Wenn die Spanier von Gemälden des warmen (calido) Stylcs sprechen, so meinen sie jene der Glanzperiode des Künstlers, über welche der Zauber eines unübertroffenen Coloritcs ausgegossen ist. Endlich vernachlässigte der Künstler bei überhäuften Aufträgen die Zeichnung, sein Farbenauftrag wurde Verblasen, das Colorit süsslich und geschminkt. Die Gemälde dieser dritten Periode nennt man in Spanien jene des dunstigen (vaporoso) Styls. Der Künstler fand sich vielleicht veranlasst, auf dem einen oder dem anderen seinen Namen unter dem Monogramme zu verbergen. Uebrigens ist der grösste Theil, selbst seiner besten Werke, unbezeichnet. Das erste Monogramm entnahmen wir einer meisterhaften Radirung von A. Bartsch. Dieses Blatt stellt im Ovale die Madonna in Kniestück vor, ähnlich jener, welche in letzter Zeit mit der herzoglich Leuchtenbergischen Gallerie nach St. Petersburg kam, und durch Stiche und Lithographien bekannt ist. Das auf dem Schoosse der hl. Jungfrau sitzende leicht bedeckte Jesuskind erhebt die linke Hand, und schlingt den rechten Arm um den Hals des Johannes, welcher mit gekreuzten Händen vor ihm steht - Dieser Radirung in kl. fol. liegt eine Zeichnung zu Grunde. Die Platte bosass der Kunsthändler Joseph Grünling in Wien, welcher sie mit vielen anderen in München dc- ponirte. Diese Platten blieben fast zwanzig Jahre wie vergraben, bis sie endlich durch Vermittlung des Verfassers des vorliegenden Werkes im Jahre 1850 wieder an die Wittwe des inzwischen verstorbenen Grünling gelangten. 1968. Bartolomeo Manfredini, Bildhauer und Medailleur von R M F Mailand, wurde 1806 an der k. k. Münze daselbst angestellt, ■ und erwarb sich durch seine Gravirarbciten grossen Ruf' Einige seiner Gepräge sind mit den Initialen des Namens bezeichnet. 1969. Balthasar Menz von Niomcck in Sachsen, daher Menciuä YCJr — I Nimecius genannt, war Theolog und Historiker, studirtc rrkj MST l529 zu Wittenberg, wurde nachher Rector, dann D_±j±j, J> i-x Pfarrer zu Nicmeck, und erhielt als solcher von Dr- .AA nir M. Luther die Ordination. Das Gelehrten-Lexicon -o .H-/.DJM. kennt ihn nur als Schriftsteller, und weiss nichts von seiner xylographischen Thätigkeit. Die Künstler-Register zählen ihn aber auch zu den Formschneidern von mittelmässigem Verdienste. Jedenfalls sind die Zeichnungen der Holzschnitte, auf welchen das Monogramm vorkommt, von ihm gefertiget, und als Pastor hatte er wohl auch Müsse, das Schneidmesser zu handhaben. 1) Wittekind, erster christlicher Herzog von Sachsen. Er steht hinter einer Fensterbrüstung, an welcher sich links das dritte bisher nicht publicirte Namenszeichen befindet. Die Krone des Herzogs hat die Form der Dogenmütze, der Mantel ist mit Sternen besät, und in der rechten Hand hält er den Sceptcr. Neben ihm lehnt eine Fahne mit dem alten Wappen, dem schwebenden Pferde, und vor ihm links sieht man das durch Carl den Grossen verliehene neue Wappen. An BMN. Nr. 1970, 851 der hintern Wand ist ein Teppich aufgehangen. Ueher dem Holzschnitte ist eine Sicbenzeilige Aufschrift gedrückt, welche besagt, dass das Bildniss dem Grabsteine zu Engern entnommen sei. Unter der Vorstellung folgt ein Gedicht in 24 Zeilen: NAch Christi Geburt tiebn — — regiret vnd in friedt. Wittenberg bei Martin Braun. Höhe des Bildes 5 Z. 7 L. Br. 4 Z. 3 L. Hohe mit den Leisten 10 Z. 3 L. Br. 5 Z. 8 L. Dieses Bildniss findet man einzeln, und auch im folgenden Werke: Abcontrafaclur und Bildnis aller Gross Hertzogen, Chur und Fürsten, welche vom Jahre nach Ghristi geburt Ö42 M|t auff das jetzig« 1599 •fahr, das Land Sachssen, Löblich und Christlich regieret haben. —■ Wittenberg, gedruckt durch Lorenz Seuberlich 1599, fol. Die 43 Holzschnitte, Mcl. des grossen Wappens des Herzogs Friedrich Wilhelm von Sachsen, gehören der Schule des jüngeren Cranach an. Die Portraite, halbe Figuren, und meist hinter Tischen, sind grossen Theils Copien nach der bekannten Schnellboltz'schen Bildniss-Sammlung von 1562. Doch nur das Portrait Wittekind's ist von B. Menz, und mit seinem Zeichen versehen. 2) Johannes Ernst, Herzog zu Sachsen. Unten ist ein Gedicht beigedruckt: SChaw Johan Ernst ------ Gott behüt. M. Baltasar Mencius Nimecensis. Wittenberg bei Martin Braun. H. mit den Leisten 10 Z. 8 L. Br. 4 Z. 9 L. 3) Johann Casimir, Herzog zu Sachsen. Unten ein Gedicht: JOhan Casimir Hertzog zu Sachsen gantx lobesam — sein endt. M. Balthasar Menzius N. In der Grösse des obigen Blattes. 4) Johann Wilhelm, Herzog zu Sachsen. Unten mit dem Wappen, und dem Künstlerzeichen, ähnlich dem ersten. Dieses Blatt findet man neben andern in folgendem Werke: Balthasars Menlzii Slambuch darinnen der Chur vnd Fürsten zu Sachsen hochlöbliche — Thalen. Wittenberg 1590, 8. In zweiter Ausgabe: *• Menlzii 1'. C. Stambuch, darinnen vermeldet wie das Königreich zu Sachsen ein llerzogthumb worden, die Heligion und Herrschaft geendert —. Wittenberg, Paul Helwigs 160 1, 8. In diesen Büchern sind viele Holz- Schnitte, aber meistens ohne Zeichen. Drei Blätter sind mit den Buchstaben BMN versehen. Die Bildnisse sind 2 Z. 11 L. hoch, und 2 Z. 7 L. breit. 5) Doctor Johannes Draconites, Theolog und Schriftsteller, in Brustbild. Mit dem ersten Zeichen. Dieses Bildniss findet man in folgendem Werke: Balthasar Mencii Elogia Pmecipuorum Doctorum ac ^ofessorum Theologiae in Academia Witebergensi — . Wittebergae 1606 und 1600, 8. Die meisten Holzschnitte dieses Buches sind ohne Zeichen. Das Bildniss des Draconites ist auf p. 112 eingedruckt. 6) Der hl. Christophorus. Mit dem zweiten Zeichen. Dieses Blatt findet man in dem No. 5 erwähnten Werke auf p. 143 eingedruckt. 7) Zwei Ritter im Kampfe. Mit dem zweiten Zeichen. Diese Vorstellung kommt im Stammbuchc des B. Menz vor, dessen No. 4 erwähnt 'st. Der Holzschnitt ist vor den A7/ Thurnier-Artikeln eingedruckt. 8) Der römische König sitzend in vollem Ornate. Mit dem vierten Zeichen. Dieses Blättchen findet man im Stammsuche des B. Menz. 1970. Balthasar Menz erscheint im vorhergehenden Artikel mit R M TVT einem aus den Buchstaben BMN gebildeten Monogramme, ■P A i *■ M- und es ist bereits gesagt, was über diesen Gelehrten und Formschneider zu wissen nothwendig ist. Die Initialen des Namens findet man, zwischen Wappen eingeschnitten, auf den Bildnissen der sächsischen Herzoge Christian, Hans Georg und August, Sie zieren "eben anderen Portraiten von Mitgliedern des sächsischen Hauses das Stammbuch des B. Menz, dessen wir unter dem Monogramme No. 4 ausführlich erwähnt haben. 852 BMW-BNF. Nr. 1971 — 1978. 1971 Bartholomäus Milwitz, Maler von Danzig, machte sich B. , durch architektonische Gemälde einen rühmlichen h/\\ \/Y Namen. Kr malte gewöhnlich das Innere von Kirchen . 1 JL . V . „ n( i anderen öffentlichen Gebäuden, und brachte eine historische Staffage an. Die Initialen seines Namens fand Dirccter Passavant auf dem Bilde de-; Einzuges Christi in Jerusalem in der St. Kathaiiuenkkohc zu Danzig. Es ist im Geschmacke der spätem niederländischen Schule gemalt, und /ß5* datirt. Milwitz starb 1655. 1972. N. Baron, Zeichner oder Formschneider in Paris, ist durch SAA PA '" ustr i 1 ' t;0 Werke bekannt. Man findet aber sein Zeichen (YL/CrX noch öfters in richtiger Lage, so dass wir unter NB auf ihn zurückkommen. K,r scheint mit dem berühmten Maler und Zeichner Henri Baron in Verwandtschaft zu stehen, welcher ebenfalls durch zahlreiche Illustrationen bekannt ist. 1973 Unbekannter Kupferstecher. Die Initialen B. 2V. findet man d >r auf einem in der Weise des Agostino Oarracci gestochenen * Bildnisse mit der Schrift: Andreas Taurellus J. C. Aet. Suae 111. IGM, 8. Den Stecher des Blattes kennen wir nicht. Bartolomco Nazzari ist nicht darunter zu vorstehen. 1974. Philipp Bunsen, Philipp Bischof und Georg Neumeister ii ^ zeichneten Münzgcpräge mit II. N. Ersterer war von 1764—- " 1790 Münzmeister in Frankfurt am Main, und Bischof bekleidete von 1754—1764 dieselbe Stelle in Wiirzburg, wo Neumeister von 1754—62 Wardein war. Von 1763—1790 lebte er in gleicher Eigenschaft zu Frankfurt. Auf anderen Geprägcn letzterer Stadt steht B.N.F. 1575. Nicolaus Beatrizet oder Beatricius, Kupferstecher aus Lothringen, erscheint hier nur im Vorbeigehen, da das gegebene Zeichen sehr selten vorkommt. Wir werden unter N B und N B L F ausführlich über ihn handeln, um die Nachrichten nicht M zersplittern. Es sei nur bemerkt, dass Bartsch P. gr. XV. p. 235 eine Anzahl von 108 Kupferstichen beschreibt, das Verzeichniss bedarf aber verschiedener Zusätze, welche unter N II folgen. 1976. Bartolomeo Nazzari, Maler und Itadirer, wurde 1699 zu n j«^ p Bergamo geboren, und starb zu Mailand 1758. Schüler D. l>. r . von ß i jU tti und F. Trevisiani, hatte er als Bildnissmaler Ruf. Hier handelt es sich aber nur um das radirte Portrait des Dichters Francesco Maria Molza von Modena. Er ist in Profil nach links gewendet, im Pclzgewande, mit Kahlkopf und weissem Barte. Links unten im Ovale B. N. F. Höhe der Platte 5 Z. Br. 3 Z. IL. Das Oval ist nur 3 Z. 10 L. hoch. Dieses Bildniss ist selten, und das einzige Blatt des Meisters. 1977. Bunsen und Neumeister, Münzmeister in Frankfurt am B. N. F. Main, s. oben B. N. No. 1974. 1978. Jobann Andreas Benjamin Nothnagel, Maler, Zeichner und ,-> f-fS Radirer, kam als Jungling in eine Tapetenfabrik ZÖ £). _/y O. Frankfurt am Main, und gelangte dann durch Hcirath in den Besitz'der Anstalt. Er ist nur als Dilettant zu betrachten, als solcher aber durch eine bedeutende Anzahl von geistreich radirlo» Blättern bekannt. Sie bestehen in Bildnissen, historischen Darstellungen, Genrebildern, einzelnen Figuren und Köpfen, Landschaften etc. in verschiedenen kleinen Formaten, und theils in llembrandt's Weise he- hamlolt. Im Künstler-Lexicon X. S. 276 haben wir 66 Blätter verzeichnet. Die Initialen des Namens kommen auf diesen Blättern selten 8F *>, BN-BO. Nr. 1979—1982. 853 vor, öfter der Bilchstabc N mit einem Nagel. Der Künstler starb zu Frankfurt 1804 im 75. Jahre. Im Künstler-Lexicon, sowie in anderen Werken und Catalogen ist die Lebenszeit desselben nicht richtig angegeben. 1979. J. Baugin. Kupferstecher, wahrscheinlich ein Franzose von [ Geburt, welcher um 1640 im Haag arbeitete. Er stach für fol- ' "■ gendes Werk: Tableau de Vhisloire des I'rinces et Principauli; fOrange etc. A la Ilaye, Theod. Maire MDCXL , fol. Das gegebene Zeichen steht auf einem mittelmässigen Blatte mit der Schrift: l.es Arenes d'Orange de conslruction llomaine. Auf einem zweiten Blatte: "ataille gaitjnee par C. Hnrius contre les Ambrons et Thenons, fügt sich an das Monogramm der Name ,, augin, f." 1980. Jeremias Bock, oder ein unbekannter Kupferstecher, welcher nach Brulliot I. No. 1084 gegenseitige Copien nach Stichen des Georg I'cncz gefertiget hat. Der genannte Schriftsteller nennt eine solche mit Thamyris, wie sie das Haupt . des Cyrus in einen mit Blut gefüllten Schlauch steckt. Links oben hangt das Täf eichen am Baume. II. 4 Z. 2 L. Br. 2 Z. 10 L. Der Künstler scheint in der zweiten Hälfte dos 16. Jahrhunderts gelebt zu haben. Unter den Buchstaben Bo führen wir einen Kupfer- Becher Namens Jeremias Bock ein, welcher auch der Träger dieses Zeichens seyn könnte. 1981. Unbekannter Maler oder Bildhauer, welcher um 1505—1520 BO. __ i" Italien lebte. Er kam mit Goldschmieden oder Medailleuren in Berührung, wenn er nicht selbst dje Miniatur- Plastik geübt hat. Die gegebene Abbreviatur findet man auf einer sehr schönen Bildnissmedaille ohne Datum, welche aber in die Zeit von 1505—1520 fällt. Eine längliche Tafel enthält das Geheimniss des Künstlers, in welches wir aber nicht eindringen können. Es gelingt vielleicht einem glücklicheren Forscher, wenn wir es hier mit jenen Buchstaben ausdrücken, welche im Täfclchen stehen : g F P H F F £ Unter BO. IN. ist wohl der Zeichner, oder der Modelleur zu vergehen, so dass man Invenit oder Intaglio lesen kann. Die Buchstaben ''I'IIFF könnten aber ebenfalls den Medailleur, wenn nicht den Dcdi- cator, andeuten. Die Buchstaben FF sind öfters Fieri Fecit zu lesen, "amen beizubringen unterlassen wir, da uns alle weiteren Anhalts- Punkte fehlen. Unter A. BO. haben wir aber ebenfalls auf eine Medaille aufmerksam gemacht, und es wäre möglich, dass es sich um ein Produkt der einen und derselben Werkstättc handle. 1982. Jeremias Bock, Kupferstecher von Hirschberg in Schlesien, Bo S °U nach Brulliot II. No. 272 durch diese Buchstaben seinen Namen angedeutet haben. Der genannte Schriftsteller beschreibt ein radirtes Blatt, welches Christus am Kreuze mit Maria und Johannes v °rstellt. In der Ferne sieht man Jerusalem und das Volk, und links u «ten stehen die Buchstaben Bo, welche leicht übersehen werden, gr. 4 w Bartsch P. gr. IX. p. 598 beschreibt einen Kupferstich mit dem ^am Cn dßg Jeremias Bock. Er gibt das Brustbild des Kaisers Ru- j?°'ph II. in einem Ovale, welches in Mitte einer viereckigen Einfassung erscheint. Letztere ist mit acht Rundbildern geziert, worunter sechs emblematische Darstellungen enthalten. Links in halber Höhe bemerkt man die Büste des Heilandes, und rechts das Lamm Gottes. Unten steht: M. Jeremias Hock Uirschbergensis Siksius faeiebat 4 Calcnd. Aprilis. Anno 1S9B. H. 14 Z. 8 L. Br. 11 Z. 5 L. ,. Dieses Blatt ist nach Bartsch in Zeichnung und Stich mittclmässig. "Hilliot bemerkt aber nicht, ob die erwähnte Radirung ebenfalls nur zu «i Mittelgute gehört j der Vergleich beider Blätter war ihm wahr- "onogrammlsten. 59 854 BOB—BOL. Nr. 1983 — 1986. sclicinlicli nicht möglich, da im Knpfcrstich-Cabinct zu München weder das eine, noch das andere Blatt vorkommt. 1983. Georg Boba, Maler und Radircr, wird von C. von Mander TCCÖ theo un * 8r ''''' SchflleT des Franz Floris gezählt. Er nennt ihn jSOD/Bod ■ einen guten Künstler, weiss aber übrigens wenig von seinen Leistungen. Nach den radirten Blättern zu urtheilcn, muss man ihn den Meistern der Schule von Fontainebloau anreihen- Bartsch XVI. p. 173 beschreibt von ihm eine Folge von sechs Landschaften mit historischer Staffage nach Primaticcio. Vier Blätter tragen das Zeichen des Künstlers, welches die Buchstaben seines Geschlechtsnamens enthält. Die beiden andern Blätter der Folge sind mit dem Namen bezeichnet. IL 4 Z. 3 L. Br. 6 Z. 2—6 L. Diese Radirungen scheinen sehr selten zu seyn, da man sie in den Catalogcn fast vergebens sucht. 1984. A. Beleno Cremonese? Bartsch, P. XII. p. 50. No. 16 be- TtOf s( 'hrcilit einen Holzschnitt in Helldunkel, welcher die hl. Fa- milie vorstellt, anscheinlich nach einer Zeichnung von Bosso (Maitre Boux). Maria sitzt links mit den sich küssenden Hindert) und rechts im Grunde sieht man Joseph mit dem Stocke über der Achsel. II. 15 Z. 3 L. Br. 10 Z. Bartsch sah nur ein einziges Exemplar, auf welchem unten in der Mitte die Buchstaben B°C stehen. Er war aber nicht ganz Sicher, ob dieselben eingeschnitten, oder aufgeschrieben waren. Im ersten:» Falle dürfte das Helldunkel von A. Beleno seyn, einem Formschneider aus Crcmona, wie wir aus einer nicht sehr sicheren Quelle wissen- Beleno ist aber historisch. Sein Name steht auf einem höchst seltenen Holzschnitte nach Parmeggiano, welcher den Apollo vorstellt, wie er die pythische Schlange tödtet, kl. 4. Auf dieses Blatt macht R. Weigc* im Kunstkatalog No. 11,358 aufmerksam, und kommt No. 19,150 unter dem Namen llelamo darauf zurück. Richard Ford hat das Blatt Belc- no's faesimilirt: Twclfe Etchings after Drawings and Engravings hy Parmigianino and Andrea Mcldolla. London 1822. inaK ; ■.//„•»• steht auf einem Kupferstiche mit dem 1985. bpcvas pnnttnut KlndettK>rfe W( , u !, Hm M atco di lta- venua nach der Zeichnung des Baccio Bandinelli gestochen hat, &• XIV. No. 21. Unter bocius floriniinus ist daher B. Bandinelli zu verstehen. II. 15 Z. Br. 21 Z. 6 L. Filippo Tomassini (Thomassin) hat die Platte gut retouchirt. Die Abdrücke beider Art haben das Monogramm des M. di Ravenna. 1986. Francesco Primaticcio von Bologna, der Hauptmeister der Schule von Fott BOL., Hol. (A FONTAN. BLEU., A FONTANA BLEO, A FONTANA BELEAV etc.) BOL.—OF., GRF. BOL. IN. BOL. IN. STE. F. 1569. Jioll., JluUo., Hob In. BOL. INVENTOR. BOL. INVENTORE 1545. Bol. InVeTo. - ÜU. VEK'"" F. ßoloi/na Jnventeur. Bologna L.D. tainehleau, ist bereits unter dein Monogramm A f No. 1109 eingeführt, und daher handeln wir hier nur über die Abbreviatur li 0 I'i welche auf mehreren Kupferstiche« von Giorgio Gh' sl Mantuano, Antonio Fantuzzi, Leonard Thiry, Domenic 0 - BOL. Nr. 1987. 855 dpi Barbiere, Guido Ruggiori, Alexander Betou u. A. vorkommt. Der Künstler deutele dadurch nur seine Geburtsstadt an, da auch der Name Bologna beigefügt ist. Ausserdem könnte man üolognesc lesen. Veber die chalkographischen Erzeugnisse der Schale von Fontainehleau sandelt Bartsch P. gr. XVI. p, 305 ff. Wir machen der Erklärung wegen nur auf eine Anzahl Blätter aufmerksam, deren einige dem Verfasser des Peintre-graveur unbekannt waren. 1) Die Amazonen-Königin Thalostris, und Alexander auf dem throne vor dem Zelte. An letztcrem steht: A FONTAN. BLEO. BOL , links in der Kcke das Monogramm G F. auf einem Täfelc.hcn. II. 9 Z. Br. 9 Z. Das Monogramm G F. gehreibt Bartsch IX. p. 25 No. 3 einem deutschen Meister zu, andere aher erkennen den Guido Ruggiori. Jedenfalls bedeutet es Guido Fecit. Wir werden unter G F darauf zurückkommen. 2) Vulkan und die Cyclopen schmieden dem Amor die Pfeile. Unten nach rechts: A FONTA. DI.EO. HOL , und in der Ecke das Monogramm GF, wie oben. H. 11 Z. 3 L. Br. 15 Z 3 L. Bartsch yt- p. 25 No. 4 schreibt dieses vorzügliche Blatt einem unbekannten deutschen Monogrammisten zu, und XVI. p. 403 zählt er es unter den Blättern der Schule von Fontainehleau auf. Die Beischrift: 4 Fontana ßlco , ist nur im ersten Drucke. Die späteren Abdrücke haben A. Lafreri's Adresse. 3) Ein verwundeter junger Krieger, welcher von zwei Männern l 'nd einer Frau an der Stadtmauer hingetragen wird. Unten in der Mitte: A FONTA. BLEO. BOL., und rechts das Monogrammm G B F. **■ !• Z. 6 L. Br. 14 Z. Bartsch XVI. p. 415 möchte das Monogramm *°hl dem Guido Ruggiori zuschreiben, stimmt aber doch mehr für Giorgio Ghisi. Allein auf letzteren passt das Zeichen nicht, und es könnte daher Guilaume Jtondelet Fecit bedeuten. 4) Jupiter und sieben Götter auf Wolken, wie sie nach dem Stern- Mld des Bären sehen. In der Mitte links: A. FONTANA.BLEO. BOL., INVENTUR. Höhe der spitz zugehenden Vorstellung 10 Z. 3 L. "■'• 16 Z. 1 L. Dieses in der Weise des Monogrammisten GF gerochene Blatt fehlt Bartsch u. A. 5) Das Trojanische Pferd vor dem Thore der Stadt. Am Steine 'nks nach unten: BOL. INVENTORE, tiefer: HJ. BONASON1S F. {'■ 15 Z. Br. 23 Z. 6 Z. Meisterstück des Giulio Bonasonc in zwei blättern, B. No. 115. 6) Juno, Venus, Pallas, und die neun Musen, Folge von 12 Blättern, zierlich und geistreich gestochen. Unten bezeichnet: Bologna in- venteur a Fonleinebleau , kl.fol. Diese Blätter beschreibt Bartsch nicht. 7) Jupiter auf Wolken crtheilt dem Merkur in Gegenwart der Rechts versammelten Götter den Befehl, auf die Erde herabzusteigen. Jwichts unten: Bot. InVel'o \ GB. VHR one F. H. 8 Z. Br. 11 Z. 9 L. "iesos Blatt ist in der Weise des Leonard Thiry gestochen, aber wohl Weht von Guilaume Rondelet, welchem man es zuschreiben will. 8) Ein Flussgott auf zwei Sphinxen, wie er die linke Hand auf C| »cn Famiskopf stützt. BOL. IN. — STE. F. 1569,16. Dieses Blättchen ist von Etienne de Laulno gestochen. Er zeichnete : Stephanus Fecit. 9) Die Enthaltsamkeit des Scipio. Am Rande eines Wasserbeckens steht: Bologna. /.. 1). fol. Die Buchstaben L I). bedeuten „Lonardut yaventrevsis," d. h. Leonard Thiry von Davcnter, früher gewöhnlich *jeo d'Aven, Davent, Daris und auch Diery genannt. Er stach mehrere ^lütter nach Primaticcio, wir erwähnen aber kein zweites mehr, da die Erklärung gegeben ist. Bartsch XVI. p. 307 ff. beschreibt sein Werk, u nd unter LT), kommen wir auf ihn zurück. 59* 856 BOLS—BON. Nr. 1987—1989. 10) Eine Folge von 10 Blättern mit Trophäen aus musikalischen Instrumenten und anderen Utensilien der Künste und Randwerke. Bezeichnet: Hol, Ilnll,. Jlolo In. — Bei, Beto, lietou, fe. 1647. Die Stiche sind von Alexander Beton, und im Peintre-graveur francais par Robert Dumesnil VIII. p. 241 No. 68-75 heschrieben. Den Titel des Werkes haben wir unter der Abbreviatur ..Itet. f., Beto fc." gegeben. 1987 I JO IS ^ ra Catalogue raisonne des Tableaux dits de Cabinet de ta Collection Baynlun. I.ondres 1053, wird unter Nr. 16 ein altes Gemälde mit diesem Namen beschrieben« Es stellt Christus am Kreuze vor, rechts den Donator unter der Figur des hl. Bruno, und links einen Knaben, wahrscheinlich den Sohn desselben. Am Fnsse des Kreuzes steht BOBS. Ein Maler dieses Namens ist nicht bekannt. Heller (Gesch. der Formschneidekunst S. 240) erwähnt nur eines Formschneiders Itieronymus Bols von Siena, welcher nach der Angabe dieses Schriftstellers ein Helldunkel nach Ricci gefertiget hat. Den Inhalt des Blattes bestimmt er nicht, und auch die kurze Ilinweisung auf Ricci lässt im Unklaren. Die Familie Ricci oder Rizzo zählte viele Maler. Die einen nannten sich „da Santa Crocc" und „de la Croce", die anderen „Brusasorci." In dem erwähnten Gatalogc der Collection Bayntnn, welche gegen Ende des vorige» Jahrhunderts in Turin entstand, und 1853 in London veräussert wurde, wird das Bild einem Santacroco beigelegt, aber ohne Angabc eines Taiilnamcns. Der Zeit nach konnte Domenico Ricci Brusasorci (f 1567), oder Girolamo Rizzo da Santa Croce von Venedig (1529—49) gemeint seyn. 1988 Boetius a Bolswert, welcher von 1580—1634 lebte, be- II I ■ r zeichnete auf solche Weise einige Blätter der Sacra Krema DOW. fec. j[ 3ce t r ( arum ) oder der hl. Frauen, in 24 schonen Blättern. Auf dem Titel steht: Abraham llloemaert hin — II. A. Bolswert sculp., 8. Auch einige Blätter der Silva Anachoretica, oder der hl. Einsiedler sind mit der Abbreviatur, oder dem Namen: II. A. Bolswert sculp. et exeud. 1(110 bezeichnet. Zu der Folge der hl. Frauen gehört als No. 1 ein Blatt mit der hl. Jungfrau, und zu der Folge der AnachoreteB Christus. Die späteren Abdrücke haben die Adresse des P. Mariette. 1989. lionifacio Pinxit. \ Man findet verschiedene v alte und neuere Kupier- ,} lionifacio Veneziano dipinse. j stiche, auf welchen die Composition einem Maler Bonifacio zugeschrieben wird. Auch auf Gemälden könnte dieser Name stehen. In beiden Fällen muss man aber zwei Meister Namens Bonifacio unterscheiden, nämlich einen Venezianer und einen Veroneser. lionifacio Veneziano hat Werke geliefert, welche theils jene des Tizian übertreffen, da er Eigenschaften besitzt, welche diesem Meister fehlen. Er offenbart ein tiefes religio« 1 ' 3 Gefühl. Seine Gestalten sind einfach, und von majestätischer Würde, die Köpfe von grosser Schönheit, und von sanftem Ausdrucke. Pi c Zartheit des Pinsels und die Transparenz der Farbe ist bei Tizin'i nicht überboten. Dennoch wurden dem letzteren viele Bilder des Bonifaeio zugeschrieben, da dieser Meister von jeher weniger berücksichtiget wurde, und man lieber ein Bild von Tizian, als von lionifacio besitzen wollte Auch sein Geburtsjahr ist unbekannt. Das Bild U2 gefertiget. Somit ist die Thätigkeit des Meisters wenigstens von 1530 — 1562 nachgewiesen. Moschini Mwfthnt aber in seinem Guida per Venezia noch ein Werk von 1579. Es stellt den hl. Marcus und die Venezia dar, und beschliesst vielleicht die Thätigkeit des Meisters. Der Veroneser Bonifacio steht weit unter seinem venezianischen Namensgenossen. Seine Figuren sind gestreckt, und schwach in der Zeichnung. Die Composition ist nicht selten gemein, und bei einer 'lachlässigen Behandlung ist noch die Färbung graulich. Bonifacio »eronese erinnert nicht im geringsten an Tizian, sondern ahmte alle Fehler des älteren Tintoret nach. Er starb 1553 in einem Alter von 59 oder 02 Jahren. Der alte Bonifacio Bembo, welcher in Cremona thätig war, kann hier weniger in Berührung kommen. Er war bereits 1440 Meister, arbeitete 1461 für den maiMndischen Hof, und erscheint noch 1498 unter den Lebenden. In seinen Werken offenbaret sich ein lobons- werthes Studium der Natur. Er liebte prachtvolle Gewänder und eine lebhafte Färbung. 1990. Francois Boucher, der berühmte Hofmaler Ludwigs XV., ßou r he»eichnete auf solche Weise einige Blätter, welcher er für ''" das Werk von Anton Watteau radirt hatte. Wir haben darüber unter den Buchstaben ß. und H. S. gehandelt. Vgl. No. 1593. 1991. Jacques Courtois, genannt Bon rguignon, Schlachtenmaler Üoura In "'"' ■"■"■dircr, findet unter dem Monogramm C B. und j. in. untcl , ( ] cu juitjalcn (1 C. eine Stelle, und daher machen w 'r hier nur auf ein Blatt aufmerksam, welches Gerard Audran gestochen hat. Es stellt die Schlacht des Constantin gegen Maxcntius v °r. Im Bande links liest man: Bmirq. In., rechts: G. Au. scul. et ex. £. ». H. H. 10 /. 6 L. Br. 7 Z. 9'L. Das Gegenstück stellt die Einnahme einer ägyptischen Stadt vor, trägt aber die Abbreviatur des ■Namens nicht. 1992. Unbekannter Formschneider. Nach Brulliot I. No. 996. T^PtJD " ,u ' ( ' t " 1IIU ( l' cse Zeichen auf Holzschnitten mit Darstellung -*-T,Dr. aus dem neuen Testamente und der Legende, meist hl Copien nach Kupferstichen von A. Dflrcr und anderen alten Meistern. Ueber (, 'e Zeit der Entstehung konnte Brulliot nicht Auskunft geben. Blätter dieser Art sind in Adam Walasser's Vergiss nü mein, '/illingen, durch Sebaldum Mayer (880 (in neuer Auflage), kl. 8. "al;i,ssei' gab noeb mehrere andere Werke mH Holzschnitt-Illustrationen ''eraus, ebenfalls in Gopten nach alten Meistern. Darunter ist eine Jurist wohl tu sterben. Dillingen (860. 70, 72 uml 1(112. In diesem 'mein, sind Gnpion der Ars moriendi von dem Meister MZ, 'kl. 8. J**nn haben wir ein l'assional von ihm. Dillingen, durch S. Mayer 15 ?0, kl. 8. Die Holzschnitte in diesen Werken sind ohne Zeichen ""d Namen, sie rühren aber wahrscheinlich von onserm Mono- Krammisteu her. Seine Thätigkeit ist, nach dem Druckortc zu urthcilen, 111 Pillirjgen zu suchen. 1993. Barthel Beham fand einen ausführlichen Artikel unter dem £^7 Monogramm IUI No. 170<1, und daher bemerken wir hier ,-CrP nur, dass er sich auch des gegebenen Zeichens bedient habe, 2? die Ortographic des Namens von den alten Meistern nicht streng Cln gehalton wurde. Unser Künstler konnte sich daher Beham und 858 BP. Nr. 1994 — 1996. Peham nennen. Das Monogramm BP /.527 steht auf einem Blatte, welches das Bildniss des Lconhard von Eckh enthält, beschrieben im Pcintre-graveur VIII. p. 111 No. 64. Dieser bayerische RechtsgelehrtO und Kanzler ist in Büste mit Pelzrook dargestellt. Oben steht dessen Name, und rechts: XXXXV1I. AET. II. 3 Z. 11 L. Br. 2 Z. 11 L. Im ersten Drucke ist der Kopf nur mit einer Calotte bedeckt, und der Pelzkragen des Oberkleides nicht angedeutet. Im zweiten Drucke trägt er über die Calotte noch eine niedere Mütze, und der Rock ist mit Pelz ausgeschlagen. Auch sind die Gesichtszüge nicht mehr so hart, wie in dem ersten, sehr seltenen Abdrucke. Ausser diesem Bildnisse ist nur noch ein Blatt mit dem Monogramme IIP versehen, B. I. c. p. 04. No. 27. Dieses Blatt zeigt drei Todtenküpfc in der Art gruppirt, das« einer über die zwei anderen gestellt ist. Im Grunde links liegt ein Kind auf dem Rücken, und rechts neben der Sanduhr auf der Mauer bemerkt man das etwas undeutliche Zeichen mit der Jahrzahl l!j'2l). II. 1 Z. 7 L. Br. 2 Z. 1 L. Das Zeichen steht aber nur auf den ersten Abdrücken, und wurde später in jenes des Hans Sobald Behau? (H S P) verändert, wie schon Bartsch bemerkt. Er kennt aber die meisterhafte Copie mit Veränderungen nicht. Die Köpfe sind von der Gegenseite genommen, das Kind fehlt, und im Grunde sind zwei l'ilastcr mit einer Nische in der Mitte. Oben steht: Qui est hämo . Bartsch beschreibt im Ganzen 15 Blätter, welche sehr selten vorkommen. Zusätze zum rVintre - gravour, 1) Die Taufe Christi durch Johannes im Jordan. Kr giesst aus einer Schale Wasser über das Haupt des Heilandes, und ein kleiner Engel hält das Gewand desselben. In den Wolken erscheint Gott Vater von zwei Kugeln begleitet. Zu den Küssen des Herrn bemerkt man, kaum leserlich, die Buchstaben BP. f. II. 8/. 8 K. Br. 7Z.3L. Zani II. Vol. Yl. ]). 133 sagt, dass dieses Blatt unauffindbar sei, und er habe es nur im Cabinet des Kilippo l'iale bewundert. In neuerer Zeit erwarb die k. k. Sammlung in Wien ein Exemplar. Vgl. F. von Bartsch, die k. k. Kupferstichsanimlung. S. 233. 2) St. Petrus durch den Kugel aus dem Gefängnisse befreit. Sehr kräftiges, schönes und äusserst seltenes Blatt, llochfol. Ks wird von Xani Ene. meth. P. II. IX. p. 247 beschrieben. 3) Venus stehend mit Amor, welcher die Linke auf einen Helm legt. Ohne Zeichen. H. 6 Z. 6L. Br. 3 Z. Dieses nett radirte, aber schwach geätzte Blatt, wird im Catalog llumohr No. 2304 dem Passarotti angeschrieben. 1998. Cornelis Poelenburg? Nach Brulliot II. No. 279 findet BP tf^r ,lla " (lil ' so Biitialen auf Landschaften in der Weise des • looo. (j ornc i Poelenburg, und er will sie irgend einem unbekannten holländischen Meister zuschreiben. Ks fragt sich nur, oh diese Bilder eines Poelenburg würdig sind. In diesem Lalle passen die Buchstaben auf ihn seihst. Der Künstler hatte nämlich den Bei- namen Brusco oder Satyro, so dass Brusco Poelenburg zu lesen wäre. Auch die Jahrzahl ist nicht dagegen, da der Meister noch 1666 am Leben wsr. 860 BP. Nr. 1999 — 2000. B.P. 1999. Bernardino Focstti, Maler von San Gemignano (1542—1612), stammt aus der Familie der Barbatelli, nannte sich aber selbst Pocetti (Poceti), und hatte ttbcrdiess noch den Beinamen B. dalle Facciato, dalle Orotcschc, und dalle Muse, wie wir uns der ziemlich ausführlichen Biographie desselben bei Baldinucci (Notizic dei professori del disegno, Ausgabe von F. Ranalli. Flor. 1845—47, Bd. III. p. 132—157) wissen. In Florenz haben sich viele Werke seiner Hand erhalten, die Fresken an den Faeaden der Paläste sind aber fast alle untergegangen. Zu den erhaltenen gehören die schönen Lunetten im grossen Chiostro der Scrvitenkirche (S. Annun- ziata). Sie stellen Ereignisse aus der Geschichte des Ordens dar. Das vortreffliche Bild der Erweckung eines ertrunkenen Knaben durch St. Amadeas ist von A. Chiari in den Pitture a freco di Andrea del Sarto, und auch von J. B. Probst gestochen. Es zieht selbst neben der berühmten Madonna del Sacco des A. del Sarto die Blicke auf sich. Erhalten sind auch die Lunetten im grossen Chiostro von St. Maria Novella und in jenem von S. Marco, die Fresken in dem vormaligen Frauenkloster von Annalena, jetzt Casa Magdonald, und jene aus dem Leben dos hl. Bruno in der Certosa bei Florenz, welche wohl zu den vorzüglichsten Werken des Meisters gehören. Im Serviten- kloster zu Pistoja malte Pocetti ebenfalls sechs Lunetten, welche Baldinucci nicht erwähnt. Eine interessante urkundliche Relation darüber gibt A. Reumont im deutschen Kunstblatt 1852 No. 13. Sie ist den Klosterannalcn entnommen, und liefert auch einen Beitrag zur Kennt- niss der Seltsamkeiten des Künstlers, von denen Baldinucci Manche) berichtet. Die Fresken und anderen Malereien in der Kapelle der H.H. Nerei und Achillci in St. Magdalena de' Pazzi zu Florenz haben Ferdinando und Carlo Gregori, Faucci und Betti auf 14 Blättern gestochen. Auf mehren Werken zeichnete der Künstler mit B. P. Auf dem schönen Frescobilde im Fiiidclhausc zu Florenz, welches die hl. Catharina von Siena vor dem Tyrannen Maximian vorstellt, stehen die Buchstaben B. P. mit der .fahrzahl 1012, wie auch bei Brulliot II. No. 231 bemerkt ist. Gaetano Cecchi hat dieses Bild für M. Lastri's Etruria pittrice gestochen. Eine der reichsten Compositionen des Meisters, das Fegfeuer und die verschiedenen Kreise desselben nach Dante's Purgatorio, ist durch das grosse Hauptblatt von J. Callot 1612 bekannt. Pocettl's II a d Innigen. Bartschs hat diesen Meister in den Peintre-graveur nicht aulgenommen, was wohl nur der Seltenheit seiner Blätter zuzuschreiben ist. Wir zählen sie desswegen hier auf, obgleich die Initialen nicht auf denselben vorkommen. Folgende Blätter werden im Cabinet Sykes III. No. 146 und 147 beschrieben. 1) Die Kreuztragung, figurenreiche Composition. Links unten: Bernardino Pocetti F. H. 12 Z. Br. 7 3 / 4 Z.? Auktion 1 £ 13 Sh. 2) Christus am Kreuze zwischen den Mördern. Am Stamme desselben liegt Maria in den Armen zweier Frauen. Rechts unten auf der Säbelscheide des Soldaten: Bernardino P. II. 12 a / 4 Z.? Br. 7 3 /, Z. Sykes 1 £ 15 Sh. 2000. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1540—1550 thiiiig tj -p war. Man findet die gegebenen Initialen auf einem Blatte mit ■D J- • dem verlornen Sohne als Schweinhirten, in gegenseitiger Copic nach A. Dürer, B. No. 2«. Er ist in Profil nach links gewandt, und kniet mit erhobenen Händen neben dem Schweinstalle. Im Grunde ist BP. Nr. 2001-2002. 861 Architektur und ein grosser Hofraum. Die Buchstaben B V stehen in der Mitte unten. H. 9 Z. Br. 7 Z. Bartsch 1'. gr. VIII. p. 20 zählt diesen Copistcn zu den deut chen Meistern, Blätter des A. Dürer haben aber auch italienische und niederländische Meister copirt. Christ sagt, man deute die Buchstaben HP auf Battist.a Parmensis, dieser Meister arbeitete aber etwas später. 2001. Biagio Puccini, Maler und Radircr von Rom, wurde um Bttj 1680 geboren. In den Kirchen der genannten Stadt sind • L • Werke in Oel und Fresco von seiner Hand, theils mit n ., den Initialen des Namens bezeichnet. Bartsch 1'. gr. XXI. 1 ■ sc - p. 333 beschreibt zwei radirte Blätter mit dem Namen des Künstlers, wir haben aber im Künstler-Lexicon XII. S. 104 noch drei andere Radirungen hinzugefügt. Darunter ist eine hl. Familie mit dem das Kind liebkosenden hl. Joseph, und der Dedication an die Signora Colonna mit den Buchstaben B P. sc. bezeichnet. II. 8 Z. Br. 6 Z. 2002. Bonaventura Peeters, Seemaler und Iladirer von Ant- Bt> tv -r> /u^ werpen, geb. 1614, gest. 1652. Als Marinemaler j X './£>' 1 '. f ausgezeichneten Ranges, begegnet er dem Beschauer BP / SP. /Bl i«-U in den ersten Gallerien, und seine Werke ersetzen die fehlenden Nachrichten über seine Lebensverhältnisse. Auf mehreren Gemälden zeichnete er mit 8; P: oder B.P.ft. Auch seine radir- ten Blätter sind mit den Initialen des Namens versehen. Bartsch nahm ihn in den Peintre - graveur nicht auf, obgleich diese Blätter eben so schön, als geistreich behandelt sind. Sie gehören zu den Seltenheiten, und daher folgt hier eine kurze Beschreibung derjenigen Marinen, welche uns zu Gesicht gekommen sind, und theils auch anderwärts beschrieben werden. 1) ttedout van Wülemstadl. See-und Hafen-Ansicht. Links erhebt sich das viereckige, thurmähnlichc W achthaus, und innerhalb des von Pfählen gebildeten Dammes, welcher sich von da an in das Wasser hineinzieht, bemerkt man drei Schiffe, wovon zwei mit Segeln versehen sind, und das dritte den Mast einzieht. Rechts geht ein Schiff mit nach links gewendeten Segeln auf bewegter See. Unten rechts im Rande: Joan Meysens exeud.. in der Mitte: Bedout van Wülcmsladt, links: B. Peeters fecit. Höhe mit dem Rande 5 Z. 10 L. Br. 8Z. 9 L. Höhe des Bildes 5 Z. 7 L. Dieses schöne und geistreiche Blatt ist sehr selten zu linden. In der Auktion Sternberg - Manderscheid wurden 90 Thlr. dafür bezahlt. 2) Kleine Marine. Rechts sieht man ein grosses Schiff mit schwellenden Segeln in schiefer Richtung, und links an der felsigen Küste breitet sich die Stadt aus. Unten fast am Rande: B. Peeters fec. Links im Plattenrande: Joan Mcyssens exeud. H. 3 Z. 1 L. Br. 3 Z. 10 L. — Geistreich radirt, und sehr selten. Catalog Rumohr No. 1635. Auktionspreis 6Vis Thlr. 3) Kleine Marine. Auf dem Berge links zeigt sich ein Fort und ein Dorf mit Kirche. Rechts ist ein Schiff dem Winde ausgesetzt. In der Mitte unten steht: B. Peeters fe. Dieses sehr seltene Blatt linden wir nur im Catalog Weber (1855) N°. 1058 beschrieben, ohne Angabe der Grösse. Ein im Catalog ßigal No. 936 beschriebenes Blatt, welches links ein von Mauern umgebenes Dorf, und rechts eine Barke mit Segel enthält, könnte dasselbe soyn. Der Verfasser sagt aber nichts von dem Namen des 862 BP. Nr. 2003. Meisters. Diese seltene Radirung ist 3 Z. 1 L. hoch und 4 % 4 L. breit. 4) Kleine Marine. Rechts erhobt sich ein hoher Berg, auf dessen Spitze Festungswerke sind. Links Dach vorn geht eine Barke mit Segel, und unten an der Meeresküste stehen die Buchstaben B. /'■ H. 3 Z. 1 L. Br. 4 Z. 4 L. Dieses sehr seltene Blatt wird im Catalog Rigal No. 936, und im Catalog Weber No. 1059 beschrieben. 5) Kleine Marine. Rechts bemerkt man eine runde Batterie mit Kanonen und Soldaten, und links ein Fahrzeug mit vollem Segel. In der Ferne steht ein Fort auf dem Felsen. Links unten B. P. If. 2 7t. 9 L. Br. 3 Z. 10 L. 6) Kleine Marine. Rechts erhebt sich ein Berg mit Felsen, und aul' dem Plateau desselben ein Fort mit Thurm. Arn Fusse des Borges gegen rechts steht ein Haus , und in einiger Entfernung hat ein Schiff angelegt. Links bemerkt man ein grosses Segelschiff, an welches Manner im Boote kommen. Links vorn auf der Erdzunge reitet ein Mann auf dem Fsol, und zwei andere Männer stehen. Links unten sind die Buchstaben D V. II. 3 Z. 3 L. Br. 4 Z. 3 L. Dieses sehr seltene Blatt scheint in zweierlei Abdrücken vorbanden zu soyn, wenn nicht in einer Wiederholung mit unwesentlichen Veränderungen. Auf einem eben so seltenen Abdrucke steht n Jim lieh unten in der Ecke II P in f. 7) Kleine Marine. Rechts ist ein Schiff mit Segeln, dessen Wimpel nach links sieh neigt. In der Mitte bemerkt man ein kleines Fahrzeug mit Bemannung. Letzteres hält an einem Gebäude, und auf der an dieses sich schliesscnden Mauer erhebt sich links ein Thurm. Gegen den Rand zu steht ein niederes Gebäude mit zwei Giebeln. Die Brandung der See reicht bis an den unteren Rand der Platte. IT. 3 Z. 3 L. Br. 4 Z. 3 L. Dieses Blatt ist ohne Bezeichnung, und bildet das Gegenstück zu dem vorhergehenden. 8) Kleine Marine. Links am Rande erhebt sich ein kahler spitziger Felsen, und in der Mitte reicht ein zweiter Felsen aus dein Wasser empor, auf dessen Plateau ein Fort mit Thurm steht. Hinter diesen Steinmassen bemerkt man die Masten der Schiffe. Rechts geht eine Barke mit vollen Segeln auf offener See, und unten steht: BP. in. Höhe mit dem Rande der Platte 3 Z. 3 L. Br. 4 Z. 4 L. 9) Zwei Segelschiffe auf hoher See, durch den Sturm an das felsige Ufer getrieben. Effektvolles Blatt ohne Bezeichnung. II. 3 Z. 6 L. Br. 5 Z. 2 L. 2003. unbekannter Formschneider, welcher in Sachsen lebte, -rip und keine grosse Fertigkeit entwickelt hatte. Auf ihn macht -Jpi auch Heller S. 58 aufmerksam, nur dass dieser Schriftsteller JBr. die Buchstaben nach rechts stellt. Wir fanden die ersten Initialen auf einem Blatte In folgendem Werke: Sächsisch Chronica. Wittenberg I.IDG, fol. Es enthält die Brustbilder eines sächsischen Fürsten und einer Fürstin, welche öfters eingedruckt sind. Einig" Blätter sind von dem Meister W W. nach Zeichnungen des Mono- grnmmisten HM., die meisten Holzschnitte sind aber ohne Zeichen. In der sächsischen Chronik von II. Bünting, Magdeburg 1586, kommt der Meister B P ebenfalls vor, und es ist wohl möglich, dass derselbe Stock zur Chronik von 1596 benutzt wurde. BP. Nr. 2004 — 2008. 863 Die gerade gestellten Buchstaben BP findet man auf einem Holz- Bchnitte mit Christus unter seinen Jüngern. Er gehört wohl in ein Gebetbuch oder einen (Katechismus, welcher in der zweiten lliilfte des 16. Jahrhunderts erschien. 2004. Unbekannter Maler, nach welchem .T. 0. Bach das Bild- Ji P IRZI n ' ss c ^ es Buchhändlers Tb. 0. F. Knslin lithographirt ' iOOl. ] lat jy[ an fi n( | 0 t es V(u . ,i 01 ,, Titel des Adresshandbuches für den deutschen Buchhandel. Leipzig, Ü. A. Schulz, 1852, 8. 2005. Bartolomeo Provagli, Stempelschneider in Bologna, trat i) i) um 1650 auf, und starb 1674. Auf seinen (Joprägen stehen die ' ' Initialen B. P. Bernhard Perger arbeitete von 1769—1798 für die Münze in Neapel, und zeichnete ebenfalls B. P. B. Pistrucci, llofmedailleur der Königin Viktoria von England, Soll nach Schlickeysen ebenfalls B. P. gezeichnet haben, doch wahrscheinlich nur auf Münzgeprägen, welche von 1818 an datiren. Seine Medaillen auf hohe und berühmte Personen gehören zu den Meisterstücken ihrer Art, und unvergleichlich ist der Medaillon auf die Schlacht von Watcrloo. Auf diesem Prachtwerke steht der Käme, wie vielleicht auf allen Medaillen. 2006. Unbekannter Formschneider. Sein Monogramm befindet tn sich nach Merlo (Kunst und Künstler in Cöln, S. 545) auf >ß einer Ansicht von Cöln, und zwar auf der unteren Hälfte dos vJ_J Titels zu: „Historisches Journal des Jahrs ITi-ti. Zu Collen am Rhein zu bekommen in der Klörhcrgass zum grossen Berg gnnandt. u 2007. Battista Pittoni vonViccnza, Maler und Radircr, erscheint t)p T) -p bereits unter dem Monogramm BAV No. 1699. und ur., D. r. UMtei . (1( , m Uamanj liATISTA l'V. No. 1695. und daher findet hier nur die nothwendige Ergänzung statt. Die Buchstaben BP. landen wir auf einem radirten und gestochenes Walte mit einer landschaftlichen Vorstellung. Links bemerkt man die Ruinen eines Rund- to.mpcls mit vier grossen weiblichen (Karyatiden. Rechts stehen mehrere Gebäude, und den Horizont begrenzt ein hoher Berg. Im Yor- grundc sitzen zwei Weiber bei einem Kinde auf dem Boden. Unten rechts BP. IL 7 '/,. 9 L. lir. 11 Z. 7 L. Dieses Blatt gehört zu der an erwähnter Stelle angezeigten Folge von 24 Landschaften mit römischen Ruinen: Praecipua aliquot Boma- nae untiquilalis monumenta elc. 150t. El kommen aber auch noch andere Blattei mit BP. vor. Line Landschaft enthält die Ansicht der Brücke des Fabricius und einen Theil der Tiberinsel, qu. fol. Eine zweite Landschaft zeigt im Vorgrunde gegen die Mitte einen Mann, welcher mit der Keule nach einer auf dem Boden liegenden Person schlägt. Rechts unten U. P. , kl. qu. fol. Ob dieses Blatt zur erwähnten Folge gehöre, wissen wir nicht. Unter B. P. V. und B. P. V. F. kommen wir auf den Künstler zurück. 2008. Bernard Picart wurde bereits oben unter dem Monogramm . . BP No. 1996 eingeführt, und es ist demnach in ". P. SC. \ Kürze bereits über ihn gesagt, was zu wissen noth- H. P direrit. | wcn( l'g ist - Die Initialen II. P. sc. stehen auf moh- ' reren Kupferstichen des Meisters, besonders auf solchen in dem bekannten "Werke: Cermnonies et coulumes religieuses de tous les peuples du monde, representees pur des figurcs dessinees pur B. l'icart, avee des explicalions historiques elc., par de la Martiniere et 864 BP —BPF. Nr. 2009—2010. autres, redigees par ./. F. Bernard. Amsterdam 1722 —4.'i, fol. Ferner in: Superslitions anciennes et modernes, et prejuges vulgaires qui ont induit les peuples ä des usngci eonlraircs u la religion. Amsterdam , ./. V. ßernard, llli'.i — 30, fol. Uebcr spätere Ausgaben dieser reichen Kupferwerke s. Künstler-Lexicon XI. S. 261. Pieart hatte auch mehrere Schüler, welche unter seiner Aufsieht in Kupfer stachen. Auf solchen Blättern steht zuweilen : II. I'. direxit, wie auf dem Bildnisse Georg I. von England in den Mcmoires du Heyne de George 1. — A la Hage 1721). 2009. Giovanni Battista Paggi, Maler, Bildhauer und Architekt h -p . von Genua, geb. 1556, gestorben 1629. Schüler des Luca "• * — G > '' Cambiasi, wurde er in Florenz von Francesco und Ferdi- oftndo de Mcdicis beschäftiget. Auch in Genua und Pisa sind Werke von ihm. Das grosse Altarbild in >S. Francesco der letzteren Stadt hat J. B. Cecchi 1779 gestochen. Dass Paggi schon als Schüler sehr Gutes leistete, beweiset der anonyme Sticli mit Adam und Eva unter dem Lebensbaume in der Manier dos Cornel Cort. Cornel Galle, J. B. Barbe und L. Surugue haben andere Bilder gestochen. Die Initialen II I' findet man auf einem radirten Blatte, welches die Himmelfahrt der Maria vorstellt. Sie wird vou vier Engeln halb liegend in einer Glorie durch die Luft getragen. Links unten stehen die Buchstaben II P, und etwas weiter nach rechts C V. An dem zweiten Schenkel des V scheint das V angedeutet zu seyn, so dass die Darstellung von Claude Vignon radirt seyn könnte. In der Arbeit erinnert das Blatt an Guido Kern". II. 4 Z. 10 L. Br. 6 Z. 8 L. 2010. Bemardino Passati, Zeichner und Kupferstecher von Rom, -r\ 4 T). T! 4 war um 1576—1602 thätig. Seine Lebensverhältnisse -D -t X sind unbekannt. Man kennt auch kein Gemälde von seiner Hand, und daher wird er nur als Zeichner und Stecher erwähnt. Man findet viele Blätter nach seinen Compositionen, und da er selbst eine, grosse Anzahl von Stichen lieferte, blieb ihm wohl keine Zeit zum Malen. Bartsch P. gr. XVII. p. 27 ff. verzeichnet 78 eigenhändige Blätter, und schied jene aus, welche dem ß. Passarotti angehören. Passari wird auch öfters mit dem Goldschmied Bemardino Passe rini verwechselt. Von diesem ist der Schild mit dem Kampfe der Seegötter und der Bordüre von Kindern. Kund, roy. fol. Zu den im Künstler-Lexicon X. S. 559 angezeigten Stichen nach B. Passari fügen wir folgendes Werk: Vita et Miracula S. I'atris llene- dicti, ex libro II. Dialogorum Ileati (iregorii Papae collecta et ad in- stantiam devotorum monaekorum congregulionis S. lienedicti Iftspaniarum aeneit typis aceuratissime delineata. liomae 15!)0, fol. Dieses sehr seltene, fast nie erwähnte Werk enthält 48 Blätter nach und von Passari. — Die oben gegebenen Initialen findet man unseres Wissens nur auf Einem Blatte des Künstlers, B. No. 72. Es stellt Christus bei der Samariterin am Brunnen dar. Unten steht: Ego sum qui lo- quor tecum. lo. Cap. Uli. Links bemerkt man die Initialen B. V. F. H. 8 Z. 6 L. Br. 5 Z. 9 L. Supplemente zum Peintre-grnveur von A. Bartsch. 1) La Madonna del IHlar. Sie erscheint in Mitte des Blattes, und zu ihren Seiten stehen vier Heilige. Den Rahmen füllen 16 Rundbilder mit Darstellungen aus dem Leben der Maria und des Heilandes. Oben steht auf einem flatternden Bande: Sanctiss. Virgo. Del. IHllar ' BPF—BPI. Nr. 2011—2013. 865 Caesar Avgvsl. Unter dem Mittelbilde liest man: Bern. Passarus inuen. ifS06. Höhe des Rahmens 19 Z. Br. 14 Z. 2) Imago Dei l'arae Virginis Itriae. Die Mutter Gottes steht mit dem Kinde in einem Sehrein in der Glorie, und wird von Kugeln gekrönt, ühen auf einem Bande ist die gegebene Inschrift. Unten links: Her. Passarus Fe. Im Unterrande sind vier Zeilen Schrift: Aligerum le, Virgo etc., und rechts: Homae: apud Eredes Claudii Vu- rhelti formis 15(11). II. 15 Z. 2 L. Br. 11 Z. 4 L. 2011 Unbekannter Kupferstecher, und vielleicht auch Maler, D "pt" welcher um 1625 in Antwerpen gelebt zu haben scheint. Ein •"■1.1 mit den Initialen seines Namens bezeichnetes Blatt enthält in einem ovalen Rahmen das Bildniss des Peter Molinäus mit der Schrift: Petrus Molinaeus Phil, et Theol. I). olim,Leidae Phisic. Prof. dein Paris. Eccl. Pastor, demum Sedani Pastor et Th. Prof. Aet. l.XXIV. Unten nach rechts: C. Dankerls Exe., im Unterrando lateinische Verse. H. 10 Z. 5 L. Br. 8 Z. Dieses Bildniss ist in der Geschichte der k. Kupfcrstichsammlung zu Copenhagcn von B. v. Rumohr und J. M. Thiele S. 34 beschrieben. Die Verfasser nennen es ein feines, gefühltes Blatt, in einer aus den besten Mustern des 17. Jahrhunderts zusammengesetzten Manier. Sie setzen die Entstehungszeit um 1650, damals war aber Cornplis Dankcrts nicht mehr am Leben, indem er 1561 geboren wurde. In Rost's Handbuch wird das Bildniss des P. Molinäus dem C. Dankerts selbst zugeschrieben, und das Kormat gr. ibl. bezeichnet. Diess muss aber ein früheres Portrait des Molinäus seyn, da jenes des 74jährigen Greises in kl. fol. gestochen ist. 2012 Bologna Pinxit, Ferdinand Fecit bedeuten diese Buch- r-ri _, p-r staben auf Blättern eines Zeichenwerkes, wel- ^ K Y 7J r mit der Feder ausgeführt und mit Weiss gehöht. Ein oö -iJ- Jäger zu Pferd schleudert den Spicss nach dem Hirsch. Zwei andere Hirsche werden von Hunden verfolgt, und ein dritter ist bereits von Hunden zu Boden geworfen. Der Zeichner lebte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, und gehört jedenfalls zu den tüchtigsten Meistern seiner Zeit. Man deutet die Buchstaben B. P. 1. auf Hans Bocksberger, oder Bocksperger junior von Salzburg. Heller (Monogrammcn-Lexicon S. 59) gibt die beiden ersten Buchstaben in derselben Form, nur zeichnet er 866 BPL—BPV. Nr. 2014-2016. J. statt /.• Nach seiner Ansicht sind dio Initialen „Boeksherger Pictor Junior" zn erklären, was daliin gestellt bleibt, obgleich diese Deutung noch eher zitlässig ist, als das Geburtsjahr 1450 für den jüngeren Hans Boeksherger von Salzburg, welches Heller bestimmt. Dieser Künstler erblickte das Licht der Welt um hundert Jahre später. In der k. (lallerie zu Sehleissheim sind historische Darstellungen und Schlachtbilder von ihm, aber keine Jagd. Dio Tradition sagt aber, dass Böcksperger junior in Schlachten und Jagden grosso Kunst entwickelt habe. Dass der Künstler ein tüchtiger Thicrzeichner war, beweiset auch das 156!) in Frankfurt a. M. bei II. Feyerabenil erschienene „New TMerbuch", dessen Titel besagt, dass es von dem ,,weit- berhümpten Hansen liocksperger dem jungem von Saltiburg in visirung gestellt, und folgendts durch den kunstreichen Joss Amman von Zürich gerissen worden sci. u Auf keinem der 104 schönen Holzschnitte dieses Buches stehen aber obigV. Initialen, und da überhaupt einige andere, ganz verschiedene Monogramme auf Boeksherger jun. gedeutet werden, so bleibt es zweifelhaft, ob die gegebenen Initialen ihm angehören. Brulliot IL No. 285 bringt die zweiten Initialen bei, mit der Bemerkung, dass man sie auf Zeichnungen mit Jagdvorstellungen dem Hans Bocksperger zuschreibe. Gemälde und Zeichnungen mit dem Namen dieses Meisters hatte er nie gesehen. 2014. Best und Lelolr, Formschneider in Paris, über welche wir „. unter dem Monogramm ABL No. 228, und an einigen anderen fV Stellen bereits gehandelt haben, bedienten sich dieses Zeichens v ~ ! '^ nur zufällig, indem wir nur ein einziges Blatt mit demselben kennen. Man findet es auf einem Holzschnitte im achten Bande dos englischen Art-Journals, in welchem nach der Zeichnung von W.Timm eine Schule in Algier vorgestellt ist. Den Buchstaben P im Monogramme müssen wir ungedeutet lassen. Er bezieht sich wahrscheinlich auf einen Atelicrgcnosscn der genannten Künstler. 2015. Baptista Pausir? Nach der gefälligen Mittheilung eines r i)(7<)C einsichtsvollen Kunstfreundes bediente sich ein uns unbe- JOr^. kanntcr Zeichner und Maler Baptista Pausir dieser Initialen. Wir kennen aber kein Werk mit denselben. Nach den Buchstaben S zn nrtlieilen, müsste es sich um einen Kupferstich oder eine Radirung nach oder von Pausir handeln, da der letzte Buchstabe Sculpsil bedeuten würde. 2016. Battista Pittoni aus Vicenza, Maler und Radirer, ist r» p tt unter dem Monogramm BAVs No. 1699 eingeführt, b. I. V. ,i ann auc ]i un t, or dem Namen: BATISTA PV., und B P. V. F. °' )en unter IIP erwähnt. Fs handelt sich immer um eine Folge von 24 Landschaften mit römischen Ruinen, deren Titel an betreffender Stelle angegeben ist. Etliche Blätter sind mit den obigen Initialen versehen. Dieselben Buchstaben findet man auch auf Blättern mit Laubwerk, Arabesken und Genien in der Weise des flinlio Romano. Sie bilden eine Folge von 18 Stücken, und das erste Blatt hat die Dedi- cation: AI molto mag' 0 et EcctW* Sr. Alessandro ledrici nobile Triui- giano ü. di leggi Baptista piloni uicen" con gratia et priuilegio di vene- lia p. Ani XV. li. P. V. I<\ lSOi. In Friesform, fol. u. qu. fol. BR. Nr. 2017-2019. 867 2017. Renatus Beck, Buchdrucker in Strasburg. Sein Namenszeichen findet man auf einem Holzschnitte, welcher einen nackten Mann mit dem Schilde vorstellt. Letzterer ist mittelst Riemen Bach noch an einem Baume befestiget. Es ist dies die Drucker- oder Verlngs- rignette des Renatas Beck, welcher im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts in Strassburg thätig war. Bei ihm wurde 1515 „Jinee Silva Germania" gedruckt. Diesem Werke gab Beck die Vignette bei, sowie sie sich (überhaupt in allen seinen Verlags-Artikeln finden wird. In Rothscholzen's Buchhändler,- und Buchdrucker-Symbolen findet man ebenfalls eine Abbildung, welche aber weniger genau ist. 2018. Bernhard Riehel, Buchdrucker in Basel, bediente sich eines Signets, welches als Adresse zu nehmen ist. Der Schild mit B H hängt an einem abgehauenen Baumast, und gegenüber ein zweiter Schild, in welchem die Umrisse dreier Berge auf weissem Grunde sich zeigen. Riehel druckte von 1477 - 1482 in Basel. Wenigstens sind keine späteren Druckwerke mit seiner Vignette bekannt Die Nachkommen desselben Hessen sich in Strassburg nieder, und'waren ebenfalls Buchdrucker. Die Offizin des Wendelin Rihcl oder Riehel entwickelte um die Mitte des 16. Jahrhunderts eine grosse Thätigkeit. In seiner Vignette ist eine geflügelte weihliche Figur mit dem Zaume, "nd an einem Piedcstalo ist das Zeichen angebracht. Er bediente sich eines anderen Signctes, als der alte Bernhard Riehel. 2019. Bernard Salomon, genannt Petit Bornard, soll der Träger dieses Zeichens seyn. Christ (Monogrammen-Erklärung S. 129) ist der erste, welcher es durch Nachbildung bekannt machte, Malpe, Brulliot, Heller u. A. folgten Buch, fügten dem grossen Zeichen des erwähnten Schrift- • stellers das kleinere bei, und zuletzt wurde das Monogramm ohne Bedenken jenem Künstler zugeschrieben, obgleich man Weder eine Zeichnung noch einen Fonnschnitt mit demselben namhaft machen konnte. Auch Christ sah kein Blatt mit diesem Zeichen, indem er nur sagt, dass ein H und ein H hiiieingczciclmot, den Bernard le Petit von Lyon bedeuten soll, wovon er sich aber durch Autopsie nicht überzeugen konnte. Holzschnitte von Petit Bernard findet man in Druckwerken des Jean de Tournes (Tornaosius) und (Juilaume Ro- ■ville in Lyon, es ist uns aber kein Blatt bekannt, welches auf solche Weise bezeichnet ist. Im Künstler-Lcxicon XIV. S. 220 haben wir mehrere Bücher mit Holzschnitten von Salomon Bernard verzeichnet, "nd hier machen wir nur noch auf die neueren Abdrücke von llolz- StOcken aus der alten Druckerei des J. de Tournes aufmerksam: Rccueil de fiijures sur bois, grave.es par le Petit Bernard de Lyon pour les tditions de Jean de Tournes et tirees ä part, probablement pour servir flu representalions dramatir/ues. 62 Blätter, 8. Diese Sammlung enthalt Thcaterscenen und Ausdrucksköpfe. Letztere kommen in Porta's Physiognomie vor, es ist aber kein Blatt bezeichnet. Ob das Monogramm auf einer der theatralischen Vorstellungen vorkomme, wissen wir nicht. Die alten französischen Holzschnitte, besonders jene aus der Zeitgeschichte, sind indessen sehr selten geworden, und so könnte dennoch ein Blatt mit einem ähnlichen Zeichen vorhanden seyn, da 868 BR. Nr. 2020 — 2021. Christ nio ein Zeichen aus sich selbst erfunden hat. Der alte „De- noit Rigaud" dürfte zuweilen Ursache gehabt haben, seinen Namen unter einem Monogramme zu Verbergen, da er die Satyre walten Hess. Den Namen findet man aber nui einem Folioblatte von 1570, welches die Hinrichtung der Grafen von Kgmont und Dorn vorstellt. Ilebri- gena sei dicss nur im Vorübergehen bemerkt. Christ könnte auch eine schlechte Copie des folgenden Monogramms gehabt haben, in welchem sich vielleicht das Räthsol löset. 2020. unbekannter Kupferstecher oder Verleger, welcher um y^ 1537 in Frankreich thätig war. Robert-Dumesnil, P. gr. |p^T| fr. VIII. p. 10, kennt nur ein einziges Blatt von ihm, I _ welches äusserst selten vorkommt. Den Hintergrund bil- IB^HJ/iX, det das Prätoriuin, nach dem von Marc Anton gestochenen Blatte mit der Marter des hl. Lorenz, U. XIV. p. 89. In demselben ist eine Loge mit dem versammelten Senate unter dem Vorsitze des Cornelius Secularis, welcher den Henkern Befehl erthcilt. Rechts unten ist das Täfelchcn mit dem Monogramme, und gegenüber ein zweites mit der Jahrzahl 1537. II. 91 in Br. 196 m. Dieses Blatt ist in der Weise der grossen Stiche des Mono- grainmisten C C (C. Corneille) von Lyon behandelt, B. IX. p. 44, R.-D. VI. p. 7. Unser Monogrammist dürfte daher ebenfalls in Lyon gelebt haben, und vielleicht ist er der Verleger Balthasar Arnoullot, bei welchem mehrere Blätter des Meisters C C erschienen. Ein ähnliches, aber kleineres, und theils undeutliches Zeichen, schliesst sich auf diesen Stichen an das Wort l.ugd. , und es deutet sicher den Namen des B. Arnoullot an. Letzterer war aber nicht Kupferstecher. Das beschriebene Blatt ist daher höchst wahrscheinlich von Claude Corneille gestochen, und als ein Jugondwerk desselben zu betrachten. Christ schreibt ein ähnliches Zeichen, das vorhergehende, der Tradition nach dem Bernard Salomon zu, wofür wir keinen Grund finden. Brulliot, App. I. No. 147, gibt obiges Monogramm in anderer Form, nämlich mit unausgefüllten Linien. Es wurde ihm von zweiter Hand mitgethoilt, mit der Bemerkung, dass darunter ein sehr mittel* massiger italienischer Meister seinen Namen angedeutet habe. Diese Ansicht spricht nicht gegen C. Corneille. 2021. Rene Boyvin, Zeichner und Kupferstecher von Angers, ■j, gehört zu den fruchtbarsten französischen Künstlern des * •'-V* 16. Jahrhunderts. Mehrere seiner Blätter sind anonym, vor- &■•/**■ nehmlich die Radiningen. Auf anderen Stichen steht: Rena- lus II. Andegavensis Facicbat. Renalvs Boi/vinvs Andegavensis Faciebal, RENATVS. BOYVINVS. ANDEGAVENSIS. FACIEBAT., Renatmfec.it oder Fecit, RENATVS. F., und RENATVS B. F. Eine ziemliche Anzahl dieser Blätter ist auch mit dem Monogramme versehen. Robert- Dumesnil P. gr. fr. VIII. p. 18 fi'. beschreibt 226 Blätter, auf welchen die Jahrzablcu töSfl, ir,(H), 1,1(13, 1/JOO, 1575, ,/577, 167!) und lti/IO vorkommen. Sein Geburtsjahr ist unbekannt. Vasari sagt im Leben des Marc-Antonio, der Künstler habe schon zu Lebzeiten des Maestro Rosso (M. Rous) gearbeitet, so dass Boyvin in den ersten fünfzehn Jahren des 16. Jahrhunderts geboren seyn miisstc, da Rosso 1541 starb. Allein Vasari hat sich mit unserem Künstler zu wiederholten Malen geirrt, und da keines der Blätter nach Maitre Rous eine .lahrzahl trägt, so könnten sie auch nach dessen Tod gestochen worden seyn. Die gewöhnliche Angabe, dass Boyvin gegen 1530 geboren BR. Nr. 2022. 869 wurde, wird daher die richtige seyn. Diess ist aher mit dem Todesjahr 1598 nicht der Fall, da kein Blatt ein älteres Datum als 1500 trägt. Die Aehnlichkeit des Monogramms mit jenem des Robert Boissard 'lud Jakob de Bray gab Veranlassung, dass dein R. Boyvin Blätter dieser Meister zugeschrieben wurden. Wir haben sie an betreffender Stelle ausgeschieden, so dass der lange fortgepflanzte Irrthum beseitiget ist. Die Blätter unsers Meisters mit dem Monogramme sind z 'i zahlreich, als dass wir sie hier aufzählen konnten. Das Hauptwerk über R. Boyvin ist der Peintre - graveur francais von Robert- Dumesnil, welcher den Kunstfreunden den genügendsten Anhalts- Punkt gibt. Supplemente zu diesem Werke. Den Bildnissen, welche dieser Schriftsteller von No. 103 —117 beschreibt, fügen wir nach dem Catalog van Hulthcm No. 3992-3994 noch folgende bei: 1) Henricus Cornelius Agrippa. 2) Johannes Fernelius. 3) Conradus Lycosthenus. Mit Monogramm. 4) Joannes Sambucus. Mit Monogramm. 5) Janus Cornarus. Mit Monogramm. 6) Joachimus Vadianus. Mit Monogramm. 7) Aurcolus Philippns Theophrastus. 8) Hieronymus Mercurialis. 9) Eva reicht dem Adam die verbotene Frucht, nach Baccio Bandinelli, fol. — Dieses sehr seltene Blatt erwähnt Zani, Enc. n »et. IL p . 203. 10) Die Marter der hl. Felicitas im Oelkessel, gute und sehr seltene Copie nach dem Stiche von Marc Anton, B. No. 117. Sie unterscheidet sich von einer anderen Copie dadurch, dass man das rechte phr der Heiligen wie im Originale nicht sieht. Die Palme des Engels 'st aber zwölfblätterig, während sie im Original acht Blätter zählt. Auf dem Täfelchen liest man: RA. VR. IN., und darunter steht das Monogramm. Der Stich ist in der Weise des Marco de Ravcnna behandelt. H. 8 Z. 8 L. Br. 14 Z. 6 L. Es wäre indessen auch möglich, -dass dieses Blatt dem Meister " R von 1537 angehöre. 11) Christus mit dem Kreuze in einer Nische stehend. Links zu seinen Füssen bemerkt man den Kelch. Ohne Zeichen und Namen. «• 240 m. Br. 120 m. — Dieses Blatt wird im Catalog Delbecq III. "°- 351 dem R. Boyvin zugeschrieben. 12) Drei maskirte Frauen, stehend und nach rechts gewendet, lious. de Rom. Floren, inumlor. — Cum privilcgio Regit. II. 255 m. Br. 425 m. — Catalog Delbecq III. No. 349. 2022. Robert Boissard, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu ji. fl> Valence um 1570, ist durch mehrere, theils glänzend ge- AJyJLX stochene Blätter bekannt, welche aber jetzt zu den Seltenheiten gehören. Die gegebenen Zeichen wurden von Heinecke, Huber "ntl Rost, Malpe und Bavarel dem Ren6 Boyvin zugeschrieben. Man nndet sie auf den Bildnissen der Theologen Conrad Lautenbach, Johann Sebastian Pfauser und Georg Wicellius, welche in R. Boissard's »Bibliotheca chalcographica", einer aus 111 Blättern bestehenden Portraitsammlung, gehören. Sie sind in der Manier des Theodor Monogrammlstcn. *"* 870 BR. Nr. 2023. de Bry gestochen, und desswegon deutet Christ in seiner Monogrammon- Krklärung S. 129 das Zeichen auf diesen letzteren Meister, mit der Bemerkung, dass damit Blätter in Boissard's Bildnisssammlung und in dessen Werk üher römische Alterthümcr bezeichnet seyen. Brulliot I. No. 1105 erklärt daher in einem zweiten Artikel das erste Zeichen herkömmlicher Weise ebenfalls auf Th. de Bry, aber ohne sich überzeugen zu können, dass die Erklärung richtig sei. Andere deuteten das Monogramm auf einen unbekannten Bartolome Reifat, welcher gegen 1610 nach Georg Pecham gestochen haben soll, wie Brulliot bemerkt. Dieser Reifat ist sicher corrumpirt aus dem Namen des Bartolome Reiter entstanden, welcher um jene Zeit ein paar Blätter nach Pecham radirt hatte, aber sich eines aus RR. F. bestehenden Monogramms bediente. Ks bleibt dahor nur Robert Boissard Übrig, dessen Blätter mit jenen des Rene Boyvin geringe Aehnlichkcit haben. Zu den seltensten Blättern mit dem Namen dieses Meisters gehört die Geisslung Christi in einer Composition von 13 Figuren, wovon selbst Zani keine Kunde hatte. Es ist glänzend gestochen , in Iloch- folio. Eben so verhält es sich mit einem Blatte in Aldegrevei's Manier, welches ein Badezimmer mit acht Frauen vorstellt, ähnlich dem sogenannten Wiedertäuferbad des genannten Meisters. Der Verleger ist Jean le Clerc, und der Stich in folio. Ein Quartblatt mit R. Boissard's Namen gibt das Urtheil des Paris, mit Figuren im Charakter des Lukas van Leyden. Unter den Bildnissen steht jetzt jenes des Earle of Esscx zu Pferd aus William Kip's Verlag (1600) in hohem Preise, fol. Auch das Portrait des französischen Rechtsgelehrton Pierre Bclloy, und jenes des Pierre Bonsard, le prince des poetes francais, wird hoch gehalten, 4. 2023. Jakob de Bray von Haarlem, Salomon's Sohn, hatte den xi / Ruf eines vorzüglichen Bildniss- und Historienmalers. In ■l\_ Jttit> iTnarlem findet man auch noch Werke von ihm, welche das Lob rechtfertigen, wir wissen aber nicht, ob auf irgend einem Gemälde das gegebene Zeichen vorkomme. Man findet es jedoch auf zwei radirten Blättern (No. 1 n. 10), welche von früheren Schriftstellern, wie von Heineckc, Huber und Martini, Malp6 und Bavarcl &C irrig dem Rene Boyvin zugeschrieben wurden, da das Zeichen Aehnlichkcit mit jenem dieses Meisters hat. Das Blatt mit der Hagar wurde auch dem Renier Brackenburg zugeschrieben, welcher keinen Anspruch darauf machen dürfte. Brulliot I. No. 1037 schreibt dem J. de Bray auch ein aus den Buchstaben J R R bestehendes Monor gramm zu, welches aber dem Jean Rabasse angehöret, und nur die Buchstaben .TR enthält. Es ist fein geritzt, und etwas undeutlich. J. de Bray soll nach der gewöhnlichen Angabo 1664, wenige Wochen vor seinem Vater, gestorben seyn, er lebte aber noch 1674. Radiningen dieses Meisters. Bartsch räumte ihm im Pcintrc -graveur keine Stelle ein, wir sichern ihm aber hier eine solche mit der Bemerkung, dass vielleicht' nicht alle Blätter von der ITand dieses Künstlers herrühren. Das eine oder das andere wird dem Salomon de Bray zugeschrieben, wenn nicht Dirk de Bray mehr Anspruch hat. Sicher ist, dass Jakob de Bray auf Kupfer radirt hat, und somit dürfte er der Verfertiger seyn. Unter dem Monogramm D B kommen wir auf ein weiteres BlaW zu sprechen. 1) Die Verstossung der Hagar. Abraham steht rechts, und Hagar vor ihm erhebt bittend die Hand, während Ismacl sich an sie schlicsst. BR. Nr. 2023. 871 Aus dem Hause im Grunde kommt die Ileerde. Das Zeichen mit dem Worte fecit steht rechts unten zu den Füssen der Ilagar. H. 7 Z. 1 L. Kr. 8 Z. 10 L. 2) Der Engel und der junge Tobias. Letzterer sitzt rechts auf der Hank vor dem Hause, und neigt den Kopf auf die rechte Hand, »or ihm auf dem Hoden liegt ein grosser Fisch. Der Engel in weitem Gewände klopft an die Thflre des Hauses, neben welchem links der Brunnen sich zeigt. Der Hund läuft nach rechts hin, und den Grund schliesst eine Mauer ab. H. 5 Z. 4 L. Br. 4 Z. 1 L. Dieses Blatt ist ohne Zeichen, und man legt es auch dem Salonion de Bray zu. Man kennt aber unseres Wissens keine Radirung mit dessen Namen. 3) Die ruhende hl. Familie von Engeln bedient. Joseph sitzt links, und hinter ihm bemerkt man den Stab, und einen Korb mit Beil und Flasche. Dieses sehr seltene und zart radirte Blatt ist ohne Zeichen und Namen. R. Weigel (Kuustkatalog No. 9163) möchte es für Arbeit des J. de Bray halten. 4) Der Täufer Johannes in der Wüste. Er sitzt links auf einem Steine, und wendet sich nach rechts gegen das mit einer Rolle umwundene, in einer Steinritze stehende Kreuz. Das Lamm liegt am Fusse des Steines mit demselben. Links unten steht: de Bray in. H. 10 Z. 9 L. Br. 7 Z. 9 L. Dieses schöne Blatt wird dem J. de Bray zugeschrieben. Es hat Aehnlichkeit mit jenem, welches einen Schachspieler vorstellt, und mit J. d. Bray bezeichnet ist. Sternberg 6'/3 Thlr. 5) Der Täufer Johannes mit dem Lamme bei einer Quelle, welche links aus dem Felsen kommt. Er ist in halber Figur dargestellt, 4. Dieses Blatt ist ohne Zeichen und Namen, und wird in Wcigcl's Catalog No. 15763 dem J. de Bray zugeschrieben. 6) St. Johannes der Evangelist. Im Catalogue d'une collcction d'un Amateur par Bermann I. p. 28 No. 566 wird eine schone Radirung mit dieser Vorstellung dem J. de Bray zugeschrieben. 7) Das alte Weib auf dem Esel, links des Blattes. Das Thier ist n >it einem Korbe belastet, in welchem man Kessel und andere Utensilien bemerkt. Vor dem nach rechts hin schreitenden Esel geht ein junges Weib, welches mit der Alten zu sprechen scheint. Links hinter dem Esel erhebt sich ein Strauch, und rechts auf dem Wege »ach der Kirche im Grunde geht ein Mann. II. 4 Z. 2 L. Br. 5 Z. 6 L. 8) Der Schachspieler hinter dem Tische. Vor letzterem steht ^ine gepolsterte Bank, und an der Mauer links im Grunde hängt eine Lorbeerkrone. Im Rande steht: Aen Eedele Schaeck-dii Set üw neer, ffe« Stryd-Spel geeft een Urans van Eeer. Rechts in halber Höhe des Blattes: J. d. Bray fe. d Hartem. (Jd mit B verschlungen). II. 5 Z. ** L. Br. 4 Z. 9 L. Rand 8 L. Dieses geistreich radirte Blatt ist durch J. de Bray's Namen be- Klaubiget, und stimmt mit dem folgenden. 8) Antike Monumente in Ruinen. Rechts , vorn steht ein grosser Baum, und unten an der Terrasse: i671 DBray fecit. H. 4 Z. 10 L. Br. 6 Z. 8 L. Im Catalog Rigal wird dieses Blatt dem Salomon de Bray beige- ln t?t, dieser Meister starb aber vor 1671. . 10) Der von Räubern angefallene Bauer. Er sitzt in dem von einem Pferde gezogenen Karren, und reicht die Börse den drei Räubern zu Pferd hin. Rechts steht ein vierter, und nach links unten « 60* 872 BR. Nr. 2024 - 2025. auf dem Boden bemerkt mau das Monogramm mit dem Worte [ecit. H. 4 Z. 1 L. Br. 5 Z. 8 L. 11) Der Schulmeister. Er sitzt rechts des Blattes am Pulte, halt ein Buch in der rechten, und ein Strafwerkzeug in der anderen Hand. Vor ihm in der Mitte steht ein Mädchen und ein Knabe, ersteres mit dem Buche, letzterer mit dem Hute in den Händen. Den Hintergrund bildet das Innere eines Zimmers, wo man links noch einige Knaben am Tische sitzen sieht. Rechts unten in der Ecke steht ein aus ü B gebildetes Monogramm, welches wir an betreffender Stelle geben. H. 1 Z. 11 L. Br. 2 Z. 4 L. 2024. Janas Brosterhays soll nach Brulliot I. No. 1102 der ■q Träger dieses Zeichens seyn. Der genannte Schriftsteller beruft ^ J sich auf Heinecke, welcher dem Brosterhuys summarisch sechs radirte Landschaften zuschreibt, lieber diese Blätter haben wir unter dem Buchstaben II im Täfelchen No. 1588 gehandelt, aber keines derselben ist mit dem gegebenen Zeichen versehen. Nach der Angabc im Catalog Verstolk van Soelcn besteht indessen die Folge der Landschaften des J. Brosterhuys aus acht Blättern, und somit könnten die beiden Radirungen, welche wir nicht gesehen haben, das Monogramm B R tragen. Die sechs Landschaften im k. Cabinet zu München weisen es nicht auf. 2025. Robert Brausten, Formschneider, geb. zu Lynn in Norfolk D "D 1778, gehört zu denjenigen englischen Künstlern, welche nach ""/•H. dem Vorgange des Thomas Bewik der modernen Xylographie eine hohe Vollendung verliehen. Er ist in vieler Hinsicht der Vater der jetzigen Londoner Formschneider-Schule, und neben ihm sind Clennell, Nesbit, Hole, Thompson, Byfield, Wright u. A. zu nennen. Branston's Blätter sind sehr zahlreich, und theils mit obigem Zeichen versehen. Gepriesen wurden die Beligious Emblems; being a series of engravings on wood, by C. Nesbil, II. Branston, Clennell and Hole, frotn Designs by J. Thurslon. London 1(10(1 u. 1010, und mit deutschem Text bei Brockhaus in Leipzig 1818, 4. Blätter mit seinem Monogramme findet man ferner in „The Club in a dialogue de Puckle. u London 1017, und in „Tales of humour — wilh 10 illust. drawings by George Cruikshank." London 4024, in ,.The Beggar's Daughter of Bednall Green, by Dr. Percy. lllustradet with engravings on wood by Branston and Wright from designs by llarvey." London 1032, in „Gray's Mlegy written in a country church■ yard." London 1035, im „Landscape annual for 1035," u. s. w. Branston erwarb sich auch einen rühmlichen Namen durch seine Holzschnitte mit Thieren nach Harvey, und mit botanischen Abbildungen. Er stattete .1. 0. Loudon's Encyclopedy of Gardening, und dessen Encyclopedy of Plauts. — London 10'2!) ff. mit Holzschnitten aus. Auch in Loudon's Arboretum et Frulicetum Britanicum. London 1035 — 30, dann 4044, sind viele Blätter von ihm. Nach Jackson und (Jhatto {Trealise on wood engraving p. 710) sind aber im Arboretum viele der Bilder von Bäumen und Gesträuchen durch Metallformen in Relief bewirkt, und zwar von auf Kupfer gemachten Radirungen Branston's. Ein anderer Theil sind reine Holzschnitte von der Hand dieses Künstlers, welcher hierin als glücklicher Concurreut der älteren Meister im Pflanzenfache auftritt, wenn er sie auch nicht durchweg erreicht, oder gar übertrifft. BR. Nr. 2026-2030. 873 2026. Unbekannter Kupferstecher. Unter diesem Zeichen führen wir einen französischen Meister ein, welcher zu Anfang des 17. Jahrhunderts lehte. Er stach folgendes Watt: Las Mysterei de l'lncarnation de Jcsus-Christe noslre Sauveur, marques de la wnye Religion. Unten im Rande ist erklärender Text mit der Adresse: A Paris, chei Jean le Clerc — 1614, fol. 2027. Unbekannter Kupferstecher. Sein Zeichen findet man fS~7/T a,, f '1 er gegenseitigen Oopie eines Blattes von A. Dürer, B. — No. 39. Es stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde dar, wie jXD sie, auf einem grossen Steine sitzend, von zwei Engeln ge- -L^l V krönt wird. Links unten auf dem oberen Theile eines viereckigen Steines ist das Zeichen des Copisten. Er setzte es an die Stelle des Dürer'schen mit der Jahrzahl 1510. IL 5 Z. 3 L. Br. 3 Z. 9 L. Heller kennt diese Copie nicht. Sic wird von Sehern im Kunst- Matt 1830 S. 255 erwähnt. Einige glauben, dass Bartolome Reiter dieselbe gestochen habe, welcher aber 1575 noch nicht in der Lehre war. Sein Monogramm besteht aus B R F., und folgt unten. 2028. Unbekannter Maler oder Zeichner, welcher wahrschein- o_d lieh in Paris lebt. Wir fanden das Monogramm unter Abbild- . '*• ungen verschiedener Vögel im ersten Bande der bei Hallberger "» Stuttgart erscheinenden Zeitschrift „Die illustrirte Welt." Auf anderen Blättern erscheint das Zeichen verkehrt, so dass es unter RB zu suchen ist. Ein meisterhaftes Blatt nach P. Blanchard stellt die erste Messe vor, welche Christoph Columbus bei seiner zweiten Reise auf Cuba celebriren Hess. 2029. Berthold Remboldt gründete vor 1484 in Paris eine Druckerei, und fügte den Werken aus seiner Offizin ein Signet bei, welches, mit den Initialen des Namens versehen, als seine Adresse zu betrachten ist. Das gegebene Zeichen ist in einem Schilde angebracht, der von einem aufgerichteten Löwen gebalten wird. Die Arbeit ist nicht bedeutend, und daher ist die Vignette wahrscheinlich von Remboldt selbst geschnitten. Die alten Buchdrucker gingen meistens a «s der Zunft der Briefmaler und Formschneider hervor. Das Signet ist 2 Z. 3 L. hoch, und 1 Z. 6 L. breit. Ein älteres Druckwerk als von '516 kommt unseres Wissens von B. Remboldt nicht vor. 2030. Horatius Bolssat und Georgins Reraeus. Buchhändler in Lyon, bedienten sich einer gestochenen Vignette, welche auf den Titeln der Verlagswerke eingedruckt ist. Sie zeigt im Ovale ein grosses Kriegsschiff mit eingezogenen Segeln, und unter demselben steht auf dem Bande: INGENIVM SVPERAT VIRES. Auf dieser Vignette findet man das gegebene Zeichen, und links unten in der Ecke steht: Cars F. Ein Kupferstecher dieses Namens wird in den Künstler-Wörterbüchern nicht genannt. Er ist wohl der Vater des ebenfalls wenig bekannten, 1670 geborenen Kupferstechers Joh. Franz Cars. Höhe der Vignette 3 Z. 10 L. Br. 5 Z. 11 L. Man findet sie neben andern in Joannis Eu- *ebii Nierembergemis Uieromelissa Bibliolheca. Lugduni 1661, fol. 874 BR. Nr. 2031 — 2033. 2031. Unbekanntes Zeichen. Es steht mit Beifügung einiger + Zierrathen auf einem von Franz Bartolozzi nach der Zeichnung des Malers Giuseppe Zocchi gestochenen allegorischen E-p. Titelhlatte. Die Bedeutung desselben ist uns nicht klar. j v rs Vielleicht beziehen sich die Buchstaben II. R. auf Barto- n lozzi, oder auf den Verleger des Blattes. Das Druck- oder . )C Kupferwcrk, zu welchem dieses Titelblatt gehört, ist uns (/•) ebenfalls unbekannt. Die Notiz entnehmen wir Brulliot's v -^ / Dict. des monogr. II. No. 2811. 2032. Stempel der Porzellan ■ Manufactur zu Bonrg-la-Reine, Bj-» aus welcher feine Waarcn hervorgingen. Die Buchstaben l-t B R erklärt der Fabrikort. Brogniart gibt in seinem Traue des arts ceramiques ou des poteries etc. Paris iö4*, weitere Auskunft. 2033- Der unbekannte Kupferstecher, welcher sich zurBezcich- tnung seiner Blätter der Buchstaben B R bediente, wird gc- Bw wohnlich der Meister mit demAnker genannt. Bartsch d P. gr. VI. p. 394 verzeichnet fünf Kupferstiche von seiner ^' Hand, enthält sich aber jeden Raisonnements über die Lebenszeit und die Verdienste desselben. Der Künstler, nicht Goldschmied von Profession, zahlt zu den Schülern oder Nachfolgern des Martin Schön, doch ist seine Zeichnung schlecht, der Stich steif. Im Blatte der Maria No. 4 steht er dem sogenannten M. Zasingcr näher, als dem M. Schön, wie Passavant im Kunstblatt 1850 S. 228 bemerkt. Diese Kupferstiche sind sehr selten. Im k. k. Cabinet zu Wien sind nur die No. 3, 4 u. 5, in jenem zu München No. 4, aber im höchst seltenen ersten Drucke. 1) Die Anbetung der Könige. Maria sitzt rechts mit dem Kinde, welchem einer der Könige knieend den Fuss küsst. Der zweite, ebenfalls knieende König, hält eine Vase in der rechten Hand, und erscheint links des Blattes. Im Grunde links nimmt der dritte Magier eine Vase aus den Händen des Pagen. In Mitte des Hintergrundes sieht man den Ochsen und den Esel. Rechts geht Joseph mit Stock und Rosenkranz zum Thorc hinein. In der Mitte unten ist das Zeichen des Stechers. H. 8 Z. Br. 5 Z. 1 L. 2) Die Ehebrecherin vor Christus geführt. Sie steht rechts zwischen zwei Männern, wovon der eine links vorn kniet, und sie am Arme hält. Hinter dem Weibe bemerkt man mehrere Pharisäer, und einer derselben hat bereits Steine in den Korb gesammelt. Der Heiland steht links in Begleitung von St. Peter und St. Johannes, lieber seinem Kopfe liest man auf der Bandrolle: Qvi sine peecato ------ • lapi- dem mittat. Auf der Bandrollc über dem Woibc steht: Magister hoc ------- quid dicas. In der Mitte unten ist das Zeichen des Künstlers. H. 8 Z. 3 L. Br. 6 Z. 1 L. 3) Die hl. Jungfrau in einem Saale des Erdgeschosses. Sio sitzt mit dem Kinde auf dem Schoosso, und reicht diesem eine Rose, während sie mit der Linken ein Buch hält. Die Aussicht des Saales geht in den Garten, in welchem ein Mann und eine Frau Wasser aus dem Brunnen schöpfen. In der Mitte unten ist das Künstlcrzeichen. H. 5 Z. 4 L. ? Br. 4 Z. 7 L. 4) Die hl. Jungfrau im Garten, von Bartsch „La Vierge assise sur un banc de gazon" genannt. Nach links gewendet, hält sie das nackte Kind auf dem Schoosse, und reicht diesem mit der Linken einen Apfel. Sie sitzt auf einem, von einem Plankenzaun umschlossenen BR. Nr. 2034—2036. 875 Rasenplätze, aber nicht auf der Rasenbank, wie man nach Bartsch angegeben findet. Rechts reicht unter ihrem Kleide der Thcil eines verzierten Stuhles hervor, welcher sich in Mitte des Gärtchens zu denken ist. Nach dem Mittelgründe zu schlicsst eine aus regelmässigen Steinplatten gebildete Mauer ab, und über diese hinaus zeigt sich links ein aus dem Wasser hervorragendes gothisches Schloss mit zwei Brücken, welche aber nicht an das Ufer reichen. Rechts ist eine Erhöhung mit Gras bewachsen, und nur am Plattenrandc, und in der Vertiefung gegen den Thunn zu sind einige Bäume eingestochen. Das Zeichen ist unten in der Mitte. 11. 5 Z. 10 L. Br. 4 Z. 1 L. Im ersten, höchst seltenen Drucke zeigen sich um das Haupt der W. Jungfrau keine Strahlen, nur vom Scheitel des Kindes gehen leichte Strahlen aus. Bei der Retouchc der Platte wurde aber um die Häupter ein Strahlcnglanz angedeutet, welcher indessen zu sehr in's Schwarze getrieben ist. 5) Die hl. Margaretha, stehend nach rechts. Sie durchbohrt mit dem Kreuzstocke den zu ihren Füssen liegenden Drachen an der Kehle, und hält mit der Rechten den Mantel etwas empor. In der Mitte unten ist das Zeichen des Künstlers. II. 6 Z. 3 L.? Br. 3 Z. 7 L.V 6) Christus am Kreuze zwischen den beiden Schachern, 8. — Dieses Blatt erwähnt Heller nach dem Catalog Dcbois. Es- wurde bei der Auktion mit 580 ß bezahlt. 7) Der Papst und der Kaiser beim Schachspiele. • Eine Darstellung dieser Art befindet sich nach einer handschriftlichen Notiz des Herrn Professors Massmann in der öffentlichen Sammlung zu Basel. Ausserdem wird daselbst auch ein Exemplar der Ehebrecherin No. 2 aufbewahrt. 2034. Barthelemy Roger, Kupferstecher, geb. zu Lodeve 1770, ßß war Schüler von Prudhon und Copia, und hinterliess eine be- ' deutende Anzahl von Blättern in Punktirnianier. Auf kleinen Kupfern in Almanachen, besonders im Almanac. des daines, findet man die Initialen seines Namens. Im Künstler-Lexicon XIII. S. 309 haben w ir 25 andere Stiche dieses Meisters verzeichnet. Die wenigsten tragen aber die Buchstaben 6. lt. 2035. Bernard Rantwik, Goldschmied und Medailleur, war in R TJ der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in London thätig. ». IV. Yir fertigte Portraitmedaillons, welche gegossen und ciselirt s iüd. Auf Werken dieser Art sollen die Initialen B. /(. stehen, wir können aber keines derselben namhaft machon. Nur ein einziger Medaillon ist in unseren Quellen erwähnt, jener mit dem Bildnisse des Richard Scellcjus Prior Angliae. Auf der Rückseite zeigt sich ein phantastisches vierftiasiges Thier mit einer Krone um den Hals. Ob die Buchstaben B. B. darauf stehen, wissen wir nicht. 2036. Medailleure, welche Münzen und Medaillen mit B. B. zeichneten: Kicolau« Brlüt, Steinpelschneidcr, welcher in London und BR (in Paris arbeiteto (1616—1646), zeichnete gewöhnlich N. B., ' und daher kommen wir unter diesen Initialen auf ihn zurück. Die Buchstaben Bit. auf englischen Münzen des 17. Jahrhunderts horchen sich nur im seltensten Falle auf Briot. Sie deuten die Münzstätte Bristol an. Betigt Richter, Medailleur aus Stockholm, lieferte seine ersten Werke in Paris, arbeitete dann in Schweden für Carl XII., und zuletzt B.R.| 876 BR. Nr. 2037-2040. in Wien für Kaiser Carl VI. Kr schnitt in Wien die schönen Schaumünzen, welche Heraus inventirt und beschrieben hat. Auf seinen meisten Geprägen steht der Name, auf einigen deutete er auch durch lt. und BR. denselben an. Mit BR. bezeichnet ist die grosse Medaille mit den Bildnissen des Kaisers Carl VI. und seiner Gemahlin: lmp. Caroli VI. et Elisabethae Augustae unclio Regia. Im Revers steht: Pragae ennditae mülenario primo MDCCXXIl. Vgl. Voigt, Böhm. Med. IV. 'Tab. IV. 156. Richter starb 1736. Balthasar Reinhard wurde 1765 Münzwardein in Cassel, und bekleidete von 1774—1783 die Stelle eines Münzmeisters daselbst. Von 1789—1804 lebte er in Detmold. Nicolaus Guy Antoine Brenet gehört zu den berühmtesten Miniatur- plastikern seiner Zeit. Er producirte von 1806—1836 eine grosse Anzahl von Medaillen, worunter viele als Meisterstücke bezeichnet werden können. Sie gehören fast alle der Geschichte des ersten französischen Kaiserreichs und der Restauration an. Nur wenige Schaumünzen dürften mit BR. bezeichnet seyn. Der Künstler grub gewöhnlich den Namen ein. Unter BR. F. DE. D. kommen wir auf ihn zurück. 2037. Antoine Brillon, Kupferstecher und Radirer, wurde um TD TD **"^ zu Oheims geboren, übte aber seine Kunst in Paris. J£j _/v» D' (! gegebenen Initialen findet man auf radirten Blättern )0 O nach Skizzen von A. Walteau in folgendem Werke: Figures ^"& '■' de differents earaclercs, de paisages et d' etudes, dessinecs par A. Watteau. Paris chez Audran et F. Chereau, gr. fol. Andere schreiben diese Blätter einem E. B r i o n zu. 2038. Christian Bernhard Rode, Maler, Kupferstecher und Ra- D D U I? dire?, g eD - zu Berlin 1725, gest. 1797. Schüler von ü |\ / © .i\_ A. Pesne, Vanloo und Restout, erfüllte er alle Beding- /Q rr\ nisse, welche zu seiner Zeit einen Künstler berühmt c/3 • a\> machten, und Rode wurde auch in weitem Kreise gepriesen , da er eine merkwürdige Bravour entwickelte, und in Folge derselben ausserordentlich viel producirte. Sein Lob ist aber verschollen, und wenn früher seine radirten und gestochenen Blätter eifrig gesammelt wurden, so ist jetzt die Zahl seiner Liebhaber sehr gering. Wir haben im Künstler-Lexikon XIII. S. 270ff. 246 Blätter aufgezählt, R. Weigcl macht aber in seinen Kunstkatalogen auf ein completes Werk von 348 Blättern aufmerksam, und werthet es auf 35 Thl. Eine Anzahl von radirten Blättern des Künstlers, welcher jedenfalls viel grössere Berücksichtigung verdient, als ihm jetzt zu Theil wird, ist mit den Buchstaben B R. bezeichnet, wie die 25 Blätter mit den Masken sterbender Krieger nach den berühmten plastischen Arbeiten des Andreas Schlüter am k. Zeughause zu Berlin, u. s. w. 2039. Unbekannter Maler. Diese Buchstaben findet man auf einer ^ f. schön radirten Marine, welche wahrscheinlich einem M J? -f- holländischen Meister gegen Ende des 17. Jahrhunderts -^ -s • angehört. Rechts zeigt sich ein Schiff mit Kanonen, welches nach dem Grunde zu Wind hat. Drei andere Schiffe durchschneiden die mittlere Fläche des Wassers, und dasjenige, welches rechts hingeht, hat nur ein Segel. Am Horizonte links erscheinen zwei andere Fahrzeuge, und rechts schliessen einige Berge ab. Rechts unten an der Tonne stehen die Buchstaben B.R.f. II. 5Z. 6L. Br. 7Z. 7L- 2040. Francesco Barattini Romano, oder ein unbekannter Form- ^ Schneider. Ueber den Träger dieses Zeichens haben wir « schoti unter dem Buchstaben 6. Nr. idi2 gehandelt, da - er sich noch öfter desselben bediente. Er schnitt die BR—BRA. Nr. 2041—2046. 877 etwas rohen, aber gut behandelten Blätter in dem Fechtbuche des Achille Marozzo da Bologna, dessen Titel unter b. genau angegeben 'st. Man findet Ausgaben von 1536 und 1568. 2041. Joseph Brecheisen, Maler von Wien, r&dirteum 1752—1758 [f r . mehrere Blätter nach Remhrandt, L. von Uden, S. Rosa, P. Ermels, B. Rode, Dictricy u. A. Aul Landschaften nach letzteren steht die Abbreviatur Kr. sc. Häufiger bediente er sich eines aus ,/ B bestehenden Monogramms, so dass wir auf diesen Künstler zurückkommen. 2042. Jean Baptiste Broebes, Architekt und Badirer, geb. zu H Ti Paris um 1660, gest. um 1724. Schüler von J. Marot, n ' ■ i r .•, t'' 11 ' cr 169" '" Dienste des Churfürsten von Branden- .met/enl. i,,,,.^ mn \ hinterHess zu Berlin d1. Nach der Aufschrift sollte man glauben, Broebes habe zu den "leisten Gebäuden den Plan gefertiget, was aber nicht der Fall ist. *r änderte nur ab, und gab das Ganze für sein Werk aus. In Blon- del's Cour* d'Architecture. Paris 1603, sind ebenfalls radhte Blätter v Z. 10 L. hoch, und 18 Z. 9 L. breit ist. Früher wurde es von Strutt und Ottley besprochen. Zani ist der einzige, welcher in den Materiali etc. p. 55. eines completen Fxcmplarcs im Hause Perego zu Mailand erwähnt. Nach diesem Hess Malaspina di Sannazaro eine getreue Zeichnung nehmen, welche sich in der Sammlung desselben zu l'ailna befindet. Die Zeichnung beurkundet nach Passavaut einen tüchtigen Meister der altitalicnischen Schule. Die Figuren sind meist etwas überschlank, besonders dünn die Beine der jugendlichen Männer. Die Behandlungswcisc des Stiches nähert sich der des Mantcgna, bei welchem Bramaute, che er nach Mailand gegangen (um 1476), in der Malerei sich vervollkommnet haben soll. Mailand verlioss er nach dem 1499 erfolgten Sturze des Herrscherhauses, die Jahrzahl ist aber auf dem brittischen Fragmente verrieben, so dass oben nur M . . angedeutet ist. Malaspina bemerkt indessen nichts von einer Jahrzahl. Duchesne sen. will diesen Kupferstich dem Mantcgna zuschreiben, andere hielten ihn für Arbeit des Bartolomeo Suardi, genannt Braman- tino. Das Blatt ist sicher nicht von Mantcgna, und die Inschrift laute* auch nicht auf Bramantino da Milano. Man kann daher mit mehr Kocht für Bramantc Lazzari Parthei nehmen. Seineu Beinamen hält auch eine Bildnissmedaille fest. Sic hat die Inschrift: BRAMÄNTES ASDRVALDINVS. Dadurch lernen wir auch den Geburtsort des Meisters kennen, nämlich Monte Asdroaldo im Gebiete von Urbino. Ausser dem genannten Blatte gibt es noch einen anderen grossen Kupferstich mit der pcrspectivisch.cn Ansicht eines römischen Gebäudes mit Portikus. Oben steht: BRAMANTI ARCHITECTI OPVS. Dieser Stich ist sehr verschieden von dem obigen im brittischen Museum, und man kann daher denselben dem Bramanto nicht zuschreiben, wie geschehen ist. Das Blatt ist auch schwerlich von Marc Anton, welchem es Duchesne beilegt. Es wird wohl Nicolo Beatrizct Vaterstelle vertreten müssen. Die Platte erhielt später Nicolaus van Aelst, welcher seine Adresse beifügen Hess. Zuweilen findet man das Blatt dem bei Anton Lafreri in Rom erschienenen Speculum Romanao Magnificentiac beigegeben. Wie viele andere alte Blätter, gehört es ursprünglich nicht zu diesem Werke. 2047. H Reck, sculp. 1678 steht auf einem in Kupfer gestochenen Blatte mit dem Bildniss des Jacob Kandel von Altorf. Unter Reck ist wohl der Kupferstecher B. Recknagel zu verstehen. Er arbeitete schon drei Dcccnnien früher. 2048. Johann Peter van Bredal oder Breda, Maler von Antwerpen, ii i /7/2 wur« um 1680 geboren, und kam später nach Wien nreaa i / 14. j n ])i cns t ft c ] es "gxiraen Eugen ton Savoyen. Er malt« Schlachten, welche dieser Fürst gegen die Türken geschlagen hatte. Zwei Bilder dieser Art von 1716 und 1717 sind in der k. k. Gallerie zu Wien: J. P. van llredul, bezeichnet, zwei andere Schlachlgoniäldc in der Gallerie zu Schieissheim tragen aber nur den Namen Breda 1 74A Man verwechselt diesen J. P. van Bredal häufig mit Peter van Bredal, welcher 1630 in der Weise des Jan Breugbol malte. Er wurde 1689 Direktor der Akademie seiner Geburtsstadt, und hatte 1717 sicher nicht mehr gelebt. BRE-BRF. Nr. 2049—2051. 879 2049. Bartholome Reiter, Maler und Bndirer von München, li liri ßn ^ n( ^ ct « nter dem Monogramm BBiF. Nr. 2051 eine aus- ""' führlichc Stelle, und daher beschränken wir uns hier auf den Kupferstich mit der Abbreviatur des Namens. Dieses Blatt stellt den hl. Georg vor, wie er mit der Lanze den Drachen durchbohrt. Auf einem Felsen links im Hintergründe, kniet die Königstochter, und im Rande liest man: Tanla ruat tanliüo ------ mm/na fide. Links steht: 'l.ltei.fig. 1 (ienetsml., rechts: Puter Honig Exe. II. 11 Z. 2 L. Br. 8Z. 10L. Auf dieses Blatt macht Brulliot Öl, No. 174 aufmerksam. Man wollte es einem B. Reichel zuschreiben, welcher aber unbekannt ist. Dann nennt der genannte Schriftsteller einen Bartholome Reifat als Zeichner,, welcher nur durch falsche Lesart a.usB. Reiter entstanden ist. Der Verleger Peter König war um 1620 in München thiitig, und auch J. Jenet (nicht Gönnet) hielt sich daselbst auf. Ein paar Radirungen des B. Reiter haben im späteren Drucke dessen Adresse. HB Jahre 1623 stach Jenet Tintoretto's grosses Kreuzbild, welches jetzt •n Schleissheim aufbewahrt wird. 2050. Jan Brcughel, genannt Sammet-Brcughol (Fluweclcn Breug- BRFV IN F ' IC ')' k' 0 ''' zu B russ °l um 1568, gest. den 13. Jänner ■ 1625. Dieser fruchtbare Meister ist durch eine bedeutende Anzahl von Landschaften mit Figuren und Thiercn bekannt, welche von verschiedenen Meistern gestochen sind. Auf mehreren Blattern steht die Abbreviatur des Namens, welche aber nur von den Schrii'tstechern beigefügt ist. Auf den Gemälden signirtc Brcughel nie JU dieser Weise, höchstens auf Zeichnungen, deren wir aber nicht kennen. Auf anderen Stichen nach diesem Künstler steht /fr. Inu. 2051. Bartolome Reiter, auch Reitter und Reuter geschrieben, Bn -p gehört zu den vorzüglichsten bayerischen Künstlern seiner Zeit- jC^ Kr war Maler, und radirte als solcher mehrere Blätter in Kupfer- **"-■!•■ Seine Gemälde sind selten. Wir kennen nur ein einziges Altar- Werk , welches mit li. H. W. bezeichnet, wie unten an der betreffenden Stelle zu ersehen ist. Schüler des II. Ostendorfer und A. Hcnnenbergcr in München, machte B. Reiter 1589 in München sein Probestück, und wurde damit vollkommen als Meister befunden. Im Jahre 1622 starb der Künsler. Radirtn Blätter. Wir haben im Künstlcr-Lcxicon XTI. S. 410 zehn Blätter von der Hand dieses Meisters beschrieben , und geben daher hier nur einen Nachtrag, theils mit näherer Bezeichnung des Gegenstandes, als im Lexicon gesehen ist. Einige Radirungen sind mit dem Namen, andere mit dein Monogramme versehen. Sie gehören zu den schönsten Leistungen ihrer Art, und darum hätte ihm Bartsch einen Artikel im Beintre-graveur widmen sollen. 1) Der Jesusknabe mit der Weltkugel, auf einem Kissen sitzend, und von vorn geschehen. Das Haupt ist von einer Aureole umgeben, und in der linken Ifand hält er ein Rohr. Links neben ihm sieht man einen Haascn, und rechts eine Pflanze mit Blüthen. Links unten ist das Zeichen mit dem Beisatze MONACHI1 - lßiO. II. 3 Z. 8 L. Ür. 2 Z. 10 L. 2) Der Knabe Jesus mit der Weltkugel und den Marterinsrumenten. B. Heiter fee. Fast in der Grösse des obigen Blattes. 3) Die hl, Jungfrau mit dem Kinde von drei Heiligen umgeben, gegenseitige Copie nach Jacob Palma juu. Maria ist in 3 / 4 Ansicht 880 BRF. Nr. 2051. nach rechts gewandt, wo man St. Franz und einen anderen Heiligen seines Ordens sieht. Links ist St. Ilieronymus mit dem Löwen, und oben steht: Palma Inv. Am Piedestal einer Säule links bemerkt man das Monogramm. II. 4 Z. 2 L. Br. 6 Z. 3 L. Die späteren Abdrücke dieses seltenen Blattes haben die Adresse: J. Jenet exe. Jenet hatte in München einen Kunstverlag. 4) Christus an der Tafel des Pharisäers. Er sitzt links des Blattes, und erhebt die Rechte gegen den Gichtbrüchigen, welcher an Krücken sich ihm nähert. Rechts sitzen verschiedene Gäste, und den Grund bildet ein Zimmer. Hechts in diesem sieht man einen Bogen, und links durch das Fenster auf Landschaft, in welcher drei Männer den Esel aus den Brunnen ziehen. Ohne Zeichen, aber wohl von B. Reiter. H. 7 Z. Br. 9 Z. 9 L. 5) Die Ehebrecherin vor Christus geführt, halbe Figuren. Links oben steht: Palma Inu. Ohne Zeichen. II. 4 Z. 2 L. Br. 6 Z. 3 L. Die ersten, seltenen Abdrücke dieses Blattes haben keine Adresse, die späteren jene des Matteo Bolzctta. Auch Abdrücke mit Jenct's Adresse kommen vor. 6) Christus am Oelberge betend, in halber Figur fast en face, nur etwas nach links gerichet, wo ein grosser Engel in der Glorie ihm das Kreuz zeigt. Rechts neben ihm sind die Leidenswerkzeuge. Im Grunde rechts erheben sich Bäume, und drei Jünger liegen im Schlafe. Ohne Namen und Zeichen im Bilde. Wir sahen aber nur ein Exemplar mit abgeschnittenem Rande, in welchem vielleicht der Name des Künstlers angegeben ist. H. 8 Z. 7 L. Br. 7 Z. 3 L. 7) Ecce Homo. Der Heiland sitzt nackt, nur mit einem Schamtuche umwunden, auf einem grossen Steine, und neigt das mit Dornen gekrönte Haupt auf die rechte Hand. Links am Rande erhebt sich ein kleiner Baum, und in der Ferne breitet sich am Fusse des Berges die Stadt aus. Rechts unten auf dem Steine: R. Reiter fee. Monachii 1010, im Rande: ECCE — HOMO. II. 6 Z. 2 L. Br. 3 Z. 11 L. Der Rand 2V, I'- Dieses Blatt ist sehr schön, und kräftig radirt. 8) Ecce Homo, Composition von mehreren Figuren. Christus steht in der Mitte mit gebundenen Händen, und das Haupt ist mit Dornen gekrönt. Links und rechts stehen Juden und Henker. Unter den ersteren deutet ein Mann mit dem Turban auf dem Kopfe nach dem Schmerzensmanne, und einer der Henker links trägt die Ruthe. In Mitte des Grundes sieht man Mauerwerk mit einem Fenster, und links in der Ferne steht ein Haus. Im Unterrande: ECCE — HOMO, ßartih. Reuter pictor figur. Monachy 1012. II. 6 Z. 3 L. Br. 9 Z. 8 L. Rand 2 L. — Dieses Blatt ist schön und selten. 9) Ecce Homo. Der Heiland sitzt in Mitte des Blattes auf einem runden Piedestal, und stützt das mit Dornen gekrönte Haupt auf die rechte Hand. Zu seinen Füssen liegen die Leidensinstrumcnte. Den Grund bildet ein Gefängniss, in welchem zwei Männer stehen. Durch das halbrunde Fenster sieht man Golgatha. Unten steht: 1016 Räume Reiter Pictor inv. et fec. Monachij. II. 7 Z. 3 L. Br. 5 Z. 9 L. 10) Die Kreuztragung, in halben Figuren. Der Heiland erscheint in Mitte des Blattes in Profil nach links gewendet, wo St. Veronika das Schweisstuch hält. Rechts schlägt ein Henker mit dem Stocke nach dem Erlöser. Im Rande: Georg Herkam inventor monachii, Rartime Reiter feeit 1010. II. 4 Z. 5 L. Br. 4 Z. Rand 1 L. 11) Die Kreuztragung. Der Heiland ist in halber Figur dargestellt, wie er, etwas nach rechts gewendet, das Kreuz mit beiden Händen hält. Links hinter ihm scheint es ein Mann mit der rechten Hand zu heben. Im Grunde leuchtet die Glorie des Herrn. Ohne Namen BRF. Nr. 2051—2052. 881 und Zeichen. H. 6 Z. 9 L. Br. 5 Z. 5 L. Damit ist der Rand nicht gemessen. Wir sahen nur ein beschnittenes Exemplar, und daher könnte der Name des Meisters im Rande stehen. 12) Der hl. Hieronymus in halber Figur nach rechts von einer Lichtglorie umgeben, und nach dem Crucitixe am Felsen blickend. Der Heilige schlägt mit dem Steine die Brust, während er in der Linken das Buch hält. Vor ihm sieht man einen Schädel, eine Sanduhr und einige Bücher. Links zeigt sich der Löwe, und am Baume hängt der Cardinalshut. Im unteren Rande steht: Barth. Reitter von den eltesten alhier dis zu Namens inuenl et ftyuravit Monachij iß 10. H. 7 Z. 2 L. Br. 5 Z. 9 L. Der Rand 3 L. breit. Dieses Blatt ist wohl von dem im Lexicon Nr. 8 nach dem Ca- talog Sternberg II. No. 1614 beschriebenen verschieden, da nur folgende Schrift angegeben ist: Bart. Reytler pictor inv. et exeud. Jenet ex. 13) Der Satyr und die Nymphe. Ersterer sitzt links auf einer Erderhöhung, auf welche er die rechte Hand stützt. Die auf seinem ächoosse sitzende, von vorn gesehene Nymphe hält sich mit dem linken Arme ebenfalls an den Hügel, fasst aber mit der rechten Hand den Satyr am Kopfe. Zu ihren Füssen schläft Amor. Im Grunde links reicht ein auf dem Felsen stehender Baum bis an den Rand der Platte, Jjnd im Mittelgründe frisst der Bock von den Blättern eines anderen Baumes. In der Ferne breitet sich eine Stadt aus. In der" Mitte unten: Bart. Reiter Fee. Monacky iß 10. H. 6 Z. 4 L. Br. 4 Z. 6 L. 14) Neptun mit dem Dreizack in der erhobenen Linken. Er sitzt auf einem Seepferdc, von welchem man aber nur den Kopf und einen I'hei] des linken Schenkels sieht. Im Rande steht: Georg Becham l nven. Monarhii, das Zeichen Reiter's und die Jahrzahl iß 10. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 4 L. Rand 1 L. 15) Das auf dem Todtcnkopfe sitzende Kind mit Seifenblasen beschäftiget. Rechts am Fusse einer Mauer steht ein Blumentopf, und über den Rosenstrauch zur Linken gehen die Seifenblasen hin. Links ""ten ist das Zeichen mit dem Beisatze: Monaehi. II. 3Z. 9L. Br.2Z. 9L. 16) Das Kind mit dem Todtcnkopfe in beiden Händen, fast von v °rn gesehen, nur ein wenig nach rechts gerichtet, wo man eine Sanduhr und einen Leuchter mit erloschenem Lichte sieht. Vor dem Bein- nause links im Grunde bemerkt man einen Kelch, und eine Rose auf •lern Steine. Links unten: B. Heiter Fecit ißiO, und im Rande: ilodie m "t» erat tibi. H. 3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 9'/„ L. Diese beiden Vorstellungen sollen zu einer Folge von acht gleich grossen Blättern gehören, welche theils mit dem Monogramme versehen ^ud. Im Künstler-Lexicon No. 10 ist mir die Darstellung mit dem Kinde, welches Seifenblasen macht, beschrieben, seit dieser Zeit fanden w i r a i, m . nur fi j n zwo itrs Blatt vor. Durch das obige Verzeichniss lst jenes im Lexicon fast vollständig ersetzt. Das daselbst No. 8 beschriebene Blatt mit Venus und Amor unter dem Baume ist uns seither nicht vorkommen, und somit muss die genauere Beschreibung unterbleiben. 2052. Unbekannter Kupferstecher, welcher wahrscheinlich in Bftr Holland thätig war. Sein Zeichen gleicht jenem des Bartolome vr ' Reiter, es gehört aber einen späteren Meister an, welcher zu «•ufang des 18. Jahrhunderts gelebt haben dürfte. Man findet es auf tagendem Blatte: Juno mit dem Scepter in der Rechten auf einem Hügel stehend. Zu ihren Füssen sieht man dm Pfau, und im Grunde rechts erscheint 882 BRF—BRI. Nr. 2053-2057. dieselbe Göttin auf dem Wagen. Links nnten steht das Monogramm, und in der Mitte: Juno. II. 5 Z. 8 L. Br. 4 Z. 2 L. Dieselbe Darstellung hat Abraham Bloemaort radirt, und daher handelt es sich hier um eine Copie, welche seltener als das Original ist. 2053. Rafael Sciaminossi oder Schiamlnossl, Maler und Kupfcr- t-> Stecher von Borgo San Sepolcro, erscheint hier nur d^ -n-f -]_7~QJ^ im Vorbeigehen, da sein gewöhnliches Zeichen aus - /} _ >o *y ^-» ureviatur den Verfertiget eines grossen J^j , Js^of). /ClL'MÜ S Blattes ein, welches eine satyrische Vor- "/ /} ' Stellung der römischen Kirche enthält, T\ /~? s- n in drei aneinander zu fügenden Stücken *J . KX.&OCC. lb OJ? von 52 Z. 9 L. Breite, und 15 Z. 4 L. Höhn. j m Mittelgrunde nimmt die Kirche einen grossen Thcil ein, tad gestattet den Einblick in das Innere. Links stellt das Evangelium in Gestalt einer mit Dornen gekrönten Frau, welche einen Vorhang weggezogen hat. Bei dem Evangelium sind andere allegorische Figuren, die Gnade, die Barmherzigkeit, der Glaube, eine dem Evangelium sich zuwendende Auserwähltc, und eine vom Starrsinn zurückgehaltene Verworfene. Die allegorische Gestalt der frohen Botschaft verbreitet mit der Fackel Licht über die Vorgänge in der Kirche, welche über der rechts befindlichen Eingangsthüre als die römische bezeichnet ist. In der Kirche wird eine Todtenfeicr gehalten, das Requiem gesungen, die Bezahlung dafür eingenommen, der priesterlicho Segen Begeben, Dispensen und Indulten ganz verschiedener Art erthcilt, geweihte Kerzen und Ablass gekauft, die Taufe und das Abendmahl gespendet, und die Messe gelesen etc. Ein Thcil der menschlichen Figuren hat verzerrte und Thicrgesichter. Im Vorgrunde schreitet von links her eine Prozession nach dorn Eingänge der Kirche zu, ebenfalls mit Fratzengesichtern. Zwei Figuren, die eine mit der Bischofsmütze, die andere mit der vierspitzigen Calotte, und jede einen grossen Schlüssel haltend, sitzen auf der Thürschwelle, und lassen die nackten und vollen Bäuche «nd Beine sehen. Am Schenkel der einen steht: O/iolo, an jenem der andern: Ohaliba. Hinter ihnen ragt die Figur des Unsinns hervor. Am Ende des Blattes tanzen Männer und Weiber um eine Säule, auf welcher ein Crucifix angebracht ist. Hier und da beigegebene Zahlen Weisen auf eine Erklärung hin, welche wohl gedruckt beigegeben wurde. Im Rande ist ein Gedicht in neun dreizciligen Columnen eingestochen. Im Bilde selbst sind einige Beischriften in holländischer Sprache angebracht. Links unten im Boden ist die Abbreviatur des Stechers und Verlegers in Einer Zeile gestochen. Von diesem Werke haben wir durch Herrn Börner Kunde. Die Komposition ist von einem holländischen Meister, und sie erinnert theilweise an Ilöllcnbreughcl. Stünde Rob. vor dem B, so könnte man a n Robert Baudous denken, allein es ist nicht anzunehmen, dass hier e jne solche Versetzung stattfinde. Füssly schreibt einem W. Robyn eine grosse satyrischc Darstellung zu, unter dem Titel: Den Alleen °Pugte en onvervalste italiaansche doctor en Warzegger, roy. fol. Vielleicht ist unter B, Hob. ebenfalls ein Robyn verborgen. 2059. Angiolo Bronzino, Maler von Florenz, war Pontonno's BRCT/rNrO FTORFTTNO Schüler, und folgte als solcher der "*VJ/,1INU. V 1UKL.HINU. Richtun g des Michel Angelo, bis <* durch das Studium der Werke der Venezianischen Schule erkannte, dass er nicht berufen sei, den Genius desselben zu bannen. Er leistete a '>er in der Zeit des immer mehr um sich greifenden Verfalls noch Vorzügliches, besonders in Zeichnung und Composition. Doch ist sein Kolorit bleifarbig, und die Camation scheint öfter mit Schminke aufgetragen zu seyn. Vorherrschend ist aber gewöhnlich ein grelles Gelb. Diess gilt zunächst von einigen historischen Gemälden; in seinen Bildnissen herrscht aber ein irisches und kräftiges Lehen, so dass Bronzino als Portraitmaler vorzuziehen ist. Der wie oben geschriebene Name des Meisters steht auf einem Gemälde in der k. k. Gallerie zu 884 BRP — BItU. Nr. 2060-2061. Wien, welches das lebensgrosse Kniestück der Madonna mit dem Kinde und dem kleinen Johannes vorstellt. Mit dem Buchstaben A vor dem Namen ist auf Alessandro Bronzino Allori Rücksicht zu nehmen. Dieser Meister malte ebenfalls Bildnisse und historische Bilder. Er lebte von 1535 bis 1607, Angiolo Bronzino starb aber im November 1572. Dieses erhellet aus einem Briefe des Giorgio Vasari an Vin- cenzo Borghini d.d. 5. December 1572. Letzterer meldete dem in Rom anwesenden Vasari den Tod Bronzino's. Darnach sind die verschiedenen Angaben über das Ableben des Meisters zu berichtigen. Er erreichte ein Alter von 69 Jahren und ist somit 1503 geboren. Vgl. auch den Artikel ALEXÄDER BRONZINVS ALLORVS. 2060. Pierre Brebiette, Maler und Radirer, geb. zu Mantes-sur- ■ßj Seine um 1596, gilt als der Trager dieses Zeichens. Bv* -](j7)\ Man findet es auf einem schön und geistreich radirten ISv/ j n Blatte, welches die Marter des hl. Sebastian vorstellt. Der Heilige liegt auf dem Boden ausgestreckt, umgeben von vier Frauen, wovon jene in Profil (St. Irene) einen Pfeil aus der Schulter des Heiligen zieht. Eine andere Frau bringt eine Vase herbei, um die Wunden des Märtyrers mit Oel zu begiessen. In der Nähe ist eine Baum- gruppc, deren Aeste bis an den oberen Rand der Platte reichen, und rechts im Grunde breitet sich die Stadt aus. In der Mitte unten bemerkt man das Zeichen. II. 7 Z. 5 L. Br. 6 Z. Dieses Blatt hat zwar einige Aehnlichkeit mit andern Radirungen des P. Brebiette, es scheint aber doch nicht von ihm zu seyn. Die meisten Blätter dieses Meisters sind mit dem Namen bezeichnet, nur wenige mit den Initialen V. II. Die Form des Monogramms wäre daher für ihn ganz ungewöhnlich. Auf keinem der anerkannten Blätter Brebictte's wiederholt es sich. 2061 Hans Brunner, Gcnrcmaler, machte um 1830 seine Studien, T> an der Akademie in München. Von 1834 an brachte jr. p. o». o r daselbst mehrere Gemälde zur Ausstellung, besonders Scenen aus dem bürgerlichen Beben, welche Br. p. bezeichnet sind. Später Hess sich der Küustler in Salzburg nieder, wo ihm die Sage vom Untersberg Stoff zu mehreren trefflichen Gemälden gab. Auch verschiedene andere Bilder findet man von ihm, in welchen die Staffage und die Landschaft in gleichem Grade anziehend sind. 2062. Brugnot, Formschneider in Paris, ist durch architektonische DD| Ansichten bekannt. Die Abbreviatur BRU. steht auf einer iSRV • Ansicht von St. Mery in Paris. Dieser Künstler gehört unserer Zeit an. Wie hundert andere, so arbeitet auch er für den Buchhandel. 2063. Die Familie der Breughel, welche von dem Dorfe Breughel o ] i \ den Namen hat, ursprünglich in der jfrugei muu. \ üaronio von Bmla d(;m B auornstan( i e lirugill. pinx. I angehörte, und dann in Brüssel und Hruale In \ Antwerpen Zweige absetzte, zählte mch- DDUcrn r v E , /~' / rerc Maler, welche sich im 16. und 17. BRVb,(jh,L, rllL/. / Jahrhunderte auszeichneten. Es ist aber RRVEGEL INVENTUR. 1 ' ncr nicht der Ort, auf ihre Lebens- IlliVFCUFT FFT' 1 ß" scn ' c nte und ihre künstlerischen Leist- HKimtnLiL, MV. I UI1 g en e i nzu g e hen, wir haben es nur mit der ungewöhnlichen, theils fehlerhaften Orthographie des Namens zu thun. Unter Brugill ist Jan Breughel von Brüssel, genannt Sammet- BRU. Nr. 2063. 885 oder Fluweclcn Brcughcl, zu verstehen. R. Robinson stach nach ihm e in Blatt in Mezzotinto, welches eine Landschaft vorstellt, in welcher der Hirt seine Schaafe gegen den Wolf vortheidiget. Sie ist bezeichnet: Mrugili pinx. Jo. Smith ex., qu. fol. Auf diesen Künstler bezieht sich Wen die Bezeichnung „ßrugle In." auf einem Kupferstiche von J. Moyroau. Dieses Blatt stellt eine Landschaft mit Bauern vor, unter dem Titel: Reirealion flamande. qu. fol. BRVEGEL und BRVEGHEL zeichnete er auf seinen Gemälden. In der k. k. Gallerie zu Wien ist eine Anbetung, ein kleines Bild auf Kupfer mit dem Namen: BRVEGEL EEG. 1590. In der k. Eremitage zu St. Petersburg sind Landschaften v on 1607 und 1610 mit dem Namen BRVEGHEL bezeichnet. Es schrieb aber auch Peter Breughel der Alte, oder der sogenannte Bauern-Breughel (Boercn-Breughcl), häufig BRVEGEL auf seinen Gemälden, und ein Gleiches verhält sich mit seinem gleichnamigen Sohne, welcher in Holland der „Heische Breughel", d. h. Höllen-Breughel genannt wird, da er mit Vorliebe Hexen und Teufelsspuk malte. Die Gallerie in Wien bewahrt mehrere Bilder von der Hand des alten Breughel mit dem Namen BRVEGEL und den Jahrzahlen 1559, 1560 und 1503, sowie solche ohne Datum, deren auch in anderen Gallerien vorkommen. Man muss daher unterscheiden, ob irgend ein Bild dieser Art von dem älteren oder dem jüngeren Peter Breughel herrühre. Die Bauernscencn des alten sind von energischer Auffassung", und voll Leben und Bewegung in den gemeinen Gestalten. Andere Compositionen nahen Aehnlichkcit mit jenen des Jeronymus Bos (J. Agnen von Her- z °genbusch), sind aber nicht selten hart und bunt gemalt. Der Höllcn- breughel malte im gleichen Genre, und dazu Feuerbilder, meist phantastische Scencn der Unterwelt. Bei ihm fehlt aber das kräftige Leben des alten Breughel, und er zeigt ein ziemliches Ungeschick in der Behandlung. Der schwächere Theil sind die heiligen Figuren, immerhin besser ist das Lumpeugesindel gemalt, welches er einführt. Das Alter- jjMUnliche entscheidet nicht für P. Breughel scn., es macht sich auch in den Bildern des jüngeren Breughel bemerkbar. Die Lebensgrenzen des alten Vicsen- oder Boeren-Breughel sind nicht genau bestimmt. Einige lassen ihn 1510, andere 1530 im Dorfe Breugel bei Breda geboren werden. Seine Geburt dürfte aber vor 1530 fallen, da der Künstler nach C. van Mander's Versicherung schon 1551 als Meister '" die St. Lukasgildc zu Antwerpen aufgenommeil wurde. Um 1553 befand er sich in Rom. Wir ersehen diess aus zwei radirten Blättern des Meisters mit der Schrift: Petrus Breughel fee. Romae A°. 1553 fiaud. Hoof —. Das eine dieser Blätter enthält eine Rheinansicht mit Merkur, welcher die Psyche durch die Luft entführt, das andere stellt e }ne Landschaft, und Schiffe auf dem Canale vor. In der Luft zeigt sich aber Dädalus und Jkarus. H. mit dem Rande 10 Z. Br. 12 Z. ° L. Andere Radirungen eines Breughel scn. gehören entschieden zur Gattung der Marinen, und sind fast von derselben Grösse. Man liest a "f diesen seltenen Blättern den Namen BRVEGHEL und BRVEGEL, Worunter aber der alte Bauernbreughel vielleicht nicht zu verstehen ist. Man weiss nämlich auch von einem Marinemaler Hieronymus Breughel, Reicher in dor zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig war. Brugel '""■ Cnck exe. 1559 steht auf dem Titelblatte einer Folge von 13 Kupferstichen, welche die Tugenden und Laster in der bekannten Phantastischen Weise des Bauernbreughel vorstellen. Auf einem alten "latte von 1570 aus II. Cock's Verlag, welches zwei hässliche Bauern m .'t einem jungen Mädchen vorstellt, lesen wir: Bruegel inuentor. Man uimmt gewöhnlich an, dass der alte Breughel 1570 gestorben sei, er le ote aber noch 1599, da er in diesem Jahre den Andries Daniels zum Monogrammiiten. 61 886 BS. Nr. 2064—2065. Schüler annahm. Nach 1606 dürfte er aber nicht mehr gearbeitet haben. Kino Winterlandschaft mit Schlittschuhläufern in der k. k. Oallerio zu Wien ist: P. BttVEGIIL IGOl bezeichnet. Auf einem GemäiMe im Museum zu Berlin mit dem Zuge des Heilandes nach Golgatha, welchen eine Monge lumpigen Gesindels begleitet, steht: 1'. BREVGIIKL. iOOO. Ein zweites Bild derselben Gallerie, eine Schlägerei von Bauern und Lanzknechten, ist bezeichnet: P. Brenghcl. Von diesem sogenannten Viesen- oder Boeren-Breughcl ist wahrscheinlich auch die im Stiche bekannte Composition, welche eine grosse Dorfkirchweih darstellt. Auf einer Fahne mit der Abbildung der älteren Ritter steht: laet die boeren haer hermis houuen. BRVEGEL. INVENTUR. Au l'alnit d Paris Paul de la tlouve exeud. 1601, gr. qu. fol. Der jüngere Peter Breughel (Heische Breughcl, Breughel d'Enfcr) tritt erst 1609 in dem Buche der Antwerpner Malerzunft (Liggcre van S. Lucas Guide) auf, und somit werden die erwähnten Bilder von 1601 und 1606 nicht von ihm herrühren. Ein von H. Hondius 1644 nach ihm gestochenes Blatt mit einer Dorfhochzeit dürfte auf den Schluss seiner künstlerischen Laufbahn deuten. Jan Breughel (Flu- weclcn Breughel, Breughel de Velours) ist älter, als P. Breughel jun., denn er erscheint schon 1597 im Liggcre van S. Lucas Guide als freier Meister. Man lässt ihn daher irrig 1568 oder 1569 geboren werden. Sein Tod soll 1625 erfolgt seyn. Aus diesem Artikel möge man die Zeitbestimmung im Künstlor- Lexicon und in anderen Kunstbüchern berichtigen. 2064. Franz Balthasar Solvyns, Zeichner und Maler, wurde 1760 0 rP radirtes Blatt, welches die Ansicht eines italienischen Dorfes, .DO $ • °der einer kleinen Stadt mit alten Gebäuden zum Gegenstände / hat. Im Vorgrande links knicen zwei Pilger im Gebete vor dem Bilde der hl. Jungfrau, welches oben an einer Mauer zu sehen ist. Rechts bemerkt man verschiedene Gebäude, und die Ruine eines alten Thurmes. Im Mittelgrunde reitet ein Bauer auf dem Esel- Rechts oben ist das gegebene Monogramm des Künstlers. H. 3 Z- 8 L. Br. 6 Z. 5 L. B S. Nr. 2066 -2068. 887 Dieses seltene Blatt ist die Arbeit eines holländischen Meisters, und in einer Weise gefertiget, welche theils an Bronckhorst, theils an H- van Swanevclt erinnert. Ucber den Verfertiger haben sich die Kunstkenner noch nicht ausgesprochen, wir halten aber diese Radirung ftir eine Arbeit des Bernard van Schendel, welcher 1634 zu Ilarlem geboren wurde, und durch historische Darstellungen und durch Genrebilder sich einen Namen machte. Er war Schüler von Heinrich Mom- iners, und hielt sich, wie dieser Meister, einige Zeit in Italien auf. Schendel erreichte ein ziemlich hohes Alter, da er erst 1693 in Hartem Starb. Dennoch sind seine Gemälde sehr selten, oder vielleicht ungekannt. 2066. Bartolomeo Suardi Bramantino, oder Sebastiane» Serlio SJp Bolognese? Diese Buchstaben, welche hier! verkehrt erscheinen, Q.Q stehen auf einem Kupferstiche, welcher mehrere Gebäude vorstellt, wovon jenes rechts mit einer Colonnade von sechs jonischen Säulen geziert ist. Links vorn bemerkt man ein Stück eines Kar- niesses, und unten stehen die Initialen. H. 5 Z. 8 L. ISr. 5 Z. Nach Brulliotll. No. 296 ist dieses Blatt zu Anfang des 16. Jahrhunderts von einem italienischen Meister gestochen, dessen Namen er nicht entdecken konnte. Im Falle, dass das Blatt in Italien entstanden l8t , dürfte es von Sebastiano Serlio herrühren, oder wenigstens nach dessen Zeichnung gestochen seyn, so dass die Buchstaben „Sebastiano Bolognese" zu lesen sind. Die Stiche von oder nach Serlio datiren um 1544, und wir werden unter SU. und SS. auf sie zurückkommen. Sollte aber das erwähnte Blatt wirklich aus dem Anfange des 16. Jahrhuuders stammen, so machen wir auf Bartolomeo Suardi Qetto Bramantino aufmerksam. Dieser Meister hatte als Maler und Architckturzeichner grossen Ruf. Die oben verkehrt gegebenen Buchstaben lassen auch die Lesung „Suardi Bramantino" zu. In S. Bermann's Catalog der Sammlung des Dr. Petzold in Wien (8m« partie No. 212) wird dem B. Suardi Bramantino ein Blatt "dt der Ansicht des Amphitheaters in Verona von 1558 beigelegt. Allein 1558 hat dieser Künstler nicht mehr gelebt. Er starb schon v or 1536. Bermann nennt das grosse Blatt mit dem Amphitheater äusserst selten. Im Künstler-Lexicon XVII. S. 530 haben wir über B. Suardi ausführlich gehandelt. 2067. Unbekannter Maler, dessen Lebenszeit die beigefügte Jahr- •ß iRnn zan ^ nestmmlt - Er bezeichnete auf solche Weise ein s. looa. (j em äide von beträchtlicher Grösse, welches im Schlosse *u Kremsicr aufbewahrt wird. Es stellt die Erweckung des Lazarus auf Holz vor, und wird zu den schönsten Bildern der Sammlung gewählt. Ueber den Urheber des Werkes haben wir keine Nachricht, Un d da nicht einmal die Kunstrichtung bestimmt ist, so lässt sich auch keine Vermuthung aussprechen. Von Bartholomäus Spranger kann keine Hede seyn, da dieser Meister erst 1546 geboren wurde. Vgl. den folgenden Artikel. 2068. Bartholomäus Spranger, Maler von Antwerpen, geb. 1546, B S 8° 8t - l625 - Ueber diesen fruchtbaren Künstler haben wir im . ' ' Künstler-Lexicon XVII. S. 174 ausführlich gehandelt, und er ls ' ausserdem so sehr bekannt, dass wir uns jedes weitern Nachweises enthalten müssen. Mehrere seiner Gemälde sind mit den Initialen B. S. bezeichnet, besonders solche, welche er im Auftrage de r Kaiser Maximilian II. und Rudolph II. in Wien und Prag ausführte. Auch auf Kupferstichen von C. Cort, H. Goltzius, Jan Müller, 61* 888 BS Nr. 2069-2072. J. Matham, J. de Ghcyn, den Sadelorn etc. findet man die Anfangsbuchstaben des Namens. Ueberdiess bemerken wir noch, dass auch Bcrnardino Sojaro, einer der ausgezeichnetsten Schüler des Corrcggio, sich der Buchstaben B. S. bedient habe. Sprnngor genoss in Crcmona einige Zeit Unterricht bei Sojaro, doch sind die Werke beider Meister nicht leicht zu perwechseln. Spränget folgte der manicrirten Weise der Nachahmer dei Michel Angela, während Sojaro mit Glück dem Corrcggio nach- strebte, und Bilder liinterliess, welche weniger strenge Kunstrichter mit Bewunderung erfüllen. Kr starb 1575. 2069. Bartholomäus Spranger, der vorhergehende Meister scheint BC inuentor ( ^"' c ^ c '' ose initialen seinen Namen angedeutet zu •"**■' ' haben. Man findet sie auf einem Kupferstiche mit Herkules und Omphale, und der Adresse: Bai. Caimox: ex: 1690. Der Kupferstecher zeichnete A mit einem Helme, wie wir No. 51 gegeben haben. 2070. Balthasar Sylvias, oder Silvias, Kupferstecher, welcher fjc FFPIT " m * 550 —* 570 blühte, fand unter der Abbreviatur uj. rLUi. HA. SIL. FE., und Baltha. Syl. fecit bereits eine Stelle, und daher bemerken wir liier nur, dass auf einigen seiner Blätter such die Buchstaben BS. stehen, wie auf solchen mit Statuen und schönen Ornamenten. Finc Folge von verzierten Friesen erschien unter folgendem Titel: \ariarvm. l'rotraclionvm. qvas Vvlgo Mavrvsias. Vocant. Omnivm. Antehac. Excvsarvm. JAbellvs. Longe. Copiossimvs. Vit- toribvs-Aurifabris — Variisqve. Jd (jenvs. Artificibvs. Jitiam. Acv. Oper- aniibvs. Vtilissimvs. Avncqve. I'rimvm. Jn. Lvcem. Aeditvs: Anno i.5.5*. Baltdiar Sglvivs. Fee. Jac. Honervogt exe. Diese sehr seltene Folge Zählt wenigstens 12 Blätter. Kin Musterwerk für Silberschmiede erschien unter folgendem Titel: Vn Hure de grosserie el des ßaeont, et boiles de poiure el boites du Sei. De Couppes et tasses, el grotisque, moull conuenable pour les ouuriers dargent et autres praclisiens. Ballh. tiluiut fecit. En Anuers. Cum gralia et preuilegio per Annos II — 10011. Folge von wenigstens 20 Blättern mit verschiedenen Gelassen in Wandnischen, theils reich und phantastisch verziert. Der Name steht nur auf dem Titel, die übrigen uns vorgekommenen Blätter sind ohne Bezeichnung. II. C Z. 11 L. Br. 5 Z. 6 L. Andere Blätter dieses Meisters sind nach Franz Floris, Carl van Mander, Jeronymus Bos u. A. gestochen, theils in grossem Formate, wie die seltene Allegorie auf den Stillstand der Kunst und Wissenschaft zur Zeit des Krieges nach F. Floris 1555. 2071. Francois Boucher, Maler und Radirer, fand oben unter B. BB»J* No. 1593 eine Stelle, und daher verweisen wir darauf. p-Q * *> Die gegebenen Initialen findet man auf radirten Blättern . icrumschlage stimmt mit dem Manuscripte Rohrbach's in der Lersner'schen Chronik, und wir haben daher durch Herrn Beckcr's Bemühung nicht nur die Zeit der Entstehung der Platte des Meisters ftxs kennen gelernt, sondern es geht daraus auch hervor, dass der Künstler in Frankfurt, am Main wenigstens einige Zeit gelebt haben dürfte. Die Platte mit, den heraldischen Figuren des Bernhard von Rohrbach und der Eilge v on Holzhausen beurkundet einen geübten Stecher, welcher 1467 seine Laufbahn sicher nicht begonnen hat. Er ist also der Zeitgenosse des Meisters E S , und wahrscheinlich nicht jünger als Martin Schön. In der Technik und im Style hat er eine grosse Verwandtschaft, mit letzterem, was sich aus dem Studium der Werke desselben erklären lässt. Der angebliche Barthel Schön copirte die Passion des M. Schön. Ausserdem copirte er das Blatt mit dem sitzenden Bauer nach dem sogenannten holländischen Meister von 1480. Fast alle übrigen Blätter sind nach eigener Erfindung gestochen, und zeugen von einem originellen und geschickten Künstler. Sie bestehen lediglich in weltlichen, meist humoristischen Vorstellungen. Bartsch P. gr. VI. p. 68 ff. beschreibt nur No 1—22 unseres Verzeichnisses. Hcinecke, Neue Nachrichten &c. S. 363 kennt aber 41 Kupferstiche, welche bis auf zwei mit dem Zeichen versehen sind. Brulliot fügt in der Table genöralc No. 1152 dem Verzeichnisse von Bartsch 11 Blätter hinzu, welche aber bis auf wenige bei Hcinecke verzeichnet sind. Vcrzeichniss der Mütter dieses Kleisters. 1—12. Die Leidensgeschichte des Erlösers, Folge von 12 Blättern nach Martin Schön, B. No. 9 — 20. Der Copist hielt die Seite des Originals fest, und bezeichnete die Stiche in der Mitte unten im Bilde mit 6 x S. Nur No. 3 hat das Zeichen im Plattenrande. II. 6 Z. Br. 4 Z. 2 L. 892 BS. Nr. 2079. 1) Christus am Oelbergc betend. 2) Die Gefangennehmung des Herrn. 3) Jesus vor dem Hohenpriester. 4) Hie Geisslung Christi. 5) Die Dorncnkrönung. 6) Christus vor Pilatus. 7) Die Ausstellung des Erlösers. 8) Die Kreuztragung. 9) Christus am Kreuze. 10) Die Grablegung Christi. 11) Christus in der Vorhölle. 12) Die Auferstehung des Herrn. 13) Der Reiter mit der Dame hinter sich auf dem Pferde. In der Mitte unten das Zeichen. II. 5 Z. 4 L.? Br. 6 Z.? 14) Der sitzende Bauer mit dem spitzen Hute und dem leeren Schilde neben Waffen. In der Mitte unten das Zeichen. H. 3 Z. 6 L.? ßr. 2 Z. 11 L.? Copie nach dem angeblich holländischen Meister von 1480. 15) Das Kind in der Badwanne. Tn der Mitte unten das Zeichen. II. 2 Z. 10 L. Br. 2 Z. 6 L. 16) Das nackte, auf dem Rasen sitzende Kind. In der Mitte unten das Zeichen. H. 2 Z. 9 L. Br. 2 Z. 5 L. 17) Der sitzende Bauer mit dem Knoblauchstängel und dem Schilde zwischen den Beinen. In der Mitte unten das Zeichen. Rund, Durchmesser 3 Z. 1 L. 18) Das nackte Kind, welches auf dem Boden sitzend nach dem Napfe reicht. In einer runden Einfassung von zwei Kreislinien. In der Mitte unten das Zeichen. Durchmesser 2 Z. 4 L. 19) Das Concert. In einer Rundung, mit dem Zeichen unten in der Mitte. Durchmesser 3 Z. 5 L.? 20) Der alte Zwerg mit einer hilsslichen Zwergin auf dem Schiebkarren. In der Mitte unten das Zeichen. II. 3 Z. 6 L. Br. 5 Z. 10 L. In W. Y. Ottley's „Collection of Fac-similcs of scarce and curious prints. London 1828", ist eine Copie. 21) Die zwei Liebenden. Ein junger Mann neben einer jungen Frau, welche ein Hündchen hält. In der Mitte unten das Zeichen. II. 6 Z. 2 L. Br. 4 Z. — Copie nach dem Stiche eines Meisters der niedcrländisch-eyckischen Schule, aber von der Gegenseite, so dass im Originale die Dame links sitzt. Israel van Mockeu und Wenzel von Olmiitz haben dieselbe Vorstellung copirt. Ein Exemplar des Original- Stiches ist im Pariser Museum, kl. fol. 22) Ein wilder Mann und eine wilde Frau mit ihren Kindern auf dem Boden sitzend. In der Mitte unten das Zeichen. II. 5 Z. 6 L. Br. 3 Z. 4 L. Zusätze zum Pelntrc - graveur. 23) Die heraldischen Figuren des Patriziers Bernhard von Rohrbach und der Eilge von Holzhausen, oben im Contexte genau besehrieben. IL 3 Z. 7 L. Br. 3 Z. 5'/, L. 24) Der Bauer und sein Weib über Land gehend, nach links hin. Erstercr trägt den Korb an einem über die rechte Schulter gelegten Prügel, und die ßäuerin hält eine Gans unter dem Arme. Unten am Boden nach rechts das Zeichen. Ohne Einfassungslinien. H. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 3 L. — Copie nach dem Stiche eines alten Meisters BS. Nr. 2079. 893 der niederländisch-eyckischon Schule. Im Museum zu Amsterdam ist "in Abdruck der Originalplattc. 25) Kin am Tische sitzender junger Mann, welchem eine stehende Frau den Becher reicht. In der Mitte unten das Zeichen. Rund, Durchmesser 3 Z 4 L. 26) Eil) wilder Mann, welcher in der linken Hand rückwärts eine todte Ente hält. Er klettert an einer Arabeske von Laubwerk hinan. Unten in der Mitte das Zeichen. II. 4 Z. 4 L. Hr. 3 Z. 5 L. 27) Eine sitzende alte Frau mit zwei Kindern. Sie hält einen Schild in der Rechten, in welchem zwei weisse Felder angedeutet sind. Mit dem Zeichen unten in der Mitte. II. 3 Z. 2 L. Br. 2 Z. 11 L. 28) Die Kartonspielcr im Garten. Der Junker mit dem Schwerte 'in der Seite sitzt rechts am Tische auf der Rasenbank, und hält ein Kartenblatt in der Hand. Gegenüber links sitzt die Dame, ebenfalls a, if der Rasenbank, und legt den rechten Arm auf den Tisch, wählend sie den Zeigefinger der linken Hand gegen den Junker erhebt. Zu den Füssen des letzteren, vor dem Tische, steht Krug und Glas "n Wasserschäffel. In der Mitte unten das Zeichen. Rund, Durchmesser 3 Z. 3'/j L. 29) Der Mann mit dem Stclzfussc, und die Alte mit Brodwecken "n Spitzkorbc auf dem Rücken. Ersterer geht nach links hin mit jtaem langen Stocke in der B,echtcn, und einem Kruge in der Linken. Die Alte legt ihre beiden Hände auf seinen Bücken, wesswegen er unwillig zurücksieht. Unter dem Stclzfussc ist das Zeichen. 11. 3 Z. 3 L. Hr. 2 Z. 10 L. Heinecke beschreibt unter No. 24 eine ähnliche Vorstellung, gibt aber eine Breite von 6 Z. 6 L. an. 30) Zwei nackte Knaben auf dem Boden. Jener' links sitzt mit '«'m Rücken nach dem Rande zu, und fasst mit der linken Hand die grosse Zehe des linken Fusscs. Der andere Knabe bringt in einiger Entfernung nach rechts den Kopf durch die Beine, so dass das 6e> Sl eht unter dem Unaussprechlichen hervortritt. Hände und Füsse setzt er auf den Boden. In der Mitte unten das Zeichen. II. 2 Z. 4 L. B*. 2 Z. 11 L. 31) Ein alter Mann, welcher sein im Korbe sitzendes Weib am ™ricke fortzieht. Mit dem Zeichen. H. 3 Z. 4 L. Br. 4 Z. 9 L. — Beinecke No. 5. 32) Eine alte Frau, welche zwischen ihren Reinen ein Wappon- schild hält, und sich am Kopfe kratzt. Mit dem Zeichen. Hund, 3 Z. 4 L. — Ileinecke No. 9. 33) Eine alte Frau mit einem Wappenschild zwischen den Bei- Ilc ", wie sie sich am Beine kratzt. Mit dem Zeichen. Rund, 3 Z. 4 L. """ Heinecke No. 10. 34) Ein junger Mann und ein junges Mädchen mit Blumenkränzen auf dem Kopfe. Mit dem Zeichen. II. 5 Z. 9 L. Iir. 5 Z. — Weinecke No. 19. 35) Der Bauer mit Eiern im Korbe, von seinem Weibe begleitet, Reiches Enten im Korbe auf dem Kopfe trägt. Oben sind zwei leere Zettel, und unten das Zeichen, 8. Ileinecke No. 20. 36) Ein Lautcnspicler neben einer alten Frau, welche ihn umarmen will. Mit dem Zeichen. IL 3 Z. 2 L. Br. 2 Z. 2 L. — Ueinecke No. 22. 37) Der Soldat mit seiner Familie. Er führt ein kleines Kind au der Hand, und das Weib trägt ein Kind auf dem Rücken. Mit (le «i Zeichen. IL 3 Z. 2 L. Br. 2 1. 2 L. — Heinecke No. 23. 894 BSB—BSF. Nr. 2080 — 2082. 38) Der Mann, welcher mit Beinern Weibe tanzt. Ueber ihren Köpfen sind Zettel. Mit dem Zeichen. II. 6 Z. 6 L. Br. 7 Z. 8 L. — Heinecke No. 25. 39) Das Weib, welches den Mann mit einem Spinnrocken schlägt. Ohne Zeichen, 12. — Heinecke No. 26. 40) Ein Mann mit dem Gesichte eines Vogels, welcher Frau und Kind auf einem Kamcel herumführt. Ohne Zeichen. — Heinecke No. 27, ohne Massangabe. 41) Ein Blatt mit Laubwerk, ohne Figuren. Mit dem Zeichen. — Heinccke No. 16. 2080. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1570 thätig war. nöD Das gegebene Monogramm findet man auf einem Kupfer- iJOi-f • stiebe, welcher das Urthcil des Paris vorstellt, in gegenseitiger Copie nach II. S. Beham, B. No. 89. Paris sitzt rechts auf einem viereckigen Steine, und reicht der einen der vor ihm stehenden drei Göttinnen den Apfel. Ihm zur Seite sieht man Merkur, und links oben schwebt Amor. Rechts oben auf einem Täfelchon steht das Zeichen mit der Jahrzahl 1570. II. 2 Z 7 L. Br. 2 Z. Malpe I. No. 67 deutet das Monogramm auf Hans Sebald Bcham, welcher aber lange vor 1570 starb. Wir müssen auf den Namen dieses Copisten verzichten. Er wollte vielleicht nur „Bari. Beham Sculp- tor" ausdrücken, wodurch Malpe irregeführt wurde. 2081. Angelo Salimbene? Man findet ein gestochenes und radir- ,j tes Blatt mit diesem Zeichen. Es stellt die Geburt Christi t» mercatura decitiiones , et trartalus varii. — Coloniae, apud C. ab Eg<>' mont de Grassis 1022, fol. In den kleinen Abtheilungen der Bus* fassung sind verschiedene Sccnen, und zu den Soiten stehen die Gelehrten Bartolus und Baldus. Der radirte Titel des Büchleins: Opera exquisitissima Barth. Fonli. Franeofurti 1621, ist mit B. S. fe. bezeichnet. Das beigegeben« Bildniss des Herzogs August jun. von Braunschweig-Lüneburg trägt den Namen des Stechers. In Böckler's Werk: Schauplatz der Mechanitchen Künsten. Nürnberg 1661, fol., sind ebenfalls Blätter von Schwan. Sie stellen Mühlwcrke und andere* BSG-BT. Nr. 2083-2086. 895 weist hydraulische Maschinen vor, theils mit B.S.f., theils mit der Abbreviatur Bai: S. f., Ballh. Seh. f., Balth. Schw. fe. , bezeichnet. B. Schwan muss ein sehr hohes Alter erreicht haben, wenn die Platten zu diesem Werke 1661 zum ersten Mal benutzt wurden. Er war schon vor 1619 thätig. 2083. unbekannter Kupferstecher, welcher wahrscheinlich in BSF Holland lebte, da seine Blätter in der Weise des H. van ' der Horcht radirt sind. Die gegebenen Initialen findet man a 'if einem Blättchen, welches Bacchus auf dem Fasse sitzend vorstellt, 16. In derselben Weise behandelt ist auch ein Blättchen, welches *ir unter den Initialen ASea beschrieben haben. Zwei andere Blät- ter sind mit den Buchstaben BG bezeichnet, und gehören demselben Meister an. Er lebte im 17. Jahrhundert. 2084. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1635 in Begens- burg thätig war. Wir schliesscn dieses aus einer allegorischen Vorstellung auf die Vermählung des Johann Jnkoh Dimpfcl und der Anna Schmidt. Im Grunde des Blattes breitet sich die Stadt Bcgcnsburg aus, und die Brautleute lebten daselbst. Links unten Mmerkt man das gegebene Zeichen, kl. 4. Ein zweite» Blatt mit diesem Monogramme kennen wir nicht, und daher könnte es auch den Zeichner andeuten. 2085. Anna Barbara Stelner, die Gattin des Johann Conrad Steiner, wurde 1768 zu Winterthur geboren. Sic malte Landschaften in Aquarell, welche mit grösstem Beifalle aufgenommen wurden. Auch landschaftliche Zeichnungen in Tusch und Sepia wurden gerühmt. Hier handelt es sich aber um ihre geistreichen und malerischen Badirungen landschaftlichen Inhalts, meist Gebirgs-Ansichten mit Wahlparthicn und Wasserfällen. Einige sind n ')t B. St., andere mit dem Namen Babeltc St. oder Stei. f. bezeichnet. Diese Künstlerin starb um 1848. 2086. Giovanni Battista Tiepolo, Maler und Badirer, geb. zu V 0 Venedig 1693, gest. zu Madrid 1770. Schüler von G. La- v-rjr-» zarini und Franceschini, hatte er schon als Jüngling den .(\ Buf eines reifen Meisters, und es ist daher auf eine o ; , o | grosse Fruchtbarkeit desselben zu schliessen. Tiepolo "^r>-' £-J gehört aber auch zu den geistreichsten Künstlern seiner _ ' Zeit; seine Werke verdienen in jeder Hinsicht Beachtung. Wir haben ihm im Künstler-Lexicon XVIII. S. 471 einen ausführ- hehen Artikel gewidmet, und beschränken uns daher hier nur auf das Monogramm, welches auf Badirungen des Tiepolo vorkommt. Dieso glätter erschienen in Zwischenräumen, wurden aber später theils zu folgen vereiniget. Bei dieser Gelegenheit erhielten die Platten Num- "J Cr 'i, welche in den alten Abdrücken nicht vorkommen. Eine dieser folgen ist betitelt: Varj Capriccj Invcnlati ed Incisi dal celebre Gio. Battista Tiepolo novamenle l'ubblicati e dedicati al Nobile Signore L'Ill. mo *• Girolamo Manfrin. MDCCLXXXV, 12 Blätter in 4. Die zweite *°lge hat den Titel: Scherzi di Fantasia N" 24 del Celebre Sig. Gio. «a« a Tiepolo Veneto l'ittore morto in Madrid al Servizio di S. M. C. — Wo. i _ 24 f gr . 8. u. 4. Der grösste Theil dieser Blätter ist mit dem tarnen versehen. Das Monogramm kommt auf folgenden Badirungen m 't geringen Abweichungen vor. &S. 896 BT. Nr. 2087. 1) Der hl. Joseph mit dem kleinen Jesus in den Armen, halbe Figur nach rechts. Unten rechts das Zeichen. H. 3 Z. 6 L. Br. 3 Z. 3 L. 2) Eine Gruppe von drei hacchischen Figuren, sitzend nach rechts hin in einer Landschaft. Nach links gegen den Vorgrund sitzt eine Bacchantin mit dem Stabe, und zwischen ihrem Kopfe und jenem der in der Nahe eines Baumes sitzenden Faunin blickt der Faun durch. Alle drei Figuren schlicssen sich eng aneinander. Links unten ist das Zeichen, •welches sich von dem ersten dadurch unterscheidet, dnss es flüchtiger einradirt ist. H. 4 Z. 11 L. Br. 7 Z. 6 L. Man findet eine schöne, zart mit dem Stichel vollendete Copie von der Gegenseite, auf welcher das erste Zeichen rechts unten steht. Diess ist vermuthlich ein späterer Druck des Blattes von Job. ISapt. Kilian von 1767. In den Aezdrückcn steht links in haibor Hübe der Name des Copisten unter jenem des G. B. Tiepolo. Diese Namen müssen bei der Vollendung mit dem Stichel ausgeklopft worden seyn. 3) Gruppe von zwei Figuren vor einem Pferde in Mitte des Blattes. Rechts steht ein härtiger Orientale, und an ihn schmiegt sich ein junger Mann mit kurzen Haaren und ohne Bart. Beide blicken nach rechts hin, und der jüngere Mann scheint Furcht zu äussern. Links hinter diesem hält ein Diener das l'fcrd am Zaume. Im Grunde erhebt sich ein schlanker Baum ohne Aesto nach rechts hin. Oben sitzt eine Eule. Zu den Füssen des Jünglings liegt eine lange Schal- mey, und links unten am Steine steht das dritte Zeichen, welches aber durch eine spätere Correktur in dieser Form erscheint. Daneben bemerkt man die Spuren des früheren, aus 6 T bestehenden Monogramms. II. 8 Z. 1 L. Br. 6 Z. 8 L. 4) Eine allegorische Darstellung, wohl auf die malerische Schönheit. In Mitte des Blattes steht ein Alter in orientalischem Costüm nach rechts, und er scheint mit einem anderen Manne über die buck- liehte Carricatur zu sprechen, welche rechts in halber Figur erscheint. Im Grunde bemerkt man mehrere Köpfe von alten und jungen Männern. Hinter dem Alten steht ein schöner Jüngling, in dessen Nähe man ein antikes Monument mit Widdcrkopf, und Bäume bemerkt. Im Vorgrunde liegt ein Helm, und auf dem Schwerte sitzt die Eule. Rechts unten ist das zweite Zeichen. H. 8 Z. 7 L. Br. 6 Z. 9 L. 2087. Giovanni Battista Tiepolo, Maler und Radirer, erscheint v^ <-v-.° bier mit einem zweiten Artikel, welcher sich an den vor- £\ „r hergehenden anschliesst. Es handelt sich nur um ein paar ~ k_o Blätter von seiner Hand, auf welchen die gegebenen Inj; )t *Tf. tialen vorkommen. Der Sinn der Darstellungen dieses '~A^> ~ Meisters ist oft schwer zu errathen, da er gern allegorisirtc und dem zufälligen Erguss der Phantasie folgte. Diess ist auch mit folgenden Radirungen der Fall. 1) Drei Orientalen, welche sich auf einen antiken Altar mit Faunkopf neigen. Sic beobachten eifrig die auf demselben kriechende Schlange, und hinter der Gruppe bemerkt man einen Knaben, welcher ein Schwert trägt. In Mitte des Vorgrundes hält eine vom Rücken gesehene, und auf dem Boden sitzende weibliche Figur eine Fackel in der ausgestreckten linken Hand. In ihrer Nähe sieht man eine Schale mey, eine Flasche und Papierrollen. In der Nähe des Knaben sitzt eine Eule auf dem Stocke. Im Grunde links steht ein grosser Sarkophag, und ein dicker Baum reicht bis an den oberen Rand der Platte. Rechts unten sind die ersten Initialen. H. 8 Z. 4 L. Br. 6 Z. 8 L. BT — BTH. Nr. 2088 — 2091. 897 2) Eine Gruppe von Figuren vor einem Monumente. In der Mitte gegen rechts steht ein Orientale mit dem Turban auf dem Kopie, und blickt nach einem rechts auf dem Steine liegenden Todtenschiulcl. Weben ihm steht ein Mädchen mit einem grossen Kruge unter dem Arme, und links sitzt ein Krieger vom Rücken gesehen. Er deutet nach dem Monumente links im Grunde. Hechts unten sind die zweiten Initialen. II. 8 Z. 3 L. Br. C Z. 8 L. 2088. Bartholomäus Thorer? Diese Buchstaben findet man nach JJ r p Brulliot II. No. 298 auf Kupferstichen, welche zu Anfang des " 16. Jahrhunderts, wenn nicht etwas früher, in Deutschland entstanden sind. Das eine dieser Blättchen stellt Jesus unter den Schriftgelehrten vor. Er sitzt auf einem Thronsessel, und fünf Pharisäer umgeben ihn. Hechts unter dem Portale des Tempels bemerkt m an die hl. Mutter, und am Sitze eines der Zuhörer stehen die Buchstabon B. T. II. 1 Z. 7 L. Br. 1 Z. 3 L. Heinecke (Neue Nachrichten S. 369) zeigt ein zweites Blatt dieses Meisters an, welches die Marter dos hl. Erasmus vorstellt, ebenfalls in kleinem Formate. Ueber den Verfertiger dieser Kupferstiche haben sich die Kunst- 'orscher noch nicht ausgesprochen. Das Blatt mit Christus unter den Schriftgelehrten weiset auf die alte schwäbische Schule, welche in Ulm jbren Hauptsitz hatte. In dieser Stadt lebte gegen Ende des 15. Jahrhunderts einMaler Bartholome Thorer. Dieser Künstler kommt *n Urkunden von 1492 und 1498 vor. Die Kunstgeschichte hat sein Andenken nicht erhalten, da sich keine Gemälde mit seinem Namen finden. Vielleicht deuten die Buchstaben B. T. denselben an. 2089. Balduin, Erzbischof von Trier von 1307 — 1354, licss Ti nf Münzen mit den Buchstaben B. T. prägen. Sie bedeuten: • „Balduinus Trc virensis". 2090. Apokryphas Zeichen. Nach Heller, Monogrammen-Lexicon 0^. S. 60, deutete durch diese Buchstaben ein Lithograph seinen <-Ot. Namen au. Dieser Künstler soll Blätter nach Rembrandt geliefert haben, Heller nennt aber keines derselben. Brulliot II. No. 299 versichert, nie eine Lithographie mit dieser Bezeichnung gesehen zu "aben, was wir ebenfalls gestehen müssen. Es wäre daher möglich, /(&t£ EU: dann einige Zeit in Brüssel auf, wo er mit dem berühmten Formschneider Henry Brown in Verbindung trat. Blätter aus jener Zeit findet man in folgendem Werke: Lei Belgei peints par eux - me'mes. l'ublie par M. Edouard de Friedberg, illustre par M. M. de Keijser, Madou, Unart, Leyi etc. Gravüre sur bois par Brown, Beneworth etc. A Bruxelles 1040, ff., roy. 8. Die Holzschnitte, welche dieses Werk zieren, übertreffen in malerischer Hinsicht fast alle gleichzeitigen Leistungen dieser Art. Eben so vortrefflich sind Bcneworth's Blätter in ,,The thou- land and one Nights. London 1041, gr. 8. Der Künstler lebte aber zu dieser Zeit nicht in London, sondern in Leipzig, wo er fortan eine grosse Thätigkeit entwickelte. Blätter mit obigen Zeichen findet man in F. Kugler'i Geschichte Friedrichs des Grossen. Mit 500 Holzschnitten nach Zeichnungen von Adolph Menzel. Leipzig 1039 ff, gr. 8. 2093. Budzilowicz, Formschneider, übte um 1840— 1845 seine Kunst in Paris. Blätter von seiner Hand findet man in folgendem Werke: Der schweizerische Itobinson oder der schiffbrüchige Jjtyi Schweizerprediger und seine Familie. Von J. B. Wysi. Neue mit Uolzichnitten illuslrirle Ausgabe. Nach den Originalzeichnungen von Lemcrcier, gravirt von llreval, Budzilowicz etc. Zürich 1041, gr. 8. Andere Blätter des Künstlers, thoils wie oben bezeichnet, sind in Mysleres de V Inquisition par M. V. de Fireal. Paris 1045. 2094. Jean le Beuf, Kupferstocher, war in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig, bereits vor 1617. In folgendem Werke findet man Blätter von ihm: Tableav de l'hisloire des Princcs et Principaule d'Orange etc. A la Haye, Th. Maire MUCXL., fol. Auf zwei Blät- "^yr) s) tern, welche die östliche und westliche Ansicht eines yjL%jljy. römischen Triumphbogens geben, steht die Abbrc- ??—/} ' viatur. Das Blatt mit der Face Orientale hat die Jahren zahl 1617. Jean le Beuf hat auch Bildnisse gestochen. Auf jenem Crillon's steht: Beuf. f. Ferner kennt man auch ein Portrait des B. de Salignac von ihm. Ob dieser Meister im Haag, oder in Frankreich gearbeitet habe, ist nicht bekannt. Die Platte von 1617 kam wohl später in den Besitz des Verlegers Th. Maire. 2095. Theodor de Lubienisky, Maler und Radirer von Krakau, <-. geb. 1653, gest. 1726. lieber diesen Meister werden wir h *\ y^ unter JÜL handeln, und daher sei hier nur bemerkt, '• J^^cJo -v> d ass die Namens - Abbreviatur auf einer radirten Landschaft vorkommt. Sie zeigt im Vorgrunde links hei der Baumgnipp" einen Bauer mit dem Korbe, und rechts sieht man im Bache einen Knaben. H. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 5 L. BV. Nr. 2096. 899 2096. Hans Bocksberger oder Bockspergcr, nicht Bernhard ty~ nr Jobin, nennt man jetzt ziemlich allgemein den Forni- ,J^ Schneider mit den gegebenen Zeichen, welchen aber Bartsch H3 TRkT ^' P' * 2 * 7Al ( ' en nnol, y ,nen Künstlern aus der Schule des ^2» Tobias Stimmer und Jost Amman zählt, und zwar mit mehr Grund, da der Meister B V oder II I zu den Formschneidern von Profession gehört. Auf Hans liocksberger verfiel man wahrscheinlich durch einige mit Holzschnitten illustrirte Werke. Darunter nennen w 'r: „NKutoe biblische Figuren, dess Alten vnd Neuwen Testaments, geordnet vnd gestellt durch den fürlre/fliehen vnd Kunstreichen Johann Bock- 8 pergnr von Salzburg, den jüngeren, vnd nachgerissen mit sonderbarem Fleiss durch — — Jost Amman. (ledruckt zu Frankfurt am Mayn toDLxiIU.", qu. 4. Dieses Werk enthält 133 biblische Darstellungen. "■ 4 Z. 1 L. Br. 5 Z. 7 — 8 L. — Hans Bocksberger ist aber nur a 'S Zeichner genannt, und Jost Amman übertrug die Compositionen a Uf Holz zum Schnitte. Holzschnitte zu den biblischen Figuren lieferte ausser J. Amman auch der Monogrammist B V oder B1, da unter seinem Zeichen das Messerchen angebracht ist. Auch auf dem Titel: »Ein new Thierbuch — Durch (leorg Schallerum von München ganti fleissig beschrieben. — Frankfurt am Mayn bei Martin Lechler, in Verlegung Ilieronymi Feierabends ISO!)", gr. 8., heisst es, dass Hans Bocksberger jun. die Thiero in ..visirung gestellt'•, und Jost Amman dieselben gerissen habe. Nur wenige der 104 schönen Holzschnitte haben aber die Initialen IA, keines das Zeichen B V, so dass unser Meister jür dieses Werk gar nicht gearbeitet haben dürfte. Dem Hans Bocksborger und Jost Amman wird aber auch in der Ausgabe des Thier- buches von 1579 das Recht gesichert, indem Sigmund Feyrabend in der Vorrede d. d. 12 März IST!) sagt, er habe die Thiere durch Bans Bocksperger (dergleichen er keinen wisse, der ihm solches mit ■fhieren bevorthue) in Visirung bringen, und nachmals durch J. Am- >nan in Zürich reissen lassen. Diese Vorrede ist auch in der Ausgabe von 1592, kein Blatt aber trägt das dem H. Bocksberger zugeschriebene Zeichen, oder vielmehr unsers muthmasslichen Bernhard "Obin. Dem Hans Bocksberger begegnen wir nach seinem Zeichen wahrscheinlich in folgendem Werke: ,,Neuwe UvischeFiguren, darinnen ( * 1" 1573 existirt, enthält 108 Blätter, wovon No. 21 ein aus BAB 0( ler lAB bestehendes Monogramm hat, wie diess oben in der zweien Reihe links gegeben ist. Dieses Zeichen ist wohl eher auf H. ^Ofksberger zu deuten, selbst in dem Falle, dass IA auf J. Amman 8lc h bezieht, indem li dann nur den Salzburger Meister andeuten •nüsstc. Das anscheinlich aus B V bestehende Monogramm kommt " ,,r auf den Blättern No. 17 u. 63 vor. Das erste und das zweite ''eichen, von welchem hier immer die Rede war, so wie das vierte, •J 1 ' 1 und ohne Messerchen, findet man auch in der deutschen Ausgabe dftSi T. Livius und L. Florus mit Holzschnitten von und nach Tobias ''"'1 Hans Christoph Stimmer, wovon Bartsch im Artikel des ersteren, **• p. 348 No. 64, eine Folio-Ausgabe ohne Ort und Datum, wir aber £ ln e Strassburgcr Ausgabe von 1575 bei Theodosius Rihel kennen, ''er Meister B V oder B I schnitt auch die schöne Druckervignette Qe s letzteren. Sie zeigt in Oval die allegorische Figur der Mässigung, 900 BV. Nr. 2096. und ein viereckiger Zierrahmen umgibt das Ganze. II. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 9 L. Auskunft über den fraglichen Monogrammisten gibt uns vielleicht folgendes Werk: Neue Künstliche Figuren liiblischer Historien grünllich von Tobia Stimmer gerissen — durch J. F, G. M. (Johann Fischart genannt Menzel). Hasel bei/ Thoma Gwarin MD.I.XXVl, 4. In der Vorrede sagt Fischart, dass ihn Gwarin ersucht habe, Verse zu den biblischen Bildern zu machen, und dass ihm dabei auch sein Schwager Bcrnard Jobin behiilflich gewesen sei. Ueberdiess bemerkt Fischart noch, dass Jobin ,,selbst solche Figuren zum schneiden vnd trucken helfen färligen". Da nun also B. Jobin beim Figurenschnitte und beim Drucken Hand anlegte, so könnte das Monogramm nicht aus ß V, sondern aus ß I bestehen, und auf B. Jobin sich beziehen. Zahlreich sind die Blätter mit diesem Monogramme nicht. In den neuen biblischen Historien nach T. Stimmer ist nur Ein Blatt von ihm, Esther vor Ahasverus vorstellend. Auch in der Uebersetzung des Joseuhus Flavius, mit Holzschnitten nach Tobias Stimmer, Frankfurt 1571, ist nur Ein Blatt. Vier Blätter sind in der Uebersetzung des Livius und Florus, nach Zeichnungen von T. Stimmer. Andere Blätter sind in Dr. Martin Lutber's Bibel - Uebersetzung mit Illustrationen nach Jost Amman. In der Fcyerabend'schcn Ausgabe von 1564, fol., findet man: Joseph von den Brüdern in die Cisterne gelassen, die Anbotung des goldenen Kalbes, und Acham's Strafe durch Josua. Diese Blätter kommen auch in späteren Ausgaben der Bibel vor. In J. Amman's illustrirtem lateinischen Livius, Francofurti impensis et opera Georgii Corvini, Sigism. Feierabenti et IJaeredum Wygnndi Gulli 15(30, fol., findet man: Horatius Codes auf der Brücke, und Allucius mit seiner Geliebten vor Scipio's Thron. Einige Stöcke wurden auch für spätere Werke benutzt, so dass Abdrücke zu wiederholten Malen vorkommen. Bernhard Jobin, welchem wir das gegebene Zeichen mit mehr Recht zuschreiben dürften, als dem Hans Bocksberger jun. von Salzburg, hatte im Jahre 1570 in Strassburg bereits eine Druckerei, sowie überhaupt viele alte Formschneider Offizinen errichtet hatten. Zu seinen früheren Leistungen in der Xylographie gehören demnach die Blätter in: BIBLIA. Das ist: Die Ganlzc Heylige Schrift, Teutsch. ü. Martin Luther. — Gedruckt zu Frankfurt am Mayn 1564: 2 Bände, fol. Dieselben Holzschnitte sind auch in den Folio-Ausgaben von 1565 und 1566, sowie in der Quart-Ausgabe von 1569, alle aus dem Verlage von Georg Raben, Sigmund Feyerabend und Weygand Ilan. Im Jahre 1573 erschienen in seinem Verlage: Accuratae Effigies Ponlificum max. — iisq. sing. Pontif. elogia etc. ab Onuphrio I'anvino. — Eygcn- wissenliche unnd wolgedenkwürdige Contrafeytungen, oder Antlitzgestaltunge der Hämischen Piipst, an der Xahl 2(1. Künstlich angebildet. Teutsch beschrieben von J. Fischaert. Strassburg, II. Jobin 157,'}, fol. Die Zeich- nungen zu diesem schönen und merkwürdigen Buche fertigte Tobias Stimmer, und von Chr. Stimmer, T. Gwarin und B. Jobin sind die Bildnisse geschnitten, keines der Blätter des letzteren trägt aber das Zeichen. Dass er indessen fortan die Formschneidekunst geübt habe, beweiset Nicolaus Nehrlich jun., welchen er 1580 in die Lehre nahm. Auch Joachim Camcrarius gibt ihm in der Vorrede zu dem von ihm vermehrten Kräuterbuchc des P. A. Mathioli d. d. 20 Februar 15liC> das Zeugniss eines Formschneiders. Kein Blatt aber trägt das Monogramm des Künstlers. Als Buchdrucker scheint er das Monogramm zuletzt weggelassen zu haben, da auf seinen Druckwerken der Name steht. Diess ist der Fall mit den: Novae Tobiae Stimmeri tacrorum BV. Nr. 2097—2098. 901 oibliorum figurae. — — Newe biblische Figuren etc. Mit Lateinischen u n auf dein in Holz geschnittenen Titelblatte der zu Astorga 1545 4Y in 4. gedruckten Carla des Rabbi Samuel. Eh stellt den König David vor, und ist das Werk eines spanischen Meisters. Sollte «M Zeichen nicht aus h V, sondern aus II) V bestellen, so könnte man * n Juan de Vingles denken, einen der frühesten spanischen "onn Schneider. 2098. Der Meister 8 mit dem Würfel No. 1563, Beatricius • ß AA Venetianus und Bastiano Vini werden mit mehr oder ,| ,, _ ' weniger Grund für die Träger dieser auf alten italieni- t> 3 r * ' sehen Kupferstichen vorkomiueiiden Initialen geballen. ■" V. Der erste hat jeden falls den meisten Anspruch, obgleich w auf ächten Blattern nie des Buchstaben V sich bediente. Der *Weito ging nur aus der Verwechslung mit Nicolaus Beatricet hervor, Welcher mit einem eingebildeten Beatricius theilen ntusste', und als ''iiiinal diese Hypothese im (lange war, wusste man bald auch f£uj den Buchstaben V eine Erklärung*. Ks wurde nämlich ein Beatricius Vene- uanus herausgebildet, aber ohne irgend einen historischen Grund dafür zu haben. Nebenbei veriiel Luigi Crespi, welcher 1772 J. An- B «di's „Descrizione delle Sculture, Pitture &c. della cittä di Pescja" In 't Anmerkungen herausgab, auf den Maler Bastiano Vini von Verona, Welcher lange in Toscana lebte, und zuletzt in Pescia das Bürgerrecht erhielt. Im Dome daaelOSt ist nämlich ein Gemälde mit den Initialen U.V., welches die Madonna mit Heiligen vorstellt, wie sio !' (!l » hl. Thomas von Aquin das (unguium reicht. Dieses Gemälde W Ausaldi dem Sebastiano Vini oder dal Vino zu, und Crespi brachte !'"" Stecher B. V. von 1533 mit Bastiano Vini in Verbindung. Allein letzterer war Zeitgenosse des Adriano Valerini, des Verfassers der 'iliellezze di Verona" von 1586, und kann also die.Kupferstiche, welche "in 1531 — 1535 entstanden sind, nicht wohl gefertiget haben. Auch ^nuiieii sie mehr als andere mit jenen des Meisters B mit dem Würfel p. del Dado; au De), so dass dieser nicht leicht verdrängt werden l'Hun, am wenigsten durch Crespi, welcher mit seiner Hypothese selbst ['" Zweifel ist, weil er auch auf Bernhard van Doley räth, worunter al) er B. van Orley aus Brüssel zu verstehen ist, auf welchen die Buchstabe,, /;. v. in keinem Falle passen. Wir haben also für den Kupl'er- «echar 11. V. keinen sicheren Namen. Möglich wäre es aber, dass "''' Buchstabe V erst später aufgestochen wurde. Die Platten mit "' ! !' Compositionen aus der Fabel der Psyche bat F. Villamena retou- j," 1 ' 1 , und vielleicht fiel es ihm ein, das V hinzuzusetzen, da dieser ""'istabe auf den alten vollkommenen Abdrücken nicht zu finden ist. 1) Joseph von den Brüdern »erkauft, nach dem Entwürfe Bafael's ^m Gemälde in den Loggien. Die Zeichnung hat um drei Figuren ■onognujuniiten. 62 902 BV. Nr. 2099-2100. mehr, und der Hintergrund ist, anders. Tn dor Mitte unten B. V. ir,:i:t, Bartsch P. gr. XV. p. 184 No. 1. H. 7 Z. 8 L. Br. 10 Z. 5 L- Im alten Drucke soll der Buchstabe V fehlen. Die zweiten Abdrücke haben Sahimanca's Adresse. Ob Villamena die Platte retouchirt habe, ist uns unbekannt. Ileinecke, Dict. des Art. 111. 132, legt dW Blatt nicht dem sogenannten Bcatricius, sondern dem Giulio Bonasono bei, und glaubt, IS V. stehe statt IS F., was nicht zu denken ist. 2) Die Hochzeit der Psyche, nach Rafael's Entwurf zum Gemälde in der Farnesina. Am Sessel der Venus II. V., und im späteren Drucke mit der Adresse des A. Salamanca, B. XV. No. 38. II. 10 '/'■ 8 L. Br. 18 Z. 8 L. 3) Psyche auf Amor's Befehl von Zcphyr entführt. II. 6 Z. 1 b- Br. 8 Z. 5 L. 4) Amor in den Armen der Psyche ruhend. In gleicher Grösse. Diese beiden Darstellungen gehören zur Folge der Blätter des Meisters mit dem Würfel, welche Bartsch XV. No. 39—70 beschreibt Nach der Angabe dieses Schriftstellers stehen auf No. 3 die Buchstaben II. V. links unten an einem Steine, und auf No. 4 ebenfalls links unten. Im Cabinet Cicognara war aber ein sein- schönes Excm- pl:ir der vollständigen Folge ebne alle Retouchc, in welcher die Blätter nur mit II, nicht mit II. V. bMeicb.net sind. Im k. k. Cabinet z" Wien sind Abdrücke vor den Einfassungen und den Versen, welche ein Gleichzeitiger mit der Feder hinzugeschrieben hatte. Die zweite» Abdrücke haben Sabunanca's Adresse, und die letzton kommen von de» durch Villamena retouchirten Platten. 2099. unbekannter Goldschmied, welcher in der zweiten Hälft« r> \r des 15. Jahrhunderts lebte. Von seiner Existenz zeugt ein ' niellirtes Blättchcn, welches einen Heiligen vorstellt, der einen Knaben führt. Links unten ist das Zeichen des Künstlers- Rund, Durchmesser 1 Z. 2 L. Dieses sehr seltene Blatt ist in R. Weigel's Catalog der nachgelassenen Kupferstich-Sammlung eines der grössten Kunstsammler Deutschlands. Erste Abtheilung, Leipzig 185H No. 127 beschrieben- Das betreffende Exemplar war der Decke eines 1472 gedruckten Buches entnommen. Im Grunde sind Verzierungen mit blauer Farbe eingedruckt, das Gewand des Knaben ist roth, der Fussboden und die Heiligenscheine leicht gelb colorirt. Es ist also eine Miniatur nachgeahmt , und der Künstler könnte daher auch Miniaturmaler gewesen seyn. 2100. Unbekannter italienischer Goldschmied, dessen Name aber 1 1 v j durch die Initialen II. V. nicht angedeutet ist. Diese Buch' -*"* » staben sind in einer nicllirten Silberplattc eingestochen, welche Graf L. Cicognara besass. Er buschreibt sie in den IHamorio spettanli alla »Jona della cakografin. Vrato 1081, p. iOO. Des eigentliche' Niello beraubt, wurde die Platte zur Zeit, als sie im Cabinet Albrizz' zu Venedig vorhanden war, in bläulicher Farbe auf Papier abgedruckt, so dass die beiden Vorstellungen, welche auf der Vorder- und Rückseite eingegraben sind, auf dem Papiere neben einander erscheinen. Die Abdrücke sind aber sehr selten, da sie nicht in den Handel kamen, sondern von Albrizzi nur verschenkt wurden. Auf der Rückseite des l)op|ielnie(laillons ist der Täufer Johannes mischen zwei nackten Engelknaben stehend vorgestellt. Der eine hilft dem Heiligen das Kreuz mit dem Ilandstrcifen ECCE DEI halten, der andere spielt das Tympanon. Zu den Füssen des Heiligen steht BV. Nr. 2101—2105. f>03 der Buchstabe B, «reicher ,;Baptiita u bedeutet. Die Umschrift Im tat: NüMQVAM; » OBLIVISCAR » TVI • Durchmesser 1 Z. 4 L. 1 >io Vorderseite zeigt die lil. Maria), wie sie dem nackten Jesuskinde die; Brust reicht. Sie steht mit dem halben Leib« sichtbar hinter einer Tribüne, unter welcher man den Buchstaben V bemerkt. Dieser Buchstabe bedeutet „Virgo", und wir Indien daher keine Künstler- fnitialen. Umschrift: DYLCKIMO * LACTE * EDVCAVI * TE * Durchmesser 1 Z. 4 L. Diese Silberplatte war ursprünglich zum Abdrucke nicht bestimmt. Dar verfertiger, irgend ein alter italienischer Goldschmied, ist nicht bekannt. 2101. Bernhard Vogel soll sich nach Heller, Monogrammea- Q 17 I.exicon S. (12, der Inilialen II. V. zur Bezeichnung von * » • Kupferstichen bedient haben. Wir haben im KiiiiNtler-Lexi- emt \X. S. 478 eine bedeutende Anzahl von Schwnrzkunslblällcirn und Kupferstichen verzeichnet, aber auf keinem die Initialen gefunden. Meiler wird indessen nicht ohne Grund geschrieben haben. — B. Vogel lebte von 1083 -1737. 2102. Unbekannter Maler. Em Catalöge einer Gemäldesammlung, Iv -« j welche Eduard Ter BruggCT in Antwerpen 1855 dem olfent- j V liehen Verkaufe unterwarf, sind zwei Marinen mit Fischet* booten angezeigt, mit der Bemerkung, dass sie B. V. signirt Seien. 1'eber den Meister und die BntStehung der Gemälde ist nichts angegeben. Wahrscheinlich gehören aber die Bilder einem neueren Künstler an. 2103. Münzzeichen. Auf Merovingisrhcu Münzen bedeuten die \\ \i altgeformten Buchstabena>. V. dmMünzstätte Bd'desio Vlco, ' d. i. Vic-sur-Seille, auf Schweizer llohlmünzen BttTgdÖrf, auf Norwegonschen mittelalterlichen Münzen Ifurg, auch Sarpsborg genannt, auf Snchson-Alionhur."ischen Kippertnünzfen Mürgcl. Auf Münzen, welche von 1530 — 1532 in Cattarö geprägt wurden, '"'ziehen sich die Buchstaben II. Y. auf den Münzdirektor lienedntto Valier. Wenn sie auf alten Hign.'schen Münzen vorkommen, ist parthold Vischer zu lesen. Letzterer war Münzwardein und starb ' s 57. Gepräge mit seines Signatur beschreibt der Keichel'scheGataloR-, St Petersburg 1842, 8. 2104. Salomon de Bray soll nach der Angabe im Rigal'schen /;_ y Catalog No. 169, 2. der Trüget der Initialen li. V. seyn. Man " findet sie auf einem radirien Blatte, welches Bathseba im Bade ^erstellt, wie sie von König David belauscht wird. Links auf einem «eine steht: BER8ABE l«*a, und />'. V. H. 6 Z. 3 L. Dr. 5 Z. 8 1, Der Verfasser des Renannten Cataloges beschreibt sechs Blätter a 'S Arbeiten des S. de Dray, welche aber bis auf die erwähnte Badir- """' dem Jakob de Bray angehören dürften, da eines der mit dem Monogramme li it. bezeichneten Blätter die Jahrzahl im t trägt. Salomon war 1604 bereits 67 Jahre all. und hatte 1671 sicher nicht JBehr gearbeitet Das Blatt mit Bathseba wäre demnach einer der •"-hasten artistischen Versuche des Meisters. 2105. B. Vautier, Zeichner und Maler in Düsseldorf, gehört zu ^. , A, den talentvollst«« jüngeren Künstlern der Schule US V <ß */fc~) der genannten Stadt Br fertigte neben andern v /'""^ mehrere Zeichnungen zum Holzschnitte für die T\ VT £% l»üsseldnrfrr Mnna.lshlii.tter 1852 und 1853. A„f ° ' diesen Illustrationen, so wie auf Original- Lifliogva- 62* 904 BV. Nr. 2106. phion, welche dem erwähnten humoristischen Journal beigegeben wurden, findet iiimii die Initialen des Namens, Kino dioser Lithographien mit, ll. V. 03. stellt zwei Stratsenfiiebe vor, 4. Farbige Lithographien Kind in den „Aquarellen der Uüsseldorßr Künstler iOÖ'2 — 50", qu. fol. 2106. Henry Breviere, Zeichner, Kupferstecher, lladircr und [- (-p. Formschneider, geb, zu Eorgcs-lcs-Kaux den 13. Do- v^S _/T cum ' l()r '797, gehört zu den berühmtesten franeösir \7rTij 7) K< ' Mni Künstlern seines Faches. Die Zahl seiner BIM- r}VLTrL.ZJK ter ist sehr gross. Man findet deren in illuslrirton Werken, theils mit dem Namen, theils mit den Initialen II. V. versehen. Breviere gründete in Paris ein xylographisehes Institut, aus welchem mehrere de» berühmtesten, jetzt lebenden Formschneider hervorginget' Die Bezeichnung UV ET li bedeutet „Breviere et Hebert". Letzterer war um 1840 Gehälfe des Meisters, Die Pariser Formschneider, an deren Spitze unser Künstler Steht, wetteiferten mit den gepriesenen englischen Meistern. Ihnen gegenüber tritt die belgische Formschnitt- schule unter Leitung des Henry Brown. in folgenden Werken sind Holzschnitte von Breviere u. A.: Livrc d'Jleures complet en latin et e,n (raneuis, ä l'usaye de Paris et des dioeeses qui suivent le rü parisien etc.. Mit Holzschnittleisten und grossen Vignetten nach Zeichnungen des Malers (lörard-Soguin und des Architekten Daniel Ramee, geschnitten von Breviere, Godard und Andrew, und goldbräunlich gedruckt. Public par ./. lletzel. Parti IIIWI, 8. Imitation de Jesus-Christ. Traduclion nouvcllc par AI. /.. II. etc- Prieidi de l'Ordinaire de la Masse , des lAtanies et de Priores du malin et du soir. Mit Illustrationen nach Zeichnungen von Overbeck, Klein und (ierard-Seguin. Die Zeichnungen zu den Ornamenten lieferte Ad. Feart, Die Vignetten schnitt Breviere, die Ornamente Andrew, Bestund Leloir. Paris, J. lletzel et l'uulin (030, 8. Die deutsche Ausgabe, Stuttgart 1839, enthält Abklatsche (Oliches). Ilisloire de Gil-Illas. Paris (030, gr. 8. Le Diable ftoftsMT Paris 11140, gr. 8. Diese beiden Werke enthalten eine Menge schöner Holzschnitte, darunter viele von Broviero's Hand. l.es Franeali, Aloe.urs conlcmporaines. Mit Illustrationen von Ga- varni u. A. Das Werk erschien zu Baris von 1839 an in Lieferungen, jede mit einem charakteristischen Bilde, mit Vignetten, Initialen &c. Die Holzschnitte sind von Breviere, Lavieille u. A., gr. 8. Die deutsche Stuttgarter Ausgabe enthält Abklatsche der Originalplatten. I.es Anqlais peinls par eux-miimcs. Dieses Werk erschien von 1839 an zu Baris in 48 Lieferungen, jede mit einem charakteristischen Portrait, mit Vignetten, Initialen &c Die Zeichnungen lieferte Gavarni, gr. 8. Die deutsche Stuttgarter Ausgabe enthält Abklatsche der französischen Stöcke. Stalles de la Calhedrale de Itouen par ]i. II. Larußois du Pont- de- l.'arche. Ornees de 111 l'lanrhes qravees. Aven une notice sur la vie et les travaux de li. II. I.aiujlois par Ch, Hichard et un portrail grave par llrevierc. Hauen lllilll, 8. Seines de la vie privee et publique des Animaux. liludes de moeurs contemporaines, publiees sous la directum de AI. P. J. Stahl. Mit 100 grossen Vignetten nach Zeichnungen von Grandville von Andrew, Best BVA—BVD. Nr. 2107 — 2110. 905 Und Leloir, Breviere, Caqu6 und Godard geschnitten. 50 Hefte. Paris 1040, 8. Vitrail Golhique,, compose par Klein , grave sur bois par Breviere, '»iprime en 15 coleurs par (1. Silberman 1(155, gr. fol. Oeuvres choisies de Gavarni, revues, corrige.es et nouvellement clauie» V"r l'Auleur. Kindes des rnoeurs contemporaines. Lei cnfanls tcrribles, Ir.s lorettes, les actrices etc. Avec des notes par Tit. (laulhier et Laurenl-.lun. »n 30 Lieferungen zu 4 trefflichen Holzschnitten von Breviere, Gus- B *to, Cottard u. A. Paris lllMi, //'., gr. 8. 2107. Die Äbtissin Bertradis in Quedlinburg Hess von 1270-1308 |J \j \ Münzen prägen, auf welchen die altgeformten Buch- • V . £\. s taben B. V. A. stellen. Es ist Uerlradxs Vencrabilis Abbatissa zu lesen. 2108. Crispin van den Broeek, Mater, Architekt und Kupfer- ^g Stecher, geb. zu Antwerpen 1530, bediente sieb gewöhnlich eines Zeichens, welches der regelmässigen Reihe nach aus c V li. besteht, und daher kommen wir unter diesem ausführlicher auf ihn ziirüok. In obiger Form findet man das Zeichen auf einem Kupfer- s jiche allegorischen Inhalts. Oben erseheint der Heiland in einer «loric von Engeln, wie er einem vor ihm knieenden Krieger die Kinne reicht. Unten kämpft derselbe für den (Hauben mit dem Teu- 1(! ', während Christus als Angelus Foederis ihn und die Gläubigen '•'"»et. Links unten ist das Monogramm, und etwas tiefer steht II. ('.!•'. IH- Collaert Fecit). Im Bande liest man: llorida Magnanimus Viiil Slralaycrnuta Mihs etc. , fol. 2109. Unbekannter Goldschmied, welcher um 1652 in Nürnberg a~\T r*> als Meisler auftrat, und vielleicht aus der Familie der ■V «ti Bommel stammt. Herr J. A. Biimer kennt einen Kupferstich mit den gegebenen Buchstaben und der Jahrzahl 1052, welche ebenfalls verkehrt erscheint. Dieses schildförmige Blättchen zeigt eine Rose und eine chaledonische Lilie zusammengebunden, und verräth eine fertige Sand, Platten dieser Art wurden nach liörncr in der Lade der Goldschmiede niedergelegt, und noch vor wenigen Doeonnicn **ren solche in Nürnberg vorhanden. Die Abdrücke sind meistens Nl 'bi- selten, da nur der angehende Meistor einige Exemplare zur Probe behielt. II. 1 /. 10 L. Br. 1 Z. 9 L. 2110. Unbekannter Formschneider, welcher In der ersten Hälfte j>pfC~ ( '<' s "'• •lahrluimleils lelite. Sein Zeichen fand Horner auf ^* einem Blatte satyrischen Inhalts, welches das Schifflein Christi JUrstellt. In diesem ist ausser dem schlummernden Heilande Dr. M. Luther, Philipp Melanchton und ein dritter Reformator zu sehen. Vor l ' (, r allegorischen Gestalt der Religion steht auf dem Schiffsschnabel Kelch und Hostie. Didier den Figuren sind fliegende Schrifteettel, " n .d in der Luft schwebt die Dreieinigkeit. Der Papst mit Welt- ?«estern und Mönchen, und die Türken beschiesseti das Schifflein Luther's mit Kanonen. Der Kaiser mit den Cliurfürslen und Herzogen wirft den Anker aus, während der Brandenburger zu Pferd mit «er Lanze nach dem aus dem Meere auftauchenden Drachen stösst. *Uf der Achsel des Herzogs von Wiirtemlicrg sitzt das Christkind. »Usserdem sind noch viele andere Figuren auf diesem Blatte, meistens J"'t Aufschriften. Der /eichner verdient geringes Doli, da, die Figuren kein. Verständnis* der Form zeigen. II. 8 ü. 10 L. Br. U»/, Z. aOß UVI''—liVM. Nr. 2111 -2115. BYI 2111. Bernard Vaillant, Male* und Küpferrteeb.«!' 1 , geb. zu Lille 1(127, gest. 1674. Bekannt durch schöne Bildnisse In ()t>. II. No. 44 macht nach einer Mittheilung zweiter Hand auf ein radirtos j-w*- /*-a Matt aufmerksam, welches Herkules und Omphale TOr> _'"V^°V< s t, c ||t. Ereterer sitzt links mit einem Siehe, und Om- phale mit der Löwenhaut ruht auf seiner Keule. Der Verfertiger des Blattes hatte eine Compositum von A. Carracci zum Vorbilde, und deutete durch obiges Zeichen seinen Namen an. Kr soll Segen Ende des 17- Jahrhunderts in Italien gelebt haben. Brulliot fand diese Iladir- ""g nicht vor, und auch wir haben keine nähere Kunde. 11. 6 Z. •0 L. 13r. 4 Z. 10 L. 2117. Philipp van Buren, Baron von Vaumarcus, radirte um *t\\ä il||f V( „ lllhlssUMK cill „. anzeige FrepzeFs im Catalog Sternberg I. No. 4896 auf ihn zurück. *« werden da einige Mütter nach Zeichnungen von Agostino Carracci angegeben: Der Leichnam des Herrn von den freunden beweint, Prometheus, Diogenes, ein schlafender junger Mann u. s. w. Don Kujifcr- stecher kennt Frenze! nicht, die Mütter rühren aber von dem erahnten gräflichen Dilettanten her, und sind Bestandteile des oben N°. 2U5 bezeichneten Imitation!werket. 2119. Unbekannter Kupferstecher, welcher ran 1570 in Cöln ge- q^ . , lebt ZU haben scheint. Er gehört vielleicht der Familie des Cr\| Peter van liroll, eines um 1539 lebenden Harnlschnjachers zu Oöln an. Es ist TVH zu lesen, da das Zeichen verkehrt «Scheint. MerlO, Kunst und Künstler in Cöln S. 545, kennt folgende Blätter mit diesem Monogramme, welches er auch in Nachbildung gibt. 1) Die Geburt Christi. Hechts vor einem verfallenen Gebäude x 'clit man Maria mit dem Kinde, vor welchem zwei Hirten knieen. I'inks heim Brunnen sind zwei andere Hirten im Gespräche, und ein Weib mit der Wanne auf dem Kopfe hat sich von da entfernt. Ucbcr ''';• Gebäude des Grunde« erhebt sich eine bergige Landschaft mit "ii't und lleorde. An der Soitonmaucr zu der in das Gebäude führenden Treppe Sieht man das Monogramm, und etwas tiefer steht die Zifer 7t>, d. h. /.570, kl. fol. 2) Der Heiland am Kreuze zwischen Maria und Johannes. Magda- ''"a umfasst den Stumm des Kreuzes, und küsst die Küsse des Er- 'ÖSerS, In der weiten Landschaft des Grundes sieht man einen Zug V(ll > Soldaten. Unten am Kreuze ist das Monogramm, und links die Adresse: Jan Hussemechcr exe. Coloniae, kl. 4. 2120. Unbekannter Formschneider, welcher nach Heller (Monogr.- BV T ijiix - Sp ^ )li "' 1 ' lizi ''" 1 Kcarheilet haben soll. Der ge- ' ' nannte Schriftsteller erwähnt aber kein Matt mit diesen Buchstaben, und es scheint auch ein Irrthum obzuwalten. Auf einem Holzschnitte mit dem Prediger Johannes in einer waldigen Landschaft //. v. W. sc, Prag. /.'. v. W. sc. 161(5. //. v. W. f. 101)0, 17011 It. v. West. sc. I sind. I »Inline I Böhmen &c., •* ttiohe dieses i 908 BVW—BW. Nr. 2121 — 2124. stobt links unten: NICHT" IJ. V. T. Die Composition wird dem Tizian zugeschrieben | und der Formschneider beisst Kicolo Boldrini. Dieser Meister stammt suis Yieenza, herauf sich dar Buchstabe V bezieht. Dia Künstler- Inschrift ist daher zu lesen: Nitholo llolilrini Viccntino Taglio, Haller scheint die Buchstaben II V. '/'. mit Hinwealassung des Taufnamens gegeben an haben, Sollte sich indessen wirklich ein mit diesen Buchstaben bezeichneter Holzschnitt vorfinden, so ist die Er- klSrung bereits gegeben. 2121. Balthasar van Westerhout, Kupferstecher, war um 1083 bis 1728 in Prag thfttig, und hinter- liess ein grosso Anzahl von Blättern, wovon mehrere mit IL v. W. bezeichnet sind. Dhihiicz, Künstler - Lexicon für verzeichnet 72 Kupfer* l Meisters. Die Aufzählung der mit II. v. W. bezeichneten Blatter ist überflüssig , da wir auch im Künstler-Loxieon ein Verzciehuiss gegeben haben. 2122 B. Wuruss? Nach Weyermnnn, Neue Nachrichten von Künstlern in Ulm S. b28, gehört ein Maler, Namens H- ^^-*\^s* Wuruss, zu den iiltestcn Künstlern der Stadt, da er ÜJ ^V'V' Urkunden von 1.370 ah vorkommt. Der genannte Schriftsteller (heilte Hrn. Hrulliot das gegebene Zeichen als jenes des 15. Wuruss mit, und es muss daher auf Gemälden vorkommen. Allein die Form des Monogramms streitet gegen die Zeit von 1370, und es könnte daher ein späterer Meister auf dasselbe Anspruch haben. Wo sich Bilder mit diesem Zeichen befinden, wissen wir nicht. In der k. würtembergischen GalJcric ist kein Werk dieser Art vorhanden. 2123. Unbekannter Meister, welcher vielleicht mit dem folgenden W Künstler nicht Eine Person ist. Nach der gefälligen Mittheilung des Herrn Houbel findet man im k. Caliinef zu Dresden Zeichnungen mit diesem Monogramme. Sie enthüllen biblische Gegenstände, und sind in der Weise der Stimmer- schen Schule behandelt. Es kann daher von dem oben erwähnten B. Wuruss keine llcde seyn. 2124. B. Wybaut und Willem Thibout gelten nach herkömmlicher Weise für die Träger dieses Zeichens. Krsfercr ist w^/a 0 aber unbekannt, und wohl nur durch Missverständnisi W J J ° iu dio Kunstgeschichte gekommen. Der von Dcsentnps erwähnte W. Thibout malte 1568 in der St. Ursiilakirehe zu Gouda das grosse hYnster mit den Bildnissen des Königs Philipp II. von Spanien und seiner Gemahlin Elisabeth, und mit der Anbetung der Könige in der oberen Ahtheilung. Auf dem sogenannten Bürgermeistcr- fenster der 8t. .lohannoskircho daselbst steht n.bor nicht Thibout, sondern Tilia.nl,. Die Unterschrift lautet nämlich: Wühclmus Tilmut [hj. et pinxit llarkmi ir,f)l. Damit stimmt auch die Anga.be auf dein Titel der Portraitsammlung des Künstlers: Principe) llullandiae et '/.e- landiae , Domini Frisiae cum genuinis ipsorum iconibus — — induslria OuUielmi Tliybauti repertis — delineatis etc. Antverpiae, Ch. l'laiitin 15711, fol. Die 37 Bildnisse sind von Ph. Galle gestochen, und den Text des Werkes lieferte Michael Vosmer. Dadurch ist nun ein Maler Wilhelm Tibaut oder Thyhaut nachgewiesen, es fragt sicli aber, ob er der Träger des obigen Mono- BW. Nr. 2125-2126. 900 Kram ms sei. Die Buchstaben dos Zeichens sind jedenfalls in seinem Namen enthalten, denn wir lesen liwi. Eine strenge, schulgereqhte Bildung des Zeichens ist bei den alten Meistern nicht immer zu er» warten, und dann ist auch die Tradition, welche wohl fälschlich einen H. Wybaut, richtiger ThiboUt als den Träger des Monogramms annimmt, bu berücksichtigen. Thibout ist gleichbedeutend mit der alten Form Thybaut. Uns (ragliehe Monogramm findet man auf einem ßnt gezeichneten und nidirten Blatte, welches die Ilagar vorstellt, wie s "' den Ismael aus einem Krage trinken lässt. Sie stellt rechts dos Blattes im ('nstüme des 16. Jahrhunderts, Den Vorgrund bildet landschaftliches Terrain, und links im Mittelgrunde bemerkt man den Brunnen mit Wasserstrahl aus dem Löwenkopfe. Die Form des BrünnehS ist ebenfalls jene, Welche man den Fontainen in demselben Jahrhunderte nach den Vorbildern des Vrodeman de Vrfes gab. Links !l, n Brunnen stellt das Monogramm, rechts im /weiten Felde die Jahr Kahl tSOO, welche im ersten Drucke i663 seyn soll. Links unten '"'st man: Lunqunniem inde siti recreai pia mutur utuiHnvm etc. , und die Zahl 4. II.' 4 /. 6 L. Br. 8 Z. 9 L. Dieses Blatt gehört also zu einer Folge, und bildet No. 4. Brul- liot I. No. 928 beschreibt es ebenfalls, und veruintliet. das Ganze Könnte aus 6 Blattern bestellen. Wir landen aber immer nur 4 Blätter angezeigt. Im k. Ca.binet zu München ist ausser No. 4 nur noch gO. 3, den Ismael vorstellend, welche! links vorn am Fusse eines Baumes in Verschmachtung Hegt, während rechts im Mittelgrunde der Engel der Ilagar den Brunnen zeigt. Dieses Blatt ist ohne Zeichen Und Namen, und in der (Irösse des obigen. 2125. Bartholomäus Wanseller? NachBrulliot I. Ko. 1044 Badet "p\ man historische Zeichnungen mit diesem JYlono- h^. •"> gianime. Er glaubt , dus der Verlort iger in j\)Y"7"y/%/n2/ Deutschland, wahrscheinlich in Bayern gelebt, ■^"^^ V • / habe. In München arbeiteten zwei Maler, Na- n| ens Bartholome Wanseller, der ältere ZU Anfang des 17. ,lahr- "Vlnderts, der jüngere nicht vor 1616. Wir lassen es indessen dabin gestellt, ob der Zeichner li. Wanseller heiase. Auch Wilhelm Bach- '"aier könnte genannt werden. Er malte von 1600 -1640 Bildnjsse "nd historische Darstellungen, deren man in bayerischen Klöstern und J'rol'csshänsern fand. 2126. Willem Buytenweg oder Buytenweck, Maler und Radire r, K\Tp> wurde Reget) 1600 zu Rotterdam geboren, und zeichnete sich ÜV» durch Landschaften mit Thieren, und durch Gesellschafts- O^V/T* stücke aus. Jan vau de Velde, Georg van Srhovndel, Cor- v-VV nelis Büttenstein u. A. haben nach dessen Gemälden und Zeichnungen in Kupfer gestochen. I'.uylenwock bat selbst eine bedeutende Anzahl Von Blättern radlrt, aufweichen aber gewöhnlich das Monogramm nicht verkehrt erscheint, sondern II II zu lesen ist. Andere Blätter zeichnete er WB W. Das eiste Monogramm lindet mau a "f einem Blatte, welches einen Soldaten und eine Marketenderin vorteilt. Zwischen beiden bemerkt man einen Hund, und links unten das Zeichen. II. 5 Z. 2 L. Br. 3 Z. 1 L. Das zweite Zeichen steht ebenfalls auf einem rndirlon Blatte. Es K|| 'llt (l,.], l,|. FranaisCUS auf den Knieen vor, "ach rechts gegen das Wf dem Steine befestigte Cmc'iflx gerichtet. Links unten aber der Monogramm-Adresse des Kunsthändlers J. C. Visseber ist das Zeichen. «• 4 Z. 11 L. ISr. 3 /. 3 ],. Dieses Hlnlt gebort zu den Seltenheiten. Unter WH beschreiben wir mehrere andere Badirungcn des Meisters- 910 BW. Nr. 2127-2132. 2127. Simon Warenberger? Dieses Zeichen rindet. USD ttlf einem (Atry- lithographirten Blatte In Kreidenanier, welches die Ansicht v-V>^ eines dichten Laubgehölzes gibt Rechts im Vorgrunde um Steine steht das Monogramm, kl. fol. Da Zeichner dieser Waldlandschaft verrät! bedeutende Hebung, nn(l ist daher wahrscheinlich nicht Willibald Banwart, welcher um 1880 auf Stein zeichnete. Das Blatt bat Aehnlichkeit mit den Zeichnungen des Landschaftsmalers Simon Waronberger, und möchte wohl von ihm herrübren, da, dieser Meister bekanntlich schon in früher Zeit der Lithographie Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Kr starb zu München 1847. 2128. Wilhelm von Bemmel, Landschaftsmaler und Radirer, geb. Blättern mit Grottenwerk und Carteuchen gab er heraus, kl. fol. Auf diesen Kupferstichen zeichnete der Künstler B. W' 2132. Johann Bernhard Wonsiedel, Münzamtmann in Kuttenberg, j{ w ''''** v "" 17,i;) — 1716 Mttnaen mit U. W. bezeichnen. Zu den ' Stempelsclineidefn ist er nicht zu zählen. BW—BWC. Nr. 2133—2137. 911 2133. Bartholome Ignaz Weiss, Unter und ISadirer von München, ____ behauptet unter den Initialen HIWR Nu. Im 12 CT)f st j). bereits einesteils, und daher ist es nberflftssig, ^OV/a- ]BW liier du Gesagte zu wiederholen. Die gegebe- V) /w£— ' äi' m '" Buchstaben findet man mit geringer Ab- 0 XvV. y. <8W JBw'/'. weichung auf verschiedenen ndirten Blättern J des Meistors. Darunter erwähnen wir: 1) Maria mit dem Kinde an.der Brust, rechts Joseph, und links "oen ein Engelkopf, 12. 2) Murin, mit dem Kinde und Johannes, links Joseph au Fenster. Mit der JahrjaahJ nun, kl. 4. 3) Halbe Figur eines jungen Madchens, welches den Kcipi' auf lli <' linke Hand stützt, 12. 4) Halbe Figur einer Frau mit entbJösster Schulter und I'.rusi, kl. .|. 5) l>ie Küste eines ( »ricnlnlen , 12. ti) I );i.s junge Mädchen mit einer Taube. Oval, kl. toi. 7) Landschaft mit Bäumen und zwei Figuren, wovon die eine im Buche liest, 12. 2134. Johannes Wierx hrnterliess mehrere, kleine Blattei; mil A \V7 ' biblischen Vorstellungen, welche sehr fein gestochen sind. °'W-III Diese lilüllchen sind thcils mit dem Monogramme /(, fesp. iii No. 1881, iheils wie oben bezeichnet. Der erste Buchstabe ' s i wohl ebenfallt / li zu lesen, und die Sylbe ,,m" bedeute) iuvenil. 'm Künstler-Lexicon XXI. s. 425 ff. haben wir die Kupferstiche tlie- : ' i( 's Meisters verzeichnet. 2135. Benjamin Wright ist eben No. 17(12 eingeführt, und daher 'p (ii. müssen wir uns hier auf die Initialen dos Namens beschränken. • IV. ]\]jt ,],,,„ ßeisatee: rnelii.. nielnlor , findet man diese Huch- 'taben auf Kupferstichen In folgendem Werke: Detertptton dt pmibit "oyage fnii entour dt l'Vniveri pur S. olivirr du iSuri. Ainstcrduvi l'jlO, fbl. Die Blätter bestehen meistens in Karlen und Ansichten. Einige sind mit Ben. II'., oder Bmiamin II'. bezeichnet. I>ie Karte »er Borneo - Inseln gibt den Namen des Stechers: „Benjamin Wright." 2136. Robert Branston und John Wright gehören zu denjenigen J/\ A-u/ 'r Ritii// englischen Formschneidern, welche nachdem Vor« ffll >9 R \ gftDge Bewick'S der modernen Xylographie ('inen yA w Sc,n w. ausserordentlichen Aufschwung verliehen, lieber '''<' Verdienste Branston's haben wir unter dem Monogramm li It *">. 2025 gesprochen, und in einigen der daselbst erwähnten illustrir- icii Werken kommen auch Holzschnitte von Wright vor. Die /eichen beider Kiinsiler Bndet man auf Holzschnitten der Hittory oföuadruptdi " ;i| h Zeichnungen von W. Bfarvey, 54 Blätter, gr. 8, Dieselbe Signa- t,lr haben auch einige Vignetten in J. Britton's ,,/Hctvruque Antiquität "I Um mglith t'ities." Meisterhaft sind die Schnitte in The. Biggar $ ''""■Uhlcr o/' liednull (ireen , In/ Dr. Verey, mich Zeichnungen von W. I|;ll 'vey, London III.VJ, 8. Andere Blätter schnitt Wright mit Folkard. **f diesen stellt: W. et F. 2137. B. W. 0. Müller, Kupferstecher in Nürnberg, bezeichnet |{ \y « ., einige Blätter mit den Initialen seines Namens, im 1YJ - Jahre 1*303 radiite er die Ansicht des 1802 erbauten ° c hiesshauses zu Altorf. Dieses Blatt ist neben anderen mit />'. W, L -M. versehen. e 912 BWF —BZ. Nr. 2138—2141. 2138. Unbekannter Formschneider, Welcher gegen Shicfe des «Y r-, 17. Jahrhunderts i'i\r Buchhändler arbeitete. Man findet Titel- Cvv^ blattet, Vignetten und Zierleisten von Ihm, sein- mittelmässlge Arbeiten. 2139. Philipp Bischof, Münzmeister in Würzburg, und Georg 11 W (I N I " eume i ster ' » ]h Wardein, zeichneten von 1754 17I>1 • Münzen mit diesen .ISuelistiiben, ■welche sich leicht erklären. 2140. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 18. Jahrhundert i» rr^/r-p Deutschland lebte. Die Initialen Mittel Namens findet mau a- w - 1 auf einem radirten BlättcHea mit der halben Figur des Bacchus, wie er nach links gewandt das filas in der linken Hand halt Links nach unten bemerkt man die Buchstaben HWT, wie Brulliot II. No. 307 behauptet. maxi., um tuviuiuaus acuuiuiu, einer uer Jiaujiune ^__ v bischen Schule. J r / j Q r\f\ T) ' 7 unmittelbaren 5 P^ ß 7^\tjU. D / Friedrich Herli: JL/Z-W ~y '/JD Z—i, Schön, und stell 2141. Bartholomäus Zeitblom, einer derHeaptraeister der schwäbischen Schule, gehört zu den Nachfolgern des 1 in und Martin cht in eigentümlicher, Weise dem Hans Schühloin (Sclinelin) gegenüber, jeder mit Vorzügen, welche in Martin Schaffner sich vereinigten, um der Ulmer Schule die feinste Ausbildung zu ermöglichen, lieber diese Verhältnisse haben wir aber im Künstler-Lcxicnn XXII. S. 240 ausführlich gehandelt, und dabei Gelegenheit gefunden, eine bedeutende Anzahl von Malwerkon Zcifblnm's zu beschreiben. Hier sei nur bemerkt, dass der Künstler 1468 bereits thätig war. Die ISürgerstcuer in Ulm bezahlte er aber erst von 1484 an, und 1517 kommt er in den Registern zum letzten Male vor. Der grosste Thcil der Gemälde Zeitblom's ist unbezoiehnet, seinen Namen trägt unsers Wissens nur das herrliche Altarwerk BW dem Heerberge bei Gaildorf, und der Altarschrein tri der Kirche zu (iross-Süsscn von 1507. Wenige andere Bilder sind mit den Initialen des Namens und einem aus / II bestehenden Monogramme verschen. Die Initialen HZ IWH) findet man nach Brulliot H No. 308 auf einem Hilde dos Altares aus der Pfarrkirche in Eschach bei Gmünd, welcher 1818 durch Verkauf in andere Bände überging, und zuletzt in den Besitz des Ober• Tribunal• Raths von Abel in Stuttgart gelangte. Die inneren Seiten der jetzt durchsägten Tafeln stellen in lebensgrosscii Figuren die Verkündigung des Engels und die Darstellung im Tempel vor, an Schönheit und Vollendung den Hauptbildcrn in der Galleric zu Augsburg gleich. Die Aussenseiten enthalten die lebensgrosseii Gestalton der beiden Johannes, welche an Grossartigkeit fast alle Werke Zeitlilom's übertreffen. Eines von diesen Bildern niuss die Initialen HZ tragen, die Jahrzahl könnte aber IMXi soyn, da der Altar in diesem Jahre ausgeführt, oder vollendet wurde. An der Altarstafl'ol sind die vier Kirchenlehrer dargestellt. Dr. Waagen (Kunstwerke und Künstler in Deutschland II. S. 210) beschreibt diese in der Sammlung des Herrn v. Abel befindlichen Bilder, bemerkt aber nichts von einer Bezeichnung derselben. Die Buchstaben /// müssen daher auf einem der Gemälde mit Johannes stehen, welche zur Zeit, als sie Dr. Waagen sab, in Augsburg der Restauration unterlagen* Möglicher Weise waren die Initialen auch im Altarschrcin einge- BZ. Nr. 2142-2143. 913 schnitten. Brulliot entnahm seine Nachricht aus Füssly's Kiinstler- Lexicön. Zur Zeit dieses Schriftstellers war der Altar noch in «er Kirche. Dm «weite Zeichen mit dam abweichenden 11 findet man auf dem Gemälde mit der hegende des lil. Wollgang, ehemals in der Kirche des Beiligen zu Rothenburg an der Tauber■ jetzt auf dem Uathhause daselbst, Dieses Bild trügt auch die Jahrzuhl l'tlb, und erinnert so Sehr an die Schule des älteren Holbein in Augsburg, dass man es V(| n einem Schüler Zeitblom's beschafft glaubt. Vgl. Ulin's Kunstleben, v on Dr. Grüneisen und F. Manch, S. 48. BZ B ä142. Bernhard Zan, Goldschmied von Nürnberg, war in der (Wetten Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig, in ■J.f.Qi späterer Zeit zu Ansbach, wenigstens nach der O *0-/« Adressen des Stephan Hermann, welcher daselbst S/m, 2/ CPtV Zan's Folge mit Goldsc.hiniodsniustern verlegte. Auf die Initialen seines .Namens macht auch Brut- Hot II. No. 309 aufmerksam, mit der Auslegung seiner Vorgänger, Welche unter It 7. einen B. Zott, den Bologuino Zaltieri, und iui| 'li den liernard Zan verinutheten. I!. Zott ist als Künstler unbekannt, und H. Zaltieri war Kupferstecher und Kunsthändler in Venedig um I5(iü 1580. Er zeichnete und radirte die antiken Götterbilder für das Werk des Vineenzo Cartario, welches 1571 zu ' enedig bei V. Valgrisi erschien. Der Verfasser sagt in der Vorrede selbst, er hahe die Blätter zu seinen „linagini di Dei degli Antichi" OUrch It. Zaltieri, einen geschickten Künstler, fertigen lassen, keines derselben trägt aber die Initialen des Meisters. In der Ausgabe von '• r '80, welche bei Francesco Zilelti zu Venedig erschien, sind Holzschnitte , welche ebenfalls dem B. Zaltieri zugeschrieben werden. ] ,jS ist aber kein Blatt bezeichnet, und Zaltieri ist wohl nur der Drucker. Auf Kupferstichen aus seinem Verlage steht: „Bolognini ^ftltieri formis". Dass sich die Buchstaben 9. z. auf B. Zan begehen , beweiset ein Blatt aus der Folge, welches den Namen »Bern. Zan" trägt. Das erwähnte Werk aus St. Ilermuun's Verlag °at den Titel: ..Allarley yebvnzenirte ßsirvngm ijcmacht vnd aveh (jedruchl in der fftttKeAM Stttt Oimllzbach bc.ji Slr/fan tlcrman Uoldichmid", kl. fol. Dieses Werk enthält 40 Blätter mit Vasen, Bechern und anderen befassen, so wie Zierwerke für Goldschmiede, fast alle mit II. /. gezeichnet Zan hat sie in Bonceamanier ausgeführt, und macht jjadurch dem Paul Flindt die Krliuduug derselben streitig. Nach- Wldungen findet man in Ottley's „Fae -sinnlos o£ early Masters dcc., ''oiulon 1828'', und in 0. Koynard's „Orncmcnts dos anciens maitros a ° 15—18 sieclcs, Baris 1844". Eine andere Folge von Blättern dieses Künstlers bat den Titel: i,12 Sluch. 7,vm. Verzaichncn. Stechen. Verfertiijt. Bernharl. '/.an. ( ">ltsckmid. Ge.Kl. Inn. Niernberg. iTtdO", 4. Auch aus diesem Werke sind bei üttley Nachbildungen gegeben. 2143. Balthasar Zwirner, Münzmeister in Olmütz, Breslau und B. Z Oppe' n i bezeichnete von 1<>20--1(>24 .Münzen mit It. X. Bartolomeo Zen zeichnete 1733 als Münzaufseber zu Ve- UC( lig in gleicher Weise. 9)4 BZ. Nr. 2144. 2144. Benjamin Zix, Maler und RacHrer, wurde um 1770 zu Strassburg geboren. Kr malte Genrebilder, Land* £^T'^Z schatten und architektonische Ansichten. Audi Zeich* VV.c->C_9 nötigen Iti Bister und Aquarell, so wie stiebe in Lavismauier, und l\'adiniiif>en finden sieli von ihm- Die Buchstaben // '/. findet min auf einer Lithographie in Feder* zeichnungsmanior. In einer Landschaft säugt die Frau das Kind, und der Mann stützt sieb an den Ksel, während er aus der Flasche trinkt. Neben dein Weibe bemerkt man einen Hund. kl. <|ii. f'ol. Dieses seltene und schone lilatt gehört zu den Ineunabeln der Lithographie. Im Künstler- Lexicon XXII. S. •'!().'! haben wir Radir* uiigen und Stiche dieses Meisters verzeichnet. C. Nr. 2145-2147. 015 2145. Stempel der Fayence-Manufactur in Rouen. Diese Anstalt hatte eis königliches Privilegium, und blühte in der ersten Hälfte dos 17. Jahrhunderts. Man findet verschiedene Ge- f&sse aus derselben, welche mit polychromen Ornamenten versehen sind. Die Fabrikate dieser Anstalt, finden noch viele Liebhaber, und man begegnet denselben auch in öffentlichen 1 Sammlungen, Die Techniker dieser Anstalt beschränkten sich meistens auf die Ornamentik, (Iclässe mit figürlichen Darstellungen kommen selten vor. Stempel der Porzellan ■ Manufactur von Clignancourt, welche der Herzog von Orleans um 1750—17BO gegründet hatte. Es wurden damit die Fabrikate aus dieser Anstalt bezeichnet, sowohl die einfachen, als die bemalten Gelasse u. S. w. c 2146. c 2147. Claudio Coello soll nach Heller (Monogr. - Lex. S. 63) der Trager dieses Zeichens seyn; der genannte Schriftsteller sagt aber nicht, ob es sich auf einem Gemälde, oder auf einer Zeichnung finde. Die Bilder im k. Museum zu Madrid sind mit dem Namen des Meisters versehen, und auch auf seinen Uadirungcn sieht derselbe. Man kennt nur drei Blätter von ihm, nämlich die Bildnisse 'bis Königs Carl II. von Spanien und seiher Gemahlin, und eine Scene ftUI der Leidensgeschichte des Herrn. Letzteres Blatt erwähnt auch l'i'ulliot IL No. 315, wir wollen es aber hier näher beschreiben. Das Kreuz mit dem Heilande steht unter einem Baldachin, welchen rechts "ad links zwei Kugel halten. Auf dem Bicdcstale des Kreuzes sieht. '"an Murin, in halber Figur mit gefalteten Händen. Links steht St. Augustin mit Stab und brennendem Herz, rechts St. Monica mit Kreuz "'ul Buch. Die Bandrolle oben auf dem Baldachin bat die Schrift: *' Sanlissimo Crislo de In misericordia qui esla Ol el Conu'" de Religio- JjM Aguslinas Recöütai de la calzada. Unten zwischen den beiden Statuen der Heiligen: Claud. Coello doli, et srulp. H!lf2. H. 9 Z. 5 L. 'b. 6 Z. — Dieses seltene Blatt ist fein radirt, gut, aber flüchtig gezeichnet. Der Meister bediente sich kurzer Striche, so wie ihn das 'malerische Gefühl leitete. Dasjenige, was man Manier nennt, beobachtete er nicht. C. Coello ist portugiesischer Abkunft, wurde aber in Madrid geboren, w'o sieb sein Vater Faustin als Bronce - Arbeiter niedergelassen hatte, sein Zeitgenosse, vielleicht Bruder, Bento Coelho da Silveira, behauptete In Lissabon denselben Ruf, wie Claudio in Madrid. Sie ««'boren zu den (lelobrit.at.cn ihrer Zeit, Unser Meister starb 1693, Bento 1708. 916 C. Nr. 2148—2152. 2148. Unbekannter Zeichner n ml Kupferstecher. Der Buchstabe C im Tafelchen Bildet sich auf einem Kupferstiche in der n —-r"77,—v lnl 1 illuitlil.lJ nnm:i. nun Ulli einem jv li|iu;i nuem; in uvi /O/iJ Weise des l'omodelln, welcher daher einem italienischen " " ' Meister uns der ersten Hälfte des 16. • Jahrhunderts anzugehören scheint. Dieses Blatt stellt eines jungen Hirten vor, wie er ■■lebend lieh Ruf seinen Stock leimt, hinks sieht man ein ans zwei Steinen bestehendes Monument,, auf welchem eine Ananas als krönendes Zierwerk angebracht ist, nicht unähnlich dem Pinienapfei des alten Colonialzeichens im Stadtwappen von Augsburg. Zu den Füssen des Hirten ist, das Tüfelehen eingestochen. II. 4 Z. 5 L. Br. 3 Z. 4 L. Den zweiten Buchstaben landen wir auf einer Federzeichnung mit, dem hl. llieronymus in einer Landschaft. Rund, 16. Der Behandlung nach zu urthcilen, rührt, diese Zeichnung vun einem Kupferstecher her, und zwar von einem altdeutschen oder niederländischen Meister aus der früheren Zeit des 16. .Jahrhunderts. 2149. Alexander Cranendoncq, Formscimeider von Maassluis in C>, Holland, fand unter den Initialen A. C. No. 288 eine ausführliche Stelle, und daner bemerken wir hier nur, dass sich aut ,.' Holzschnitten dieses Meisters auch der Buchstabe C finde. 2150. Unbekannter Emailmaler, welcher in der ersten Hälfte des lli. Jahrhunderts in Liinogos lebte. Der Buchstabe C I Cj könnte auf ('inen der Courtois führen, allein seine Arbeiten stimmen nicht, in jenen der ('ourtois. In der Colloction Rattier zu Paris ist ein Kästchen, welches mit vier Emailbildern aus dem Leben des Simson grau in (Iran geziert ist. Die Figuren sind Etwas lang, und die Touche ist, nicht so geistreich, als jene des J. Penicaud IIB Der Maler C. war Zeitgenosse dieses Meisters. 2151. Unbekannter italienischer Meister, welcher in der frühen CZeit des 16. Jahrhunderts thätig war. Auf die Entdeckung seines Namens müssen wir verzichten, da nicht ausgemacht ist, ob der Buchstabe C den Zeichner oder den Kupferstecher bedeute. Vielleicht kommt er mit demjenigen Künstler in Berührung, welcher auf Holzschnitten der venetianisch-paduanischen Schule mittlem kleinen Buchstaben c signirle. Hier bandelt es sich zwar um einen Kupferstich, es waren aber zu Anfang des lli. Jahrhunderts auch die Form- schneider im Metallsehnitt geübt. Das Blatt mit dem Buchstaben C zeigt eine stehende nackte weibliche Figur von vorn gesehen. Sic hüll, in der linken erhobenen Hand eine Art Spitzhaube mit, Blumen. Links auf dem Hügel steht ein Daum, und rechts liegen drei Säulen- stücke. Links unten bemerkt man den Buchstaben C, und in der Mitte steht: LOICA. II. 5 Z. 1 L. Br. 2 Z. 9 L. Dieses Blatt scheint zu einer folge zu gehören, welche die freien Künste vorstellen dürfte. Wir kennen aber nur die erwähnte Vorstellung, welche in keinem der uns zustehenden Quellenwerken beschrieben wird. Christ sagt aber in seinem Monogrammenbuche S. 132, dass sieh der Buchstabe (', auf einem kleinen Kupferstiche in Aide- grever's Weise finde. Nach seiner Angabe ist das Blatt um 1520 gefertiget, und es dürfte das oben beschriebene seyn. Der genannte Schriftsteller bezeichnet den Inhalt nicht. 2152. Unbekannter Formschneider oder Zeichner. Der gegebene C Buchstabe steht auf Holzschnitten einer Quart-Ausgabe des Danle. welche um 1500 zu Venedig erschien, deren Titel wir aber nicht kennen. Die Holzschnitte sind nicht von dem Meister C, dessen wir C. Nr. 2153—2157. 917 unten erwähnen, indem sie die Hand eines älteren Künstlers ver- rathen. Auf anderen Blättern des Dante stellen die Buchstaben CC Zl > den Seiten einer Säule, und ein paar Holzschnitte haben die Säule m 't den Buchstaben PF. Unter den Buchstaben CC mit der Säule forden wir auf ihn zurückkommen. Vorläufig sei nur noch bemerkt, was der Meister Cristoforo Castelli heissen könnte, und dass diess der Zeichner sei. 2153. Philippe Claude Anne de Tubieres, Comte de Caylus, ist Q, nach der Angabe des Mr. Leon de Laborde (llistoire de la gra- , vure en maniöre noire p. 340) der Verfertiger eines Schwarz- jjjustblattes, welches den Kopf eines Greises mit Bart vorstellt. Links llll( 'i' der Balustrade steht II, in der Mitte i7.'i^., und rechts C. Die- ?* s Blatt verräth wenig Ucbung, und ist offenbar die Arbeit eines Y''''tauten. Als solchen führen wir No. 2162 unter dem Buchstaben r tlo u Comte de Caylus zum zweiten Mal ein. 2154. Cesare Fantetti, Zeichner und Radirer, wurde 1648 in Q Florenz geboren, und übte seine Kunst in Rom. Er bezeichnete ' seine Blätter gewöhnlich mit dem Namen, so dass hier wenig zu sn #en ist. Der Buchstabe C steht auf einer Radirang mit Christus ain Oelberge nach Ludovico Carracci, fol. Das Hauptwerk des Mei- s ! 1 '^ ist die sogenannte Bibel Bafacl's. Die Blatter No. 1 -36 n. 44 8 »nd von Fantetti, und No. 37 — 52 von Pictro Aquila gestochen, 1 U ' fol. Das Schlussblatt mit dem Propheten .lesaias ist ebenfalls v, das Brustbild eines Mädchens am Bette nach J. B. Grcuze vor- n toll t. In runder Einfassung, fol. Chevillet war Schüler von G. F. p cll midt, und der Schwager des berühmten "Wille. Er starb zu rar is um 1800. 2156. Unbekannter Kupferstecher. Diese Bezeichnung findet man C * * * I auf einem Blatte, welches die Bildnisse der Päpste Pins VI. und Pius VII. enthält, beide in Medaillons. Für den Vcr- ßr haben wir keinen Namen. 2157. Joseph Antoine Crozat, Baron de Thiers, findet in der französischen Kunstgeschichte eine höchst ehrenvolle Erwähnung. -f. Fr bosass eine reiche Sammlung von Zeichnungen und Kupferstichen berühmter Meister, welche er mit einem Stempel ver- -, a " i der hier nachgebildet ist. Einen unvergänglichen Ruhm sichert Om folgendes Werk: lieme.il d'eslampes d'apres les plus beaux tableaux d'apres les plus beaux dessins qui sonl en France dans le Cabinet du jpl, dans celuy de Mgr. le l)uc d'Orleans et dans d'autres Cabinets. ""'»e suivanl les differentes icoles. — Tom. I. cont. Veröle Romaine. Mo »o 6 ra mmi8 tcn. 63 f ertig cr c 918 C. Nr. 2158—2161. Paria, Imp. lioyale 1729, roy. fol. — Dieser Band enthält 140 Kupferstiche und Holzschnitte in Helldunkel, und erschien zu Lohzeiten Crozat's. Zum zweiten Bande waren hei seinem 1741 erfolgten Tode nur 42 Platten fertig, durch welche Werke von venetianischen Meistern vervielfältigt wurden. Sie erschienen 1742 chonfalls in der k. Druckerei- Somit enthält das herühmto Cabinet Crozat 182 Blätter. Die Platten kamen später in die Hände des Kunsthändlers Francois Basan, welcher 1765 eine neue Ausgabe veranstaltete. Sie unterscheidet sich von der sehr seltenen ersten Auflage dadurch, dass die ursprünglich durch den Holzschnitt bewirkten Zeichnungs-Imitationcn durch Kupferstiche in Zeichnungsmanier von Charpentier ersetzt wurden. Den Text des ersten Bandes der alten Ausgabe besorgte Crozat, jenen zur zweiten P. J. Mariette. Der erste Band enthält 90, der zweite 92 Blätter. Crozat Hess auch Zeichnungen aus seinem eigenen Cabi: nette imitiren, und auf diesen und anderen Werken ist der Stempel mit C + aufgedruckt. 2158 Gastel und Collins finden hier einen gemeinschaftlichen Cs\ Artikel, doch kennen wir weder den einen, noch den andc- /Ls • reu dieser Künstler nach seinen Lebensverhältnissen. Castcl war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts an der k. Porzellan- Manufaktur in Sovrcs als Kchmelzmaler thätig. Er malte Landschaften, Jagden, Vögel und andere Thicro auf Teller, Platten, Vasen &c. Zur Bezeichnung seiner Werke bediente er sich des ersten der gegebenen Buchstaben. Collins hatte gleichzeitig in London als Miniaturmaler Ruf, und besass eine bedeutende Sammlung von Handzeichnungen und Kupferstichen. Auf Blättern seiner Sammlung ist das zweite C durch einen Stempel aufgedruckt. 2159. Nicolaus Caron, Vater und Sohn, Formschnoider in Paris, C arbeiteten für Buchhändler. Den Buchstaben (,' findet man auf • Vignetten. Caron son. starb 1768, der jüngere Künstler diese« Namens war noch 1785 thätig. Unbekannter Radirer, welcher um 1790 in Colmar gelebt zu haben seheint. Eines seiner mit C bezeichneten Blätter enthält das Bildniss des Schiffers Martin Stockmeyor, welcher 1791 in ColnW ertrank, fol. 2160. P. ChibOUSt, Maler und Kadiror, welcher um 1680 in C Paris thätig war, scheint der Urheber jener schön radirlcn, /2 und mit dem Buchstaben C bezeichneten Blätter nach Zeid'' ■' nungen des A. F. van der Heulen zu seyn. Sie sind de* Werke des Letzteren beigegeben, und trafen die Adresse desselben, besonders in der Ausgabe, welche dem 18. Bande des Cabinet du K«y einverleibt wurde. Chiboust radirte auch Landschaften nach F. Mille'' 2161 Cornells Bloemaert, Abraham'« Sohn, hintcrliess eine ziem- . liebe Anzahl von Kupferstichen nach Zeichnungen seine! £"*. j, Vaters. Auf einigen stehen die Buchstaben C.B , auf ande- *" ! *-* reu C. Rio. Die gegebenen Initialen findet man auf ein«"! Blatte mit der Libertas, einem Weibe mit cntblösster Brust, Welcbfl* dem Knaben die Schale reicht, 4. Abraham Bloemaert ist der Zeich' ner, und C. f. bedeutet „Cornclis feeit". J. A. Chovin, Kupferstecher in Basel, bezeichnete in ähnliche 1, Weise ein paar Blätter mit Todtentanzsccnen nach Hans Holbein- Darüber werden wir unter Ch., Ch. f., Cho. ausführlicher handeln. C. Nr. 2162 — 2164. 919 2162. Philippe Claude Anne de Tubieres, Comte de Caylus, ß r , Kunstfreund und Radirer, geb. zu Paris 1692, gest. 1765. p i ^-iSJ ' Dieser berühmte Mann hinterliess eine grosse Anzahl von ^X/Cxx* radlrten Blättern, grösstenthoils nach Zeichnungen grosser ^x i'le Nachbildungen enthält die Biblia del Malernd: Venetiis mädalo * '■'peiis nobilis viri l.uce antonij de giunta — IS 19, kl. 8. Ferner "'fiht der Buchstabe C auf einigen Blättern im Missale pdir.utoru nup. fressum ac emTdalum cum multis missis orönib. puhherrimisq. figuris ' ''"pite missarü festiuilatü solinium de novo sup addilis. Am Ende: Auxilianle Deo — ex diversis locis auteticis habita sül p. venerabile al- '""'« castellanü venele et Thome de vio — — arte et impensis l.uce an- t0ni J de giunta — — Ano salutis MDX1I. XVI cahndas aprilit, 4. 63* 920 C. Nr. 2165. Dieses Werk enthält eine Monge schöner Holzschnitte, und die grosseren sind mit reichen Bandbildem umgeben. Sie nehmen die Blattseiten ein, während die kleinen Holzschnitte Vignetten bilden. Mehrere der grösseren Schnitte erinnern an die tleissig vollendeten alt-italienischen Gemälde, und es dürfte nicht zu gewagt seyn, an Cordelliaghi zu denken, dessen Werke Vasari von zartem und süssem Style fand. Auf anderen Holzschnitten dieses Missale steht der Buchstabe i, welcher sich wahrscheinlich auf Lorenzo Costa bezieht. 2165. Jakob Cammerlander von Mainz, Jean Croissant, und I vielleicht noch ein anderer Formschneider werden auf diesen |e fi Artikel Anspruch haben. Magister Jakob Cammerlander war Schriftsteller und Buchdrucker in Strassburg, und gab mehrere Werke unter dem Kamen Jakob Polychorius heraus. Man zählt ihn auch mit Recht zu den Formschneidern, deren mehrere in den ersten De- cennien des 16. Jahrhunderts Druckereien gegründet hatten. Heller (Gesch. der Holzschneidekunst S. 138) sagt, dass ein M. Jakob Camer- landos 1543 zu Strassburg ein Kunstbüehlein mit Holzschnitten herausgegeben habe. Dieser Camcrlandos ist nun unser Magister J. Cammerlander, der gelehrte Buchdrucker, dessen Kunsthüchloin uns aber nicht zu Gesicht gekommen ist. Das Zeichen, welches auf Fnrm- schnitten dieses merkwürdigen Mannes vorkommt, besteht in einem kleinen lateinischen C. Man findet es auf Blättern folgenden Werkes: Chronica C. Crispi Salustij von den Römischen Randtschuch, Roltung oder Empörung wider eyn Oberykeyt — — hie bei fimdslu mich den krieg der Römer wider Jugurtham der Numidier König Alles lustig zu lesen (in Uebersotzung von Jakob Polychorius). Strasshurgk, Jacob Cammerlander t694\ fol. Die Holzschnitte dieses Werkes sind in der Weise de* Gebrüder Vogtherr behandelt. Bin Blatt mit dem Buchstaben C stell' den Catilina vor, wie er seine Truppen anredet II. 3 /. 6 L. Br. 3 Z. 1 L. Ein anderes Blatt zeigt einen Patrizier in mittelalterlicher Tracht. H. 3 Z. 6 L. Br. 1 Z. 9 L. Andere Holzschnitte mögen von H. Vogtherr scn. herrühren. J. Cammorhuuler illustrirte auch folgendes Werk: Der Narren Spiegel. Das gross Narrcnschiff, durch besunderen fleiss, ernst und arbegt, jetzt von newem, mit vil schonen Sprüchen, cxempeln, und zugesetzten Historien ergäntzet. Durch Sebastianum Brandt. — Gedruckt zu Strassburg bei M. Jacob Cammerlander Anno t$&8, 4. Die vielen guten Holzschnitte und Zierhusten dieses Werkes sind grösstentheils ohne Zeichen. Ueber J. Cammerlander vgl. auch Wichmann-Kadow in Dr. Naumann's Archiv II. S. 135. Mit dem kleinen Buchstaben C signirto auch ein französischer Formschneider, welcher nach unserer Ansicht Jean Croissant heisst. Dass ein Meister dieses Namens gelebt habe, wissen wir aus alter Tradition, sein Name haftet aber an keinem Formschnittwerke. Nur muthmasslich werden ihm Blätter mit dem Buchstaben C zugeschrieben. Andere legten dem ,1. Croissant auch ein angeblich aus Cl bestehendes Monogramm bei, welches aber ans den Buchstaben tf» zusammengesetzt ist, und einem Formschneider der Plantin'schen Offl" zin angehöret. Doch erhielt auch der Meister C Aufträge von I'lantin, so wie von Th. Bibel in Strassburg, von G. Gilles in Paris u. s. w. Blätter mit dem Buchstaben C findet man in J. Sambuci Embtt- mata et aliquot Numi anliqui. Antverpiae. iö69, 12, und in folgendem Werke: Horae llealissimae Virginis Mariae ad usum Romanum, nunc primnm perquam syncere castiyatae atque repurgatae. — Antverpiae «* officina Chr. Plantini M.D.LXV, 8. Die schönen Holzschnitte dieses C. Nr. 2166. 921 seltenen Buches sind alln in Bordüren. Einige tragen auch das Zeichen A S. , jenes Meisters, welchen man A. Silvius nennt. Ein hübsches Blättchan mit der Flucht nach Aegyptcn befindet sich im Novum Jf'ttimenlum, per lirasmum llolerodamensem. Argenlorali apud Thcodo- Num iiihcf. Dann steht der Buchstab« C auch auf dem xylographi- Sl 'hon Titelblatte zu: I.' Ihptumeron des Nouvelles de Iris illustre et tres e XctUente PHncesse Marguerile de Valois Itoyne de Navarre. — Paris, Bittet auies (000. 4. Die Zeichnung lieferte jener Meister L D, Welcher lange Zeit Leo d'Aven oder Leo Davent genannt wurde, näm- j*ch Leonard Thiry von Aventer. Dieses schone Titelblatt stellt zwei 'Mine als Korbträger vor, und in dem mittleren Schnörkel des unte- ''eu Cartouche ist der Buchstabe C angebracht Zu beiden (Seiten des «boren Cartouche liebt man die Initialen II). - Die Zahl der Blätter Weges Meisters lässt sich wohl noch bedeutend vermehren , viele aber dürften unbezeichnet seyn. Papillen, Trait6 I. p. 20, erwähnt eines alten französischen Form- •CBnekfers Namens Christoph le Suisse. Vielleicht bediente sich dieser Meister ebenfalls des Buchstabens C zur Bezeichnung der Blätter. Heinecke betitelt einen Holzschnitt desselben: Portrait du r amp d u Türe. Unten steht: Kstampe mignonnement elabourree, qui 'Meritfi fl'dtre parngonee au plus delical burin. In der zweite! Hälfte des 16. Jahrhunderts arbeitete der Form- Schneider CrUche in Paris, und vielleicht auch in Lyon. Seiner ersännt Papillen 1. c. 240, aber ohne Anzeige eines Blattes. Von ihm ls ' eine Vignette im l.ivre des funerailles de Claude (luicliard. Lgtm, W de Tournes l'ilil, 4. Dieses Blatt stellt ein Cenotaphium vor, aal welchem die Leiche eines römischen Kaisers verbrannt wird. Vielleicht werden sieb die Ansprüche der Meister Christoph und Cruclie ln der Folge noch näher herausstellen. 2166. Medailleure und Münzmeister, welche Gepräge mit C bc- G. q zeichneten. Es handelt sich aber nur um einen Theil dieser ' Münzen, da der Buchstabe V in grösserer Form auch auf den "' ~ -J ■ . Münzstand, die Münzstätte &c. sich bezichen kann. Darüber handelt Schlickeysen, Erklärung der Abkürzungen auf Münzen &c. ^ 85 ff. Er gibt die münzberoohtigten Personen, die Städte, die Münzstätten, und die Benennungen der Münzen au. Wir gehen hier a,l f die Stompelschneider und Miinzmoister ein. Vittore Cnmclo. Maler, Bildhauer und Former, gehört zu den ausgezeichnetsten italienischen Künstlern des 15. .Jahrhunderts. Er fertigte mehrere Portrait-Medaillons", welche gegossen und ciselirt "Orden. ()h solche, oder nur Münzgepräge mit C bezeichnet seyen, Wissen wir nicht. Schlickeysen zählt ihn unter den mit C zeichnen- "e» Künstlern auf. Wir werden untet den Initialen V. C. l<\ auf Ca- ""'l'i zurückkommen. Alessandro Ccsatl, irrig Cesari genannt, brachte den Buchstaben € ! u . einem Kreise mit dem I'atriarchcnkreuze an. Er war von 1545 hli 1556 an der päpstlichen Münze beschäftiget Vgl. Xo. 854. .. Caspar Hase, Münzmeistor in Braunschweig von 1542-1555, bediente sieb als Münzzeichen eines springenden Hasen, unter welchem l "' 1 ' Buchstabe C steht. Er Starb als Wardein in Freiberg 1566. . unbekannter Medailleur. welcher von 1595 — 1507 in Diensten tlCf < Churfürsten Friedrich IV. von der Plalz stand. Der Buchstabe C ^''d. unter dem Arme einer ovalen Medaille dieses Fürsten. Andere Medaillen desselben sind mit C I) I. V bezeichnet, Leber die pfälzi- Sc ''en Münzen handelt Exter, er konnte aber die Initialen nicht deuten. 922 C. Nr. 2167. Caspar Rytker, Münznieister zu Olkusz in Polen von 1593—1604- Er zeichnete auch C Ä. Unbekannter Medailleur, welcher eine Denkmünze auf das Ahleben des Markgrafen Ludwig von lirandenburg 1687 mit C. (• bezeichnete. Eberhard Volkmar Claus, Münzmeister in Stolberg 1750— 1760, und dann in Erfurt 1799-1801. Er zeichnete Münzen und Medaille» mit dem Buchstaben C. Ernst Dietrich Groll, Münzmeister in Weilburg 1749 — 1752, in Leipzig 1753—1763, und in Dresden 1764—1778. Er zeichnete auch E. It. V. Johann Conradsen, Stempclschneider in Copenhagen 1809 — 1840. Er zeichnete auch /. C". 2167. Adrian Collaert junior? Der Meister, welcher durch dieses Zeichen seinen Namen andeutete, copirte das Blatt von A. Dürer, welches Bartsch VII. p. 83 No. 69 unter dem Titel der Familie des Satyr beschreibt. Im Originale steht der Bocksfüsslcr links mit der Schalrney, und neben ihn 1 sitzt das Weib auf einer ausgebreiteten Thierhaut. Letzteres betrachtet das in ihrem Schoosse liegende Kind, und hält sich mit der rechten Hand am Baumast. Rechts oben am Baume hängt das Täfclohen mit dem Monogramme Dürer's und der Jahrzahl ir><>!>- 11. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 7 L. Bartsch IX. p. 130 No. 29 schreibt eine Copie dieses Blattes dem Alacrt Claas zu, und verweiset im Artikel des A. Dürer auf No. 8 seiner Monogrammcntafel, auf welcher die Zeichen des A. Claas gegeben sind. Unter diesen kommt aber das obige Monogramm nicht vor, und daher scheint es sich um eine bisher nicht beschriebene Copie der Familie des Satyr zu bandeln. Das Blatt, welches Bartsch erwähnt, ist von der Seite des Originals, da nach seiner Angabe der Satyr links steht, wie in jenem. Das Zeichen des A. Claas bemerkt man links unten neben dem rechten Fusse des Satyrs, es gehl abfl* bei Bartsch nicht hervor, welches der vier von ihm dem A. Claas zugeschriebenen Zeichen eingestochen sei. Heller (A. Dürer S. 465 No. 825) fügt jenes in Copie hei, welches das C im gothischen A gibt, und sich von einem ähnlichen dadurch unterscheidet, dass der zweite Verbindungsstrich über dem C fehlt. Heller schreibt die Copie ebenfalls dem A. Claas zu, sagt aber, die Vorstellung sei von der Gegenseite genommen, in welcher nun der Satyr rechts stehen müsste. Da* Format geben Heller und Bartsch gleich an, nämlich ein Bund von 2 Z. 3 L. Durchmesser. Der eine oder der andere dieser Schriftsteller scheint nicht nach Autopsie berichtet zu haben, und jedenfalls waltet ein Irrthum vor, da dasselbe Blatt nicht zugleich von der Original- und von der Gegenseite seyn kann. Eine kleine Copie der Familie des Satyr mit obigem Zeichen findet sich in der k- Sammlung zu Amsterdam, und die Copie des Monogramms derselben verdanken wir Herrn E. Harzen. Das fragliche Blatt kann aber nicht von Alaert Claas herrühren, da dieser 1567 sicher nicht mehr gelobt hat. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Stich des Adrian Collaert junior, welcher von einem älteren Künstlet' dieses Namens nicht unterschieden wird, so wie die Blätter des älteren A. Collaert mit jenen des A. Claas vermengt werden. CA. Nr. 2168—2171. 923 2168. Antoine Caron? Dieses Zeichen gibt Marolles, aber ohne Erklärung, und ohne Anzeige der Werke, auf welchen es vorkommt. Heller, Monogrammen-Lcxicon S. 63, vermuthet, dass es auf Kupferstichen aus dem 17. Jahrhunderte vorkomme, wahrscheinlich weil Marolles in der zweiten Hälfte desselben lebte. Brulliot I. No. 172 fand nie einen Kupfer- °™Ch mit diesem Zeichen, und ist daher geneigt, in demselben eine c 'ilerhafte Nachbildung des Zeichens des Annibale Carracci hinzu- "BOnien. Marolles könnte indessen das Monogramm auf Zeichnungen '"' ( 's französisches Meisters gefunden haben, vielleicht auf solchen ' '' s Antoine Caron, nach welchem ein Theil der Blätter in folgen- •ein Werke gestochen ist: Im Images ou Tableaux de Platte Peinture ' /es deux Philostrutes — par llhiise de Yigcnere etc. Paris Kilo, fol. as gegebene Monogramm kommt indessen auf keinem der Stiche vor. ^"atole de Montaiglon gab eine Monographie über A. Caron heraus, "Mis 185t, 8. Der Künstlet 1 malte Bildnisse und Schlachten, darunter jauche von 15 Fuss Laug* Seine Zeichnungen sind im italienischen SWe behandelt und kühn hingeworfen, während er im Portraite ängst- *0 verfuhr. &169. Conrad Ammon, Maler, stammt wahrscheinlich aus einer n« in Nürnberg ansässigen Künstlorfamilio. Man findet histo- \c\ . rische Zeichnungen mit seinem Monogramme. Sie sind mit . der Feder und in Tusch ausgeführt, meistens allegorischen '"'»abs. ..... C. Ammon war um 1620 thätig. 2170. lieber Annibale Carracci haben wir bereits an mehreren M Stellen gebändelt, da. er als Maler und Radirer vielfach thätig war. Hier handelt es sich nur um Blätter nach seinen Zeichnungen und Gemälden. Das erste Monogramm findet man auf einem Kupferstiche von J. 1'. K_J SCf' Croisier, welcher den Herkules in der Wiege vorstellt, wie er die Schlangen erwürget. Das zweite Zeichen "*ut nach Brulliot I. No. 171 auf der Copie eines rndirten Blattes, Welches Bartsch XXI. p. 52 No. 1 dem G. Bat Oallestruzzi zuschreibt, und wir unter dein Monogramme BAD No. 1668 beschrieben haben. £• stellt das PHngstfcst, oder die Erscheinung des hl. Geistes vor. * 7 Z. 2 L. Br. 6 Z. _ , Das dritte Zeichen findet man auf mehreren Blättern von Simon '"illain nach A. Carracci. Sie bilden eine Folge, und stellen die «Prüfer von Bologna vor, über welche wir unter A CJ— S 0. No. 327 ^«fuhrlich handeln. 2171. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte r> des l(i. Jahrhunderts gelebt zu haben scheint. Sein Zeichen *A findet man auf einer Copie nach II. S. Beham, B. No. 216. 2 Dieses Blatt stellt einen auf der Thierhaut sitzenden Hirten vor, w !» er an den Felsen gelehnt den Kopf auf die Hand stützt, und "!"' dem Lamme zwischen seinen Beinen spielt. Rechts dehnt sich ''i'H bergige Landschaft mit Gebäuden aus. Das Original hat links ° D «n das Monogramm II S P mit der Jahrzahl 1625, in der Copie Ie Wtes. H. 1 Z. 11 L. Br. 2 Z. 11 Li hieses Blatt wurde auch von Jakob Bink und von Balthasar Jeniclcn (?) copirt. Die Copie des Meisters CA kannte Bartsch nicht. 924 CA. Nr. 2172 — 2173. 8fl aus Mr königlichen Druckerei hervorging. Das Werk hat wahrscheinlich 'olgenden Titel: llccueil des ue.uvres des dessins f _ZV . Amberg vor, zu einer Zeit, in welche die Geburt des f\s A Christoph Amberger fällt. Es bleibt daher dahingestellt) J /j ob dieser Künstler in Nürnberg geboren wurde, da iiber- "**s-S v dioss seine Kunstweise auf die Schule von Augsburg /^'ZO. deutet, so wie sie sich durch den älteren Hans Holbein gebildet hatte. Aus dieser Schule ging auch der berühmte CA. Nr. 2181-2182. 927 Hans Holbein jim. hervor, und dar um wenige Jahre ältere Christoph Amberger ist als ein rühmlicher Nachfolger dieses Meisters zu betrachten. Doch sind seine Werke nicht so sehr holboinisch, dass man S'o verwechseln könnte, wie frühere Schriftsteller angeben. Seine Hauptstärko besteht im Bildnisse. Man findet Portrftite von Ambergcr, welche so fein und individuell gehalten sind, als jene von II. Holbein Junior. Der Ton ist von grosser Klarheit und Warme, auch noch in den Werken seiner späteren Zeit. Als Historienmaler bildet er den Gebergang von der altdeutschen in eine modernere Kunstweiso, und er entfernte sich immer weiter von der Kraft und Tüchtigkeit der wten Schule. Dabei wurde auch seine Gefühlsweise schwächlicher, JJfi diess aus den Charakteren der historischen Bilder aus der spätem **it des Meisters erhellet. Die Köpfe sind aber immer von feiner Jind edler Bildung, ansprechend In ihrer schlicht portraitarfigen Auflassung, Die Frauengestalten haben In der Regel ein frommes Aussehen, und besonders schöne und zierliche Hände. In der Behandlung 0'Hternto sich Amberger von der alten Schule, wenig, 'und in dieser Hinsicht möchte er mit dem älteren Holbein auf gleicher Stufe geblieben seyn. In den Schatten bediente er sich vorerst der Schrnffirung, Und glich sie dann durch die Lasuren aus. Amberger verfuhr jedoch 111 diesen Thcilen breiter, als seine Vorgänger in Augsburg. Kr yorlebte die längste Zeit seines Lebens in dieser Stadt. Man lässt 'hn 1563 daselbst sterben, der Künstler kommt aber noch 15(18 im «crcchtigkeitslmche vor. Auf einigen Gemälden dieses Meisters stehen die. Initialen CA. in römischer Schrift. Mit der Jahrzahl (004 findet man sie auf einem «ftmliob grossen Gemälde an der Wand der Chortacristei das Domes "' Augsburg. In der Mitte erscheint Maria mit dem segnenden Kinde Vni ) vier musicirenden Kugeln umgeben, und auf den Klügeln sind die ''eiligem Ulrich und Afra vorgestellt. In einem Vorsprupg über der Mitte sieht man Christus am Kreuze, und auf der Altarstafl'el vermiedene Heilige. Auch in der St. Annenkirche ist ein grosses Gemälde von 1560, die Maria mit dem Kinde von Heiligen umgeben. '!]'' Gallerten zu München, Wien, Berlin u. s. w. besitzen ebenfalls Werke von Ch. Amberger. Zu den merkwürdigsten Bildnissen gehört •''''J'nfalls das Brustbild des Kaisers Carl V. im Museum zu Berlin, I^'t der Inschrift: Km oullrp,, und darunter: aelalis WML Amberger hatte also den Kaiser 1532 gemalt, und schon damals seine grosse ■Harke im l'ortraito bewiesen. Die zweiten Initialen mit der Jahrzahl 1!>'20 stehen auf einer sehr »faftig in Farben lavirten Zeichnung aus der von Dorschau'schen X| "ninlung. Sie enthält, das Brustbild eines Pfinzing, angeblich von ( '"- Amberger. Auf anderen alten Zeichnungen dieser Art steht der Buchstabe A i5n elr. Sie werden ebenfalls dem Amberger zugetrieben, und man kann sie als Jugendarbeiten desselben betrachten. 2182. Unbekannter Kupferstecher. Heinecke (Nachrichten von " Kunstsaclien I. S. 402) macht auf einen Kupferstich aufmerksam, welche* die Leda mit dem Schwane nach Michel Angeld vorstellt. Im Grunde ist ein lluhebctt angebracht, und rechts sind die beiden Kinder bei dem aufgebrochenen -— ; El, Der Kupferstecher deutele nach Heinecke seinen «amen durch die Buchstaben CA auf einer kleinen Bandrollc an, welche Brulliot II. Nr. 317 wie oben zeichnet, der erste Berichtgeber «** nicht faesimilirt. II. 11 Z. 4 L. ür. 14 Z. 10 L. ES) 928 CA. Nr. 2183 - 2184. Man kennt von diesem Blatte anch Abdrücke mit vier lateinischen Versoti Im Rande: Formosa hiicc I.cda est etc. , und sie sind wahr- seheinlich späterer Art. lieber den Verfertiger, welcher wohl nurCopist ist, verblutet nichts. Es existirt minilich ein altes kräftig gestochenes Blatt mit Michel Angelo's Lcda, welches unten: AI, töSt, bezeichnet ist, qu. fol. Hoinecke spricht von einem alten Stiche, welcher dein Marc Anton zugeschrieben wird. Vielleicht handelt es sich um dasselbe Blatt, welches, nach den Buchstaben AL zu urtheilcn, Antonio Lafrcri ausgab. Das zweite Zeichen gibt Heller im Monogrammen -Lcxicon S. 63. Ef hält es für jenes eines Kupferstechers, welcher im 17. Jahrhunderte in Italien gelebt haben könnte. Mit dieser Angabe ist nur wenig gewonnen, da Heller kein Blatt mit diesen Buchstaben nennt. Vielleicht basirte er auf der Notiz bei Heinecke, welcher aber dem oben erwähnten Blatte ein viel höheres Alterthum gibt. 2183. Unbekannter Maler, welcher um 1559 in Italien gelebt f-v haben dürfte. Herr Iiörncr kennt von seiner Hand eine flüchtig vj'» radirte Landschaft im heroischen Style, welche aber Unbeholfen" beit im Machwerk zeigt. Die Gegend dehnt sich nach oben hin aus, und ist von einem breiten Strome durchflössen, dessen Ufer nach der Ferne zu gebirgig, und hie und da mit Burgen und Städten besetzt sind. Der Vorgrund besteht aus Mehreren nach rechts aufsteigenden Anhöben, und bei Gebäuden ragt Mast und Segel eines Schiffes empor. Auf dem Flusse sieht man mehrere Fahrzeuge, deren Mannschaft in feindliche Berührung kommt. Links am Lande wird ein Boot in's Wasser gezogen, um an dem Gefechte Thcil zu nehmen. Links vorn am Strünke eines Baumes bemerkt man die Buchstaben CA, und rechts am Boden die .labrzahl /-5.W. H. 6 Z. 8 — 9. Br. 9 Z. 4 L. 2184. Caspar Amort war in München thätig, und lebte von 1612 /"• a bis 1C75. Er malle historische! Darstellungen in der Weise dej " Carravaggio, dessen Werke er in Italien studirt hatte. Dann finden sich auch Landschaften mit Figuren und Thicren von ihm. Von J, Sehinagl nach ihm geistreich radirt kennen wir ein Blatt mit den Musen und l'ieridon in einer Landschaft, 4. Auf einigen Gemälden und Zeichnungen dieses geschickten Künstlers stehen die Buchstaben C. A. Uebrigens schrieb er „Am Ort." Brulliot II. No. 317 kennt ausgetusebte Federzeichnungen mit Landschaften und Thicron , welche ebenfalls mit C. A. bezeichnet sind. Sic werden einem Cornel Abraham, d.h. einem Comel A br ab am Bega oder liegyn zugeschrieben. Allein ein Bega oder liegyn mit diesen Vornamen ist unbekannt. Man weiss nur von Cornelia Bega, welcher Bilder in der Weise des Adrian van Ostade malte. Landschaften mit Vieh findet man zwar von Begeyn oder Begyn, es fragt sich aber, ob dieser Meister CA. signirt habe, selbst in dem Falle, dass er die Taufhamen Cornelia Abraham führte. Die früheren Schriftsteller haben wahrscheinlich C. Bega's Tniilnamen mit jenem des A. Begyn irrig verbunden , und daraus ist wohl ein Cornel Abraham liega, oder liegyn entstanden. Auf den landen seltenen Kadirungen dieses Meisters siebt, die Anfangsbuchstaben zum Monogramme verbunden, ABrnjeiju f. Beide Blätter stellen Landschaften vor, und beurkunden einen Nachahmet des Nicolaus Berghem. Unter dem Monogramm AB. No. 158 haben wir sie beschrieben. L aiulschaftlic.be Zeichnungen mit Figuren und Thieren, welche einem Cornel Abraham Bega oder Begyn zugeschrieben werden, haben wir nicht gesehen, und konnten daher nur unser He- CA. Nr. 2185 — 2187. 929 'lenken aussein. Die Nachricht in Hellcr's Monogrammcn-Lcxicon S. 03, jjass ein C. A. Bega 1650 geboren und 1G97 gestorben sei, entbehrt "es historischen Grundes. 2185. Cesare Aretusi, genannt Oosare Modenese, soll auf solche /-> . Weise ein radirtes Blatt bezeichnet haben, welches die Madonna. , /» ' mit einem Heiligen vorstellt. Wir kennen allerdings eine '(i'iginalradirung dieses Maklers, eine Madonna mit dem Kinde und einem in Anbetung begriffenen liischof, dieses seltene Blatt ist aber "Ht dem Namen bezeichnet. Aretusi hatte als üildnissmaler Ruf, malte aber auch religiöse Erstellungen, und lieferte meisterhafte Copien nach Werken des Urrcggio. Kr starb 1612, wie Oretti versichert. 2186. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher in Strasburg gelebt SU haben scheint. Das Täfelchcn mit L/C'A.. den Buchstaben CA Badet man nämlich auf einem Holzschnitte in dem Werke des Marsilius Ficinus: Das Buch CA, E des Lebens etc. Strassburn , ./. Grüitinyer 1501), fol. Der ! r agliche Holzschnitt ist unter No. G beschrieben, und voraus gehen ■leite Blatter, deren l'latten Adam l'etri in Hasel besass. Kr benützte *W zur Illustration folgenden Werkes: Die Geuchmat zu straff alle *>ybische matten, durch den hochanlehrti: herrc Thoman Murner, der hei- ''fle Schrift doclor etc. Hasel, bei Adam Vclri Von Lanucnhoff MDXIX. 4. "le meisten Holzschnitte dieses Werkes sind ohne Zeichen, doch Wahrscheinlich von einer und derselben Hand. Per Zeichner, oder Form- Jjibneider lebte jedoch nicht in Hasel , da im rothen Buche der ^•inft zum Himmel daselbst kein Meister vorkommt, auf welchen die "'ichstaben C. A. gedeutet werden könnten. Auf folgenden Blattern stehen die Initialen CA. No. 1 — 5 sind 4 Z. 6 L. hoch, und 3 Z. 7 L. breit. ,. 1) Adam und Kva beim Baume der Erkenntnis«, welcher fast "s an den oberen Rand reicht. An diesem Baume stehen die Buch- 8 «tben C. A. 2) Thais als Harfenspielerin vor einem Kaiser. In der Mitte inten v. ,i. v 3) Ein Mann und ein Weib mit einem Kissen, auf welchem ein '»gel sitzt. Unten nach links C A. 4) Ein sitzendes Weib, welches nach einem Vogel sieht. Rechts Weht ein Mann mit einem langen Degen. An der Brust der Frau sind ** Buchstaben ('. A. gezeichnet. . 5) Ein Mann und eine Frau am Tische, auf welchem eine Schüssel m,t ' einem Vogel steht. Links oben am l'ilaster C A. p Alle diese Blatter findet man neben andern in der erwähnten "''O'luinit, von Th. Murner. 6) Ein unter dem Apfelbaum an der gedeckten Tafel sitzender •[' m Ker Mann, wie er den Becher etnporhält. Zur Seite stehen vier M'iclleute, eine Frau kommt zum Garten heran, und Vögel fliegen !°W Baume weg. Das Täfelchen mit den Buchstaben C A hängt aber 1 ''"' Kopfe des Mannes am Apfelbaume. Diese Vorstellung findet man vor dem zweiten Buche des Werkes V( "> Marsilius Ficinus. 2187. Antonio Allegri da Gorreggio ist durch diese Initialen an- ( JA gedeutet, doch nur von zweiter Hand. EM handelt, sich hier *, *» Um ein radirtes Blatt, welches den Triumph der Venus vor- ' toll t. Sie ruht nackt auf einer Muschel im Vorgrundc, und wird von 930 CA. Nr. 2188—2292. Neptun, oder ninem altnn Sccgottc bekränzt, während ein zweiter den Palmzweig hält. Tritonen und Najadon umgeben sie. Höhe 5 Z. 4L, Breite 6 Z. 3 L. Dieses seltene, aus dem 16. Jahrhundert stammende Blatt gibt eine der lieblichsten Compositionon des A. Allcgri. Es ist aber CopU nach einem alten, sehr seltenen Blatte ohne Zeichen, welches als eigenhändige Kadirung des Meisters genommen wird. Kino zweite, gegenseitige Copie ist rechts unten bezeichnet: A. Coregio {. Auch dieses Blatt ist, vorzüglich, und selbst eines Correggio würdig. Wir haben nur dieses gesehen, und verdanken die Notiz über das Blatt mit CA einer zweiten Hand. Die Initialen sind vielleicht nicht ganz genau gegeben. 2188. Carl Adolff, Landschaftsmaler, geb. zu Hamburg 1814, ~ <—- y machte seihe Studien an der Akademie in Düsseldorf, und / /J unternahm dann Reises nach Holland, und den Ostsee* ^■ yly- provinzen. Er malte Landschaften mit Architektur, An- sichicn verschiedener Art, und Seebilder. Seine Werke gehören zu den schönsten Erzeugnissen der neueren Schule, und sind theils im niederländischen Charakter behandelt. Die Initialen des Namens Bildet man auf Zeichnungen des Künstlers, theils mit beigefügter Jahrzahl, und dem Standorte. Adolff starb 1854. 2189. Carlo Artaria, der Sohn des berühmten Kunsthändlers in ^ a Mannheim, radirte etliche Blätter nach W. Kobcll, wor- L/SV 18// . unter eines aucli das uns CA gebildete Monogramm No. 2179 trägt. Das mit CA Hill bezeichnete Blatt stellt zwei Reiter im (Salopp nach rechts vor. Die Initialen stehen rechts unten, und links im Schatten bemerkt man die Buchstaben VV K, qu. fol. 2190. Andrea Camassei, Maler und Iladirer von Bevagna, geh- x -v v-^ 1602, gest. 1648. Ueber diesen Meister haben wir schon OyNi\OJV, mjjgj. || ( , r Abbreviatur And. cum. pin. gehandelt, und daher beschreiben wir nur ein radirtes Blatt mit obigem Zeichen. Es stell' die hl. Jungfrau in einer Landschaft sitzend mit dem schlafenden Kinde auf dem Sohoosse vor. Zu Ihren Füssen steht der kleine Johannes, dessen Kreuzchen Maria hält. Im Grund rechts führt Joseph den Esel, und links unten ist das Zeichen, mit einer feinen Linie zwischen C und A. II. 6 Z. 2 L. Br. 8 Z. IL. Dieses seltene Blatt beschreibt Bartsch XIX. p. 72 No. 1. Eine zweite Kadirung ist ohne Namen und Zeichen. Sie stellt ebenfalls die Madonna mit dem schlafenden Kind dar. Joseph steht links und betrachtet dasselbe. II. 6 Z. Br. 4 Z. 6 L. 2191. Philippe Claude Anne de Tubieres, Comte de Caylus, fand s^/y oben unter Cx No. 2162 eine Stelle, und daher bemerken wir C CL hier nur, dass die Buchstabon VA auf radirt.cn Blättern nach Zeichnungen von Anleine Watteau vorkommen. Man findet sie in dem kleineren Werke des Letzteren, welches 350 Blätter unter einem allegorischen Titel enthält, fol. Mr. lc Comte de Caylus radirte viel" Blätter für dasselbe. Sie sind theils auch mit C, C. f., und CX Sctt* bezeichnet. 2192. Angelica Kauffmann hinterliess ein Aquatintablatt, welches Ca nntr Ann K ine la V( '"" s vnrstallt > wio sio ,Icn Tod des va. pinx. aiuj. n. int. i.o. A(lonis bewelnt) llll(1 mlt der gegeben eo Abbreviatur versehen ist, 4. Man mnss lesen: Annibal Carracci pinxit' Angelica Kauffmann ineidit Londoni. CA. Nr. 2193 - 2195. 931 ö*93. Georg Apianus, nach seinem Familiennamen Bicnnewitz oder üenuewitz, war Buchdrucker und Buchhändler, und vermuthlich der Vater des gelehrten Petrus Apiamis. Er übte zu Anfang des 16. Jahrhunderts seine Kunst zu Landshut in Nieder-Bayern, und siedelte dann nach Ingolstadt Über, wo auch den Beter Apianus die Buchdruckerei in grossarligem Maßstäbe beschäftiget hatte. Das gegebene Zeichen findet man auf Titeln von Büchern, und auf Vignetten in solchen. In den Druck- Werken des Beter Apian sind Kandleistcn mit den Buchstaben (i A II, welche sich wohl ebenfalls auf 0. Apian beziehen. Man dürfte >hn daher auch zu den Formsehneidern zählen. Das obige, von Briilliot 1. No. 105 gegebene Monogramm ist aber wahrscheinlich nur als Druckerzeichen zu betrachten. 2194. Giovanni Ambrogio Besozzi, Maler von Mailand, geb. 1648, Oft n /• s ° st ' ^°^ - ^ r hatte als Bildniss- und Decorationsmaler 7 13 JJe/i, jj„f ; W usste sich aber in jedem Fache zu bewegen. Cesare Laurentio stach nach ihm das Bildniss des Uonte Ludovico di Barbiano 'oute di BelgiojoSo Cunio, Brustbild in verziertem Oval, qu. 4. Dieses "latt ist mit, dem Monogramme versehen. Auch G. Tasniere aus Bur- gund, welcher 1704 in Turin starb, stach nach ihm Bildnisse, wie ■' enfi s des neapolitanischen Feldherrn Alberieo Barbiano Belgiojoso, k '- fol., und des Gio. Jacobo Conte Belgiojoso, Oval fol. 2195. Gabriel Krammer, Kunstschreiner von Zürich, stand gegen f~TT) r/" Etide des 16. Jahrhunderts in Prag als Pfeifer V_J"V) r\~) '" kaiserlichen Diensten, hefasste sieh aber fort- (~^ TV" während auch mit der Architektur und mit Muster- V I?\ lA Zeichnungen für Schreiner. Er hinterliess ein y£r>> rVJ- jetzt sehr seltenes Werk: AUOIIITECTVRA. Von l TD^-S V [3 genannten Verlage ein Kchwoifbuch von Jakob Guckeisen und I:U1 « Jakob Ebelmann in 25 Blättern mit Titel. 932 CA —CAD. Nr. 2196 2200. 2196. Unbekannter Radirer, welcher wahrscheinlich der französi- •£■ sehen Schule angehört; Wir verstehen darunter den 0%i C ftP> A Träger dos ersten, ans VA fl hestehenden Zeichens, w Erklärung S. 133) findet man dieses Zeichen auf I landrissen t _J mit der .lahrzahl lUKi. Diesen' Schriftsteller spricht sich l /\ I entschieden ans, und scheint daher Zeichnungen mit dem \Z_j/ Monogramme gesehen zn haben. Doch bemerkt er nicht, welcher Schule der Verfertiger angehöre. Sollte das Monogramm nicht genau gegeben seyn, und namentlich in dem das A bildenden linken Schenkel der Fehler liegen, so wäre an Gerhard Dov zu denken, dessen G im Monogramme für C genommen werden könnte Ott Zeichen des G. Dov kennt Christ nicht, und dahin- gilt dieses nur für den Fall, dass der genannte Schriftsteller das Monogramm jenes Meisters unrichtig gegeben hat. Heller nimmt nach Christ einen unbekannten Monogrammisten als Zeichner an, Brulliot gesteht, nie eine Zeichnung mit dem obigen Namenszeichen gesehen zn haben. Es ist daher nicht gcrathen, eine weitere Vcrimitlmng aufzustellen, obwohl das Zeichen auf den französischen Maler Charles Alfons Dufrcsnoy, und auf Adam de Coster, den Nachahmer des Theodor Kombouts, passt. Sic waren um 1653 thätig. 2200. Caspar Amort, der 1 Sohn eine» gleichnamigen Künstlers, üb' 1 ' c A n r ' n Manchen die Malerei. Er zeichnete die vielen Vignetten folgenden Werkes: Monummtum exlrcmi honoris — Furdinandi Mnriae llawiriae Dwis Monachii l(>7!>. fol. Die Initialen des Namens findet man aber nur auf einem Blatte mit der Uebersehrift: Post Tempora multa. Michael Wening hat es gestochen. C. Amort. jun. starb 1684. CAD — CAE. Nr. 2201 - 2205. 933 2201. Christoph Adolfzoon, auch C. Adolphi genannt, gehört zu C. AD den benihnitrston Stempclschneidcrn des 17. Jahrhunderts. G Ah r Seine Lebensverhältnisse sind unbekannt; man weiss nur, _, " dass er in den Niederlanden lebte, aber nicht wo und wann. * lz . geschnittene Bildniss des Kaisers Carl V. in Oval beigelegt wird. "em am Architrave der architektonischen Einfassung dieses Blattes, essen Existenz Bartsch mit Unrecht leugnet, steht kein Monogramm, ttQern die Schrift: Inventum Sculptumque ab Enea Vico Parmente MDL. 8 • 'öl. Auf einem andern Holzschnitt des E. Vico, die Audienz eines M °no S r« mmi8teil . 64 934 CAE-CAF. 2206-2208. Dogen nach Tizian vorstellend, und 1573 bei Ludovico Zilctti herausgegeben, ist die Bezeichnung E.V., und somit kann der Catalog Valois darnach seine Facsimile nicht genommen haben. Für E. Vico ist daher kein Anhaltspunkt gewonnen, und auch von Cesare Vecellio können wir kein Blatt mit diesem Zeichen nachweisen. Es wird ihm aber auch noch ein zweites Bildniss dos genannten Kaisers zugeschrieben, in Brustbild mit dem Schwerte nach Tizian. Dieses seltene, und grosse Blatt ist ohne Zeichen, und rührt wahrscheinlich von Niceolo Boldrini her. Gegründeten Anspruch hat Vecellio auf ein Trachtenbuch, welches wir im Künstler-Lexicon XIX- S. 492 beschrieben haben. Kein Blatt trägt aber das gegebene Zeichen, und somit ist das obige Monogramm wahrscheinlich aus jenem des Enca Vico No. 509 gebildet. Auf einem Gemälde des Künstlers steht CESAH. V. P, wie wir unten angegeben haben. 2206. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 17. Jahrhundertc in Italien thätig war. Das Blatt mit demselben stellt einen yy stellenden Heiligen in Profil nach rechts vor. Halb bewaffnet, hält er in der Rechten das hl. Sacrament, und deutet mit der anderen Hand nach dem knicenden Engel. Den Grund bildet eine Landschaft. Im Rande steht: Sia in eterno benedetto ed adorato il preciosissitno sang" e di Gieso Christo il nostro redentore. Weiter unten in der rechton Ecke ist das Monogramm, 4. 2207. Aurello Colombo, Kupferstecher von Varesc, war Schüler jjf^y von Cav. Longhi in Mailand, und machte sich durch schöne QXi Blätter bekannt. Auf einigen derselben steht der Name des -F*-rL • Künstlers: Aurelio Colombo di Parese sc., auf anderen, doch selten, das Monogramm. Das gegebene Zeichen findet man auf einem Nnchstiche des Kinder- mordes von Rafael, nach der angeblichen Copie des Marco di Ravcnna ohne Taxbäumchcn (Le Massacre sans chicot), in welcher aber Passavant, der berühmte Biograph Rafacl's, das Original des Marc-Antonio erkennt. A. Colombo's Blatt ist jedoch mehr als Studie, denn als wirkliche Copie des alten Stiches zu betrachten, indem die Strichlagen und der Mechanismus zu sehr von dem Originale abweichen. Diese Nachbildung hat beim Vergleiche mit dem Originale etwas Modernes- Immerhin aber ist der Stich von Colombo sehr bcachtenswerth, OB* den älterem Copicn von G. B. de Cavalleriis und M. Lucchese vorzuziehen. Das Zeichen steht am Picdcstale unter dem Namen Rafacl's- II. 10 Z. 5 L. Br. 15 Z. 10 L. 2208. Charles Antolne de Favart, Kunstliebhaber von Paris, be- w fasste sich mit der Malerei und der Radirkunstj s ^CoS8I8o / (S' un< * benutzte vornehmlich die Zeit seines Auf' 0 ifTC °uthaltes in Wien als Sekretär der französische 11 JCD-I5I8 'Jc-zVI ° Gesandtschaft, um Zeichnungen alter Meister j 11 der Sammlung des Erzherzogs Albert von Sachsen-Teschcn durch die Radirnadel nachzubilden. Die Facsimiles nach A. Dürer erschiene 11 unter dem Titel: VIII Figures d'apres les dessins orig x . d'Albert Dilf^ qul se trouvent dans le Cabinet de J. A. tt. Monsieur le Duo Albert 0" Vienne 1010, kl. fol. Auf mehrern Blättern dieser Folge steht da 9 Monogramm des Künstlers, zuweilen mit geringen Modifikationen. Dann imitirte Favart auch Zeichnungen italienischer Meister, wie solche von Rafael etc. Auf einem Blatte nach diesem Meister, welches eine Frau mit dem Kinde in den Armen vorstellt, steht das Monogramm mit den doppelten Linien, und der Jahrzahl 1010. Es bildet No. 4 einer CAF. Nr. 2209 — 2210. 935 "olge von Blättern nach italienischen Meistern, deren Zahl wir nicht "■»Sehen können. Das einfache Monogramm mit der Jahrzahl Ulli! Wagt (las Facsimile einer Zeichnung aus dem 15. Jahrhunderte. Sie Stellt einen Pilger mit Kapuze und Stock vor, und unter der Figur steht: Pol lipo uel moso. Darunter ist wohl Lippo Dalmasio aus Bo- '°gna zu verstehen, der unter dem Namen Lippo dalle Madonna bekannte Meister, welcher 1410 sein Testament machte. 2209. Alexander Calame, Landschaftsmaler und Radirer, einer der berühmtesten Meistor unserer Zeit, fand (/-V-l fTvfl 1lntcr (lcn Initialen AC. No. 290 bereits - V - VX I A WV '» ausführliche Stelle, und somit zählen eine zählen wir Nachträglich nur die schönen Radirungen auf, welche die gegebenen •eichen tragen. Die meisten Blätter dieses Künstlers sind mit dem Warnen versehen, sehr wenige unbezeichnet. Sowohl die Radirängen, [Jls die Original-Lithographien tragen das Gepräge der vollendeten Meisterschaft, und gehören zu den merkwürdigsten Erzeugnissen dieser Art, da sie höchst malerisch behandelt sind. Wir kennen aber keine Lithographie mit dem Monogramme. B 1) Das erste Zeichen findet man links unten auf einem radirten "bitte, welches eine Waldlandschaft vorstellt. Links gegen den Vor- grund erheben sich zwei grosse Bäume, deren Stämme vom Plattenrand a hgeschnitten werden. Neben dieser Baumgruppe läuft ein Hirsch, "eichen rechts vom Mittelgrunde her ein Reiter verfolgt. Gegenüber schiesst ein knieender Jäger nach dem Thierc, und ein anderer Mann steht im Vorgrunde mit dem Stocke. Hinter ihm sitzt ein Weib mit lern Korbe zur Seite. Der untere Rand zeigt links die, Höhe des Gemäldes an, nach welchem das Blatt radirt ist. Rechts steht auch der «amc des Meisters. Höhe des Bildes 7 Z. 6L., der Platte 7Z. 8'/ 2 L. breite 5 Z. 8 1 /, L. 2) Das zweite Zeichen steht in der Mitte unten auf einer schönen fadirton Landschaft mit Felsstücken in schmal 8. Eine nähere Betreibung können wir nicht geben. 3) Das dritte Monogramm ist rechts unten in der Ecke einer ra dirten Gebirgsansicht. Vom Mittelgründe aus erheben sich Berge, 'lud am Fusse des Bergrückens zur Linken stehen Bäume, worunter ,lle grösste Gruppe im Lichte steht. Im Vorgrunde breitet sich das y° n rechts her kommondc Wasser aus. Unter den Buchstaben CAF bemerkt man im schmalen Rande Spuren von Schriftzeichen und der Jahrzahl i03l). Rechts oben im Lichte steht No. 9 Genive 1030. «öhc d er p] a tt e 6 Z. 3 L. Br. 4 Z. 6 L. Das Monogramm auf diesem "hatte igt nur in den späteren Abdrücken deutlich. Bei dieser Ge- c gcnhcit wurde wahrscheinlich unten die Schrift ausgekratzt, und e chts oben von neuem einradirt. j . 4) Mit einiger Abweichung und kräftiger radirt steht dieses dritte 'l'dicn links unten in der Ecke einer Landschaft mit einer in der »litte sich erhebenden Baumgruppc. Daneben liegt ein grosser Stein, t" (1 nach rechts hin führt der Weg über die Anhöhe nach dem J; al( le zu. Rechts unten im weissen Rande steht: Geneve 9 030 *°- kl. qu. 8. 2210. Alessandro Casolano fand unter dem Monogramm AOL Qf No. 335 bereits eine Stelle, und daher handeln wir nach- J\ TT* träglich nur über eine seltene Radirung, welche Bartsch , ' r • P. gr. XVII. p. 42 dem Casolano zuschreibt. Dieses Blatt , te 'lt die hl. Maria mit dem Kinde auf dem Schoossc vor. Letzteres "alt i n fler linken Hand ein Buch, und in der rechten einen Apfel. 64* 936 CAF. Nr. 2211 —2212. Links untnn bemerkt man das Monogramm des Meisters. II. 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 10 L. Coselano verräth in diesem Blatte geringe Uebung, und es wird daher aus der frühen Zeit desselben stammen. Unter dem Monogramm ACL findet man Nachricht über die Holzschnitte dos Meisters. 2211. Jacopo Caraglio? Nach Heinecke, Nachrichten von Kunst- ßfl- lern IT. S. 102, findet man dieses Zeichen auf einem alten Kupfer- *3* Stiche, in welchem der genannte Schriftsteller die erste Idee zu Rafacl's Schule von Athen im Vatikan erkennen will. Bartsch XV. p. 81 No. 67 betitelt das Blatt „Schule eines alten Philosophen", und Zani erkennt darin eine Andeutung der Sonncnfinsterniss beim Tode des Heilandes. Mit Rafacl's Schulo von Athen kommt das Blatt in keinem Falle überein, und ob ein Philosoph oder ein Astrolog vorgestellt sei, mag dahin gestellt bleiben. Aufschluss konnte die oben auf der Tafel stehende Inschrift geben, allein nach Bartsch ist nur das Wort Deut deutlich zu lesen. Zani will aber eine Stelle aus Dionysius Areopagita entziffert haben, nämlich die "Worte: Aut. Deu>- patilur. aut. lala, mundi. machina. destruilur. Daraus schöpfte nun Zani den Titel der Sonncnfinsterniss beim Tode Christi. Dass der alte Philosoph oder Astrolog über einen unbekannten Gott nachsinnt, beweiset die Inschrift des Altares im Grunde: ü. 1GNOTO Dionysius Areopagita begriff durch St. Paulus diesen Dcus ignotus. Die Com- position schreibt man bald dem Rafael, bald dem Parmiggiano zu, es ist aber wohl keiner von beiden der Urheber. Ebenso ist das Blatt nicht von Marco Antonio gestochen, wie Bottari behauptet. Aufschluss über den Stecher sollte HI das Monogramm gehen, welches nach Heinecke am Schemmel des links sitzenden Philosophen stehen soll- Dieser Schriftsteller gibt, wie bemerkt, in seinen Künstlernachrichtcn das obige Monogramm, welches aber von dem Zeichen in dessen Dictionnaire des artistes I. p. 396 so sehr abweicht, dass man die Genauigkeit eines Facsimile nicht vermuthen kann. Bartsch weiset dftS von Heinecke gegebene Zeichen auch wirklich zurück, indem er behauptet, es stehe am Schemmel das Monogramm des Jacobo Caraglio von Verona. Wir müssen daher, falls nicht zwei verschiedene Abdrücke vorkommen, in dem von Heineckc gegebenen Monogramme eine will' kürlichc Composition vermuthen, indem das Zeichen des J. Caraglio aus den ineinander gestellten Buchstaben AV und dem darunterstehenden 1 besteht, wie No. 1539 zu ersehen ist. Das erwähnte Blatt lag un« nicht vor, und daher unterstellen wir der Autopsie das Referat. Nach llcinccke ist der Kupferstich 5 Z. 7 L. hoch, und 5 Z. 10 L. breit- Bartsch, welcher das Blatt entschieden dem J. Caraglio zuschreibt, hatte ein verschnittenes Exemplar vor sich, und daher setzt er: H. B Z. 2 L.? Br. 5 Z. 7 L, Ob aus der Ungleichheit der Dimensionen auf zwei verschiedene Blätter zu schliesscn sei, wagen w> r nicht zu bestimmen. 2212 Gaspar ab Avibus, Gabriel Fesls, oder Jacques Androuet du i/F Cerceau ? Dieses Zeichen findet man auf einem grossen Kupfer' QCT stiche nach Rosso Rossi, einem der Hauptmeister der Schul* von Fontainebleau. Marie kniet vor dem Pulte auf einem Kissen link' in einer Art Vestibül. Gegenüber kniet der verkündende Engel m>t der Lilie in den auf der Brust gekreuzten Händen. Ihn begleiten viele Engel, und von dem oben schwebenden hl. Geiste geht ein Lichtstran' über die Gestalt der Maria. Am Piedestal einer Säule steht: ROtS- FL. 1NVENT., und links unten in der Ecke das obige Monogramm- II. 10 Z. Br. 17 Z. 6 L. CAF —CAG. Nr. 2213 - 2217. 937 Bartsch kennt dieses schöne, und von sicherer Hand gestochene Blatt nicht. In der Behandlung erinnert es an Giorgio Gliisi Man- tuano, der Stecher ist aber nicht mit Sicherheit zu bestimmen. Brüllt 1. No. 199 vermuthet darunter den Gaspar ab Avibus, d. h. den •?; Osello, welcher sich aber anderer /eichen bedient hat, und für , ipse f. 1(125, gr. 8. Auch auf einer litho- graphirten Copie nach II. Goltzius findet man das Zeichen Helnisauer's- Dieses Blatt stellt Venus und Amor vor. 2219. Unbekannter Maler oder Zeichner, welcher um 1659 thätifl /T) war. Das gegebene Zeichen, mit dem Beisätze: inv. V. Spada - C A H mfi J ster ) S °U llacn Heller, Monogr.-Lex. S. 65, durch di« s « Vj.t\.n. jjuphstabcn seinen Namen angedeutet haben. Irgend eine Zeichnung, oder einen Kupferstich nennt der genannte Schriftsteller nicht, die Initialen dürften sich aber auf Blättern mit Schriften finden. Sic sind wahrscheinlich in Kupfer gestochen. CAH — CAL. Nr. 2221 — 2227. 939 2221. Carl August Helmsauer, der oben unter dem Monogramm OJl J~t £ o . CÄH No. 2218 eingeführte Kunstliebhaber, dürfte a i*!^ dureh diese Buchstaben seinen Namen angedeutet haben. Man findet sie auf rn.dirt.en Blättern mit Landschaften und Figuren, welche eine Folge bilden, und Dilettantenarbeit verrathen. «■ 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 1 Li 2222- Annibale Carracci und Simon Guillain haben auf solche rf.rf Weise ihre Namen angedeutet. Man findet diese Signatur auf "ja . rndirten Blättern, welche die Ausrufer der Stadt Bologna vor- 3{fS. stellen, und ein eigenes Werk bilden. Wir laben darüber unter A. C. I. No. 327 gehandelt, und enthalten uns daher jedes weiteren Nachweises. 2223. c. A. J. Ginquembre, französischer Bftnzbeamter in iiam- C,A r r bürg zur Zeit Davoust's, liess die Stempel der Doppel- Tl , ' " • marken mit den Initialen seines Namens bezeichnen, ■Uiese Gepräge fallen in das Jahr 1813, sie tragen aber die Jahrzahl iftoo. Davoust hatte das Silber dazu geraubt, und schämte sieh vielleicht des Jahres, welches den Hamburgern lebhaft im Gedächtnisse ist. 2224. Cajetan Testelini oder Testolini, Kupferstecher, arbeitete Cai.Tcst ' n ^ cr zwc ' tcn Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Abkürzung „, " * seines Namens findet man auf etlichen Blättern nach David jtenierg. Zwei kleine Landschaften mit Figuron sind „Caj. Teslolin so." Zeichnet. Auf kleinen Marinen nach Joseph Vernet steht: Gart. Test. 2225- Carl August Lebscb.ee, Maler, Rndirer und Lithograph, Ä\ wurde 1800 zu Sehmygol in Polen geboren, kam 1807 Vpy PaT mlt sc ' non Kitern nach München, und widmete sich in *"^-A"J-i- dieser Stadt mit grösstem Erfolge der Kunst. Seine Werke bestehen in Landschaften und Architekturbildern in Gel und Aquarell, so wie in trefflichen Zeichnungen in verschiedenen Manieren. D'e Zahl seiner Radirungen und Lithographien ist bedeutend, und sie gehören zu den schönsten und geistreichsten Erzeugnissen ihrer Art. "ie gegebenen Zeichen findet man auf Gemälden in Oel, auf Zeich- "üiigen in Aquarell und Tusch, und auf radirten Blättern mit Landschaften und Thieren. Sic kommen auch schief oder liegend vor, je "ftch dem Gegenstände, worauf sie gezeichnet sind. CA. Lebschee ist noch gegenwärtig zu München in vollerThätig- *eit. Unter dem Monogramm CL. kommen wir auf ihn zurück. 2226. Callisto Ferrante, Kunsthändler in Rom, verlegte acht Calliitn F«rr** Fnrm Iilattcr mit Marinen, welche Stefano della «wisro rci r i orm. Bolla dem Gl . oss]l(n . ZO( , umiv/.o von Toscana ^'dicirt hatte, gr. qu. 8. Man findet aber auch Exemplare mit der Adresse von Ciartres, und solche aus Westcrhout's Verlag, welche aber * u den späten Drucken gehören. 2227. Callisto Piazza, genannt Callisto da Lodi, der Sohn CALIXTVS LAVDENSIS FACIEBAT 1524 to rt de' CALLISTVS LAVDEN. F. Toccagnida Lodi, bezeichnete auf solche Weise einige Gemälde. Zu seinen früheren gehört Jenes von 1524, welches sich in der Sacristei von S. Clemente zu "rescia befindet, und die Geburt Christi vorstellt. Dieselbe Be- Ca 940 CAM. Nr. 2228-2231. Zeichnung, mit der Jahrzahl 1525, findet man auch auf dem grossen Gemälde der Heimsuchung der Elisabeth, welches den Hauptaltar in S. Maria di Calchcra zu Brescia ziert. Beispiele dieser Art lassen sich aber noch viele anfuhren, da Callisto da Lodi erst 1561 Stark Der Name ist zuweilen auch auf der Rückseite des Gemäldes angebracht, wie auf dem Bilde der Herodias in der k. k. Gallone zu Wien- Aul diesem Werke steht die zweite Inschrift. Im Künstler-Lcxicon XI S. 252 haben wir ausführlich über diesen Meister gehandelt. Hier soll nur der Zuname Laudensis erklärt werden, weil er im Lexicon an betreffender Stelle fehlt. Es ist aber nicht nöthig, zu bemerken, dass die Stadt Lodi die Veranlassung gab. 2228. Domenico Campagnola, jener alte Kupferstecher, welcher schon 1517 in voller Thätigkcit war, wird gewöhnlieh /AM \f-f9 für den Stecher einer Flugslandschaft im Charakter Ti- zian's mit der Abbreviatur CAM 1550 gehalten. Dieses Blatt bildet das Gegenstück zu einer anderen Landschaft, in welcher Christus die Fischer zum Apostelamte beruft. Auf diesem Kupferstiche steht der Name Costant * , worunter Constantino Malombra als Zeichner zu verstehen ist. Der Stecher zeichnete L. 1). B. Der Kupferstecher Domenico Campagnola, welcher um 1517 bereits auf der Höhe seiner Kunst stand, kann die Landschaft mit der Abbreviatur CAM weder gezeichnet, noch gestochen haben, indem er 1559 sicher nicht mehr gelebt hat. Wir müssen uns daher um einen jüngeren Künstler dieses Namens umsehen, obgleich man bisher einen zweiten Domenico Campagnola nicht vermisst hatte. Es ist diess jener Schüler Tizian's, welcher mit Paris Bordone und Tintoretto die Eifersucht des Meisters erregt haben soll. Von diesem jüngeren Domenieo Campagnola, nicht von dem gleichnamigen Kupferstecher, sah der anonyme Reisende des Morelli (1530—1543) im Hause des Dr. Marco Mantoa zu Padua grosse Landschaften in Wasserfarben, und Federzeichnungen. Auch Brandolese nennt in seinen „Pitture, sculture, architetture ed altre cose notabili di Padua 1795", noch mehrere Bilder von einem Domenico Campagnola, welche bis 1581 datirt sind. Von diesem Künstler rührt demnach die Landschaft mit CAM 1550 her, und wir haben ohne grosse Mühe zwei Domenico Campagnola gefunden- Ueber den alten Meister dieses Namens handeln wir unter D. C> und DO. CAMP. 2229. C. A. Möller. Stcmpelschneider in Copenhagen, wurde da- f A M scll)St 1813 an der k - Münzc angestellt. Von 1824 an war Kj. a. jh. cin c A M u h j e an d erse i ben Anstalt thätig. Beide zeichneten C. A. IU 2230. Camillo Grafflco, Kupferstecher aus Furlo in Friauli Cnvn C V welcncr um 1590—1610 in Rom thätig war, bezeichne' vam. U. 1. auf 80 i c h 0 Weise eine Copie nach Cherubin Alberti) welche die Auferstehung Christi vorstellt. Die Composition ist von einem unbekannten italienischen Meister. H. 17 Z. Br. 11 Z. 2 L- Andere Blätter dieses Meisters sind mit C. A. F. bezeichnet. 2231. Julius Hicronymus Campagnola? Dieses Zeichen, sowie t.t die Buchstaben F.I.CA, oder eher II. CA., findet man a ut n» einem Kupferstiche von der Hand eines italienischen Meisters {y aus dem Anfange des 16. Jahrhunderts, von welchem ein andc- Jy± res Blatt mit dem Monogramm JJ). 7 F. im Täfelchen bezeichne' ist, wie wir No. 330 nachgewiesen haben. Der alte Kupferstich m|J dem gegebenen Zeichen stellt die Geburt Christi vor. Maria sitzt n»»' CAM. Nr. 2231. 941 erhobenen Händen bei einer Hütte, und das Kind liegt, auf ihrem Bchoosse. Gegenüber lehnt sich Joseph an den Baum, und stützt, den Ann auf einen dünnen Ast. Im Mittelgründe bemerkt man mehrere Bütten, und am Fensterladen einer derselben stehen die gegebenen {''"'hstaben. Im Hintergründe kommen die drei Könige zu Pferd Jicriiu, mit einem Gefolge von mehreren Männern und Karneolen. Gben bemerkt man den Stern und eine Gruppe von drei Engeln. Zu den Füssen der hl. Jungfrau ist eine Heuschrecke, ähnlich jenem "'Sekte auf den Blättern mit der hl. Familie von Albrecht Dürer, Israel van Mecken und Marc Anton. Bartsch XIII. p. 370 No. 1 schreibt eine Darstellung der Geburt ^hristi mit F.I.CA, dem Giulio Campagnola zu, indem er diese Ini- ualen „Feeit Julius Campagnola" liest. Er sagt aber nichts von einem 2ttge der Könige im Grunde, von der Engelgruppe und dem Sterne °ben, und von der Heuschrecke zu Maria's Füssen. Auch bemerkte Bartsch das gegebene Zeichen eben so wenig, als Ottley in derHistory °> Eugraving II. p. 767. Es schweigt davon auch Frenzel im Catalog ^ernberg I. No. 2411, und somit gibt es sicher Abdrücke ohne dieses deichen. Brulliot I. No. 186 ist der Erste, welcher auf dasselbe aufmerksam macht, und zwar nach eigener Anschauung. Er ist aber gc- B *'8t, darin einen retouchirten Abdruck eines Blattes des Meistere m 't der Heuschrecke zu erkennen, wenn je dieses Insekt als Künstler- Ziehen zu nehmen ist. Die Grösse des Blattes bestimmt Bartsch auf *? Z. Höhe, und 8 Z. 8 L. Breite, und wenn im Cataloge Sternberg eine Höhe von 16 Z. angegeben ist, so wird wohl ein Druckfehler obwalten. Zwei verschiedene Darstellungen sind daher kaum vorhanden, federn nur Abdrücke ohne und mit dem obigen Monogramme. Wir nahen es nach einer von Herrn Direktor l'assavant mitgethcilten Copie Kegeben, so dass es von jenem bei Brulliot, abweicht. Letzterer setzt " statt /•/, und mit dem M verbindet er den Buchstaben I). , Dass Bartsch dieses Blatt dem Julius Campagnola zuschreibt, nahen wir oben bemerkt. Der Stich ist sicher von einem alten italienischen Meister, und wahrscheinlich von einem Mitgliede der Familie t,e .r Campagnola, nur nicht von Julius, da das Blatt für ihn nicht stimmt. Ob es aber von Hieronymus Campagnola herrühre, wie Ottley Klaubt, steht wieder im Zweifel. Man hält ihn für den Vater des "Julius, und für einen Schüler des Squarciono, da Vasari im Leben 008 Vittorc Carpaccio darauf hinweiset. Allein die Zeitgenossen ken- n °n ihn nur als Gelehrten. Bcrnardo Scardeone widmet ihm in seinem Werke „De antiquitate urbis Patavii" nur im Capitel „De clarit 9 rn mtnaticis, rhetoribus, oratoribus" etc. eine Stelle, in jenem ,.J)e clarii P*ctoribus, fusoribus, caelatoribus et architectis" übergeht er ihn. Man kennt auch wirklich mehrere literarische und philosophische Werke Von Campagnola. A. Zanctti, Cabinct Cicognara p. 167, zählt solche ? uf ) darunter zwei Schriften vom Jahre 1514 und 1515. Niemand kcn nt aber bisher ein Gemälde von diesem Gelehrten, so dass die An- S?l>e des Vasari zweifelhaft bleibt, da er ebenfalls kein Malwcrk nennt, v'ur Mariette sagt in einem Briefe an Bottari, dass er in der Kirche ~, es nl. Anton zu Padua ein Basrelief von der Hand des Girolamo ^ a "ipagnola gesehen habe, allein dieses Werk ist von Girolamo Cam- P. a gna aus Verona. Der Kunsthändler Pictro Bertelli gab ebenfalls ^'"c in Kupfer gestochene, und dem Camillo Munarino da Rcggio jJWlicirte Gruppe der hl. Jungfrau mit dem Leichname des Herrn für ein Werk des Girolamo Campagnola aus, sie rührt aber von dem viel Jüngeren G. Campagna her. So wie man also dem Girolamo Campag- 942 CAM—CAN. Nr. 2232-2237. nola weder ein Gemälde, noeh eine Sculptur nachweisen kann, so fehlt auch jeder Anhaltspunkt, ihn zum Kupferstecher zu machen. Auch J. II. Campagnola ist nur muthmasslich als Ersatzmann zu nehmen. 2232. Camillo Procaccini, Maler und Radirer von Bologna, C n lln '«) wurde daselbst den 23. Mai 1571 (Malvasia) in die LCWltllO luv. Malergilde aufgenommen, liess sich aber nach einigen Jahren in Mailand nieder, und starb in dieser Stadt 1626. Heber ihn als Maler haben wir im Künstler-Lexicon XII. S. 83 gehandelt, und auch die von Bartsch P. gr. XVIII. p. 18 beschriebenen fW radirten Blätter des Meisters sind aufgezählt. Auf keinem derselben steht aber obiger Name allein, sondern in Verbindung mit dem Geschlechtsnamen. Auf dem Blatte mit der Transfiguration schreibt der Künstler Camillo percacino statt l'rocaccino. Die Signatur „Camillo int)." findet man daher nur auf Kupferstichen nach Zeichnungen und Gemälden des Meisters, und sicher nur auf wenigen Blättern. Kin solcher Stich stellt die Madonna mit dem Kinde auf einer Tribüne, rechts St. Peter, und links St. Anton den Eremiten vor. Unten steht: Camillo inv. Hieron. David sculp., fol. 2233. Camillo Congio, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Rom C rn'll i C ^ I um *"04, hiiitcrliess eine ziemliche Anzahl l,amlliUS V» a. I von Blattern, welche aber meist mit CC, CamiüUS C. SCUl. I odcr ^- C - '''■ b|*>tehnet sind. Den gegebfl- > nen Namen findet man aut radirten und gestochenen Blättern mit antiken Büsten nach Zeichnungen von Salvio Castellucci, kl. fol. 2234. Camillo Lorio von Udino hintorliess gegen Ende des y-r -.1 j 17. Jahrhunderts in Friaul verschiedene Ge- LCWllllUS L,OriUS mäl( j e . i n der Kirche della Vigna zu Udinc lltinensis f s '" d Wandbilder mit Darstellungen aus der ' Bibel. Unter jenen des Streites der Kirchenväter steht die gegebene Inschrift. Im Künstler - Lexicon ist dieser Meister zu kurz abgefertiget. 2235. Caroline Nandet soll sich nach Brulliot I. No. 229 dieses s-r\ Zeichens bedient haben. Der genannte Schriftsteller wusstc n\/ u aber damals (1832) die Arbeiten der Künstlerin nicht z" UO' bestimmen. Das Monogramm muss nun in folgendem Werke vorkommen: Hecueil d'Objett d'Art et de Curiositcs denines d'apres nature par J. de Jolimont et ./. Gagniet, grave ä l'eau-forte et publie par Caroline Naudet. 5 Hefte mit 20 Blättern. I'aris UI37, qu. fol. 2236. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1750 in Paris C ^i-N- Scale l°t ,tc - ^ r stach das Bildniss des Duc Louis de Bour- / hon I. Frincc de Condö für die „Europe illustre — par Dreux du Radier. Paris 1755", gr. 4. Es ist nach einem Maler C. B. gestochen, welcher ebenfalls zur Zeit unsers Künstlers gelebt haben dürfte, da viele Maler ältere Bildnisse zum Stiche für das genannte Werk in Karben copirt hatten. Der Prinz Condo starb 1569- In der Gallerie zu Versailles ist ein anonymes gleichzeitiges Bildniss, welches wohl zum Vorbilde gedient hat, und von C. B. copirt worden ist' Bei der Illustration der Ilistoirc d'Anglcterrc (par Hume), Paris 1783, wurde die Platte wieder benutzt. 2237. Christoph Andreas Nilson? Man findet vier Kupferstiche, ■o y tyo v? welche links oben mit iV. /. V., rechts oben mit /—* (•. *-7t>. t/Y-g/- nummerirt, und unten links mit den gegebenen Im- CANF—CANV. Nr. 2238 — 2241. 943 tlalen versehen sind. Jedes dieser Blätter enthält drei kleine Blumen- wr&ngge, oder auch einzelne Blumen. II. 5 Z. 4 L. Hr. 7 Z. 5 L. Der Stecher wird wohl Christoph Andreas Nilson soyn , welcher °*ch Stetten II. S. 18 im Jahre 178« zum Professor der Mathematik 1,1:1 St. Anna in Augsburg ernannt wurde, und auch als Zeichner in ansehen stand. 2238. Unbekannter Goldschmied, welcher zu Anfang des 17. Jahr- /-iR-p hundert« lebte, anscbeinlich in Italien. Man kennt von ihm VJjS^ eine Folge von sechs Blättern mit Vasen, welche mit Sirenen und anderen phantastischen Thieren der alten Mythe verziert Sl "d. Das Zeichen des Meisters findet man nur auf dem ersten Blatte, Welches in der Mitte eine Sirene en face, und zu jeder Seite eine Wiche in Profil zeigt, fol. Diese Blätter sind gestochen, und ver- rathmi einen ziemlich geübten Künstler. 2239. Cantlus Dillls, Landschaftsmaler und Radirer, geb. zu /^~)\_y /~V- Gie.Mng " l Ober-Bayern 1779, stand an- / _L, O/O f ,ul R s m ter Leitung seines Bruders, des v. d/ll IJJIA /J bekannten Georg von Dillis, und bildete ^-yj{/l isiAAJAi <^s ■ si( , h auf Reisen in Tyrol und Italien weiter aus - Kr malte gewöhnlich kleine Bilder, abgeschlossene Gegenden, ""d die Waldeinsamkeit, welche nur von den einfallenden Sonnenstrahlen und dem blauen Ilimniel belauscht wird. Auf einigen Geralden steht obiger Name in Charakteren, welche wenig wechseln. l'heils ist der Buchstabe p. (pinxit), und die Jahrzahl beigefügt. C, Dillis lebt noch gegenwärtig in München. Unter dem Monogramm C 1) , und den Initialen .7 h J) werden wir auf ihn zurückkommen. 2240. Domenico Maria Cannti. Historienmaler und Radirer, geb. Cn "■» I 1 *n Bologna 1928, gest. 1077 (nach Crespi 1634 im 64. Jahre). jf ln J, I gehulcr des Guido Rcni, eiferte er diesem Meister mit Can\" I | (Bück nach. Dass er aber auch den Carracci nicht l'eind- lieh gegenüberstand, beweisen namentlich die Blätter, um *«lche es sich hier handelt. Heinecke u. A. legen die Nadclarboit '' ( ' m Canuti selbst zu, Bartsch vindicirt sie aber dem Domenico Santi (Mingaccino), und zwar nach Analogie des von diesem Meister radirten "."d bezeichneten Bildnisses des Simone Cantarini Besarese. Auf die c Jgenhändigen Blätter Canuti's gehen wir unter den Initialen D. JfcT. C. F. 01n - Obige Abbreviatur bezeichnet ihn nur als Erfinder (Inventur). ,,. 1) Ludovieo Carracci, Büste von vorn nach rechts. In verzierter .''''»lassung, oben die allegorischen Figuren der Malerei und Sculptur i" Umarmung. In einem kleinen Cartoueho unter der Bordüre steht: ,' 0I) 0VIC0 CARRACCI, und links unten: Can<" J. IL 6 Z. 7 L. ßr - 4 Z. 6 L. , 2) Agostino Carracci, Büste von vorn in Oval von Lorbeerblätter« m,t drei geflügelten Genien. In dem unter dem Ovale angebrachten ftouche: AGOSTINO CARRACCI, und gegen die Mitte: Can«" I. u - 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 5 L. n 3) Annibalc Carracci, Büste von vorn in einer Nische mit drei ««Dien. Ohne Namen. II. 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 8 L. Unbekannter Kupferstecher, welcher tun 1580 in Deutsch- ^it, land thätig war. Sein Zeichen limlct, sich auf einem schön ge- K§* stochenen Wappen, welches die Büste eines spitzbärtigen Mannes mit Stülpkappe zeigt. Derselbe ist auch auf dem Helme 2241. land 044 CAP. Nr. 2242-2243. zwischen zwei Hörnern. Oben auf der Schriftrolle steht: Sac: Cae> : M: llenef: Insig : Haidenor. Das Zeichen ist rechts unten. II. 4 1- 5 L. Hr. 3 Z. ? 2242. Polldoro Galdara da Caravaggio hintcrliess eine grosse J Anzahl von Zeichnungen mit reich verzierten Vasen, deren er auch an Facadon von Häusern zu Rom und in Messina grau in Grau malte. In der späteren Zeit des 16. Jahrhunderts, und auch noch zu Anfang des folgenden wurden einige Folgen mit solchen Vasen durch den Kupferstich bekannt, und auch hier handelt es sich um radirte Blätter mit Vasen nach antiker Art, welche sich auf 80 belaufen. Auf verschiedenen Blättern dieser Folge findet man das gegebene Monogramm, wodurch der gegen Ende des 16. Jahrhunderts lebende Radirer den Namen des Zeichners angedeutet haben dürfte. Wir vermuthen darunter den Polidoro da Caravaggio, nicht den Kupferstecher Caspar I'atavinus, welcher den folgenden Artikel behauptet. Letzterer stach in der Weise des Giorgio Ghisi Mantuano, und er müsste daher in den erwähnten Radirungen seine Figonthümlichkcit vollkommen verläugnet haben. Zu Polidoro's Lebzeiten erschien keine Folge mit Vasen, erst lango nach seinem 1543 erfolgten Tod wurden die an den Fac,aden der Häuser und in Sälen immer mehr dem Verderben entgegengehenden Werke desselben durch den Stichel und die Nadel vervielfältiget. Cherubino Alberti, IMetro Santo Bartoli, Gio. Bat. Gallestruzzi, Odoardo Fialetti, Egidius Sadeler, Rene Lochon u. A- haben viele Compositionen vom Untergange gerettet. Gallestruzzi) Ch. Alberti, E. Sadeler, R. Lochon und 0. Fialetti haben auch Folgen von Vasen publicirt, die Blätter mit dem obigen Zeichen rühren aber weder von dem einen noch von dem andern her. Sie erschienen wahrscheinlich unter einem Titel, sind aber von ungleicher Grösse. Viele Vasen scheinen nach antiken Vorbildern gezeichnet zu seyn. 2243. Gaspar Osello, genannt G. ab Avibus Citadelensis, Caspar /TT) /TT) I'atavinus oder Padovano, wurde um 1530 zu Padu» VLjL,G\. / vlK. geboren, und arbeitete von 1555 — 1585. Seine im Ganzen seltenen Kupferstiche nähern sich in der Stichweise jenen des Giorgio Ghisi Mantuano, und somit könnte er der Schüler desselben gewesen seyn. Einige seiner Blätter sind Copien nach Giorgio Mantuano. Malaspina, Catalogo &c. II. p. 177, behauptet, dass sich die Stiche dieses Meisters ungefähr auf ein Dutzend belaufen, Zani schreibt ihm aber eine bedeutende Anzahl zu, welche grösstenteils nur als Copien nach Stichen der Zeitgenossen des Osello zu betrachten sind. Die beiden ersten Monogrammen findet man auf Bildnissen von Fürsten des Erzhauses Oestcrreich, und auf einigen anderen seltenen Blättern mit Portraiten. Unter diese zählen wir das Bildniss des Arztes Andreas Mattiolus Sencnsis mit dem zweiten Zeichen. Oval, gr. 4. Die Bildnisse der Erzherzoge von Oestcrreich hatte der Male'' Francesco Terzi zu Innsbruck in ganzer Figur mit allegorischen BW* werken gezeichnet. Ks stand ihm die berühmte Ambraser Sammlung offen, wo auch jene Harnische aufbewahrt waren, welche die Fürsten trugen. Das Werk belauft sich auf 66 Blätter mit Bildnissen, welche von 1568 — 1573 zu Innsbruck erschienen. Auch das von F. Ters» gezeichnete allegorische Titelblatt ist von G. ab Avibus gestochen' Es hat die Inschrift: Auttriacae gentis imaginum partes Ires ma»"' Francisci RergomatU etc. Das dritte Zeichen befindet sich nach Bartsch P. gr. XV. p. 402 No. 43 auf einer gegenseitigen Copic nach Luca Penni und Giorgio Ghisi. Dieses Blatt, welches die Jahrzahl 1563 trägt, stellt den Jäger CAP. Nr. 2243. 945 Orion vor, wie er die Göttin Diana auf den Schultern trägt. H. 12 Z. 6 L. n. 10 L. Rand. Br. 9 Z. 3 L. Das von Bartsch gegebene Zeichen dürfte aber nur im alten Drucke mit der Adresse des Anton Lafrcri vorkommen. Brulliot I. No. 231 sah niimlich im k. Cabinet y - n l'aris ein Exemplar, welches mit einem aus CS AP. F. bestehenden Monogramme versehen ist, und er schliesst daraus, dass das Zeichen "ci Bartsch entweder ungenau, oder dass zwei verschiedene Abdrücke vorhanden seien. Auf den meisten historischen Blättern dieses Meilers steht der Name, auf anderen: Q. A. P., G. A. P. F., und GASP. F. Ls werden indessen dem Osello auch noch einige andere Monogramme beigelegt, welche theils aus denselben Buchstaben zusammengesetzt ™ B «; allein wenn wirklich Blätter mit solchen Zeichen vorkommen, So rühren sie nicht von Osello her. Folgendes Verzeichniss von historischen Blättern dürfte ziemlich vollständig seyn. Die Bildnisse der österreichischen Fürsten und anderer Notabilitäten reihen sich an. 1) Die Vermählung der hl. Jungfrau, nach Paolo Veronese, *577, fol. 2) Die hl. Familie, nach Giorgio Vasari. GA.P.F. 1565. Nicolo J »«Hi exe. , fol. 3) Die Geburt Christi mit der Anbetung der Hirten, nach Marco d el Moro, gr. fol. Im zweiten Drucke steht neben Oscllo's Zeichen: ST. F. (Stefanos Formit). 4) Die Ehebrecherin vor Christus, nach dem Meister MA. V.l., Wahrscheinlich Marco Angeli Veronese, oder Marco dcl Moro, qu. fol. 5) Das Abendmahl des Herrn, nach Lombard Lombardus. Copie nac 'i G. Ghisi, 1564, gr. qu. fol. 6) Die Geisslung Christi, nach Giuseppe Salviati, gr. fol. Im zweiten Drucke mit Bertelli's Adresse. 7) Christus mit gebundenen HÄnden und der Dornenkrone, nach lj - Lombardus. Nicolo Nelli exe. 1555, gr. fol. 8) Die Himmelfahrt Christi. Marco du Moro inventor. Benetto Sle fani exe, gr. fol. 9) Christus auf der Weltkugel sitzend mit Tod und Teufel zu tJe n Füssen. Franc. Tertii de Bergamo pinx. 1560, gr. fol. 7 10) Der Leichnam des Herrn von einem Engel gehalten, nach F. ^"ccaro. Mit G. P. F. bezeichnet, gr. fol. p H) Die Dispute, oder der Streit über das hl. Sacrament, nach «afaol's Frcscobild im Vatican. Copie nach G. Ghisi. G. A. P. fec. gr - 'mp. q U . fol. 12) Die büssende Magdalena in der Wüste. Paulus Francitci Antuerpi Inuent. 1573, gr. fol. 13) Apollo auf dem Parnass, und die Musen an der Hippocrene, " ac h Luca Penni. Copie nach G. Ghisi, 1563, gr. qu. fol. p 14) Venus im Bade von einem Rosenstrauch verwundet, nach L. t0n ni. Copie nach G. Ghisi, 1564-, kl. fol. t> I 5 ) Der Jäger Orion mit der Diana auf den Schultern, nach L. ren ni. Copie nach G. Ghisi, 1563, kl. fol. n „16) Herkules erdrückt den Antheus. Copie nach Marc Anton, "• No. 346. r„ 17) Das allegorische Titelblatt zu dem Bildnisswerke des F. rerz i, gr. fol. 946 CAP. Nr. 2244 — 2247. 2244. Geronima Parasole, Fohnschnelderfo', war um 1C00 in S~L Korn thätig. Schwester der Isabella Parasole, deren Familicn- *■"- namen Leonardo Norsini annahm, arbeitete sie im Hause ihres Schwagers, besonders nach Zeichnungen des Antonio Tcinpesta, dessen Monogramm man daher auf ihren liliittern findet. Zu den Haupt" werken gehört eine Schlacht der Centauren und Lnpithen, gr. qu. fol Dann schnitt sie auch Iilätter einer Folge von Darstellungen aus dem Leben des hl. Anton. Line solche der Versuchung des Heiligen (rügt ausser dem Zeichen des A. Tempcsta das obige Monogramm der Forrn- schneiderin. Die Folge mit Darstellungen aus dem Leben des Eremiten St. Anton besteht wahrscheinlich aus 27 Blättern, da Tempert* eben so viele 1597 in Kupfer gestochen hatte. Auf einigen Blättern stehen die Initialen PM, welche wohl „Parasole Moglie" bedeuten- II. 7 Z. 3 L. Br. 4 Z. 4 L. Unter dem Monogramme GAP werden wir auf diese Künstlerin zurückkommen. Fs besteht aber auch das obige Monogramm nicht aus CAP, sondern aus GAP, man wird aber mit Brulliot I. No. 232 eher CAP vermuthen. 2245. Gonte Alessandro Pompci von Verona fand unter dem in £ Monogramm AP.f. No. 1114 bereits eine Stelle, und daher ist Qxj- nur zu bemerken, dass in seinem Werke über die architektonischen Ordnungen des Michele Sanmicbeli auch obiges Zeichen aui Kupferstichen vorkomme. 2246. Antoine Caron, Maler von Beauvais, scheint durch dieses Zeichen angedeutet zu seyn. Kr begann seine Laufbahn um 1580, war aber noch gegen 1620 thätig. In der Zeitschrift „L'Artiste" ist eine Abhandlung über diesen Meister, und aus dieser auch einzeln abgedruckt unter dem Titel: Antoine Caron de licauvaiit Peinire du XVI. Siecle par Anat. de Monlaiglon. Paris 1/150, ". Kupferstiche nach seinen Zeichnungen findet man in folgendem Werke: l.es Images ou Tableaux de Platte Peinture des deux Philostrates ein. par Jtlaise de Vigenere. A Paris ehez la veuve Abel t'Angelier ------ ißt") und A Paris ehez Claude Cramoisy — 1621), gr. fol. Das gegebene Zeichen kommt indessen auf keinem der Blätter dieses Werkes vor. Man findet es aber auf einem grossen Kupferstiche, welcher die Messe des hl. Gregor vorstellt. Der Heilige kniet zwischen zwei Engel") und oben schwebt der hl. Geist in der Glorie. Die Handlung geht vor dem links stehenden Altare vor, und unten ist das Monogramm, gr. fol. Dieses Blatt ist in der Weise des Alexander Bctou gestochen, eines um 1645 in Paris lobenden Künstlers. Das Blatt mit St. Gregor wird um dieselbe Zeit entstanden seyn. Es handelt sich aber wahrscheinlich nur um die Copie eines älteren anonymen Stiches, welcher das Bild von der Gegenseite gibt. Von einem französischen Meister aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts ist die Composition jedenfalls wir wollen aber nicht gerade an Antoine Caron festhalten. In den verschlungenen Buchstaben A C liegt sicher die Andeutung des Namens des Malers, und P bedeutet daher Pinxit. 2247. Antonio Capellan, Zeichner und Kupferstecher, geb. W p ■ Verona 1740, war Schüler von Joseph Wagner, und a>'' vap. ine. i )( ,j(; et0 zu Venedig und in Rom. Er hinterliess eine bedeutende Anzahl von Blättern nach Itafaol, Dom. Mariotto, Michel Angelo, Antonio Allegri, F. Barocci, F. Pannini, Dominichino &c. Ini Museo Capitolino, Komac 1750 ff., und im Museo Pio - Clcmcntino, &P CAP-CAR. Nr. 2248-2250. 947 Romac 1782 ff., sind viele Blätter mit antiken Gegenständen. CK Ha- 5}"0n'g Schola Italica pietnrae — Romae 1773, enthält historisehn Blätter nach herühmten älteren Malern. Manchmal steht die Abbre- viatur Cap. ine. auf Blättern dieses Meisters. 2248 Canelh mnr Brulliot ln - No - 19 ° **&> dass s!ch vapeue. pmx. (ljeser Name ftuf cinom von p Durct gestochenen Seeblldo befinde. Es hat den Titel: TEMPS CALME, . Capelle inv., qu. 4. 2249. Simone Gantarini il Pesarese? Dieses Monogramm fand ,g Brulliot I. No. 189 auf einem radirten Blatte in der Weise Q& C 1 des Guido Reni. Links sitzt die hl. Jungfrau mit dem Kinde aajjl, j m g c h ooggo au f er genannte Schriftsteller spricht sich über den Verfertiger icsos Blattes nicht aus, man dürfte es aber als Copie nach Simone antarini il Pesarese nehmen. Die Buchstaben des Monogramms sind , n dem Namen des letzteren enthalten, wenn aber die Compositum von esarege herrühren soll, so darf weder die Jahrzahl 1000 noch 1000 ""' dem Blatte stehen, da dieser Künstler 1648 im 36. Jahre starb. 2250. Arent de Gelder, Historienmaler von Dortrecht, geb. 1643, ( gest. 17*7. Schüler des S. van Hoogstraten, folgte er der AT Richtung Rembrandt's, und hinterliess mehrere Werke, ( /D welche dieses Meisters nicht unwürdig wären. Nur geht O^J\ sein Colorit stark in's Gelbe, aber ohne der Wirkung Ein- ,. trag zu thun. In der Auffassung, und in den wunder- jien Costümen, in welchen seine Figuren erscheinen, zeigt er sich ls ein vollkommener Nachahmer des Rembraudt. Ein Gemälde aus " cr Brabeck'sehen Gallerie gewährt den Blick in A. de Gclder's Werk- '****• Sic gleicht einer Trödlerbude, in welcher Anzüge und Gcräth- "COaften aller Art zusammengeschleppt sind. Der Maler selbst ist im "egriffe, eine Frau zu malen, welche zur Stärkung ihrer Geruchs- "erven eine Orange vorräthig hat. Zu seinen schönsten Bildnissen gehören jene Peters des Grossen von Russland, und des Bildhauers «endrik Notcman. In seiner letzten Zeit malte er 22 Darstellungen ' ls . der Leidensgeschichte, welche ebenfalls zu den Hauptwerken des Täters gehören. Auf mehreren Gemälden und Zeichnungen findet 3» das Monogramm, wohl mit einigen Modifikationen. Den ersten ""««Stäben wird man für C nehmen, der Name des Meisters deutet abe1, auf G. 948 CAR. Nr. 2251. 2251. C. A. Renesse, Zeichner und Radirer, hatte einen Zcit- •T. genossen, Namens J. Renesso, und man kann boido, wenn nicht ^"^ unmittelbar zu den Schillern Remhrandt's, doch zu den geistreichsten Nachahmern desselben zählen. Ihre Blüthczeit fällt um 1651 — 1669. Ausserdem kennt man den C. A. Ronesse nur durch einige seltene Radirungou in der Weise Remhrandt's, und den J. B e * nesse durch landschaftliche Zeichnungen und Radirungen. Die holländischen Schriftsteller sind über diese Künstler noch sehr im Unklaren. Wir haben im Künstler - Lexicon XII. S. 555 von der Hand des C. A. Renesse sechs radirte Blätter beschrieben, worunter aber nur ein einziges das gegebene Monogramm trägt. Auf den anderen Blättern ist es mit dem Namen verbunden. Ein mit CRfec. bezeichnetes Blatt folgt unten. Zur Ergänzung des Artikels im Künstler - Lexicon beschreiben wir folgende Blätter, welche mit Ausnahme von No. 1 daselbst nicht vorkommen. 1) Die halbe Figur eines Mannes mit Barret von vorn gesehen. Er legt die linke Hand mit dem Griffel auf den Tisch, und daher kann man annehmen, dass der Künstler sich selbst vorgestellt habe. Links unten ist das Zeichen, und dio Jahrzahl iOSl gibt die Zeit der Entstehung an. H. 2 Z. 11 L. Br. 2 Z. 7 L. Dieses Blatt ist sehr selten, besonders im Actzdrucke. Später wurde mit der Schneidnadel nachgeholfen. 2) Ein Gelehrter am Schreibtische sitzend, auf welchem vier Folianten und ein Vcrgrösserungsglas liegen. Die rechte Hand ruM auf einem offenen Buche, und in der anderen hält er eine Feder. Brustbild in 3 / 4 Ansicht nach links. Der mit dem Monogramme verbundene Name steht unter einem der Bücher. Hauptblatt des Meisters. H. 9 Z. 3 L. Br. 7 Z. 6 L. Die zweiten Abdrücke unterscheiden sich von den ersten dadurch, dass die Hand, welche die Feder hält, vorn im Kleide ruht. Ferner ist die Platte mit der kalten Nadel überarbeitet, und unten ein« 2 Z. 3 L. hohe Platte angefügt, in welcher folgende Verse eingestochen sind: Magni patica viri 1 antrat, in irnagine tmlturn Qui pirtii oeulit, ore HJiNUSSK referl. Lingua diterta tatet, tatet urbi eugnila virlu* Invidiam tuperam zelui, amore beut Si gratut cupü ene Deo, ti nomine clarui Et vita et scriptis hunc imitare virum. . 3) Ein Knabe mit aufgestülptem Federhute, wie er mittelst eine* Strohhalmes aus einer kleinen Muschel Seifenblasen macht. Er i*t im Brustbild vor einer Balustrade sichtbar, und darüber hinaus blickt man in eine schöne, mit Bergen begrenzte Ebene. Am Pfeiler rechts hinter dem Knaben steht der mit dem Monogramme verbundene Nam e und die Jahrzahl Midi. II. 4 Z. HL. Br. 4 Z. '/, L- 4) Die Beschneidung des Jesuskindes, fast nur im Umriss radirt» Der Priester im Talar und mit der Mitra steht links des Blattes, und auf der Treppe rechts bemerkt man Zuschauer. Unten rechts: J- ?■ Berendrech ex., links: Rembrandt fecit. H. 7 Z. 10 L. Br. 6 Z. 1 &• Bartsch, Oeuvre de Rembrandt II. p. 97 No. 7, tadelt den Mr- Gersaint, dass er dieses Blatt dem Rembrandt zugeschrieben hab«' Es ist wahrscheinlich von der Hand des C. A. Renesse. Im ersten Drucke fehlt dio Adresse des Berendrecht. CAR. Nr. 2252-2254. 949 2252. Carl August Richter, Zeichner and Kupferstecher, wurde CA,J{ nnf rlfx l77 ° '" Drcsd(m gehören, und von A. Zingg 0 ü 'brZ' ^^ unterrichtet, welchem er als Professor der Kupfer- l.// J\_ oe4. Stecherkunst an der k. Akademie in Dresden T? l .f>' tC- Er hinterliess eine bedeutende Anzahl von landschaftlichen filtern, theils in grossem Formate. Auf kleinem Stichen in Ziogg'a Weise findet man die Initialen des Namens, wie auf solchen der Folge v °n 70 malerischen An- und Aussichten der Umgegend von Dresden, welche 1820 mit Text von W. A. Lindau erschienen, 4. £453. Agostino Garracci begegnet uns in diesem Bande so oft, Ctl-fk. ( ' ass w ' r a "' den Index verweisen müssen, in welchem die *f." Nummern angegeben sind. Die gegebene Abbreviatur findet \5ßS man auf dem von Bartsch XVIII. p. 71 No. 67 beschriebenen "latte mit St. Franziscus in Entzückung. Unten steht: Franc. Van- n ™s- Sen. Inuentor, rechts: Car. fe. iaf)5. IL 8 Z. 10 L. mit 5 L. «and. Br. 8 Z. 10 L. Dieses Blatt hat Agostino Carracci in seiner besten Zeit ge* «ochon, und zwar nach der Radirung des Franc. Vanni. Doch bildete Cr den Engel mit der Violine nicht nach, sondern fügte einen solchen nach eigener Erfindung bei. Auch der landschaftliche Grund ist von '' l,n selbst erfunden, so dass die Composition fast den Charakter der Originalität trägt. Im Rande sind vier lateinische Verse: Vesine dulci- '°9M(i* Ales ------ amasse lyra. 2254. Annibale und Agostino Garracci begegnen uns in diesem Ca>r I dei Carracci (i m Palnzzo Fava) intagliate e dedicale ' I ' ' al Serenissimo Principe Leopolde Medici da G. Kl- MitcUi — io(13. — Bartsch P. gr. XIX. p. 267 ff. No. 49 — 68 besehreibt die Blätter mit der Geschichte des Aeneas. IT . Caracc. .lnv. liest man auf einem Blatte mit der Anbetung der urten, welche Lodovico Mattioli nach Annibale Carracci's Stich !'°l»ii't hat, B. No. 2. Mattioli gab das Bild von der Gegenseite, und widerte ausserdem nur die Ruine, indem er oben aufsetzte, so dass 'e nicht wie bei A. Garracci in die Breite, sondern in die Höbe geht. ° e h* selten sind die Abdrücke vor der Dcdication im Rande: Domino °Mpho J) e Crispis Jiononicn. Alias Spagnolo. Iconem hanc eximii moris Annibalis Caraccii llononien. ü. D. D. Lud. MaUhiolus. IL 6 Z. Jir - 4 Z. 10 L. Caracc. Inu. liononie steht auf dem radirten Blatte eines unbe- jyinnten Meisters, welches die hl. • Pellegrinus erscheint. Die Comp »nuten Meisters, welches die hl. Jungfrau vorstellt, wie sie dem i {'ellegrinus erscheint. Die Composition ist von Annibale Carracci. ' n Rande liest man: Imaginc di San Pcllegrino Iie di Scotia etc. Vom. '"i'touani al siqnor Giacomo Oltavio Beccatclli. IL 11 Z. 6 L. Br. 7 Z. ''''. Maler Domenico Feti hatte den Beinamen Ma.ntuano, es ist aber S[ e ifelhaft, ob der Dedlcator Dom. Mantouani dieser Künstler sei. ''jemand schreibt ihm irgend ein radirtes Blatt zu. M, ">ogra mmi3ton . 65 950 CAR— CARL. Nr. 2255 — 2258. Carats. p. lesen wir auf zwei Kupferstichen, welche Theodor van Kessel nach Annibale Carracci gefertigot hat. Das eine dieser Blätter stellt Christus bei der Samariterin am Brunnen, das andere die Ehebrecherin vor dem Heilande dar, qu. fol. Caraza. ine. ist ein Kupferstich aus dorn Verlage des Justus Sa- deler bezeichnet. Dieses Blatt stellt die Ueberraschung der Susanna durch die beiden Alten vor, in Copie nach dem Stiche von Annibale Carracci, B. No. 1, kl. fol. Carazzi. fe. steht auf einem Blatte von Agostino Carracci. Es stellt Christus am Kreuze vor, rechts Johannes, und gegenüber die hl. Jungfrau in den Armen der Frauen. Unten rechts steht: Pao. Ver. in., links: Ilora. Her. for. II. HZ. Br. 8 Z. Bartsch bemerkt nicht, dass der Name Carazzi auf dem Blatte stehe, und er scheint daher einen Abdruck ohne diesen gesehen zu haben. Er steht links unten. 2255. Carlo CesiO, Maler und Radircr, Schüler von Pictro da ., , Cortona, geb. zu Androco 1626, gest. zu lar. bes. del. Ilioti 1686. Maler von Ruf, hinter- Car. Ces. del. e. sculp. licss cr anoh cine l>cdfi»tende Anzahl von geistreich radirten Blättern, deren Bartseh XXI. p. 104 ff. 90 beschreibt. Die meisten sind mit dem Namen bezeichnet. Nur auf einigen Titelblättern, welche von Albert Clouet u. A. nach seinen Zeichnungen gestochen wurden, liest man: Car. Ces. del. Auf einem eigenhändigen Blatte des Künstlers, welches Christus im Gespräche mit dem Cananäischen Weibe vorstellt, steht: AM. Car. In. — Car. Ces. del. e sculp. H. 12 Z. 6 L. Br. 9 Z. 3 h- B. No. 1. Wenig bekannt ist eine schöne und kräftige Original- It.uliiiing mit Maria, dem Jesuskinde und dem kleinen Johannes in Oval. Links unten steht der Name: Car. Cacsius pin. et scul., fol. 2256. Cur Cum rnnril d ' h " Carl ° Cianani p > stcM f^ur. \_ genannt Nipote de' Carracci. hinter- C>AR. CiAK. t. 1040. fioss nur cino gering A M ahl von G* mahlen, da er die Kunst nicht zum Broderwerbc übte. Die Abbreviatur seines Namens findet man auf der gegenseitigen Copie eines der trefflichsten Blätter des Annibale Carracci, B. No. 14. Es stellt den hl. Ilieronymus in der Wüste vor, wie er, nach dem Ilimine' blickend, die Brust mit dem Steine schlägt. In der Mitte unten steh': S. IIIERONYMUS, links: ANI. CAR. IN., und rechts: CAR. GAR E ß r Lieser Name steht auf einem radir- C/ Ot/Pc? T &Gt/fc teu ^ attc > welches einen Bauer ~* hinter dem von zwei Ochsen bekannten Wagen vorstellt. Rechts steht ein Bäumchen, und in der Mitte unten: Carl fecit, qu. 8. Nach Brulliot in. No. 197 soll dieses Blatt von dem Erzherzog j.. von Oesterreich herrühren, wir fanden aber keine weitere Bestätigung dieser von Brulliot selbst bezweifelten Angabc. Die Erz- erzogin Carolina von Oesterreich, nachmalige Königin von Sicilien, «eiche sich um 1766 durch Zeichnungen und Radirungen als Künstcnn Huf machte, wird wohl das erwähnte Blatt nicht radirt haben, «flössen könnte nach dem Worte „Carl" der Punkt vergessen seyn, p dass Carolina fecit zu lesen wäre. Sie radirte 1766 einen auf dem *assc sitzenden Bauer, und 1767 ein auf dem Fasse sitzendes Madien mit dem Huhne. II. 4 Z. 10 L. Br. 3 Z. 9 L. 2260. Carlo Dolce, Maler von Florenz (1616—1686), hinterlicss Carl Dir F c ' ne z ' om l> c ' ie Anzahl von Zeichnungen, welche später in verschiedenen Besitz übergingen. Eine solche bc- *ss auch der im Jahre 1815 zu München verstorbene Maler Bar- /""'oniäus Weiss, und dieser radirte sie in Kupfer. Das Blatt teilt in halben Figuren die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem ^clioosse und St. Joseph vor, kl. 4. Im ersten, seltenen Drucke steht "Wen: Carl. DU. F. Weiss wollte dadurch die Radirnng dem Carlo °'ce unterschieben, später gab er aber den Beisatz: Weyst fec. »261. Carl Morgenstern, Landschaftsmaler, wurde den 28. Octobcr ^. 1811 zu Frankfurt am Main geboren, f*^.*/ jfS ^y J- un< * von se ' lim Vater Johann Friedrich K -'0(M' %/yl/ # /^Pt^ (t 1844) unterrichtet. Wir haben ihm rfj im Künstler-Lexicon IX. S. 469 eine 4 0 16 60 ' 1,atte a ' s K» nst l cr grossen Carlo tt ir Kuf - Er ra( l' rtc 60 Blätter mit Theaterdecora- «w//. sc. tionen und Mustern zur Verzierung von Zim- j, e . ri1 "nd Sälen, Cornichen, Fenster- und Camingesimsen &c. Die un'i i Ungon si,u ' tneils von Buffagnotti, theils von M. A. Chiarini v" u "■ Galli - Bibiena. Auf einigen Blättern steht der abgekürzte am e des Radirers, auf anderen C. B. Unter diesen Initialen, No. 2337, «ruon wir den Titel des Werkes geben. 65* 952 CARL —CARR. Nr. 2263 —22G9. 2263. Carlo Cagliari, und Garletto, wird gewöhnlich der Sohn /"■ADT C\ riT liDl ^ cs Malers I'aolo Veronesc genannt, aul w\KHJ. L>AL,1AK1. c i nf , m Gemälde der Galleric Gimuccim VERONESE. F. in Rnm stc,lt fl1)(!r (li0 gegebene Inschrift, in welcher der Künstler Caliari sich nennt. Seine Werke sind selten, da er bei seinem 1596 erfolgten Tode kaum 26 Jahre zählte. 2264. Antonio Cameo, irrig Carnio genannt, wird von Land rVir-Moiic fnn & ^ a ucr g ri)SSto Künstler Friaul's erklärt. Dicss ist varneus \ac. abor ym i7 j a i lr i mmlert zu vnrs t e hcn, da Carneo nach 1680 starb. Seine Werke sind zahlreich. Die Familie Oaisclli zu Udine besitzt in den Stanzen ihres Hauses eine ganze Gallorie- Wie oben bezeichnet ist das grosse Gemälde der Madonna mit dem Kinde, ein Geschenk der Stadtverordneten zu Udine, ehedem in der Capclle der Citadclle daselbst. Es befindet sich jetzt auf dem Stadt- hause zu Udine. 2265. Carlo Orsolini, Kupferstecher, geb. zu Venedig um 1710, rW Omni- «rii/t) Kest " m 178 °- DifiScr Künstler hinterliess var. ursoi. scuip. liMn hw, historische Darstellungen u. s. *• Kr schrieb gewöhnlich den Namen aus, nur auf Titelblättern findet man zuweilen die Abbreviatur desselben, wie auf jenem zur Folge d» Landschaften des Marco Ricci, fol. 2266. Carot fecit. **&* Bezeichnung findet man auf einem n 4 rar R nt gestochenen Blatte, welches den !"• Home lolfo. ]]icronymus in einer Landschaft vorstellt- Er sitzt auf einem Baumstamme mit dem Kreuze in den Händen, und dem Todtonkopfe auf dem Schoosse. Unten gegen die Mitte: llome ir,lt. r , Carot fecit, kl. 4. Her Künstlername „Carot" ist wahrscheinlich abgekürzt, wir können ihn aber nicht ergänzen. Die Darstellung erinnert an die Schule der Carracci. Cornel Cort ist nicht darunter zu verstehen. 2267. Joaö Silverio Carpinetti, Zeichner und Kupferstecher) c«rn «mir, Thhna war " m 1750—1780 in Lissabon thätig. Die carp. scuip. lAsuoa. Abbreviatur seines Namens findet man auf meh-_ reren Kupferstichen in dem Werke des Theodor de Almcida: Hecreaco" Philosoplüca. I.isboa 1757. Zu seinen Ilauptblättorn gehören aber die Bildnisse der Familie Pombal, und die grosse Ansicht von Lissabon mit dem Marquis Pombal im Vorgrunde, und der Schrift: L. Vanloo et ./. Verriet pinxerunt anno 1767, A. ./. Pedraö et J. S. Carpinetti delineaverunt. J. Beauvarlet sculpsit. 99 RR / 1 „»„ , „„ „ steht auf einem Kupferstiche nach BlancharnS «WO. ^ r P lon •& welcher die hl. Magdalena vorstellt, lieber einen „Carpion" finden sich keine Nachrichten. Der Schriftstochcr l' at nämlich diesen Namen statt „Charpignon" cingravirt. 2269. Annibale Carracci, welcher unter A C u. s. w. bereit 3 _ . eingeführt ist, bezeichnete auf solche Weise eines so'" (jüTra: in. ner schönsten Blätter, welches radirt und mit den' 1591. Stichel vollendet ist, B. No. 16. Die hl. MagdaUO» sitzt in der Wüste auf einer Strohmatte, und wcn. ausführliche Stelle, und es sind dort auch die radirten Blftt- ^_ ^j ^r beschrieben, auf welchen die gegebenen Zeichen vorkommen. Es ist C. Schut Antverpiensis zu losen. 2271 CAT Heller (Monogr.-Ucx. S. 6(>) sagt, dass sich diese J ' Buchstaben auf den niederländischen Formschneider Antonius Cornelius, oder Cornel Teunissen beziehen. Der gebannte Schriftsteller lässt diesen Meister um 1440 arbeiten. Hierin herrscht ein doppelter Irrthum. C. Teunissen zeichnete nicht j-^ T , sondern C T zu den Seiten eines Cylinders mit darauf- Resetztem Kreuze, welcher daher mit Unrecht für A genommen wurde. Auch lebte Cornclis Antoniszc, oder nach dem Volksdialckt Teunissen, Vl el spater, als Heller angibt. 2272. CATAK1NVS P1NXIT. ffM einem alten Gemälde in der Samndung des Sig. Agostino Tini zu Cittä dj Castello. Es stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde in einem azurblauen UIU i m jt goldenes Arabesken verzierten Mantel vor. Sie sitzt auf einer mit Blumen besäeten Frderhdhung, und zu ihren Füssen Jjegt der Mond, wie durch Zufall dahin geworfen. Unten auf einem Zettel steht der Name des Künstlers. Cav. G. Mancm i (Memoria di akuni arlcfiä clel disegno che fiorirono ,n ciuä di Castello II. p. 42) glaubt, dass dieses Gemälde zu Ende des 12. oder in der ersten Zeit des 13. Jahrhunderts entstanden sei, u ml daher der Periode vor Cimabuo angehöre. Ticozzi behauptet, dass sich im Convcnte Corpus Damin] zu Venedig eine Tafel mit der Aufschrift Kalarinus pirueü befunden habe. Allein weder Ridolfi noch ^anzi wissen von einem Venezianer „Katarinus" etwas Gewisses, und ** nn zu Anfang unseres Jahrhunderts, wie die Sage geht, in Venedig ■wirklich ein Bild mit dieser Inschrift vorhanden gewesen wäre, so dürfte es den genannten Forschern nicht entgangen seyn. Die obige 'nschrift ist aber verbürgt. Sig. Tini besitzt einen merkwürdigen Schatz aus der Zeit der Kindheit der Kunst. Nach Cav. Mancini s l'. l 'ieht aus dem Bilde der Madonna des Meisters Catarinus ein gewisser „gusto gotico-tedesco", die Deutschen werden ihm aber seinen Landsmann Catarinus nicht entführen, da er ihn entschieden für Cittä Ul Castello in Anspruch nimmt. 2273. Unbekannter Formschneider. Dieses Zeichen findet man ^*4 auf einem schönen, in der "Weise des Hans Burgkmair bc- I ^* handelten Holzschnitte, welcher den hl. llochus vorstellt. VXf* Der Heilige steht auf einem Piedestal, stützt die rechte , ^-* Hand auf den Stock, und hält in der anderen einen Rosen- Kranz. Am Piedestal sieht man zwei kleine Figuren in Verehrung, '""I ausser dem obigen Zeichen ist noch ein zweites, aus TNF begehendes Monogramm beigefügt. Unten in der Mitte steht die Jahr- Zahl MD V. Oben liest man: Ad xpeetatum doclrina et pietate patricium Wrum ]) om i num Sixtum Tücher. — De diui liochi Confessoris vita etc. Rechts und links am Rande sind lateinische Verse, kl. fol. Brulliot I. No. 205 scheint ein beschnittenes Exemplar vor sich gehabt zu haben, da er weder von den Versen, noch von der Auf- 954 CAV-CAW. Nr. 2274-2277. schrift etwas bemerkt. Auch die Jahrzahl ist ihm entgangen. Ueher den Formschneider wagen wir keine Vcrmuthung. Er lebte wahrscheinlich in Nürnberg. 2274. Crispin van den Broeck, Maler, Architekt und Kupfer- C-KA7- -p» Stecher von Antwerpen, war Schüler von Franz Kloris, \X Yjy und malte verschiedene historische Bilder in der Weise desselben. Auf einigen findet man das gegebene Zeichen, wie auf dem Bilde der Anbetung der Könige in der k. k. Galleric zu Wien. Auf Kupferstichen kommt dieses Monogramm nicht vor. Du Zeichen derselben besteht gewöhnlich aus den Buchstaben c Vß-, worüber wir an der betreffenden Stelle handeln. Der Artikel über diesen Meister soll hier überhaupt nicht als abgeschlossen betrachtet werden. 2275. Dirk van Deelen soll nach Brulliot App. I. No. 17 der •ey T">v Träger dieses Zeichens seyn. Der genannte Schriftsteller L\ / 1 liest aber C A V D, so dass man eher auf Carel van Deelen Kj\L^S rathen möchte. Wir werden unter C VI) dieses Monogramm wieder bringen, und das Weitere verhandeln. 2276. Claas van Wieringen? Dieses Monogramm gibt Christ S*y S. 134 mit der Bemerkung, dass es vielleicht dem ClaaS ( AVy van Wicringen angehöre, was Heller in seinem Monogr.- V^/\V Lexicon fast als gewiss annimmt. Allein C. van Wieringen bediente sich zur Bezeichnung seiner Werke eines aus C C W bestehenden Monogramms, da er Cornelis Claasz beisst. Er malte Marinen und Landschaften mit Staffage, Niemand sagt uns aber mit Gewissheit, dass das gegebene Zeichen auf Bildern oder Kupferstichen dieses Künstlers vorkomme. Christ scheint es jedoch vorgefunden zu haben, da er von keiner Mittheilung zweiter Hand spricht. Das Räthsel wird der folgende Artikel lösen, nämlich jener des Gabriel Weyer, welcher wahrscheinlich für Claas van Wieringen eintreten muss. 2277. Gabriel Weyer, auch Wycr, Maler und Kupferstecher, geb. zu Nürnberg um 1580, gest. zu Coburg If°*Vr 1*aY/ llm *"40. Dieser geschickte und fruchtbare ,LAX>rAV Künstler ist durch historische und allegorische Darstellungen bekannt, deren viele in Kupfer gestochen sind. Sein Hauptwerk machen die 77 emblematischen Ott' der zwischen den Fenstern des Rathhauses in Nürnberg aus, doch haben die Malereien stark gelitten. Peter lsselburg hat sie 1617 gestochen. Die Gemälde in Gel scheinen sehr selten zu seyn, doch findet man noch eine ziemliche Anzahl von Zeichnungen, und Stiche nach solchen. Elftere sind mit der Feder umrissen, theils getuscht, Iheils in Bister ausgearbeitet, und mit Weiss gehöht. Auf Zeichnungen und Stichen nach G. Weyer fand Brulliot I. No. 238 die gegebenen Monogrammen. Im Künstler-Lcxicon XXI. S. 366 haben wir Kupferstiche fremder Meister und eigenhändige Radirungen Weyer's verzeichnet. Zu den schönsten Blättern gehören jene mit den Darstellungen aus der Parabel vom verlornen Sohne, welche P. Isselburg gestochen hat, qu. fol. Dass der Künstler auch im Genre tüchtig war, beweiset ein Blatt von demselben Kupferstecher. Es stellt einen Saal vor, in welchem verschiedene Paare bei Musik versammelt sind. Der Stich ist von 1613, qu. fol. Vcrgl. auch den vorhergehenden Artikel. CAW —CB. Nr. 2278—2282. 955 2278. Charles Augustin Wauters, Historienmaler, wurde den C. ITT 23. April 1811 zu Boom bei Antwerpen geboren. J\ W ^ r besuchte ^ e vaterländischen Akademien, hielt " '■»■■' sich auch einige Zeit in Paris auf, und liess sich 1836 in Mecheln nieder, wo ihn das Institut der schönen Künste zu "einen Mitgliedern zählt. Wauters ist durch eine bedeutende Anzahl Von historischen Bildern bekannt, deren man in Kirchen, Palleten und ■Privatsammlungen findet. Wir haben im Künstler-Lexicon XXI. S. 182 Mehrere Werke aufgezählt. Auf einigen derselben, besonders solchen In kleinerem Formate, stehen die Initialen des Namens. Diese Buchstaben weichen von jenen im Drucke wenig ab. 2279. Egidlus oder Christian Cawenbergh? Dieses Monogramm f* \~\7~ /~> /- fanden wir auf einer Zeichnung, welche 1 vl/Vv^J Jü 6"J . Christus mit der Weltkugel segnend vor- V- ^ stellt. Sie ist mit der Feder und in Tusch ausgeführt, gehört aber zu den manicrirten Produkten damaliger Zeit. u cr Verfertiger ist wahrscheinlich der Maler Egidius Cawenbergh, welcher 1667 in Cöln das Meisterrecht erlangte, und noch 1691 daselbst arbeitete. Nach Mcrlo, Kunst und Künstler in Cöln S. 79, malte dieser Künstler historische Darstellungen, welche flüchtig behandelt, Jf»d von unrichtiger Zeichnung sind. Sein Vater Christian, geb. zu Uelft 1604, wird sich des gegebenen Zeichens wohl nicht bedient 'aben. Er malte grosse historische Bilder und Familienportraite, «eichen er eine gefällige mythologische Einkleidung gab. Diese Butter sind nach Merlo gut gezeichnet und von vortrefflichem Colorite. ^esswegen sollte man nicht glauben, dass die erwähnte manierirte Zeichnung von ihm herrühre. Er starb 1667 in Cöln. 2280. Unbekannter Meister. Frenzel erwähnt im Catalog Stern- G- A Z inuentor hcrg I]l ' Nü ' 4203 oincs Kupferstiches von f ' ' Hans Collaert, welcher die Predigt des Tüu- ^ r s Johannes vorstellt, eine reiche Composition im Charakter des kalviati oder D. da Volterra. Dieses grosso Blatt ist bezeichnet: • A- Z. inuentor. II. Collürt sc. Adr. Hub. exe. Antwcrpiac 1570. Dasselbe Blatt beschreibt auch Heinecko im Dict. des Art. 111. P - 253, sagt aber, es sei mit 0. A.Z. bezeichnet. Dagegen liest Huber Wandbuch III. 8. 98) II.A.Z. Wir haben diesen Kupierstich nicht Besehen, und können daher die richtige Lesart nicht bestimmen. 2281 C t stc ' lt; ar| f e i ne,n schön radirten Blatte, welches „ ' vazes V- einen Brunnen ausserhalb einer morgenländischen °tadt vorstellt, an. fol. Statt „Cazcs" sollte „Oatsas" aufradirt seyn, a das Blatt in das Keisewcrk von L. F. Cassas gehört: Voyage pitto- »que de la Syrie, de la Phenice etc. Pauquct hat das erwähnte ß 'att radirt. ' «82. Caspar Braun, Zeichner und Maler, wurde 1807 zu **yüc levens en werken der holl. en vlaam. A'unslschilders" etc. I. p. ölt "J dieser Johann Caspar Bleckcr festgehalten. Und er mag auch Wirklich Gaspard oder Caspar Bleckcr gehcissen haben. Seine zwölf "lätter verzeichnet Bartsch IV. p. 105. Weigel's Supplements au i eintre-graveur I. p. 167 sind damit zu vergleichen. 2291. Bartolomäus Groenius soll nach Christ, Monogrammcn- Erklärung S. 136, der Träger dieses Zeichens heisseu, welcher aber in der Kunstgeschichte ganz unbekannt ist. Strutt schrieb in seinem Biographical Dictionary Christ'« Vcr- muthung nach. Orlandi copirte dasselbe Zeichen, und deu- • "" tetc es auf Cornel Bos oder Bus, worin ihinMalpi' folgte. AfRoiHl ein Blatt mit diesem Monogramme weiss keiner der genannten kchriftstcllcr anzugeben, und in obiger Form kommt es auch nicht | 0r - Es handelt sich um das Zeichen des Meisters C. B., welchen Bartsch VIII. p. 533 zur Familie der Ilopfer zählt. Dieser Schriftsteller gibt es B. X. tav. 4 No. 45, kennt aber den Kupferstich mit Uc 'nselben nicht. Unter No. 2294 ist dieses Blatt beschrieben. 2292. Carl Breslauer, Maler aus Warschau, machte um 1830 *—* seine Studien an der Akademie in Berlin, und begab sich dann fti zur weiteren Ausbildung nach Düsseldorf, wo er von 1832 an \AJ Bilder zur öffentlichen Ausstellung brachte. Sie bestehen in r 1 Landschaften mit Figurenstaffage, und in architektonischen Anwehten, jedoch immer in der Art, dass die Landschaft als Hauptaufgabe des Künstlers erscheint. Auf mehreren Gemälden, besonders Elchen der früheren Zeit, steht das obige Monogramm. 2293. Giovanni Battista de Cavalleriis, Kupferstecher, geb. zu Q / r-^ f Lagherino 1525, arbeitete in Korn um 1550-1590. Seine ($ Blätter sind zahlreich, doch kennen wir keines mit einem /V -^ der gegebenen Zeichen. Das erste legt Rost III. S. 203 u fesein Künstler bei, die Stiche aber, welche nach dem Verzeichnisse u 'eses Schriftstellers mit Monogrammen versehen sind, sind nicht in "Olger Weise bezeichnet. Das zweite Zeichen bringen Heller, Monogr.- '"' x "'ou S. 67, und Brulliot I. No. 814, während aber ersterer entluden für B. de Cavalleriis sich ausspricht, zieht letzterer die Angabe in Zweifel, da ihm nie ein Blatt mit dem einen oder dem nndo- j£ n Monogramme vorgekommen ist. Die sicheren Zeichen diese* .^»Stiers bestehen entweder aus den Buchstaben BC1 in aufsteigen- er Linie, oder aus C1B in waagrechter Stellung. 2294. c. B. Hopfer, Birnbaum, Bosch oder Busch? Der Meister mit diesem Zeichen gehört zu den Kupferstechern, welche um 1531 zu Augsburg gelebt haben. Man findet aber das gegebene Monogramm nur auf einem t . einzigen Blatte. Zwei andere Stiche sind mit den Ini- I "'" C B. und der Jahrzahl llj.il versehen, und drei weitere Blatter ,; l ,' (in "nr das figürliche Zeichen, welches Christ (Monogrammen- g«Haruna S. 135) für ein Bäumchen nimmt, und abweichend von der ^ ürni auf den Kupferstichen als solches in Abbildung gibt. Der Küster deutete aber dadurch nur die Stadt an, in welcher er gelebt /*?> nämlich Augsburg. Wir erkennen darin kein Bäumchen, auch S'Hopfensträiisschen, wie man auf Kupferstichen der Hopfer dieses a,,f i e Zeichen erklärt, sondern eine freie Nachbildung des Punen- pie 's, welcher im Stadtwappen von Augsburg vorkommt. Die Form 960 CB. Nr. 2295. ist aber nicht immer dieselbe, wie sie oben gegeben, und den Ini- tialcn C. H. beigefügt ist. Wir kommen daher unter den figürliche" Künstlorzcichen darauf zurück, um zu zeigen, data von einem liiium- cben «dar einer Ilopfenblütho keine Rede seyn könne. Christ hielt aber ersteres fest, und kam zu der Vernmthung, dass die in der Weise der Ilopfer'schen Schule geätzten und gestochenen Blätter von einem Nürnberger, Namens Busch oder Birnbaum, herrühren könnten. Er zieht auch noch die weitere Conscipicnz, dass der Kupferstecher Cornelia Hos oder Busch, sowie Wilhelm Husch (BosCi Silvius), nicht holländischer Abkunft seyen, sondern aus Ober-Deutschland stammen möchten, und Cornelia Bos die Kupferstecherkunst in Nürnberg erlernt haben dürfte. Die Blatter des C. Bos stimmen aber nicht mit jenen des Meisters CIL, und ein Nürnberger Busch oder Birnbaum ist nicht nachzuweisen. Wir können aber auch mit Bartsch VIII. p. 533 nicht übereinstimmen, wenn er aus dem sogenannten Hopfensträusschen (houblon) auf ein Mitglied der Familie Hopfs* schliosseti will. Dagegen streiten die Buchstaben C. II. , welche nacn Bartsch die Taufnamen andeuten sollen. Daniel und Lambert Hop« 1 zeichneten immer IIII und L II mit Beifügung des Augsburger PiWi und es ist nicht denkbar, dass der Meister C. li. allein das II weggelassen habe , da doch keine Verwechslung eintreten konnte. Aus seinen Blättern geht aber deutlich hervor, dass er ein Schüler des Daniel Hopfer war, und wegen der Achuliehkeit seiner Arbeiten mit jenen der Hopfer wurden später die Blätter dem Hopfer'schen Werk 0 beigefügt, Darauf deuten die Nummern in den späteren Abdrücken. Wir beschreiben hier nur das Blatt mit dem gegebenen Monogramme, welches Bartsch nicht kannte. Die übrigen Kupferstiche sind unter c. II. t03i verzeichnet. Kino allegorische Darstellung nach den Sprüchen Salomon's XVI- 1". Oben auf einer langen Tafel steht: IIOKKART 6ET VOR DE» VERDERBEN HER. VND STOLZER MVOT VOR DKM FALL. I SI'RYCII BALOMO. XVI. C. M. D. XXXI. Den Hintergrund bildet eine Landschaft, und rechts auf dem hervorragenden Berge steht ein 0 Burg, Am Futse dos Berges führt der Weg über einen Damm ntic» links in den Mittelgrund, wo man am Hügel unter Bäumen ein I' 11 ' und einen Kirchtlumn sieht. Links im Vorgrunde reitet ein stattlicher Mann im Costümo der Zeit des Künstlers, und hinter ihm b*' merkt man eine vornehme Dame mit einem flachen Federhute. ■* sprengt nach links hin, indem er nach dem Bettler mit der KrttC** zurückblickt, welcher am Wege steht, und sich mit der Rechten au» den Baumstamm staut. Rechts von diesem Armen geht ein Zweikampf vor sieh. Einer der Kämpfer ist zu Boden gefallen, vortheidig 1 ' 1 sich aber noch mit dem abgeschlagenen Schwerte gegen den auf j*jj eindringenden Gegner. Barret und Feuergewehr liegt vor ihm aOi dem Boden. Unten rechts bemerkt man das Monogramm. II. 1 >" 3 L. Br. 10 Z. 7 L. Dieses Blatt ist im ersten, vollkommenen Abdrucke sehr solle 1 '- Ks gibt aber auch gute neuere Abdrücke. J. Heller in Bamberg b°' sass die Blatte. 2295. Unbekannter Kupferstecher. Nach Brulliot App. I. No.l* 0 I ------._________ findet man dieses Zeichen auf einem radirWj 15 *2rÄ l Zeichner an, welcher gegen Ende des 16. Jahrhunderts thätig war. Wir vermutben darunter den Rechenmeister Caspar Binner *°n Augsburg, welcher zu den Schülern des Hans Ncudürti'er gezählt Wird. Er gab verschiedene Flugblätter auf merkwürdige Zeitereignisse ''•raus, welche im Holzschnitt erschienen. Auch Jost Amman's „Eigent- **• Abbildung der ganten Ilandclsschafl. Augsburg 1660", bearbeitete ? r zur neuen'Ausgabe, welche 1622 bei Wilhelm Peter Zimmermann ' n Augsburg erschien. Obiges Zeichen, mit jenem des Formschneiders ' J '■■ F. mos, steht auf einem Holzschnitt, welcher die Eroberung Ungarns durch die Türken vorstellt. Oben steht in beweglichen Rettern; Figürlicher vnd Augenscheinlicher Schauspiegl, Türkischer Tj/ran- "V, u>ider alle die, so Christlichen ISamen tragen vnd haben. — II. 6 Z. 1 L - Br. 13 Z. 8 L. 2299. Pietro Paolo Bonzi, Landschaftsmaler und Radirer von WS! (lortuna > genannt II Gobbo de' Carracci, soll nach dB IR JHK Acr gewöhnlichen Annahme 1570, oder gegen 1575 ge- V/fl^/TlllJ) 1)0n;n wor( i,, n soyn . Allein Malvasia nennt ihn Schüler iK ^ des Landschaftsmalers G.B.Viola, welcher den 16. Juni •076 geboren wurde, und somit muss Bonzi jünger gewesen seyn. ' ai| zi zübit jj,,, , lln . , /n j OT niittelmässigen Künstlern, und hatte somit nie ein Bild von Honzi's Hand gesehen. Seine Landschaften v l 'Hl sehr schön, so dnss Annibale Carracci und Dominichino es nicht. l«an hten ' Qioselben mit Figuren zu schmücken. Man lässt ihn oJO oder 1635 zu Rom im 60. Jahre sterben, und zwar unter Be- 962 CB. Nr. 2299. rufung auf Baglione. Dieser Schriftsteller sagt aber nur, dass Gobbo im Pontificate Urban VIII. (1623 — 1644) gestorben sei. Obige Zeichen findet man auf den radirten Blättern dieses Meisters. Brulliot und Heller geben sie in einer etwas abweichenden Form, wie es Oberhaupt bei Corden nach Copien der Fall ist. Wir haben aber die beiden ersten Monogrammen über den Originalen durchgezeichnet, das zweite erscheint aber meistens gekritzt, und wenn man die obere Verbindung der beiden senkrechten Linien nicht genau in's Auge fegst, so könnte B II vermuthet werden, wio Bartsch es gethan zu haben scheint, da er auf der Monogrammentafel HB gibt. Das dritte Zeichen fügt Brulliot I. No. 830 bei, sowie ein anderes, welches aus PB besteht, und von unserm zweiten auch insofern abweicht, als die beiden senkrechten Linien unten geschlossen sind. So wie die Monogrammen oben gegeben sind, wird sie der Unkundige für CB, weniger für CPB nehmen, da man eigentlich „P. P. Bonzi Cortoncse' lesen muss. Gori Gandcllini, Ileincckc, Iluber, Malpe und Bryan &c. deuten diese Zeichen auf Orazio Borgiani, dessen Monogramm aber aus // // besteht, und mit obigem nichts gemeia hat. Bartsch P. gr. XVIII' p. 130 schreibt die Blätter mit jenen Zeichen dem Jakob Cavedonc zu, gibt aber HB mit dem Schnörkel vorn ia der Art, wie unser zweites Monogramm, welches aber oben geschlossen ist. Die von ihm beschriebenen Blätter stellen No. 1 den Engel mit dem jungen Tobias, No. 2 die hl. Familie mit St. Anton und St. Catharina, und No. 3 die Taufe Christi dar, letztere mit dem ersten Zeichen links unten. Brulliot war der erste, welcher diese Radirungen dem P. P. Bonzi vindicirte, und zwar nach einer handschriftlichen Notiz des bekannten Kunstkenners Mariette. Doch beruft sich auch Bartsch für Cavedonc auf eine Handschrift Marietto's, welche aber früheren Datums ist, als jene, deren Brulliot erwähnt. Jedenfalls passt das Monogramm eher auf Bonzi, als auf Cavedonc. Auffallend sind indessen etliche radirte Landschaften mit dem Namen „Gobbo", worunter wohl Bon» zu verstehen ist. Sie sind in einer anderen Weise behandelt, als die von Bartsch beschriebenen Blätter, doch nur als Skizzen zu betrachten. Nachträge zum Pclutre-gravcur von A. Bartsch. 1) Landschaft mit Bäumen, in welcher Tobias mit dem Engel geht. Der Fluss, aus welchem er den Fisch gezogen, durchschneidet quer das Blatt, und am Ufer liegt ein langer Baum. Unten nach links ist das zweite Zeichen, aber nur gekritzt, nicht stark einradirt- H. 5 Z. 9 L. Br. 8 Z. 6 L. 2) Die Predigt des Täufers Johannes. Er sitzt rechts in einem kleinen Gehölze. Vor ihm bei einem Baume bemerkt man fünf Zuhörer, und zwei andere fast in der Mitte des Vorgrundes. Links io der Ferne fahren fünf Männer im Kahne auf dem Flusse. Das zweite Zeichen ist links unten. II. 5 Z. 7 L. Br. 8 Z. 6 L. 3) Die hl. Familie in der Landschaft bei einem grossen Baume sitzend. Im Mittelgründe nach links steht ein altes Gebäude » u ' dem Felsen, und nach rechts in der Ferne bemerkt man hohes Gebirge. Unten im Vorgrunde rechts ist das Zeichen. H. 5 Z. 8 l>- Br. 8 Z. 6 L. CB. ,'Nr. 2300—2303. 963 2300. Gesare Bassano, Bernardo Castelli oder F. P. Bonzi? /ß ts Brulliot I. No. 799 bemerkt nach einer handschriftlichen 'CP'3 Notiz sc ' ncs Vorgängers, des Inspektors Schmidt, dass sich p _ die beiden ersten Zeichen auf Kupferstichen nach Annibale ^Mracci finden, und man dieselben dem Bernardo Castelli zuschreiben 0 "e. Allein dieser Meister setzte gewöhnlich die Buchstaben B. C, j^ 0 r B. C. F. auf seine Blätter, und führte sie grösstentheils mit der aclel aus. Schmidt spricht aber von Kupferstichen, deren Brulliot icht vorgefunden hatte. Wir könnten unter den Stechern nach n nibale Carracci nur auf Cornel Bloemaert rathen, wenn dieser > n , ähnliches Monogramm geführt hat, wie das erste ist. Das zweite sort Gn möcnte Brulliot dein Pietro Paolo Bonzi zuschreiben, dass man „Bonzi Cortonese" lesen müsste. Allein Bonzi brachte in 'i\ om Namenszeichen gewöhnlich auch das P an, und er scheint . 01 >1 keine Ausnahme gemacht zu haben. Das dritte Zeichen fand ^»riior auf dem frei und malerisch gestochenen Titelblattc des Werkes: Vita di Sforza valorosissimo capilano che fu padre del conte Fran- * r o Sforza duca di Milano. Scritta per Paolo Giovio — tradolla per "?• f-odovico Domenichi eCc. In Milano p. G. B. Bidelli 10.30. H. 5 Z. In ^ r ' ^ Z. 6 L. — Ob dieses Zeichen auf Bernardo Castelli, oder ut p, p Bonzi zu beziehen sei, bleibt unentschieden. Castelli starb d°vi ■^ rs< -'"'' n ' 1 "B des genannten Werkes, im Jahre 1629, und kommt "her wohl in keine Berührung. Mit Bonzi's Arbeiten, welcher sich nt\ vor ? ler 8 c hcnden Zeichens bediente, soll das Titelblatt ebenfalls j> cnt stimmen. Es muss wohl der Maler und Kupferstecher Cesare ]- a ., Ss ano eintreten, welcher nach verschiedenen Meistern Blätter jj .! rtc > und in einer malerischen Manier arbeitete. Um 1584 in . iiland geboren, war dieser Meister ein etwas jüngerer Zeitgenosse ues B. Castelli. *301. Jacques Courtois, gewöhnlich Bourgnignon genannt, (w wurde 1621 zu Saint-llippolyte in der Franche - Comte geboren, *^T und starb zu Rom 1676. Als Schlachtenmaler und Radirer in D, m .Kreise bekannt, fand er in der neuesten Zeit an Robcrt- umesnil einen Biographen, welcher im Pcintre-gravcur franc. I. p. 199 ff. seil ^ ra(lirton Blätter des Meisters beschreibt. Auf keinem der- ' '»en steht aber obiges Zeichen, sondern nur auf einem grossen jUpterstichc dos A. Clouct, welcher ein Cavallcriegcfccht vorstellt, do w anzunehmen, dass das Monogramm auf dem Gemälde oder auf j.. r Zeichnung zum Stiche stehe, immerhin aber scheint sich der '"'stlor selten desselben bedient zu haben, vielleicht nur vor seiner reise nach Rom. In Italien nannte er sich Giacomo Cortesc, und zeich- 10 auch eine Radirung mit GC. Ein anderes Blatt trägt die Initialen IC. 2302. Joseph Carl Bürde, Maler und Radirer von Prag, fand j^-y K*R-t mlter No. 1642 bereits eine Stelle, und daher bemerken , „ wir hier nur, dass das erste der gegebenen Monogrammen auf einigen radirten Landschaften vorkomme, qu. 8 u. 12. —■ Das _* eit c Zeichen findet man auf geistreichen landschaftlichen Zeich- i ""gen, welche mit der Feder ausgeführt sind. Sie sind wahrschein- lctl ebenfalls von Burde's Hand, da die Monogrammen sich viel gleichen. 2303. Charles Beale, Zeichner und Maler, wurde 1660 zu London geboren. Kr war der Sohn der zu ihrer Zeit berühmten Mary Beale, fc.,7 welcher er aber nicht gleichkam. Das Monogramm findet man auf ""dnissen in Crayon und Aquarell, wie Walpolo (Anecdots of Pain- "8 W. p. 141) behauptet. CB 964 CB. Nr. 2304—2308. 2304. Giovanni Battista Filosi, Kupferstecher von Florenz, war /"D C lim 1740 —1765 thätig, und mit ihm gleichzeitig ein G' a » ^ *' seppe Filosi. Beide Machen verschiedene Ansienten in und um Florenz, so wie von anderen Städten und Gegenden Toscana*> unter dein allegorisch vendsiten Titel: Vedute dclle villi cd altri iMOflW della Tosc.ana, diseg. da 0. Xocchi. Mit Dedication an den Gräfe" Gerini. Vinm» <744. gr. fol. Ein Theil der Blätter dieses Werkes ist von Filippo Morghen, Giampicoli, Benedetti, Saiter n. A. Danfl stach er aurli Platten fax den Thesaurus anlii/uitalum graecarum, aulorc Gronovio. Vencliis I7:i2, und für die Folio - Aasgabe der Werke des berühmten Philosophen Christian Wolf. Veronae i766 — 1702. Am (unigen Blättern in diesen Werken findet man das gegebene Monogramm, welches aus den Buchstabon (1 B bestehen muss. Das kleine f Dedeutet gewöhnlich fer.it, hier ist aber „Filosi" zu lesen. 2305. Alessandro Conte Pompei von Bologna? Das erste der (31 j gegebenen Zeichen rindet man auf Blättern in dem arohitckto- jP; ' Bischen Werke des Conte Alessandro Pompei, dessen Titel wir (#'«■ unter dem Monogramm AP No. 1114 angegeben haben, ß 9 steht auf einigen radirteu Blättern, und bezieht sich vielleicht auf den Herausgeber', wenn es aus den Buchstaben ('l'll besteht, so de* 8 man „Conte Pompei Bologneso" lesen könnte. Das zweite Zeichen, wohl jenes desselben Meisters, steht auf der Vignette zum ersten Gesänge dos Gedichtes: llerloldo con Berloldino e Caeea senno in ottava ritna {da G. C. Croce e C. Scaligcro). Bologna, V. Edition«, *■ Die Ausgabe in gr. 4. erschien 1736 mit Radirungen von L. Mattiol'i in der kleineren Ausgabe sind aber keine Copicn. 2306. C. Bellekin? Das gegebene Zeichen steht nach Brülliot I- f-rj s~ No. 8111". auf einem Basrelief in Holz, welches den vJD/6/4- Kindermord vorstellt. Es befindet sich in der Sammlung des Kaufmanns Heinlein zu Nürnberg, und offenbaret in der maniorirten Zeichnung keinen Künstler von grosser Bedeutung. B° r Verfertiger heisst vielleicht C. Bellekin, welcher durch seine Schnitzwerke aus Perlmutter Beifall erwarb. Er zierte grosse Muscheln SM* flachen Relief-Darstellungen, thcils mit einer grossen Anzahl von 1'' garen, welche fein ausgearbeitet, aber nicht sein- correkt in der Zeich' nung sind. Zuweilen sind Landschaften schwarz eingeatzt. In ,c ' setzten Tische sitzt. Links tritt gestikulirend ein junger Mann h'' 1 ' vor. Im (irunile zeigt sich das Gefolge des Fürsten. Das zweit Monogramm gehört einem italienischen Meister an. Man findet es » u CB,cB CB. Nr. 2309—2312. «65 •jem Titelblattc zu: V Arbore di S. Francesco, Ragionamenti accademici "«' MossiccioijFilomato. In Siena 1022, 4. Die Architektur dos Blattes «»gibt ein Schild mit der Titelschrift, und dieses wird von zwei «■nahen gehalten. ^^2309. Joost van Craesbeck soll der Träger dieses Zeichens seyn. ^J Im Jahre 1(108 zu Brüssel geboren, kam dieser Meister mit rs 75" Adrian Brouwer in Berührung, und malte ähnliche Scenen ?~*ls/SL^ des gemeinen Lebens, wie letzterer, aber ohne ihm voll- onimen gleichzukommen. Im Cabinet le Brun waren Bilder mit dem Begebenen Zeichen, welches aber der Verfasser des Catalogs einem °seph van Craesbeck zuschreibt, doch wohl nur aus irriger Version e °8 Namens Joost oder Josse (Jodocus). Aus dem Cabinet le Brun entnahmen Brulliot und Heller das Monogramm, und Immerzeel copirte 8 im^ Dictionnaire des Monogrammes des erstem. y . ' ( 'S ist aber noch nicht ausgemacht, dass die Bilder mit diesem J _eichen dem J. v. Craesbeck angehören. Gori erklärt dasselbe auf ' n en Cornel Blocker, dessen Existenz nicht nachgewiesen werden kann. /ton konnte mit eben so grossem Rechte au Benjamin Cuyp denen, welchen Houbracken zum Neffen dos berühmten Albert Cuyp . acnt - Er malte Bauerngesellschaften in der Art des altern D. Te- (, ers , Strandscenen, und andere Bilder aus dem gewöhnlichen Leben. ■eine Werke sind in einer breiten, kühnen Manier behandelt, und un- ; rS(, hoiden sich eben so sehr von den Originalbildern Tcniers, als ne des Craesbeck von den Gemälden des A. Brouwer. 2310. Giovanni Benedetto Castiglione, Maler und Radirer, soll (p sich nach Bryan (Biogr. Dict. II. pl. 2) des gegebenen Zeichens ße dient haben. Der Autorität dieses Schriftstellers wurde Folge Sieben. uu( ] ( ] a her findet man es auch in den Monogrammenwerken n Heller, Stellwag und Brulliot. Bryan gab aber das Zeichen un- (LJ??' so 'toss es in dieser Form nicht vorkommt. Pas Monogramm Ges 11 ,lii,m '' c ' 1 aus ( l en Buchstaben Uli, und geht gewohnlich dem ,j c,llc chtsnamen des Künstlers voraus. Allein stehend ist es Benc- tto Gen ovo sc zu lesen. .2311. C. Barnikel, Kupferstecher, war um 1728 in Wittenberg thätig. Er arbeitete gewöhnlich für Buchhändler, und zeichnete meistens mit dem Monogramme. 2312. Charles Brias, Genre- und Landschaftsmaler von Mecheln, _^ gründete um 1812 in Brüssel seinen Ruf, und bewahrte ihn fort- Staff wällrcml iu gleicher Höhe. Anfangs malte er Landschaften mit Oc'ri °' scine s P iltoren Werke gehören aber fast ausschliesslich dem •ton? an " Aucn BUdailie malt o der Künstler. In allen seinen Wer- füh errscllt Leben und Wahrheit, und dabei die sorgfältigste Durch- ir " n g- Er starb um 1850. VelM S c g olj cnc Zeichen findet man auf einem radirten Blatte, J* einen sitzenden holländischen Bauer vorstellt. Er hat eine stüt f 0Sc ' " ud ein Hcm(1 '1». welches am Halse offen ist. Den Kopf ii Ull , , 0r auf die rechte Hand, und blickt nach rechts hin. Die Zeichne}, cf r ' t ' i 8 ur ist g anz leicht, und nur an einigen Stellen sind ein- siiid ."''^'"Viiiigen angebracht. Der Sitz des Bauers und der Boden diu iw ll Strichen angegeben. Links von seinem rechten Fussc steht Hl att Mon °granim. Höhe der Platte 6 Z. 5 L. Br. 3 Z. 6 L. Dieses scheint sehr selten zu seyn, wenigstens in Deutschland. Cß 966 CB. Nr. 2313 — 2314. 2313. Gianantonio Boltraffio? Fassavant macht in seiner Kunst- r. reise durch England und Belgien auf ein Gemälde in der /-$ t-n Galleric des Herzogs von Dcvonshire zu London aufmerksam) <^>o<^>J welches das gegebene Zeichen trägt. Es ist diess das Bflo> 8 niss eines Mädcliens mit langen Haaren, nach der Ansicht der englischen Kunstkenner ein Werk des Leonardo da Vinci. Passavant erkannte darin den Charakter des Giovanni Antonio Boltraffio, welcher als Edelmann unter Leonardo die Malerei erlernt hatte. Das Zeichen bemerkt man in der Stickerei des Gewandes, und es kann sich in dieser verborgenen Stolle nur auf den Maler beziehen, nicht auf die dargestellte Dame, da die Initialen ihres Namens wohl eher im Grunde, oder anderswo angebracht worden wären. Der Buchstabe C passt indessen nicht auf den Namen Boltraffio's, und man muss daher das Zeichen für G (Gianantonio) nehmen. Der diese» Buchstaben bildende Hauptstrich konnte auch etwas verrieben seyn. Von Boltraffio oder Boltraffio kennt man ausserdem nur äusserst wenige Werke. Die Madonna mit dem Kinde aus der Kirche dell» Misericordia in Bologna bewahrt jetzt das Museum im Louvre. Der Donator des Bildes ist Girolamo Cesi, welcher mit seinem Sohne von dem Täufer Johannes der Heiligen vorgestellt wird. Neben dem junge' 1 Giacomo Cesi, welchen die Lorbeerkrone als Dichter bezeichnet, i 9 ! St. Sebastian am Baume vorgestellt. Auf dieses Gemälde macht Lanü' aufmerksam. Er sagt, dass es mit dem Namen des Boltraffio, jene» 1 des Leonardo und der Jahrzahl 1500 bezeichnet gewesen sei. D'° Schrift war aber zu seiner Zeit bereits unleserlich. Boltraffio starb 1516 im 49. Jahre. 2314. Claude Bezoard, Zeichner und Formschnoidcr, war um ■ jry y—"rr— 1530 in Paris thätig, und scheint sich dann in Ly 0 . 0 ^5 nl dürfte die grosse, mit Architektur und Eigurcn verzierte Titelei nfassui« der juridischen Werke des Andreas Tiraquellus seyn. Man findet si vor dessen Commcntarius de Nobilünle et Jure primogenitorum , wclcn e 1559 zu Lyon bei G. ltovillo in dritter Auflage erschien. DicscU' Titelverzierung findet man auch in A. Tiraquclli de utroque reira^' municipali et conventionali, Commentarii duo. Lugduni, 105b, lob ' Duareni Opera omnia quae exslant in jure civili. Lugduni, Q. /lo«'"' ■ föSfl kommt sie wieder vor. Im Jahre 1574 veranstaltete Signu'^ Eeyerabcnd in Frankfurt eine neue Ausgabe der Werke des Tira<]ucll< lS > in dieser ist aber die reiche Titeloinfassung von Jost Amman g c ' zeichnet. Auf der Rückseite ist das Bildniss des Tiraquellus gedrue^j Die grosse Titelverzierung der Itoville'schcn Druckerei ist mit obig c , Zeichen versehen, welches höchst wahrscheinlich jenes des C. Ben» 1 ' 1 ist. Papillon, welcher in seinem Traite etc. I. p. 136. den KünstWj Bezard nennt, spricht von einem grossen deutschen Blatte, welches ll ! )t Künstler geschnitten habe« soll. Darunter ist wohl ein HolzschJ". nach der Zeichnung eines deutschen Meisters zu verstehen, wc' (, '", 5 wir aber nirgends beschrieben finden. Das Titelblatt nach J. Aniiinj , 'j, Zeichnung kann wohl in keinem Falle verstanden werden. M» 1 '. 0 ' j nennt von einem C. Bezard Abbildungen von Cavalcaden, Qi*j* Künstler scheint aber ein Jahrhundert später gelebt zu haben. '"* dellini nennt als von C. Bezard gestochen die Zerstörung von JcrusalJ ' und Aufzüge zu Pferde. Es ist nicht bekannt, dass der ältere C. >> zoard in Kupfer gestochen habe. CB. Nr. 2315. 967 *315. Cornelis Bos oder Bus, auch C. van den Bosch genannt, CLlD i wurde um 1510 zu s'Bosch in Holland, oder nach ■^ X anderen 1506 zu Bois-le-Duc (Herzogenhusch) gc- )$ /L/' st V) hören. Wie der alte Jcronynms Agnen von Horzogen- pr?' *-' husch, so hat Cornelia jedenfalls den Beinamen von wJ i (B seinem Gehurtsorte, und er gehört sicher zu jener Wireichen Künstlerfamilie, deren Mitglieder ausser Bos, Bus, Bosch, Rösche sich auch Sylvius nannten. Cornelis Bus war Maler, oder Sicher Zeichner. Er kam in jungen Jahren nach Italien, und ühte s, ch da unter der Leitung des Marco di Ravenna im Kupferstechen, einer Kunst, welche ausschliesslich sein Andenken erhalten hat. Damit Sei aher nicht gesagt, dass Cornelis Bos zu den vorzüglichen Meistern feines Faches gehört. Er steht im Gegenthcilc ziemlich tief unter "diKavenna, und seihst unter seinem Zeitgenossen Enea Vico, welcher ■ "tschiedenen Einlluss auf ihn ühte. Seine in einer trockenen Manier ''''Nudelten und effoktlosen Blatter sind ziemlich zahlreich, theils nach KaiAe], Michel Angelo, Giulio Romano, Gio. da Udinc, Polidoro, J ' Lonihardus, Martin Heemskork, Franz Floris, theils nach eigenen ^eichnungen gestochen. Die meisten erschienen in Rom, wo er einen ^nnsthandel trieb, so dass mehrere Blatter mit seinem Zeichen vielleicht nur als Vcrlagsartikel zu betrachten sind. Unter No. 29 des °'genden Verzeichnisses ist auch ein Holzschnitt beschriehen, welcher nach dem auf demselben stehenden Monogramme zu urtheilen von f m sc ^ st > oder aus seinem Verlage herrühren muss. Zu seinen "•hosten Blättern gehört das jüngste Gericht, welches mit dem Mono- 8 r ammc und der Jahrzahl t03Ö versehen ist. Nach 1564 dürfte der üiistlcr nicht lange mehr gelebt haben. Zu seinen schönsten Blättern »ehören unstreitig jene in der Weise der deutschen Kleinmcistcr. Sie *sseri in der Behandlung sogar auf eine andere Hand schliessen, ';]'" es denkbar wäre, dass zwei Künstler zu derselben Zeit sich desselben Zeichens in Rom bedient hätten. In einem Auktionskataloge "n I854 finden wir solche kleine Blätter auch wirklich einem Camil 1 o , e s zugeschrieben, wir können aber darauf nicht eingehen, da uns ■,T\\ ^! att mit diesem Namen vorgekommen ist. Die Familie der Bos •inlte indessen mehrere Kupferstecher, und darunter zwei, welche in , 0m unserm Meister nahe standen. Ein Balthasar Bos stach 1553 . as Unheil des Baris nach Perino del Vaga in gr. qu. fol. Er ist 'L n e r Balthasar Sylvius, der als Stecher und Verleger eines grossen 'attes nach Franz Floris 1555 sich nennt. Es stellt das Opfer des .° a « nach der Sündfluth vor. Mit „Ovil. Sylvius Busc. coelator" ist C) no . Copie nach Marc Anton bezeichnet, B. No. 23. Dieses Blatt stellt ^.'fistus im Hause Simon's des Pharisäers vor. Vielleicht arbeiteten °8o Künstler für einen gemeinschaftlichen Verlag, und Cornelia Bos 8 an der Spitze des Unternehmens gestanden seyn. Kra ^ ast allc Bl*tter des folgenden Verzeichnisses sind mit dem Mono- j> «mmc versehen. Wir zählen sie zur Ergänzung des Artikels im ni nst, er-Lexicon auf, und weil überhaupt kein vollständiges Verzcich- J™ der Stiche dieses Meisters vorhanden ist. Ein Nachtrag folgt BffiJ den Initialen 0. B., es mögen aber in demselben auch mehrere Inh i mit dem Monogramme vorkommen. Die Gleichartigkeit des wtes wird die Trennung rechtfertigen. 4 a £} Judith mit der Magd im Zelte des Holofernes. Oben rechts Monogramm, qu. 8. posir 1 Uie Bnndesladc durch den Jordan getragen, sehr reiche Com- ' Uon , anscheinlich von Giovanni da Udine. Josua Cap. III, Pro- 66* 968 CB. Nr. 2315. mUsis etc. In vier Blilttcrn, mit dem Monogramm und der Jahrzabl 1547. Hauptwerk, gr. imp. gr. fol. 3) Moses zeigt dem Volke die Gesotztafcln, nach Rafael's Bild in den vatikanischen Logen. Mit der Jahrzahl 155t. Ark. IX. qu. 8. 4) Die Anbetung des goldenen Kalbes, nach Rafael, Ark. IX. Mi' der Jahrzahl 155 t, qu. 8. 5) Elymas mit Blindheit geschlagen, nach Rafael. Mit dem Zeichen und iö64, qu. 8. 6) Ilaman am Kreuze, nach Michel Angolo, kl. 8. 7) Die hl. Jungfrau sitzend mit dem Kinde in den Armen. BP Grunde ist ein Vorhang ausgebreitet, und an diesem steht das Monogramm ohne Jahrzahl. Die Composition wird dem Rafael zugeschrieben, für wolchen aber das Bild nicht spricht. II. 5 Z. Br. 3 Z. 6 L. 8) Die Bergpredigt des Heilandes, reiche Composition, mit dem Monogramm unten rechts, und der Unterschrift: lleati qui etc. In Bas- tano per Remondini, s. gr. roy. qu. fol. Hauptwerk in zwei Blättern- Im ersten Drucke vor dem Beisätze: Cum gratia et l'rivilegio. 9) Christus bei der Samaritcrin am Brunnen. Mit dem Monogramme und der Jahrzahl i540. Seltenes Blatt, kl. fol. 10) Die Kreuzabnehmung. Die hl. Mutter umfasst den Lcichn» 01 des gottlichen Sohnes, und Magdalena küsst dessen Fflsse, während sechs andere Frauen die Gruppe umgeben. Rechts steht Johannes, und links hält Nicodemus die Krone und die Nägel. Die beide" Mörder hängen rechts und links am Kreuze. Im Grundo sind Ruinen, und einige Männer sitzen zu Pferde. Das Monogramm mit der Jahr- zahl ffl45 bemerkt man oben am Kreuze des linken Schachers. Ij* unteren Rande ist eine vierzeilige Inschrift: Jlorrcscens etc. II. 15 l" 2 L. Br. 11 Z. 10 L. 11) Die Beisetzung des Heilandes in der Grabeshöhle, nach *• Floris. Oben mit dem Namen und der Jahrzahl 1554, gr. fol. , 12) Christus als Weltrichter auf Wolken zwischen Maria «n" Johannes. Links unten sind die Seligen, und rechts die Verdammten' Ohne Zeichen, in der Weise der Kleinmeistcr gestochen. II. 2 * 2 L. Br. 3 Z. 1 L. 13) Eine Folge von 10 Blättern mit Darstellungen aus der Apostelgeschichte, besonders aus dem Leben dos hl. Paulus, von der Steinig 1 " 1 " des hl. Stephan anfangend. Jedes der in der Weise der deutschen Kleinmeister gestochenen Blätter trägt das Monogramm und die J"'"' zahl *5*ß, nur eines <Ä47. II. 3 Z. Br. 4 Z. 2 L. 14) St. Sebastian an Händen und Füssen an den Baum gebuwlej 1 - Unten rechts in der Ecke das Monogramm. H. 5 Z. 6 L. Br. 2 Z. 5J J ' 15) Leda mit dem Schwane, stehende Figur nach Michel Angel"' Mit dem kleinen Monogramme. II. 3 Z, Br. 2 Z. 5 L. — In (lcl Auktion Sykes ein Probedruck 3 £. 40 SA. 16) Neptun auf dem Delphin. Mit dem Zeichen, und nicht grosse als obiges Blatt. y 17) Die Schmiede des Vulkan. In Mitte des Blattes arbeiten «■ Cyclopon, und links steht Venus mit Amor. Mit dem ersten Mo' 10 ' gramme und der Jahrzahl 1949, qu. fol. , fl Die Composition dieses Blattes ist in der Weise des Michel Ang cl gehalten, sie scheint aber von Mattin van Ileemskcrk zu seyn. 18) Bacchus als Kind auf einem Kissen liegend. Genion bekränz" ihn mit Wcinlaub, und geben ihm zu trinken. Links an einer Therm steht das Monogramm, qu. fol. CB. Nr. 2315. 969 . 19) Der grosse Triumph des Bacchus uud des Silcn, äusserst r?,! 0 ' 10 l,na " witzige Composition von Giulio Romano, 1543. In zwei "lätteru, welche einen Fries bilden, s. gr. roy. qu. fol. 20) Neptun an der Spitze von Seeungeheuern von verschiedenen u "d bizarren Formen. Unten rechts in der Ecke ist das Zeichen mit Jw Jahrzahl I5M). In zwei Blättern, welche einen Fries bilden. lI - 5 Z. 2 L. Br. 36 Z 9 L. 21) Der Sturz der Giganten, oder die Titanen, welche gegen die Jjöttcr des Olympus anstürmen. Jupiter's Blitze schleudern sie in den Tartarus. Nach Giulio Romano. Oben rechts in der Ecke ist das Monogramm. II. 10 Z. 7 L. Br. 14 Z. 6 L. 22) Die Klugheit und die Gerechtigkeit neben einander sitzend, C1 'stere links mit der Schlange um den Arm. Gutes und seltenes Blatt tn 't dem Monogramme und der Jahrzahl 1537, kl. fol. 23) Die Stärke, eine nackte männliche Figur am Ufer des Flusses Sitzend mit dem Füllhorn in der Rechten. Er trägt einen Kranz von Blattern und Früchten auf dem Haupte. Im Grunde sieht man einen ^ircus und einen Thurm. Rechts oben das Monogramm mit ***8, kl. fol. 24) Die Eifersucht, mythologisch-allegorische Darstellung. Oben ^gen rechts sitzt Jupiter mit einem nackten Knaben im Schoosse auf Wolken von Amoretten umgeben. Unten reitet ein nackter Mann auf *jnem bekrönten Ungeheuer, und zwei Satyre giessen Wasser über sein Haupt. Im Vorgriuidc entwickelt sich eine höllische Vision von Flam- *™*B) Schlangen und Spuckgestalten. Links nach unten ist das Zeichen nut der Jahrzahl (047, gr. fol. Dieses Blatt, vielleicht eine Composition des Jcronymus Bosche, gehört zu den Hauptwerken des Meisters. 25) Der Tod überrascht einen Mönch, welcher mit dem Sacke jach rechts hin flüchtet. Oben am Mauerwerk unweit des Capitäls Ue >' Säule das Zeichen. II. 2 Z. 4 L. Br. 1 Z. 9 L. . Biescs Blatt ist sehr gut in der Weise der deutschen Klein- m eister gestochen. *. 26) Di e Hochzeitstänzer, Folge von 13 Blättern, jedes mit dem Sonogramme. In der Weise der Kleinmeister schön gestochen. 1. Die Brautgäste au der Tafel bei Musik. II. 1 Z. 11 L. Br. 2 Z. 11 L. 2—13. Die Tänzer, meistens je zwei Figuren auf einem Blatte. H. 1 Z. 11 L. Br. 1 Z. 5 L. ii ^ io . B PW»i*n Abdrücke stechen von den alten, kräftigen stark ab, 'dem die Platten bereits abgenützt waren, j,. 27) Eine Folgo von 6 Blättern mit Ringern, Fechtern und anderen 'gnren. Mit dem Monogramme und der Jahrzahl 154!), kl. fol. , 28) Das Brustbild eines Mannes mit einem langen Kinnbart und '"' Zl ''i Haaren, nach rechts. Er trägt ein faltiges Gewand. Rechts mte » ist das Monogramm, H. 1 Z. 7 L. Br. 1 Z. 4 L. Holzschnitt. y 29) Allegorische Darstellung auf die dämonische Einwirkung zu cnire,.,],,,,, llm | Lastern. In der Mitte erhebt sich ein Berg, auf jachem Dämonen die Menschen anlocken, und in Bildern um den Bl'U ■ ind die straf «'" <*« Lasterhaften vorgeführt. Dieses sehr grosso att ist mit dem Monogramme versehen. 970 CB. Nr. 2316. 2316. Cornelis Bos oder Bus, welchen wir oben unter dem Monogramme No. 2315 als Kupferstecher bereits kennen gelernt hallen, bezeichnete mehrere Blätter auch mit den Initialen des Namen* l)as Vcrzeichniss, welches wir an der betreffenden Stelle folgen Hessen, dürfte nicht unwillkommen seyn, da das Künstlcr-Lexicon nur eine geringe Anzahl von Blättern namhaft macht, und auch anderwärts ein vollständiges Vcrzeichniss der Kupferstiche dieses Meisters nicht vorhanden ist. Wir geben daher hier einen Nachtrag, welcher Abbildungen von plastischen und decorativon Arbeiten enthält. Kino Anzahl derselben ist mit C. H. bezeichnet, noch öfter aber sind die Buchstaben durch den Querstrich zum Monogramm verbunden. Die Blätter mit Ornamenten gehören zu den Seltenheiten. Die meisten sind im Catalog Reynard II. 35 ff. beschrieben. 1) Marcus Aurelius zu Pferd, nach der antiken Reiterstatuc im Capitol, und Gopie nach Marco de Ravenna. Mit dem ersten Zeichen, fol. 2) Die Grnppe des Laocoon und seiner Söhne, gegenseitige Copie nach Niccolo Beatricet 1540, gr. fol. 3) Ein Sohn des Laocoon, stehend von der Schlange umwunden. Mit dem Zeichen und der Jahrzahl 1530. Aus einer Folge, 8. 4) Die Statue des Moses am Grabmale des Papstes Julius II- in S. Pietro in Vincoli. Ohne Zeichen, gr. fol. 5) Eine allegorische Darstellung. In einem ovalen Cartouche sieht man das Ufer dos Meeres, und links vorn liegt ein grosser Kopf mit langem Barte auf dem Boden. Rechts fährt Neptun auf einem von Scerossen gezogenen Wagen. Oben erscheint Apollo auf dem Sonnenwagen. H. 4 Z. 11 L. Br. 7 Z. 8 L. 6) Eine Folge von wenigstens 16 Blättern mit Trophäen von Waffen, Helmen, Harnischen etc. auf horizontal leicht überarbeitetem Grunde. Diese Blätter sind sorgfältig gestochen, und links unten mit den Buchstaben C. B. bezeichnet. Das Blatt No. 10 trägt die Jahrzahl 1550 über den Initialen , und das Datum 1550 auf anderen Blättern lässt auf die Zeit schliessen, in welcher C. Bos in Rom diese Folge gestochen hat. H. 6 Z. 6 L. Br. 2 Z. 5 L. 7) Eine Folge von 12 Blättern mit Grotesken, und mit Laubwerk untermischten Ornamenten, kl. 4. 8) Eine Folge von 6 Blättern Grotesken mit Satyren und Thiercn, im Geschmacke dos Gio. da IJdine, kl. qu. fol. 9) Ein ornamentirtos Feld in Form eines Cartouchcs. In der Mitte sieht man einen Dreifuss auf einem Kopfe mit Ochsenhörnern, und zu jeder Seite sind zwei Satyrn angebracht. Dieses Blatt gehört zu einer Folge, deren Blätterzahl uns unbekannt ist. II. 6 Z. 5 h- Br. 4 Z. 11 L. 10) Ein verziertes Feld, welches eine Art Cartouche bildet, in dessen Täfclwerk Satyrn sitzen. Oben bemerkt man einen Mann und eine Frau, und unten zwei Kinder. In der Mitte neben der Maske C.B.1550. Dieses Blatt gehört zu einer Folge von 8 Stücken, welch" grösstentheils die Jahrzahl 1550 tragen, kl. fol. u. qu. fol. 11) Ein Feld mit einer Art Candelaber, welcher auf einem Pictlc' stal steht. Unten sind zwei Satyrn auf Chimären, jeder mit zwe* Trompeten am Munde. II. 9 Z. 3 L. Br. 6 Z. 7 L. 12) Ein Feld mit einem Satyr ohne Arme, auf dessen Kopf zwe' andere Satyrn einen Korb mit Früchten halten. H. 8 Z. 5 L. Br. 6 2- CB. Nr. 2316 - 2317. 971 13) Eine männliche Caryatide mit einem Globus auf den Schülern. Sehr gut gezeichnet, feiner und hesser gestochen, als gewohnlich. Mit dem Monogramme. II. 6 Z. Br. 2 Z. 14) Der Faun mit der Hirtenflöte als Caryatide. Oben am Abacus d as Zeichen. II. 7 Z. 5 L. Br. 2 Z. 9 L. • "'{ '. 15) Kin Feld mit Ornamenten, in Mitte desselben ein Cartonche mit einem Kinde, welches sich an die Querstange lehnt. H. 8 Z. 7 L. Br. 6 Z. 16) Kin Keld mit phantastischen Ornamenten. Unten sieht man eine Brücke mit Stufen, auf welchen zwei Ungeheuor sitzen. H. 8 Z. 8 L. Br. 6 Z. 2 L. , ' _ . , . 17) Kin verziertes Feld, unten mit einer Vase, in welcher Imicnte z u sehen sind. Oben erscheinen zwei Hexen, jede mit einem Spinnrocken bewaffnet. II. 8 Z. 9 L. Br. 5 Z. 11 L. 18) Ein Feld mit einem Candelahcr, welcher auf einem Sockel vor «rci Stufen ruht. Auf den Stufen sitzen zwei spinnende Parzen. H. 9 Z. 6 L. Br. 6 Z. 9 L. ....._ , , oii 19) Ein Feld mit einem Candelahcr, welcher oben ein rempeichen bildet, in welchem eine Frau Laubwerk hält. Am Piedcstal sieht mau zwei Satyrn. H. 8 Z. 8 L. Br. 6 Z. 6 L. _■' 20) Kin Feld mit einer weiblichen Tanne, welche Schmettcilings- ttttgel hat. Sie ruht auf einem Piedcstal, auf dessen Stufen zwei weib- üche Ungchoucr zu sehen sind. Im Geschmackc des Rene Boivin gestochen. II. 9 Z. 7 L- Br. 5 Z. 9 L. 21) Kin ornamentirtes Feld mit einem nackten Manne von chimärischen Vögeln umgebon. Links unten das Monogramm und die Jahrzahl tr>Mt. II. l Z. 8V S L. Br. 3 Z. 22) Ein gleiches Feld mit einer sitzenden nakten Sraui mit dem Tambourin. Links oben das Zeichen mit der Jahrzahl loM. H. 1 Z. 6 L. Br. 2 Z. 1 L. , . _,. „. .,,, 23) Kino in Zweig- und Blätterwerk ausgehende Sirene. Sie hält mit beiden Händen auf dem Kopfe eine Wiege, unter welcher man «ine Fontaine und zwei Statuen zu den Seiten sieht. 11. 9 ü. 5 u. Br fi '/ f> t " 24)'Kin Zierstreifen, oben mit der Figur eines Greises, welcher die Architektur vorstellt. Links von diesem das Monogramm mit der 'falirzuhl avui. H. 4 Z. 3 L. Br. 7 Z. 5 L. , 25) Ein Feld mit einem Bette auf der Kstrade, in welchem ein Kind mit der Sehlange liegt, Oben sieht man zwei geflügelte Pferde. 26) Eine L 'Art r Vase,' deren Deckel einen Tempel vorstellt in Reichem man eine Frau mit zwei Zweigen sieht. Am Inisse der Vase gehen zwei weibliche Gestalten in Laubwerk aus. II. ö /-. 4 u. , ' 27)" Eine Arabeske unter einem Porticus im römischen Style. Unten sieht man einen Sarkophag und zwei Sphinxe, uml ol £ n ap j Pegasus. Im Bande steht das Monogramm und die doppelte Jalirzam <£40. H. 6 Z. 7 L. Br. 6 Z. 2317. üeber den unbekannten Meister, welchen Chris* J"^f fStr rm fe oder Birnbaum nennen will, und Bartsch_vm. r—~S5.' *-■ T "33 zur Familie der Ho p f e r^ zahlt .haben ^jxSvTSil wir oben unter dem Monogramm CB. No. 2294 «t«h Smdelt, sTdnss hier nur das Verzeichnis« BC,ner Blatter folgt, wie es Bartsch gibt. Die initialen C. B. mit der Jahrzahl ioJi «4t m an ab™ auf den Blättern No. 1 und 4, dia anderen haben 972 CB. Nr. 2317-2318. das figürliche Zeichen nach dem Wapponstücke der Stadt Augsburg. Es weicht in der Form von den obigen ah, so dass wir im Anhange mit den Figuren darauf zurückkommen. Der Künstler bediente sich der Stahlplatten, und ätzte sie. Die Grabstichelarbcit ist nur wenig sichtbar. 1) David mit der Ilarfc vor Saul auf dem Throne. Er steht links in ziemlich gedrungener Gestalt mit Hart, und rechts bemerkt man den König auf dem Throne in Begleitung seiner Höflinge. Unten nach links das erste Zeichen. II. 7 Z. 7 L. Br. 10 Z. 5 L. Im zweiten Drucke mit No. 35. Die Platten dieses Meisters wurden bei der neueren Ausgabe des Werkes der Hopfer benutzt, und daher die Nummerirung. 2) Ein Gefangener durch eine Prinzessin von seinen Fesseln befreit. Er wird zum Tode geführt, die Dame haut aber den Strick entzwei, an welchem ihn der Henker führt. Die Umgebung der Fürstin besteht aus ungefähr zwölf Personen, im Oostüme der Zeit des Künstlers. Links oben am Baume hängt ein Täfelchon mit der Jahrzahl 153i, und nach rechts oben bemerkt man die sogenannte Hopfentraube ohne Initialen. II. 3 Z. 1 L. Br. 4 Z. 11 L. Im zweiten Drucke mit No. 193 im Werke der Hopfer. 3) Kaiser Carl V. und sein Bruder Ferdinand, starke Büsten, sich gegenüber gestellt. In der Mitte oben ist das sogenannte Hopfen- traulichen, die Buchstaben C. II. fehlen. II. 7 Z. 2 L. Br. lü Z. 4) Eine Vignette in Friesform mit Kindern, welche Soldaten spielen. In der Mitte schlägt eines der Kinder dio Trommel, ein zweites trügt eine Fahne, und aus der Schrifttafel eines dritten ist das oben gegebene zweite Künstlcrzeichen entnommen. Rechts sieht man einen Wappenschild, und einen Narren bei der Dame. H. 1 Z. 9 L. Br. 7 Z. 4 L. Dieses Blatt ist in der Weise Holbein's gezeichnet. Im zweiten Drucko hat es dio No. 58 im Werke der Hopfer. 5) Eine ähnliche Vignette, als Gegenstück zu obigem Blatte. Links sieht man einen Falkner mit der Dame zu Pferd, und vor ihm gehen acht Männer und Frauen paarweise. In der Mitte oben ist das Hopfen- träubchen, ohne die Initialen C. B. Im zweiten Drucke mit No. 10 im Werke der Hopfer. 6) Ornamentirtcs Feld, weiss auf schwarzem Grunde, mit leichter Sehattirung. Oben rechts und links sitzen zwei Genion mit FlediIT* mausflügeln auf Drachenköpfen. Zwischen den oben gebunden«! Schwänzen der Thicrc geht Laubwerk herab. Im Cartouche der Mitte ist ein runder Schild, in welchem das sogenannte Hopfenzcichen angebracht ist. Rechts und links des Schildes sitzt ein geflügeltes See- ungeheuer. Rechts unten hält ein geflügeltes nacktes Weib einen ausgeschweiften Schild, und einen ähnlichen Schild hält gegenüber der geflügelte Mann. II. 5 Z. Br. 3 Z. 2 L. Dieses Blatt kennt Bartsch nicht. Im zweiten Drucke hat es links am Schilde die No. 163, welche sich auf das Hopfer'schc Werk bezieht. 2318. Unbekannter Formschneider. Brulliot II. No. 331 sagt, . n-ra /O ^ ass e ' n deutscher Formschneider verschiedene Bildnisse WJM50<*- m i t i5CH(i2 bezeichnet hebe. Er gibt kein Facsiinilc der Signatur, wir fügen aber dieser auch zwei Blätter bei, ohne den Namen des Verfertigers derselben bestimmen zu können. 1) Gürtelbild eines Pastors mit dem Buche auf der Brüstung, links neben obigem Künstlcrzeichen. Im Buche steht: Cecidit Habylon, 8- 2) Bildniss eines Geistlichen, in starker Büste mit geschlossenem Buche in beiden Händen. Mit der obigen Bezeichnung, 8. OB. No. 2319 — 2322. 973 2319. Unbekannter französischer Maler, welcher im 17. Jahr- jT~ ------» hundert thätig war, und mit keinem der übrigen C />'. C ~?/My «eWhnenden Künstler Eine Person seyn dürfte. Es war ^ga^^^ vergebens, seinen Namen zu erforschen, wir müssen uns 1,3 V t ' ;l ' lor mit det Anzeige eines selir seltenen radirten Blattes Bist ?*"' on wnlc ' lpm wir durch Herrn Harzen Kunde haben. Dieses _ jattchen stellt die hl. Familie vor, Maria, Jesus und Johannes mit ■ einen Hirsch und einen Ilaren an der Leine führt. Rechts unten ^ehen die Buchstaben CB, d. h. Cherubino Borghegiano. 2321. Florent Fidele Constant Bourgeois, Maler, Lithograph und Radiror, wurde 1767 zu Ouiseard geboren, und von David unterrichtet. Er erwarb sieh auf dem Felde der historischen (J TX. /i Landschaft ü,uhni, dennoch sind seine grossen Gemälde in ^Jqj . X-_ den k. französischen Schlössern bereits seit längerer Zeit ^r ' als antiquirt zurückgestellt. Auch nach Kussland und j . Deutschland kamen Werke von seiner Hand. Die Initialen es Namens findet man nur auf kleineu Gemälden, auf Zeichnungen und /''""gi'aphien. Letztere bilden Folgen. Eine solche von 80 Blättern eut- lalt Ansichten aus Frankreich, eine andere 34 Prospekte aus Italien, 5jW auch 28 Blätter mit Ansichten aus der Schweiz finden sich von ' m - Auch ein lithographirtes Untcrrichtswerk in 12 Blättern mit "dien nach der Natur gab er heraus. Auf vielen Blättern zeichnete, f r W, wie auf solchen in folgendem Werke: Becueil de Vues et Fahrt- '"m pitloresqnes d'ltalie, dessinees d'apres natura et publice* par C. Bour- i e °y' feintre. Paris ifiOt, fol. Diese italienischen Ansichten sind l' ul| i't und gestochen, thcils von Bourgeois selbst, theils von Guyot, ,^'iieau, a. Coiny, Fortier, Perdoux, Baugean n. A. Die Platten sind S~ W Bösen abgedruckt, fast durchgängig zwei auf einem Blatte. d °rner lieferte er die Zeichnungen zu des Grafen deLabordc Vescriplion ■J* nouveaux jardins de la France et des auciens chaleaux, mit 122 v,, I>f'ern, fol, __ Q. Bourgeois starb zu Paris 1834. 2322. CtB C.B. Christoph Brechtel, und C Bnno sollen nach Christ (Monogrammen-Erklärung S. 136) auf diese Initialen Anspruch /t/ - ß ' machen können, und wir müssen daher auf diese Künstler lu »er eingehen. Christoph Fabiu» Brechtel war der Sohn des 1574 in Nürnberg -rstorbenen Schönschreibers und Geometers Stephan Brechtel, und l 4u 1603 nach den Zeichnungen des Vaters eine „Unterweisung der Lj n 2 n *«« M deutschen llauplbuchstabcn samt etlichen neuen Alphabeten' 1 rj]_.\ an l Kaufftnann in Nürnberg heraus, 4. Die Schriften hat Heinrich es irö '" Kupfer gestochen, und das Werk fand solchen Beifall, dass o *^ 3 6 neu aufgelegt wurde, wie M. v. Beider in Jäck's Pantheon I. abo behauptet. Er gibt den Verleger nicht an, wahrscheinlich ist n>ei V °" fo 'g«ndeni Werke die Rede: Der Edlen Schreib - Kunst Unter- üb'"" 9 ! etc - Dei Paulus Fürsion Kunsthändlern in Nürn-Berg, qu. 4. nick* dcn Vorschriften die Buchstaben C B. vorkommen, wissen wir nt > man findet aber diese Initialen in Meissners Sciographia cosmica. 974 CB. No. 2323 - 2324. Nürnberg, Paul Fürst lßüt) ff. qu. 4. Sie stehen auf den Prospekten von Zna.hu, und anderen Städten, dann auf dem Blatte mit der Ansieht der Kirche von St. Ulrich und Afra in Augsburg. Diese Blätter hat aber Ch. Brechtel weder gezeichnet) noch gestochen, da er 1623 starb, wie Doppelmayer versichert,. Die mit 0 8. bejieichneten Blätter im achten Theile von Meissner's „New SUUl vnd Emblemalabuch etc.' müssen daher von einem anderen Meister herrühren. Conrad Buno war Zeichner und Kupferstecher in Braunschweig) oder Wolfenbüttel. Er stach das Bildniss des Herzogs August von Braunschweig, ganze Figur in reichem Costi'im, wahrscheinlich (V folgendes Kupferwerk: Froliger Einzug auf einem Friedens-und Triumph' wogen in Begleitung der gesamten Göttlichen TügendtgesMtohaffi als DurcM- Hochgebornen Fürsten —■ Augusti Ilertzogen zu lirauns- und Lüne . ■ • ■ in Dero llesidentz und Tfauplvestung Wolfen Büttel 164-1, qu. fol. Wtt wissen indessen nicht, oh auf Kupferstichen in diesem Werke die Initialen des Namens vorkommen. Christ scheint aber von Stichen oder Zeichnungen Kunde gehabt zu haben, und zwar von solchen. welche um 1650 bekannt wurden. Kupferstiche mit C. B., und dem Namen Buno's fanden wir in Gosky's „Divi Augusti üueis Brunsvico —? Lüneburg. Vita et Fama. Francofurti" 101)3, fol. Heller, Monogrammen-Lcxicon S. 66, spricht von einem um IM" lebenden deutschen Zeichner C. B., welcher vielleicht auch Kupferstecher gewesen sei. Er scheint also von Zeichnungen mit diesen Initialen gehört zu haben. Vielleicht sind sie von einem der genannten Meister. 2323. Joseph van Craesbeck soll nach Brulliot II. No. 330 Geirrt; bihler mit CB. bezeichnet haben. Wir kenneu in* CR Cß /M8 dessen nur einen Joost oder Josse van Craosbecki und um diesen wird es sich handeln. Letzterer wurde 1608 zu Brüssel geboren, und ahmte mit vielem Glücke dem Adrian Brouwer nach. Er malte Scenen aus dem Leben des gemeinen Volkes im Wirthshause, in der Ilauchstuhc und auf Dorl'plälzen. Aue" die Soldateska seiner Zeit gab ihm Stoff zur bildlichen Darstellung- In der k. k. Gallerie in Wien ist; ein Bildehen mit drei Soldaten im Gespräche mit zwei Weibern. Dieses Gemälde ist mit CB. bezeichne''' und wird dem Craesbeck zugeschrieben. Auf anderen Gemälden sin? die Buchstaben Cli zum Monogramme verbunden, wie No. 2309 »"' gegeben ist. 2324. Cornelis Bega von Hartem*, der besste Schüler des Adrian /~r> /» gest. 1680. Dieser Meister hintcrliess eine bedeu- L J3.JC CDf? tendc Anzahl von Kupferstichen, meistens nach/eich- '' J nungen und Gemälden seines Vaters, und des Heinrich 076 CB. Nr. 2331—2334 Bloemaert. Auf einigen Blättern stehen die Initialen des Namens. Die ersten Buchstaben findet man auf einem Kupferstiehe nach Heinrich Bloemaert mit der halben Figur eines jungen Mannes, welcher eine Knie auf der Faust lullt, 4. Die kleineren Initialen stehen auf einer Landschaft mit Vögel«, worunter Abraham Bloemaert die Luft vorstellen wollte. Sie gehört zu einer Folge von vier Blättern mit den Elementen, qu. 8. 2331. Charles Boucher? liier handelt es sich um einen fran- r n zösischen Maler, dessen Namen wir errathen müssen. c.-ö.^/ix./Cfl. Die Initialen C. li. pinx. stehen auf einem Bildnisse des Herzogs Louis de üourbon I*' du Nom I'rince de Conde, welcher 1560 starb. Dieses Bildniss findet man in der Europe illustre, Paris /7.5.5, gr. 4. Der Meister C. li. lebte nicht zur Zeit des Herzogs von Conde, sondern 200 Jahre später. Er war einer der vielen Künstler, welche für die Europe illustre ältere Bildnisse in Farben copirten, um den Kupferstechern Vorbilder zu liefern. Das Bildniss des DUO de Bourbon ist von einem unbekannten C. A. N. gestochen, und daher haben wir über dasselbe schon unter den Initialen C. A. JV. gehandelt. Der Maler dürfte Charles Boucher seyn, welcher in der zweiten Ilälfli' des 18. Jahrhunderts eben nicht den grössten Ruf sich erworben hatte. Von diesem C. Boucher ist auch ein kleines Blatt in: hes campagnt* de Louis XV. Paris 170(1, Tom. II. Partie metalliquc. Die Medaille mit den leicht einradirton Buchstaben 11. C. stellt Minerva auf Wolken sitzend dar, und umgeben von Mars, Clio und dem Genius der Kunst- Auf ihrem Schilde ist das Bildniss Ludwig XV. eingestochen. Die Ueberschrift lautet: llic ut Jlla l'raestat Armis et Prudenlia. 2332. Carl Büchner, Maler und Lithograph von Nürnberg, machte y» tn seine Studien an der Kunstschule daselbst, und lag dann zu I \\ München und in Stuttgart seiner weitern Ausbildung ob. Er V,"J. malte Portraite, historische Darstellungen und Landschaften- Die Initialen dos Namens findet man auf kleineren Gemälden und HB Zeichnungen. Sie stehen auch auf dem lithograpbirten Bildnisse des Friedrich Moor, Wacht- und Fochtmeisters im k. b. (larde-du-Corps- Regiment 1843, gr. fol. Die letztere Zeit verlebte, Buchner in Stuttgart, wo er sich namentlich auch mit der Photographie beschäftigte. Er war einer der ersten, welcher die dadurch gewonnenen Bildnisse in Farben retouchirte. C. Büchner starb zu Stuttgart 1857 im 42. Jahre. 2333. Charles Bour, Zeichner und Maler, fand oben unter dem Initial B No. 1601 bereits eine Stelle, so dass dieser Artikel als Ergänzung dient. In neuester Zeit machte er sich durch ein militärisches Werk bekannt. Es enthält die Abbildungen des Mib" tärs aller Länder, und erschien zu Paris bei D. Becker. Die Lithographien sind von Fourqucmin, thcils mit dem Buchstaben li , theils mit Cll. bezeichnet, 4. 2334. Carl Bartsch, Thiermaler und Radirer in Coponhagcn. ,? ^-x- machte seine Studien an der k. Akademie daselbst, und •—/^ .y^ gründete in frühen Jahren seinen Ruf. Bartsch gehört ^ • ^ ' noch zu den jungen Künstlern, hatte aber schon gegen 1850 als akademischer Zögling sehr schöne Bilder geliefert. Sie bestehen in Landschaften mit Thieren u. s. w. Dann kennt, man auch geistreiche Kadirungen von seiner Hand. Der dänische Kunsl.voroui in Coponhagcn gab für das Jahr 1850 seinen Mitgliedern ein lieft von 6 radirten Blättern mit Landschaften und Thierstücken. Darunter sind c# CB. Nr. 2335 — 2337. 977 Beiträge von C. Bartsch, II. Carmienke und W. Kyhn, fol., qu. fol. und q U , 8 ^uf ( j crl y];ütern dieses Meisters stehen die gegebenen Initialen. ciio. C. Baldauf, Landschaftsmaler, ist durch zarte Bilder im ^ /t\ älteren Style bekannt. Einige sind mit den Buchstaben CR. f jJ bezeichnet. Die Lebensverhältnisse dieses neueren Meisters O- sind uns nicht bekannt. Er ist wahrscheinlich der Sohn des Eugen Baldauf, dessen wir unter dem Monogramm BE No. 1777 erwähnt haben. Letzterer starb um 1790 in München. 2336. Christian Bisschop oder Bischop, Kunstliebhaber, war zu C &. ft Anfang unseres Jahrhunderts im Haag Kriegs-Ministe- ^ ~Jd~p rial-Beamter, und radirto einige Landschaften mit Thie- q "OX * ren, welche in jeder Hinsicht einen Mann von Tatetat yf ' nn ^ U CD ""8 verrathen. Wir kennen folgende Blätter " mit der gegebenen Bezeichnung: 1) Die ruhende Kuh, nach links gerichtet, und mit einer Rcgon- uecke. Links oben in der Ecke C Bf. II. 2 Z. 6 L. Br. 3 Z. 6 L. 2) Die Stehende Kuh, nach rechts gewandt. Im Grunde ein Dorf ?)it Kirchthurm. Links oben in der Ecke C. B. f. H. 2 Z. 5 L. «• 3 Z. 6 Ii. Diese Blätter gehören zu einer Folge, da auf dem ersten im Kande No. 1 steht. Biuchop radirto nämlich eine grössere Anzahl v ,°n Blättern, welche Folgen bilden, und mit dem Namen versehen s "h1. Im Catalog Rigal p. 28 sind sie beschrieben, bis auf 2 Blätter, von welchen das eine einen Kuhkopf, das andere einen Ochsenkopf vorstellt. H. 4 Z. Br. 7 Z. 7 L. Im ersten, sehr seltenen Drucke s, njl aber beide Köpfe auf Eine Platte gestochen. Der Grund ist Wn iss, und der Name des Radircrs fehlt. Später wurde die Platte ^''■schnitten, und mit dem Namen versehen. In diesem Zustande ist '■er Grund einradirt. Es kommen indessen auch mehrere andere '■liitter mit weissen Gründen vor, welche als erste Abdrücke zu beachten sind. Erst später fügte Bisschop die Hintergründe bei, sowie a i° Nummern und die Namensunterschrift. 2337. Carlo Antonio Buffagnotti, Decorationsmaler und Radircr, C 0 arbeitete um 1090—1710 in Bologna, Genua und M x y 0 Turin, und hatte als Künstler grossen Ruf. Zu- "-AJ l'tiC- weilen stand er mit Ferdinando Bihicna und M. CjaTtf+s. A. Chiarini in Verbindung, und verschiedene Zeich- j T nungen dieser Meister radirte er in Kupfer. Ein auptwerk erschien unter folgendem Titel: Disegni delle seene che jj a f?|° aMe ■'!) nel '''ff,7»o Tealro di Torina, invenzione di Ferdinando Bibicna, Archiletlo e Pittorc del Scr.'"" Sigr. fiuea di Parma poste in opera dipinte dedicate «« nie Pietro Giovanni Abbali all Altena Beale di Carlo Emanuelle Duca 1 Satota etc. Carlo Antonio Buffagnotti Intaglio. Dieses seltene Werk ntnält 76 Blätter mit Theaterdecorationen in meisterhafter perspektivischer Darstellung. Doch ist nur ein Theil von Buffagnotti radirt. Auch Pietro Abhati lieferte schöne Blätter dazu, gr. fol. u. roy. fol. ann radirto Buffagnotti auch Blätter nach M. A. Chiarini. Sie ent- J^teti Vorbilder für Theatermaler, dann Muster zur Verzierung von ^Handflächen in Zimmern und Sälen, zur Decoration von Cornichcn, enstcr- und Camingesimsen &c., gr. 4. u. kl. fol. 978 CB. Nr. 2338—2342. Das Schönste aber, was Buffagnotti geliefert hat, sind acht kleine Landschaften in die Höhe, welche sehr selten vorkommen. Sie bilden eine Folge, Auf landschaftlichen Blättern und auf Kadirungen nach F. liibiena findet man die gegebenen Initialen. 2338. Carl Bertuch, Zeichner, setzte 1805 das von seinem Vater r "A /» »>i unter Baron Gros seine Ausbildung zu vollenden. Hier copirte er illl( 'h Uafaol's Madonna della Scdia mit solcher Genauigkeit, dass 1816 der König von Preusscn diese Nachbildung kaufte, nebst einem zweien Gemälde, von Begas eigener Compositum, Hiob von seinen Freunden umgeben vorstellend. Im Jahre 1818 vollendete er das grosso Altarbild mit Christus am Oelberge in der Garnisonskirche zu Berlin, Und 1821 ein zweites grosses Werk für den Dom daselbst, die Ausmessung des hl. Geistes. Während seines dreijährigen Aufenthaltes in Rom führte er neben einigen Bildnissen und kleineren historischen ßddern das grosse bewunderte Gemälde mit der Taufe Christi aus, Welches ebenfalls in der genannten Garnisonskirche eine Stelle fand. An allen diesen Werken haften noch die Eigenthümlichkeiten der französischen Schule, deren er sich erst nach 1830 gänzlich entäussern ""nute. Die Werke aus der spateren Periode seines Künstlcrlebens gehören zu den Glanzpunkten der neueren deutseben Kunst, deren Vl 'i'dienst die Gallsucht eines gewissen modernen Critikers nicht zu Schmälern vermag. Die vielen Bildnisse, dann die zahlreichen anderen yy/rke dieses Meisters aufzuzählen, liegt nicht in unserem Plane. w 'r verweisen daher auf das Künstler - Lexicon I. S. 368, und be- ^"'ders auch auf den Nekrolog im deutschen Kunstblatte 1855 S. 339. ««feas starb 1854. Er war Hofmaler des Königs Friedrich Wilhelm Vo » Preusscn, Professor der k. Akademie in Berlin, und Besitzer mehrerer Orden und Ehrenmedaillcn. ^ Ein Theil der berühmtesten Werke dieses Meisters ist durch Fachbildungen bekannt, und diese mögen hier genannt Werden, da im |,'exicon eine derartige Ilinweisung fehlt. Die Initialen des Namens «taflet man auf Zeichnungen und Gemälden des Meisters aus der frühc- r( \n Zeit. Später zeichnete er nur kleinere Bilder und Skizzen Ruf solche Weise. „ Alexander von Humboldt in ganzer Figur, nebst Ilandschrift- "aesfanilfr, Von Bega« gezeichnet und radirt. In Tondruck, kl. fol. Albert Thorwaldscn in Halbfigur, lithogr. von Legrand, gr. fol. . Derselbe, gestochen von D. Stäbli für die Geschichte der neueren Ue 'itschen Kunst von A. Grafon Raczynski, fol. Theodor Hildebrandt, Professor und Maler in Düsseldorf, lithogr. vo " Loeillot de Mars, fol: August Böckh, sitzend in Kniestück, lithogr. von C. Fischer, gr. fol. 980 CBF—CBI. Nr. 2345—2347. Der Schutzengel mit dem Kinde, lithogrnphirt von Loeillot de Mars, roy. 4. Die hl. Veronica, lithogr. von Jontzen und Tcmpeltei, gr. fol. Die Bergpredigt, gestochen von Funk für die Geschichte der neueren deutschen Kunst von A. Grafen von Raczynski, gr. fol. Dieselbe Darstellung, lithogr. von F. Jcntzcn, gr. qu. fol. Die Auferstehung Christi, Altargcmälde in der Werder'schen Kirche zu Berlin, lithogr. von C. Fischer, roy. fol. Christus am Oel berge betend, Altargcmälde in der Garnisonskirchc zu Berlin, lithogr. von C. Mittag, roy. fol. Christus rufet die Mühseligen und Beladenen, gestochen von E- Eichens für den Verein der Kunstfreunde im preussischen Staate, qu. roy. fol. Der Traum der hl. drei Könige, lithogr. von Fickert, gr. fol. Christus den Untergang von Jerusalem weissagend, das Gemälde im Besitze des Königs von Preussen, lithogr. von S. Schertle, qu. roy. fol. Die Lorc-Ley, gestochen von E. Mandel für den Berliner Kunst- verein, gr. fol. Dasselbe Bild, lithogr. von Wildt und Tempeltei, gr. qu. fol. Dasselbe in kleincrem Format, lithogr. von C. Mittag, gr. qu. 4. Die zwei Mädchen auf dem Berge nach Uhland's Gedieht, lithogr. von Jentzen, gr. qu. fol. Die Kindheit, lithogr. von Lange, qu. fol. Die Mohrenwäsche, das Bild im Besitze der Königin von Preussen, in Mezzotinto von G. Lüderitz, gr. qu. fol. Die Winzorfamilie, in Mezzotinto von F. Grundmann für den Cölnischcn Kunstverein 1851, gr. fol. Bildersaal der Preussischen Geschichte. In lebenden Bildern dargestellt an dem Erbhuldigungsfeste der Brandenhnrgischen Ritterschaft am 10. Octoher 1840. Componirt von Begas, Hopfgarten, Schorn, Hensel, Schoppe, C. Schulz. Lithographirt von Hosemann, Mittag) Fischer und Loeillot de Mars, roy. fol. 2345. Unbekannter Kupferstecher. Man findet verschiedene Vig- netten in 8. u. 4., welche auf solche Weise bezeichnet C-fy-*p~^ Sln( l. Der Stecher derselben ist ein Deutscher, auf des- /ry/r sen Namen wir verzichten müssen, wenn nicht allenfalls ** Christian Boetius darunter zu verstehen ist. 2346. Giovanni Battista Babelli gehört zu denjenigen italienischen Künstlern, deren Andenken die Geschichte nicht aufbewahrt hat. Er lohte wohl in der früheren Zeit dos 17. Jahrhunderts. Das gegebene Zeichen findet sich auf einem seltenen radirten Blatte, welches die Charitas vorstellt, kl. 4. Wir verdanken die Kunde von demselben der Güte des Herrn Harzen. 2347. Carlo Bianconl, Maler, Bildhauer und Architekt, wurde /-•.«• • 1732 zu Bologna gehören und von Graziani untcr- L. manc. ine. r j c j lt( , t _ E r j 8t mir zu ( \ on Dilettanten zu zähle") und radirte als solcher mehrere Blätter mit Cartouchen und Wapp 0 "; Ein Blatt nach Raymond de la Fagc stellt den Acneas vor, wie >l' n die Sibylle an den Averner See begleitet: C. Bianc. ine. H ß h gr. qu. fol. •2. 981 2348. Unbekannter Kupferstecher. Nach der gefalligen Mit- (fe theilung eines Kunstfreundes findet man dieses Zeichen auf einem malerisch radirten Blatte, welches einem Künstler dos 17. Jahr- '"indorts anzugehören scheint. Es stellt einen orientalischen Fürsten "nd eine Fürstin auf dem Throne vor, wie sie, vom Volke umgehen, ''|'r Einrichtung von Heiligen zusehen. Darunter bemerkt man eine ''''an auf den Knieen zwischen einem Priester und dem Henker, qu. fol. Für die volle Genauigkeit des Zeichens können wir nicht einteilen , da die Zeichnung von ungeübter Hand kam. 2349. üeber Cornells Bloemaert haben wir oben unter C. B. bereits gehandelt, und daher bemerken wir hier nur, dass man auch die Abbreviatur des Namens auf verschiedenen Kupferstiehen dieses Meisters finde. Er arbeitete meistens nach Vorbildern seines Vaters Abraham, dann auch nach A. Diopcnbeck, Rafael, Andrea del Sarto, Giulio Romano, Lnca Cambiasi, A. u. L. Caf- raeci, Parmigianino, G. Reni, F. Baroccio, Tizian, Pietro da Cortona, F. Albani, Domi- n 'cliino, G. Lanfranco, F. Barbiert, A. Sacchi, A. Camassei, II. Gimig- ''''"'i, F. Romanelli, G. A. Ganini, L. Baldi, G. Ferri, Blanchard, nach J 11 ' 1 ' Antike &c. Die Namens-Abbreviatur C. Bio. findet man neben '"»deren auf dem Bildnisse des Malers P. de Grebber, fol. C. Bloem. f, cu 'p. steht auf einem Blatte nach A. Dicpenbeck, welches die hl.Jung- » a »< mit dem Kinde in einer Glorie von Cherubim vorstellt, 4. Auf ''eselhe Weise bezeichnet ist ein Blatt nach G. Hondhorst und A. "'uemaert, welches ein altes Weib mit dem Notenblatte in der Hand geteilt, halbe Figur in 4. Als Verleger {Exc.ud. A. i02, r ,) nennt '?'» C, Bloemaert auf einem Kupferstiche nach Abraham Bloemaert. "'fises Blatt stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf Wolken "uzend vor, 4. 6350. Unbekannter Maler. Man findet dieses Zeichen auf einer flüchtig radirten Landschaft, welche einem deutschen Künstler gegen Ende des vorigen Jahrhunderts angehöret. Vorn in der Mitte des Blattes erhebt sich ein Baum, dessen ^iiiim in zwe j Uiinptästc ausgeht, wovon jener zur Linken blatterlose * e »ge zeigt. Im Mittelgrund« sind andere Bäume und Gebüsche, "m der Ferne links eine Anhöhe. Unten auf derselben Seite be- " ler kt man die Initialen. II. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 8 L. «351. Cornelius du Boys, welcher zu den Nachahmern des Jakob • B. P Bnysdacl gezählt wird, soll durch diese Initialen seinen Kr " ' Namen angedeutet haben. Man findet sie auf einem ein? 011 S( 'hwarzkunstblatte von J. P. Pichler. Es stellt das Innere (;,.,"' Höhle mit mehreren Ausgängen vor, und hat ein gleich grosses Na ,? llstuck > gr. qu. fol. In diesen Kupferstichen erkennt man keinen .lahmer des .1. Ruysdael. Bin solcher WUT aber C. du Boys, wel- schL" 1 ' 1 li ' 10 " 1 '"" lli47 lel,endcn Cornolis Boys, welcher Landeten in linysdael's Weise malte, Eine Person seyn dürfte. '352. Carlo Buffagnotti, Decorationsmaler und Radirer von Bo- £ yß> P 1(, K ni '> *»»« oben unter C. B. Jnt.° No. 2337 eine aus- nvl r lülnliche Stelle. Die Initialen C.B.8. stehen auf Blättern Q * eft . Zeichnungen von M. A. Chiarini. Sie stellen Decorationen vor, «ai I)o " ' itcl ( ' ( ' s ^ er ^eS| in welchem diese Blätter vorkommen, 0I » wir an der bezeichneten Stelle angegeben. Mo "f>8:™ mmi8 , cn . 67 fl82 CC. Nr. 2353—2357. 2353. 2354. iii-j*— i» i ren Würdi durch den Stempel der Porzellan-Manufaktur in Ludwigsburg, welch« von Qerzog Carl Bugen nach Beinern 171-f erfolgten RäJ gierungsantritf errichtet wurde. Der Stempel wurde de? verschiedenen Gefässen, Gruppen und Figuren aufgedruckt, welche ans dieser Anstalt hervorgingen. Die Thätigkelt derselben war sein- gross, und es wurden daher viele Künstler und Töpfer beschäftiget, indem Service-Gegenstände aller Art hervorgingen, Stempel der königl. Porzellanfabrik in Madrid, weichet von dein Entstehen an, zu Anfang des 18. .lalir- hunderts, und so fort gebraucht wurde. Aus dieser ,. Manufaktur gingen grosse Vasen, Gruppen, Figuren f^ und GefäBse verschiedener Art hervor, denen »' ( ' r A/j Stempel unten aufgedruckt ist, so dass er ohne W'ea- düng der Werke nicht sichtbar ist. Zu einer Weiterung der Fabrikate ist hier keine Veranlassung, es soll Stempel nur die Manufaktur erkannt werden. 2355. Stempel des Königs Carl I. von England. Nach Brulliot 1. Ho. 1150 findet man dieses Zeichen auf einem Kupferstichs im (icscliniacke des Wenzel liollar, welcher den hl. Joseph 'TT^ vorstellt, wie er den Josuskuaben an der Hand führt. II. I *■ *~^ 1 L. Hr. 2 Z. 8 li. — Der genannte Schriftsteller konnte da« Zeichen nicht deuten, wir erkennen aber darin den Stempel, welchen König Cu,rl I. von England auf die Zeichnungen und Stiche seine'' Sammlung drucken Hess. Das erwähnte Blatt ist von einem Schulet des \V. liollar gestochen. Letzterer stach selbst mehrere Blätter aus dem Cabinet des Königs Carl [., des Lord Ärundell, des Lord Clive &&• Iioi'd Clive bediente sich eines ähnlichen Stempels. 2356. Stempel der königl. Porzellan-Manufaktur in BuenRetiro> welche von Carl IUI. von Spanien gegründet wui'h'! und wie jene in Madrid zahlreiche Fabrikate liefert*' Ms gilt daher dasselbe, was wir oben unter dem Stempe' der Manufaktur in Madrid gesagt haben. Sowohl < i:lS Madrider Porzellan, als jenes aus der nicht lauge b** stehenden Manufaktur in BuenRetiro findet noch unm" jiebhaber, im Auslände kommt es aber selten vor. 2357. Cristoforo Castelli von Parma? Durch gütige Mittheilu' 1 »' ^_n__^ des Herrn Direkter Passavant in Pt&ukfurt wissen wir, das« |7>x-rl) sieh dieses Zeichen auf einem Kupferstiche befinde, welch 0 » \ \ JL, | zu Anfang des 16. .lahrhunderls in Italien gefertiget wurfl*' '--------- Der Gegenstand der Darstellung ist die hl. Familie in ein 1 ' 1 Landschaft, durcii welche ein FlUH führt, Auf dem Wasser sie' 1 man vier Fahrzeuge. H. 6 Z. 8 L. l!r. 4 Z. 10 L. Der Verfertiget dieeeeBlattei ist nicht bekannt, wir glauben abetj dass er mit dem Meister Cd, welcher zu Anfang des 16. Jahrhundert" eine in Venedig gedruckte Ausgabe des Dante illustrirte, und d»e* mit jenem Kupferstecher oder Zeichner CC, welcher sich nebenb« auch des figürlichen Zeichens eines Castells, und rechts und links ??. diesem der Buchstaben /<'/'. bediente, Eine Person seyn dürfte, *J e wir unter den Initialen ('('. welter erörtern werden. In diesem F» 1 ' können wir nur auf Cristoforo Castelli von Parma rnthen, wole' 1 ' um den Anfang des 16. Jahrhunderts in Parma und in Vene' 11 " Ruf hatte. CC. Nr. 2358-2363. 983 2358. Caspar Clofligl? Dieses Zeichen gibt Brnlliot I. No. 3190 W. '" der Abtheilung über die Marques figurees als jenes eines ^ Formschneiden, welcher im Iß. Jahrhundert in Deutschland getobt hat. Man findet es anf einem Blatte in Friesform, welches rechts 1 «"ei hl. Bischöfe, in der Mitte ein bischofliches Wappen, und links '.'i<' hl. Jungfrau auf dem Halbmonde mit zwei hl. Frauen vorstellt. Die Figuren sind durch kleine Säulen geschieden, so dass dadurch *jne fortlaufende Arkade gebildet wird. Heber jeder Säule sind zwei Wappenschildchen angebracht. Links unten bei der zweiten Säule wmerkt man das Künstlerzeichen. H. 2 Z. 10 L. Br.ll Z. 2 L. Der Verfertiger dieses Holzschnittes ial wahrscheinlich jener C.C., welcher das Titelblatt zur bayerischen Gerichtsordnung von 1520 gezeichnet oder geschnitten hat, nämlich Caspar Clofligl. 2359. Unbekannter Kupferstecher oder Maler. Dieses Zeichen findet man auf einem SchwnrzknnstblaUo, welches vor 1700 get'ertiget wurde. Hs stellt drei Männer vor, welche sieb um ein im Freien angeschürtes Feuer lagern. Der eine sitzt '[-''bts vorn, nach dem Manne im Cuirasi gewendet, welcher auf dem "Oden liegt. Zwischen beiden hält ein siebender Mann die Hände an 's Feuer. Links in der Ferne sieht ein Haus, und am Himmel be- ""'>'I->-p deutende Anzahl von Blättern. Die meisten bestehen in Blld- ,'p'*- nissen nach den Fortraitcn von Künstlern in der Tribüne des "'"'•nlinischen Museums. Sie erschienen in einem grossen Werke ""' ( 'i' dem Titel: Serie degli uomini piü illttstri netto pitlura etc. Auf ""'hreren Blattern dieser Art steht das Monogramm des Stechers. Jl&nn arbeitete Colombini auch für Marco Lastrl's Etruria pUtrictetc. '''renze m)l u. t79S, gr. fol. Der Text ist ebenfalls mit Malor- "»Idnissen und allegorischen Beiwerken geziert. Dann stach Colombini •"ch Bildnisse aller Maler für eine in Florenz erschienene Ausgabe "'' s Vasari. Auch diese Blätter sind mit dem Monogramme bezeichnet. <'• Colombini starb um 1812. 2361. David Cornel de Courcelles war um 1750 in Amsterdam als Zeichner Ihätig. Er zeichnete Landschaften, Figuren und Thiere. Auf Blättern dieser Art steht das Zeichen des Künstlers. 2362. Francesco Conte CressentI soll nach Christ, Monogr.- ErkJarung S. 137, der Träger dieses Zeichens seyn. Er " -ini's Doeumcnti d'Amore geWerke ist ein Kupferstich ,----- wim v oi-neiis i-.ioemaeiT, weicncr eine weibliche Figur mit A'nor vorstellt. Das Blatt: ist aber mit Crosscuti's Namen versehen, 111,1 daher igt es zweifelhalt, ob das Zeichen dem F. C, Cressenti ""Sonore. Christ fügt seinem Monogramme die Sylbe pinx. bei, und V;"!" 1 handelt es sich von einem Maler, während Cressenti nur als 'Riehner zu betrachten ist. An Cornclis Coruelisscn von Ilaarlem ist WOhl nicht zu denken. 2363. Carl Conjola, Landschaftsmaler und Radircr, geboren m Mannheim 1773, gest. zu München 1831. Als Künstler /7^ von Talent, war er viele Jahre gepriesen, bis endlich W-. die neuere Richtung der landschaftlichen Darstellung 67* T. —,„. rrancesco uonie orcssvuii ■ Sy*^ Erklärung S. 137, der 'Präger ( ( scheint es in Francesco Barheri V V ) j funden zu haben. In diesem a/*^-^ von Cornelia Bloemaert, welche CC 984 CC. Nr. 2364-2365. ihn überflügelte. Die Gemälde dieses Meisters sind zahlreich, sowohl in Ocl als in Aquarell. Kr lichte besonders Wald- und Gebirgs- partion, wo/u er die Studien im bayrischen Oberlande, in Tyrol und im Salzburgisehen wühlte. Das Monogramm findet man auf Gemälden und Zeichnungen. Zwei radirtc Blatter sind mit dem Kamen und der .lahrzahl Ull.'l versehen. Das eine gibt die Aussicht durch eineiiges Thal in eine weite Ebene, das andere enthalt eine Landschaft mit hölzerner Drücke, qu. 4. 2364. Philippe Glaude Anne de Tnbieres, Gomte de Gaylus, fand unter dem Buchstaben C No. 2162 eine ausführliche Stelle* und wir kommen auch unter CC auf ihn zurück. Das gegebene Monogramm findet man auf radirten Blattern nach Zeichnungen von A. Watteau. Sic stellen Costüine, militärische Phantasiebilder, Pastoralen u. s. w. vor, und bilden einen Theil des grossen Werkes von A. Watteau, über welches wir unter WA. handeln werden. Im Künstler-Lexicon II. S. 454 haben wir mehrere andere Werke des Grafen Caylus verzeichnet. Er starb 1765. 2365. Claude Corneille von Lyon ist unstreitig der Träger dieses eg-i Monogramms, dessen Erklärung zwar schon früher ver- (g; sucht wurde, aber ohne dass man mit hinreichenden Grün- u»A Tv den für einen bestimmten Meistor sich entscheiden konnte. £ £ g Marollcs (Catalogue von 1672 p. 35 No. 67) ist der erste, "b/E , X. wc lcher dieses Zeichen in Abbildung gibt, er ging jedoch auf den Künstler nicht ein. ("brist legt es in seinem Monogrammen* buche von 1747 S. 137 entschieden dem Cornelius Cornelissen, oder dem Cornelius Congius bei, wogegen aber die Zeit streitet, da, das Zeichen auf Blattern vorkommt, welche schon 1546 ausgegeben wurden, während C. Cornelissen von llaarlem 1562, und C. Congius gegen 1604 das Licht der Welt erblickten. Bartsch (P. gr. IX. p. 44) sah daher wohl ein, dass Christ's Vcrmuthung unstichhaltig sei, und enthielt sieb, wie Marollcs, einer jeden weiteren Erklärung. Er zählte nu' - 11 Blätter auf, welche er für deutsche Arbeit hielt, obwohl man nach dem graziösen Style in der Compositum derselben eher auf einen W Italien gebildeten , oder daselbst einheimischen Meister schliesseo mochte. .letzt aber leuchtet die französisch-italienisirende Kunstweil« jedem Kenner ein, und daher trug Hobert-Dumcsnil (P. gr. fr. VI. p- •) kein Bedenken, die Kupferstiche dieses Meisters der französische! 1 Schule zu vindiciren, und als mulhinasslichcn Verfertiger derselbe" den ('laude Corneille von Lyon zu nennen, da die Stiche in Ly« n erschienen, und Brantöme (Vies des Dames illustres. Nouv. Ed»- Paris 18V3, V. p. 33), und Pelibien (Entrotiens &o. Paris 1725, Edith* de Trcvoux) eines Corneille de Lyon mit Lob erwähnen. Allein dam 1 wäre es noch immer nicht ftbgethan, denn Brantöme nennt ihn nie' 1, ('laude, und Felibien spricht von einem Cornel Corneille, wclcher BW* unserem Künstler nicht derselbe seyn kann. Wir müssen daher HOC* einen weiteren Beweis hervorsuchen, der zunächst ans der SammluDe der Bildnisse der alten französischen Könige gewonnen werden ka*Jl" Jener Corneille des M. Brantomc malte eine Menge von Bfld' nissen in kleinem Formate, doch nicht alle nach dem Leben, sonder» grösst.cntheils nach älteren Vorbildern, um eine Portraitsammlung 1® hoben und berühmten Personen zusammenzubringen. Darunter b* fanden sich die Bildnisse der Könige und Königinnen von Frankrei<-»j' so wie jene der Prinzen und Prinzessinnen des regierenden IIa» s ''^ der Herren und Damen des Hofes, und besonders auch Bildnisse de F CC. Nr. 2365. 985 Hauses Angouleme. Auf eine solche Portraitsammlung deutet eine Erzählung Brantome's. Die Königin Mutter, d. i. Catharina de Media, besuchte nämlich hei ihrer Anwesenheit in Lyon den Maler Corneille, und hei ihm fand sie in einem grossen /immer Bildnisse der genannten Fürsteniiorsonon und anderer Mutabilitäten ausgestellt. AUCH inr eigenes Bildnis», so wie die Porträte ihrer drei PriMeasinnen waren vorhanden. Letztere gehörten zu den Schönheiten des Hotes, und die anwesenden (lavalicre sahen sich zu einem schmeichelhaften \ei- gleiche mit der königlichen Mutter aufgefordert, da letztere ehentalls in der Bliithe ihrer Jahre, und in dem prachtvollen Costumc, welches sie liebte, dargestellt war. Corneille hatte sie aber ebensowenig "ach dem Leben gemalt, als die Prinzessinnen, sondern nur iortraile anderer Meister, vielleicht solche der Clouet oder Janet, oopirt. Dieses ist nun auch mit anderen Portraitcn, besonders mit solchen der alteren Mitglieder des französischen Hofes der Fall, man dachte «ber lange nicht an Corneille, sondern schrieb alle Bildnisse von Gliedern des französischen Königshauses fast unbedingt den die, Malern Janet zu. Diess ist z. B. mit dem Bildnisse Franz I. von Frankreich im Musee du Louvrc No. 25 der Fall. Lr ist alsPrta* von 20 Jahren vorgestellt, also im Jahre 1514, und so unähnlich d.s man ohne die Autschrift einen anderen Fürsten vermuthen müsste Nach dem Leben konnte ihn Corneille nicht gemalt haben, da aber dieses Portrait in seiner Sammlung von 1546 vorkommt, so muss er 8ln unähnliches Portrait in Oopie besessen haben, und diess tot_wattr- scheinlich jenes im Louvre No. 25. Das Bildmss is klein, und man schreibt es dem Uteren Janet zu, welcher aber den Prinzen nach dem Üben gemalt haben munte, und als treulicher Meister gewissita Stande gewesen wäre, die Züge des Fürsten genau *U fassen. Man kann daher mit grösstcr Wahrscheinlichkeit annehmen, das das. H.kl- »iss Franz I. im Louvrc aus der Portraitsammlung des Meister Ur- Mille stamme, da es im Machwerke mit v.o en »^ *"JJ"» stimmt, welche alle in kleinem Formate gehalten sind, und auf ein iMvatkabinct deuten, worunter kein anderes zu verstehen seyn^dürfte, * .ices des Malers Corneille von Lyon. Die noch jorhandenen Bildnisse dieser Art verrathen eine seh,- geübte Hand. Sie ttad sehr J»rt Im Silbertone, auf wassergrünem Grunde gemalt;, c ^t flatJi, * der Maler wenig modellirte. Die Farbe* sind gl >z dun a gc ^gen, und noch von einer Frische der L«««^^™ 8 g Bildnisse zu den schönst,.,, Erzeugnissen der alten f ™^ ,, »&hlen kann. In, Museum des Louvre, in der g^^ W _J5?ilS ,l »d in Frivatkabinetlen sind noch viele solcher Bildnisse welche, aber Bewöhnlicb den drei Clouet, oder .lanet, zugeschrieben weiden, obwol ^ mit den achten Malereien dieser Meister nicht stimm in. ■ teo de Laborde (La Renaissance des orte a a coiir de .in. I » u. 144) ist der erste, welcher für 0. Corneille n d e^ ^hra ku Wtt. Er erkennt aber in diesen Bildern nur Coplen flach «teren Portraiten, und solchen nach gleichzeitigen Meistern. JJJJgH« '!<'i keinen, früheren Schriftsteller mit BaatinaläWt «Mjg «as« Bildnisse dieser Art von Claude Corneille ^hrtn. BrantOme k ;">» aber wohl von keinem anderen Corneille Kunde getobtibgen, ft von diesen, Claude Corneille, welcher um lo40 ~"™ ' '^ lpl 'te. Auf ihn passt auch das gegebene Monogmnm, 1„vSh änfce «»'jedem Blatten* den Bildnissen der alten ^f ö ^" K Ä » folgendem Werke vorkommt: Epiloge, d« roy» f'J.^Zoul W " *• Kraneot/i auec leur vrayes Figures. - Lugdum IIa IIa tat Ar nou a. <**«, 8. Darunter sind jene Bildnisse, welche Gral de Labordc dem 986 CC. Nr. 2885. Claude Corneille vindicirt, auch das unähnliche Bildniss des König! Franz I., welches in spateren Ausgaben der Portraitsammlung durch ein getreueres ersetzt ward*. Zu Herausgabe jener Königsbildnisse bewog ihn wahrscheinlich ein früheres Werk mit Holzschnitten von Jean Bouchet, welches mit er folgendem Titel erschien: Lcs aneienncs el modernes (leneuloijies des Roy* de france et mesmemertl du /{oy I'hara- mond. Auec, leurs lipUaphes el Efßfiet, I'oivtiers, le 27 nouembre J!j,'il, 4. Dieses Buch enthält die Bildnisse der 57 ersten Könige von Frank" reich, welche auch in Ausgaben von 1537 und 1545 vorkommen. Per Meister CC stach die Bildnisse der Eonige Pharamond, Glodion, Glovis I. und Clotar II. genau von der Gegenseite in Kupfer nach, die Bildnisse von Meroväus, Childehert I. u. II., Clotar I. , Charibcrt, Chilperic I., Dagobert I., Charlemngne, Charles le Chauve, Louii d'üutrcmer, Henry 1. und Louis XII. dienten ihm nur zu Studien, dt die meisten Portraite sowohl nach (hm Gesichtszügen, als nach dem Costürno ohnehin der Phantasie angehören. Alle anderen Bildnisse seiner Sammlung sind aber nach neuen Zeichnungen gestochen, und die Vorbilder waren in der Sammlung des Meisters Corneille in Lyon zu Südes. Corneille muss aber von 1546 au, seit dem Erscheinen der Epi" tomes des Koys &c, die Sammlung bedeutend vermehrt haben, indem die Königin Catharina de Medicis im Hause des Künstlers nicht nur ihr eigenes Jugendbildniss, sondern auch die Portraite ihrer Prinzessinnen sah. Sie selbst könnt«! auf solche Weise nur gegen 1550 gemalt worden seyn, und die Bildnisse der Prinzessinnen Töchter niusstc Corneille wenige .Jahre vor dem Besuche der Konigin nach Original' Portraiten copirt haben, da, sie die Königin und ihre Begleiter so ähnlich fanden. Bei dieser Gelegenheit machte der Herzog von Nemours der Mutter grosse Schmeicheleien wegen ihrer Schönheit, und wer wissen will, was er gesagt, und die Königin geantwortet hat, lese entweder die Memoiren des Brantöme nach, oder den Auszug bei M> de Laborde 1. c. p. 77. Der Besuch der hohen Herrschaften in LyOB fand gegen 1570 statt, und Felibien muss daher mit seinem Cornel Corneille im Irrthum seyn, oder es handelt sich vielmehr um einen ganz anderen Künstler, da er diesen 1554 itn 51. Jahre sterben Iftart- Allein er spricht deutlich von dem Besuche der Königin Catharina mit ihren Töchtern im Hause des Meisters Corneille, und beruft sich auf Brantöme. Wenn Felibien ferner sagt, dass C. Corneille unter der Regierung Franz I., Heinrich II. und Carl IX. gearbeitet, und eine Menge von Bildnissen gemalt habe, so könnte man auch glauben, die Portraite dieser Fürsten und ihrer Angehörigen seien nach dem Leben gemalt; allein das erwähnte Bildniss dos Königs Franz ttB* in eine Zeit (1514), in welcher Corneille wohl noch ein Knabe war. und dass er in seiner Sammlung dem allergrössten Theile nach nur Copien von anderen Gemälden besass, hat Graf D. de Laborde wohl zur Genüge bewiesen. (Jebrigens sind seine Copien von höchsten Interesse. Die von ihm gestochenen Portraite der französischen König 6 dienten allen späteren Werken dieser Art zur Grundlage. Robert' Dumesnil 1. c. p. 10 verzeichnet mehrere Bücher, welche von IW* bis 1613 in Frankreich mit solchen Bildnissen erschienen sind. 81* enthalten alle Holzschnitte nach den Stichen des Meisters CC \"" Lyon. Das Monogramm desselben steht jedoch auf den Holzschnitt" copien nicht. Zuweilen aber findet man es auf dein Blatte mit dem Bildnisse des Königs l'haramond, in Copie nach einer Copie. £** zierlichste Werk, welches durch Inspiration des Epitome des Meisters Corneille entstanden ist, sind die Effiyies reijum Francorum omnium-" CC. Nr. 2365. 937 Caelatoribus Virgilio Solis et Justo Amman Tigurino. Moribcrgae i>576. Partsch IX. p. 202. Kupferstiche des MonoRiMramistcn C C, oder des (11 ii, u (I e C (i r n c i 1 ] e. Wie oben bemerkt, besphreibt Bartsch 11 Blatter von diesem Meister, und wir schliessen die Rummern desselben ein. Robcrt- Dumesnil gibt ein Verzeichniss von 86 Blattern, welches hier vorherrschend ist. Diese Blatter sind grösstenteils flüchtig behandelt, Und zeigen deutlich mehr die Hund eines Millers, «ls jene eines Kupferstechers von Profession. Nur eö Blatt, No. 6, ist mit der Jahrzahl iöm verseilen, und die Entstehüngszeit der Pildnisse fran- «ösischer Könige ist aus dem Datum des Titels (1546) zu ersehen. Auf den Buchen No. 1 — 24 ist dem Monogramme die Abbreviatur: '•»^ ' anderen Trost Rechts in halber Höhe Ist da» »»WM n, und in der Mitte unten steht: L«yd. iM. U«'" 1 - Durchmesser 7 Z. 5 L. 988 CC. Nr. 2365. 6) Das jüngste Gericht. Oben erscheint Christus, von den himmlischen Hccrschaaren umgeben, unter ihm schweben die Apostel und die hl. Jungfrau, und die Engel stossen in die Posaunen. Untat stehen die Todten auf, und rechts und links liegt ein Skelett auf dem Boden. Auf der Tafel zwischen beiden steht: Per llomincm Mors Per llnmincm Itesurectio Mortvorvm. Ad Cor. XV. lSi7. Unter der Jahrzahl ist das Zeichen eingestochen, die Andeutung der Stadt und das Monogramm des Vorlegers ist nicht beigefügt. 11. 11 Z. Br. 9 Z. 2 L. ? 7) Jupiter und Juno auf Wolken. Enterer hält den Blitz in der Linken, und Juno, geschmückt mit dem Gürtel der Venus, sucht ihn zu besänftigen. [Jeher ihren Köpfen halten vier Amoretten ein Tuch. In der Mitte unten bemerkt man das Monogramm. II. 5 Z> Br. 5 Z. 1 L. 8) Venus und Amor auf einem Sockel, welcher mit einer Maske und einem Cartoucho geziert ist. In letzterem ist das Zeichen del Meisters, und darunter steht in vier Zeilen: Avdaces Venvs Ipsa .Ivvat. H. 2 Z. l'/j L. Br. 2 Z. 9) Amor mit einem Fruchtbündol in beiden Händen. Er ist nach rechts gewandt, und links unten ist das Zeichen. In der Grösse des obigen Blattes. 10) Die Ccntaurin mit ihren Jungen. Sic liegt quer des Blattei) reicht einem derselben die Brust, während ein zweites, auf dem Baue» liegend, säuget. Links nach unten steht das Monogramm an der Terrasse. H. 4 Z. 6% L. Br. 6 Z. 9 L. 11—15. Eine Folge von 5 Blättern, welche unter sitzenden weiblichen Figuren Tugenden vorstellen. II. 2 Z. 7 — 8 L. Br. 2 Z. bis 2 Z. IL. 11) 1. Die Hoffnung mit gekreuzten Händen. Oben gegen die Mitte: SPES, am Sockel des Sitzes das Zeichen. 12) 2. Die Liebe, mit drei Kindern. Oben rechts: CIIA1UTAS, in der Mitte unten das Zeichen. 13) 3. [B. No. 10] Die Gerechtigkeit, mit der Waage in der Linken. Links oben: IVST1TIA, und unten das Zeichen. 14) 4. Die Geduld, mit dem Lamme. In der Mitte oben: PASIENSIA, und das Zeichen. 15) 5. Die Mässigung, wie sie eine Vase ausschüttet. Oben nach links: TEMPERANT1A, und unten das Zeichen. 16—22. Die Gottheiten, welche den lieben Planeten vorsteheBi von Bartsch No. 3 — 9 beschrieben. H. 2 Z. 11 L. Br. 2 Z. 16) 1. Saturn mit Sichel und Stclzfuss, wie er ein Kind auf dem linken Arme trägt. Links oben: SATV11NVS, und das Zeichen. 17) 2. Jupiter mit Schwert und Schild. Links unten ist oft* Zeichen des Fisches, oben das Monogramm, und rechts: IVPITER 18) 3. Mars mit Schwert und Hellebarde. Zu seinen Füssen i st der Widder und der Scorpion, links oben steht neben dem Zeiche* des Gottes: MAUS, und rechts das Monogramm des Künstlers. CC. Nr. 2365. 089 10) 4. Die Sonne, als König, mit Seeptcr unrl ScWId. Zu Keinen Füssen ist der Löwe, link« oben (Ins ZeichW des Zodincus und das Wort SOL, und unten auf einem Tafelchen das Monogramm des Künstlers. 20) 5. Venus mit Pfeil und (lammendem Herzen. Zu Ihren Füssen bemerkt man den Stier und die Wange, links (dien ist der Name VENVS mit dem chemischen Zeichen, und das Monogramm des Stechers. 21) 6. Merkur mit dem Schlangenstabe. Links an seinen Füssen sind die Zwillinge, rechts die Jungfrau. Der Name MKRÜYlilYN, und das chemische Zeichen sind links oben eingestochen, und rechts das Monogramm. 22) 7. Der Mond, als Diana mit der Lanze. Zu ihren Füssen is t der Krebs, links oben steht: LVNA, und das chemische Zeichen, "iid rechts unten das Monogramm des Stechers. 23) [I!. No. 11] Die drei «rüder, welche mit Pfeilen nacli der «eiche ihres Vaters schiessen, Compositum von sechs Figur**, nach c 'ner alten, auch von deutschon Meistern künstlerisch behandelten Sage. Es galt die Erbschaft, welche nach dem Ausspruche des Fürsten, der in Mitte des Blattes sitzt, demjenigen zufallen sollte, dessen Pfeil das Herz des Vaters durchbohren würde. Zwei Männer •obossen nach der an eine Säule gebundenen Leiche, der dritte aber Weigerte sieb, da er als wirklicher Sohn die Pietät nicht verletzen wollte. Die beiden anderen waren Betrüger, und entlarvten sich durch ihre Tbat selbst. Im Grunde des Blattes sind verschiedene Qebäode und Colonnaden römischen Styls. Rechts unten bemerkt *M das Monogramm, und im Rande steht: Trivm Fratrvm l'rophmm Byttoria (Jvi Patrem Svvm Exlmmari Curarvnt. Links ist der Beisatz: lu U'l. IIA. IL 8 Z. u. 4 L. Rand. Br. 11 Z. 8 L. 24) Kinc Schlacht zwischen Männern zu Fuss und zu Pferd. '» Mitte des Grundes bemerkt man vier Trompeter. Links unten Jfeht das Zeichen, darunter sind die Buchstaben //•", und die letzte Zp ile bildet die Abbreviatur: I.ugd. B A. H. 5 Z. 10 L. Rr. 8Z. IL. 25) Ansiebt eines Palastes nach corinthiseher Ordnung, gegenüber ( '"'cr Gallerte mit Arkaden. Diese Gebäude sind durch eine Iriumpli- Porte verbunden, durch welche man in einen Hot siebt, wo die *««ade einer Rasilica sich zeigt. Gegenseitige Copic eines Blattes, Welches Ottley dem Marc-Anton zuschreibt, und in der Mitte oben ™e Aufschrift hat: IfRAMANTI. ARCHITECTL OPVS. In der Copie ll ' ,,|l> n diese Wort.!, und sie trägt auch das Monogramm des Stechers lllc ht. H. 9 Z. 3 L. Rr. 13 Z. 8 L. „ 26) Zeicbnung zu einer Schale mit Deckel. Sic ruht auf einer '"'"l'po von drei weiblichen Figuren, deren Arme in Lorbeemve:-.' an 8gehen, Während die FflJSe in Wurzeln enden. Auf dem UeeKel ! st 8üen angebracht, über dessen Kopf zwei Bacchanten eine Vase g^ten. Diese Gruppe steht auf Trauben In Korbe und zu den Sejten derselben spielen zwei Satyre mit Reptilien. An. Bauche der octale , teht (]us Monogramm, und links unten: l.tHjd. VA. II. » /■■ ''• Rr. 5 Z. 9 L. , , . . Im ersten Drucke ist der Hauch der Schale glatt, im zweiten ""'»dirt Ueber vier Cnnnolürou sind nbwcchslungswdse einfache mu doppelte Rosen. 7 .27) Das Wappen mit dem römischen Alphabet in einer Linie. Ä *ei Amoretten halten Laubwerk und einen Gartouche, aus welchem 990 CO. Nr. 2365. Bänder hervorgehen. Dieser Oartmiche ist mit einer Faunamatke ".'' ziert, und unter dieser ist das Monogramm eingestochen. 11. 2 '/'■ 2 L. Br. '17,. II L. 28 — 85. Die liildnisse der Könige, von Frankreich, Büsten in Ovalen, welche in den Text des Buches eingedruckt sind. Das Mono- gramm des Künstlers ist theils rechts und links, oder in Mitte des Grundes eingestochen, thells folgt es nach dem Namen der Könige. Nur die Bildnisse der Könige Cnftperic II. und Endes (Ode XXX.) sind ohne Zeichen. Die Grösse der Ovale ist nicht gleich. 11. 2 /'• 3 L. bto 2 Z. 9 I,. Br. I Z. 11 L. Ms 2 Z. 3 L. In dem gestochenen Cartouche des Titelblattes jenes Buches, W welchem die l'ortraito vorkomme», steht: Kpilomcs des | roys de France en La \ lin el cn Frtmcoys \ aucc leur vrayes | Fiyures. Fortis aduersis opponile \ prcloro (sie) rehus | l.wjdnni, \ llulthasar Arnoullel, | 1MO. — II. 5 Z. 11 L. Br. 4 Z. 1 L.' Die seltensten Exemplare dieses Werkes sind jene, in welchen obige* Titel eingestochen ist. Oefter flndet sich die Ausgabe mit Titel in beweglichen Lettern: EpitOtne Gtitorvm l.VHI Jltgvm /<>«»- eine etc. ICpitome des (lestrs des cinquanto kniet foyt de France, dcpuis l'haramonde htsipics an präsent Ircs Chresticn Fruncoys de Valois. Wir geben hier nur die Titelschriften der liildnisse, und verweisen im IJelirigen auf Robert-Dumesnil. riiaraniond Hex Francoivm. I. Clodio Hex Krane. II. Mcrovoe Res Franc. 111. Childeiic (I.) Franc. Hex. IUI. Clovis (i.) Sex Franc. V. Childebert (I.) Res Franc. Vi. Clotaire (T) Hex Franc. VII. Cherebert ttes Franc. VIII. Chilperic iL; Hex Krane. IX. Clotaire (II.) Hex Franc. X. Dagobert (I.) Hex Franö. XI. Clovia (.II.. Eies Franc. XII. Clotaire (III.) Hex Franc. XIII. 14. Childeric (II.) Hex Franc. XIV. 15. Tbeodoric, (III. oder I.) Hex Krane. XV. Clovis (in.) Etes Franc. XVI. Childebert (III. le .Inste) Hex Fraise. XVII. Dagobert (111. oder II.) Hex Franc. XVIII. Clotaire (IV.) Res Franc. MX. Ililperie (II.) Hex Franc. XX. Tbeodoric (IV. oder Q.) Hex Franc. XXI. Childeric -HI.) Hex Franc. XML 50) 23. I'epiii (le lirei') Hex Krane. XXIII. 51) 21. Clinrlomaigno Hex Franc. XX IUI. 52) 25. Loys (le Delionnaire) Res Krane. XXV. 53) 26. Charles (IL) Hex Krane. X \ V I. 54) 27. Loys (11. le Begue) Hex Krane. XXVII. 55) 28. Carlon Hex Franc. XXVIII. 50) 29. Loys (III.) Hex Krane. XXV1III. 57) 30. Odo (Endet) Uex Franc. XXX. 28) 29) 1. 2. 30) 3. 31) 4. 32) 5. 33) 6. 34) 7. 35) 8. 36) 9. 37) 10. 88) II. 39) 12. 40) 13. 41) 14. 42) 15. 43) 16. 44) 17. 45) 1K. 46) 19. 47) 20. 48) 21. 49) 22. CC. Nr. 2366. 991 W) |1. Charta« (MI. le Siwrtej Lex Franc. XXX r. r.iii 32. Laovl Res Franc. XXXII. 60) 33. Lop (IV. d'Outremer) Res Franc. XXXIII. (il) 34. Lothaire Res Franc. XXXIIII. 62) 35 Loya (V. le Faineant) Res Franc. XXXV. 63) 36. Hvgves (Capet) Res Franc. XXXVI. 64) 37. Robert Res Franc. XXXVII. 65) 38. Henry (I.) Res Franc. XXXVIII. 66) 39. Phelipea (I.) Res Krane XXXIX. 67) 40. Loys (VI. Le GroaJ Res Franc. XXXX. 68) 41. Loys (VII. le Jeane) Res Franc XXXXI. 69) 42. Phelipea (II. l'Auguste) Res Franc. XXXXII. 70) 43. Loya (VIII. Coeur de Lion) Res Franc. XXXXIII. 71) 44. B.Loya (IX. Saint-Lonis) Res Franc. XXXXIIII. 72) 45. Phelipea (III. le Hardyj Lex Franc. XXXXV. 73) 46. Phelipea (IV. le Bei) Res Franc. XXXXVI. 74) 47. Loys (X. Hutin) Res Krane. XXXXVII. 75) 48. Phelipea (V. le Long) Lex Krane. XXXXV1II. 76) 49. Charles (IV. le Bei) Lex Krane. XX.XXIX. 77) 50. Phelipea (VI. de VaWit) Lex Franc. L. 78) 51. Jehan Res Krane. LI. 79) 52. Charles (Y. le Sage) Lex Franc. LH. 80) 53. Oharlea (VI.) Lex Franc. LII1. 81) 54. Charles (VII.) Hex Franc. LI1I1. 82) 55. Loys (XL) Res Krane. LV. 83) 56. Charles (VIII. le Victorieux) Lex Franc L\ I. 84) 57. Loya (XII. le Lere e treffliche, warme und weiche Behandlung: dea Na-kt " Zeitgenossen'ausgezeichnet, es fehlt ihm aber an der e,g, ' '„ ,. lebenden Kraft, an dem Vermögen, setaenFiguren Leidenschafl «am tauchen, und durch ein tiefe! tateretse «u fesael». J. Baenredani, ;''"' Müller, II. Goltzius, J. Matham, J. dei Gheyn, '■ J v ' ''\ . ,,;• tabeu ,,„,,, ih m gestochen, Auf einigen Widern komme dtc otogen Zeichen vor. Das erste findet man an Kurien ,ichen de. Benannten feister, wie auf einem Blatte von Betonen Goltz na ™.J**\™ "eilt einen Mann vor, der von dem Drachen zerfleiacht wml Links »»teil steht: Uasce arlis primilias C C (Monogramm) l'nlor Inuent. 992 CC. Nr. 2367 — 2369. simulque II Goltz sculpt. D. Jacob Racuwerdo | singulare piclurae nlumno ------ D.D. 1580. — Das zweite Monogramm steht auf einem historisch- allegorischen Gemälde im Museum zu Amsterdam. Noch öfter bediente er sich aber eines aus C II. gebildeten Monogramme«. Auch die Initialen C. €. II. f. stehen auf Gemälden dieses Meistert, Aul' Kupfer* stiehen nach seinen Zeichnungen liest man 0. C. jnu., C. C. llnrleni. inventor etc. Cornelia Cornelisscn starh zu llarlem 1637, ,,op den li van Slagtmaand" sagt J. de JoiirIi in der Ausgabe der Leven door Karel van Mandel Q.,8. 160. Tmmerzecl, De Lcvens en Werken der hnll. en vliiain. Kiinstschilders etc. Amsterdam 1842, erwähnt seiner unter C. v. Hnarlein. 2367. Camillus Congius, oder Cungius, Zeichner und Kupfer- --v^, Stecher von Itom, ist durch viele Blätter in der Weise des kl ~h m, Cornel Clort bekannt, und zeichnete ausserdrm auch mit CC v-"^J- und C € F. Das erste Monogramm findet man auf einen Titelhlattc mit den allegorischen Figuren der Religio! und der Stärke, dann dem Wappen von Frankreich, und der Dcdication: Delphino Ludovici XIII. (Inlliarum licgis ('hrislianissi Filio etc. ltomae ex Tgpo- graphia liernurdini Tarn , fol. Links unten ist das Monogramm A "l jenes des Alessandro Algardi, rechts das Zeichen des C. Congius. Dieses Matt gehört wahrscheinlich zu dem Werke von Simon Guillain mit den Handwerkern und Ausrufern von Bologna nach Zeichnungen von Annihale Carracei: Diverse figure al numero dl otlunla, disegnate m . Erodi, N. Dorigntf, F. A. Lorenzini, •'• ^' Liotard (Monochramata Septem. C. Cignani Bononiensis Venetiis 1734, gr. fol.), F. Bartolozzi, S. F. Kavcnet, J. Wagner, J. Viaggi, Porporatb + CC. Nr. 2370 — 2372. 883 Polanzani. F. L. Bürde, G. A. Oaccioli, G. Asioli, C. Metz etc. Auch Lithographien findet man nach Bilden dieses Meisters. Von Cignani seihst auf die Holzplatte gezeichnet, und vielleicht Buch nschnkten, ist ein Blatt, welches die hl. Rosa vorstellt, wie ihr ein Kugel die itosenkrono bringt. Zwei Cherubim oben und recius "lachen die Zuschauer. Dieses Blatt erinnert an die Grame Lorreggio s, ht aber anonym. Rund, Durchmesser 4 Z. 1 L. 2370. Francois Chauveau, Kupferstecher, geh. zu Paris 1620, gest. Ml 676. Schüler des Laurent delallyre, hinterliess dieser Kttnst- ler eine Menge von Blättern, welche sich nach Basan über 3000 belaufen sollen. Obiges Monogramm findet man mir auf einigen Stichen aus der trüben Zeit des Meisters, später bediente er sich eines aus C F. bestehenden Zeichens, oder der Initialen F. C. Wir kommen daher auf ihn zurück. 2371. Stempel eines unbekannten Kunstsammlers. Er bezeichnete damit die Kupferstiche und Handze.chnu.igcn, welch ei J TOMmSbracht hatte. Dieser Kunstfreund scheint in Eng. Und gelebt zu haben. 2372. Caspar Clofligl, auch Clongl genannt, .^Hofmalw dfli ller/ncs Wilhelm IV. n Bayern , und lebte als so tlicr C*C* , M2£ch , Wir fanden seiner in den Zunftpapieren \^"^* LI 1529 aig Hofmaler erwähnt, und wissen ausserdem, dass ihm die Herzoge Wilhelm und Ludwig Aufträge zu Malereien und Zeichnungen ertheilt haften. Deswegen beziehen eich die.gegebenen Buchstaben buchst wahrscheinlich auf ihn, da s eau einem Bolzschnitte des bayerischen Landrechts vorkommen.welches auf Ver anlassung der beiden Herzoge zu München gedruckt wurde. Dieses Watt stellt die Publikation der Gerichtsordnung durch diew_Her Wge vor. Sie stehen im Saale vor einem Tische £MWj™"2 den bayerischen Wappensohüdera geriert sind, lieber ^m Herzoge Wilhelm ist eine Tafel mit li W, und übe- dem Herzoge Ludwig eine «"lebe mit /// In der Mitte steht die Jahrzahl 1630 auf_ einet tetTen Tafel Reebä und links sind mehrere Männer vorges cl , und darunter bemerkt man einen Bauer mit -lern Sacke «rfjj«**"* An einer Stufe gegen de« Tisch zu stehen die Buchstabe«C.G H ß / Kl l lir TZ IL Dieser Holzschnitt befindet sicn aui S^ÄJte gld^kL 1 ^-jrÄSTTvJI« Niederbayern Anno 1630 wfr«r*M" *1. Bartsch .g. V '• * »O. 3 besehreibt dieses Blatt nur kurz und bemerk1 ,...1 ts o .1. >i Initialen CC. Er bezieht irriger Weise die Buchstaben .BW undfli »Uf den Täfelchen über den Herzogen auf Künstler, m. du Bemerk :ttg OASS man nicht wisse, welches dem Zeichner und welches dem Form Sehneider angehöre. , . , Wo»1ra • Von demselben Meister ist ^^'^t^^rS, ,,l>as Buch der gemeinen Landbolk, Lan,hord,n^ S °''™*?2n hundert «<'r Fümtnthumbi im obern vnd nUdemBayern, <»JW" ■ {] ,,,. M**» Jabr abrieb, . Auch au diesem Hol 1 mttc g*m Herzoge Wilhelm und Ludwig vorgestellt, Ste«mi etwas roher behandelt ist, als das obige Blatt. Line MW " d ; feuere Copie ist auf dein Titel folgenden Werkes: „Heformaaon der 994 CC. Nr. 2373 — 2374. bayrischen f.andrechte, nach Christi, unsers Heumachers Gehurt, im fün[- zehen hundert vnd achliehe.nlen Jahr aufycrichl." II. 5 /. 3 L. Hr. ß '/•■ lü L. Der wesentlichste Unterschied mn dein Buch der gemeine» Landboth von 15I(> besteht darin, dass in denn letzten die Herzoge keinen Bart am Kinne kragen, während sie auf dem Titelblatt«- M* l;<-1111-111:11ioi) mit Kinnbart erscheinen. 2373. Franz Constantin Cretius, Maler aus Breslau, machte seine C / ^ 1 Studien in Berlin unter Leitung des Professors Wach, und I erhielt IH3N mit dem Bilde der Trauer Jakohs um seinen • ^-* • Hohn den l'reis der k. Akademie, welcher ihn in den Stand setzte, in Paris seiner weitern Ausbildung obzuliegen. Cretius war aber schon vor seiner Abreise nach Frankreich ein tüchtiger Meister, dessen Gemälde das volle Gepräge der Wach'tcben Schule tragen. Sie bestehen in Portraiten, historischen und romantischen Darstellungen, Genrebildern und Landschaften. Auf mehreren Werken aus seiner früheren /(dt, findet, man die Initialen des Namens, wir sahen ahm' nur ein Gemälde mit denselben, zwischen die Jahrzahl iB39 gesetzt. Dieses Bild stellt einen Tahulotkränier in altdeutschem CostUme vor, wie er den Damen sinne Waaro anbietet. Das Gemälde befindet sieh in der Sammlung der fräulcin Mathilde von Waldeaburg, und verkündet Doch immer t\cn Schiller von Wach, obgleich dieser den Ein- lluss der französischen Kunstrichtung bereits nicht mehr zurückwollen konnte. Später benäh liefe aber Cretius muh Italien, dann nach Griechenland und nach Gonstantinopel, Jetzt zog ihn vor allem das Volksleben jener Länder an, und die Bilder aus demselben gehören tt den schönsten Werken dei Heilten. Einige sind im Besitze dei Königs von l'reusson. Im Jahre 1850 erwarb diesen- auch das von CretiUS gemalte Portrait, dei Sultan Abdul Medschid. Im Künstler- Loxicon fehlt dieser k'iinsUcr, und dabei- zählen wh' bim- auch die Lithographien nach seinen (ieniälden auf, da letztere z" den Hauptwerken des Meisters Mahlt wurden. Faust'« (iietelieu, wie es den Brautsehmuck betrachtet, lith. von W. Santer, fol. Der Beichtiger, lith. von W. Santer nach dem Hilde bei II. von Randow auf Pangan, gr. fol. Auswanderudo (Jriorhcnfnmilie, litli. von Kliess und Dcvrient, fob Die Savoy.'inlen, lith. von Bnhrbach, fol. Italienisches Hirtenmädchen, Schabblatt von II. Dröhmor, gr. fol- La Siesta. Nach dem Bild bei Banquier Hirschfeld in Berlin lith. von .1. 0. Lange, qu. roy. fol. 2374. Cristoforo Castelli da Parma? Unter diesem Zeichen füh" r— , reu wir einen alten Italienischen Künstler ein, dessen Name im 1 ' CJ3C mutlimasslieh angegeben werden kann. Man findet die Sävd* "=■ mit CC, und auch den Buchstaben c allein, auf Holzschnitte« einer Quartausgabo des Dante, welche um 1600 zu Venedig gedruckt wurde. Auf einigen Blättern stellt die Säule allein, und auf ein paft* andern sind an dieselbe die Buchstaben /'./•'. gefügt, immer aber rühr* Zeichnung und Schnitt von derselben Hand her, so dass eiffft anderweitige Theilnahme an den Illustrationen Dicht wohl angenommen wer* den kann. Da nun die Holzschnitte des Dante mit C, mit CC BD» der Säule bezeichnet sind, und dann letztere auch i\i { n Buchstaben /'■''■ vorgesetzt ist, so glauben wir, dass der Kleister auf den verschied«' 111 '" Blättern den Tauf-, Geschlechts- and Ortsnamen angedeutet habe. Mb* dürl'te auf den Maler Cristoforo Castelli von Parma rathen, da diese' nicht allein in seiner Geburtsstadt Parma, sondern auch in Yen'' 1 ' 1 " CC. Nr. 2375 — 2376. " 5 fettig war. VasnriTwnssto wenig von ihm. Kr bcmorlct imr, rtafa siel, im Dome zu Parma eine sehr schöne, 1496 yn,, Oastelli < ig e- malte Tafel befinde. Die Buchstaben er und i l> vereint to*rtm« Wf einem Kupferstiche das Nieoletto da Mod»a d.h. H-_»se* »elcher demnach eine Zeichnung de« Cnstoforo Gastel^da '»■' nützt haben könnte. Die erwähnten Buchstaben stehen links und rechts eines Meinen Castells mit der Säule darüber. Die Säule allein Bndet man auf drei Blattern in 1/- oder Metallschnitt, welche neben mehreren andern folgendesWerk^zieren. C. PHnU SecuncJ*. fronen««*, historia« ™toral(> «%OTW. •JRKifimfc /W« a&iterSdro ««icdirto - mmdatioreireäm. Aman . dieser Duodezvignetten stellt eine nach Unisi hta pre ng. n<'■" ' Bchaar vor. Auf den, Schilde des hinteren Reiters steheni die^Buch Stäben G'M, darüber S, darunter C Aul dem 3**f e ™ bemerkt man die Initialen i> « und darunter P. Für diese BucMtanen bähen wir keine Erklärung. 2375. Unbekannter Meister. Wese Zeiehen ftade|; man^näcl Rrniiint 1 \n 281* auf Holzschnitten, weiche eine um J £ r^^ iK «druckte böhmische Bibel zieren. Auf den meisten ^d\ C^J L,ftftef„ ™t das Zeichen der Venus zwischen den beiden Cm "aortf , , i, das alchimistische Zeiehen allein, p* tenannten Schriftsteller nur auf einem einzigen Blatte vor welches Esther vor Ahasverus vorstellt. Ei steht an ^S^ toMmge thrones. Das eine oder das andere Zeichen ge...rt d em ./' '« '■ ; wahrscheinlich jenes mit C?D, da man Är^^eVo'rsSngeS Zeichnersich ein größeres Vorrecht emgräumt 1 abe. ^ )" '', ".U sind als Vignetten behandelt 2 Z. 4 I, hoch,_und 2 /. W_4'■ * "*-">,,,'„.. .,,••„.,,,,,, w j r keine liehe,- den Verfertiget ^J^gZ^JS^SlSm, Nachricht geben, da uns die von Brulüot erwa. > d - und er selbst ,,...• ein delectcs Kxc,„)>l;,r zur Einsieht hatte. J . gute mit Holzschnitten gezierte böhmis.■ «; ; »J^^Ä'Si "i«s ist die sogenannte Tabonten- Odei '" m ' li„l/s,-l,„itie «less ,st die sogenannte rabonten- o™ ■ Holzschnitte ■J Venedig bei EL Lichtewtein ^«J f * (lnil Me ister /.< dieses äusserst seltenen Werkes sind m Venedig aiustrirten Äiget, und somit könnten «M e '£X Taboriten- böhmischen Bibelübmetmim Cop»n nach den öiawern 2378*Cuüll« 00 Bf[ i.. -Una^ ^ r^ S. 137) Kupferstiche mit denBuchstaoeu ^ ............ , ,, C C S - 137 > K,.|,ierstiel,e mit den B^»"» «£• «-™ , t ~' U lirnlliot „nd Heller behaupten dassell«ol eil 8 « ,,„„ Nt diesen Initialen an. Oongius »tack nach verschiedenen ™ b Meiatern, ungefähr von 1615 an, und wen «1. >,se .. ■*f altera siii,.,,,,, vorkommen, so können Sie njCMJpn "". i,lesen initialen an. unis...» >»»■ ........ . Meistern, ungefähr von 1615 an, und wenn daher .........____ älteren Stichen vorkommen, so könne., sie Ausgabe führen. Von .'„.„ins linde, man BlätterJtofcr 2gg* tt - ftC .V ** T. Tasso von 1617, wir wissenaber -mm, oi VOI . knrm „e„. »lehnet seien. Sollten deren in der Ausgew ^ h ln;|1 . ll , *> können sie nicht von ihm herrühren- Der.Zeicnur j ^ r Bernardo Castelli auf die Illustration Ans;1» i.,-^«/«.93, 8. stehen aber auf dem Titelblatte zu: ««/'•" * *■ '"? ,,;„,,,, d i,. foful Weses Blatt stellt den hl. Benedikt vor, wie inm w «, «sieht her Stich desselben ist wahrschemhch wrC^uong ^ •»Inen ander,, damals In Lissabon arbeitenden mu,sum 996 C C. Nr. 2377 — 2382. 2377. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 16. Jahrhunderte /""• /~< in Italien lobte, und mit Cornel Cort oder Cristofnno Cartario ' nicht Kine Person seyn dttrfte. Man findet ein kleines, mit C.C- bezeichnetei Blatt, welchen die Leda mit dem Schwane vorstellt, eine stehende Backte Kigur. 2378. Unbekannter Zeichner oder Maler. Nach Brullipt II- ( y (~* _ _ y r' No. 349 findet man diese Buchstaben auf dem von Willem Delff gestochenen Bildnisse des Johann Bat- tenfeld, Oval mit, der Jahrzahl 13(11. Dieses Portrait muss nach einer alten Zeichnung oder nach einem Gemälde gestochen seyn, da der ältere W. Delff oder Delphius erst 1581 gehören wurde. Wir können aber die Buchstaben CC ------ 1J* nicht deuten. Im vierten Bande des Qatalog Sternberg No. 2393 ist das erwähnte Bildniss wie folgt angezeigt: Johannes Hatlenfneld-Battenberg. W. Del/f sc. Caspar e.md. , fol. 2379. Giovanni Battista Crespl, genannt Ccrano, gehört als Male* CC. EDEBAT MDC. * u ' lnn «««treicl.steii Manieristen seiner Zeit, und war eben so erfahren in oer Kaukunst als in der Plastik. In Mailand sind viele Bilder von ihm. in denen sich ein grosses Talent, mit grossen Fehlern paart. ""' Galleric des k. Museums in Berlin bewahrt ein 10 F. 3 /. hph.es Gemälde mit obiger Aufschrift. Es stellt eine Anzahl Franziskaner nnt St. Clara und einem Bischöfe dar, wie sie nach dem Himmel blicken, WO eine Hand im Lichtglanzc auf einen Streifen Papier weiset, dessen Inschrift den Anhängern des hl. Frnnziscus Frieden und Barmherzig' keit verheisst. Ob der Künstler auch noch andere Bilder auf solche Weise bezeichnet habe, ist uns unbekannt. Et starb 1633 im 76. Jahre. 2380. Medailleure und Münzmeister, welche C. C. zeichneten. Vor- r* r\ erst ist aber noch zu bemerken, dass auf Münzen diese Bucb- ' J ' Stabes auch eine ander* Bedeutung haben können. Auf französischen Geprftgen von 1693 -1772 deuten sie die Münzstätte Besencon an, und auf siebenbürgisrhen Münzen ist Civitas Corona (Kronstadt^ oder Civitas Cibinium (llcrmannstadt) zu lesen. Christoph Cantor, Münzmeister in Liegnitz 1618—1617, ittTroppa»" 1618, in Olmfltz 1619 — 1620. Conte Cappola, Oberaufseber der Münze in Neapel 1760. C. Ghristensen, Stempelschneider in Copcnhngcu von 1829—1845- Im letzteren Jahre starb er. 2381. Carl Cramer, Maler in München, ist durch Frucht- und Cr> Blumenstücke bekannt. Sie sind meistens mit C. C. W" zeichnet, und von 1845 an datirt. Die Jahrzahl ' st : V/ ; den Initialen beigefügt, den beiden ersten Buchstabe' 1 C" p ' i862 ii. s. w. In der letzten Zeit malte Cramer an<* . U . Genrebilder. 2382. Cornelius Cort, Zeichner und Kupferstecher von Ilorn ij 1 . Holland, machte In Rom Epoche, da er Vorzüge in sich f\„j r> q r vereiniget, welche anderen gepriesenen Künstlern seine* '■/' Zeit fehlen. Bartsch, Anleitung zur Kupforstecherkun» j5 6b- 1.171 und II. 131, geht darauf ein, und auch J.LongW» Calcografia, deutsch von 0. Barth S. 86 ist darüber nachzulesen- Hier sei nur noch bemerkt, dass der Künstler nicht 1536 gebore* wurde, wie man gewöhnlich angibt, sondern 1533. Dieses erhellet a uS CB. Nr. 2383 — 2388. 997 der Inschrift seiner von Conrad Bloc gefertigten Bildnissmedaille. Sic lautet: Cornelius Cort Coelator Jmaginum Aet. XIII, Con. Bloc 1575. Das gegebene Zeichen findet man auf einem Kupferstiche nach F. Zuccaro, welcher die Flucht der hl. Familie nach Aegyptcn vorstellt, W- fol. Dieselbe Composition stach CL Cort 1571 von der Gegenseite, »ml es ist wohl kein Zweifel, dass ihm auch das Blatt von 1566 angehöre. Das beigefügte ISoraxbüchschcn deutet zwar auf einen Goldschmied, Cort brachte, es aber auch auf etlichen anderen Blättern an. 2383. Philippe Claude Anne de Tubieres, Comte de Caylus, ist CC an mehreren Stellen eingeführt, ausführlichere Nachricht gaben • wir aber unter dein Buchstaben CX No. 2162. Hier fügen wir »ur bei, dass die Initialen C C. auf Radirungen nach Zeichnungen italienischer Meister vorkommen, worunter unter CX gehandelt wird. Es ist aber zu bemerken, dass auch Charles Coypel, der Zeitgenosse des Grafen de Caylus, Radirungen mit CC. bezeichnet habe. Beide Künstler kamen mit einander in Berührung, und halfen sich gegenseitig aus. Die Blätter des Ch. Coypel beschreibt Robert-Dumesml im Peiutre graveur francais II. p. 223 ff., und bemerkt, dass Heinecke, Huber und Rost dem Ch. Coypel mehrere Blätter des Comte de Caylus zuschreiben. Bei der genauen Bestimmung der Blätter dieser Art ist d'dior Robert-Dumesnil zu Rath zu ziehen. 2384. Giovanni Battista Cecchi - Conti, Kupferstecher, geb. zu r n • • Florenz um 1748, ist durch eine bedeutende Anzahl von J"t.m«. ] i]ättcrn bekannt, welche aber grösstenteils mit dem Namen '"zeichnet sind. Die gegebenen Initialen findet man auf dem Bildnisse des Malers Pompco Batoni. II. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 4 L. 2385. Carlo Cienani, Historienmaler von Bologna, behauptet oben fr ■ unter dem Monogramme C C. No. 2369 eine ausführliche , WM - Stelle, und daher ist hier nur nachzutragen, dass einige Kupferstiche nach seineu Zeichnungen mit CC inu. bezeichnet seien, "'esc Jflätter rühren von italienischen Meistern her. 2386. Cornelia Corneliszen von Hartem ^ oben tttter dem r r » 1 Monogramme CC No. 2366 nach Verdienst «■ ''. Jnue. | Kewur( Jiget worden, und er findet auch C - C. Pidor mue I unter den Initialen CCH. eine Stelle Mlcl °r jnue. ^ ^^ dfthcr hicr nur dass auf u - t'. Hamm. wue. > Kupferstichen von Jakob Matham, Jan C > C Harten,, mventor. Sacnredam, Heinrich Goltzius-«JJ** C r »# i • , 1 de Gheyn auf die gegebene Weise das v -^. Jlarlemensis Jnv. ] ge j s tjjr C Eigcnthum des Cornelia von Hartem »»gedeutet ist. Die Blätter aufrwsAblen finden wir uns nicht veranlasst, da sie anderwärts verzeichnet sind. Es genügt die Deutung der ln itialen CC. 2387. Charles Philippe Campion, A»**i?ffl;Ä 8 Ä CCsc. Jjf« geb. zn> Paris 1744 , radirte ^«ft £B£ ten und Ansichten, welche CC sc. oaer irj " , '■ Unter dem Monogramm CT kommen wir aul Hin zurut,K. sind. uuuj[- uem mouogiuuuu ij i w / m f ^ r — 2388. Charles Coypel, auch Charles Antoine und I^^OuriM Mal «r des Königs, und hatte als solcher auch die Aufsicht über das M °nogrammi 8 tcn. W 908 CC —CCA. Nr. 2389 — 2390. Zeichnungskahinet seines Herrn. Diese Stelle bekleidete Coypol bta an seinen 1752 oder 1753 erfolgten Tod. Robert-Dumcsnil, P. gr. fr. Ö. p. 223, besclircibt 30 radirte Blätter von Ch. Coypol's Hand, und bemerkt, dass die ausserdem von Heinecl«'. Iinber und Rost ihm zugeschriebenen Radirungon von dem Grafen Caylus herrühren. Nur wenige sind nach Zeichnungen von CoTpel gefertiget. Hier handelt es sich zunächst um zwei Blätter, welch" Bobert-Dumcsnil beschreibt. 1) [R. D. 26.] Apollo stehend mit der Violine, wie er die Draperie auf seiher Achsel hält. Leicht skizzirt von Michel Angelo. Unten steht: Micael anq. Cabinet du Hoy. CC. srulp. II. 9 Z. 11 L. Br. (i Z. 11 I" 2) [R. D. 27.] Eine akademische Figur, auf das linke Knie gestützt nach links. Ebenso bezeichnet wie obiges Blatt, und in gleicher G rosse. — I)ie Zeichnungen zu diesen Blättern stammen ans dem alten Cabinet du Roy. 2389. Christina, Chalon, Malerin von Amsterdam, gehört zu den , geistreichsten Künstlerinnen ihrer Zeit. Schwester des Q Q Jan Chalon, hinterlicss sie eine grosse Anzahl von Zcich- _/ _/'/-> nungen mit Sccncn aus dem llauernlebeu in der Weise des ( ( -j- A. van Ostadc. Auch verschiedene einzelne Figuren und X y «/ • Büsten zeichnete sie nach der Natur, sowie Kindcrgruppcn, theils in landschafUicher Hingebung, theils im hänsln'!»' 11 Kreise. Eine ziemliche Anzahl solcher Compositionen hat sie selbst geätzt, und in Zciclinuugsmanier auf Kupfer ausgeführt. Diese Blätter enthalten Büsten, häusliche Scenen, Kindcrgruppcn, und einzelne ländliche Figuren. Sic kommen in verschiedenen Abdrücken vor, vofli blossen Umrisse, bis zur Ucberarbcitung in Tuschton. Auf mehreren dieser geistreichen Blätter stehen die gegebenen Initialen, auf Änderen die Abbreviatur: Chr. Chal. f., 16, 12 und 8. Dann hat auch Bieter de Mare 32 Blätter nach ihren Zeichnungen gestochen, welche mit Versen von Lefrancq van Berkhey ausgegeben wurden. Ch. Chalon starb zu Leydcn 1808 in einem Alter von ungefähr 60 Jahren. 2390. Cristofano Cartario oder Cartaro, Kupferstecher, war in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Rom thätig; C.C'U'c-fc und kam mit Marius Kartarus in Berührung, welchen Za" 1 C.Cart.fc für Cristofano's Bruder hält. Die Orthographie ist wem!?' * stens nicht gegen diese Ansicht, da sich Marius ebenfall 8 Cartarius nennt, und vorzugsweise nur im Monogramme das K festhält- wie No. 1456 zu ersehen ist. Cristofano hinterlicss nur eine sehr geringe Anzahl von Blättern. Sein voller Name steht auf einem Kupferstiche mit der Anbetung der Hirten in reicher Composition. Uni 1 '" liest man: liarlolomeo ISeroni detlo ßticcio da Sicna Jnuen. Cristo(a*° Carlari .Inc. Marius Kartarus Exe. Homue. II. 15 Z. 11 L. Br. 10'^ 10 L. Dieses Blatt genügt zur Erklärung der obigen AbbreviaW'i welche mehrere Schriftsteller mit Unrecht auf Cornel Cort bezogen. 1) St. Nicolaus wirft goldene Aepfcl in das Zimmer, in welche« 1 drei Mädchen sitzen, wie sie sinnend die Köpfe auf die Hände stütze»' Rechts sitzt ein Greis in Schlaf versunken. Unten steht: Divus 1W0* laus de nocte, auro intra domum pauperis iniecto , Im puellat m»'""' egeslate perklitantes liberal etc. Links nach unten: Apud haeredes Cl"<" ' duchetti formis Romae 1487 , rechts die erste Abbreviatur. IL i" '>■ 4 L. mit Rand. Br. 16 Z. 1 L. ., Im zweiten Drucke steht rechts unten: Joannes Orlandi f<> rfn ' romae 1002. CCA — CCF. Nr. 2391 — 2394. 999 2) Ha Himmelfahrt Christi, reiche Composition eines Monogram- misten HML, welcher Girolamo MuriaAo seyn soll, Dinks unten ist •He Ahhreviatnr mit f«ÖÄ, und im Rande steht: Ascmdi.iti In Altum. Cepisli Caplivitatem etc. 11. 16 Z. 3 L. Br. 12 Z. Im eroten Drucke mit dec Adresse: Columbus (Palumbus?) formts, im zweiten mit dem .Beisatze: Gaspar Albertus Successor. 3) Die Schmerzensmutter, stehende Figur en face. Im -"arme: Stabat Moler Dolorosa — , links die Ahhreviatnr des Namens. 11. i 6. 8 L. lir. 2 Z. 7 L. 2391. Ph. C. A. de Tubieres, Comte de Caylus, und Charles An- toine Coypel bezeichneten aut so che L *• tarolusqnc C. .sculpscrwu. yf t [ se zw(n radlrte Blatter, welche Robert-Dumesnil, P. gr. fr. II. p. 233. No. 29 u. 30 beschreibt, lieber den ersten dieser Meister 'haben wir unter Cx, und über letzteren unter IX. »cujpsit gebandelt. Die betreuenden Blatter sunt folgenden Inhalts: I) rH.]).29.1 Zeichnung zu einem Grabmale mit liegender Figur und mit Basreliefs am Picdestal. Rechts unten: MichelAnycJn. hnks: CX Carolusque sculpserunt. In der Mitte: Cab. du Roy. H. 13 &. V ^. ""' 2) [R 9 I).30] Attila zu Pferd vor Rom wie er durch die Fr- scheinung der Aposielfiirstcn erschreckt wird. Unten links. Ilapl • O'ürbin /«., in der Mitte: Cabinet du «oy, rechts die obige Bozenh- ■ h %ie\iL Z «n«n; nach weldieri diese Blätter radirt sind befinden sich im Pariser Museum. Ch. Coypel war als erster Hofmaler auch InspeKtar des Cabinet du Roy. 2392. Claude Cornel Duysend oder Duend, Kupl^tech«,^ OpCh >"» 1680 H Leyden thätig. Kr stach mit grosser £«*™ L C J Titelblätter, meistens für den Verlag der Klzcv.r. ptageBuch. Stäben linde,, »an auf dem Titelblatte zu limmn <*<™™ ***£"**< '-'«.fluni, Khevir H..V2. Auf andern Blattern steht der Name, wie anl taem zu Gryllius de liosporo Tracio. Lugdum, hltevir lh.i-. 2393 Giulio Cesare Fellini, Maler von Bologna, war Schüler * von S^^^n^Ann^oV^ncä sc, WH, Sota Bru- 7^ der Marc Antonio. Beide Künstler hatten ^Sf^SK Neil! „m 1565 - 1570, und somit können sie von Congius mcüt 1000 CCF. Nr. 2395 — 2396. herrühren. Auf dem portugiesischen Throne waren mehrere Könige Namens Johann. Obiges Bildniss wird aber Johann IT. vorstellen, welcher 1495 starb. Sein Nachfolger Emanuel starb 1521. Heide Bildnisse sind in der Weise dos Cornelius Cort gestochen, und vielleicht von diesem Meister. Ausserdem würde das Monogramm auf Cristoforo Cartario passen, welcher auch C. Cart. zeichnete. Man wollte darunter den C. Cort verstehen. 2395. C. Falconet? Nach Brulliotl. No. 1155 findet man dieses -jr- t-i (-? Zeichen auf mehreren Kupferstichen nach Francois iL -T Jadf>. Boucher, er konnte es aber nicht deuten. Wir ver- muthen darunter den Kupferstecher Falconet. Dieser Meister stach 1751 nach F. Boucher eine bedeutende Folge von verschiedenen Figuren zu Modellen für die Porzellanmanufaktur in Sevres, kl. fol. 2396. CamiHo Congio, oder Congius, Zeichner und Kupferstecher, ,-, _ j-, arbeitete um 1630 in Koni, und desswegen findet mau auch Cs C p angegeben, dass er um 1604 geboren worden sei. Allein c.cjr. J in diesem Falle müssen zwei Künstler des Namens C. Congio C C.P gelebt haben. Ein solcher stach nämlich die Kupfer zu der von B. Castelli illustrirten Ausgabe des T. Tasso, welche 1617 in Genua erschien. Sie enthält Copien nach den Stichen von Agostino Carracci und Giacomo Franco in der Gierusalemme libe- rala con annollazione dl S. Gentili e di G. Castello. Genova, 1590, ». Wenn es sich also nur von Kinem Camillus Congius bandelt, so muss dieser mehrere Jahre vor 1604 geboren worden seyn, oder wir müssen zwei Künstler dieses Namens annehmen. Auf Blättern nach B. Castelli stehen die Initialen CCF. Die Stiche dieses Meisters sind sehr zahlreich, und in der Weise des Cornel Cort behandelt. Einen grossen Theil findet man in Sammelwerken, wie in der Galleria Justiniana, in den Aedes Barberini, in J. B. Ferrari's Hesperides etc. Letzteres Werk erschien 1646 in Rom, die von Congius herrührenden architektonischen Blätter und Gartenprospekte sind aber in einer Weise gestochen, dass man wirklich glauben möchte, verschiedene andere Stiche besonders solche nach früheren Meistern, rührten von einem älteren C. Congius her, oder wenigstens von einem unbekannten Meister C.C-i oder C. C F. Christ stellt ihm einen Maler und Kupferstecher F. C. Cresscnti gegenüber, wir wagen es aber nicht, für ihn entschieden Partei zu nehmen. Ausser den Kupferstichen nach B. Castelli in der erwähnten Ausgabe des T. Tasso sind folgende Blätter beachtonswerth- 1) Frederico Columna. C.C.F., fol. Dieses Blatt nennt Rost IV. S. 331, bezeichnet aber den Charakter des Dargestellten nicht. F. Colonna oder Columna gibt es mehrere. 2) Die Verkündigung. C.C.F., fol. 3) Die Anbetung der Könige. CCF, fol. 4) Das Abendmahl des Herrn, nach Cav. G. Colio. CCF., kl. fol. 5) Die Erstürmung von Tro.ja, nach A. Tenipcsta, gr. qu. fol. . 6) Die Häupter des mediccischen Hauses in einer Glorie, naef A. Pomerancio, gr. qu. fol. 7) Die Schöpfung der Engel, nach A. Camassei, gr. qu. fol. 8) Das Titelblatt zu: Diversi ornamenti capricciosi. CCF., fol. 9) Eine unter einem Bogen sitzende nackte weibliche Fi£"r, welche am Tische, seb reibt. Auf dem daneben stehenden Stuhle > 9 ein Helm mit Federn, und über diesen Helm erhebt sich eine wci»' liebe Figur mit dem Tuche. Rechts unten ist das zweite Zeichen- II. 4 Z. 1 L. Br. 2 Z. 2 L. CCF —CCH. No. 2397 — 2399. 1001 Dieses Blatt ist kaum von Congius gestochen, eher von Cornel Coninck aus Harlem, welcher um 1624 thätig war. 2397. Cristoforo Castclli da Parma? Dieses figürliche Zeichen theilt Brulliot II. No. 2813 mit. Er fand es auf einem Kupferstiche des Nicoleto da Modena, welchem auch Bartsch XIII .p .276 No. 37 beschreibt, wahrscheinlich ohne das Blatt gesehen zu haben. Den letzten Buchstaben rechts nennen die genannten Schriftsteller 2, allein derselbe gleicht viel eher dem P, welches entweder im Drucke nicht gehörig anfiel, oder ungenau copirt wurde. Dieselben Buchstaben, aber auf Verschiedenen Blättern vertheilt, findet man auch auf Holzschnitten einer Ausgabe des Dante, welche um 1500 zu Venedig in Quart gedruckt wurde. Wir haben über dieses Buch oben No. 2374 unter den Initialen C C mit der Säule gehandelt, und bemerken hier zum wiederholten Male, dass in den Holzschnitten und in dem Kupferstiche des Niccolo Rosex da Modena derselbe Zeichner im Spiele seyn könnte. Darnter vermuthen wir den Cristoforo Castclli von Parma, so dass dieser durch das kleine Castcl eine Anspielung auf seinen Namen gegeben haben dürfte. Auf den Holzschnitten sind indessen die Buchstaben C C. und /' F. von einer Säule begleitet, während hier auf dem Castelle ein Thürmehen steht. Diese Abweichung dürfte aber kein grosses Gewicht in die Wagschale legen, da das Castell als sprechendes deichen zu betrachten ist, übrigens aber die Buchstaben auf den Holzschnitten mit jenen des gegebenen Künstlerzeichens stimmen. Cristoforo Castelli Parmesc war um den Anfang des 16. Jahrhunderts £u Parma und in Venedig thätig, und wird von Vasari belobt. Doch konnte dieser Schriftsteller nur ein Gemälde von i400 im Dome zu Parma nachweisen. Der erwähnte Kupferstich stellt sieben Kinder vor, wie sie eine Lästerzunge auf dem Ambosc schmieden. Oben bemerkt man das Reichen, und etwas tiefer steht in einem von Lorbeer gebildeten Kundo: NIC.MVT. H. 10 Z. 10 L. Br. 7 Z. 6 L. Diese Abbreviatur »ezieht sich auf Nicoleto da Modena. 2398. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts lebte. Man findet die gegebenen ^GFVl_, ScuCt,. Initialen auf einem steif und unbeholfen gestochenen Blatte mit einer Landschaft, in welcher, aus weiter * erne zwischen bergigen Ufern ein Strom nach dem Vorgrunde fliesst, "»d die ganze Breite einnimmt. Rechts am Felsen, welchen das Wasser bespült, sind Bäume, und daneben sieht man zwei Wildgänso. ^"iks säuft ein Pferd im Wasser, an dessen Kopf man ein 7t, an der Croupe ein Wappen sieht. In Mitte des Grundes breitet sich eine ™»dt aus, und in der Luft stösst einer der vier Falken auf den Reiher. unter dem Pferde bemerkt man die obigen Initialen. Die drei letzten {'"chstabon sind aber undeutlich, so dass man auch FV1 lesen könnte. *g genauer Ansicht wird man aber die Lesart FVl als die richtige cr *ennen. II. 2 Z. 3 L. Br. 3 Z. 9 L. 2399. Giambattista Cima da Conegliano soll nach Brulliot I. ^>v _ No. 1158 der Träger dieses Zeichens seyn. Man findet es WfJ nämlich auf alten italienischen Gemälden, welche das Ge- ^VL präge der Schule des Giovanni Bellini haben müssen, wenn - nl sie von Cima herrühren. Wo sich Werke mit dem ge- ^»enen Zeichen finden, gibt Brulliot nicht an; er bemerkt nur, dass tr sich von der Richtigkeit der Deutung auf Cima da Conegliano nicht 1002 CCII. Nr. 2400 - 2404. habe überzeugen können. Um möglicher Weis« in's Klare zu kommen, haben wir unter dem Namen BAI'.'i' A Nn. Ki81 das gegebene Zer dien beigefügt, weil sieh da Gelegenheit bot. über Cima da Gonegliano ausführlich zu handeln. Von irgend einem Bilde mit diesem Sonogramme Indien wir keine Kunde, doch wird sich aus dem, was unter öAP. TA; gesagt ist, Vielleicht erkennen lassen, ob die Gemälde mit dem gegebeneu Monogramme von Cima herrühren können. 2400 Charles Chevalier, Maler und Zeichner zu Paris, arbeitete um 1830 für die xylographische Anstalt von Andrew, liest und Leloir. Er fertigte Zeichnungen zur Illustration verschiedener Werke. Die gegebenen litiehstaben findet man auf Blättern des Mayaiin piltorcsque. Paris 1113/1. 2401. Comelis Comellszen von Harlem, ein von (!. van Mander gepriesener Maler, fand oben unter dem Monogramme No. 2360 eine aus- tuhrliehe Stelle, und somit ist hier nur / I , zu bemerken, dass die gegebenen Inj- '/ / tialen auf einigen historischen Gemälden sich finden. Sie sind in den Niederlanden zerstreut, und nur wenige im Auslande zu finden. Im Museum zu Madrid wird ihm ein mit CCB t594 bezeichnetes Bild zugeschrieben, welches den Götterrath vorstellt, in weleliem Apollo zum Hirten des Admetos vcrurthcilt wird. Ks ist auf Holz gemalt. 1 F. 7Z. hoch, und 3 l 1 '. GZ. breit. Aftcb Bildnisse sind mit CCII. bezeichnet. In den Häusern vornehmer Familien zu Amsterdam, Leyden, Harlnm und Middelburg waren früher viele Werke von diesem Meister, da er fruchtbaren Geistes war, und den Anforderungen der Zeit in hohem Grade entsprach. 2402. C. C. Henderson, Zeichner und Maler, wurde um 1800 zu C London geboren, und entwickelte ein eigen- I J-f rJ/jJ^- thiimlichcs Talent. Er pflegte das linnio- . Ks.J.x. lAjyu . rigtischfl Genre, und leistete namentlich l» Charakterbildern Ausgezeichnetes. da bei der karrikirten Auffassung derselben »gleich auch die sprechendste. Wahrheit sich geltend niach'- Gauci lithographirte eine Folg« solcher Bilder unter dem Titel' Sketches of Vharacicr. London 1112(1. Sie erschienen in Heften zn sechs Blättern in kl. fol. Der Zeichner ist durch die Initialen C.C.H- angedeutet. 2403. C. Chrlstensen, Medailleur in Copenhagen, zeichnete auch r fHH C,V. Mau findet wahrscheinlich nurMilnzgeprägc mit diesen Kj. L.ntt. ^ndjstnijj,,,. D cr Künstler starb zu Copenhagen 1845. 2404- Charles Chasselat, Zeichner und Maler, geb. zu Parfc 1782, war Schüler seines Vaters, des Miniaturmalers C. CbflS" CCH sc ' ilt i und bildete sich dann unter Vincent in der Historien" malcrei aus. Die Gemälde machen aber den geringeren TbW seiner Werke. Als Zeichner der königlichen Feste und Gen....... .'"'" war er in anderer Weise beschäftiget, und besonders lieferte er Zeich" nungen zur Illustration der Werke von Voltaire, Racine, Meliere etc. Dann malte er auch viele Bilder In Aquarell, theils romantische V« 1 ' Stellungen, theils Scenen aus dem Volksleben. Den Stoff boten im" die Oeuvres des jeuncs femmes par M. de BoUÜly, Mine, de St3«j» Marie de France, u. s. w. Auf Zeichnungen und Aquarellen lump man die Initialen seines Namens. Bruilliot II. No. 355 gibt sie u obiger Form. — Chasselat starb um 1840. Cd — CCL. No. 2405 — 2409. 1003 2405 Carlo Cignani, Historienmaler und Radirer von Bologna (1628-1719), versah zuweilen seine Zeichnungen zum buche (W mit einem aus VC bestehenden Monogramme, und HUb™* ^" l handelt es sieh von einer Zrirl.mi.iR , weehe, Alessand^ Radiale geistreich radirt hat. Dieses lilatt stellt die hl Jungfrau mit dem Kinde vor, und ist wie oben beze.el.net. II. 7 Z. J 1* JWVJ» "• i L Bartsei. .1'. gr. XIX. p. 22C besehreibt dieses Blatt ebenlalls. 2406 lieber Carlo Cignani haben wir unter den Monogrammen r r- n ■ VC und CCI gehandelt, und somit ist hier nur zu be- U Lig. Ptnxil. mcrkcil dass diese Abbreviatur auf einem radirten Blatte des Grafen Pietro Kotari stehe. Es Stellt die<&«**«des Jupiter vor, oder die Corybanten, welche ihm die Milch der Ataath« reichen. Links unten: C. VUj. l'in.rit, rechts das Zeichen des Eadirers. Quer Oval, II. 5 Z. 8 L. Hr. 2 Z. 9 L. 2407. Christoph Carl ^tschmann,JUg **£**& QCfec et/eußs: KBÄÄ e„ „uniero „oire p. SM vor, es fand aber bei ^jen Schri «**>»°™ keine Lösung. Diese geben wir unten unter den Imtialioi. GCK. , WO auch ein Schwarzkunsthlatt dieses Meisters beschrieben .Ut Das obige Zeichen findet man ebenfalls auf o.ncm solchen. g^WÄLKS niss des Unschlittsehreihers Georg Clemens KreUctnnannin »»M wahrscheinlich des Vaters unsers Künstlors. 1« halber Figur mit Bängperücke ist er hinter einer Balustrade vorgestellt. Gloria Cultarum liarutn quem feceral artium, Uunc merito qnalus ItVHZtos arte colli. Unter diesen Versen ist das Monogramm eingestochen. H. 9 C. \\ 2408. llstoph Carl Krets^ann, M^^Ä^ ■HB hÄelu^uÄi und ist mit den ersten Cresmann als Zeichner, angegeben 1 K ,stl ^° seltcnen Scnwa rz- fcann. Di« zweiten Initialen find«it man aut cuic• Köt , i(1 kunstblatte mit dem Bildnisse des ^rgemeiSg* ^^Ltinu, Kolller Nürnberg in Kniestück mit P^°^. Ebenstem, r« siud Dweer et K*ip»U. A'orift. *%*'• J/ ri™ ct. I» « cr Mittc ver lateinische Verse: C«i Jui, Nobihum. ^ a( *' u . »Heb rechts steht das Zeichen IL ^ ^. oben unter dem Monogramme _ Ein anderes lilatt dieses Meisters ist oben untei u Cc K. No. 2407 beschrieben. Fähigkeit im Graviren. Initia 1004 CCL — CCP. Nr. 2410 - 2414. 2410. Unbekannter Kupferstecher. Dies« Buchstaben, deren Be- rCI BDI Deutung wir nicht kennen, fand Brulliot II. No. 357 auf ' J ' einem Kupferstiche, welcher von einem Italienischen Meister des 18. Jahrhunderts herrührt. Das Blatt stellt die Büste der hl. Jungfrau vor, und im Rande steht: MATER AM ABI US. Rechts unten bemerkt man die obigen Buchstaben. II. 2 Z. 5 L. Br. 2 Z. 1 D. Der erste Rand 3 L., der zweite 1 L. 2411. Conte Cesare Massimilia.no Gini, Kunstliebhaber von Bo- logna, machte an der Akademie daselbst ernste Studien, 0. Ct/r^-Ct. und stand mit dem zu seiner Zeit berühmten Maler ^r / / ■ und Architekten Mauro Tesi in enger Verbindung. inct - Graf (Jini malte mehrere Bilder in Encaustik, bofassio sich aber noch mehr mit der Nachbildung von Ilandzeiohnungen des Parmigianino und M. Tesi. Diese Blätter enthalten einzelne Figuren und Gruppen nach Zeichnungen des ersteren, in Facsimiles in Zanetti's Manier, dann architektonische Vorstellungen nach M. Tesi. Die Zeichnungen der genannten Meister besass Gini, und bildete sie selbst auf Kupfer nach. Auf einigen Blättern stellt: Conus Cesar Maximiliano Oini sculpsit oder ineidit, auf andern findet man die Initialen des Namens. Der Graf Gini starb um 1780. 2412. Christoph Maurer von Zürich soll nach Bartsch P. gr. IX. p. 383 und X. tab. 20 dieser Zeichen sich bedient (vi ^^/\ l/^w haben, und auf die Autorität des genannten t^M/O / v Schriftstellers hin, rubricirten auch Brulliot, ^"* '^^ ^- Heller u. A. das Monogramm als aus CCM T bestehend. Allein die l'drrn ist ungenau, indem auf den Holzschnitten mit diesen Monogrammen sich deutlich ein unterbrochenes S zeigt, ungefähr wie im dritten Zeichen, welches wir zum Unterschiede nicht nach Bartsch, sondern nach dem Original copirt hüben. Auch gehört das Monogramm nicht ausschliesslich dem Christoph Maurer an. K 3 ist jenes des Tobias Stimmer damit verbunden. Das erste Zeichen besteht daher aus den Buchstaben CMS, die beiden anderen aus CMST. Die Zeichnungen und Holzschnitte, welche Ch. Maurer allein fertigte, haben gewöhnlich das Monogramm CM. oder diese Initialen, und Tobias Stimmer gibt die Buchstaben ST. verschlungen. Unter SM und SMT. werden wir ausführlicher über diese Meister handeln, indem hier nur der Rückweis gegeben werden konnte. 2413. Christoph Coriolano, oder Crlstofano Cartarlo? In den C Cnr F Nntices sllr ' l ' s graveur (par Malpe) I. p. 106, wird diese ' Abbreviatur auf den Formschneider Christoph Coriolano gedeutet, aber ohne Angabe eines Blattes mit derselben. Wir fanden ebenfalls keinen Holzschnitt mit C. Cor. F. vor, und es ist daher wohl möglich, dass Malpe C. Cor. statt C. Car. gelesen habe. In diesem Falle mus8 Gristefano Cartario eintreten, über welchen an betreffender Stelle gehandelt ist. 2414. Carl Christoph Pribus, Hof-Medailleur und Müuzmcister in r f< p Dresden, ist durch einige schätzbare Denkmünzen bekannt. ' Auf der Huldigungs-Medaille der Stadt an Friedrich AugustlH- von 1769 stehen die Buchstaben C.C.P. Pribus starb 1787 im 58. Jahre. CCQ —CCS. No. 2415-2422. 1005 2415. Unbekannter Kupferstecher. Diese Buchstaben findet man r ,,\ auf landschaftlichen Blätteni nach Francis Boucher Sie and r' /" -v »u Kupfer »stechen, wir Witten »bor ebensowenig, als Bruiliot L L U „„,1 Heller den Stecher zu nennen. Wahrscheinlich deuten ihn die Initialen CCQ. an. Auch ein IJQ. hat nach Boucher gestochen. 2416. Remiglus Canta-Gallina, Maler und Kadirer (1582-1630), -d soll nach Bryan, Biographical üictionary - I. p. 222, der lragei >TT dieses Zeichens seyn. Wir kennen indessen weder ein Gemälde, -*- noch ein radirtes Blatt mit einem ähnlichen Monogramme, l/anta- Gallina's Zeichen besteht gewöhnlich aus HC. Bryan bildete das obige Monogramm wahrscheinlich jenem nach, welches Malpe in der Art gibt, dass das zweite C als 6" genommen werden muss. 2417. Conte Coppola, k. MttM-Inspektor in Neapel, und Russo, n r ,> Mcdaillcur daselbst, bezeichneten Münzgepräge mit den ■ L - *' Buchstaben CC.lt. Sie waren um 1760 thätig. 2418. Carl Lebrecht Cruslus von Leipzig, Ocscr's Schüler lieferte r n eine Menge Zeichnungen für den Buchhandel, und stach C ' Cr - SC - slbstehie Anzahl in Kupfer. Man findet deren ***** Kinderfreund, in Wielands Werken, in Hirschfeld's Landleben etc. Blätter dieser Art sind wie oben bezeichnet Crusius starb 1779 im 39. Jahre. 2419. Camillus Congius fand oben unter den Initialen CCF. eine a,Sliehe Stelle, und es sind auch Blätter desselben ver- CCf. zeichnet. Die Buchstaben C.r..S. welche Briilliotl^o. 362 ebenfalls auf Congius bezieht, stellen ***&**2£™ antiken Büsten in kl. toi. Sie sind von Salv.us tastellucc, £»£ Auch auf einem allegorischen Blatte nach F. llomanelli stehen die Initialen C. C. S. 2420. Giulio Cesare Venen«, w^."?^ Ä SÄfgjJ n ^ diesem Monogramme bezeichnete, findet W^f^^JgJ, Gu) da der erste Buchstabe für ß zu nehmen hltojMöchte *^ auch CVC lesen, und daher bedarf es eines Kuckweises. 2421. Cornelis Claasz. van Wieringen, Landschaft*- sn» ri rW «^«S wurde um 1580 in Marl.-... t*bo«*, ,***** ™ n &™° £°^ aU Seemann zu einer hohen Stufe der Kunst .W ic «j™ Schiff, zimmerte, s„ malte er .jetzt solche, ^*^^{£dSSE5 Strandansichten, Seegefechte, Buchten mit Schiffen, die Be^Mmgung ** Fischer u. dgl. führte er in seinen Geml den tot. Htor handeH ?» sich aber um eine Folge von 14 schön rad.rtcn Land schalten nrt ^uhrzeugen , Baulichkeiten und kleinen Figuren. Lunge BIM er smrt mit dcin'gegobenen Monogsanmie ™^%^£&*i '»rnelis de Wael beigelegt wurde. Die erwähnu. p«»b ' , Titel: Amoeniore, aliquot retjiunrulae a Cor ^ h °, f^J^jolZii WÄryes: ä; ssssrM st r*a«R 35ftS ÄMÄ "erauszuflndeu. 1000 CD. Nr. 2423-2424. 2423. Carl Decker, Kupferstecher, war um den Anfang des 18. Jahrhunderts in Heiland thätig. Kr stach Bildnisse, Ansichten VOH Studien, Marinen, und allegorische; Vorstellungen. Im 'l'healrtmi l'rdciKontoni et Sabattdiai' sind mehrere Stiche von seiner Hund. Das grosste Blatt des Meisten erschien zur Verherrlichung zweier berühmten Seehelden unter dem Titel: IS ce.derUtv darin' Y.e.e. - 'l'liriomph de M. Iluißer cn de Tromp. Auf Blattern dieses Künstlers lindet man obige Zeichen, und auch die Initialen C l> sc, 2424. Gerard üov, äilch Don, Dow und Douw genannt, ge- f-s J hört zu jenen berühmten Malern, welche das sogenannte ^T) (j~\ höhere Genrefach pflegten, indem sie theils Scoucu aus ^—\ / dem Laben der vornehmeren Stände, theils solche aus ( IT) r\ \/ den niederen Verhältnissen des Lebens, aber in edler •*% Weise vorführten. In diesen Darstellungen herrseht da- V'O CT J ' icr nicht die humoristische, sondern eine zartere, mehr p \ \ . gemtithlicho Auffassung vor. Der Sohn des Douwe C> ö O / Janszoon, eines Vriosen, wurde er den 7. April 1613 zu Lcydcu geboren, und widmete sich anfangs unter Leitung des Pietcr Kouwenhoven der Giftsmalerei. Kr trieb dieses Fach zwei Jahre, endlich aber glaubten seine Kitern, er könnte an seiner Gesundheit Schaden leiden, und vermittelten daher die Aufnahme bei Uenibrandt. In der Schule dieses Meisters hat sich 0. Dov das Element des Helldunkels in vorzüglichem Maasse zu eigen gemacht. Zugleich verband er damit eine bis an's Wunderbare grenzende Ausführung, welche die Gegenstände der Natur wie in einem Vcrkleinerungs- spiegol erscheinen lässt, und durch welche der Künstler den Seeneii einfach häuslichen Verkehrs insgemein zugleich ein äusserst liebenswürdiges Interesse abzugewinnen weiss. Nicht in gleichem Glücke hat er sich in einer höheren Richtung bewegt. In solchen Gegenständen tritt mehr oder minder eine gewisse Kälte des Gefühls hervor, und nur dio zarte Auffassung in den Nebendingen ist es, was hier die schönere Kigonthümlirhkeit des Meisters erkennen lässt. Zu den Bildern dieser Richtung gehören die Heiligenfiguren, und die Mehrzahl der Bildnisse. Die Gemälde dieses Meisten können wir aber hier nicht aufzählen, indem im Künstler-Lexieon Hl. S. 468 die vorzüglichsten, in Gallerten befindlichen Werke genannt sind. Hei der Beschreibung der Bilder im k. Museum zu Berlin gibt Dr. Kugler S. 257 zugleich eine treffende Charakteristik des Meisters, und diese konnten wir hier nicht umgehen. Heber die Preise verschiedener Gemahl" des G. Dov gibt Imrnerzcol (De levens cn werken &c. I. ]>. 190) schätzbare Anhaltspunkte, im Uebrigen aber möge mau aus diesem Artikel Supplemente zum Künstlcr-Loxicoii entnehmen. G. Dov starb zu llaarlem 1680. Die beiden ersten Zeichen, das zweite über der .iahrzahl 1660, gibt, Brulliot I. No. 1169, und nach der Behauptung dieses Schriftstellers findet man es auf (iemälden und Zeichnungen dos G. DoW- Einzeln kommt indessen das Monogramm selten vor. Wir fanden es nur in Verbindung mit OV, grösser und kleiner wie oben in zweiter Reihe. Auch auf Zeichnungen in rother und schwarzer Kreide i s ' das Monogramm mit diesen Buchstaben verbunden. Auf einem Blatte von \V. Üaillic, welcher 1775 ein weibliches Bildniss faesimilirte, i sl derselbe Name mit der Jnhrzahl Mulll eingegraben« Auch auf de" 1 sehr seltenen, von Gottfried Schalken radirten Bildnisse des Künstlers CD. Nr. 2424. 1007 ist dm Zeichen -i.ii O.F, *« Ujdwr wi« oben !«*«• We, Büste Ut in einem hohen Ovale dargestellt, und rechte umll.nl- oben i ante., steht: Mtov, - K<*>r. taff*. '•""»•• '•» P wd &*T» n-, /( , rr,icn T iorem ww */-»™i 6- SMart». «ehe der , 7 , ,it' Br 4/ (iL Den ersten Buchstehen wird derjenige, welebei Abs »eichen "des O.Dov nicht kennt, h« tonne* für C, statt ÜrG nehmen wie elgaülch /u lesen ist; In den beide,, erste« Zehe, Istabe die Fora des 6 deutlicher, doch bot für denjenigen, weMei du. altere Schrittweise aus Anschauung kennt, BadiruiiRcn des G. D o v. |>ie lilattcr dieses Meisters sind sehr selten »■'<' ><~;' W™ ,|en ersten Cab'inettpq nur sparto b vor U«M> teht *B m Fraee ob diejenigen, welche ihm Zani zuschreibt, wirk icb von de 11 "i dieses X3B sind. Bartsch widmete *££fffff%Z keine Stelle, und daher wollen wir folgendes \cr/c.chmss im ein« „Nouveau l'cintre-graveur" bestimmen. . 11 Der hl Hieronymus, starkes Brustbild mit andern Barte n i tSä 2* lüS? gewendet Er. %^^ H £*£g das vor ihn, aufgeschlagene Bach- Seme Nie.. In g l cht « SS ÄJS S Ä ÖS 1 » 1 ?» 5 «Äi£ geschriebene Monogramm des Rembrandt van Ityn, A. von mrtsen erklärte es aber als G. Dov's Arbeit. 2) Ein alter Franziskaner, we.eher n*ch.rechts fc^JJ^J und nit der Drille auf der Na»e l« .«nem Buche liest. VC « Käme mit der Jahmhl t««S, wie oben gegeben, steht Schnitt,- des Buches, JoL T) ; r( . ktor rassavant im Museum zu Bke Badirung dieser Als1, ' k \, „„,„ begianbiÄß», Ein Amsterdam, und sie ist zugleich du,,l, den flanwn t, Blreites Exemplar kennen wir nicht p.nidieses "eine nach Kcnibrandt. D. HO. «, v* »«■ ' fc iTAlJtÄ, 4 'Si." «ton und t^Xtf.^Ä Zani 1". II. Vol. H. P. 249 aufmerksam, und er K ',,,,.,.,,,!,. 1J - I nn. Sie lebten in der zweiten Hälfte des Kl. Jahr- C. L). In. / bunderts in Italien. C T) I' nin'< I ^' e Buchstaben 0. I). stehen auf einem Kupfer* ^> \J jormis. ) st i ( .] 10 m j t dem Abendmahl des Herrn nach (laspanlo Oasparini, hoch fol. Oasparini von Macerata, der Schüler des Senno- neta, blühte um 1585. Kin Blatt mit C. I). fe. wird im nachträglichen Catalogc der Sammlung des Grafen Kries (Viennc 1827) No. 1746 erwähnt. Ks stellt drei Liebesgötter mit einem Hunde vor, qu. fol. Uebcr den Stecher desselben ist nichts bemerkt, C D formis steht nach Brulliot II. No. 3G5 auf Kupferstichen nach Rosso Rossi. Wir kennen ein Blatt mit Dryaden, welche um die Eiche tanzen, mit der Adresse: C. DucliHU formis. Unter den Initialen CD. wird daher Claudio Duchctti, der romische Kunsthändler, ZU verstehen seyn. Kr war der Neffe, des Antonio Lafreri, und 1580 nicht mehr am Leben. Kin Blatt mit den Büsten der Sibyllen von Ainbrnsins Brambilla ist nämlich bezeichnet: Romae apud haeredtf Claudii Ducheti lljdß. 2436. Charles Dupuis , Artillerie - Offizier und Oabiiiotszeirhner n ■) , der Ohurfürsteii Max Friedrich und Max Franz von Cölfii • '• stach von 1784 an verschiedene Blätter in Kupfer, welche aber ohne Kunstgehalt sind. Auf den meisten Stichen stellt der Name, mit CD. f. bezeichnet sind aber Blätter in J. N. Arnonld's „Civil- li.uihntsl 1704" i fol. Ein anderes Blatt mit CD. gibt die Aussicht von den Ruinen des Schlosses (lodesberg auf Blittersdorff und de" Rheinstrom, kl. qu. fol. Merlo, Knust und Künstler in Cöln S. 103 verzeichnet andere Blätter dieses Künstlers. 2437. Comelis du Sart oder Dusart. Maler, Radirer und Stech«''' . in schwarzer Manier, wurde 1005 zu llaarlem goborOJl' € D. feal. Schüler des Adrian van Ostade, wühlte er wie diese'' C I) In seine Stoffe in den Dörfern, und gab der gemeine" "Wirklichkeit zuweilen einen phantastischen Anstrich- CD. Nr. 2438. l° ü Er ist aber immerhin noch etwas edler als Ostade, dlWi^W ihm das Auge nicht angenehm berührt wird. Dennoch verdien sc , o nicht haufiie« Gemälde einen Ehrenplatz in den erste« <■■ " ■ Der Kttnstlfr war bei »einem 17<>4 erfolgten 'lode erst9 Jahre ah. Oh siel! ein Gemälde mit den initiale» des Namens find*, wUsan wir nicht; die wenigen Bilder, von welchen uns Kunde wwje,, and mit dem Namen bezeichnet. Auch ani semen j^rt^yWjg" gewöhnlich Cor., oder Vorn, du Saft f. Dicss ist auch n , 1 n S et in schwarze* Manier der Fall , mit Ausnahme der. ine ^" ;' Folge der fünf Sinne, welche Bartsch nicht beschreibt Diesei Sehr t «X zäU in. i'chüro-gravour V. p. 465 ff. 16 rad.rte, undi 25 geschabte Blätter auf. R. Waigel gab Supplemente aum Bartsch, und brachte das Verzeichnis» auf 60 Blätter. Dazu kommt noch ein Anhang von 18 weiteren Blättern. Wir haben .... Künstle -Lx.co XV 1) 21 das Ver/eichniss nach Bartsch und Waigel gegeben, so 0888 hier nur die XÄShlätter mit den Initialen des Namens naher in's Auge zu »jg-J^; .„ ^ v b;i ,Hieben Figuren in karrikirter Auflassung, jede. Blatt mit C D. **£"£*•. Juvmal 1) T des igt. 0 vualis facies et ,,uaUs d.gna tgUa. JtaCM <0 *«!. Rechts unten: C/J. r«*- IL 8 *" 7 L - Bl> b ^ - MU Dtes'eVorstellung, drei Bauern und ein Weib mit dem Lichte komSlcchÄe» Abdrucke ohne die Buchstaben C/ vo, Blatt ist sehr schön in Sthwarzkui.st WiaMUdt, «^ &££? vollkommen würdig. An die Co,,ic des Jan Gole ist in1i an (lenken da dieser die Gfttppe von der CtagMMtta nah», W da»«« ™J wie in jenem mit CD. fem. auch im ww o anderes Blatt dieser Folge ohne V ü. kennen w *jf": , ;/ So ,. Hechts unten: C1). fem. II. 8 /. 9 ^- " r - " ■ ■ . Hechts 3) r 6»^- n ^ 7 - 8 t*TTz "iTäT! Ban* 9 unten: C />. (fc*. H. 8 Z. 9 L. Br. b /■ < rcchts 4) />c JJeuc*. Bonus odor de, \» u t '! ' ,' ,,,! unten: II. 8 Z. 9 L. Br. 8 Z. 7 L *t ^»J^; co . fecl -, 5) 7>e Smack. Quanio porrexil .etc. «eww» II. 8 Z. 8 L. Br. 6 Z. 9 L. Mit 5 L. Ka'; jte Auf jCtt0m 6) Die Copien der obig.'nBhUter von der Gegenseite. A je-« sieht unten im Rande: C **•'■*££ «„.„che bezeichnet: ^.„W. Die fünf Sinne sind ... «^^Lffiglateinisch ge- <« »«„«, rodtrol ete, Die Verse, welche in Onr •>u a 8 geben sind, lauten in den Copien holländisch. Man nndet Abdrücke ohne dieselben. 2438. Cornelis van Dalen, ^^^SS^SA Cr> rcult, * < «" n ' W T' 10 ""nÄna n sbd jedenfalls will- \sJjjctMf. m mo „boten. Diese Ai iga . J ttnittar dieses käj-lmh und ungenau, da in der Zwischenzeit e«^»^ e „ (wi , U(> ,t Namens thätig war, welcher bereits grosse j , (i , ll(! Illit der Imtte. Auf einem in zwei Blatten, beste) cn > rc ^ yord,,v„ Ansicht der Kirche und des 11 >>J" IC °, d staben C. D. ihren Namen andeuteten. Es handelt sich '- , - "• I aber von keinem Meister aus dem 15. Jahrhundert. Die niit C oo I) Je. 1). bezeichneten englischen Münzen aus .jener Periode sind C. D, ' n Durham geprägt, und C. D. bedeutet Civitas Dunolmi. Aut > alten Münzen der Stadt Ancona ist Civitat Dorica zu lesen- CD. Nr. 2440 — 2442. * 013 Cordt Delbrügge zeichnete als Münzmeister C. D. Er wurde1508 von der Stadt, Osnabrück In Bestallnn« genommen, und verblieb bis 1623. Von 1621-1622 besorgte er auch die Münze in belle. Ernst Caspar Dürr hatte in Dresden als Med*ü fe ur Bu*.Er arbeitete um 1679 für den s&chitschen Hof. Mit C ~ D bezeichnet ist die Begräbnlwmedaille der Herzogin Christina Ehsabctha von Weimar. Tentoel Tab. 48 No. 3. Der Ucmahl dieser Fürstin, Herzog Johann Ernst sen, starb 1683. Die Bcgräbmssnmnzen desselben smd kber nicht bezeichnet, obgleich sie von C. Dürr herzurühren scheinen. Tentzel Tab. 49 No. 1 u. 2. . Carl Joseph Baiser, Bildhauer und Medailleur geb. zu Augsburg 1755, gest. zu München um 1815. Schüler von Hagcnauer inWien, hinterliess er daselbst einige Statuen, widmete sich aber von 1777'an besonders der Stempelschneidckunst. Mit C.D. bezc.chnet ist eil e Medaille mit den Bildnissen des Churfürsten Carl rheodojTOn Bayern, n.i.1 seiner zweiten Gemahlin Leopoldmc Erzherzogin yMOMtenelch, I7i) 5 . Diese Medaille Hessen die pfthmaverischen Standc l*i Ein,. Vennfthlnngsmedaftle in Zinn hat die Legende. NVPA; PELICE8. Auch auf einem Vicariatsthaler von 1790 mit dem Brust bilde des genannten Ohurfürsten und dem Rcichsadle stehen die Buchstaben C D. Sehr schön sind seine Medaillen mi den Brus l'ildern des Erzherzogs Carl von Ocsterrcich und des Königs Maxi milian I. von Bayern 1810. . , , 7(U i.;„ Cajetan Destouches, Stempelschneider in.München von 1T84 -V* 1807. Brulliot II. No. 366 nennt ihn Charles, und beim,«*», dass sich Gepräge mit C. I). von ihm finden. Er bediente sich auch der Cursivcn. 2440. Coenraet Decker, ^g^^&fVSSSiii um 1680 — 1690 u Haarlem tbatig. 1'jT malte uano S~\ ST\ "" au" in der «MM «los Jakob Buysdael, aber Meisters findet mau die gegebenen lurfialen. *£j™S*rtS seinen Zeichnungen sind in iolgendcm Werke. ß■ »■*» P ' <« *,;/„, , f /„ 7 , s ,.to,, ,,„or Jan van Wcsterkoven. 11 aar Um «JJ*^£ i" Kl'l Irving van Velff komme» BW»«™ Auf einem derselben steht der Name Coenraet J«««^ ,1 ^J laild van Kyndcn nennt daher to^'»«^; «• Wcisbrod stach indessen 1778 die Ans ich t eines alten Ju am Wasser, auf welcher der Name „(Wnc Decker" steht. Man 4n aber nicht mit Carl Decker verwechseln. 2441. unbekannter Kunstsammler. Wenn dieses »JJ-£ q .„ schrieben auf Kupferstichen umi Had* " fe ^ W^-----Meister vorkommt, bezieht es sieli*W a ^ben. Den Namen des Sammlers kennen wn nlcnt. Kunstsachen von Wcrth. „ 2442. cornelis van Dalen? W&^^ihSÄ r^ r t einem kräftig gestochenen Bl*tte MCß ^ . «»/? ' welches die halbe Figttr f'jÄÄkk in . ^ nach links gerichtet, einen WggEpVfc, rechten d er Linken halt, und den Krug in den Ann drückt, a Monogrnmmistcn. 1014 CDA. Nr. 2443-2445. Hand hält er das Messer, und ein Stück Schinken zum Essen bereit. Unten links steht: G. V. Ilnnthorst pinxit, rechts das obige Monogramm. In Mitte des Randes: Ir.lc Mit gesont, daer loe wat graeg \ Dir sijn reiht pillen voor mijn maeg , 4. Dieses Blatt ist wahrscheinlich von Cornel van Dalen gestochen, und übrigens als Copio nach Cornel Blooinaert zu betrachten. Das Blatt des letzteren gibt die Figur von der Gegenseite. Es ist bezeichnet: Cornel. nioemart sc. et exeud. 1021, kl. fol. Brulliot II. No. 520 macht auf dasselbe Blatt aufmerksam, sagt aber, dass es mit den Initialen C.v.l). bezeichnet sei. In diesem Falle wäre dieselbe Vorstellung zweimal vorhanden. 2443. Cosmas Damian Asam, Historienmaler, gehört zu don- ri rr\ yf • jomgen bayerischen Künstlern des 18. Jahrhunderts, U JJcHs.-i*tv: a eren Ruf aucn j„> s Ausland drang. Als erster Preis- träger der Akademie von S. Luca in Born, wurde er in München als- bald von dem churfürstlichen Hofe mit Auftragen Überhäuft, noch mehr aber begünstigte ihn der Clerus, und man findet daher wenige Kirchen und Klöster in Oberbayern, in welchem nicht Altarbilder und Frescomalereien von C. D. Asam, sowie Stucaturcn von seinem Bruder Egid Quirin zu linden sind. Wir haben indessen im Künstler-Lexicon über diese Meister ausführlieh gehandelt, und daher bemerken wir nur, dass die gegebenen Initialen auf Kupferstichen nach Zeichnungen des C. D. Asam sieh finden. J. Mocrl stach nach ihm einige Blätter mit Fontainon in monumentalem Charakter, womit sieli aber Asam die Nachwelt nicht gerade zu grossem Danke verpflichtet hat. Das grosse Bild der thronenden Maria in der k. l'inakothek zu München macht ihn aber als Maler schätzbar. Dieser Künstler starb zu München 1739. Er hatte einen Sohn, Namens Franz, über welchen wir im Künstler-Lexicon keine Nachricht geben konnten. Dieser Meister malte an verschiedenen auswärtigen Höfen, dann auch in bayerischen Klöstern und in Kirchen. Er starb 1795 im 75. Jahre. 2444. Cornelia Danckerts, Kupferstecher und Kunsthändler von p t> Amsterdam, welcher 1561 geboren wurde, bezeichnete Ca uan. ex. auf ao | c ), e weise etliche Blätter aus seinem Verlag* Man findet diese Abbreviatur auf Stichen von Jakob Matham nach Heinrich Ooltzius, doch nur im späteren Drucke. 2445. Peregrini, Goldschmied von Cesio oder Oaoscna, hinter» 1 (T A 5n < '" f ' ^ nZil ''' v,m Bläsern, welche zu den kost- ~J.(l-X\.^t.[J' baren Inrunnbeln der Chalcograpliie gehören, wie tl° n Kunstsanimlern sehr wohl bekannt ist. Die verkehrten Initialen find** man auf einem Niello, welches Duchesne (Essai sur les nielles p. 28* No. 261) und Malaspina di Sannazaro (Otttalogo di uns raecolta "' stampe II. p. 8) beschreiben. Es stellt den Iiiomedes vor, wie '' r das Palladium entführt, oder einen fast nackten Krieger mit dem Schilde in der Rechten, welcher auf der linken Hand eine Statuette hält. Im Grunde ist Landschaft. II. 2 /. 10 L. Br. 1 Z. 8 L. Dieselbe Vorstellung, auf weissem Grunde, aber nur 1 Z. 5 D. hoch, und 11 L. breit, findet man auch mit (hm Initialen O.P>D-^' im Unterrande, wahrend die gegebenen Buchstaben oben in einen 1 Cartouche stehen. Das kleinere Niello ist von Peregrini aus Ccsio oder Caesena, und daher sind die Buchstaben O.P.D.C.: Opus /'er«- CDB-CDC. Nr. 2446-2448. 1015 Mi Da Cm* oder Cacsena zu lesen. Die grössere Vorstellung wird für Copic gehalten, und Duchcsno will unter dem Buchstaben i. den Copistcn erkennen, wahrscheinlich weil ein unbekannter A auch ein anderes Niello von Pcregrini eopirt hat, wie an betreffende Stel bemerkt ist. Allein die sogenannte Oopie mit den verkehi u Buch staben C. I). A. P. O. soll das unverkennbare Wahrzeichen des.Alter, thums tragen, und somit könnte die^Wiederholung um so ehevon Peregrini selbst herrühren, als die Grösse der Blatte und clei änderte Hintergrund keine einfache Cop.e zulassen Gesetzt aSC , dass Duchcsne und Malaspina für den Buchstaben J. keine, I cug haben, so kann man dennoch mit grosser Wahrscheinlichkeit. Opu* ftr V m AuHficU He Cesio oder Cacsma, auch «MMJC«"«« lesen. lieber diese Lesart werden wir unter U.P. I. C. handeln Auch unter /> er mul P — SCOF. kommen wir auf diesen Meister zu Sprechern 'Unter den Buchstaben SC und ^FwoHte »an einen anderen Meister, allenfalls einen Cop.sten vemuthen; £M*™ cr klären sich einlach: Sculptor Caescnas oder Cencnm - Opus nett. tÄ/7f» S is "hor Manier behandelt sind. Auf Gern*den dieser zosisc.no r via ' Crayonmanier behandelten Art, und dann auch auf ladntcn, unu \ f. . , Cmj : en )iac h Blättern findet mau die gegebeneu Zeichen Einige g ;"!«£ J. J. Boissieu und Benignus Bossi, andere nach e gu,c. / ... nnung ausgeführt. Brot mit dem Namen bezeichnete und schön < Copic nach Bossi stellt einen Knaben mit den, ucl MMTO aessen auch CM. DB. zeichnete. Aut Kauirungui ferner: VB. n. d. V. i773. 2447. Charles ^^J^S^fSS^^ zu Paris 1688, gest. 1763. Diese. *urawer ^^-D auch ihre Vorzüge haben. E^e der froren » ^ schienen im Verlage seines SchirtegeiTate«a JJf^gJ^ C onca, Initialen des Namens bezeichnet ist ein "'»" . , t wicder erhält. welches den Tobias vorstellt w.e er ^^. ^^ ^ ß ß ß ''ort.,, c / tM Duchange, gr. qu. fol. Auen m"" findet man. 2448. Caesar de Cock '*j»*i^&£^& q* r 1820 geboren, und an de Akartein 1( , wolche ln J* * C • zum Künstler herangebildet Scine ^ ntgchlcdclica Talellt . l'iindschnften mit Figuren bestehen, vcrraii'"' < Skizzen findet man Auf Zeichnung« und kleineren Bildern, sowie «n^ Ha(linmgcu dcs uio Initialen seines Namens. Auf den geistrcicnu 1016 CDE-CDII. Nr. 2449 — 2455. Meisters ist aber dieser ausgeschrieben. Folgende Blätter kamen uns zu Gesicht. 1) Waldansicht mit einem Schlag im Vorgrunde. In der Mitte sitzt ein Mann mit dem Stocke vor einer Höhle, und vor ihm kauert eine andere Figur. Unten im Hände nach links: Cesar De Cock 50 (1850), fol. 2) Grosser Buchenwald mit Wasser im Vorgrunde, und Sonncn- beleuchtung in der Durchsicht. Rechts unten im Rande: Cesar De Cock 50, fol. 3) Waldgegend mit Hügeln. Im Mittelgründe gegen rechts sieht man zwei Männer mit Schiessgewehren. In der Mitte unten: Cesar De Cork HO, gr. qu. 4. 2449. Der Abbe Charles Campion de Tersan, geb. zu Paris 1741, ^ ~ radirte kleine Landschaften und Ansichten, deren melier des j/. rere mit C. del., oder C de T fecit aq. for. 1765 be- C nfsb zeichnet sind. Auf anderen Blättern steht: C C sc, ^.cjyis. un( j a(jch c p c dg Txxx f ecit aqua f 0Tti 170 , f 2450. Comte de Caylus, der berühmte französische Schriftsteller _ , und Radirer, fand schon unter dem Buchstaben V, x , und L de C unter CX ex eine ausführliche Stelle, und daher be- C. de C. merken wir hier nur, dass er verschiedene Radirungen nach Zeichnungen von Meistern älterer Schulen mit C de C signirt habe. 2451. Crispin de Passe junior bezeichnete auf solche Weise ver- C dp P or S( '''icdene kleine Blätter nach M. Kager, Rottenhammer unil anderen deutschen Meistern. Sie enthalten Scenen aus dem neuen Testamente, und erschienen zwischen 1600 —1620. — 1 Inter dem Monogramme VCP. kommen wir auf die beiden Meister dieses Namens zurück. 2452. Charles David, Zeichner und Kupferstecher von Paris, (^ ]) p welcher oben unter CD. bereits eine Stelle fand, und sich f n V ' '""'' '' ( ' s MonOgnunaM HC bediente, bezeichnete mehrere *-•"*■ Kupferstiche mit den Initialen C. D. F. Sie bestehen meist in Titelblättern, und in anderen Abbildungen nach verschiedenen Meistern. 2453. Cajetan Destonches, Medailleur, welcher von 1784—1807 r 1) 17 '" München thätig war, zeichnete Münzen und Medaillen w ' "■ r - mit CD. oder C. D. F. 2454. Christian Detlev Friedrich, Graf von Reventlow, Kunst- C D F € de H l'ee llC.il litillhabcr > S (ib - zu Kopenhagen v. v. i. v. ae n. \ec. nbV. um 1748, radirte einige Blätter mit Landschaften und Thleren nach Londonio, II. Roos u. A. Auf einigen Blättern steht der Name des Künstlers, auf anderen findet man die Initialen desselben. 2455. Willem oder Guillaume de Heusch, Landschafts- und Thicr- maier, geb. zu Utrecht 1638, ist derjenige Meister, welcher sich als Träger dieses Zeichens nennt. Ei' 1 Gm C &i öem&Me mit dem ausgeschriebenen Namen befindet '/ „ sich in der k. k. Galleric zu Wien, eine Landschaft \j\)\cusch^J. \ )C [ Sonnenuntergang mit einer Ruine an den bergigen Ufern des Sce's. Vorn rechts auf dem Wege sieht CDU. Nr. 2455. 1017 man einige Maultiertreiber. In der Gemäldesammlung des Buch- Händlers J. A. Baumgärtner, deren Schätze R Wliie m\ Leipng 1856 zur Auktion übernahm, befittld sich eine schöne Landschal; mit Ruinen, Bäumen, Wasserfall und badenden Madchen. Auf dfesem Gemälde findet sich das zweite Zeichen, welche« m.l Coru.d Poelen. bürg und Willem de Tleusch erklärt wird Die .»^ «amer, in welcher Poelenburg die Figurenstoffage behandelte, ist bekannt und wo. , daher diese Kennzeichen vorhanden sind so bezieht sich.de 1 Juc - sta.be C auf Cornelis Poelenburg. W. de Heuseh war aber nicht allein als Landschafts-, sondern auch als Thermaler berühmt,, *g*«™ ist es wohl nicht nachzuweisen, dass in dem Gemälde ,„> W* zu Wien C. Poelenburg Antheil habe. Der erste Buchs tobe durfte daher für G zu nehmen seyn, da sich von W de Heuseh»™*G£ mahle finden, auf welchen das Monogramm deutlich aus 01)11 st, wie an betreffender Stelle zu ersehen ist Er nannte ^ "' Guillaunie, Guiliam und Guilelmo de Heuseh Das ertte Zeichen gibt BruUiotI.No. 1178 mit der Bemerkung, dass es ch ul c,n. « Gemälden dieses Meisters finde. Sollte es aus den I, rlM.. ,01. lCDH bestehen, so ist zu erforschen, ob die Staffage TOT °- E » e ^e1 herrühre. Im anderen Falle muss man Gl I lesen, so dass < ei Buchstabe G durch den Hauptottch des /> .^Hnl let w!rd M»n rt irno aber eher ein C vevmnlhen, und daher unter diesem Buchstaben NaCl tt U IIe,S n l^g auch Itees, Ileus und IIus gg* ** ^«LÄS dem ftÄÄSS hervorgegangen ist. bpschrci l,t 10 radirte Blätter von G. de sollen. G. de Heuseh war aber bei Bot, s lod eist^'^o a; u ^ m den Namen „De Heuseh«, welcher aufden Bl - ";. " ' £™ indessen diese Radirungon dem J. B(ith / ) 1 ^ 1 ' , Do Heuseh für die geringeren Arbeiten des genannten Meisters halten, xje a muss daher diese Blatter als Knabe ^ ert ^Ä 0 «%XtainlS in welcher J. IJoth sein Vorbild war In . l1 "' ""' ." , nul aiu , h die sie aber bereits das Studium.der i^eni^enNatnrj «y**^. Figuren sind nicht dem Dandvo ke de Umgeb,..^vo h gebildet. Da aber einmal diese Blätter «mm mm schrieben werden, so wollen wir nicht glauben, dass anderen de Heuseh herrühren. Preisen stehenden Den von Bartsch erwähnten, je« m ^f« n a /s?e in R Weigel's Blättern fügen wir zwei andere Ra.lm.ngo.; bc «woil sie inj*"^,, Supplements au Pcintre - graveur I. p. 43 nur ku« Table generale II. No. « 3 » * n ^ OT Zf Ber»n begrenzten Land- 1) Der Schäfer. In einer von dre Berge » f ^ (|( , m Schaft schlängelt sich der Weg links aus ^ni Äl'tlO, Vorgrunde, und die linke Seite desselben ist^^ aHC ™ hts ^^ I>er Schäfer geht im Vorgrunde mit vici »' m .. p ineg Wasser vom Mittolgrunde nach vorn, und icsp. t ucn hohen, theilweise bewachsenen Felsen. Links ODen. H. 4 Z. 10 L. Bf. 5 Z. 9 L. n auf (lor Anhohe ,. , 2 Der Esel und die Ziegen. Ente WO:sie« andcre links im Vorgrunde. Neben ihm ruht ein* Ziege,« steht. Rechts am Ufer des Wassers sind Scnaale, unu 1018 CDH. Nr. 2456 — 2460. ganze Hand des Vorgrundes ist mit Gesträuchen, Pflanzen und Schilf bewachsen. Links oben über der Wolke: De Jleusch fe. II. 5 Z. 1 L. Br. 6 Z. 1 L. Diese beiden seltenen und kostbaren Blätter bilden eine Folge mit den von Bartsch No. 9 und 10 beschriebenen Radirungen. 3) [B. No. 9] l'an und Syrinx in einer Landschaft. II. 4 Z. 8 L. Br. 5 Z; 10 L. 4) [B. No. 10] Die alte Hirtiu mit dem Spinnrocken in einer baumreichen Landschaft. IL 5 Z. 1 L. Br. 6 Z. 2456. Gilles de Hondekoeter? Nach Brulliot I. No. 1179■■> findet man dieses Zeichen auf einem Kupferstiche, welcher einen C~*^)'/-/ Baubvogcl vorstellt, wie er eine wilde Ente in den Krallen hält. Zwei andere Enten fliegen davon, kl. qu. fol. Der genannte Schriftsteller glaubt, das Blatt sei von einem italienischen Künstler des 17. Jahrhundert! gestochen, was wohl möglich ist. Das Zeichen dürfte sich auf Gilles de Hondekoeter bezichen, welcher nicht nur Landschaften in der Weise von R. Savery und I). Vinckenboons, sondern auch Vögel malte. Er starb 1653. 2457. unbekannter Maler und Radlrer. Nach Brulliot App. IT. CD H ■^ 0 ■ *' findet man diese Bezeichnung auf radirten, in der CT) l-l C Weise des Jan van de Velde kräftig behandelten land- v V. u sehaftlichen Blättern mit der Adresse des Balthasar Mon- < ^" ( '' cornet in Paris. Sie bilden eine Folge von 8 Blättern mit Rundungen, im Durchmesser 3 Z. 7 L. Den Namen des Radirers, welcher wohl Maler war, konnten wir mit aller Mühe nicht herausfinden. Der Kupferstecher B. Moncornet trieb zu I'aris einen aalgebreiteten Kunsthandel, und konnte die Platten mit den erwähnten Landschaften von einem holländischen Meister erworben haben. 2458. Christoph Daniel Henning, über welchen wir unter dem r t> w C Monogramm O II 1) Nachricht gegeben haben, bezeichnete C-M.nj-a. an j so i c j ie -Weise botanische Abbildungen in folgendem WCike aus seinem Verlage: Die drei Heiehe der Natur. Pflanzenreichs erste Ausgabe. Nürnberg, Christoph Daniel Henning 177(i, 4. 2459. Carl Dujardin, auf welchen sich diese Buchstaben be- _ n . . ziehen, findet hier nur vorübergebend eine Stelle, da das C I).iH- gewöhnliehe Monogramm des Künstlers aus I) K oder DKt " besteht. Die Signatur C D.jn. findet man auf einem Blatte, welches F. Reinermann in Lavismanicr gestochen hat. Es stellt einen Mann zu Pferd vor, welcher einen Esel am Zaume führt, fol. 2460. Comelis de VOS, Portrait- und Historienmaler von Hülst, C, tm-^7/"vo t-" » \t\ta At.nn behauptet im Künstler-Lexi- ,. DEVOS. F. ANNO 1620. con / x s< m cinc stcllC) C. DE VOS. FECIT. A° 1030. wir kommen aber hier auf ihn zurück, obgleich mau das Wort VOS. nicht als Abbreviatur nehmen wird. In einigen Schriften wird dieser Künstler zu den Schülern des A. van Dyck gezählt, andere glaubten wenigstens in seinen Werken die cigenthümliche Richtung desselben zu erkennen. Bei dem Vergleiche der Data kamen wir früher zu der Meinung, dass es zwei Künstler dieses Namens gegeben habe, da der eine älter seyn musste, als A. van Dyck, welcher CDJ-CDL. Nr. 2481—2463. 1019 das von L. Vorsterman «of.tor.hene Bil. n.ss de. Go»**•£> gc malt hatte. ix-r m« Gatalogue d« Mueee ^Tfgz. T^SSfaSS ,,„,. Direktion des berühmten Guetav Wappen (1861) Ä e ™ f «° wurde, löst aber alle Zwaifel, da die-Akt» des A ..1 >y d t ru»ira ternität des 1.1. Lukas in A^erpeMLiggere ra. St. L «■» ./. der Jahrzahl 1665. . Auf anderen GteijUdeii •» „' nem Vaterlandc. Stehen. Der Meister ist aber wenig bekannt, scidm den erwähnten Jahren. Eine ovale Medaille ues u Arme mit C allein bezeichnet. 2463. Claude de la Ruelle, Hofmaler «nd ****** £ C. OJ.o^ JWn/^ werk ,„ !killll)t , tu welch« "/'° cis / r c 1 ; , nungen geliefert hat. Es stellt in f«^« radirten Gruppen und charakteristischen Tracht» » 0iU .,ln., und Oeremonien bei dem Leichenbegängnisse ow p^Jjfl«^»^ fanden bei der Buldigung an Beinnch II. jor, deu Angen 1608, 1610 und 1B11 n Nancy statt in ^ fi „ g tadian ]llll( .i llM1 des fc. de la Ruelle, welcher ^«g.Son 1Tl.lt, so geben wir konnte. Da dieser Meister im K|IU :' ,U ' m eim . Beschreibung des hier nach Weigel, KuMt-Oatelog^o. ww » N g auf den wenigerwähnten Werkes, obgleich die Initialen uc» sten Blättern vorkommen. 1020 CDL. Nr. 2463. [. Abtheilung. Dix grandes TabUs , contenantes les pourtraicti des ccrcmonics, honneurs et pompes funebres failz au Corps de feu Serenissime J'rinr.e Charles III. — J)uc de Lorraine — depiiis le i4 May tßOB qu'ti dereda jusque au 12 Juillet suivant, outre la pompe funebre du conuoy, — figure en A-Il Tablcs dont Claude de la lluelle est Inventeur. Diese 10 grossen lilättor, wovon dns erste und achte in zwei Abheilungen bestellt, haben gestochene lateinische und französische Ueber- schriften, im Untcrrande dagegen die Namen der Künstler, nämlich des C. de la lluelle und des Kadircrs Friedrich Brentel; dann das Privilegium und die Adresse: A Nancy par Rlaise Andre et llerman de Loya. Der zu jeder Platte gehörige, mit Typen gedruckte Text gibt die Beschreibung der Vorstellung, theils unter den Platten, thcils auf aparten Blättern. 1) l'ourlraict du Lict du trespas de feue Son Allesse de Lorraine, Monseigneur le Duc Charles 3 me de ce Nom. Das Zimmer ist mit alten Tapisserien geschmückt, und die Geistlichkeit und die Ehrenwache ist in demselben versammelt. Zweite Abtheilung: l'ourlraict de la Chambre du trespas etc. Mit Einsegnung, Ehrenwache und Geistlichen. An den Wänden Tapisserien späterer Zeit. 2) l'ourlraict de la Sallc d'lionneur, preparee d Nancy en V Hostel Ducal etc. In zwei Blatten mit Hunderten von Figuren, qu. roy. fol. 3) l'ourlraict du Service de table, faxte a la Uoyale en la Salle d'honneur etc. Mit einer Menge Figuren. 4) l'ourlraict de l'Effigie de feue Son Altesse de Lorraine. In zwei Platten, qu. roy. fol. 5) Pourtraict de la Salle funebre. Mit vielen Figuren, qu. roy. fol. 6) Pourtraict de l'assiette , faite a l'insigne Eylise de St. George a Nancy etc. Mit einer grossen Menge Figuren, qu. roy. fol- 7) l'ourlraict de l'Enlerrcmcnt du Corps de feue Son Altesse etc. Mit unendlich vielen Figuren, qu. roy. fol. 8) l'ourlraict de la ChapcMc ardanle dressce en l'insigne Eglisc Col- legiät» de St. George etc. Mit einer grossen Menge Figuren, fol. Zweite Abtheilung: Pourtraict de la Chapelle ardanle dressce en l'Eglise de S. Erancois a Nancy, gr. fol. 9) Pourtraict des armoirvs, ou Banieres des lignes Paternelles et Malernelles de feue son Allesse etc. Erste Abtheilung, in vier Blättern, von Typendruck umgeben, qu. roy. fol. Zweite Abtheilung: Pourtraict des guatre Chevaulx gm onl esle menez ä Iß pompe funebre. In zwei Blättern, qu. fol. 10) Comme le Serenissime I'rince Henry 2" du nom, par la grace de Dien W Duc de Lorraine etc. fut conuoye retournant le 19 e Juillet KiOII de l'Eglise de. S. Erancois en l Hostel Ducal a ISanciJi apres avoir esle proclame Duc, — en la dite Eglise etc. In zwei Blättern mit endlos vielen Figuren in der Strasse, und am herzoglichen Hotel eine prächtige Sculptur, qu. roy. fol. II. Abtheilung. Der Trauerzug bei der Beisetzung des Herzogs Carl III. , 48 nummerirte Blätter mit französischen Ucberschriftcn, ebenfalls von F. Brentel nach C. de la Ruelle radirt, schmal gr. qu. fol- III. Abtheilung. Der Einzug Heinrich II. in Nancy den 20. April 1610, in 12 Blättern, schmal gr. qu. fol. Sic sind nach C. de la Ruelle's Zeichnungen von Mathäus Merian in Brcntcl's Weise radirt, CDM. Nr. 2464 - 2465. 1021 UBd haben französische Ueberschriften. Das erste Blatt enthalt den 1 Itel: L'Ordre Tenv Av Marcher Parmi La VUle De Nancy Capitale De Loraine A VEnlrce En helle Du Sercnissime I'rincn Henry II. Du Nom. etc. etc. IV. Abthcilung. Der solenne Bug Heinrich II. zur Kirche. In vier Blättern nach (!. de la Ruelle von I 1 '. Brentel rndirt, schmal gr. qu. fol. Mit französischen Inschriften der dargestellten Personen, und der aber alle vier Blattei' sich erstreckenden Unterschrift] Comme son Altesse de l.orraine Monseigneur le Duc Henry second du nom va ä ' liylise, y convoye tant par les Eveques et les Princes de son sang qne par les Comtes, liarons, Heigneurs et Uentilz-hommes, Minisircs et Offnirrs de son PJstat et Wilson eslans en Cour, et lous inj suns tenir rang. C D. L. II. Inuentor. Friderlcus Ilrentel fecit. llerman de l.oye excudit Nanci/ In IHajo Kill. Dieser Abtheilung schliesst sich ein grosser Plan von Nancy in vier Blatten an, qu. inip. fol. Sic haben lateinische und französische Aufschriften, Wappen, Tafeln etc. Der Titel lautet: La Ville de Nancy Capitalle de Lorraine ponrlraicto au vif comme elln est rette annee 1011. Nancy cü privilegio etc. Claudius de la lluelle Author. Pridericus Brentel lecit. Hermannus de Loge excudit. 2464. Carel oder Cornelius de Man, Maler und Radirer, wurde 1621 zu Delft geboren, und kam in frühen Jahren nach Italien, wo er die Werke der venetianischen Schule zum Vorbilde nahm. Seine Bildnisse sind in der Weise des Tizian gemalt, und auch die Bilder aus dem italienischen und französischen Volksleben lassen einen Nachahmer der -^J W italienischen Meister erkennen. In llnuptgallorien ist daher dieser Künstler nicht vertreten. In der Ontleedkammor zu Delft sieht man ein grosses Gemälde, auf welchem er alle damals in jener Stadt Ichenden Acrzte portvaitirte. Auch in l'rivathäiisern zu Delft sind Bilder von ihm. Der Künstler starb daselbst 1706. Brulliot I. No. 1186 sagt, dass ('. de Mau auch Portrait« in der Weise des Jean Morin radirt habe. An das Monogramm ist auf diesen Blättern die Sylbc an gesetzt. In den uns zu Gebot stehenden Quellen ist kein Blatt von diesem Meister beschrieben. Vielleicht rühren aber gm seiner Hand die Büsten der beiden Acrzte J. B. und V. M. van Ilclmont her, auf welche wir unten im Artikel des Carel de Moor aufmerksam machen, d. h. unter den Initialen CDM No. 2465. 2465. Carel de Moor, Maler und Radircr, gehören zu I-eyden den ^^ 25. Februar 1656, gest. zu Wannond 1738. Anfänglich (j JJ/yf Schüler des Gerard Dow, malte er Bilder, welche jenen r^S^C dieses Meisters sehr nahe kommen. Später suchte er sich C y)A/l ill)ftI " unt( ' 1 ' Wtuag des Abraham van den Tempel eine r rt/jlJ breiters Manier anzueignen, und die Bilder aus jener ys lüyH;, 2^, welche nach 1672 entstanden, lassen nur noch ge- fedt ringe Hinneigung zu G. Dow verspüren. Nach einiger S ' Zeit übten auch Franz van Micris und Gerhard Schalken •Mschiedenen Einfluss auf seine Kunstrichtung, und daher kommt es, dass die Werke dieses Künstlers, welcher jedenfalls eine bedeutende ftaUe einnimmt, im Allgemeinen ungleich sind. Sein grosses Gemälde 8 der Schepenskamnwr auf dem Ratbiause in Leyden, die Vcrurthci- '""K der Söhne des Brutus, könnte man sogar unbedingt für ein Werk " es Gerhard Lairene nehmen. Zart vollendet, und gefällig m der y.°mposition sind seine kleineren Cahinctsstücke und Bildnisse, und tll e Werke dieser Art sind am meisten geschätzt. Das schöne, von 1022 CDM. Nr. 24G5. Lcpicie gestochene, Bild der drei Schachspieler aus dem Cabinet .lu- lienne beurkundet In jeder Hinsicht einen tüchtigen Meister. Sehr lebendig aul'gefnsst. sind auch die von I'. van Gunst, 1\ Tanjö, lloub- racken u. A. gestochenen Bildnisse. Die Initialen des Namens lindet man auf einigen kleinen Bildern und auf l'orlraitcn in der Weise des G. Dow und F. Mieris. Sie kommen daher auch auf den Ku|>l'er'st.ieheii nach denselben vor. Uober- diess sind einige Ümlirungen auf solche Weise bezeichnet. In der Sammlung des Grafen Fries befinden sich mit dem von Iloubnirkcu gestorbenen liilduisse des Künstlers 15 Blätter. Im Künstlor-Lexicon IX. S. 441 hallen wir !l ündirungen beschrieben, wir müssen aber liier auf die Bildnisse der Maler Jan van Gnyen und Kranz van Mieris näher eingeben, da ein Irrthmn obwaltet. Dann handelt es sich auch noch um dvi\ gleichnamigen Snbn des Künstlers, welcher ebenfalls Bildnisse malte und in Kupfer radirte. Auf ihn beziehen sieh die unten folgenden Buchstaben CDmf.C, d. h. Carl de Moor filius Ca- roli. Der ältere ('. de Moor wurde auch Karle genannt. Seine rndir- ten und geschabten Blätter werden mit 4 HThlr. bezahlt. Wir geben hier ein genaueres Vorzoiehniss, als im Lexicon. 1) Jan van Goyen, nach dem Hilde in der berühmten Portrait« Sammlung des Herrn .1. van der Mark zu Leyden. II. 8 Z. mit dem Bande. Bf. 8 /• 2 L. Rand ü li. I. Iladirt und vor der Schrift. Sehr selten. II. Die Platte mit dem Schaber übergangen, um eine grössere Wirkung zu erzielen. Unten steht: Joannes a (loyen. Natione Datavus (rPHvinits Victor llvijionvm, und oben rechts in der Ecke! C. I). Moor. Nur am Mantel und unten im (Irunde ist der Schahton sichtbar, im Ganzen aber herrseht die Kadelarbeit vor. III. Der Name des Künstlers ausradirt, und dafür links unten an der Brüstung CUM. Anscheinlich später aufgcstempelt. 2) Franz van Mieris, Maler, fast in der Grösse des obigen Blattes. I. Von der radirten Blatte, ohne B.otoueho, und vor der Schrift. Sehr selten. IT. Mit der Schrift: Franciscus a Mieris Pktor l.eidmsis, und leicht mit der Schneidnadel nachgeholfen. Selten. III. Die Blatte in Schabmanier übergangen, aber so leicht wie im obigen Blatte. Sehr selten. 3) Gerard Dov, Maler, Büste mit schief sitzendem Barret in hohem Ovale. Links nach oben mit den ersten zwei Buchstaben verschlungen (lf)ov, gegenüber Pictor , rechts nach unten Ludg., und links lluliw- Unter dem Ovale: Honoris erijo l'racccplorc.m suum delineavit, 0. SCHALKEN. Höhe des Ovals'5 /. 3 I,., der Platte 6 Z. iL. Br. 4 Z. 6 L. Dieses schön radirte Blatt wird dem Gottfried Schalken selbst zugeschrieben, es dürfte aber von (!. de Moor herrühren, da es in der Behandlung mit anderen Blättern jenes Meisters nicht entfernte Aohnliehkcit hat. Von früheren Schriftstellern wird es als Arbeit des C. de Moor genommen. Die obige Breite passt auf die verschnittene Blatte. Im ersten Drucke ist das Oval regelmässig, später aber wurde die Blatte recht* und links beschnitten, so dass sich das Oval zusammendrückt. ""' frühen Abdrücke sind sehr selten. 4) Das Bildnies des Carel de Moor. Oval, Höhe 3 Z. 10 I* Br. 2 Z. 8 L. CDM. Nr. 2465. 1023 I. Von der radirten Platte, olino Anwendung des Schabers. Oben steht Anno ICIX). Sehr selten. IT. Mit dem Schaber übergangen, am durch die schwarze, Manier eine grössere Wirkung zu erzielen. Man bemerkt aber den Tuschton nur in den 1 Innren und im Grunde. Auch wurde die Stelle mit der .Jahrzahl mit der Wiege überarbeitet, aber ohne die Spur derselben ganz zu verwischen. Unten steht C.p. Moor. 5) Joannes Baptista van Helmont und Franeiscus Mercorins van Hclmont. Köpfe, aus ihren Planetcnzeichcn hervorgehend, umher die Allianzwappen der beiden Aerzte. Höhe der Platte 6 Z. 7 L. Br. 5 Z. 2. Dieses schön radirtc, und sehr seltene Blatt wird dem C. de Moor beigelegt, er kann es aber nicht r:\dirt hallen, da man die Bildnisse in dem von !■'. M. van Helmont herausgegebenen Werke dos J. B. van Helmont findet: Ortus Medicintie. ,ld est, initia plii/sicoi: iuoudita --------. Amstc.ro- dnrni, apud I. lilzcvirum 1693j 4. Die Radirung ist malerisch, und vielleicht von Cornelius de Man, welcher Bildnisse in der Weise des J. Morin in Kupfer radirt haben soll. 6) Christus als Gärtner erscheint der Magdalena, welche zu seinen Füssen kniet, II. 15 Z. 7 L. Br. 11 Z. 9 L. I. Von der geätzten Platte, und ohne Schrift; als unvollendete Probedrücke zu betrachten. Sehr selten. II. In Schnbmanier übergangen, und zwar so glücklich, dass die Abdrücke dieser Art von einer merkwürdigen Wirkung sind. Man siebt aber die Nadolarbeit vollkommen durch. Im llande ist die Dedication: Spectatissimo ac, solertissimo Corndio ab Huck | Arlis pictoriae non minus amalori quam fuulori summo amicitiae \ Ergo hoc, opus dedical et o/fert \ Car. de Moor. 7) Die schreibende Dame. Sie sitzt im Sammtklcide und mit einem Kopfschmuckc von drei Federn vor dem Tische nach rechts, und legt den Zeigefinger an den Mund. Unten steht: Carl de Moor V. « fertt. H. 4 Z. 6 L. Br. 4 Z. 7 1 /, t. Dieses schöne Blatt ist in der Art vorradirt, dass nicht leicht ein AetZdruck vorkommen kann. Die Behandlung in Schabmanier gelang vollkommen, und die Wirkung in den Halbtinten ist wunderbar zu "ennen. I. Vor der Schrift, sehr blass in der Farbe, und nur als Probedrücke zu betrachten. II. Mit der Schrift, und weiter mit der Wiege übergangen bis zur Vollkommenheit in der Wirkung. Bei Weigel 5 Thlr. 8 gr. 8) Die halbe Figur eines jungen Mannes, welcher Tabak raucht, n ach G. Schalken. Sehr geistreich radirt, 4. I. Von der geätzten Platte, ohne Anwendung der Schncidnadel oder des Schabers. Rechts oben stehen die Buchstaben CUM der ersten Reihe. II. Von der vollendeten, und mit der Schncidmidel in grössere Wirkung gesetzten Platte. Bei dieser Gelegenheit wurden rechts oben die. Buchstaben CDM ausgekratzt, dafür aber steht im Unterrande verkehrt: (i.S.v<"- r - COM fccil. wie in zweiter Reihe gegeben. Sehr selten. Bei Weigel 6 Thlr. 9) Die Büste einer jungen Frau in 3 /., Ansicht nach links. Sie g*gt eine Feder auf dem nieder«» Hute, und eine Halskrause. Die Buchstaben der dritten Reihe sieben nach Brulliot II. No. 380 in «'über Höhe der Platte. 10) Die Büste einer jungen Frau in % Ansicht nach links, mit geneigtem Kopfe und abwärts blickend. Rechts oben stehen die Buch- 1024 CDM—CDP. No. 2466 — 2468. stabcn CDM, wie auf dem obigen Blatte, und links dieselben, aber verkehrt, wie der genannte Schriftsteller angibt. 2466. Carel de Moor, Maler und Radiror, der Sohn des gleichnamigen Meisters, dessen wir oben erwähnt haben. Er C D -trvy: c malte Bildnisse, und hielt sich längere Zeit in Paris auf. C-J)./H. er. Houbraeken stach nach ihm das schöne Fortrait des Dr. Bernard Siegfried Albinus, welches in der Weise der Bildnisse des altern C. de Moor behandelt ist. Es ist auch wohl möglich, dass ihm Oemillde mit den Cnrsivbuchstaben CDM angehören, weil die dein altern C. de Moor zugeschriebenen Werke ungleich sind. Dass ein den holländischen Schriftstellern ziemlich unbekannter jüngerer Carel de Moor gelebt habe, beweisen die nuten erwähnten Blätter mit der Schrift: c. d. Moor c. fü., d. h. Carel de Moor Caroli filins. Daraus erklärt sich auch das obige f. c. , nämlich filius Caroli. Auf dem Bildnisse des Dr. Albinus steht die Abbreviatur Car. fil. Das Todesjahr dieses Meisters ist uns unbekannt. Er dürfte um 1760 gestorben sayn. Die Blätter dieses Meisters sind in einer eigenthffmlichen Weise radirt, und mit dem Stichel vollendet. Sie weichen in der Behandlung von jenen des älteren de Moor ab. 1) Die halbe Figur eines Mädchens mit eutblösster Brust, und in der linken Hand ein Geldstück haltend, nach Jakob de Backer. Im Bande rechts C. D. M. c. f. H. 6 Z. 8 L. Br. 5 Z. 8 L. Dieses Blatt ist sehr selten, sowohl mit der Signatur des Meisters, als ohne dieselbe. Im Catalog Sternberg III. No. 2762 ist ein Abdruck erwähnt, welcher im Rande die Künstlernamen von älterer Hand geschrieben zeigt. ./. Hacker pinx. c. d. Moor. c. fil. fec. in aqua forli. 2) Ein bärtiger Harlekin, oder Possonreisser in halber Figur. Er hält mit der linken Hand den rechten Arm mit der Hand am Mundo. In der Grösse des obigen Blattes, und Gegenstück. Wir whTsen nur von einem unbezeichneten Kxemplare, und es wäre wohl möglich, dass auch auf diesem Blatte die Initialen des Namens nur aufgeschrieben waren. Wir haben vielleicht die Buchstaben zu wenig ins Auge gefasst. 3) Das Titelblatt zu: Traduction de Perse et de Juvenal, par Peru Tarkron, Paris 1737, 8. Auf diesem Blatte stehen die ersten Initialen. 2467. Christoph Daniel Oexlein, Medailleur und Edelitein- C D 0 Schneider, gründete um 1720 in Nürnberg den Ruf eines r !>' nw geschickten Künstlers, und starb 1736 in Regensburg. Man C. JJ (Jh. fj,,,!,^ Denkmünzen mit den Initialen seines Namens. Wenn aber auf Werken dieser Art der Buchstabe 0., oder Oe., <")F. steht, ist zu unterscheiden, ob sie nicht dem .Tobann Lorenz Oexlein angeboren, über welchen wir unter I.L.OE. handeln. Letzterer wurde 1715 in Nürnberg geboren, und seine frühesten Leistungen können daher erst vom Tode des 0. D. Oexlein an datiren. 2468. Unbekannter Medailleur, welcher zu Anfang des 17. Jahr- _ hunderts in Italien gelebt hat. Von ihm findet man einen GDr schönen, einseitig geprägten Medaillon in Bronze mit dem Hild- nisse der Grossherzogin Maria Magdalena von Toscana. Dieses Stück hat folgende Umschrift: MAR. MAGDALENAE. ARO - II AÜSTB» MAG. D. ETR. Unten stehen die obigen Buchstaben , wohl GPD, mit der Jahrzahl 1613. Vgl. Hereeus tob. 36 No. 2. CDS. No. 2469 — 2472. 1025 2469. Caspar Dughet, genannt Poussin? Diese Initialen findet San auf einem radirten und gestochenenen Blatte, ^.'hSoo welches eine Marine vorstellt. Rechts neben einer ^^Ö Ruine sind mehrere Männer beschäftiget Waarcn in ein Fahrzeug zu laden. Rechts in. Mittelgrunde ^ehen Gebäude auf Felsen, und links im Grunde sieht "'an das Meer Links unten im Rande stehen die Buchstaben C. ü S, oder vielmehr 0. ü S, k1 ' Man°will diese Initialen auf Gespan! oder ^spar Dughet genannt Poussin, deuten, allein es scheint dafür kein Grund zu finden zu seyn, gesetzt auch, dass die Composituman ^\«™«7' Bartsch XX. p. 232 und Robcrt-Dumcsn.l I p. 125 beschreiben die radirten Blätter dieses Meisters, keiner erkennt aber dl« «*»«"«• Marine für Poussin's Arbeit. Auch sind die Buchstaben, welche dieser Meister schrieb, von den obigen gänzlich verschieden. 2470. Unbekannter Bildhauer. Die Initialen seines Names findet "«"• UBDB * auf „inen, sehr vollendeten Basrelief in Holz, L-.D.b.iGüi. we i c hes in der Heinlein'schcn Sammlung zu Nürnberg aufbewahrt wird Es stellt die Himmelfahrt der ^««fe«*!' und oben die Dreieinigkeit. Christus hält Pie.lc in beiden Htag; Unten knicen die Heiligen Dominions und Franziskus vor einem Lid globus, und hinter ihnen steht St. Ulnch. Eine Heilige, wohl St. Afra, erleidet den Flammentod. II. 8 Z. Br. 3'/,i li. TT 0 i„inin'sMipn Brulliot II. No. 383 gibt nach dem Cataloge der Hcinlein sehen Sammlung die .Tahrzahl 16IH an, das Schnitzwerk »t aber Jon 1601. Der Verfrrtiser schürt wahrscheinlich der Schule von Augsburg an. Wir lonnu'rseinen Namen nicht herausfinden, da es ungcw.ss ist, ob S den Fauiiliennamen oder Sculpsü bedeutet. 2471. Carl Adolf Gottlieb Freiherr von Schachmann geboren zu Hermadorf in Sachsen 1725, gest. aur ttem C d.S. 1768. Gute Königshayn in der Lausitz 1789. Ein C 1 c • , /' ä«*4 Mann von umfassender Bildung und von t. d. S. ItlV. et fee. 1771 wamcr Kunstliebe, legte er eine Sammlung an, welche an Münzen, geschnittenen Steinen, Gemälden, Zeichnungen ..ml Kupferstichen reich war. Er radirteauch mehrere Blatter welche theils mit dem Namen, theils mit den Buchstaben 6 d.S oder vS beaeichnet sind. Die Bildnisse der Gräfin I cn ette Louise v n der Lippe-Bisterfeld, und ihrer Schwester Urania ConstanalaLouise von (Äberg i77l, die Ansicht des Todtenstem J7(, »' ^ ™°*» aus otaheiti und Neu-Seeland, und die Ansicht des Kuchen^ »™ mit C «I. S. bezeichnet, sind im Künstlcr-Lcxicon XV. S. 80 naiier sehriehen, und daher genügt eine kurze Andeutung. den Mannes mit rundem Hute vor, wie ei BUt aer re djo 8 L - Br. 2/, 11 L. Wcicel (Suppl. au Peintre- Dieses sehr seltene Blatt erklart Ä. wcigci (*»i Rraveur p. 333) für Arbeit des Gcrard ^Ualkcn Unstr^ g wnrae «• Platte von anderer Hand bezeichnet. Die SchnfUÜgc sind ment jtne 102G CDS —CDW. Nr. 2473 — 2478. dos C. du Sart. In Walker's Fac-Similes of Painters Etchings befindet sich eine Copie. 2473. Unbekannter Maler. In der Pfarrkirche zu Aulendurf im C D S F 1(>57 wui 'tteinbergischcn Oberlande befindet sich ein grosses und sehr schönes Altarblatt mit der Madonna, welches mit den gegebenen litichstaben bezeichnet ist. Auf dieses Werk macht der Domänen-Inspektor Mesmcr in den Verhandlungen für Kunst und Altei'tbum in Ulm und Oberschwaben IV. S. 42 aufmerksam, aber ohne den Inhalt des Gemäldes zu nennen. Der Berichtgeber bemerkt, dass er alle ihm bekannten Monogrammen- und Künstlervcrzciehnissc durchgesucht habe, um den Namen des Meisters zu entdecken, was ihm aber nicht gelungen sei. Das Gemälde soll an die Kubens'sche Schule erinnern, und dabei müssen wir es bewenden lassen, da uns kein Meister dieser Schule bekannt ist, auf welchen die Buchstaben C. 1). S. zu deuten wären. 2474. unbekannter Kupferstecher, welcher in Italien gelebt haben dürfte, und als Künstler von geringer Bedeutung ist. Man /-rk findet sein Zeichen auf einer geistlosen Copie des Blattes von ^-^ Ginlio Carpioiii, B. No. 11. Sie stellt den hl. Anton von l'adua vor, wie er das Jesuskind anbetet. Unten steht: S. Antonio de l'adua. Uartolo Homani Forma. II. 7 Z. 5 L. Br. 5 Z. 2 L. 2475. Unbekannter Maler. Diese Initialen stehen auf der Rück- /-< T\ "T" 47»(\ s, 'i tc eines Gemäldes aus der 1856 in Leipzig ' • • 17JU - versteigerten Sammlung des Stadtrichters Dr. Bodig in Pirna. Es stellt die Vorhalle eines Praehtgebäudes mit Säulen vor. Im Vorgrunde sieht man mehrere Figuren, und am Ufer des Flusses links im Mittelgrunde sind Schill'slente beschäftiget. Dieses Bild ist in der Weise Pannini's gemalt. Die Buchstaben C. D. T. deuten wahrscheinlich den Verfertiger an. 2476. Cornel van Dalen, Kupferstecher von Antwerpen, eopirte in seiner frühen Zeit (um 1033) ein Blatt nach Cornel Bloemacrt, QfyP welches eine Alte mit der Brille vorstellt, wie sie beim Lichte hinter dem Tische Gold zählt. Oben steht: Avarilia, unten das gegebene Monogramm, 4. Das Blatt von C. Bloemacrt, welcher sich einer Zeichnung des Abraham Bloemacrt bediente, hat die Jahrzahl 1020, 4. C. van Dalen zeichnete auch C. D., und unter diesen Buchstaben haben wir ausführlicher über ihn gehandelt. 2477. Cornelius Dubois, oder du Böig, Landschaftsmaler, war _^ q/ / '"" 1647 in Holland thätig. Man zählt ihn zu de» 6T))y\s/] guten Nachahmern des Herman Saftlcven und JakoD ■^^"^ & Ruysdael, er ist aber in seinen Bildern von ungleichem Wcrthe. Selbst in den besten ist die Färbung nicht so klar und durchsichtig, wie in Rnysdael's Gemälden. Auch arbeitete er nicht mit solcher Freiheit. Er bediente sich zur Bezeichnung seiner Bilder des gegebenen Monogrammes. 2478. Gotthardt de Wedig? Dieses Monogramm gehört einem _ Maler an, welcher um 1625 — 1640 in Cöln tliätig wa f . CöWZF-' Man nn< * ct es a,ul Bildnissen, meist halben Figuren j» p=C Lcbensgrösse, welche in der Behandlung zwar etwa* CD\y ftß trocken, aber doch in mancher Hinsicht lobenswert!' sin* •" ' Mcrlo, Kunst und Künstler in Cöln S. 547 vermuthet, dass CDW. Nr. 2479 — 2480. 1027 unter diesem Zeichen der Maler Gotthardt de Wedig »^«»«"»g: deutet habe. Dieser Meister wurde um lW8M.tsl.ed der Malergde U> Cöln, es fragt sich aber, ob der erste Buchstabe als G zu «fitonen ist. Man findet nämlich auch Stillleben, ^'^.f" A^tel > handelt sind, als die Bildnisse, und auf Gemälden dieser Art stel.cn die Buchstaben CD. W. 1025. 2479. Unbekannter Maler. Diese Buchstaben findet »a«c- n ^ „ T „ meiden, welche zur Classe der StillloDen Lr. D. W. fec. 1625. gehören, indem sie leblose Gegcustäude vorstellen. Auch auf Bildnissen kommen sie vor. Die Q*^"™ 1 " Art sind sehr fein ausgeführt, haben aber desswegen das Ansehen der Trockenheit. Auf anderen Werken steht ein aus diesen Buchstaben bestehendes Monogramm, welches oben gegeben ist, 2480. Cornelis de Wael, Maler und Kadirer, Jan's Sohn .wurde 1594 in Antwerpen geboren, und begab sich In > G'AjjT Jahre" nach Itafien. Er arbeitete viele Jahre « &o.iua, %Z. uml I1U1 . zeitweise in Rom, da ihm das Klima nicht zu- C ^^- Se Gemälde von seiner Hand findet man in Kirch« zu Genua, welche aber weniger beachtet werden, ah seine Ol buets büder. Diese bestehen in Landschaften und Manne,, m, v ec nk Figur,,,, in Schlachtstücken, Belagerungen und anderenjjg™»g Seinen. Auch Bilder aus de,,, italisnischen Volks eben ... d Insts . Darstellungen malte er, meistens reiche Compos.tioneu. D« Künstler starb 1C62 in Genua, oder bald nach dieser Zeit. C. de Wael fertigte eine grosse Anzahl von btahirann ,welche teils von ihn) selb«, tbeils von seinem Neffen Jan de Wael radlrt »Ind. Eine bedeutende Anzahl solcher Blätter »^^jJ" N ™£ Lcxieon XXI. & 40 verxeicbnct. Auf einigen steht der Name des Künstlers, die meisten aber sind ....bezeichnet. Die Bucheteben C. d. w. J. stehen auf *»Ä^JSJ SS 12 Blattern mit Ortippen von Sklaven und Mai.na11 s, •»«•"" Künstler in, Haren zu Genua beobachtet zu habeni scheintDer Titel enthalt einen Oartouche mit Figuren zu den Berten. J^^gJ* SeAemalo Aase omons erj/o | C. d. w. J. » „ g L Tiefer der Name USthekp fte. et exe. H.8 4. w * • mmlmc rirten Die übrige» Blatter sind ..„bezeichnet, und W ' TS Folge, welche C. .1. Wael dem Joannes Baptist« c»oini^ joiaieo dedicirt hatte. Sie sind geistreich aber fluchtig radirt, «aumoa Blätter von Sehnen sorgfälüger, aber *»%*%. ^| e |. V< ^ e Oophn ahweichend behandelt s,nd. H. 4 Z. 3 L. Br. 5 /, o*• * haben in, späteren Drucke die Adresse: üolruekt by Joaelum Olims op de muwmdyck in de Werdl eaart. Blättern mit Sccnen Ferner Ist zu erwähnen eine 1< „Ige vonXU«^ ml( l Musik, aus de.,, italienischen Volksleben: Gesellschaften '»« f ^enke, Mas' Unsend,, Jager mrt Hunden Oft™**"«• JjJgSft zeifft keraden, Bettler, Gbarlatane etc. vortteUend. ihm 1 t D einen Brunnen, um welchen eine Gruppe mJ*"™,?^, «m- i"'i £ f^tT?! L° DielneisS dieser leicht und geistreich . \. /j> 3 L ' 15r : 5 , i i f Vi, Blatt mit Männern undl-rauen »adirten Blätter sind unbezeichnet. M« » . ci)W. IN. ;"" Tische, tbeils trinkend, tl.eils ■^"^^'S-^ntarÄ '"-zeichnet. Man bemerkt diese Buchstaben an der Korbflascne 1028 CE. Nr. 2481. auf dorn Boden. Diese Vorstellung weicht in einem unbozoiehneten Aetzdrucke ohne Nummer ab, so dass zwei Platten vorhanden gewesen seyn müssen, wenn die Aendcrungon nicht bei der späteren Vollendung vorgenommen wurden. Das Blatt aus der Folge hat die Nummer 12 oder l.'i. 2481. Christian Egenolph (auch Egenolff). der gelehrte Buch- drucker und Buchhändler, welcher von 1530 — 1555 in £C )JU Frankfurt am Main thätig war, wird zu den Formsehnoidern [Y Q? gezählt, er dürfte aber in dieser Hinsicht mit seinem Vater ' verwechselt werden, welcher gegen 1522 in der genannten Stadt eine Druckerei errichtet hatte. Die Egcnolphische Offizin lieferte nämlich von 1522 an verschiedene Werke, Christian war aber in dein genanntem Jahre erst 19 Jahre alt. Dass der Name des älteren Egenolph sich an die Druckerei knüpfe, scheinen auch die beiden in Holz geschnittenen Bildnisse des Christian Egenolph zu beweisen, da er sich auf diesen „Fgenolphi proles nomine Christinanus" bezeichnet. Der ältere Egenolph könnte nun aus der Zunft der Briefmnlor hervorgegangen seyn, und diese waren fast immer zugleich Formschneider. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass er vor seiner Etablirung in Frankfurt zu Wittenberg für Georg Rhav beschäftiget war. In diesem Falle dürfte er Zeichnungen von Lukas Cranach zur Vorlage benützt haben, während Christian Egenolph zu Frankfurt mit Hans Sebald Beham in Berührung kam. Bei ihm erschienen Beham's Biblicae historiae, magna« artificio depietae, e.l utilitatis publicae causa latinis Epiyrammatibus a Georgia Aemylio illustralue. Nach diesem Titel folgt Beham's Zeichen und die Adresse: Cum Caes. Maiestatis privilegio, Francofurti Christianus JCijenolphus excudebal 1639, 4. Diess ist nach R. Weigel, Kunstkatalog No. 20790 die sechste, wo nicht siebente Ausgabe mit Beham's Original- Formschnitten. Egenolph. scheint sich von jeher der artistischen Bei* hilfe des IL S. Beham bedient zu haben, indem auch ein von ihm selbst verfasstes Werk mit Holzschnitten von diesem Künstler verziert ist. Es hat folgenden Titel: Chronlka, Von an- und abyang aller Wellweisen. Auss den glaubwirdigsten Historien, On alle Close und Zusatz, Nach historischer Wahrheit beschrieben. Gedruckt tu Frankfurt am Meyn, bei Christian Egenolffen (434. Im llewmon, 4. In diesem Buche sind die biblischen Bilder Beham's, B. No. 1 —36, und sie scheinen da zuerst angewendet worden zu seyn. Die übrigen Holzschnitte werden dem Egenolph zugeschrieben, mit dem reichen Titelblatte, welches David und Bathseba vorstellt, wahrscheinlich nach Bebam's Zeichnung. FW Egenolph entscheidet R. Weigel, K. K. No. 20792, es trägt aber kein Blatt das Zeichen desselben. Für die Kgenolph'schc Offizin arbeitete aber auch Hans Schäufelein. In derselben erschien dessen Doclrina, Vita et Passio Jesu Christi, luxla Novi Testamenli fidem et ordinem, artificiosissime efjigiala. Lehre, Leben und Sterben Jesu Christi etc. Frankfurt am Meyn bei Ch. Egenolph 1537, und in zweiter Ausgabe 1542. Mit 71 Holzschnitten, B. No. 35. Dem Egenolph selbst schreibt Weigel, K. K. No. 6804, die Holzschnitte folgenden Werkes zu: Sanc- torum et Marlyrum Christi Jcones quuedam artificiosissimac. Der Heiligen und Märtyrer Gottes künstliche llildnissen. Francofurti apud Chr. Egcf olphum iO&t, kl. 8. Dieses Buch enthält 84 gute, Holzschnitte m II. Brosamer's Manier. Egenolph hatte in der letzteren Zeit seines Leben 3 diesen Meister und seine Schüler beschäftiget, und somit möchten die Holzschnitte von Brosamer herrühren. Die botanischen und medizinischen Werke, Francofurti apud Uaeredes Egenolphi, sind wohl alle von Brosamer und seiner Schule illustrirt. CE. Nr. 2482 — 2483. 1029 1 Für die artistische Thätigkeit dos gelehrten Buchdruckers Egenolpl haben wir keinen sicheren Anhaltspunkt linden können. Die obigen Zeichen kommen auf den Blättern In den erwähnten Werken nicht vor, man findet sie nur auf den beiden in Holz geschnittenen Bildnisses desselben , und es fragt sich wieder, ob sie von ihm selbst herrühren. 1) Das Bildniss Egenolph's mit Bart und hohem Hute, Büste. Oben steht: Talis eram fragili visendus corpore forma Egenolphi proles nomine Christianus. Mit dem ersten Zeichen, kl. fol. 2) Derselbe Mann in halber Figur, mit flachem Hute und einem Buche in der Hand Üben links im Rande: Talis eram luslra sapria Iria quatuor actis Egenolphi proles nomine Chrislianus. Rechts ist das «weite Zeichen im Täfclchen. Dieses Bildniss ist auf der Rückseite folgenden Werkes: Der gerichtlich Process auss geschriebenen Rechten vnd nach Gemeinem , im Heiligen Reich Teutscher Nation — durch Justitium Goblerum. Das Titelblatt enthält sieben historische Bilder nach der Zeichnung des II. S. Beham mit lateinischen Inschriften. Im Grunde erscheint der Hofstab dea Kaisers, und auf einem Täfelchen steht: Cur geminas hnmini con- cessit Jupiter aures? — In späterer Ausgabe hat dieses Buch die Jahrzahl /Ä49, es fehlt aber das Bildniss Egenolph's. 2482. Carl Georg Enslen, Maler und Lithograph, geb. zu Wien B1792, begann seine Studien unter Professor Breisig ST^ in Danzig, und lag dann von 1813-1815 an auf der ( l ^ k. Akademie in Berlin seiner weiteren Ausbildung /VL^CL ( ,b. Enslen gründete den Rufeines ausgezeichneten tmalors, vornehmlich durch seine Ansichten in deckenden Wasserfarben, welche nach und nach eine Reise im Zimmer bildeten. Mit ausserordentlichem Beifalle wurden seine Panoramen von Berlin, Dresden, Heidelberg, Neapel, Venedig, Rom, St. Petersburg, Constanti- JOpel u. s. w. aufgenommen. C. Pescheck hat aus dieser Zimmerreise (1 'e panoramische Ansiebt von Berlin in Kupfer gestochen, qn. roy. fol. A «f diesem Bittet« nennt sich der Maler C. Enslen jun , und auch im Kataloge der Ausstellung der k. Akademie der Künste m Berlin 1838 *»rd ein in Dresden lebender Prospektmaler Carl Enslen Jim. aus «erlin genannt. Dieser Künstler lebte noch 1844 in Dresden, wird , ab er auch C. (i. Knslen genannt, mit dem Titel eines ausscrordent- ««hen Mitgliedes der Akademie in Berlin, und eitles k. Professors. *' r ist nun der berühmte Prospektmaler und der Besitzer der maleri- Jfhen Reisebilder im Zimmer, es fragt sich aber ob die lithographirten Rätter, „„, welche es sich hier handelt, von ihm, oder von einem «feren Meister dieses Namens herrühren. Es sind diess Portraite verschiedener Personen von Dislinction, welche mit den gegebenen Monogrammen verseilen sind. Das erste Zeichen steht auf dem Bildnisse ?** Albrecht Dürer in Tondruck, nach dem Gtm«a> dieses Meisters n der k. Pinakothek in München, 4. Brulliot I. No. 190< «rfdrt summarisch von mehreren lithographirten Poftralten des Carl Georg ■tolen, wir mochten aber glauben, dass sie nicht von dem IVospekfr **? «es« Namens herrühren, obgleich sie in eine Zeit fa len n * el cher (i. Enslen bereits atisübender Künstler seyn konnte. Das • We 'te Zeichen gibt Brulliot mit der Jahrzahl III 1(1. 2483. Carl Ebert, Landschaftsmaler, geboren zu Stuttgart 1821 ^ mach" seine'Studien auf der Akademie zu München ul ,|T^ gründete in dieser Stadt den Rnf eines tüchtigen HHfln JH Man findet grössere und kleinere Landschaften von sc nei ^ Hand, welche immer mit einer entsprechenden Staffage M °nogrammi»tcn. 7Ü 1030 CE. Nr. 2484 — 2487. von Figuren und Thicren versehen sind. Auf einigen Bildern steht das Monogramm des Künstlers, auf anderen deutete er durch die Buchstaben CJK seinen Namen an. Das Gemälde mit dem gegebenen Zeichen ist von 1005. Es stellt eine schöne Landschaft mit Bäumen in ziemlicher Grösse vor. Links bemerkt man hinter den Bäumen eine Hütte, und im Vorgrunde liegt am Teiche der Hirtenknabe neben drei Kühen. 2484. Unbekannter Formschneider? Nach Christ, Monogrammcn- Krklärung S. 139, findet man dieses Zeichen auf feinen Holzschnitten mit wohlgezeichneten Figuren, welche 1576 bei Silvius in Antwerpen gedruckt wurden. Brulliot und Heller geben dasselbe Zeichen, keiner aber konnte irgend ein Blatt mit einem derartigen Monogramme namhaft machen. Christ verwechselt es aber nicht mit dem aus CE, oder anscheinlich CF bestehenden Monogramme jenes sächsischen Meisters, welcher unten eine ausführliche Stelle findet. Er gibt auch dieses, und zwar so übermässig gross, dass man annehmen kann, es sei auch das obige Monogramm stark vergrössert, wenn es sich je auf Holzschnitten findet. Wir sahen nie ein Blatt mit demselben , wollen aber dem alten Professor Christ nicht nahe treten, da er sich bestimmt, wie nach Autopsie ausdrückt. 2485. Joseph Carl Ettinger, Landschaftsmaler, geb. zu München 1805, machte seine Kunststndicn unter Leitung des Professors CKobcll, und genoss dann noch den weiteren Unterricht des zu seiner Zeit berühmten Malers Maximilian Wagenbauer. Man findet verschiedene landschaftliche Bilder von ihm, deren einige mit dem Monogramme versehen sind. Ettinger ist indessen nur als Dilettant zu betrachten, da er. als Bürger und Charcutier in München die Palette nur zum Vergnügen führt. 2486. Altfranzösischer Meister, von dessen Daseyn wir durch f\ Herrn Börner Kunde haben. Man findet sein Zeichen auf einem *2 Kupferstiche, welcher den Evangelisten Johannes auf Pathmos vorstellt. Der Heilige sitzt im Vorgrunde in der Nähe des Meeresufers, und sein Blick ist nach der links oben in einer Ktrahlenglorie erscheinenden hl. Jungfrau gerichtet. In der Kochten hält er die Feder, in der Linken das geöffnete Buch. Hechts zu seinen Füssen sieht man den Adler mit dem Tintenfasse im Sehnabel. Auf einer Insel i' n Meere zeigt sich die Stadt. Am Steine, welcher dem Evangelisten zum Sitze dient, ist obiges Monogramm eingestochen. II. 2 Z. 3 h> Br. 2 Z. 2 L. Dieses Blatt ist von eigenthümlicher Behandlung. Die Umrisse sind stark gezogen, die Schrafliruugen geradlinig, und im Baumschlag 0 die Schatten fast punktirt. 2487. Unbekannter Meister, welcher als Formscheidcr derSch"'" . r -, des jüngeren Cranach angehört. Sein Zeichen, welche Ct'^ rir luu * 0Mnc Mcxscrchen vorkommt, scheint aus d'» ^SF' > ooa=. Buchstaben CE zu bestehen, und bezieht sich in diese'" (£ 2E Falle vielleicht auf jenen Meiste r Enderle, welche "*■* * mich Schuehardt, dem neuesten Biographen des Luka- Cranach, in Diensten des Herzogs von Sachsen stand und einw wöchentlichen Lohn von drei Golden erhielt. Bartsch P. gr. IX- P- 4 fertiget diesen Monogrammisten kurz ab, da ihm seine Arbeiten ' zu mittelmässig schienen. Er nennt summarisch 21 Darstellungen , a- dem Leben Jesu, und dann das Bildniss eines Generals. Das beiß' CE. Nr. 2487. 1031 Akte figürliche Zeichen ist nach der jetzigen Ansicht jenes des Zeichners, nach welchem der Meister CS gearbeitet zu haben scheint, wenn nicht vielmehr beide Zeichen dem einen und demselben Meister angehören. Zuweilen kommt die Zahl 4 mit dem Kreuze allem auf Holzschnitten vor, immer aber verrilth Zeichnung und Schnitt dieselbe Hand. Dann kommen auch Blätter mit den Initialen CE vor, alle in folgenden Werken. 1) Kino Folge von 80 Blättern mit Darstellungen BUS dem Leben Jesu, deren Bartsch No. 1 einundzwanzig nennt. Sic sind mit obigen Monogrammen verseilen, theils auch mit der Jahrzahl 1561 und 1603. H. 4 Z. 2 L. Br. B Z. Zuerst, in Dr. M. Luthers Hauspostillc, Wittenberg 1563, abgedruckt, finden sich diese Holzschnitte auch in folgendem Werke: llusz l'oslilla Auer de Euangelia der Sondage vnde vornemeslen Feste, doreh dal gantze Jar. Potior Marlinu» Luther Vpt neje anersehen vnd vormehret, Sampt der Passion vnde leydende .Ihesu Christi, doreh 1). M. Luther geprediget, vth de lalesten Busspostillen yn dorlein Predigten gestellet doreh Vitum Theodorum. Wiltenbereh dureh Hans hra/ft *07ß, 101. Dieses Werk hat mit Register und Vorreden 430 Blätter. Es kommen darin auch sieben Vorstellungen der Cranach'schen Passion von IBOT vor, aber im dritten Drucke, da die Blatten 1543 von Georg Khaw benutzt wurden. . T , „, ,. . ., , Dieselben Holzschnitte findet man ferner in Dr. Martin Luthers Bibel, Wittenberg bei Hans Luft 1572, und in J. Eck's l'ostille, Ingolstadt 1573. , . „ ... 2) Die christlichen Tugenden, unter weiblichen Figuren im Costümc der Zeit des Künstlers, Folge von 11 Blättern. Auf mehreren hndc man die gegebenen Zeichen und die Jahrzahlen ir.m und tSBS. Aul No. 7 steht das Monogramm CG, eines unbekannten Iainnschneiders 1. Der Glaube. Eine gekrönte Jungfrau in reicher Kleidung, mit dem Crucifix in den Händen. 2. Die Hoffnung. Eine im aufgeschlagenen Buche betende Jungfrau. 3. Die Liebe. Eine Mutter mit drei Kindern 4. Die Gottesfurcht. Eine Jungfrau im Pelzgewande mit dem 5. Difocduld. Eine Jungfrau, welche das Lamm streichelt. 6. Die Fürsichtigkeit. Eine Jungfrau mit dem Spiegel, vor welcher eine Schlange ist. q„,,„„ v ^ ,„„i 7. Die Gerechtigkeit. Eine gekrönte Jungfrau m.t Schwert und 8. Die a stärk,nütl.igkcit. Eine Jungfrau mit einem Löwenkopfe. 9. Die Massigkeit Eine Jungfrau giesst Wasser aus einer Schale in die andere. . . _ . 10. Die Keuschheit. Eine Jungfrau mit zwei rauben. 11. Ein Bitter in einer Landschaft mit der Kahne in der Linken, und dem Lorbeerkränze auf dem Haupte. Auf diese schönen Blätter macht Wlechman n ^»»"^ÄjJgL ttanns Archiv I. S. 127 aufmerksam. Man WrtBjinfo^Me» Werke: Wattige, Schöne Figur* der fürnemsten Christ U*»**»* ; »itjren eigens'ha iften , welcher sieh ein ^ff^^Ä ^hen bevleissen soll Gedruckt zu Wittenberg durch ^***g»£ I&9, 4. Die Blätter sind mit A - IjJJ signirt, und Mun nehmen fe eine Quartseite ein.' Das Schlussblatt ist 4 Z. 6 L. hoch und Z '3?D ; as b Slniss des Öftesten ^'^ÖSl! im halben Leibe, wie er die beiden Hände auf dem Tisch stut/t. 1032 CE. Nr. 2488 — 2490. Oben gegen die Mitte rechts ist (Ins Zeichen der Schlange, jenes des L. Cranach junior. Gegenüber ist das Monogramm des Formschneiders CE. H. 5 Z. 10 L. 1 L. Dieses Bildniss findet man im alten Druck in folgendem Werke: Warhaffte Bildnis etlicher hochlöblicher Fürsten und Herren, welche zu der Zeit, da die heilige Göttliche, Schrift, so durch Menschensalzungen ver- tunckelt gewesen, durch Gottes gnaden wieder an Tag kommen ist, Hegierct und gelebt haben. Durch Gabriel Schncllboltz M D.I. XXII, i. Diese (erste) Ausgabe enthält 21 Portraite, meist sächsischer Fürsten, von L. (Iranach dem jungem und seinen Gehilfen. Es könnten also auch noch andere Bildnisse von unserm Monogrammisten geschnitten seyn. Die zweite Auflage erschien unter dem Titel: lllustrissimorum Ducurn Saxoniae, praest. sapient. virtute et rerum fürt, ac ulil. gestar. gloria heroum vivae effigies ab anno 1142 usq. ad annum 15U3 . ex fide dign. monum. del. et expressae —. Willcnbergae exeudebat Gabriel Schnetlboltz. Anno 1503, 4. Dieses Werk enthält 34 Bildnisse. 4) [B. 2.] Das Bildniss eines Generals in voller Rüstung, mit dem Helme in der Linken, in ballier Figur. Links unter der reichen ovalen Einfassung steht ein aus // K gebildetes Monogramm mit der Zahl HO darunter, und rechts ist das Monogramm unsers Meisters mit derselben Zahl, d. b. I5HO, darunter. H. 9 Z. 8 L. Br. 6 Z. 6 L. 5) Eine grosse Vignette mit der Salbung Davids durch Samuel in reicher Einfassung. Unten in dieser ist der Pfeil mit dem Buchstaben .S', das Zeichen des Gabriel Schncllboltz. Rechts in der Einfassung bemerkt man das Monogramm C E mit dem Schneidemesser und der Jahrzahl 1502, und gegenüber das zweite figürliche Zeichen. Wir fanden diese Vignette am Schlüsse des Werkes von Joachim Cu- raeus: Gentis Silesiae Annales. Witlebergue. Exeudebat .loh. Crato 1571, fol. In diesem Buche ist aber nicht der ursprüngliche Abdruck. Die Vignette diente auch zum Symbol des Buchhändlers Samuel Seifisch, welcher 1563 Dr. Martin Luthers Postillo drucken Hess, wahrscheinlich durch G. Schnellboltz. 2488. unbekannter Medailleur oder Goldschmied, welcher tun /fy± 1530 in Diensten des Churfürstcn von Sachsen lebte. Tentzel *« gibt in seiner Saxonia numismatica unter den Gedächtnissmünzen der Ernestinischen Linie Tab. V. No. 7 eine Medaille mit den Brustbildern des Churfürstcn Johann von Sachsen und seines Sohnes, und dem hohen Priester Hannas in Abbildung. Von unserm Monogrammisten ist der Revers geschnitten. Der Graveur der Bildnisse zeichnete 15. 30. G. — Obiges Zeichen sieht man auch im Avers der schönen Medaille mit den Brustbildern des Churfürstcn Johann Friedrich und seiner Gemahlin Sibylla, dann im Revers mit jenen des Grafen Lorenz Schlick und seiner Gemahlin Catharina, 1034. Tentzel gibt auf Tab. VI- No. 5 die Abbildung, geht aber auf die Bezeichnung nicht ein. 2489. Carl Ebert, Landschaftsmaler, ist oben unter dem Mono- j*^ _—. gramme C'B No. 2483 bereits eingeführt, und daher DO" f l merken wir hier nur, dass man auch Bilder mit den 1 . I™ Initialen des Namens finde, gewöhnlich Waldlandschaf- ^"^ * / ten mit Figuren und Thieren. 2490. Unbekannter deutscher Meister, welcher zur Classe der rj-—- Goldschmiede gehört. Er ist wahrscheinlich Eine Person mit 03j jenem Künstler, welcher auf einem Blatte mit drei Messcrschei- ' den die verkehrten Buchstaben M 0 setzte. Dieses Blatt trägt die Jahrzahl 151H, und derjenige Kupferstich, auf welchem obiges CE. Nr. 2491 -2493. 1033 Zeichen sich findet, ist mit i52i bezeichnet. In der Mitte des Frieses lehnt sich ein geflügeltes Kind auf die Trommel, rechts steht eine Figur mit dem Socpter neben einem Licbesgotte mit Pfeil und Bogen. Auch einen Elephanten, einen Vogel, und nndorc phantastische Thier- gestalten bemerkt man. Links ist ein Wappen angebracht, sowie eine schreibende Hand. II. 1 Z. 2 L. Br. 7 Z. 3 L. Dieses Blatt gehört zu den Seltenheiten. Nach einer anderen, uns zugekommenen Notiz trägt ein Fries dieser Art die Jahrzahl 1 TM. Wir fanden aber auf dem beschriebenen Kupferstiche die deutliche Jahrzahl lö2t. Somit könnte eine Copie existiren. 2491. Christian Egerstus? Nach der Angabe im Cabinet Paignon- >j< Dijonval p. 30 No. 990 findet man die Buchstaben CE mit f~i ip einem kleinen Kreuze darüber auf dem in Kupfer Bestochenen *-* ■" Bildnisse des Christian Egerstus, halbe Figur in kleinem Formate. Der Zeichner und Stecher soll ein italienischer Meister seyn, welcher um 1500 arbeitete. Wir fanden dieses Blattes ausserdem nicht erwähnt, dürfen aber dennoch an die Existenz desselben glauben. Die Buchstaben CE müssen nicht notwendiger Weise den Zeichner oder Stecher bedeuten, sie können sich auch auf Christian Egerstus beziehen. 2492. Unbekannter Formschneider der sächsischen Schule, welcher in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gelebt hat. C E. Wir haben ihn unter dem Monogramme CE No. 2387 eingeführt, Und dort auch die Blätter erwähnt, welche thcils mit dem Monogramme, theils mit den Initialen des Namens bezeichnet sind. 2493. Johann Christian Michael Etzdorf, Landschaftsmaler, geb. C zu Posneck in Thüringen 1801, gest. zu München Py^C^A 1851. Schüler der Akademie dieser letzteren Stadt, *—>/ ^C-J' machte er in Folge einer oigonthümlichcn Geschmacks- ^ riebtung schon frühe Studien an düsteren Stellen des bayerischen Hochlandes, und statt dem gewöhnlichen Zuge nach Süden zu folgen, wanderte er zuletzt zur Anschauung einer noch "'------»■ nj„™«A Talnnrl ouueu zu ioigen , waauen.u ei «'"»' »— -——- ---- ° t„i„„,i grossartigeren Natur zu wiederholten Malen nach DtaeBttk, Island und Norwegen. Seine Vorbilder waren Kuysdacl und Fverdmgen und er kannte kein grösseres Lob, als mit diesen Meistern «rgflehen .a werden, selbst auf Kosten seiner Originalität. Er maltetotere Wald- _' .... ..... j i______ «4.«.. TiifL-nnarnnimPIl . SCIIMU- "ciuun, sumst hui ivuaiuu o^mti "*-o----------- ___ ««h.in gegenden mit dunklen Fichten und bemoosten Jirkonstammen, schal - mmde Waldbäche zwischen Felsen und Schluchten^ graue Wölken nüt wenig blauem Himmel, und in allen seineu Bildern hätten skhOwiaM Helden heimisch gefunden. Doch brachte er nur »elten^Piro an ihm genügte eine Hammerschmiede, eine verfallene Hütte, da in.der Nah* seiner nebelumscilossenfln Felsen, seiner Zusenden Baob^ttree, und unter seinen leuchten Wolkenzügen kein Bild ta*«»JJ" Verkehrs sich aufthut. Etzdorf's Gemälde »*.^J?!: wo sie in geringer Mannigfaltigkeit «*'"«*£^^fffJ£X mit letzt kalt vor dieser nordischen Natur. Der Künstle lebte udoch mit Begeisterung in derselben. Sehr anipr*eke»d und ™? nd «? J°» malerischer Wirkung sind seine Zeichnungen in KoMe, ^«*»g Welche zuerst in Eug>nd und Frankreich geAbt, TOU *tedorf aber verbessert wurde, indem er die Zeichnungen firirte. Seme Späteren Zeichnungen sind skizzenhaft, und für Viel %« n J.lÄd MsÄrte «einen jüngeren Jahren machte er ungemein fle.ss.ge ^ ausgetub c Studien durch welche seine Imagination und 8 «^™ e äfi™ in späteren Jahren unterstützt wurde. Aul mehreren Zach^ngen «nd Gemälden des Künstlers findet man die Initialen des JNamens. 1034 CE. Nr. 2494 — 2496. Friedrich Etzdorf, sein Bruder, hat einige Blätter nach seinen Zeichnungen radirti J. C. M. Etzdorf wurde in der, letzten Zeit seines Lebens herzoglich Sachsen-Meiniugen'scher Hofmaler. Die k. Akademie in Stockholm zählte ihn schon früher zu ihnen Mitgliedern. 2494. Georg Christoph Eimart senior, Maler und Badircr, geh. (~* p Ki03, gestorben zu Regensburg (663. Er nuiltc Bildnisse und " Genrebilder, und stach auch eisige Blätter in Kupfer. Die Initialen CE findet man aber auf Holzschnitten mit biblischen Darstellungen. Sic sind von Elias l'orzelius ausgeführt, und daher kommen wir unter dem Monogramme El', darauf zurück. Diese Holzschnitte gehören in eine liihlerbibel unter dein Titel: Ganli neue biblische BilderrrgÖUung etc. 2 Thcile mit 210 Ilohschnilten. Nürnberg, J. A. Endter's Sed. Söhnen , gr. 4. 2495. C. Elandt, Zeichner und Itadirer, war um lGfiO—1670 in fr Holland thiitig, und stand vielleicht mit dem Kupfer- O'Ev //TVert lei Stecher Hendrik Eland in Verwandtschaft. Einige d nennen ihn Elandts, wir kennen aber nur ein einziges Blatt, traf welchem nach dem Namen Klandt ein Beisatz kommt, welcher nicht für ein S genommen werden kann. Auf den (»eisten radirten Blättern steht der Name, wie Eingangs gegeben. Sie stellen holländische Schlösser und andere Herrenhäuser in landschaftlicher Umgebung vor, und bilden eine folge von wenigstens sechs Blättern. H. 3 Z. 9 — 10 L. Br. 5 Z. 9 — 11 L. 1) Het huys Teer Nbot. 2) Het huys te onsclnadyck. 3) T' Huis de Hr. van Klinkcrland. 4) Het Huys in het Bos. 5) Het hoof van Cleef. 6) Het hoof van boeter Bcrgh. Die vier ersten Blätter haben den Namen des Künstlers, die beiden letzten aber sind nach Brulliot II. No. 389 mit CE Inumter be- zeichnet. Wir haben die Blätter 5 und 6 nicht gesehen, und können somit nicht bestimmen, oh die Form der Blichstaben die obige ist. Auf den mit dem Namen verseheneu Blättern gleichen die Initialen denselben nicht. Mit obiger Schrift ist ein radirtes Blatt versehen, welches eine Landschaft mit Gebäuden im römischen Style zeigt. Die Baulichkeiten ziehen sich links hin, und sind theils in Ruinen. Im Grunde sieht man einen hoben Brunnen mit zwei Wasserstrahlen über einander- Unter dem Baume in Mitte des Vorgrundes sitzt ein Weib, und der Mann geht nach rechts hin schnell ab. In der Ebene mit Gebüsch geben zwei Männer nach rechts dem Mittelgrunde zu. Oben steht: C. E lnventer. H. 5 Z. 7 L. Br. 6 Z. 11 L. Diese Hadirung weicht von den obigen Blättern im Machwerke ab- Sie ist zart behandelt, während die anderen kräftig geätzt sind. l' cr hohe Baum im Mittelgründe ist zart in (hu- Weise, des Gilles Neyts bearbeitet, während die Bäume auf den anderen Blättern buschig, und breit radirt sind. Man könnte einen älteren Meister als C. Elandt vermuthen. 2496. Carl Enhjoerning, oder Einhoerning, Medailleur, ein Schwede (-< g von Geburt, war um 1770— 1780 in Stockholm thiitig, »l> te ' dann auch etliche Jahre in Copenhagen seine Kunst, und starb im Vaterlande um 1808. Dieser Meister hinterliess eine ziemliche CE. Nr. 2497-2499. 1035 Anzahl von Bildnissmedaillon und Jctons '"eisten* zurr«Andenken von Mitgliedern des schwedische« «nd darnach.,.Körigsb au c . SehrscMn ist die Medailh mit den, Bildnisse des Königs GusUY ffl.Jon Mtag den: Staiori /urtam Suorum ««/«« OhM ^,*g«*£rillmit dem inni' Loth schwer. Mit C.B. beWichnet ist 'nx: Sartorius gestochenen 1 hJdm«• «c Eimart lt; W ^ y burger, und glaubt, es sei von «^„fl. Auf dem allein der fast unbekannte Maler beisst Conrad **£**#„ ( der von Sartorius gestoebenen Bildnisse™" • d Malm Dichterin Regina Magdalena Limburger, ist der ausgeschrieben. 1036 CE —CEM. Nr. 2500 2504. 2500. Carl Gottfried Eichler, Kupferstecher von Augsburg, ver- /? n /> ' ,; k |ü von ^18 a " mehrere J«kffi In München, miil hin- *j r .7c. tcrliesa mehrere figürliche und landschaftlich« Blätter, "* ' welche theilfi mit den Initialen des Namens bezeichnet sind. Er ist Wahrscheinlich auch jener C. Eichler, welcher mit C. Schleich und P. J. Laminit Dach .1. 0. Schedlor's Zeichnungen die Statuen MD Grabmal« des Kaisers Maximilian I. in der Ilofkircho zu Innsbruck gestochen hat, 28 Matter in fol. 2501. Cecco di Pietro aus Pisa malte im Campo Santo daselbst, CECCVS. PETRI. DE. PISIS. ggJ, *? ßSd? % MF. PINXIT. A. 1). MCCCLXXXVI. hei sieh aber kei- nes seiner Werke erhalten. In der Kirche S. Pietro in Vincoli war bis 1711 eine Tafel mit der Geburt der hl. Maria, welche die gegebene Inschrift trug. Ob diese Tafel zu Grunde gegangen, oder ob sie in irgend einer Rüstkammer liegt, wissen wir nicht. 2502. Carl Eisen, Maler und Radirer, geb. zu Brüssel 1722, ge- r r - e Btorben zu Paris 1778. Dieser geistreiche und fruchtbare V. JUS. f. Künstler fertigte eine grosse Anzahl von Zeichnungen zur C. liis J('I. Illustration der Contes de. Lafontaine, zu Dorat's Ilaisers, zur Basan'schcn Ausgabe der Metamorphose* dHMde, zur Originalausgabe der Benriade von Voltaire etc. Auf mehreren Stichen in diesen Werken steht die Abbreviatur dos Namens. Ebenso be- zeiebnet ist auch eine Anzahl seiner eigenen üadirungen in: Premiere Livre d'une oeuvre suivie, contenant di/ßrents sujets de De.corationt et d'Ornemens, commc Vase.s, Tombeanx, Niches, Fontaines, Groupes de Fi- aures , Utatues, ä l'usage des Arehitectes , Scriptum, Ciseleurs etc. par Charles Eisen , l'eintra et Dessinuteur ------, kl. qu. fol. Die Fortsetzung dieses Werkes bilden die Fragment ä l'utage de differents artisles. Sie bestehen in sieben Büchern mit einer grossen Anzahl von radirten und gestochenen Blättern , theils mit C. Eit. f. bezeichnet. Beide Werke sind dem Marquis de Voyer d'Argenson dedi- cirt. Als Professor der alten Akademie de Saint-Luc zu Paris gab er ein Zeichenbuch in 12 Blättern heraus, welche Franeois in Kroide- manier gestochen hat, fol. Seine eigenhändigen geistreichen Radirungen sind meistens im kleinen Formate, und theils mit dem Namen versehen. Zu den Seltenheiten gehört der Triumph des Bacchus nach einem alten Elfenbein -Schnitzwerk, qu. 4. M. de Lougucil, R. Gail- lard, C. Chevillet, Voyer l'aiue, Aliamet, 1c llardy, lc Bas, Tardieu, Maxsard, Baguoy, le Miro etc. haben mythologische Darstellungen, Genrebilder, Geschichtsvignetten, und Illustrationen zu Romanen und anderen Schriften nach seinen Zeichnungen gestochen. Auf mehreren Blättern steht die Abbreviatur des Namens. Gh. Eisen arbeitete sehr viel, starb aber doch in Dürftigkeit. 2503. Celestin Nanteuil, Zeichner und Formschneider zu Paris, CFT NT tfidiürt zu den fruchtbarsten Künstlern unserer Zeit. Wir ' haben ihn bereits unter B.ETN eingeführt, da er sich öfters mit Baron zu gemeinschaftlicher Arbeit verband. Auf verschiedenen anderen Holzschnitten steht die Abbreviatur CEL.N. 2504. Unbekannter Maler. NachBrulliotI.No. 191 findet man dieses ^__. _ Zeichen auf alten Gemälden, aeben andern auf cincmsol- I pv4 a chen in der Galleric Doria zu Rom, welches den hl. Eusta- vJL 1 ^^i chius vorstellt, jenes Bild, welches A. Dürer in Kupfor CEM — CER. Nr. 2505 - 2508. 1037 gestochen hat, B. No. 57. Die Gallerie Doriu bewahrt aber zwei Gemälde mit St Eustach, wovon das eine im kleinen Formate ausgeführt ist. Heide werden dem A. Dürer zugeschrieben. Findet sich nun auteinem der Gemälde das gegebene Zeichen, so ist es entweder Copie, oder das Monogramm deutet einen früheren Besitzer an. Von einem zweiten Gemälde mit diesem Zeichen haben wir keine Kunde. 2505. Christian Ernst Müller, Stempelsehneider, war um 1717 0 v am bis 1741 in Augsburg thätig, und bekleidete von 1759 bis U Ü. M. 17ßl - m Qettingeu die Stelle eines Wardein. Die Initialen seines Namens findet mau auf einer Medaille zum Gedächtnisse des Todes des Königs Karl XII. von Schweden 17lll. Diese Medaille beschreibt Extern. No. 124, und er deutet die Buchstaben C.E.M. muthmasslich auf den ihm unbekannten Medailleur. Müller hatte den Stempel 1718 in Augsburg geschnitten. 2506. Carl Aueust Eckerlin, Kunstliebhaber, bekleidete in den ^ r , ersten Decennien unsere Jahrhunderts zu Mailand eine amt- (Z £1 liebe Stelle, und malte in Nebenstunden Landschaften in Oel yj^ und Aquarell. Diese Bilder fanden grossen Bei all. da die rn ' frische Färbung, und die schönen, duftenden Himmel das Auge bestechen. Seine Stelle erlaubte ihm aber nicht, genaue Studien nach der Natur zu machen. Auf mehreren Gemälden hndet man die Initialen des Namens. Der Buchstabe m bedeutet Milano. Eckerlin starb um 1836. 2507. Vieremlv soll der Träger dieses Zeichens heissen,wie , , Bnilliot I No. 1203 angegeben fand. Ein Meister dieses /TT Namens ist aber nicht bekannt, und wir sehen auch nicht 1 W ein, wie aus dem Monogramme dieser Name hervorgehen VI_3i sollte. Es besteht aus den Buchstaben CEH, oder Cr**- Das Gemälde mit diesem /eichen stellt mehrere Männer vor, welche beim Haue einer Pyramide beschäftiget sind Die Zeit in weicht dieses Bild entstanden ist, gibt Brufiiot nicht an, und 80«U. is es fast unmöglich, eine andere Deutung zu versuchen. De, genannte Schriftsteller dachte aber an Vicrly, einen LandscUft im, r Rotterdam, dessen van Spaan ohne faufhamen erwtont; jllein auch auf einen Meister dieses Namens passt das Zeichen nicht. Wir müssen daher diesen Monogrammisten seinem Schicksale überlassen. 2508. Caesar ReverdinUS, Kupferstecher und wenn wehtjMriff, S-~ ~, doch sicher auch Zeichner, kommt in den Werken ®U(0U Ober Kunst und Künstler unter verschiede uen Tauf- >^> >^ „amen vor. Einige nennen ihn Carl oder Caspar, (ED o Gk, «"*«« 8 »«P" Ull,i (i, ' n "'' 1 "'""' " m '"' r I- f wird ^4^>S^ „H.thung, welche aus dem Monogramme geschöpft wird, indem der erste Buchstabe für C und O S™»»,-^werde,Um. Allein der darin vorkommende Buchstabe , oder g passt w "£'J Carl noch auf Caspar, und dass der *»»^?SÄ£ffi B £j G6rard heissen könne, beweisen ein IfK^T^S CE REVEBDINV8. Das eine stellt die Geburt . > ■ das < ; die Anbetung der Hirten dar. und von ^^^552 im Museum ^^^„^^g^'^llifolals Horbonius in im deutschen Kunstblatt t8 ;'° s -/"/"- 153 ncbon Hans Holbein den ISugae portica*. Lylum IfiStt. fc •, P- >« ^ ]te vcrdino in BStaST N e BorUus P Ä\ar^ berühmte Maler, den 1038 CER. Nr. 2508. Gallien. Don Meister IL Holbcin nennt er Ilansus Vlbius, und auch aus dieser Verstümmlung schliesst nun Sotzmann zunächst, dass Bor- bonius den Namen Keperdius aus Keverdinus geschöpft habe, so ungefähr, dass er sich Rovcrdius dachte, wobei der Umlaut v in p allerdings nicht sehr befremden könnte. Wenn nun eine solche Metamorphose bei dem Franzosen N. liorbonius als möglich gedacht wird, so miisstc er den Taufnamen Georg vollkommen erfunden haben, da die Abbreviatur CK vor dem Goschleelitsnamen Rcverdinus nicht auf Georg passt. Wir glauben aber vielmehr, dass liorbonius wirklich einen Maler Georg Keperdius persönlich gekannt habe, denn er lebte zu jener Zeit in Lyon, wo Holbein's Todtontanz, und die „leones veteris tostaincnli" soeben erscheinen sollten. Bei dieser Gelegenheit machte er dem Holbein durch den rhetorischen Vergleich mit Zcuxis und I'arrliasius ein grosses Compliment, und es ist nicht zu denken, dass er daran einen «weiten Künstler hätte Tbeil nehmen lassen, nämlich einen gleichzeitigen Lynnor Maler, der nicht als historische Person allgemein bekannt gewesen wäre. Wir müssen also den Georg Reperdius festhalten, als Maler, nicht als Formschueider, wie Fiorillo in der (iechichtc der Malerei in Deutschland IV. S. 145 sich glauben machen will. Ks lässt sieh zwar kein Malwerk von der Hand desselben nachweisen, allein dieser Umstand beweiset auch nicht, dass nie eines vorhanden war. Sollte aber Liorbonius seinen Georg Keperdius wirklich aus Keverdinus heraus latinisirt haben, so haben wir anstatt eines, zwei Künstler des Namens Keverdinus, da auch der Kupferstecher gleichzeitig ist. Die, Juhrzahl t&3i auf einem seiner Blätter gibt die Blüthezcit des Meisters an, und der Georg Keperdius des Dichters N. liorbonius muss zwischen 1530 - 1540 in Lyon gelebt haben. Auf ihn ist vielleicht ein aus G R oder G l{ F bestehendes Monogramm zu deuten. Als Geburtsstadt des Ccsarc Reverdino nennt man Fadua, Venedig und Bologna, wir finden aber keinen Grund für diese Annahme. In seiner frflheren Zeit scheint er wenigstens in Italien gearbeitet zu haben, denn einige Blätter tragen die Adressen römischer Kunsthändler, doch sicher nur in späteren Abdrücken. Der Tanz von Kindern, B. No. 38, hat die Adresse: Homae Int. I.nfrcri 1570, und dann : J. Orlandi [ortnis romae IHO'J. Rcverdinus war sicher 1570 nicht mehr am Leben, und hatte den Rest seiner Jahre höchst wahrscheinlich in Frankreich verlebt, im Kreise der Meister von Fontaine- bleau, da er mehrere Blätter nach If.osso. l'rimatiocio und anderen italienischen Meistern derselben Richtung gestochen hat. Auch nach eigener Composition arbeitete er Platten aus. Daher erklärt sich wohl, dass die Zeichnung in seinen Blättern nicht von gleicher Cor- rektheit ist. Sie sind nicht so fein und miniaturmässig, wie jene der gleichzeitigen deutschen Kleinmeister, sondern nach italienischer Art, in einer freien, weniger mühsamen Weise behandelt, welche Bartsch in die Mitte zwischen Agostino Voncziano und Giulio Bonasone setzt. Bartsch P. gr. XV. p. 466 (V. beschreibt 39 Kupferstiche, und im Anhange weitere 12 Blätter, von denen es zweifelhaft ist, ob sie ihm angehören. Ungefähr 10 andere bei Zani, Malaspina di Sannazaro, Cicognara und Brulliot sind ihm entgangen, und daher haben wir im Künstler-Lexieon XIII. p. 58 ff. die Anzahl derselben auf 50 gebracht, liier geben wir einen Anbang. 1) Die Hirten, welche zur Anbetung des Jesuskindes herankommen. Maria sitzt links vorn mit auf dem Sohoossc sitzenden Kinde, und ein Hirt kitsst diesem die Füsse. Im Grunde sind zusammenhängende Gebäude im römischen Style. Unten in der Mitte, CB. Nr. 2508. 1039 „och im Bilde: l'astor's £* in JfetkUm ^»ate^ueta c. Reverdinus f. Rund, Durchmesser 7 Z. 3 L. - Im tpmtmiM S 8SSS. BKUf- '"S^Ä 4?SÄ «fc ^e< 3) Das jüngste Qeneht, ßgwenreioh« c..m,,os.twn 1...Ks unten Illit dem Wen^e. StecWs. Bund, Durchmaß? £ I, Atta Kunsthändlers B.isscmechcr. _ .. ,,i„ D nwt F,s wird im ( nbinct hyKos nur/. 4) Quintiis Curtius, rundes Hlatt. M»'™ "TS S„:":.::::" -■ ***** Dieses Blatt ist sehr seien. ***** * m Cabin€t S ykes 7) Ein Blatt mit Köpfen von Kriegern. angedeutet. Kindern, welche 8) Ein grosser Erics mit fM» W CatalOg Petzold 1843 Trommler und Trompeter heg leiten. d p eintr e. graveur No. 1238 wird dieser -Zur als ein " ; , Y ej!C j chnct . „„bekanntes, sehr seltenes Blatt to R*g denDndcl- 9) Fries mit einem Bacchanale. Ernks Dia« < , h khe sack/ Unten gegen ^^^ffjSJ^^ « 2 Z " 4 L ' rechts ein Bacchant hält, steht die Janrzaw Br. 10 Z. 1 L. _________ Berichtigungen. 10) Die Bekehrung des hl. Paulus. In Mitte des gg*^» Pferde gestürzt, erhebt er den b*M* Ani^^JL^„,„l der die Aureole. Sein Gefolge flieht ... meh > ; >1 -^ Rtehen Fahnenträger zu Pferd nach links ..... A s • ^ verkehrt die Buchstaben IfOA L? M ^ Flucht In weiterer Eerne mau das Pferd des hl. Paulus in «*" 'Jttm Männern Links im ,,n,ligt Paulus den sechs um ihn ^JTSl uU »!■ rechts sieht Grunde breitet sich die Stadt Damaskus a, IS, u*H B iner Glorie man Felsen und Bäume. Oben ewebehrt Gott 7 andcre mit vier Cherubim. Im Ganzen zahlt man i# i B Figuren, 4 Engel und 5 Pferde. H. 4 Z. 7 1* 1040 CER. Nr. 2508. Bartsch XV. p. 371 No. 10 schreibt dieses unbezeichnete Blatt dem C. Reverdimis zu; es kommt aber von einer unvollendeten, nicht mit Niello ausgefüllten Platte des Goldschmiedes Matteo di Gio- vanni Bei, welche Duchcsne (Essai sur les nielles — No. 139) mit dem Emftll verwechselt. Die unvollendete Platte befindet sich seit Jahren in der Gallerie zu Florenz, wo auch Mattno's Pace mit der Kreuzigung Christi, welche er 1455 vollendete, aufbewahrt wird. Bie Platte mit der Bekehrung des Saulus befand sich bis 1781 im Kloster der Gesellschaft des hl. Paulus in Florenz, nach der Aufhebung der Confratornität wurde sie aber verkauft. Im Jahre 1801 erwarb die grossherzogliche Gallerie das Werk, vor der Nicdcrlegung wurden aber ungefähr 20 Abdrucke gemacht, welche jetzt in den vorzüglichsten Cabinetteu verthcilt sind. Zahl nennt einen Abdruck im Cabinet Martelli zu Florenz, und einen zweiten in der Sammlung Ortalli zu Parma, welcher seit mehreren Jahren auf der Bibliothek in Parma aufbewahrt wird. M. Duchosne, welcher glaubte, es sei die Platte vorn Niello befreit worden, sah L'xomplare im Museum des IiOuvre, in den Cabinetteu Sykos und Lloyd, und in der Sammlung des Buckingham-Palastes zu London. Es fiel ihm die Verschiedenheit des Papiers auf, und er glaubte desswegen, dass es zweierlei Abdrücke gebe, wovon die früheren aus der Zeit des Gori Gandellini stammen sollten , da diesem das Exemplar der k. Bibliothek in Paris gebOrte. Die zweiten Abdrücke würden demnach zu Anfang unseres Jahrhunderts gemacht worden seyn. lieber dieses Niello und die Abdrücke von demselben vergl. A. Zanetti, Cabinet Cicognara p. 90 No. 116. Ber Verfasser gibt aber nicht an, dass A. v. Bartsch dasselbe dem C. Rcverdinus zuschreibe. Ben Nachweis liefert F. v. Bartseh, die Kupferstiehsammhing der k. k. Bibliothek in Wien, S. 17 No. 69. 11) Ber hl. Ilioronymus, knieend nach links, wo am Felsen das Crucifix aufgerichtet ist. Er schlägt die Brust mit einem Sleino, und streckt den rechten nackten und muskulösen Arm nach abwärts aus. Links zu seinen Füssen bemerkt man den Löwen, und im Grunde nach rechts breitet sich eine Landschaft mit. Bergen und Bäumen aus. Ohne Zeichen. H. 8 Z. 1 L. Br. 6 Z. 3 L. Dieses Platt beschreibt Bartsch unter No. 13, es kann aber nicht von Reverdino herrühren, da die Stichweise in der Art abweicht, dass man nicht einmal einen früheren Versuch vermuthon kann. Die Auffassung des Gegenstandes deutet auf einen viel älteren Meister als Reverdinus ist. Die nackten Thoile der Figur, wie Brust und Arm, sind von übermässiger Muskulatur, und der Ausdruck des übrigen« gut gezeichneten Kopfes ist schmerzlich erregt. Seihst der Löwe sperrt den Rachen gewaltig auf. Bie Gewandung des Heiligen ist breit, und fällt in grBroehenen Falten über die Füsse auf den Boden herab. Eine derartige Draperie findet man nur bei einzelnen italienischen Meistern der »weiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Strichelung ist fein, und nach Muskeln und Falten gebrochen, nirgends geradlinig. Der Künstler war sich der Form vollkommen bewnsst, und suchte sie daher mit allen Mitteln hervorzuheben j wenn es ihm in anatomischer Hinsicht auch nicht vollkommen gelang. Wir haben hierin das Platt eines alten italienischen Meisters, welcher mit Stichel und Schneidnadel zu zeichnen verstand, und durch die gebogenen Linien auf die Modellirung das Augenmerk richtete. Für C. Reverdino können wir nicht stimmen. 12) Lukretia von Tarquin auf ihrem Lager überfallen. CKeucr- dinus f. H. 6 Z. 5 L. Br. 9 Z. 6 L. CER-CES. Nr. 2509-2512. 1041 Bartsch, No. 17, kannte die späteren Abdrücke dieses Blattes nicht. Man bemerkt in der Mitte unten am Plattcnrande die No. «. 13) Der Kampf zweier Centauren mit ™". Kl W} n >™ 7 Gc fi^ wart von drei geharnischten Männern. II. 7 Z. 6 L. Hr. ||£> IU4+ A. v. Bartsch XV. p. 478 No. 23 und Ottley, Inquiry &c I p. 447 schreiben dieses Blatt dem C. Reverd.no zu J. v. W*jj*&n No. 142 behauptet aber, es rühre von Ante,nio d 1 olla£ io o einem Goldschmiede aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts her. 2509. Carl Ernst Rieslng, Stempelschncider war um 1703 bis r „ „ 1798 in Würzburg thatig. Die Initialen seines Namens U Ü. K. stchcn au f Münzgeprägen. L - h - h - mit C. E. S. CES. DABAGNO. §g lß Jahrhunderts lebten. Er war yer- mu.l.lich der Vater des gleichnamigen ^f^^^^iM^ in der Werkstatt des Henvenuto Ccllini «S^U^rfSir treff- Künstler schon vor 1525 thatig war. Sem Name Steilauf «neMrefl liehen grossen Medaille mit dem Bildnisse des in J^em Jahre ver storbenen Feldherrn Fernando Francesco fA'feJÄ^ Pescara, In blossem Haupte, welche B.o^ en , th »ü S S" Schaustück geschichte S. 112) in Abbildung gibt. Man ^Wj'HSSe nicht mit einer anderen Medaille verwechseln welche da MUUnm Brustbild des Feldherrn, und jenes seiner fo^ÄPtf °n" 4 Davala in. Revers gibt, abgebildet bei Mazzuchelh la • L N 0 4 Bolzenthal gibt auch noch ein zweites, .Ä^TiS des da Bagno's Werk in Abbildung, die Medaille mit dem 1J^iWe des Alfonso Davalos, und der Umschrift auf ^J^'^J&gKJJ C(arolo) C(aesare). ^^^^S^^SJSSSL mit bäume. Dieses Werk zeigt im btjie aiiciuu t, der ersten der genannten Medaillen, dej Zpi* nach Uegen aber nw «iemlich ferne, indem der Fel&err AlfonsoJOB^W^ffö^L. starb Die Denkmünze des UUtore» jy^JfSBK Als No. 5., Herrg. Num. I. XXIV., unu xia um . erklärt Bolzen- drittes, an Wert nicht geringeres .J«Ä*^kMSta Gastaldo thal ferner die Schaumünze auf den Feldherrn uio m ( , w mit einer reichen ^P~^.^.^>^^^OT^Ber der Feldherr des Kaisers Ferdinand I. ist, so tritt ais meu Künstler ein, welcher ANIB. zeichnete. Künstler- Wir geben hier diesen Artikel, weil Cesare da Bngno >m Künstler Lexicon St, und der Name DABAGNO ungewöhnlich ist. 2512. Giovanni «^ÄÄ jr. «Cute. Hofft». f crl bekann , welche meistens nach Zeich- nungen dessln radirt ff J.Jochen sind «-£ E ?E2&5 1042 CES—CEW. Nr. 2513—2517. 2513. Cesare Nebbia, Maler von Orvietto, wird zu den besten rotnr ,U nr •« Schillern des Girolamo Muziano gezählt, nnd en70s mit ausgebreiteten 3) Die hl. Jungtrau am ^TZ-ti^en Sohnes welcher vor Armen im Schmerze über den Tod taMjfi, und ihr auf dem Hoden liegt. Im Grunde hnks «ent man r^ ^, rechts in der Ferne die Stadt. Links: unten neben den di £ Caspar Fraisinger Fe.it IngoUtaty 1599. Im Rande^ J> » Ji'i, iYc«ue Wecoj. £»<"' '-'"• "• 8 z - d U Folgende Blatter sind mit den, ^J^ e j££n^ in einer 4) [IL No. 1 j Die hl «ran a ^«J^*^ nnd Glorie, in Profil nach links , Llllk * un ^,. mmc um i der Ziffer 95. rechts das obige Tafelouen mit dem Monogiamme una d. h. Mf>r>. H. 6 Z. 2 L. Br. 4 \l>.-* ^ , - h gt afe> t u 5) Allegorie auf die Eitelkeit der ^ ^f ' welche der Mitte des Blattes steht eine halb ^*^kdJS Seite ist der links sichtbare Teufel an. In» "^ kommt ci „ e Gruppe von Sturz der Engel vorgestellt, und rectits 1044 CF. Nr. 2519 — 2520. geputzten Damen heran. Jene, welche bereits in der Gewalt des Bösen sich befindet, ist aber von Reue durchdrungen, und daher erscheint oben der Heiland mit dem Kreuze, während ein Engel den Cnpidp in die Hölle schleudert. Unten gegen rechts steht das Monogramm ohne Tätelchen mit dem lieisatze: INGOLST: ADII. iöOS. II. 6 Z. Br. 4 Z. 8 L. 6) Verschiedene biblische Vorstellungen für ein Gebetbuch , welches 1626 zu München erschien. Auf den Kupferblättern dieses Buches kommt ein ähnliches Zeichen vor, aber kleiner, als die obigen Monogrammen sind. Der Stich kann von Fraisingor nicht herrühren, da die Behandlung eine andere ist. Es stimmt indessen auch die Jahrzahl (030 nicht für unsern Künstler, mau kann aber annehmen, dass eine frühere Auflage des Gebetbuches vorhanden sei. 2519. Franz du Chatel? Nach der gefälligen Mittheilung eines I ^ Kunstfreundes findet man dieses Zeichen >4^ auf einem Gemälde aus der Schule des v r A Q/t £~/t O Teniers , welches eine Bauernhochzeit M* <^\/^J f) ^-f- (S vorstellt. Der Meister wurde uns nicht bc- -*■• V » *-/ f KJ K fj mm t, wir machen aber auf Franz du Chatel aufmerksam, einen Schüler des D. Teniers jun., welcher 1625 in Brüssel geboren wurde. Er malte lustige Scenen, meistens Bälle, Bauernhochzeiten i Jahrmärkte u. s. w. Einige seiner Gesellschaftsstücke sind in der Weise des Gonzales Coqucs behandelt. 2520. Francesco Carraccl, genannt Franceschino, und ein . -, Francesco Gortese, sollen die Träger dieser Zeichen seyn, /T> tt-1 welche aber beide nur eine und dieselbe Quelle haben, Cf (E nämlich das Biographical Dictionary by M. Bryan I. p. 232. ^ L ^ / -^ Brulliot I. No. 1209 gibt nach Bryan das zweite Zeichen mit der Bemerkung, dass er es weder auf einem Gemälde, noch auf einem Kupferstiche des Franceschino gefunden habe. Die diesem Künstler zugeschriebenen Blätter sind auch wirklich nur FC und (CS gezeichnet. Bryan hatte daher das von Christ (Monogr.-Erklärung S. 180) beigefügte Monogramm etwas verkleinert, Heller hielt aber im Mono- grammen-Lexicon S. 73 die Form des Zeichens bei Christ bei, so wie wir oben das erste Monogramm gebildet haben. Christ ist auch der erste Schriftsteller, welcher behauptet, dass das grössere Zeichen auf Blättern des Franceschino Carracci gefunden werde, er nennt aber keines. Ferner sagt Christ, dass dasselbe Monogramm auf „italienischen Historien" nach Annibale Carracci's Erfindung Francesco Cortesc bedeuten könne. Aus letzterem macht Heller einen Franz Cortcsse, welcher so wenig gelebt haben dürfte, als der Francesco Cortesc des alten Leipziger Profaner« Christ. Den Beinamen Cortesc führten in Italien die Maler Jacques und Guillaumc Courtois, welche hier nicht in Berührung kommen. Ein Franz Courtois hat nicht gelebt. Er wurde nur zufälliger Weise von Christ eingeführt, und Andere identificirten ihn ohne Grund mit Francesco Carracci, welcher 1622 zu Rom im 27. Jahre starb. Wir haben also weder ein Gemälde, noch einen Kupferstich mit den gegebenen Zeichen namhaft zu machen. Wahrscheinlich handelt es sich um Francesco Camullo, welcher Bilder mit einem ausC'F bestehenden Monogramme bezeichnet halten soll. Er war Schüler des LudovioO Carracci, und malte nach dem Tode dieses Meisters mehrere Bilder nach Zeichnungen desselben. Er starb 1650 im 86. Jahre. A. Nr. 2521. 1045 Vorläufiger Nachtrag *). Hier führen wir einen Meister 2521. C>ri\ ftitftrrlliljß ei »> welcher über den alten lW » UmiJ ] Kupferstecher, der sieh eines ) \ ähnlichen A bediente, Licht ver- c== breiten könnte. Wir haben ihm den Artikel No. 2 gewidmet, konnten aber seinen Namen nicht entdecken. Jener Meister A , und unser A. mair oder mmk sind Acn- genossen, deren frühere Thätigkeit noch in das 15. Jahrhundert taut. Letzterer gehörte aller Wahrscheinlichkeit nach einem geistlichen Institute an, wie der Monogrammist No. 2. Es war uns «bor nicht möglich, die Blätter des einen mit jenen des anderen zu verglcicnen, und daher können wir auch nicht bestimmen, ob es sich von einem und demselben Künstler handle. Die grosse Achnlichkeit des öuen- staben A lässt es aber vermuthen. Von dem alten, und sehr seltenen Kupferstiche mit dem gegebenen Zeichen haben wir durch Herrn Ernest Harzen Kunde. Kr fand ihn in einer aus dem Kloster St. Trudo stammenden, jetzt in der Bibliothek zu Lüttich aufbewahrten Handschrift, welche daselbst mit No. 03 versehen ist. Das Blatt ist im Inneren des Deckels eingeklebt una anscheinlich älter als der Codex. Letzterer hat die Inschrift: Collegt nunc Hbf frater trudo Gembacensis cenobita monasterij (eh Trudomstn hasbania Script, vero fratcr Jacobu, garher religio^ erusdemmona.tmj snb rino Georgio Berens abbate. Anno nati <■ \ V. I. ucr «wuit. The» der Handschrift ist 1552 beendigt. Das ^gliche Blatt enthalt eine Todtontanzscene. Drei Skelette tanzen nach der Schalmey,welche ein viertes rechts bläst. Das fünfte Skelett erhebt sich vorn aus •) Im Laufe des 1 »rucke, kirnen mir mehrere Notizen «u, weleho U eis vor bandec Artikel ergaben, theft. einen gu> neue» ""^»^JÄSteheT" mir früher „ichl ,1!,- Jen. Quellen „An, MI ^^^^^SSSSSumL IHK, K ,. a ,,l„;,,f, si,,,!. Dazu «ohören neben andern die InMalen der Storni «I. «-In « M.inzmoisterV, weiche V. W. A. BchU.keyl.« ^^^^Z^Ju^Omt auf Münzen des Aller«,,,,,,», dm Millelaller, und der neueren **_IM* auf') «* MM und münzm-l! ' """"-'',;,. L ne unJ konnten M nach den. voruozoichnclon Haue. »MB WOW <■■}.. d »chelnt aber ein Gewicht darauf legen zu wollen, ""'«>' o, n 4MMgW Wr* **» ,lo,„ S cho„ V„,z,,'l. IM N„. 1 auf die bücken "SÄ^MMM. M» M* a» ..... *■ ....... «■ *- wer,, ju. k.,. «j :;;;r; - ^ '*r^ to r "H<>. können. Dieses ist nun gesebehen, und somit. ... ' Mi , 1 „ llQrr( , n können *■«" Wandeln bee, ......., ,-e t ,,, K en. Nur die ^g^J^£^Skä. A«* nie, gegeben we ,den, da ante;'«•••■»■■■»* S£ SÄ ÄiUtten u.i.w. Hnslcbtiicb der Tiiulatoren, der W»,.......»to,^ "< **^ ,d Münzsamm.cr werden müssen wir auf Schlickeyscn verweisen. Die l ,lin """"* . „. • ,, Alle , »•* dennoch verschiedene Artikel linden, welche beweisen, dass Einer n.cht Alle. «forschen kann. 71 Monogrammisten. 1046 A. Nr. 2522 — 2523. einer Gruft. Unten steht in alter deutscher Schrift: (Moria ~/d vite caro tabet adlle ve.nite. liic decor hec forma hec lex omiftg vna. Der Grund ist mit Kreuzschraffii'ungcn bedeckt, und in Mitte des Blattes ^encu links steht auf einem Herzen das Künstlcrzcichcn. II. 6 Z. 11 L. Br. 10 Z. 2 L. 2522. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der früheren Zeit >tt< des Iß. Jahrhunderts in Belgien gelebt zu hauen scheint, wahr- '» scheinlich in einem geistlichen [nititute. Nach der gütigen Mittheilung des Herrn E. Harzes liiulet man das gegebene Zeichen auf einem roh gestochenen Blättchen, welches den leidenden Heiland vorstellt. Er sitzt mit dem Körper nnch links, und den Kopf in vT Ansicht nach rechts gewendet, auf einem Würfel, an welchem der Buchstabe A eingestochen ist. Oben steht: Ucee Homo. II. 2 Z. 9 L. Br. 1 Z. 9 L. Herr Harzen fand dieses Blatt in einem Manuscripte auf der Bibliothek in Lüttich eingeklebt. Diese und viele andere Handschriften stammen aus dem Kloster St. Trudo, und in allen sind Kupferstiche eingeklebt, welche ausserdem entweder gar nicht, oder doch höchst selten vorkommen, Diess dürfte auch mit dem leidenden Heilande der Fall seyn. Ob das Blatt von einem Geistlichen, oder von einem Bruder des Stiftes gestochen worden sei, liisst sich nicht bestimmen. Wir worden noch Öfters Gelegenheit haben, auf die Lütticher Manuscripte zurückzukommen, 2523. Erhard Altdorffer, Maler und I'ormschneidcr, wurde erst . in der neuesten Zeit in die Kunstgeschichte eingeführt, fjY^\ vornehmlich durch die Bemühungen des Herrn Wiechinauii f\ Kadow, welcher 18ö(> unter Ilinweisung auf die Mecklen- •* *- burgischen Jahrbücher von Lisch XXI. S. 298 in Dr. lt. Naumann'« Archiv II. S. 132—134 u. 179—181 einen Theil der Alt- dorlfer'sehen Holzschnitte beschreibt, und noch ausführlicher über ihn handelt in der interessanten Schrift: Die mceklrnburuisrhen Form- Schneider des 1(1. Julirbiiiidirls Schwerin IHMI. S. 15 ff« E. Altdoi IVcr war Hofmaler des Herzogs Heinrich des Friedfertigen von Mecklenburg, begleitete diesen Kürslen auf der Reise zur Vermählung der Prinzessin Oatharina mit dem Herzoge Heinrich von Sachsen- Kreiberg, und führte um 1550 den Titel eines Baumeisten. Die herzoglichen Rechnungen nennen ihn aber schon von 1512 au. Von seinen Gemälden ist nichts erhalten. Eines seiner Hauptwerke, der Altar in der hl. Üluts-Capcllc zu Sternberg von 1510 ging 1741 durch Fouors- brunst zu Grunde. Man findet aber eine bedeutende Anzahl von Holzschnitten, von welchen die frühesten ;iuf die altsä.chsischc Schule weisen , während die späteren Arbeiten deutlich den Eintluss des älteren L. Cranach vorrathon. Altdorffer dürft« sich daher längere Zeit in Wittenberg aufgehalten haben, wo Oranueh lebte und wirkte. In welcher Beziehung er zu Albert Altdorfer stehe, oh er ein Bruder oder Verwandter sei, war bisher nicht, zu ermitteln. Das oben gegebene Monogramm hat Aehnlichkelt mit unserm No. 46 gegebenen Zeichen. Mau findet es auf einer radirteu Landschaft, welche im Style an Albort Altdorfer erinnert; für diesen Meistor aber doch viel Fremdartiges zeigt. Vielleicht gehört das Blatt unserm Künstler an, da das Monogramm auf keinem zweiten Stiche des Albert Altdorfer vorkommt, letzterer Überhaupt eines ganz anderen Zeichens sich bediente. Wiechmann - Kadow bringt das Verzeichnis» der Holzschnitte von und nach E. Altdorffer auf 13 Nummern, deren die wenigsten mit A. Nr. 2524 — 2525. 104T dem obigen Zeichen versehen sind. Ein zweites Monogramm des Meisters ist in der Art geformt, dass man eher HA, als EA lesen muss. Wir haben es No. 1652 gegeben. Man wird aber auch Obiges /eichen nicht leicht EA lesen, sondern nur ein A mit krummer Querlinie hinnehmen. Das Hauptwerk Altdorffcr's bilden die Hol/schnitte der Lübecker l'raehtbibol unter dem Titel : De Biblie ulh der uthlcgginge Doctoris Martini Luthers in dißk düdesche vlilich ulkgestettet. — - In der h'ey.ier- likcn Stadt Lübeck Inj Lndowich Dielz gcdruckel t'jüü. Am Schlüsse: Dtjt lülfUike werk, ys also, Godl Almethik) tho love und eeren, Na Christi unses Heren gebort, ym vi/ßundert unde veer unde dörligeslen yare (4634); am ersten dage Aprilis in der Keyserliken Stadt Lübeck by Ludowirh Dyetz, dorch den druck vullendel -------- AMEN., fol. Die Ilolzstiicke zu den trefflichen Illustrationen dieses Werkes besuss der Buchdrucker Ludwig Diotz, und er benutzte sie daher auch zu einer Ausgabe des neuen Testamentes von 1539 — 1540, und für die dänische Bibel von 1550. Die Lübecker Bibel hat sechs Titelholzsrhnitte, und auch im Texte der beiden Testamente kommen ziemlich grosse Bilder vor. Das Monogramm des Meisters steht nur auf dem vierten Titel in dem verschlungenen Zuge am Ende. Eine figürliche Verzierung bat dieses Blatt nicht, sondern nur reich verzierte, und mit Eraktur- zügen ausgestalte!.' lim hstabc». Die weitere Beschreibung des Werkes s. Wieehmann-Kadow : Die mecklenburgischen Eorlnschneider S. 19 No. 8. Ein zweites Werk mit dem gegebenen Monogramme stellt cm Turnier in drei Blättern vor, W.-K. No. 1. Auf den beiden äusseren Blattern sieht mau zwei Grsppefl Ritter im Kampfe mit Lanze und Schwert, während das mittlere Blatt ein grosses Daus zeigt, aus dessen mit Teppichen geschmückten Fenstern Damen zuschauen, wie zwei Kitter die Lanzen brechen. Der Kampfplatz ist durch eine Schranke begrenzt, vor welcher sich die Musikhande, Knappe«, Bürger, Kranen und Kinder belinden. Auch auf das Dach eines Erkers sind Schaulustige gestiegen. In der Mitte steht das Monogramm auf einem Tafelcheu , rechts auf dem Seitenblatte die Jahrzahl 151,1. Jedes Blatt ist 11 Z. 3 L. breit, und 8 Z. 5 L. hoch. Dass dieser llolzscbnilt zum Andenken an em bestimmtes Turnier gedient habe, mag anzunehmen seyn; es wird aber jedenfalls Stoft zum Lachen gegeben haben, indem die Helmzierden sonderbarer Art sind. Man bemerkt einen Storch mit Hut und geschultertem Rechen, eine Storchenfamilie auf dem Neste, einen hockenden Affen mit dem Spiegel, eine Kanne mit Bratwürsten am Spiesse , eine geschwänzte Sirene u. s. w. Andere Blätter mit dem Künstlerzeichen zeigt Wiechmann-Kadow nicht an, und wir verweisen daher im [Jebrigen aut seine Schrift über die mecklenburgischen Kormschncider. 2524. Stempel einer Fayence-Manufactur oder Töpferei, welche ^vom 15. bis 16. Jahrhundert in Deutschland im Gange war, und schöne Waarcu lieferte. Man findet Schüsseln und Teller von starker Masse mit polychromer Decoration. Die Gebisse dieser Art sind aber selten geworden. Brog- „iart kenn« nur eine verzierte l'atene mit dem gegebenen Zeichen, und konnte den Fabrikort nicht entdecken. 2525. Stempehchneider, Wmzmeister und Wardeine, welche Ge- a x präge mit A zeichneten. Voraus ist aber zu bemerken, dass A ' A - auf Münzen aller Jahrhundertc, von dem Herzoge Ang.scs 11. von Benevent (758-787) bis auf Alexander I. von Kussland auch die 1048 A. Nr. 2525. betreffenden Münzherren durch den Buchstaben A ihre Namen angedeutet haben. Schlickeysen zählt 24 münzberechtigte Personen auf, der Buchstabe A ist aber auf den Gcprägen immer durch Grösse und Schwung so hervorgehoben, dass man darunter keinen Medailleur oder Münzmeister vermuthen kann. Für den Numismatiker und Münz- sammlcr ist aber die Deutung dieses Buchstaben von Wichtigkeit, und dii'se verweisen wir auf Schlickeysen. Die durch den Buchstaben A angedeuteten Länder, Städte und Münzstätten dürften für uns eher in Betracht kommen, da man öfter einen Stempelschneider oder Münz- meistor vermuthen könnte. Der gothische Buchstabe A auf Münzen der Ostangeln ist ein eigenthümliches Zeichen dieses Volkes. Auf schwedischen Ilohlmünzen bedeutet A ,.Abo", auf norwegischen Münzen des Mittelalters „Aslo", auf cöhüschcu und corveischen mittelalterlichen Münzen „Mar borg", auf englisch - französischen Münzen für Aquitanien ,,Agen", auf Münzen des Woiwoden Elias I. von der Moldau (1433 1447) ,, Akkiorman" , auf Nothmünzen von 1473 „Alcmar", auf französischen Münzen von 1539 „Paris", auf Münzen des Fürsten von Dombes, welche in Trevoux geprägt wurden, fälschlich „Paris", auf Münzen des Herzogthums Nevers ebenfalls zur Täuschung „Paris" , auf kleinen schwedischen Ilohlmünzen „Arosia", auf ungarischen Münzen „Allia regia" oder „Agria", auf Münzen des Grafen von Mark „Altena", auf sachsen-altenburgischen Kippermünzen „Allstaedt", auf montfort'schcn Münzen von 1703 — 1726 „Längen- argen", auf markgräfiioh brandenburgischen Münzen für die Grafschaft Sayn 1747 — 1764 „Altenkirchen", auf Münzen mehrerer Münzstände des schwäbischen Kreises „Augsburg", auf preussischen Münzen seit 1750 „Berlin", auf bayerischen Münzen von 1763 — 1795 „Amberg", auf österreichischen Münzen seit 1765 „Wien", auf Münzen der römischen Republik von 1798, 1799 u. 1849 „Ancona", auf k. griechischen Münzen von 1833 „Paris", auf Münzen von Sachsen - Weimar, der Herzoge von Anhalt, der Fürsten von Rcuss, Schwarzburg, Waldcck, Lippe-Detmold &c. seit 1840 „Berlin", auf hannoverischen Münzen seit 1834, während der Erledigung der Münzmeisterstello, „Administration", auf Schweizer - Münzen von 1850 „Paris". Vcrgl. Schlickeysen, Erklärung der Abkürzungen auf Münzen &c. S. 40. Folgende Künstler und Beamte zeichneten A : Angerfelder, Münzmeister in Wien 1415 — 1420. Alexander Levingstoun, Münzmeister des Königs Jakob III. von Schottland 1460-1488. Alexius Turzo, Oberst - Cammcrgraf in den Bergstädten Nieder- Ungarns 1500 — 1526. Andreas Tympe, Munzmeiitw in Lüneburg 1643—1648, Wardciu in Rostock 1650, Münzmeister daselbst 1659—1660. Er ist wohl nicht jener Andreas Tympf, welcher 1646 Münzmeistcr in Fraustadt war, und von 1652—1667 die Münze in Posen in Pacht hatte. Die geringhaltigen Münzen aus jener Zeit nennt man „polnische Tympfen". Andreas Tympe bediente sich auch des gothischen A. Arlani, Wardein in Sicilien 1684—1735. Magnus Gustav Arbien, Stempclschncidcr in Copenhagen um 1732-1759. Daniel Jensen Adzer gehört zu den berühmtesten dänischen Stempelschncideru seiner Zeit. Zu den Hauptwerken zählt die 6 8 /s Loth schwere Denkmünze auf die Gründung der Akademie der schönen Künste in Copenhagen 1754, die Medaille zum Andenken an das Indigcnatsgcsetz 1776 &c. — Adzer starb 1808. A. Nr. 2526. 1049 Iwan Alexejeff, Stempelschneider in St. Petersburg, hinterlioss viele Werke, von welchen die wenigsten mit A bezeichnet sind. — Er starb nach 1806. Wilhelm August Julius Albert, Münzmeister in Clausenthai 1819 bis 1838. — Er starb als Obor-Bergrath 1846. 2526. Juan d'Arfe nannten wir No. 81 den Träger dieses ä Zeichens, und zwar auf das Ansehen des M. William Stirling H hin, welcher in den Annais of Spain &c. die mit diesem von ^■^ ihm copirten Monogramme bezeichneten Holzschnitte in den verschiedenen Ausgaben des Cavallero determinado dem genannten Meister zuschreiben will. Wir haben aber schon anfangs die Ver- mut.hung ausgesprochen, dass Antonius Sylvius für Juan d'Arfe eintreten müsse. Wenn in den späteren Ausgaben des Cavallero das Monogramm von jenem des A. Sylvius abweicht, so ist diess aus den Copien zu erklären, welche nach den ursprünglichen Holzschnitten in weiches Metall gefertiget wurden. Die erste Ausgabe des Cavallero determinado scheint von 1549 zu seyn, da Kaiser Carl V. dem Juan Cristobal Calvote schon 1548 das Privilegium zum Drucke ertheilte. Das Buch muss aber äusserst selten seyn, da 700 Exemplare auf der See zu Grunde gingen, und der Buchführcr, der den Betrieb besorgte, sich aus dem Staube machte. Da die Bibliographen bisher keine Ausgabe von 1549 kennen, so nimmt man jene von 1553 für die erste. Sie erschien, wie schon No. 81 bemerkt, hei Johannes Stecls, für welchen Antonius Sylvius arbeitete, und wenn für Juan d'Arfe je etwas übrig bleibt, so sind es die Zeichnungen zu den Holzschnitten, welche aber nicht in Spanien, sondern in Antwerpen ausgeführt wurden. Dass die spanischen Copien in Metall von Juan d'Arfe herrühren, ist nicht erwiesen, obgleich Burriel versichert, der genannte Künstler habe sowohl die Zeichnungen, als die Uebcrtragung derselben auf weiches Metall besorgt. Die zweite bisher bekannte Ausgabe erschien in Spanien mit Copien nach den Holzschnitten der Stecls'schcn Offizin : El Caballero Determinado Traditzido De l.mtjna t'rücesa en Castellana por Von ller- nando de Acuna , ;/ diriyido (i- r >. Con priuilegio por deziseis arios. Unter dem Titel des Gedichtes ist ein Holzschnitt mit dein grossen Wappen des Kaisers Carl V., von welchem der Orden des goldenen Vliesses herunterhängt. Hechts und links erheben sich die Säulen des Herkules mit fliegenden Bändern, welche den Wahlspruch des Kaisers: PLUS und ULTRA, enthalten. Aul' den von den Adlerbälsen ausgehenden Bändern steht: CAKOLUS. V. IMPERATOR | HISPANJAIO REX. Zwischen den Beinen des Vliesses bemerkt man das Künstler- zeichen. In den Text sind zwanzig Holzschnitte eingedruckt, deren jeder die ganze Seite einnimmt. Auf mehreren kommt das Zeichen des Künstlers vor. Diese Ausgabe ist eben so selten, als jenes Buch, ■welches ,1. Steels in Antwerpen druckte. -In weniger als 50 Jahren erschienen sieben Ausgaben, so dass der Erfolg ein sehr günstiger war. In der Bibliolheca hispana novo, Madrid 17113, ist nur eine einzige erwähnt, die im Jahre 1573 zu Snlamanca erschienene. Wir erwähnten eine solche von lf>74, Mrf Btkling's Anzeige hin, welcher keine Ausgabe von 1573 kennt. Eine der besseren soll jene von 1591 seyn: Amberet en la imprenla Planliniana etc. Ueber den Cavallero determinado vcrgl. überdies» R. Naumaun's Scrapcum, 15. Jahr- 1050 AA-AB. Nr. 2527-2531. gang, Leipzig 1854, No. 5. Wir erwähnen mir nooli eines Holzschnittes mit dein Künstlerzeichen. Es ist dicss das Wappen des Kaisers Carl V. in derselben Form , wie jenes auf dem Tilelblatte des Cavallero determinado , nur grösser und in anderer Einfassung. Dieses Wappen ziert den Titel folgenden Werkes ■ El (elicissimo viajc d'et muy allo y muy poderoso Principe Don l'lielippe. liijo d'el Empe- rador Don Carlos Quinta Maximo — — per Juan Cltrislonal Caluele de Estrella. En Anuers en ca.ia de Martin Nucio. Anno de DI. D. /.//., fol. Dieses Watt ist siclier von Antonius Sylvius geschnitten. Es trägt sein Zeichen, und diente zum Vorbilde jenes Wapben«, mit welchem der Titel der Ausgabe von 1565 geziert ist. In dem Reisewerke ist auch eine, Abbildung des zu Geilt errichteten Triumphbogens mit demselben Monogramme. Die Zeichnung rührt sicher nicht von J. d'Arfe her, und noch weniger der Holzschnitt. 2527. Zeichen der französischen Münzstätte Motz von 16(12 a a bis 1793. Die Stadt Metz hatte das MCinzrecht, welches aber in dem letzteren Jahre aufgehoben wurde. 2528. Agostino Agnani, Münzmcister in Parma von 1621—1633, . . zeichnete Münzgc.prägo mit den Initialen seines Namens. Ein A " A> Gleiches verhält sich mit Abraham Aaron, Stempel' und Edelsteinschncidor. Er arbeitete 1764 in Schwerin, von 1774—1776 in Stockholm, sodann wieder in Schwerin bis 1798. 2529. Andreas Bretschneider behauptet No. 134 seine Stelle, rm , , und hier Ingen wir nur nach, da.ss in Dr. ffl /r\ fiflif, Naumanns Archiv für die zeichnenden Künste, J*y , ^«1 , JDJi /oo, J||1|rf; ,,, s _ , )( . fl . d||S vol i stjlmli ^ tc , ver- zeichniss seiner Blatter sieh befinde. (i. W. Geysor gibt in dieser Interessanten Zeitschrift eine Geschichte der Malerei in Leipzig. Bretschneider war kein gehonter Leipziger. Kr siedelte gegen 1611 von Dresden nach Leipzig über. Geyser bringt die Kinga.bo des Künstlers an die Landesregierung bei Gelegenheit der Bewerbung um das Meisterrecht, Leipzig den 3. Aprilis Anno 16il. 2530- Anton Bovy, Medailleur von Genf, gehört zu den ausgezeichnetsten , jetzt lebenden Meistern seines Faches. Er trat 1830 zu Genf als ausübender Ktmstler auf, und die Zahl seiner Werke ist daher seit dieser Zeit bedeutend herangewachsen. Darunter sind vortreffliche Medaillen und Medaillons, letztere theils von starkem Durchmesser. Auch viele Münzstompel hat Bovy geschniilcn, sowohl in Genf als in Paria, wo der Künstler seit etlichen Jahren im Dienste des Kaisers steht. Das Monogramm , aber kleiner als oben gegeben, findet man auf Münzgeprägen. Auch der Initialen A.B. bediente er sich, auf den meisten Werken ist aber der Name eingravirt. 2531. Medailleure, Mummelst er und Wardeine, welche Gepräge mit den Initialen A. II. bezeichnet haben. Darauf geht Schlick- A * ■"• eysen, Abkürzungen auf Münzen &c. S. 43 ein, wir bemerken X. 11. aber vorerst noch, dass auch zwei venetianische Statthalter von a n Oattaro Münzen mit A. lt. bezeichnen Hessen. Der eine, Anto- ' nio Boccolo, mit dem Titel eines Conte, reteierte von 1420—1422, der andere, Aloys Bon, 1464. Auf Münzen des älteren Altenburgischen llegentenhauses von 1621— 1623 bedeuten die Buchstaben A-B Altenburg. fo ABC-ABK. Nr. 2532-2534. 1051 Aeostino Bellaerandi, Münzmeister in Fcrrara von 1622-1624, ÄäÄSWSK ß. ßer Buchte A mit Stnchboz.oht.ch zugleich »uch auf seinen Bruder Tommaso, fa.XA »» 1«°«> «* Andreas Berlin, Munzmflister m Berlin von 1642—1645. Alois" Battaja, Munzaufseher in Venedi« unter der Regierung des Dogen Francesco Melino von 1642 165a. Dr Adrian Becker, Wardein in Berlin von 1657-1664. Andrea Baffo, Münzaufseker in Venedig 1688. Albert Bär, MttMmeister in Eisenach von 1717-1720. ür zeicn nete mich I.A. II- „ , . ,. i- ttm ii^o Aloisio Barbaro, Munzaufs^her in Venedig von 1751-175*. SÄ bcntnt^Mcdaillcur, fand oben unter dem Mono- gramnio All No. 2530 eine Stolle. 2532. Anton Bernhard Koburger, Möttmeister inEisleben von k „ r 1667-16H0, zeichnete Minizgepragc mit diesen Initialen. A ' |{ L - Auf andoron stehen die Buchstaben A. B. K. 2533. Adrian Bemme Jans* , **£ und Gddjebm^von a. b. f. g3£ Ifui^^^^^St^ fertig* auch "st,.,,,,,-! ru Medaillon Auf s„h-C, ßeprä«,h so Uen lijke Mnatsehnmj- i„ Haarlem für die ,■■,.«,-- "d - £ ™ daülen den Preis von 8 Dur.....n zu, Sem »^J^^iiXseW* schnitt ebenfalls Stempel,zu^^JS^ffl; Radirungen bekannt. Er erhielt 18Ä1 de ™ Der Vater Dieser Künstler wird wohl nicht A.B. f. gezeicnnei starb 1840 im Haag. 2534. Ludolf Bakhnizen ^'^fflfc^^ *>" ,' c .'."', ,„it denselben enom unbekannten Maler zo„ versichert uns aber, dass die "'" '", I Sk. tfeigel In Bakhuizen's Manier ra,l,rt seien. V\ n wWjU« «£^ t nicht entgegentreten, da er als Kenner in weitestem ivre ist, „ml mit Kocht als Autorität gilt. _ , crthet cs auf r. weigel besehreibi nur ^«^jP&e'mit Ben vor. SOThlr. Diese Radirung stellt 4« ' " lit '^i Vihen Canonen, IWh.s im Vorgrund« st o„, kru^cl . t« • 1)cr vorder- eingezogenen Segeln und gegen rechts w . <"j ( - ])rache „ und theil desselben trftgl als \ erzu>ru ng '• » t .^j fe Horpjen. Links im Mittelgrunde bemerkt man^ i/(Mlt( , zwischcil sohiff mit zwei Maston und vollen W' n ' ' und ciu vicrtes ist diesen Schiffes durch segelt,, ein d>' ", ''•,',,. , mul erhöhtes Ufer, rechts im Hintergründe Links«» J UIn St beinerkt man das am Himmel links leichtes Ücwolke. Unten wmw 1052 ABK —AD. Nr. 2535 — 2540. Zeichen des Künstlers, welches nach dem Facsimile bei Weigcl unserm dritten, weniger dem ersten Monogramme gleicht. H. 5 Z. 6 L., Br. 7 Z. 10 li. Wir finden nicht mit Bestimmtheit heraus, oh dieses Blatt nnter den fünf von uns No. 225 beschriebenen Kadirungen sei. Bei keinem ist die oben bemerkte Verzierung des Voi dortheilcs des Dreimasters mit Kanonen angegeben. Ks scheint sich um sechs Blätter dieses Meisters zu handeln; Borner und Harzen kennt indessen nur deren fünf. 2535. A.ß.K. Anton Bernhard Koburger, s. ob. A.B.C. No. 2532. 2536. Alexander Calame, Landschaftsmaler und Radircr, be- Ap » p bauptet No. 290 eine Stelle; um aber hinsichtlich \j. f\ \j p der Bezeichnung der radirten Blätter dieses a f ii Q r -fn/ Meisters noch mehr zu genügen, fügen wir hier /\ \j o '/>*/*■• • 0 e i nc Anzahl von Initialen bei Sie kommen alle auf Oalamo's Originalradiiungen vor. Letztere erschienen zuerst in Genf in drei Heften, die Platten wurden aber später zu Paris wieder abgedruckt, wie bereits bemerkt ist. Auf anderen radirten Blättern dieses berühmten Meisters steht CA und C A F. Ks handelt sich um die schönsten Radirarbeiten, welche je in unserer Zeit erschienen sind. 2537. Alessandro Cesati, irrig A. Caesari, Stempclschneidcr in i q Rom von 1545-1556, behauptet die Stelle No. 854, wo aus- . , p' führlich über ihn gehandelt ist. Nach Schlickeysen, Erklärung A: T 1 ^'- der Abkürzungen auf Münzen &c. S. 44 findet man auch Medaillen mit A. C. 2538. Andrea Gasalino, Goldschmied und Stempclschneider, war . p um 1590—1594 in Parma thätig. Nach Schlickeysen, Erklärung A - '-'• der Abkürzungen auf Münzen &c. S. 44, findet man Münz- Geprftge mit A. C. 2539. Andreas Christoph Blechschmidt, Münzmeister in Braun- . p n schweig, zeichnete Gepräge mit den Initialen des Namens. A. C. O. Er wur( j e 1732 Wardein, 1751 Münzmeister, und starb 1759. 2540. AlbrecM Dürer behauptet No. 350 S. 150 — 214 den aus- ^_^___^ ^^^^^^ gedehntesten Artikel dieses Bandet), und den- \ wm j \ ^t_ ^f noch finden wir es gerathen, einige Zusätze /t^A l /¥~^V zu fe' CDC ü) da die Quellen, aus welchen sie I /D\ ) l\ J> fliessen, uns damals nicht offen standen, -------^-^-A_J-^JL. und später auch nicht mehr benützt werden konnten. Vorerst bemerke ich, dass eine genaue Beobachtung der verschiedenen Papiere und ihrer Wasserzeichen zu ganz interessanten Anhaltspunkten in Beziehung auf die Priorität der Abdrücke der Kupferstiche und Holzschnitte führen kann. Ich habe denselben von jeher einige Aufmerksamkeit gewidmet, doch anfangs den Werth dieses Studiums nicht in dem Grade erkannt, wie es mir jetzt durch eine gütige, höchst belehrende Zuschrift des Herrn Oberbaurathes Hausmann in Hannover klar geworden ist. Dieser warme Kunstfreund beschäftigte sich nach seinem Rücktritt aus dem Offentliehen Leben vorzugsweise mit dem Leben und den Werken A. Dürer's, und brachte eine Sammlung von Kupferstichen und Holzschnitten zusammen, welche in ausgewählten Exemplaren nahezu vollständig ist, und mit jener des Herrn Cornill d'Orville in Frankfurt am Main wetteifert. Herr Hausmann hatte zu seinem Zwecke fast alle öffentlichen und Privatsamm- AD. No. 2540. 1053 hingen des In- und Auslandes durchstudirt, bei dieser Gelegenheit ein besonderes Augenmerk auf die rerscaiedenen Papiere und Wasserzeichen Berichtet, und ein recht bedeutendes Material darüber zusammen gebracht, welches zu seiner Zeit den Freunden Dürer'sc her Kunst die wichtigsten Aufschlüsse neben wird, da er seine Forschungen wahrscheinlich nicht unter den Sehet«] stellen wird Um nun vorläufig nicht in lrrthum zu führen, entnehme ich dem Schreiben des genannten Herrn Obcrbaurnthcs einige Bemerkungen, welche meine nicht ausgedehnten Angaben ergänzen, und in klareres Licht setzen können. Ich führe unter den Papieren, welche mir bei ausgezeichneten Abdrücken Dürer'scher Kupferstiche vorkamen, ausser dem mit dem Ochsenkopre ein solches mit dem Wasserzeichen der Krone über den beiden Lilien in. Schilde, und dasjenige an, welches das Wasserzeichen des Kruges hat, zu dessen Erkennung, wo dasi /eichen selbst nicM zu sehen Ist, der freilich nicht immer gleiche Abstand der 1», . 1 . .«• zu 1 Z. 3 I . fuhren könnte. Das Wasserzeichen der Krone über den beiden Lilien ist in. Ganzen dasjenige welches Heller im z e Theile seines Leben Düror's als in dem Papiere einer /e, 1 n g Jahre 1525 befindlich, in Abbildung gftb. Dieses Pap.er i . 1, kommt schon bei Ineunabcln vor. Dürer besass einigen J<™* UBd wendete es für Zeichnungen, sehr gelten aber zun, KupfenJrucke an. Ich habe wahrscheinlich zu oft darauf au merksam gemacht, dj ich ttberha«].t nur in den letzteren Jahrtn die ^ ; 1s T'' z, "m hin , i tz Auge fasste, und früher wenig Werth darauflegte. Ich b-.be. jetzt durch Herrn Oborbaurath Hausmann zur üeberzeugung gelangt, d noch ein anderes altes Papier mit dem Wasserzciche de h.... . be nützt wurde, welches aber kein Wappen mit Lihen.unte' "^sondern eine in die Höhe laufende Verzierung über sich hat L etz rrendet oben in eine Spitze, auf der ein Kranz steht. Dies. > Krone m s t vom unteren Reif bis zur Spitze des Kreuzes 5 Z. 4 L. Pari»«r Maas» im die Drahtstreifen, deren Abstand nicht überall gleic «», sind b t du. Kupferstichen durchschnittlich 14 Linien Pariser Maass v n .n. n I entfernt. Beim Drucke der fruhwtm Kupferstiche 1,i A st,«ft 1. durchgehend», das Papier mit dem Ochsonkopic verwende , SOWOh 1 in ganzen, als betten und Viertels-Iliigen, wie sie Dürer ir mhM läge buche nach der Gross,' unterscheidet. Das Panier .. t de Ochse köpf kommt jedoch auch noch später vor, Dürer wählte ^WJJ^g? das Papier mit der zweiten Krone, besonders zu gross « g welche er nach der italienischen Heise in Umlauf setzte ,',.,,„ Papier fand Herr Hausmann den hl. Eustachis B. W; er g e u (1512) B. 59, die Entfahrung der Amymone B^ , den eifersüchtige (1512) B. 59, lie JSnUUnrung uor v,n,„„, .» • , dfts Satyr B. 73, die grosse Fortuna B. 77, d.is Klein< Warmen mit dem Hahn B. 100. Das stärkere Papiermit «esem d Text auf der Rückseite. Einen grossen vor an »« ^.....^ seheint aber Dürer nicht gehab zu haben, da J^xemp m^ Uoh der Maria auf dasselbe sehr selten sind. E eset*t durch das Papier mit dem Wasserzeichen des^wgevnj dem «enKe Nach Hausma'nrs Beobachtungen bediente «' /^ ',,.,, lsclu ,,, regelmässig erst in der dritten Periode- ■ < (h , s Car . Reise, namentlich bei allen ***«*»*£ Kurfürsten Friedrich von dinals Abort von Mainz (15^3) B. UM; ,(s '' ,.-„„* ,, 105 uud Sachsen (1523) B 104, des Pin.ipp WJ-^^J^'SLS des Wilibald Pirkheimer (lo24) B. !"»• " ltsl - s 1054 AD. No. 2540. nicht aus, dass es Dürer auch zum Abdrucke f'rüliercr Platten verwendet habe. Ms kommt, die Darstellung von Adam und Eva B. 1, St. Eiistaeh I!. 57, die Madonna mit dem Wickelkinde B. 38, der Traum B. lii und das Wappen mit dem Hahn B. 100 auf dieses Papier vor. Herr Hausmann besitzt mit Aiisnalune von B. 1 seltene Exemplare dieser Art Der Abstand der Drahtlinion oder der weissen Rippen dieses Pnpieres, welchen ich zu ungefähr 1 /. 3 li. angab, ist nicht genau gemessen. Herr Hausmann bat hei zahlreichen iNaehmcssungen nur eine Entfernung von 12 3 / 4 bis 13'/« J'nriser Linien gefunden. Ich lnilie vielleicht zuweilen in meinen früheren Aufzeichnungen, welche ich nicht mein- conlniliren konnte, nach den Drahtlinieu allein das auf Segmenten fehlende Wasserzeichen des Papiers besiimmt; durch Herrn Obcrbnuratli Hausmann belehrt, sehe ich aber jetzt ein, dass diess nicht wohl thunlich ist, indem die Entfernung der Drahtrippon von einander oft nicht gleich ist, da der Siehmacher kein bestimmtes Intervallum einhielt. Mein (lewäbrsmann fand auf einem und demselben Bogen manchmal Abweichungen um I Linie und mehr. Nach seiner Erfahrung Sind aber bei den leinen Papieren, welche Dürer zu seinen Kupferstichen wählte, die Drahtlinien des Pnpieres mit dem Kruge die schmäleren ; denn sowohl bei der hoben Krone wie bei dem Ochsenkopf fand er nie unter 13 Linien, am häufigsten 13 3 / 4 und 14'/ 4 , sogar 15'/, Pariser Linien Entfernung. Bei den vielen durch seine Hände gegangenen Exemplaren der Kupfersich- Passionen kam ihm niemals der Krug als Wasserzeichen vor. Die schönsten Abdrücke derselben haben in der Kegel den Oehsonkopf, namentlich solche mit breitem llande. Wenn aber dieser, wie so hänlig, fehlt, bemerkt man nur einzelne, oft kleine Theile, da Dürer nach seiner Angabe vier Platten auf einen flogen drucken Jicss. Bei anderen sehr schönen Abdrücken, welche ans den Niederhindon stammen, wo sie Dürer auf seiner Beise \orknuft bähen dürfte, fand Herr Hausmann die hohe Krone ohne Lilie, doch etwas kleiner als die oben bezeichnete. Hei sehr egalen und klaren, aber doch noch schönen, wenn gleich nicht sehr schwarzen Abdrücken, wie z. B. in dein Exemplare mit breitein llande des k. (Ja- hinets in Berlin, zeigt sich nach Hausmann das Wasserzeichen des Globus mit Strich und Stern darüber. Dasselbe Zeichen bemerkt man auch in sorgfälligen Abdrücken der kleinen Holzschnitt - Passion mit Text. Das Papier mit dem (ilobtis ist neuer, als die Papiere mit, den oben erwähnten Zeichen, mau muss aber doch annehmen, dass es von Dünn- selbst noch benutzt wurde, da er die Passion mit Text verkaufte. Die alten, untndelhaften Abdrücke ohne Text im k. Cabinet zu München bähen kein Wasserzeichen. Es fehlt auch der Titel, in welchem vielleicht ein solches zu bemerken ist. Das Titelblatt muss überhaupt sehr früh abbanden gekommen soyn, da es selbst in schönen, alt eingebundenen Exemplaren ohne Text fehlt. Das von mir No. 36 S. 170 angegebene Wasserzeichen eines Dreiecks mit verlängerten Seilensebenkeln will ich nicht mehr vertheidigen. da, wie eben nach Hausmann bemerkt, die Vorstellung des auf der Ofenbank schlafenden .Mannes li. 7ti in schönen Abdrücken oft. mit dem Ochseukopfe vorkommt. Das inuthmassliche Dreieck ist vielleicht der untere Theil des grossen Ochsenkopfes, welcher auf kleinen Blättern nicht selten allein sichtbar ist. Hinsichtlich der Abdrücke auf Atlas kann ich die von Direktor Schoni in Berlin aufgestellte und von Vielen gethtilte Meinung, dass dieselben in einer späteren Zeit, oft lange nach Dürer gemacht wären, nicht theilen. Ich glaube mit Heller u. A., dass diese Abdrücke von Dürcr's Hand kommen, und von diesem grösstenteils als Geschenke AD. Nr. 2540. 1056 ausgingen. Wenn daher bei .lern Bildnisse des Cardinals Albert, von Mainz No. 47 S. 171 angegeben ist, dafis ein Abdruck an A tlas, - eher um ß Tlilr wegsing, Dicht entsprochen haben n,ns>c, SO können Seh lie^e V^bal^ss^'obgewaltet haben. I>en, Vernehmen „£ jj der Abdruck sehr schön, und nur die vorge asste Meinung oi.u gt wissen Autorität kann den, gegenwärtigen BesiteSr desBlattes zu emem Schatz* seiner Sammlung verholten haben. 1 he vxen| « '« sind den schönsten Abdrückt« aui I'np.cr mit dem K g «Ich . / schätzen wenn sie des Btoffea IWgÖÖ auch nicbl die gleiche Scnane haben kennen! Die Abdrücke auf Atlas sind ehrwürdige Vennaeht- nisse des grossen Meisters. K U p f e r s t i e h e. 1) Adam und Eva, No. 1 unseres Verzeichnisses S. 159. -r Im brittischen Museum ist naeh Hausmann Naumann s !^; ^J£ ein Probedmek der unvollendeten Platte von bewunderuDgawüiü^er Frische und Krall. El sind Bietet nur di« Contur n auf das .UMi feinste umrissen. Vollendet ist links der Il.ntcrgrnncl , das hak., des Adam, oben der Vogel und die Schlange danebc . 2) St.'llicronymus, No. 22 unseres Ml*»»«^g^fc v0| . brittischen Museum ist nach Hausmann 1. e 31 ei l oi>( ■ de,,, Monogramme, von einer Wärme und malen«' Wirte "- u den sehonsten Werken des fembrttdt.»^TÄÄ S«*- keinem derselben übertrotlen wird W11 ;''< ",",,,,,, v( ,„ |),„rr Artikel 1. C. die Yennnthung gewagt, dass d,s 1 ,. 1. nachträglich eingeätet worden sei, was dnreh .«JUmten a im brittisehen Museen, Kcstätigung ^ nfi D " AbdrtCM VO Monogramme sind aber änssers selten. Jenc d«,« « ( , Stammt aus der Sammlung des Haren Vers„I.K v Sm • 100*. Ein sehr schöner Druck mrt fem Monogramme d ■' . Bande aus derselbe,, Sammlung gal 1 ....' 36 f; , ,■**,, ' V;l „ k [„H im ist aber «las Exemplar des Herrn ( ormll ( >i I U. l , ,,,„.„ Main. Abdrücke soWer Art s„,d W-gjM^j^,,"Scheren überhaupt nie zahlreich gewesen zu seyn. Häuftj 1 erscheint. Abdrücke, in welchen .„weilen, das M-m^ra-mn, ,.„ hg, M. - jg^ 3) Die Nemesi«, nachgewiesei als das Jat ino. d. h. die grosse Fortuna, No 20. unseres V er««) cb.... R J ^ Diesen .nteressanten Nachweis lt« sieit 1 ' i( . nm , mU ,„ Künste in Dr. Naumann'« nnd Weigel s Archiv ,1 d /<«e - h . U. s. 82. F*rIMlrer' 8 Nemeais|^/^äEJ &« genommen, nissen das von Bartsch \ II p. 93 No. 7J » <■ „nd Waage Welches einen aui den, Dowen H^W^sffit stellt aber die vorstellt. Bartsch erkannte dapn che Gerechigtant, s » Krage auf, ob dieses Blatt dasjenige seyn;.;■"■«,;.;'£ mi Nl ,. flfl den, Namen der Nemesis bezeichnet h 1> • ' K ( N:| „, n , Nemesis, belegte ohne Weiteres diesen ^'t^ Met." i^hem dieser den und beruft Sich auf das Tagebuch des Meis ^ s ' " , Utp> D i es es Mann auf den, la.wen selbst Nemos.s be, .. . hal e, so vn,.i„ ; n „;,.i, „1..... „;,.!,<■ so. Dürer bezeichnet die yorswüiuuB ...... verhält sieh aber nicht so. ^'j^SS^^TSSSU HaupJ- ffleSis nifeht genau, sondern Zählt sie stc ts M , i|ui ;m| Blättern auf, speciell „eben solchen aui halben *>°&? s j( . h „„,. dem Löwen 'gehört aber «1 den kleinem ' f" ; ''' ;l[s „ llU -h, 3 Z. 11 L. hoch und 2 Z. 10 L. brert st. Dieser Kann ...... leaeint sey„, „„d da die Ne,„ (; s,s ™™**™ZZ Äaeichntmg •O fragt es sieh, welch,, von den, V^*™ffi?jfät No. 77, bisl.er Nemesis oeeignet sei. Hausmann vcuhel am uas 1056 AD. Nr. 2540. die grosse Fortuna, auch die Mässigung oder Fomona genannt, indem bei den Alten die Nemesis als eine stattliehe Frau mit einer Stim- bindc (Krone, Diadem), und mit verschiedenen Attributen, einem Zaume, einem Masse des (Jubitus, einem Zweige, einem Steuerruder, einer Waage, einer Schale u. s. w. abgebildet, und auch mit Flügeln versehen ist. Solche hat auch die sogenannte grosse Fortuna Dürer's. Der Meister gab ihr ebenfalls einen Zaum oder Zügel, und statt der Schale müsste er einen kelcliartigon Becher beliebt haben. Haben wir nun die Fortuna in eine Nemesis verwandelt, so fällt die Erklärung weg, welche No. 29 substituirt wurde. Uebrigens passt keine Vorstellung Dürer's mehr auf die symbolische Gestalt der Nemesis, all die genannte, und wir stimmen daher dem Herrn Ober - Baurath Hausmann vollkommen bei. Unabhängig von diesem kam auch Mr. W. 11. Carpenter, der gelehrte Direktor des Print-rooms im britischen Museum , zu derselben Ansicht, und entwickelte vor kurzer Zeit im Athenaourn fast gleiche Gründe. Dass Dürer seine Nemesis nackt, und nicht in den schönsten Formen aufgefasst hübe, und daher vom Geiste der Antike nicht durchdrungen war, möge man ihm, wie rieten anderen alten deutschen Malern, gefällig nachsehen. Auch wäre überflüssig, die Stadt namhaft machen zu wollen, über welche der Meister die Nemesis hereinbrechen lässt. Die frühere Ansicht haben wir im Artikel Dürer's S. 166 zur Kenntniss gegeben. Der erste Entwurf mit der Feder zu diesem Kupferstiche befindet sich im britischen Museum. Ein Flügel ist besonders gezeichnet, und mit der äussersten Feinheit und Sorgfalt ausgeführt. Holzschnitte. 4) Adam und Eva aus dem Paradiese vertrieben, No. 56 unseres Verzeichnisses S. 176. Hinsichtlich der Schraffirung des Bückgrates der Eva, welche im ersten, sehr seltenen Abdrucke vorkommt, bemerken wir, dass Herr oherhaurath Hausmann nur nach sorgfältigster Vergleichung, und auf das Ansehen competenter Kenner hin, zu der Ansicht gekommen ist, dass die Abdrücke mit und ohne Schraffirung von einer und derselben Platte stammen , so dass also die Holzplatte nur abgeändert wurde. Dnserö Behauptung, dass der Schwung des Grates, wenn er nicht schon da sei, nicht gegeben werden könne, beruht auf der Aussage eines tüchtigen Xylographcn, welchem eine solche Abänderung nicht tnOglich schien, wenn nicht wenigstens «in ganzes Stück eingesetzt, und die fehlenden Theile neu geschnitten würden. Ich habe nie einen Abdruck mit den Schraffirungen gesehen , und schlicsse mich daher an Hrn. Hausmann an, da unter solchen Verhältnissen der Einsatz eines neuen Rückens nicht wohl denkbar ist. 5) Cain erschlagt den Abel. Mit dem Zeichen und /■5/ /. B. No. !• II. 4 Z. 4 L. Br. 3 Z. Diess ist eines der seltensten Blätter des Meisters. — Bei Wcigel 20 Thlr. 6) Der leidende Heiland, und die ihn verehrende Mutter unter einem reich verzierten Portale stehend, erstercr rechts. II. 9 Z. 6 L. Br. 9 Z. 8 L. Dieses Bartsch und Heller fohlende Blatt beschreibt Weigcl im Kunst-Catalog No. 21,487. 7) Junges nacktes Weib mit Schloss am Gürtel, wie es von zwei neben ihm stehenden bekleideten Männern Geld nimmt. Oben sin" drei mit a. b. «.' bezeichnete Bänder mit Inschriften: (Seit und ff«' AD. Nr. 2540. 1057 gnug «• ich dir geben etc. - Es hilft kein ,lo„ für fragen «£».£ Ich drag am slüssel zw tolliche slossen etc. H. 17 /•■ » ** 12 VllNveigol's Kunst-Catalog No. 19,008 wird dta '>£***• £ diese™ alten Holzschnitte dem A.Dürer zugeschrieben. Er ist ausser dem nirgends beschrieben. 8^ Das Bad B No. 128, II No. 134. Im Vorgrunde erhebt sich die s^ineÄin&ssung des Bassin, und gM*A *** «g£ nackten Gäste im Wasser unter einem .^en Dacl>e von iretten. aus dem Wasser reichenden Block an jmUlwm einernpp »8 ist. Diese Männer sind als Badegaste z l . b ,f f/Xn'bös ehenden hohen Baume hinter der aus oben Ä'MÄSXI; Abschliessend ^ Links im Grunde zieht sien eine "*"»= . Thiinnen in eine, hin, und rechts auf der Anhöhe führt ein Tho. n» lh ™\ ibcr ^ halb durch den Hügel verdeckte Stadt, ün »«"*•"" V, J4 z 6 L . Einfassungslinic ist das Monogramm ohne Jahrzahl. H. 14 ü. '" Barth ^nd Heller beschrcn.on dieses &J%*g& $ gehen aber namentlich desshalb darauf em, we. « ™ueste eine eigene Monographie gdtota^fc£r£Ä *ito**&* maniere prenait-on Ul baint du temps de CtoTUl V Verfasser - par Dr. Sträter ■ ^^tfÄli mit den Baden- dieser Biecc glaubt, Dürer habe duren ücio'^ , , * stlllt ; nl Auge den nicht eine zufällig in Nürnberg vorhanden? Bade AnataU g f gehabt, sondern jene in Aachen w ° ^^"in seinem Reise- verweilte, und. sefot Bäder nahm, {«fg»^ cinc Ansicht Journal notirt sind. Man darf also in Dürer ■* n aufsteigenden der alten Bade - Anstalt in Aache^vermuthen^ MM* au» g^ Hintergründe erscheint ein Tlicil ^ «•*«"«c erklärt sich auch der bisher unbeachtet B thsUl e g«*^ durfte nen oben nach rechts gegen das W "JJ" d zwar von ihm bald nach Dürcr's Kückkehr aus den >*%*£&&ff JSfäe beiden selbst ausgeführt worden seyn. Das BlaU fand AI atz ^ gleich grossen Copien beweisen. Eine dersciucni zu und auf jenes Papier mit dei• I rone »bgeJ ckt EJn Büchern und Holzschnitten von 1520 "7^f * o ber . Baurath Haus- Exemplar der „»bezeichneten OopicbesM Herr^Uber. » . mann in Hannover. Eine kleinere sehr s cl 8 IIolz . gab Dr. Sträter seiner Schrift bei fflne.gj™^ gezeichnete schnitte hat sich bisher noch nicht »«««{"Jj jf dc r Sammlung Ansieht des Stadthauses in Aachen befindet situ des Louvre. Todtengerippen, No. 131 unseres 9) Die drei Ritter im Kampfe mit J oatengei n'l^ , Verzeichnisses S. 200. Rmll v Auf- Im Anzeiger für Kunde der deutschen Vor«, von Baron g Auf «e«, 1857 s.» mb. v. **ajf&£EZZ "■*■ k - k: dass sich die Ilandzeichnung zu dieser i ou. nun ai m A Im für die zeichnenden Künsten. 8.254 ans dem Codex.des Li. Um tmann Schede! auf der k. Hof- und Staatsbibliothek *Jto&$&™ erwiesen In dieser Haüdschrift haben sich solche durch Worte, nid!durch Linien angegebene Entwürfe erhalten, und es gewnm dadurch ein Brief bei foütfel (O. Mta e< Kr*Nj & C*JTjgJ i/r>7 II v f47Y' eine Erklärung. Celtes sehreibt da 493 an eini, Hngnianntoi ntch Nürnberg, und sa,t, dass er etattättWfcft* baffe: iradcmlarn plctori, til von Kaphael Donner und o.innr de tre , if wclcho iu Zeit, binlerliess er eine grosse Anzahl voi1 Met* ^' ' J{ , fc Basreliefs, Porträten in Medaillons, Va ^ ^L- und ge- der Kunstindustrie u. ». w. bestehen. *«■■«" Medaillons und Me- triebenen Werken steht das Monogramm. Auch Medaillons *• A 1060 AD—ADI. Nr. 2543—2547. daillen sind damit verschen. Domanöck war Direktor der Gravir- iind Stcmpelschneiderklasse an der k. k. Akademie in Wien. Aus dieser Anstalt gingen melircre tüchtige Gold- und Silber.schmiede, Bronze- Arbeiter u. s. w. hervor. 2543. Der unbekannte Meister mit diesem Zeichen ist No. 393 IOO-. eingeführt, wir wussten aber damals nicht, ob es sich auf t \ O y einer /eichnung, oder auf einem Gemälde vorfinde, da Heller, unser Gewährsmann, darüber schweigt. Die Buchstabon Ali mit der Jahrzahl LMH) stehen auf einer Feder- •wv Zeichnung aus dem I'nuin'sehen Cabinet, welche wahr- ^* scheinlich von der Maria Catharina Prestel radirt ist. Dieses Blatt »teilt drei Kriegsleute vor, und ist wohl sicher dasjenige, welches wir im Künstler-Lexicon Xll S. 52 im Werke der genannten Künstlerin No. 21 die Verschwörung der Schweizer &c. betitelt haben. Die Radirung hat keine andere Bezeichnung, als die obigen Buchstaben. Ob die Zeichnung von Albrecht herrühre, wie Heller glaubt, bleibt dahin gestellt. Wir verdanken diese nachträgliche Notiz dem Herrn C. Krüsaber in Hamburg. 2544 Andreas Detmar, Müiizmoistcr in Nordhausen 1685, und • ■. dann in Merseburg 1686. Auf Münzen aus jener Zeit stehen A# "• die Buchstaben A. I). Antonio Diedo, Münzaufseher in Venedig von 1775 an, zeichnete ebenfalls A. D. Jakob Anton Dassier, Stempelsconeider von Genf, bezeichnete Münzen und Medaillen mit den Initialen A. 1). und /. A. 1). Er hinter- liess schätzbare Arbeilen, welche in Sonobier's Ilisloire lilleraire de Ge- neve verzeichnet sind. Starb 1759 im 44. Jahre. Amedee Durand, Stempelschneider, arbeitete von 1816 an in London , und zählte zu den tüchtigsten Arbeitern der königlichen Münze. Einige Stempel bezeichnete er mit den Initialen des Namens. Gottlob August Dietelbacb gehört zu den vorzüglichsten Stcmpel- schneidern unserer Zeit. Er arbeitete von 1830 an In München, und fand dann 1837 in Stuttgart eine Anstellung. Er zeichnete A. U. A. D. F. und G. A. D. 2545. Adelaide Ducluzeau, Malerin, war in der ersten Hälfte des y -£ 19. Jahrhunderts thätig. Sie malte Figuren auf Porzellan, «7fc7 .25 und deutete durch die gegebenen Buchstaben ihren Namen an. 2546. Antonio di Januario, eigentlich Gennaro, gehört zu den . U - fruchtbaren Miniaturplastikern der ersten Hälfte des 18. Jahr- • • hundert!, Er trat 1702 in Neapel auf, arbeitete von 1714 bis 1725 in Wien, und begab sich 1730 wieder nach Neapel. Nur auf wenigen Medaillen stehen die Buchstaben A. I). I. Etliche andere sind mit I). G. bezeichnet. 2547. Adolph Jouvenel, Medailleur des Königs von Belgien, wurde ... . 1798 zu Brüssel geboren. Seine Werke sind ziemlich zahlreich, • und darunter gehören mehrere zu den Meisterstücken der Miniaturplastik, wie die Medaillen auf berühmte Männer Belgiens. Darunter nennen wir die Bildnisse des Kaisers Karl V., des Johann ohne Furcht, der Margarctha von Oesterreich, des Justus Liptius, Vesalius, Dodoens, Uubons, van Dyek u. A. Vortrefflich sind auch die Ehrenmedaillen unf den Maler Gustav Wappcrs und den Bildhauer Geefs, welche ihnen bei Gelegenheit der Kunstausstellung 1835 verliehen wurden. Die AE—AG. Nr. 2548-2552. 1061 Prcismcdaille der k. Akademie der Wissenschaften in Brüssel gehört in dieselbe Kategorie. U«berdieM findet, man noch viele andere schöne Medaillen und Jetons, deren mit AI). I. bezeichnet sind. 2548. Adolph Ehrhardt, Historienmaler und Professor an der kgl. r - 1 -------- w-*\n —T T-r Akademie in Dresden, behauptet No. 465 ' " L V\ / £ \ bereits eine Stelle, die beiden dort ge- 'LW «ebenen eisten Monogramme, welche y A ' man auf Gemälden und Zeichnungen —. *. - - XSs ■ linden soll, scheinen uns aber durch schlechte Copien bekannt geworden zu Sfijrn. Nach der gefälligen Mittheilung des Herrn A. Appel in Dresden bediente sieh der Künstler der beiden Monogramme mit dem gothisehen A in obiger form auf Gemälden und Zeichnungen. Die dritte Chiffre in Curaven findet man auf leichteren Arbeiten und Skizzen. Zu der No. 465 erwähnten deutschen Geschichte in Bildern liefert«: Krhardt seit dieser Zeit mehrere Zeichnungen, welche in Holz geschnitten wurden. Auf diesen JVich- bildungen findet man die beiden kleineren rechts übereinander stehenden Zeichen. Wir bemerken aber noch, dass die unregelmäßige Bildung der beiden ersten Monogramme unter No. 465 hauptsächlich auf Rechnung der Copfcten in K. llciniek's ABC-Bucb für grosse und kleine Kinder (1845) geht. Auf Gemälden und Zeichnungen des Künstlers kommen sie in obiger Form vor, zuweilen auch mit Doppelliiuen. Professor Erhardt gehört zu den vorzüglichsten Meistern der historischen Richtung. Sein Kaiser Karl V. im Kloster von St. Just, wie er das Bildniss seiner Gemahlin betrachtet, fand allgemeinen Beifall. Gleiches Lob erntete auch der Tod des Rudcllos im Besitze des Königs von Preusson. Wir sahen es auf der deutschen allgemeinen und historischen Kunstausstellung in München 1858, zugleich mit dem schönen Hiwc der Maria und Martha, welches der Künstler in Düsseldorf gemalt hatte. 2549. Adam Heinrich Ehrenreich, Münzmeister in Breslau von „ 1743-1751. Auf Münzen aus dieser Zeit findet man seine JNa- *> mens-Chiffrc. 2550. Allen und Moore, Stempelsehneider in Birmingham waren A et M " m 184ü mü *- 8ie B* ÖM " m dcu Meistcrn dea fabn massigen Betriebs. 2551. Adam Elzheimer fand unter AEh.f. No. 494 bereits eine A? T ausführliche Stelle, doch fehlen die gegebenen Zeichen. Man ^ \-J findet sie auf etlichen Radirungen des Meisters. Seme Blatter A- L gehören zu de, Seltenheiten. Das Facsimile der Namens- Abbrcviatur verdanken wir dem Herrn I'!. Harzen. 255P. A. F. Angelica Facius, Stempdschneiderin in Weimar seit 18-.'!). Sie bezeichnete Stempel mit A. F. 2552. August Caber, Formschneider, geb. zu Köppornig in Ober- Schlesien, 1823, gehört zu den vorzüglichsten Kunstlern seines Fache». Er lebt jezt in Dresden als Schwiegersohn £es Pro- • fesson Louis RicSter. (iaber's Blätter sind bereits sahJreioh, uua mehrere derselben sind mit den, Monogramme bezeichnet theils auch kleiner als oben gegeben. Auf anderen Blattern steht de, Name '1. ÜAIIKII. In folgenden Werk,,, findet man Holzschnitte von seiner Hand Beschauliches und Erbauliches. Kin Famillett-Bilderbuch von Ludwig Richter in Dresden. Dieses schöne Buch erschien von 1851 an zu Leiprtg in Lieferungen ä 7 Holzschnitten von A. Gabor und J. G. Flegel, nebst (iedichton &c. von Verschiedenen, roy. 4. Monogrammiat^n. ft nin 1062 AG. Nr. 2553-2554. Der kleine Catechismus von Dr. Martin Luther (mit Vorwort von Dr. Ilarless). Mit 24 Originalzeichnungen von C. Paschel (und Luthers Porträt nach L. Cranach) in Holzschnitt von A. Gauer. Dresden (1852), gr. 8. Die Bibel in Bildern von Julius Schnorr von Carolsfeld. Leipzig 1852 ff., roy. 4. Dieses Werk erschien in 30 Lieferungen a 8 Blättern von A. Gaber und Anderen. Die Prachtausgabe ist auf grösseres und stärkeres Papier, und mit Randbordüren versehen, die Volksausgabe auf gewöhnliches Papier. Christeufreunde in Lied und Bild. Geistliche Lieder mit Holzschnitten nach Zeichnungen von C. Andreac, Ludwig Richter und Julius Schnorr, herausgegeben und verlegt durch A. Gaber's Atelier für Holzschneidekunst. 3 Lieferungen. Leipzig 1855, 8. Vater Unser in Bildern von Ludwig Richter. In Holzschnitt ausgeführt von A. Gaber. Dresden 1856, 8. Undine. Eine Erzählung von Friedrich de la Motte - Fouque. Neunte Auflage, mit zahlreichen Holzschnitten nach Adalbcrt Müller von A. Gaber. Berlin 1856, 8. Christus am Kreuze. 0 Lamm Gottes &c. Michel Angelo inv. Clair-obscur von 2 Platten, gr. fol. Es ist vollbracht. Christus am Kreuze mit Maria und Johannes. J. Schnorr inv. 1854, fol. Wcihnachtsbild. Die Anbetung der Könige. Mit sieben deutschen Versen. //. Schau/lein inv. Plelzsch del. A. Haber sc, fol. 2553. Arnold Gallen, Münzmeister in Cassel von 1637 — 1657. ^ Er liess die während seiner Amtstätigkeit angefertigten Stempel /T theils mit dem Monogramme, theils mit den Initialen A.G. bezeichnen. Künstler scheint er nicht gewesen zu soyn. Vgl. Schlickeyscn S. 46. 2554. Medailleure und Münzmeister , welche Gepräge mit den » *i Initialen des Namens bezeichneten. Vergl. Schlickeyscn, EJr- ' '" klärung der Abkürzungen auf Münzen &c. S. 46. Andreas Gabriel, Reotor und Provisor der Münze in Cattaro zur Zeit der venezianischen Herrschaft 1586—1588. Anton Groth, Münzmeister in Stockholm, 1641—1645. Arnold Gallen, Münzmeister in Cassel, 1637—1657. Aloisio Grittl, Miinzaufseher in Venedig, 1688. Antolne Gnillemard, Stcmpelsehnoider, tllito anfangs seine Kunst in Paris, bis ihn die Revolution seiner Stelle als Medailleur des Königs Ludwig XVI. enthob. Man findet schöne Medaillen von seiner Hand, worunter jene mit den Bildnissen des genannten Königs und seiner Gemahlin Marie Antoinette besonders zu nennen sind. Zu Anfang unseres Jahrhundorts war er k. k. Obergraveur an der Münze in Prag, wo er noch mehrere Stempel zu Münzen und Medaillen schnitt. Sehr schön sind jene mit den Porträten des Kaisers Franz II. und des Erzherzogs Carl. Besonders zu nennen ist die Denkmünze auf die Agrikultur, die Künste und den Handel von 1804. Auf dem Avers ist das Bilduiss des Kaisers, und auf dem Revers sitzt die Bohcmia in Begleitung dreier allegorischen Figuren. Auf etlichen Medaillen dieses Meisters stehen die Buchstaben A.G. Er starb 1812. Alexander Grandinson, Münzmeister in Stockholm seit 1837. Auf Geprägen aus dieser Zeit deuten die Initialen A. G. seinen Namen an. AH-AL. Nr. 2555 - 2572. 1063 2555. Andreas Hill«, Münzmeister in Stade, bezeichnete die: daselbst 1670 geprägten Münzen mit dem Monogramme. Von 1672 AI i,i 9 1678 bekleidete er dieselbe Stelle in Rostock. Zuletzt war er in Ratzeburg thätig. Er bediente sich auch der Initialen A. II. zur Bezeichnung. . , . . e ,,„„ Dasselbe /eichen, auch nach rechts gewendet, kann sich auf den Stempclschneider Albert Hamorani beziehen. Man findet es auf papstlichen Medaillen, so dass keine Verwechslung stattfanden kann. 2556. Stempelsclmeider und Münzmeister, welche A. H. zeichneten, wie Schlickeysen, Erklärung der Abkürzungen auf Münzen &c. A ' "• S. 47 angibt. Albert Huet. Münzmeister in Siebenbürgen um 1606. Andreas Hille, der oben erwähnte Münzmeister. August Hackeberg, Münzschrcibcr in Berlin von 1672 bis ib7y. Er stand dem Münzbetriebe im Grossen vor. A. Heinig, Stempelschneider zu Freiberg im Erzgebirge um 17dü bis 1740. 2557. Adam Heinrieb Ehrenreich, Münzmeister in Breslau von A F 1743-1751. Er zeichnete Münzgepräge theils mit dem Mono- grammc, theils mit AM. 2558. Georg Albert Hille, Münzmeister in ™S*™[™ 0 - M ™ G findet Münzen mit dieser Bezeichnung. Auf anderen üe A. 'H. prägen stehen die Initialen G.A.II. 2559. Albrecht Jamnitzer, Goldschmied f Nürnberg S0 U nach A . Schlickeysen S. 48 Münzgepräge mit A. I. h \f^^J^ n A - l : Dieser Künstler starb 1590. - Auf alteron >f^ nbü rg.schen Münzen bedeuten diese Buchstaben Alba Julia (Weissenburg). 2560. Alexei Iwanoff, Stempel**neiderin St ^«b««^ . , um 1790-1810 thätig. Er schn.t viele'SW' ™ „^" A - l und Münzen, in welchen man emen Nachahmer . klingen erkennt. Die Initialen A. I. sind indessen sieht die romischen, son dem die russischen. . . , j-„ „,<,q\. Alexander Iwanoff war zu jener Zeit Münzmeister, und °> e russi sehen Buchstaben A. I. können sich daher auch auf ihn beziehen. 2561. Stempelschneider und «»T^^Sn^SffSb^lKlrt A K Initialen ihres Namens bezeichnet haben A J »«eBolbcn geh A - K " Schlickeysen, Erklärung der Abkürzungen auf Münzen 4a. b. 48 ein. Anton Kobnrger sen , Münzmeister in Eisleben von 1559-1567, in SaaMfeld 1567-1571, dann wieder in Eisleben TOn *"J 6 J 6 _| fl30 . Anton Kobnrger jun, Münzmeister in Eisleben von 1616 low, gleichzeitig abwechselnd in Halle. . ,-„„ Albrecht Krüger, Stempelschneider ta Lop«* *m 1702. Adam Koch, Münzmeister i" D^'™ ™J 1789-1795. Andreas Kosberg, Münzmeister m St. tetersourg vuu 2562. Alexander Lesser, HistorieJ*3J^JftSÜS ffi A KünSr tjf& in letzÄdt schloss er sich an A JSft nÄ an was auch *jgtf~»£jgj* " J J—< ist, welche er während seines **"> Ä München ausführte. Zu den grösseren Werken gehören die locnter 10Ü4 AL. Nr. 2563 — 2566. des l'id im Walde, .jetzt auf dem Koscustein bei Stuttgart, Scharka und Stirad aus der Sage vom böhmischen Magdekrlege, St. Viccnty K.idlubek , ein Altarbild, die heroisch« Verteidigung der Burg Tem- bowla Kögen die Türken, lithographirt von Freyinaun, u. s. w. im Jahre 18-16 kehrte Lcsser in sein Vaterland zurück, wo er grossen Beifall findet, weil er der erste polnische Maler ist, welcher in geschichtlichen Bildern poetische Auflassung- mit historischer Wahrheit verbindet. Zwei grössere Gemälde: die Gesandten Glogau's vor Kaiser Heinrich V, und der junge Boleslas III sind von V. Hnnfstängl litho- graphirt. Zu seinem Ilauptwcrhcn gehört auch diu Kildniss der hl. Hedwig, wie sie auf dem Schlarhll'clde bei Wahlstadt die Leiche des Heinrich von Liegnitz, ihres Gemahls findet. In der Kirche zu Dünaburg ist ein schönes Altarblatt mit St. Magdalena, und in jener zu Iwanogrod sind achtzehn Heiligenbilder. Auf mehreren Gemälden dieses Künstlers findet man das gegebene Monogramm, El steht auch auf einer Original-Lithographie, welche das (iosehleoht des über Kraknu schwebenden Krako vorstellt. Für eine Ausgabe der Gedichte des Mickicwitz sind drei seiner Zeichnungen in Stahl gestochen worden. Vierzig Bildnisse! der polnischen KOnigfl bis zur Theilnng des Reiches sind durch die Lithographie bekannt, und mit französischem und polnischem Teuft begleitet. Auch eine Sammlung von Bildnissen polnischer Zeitgenossen mit Biographien von Woicicki in Warschau sind von diesem Meister bekannt. 2563. Medailleure und Münzmeister, welche Gepräge mit A.L. bc- . . zeichnet haben , und deren Schlickeysen, Erklärung der ' " Abkürzungen auf Münzen &c. S. 48 ff., erwähnt. — Auch Antonio Leyva, Befehlshaber der kaiserliehen Besatzung in Pnvia, Hess 1824 eine Nothmünze mit A. I.. zeichnen, und man darf daher unter diesen Initialen weder einen Künstler, noch einen Beamten vermuthon. Andreas Laffert, Münzmeister in Stolberg und Wernigerode von 1612 — 1617. Adam Longerich, Münzmeister in Coblcnz von 1678 — 1683. Albrecht Lindberg, Münzmeister in Stockholm von 1762-1773. Amadeo Lavy, Stonipelsehneidcr in Turin um 1796—1827. A. Ligber, Stempelschneidor in Warschau um 1808. Alexander Ljalin, Medaillon- in St. Petersburg um 1843. Er zeirlmete mit den russischen Initialen A. L. 2564. August Ludwig Siemens, Wardein in Berlin Tön 1741—1763. A.I,.S. Man findet Münzgepräge mit den Initialen seines Kärntens. 2565. Johann Anselm Munch, Münzmeister in Frankfurt am Main Hl von 1637—1644. Er liess die Stempel mit seinem Monogramme 1 versehen. Vgl. Schlickeysen S. 49. 2566. Medailleure und Münzmeister, welche Gepräge mit den Tniti- » .. alen ihres Namens bezeichneten. Darauf gellt, Schlickeysen in ' seinem Werke über die Abkürzungen auf Münzen ,ve. S. 49 ein. Voraus bemerken wir aber, dass die Buchstaben ll 11t auf alten bayerischen Münzen aus dem 15. Jahrhundert die Münzstätte Amberg andeuten. Auf russischen Münzen seit, 1788 beziehen sieb die Initialen A. M auf die Münzstätte Anninsk im Bezirke Crem. Auf l'aduanischen Münzen von 1503 und 1504 handelt es sich um den l'odeslu Aloys Moliu- Andrea Morello, Münzmeister in Ghambory von 1563-1565. Aloisio Minotto, Kector und Provisor in Cattaro 1567. AM - AP. Nr. 2567-2574. 1*» AloisiO Marcello, Aufseher der Mnnze «0 Venedig unter den. Dogen GHo. Oomelio 1625- -1630. Alexei Malejeff, Mttnzmeister in Kolivan von < 8 1^- 1818 - Andreas Mevius, Münzraeister in KoHtoo Ton 1821-HBdD. 2567 Anton ifllbusch odcrMeybus. Medailleur, ist N>929«»ter » M » r den "Sn 1 IV. eingeführt. Man findet auch die ge- A.MB. F. $1% J ;;' 1U 1 Einige seiner Hauptwerk genannt. Bier A. M. F. borichlrn wir „ach Sehlickeyscn 1. C. S. 49. 2558. Zeichen eines Töpfers, Ulcher in der ^gj^Äj' » »'» ri 17 r-ilii-liunderts in Deutschland gelebt zu li.ilxn su.oui. sind mit Landschaften in ßlau, und anel, nnt Ornamenten ,n ( ■.«"-•■' verziert. 2569. A„„, im. s.intUrt.1», ata MJJ« a«:*^ Union ihres Namens vorkommen. Sie producirte von l<3o-wa». 2570. Bernard Andrieux, b-ülnn.evs t en,Hs,bn,id,- ^-n =™ ^ AN . l^ris : 17«, gestorben £«J^^,ÄiouK Meisterstücken der MiniattirplaStik -zu zah en A vu <> Sin n ist dW Na.no oingravirt. auf anderen Steht die AI 1 n ratur >. ein ans dies,.,, Buchstaben bestehendes Monogran »n Au .1. A breviatur _rf,V,r in griechischen Buchstaben komuTvor. In de Numismatique et (ilyti.|..c. Med. de la Kev< o «" l ».«». Cfiinpire« sind viele Medaillen dieses Meters besehueben. 2571. Angelo Orio, Sfonzanfseher in Venedig, bezefchneteum . ft tm A Xster?pei mit den Initialen ««"»»W W>><* Ä °- eysen, Abkürzungen auf Münzen 4c S ; ^ anjftW. 2572. unbekannter Meister, wefcher im geh i**g»ff£ W Ö*tig war, und der ersten Hälfte aes n s . a|F *•"««■ "';' «*«» ;»> MW !*^ , hi ,, in !,•„,,„ eines A K r ('„ndenen Anktiop kau, n 1 ntikgeJ. 1io]] , |11(liR( . hcll ln . Q Schnabolselmhcs vor. 1 '! .,, , on . Letzte,,« «heilte Schrift, und mit dem gegebenen Zeichen versene, uns Herr B. Harzen mit. 2573. iß^^'«^ . .. Buchstaben A.P. bezeichneten, ^'y^" 1 "" } AP der Abkürzungen auf MfilU«!,&?•J^- ^ . ,.;,,,„„, des Aloisio Pisani, Münzattfeeher zu Ve nea $ Dogen M. A. .Instinian, von 1683 1 »«»■ ? . ulerl)0rn „,,d Cleve. Er Anton Pott, Münzmeister in Mtwsier, zeichnete auch A. <>■ /'• Marl. 1742. w , von 1772-1774. Anton Partenstein. Mttnzmeist« ta Warschau« 1797 _ 17 99. Andronico Perpenti, 8tempelac*»«dej in fern A.PP "4L^ffÄ'S?»fflaf?!MSW haben. 1066 AR—AS. Nr. 2575 — 2579. 2575. Abraham Riese und Andreas Relmar httberi .auf ein ähn- -_ liches Zeichen Anspruch. Erstem- war um 1592 chursächsischer •"*'• Münzmeister, und hatte bis 1622 auch das Amt eines Münz- !''ormschneiders des obersächsischen Kreises. Kcimar bekleidete von 1580—1597 in Wiesmar die Stelle eines MünzmoHJfrs. Auf beide macht Schlickeysen, Erklärung der Abkürzungen auf Münzen &c. S. 52, aufmerksam. — Ein ähnliches Monogramm stellt auch auf französischen Münzen von 1676 — 1685. Es bezieht sich auf die Münzstätte Arras. 2576. Medailleure und Münimeister, welche Geprägt! mit A R be- * i> zeichneten. Diese Buchstaben beziehen sich indessen nicht ah' r durchgängig auf Künstler oder Beamte. Mcrovingische Münzen A.n. f. ni j t ^ n s j n( j j n ^rles 0f ] ri . Ajverna, geprägt. Auf spani- nischen Münzen aus dem 16. und 17. Jahrhundorte deuten sie die Münzstätte Ardite, auf französischen von 1676 - 1685 jene in Arras an. Vgl. Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen S. 52. AgOStino RivarolO, Münzmeister in Parma von 1614 — 1617. Im Jahre 1617 bekleidete er in Eermo die gleiche Stelle. A. Regnard, Stcmpelschneidor, war um 1690 in Frankreich thätig. Abraham Remshard, Stempelschneider in Augsburg um 1763 — 1765. Er zeichnete A. II. und A. II. F. Alexander Rull, angeblich Münzberechtigter in Ungarn, zeichnete Kupfermünzen von 1757—1766 mit A. II. 2577- Andreas Strömer, Münaneister in Stockholm von 1684 bis 1699. Auf Münzen und Medaillen aus dieser Zeit ist das Monogramm cingravirt. Auch die Initialen A. S. kommen auf Geprägen vor. 2578. Antonio Segni, päpstlicher Mttnameister in Fuligno, Hess i c Stempel mit A-S. bezeichnen. Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen &c. S. 53, bestimmt die Zeit von 1500—1615, es müssen also Segni's Stempel bis 1615 gebraucht worden seyn. Oder sollte man 1600—1615 lesen? —Auf päpstlichen Sedisvacanz - Münzen von 1550 deuten diese Buchstaben den Verweser Cardinal - Cämmcrling Ascanio Sforza an. 2579. Medailleure und Münimeister, welche Gepräge mit A. S. i c zeichneten. Wir haben von No. 1282 - 1285 schon einige ' „' p Medailleure erwähnt, hier geben wir ein Supplement nach A. ö. r. Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen &c. S. 53. Antonio Signorettl, Mflnsmeister in Parma von 1559—1568. A. Stadler, Stcmpelschncidcr in Augsburg um 1520—1550. Unter No. 1285 erwähnten wir eines Künstlers dieses Namens aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Andreas Scheue (Scbele), Mttnzmcistcr in Hannover von 1666 bis 1674. Er besorgte auch die Münze in Einbeck. Andreas Strömer, Münzmeister in Stockholm von 1684—1699. Er bediente sich auch des oben gegebenen, aus A S bestellenden Monogramms, sowie der verschlungenen Buchstaben STR. Adam Schulz, Stcmpelschneidor in Copcuhagcn um 1716—1724. Anton Stöhr, Wardein in Prag von 1768—1773. Aschbacher und Stocker, der erstem Münzmeister, der andere Wardein zu Hall in Tyrol von 1765 — 1771. AT—AVB. Nr. 2580—2583. 1067 Johann Anton Schröder, Münzmeister in Hannover und Neuhaus von 1751—1777. Alexis Schnese, Münzmeister in St. Petersburg von 1766—1772. Er bediente sich der russischen Buchstaben. Abraham Abramson. Stempelschncidcr, bediente sich zur Bezeichnung seiner Medaillen nur selten der Initialen. Häufiger signirte er 4 2580. Stempclsclmeider und Münzmeister , welche Stempel mit den A_ j Initialen des Namens bezeichneten. Wir nennen sie nach A* T* V Schlickeyscn, Abkürzungen auf Münzen &c. S. 54. • *' *• Antonio Travani, Stempelschneider in Rom von 1K4Ü bis 1692. Kr hintcrlicss eine bedeutende Anzahl von Medaillen, auf welchen auch der Name TRAVANVS steht. Kin jüngerer Künstler dieses Namens starb zu Rom 1741. Andreas Tympe, Münzmeistcr in Lüneburg von 1643 — 1648, Wardein in Rostock 1650, Mttnzmcister daselbst 1659 und 1660. Andreas Tympf, Münzmeister in Fraucnstadt 1646, in Posen von 1652—1667. Er lieferte geringhaltige Münzen. A. Trlsonoff, Münzmcister in Tiflis von 1812—1832. Adolph Thomas, Stempelschncidcr in Dresden seit 1822. Alexei Tschadoff, Münzmcister in St. Petersburg 1843. Er bediente sich der russischen Buchstaben A. '/. 2581 Antonio Altorltl, Bildhauer und Modelleur, war um 1487 W in Rom thiitig. Er machte sich durch Bildnisse und Basreliefs ■■y*- bekannt, deren inBronce gegossen und cisclirt wurden. Barunter sind Portraitmedaillons, und auch Medaillen, welche aber von anderen Künstlern nach seinen Wachs - Modellen ausgeführt ZU SÖvn scheinen. Altoriti ist nur als Former, nicht als Medailleur zu betrachten. Nach Schlickoysen, Erklärung der Abkürzungen &c. S. 42, bediento er sich zur Bezeichnung der in einandorgestcllten Buchstaben A V. 2582. Andreas Vestner, Stempelschncidcr, bediento sich zur \ v Bezeichnung seiner vielen Medaillen zuweilen der Initialen A v' ?v ^ cs Namens, und fügte diesen auch ein IS bei, so dass • • N. j\ Ye$lncr Noribergensia zu lesen ist. Er hatte den Titel eines bayerischen und wiirtembergischen Hof- und Kammcrratb.es , und starb 1754. 2583 Arnold van Beerestraten gehört zu den wenig bekannten, aber trefflichen holländischen Meistern. Er malte Ansichten von Städten, Seehäfen, Seeschlachten, Strandgegenden, und verschiedene andere Marinen. Im Museum zu Amsterdam sind drei Gemälde von 'um, und darunter das Hauptwerk des Künstlers, die Seeschlacht der Engländer und Holländer im Jahre 1666. Dieses Bild wurde 1808 aus der Sammlung des Gerrit van der Pot in Rotterdam um 540 (, erworben. Die Wintorlandschaft mit der Ansicht des Schlosses van Mniden mit reicher Staffage ging 1800 aus Gildemecster's Sammlung für 295 ß weg. In der k. Gallone zu Dresden wird ein ziemlich grosser Seesturm an der Fclscnküste einem J. van Becrcstraten zugeschrieben. Ein Künstler dieses Namons ist unbekannt. Das Ge- mäldo wurde 1722 als L. Bakhuysen angekauft, es ist aber von Ä 106R AW—BT. Nr. 2584-2588. ,T. T. Blankhoff. Auf einigem Secstiieken (Ins A. van liccrcstraten findet man mich der gütigen Mittheilung des Herrn El Harzen die gegebenen Monogrammen, sin haben Aehnlichkeit mit jenen, welche No. 179 nach herkömmlicher Weise dem A. van Bedke, und Albert van Boycrcn zugeschrieben werden. 2584. Lieven de Witte von Gent wurde No. 1498 als der mnth- massliche Träger dieser Initialen genannt) und mit jenem Lievino da Anversa idontilicirl , welchem der anonyme Reisende des Morelli neben Hans Hemliag (Meinung) und Gerhard von Gent Minialuren dos Breviars des Cardinais Grimani zuschreibt. (Tnter dem Monogramm ClI (resji. (1 III, .jenem des Gerhard von Gent, d. i. des G. Horebout, werden wir ausführlicher über dieses Brevianttm handeln . und hier fügen wir daher nur bei, dass Lieven die Holzschnitte folgenden Werkes geliefert hat: Jesu Christi Kita, futtta qnatuor Erange.li.itaru. narrationes, artifieio grapltiees perq. eleganter pieta, vna eu. totius mini Euägeliis ac Epistolis, nee nnn piis pre.eationihvs magna eommoditale adpressis. Anlverpiae, apud Mallheum Cromme., pro Adriano Knnpe de, llouehout. Anno lUOAXXt'll. l'4 Dec, 12. Der. Verfasser, ein Carthäuser aus Aloost, nennt sieh unter der Vorrede Guilhelmus de Brapteghem. Lieven de Witte's Name ist im Akrostichon enthalten: LEV1NVS DB WITTE GANHKNSIS. Das Akrostichon gibt K. Harzen in Dr. Naumann's und lt. Weigel's Archiv für die zeichnenden Künste, Jahrg. IV. 1858 8. 7. 2585. August von Watzdorf, Maler und Kadiror, ist No. 1483 \7~\/ r W °' ll ^ < ' ,ll '"' t ! ( ' iis daselbst nach Heller, Monogr.-Loxicon S. 44, Y Y Jf beigefügte Monogramm scheint aber nicht genau zu seyn. J W\_ Nach einer gefälligen Mitthoilung des Herrn Senators Bi*. Gwinncr in Frankfurt am Main bediente sich der Künstler dieses Zeichens, und fügte unter demselben die Jahrzahl hei. B. 2586. Stempel der Fayence - Manufactur in Ronen, welche in der ersten Hallte des 17. Jahrhunderts blühte. Man findet Schüsseln und Teller mit diesem /eichen. Sie sind achteckig, und in blauem Oamaicu verziert. Man bewahrt deren in Antiquitäten-Sammlungen,] im Ganzen gehören aber diese Gelasse zu den Seiteiheitcn. 2587. Carl Barth, Zeichner und Kupferstecher, fand nnler „ No. 1727 eine ausführliche Stelle, das eine der Monogrammen " aber, welches wir nach Hrnlliot copirt haben!, ist nicht genau. Es handelt sieh am jenes Zeichen, welches auf dem Titelhlatle zu den Nibelungen von I'. Cornelius vorkommt, bis hat obige Form, was wir nachträglich bemerken. 2588. Jan 'fönnies oder Teunisz Blankhoff, Landschafts- und y^ -r Seemalcr, geb. zu Allonaar 1628, gest. 1670. Schüler von I < I Cäsar van Kvcrdiiigon , und in Rom unter dem Namen Jan J—' 1 Maat (Maet) bekannt, hinterliess er eine ziemliche Anzahl von Werken, welche Hafen- und Küsten-Ansichten mit Gebäuden, und besonders Seostilrme vorstellen. Diese Bilder sind breit und meisterlich behandelt, und werden oft mit jenen des L. Bakhuyzen vor- BP—BVS. Nr. 2589-2590. 10«0 wechselt, da letzterer sich desselben Zeichens bediente. Das Monogramm Bakhuyzen's haben wir No. 1870 gegeben . dabei aber nicht bemerkt, data Blankhoff mit ihm coneurriren kann. 2589. Unbekannter Formschneider oder Maler, welcher in „ Kostoek gelelit haben dürfte, da in den daselbst von Ludwig -4k Diett georacWen Büchern Blatter von Ihm vorkomme», Dm u) Initialen seines Namens sind aber 1' II. nicht HI. wie man nach dem gegebenen Monogramme glauben möchte, indem das /' nicht gehörig hervortril.t. Ks kommen aber auch Blitter vor. in welchen das Monogramm deutlich 1'h ZU lesen ist. und somit wird unser Meister auch unter letzteren Buchstaben eine Stelle finden. Wir machen aber vor Allem auf die interessante Schritt von Wieehniann - Kadow aul- merktam: Dia mecklenburgischen Formtrhneider de« Mi. Jahrhundert*. Schwerin MSO, 8. S. 9,' wo über diesen Monogrammisl.cn gehandeil ist, welchen mehrere mecklenburgische Kunstkenner mit dem Maler Peter Bökel aus Antwerpen identiliciroii wollten, wogegen "W leclimanu- Kadow streitet, da unser Meisler schon um 1518 thalig war, und Bökel erst 1568 nach Mecklenburg kam. Der Monogramm,st ^ / ff scheint grösstenteils in Mdallslörlic gegraben zu haben Seine Blatter sind wohlgelungene Nachahmungen der schönen Meialiseiimtro, welche wir in den französischen Gebetbüchern IHeurcs) aus uem Bade des 15. und dem Anfange des (6. Jahrhundert*, bewundern. Sic haben wio jene gewöhnlieh einen schwarzen Grund mit Wissen Blinkten . und wenn auch die Zeichnung mitunter etwas schwach auslallt, so gehören sie dennoch zu den bessten Leistungen ini jener .Manie,- (manicre erihlee). besonders gelungen sind die handlciston mit einem phantastischen Gemenge von Figuren, Thiergestalten, arcniteK- tonische« Verzierungen und Arabesken. Für beule Seiten H. 4 A. 5 L., Br. 5 I,; unten Hr. 2 /. t I,, H- 8 I,; oben Br. 2 Z. 2 j-, II. bis 4 I, Diese Randleisten kommen zuerst m dem von Luflwil Dieiz gedruckten Qebetbuehe von 1522 vor, und wurden dam, vieimcn angewendet von Stephan Mölbmum, weltther die l>ietzischou 1-ettein erhielt. Von diesem Meister findet man auch zwöli mediane Vignetten, welche in den Kalendern des llreviarinm llambnrgmsc !:>.-. und in den l>ietz'sohe„ (iobethüehorn von 1526 und 1530 vorkommen. Zu jedem'Monate gehört ein Blatt, welches in drei i< eider getheil ist. Das eine stellt die hindwirlhschaftliche oder häusliche \ erricntnug des Monats, das andere das Bild des Thierkreises vor um das null lere, enthalt (-ine Arabeske. 11. 1 7, Br, 2 '/,. f h. Bas obige Monogramm ist zweimal eingegraben. i.„*u„„i„. In dem von Hans Weither zu Magdeburg gedruckten (.ebetbiu 1,.. von 1534 (?) kommen sehr gute I hdzsrlmittcopien vor. Mehrere andere Blatter verzeichnet Wieehmann-Kadow. 2590. unbekannter Formschneider, welcher in Wittenberg^ lebt haben dürfte. Sein Zeichen land He HareOT auf einem Hobwchnitte, einem sogenannten liegen, e 1!lilU( , ,„ der Mitte mi. Quadrat». »^..^Ä™ EUndstriche sind zwei Faare am Tische.»*■***£ ongen, und umher lauft eine lange Inschrift: A.« vhön UbyrtUh ete. durch M. Johan Agri. OedrueU, « 1. KM "ff. «j«J (Sahriel SchneHholtz 1690. 30 Sepien,her. toi. Je .» e . r J°* M "Ä '* .lohn,,,,, Agriooln von Spmuberg. welcher einige Jahre in_Wittenberg lebte. Del Zeichner gehört der Schule des .„ingeren I, CrnBBCh. .. Er ist wahrscheinlich auch der Formschnoider, für welchen w.r kc.- nen Namen haben. 1070 CA-CC. Nr. 2591—2594. 2591. Alexander Calame, Landschaftsmaler und Radirer, ist ^^ No. 290 und 2209 etagefahrt, und auch unter A C und ACF ff\ in diesem Nachtrage kommt er vor, da die Originalradirungen ^— dieses Mci-tcrs verschiedene Bezeichnung haben. Summarisch ist No. 290 über dieselben gehandelt, und an den verschiedenen Stellen sind auch einzelne Blätter beschrieben. Kin vollständiges Verzeichnis« ist noch nicht vorhanden. 2592. Alexander Calame. Landschaftsmaler und Radirer, erscheint No. 2209 mit einem aus CAF gebildeten Monogramme, und es sind demselben auch die Initialen CA F Beigefügt, Nachträglich gehen wir aber noch weiter / !n f~, „ ' ein, da der Künstler mit der Bezeichnung seiner radir- V^ t 3/Ci\ l i ten Blätter wechselte. Es kommen auch die gegebenen Buchstaben mehr oder weniger deutlich auf seinen Origiualradirungen vor. Unter den Initialen A C No. 290 und in diesem Nachtrage haben wir summarisch über dieselben gehandelt. 2593. Christian Bonhorst, Münzmeister in Essen von 1660 bis ffof' 1672, Hess auf den Stempeln das gegebene Monogramm cin- 3ö? graben. Ob er selbst Künstler war, wissen wir nicht. Schlick- eysen, Abkürzungen auf Münzen &c. S. 71, führt ihn nur als Münzmeister auf. 2594. Jakob Cammerlander, welcher No. 2165 eine Stelle be- I hauptet, soll nach Heller, Gesch. der Holzschn. S. 138 ein j c c, Kunstbüchlein mit Holzschnitten herausgegeben haben. Der L genannte Schriftsteller nennt, oder kennt den Titel desselben nicht. Wir vermuthen darunter folgendes Werk: liarlenlvssbuch | darinnen auss II trhrifft vil \ lasier yestra/ft , vnd heilsamer leeren \ an- aezeyqt werden Jcdctman cur kurlz I weil, nutz vnd frummen in diese form I vnd reymen ycslellt. Unter diesem Titel ist ein Holzschnitt mit zwei Kartenfiguien, und dann folgen 10 Verse : Wnlher frisch zu diser karten, Strassburij bei Jac. Kammer Lander. 4. Diese Adresse steht am Schlüsse der Vorrede noch einmal mit der Jahrzithl t643. Das Büchlein besteht aus 40 Blättern mit Randleisten rechts und links und vielen Holzschnitten, in denen in der Regel zwei Kartenfiguien neben einander, oder eine Kartenfigur einer andern Figur gegenüber steht. II. 1 Z. 11 L. Br. 2 Z. 10 L. Diese Holzschnitte bilden zusammengenommen ein ganzes Spiel der aus 4H Blättern bestehenden deutschen Karte. Es handelt sich um kein eigentliches Loosbuch , sondern um ein moralisireniles Kartenspiel. Vergl. darüber v. Sotzmann in Dr. Naumann'» Serapcum 1851 No. 20. Register. ( NU. Dil' Ziffern heieieboan nteht 41« Bellen, sondern die f. „•Häutenden Nummern.) A. Aaron, Abraham 2528. Abncco, Antonio dell, >, l.almcco. Abbas I'rimaticcius, fl. Francesco l'rima- t.iecio. Abbati, Pict.ro Giovanni 2337. Abele, Jakob Theodor 212, 550. Abesmalster, Hans 5. Ahin 223. Abondio, Alessandro 35, 10fi, 1007. Abondio, Antonio len. 404,1005,1000,1008. Abondio, Antonio Itm, 1007, vgl. 1005,1000. Abondio, Trajano 1007. Aborkeni 2'iu. Abraham, Oornel 2184. Abraham, Jakob 04. Abramson, Abraham 111, 243, 257!). Abt, Jakob 47. Abt, Michael 47. Abt Ulrich 5, 47, 13!)8. Aerius, Cüsar Anton 10.5b. Aehenbach, Andreas 11, 88, 104, 55!). Achenbaeh, Oswald 1087. Ack, Hans 713. Ackn von Uta 5, 1470. Ackermann, Johann Adam 07. Aekerloot, Wilhelm 138!). Ariinist!, Luigl Ü5. Adam, u. Adam andplor 405,1222,1224. Adam, AlbrtokJ BS, 1251. Adam, Heinrich fülfi. Adam, Johann 724. Adanti, Kscmius 438. Adams, 0, 2178. Adamus Scutpaor. s. Adamo Ghisi. Adler Patleina, Philipp 88. Adolff, Carl 2188. Adollznmi, Christoph 2201. Adolphl, 0., I, AdollVoon. Adrian ron Hereogenbaech 5. Adriansen, Alexander !)7. Adaer, Daniel Jensen 2525. Aelihaemer, s. BJjjkelmer. Acrnhol'er, llaltlinsar 10,58. Adrigen Olncssen oder Clacysscn 25S. Aertgen van Leydeu 250. Acrtscn oder Acrlszrn, l'ieler 1104, 1105. Acssllngcr, Ulrich 71, 1400. Agnani, Agostino 2528. Agnen, Jernnymiis, von ller/.ogenbusch 23, 24, 27, 717, 7'8. Agostino Vene/.iano 1423. AgOty, d\ s, Gautier d'Agoty. Agricola, Carl Joseph Alois'2170. Agrleola, rlieronymdfl 2210. Aich, Arn) van 105. Algner, Conrad 207. Atnmüller, Max Bmanuel 880. Alnntte, l.cnnhard MM. Albert, VT, A. J. 2525. Albert von Sachsen-Teichen 837. Albert von Wrslphalcn 583. Aiiiirti, Alessandro 100, lllfi. Albcrli Chcrubino 208,201,1001,232(1,2340 Alberto BofghegUno, s. Cherubim» Albcrti, Albertos Ostnbrugenlls 1085. Albertus Sosatienas 1320. Albreohl von Weatpheian !). Albrat, Jeanne rt' 1300. Aletatus, Andreas 53. Aleok, P., s. Alkok. Aide, Pater 7. Aldegref, Albert, s. Heinrich Aldcgrevcr. Aldegrtver, Albert ,jun. 1320. Aldegrerer, Hetarlch !), 583,013 8.305,1081. Aldenburgh, Daniel 308. Alen, Amt van 123. Alessandrtl. Alexander de 118, 85!). Alessandro 851. Alessandro Kiorrntino 1400. Alessandro l'ailuauiuo 1135. Alexani ..... 848, 853. Alexander, Johann 850. Alexandrls, Alexander S5!). Alexandre, s. Alessandro llhelesi(iii. Alcxandros, s. Alessandro Oesnu. Alexi.....r 84S. Alexejeff, Iwan 2525. Algaidi, Alessandro S05. Algarottl, Conte Francesco 2172. Aligny, 0. F. Th. 1340. Alion, J. ö, 807. Alkok, l\ 55, 224. Alkmaer, Saehariai van 1544. Allegrl, Antonie) da Oorregglo 1057, 1001, 1073, 2187. Allen, John 00, 1414. Allen et Moore 2550. Alier, Abraham 34. Allori, Alessandro 847, 852. Allorl, Cristoforo 852. 1072 Register. Alnisii, Andrea 12(1, 121. Aloisius Bononiensis 230. All, Jakob 8, Altdorfer, Albrecht 5, 8, 12, 2S, 4«, 78 s. 42 (Dürer's Passion), 87 (Supple. nsentc), 2523. Altdorffer, Erhard 1«'>2, J57S. Altmsn, Bastian 1037. Aiiol.olli, 882. Altobellus di' Meinnil.iis 882. Altoritl. Antonio 2581. Alvaro di' l'i'dri. 1111. Amadeo da Miiiiiin 040. Amadeo, GHo. Aul. min 940. Ainatn, Prancesco 512, ü(i«. Amberg, Wilhelm 2180. Amberger, Christoph 50, 1123, 2181 Aiiiiii'usy von Hünehen 44. Amann, Hans (»."»7. Aniieil.s linnimicnsis 1)71. Amman. Josl IN, 71), 401, 72!), 730, 731, 73(1, 741, 754, 75(5, 903, 1345, 200«. Amnion, Conrad 21«0. A.....rt, Caspar sen, 2(84. AiiHM'i, Caspar jun. 22. Amphyareo, Vespnsianu 070. Amsler, Samuel 1243, 1273, Anastaslus, Krater 575. Andren 83. Andrea Angeli, d. i. Andrea del Bartal, s. del Saldo. Andrea Bcrgamasco 1025. Andrea Oremonese 1023. Andrea d'Afnora 1304. Andres* August Heiririeb 008. Andrea, Tobla« IM Andreas, Carl 208, 217«. Aiidreaiii, An.Ina 8«, 007, 1017. Andreas l'ai'iliat, l, A. del Sarin. Andreas Arsinas 1021. Andrea* BeTgamensal 1101, 1102. Andreas Florentlnue, I. ,\. del Sarin. Andrea« KediolsncnsM 1020, 1028. Andreas Pratensis 10'23. Andreas Sartufl 1020, 1030. Andreoli, (liorgin 38. Andrew 22.S, 234, 1885. AmtriCSSenA, Anlon 07. Ainlrien.v. Bernard 2.'>70. An.l'rnuel dn CeTCeau, .lai'i|ne.s 2212. Amse, Paolo 113«. Angel. Pater IHR Angeli, Hin. Hatti.sta d" Mir,, ffi/7, 1(104, INI, 1900 |Sil|.|,lemeille), l%1. An ein da Mndona 1203. Angerfelder 2.V2. r >. Angermayr, Christoph 1820. Aneutsolus. Aloisius 874. Anichlnf, Francesco 1048. Anii'liini, l.uiKi 1049. Anii'liini, l'eler 111«. Aiiieus, 10,5 Aiinie.liini. i\ Anii'liini. Anselmi, Michel Angelo 81. Anton vnn Worms 1495. Ailliilielln iKAnlnnin, oder he;;li Alil.illii da. Hessin,, 1071, s. 165. AiitonelhlH Messaneiis 1071. Aiilonolliis Missmiius .rSalih» 1071. Aiil.niianii.s. Silvins 80. Antonio da Scstri 131«. Antonius Croiinmon.sis 1002, 101)8. Antonius de AIIce;ris 1073. Antonio da Trento 1331. Antonio Tridentino, ■. A. da Trento und A. Fanfuzzi. Antonio Venesiano 1472. Antonius Pranciscl de Vonelils 1472. Antonius, IVIrus l'armousis 1143. Antonina Svh-ius 80, 81. Antony, .Meister 302. Anliiny von l''raiikfurt 34. Apel, .1. H. 83. Apeni 1142. Aliens, 0. 2178. Apianus, O-eoJJ 2103. Apianus, Philipp 130. Appelmans, 0, B. 2213. Appiani, Andrea ofi, 122. Appler, Jean «75. Appun, Carl Ferdinand 2180 Aipiila, d. i. Anmut van Malen 1101. A.jnila. I'ietro 1112, 1321. Araldo, Sieillo 851. Araldus, Alexander 851. Ariden, Magnus Gustav 2.525. Areargnnolo, Andrea 102«. Arehardl.a 00. Aretiisi, OfJMre 218.7. Arelz oder Arcntz, Richard 11«4. Arte, Juan il' 81, 252«. Ariani, s. Andrea, cinvano «32, 2525. Armand 7«. Armstrong« Thomas «5, 1341. Arnold, Carl 217«. Arnold, Jonas 5«8. Ariinullei, Balthasar 241, lfi.54, 2020, 23«5. Arpliev Villafane, .Tnsri de 81. Arlaria. Carlo 2170, 2180. Arlaria, Claudio 2170. Arteags y Alfaro, Maltas 1214. Asam, Coflinas Damian 2443. A.iam. Kran/. 2243. Asher, Julius Ludwig 703. Aslllcy, Alfred 103. Asper, Hans oder Johann 722. Aspertini, Amico 071. AspriU'k. Kran/ 285. Aspruck, Friedrich 511. (Dieser Künstler wird irrie; Ki'iedrich genannt Ks handelt, sich inn Kranz Aspruek.) Asselin, N. «1. Asselyu, Jan 70. \ Ii n Walllier van 755, 01«. Asslinger, iririeii, s. Asajsllnger, Astasi, Ciuseppe 750. Al/.el oder Azel, E, 57. Aul,in. Augusl de Saint 440,1257,12%, 1303. Aul.ry, Abraham 00 Andran, llcm.it. «3, 1fi!)0, 1K08. Andren, Jean «3. Auer, l'eler 20. Anger, Victor 130T>. Augustinus Venetus 1423. Angnstos Res 1183. Auri 1385. Austin, Robert 138«. Avercamp, Hendriek van 07 Avil. iis, Caspar ah 2212, 2243. A.velt, oder A/.eli, Johann «0, 72«, TW. Aylesford, Lord «7. Aylnier, T. II. 84. Ayrer, Michael 1540. Ascit, s. Axelt. Register. 1073 Budes Amalie 170, 201. Babel, P. B. 1031. Babelli, GHo. Ballisia 2340. Baceerottt, niovani 1850. Bacchus 1000. Bach, Alois 1020. Bäcker, (J. do. 1501. Hacker, Jakob de 1005. Baokhuyaen, Ludolf, s. Baklmy/.cn. Bacod, Benedikt 1713. Badalocchio, Sistci 18211. Badialc, Alcssandro IM, 175, 2l. r >. Badilc, Antonio 124. Hacek, ßlias 1777. Back oder Beck, .Inl.....u Georg 1045. Uiihr, Johann Carl 2280. Bar, Albert 2531. Ball'o, Andrea 2531. Bagclaar, Ernst Willem Jan 300. Bann Cesare da 2511. Baisie/. 1032. Baillic, William 1578. Bakhuiaen oder Bakhuyzcn, Ludolpb 1844, 1870, 3534, 8868. Bakker, Cornelia 142. Baldaul, C. 2335. Baldanf, Eugen 1777. llaldcnl.aeli, Petot 1.501, 17(>r; Haldini, Yiltorin 1557, 1834. Ualduir, Man» mos. Baldovinelli, Alcssio 1700. DaldTlghl Conataun» 2330. Baldniu, Brabiaehof von Trier 2080. Baldung, Johann lfi74, 18(17. Baldus, Hans 1S82. Balcslra, Antonio 153, 210, 221, 222, 1058. Ballard 241. Baller. A. 11153. Baltati N. 1582. Balthasar Sicnunais 1075. BambooU 1078. üamlinclli, Baccio 1005, 10(17, 1720, 1085. Bang, A. 100. Bannwarll,, Williliald 2127. Baratlini, Kriinc.rsri, 1(112, 2040. Barbarn, Alnisio 2.531. Ilarl.aro, Batlista 1713. Barbe, Jan Bapttata 1550, 1.500. Barbiere, Dnnieuico tlel 1753. Barbiert, PraaMaco 1814, 1.580. Barliie/., l.inhvir. lleilirirh 15B1. Bareml von Brüssel 125. Bargas, A. K. 501. Barkhans, Charlotte von 2240. Bnrlow, Kraneis 1830, 1025. Barnikcl, C. 2311. Baron, Bernard 1827. Baron, Henry 1810. Baron, Nicolas 1072. Barra 1800. Barraga, Krau 1803. Barre, .Iran Jaequei 1835. Barre Forgeaia 1835. Barriere, l>niiiini<|ue 1753. Barth, Carl 1727, 2587. Barihob.nie 1087. Barloloniaens Bri\iensis 1084. Bartoloinaens de Buniisriis 1088. Bartolomaeui Plorentinnj 1080. Bartol......10 dl San Marco 1080. Bartolozii, Kran/. 2031. Baiis,!,, Adam von 157,177,200,253,1044 Bartech, Carl 2334 Bartaeh, Johann ',''"'':' 1ra ' Bassann, Oeeare 11.02, 2300. Bastianns, Lazarus Kl.1,1. Bastin, John lfi 38. I'.allaja. Aloisi" 2 >.i1 • Batlista l'armensis 107.1. Bauduins, Anwies l;nu.s 502. Bauern-Hreugliul 2W>.t. Bauart, Johann Bphrai» 1. .M. B......rt, Georg Valentin 1..01. Baugin, J. I9TO- ' Baugniet, Carl 163». Raum, Martin l.l.nl. . Baunigar,,,,, Heinrich Chnslu,!, ..,.11. Bau.....aller, Andre" «»» Bann,.....t(* Sebahl MM, „.„,,,,, Johann rncdricl. 1(,00. |; I1V .,r, Auguat von 2.r». • Ur, Charles 2303.. bÄ ■>«'• *"tl' sms ''" m - Beatrlciufl der Wie «M- ÄSfer ...... "" r.eeliani, öeorg *«-" « Buchet 1501. Bechateln, Barttal "13. Bcchtcl, Bartholomäus 1708. Hecht .....d. Johjto UM, 18.W. Beck, August 202. Beck, Jtenatas 2U17. Becker, Adrian »»I- Beekett, Uaak 1804, lr H»-.,._ Beckmann, Carl W*wto K-17. Beert. Pieter "»»**•*. „«j Beeeke, A. van 170, 1433, 2.583. B^,, Johann M«"" 1 lw * Beereatraten, A. *ra. Seereatreten, Arnold van 2..S3. Beereatraten, J.v* 2.,83. Bega, Cornelia 1020, »■* ,.ga Cornel Abraham 2184. BlS«, Carl Joe*** 2344. sä r«Ä2Sffli. 17.«;. Beta...... "■: ■ "in Bernhard 1505. Behem oder Bohelin, Belebung, Carl 2287. B« 1 « 10 ; A \ ^mir,"xirolaus 154. Beihatte, - u '*■',., , 2 , 2l!Ki . ÄrÄ^^««' KSSSTÄffl i074 Register. Belloy, Auguste, Marquiso de 205. Ilclly, Jacques 182«. Beiotto, Benardo 171«. Beltraffio. 8*0. Andrea 185. Belucfti, Antonio 197. Beluei, 178S. Hm,Im, Bonlfaclo i'M). Bender, Hans 1005. Iteuiine, Adrian Jausz. 2533. Bemme, Johanne« Az. 2533. Bemmel, Wilhelm von 2128. Hendl, Johann Ignaa 11127 Benedictua 1787. Benedikt von Kaanhen 1009. II.- .....likf, Meister 1509. Bcncvcuutiis Ferrariensis 1789. Benewortb 2092. Bengerath, Balthasar Johann 1902 Banaewin von j,iifun, Onrl 2114. Bcunin, A. 199. Beaotlui Florentlnin 1700. Bc.no/ius, s. Bcnntius. llenvcnuli, (Ho. Batlisla 1142. Bcrain, Jean 1598. Benin, 0. 1,598. Ileranger, Antoine 2045- Bercliem, Claas Piotcrsion 1794, 1795. Berg, Adam 500. Batst Carl Georg v.oi 2288. Berg, Johann Heinrich l.v.ll. Berg, Peter 1591. Bergamasco, Andrea 1025. Berger, Ludwig von 1933. Berghem, Nieolau.« 1729, s. auchBereheni. Berghold, Carl Moriz 1047. Bergler, Joseph 183S. Iterkel, Theodor Victor Van 1591. Berlin« Andrea« 25'H. Bclinghlcri, Uamillo lSlii. Bernard, A. 128. Bernard, Thomas 1591. Uernard, le Petit 2019. Bcrnardino Pcrugino 1802. Bernardinus l'ictorieus 1802. Bernardu« Flurentinus 1803. Bemnrdtu Pictor 1ß13, 1(514, 1804. Bcmdl, N. 1049. Bernhardt, Joseph 1508. Benler 1.VJ1, 18U. Berrlghem, C., ,s. Herehem. llcrtano, Oio. Ha II isla 1715. Bertelli, Francesco 214. Bertbold, Ferdinand 1813. Bertolini, AnemonAQ 1657. Bcrtradis, AMissiu von t^uedlinhurg 2107. Bertram, Charles 2327. Bertuccl, Oivran 174. Bertaoh, Carl 2338. Beachel, 1591. ISiScIin, Lucas 1387, 1750. Brsikcn, Johann Hit« Besinger, Kran/. 1591. Itesnzzi, Oio. Amlirogio 2194. Beet, Adolph 228, 234, 414, 1807, 1885, 1899, 19», 1949, 2014. Betliinann, llaltliasar Johann 1!K)2. Beton, Alexander 138, 1808. Bettl, llernardino 1802. Bettini, Domenieo 1751. lictullius, Johann Gottfried 1811. Beul', Jean le. 2094. Bannet, Jean 1592. Benkeiaer, Joachim 15,58. Bewlek, John 1572. Bewiek, Thomas 1572, 2112. Beyer, Justin de, 1591. Bareren, Albert van 179, 1433, 2583. Heller, Mathias 1953. Bc/.ard, Claude 2314. Beioard, Claude 2284, 2314. Biauchi, Oio. l'aolo 1947. Biauchi, Sebastian,) 1030. Bianca, Cristot'uro 2329. Blanconl, Carlo 2347. Bibiena, Antonio 1130. Bibiena, Ferdinando 2337. Hichnrdi, s, Bigordl oder Bighordi. BUB, Carlo 1904. Bigio, Francesco 1201. Bigordi oder Bighordi, Benedettn u. Da* inonico, s. Domenieo Grillandal 190.5. Bilk, Hermann 1881. Biller, Johann David 1.591. Bink, Jakoli 188-i. Bioner, Caspar 2298- Birkeaaulta, Paul 1911. Hirkhart, Anton 252. Blrkaer, N. 1048. Birnbaum, C. B. 2294, 2317. Birouste 1910. Birr, Johann 1.595, 1590. Blacalno, Bartolomeo 1582, 1002, 1712, 1912 (Supplemente). Biseara, Oio. Battista 1019. Bischof, Philipp 1974, 2139. Bischoh", Friedrich 1810. BUchop, Christian, s. Bisschop. Bisschop, Christian 2330. Biftncr, J. I*. 1591. Blado, Antonio 137. Blanc, Christoph le. 2329. Dianen, Cristofor. Boivin, ltone, ». MJV»"- Boliot, Antoinc 150. liokiund, lanne 11.22. Bol, Oornell« 232(1 Bol, Johanne« 193'. 1M Boldrill!, meooto 1S22 W™ , !ul „ c „a, tatonlo u. Ah.,.. «W». Bologna, Inv. oder Inver,tor, . I. Cranc. PllmaUoclo 1032, 110!), 1820. Hol», Ilioronyinus 10S7. Bolawert, BoeUua • 13(>, US», llolswert, Schölte a IM]"- Boltrafuo, (Hanantorjo VVl- Boltschhauscr, Johann Heinrich l.ui. Bolzctta, A. 137, 18«. Bommcrdt, A. 18G. Bon, Andrea 2531. Bonachius 1501. Bonacina, Oio. Baltista 2072. Bonasciis, Bartoloraaea« de 1MB. Bonasonc, Olullo 106«. lt..natu, Qlovanui 181*. . Bonavora, DoMenloO Maria 17..2-17..*. Bonconsigllo, Oiovanm lliU. Bonhorst, Christian 2.>Ü3. Bonhorst, Heinrich 1501. BtmMaelo, Matal« 1821. Bonil'acio VenealaBO 1080. Bonlfaclo Vcronese 108J. Bonnart, Robert Franeoh IS». Bonnet, Lonll Martin 1.l8». Bonneton, Theodor 1..91. llonvicino, Alessandro 187, 8ÖU. nZl Metro Pacta 2200, 2300. Kooiii, A. v„ 710. Bootb 1501. , „,„ Boratini, Tilns Livius l.lOI. Borch, Alhert van der 1*32 Horcht, Hendrik van der ItZ. Horcht l'eter 813. „„„»«in Borwom oder BoTMoro. Al.raham van ISO. Borgianl, Oraalo 2200. Borvognone, Ambroglo 0*S. Borken», A. 190, 210. llormans, A. 10*. Itormcester, J. 118(i. Borrekcns, A. 240. Borstom, Abraham 180. Borzonl, Francesco 1837. Hos Balthasar 171, 2315. Mo, Hien.n,-n.,.s23,2*,7l7,718. Bol; Jacobu«, I. Hossms 171«. Bosch, Oornelta», I. Bot llosch, llicronymiis, »■ '"?• „„„..., ua Hoschart. oder Bosscbart Jcronjmus MTB Bosche, llieronyinns, s. Hos. Boschcr, J»os ISN. Boter, Carl Friedrich 181.1. BosiO, Antonio 213. Dosio, Ambrosius_9*.>. Itoskam, Jan 17*5. liosman, Anton 103. Boiman, Barend 1717. Bosschart, JeronymM, J. B"s<,han. Bosse, Abraham 152, 1.5fi, 188. Bossi, BanigM 1o'20. Bossi, Jacobo 1578. ..„ ..,,; Bossius, Jacobu« 1578, 1707, 171U, i/»' Bosso, Aurello 4*0- Botb, Andrie« 1*5. Both, Johann 115. «„„,,,„ i»x KilS. Uottlcelll, Alcssandro od. Sandro 118, Bouchd, BernardJn WB. Boucher, Charles 23')'. 2 041,2«7! Boiichor,Fi"H>rols1.>93,1'v>U,1.«™, Bouehet, BUsaheth 2311. Bouchel; Jean iWftjW» lionchorst 1871, 872 „„„r, Charles IfiOl, 2333 Bourbon, Armand de 21«. Bourbon, Henri de «789. 1! ' mnU ' il ^Floren. Filee Consta»! 2321. Bourgeois, Floren» i ■ < , s Ml) , y , Rnureevrn Vialart, pemte " Ktienne K',33, 2115, 2118. Boorgulgno» 1991. Bouschere, Joos I.W Bouthemle, Daniel 1™» ., „„.onnet Stella Ar.to.ne 73. Illivy , Anton IMfc J «M». Jracqneniond, Joseph J .1« Braemt, Josef* p f e AO , " n - Bräutlg»»i August 1*«• ESA-« SfSSflf--.- Hrandino, Otlavm 170». £aÄ |-'052. » r ""1t' Srfed icflloinrich 1301. Brandt, """".» mm 2130. Uranston, Hoheit 202.1, 5 SÄ »77. Braun, Oasi-n-r 2Ä»^ >rt F( , r( iinand HraunscInveiK-l.o"' 1 "' «' lleraoB von »J- BreWette, Herr« 2<™. Brechelsen, Joserd.90«. »Vj- |, ': , : n , V .",rn"is 232V rl 1701, 1700. Brehn»er 1501. 1(aJ Breitenstein, Alfrea z« Prendle, Hans HH* ..,, B-fäSÄ"«?;«» --;;;!;;;:: r» aa 0*1. 1076 Register. Brc.scii....., s. (I;i Brescia. Breslauer. Oarl 2292 Bretoi .....er le Breton 1591. Brctschncldcr, Abraham 134. Bretaehneider. Andrea« 134, 1(11, 2589. Bseughel, A. 130. Breughel, Ahrahairi 117 193. Breughcl. Ambroaiui ISO, CM, Ü7II. Bmugatf, Kleronyniita. Marinemaler 2063 Breughel, Jan, (San......tbreugbelj 1007, 20M, MW, 2003. Breughel, Peter (BauerifhreugheD 2063. Breu [hei, Peter (HVSllenlvreugliel) 2003. Breughel de Vel.....« 2003. Breuer oder Breva>, Joh. Greorg 1591. Breuil, Touaaainl «In 1051. Breviere, Henry 2100. Ilmv, J8»g 11103, HSOfi. Brey, J«rg 1001, 1600. Briaa, Carl 2312. Brlgora 2ll. r )7. Brillon, Antolnc 2037. Brlon, E. 2037. Briot, Nikolaus 1591, 10311. Brissari Blnet 1713. Brltano, Oiol Buliisia 1715. Bn'xiensis, s. (!. M. da Bresria Brizianua, (Ho, BaMeta 172'i. Bi .....bea, JMn BapHate 9042. Broeck, Barbara r»n den 11)81, 1843. Broeck, Criapin van den 825, 2108, 2271. Broeun, A,, a. A. Brun. liroll, '['. Villi 2111). Broncino, Alesaandro 2050. i:io.i/.in.i, Angel« 881 2059. Bronsino Piorentind 2059. Broaamer, Hans 1875, 1877, 2481. Broeterhuye, Janua 1588, 2024. Broaterhuyaen, s Broalerhuya. Brouate, A. 172. Brouwcr, Adriaen 140, 191. Brown, C. 2338. Broy, Jörg 1604-1606, 1889. Brue, Jörg 10(14 1604, 1889. Brueghel oder Bruegel, s. Breughel 2(Hi3. Brtiel, Ludwig 1591. Brue], Wilhelm «91, Brühl, .Ioha.uu Benjamin 1592. iiiuiii, Mlcolmu 1592. Brugel oder Brugle, s. Breughel 3003. Hmgill, a. Breughel 2063. Bruinoit 2062. üiiili.li; Carl 1916. Brun oder Bruyn, Arnold 184. Brun Auguatln, a. A. Braun. Brun, Bartolomaua 1700. Brun, Prang 1015. Brunant, Mathii.....der jtichel 1950. Brunner, Mau« 2061. Brupacher, Ulrich 1591, 183.5. Bruyn, Abraham de 80, 300, 310, 409-411, 413, 1785. Bruyn, Amt de. 300. Bruyn', Bartholomäus 1700. Brregel "dir Brveghel, a, Breughel 2063. Bry, Abraham de 2'iti. Bry, Johann de 1880. Bry, Johann Theodor de 17.56. Bry, Israel de 1880. Bry, Tl......Im- de 2022. Buche], Arnold 173, 178, 211. Buchner, Carl 2332. Buckel, Anna van 1435. Budzllowicz 2003. Buekelaer, s. Beükelaer, Buckle, .l.ilianu Martin 1591, 1835. Bürokner, Hugo 1879. Buffagnotti, Carlo 2262, 2337, 23.")2. B......en, 1591. Bnndelach 1621. Buno, Conrad 2322. Buna™, Phil.l '.liri.Hl.iaii 1846,1883,1974,1977 Bürde, Joseph Carl 1642, 2302. Buren, Philipp van 2116. Burger, Ludwig 1930. Burgkmair, Hans 12.1,1605,1606,1867,1888. Burgkmalr, Thomas 1603, 1605, 1614. Buraaclnl, Ludwig 2498. Bus, Cornelius, s. Boa. Busch, Barod um 18116. Busch, 0. B. 2317, 2294. Busch, Gr. C. 1920. Busch, Joh. Christoph 1591, 2325. Bushel 1591. Bussler, F. 1640. Burtenweg, Will, in 2126. live, Adrian de 105. Bye, Karcua de 1587. r.ylieid, 0, 2307. Byron, Lord Richard 1579. *L\ Cabel, Adrian van der 447, 1436. Caesar. Bernardinui 171)7- Cagllari, Carlo 2203. Cagliari, Paolo 334. i Eagnacci, I rnldo 895. Cajet Anton 287. Calame, Alexander 290, 314, 564, 2201), 2536, 2591, 2592. Caldara, l'olidoni 2242. Caliari, Curln 2263. Celixtua Laudenala 2227. Callcott, Auguat Wall 1527. Callot, Jaquee 746. Camaaaei, Andrea 302, 1015, 2100. Camelo, Vlttore 2166. C;,inesiioi, Albert 320. Cammeilander, Jaoob 2165, 2591. Caiiipagmi-, Andrea 280. Campagna, GUrolamd 2231. Campagnola, Domenleo, Juri. 2228. Campagnela, liomenico, sen. 2228. Canipii; .......• llirolanili 330, 2231. Campngnol.'i, (liillin 2231. Campagnola, Julius Ilieronyinus 2231. Cainpi, Antonio 1011,1059, 1062,1068,1360. Campi, li.'ilioloinco 1740. Campion, Charles Abbe de Tcrsan 2249, 2387 i lamullo, Prancesco 2520. Canaletto, s, Bernardo Beiotto. Candla, Andrea de 1022. Cano, Alonso 84.5, 871. Canta-Grallina, Remlgiui 2416. Cantarini, Simone 2249. Cantor, Chriatoph 2380. Oanutl, Domenico Maria 2240. Capellan, Antonio 2247. Capelle, Jan van de 2248. Capello, Benedctto 1740. Capitelli, Bernardo 1737. Cappola, Coule 2380. Capraniea, Cesare 2154. Oaprioll, Allprando 276, 295. Register. 1077 Caraglio, Glo. Jacopo 1539, 2211. Cardon, Anton Alexander Joseph 275. Carings, s. Kierings 1449. Carl I., König von England 2355. Carlctto 2203. Carlone, Marco 2163. Carneo oder Carnio, Antonio 2201 Caro, Balthasar di 170N. Caron, Adolph Alexander 2175. Caron, Antoine 2108, 2246. Caron, Nicolaus 215!). Carot 22fi(i. Carpinetti, .Toao Silverio 221)7. Carpion 2208. Caracci, Agostino 273, 296, 304, 305, 307, 308, SIC, 320, 54«, 1102, 003, 1134, 1135, 044-048, «51-1153, 10.50, 1003, 1378-1381, 1383, 1450, 1451, 2253, 2251. Carracci, Annibale 207, 208, 300, 327-329, 331, 342, 382, 419, 1010, 1012, 1013, 10311-1044, 1040, 1047, 1050-1053, 1668, 2170, 2222, 225'), 2257, 2209. Carracci, Franceset) 2520. Cartario oder Cartaro, Cristol'ano 2390, 2394, 2413. Oartarus oder Cartarius. Marios 1450,1458. Caruclle-Aligny, C. F. Th. 1340. Casalinu, Andrea 2538. Casombrodt, Abraham 159, 100, 209, 225, 245, 249, 289, 1534. Casolano, Alcssandro 334,335,337,855,2210. Caspar l'atavinus 2242, 2243. Castel, N. 2158. Castellan, Antonio Lorenzo 843. Castelli, Bernardo 1739,1743,1740,1793,2300 Castel li, Carlo 1007. Castelli, Orlttofora 2152, 2357, 2374, 2307. Castels, Alexander 844. Castiglionc, Gio. Benedetto 1723, 1788, 1853, 2310. Catarinus 2272. Cavalieri, Andrea 410. Cavaleris, Antonio de 416. Cavalleriis, Gio. llattinta de 1724, 2293. Cavalli, Antonio 17. Cavedone, .laco|>o 2209. Cawenbergh, Christian 2279. Cawenbergh, Kgidius 2270. Caylus, Philippe Ciaudo Anne de. Tnbieros, Comtc de 1430, 2153, 2102, 2191, 2303, 2304, 2391, 2450. Caymox, Halthasar 1731, 1738, 1742. Oazcs 2281. Cecchi-Conti, Gio. Uattisla 2384. Cecco di l'ietro 2501. Cellini, Benvenuto 1791. Cerano, 8. G. B. Crespi. Cereeau, Jacques Androuet, du 2212. Ceruti, Michel Angelo 953. Cervi, Bernardo 1805. Cesarc Modenese 2I85. Ccsari, Alessandro, s. Cesati. Ccsati, Alessandro 848, 854, 210(1, 1538. Cesio, Carlo 2255. Chalün, Christina 2389. Charlotte, Erzherzogin v. Ocsterrcich 323 Chatel, Kranz da 2519. Chauvcau, Francois 2370. Chevalier, Charles 2400. Chevillet, Juste 2155. c hiarini, M. A. 2337, 2352. phiboust, 1'. 2100. Chovin, J. A. 2161. Choximo di Lorenzo Hoselli 1790. Monogrammistcn. Christcnscn, C. 2380, 2403. Christoph le Suisse 2105. Churrado Bichordi,Bcncd.di Tounnaso 1905. Churrado Bichordi, David di Tommaso 1905. Ciamberlano, Luca 1003. Cierings, Jakob 1449. Cignani, Carlo 2256, 2309, 2385, 2405, 2400. Cima, Gio. Battista, da Conegliano 269, 1081, 2399. Cione, Andrea di 1020, 1803. Cione, Bernardo di 1803. Clonts, Andreas s. Cione. Circignano, Antonio 1075, 1149. Civran, Benedetto 1740. Civran, Bertucci 1740. Claas, Alaert, s. A. Claaszcn. Claaszcn, Allard 25:1, 200, 721. Claosscn o.Claeyssen, Aertgen, S.A.Claaszcn. Ciaessens, Anton 259, 282. Ciarot, Alexander 208. Claus, Eberhard Volkmar 2100. Cloiligl oder Clollgl, Caspar 2358, 2372. Clomp, Albert 300. Clouet oder Clouwet, Albert 330. Cluuet, Jean und Francois 2305. Cock, Caesar de 2448. Cock, .leronymus 325. l'ocllio da Silveira, Bento 2147. Coello, Alonsu Saiiclu/. 1250. Coello, Claudio 2147. Coignet, Gilles, s. Aegidiua Congnet, CoUaert, Adrian sen. 259, 202, 277, 278. Collacrt, Adrian jun. 270, 204, 4')0, 2107. Cnllins, N. 2158. Coloinbini, Cosmo 2300. Cidombo, Aurelio, 2207. Oolonla, A. 1'. 1139. Colyns, Alexander 258. Coniazzini, A. 310. Comraodi, Andrea 291. Congio, C, s. Congius. Congius, Camillus 2233, 2305, 2307, 2370, 2394, 2390, 2419. Congnet, Acgidius 487. c.miiuk, Oornel 2390. Conjola, Carl 2303. Conrad, Sebastian 415. Conradsen, Johann 216G. Cool, Ch. 1239. Cooper, Aliraham 2173. Cooper, Alexander 284. Coosemans, Alexis 281. Coppcns, Augustin 293. Coppola, Conte 2417. Corbutt, Charles 2285. Cordella, Andrea und Giovanni 2164. Cordelliaghi, s. Cordella 2104. Corduba, Francesco 1004. Corduer, l'eter Anton 415. Coriob.....,üartolomeo 1085,1720,1735,1749. Coriolano, Cbristoforo 2413. CoriolanO, Gio. Battista 1720, 1734. Corneille de Lyon 2305. Corneille, Cornel 2305. Coi'iu'ille, Claude 2305. Cornelissen, s. Corneliszcn. Cornelia«, Jakob, von Ooslsancn 755, 916. Corneliszen, Cornelis 2300, 2365, 2401. Cornelius, Antonius 2271. Oornal;, Andreas 1010. Corradi del Gbirlandajo 1905. Corradi, Benedetto und Domenico 1905. Correggio, Antonio da. 8. A. AUegri. Corrodi, August 265. 73 1078 Register. Cort, Cornelius 2381, 2394. Corteac, Francesco 2520. Cortese, Giacomo 2301. Corticellii, Gio. Antonio de 879. Cortoijs, Anton 279. Cortoys, Andreas 279. Cosiigny, Adolplie dt 283. Coster, Adam de 2199. Cotel, Bartolomeo 1740 Cottar oder Cottard, Pierre 2174. Courcclles, David Cornel de 2301. Courtois, Franz 2520. Courtois, Jacques 1991, 2301. Coypel, Antoine 299, 31."i, 341. Coypel, Charles 2383, 2388, 2391. Coypel, Charles Antoine 303, 2388, 2391. Craheth, Adrian 238. Craesheck, Josse van 2285, 23U9, 2323. Cracsheck, Joseph van 2309, 2323. Cramer, Carl 2381. Crancndoncq, Alexander 288, 2149. Crcmona, Agostino 050. Crcspi, Gio. Battista 2379. Crcssenti, Francesco Contc 2302, 239C. Crctius, Franz Constantin 2373. Creutzberger, Paul 1103. Cristoforo Panncse 2104. Croissant, Jean 21115. Croll, Krnst Dietrich 21ßti. Croos, A. van 289. Cross, A. van 313. Crozat, Joseph Anton, Baron de Thlers 2157. Cruchc, N. 21G5. Crusius, A. 313. Crusius, Carl Lehrecht 2418. Crussens, Anton 313. Cungius, s. Congius. Curti, Bcruardinn 1725. c.iiinrili, Gio. Antonio de* 879. Cuylcnburg, Abraham 292, 349. Cuyp, Alhert 300. Cuyp, Benjamin 2309. Czechowicz, A. 274. Dttbagno, s. Bagno da. Dadi (Daddi), IScrnardo 1503. D'Agoty, s. Agoty, und Gautier d'Agoty. Dahlstcin, Augustin 383. Datier, Carl Joseph 2439. Dalcn, Corneltl van 2242, 2428, 243S, 2470. Dallingcr von Daliina;, Aloxander 424. Dallinger, Anton Paul 1140. Dalma.sio, I.ippo 2208. Danckcrts, Cornelis 2244. Dangolo Battista 1094. Danner, Albert 363. Dardani, Antonio 425, 442. Darios Filius, 3. Alessandro Varotari 8.58. Dassier, Jakob Anton 408, 428, 2544. Dauzats, Adrian 400. David, Charles 2428, 2433, 2452. Decandia, Andreas 1022. Decker, Carl 2423, 2434. Decker, Coenraet 2240. Decker oder Dekker, Cornelis 2240. Dcdekind, Bernhard Julius 1903. Deelen, Dirk van 2275. Dci, Matteo di Giovanni 2508, s. 1040. Dois, C. 2432. Dckkcr, Cornelis 2440. Delbrügge, Cordt 2439. Dellf, Cornelis Jakobsz. 2430. Dclfos, Abraham 403, 427. Delft, Jan van 307. Delsenbaeh, Johann Adam 373, 385. Donner, B. 1758, 1701. Denner, Italthasar 1758. Denon, Dominique Vivant 300. Dcrinan, Cornel 2429. Destouches, Cajctan 2239, 2453. Detulin-, Andreas 2544. Deutechutn, s. Doetoeoin. Develly, C. 2431. üdviSria, Achillo 384. Dlado, Antonio 2544. Diepcnbcck, Abraham van 433, 1440. Diopram, Abraham 382. Diest, Adrian van 143S. Dietelbach, Gottlob August 2544. Dictricy, s. Dietrich. Dietrich, Christian Wilhelm Krnst, 2423. Dil Merlin, Bartholomäus 1759. Dicttorlin, Hilarius 1759. Dietterlin, Wendel in 1759. Dieltrich, Anton 2541. Dillen», Adolph Alexander 372. Dilli.H, CauLiiis 2239, 2420. Dobler, Anton 380. Diirbock, II. 1700, 1707. Does, Aul.......lerAart van der 1439, 1441. Dortiiout, .loh. Itaptist a 1070, 1680. Dohlsteen, Augustin 383. Dnle.o, Carlo 2200. Dolendo, Bartolomäus 1757, 1771. Domauöck, Anton 2542. Diuninici, Cesaro 2204. Donauer, Andreas 395. Diinnauer, Anton 302. Di.tti, (üo. Unttista 1754. Don oder Douw, G., s. Dov. Dov, Gerhard 2199, 2424. Dow, G., s. Dov. Dowher, Adolpli 393, 394. Drebl.el, Adrian 308, 445. Drcbbel, Cornel 445. Dribber, A. 308. Dreutwett, Abraham 397. Dre.srlv', .loliann Uaptist 170.1. Drift, Jan Adrian van der 1443. Drcvo.r, Adrian van 1438. Duc, A. 451. Due, Jakob 451. Duca, Ludovico del 1107 >S. 484. Du tVrecuu, Androuet 388. Duclietti, Claudio 2435. Ducluzeau, Adelaide 2540. Dürer, Albert, der Vater 300, 390, 392. Dürer, Albrecht, 2 (Jugendarbeit!, 350 S. 150 II'. die Monogramme auf Kupferstichen, sofort Rnisonnement über Gemälde, Zeichnungen, Kupferstiche und Holzschnitte des Meisters, Originale und Copien. S. 159 tV. Zusätze /um IVinlre - grnveur, zu llcller's Werk: Kupferstiche von No. 1—55. 8. 173 ff. Monogramme auf Holzschnitten, ncblt It.aisonnouient, Originale und Cnpien. S. I7li Zusätze zu Italisch und Heller No.5U—Kifl. S.2I0 0'. Dürer'! Alphabet. S. 215 IV. Copisten Dürcr'scher Blätter, welcho das Zeichen dci Meisters beibehielten. 8. 22C No. 390, »92, 39J, Register. 1079 dazu Ko. 2543, muthmassliche Jugend- i arbeiten. Anhang: S. 1032 No. 2540 über Papiersorten, deren sich Dürer zu Kupferstichen und Holzschnitten bediente, S. 105.5 Nachtrag zu den Kupferstichen, 8. 1056 Nachtrag zu den Holzschnitten. Dürer, Andreas, H. 153. hürrr, Hans, S. i:>il. Dürr, Ernst Caspar 223!). Du Pour 550. Dufresnov, Charles Alfonse 21 U'J. Dughct, Caspar 2469. Dujardin, Carl 2459. Dunker, Alexander 3G5. Dunker, Balthasar Anton 1671. Dunouy, Alexander Iliacynth 381. Duplcssis-Bcrtaux, Jean 1043. Dusall, Charles 2430. Durand, AmiSdeo 2544. Dusart, Cornelius 2437, 2472. Dutillois, Auguste 378. Duvivicr, P. S. B. 1774, 1775. Duysend, Claude Cornel 2392. Dyck, Andreas van 380. Dyck, Anton van 1430. K. Ebcrle, Adam 403. Ebcrt, Carl 24S3, M» Eckerlin, Carl August 2ü0<. Eckert, Heinrich Ambro« 476. Eckhard, Conrad MW. Egcll, Augustin 408. Egcnolph, Christoph 2481. Egcrstus, Christian 2491. Ehemann, A. 480. . ..„ lihrcnrcich, Adam Helarieh 2j4J. Ehrhardt, Adolph 46>, 254«. Eichler, Carl Gottfried 2500. Eimart, Christoph 2499. Eimart, Georg Cliristoph scn. 24J4. Einboerning, Carl 2490. Eisen, Anton 1003, 1070. Eisen, Carl 2502. Eiienhout, Anton 10W, 1"'«- Elandt, C. 2495 3 Elsheimer, Adam 113, 40», »•» / RH, 25,51. 494, Elzheimer, s. Elsheimer. Emmel, Samuel 503. Emmerich, Christian 2497. Enderle, Meister 2487. Engelbrecht, Christian 2498. Engelhard, Christoph 2498. Engelhart, Johann Andreas 464. Enhjoeruing, s. Einboerning. Ensingcr, Moriz 1405. Enslen, Carl Georg 2482. Espinosa, Andrea und Alonso 389. Essen, Arnold von 477. Essen, Johann von 477. Este, Alberto d' 838. Ettinger, Joseph Carl 2485. Etzdorf, Johann Christian Michael 2493. Everdingen, Aldert van 456, 1440, 1447. Evers, Anton Clemens Albrecht 407. Ewald, Arnold Ferdinand 409. Eyck, Jan van 1071. F. Faber, Abraham 532. Facius, Angclica X*> lh - Faistenauer, Andreas 521. Falco, Angolo 543, 1033. Falco, Oio. Angelo 1033. Falconc, Angelo 557, Mfct 1033. Falconct, C. 2395. Falconcto, Angiolo 543. Falconeto, Glo. Anton,o543. Faldoni, Antonio ,,28 5.-.I. Falger, Anton 514, 538, 2211. Faltz, Raymond 340. _ Famer, Leonhard 1005. Fantetti, Cesare 2154. F:rnd';i^' , ;:der^;:n.dr 1 ,i S ,Abraha,n544. v"XÄntotnf Charles 318, 1138, 2208. Fcart, Adrien 547. Fellini, Giulio (Josare 2JJJ. Fendt, Burkbart 1811. Ferdinand, Louis 1820, 2012. Ferg, Franz de Paula 1448. Kenne, A. 549. Ferrante, Callisto 2220. Fcsis, Gabriel 2212. Fe«, Domenico 2254. „.„„,,: u yi\ Filipcpi, Sandro,«. Sandro notliccllib. 7U. Fllippo dl Fra Filippo 1791. Filosi, Gio. Battista 2304. Finson, Alonso 563. Fiori, Cesare de' 2514. Flamen, Albert 227, 310. Flcischmann, August Christian 317. Flcmael oder Flemalle, Ucrtholet 1800. Flindt, Paul 2142. Floribus, Caesar de 2514. Floria, Frau 518. Fluweelen-Breuehe) 2003. Flyssier, B, 1829. Fohr, Carl Philipp 2258. Folkema, Anna 552. Fontana, Annibale 1035. Fontana, Oio. Battista 1673, 1696, 2342. Ford, Richard 982. Forge, F. B. 1830. Formschneider, unbekannte, s. dio be- treftemhn Monogramme u. Initialen. Fortuna, Cesare Alcssandro 2215. Fouati, David Anton 422. Foncauil, Augost. 535. Pouchler, Bcrlrand 1829. Fotirnier, Amable 555. Fraisinger, Caspar 2518. Franceschino, s. Francesco Carracci. Franchi, Antonio 573. Francia, Francesco Maria 244, 905, 1821. Franck oder Francken, Ambrosius, der alte 520, 534, 950. Franco, Andrea 548. Franco, Battista 421,1822,1823,1825,1849. Franco, Giovanni 951. 73* 1080 Register. Franco, Jacopo 521, 522, 951 Frank oder Franken, Ambrosius 220. Franklin, John 1208. Franzctti a Forsanguigna, A. 551. Fremlin, Arbogast. 517. Frcnzcl, Georg 2518. Frey, Agnes 88. Frey, Johannes 88. Frey, J. M. 2217. Frcyse, Albert 527, 553, 8311. Kri.srlieinl/,, Bartholomäus 1831. Fröhlich, Bernhard 1840. Freilich, A. 529. Fruiticrs, Philipp 500. Kuchs, Adam 40«, 51U-521, 537, 548. Fussell, A. 54«. Cr. Gaal oder Gacl, Barend 1850. Gabbiani, Antonio Domenico 430, lOfiü. Gaber, August 2552. Gabler, Ambros 1005. Gabriel, Andreas 2554. Gajani, Antonio «23. Galion, J. S«7. Gallen, Arnold 2553, 255V Gallestruzzi, (Ho. Ilattista 1fi«8. Oallinger, Anton Martin 9«8. Gallus, Bernardus 1851. Gamperlein, Adam «13 S. 304. Ganser, Anton «18. Garhieri, Carlo 2257. Garncrcy, August 505. Garfagnana, Giuseppe della 5«7. Garnier, Antoine 50«. Garofolini, Carlo Antonio 221«. Garoi'olo, auch Garofalo 1780. Gascr, A. 030. Gatine, George Jacques «07. Gauthicr, Jacques Fabian 485. Gautior d'Agoty, Arnaud Eloi 485. Gautier d'Agoty, A. Kdouard 485. Gautier d'Agoty, Jacques 4S5. Oaulier d'Agoty, Jean Baptlstc 485. Geddes, A. «12. Gegenbauer, Joseph Anton von «00. Gelder, Arnold de 420, 2250. Gcmlich, Ambros 44. Geniole, A. «30. Gennari, Bencdotto 18««. Gennaro, Antonio 254«- Gennet, J. 2040. Cenovese, üonedetto 1723. Gent, Anton «21. Gentzsch, Andreas 588. Ge>ard 1809. GCrard, A. «28. Gorard, I). 1801 Gerhard von Gent 1498. Gessner, Andreas 3, 581. Geyser, Antornctle von «20. Ghandini, Alessandro 504, «14. Ghcrardi, Antonio 1000. Ghering, Jobann «04. Ghirlandaio, Henedetto u. Dornonicn 1905. Ghisi, Adam 405, 483, 1222, 1224, 1321. Ghisi, Gio. Ilattista 1715. Ghisi, Tcodoro «37. Gianbologna, s. Gio. da Bologna 1008, 4. Gibelin, Antoine Ksprit. /|84. Gilg, Maler 1107 S. 482 Girsewell, Iturcliurt 1857. Giltlingcr, Andreas 584. Giltlinger, Gumpolt 584. Gini, Conto Cesarc Maasirniliario 9«9,2411. Ginqucmbre, C. A. J. 2223. Giorgioli, Francesco Antonio 557. Ginvane, Andrea «32. Giovanni, Aloisio 872, 873. Oirscher, Bernhard 1858. Oleissmüller, Sigmund 087. Olifcr, Andrea« 1107 S. 484. Glockendon, s. Glockenton. Olockenton, Albert sen. 330, 501, «13, «42. Glockcnton, Albert, 333, 500, 501, «42, «43. Olockenton, Oeorg «13, «42. Glockenton, Nicola« 502, «43. Glogkendon, Jörg, s. Georg Glockcnton. Gobau, Anton «38. Gobbo, Andrea del 1028. Gobbo de' Carracci 2209. (iodl, Hans Christoph 1107 S. 484 Codi, .Stephan 1107 S. 481, 483. Godl, Melchior 1107 S. 483. Goebauw, s. Gobau. Gooncls, Abraham 507, (112, «3«. Gütlich, Anton 587. Goldschmiede, unbekannte, s. d. betreuenden Monogramme u, Initialen. Goodeson, l'eter 18R0. (loossens, Johann 3.55. Ooubau, Anton, s. Gobau. Ooubeau, Alexander «1«. flout, Anton «21. Gourmont, Jean u. Krancois de S(i7. Gozzoli, Bcnozzo 1700. Oraat, Barend 1587, 18C2. Griille, Albert «00, «27. Graf, Johann Aridrens 271, 593. Oral'lic.i, Camilln 2530. Oramignani, A. «15. Orandinson, Alexander 2554. Grasmair, Anton «25. Grass, A. C. 321. Grebher, Anton «17. Grcco, s. Alessandro Cesati. Oreiff, Andreas 589. Greiss, Andreas «05. Greven, Anton «31. Orcville, Louise Auguste de MS. Gricf, Anton «2«. Orientier Jakob 593. Ories, Andreas, s. Greiss. Gri.jef, s. Gryef. Grillandai, Dornenico 1005. Grimahli, Alessandro «24. Grimmer, Ail.nn 593. Grimmer, Jakob 593. Gritti, Aloisio 2554. Groenius, Bartolnmäus 2291. Grosmair, A. «25. Grossmann oder Grosmann, Carl August 2217. flroth, Anlorr 25.54. Grober, Bernhard 1851. Grün, Hans Ilaldung 1074. Gryef, Anton de 431, «2«. Gryff, s. Grief. Guacalotis, s. Ouaeinloti. Guacialoti, Andrea 1023. Guarln, Thomas 209«. Gucrcino, 8. Barbleri 158«. Register. 1081 Guedel, Theodor de 1397. Guggenhcrgcr, Adolph 640. Ouidotti, Luigi 357. Guiducci, Angelo 598. Guillemard, Antoiue 2554. Guillot, A. GUS. Guillain, Simon 327, 328, 805, 1012, 2222. Gulden, Andreas 610. Guldcnmund, Hans, 8 A. Dürer 8. 198 No. 122, u. 8. 203 No. 139. Gumplein, Amhrosius 613. Gumplein, Conrad GI3. Gwerin, Thomas, s. Guarin. Hackeberg, August 255G. Haclwcgh, Adam 08/. llaelwcgh, Adrian 082. Haelwegh, Albert C)97, 840, 863. Haen, Abraham de 432. Hafner, M. 102. Hagenbach, Angustin 660. Hagenbach, Claus 660. Hager, Christoph Achatius 2220. Hahn, Adolph 662. Hainhofer, Philipp 887. Haien, Arnout van llfil, 1453. Hallcy, A. Rousseau 984. Halweg, s. Haelwegh. Hamcol, Alacrt du 23, 24, 717. Hainerani, Beatrice 1SS3. Hamcrano, Albert (169, 687, 841. Hannas, Marx Anton 702. Hanneman, Adrian 700. Han/.elet, Jean Appier 675. Hardt, Alois 695. Hase, Caspar, 2166. Hauhenschmicd, A. 694. Ilebenstreit, A. 680. Hebert, A. 683. Hecke oder Heckius, Abraham 677, 681. Hees, Willem de 2455. Hefelhis, Johann 1387. Heidegger, Bastian 1886. Hell, Abraham 665. Hell, Abraham del, s. Abraham Hell, Helle, Albert von der 665. Helm, A. 51. llelmhack, Abraham 674, 692. Ilelinsauer, Carl August 2218, 2221, Hcmling, Hans, s. H. Meinung, die richtigere Lesart, llenderson, C. C. 2402. Hcnuebcrgcr, Andreas 661. Hennig, Gustav Adolph 641. Henning, Adolph 658. Henning, Christoph Daniel 2458. Herlc, Wilhelm von 1455. Ho.rneyscn, Andreas 664, C72. Herrlein, J. A. 708. Hertzingcr, Anton 671, 693. Hetzelsdorffer, Friedrich 10. Heus, Willem de 2455. Heusch, Gabriel de 2455. Ileuseli, Willem oder Guillaume d 2455. Hierat, Anton 1437. Hieronymus, Buchdrucker von Cüln 42. Hillc, Andreas 2555, 2556. Dille, Bastian 1883/ Hillc, Georg Albert 2558. Himpel, Anton Ter 1372. Hirschvogel, Augustin 660, 665. Hirt, W, C., Copist Diirer'scher Zeichnungen S. 153. Höfcl, Blasius 1878, 1884. Hocfl'ler, Adolph 678. Högcr, Albrecht (RIO. Hiillen-Brcughel 2063. Hogenbcrg, Abraham 51, 705. Ilolbein, Ambrosius 685. Holhein, Bruno 1867. Holbein, Hans 685. Holbein, Sigmund 1G06. Hollins, John 699. Hond oder de Honl, Abraham 6G8. Ilondckoctcr, Gilles de 2456, Hondius, Abraham 667, 706. Hondius, Hendrick, 8. 207 No 151 de» Dürer'schen Werkes. Hongeus, A. 705. Hont, Abraham de 668. Hopfer, C. B. 2294, 2317. Hotelin 1807, 1885, 1949. Houbrakcn, Arnold 676, 691, 701. Huber, Adrian, s. A. Hubert!. Huber, Andreas G77, 679. Huberti, Adrian 270, 352, 656, 6G3, 686, 714, 737. Hüpeden, Anton Wilhelm 1528. Huct, Albort 2556. Mus, Willem de 2455. Huttula, A. 681, 689. ■ ,v. J. Jacmart, A. 728. Jacobus Parmensis 1.539. Jacobus Veronensis 1539. Jacquard, Anton 740, 749. Jacquart, Antoine de 434. Jammer, Albrecht 2.559. Jamit/.cr, Barthel 1891, 1896 S. 820 No. 51. Jamnitr.er, s. Jamitzer. •lanot, a. Clouet. Janssens, Abraham 248, 742. Januario, Antonio di 2546. Jeanne d'Alhrct 1399. J ..... 'I, .7. 2049. •leuielien, Balthasar 1575, 186S (.Supplemente IU Bartsch), 1873, 1891 (Supplemente), 189G (Supplemente'), 1901,1906. Jenkel, Balthasar s. II. Jenrehen, Jesi, Andrea da 1021. Immcnract, Philipp Augustin 1146. Imperiale, Antonio 745, 1062, 1068. Ingegno, Andrea V 120. Jobin, Bernard 2096. Jocrg, Meister 1107 8. 481. Johannes Maria Brixicnsis 941. Jongh Claude de 2461. Jorisz, Augustin 720, 734. Jouvenel, Adolph 2547. Iwanoll', Alexander u. Alexci 25G0. 1082 Register. 14. Kaenler, Adiilbcrt 778. Kahl oder Kai. Adam 708. Kalf. Philipp 1455. Kallc, Albart Christian 435. Kamm, Andreas 7«0, 7(i1. Karlstccn, Arfvid 7«9, 780. Katarinas, 8. Catarinua. Kartarua, Marina 145(1. Kaull'mann, Angelica 781, !)72, 1031, 2192. Kanw, Albert 7115. Keirincx, s. Kierlngs. Kern, Anton 7G2. Kelj, Adrian Thomas de 462, 790. Kcyll, A. Ei 492. Kierings od. Keirincx, Alexander 77«, 1449. Kilian, Bartholomäus 1918, 1921, 1923. Kinsman, A. 785. Kirchmair, llicronyinus 987. Kirchner, Albert Emil 76», 789. Kittendorff, A. 791. Kleiber, Anton 708, 78b. Klein, Johann Adam 774. Klomp, Albert 300. Klotz, Angnst 757. Koburger, Anton 25«1. Koburger, Anton llernhard 2.532. Koch, Adam 25(11. Köhler, Andreas 771, 787. Koe.kkoek, Ilarond Cornelis 1747. Köibl, Anton 773, 783. K.irnlein, Johann Nicolaus 1920. Kohl, Andreas 760, 770, 779. Koker, Anna Maria de. 957. Kornelis Hchilder 2300. Kosberg, Andreas 25(11. Krallt, Adam 775. Krall'l, Johann August 772. Krammer, Gabriel 2195. Krcitcr, Alois 777. Krelling, August 759. Kretschmann, Christoph Carl 2407, 2408. Krieger, Albrecht 22«. Krüger, Albrecht 25«1. Krüger, Dietrich 354. Krüger, Ferdinand Anton 701. Kruse, Ilalthasar, 1920. Küchlein, Ilalthasar 1917. Küll'iier, Abraham Woll'gang 792, 1531. Küntz.el, August 758. Kuilenburg, Abraham van, s, Cuylcnhurg. Kumpt, Ueneilikt 1915. Kupferstecher, unbekannte, s. die be- (relbnden Monogramme u. Initialen. Lahacco, Antonio 815, S24, SCI. La Helle, Alexis Simon 189. Lacavicr, A. 829. Ladurner, Adolph 82«. Lall'ert, Andreas 25(13. Lal'osse, Jean lla|>tiste Adolphe 229. Lafreri, Antonio 801. Lamme, Arie Johannes 817. Landerer, Ferdinand 75. Lange Peer oder Pier 1104. Langmayer, A. 808. Laub oder Lauber, A. 802. Laueh, Ilalthasar 1945. Laurent, Andreas 810, 811, 814, 827. Laury, Ilalthasar 193«, 1937. Lavy, Amadeo 25C3. Laz/.ari, Donaln, genannt Mramanle 204C. Lehschdc, Carl August 2225. Lee, Anna 841). I ....., 11. 194«. Le France 244. Lcigebe, Gottfried ,589. Leijerdorp, Andries 828. Leiser, Baron von 2113. Label, B, F. 1844. I.eh.ir, Auguste. 228, 231, 1929, 1949, 2014. Leinens, Balthasar 192C, 1942. Lemersicr, Balthasar 1938. I.emken, Balthasar 1938. Lendenstrauch, Hans 1107 8. 484. Lens, Bernhard 1925, 192«, 1911. Lese, Beno/./.o di 1790. Lcaaer, Alexander 25(12. Leuchtenberg, ller/.og Carl Eugen Napoleon von 170, 818, 830, 1381 Leiitbner von Grundt, Abraham 8S5. Levingstoun, Alexander 2525. Ljalln, Alexander 25«3. Licinio, Antonio da Pordinuno 879. I.ieitii,,, Ileruardo 1935. Liciniiis, Bcrnardinua 1799. Lievcn de Wittib, «. L. de Witte. Ligber, A. 25IJ3. Ligny, A. I). 437. Lilio, Andrea 1014. Limborch, Hendrik van 43«. Lindberg, Albrecht 25(13. I.indtner, Alezander 799. Lingelhach, Johann 1924, 1948. I.ippi, Pra Filippo, a. S. 777. Lister, Anna 80«. Livino d'Anvcrfla 1498. Lochoiii, B. a 232, 1931. Locllrom, s. Loeroin. Locrom, B. 232, 1931. Lodi, Callisto da 2227. L.'.ll'ler, August 79«, »98, 823. I, .'illler, Gregor 1107 S. 482, 484. Löseher, Andreas 803. Loetliener oder Lothener, Stephan 1455. Loetus, Antonius 1073. I.oir, Alexis 8(15. l.oisy, Claude de 2427. Lombardua, Petrus 951. Londerieel, Assuerus van 119, 813, 875, 1322, 1459-14C1. Longerieh, Adam 25«3. Longhi, Alessandro 807. Loren/.ini, (1. A. 207. Lorio, Cnmillo 2234. Losehi, Hernardiiio, s. II. Luscits. Louis, A. 812. Lubienisky, Theodor de 2095. Lucaa, Adolph 804. Lucas, August 804. i Lucini, A. 825. I Lucini, Antonio Franceaco 570, 571, 8«2. Luttendorf, Ferdinand Hanoi von 752. Luigi, Andrea di 120, 121. I.uini, Ilernardo 1935. Luining, Andreas 794, 798, 821. Lulinus, Bartholomäus 1084. Liining, Andreas, s. A. Luining. Luscus, Bcrnardinua 1800. Lutz, August 831. Register. 1083 W. Macceri, Cesarc 2203. Maestro del Dadu 1503. Maganza, Alcssandro Ü2G. Magdeburg, Hiob 703. Magdeburg, Hieronymus 703. Magg, Anton 914. Maggeri, Cesarc 2203. Magiolli, .1. Maglioli 8!)!). Maglioli, Gio. Andrea 520, 809, 918. Maik, A. 2521. Mainhart, Berthold 1903. Ma.joli, J. A. 520. Majolus, s. Maglioli 899. Mair von Landsbut, a. Nie. Alex. Mair. Mair, A. 2521. Mair oder Mayr, Alexander 887, 890, 893, 924, 928. Mair, Nicolaus Alexander 987. Maitre au De 1503. Mattre Kons 2212. Malbucei, s. Malpizzi. Malejcff, Alexei 2506. Maler, unbekannte, s. die betreffenden Monogramme u. Initialen. Maliolns, s. Maglioli 899. Malpizzi, Bernardo 1957, 19(11. Mamcrtini, Antonio 1071 S. 405. Man, Carel oder Cornelius de 2404, 2405 8. 1023 No 5. Manfredini, Bartolomeo 1908. Manini, ftiacomn Antonio 339. Mantegna, Andrea 439, 8U(i, 900, !H')2, 1027, 204«. Mantouani, Dom. 2254. Mantuano, Andrea 907. Mantuano, Teodoro 037. Maicello, Aloisio 2500. Marcbesini, Alcssandro 857. Marcolino, Francesco 567. Marcucei, Jakob 964. Marc, l'eter de 2389. Marelli, Andrea 31, 894. Marcscbal, .lakob 935. Marescotti, Bartolomeo 1962. Maria Anna, Krzher/.ogin TOH Oester- releta 83. Mariotto, Bernardo di 15.50. Martinengo, Anna Mar;..,inttia 974. Mason, A. 903, 930. Massi, Amadore 919. Masys, Auguslin 1423. Mathiius, Droderufl 19(i(i. Matbain, Adrian 931. Matheis, s. Mathous. Matheis oder Mathevs, (leorg 1014. Mathcus, Anna 1049. Malinesen, Broder 1968, Matbieu, August 934. Matsys, Cornclis 952. Mattco «i Oiovanni l)ei 2508 S. 1040. Matlon, 1!. 1951. Matty», Abraham 900. Maturino, 1!. 0. 1748. Maulhertsch, Antou Franz 936. Maurer, Christoph 2412. Maximin oder Maxing U3. Mayer, Andreas 897. Mayr, Alexander, s. \. Mair. Mayr, Franz von Paula 9S2. Mazalis, Francesco 907. Mazzuoli, Michele u. l'ierilario 907. Mcckcnen, Israel van 2, 420, 13)7. Medola, s. Andrea Meldolla 910. Mcester, Cornelius Bonaventura 1288. Mei, Bernardino 1574. Meier, Bcrthold 1903. Meis, Bernardino de 1574. Meis, Job. Baptista de 1574. Meister, der, mit dem Anker 2033. Meister, der, mit der Uruselirec-ke 2,2231. Meister B mit dem Schmetterlinge 2,1573 Meisler 1 B mit dem Vogel 94, 1895. Meister , der , mit dem Würfel 1503, 1504, 2088. MeldoUa, Andrea 115, 909, 910, 983. Meloni, Francesco Antonio 2250. Melonibus, Altobellus de 882. Meinung, Hans 1192, 1498. Mencius, Balthasar 1909, 1970. Menzel, Adolph 939. Mcrccinus, s. V. a Meriea. Mercier, le, s. Lemercier. Meriea, Petrus a 959. Mcrlo, Bartolomeo 1013, 1901, 1905. Messina, Antoncllo da 1071. Metzger, .losepb 520, 899. Mevius, Andreas 2500. Mey, Baphacl de 1332. Meybusch od. Meybus, Anton 929, 2507. Mignon, Abraham 913, 927. Milnet, Beruft) 10112. Mihvilz, Bartholomäus 1971. Miugaeino, Domenieo 2240. Hinotto, Aloisio 2.500. Miiirenys, s. r. a Meriea. Mirou, Anton 937. Milclli, Agostino 970. Modena, Nicoletlo da 52. Möglich, Andreiis Leonhard 870. Höller, Anton 911, 912. Müller, 0. A. 2229. Merlin oder Morlinek, Amt, 915. Mola, Johann Baptist 1907. Moller, Anton, s. A. Möller 911. Monaldi, Bernardino 1780, 1790. Monogrammisten, unbekannte, s. nie betreffenden Zeichen u. Initialen. Montagna, Beaedetto 94, 1013, 1959, 1905. Monlagna, Bartolomeo 1013, 1959. Mnnlalcgrc, .1. A. 922. Monlanli, Antonio 907. Monll'ort, Anton von 141, 932. Moor, Carel de seil. 2405. Moor, Carel de jun. 2400. Moore, Stempelsehneider, s. Allen. Morello, Andrea 2:50t;. Moretto da Breiela 187, 850. Morganti, Bento 1903. Morgenstern, Carl 2201. Moro, Baltisla del 1077, 1842, 1960, 1901. Mozart, Aatoa 887, 88S. Müller, A. 901. Müller, Achilles 920, 924. Müller, Ail.ilhcrt 938. Müller, Andreas 4, 891, 980. Müller, August 938. Müller, Bartholomäus 1903. Müller, B. W. C. 2137. Muller, Christian Urnst 2505. Müller, Johann Adam 900. Müneh, .lob. Anselm 2505. Mühle, 0, A. 2229. Maller, llennan IIB. Multz, Andreas l'aul 1147, 1148. 1084 Kegister. Malte, Bernhard 1147. Muntinck, Adrian 008. Murano, Antonio du 010, 917. Murilln, llarlolono' Ksteban 1907. Muschat, s. Muschgal. Muschgut, Jörg 11U7, S. 481, 482. Musi, Agostino di 054,1423. s. auch de Musis. Musis, Agostino de 034, 1423, 1452. Muttenthalcr, Anton 2282. Muyckens, Jan llapti.it 1907. Myrieinis, s. P, a Merica. Myt, Jacob 035. IV. Nahl, Johann August 007. Namlcton, Hendrik 2400. Nantcuil, Culestin 1810, 2503. Nathe, Christoph 470. Naudct, Caroline. 2235. Naumdorf, Andreas 000. Nazzari, Barlolomeo 1970. Nebbia, Ccsare 2513. Noer, Aart van der 1444. Ncgkcr, Jost de S. 205, No. 140 de» Werke» von A. Dürer. Nehrlich, Nicolnus jun. 2000. Ncouellanus, s. Neovellanus. Neovellanus, Acgidius 480, 48S. Nett, Adolph Kriedrich 1004. Nettenaucr, Ulrich 987. Ncumaun, Adolph DOS. Neumcistcr, Georg 1074, 1077, 213U. Neuuel oder Neuvel 480. Nevcu, Mathys 075. Ncyts, Gilles 40«. Nickel, Baltasar 1005. Nicolcto da Modena 390. Nilson, Christoph Andreas 2237. Nipotc de' Carracci 2257. Noack, Carl Christian 1000. Noel, Alexis 0113, 1001. Nolin, Pete* 500. Nonrd, Adam van 1403. Noort, Lambert van 14fi3. Nosscni, (Ho. Maria 90«. Nosseni, Marc Anton 09«. Nothnagel, Joh. Benjamin Andreas 004,1078. Novellani od. Novellanus, s. Neovellanus. Nuis, Abraham 1002. o. Oberman, Anton 1001. Oesterrcich, Carl Krzher'/og von 2250. Oesterrcich, Caroline Krzherzogin von 2250. Oexleiu, Christoph Daniel 2407. DCHTiger, Adam 1085. dort, Adam van 53, 1403. Orragna, Andrea 1020. Orcagna, Bernardo 1803. Orgagna, Andrea 1020. Orio, Ambros 1002. tlrio, Angeld 2571. Orloy, llarend van 125. 120. Orlowsky, Alexander 1080. Orsolini, Carlo 2205. (lrtolit.no, l'ietro 573. Orvieto, Cesare da 2513. Oscllo, Oaspar 2242, 2243. Ossancn, Werner van 010. (Istade, Adrian van 1003, 1004, 1404, 1405. Ostendorfer, Michael 207. Oudendyck, Adrian 1080. Overlact, Anton 1088. Ouwater, Albert van 830. l'adovanino, s. Alessandro Varotaii. r.'ulovano, Caspar 2243. l'aduaiüno, A. 1135. l'aggi, Gio. llaltista 2000. l'alllet, Anton 1113, 1150. Palissy, Bernhard 1714. l'alma, Giacomo jun. 1143. l'alombo, Ascanio 1102, 1152. Panderen, Kgbert van 1777. l'anetti, llomcnico 1142. I'antale,*»»• P„„d, Arlhur 1120, 1132 Pontenier, Auguste 1118 s. 402. Pordenone, i. A. '• 1 ' 1 " 1 " "■: Porte, Bartolomeo dells WK. Portuaaonius, Johanne. A..ton,u 87». Poael .....er Poe»«*, Anton 1107 8.480,4SJ. Pott, Anton 2573. Pouaaln, Caspar 2400. Preissler, Anna FclidtM 57». ,.,.,slel, Johann Aminens 108. Previlalc, Andrea 102.), 1101. 1're.w, Jörg 1003. Preyer, Johann Wilhelm 11.>n. Prlhus, Carl Christoph »4M. Primatleela, Preevoeee« ■ >%, IM, ,BJU ' 10*1, 2012. Procacclni, Andrea 101.1. Procaccim, (anullo U&t- Prooaooini, Qtalid 0««»«»*: Provagli. Bartolomeo 200-). Pucclnl, Blaglo 2001. Puchpinns, Benedikt HH» Quarteninnd, s. l/uerlenmont. Quellinus, Artus 1100. Querfurt, Augustin 1150. «iuerteuinont, Andreas Jleruhard 1072. Queanel, Angustia »**„ Suevrellerle, A. de h» 1158. Quinetu», Aegidlo» 48... ltaliasse. Jean 2023. Rac/.ynski, Athanasius, Oral' von 1205. Itadost, Clemens 2438. liadziwill, Anlon, Kürst von 1100. Ralmondl, Mare-Antonio 051, 000, «63. Rambervllle, Alpbons de 1201. Rantwlk, Beraten 1 2035. Raphun, Augustia 1172. l.'atii. ilio. Agostino 1173. Reailnu», Cher. 10(10. Recha, Andreas 1207. Becknagel, B. 2047. Ite.ekers, A. 120«. Reglllo 870. Regnard, A. 2570. Ilugiüur 1040. Reich, A. II. 700. Reiehel, lt. 2040. Beifat, Bartolome 2022, 2040. Heimar, Andreas 2575. Heims, Adrian 1102. Belade), Alberl Christoph 344, 1102, 1108. Reinhard, Andreas 1204. Reinhard, Balthasar 2030. Reiter, Bar......omeus 2027,2040,2051,2054. Heiller, Barth., • B, Heiter. R.....holdl, Berthold 2020. Hei ........ |, llaviil 2400. Remeus, Oeorg 2030. Ileniiiii-lnia.ini, AUgUSt 1203. H.....shard, Abraham 2570. Itei„.sse, 0. A. 2251. Renesse, J. 2251. Rentink, Arnoul 1202. Reperdlus, Georg 2508. Rethel, Allred 1100. Reuter, Barlholame, s. H. Heiter. Heut,.,, oder Reutern, t. A. 1213. Monoeraiiiniislen. Graf von 21;>4. Ilevenlinus, Caesar irlKV Beytter, Bartholop» «Mi Oft Ehbmberg, Joseph Anlon 1180. Ribera, Jose de MX Richard, Carl 343. Biehter, Abraham IM Rio»«« Adrian Lmlw.g 448, 881. Richter, Bengl 2030. Sichter, Carl V'K.'"": f ^ (l Wedel, Anlon l e.n'-.ch 710. Biedel, August «TO. lt. .....el, Johann Ant« HM, MM, Riehel, Bernhard £018. B U , oder niese, Adam 1194. Riese, Abraham SW5. Rlesing, Carl Er«st MM. Rlgaud, Benoit»!». Rijke, H«rend de I.W». BrVarolo, Agojttao MW. |i:;;:;,'"ohn»Uan,ternhard2038. I!,,eel, Maus 1427. KIJrUarthdlemyJMi Bogerius e >;'»»;," 17 - Bogerius Belga l."7 Rolland, A. JIM. Uosaeio, Alois 1175, 117- Bosallba, A»tonello *£*?% ». 7JT Boselll, Chol.....',',..; Rosenthal, August IM. ROSlta, Alexam er 11.11- ROSSO, HoflSi 2212. Rote, Martin 358. 1086 Register. Botart, Metro 222, KHK). Kuthj,3. Buyteneehildt, s. ftutjtenschttdi Ryeke, ItariMlil de, s. Rijko. liytker, Caspar 21(l(i. S. Saliatoiii, Lnigi 1144. Sacchi, Andrea 1247. Baechienee M.' de Baechlia 8711. Bachaen-Coburg, All.ert Heraog von S34. Sachsen-Tesclicn. Albert Prinz von S37. Sudeler, AegldiOa 489, .-)(»2, 1232. Saint-Anbin, s. Aul.i... Saint Moeti, pttenne Oomte de. 2115. Saint-Urbin, fl. Urliin. Sala, Alrssaiulrn 1274. Salai, Amin,, 1028, 12(10. Salainiin.il. Antonio 1U7U, 1077, 1245,121», 1331, 137C,. Baiice, Bogerlui a 1317. SalinMieni, Anfiele 20S1. Sallacil, An..... 12:17, 123'.!, 124U, 12117, 1304. Salm, A. van 1288. Salmincio. Andrei 1245, 124(1, 1279, 1305. Salomon, Uernard 1854, 2010. Salvu di Antonio ib Seaaloa 1071. Bammet-BreuglM 20fi3. Snuelie/. Alnnso. ... dielln. Santarelli, (lio. Antonio 1311. Basti Kingacclno, Domenico 2240. Santo..... % Anton 12(i'l, 1278. Bart, Oorneliua du 2437, 2472. Karte. Andrea d*l 1020-1031, «80,12111,1394 Senerweld, Alexander 1252, 1300. Scacciati, Andrea 85, 12Ü4, 1208. Schal,el, A. 1284. Bebachmann. Carl Adolph Colli. l<'rli.v.2471 Schiffer, Anton 1241, 1248, 1282. Selmep, SI. 2480. Schaffner, Ambrdä 1228. Schaffner, Anton 1210. Schalke*, Gerard 2472. Schell'or, Aml.rosius 1318. Seheile, Andreas 2570. Scheits od. S.lievls. Andreas 250, 1297. Schelver, Augoat Franc 578, 1287. Schindel, Hrrnnrd van 2005. Sclieyndel, Ai'k'ytlius Villi 400. Scheyts, s. Seheita. Schiio.n, Amlivii, s. A. Sehiavone, Behiavone, Andrea 010, 1024. Schilcher, Anton 48, 1230. Schinner, Wilhelm 1524. Schleich, Antun 1227, 12311. Behleieh, Auguat 1227, 1233. Bohlltaoc, Erhard 1218. Schmidt, Albert i307. Schmidt, Angurt 1221. Schmitt, Adolph 127«. Behmuoker, Aagnatla 1223. Schnei.ler, Al.rahiim 1258. Schnese, Alexis 2570. Sohi'm, Berthe] 207!). Sehen, Martin 2070. Bcbonberg, Alexander Ilaron von 1229,1255. Behöpfer, Anton 122(1. Scl„H,ii..|,eeU, Adrian 12(12, 1310. Sei..... niiins. Anton 1153. Schott, Aoguat 1242. Seh.iuiniin, Aarl 1275. Bchröder, Johann Anton 2579. BehrSdter. Adolph 1(,3, 1220. Bebuch od. Sehueeh. Andreas 1254. Schul/., Adam 2579. Schurman, Anns Kl iin von 085,98(1,1237,1240. Schilt, Cornelis 345. Sehwal., Johannes 087. Schwan, Balthatar 2073, 2082. Sciaminnssi, Itnlacl 1212, 20.53. Sclal.oiius, Andreas, s. A. Meldolla 910. Sel.aslii.ui, l.a/.aro 1093, Se.dlinavr, .losepti Anton 1315. See,nun, Abel 1272. Send, Antonio 2578. Seidel, August 1270. Seldenatieker, Christoph Engelhard 2510. Sei. II, Andreas 1270. Seinsheim, Auguat Graf von 1253, 1273. Sclvi, Antonio 1283. Semnleo. s. Kattisla Kranen. Beputa de l'..|,asdiii, Antonio MHKi. Bergent, Anleine Kianruis 570. BerUo, Bebaatiano 20tl(i. Snue, Adrian 12112. BeueUchreiber, Georg 1107 s. 4S3. Sessclschreiher, Hilf,' 1107 S. 481, 482. Sestri, Antonio da 134(1. Set od. Sein, Alberto di 838. Scvcrin, l'aul 2280. Sryffer Anlinst 129.5. Bgrllli-Banaoae, BernarCo 2070. Sieh. in. Cliristopli villi 359. Sichert, Carl August 1290. Siemens, August Ludwig 2.5(14. Sieurac, Franeoil .Inste 74. Bignorettl, Antonio 2579. Silo, Abraham 1277. Silvios, s. Sylvius. Simon, Alexander 1238. Soest, Albert von 1329. Sogir, A. 1319. Sojaro, Itcrnardino 20(18. BolartO, Andrea 1020, 1028, 1200. Sularion, Andre 102(1. Solvyns, Krau/ Balthasar 20(14. Bolr, Arthur 1280. Sorgh, A. 1280. Bo/e, Philipp 1570. Spada, Valeri.i 2219. Spnurjcr, Andreas 1290, 1309. Spagnoletto, s. Jose de Bibern. Spccchi, Alessaudro 1291. Spinelli, Andrea 1054. Sporer, A. K. 504. Bpranger, BarthoUMKdi 2008, 20II9. Btadamana, Adolph 1320. Stadler, A. 1285, 2579. Stadler, Alois 1324. Stall,nnl, A. van 12811. Stall,ent, Adrian van 128(1. Staid', Johann Ulrich 2078. Star, Dlrck od. Theodor villi 713. Staren, 1>. van, s. Star. stas van Campen, ThdoAdr 713. Stavereu, Adrian Jan van 712. Stech, A. 1310. Register. 1087 Stedolin, Asynius 120O Stecnwyck, Abraham 2:>1. Bteiner; Ann, Barbara. 1660, 207.», iu»* Stclsiu«, Anton SO, 2.>20 Stempel!. is, Gerhard 35.». Stephan, Meister 145.». Stifte, Hermann Anton 711. Stimmer, Abel «34, J385. Summer, Tool« M«. Stock, Andrea« 1301, 1308. Stocker, Anton 1219, »79. Stnlir, Anton 2.">7!). Storck, Abraham 1203. Stet* Veit 1107 S. 4M Strahuber, Alexander 13«. eHrMagachwaadtner, Anton \ia. Tarasewiez, Alexander 1350. Tardieu. Pete* Alexander 1344. Tegler, Man« 40. Temiui, Giovanni 1928, 11)37. Tempesta, Antonio la\ 47.">, 495, 500, 508, 516, 539, 1074, 1078, ISSO, 1854, 1370. Ti-ii/.el, Anton 72. Te.rl.oreli. s. TerburK. Terburg, Gerard 1773. Ter HhnlH.I, I. llimpcl. 'IVr/.i, Franoesco 1107 S. 484. Teita, (Sin. Ccsarc. 2518, Testelini oiler Tcsloliui, Cajctan 2224. Teuniaaen, Cornelia 2271. Thihout, Willem 2124. Thiele, Johann Friedrich fibT,. Thoinan, A. 1055. Thomas, Adolph 2580. Thomassone oder Tliomaszoon 1090, 1373. Thorer. Bartholomäus 2088. ThorwaldasnJ Albert 1300. Thyba.il, Wilhelm 2124. Tihaldi, homeuir.o 1555. Tibaut, Wllhelm.ua 2124. Tiepold, (Sin. Haltista 2080, 2087. Till, .lohann Carl von 348. Tischbein, Johann Anton 1358. Tisio, llenvenuto 1142, 1780. Toccatini, Martini, l'ia.//,a de' 2227. Ubelesqui, Alessandro 118, 8.VJ. Dünn», s. Lulmus. Ulrich, der Acaalingcr 1400. Vaccaro, Andrea 1303, 1304 S. 581. Vojani, Alessandro 1400. Va'illant, Andre« 1419, 1420. Vaillanl, IScrnard 2111. Valades, Diego de 1409. Valentin, A. Henry 715. Valier, Benedetto 2103. Vallee, Alexandre 1174. Valvasor, .loh. Weicher* 3fi. Vaiiiiiirrlii, Andren, s. A. del Snrto. Varotari, Alessandro 858,. Vai-otari, Dario K5N. Vaumarcus, I MiiHpj, Baron von 2117. Vaulier, II. 21(15. Vccellio, Oeeare 2205, 2514. Velde, Adrian van de 1474, 1470, 1477. Velde, Jan van de 417, 1417. Veuenti, G-iulio Cesare 2420. Sirickcl, A. 1249 Strobel, Mrg '»'%,„ ,--,, Stromer, Andreas 2577, 2j7». Stubow, Alexe! 1302. Stark, A. 1203. luYrtBaÄeoBr.......dino 204«, 20GG. Sürlin, s. Syrlin Suisse, Christoph le»«*„- Summer, Andreas 18«, «1* Buienier, Abraham 120». Bybold, Abraham «M» lÄBtlÄM'^" Sylvias, Guilelmus 231.». Syrlin, Jörg 1405. Töpfer, A. 1348. T..... he."......, *■*&* *»' •*'• Tninaeh. von 11S1- Travani, Anton,., 1.100, 8ÖW Tl ,,vi, Antonio 13« ,, m i, 1330, Tri ^Ma"n '1333 1337. Treuer, AntOJ 1W7; Trisonoff, v. iiw Xrivn, A..I..."". 107.1, IHK m g Xrivis, Antonio ' ll '; ,.' S | I er der" , statt „teilt dn.'.l. Druokfehjeri „der , | ,, I ,. i V i §*. , r i ,. \ s Tronel.on. Trochon, A., «■ /' Xronehon, Antoine 13M. Trost, Andreas M, 580, «"• Tm-eari, Antonio«. T„r/.o. Alex.us 2.25. g$ üsz SS SS li. V. Ulrich, Meinro-h 520, 537. at ti M r'7 Iria de Saint 2509. [Irl.in, Anna Man» «e . ctino 054, 1302, 1423, 1428 ^•»•■"'"^rhüT.'.'.'d"««, 1389, 1471. VV, ""'• \ 'S Marie 574. V Sburgh, Adrten 142.,. Verhauen, Johanne« ft». Vermondre, Anton 900. Verscure, A. 141/. Verslar, s. Dirk van Star v , r ,,te.r oder Veratiere, «. »• »«■ Verveer, Adrian Huybert« «"jw-, vl.spasianus oder ^«tenO "* Vestner, Andrea« 141,2, 25SA fle Vialart, Kliennc lt..",'!:." Moria 1033. . ,^8. Vianeu, Adam van Id.». Saint- 1088 Register. Vicu, Knea, s. Vir.us. Vi.,i.s. Amens 407, 498, 500, 2205. Vieremlv 2507. Vierly, 2507. Vleaen-Breughe] 2003. Villamen», l'ranres™ I3!M), 1408. Vincentius, Antun IHM. Vinglea, Juan '1<' 2087. Vini, Husum,,, SM*. Vinne, Antun villi der 1475. Viecher, August 1421. Viaeher, Barthold 2103. Visr.licr, Vetor 1107 ». 484. Visentini, Antonio 1080. Vital») Andrea U13. Vivarini, Luijji 870. VOglein, Brnit 1812. Vogel, Albert 1407, 142i». Vogel, llernard 21111. Vnis, Ary de 450-458. Vollmer, Adolph Friedrich 1400. Vos, CorncliM do 2400. Voeter, A. Ia10. Vrie», Adrian de 453, 4.Vi, 511, 141fi, 142"). w. Waagen, Adelbert 1404. Wanrd, Antun de 4110, 1534. Wacl, Cornelia, de 2411, 2480. Wacs, Atrt van der 1't73, 1481. Waaibarga, Abraham 257, 1500. Wallard, A. 387. Wlgner, .1. I.. Albert 1.501». Waldia, Buakhard 2130. Waneeller, Bartholomäus 2125. Warenberger, Blmoa 2127. Waterloo, Anton 1400, 1514,1515,151Ü, 1523. Waterloos.Aiilunnd. Adrian 1500,1510,1520. Watteau. Ant.iine 1508. Watzdorf, HelnrAtwu»! von 1480,1483,2585. Wauerniilllli. A, 1..02. Waiilrrs, Charles AogUjtÜl 2278. Wedig, Ootthardt de. 2478, 2470. Weellng, Anielin 1510. Weenit, Abraham de 255, 1488, 1500. Wegelin, Adolph 1,503. Weinhart, Andreas u. Caspar 1532, 1533. Weiss, Bartolomtua [gnaa 1013, 2133. Welaahttck, Haxlmin 03. Welle, Albert 1500. W'er.ll, Abraham van 1478. Werner, Adolph Rudolph 121«. Werner, Anna .Maria 1402. Werner, Anlnn 1518. Wesel, Tielman van 1501. West, Benjamin 2120. Wcsterhoiit, Arnold van 1210. Wesleilioiit, lliiltlinsiir van 1(i7li, 2121. Werden, Kogler van der 22, 420, 1317. Weyer, (lahriel 2277. Wiedemaiiii, Ante'i 1500, 1.520. Wieringen, Claus ran 2270. Wieringen, Cornelia Oiaan, ran 2421. Wierx. Anton 10S1, 1082, 1507, 1517, 1530. Wierx, .loha ii n ii. Ilieronyinus 471, 472,2134. Wieselie.iiriiiU, Franz 2517. Wilge, Adrian de 450. Wilge, Adrian van der 1470. Wilhelm von Cöln 1455. WUlaert oder WlUaerta, Adam 25«, 407, 1502, 1522. WUlaert», AI.rat.....i 250, 1502. Wille, August von 1482, 1403, 1407, 1513. Willemart, Philipp Albert 1155. WUllghe, A. van der 1445. Wingheii, .losse van 1420. Wiiihart, Andreas 1401, 1532. Winhert, Hans 1.532. Winkler, Augual Friedrich 1480, 1511. Winkler, Benedikt 2131. Winl, rscliiui«, Adam Wolfgang 1535. Wirdt, Adrian 1501. Wirsing, Adain Ludwig 8NC>. Will.', I.ieveil de 14118, 1184, Woeiriot, Pierre 1770. Wuens....., Anton, von Wornis 1485-1487. Woeiisaui, .laspar, von Worms 1485. Wiiv, C. (3. 2422. Wogter, s. Wuchten, Wohlgemiil.li. Michael 420. Wolf, A. 1407, 1512. Wolfaerl oder Wollart, A. 1405. WolfaerU, Artus 1405, 1502, 1521. Wolfgang, Andreas Matthäus 088. Woltreck, Andreas 1500. Wunsiedel, Joliaun Bernhard 2132. Worms, Anton von 1485-1487,1501, s. auch Anton Woeiisaui. Wrigbt, Benjamin 1702, 2135. Wright, .lohn 2130. Wuchter», Abraham 1484. Wunach, Anton 1504. Wttgten, s. Wue.liters. Wuiuss, II. 2122. Wyhailt, II. 2124. Wyer, Gabriel, a. Q, Weycr. Wylde, Albrecht 1500. X, Y & JE. Xapherintis, A. 1537. Yselirliud, Adrian 1.541. Zaliello, Crio. Krniir.esr.n 1503. Zaltieri, Bolognino 2142. Eambler, Antonio 1553. Zainpia, A. 1545. /.an, Bernhard 2142. Zander, Eduard 2510. Zanetti, Antonio 1540. i Zanetti, Coole Antonio .Maria Jim. 080. Zanetti, Cnntr Antonio .Maria seil.000,001. /.rill,lern, llarlholoniäiis 2141. Zeller, Adam 1542. Zeil, llarloloiueo 2143. Zigin, Paul 1008. Zimmermann, Alhrecht 1543, 1547. Zix. Benjamin 2144. Zolio, Agosfinn 1.551. Zonen, Antonio 1.553. Zoiita, Antonio Kraneisei 1552. Zoppo, Antonio Maria 1548. Zntmaiiu, II:. ns u. Unix 1107 S. 481. Zoll, II. 2142. Zubow, A. 1302. Zvverwesten, August 1540. Zwirner, Balthaaar 2143. Zylvelilt, Adam von 1050. \